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DIY Home Server für Unraid und 12 Hot-Swap-Schächte

Ich war lange Zeit ein großer Fan der Synology-NAS-Systeme. Allerdings hat mich Synology in den letzten Jahren etwas vergrault.

Daher habe ich mir ein Ziel gesetzt: ein neues NAS, viel Leistung, wenig Stromverbrauch und jede Menge Platz für HDDs und SSDs.

Ich habe mich hier für die Intel-Core-200-Plattform entschieden. In diesem Artikel möchte ich dir mein neues Unraid-NAS vorstellen.

Dies soll für dich als Inspiration dienen, falls du dich auch entscheidest, ein eigenes DIY-NAS zu bauen.

 

Die gewählten Komponenten

Folgende Komponenten habe ich für das NAS gewählt:

  • Intel Core Ultra 5 225
  • ASUS Pro Q870M-C-CSM
  • Kingston FURY Beast 64 GB Kit DDR5-5600 CL40
  • Jonsbo N5
  • be quiet! Pure Rock 3
  • be quiet! Pure Power 13 M 750 W

 

Warum eine Intel-CPU?

Sicherlich eine etwas ungewöhnliche Wahl derzeit ist die Intel Core Ultra CPU. Aber die Wahl des Intel Core Ultra 5 225 hat mehrere gute Gründe.

Der für mich wichtigste Grund ist die Energieeffizienz. Intel Core Ultra 200 CPUs benötigen im Leerlauf weniger Energie als die AMD-Konkurrenten.

Zudem sind die kleineren Intel Core Ultra 200 CPUs, wie der 225, sehr effizient unter Last – siehe den Test von Computerbase: https://www.computerbase.de/artikel/prozessoren/intel-core-ultra-5-225f-235-test.92075/

Dabei ist die generelle Leistung der CPU gut, und wir haben eine moderne Plattform:

  • Intel Core Ultra 5 225
  • 10 Kerne (6C+4c)
  • 4,90 GHz
  • 65 W TDP
  • Intel 1851

Hinzu kommt die Intel-iGPU, welche beispielsweise Video-Transcoding unterstützt.

Ein weiterer Punkt, der nicht zu vergessen ist: der Preis. Der Intel 225 ist eine, wenn nicht sogar die günstigste CPU mit aktueller Plattform.

 

Das ASUS Pro Q870M-C-CSM

Beim Mainboard habe ich mich für das recht exotische ASUS Pro Q870M-C-CSM entschieden.

  • ASUS Pro Q870M-C-CSM
  • Intel 1851 (LGA1851)
  • Intel Q870
  • 4x DDR5 DIMM-Slots
  • µATX
  • 4x SATA 6 Gb/s
  • 2x M.2-Slots
  • 3x PCIe (1x x16, 1x x4 und 1x x1)
  • Gbit LAN

Bei dem Pro Q870M-C-CSM handelt es sich um ein Mainboard aus der ASUS-„Corporate Stable Model“-Serie.

Dieses ist also ein professionelles Mainboard, das auf Stabilität und Zuverlässigkeit ausgelegt ist. Das ist ihm auch direkt anzusehen. Wir haben kein besonders schickes Design oder aufwendige Kühlkörper. Alles ist sehr professionell und schlicht gehalten.

Und ja, ich kann bestätigen: Das Mainboard läuft wirklich perfekt aus Sicht der Langzeitstabilität. Hinzu kommen einige Intel-vPro-Features.

Allerdings hat dieses eine große Schwäche: Wir haben nur Gbit-LAN. Für höhere Geschwindigkeiten ist eine zusätzliche LAN-Karte nötig.

Reichen dir 2,5 Gbit LAN und kannst du auf einige der vPro-Features verzichten, dann ist vielleicht das ASUS Prime B860M-A-CSM eine bessere Alternative.

Mehr Infos zum ASUS Pro Q870M-C-CSM findest du im Einzeltest: https://techtest.org/asus-pro-q870m-c-csm-im-test-das-stabile-business-und-server-mainboard-mit-intel-q870-chipsatz/

 

Kingston FURY Beast 64 GB Kit DDR5-5600 CL40

RAM ist für ein NAS/Server wichtig. Leider ist RAM derzeit Mangelware bzw. extrem teuer. Ich hatte das Glück, das „Kingston FURY Beast 64 GB Kit DDR5-5600 CL40“ vor der RAM-Preisexplosion gekauft zu haben.

Warum das Kingston FURY Beast 64 GB Kit? Einfach: Ich vertraue Kingston bei RAM, und dieses Kit steht auf der offiziellen Kompatibilitätsliste des Mainboards.

Normalerweise achte ich darauf weniger, aber wenn es um ein Maximum an Stabilität wie bei einem Server geht, dann macht das durchaus Sinn.

 

So viel Platz – Jonsbo N5

Beim Gehäuse wollte ich zunächst auf ein Rackgehäuse setzen. Allerdings bei einem Blick auf die teils bescheuert hohen Preise habe ich mich doch schnell anders entschieden – vor allem, wenn es mit dem Jonsbo N5 solch ein perfektes NAS-Gehäuse gibt!

Warum ist das Jonsbo N5 „perfekt“?

Das Jonsbo N5 verfügt über 12 Hot-Swap-3,5-Zoll-HDD-Schächte! Zudem haben wir Platz für so ziemlich jede erdenkliche Hardware: Mainboards mit bis zu E-ATX-Größe, normale ATX-Netzteile usw.

Im Gegenzug ist das Jonsbo N5 aber auch ein absoluter Koloss! Dennoch: Wenn du den Platz hast, ist das Jonsbo N5 eine Top-Wahl!

Mehr Infos zum Jonsbo N5 im Test: https://techtest.org/das-perfekte-diy-nas-gehaeuse-12-hot-swap-schaechte-das-jonsbo-n5-im-test/

be quiet! Pure Power 13 M 750 W

Beim Netzteil waren mir drei Dinge wichtig: Zuverlässigkeit, Effizienz und Preis. Der Punkt Zuverlässigkeit hat die Auswahl schon auf eine Handvoll Hersteller eingeschränkt. Hierzu zählte auch der deutsche Hersteller be quiet!.

be quiet! bietet einige Modelle an, aber meine Wahl fiel auf das Pure Power 13 M 750 W.

  • be quiet! Pure Power 13 M 750 W
  • 750 W Leistung, ATX 3.1
  • 80 PLUS Gold bzw. ETA-Platinum laut Cybenetics
  • Vollmodular (abnehmbare Kabel)
  • PCIe 5.1 / 12V-2×6 für moderne GPUs (hier nicht relevant)
  • 120-mm-Silent-Lüfter
  • Fairer Preis!

Mit 80 Plus Gold bzw. sogar ETA-Platinum laut Cybenetics bietet das Pure Power 13 M 750 W eine gute bis sehr gute Effizienz. Dabei ist es preislich für rund 110 € zu bekommen, was für ein Modell mit dieser Leistung von einem vertrauenswürdigen Hersteller alles andere als schlecht ist!

Da dieses auch ein sehr populäres Modell ist, ist es auch schon in der Praxis erprobt.

 

be quiet! Pure Rock 3

Grundsätzlich würde für den Intel Core Ultra 5 225 auch der Box-Kühler vollkommen ausreichen. Dennoch – zur Sicherheit und für einen leisen Betrieb – habe ich mir noch den be quiet! Pure Rock 3 gekauft.

Diesen bekommst du für 30 € und er hält die CPU entspannt bei 60 bis 70 Grad unter Volllast, bei minimaler Lautstärke.

 

SATA-Controller

Leider bringen moderne Mainboards meist nur noch um die 4 SATA-Anschlüsse mit. Für mich etwas zu wenig. Daher habe ich mich nach etwas Recherche für eine Controllerkarte mit ASM1166 entschieden.

Der ASM1166 liefert 6x SATA-Ports pro Karte und ist ein recht moderner, sparsamer und auch zuverlässiger Chipsatz. Dieser arbeitet auch gut mit Unraid und TrueNAS zusammen.

Pass beim Kauf solcher Controllerkarten etwas auf. Es gibt hier viele Modelle mit sehr vielen SATA-Ports, die oft aber Port-Multiplikatoren verwenden, was zu vermeiden gilt.

Solltest du lieber etwas „Professionelleres“ wollen, dann würde ich mir z. B. die LSI 9400-16i anschauen. Die bekommst du für rund 100 €.

 

LAN – wie es dir beliebt

Willst du schnelles LAN in deinem Home Server? Dann musst du noch eine LAN-Karte wählen, denn je nach Mainboard hast du maximal 1 Gbit oder vielleicht 2,5 Gbit dabei.

Ich hatte zunächst eine LAN-Karte mit dem typischen Aquantia AQtion AQC107-Chip verbaut. 10-Gbit-LAN-Karten mit diesem Chip bekommst du für 50 bis 100 €.

Später bin ich aber auf die Intel X520-SR2 gewechselt – nicht weil die AQC107-Karte nicht gut war, sondern wegen SFP+.

Tipp: Schau im Zweifel bei eBay. Hier gibt es viele professionelle 10-Gbit-LAN-Karten für wenig Geld gebraucht.

 

Die Software – Unraid oder TrueNAS

Grundsätzlich kannst du auf einem DIY-NAS wie diesem jede Software installieren, die du magst. Allerdings bei einer NAS-/Server-Nutzung würden sich vermutlich Unraid oder TrueNAS anbieten.

TrueNAS ist die „professionellere“ Option, Unraid die flexiblere und „freundlichere“.

Beide Systeme haben eine deutlich steilere Lernkurve als die NAS-Betriebssysteme von UGREEN, QNAP oder Synology! Diese sind aber an die Hardware der Hersteller gekoppelt.

Ich habe mich für Unraid entschieden, welches nach meiner Meinung das für die Heimnutzung bessere System ist.

 

Das Unraid-Speicherprinzip

Das wohl größte Alleinstellungsmerkmal von Unraid ist das flexible Speicher-Array:

  • Keine klassischen RAID-Level wie RAID 5 oder RAID 6
  • Unterschiedlich große HDDs können problemlos kombiniert werden
  • Nur die Paritätsplatte muss mindestens so groß sein wie die größte Datenplatte
  • Fällt eine HDD aus, kann sie durch eine neue ersetzt und rekonstruiert werden

Gerade für ein DIY-NAS mit vielen Hot-Swap-Schächten wie dem Jonsbo N5 ist das extrem praktisch. Du kannst einfach nach und nach größere Festplatten hinzufügen oder austauschen, ohne gleich das komplette Array neu aufzusetzen.

Ein weiterer Vorteil: Es laufen im Normalfall nur die Platten, auf die gerade zugegriffen wird. Das spart Strom – ein wichtiger Punkt bei einem 24/7-System.

 

Docker und VMs

Unraid ist nicht nur ein NAS, sondern eine kleine Virtualisierungsplattform.

  • Docker-Container sind nativ integriert
  • Virtuelle Maschinen (KVM) werden direkt unterstützt
  • GPU-Passthrough ist möglich
  • Sehr einfache Verwaltung über das Webinterface

Gerade Docker ist hier ein riesiger Pluspunkt. Über die Community Applications kannst du mit wenigen Klicks Dienste wie die folgenden installieren und betreiben:

  • Plex oder Jellyfin
  • Nextcloud
  • Home Assistant
  • Pi-hole
  • diverse Backup- und Sync-Lösungen

Das Ganze funktioniert erstaunlich unkompliziert. Für Einsteiger ist das deutlich angenehmer als ein „nacktes“ Linux oder ein klassisches TrueNAS-Setup.

 

ZFS unter Unraid – inzwischen ebenfalls eine Option

Ein Punkt, der lange Zeit gegen Unraid gesprochen hat, war das fehlende native ZFS-Ökosystem. Das hat sich inzwischen geändert.

Unraid unterstützt mittlerweile ZFS nativ. Du kannst einzelne Laufwerke, Cache-Pools oder auch komplette ZFS-Pools mit klassischen RAIDZ-Leveln erstellen. Damit stehen dir viele der bekannten ZFS-Features zur Verfügung, wie wir sie auch in TrueNAS haben.

Das bedeutet: Wenn du die Datensicherheit und Integritätsfeatures von ZFS möchtest, musst du nicht mehr zwangsläufig zu TrueNAS greifen. Du kannst innerhalb von Unraid einen oder mehrere ZFS-Pools betreiben – beispielsweise für besonders wichtige Daten oder als performanten Cache-Pool mit NVMe-SSDs.

Allerdings ist Unraid konzeptionell nicht „ZFS-first“, so wie es bei TrueNAS der Fall ist. Das klassische Unraid-Array (mit Parität + Einzeldisks) ist weiterhin das Kernkonzept des Systems. ZFS ist eine zusätzliche Option.

Gerade das kann aber auch ein Vorteil sein. Du kannst beispielsweise:

  • Das klassische Unraid-Array für große Datensammlungen nutzen (maximale Flexibilität)
  • Einen ZFS-Mirror oder RAIDZ-Pool für besonders kritische Daten einsetzen
  • Einen schnellen ZFS-NVMe-Pool für Docker und VMs betreiben

Diese Mischform aus klassischem Unraid-Array und ZFS-Pools ist etwas, das man in dieser Flexibilität bei anderen NAS-Systemen kaum findet.

Genau das habe ich auch gemacht. Meine „großen“ Daten (Fotos, Videos) liegen auf einem Unraid-Array, während einzelne freigegebene Ordner mit wichtigen Daten auf einem ZFS-SSD-Pool liegen.

 

Performance

Das hier gebaute NAS ist sehr fähig und leistungsstark! Reine Netzwerktransfers – auch bei 10 Gbit – bringen den Intel Core Ultra 5 225 nicht zum Schwitzen. Genau genommen gibt es kaum einen CPU-Ausschlag.

Der Intel Core Ultra 5 225 wäre vermutlich sogar zu 25 Gbit oder mehr in der Lage, sofern dein Speicher mithalten kann.

Wo wir die Leistung des Intel Core Ultra 5 225 etwas mehr nutzen können, ist beim Thema Virtualisierung / Docker. Die meisten Docker-Container benötigen nicht viel Leistung. Beispielsweise habe ich Folgendes auf dem NAS installiert:

  • Nextcloud
  • Immich
  • Jellyfin
  • OpenSpeedTest
  • Duplicati
  • Und weitere kleinere Container

In der Regel hat der Intel Core Ultra 5 225 eine Auslastung von 2–8 %. Klar, wenn z. B. Duplicati Daten komprimiert, kann die Auslastung auch Richtung 100 % gehen, aber im Allgemeinen bewältigt der Core Ultra 5 225 solche Virtualisierungen völlig entspannt nebenbei.

 

Uptime

Dieses Projekt und dieser Artikel haben sich etwas hingezogen. Mittlerweile hat das NAS eine Uptime von über 3 Monaten!

Entsprechend – ja, die von mir gewählte Hardware in diesem Artikel läuft zu 100 % stabil in der Praxis.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch hängt stark von der jeweils gewählten Hardware ab, vor allem von deinen Festplatten, der LAN-Karte usw.

Einfach als „Referenz“ konnte ich folgende Werte des Systems ohne Festplatten (nur NVMe-SSDs) oder PCIe-Karten messen:

  • Windows 11 Leerlauf ohne Treiber – ca. 25 W
  • Windows 11 Leerlauf mit Treibern – ca. 14 W
  • Windows 11 mit Treibern Volllast CPU – ca. 99 W
  • Unraid Leerlauf ohne Monitor – ca. 17–20 W
  • Unraid Powertop-optimiert – ca. 16–18 W

Ohne HDDs kommen wir also mit unter 20 W hin, was in Ordnung ist. Du kannst davon ausgehen, dass wir mit 10-Gbit-LAN und den zusätzlichen SATA-Controllern um die 24–30 W laden.

 

Video

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Mehr Informationen

 

Fazit

Ich erwarte nicht, dass du dieses NAS 1:1 nachbaust, aber vielleicht kannst du es als „Inspiration“ betrachten.

Gerade der Intel Core Ultra 5 225 ist für ein DIY-NAS der gehobenen Klasse eine echt spannende Angelegenheit! Für rund 150–160 € erhältst du hier eine (für NAS-Verhältnisse) recht mächtige CPU, die vor allem auch bei der Energieeffizienz punkten kann! Hier hat Intel sogar etwas die Nase vorn gegenüber AMD in dieser CPU-Klasse.

Zudem sind Intel-1851-Mainboards recht günstig zu bekommen. Unter 100 € für ein einfaches Mainboard ist kein Problem!

Ein weiteres Highlight ist das Jonsbo N5. Ein Koloss von einem Gehäuse, aber für einen Datenhoarder ein Traum!

Warum aber DIY und nicht Prebuild? Ich habe sehr lange ein „Fertig-NAS“ genutzt und grundsätzlich bevorzuge ich in sehr vielen Punkten die Software von UGREEN, QNAP oder Synology gegenüber Unraid oder TrueNAS. Aber mittlerweile will ich eine Herstellerbindung möglichst vermeiden – daher dieses DIY-Projekt.

Redodo 12V 165Ah LiFePO4 im Test – Maximale Kapazität im Kompaktformat

Redodo bietet einen neuen 12V LiFePO4 Akku mit 165 Ah Kapazität an. Dies ist an sich jetzt nichts Außergewöhnliches.

Allerdings hat es Redodo geschafft, diese 165 Ah in ein Gehäuse zu packen, in dem wir normalerweise lediglich 100 Ah erhalten. In Sachen Energiedichte sieht der Akku also sehr spannend aus!

Hinzu kommt passend zur Kapazität von 165 Ah auch eine Ausgangsleistung von bis zu 165 A und ein Bluetooth-BMS.

Wollen wir uns die Redodo 12V 165Ah LiFePO4 Batterie doch einmal in einem kleinen Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Redodo für das Zur-Verfügung-Stellen des Akkus für diesen Test.

 

Technische Daten

  • Redodo 12V 165Ah LiFePO4 Batterie
  • LiFePO4-Prismatic-Zellen
  • 12,8 V Nennspannung
  • 165 Ah
  • 2112 Wh
  • 4000–15.000 Zyklen (je nach Entladetiefe)
  • 5 Jahre Garantie
  • 165 A maximale Ausgangsleistung
  • 165 A maximaler Ladestrom (weniger empfohlen!)

 

Die Redodo 12V 165Ah LiFePO4 Batterie im Test

Das Highlight an diesem Akku/dieser Batterie ist das Verhältnis aus Kapazität zu Abmessungen. So misst der Akku 330 × 172 × 216 mm, was eigentlich eine typische Größe für ein Modell mit 100 Ah ist.

Ansonsten nutzt Redodo das typische Design eines LiFePO4-Akkus. Wir haben ein weiß/graues Gehäuse im Stil einer Autobatterie. Dabei befindet sich für einen leichteren Transport ein Tragegriff aus Stoff auf der Oberseite.

Hilfreich, denn der Akku bringt 15 kg auf die Waage. Nicht leicht, aber für einen Akku mit dieser Kapazität auch alles andere als zu schwer.

Angeschlossen wird der Akku über zwei M8-Schrauben auf der Oberseite. Diese liegen auch mit im Lieferumfang, gemeinsam mit einer erfreulich schönen und gut gemachten Anleitung.

 

Mit Bluetooth und App

Ein wichtiger Punkt beim Redodo 12V 165Ah ist die Bluetooth-Unterstützung. Diese erlaubt dir mithilfe der Redodo-App, Daten des Akkus auszulesen. Hierzu zählt:

  • Akkustand in %
  • Aktuelle Eingangs-/Ausgangsleistung in Watt
  • Strom in A
  • Spannung in V
  • Geschätzte Kapazität in Ah
  • Temperatur
  • Zyklen

Damit sind die wichtigsten Informationen vorhanden. Leider gibt es keine Detailinformationen zur Spannung der einzelnen Zellen – nur eine Anzeige, die sagt, ob der Akku balanciert ist oder nicht.

Als Bonus gibt es noch die Möglichkeit, den Akku über die App abzuschalten.

 

Warum das Bluetooth-BMS wichtig und nützlich ist

Du fragst dich, warum du unbedingt auf einen LiFePO4-Akku mit Bluetooth-BMS setzen solltest?

Klar, es macht Spaß, live Spannung, Temperatur und Stromfluss deines Redodo 12V 165Ah im Blick zu behalten. Aber das eigentlich Wichtige ist die Kapazitätsanzeige, und dafür gibt es einen guten Grund. LiFePO4-Zellen haben von Natur aus eine extrem flache Entladekurve. Die Spannung bleibt über weite Teile des Entladevorgangs nahezu konstant, egal ob der Akku zu 80 % oder zu 20 % geladen ist. Das macht es für Solar-Laderegler und klassische Spannungsmesser nahezu unmöglich, den genauen Ladestand zuverlässig zu ermitteln – gerade unter Last. Die meisten Geräte erkennen nur zuverlässig, wenn der Akku kurz vor voll oder kurz vor leer ist; alles dazwischen ist Rätselraten. Das integrierte Bluetooth-BMS des Redodo löst genau dieses Problem: Du siehst deinen genauen State-of-Charge jederzeit direkt auf dem Smartphone.

 

Die Stärken von LiFePO4 – warum die Chemie überzeugt

Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePO4) sind im Vergleich zu klassischen Lithium-Ionen-Zellen weniger energiedicht. Aber das ist auch schon der einzige nennenswerte Nachteil gegenüber Lithium-Ionen-Akkus.

Was die Redodo 12V 165Ah dafür bietet: eine deutlich höhere Sicherheit und eine Lebensdauer, die konventionelle Blei-Säure- oder Li-Ion-Akkus weit hinter sich lässt. Während Standard-Lithium-Ionen-Akkus nach 500 bis 1.000 Zyklen langsam in die Knie gehen, schafft der Redodo laut Herstellerangaben über 4.000 Zyklen bei 100 % Entladetiefe und bei schonendem Betrieb mit geringerer Entladetiefe sogar deutlich mehr. Für den Einsatz als Solar-Pufferspeicher ist das ein enormer Vorteil. Hinzu kommt die thermische Stabilität: Selbst wenn das BMS einmal ausfallen sollte, neigen LiFePO4-Zellen nicht dazu, in Brand zu geraten oder thermisch durchzugehen – ein bekanntes Risiko bei anderen Lithium-Chemien. Das integrierte BMS des Redodo schützt dich zusätzlich zuverlässig vor Tiefentladung, Überladung, Kurzschlüssen, Überlastung sowie Über- und Untertemperatur.

 

Die Einschränkungen, die du kennen solltest

Kein Produkt ohne Kompromisse. Bei der Redodo 12V 165Ah gilt, wie bei allen LiFePO4-Akkus: Laden unter 0 °C ist tabu. Dabei können irreversible Schäden an den Zellen entstehen. Entladen hingegen ist auch bei Minustemperaturen kein Problem.

Erfreulicherweise bietet der Redodo einen Schutz gegen das Laden bei zu niedriger Temperatur. Das ist nicht selbstverständlich!

 

Kapazitätsmessung bei Techtest.org – so gehe ich vor

Um die tatsächliche Kapazität der Redodo 12V 165Ah zu ermitteln, setze ich auf eine elektronische Last. Dieses Messgerät entzieht dem Akku kontrolliert Energie und wandelt sie in Wärme um; dabei wird exakt aufgezeichnet, wie viel Kapazität wirklich entnommen werden kann.

Bei meinen Tests kamen der Atorch DL24MP sowie der Atorch DL24EW zum Einsatz, wobei Letzterer zur gegenseitigen Verifikation der Messergebnisse diente. Ergänzend wurde der Redodo für einen praxisnahen Test temporär an die Offgrid-Solaranlage in meinem Büro angeschlossen.

 

Wie hoch ist die Kapazität wirklich?

Laut Redodo bietet der Akku eine Kapazität von 165 Ah bzw. 2112 Wh. Welche Kapazität konnte ich im Test messen?

Ah Wh %
10A 167.96 2178 102%
20A 168.801 2171 102%
30A 170.618 2187 103%
Im Schnitt 169.13 2178.67 103%

 

Im Test schwankte die Kapazität des Akkus zwischen 167,96 Ah und 170,618 Ah.

Im Schnitt konnte ich 169,13 Ah bzw. 2178,67 Wh messen. Damit übertrifft der Akku die Herstellerangabe von 165 Ah ein kleines Stück – sehr schön!

Das sind rund 103 % der Herstellerangabe, was zu den Messwerten anderer namhafter LiFePO4-Akkus bei mir im Test passt.

Damit zeigt der Akku im Vergleich zu anderen Modellen ein durchschnittliches Abschneiden.

 

Spannungsverlauf

Der Redodo 12V 165Ah verfügt über einen recht typischen Spannungsverlauf für einen LiFePO4-Akku. So ist dieser extrem flach.

So spielt sich hier 90 % der Kapazität im Spannungsbereich 13,2 V bis 12,6 V ab. Unterschreiten wir 12,5 V, sinkt die Spannung rapide ab.

Das BMS-Modul schaltet bei einer Spannung von 10,5 V endgültig ab.

 

Fazit

Der Redodo 12V 165Ah LiFePO4 Akku hinterlässt im Test einen rundum positiven Eindruck. Das größte Alleinstellungsmerkmal ist zweifellos die beeindruckende Energiedichte: 165 Ah in einem Gehäuse, das üblicherweise nur 100-Ah-Modellen vorbehalten ist – das ist eine echte Ansage und macht den Akku besonders interessant für alle, die auf kompakten Bauraum angewiesen sind.

Im Kapazitätstest übertrifft der Redodo die Herstellerangabe mit gemessenen durchschnittlich 169,13 Ah (rund 103 % der Nennkapazität) sogar leicht, was bei einem namhaften LiFePO4-Akku zu erwarten ist, aber dennoch erfreulich zu sehen ist.

Das integrierte Bluetooth-BMS wertet den Akku spürbar auf. Gerade bei LiFePO4-Zellen mit ihrer charakteristisch flachen Entladekurve ist die zuverlässige State-of-Charge-Anzeige per App ein echter Mehrwert, den klassische Spannungsmesser schlicht nicht bieten können. Die App selbst liefert alle relevanten Kennwerte auf einen Blick. Einzig die fehlende Einzelzellenspannung ist ein kleiner Kritikpunkt für fortgeschrittene Nutzer.

Positiv fällt zudem der integrierte Schutz gegen das Laden bei Minustemperaturen auf – denn das ist keineswegs selbstverständlich bei Akkus dieser Klasse.

Auf der Habenseite stehen außerdem die für LiFePO4 typischen Stärken: hohe Zyklenfestigkeit von über 4.000 Zyklen, thermische Stabilität und ein umfassendes BMS-Schutzpaket. Wer den Akku als Pufferspeicher in einer Solaranlage, im Wohnmobil oder auf dem Boot einsetzen möchte, bekommt hier ein solides, gut durchdachtes Produkt mit einem überzeugenden Kapazitäts-zu-Größe-Verhältnis.

Die JUOVI J2621 20.000 mAh 45W Powerbank im Test

Wenn du bei Amazon nach Powerbanks suchst, wirst du vielleicht über den Hersteller JUOVI stolpern. Nach meiner Erfahrung bewerben diese ihre Modelle recht stark via Amazon. Und das hat bei mir die Frage eröffnet: Wie gut sind die Powerbanks von JUOVI?

Um diese Frage zu klären, habe ich die JUOVI 20.000 mAh 45W Powerbank einfach mal bestellt.

Diese kostet um die 30 €, was für eine 20.000 mAh Powerbank mit 45 W ein fairer Preis ist. Dies aber natürlich auch nur, wenn die Powerbank hält, was sie verspricht! Wollen wir uns mal im Test ansehen, ob dies auch in der Praxis der Fall ist!

 

Design und Verarbeitung

Erfreulicherweise bietet JUOVI seine Powerbanks in vielen verschiedenen Farbversionen an. Ich habe mich einfach mal für die etwas exotische Gold-/Orange-/Kupfer-farbene Version entschieden. Das grundsätzliche Design der Powerbank ist abseits der Farbe soweit OK, aber auch nichts Besonderes. Ähnliches gilt für die Verarbeitungsqualität, auch hier ist alles soweit OK, aber auch nicht herausragend.

Erfreulicherweise gehört die JUOVI J2621 mit einem Gewicht von 368,5 g und 137 × 70 × 26 mm zu den leichteren und kleineren Modellen der 20.000 mAh 45 W Klasse. Allerdings würde ich sie jetzt dennoch nicht als „Mini“-Powerbank deklarieren. Neben den Anschlüssen auf der Front besitzt die JUOVI noch ein kleines LC-Display auf der Seite, das dir den Akkustand in % anzeigt.

 

Anschlüsse der JUOVI Powerbank

Die JUOVI Powerbank besitzt 2× USB-C und 2× USB-A.

  • USB-A – 22,5 W Super Charge und 30 W Quick Charge – 5 V/3 A, 9 V/3 A, 10 V/2,25 A, 12 V/2,5 A
  • USB-C – 45 W USB PD – 5 V/3 A, 9 V/3 A, 12 V/3 A, 15 V/3 A, 20 V/2,25 A

Das Wichtigste an der JUOVI J2621 ist der bzw. die 45 W USB-C-Ports. 45 W ist eine sehr schöne Leistung via USB Power Delivery. So reicht diese völlig aus, um aktuelle Smartphones schnell zu laden, wie aber auch Tablets und sogar einige kleinere Notebooks.

Nutzt du mehrere Ports der Powerbank gleichzeitig, dann drosselt diese sich herunter. Erfreulicherweise allerdings weniger stark als ich es erwartet hatte. Genau genommen scheint die Powerbank sogar 55 W liefern zu können. Nutzt du beispielsweise beide USB-C-Ports, haben wir 45 W + 10 W.

 

Mit PPS

PPS ist ein sehr wichtiger Standard für das Laden von Smartphones! Gerade für Samsung-Smartphones. Daher ist es auch wichtig, dass die JUOVI PPS unterstützt, was sie auch tut.

  • 3,3–11 V bei bis zu 4 A

Das ist eine solide PPS-Stufe. Leider reicht diese aber nicht ganz für das 45 W Samsung-Schnellladen. So werden Samsung-Smartphones hier eher im Bereich 30 W maximal laden können. Für Apple-Smartphones spielt das keine Rolle. Alle aktuellen iPhones werden mit dem vollen Tempo an der Powerbank laden können.

 

Kapazität der JUOVI Powerbank

Die JUOVI J2621 soll laut Hersteller 20.000 mAh Kapazität bieten. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/1A 70.183 13970 18968 95 %
9V/1A 69.288 7741 18726 94 %
9V/3A 67.904 7496 18352 92 %
20V/2A 61.925 3097 16736 84 %
Im Schnitt 67.325 18196 91 %

 

Hier konnte ich eine Kapazität zwischen 16.736 mAh und 18.968 mAh messen.

Das ist eine Spanne von 84 % bis 95 % der Herstellerangabe. Das ist ein hervorragendes Abschneiden! Normal sind 80-90 % echte Kapazität, wir erreichen hier im Schnitt 91 % der Herstellerangabe – TOP!

Warum es normal ist, dass eine Powerbank nicht 100 % der Herstellerangabe erreicht, erfährst du hier: https://techtest.org/warum-haben-powerbanks-weniger-kapazitaet-als-draufsteht/

 

Sehr schnelles Laden!

Erfreulicherweise kann die Powerbank auch mit bis zu 45 W geladen werden. Dabei kann die Powerbank sehr konstant mit 45 W laden, was für eine solche Powerbank ungewöhnlich ist.

Im Test war die JUOVI 20.000 mAh 45 W in 2:39 h von 0 % auf 100 % geladen. Das ist sehr schnell für eine Powerbank dieser Klasse!

Und hier kannst du deutlich sehen, dass die JUOVI die am schnellsten ladende 20.000 + 45 W Powerbank ist, die ich bisher im Test hatte. Gibt es noch schneller ladende Powerbanks? Ja klar, aber dann musst du schon auf die 65 W oder 100 W Klasse hochgehen.

 

Fazit

Die JUOVI J2621 20.000 mAh 45 W Powerbank überrascht im Test positiv und beweist, dass die aggressive Bewerbung auf Amazon nicht nur heiße Luft ist.

Besonders hervorzuheben ist die Ladegeschwindigkeit: Mit einer Ladezeit von nur 2:39 Stunden von 0 auf 100 % ist die JUOVI die schnellste Powerbank ihrer Klasse im Test – ein beeindruckender Wert.

Die 45 W USB-C-Ausgabe via USB Power Delivery ist dabei stark genug für Smartphones, Tablets und sogar kleinere Notebooks, was die Powerbank zu einem vielseitigen Begleiter macht. Die 45 W können dabei auch konstant geliefert werden. Die PPS-Unterstützung ist leider eher mittelmäßig, aber im Alltag für die meisten Nutzer ausreichend.

Die Kapazität hält die JUOVI, was sie verspricht: Mit gemessenen durchschnittlich 91 % der Nennkapazität liegt sie klar über dem üblichen Marktwert von 80–90 % und zeigt damit ein sehr solides Ergebnis.

Für rund 30 € bekommst du hier eine leistungsstarke, schnell ladende Powerbank mit ehrlicher Kapazität. Die JUOVI ist eine grundsolide und alltagsfreundliche Powerbank!

Der HP Smart Tank 7305 All-in-One Printer im Test

Sich bei Druckern über die teils extrem hohen Kosten bei Tinte zu ärgern ist eine lange Tradition. Allerdings tauchen in der letzten Zeit immer mehr Modelle mit Tinten-Tanks im Handel auf.

Und das ist eine schöne Sache, denn die Nachfüll-Flaschen bieten signifikant mehr Tinte für deutlich weniger Geld! Hinzu kommt, dass sich in der Regel auch problemlos Tinte von Drittanbietern nutzen lässt.

HP hat zwar in den letzten Jahren immer mehr Richtung Tinten-Abos gepuscht, bietet aber auch Modelle mit dem Tank-Konzept an. Hierzu zählt auch der HP Smart Tank 7305 All-in-One Printer.

Bei diesem handelt es sich um ein Multifunktionsgerät der Mittelklasse. So kostet dieses um die 250 €, beinhaltet aber laut Hersteller auch Tinte für ca. 3 Jahre!

Wollen wir uns den HP Smart Tank 7305 All-in-One Printer einmal in einem Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an HP für das Ausleihen des Druckers für diesen Test.

 

Der HP Smart Tank 7305 All-in-One Printer im Test

Wenn das Design bei einem Drucker für dich eine Rolle spielt, dann wirst du mit dem HP Smart Tank 7305 sehr zufrieden sein!

Optisch und auch haptisch ist der Drucker absolut gelungen und übertrifft die Modelle von Epson, die ich in den Fingern hatte. Gerade in einem modernen Büro würde der HP Smart Tank 7305 eine gute Figur machen.

HP nutzt hier eine Mischung aus weißem und grauem Kunststoff. Der Aufbau ist allerdings klassisch für ein Multifunktionsgerät.

Wir haben auf der Oberseite eine Klappe, unter welcher sich der Scanner befindet, sowie einen Druckauswurf auf der Front.

Der HP Smart Tank 7305 nutzt eine Papier-Kassette im unteren Bereich. Es muss kein Papier auf der Rückseite eingelegt werden, was das Design nochmals etwas cleaner macht.

 

Sehr einfaches Display

Auf der Oberseite des Druckers findet sich ein kleines Display. Dieses ist sehr einfach gehalten! So ist das Display klein und lediglich schwarz/weiß.

Es handelt sich hier um ein Status-Display, es gibt also keine Vorschau oder Ähnliches. Das habe ich bei anderen Druckern in dieser Preisklasse schon etwas besser gesehen.

 

Nachfülltinte!

Der wichtige Punkt am HP Smart Tank 7305 ist das Smart-Tank-Design. Wir haben hier also keine Patronen, sondern Tanks im Drucker, welche über Schläuche mit dem Druckkopf verbunden sind.

Diese Tanks werden einfach mit flüssiger Tinte befüllt. Pro Farbe haben wir 70 ml und bei Schwarz satte 135 ml.

Das ist viel mehr als wir in einer normalen Patrone hätten! Das Einfüllen der Tinte hat auch wunderbar funktioniert und war komplett schmutzfrei.

 

Preis der Tinte

Das Entscheidende ist der Preis der Tinte. Ein originales Set „HP 32XL Black & 31 Cyan Magenta Yellow Ink Bottle Bundle Pack“ kostet rund 60 €.

Dieses Set soll 12.000 schwarze Seiten oder 8.000 Farbseiten schaffen, womit die Druckkosten unter denen vieler Laserdrucker liegen werden!

Hinzu kommt, dass es auch jede Menge „alternative“ Tinte gibt, welche schon für 25 € erhältlich ist. Ob ich das empfehlen würde, lasse ich mal dahingestellt, aber gerade für Vieldrucker ist das ein extrem günstiger Drucker!

 

Druckköpfe tauschbar

Spannenderweise sind beim HP Smart Tank 7305 die Druckköpfe nicht fest verbaut, sondern lassen sich wie Patronen ein- und ausbauen.

Diese Druckköpfe haben in der Theorie kein festes Ablaufdatum und müssen nur getauscht werden, wenn die Druckqualität nach X Jahren nachlässt oder die Tinte komplett eingetrocknet ist.

Wir hoffen, dass HP nicht irgendwo ein fixes Seiten-Limit hinterlegt hat – falls nicht, ist das eine tolle Sache, denn du kannst die Druckköpfe einfach tauschen. Das kann die Lebensdauer deutlich verlängern.

 

Druckqualität – Normalpapier

Bei dem HP Smart Tank 7305 handelt es sich um ein „Office“-Gerät. Daher überrascht es nicht, dass die Druckqualität auf Normalpapier absolut nichts zu wünschen übrig lässt.

Selbst bei der „Entwurf“-Qualität ist Text schon wunderbar klar und sauber. Ähnliches gilt auch für kleinere Bilder oder Diagramme auf Normalpapier. Auch diese werden gut abgebildet.

Also für einen Büro-Drucker liefert der HP Smart Tank 7305 eine absolut passende Qualität.

 

Druckqualität – Fotos

Aber was ist mit Fotos? Leider war ich hier von der Druckqualität weniger beeindruckt. Fotos auf Fotopapier werden ordentlich, aber ein gutes Stück schlechter als beim eigentlich günstigeren Epson EcoTank ET-2875.

So hat der Smart Tank 7305 anscheinend mit Schwarz und Kontrasten bei Fotos etwas Probleme.

Schwarz wird nicht so tief und satt wie beim Epson und bekommt zudem einen leichten Blaustich. Allgemein wirken Bilder im direkten Vergleich zum EcoTank ET-2875 weniger „satt“.

(Links HP, rechts Epson)

Unterm Strich gilt also: Irgendwelche Diagramme oder Ähnliches in Vollbild zu drucken ist mit dem Smart Tank 7305 kein Problem, aber als Fotodrucker wäre dieser nicht meine erste Wahl.

 

Randloser Druck!

Ein großer Pluspunkt des Smart Tank 7305 ist die Möglichkeit, auch A4-Seiten randlos zu bedrucken.

 

Druckgeschwindigkeit

HP wirbt beim Smart Tank 7305 mit bis zu 15 Seiten/Min (S/W) und 9 Seiten/Min (Farbe). Das ist aber natürlich unter optimalen Bedingungen.

Im Folgenden habe ich 10 vollständige A4-Textseiten in den 3 Qualitätsstufen gedruckt, und zwar über das Netzwerk. Es wurde die Zeit vom Betätigen der „Druck“-Taste am PC bis zur letzten Seite gemessen.

  • Entwurf: 48 s (4,8 s pro Seite)
  • Normal: 78 s (7,8 s pro Seite)
  • Optimal: 106 s (10,6 s pro Seite)

Das ist kein schlechtes Abschneiden! Bei „Entwurf“ und „Normal“ ist der HP damit in etwa so schnell wie der Epson EcoTank ET-2875.

Bei optimaler Qualität ist der Smart Tank 7305 sogar deutlich schneller als der Epson EcoTank ET-2875. Hier gibt es also nichts zu bemängeln!

Die Druckgeschwindigkeit ist gut, wenn nicht sogar sehr gut.

 

Duplex-Einheit

Der Smart Tank 7305 verfügt über eine Duplex-Einheit, kann also automatisch beidseitig drucken.

 

Scanqualität

Die Qualität des Scanners ist ähnlich wie beim Drucken. Wir haben eine maximale Auflösung von 1200 dpi und im Allgemeinen liefert der Scanner eine gute Qualität bei Texten und Diagrammen.

Auch bei Fotos liefert dieser eine solide Qualität – mit Luft nach oben! Der Epson EcoTank ET-2875 liefert im direkten Vergleich schönere und sattere Fotos.

HP
Epson
HP
Epson

Ein großer Vorteil des HP gegenüber dem Epson ist der Dokumenteneinzug auf der Oberseite, welcher das Scannen von mehreren Seiten deutlich beschleunigt!

 

Fazit – HP Smart Tank 7305 All-in-One Printer

Wenn du einen zuverlässigen Office-Drucker suchst, der dich langfristig nicht mit horrenden Tintenkosten ruiniert, dann bist du beim HP Smart Tank 7305 genau richtig. Die Druckqualität bei Texten und Dokumenten ist tadellos, die Druckgeschwindigkeit überzeugt, und das Tank-System macht das Nachfüllen extrem einfach. Dazu kommt das schicke Design, das in keinem modernen Büro deplatziert wirkt.

Besonders beeindruckend: Die tauschbaren Druckköpfe (sollten die Haltbarkeit verbessern) und die extrem günstigen Druckkosten machen den Smart Tank 7305 auf lange Sicht zu einer sehr wirtschaftlichen Wahl. Wer viel druckt, wird das schnell im Geldbeutel spüren.

Einen kleinen Dämpfer gibt es allerdings beim Fotodruck. Hier bleibt der Smart Tank 7305 hinter dem günstigeren Epson EcoTank ET-2875 zurück. Kontraste und Farbsättigung könnten besser sein. Wer also hauptsächlich Fotos drucken möchte, sollte lieber woanders schauen.

Unterm Strich: Der HP Smart Tank 7305 ist eine klare Empfehlung für den Office-Einsatz. Günstige Betriebskosten, solide Leistung und ein durchdachtes Konzept machen ihn zu einem starken Alltagsbegleiter. Als Fotodrucker wäre er jedoch nicht meine erste Wahl, der 7305 ist klar ein Office-Gerät.

HP Smart Tank 7305 All-in-One Printer
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Welches Ladegerät für das Apple MacBook Neo? Wie schnell kann es laden? (2026)

Mit im Lieferumfang des MacBook Neo befindet sich, Apple-typisch, kein Ladegerät. Wir haben lediglich ein kurzes 1-Meter-USB-C-Kabel.

Aber was für ein Netzteil brauchen wir für das Neo? Eins der Apple-eigenen Ladegeräte für viel Geld? Nein! Erfreulicherweise nutzt das MacBook Neo die normalen USB-Power-Delivery-Ladegeräte. Aber wie schnell kann es laden und wie viel Leistung braucht das optimale Ladegerät? Finden wir es im Test heraus!

 

USB Power Delivery – Technik des iPhone 16 Pro

Das Herzstück des MacBook Neo stellt der Apple A18 Pro Chip dar, welchen wir so ± aus dem iPhone 16 Pro kennen. Passend dazu wirbt auch Apple mit „Zum Laden des Geräts erforderliche Mindestleistung: 20 W“. Allerdings kann das Neo praktisch ein Stück schneller laden als das iPhone 16 Pro Max.

Grundsätzlich nutzt Apple hier den normalen USB-Power-Delivery-Standard. Heißt: Du kannst ohne Einschränkungen Drittanbieter-USB-C-Kabel sowie Ladegeräte / Powerbanks nutzen! Es gibt keine „Warnmeldungen“ oder Ähnliches und diese werden genauso wie originales Apple-Zubehör behandelt.

 

Wie schnell kann das MacBook Neo maximal laden?

Folgende maximale Leistungswerte konnte ich im Test beim MacBook Neo ermitteln. Als Messgerät kam das WITRN C5 zum Einsatz.

Maximale Leistungsaufnahme des MacBook Neo an verschiedenen Ladegeräten

In meinem Test konnte das MacBook Neo maximal ± 31–32 W aufnehmen. Es spielt dabei auch keine Rolle, ob das Notebook im Leerlauf oder unter Last ist, 32 W scheint das absolute Maximum zu sein.

Dieses Maximum von 31–32 W wird an allen USB-Power-Delivery-Ladegeräten erreicht, die 35 W oder mehr liefern können (sowie die 15-V-Spannungsstufe und auf der 15-V-Stufe 2,1 A oder mehr).

An einem 30-W-Ladegerät wurden bei mir rund 29 W aufgenommen. 29 W zu 32 W sind kein großer Unterschied, effektiv ist also bereits ein 30-W-Ladegerät eine ziemlich gute Wahl für das MacBook Neo. An einem 20-W-Ladegerät sehen wir, wenig überraschend, maximal 20 W.

Apple spricht selbst von einer „Mindestleistung: 20 W“. Allerdings kann das Neo auch an Ladegeräten mit unter 20 W laden. Genau genommen funktioniert sogar das Laden an einem USB-A-Ladegerät, dort allerdings nur mit rund 7 W, was weniger effektiv und nicht zu empfehlen ist. Im Notfall geht es aber.

MacBook Neo Ladeleistung Test - Maximal 31–32 Watt

Im Standby (Notebook zugeklappt) ist die Leistungsaufnahme etwas niedriger. Etwas niedriger = ca. 2 W weniger, also maximal ± 30 W anstelle von ± 32 W.

 

Wie lange dauert das Laden des Neo?

Aber wie lange dauert eine vollständige Ladung des MacBook Neo? Für diesen Test habe ich das Notebook auf 5 % entladen und dann im Standby (zugeklappt) geladen und dabei die Leistungsaufnahme mitgeloggt.

Ladedauer des MacBook Neo

Eine vollständige Ladung des Neo dauerte bei mir rund 2:45 h an einem 45-W-Ladegerät.

 

Welches Ladegerät für das MacBook Neo?

Aber welche Ladegeräte würde ich für das MacBook Neo empfehlen? Es gibt hier tausende Ladegeräte, die gut zum Neo passen würden, aber folgende Modelle würde ich empfehlen:

Leistung Ports Preis
UGREEN X527 45W Ladegerät  45W 3 ca. 15€
Anker Nano 45W 45W 1 ca. 20€
Anker Nano 70W 70W 3 ca. 30€
Anker 45W USB-C Ace 45W 1 ca. 17€

 

Dies wären meine Top-Empfehlungen, je nachdem wie viele Ports du benötigst.

  • Reicht dir ein Port und suchst ein möglichst kompaktes Ladegerät? Dann würde ich zum Anker Nano 45 W raten.
  • Willst du dein MacBook Neo und iPhone zeitgleich laden? Dann schau dir das Anker Nano 70 W an.
  • Willst du es möglichst günstig? Dann schau dir das UGREEN X527 an.

 

Fazit

Das MacBook Neo ist sehr unproblematisch, was das Laden angeht. Grundsätzlich akzeptiert das Notebook alle USB-Power-Delivery-Ladegeräte. Es gibt hier keinen Unterschied zwischen „originalen“ Apple-Modellen oder Drittanbieter-Ladegeräten.

Ladegeräte für das MacBook Neo

Dennoch gibt es ein paar Punkte zu beachten, vor allem was die Leistung angeht:

  • 20 W = das praktische Minimum
  • 30 W = besser / ziemlich optimal
  • 45 W+ = perfekt!

In meinem Test konnte das MacBook Neo maximal 30–32 W aufnehmen. Entsprechend bist du hier mit einem 30-W-Ladegerät gut bedient. Auch langsamere Ladegeräte mit 20 W oder sogar noch weniger gehen, sind aber praktisch suboptimal, da das Laden dann sehr langsam geht.

In der Praxis würde ich meist zu einem 45-W-Ladegerät raten, da dieses einfach noch etwas mehr Leistungsreserven hat. So etwas wie das Anker Nano 45 W für rund 20 € wäre z. B. eine sehr passende und portable Wahl.

 

Apple MacBook Neo Test: Unglaubliches 699€ MacBook – zu gut um wahr zu sein?

Mit dem MacBook Neo hat Apple auf den ersten Blick einen absoluten Kracher auf den Markt gebracht!
Ein neues, aktuelles MacBook für 699 €! Das ist gerade im Jahr 2026 ein dickes Ding. Dabei ist das Neo auf den ersten Blick nicht einmal ein „Billig-Notebook“.

Dieses setzt z. B. auf ein Aluminiumgehäuse in typischer Apple-Qualität, ein Display mit 500 Nits und einer Auflösung von 2408 × 1509 Pixeln, 16 Stunden Akkulaufzeit usw.

Wo Apple allerdings etwas gespart hat, ist bei der Hardware. So nutzt das Neo nicht einen von Apples „M“-Prozessoren, sondern den Apple A18 Pro, bekannt aus dem iPhone 16 Pro.
Damit hat das Neo in der Theorie klar weniger Leistung als die MacBook Pros oder auch die iPad Pros!

Aber spielt das in der Praxis überhaupt eine große Rolle? Smartphones haben ja auch ordentlich Power. An welchen anderen Punkten hat Apple noch gespart?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Das Apple MacBook Neo im Test

Auf den ersten Blick sieht das MacBook Neo fantastisch aus! Wir haben ein Apple-typisches, schlichtes, aber hochwertig elegantes Design.

So ist auch das Neo komplett aus Aluminium gefertigt, im typischen MacBook-Style. Das MacBook Pro 13 wirkt im direkten Vergleich einen Hauch massiver, aber die Unterschiede sind minimal.

Das MacBook Neo spielt bei Haptik und Verarbeitung deutlich über seiner eigentlichen Preisklasse.

Dabei ist es mit 1,23 kg und einer Dicke von 12,7 mm auch angenehm kompakt, wenn auch nicht ultraleicht für ein 13-Zoll-Modell.

 

Sehr überschaubare IO

Das MacBook Neo verfügt über genau 3 Anschlüsse:

  • USB-C 3.2 mit DisplayPort 1.4
  • USB-C 2.0
  • 3,5-mm-Kopfhöreranschluss

Hier sehen wir einen Punkt, wo Apple gespart hat. Während die großen MacBook Pros über USB-C-Ports mit 40 Gbit Leistung (USB 4) verfügen, ist das Neo auf einen USB-3.2-Port mit 10 Gbit und einen USB-2.0-Port mit 0,48 Gbit limitiert.

Du kannst über den primären USB-C-Port einen externen Monitor anschließen. Du bist aber bei der Datenübertragung und der Dock-Auswahl etwas limitiert.

Aber ich denke, für die meisten Normalnutzer ist das vermutlich schon eine ausreichende Portausstattung.

Benutze für Speichermedien, wenn möglich, aber den hinteren USB-C-Port. Mit einer externen SSD konnte ich hier Datenraten von praktisch 700–800 MB/s erreichen, in Benchmarks sogar 900+ MB/s.

 

Display des Neo

Erfreulicherweise ein Punkt, wo Apple wieder nicht gespart hat, war beim Display, normalerweise einer der Punkte, wo bei günstigeren Notebooks gespart wird.

  • 13 Zoll
  • 2408 × 1509 Pixel
  • 10-Bit-Panel
  • IPS-Panel
  • 60 Hz
  • 500 Nits Helligkeit

Auf dem Papier liest sich das Display richtig stark! Wir haben eine sehr hohe Auflösung für ein 13-Zoll-Display, wie auch eine sehr gute maximale Helligkeit.

Ja, das Display des Neo ist spiegelnd, aber die hohe maximale Helligkeit sorgt für eine gute Ablesbarkeit, selbst bei leichter Sonneneinstrahlung.

Wichtig: Das Display gibt dir nur die maximale Helligkeit, wenn das Umgebungslicht stark ist, was leider das genaue Messen der Helligkeit etwas schwer macht.

Beim Farbraum können wir dann aber doch sehen, dass wir hier kein MacBook Pro haben.

So erreichte das Neo 99 % sRGB, 74 % AdobeRGB und 73 % DCI-P3. Für ein 699-€-Notebook ist das absolut in Ordnung! Da habe ich schon viel Schlechteres gesehen, aber wir sind hier auch nicht auf „Oberklasse-Notebook“-Niveau.

 

Tastatur und Trackpad – ein wichtiger Kritikpunkt!

Starten wir mit einem großen Kritikpunkt: Das MacBook Neo verzichtet auf eine Tastatur-Hintergrundbeleuchtung. Die Tastatur ist leider unbeleuchtet und daher schlecht im Dunkeln ablesbar.

Schade, denn ansonsten ist die Tastatur gut – gut, aber auch nicht überragend.

Diese fühlt sich im direkten Vergleich etwas günstiger an als bei meinem MacBook Pro 13 M1 oder Asus ProArt Studiobook.

Allerdings ist das schon Meckern auf einem sehr hohen Level! Abseits von der fehlenden Beleuchtung bin ich sehr zufrieden mit der Tastatur.

Beim Trackpad habe ich gar nichts zu bemängeln. Nein, dies ist nicht das moderne Force-Touch-Trackpad der MacBook Pros, aber das Tracking ist herausragend und auch der mechanische Klick gelungen.

 

Lautsprecher – stark!

Ein Punkt, den Apple bei seinen Notebooks wie kein zweiter beherrscht, sind die Lautsprecher.

Zwar verfügt das Neo über ein vereinfachtes Lautsprechersystem, aber dieses klingt weit überdurchschnittlich gut für ein Notebook unter 1000 €.

Ja, ein MacBook Pro klingt noch einmal ein Stück voller und größer, aber das Neo hat auch einen erfreulich satten und vollen Klang.

So klingt dieses satter und voller als z. B. mein 2400-€-Asus-ProArt-Studiobook.

Mich würde es also nicht wundern, wenn das Neo die klar besten Lautsprecher bei einem Notebook unter 1000 € hätte.

Lediglich die maximale Lautstärke ist etwas niedriger als erwartet.

 

Starkes WLAN

Erfreulicherweise ist das WLAN auch wieder ein recht starker Punkt beim MacBook Neo.

Zwar haben wir kein WLAN 7, aber immerhin Wi-Fi 6E.

Praktisch konnte ich ohne Probleme rund 1 Gbit via WLAN erreichen. Das ist für 99,9 % aller Nutzer dieses Notebooks mehr als ausreichend.

 

Leistung

Hier wird es nun interessant, denn das MacBook Neo setzt auf eine interessante Hardware.

  • Apple A18 Pro
  • 8 GB RAM
  • 256 / 512 GB SSD

Der Apple A18 Pro ist eigentlich ein reiner Smartphone-Prozessor, welcher im iPhone 16 Pro zum Einsatz kommt.

Apple nutzt diesen hier als günstigere Alternative zu den leistungsstärkeren M-Prozessoren, welche wir in den MacBook Pros finden.

Im Alltag macht der Apple A18 Pro aber einen erfreulich guten Job! Web-Browsing, Office und auch einfachere Foto- und sogar Video-Bearbeitung sind gut möglich – in einem leichteren Umfang.

Genau genommen fühlt sich das Neo in vielen Anwendungen sogar um einiges schneller an, als ich erwartet hätte.

Wenn wir uns ein paar Benchmarks des A18 Pro ansehen, verstehen wir auch warum.

So bietet der A18 Pro eine Single-Core-Leistung, welche auf dem Niveau eines High-End-Prozessors ist.

Erst im Multi-Core-Bereich bricht das Notebook ein. Allerdings ist im normalen Alltag – gerade beim Web-Browsing und ähnlichen Anwendungen – die Single-Core-Leistung ausschlaggebend.

Lediglich wenn wir mit intensiver Foto- und vor allem Video-Bearbeitung anfangen, merken wir einen Unterschied zu den größeren Modellen.

Z.B. beim Video-Exportieren mit Handbrake (via CPU) können wir klar sehen, dass das Notebook bei der Multi-Core-Leistung schwächelt.

Aber bei der echten Video-Bearbeitung bin ich mir nicht zu 100 % sicher, ob überhaupt der Prozessor der limitierende Faktor ist oder der RAM.

8 GB sind schon grenzwertig!

Derzeit reicht es für Web-Browsing und Office unter macOS noch gut aus, sofern du nicht Dutzende Tabs offen hast.

Allerdings: Gehen wir in Richtung Foto- oder Video-Bearbeitung, werden 8 GB schnell sehr eng.

Einfache Foto-Bearbeitung ja – aber das Neo ist für Photoshop und viele Ebenen nicht oder nur eingeschränkt geeignet.

Hier bist du mit einem der MacBook Pro mit mindestens 16 GB RAM deutlich besser bedient!

Aber ich denke, für die Zielgruppe – Office, Web, Videos schauen, hobbymäßig mal ein Foto oder Video bearbeiten – taugt das Neo gut und fühlt sich auch ausreichend flott an.

Bedenke aber, dass in der Basisversion des Notebooks nur 256 GB Speicher sind, die sich auch nicht erweitern lassen.

Diese 256 GB sind mit 1588 MB/s lesend und 1344 MB/s schreibend auch eher langsamer unterwegs, was du aber in der Praxis vermutlich kaum spüren wirst.

 

Was für eine Akkulaufzeit …

Die größte Stärke der aktuellen MacBooks ist die Akkulaufzeit, und das gilt auch fürs Neo.

Auf dem Papier haben wir eine Laufzeit von:

  • 16 Stunden Videostreaming
  • 11 Stunden Web-Browsing

Im Gegensatz zu den Angaben einiger anderer Hersteller sind diese Laufzeiten in der Praxis mit dem Notebook entspannt erreichbar.

Die Apple-Prozessoren (SoCs) sind unfassbar gut, wenn es um Akkulaufzeit geht.

Dabei bricht die Akkulaufzeit des MacBook Neo bei Last auch nicht so stark ein wie bei den meisten Windows-Notebooks.

12+ Stunden normale Nutzung sind nach meiner Erfahrung gut erreichbar.

 

Kein Netzteil! 

Wichtig, mit im Lieferumfang des MacBook Neo ist KEIN Netzteil! Lediglich ein 1 Meter USB C zu USB C Kabel liegt bei.

Das Neo nutzt aber den normalen USB C Power Delivery Standard. Das heißt du kannst ein X beliebiges USB C Ladegerät / Netzteil nutzen.

Apple empfiehlt ein Netzteil mit 20 W oder mehr Leistung. Nach meinen ersten Tests (Artikel dazu kommt später) kann das MacBook Neo maximal rund 32 W aufnehmen. Optimal wäre also vermutlich ein Netzteil der 45 W Klasse.

 

Fazit

Das Apple MacBook Neo ist eines der spannendsten Apple-Produkte der letzten Jahre.

Für 699 € bekommst du ein echtes MacBook mit Aluminium-Gehäuse, sehr gutem Display, starker Akkulaufzeit und überraschend flotter Alltagsleistung. Gerade Verarbeitung, Lautsprecher, WLAN und Effizienz spielen klar über der üblichen Preisklasse.

Der Einsatz des A18 Pro wirkt auf dem Papier zunächst ungewöhnlich, funktioniert im Alltag aber erstaunlich gut. Web, Office, Streaming und einfache Bild- oder Videobearbeitung laufen problemlos und oft schneller als erwartet.

Erst bei stärkerer Multi-Core-Last oder anspruchsvoller kreativer Arbeit merkt man klar den Abstand zu den MacBook-Pro-Modellen. Ein größerer limitierender Faktor ist hier oft der 8-GB-RAM, der für einfache Nutzung noch reicht, aber wenig Zukunftsreserve bietet.

Apple musste für den niedrigen Preis natürlich auch sparen. Die Port-Auswahl ist minimal, einer der USB-C-Ports ist sogar nur USB 2.0. Dazu kommt die fehlende Tastaturbeleuchtung, was bei einem modernen Notebook schon überrascht.

Auch der kleine SSD-Speicher und die eher durchschnittliche SSD-Geschwindigkeit zeigen, dass das Neo klar als Einstiegsgerät positioniert ist.

Unterm Strich ist das MacBook Neo aber ein sehr attraktives Einsteiger-MacBook. Wenn du hauptsächlich Web, Office, Streaming und leichte Kreativarbeit machst, bekommst du hier ein erstaunlich hochwertiges und sehr ausdauerndes Notebook zum vergleichsweise günstigen Apple-Preis.

Für anspruchsvollere Workflows oder mehr Zukunftssicherheit bleibt ein MacBook mit M-Chip und 16 GB RAM allerdings weiterhin die bessere Wahl.

Apple MacBook Neo
Positiv
Sehr attraktiver Preis für ein MacBook (699 €)
Hochwertiges Aluminium-Gehäuse mit sehr guter Verarbeitung
Schlankes und kompaktes Design (1,23 kg, 12,7 mm)
Sehr gutes 13-Zoll-Display mit hoher Auflösung (2408 × 1509)
Hohe Displayhelligkeit (bis zu 500 Nits)
Sehr gute Lautsprecher für ein Notebook unter 1000 €
Sehr gute Akkulaufzeit (12+ Stunden realistisch)
Effizienter Apple A18 Pro Prozessor mit sehr guter Single-Core-Leistung
Stabiles und schnelles WLAN (Wi-Fi 6E, ~1 Gbit möglich)
Typisch sehr gutes MacBook-Trackpad
Negativ
Nur 8 GB RAM (für Foto- und Videobearbeitung schnell limitierend)
Keine Tastatur-Hintergrundbeleuchtung
Sehr wenige Anschlüsse (nur 2× USB-C + Kopfhörer)
Keine USB4 / Thunderbolt Unterstützung
Multi-Core-Leistung deutlich schwächer als bei M-Chips
Speicher 256/512 GB fest verbaut
Maximale Lautstärke der Lautsprecher etwas geringer
88

Keine Tastaturbeleuchtung beim MacBook Neo!

Ich habe gerade das MacBook Neo erhalten. Für 699€ ein wirklich schönes Notebook!

Rein äußerlich wirkt es auch so, als hätte Apple hier nicht gespart. Wir haben ein Metallgehäuse, ein sehr hochwertiges Display, eine gute Tastatur – Dinge, bei denen oftmals an günstigen Notebooks gespart wird.

Aber mir ist direkt ein Nachteil beim MacBook Neo aufgefallen, den ich bisher nirgends erwähnt gesehen habe.

 

Das MacBook Neo hat keine beleuchtete Tastatur!

Leider verfügt das Apple MacBook Neo über keine beleuchtete Tastatur! Das halte ich für einen großen Nachteil, den ich so nicht erwartet hätte!

Apple hat äußerlich ansonsten an nichts gespart, das Notebook ist extrem hochwertig und modern wirkend.

Da ist die Entscheidung, auf eine beleuchtete Tastatur zu verzichten, extrem überraschend.

Da ich mein Notebook viel abends nutze, ist das für mich dicht an einem No-Go, denn die Ablesbarkeit der Tastatur ist bei schlechtem Licht sehr schwach!

Dies ist bisher der größte Nachteil im Alltag mit dem Neo, den ich finden konnte.

Suchst du also, wie man die Tastaturbeleuchtung beim MacBook Neo einschalten kann, ist die Antwort „leider gar nicht“.

OSCAL MARINE 3 vorgestellt: Schlankes Outdoor-Smartphone mit KI-Features [Anzeige]

Mit dem OSCAL MARINE 3 präsentiert die Outdoor-Smartphone-Marke OSCAL ein neues Modell, das Robustheit mit einem vergleichsweise schlanken Design verbinden soll. Das Gerät richtet sich an Nutzer, die ein widerstandsfähiges Smartphone für Outdoor-Aktivitäten oder den Arbeitsalltag benötigen, ohne auf moderne Funktionen verzichten zu müssen.

Neben einem robusten Gehäuse setzt OSCAL beim MARINE 3 vor allem auf KI-Integration, eine solide Akkulaufzeit sowie ein Design, das sich von klassischen, oft sehr massiven Outdoor-Phones abheben soll.

 

Schlankes Design trotz Outdoor-Schutz

Outdoor-Smartphones sind häufig sehr dick und schwer. Das MARINE 3 versucht hier einen anderen Ansatz. Laut Hersteller misst das Gerät lediglich 10,7 mm in der Dicke und bringt rund 245 Gramm auf die Waage.

Das Gehäuse setzt auf eine sogenannte Mecha-Designsprache mit einer strukturierten Rückseite und markanten Linien. Dadurch soll das Smartphone sowohl robust wirken als auch eine gute Haptik bieten.

 

Militärstandard und hohe Wasserfestigkeit

Beim Schutz setzt OSCAL auf mehrere Zertifizierungen. Das MARINE 3 erfüllt den MIL-STD-810H-Militärstandard, der Tests für unterschiedliche Umweltbedingungen wie:

  • Stöße und Vibrationen
  • hohe und niedrige Temperaturen
  • Feuchtigkeit
  • Sand und Staub
  • Höhenunterschiede

umfasst.

Zusätzlich verfügt das Smartphone über IP68 und IP69K. Damit ist es nicht nur gegen Staub geschützt, sondern kann auch bis zu 30 Minuten in 1,5 Metern Wassertiefe überstehen und hält sogar Hochdruck-Wasserstrahlen stand.

Für den praktischen Einsatz gibt es außerdem spezielle Funktionen wie:

  • Unterwasser-Kameramodus
  • Handschuhmodus 2.0
  • programmierbare Seitentaste

 

5000-mAh-Akku mit Reverse Charging

Für die Stromversorgung sorgt ein 5000-mAh-Akku, der laut Hersteller im Standby bis zu 288 Stunden Laufzeit erreichen kann.

Unterstützt werden:

  • 18W Schnellladen
  • 5W Reverse Charging

Letzteres ermöglicht es, andere Geräte im Notfall über das Smartphone aufzuladen.

Ein zusätzlicher Tiefen-Energiesparmodus soll die Akkulaufzeit mithilfe intelligenter Algorithmen weiter optimieren.

 

Fokus auf KI-Funktionen

Ein besonderes Merkmal des MARINE 3 ist die Integration von Doke AI 2.0, einer Plattform, die mehrere KI-Modelle kombiniert. Dazu zählen unter anderem:

  • DeepSeek R1
  • ChatGPT-4o mini
  • Gemini AI 2.0 (FlashThinking Experimental)

Diese Integration ermöglicht verschiedene Funktionen, darunter:

  • KI-gestützte Dokumentenanalyse
  • KI-Recherche und Online-Suche
  • Text-zu-Bild- und Bild-zu-Bild-Generierung
  • Sprachsteuerung für Apps

Die Hi Doki App dient dabei als zentrale Oberfläche für viele dieser KI-Features.

 

Kamera mit Nachtsichtfunktion

Beim Kamerasystem setzt OSCAL auf eine Kombination aus mehreren Sensoren:

  • 16 MP Hauptkamera
  • 13 MP Frontkamera
  • 13 MP Nachtsichtkamera

Damit sollen auch Aufnahmen bei sehr schlechten Lichtverhältnissen möglich sein. Videos lassen sich zudem in 1080p Full HD aufnehmen.

 

Kreative Apps für Fotos und Videos

Zusätzlich integriert OSCAL mehrere eigene Apps, die auf kreative Inhalte abzielen:

ImageX
Bietet zahlreiche KI-basierte Bildbearbeitungsfunktionen.

VidGen
Erstellt automatisch Videos aus Text oder Fotos.

Soundle
Ermöglicht das Generieren eigener Soundeffekte mithilfe von KI.

 

Fazit

Mit dem OSCAL MARINE 3 versucht der Hersteller, ein Outdoor-Smartphone zu entwickeln, das robuste Eigenschaften, KI-Funktionen und ein relativ schlankes Design miteinander kombiniert.

Gerade die Kombination aus Militärstandard, IP69K-Schutz und KI-Integration macht das Gerät zu einer interessanten Option für Nutzer, die ein widerstandsfähiges Smartphone mit modernen Software-Features suchen.

 

Hinweis: Dieser Artikel ist ein gesponserter Beitrag (Anzeige), der in Zusammenarbeit mit OSCAL entstanden ist. Alle technischen Daten wurden vom Hersteller bereitgestellt. Techtest.org war nicht in die Produktentwicklung involviert. 

Der beste Nistkasten mit Kamera! Birdfy Nest Duo im Test

Es ist etwas tolles und Lehrreiches, Vögeln beim Nisten zuzusehen. Allerdings ist dies im Normalfall gar nicht so einfach, denn die meisten Vögel finden es weniger gut, wenn sich jemand dem Nest nähert.

Hier ist ein Nistkasten mit Kamera doch eine tolle Idee! Allerdings ist auch das gar nicht so einfach, denn eine 0815-Überwachungskamera ist nicht für den Nahbereich ausgelegt, und die meisten Nistkästen mit Kamera im Handel benötigen eine feste Stromverbindung, was im Garten ein Problem sein kann.

Birdfy bietet derzeit zwei Nistkästen an, welche mit einer Akku-Kamera ausgestattet sind und sich somit sehr flexibel positionieren lassen. Das Birdfy Nest hatten wir uns bereits vor Kurzem im Test angesehen, und ich war hier sehr überrascht, wie gut dieses funktioniert!

Daher gibt es heute im Test das Birdfy Nest Duo. Hierbei handelt es sich um die „Premium“-Version, welche vor allem über ein verbessertes Kamera-System verfügt. Dafür liegt der Preis mit 299 € aber auch ein gutes Stück über dem Birdfy Nest.

Wollen wir uns das Birdfy Nest Duo doch einmal im Test ansehen und schauen, ob dieser Preis irgendwie gerechtfertigt ist.

 

Das Birdfy Nest Duo im Test

Viele der Sets „Nistkasten + Überwachungskamera“ sind genau das. Hier kombiniert ein Hersteller einen 0815-Nistkasten mit einer 0815-Überwachungskamera.

Hiervon heben sich die Birdfy-Produkte ein gutes Stück ab! So ist auch beim Birdfy Nest Duo die Überwachungskamera komplett in den Nistkasten integriert, als wäre sie „ein Teil“.

Der Name Duo kommt von dem Fakt, dass wir hier zwei Kameras haben. Eine Kamera ist im Deckel des Nistkastens integriert, die andere lässt sich ausklappen und ist von außen auf den Eingang gerichtet.

Bei dem Nistkasten handelt es sich um ein etwas aufwendigeres und schickes Modell! Dieses ist aus Holz gefertigt, misst 255 × 198 × 400 mm und bringt satte 3,4 kg auf die Waage. Es handelt sich hier also um einen recht massiven Nistkasten.

Dieser ist nach meiner Ansicht auch sehr gut gestaltet! Die Seite lässt sich zur Reinigung aufklappen, es liegen mehrere „Einfluglöcher“ in verschiedenen Größen bei, im Deckel sind Löcher zur Belüftung, welche durch ein Dach aber vor dem Regen geschützt werden, und im Boden befindet sich ein verstellbares Gitter.

Für die Montage ist auf der Rückseite eine Halterung angebracht. Du kannst den Nistkasten an einem Pfahl, Baum oder an einer Wand befestigen. Alles benötigte Montagematerial sowie eine bebilderte, schöne Anleitung liegen bei.

Das Birdfy Nest Duo macht schon einen gewissen „Luxus“-Eindruck.

 

Kabelfernbedienung!

Beide Kameras im Birdfy Nest Duo werden über einen 9000-mAh-Akku mit Energie versorgt. Zusätzlich liegt ein Solarpanel bei.

Super, aber was ist, wenn doch mal der Akku leer gehen sollte? Birdfy hat mitgedacht. So findet sich im Lieferumfang eine 5-Meter-Kabelfernbedienung. Diese erlaubt das Einschalten wie auch Neustarten der Kamera. Zudem haben wir hier einen USB-C-Ladeport.

Sollte die Kamera also mal leer gehen, kannst du diese über die Kabelfernbedienung aus sicherer Distanz aufladen, z. B. an einer Powerbank.

Das ist super, denn so musst du den Nistkasten nicht stören.

 

Die App von Birdfy

Birdfy hat bei seinen Produkten nicht einfach nur eine normale 0815-Überwachungskamera in Vogelhäusern usw. verbaut, sondern nutzt eine App, die speziell auf die „Vogelüberwachung“ zugeschnitten ist.

Dies fällt hier besonders auf! Denn die Kamera hat eine ganz andere Art aufzuzeichnen.

Anstatt dass die Kamera dir einfach Bewegungen anzeigt und aufnimmt, haben wir ein „Story“-Feature.

So soll eine KI die diversen Stadien beim Brüten überwachen und dir entsprechend Clips heraussuchen, aufzeichnen und speichern.

  • Vorspiel
  • Nestbau
  • Grübeln
  • Nestling
  • Ästling
  • Ende

Leider habe ich das Nest Duo noch nicht lange genug, um die Qualität dieser KI-Erkennung genau zu beurteilen, aber nach meinen Erfahrungen mit dem regulären Birdfy Nest scheint diese gut zu funktionieren! So hat die KI bei meinem Birdfy Nest die Nestbauphase zuverlässig erkannt.

Auch werden Vögel und deren Gattung sauber von der KI erkannt. Ja, bei sehr ähnlichen Arten mag es mal Fehler geben, aber z. B. Blaumeise, Kohlmeise und Haussperling werden bei mir zuverlässig erkannt.

Von daher scheint dieses Story-Feature gut zu funktionieren!

 

Unbegrenzter Cloud-Speicher*

Aufgenommen werden die Videos dabei in die Cloud. Dies ist auch komplett kostenfrei bzw. im Preis inbegriffen.

Dabei nimmt das Birdfy Nest Duo nicht konstant auf, sondern nur beim Erkennen von neuen Bewegungen, also z. B., wenn ein Vogel an den Eingang fliegt oder in gewissen Intervallen, wenn es im Inneren Aktivitäten gibt.

Dabei ist der Cloud-Speicher „unbegrenzt“, wobei das nicht ganz richtig ist. Es wird eine Brutsession gespeichert. Nächstes Jahr werden dann die Aufnahmen überschrieben.

Du kannst Aufnahmen aber einfach herunterladen, wenn du sie dauerhaft sichern willst.

 

Akkulaufzeit beim Birdfy Nest Duo

Die Akkulaufzeit ist ein Punkt, den ich aktuell noch nicht abschließend beurteilen kann. Akku-Überwachungskameras zeichnen in der Regel nur dann auf, wenn eine Bewegung erkannt wird. Würden sie dauerhaft filmen, wäre selbst bei den besten Modellen der Akku innerhalb weniger Tage vollständig leer.

In einem Vogelnest kann jedoch unter Umständen dauerhaft Bewegung herrschen. Bei einer herkömmlichen Akku-Kamera würde das dazu führen, dass sich der Akku bereits nach etwa 1–5 Tagen entlädt.

Vermutlich ist dies auch der Grund für das KI-gestützte Aufnahme-Feature des Birdfy Nest Duo, bei dem nicht jede Bewegung permanent aufgezeichnet wird, sondern gezielt relevante Ereignisse erfasst werden.

Entsprechend spielt das Solarpanel eine wichtige Rolle. Besonders im Frühjahr und Sommer sollte es ausreichend Energie liefern können, um den Akku zuverlässig nachzuladen. Zusätzlich ermöglicht das mitgelieferte Verlängerungskabel bzw. die Kabelverbindung ein Nachladen der Kamera über eine Powerbank oder andere Stromquellen.

Aktuell benötigt die Kamera im Standby-Betrieb (es kommt bisher immer mal wieder eine Meise zum Eingang) kaum Energie und wird vollständig vom Solarpanel versorgt. Wie sich der Stromverbrauch während der Nistzeit im Frühjahr verhält, lässt sich derzeit jedoch noch nicht sicher sagen.

 

Die Bildqualität beim Birdfy Nest Duo

Ein Punkt, der mich beim Birdfy Nest Duo besonders positiv überrascht hat, ist die Bildqualität. Zwar kommen hier „nur“ Full-HD-Kameras zum Einsatz, was auf dem Papier nichts Außergewöhnliches ist, in der Praxis überzeugt das Ergebnis jedoch deutlich.

Sowohl die Innen- als auch die Außenkamera liefern ein sehr klares, sauber fokussiertes Bild und sind optimal auf die kurze Nahdistanz am Nistkasten abgestimmt. Dadurch wirken Aufnahmen im Nestbereich besonders scharf und detailreich.

Die Innenkamera verfügt zudem über eine Nachtsichtfunktion. Bei Dunkelheit kann sie ein gut erkennbares Schwarz-Weiß-Bild per Infrarot darstellen. Die Außenkamera besitzt hingegen keine Nachtsichtfunktion und ist primär für Aufnahmen bei Tageslicht ausgelegt.

Insgesamt ist die Bildqualität beider Kameras sehr überzeugend, wobei insbesondere der präzise Fokus auf den Nahbereich im Nistkasten für eine tadellose Darstellung sorgt.

 

Update 11.03.26

Erfreulicherweise ist im Birdfy Nest Duo eine Kohlmeise eingezogen.

Der Nistkasten wurde also recht schnell angenommen!

 

Fazit

Das Birdfy Nest Duo hat mich im Test wirklich überrascht — im positiven Sinne. Die Kombination aus hochwertigem Nistkasten, zwei clever integrierten Kameras, durchdachter App mit KI-Features, guter Bildqualität und komplett kabellosem Betrieb ist aktuell ziemlich einzigartig am Markt. Dazu kommen sinnvolle Details wie das Solarpanel, die durchdachte Konstruktion des Nistkastens und die speziell auf Vogelbeobachtung ausgelegte App. Das Gesamtpaket wirkt extrem durchdacht und funktioniert im Alltag einfach.

Der Preis von rund 299 € ist zwar ehrlich gesagt schon etwas „wild“ für einen Nistkasten mit Kamera. Wenn du aber gezielt nach genau so einem Produkt suchst, also einem akkubetriebenen Nistkasten mit sehr guter Kamera-Integration und speziell auf Vogelbeobachtung ausgelegter App, dann ist das Birdfy Nest Duo meiner Meinung nach aktuell die beste Option auf dem Markt. Das ist schon etwas anderes als eine 0815-Überwachungskamera in einem Nistkasten.

Birdfy Smart Vogelhaus mit Doppelkamera für Live Vogelbeobachtung...

✅ Pro

  • Hochwertiger, stabiler und gut durchdachter Nistkasten
  • Zwei Kameras (Innen- und Außenkamera) für umfassende Beobachtung
  • Sehr gute Bildqualität mit starkem Fokus im Nahbereich
  • Speziell entwickelte App mit KI-Features (Story-Funktion, Vogel- und Brutphasen-Erkennung)
  • Akkubetrieb mit Solarpanel → flexible, kabellose Nutzung
  • Durchdachte Zusatzfeatures (Kabelfernbedienung, USB-C-Ladeoption, austauschbare Einfluglöcher)
  • Kostenfreier Cloud-Speicher inklusive
  • Einfache Montage und wartungsfreundliche Bauweise

❌ Kontra

  • Hoher Preis (ca. 299 €)
  • Akkulaufzeit während intensiver Nestaktivität unklar

Falls dir der Preis zu hoch ist, lohnt sich ein Blick auf das normale Birdfy Nest. Dieses ist ebenfalls sehr gut umgesetzt und deutlich günstiger, auch wenn es technisch etwas einfacher ausgestattet ist.

Unterm Strich bin ich vom Birdfy Nest Duo ziemlich begeistert. Es ist teuer, aber extrem durchdacht und bietet ein Gesamtpaket, das man in dieser Form derzeit kaum bei einem anderen Hersteller findet.

TP-Link Tapo C660 KIT im Test: Solar-Überwachungskamera mit 4K und KI-Tracking

TP-Link bietet mit seiner Tapo C660 KIT eine neue WLAN-Überwachungskamera für den Außenbereich an.

Das Besondere bei dieser ist die Kombination aus einer schwenk- und neigbaren Überwachungskamera und einem Akkubetrieb, welcher von einem Solarpanel unterstützt wird. Dabei bietet die C660 eine 4K-Auflösung, Starlight-Farb-Nachtsicht dank einer Blende von F1.6 sowie 360° KI-Verfolgung von Menschen, Tieren und Fahrzeugen.

Klingt doch im ersten Moment ganz gut! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann die Tapo C660 KIT hier überzeugen, und wie steht es um Folgekosten?

Finden wir das im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an TP-Link für das Ausleihen der Überwachungskamera für diesen Test.

 

Die TP-Link Tapo C660 KIT Überwachungskamera im Test

Das Design der Tapo C660 ist recht außergewöhnlich. Ich würde es als „Schwanenhals-Design“ bezeichnen. So nutzt die Tapo C660 einen dreh- und schwenkbaren Kamerakopf, welcher an einer Art Arm angebracht ist. Oberhalb davon gibt es einen weiteren „Arm“, an welchem das Solarpanel befestigt wird. So bilden die Kamera, die Halterung und auch das Solarpanel mehr oder weniger eine Einheit. Erfreulicherweise bleibt das Solarpanel aber flexibel winkelbar.

Sollte die Kombination aus Solarpanel und Kamera nicht zu deiner gewünschten Situation passen, da die Kamera z. B. unter einem Dach hängt, lässt sich das Solarpanel auch abkoppeln. Die Kamera und das Solarpanel werden via USB-C verbunden. Du kannst die Kamera natürlich auch im Notfall über den USB-C-Port manuell laden.

Abseits des USB-C-Ports findet sich noch ein Speicherkarten-Slot an der Kamera. Du kannst und solltest hier eine microSD-Speicherkarte einsetzen. Speicherkarten mit bis zu 512 GB werden unterstützt.

 

Akkulaufzeit durchwachsen

Laut TP-Link soll die Tapo C660 eine Laufzeit von 120 Tagen haben, also 3 Monaten. Diesen Wert kann ich leider nicht bestätigen. Je nach Aktivität betrug die Laufzeit bei mir etwa einen Monat, ohne 24/7-Aufzeichnung.

Das ist ein klar unterdurchschnittliches Abschneiden! Allerdings leistet bereits im März das Solarpanel einen guten Job, den Akku zu füllen. Im Frühling, Sommer und Herbst gehe ich davon aus, dass bei guter Positionierung das Solarpanel die Kamera dauerhaft versorgen kann. Im Winter wirst du hier aber wohl ein paarmal nachladen müssen.

 

Cloud, Account und Folgekosten

Die C660 KIT verfügt über eine Account- und „Cloud“-Pflicht. Ohne Internet oder Hersteller-Cloud geht hier also nichts. Ein verpflichtendes Abo gibt es glücklicherweise nicht! Allerdings möchte TP-Link Tapo Care verkaufen.

Tapo Care bietet 30 Tage unbegrenzten Cloud-Speicherplatz, Benachrichtigungen mit Vorschaubildern und tägliche Video-Zusammenfassungen, und das für jährlich 32,99 €. Ob du das möchtest, ist dir überlassen.

 

Die Tapo App

Bei der Tapo App von TP-Link handelt es sich um eine universelle Smart-Home-App. Diese unterstützt also nicht nur Überwachungskameras, sondern auch Smart-Home-Zwischenstecker, Leuchten, Staubsauger usw. Erfreulicherweise hat TP-Link sie dennoch sehr gut und übersichtlich gestaltet!

Auf der Startseite der App findet sich zunächst eine Übersicht über alle verbundenen Produkte, ob nun Überwachungskameras oder smarte Steckdosen usw. Tippst du das gewünschte Produkt an, öffnet sich die jeweilige Steuerungsseite. Für Kameras gibt es aber auch noch einen gesonderten Tab. Im Kamera-Tab findest du alle Überwachungskameras mit einem Vorschaubild. Dieses ist zwar nicht live, aber die Live-Ansicht lässt sich mit einem Tipp starten.

In der Detailansicht siehst du ebenfalls den aktuellen Live-Stream und hast die Möglichkeit, manuell Aufnahmen und Fotos zu tätigen. Außerdem kannst du von hier aus eine Zwei-Wege-Kommunikation einsteigen.

Generell macht die App einen erfreulich hochwertigen und stabilen Eindruck. Zwar ist der Aufbau recht klassisch, aber gerade was die Details angeht, hat Tapo bzw. TP-Link einen guten Job gemacht. Ich denke, dies ist eine der besseren universellen Smart-Home-Apps mit Kamera-Support.

 

KI-Erkennung und Tracking

Wie derzeit fast alle Überwachungskameras unterstützt auch die Tapo C660 KIT eine KI-Erkennung. Diese erlaubt ein Unterscheiden von:

  • Menschen
  • Tieren
  • Fahrzeugen
  • Sonstigen Bewegungen

Und das ist auch ein wichtiger Punkt! Denn diese Unterscheidung ist im Alltag sehr praktisch. So werden Aufnahmen gekennzeichnet, ob dort nun eine Person, ein Tier, ein Fahrzeug oder sonstiges erkannt wurde. Du kannst Aufnahmen auch filtern, wenn du etwas Bestimmtes suchst.

Auch Benachrichtigungen können entsprechend konfiguriert werden, sodass du beispielsweise nur benachrichtigt wirst, wenn eine Person gesehen wird. Dies kann die Flut an Benachrichtigungen bei Überwachungskameras erheblich reduzieren.

Wie gut funktioniert die KI in der Praxis? Gut! Personen und größere Tiere wie Hunde werden sauber erkannt, auch auf eine gute Reichweite hin. Hier gibt es nichts zu meckern.

 

Erfreulich gute Bewegungserkennung!

Akku-Überwachungskameras schwächeln oft bei der Bewegungserkennung und vor allem bei deren Reichweite. Das ist aber ein Punkt, welcher mich sehr positiv überrascht hat! So funktionierte die Bewegungserkennung bei mir auf einer Distanz von 8–10 Metern noch zuverlässig. Für eine Akku-Überwachungskamera ist das sehr stark!

 

24/7-Aufnahme – technisch möglich, aber mit Einschränkungen

Ein wichtiger Punkt ist die optionale 24/7-Daueraufnahme. Anders als viele reine Akku-Kameras unterstützt die Tapo C660 KIT tatsächlich eine kontinuierliche Aufzeichnung auf die eingesetzte microSD-Karte. Das ist grundsätzlich ein großer Pluspunkt, denn so werden nicht nur erkannte Bewegungen gespeichert, sondern wirklich jede Minute erfasst – ideal, wenn man im Nachhinein einen bestimmten Zeitraum exakt überprüfen möchte.

Allerdings solltest du dir bewusst sein, dass die 24/7-Aufnahme den Akku massiv belastet. Ohne sehr gute Solar-Ausbeute ist ein dauerhafter Betrieb kaum realistisch, insbesondere im Winter oder bei ungünstiger Ausrichtung des Panels.

 

Drehen, Schwenken und KI-Tracking

Die Tapo C660 verfügt über einen motorisierten Schwenk-/Neige-Mechanismus. Der Kamerakopf lässt sich horizontal um 360° und vertikal um 45° bewegen, sowohl manuell per App als auch vollautomatisch. Denn genau hier kommt das KI-Tracking ins Spiel: Erkennt die Kamera eine Person, ein Tier oder ein Fahrzeug, folgt sie dem Objekt automatisch und hält es im Bild. Das Ganze funktioniert auch gut.

 

MicroSD oder Cloud

Die Tapo C660 KIT kann wahlweise Aufnahmen in die Cloud senden oder auf einer lokalen Speicherkarte sichern. Die Cloud ist wie üblich kostenpflichtig, während die microSD-Speicherkarte eine einmalige Anschaffung ist.

Grundsätzlich bevorzuge ich microSD-Speicherkarten gegenüber der Hersteller-Cloud, aber bedenke: Bei vollständiger Zerstörung oder Verlust der Kamera sind dann auch die Aufnahmen weg. Bei der Cloud-Speicherung lassen sich diese weiter abrufen. Schade, dass TP-Link nicht eine lokale „Speicherbox“ wie Reolink anbietet, die einen Mittelweg darstellt.

Aufnahmen auf der microSD-Speicherkarte lassen sich auf Wunsch verschlüsseln. Eine Entschlüsselung ist dann nur in der Kamera möglich. Das soll verhindern, dass ein Dieb bei Diebstahl auf die Aufnahmen zugreifen kann.

 

Extrem gute Bildqualität!

Ein Highlight der Tapo C660 ist die Bildqualität. So nutzt TP-Link Tapo einen 4K-Sensor mit 105° Blickwinkel, welcher eine wirklich hervorragende Qualität liefert. Das Bild ist extrem scharf und detailliert, sowohl bei Tag als auch bei Nacht.

Ich würde sogar sagen, die C660 liefert die bislang beste Bildqualität, die ich bei einer Akku-Überwachungskamera gesehen habe!

 

Fazit: TP-Link Tapo C660 KIT

Die Tapo C660 KIT ist eine beeindruckende Solar-Überwachungskamera, die in einigen Bereichen wirklich glänzt, aber auch klare Schwächen mitbringt, die du kennen solltest.

Beginnen wir mit dem Positiven: Die Bildqualität ist schlicht herausragend. Der 4K-Sensor mit F1.6-Blende liefert sowohl tagsüber als auch nachts ein scharf-detailliertes Bild, das seinesgleichen im Akku-Kamera-Segment sucht. Auch die Bewegungserkennung auf bis zu 8–10 Metern ist für eine Akku-Kamera wirklich stark, und die KI-Erkennung von Personen, Tieren und Fahrzeugen funktioniert im Alltag zuverlässig und praxistauglich. Die Tapo App rundet das Paket mit einer übersichtlichen, hochwertigen Bedienung ab.

Auf der anderen Seite bleibt die Akkulaufzeit deutlich hinter den versprochenen 120 Tagen zurück. Rund ein Monat ohne 24/7-Aufnahme ist unterdurchschnittlich, auch wenn das Solarpanel bereits im März hilft und in den sonnenreichen Monaten wohl für eine ausreichende Versorgung sorgt. Im Winter wirst du aber regelmäßig zum Ladekabel greifen müssen.

Kritisch sehen solltest du außerdem die Account- und Cloud-Pflicht: Ohne Hersteller-Cloud läuft hier gar nichts. Ein verpflichtendes Abo gibt es zwar nicht, aber TP-Link möchte dir mit Tapo Care für 32,99 €/Jahr natürlich etwas verkaufen. Die microSD-Speicherung ist eine gute lokale Alternative.

Tapo C660 KIT 4K 360° Solar Überwachungskamera Außen, Akku...

Pro:

  • Herausragende 4K-Bildqualität mit F1.6-Blende
  • Exzellente Farb-Nachtsicht (Starlight)
  • Starke Bewegungserkennung bis 8–10 m (für Akku-Kamera überdurchschnittlich)
  • Zuverlässige KI-Erkennung (Personen, Tiere, Fahrzeuge)
  • 360°-Schwenk & automatisches KI-Tracking
  • 24/7-Aufzeichnung auf microSD möglich
  • Solarpanel bereits ab März effektiv
  • Hochwertige, übersichtliche Tapo App
  • microSD-Verschlüsselung vorhanden

Kontra:

  • Akkulaufzeit „schwierig“
  • Account- und Cloud-Pflicht (kein Offline-Betrieb)

Unterm Strich bekommst du mit der Tapo C660 KIT eine funktionsreiche Solar-Schwenkkamera mit exzellenter Bildqualität und solider KI-Erkennung. Wer in sonnenreichen Lagen eine Montage plant und mit der Cloud-Pflicht leben kann, bekommt hier ein rundes Paket und eine der besten kabellosen Überwachungskameras auf dem Markt.