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Medion Life P502 im Test: Split-Klimaanlage für Wohnwagen und kleine Räume

Medion bietet mit der Life P502 eine interessante Split-Klimaanlage für kleine Räume oder Wohnwagen an.

Das Entscheidende habe ich hier schon geschrieben: Es handelt sich um eine Split-Klimaanlage! Dies hilft der Medion Life P502 deutlich bei der Effizienz und bei der echten Leistung.

Diese ist zwar auf dem Papier mit 5.000 BTU nicht überragend, aber 5.000 BTU in einem Split-Klimagerät sind effektiv vergleichbar mit einem 7.000 BTU Monoblock (Einschlauch), aber mit deutlich besserer Effizienz.

Wollen wir uns die Medion Life P502 einmal in einem kleinen Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Medion für das Ausleihen der Life P502 für diesen Test.

 

Die Medion Life P502 im Test

Die Medion Life P502 besteht aus zwei Komponenten. So haben wir hier eine Außeneinheit und eine Inneneinheit, wie es für Split-Klimaanlagen üblich ist.

Verbunden sind diese mit einem ca. 80 cm langen Schlauch, welchen du durch dein Fenster führen musst.

Wichtig! Dieser Schlauch ist fest mit den beiden Einheiten verbunden! Das Fenster muss also groß genug sein, dass du die ca. 440 x 355 x 210 mm große Außeneinheit hindurchbekommst.

Für die Befestigung liegen diverse Metallwinkel bei. Allerdings sind diese primär für die Nutzung an Wohnwagen-Fenstern gedacht. Hierfür liegt auch ein Stoff-Verschluss bei, um zu verhindern, dass zu viel warme Luft von außen hineindrückt.

Das Stromkabel ist an der Inneneinheit fest verbunden. An dieser finden wir auch ein kleines LC-Display, wie auch einige Touch-Tasten zur Steuerung.

 

Funktionen

Die Medion Life P502 bietet 3 Funktionen:

  • Kühlen (Klimaanlagen-Modus)
  • Ventilator-Modus (es wird nur Luft durch das Innenmodul zirkuliert)
  • Entfeuchter-Modus

Mit WLAN und App

Du kannst die Medion Life P502 in ein WLAN-Netzwerk einbinden, falls vorhanden. Hierfür benötigst du die Medion Life+ App.

Diese ist eine universelle Smart-Home-App für diverse Medion-Produkte. Diese erinnert mich verdächtig an die Smart-Life-App.

In der Praxis hat diese problemlos funktioniert. Du musst dich registrieren und das „+“ wählen. Die Klimaanlage wurde dann sofort erkannt und nach Eingabe meines WLAN-Passworts loggte diese sich ohne Probleme ein.

Was kannst du nun über die App steuern? Im Kern alles, was du auch an der Klimaanlage selbst steuern kannst. Du kannst den Modus wählen, die Temperatur einstellen, die Leistung usw.

Aber du kannst auch einen Timer und einen Zeitplan hinterlegen.

Ebenso kannst du natürlich die Klimaanlage aus der Ferne starten und stoppen! Das kann durchaus ein großer Pluspunkt sein.

Du hast vergessen, die Klimaanlage auszumachen? Kein Problem! Einfach über die App ausschalten. Umgekehrt: Du willst die Klimaanlage einschalten, bevor du am Wohnwagen oder zu Hause bist? Klappt ebenso.

 

Lautstärke

Wie auch schon die Dreame P-Wind10 besitzt die Medion Life P502 nur zwei Lüfter-/Leistungs-Modi. Diese beeinflussen die Leistung des Lüfters im Innenmodul und wie stark dieser die Luft zirkuliert.

Natürlich ist die Medion Life P502 nicht „lautlos“, aber deutlich leiser als die Dreame P-Wind10. Hinzu kommt, dass der „laute“ Teil der Klimaanlage draußen hängt. Das Außenmodul ist deutlich lauter als das Innenmodul.

Unterm Strich ist damit die Medion Life P502 überdurchschnittlich leise für eine Klimaanlage.

 

Kühlleistung

Kommen wir zum wohl wichtigsten Punkt bei jeder Klimaanlage, der Kühlleistung.

Auf dem Papier bringt die Medion Life P502 5.000 BTU mit. Laut Medion reicht das für Räume bis ca. 12 m². Klingt erst mal wenig, vor allem wenn du bedenkst, dass die Dreame P-Wind10 mit 7.000 BTU und 25 m² wirbt. Hier musst du aber genau hinsehen, denn die beiden Geräte unterscheiden sich doch ein Stück weit.

Die Dreame ist ein Monoblock mit nur einem Schlauch. Solche Geräte haben immer das Unterdruck-Problem. Diese blasen warme Luft nach draußen, wodurch von außen wieder warme Luft in den Raum nachgesaugt wird. Ein guter Teil der 7.000 BTU geht damit effektiv wieder verloren.

Die Medion Life P502 ist hingegen ein Split-Gerät. Der „warme“ Teil hängt draußen, im Raum selbst wird keine Luft nach außen befördert, es entsteht also kein Unterdruck. Daher kommen von den 5.000 BTU effektiv deutlich mehr als echte Kühlung im Raum an.

Unterm Strich bringen dich die 5.000 BTU im Split-Gerät damit ungefähr auf das gleiche effektive Kühlniveau wie die 7.000 BTU im Einschlauch-Monoblock, nur eben bei besserer Effizienz.

 

Wie realistisch sind die 12 m²?

Und genau hier wird es interessant. Während ich die 25 m² der Dreame P-Wind10 für zu optimistisch halte (realistisch waren es eher ± 20 m²), sind die 12 m² der Medion Life P502 ehrlich bis konservativ angegeben.

In einem kleinen, gut geschlossenen Raum oder eben im Wohnwagen, wofür die P502 auch klar gemacht ist, kühlt sie zuverlässig und effizient. Dank des Split-Designs darf es dabei sogar etwas mehr als die angegebenen 12 m² sein, solange der Raum geschlossen und einigermaßen isoliert ist.

Aber ein großer, offener Raum ist nicht das Einsatzgebiet der Medion. Das liegt nicht nur an der reinen Leistung, sondern auch daran, dass der Luftdurchsatz der P502 etwas niedriger ausfällt als bei der Dreame P-Wind10. Die gekühlte Luft verteilt sich damit in einem großen Raum etwas schlechter. In einem kleinen Raum ist das völlig egal, dort ist der niedrigere Durchsatz sogar ein Vorteil, weil die P502 dadurch angenehm leise bleibt. In einem großen, offenen Wohnbereich merkst du es hingegen deutlich.

Die effektive Kühlleistung hängt zusätzlich von Faktoren wie Außentemperatur und Isolierung des Raums ab. Bei 40 Grad Außentemperatur in einer schlecht isolierten Dachgeschosswohnung tut sich jede Klimaanlage schwer, das ist kein Medion-spezifisches Thema.

So schaffte es die Medion im Sommer bei 34 Grad+ Außentemperatur, mein ca. 14 m² großes Schlafzimmer auf rund 22-23 Grad zu bringen und zu halten. Viel tiefer ging es aber leider nicht. Das ist aber auch nicht zu erwarten gewesen. Um im Hochsommer einen Raum auf, sagen wir mal, 20 Grad zu bringen, ist extrem viel Leistung nötig, dies wird oft unterschätzt! Vor allem im Dachgeschoss oder bei weniger gut isolierten Gebäuden.

Also, die Medion Life P502 ist keine Klimaanlage für die große, offene Wohnung, das will und kann sie nicht sein. Als effizienter Kühler für einen kleinen Raum, ein Schlafzimmer oder den Wohnwagen macht sie aber genau das, was sie soll, und dank Split-Design sogar überraschend effektiv für „nur“ 5.000 BTU. Die 12-m²-Angabe von Medion ist verglichen mit der Konkurrenz ehrlich und realistisch, die meisten Konkurrenten übertreiben hier etwas.

 

Stromverbrauch

Aber wie viel Energie braucht die Medion Life P502? Das hängt natürlich von einigen Faktoren ab: Modus, Umgebungstemperatur usw.

Hier aber ein paar Richtwerte, die ich messen konnte:

  • Lüfter-Modus niedrig – ca. 16 W
  • Lüfter-Modus hoch – ca. 17 W
  • Kühlen-Modus niedrig – ca. 470 W
  • Kühlen-Modus hoch – ca. 490 W

Für eine Klimaanlage ist die Medion Life P502 grundsätzlich recht sparsam. Allerdings ist auch die Kühlleistung natürlich nicht extrem hoch. Dennoch, allein dank des Split-Designs ist die Effizienz hier recht hoch.

 

Fazit

Die Medion Life P502 ist im Test eine kleine, aber feine Klimaanlage, die einen ganz eigenen Weg geht. Statt eines klassischen Monoblocks bekommst du hier ein echtes Split-Gerät, und genau das ist ihr größter Trumpf.

Ja, auf dem Papier sind 5.000 BTU nicht viel. In der Praxis relativiert sich das aber deutlich. Weil die P502 als Split-Gerät keine warme Luft nach draußen bläst und damit keinen Unterdruck erzeugt, kommt von ihrer Leistung effektiv deutlich mehr im Raum an als bei einem vergleichbaren Einschlauch-Monoblock. Effektiv bewegt sie sich damit etwa auf dem Niveau eines 7.000 BTU Monoblocks, nur eben spürbar effizienter.

Und die Effizienz ist wirklich das Highlight. Mit unter 500 W im Kühlbetrieb ist die Medion Life P502 für eine Klimaanlage überraschend sparsam. Dazu kommt, dass sie überdurchschnittlich leise ist, was nicht zuletzt daran liegt, dass der laute Teil einfach draußen hängt.

Wunder solltest du trotzdem keine erwarten. Die P502 ist ein Kühler für kleine Räume, ein Schlafzimmer oder den Wohnwagen, nicht für die große, offene Wohnung. In meinem ca. 14 m² großen Schlafzimmer hielt sie bei 34+ Grad Außentemperatur zuverlässig 22-23 Grad, tiefer ging es aber nicht. Das ist für die Leistungsklasse aber völlig in Ordnung und wird oft schlicht unterschätzt. Schön ist, dass Medion mit der 12-m²-Angabe ehrlich bleibt, während viele Konkurrenten hier deutlich übertreiben.

Ein netter Bonus ist die App- und WLAN-Anbindung. Du kannst die P502 aus der Ferne starten und stoppen, Zeitpläne hinterlegen und musst nie wieder Panik schieben, weil du vergessen hast, sie auszuschalten. Praktisch, gerade im Wohnwagen.

Bleibt der Preis. Mit aktuell schwankenden 450 bis 500 € ist die Medion Life P502 kein Schnäppchen, und für die reine BTU-Zahl zahlst du erst mal ordentlich. Das Geld steckt hier aber klar im Split-Konzept.

Kurzum: Suchst du eine effiziente, leise Klimaanlage für einen kleinen Raum oder deinen Wohnwagen und kannst mit dem Fenster-Handling eines Split-Geräts leben, ist die Medion Life P502 eine ehrliche Empfehlung. Willst du hingegen eine ganze Wohnung kühlen oder das absolute Leistungsmaximum, bist du hier falsch, dann brauchst du entweder mehr BTU oder eine fest installierte Split-Klimaanlage.

TRIBIT FlyBuds C3 im Test: True-Wireless-Ohrhörer mit 45 dB ANC für 40 €

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Wenn es um Bluetooth-Lautsprecher geht, gehört TRIBIT zu meinen Lieblings-Herstellern. Diese bieten im Allgemeinen sehr gute Bluetooth-Lautsprecher zu sehr fairen Preisen an.

TRIBIT hat nun mit den FlyBuds C3 neue True-Wireless-In-Ear-Ohrhörer auf den Markt gebracht.

Auch diese setzen auf einen sehr aggressiven Preis von rund 40 €, sollen dabei aber einen sehr hochwertigen Klang und vor allem auch starkes „45 dB Hybrid ANC“ bieten.

Liest sich doch im ersten Moment gar nicht schlecht! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut klingen die TRIBIT FlyBuds C3?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Die TRIBIT FlyBuds C3 im Test

Wie bei True-Wireless-Ohrhörern üblich, werden auch die FlyBuds C3 in einer Lade-/Transport-Box geliefert.

Diese ist mit 49 x 62 x 26,6 mm mittelgroß und mit 37,7 / 29,5 g (mit Ohrhörer / ohne Ohrhörer) mittelschwer.

Dabei ist der Qualitätseindruck der Ladebox „OK“, aber wir merken hier schon am verwendeten Kunststoff, dass dies Preis-/Leistungs-orientierte Ohrhörer sind.

Die Ladebox kann die TRIBIT FlyBuds C3 ca. 3x unterwegs laden. TRIBIT wirbt dabei mit einer maximalen Laufzeit von 35 Stunden bzw. maximal 8 Stunden für eine Ladung der Ohrhörer, ohne ANC.

Mit ANC sinkt die Laufzeit auf ca. 6 Stunden pro Ladung. Diese Werte kommen nach meiner Erfahrung +- hin; rechne praktisch vielleicht mit einer Stunde weniger, bei einer normalen bis höheren Lautstärke.

Die Ohrhörer selbst wirken tendenziell etwas hochwertiger als die Ladebox. Diese sind typische In-Ear-Ohrhörer im „AirPods Pro“-Style. Diese haben also den kleinen „Steg“, auf dessen Rückseite eine Touch-Oberfläche zur Steuerung ist.

Da wir hier In-Ear-Ohrhörer haben, nutzen diese auch einen Silikon-Aufsatz.

 

Erfreulich guter Tragekomfort

Erfreulicherweise ist der Tragekomfort eine Stärke der FlyBuds C3. Diese haben eine sehr gelungene Passform und sitzen sehr fest und angenehm in meinen Ohren.

Klar, du spürst diese schon etwas (sind halt In-Ear), aber sie gehören in ihrer Klasse zu den angenehmsten Modellen, die ich bislang im Test hatte.

TRIBIT hat hier einen sehr guten Job gemacht!

 

Mit App-Support

Wie es sich für Ohrhörer im Jahr 2026 gehört, bieten auch die FlyBuds C3 einen optionalen App-Support.

Die TRIBIT App zeigt dir den Akkustand der Ohrhörer detailliert an und erlaubt dir den Wechsel zwischen ANC, Transparenz-Modus usw., wie aber auch eine recht detaillierte Klanganpassung.

Für Letztere gibt es diverse Presets wie aber auch einen erfreulich umfangreichen manuellen EQ.

 

ANC bei den TRIBIT FlyBuds C3

TRIBIT wirbt bei den FlyBuds C3 sehr stark mit dem „45 dB Hybrid ANC“-System.

Über die App lässt sich das ANC in 5 Stufen verstellen oder auf einen „adaptiven“ Modus umstellen. In der Praxis ist das ANC in der Tat recht stark für Ohrhörer der unter 50 € Preisklasse.

Tiefe Geräusche, Brummen, Lüfter usw. werden hervorragend herausgefiltert, und auch generelle Geräusche wie Stimmen werden gut reduziert. Allerdings bei besonders hohen Geräuschen kommt das ANC doch an seine Grenzen. Dennoch, in der Sub-50-€-Preisklasse ist das ein sehr gutes ANC.

Der Transparenz-Modus ist „solide“, aber tendenziell schlechter als der ANC-Modus in dem, was er tut.

 

Klang der TRIBIT FlyBuds C3

Wie klingen aber nun die TRIBIT FlyBuds C3 im „Standard“-Modus ohne EQ-Anpassungen?

Die FlyBuds C3 neigen zu einem sehr „dynamischen“ Klang mit einem starken Hoch-/Tief-Fokus.

So haben wir zunächst sehr klare und brillante Höhen. Die Ohrhörer lösen subjektiv hier sehr gut auf, auch wenn die Höhen im Standard-Profil teils etwas scharf sind. Wir haben hier leichte Probleme mit Zischlauten, die etwas zu scharf geraten. Das ist aber schon Meckern auf einem sehr hohen Level; die Höhen gefallen mir so sehr gut, gerade für Ohrhörer in dieser Preisklasse!

Wie schon geschrieben, haben wir bei den FlyBuds C3 ein wenig die Badewannen-Klangsignatur, mit viel Höhen und Tiefen. Entsprechend fallen die Mitten bei den C3 etwas dünner aus. So klingen diese etwas „clean“ in den Mitten. Es fehlt hier teils etwas die Fülle. Stimmen werden gut dargestellt, könnten aber im Standard-Profil etwas „runder“ und weicher sein.

Der Bass wiederum ist ein Highlight. Die FlyBuds C3 haben einen sehr schönen, kräftigen und runden Bass. So haben wir hier schon einen merkbaren Bass-Boost, welcher auch durchaus Spaß macht! Dabei ist der Bass auch qualitativ gut! Wir haben für Ohrhörer dieser Preisklasse einen erfreulich satten Tiefgang. In den oberen Tiefen könnte vielleicht etwas mehr Fülle sein, aber generell ist der Bass top!

Durch diese Klangsignatur wirken die TRIBIT FlyBuds C3 sehr spielfreudig, dynamisch und lebendig. Für HiFi-Puristen sind diese weniger etwas, aber wenn du günstige Ohrhörer suchst, die durchaus „knallen“ können, sind diese hervorragend!

Dabei ist auch die Pegelfestigkeit gut! Die Ohrhörer können laut spielen, ohne Einbußen beim Klang.

TRIBIT FlyBuds C3 Frequency Response

 

Fazit zu den TRIBIT FlyBuds C3

TRIBIT zeigt mit den FlyBuds C3 wieder einmal, dass die Marke es versteht, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu liefern. Für rund 40 € bekommst du hier ein Gesamtpaket, das in einigen Punkten sogar teurere Konkurrenten alt aussehen lässt.

Besonders positiv fällt mir der Tragekomfort auf – die FlyBuds C3 gehören für mich zu den angenehmsten Ohrhörern, die ich in dieser Preisklasse bislang getestet habe. Auch beim ANC und der App hat TRIBIT nicht gespart. Fünf Stufen, ein adaptiver Modus und ein umfangreicher manueller EQ sind in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich.

Klanglich bekommst du eine spielfreudige, dynamische Abstimmung mit kräftigem, sattem Bass und klaren, brillanten Höhen. Wenn du HiFi-Purist bist und eine neutrale Abstimmung suchst, sind die FlyBuds C3 nichts für dich – die Mitten geraten dadurch etwas dünn und die Höhen können bei Zischlauten leicht scharf werden. Wenn du aber Ohrhörer suchst, die ordentlich „knallen“ und Spaß machen, machst du hier für 40 € nichts falsch!

Einzig die Ladebox wirkt mit ihrem einfachen Kunststoff etwas an den Preis erinnernd – hier merkst du, wo TRIBIT sparen musste.

Für alle, die günstige True-Wireless-Ohrhörer mit gutem ANC, starkem Bass und top Tragekomfort suchen, sind die TRIBIT FlyBuds C3 eine klare Empfehlung!

Welche Powerbanks und Ladegeräte unterstützen AVS? Liste 2026

Beim Laden über USB-C gibt es aktuell mehrere wichtige Bausteine: USB Power Delivery, PPS und, ganz neu immer relevanter, AVS. Genau genommen ist USB Power Delivery der „Oberstandard“, während PPS und AVS optionale Erweiterungen davon sind.

PPS („Programmable Power Supply“) ist bis heute extrem wichtig fürs schnelle Laden von Smartphones. Gerade bei Samsung, Google und vielen chinesischen Herstellern wird es ohne PPS spürbar langsamer. Mittlerweile bieten die meisten Powerbanks und Ladegeräte PPS-Support, in irgendeiner Form.

Seit USB Power Delivery 3.1 gibt es aber noch eine weitere optionale Erweiterung, AVS. AVS gilt als Nachfolger von PPS und war lange reine Zukunftsmusik. Mit dem iPhone 18 Pro Max ändert sich das nun aber spürbar. Erstmals gibt es ein absolutes Mainstream-Gerät, das AVS für sein volles Ladetempo nutzt bzw. benötigt.

Daher: Welche Powerbanks und Ladegeräte unterstützen derzeit AVS?

 

Was ist PPS und AVS?

USB Power Delivery (USB-PD) ist der Standard fürs Schnellladen über USB-C. Normalerweise arbeitet er mit festen Spannungen wie 5, 9, 12, 15, 20 oder 28 Volt.

PPS („Programmable Power Supply“) ist eine Erweiterung von USB-PD 3.0. Statt nur fester Spannungen kann das Ladegerät die Spannung fein und stufenlos innerhalb eines Bereichs einstellen, z. B. 3,3 – 11 V oder 3,3 – 21 V. Dein Smartphone holt sich so exakt die Spannung und Stromstärke, die es gerade braucht. Das macht das Laden effizienter, kühler und bei manchen Modellen deutlich schneller.

Besonders viele Samsung Galaxy S20 – S26 (und einige Pixel, Nothing, Xiaomi) erreichen ihr maximales Ladetempo nur mit USB-PD-PPS.

AVS („Adjustable Voltage Supply“) ist der Nachfolger von PPS für USB-PD 3.1 und Leistungen bis 240 Watt. Hier lassen sich Spannungen, sofern unterstützt, mit bis zu 48 V flexibel einstellen. Gedacht war das ursprünglich vor allem für leistungsstarke Geräte wie Notebooks. Mit dem iPhone 18 Pro Max landet AVS nun aber erstmals im Smartphone-Bereich.

 

AVS ist nicht gleich AVS: EPR vs. SPR

Was die Sache leider verwirrend macht, AVS gibt es nicht nur einmal. Es existiert in zwei Varianten mit unterschiedlichen Leistungs- und Spannungsstufen:

  • USB PD 3.1 – AVS in der EPR (Extended Power Range) mit Spannungen von z. B. 15 – 28 V, also auch über 20 V.
  • USB PD 3.2 – AVS in der SPR (Standard Power Range) mit Spannungen von z. B. 9 – 20 V.

EPR steht für „Extended Power Range“, also Spannungen über 20 V in der Spitze. SPR steht für „Standard Power Range“. Für dich heißt das, ein Ladegerät kann „AVS“ auf dem Karton stehen haben und trotzdem nicht das können, was ein bestimmtes Endgerät erwartet.

Wichtig fürs iPhone 18 Pro Max: Das iPhone nutzt ausschließlich AVS nach USB PD 3.2, also in der SPR mit 9 – 20 V. AVS nach USB PD 3.1 in der EPR wird schlicht ignoriert!

 

Welche Endgeräte nutzen derzeit AVS?

Noch Anfang 2026 war mir kein Gerät bekannt, das AVS in der Praxis wirklich nutzt. Auch die Gerüchte rund um das iPhone 17 Pro haben sich damals als falsch herausgestellt, in meinen Tests machte AVS dort keinen Unterschied.

Seit September 2026 sieht das anders aus. Mit dem iPhone 18 Pro Max gibt es nun das erste breit verfügbare Endgerät, das AVS tatsächlich nutzt, um sein volles Ladetempo zu erreichen. Erneut, das iPhone 18 Pro Max braucht AVS nach USB PD 3.2! Also den 9 – 20 V Spannungsbereich.

Bei High-End-Smartphones kann es sich also durchaus lohnen, schon jetzt auf diesen Standard zu achten, vor allem, wenn du dein Ladegerät oder deine Powerbank ohnehin gerade neu kaufst.

 

iPhone 18 Pro Max – das erste Smartphone mit AVS (Messwerte)

Apple wirbt beim iPhone 18 Pro und Pro Max mit bis zu 60 W schnellem Laden. Laut Apple setzt das ein 60-W-fähiges USB-C-Kabel sowie ein Netzteil nach USB PD 3.1 (oder höher) mit anpassbarer Spannungsversorgung (AVS) voraus. Spannend ist das vor allem deshalb, weil Apple z. B. PPS nie unterstützt hat, hier geht Apple also direkt einen Schritt weiter.

Inzwischen hatte ich das iPhone 18 Pro Max selbst am Messgerät, und die Praxis sieht etwas anders aus als das Marketing. In der Spitze erreichte das iPhone 18 Pro Max bei mir 51 – 53 W, also keine 60 W. Das ist aber immer noch sehr ordentlich! Diese Geschwindigkeit gibt es an USB-PD-Ladegeräten mit einer AVS-Stufe von 9 – 20 V bei 3 A oder 5 A. Das iPhone nimmt hier rund 17,4 V bei 3 A auf.

Obwohl Apple von USB PD 3.1 spricht, braucht das iPhone 18 Pro Max in der Praxis AVS nach USB PD 3.2 in der SPR (9 – 20 V). AVS nach USB PD 3.1 in der EPR (15 – 28 V) wird vom iPhone ignoriert! Der hauseigene Apple 40W Dynamic Power Adapter (A3352) bietet übrigens genau diese AVS-3.2-Stufe.

Fehlt die passende AVS-3.2-Stufe, ist bei rund 43 – 45 W Schluss. Das iPhone wählt dann, falls vorhanden, 15 V bei 3 A. Heißt, an einem 60-W-, 100-W- oder auch 140-W-Ladegerät ohne AVS 3.2 bekommst du immer maximal rund 45 W, und das gilt auch für Ladegeräte, die „nur“ AVS in der EPR bieten.

Beim regulären iPhone 18 Pro (ohne Max) sieht es übrigens anders aus. Sofern meine Infos stimmen, erreicht dieses maximal rund 45 W, AVS spielt hier also effektiv keine Rolle.

Alle Details, die komplette Ladekurve und den Vergleich mit iPhone 17 Pro Max und Galaxy S26 Ultra findest du in meiner iPhone 18 Pro Max Ladeanalyse.

iPhone 18 Pro Max Ladeanalyse: Bis zu 52 W mit AVS – welches Ladegerät brauchst du?

 

AVS per Messgerät

Derzeit kann ich lediglich das Vorhandensein von AVS über Messgeräte und Testequipment überprüfen. Mangels Endgeräten ist es einfach derzeit nicht möglich, die Praxis zu testen.

 

Welche Ladegeräte unterstützen AVS?

Bei folgenden Ladegeräten konnte ich im Test einen AVS-Support bestätigen. In der letzten Spalte siehst du direkt, ob das Ladegerät die volle Ladegeschwindigkeit am iPhone 18 Pro Max liefert:

Ladegerät AVS-Standard Spannungsbereich / Leistung Volles Tempo iPhone 18 Pro Max
4smarts GaN Flex Screen AI 100W USB PD 3.2 AVS 9 – 20 V bei bis zu 3 A Ja (~52 W)
4smarts Lucid GaN DIY 360W USB PD 3.1 AVS 15 – 28 V bei bis zu 140 W Nein (~45 W)
Anker Prime 250W USB PD 3.1 AVS 15 – 28 V bei bis zu 140 W Nein (~45 W)
Anker Prime Charger 160W USB PD 3.1 AVS 15 – 28 V bei bis zu 140 W Nein (~45 W)
Apple 40W Dynamic Power Adapter (A3352) – 60 W max. USB PD 3.2 AVS 9 – 20 V bei bis zu 3 A Ja (~52 W)
Google Pixel Flex USB PD 3.2 AVS 9 – 20 V bei bis zu 4 A Ja (~52 W)
ICY BOX IB-PS1002 100W USB PD 3.2 AVS 9 – 20 V bei bis zu 3 A Ja (~52 W)
NOVOO RG140 140W USB PD 3.1 AVS 15 – 28 V bei bis zu 140 W Nein (~45 W)
UGREEN Nexode Air 65W Mini USB PD 3.2 AVS 9 – 20 V bei bis zu 3 A Ja (~52 W)
UGREEN Nexode Pro 100W USB PD 3.2 AVS 9 – 20 V bei bis zu 5 A Ja (~52 W)
Verbatim Mini GaN Charger 140 W USB PD 3.1 & 3.2 AVS 15 – 28 V / 140 W und 9 – 20 V / 5 A Ja (~52 W)

 

Die Liste ist im September 2026 schon deutlich länger als noch zum Jahresanfang. Aber nicht jedes AVS-Ladegerät hier ist auch fürs iPhone 18 Pro Max ideal! Das Anker Prime 250W, der Anker Prime Charger 160W, das 4smarts Lucid GaN DIY 360W und das NOVOO RG140 bieten nur AVS in der EPR nach USB PD 3.1, und das ignoriert das iPhone. Für Notebooks sind das trotzdem klasse Ladegeräte.

Suchst du die maximale Ladegeschwindigkeit fürs iPhone 18 Pro Max, ist das UGREEN Nexode Air 65W Mini aktuell die günstigste Option.

 

Welche Powerbanks bieten AVS?

Bei den Powerbanks ist die Auswahl noch überschaubarer, wächst aber ebenfalls:

Powerbank AVS-Standard Spannungsbereich / Leistung Volles Tempo iPhone 18 Pro Max
AMEGAT Powerbank 140W 27600mAh USB PD 3.1 AVS 15 – 28 V bei bis zu 140 W Nein (~45 W)
Belkin UltraCharge Pro 27000 mAh 140W USB PD 3.2 AVS 9 – 20 V bei bis zu 5 A Ja (~52 W)
Edge X100 30.000 mAh USB PD 3.1 AVS 15 – 28 V bei bis zu 140 W Nein (~45 W)

 

Für maximale Leistung in der EPR (15 – 28 V / 140 W), etwa für Notebooks, sind vor allem die Edge X100 und die AMEGAT Powerbank 140W interessant, Letztere aus Sicht von Preis/Leistung die klar spannendere Wahl. Fürs iPhone 18 Pro Max bringen dir diese aber keinen AVS-Vorteil. Hier ist die Belkin UltraCharge Pro mit AVS in der SPR (9 – 20 V) die richtige Wahl.

Bei Powerbanks würde ich im Zweifel einfach zu einem Modell mit 45 W+ greifen. AVS kitzelt zwar das letzte bisschen Ladegeschwindigkeit aus dem Pro Max heraus, in der Praxis spielt das aber kaum eine Rolle.

 

Häufige Fragen zu AVS (FAQ)

Was ist AVS beim Laden?

AVS („Adjustable Voltage Supply“) ist eine optionale Erweiterung von USB Power Delivery ab Version 3.1. Sie erlaubt eine flexibel einstellbare Spannung und gilt als Nachfolger von PPS, gedacht für höhere Leistungen bis 240 W.

Braucht das iPhone 18 Pro (Max) AVS?

Nicht zwingend. Du kannst das iPhone 18 Pro (Max) an jedem USB-PD-Ladegerät laden. Für die volle Ladegeschwindigkeit von rund 52 W braucht das iPhone 18 Pro Max aber ein Ladegerät mit AVS nach USB PD 3.2 (9 – 20 V), ohne ist bei rund 45 W Schluss. Beim regulären iPhone 18 Pro liegt das Maximum ohnehin bei rund 45 W, hier spielt AVS effektiv keine Rolle.

Lädt das iPhone 18 Pro Max wirklich mit 60 W?

In meinem Test nicht. In der Spitze habe ich 51 – 53 W gemessen.

Funktioniert ein Ladegerät mit AVS nach USB PD 3.1 (EPR) am iPhone?

Laden funktioniert natürlich, aber ohne AVS-Vorteil. Das iPhone 18 Pro Max ignoriert AVS in der EPR (15 – 28 V) und lädt dann mit maximal rund 45 W.

Ist AVS besser als PPS?

AVS ist nicht automatisch „besser“, sondern unterstützt theoretisch nur einen größeren Spannungsbereich als PPS. PPS geht bis maximal 21 V, AVS bis (theoretisch) 48 V.

Woran erkenne ich ein AVS-Ladegerät?

Am zuverlässigsten über die technischen Angaben zum unterstützten AVS-Modus (EPR 15 – 28 V oder SPR 9 – 20 V). Fürs iPhone 18 Pro Max muss es die SPR-Variante nach USB PD 3.2 sein. Leider wird dies in der Praxis von vielen Herstellern nicht transparent angegeben.

 

Fazit

Im September 2026 hat sich beim Thema AVS einiges getan. Die Liste an Ladegeräten und Powerbanks mit AVS-Support ist deutlich gewachsen, vom 65-W-Reisebegleiter bis zur 360-W-Desktop-Station ist inzwischen einiges dabei.

Der eigentliche Wendepunkt ist aber das iPhone 18 Pro Max. Mit ihm gibt es erstmals ein Mainstream-Endgerät, das AVS für sein volles Ladetempo nutzt. An einem passenden Ladegerät erreicht es bei mir rund 52 W, ohne AVS 3.2 ist bei rund 45 W Schluss. Das ist kein monumentaler Unterschied, zeigt aber die Richtung, in welche Apple anscheinend gehen möchte. Ich gehe davon aus, dass die Zahl an Ladegeräten mit AVS 3.2 in den nächsten Monaten nochmals deutlich wachsen wird.

Es wird auch in den nächsten 1-x Jahren deutlich mehr Endgeräte mit AVS-Support geben. Daher kann es Sinn machen, jetzt schon auf diesen Standard zu achten.

 

iPhone 18 Pro Max Ladeanalyse: Bis zu 52 W mit AVS – welches Ladegerät brauchst du?

Die neuen iPhone-18-Pro- und Pro-Max-Modelle sind da! Und beim Laden dieser scheint sich einiges getan zu haben.

So wirbt Apple mit 60 W schnellem Laden! Dabei scheint hier auch noch ein neuer Ladestandard zum Einsatz zu kommen, AVS. Apple selbst schreibt:

„Schnelles Laden über Kabel wird unterstützt mit 60 W fähigem USB-C Kabel und USB PD 3.1 (oder höheren) Netzteilen mit anpassbarer Spannungsversorgung (AVS).“

Aber was bedeutet das in der Praxis? Brauchst du nun ein AVS-fähiges Ladegerät für das iPhone 18 Pro? Welche Ladegeschwindigkeit erreichen wir damit, und was passiert, wenn dein Ladegerät nicht AVS kann?

Finden wir es im Test heraus!

 

USB Power Delivery mit AVS

Grundsätzlich nutzt das iPhone 18 Pro / Pro Max natürlich den USB-Power-Delivery-Standard. Du kannst das iPhone also an jedem beliebigen USB-PD-Ladegerät laden.

Willst du allerdings die maximale Ladegeschwindigkeit, müssen wir etwas spezifischer werden.

So benötigt das iPhone 18 Pro (Max) für die maximale Ladegeschwindigkeit ein USB-Power-Delivery-Ladegerät mit 60 W oder mehr + AVS nach USB PD 3.2.

 

Was ist AVS?

AVS ist eine optionale Erweiterung des USB-Power-Delivery-Standards. Ein USB-Power-Delivery-Ladegerät kann AVS unterstützen, muss es aber nicht!

Hinzu kommt, dass wir zwei AVS-Standards haben:

  • USB PD 3.1 Standard: AVS in der EPR mit einer Spannung von z. B. 15 – 28 V
  • USB PD 3.2 Standard: AVS in der SPR mit einer Spannung von z. B. 9 – 20 V

EPR bedeutet Extended Power Range, also Spannungen über 20 V in der Spitze. SPR bedeutet Standard Power Range.

Das iPhone 18 Pro (Max) benötigt AVS nach USB Power Delivery 3.2! AVS nach dem USB-Power-Delivery-3.1-Standard wird ignoriert!

 

Spitzenladegeschwindigkeit, iPhone 18 Pro Max

Was ist aber die maximale Ladegeschwindigkeit, je nach verwendetem Ladegerät-Typ? Im Folgenden siehst du die +- Spitzenwerte des iPhone 18 Pro Max.

In der Spitze erreichte das iPhone 18 Pro Max bei mir 51 – 53 W! Das ist sehr ordentlich. Diese Geschwindigkeit wird an USB-Power-Delivery-Ladegeräten mit einer AVS-Stufe mit 9 – 20 V / 3 A oder 5 A erreicht. Das iPhone nimmt hier 17,x V und 3 A auf.

An einem AVS 3.2 Ladegerät.

Haben wir nicht diese AVS-Stufen, wird die Ladegeschwindigkeit auf +- 43 – 45 W limitiert. Hier wählt das iPhone, falls vorhanden, 15 V und 3 A.

Heißt, an einem 140-W-, 100-W- oder auch 60-W-Ladegerät ohne AVS 3.2 erhalten wir immer maximal +- 45 W.

An einem 140 W Ladegerät ohne AVS

Hat das Ladegerät weniger als 45 W, reizt das iPhone das Ladegerät voll aus, also an einem 30-W-Ladegerät bekommen wir +- 30 W, an einem 20-W-Ladegerät +- 20 W.

 

Beim iPhone 18 Pro weniger

Wichtig: Die Messwerte sind alle vom iPhone 18 Pro Max. Sofern meine Infos stimmen, erreicht das reguläre Pro-Modell maximal 45 W. Bei diesem scheint also AVS effektiv keine Rolle zu spielen.

 

Wie lange dauert das Laden?

Nachdem wir uns die Spitzenleistung angesehen haben, werfen wir einfach mal einen Blick auf die Leistung über Zeit. Dies an einem 60-W-Ladegerät mit AVS-Support nach USB Power Delivery 3.2, als dem theoretischen Optimum fürs iPhone 18 Pro Max.

Das iPhone 18 Pro Max startet direkt mit voller Leistung. Innerhalb weniger Sekunden liegen rund 51 – 52 W an, und diese hält das iPhone auch erfreulich stabil. Wie schon bei den Spitzenwerten erwähnt, wählt das iPhone hier rund 17,4 V und 3 A über die AVS-Stufe.

Allerdings hält das iPhone diese Spitzenleistung nicht allzu lange. Nach ca. 10 Minuten fällt die Leistung auf rund 40 W ab. Diese 40 W werden dann bis ca. Minute 20 gehalten, ehe es auf +- 25 W runtergeht.

Ab ca. 80 % Ladung nach knapp 28 Minuten wird es dann deutlich gemächlicher. Die Leistung sinkt auf rund 10 W und bleibt dort bis Minute 44. Spannend: An diesem Punkt wechselt das iPhone dann von den +- 17,7 V der AVS-Stufe zurück auf 5 V. Die restlichen Prozent werden dann mit einer Leistung von unter 10 W langsam aufgefüllt.

Folgende Zwischenstände habe ich gemessen:

Zeit Ladestand (ca.)
5 Minuten 18 %
10 Minuten 35 %
15 Minuten 50 %
20 Minuten 64 %
30 Minuten 82 %
40 Minuten 89 %
50 Minuten 96 %
60 Minuten 99 %
ca. 70 Minuten 100 %

 

Heißt, nach 15 Minuten ist das iPhone 18 Pro Max bereits zu 50 % geladen, nach knapp 30 Minuten zu 80 %. Das ist wirklich richtig flott! Für eine vollständige Ladung solltest du aber rund 70 Minuten einplanen, denn die letzten 10 – 20 % dauern ähnlich lange wie die ersten 80 %.

Insgesamt hat das iPhone dabei 24,2 Wh aus dem Ladegerät gezogen.

 

Vergleich: iPhone 18 Pro Max vs. iPhone 17 Pro Max vs. Galaxy S26 Ultra

Wie schlägt sich das iPhone 18 Pro Max im Vergleich zu seinem Vorgänger und zur Android-Konkurrenz? Dafür habe ich mir das iPhone 17 Pro Max und das Samsung Galaxy S26 Ultra angesehen.

iPhone 18 Pro Max iPhone 17 Pro Max Galaxy S26 Ultra
Spitzenleistung 52 W 38 W 54 W
Spannung 17,4 V 15 V 18,2 V
nach 10 Minuten 35 % 29 % 38 %
nach 20 Minuten 64 % 51 % 64 %
nach 30 Minuten 82 % 69 % 80 %
80 % erreicht nach 28,5 Min. 43 Min. 30 Min.
Vollständig geladen ca. 70 Min. ca. 94 Min. ca. 64 Min.
Aufgenommene Energie 24,2 Wh 21,0 Wh 22,1 Wh

 

Der Sprung gegenüber dem iPhone 17 Pro Max ist wirklich deutlich! Das iPhone 17 Pro Max erreichte bei mir maximal 38 W und brauchte rund 43 Minuten für 80 %. Das iPhone 18 Pro Max schafft dies in 28,5 Minuten, also fast eine Viertelstunde schneller. Und das, obwohl es mit 24,2 Wh sogar mehr Energie aufgenommen hat.

Noch spannender ist aber der Vergleich mit dem Galaxy S26 Ultra. Samsung war beim Laden bisher immer einen Schritt vor Apple, damit ist nun Schluss. Beide Smartphones liegen nahezu gleichauf. Das S26 Ultra ist in den ersten 10 Minuten minimal flotter, bei 20 Minuten liegen beide bei 64 %, und bei 30 Minuten hat sogar das iPhone knapp die Nase vorne.

Erst ganz am Ende kann sich das Samsung etwas absetzen und ist rund 6 Minuten früher vollständig geladen. Das iPhone 18 Pro Max lädt die letzten Prozent einfach etwas vorsichtiger.

Auch die Ladekurven sind sich ziemlich ähnlich. Beide Smartphones starten mit über 50 W und halten diese für einige Minuten, ehe die Leistung schrittweise reduziert wird. Das iPhone 17 Pro Max hingegen startet mit unter 40 W und bleibt damit von Anfang an deutlich hinter den beiden zurück.

Heißt, Apple hat mit dem iPhone 18 Pro Max endlich zur Konkurrenz aufgeschlossen!

 

Welche Ladegeräte unterstützen AVS 3.2?

Leider ist die Anzahl an Ladegeräten und Powerbanks, die den AVS-3.2-Standard unterstützen, sehr überschaubar!

Folgende Modelle sind mir bekannt, die entsprechend auch die volle Ladegeschwindigkeit mit dem iPhone 18 Pro Max erreichen können:

Ladegeräte:

Modell Standard AVS-Stufe
4smarts GaN Flex Screen AI 100W USB PD 3.2 AVS 9 – 20 V 3 A
Apple 40W Dynamic Power Adapter (A3352) 60W Max USB PD 3.2 AVS 9 – 20 V 3 A
Google Pixel Flex USB PD 3.2 AVS 9 – 20 V 4 A
ICY BOX IB-PS1002 100W USB PD 3.2 AVS 9 – 20 V 3 A
UGREEN Nexode Air 65W Mini USB PD 3.2 AVS 9 – 20 V 3 A
UGREEN Nexode Pro 100W USB PD 3.2 AVS 9 – 20 V 5 A

 

Powerbanks:

Modell Standard AVS-Stufe
Belkin UltraCharge Pro 27000 mAh 140W USB PD 3.2 AVS 9 – 20 V 5 A

 

Gerade bei den Powerbanks ist dies noch eine sehr überschaubare Liste.

Im Zweifel würde ich hier einfach eine Powerbank mit 45 W+ nehmen. AVS kitzelt zwar das letzte bisschen Ladegeschwindigkeit aus dem Pro Max heraus, aber in der Praxis wird dies kaum eine Rolle spielen.

Suchst du aber die maximale Ladegeschwindigkeit, sind dies deine Optionen. Die günstigste Option wird das UGREEN Nexode Air 65W Mini sein.

 

Fazit: iPhone 18 Pro (Max) Laden mit AVS

Das iPhone 18 Pro Max hat beim Laden tatsächlich einen großen Sprung nach vorne gemacht! Bis zu 52 W Spitzenleistung, 50 % in 15 Minuten und 80 % in unter einer halben Stunde: Damit ist Apple endlich auf dem Niveau der Android-Konkurrenz angekommen und zieht am eigenen Vorgänger, dem iPhone 17 Pro Max, deutlich vorbei. Selbst das Galaxy S26 Ultra liegt nur noch minimal vorne, wenn überhaupt.

Zunächst: Du kannst das iPhone 18 Pro (Max) weiterhin an jedem beliebigen USB-PD-Ladegerät laden. Die volle Ladegeschwindigkeit gibt es aber nur mit einem Ladegerät, das AVS nach USB PD 3.2 unterstützt, und genau diese Modelle sind aktuell noch ziemlich selten. Ohne die passende AVS-Stufe (9 – 20 V) ist bei rund 45 W Schluss. Das ist immer noch flott, aber eben nicht das Optimum.

Brauchst du nun zwingend ein AVS-3.2-Ladegerät? Nein! Der Unterschied zwischen 52 W und 45 W ist im Alltag kaum spürbar, und auch ohne AVS bist du deutlich schneller unterwegs als noch beim iPhone 17 Pro Max. Ein gutes 45-W- oder 60-W-Ladegerät ohne AVS reicht also völlig aus, bei Powerbanks würde ich im Zweifel ebenso zu einem Modell mit 45 W+ greifen. Suchst du allerdings das letzte bisschen Ladegeschwindigkeit, führt an AVS 3.2 kein Weg vorbei. Die günstigste Option ist hier aktuell das UGREEN Nexode Air 65W Mini.

Die wichtigsten Infos im Überblick:

  • Spitzenleistung: 51 – 53 W am iPhone 18 Pro Max, allerdings nur an Ladegeräten mit USB PD 3.2 AVS (9 – 20 V, 3 A oder 5 A)
  • Ohne AVS liegt das Limit bei ca. 43 – 45 W
  • Wichtig: AVS nach USB PD 3.1 (EPR) wird vom iPhone ignoriert, es zählt ausschließlich AVS nach USB PD 3.2 (SPR)!
  • iPhone 18 Pro (ohne Max): maximal ca. 45 W, AVS spielt hier effektiv keine Rolle
  • Ladezeiten (Pro Max): ca. 15 Min. für 50 %, ca. 28,5 Min. für 80 %, ca. 70 Min. für 100 %
  • Aufgenommene Energie: 24,2 Wh
  • Vergleich: deutlich schneller als das iPhone 17 Pro Max (38 W Spitze, 80 % erst nach 43 Min.), nahezu gleichauf mit dem Galaxy S26 Ultra (voll geladen nach ca. 64 Min.)

Kurzum: Apple hat beim Laden endlich geliefert, und das iPhone 18 Pro Max muss sich vor der Konkurrenz nicht mehr verstecken. AVS 3.2 ist dabei ein willkommener Bonus für alle, die das Maximum herauskitzeln wollen, ein Must-have ist es im Alltag aber nicht. Ich hoffe, dieser Artikel konnte dir etwas weiterhelfen! Falls du Fragen zum Laden des iPhone 18 Pro hast oder deine eigenen Messwerte teilen möchtest, schreib mir gerne in die Kommentare.

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Teufel IKONIO im Test: Bester All-In-One-Streaming-Lautsprecher für 1200 €?

Teufel hat mit dem IKONIO einen außergewöhnlichen Lautsprecher auf den Markt gebracht! Ich denke, direkt auf den ersten Blick wird dir klar sein, warum ich den IKONIO außergewöhnlich nenne.

So haben wir hier einen 17 kg schweren Lautsprecher in der Größe eines kleinen Fasses mit einem 5-seitigen Design, wovon 3 mit Lautsprechern bedeckt sind, wie auch zwei Subwoofern.

Dabei hat dieser eine süße Maximalleistung von 2500 W!

Damit ist der IKONIO auf dem Papier ein kleines Monster! Aber die Ausstattung wird noch besser, denn dies ist nicht einfach nur ein Lautsprecher, sondern dieser hat volle Netzwerkfähigkeiten integriert, WLAN, Spotify Connect usw.

Wollen wir uns den Teufel IKONIO in einem kleinen Test etwas näher ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das Ausleihen des Lautsprechers.

 

Der Teufel IKONIO im Test

Bei dem IKONIO handelt es sich um einen absoluten Koloss! Dieser wiegt 17,4 kg!

Dieses hohe Gewicht liegt vor allem an der Grundkonstruktion, welche hier aus Metall ist! Ja, diese Stützstreben, die du erkennen kannst, sind aus Metall gefertigt, was dem Lautsprecher eine sehr massive Grundkonstruktion gibt.

Dies spiegelt auch die allgemeine Design-Philosophie wunderbar wieder. So wirkt der IKONIO fast schon etwas martialisch.

Wir haben viele Kanten, die Stützträger aus Metall und viele Lautsprecher-Treiber.

So besitzt der Lautsprecher 5 Seiten. Davon sind 3 Seiten mit jeweils zwei Lautsprecher-Treibern bedeckt. Hinzu kommen zwei Tieftöner / Subwoofer im Deckel und im Boden.

Durch dieses Design hat der Lautsprecher zwar nicht ganz ein 360-Grad-Design, aber dieser ist schon in der Lage, einen Raum in alle Richtungen mit Klang zu füllen.

 

Anschlüsse

2 der 5 Seiten des Lautsprechers sind nicht mit Lautsprecher-Treibern bedeckt. Anstelle dessen finden wir hier zwei passive Kühlkörper, wie auch die Anschlüsse.

  • Cinch
  • Toslink
  • LAN
  • USB-C

Damit hat der IKONIO eine solide Anschlussausstattung und das Verbinden eines Schallplattenspielers (mit integriertem Vorverstärker), PC, CD-Player, TV usw. ist kein Problem.

 

Steuerung des IKONIO

Der IKONIO besitzt auf der Oberseite versteckte Touchtasten. Diese leuchten im Betrieb auf und du kannst über diese den Lautsprecher steuern.

Eine herkömmliche Fernbedienung gibt es nicht. Anstelle dessen ist es gedacht, dass du die Teufel Home App nutzt.

 

Unterstützte Streaming-Dienste

Der IKONIO ist primär als Streaming-Lautsprecher gedacht. Hierfür lässt sich dieser wahlweise in dein WLAN einbinden (2,4 GHz oder 5 GHz) oder via LAN anschließen.

Welche Streaming-Dienste unterstützt der IKONIO?

  • AirPlay 2
  • Google Cast
  • Spotify Connect
  • TIDAL Connect
  • TuneIn Webradio
  • Bluetooth

Eine kurze Liste, aber im Kern ist hier alles dabei, was du brauchst. So wird vom IKONIO Apple AirPlay unterstützt wie auch Google Cast.

Hinzu kommt Webradio via TuneIn und Musik via Spotify Connect und TIDAL Connect.

 

Teufel Home

Der IKONIO gehört in das Teufel Home Ökosystem. Entsprechend nutzt dieser die Teufel Home App. Diese hatte bei mir auch tadellos funktioniert.

Grundsätzlich ist die App sehr simpel aufgebaut.

So findest du auf der Startseite zunächst eine Übersicht über alle Dienste, wie auch die Möglichkeit, einzelne Funktionen auf die Schnellwahl zu legen.

Dies ist primär für das integrierte Webradio gedacht.

Abseits davon haben wir einige Klanganpassungen. So kannst du hier deinen Aufbau festlegen, steht der Lautsprecher an einer Wand, auf einem Tisch usw. Und auch den Klang etwas mit einem EQ anpassen.

Allerdings sind die EQ-Einstellungen eher überschaubar. Du kannst hier lediglich die Bässe, Mitten und Höhen separat verstellen.

Dennoch machte die Teufel App bei mir einen guten Job und sie erfordert keine Zwangsregistrierung.

 

Klang des Teufel IKONIO

Der Teufel IKONIO setzt grundsätzlich auf ein 3-Wege-System und eine sehr breite Klangabstrahlung. Die frontal sichtbaren Treiber sind die Hochtöner und Mitteltöner.

Die beiden Subwoofer sind im Deckel und auf der Unterseite „versteckt“.

Teufel wirbt dabei mit sehr beeindruckenden Werten!

  • 650 Watt Leistung RMS
  • 2500 Watt Maximalleistung
  • 19 Hz untere Gangfrequenz

19 Hz untere Gangfrequenz und bis zu 2300 W sind für einen dann am Ende doch recht kompakten Lautsprecher ziemlich extrem!

Wie klingt aber nun der IKONIO in der Praxis?

Zunächst, ja, der Lautsprecher klingt beeindruckend und kann auch größere Räume gut beschallen! Der Klang strahlt sehr gleichmäßig in alle Richtungen ab, daher fühlt sich der IKONIO auch in offenen Räumen recht wohl.

Ich würde lediglich empfehlen, diese recht hoch zu positionieren, gefühlt profitiert er recht stark davon, auf Ohr-Höhe zu stehen.

Von Haus aus ist der IKONIO erfreulich gut balanciert, mit einem leichten Schuss Tiefbass.

Starten wir bei den Höhen. Diese sind ziemlich neutral. Sie sind klar und sauber, aber nicht übermäßig scharf. Persönlich bevorzuge ich einen leichten Boost der Höhen über die Teufel App, damit diese etwas mehr hervorstechen. Mit einem ganz leichten Höhen-Boost sind diese für mich ziemlich perfekt.

Dank der gesonderten Mitteltöner bietet der IKONIO sehr saubere und gut balancierte Mitten, gerade die mittleren und oberen Mitten werden sehr schön dargestellt. Der IKONIO ist also kein „Party“-Lautsprecher, der nur Höhen und Bass kann, ganz im Gegenteil! Dieser kann auch gut etwas gediegener spielen, wenn du es verlangst. Stimmen werden gut und natürlich dargestellt und im Allgemeinen färbt der IKONIO den Klang nicht.

Beim Bass wird es interessant, denn diesen muss ich etwas differenzierter betrachten. Ja, der IKONIO hat, wie von Teufel beworben, einen sehr beeindruckenden Tiefgang! Das ist auch klanglich das absolute Highlight an diesem Lautsprecher, wie tief dieser herunterkommt. Hierdurch kann er durchaus auch etwas Subwoofer-Feeling erzeugen, sofern es die Musik zulässt. Von Haus aus ist die Bass-Menge aber relativ neutral. Der IKONIO „übertreibt“ nicht, lediglich im Tiefbass meine ich einen leichten Boost wahrzunehmen. Vermutlich um den Tiefgang etwas mehr zu betonen.

Allerdings bei einem Preis von 1200 € müssen wir auch etwas kritisch werden. Der Bass geht zwar wirklich sehr schön tief, aber beim generellen Bass-„Volumen“ merken wir doch, dass dies kein echter Subwoofer / großer Standlautsprecher ist. So bieten meine Teufel Ultima 40 MK2 Standlautsprecher nicht zwingend einen tieferen Bass, aber dieser wirkt etwas vollmundiger.

Das ist aber schon Meckern auf einem sehr hohen Level! Der Teufel IKONIO ist ganz klar der beste „All-In-One“-Lautsprecher, den ich bislang gehört habe. Dieser ist auch einer der wenigen, der es schafft, ein großes Wohnzimmer gut zu beschallen. Dabei ist auch die Pegelfestigkeit beeindruckend.

Dreh in der App den Bass noch etwas hoch und der IKONIO kann auch eine größere Party gut rocken!

Diese „Power“ aus einem einzelnen Lautsprecher habe ich so bislang (abseits von Lautsprechern, die wirklich für die „Beschallung“ gedacht sind) noch nie gehört. Dabei muss der IKONIO nicht laut und wuchtig sein, er kann auch feiner und edler spielen.

 

Fazit

Der Teufel IKONIO ist der beste All-In-One-Streaming-Lautsprecher, den ich bislang gehört habe und das sage ich nicht leichtfertig. Was Teufel hier aus einem einzelnen Gehäuse herausholt, ist beeindruckend. Der IKONIO strahlt sehr gleichmäßig in alle Richtungen ab, ist erfreulich pegelfest und schafft es tatsächlich, auch ein großes Wohnzimmer sauber zu beschallen. Diese „Power“ aus einem einzelnen Lautsprecher habe ich so bislang noch nicht gehört.

Dabei ist der IKONIO kein reiner „Party“-Lautsprecher, der nur Höhen und Bass kann. Ganz im Gegenteil. Von Haus aus ist er sehr gut balanciert, mit einem leichten Schuss Tiefbass, sauberen Mitten und neutralen Höhen. Stimmen werden natürlich dargestellt, der Klang wird nicht künstlich gefärbt. Und wenn du es doch mal krachen lassen willst, drehst du den Bass in der Teufel Home App etwas hoch und schon rockt der IKONIO auch eine größere Party. Das klangliche Highlight bleibt für mich aber der Tiefgang. Wie tief dieser kompakte Koloss herunterkommt, ist wirklich stark und erzeugt teils schon echtes Subwoofer-Feeling.

Bei 1200 € darf man aber auch kritisch sein. Der Bass geht zwar tief, beim generellen Bass-„Volumen“ merkst du jedoch, dass hier kein echter Subwoofer und kein großer Standlautsprecher am Werk ist, der Klang wirkt eine Spur weniger vollmundig als bei einem klassischen Setup. Und genau da liegt der Knackpunkt. Wenn der Platz da ist, wird ein Setup aus z. B. zwei Teufel Ultima 40 + einem WiiM Amp Ultra den IKONIO klanglich schlagen können, bei ähnlichem Preis und mit demselben Streaming-Komfort.

Der IKONIO spielt seine Stärke also da aus, wo dieser Platz eben nicht ist oder du einfach keine zwei Standlautsprecher + Verstärker willst, als ein einziges, wertiges, vollwertig netzwerkfähiges Gerät, das einen ganzen Raum füllt, ohne Kabelsalat und ohne Boxenpaar. Suchst du genau das, die beste All-In-One-Lösung für einen großen Raum, bist du beim Teufel IKONIO goldrichtig. Wer hingegen den Platz und die Muße für ein klassisches Stereo-Setup hat, holt für sein Geld noch etwas mehr Klang raus.

Teufel IKONIO
Positiv
Bester All-In-One-Streaming-Lautsprecher, den ich bislang gehört habe
Beschallt auch große Räume mühelos, sehr pegelfest
Beeindruckender Tiefgang (19 Hz), teils echtes Subwoofer-Feeling
Sehr gut balancierter, sauberer Klang mit natürlichen Mitten
Breite, gleichmäßige Klangabstrahlung in alle Richtungen
Umfangreiches Streaming (AirPlay 2, Google Cast, Spotify & TIDAL Connect, TuneIn, Bluetooth)
Massive, hochwertige Metallkonstruktion
Teufel Home App läuft tadellos, ohne Zwangsregistrierung
Negativ
Mit 1200 € kein Schnäppchen
91

StationPC PA100 Pro im Test: Portables Mini-NAS mit SD- und CFexpress-Backup für Fotografen

Wir haben uns auf Techtest.org schon einige NAS Systeme angesehen, von klein bis groß. Was es allerdings vergleichsweise wenig im Handel gibt, sind portable NAS bzw. Backup-Systeme, also Modelle, die du mitnehmen kannst, um unterwegs Backups zu erstellen, eventuell auch direkt von Speicherkarten usw.

Genau solch ein System haben wir aber heute im Test, mit dem StationPC PocketCloud bzw. dem „PA100 Pro“. Bei der PA100 handelt es sich um ein portables Mini NAS bzw. Speicher-System. Dieses lässt sich mit deinem Heimnetzwerk verbinden oder unterwegs nutzen.

Dabei ist es auch möglich, direkt SD oder CFexpress Speicherkarten unterwegs zu sichern, ganz ohne PC.

Hierdurch ist der PA100 Pro auch besonders für Fotografen interessant!

Wollen wir uns einmal den StationPC PA100 Pro im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an StationPC für das Zurverfügungstellen des PA100 Pro für diesen Test.

 

Die StationPC PA100 Pro im Test

Bei der StationPC PA100 Pro handelt es sich zunächst um ein ca. 152 x 94 x 27 mm großes Modul.

Dieses ist auf der Front flach und am „Rücken“ abgerundet. Auf der flachen Front finden sich dabei die Anschlüsse, wie auch das Display und eine kleine Steuerungseinheit.

Ein großer Teil des Gehäuses besteht dabei aus Metall. Dieser Metall „Überzug“ lässt sich entfernen, um an die Akkuzellen und den M.2 Slot im Inneren zu kommen.

 

Anschlüsse des StationPC PA100 Pro

  • 1x USB C 5 Gbit (Stromversorgung)
  • 1x USB A 3.0 5 Gbit
  • 1x SD Karten Slot
  • 1x CFexpress Typ B Slot

Bei den Anschlüssen wird es interessant! Auffällig: Der PA100 Pro besitzt KEINEN LAN Port! Nur integriertes WLAN.

Dafür haben wir zwei schnelle USB Ports, wobei der USB C Port auch für die Stromversorgung genutzt wird.

Hinzu kommen die zwei Speicherkarten Slots, SD und CFexpress, welche Speicherkarten Backups unterwegs erlauben. Es ist dabei möglich, den CFexpress Typ B Slot auf Typ A zu adaptieren.

 

1x M.2 NVME Slot

Unter der Metallabdeckung des PA100 Pro befindet sich unter anderem ein M.2 NVME SSD Slot.

In diesem musst du eine entsprechende SSD verbauen, so sind bis zu 8 TB Kapazität theoretisch möglich. Wähle hier eine zuverlässige SSD, denn wir haben nur einen Slot! Das halte ich auch für einen der größten Kritikpunkte an der PA100 Pro.

 

Mit „optionalem“ Dock! (Dock = 2,5 Gbit LAN und 2. NVME SSD Slot)

Für das PA100 Pro gibt es ein „optionales“ Dock. In dieses Dock wird das portable NAS einfach eingesetzt und dieses versorgt es mit Strom und Netzwerk.

Netzwerk? Ja, im Dock ist ein 2,5 Gbit LAN Port verbaut. Zudem haben wir im Dock einen 2. M.2 SSD Slot.

StationPC behandelt das Dock zwar als „optionales“ Zubehör, ich denke aber, dieses ist essenziell.

So kannst du das PA100 Pro unterwegs portabel nutzen, um Backups von deinen Speicherkarten zu ziehen, verbindest es kabellos mit deinem Smartphone/Notebook.

Zuhause angekommen steckst du dieses in das Dock und das NAS wird im Netzwerk via schnellem 2,5 Gbit LAN verfügbar und im Dock findet sich ein 2. NVME SSD Slot!

Heißt, Daten auf der internen SSD können auf Wunsch automatisch auf die 2. SSD gespiegelt werden.

Das Dock macht aus dem PA100 Pro dann ein vollwertiges kleines NAS.

 

Wechselbare Akkuzellen!

Im PA100 Pro ist ein Akku integriert. Spannenderweise ist der Akku hier NICHT fest integriert! Anstelle dessen haben wir zwei 18650 Zellen unter der Abdeckung.

18650 ist ein „Standard“ Format, heißt, du kannst den Akku hier jederzeit austauschen und benötigst keinen speziellen Akku, der vielleicht in X Jahren gar nicht mehr verfügbar ist!

Heißt, die Akku Abnutzung ist hier kein Problem! Hervorragend, super gelöst von StationPC!

 

Software und App

Ein sehr wichtiger Punkt bei einem NAS ist die Software. StationPC nutzt auf dem PA100 Pro ein eigenes Betriebssystem und eine eigene App.

Die Benutzeroberfläche der App erinnert mich stark an UGREENs NAS Systeme. So haben wir auch hier eine App für alles.

In der StationPC App findest du auf der Startseite diverse „Unter-Apps“ für die diversen Funktionen und Anwendungen auf dem NAS, wie auch Reiter, um die Daten auf dem NAS zu durchsuchen, Bilder zu betrachten und Einstellungen zu bearbeiten usw.

So kannst du das NAS komplett über die App einrichten, steuern und nutzen. Du brauchst hier keinen PC, kannst aber natürlich auch über einen PC auf dieses zugreifen.

Grundsätzlich ist die App gelungen! Diese funktionierte bei mir problemlos. Auch der Remote Zugriff über das Internet funktionierte.

Auffällig: Es gibt keinen App Store! Die vorinstallierten Apps sind alle, die es gibt. Wobei das nicht ganz stimmt, denn eine der vorinstallierten Apps ist Docker!

Über Docker kannst du unzählige Apps auf dem PA100 Pro installieren, wie den HomeAssistant, PiHole usw. Das ist allerdings ein etwas „erweitertes“ Thema. Es ist auf jeden Fall schön, dass es möglich ist.

 

Daten

Du kannst über den Reiter Dateien auf alle Daten auf dem NAS zugreifen, wie aber auch Daten von deinem Smartphone manuell hochladen.

Es ist auch möglich, einen verschlüsselten Ordner anzulegen. Normale Daten auf dem NAS werden einfach im Klartext auf der internen SSD gespeichert. Klaut jemand das NAS, kann die Person diese Daten auslesen.

Daten in diesem speziellen Ordner hingegen können so nicht ausgelesen werden.

 

Fotos

Sicherlich ist die spannendste App die Foto App innerhalb der StationCloud App. Hier werden hochgeladene Fotos in der typischen Zeitleisten Ansicht angezeigt.

Durch diese kannst du hindurch scrollen, Bilder in Alben sortieren usw. Dabei unterstützt die App bzw. das NAS auch KI Erkennungen. So haben wir eine Gesichtserkennung, Objekterkennung und Szenenerkennung.

 

Du kannst also nach Objekten suchen wie „Hund“, „Katze“ usw. und entsprechend werden Bilder angezeigt. Diese Erkennung ist nicht 100 %, aber es kann dennoch im Alltag ein Pluspunkt sein.

Natürlich lässt sich auch ein automatischer Upload von Smartphone Bildern aktivieren. So werden deine Aufnahmen immer direkt auf dem NAS gesichert.

Unterm Strich ist die Foto bzw. Album App gelungen, aber sie ist jetzt auch nichts Außergewöhnliches. Im Jahr 2026 bringen die meisten NAS Systeme etwas Vergleichbares mit.

 

Backup

Der StationPC PA100 Pro bringt auch eine Anwendung mit dem Namen „Backup“ mit.

Backup erlaubt es dir, automatisch Backups (nach einem von dir festgelegten Zeitplan) von Daten auf dem NAS zu sichern. Dabei bietet die Anwendung folgende Speicherziele:

  • Externe Laufwerke via USB
  • NVME SSD im Dock
  • Google Drive
  • Dropbox
  • OneDrive
  • SMB
  • WebDAV

Sehr gut und auch wichtig! Was leider nicht möglich ist, ist das Verschlüsseln von Daten, die in der Cloud landen.

Dennoch super, dass dieses Tool mit an Bord ist!

 

WebUI

Du kannst auch über deinen Webbrowser am PC auf die Benutzeroberfläche zur Steuerung des StationPC PA100 Pro zugreifen.

Hierfür musst du die IP Adresse eintragen + Port 9500, also z.B. 192.168.1.200:9500.

Dort bekommst du eine schlichte, aber schicke Benutzeroberfläche, welche im Kern der App ähnelt, nur für den Webbrowser optimiert. Du hast hier 1 zu 1 die Optionen aus der App.

Du kannst hier also auch alle Einstellungen anpassen.

 

Der Rockchip RK3568B2

Als Herzstück setzt StationPC im PA100 Pro auf den Rockchip RK3568B2, kombiniert mit 4 GB RAM.

Rockchip RK3568B2

  • 22 nm
  • 4 Kerne (Quad-Core)
  • 4x ARM Cortex-A55 @ bis zu 2,0 GHz
  • GPU – ARM Mali-G52 2EE
  • NPU – bis zu 1 TOPS
  • VPU – 4K@60fps H.265/H.264/VP9 Decoding, 1080p@60fps Encoding
  • 4 GB RAM

Der RK3568 ist im Rockchip-Lineup klar in der unteren Mittelklasse angesiedelt. Verglichen mit dem RK3588C aus dem UGREEN DH4300 Plus spielt dieser in einer komplett anderen Liga. Wir haben hier ausschließlich vier Cortex-A55-Kerne, also die kleinen und sparsamen Effizienz-Kerne, ohne jegliche „große“ Kerne daneben. Das ist für ein Gerät, das primär vom Akku laufen soll, aber durchaus nachvollziehbar.

 

Wie schnell ist der RK3568B2 im Vergleich zum Raspberry Pi?

Damit du die Leistung besser einordnen kannst, hier der Vergleich mit dem Raspberry Pi, den vermutlich die meisten kennen.

Der Raspberry Pi 4 setzt auf vier Cortex-A72-Kerne mit bis zu 1,8 GHz. Die A72-Kerne sind zwar älter, aber es sind „echte“ Performance-Kerne. Der RK3568B2 gleicht das über den höheren Takt von 2,0 GHz teilweise aus, unterm Strich liegen beide aber ziemlich genau auf einem Niveau. Je nach Anwendung mal ein paar Prozent davor, mal dahinter. Grob gesagt: Erwarte hier die CPU-Leistung eines Raspberry Pi 4.

Beim Raspberry Pi 5 sieht es dagegen deutlich anders aus. Dieser nutzt vier Cortex-A76-Kerne mit 2,4 GHz, und die sind pro Takt massiv schneller als die kleinen A55-Kerne. Der Pi 5 ist dem RK3568B2 damit um rund den Faktor 2 bis 3 überlegen. Das ist kein kleiner Unterschied mehr, sondern ein sehr deutlicher.

 

Datenrate via PC

Aber was ist mit der Datenrate bei einem typischen Netzwerkzugriff? Grundsätzlich besitzt das Dock einen 2,5 Gbit LAN Port.

Leider schaffte das NAS bei mir nicht ganz die volle 2,5 Gbit LAN Verbindung via Windows SMB / MacOS.

Lesend erreichte das NAS bei mir ca. 140-160 MB/s und schreibend 110-130 MB/s. Damit übertrifft das NAS immerhin Gbit LAN Geschwindigkeiten.

StationPC wirbt allerdings mit 280 MB/s bzw. 275 MB/s. Ich kann mir nicht erklären, warum meine Werte niedriger sind. Behalte das aber im Hinterkopf.

Hast du das NAS nur via WLAN eingebunden, ist die Datenrate natürlich deutlich niedriger! Maximal werden hier +- 60 MB/s möglich sein, praktisch aber weniger, je nach deinem WLAN Router, Abstand, Störfaktoren usw.

Wichtig! Via SMB gibt dir das NAS immer nur EINEN freigegebenen Ordner! In diesem finden sich dann die diversen Unterordner (Dokumente, Bilder usw.).

 

SD und CFexpress Backup

Das wichtigste Feature und das, wofür der StationPC PA100 Pro im Kern gemacht ist, ist das Erstellen von Backups von SD und CFexpress Speicherkarten „on the Go“.

Wie funktioniert das?

Du schaltest den StationPC PA100 Pro unterwegs einfach kurz ein, der Akku schafft ca. 6 Stunden, steckst deine Speicherkarte ein und die Daten auf dieser werden automatisch erkannt.

Auf dem Display wird dir dann die Option „Backup“ angeboten. Diese bestätigst du mit dem Knopf und anschließend werden alle Daten von der Speicherkarte intern gesichert.

Praktisch, mit Bildern, lief der Vorgang mit ca. 130 MB/s im Schnitt. Dabei zeigt dir das Display auch die aktuelle Geschwindigkeit und den Fortschritt an. Gespeichert werden die Daten dann in einem Unterordner „My Backup“.

Das Ganze ist wirklich ideal für Fotografen, die unterwegs mal eben ihre Bilder „abladen“ möchten. Einzig musst du bedenken, dass in dem NAS auch nur eine SSD ist. Geht diese kaputt, sind alle Bilder weg. Generell ist eine SSD allerdings deutlich zuverlässiger als eine reguläre Speicherkarte.

Bilder und Daten werden auch nicht von der Speicherkarte gelöscht. Du hast hier also 2 Kopien, sofern du die Speicherkarte nicht selbst formatierst.

Zuhause angekommen kannst du mit einem Klick in der App dann die Daten von der internen SSD z.B. auf eine SSD im Dock oder in die Cloud oder auf ein anderes NAS spiegeln.

 

Als USB SSD

Du kannst den PA100 Pro auch einfach via USB C mit deinem PC/Notebook verbinden. Dort wird das NAS als externes Laufwerk erkannt und du kannst so auf alle Daten zugreifen.

 

Allerdings ist in diesem Modus die Datenrate mit ca. 60 MB/s schreibend und 85 MB/s lesend eher überschaubar.

Aber dennoch ist es eine nette Option zu haben!

 

Stromverbrauch

Im Dock benötigt das NAS ca. 7-9 W Strom. Das ist ein geringer Verbrauch für ein NAS, was natürlich auch an der SSD Basis liegt.

Kritik an der Performance: Diese ist nicht furchtbar, aber auch nicht optimal.

 

Fazit

Der StationPC PA100 Pro ist ein wirklich cooles Konzept! Ein portables Mini-NAS, das du einfach einsteckst, mit auf Reisen nimmst und unterwegs zum Sichern deiner Speicherkarten nutzt. Genau das funktioniert hier auch sehr gut.

Gerade das SD- und CFexpress-Backup „on the Go“ ist praktisch gelöst. Karte rein, kurz am Display bestätigen, fertig. Kein Notebook, kein Kartenleser, kein Kabelsalat. Mit rund 130 MB/s läuft der Vorgang auch flott genug, und der Akku hält mit ca. 6 Stunden lange genug durch. Für reisende Fotografen ist das ein echter Mehrwert.

Auch das Konzept mit dem Dock gefällt mir gut! Unterwegs nutzt du das PA100 Pro portabel über WLAN, zuhause steckst du es ins Dock und hast plötzlich 2,5-Gbit-LAN und einen zweiten NVMe-Slot, auf den deine Daten automatisch gespiegelt werden können. Das ist clever gedacht. Für mich ist das Dock allerdings kein „optionales“ Zubehör, sondern Pflicht. Ohne dieses fehlt dem System schlicht ein wichtiger Teil.

Ebenfalls stark, die wechselbaren 18650-Zellen. Ein Akku, der nach ein paar Jahren nachlässt, ist hier kein Grund, das Gerät zu entsorgen. So sollte das immer gelöst sein!

Wo ich Kritik habe

Die Performance ist nicht furchtbar, aber eben auch nicht optimal. Der RK3568B2 liegt auf dem Niveau eines Raspberry Pi 4, und das merkst du an einigen Stellen. Die Netzwerk-Datenrate reizte bei mir mit 140-160 MB/s lesend und 110-130 MB/s schreibend die 2,5-Gbit-Leitung nicht aus. StationPC wirbt hier mit 280 MB/s, diese Werte konnte ich nicht reproduzieren. Auch der USB-SSD-Modus ist mit 60-85 MB/s eher schwach für ein NVMe-basiertes System.

Der zweite Punkt ist der einzelne M.2-Slot im Gerät selbst. Geht diese SSD kaputt, sind alle Daten weg. Solange du zusätzlich das Dock mit einer zweiten SSD nutzt oder in die Cloud sicherst, ist das entschärft. Unterwegs hast du aber erstmal nur diese eine Kopie, plus deine Speicherkarte.

Softwareseitig ist die App gelungen und funktionierte bei mir problemlos, inklusive Remote-Zugriff. Einen App Store gibt es nicht, dafür ist Docker an Bord, was den Punkt zumindest teilweise auffängt.

Für wen ist das PA100 Pro?

Grundsätzlich kann das System in einem gewissen Rahmen auch ein reguläres NAS ersetzen. Im Dock mit 2,5-Gbit-LAN, Foto-App, Backup-Tool und Docker deckt es die typischen Aufgaben ab.

Für mich ist es aber in erster Linie kein NAS-Ersatz, sondern ein Zusatz-Tool für reisende Fotografen. Wenn du regelmäßig unterwegs bist und deine Karten sicher „abladen“ willst, ohne jedes Mal den Laptop aufzuklappen, dann ist das PA100 Pro eine sehr interessante Lösung. Suchst du dagegen ein klassisches NAS für zuhause, bekommst du für das Geld mehr Leistung und mehr Speicher-Optionen bei anderen Modellen.

Dreame P-Wind10 im Test: Klimaanlage mit App-Steuerung

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Dreame hat sein Produkt-Ökosystem weit über nur Saugroboter hinweg ausgebaut. Neben Küchengroßgeräten und Waschmaschinen bietet Dreame auch eine Klimaanlage an.

In der aktuellen Hitzewelle / Sommer könnte nun der ein oder andere mit dieser liebäugeln.

Aber wie gut ist die Dreame P-Wind10 Mobile Klimaanlage? Mit einem Preis von 359 € ist diese auf den ersten Blick sehr interessant!

Wollen wir uns die Dreame P-Wind10 doch einmal im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Dreame für das Zurverfügungstellen der Klimaanlage für diesen Test.

 

Die Dreame P-Wind10 im Test

Bei der Dreame P-Wind10 handelt es sich um eine „Mobile“ Klimaanlage. Mobil muss hier allerdings in Anführungszeichen gesetzt werden.

So haben wir hier eine klassische Monoblock-Klimaanlage, welche du auf Rollen verschieben kannst. Hierdurch ist ein Fahren der Klimaanlage von Raum zu Raum durchaus möglich, aber mit 285 x 305 x 700 mm von wirklich „Mobil“ zu sprechen ist so eine Sache. Das ist keine Wohnwagen-Klimaanlage.

In der Praxis wirst du diese im Sommer vermutlich „fest“ aufstellen an der gewünschten Position und sie im Winter in eine Ecke rollen. Für mich passt das soweit auch, denn mit 9000 bzw. 7000 BTU Leistung hat diese auch etwas mehr Power als richtig portable/mobile Klimaanlagen.

Dabei ist das Design der Dreame P-Wind10 schlicht, schick und hochwertig! Hier habe ich absolut nichts zu bemängeln. Ebenso funktioniert die Steuerung über das kleine Display und die Touch-Tasten gut.

Neben der Steuerung direkt am Gerät lässt sich die Dreame P-Wind10 auch über das Smartphone steuern, wie auch über eine recht gute beiliegende Fernbedienung.

 

Abluftschlauch bedenken!

Wie alle echten Klimaanlagen hat auch die Dreame P-Wind10 einen Abluftschlauch. Über diesen wird warme Luft nach draußen befördert.

Dieser ist 1,5 Meter lang und zwingend erforderlich! Hast du eine „Klimaanlage“ ohne Abluftschlauch, die kein Split-Gerät ist, ist diese vermutlich Fake.

Im besten Fall solltest du versuchen, dein Fenster so gut wie möglich zu isolieren, also nicht einfach offen stehen lassen mit dem Schlauch raushängend.

Dreame legt hier eine Blende bei, welche allerdings primär für US-Fenster gemacht ist, die von oben nach unten öffnen. Unsere Kipp-/seitlich öffnenden Fenster lassen sich damit nicht „isolieren“.

Hast du Rollladen, dann funktioniert diese beiliegende unter Umständen, unten einfach zwischen die Rollladen klemmen. Ist dies aber keine Option, musst du kreativ werden und dir eventuell ein gesondertes Set für Abluftschläuche kaufen.

 

Kondenswasser

Ein anderer Punkt ist Kondenswasser. Bei Klimaanlagen entsteht immer Kondenswasser. Hier liegt auch ein Ablaufschlauch bei.

Allerdings im normalen Betrieb als Klimaanlage ist das egal, hier verdampft die P-Wind10 das Wasser und befördert es über den Abluftschlauch nach draußen.

 

Entfeuchter

Die P-Wind10 bringt aber auch eine Entfeuchter-Funktion mit. Bei dieser musst du dann den Schlauch nutzen, um Wasser abzulassen.

 

Kühlleistung, es ist schwierig

Grundsätzlich bringt die Dreame P-Wind10 eine Kühlleistung von 7.000 BTU mit. Laut Dreame reicht dies für +- 25 m².

Mein Plan war es ursprünglich, zu messen, wie sich die Temperatur in einem Raum verändert, während die Klimaanlage läuft.

Allerdings ist es hier praktisch unmöglich, reproduzierbare Werte zu erzeugen, denn wir haben so viele Faktoren, welche die „effektive“ Kühlleistung beeinflussen.

  1. Außentemperatur, bei 40 Grad tut sich die Dreame P-Wind10 schwerer als bei 25 Grad
  2. Isolierung des Raums, eine Dachgeschosswohnung ist deutlich schwerer zu kühlen als ein Keller.
  3. Wird warme Luft angesaugt? Unterdruckproblem bei Monoblock-Klimaanlagen.

Mein Schlafzimmer, ca. 20 m², schafft die Klimaanlage bei 34+ Grad Außentemperatur auf 23-24 Grad zu stabilisieren bzw. mit geschlossenen Türen sinkt die Temperatur um ca. 0,5 Grad unter diesen Wert pro Stunde.

Ist die Schlafzimmertür offen (restliche Wohnung ca. 27-28 Grad), verharrt die Temperatur auf ca. 23-24 Grad.

Kurzum, ja, die Dreame P-Wind10 reicht für den Sommer und einen +- 20 m² Raum aus, denkst du aber daran, eine offene Wohnung mit dieser effektiv zu kühlen, wirst du enttäuscht. Natürlich bleibt der Luftstrom der Klimaanlage kühl und sehr angenehm, aber eine permanente Auswirkung auf die Raumtemperatur gibt es bei großen offenen Räumen mit 7000 BTU nicht.

 

Unterdruck bedenken!

Monoblock- bzw. portable Klimageräte haben einen großen Nachteil. Diese erzeugen einen Unterdruck im Raum.

Dieser ist nicht gefährlich, aber sorgt dafür, dass Luft von außen in den Raum gesaugt wird, ob nun durch offene Türen oder durch das Fenster mit Abluftschlauch.

Heißt, wir saugen wieder warme Luft in den Raum, was die Effektivität dieser Klimageräte reduziert, verglichen mit Split-Klimaanlagen.

 

App-Anbindung

Das Spannende bei der Dreame P-Wind10 ist die App-Anbindung. So ist in der Klimaanlage WLAN integriert.

Hierdurch kannst du diese in dein Heimnetz und die Dreame-App integrieren. Warum macht das Sinn?

Du kannst hierdurch die Klimaanlage von unterwegs steuern! Deine Arbeit ist zu Ende und du machst dich auf den Weg nach Hause? Dann kannst du kurz die Klimaanlage starten, sodass deine Wohnung schon leicht gekühlt ist, wenn du ankommst, ohne dass die Klimaanlage den ganzen Tag laufen musste.

Ansonsten bietet die App alle Funktionen, die du auch am Gerät selbst findest. In dem Sinne nichts „Außergewöhnliches“, aber es ist praktisch, die Klimaanlage aus der Ferne zu steuern und solltest du bereits im Dreame-Ökosystem unterwegs sein, ist es nett, nicht noch eine App zu haben, sondern diese aus der gleichen zu steuern wie z. B. deinen Saugroboter, Mähroboter usw.

 

Die Lautstärke

So weit, so gut, leider kommt nun aber mein größter Kritikpunkt an der Dreame P-Wind10, die Lautstärke.

Leider besitzt die Dreame P-Wind10 nur 2 Stufen! Ich war hier auch überrascht, aber die Leistung/Lüfterlautstärke lässt sich wirklich nur in 2 Stufen steuern.

  • Stufe 1: stark und laut
  • Stufe 2: sehr stark und sehr laut

In beiden Stufen hat die Dreame P-Wind10 einen vergleichsweise hohen Luftdurchsatz. Allerdings ist die Klimaanlage auf beiden Stufen auch sehr deutlich zu hören. Auf Stufe 2 würde ich sie sogar als laut bezeichnen, als würde ein Staubsauger permanent laufen.

Die Lautstärke ist für eine Klimaanlage nicht außergewöhnlich, ganz im Gegenteil, aber sie ist auch nicht besonders leise. Ich hätte mir hier einfach noch mehr Leistungsstufen gewünscht.

 

Stromverbrauch

Bei einer Klimaanlage ist der Stromverbrauch ein nicht ganz unwichtiger Punkt.

Im Betrieb als Klimaanlage ist der Stromverbrauch der Dreame P-Wind10 sehr konstant, sofern nicht die Zieltemperatur erreicht wurde.

So kannst du mit einem konstanten Verbrauch von +- 810 W rechnen.

Wird die Zieltemperatur erreicht, sinkt der Verbrauch auf 130 W, wenn der Kompressor nicht läuft. Selbigen Verbrauch haben wir auch, wenn die Klimaanlage im „Lüfter“-Modus ist.

+- 810 W im Klimaanlagen-Betrieb ist OK, das passt für ein Modell mit dieser Leistung.

+- 130 W (auf maximaler Lüftergeschwindigkeit) bzw. 116 W (auf niedriger Lüftergeschwindigkeit) im Nur-Kühlen-Modus ist hingegen sehr hoch! Hier bist du mit einem Ventilator besser bedient.

 

Fazit

Die Dreame P-Wind10 hinterlässt im Test einen soliden Gesamteindruck. Du bekommst hier eine typische Monoblock-Klimaanlage, wie sie am Markt in ähnlicher Form von diversen Herstellern angeboten wird. Design, Verarbeitung und Kühlleistung bewegen sich auf einem guten Niveau.

Mit 7.000 BTU reicht die P-Wind10 für einen Raum von rund 20 m² absolut aus. In meinem Schlafzimmer konnte diese die Temperatur bei 34+ Grad Außentemperatur zuverlässig auf angenehme 23-24 Grad stabilisieren. Klar, das typische Monoblock-Problem des Unterdrucks bleibt bestehen, und wer eine ganze offene Wohnung effektiv kühlen möchte, wird mit dieser Leistungsklasse nicht glücklich. Das ist aber keine Kritik direkt an der Dreame, sondern gilt für alle Portable-Klimaanlagen in diesem Segment.

Zwei Punkte trüben das Bild allerdings etwas. Zum einen die Lautstärke: Mit nur zwei Lüfterstufen, die beide deutlich zu hören sind, hätte ich mir hier mehr Feinabstimmung gewünscht. Zum anderen der recht hohe Verbrauch im reinen Lüfter-Modus von rund 130 W, hier bist du mit einem klassischen Ventilator schlichtweg besser bedient.

Das eigentlich Besondere an der Dreame P-Wind10 ist die App-Anbindung. Bist du bereits im Dreame-Ökosystem unterwegs, sei es mit Saugroboter, Mähroboter oder anderen Geräten des Herstellers, dann ist die Integration in die gleiche App ein echter Mehrwert. Du kannst die Klimaanlage bequem aus der Ferne steuern und so zum Beispiel deine Wohnung vorkühlen, bevor du von der Arbeit nach Hause kommst. Genau hier setzt sich die P-Wind10 dann doch spürbar von der klassischen Baumarkt-Konkurrenz ab.

Unterm Strich ist die Dreame P-Wind10 eine solide Monoblock-Klimaanlage zu einem fairen Preis von 359 €. Wer eine klassische Portable-Klimaanlage sucht und Wert auf eine ordentliche App-Steuerung legt, insbesondere im Dreame-Ökosystem, macht mit dieser nichts falsch. Suchst du hingegen die leiseste oder effizienteste Klimaanlage am Markt, oder willst gleich eine ganze Wohnung kühlen, solltest du eher in Richtung Split-Klimaanlage schauen.

DWARFLab mini Smart-Teleskop im Test: Astrofotografie per App für 429 €

Das Beobachten von Sternen und Planeten ist etwas Faszinierendes! Leider ist dies mit bloßen Augen kaum möglich und auch das Fotografieren von Sternen, Nebeln usw. ist mit normaler Ausrüstung kaum gut machbar.

Hier gibt es aber etwas extrem Cooles, das DWARFLab mini Smart-Teleskop. Bei diesem handelt es sich im Kern um eine Kombination aus Kamera und Teleskop.

Dieses ist motorisiert und kann sich automatisch auf Sterne, Nebel, Planeten usw. ausrichten. Gesteuert wird das Ganze über dein Smartphone.

Entsprechend ist auch das Erstellen von Bildern möglich. Dank des Motors kann das DWARFLab mini auch die Himmelskörper automatisch tracken, für Langzeitaufnahmen!

Klingt doch spannend! Aber wie gut funktioniert es in der Praxis und wie gut sind die Aufnahmen?

Finden wir es im Test heraus!

 

DWARFLab mini Smart-Teleskop

Auf den ersten Blick sieht das DWARFLab mini weniger aus wie ein Teleskop. So ist dieses ein ca. 100 x 184 x 61 mm großes „Ei“, das 840 g wiegt.

Der eigentliche Teleskop-Teil wird erst bei der Nutzung ausgeklappt. Dabei ist das Design des DWARFLab mini wirklich sehr gelungen! Dieses ist schick und hochwertig! Hier war ich echt beeindruckt.

Am Teleskop selbst gibt es nur eine Taste und ein paar Status-LEDs. Alle Einstellungen werden über die App getätigt.

 

Integrierter Akku

Im DWARFLab mini steckt ein 7000 mAh großer Akku. Dieser kann die Kamera +- 4 Stunden lang betreiben.

Sollte dies nicht ausreichen, kannst du die Kamera auch parallel via USB-C an z. B. einer Powerbank laden. So habe ich dies bei längeren Aufnahmen auch zur Sicherheit einfach gemacht.

 

Verbindung via Bluetooth und WLAN

Um eine Verbindung mit deinem Smartphone herzustellen, nutzt das DWARFLab mini erst einmal Bluetooth, wechselt dann aber auf eine Punkt-zu-Punkt-WLAN-Verbindung.

Du brauchst hier kein bestehendes WLAN! Das DWARFLab mini spielt hier WLAN-Hotspot.

 

Mit Motoren

Ein wichtiger Punkt bei der DWARFLab mini sind die integrierten Motoren. So kann sich das Teleskop selbstständig frei drehen und schwenken.

Dies ist essenziell für die Astro-Tracker-Funktion.

 

Zwei Kameras

Die DWARFLab mini verfügt genau genommen über zwei Kamera-Sensoren. Neben dem eigentlichen Teleskop haben wir noch eine Weitwinkelkamera.

Diese ist weniger für eigentliche Fotos gedacht/gemacht, sondern soll als Hilfe für die Ausrichtung dienen.

 

Eine extrem umfangreiche App!

Die DWARFLab-App ist toll! Diese ist extrem umfangreich und auch sehr hochwertig gemacht!

Allerdings ist die App hierdurch auch sehr komplex! Hier wirst du eine Weile brauchen, um alle Funktionen zu finden und allgemein mit dieser vertraut zu sein. Selbst ich, der technisch eigentlich recht begabt ist, war am Anfang etwas verloren.

Bist du mit der App aber erst einmal vertraut, ist diese sehr mächtig! So kannst du beispielsweise Himmelskörper in einer Liste auswählen und das Teleskop richtet sich automatisch auf diese aus.

Zum Fotografieren gibt es einen Automatik-Modus, in welchem die Kamera Belichtungszeit, Anzahl an Bildern, die gestackt werden, usw. selbst festlegt. Es gibt aber auch einen manuellen Modus, in welchem du frei alle Parameter anpassen kannst.

Anschließend gibt es in der App auch einen kompletten Bereich für das Verarbeiten und Bearbeiten der Bilder. Du kannst diese aber auch komplett unbearbeitet und „roh“ exportieren.

 

Ausrichtung, erst trickreich, dann automatisch

Ein wichtiger Punkt beim DWARFLab mini ist die Ausrichtung. Damit das Smart-Teleskop automatisch Sterne usw. finden und auch tracken kann, muss dieses einmal ausgerichtet und kalibriert werden.

Hierfür benötigst du ein Stativ, welches ein genaues Winkeln und Ausrichten erlaubt. Die App hilft dir hier ein Stück weit, aber ein Winkelmesser und Kompass ist hilfreich.

Ist das DWARFLab mini so einmal ausgerichtet, funktioniert der Rest praktisch automatisch. Du kannst in der App Sterne, Planeten, Nebel usw. auswählen und das Teleskop richtet sich auf diese automatisch und auch sehr zuverlässig aus! Ebenso kann das Teleskop die gewählten Objekte auch über Stunden hinweg zuverlässig verfolgen, vollautomatisch! Dies klappt natürlich nur so lange, wie diese am Himmel sichtbar sind.

Es gibt auch einen Modus, wo sich das Teleskop versucht, komplett selbst auszurichten bzw. zu erkennen, was es gerade sieht, anhand der Sterne am Himmel. Funktioniert nicht immer, aber manchmal und ist deutlich einfacher als diese manuelle Ausrichtung.

 

Wie hoch ist die Bildqualität?

Bei der Bildqualität wird es schwierig. Betrachte zunächst ein paar Testaufnahmen, die ich getätigt habe:

Grundsätzlich finde ich, dass diese schon beeindruckend sind. Schauen wir uns jetzt aber einmal die technischen Daten an:

  • 1016 mm Brennweite
  • Sony IMX662
  • 1/2.8″ Sensor
  • 2.9 µm Pixelgröße
  • 2.07 MP

Der dicke Kritikpunkt ist die Auflösung. Wir haben hier „nur“ Full HD, also +- 2 Megapixel. Völlig ausreichend, um die Bilder am Smartphone zu betrachten, aber wir haben hier 0 Spielraum für einen weiteren digitalen Zoom, und auch Posterdrucke wirst du hier nicht machen.

Was ist aber dieser Sony IMX662 Sensor? Irgendwas Altes und technisch Schlechtes? Nein!

Beim IMX662 handelt es sich um einen Sensor aus Sonys Starvis-2-Serie. Diese sind auf maximale Low-Light-Performance getrimmt, aber halt eigentlich für Überwachungskameras gedacht.

An sich keine schlechte Wahl, es ist grundsätzlich ein guter Sensor mit hoher Low-Light-Performance, was bei einem Astro-Teleskop begrüßenswert ist, nur halt die Auflösung ist dünn.

 

Live View

In der App hast du natürlich einen Live View, was das Teleskop sieht. Allerdings ist dieser Live View sehr unspektakulär! Das Bild ist recht unscharf.

Die gute Bildqualität kommt erst durch die hohe Belichtungszeit bei Bildern und das Stacken mehrerer Aufnahmen.

Zum „Live“-Beobachten von Sternen usw. ist ein herkömmliches Teleskop besser. Das DWARFLab mini ist wirklich für Fotos gemacht.

 

Viel Post-Processing!

Das DWARFLab mini trackt Himmelskörper für klare Aufnahmen über mehrere Stunden hinweg! Dabei werden Hunderte Aufnahmen gemacht, welche dann von dem Teleskop über die App zusammengerechnet werden.

Dieses Zusammenrechnen dauert eine Weile, wird aber überzeugend gemacht.

Hinzu kommen weitere Nachbearbeitungs-Features. So kannst du das Bild entrauschen (sinnvoll und gut gemacht), wie aber auch Sterne „reduzieren“. Klingt im ersten Moment kontraproduktiv, aber gerade, wenn du primär Nebel oder ferne Galaxien fotografieren willst, absolut sinnvoll und macht qualitativ einen großen Unterschied.

Einige dieser Features nutzen allerdings „die Cloud“ (kostenfrei).

 

Auch bei Tag und für die Sonne

Du kannst mit dem DWARFLab mini nicht nur Sterne beobachten, du kannst dieses auch ohne Einschränkungen bei Tag nutzen, für Aufnahmen mit rund 1000 mm Brennweite.

Es ist auch möglich, Aufnahmen von der Sonne zu tätigen, hierfür musst du aber einen beiliegenden ND-Filter nutzen, um den Sensor nicht zu beschädigen.

 

Du brauchst Zeit

Wichtig, du brauchst beim DWARFLab mini Zeit! Damit die Bilder richtig gut werden, müssen viele Aufnahmen gemacht werden, die dann am Ende zusammengerechnet werden.

Theoretisch kann das DWARFLab mini bis zu 999 Aufnahmen mit jeweils 90 s Belichtungszeit erstellen.

Praktisch ist so viel nicht nötig für gute Bilder, aber du musst schon damit rechnen, dass eine gute Aufnahme eines Nebels 1-4 Stunden dauern kann. In dieser Zeit musst du aber nicht zwingend neben dem Teleskop stehen.

Ich habe dieses bei mir auf die Terrasse gestellt und „sein Ding“ machen lassen. Nach ein paar Stunden habe ich es dann eingesammelt.

 

Fazit

Das DWARFLab mini Smart-Teleskop hat mich echt begeistert! Hier bekommst du für 429 € ein wirklich cleveres Stück Technik, das dir die Astrofotografie so einfach macht wie kaum ein anderes Gerät.

Stark vereinfacht gesagt, du stellst das Teleskop raus, richtest es einmal aus, wählst in der App deinen Himmelskörper, und der Rest passiert vollautomatisch. Das Tracking über Stunden hinweg funktioniert zuverlässig, die App ist mächtig (wenn auch anfangs komplex) und die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen. Dazu kommt das schicke, hochwertige Design und ein Akku, der dich rund 4 Stunden durch die Nacht bringt.

Der einzige echte Wermutstropfen ist die Auflösung. Mit „nur“ Full HD bzw. rund 2 Megapixel hast du keinerlei Spielraum für digitalen Zoom oder Posterdrucke. Für die Betrachtung am Smartphone und zum Teilen reicht es aber völlig aus und der Sony IMX662 punktet dafür mit seiner starken Low-Light-Performance, die bei einem Astro-Teleskop genau das ist, was du willst.

Unterm Strich: Wenn du in die Astrofotografie einsteigen willst, ohne dich mit teurer, komplizierter Ausrüstung herumzuschlagen, ist das DWARFLab mini eine klare Empfehlung. Für 429 € bekommst du hier verdammt viel Teleskop fürs Geld – die schwache Auflösung solltest du nur im Hinterkopf behalten.

Apple MacBook Air 13″ M5 im Test: Die bessere Alternative zum MacBook Neo?

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Apple hat den Notebook-Markt mit dem MacBook Neo aufgemischt. Nicht, weil das Neo das beste Notebook aller Zeiten ist, sondern weil es für rund 700 € sehr vernünftige Hardware liefert. Preis/Leistung ist normalerweise ein Punkt, den wir bei Apple eher weniger erwarten.

Allerdings gibt es im Schatten des Neo ein MacBook, das für viele Nutzer vielleicht sogar noch interessanter sein könnte: das MacBook Air M5.

Das Air M5 ist zwar leider durch diverse Preissteigerungen etwas teurer geworden, ist aber weiter mit 1200 – 1300 € für Apple-Verhältnisse recht bezahlbar. Dabei bietet dieses den doppelten Arbeitsspeicher, die doppelte Speicherkapazität und ist halt nicht das „Spar“-Notebook.

Wollen wir uns einmal im Test ansehen, ob das Air M5 ein guter und vielleicht sogar besserer Deal ist als das Neo!

 

Das Apple MacBook Air 13″ M5 im Test

Eines der traditionell starken Features des MacBook Air sind die Abmessungen. So misst das Notebook in der Dicke gerade einmal 11,3 mm. Damit ist dieses extrem dünn!

Das Gewicht liegt bei 1,23 kg, was soweit OK ist. Allerdings ist damit das Air trotz des Namens kein absolutes Leichtgewicht. Wie leicht es wirklich geht, zeigt zum Beispiel das LG Gram 14.

Zum Vergleich:

max Dicke mm Gewicht in Kg
Apple MacBook Air M5 11,3 1,23
Geekom GeekBook X14 Pro 12,0 1,00
Apple MacBook Neo 12,7 1,23
Dell XPS 13 2026 12,7 1,00
ASUS ZenBook S14 12,9 1,20
Dell XPS 14 2026 14,6 1,36
ASUS ZenBook 14 14,9 1,28
Apple MacBook Pro 14.2″ M5 15,5 1,55
Lenovo ThinkBook 14x ILL 15,6 0,99
Honor MagicBook Pro 14 (2025) 16,9 1,39

 

Wenn du etwas suchst, wirst du Notebooks finden, die leichter sind als das Air, dünnere Notebooks hingegen sind sehr selten!

Das vergleichsweise hohe Gewicht liegt natürlich an der Materialwahl und der Verarbeitungsqualität. Das Air ist Apple-typisch komplett aus Metall gefertigt und wirkt trotz der geringen Dicke erfreulich stabil und „robust“.

Spaltmaße und Details der Verarbeitung sind dabei tadellos. Das Air ist hier mit das Beste, was du am Markt bekommen kannst!

Ist die Verarbeitungsqualität deutlich besser als beim Neo? Das Air fühlt sich einen Hauch hochwertiger an, aber die Unterschiede sind am Ende doch als gering zu bezeichnen, was auch für das MacBook Neo spricht.

 

Anschlüsse

Bei den Anschlüssen des Air M5 wird es etwas dünn.

  • 2x USB 4 / Thunderbolt 4
  • 1x 3,5 mm Headset-Anschluss
  • 1x Apple MagSafe 3

Die Anschluss-Ausstattung des Air M5 ist zwar nicht großzügig, aber „akzeptabel“. So haben wir zwar nur 2x USB C, aber beide USB C Ports sind Thunderbolt 4 bzw. USB 4 Ports, sind also zu 40 Gbit, Monitor Out usw. in der Lage. Ein Thunderbolt Dock gleicht die knappe Port-Auswahl am Schreibtisch aber gut aus.

Du kannst zwar die USB C Ports auch zum Laden des Notebooks nutzen, musst es aber nicht, denn wir haben auch noch den magnetischen Apple MagSafe 3 Anschluss.

Mit im Lieferumfang des MacBook Air liegt zwar kein Netzteil, aber immerhin ein 3 Meter langes MagSafe 3 Kabel in passender Farbe. Welches Ladegerät sinnvoll ist, habe ich in einem eigenen Artikel zum Laden des MacBook Air geklärt – Empfehlungen findest du auch in meiner Bestenliste der besten USB Ladegeräte.

 

Das Display

Zwar nennt Apple das MacBook Air M5 „13“, aber mit 13,6 Zoll ist das Display dichter an 14 Zoll. Dies in Kombination mit Apples etwas wildem 20:13 Format lässt das Display merklich größer erscheinen, als du es von einem typischen 13 Zoll Vertreter vielleicht erwarten würdest.

  • 13,6 Zoll
  • 2560 x 1664 Pixel
  • 225 ppi
  • 60 Hz
  • IPS
  • 500 cd/m²

Dabei ist die Auflösung mit 2560 x 1664 großzügig, genau wie die von Apple beworbene maximale Helligkeit von 500 cd/m². 60 Hz sind soweit OK, aber „Standard“.

In der Praxis sieht das Display sehr gut aus! Es ist scharf, hell und Farben wirken wunderbar klar und brillant. Schauen wir aber auf die Messwerte:

  • 100 % sRGB
  • 85 % AdobeRGB
  • 96 % DCI-P3
  • 541 cd/m²
  • 1320:1

Dies sind tadellose Werte, welche das Display auch für Fotografen absolut geeignet machen. Damit ist das Display auch ein gutes Stück besser als das des MacBook Neo.

Dank der sehr hohen Helligkeit von 541 cd/m² ist das Notebook trotz des spiegelnden Displays auch Outdoor nutzbar.

 

Tastatur und Trackpad

Das Trackpad des Air M5 ist perfekt! Es ist groß, fühlt sich sehr gut am Finger an. Wir haben hier zwar kein Solid State Design, aber das hat mich 0 gestört. Viel besser geht es einfach nicht!

Auch die Tastatur ist absolut gelungen. Das Tippgefühl ist dicht an perfekt! Also auch für Vielschreiber ist das ein hervorragendes Notebook, auch wenn ich bei der Tastatur noch minimal Luft nach oben sehe. Hier habe ich schon Modelle von Dell und Lenovo gehabt, die minimal besser sind.

Aber das ist Meckern auf einem sehr hohen Level. Erfreulicherweise hat die Tastatur auch eine Beleuchtung, im Gegensatz zum Neo.

 

Die Lautsprecher

Apple kann absolut herausragende Lautsprecher bauen! Es ist oftmals einfach beeindruckend, was Apple aus den Lautsprechern in einem Notebook herausholt.

Allerdings hat Apple beim Air Platz-Probleme. So sind die Lautsprecher im Display-Scharnier versteckt. Diese spielen gegen den Monitor, welcher dann den Klang reflektiert. Daher bleibt der Klang gleich, egal wie der Untergrund aussieht.

Klanglich ist das Air 13 M5 gut, aber auch nicht überragend. Dieses wird ausreichend laut und die Lautsprecher sind wunderbar klar und brillant. Allerdings haben wir relativ wenig „Klang-Volumen“.

Ein MacBook Pro klingt signifikant kräftiger und voller. Auch das Neo hat einen Tick mehr „Klang-Volumen“, klingt aber nicht ganz so brillant.

Unterm Strich sind die Lautsprecher des Air ganz klar überdurchschnittlich, aber auch nicht überragend.

 

Der Apple M5 im Air

Apple setzt im Air M5, wie schon im Namen erwähnt, auf seinen eigenen „M5“ Prozessor, welchen wir z. B. aus dem großen MacBook Pro kennen.

  • 10 Core CPU
  • 4x Everest Gen4 „Super“ (4,61 GHz)
  • 6x Sawtooth Gen4 „Efficiency“ (3,05 GHz)
  • TSMC N3P

Zwar handelt es sich hier grundsätzlich um den gleichen „M5“ Chip wie im MacBook Pro, allerdings gibt es einen großen Unterschied.

Das MacBook Air M5 ist passiv gekühlt! Ja, das Notebook hat keinen Lüfter. Das führt aber auch dazu, dass der Prozessor vergleichsweise heiß läuft, gerade unter konstanter Last, was wiederum dazu führt, dass sich das Notebook verglichen mit dem MacBook Pro drosselt.

MacBook Air und MacBook Pro haben also grundsätzlich den gleichen Prozessor, aber durch die Kühlung ist das Pro bei konstanter Last ein Stück schneller.

Verglichen mit dem MacBook Neo ist der M5 natürlich ein gutes Stück flotter als der Smartphone-Prozessor, der im Neo genutzt wird. Das dicke Ding ist aber eher der Arbeitsspeicher!

  • Mindestens 16 GB RAM
  • Mindestens 512 GB SSD

Das MacBook Air hat in allen Versionen mit mindestens 16 GB den doppelten Arbeitsspeicher des Neo. Auch die SSD ist mit 512 GB etwas großzügiger als beim Base Neo.

Die 16 GB RAM sind verglichen mit den 8 GB des Neo auch durchaus spürbar im Alltag. Nicht, wenn du nur 1-2 Fenster offen hast, aber wenn du z. B. X Tabs im Browser + Office + Spotify usw. öffnest oder bei Foto-/Video-Bearbeitung sind die 16 GB klar im Vorteil.

Bei sehr intensiver Nutzung von z. B. Photoshop oder anderen professionellen Tools empfiehlt sich sogar ein Upgrade des Arbeitsspeichers auf 24 oder 32 GB. Dies musst du allerdings bereits bei der Bestellung erledigen, spätere Upgrades sind Apple-typisch nicht möglich.

Aber wie steht es um die Leistung?

Erfreulicherweise sehr gut! Der M5 bietet eine herausragende Single Core Leistung (die so ziemlich beste am Markt), weshalb Alltagsanwendungen auch sehr reaktionsschnell und flüssig laufen.

Ja, bei hohen Multi-Core-Lasten lässt das Air etwas Federn, bleibt aber auf einem sehr hohen Niveau. Gerade wenn wir die passive Kühlung bedenken, ist das beeindruckend!

Sofern dir also nicht der RAM oder Speicher ausgeht, ist das Air 13 M5 auch für Foto- und Video-Bearbeitung absolut geeignet.

 

Kein Lüfter = kein Lärm

Das MacBook Air M5 besitzt KEINEN Lüfter. Entsprechend ist das Notebook selbst bei intensiver Nutzung komplett leise.

 

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit des MacBook Air M5 ist ein Highlight! Die Kombination aus sehr energieeffizientem M5 Prozessor und dem 54 Wh großen Akku sorgte in meinem Test für Laufzeiten im Bereich 10 – 16 Stunden!

16 Stunden erreichen wir bei etwas gedimmtem Display und reduzierten Hintergrund-Anwendungen, ist aber im Alltag realistisch zu erreichen.

Im Bereich 10 Stunden landen wir bei hoher Display-Helligkeit und einer etwas „aggressiveren“ Nutzung.

Praktisch kannst du davon ausgehen, dass das Air ca. 2-4 Stunden mehr Laufzeit bietet als das MacBook Neo.

 

Fazit

Das Fazit zum Apple MacBook Air 13″ M5 fällt mir leicht! Apple hat hier ein hervorragendes Notebook auf den Markt gebracht, welches nahezu die perfekte Wahl für Office, Web, Reisen und auch Foto- und Video-Bearbeitung ist.

So haben wir hier ein extrem dünnes Notebook mit einem herausragenden Metall-Gehäuse und Apple-typisch tadelloser Verarbeitung. Das Display ist mit 100 % sRGB, 96 % DCI-P3 und über 540 cd/m² auch für Fotografen absolut geeignet und dank der hohen Helligkeit sogar Outdoor gut nutzbar.

Auch die Kombination aus dem hervorragenden M5 Prozessor, 16 GB RAM und 512 GB SSD als Basis-Konfiguration ist ein großer Pluspunkt gegenüber dem MacBook Neo. Gerade wenn du mehrere Anwendungen parallel nutzt, viel im Browser arbeitest oder Foto- und Video-Bearbeitung betreibst, wirst du die 16 GB RAM sehr zu schätzen wissen. Hinzu kommt eine wirklich beeindruckende Akkulaufzeit von 10 – 16 Stunden und eine komplett lautlose Nutzung dank passiver Kühlung.

Ganz ohne Kritik geht es aber auch beim Air M5 nicht. So sind wir zwar mit rund 1200 – 1300 € für Apple-Verhältnisse noch im „bezahlbaren“ Bereich, günstig ist das Air aber trotzdem nicht mehr. Erfreulicherweise hat Apple die Preise verglichen mit vielen Windows-Herstellern aber moderater angehoben, sodass das Air M5 im Vergleich zu ähnlich ausgestatteten Premium-Notebooks von Dell, HP und Co. sogar oft der günstigere Deal ist, danke „Speicherkrise“ … Wer die absolut höchste Dauer-Leistung braucht, sollte allerdings eher zum MacBook Pro greifen, da sich das Air unter konstanter Last durch die passive Kühlung etwas drosselt. Zudem musst du dich beim RAM- und Speicher-Upgrade bereits bei der Bestellung festlegen, da spätere Upgrades Apple-typisch nicht möglich sind.

Unterm Strich ist das Apple MacBook Air 13″ M5 für mich die spannendere Wahl gegenüber dem MacBook Neo, sofern dir der Aufpreis nicht wehtut. Du bekommst das bessere Display, den doppelten Arbeitsspeicher, die doppelte SSD, die längere Akkulaufzeit und die bessere Tastatur mit Beleuchtung. Für die meisten Nutzer ist das Air M5 damit das „rundere“ Gesamtpaket, welches auch langlebiger sein wird.

Apple MacBook Air 13" M5
Positiv
Extrem dünnes und hochwertiges Metall-Gehäuse (11,3 mm)
Tadellose Verarbeitungsqualität und Spaltmaße
Hervorragendes Display (100 % sRGB, 96 % DCI-P3, 541 cd/m²)
Auch Outdoor gut nutzbar
Perfektes Trackpad
Sehr gute, beleuchtete Tastatur
2x Thunderbolt 4 / USB 4 + zusätzlicher MagSafe 3
Herausragende Single-Core-Leistung des M5
16 GB RAM und 512 GB SSD als Basis
Sehr lange Akkulaufzeit (10 - 16 Stunden)
Negativ
Für ein „Air“ mit 1,23 kg kein absolutes Leichtgewicht
Nur 2x USB-C-Ports
Kein Netzteil im Lieferumfang
Lautsprecher gut, aber ohne großes Klang-Volumen
RAM und SSD nicht nachträglich aufrüstbar
90

Shelly Camera im Test: Günstige Überwachungskamera aus Europa – ohne Cloud-Zwang, mit RTSP & MQTT

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Shelly hat endlich eine Überwachungskamera auf den Markt gebracht. Diese nennen sie einfach „Shelly Camera“.

Die Shelly Camera wird dabei zu einem recht aggressiven Preis von nur 40€ angeboten. Dies von einem europäischen Hersteller mit europäischer Server-Infrastruktur ist schon eine Ansage!

Aber was kann die Shelly Camera? Welche Funktionen werden mitgebracht? Wie bindet sich die Kamera in dein Netzwerk und App ein?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Shelly Camera im Test

Bei der Shelly Camera handelt es sich um eine Innen-Überwachungskamera. Was mich bei dieser doch deutlich überrascht hatte, waren die Abmessungen.

So ist die Kamera winzig!

Das Kameramodul selbst ist eine kleine „Kugel“, welche auf einem Sockel angebracht ist. Diese Kamera-Kugel hat einen Durchmesser von 52 mm. Dabei lässt sich die Kugel etwas auf dem Sockel anwinkeln.

Die Stromversorgung der Kamera läuft über USB C. Wichtig, es ist KEIN USB C Netzteil mit im Lieferumfang!

Mit im Lieferumfang ist neben der Kamera nur ein USB C Kabel und eine Wandhalterung.

 

Magnetisch

Die Basis der Shelly Camera ist magnetisch! Diese kann also einfach an Metalloberflächen angehängt werden.

 

Die bekannte Shelly App

Die Shelly Camera lässt sich einfach in die bekannte Shelly App einbinden. Diese unterstützt neben WLAN auch Bluetooth, was den Einrichtungsprozess beschleunigt.

Dieser hat bei mir absolut problemlos funktioniert.

Die Shelly App selbst hat ihre Vorzüge, aber auch Nachteile. Grundsätzlich ist die Shelly Smart Home App eine der funktional umfangreichsten Apps am Markt! Diese bietet viele erweiterte Funktionen, die du so bei anderen Smart Home Systemen nicht findest. Dies geht so weit, dass du sogar benutzerdefinierte Scripts anlegen kannst usw.

Allerdings ist die App im Gegenzug zum Teil auch recht unübersichtlich und verschachtelt. Das fällt jetzt gerade bei der Überwachungskamera auf.

Es könnten hier ganz klar die „Kern“-Punkte einer Überwachungskamera herausgearbeitet werden.

Dennoch, gerade leicht erweiterte Nutzer werden viel Freude an dem Funktionsumfang haben.

 

WebUI

Wie bei Shelly üblich, musst du aber nicht zwingend die App für den Zugriff auf die Kamera nutzen! Diese ist nur für den Remote-Zugriff erforderlich.

Im lokalen Netzwerk kannst du einfach über die Eingabe der IP-Adresse der Kamera in deinem Webbrowser auf diese zugreifen.

Hier findest du die typische Shelly WebUI, welche aber gut für die Kamera angepasst wurde.

So findest du auf der Startseite direkt den Live-Stream der Kamera inklusive der Möglichkeit, manuell Fotos und Videos aufzunehmen.

 

Cloud und Remote Zugriff abschaltbar

Wichtig, auch bei der Shelly Camera ist die Cloud komplett abschaltbar! Machst du dies, kannst du zwar von unterwegs nicht mehr auf die Kamera zugreifen (oder du musst einen VPN nutzen), aber gerade aus Sicht der Sicherheit kann dies natürlich ein großer Pluspunkt sein.

 

MQTT, RTSP und Co.

Shelly-typisch lässt sich auch die Camera problemlos in eine Vielzahl erweiterter Systeme oder NVRs einbinden.

So unterstützt die Kamera MQTT und RTSP für den Video-Stream. Willst du die Kamera also in ein NAS-NVR-Setup einbinden, steht dir nichts im Wege, ganz im Gegenteil! Hier ist die Shelly ideal!

Auch ein Einbinden in den Home Assistant ist möglich, allerdings scheint die Shelly-Integration hier noch nicht so weit zu sein. So wird die Kamera erkannt und du kannst auch den Status der Bewegungserkennung übermittelt bekommen, aber der Video-Stream ist noch nicht verfügbar. Den müsstest du manuell über RTSP einbinden.

 

Speicherung der Aufnahmen

Grundsätzlich speichert die Shelly Camera alle Aufnahmen auf einer eingesetzten microSD-Speicherkarte. Diese ist nicht mit im Lieferumfang und muss von dir separat erworben werden.

Die Shelly Camera stellt hier aber keine besonderen Anforderungen an die Speicherkarte. Ich habe hier einfach eine alte 32-GB-Karte genommen, die bei mir rumlag.

 

Cloud Abo

Shelly bietet für die Camera aber auch ein Cloud-Abo an. Dieses kostet rund 36€ im Jahr und erlaubt eine verschlüsselte Cloud-Speicherung deiner Aufnahmen, wie auch erweiterte Funktionen wie eine KI-Auswertung usw. Das Ganze ist aber komplett optional.

 

Keine integrierte KI!

95% aller aktuellen Überwachungskameras haben KI-Features integriert. Heißt, diese können bei Bewegungen z.B. zwischen Mensch, Tier, Fahrzeug usw. unterscheiden. Einige High-End-Modelle wie die Reolink OMVI 3i PoE haben auch virtuelle Grenzen usw.

Dies bietet die Shelly Camera nicht (bzw. nur über das Cloud-Abo)! Die Shelly Camera hat eine ganz klassische Bewegungserkennung, welche du in mehreren Stufen steuern kannst.

Hier schlagen in mir zwei Herzen.

Auf der einen Seite denke ich, dass gerade bei einer Innen-Überwachungskamera diese Unterscheidungen zwischen Mensch, Tier, Fahrzeug usw. nicht ganz so essenziell sind. Zudem muss auch nicht überall krampfhaft KI integriert werden.

Auf der anderen Seite ist solch eine KI einfach praktisch! Diese minimiert auch Fehlalarme, wenn z.B. eine Motte gegen die Kamera fliegt und macht das Auswerten der Aufnahmen leichter.

 

Bildqualität

Die Shelly Camera liefert ein einfaches Full-HD-Bild mit 30 FPS. Dabei haben wir einen Blickwinkel von „110° horizontal / 70° vertikal“.

Die Bildqualität der Kamera würde ich als solide einstufen. Diese sticht hier nicht heraus. Es ist nicht die beste Bildqualität, die ich jemals bei einer Überwachungskamera gesehen habe, aber auch nicht die schlechteste.

Die Shelly Camera ist hier bei Tag wie auch bei Nacht „unauffällig“.

 

Stromverbrauch

Die Shelly Camera wird einfach via USB C mit Strom versorgt. Ein Netzteil liegt nicht bei, aber die Kamera benötigt einfach 5V/1A oder mehr.

Wie viel Strom benötigt diese?

  • 1,1 – 1,3 W am Tag
  • 1,7 – 1,8 W mit Nachtsicht

Der Stromverbrauch der Kamera ist erfreulich niedrig! Wir bleiben in der Regel gut unter 2 W.

 

Fazit

Für sich alleine gestellt ist die Shelly Camera keine Kamera, die aus der Masse heraussticht. Sie liefert eine solide Full-HD-Bildqualität, eine klassische Bewegungserkennung und einen erfreulich niedrigen Stromverbrauch, mehr aber auch nicht.

Schaust du dich auf dem Markt um, findest du Modelle von z.B. TP-Link, die für das gleiche Geld grundsätzlich mehr bieten. Eine integrierte KI zur Personen- und Objekterkennung suchst du hier (ohne Cloud-Abo) vergebens.

Dennoch hat die Shelly Camera ihre ganz eigene Daseinsberechtigung!

Denn das Besondere steckt hier nicht in einem einzelnen Feature, sondern im Gesamtpaket. Du bekommst eine Überwachungskamera von einem europäischen Hersteller mit europäischer Server-Infrastruktur, für gerade einmal 39€.

Eine Kamera, die sich dank RTSP und MQTT problemlos in nahezu jedes NVR- oder NAS-Setup einbinden lässt.

Eine Kamera, bei der du Cloud und Internet-Zugriff komplett deaktivieren kannst und die Aufnahmen einfach lokal auf einer microSD-Karte landen.

Und genau hier wird es für eine ganz bestimmte Zielgruppe spannend.

Bist du ein sehr datenschutzsensibler Mensch, der die volle Kontrolle über seine Daten behalten und diese am liebsten gar nicht erst das eigene Netzwerk verlassen lassen möchte, dann ist die Shelly Camera für dich eine absolute Empfehlung!

Shelly Camera
Positiv
Europäischer Hersteller mit europäischer Server-Infrastruktur
günstiger Preis von nur 39€
Cloud und Internet-Zugriff komplett deaktivierbar
Lokaler Zugriff über WebUI (nur IP-Adresse im Browser nötig)
RTSP & MQTT - ideal für die Einbindung in NVR-/NAS-Setups
Erfreulich niedriger Stromverbrauch (unter 2 W)
kompakte Bauweise, magnetische Basis
Umfangreiche Shelly App mit vielen erweiterten Funktionen (Scripts etc.)
Negativ
Keine integrierte KI (Personen-/Objekterkennung nur über Cloud-Abo)
Bildqualität nur solide, sticht nicht heraus
Kein USB C Netzteil im Lieferumfang
Shelly App teils unübersichtlich und verschachtelt
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