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UGREEN Maxidok 17-in-1 im Test: Das beste Thunderbolt-Dock – aber für wen?

UGREEN hat als einer der ersten Hersteller Thunderbolt-5-Docks auf den Markt gebracht. Das Flaggschiff im Line-up dieser Docks ist das „UGREEN Maxidok 17-in-1“.

Wie es sich fast für Thunderbolt-Docks gehört, sind auch diese Modelle sehr preisintensiv! So verlangt UGREEN schlanke 499€ für das Dock – so viel wie einige Mini-PCs kosten.

Kann dieser Preis gerechtfertigt sein? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an UGREEN für das zur Verfügung stellen des Docks für diesen Test.

 

Das UGREEN Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Dock im Test

Auf den ersten Blick könntest du das Maxidok 17-in-1 für einen Mini-PC halten. So misst das Dock 66 × 66 × 26,5 mm – also wirklich typische Maße für einen Mini-PC à la Intel NUC.

Was allerdings Haptik und Optik angeht, liegt das Dock weit über einem 08/15-Mini-PC. So hat dieses einen wirklich gelungenen Aluminium-Look in einem schönen Grau mit kupferfarbenen Akzenten.

Das Dock wirkt sehr hochwertig und stabil gemacht! Wir merken hier schon den gehobenen Preis.

 

Anschlüsse des UGREEN Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Dock

Sicherlich das Wichtigste und Spannendste an dem Dock sind die Anschlüsse.

Front:

  • 3x USB-C 3.2 Gen 2, 10 Gbit/s
  • 1x 3,5-mm-Kopfhörer-/Headset-Anschluss
  • 1x microSD
  • 1x SD-Kartenslot

Rückseite:

  • 3x USB-A 3.2 Gen 2, 10 Gbit/s
  • 2x USB-C Thunderbolt-5-Ausgänge
  • 1x USB-C Thunderbolt-5-Eingang
  • 1x DisplayPort mit 8K-Unterstützung
  • 1x LAN 2,5 Gbit/s
  • 1x 3,5-mm-Kopfhörer-Ausgang
  • 1x 3,5-mm-Mikrofon-Eingang

Eine interessante und beeindruckende Ausstattung an Anschlüssen! Wir haben zunächst einige schnelle USB-Ports. So haben alle USB-Ports des Docks mindestens 10 Gbit/s Geschwindigkeit.

Wir haben sogar neben 6x 10-Gbit/s-Ports auch 2x Thunderbolt-5-Ausgänge zum weiteren Verketten von Geräten.

 

240-W-Netzteil

Das Maxidok 17-in-1 hat ein 240-W-Netzteil mit im Lieferumfang. Allerdings kann es Notebooks mit maximal 140 W laden.

Die restlichen 100 W dienen der Versorgung des Docks selbst bzw. der Versorgung angeschlossener USB-Geräte.

Und das ist wichtig! Viele günstige Docks haben oftmals sehr knapp dimensionierte Netzteile mit im Lieferumfang, welche versagen, wenn du zu viele USB-Geräte anschließt oder noch versuchst, Geräte an dem Dock zu laden.

Für das Laden von Smartphone und Co. besitzt das Dock auf der Front zwei USB-C-Ports mit bis zu 60 W nach USB Power Delivery.

Du kannst hier also problemlos parallel dein Notebook, Smartphone und Tablet anschließen und laden.

Die 60-W-USB-C-Ports bieten 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A und 20V/3A. Leider wird von diesen Ports kein PPS unterstützt, was aber z. B. im Apple-Ökosystem nicht stört.

 

Monitore anschließen: Thunderbolt 5 macht den Unterschied

Das Maxidok 17-in-1 bietet dir insgesamt drei Videoausgänge: zwei Thunderbolt-5-Downstream-Ports sowie einen dedizierten DisplayPort-2.1-Ausgang. Was du damit konkret machen kannst, hängt stark davon ab, was dein Notebook mitbringt.

Mit Thunderbolt 5 nutzt du das volle Potenzial des Docks aus. Mit der Kombination aus DisplayPort und Thunderbolt 5 kannst du drei externe 4K-Monitore mit jeweils 144 Hz betreiben oder alternativ zwei 8K-Displays mit je 60 Hz. Reduzierst du auf dual 4K, erreichen die Monitore sogar 240 Hz.

Mit Thunderbolt 4 oder USB4 sieht die Sache etwas schlechter aus. Hier bist du auf zwei 4K-Displays mit maximal 60 Hz beschränkt. Manche USB4-Laptops unterstützen dabei möglicherweise sogar nur einen einzigen Monitor.

Mac-Nutzer sollten zusätzlich auf den verbauten Chip achten. M4-MacBooks unterstützen zwei externe Displays mit bis zu 6K@60 Hz, während M1-, M2- und M3-MacBooks mit Thunderbolt 3 maximal ein externes Display mit 4K@60 Hz betreiben können.

 

2,5-Gbit/s-LAN

Der LAN-Port des Maxidok 17-in-1 bietet eine Geschwindigkeit von bis zu 2,5 Gbit/s. Hierfür nutzt der Port intern einen Realtek-Chip, welcher intern via USB angebunden ist. Funktional in Ordnung, aber grundsätzlich die einfachste Lösung, solch einen 2,5-Gbit/s-LAN-Port umzusetzen.

 

Solide Audioqualität

Wie auch der LAN-Port nutzen auch die Audioausgänge einen Realtek-Chipsatz. Auch dieser ist intern via USB angebunden.

Auf der Ausgangsseite bietet der Chipsatz bis zu 24 Bit und 192 kHz, beim Mikrofon-Eingang bis zu 24 Bit/96 kHz. Das ist nicht übel!

In der Praxis ist die Audioqualität an den Anschlüssen auch mit größeren Headsets „ordentlich“, aber auch nicht „außergewöhnlich“. Wir sind hier auf dem Niveau einer guten integrierten Audio-Lösung.

 

Kartenleser UHS-II

Auf der Front des Docks befindet sich ein SD- und microSD-Kartenleser. Erfreulicherweise unterstützt der SD-Kartenleser auch die UHS-II-Geschwindigkeit.

Wir sind also nicht auf 90 MB/s limitiert, sondern Datenraten im Bereich von 200 MB/s und mehr sind je nach Speicherkarte möglich.

 

Interne SSD

Im Inneren des Maxidok findet sich ein NVMe-SSD-Slot. Dieser ermöglicht die Speichererweiterung deines Notebooks. Aber welche Geschwindigkeiten können wir hier erwarten?

Ich habe das Dock leider nur an USB4- und Thunderbolt-4-Notebooks testen können. Hier erreichte die SSD folgende Geschwindigkeiten:

Unter Windows erreichte die SSD maximal 3.279 MB/s lesend und 996 MB/s schreibend. Unter macOS (USB4) waren es 2.831 MB/s lesend und 786 MB/s schreibend.

Die Lesewerte sind soweit passend und plausibel. Je nach System rund 3.000 MB/s ist völlig in Ordnung, auch wenn von Thunderbolt 4 / USB4 theoretisch noch mehr drin wäre.

Die Schreibwerte wirkten bei mir mit 996 MB/s bzw. 786 MB/s etwas niedrig. Dies kann ich mir nicht ganz erklären. Allerdings scheinen die Datenraten beim Schreiben allgemein etwas niedriger zu sein, wie auch Computerbase in seinem Test schrieb – dort wurde von 2.000 MB/s berichtet. In der Praxis sind das aber taugliche Datenraten.

 

Kein Thunderbolt 3?

Auf der UGREEN-Website steht folgendes: „Dieses Produkt ist nicht mit Windows-Laptops mit Thunderbolt-3-Anschlüssen kompatibel, jedoch mit Thunderbolt-5-, Thunderbolt-4- und USB4-Laptops.“

Interessant – das Maxidok soll nicht mit Thunderbolt-3-Geräten kompatibel sein? Das ist etwas, was ich nicht bestätigen kann. So funktionierte das Dock an folgenden Geräten:

  • Intel NUC 11 Performance Kit (Thunderbolt 3)
  • Dell XPS 13 9370 (Thunderbolt 3)

Ich kann natürlich nicht garantieren, dass alle Funktionen zu 100 % an allen Thunderbolt-3-Geräten funktionieren, aber bei mir funktionierte das Dock augenscheinlich ohne Probleme an diesen Geräten, trotz Thunderbolt 3.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch des Docks hängt natürlich davon ab, was du damit machst – lädst du ein Notebook über das Dock? Hast du viele Geräte angeschlossen? Usw.

Im Normalbetrieb, wenn das Dock dein Notebook NICHT lädt, sondern einfach als reines Dock arbeitet, zieht dieses ca. 8 W aus der Steckdose. Sicherlich nicht nichts, aber auch nicht extrem viel für ein Thunderbolt-Dock.

 

Fazit: Ein starkes Dock – für den richtigen Nutzer

Das UGREEN Maxidok 17-in-1 ist ohne Frage ein beeindruckendes Stück Hardware. Die Verarbeitung ist erstklassig, die Anschlussausstattung üppig, und technisch gesehen bekommst du hier eines der ersten und vollwertigsten Thunderbolt-5-Docks auf dem Markt.

Aber kommen wir zur entscheidenden Frage: Lohnen sich die 499€?

Ehrlich gesagt: Der Preis ist hoch. Sehr hoch sogar. Aber das ist leider die Realität bei neuer Schnittstellentechnik – wer zu den Ersten gehören will, zahlt dafür eben einen Aufpreis. Thunderbolt-5-Docks sind noch ein junger Markt, und das spiegelt sich im Preis wider, zumal Thunderbolt-Docks allgemein recht teuer sind.

Ob sich das Dock für dich lohnt, hängt am Ende vor allem von einer Frage ab: Welche Monitore willst du nutzen?

Hast du ein Thunderbolt-5-Notebook und planst, mit zwei 8K-Displays oder drei 4K-Monitoren zu arbeiten, dann ist das Maxidok 17-in-1 seine 499€ wert – du bekommst hier schlicht das Beste, was aktuell verfügbar ist. Der integrierte SSD-Slot, der UHS-II-Kartenleser und das üppige 240-W-Netzteil machen das Paket zusätzlich rund.

Nutzt du hingegen „nur“ Full-HD- oder 4K-Monitore mit 60 Hz und hast kein Thunderbolt-5-Notebook, dann tut es auch ein Thunderbolt-4-Dock.

Kurzum: Das UGREEN Maxidok 17-in-1 ist ein exzellentes Dock für Power-User, die das volle Potenzial von Thunderbolt 5 ausschöpfen wollen oder maximal zukunftssicher sein wollen.

tka AA-Akkus mit USB-C-Port im Test – halten sie ihre Versprechen?

Der Händler Pearl bietet mit den tka ZX-3652-675 Lithium-basierte AA-Akkus an. Diese bieten laut Hersteller nicht nur eine Kapazität von 3000 mWh, sondern lassen sich auch über einen integrierten USB-C-Port laden.

Das ist spannend! Denn gerade wenn du nicht so viele Akkus benötigst, ist das Laden über einen USB-C-Port ohne zusätzliches Spezialladegerät doch sehr komfortabel.

Es gibt im Handel mehrere solcher AA-Akkus mit integriertem USB-C-Port. Allerdings ließen die Modelle, die ich bisher in den Fingern hatte, doch etwas zu wünschen übrig, gerade bei der Kapazität.

Wie steht es hier um die tka AA Lithium-Akkus mit 3000 mWh? Bieten diese wirklich 3000 mWh? Finden wir das im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Pearl für das Zur-Verfügung-Stellen der Akkus für diesen Test.

 

tka AA Lithium-Akkus mit 3000 mWh und USB-C im Test

Grundsätzlich setzen die tka Akkus natürlich auf das AA-Batterien-Format. Entsprechend ist der Formfaktor 201evorgegeben201c und an diesen halten sich die Batterien auch.

Entsprechend kannst du sie in jedem Gerät einsetzen, das AA-Batterien akzeptiert.

Das Design der Akkus könnte allerdings noch etwas verbessert werden. An sich ist dieses natürlich 201eegal201c, aber die Akkus wirken weniger hochwertig als viele Konkurrenten, alleine durch den Aufdruck. Das ist aber eine persönliche Meinung.

Auf Seiten des Gewichts bringt ein Akku 19 g auf die Waage.

 

Besonderheit: Der USB-C-Port

Die große Besonderheit an den ZX-3652-675 ist der integrierte USB-C-Port an der Seite jedes Akkus.

Dieser erlaubt ein Aufladen der Akkus einfach an einem normalen USB-Port bzw. Handy-Ladegerät.

Damit du nicht jeden Akku einzeln laden musst, liegt ein USB-A-auf-4x-USB-C-Adapterkabel bei. Hiermit kannst du 4 Akkus auf einen Schlag laden. Praktisch!

Allerdings hat der USB-C-Port einen Nachteil: Er nimmt Platz im Akku ein. Platz, der sonst für die eigentlichen Akkuzellen verfügbar wäre. Daher sind diese Akkus mit integriertem Ladeport auch meist etwas schwächer bei der Kapazität als Modelle, die ein spezielles Ladegerät benötigen.

 

Ladedauer via USB-C

Aber wie lange dauert das Laden via USB-C?

Das Laden eines Akkus bzw. aller Akkus mithilfe des Splitterkabels dauert rund 3:20 h. Dabei nimmt jeder Akku maximal ca. 1,5 W auf.

Eine Ladung kostet dabei rund 4,5 Wh Energie. Bei 0,4 € pro kWh kostet eine Ladung also rund 0,0018 €, also praktisch nichts.

 

Vor- und Nachteile von Lithium-AA-Akkus

Bevor wir in den eigentlichen Test einsteigen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Technologie dahinter, denn Lithium-AA-Akkus sind nicht einfach nur 201ebessere NiMH-Akkus201c. Sie spielen meist (nicht alle) ihre Stärken vor allem dort aus, wo es auf konstante Leistung ankommt. Anders als NiMH-Akkus liefern Lithium-Akkus nämlich meistens eine stabile Spannung von 1,5 V und das nahezu bis zum Ende der Entladung.

Das merkst du ganz konkret: Deine Taschenlampe leuchtet bis kurz vor Schluss mit voller Helligkeit, statt langsam immer dunkler zu werden. Dazu kommt der integrierte Schutz vor Tiefentladung, der die Lebensdauer der Akkus deutlich verlängert – ein Problem, das NiMH-Akkus in Geräten mit niedrigem Stromverbrauch immer wieder betrifft.

Auf der Haben-Seite stehen also: konstante Spannung und Leistung, kein Tiefentladungsproblem und eine in der Regel längere Lebensdauer. Auf der anderen Seite musst du aber auch ein paar Punkte im Hinterkopf behalten. Lithium-AA-Akkus sind durch den integrierten Spannungswandler bei sehr niedrigen Lasten – also z. B. in Fernbedienungen oder Wanduhren – teils weniger effizient als NiMH-Modelle. Außerdem ist die reine Kapazität oft etwas geringer als bei guten NiMH-Akkus. Du kaufst also nicht primär Kapazität, sondern Konstanz und Langlebigkeit.

 

Kapazitätsangaben verstehen: mWh vs. mAh

Beim Stöbern nach AA-Akkus stolperst du unweigerlich über zwei Angaben: mAh und mWh. Aber was ist eigentlich der Unterschied?

mAh (Milliamperestunden) sagt dir, wie viel Ladung ein Akku speichert und wie lange er bei einer bestimmten Stromstärke durchhält. Die Spannung des Akkus spielt dabei keine Rolle.

mWh (Milliwattstunden) hingegen beschreibt die tatsächlich nutzbare Energie, also das, was dein Gerät am Ende wirklich bekommt. Die Formel dahinter ist simpel: mAh × Spannung = mWh.

Und genau hier wird’s interessant, wenn du Lithium- mit NiMH-Akkus vergleichst. Ein NiMH-Akku arbeitet mit einer Nennspannung von 1,2 V, ein Lithium-AA-Akku mit 1,5 V. Das bedeutet: Ein NiMH-Akku mit 2.500 mAh liefert dir rund 3.000 mWh. Ein Lithium-Akku mit denselben 2.500 mAh kommt dagegen auf etwa 3.750 mWh.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut tka bietet der Akku eine Kapazität von 3000 mWh bzw. 2000 mAh. Aber was konnte ich in der Praxis messen?

 

mWh 0,1 A 0,4 A 1 A
Akku 1 2938 mWh 2855 mWh 2594 mWh
Akku 2 2986 mWh 2852 mWh 2663 mWh
Akku 3 2993 mWh 2908 mWh 2642 mWh
Akku 4 3069 mWh 2998 mWh 2650 mWh
Im Schnitt 2997 mWh 2903 mWh 2637 mWh

 

mAh 0,1 A 0,4 A 1 A
Akku 1 1983 mAh 1959 mAh 1903 mAh
Akku 2 2006 mAh 1992 mAh 1934 mAh
Akku 3 2008 mAh 1987 mAh 1918 mAh
Akku 4 2045 mAh 2012 mAh 1942 mAh
Im Schnitt 2011 mAh 1988 mAh 1924 mAh

 

Ok, hier war ich etwas überrascht! Warum? Die Akkus haben die Herstellerangabe fast perfekt getroffen!

So erreichten diese bei 0,1 A Last im Schnitt 2997 mWh bzw. 2011 mAh. Bei 0,4 A Last waren es 2903 mWh bzw. 1988 mAh.

Normalerweise liegen die meisten Akkus immer ein gutes Stück unter der Herstellerangabe. So bieten diese Akkus eine praktisch größere Kapazität als einige Modelle, die mit 3600 mWh werben, und das trotz des USB-C-Ports.

Für Akkus mit einem integrierten USB-C-Ladeport ist das ein extrem starkes Abschneiden! Selbst wenn diese keinen USB-C-Port integriert hätten, wäre das eine sehr gute Vorstellung.

 

Spannung, konstant 1,5 V

Es gibt zwei Typen von Lithium-AA-Akkus. Einerseits haben wir die Modelle, welche eine konstante Spannung von ca. 1,5 V bieten, zum anderen haben wir Modelle, die eher den Spannungsverlauf einer normalen Batterie imitieren.

Wie wir sehen können, gehören die tka Batterien ZX-3652-675 zu den Modellen mit konstant 1,5 V Spannung.

Wobei diese nicht ganz konstant 1,5 V liefern. Für die letzten 5–10 % der Kapazität senken die Akkus ihre Spannung auf 1,1 V ab.

Dies soll eine Batterie-Warnmeldung auslösen bzw. dich informieren, dass der Akku bald leer ist.

 

Fazit

Mit den tka ZX-3652-675 hat Pearl ein Produkt im Sortiment, das mich ehrlich gesagt positiv überrascht hat. Warum? Weil diese Akkus das geschafft haben, was nur die wenigsten Modelle schaffen: Sie treffen ihre Herstellerangabe von 3.000 mWh in der Praxis fast auf den Punkt genau. Das ist für sich allein schon bemerkenswert; dass ihnen das trotz des integrierten USB-C-Ports gelingt, macht es noch beeindruckender.

Denn der USB-C-Port ist gleichzeitig das größte Komfort-Feature und der klassische Schwachpunkt solcher Akkus. Er frisst Platz, der sonst für Akkuzellen genutzt werden könnte. Genau deshalb schwächeln die meisten Modelle mit integriertem Ladeport bei der Kapazität. Bei den tka Akkus ist davon in der Praxis wenig zu spüren – sie liefern sogar mehr als einige Modelle, die mit 3.600 mWh werben.

Das Laden über USB-C ist komfortabel, dauert rund 3:20 Stunden für alle vier Akkus gleichzeitig und kostet dank des beiliegenden 4-fach-Splitterkabels praktisch nichts. Dazu konstante 1,5 V bis kurz vor Schluss und ein zuverlässiger Tiefentladungsschutz – die wichtigsten Stärken eines Lithium-Akkus sind also an Bord.

Unterm Strich sind die tka ZX-3652-675 aktuell einer der stärksten Lithium-AA-Akkus mit integriertem USB-C-Port, die ich bisher im Test hatte. Wer den Komfort des kabellosen Ladens ohne Kapazitätskompromiss sucht, ist hier klar

SD-Karten Test 2026: Die besten Speicherkarten für Fotografen

Sämtliche Speicherprodukte sind im Jahr 2026 extrem teuer geworden! Dies gilt leider auch für SD-Speicherkarten.

Viele Modelle sind nicht mehr verfügbar oder preislich jenseits von gut und böse. Schlecht für Fotografen wie mich und vielleicht auch für dich.

Ich habe für Techtest mittlerweile einige SD-Karten getestet. In diesem Artikel wollen wir einmal schauen, welche Modelle 2026 die besten und empfehlenswertesten sind.

 

ACHTUNG! Wähle UHS-II!

Du bist Fotograf oder Content Creator? Dann wähle eine SD-Karte, welche im besten Fall den UHS-II Standard unterstützt. Gerade bei Serienbildern macht das einen gewaltigen Unterschied!

UHS-I Speicherkarten sind in der Regel auf +/- 90 MB/s limitiert.

Es gibt UHS-I Speicherkarten mit mehr als 90 MB/s, wie z. B. die SanDisk Extreme PRO R200/W140. Diese bietet 200 MB/s lesend und 140 MB/s schreibend. Hierfür ist aber ein spezieller proprietärer Kartenleser nötig.

Heißt: Deine Kamera kann mit allem über +/- 90 MB/s bei dieser Art von Speicherkarten nichts anfangen!

Aktuelle SD-Karten sind zudem in „Klassen“ unterteilt:

  • V30 = UHS-I bis zu +/- 100 MB/s – „Einsteigerklasse“
  • V60 = UHS-II um die 200 MB/s – „Mittelklasse“
  • V90 = UHS-II über 200 MB/s – „Oberklasse“

 

Verfügbarkeit schlecht, Preise noch schlechter

Leider ist derzeit die Verfügbarkeit von Speicherkarten schlecht. Viele Modelle sind nicht mehr zu bekommen oder nur in geringem Bestand vorhanden.

Hersteller wie Sony haben sogar bekanntgegeben, einige Modelle temporär nicht mehr herzustellen.

Auch bei den Modellen von z. B. Nextorage ist der Bestand „dünn“.

Was aber nicht dünn ist, sind die Preise, welche derzeit teils verrückt hoch sind. Eine Beruhigung der Preise ist im Jahr 2026 nicht zu erwarten.

Kurzfristiges Abwarten wird die Situation also leider nicht verbessern.

 

Das Testfeld

In diesem Artikel konzentriere ich mich auf Speicherkarten in der 256-GB-Version. Sämtliche Modelle gibt es auch mit 128 GB oder 64 GB, aber bedenke, dass diese Modelle zwar günstiger sind, die größeren Speicherkarten aber oftmals etwas schneller unterwegs sind.

Folgende Modelle, die auch zum Zeitpunkt des Tests (Mai 2026) noch verfügbar sind, schicke ich in den Vergleich:

Leider sind einige populäre und preis-/leistungsstarke Modelle wie die V60-SD-Karte von SABRENT nicht mehr verfügbar und auch bei den Nextorage-Modellen ist der Bestand beangstigend niedrig.

Was bei einem Blick auf den SD-Karten-Markt 2026 auffällt, ist, dass die „Mittelklasse“ ausstirbt.

Wir haben noch einige High-End-Modelle, teils der großen V90-Klasse, die ganz gut verfügbar sind, wie auch einige der kleineren V30-Karten.

Allerdings sind die meist sinnvollsten Modelle der V60-Klasse, die für Fotografen meist die beste Balance aus Preis und Leistung bieten, recht dünn geworden. Auffällig: Lexar scheint noch den größten Bestand zu halbwegs akzeptablen Preisen zu bieten.

 

Erster Test im Kartenleser

Schauen wir uns zunächst die Datenraten der Speicherkarten in einem Kartenleser an. Hier kommt der ProGrade Digital (PG09) Kartenleser zum Einsatz, wie auch CrystalDiskMark als Software.

Der PG09 unterstützt auch Datenraten von über 100 MB/s bei UHS-I Speicherkarten.

Speicherkarte Lesend (MB/s) Schreibend (MB/s) Preis 256 GB
Kingston Canvas React Plus 256 GB 304,29 284,81 280 €
Angelbird AV PRO SD MK2 V90 256 GB 290,4 289,55 300 €
Nextorage NX-F2SE256G V60 256 GB 298,86 192,46 110 €
Nextorage NX-F2PRO256G V90 256 GB 304,95 302,56 390 €
Lexar SILVER PRO V60 256 GB 273,57 165,6 120 €
Samsung PRO Ultimate 256 GB 180,12 136,92 42 €
SanDisk Extreme PRO 200 MB/s 256 GB 177,41 153,99 61 €
Lexar ARMOR SD Card Gold 256 GB 271,21 201,17 250 €
Lexar Professional 2000x Gold Series 128 GB 303,18 269,63 310 €
Angelbird AV PRO SD MK2 V60 256 GB 284,83 184,16 160 €
SanDisk Extreme SDXC UHS-I 128 GB 184,06 103,02 73 €

 

Werfen wir einmal einen Blick auf die Messwerte, denn diese sind durchaus aufschlussreich!

Die UHS-I Modelle: Hart limitiert

Wie zu erwarten war, treffen wir bei den UHS-I Modellen recht schnell auf eine harte Wand. So liegen die Samsung PRO Ultimate, die SanDisk Extreme PRO 200 MB/s und die SanDisk Extreme SDXC UHS-I allesamt bei rund 180 MB/s lesend.

Hierbei ist besonders die SanDisk Extreme PRO 200 MB/s einen kleinen Seitenblick wert. Diese ist offiziell mit 200 MB/s lesend angegeben, erreicht aber im Test „nur“ rund 177 MB/s. Diese Werte erreichst du im Übrigen ausschließlich mit dem proprietären SanDisk Kartenleser. In jedem anderen Kartenleser bist du bei „regulären“ +/- 90 MB/s. Hier zeigt sich also einmal mehr: UHS-I ist und bleibt UHS-I.

Lobenswert ist allerdings, dass die UHS-I Karten zumindest schreibend ordentliche Werte liefern. Die SanDisk Extreme PRO mit 154 MB/s und die Samsung PRO Ultimate mit 137 MB/s sind hier durchaus brauchbar, sofern du keine extremen Serienbild-Sessions planst.

V60 – Die spannende Mittelklasse

Im V60-Lager wird es interessant! Hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Modellen:

Die Nextorage NX-F2SE256G V60 liefert mit 298,86 MB/s lesend und 192,46 MB/s schreibend ein nahezu lehrbuchmäßiges V60-Ergebnis ab. Das sind starke Werte, gerade in Anbetracht des Preises von rund 110 €!

Die Lexar SILVER PRO V60 hingegen ist etwas schwächer. Mit 273,57 MB/s lesend ist sie noch ordentlich, aber die 165,6 MB/s schreibend sind im V60-Vergleich eher schwach. Schau dir nur die Nextorage V60 mit 192 MB/s oder die Angelbird V60 mit 184 MB/s an – beide liegen merklich darüber. Das offizielle V60-Minimum von 60 MB/s übertrifft die Lexar zwar problemlos, aber im aktuellen Marktumfeld ist das halt nur Mittelmaß.

Die Angelbird AV PRO SD MK2 V60 bewegt sich mit 284,83 MB/s lesend und 184,16 MB/s schreibend in einem soliden Mittelfeld. Allerdings ist sie mit 160 € auch deutlich teurer als die Nextorage V60.

Auch im Test ist die Lexar ARMOR SD Card Gold. Diese wird offiziell als V60-Karte beworben und liefert mit 271,21 MB/s lesend und 201,17 MB/s schreibend auch genau das ab, was eine gute V60-Karte leisten sollte. Beim Schreiben ist sie sogar die schnellste V60-Karte im Testfeld! Eine Besonderheit der ARMOR Gold ist das vollständige Metallgehäuse, das die Karte deutlich robuster macht als die üblichen Kunststoff-Modelle. Gerade wenn du als Outdoor- oder Reportage-Fotograf unterwegs bist und deine Speicherkarten auch mal Stürze, Kälte oder Feuchtigkeit aushalten müssen, ist das ein echter Mehrwert. Bei einem Preis von 250 € musst du allerdings selbst abwägen, ob dir die zusätzliche Robustheit den Aufpreis gegenüber einer Nextorage V60 wert ist – rein performance-technisch bekommst du dort nahezu identische Werte für weniger als die Hälfte.

Die V90-Oberklasse

Im V90-Bereich trennt sich preislich die Spreu vom Weizen, leistungstechnisch aber kaum. Sämtliche getesteten V90-Modelle liegen lesend zwischen 290 und 305 MB/s und schreibend zwischen 270 und 302 MB/s.

Spitzenreiter ist die Nextorage NX-F2PRO256G V90 mit 304,95 MB/s lesend und 302,56 MB/s schreibend. Praktisch identisch ist die Kingston Canvas React Plus mit 304,29 / 284,81 MB/s. Auch die Angelbird AV PRO SD MK2 V90 und die Lexar Professional 2000x Gold spielen auf demselben Niveau.

Was hier auffällt: Zwischen den V90-Karten gibt es kaum messbare Unterschiede! Du zahlst bei den verschiedenen Modellen also vor allem für die Marke, das Garantiekonzept und die Verarbeitung – die reine Performance ist nahezu identisch.

Preis-Leistungs-Auswertung

Rechnen wir die Werte einmal in MB/s pro Euro um, ergibt sich ein eindeutiges Bild:

  • Nextorage NX-F2SE256G V60 – ca. 2,72 MB/s lesend pro Euro – Preis-Leistungs-Sieger
  • Lexar SILVER PRO V60 – ca. 2,28 MB/s pro Euro
  • SanDisk Extreme PRO 200 MB/s – ca. 2,91 MB/s pro Euro (aber UHS-I limitiert!)
  • Nextorage NX-F2PRO256G V90 – ca. 0,78 MB/s pro Euro
  • Kingston Canvas React Plus – ca. 1,09 MB/s pro Euro

Die Nextorage V60 ist damit aus meiner Sicht der klare Preis-Leistungs-Sieger des aktuellen Testfelds! Du bekommst hier für 110 € nahezu V90-Performance beim Lesen und solide V60-Werte beim Schreiben. Das Problem: Die Verfügbarkeit ist mau.

 

Leistung in der Praxis

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ich habe alle SD-Karten in diversen meiner Kameras getestet, unter anderem:

  • Sony A7RV
  • Sony A1
  • Sony ZV-E10
  • FUJIFILM X-H2S

Ich hatte mit früheren Lexar-Modellen in meinen Sonys (Modelle von vor 3–4 Jahren und älter) schon mal Probleme. Allerdings funktionierten die neueren Modelle und auch die ARMOR-Speicherkarten tadellos!

Mit der FUJIFILM X-H2S habe ich zudem einen kleinen Speedtest durchgeführt.

Folgende Einstellungen habe ich vorgenommen:

  • 40 Bilder/s
  • 1/2500 s Belichtungszeit
  • Manueller Fokus
  • ISO 160
  • RAW

Hier habe ich den Auslöser 30 Sekunden mit den oben genannten Einstellungen durchgedrückt und am Ende geschaut, wie viele Bilder die Kamera in dieser Zeit schaffte (nachdem der Buffer komplett auf die Karte geschrieben wurde).

Mehr Bilder = Die Speicherkarte konnte diese schneller aufnehmen.

Speicherkarte Bilder in 30 s
Nextorage NX-F2PRO256G V90 256 GB 224
Kingston Canvas React Plus 256 GB 217
Angelbird AV PRO SD MK2 V90 256 GB 212
Lexar ARMOR SD Card Gold 256 GB 206
Nextorage NX-F2SE256G V60 256 GB 196
Angelbird AV PRO SD MK2 V60 256 GB 190
Lexar SILVER PRO V60 256 GB 185
Lexar Professional 2000x Gold Series 128 GB 185
SanDisk Extreme PRO 200 MB/s 256 GB 149
SanDisk Extreme SDXC UHS-I 128 GB 148
Samsung PRO Ultimate 256 GB 144

 

Die Praxiswerte bestätigen im Großen und Ganzen das Bild aus dem Kartenleser-Test, allerdings gibt es auch ein paar interessante Verschiebungen!

Spitzenreiter ist die Nextorage NX-F2PRO256G V90 mit beeindruckenden 224 Bildern in 30 Sekunden. Damit liegt sie sogar noch ein Stück vor der Kingston Canvas React Plus (217 Bilder) und der Angelbird V90 (212 Bilder). Hier zeigt sich, dass die Nextorage nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis die Nase vorn hat.

Die Überraschung des Tests ist allerdings die Lexar ARMOR SD Card Gold! Mit 206 Bildern in 30 Sekunden mischt sie hier munter im V90-Lager mit, obwohl sie nur als V60-Karte vermarktet wird. Damit schlägt sie sogar die deutlich teurere Lexar Professional 2000x Gold Series, welche „nur“ 185 Bilder schafft. Das ist ein wirklich starkes Ergebnis und unterstreicht, dass die ARMOR Gold die mit Abstand schnellste V60-Karte im Testfeld ist.

Im V60-Lager liefert die Nextorage NX-F2SE256G mit 196 Bildern erneut ein sehr gutes Ergebnis ab und ist bei einem Preis von 110 € weiterhin der Preis-Leistungs-Sieger. Die Angelbird V60 folgt mit 190 Bildern dicht dahinter, die Lexar SILVER PRO V60 schließt mit 185 Bildern das V60-Feld ab – auch hier bestätigt sich, dass sie etwas hinter der Konkurrenz zurückbleibt.

Bei den UHS-I Modellen zeigt sich erneut die harte technische Grenze. Die SanDisk Extreme PRO 200 MB/s (149 Bilder), die SanDisk Extreme SDXC (148 Bilder) und die Samsung PRO Ultimate (144 Bilder) liegen alle eng beieinander. Wir reden hier also über ca. 5 Bilder pro Sekunde, die diese Karten in der Praxis aufnehmen können – die V90-Karten schaffen rund 7,5 Bilder pro Sekunde, also 50 % mehr.

Eine kleine Auffälligkeit

Was im Test auffällt: Die Lexar Professional 2000x Gold Series, technisch eigentlich eine V90-Karte mit hervorragenden Werten im Kartenleser (303/270 MB/s), liefert in der Praxis nur 185 Bilder ab und liegt damit auf einem Niveau mit der V60-Klasse. Das ist ungewöhnlich!

Möglicherweise spielen hier Faktoren wie die Speicherkartensteuerung der FUJIFILM X-H2S oder das spezifische Schreibverhalten der Karte bei langen Bursts eine Rolle. Solche Diskrepanzen zwischen synthetischen Kartenleser-Tests und der realen Kamera-Performance sind nicht ungewöhnlich – ein guter Grund dafür, warum ein Praxistest unverzichtbar ist!

Was bedeutet das für dich?

Die Praxiswerte zeigen ganz klar:

  • Brauchst du maximale Performance für lange Serienbild-Sessions, ist die Nextorage NX-F2PRO V90 die erste Wahl.
  • Suchst du den besten Preis-Leistungs-Mix, führt kein Weg an der Nextorage NX-F2SE V60 vorbei – sofern du sie noch bekommst.
  • Brauchst du maximale Robustheit kombiniert mit guter Performance, ist die Lexar ARMOR Gold eine spannende Option, die in der Praxis erstaunlich nah an die V90-Modelle herankommt.
  • Bist du Gelegenheits-Fotograf ohne Serienbild-Ambitionen, reicht eine UHS-I Karte vollkommen aus und spart dir richtig Geld.

 

Zeit bis der Zwischenspeicher leer ist

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Zeit, die es dauert, bis der Zwischenspeicher der FUJIFILM X-H2S leer ist. Heißt: Nach dem 30-Sekunden-Burst habe ich gemessen, wie lange die Kamera noch braucht, um die im Buffer befindlichen Bilder vollständig auf die Speicherkarte zu schreiben. In dieser Zeit kannst du zwar weiter fotografieren, aber nicht mehr mit voller Geschwindigkeit. Auch die Bildvorschau und andere Funktionen sind in dieser Zeit eingeschränkt.

Weniger Sekunden = besser!

Speicherkarte Buffer leer (Sekunden)
Nextorage NX-F2PRO256G V90 256 GB 28
Kingston Canvas React Plus 256 GB 29
Angelbird AV PRO SD MK2 V90 256 GB 30
Lexar Professional 2000x Gold Series 128 GB 31
Lexar ARMOR SD Card Gold 256 GB 33
Nextorage NX-F2SE256G V60 256 GB 35
Angelbird AV PRO SD MK2 V60 256 GB 37
Lexar SILVER PRO V60 256 GB 41
SanDisk Extreme PRO 200 MB/s 256 GB 67
SanDisk Extreme SDXC UHS-I 128 GB 74
Samsung PRO Ultimate 256 GB 81

 

Diese Werte sind aus meiner Sicht besonders aussagekräftig, denn sie zeigen dir ganz konkret, wie lange du nach einer Serienbild-Session warten musst, bis deine Kamera wieder voll einsatzbereit ist!

Das V90-Lager dominiert hier erwartungsgemäß. Die Nextorage NX-F2PRO V90 ist mit 28 Sekunden erneut die schnellste Karte, dicht gefolgt von der Kingston Canvas React Plus (29 s) und der Angelbird V90 (30 s). Auch die Lexar Professional 2000x Gold Series schafft hier mit 31 Sekunden einen Achtungserfolg – im Buffer-Test landet sie deutlich weiter vorne als beim reinen Bilderzählen, was darauf hindeutet, dass sie Daten zwar konstant, aber nicht im absoluten Spitzenbereich auf die Karte schreibt.

Wieder eine starke Vorstellung der Lexar ARMOR Gold! Mit 33 Sekunden mischt sie erneut im V90-Bereich mit und lässt einige reguläre V60-Karten hinter sich. Damit unterstreicht sie ihre Sonderstellung im Testfeld als „heimliche V90-Karte“ unter den V60-Modellen.

Im V60-Bereich liegt die Nextorage NX-F2SE V60 mit 35 Sekunden erwartungsgemäß vorne, gefolgt von der Angelbird V60 (37 s) und der Lexar SILVER PRO V60 (41 s). Die Lexar ist damit erneut die langsamste echte V60-Karte im Test.

Bei den UHS-I Karten wird es richtig schmerzhaft! Die SanDisk Extreme PRO 200 MB/s braucht satte 67 Sekunden, die SanDisk Extreme SDXC UHS-I 74 Sekunden und die Samsung PRO Ultimate sogar 81 Sekunden, bis der Buffer leer ist. Das sind teilweise mehr als doppelt so lange Wartezeiten wie bei den V60-Karten und fast dreimal so lang wie bei den V90-Spitzenreitern.

 

Fazit: Welche SD-Karte solltest du 2026 kaufen?

Der SD-Karten-Markt 2026 ist aus Sicht von uns Fotografen leider eine ziemlich frustrierende Angelegenheit. Die Preise sind teils völlig aus dem Ruder gelaufen, die Verfügbarkeit gerade bei den interessanten V60-Modellen ist mau und eine Besserung ist kurzfristig nicht in Sicht.

Trotzdem, oder gerade deswegen, lohnt sich ein genauerer Blick auf das, was aktuell noch zu vernünftigen Preisen zu haben ist. Und hier zeigt der Test ein recht klares Bild!

Preis-Leistungs-Sieger: Nextorage NX-F2SE256G V60

Solange du sie noch bekommst, führt kein Weg an dieser Karte vorbei! Für rund 110 € bekommst du eine Speicherkarte, die in der Praxis nur knapp hinter den V90-Modellen für 300 € und mehr liegt. Mit 196 Bildern in 30 Sekunden und 35 Sekunden Buffer-Zeit ist sie für nahezu jeden Hobby- und auch ambitionierten Fotografen mehr als ausreichend. Das Problem: Die Verfügbarkeit ist beangstigend dünn.

Alternativ würde ich mir die Angelbird AV PRO SD MK2 V60 ansehen, welche noch besser verfügbar ist.

Performance-Sieger: Nextorage NX-F2PRO256G V90

Brauchst du das absolute Maximum an Performance, ist die Nextorage V90 die erste Wahl. In allen Disziplinen liegt sie an der Spitze: 304 MB/s lesend, 302 MB/s schreibend, 224 Bilder in 30 Sekunden und nur 28 Sekunden Buffer-Zeit. Allerdings ruft Nextorage hier auch satte 390 € auf, was ein wirklich stolzer Preis ist.

Geheimtipp: Lexar ARMOR SD Card Gold

Die wahre Überraschung des Tests! Offiziell als V60-Karte vermarktet, performt sie in der Praxis wie eine V90-Karte und schlägt sogar die deutlich teurere Lexar Professional 2000x Gold Series. Dazu kommt das vollständige Metallgehäuse, das die Karte extrem robust macht. Bei 250 € ist sie zwar kein Schnäppchen, für Outdoor- und Reportage-Fotografen aber eine durchdachte Wahl.

Kaufempfehlungen je nach Anwendung

  • Für ambitionierte Hobby-Fotografen: Schlag bei der Nextorage NX-F2SE V60 zu, solange du sie noch bekommst (auch die 512GB Version ist sehr atraktiv)! Alternativ ist auch die Angelbird AV PRO SD MK2 V60 eine solide Wahl, allerdings deutlich teurer.
  • Für Profi-Fotografen mit Serienbild-Bedarf: Hier führt der Weg klar zur V90-Klasse. Die Nextorage NX-F2PRO V90*, Kingston Canvas React Plus oder Angelbird AV PRO V90 sind allesamt empfehlenswert. Performance-technisch sind die Unterschiede marginal, hier entscheidet eher der Preis und deine Markenpräferenz.
  • Für Outdoor- und Reportage-Fotografen: Die Lexar ARMOR SD Card Gold* ist aus meiner Sicht eine richtig spannende Wahl. Du bekommst V90-nahe Performance kombiniert mit der Robustheit eines Metallgehäuses.
  • Für Gelegenheits-Fotografen: Eine UHS-I Karte wie die SanDisk Extreme PRO* reicht vollkommen aus. Du sparst gegenüber den V60-Modellen rund 70 € und bekommst trotzdem eine zuverlässige Karte für gelegentliche Fotosessions.

 

Dell XPS 14 DA14260 Test: 20 Stunden Akku und echtes Premium-Feeling

Das 2026er Dell XPS 14 hat das Potenzial, das beste XPS seit langer Zeit zu sein! So hat Dell in vielen Punkten auf das Feedback der Nutzer gehört, gerade was Touchpad und Tastatur betrifft.

Hinzu kommt, dass Dell auf die neuen Intel Panther Lake CPUs setzt, welche nicht nur eine sehr starke Leistung (auch bei der Grafik) bieten, sondern auch eine Top-Effizienz.

Hierdurch soll eine Akkulaufzeit von bis zu 31 Stunden möglich sein, in einem 14,6 mm dicken Gehäuse.

Klingt doch im ersten Moment gut! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wo liegen die Stärken und wo die Schwächen des XPS 14 DA14260.

An dieser Stelle vielen Dank an Dell für das Ausleihen des XPS 14, wie auch die Unterstützung von Techtest.org.

 

Das Dell XPS 14 DA14260

Die Haptik und Optik ist eins der absoluten Highlights am XPS 14. Schon die früheren XPS-Modelle waren sehr schicke und wertige Notebooks, aber das aktuelle XPS 14 setzt da noch eins drauf.

So nutzt hier Dell ein sehr hochwertiges und vor allem schlichtes Design. Das Notebook setzt weitestgehend auf ein dunkelgraues Metallgehäuse (Graphite). Lediglich die Handballenauflage besteht nicht aus Metall, sondern aus Glas, also einem weiteren Premium-Material.

Diese Kombination verleiht dem XPS 14 einen Premium-Look, der sogar die MacBooks übertrifft.

Allerdings gibt es im Detail auch Kritikpunkte. So fehlt eine „Lippe“, um das Display zu öffnen (das kann etwas „fummelig“ sein), und die vordere Kante ist etwas hart.

Was die Abmessungen betrifft, ist das Notebook mit 209,7 x 309,5 mm sehr schön kompakt für 14 Zoll. Auch die Dicke ist mit 14,6 bzw. 15,2 mm sehr gering.

Damit ist das XPS 14 kleiner als ein MacBook Pro 14, trotz der gleichen Display-Abmessungen.

Das Gewicht liegt bei 1,36 kg. Damit ist das XPS 14 nicht ultraleicht, aber auch alles andere als schwer.

Zum Vergleich: Das 14-Zoll-MacBook Air wiegt 1,23 kg und das 14-Zoll-MacBook Pro 1,55 kg.

 

Anschlüsse

Die Anschlüsse des Dell XPS 14 2026 haben wir recht schnell abgearbeitet.

  • 3x USB C mit Thunderbolt 4
  • 1x 3,5 mm Audio-Ausgang

Hier ist Dell mit dem Minimalismus vielleicht etwas weit gegangen, denn wir haben im Kern nur 3x USB C mit Thunderbolt 4. Das sind immerhin sehr gute und mächtige USB-C-Ports, aber z. B. ein Kartenleser wäre noch nett gewesen.

Tendenziell denke ich aber, dass du im Jahr 2026 mit nur USB-C-Ports vermutlich leben kannst.
Nutzt du das XPS 14 am Schreibtisch, ist ein Dock eh sinnvoll und externe Speicherlaufwerke nutzen in der Regel mittlerweile auch USB C.

 

2x Displayoptionen

Dell bietet das XPS 14 mit zwei Displayoptionen an.

35,6 cm (14″), ohne Touchfunktion, 2K-Display, 1–120 Hz, 500 cd/m²
35,6 cm (14″)-OLED-Display mit Touchfunktion, 2,8 K, 20–120 Hz, 400 cd/m²

Du hast im Kern die Wahl zwischen einem guten IPS-Display und einem noch besseren OLED-Display.
Rein qualitativ wird das OLED-Panel klar das bessere sein, allerdings ist dieses auch teurer, weniger hell und reduziert die Akkulaufzeit.

Planst du das XPS 14 für Office, Webbrowsen und ähnliche Dinge zu nutzen, ist vermutlich das IPS-Panel die bessere Wahl. Nutzt du das Notebook primär für Content Creation, dann könnte das OLED-Panel wiederum Sinn machen.

In praller Sonne

Ich habe hier die Version mit IPS-Panel.
Zunächst rein subjektiv sieht das IPS-Panel auch sehr gut aus! Farben sind klar und sauber, die Helligkeit wirkt passend und Kontraste sind gut.
Ich würde das Display jetzt nicht als absolut überragend bezeichnen, aber für ein Allround-Laptop der Oberklasse sieht es passend aus.

Dies bestätigen auch die Messwerte:

  • 99% sRGB
  • 77% AdobeRGB
  • 77% DCI-P3
  • 465 cd/m²
  • 1690:1 Kontrast
  • Delta E 1,64

Erneut, das sind keine überragenden Werte, aber solide. Brauchst du mehr Farbraumabdeckung, dann musst du zur OLED-Version greifen. Aber selbst das IPS-Panel ist für Hobby-Foto- und Video-Bearbeitung ausreichend.

 

Tolle Lautsprecher

Ein verstecktes Highlight am XPS 14 sind die Lautsprecher. Für einen 13/14-Zöller klingt das Notebook fantastisch. Das Notebook hat einen sehr großen und dynamischen Klang.

Dieser bietet sogar einen guten Tiefgang und Volumen. Viel besser geht es in dieser Klasse nicht.

 

Tastatur und Trackpad

Kommen wir zu einem schwierigen Punkt, der Tastatur. Dell setzt beim XPS 14 und 16 auf eine außergewöhnliche Tastatur. Anstelle der typischen „Chicklet-Style-Tasten“ benutzt Dell vollflächige Tasten ohne Lücken zwischen diesen.

Hierdurch sind die einzelnen Tasten deutlich größer, was in der Theorie die Tipp-Sicherheit verbessern sollte.
Ich sage in der Theorie, in der Praxis tippe ich auf dem XPS 14 etwas unsicherer bzw. ich brauchte eine Weile, um mich einzugewöhnen. So habe ich Probleme, die Tastenübergänge zu erfühlen, und neige dazu, mehrere Tasten zu erwischen.

Mit Gewöhnung geht es. Zumal die Tastatur an sich ziemlich gut ist. Die Tasten fühlen sich knackig an und das Tastatur-Deck ist sehr stabil.

Das Trackpad ist hingegen über jeden Zweifel erhaben. So haben wir hier ein „Solid State“-Trackpad, welches fließend in der Handballenauflage eingelassen ist. Dieses ist also nicht beweglich, kann aber Druck erkennen und liefert ein Force-Feedback.

Das Tracking ist hervorragend und das haptische Feedback ist perfekt. Sogar die Erkennung von Handballen ist 1A.
Kurzum, ein perfektes Trackpad.

 

Performance

Das XPS 14 2026 setzt auf die Intel Panther Lake CPUs, also die Core Ultra 300 CPUs. Diese zeichnen sich vor allem durch eine sehr gute Effizienz und recht starke iGPU aus.

Dell bietet hier 2x verschiedene CPUs an:

  • Intel® Core™ Ultra 5 Prozessor 325 der Serie 3 (8 Cores, bis zu 4,5 GHz)
  • Intel® Core™ Ultra X7 358H der Serie 3 (16 Cores, bis zu 4,8 GHz)

Der Core Ultra 5 325 ist die kleine Option mit 8 Kernen bzw. 4 Performance-Kernen und 4 Energiespar-Kernen.
Der Ultra X7 hingegen ist ein ziemliches Monster mit 16 Kernen.

Praktisch der vermutlich größte Unterschied ist aber die iGPU. Der „kleine“ Core Ultra 5 325 hat lediglich die normale Intel Graphics integriert, während der große Ultra X7 358H die Intel Arc B390 GPU integriert hat.

Brauchst du Grafikleistung, dann lohnt der Aufpreis auf den Ultra X7! Die Intel Arc B390 GPU ist durchaus „gaming-tauglich“ in einem einfachen Rahmen.
Die normale Intel Graphics ist für Office, Media usw. ausreichend, möchtest du aber auch was auf dem Notebook spielen, wähle den X7.

Ich habe hier die Basis-Version mit dem Ultra 5 325. Schauen wir uns hier ein paar Benchmarks an.

Für ein ultrakompaktes 13/14-Zoll-Notebook sehen die Benchmark-Werte des XPS 14 soweit gut aus.
Allerdings sehen wir hier auch die Limitierung bei der TDP. So kann das XPS 14 größere Notebooks mit mehr Leistungsaufnahme natürlich nicht schlagen.

Dell geht hier schon etwas mehr den Weg der optimalen Effizienz und weniger den Weg der absoluten Maximalleistung.
Dennoch kommt selbst die Version mit dem „kleinen“ Ultra 5 problemlos mit Photoshop, Lightroom und anderen Kreativ-Anwendungen klar.

 

Lüfter und Lautstärke

Wenig überraschend ist das XPS 14 grundsätzlich ein sehr leises Notebook. Selbst unter Volllast bleibt dieses sehr ruhig und es gibt lediglich ein leichtes Surren.

Allerdings ist dieses gerade im Leerlauf auch nicht komplett silent. Der Lüfter im Notebook neigt schon dazu, mehr oder weniger konstant zu laufen, wenn auch natürlich sehr leise.

Allerdings ist das XPS 14 in einem komplett ruhigen Raum tendenziell leicht wahrnehmbar, außer du stellst dieses auf den „Leise“-Modus über die Dell-Software.

Im „Leise“-Modus ist dieses im Alltag nicht mehr hörbar, aber die maximale Leistung ist auch leicht reduziert.

 

SSD

In meinem Basismodell des XPS 14 steckt eine 512-GB-SSD. Das genaue Modell dieser SSD kann je nach Charge schwanken.
Bei mir war jedoch die KIOXIA BG7 verbaut. Das ist eine nagelneue PCIe 4.0 x4 SSD, die Anfang 2026 auf den Markt kam.

Mit 7035 MB/s lesend und 5767 MB/s schreibend ist diese ausreichend schnell. Aber dies ist gar nicht das Spannendste, das Spannende ist die Effizienz, welche bei diesem Modell extrem hoch ist.

Mehr Infos hier -> https://www.computerbase.de/news/storage/kioxia-bg7-neue-generation-der-oem-ssd-serie-erhaelt-bics8-flash.95728/

 

Ein großes Netzteil

Mit im Lieferumfang des XPS 14, selbst der Basis-Version, liegt ein 100-W-USB-C-Netzteil. Dieses ist etwas „overkill“, gerade für die Basis-Version.

Allerdings ist das Netzteil im Kern ein normales USB-Power-Delivery-Ladegerät mit maximal 20V/5A. Entsprechend kannst du dieses auch problemlos gegen ein gutes Drittanbieter-Modell tauschen, wenn du regelmäßig mit deinem Notebook reist und das kleinstmögliche Ladegerät willst.

Das 100W-Dell-Ladegerät bringt mit dem integrierten 2-m-USB-C-Kabel 248 g auf die Waage.

 

Akkulaufzeit

Im XPS 14 steckt ein 70-Wh-Akku, was für einen 13/14-Zöller ordentlich ist. Dell wirbt mit einer „Akkulaufzeit von bis zu 31 Stunden“ für das Modell mit IPS-Panel.

31 Stunden wäre absolut gewaltig! Erfahrungsgemäß waren bisher allerdings Dells Angaben immer recht „optimistisch“.

Allerdings ist das XPS14 wirklich ein Akkumonster! Bei einer Video-Wiedergabe mit mittlerer Displayhelligkeit erreichte dieses bei mir knapp über 20 Stunden!

Bei einer gemischten Nutzung, Office + Webbrowsen + etwas mehr Displayhelligkeit, waren auch fast 20 Stunden Nutzung realistisch machbar (je nach Hintergrundanwendungen 14–20 h).

Tut das Notebook nichts und steht einfach nur mit eingeschaltetem Display rum, reden wir von einem Verbrauch von rund 4% pro Stunde, also 25 Stunden Laufzeit.

WOW! Akkulaufzeit ist hier das absolute Highlight.

 

Fazit

Das Dell XPS 14 DA14260 ist aus meiner Sicht eines der besten 14-Zoll-Notebooks, die du dir 2026 kaufen kannst – und das vor allem dann, wenn dir Akkulaufzeit, Design und Kompaktheit wichtig sind.

Dell hat hier wirklich vieles richtig gemacht. Das Gehäuse ist schlicht, hochwertig und schlägt optisch sogar die MacBooks. Das Trackpad ist schlicht perfekt und die Lautsprecher sind für diese Geräteklasse ein echtes Highlight.

Das absolute Killerfeature ist aber die Akkulaufzeit. Mit knapp 20 Stunden bei Video-Wiedergabe und ähnlicher Laufzeit im Alltag setzt das XPS 14 hier Maßstäbe in dieser Klasse. Das ist schlicht beeindruckend.

Natürlich gibt es auch kleinere Kritikpunkte: Der fehlende Kartenleser und minimale I/O schmerzt etwas und die Tastatur ist gewöhnungsbedürftig. Zudem ist natürlich der Preis durchaus saftig…

Dennoch: Suchst du ein Premium-Ultrabook für Office, Content Creation und unterwegs, das dabei stundenlang ohne Steckdose auskommt, ist das XPS 14 eine klare Empfehlung!

Dell XPS 14 DA14260
Positiv
Erstklassiges Design und Haptik
Sehr Kompakte Abmessungen trotz 14 Zoll
Perfektes Trackpad
Überragende Akkulaufzeit (bis ~20h)
Sehr gute Lautsprecher
Gutes Display
Leise unter Last
3x Thunderbolt 4
Negativ
Kein Kartenleser
Keine Lippe zum Öffnen des Displays
Tastatur gewöhnungsbedürftig
90

Schnell zugreifen? Anker Nano Charger 45W mit Smart Display im Test

Anker hat überraschend ein neues 45W Ladegerät aus seiner Nano Serie auf den Markt gebracht. Dieses besitzt allerdings eine große Besonderheit. So verfügt dieses über ein „Smart Display“.

Ladegeräte mit Display sind an sich nichts mehr ganz Neues, allerdings in der 45-W-Klasse ist ein Display doch reichlich ungewöhnlich. Aber was bringt hier das Display? Hat es wirklich einen Nutzen oder macht es das Ladegerät nur unnötig groß und teuer? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Anker A121D Nano Charger 45W Smart Display im Test

Die größte Überraschung beim Nano Charger sind die Abmessungen. So misst dieses 40 x 35 x 34 mm und bringt 86,5 g auf die Waage.

Erfreulicherweise ist dies sehr leicht und sehr kompakt!

Ja, mit dem Anker A2692 Nano 45W gibt es ein 45W Ladegerät, das noch etwas kompakter ist, aber für 45W ist das Ladegerät alles andere als zu groß! Dabei ist die Verarbeitungsqualität Anker-typisch sehr gut! Das Ladegerät fasst sich hochwertig an und gerade die orangene Version finde ich sehr schick!

 

Das Display

Die Besonderheit des Ladegerätes ist natürlich das Display auf der Front. Hierbei handelt es sich um ein LCD-Farbdisplay, welches sogar Animationen usw. spielt. Neben diesen Animationen bietet das Display auch „echte“ Informationen:

  • Aktuelle Leistung in Watt
  • Temperatur-Status

Abseits von der aktuellen Leistung in Watt gibt es allerdings nicht viele Informationen. Das ist natürlich der wichtigste Wert, aber Infos wie die aktuelle Spannung oder der Strom wären schon noch nett gewesen.

 

USB-C Port & Leistung

Leider verfügt das Nano nur über einen USB-C Port.

  • 45 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/2,25A

Dieser USB-C Port kann bis zu 45 W nach dem USB Power Delivery Standard bereitstellen. 45 W ist eine schöne Leistung. So reicht diese grundsätzlich, um die Apple iPhones, iPads und auch viele Android Smartphones mit einem hohen oder sogar dem vollen Tempo zu laden. 45 W sind sogar für einige Notebooks bereits ausreichend.

 

Keine 12V Stufe

Wie bei Anker so oft, verzichtet auch dieses Ladegerät auf die 12-V-Spannungsstufe.

Diese wird in der Praxis recht selten genutzt, weshalb der Verzicht auf diese Stufe meist nicht dramatisch ist, dennoch ist er erwähnenswert.

 

Mit PPS

Der Anker Nano Charger 45W Smart Display bietet eine Unterstützung des PPS Standards.

  • 5–11 V bei bis zu 3 A
  • 5–16 V bei bis zu 3 A

Interessanterweise haben wir hier zwei Leistungsstufen, die genau überlappen. Effektiv bietet das Ladegerät 5 bis 16 V bei bis zu 3 A. Das ist so weit OK, aber auch keine fantastische Stufe. Beispielsweise ist es etwas schade, dass die 5 bis 11-V-Stufe auf 3 A limitiert ist. Grundsätzlich reicht diese Leistung für beispielsweise die neueren Samsung Galaxy Smartphones für das 45-W-Schnellladen, aber die älteren Ultra Samsung Smartphones brauchen eine bis 5-A-Stufe. Die Google Pixel Modelle brauchen für die volle Ladegeschwindigkeit eine bis 21-V-Stufe. Kurzum, die PPS-Stufe des Ladegerätes ist OK, aber auch nicht fantastisch.

 

Künstliche Drosselung

Über das Display kannst du das Ladegerät auch in einen Care Mode schicken. In diesem Modus wird das Ladegerät auf 20 W limitiert. Dies ist gedacht, falls du auf Schnellladen nicht so viel Wert legst und lieber ein schonendes, langsames Laden möchtest.

 

Belastungstest bestanden

Erfreulicherweise hat das Ladegerät den Belastungstest mit 45 W über 5 Stunden bestanden.

 

So erreichte dieses eine Maximaltemperatur von ±60 Grad, was völlig ok ist. Ich halte es allerdings für möglich, dass im Hochsommer das Ladegerät sich eventuell drosselt. Warum? Wir haben eine „Temperatur-Anzeige“ und die macht nur Sinn, wenn das Ladegerät auch in den „Übertemperatur“-Modus wechseln kann in gewissen Situationen.

 

Hohe Effizienz

Eine hohe Effizienz ist wichtiger denn je und kann dir sogar helfen, etwas Geld zu sparen. Wie schlägt sich hier der Anker Nano Charger 45W mit Smart Display?

Im Test schwankte die Effizienz des A121D zwischen 85,1 % und 92,8 %. Das ist ein sehr gutes Abschneiden!

Dies sehen wir auch im Vergleich zu anderen 45W Ladegeräten, wo das A121D mit einer durchschnittlichen Effizienz von 90,4 % den 2. Platz belegt.

 

Fazit

Der Anker Nano Charger 45W mit Smart Display* ist ein gelungenes Produkt! Wir haben hier ein gutes bis sehr gutes 45-W-Ladegerät, welches zudem das nützliche Display integriert hat.

Erfreulicherweise ist das Ladegerät dennoch recht kompakt und handlich. Auch technisch kann es überzeugen. Gerade wenn du dich primär im Apple Ökosystem bewegst, wirst du mit ihm sehr zufrieden sein. Es konnte bei mir konstant 45 W liefern und zeigte eine hervorragende Effizienz. Die PPS-Stufen sind OK für neuere Samsung Smartphones, aber das ist der Punkt, der am ehesten verbesserungswürdig ist. Hinzu kommt das Display, welches ein schöner Touch ist und auch im Alltag nützlich sein kann.

Anker Smart Ladegerät, Anker Nano 45W USB C Ladegerät mit Display...

Pro 

  • Sehr kompakte Abmessungen (40 × 35 × 34 mm) und geringes Gewicht (86,5 g)
  • Hochwertige Verarbeitungsqualität
  • Nützliches Smart Display (Watt-Anzeige, Temperatur-Status, Animationen)
  • Belastungstest mit 45 W über 5 Stunden bestanden
  • Hervorragende Effizienz (Ø 90,4 %, bis zu 92,8 %)
  • PPS-Unterstützung für neuere Samsung Galaxy Smartphones (45-W-Laden)
  • Care Mode (20-W-Limitierung) für schonendes Laden

Negativ 

  • Nur ein einziger USB-C Port (kein zweiter Anschluss)
  • Keine 12-V-Spannungsstufe
  • Display zeigt keine Spannung oder Stromstärke an
  • PPS-Stufe nicht optimal: 5–11-V-Stufe auf 3 A limitiert, kein 45-W-Laden für ältere Samsung Ultra Modelle

Am Ende kommt es aber etwas auf den Preis an. Für derzeit rund 30 € ist es ein sehr fairer Deal. Für 40 € musst du überlegen, wie viel dir die kompakten Abmessungen und das Display wirklich wert sind. Beispielsweise das Ikea Sjöss oder UGREEN X527 wären günstigere Alternativen.

Der SUNLU S4 Filamenttrockner 2026 im Test – wie hoch ist der Stromverbrauch und die Effektivität?

Das Trocknen von Filament kann beim 3D-Drucken einen großen Unterschied machen! Filamente wie TPU, aber auch PETG und PLA nehmen bei offener Lagerung Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft auf.

Beim Drucken verdampft diese Feuchtigkeit schlagartig, wenn das Filament auf 200 Grad+ erwärmt wird. Dies führt zu einem unsauberen und ungleichmäßigen Druckbild. Gerade bei TPU, ABS, ASA, PA, aber auch bei PETG ist dies wichtig. Einige 3D-Drucker haben Filamenttrockner integriert, falls ein AMS vorhanden ist, aber oft kannst du nicht gleichzeitig drucken und trocknen, oder es werden nur vergleichsweise niedrigere Temperaturen erreicht.

Ein gesondertes Trocknungsgerät kann also Sinn machen. Ich habe mich hier für den SUNLU S4 entschieden. Das SUNLU S4 verfügt über 4 „Slots“, eine Leistung von bis zu 350 W und vor allem einen fairen Preis.

So habe ich für den S4 rund 100 € gezahlt, was für ein Modell, in welches bis zu 4 Rollen passen, ein guter Preis ist. Aber wie gut ist der SUNLU S4 Filamenttrockner 2026 und wie viel Energie benötigt dieser? Finden wir es im Test heraus!

 

Der SUNLU S4 Filamenttrockner im Test

In den SUNLU S4 passen bis zu 4 × 1-kg-Rollen. Entsprechend ist der Filamenttrockner auch ein etwas größeres Modell. So misst dieser 516 × 278 × 350 mm und bringt 4,8 kg auf die Waage. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, mit Metallfüßen. Auf der Oberseite finden wir zwei Klappen, eine links für 2 Rollen und eine rechts für 2 weitere.

Intern sind die Kammern aber dennoch verbunden – du kannst also nicht unterschiedliche Temperaturen festlegen. Dabei gibt es für jede Rolle 2 Durchführungen. Diese erlauben es dir, Filament direkt aus der Trocknungsbox zu deinem Drucker zu leiten. Jede Filamentrolle wird intern auch auf beweglichen Rollen gelagert, sodass diese sich leicht drehen lassen. Auf der Vorderseite haben wir ein Fenster sowie ein recht großes Schwarz-Weiß-Touchdisplay für die

 

Steuerung via Touch

Auf der Front des S4 findet sich ein vergleichsweise großer Schwarz-Weiß-Bildschirm mit vier Touch-Tasten. Diese erlauben dir das Steuern des Filamenttrockners. So kannst du hier vor allem Temperatur und Dauer der Trocknung einstellen.

Hier und da ist das Menü etwas „fummelig“, aber die Touch-Tasten reagieren gut und zuverlässig.

 

Leistung

  • 350 W Heizelement
  • Bis zu 70 Grad
  • Integrierter Timer

Im Inneren des S4 findet sich ein 350-W-Heizelement, welches von insgesamt 3 Lüftern unterstützt wird. Diese Lüfter sollen die Wärme gleichmäßig im Inneren verteilen. Die Maximaltemperatur des S4 beträgt 70 Grad.

 

Für welche Filamente ist Trocknen wichtig?

Grundsätzlich gilt, dass das Trocknen bei TPU, ABS, ASA, PA und PC sehr wichtig ist! Auch bei PETG wird das Trocknen vor dem Drucken sehr empfohlen. PLA ist etwas resistenter, aber auch hier kann das Trocknen das Druckbild verbessern. Meine persönliche Erfahrung beschränkt sich vor allem auf PETG, PLA und TPU.

PLA trocknen halte ich in der Regel für optional, hier hatte ich kaum Unterschiede bemerken können, selbst wenn das PLA offen gelagert wird. Ausnahme ist Holz-PLA, hier ist Trocknen extrem wichtig. Bei PETG kommt es auf den Druck an: Feine Details werden bei feuchtem PETG klar schlechter. Hat der Druck keine feinen Details, dann konnte ich keinen so großen Unterschied bemerken. Bei TPU ist Trocknen essenziell.

 

Trocknungsleistung

Leider ist es nicht ganz einfach für mich, genau zu ermitteln, wie gut der SUNLU S4 trocknet. Grundsätzlich trifft dieser die eingestellte Temperatur ziemlich gut und gleichmäßig. Selbst im oberen Bereich ist die Temperatur nur minimal niedriger als im unteren Bereich.

Die „Umluftlüfter“ machen also einen starken Job. Während des Tests habe ich einige meiner Filamentrollen im S4 getrocknet und mir das Gewicht vorher und nachher aufgeschrieben.

Veränderung Vorher Nachher Material
Rolle 1 -1g 818 817 PETG
Rolle 2 -7g 1152 1145 PETG
Rolle 3 -2g 619 617 PETG
Rolle 4 -3g 1025 1022 PETG
Rolle 5 -1g 780 779 PLA
Rolle 6 -3g 1080 1077 PLA
Rolle 7 0g 950 950 PLA
Rolle 8 -3g 1016 1013 PLA
Rolle 9 0g 1100 1100 PETG
Rolle 10 -2g 1188 1186 PETG
Rolle 11 -3g 1152 1149 PETG
Rolle 12 -3g 1022 1019 PETG

 

Hier können wir sehen, dass die Rollen ein paar Gramm leichter nach dem Trocknen waren – entsprechend haben diese ein paar Gramm Wasser verloren. Das Trocknen im SUNLU S4 funktioniert also. Ob aber nun ein anderer Trockner noch besser wäre, kann ich leider nicht mit Gewissheit testen, da ich hierfür Filamentrollen mit dem exakt gleichen Wasseranteil bräuchte. Allerdings glaube ich anhand der Temperaturverteilung und der Stabilität der Temperatur im Inneren, dass der S4 hier einen sehr guten Job macht!

 

Trockenbox-Modus

Neben dem üblichen Filamenttrocknen besitzt der S4 auch noch einen Trockenbox-Modus. Hierbei wird die Luftfeuchtigkeit unter einem von dir gewählten Wert gehalten. Wird dieser überschritten, trocknet die Box. Offen gesagt, ich verstehe diesen Modus nicht! Das Wasser verschwindet ja nicht. Warme Luft kann ja nur mehr Feuchtigkeit aufnehmen, daher sinkt die relative Luftfeuchtigkeit, solange die Luft im Inneren der Box warm ist. Wenn also 8,5 g Wasser in der Luft sind:

  • Bei 20 °C ~50 % relative Luftfeuchtigkeit
  • Bei 60 °C ~6,5 % relative Luftfeuchtigkeit

Heißt: In diesem Trockenbox-Modus hält der SUNLU S4 im Grunde nur die Temperatur konstant hoch, was natürlich ein riesiger Energieschlucker ist. Zur Aufbewahrung nimm die Rollen aus dem S4 und packe diese in einen Vakuumbeutel.

 

Stromverbrauch

Grundsätzlich benötigt der SUNLU S4 bis zu ± 350 W. Allerdings werden diese nicht konstant benötigt. Nur während des Heizens wird so viel Energie benötigt. Ist die gewünschte Kammertemperatur erreicht, dann werden die Heizelemente nur punktuell eingeschaltet, um die Temperatur zu halten. Entsprechend schwankt der wirkliche Stromverbrauch stark je nach Zieltemperatur. Folgende Leistungsaufnahme konnte ich bei einer Trocknungsdauer von 6 Stunden je nach Temperatur messen:

Wh
Verbrauch in 6 Stunden 70 Grad 814,3
Verbrauch in 6 Stunden 55 Grad 576,6
Verbrauch in 6 Stunden 50 Grad 406,0

 

Hier sehen wir einen sehr großen Unterschied je nach Temperatur. 6 Stunden bei 50 Grad (also PLA-Temperatur) brauchen „nur“ 406 Wh, also rund 67,6 W Verbrauch im Schnitt. 6 Stunden bei 70 Grad brauchen rund das Doppelte mit 814 Wh bzw. 135,7 W im Schnitt. Ist das nun ein hoher Verbrauch? Sind andere Filamenttrockner effizienter? Die Antwort ist nein. Wir benutzen in solchen Trocknern elektrische Heizelemente, die eine Effizienz allesamt von annähernd 100 % haben.

Heißt, es wird aus dem Strom die maximale Wärme herausgeholt. Sofern du keinen Filamenttrockner mit Wärmepumpentechnik findest, können diese nicht viel effizienter sein als der SUNLU S4. Wo es theoretisch einen Unterschied geben kann, ist bei der „Dämmung“. Dickere und dickere Wände = weniger Wärme geht in die Umgebung verloren. Allerdings sind auch hier 99 % aller Modelle aus einem recht einfachen Kunststoff und werden sich somit nicht viel tun. Also nein, ich glaube nicht, dass andere 4x-Filamenttrockner sich groß bei der benötigten Energie vom SUNLU S4 unterscheiden. Kleinere Filamenttrockner sind wiederum in der Regel weniger effizient. Vergleichen wir einmal die Werte des SUNLU S4 mit dem Creality Space Pi. In letzterem passt nur eine Rolle.

Hier können wir sehen, dass der SUNLU S4 rund 2,2 bis 2,5× so viel Energie benötigt wie der Creality Space Pi. Ein großer Filamenttrockner ist also effizienter, sofern du ihn auch immer voll machst.

 

Fazit

Du druckst regelmäßig mit TPU, PETG oder anderen feuchtigkeitsempfindlichen Filamenten und suchst einen Trockner, der gleich mehrere Rollen auf einmal verarbeiten kann? Dann ist der SUNLU S4 eine klare Empfehlung! Für rund 100 € bekommst du einen soliden 4-Rollen-Trockner, der die eingestellte Temperatur gleichmäßig und zuverlässig hält.

Die Umluftlüfter machen hier wirklich einen guten Job. Bedienung über das Touchdisplay funktioniert ebenfalls gut, auch wenn das Menü hier und da etwas fummelig ist. Der Stromverbrauch liegt bei 68 W im Schnitt bei 50 Grad und ~136 W bei 70 Grad, ohne „Wärmepumpe“ wirst du bei keinem vergleichbaren Trockner deutlich effizienter werden.

Wer den S4 regelmäßig voll bestückt, fährt zudem effizienter als mit einem kleineren Einzelrollen-Trockner. Einziger Kritikpunkt: Den „Trockenbox-Modus“ solltest du ignorieren. Hier wird dauerhaft geheizt, was unnötig Strom frisst, ohne das Filament wirklich trockener zu machen. Für die Lagerung lieber auf Vakuumbeutel setzen.

Terramaster D1 Test – IP67, 1,2 Tonnen Druck und bis zu 1.050 MB/s

Terramaster hat mit dem D1 ein neues NVMe-SSD-Gehäuse auf den Markt gebracht, welches sich als günstigere Alternative zum D1 Plus platzieren möchte. Wo das D1 Plus noch ein USB 4 / Thunderbolt NVMe-SSD-Gehäuse ist, setzt das normale D1 auf eine klassische 10-Gbit-USB-Verbindung. Dies limitiert natürlich die maximale Datenrate auf ± 1.000 MB/s.

Aber das ist nicht das Besondere am D1. Das D1 ist ein extrem robustes und wassergeschütztes NVMe-SSD-Gehäuse! So wirbt Terramaster damit, dass das D1 1,2 Tonnen Druck standhalten soll, was ich auch glauben kann. Wollen wir uns das Terramaster D1 einmal in einem kleinen Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Terramaster für das Zur-Verfügung-Stellen des D1 für diesen Test.

 

Das Terramaster D1 im Test

Das Auffälligste am D1 ist ohne Frage das massive Gehäuse. So misst dieses 114 × 45 × 22 mm und bringt schlanke 150 g auf die Waage. Suchst du ein besonders handliches NVMe-SSD-Gehäuse, dann bist du hier falsch.

Allerdings bringt das massive Aluminiumgehäuse einige Vorteile mit:

  • Verbesserte Wärmeabfuhr (ein großer Kühlkörper)
  • IP67 – wasserdicht
  • Staubdicht
  • Bis zu 1,2 Tonnen druckbeständig

Gerade die Wasserdichtigkeit des Gehäuses ist außergewöhnlich! Dieses wird mithilfe einer Schraube geöffnet / geschlossen. Zwischen den beiden Hälften, in welche du die SSD einlegst, findet sich in der Tat eine Gummidichtung.

Auch die Druckbeständigkeit kann ich durchaus glauben. Das Gehäuse wirkt schon sehr robust. Mit im Lieferumfang ist neben einem passenden USB-C-Kabel und einer kleinen Tasche auch ein „Stopfen“ für den USB-C-Port, welcher weniger für den Wasserschutz und mehr für den Staubschutz gedacht ist.

 

Wirklich wasserdicht

Einer der wichtigen Punkte beim D1 ist die Wasserdichtigkeit. Und diese habe ich auch überprüft – und ja, das Gehäuse scheint dicht zu sein.

So habe ich es im Waschbecken und im Gartenteich getestet, und zumindest beim kurzen Untertauchen ist kein Wasser eingedrungen.

 

RTL9210

Im Terramaster D1 kommt der RTL9210 von Realtek als Chipsatz zum Einsatz. Das ist erfreulich, denn das ist nach meiner Erfahrung derzeit der beste und stabilste NVMe-zu-USB-Chipsatz auf dem Markt.

 

Nur PCIe-2280-SSDs

Das D1 fasst nur PCIe-basierte M.2-SSDs im 2280er-Format. SATA-M.2-SSDs werden nicht unterstützt. Diese sind mittlerweile auch sehr selten geworden. Etwas schade ist der Verzicht auf Montagepunkte für kleinere 2230er-NVMe-SSDs. Diese lassen sich natürlich auch einstecken, im Inneren aber nicht verschrauben.

Ich muss gestehen, überrascht gewesen zu sein, dass keine SATA-SSDs unterstützt werden, denn der RTL9210 kann normalerweise auch mit diesen umgehen. Allerdings habe ich zwei SATA-SSDs getestet und beide wurden nicht erkannt.

 

SMART

SMART-Daten deiner SSD lassen sich durch das Terramaster D1 hindurch auslesen, mit Tools wie z. B. CrystalDiskInfo.

 

Perfekte Kühlung

Ein weiterer Pluspunkt des großen Gehäuses ist die Kühlung der verbauten SSD. So wird die komplette obere Hälfte des Gehäuses über ein Wärmeleitpad mit der SSD verbunden. Dies hilft auch heißere SSDs ausreichend zu kühlen.

 

USB-C 3.2 Gen 2 – 10 Gbit

Beim D1 handelt es sich um ein NVMe-SSD-Gehäuse mit USB-C-3.2-Gen-2-Port (10 Gbit). Dieser ist allerdings sowohl aufwärts- als auch abwärtskompatibel, z. B. zu USB 3.0 – dann aber mit reduzierter Geschwindigkeit. Willst du die volle Geschwindigkeit, brauchst du einen USB-C-Port mit 10 Gbit, 20 Gbit oder USB 4 / Thunderbolt.

 

Die Geschwindigkeit

Wo wir schon bei der Geschwindigkeit sind: Diese habe ich mit der Kingston FURY Renegade G5 SSD und dem Dell XPS 14 getestet.

Im Test erreichte das Gehäuse maximal 1.050 MB/s lesend und 1.039 MB/s schreibend. Das ist ein perfektes Ergebnis für solch ein USB-Gehäuse!

Am MacBook Pro 13 M1 wurden solide 901 MB/s lesend und 825 MB/s schreibend erreicht.

 

Fazit

Das Terramaster D1 ist ein NVMe-SSD-Gehäuse mit einem klaren Fokus: maximaler physischer Schutz. Wassergeschützte und robuste NVMe-SSD-Gehäuse gibt es zwar, aber sie sind auf dem Markt nach wie vor eine echte Seltenheit. Und das D1 hält, was es verspricht – sowohl im Wasserschutztest als auch im täglichen Betrieb lief es stabil und zuverlässig, ohne jegliche Aussetzer. Der verbaute RTL9210-Chipsatz ist dabei eine sehr gute Wahl und liefert mit bis zu 1.050 MB/s die maximale Leistung, die USB 3.2 Gen 2 hergibt.

Mehr geht hier schlicht nicht – erst mit USB 4 / Thunderbolt SSDs. Suchst du aber einfach nur ein günstiges, schnörkelloses NVMe-SSD-Gehäuse, bist du hier falsch. Das D1 lohnt sich primär dann, wenn du einen besonderen physischen Schutz für deine Daten brauchst – ob auf der Baustelle, beim Outdoor-Einsatz oder überall dort, wo ein normales Gehäuse schnell das Zeitliche segnen würde.

TERRAMASTER D1 SSD M.2 NVMe SSD-Gehäuse – Aluminiumgehäuse...

Pro 

  • Massives, robustes Aluminiumgehäuse
  • IP67 – wasser- und staubdicht
  • Bis zu 1,2 Tonnen druckbeständig
  • Perfekte Kühlleistung dank großflächigem Wärmeleitpad
  • RTL9210 – bester und stabilster NVMe-zu-USB-Chipsatz am Markt
  • Sehr gute Geschwindigkeit (bis zu 1.050 MB/s lesen / 1.039 MB/s schreiben)
  • SMART-Daten auslesbar

Kontra

  • Kein Support für SATA-M.2-SSDs (trotz RTL9210)
  • Keine Montage für 2230er-SSDs möglich
  • Groß und schwer

Tipp! Deal – CUKTECH PB200N für 20,38 € – Starke Powerbank zum Schnäppchenpreis

Per Zufall habe ich gerade entdeckt das es die CUKTECH PB200N aktuell bei Amazon für nur 20,38 € zu bekommen ist – und das ist ein wirklich starkes Angebot. Ich hatte die Powerbank bereits ausführlich getestet und kann sagen: Zu diesem Preis gibt es kaum etwas Besseres.

 

Was macht die PB200N so gut?

In dieser Preisklasse bekommst du normalerweise Powerbanks mit 20–22,5 W. Die CUKTECH PB200N liefert dagegen satte 45 W nach USB Power Delivery und sogar bis zu 55 W über PPS.

  • 45 W USB PD + PPS 5 – 11 V bei bis zu 5 A oder 5 – 20 V bei bis zu 2,5 A

Damit lädst du aktuelle iPhones, Samsung Galaxy S24/S25 Ultra und Google Pixel Smartphones mit vollem Tempo. Selbst das iPad Pro oder das Steam Deck werden schnell versorgt.

Ein weiterer echter Pluspunkt ist das integrierte USB-C Kabel, kein lästiges Kabelsuchen mehr. Dazu gibt es ein praktisches LC-Display, das dir den Akkustand in Prozent anzeigt.

Auf Seiten der Kapazität konnte ich im Schnitt echte 17.400 mAh messen, was guten 87% der Herstellerangabe entspricht.

Eine vollständige Ladung der Powerbank dauert rund 3:40 h. Nicht rekordverdächtig, aber auch alles andere als schlecht!

 

Was spricht dagegen?

Die PB200N ist mit 162 × 72 × 29 mm und 502 g keine kompakte Powerbank. Für die Hosentasche ist sie zu groß, im Rucksack macht sie aber eine gute Figur.

 

Fazit

Für 20,38 € bekommst du hier eine Powerbank, die deutlich mehr kann als die meisten Konkurrenten in dieser Preisklasse. Wer eine zuverlässige Powerbank für unterwegs sucht und nicht auf Kompaktheit angewiesen ist, sollte jetzt zugreifen, das ist ein echter Geheimtipp!

Keychron M6 vs. Logitech MX Master 4: Ist die Gaming-Office-Maus der bessere MX Master?

Die Logitech MX-Master-Serie gilt im Allgemeinen als die beste Office-Maus. So hat Logitech hier sehr viele Punkte richtig gemacht!

Allerdings hat beispielsweise die MX Master 4 auch Schwächen, neben dem hohen Preis. Dies ist vor allem das hohe Gewicht und der vergleichsweise schwache Sensor bzw. die niedrige Pollingrate.

Keychron bietet mit der M6 eine interessante Alternative zur Logitech MX Master 4 an, welche auf dem Papier extrem stark wirkt! So ist die Keychron M6 deutlich leichter, günstiger und hat einen sogar gaming-tauglichen High-End-Sensor mit einer passenden Pollingrate. Dabei hat die M6 eine ähnliche ergonomische Form, ein vergleichbares dynamisches Mausrad und auch optional Bluetooth.

Ist also die Keychron M6 die bessere MX Master? Finden wir dies im Test heraus!

 

Haptik und Optik

Auf den ersten Blick haben die MX Master 4 und die Keychron M6 eine sehr ähnliche Form. Beides sind recht große Mäuse mit einer markanten Daumenablage. Dabei sind beide Mäuse auch leicht seitlich gekippt. Wir haben hier keine Vertikal-Mäuse, aber diese sind schon ein Mittelding und entlasten das Handgelenk ein Stück weit.

Rein haptisch hat allerdings die Logitech MX Master 4 ganz klar die Nase vorne! Die komplette Oberfläche der MX Master 4 fasst sich einfach hochwertiger und stabiler an. Wir haben hier eine viel hochwertigere und angenehmere Textur.

Die Keychron M6 hingegen besteht aus einem ganz einfachen glatten Kunststoff. Dieser ist OK, aber kein Vergleich zur Logitech-Maus, welche über mehrere verschiedene Materialien und Texturen verfügt. Auch bei der Haltbarkeit sehe ich eher Logitech vorne. Die Keychron M6 nutzt einen Kunststoff, von dem ich glaube, dass er schnell Glanzstellen bekommt, was die Maus schnell „speckig“ aussehen lässt. Das ist aber nur eine Anmerkung.

Allerdings kommt diese Massivität der MX Master 4 auch zu einem Preis: dem Gewicht.

  • Logitech MX Master 4 – 150 g
  • Keychron M6 – 86 g

Mit 150 g ist die MX Master 4 sehr schwer! Auch die Keychron M6 ist mit 86 g verglichen mit einigen Gaming-Mäusen kein absolutes Federgewicht, aber gerade bei schnellen Bewegungen hat die M6 die Nase vorne.

 

Bluetooth, USB-Empfänger und Kabel

Beide Mäuse verfügen über die Möglichkeit, mit 3 Geräten auf einmal gekoppelt zu werden. Hierfür findet sich auf der Unterseite eine Taste, mit welcher du zwischen den Geräten durchschalten kannst.

Dabei besitzt sowohl die MX Master 4 als auch die Keychron M6 Bluetooth und einen 2,4-GHz-Funkempfänger. Die Keychron M6 kann auch klassisch via Kabel mit deinem PC verbunden werden.

 

Akkulaufzeit

Logitech bewirbt die Akkulaufzeit der MX Master 4 mit „bis zu 70 Tagen“. Leider ist hier nicht klar zu entnehmen, wie lange die Nutzung pro Tag ist. Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass es nicht 70 × 24 h sind. Vermutlich rechnet Logitech mit 8 Arbeitsstunden pro Tag oder Ähnlichem.

Bei der M6 hängt die Akkulaufzeit stark von der Art der Verbindung und vor allem der eingestellten Pollingrate ab. Im besten Fall kommen wir auf 180 Stunden, im schlechtesten Fall auf 35 Stunden.

Unterm Strich ist die Akkulaufzeit beider Mäuse sehr gut und kein Kritikpunkt.

 

Gefühl in der Hand / Ergonomie

Die Ergonomie ist die größte Stärke der Logitech MX-Master-Serie. Diese liegen einfach sehr komfortabel in der Hand. Erfreulicherweise ist dies aber ein Punkt, den die Keychron M6 sehr gut macht.

Beide Mäuse haben eine sehr ähnliche Form. Tendenziell ist die MX Master 4 aber etwas größer und liegt noch etwas „entspannter“ in der Hand. Die MX Master 4 füllt deine Handfläche ziemlich komplett aus. Die Keychron M6 ist einen Hauch kleiner und erlaubt sogar einen Fingertip-Grip, neben dem Palm-Grip.

An sich halte ich für eine Office-Maus die Form der MX Master 4 für leicht überlegen, aber das Gewicht … Die MX Master 4 ist sehr schwer, und nutzt du die Maus über Stunden, kann das tatsächlich auffallen und etwas die Hand belasten. Die 86 g der Keychron M6 sind um einiges angenehmer! Die M6 fühlt sich viel leichter und freier an.

Am Ende ist es natürlich etwas Geschmackssache, aber ich denke, die M6 ermüdet weniger, auch wenn die MX Master 4 eine sehr gut optimierte Form hat.

 

Das Mausrad

Das Freewheel-Mausrad war eine der größten Neuerungen der MX-Master-Serie. So besitzt das Mausrad der Master 4 zwei Modi: einen normal abgestuften Modus und einen Free-Flow-Modus. Die MX Master wechselt automatisch zwischen diesen beiden Modi. Scrollst du langsam, dann hast du den präzisen Modus mit Abstufungen; scrollst du schnell, dann den schnellen Free-Flow-Modus. Das funktioniert in der Praxis hervorragend und ist ein großer Mehrwert!

Auch die Keychron M6 bringt bei ihrem Mausrad zwei Modi mit. Der Unterschied ist allerdings, dass du hier manuell wechseln musst. Es gibt keinen automatischen Wechsel! Zum Wechseln musst du die Taste hinter dem Mausrad drücken.

Generell ist das Mausrad der M6 ziemlich gut, und auch das manuelle Wechseln in den Free-Flow-Modus kann bei langen Tabellen usw. durchaus Sinn machen. Dennoch hat hier die MX Master 4 klar die Nase vorne – sie hat einfach das beste Mausrad am Markt.

 

Daumenrad

Beide Mäuse verfügen auch über ein Daumen-Mausrad für das horizontale Scrollen. Dieses ist bei der MX Master 4 aber klar besser. Bei der Keychron M6 ist es zu straff und hat zu wenig Grip.

 

2× Silent

Beide Mäuse setzen auf „Silent“-Maustasten. Das heißt, du hörst keinen Klick – ideal für ein Büroumfeld oder für Streamer. Und ja, beide Mäuse machen einen super Job, den Klick zu dämpfen.

Tendenziell ist die M6 sogar noch etwas leiser, aber dafür ist der Klick etwas „schwammiger“ als bei der MX Master 4, welche präziser, aber etwas lauter klickt.

 

Sensor und Pollingrate

Der Logitech Darkfield 8K Sensor in der MX Master 4 ist ein absolut solider und guter Sensor. Allerdings hat Logitech die Pollingrate auf rund 125 Hz limitiert. Neben dem hohen Gewicht ist das der größte Nachteil, gerade beim Gaming.

125 Hz = die Maus übermittelt 125× pro Sekunde ihre Position. Klingt viel, ist aber das Minimum für eine flüssige Mauszeigerbewegung.

Keychron setzt bei der M6 Silent hingegen auf den PixArt PAW 3950 Sensor. Der PixArt PAW 3950 ist ein anderes Biest als der Darkfield 8K Sensor. Wir können durchaus das Argument machen, dass der PixArt PAW 3950 der derzeit beste Maussensor ist! Technisch ist er in allen Belangen dem Logitech-Sensor überlegen, und normalerweise finden wir ihn eher in Oberklasse-Gaming-Mäusen.

Hinzu kommt, dass die Keychron M6 eine Pollingrate von bis zu 8.000 Hz (via USB-Empfänger) unterstützt. Wichtig: via Bluetooth kommen wir auch bei der M6 maximal auf 125 Hz.

Technisch ist die Keychron M6 damit eine High-End-Gaming-Maus im Gehäuse einer Office-Maus. Gerade für Nutzer, die eine Hybrid-Nutzung anstreben – Office + Content Creation + Gaming –, ist die Keychron M6 absolut überlegen. Für reines Office und normales Content Creation ist aber auch der Sensor der MX Master 4 OK.

 

Software

Bei der Software gehen Logitech und Keychron völlig andere Wege! Logitech bietet für die MX Master eine klassische Desktop-Software an. Diese bietet viele Funktionen, wie auch Plugins für Anwendungen wie Lightroom, Photoshop usw. für einige Sonderfunktionen. Allerdings braucht es für diese Funktionen eine Zwangsregistrierung, und die Software muss konstant im Hintergrund laufen.

Viele dieser Funktionen halte ich auch in der Praxis eher für ein Gimmick, genau wie den „Motor für haptisches Feedback“, den Logitech in der MX Master 4 verbaut hat.

Keychron wiederum bietet keine Desktop-Software an. Stattdessen gehst du auf die Webseite https://launcher.keychron.com/ – dort hast du eine WebUI, welche dir die Konfiguration deiner Maus erlaubt. Keine Registrierung erforderlich, keine Software, die Ressourcen frisst, und grundsätzlich unter jedem Betriebssystem verfügbar. Dabei lassen sich hier auch erweiterte Funktionen anlegen, wie Makros usw., die sich auf der Maus speichern lassen. Ebenso gibt es erweiterte Einstellungen wie Lift-off Distance usw.

Im Gegenzug ist Keychron aber nicht so tief in deinen Apps und deinem Betriebssystem verwoben. Beide Herangehensweisen haben hier klare Vor- und Nachteile. Zwar nutze ich Photoshop und Lightroom, aber so zu 100 % bin ich mit den Erweiterungen und den Sonderfunktionen der MX Master nie warm geworden. Daher mag ich persönlich glatt Keychron in diesem Punkt mehr.

 

Fazit

Die Keychron M6 Silent ist definitiv eine der spannendsten Mäuse, die ich in letzter Zeit testen konnte, und sie zeigt eindrucksvoll, dass Logitech in Sachen MX Master nicht mehr allein auf dem Markt der High-End-Office-Mäuse ist.

Stellen wir die beiden Mäuse nochmal kurz gegenüber:

Logitech MX Master 4

  • Haptik & Verarbeitung: Klar überlegen, Premium-Materialien, hochwertige Texturen
  • Ergonomie: Minimal entspanntere Form für den klassischen Palm-Grip
  • Mausrad: Das beste am Markt – der automatische Wechsel zwischen Abstufung und Free-Flow ist Gold wert
  • Daumenrad: Präziser und besser nutzbar
  • Silent-Klick: Etwas präziser im Anschlag
  • Sensor & Pollingrate: Solide, aber mit nur 125 Hz auf klassisches Office-Niveau limitiert
  • Software: Tiefe Integration in Photoshop, Lightroom & Co., aber mit Zwangsregistrierung und Hintergrunddienst

Keychron M6 Silent

  • Gewicht: Mit 86 g statt 150 g deutlich angenehmer über lange Arbeitstage
  • Preis: Merklich günstiger
  • Sensor & Pollingrate: PixArt PAW 3950 mit bis zu 8.000 Hz – absolute High-End-Gaming-Klasse
  • Konnektivität: Bluetooth, 2,4-GHz-Funk und Kabel, mit 3 gekoppelten Geräten
  • Software: WebUI ohne Registrierung, keine Hintergrunddienste, plattformunabhängig
  • Silent-Klick: minimal schwammiger
  • Sehr gutes Mausrad: Aber ohne automatisches Wechseln in den Free-Flow-Modus

Unterm Strich haben wir hier zwei sehr gute Mäuse mit unterschiedlichen Stärken.

Ist die Keychron M6 die bessere MX Master? Jein! Rein haptisch und beim Mausrad hat die Logitech MX Master 4 weiterhin die Nase vorne. Wer also eine reine Office-Maus sucht, viel scrollt und Wert auf Premium-Materialien legt, bekommt mit der MX Master 4 ein absolut rundes Gesamtpaket – muss dafür aber mit dem hohen Gewicht, der limitierten Pollingrate und dem stolzen Preis leben.

Die Keychron M6 Silent hingegen ist für mich die klare Empfehlung für Hybrid-Nutzer. Willst du eine ergonomische Office-Maus, die aber auch beim Gaming oder bei schnelleren Bewegungen in der Content Creation nicht schlapp macht, gibt es am Markt aktuell kaum eine bessere Option. Du bekommst eine High-End-Gaming-Maus im Gehäuse einer Office-Maus – und das zu einem deutlich günstigeren Preis als die Logitech.

USB-C-Ladekabel im Vergleich- die 5 besten 240-W-Kabel im Vergleich

USB-C-Ladekabel sind in unserem Alltag essenziell geworden, nicht nur für Smartphones. USB-C-Ladekabel können sehr viel oder sehr wenig Geld kosten, je nach Qualität oder Feature.

In diesem Artikel schauen wir uns die 5 populärsten USB-C-auf-USB-C-Ladekabel mit einer maximalen Leistung von 240 W im Test an und schauen, welches dieser Kabel das beste ist.

 

Die USB-C-Kabel im Vergleich

In diesem Artikel schauen wir uns 5 USB-C-auf-USB-C-Ladekabel an. Folgende Punkte erfüllen alle Kabel, die ich hier vergleiche:

  • USB-C auf USB-C
  • 1,8 oder 2 Meter Länge
  • Maximale Leistung von 240 W
  • Reine Ladekabel (Datenübertragung nur mit USB-2.0-Geschwindigkeit)

Dabei habe ich mir die populärsten Ladekabel von Amazon ausgesucht. Viele dieser Kabel werden in einem Doppelpack für um die 10 € verkauft.

  1 Kabel 2 Kabel
UGREEN USB C Kabel 240W Ladekabel 9 € 10 €
LISEN USB C Kabel 2M 240W Ladekabel 7 € 8 €
INIU 240W USB C Kabel 7 € 9 €
Anker 240W USB C Kabel, [2 Stück 1,8m] PD 3.1 9 € 11 €
Baseus USB C auf USB C Kabel 240W Wolframgold 11 €

(Ungefähre Preise zum Zeitpunkt der Artikelerstellung) 

4 der 5 getesteten Kabel sind in einem sehr günstigen Doppelpack verfügbar. Die meisten dieser Kabel lohnt es nicht, einzeln zu kaufen.

Eine Ausnahme stellt das „Baseus USB-C-auf-USB-C-Kabel 240W Wolframgold“ dar, welches rund doppelt so teuer ist wie die anderen. Hier wird es interessant, ob dieses Kabel besser ist als die anderen.

 

Qualitätseindruck

Grundsätzlich machen alle 5 Kabel einen recht guten Eindruck. So ist die Textilummantelung bei allen Kabeln ähnlich. Es gibt Unterschiede bei der Struktur, aber diese sind minimal.

    

  • INIU = die weichste Ummantelung, fühlt sich wie Stoff an
  • Anker = auch etwas weicher
  • LISEN = ähnlich wie Anker, tendenziell etwas weicher, aber nicht so weich wie INIU
  • BASEUS = leicht gröbere Textur
  • UGREEN = die gröbste Textur

Alle 5 Kabel fassen sich gut und angenehm an. Große Unterschiede gibt es bei den Steckern und den Steckergehäusen!

  • Anker = kleine Metallgehäuse, wertig, schöne Größe
  • LISEN = kleinste Stecker, komplett Kunststoff
  • INIU = mittelgroße Stecker mit Metallgehäusen
  • UGREEN = mittelgroße, massiv anmutende Stecker mit Metallgehäuse
  • BASEUS = größtes Steckergehäuse, Metall, fühlen sich sehr massiv und wertig an

Tendenziell bevorzuge ich bei Ladekabeln eher kleinere Stecker, die auch weniger Hebelwirkung auf die Ports ausüben. Entsprechend gefallen mir die Stecker von Anker glatt am besten. Diese treffen den Mix aus Wertigkeit und kompakten Abmessungen am besten.

  Gewicht g Stecker Länge mm Durchmesser mm
UGREEN USB C Kabel 240W Ladekabel 65 21 4,6
LISEN USB C Kabel 2M 240W Ladekabel 47 18 3,9
INIU 240W USB C Kabel 63 22 4,3
Anker 240W USB C Kabel, [2 Stück 1,8m] PD 3.1 59 19 4,2
Baseus USB C auf USB C Kabel 240W Wolframgold 82 22 4,5

 

Unterm Strich haben alle Kabel ihre Vor- und Nachteile. Das klar „einfachste“ Kabel ist das von LISEN. Allerdings hat dieses auch die kleinsten und leichtesten Stecker, welche deine USB-C-Ports am besten „schonen“. Den massivsten Stecker hat das BASEUS-Kabel; dieses wirkt aber etwas mehr Hebelwirkung auf deine USB-C-Ports aus.

 

Flexibilität

Bei der Flexibilität würde ich unsere 5 Kabel in zwei Gruppen unterteilen.

Gruppe 1 – etwas steifer:

  • UGREEN
  • BASEUS

Die Kabel von UGREEN und BASEUS sind ähnlich bei der Flexibilität. Beide sind leider etwas steifer und starrer. Diese sind nicht extrem steif, aber sie halten etwas mehr ihre Form als die anderen Kabel.

Gruppe 2 – sehr flexibel:

  • INIU
  • Anker
  • LISEN

Erstaunlicherweise ist das Kabel von INIU tendenziell das flexibelste Kabel in diesem Vergleich. Allerdings sind auch die Kabel von Anker und LISEN sehr flexibel. Die beiden tun sich nicht viel in diesem Belang. Grundsätzlich sind INIU, Anker und LISEN im Alltag sehr angenehm.

 

Bis zu 240 W

Wir können USB-C-Ladekabel in 3 Leistungsklassen unterteilen:

  • Bis 3 A bzw. 60 W Kabel
  • Bis 5 A bzw. 100 W Kabel
  • Bis 5 A bzw. 240 W Kabel

3-A- bzw. 60-W-Kabel sind einfache „Punkt-zu-Punkt“-Verbindungskabel. Kabel, die für mehr als 3 A bzw. 60 W geeignet sind, müssen einen sogenannten E-Marker integriert haben.

Dieser E-Marker informiert dein Endgerät bzw. Ladegerät über die maximale Leistung, die das Kabel unterstützt. Das ist ein Sicherheitsfeature und soll verhindern, dass Ladekabel mit zu dünnen Adern für zu viel Leistung genutzt werden.

Natürlich kannst du auch ein „240-W“-Kabel einfach zum Laden eines Smartphones usw. nutzen. Ein 240-W-Kabel ist „für alles bereit“, daher konzentriere ich mich in diesem Test auch auf diese Kabel.

 

Datenübertragung

Grundsätzlich unterstützen alle Kabel in diesem Vergleich auch das Übertragen von Daten. Allerdings dies nur mit USB-2.0-Geschwindigkeit, also ± 30 MB/s!

Warum nur USB 2.0? USB 3.0 oder neuer benötigt mehr Adern im Kabel, was die Kabel teurer, dicker und entsprechend oft auch steifer macht. Daher kann es bei Kabeln fürs Smartphone-Laden durchaus angenehmer sein, Kompromisse bei der Datenübertragung einzugehen, zugunsten einer höheren Flexibilität.

 

Kaum Unterschiede bei der Ladegeschwindigkeit

Bei Micro-USB-Kabeln und dem normalen 5-V-Laden hat das Ladekabel und dessen Qualität einen wirklich großen Unterschied bei der Ladegeschwindigkeit gemacht. Mit dem Schnellladen bzw. USB Power Delivery sind diese Unterschiede bei modernen USB-C-Kabeln hingegen absolut minimal! Dies liegt an der Kommunikation über USB-C PD und der höheren verwendeten Spannung.

Je nach Dicke und Qualität der Adern im Inneren der Kabel ändert sich der Widerstand der Ladekabel und somit auch der Spannungsabfall. Praktisch reden wir hier aber von Unterschieden im Bereich 0–5 % bei der Ladegeschwindigkeit, innerhalb von Kabeln der gleichen Klasse (60 W, 100 W, 240 W).

Bei USB-C-Kabeln sind also Punkte wie Flexibilität, Design, Qualität und Funktionen fast wichtiger zu bewerten als die Unterschiede bei der elektrischen Leitfähigkeit.

 

Qualität der elektrischen Leiter

Dennoch wollen wir einmal schauen, welche der Kabel in diesem Test die beste elektrische Leitfähigkeit besitzen.

Dafür habe ich alle Kabel an ein Labornetzgerät und eine elektronische Last angeschlossen und gemessen, wie hoch der Spannungsabfall bei 5 V und bis zu 5 A ist. Niedrigerer Spannungsabfall = weniger Widerstand = theoretisch eine leicht höhere Ladegeschwindigkeit.

Folgende Reihenfolge konnte ich bezüglich der elektrischen Qualität messen:

  1. Anker
  2. Baseus
  3. INIU
  4. UGREEN
  5. LISEN

Interessanterweise bietet das Anker-Kabel den geringsten Spannungsabfall und somit die beste elektrische Qualität. Auf Platz 2 haben wir das Baseus-Ladekabel. INIU und UGREEN sind praktisch gleichauf auf Platz 3 und 4. Das Kabel mit dem größten Widerstand ist das günstigste Kabel im Vergleich, das Modell von LISEN.

 

Fazit

Welches USB-C-1,8/2-Meter-Ladekabel würde ich nach diesem Test nun kaufen? Wenn ich mich auf ein Kabel festlegen müsste, wäre es vermutlich das Anker 240W USB-C-Kabel. Dieses bietet einfach die beste Mischung aus großer Flexibilität, hochwertigen Steckern und elektrischer Qualität. Das Anker-Kabel ist einfach der beste Allrounder.

Alternativ würde ich vermutlich das INIU-Kabel empfehlen. Dies vor allem aufgrund der sehr guten Flexibilität und dem angenehmen Handgefühl. Elektrisch ist es aber etwas schlechter als das Anker-Kabel.

Grundsätzlich sind auch die Kabel von Baseus, UGREEN und LISEN nicht schlecht, aber ich denke, in der Regel bist du mit den Kabeln von Anker* oder INIU* besser beraten.