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VIA 15 Pro, SCHENKERs alternative zum Dell XPS mit mehr Anschlüssen und top Akku!

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XMG Notebooks werden die meisten von Euch kennen. Allerdings bietet XMG neben den Gaming-Notebooks auch “Office” bzw. Portable Geräte in der Apple MacBook / Dell XPS Klasse an.

Diese laufen allerdings meist nicht unter dem XMG Branding, sondern unter dem Firmennamen SCHENKER.

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Das neuste Notebook in SCHENKERs Lineup ist das VIA 15 Pro. Das VIA 15 Pro setzt auf den AMD Ryzen 7 5700U mit 35W TDP. Wir haben hier also ein gutes Stück CPU-Leistung.

Allerdings verzichtet SCHENKER auf eine gesonderte Grafikkarte. Dafür ist allerdings ein großer 91Wh Akku und ein recht schlankes Design mit an Bord. Auch der Preis mit rund 1250€ wirkt fair!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier das SCHENKER VIA 15 Pro überzeugen? Ist die Akkulaufzeit gut? Passen die Kühlung und Leistung? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an SCHENKER für das Ausleihen des VIA 15 Pro für diesen Test.

 

Das SCHENKER VIA 15 Pro im Test

Das SCHENKER VIA 15 Pro ist ein “Office” bzw. “Media” Notebook. Entsprechend ist dieses deutlich schlichter gehalten als die XMG Modelle.

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Wir haben ein komplett schwarzes Notebook mit einem dezenten “SCHENKER” Logo auf dem Deckel. Und selbst dieses Logo kannst du weglassen. SCHENKER bietet dir bei der Bestellung die Möglichkeit den Deckel komplett “Clean” zu halten.

Beim Gehäuse war ich mir zunächst nicht ganz sicher was wir hier für ein Material haben. So besteht das Gehäuse größtenteils aus einer Magnesiumlegierung, welche allerdings aufgrund der Lackierung sich etwas wie Kunststoff anfühlt, nur deutlich massiver.

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Mit 16,8mm in der Dicke ist das SCHENKER VIA 15 Pro schon ein schlankes Notebook, aber auch nicht extrem dünn für ein Modell ohne gesonderte Grafikkarte. Ähnliches gilt auch für das Gewicht von 1,45KG.

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Dafür bekommen wir hier aber auch eine sehr vollständige Portausstattung.

  • 2x USB A 3.2 Gen 2
  • 1x USB A 2.0
  • 1x USB C 3.2 Gen 2 ×1
  • 1x Gbit LAN
  • 1x 3,5mm Headset Anschluss
  • 1x HDMI 2.0 (mit HDCP 2.2)
  • 1x microSD Kartenleser
  • 1x DC Eingang

Ich hätte mir zwar vielleicht noch einen zweiten USB C Port und vielleicht einen großen SD-Kartenleser gewünscht, abseits davon ist alles vorhanden, was man sich bei einem AMD Basierten Notebook wünschen kann.

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SCHENKER setzt beim VIA 15 Pro weiterhin auf ein klassisches DC Netzteil mit 65W. Ein Laden via USB C ist aber auch möglich.

 

Tastatur und Trackpad

Auf den ersten Blick war ich von der Tastatur des VIA 15 Pro weniger begeistert. Dieses setzt auf recht große Tasten, mit wenig Abstand dazwischen. Zudem ist die Tastatur zwar an sich recht “stabil”, aber die Tasten haben einen leicht unterschiedlichen Klang. Anscheinend ist das Notebook unter der Tastatur in der Mitte hohl.

Allerdings in der Praxis konnte die Tastatur durchaus überzeugen! Es fiel mir sehr leicht mein volles “Tipp-Tempo” auf der Tastatur zu erreichen. Die Tasten fühlen auch gut an und haben einen schönen Druckpunkt.

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Ich würde zwar nicht sagen, dass wir hier eine “A+” Tastatur haben, aber auf ein “A-” bis “B+” kommt die Tastatur des VIA 15 Pro problemlos. Diese ist also durchaus für Viel -Tipper geeignet.

Ähnliches gilt auch fürs Trackpad. Dieses bietet ein gutes Tracking und fühlt sich angenehm an den Fingern an. Die Größe ist zwar nicht außergewöhnlich, aber mehr als ausreichend.

Das Drücken des Trackpads könnte etwas straffer sein, dies ist aber Kritik auf einem hohen Level!

Unterm Strich sind Tastatur und Trackpad beim VIA 15 Pro auf einem guten Level!

 

Das Display mit idealer Auflösung

Das SCHENKER VIA 15 Pro verfügt über ein 15,6 Zoll Display mit einer Auflösung 2560×1440 Pixeln und einer Bildwiederholungsrate von 165Hz.

2K und 165Hz ist die ideale Kombination für ein “Allround” Notebook im Jahr 2022. Dies ist zwar eher ein Gaming Panel, funktioniert allerdings auch wunderbar in Office oder Media Notebooks.

So ist 2K eine wunderbare Auflösung bei 15 Zoll. So ist das Display merkbar ein Stück schärfer als bei Full HD, aber ist leichter anzutreiben als 4K und benötigt weniger Energie.

Die 165Hz lassen nicht nur Spiele flüssiger laufen, sondern auch einfach Alltagsanwendungen, wie das Verschieben von Fenstern, das Scrollen usw. Läuft einfach flüssiger und weicher. Dies ist auch gut, denn das VIA 15 Pro ist kein Gaming Notebook.

Subjektiv wirkt das Display sehr gut! Farben sind absolut sauber, die Kontraste sind top und auch die Blickwinkel sind klasse. Ist dies das beste Display das ich jemals gesehen habe? Nein, aber es ist sehr gut!

Dies wird auch von den Messwerten bestätigt.

farbumfang

Die Messwerte sind ordentlich, aber zugegeben auch nicht absolut überragend. 98% sRGB und 74% AdobeRGB ist okay, aber auch nicht der Traum jedes Fotografens. Hobby Foto- und Videobearbeitung ist aber problemlos möglich.

Helligkeit  Kontrast sRGB AdobeRGB
SCHENKER VIA 15 Pro 342 cd/m² 1020:1 98% 74%
HP Elite Dragonfly G2 903 cd/m² 2150:1 95 % 79 %
Dell XPS 13 2-in-1 9310 (4K) 507 cd/m² 1590:1 100 % 82 %
Dell XPS 17 9700 454 cd/m² 1510:1 100 % 99 %
Alienware X14 442 cd/m² 1260:1 100% 88%
Alienware X15 437 cd/m² 970:1 100 % 90 %
TUXEDO InfinityBook Pro 14 435 cd/m² 1350:1 99% 79%
Apple MacBook Pro 13 M1 424 cd/m² 1710:1 100 % 87 %
ASUS ProArt StudioBook 16 OLED 400 cd/m² OLED 100% 97%
Acer ConceptD 5 Pro  392 cd/m² 1590:1 100% 89%
HP Spectre x360 13-aw0031ng 382 cd/m² OLED 100 % 96 %
TUXEDO Aura 15 379 cd/m² 1090:1 94 % 72 %
Dell XPS 15 9500 356 cd/m² 1220:1 100 % 100 %
XMG NEO 15 (E21) 354 cd/m² 1100:0 99 % 75 %
TUXEDO Pulse 15 – Gen2 346 cd/m² 990:1 98% 74%
Alienware m17 R2 343 cd/m² 680:1 98 % 72 %
SCHENKER VIA 15 Pro  342 cd/m² 1020:1 98% 74%
Huawei MateBook 16 336 cd/m² 1260:1 96% 72%
Alienware M15 R3 (300Hz) 335 cd/m² 1540:1 99 % 75 %
XMG CORE 15 AMD (E21)  333 cd/m² 1080:1 99% 76%
TUXEDO InfinityBook S 15 326 cd/m² 980:1 98 % 74 %
ASUS ROG Zephyrus G15 325 cd/m² 1110:1 100 % 88 %
Dell XPS 13 9300 297 cd/m² 1160:1 92 % 71 %
XMG FUSION 15 283 cd/m² 770:1 98 % 73 %
LG Gram 14 14Z90N 261 cd/m² 650:1 99 % 75 %
ASUS ROG Zephyrus G14 250 cd/m² 1130:1 100 % 75 %

Die Kalibrierung von Haus aus ist ebenfalls akzeptabel.

Die maximale Helligkeit von 342 cd/m² und der Kontrast von 1020:1 sind ausreichend für eine Indoor Nutzung.

 

Lautsprecher (leider) schlecht

Kommen wir zu einem Punkt den XMG/SCHENKER einfach nicht kann und das sind Lautsprecher. Die Lautsprecher des VIA 15 Pro sind einfach nicht gut.

Vielleicht verglichen mit Notebooks von vor 10 Jahren gehen diese in Ordnung, aber wenn wir uns ansehen bzw. anhören was mittlerweile Apple und Dell, aus teils noch dünneren Notebooks zaubern ist hier nichts schön zu reden.

Auch ASUS usw. Können hier in der Regel SCHENKER übertreffen.

Die Lautsprecher des VIA 15 Pro sind gerade so ausreichend, aber generell dünn, etwas kratzig und blechern.

 

Die Performance

Das SCHENKER VIA 15 Pro ist ein Media/Office Notebook. Auf Seiten der CPU haben wir den AMD Ryzen 7 5700U. Dies ist ein 8 Kern Prozessor mit 1,8 – 4,3 GHz.

Da es sich um ein “U” Prozessor handelt ist dieser eigentlich auch “Ultra Low Power” Optimiert. AMD spricht hier von einer TDP von 15W. Heißt die CPU darf maximal 15W aufnehmen, was diese ein gutes Stück ausbremst.

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SCHENKER hat allerdings die TDP auf bis zu 35W erhöht und das konstant. Hierdurch liefert der kleine Ryzen 7 5700U eher die Leistung des großen Ryzen 7 5800H.

  • AMD Ryzen 7 5700U | 1,8 – 4,3 GHz | 8 Kerne/16 Threads | 8 MB Cache | 35 W TDP
  • AMD Radeon RX Vega 8
  • 32GB RAM 3200MHz
  • 1TB SSD

Und dies bestätigt sich auch in der Praxis, wenn wir uns die Benchmarks ansehen.

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Gerade in Cinebench schneidet das VIA 15 Pro sehr gut ab, was wir auch im Vergleich zu anderen Notebooks sehen.

handbrake

Auch im Handbrake Test kann das VIA 15 Pro eine überzeugende Leistung liefern. Dieses ist nicht ganz auf dem Level von aktuellen 45W TDP Notebooks, aber es ist dicht dran!

Ältere 45W TDP Notebooks, mit Intel 10. Gen werden sogar vom VIA 15 Pro mit seinem Ryzen 7 5700U geschlagen.

 

Gaming auf dem SCHENKER VIA 15 Pro?

In der Theorie verfügt das VIA 15 Pro über eine RX Vega 8 Grafikkarte. Bei dieser handelt es sich natürlich um eine integrierte Grafikkarte in der CPU.

Diese ist für Foto Bearbeitung, Youtube Videos usw. völlig ausreichend. Aber wie steht es ums Gaming?

fc tomb raider

Ich habe zwar nur zwei Spiele getestet, aber dies reicht bereits, um zu erkennen, wie gut die Gaming-Performance ist.

Shadow of the Tomb Raider und Far Cry New Dawn sind zwar AAA Spiele, aber schon etwas älter und an sich recht gut laufend.

Aber selbst diese Spiele erreichen gerade einmal +- 30 FPS bei 720p Auflösung und niedrigsten Details. Entsprechend ist das SCHENKER VIA 15 Pro wirklich nicht fürs Gaming geeignet! Ein Steam Deck wird hier eine bessere Leistung bringen.

 

SSD

Die SSD ist bei SCHENKER/XMG Notebooks nichts “fixes”. Du kannst beim Bestellen auswählen was für ein SSD Modell du möchtest. Du hast hier die Wahl aus diversen Samsung, Crucial, Seagate, Western Digital und Corsair Modellen.

In einem Notebook wie dem VIA 15 Pro macht eine Mittelklasse SSD wie die Samsung 970 EVO Plus, Samsung 980 oder Western Digital Blue SN570 am meisten Sinn.

In meinem Modell des VIA 15 Pro stecht die Samsung 970 EVO Plus.

ssd

Die SSD liefert hier genau das Tempo das von dieser zu erwarten ist. Wir hängen hier am Limit der PCIe 3.0 Verbindung, was völlig Okay und im Alltag ausreichend ist.

 

Akkulaufzeit

Im SCHENKER VIA 15 Pro steckt ein vergleichsweise großer 91Wh Akku. Dieser in Kombination mit dem sparsamen Ryzen 7 5700U sorgt für eine extrem gute Akkulaufzeit!

Bei einer Video-Wiedergabe kannst du problemlos mit einer Akkulaufzeit im Bereich 10-12 Stunden rechnen, je nach Displayhelligkeit.

Selbst bei etwas höherer Last können wir Laufzeiten im Bereich 3-4 Stunden erreichen.

Damit ist das SCHENKER VIA 15 Pro ein sehr laufzeit-starkes Notebook.

 

Fazit

Das VIA 15 Pro ist ein völlig anderes Notebook als ich diese von SCHENKER/XMG kenne. So hat das VIA 15 Pro drei Kern-Stärken:

  1. Sehr lange Akkulaufzeit mit 10+ Stunden
  2. Kompakter Formfaktor
  3. Hohe CPU Leistung

Wir sehen die “Gamer-DNA” von SCHENKER/XMG ein wenig bei der CPU. Wir haben hier an sich “nur” einen Ryzen 7 5700U, welcher allerdings auf eine TDP von bis zu 35W aufgebohrt wurde. Hierdurch liefert dieser eine signifikant höhere Leistung als in anderen Notebooks, mit gleicher CPU, aber den Standard 15W TDP.

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Dabei bekommt das VIA 15 Pro den Ryzen 7 5700U problemlos gekühlt und dies auch sehr leise! So ist das Notebook 95% der Zeit absolut unhörbar.

Der Ryzen 7 5700U sorgt allerdings in Kombination mit dem 91Wh Akku aber auch für eine herausragende Akkulaufzeit. In Office Anwendungen oder den schauen von Videos sind gut 10+ Stunden möglich. In der Spitze, bei minimaler Displayhelligkeit wirst du vermutlich sogar 13+ Stunden erreichen können.

Dabei ist das Notebook aber erfreulich kompakt. Dieses ist nicht absolut winzig, aber auch kein schwerer Brocken, gerade wenn wir die gute Anschlussvielfallt bedenken. 3x USB A ist mittlerweile keine Selbstverständlichkeit mehr.

Hinzu kommt eine gute bis sehr gute Tastatur, ein gutes Trackpad und nicht zuletzt das starke Display. 2K Auflösung und 165Hz auf 15 Zoll ist spitze! Zwar haben wir hier kein absolutes High End Panel vor uns, dieses ist aber für Hobby Foto/Video-Bearbeitung mehr als ausreichend.

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Dies ist aber (was das Display angeht) kein “Profi-Fotografen” Notebook, dennoch gehört das Display klar zu den besseren in dieser Preisklasse.

Gibt es aber auch etwas zu kritisieren? Primär Lautsprecher und Webcam. Diese sind leider beide nicht gut und auch nicht State of the Art. Hier hinkt SCHENKER/XMG eindeutig ein gutes Stück hinterher.

Abseits davon ist das SCHENKER VIA 15 Pro ein super Notebook, gerade dann, wenn du viel CPU-Leistung und eine hohe Akkulaufzeit suchst.

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SCHENKER VIA 15 Pro
POSITIV
Gute System Performance (auch dank 35W TDP)
Tastatur und Trackpad gelungen
Gutes 2K Display
Große Anschluss Vielfalt (inklusive normaler USB A Ports)
Schlichtes und kompaktes Design
Sehr guter Akku (10+ Stunden Laufzeit)
NEGATIV
Lautsprecher unterdurchschnittlich
Webcam mäßig
90

Der Creabest LiFePO4 Akku 100Ah 12,8V mit Bluetooth im Test

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LiFePO4 Akkus sind gerade als Puffer-Speicher für Solaranlagen oder in Wohnwägen die absolut überlegende Akku-Technologie! So sind LiFePO4 Akkus haltbar, sicher und leistungsstark!

Mittlerweile gibt es aber einige dieser Akkus im Handel, von diversen Herstellern und Anbietern. Für uns sind hier natürlich immer die günstigeren Modelle besonders spannend.

Hier kommt nun Creabest ins Spiel. Diese bieten mit dem “LiFePO4 Akku 100Ah 12,8V” einen 100Ah Akku mit Bluetooth an, für rund 500€. Damit ist dieser preislich schon am unteren Ende für einen 100Ah LiFePO4 Akku angesiedelt verfügt aber über ein hochwertigeres BMS.

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Klingt doch interessant! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann der Creabest LiFePO4 Akku 100Ah 12,8V mit Bluetooth überzeugen und bietet dieser wirklich 100Ah Kapazität?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Creabest für das Zurverfügungstellen des LiFePO4 Akku 100Ah 12,8V mit Bluetooth!

 

Technischen Daten

  • Creabest VB030 LiFePO4 Akku 100Ah
  • 12,8V
  • 14,6V maximal Spannung
  • 100Ah Kapazität
  • Dauerentladestrom 100A
  • Spitzenentladestrom 350A (für 5s)
  • Bluetooth BMS
  • Maximaler Ladestrom 100A

 

Der Creabest LiFePO4 Akku 100Ah 12,8V mit Bluetooth im Test

Auf den ersten Blick ist der Creabest LiFePO4 Akku ein recht klassischer 100Ah LiFePO4 Akku. Dieser misst 329 x 173 x 214 mm und bringt ein Gewicht von 10KG auf die Waage.

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Ich würde den Formfaktor und auch den Style der Anschlussklemmen als “Autobatterie” Formfaktor bezeichnen.

Allerdings gibt es eine Besonderheit beim Creabest Akku und zwar ein Display und einen Einschalter auf der Oberseite.

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Drückst du den Einschalter, dann geht das Display des Akkus an und zeigt dir den aktuellen Ladestand und die Spannung. Dies kann gerade beim Lagern des Akkus oder beim Suchen nach Problemen sehr praktisch sein.

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Angeschlossen wird der Creabest Akku wie üblich über zwei M8 Schrauben auf der Oberseite.

 

4x 3,2V/100Ah Zellen

Im Creabest LiFePO4 Akku 100Ah 12,8V mit Bluetooth stecken vier klassische LiFePO4 Blockzellen mit jeweils 3,2V und 100Ah.

Dies ist spannend, denn beispielsweise im extrem günstigen ECO-Worthy LiFePO4 12V 100Ah Akku stecken so genannte Taschenzellen. In der Theorie sollte es hier keinen Unterschied geben, aber in der Praxis traue ich den Blockzellen mehr!

 

LiFePO4 ist haltbar und sicher!

Die meisten Akkus, denen du im Alltag begegnest, verfügen über Lithium Ionen Zellen. Der Creabest Akku setzt hingegen auf die LiFePO4 Technik.

LiFePO4? LiFePO4 steht für Lithium-Eisenphosphat, was eine alternative Technik zu Lithium Ionen Akkus ist. Gerade bei Solarspeichern halte ich LiFePO4 für die klar überlegende Technik!

Welche Vorteile haben LiFePO4 Akkus?

  • Sehr hohe Zyklen-Festigkeit (2000+ Zyklen sind üblich)
  • Können thermisch nicht durchgehen
  • Sind weniger empfindlich beim Laden

LiFePO4 ist eine recht stabile Chemie. Hierdurch können diese Akkus deutlich mehr Zyklen standhalten. Normale LiFePO4 Akkus schaffen 2000 tiefe Zyklen (80% oder 100%), High End Modelle werben aber teils mit bis zu 4500. Verglichen mit den 500-1000 von Lithium Ionen ist das also mindestens eine 2x Haltbarkeit.

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Zudem können LiFePO4 Akkus nicht thermisch durchgehen. Heißt selbst im Falle eines Kurzschlusses entsteht kein Flammenmeer wie bei Lithium Ionen Akkus. Die Akkus würden sich blähen und dampfen, aber nicht brennen.

Selbst bei massiver physischer Misshandlung, würde ein LiFePO4 Akku maximal schmoren bis leicht brennen (vergleichbar mit einer Kerze). Ein Lithium Akku würde in gleicher Situation deine komplette Wohnung in Brand setzen.

LiFePO4 ist also sicher, weniger empfindlich und deutlich haltbarer!

Allerdings hat LiFePO4 auch Nachteile.

  • LiFePO4 Akkus sind teurer auf die Kapazität gerechnet
  • LiFePO4 Akkus sind größer und schwerer bei gleicher Kapazität (verglichen mit Lithium Ionen)

Geht es dir um möglichst viel Kapazität zum günstigen Preis oder Gewicht/Größe spielt eine übergeordnete Rolle, dann ist Lithium Ionen die bessere Technologie. Daher finden wir LiFePO4 auch nicht in Smartphones oder normalen Powerbanks.

Aber gerade in Solaranlagen, Wohnmobil usw. macht LiFePO4 absolut Sinn!

 

Haltbarkeit

Die Haltbarkeit ist eine große Stärke von LiFePO4 Akkus! Diese halten in der Regel ca. 2000 Zyklen bei voller Entladetiefe durch. Es gibt Zellen, die etwas höher eingestuft sind, aber diese sind selten.

Leider konnte ich bei dem Creabest Akku keine gute Angabe finden, was die Haltbarkeit angeht. Auf der Webseite steht lediglich folgender Satz:

“Zykluslebensdauer von Lithium Eisen-Phosphat-Akkus mehr als 4000-Mal erreichen kann. Zyklen >3000 bei 80% DOD. Die Lebensdauer kann 7-8 Jahre erreichen.”

Frei übersetzt bis zu 3000 Zyklen bei 80% Entladetiefe und maximal 4000 Zyklen bei einer vermutlich noch geringeren Entladetiefe.

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Ich gehe davon aus, dass wir hier recht klassische LiFePO4 Zellen vor uns haben, denn 2000 Zyklen bei einer 100% Entladetiefe, 3000 Zyklen bei 80% und 4000 Zyklen bei 70% ist eine recht klassische Angabe, welche so gut wie alle LiFePO4 Akkus erreichen.

Ich erwarte beim Creabest LiFePO4 Akku also eine gute Haltbarkeit, aber auch nichts “Außergewöhnliches” für einen Akku dieses Typs. 2000 oder 3000 Zyklen sind aber schon sehr viel! Lithium Ionen Akkus schaffen meist 500-800 Zyklen und normale Versorgungsbatterien als Solar Puffer-Speicher halten nach meiner Erfahrung kaum 100 Zyklen, wenn du diese etwas tiefer entlädst.

 

Bluetooth BMS von Creabest

Eine Besonderheit des Creabest LiFePO4 Akku ist das Bluetooth BMS. Ein BMS das die Akkuzellen im Inneren balanciert lädt und einen Basisschutz gegen Kurzschlüsse oder Tiefenentladen bietet, ist Standard in solchen LiFePO4 Akkus. Allerdings ein Bluetooth BMS ist etwas Besonderes.

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Das BMS des Creabest Akkus soll folgenden Schutz bieten:

  • Balancing
  • Überentladeschutz
  • Überladeschutz
  • Temperaturschutz
  • Überstromschutz
  • Kurzschlussschutz

Spannend, wir haben auch einen unter-Temperatur-Schutz! LiFePO4 Akkus dürfen nicht bei unter 0 Grad geladen werden, ansonsten nehmen diese Schaden. Viele LiFePO4 haben aber keinen Schutz gegen das Laden bei zu niedrigerer Temperatur, da dies meist nur mit erweiterten BMS Modulen kommt.

 

Was kann aber die Bluetooth Funktion?

Über die Creabest App kannst du dich mit dem Akku verbinden und viele Informationen auslesen:

  • Verfügbare Kapazität in %
  • Verfügbare Kapazität in Ah
  • Spannung
  • Strom (Eingangsleistung/Ausgangsleistung in Ampere)
  • Zyklen
  • Temperatur
  • Zellenspannung
  • “Ereignisse” (Kurzschlüsse, Unterspannungsschutz usw.)

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Gerade die Information wie viele Zyklen der Akku schon drauf hat und wie viel Kapazität noch im Akku steckt ist sehr nützlich!

 

Die Kapazität

Das spannendste und auch wichtigste ist die Kapazität. Hierfür habe ich den Akku 3x vollständig geladen und bei verschiedenen Strömen an einem Messgerät entladen.

  • 5A
  • 10A
  • 15A
  • 25A

Erreicht der Creabest LiFePO4 Akku wirklich die beworbenen 100Ah?

Entladestrom Ah Wh
5A 1351 103,36
10A 1341 102,94
15A 1338 103,07
25A 1352 104,45

 

Ich konnte eine Kapazität von 102,94Ah bzw. 1341Wh bis zu 103,36Ah bzw. 1351Wh messen. Damit erfüllt der Akku seine Kapazitätsangabe problemlos!

 

Spannungsverlauf des LiFePO4 Akku

Schauen wir uns einmal den Spannungsverlauf des Creabest LiFePO4 Akku an.

spannung unter last über zeit

Hier sehen wir das klassische Bild eines LiFePO4 Akkus. Wir haben 95% der Kapazität eine sehr stabile Spannung im Bereich 13,2V bis ca. 12,6V. Werden die 12,6V unterschritten, dann fällt die Spannung rapide ab bis entweder das Entladen stoppt oder das BMS greift.

Das BMS greift beim Creabest LiFePO4 Akku bei ziemlich genau 11V, was relativ früh ist. Dies meine ich aber positiv, tiefer willst du einen LiFePO4 Akku auch nicht entladen.

spannungsvergleich

Vergleichen wir die Entladekurve mit dem Redodo 12 V 100 Ah LiFePO4 Akku, dann sehen wir das diese weitestgehend gleich sind. Der Redodo Akku hat einen Hauch mehr Kapazität, dafür aber kein Bluetooth BMS.

 

Fazit

Du suchst einen einfachen, günstigen LiFePO4 mit 100Ah und Bluetooth BMS? Dann bist du beim Creabest LiFePO4 Akku an der richtigen Adresse!

Bei dem Creabest LiFePO4 Akku handelt es sich erst einmal um einen ganz klassischen 100Ah LiFePO4 Akku. An sich gibt es duzende technisch vergleichbare Akkus.

creabest lifepo4 akku 100ah 12,8v test review 13

Das Besondere ist die Mischung aus dem Bluetooth BMS und dem günstigen Preis! Du bekommst den Creabest Akku mit 100Ah für knapp über 500€, womit dieser einer der günstigsten LiFePO4 Akkus mit Bluetooth BMS ist.

Und ja das Bluetooth BMS kann einen großen Mehrwert darstellen! Alleine eine genaue Information zu haben, wie voll der Akku noch ist, auch ohne Ladecontroller ist Gold wert! Ebenso zu wissen wie viele Zyklen der Akku schon drauf hat und wie schnell dieser gerade geladen/entladen wird ist spitze!

Hinzu kommt das der Akku mit bis zu 103,36Ah seine Kapazitätsangabe hält.

Suchst du also die Bluetooth Funktionalität, dann ist der Akku eine sehr gute Wahl! Kannst du auf diese verzichten, dann kannst du aber auch 50-100€ bei anderen Akkus sparen.

Kleiner Hinweis, hier findest Du einen Vergleich 4x LiFePO4 100 Ah Akkus, in welchem Du auch der Creabest Akku vertreten ist.

Der Beelink SER5 im Test, mini PC mit ordentlich Leistung dank AMD Ryzen 5560U!

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Mit dem neuen SER5 hat Beelink einen neuen Mini-PC auf den Markt gebracht, welcher dank AMD Ryzen 5560U etwas mehr Power hat als die Modelle, die wir uns bisher im Test angesehen haben.

Dabei bleibt der SER5 ein super kompakter, kleiner und günstiger mini-PC. Aber wie groß ist der Leistungssprung dank Ryzen 5560U? Wie steht es um die Leistungsaufnahme? Ist die Kühlung leise?

beelink ser5 test review 24

Finden wir all diese Punkte im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Beelink für das Zurverfügungstellen des SER5 für diesen Test.

 

Der Beelink SER5 im Test

Der Beelink SER5 setzt auf das gleiche Gehäuse wie der kleine SER3. So haben wir auch hier ein sehr kleines Gehäuse im klassischen “NUC” Style.

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Dieses ist dabei einfach, aber gut gearbeitet. So nutzt Beelink einen einfachen Kunststoff, welcher aber auf der Oberseite mit einem großen Lüftungsgitter versehen ist. Mir gefällt an sich das Design, es ist einfach und unauffällig.

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Die Anschlüsse des Mini-PCs sind auf Front und Rückseite verteilt.

  • 2x USB 3.0 5Gbit (Front)
  • 1x USB C 3.1 (Front)
  • 1x 3,5mm Headset Anschluss (Front)
  • 2x USB A 2.0
  • 1x Gbit LAN
  • 2x HDMI 2.0
  • 1x DC Eingang

Die Anschlussvielfallt des Beelink SER5 ist soweit okay, aber zugegeben auch nicht überragend. Gerade ein USB 3.0 Port auf der Rückseite wäre doch noch praktisch gewesen. Allerdings ist an sich alles vorhanden, was man im normalen Alltag benötigt.

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Bei dem Netzteil handelt es sich um ein 19V/3A Netzteil.

 

Im Inneren (Aufrüsten)

Du kannst den Boden des Beelink SER5 öffnen um dort die SSD usw. auszutauschen bzw. aufzurüsten.

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  • 1x M.2 PCIe 2280 Slot
  • 1x M.2 WLAN Karten-Slot
  • 2x SO-DDR5 Slots

Du kannst also beim Beelink SER5 die SSD, WLAN Karte und den Arbeitsspeicher aufrüsten.

 

Performance

Der Beelink SER5 setzt auf den AMD Ryzen 5560U als Herzstück. Bei dem Ryzen 5560U handelt es sich um eine 6 Kern 12 Threads CPU, mit einer TDP von bis zu 25W.

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Wir haben hier also wieder eine Notebook CPU, welche sich aber sehr gut liest! 6 Kerne und bis zu 4GHz sind nicht zu verachten und sollten eine deutlich höhere Leistung liefern als es die meisten günstigen Mini-PCs machen.

  • AMD Ryzen 5560U
  • 16GB DDR4 RAM
  • 512GB SSD

Schauen wir uns zunächst ein paar Benchmarks an, um einzuschätzen, wie leistungsstark der PC ist.

3d mark 3 3d mark cb15 cb20 cb23 pcmark 3d mark 2

Normalerweise ist dies bei Mini-PCs immer ein recht trauriger Punkt im Test. Allerdings nicht beim Beelink SER5!

So hat dieser +- die gleiche CPU Leistung wie mein 2 Jahre altes 3000€ Dell XPS 17 9700 Notebook. Dieser übertrifft auch den GEEKOM MiniAir 11 um den Faktor 3,6x bei der CPU Leistung und den Intel NUC 11 Atlas Canyon um den Faktor 3x.

Die CPU des Beelink SER5 hat also ordentlich Leistung und selbst Anwendungen wie Foto und Video-Bearbeitung sollten schön flüssig von der Hand gehen.

Allerdings bewirbt Beelink den SER5 auch als “Gaming” Mini-PC. Eine mutige Aussage für einen PC mit einer Grafikkarte, die in der CPU integriert ist und damit eher überschaubar leistungsstark ist.

borderlands 3 far cry new dawn warhammer

In aktuellen AAA Spielen sind 30 FPS bei niedrigsten Details und Full HD oder 30 FPS bei mittleren Details und 720p generell durchaus möglich.

Auch Spiele alla CS GO oder Overwatch laufen ausreichend gut. Dies ist natürlich kein Gaming PC, aber im Notfall wird das ein oder andere Spiel durchaus laufen.

 

WLAN

Im SER5 steckt die Mediatek RZ608 WLAN Karte. Diese unterstützt “bis zu” WLAN 6E (inklusive 6GHz Band) und 1200 Mbit. Damit ist dies eine sehr fähige WLAN Karte!

Ich halte zwar die Intel AX210 an sich für etwas besser, aber in der Praxis hat die Mediatek RZ608 tadellos funktioniert.

 

SSD

Im Beelink SER5 steckt erfreulicherweise eine Marken SSD und zwar die Kingston NV1 SNVS500G.

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Die Kingston NV1 ist sicherlich nicht die schnellste SSD auf dem Markt, aber ein vernünftiges Modell welches 2500 MB/s lesend und 1800 MB/s schreibend erreicht. Das ist absolut in Ordnung und in der Praxis hatte ich keine Probleme mit der SSD Performance.

 

Mit Windows 11 Pro

Auf dem Beelink SER5 ist Windows 11 Pro vorinstalliert und auch aktiviert. Grundsätzlich haben wir hier eine komplett cleane Windows 11 Installation, ohne zusätzliche Software, abseits von dem was Windows mitbringt.

Allerdings war meine Installation zugegeben etwas zickig, weshalb ich Windows 11 Pro über einen USB Stick einmal frisch installiert habe.

 

Stromverbrauch

Eine riesige Stärke solcher Mini-PCs ist der Stromverbrauch, denn dieser ist super niedrig, gerade beim SER5.

  • 6-8,2W im Leerlauf
  • 12-22W im Normalbetrieb
  • 33W Volllast

Fährst du den PC einfach hoch und nutzt diesen gerade nicht aktiv, dann begnügt er sich mit +- 6-8W. Beim Webbrowsen, Video-Schauen usw. schwankt der Verbrauch zwischen 12W und 22W. Bei CPU Volllast kam ich auf maximal 33W.

beelink ser5 test review 18

Gerade im Leerlauf ist der Beelink SER5 einer der sparsamsten Mini-PCs den ich bisher in den Fingern hatte!

 

Fazit

Der Beelink SER5 ist der beste Mini-PC den ich bisher in den Fingern hatte! Ich mag die kleine Kiste.

Dies liegt vor allem an der Leistung des SER5. Die meisten günstigen asiatischen Mini-PCs setzen auf sehr schwache CPUs, um den Preis gering zu halten. Der Beelink SER5 hingegen hat mit dem Ryzen 5560U eine sehr fähige CPU!

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Fotobearbeitung und auch leichte Video-Bearbeitung ist neben den üblichen Office-Anwendungen mit dem SER5 problemlos möglich. Beelink wirbt sogar mit Gaming, dem kann ich aber nur sehr bedingt zustimmen. 720p mittel oder 1080p niedrig ist zwar sogar in aktuellen Spielen möglich, aber dies ist kein Gaming PC. Für Minecraft, LOL oder Ähnliches reicht er aber.

Hinzu kommt das schöne kompakte Design, die sehr niedrige Leistungsaufnahme und auch die niedrige Lautstärke. Im Normalbetrieb benötigt der SER5 kaum mehr als 10W und der Lüfter ist unhörbar.

Kurzum, suchst du einen kleinen Media/Allround PC und du legst auf eine niedrige Leistungsaufnahme wert, dann ist der Beelink SER5 eine super Wahl. +- 500€ sind zwar nicht wenig, gerade verglichen mit günstigen Notebooks, aber in Anbetracht der Leistung, des Formfaktors und da wir auch Windows 11 Pro vorinstalliert haben, passt dies.

beelink ser5 test review 24
Beelink SER5
POSITIV
Gute System und CPU Performance
Sehr niedriger Stromverbrauch (6-8,2W im Leerlauf)
Sehr leise
Gute SSD
Mit Windows 11 Pro
Portausstattung solide........
NEGATIV
....... aber nicht überragend
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Das DOCKCASE Smart SSD Enclosure im Test, SSD Gehäuse mit Display

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M.2 SSD Gehäuse gibt es viele auf dem Markt und diese sind im Kern alle sehr ähnlich. Kein Wunder, es gibt hier lediglich eine Handvoll Controller und was soll man großer anders machen?

DOCKCASE wurde hier etwas kreativ! So haben diese ihrem NVME SSD Gehäuse nicht nur ein Display verpasst, sondern auch eine Backup-Batterie verbaut!

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Nach dem Stromverlust kann das DOCKCASE Smart SSD Enclosure deine SSD für 5 Sekunden weiter mit Strom versorgen. Klingt nicht viel, reicht aber, dass die SSD ihren Cache leeren kann.

Klingt doch alles sehr spannend, aber wie sieht es in der Praxis aus? Bietet das Ganze einen Mehrwert oder sind dies nur unnötige Gimmicks? Finden wir es heraus!

 

Das DOCKCASE Smart SSD Enclosure im Test

Auf den ersten Blick handelt es sich bei dem DOCKCASE Smart SSD Enclosure um ein recht klassisches externes SSD-Gehäuse.

Dieses besteht zur Hälfte aus Metall und zur Hälfte aus einem Hochglanz Kunststoff. Die Metall-Hälfte ist für die Kühlung der SSD sehr wichtig. NVME SSDs können sehr heiß werden, hier ist eine gute Kühlung wichtig.

dockcase, m.2 nvme ssd gehäuse mit display 1

Die Hochglanz-Seite versteckt dabei das kleine Display.

Um die SSD zu öffnen, findet sich auf der Aluminiumseite eine Schraube. Löst du diese lässt sich die Seite entfernen und die SSD einsetzen. Im Inneren finden bis zu 2280 NVME SSDs Platz.

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Ein Schraubendreher und eine zusätzliche Schraube liegen mit im Lieferumfang.

 

Superkondensator

Im DOCKCASE Smart SSD Enclosure findet sich ein Superkondensator. Dieser speichert genug Energie, um die SSD noch ca. 5 Sekunden nach dem Ausziehen weiter zu versorgen. Warum?

Jede SSD besitzt einen Cache. Rein theoretisch kann es passieren, dass bei einem plötzlichen Stromverlust Daten in diesem Cache nicht rechtzeitig auf die SSD geschrieben werden und verloren gehen.

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High End Server SSDs haben teils daher solch einen Backup-Kondensator um dieses Problem zu beheben. Beispielsweise hier kannst du die Kondensatoren auf der SSD sehen https://www.micron.com/products/ssd/product-lines/7400

Normale SSDs, selbst High End Modelle haben dies nicht.

Im DOCKCASE Smart SSD Enclosure ist nun auch so eine Backup-Energiequelle verbaut, in Form von einem Superkondensator. Superkondensatoren sind haltbarer als klassische Akkus und für diesen Zweck hier sind sie ausreichend.

 

Das Display

Was kann nun das Display des DOCKCASE Smart SSD Enclosure?

dockcase, m.2 nvme ssd gehäuse mit display test 13

Folgendes kannst du auf dem Display sehen:

  • Power Loss Protection aktiv?
  • Verbaute SSD
  • Kapazität der SSD
  • Verbindungsgeschwindigkeit
  • SSD Life (% Angabe aus den SMART Daten)
  • Freie Kapazität

Zudem gibt es eine Anzeige, wenn gerade Daten auf die SSD geschrieben werden, als Warnung, dass du die SSD in diesem Moment nicht trennen solltest.

 

Performance

Für diesen Test habe ich eine Crucial P5 Plus in dem Gehäuse verbaut. Es unterstützt grundsätzlich Geschwindigkeiten von bis zu 10Gbit, sofern dein USB A/ USB C Port dies auch unterstützt.

Natürlich kannst du das Gehäuse auch an langsameren Ports nutzen, dann aber entsprechend mit niedrigerem Tempo.

Schauen wir uns einmal das Tempo an.

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1012 MB/s lesend und 967 MB/s schreibend, dies sind ziemlich perfekte Werte für ein externes Gehäuse mit 10GBit USB-Anschluss.

Kompatibilitätsprobleme oder ähnlich Auffälliges konnte ich nicht beobachten!

 

Fazit

Das DOCKCASE Smart SSD Enclosure ist ohne Frage das außergewöhnlichste NVME SSD Gehäuse, das ich bisher gesehen habe!

Das durchaus praktische Display und der Superkondensator heben es von der Masse ab! Der Superkondensator beugt Datenverlust vor und das Display zeigt dir interessante Informationen an, die du sonst nur über eine Software auslesen könntest.

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Die Performance war im Test mit bis zu 1012 MB/s lesend und 967 MB/s schreibend tadellos. Kompatibilitätsprobleme oder Auffälligkeiten konnte ich keine beobachten.

Suchst du also vor allem Datensicherheit, dann ist das DOCKCASE Smart SSD Enclosure extrem spannend! Für alle anderen reicht aber auch ein einfaches NVME SSD Gehäuse. Die Werte auf dem Display kannst du auch über Software wie CrystalDiskInfo auslesen.

Die Glorious PC Gaming Race Model O Wireless im Test „Editors‘ Choice“

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Auch wenn ich aufgrund von Techtest einige Gaming Mäuse besitze nutze ich an meinem privaten Gaming-PC weiterhin die Glorious PC Gaming Race Model D. Diese ist für mich einfach die beste kabelgebundene Gaming Maus, die ich bisher in den Fingern hatte.

Allerdings ist das Kabel schon ein kleiner Störfaktor. Daher hatte ich schon lange einen Blick auf die Model O Wireless geworfen.

Wie der Name es schon sagt, handelt es sich bei der Model O Wireless um eine kabellose Gaming Maus, die aber weiterhin extrem leicht ist, einen guten Sensor besitzt und auch ansonsten ergonomisch gestaltet ist.

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Für mich als Nutzer der Model D eine sehr verlockende Maus! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Glorious PC Gaming Race Model O Wireless überzeugen und zu meiner neuen primären Gaming Maus werden? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Glorious für das Zurverfügungstellen der Model O Wireless für diesen Test.

 

Die Glorious PC Gaming Race Model O Wireless im Test

Glorious setzt bei der Model O Wireless auf das mittlerweile vertraute Loch-Design. So sind in den Körper der Maus diverse Löcher gebohrt. Dies soll Gewicht sparen und die Maus “luftiger” machen.

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Hier kann man durchaus zu Recht etwas skeptisch sein! Wird die Maus im Inneren nicht dreckig usw.

Allerdings nutze ich die Glorious PC Gaming Race Model D seit bestimmt 2 Jahren und die Maus hat deutlich besser gehalten als ich erwartet hätte! Klar eine normale Maus lässt sich besser reinigen, aber ich mag das Lochdesign.

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So fühlt sich auch die Model O Wireless nicht schwitzig oder klebrig an, aufgrund des Loch-Designs.

Auf Seiten des Materials setzt Glorious auf einen recht normalen, leicht matten Kunststoff. Dieser fühlt sich gut an und wirkt auch recht haltbar. Es gibt keine Beschichtung, welche sich lösen könnte.

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Das Gewicht der Maus liegt laut Hersteller bei 69g, meine Waage zeigt allerdings 70,5g an. Egal was von beidem nun richtig ist, die Model O Wireless ist eine sehr leichte Maus!

Mountain Makalu 67  67g
Glorious PC Gaming Race Model D Gaming-Maus 68g
Xtrfy M4 RGB 69g
Glorious PC Gaming Race Model O Wireless 70g
Endgame Gear XM1 70g
CORSAIR SABRE (RGB) PRO 73g
Corsair KATAR PRO XT 75g
CORSAIR SABRE RGB PRO WIRELESS 79g
SteelSeries Sensei Ten 92g
CORSAIR KATAR PRO WIRELESS  97g
XPG PRIMER 102g
Alienware AW610M 117g
Corsair NIGHTSWORD RGB 119g
Alienware AW558 120g
Speedlink Imperior 120g
Roccat Kone Aimo Remastered  133g

 

Bei der Model O Wireless handelt es sich um eine kabellose Gaming Maus. Diese verfügt über einen kleinen USB-Funkempfänger. Alternativ kann diese auch kabelgebunden betrieben werden.

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Ein passendes, verstärktes USB C Kabel, liegt bei, welches auch sehr schön flexibel ist.

Dieses USB C Kabel kann auch als Verlängerung für den USB-Funkempfänger genutzt werden, super!

 

Tasten und Ausstattung

Die Glorious PC Gaming Race Model O Wireless verfügt über 6 Tasten.

  • Linke Maustaste
  • Rechte Maustaste
  • Drückbares Mausrad
  • Taste hinter dem Mausrad
  • 2x Daumentasten

Damit haben wir eine recht klassische Ausstattung. Zudem haben wir natürlich einen Ein/Ausschalter auf der Unterseite.

Grundsätzlich fühlen sich alle Tasten der Model O Wireless gut bis sehr gut an, mit Ausnahme der Taste hinter dem Mausrad.

Letztere verfügt zwar auch über einen guten Taster, fühlt sich aber etwas weniger wertig an.

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Die wichtigen Maustasten hingegen sind ziemlich perfekt! Wir haben hier Omron D2FC-F-7N Taster (Omron 20M), welche zwar nicht die absolut höchste Güte darstellen, zumindest auf dem Papier, aber die Konstruktion ist 1a!

So sind die Maustasten gut “gespannt”, ohne großen Vorlauf, der Klick klingt gut und auch der Widerstand ist angenehm gewählt.

Auch die Daumen-Tasten sind gelungen! Diese verfügen ebenfalls über hochwertige Taster und fühlen sich soweit okay an. Allerdings habe ich auch schon bessere Daumentasten erlebt! Weniger aus technischer Sicht, sondern eher aufgrund der Form. Die Daumentasten sind sehr schmal und glatt.

 

Der Sensor

Auf Seiten des Sensors haben wir den “Glorious BAMF”. Hierbei handelt es sich natürlich um einen leicht abgewandelten PixArt Sensor. PixArt Sensoren kommen in praktisch allen Gaming Mäusen in verschiedenen Versionen zum Einsatz. Beim Glorious BAMF handelt es sich um einen abgewandelten PMW 3370.

Glorious BAMF Logitech Hero 16K ROCCAT Owl-Eye Optiksensor Razer Focus+
Auflösung 100-19000 dpi 100-16000 dpi 100-16000 dpi 100-20000 dpi
Tracking Geschwindigkeit (IPS) 400 IPS 400 IPS 250 IPS 650 IPS
Beschleunigung 50G 40G 50G 50G

 

Damit ist der Glorious BAMF zumindest auf dem Papier einer der aktuell besten Sensoren die du auf dem Markt finden kannst. Lediglich Razers neuer Focus+ kann den Glorious BAMF signifikant überbieten.

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Wobei dies auch wieder relativ ist, moderne Gaming Maus-Sensoren sind alle extrem dicht beieinander, vor allem bei den High End Herstellern, aller Corsair, Logitech, Razer usw.

 

In der Praxis

Für mich das Wichtigste bei einer Maus ist das Gefühl in der Hand und hier kann die Model O Wireless punkten! Die Maus hat für meine mittelgroßen Hände eine optimale Größe und eignet sich auch für Nutzer mit etwas größeren Händen.

Hast du sehr kleine Hände, dann würde ich vermutlich zur Model O- greifen.

Das Gewicht von 69g bzw. 70,5g ist angenehm leicht! Selbst die Logitech G Pro X Superlight ist mit 63g kaum merkbar leichter. Das Gewicht kann gerade in schnellen Shootern eine große Rolle spielen.

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Positiv hier zu erwähnen sind die sehr guten Gleiteigenschaften der Maus! Diese zählt zu den besseren Modellen, was die Gleitfähigkeit angeht. Hierdurch wirkt sie nochmals etwas schneller und reaktionsfreudiger.

Dies ist allgemein ein wichtiger Punkt, die Model O Wireless wirkt sehr reaktionsfreudig und schnell! Hierdurch hat mir die Maus vor allem in etwas schnelleren Shootern Spaß gemacht. Bist du nur in Strategiespielen unterwegs, dann ist die Maus auch sicherlich für dich geeignet, aber diese wäre auch nicht meine erste Wahl.

Die Model O Wireless ist für Tempo und Reaktionsfreude gemacht. Hier hilft auch der wirklich hervorragende Glorious BAMF Sensor, welcher den High End Modellen von Logitech oder Corsair in nichts nachsteht.

Hier muss ich gestehen in der Praxis kaum Unterschiede spüren zu können. Ich bin kein Pro-Gamer, aber ich habe das Gefühl das moderne Sensoren einfach so gut geworden sind, dass es nur noch in extrem Situationen zu Unterschieden kommt. Nicht überraschend, schließlich lassen alle großen Hersteller ihre Sensoren von Pixart bauen.

Pluspunkte gibt es für das Mausrad. Dieses ist unauffällig gut. Nein Glorious kann hier nicht mit Logitech mithalten, aber das Mausrad fühlt sich gut an und hat einen angenehmen Widerstand. Dieses ist eher auf Geschwindigkeit getrimmt als auf Präzision. Die einzelnen Abstufungen sind eher leicht zu spüren, wodurch du aber auch das Mausrad sehr schnell drehen kannst.

Probleme oder Aussetzer der kabellosen Verbindung hatte ich keine. Glorious wirbt mit einer Pollingrate von 1000Hz, laut Maus Polling Rate Checker komme ich im Schnitt auf 982 Hz, was passt.

 

Fazit

Die Model O Wireless ist meine neue Lieblings Gaming Maus! Ich werde diese an meinem PC nutzen und die Model D mit ihr ersetzen. Dies ist ein großes Lob, denn ich habe an sich einen recht großen Pool an potenziell nutzbaren Mäusen. Die Model O Wireless macht aus meiner Sicht einfach alles richtig als Gaming Maus.

Die Form und Haptik sind absolut gelungen. Klar es gibt ergonomischere Mäuse, diese aber weniger im Gaming Bereich. Für eine Gaming Maus liegt die Model O Wireless super in der Hand, vor allem wenn du mittel große bis große Hände hast.

Die matte Kunststoff Textur gefällt mir gut und verspricht langlebig zu sein. Über das “Loch-Design” können wir natürlich streiten, aber an sich mag ich dies. Hierdurch fühlt sich die Maus einfach etwas luftiger und leichter an. Dies ist keine schwitzige oder klebrige Maus.

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“Leicht” ist allgemein ein gutes Thema! Mit 69g laut Hersteller bzw. 70,5g laut meiner Waage ist die Model O Wireless sehr leicht! Hinzu kommen sehr gute Gleiteigenschaften und ein reaktionsfreudiger Sensor. Dies macht die Model O Wireless zu einer sehr schnellen Maus, welche sich gerade in Shootern wohl fühlt.

Auch technisch ist der hier verwendete Glorious BAMF Sensor absolute Spitzenklasse! Dies ist zwar ein Punkt, auf welchen du nicht so sehr achten solltest, da moderne Sensoren alle recht gut sind, aber willst du das Beste vom Besten, dann bist du mit der Model O Wireless dicht dran!

Kurzum, du hast mittel bis große Hände, spielst gerne Shooter oder schnelle Spiele und magst leichte Mäuse? Dann kann ich dir die Glorious PC Gaming Race Model O Wireless nur empfehlen!

Selbst für mich als durchschnittlichen Allround Gamer ist die Model O Wireless aktuell meine erste Wahl!

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Glorious PC Gaming Race Model O Wireless
POSITIV
Sehr leicht
Saubere kabellose Verbindung
Sehr gute Form und top Gefühl in der Hand
Sehr gute Gleitfähigkeit
Starker Sensor
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Das TUXEDO Pulse 15 – Gen2 im Test, top Linux-Notebook!

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TUXEDO bietet mit dem Pulse 15 Gen2 die nächste Generation seines AMD Linux Notebooks an. Das wichtigste ist dabei das CPU Upgrade auf die 5000er Generation von AMD und das 2K Display.

Alles in einem in einem gerade mal 17mm schlanken Gehäuse und bei einem Startpreis von rund 1000€. Dabei ist das Notebook auch dank seiner guten Portausstattung ein absolutes Arbeitstier.

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Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier das TUXEDO Pulse 15 Gen2 überzeugen? Ist das Notebook wirklich Qui(e)te powerful! und wie steht es um den Akku? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank TUXEDO für das Ausleihen des Pulse 15 – Gen2 für diesen Test.

 

Das TUXEDO Pulse 15 – Gen2 im Test

Sicherlich das Besondere am TUXEDO Pulse 15 – Gen2 ist das super flache und kompakte Gehäuse.

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Wir haben hier ein 15,6 Zoll Notebook mit einer Dicke von gerade einmal 17 mm und einem Gewicht von 1,5 kg vor uns. Damit ist dieses sehr leicht und sehr dünn! Zum Vergleich ein MacBook Pro 14 M1 wiegt 1,6 kg und ist 15,5 mm dick.

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Erfreulicherweise verfügt das Notebook aber über eine vollständige Portausstattung.

  • 1x USB 3.2 Gen2 Typ-C (DisplayPort 1.4: yes; Power Delivery/DC-IN: yes, 20 V / 3.25A)
  • 2x USB 3.2 Gen2 Typ-A
  • 1x USB 2.0 Typ-A
  • 1x HDMI 2.0 inkl. HDCP (4k UHD@60Hz / 2k FHD@120Hz)
  • 1x Gigabit LAN/Netzwerk RJ45
  • 1x 2-in-1 Headphone/Headset (Headphone & Microphone)
  • 1x Kensington Lock
  • 1x Card-Reader (micro-SD)
  • 1x DC-IN / power connection

Wir haben neben drei USB A Ports sogar einen Gbit LAN Port! Dieser setzt auf das “ausklappbare” Design, da dieser ansonsten zu dick für das Notebook wäre.

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Das grundsätzliche Design des TUXEDO Pulse 15 – Gen2 ist als sehr schlicht zu bezeichnen! Wir haben ein einfaches schwarzes Notebook, das lediglich auf dem Deckel das TUXEDO Logo besitzt. Dieses ist also absolut „Business“ tauglich.

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Die Verarbeitungsqualität ist dabei aber tadellos! Das Gehäuse besteht aus einer Magnesiumlegierung und fühlt sich somit gut an. Auch das Scharnier macht einen mehr als soliden Eindruck.

 

Mit Linux

TUXEDO ist ein “Linux Notebook Hersteller”. Du kannst zwar alle TUXEDO Notebooks auch mit Windows bestellen, diese setzen allerdings von Haus aus auf TUXEDO OS 22.04 LTS (oder eine andere Linux Distro).

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TUXEDO OS 22.04 LTS ist eine auf Ubuntu basierende Distribution mit KDE Desktop Oberfläche, diversen Optimierungen, vorinstallierten Treibern und vorinstallierter Steuerungs-Software.

Nach meiner Erfahrung läuft TUXEDO OS tadellos! Ich bin hier bisher noch nicht auf Probleme gestoßen oder habe von Problemen gehört. Allerdings ist TUXEDO OS im Kern eine recht typische Ubuntu basierte Distribution.

Entsprechend ist diese so einfach zu nutzen wie Ubuntu bzw. eher wie Kubuntu aufgrund der KDE Benutzeroberfläche.

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Ist Linux etwas für jedermann? Ich denke weiterhin nein! Linux kann seine Tücken haben und gerade wenn du nicht bereit bist mit dem Terminal zu arbeiten und nach eventuellen Fehlermeldungen zu googeln kann es hier viele Stolpersteine geben.

Allerdings wenn du nicht eine gewisse Linux Affinität hättest wärst du vermutlich nicht hier.

Das Spannende an TUXEDO ist hier generell die “garantierte” Kompatibilität zu Linux, zumindest von Debian basierten Systemen. Zwar sind die meisten Notebooks zu Linux kompatibel, es kann aber auch mal zu Problemen kommen, wie z.B. nicht funktionierende WLAN Karten, Probleme mit dem Standby Modus, einer fehlenden Helligkeitssteuerung usw. Hier spreche ich durchaus auch aus Erfahrung.

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Solche Probleme wirst du mit dem TUXEDO Pulse 15 – Gen2 nicht haben! Hier funktioniert alles “out of the box”, auch wenn ich natürlich nicht für alle exotischen Linux Distributionen meine Hand ins Feuer legen kann.

 

Erfahrungen mit dem Support

An dieser Stelle mal eine kleine Geschichte aus meinem Freundeskreis. Dort hat sich eine Freundin für die Uni ein TUXEDO Notebook gekauft.

Leider hatte dieses nach einigen Wochen einen Lüfter-Schaden entwickelt. Unschön, kann aber passieren.

Dies war aber eine günstige Gelegenheit um einen Blick auf den TUXEDO Support zu werfen.

Da das Notebook für die Uni benötigt wurde, war ein Einsenden hier nicht möglich. Erfreulicherweise konnte hier der TUXEDO Support entgegenkommen. So wurde mir bzw. ihr auf Bitten ein neuer Lüfter zugesendet, welchen ich dann verbaut habe.

Den alten kaputten Lüfter mussten wir dann an TUXEDO senden. Der ganze Prozess hat weniger als eine Woche gedauert, von Anfrage bis Erhalt des Ersatzteils.

Hierfür Daumen hoch! Klar alle Notebook Hersteller hätten den Lüfter getauscht, aber das uns hier die Möglichkeit gegeben wurde den Lüfter einfach selbst zu tauschen und TUXEDO schickt uns einfach das Ersatzteil zu, war klasse!

Ob dies so bei allen anderen Hersteller geklappt hätte, lasse ich mal dahingestellt.

 

Das Display

Sicherlich ein “Highlight” des TUXEDO Pulse 15 – Gen2 ist das Display. Wir haben hier ein 15,6 Zoll 2K Panel.

2560 x 1440 Pixel sind aus meiner Sicht aktuell die optimale Auflösung in der 15 Zoll Klasse! 4K ist zwar schärfer, frisst aber deutlich mehr Strom und kann gerade unter Linux Probleme bei der Skalierung machen. 2K ist deutlich schärfer als Full HD, aber einfacher anzutreiben, was sich positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt.

Abseits der Auflösung wirkt TUXEDO mit einer 95% sRGB Farbraum Abdeckung und einer Helligkeit von 350 cd/m2. Spannenderweise teilt uns sogar der Hersteller mit das es sich um das BOE NE156QHM-NY2 Panel handelt. https://www.panelook.com/NE156QHM-NY2_BOE_15.6_LCM_overview_49927.html

Interessanterweise hat das Panel sogar 165 Hz! Wir haben zwar kein Gaming Notebook vor uns, dies macht aber auch normale Bewegungen auf dem Display sehr schön weich.

Rein subjektiv haben wir ein sehr gutes Display vor uns! Zunächst ist das Display sehr schön scharf und auch Farben wirken schön kräftig. Die Blickwinkel sind wie es sich für ein Notebook mit IPS Panel gehört gut und die Kontraste ordentlich.

Dies ist allerdings auch nicht das alles beste Display das ich jemals gesehen habe, alleine weil dieses matt ist, wodurch Farben natürlich etwas matter als auf einem Hochglanz Display erscheinen.

Allerdings ist TUXEDO hier auf einem Level, das sogar für semi-professionelle Fotografen mehr als ausreichend gut ist.

farbumfang

Dies wird auch von meinen Messwerten bestätigt. 98% sRGB, 74% AdobeRGB und 75% DCI-P3 sind sicherlich nicht absolut Spitzenklasse, aber völlig okay.

Helligkeit  Kontrast sRGB AdobeRGB
TUXEDO Pulse 15 – Gen2 346 cd/m² 990:1 98% 74%
HP Elite Dragonfly G2 903 cd/m² 2150:1 95 % 79 %
Dell XPS 13 2-in-1 9310 (4K) 507 cd/m² 1590:1 100 % 82 %
Dell XPS 17 9700 454 cd/m² 1510:1 100 % 99 %
Alienware X14 442 cd/m² 1260:1 100% 88%
Alienware X15 437 cd/m² 970:1 100 % 90 %
TUXEDO InfinityBook Pro 14 435 cd/m² 1350:1 99% 79%
Apple MacBook Pro 13 M1 424 cd/m² 1710:1 100 % 87 %
ASUS ProArt StudioBook 16 OLED 400 cd/m² OLED 100% 97%
Acer ConceptD 5 Pro  392 cd/m² 1590:1 100% 89%
HP Spectre x360 13-aw0031ng 382 cd/m² OLED 100 % 96 %
TUXEDO Aura 15 379 cd/m² 1090:1 94 % 72 %
Dell XPS 15 9500 356 cd/m² 1220:1 100 % 100 %
XMG NEO 15 (E21) 354 cd/m² 1100:0 99 % 75 %
Alienware m17 R2 343 cd/m² 680:1 98 % 72 %
SCHENKER VIA 15 Pro  342 cd/m² 1020:1 98% 74%
Huawei MateBook 16 336 cd/m² 1260:1 96% 72%
Alienware M15 R3 (300Hz) 335 cd/m² 1540:1 99 % 75 %
XMG CORE 15 AMD (E21)  333 cd/m² 1080:1 99% 76%
TUXEDO InfinityBook S 15 326 cd/m² 980:1 98 % 74 %
ASUS ROG Zephyrus G15 325 cd/m² 1110:1 100 % 88 %
Dell XPS 13 9300 297 cd/m² 1160:1 92 % 71 %
XMG FUSION 15 283 cd/m² 770:1 98 % 73 %
LG Gram 14 14Z90N 261 cd/m² 650:1 99 % 75 %
ASUS ROG Zephyrus G14 250 cd/m² 1130:1 100 % 75 %

Ähnliches gilt auch für die maximale Helligkeit von 345,6 cd/m² und den Kontrast von 990:1.

Kurzum, das Display ist definitiv KEIN Schwachpunkt des TUXEDO Pulse 15 – Gen2.

 

Eingabegeräte

Das Pulse 15 – Gen2 verfügt natürlich über eine deutsche QWERTZ Tastatur, ohne Nummernpad, dafür sauber zentriert.

Die Tastatur ist qualitativ absolut gelungen! Das Tippgefühl ist satt und der Anschlag ist wunderbar fest. Allgemein hat das Tastatur-Deck auch kein Spiel! Selbst mit viel Druck gibt dieses kaum bis gar nicht nach.

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Etwas ungewöhnlich ist lediglich die Form der Tasten. So sind die Tasten recht groß und die Abstände gering. An sich kein Fehler oder Problem, nur “anders”.

Erfreulicherweise ist auch das Trackpad gelungen! Das Tracking ist sowohl unter Linux wie auch Windows tadellos und dieses fühlt sich gut am Finger an.

Kurzum, die Eingabegeräte des Notebooks sind gelungen.

 

Lautsprecher und Webcam

Hier wird es nun etwas kritisch. TUXEDO und auch XMG Notebooks haben für gewöhnlich furchtbare Lautsprecher!

Auch die Lautsprecher des Pulse 15 – Gen2 sind nicht toll. Allerdings für TUXEDO Verhältnisse sind diese okay. Die Lautsprecher sind etwas leise, aber generell recht ausgewogen klingend. Sie sind nicht zu schrill oder dünn.

Allerdings bei aller Liebe, der Vergleich zu einem Dell XPS oder Apple MacBook fällt sehr traurig aus! Die Lautsprecher sind im Pulse 15 – Gen2 akzeptabel, nicht mehr und nicht weniger.

Sehr Ähnliches gilt für die 720p Webcam, deren Bildqualität leider höchstens akzeptabel ist.

 

Performance

Im TUXEDO Pulse 15 – Gen2 steckt der AMD Ryzen 5700U. Bei diesem handelt es sich um einen 8 Kern Prozessor mit einer 35W TDP.

Letzteres ist eine Besonderheit, denn normalerweise ist die CPU auf eine Leistungsaufnahme auf 25W TDP limitiert. Dies ist hier nicht der Fall, wodurch wir im TUXEDO eine höhere Leistung als in anderen Notebooks mit gleicher CPU erwarten können.

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Eine gesonderte Grafikkarte verfügt das Notebook leider nicht. Wir haben lediglich die AMD Radeon RX Vega 8 integrierte Grafikkarte.

Schauen wir uns aber mal ein paar Benchmarks an. Hier allerdings eine kleine Enttäuschung für die Linux Fans, denn ich werde die Benchmarks unter Windows 11 durchführen. Benchmarks unter Linux sind so eine Sache, denn es gibt hier einfach wenige Tools.

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Bei dem Ryzen 5700U handelt es sich an sich um eine “low Power” CPU. Dafür steht das “U” im Namen. Diese ist auf eine möglichst hohe Energieeffizienz und lange Akkulaufzeit optimiert.

Dies müssen wir bei den Benchmarks ein wenig im Hinterkopf behalten. Allerdings sehen die Benchmarks sehr gut aus! So kann das TUXEDO Pulse 15 – Gen2 beispielsweise den Apple M1 oder auch Notebooks mit Intel CPUs der 10. Generation schlagen!

Gerade der deutliche Vorsprung vor dem Apple M1 ist erfreulich und fast schon etwas überraschend.

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Den größeren Intel CPUs der 11. oder 12. Generation mit der vollen 45W TDP oder auch den Ryzen 5800H Modellen muss sich das TUXEDO Pulse 15 – Gen2 aber geschlagen geben. Kleinere, auch aktuelle, Intel CPUs der U oder “G7” Serie werden wiederum vom TUXEDO geschlagen.

Du kannst also erwarten, dass das TUXEDO Pulse 15 – Gen2 mehr Leistung als die gängigen 13 Zoll Notebooks, wie Apple MacBook Pro M1 oder Dell XPS 13, bietet, aber etwas weniger Leistung als die “großen” Notebooks mit den 45W “Gaming” CPUs.

handbrake

Im Handbrake Benchmark, in welchem es auf eine möglichst hohe Leistung über Zeit ankommt, rutscht das TUXEDO Pulse 15 – Gen2 tendenziell noch etwas weiter nach oben, was für eine hohe konstante Leistung spricht.

Gaming oder Ähnliches kannst du auf dem Pulse 15 – Gen2 leider weitestgehend vergessen. Die AMD iGPU reicht für AAA Spiele, bei 720p „niedrig“ oder niedrig bei Full HD bei eSport Titel ist meist möglich, mehr aber nicht.

 

Die SSD

Bei der SSD hast du bei TUXEDO aktuell die Wahl aus drei Modellen, der Samsung 980, 970 EVO Plus und der 980 Pro.

Die normale Samsung 980 ist hier die günstigste Option, die 980 Pro die teuerste und die 970 EVO Plus fällt in die Mitte. Warum ist die 970 EVO Plus teurer als die 980? Die 970 EVO Plus verfügt über einen DRAM-Cache, was in der Theorie für eine höhere System-Performance sorgt. Die normale 980 hat diesen Cache nicht, sondern nutzt ein paar MB deines RAMs als Cache.

Hier hält sich das Gerücht wacker, dass eine SSD ohne DRAM-Cache nicht gut als System-SSD ist. Dem kann ich aber nicht zustimmen!

Die Samsung 980 ist eine absolut tadellose SSD, welche du unbesorgt wählen kannst. Und dies sage ich auch aus persönlicher Erfahrung, denn in meinem privaten Notebook steckt auch die 980 als System SSD und ich hatte hier 0 Performance Probleme.

Auch im TUXEDO Pulse 15 – Gen2 kann ich nichts Negatives über die Samsung 980 sagen, sowohl unter Windows wie auch Linux.

 

Akku

Im TUXEDO Pulse 15 – Gen2 steckt ein erfreulich großer 91Wh Akku. Entsprechend gut sind auch die Akkulaufzeiten.

Tendenziell sind die Akkulaufzeiten allerdings unter Windows einen Hauch besser als unter Linux (wie es leider oft der Fall ist).

Unter Windows konnte ich im Maximum bei 50% Displayhelligkeit, leichten Office-Anwendungen und Video-Streaming rund 12 Stunden Akkulaufzeit erreichen.

tuxedo pulse 15 gen2 test review 25

Unter Linux sind es rund 10-11 Stunden.

Unter höherer Last sinkt die Laufzeit natürlich deutlich. Aber selbst bei intensiven Tätigkeiten kannst du mit 6+ Stunden rechnen.

 

Laden via USB C

Mit im Lieferumfang des TUXEDO Pulse 15 – Gen2 liegt ein klassisches DC Netzteil mit 65W.

Allerdings kannst du das Notebook auch via USB C laden. Hierfür ist mindestens ein 30 W USB C Netzteil nötig (das über die 20V Stufe verfügt).

Spannenderweise konnte ich via USB-C aber sogar eine Ladeleistung von bis zu 85 W beobachten, sofern du ein entsprechendes Netzteil/Powerbank anschließt.

In der Praxis würde ich immer das originale Netzteil empfehlen! Allerdings kann eine USB C Powerbank schon ein Lebensretter sein, weshalb das Laden via USB C so praktisch ist.

 

Aufrüsten

Im Pulse 15 – Gen2 finden wir zwei M.2 NVME SSD Steckplätze, genau wie zwei RAM Slots und einen Steckplatz für die WLAN Karte.

Entsprechend sind dies auch Dinge, welche du ohne größere Probleme austauschen oder aufrüsten kannst.

TUXEDO betont auch, dass der Akku im Pulse 15 nicht verklebt, sondern verschraubt ist! Daher ist dieser vergleichsweise gut austauschbar.

 

Fazit

Ich habe offen gesagt ein Herz für Linux und TUXEDO. Im Kern wissen wir alle, dass Microsoft der Teufel ist 😉  Linux hat aber absolut seine Tücken und Probleme und ich würde dies auch Anfängern nur sehr bedingt empfehlen!

Allerdings „optimierte“ Linux Hardware wie das Pulse 15 – Gen2 helfen schon viele der gängigen Probleme von Anfang an zu vermeiden. Gerade wenn du planst mit Linux produktiv zu arbeiten, kann ein TUXEDO Notebook daher Sinn machen! Linux lief in meinem Test absolut sauber auf dem Pulse 15 – Gen2!

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Aber auch abseits von Linux ist das Pulse 15 – Gen2 ein mehr als ordentliches Notebook! Es ist schön kompakt, hat eine gute Leistung und auch die Eingabegeräte, wie auch das Display sind soweit tadellos!

Sicherlich ist das Pulse 15 – Gen2 nicht das hübscheste Notebook aller Zeiten, aber es ist schön schlicht und verfügt über eine ordentliche Portausstattung, welche du bei einem XPS 15 z.B. nicht finden würdest.

Der Ryzen 5700U macht einen sehr guten Job das Notebook anzutreiben unter anderem auch dank der hohen TDP von 35W! Der Ryzen 5700U ist aber auch sehr energieeffizient! Du kannst beim TUXEDO Pulse 15 – Gen2 mit über 10 Stunden Akku rechnen, bei leichten Tätigkeiten. Lediglich die GPU ist eher auf der schwächeren Seite, spielen wirst du mit dem Pulse 15 – Gen2 eher weniger.

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Das 2K Display sorgt zudem für ein scharfes und gutes Bild. Tastatur und Trackpad sind ebenfalls gut gelungen. Lediglich Lautsprecher und Webcam sind unterdurchschnittlich!

Kurzum, du suchst eine gute Hardware-Basis für ein Linux-Arbeits-Notebook? Dann ist das TUXEDO Pulse 15 – Gen2 eine hervorragende Wahl!

tuxedo pulse 15 gen2 test review 32
TUXEDO Pulse 15 - Gen2
POSITIV
Gute System Performance
Tastatur und Trackpad gelungen
Gutes 2K Display
Große Anschluss Vielfalt (inklusive normaler USB A Ports)
Schlichtes und kompaktes Design
Sehr guter Akku (10+ Stunden Laufzeit)
NEGATIV
Lautsprecher unterdurchschnittlich
Webcam mäßig
90

Update: USB Power Delivery Ladegeräte mit PPS, Übersicht und Info

USB Power Delivery Ladegeräte sind nichts mehr Neues. Es gibt hunderte Modelle auf dem Markt in diversen Stärken usw. Auch immer mehr Smartphone Hersteller nutzen USB Power Delivery zum Schnellladen ihrer Smartphones, wie z.B. Apple, Samsung oder Google.

Usb Power Delivery Ladegeräte Mit Pps 6

Allerdings gibt es einen neuen Trend und das wäre die Nutzung von USB Power Delivery PPS. 

PPS? Um beispielsweise das Samsung Galaxy S20/S21/S22 mit dem vollen Tempo zu laden ist ein USB Power Delivery PPS Ladegerät nötig. An einem normalen USB PD Ladegerät erreicht z.B. das S20 Ultra gerade einmal 14,5W, an einem passenden USB PD PPS Ladegerät bis zu 38W.

Aber was ist USB Power Delivery PPS und welche Ladegeräte unterstützen dies?

 

Was ist USB Power Delivery PPS?

USB Power Delivery ist ein universelles Schnellladeprotokoll, welches herstellerübergreifend eingesetzt wird. Dieses kann bis zu 100W (mittlerweile auch 280W) via USB C liefern und erlaubt hierdurch in der Theorie die Nutzung eines Ladegerätes für Smartphones, Notebooks und Tablets diverser Hersteller. USB Power Delivery wird von Apple, Samsung, Google, Nintendo usw. aktuell unterstützt.

USB PD PPS ist nun eine Erweiterung bzw. neue Version des klassischen Power Delivery Standards. PPS steht für Programmable Power Supply. Ein normales USB Power Delivery Ladegerät kann im Optimalfall 5V, 9V, 12V, 15V oder 20V bieten. PPS erlaubt nun eine flexible Spannung, es können also beispielsweise 9,5V oder 13V abgerufen werden.

Usb Power Delivery Ladegeräte Mit Pps 4

Dies soll das Laden effizienter gestalten und die Elektronik im Smartphone entlasten. Hierdurch ist in der Theorie ein höheres Ladetempo möglich.

PPS ist dabei ein Teil der USB Power Delivery 3.0 Spezifikation. Hat ein Ladegerät PPS, dann unterstützt dieses auch USB Power Delivery 3.0. Umgekehrt muss aber ein USB Power Delivery 3.0 Ladegerät nicht zwingend PPS unterstützen.

USB PD mit PPS ähnelt auch Quick Charge 4+. Daher können viele Quick Charge 4+ Smartphones auch an USB PPS Ladegeräten mit dem vollen Tempo laden. Ob dies für alle Quick Charge 4+ Smartphones gilt, kann ich nicht sagen.

 

PPS macht das Laden schneller?

Viele Smartphones benötigen aktuell kein PPS. Beispielsweise den iPhones ist es egal ob Ihr es an einem PPS oder regulärem Power Delivery Ladegerät lädt. Unterstützt dieses 9V/3A wird das volle Ladetempo erreicht.

Die Unterstützung von PPS schadet hier aber auch nicht! Wenn dein Smartphone kein PPS unterstützt, aber dein Ladegerät schon, dann macht dies keine Probleme. 

Usb Power Delivery Ladegeräte Mit Pps 7

Selbiges gilt auch für das iPad, viele Notebooks, die Nintendo Switch usw. Aktuell gibt es nur eine Handvoll Smartphones, die USB PPS für das volle Ladetempo benötigen. Folgende Modelle sind mir bekannt:

  • Samsung Galaxy S20
  • Samsung Galaxy S20+
  • Samsung Galaxy S20 Ultra
  • Samsung Galaxy S21
  • Samsung Galaxy S21+
  • Samsung Galaxy S21 Ultra
  • Samsung Galaxy S22
  • Samsung Galaxy S22+ 
  • Samsung Galaxy S22 Ultra
  • Samsung Galaxy Note 10
  • Xiaomi Mi 9
  • Xiaomi Mi 10
  • Motorola One Hyper
  • Google Pixel 6
  • Google Pixel 6 Pro 
  • Google Pixel 7 
  • Google Pixel 7 Pro

Diese Liste wird aber voraussichtlich noch deutlich länger. Anscheinend haben sich die Smartphone Hersteller abgesprochen USB PD PPS als universellen Schnellladestandard festzulegen.

Hier ein praktisches Beispiel anhand des Samsung Galaxy S20 Ultras.

Usb Pps

Das S20 Ultra lädt auch an normalen USB Power Delivery oder Quick Charge Ladegeräten „Schnell“. Aber um das volle Ladetempo zu erreichen ist ein USB PD PPS Ladegerät nötig.

 

USB PPS garantiert nicht das volle Ladetempo!

Nun wird es noch etwas komplizierter. Nur weil Euer Ladegerät PPS unterstützt, heißt dies noch lange nicht, dass dieses auch Euer Smartphone mit dem vollen Tempo laden kann.

Beispielsweise das Samsung Galaxy S20 Ultra lädt mit maximal 38W. Das Baseus BS-E915 unterstützt USB PD PPS und bietet eine maximale Leistung von 65W. Dieses müsste also das Galaxy S20 Ultra mit dem vollen Tempo laden können? Falsch!

Usb Power Delivery Ladegeräte Mit Pps 1Das Baseus BS-E915 bietet eine PPS Leistung von 3,3V – 21V bei maximal 3A. Das Samsung benötigt aber für das volle Ladetempo aber 9,5V und 4A. Das Baseus BS-E915 ist aber auf 9,5V 3A limitiert.

Usb Pps Vergleich

So bietet das Baseus BS-E915 genug Leistung, aber in den falschen Bereichen. Das Samsung eigene „EP-TA845“ bietet zwar nur 45W in der Spitze, aber 3,3V – 11V bei maximal 4,05A.

 

Welche Ladegeräte unterstützen USB PPS?

Mittlerweile werden Ladegeräte die PPS unterstützten etwas häufiger. Allerdings ist es weiterhin oft nicht auf dem ersten Blick ersichtlich welche Ladegeräte PPS unterstützen und welche nicht. Hier eine kleine Übersicht über PPS Ladegeräte die ich schon in den letzen Zeit in den Fingern hatte: 

Modell Ports Leistung  PPS
Anker 511 Nano 3 1 30W 3,3-11V bei 3A
3,3-16V bei 2A
Anker 735 3 65W 3,3-11V bei 5A
Anker Nano II 1 30W 3,3-11V bei 3A
3,3-16V bei 2A
Anker Nano II 1 45W 3,3-16V bei 3A
3,3-21V bei 2,25A
Anker Nano II 1 65W 5-21V bei 3,2A
Anker PowerPort Atom III Slim 65W 4 45W 3,3-16V bei 3A
3,3-21V bei 2,25A
Baseus CCGAN100CE 1 100W 3,3–21V bei 5A
Baseus CCGAN100UE 4 100W 3,3–21V bei 5A
Chargeasap Omega 200W 4 100W 3,3-21,0V bei 5A
Eono Dual USB Ladegerät 2 20W 3,3-5,9V bei 3A
3,3-11V bei 1,8A
Google 30W GLE6S 1 30W 3,3 – 11V bei 3A
3,3 – 16V bei 2A
Hadisala 33W USB C Ladegerät 1 33W 3,3-11V bei 3A
iNepo USB C Ladegerät 4 65W 3,3 – 11V bei 5A
LC-Power LC-CH-GAN-65 2 65W 3,3-21V bei 3A
LinkOn Ganius 4 100W 3,3-21V bei 5A
LinkOn PD-056PT 2 65W 5V-11V bei 4A
Razer USB-C 130W GaN Charger 4 100W 3,3-11V bei 3A
Samsung EP-TA 220 2 35W 3,3V-11V bei 3A
3,3V-16V bei 2,3A
3,3-21V bei 1,7A
Samsung EP-TA845 1 45W 3,3-11V bei 4,05A
Satechi 108W Pro 4 90W 3,3-11V bei 4A
Syncwire SW-AC651 2 20W 4,5-11V bei 1,8A
Syncwire SW-AC660 2 67W 3,3-21V bei 3A
Syncwire SW-AC678 1 30W 3,3-5,9V bei 3A
3,3-11V bei 3A
UGREEN 100W USB C Ladegerät 4 100W 3,3-21V bei 5A
UGREEN 65W USB C Ladegerät 4 65W 3,3-21V bei 3A
UGREEN CD226 4 100W 3,3-21V bei 3A
UGREEN CD241 1 20W 3,3-5,9V bei 3A 
3,3-11V bei 1,8A
URVNS A1903 4 100W 3,3–21V bei 5A

 

 

 

Usb Power Delivery Ladegeräte Mit Pps 2

Powerbanks mit USB PD PPS?

Selbiges auch für Powerbanks, mit einer kleinen Übersicht über mit bekannte Modelle: 

Modell Kapazität Leistung PPS
Amazon Basics – Powerbank mit 26800mAh 23781 45W 3,3-20V bei 2,2A
Anker 737 20867 140W 3,3-21V bei 5A
Baseus Power Bank 20000mAh 17614 65W 3,3-20V bei 3A
Baseus PPBLD100-S 17171 100W 3,3-20V bei 5A
BOOMPODS Powerboom 10.000 8253 18W 5-5,9V bei 3A
5-11V bei 2A
Chargeasap Flash Pro 19718 100W 3,3-11V bei 5A
EINOVA Laptop-Powerbank 18677 45W 3,5-12V bei 3A
Elecjet Apollo Ultra A10X 9244 65W 3,3-11V bei 5A
ELECJET PowerPie 17627 45W 4,4-11V bei 5A
Helpers Lab H01113Z 15285 100W 3,3-11V bei 3A
INIU BI-B5 18248 20W 5-5,9V bei 3A
5-11V bei 2A
INIU BI-B61 9511 20W 5-5,9V bei 3A
5-11V bei 2A
LinkOn 136W Neutron 26800mAh 20881 100W 3,3-11V bei 5A
Nitecore NB20000 18821 45W 3,3-20V bei 2,2A
Sandberg Powerbank USB-C PD 100W 38400 33203 100W 3,3-21V bei 3A
SHARGEEK STORM 2 Slim 16233 100W 3,0-21V bei 5A
STORM 2 22352 100W 3-21V bei 5A
VEGER 30000mAh 29178 20W 5-5,9V bei 3A
5-11V bei 2A
VEGER V2053 20000mAh 18179 20W 5-5,9V bei 3A
5-11V bei 2A
Zendure SuperTank Pro 22022 100W 5-20V bei 5A

 

Fazit

Ich hoffe, dieser Artikel konnte Euch etwas helfen zu verstehen, was USB PD PPS ist und warum dieses wichtig ist bzw. wichtig wird.

Zusammengefasst: USB PPS erlaubt es Eurem Smartphone, eine beliebige Ladespannung innerhalb eines gewissen Bereichs zu erhalten. Dies kann bei einigen Modellen das Ladetempo massiv erhöhen! Derzeit ist PPS gerade für die Samsung S20/S21/S22 Serie wichtig, um das volle Ladetempo zu erreichen. 

Leider ist es weiterhin auf den ersten Blick nicht leicht zu erkennen, welches Ladegerät PPS unterstützt und welches nicht. Daher hoffe ich, dass diese kleine Übersicht über PPS fähige Ladegeräte Euch etwas weiterhelfen kann. 

Test, teuer aber super schnell? Sony CF-Express 160GB Typ A und Sony CF-Express Reader im Test

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Die ganze Welt der Profi-Kameras setzt auf den CF-Express Typ B Standard. Die ganze Welt? Nein ein kleiner japanischer Hersteller leistet Widerstand!

Spaß beiseite, die meisten High End Kameras nutzen neben SD-Karten auch die deutlich schnelleren CF-Express Speicherkarten. CF-Express Speicherkarten gibt es in zwei Typen, Typ A und Typ B. Canon, Nikon und Panasonic setzen dabei wenn auf den Typen B.

Sony setzt als einziger Hersteller auf den CF-Express Typ A. Typ A Speicherkarten sind nicht nur deutlich kleiner, sondern auch deutlich teurer!

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Eine CF-Express Type B mit 512GB Kapazität bekommst du für 200€. Eine 160GB Typ A Karte kostet dich 330€! Uff!

Woher kommt diese Preisgestaltung? Wie schnell ist solch eine Speicherkarte und was gibt es zu beachten? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Sony CEA-G160 CF-Express 160GB Typ A Speicherkarte im Test

Auf Bildern ist dies nicht immer so gut zu erkennen, wie groß ein Objekt ist. Die Sony CEA-G160 ist geradezu winzig! Anders kann ich es nicht sagen.

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Die Sony CEA-G160 ist kleiner als eine reguläre SD Karte, wenn auch etwas dicker. Etwas überrascht hat mich aber das Material des Gehäuses. So hatte ich im Vorhinein gelesen, dass wir hier Metall haben. Dies ist aber nicht der Fall!

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Das Gehäuse der Sony CEA-G160 besteht leider nur aus Kunststoff. Ansonsten sieht diese aber recht wertig und gut aus.

 

Der Sony CF-Express Reader Typ A + SD, USB 3.2 Gen 2 im Test

Passend zu der Sony CEA-G160 Speicherkarte benötigst du natürlich auch einen Kartenleser. Die wenigsten werden sicherlich einen CF-Express Typ A Kartenleser auf Tasche haben.

Sony bietet hier passend seinen MRW-G2 CF-Express Reader Typ A an. Dieser 100€ Kartenleser kann nicht nur CF-Express Typ A Speicherkarten lesen, sondern auch SD-Karten.

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Super! Mein Worflow besteht sowohl aus SD-Karten wie auch nun CF-Express Speicherkarten. Das ich beide Sorten mit einem Kartenleser lesen kann erleichtert das Ganze deutlich.

Der Speicherkartenleser ist komplett aus Metall gefertigt, was diesem eine sehr hochwertige und professionelle Haptik verleiht.

Angeschlossen wird der Kartenleser via USB C bzw. Über ein USB C zu USB A Kabel.

 

Was steckt hinter CF-Express?

CF-Express Speicherkarten setzen PCIe Verbindung zu deiner Kamera. Hierbei handelt es sich im Kern um die gleiche Verbindung wie bei einer normalen PC SSD.

Du kannst also eine CF-Express Speicherkarte als SSD betrachten. So ist es möglich einem Adapter für CF-Express Typ B Speicherkarten zu kaufen, so dass du M.2 2230 SSDs in deiner Kamera verwenden kannst.

CF-Express Typ A Speicherkarten sind allerdings deutlich kleiner, daher ist dies hier keine Option.

 

Bis zu 800MB/s

Die Sony CEA-G160 soll bis zu 800MB/s lesend und bis zu 700MB/s schreibend erreichen. Diese Werte kommen auch nicht von ungefähr.

CF Express nutzt wie angesprochen den PCIe Standard. Allerdings setzt der Typ A Standard auf eine PCIe x1 Verbindung. Typ B setzt auf eine x2 Verbindung und kann daher höhere Geschwindigkeiten bieten.

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Ca. 800 MB/s ist also nicht nur das Limit dieser Speicherkarte, sondern generell von CF-Express Typ A Speicherkarten.

Schauen wir uns einmal die Leistung der Sony CEA-G160 in Kombination mit dem Sony CF-Express Reader Typ A an. Wichtig du benötigst hier eine USB 10 Gbit Verbindung für das volle Tempo.

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Sehr schön! Die Sony CEA-G160 kann mit bis zu 821 MB/s lesend und bis zu 722 MB/s schreibend die Herstellerangabe sogar noch übertreffen. Allerdings in der Praxis wirst du nur auf 626 bzw. 621 MB/s kommen.

Warum? Die 821 / 722 MB/s wird in einer optimalen Situation erreicht, mit mehreren parallelen Zugriffen. Der zweite Wert aus CrystalDiskMark mit 626 / 621 MB/s ist, wenn nur ein Zugriff gleichzeitig stattfindet, was in einer Kamera der Fall ist.

Reicht dies für 8K Video? Ja.

 

Sony CF-Express Reader und SD-Karten

Der Sony CF-Express Reader kann auch normale SD-Karten lesen, dies sogar nach dem UHS II Standard! Praktisch! Aber welche Geschwindigkeiten sind hier erreichbar?

Schauen wir uns diese in Kombination mit der KIOXIA Exceria Pro an.

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Mit 260MB/s lesend und bis zu 240MB/s schreibend kann der Kartenleser das UHS II Tempo voll erreichen und wird entsprechend auch UHS I Speicherkarten mit dem vollen Tempo lesen.

 

Wird als SSD erkannt!

Die Sony CF-Express 160GB Typ A Speicherkarte wird von deinem PC nicht als klassische Speicherkarte erkannt, sondern als externe SSD!

Dies kann manche Programme etwas überfordern. Beispielsweise der Adobe Photo Downloader kann Bilder nur von Speicherkarten Importieren. Da die CF Express Speicherkarte aber als SSD erkannt wird kannst du diese derzeit nicht mit dem Adobe Photo Downloader nutzen.

Ich könnte mir vorstellen, dass es auch noch andere Programme gibt, bei denen dies ein Problem ist. Hier ist die Sony Speicherkarte aber nicht alleine! Dies ist ein generelles “Problem” von CF-Express Speicherkarten.

Es hat aber auch Vorteile. So kannst du den Zustand der Speicherkarte über Programme wie CrystalDiskInfo auslesen.

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Du kannst hier den Zustand der Speicherkarte sehen, wie viele Daten schon auf diese geschrieben wurden usw.

 

Eine heiße Sache!

Grundsätzlich kann die Sony CEA-G160 CF-Express 160GB Typ A Speicherkarte ihre 722 MB/s schreibend konstant liefern, über die komplette Kapazität.

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Allerdings am PC ist mir ein Problem aufgefallen, die Hitzeentwicklung. Laut Software wird die Speicherkarte bei längerer Konstanter Last über 80 Grad heiß.

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Ab ca. 81-82 Grad drosselt die Speicherkarte ihre Leistung um ein Überhitzen zu verhindern. Hier scheint die Schreibrate auf ca. 400 MB/s zu fallen.

Dieses Problem ist mir bisher aber nur am PC aufgefallen, in der Kamera konnte ich bisher keine Drosselung beobachten.

 

Fazit

CF Express ist ein toller Standard, welcher klar eine Weiterentwicklung zu normalen SD-Karten darstellt. Allerdings hätte ich auch bevorzugt den CF Express Typ B Standard in Sony Kameras gesehen. CF Express Typ B Speicherkarten sind nicht nur um einiges günstiger, sondern auch schneller.

Grundsätzlich kann ich aber der Sony CEA-G160 CF-Express 160GB Typ A Speicherkarte ein gutes Zeugnis ausstellen! Die Speicherkarte hält, was sie verspricht bzw. kann in der Spitze sogar die beworbenen Datenraten leicht übertreffen.

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Ich konnte 821 bzw. 722 MB/s in der Spitze messen! Spannenderweise wird die Speicherkarte vom PC als externe SSD erkannt. Dies erlaubt aber auch eigentlich SSD exklusive Feature zu nutzen. So kannst du die Lebenserwartung der Sony CEA-G160 auslesen, genau wie die Datenmengen, die bisher auf die Speicherkarte geschrieben wurden und die Temperatur.

Die Temperatur ist im Übrigen das einzige potenzielle Problem der Speicherkarte. Bei konstanter Volllast kann es passieren, dass die Speicherkarte überhitzt und entsprechend ihrer Leistung drosselt. Dies ist mir allerdings bisher nur im PC aufgefallen und selbst mir reduzierter Leistung ist diese schneller als jede SD-Karte.

Fast noch positiver kann ich den Sony CF-Express Reader Typ A loben. Dieser ist zwar auch nicht günstig, wirkt aber sehr wertig gebaut und kann auch SD-Karten nach dem UHS II Standard mit bis zu 260MB/s auslesen.

Kurzum, die Sony CF Express Typ A Speicherkarten und Kartenleser sind zwar ein extrem teurer Spaß, halten aber was sie versprechen. Suchst du nach der maximalen Leistung und Zuverlässigkeit sind diese “the way to go”.

 

Powerbanks für den Blackout? Eine gute Idee? Welche Modelle sind empfehlenswert?

Die Gefahr eines längeren Stromausfalls nimmt zunehmend zu. Entsprechend gibt es immer mehr Vorsorge- Tipps und auch die Industrie und die Händler stürzen sich auf dieses Geschäftsfeld.

So habe auch ich mittlerweile ein paar Mal die Frage bekommen welche Powerbanks ich für die Vorsorge für einen “Blockout” empfehlen würde.

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Wollen wir in diesem kleinen Artikel einmal durchgehen, welche Modelle ich empfehlen würde und ob das Ganze überhaupt eine gute Idee ist.

 

Funktioniert das Smartphone überhaupt bei einem Blackout?

Wir müssen hier ehrlich sein, hast du den Gedanken dein Smartphone bei einem Blackout weiter zu nutzen, um mit der Außenwelt zu kommunizieren, dann muss ich dich enttäuschen!

Dein Smartphone funktioniert bei einem Blackout natürlich weiter, aber das Mobilfunknetz nicht! Das heißt das Internet, SMS, Mobilfunk usw. funktionieren nicht mehr.

Alles was du lokal auf deinem Smartphone machen kannst, offline Spiele, Taschenlampe, heruntergeladene Musik und FIlme usw. kannst du natürlich weiter nutzen.

 

Macht dann eine Powerbank für einen Blackout überhaupt Sinn?

Ich denke ja! Sofern du keinen anderen Akku hast, kann eine Powerbank in solch einer Situation sicherlich ein kleiner Lebensretter sein. Wenn auch nur, um weiterhin die Taschenlampe im Smartphone nutzen zu können oder etwas Musik zu hören.

Zudem gibt es immer mehr Geräte die USB zum Laden nutzen, die eventuell auch bei einem Blackout nützlich wären.

 

Die wichtigste Eigenschaft, viel Kapazität

Wenn du eine Powerbank für einen Blackout suchst, sollte der Fokus sicherlich auf einer möglichst hohen Kapazität liegen.

Geht es dir wirklich nur um die Vorsorge, dann sind alle anderen Funktionen zweitrangig. Es wäre hier nicht so wichtig, wie schnell dein Smartphone lädt oder wie kompakt die Powerbank ist.

Bei der Kapazität gibt es aber ein paar Punkte zu beachten.

  1. Die Kapazitätsangabe der Hersteller ist nie die nutzbare Kapazität
  2. Das Laden deines Smartphones ist nicht zu 100% effizient!

Wenn ein Hersteller mit 20000mAh wirbt (und dabei auch ehrlich ist), dann wirst du in der Praxis meist nur auf +- 16000mAh kommen. Die meisten Powerbanks haben eine echte Kapazität von 80-90% der Herstellerangabe.

Die Herstellerangabe bezieht sich immer auf die Kapazität der verbauten Akkuzellen. Eine 10000mAh Powerbank hat also Akkuzellen mit einer Kapazität von 10000mAh im Inneren. Allerdings ist das Entladen nicht zu 100% effizient, weshalb es hier eine Abweichung gibt.

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Auch dein Smartphone lädt nur mit einer Effizienz von ca. 80-85%. Heißt ca. 20% der Energie wird in Form von Wärme “weggeworfen”.

Beispielrechnung, eine durchschnittliche Powerbank mit 20000mAh Kapazität kann ein Smartphone mit 5000mAh nicht 4x laden wie es nahe liegen würde, sondern nur ca. 2,7x.

Hier eine Übersicht über die Powerbanks mit der höchsten echten nutzbaren Kapazität die ich bisher im Test hatte:

kapazität vergleich übersicht

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Kapazität
Sandberg Powerbank USB-C PD 100W 38400 33203
VEGER 30000mAh Powerbank 29178
Xtorm XB203 24399
RAVPower Ace Series RP-PB067 24043
AUKEY PB-Y7 24007
Anker PowerCore+ 26800 23800
Amazon Basics – Powerbank 23781
Anker PowerCore 26800 23762
RAVPower RP-PB058 23264
RAVPowers RP-PB41 23174
Xtorm XB304 23155
Anker PowerCore+ 26800 22702
Zendure SuperTank 22686
Zendure A8 22579
Xtorm XB303 22532
STORM 2 22352
Zendure SuperTank Pro 22022
Anker PowerCore III Elite 25600 PD 21919
HyperJuice 130W USB-C Battery Pack 21698
Green Cell Powerbank GC PowerPlay Ultra 21201
LinkOn 136W Neutron 26800mAh 20881
Anker 737 20867
RAVPower RP-PB052 20057
RealPower PB-20k PD 19837
UGREEN PB132 19806
Chargeasap Flash Pro 19718
TERRATEC P200 PD 19691
Anker PowerCore Elite 19531
RealPower PB-20000PD Pro 19267
Charmast W2010 19223
BatPower PDE 2 P26B 18962
VARTA Power Bank Energy 20000 18934
Anker PowerCore Essential 20000 PD 18688
Xlayer Powerbank Plus MacBook 18668
XLayer Carbon 18544
iWALK Secretary Plus 18525
INIU BI-B5 18248
Trust Laro 18184
VEGER V2053 20000mAh 18179
ELECJET PowerPie 17627
Baseus Power Bank 20000mAh 17614
RAVPower RP-PB201 17555
AUKEY PB-Y20 17340
Zendure X6 17224
Anker PowerCore Speed 17197
AUKEY PB-N36 17181
Baseus PPBLD100-S 100W 17171
EasyAcc Monster 20000 17150
AUKEY PB-Y23 17048
EasyAcc MegaCharge D20  16978
Anker PowerCore 20100 16973
Anker PowerCore III Elite 19200 16909
RAVPower PB-043 16879
Anker PowerCore II 16865
Anker PowerCore III 16593
SHARGEEK STORM 2 Slim 16233
ProUser Tank Plus 20.000 16095
Anker PowerCore Speed 16073
Sandberg Powerbank USB-C PD 100W 16059
Xtorm XB302 15795
Revolt ZX-3048-675 15260
4smarts Enterprise 2 14923
EasyAcc 15000 14414
Chargeasap Flash 2.0 14379
Xtorm XB202 14064
RealPower PB-15000C 13727
TTPLANET 30000 Powerbank 13721
4Smarts VoltHub Graphene 13366
Aukey AIPowerTM PB-N28 10697
RAVPower RP-PB005 10213
TP-LINK PB50 10189
Xtorm FS102 9935
Anker PowerCore Lite 9778
EasyAcc 2nd Gen PB10000CF 9670
RealPower PB-10000C 9583
YOOLOX 10k 9574
RAVPower RP-PB080 9564
INIU BI-B61 9511
Charmast W1052 9422
Nitecore NB10000 9411
Anker PowerCore 10400 9396
mophie Powerstation 9331
Green Cell GC PowerPlay10 9264
Elecjet Apollo Ultra A10X 9244
Cellularline FREEPOWER SLIM 10000 9179
Omars OMPB10PW 9110
Anker PowerCore Speed 9045
XLayer Powerbank PLUS 9027
RAVPower RP-PB077 8999
Xtorm FS2 8992
RAVPower RP-PB078 8919
Anker PowerCore II 8745
Anker PowerCore 10000 PD 8734
iWALK Secretary+ “Klein” 8568
Lenovo Bizer 10000 8428
BOOMPODS Powerboom 10.000 8253
XLayer Comfort Pro 8216
Anker PowerCore II 5800
RAVPower RP-PB17 5715
RAVPower RP-PB060 5715
EasyAcc 6400 Mini 5706
EasyAcc PB6000CBL 5400
RealPower PB-6000S 5393
Anker PowerCore Slim 5101
Anker PowerCore 5000 4700
AUKEY PB-N41 4394
Cellularline FREEPOWER SLIM 5000 4288
ProUser Powerbank 5.000 3960
POWERADD Mini 3844

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Streichen wir diese sehr große Tabelle einmal auf die Top 10, aktuell verfügbarer, Powerbanks zusammen.

Kapazität in mAh
Sandberg Powerbank USB-C PD 100W 38400 33203
VEGER 30000mAh Powerbank 29178
Xtorm XB203 24399
Anker PowerCore 26800 23762
Xtorm XB304 23155
Xtorm XB303 22532
STORM 2 22352
Zendure SuperTank Pro 22022
Anker PowerCore III Elite 25600 PD 21919
Green Cell Powerbank GC PowerPlay Ultra 21201

Es gibt hier zwei Modelle die etwas herausstechen, die Sandberg Powerbank USB-C PD 100W 38400 und die VEGER 30000mAh Powerbank.

Diese beiden wären auch meine Empfehlungen für eine “Blackout” Powerbank, wenn du das Maximum an Kapazität suchst.

 

Nr. 1, die Sandberg Powerbank USB-C PD 100W 38400

Mit einer Kapazität (laut Hersteller) von satten 38400 mAh ist die Sandberg Powerbank die größte Powerbank die ich bisher im Test hatte!

Wh mAh
5V/2A 112.67 30451
9V/1A 117.35 31716
9V/3A 119.47 32289
15V/2A 122.85 33203
20V/1A 119.67 32343
20V/3A 118 31892
20V/5A 115.45 31203

In der Praxis kommen wir zwar “nur” auf maximal 33203 mAh, dies ist aber eine gewaltige Kapazität.

Hinzu kommt ein 100W USB C Ausgang, das Laden in lediglich 2 Stunden (an einem 100W Ladegerät) und der Support von PPS.

powerbanks für den blackout 4

Damit ist die Sandberg Powerbank ein absolutes High End Modell! Dies spiegelt sich allerdings auch beim Preis wieder, welcher klar über 100€ liegt.

 

 

Nr. 2, die VEGER 30000mAh Powerbank

Du willst einfach nur eine große Powerbank mit möglichst viel Kapazität, brauchst aber nicht die Möglichkeit ein Notebook an dieser zu laden oder andere “Luxus-Ausstattung”?

Dann ist die VEGER 30000mAh Powerbank die beste Wahl. So bietet die VEGER Powerbank mit maximal 29178 mAh ebenfalls eine sehr große Kapazität.

Wh mAh
5V/1A 107.96 29178
9V/1A 106.06 28665
9V/2A 103.07 27857

Hinzu kommt ein 20W USB C Ausgang/Eingang, welcher dein Smartphone flott lädt. Allerdings dauert ein Aufladen der Powerbank knapp über 7 Stunden, was natürlich deutlich länger ist als bei der Sandberg Powerbank.

powerbanks für den blackout 3

Im Gegenzug kostet die Powerbank aber zum Zeitpunkt dieses Artikels keine 40€.

VEGER Power Bank 30000mAh, 20W PD Externe Handyakkus Schnelles...

  • 29178 mAh bzw. 107,96 Wh echte Kapazität
  • Quick Charge und USB Power Delivery Support
  • PPS Support
  • Ordentliches Gehäuse
  • Ladedauer ca. 7 Stunden
  • “nur” 20W Power Delivery

 

Nr. 3, Anker PowerCore III Elite 25600 PD 60W

Meine 3. Empfehlung wäre die Anker PowerCore III Elite 25600 PD 60W. Diese ist zwar mit maximal 21919 mAh etwas kleiner, bietet aber die typische Anker Qualität.

So würde ich dieser Powerbank die höchste Haltbarkeit und Zuverlässigkeit zuschreiben. Zudem verfügt sie über einen 60W USB C Port und ein passendes 60W Ladegerät mit im Lieferumfang. Dieses Ladegerät kann die Powerbank auch in rund 2 Stunden vollständig laden.

powerbanks für den blackout 1

Allerdings ist im Gegenzug der Preis der Powerbank auch etwas „gehoben“, um es so auszudrücken.

Anker 737 Powerbank(PowerCore 26K für Laptop) mit PD Netzteil, Power...

  • 21918mAh bzw. 81,1 Wh Kapazität
  • 60W USB C Ausgang
  • Inklusive sehr gutem Ladegerät!
  • Schickes Design
  • gehobener Preis

 

Nr. 4, INIU BI-B5

Die INIU BI-B5 ist erneut keine “gigantisch” große Powerbank, aber solltest du ein halbwegs großes Modell mit hoher Alltagstauglichkeit suchen, dann halte ich diese für sehr spannend.

Diese bietet bis zu 18248 mAh, einen 20W USB C Port und ist in 5:50h von 0% auf 100% geladen.

powerbanks für den blackout 2

Zudem mag ich die Haptik und Optik. Aus reiner Sicht der Preis/Leistung mag die 30000mAh VEGER Powerbank noch etwas besser sein, aber die BI-B5 ist schon ein gutes Stück handlicher.

INIU Power Bank, 20000mAh 22.5W Klein Schnellladefunktion Powerbank 1...

  • 18248 mAh maximale echte Kapazität
  • USB PD mit 20W
  • USB PD PPS!
  • Quick Charge support
  • Fairer Preis

 

Via Solar laden

Eventuell könntest du nun auf die Idee kommen deine Powerbank doch via Solar zu laden und du bist dann komplett unabhängig.

Diesen Zahn muss ich dir aber etwas ziehen. Die Blackout Gefahr ist natürlich in den Wintermonaten am größten. Hier bringen Solarpanels praktisch nichts.

Im Dezember und Januar ist die Energieausbeute wirklich grausam und mit grausam meine ich, dass ein 10W Panel an einem bedeckten Tag wirklich nur 0,xW liefert, was praktisch nichts ist.

Von März bis Anfang Oktober kann ein Solarpanel durchaus funktionieren, aber im Winter kannst du es dir eigentlich sparen.

 

Solarpowerbanks?

Es gibt diverse Solarpowerbanks, also Powerbanks mit eingebauten Solarpanel. Leider sind diese zu 99% schrott! 

Anders kann ich es nicht sagen. Sofern diese nicht pralle Sonne bekommen kann es passieren, dass sie sich sogar mehr entladen als laden und selbst in praller Sonne ist meist das Ergebnis traurig.

powerbanks für den blackout 10

Vielleicht die Modelle mit ausklappbaren Panel, hier gibt es durchaus ein paar Powerbanks die “okay” sind, aber auch nur bei praller Sonne. Im Allgemeinen würde ich die Finger von solchen Powerbanks lassen.

 

Fazit

Grundsätzlich halte ich es für eine gute Idee eine große Powerbank im Haus zu haben. Egal ob es nun zu einem Blackout kommt oder nicht. So viele moderne Geräte werden mittlerweile via USB geladen, da ist eine Powerbank einfach oft praktisch.

So würde ich auch keine spezielle “Blackout Powerbank” oder ähnliches kaufen, sondern ein normales großes Modell. Ich würde dir hier eine von folgenden Powerbanks empfehlen:

  1. Sandberg Powerbank USB-C PD 100W 38400
  2. VEGER 30000mAh Powerbank
  3. Anker PowerCore III Elite 25600 PD 60W
  4. INIU BI-B5

Hier kommt es dann etwas darauf an was du möchtest und wie viel Geld du ausgeben willst. Die Sandberg Powerbank USB-C PD 100W 38400 hat einen sehr leistungsstarken USB C Port und die größte Kapazität.

Die VEGER 30000mAh Powerbank ist hingegen unschlagbar günstig für die sehr große Kapazität. Suchst du die beste Preis/Leistung, dann bist du bei dieser richtig.

powerbanks für den blackout 7

Der Anker PowerCore III Elite 25600 PD 60W hingegen stammt von einem sehr zuverlässigen Hersteller und hat ein passendes Ladegerät mit im Lieferumfang, ist aber recht teuer.

Die INIU BI-B5 wiederum ist nicht “gigantisch” groß, aber sehr alltagstauglich und hat doch eine gute Kapazität und einen fairen Preis.

Die Qual der Wahl liegt bei dir! Willst du noch mehr Kapazität, dann musst du zu einer Powerstation greifen. Von diesen gibt es mittlerweile auch einige im Handel. Mehr zum Thema und Tests zu Powerstations findest du hier.

Erfahrungsbericht: USB Heizwesten und Jacken, funktionieren sie wirklich?

Gerade in Zeiten von extremen Heizkosten muss man ein wenig kreativ werden, um sich günstig warm zu halten. Eine interessante Option sind hier USB Heizwesten!

Hierbei handelt es sich um Westen mit eingebauten Heizelementen, die von einer normalen USB Powerbank angetrieben werden.

usb heizwesten und jacken erfahrungsbericht 29

Interessant! Denn anstelle erst die Luft in der gesamten Wohnung zu beheizen, liegt das Heizelement mehr oder weniger direkt auf uns und wir können sogar diese Wärme mitnehmen. Ideal auch für die Hundebesitzer unter uns, die auch bei Kälte raus müssen.

Aber wie gut funktionieren solche USB Heizwesten? Werden diese wirklich warm? Um dies herauszufinden, habe ich mir eine USB Heizweste und eine USB Heizjacke bestellt.

Schauen wir uns diese doch einmal im Test an!

 

Jacke und Weste

Im Allgemeinen ist der Westen-Formfaktor bei beheizten Modellen weiter verbreitet als Jacken. So findest du bei Amazon dutzende Westen, aber nur eine Handvoll Jacken.

Die Western unterscheiden sich dabei anscheinend nur wenig voneinander. Manche Modelle scheinen ein etwas anderes Material und anders platzierte Heizelemente zu haben.

usb heizwesten und jacken erfahrungsbericht 2

Bei den Jacken, die ich für eine “Outdoor” Nutzung bevorzuge, habe ich nur eine Handvoll Modelle entdeckt. Auch wenn ich den Artikel etwas generell gültig für solche USB-Wärme-Westen/Jacken halten möchte, folgende zwei Modelle habe ich gekauft.

Die Vapesoon Beheizte Weste ist an sich eine recht klassische Stepp-Weste. Diese ist auf Seiten der Verarbeitung und Haptik unauffällig. Es ist nicht die hochwertigste Stepp-Weste die ich jemals gesehen habe, sie wirkt aber auch nicht zu billig.

usb heizwesten und jacken erfahrungsbericht 4

Im Inneren finden wir eine ausreichend große Tasche, in welcher du die angeschlossene Powerbank unterbringen kannst.

Zur Steuerung haben wir zwei Tasten außen an der Weste. Die Heizelemente sind in zwei Gruppen unterteilt, die du jeweils unabhängig voneinander in drei Stufen steuern kannst.

Die Tasten leuchten dabei konstant in Rot, Weiß oder Blau, je nach Stufe.

usb heizwesten und jacken erfahrungsbericht 8 usb heizwesten und jacken erfahrungsbericht 7 usb heizwesten und jacken erfahrungsbericht 5 usb heizwesten und jacken erfahrungsbericht 11

Die CONQUECO Unisex Beheizte Jacken ist ein “Hoddie” mit Kapuze und Reißverschluss. Diese besteht äußerlich aus einem glatten Stoff, ist aber im Allgemeinen recht dick gefertigt.

usb heizwesten und jacken erfahrungsbericht 13

So ist auch diese Jacke in einem doppelwandigen Design gehalten, was klar ist, denn zwischen den beiden Stoffschichten stecken die Heizelemente. Bei dieser Jacke gibt es aber nur eine Steuerungstaste, innen auf der linken Seite. Diese erlaubt ebenfalls eine Steuerung der Wärme in drei Stufen mit ebenfalls einer roten, weißen oder blauen LED.

usb heizwesten und jacken erfahrungsbericht 21 usb heizwesten und jacken erfahrungsbericht 14 usb heizwesten und jacken erfahrungsbericht 17 usb heizwesten und jacken erfahrungsbericht 18

Die Tasche für die Powerbank im Inneren ist bei der CONQUECO Jacke leider sehr klein ausgefallen! Powerbanks mit über 10000 mAh wirst du hier kaum unterbringen können.

 

Ohne Powerbanks

Sowohl die Weste von Vapesoon wie auch die Jacke von CONQUECO werden ohne einen Akku ausgeliefert.

Als Akku sollst du einfach eine Powerbank mit mindestens einem 5V/2A USB A Ausgang nutzen. An sich auch richtig, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass manche Powerbanks hier etwas zickig sein können, auch wenn diese eigentlich genug Leistung bereitstellen können.

Ich habe primär die INIU BI-B61 10000 mAh Powerbank genutzt, welche sehr gut funktioniert hatte.

 

10W Leistung

Bei Amazon und eBay findest du diverse USB Heizwesten und Jacken. Diese haben oftmals unterschiedliche Anordnungen und Anzahlen an Heizelemente.

Allerdings haben die meisten Modelle eine konstante Leistung von 10W. Liest du in der Beschreibung findest du fast immer, dass eine Powerbank mit 5V/2A gefordert wird.

5V * 2A = 10W

Solche Heizelemente wie in den Jacken sind zu 100% (99,99%) effizient. Die 10W werden also vollständig in Wärme umgewandelt. Hast du mehr Heizelemente, wird die Leistung über eine größere Fläche verteilt. Aber gerade bei sehr kalten Außentemperaturen können die einzelnen Elemente eventuell nicht ganz so heiß werden.

Mehr Heizelemente sorgen also nicht zwingend für mehr Wärme, sondern primär für eine bessere Wärmeverteilung.

 

Die Wärme, Messung

Die Hersteller solcher USB Westen werden je nach eingestellter Stufe mit bis zu 55 Grad. Ich glaube du wirst hier in der Praxis niemals 55 Grad sehen!

Dies ist nach meiner Einschätzung die maximale Temperatur, ehe die Abschaltung greifen würde. Vielleicht bei 30 Grad Raumtemperatur könnte so eine Weste auf 55 Grad heizen, aber bei 10 Grad reichen 10W hierfür einfach nicht.

Aber welche Temperaturen kann meine Weste und Jacke erreichen?

Machen wir doch den Test! Ich habe die Jacke und die Weste bei 10 Grad draußen auf den Boden gelegt, geschlossen und ca. 30 und 60 Minuten heizen lassen. Anschließend habe ich ein Wärmebild gemacht.

Dies ist der Worst-Case! Denn normalerweise heizt dein Körper ja auch noch etwas gegen, weshalb höhere Temperaturen erreicht werden können, aber dies kann uns schon helfen, einen gewissen ersten Eindruck zu erhalten.

weste 1 30 min jacke 1 30 min

Erst einmal können wir deutlich sehen, dass beide Modelle funktionieren. Wir können auch sehr deutlich die Positionierung der Heizelemente sehen.

Nach 30 Minuten erreicht die CONQUECO Jacke im Bereich der Heizelemente 25-30 Grad. Die vapesoon Weste ca. 28-41 Grad.

weste 2 jacke 2

Nach 60 Minuten sind die Temperaturen noch etwas hochgegangen, aber auch nicht mehr deutlich. Die CONQUECO Jacke erreichte 30-36 Grad und die vapesoon Weste 32-45 Grad.

Dies ist zwar ein gutes Stück vom Werbeversprechen entfernt, aber für einen Test im Worst Case nicht schlecht! Es macht schon einen Unterschied, ob die Umgebung 10 Grad oder 30 Grad warm ist.

 

Die Wärme, subjektiver Eindruck

Wie schlägt sich die USB Weste und Jacke aber in der Praxis? Beide Modelle verfügen über vergleichsweise wenige Heizelemente. Die Wärme ist also an den vorhandenen Heizelementen sehr konzentriert.

Gerade bei der Jacke hätte ich mir noch Heizelemente auf Höhe der Nieren, an den Taschen angrenzend gewünscht. Ein Wärmen dieses Bereiches + der Taschen wäre nett gewesen!

Was aber die vorhandene Leistung angeht, würde ich etwas je nach Umgebungstemperatur unterscheiden.

usb heizwesten und jacken erfahrungsbericht 37

Bei 10-20 Grad Umgebungstemperatur reicht mir die Jacke + T-Shirt für die Wärme völlig aus! Die Heizelemente werden merklich warm und geben eine Wärme von sich. In Kombination mit Bewegung habe ich teils die Jacke sogar etwas herunter gedreht, da es mir ansonsten zu warm wurde. Du darfst jetzt nicht erwarten, dass du komplett gewärmt wirst, aber stell dir vor, du würdest dir warme Notebook Netzteile an Rücken und die Brust schnallen. Dies ist bereits sehr angenehm und macht die Kälte deutlich erträglicher!

Auch wenn du einfach in einem kühlen Raum sitzt, kann diese zusätzliche Wärme einen gewaltigen Unterschied machen. Dies gilt auch für die Weste. Die zusätzliche Wärmequelle am Körper fühlt sich gut an und macht alles deutlich erträglicher.

Bei unter 10 Grad wird es etwas schwerer. Im Bereich +- 5 Grad verliert die Jacke und die Weste viel Wärme auch einfach an die Umwelt. Hier kommt es etwas darauf an wie gut das Isoliert, was du über der Weste/Jacke trägst. Isoliert dies gut, dann kann es dir auch bei unter 10 Grad Außentemperatur richtig warm werden!

usb heizwesten und jacken erfahrungsbericht 34

Die Jacken pulvern weiterhin 10 W Wärme auf der höchsten Stufe konstant raus. 10W sind an sich nicht viel, aber so direkt am Körper unter einer Jacke ist dies eine nennenswerte Menge Wärme.

Bei Unter 0 Grad kommt es weiterhin auf die isolierende Schicht oberhalb der Jacke/Weste an. Schafft diese die Wärme halbwegs am Körper zu halten, dann ist alles gut. Ansonsten strahlen auch hier die Jacke und die Weste eine merkbare Wärme aus.

Die Zeit bis zur Erwärmung ist dabei im Übrigen sehr kurz. Bereits nach 5 Minuten merkst du deutlich, dass die Jacke warm geworden ist.

 

Alle vom selben Fertiger?

Bei Amazon findest du dutzende USB Heizwesten und Jacken. Ich vermute diese stammen alle (oder zumindest die meisten) von einem Fertiger.

Wie komme ich zu diesem Schluss? Die Modelle unterscheiden sich zwar in der Anzahl an Heizelementen usw., aber die Steuerungseinheit ist bei allen verdächtig ähnlich.

 

Wie hoch ist der Strom/Akku-Verbrauch?

Wie hoch ist aber der Stromverbrauch der USB-Heizwesten? Auf voller Leistung benötigen beide Modelle ziemlich genau 9,x W Strom.

Dabei ist es erst einmal egal, welche Stufe die Jacke/Weste hat. Auf den niedrigeren Stufen drosselt sich die Leistungsaufnahme entsprechend, sobald eine gewisse maximale Temperatur erreicht wird.

Auf voller Leistung fressen die USB-Heizwesten mehr oder weniger konstant 9,x W.

Wie hoch sind also die Stromkosten? Wir müssen hier bedenken, dass du zunächst einen Akku laden musst, was nicht zu 100% effizient ist, um dann die Weste/Jacke zu betreiben.

Wir können also ca. 30-40% auf diese 9,x W draufrechnen. Für die Einfachheit rechnen wir mit 14W, die es effektiv kostet, solch eine Heiz-Weste/Jacke zu betreiben.

Eine Stunde Heizweste bei 0,50€ pro kWh wären ca. 0,007€. 24 Stunden Heizweste wären 0,168€ bzw. 0,336 kWh.

Es ist also Wirtschaftlich mit gutem Gewissen vertretbar so etwas zu nutzen.

Eine durchschnittliche 10000 mAh Powerbank wird im übrigen ca. 3-4 Stunden bei voller Leistung durchhalten.

 

Fazit

Tatsächlich sind USB-Heizwesten und Jacken mehr als nur ein Gimmick! Diese funktionieren und können einen gewaltigen Komfort-Gewinn darstellen.

Du willst im Winter deine Wohnung nicht mehr über 18 oder 19 Grad heizen? Eine USB-Heizweste kann hier deinen Alltag deutlich angenehmer machen. Natürlich werden deine Arme und Beine nicht mit beheizt, aber die Wärme am Körper macht schon einen merkbaren Unterschied.

Als Tier-Besitzer muss ich auch im Winter mit den Hunden vor die Tür, hier ist die USB-Heizjacke ein absoluter Segen! Bei um die 14 Grad reicht mir die Heizjacke + T-Shirt völlig aus und bei unter 10 Grad trage ich über der Jacke noch eine dickere Jacke. Und ja die Wärme macht doch einen großen Unterschied!

usb heizwesten und jacken erfahrungsbericht 31

Dabei benötigen diese Westen/Jacken gerade einmal 10W, was kostentechnisch selbst im Dauerbetrieb fast nicht relevant ist (0,168€ pro Tag im Worst Case).

10W ist dabei nicht die Welt, aber selbst im Worst Case mit der Jacke offen im Hof liegend erreichten diese bei 10 Grad Außentemperatur um die 30-40 Grad, was deutlich spürbar ist. Natürlich darfst du hier keine Wunder erwarten.

Die Weste/Jacke erwärmen sich nur im Bereich der Heizelemente und selbst wenn du ein Modell mit mehr Heizelemente kaufst, dann verteilt sich nur die Wärme besser, da am Ende die meisten Modelle auf +- 10W limitiert sind.

Solltest du dich für eine solche Heiz-Weste entscheiden, dann kann ich die Vapesoon Beheizte Weste mit gutem Gewissen empfehlen. Preislich liegt diese im Mittelfeld, wirkt aber gut gemacht und wird angenehm warm.

vapesoon Beheizte Weste mit 3 Heizmodi USB-wiederaufladbaren Heizweste...

  • Weste mit ordentlicher Qualität 
  • Gute Wärmeabgabe 
  • 2 Zonen Steuerung 
  • bis zu 45 Grad im Test

An sich mag ich gerade für draußen die CONQUECO Unisex Beheizte Jacke klar mehr, aber bei dieser bin ich nicht so ein Fan der Positionierung der Heizelemente (die auf der Front könnten tiefer platziert sein). Allerdings geht auch diese in Ordnung und es gibt in der Jacken-Form wenig Alternativen. Zur Haltbarkeit von beiden Modellen kann ich noch nichts sagen.

CONQUECO Unisex Beheizte Jacken Weste: Slim Fit Elektrische Heizweste...

  • Jacke gut und angenehm dick gearbeitet
  • Gute Wärmeabgabe 
  • bis zu 37 Grad im Test
  • Ideal für die Outdoor-Nutzung
  • Tasche für Powerbanks recht klein
  • Front Heizelemente nicht ideal positioniert

Unterm Strich bin ich aber völlig zufrieden mit beiden Modellen und kann auch das Konzept USB-Heizweste/Jacke voll weiterempfehlen.