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DJI Power 2000 Test – 2048 Wh Powerstation mit Batteriespeicher-Support

Die Power 2000 stellt derzeit das größte Modell in DJIs wachsendem Powerstation-Segment dar. So bietet diese eine Kapazität von 2048 Wh und eine Ausgangsleistung von satten 3000 W!
Hinzu kommen 140-W-USB-C-Ports, 4000 Ladezyklen und ein App-Support.

Zudem kann die DJI Power 2000 auch als Batteriespeicher für Balkon-Kraftwerke genutzt werden!
Damit ist die DJI Power 2000 wunderbar flexibel. Wenn du sie unterwegs brauchst, bietet sie einen großen Umfang an Anschlüssen und Funktionen, und daheim hilft sie dir, Strom zu sparen bzw. zu speichern.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Schafft die DJI Power 2000 gut den Spagat zwischen Powerstation und Batteriespeicher? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an DJI für das Zurverfügungstellen der Power-2000-Powerstation. Abseits des Bereitstellens der Powerstation gab es keine Verpflichtungen oder Bedingungen.

 

Die DJI Power 2000 im Test

Bei der DJI Power 2000 handelt es sich um eine recht große und schwere Powerstation, was bei der Kapazität von 2048 Wh auch nicht überrascht.
So misst diese 448 × 225 × 324 mm und bringt schlanke 22 kg auf die Waage.

Alles andere als leicht, aber für eine Powerstation dieser Klasse auch nicht außergewöhnlich.
Für einen etwas leichteren Transport haben wir zwei Handgriffe auf der Oberseite und die Möglichkeit, optionale Räder anzubringen.

Die Verarbeitungsqualität ist dabei hervorragend! Dies ist eine der stabilsten und massivsten Powerstations, die ich bisher in den Fingern hatte. Auch das Design strahlt eine gewisse Massivität und Professionalität aus.
Hier hat DJI also einen sehr guten Job gemacht, und die Power 2000 lässt sich klar in die Premium-Kategorie einordnen.

 

Anschlüsse

DJI setzt bei der Power 2000 auf eine recht interessante Auswahl an Anschlüssen:

  • 4× Schuko-Steckdose 230 V, maximal 2200 W
  • 2× USB-C – 140 W Power Delivery
  • 2× USB-C – 65 W Power Delivery
  • 4× USB-A – 24 W Quick Charge
  • 2× SDC – 9 bis 28 V, bis zu 12 A
  • 1× AC-Eingang bis zu 2400 W

Mit vier Steckdosen, die bis zu 2200 W liefern können, sowie einer großen Menge an USB-Ports bietet die DJI Power 2000 erst einmal eine ziemlich fantastische Ausstattung.
Was ihr allerdings auf den ersten Blick fehlt, sind reguläre DC-Ausgänge und -Eingänge, wie z. B. ein Zigarettenanzünder-Anschluss für Kühlboxen usw.

 

SDC-Anschlüsse

Zwar verzichtet DJI bei der Power 2000 auf klassische DC-Ausgänge, aber wir haben zwei SDC-Anschlüsse.

SDC ist ein proprietärer DJI-„Anschluss“, welcher eine Spannung zwischen 9 und 28 V bei bis zu 12 A liefern kann.

Welche Spannung geliefert wird, hängt vom angeschlossenen Adapter ab!
So gibt es Adapter auf den klassischen Zigarettenanzünder-Anschluss, zum XT60-Anschluss und diverse Adapter zum Schnellladen der DJI-eigenen Drohnen.

Die SDC-Anschlüsse können dabei auch zum Aufladen der Powerstation genutzt werden, mit entsprechenden Adapterkabeln. So gibt es einen Adapter zum Anschluss von Solarpanels.

Einerseits ist es natürlich schön, solch einen flexiblen Anschluss zu haben, auf der anderen Seite musst du hier diverse Adapter kaufen und mitschleppen.
Persönlich hätte ich mir zusätzlich zu den SDC-Anschlüssen einen KFZ-Zigarettenanzünder-Anschluss gewünscht, da dieser in der Praxis sehr oft genutzt wird.

 

Das Display

Auf der Front der DJI Power 2000 gibt es ein kleines Display. Dieses ist allerdings vergleichsweise basic für eine Powerstation dieser Klasse.

So werden auf dem Display der aktuelle Akkustand in %, die Ein- und Ausgangsleistung in Watt sowie Icons für die aktiven Schnittstellen angezeigt.

 

WLAN, Bluetooth und App

Das etwas einfachere Display wird durch den App-Support ausgeglichen. Du kannst die Power 2000 mit der DJI Home App verbinden, wahlweise via Bluetooth oder über dein Heimnetzwerk.

Spannenderweise ist die DJI Home App nur im Apple App Store vorhanden. Unter Android musst du die APK manuell von der DJI-Webseite laden, was etwas merkwürdig ist.

Funktional gibt es hier aber nichts zu bemängeln.

In der App kannst du den Akkustand sehen, welche Leistung über welchen Port rein- und rausgeht usw.
Du kannst auch ein maximales Ladelimit festlegen, die Standby-Zeiten anpassen usw.

 

Als Batteriespeicher?!

Die DJI Power 2000 kann nicht nur als portable Powerstation genutzt werden, sondern auch als Batteriespeicher für deine Solaranlage.

Das Prinzip ist einfach: Die DJI Power 2000 nimmt Energie auf, wenn du einen Überschuss hast und diesen ins Netz einspeist. Hast du keinen Überschuss, sondern ein Defizit, dann gibt die DJI Power 2000 bis zu 800 W ab.
Sofern dein Verbrauch nicht über 800 W liegt, wird dieser effektiv auf ±0 W ausgeglichen.

Umgekehrt kann die Powerstation bis zu 2400 W aufnehmen, sodass du, wenn möglich, keinen Strom ins Netz einspeist.

Damit die DJI Power 2000 erkennen kann, was aktuell Verbrauch bzw. Einspeisung ist, benötigst du allerdings einen zusätzlichen „Zähler“ bzw. ein Messgerät, das in deinen Zählerschrank eingebaut werden muss. Folgende Zähler/Messgeräte werden unterstützt:

  • Shelly Pro EM
  • Shelly Pro 3EM
  • Shelly 3EM-63W Gen3
  • Shelly Pro 3EM-3CT63

Eine Nutzung des Batteriespeicher-Features ohne ein solches Zusatzmodul ist zwar möglich, aber nicht effektiv. So kannst du lediglich einen Zeitplan hinterlegen, nach dem Motto:
„Von Uhrzeit XYZ bis ZXY Energie aufnehmen, von Uhrzeit X bis Y Energie abgeben.“

Funktioniert das Batteriespeicher-Feature? Mit den entsprechenden Shelly-Modulen: ja!
Hier funktioniert es ähnlich wie z. B. beim Marstek Venus E Gen 3.0.
Reaktionszeiten auf extreme Stromspitzen sind nicht ganz perfekt, aber ausreichend gut. Einspeisend haben wir eine Limitierung auf 800 W, ähnlich wie bei Balkonkraftwerken.

Kurzum: Ja, die DJI Power 2000 kann als universeller Batteriespeicher effektiv genutzt werden.

 

Die USB-C-Ports

Sprechen wir einmal kurz gesondert über die USB-C-Ports. Diese setzen alle auf den USB-Power-Delivery-Standard.

Dabei haben wir zwei 140-W-Ports und zwei 65-W-Ports:

  • USB-C 1 und 2 – 140 W PD
    5 V/5 A, 9 V/5 A, 12 V/5 A, 15 V/5 A, 20 V/5 A, 28 V/5 A
  • USB-C 3 und 4 – 65 W PD
    5 V/5 A, 9 V/5 A, 12 V/5 A, 15 V/3 A, 20 V/3,25 A

Damit hat die Powerstation ausreichend Power auch für große Notebooks! Und ja, die 140-W-Ports können auch wirklich konstant 140 W bereitstellen.

Interessanterweise können die USB-Ports bei den niedrigeren Laststufen bis zu 5 A liefern. Ungewöhnlich, aber unter Umständen ein Pluspunkt.

Alle vier USB-C-Ports bieten außerdem Unterstützung für den PPS-Standard:
3,3–21 V bei bis zu 3 A

Wir haben hier eine perfekte Spannungsrange, aber leider nur bis zu 3 A. Dennoch solltest du mit den meisten aktuellen Smartphones die volle oder eine sehr hohe Ladegeschwindigkeit erreichen können.

 

Bis zu 4000 Zyklen dank Lithium-Eisenphosphat

Die DJI Power 2000 soll bis zu 4000 Ladezyklen erreichen können, bei 80 % Entladetiefe dank Lithium-Eisenphosphat-„LiFePO4“-Akkuzellen.

Vorteile:

  • Höhere Zyklenfestigkeit
  • Höhere Sicherheit – können sich nicht selbst entzünden
  • Umweltfreundlichkeit – kommt ohne giftiges Kobalt oder Nickel aus
  • Robustheit – unempfindlicher gegenüber Tiefentladung und hohen Temperaturen

Nachteile:

  • Größer und schwerer als Lithium-Ionen-Zellen bei gleicher Kapazität
  • Kälteempfindlichkeit – Laden unter 0 °C kann die Zellen dauerhaft schädigen

Wie so oft im Leben hat alles Vor- und Nachteile. Im Allgemeinen bevorzuge ich LiFePO4-Akkuzellen wegen der höheren Sicherheit und Haltbarkeit.
Gerade bei einer Powerstation, die auch als Solar-Batteriespeicher genutzt werden kann, macht diese Akkutechnologie absolut Sinn.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut DJI hat die Power 2000 eine Kapazität von 2048 Wh, also rund 2 kWh. Dabei handelt es sich jedoch nur um die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Je nach Last und Anschluss schwankt die effektive Kapazität deutlich.

Was konnte ich messen?

Wh %
USB C 60 W 1584 77 %
USB C 140 W 1744 85 %
100 W AC 1573 77 %
500 W AC 1725 84 %
1600 W AC 1579 77 %

Im Test schwankte die nutzbare Kapazität zwischen 1579 Wh und 1744 Wh. Tendenziell fällt die Kapazität, wie so oft, bei sehr niedriger oder sehr hoher Last etwas schlechter aus als bei mittlerer Last.
Wir haben hier eine Spanne von 77 % bis 85 % der Herstellerangabe, was völlig in Ordnung ist.

 

Ladeeffizienz

In meinem Test benötigte die DJI Power 2000 ca. 2301 Wh für eine Ladung von 0 % auf 100 %.

Die Effizienz schwankte zwischen 77 % und 86 %, was ein gutes, normales Abschneiden ist.

 

Leerlauf-Stromverbrauch

Im Leerlauf, also bei 100 % Ladung, ohne angeschlossene Geräte, nur mit aktivem WLAN und Verbindung zum Netz, benötigt die DJI Power 2000 ca. 13–14 W aus der Steckdose.
Etwas viel für meinen Geschmack, fürs Nichtstun.

 

Ladedauer

Die DJI Power 2000 hat zwei Einstellungen zum Laden über die Steckdose, welche über die maximale Leistungsaufnahme entscheiden. So kannst du bewusst die Geschwindigkeit drosseln, um beispielsweise die Akkuzellen zu schonen:

  • Stufe 1: maximal ca. 1200 W
  • Stufe 2: maximal ca. 2350 W

Entsprechend unterscheidet sich auch die Ladedauer.

  • Stufe 1: ca. 2:04 h für eine vollständige Ladung
  • Stufe 2: ca. 1:05 h für eine vollständige Ladung

Damit kann die DJI Power 2000 extrem schnell an der Steckdose laden! Rund eine Stunde für eine Powerstation dieser Klasse ist rekordverdächtig schnell.

Natürlich kann die Powerstation auch via Solar geladen werden, allerdings nur mit einem speziellen Adapter und theoretisch den DJI-eigenen Solarpanels. In der Powerstation selbst ist kein MPPT-Laderegler verbaut.

Der DJI Power-Solarpanel-Adapter bringt diesen Laderegler mit sowie drei Anschlüsse für Solarpanels. Die Solarpanels werden über XT30-Ports verbunden, was eher ungewöhnlich ist. Um universelle Panels zu nutzen, müsstest du dir vermutlich Adapter auf XT30 bauen.

Akzeptiert werden Spannungen von 12–30 V und maximal 10 A pro Panel. Insgesamt sind bis zu 400 W möglich.

 

Fazit

Mit der DJI Power 2000 zeigt DJI eindrucksvoll, wie leistungsfähig und vielseitig eine moderne Powerstation heute sein kann. Die Kombination aus 2048 Wh Nennkapazität, sehr hoher Ausgangsleistung und der Möglichkeit, das Gerät als Batteriespeicher für ein Balkonkraftwerk zu nutzen, macht die Power 2000 zu einem echten Allrounder.

Im Test bestätigt sich der starke Ersteindruck auch bei den Messwerten: Die nutzbare Kapazität lag je nach Last zwischen 1579 Wh und 1744 Wh, was 77 bis 85 % der Herstellerangabe entspricht, ein völlig solides Ergebnis für diese Leistungsklasse. Auch die Ladeeffizienz von 77 bis 86 % bewegt sich im guten Bereich. Besonders positiv fällt die extrem kurze Ladedauer auf: In der höchsten Leistungsstufe ist die Power 2000 in nur rund 1:05 Stunden vollständig geladen, selbst im gedrosselten Modus sind es nur etwa 2:04 Stunden. Das ist für eine Powerstation dieser Größe ein absoluter Spitzenwert.

Auch im Alltag überzeugt die DJI Power 2000 mit ihren vier 230-V-Steckdosen, den starken USB-C-Ports mit echten 140 W Dauerleistung und der stabilen App-Anbindung. Als Heimspeicher funktioniert das System mit kompatiblen Shelly-Zählern zuverlässig und kann Lasten bis 800 W effektiv ausgleichen, ideal für den Eigenverbrauch von Solarstrom. Weniger gefallen haben der relativ hohe Leerlaufverbrauch von etwa 13–14 W, das einfache Display und der Verzicht auf klassische DC-Anschlüsse, der den Einsatz zusätzlicher Adapter notwendig macht.

Angebot
DJI Power 2000 Tragbare Powerstation 2048 Wh, 3000 W Solar Generator,...

✅ Pro

  • Hohe Kapazität: 2048 Wh (im Test 1579–1744 Wh nutzbar)
  • Starke Ausgangsleistung: 4× 230 V mit bis zu 2200 W
  • Sehr schnelle Ladezeiten: ca. 1:05 h (2350 W) bzw. 2:04 h (1200 W)
  • Sehr starke USB-C-Ports: 2× 140 W + 2× 65 W, inkl. PPS
  • Hochwertige Verarbeitung, klarer Premium-Eindruck
  • LiFePO4-Akkus mit bis zu 4000 Ladezyklen
  • App-Steuerung via WLAN & Bluetooth
  • Als Batteriespeicher für Balkonkraftwerke nutzbar (bis 800 W)

❌ Kontra

  • Keine klassischen DC-Ausgänge ohne Adapter
  • Proprietäre SDC-Anschlüsse → Adapter notwendig
  • Relativ hoher Leerlaufverbrauch (ca. 13–14 W)
  • Solar-Ladung nur mit externem Adapter (max. 400 W)
  • Android-App nur per APK, nicht im Play Store

Unterm Strich bekommst du mit der DJI Power 2000 eine hochwertige, extrem leistungsfähige und technisch moderne Powerstation, die sowohl mobil als auch stationär eine sehr gute Figur macht. Wenn du bereit bist, den Premiumpreis zu zahlen und mit kleinen Kompromissen bei Anschlüssen und Standby-Verbrauch leben kannst, erhältst du ein beeindruckend starkes Gesamtpaket mit messbar guter Performance.

DJI Power 2000
Positiv
Sehr hohe Kapazität: 2048 Wh Nennkapazität, im Test 1579–1744 Wh nutzbar (77–85 %)
Hohe Ausgangsleistung: 4× 230-V-Steckdosen mit bis zu 2200 W
Extrem schnelle Ladezeit: ca. 1:05 h bei ~2350 W ca. 2:04 h bei ~1200 W
Starke USB-C-Ausstattung: 2× 140 W USB-C PD (konstant) 2× 65 W USB-C PD PPS-Unterstützung
Sehr gute Verarbeitungsqualität: massiv, stabil, klarer Premium-Eindruck
LiFePO4-Akkus mit bis zu 4000 Ladezyklen (bei 80 % DoD)
Hohe Sicherheit & Langlebigkeit durch Lithium-Eisenphosphat
App-Unterstützung (WLAN & Bluetooth) mit vielen Einstellmöglichkeiten
Als Batteriespeicher nutzbar für Balkonkraftwerke (bis 800 W Einspeisung)
Hohe Ladeleistung: bis zu 2400 W Aufnahme
Flexible SDC-Anschlüsse (mit Adaptern für KFZ, XT60, Solarpanels, DJI-Drohnen)
Negativ
Kein klassischer DC-Ausgang (z. B. Zigarettenanzünder) ohne Adapter
Proprietäre SDC-Anschlüsse
Relativ hoher Leerlaufverbrauch: ca. 13–14 W bei aktivem WLAN
Solar-Ladung nur über externen Adapter (kein integriertes MPPT)
App unter Android nur per APK-Download, nicht im Play Store
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Ikea TIMMERFLOTTE: Matter-Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor für 7,99 € im Test

Ikea hat angefangen, seine Smart-Home-Produkte langsam, aber sicher vom semi-proprietären Zigbee-Standard auf den offenen Matter-Standard umzustellen.
In diesem Zuge hat Ikea auch einige neue Sensoren und Module vorgestellt. Hierzu gehört auch der Ikea TIMMERFLOTTE.

Beim Ikea TIMMERFLOTTE handelt es sich um einen Matter-Temperatur-/Luftfeuchtigkeits-Sensor. Preislich ist dieser mit 7,99 € sehr attraktiv!
Wollen wir uns den Ikea TIMMERFLOTTE in einem kleinen Test ansehen – auch im Zusammenspiel mit dem Home Assistant?

 

Der Ikea TIMMERFLOTTE im Test

Beim TIMMERFLOTTE handelt es sich um einen batterie- bzw. akkubetriebenen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor.
Dieser setzt auf ein rundes Design und misst 62 mm im Durchmesser. Damit ist dieser um einiges größer, als ich es anhand der Bilder erwartet hätte.

Dabei besitzt dieser ein „LED“-Display auf der Front. Dieses leuchtet aber nur kurz auf, wenn du auf den Sensor drückst. Dann zeigt dieses kurz die aktuelle Temperatur und Luftfeuchtigkeit an. Etwas schade, dass hier die Werte nicht konstant angezeigt werden. Dafür ist das Display aber „beleuchtet“.

Die Stromversorgung erfolgt über zwei AAA-Batterien oder Akkus, welche du auf der Rückseite einsetzen musst.
Wichtig: Der Sensor ist nur für den Inneneinsatz gedacht und nicht wettergeschützt!

 

Matter over Thread

Klären wir zunächst die Frage, welchen Funkstandard der Ikea TIMMERFLOTTE Sensor nutzt.

Der Ikea TIMMERFLOTTE nutzt „Matter over Thread“. Matter ist ein universeller Smart-Home-Standard. Thread wiederum ist ein offener Funkstandard, welcher eine Alternative zu Zigbee darstellt.

Um den Ikea TIMMERFLOTTE Tür-/Fenstersensor zu nutzen, benötigst du eine Basisstation, welche sowohl Matter als auch Thread unterstützt.
Dies könnte beispielsweise eines der folgenden Systeme sein:

  • IKEA Dirigera Hub
  • Apple HomePod mini
  • Apple TV 4K
  • Google Nest Hub (2. Gen)
  • SmartThings Aeotec Smart Home Hub
  • Amazon Echo (4. Gen)
  • usw.

 

Verbindung via Thread

Schritt Nummer eins bei der Nutzung des TIMMERFLOTTE ist natürlich das Einbinden in dein Netzwerk.
Leider finde ich den Thread-Standard etwas nervig. So muss die Einbindung zwingend über ein halbwegs aktuelles Android- oder iOS-Smartphone stattfinden.

Thread wurde möglichst „einfach“ gestaltet. Es gibt keine Netzwerkübersicht oder Ähnliches. Du gehst in die App deines Smart-Home-Systems, in welches du den TIMMERFLOTTE einbinden willst, wählst Matter aus und der Rest wird vom Smartphone erledigt.

Leider hatte ich dabei mit dem Home Assistant oft Probleme und Zickereien.
So wollte sich der TIMMERFLOTTE einfach nicht mit meinem Home Assistant in Verbindung mit dem CC2674P10-Chipsatz verbinden. Dies ist für mich nichts Neues, denn Home Assistant und Thread sind oftmals etwas schwierig. Ich bin mir sicher, mit genug Versuchen wäre es gegangen. Ähnliche Probleme hatte ich auch mit dem MYGGBETT, und irgendwann funktionierte es dann plötzlich.

Ich bin hier jetzt aber auf den Aeotec Smart Home Hub ausgewichen, welchen ich als Thread Border Router nutze. Dieser stellt dann den Sensor via Matter dem Home Assistant zur Verfügung.

TIMMERFLOTTE in Smart Things

Mit dem Aeotec Smart Home Hub funktionierte die Verbindung via Thread auf Anhieb.

 

Funktionsumfang des TIMMERFLOTTE

Der genaue Funktionsumfang und die Benutzeroberfläche des TIMMERFLOTTE schwanken stark, je nachdem, in welches Smart-Home-System du diesen einbindest.
Grundsätzlich bietet der TIMMERFLOTTE aber zwei Messwerte:

  • Temperatur in Grad mit einer Nachkommastelle
  • Luftfeuchtigkeit in Prozent mit zwei Nachkommastellen

(TIMMERFLOTTE im Home Assistant)

Das Update-Intervall beider Messwerte scheint bei ca. ± 5 Minuten zu liegen.
Neben diesen beiden Messwerten wird auch der Akkustand in Prozent übermittelt, ebenso wie die Akku- bzw. Batteriespannung. Letztere wird aber anscheinend sehr stark gerundet.

 

Messgenauigkeit

Wie genau misst der TIMMERFLOTTE? Hierfür habe ich diesen mit anderen Temperatursensoren verglichen. So können wir uns anschauen, ob die Werte in einem plausiblen Rahmen liegen.

Wir können zunächst sehen, dass wir doch eine gewisse Spanne bei den Temperaturmesswerten haben. Es ist gar nicht so leicht, ein Messgerät zu finden, welches Temperaturen wirklich zu 100 % akkurat misst.
Allerdings liegt der TIMMERFLOTTE unterm Strich ziemlich in der Mitte der Messwerte, was aus meiner Sicht ein gutes Zeichen für akkurate Werte ist.

 

Fazit

Der Ikea TIMMERFLOTTE ist ein sehr günstiger Einstieg in die Welt von Matter over Thread. Für nur 7,99 € bekommst du einen soliden Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor, der dank Matter zukunftssicher ist und sich grundsätzlich in viele Smart-Home-Systeme integrieren lässt.

Die Messwerte bewegen sich in einem plausiblen Bereich und eignen sich gut für Automationen oder Auswertungen im Smart Home. Weniger gelungen sind das nur kurz aktivierbare Display und die Einschränkung auf den Inneneinsatz. Auch die Einrichtung über Thread kann je nach Setup etwas Geduld erfordern, funktioniert mit einem passenden Border Router aber zuverlässig.

Unterm Strich ist der TIMMERFLOTTE eine klare Empfehlung für preisbewusste Nutzer mit Matter-/Thread-Setup. Wenn du bereit bist, dich auf Thread einzulassen, bekommst du hier viel Smart-Home-Technik für wenig Geld.

11 Laufwerke, 10 Gbit, Ryzen PRO – AOOSTAR WTR MAX 8845 im Test

AOOSTAR bietet mit dem WTR MAX 8845 ein High-End-„DIY“-NAS an. So ist das WTR MAX auf den ersten Blick eine herkömmliche NAS-Box, welche allerdings eine freie Betriebssystemwahl bietet.

Du kannst auf diesem NAS jedes Betriebssystem installieren, das du möchtest, ob nun TrueNAS, Unraid, Linux oder auch einfach Windows.

Dabei bietet das AOOSTAR WTR MAX 8845 absolute High-End-Hardware!

  • AMD Ryzen PRO 8845HS CPU
  • bis zu 96 GB RAM
  • 5× NVMe-SSD-Slots
  • 6× 3,5-Zoll-HDD-Slots
  • 2× 2,5-Gbit-LAN
  • 2× 10-Gbit-LAN

Dies ist Hardware der absoluten Spitzenklasse! Zumindest auf den ersten Blick. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Finden wir dies im Test des AOOSTAR WTR MAX 8845 heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an AOOSTAR für das Zurverfügungstellen des WTR MAX 8845 für diesen Test. Abseits der Teststellung gab es keine Vergütung oder andere Bedingungen.

 

Das AOOSTAR WTR MAX 8845 im Test

Auf den ersten Blick handelt es sich beim AOOSTAR WTR MAX 8845 um eine recht klassische NAS-Box.

So setzt diese auf einen kompakten Formfaktor, im Anbetracht der 7 Slots auf der Front.

Das Gehäuse besteht weitestgehend aus Metall und wirkt sehr wertig und stabil gebaut. Hinzu kommen eine umfangreiche Front-I/O und ein kleines Statusdisplay.

Auf der Rückseite finden wir zwei 80-mm-Lüfter, die Rear-I/O sowie den Anschluss für das Netzteil. Das Netzteil beim WTR MAX ist extern.

 

Umfangreiche I/O

Ein absolutes Highlight am WTR MAX sind die Anschlüsse!

  • 2× 10-Gbit-LAN SFP+
  • 2× 2,5-GBit-LAN RJ45
  • 1× USB 4.0
  • 1× OCuLink
  • 2× USB 3.2 Gen2 10 Gbit
  • 1× USB 3.2 Gen2 5 Gbit
  • 1× USB-C 3.2 Gen2 5 Gbit
  • 1× HDMI 2.0
  • 1× 3,5-mm-Audioausgang
  • 1× SD-Kartenleser

WOW! Hier ist wirklich alles dabei! Angefangen bei 4× Netzwerkanschlüssen, wovon 2× 10-Gbit-SFP+-Ports sind, über einen USB-4-Port und OCuLink-Anschluss bis hin zu mehreren schnellen USB-Ports.

Für ein NAS ist dies eine perfekte Anschlussausstattung!

 

6× HDDs, 5× NVMe

Auf der Front des AOOSTAR WTR MAX 8845 finden wir 7 Hot-Swap-Schächte, genau genommen sind es allerdings nur 6.

  • 6× 3,5/2,5-Zoll-HDDs
  • 5× NVMe-SSDs

Sechs der Slots auf der Front sind für 3,5-Zoll-HDDs vorgesehen, was schon einiges an Platz ist. Slot Nummer 7 beinhaltet allerdings eine Steckkarte, auf welcher du 4× NVMe-SSDs installieren kannst.

Einen fünften NVMe-SSD-Slot findest du im Inneren des NAS, beispielsweise für die Betriebssysteminstallation.

Es lassen sich hier also intern 11 Laufwerke verbauen.

Allerdings sind nicht alle NVMe-SSDs mit der vollen Geschwindigkeit angebunden. Vermutlich bietet der AMD Ryzen PRO 8845HS für 5× NVMe-SSDs + USB 4 + OCuLink einfach nicht genug PCIe-Lanes.

Die NVMe-SSD-Slots sind wie folgt angebunden:

  • 2× PCIe 4.0 ×4
  • 1× PCIe 4.0 ×2
  • 2× PCIe 4.0 ×1

Da wir hier aber bei allen Slots PCIe 4.0 haben, ist dies in der Praxis in Ordnung. Selbst ein PCIe-4.0-×1-Slot bietet in der Theorie rund 2 GB/s, also deutlich mehr, als eine 10-Gbit-LAN-Verbindung hergibt.

 

Netzwerk-Ports: 2,5 Gbit + 10 Gbit

Das WTR MAX verfügt über 2× 2,5-GBit-RJ45-Ports sowie 2× SFP+-Ports mit 10 Gbit.

  • 10-Gbit-SFP+ – Intel X710 (PCIe 4.0 ×4 Anbindung)
  • 2,5-GBit-RJ45 – Intel I226-V (jeweils PCIe 4.0 ×1 Anbindung)

Die beiden 2,5-Gbit-LAN-Ports setzen auf den Intel-I226-V-Chipsatz. Ich bin kein Fan der Intel-2,5-Gbit-Controller, allerdings hatte ich beim AOOSTAR WTR MAX keine Probleme in der Praxis. Auch allgemein hatte ich bisher keine Probleme mit der „V“-Version. Die „IV“-Version hingegen war bei mir oft etwas unzuverlässig.

Am Intel-X710-Chipsatz gibt es absolut nichts auszusetzen! Das ist ein erprobter Enterprise-Grade-Controller, der auch in vielen Servern genutzt wird.

 

Herausragende CPU-Performance

Das Herzstück des WTR MAX ist der AMD Ryzen PRO 8845HS – und dieser ist ein echtes Highlight!

  • AMD Ryzen PRO 8845HS CPU
  • 8 CPU-Kerne
  • 16 Threads
  • Zen-4-Architektur
  • 45 W TDP
  • TSMC 4-nm-FinFET
  • bis zu 5,1 GHz
  • ECC-Support

Wir haben hier eine 8-Kern-CPU mit 16 Threads, welche bis zu 5,1 GHz erreichen kann. Es handelt sich hierbei um eine Mobile-CPU, die aber aus dem PRO-Line-up stammt.

Diese ist also durchaus für „Workstation“-Zwecke gemacht und gedacht.

In dieser CPU ist auch eine relativ fähige GPU verbaut:

  • AMD Radeon 780M
  • 12 GPU-Cores
  • 2700 MHz
  • H.265 / H.264 / AV1 Encode/Decode

Die 780M ist eine fähige GPU. Natürlich nicht fürs High-End-Gaming oder extreme KI-Anwendungen, aber gerade für Video-Encode/Decode ist diese absolut in Ordnung!

Aber wie ist die Leistung der CPU in der Praxis? Dies habe ich zunächst unter Windows getestet, da es hier einfach mehr Testtools gibt.

Der AMD Ryzen PRO 8845HS bietet ± die Leistung eines Ryzen 7 7840HS. In der Praxis ist das für ein NAS oder sogar einen Virtualisierungsserver mehr als genug!

Es ist absolut kein Problem, auf dem AOOSTAR WTR MAX dutzende Docker-Container und auch einige VMs laufen zu lassen, sofern du genug RAM verbaust.

Die CPU-Leistung liegt allerdings etwas unter vielen Systemen mit Ryzen 7 7840HS. Warum? Das AOOSTAR WTR MAX hält sich sehr genau an das 45-W-TDP-Limit. Es gibt lediglich für Bruchteile von Sekunden einen Sprung auf über 50 W.

Für ein NAS, wo Stabilität wichtiger ist als die letzten 1–2 % Leistung, ein Verhalten, mit dem ich leben kann.

Bei der GPU-Leistung liegen wir hier zwar unter gesonderten Grafiklösungen, aber beispielsweise klar über dem Steam Deck, also auch alles andere als schlecht.

Aufgrund der hohen CPU-Leistung hat das NAS natürlich keine Probleme, die volle 10-Gbit-LAN-Geschwindigkeit zu bewältigen.

Du kannst also bei Unraid, Linux, TrueNAS usw. Datenraten im Bereich von 1000 MB/s erwarten, sofern natürlich deine Speicherlaufwerke mithalten können.

 

BIOS

 

Temperatur und Kühlung

Grundsätzlich ist das AOOSTAR WTR MAX 8845 ein recht leises NAS-System. Die Lüfter sind gut geregelt und im normalen Leerlauf ist das System kaum zu hören.

Ich hätte kein Problem, das AOOSTAR WTR MAX 8845 bei mir im Büro stehen zu haben.

Allerdings reagiert der CPU-Kühler schon hörbar auf Lastspitzen. Selbst unter Volllast bleibt das System akzeptabel laut, aber wir haben hier die Lautstärke eines durchschnittlichen Mini-PCs unter Last, hörbar, aber nicht extrem.

Erfreulicherweise sind dabei die CPU-Temperaturen sehr gut!

  • Leerlauf: ca. 30–35 °C
  • Volllast: ca. 70–80 °C

Das ist absolut problemlos. Das Kühlsystem ist also gut gelungen.

 

Stromverbrauch

Kommen wir zum Abschluss noch auf den Stromverbrauch zu sprechen. Dieser schwankt natürlich stark, je nachdem, welche Laufwerke du verbaut hast. Eine HDD benötigt zwischen 5 und 10 W, dafür kann das NAS nichts.

In meinem Test habe ich das NAS nur mit einer NVMe-SSD ausgestattet, um den Stromverbrauch des Basissystems zu sehen. Zudem war eine 10-Gbit-LAN-Verbindung aktiv.

Im Normalfall benötigte das System bei mir zwischen 22 und 24 W im Normalbetrieb bzw. Leerlauf.

Auf den ersten Blick etwas mehr, als ich erhofft hätte. Ein Mini-PC mit der gleichen CPU wird vermutlich um die 10 W im Leerlauf benötigen.

Allerdings benötigen die vielen Netzwerkports durchaus etwas Strom – selbst wenn sie nicht aktiv sind. Gerade bei 10-Gbit-LAN-Ports kannst du mit 2–8 W pro Port rechnen.

Kurzum: Ein etwas niedrigerer Stromverbrauch wäre sicherlich noch schön gewesen, aber für ein NAS in dieser Leistungsklasse sind ein Basisverbrauch von 22–24 W alles andere als zu viel oder problematisch.

 

Fazit – AOOSTAR WTR MAX 8845

Mit dem WTR MAX 8845 liefert AOOSTAR ein NAS, das sich ganz klar an Enthusiasten, Power-User und Home-Server-Fans richtet. Wenn du maximale Freiheit bei der Betriebssystemwahl suchst und keine Lust auf proprietäre NAS-Ökosysteme hast, triffst du hier genau ins Schwarze. TrueNAS, Unraid, Linux oder Windows, du entscheidest, was läuft.

Die verbaute Hardware spielt dabei in einer Liga, die man bei Fertig-NAS-Systemen nur selten sieht. Der Ryzen PRO 8845HS bietet enorme Leistungsreserven für Virtualisierung, Docker, Medienserver oder auch anspruchsvollere Workloads. Dazu kommen bis zu 11 interne Laufwerke, 10-Gbit-Netzwerk, USB 4 und OCuLink, die Anschlussvielfalt ist schlicht herausragend.

Natürlich ist nicht alles perfekt: Nicht alle NVMe-Slots sind mit voller PCIe-×4-Bandbreite angebunden und der Idle-Verbrauch liegt etwas höher als bei sparsamen Mini-PCs. Beides sind jedoch Kompromisse, die aus meiner Sicht verständlich sind – vor allem, wenn man bedenkt, welche Leistung und Erweiterbarkeit hier geboten wird.

Unterm Strich ist das AOOSTAR WTR MAX 8845 kein klassisches Plug-and-Play-NAS für Einsteiger, sondern eine extrem potente DIY-Plattform für Nutzer, die wissen, was sie tun und genau das wollen. Wenn du ein kompromisslos starkes NAS mit Server-DNA suchst und bereit bist, dein System selbst aufzusetzen, gehört das WTR MAX 8845 aktuell zu den spannendsten Lösungen am Markt.

AOOSTAR WTR MAX 8845
Positiv
Sehr leistungsstarke CPU (AMD Ryzen PRO 8845HS, 8C/16T)
ECC-RAM-Support
Freie Betriebssystemwahl (TrueNAS, Unraid, Linux, Windows)
Bis zu 96 GB RAM möglich
Platz für bis zu 11 interne Laufwerke
6× 3,5"/2,5" HDD-Hot-Swap-Slots
5× NVMe-SSD-Slots
2× 10-Gbit-SFP+ (Intel X710)
2× 2,5-Gbit-LAN (Intel I226-V)
USB 4 und OCuLink vorhanden
Gute Kühlleistung bei moderaten Temperaturen
Insgesamt leiser Betrieb im Idle
Negativ
Nicht alle NVMe-Slots mit voller PCIe-x4-Anbindung
Kein vorinstalliertes Betriebssystem / Kein klassisches NAS-Ökosystem mit Apps und Support
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Ikea MYGGBETT + Home Assistant im Test, Matter Tür-Sensor für 7,99€

Ikea hat mit seiner MYGGBETT-Serie neue Smart-Home-Sensoren auf den Markt gebracht, welche einige Besonderheiten besitzen.

Besonderheit Nummer 1 ist der Preis. Ikea verlangt für einen Tür-/Fenstersensor lediglich 7,99 €. Verglichen mit anderen Smart-Home-Systemen ist dies extrem günstig!

Besonderheit Nummer 2 ist die Nutzung des Matter-Standards!
Hierdurch sind die Ikea MYGGBETT Tür-/Fenstersensoren universell mit vielen Smart-Home-Systemen kompatibel.

Aber wie sieht das Ganze in der Praxis aus, beispielsweise in Kombination mit dem Home Assistant?
Genau diese Frage möchte ich in einem kleinen Artikel klären.

 

Matter over Thread

Klären wir zunächst die Frage, welchen Funkstandard der Ikea MYGGBETT Sensor nutzt.
Der Ikea MYGGBETT nutzt „Matter over Thread“. Matter ist ein universeller Smart-Home-Standard. Thread wiederum ist ein offener Funkstandard, welcher eine Alternative zu Zigbee ist.

Um den Ikea MYGGBETT Tür-/Fenstersensor zu nutzen, benötigst du eine Basis-Station, welche sowohl Matter als auch Thread unterstützt!
Dies könnte beispielsweise eines der folgenden Systeme sein:

  • IKEA Dirigera Hub
  • Apple HomePod mini
  • Apple TV 4K
  • Google Nest Hub (2. Gen)
  • SmartThings Aeotec Smart Home Hub
  • Amazon Echo (4. Gen)
  • usw.

 

Der Ikea MYGGBETT Tür-/Fenstersensor im Test

Bei dem Ikea MYGGBETT Tür-/Fenstersensor handelt es sich um einen zweiteiligen Sensor, wie es für diese Art üblich ist.
So haben wir den eigentlichen Sensor sowie einen „Magneten“. Der Sensor erkennt das Öffnen einer Tür bzw. eines Fensters, wenn sich der Magnet-Teil vom Sensor entfernt.

Sowohl der Sensor als auch der Magnet lassen sich mit doppelseitigem Klebeband (im Lieferumfang enthalten) oder über eine Schraube befestigen.

Auf der Front des Sensors befindet sich eine kleine Status-LED, welche bei Aktivität kurz aufblinkt, sowie eine Taste.

Außergewöhnlich ist die Stromversorgung. So nutzt der Ikea MYGGBETT lediglich eine AAA-Batterie bzw. einen Akku. Die meisten Sensoren dieser Art nutzen zwei Batterien oder eine Knopfzelle.
Wie lange die Laufzeit ist, kann ich derzeit noch nicht sagen.

 

Mein Home-Assistant-Setup

Ich nutze den Home Assistant und dort den SLZB-MR3 als Thread Border Router Hardware. Entsprechend habe ich den MYGGBETT über den SLZB-MR3 mit dem Home Assistant verbunden.

 

Thread-Verbindung …

Schritt Nummer eins bei der Nutzung des MYGGBETT ist natürlich das Einbinden in dein Netzwerk.

Leider finde ich den Thread-Standard etwas nervig. So muss die Einbindung zwingend über ein halbwegs aktuelles Android- oder iOS-Smartphone stattfinden.
Thread wurde möglichst „einfach“ gestaltet. Es gibt keine Netzwerkübersicht oder Ähnliches. Du gehst in die App deines Smart-Home-Systems, in welches du den MYGGBETT einbinden willst, wählst Matter aus und der Rest wird vom Smartphone erledigt.

Leider hatte ich dabei mit dem Home Assistant oft Probleme und Zickereien.

Ich habe zwei MYGGBETT gekauft und eingebunden. Bei meinem iPhone 17 Pro Max erhielt ich bei zwei Versuchen eine generische Fehlermeldung, bei Versuch Nummer 3 hat es funktioniert.

Ich habe bei Versuch 3 nichts verändert, sondern es einfach mehrfach versucht, da ich die Probleme mit Thread schon kannte.

Bei meinem Google Pixel 10 Pro gab es bei den ersten drei Versuchen eine Fehlermeldung, dass keine Verbindung hergestellt wurde. Bei Versuch 4 kam eine Fehlermeldung, dass angeblich das Pixel die Verbindung zum WLAN verloren hätte (was nicht der Fall war). Versuch 5 brachte die Meldung „Ein Fehler ist aufgetreten“. Nach einigen weiteren Versuchen funktionierte es dann irgendwann.

(Eine kleine Auswahl an Fehlermeldungen)

Nervig! Aber ein Problem, das ich bei Thread und Home Assistant leider schon öfter hatte. Ob das nun ein generelles Problem ist oder an meinem Setup mit dem CC2674P10-Chipsatz liegt, kann ich leider nicht sagen.
Ich hatte auch schon Probleme mit anderen Thread Border Routern, aber z. B. die SmartThings Matter/Thread-Basis funktionierte bei mir tendenziell etwas zuverlässiger.

Hast du auch Probleme mit dem Ikea MYGGBETT Tür-/Fenstersensor und der Verbindung, versuche es mehrfach. Wenn du die Möglichkeit hast, versuche im Notfall ein anderes Smartphone.
Ich glaube nicht zwingend, dass dies ein Problem des MYGGBETT Sensors im Speziellen ist. Ich habe das Gefühl, Matter over Thread ist noch etwas unausgereift.

 

MYGGBETT + Home Assistant

Einmal im Home Assistant eingebunden, bietet der MYGGBETT genau die Funktionen, die wir erwarten können.

Der Sensor liefert erst einmal nur einen Wert: Offen offen oder geschlossen.

Zusätzlich erhalten wir aber Informationen zum Batteriestand, zur aktuellen Firmware (Firmware: 1.0.9 bei mir) und ob diese aktuell ist.

 

Gute Reaktionszeiten

Einmal verbunden funktionierten die Sensoren bei mir tadellos. Auch die Reichweite scheint soweit okay zu sein.

Weitere Pluspunkte gibt es für die Reaktionszeiten. Diese liegen bei mir konstant unter 1 ms.

 

Ikea MYGGBETT zurücksetzen

Um den Ikea MYGGBETT zurückzusetzen, musst du die Taste auf der Oberseite gedrückt halten. Die LED beginnt irgendwann rot zu blinken. Halte die Taste weiter gedrückt, bis diese aufhört zu blinken. Dann ist der Ikea MYGGBETT zurückgesetzt.

 

Fazit

Mit dem MYGGBETT Tür-/Fenstersensor liefert Ikea einen erstaunlich günstigen Einstieg in die Matter-Welt. Für nur 7,99 € bekommst du einen sauber verarbeiteten Sensor, der auf den zukunftssicheren Standard Matter over Thread setzt und damit systemübergreifend einsetzbar ist – ein klarer Pluspunkt, gerade wenn du dein Smart Home flexibel halten willst.

In der Praxis zeigt sich: Ist der Sensor einmal eingebunden, arbeitet er zuverlässig, reagiert extrem schnell und liefert genau die Informationen, die du erwartest. Auch die Stromversorgung über nur eine AAA-Batterie ist positiv hervorzuheben und hebt sich von vielen Konkurrenzprodukten ab, auch wenn ich noch nichts zur Laufzeit sagen kann.

Die größte Schwäche liegt aktuell weniger beim Sensor selbst, sondern bei Matter over Thread in Kombination mit Home Assistant. Die Einrichtung kann, je nach Smartphone und Setup, unnötig frustrierend sein und erfordert mitunter Geduld und mehrere Anläufe.

Unterm Strich gilt: Wenn du bereit bist, dich auf Matter over Thread einzulassen und kleinere Startschwierigkeiten in Kauf zu nehmen, erhältst du mit dem Ikea MYGGBETT einen extrem preiswerten, schnellen und zuverlässigen Tür-/Fenstersensor. Besonders für preisbewusste Smart-Home-Nutzer und Bastler ist er eine klare Empfehlung – mit dem Hinweis, dass der Matter-Standard softwareseitig noch etwas reifen darf. Gerade dass nur eine Einrichtung via Smartphone möglich ist, halte ich für nervig.

Reolink TrackFlex Floodlight WiFi Test: Dual-4K-Kamera mit 360-Grad-Tracking

Reolink bringt mit der TrackFlex Floodlight WiFi eine neue „smarte“ Überwachungskamera auf den Markt.
Diese setzt auf zwei Kamerasensoren mit 4K-Auflösung sowie ein Tracking-Design.

Letzteres erlaubt es der Kamera, Menschen dank KI bzw. Objekterkennung zu „verfolgen“.
Diese wurde hier auch nochmals ausgebaut und verbessert. So erlaubt die Kamera laut Hersteller ein weiches 360-Grad-Tracking.

Hinzu kommen zwei große LED-Flutlichter und das bekannte „Abo-freie“ Design von Reolink-Überwachungskameras.

Wollen wir uns die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi einmal im Test ansehen? Kann die Überwachungskamera überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Reolink für das Zur-Verfügung-Stellen der Kamera für diesen Test. Abseits des Zur-Verfügung-Stellens der Kamera gab es keine Bezahlung oder Verpflichtungen für diesen Test.

 

Die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi im Test

Bei der Reolink TrackFlex Floodlight WiFi handelt es sich um eine „fest installierte“ Überwachungskamera.

Diese benötigt 230 V und ist als eine Art Ersatz für eine normale Lampe mit Bewegungsmelder gedacht.

Aufgrund des Tracking-Designs ist die Kamera etwas größer als ein normales 08/15-Modell. So besitzt die Kamera eine recht große Basis aus weißem Kunststoff, an deren unterem Ende der Kamerakopf installiert ist.

Dieser verfügt über zwei Linsen und ist dreh- und schwenkbar. Hierdurch soll laut Reolink effektiv eine 360-Grad-Abdeckung möglich sein.

Ein weiterer wichtiger Punkt an der TrackFlex Floodlight WiFi ist das namensgebende Floodlight. Hierbei handelt es sich um zwei große LED-Scheinwerfer, welche frei nach deinen Wünschen ausgerichtet werden können.

 

Auto-Tracking mit 2 Linsen

Die große Besonderheit der Reolink TrackFlex Floodlight WiFi ist das Auto-Tracking von vorbeigehenden Personen.
So verfügt die Überwachungskamera über zwei Linsen: eine Weitwinkel-Linse und eine 6× Hybrid-Zoom-Linse. Zudem haben wir einen Motor, welcher das Drehen und Schwenken des Kamerakopfs erlaubt.

So kann die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi vorbeigehende Personen verfolgen und mit der zweiten Linse an diese heranzoomen, um eine „Detail-Ansicht“ zu liefern, während die Weitwinkel-Linse das komplette Bild im Blick hat.
Weiter verfeinert wird das Ganze durch Bewegungssensoren rund um die Kamera, welche auch Bewegungen im toten Winkel erkennen.

Das ganze System funktioniert auch gut!

Wird eine Person erkannt, folgt die Kamera dieser, bis die Person aus dem Bild verschwindet. Anschließend dreht sie sich nach X Sekunden wieder auf ihre Ausgangsposition zurück.

Das Ganze ist ideal, wenn du beispielsweise Hausecken überwachen willst, kann aber auch dank des 6× Zooms helfen, Personen in der Ferne besser zu überwachen.

 

Die bekannte Reolink App

Die TrackFlex Floodlight WiFi setzt natürlich auf die bekannte Reolink App. Reolink ist einer der letzten Hersteller, bei dem eine Registrierung noch keine Pflicht ist.
Du kannst die App einfach herunterladen, den QR-Code der Kamera scannen, dann verbindet sich dein Smartphone via Bluetooth mit der Kamera und schließt die Einrichtung sowie die Anbindung an dein WLAN ab.

Du musst hier keine persönlichen Daten angeben oder Ähnliches. Die Kamera wird ausschließlich über ein von dir festgelegtes lokales Passwort gesichert.
Reolink scheint zwar auch so langsam, dir ein Konto „unterschieben“ zu wollen, noch ist dieses aber komplett optional, was ich begrüße.

Grundsätzlich ist die Reolink App sehr einfach und übersichtlich aufgebaut.
Du findest auf der Startseite eine Übersicht über alle verbundenen Kameras und Geräte. Tippst du in diesem Fall die TrackFlex Floodlight WiFi an, landest du direkt in der Live-Ansicht.

Dort siehst du beide Kamerastreams, kannst manuell Fotos und Videos aufzeichnen, die Zwei-Wege-Kommunikation starten, die Scheinwerfer einschalten und natürlich auch die Kamera drehen und schwenken.

Zudem kommst du von dieser Ansicht auch in die weiteren Einstellungen und Aufnahmen.

In den Einstellungen kannst du viele Optionen anpassen, angefangen bei den Scheinwerfern, über das Tracking bis hin zur Objekterkennung.
Im Allgemeinen machte die Reolink App bei mir einen guten Eindruck, und ich gehe davon aus, dass sich auch Neueinsteiger hier zurechtfinden werden.

 

Kein Abo nötig

Leider ist dies mittlerweile nicht mehr selbstverständlich, aber es ist kein Abo nötig, um alle Funktionen der TrackFlex Floodlight WiFi zu nutzen.
Lediglich Dinge wie eine Cloud-Speicherung der Aufnahmen sind hinter einer Paywall, was aber auch zu 100 % verständlich und optional ist.

 

Smarte Erkennung

Natürlich verfügt die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi auch über eine „KI“-/Smart-Erkennung von Personen und Objekten.

Diese Smart-Erkennung wird lokal von der Kamera ausgeführt und erfordert keine Cloud. So kann die Kamera zwischen folgenden Objekten unterscheiden:

  • Generelle Bewegungen
  • Personen
  • Fahrzeugen
  • Tieren

Diese Smart-Erkennung ist auch gerade bei Personen und größeren Tieren (Hunden/Katzen) sehr akkurat!

Aber wofür ist das Ganze da?

  1. Du kannst dich nur bei bestimmten Typen von Bewegungen benachrichtigen lassen, z. B. nur bei Menschen.
  2. Aufnahmen lassen sich nach der erkannten Bewegung filtern.

In der Praxis ist dies extrem hilfreich!

 

Optional: dauerhafte Aufnahme

Die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi kann wahlweise nur beim Erkennen von Bewegungen aufnehmen oder auch dauerhaft.
Dies lässt sich auch über einen Zeitplan steuern.

 

Wo werden Aufnahmen gespeichert? Maximale Flexibilität

Reolink Kameras bieten eine hervorragende Flexibilität beim Speichern von Aufnahmen:

  • Interne microSD-Karte
  • FTP-Server
  • Reolink Cloud (kostenpflichtig)
  • Reolink Home Hub

In der Regel empfiehlt es sich, eine microSD-Speicherkarte in der Überwachungskamera einzusetzen. Dies ist einfach und sicherlich die günstigste Lösung.
Gerade wenn du die Kamera nur bei Bewegungen aufnehmen lässt, reichen schon 64 GB ewig.
Alternativ bzw. zusätzlich kannst du auch einen lokalen FTP-Server hinterlegen oder z. B. den Reolink Home Hub nutzen.

 

4K Auflösung

Beide Sensoren der Reolink TrackFlex Floodlight WiFi verfügen über eine 4K-Auflösung.
Erfreulicherweise nutzt Reolink auch vernünftige Sensoren und Linsen. Diese bieten bei Tag ein sehr scharfes und brillantes Bild, an dem es nichts zu meckern gibt.

Auch bei Nacht mit IR-LEDs bleibt das Bild gut, auch wenn hier die Zoom-Qualität etwas abnimmt, was nicht unerwartet ist.


Unterm Strich gibt es an der Aufnahmequalität nichts zu bemängeln. Diese ist auf einem hohen Niveau.

 

Mit Scheinwerfern

Die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi verfügt über zwei Scheinwerfer, welche zusammen bis zu 3.000 Lumen liefern sollen.

Diese kannst du frei ausrichten und sie dienen sowohl für eine farbige Nachtsicht als auch als Wegbeleuchtung.

So werden die Scheinwerfer auf Wunsch eingeschaltet, wenn z. B. eine Person erkannt wird.
Mit 3.000 Lumen ist die Überwachungskamera auch wirklich hell und schafft es, eine größere Fläche problemlos auszuleuchten.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch der Reolink TrackFlex Floodlight WiFi hat mich positiv überrascht.
Trotz der zwei Sensoren benötigt die Kamera relativ wenig Strom:

  • Tag: ca. 4,5 W
  • Nacht mit IR-LEDs: ca. 6,9 W
  • Nacht mit LED-Scheinwerfern: 24,2 W

4,5 W am Tag und 6,9 W bei Nacht sind nicht zu viel für eine Überwachungskamera dieser Klasse – ganz im Gegenteil.

 

Fazit

Mit der TrackFlex Floodlight WiFi bringt Reolink eine technisch sehr spannende Überwachungskamera auf den Markt, die sich klar von klassischen Außenkameras abhebt. Das Dual-Kamera-System mit zwei 4K-Sensoren, kombiniert mit dem motorisierten 360-Grad-Tracking, funktioniert im Alltag zuverlässig und bietet einen echten Mehrwert, insbesondere dann, wenn du größere Flächen oder Hausecken überwachen möchtest. Das Zusammenspiel aus Weitwinkel-Übersicht und automatischem Zoom auf erkannte Personen ist sinnvoll umgesetzt und kein bloßes Marketing-Feature.

Auch abseits des Trackings überzeugt die Kamera im Test. Die Bildqualität ist bei Tag hervorragend und bleibt auch bei Nacht auf einem guten Niveau. Die beiden integrierten LED-Flutlichter sind nicht nur sehr hell, sondern auch als klassische Außenbeleuchtung nutzbar. Die smarte Objekterkennung arbeitet lokal, ist zuverlässig und reduziert Fehlalarme spürbar, was ich im Alltag nicht mehr missen möchte.

Besonders positiv fällt erneut das Reolink-typische Gesamtkonzept auf: kein Abo-Zwang, viele lokale Speicheroptionen und eine übersichtliche App, die sowohl Einsteiger als auch fortgeschrittene Nutzer abholt. Auch der vergleichsweise geringe Stromverbrauch im Normalbetrieb passt gut zum ansonsten sehr runden Gesamtbild.

Allerdings: Die TrackFlex Floodlight WiFi ist kein unauffälliges Mini-Modell und benötigt einen festen 230-Volt-Anschluss.

Unterm Strich liefert Reolink mit der TrackFlex Floodlight WiFi eine leistungsstarke, funktionsreiche Außenkamera ab, die technisch überzeugt. Wenn du auf der Suche nach einer smarten Überwachungskamera ohne Abo-Zwang bist, dann hast du hier eine starke Option.

20W für 4€?! Das Ikea SJÖSS E2501-EU im Test

Ikea bietet mit seiner SJÖSS-Serie einige wirklich gute Ladegeräte zu fantastischen Preisen an. So hatten wir uns bereits die 45-W-Version wie auch die 65-W-Version im Test angesehen.

Allerdings gibt es auch noch eine 20-W-Version. 20-W-Ladegeräte sind normalerweise nicht besonders spannend, aber hier sieht es etwas anders aus. So verkauft Ikea das 20-W-SJÖSS für gerade einmal 4 €.

Das ist ein fantastischer Preis! Gerade dann, wenn du nach einem günstigen und guten 2. Ladegerät suchst.

Aber wollen wir uns das SJÖSS 20 W doch mal im Test ansehen.

 

Das Ikea SJÖSS E2501-EU im Test

Beim SJÖSS 20 W handelt es sich um ein sehr einfaches USB-C-Ladegerät. Dieses setzt auf ein extrem schlichtes, weißes Hochglanzgehäuse.

Dieses ist sehr simpel gemacht, wirkt aber stabil und robust. Auch die Abmessungen sind mit 44 × 28 × 43 mm soweit okay, genau wie das Gewicht von 51 g.

Nein, dies ist nicht das Ladegerät mit der höchsten Energiedichte, aber für ein einfaches Modell passt das soweit.

 

Der USB-C-Port

Das SJÖSS verfügt über genau einen USB-C-Port auf der Front.

  • USB-C – 20 W USB PD – 5 V / 3 A, 9 V / 2,22 A, 12 V / 1,67 A, 15 V / 1,33 A

Der USB-C-Port des SJÖSS setzt auf den USB Power Delivery Standard mit einer Leistung von bis zu 20 W.
20 W ist das derzeitige Minimum, was ein USB-C-Port zum Laden bieten sollte. 20 W reichen auch für Smartphones, Kopfhörer, Bluetooth-Lautsprecher und ähnliche Geräte in der Regel aus.

So kannst du davon ausgehen, dass ein modernes Smartphone ca. 2 Stunden für eine vollständige Ladung an einem 20-W-Ladegerät benötigt. Nicht rekordverdächtig schnell, aber meistens ausreichend.

Für größere Geräte wie Notebooks, Spielekonsolen (Steam Deck) oder große Powerbanks ist ein 20-W-Ladegerät wie dieses aber nicht oder nur bedingt geeignet.

USB Power Delivery ist dabei der von Apple, Samsung, Google usw. benutzte Ladestandard. Das SJÖSS ist also grundsätzlich universell kompatibel.

 

Kein PPS?!

Erstaunlicherweise unterstützt das SJÖSS 20 W kein PPS. PPS ist eine optionale Erweiterung des USB-Power-Delivery-Standards, welche von vielen Smartphones für eine hohe Ladegeschwindigkeit benötigt wird.

Bei einem 20-W-Ladegerät ist das Fehlen von PPS weniger tragisch, aber es führt bei Samsung-Smartphones oftmals zu einem niedrigeren Ladetempo.

So werden die meisten Samsung-Smartphones am SJÖSS 20 W mit maximal ca. 14 W laden können. Mit PPS wären es 18–20 W.

Apple-Smartphones wiederum interessiert dies nicht.

 

Belastungstest

Ich habe auch beim Ikea SJÖSS 20 W einen Belastungstest durchgeführt. Hierbei habe ich das Ladegerät mithilfe einer elektronischen Last ca. 6 Stunden lang mit 100 % Last belastet.

Erfreulicherweise konnte das Ladegerät diese Leistung konstant bereitstellen.

Radiometric Image

Dabei erwärmte sich dieses auch nur recht leicht. Äußerlich konnte ich maximal eine Temperatur von unter 50 Grad messen. Absolut unproblematisch!

 

Spannungsstabilität

SJÖSS Maximal Minimal
0A 5.131 5.5 4.75
1A 5.157 5.5 4.75
2A 5.183 5.5 4.75
3A 5.207 5.5 4.75

 

SJÖSS Maximal Minimal
0A 9.031 9.45 8.55
1A 9.056 9.45 8.55
2A 9.082 9.45 8.55

 

Auch bei der Spannungsstabilität gibt es nichts zu bemängeln. Alle Spannungen bleiben sicher innerhalb der Grenzwerte.

 

Leerlaufstromverbrauch

Der Leerlaufstromverbrauch des SJÖSS war im Test so niedrig, dass dieser von meinen Messgeräten nicht einmal gemessen werden konnte. Wir reden hier also von unter 0,15 W.

 

Effizienz

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Effizienz des SJÖSS 20 W.

Dies sieht alles so weit sehr gut aus! Die Effizienz schwankte bei mir zwischen 86,9 % im Minimum und 89,3 % im Maximum.
Das ist ein tadelloses Abschneiden und somit eignet sich das SJÖSS auch zum Betreiben von kleineren Smart-Home-Geräten wie Kameras usw.

 

Fazit

Das Ikea SJÖSS E2501-EU zeigt im Test sehr deutlich, dass ein gutes USB-C-Ladegerät nicht teuer sein muss. Für gerade einmal 4 Euro bekommst du hier ein solides 20-W-Ladegerät, das im Alltag genau das liefert, was man von dieser Leistungsklasse erwartet – und das ohne nennenswerte Schwächen bei Verarbeitung, Effizienz oder Sicherheit.

Natürlich darfst du bei 20 W keine Lade-Rekorde erwarten, und das fehlende PPS sorgt vor allem bei Samsung-Smartphones für etwas geringere Ladegeschwindigkeiten. Für iPhones, viele andere Smartphones, Kopfhörer, Lautsprecher oder Smart-Home-Geräte spielt das aber kaum eine Rolle. Dazu kommen eine sehr gute Spannungsstabilität, ein extrem niedriger Leerlaufverbrauch und ein absolut unkritisches Temperaturverhalten selbst unter Dauerlast.

Unterm Strich ist das SJÖSS 20 W kein aufregendes Ladegerät, aber genau das ist hier positiv gemeint. Es funktioniert zuverlässig, effizient und universell. Für 4 Euro ist das Preis-Leistungs-Verhältnis schlicht überragend und macht das Ikea SJÖSS zur perfekten Wahl als Zweit- oder Ersatzladegerät oder für alle, die einfach günstig und sorgenfrei laden wollen.

Aferiy Nano 100 Test: Ungewöhnliche Powerbank mit LiFePO4-Akkus

Aferiy bietet mit der Nano 100 eine extrem kuriose Powerbank bzw. Powerstation an. Aferiy ist normalerweise ein Hersteller, welcher sich auf Powerstations konzentriert. Entsprechend besitzt die Nano 100 auch einige Merkmale einer Powerstation, ist aber bei der Leistung und Kapazität eher auf dem Level einer großen Powerbank.

So bietet die Aferiy Nano 100 eine Kapazität von 99,2 Wh (31.000 mAh) und eine Ausgangsleistung von maximal 145 W.
Ebenso setzt die Nano 100 auf LiFePO4-Akkuzellen, welche in Powerbanks normalerweise nicht zu finden sind.

Allerdings ist die Nano 100 im Gegenzug für eine Powerbank ein recht großes und schweres Modell.
Wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob das Konzept der Aferiy Nano 100 aufgeht.

An dieser Stelle vielen Dank an Aferiy für das Zurverfügungstellen der Nano 100 für diesen Test.

 

Die Aferiy Nano 100 im Test

Der Name „Nano“ ist hier etwas irreführend, denn die Nano 100 mag zwar sehr klein für eine Powerstation sein, ist aber für eine 99-Wh-Powerbank gewaltig!

So wiegt diese satte 1,126 kg und misst 145 × 88 × 88 mm. Damit ist diese natürlich portabel, aber alles andere als hosentaschenfreundlich. Allerdings wirkt sie auf Bildern ohne Referenz nochmals ein gutes Stück größer, als sie eigentlich ist.

Dabei nutzt die Powerbank einen „Powerstation“-artigen Formfaktor. An sich finde ich die kleine Box dabei auch recht witzig und auf eine gewisse Art „niedlich“.

Ähnlich wie die großen Modelle von Aferiy besteht die Nano aus einem grau-schwarzen Kunststoff. Die Verarbeitungsqualität ist dabei völlig in Ordnung.

 

Mit LiFePO4-Akkuzellen!

Woher kommen aber diese vergleichsweise großen Abmessungen und das hohe Gewicht? Während die meisten Powerbanks klassische Lithium-Ionen-Akkuzellen nutzen, verwendet die Nano 100 LiFePO4-Akkuzellen.

LiFePO4-Akkuzellen werden in der Regel bei Powerstations und Batteriespeichern genutzt.

Vorteile:

  • Höhere Zyklenfestigkeit – 2000+ Zyklen
  • Höhere Sicherheit – können sich nicht selbst entzünden
  • Umweltfreundlichkeit – kommt ohne giftiges Kobalt oder Nickel aus
  • Robustheit – unempfindlicher gegenüber Tiefentladung und hohen Temperaturen

Nachteile:

  • Größer und schwerer als Lithium-Ionen-Zellen bei gleicher Kapazität
  • Kälteempfindlichkeit – das Laden bei Minustemperaturen (unter 0 °C) kann die Zellen dauerhaft schädigen

Wie so oft im Leben hat alles Vor- und Nachteile. Im Allgemeinen bevorzuge ich LiFePO4-Akkuzellen wegen der höheren Sicherheit und Haltbarkeit.

Allerdings sind diese verglichen mit Lithium-Ionen-Akkuzellen doch ein Stück größer und schwerer, was wir hier auch bei der Aferiy Nano 100 sehen.

 

Mit Display

Erfreulicherweise verfügt die Nano 100 auf der Front über ein kleines Display. Dieses zeigt dir folgende Infos an:

  • Akkustand in %
  • Eingangsleistung in Watt
  • Verbleibende Ladedauer
  • Ausgangsleistung in Watt
  • Verbleibende Entladedauer

Damit bietet das Display durchaus einen Mehrwert!

 

Anschlüsse der Nano 100

Ich klassifiziere die Nano 100 als „Powerbank“ und nicht als Powerstation aufgrund der Anschlüsse. So haben wir hier ausschließlich USB-Ports:

  • USB-C-Kabel – 100 W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-C – 45 W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/2,25A
  • USB-A – 18 W QC 3.0 – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Auf der Oberseite der Nano 100 finden wir ein ausziehbares, integriertes USB-C-Kabel. Dieses ist ca. 75 cm lang und qualitativ sehr hochwertig. So ist es sogar textil ummantelt.

Dieses Kabel bietet eine Leistung von bis zu 100 W nach dem USB-Power-Delivery-Standard. Hiermit ist die Aferiy Nano 100 auch für große Geräte wie Notebooks geeignet!

Hinzu kommt ein 45-W-USB-C-Port auf der Front sowie ein 18-W-USB-A-Quick-Charge-Port.

 

PPS

Sowohl der USB-C-Port als auch das USB-C-Kabel bringen PPS-Support mit:

  • USB-C-Kabel – 3,3–11 V bei bis zu 3 A, 3,3–21 V bei bis zu 3 A
  • USB-C – 3,3–11 V bei bis zu 3 A, 3,3–21 V bei bis zu 2,25 A

Grundsätzlich haben wir hier eine solide PPS-Range, aber keine perfekte. So kann die Nano 100 bis zu 21 V via PPS liefern – perfekt. Allerdings haben wir einen maximalen Strom von 3 A.

Entsprechend kann diese Powerbank ältere Samsung-Ultra-Smartphones nicht mit den vollen 45 W laden.

 

Konstant 100 W?!

Leider können sehr viele High-End-Powerbanks nicht die vom Hersteller angegebene Leistung konstant liefern. Dies meist zum Schutz der Akkuzellen bzw. aus Temperaturgründen.

Gerade bei 140-W-Powerbanks ist dies sehr verbreitet. Aber wie steht es um die Nano 100?

Leider kann die Aferiy Nano 100 nicht konstant 100 W bereitstellen. Dies hat mich etwas überrascht und enttäuscht, denn aufgrund der Größe hätte ich erwartet, dass dies möglich wäre.

So drosselte sich die Powerbank bei einem Ladestand von bereits 60 % auf 60 W herunter.

Schade!

 

Kapazität der Nano 100

Kommen wir zu einem der wichtigsten Punkte: der Kapazität der Nano 100. So verfügt die Aferiy Nano 100 über eine Kapazität von 99,2 Wh bzw. laut Hersteller 31.000 mAh.

Damit bietet die Powerbank die maximale Kapazität, die du mit an Bord eines Flugzeugs nehmen darfst.

Aber wie hoch ist die Kapazität in der Praxis wirklich? Folgende Werte konnte ich mithilfe einer elektronischen Last messen:

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/2A 87.475 17555 23642 88 %
9V/1A 88.224 9803 23844 89 %
9V/3A 89.124 9902 24088 90 %
20V/3A 87.049 4520 23527 88 %

 

Im Test schwankte die Kapazität zwischen 87,05 Wh bzw. 23.527 mAh und 89,124 Wh bzw. 24.088 mAh.

Damit haben wir eine Spanne von 88 % bis 90 % der Herstellerangabe, was ein starkes Abschneiden ist.

Generell gilt: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akkuzellen im Inneren. Allerdings ist das Entladen dieser nicht zu 100 % effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw.

80–90 % sind die gängigen „guten“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90 % sind sehr selten und unter 80 % ungewöhnlich.

Bedenkt auch, dass euer Smartphone nicht zu 100 % effizient lädt! Hat dieses einen 4.000-mAh-Akku, werden ca. 4.800 mAh für eine 100-%-Ladung benötigt. Dies hängt jedoch vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

Ladedauer

Über das USB-C-Kabel kann die Powerbank auch mit bis zu 100 W geladen werden.

Genau genommen konnte der Akku bei mir mit ± 93 W laden. So dauerte eine Ladung rund 1:20 h, was angenehm flott ist.

Damit lädt die Powerbank schnell, allerdings auch nicht rekordverdächtig. Es gibt Modelle mit 140-W-Port, die noch flotter unterwegs sind. Für eine ± 99-Wh-100-W-Powerbank gibt es hier jedoch nichts zu bemängeln.

 

Fazit

Die Aferiy Nano 100 ist eine ungewöhnliche Powerbank, die bewusst aus der Reihe tanzt. Ihr klares Alleinstellungsmerkmal sind die verbauten LiFePO4-Akkuzellen, die man in dieser Gerätekategorie sonst praktisch nicht findet. Diese sorgen für eine hohe Sicherheit, eine sehr lange Lebensdauer und eine insgesamt robuste Auslegung – Eigenschaften, die vor allem für Nutzer interessant sind, die ihre Powerbank viele Jahre intensiv einsetzen möchten oder besonderen Wert auf Sicherheit legen.

Dem stehen allerdings auch klare Nachteile gegenüber. Für eine 99-Wh-Powerbank ist die Nano 100 groß und schwer, und auch leistungstechnisch schöpft sie ihr Potenzial nicht vollständig aus. Dass die 100 W Ausgangsleistung nicht konstant gehalten werden können und bereits bei rund 60 % Ladestand gedrosselt wird, ist enttäuschend – gerade angesichts der Abmessungen. Zudem ist das Anschlussangebot klar auf USB beschränkt, wodurch der Powerstation-Charakter eher optischer Natur bleibt.

Unterm Strich ist die Aferiy Nano 100 ein Nischenprodukt. Sind dir die Vorteile von LiFePO4-Zellen wichtig, bekommst du hier eine sehr sichere, langlebige und technisch saubere Powerbank mit gutem Display und hoher nutzbarer Kapazität. Sind dir die verbauten Akkuzellen hingegen egal, gibt es am Markt kompaktere, leichtere und leistungsstärkere Alternativen, die das Gesamtpaket schlicht besser umsetzen.

Die leistungsstärkste Powerbank der 10.000 mAh Klasse! Strong S-19 im Test, 12.000 mAh / 176W

Willst du eine hohe Ausgangsleistung bei einer Powerbank, dann musst du in der Regel Modelle wählen, die auch viel Kapazität mitbringen. Kleine Powerbanks in der +- 10.000 mAh Klasse schaffen meist nicht mehr als 45W.

Es gibt zwar auch Ausnahmen wie die CUKTECH 10, aber diese sind selten.

Strong bietet mit der S-19 hier ein außergewöhnliches Modell an! Die S-19 bietet einen 140W USB C Port und 176 W Ausgangsleistung, bei einer Kapazität von 12.000 mAh.

Damit ist dies auf dem Papier eine, wenn nicht sogar die leistungsstärkste Powerbank der +- 10.000 mAh Klasse!

Wollen wir uns die Strong S-19 einfach mal in einem kleinen Test ansehen.

An dieser Stelle vielen Dank an Strong für das Zur-Verfügung-Stellen der S-19 für diesen Test.

 

Die Strong S-19 im Test

Ein Nachteil der extrem hohen Leistung von bis zu 176 W sind die Abmessungen und das Gewicht.

So ist die Powerbank mit 139 x 43 x 43 mm und 415 g extrem schwer und groß für die 12.000 mAh Kapazität. Hier können wir natürlich streiten, ob dies nicht etwas den Sinn einer Powerbank mit niedrigerer Kapazität besiegt. Normalerweise wählen wir Powerbanks in der 10.000 mAh Klasse für die kompakteren Abmessungen.

Ein ähnliches Problem hatte auch schon die CUKTECH 10, welche 10.000 mAh / 100W bot.

Allerdings bleibt die Strong S-19 natürlich weiter kompakter als die Modelle mit 20.000 mAh und 140W.

Die hohe Ausgangsleistung ist also Fluch und Segen zugleich.

Wo es aber nichts zu bemängeln gibt, ist bei der Haptik und Verarbeitungsqualität. Die Strong S-19 ist sehr massiv und stabil gearbeitet. Viel besser geht’s nicht!

Auch das zweigeteilte Design mit dem oberen Teil aus schwarzem Hochglanz-Kunststoff sieht durchaus schick aus.

 

Mit Display

Die Strong S-19 verfügt über ein kleines LCD-Farbdisplay. Auf diesem kannst du jederzeit die aktuelle Eingangsleistung, Ausgangsleistung in Watt pro Port sehen.

Des Weiteren wird natürlich der aktuelle Ladestand angezeigt, wie auch auf Wunsch die Zellentemperatur und die bisher entladene Energiemenge.

Damit ist das Display ganz klar als großer Pluspunkt zu bezeichnen.

 

Anschlüsse der Strong S-19

Die Strong S-19 verfügt über 2x USB C Ports und einen USB A Port.

  • USB C 1 – 140W – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB C 2 – 36W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A
  • USB A – 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Der primäre USB C Port bietet beeindruckende 140 W Leistung nach dem USB Power Delivery 3.1 Standard. Damit hat die Powerbank grundsätzlich genug Leistung für praktisch alle erdenklichen Geräte. Egal ob nun Smartphone, Tablet oder auch Notebook.

Zusätzlich haben wir noch einen 36 W USB C Port und einen 18 W USB A Port.

Du kannst dabei den primären USB C Port und den sekundären USB Port (oder USB A Port) gleichzeitig voll nutzen, ohne dass die Powerbank sich direkt drosselt.

 

Schwache PPS Range!

Ein Punkt, der mich bei der S-19 sehr enttäuscht hatte, war die PPS Range!

  • USB C 1 – PPS 3,3 – 11 V bei bis zu 3A
  • USB C 2 – PPS 3,3 – 11 V bei bis zu 3A

Für eine Powerbank dieser Leistungsklasse ist das leider enttäuschend. 3,3 – 11 V und das auch nur bei 3 A, das geht klar besser!

Mit maximal 11 V ist die Spannung vergleichsweise niedrig und wir haben mit maximal 3 A auch recht wenig Leistung. Ich hätte hier eher 3,3 – 21 V bei bis zu 5 A erwartet. Schade!

Für Apple-Nutzer spielt dies keine Rolle. Allerdings beispielsweise kann diese Powerbank Samsung „Ultra“-Smartphones nicht mit 45 W laden. Auch in Kombination mit den Google Pixel Modellen und vielen chinesischen Smartphones ist das Ladetempo eingeschränkt.

 

Dafür mit AVS

Zwar war die PPS Range enttäuschend, aber erfreulicherweise bringt die Powerbank bereits eine AVS-Unterstützung mit.

AVS ist der Nachfolgestandard von PPS. Dieser wird derzeit noch nicht genutzt, ist aber für die Zukunftssicherheit ein klarer Pluspunkt!

  • AVS 15 – 28V bei bis zu 140W

Dabei ist die AVS Range auch absolut tadellos.

 

Konstant 140W?

Sehr viele Powerbanks, die mit einer Leistung von 140 W werben, können nicht konstant 140 W ausgeben, sondern drosseln sich nach einer Weile. Genau genommen können nur die wenigsten 140 W Powerbanks konstant 140 W ausgeben.

Aber wie steht es um die Strong S-19?

Diese kann fast konstant 140 W liefern. Bei mir im Test drosselte sich die Powerbank bei einer Restladung von +- 10%.

Also weitestgehend kann sie 140 W liefern. 100W kann die Powerbank durchgehend bereitstellen.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Sicherlich der kontroverse Punkt bei der Strong S-19 ist die Kapazität. So bietet die S-19 „nur“ 12.000 mAh laut Hersteller.

Dies ist für Smartphones eine ausreichende Kapazität für 1-2 Ladungen. Bei Tablets wird dies in der Regel für +- eine Ladung reichen. Allerdings für Notebooks, wo die hohe Leistung Sinn machen würde, sind die 12.000 mAh eher ein Tropfen auf den heißen Stein.

Ich sehe die Strong S-19 also eher bei kleineren Notebooks, großen Tablets oder mobilen Gaming-Konsolen à la Steam Deck.

Aber wie groß ist nun die Kapazität in der Praxis?

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/1A 33.332 6857 9009 75 %
9V/1A 38.27 4124 10343 86 %
9V/3A 39.568 4243 10694 89 %
20V/3A 39.162 1923 10584 88 %
20V/5A 36.239 1765 9794 82 %

 

Im Test schwankte die Kapazität zwischen 9009 mAh bzw. 33,332 Wh im Worst Case und 10694 mAh bzw. 39,568 Wh im besten Fall.

Dies ist eine Spanne von 75 % der Herstellerangabe bis 89% der Herstellerangabe.

Es ist völlig normal, dass eine Powerbank nicht 100% der beworbenen Kapazität auch praktisch erreicht. Über 80% ist hier ein normales gutes Abschneiden.

 

Extrem hohe Ladegeschwindigkeit!

Erstaunlicherweise kann die Strong S-19 nicht nur mit 140W entladen werden, sondern auch mit 140W laden!

Praktisch kann die Powerbank mit maximal +- 132 W laden und dies auch vergleichsweise konstant. Entsprechend ist die Powerbank in ca. 29 Minuten komplett gefüllt!

Damit kann die Strong S-19 extrem schnell laden. Dies ist eins der größten Highlights an dieser Powerbank.

 

Fazit

Die Strong S-19 ist eine sehr spezielle Powerbank! Wir haben hier ein Modell mit vergleichsweise niedrigen 12.000 mAh Kapazität (auf dem Papier), die aber mit einer sehr hohen Eingangs- und Ausgangsleistung kombiniert sind.

140 W Ausgangs- und Eingangsleistung bei einer Powerbank in der 10.000 mAh Klasse sind glatt einmalig!

Dabei kann die Strong S-19 auch fast konstant 140 W liefern und auch sehr lange mit 140 W aufladen. Dies resultiert in einer Ladedauer von unter 30 Minuten, was extrem schnell ist. Dies ist auch klar ein Highlight an der Strong S-19.

Hinzu kommt eine sehr gute Haptik, das nützliche Display und sogar ein AVS-Support.

Allerdings gibt es auch einen großen Kritikpunkt, die PPS Range. Hier hat die Powerbank leider eine Chance vertan. 3,3 – 11 V bei bis zu 3 A sind für eine Powerbank mit dieser Ausgangsleistung enttäuschend.

STRONG S-19 Tragbare Powerbank 12000mAh, 176W Schnelllade-Externer...

Pro

  • 140W Ausgangs- und Eingangsleistung – einmalig in der 10.000 mAh Klasse
  • Extrem schnelles Laden (unter 30 Minuten)
  • Fast konstante 140W Leistung
  • Sehr gute Haptik und Verarbeitungsqualität
  • Nützliches LCD-Farbdisplay mit Echtzeitinformationen
  • AVS-Unterstützung für Zukunftssicherheit

Kontra

  • Schwache PPS Range (nur 3,3 – 11V bei 3A)
  • Groß und schwer für die Kapazität (415g)
  • Relativ geringe Kapazität (12.000 mAh) für die Größe

Wann würde ich nun die Strong S-19 empfehlen? Ich denke, diese Powerbank macht primär für Apple-Nutzer, wie auch beispielsweise Besitzer von Handheld-Gaming-Konsolen Sinn. Bereiche, wo wir von einer hohen Ausgangsleistung und schnellem Laden profitieren, aber nicht zwingend PPS oder das Maximum an Kapazität benötigen.

Unterm Strich ist die Strong S-19 die stärkste Powerbank ihrer Klasse, aber auch nicht ganz perfekt.

Schrott oder doch brauchbar? 65W Ladegerät für 3€ von AliExpress TRG-182

Wir hatten uns in der letzten Zeit schon zwei „ultra billig“ Ladegeräte aus China angesehen. Das „240W“-Ladegerät, das nur 10W liefern konnte, und das 65W-Ladegerät mit ausziehbarem Kabel, das nur 20W liefern konnte. Heute schauen wir uns ein weiteres 65W-Ladegerät an, welches ich für +- 3€ erworben habe.

Dies ist natürlich ein fantastischer Preis! +- 3€ für ein 65W USB-C-Ladegerät. Allerdings kann dieses auch in die Kategorie zu gut, um wahr zu sein fallen. Wollen wir uns das 65W TRG-182 Ladegerät doch einmal im Test ansehen!

 

Ein erster Blick auf das TRG-182 65W Ladegerät

Das TRG-182 ist optisch und haptisch ein sehr einfaches Ladegerät, freundlich ausgedrückt. Wir haben hier ein 46 × 43 × 27 mm einfaches Steckernetzteil.

Das Gehäuse wirkt dabei schon sehr billig, was auch am verdächtig niedrigen Gewicht liegt. So bringt das Ladegerät gerade einmal 44 g auf die Waage.

Für ein 65W Ladegerät bedenklich leicht.

 

Anschlüsse

Das TRG-182 besitzt zwei Anschlüsse. Wir haben einen USB-C-Port und einen USB-A-Port. Der USB-C-Port ist mit „PD 33W“ markiert. Auf dem USB-A-Port finden wir gar keine Markierung.

Ansonsten findet sich auf dem Ladegerät nur der Aufdruck 65W und die Beschriftung:
DC 9V / 7,2A, 12V / 5,4A, 20V / 3,25A.

Gerade die 9V- und 12V-Spannungsstufe passt zu keinem mir bekannten Standard. Zudem fehlt hier auch die 5V-Stufe komplett.

 

10W Leistung…..

Kommen wir zur spannenden Frage: Hat das TRG-182 wirklich eine Leistung von 65W bzw. hat der USB-C-Port die beworbenen 33W?

Nein….

Dieses Ladegerät unterstützt keinerlei Schnellladestandards. Kein USB Power Delivery, kein Quick Charge. Wir haben lediglich 5V Spannung und hier maximal +- 2A. Damit hat das Ladegerät nur 10W Leistung.

Wir haben hier also nach meinen Tests ein klares Fake-Ladegerät.

 

Fazit

Mehr brauchen wir auch gar nicht wissen oder testen. Wir haben hier ein klares Fake-Ladegerät. Dieses wirbt mit 65W und liefert gerade einmal 10W. Entsprechend ist auch die technische Qualität des Ladegerätes. Schade!

Ich habe hier zwar ein paar Ladegeräte in den letzten Wochen erwischt, die mit falschen Angaben werben. Eigentlich hatte ich hier bei AliExpress nie große Probleme, daher ist dies schade. Aber hier gilt wie so oft: Wenn etwas zu gut oder günstig ist, um wahr zu sein, dann ist es das meistens auch.

Welche Powerbanks und Ladegeräte unterstützen AVS?

Beim Laden gibt es derzeit zwei wichtige Standards, USB Power Delivery und PPS. Wobei beides genau genommen ein Standard ist. USB Power Delivery ist der „Oberstandard“ und PPS ist ein optionaler zusätzlicher Funktionsteil von USB Power Delivery.

PPS ist derzeit extrem wichtig für das schnelle Laden von Smartphones! Gerade bei Samsung, Google und den diversen chinesischen Herstellern wird es ohne PPS extrem langsam. Mittlerweile bieten aber die meisten Powerbanks und Ladegeräte im Handel irgendeine Form von PPS-Unterstützung.

Allerdings bietet USB Power Delivery seit Version 3.1 noch einen weiteren optionalen Standard/Featureset und zwar den AVS-Standard. AVS ist der Nachfolger von PPS und Anfang 2026 noch nicht so relevant. Allerdings kann sich das schnell ändern, gerade da sich andeutet, dass Apple diesen Standard vielleicht nutzen möchte.

Daher: Welche Powerbanks und Ladegeräte unterstützen derzeit AVS?

 

Was ist PPS und AVS?

USB Power Delivery (USB-PD) ist der Standard fürs Schnellladen über USB-C. Normalerweise arbeitet er mit festen Spannungen wie 5, 9, 12, 15 oder 20 Volt.

PPS („Programmable Power Supply“) ist eine Erweiterung von USB-PD 3.0. Statt nur fester Spannungen kann das Ladegerät die Spannung fein stufenlos innerhalb eines Bereichs einstellen, z. B. 3,3–11 V oder 3,3–21 V. Das Smartphone kann sich so genau die Spannung und Stromstärke holen, die es gerade braucht. Das macht das Laden effizienter, kühler und bei manchen Modellen deutlich schneller.

Besonders viele Samsung Galaxy S20–S25 (und einige Pixel, Nothing, Xiaomi) erreichen ihr maximales Ladetempo nur mit USB-PD-PPS.

AVS („Adjustable Voltage Supply“) ist der „Nachfolger“ von PPS für USB-PD 3.1 und Leistungen bis 240 Watt. Hier können Spannungen, sofern unterstützt, mit bis zu 48 V flexibel eingestellt werden, gedacht vor allem für leistungsstarke Geräte wie Notebooks.

 

Welche Endgeräte nutzen derzeit AVS?

Derzeit (Anfang 2026) ist mir noch kein Gerät bekannt, das wirklich den AVS-Standard nutzt. Es gab Gerüchte, dass das Apple iPhone 17 Pro AVS unterstützen würde, das ist aber falsch.

Ladeanalyse: Apple iPhone 17 Pro Max – wie schnell lädt es und welcher Standard wird genutzt? (Update)

Zumindest in meinen Tests machte dies keinen Unterschied und ich habe keine belastbaren Infos von anderen Quellen gefunden, dass es anders wäre. AVS ist also Anfang 2026 noch reine Zukunftsmusik.

Allerdings kann es gerade bei High-End-Smartphones Sinn machen, bereits auf solche Standards zu achten, die vermutlich in 1–2 Jahren aufblühen werden.

 

AVS per Messgerät

Derzeit kann ich lediglich das Vorhandensein von AVS über Messgeräte und Testequipment überprüfen. Mangels Endgeräten ist es einfach derzeit nicht möglich, die Praxis zu testen.

 

Welche Ladegeräte unterstützen AVS?

Bei folgenden Ladegeräten konnte ich im Test einen AVS-Support bestätigen.

Max Leistung Leistung AVS Port
Anker Prime Charger 160W 160W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W
4smarts Lucid GaN DIY 360W 360W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W
Google Pixel Flex Dual‑Port 67W 67W 9 – 20 V bei bis zu 4A
Anker Charger (140W, 4-Port, PD3.1) A2697 140W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W
4Smarts Desk Charger Lucid GaN 300W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W
Anker Prime 250W USB-C Ladegerät 250W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W

 

Derzeit gibt es eine Handvoll Modelle im High-End-Segment. So unterstützen vor allem die aktuellen Modelle von Anker und 4Smarts den AVS-Standard.

Abseits bietet das neue Google-Pixel-Smartphone ebenfalls AVS-Support.

 

Welche Powerbanks bieten AVS?

Bei Powerbanks sieht die Liste derzeit noch sehr dünn aus…

Kapazität Max Leistung Leistung AVS Port
Edge X100 28741mAh 315W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W
AMEGAT Powerbank 140W 27600mAh 24160mAh 140W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W

 

Derzeit sind mir lediglich zwei Powerbanks mit AVS-Support bekannt. Einerseits haben wir die Edge X100, eine sehr gute High-End-Powerbank, wie aber auch die AMEGAT Powerbank 140W 27600mAh. Letztere ist aus Sicht der Preis/Leistung die klar bessere Wahl.

 

Fazit

Derzeit gibt es noch nicht viel Equipment mit AVS-Support. Noch dünner sieht es bei Endgeräten aus, die AVS nutzen.

AVS ist Anfang 2026 noch reine Zukunftsmusik und auf diesen Standard zu achten macht lediglich eventuell aus Sicht der Zukunftssicherheit Sinn. Aber auch da wissen wir noch nicht, welche Hersteller bei welchen Geräten überhaupt AVS nutzen werden.

Ich vermute, dass Apple früher oder später auf diesen Standard setzen wird. Apple bietet in den USA ein entsprechendes Ladegerät mit AVS neu an, was beachtlich ist, da Apple beispielsweise PPS nie unterstützt hat.

Aber ob nun Apple plant, AVS bei iPhones, iPads oder MacBooks zu nutzen, steht in den Sternen.