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AOC Q27G41ZDF im Test: der günstigste QD-OLED Gaming-Monitor mit 240 Hz (WQHD) für 350 €

Momentan ist ein guter Zeitpunkt, einen neuen Monitor zu kaufen! Gerade OLED-Monitore haben mittlerweile Preisbereiche erreicht, die sehr bezahlbar sind.

So hatten wir uns vor kurzem den Dell 32 Plus 4K QD-OLED Monitor im Test angesehen, welcher der günstigste 4K-OLED ist. Heute machen wir mit der Reihe günstige OLEDs weiter, und zwar mit dem AOC Q27G41ZDF.

Der AOC Q27G41ZDF verfügt über ein 26,5 Zoll QD-OLED-Panel, 2560×1440 Pixel und 240 Hz. Damit richtet sich der Q27G41ZDF primär an Gamer.

Das wirklich Spannende ist aber der Preis. So kostet der Monitor lediglich um die 350 €. Ein hervorragender Preis für einen OLED und, genau genommen, der so ziemlich Günstigste am Markt.

Wollen wir uns in einem Test ansehen, was du beim AOC Q27G41ZDF bekommst und wo vielleicht aufgrund des Preises gespart wurde!

An dieser Stelle vielen Dank an AOC für das Ausleihen des Q27G41ZDF für diesen Test.

 

Der AOC Q27G41ZDF im Test

Mit 26,5 Zoll hat der AOC Q27G41ZDF eine recht „normale“ Größe für einen Monitor im Jahr 2026.

Dabei ist dieser auch sehr modern, schmal gestaltet und hat recht minimale Displayränder. Selbst der oftmals etwas dicke untere Rand ist hier sehr dezent gehalten.

Allerdings sehen wir beim Gehäuse und dem Standfuß den günstigen Preis am stärksten.

So besitzt der AOC Q27G41ZDF nur einen extrem minimalistischen Standfuß. Dieser erlaubt KEINE Höhenverstellung oder sonstige Anpassungen. Auch generell ist das Gehäuse des Monitors recht leicht gebaut. Es ist klar zu merken, dass AOC hier etwas gespart hat.

Solltest du eine Höhenverstellung wünschen, musst du einen VESA-kompatiblen Standfuß/Halterung nutzen. Der AOC Q27G41ZDF unterstützt 100 x 100 VESA-Halterungen.

 

Anschlüsse

Auch ein Punkt, bei welchem der Q27G41ZDF recht Basic ist, sind die Anschlüsse:

  • 1x HDMI 2.0
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x 3,5 mm Kopfhörerausgang

Wir haben lediglich einmal HDMI und DisplayPort. In der Praxis ist dies aber, wie ich denke, ausreichend. Dies ist ein Gaming-Monitor, da sehe ich den Verzicht auf USB-C nicht ganz so eng.

Es gilt lediglich zu bedenken, dass nur der DisplayPort-Anschluss 240 Hz unterstützt! Via HDMI sind maximal 144 Hz möglich. Einen PC solltest du also, wenn möglich, via DisplayPort verbinden.

 

Technik des AOC Q27G41ZDF

Das Herzstück des AOC Q27G41ZDF stellt ein QD-OLED-Panel von Samsung in der 3. Generation dar.

  • AOC Q27G41ZDF
  • 26,5 Zoll
  • QD-OLED
  • 2560×1440 (WQHD)
  • 240 Hz
  • 111 ppi
  • 400 cd/m² Helligkeit

Mit der 3. Generation haben die QD-OLEDs von Samsung eine gewisse Reife erreicht. So ist hier die Haltbarkeit in der Regel kein großes Problem mehr und auch die Textdarstellung / das Subpixel-Layout hat sich verglichen mit früheren Generationen deutlich verbessert.

Textdarstellung

QD-OLEDs haben im Allgemeinen etwas Probleme mit der Textdarstellung. Warum? QD-OLEDs haben eine andere Subpixel-Anordnung als normale Monitore.

Mit jeder Generation wurde die Textdarstellung von QD-OLED-Panels verbessert, perfekt ist diese aber auch in der 3. Generation noch nicht.

Feiner Text, vor allem auf weißem Hintergrund, hat leichte Farbränder. Dieser Effekt ist beim Q27G41ZDF nicht extrem, aber sichtbar.

Daher würde ich den AOC Q27G41ZDF auch wirklich primär fürs Gaming und Content Creation empfehlen. Arbeitest du extrem viel mit Text und bist hier an der maximalen Textklarheit interessiert, würde ich zu einem regulären Monitor greifen oder einem QD-OLED mit 4K-Auflösung.

2560 x 1440 ist eine sehr vernünftige Auflösung, gerade fürs Gaming optimal, aber mit einer noch höheren Auflösung wird dieser Effekt noch etwas weiter minimiert.

 

Farbraumabdeckung

Laut Hersteller soll der Q27G41ZDF 100%+ sRGB-Farbraum, 98% AdobeRGB und 99% DCI-P3 Farbraum abdecken. Sollte dies stimmen, wären das fantastische Werte! Die auch für einen QD-OLED nicht unrealistisch sind.

In meinem Test lag die Farbraum-Abdeckung leicht unter der Herstellerangabe.

  • 100% sRGB
  • 95% AdobeRGB
  • 98% DCI-P3

Allerdings ist die Abweichung gering und diese Werte sind gerade für einen Gaming-Monitor fantastisch! QD-OLEDs sind einfach extrem gut darin, Farben darzustellen.

Solch eine Farbraum-Abdeckung wäre ansonsten nur von den Top 1% aller IPS- oder VA-Panel-Monitoren zu erwarten.

sRGB AdobeRGB P3
ASUS ProArt PA32UCR-K 100% 100% 95%
Philips 27E1N8900 100% 99% 98%
Philips 27B1U7903 100% 98% 98%
LC-Power LC-M27-QHD-165  100% 96% 94%
AOC Q27G41ZDF 100% 95% 98%
Dell 32 Plus S3225QC 100% 94% 98%
ASUS ProArt PA32UCDM 100% 94% 98%
LC-Power LC-M16-4K-UHD-P-OLED 100% 94% 100%
LC-Power LC-M27-4K-UHD-144 100% 94% 93%
AOC Q27G3XMN 100% 93% 95%
BenQ MOBIUZ EX271UZ 100% 92% 98%
LG UltraGear 34GK950F 100% 89%
Alienware AW3420DW 100% 89%
KTC H27T22 100% 87% 95%
ASUS ProArt PA27UCGE 100% 86% 92%
HUAWEI MateView 28 Zoll 100% 86% 94%
LC-Power LC-M27-4K-UHD-144-V2  100% 87% 93%
LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C-K 100% 84% 90%
LC-Power LC-M27-QHD-240-C-K 100% 83% 91%
HUAWEI MateView SE 23,8 Zoll 100% 82% 91%
LC-Power LC-M34-Q-C-PRO 100% 82% 87%
Samsung C34F791 100% 82%
Dell P3421W 100% 80% 86%
ASUS ROG Strix XG35VQ 100% 78%
BenQ EX3501R 100% 78%
HP X27q 99% 77% 84%
BenQ MOBIUZ EX2710 98% 77%
ASUS MX38VC 99% 75%
LG 34UC99-W 98% 76%
Alienware AW2521HFL 97% 76% 73%
Dell U3419W 98% 73%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C 92% 71%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C-V2 92% 71% 72%

Aufgrund dieser sehr guten Farbraum-Abdeckung ist der Monitor theoretisch auch für professionelle Anwendungen gut geeignet.

Kalibrierung

Der Q27G41ZDF verfügt, wie die meisten Monitore, über mehrere Farb-Profile. Belasse den Monitor am besten im Standard-Profil.

Denn in diesem ist die Kalibrierung herausragend gut! Im Schnitt konnte ich ein Delta E von 0,44 messen und im Maximum von 0,88. Das ist Spitzenklasse und macht den Monitor sogar für farbakkurate Arbeiten interessant. Das ist genau genommen besser als bei einigen „Künstler/Creator“-Monitoren, die ich bisher im Test hatte.

 

Helligkeit, das Problem von OLEDs

Spannenderweise wirbt AOC auf seiner Webseite mit einer Helligkeit von 400 cd/m² „Nits“. Das ist spannend, denn 400 cd/m² wären für einen OLED-Monitor im SDR-Modus extrem gut!

Allerdings ist dieser Wert so auffällig gut, dass ich glaube, dass er entweder falsch ist oder nur im HDR-Modus erreichbar ist.

So schaffte der AOC Q27G41ZDF bei mir im Test eine Helligkeit von maximal 264 cd/m² im SDR-Modus, also bei der normalen Windows-Nutzung.

Das ist ein recht typischer Wert für OLEDs, welche in der Regel alle um die 250 cd/m² schaffen. 264 cd/m² sind in der Regel ausreichend.

Bist du allerdings in einer extrem hellen Umgebung, hast viele Fenster oder „Spiegelungen“, dann ist ein OLED nicht optimal.

Dies auch, da der AOC Q27G41ZDF hochglänzend ist. Die Entspiegelung ist generell akzeptabel, aber nichts Besonderes. Allerdings in einer dunklen Umgebung sieht der Monitor dank des Hochglanzes und des OLEDs fantastisch aus!

 

Perfekter Kontrast

OLED-typisch besitzt der AOC Q27G41ZDF einen perfekten Kontrast. Schwarz ist hier schwarz, sofern es kein Umgebungslicht gibt.

Hierdurch bieten OLEDs ein sehr plastisches und „tiefes“ Bild, das vor allem in Spielen einfach überragend aussieht.

 

Einfaches HDR

Kommen wir zum Thema HDR, denn hier zeigt sich beim AOC Q27G41ZDF ganz gut, wo die Reise preislich hingeht.

Der Q27G41ZDF unterstützt HDR10, also den grundlegenden HDR-Standard. Ein echtes „Premium HDR“-Erlebnis wie bei teureren OLEDs mit 1000 cd/m² Spitzenhelligkeit bekommst du hier nicht.

Wie schon bei der Helligkeit angesprochen, wirbt AOC mit 400 cd/m². Dieser Wert ist tatsächlich erreichbar, allerdings nur im HDR-Modus und auch dort nur bei kleinen hellen Bildbereichen, also einem „Fenster“ von etwa 10% der Bildfläche. Beleuchtest du den kompletten Bildschirm weiß, fällt die Helligkeit deutlich ab. Das ist OLED-typisch und kein Fehler von AOC, sondern schlicht eine technische Eigenschaft der Panels.

Und genau deshalb spreche ich hier von „einfachem HDR“. 400 cd/m² im kleinen Fenster sind für ein wirklich knalliges HDR-Erlebnis mit hellen, gleißenden Highlights eher wenig. Andere OLEDs schaffen hier mittlerweile bis zu 1000 cd/m² (APL 3%) und tragen dann auch eine VESA DisplayHDR True Black 400 Zertifizierung; das ist beim Q27G41ZDF nicht der Fall.

Aber bei einem OLED ist die Spitzenhelligkeit nicht alles. Der eigentliche Trumpf ist der perfekte Kontrast. HDR lebt vom Unterschied zwischen Hell und Dunkel, und da der Q27G41ZDF ein perfektes Schwarz darstellt, wirkt HDR-Content trotzdem sehr ansprechend.

In der Praxis sieht HDR-Gaming auf dem Q27G41ZDF also gut aus, gerade in dunkleren Szenen. Du bekommst hier eben kein Flaggschiff-HDR mit 1000 Nits, aber für einen OLED in dieser Preisklasse ist das absolut in Ordnung und ein netter Bonus obendrauf.

 

Top fürs Gaming

OLED-Monitore sind gerade im Gaming-Bereich extrem dominant, und das auch zu Recht!

Zunächst ist die Kombination beim Q27G41ZDF aus WQHD und 240 Hz ziemlich optimal. WQHD liefert auf 26,5 Zoll eine gute Schärfe, ist aber auch für Mittelklasse-GPUs gut antreibbar.

240 Hz ist dabei eine sehr gute Bildwiederholungsrate. Ja, es gibt Monitore mit noch höherer Bildwiederholungsrate, aber praktisch ist es sicherlich selten, dass du in einem Spiel mehr als 240 FPS haben wirst und der Sprung von 240 zu 360 Hz ist subjektiv vergleichsweise gering.

Hinzu kommt die Bewegungsklarheit. OLEDs haben eine extrem geringe Reaktionszeit, noch besser als IPS-Modelle mit 1ms. In der Praxis führt dies dazu, dass das Bild in Bewegung sehr klar ist, was gerade in kompetitiven Spielen ein großer Vorteil sein kann.

Ist hier der AOC Q27G41ZDF besser oder schlechter als andere OLED-Monitore mit ähnlichen technischen Daten? Nein. Die Panels stammen meist alle von Samsung (ein paar sind von LG), entsprechend sind diese auch in der Praxis sehr, sehr ähnlich.

Aber das ist ja nicht schlimm, zumal der Q27G41ZDF sehr günstig unterwegs ist! Bonuspunkte gibt es für die NVIDIA G-Sync Compatible „Zertifizierung“.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch bei OLED-Monitoren schwankt je nach Bildschirminhalt. Mehr Weiß = mehr Verbrauch, mehr Schwarz = weniger Verbrauch.

  • 0% – SW: 11,3 W
  • 25% – SW: 17,2 W
  • 50% – SW: 23,0 W
  • 75% – SW: 25,9 W
  • 100% – SW: 34,6 W

Im Test schwankte der Verbrauch zwischen 11,3 W und 34,6 W je nach eingestellter Helligkeit bei einem 50% Weiß / 50% Schwarz Bild.

 

Fazit

Der AOC Q27G41ZDF ist ein richtig spannender Monitor, vor allem, wenn man auf den Preis schaut! Für rund 350 € bekommst du hier einen der günstigsten QD-OLEDs am Markt und musst dabei kaum Abstriche bei den Dingen machen, die wirklich zählen.

Denn beim Bild gibt es schlicht nichts zu meckern. Der perfekte OLED-Kontrast, die herausragende Kalibrierung (Delta E von 0,44 im Schnitt!) und die fantastische Farbraum-Abdeckung machen den Q27G41ZDF nicht nur zu einem tollen Gaming-Monitor, sondern auch für Content Creation und sogar farbakkurate Arbeiten interessant. Das ist in dieser Preisklasse absolut nicht selbstverständlich.

Fürs Gaming ist die Kombination aus WQHD, 240 Hz und der OLED-typisch überragenden Bewegungsklarheit ohnehin eine Wucht.

Gespart wurde dafür an anderer Stelle: Der minimalistische Standfuß ohne Höhenverstellung, die sehr „basicen“ Anschlüsse und das einfache HDR ohne hohe Spitzenhelligkeit zeigen, wo die 350 € herkommen. Für einen reinen Gaming- und Bildschirm-Einsatz sind das aber alles Punkte, mit denen man gut leben kann. Wer extrem viel mit Text arbeitet, sollte aber eher zu einem regulären Monitor oder einem 4K-QD-OLED greifen.

Unterm Strich: Suchst du einen günstigen Einstieg in die OLED-Welt mit einem überragenden Bild fürs Gaming, ist der AOC Q27G41ZDF eine klare Empfehlung. Mehr OLED fürs Geld bekommst du aktuell kaum!

 

Steelseries Arctis Nova Pro Omni im Test: Das beste Gaming-Headset 2026?

Wenn es um kabellose Gaming Headsets geht, ist Steelseries ganz klar der Hersteller Nummer 1 bei mir.

Warum? Steelseries Gaming Headsets haben im Allgemeinen einen guten Klang, funktionieren zuverlässig und, das ist ein ganz wichtiger Punkt, sind bequem!

Viele andere kabellose Gaming Headsets sind riesige und oftmals unbequeme „Klopper“.

Mit dem Arctis Nova Pro Omni hat Steelseries nun ein neues Flaggschiff-Modell auf den Markt gebracht, welches auf den ersten Blick diesem Motto treu bleibt!

So setzt das Arctis Nova Pro Omni weiterhin auf ein recht kompaktes Design, bringt aber viele spannende High End Funktionen mit, wie z.B. ANC, Hi-Res Treibern, 96 kHz/24 Bit drahtloses Audio, einem austauschbaren Akku usw.

Allerdings möchte Steelseries für diesen Luxus satte 399€ haben! Das muss man erst sacken lassen.

Für 399€ ist die Erwartungshaltung schon extrem hoch.

Wollen wir uns einmal anschauen, ob das Steelseries Arctis Nova Pro Omni diese erfüllen kann!

An dieser Stelle vielen Dank an Steelseries für das Zurverfügungstellen des Arctis Nova Pro Omni für diesen Test.

 

Das Steelseries Arctis Nova Pro Omni im Test

Steelseries setzt beim Arctis Nova Pro Omni auf das vertraute Design seiner Gaming Headsets.

So ist auch dieses optisch recht schlicht gehalten. Wir haben keine aufwendige RGB Beleuchtung oder generell ein „aggressives“ Design.

Ganz im Gegenteil, das Arctis Nova Pro Omni wirkt schlicht und professionell, ohne dabei aber langweilig oder „generisch“ auszusehen.

Zu diesem schlichten Design trägt z.B. auch der Mikrofon-Arm bei, welcher komplett einfahrbar ist. Auf Wunsch kannst du das Headset also in reine Kopfhörer verwandeln.

Mit 339 g gehört es auch zu den tendenziell leichteren kabellosen Gaming-Headsets, was mich sehr freut. Viele Konkurrenten sind mir etwas zu klobig und groß, gerade in der Oberklasse.

Das ist beim Arctis Nova Pro Omni absolut nicht der Fall.

Neben dem ausziehbaren Mikrofon finden sich an den Ohrmuscheln die üblichen Tasten zur Steuerung, Ein/Aus, Mikrofon an/aus, Lautstärke Drehrad und eine Bluetooth Taste.

 

Mit Steuerungseinheit

Das Arctis Nova Pro Omni verfügt nicht über einen typischen USB Funk-Empfänger, sondern mit im Lieferumfang ist eine „Steuerungseinheit“.

Diese Steuerungseinheit ist eine kleine schwarze Box mit Drehrad und Display auf der Front.

Diese verbindest du mit deinem System wahlweise über USB C oder über einen 3,5mm Eingang. Du kannst sogar bis zu 3 Geräte via USB C verbinden, um schnell zwischen verschiedenen Systemen hin und her zu wechseln/Audio-Quellen zu mixen.

Auf dem Display werden dir verschiedene Informationen angezeigt und du kannst auch einige Einstellungen direkt an der Einheit anpassen, ohne eine Software nutzen zu müssen.

Neben den 3 USB C Ports, welche auch die Xbox unterstützen, und dem 3,5mm Eingang, besitzt die Steuerungseinheit auch einen 3,5mm Audio-Ausgang, falls du das Signal z.B. zu einer Capture Card durchschleifen möchtest.

 

Austauschbarer Akku

Der USB C Ladeport des Arctis Nova Pro Omni ist etwas versteckt angebracht, unter der Abdeckung der linken Ohrmuschel. Durch diese Position ist praktisch ein gleichzeitiges Laden und Nutzen nicht möglich.

Das Headset besitzt einen austauschbaren Akku, den du einfach an der Seite entnehmen kannst. Dieser Akku wird in der Steuerungseinheit geladen.

Mit im Lieferumfang sind 2x Akkus.

Spannend! Ist dein Headset also leer, kannst du den Akku einfach gegen einen voll geladenen aus der Ladestation tauschen. Sollte zudem der Akku irgendwann kaputtgehen, ist das kein Beinbruch und du kannst einfach einen neuen nachkaufen.

Ein interessantes Konzept, welches so recht einmalig außerhalb von Steelseries Produkten ist.

Ich finde gerade den austauschbaren Akku begrüßenswert, hätte aber einen regulären gut erreichbaren USB C Ladeport auch gut gefunden.

Die Laufzeit mit einer Ladung liegt bei sehr ordentlichen +-30 h (ohne ANC).

 

Universell kompatibel

Grundsätzlich ist das Arctis Nova Pro Omni mit so ziemlich allen Systemen/Spielekonsolen kompatibel.

  • PC
  • XBOX
  • Playstation
  • Nintendo Switch
  • Smartphone

PC/XBOX/Playstation lassen sich wahlweise über USB (und die Steuerungseinheit) oder Bluetooth verbinden. Switch und Smartphone laufen hingegen direkt über das integrierte Bluetooth.

 

Mit ANC

Eine Besonderheit des Arctis Nova Pro Omni ist der ANC Support. Das Headset kann also aktiv Hintergrundgeräusche unterdrücken.

Das ANC lässt sich in 3 Stufen (niedrig, mittel und hoch) steuern. Auf der höchsten Stufe ist das ANC auch überraschend gut! Dieses ist hier durchaus auf dem Niveau besserer Bluetooth Kopfhörer. Allerdings auf der höchsten Stufe hatte ich ein leichtes „Druckgefühl“, das auf der mittleren Stufe verschwand, auf welcher das ANC auch weiter ordentlich ist.

Neben ANC bietet das Headset auch einen Transparenz-Modus, welcher sich auch wieder in mehreren Stufen steuern lässt und gezielt Hintergrundgeräusche verstärkt.

Auch dieser ist erfreulich ordentlich.

 

Umfangreiche Software!

Die Windows Software von Steelseries gehört zu den umfangreichsten am Markt! Du hast hier sehr feine Einstellungsmöglichkeiten, was den Klang und vor allem den EQ betrifft.

So gibt es hunderte EQ Presets für diverse Spiele und du kannst natürlich auch eigene EQ Einstellungen anpassen.

Dies sowohl für die „Kopfhörer“, wie aber auch für das Mikrofon! Ja, du kannst das Mikrofon anpassen, sodass dieses heller, dunkler usw. klingt.

Auch das Anpassen der Rauschunterdrückung, des ANC usw. ist in mehreren Stufen möglich.

 

Sonar

Neben der bereits erwähnten Software bringt Steelseries GG mit „Sonar“ noch ein weiteres Werkzeug mit.

Während die Engine-Einstellungen direkt auf dem Headset gespeichert werden (praktisch, wenn du z.B. an der Konsole spielst), ist Sonar die reine PC-Spielwiese für Audio-Enthusiasten.

Das Herzstück ist ein 10-Band EQ, mit dem du jeden Frequenzbereich gezielt anheben oder absenken kannst. Statt fester Regler arbeitest du hier mit einer flexiblen Klangkurve, was deutlich präziser ist als ein klassischer EQ. Auch hier gibt es wieder unzählige, von Steelseries entwickelte Presets für einzelne Spiele, die du als Startpunkt nehmen und anschließend nach deinem Geschmack feintunen kannst.

Der eigentliche Clou von Sonar ist aber der integrierte Audio-Mixer. Sonar teilt deinen Sound nämlich in einzelne Kanäle auf, Spiel, Chat, Medien und Mikrofon, die du komplett unabhängig voneinander steuerst. So kannst du z.B. einen Teamkollegen leiser drehen, ohne den Spielsound anzutasten, oder den Chat und das Spiel jeweils mit einem eigenen EQ versehen. Apps lassen sich frei einem „Kanal“ zuordnen. Für jeden, der nebenbei Musik hört, im Discord quatscht und zockt, ist das ein großer Pluspunkt.

Abgerundet wird das Ganze durch die ClearCast AI Rauschunterdrückung für dein Mikrofon, welche Lüfter, Tastaturanschläge und Co. zuverlässig herausfiltert.

Ein kleiner Hinweis am Rande: Nutzt du Sonar, solltest du den EQ in der Engine auf „Flat“ stellen, da sich beide sonst überlagern und du am Ende einen verfälschten Klang bekommst.

 

Wie ist der Klang?

Kommen wir aber zum wichtigsten Punkt, wie ist der Klang des Steelseries Arctis Nova Pro Omni?

Das Arctis Nova Pro Omni liefert einen sauberen, aber sehr flachen und unspektakulären Klang. Wir haben wenig Bass, aber im Gegenzug fast einen leicht analytischen Unterton, mit guter Auflösung.

Das ist eine Klangsignatur, die ich so von einem Gaming-Headset nicht erwarten würde, sondern mehr von Studio-Kopfhörern.

Ich denke, Steelseries geht einfach davon aus, dass du den Klang über die Software nach deinen Wünschen anpasst und liefert das Headset daher mit einem extrem neutralen Soundprofil aus, das auch wirklich neutraler ist als von vielen HiFi Kopfhörern.

Mir ist der Klang von Haus aus zu neutral und „langweilig“, ich bevorzuge ein gutes Stück mehr Bass.

Erfreulicherweise reagiert das Headset wirklich gut auf die Einstellungen über den EQ.

Mit einem ordentlichen Bass Boost klingt das Arctis Nova Pro Omni für meinen Geschmack herausragend! Die Treiber können eine sehr gute Dynamik darstellen und in Musik sowohl einen mächtigen Bass bieten, wie aber auch saubere Höhen.

Dabei klingt das Arctis Nova Pro Omni trotz des EQ Eingriffs nicht gezwungen oder unnatürlich.

Das Headset ist zu deinem donnernden und tiefen Bass in der Lage, wenn du dies wünschst. Ebenso aber auch zu einem neutralen analytischen Klang, welcher oft in Spielen sogar ein Vorteil ist.

Nutzt du Sonar, kannst du das auch „mixen“, einen lebendigeren EQ für z.B. Spotify und etwas Neutraleres für dein Spiel.

Generell bietet das Headset eine gute Auflösung und hohe Präzision. Dieses klingt konstant recht kontrolliert, selbst wenn du den Klang via EQ massiv anpasst. Wenn ich auf einem hohen Niveau meckern darf, dann wäre mein einziger Kritikpunkt vielleicht das Bass-Volumen. Der Bass kann zwar ausgesprochen kräftig sein und geht auch sehr tief runter, aber wirkt immer sehr kontrolliert. Ich kenne Kopfhörer, die sich hier mehr „gehen lassen“.

Kurzum, ohne EQ Profil klingen die Arctis Nova Pro Omni ordentlich, aber langweilig. Das Headset ist aus meiner Sicht gemacht, dass du den Klang nach deinen Wünschen anpasst. Mit Klanganpassungen ist dies das am besten klingende Gaming Headset, das ich bisher auf dem Kopf hatte!

 

Ein Blick auf die Messung

Damit das nicht nur subjektiv bleibt, habe ich den Frequenzgang des Arctis Nova Pro Omni einmal nachgemessen, und die Kurve bestätigt den Höreindruck ziemlich genau.

Schau dir den Bassbereich an: Der Pegel verläuft bis hinunter zu recht, ohne den frühen Abfall, den viele Kopfhörer im Tiefbass zeigen. Das deckt sich exakt mit dem, was ich beim Hören beschrieben habe, der Bass geht sehr tief runter und bleibt dabei kontrolliert. Gleichzeitig liegt die Anhebung gegenüber den Mitten nur bei rund 3 dB. Für ein Gaming-Headset, das ab Werk gerne mal eine dicke Bass-Schippe drauflegt, ist das ausgesprochen zurückhaltend, und genau deshalb wirkt der Werksklang so neutral und „schlank“.

Der Mittenbereich von etwa 120 Hz bis 2 kHz verläuft auffällig glatt und gleichmäßig, mit nur einer ganz sanften Senke. Diese Linearität ist der Grund für den sauberen, leicht analytischen Charakter und die gute Auflösung, die ich beim Hören gelobt habe. Hier verbiegt nichts den Klang, das Signal kommt so durch, wie es reingeht.

Im Hochton siehst du kräftige Anhebungen um 4 bis 9 kHz. Diese Spitzen gehen zu einem großen Teil auf den Messaufbau zurück, denn die Silikon-Ohren eines EARS (meines Messgerätes) erzeugen im Hochton eigene Resonanzen und sind in diesem Bereich generell nicht besonders aussagekräftig. Als Beleg für die tatsächliche Höhenwiedergabe taugt die Kurve hier also nicht. Diesen Bereich beurteile ich daher über das Gehör, und da liefert das Arctis saubere, unaufdringliche Höhen, mit vielleicht einer leichten Anhebung.

Unterm Strich erklärt die Messung gut, warum sich das Arctis Nova Pro Omni so dankbar per EQ formen lässt. Wer im Bass und in den Mitten eine zurückhaltende, lineare Basis hat, kann mit einem Bass-Boost gezielt nachlegen, ohne dass etwas matschig wird oder die Mitten zugedeckt werden. Die Treiber liefern eine neutrale Leinwand, der Rest ist deine Sache.

 

Wie schlägt sich das Mikrofon?

Bei einem Gaming-Headset für satte 399€ darfst du natürlich auch beim Mikrofon etwas erwarten. Das ausziehbare Mikrofon des Arctis Nova Pro Omni macht hier insgesamt einen guten Job.

Kabellose Gaming Headsets haben meist recht schlechte Mikrofone, hier sticht das Arctis Nova Pro Omni klar positiv heraus.

Die Aufnahme ist angenehm sauber. Deine Stimme wird rauscharm eingefangen, im Hintergrund läuft kein störendes Grundrauschen mit, und der Störabstand geht für ein Headset-Mikrofon vollkommen in Ordnung. Auch der Pegel passt, deine Stimme kommt kräftig und voll rüber, ohne dabei zu übersteuern oder zu zerren. Für den eigentlichen Job eines Gaming-Headsets, die Team-Kommunikation, ist das genau das, was du willst: Deine Mitspieler verstehen dich klar und deutlich.

Klanglich tendiert das Mikrofon dabei deutlich in die warme, volle Richtung. Der Grundton deiner Stimme wird schön betont, was sie angenehm sonor und „nah“ klingen lässt. Was dem Mikrofon allerdings etwas fehlt, ist Brillanz und „Knack“ in den Höhen.

Und hier kommt wieder die bereits gelobte Software ins Spiel. Wie schon erwähnt, kannst du das Mikrofon über den EQ frei anpassen und beispielsweise heller abstimmen. Wer den von Haus aus etwas dumpfen Charakter aufhellen möchte, kitzelt so problemlos mehr Präsenz und Verständlichkeit heraus.

Kurzum: Das Mikrofon des Arctis Nova Pro Omni ist sauber, voll und für die Kommunikation absolut tauglich.

 

Fazit

Das Fazit zum Steelseries Arctis Nova Pro Omni ist eigentlich ganz einfach, wäre da nicht der Preis. Denn rein vom Gebotenen her ist das Arctis Nova Pro Omni das beste Gaming-Headset, das ich bisher auf dem Kopf hatte!

Steelseries bleibt seinem Motto treu und liefert ein angenehm kompaktes und leichtes Headset, das schlicht und professionell wirkt, ohne langweilig auszusehen. Dazu gesellen sich Funktionen, die du sonst kaum in dieser Kombination findest: ein wirklich gutes ANC, ein überraschend brauchbarer Transparenz-Modus, die universelle Kompatibilität zu praktisch allen Systemen und natürlich das spannende Konzept mit dem austauschbaren Akku, den du einfach in der Steuerungseinheit nachlädst. Leer gespielt? Akku tauschen und weiter geht’s. Das ist gut gelöst.

Klanglich musst du dich allerdings auf die Philosophie von Steelseries einlassen. Ab Werk klingt das Arctis Nova Pro Omni sauber, aber sehr neutral und ehrlich gesagt etwas langweilig. Das Headset ist gemacht, dass du es dir über die Software formst, und genau hier spielt es seine Stärke aus. Mit einem ordentlichen Bass-Boost klingt es für meinen Geschmack herausragend, dabei aber immer kontrolliert und sauber aufgelöst. Die umfangreiche Steelseries-Software und vor allem Sonar mit seinem 10-Band-EQ und dem Audio-Mixer gehören zum Besten, was der Markt zu bieten hat. Auch das Mikrofon hebt sich klar von der Masse der kabellosen Headsets ab und ist voll, sauber und für die Kommunikation absolut tauglich.

Bleibt der Preis. Satte 399€ sind eine echte Ansage. Das ist ein Premium Preis, der aus Sicht der Preis/Leistung schwer zu rechtfertigen ist. Suchst du aber ein Headset, das ALLES kann, dann bist du hier richtig. Alle, die eher auf Preis/Leistung Wert legen, sollten sich Modelle wie das ebenfalls hervorragende Arctis Nova 5 Wireless ansehen.

Steelseries Arctis Nova Pro Omni
Positiv
Hervorragender Klang nach EQ-Anpassung
Sehr neutrale, „dankbare“ Werksabstimmung als Basis
Austauschbarer Akku mit 2. Akku im Lieferumfang + Laden in der Steuerungseinheit
Gutes ANC
Sehr gutes Mikrofon für ein kabelloses Headset
Umfangreiche Software + Sonar (10-Band-EQ, Audio-Mixer, ClearCast AI)
Universell kompatibel (PC, Xbox, PlayStation, Switch, Smartphone)
Praktische Steuerungseinheit mit Display und bis zu 3 USB-C-Quellen
Lange Akkulaufzeit (+- 30 h ohne ANC)
Negativ
Hoher Preis (399€)
Werksklang ohne EQ recht neutral und „langweilig“
USB-C-Ladeport versteckt unter der Ohrmuschel
Leichtes „Druckgefühl“ beim ANC auf höchster Stufe
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UGREEN NAS und Verschlüsselte Cloud Backups

UGREEN bietet hardwareseitig einige der besten und interessantesten NAS-Systeme derzeit auf dem Markt an. Auch bei der Software sieht das mittlerweile alles schon sehr rund aus.

Allerdings gibt es hier und da ein paar Punkte, die mir noch fehlen. Dazu zählt auch die Möglichkeit, verschlüsselte Backups „in die Cloud“, also zu Google Drive, OneDrive usw., anzufertigen.

Es ist zwar möglich, Daten dahin zu synchronisieren, aber halt nicht verschlüsselt.

Erfreulicherweise unterstützen fast alle UGREEN NAS-Systeme Docker und somit lässt sich eine entsprechende Backup-Lösung für verschlüsselte Cloud-Backups einfach nachinstallieren.

In diesem Artikel schauen wir uns einfach mal an, wie wir Duplicati auf einem UGREEN NAS installieren.

 

Was ist Duplicati?

Duplicati ist eine kostenfreie Software, die sich z. B. via Docker installieren lässt und das Erstellen von Backups zu praktisch allen Cloud-Speicher-Diensten erlaubt.

  • Google Drive
  • OneDrive
  • Box.com
  • Dropbox
  • S3
  • Jottacloud
  • pCloud
  • WebDAV
  • B2 Cloud Storage
  • usw.

Dabei lassen sich Backups nach Zeitplan starten, komprimieren und komplett verschlüsseln, sodass der Cloud-Anbieter die Daten nicht sehen kann.

Dabei verfügt Duplicati auch über eine recht hübsche WebUI.

 

Wie installieren?

Die Installation von Duplicati ist über die Docker-Verwaltung deines UGREEN NAS erfreulich unkompliziert. Du brauchst dafür keine Kommandozeile und auch keinen SSH-Zugriff, alles lässt sich bequem über die WebUI deines NAS erledigen.

Wichtig vorab: Stelle sicher, dass auf deinem NAS-Modell überhaupt Docker verfügbar ist. Bei den meisten Modellen wie dem DXP4800 oder dem DH4300 Plus ist das der Fall, beim kleinen DH2300 fehlt der Docker-Support hingegen.

Schritt 1 – Docker installieren

Öffne zunächst die WebUI deines NAS und installiere die Docker-App aus dem App Center, sofern noch nicht geschehen. Nach der Installation findest du eine eigene Oberfläche, über die du Images herunterladen und Container verwalten kannst.

Schritt 2 – Image „Duplicati“ herunterladen

Wechsle in den Bereich für Images und suche nach „duplicati“. Lade dir das offizielle Image (duplicati/duplicati) herunter. UGREEN zieht das Image dabei direkt aus der Docker-Registry, du musst also nichts manuell hochladen.

Schritt 3 – Container erstellen

Erstelle nun aus dem heruntergeladenen Duplicati-Image einen neuen Container. Den meisten Einstellungen kannst du fürs Erste so vertrauen, ein paar Punkte solltest du aber anpassen.

Schritt 4 – Ordner einbinden (Volumes)

Damit Duplicati deine Daten auch sichern kann, musst du dem Container Zugriff auf die entsprechenden Ordner geben. Wähle dazu unter „Volume“ (bzw. „Speicherort“) die Ordner aus, die du sichern möchtest.

Du kannst hier problemlos mehrere Ordner einbinden. Bewährt hat sich, den ersten Ordner als /data, den zweiten als /data2, den dritten als /data3 usw. einzuhängen. So findest du sie später in der Duplicati-Oberfläche sauber getrennt wieder.

Schritt 5 – Passwort setzen (Umgebungsvariable)

Damit nicht jeder im Netzwerk einfach auf deine Backup-Oberfläche zugreifen kann, solltest du ein Passwort vergeben. Füge dazu unter den Umgebungsvariablen eine neue Variable mit dem Namen DUPLICATI__WEBSERVICE_PASSWORD hinzu und trage als Wert dein gewünschtes Passwort ein.

Schritt 6 – WebUI aufrufen

Ist der Container gestartet, kannst du die Duplicati-Oberfläche direkt im Browser aufrufen. Die Adresse setzt sich aus der IP deines NAS und dem Port des Containers zusammen, den findest du in der Docker-Verwaltung unter „Port-Zuordnung“.

In unserem Beispiel wäre das etwa:

http://192.168.1.231:44143/

Passe die IP an die deines NAS an und gib das zuvor gesetzte Passwort ein, fertig. Ab hier kannst du in der Duplicati-WebUI deine erste verschlüsselte Sicherung einrichten, den passenden Cloud-Anbieter auswählen und einen Zeitplan festlegen.

Fertig! Jetzt musst du nur noch in der Duplicati-WebUI ein entsprechendes Backup anlegen.

 

Backup in Duplicati erstellen

Steht der Container, geht es ans Eigentliche: dein erstes verschlüsseltes Backup. Auch das erledigst du komplett über die hübsche WebUI von Duplicati, ganz ohne Kommandozeile.

Schritt 1 – Neues Backup anlegen

Klicke in der linken Leiste auf „Backup“ und anschließend auf „Add a new Backup“. Duplicati führt dich nun in einem übersichtlichen Assistenten durch die einzelnen Schritte.

Schritt 2 – Name und Verschlüsselung

Vergib im ersten Schritt einen sinnvollen Namen für dein Backup (z. B. „NAS-Fotos zu Google Drive“). Direkt darunter legst du das Passwort für die Verschlüsselung fest.

Mit diesem Passwort werden deine Daten lokal auf dem NAS verschlüsselt, bevor sie überhaupt zum Cloud-Anbieter wandern. Google, Microsoft & Co. sehen also nur einen unlesbaren Datensalat. Wichtig: Verlierst du dieses Passwort, sind auch deine Backups verloren, bewahre es also sicher auf!

Schritt 3 – Cloud-Speicher auswählen

Im nächsten Schritt wählst du dein Backup-Ziel. Hier zeigt Duplicati seine größte Stärke, du hast praktisch freie Auswahl: Google Drive, OneDrive, Box.com, Dropbox, pCloud und viele weitere stehen zur Verfügung.

Schritt 4 – Beim Cloud-Anbieter anmelden

Nun musst du Duplicati erlauben, auf deinen Cloud-Speicher zuzugreifen. Bei Google Drive klickst du dazu z. B. auf „AuthID“, meldest dich in deinem Google-Konto an und bestätigst den Zugriff. Anschließend wählst du den Zielordner, in dem die Backups landen sollen.

Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Klicke einmal auf „Add Advanced Option“ und setze den Wert für read-write-timeout auf z. B. 300 (Sekunden). Nach meiner Erfahrung laufen die Backups damit spürbar stabiler, besonders bei größeren Datenmengen oder einer etwas trägeren Internetleitung.

Schritt 5 – Quelldaten auswählen

Unter „Source Data“ wählst du nun aus, was überhaupt gesichert werden soll. Hier tauchen die Ordner wieder auf, die du dem Container zuvor als Volumes eingebunden hast, also data, data2, data3 usw. Setze einfach die Haken bei allem, was ins Backup soll.

Schritt 6 – Zeitplan festlegen

Jetzt bestimmst du, wann Duplicati automatisch loslegen soll. Für die meisten Nutzer ist ein tägliches Backup zu einer Uhrzeit, in der das NAS ohnehin nicht groß beansprucht wird (z. B. nachts), eine gute Wahl.

Schritt 7 – Aufbewahrung einstellen

Damit dir die Cloud nicht irgendwann überquillt, legst du fest, wie viele Backups Duplicati vorhalten soll. Z. B. „die letzten 7“, so hast du eine ganze Woche zum Zurückgreifen, ohne unnötig Speicher zu verbrauchen.

Schritt 8 – Komprimierung (optional)

Wer das letzte bisschen Speicherplatz herauskitzeln möchte, klickt auch hier noch einmal auf „Add Advanced Option“ und stellt unter zip-compression-method den Wert auf LZMA. Das sorgt für die maximale Kompression, kostet im Gegenzug aber etwas mehr Rechenleistung beim Erstellen des Backups.

Und das war es auch schon. Mit einem Klick auf „Save“ ist dein verschlüsseltes Cloud-Backup eingerichtet. Ab jetzt schiebt dein UGREEN NAS deine Daten vollautomatisch, komprimiert und vor allem verschlüsselt in die Cloud, ohne dass der Anbieter auch nur einen Blick auf deine Dateien werfen kann.

Fazit

Ich hoffe, diese kleine Anleitung hat dir geholfen. Duplicati ist ein sehr schönes Tool für Cloud-Backups.

Diese lassen sich auch im Notfall außerhalb des UGREEN NAS wiederherstellen, sollte z. B. das komplette NAS defekt sein, z. B. nach einem Blitzschlag.

Sitecom Wall Charger 140 W im Test – 140 W Ladegerät für unter 20 €

Wenn du nach einem besonders günstigen 140 W USB C Ladegerät suchst, lohnt sich vielleicht ein Blick zum Action-Discounter. Diese bieten mit dem Sitecom ACH-1401GR V1 001 ein 140 W USB C Ladegerät für unter 20 € an.

Das ist ein absolut wahnsinniger Preis! Aber kann das wirklich etwas sein? Ein 140 W Ladegerät für 19,95 €?

Finden wir dies im Test des Sitecom Wall Charger 140 Watt heraus!

 

Der Sitecom Wall Charger 140 Watt im Test

Ich muss gestehen, der Sitecom ACH-1401GR V1 001 hat mich massiv überrascht! So ist zwar die Haptik und Optik nichts Besonderes, wir haben hier ein einfaches schwarzes/dunkelgraues Steckernetzteil, allerdings die Abmessungen sind auffällig.

So misst das Sitecom Ladegerät 65 x 64 x 32 mm und bringt 220 g auf die Waage.

Das ist extrem leicht und kompakt für ein 140 W Ladegerät! Genau genommen ist dies das 2. kleinste 140 W Ladegerät, das ich bisher im Test hatte. Beeindruckend, vor allem wenn wir den Preis bedenken.

 

Mit Ladekabel!

Für den Preis von 19,95 € bekommst du nicht nur das Ladegerät, sondern auch ein passendes, textilummanteltes 2-Meter-Ladekabel.

Dieses ist auch für 140 W Leistung geeignet, unglaublich für diesen Preis.

 

Anschlüsse

Das Sitecom ACH-1401GR verfügt über 2x USB C Ports und 1x USB A.

  • USB C – USB PD 140 W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB A – 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Beide USB C Ports bieten eine Leistung von bis zu 140 W nach dem USB Power Delivery Standard. Hinzu kommt ein 18 W Quick Charge Port.

Damit ist das Ladegerät grundsätzlich für Smartphones, Tablets und auch Notebooks gut geeignet.

 

Drosselung bei Mehrport-Nutzung

Das Ladegerät kann maximal 140 W bereitstellen. Nutzt du also mehrere Anschlüsse auf einmal, drosselt sich dieses nach einem fixen Schema.

So werden z. B. beide USB C Ports auf 65 W gedrosselt, wenn du diese zeitgleich nutzt.

 

Mit PPS

Erfreulicherweise unterstützt der Sitecom Wall Charger 140 Watt auch den PPS Standard, welcher für Smartphones sehr wichtig ist.

  • PPS 5–21 V bei bis zu 5 A

Das ist eine perfekte PPS Range! Besser geht es nicht. Damit ist das Ladegerät auch für Samsung Smartphones, Google Pixel und diverse chinesische Modelle hervorragend geeignet.

Gerade Samsung Smartphones legen sehr viel Wert auf PPS.

AVS wiederum wird leider noch nicht unterstützt.

 

Spannungsstabilität

5-V-Stufe

Strom Gemessen (V) Maximal (V) Minimal (V)
0 A 5,156 5,5 4,75
1 A 5,208 5,5 4,75
2 A 5,282 5,5 4,75
3 A 5,354 5,5 4,75

9-V-Stufe

Strom Gemessen (V) Maximal (V) Minimal (V)
0 A 9,049 9,45 8,55
1 A 9,021 9,45 8,55
2 A 8,995 9,45 8,55
3 A 8,967 9,45 8,55

20-V-Stufe

Strom Gemessen (V) Maximal (V) Minimal (V)
0 A 20,04 21 19
1 A 20,01 21 19
2 A 19,99 21 19
3 A 19,96 21 19
4 A 19,93 21 19
5 A 19,91 21 19

28-V-Stufe

Strom Gemessen (V)
0 A 28,06
1 A 28,03
2 A 28
3 A 27,97
4 A 27,94
5 A 27,93

Alle vier Spannungsstufen bleiben sauber innerhalb ihrer Grenzwerte und präsentieren sich angenehm stabil.

Die 5-V-Stufe steigt unter Last zwar leicht von 5,16 V auf 5,35 V an, bleibt damit aber locker im erlaubten Bereich. Die 9-V-, 20-V- und 28-V-Stufe geben unter steigender Last jeweils nur minimal nach, so sinkt die 20-V-Stufe von 20,04 V bei 0 A auf 19,91 V bei 5 A und die 28-V-Stufe von 28,06 V auf 27,93 V. Das sind absolut vernachlässigbare Schwankungen.

Damit liefert das Sitecom Ladegerät auch bei der Spannungsstabilität ein erstaunlich sauberes Ergebnis.

 

Effizienz

Ein Punkt, der mich massiv überrascht hatte, war die Effizienz des Sitecom Wall Charger 140 Watt.

Im Test schwankte die Effizienz zwischen 87,2 % und 92,7 %. Im Schnitt lag die Effizienz bei 90,8 %.

Das ist ein hervorragendes Abschneiden!

Dies ist die beste durchschnittliche Effizienz, die ich jemals bei einem 140 W Ladegerät gemessen habe! Absolut verrückt, aber ich habe das gleiche Testequipment wie bei den anderen genutzt.

 

140 W Probleme

Soweit ist ja alles sehr positiv! Allerdings kommt nun doch ein Punkt, der leider etwas gegen den Sitecom Wall Charger 140 Watt spricht.

So hatte ich etwas Probleme mit diesem, konstant 140 W bzw. die 28-V-Stufe zu erhalten. So brach das Ladegerät sowohl an Testern als auch in der Praxis das Laden mit 140 W nach 5–10 Minuten immer mal wieder ab, startete sich neu und setzte das Laden mit 140 W fort.

Ein ganz merkwürdiges Verhalten, welches ich aber bei meinem Modell leider reproduzieren kann und das mit verschiedenen Endgeräten.

Hinzu kommt, dass das Ladegerät nach einer Weile in eine Drosselung von 140 W auf maximal 100 W geht. Ob diese Temperatur oder Zeit getriggert wird, kann ich nicht sagen.

Äußerlich wurde das Ladegerät mit ± 70 Grad nicht „extrem“ heiß. Aber die Drosselung von maximal 140 W auf 100 W setzte nach ziemlich genau 30 Minuten ein. Verdächtigerweise reproduzierbar nach 30 Minuten.

Das ist ein großer Minuspunkt! Selbst wenn wir das zuvor angesprochene komische Verhalten ignorieren, ist eine Drosselung von 140 W auf 100 W nach 30 Minuten recht schnell und kann bei der Nutzung mit Notebooks ganz klar ein Problem sein.

Wichtig, es besteht natürlich immer die Möglichkeit das ich ein „Montagsmodell“ erwischt habe.

 

Fazit

Der Sitecom Wall Charger 140 Watt ist ein zwiespältiger Kandidat. Auf der einen Seite bekommst du hier für unter 20 € ein erstaunlich kompaktes und leichtes 140 W Ladegerät – inklusive passendem 140 W Ladekabel. Hinzu kommen eine perfekte PPS-Range von 5–21 V bei bis zu 5 A, eine saubere Spannungsstabilität und mit durchschnittlich 90,8 % sogar die beste Effizienz, die ich jemals bei einem 140 W Ladegerät gemessen habe. Für diesen Preis ist das schlichtweg verrückt!

Auf der anderen Seite gibt es leider zwei klare Schwachpunkte. Zum einen das merkwürdige Verhalten, bei dem mein Modell die 140 W bzw. die 28-V-Stufe immer wieder kurz abbrach und neu startete. Zum anderen die reproduzierbare Drosselung von 140 W auf 100 W nach exakt 30 Minuten. Gerade bei der Nutzung mit Notebooks kann das ein echtes Problem werden.

Unterm Strich ist der Sitecom Wall Charger 140 Watt damit ein an sich solides Ladegerät mit fantastischem Preis-Leistungs-Verhältnis, das ich aufgrund der Temperatur- bzw. Drosselungs-Probleme und des seltsamen Verhaltens aber nur eingeschränkt empfehlen kann. Wenn du primär Smartphones und Tablets laden möchtest, machst du für den Preis nicht viel falsch. Brauchst du dauerhaft die vollen 140 W für dein Notebook, solltest du dir die Drosselung aber gut überlegen – oder direkt zum besten Ladegerät der 140-W-Klasse greifen.

USB-C auf DC Kabel im Test: 140 W, einstellbare Spannung (5–28 V) & PD 3.1 für 6 €

Immer mehr Geräte nutzen USB C für die Stromversorgung. Aber viele ältere oder „klassischere“ Geräte nutzen noch einen DC Rundstecker.

Bei Aliexpress bin ich über einen schönen Adapter gestolpert, welcher USB C auf einen DC Rundstecker „übersetzt“. Dabei unterstützt dieser bis zu 140 W und USB PD 3.1.

Ebenfalls in dem Adapter ist eine kleine Steuerungseinheit und ein Display integriert.

Kostenpunkt? Rund 6€ aus China. Schauen wir uns den Adapter einmal in einem kleinen Artikel an!

 

USB C zu DC Kabel mit bis zu 140 W im Test

Das USB C zu DC Kabel besitzt eine Länge von +- 1 Meter. Dabei haben wir am einen Ende einen USB C Stecker und am anderen Ende einen 5,5 X 2,5 mm DC Rundstecker.

Je nach Set Zusammenstellung liegen diverse Adapter auf andere DC Stecker mit im Lieferumfang.

Das Kabel/der Adapter macht auf den ersten Blick einen erfreulich guten und hochwertigen Eindruck. So ist das Kabel Textil ummantelt und fasst sich generell gut an.

 

Steuerungseinheit und Spannung

Eine Besonderheit dieses Kabels ist die Möglichkeit, die ausgegebene Spannung in verschiedenen Stufen zu steuern.

  • 5 V
  • 9 V
  • 12 V
  • 15 V
  • 20 V
  • 28 V

Um die von dir gewünschte Spannung einzustellen, gibt es eine kleine „Box“, die im Kabel integriert ist. Diese verfügt über ein Display wie auch 3 Tasten. Auf dem Display wird die eingestellte Spannung angezeigt. Es gibt eine Rauf- und Runter-Taste, wie auch eine „Lock“-Taste. Diese muss zunächst betätigt werden, ehe du dann die Spannung verstellen kannst.

Dies soll ein versehentliches Verstellen verhindern.

 

Kein Spannungswandler!

Wichtig, dieses Kabel beinhaltet keinen Spannungswandler! Es werden bei diesem Kabel einfach die USB Power Delivery Spannungsstufen „durchgeschliffen“. Das heißt, es stehen immer nur die Spannungsstufen und Leistung bereit, die das USB C Netzteil liefern kann.

Entsprechend produziert das Kabel aber auch keine großen Leistungsverluste. Selbst bei konstanter Last wird das Kabel höchstens lau warm.

 

Umfangreiches Display

Das Display des Kabels zeigt dir nicht nur die Spannung, die du eingestellt hast, an, sondern bei aktiver Nutzung auch die Leistung in Watt und den Strom in Ampere. Nett!

 

Kein Gedächtnis!

Kommen wir zum dicksten Kritikpunkt: Leider hat das Kabel kein „Gedächtnis“. Es merkt sich beim Ein-/Ausstecken nicht, welche Spannung du zuvor eingestellt hast. Es wird immer bei 5V gestartet. Nervig…

 

Ansonsten Problemlos!

Abseits davon ist das Kabel aber in der Praxis problemlos! So funktionierte das Kabel zuverlässig und konnte auch zuverlässig alle USB Power Delivery Stufen sauber bei verschiedenen Ladegeräten triggern. Auch bei Dauerlast zeigten sich keinerlei Probleme.

 

Fazit

Das Fazit zum USB C zu DC Stromverstärker-Kabel fällt erfreulich positiv aus! Für rund 6€ aus China bekommst du hier ein überraschend durchdachtes Kabel, das genau eine Lücke schließt: Du verbindest moderne USB-C-Netzteile mit klassischen Geräten, die noch auf einen DC-Rundstecker setzen.

Dabei macht das Kabel haptisch einen richtig guten Eindruck. Die Textilummantelung fühlt sich hochwertig an, und die kleine Steuereinheit mit Display und Lock-Taste ist clever gelöst. Praktisch ist auch, dass dir das Display nicht nur die eingestellte Spannung, sondern bei aktiver Nutzung gleich Watt und Ampere mit anzeigt. Nett!

Wichtig zu verstehen: Hier steckt kein Spannungswandler drin. Das Kabel schleift einfach die USB-Power-Delivery-Stufen durch. Heißt für dich: Es stehen immer nur die Spannungen und die Leistung bereit, die dein USB-C-Netzteil auch liefern kann. Der Vorteil davon ist, dass das Kabel kaum Verluste produziert und selbst unter Dauerlast höchstens lau warm wird.

Einen großen Kritikpunkt gibt es aber leider dennoch. Das Kabel hat kein „Gedächtnis“. Nach jedem Ein- und Ausstecken startet es wieder bei 5V, deine zuvor eingestellte Spannung merkt es sich nicht. Das nervt im Alltag und sollte unbedingt verbessert werden.

Abseits davon arbeitet das Kabel in der Praxis aber völlig problemlos. Alle PD-Stufen wurden bei verschiedenen Ladegeräten sauber getriggert, und auch bei Dauerlast gab es keinerlei Probleme.

Für 6€ könnte das Kabel also durchaus interessant sein!

MINISFORUM BD895i SE im Test: ITX-Mainboard mit Ryzen 9 8945HX und Desktop-Power

MINISFORUM ist für seine Mini-PCs bekannt. Allerdings bieten diese mittlerweile eine recht große Produktpalette, inklusive einiger exotischerer Dinge.

So bieten diese mit dem BD895i SE ein ITX Mainboard an. Genau genommen ist das BD895i SE nicht nur ein Mainboard, sondern eine Kombination aus Mainboard und CPU.

So verfügt das BD895i SE über einen integrierten AMD Ryzen 9 8945HX mit 16 Kernen. Das Schwestermodell (BD775i SE) setzt auf den AMD Ryzen 7 7745HX.

Dies sind vergleichsweise mächtige CPUs und der „Standard“ ITX Formfaktor macht die Mainboards für einen DIY Mini-PC durchaus interessant.

Auch preislich wirkt die Kombination auf den ersten Blick durchaus attraktiv.

  • BD775i SE mit AMD Ryzen 7 7745HX = ca. 310€
  • BD895i SE mit AMD Ryzen 9 8945HX = ca. 440€

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut sind diese Mainboards? Wie leistungsstark die CPUs und wie hoch ist die Leistungsaufnahme?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Das MINISFORUM BD895i SE im Test

Das MINISFORUM BD895i SE hält sich an den ITX Formfaktor. Entsprechend kann dieses Mainboard in jedem handelsüblichen PC Gehäuse verbaut werden.

Dabei wirkt das Mainboard durchaus schick und hochwertig gemacht! MINISFORUM setzt auf ein komplett schwarzes PCB und Design. Der erste Eindruck ist durchaus positiv! Alles ist sauber verarbeitet und gut gemacht.

Wichtig, behalte im Hinterkopf, dass wir hier zwar ein Desktop-PC Mainboard haben, allerdings der verbaute 8945HX / 7745HX sind Notebook CPUs.

 

IO-Anschlüsse des BD895i SE

Auf der Rückseite besitzt das BD895i SE folgende Anschlüsse:

  • 2x USB A 3.2 Gen 1 (5Gbit)
  • 2x USB A 2.0
  • 1x USB C 3.2 Gen 2 (10 Gbit)
  • 1x HDMI 2.1
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 3x 3,5 mm Audio-Anschlüsse
  • 1x 2,5 Gbit LAN

Das ist jetzt keine extrem großzügige Port-Ausstattung, aber passend und in der Regel ausreichend.

Intern haben wir als Header noch folgende Anschlüsse:

  • 1x USB 3.2 Gen 1 Header
  • 3x 4-PIN Lüfter-Anschlüsse
  • 1x Front-Audio
  • 1x Front-Panel Anschluss

Mit CPU Kühler

Es gibt aber eine weitere Besonderheit aufgrund der integrierten CPU. So besitzt das Mainboard einen integrierten CPU Kühler, welcher vorinstalliert ist.

Was allerdings nicht vorinstalliert ist, ist ein Lüfter. Wir haben hier lediglich den „nackten“ Kühlkörper inklusive einer Halterung für 120 mm Lüfter.

Den 120 mm Lüfter musst du selbst besorgen. Erneut lässt sich hier jeder handelsübliche 120 mm Lüfter mit 3 oder 4 Pin Anschluss verbauen. So hast du auch komplette Kontrolle über das Lautstärke-Profil.

So habe ich einen Noctua NF-F12 PWM chromax.black verbaut.

 

ITX + ATX Netzteil

Das Mainboard setzt grundsätzlich auf den normalen ITX Formfaktor und lässt sich über ein normales PC Netzteil betreiben.

Wir haben hier den typischen 24 PIN + 8 PIN CPU Stromanschluss. In meinem Test habe ich ein Corsair SF450 genutzt.

 

SO-DIMM DDR5

Das BD895i SE nutzt keinen normalen DDR5 RAM, sondern SO-DIMM Module, also „Notebook“ Arbeitsspeicher.

Hier besitzt das Mainboard 2x Slots.

 

Kein SATA, 2x NVME

Zwar bewirbt MINISFORUM das BD895i SE auch etwas als „NAS“ Mainboard, allerdings besitzt dieses keine OnBoard SATA Ports.

Für Speicherlaufwerke haben wir lediglich 2x M.2 PCIe 4.0 Slots.

Diese sind am oberen Rand des Mainboards angebracht und werden teilweise vom 120 mm CPU Kühler abgedeckt. Daher ist hier die Kühlung der NVME SSDs kein Problem.

 

Kein WLAN, aber nachrüstbar

Von Haus aus ist beim BD895i SE keine WLAN Karte verbaut. Allerdings haben wir einen Slot für eine Notebook-WLAN Karte und mit im Lieferumfang liegen passende Antennen.

Du kannst also eine WLAN/Bluetooth Karte vergleichsweise einfach nachrüsten.

 

PCIe 5.0 x16 für GPU

Das MINISFORUM BD895i SE besitzt einen vollwertigen PCIe 5.0 x16 Slot. Dieser könnte natürlich auch für einen SATA Controller oder ähnliches genutzt werden, ist aber primär für eine GPU gedacht.

Mit einer entsprechenden gesonderten Grafikkarte kann das BD895i SE ein durchaus mächtiger Gaming-PC werden.

 

Der AMD Ryzen 9 8945HX

Das dicke Ding beim BD895i SE ist die verbaute CPU. So haben wir hier den AMD Ryzen 9 8945HX.

Beim Schwestermodell, dem BD775i SE, kommt der AMD Ryzen 7 7745HX zum Einsatz.

Merkmal AMD Ryzen 9 8945HX AMD Ryzen 7 7745HX
Architektur Zen 4 Zen 4
Codename Dragon Range (Refresh) Dragon Range
Kerne / Threads 16 / 32 8 / 16
Basistakt 2,5 GHz 3,6 GHz
Boost-Takt bis 5,4 GHz bis 5,1 GHz
L2-Cache 16 MB 8 MB
L3-Cache 64 MB 32 MB
TDP (Standard) 55 W 55 W
cTDP-Bereich 55–75 W 45–75 W
iGPU Radeon 610M (RDNA 2, 2 CU) Radeon 610M (RDNA 2, 2 CU)
Fertigung 5 nm (CCD) / 6 nm (I/O) 5 nm (CCD) / 6 nm (I/O)
Speicher DDR5-5200 DDR5-5200
PCIe PCIe 5.0 (28 Lanes) PCIe 5.0 (28 Lanes)
Sockel FL1 FL1
Marktstart April 2025 Januar 2023

Der AMD Ryzen 9 8945HX ist eine echte Hausnummer und stammt aus AMDs „Dragon Range“-Reihe, genauer gesagt aus dem Refresh dieser Serie, der im April 2025 debütierte. Trotz der „8000er“-Bezeichnung handelt es sich hier nicht um einen brandneuen Chip. Im Kern ist der Ryzen 9 8945HX im Grunde ein umbenannter Ryzen 9 7945HX.

Du bekommst 16 Kerne und 32 Threads auf Basis der Zen-4-Architektur, die mit einem Basistakt von 2,5 GHz arbeiten und per Boost bis auf 5,4 GHz hochtakten. Dazu kommen 16 MB L2- und satte 64 MB L3-Cache. Der Chip setzt sich dabei aus drei Dies zusammen, die auf zwei unterschiedlichen Fertigungsprozessen gebaut werden, 5 nm für die CPU-Kerne, 6 nm für den Rest.

 

Benchmarks, TDP, Temperatur

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie viel Leistung liefert der AMD Ryzen 9 8945HX? Klären wir zunächst eine wichtige Frage, wie viel Leistung bekommt die CPU? Denn je nachdem, welche TDP / Leistung der CPU gefüttert wird, umso mehr Power hat diese.

Von Haus aus gibt das BD895i SE dem AMD Ryzen 9 8945HX bei konstanter Last 100 W! Diese 100 W werden der CPU auch konstant geliefert.

Erfreulicherweise ist der Kühler bei mir mit dem Noctua NF-F12 PWM chromax.black vollkommen ausreichend, die CPU Temperaturen unter Kontrolle zu halten.

Bei dauerhafter Last pendeln wir uns knapp über 80 Grad ein. Für eine „Notebook CPU“ ist das fast schon kalt.

Wir haben also eine konstant hohe Leistung und der genutzte Lüfter muss auch nicht zu extrem hochdrehen.

Verglichen mit Notebooks (wo ich einfach mehr Referenz-Geräte habe) und anderen Mini-PCs liefert das BD895i SE eine brachiale Multicore Leistung!

100W + 16 Zen 4 Kerne ist schon eine Ansage. Entsprechend schlägt der BD895i SE alle Notebooks, die ich bisher im Test hatte. Natürlich ist da etwas „Brute Force“ durch die 100W TDP, verglichen mit Notebooks, die oftmals nur eine TDP von 45 W haben.

Allerdings hierdurch ist der AMD Ryzen 9 8945HX eher auf dem Level einer Desktop-CPU.

CB20 Vergleich:

  • AMD Ryzen 9 8945HX @ 100W – 12924 / 762
  • AMD Ryzen 9 7950X @ 230W – 14293 / 765
  • AMD Ryzen 9 7950X @150W – 13514 / 768
  • AMD Ryzen 9 7950X @100W – 11633 / 768

Wir können hier sehen, dass der Desktop 16 Kern AMD Ryzen 9 7950X bei gleicher TDP sogar etwas weniger Leistung liefert als der AMD Ryzen 9 8945HX.

Single Core Leistung ist praktisch identisch und selbst bei 230 W ist der AMD Ryzen 9 7950X nur +- 10% schneller.

 

Unfähige GPU

Der AMD Ryzen 9 8945HX ist zwar ein sehr mächtiger Prozessor, allerdings die integrierte Grafikkarte ist leider sehr schwach.

Wir haben hier die AMD Radeon 610M. Ausreichend, um ein Bild auszugeben, Videos zu schauen, für Office und ähnliches. Aber für mehr, geschweige denn Gaming, ist die GPU absolut nicht geeignet!

Der AMD 8945HX ist für „große“ Notebooks gemacht und gedacht, die über eine gesonderte GPU verfügen. Die iGPU ist hier also primär für 2D Zwecke gemacht und gedacht.

 

Stromverbrauch

Was ist aber mit dem Stromverbrauch? Folgenden Verbrauch konnte ich mit dem Corsair SF450, einem 120 mm Lüfter, NVME SSD und 120 mm Lüfter, wie auch Monitor, Maus und Tastatur messen.

  • Leerlauf Windows ca. 14-18 W
  • Vollast ca. 133 W

Erfreulicherweise ist der Stromverbrauch im Leerlauf mit ca. 14-18 W relativ gering. Das passt! Auch unter Vollast die 133 W sind OK.

Eventuell könntest du mit ein paar Optimierungen den Leerlaufstromverbrauch noch etwas drücken, auch könnte die Nutzung eines PICO-PSU eine Möglichkeit sein, aber rechne im Leerlauf einfach mal mit +- 14 – 18 W.

 

Fazit

Das MINISFORUM BD895i SE ist eine richtig spannende Kiste! Im Kern bekommst du hier ein sauber verarbeitetes ITX-Mainboard mit fest verbautem AMD Ryzen 9 8945HX, und genau diese Kombination macht das Board so interessant.

Denn die Leistung ist eine echte Ansage. Mit konstanten 100 W gefüttert, liefert der 8945HX eine brachiale Multicore-Performance und spielt damit eher auf dem Level einer Desktop-CPU als einer Notebook-CPU. Im CB20 zieht er bei gleicher TDP sogar am Desktop-16-Kerner Ryzen 9 7950X vorbei, das muss man erst mal sacken lassen. Dazu bleibt das Ganze dank des großzügigen Kühlkörpers angenehm kühl. Mit meinem Noctua NF-F12 pendeln wir uns bei knapp über 80 Grad ein, für so viel Leistung fast schon kalt. Und auch der Stromverbrauch passt: ca. 14–18 W im Leerlauf und rund 133 W unter Vollast sind völlig in Ordnung.

Schön ist außerdem, dass MINISFORUM auf den normalen ITX-Formfaktor und ein klassisches ATX-Netzteil setzt. Du kannst das Board also in jedem handelsüblichen Gehäuse verbauen und musst dich nicht mit exotischen Lösungen herumärgern. Den 120-mm-Lüfter und eine WLAN-Karte musst du zwar selbst nachrüsten, dafür hast du aber auch die volle Kontrolle über dein Lautstärke-Profil.

Ein paar Punkte solltest du aber im Hinterkopf behalten. Zum einen ist die integrierte Radeon 610M extrem schwach. Für Office, Videos und die Bildausgabe reicht sie, für alles darüber hinaus, vor allem Gaming, brauchst du zwingend eine dedizierte Grafikkarte im PCIe-5.0-x16-Slot. Zum anderen bewirbt MINISFORUM das Board zwar gerne als „NAS“-Mainboard, dafür fehlen aber komplett die SATA-Ports. Mit lediglich 2x M.2 PCIe 4.0 bist du beim Speicher also eher eingeschränkt.

MINISFORUM BD895i SE Mini-ITX-Mainboard, AMD Ryzen 9 8945HX (16 C...

Pro ✓

  • Brachiale Multicore-Leistung auf Desktop-Niveau (16 Zen-4-Kerne, konstante 100 W)
  • Schicke, hochwertige Verarbeitung
  • Normaler ITX-Formfaktor + ATX-Netzteil
  • Sehr gute Temperaturen
  • niedriger Leerlaufverbrauch
  • Vollwertiger PCIe-5.0-x16-Slot für eine GPU
  • Attraktiver Preis für die gebotene Leistung

Kontra ✗

  • Sehr schwache iGPU (Radeon 610M), Gaming nur mit dedizierter GPU
  • Keine SATA-Ports
  • Lüfter und WLAN-Karte müssen selbst nachgerüstet werden

Unterm Strich ist das BD895i SE für rund 440 € eine klare Empfehlung, wenn du einen kompakten, leistungsstarken Mini-PC oder Gaming-PC selbst bauen möchtest und bereit bist, eine GPU dazuzustecken. Du bekommst hier Desktop-Niveau bei der CPU-Leistung in einem sympathisch kompakten Paket. Suchst du dagegen ein echtes NAS-Mainboard mit vielen SATA-Ports oder einen reinen Office-Rechner mit brauchbarer iGPU, ist das BD895i SE die falsche Wahl. Wer es etwas günstiger mag und mit 8 Kernen auskommt, sollte einen Blick auf das Schwestermodell BD775i SE für ca. 310 € werfen.

Wolfbox MF200 im Test: Das Mini-Gebläse, das in jeden Haushalt gehört

In den letzten Monaten ist eine komplett neue Produktkategorie auf den Markt gekommen, an der ich anfangs ehrlich gesagt vorbeigegangen bin: kleine Akku-Handgebläse. Oder, wie ich sie gerne nenne, Mini-Gebläse. Als ich diese Dinger das erste Mal gesehen habe, dachte ich nur „die taugen nichts“, ich hatte früher mal so einen akkubetriebenen Duster, und der war wirklich für die Tonne.

Mittlerweile sind diese Geräte aber so gut geworden, dass ich der Meinung bin: So ein Teil gehört in jeden Haushalt. Nicht nur zum Reinigen von HEPA-Filtern, sondern auch für eine ganze Reihe anderer Zwecke.

Das gute Stück, um das es heute geht, ist der Wolfbox MF200, quasi der Rolls-Royce unter den Handgebläsen. Ein etwas luxuriöseres Modell mit austauschbarem Akku, das preislich bei rund 80 bis 90 € liegt. Zum Vergleich hatte ich noch ein günstiges No-Name-Modell von AliExpress (rund 40 €) dabei.

Aber wie viel Power steckt wirklich in solch einem kleinen Gehäuse? Reicht das, um einen Filter ordentlich auszublasen, oder, wie in manchen Werbevideos, sogar als Mini-Laubbläser zu dienen? Finden wir es im Test heraus!

 

Der Wolfbox MF200 im Test

Der Wolfbox MF200 ist innerhalb dieser noch jungen Produktkategorie eines der hochwertigeren Modelle. Die Kategorie an sich wird derzeit noch stark von den No-Name-Herstellern aus China dominiert.

Wolfbox geht mit dem MF200 aber einen deutlichen Schritt weiter. Das Herzstück ist der austauschbare Akku: ein 6.000-mAh-Pack (22,2 Wh, 7,4 V) im Cartridge-Format, das du gegen einen geladenen Ersatzakku tauschen kannst, ganz ohne Ladepause. Geladen wird das Gerät per USB-C in rund 2,5 Stunden. Auf der niedrigsten Stufe soll eine Akkuladung für bis zu 100 Minuten reichen, wichtig auf der niedrigsten Stufe! Bei voller Leistung ist der MF200 in wenigen Minuten leer.

Gesteuert wird die Leistung in drei Leistungsstufen, mit denen du je nach Aufgabe von zartem Staub bis grobem Schmutz alles abdecken kannst.

Auch sonst merkt man, dass hier ein „echter“ Hersteller am Werk ist: Mit rund 380 g ist das MF200 angenehm leicht, und im Lieferumfang stecken vier verschiedene Aufsätze sowie eine kleine Aufbewahrungstasche.

Generell macht der MF200 einen sehr hochwertigen und guten Eindruck.

 

Wofür brauchst du überhaupt ein Mini-Gebläse?

Du wirst zu Hause mit ziemlicher Sicherheit einen Staubsauger in irgendeiner Form haben, egal ob klassischer Akkustaubsauger, Bodenstaubsauger, Saugroboter oder Waschsauger. Und was haben diese Sauger alle gemeinsam? HEPA- bzw. Feinstaubfilter.

Gerade bei Saugrobotern ist es essenziell, dass diese Filter regelmäßig gereinigt und getauscht werden. Es macht einen gewaltigen Unterschied! Ich sehe das vor allem bei meinen Eltern und im Freundeskreis ständig: „Mein Saugroboter saugt nicht mehr vernünftig!“ Schaue ich dann nach, ist der Filter mal wieder komplett zu.

Gerade jetzt, wo Modelle mit Absaugstation so populär sind, denke ich, dass sehr viele Leute diese Filter nicht so gut reinigen und nicht so oft tauschen, wie sie eigentlich sollten. Genau hier kommt ein Mini-Gebläse ins Spiel.

 

HEPA-Filter richtig reinigen

Wie reinigt man so einen Feinstaubfilter eigentlich vernünftig?

Ausklopfen ist natürlich immer eine Option und sicher besser als nichts. Gerade in einem Haushalt mit Tieren kommt da auch einiges raus. Aber so richtig sauber bekommst du den Filter damit nie.

Auswaschen geht auch, ist aber umständlich und bringt den Filter ebenfalls nicht zu 100 % sauber.

Kompressor / Druckluft war bisher die beste Methode. Nur: Wer von euch hat zu Hause einen Kompressor in der Garage stehen? Vermutlich die wenigsten. Und Druckluft-Sprays sind für ein Wegwerfprodukt relativ teuer.

Und genau diese Lücke füllt das Mini-Gebläse. Du bekommst die Druckluft-Reinigung, ohne einen sperrigen Kompressor besitzen zu müssen.

 

Austauschbarer Akku und Leistungsstufen

Ein großer Vorteil des MF200 gegenüber den ganz günstigen Modellen ist der austauschbare Akku. Das ist gerade dann praktisch, wenn du das Gebläse viel im Einsatz hast und nicht jedes Mal auf das Aufladen warten möchtest und hilft auch bei der Haltbarkeit.

Dazu kommen 3 Leistungsstufen, sodass du die Power je nach Einsatzzweck anpassen kannst. Leider haben wir hier nur 3 Stufen. Das reicht aus, aber viele günstigere Modelle haben beispielsweise einen Drehknopf für eine stufenlose Steuerung.

 

Wie viel Power hat das MF200 wirklich?

Jetzt zur spannendsten Frage: Wie viel Leistung kommt aus so einem kleinen Gebläse wirklich raus? Vielleicht bist du da skeptisch, ich war es anfangs auch.

Die Antwort: Diese Viecher haben eine wirklich beeindruckende Leistung!

Zum Messen habe ich ein kleines Testsetup gebaut, mit einem Luftgeschwindigkeitsmessgerät.

In der absoluten Spitze habe ich beim Wolfbox MF200 eine Windgeschwindigkeit von rund 17 bis 18 Meter pro Sekunde gemessen. Das ist ein ordentlicher Wert, und ich glaube ehrlich gesagt, viel mehr lässt sich in einen so kleinen Durchmesser auch gar nicht reinpacken. Irgendwann müsstest du die Leistung ver-x-fachen, um überhaupt noch eine nennenswerte Steigerung zu erreichen.

 

Zum Vergleich: MF200 vs. No-Name vs. Tischventilator

Damit du die Werte einordnen kannst, hier der direkte Vergleich, alle bei voller Leistung und rund 20 cm Abstand gemessen:

  • Wolfbox MF200: ca. 17–18 m/s
  • No-Name-Gebläse (AliExpress, ~40 €): ca. 12–14 m/s
  • Normaler Tischventilator: ca. 3,5–4 m/s

Das MF200 hat also noch einmal ein gutes Stück mehr Power als das günstige Modell. Und beide Gebläse pusten den Tischventilator regelrecht weg. Das zeigt ganz gut, mit was für einem winzigen, aber extrem schnell drehenden Motor wir es hier zu tun haben.

Fazit

Wenn du einen Akkustaubsauger, einen Saugroboter oder Ähnliches besitzt und keinen Kompressor zu Hause hast, ist so ein Mini-Gebläse aus meiner Sicht ein absolutes Pflichtteil. Die Geräte sparen dir sogar Geld, weil du die Filter seltener tauschen musst und sie deutlich effizienter sauber bekommst als nur durch Ausklopfen.

Der Wolfbox MF200 ist aus meiner Sicht ein richtig gutes, fast schon luxuriöses Mini-Gebläse und für mich der derzeitige Goldstandard in dieser noch jungen Produktkategorie. Mit dem austauschbaren Akku und der starken Spitzenleistung von 17 bis 18 m/s macht das Gerät einfach Spaß und erledigt seine Aufgaben zuverlässig.

Ob es dir die 80 bis 90 € wert ist, hängt davon ab, wie oft du so ein Gebläse einsetzt. Brauchst du es primär ab und zu zum Filterreinigen, tut es auch ein günstigeres Modell. Wer aber das beste Gesamtpaket möchte und Wert auf den Wechselakku legt, macht mit dem MF200 nichts falsch.

Angebot
WOLFBOX MF200 Elektrisches Staubgebläse mit Abnehmbarem Akku...

Pro ✓

  • Beeindruckende Leistung für die Baugröße (17–18 m/s in der Spitze)
  • Austauschbarer Akku 
  • Mehrere Leistungsstufen für unterschiedliche Einsatzzwecke
  • Kompakt verstaubar – passt im Gegensatz zum Kompressor in jede Schublade
  • Vielseitig einsetzbar – HEPA-Filter, schwer erreichbare Ecken, loser Schmutz

Kontra ✗

  • Höherer Preis (80–90 €) als bei günstigen No-Name-Modellen mit ähnlichem Grundnutzen

Unterm Strich gilt für die ganze Kategorie: So ein Mini-Gebläse ist ein echter Haushaltshelfer, und du wirst dich wundern, in wie vielen Situationen du es plötzlich einsetzt.

NPU unter Windows: nutzlos? (ja) Meine Meinung zur KI-Einheit

Ein großer Marketing-Punkt bei modernen Prozessoren ist die sogenannte NPU. Eine NPU ist eine spezielle Einheit in deinem Prozessor, welche für die Berechnung von KI-Funktionen genutzt werden kann.

CPU-Hersteller wie Intel, AMD, Qualcomm usw. überbieten sich, wie viel „TOPS“ die NPU liefern kann. Teilweise werden die gleichen Prozessoren 2x auf den Markt gebracht, einmal in einer „AI“-Version mit besserer NPU.

Aber was bringt eine NPU überhaupt? Die Antwort wird dich schocken! Unter Windows nicht viel … Vor allem, wenn wir das massive Marketing darum bedenken.

 

Welche Anwendungen können die NPU nutzen?

Wenn wir uns ansehen, wie sehr die NPU beworben wird, könnten wir meinen, ohne NPU ist mittlerweile ein PC nutzlos, da diese ununterbrochen genutzt wird.

Allerdings, Anwendungen zu finden, welche die NPU konkret nutzen, ist gar nicht so leicht!

Kurzum, ich habe KI „Windows Copilot“ befragt, denn wer kann mir besser sagen, was die NPU nutzt?

  • Windows Studio Effects (Hintergrundunschärfe, Augenkontakt, Auto-Framing, Voice Focus) in Video-Chat-Anwendungen
  • Cocreator in Paint
  • Live-Untertitel (Live Captions)
  • Windows Fotos (Objektradierung)
  • Windows Recall
  • OBS Studio (Hintergrundentfernung)
  • Adobe Photoshop (Generative Fill, intelligente Auswahl, Retusche)
  • Adobe Lightroom (Classic & CC) – KI-Rauschreduzierung, Maskierung, Objekterkennung
  • Videobearbeitungstools
  • Adobe Photoshop (Generative Fill, Intelligente Auswahl)
  • Adobe Lightroom (KI-Rauschreduzierung, Maskierung, Objekterkennung)
  • Affinity Photo 2
  • Luminar Neo (Supersharp AI, Upscale AI)
  • DaVinci Resolve Studio (Gesichtserkennung, Objektverfolgung oder Smart Masking)

Probleme mit dieser Liste

Allerdings habe ich einige Probleme mit dieser Liste. Beispielsweise die Objektradierung in Windows Fotos erzeugte bei mir laut Taskmanager keinerlei NPU-Last.

Auch in Adobe Lightroom konnte ich bei der Objekterkennung 0 Ausschlag bei der NPU beobachten.

Entweder funktioniert diese Anzeige im Task Manager nicht oder es wird hier nicht die NPU genutzt. Ich glaube Letzteres, denn anstelle eines Ausschlags bei der NPU sehe ich einen Ausschlag bei der CPU.

Selbiges Spiel in Photoshop, auch hier wird für die Objektauswahl „Intelligente Auswahl“ lieber die iGPU oder CPU genutzt. Fürs „KI“-Retuschieren wird die Cloud genutzt.

Entweder ist bei mir also etwas „kaputt“ bei meinem Copilot+ PC oder es bestätigt meine Einschätzung, dass eine NPU unter Windows ziemlich nutzlos ist.

 

Cloud > GPU > NPU

Die meisten „nützlichen“ KI-Funktionen laufen über die Cloud oder nach meiner Erfahrung einfach über die GPU.

Die GPU ist in 99 % aller Systeme einfach viel mächtiger als die NPU und vor allem softwareseitig viel einfacher zu nutzen.

Z.B. in DaVinci Resolve Studio habe ich auch noch nie eine NPU-Nutzung gesehen, aber bei KI-Features eine exzessive GPU-Nutzung.

Ich will nicht sagen, dass eine NPU generell „unnütz“ ist, aber nach meiner Erfahrung hat diese unter Windows praktisch keinen Wert, außer du willst unbedingt „Windows Recall“.

 

Andere Erfahrung?

Vielleicht läuft auch einfach etwas bei mir falsch?! Ich habe 2x Systeme, die eine 50 TOPS+ NPU haben, und bei beiden habe ich noch nie gesehen, dass die NPU aktiv genutzt wird.

KI-Features, die ich im Alltag sehe, nutzen entweder die GPU oder die Cloud.

Hast du andere Erfahrungen gemacht? Funktioniert die NPU bei dir unter Windows bei „nützlichen Anwendungen“? Schreib es in die Kommentare, denn meine Erfahrungen sehen momentan ganz anders aus.

Luckfox PicoKVM im Test: Günstige IP-KVM-Lösung fürs Homelab

Es gibt viele Situationen, in denen eine IP-KVM-Lösung extrem praktisch sein kann. IP-KVM = die Möglichkeit, einen Computer/Server über das Netzwerk komplett zu steuern, mit Bildschirm, Maus und Tastatureingaben, als würdest du direkt vor dem PC sitzen.

Hardware-KVM-Lösungen waren lange Zeit etwas rein Professionelles für Datencenter und entsprechend auch sehr teuer.

Mittlerweile gibt es aber auch einige günstigere Lösungen, wie z. B. den Sipeed NanoKVM, welchen wir uns bereits im Test angesehen hatten.

In diesem Artikel soll es um eine andere Hardware-KVM-Lösung gehen, den Luckfox PicoKVM. Je nach Version kostet dieser zwischen 50 und 80 € aus China (Aliexpress).

Wollen wir uns im Test einmal ansehen, was der Luckfox PicoKVM alles kann.

 

Der Luckfox PicoKVM im Test

Den Luckfox PicoKVM gibt es in zwei Versionen:

  1. Der vollständigen Version mit Gehäuse und Display
  2. Der Base Version, welche nur das PCB ist, ohne Gehäuse und Display

Ich habe mir für diesen Test die vollständige Version gekauft. Diese verfügt über ein erfreulich hochwertiges Metallgehäuse und einen kleinen Touchscreen auf der Oberseite.

Grundsätzlich besitzt der Luckfox PicoKVM 4 Anschlüsse:

  • 1x LAN
  • 1x USB-C
  • 1x HDMI-Eingang
  • 1x I/O-Pinout

Zusätzlich an der Seite haben wir noch 2x Tasten wie auch einen microSD-Karten-Slot.

Etwas enttäuscht hat mich der Lieferumfang. Denn in diesem liegt nur ein USB-C-Splitter-Kabel.

Splitter-Kabel? Ja, das beiliegende USB-C-Splitter-Kabel erlaubt es, den Luckfox PicoKVM mit einem PC eine Datenverbindung herzustellen und über eine andere Stromquelle versorgt zu werden.

Etwas schade finde ich, dass kein kurzes HDMI- oder USB-C-Kabel beiliegt und vor allem, dass für das IO-Pinout kein Adapter mit im Lieferumfang ist, um dieses zu nutzen.

 

Das Grundprinzip

Bei dem Luckfox PicoKVM handelt es sich im Kern um einen ARM-„Mini-PC“. So ist das Herzstück der RV1106G3 SoC.

Verbindest du den PicoKVM nun via LAN mit deinem Netzwerk wie auch mit dem Strom, erstellt dieser einen lokalen Webserver.

Verbindest du nun einen Server/PC via HDMI, wird das Bildsignal abgegriffen und entsprechend in der WebUI angezeigt. Via USB-Verbindung lassen sich dann Maus- und Tastatureingaben senden.

Dabei erlaubt der PicoKVM auch beispielsweise die Steuerung des BIOS oder das Installieren eines Betriebssystems. Der verbundene PC hat keine Ahnung, dass er gerade über das Netzwerk gesteuert wird.

 

Das Display

Auf dem Display des Luckfox PicoKVM werden dir wichtige Basis-Infos angezeigt, beispielsweise ob ein Display-Signal anliegt, die IP-Adresse usw.

Das Display ist sicherlich nicht essenziell, aber nützlich.

 

Offene Firmware

Falls du nun einem „random“ IP-KVM aus China nicht vertraust, kann ich das gut verstehen.

Allerdings ist grundsätzlich die Firmware des Luckfox PicoKVM Open Source.

https://github.com/LuckfoxTECH/kvm

Es handelt sich hierbei um einen Fork der JetKVM-Firmware.

Die Möglichkeit, sich den Quellcode selbst anzusehen (und im Zweifel auch manuell hochzuladen), macht den Luckfox PicoKVM ein gutes Stück vertrauenswürdiger.

 

Die WebUI

Wie üblich kannst du die WebUI des Luckfox PicoKVM durch die Eingabe der IP-Adresse des KVM in deinem Webbrowser aufrufen.

Von Haus aus ist diese nicht über ein Passwort gesichert, aber auch nur aus dem lokalen Netzwerk erreichbar. Es ist klar zu empfehlen, ein Passwort zu setzen (was natürlich möglich ist).

Was ich ebenfalls empfehle, ist, gleich die Firmware zu aktualisieren. Diese war bei mir sehr veraltet.

Die grundsätzliche WebUI des Luckfox PicoKVM ist sehr clean, minimalistisch und übersichtlich.

In der Mitte hast du groß die „Remote-Desktop“-Anzeige, welche du einfach mit einem „Mausover“ steuern kannst. Auch Tastatureingaben werden direkt abgegriffen und an den „Server“ gesendet.

Es ist auch möglich, Text-Informationen aus der Zwischenablage zu übertragen. Diese läuft allerdings nicht einfach über STRG C und V, sondern über eine kleine UI.

Über eine optionale Bildschirmtastatur kannst du auch diverse Tastenkombinationen und vor allem auch die F-Tasten übertragen, um z. B. ins BIOS zu kommen.

 

Bildschirmqualität und Verzögerung

In der Theorie kann der Luckfox PicoKVM bis zu 1920 x 1080 Pixel und 60 Hz „übertragen“ / verarbeiten.

Praktisch ist dies auch der Fall, allerdings fügt der PicoKVM für die Netzwerkübertragung eine recht deutliche Kompression hinzu. Was es natürlich auch gibt, ist eine Verzögerung.

So hängt der Mauszeiger immer ein kleines Stück hinterher.

In der Regel ist diese Verzögerung aber gering genug, dass eine Konfiguration / Steuerung des verbundenen Computers problemlos möglich ist. Allerdings ist die Verzögerung bei einem regulären Software-Remote-Desktop geringer!

Gaming oder eine direkte Produktivnutzung des angeschlossenen Computers über den Luckfox PicoKVM ist nicht möglich.

Der Luckfox PicoKVM ist lediglich für Konfigurations-Zwecke. Hast du z. B. einen Server oder Computer, wo du regelmäßig direkten Hardware-Zugriff brauchst, falls sich hier das Betriebssystem aufhängt oder Ähnliches, dann ist der Luckfox PicoKVM super.

Es ist von der Verzögerung kein Problem, beispielsweise eine Windows- oder Linux-Neuinstallation und Basis-Konfiguration über den Luckfox PicoKVM auszuführen. Die Verzögerung des Luckfox PicoKVM ist ähnlich der des Sipeed NanoKVM.

 

Remote-Zugriff

Von Haus aus ist der Luckfox PicoKVM nur aus deinem lokalen Netzwerk zu erreichen.

Allerdings sind Möglichkeiten integriert, auch optional über das Internet auf den PicoKVM zuzugreifen:

  • Tailscale
  • ZeroTier
  • WireGuard
  • EasyTier
  • Vnt
  • Cloudflare
  • Frp

Gerade Tailscale ist eine recht sichere Lösung für einen Zugriff über das Internet.

 

PC starten via IO

Grundsätzlich kann der Luckfox PicoKVM auch einen PC aus der Ferne starten, dies über die IO-Pins.

Leider liegt hierfür aber kein passendes Adapterkabel bei.

 

Fazit

Du suchst eine günstige Hardware-KVM-Lösung für deinen Heimserver oder ein kleines Homelab? Dann ist der Luckfox PicoKVM eine echte Empfehlung!

Hardware und Software gefallen mir beim Luckfox PicoKVM besser als beim Sipeed NanoKVM. Das hochwertige Metallgehäuse, das praktische Display und die cleane WebUI hinterlassen einen insgesamt runderen Eindruck. Dazu kommt die Open-Source-Firmware – ein wichtiger Vertrauensfaktor bei einem Gerät aus China, das dauerhaft in deinem Netzwerk hängt.

Was mich dagegen etwas ärgert: Der Lieferumfang ist dünn. Kein HDMI-Kabel, kein kurzes USB-C-Kabel und vor allem kein Adapter für das IO-Pinout – obwohl der PicoKVM genau darüber einen PC aus der Ferne starten kann. Das muss Luckfox besser machen.

Der Sipeed NanoKVM bleibt funktional eine valide Alternative, ist minimal günstiger und kommt mit besserem Lieferumfang. Wer aber Wert auf bessere Verarbeitung und Software legt, greift zum Luckfox PicoKVM.

Tribit StormBox Micro 3 im Test: Mini-Bluetooth-Lautsprecher mit großem Klang für unter 60 €

Tribit gehört bei den Bluetooth-Lautsprechern zu meinen absoluten Favoriten, was günstige Bluetooth-Lautsprecher angeht. So bieten diese einige spannende und für den Preis auch extrem gut klingende Modelle an.

Nun hat Tribit mit der StormBox Micro 3 die neuste Generation seines kompakten Bluetooth-Lautsprechers auf den Markt gebracht.

Dieser soll sich vor allem für die Outdoor-Nutzung eignen, beim Wandern, Campen und Fahrradfahren. Entsprechend ist dieser natürlich etwas robuster gebaut, ausreichend kompakt, aber dabei (laut Hersteller) klangstark.

Wollen wir uns einmal die Tribit StormBox Micro 3 im Test ansehen und schauen, ob diese überzeugen kann!

An dieser Stelle vielen Dank an Tribit für das Zurverfügungstellen des Bluetooth-Lautsprechers für diesen Test.

 

Die Tribit StormBox Micro 3 im Test

Bei der Tribit StormBox Micro 3 handelt es sich um einen Mini-Bluetooth-Lautsprecher. Dieser misst 102 x 102 x 44 mm und bringt 332 g auf die Waage.

Wir haben also einen sehr kompakten und flachen Bluetooth-Lautsprecher. Dabei ist der Lautsprecher-Treiber zur Oberseite hin ausgerichtet. Wir haben also ein „360 Grad“-Design.

Auf der Unterseite findet sich eine Gummilasche, welche das Befestigen an einem Rucksackgurt, Fahrradlenker usw. erlaubt.

Der Lautsprecher selbst besteht aus einer Mischung aus gummiertem Kunststoff und einem Leinenstoff auf der Oberseite. Dabei ist die StormBox Micro 3 IP68 wassergeschützt. Ein Regenschauer oder sogar ein versehentliches Untertauchen ist also kein Problem.

Entsprechend ist auch der USB-C-Ladeport an der Seite des Lautsprechers unter einer dicken Klappe geschützt. Der USB-C-Port sitzt recht tief im Gehäuse des Lautsprechers, entsprechend funktionieren hier nur Ladekabel mit schlankem Stecker.

Die Akkulaufzeit liegt laut Tribit bei satten 24 Stunden! Diese „Tendenz“ kann ich auch bestätigen.

 

Mit App-Support

Wie es sich für einen Bluetooth-Lautsprecher im Jahr 2026 gehört, besitzt auch der Tribit StormBox Micro 3 einen App-Support.

So kannst du über die Tribit-App vor allem den EQ einstellen und somit den Klang anpassen. Auch das Einspielen von Firmware-Updates ist theoretisch möglich.

 

Klang, beeindruckend gut!

Zunächst müssen wir die Erwartungshaltung etwas zurechtrücken. Klingt die StormBox Micro 3 besser als ein aktueller „großer“ Bluetooth-Lautsprecher für 150 €+? Nein! Dies ist ein Mini-Bluetooth-Lautsprecher und das müssen wir im Hinterkopf behalten.

Allerdings für einen Mini-Bluetooth-Lautsprecher klingt die StormBox Micro 3 herausragend! Es ist hier klar eine massive Evolution zu beobachten, gerade verglichen mit älteren (und größeren) Modellen à la den frühen Anker-Soundcore-Modellen.

So liefert der Lautsprecher einen erstaunlich dynamischen und vollen Klang für die kompakte Bauform.

So haben wir sehr brillante und saubere Höhen. Diese würde ich glatt als perfekt einstufen. Stimmen werden wunderbar klar dargestellt und heben sich auch gut vom restlichen Klang ab.

Dabei sind die Bässe erstaunlich ordentlich. Der Kleine bringt einen überraschenden Tiefgang und durchaus einen guten „Punch“. Musik klingt voll und dynamisch.

Gerade bei normaler Zimmerlautstärke macht der StormBox Micro 3 richtig Spaß. Der Lautsprecher kann auch durchaus sehr laut werden und hält auch bei hoher Lautstärke eine gute Klangqualität, aber über ca. 70 % Lautstärke werden primär die Höhen lauter und der Bass hat ein Limit erreicht. Entsprechend übersteuert dieser aber auch nicht.

In dieser Größenklasse ist mir noch kein Bluetooth-Lautsprecher begegnet, der besser klingt! Beachtlich!

 

Fazit

Die Tribit StormBox Micro 3 macht genau das, was ein guter Mini-Bluetooth-Lautsprecher machen soll: Sie überzeugt mit einem Klang, der ihre kompakte Bauform regelrecht vergessen lässt. Klar, ein „großer“ Lautsprecher für 150 €+ klingt nochmal nach einer anderen Liga, aber das ist auch nicht der Anspruch. In ihrer Größenklasse ist mir bisher kein Bluetooth-Lautsprecher begegnet, der besser klingt!

Dazu kommt das robuste, outdoor-taugliche Paket: IP68-Wasserschutz, eine praktische Gummilasche zum Befestigen am Rucksack oder Lenker und eine satte Akkulaufzeit von rund 24 Stunden. Mit App-Support inklusive EQ ist die StormBox Micro 3 auch im Jahr 2026 zeitgemäß ausgestattet.

Kurzum: Für knapp über 50 € bekommst du hier einen herausragend klingenden, kompakten und robusten Begleiter für Wanderung, Camping oder die Fahrradtour. Suchst du genau das, ist die Tribit StormBox Micro 3 eine volle Empfehlung meinerseits!