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Solide, aber gibt besseres, der Anker Zolo Charger 50W A121E im Test

Anker bietet mit dem A121E ein neues Modell in seiner Zolo Charger Serie an. Dieses bietet eine Leistung von bis zu 50 W und 4 USB-Ports. Dabei besitzt das Ladegerät ein sehr hochwertiges und schickes Design.

Anker möchte für die 50 W Leistung allerdings auch rund 30 € haben. Ist der Anker Zolo Charger 50W A121E diese 30 € wert? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Anker Zolo Charger 50W A121E im Test

Rein optisch und haptisch ist der Anker Zolo Charger 50W fantastisch! Das Ladegerät fühlt sich einfach sehr hochwertig an und der verwendete Kunststoff macht einen sehr guten Eindruck.

Passend dazu ist das Design schlicht, aber schick und wertig. Der Zolo Charger strahlt also klar ein Premium-Feeling aus. Passend dazu ist das Ladegerät mit 54 × 43 × 32 mm und einem Gewicht von 106 g relativ kompakt.

Relativ kompakt, aber halt auch nicht ultra-kompakt. Wir haben 4 USB-Ports, diese machen das Ladegerät schon ein Stück größer.

 

Anschlüsse des Anker Zolo Charger 50W A121E

Der Zolo Charger 50W A121E besitzt gleich 4 USB-Ports: 2× USB-C und 2× USB-A.

  • USB-C 1 – 30 W – 5V/3A, 9V/3A, 15V/2A, 20V/1,5A
  • USB-C 2 – 20 W – 5V/3A, 9V/2,22A, 15V/1,33A, 20V/1A
  • USB-A – 18 W QC3.0 / 20 W – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2A, 12V/1,5A

Die Leistungsverteilung hatte mich allerdings etwas verwundert. Ich hatte gehofft, dass wir zumindest einen 45-W-USB-C-Port haben. Klar, dieser würde gedrosselt, wenn du mehrere Anschlüsse nutzt, aber 45 W ist generell eine sehr schöne Leistung, da diese für viele Smartphones ideal ist, aber auch für Tablets oder sogar kleine Notebooks.

Durch die Leistungsverteilung 30 + 20 W ist dieses Ladegerät primär für kleinere Geräte geeignet. Klar, ein iPad + iPhone laden ausreichend flott, aber halt auch nicht mit dem vollen Tempo.

 

PPS-Stufe

Nur auf dem primären USB-C-Port bietet der Anker Zolo Charger 50W A121E eine PPS-Stufe:

  • 5–11 V bei bis zu 2,75 A

Dies ist eine unspektakuläre PPS-Stufe. Sie reicht, um die Ladegeschwindigkeit in Kombination mit Samsung-Smartphones zu „optimieren“, aber dies ist auch nichts Besonderes.

Wir haben hier halt nur einen 30-W-Port und bei Samsung das „25W“-Laden. Flott, ja, aber auch nicht spektakulär.

 

Für welche Geräte?

Gerät Einschätzung
Apple iPhones Gut geeignet
Apple iPads Gut geeignet
Apple MacBooks Mäßig geeignet
Samsung Einsteiger und Mittelklasse Gut geeignet
Samsung Oberklasse Mittelmäßig geeignet
Google Pixel Mittelmäßig geeignet

Wichtig: Dies ist nur eine grobe und generelle Einschätzung dafür, für welche Geräte und wie gut sich der Anker Zolo Charger 50W A121E eignet.

 

Belastungstest bestanden

Erfreulicherweise kann der Anker Zolo Charger 50W A121E konstant die Leistung von 50 W ausgeben, ohne Temperaturprobleme.

 

Leerlaufstromverbrauch

Im Leerlauf benötigt das Ladegerät ca. 0,18 W Strom, was durchschnittlich ist.

 

Effizienz

Kommen wir noch zum Abschluss auf die Effizienz zu sprechen.

Im Test schwankte die Effizienz zwischen 84,7 % und 90,7 %. Dies ist eine gute Effizienz, an der es absolut nichts zu bemängeln gibt.

Für ein Ladegerät dieser Klasse top!

 

Fazit

Der Anker Zolo Charger 50W A121E ist jetzt kein furchtbares Ladegerät, es ist okay. Allerdings würde ich es vermutlich nicht kaufen.

Warum? Die Leistung!

Wir haben hier zwar auf den ersten Blick ein 50-W-Ladegerät, was völlig okay ist, aber der stärkste USB-C-Port schafft maximal 30 W. Die 50 W kommen erst zum Tragen, wenn du mehrere Geräte auf einmal lädst.

Ich finde es hier sehr schade, dass das Ladegerät nicht 45 W an ein Gerät liefern kann. Wäre das der Fall, mit einer entsprechenden PPS-Stufe, hätte ich es mit gutem Gewissen empfehlen können.

Es gibt zwar auch einige positive Punkte, wie vor allem die Haptik und die Optik, und an sich ist es ein qualitatives Ladegerät.

Aber ich denke, es gibt bessere Optionen im Handel. Selbst in Ankers eigenem Line-up gibt es bessere Optionen, wie z. B. das Anker Nano 65W USB-C Ladegerät* (Nachfolger des Anker 735) oder das Anker 335 USB-C Ladegerät 67W*.

Über 200x Powerbanks im Vergleich, welche ist die beste Powerbank 2026?

Techtest.org hat mittlerweile schon über 200 Powerbanks der verschiedensten Hersteller im Test gehabt. Von sehr guten Modellen bis zu Modellen mit betrügerischer Absicht war hier im Test alles schon vertreten.

Bei so vielen Powerbank-Tests kann die Übersicht aber etwas schwierig sein. Dem möchte ich mit diesem Artikel entgegenwirken. Hier findet ihr eine Übersicht und einen ersten Vergleich über alle Powerbanks, die auf Techtest.org getestet wurden. Sortiert in Form einer Art kleiner Bestenliste. Zudem möchte ich euch eine Kaufberatung bieten.

Von daher, welche sind die besten Powerbanks im Jahr 2026?

Wichtig: Alle hier aufgelisteten Powerbanks wurden auf Techtest.org getestet! Es handelt sich also nicht um eine Zusammenstellung von technischen Daten oder Amazon-Bewertungen! Durch das Anklicken der jeweiligen Powerbank landet ihr auf dem ausführlichen Einzeltest.

 

Welche ist die beste Powerbank?

Wenn du nach einer einfachen Antwort suchst, welche die beste Powerbank auf dem Markt 2026 ist, muss ich dich enttäuschen, denn diese gibt es nicht oder wäre unseriös. Welche die beste Powerbank für dich ist, hängt von sehr vielen Faktoren ab. Was möchtest du laden? Smartphones, Tablets oder vielleicht sogar Notebooks? Wie viel Kapazität möchtest du? Mehr Kapazität ist zwar meist „besser“, bedeutet aber auch eine größere und schwerere Powerbank, was wieder ein Nachteil ist.

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Mehr Informationen

Daher werde ich im Folgenden eine Übersicht über verschiedene Klassen an Powerbanks geben und welche Modelle ich da empfehlen würde.

 

Die ideale Allround 20.000 mAh Powerbank

20.000 mAh ist die beliebteste Powerbank-Größe. Im Folgenden schauen wir uns ein paar gute Allround-Modelle an, mit einer Ausgangsleistung von 45 W oder mehr. Dies ist für Apple-, Google- und Samsung-Smartphones in der Regel ideal und 45 W ist auch für Tablets und Notebooks meist bereits ausreichend.

Anker A1383 17834 65 W ca. 40€
CUKTECH PB200N 18124 45 W ca. 30-40€
INIU P51L-E2 19660 45 W ca. 30€

(Zum Test)

Die A1383 ist derzeit eine der spannendsten Anker-Powerbanks. Zwar mag sie auf den ersten Blick etwas unauffällig sein, aber wir haben hier bis zu 65 W Eingangs- und Ausgangsleistung, womit die Powerbank sogar für Notebooks interessant ist und in ca. 1:38 h vollständig geladen ist. Dabei kostet die Powerbank lediglich um die 40 €, was sehr fair ist!

Alternativ würde ich die CUKTECH PB200N empfehlen. Diese ist noch etwas günstiger, bietet eine sehr gute echte Kapazität, aber hat „nur“ 45 W, was aber bereits mehr als ausreichend für den normalen Alltag ist. Nachteil: Die CUKTECH PB200N ist relativ groß und schwer.

Umgekehrt: Die INIU P51L-E2 ist extrem leicht und kompakt für 20.000 mAh und 45 W. Allerdings kann die Powerbank die 45 W nicht konstant liefern und sie verzichtet auf die 20-V-Stufe. Bei Smartphones in der Regel kein Problem, aber diese Powerbank ist für Notebooks nicht oder nur bedingt geeignet.

Zusammengefasst, alle teils deutlich unter 50 €:

  • Anker A1383 – hohe Ausgangsleistung 65 W, integriertes Ladekabel, 0 % auf 100 % in 1:38 h, um die 40 €
  • CUKTECH PB200N – unter 40 €, 45 W Ausgangsleistung, sehr große PPS-Range, 0 % auf 100 % in 3:40 h
  • INIU P51L-E2 – extrem kompakt und leicht, bis zu 45 W (allerdings nicht konstant), 0 % auf 100 % in 4 h

 

Die besten High-End-Powerbanks (bis zu 27.000 mAh / 99 Wh)

Du willst eine High-End-Powerbank mit hoher Eingangs- und Ausgangsleistung und hoher Kapazität? Diese Powerbanks sind in der Regel für Smartphones etwas „übertrieben“ und sind eher für die Nutzung an Notebooks sinnvoll.

Edge X100 28741 140 W ca. 250€
Anker Prime Powerbank (26K, 300W) 24267 140 W ca. 200€
INIU BI-B64 23518 140 W ca. 70€
CUKTECH 15 Ultra 17482 140 W ca. 100€
Anker 737 (PowerCore 24K) 20867 140 W ca. 100€
Anker Zolo Power Bank (25 Ah, 165 W) 21195 100 W ca. 100€

(Zum Test)

Die so ziemlich beste Powerbank, die ich bisher im Test hatte, ist die Edge X100. So bietet diese mit bis zu 28.741 mAh eine gewaltige echte Kapazität, einen 140-W-USB-C-Port, 140 + 65 W gleichzeitig und konstant, eine perfekte PPS-Range, ein umfangreiches Display und Einstellungsmöglichkeiten usw. Leider ist allerdings die Edge X100 mit 250 € sehr teuer! Hierdurch lohnt sich diese für die wenigsten.

Auf Platz 2 folgt die Anker Prime Powerbank (26K, 300W). Diese ist für ihre Kapazität von 26.250 mAh und die maximale Ausgangsleistung von 300 W (2x 140 W USB-C) extrem kompakt und leicht. Dazu kommen ein großes Farbdisplay, umfangreicher App/Bluetooth-Support, eine perfekte PPS-Range und vor allem das extrem schnelle Laden: 0 % auf 100 % in bis zu 48 Minuten mit zwei 140-W-Netzteilen. Allerdings kann die Powerbank die 300 W nur als Spitzenleistung liefern (konstant etwa 140 W) und sie kostet mit rund 200 € ebenfalls recht viel.

Im Gegensatz dazu ist die INIU BI-B64 mit um die 70 € fast ein Schnäppchen für eine 140-W-Powerbank. Auch diese bietet eine sehr hohe praktische Kapazität, perfekte PPS-Range, schnelles Laden usw. Die INIU BI-B64 ist hier also die „vernünftige“ Wahl.

Die CUKTECH 15 Ultra ist gerade für Xiaomi-Smartphone-Nutzer sehr interessant, bietet aber auch bis zu 140 W nach dem universellen USB-PD-Standard. Dabei ist die Powerbank sehr hochwertig und lädt extrem schnell! So ist diese in gerade einmal 35 Minuten komplett geladen.

Die Anker 737 ist ein absoluter Klassiker unter den High-End-Powerbanks. Diese war eins der ersten Modelle mit 140 W und ist mittlerweile für um die 100 € erhältlich. Diese ist der INIU BI-B64 technisch sehr ähnlich, allerdings hat die Anker-Powerbank ein schöneres Display und einen schöneren Formfaktor.

Die Anker Zolo Power Bank (25 Ah, 165 W) ist ein etwas schwieriger Fall. Mit 100 € ist diese ± genauso teuer wie die Anker 737, aber hat nur einen 100-W-USB-C-Port und kann auch nicht konstant 100 W liefern. Allerdings mag ich die Powerbank sehr aufgrund der zwei integrierten Ladekabel, was ich in der Praxis sehr schätze. Daher will ich auch dieses Modell empfehlen.

Zusammengefasst:

  • Edge X100 – sehr teuer, sehr hohe Kapazität, sehr hohe Ausgangsleistung, volle PPS-Range, 0 % auf 100 % in 1:18 h
  • Anker Prime Powerbank (26K, 300W) – sehr kompakte High-End-Powerbank mit 26.250 mAh, bis zu 300 W (2x 140 W USB-C), perfekter PPS-Range, großem Farbdisplay und App-Support, 0 % auf 100 % in bis zu 0:48 h, aber sehr teuer (ca. 200 €)
  • INIU BI-B64 – Preis-Leistungs-Tipp, 140 W Ausgangsleistung, perfekte PPS-Range, 0 % auf 100 % in 1:25 h
  • CUKTECH 15 Ultra – sehr hohe und stabile Eingangs- und Ausgangsleistung, sehr gute PPS-Range, 0 % auf 100 % in 0:38 h, etwas niedrigere Kapazität
  • Anker 737 – Klassiker unter den High-End-Powerbanks, perfekte PPS-Range, gutes Display, 0 % auf 100 % in 0:48 h
  • Anker Zolo Power Bank (25 Ah, 165 W) – 2x integrierte Ladekabel extrem praktisch!, gutes Display, nicht konstant 100 W, 0 % auf 100 % in 1:57 h

 

Die technisch beste 10.000 mAh Powerbank

Wenn du nach der technisch besten 10.000 mAh Powerbank suchst, dir Abmessungen und Gewicht nicht ganz so wichtig sind, dann gibt es eine klare Antwort.

CUKTECH 10 8660 100 W ca. 50€

 

Die CUKTECH 10 ist die technisch beste Powerbank in der 10.000-mAh-Klasse. So bietet diese eine Ausgangsleistung von 100 W, eine große PPS-Range und ist in gerade einmal 44 Minuten von 0 % auf 100 % gebracht. Besser geht es in der 10.000-mAh-Klasse nicht! Allerdings ist die CUKTECH 10 relativ groß und schwer für ein 10.000-mAh-Modell.

 

Kompakte 10.000 mAh Powerbank

Du suchst eine kompakte und praktische 10.000 mAh Powerbank für dein Smartphone?

INIU P61-E1 9779 20 W ca. 30€
INIU P50 8729 45 W ca. 40€

 

Hier würde ich wahlweise die INIU P61-E1 oder INIU P50 wählen. Die INIU P61-E1 ist eine sehr schön kompakte 10.000 mAh Powerbank mit einem Standard 20-W-USB-C-Port. Also nichts Außergewöhnliches (abseits der ultrakompakten Abmessungen), aber ne gute Standard-Powerbank.

Die INIU P50 hingegen bietet auch sehr kompakte Abmessungen, aber bis zu 45 W Ausgangsleistung. Dies zwar nicht konstant, aber für das schnelle Laden von iPhones und den Samsung-Galaxy-Geräten ist dies völlig ausreichend.

  • INIU P61-E1 – eine sehr kompakte „Standard“-10.000-mAh-Powerbank
  • INIU P50 – eine sehr kompakte Powerbank mit sehr hoher Ausgangsleistung

 

Preis-Leistungs-Tipps

Du suchst eine Powerbank, die dir möglichst viel Kapazität zum günstigen Preis bietet?

Baseus PPAP20K 18788 20 W ca. 25€
INIU BI-B5 18248 20 W ca. 25€
VEGER V2053 20000mAh 18179 20 W ca. 25€

 

Ab und an gibt es bei Amazon und auch im Einzelhandel richtig gute Powerbank-Deals, wie z.B. die Maxsure 20.000 mAh Powerbank mit 100 W oder die Re-load Powerbank mit 20.000 mAh von Action.

Leider sind diese Powerbanks oftmals nur temporär verfügbar. Daher konzentriere ich mich hier auf Modelle, die „dauerhaft“ oder zumindest nun schon länger zu einem guten Kurs verfügbar sind. Hier gibt es drei spannende Modelle:

Alle drei bieten um die 20.000 mAh und 20 W Ausgangsleistung. 20 W ist jetzt nicht die Welt, aber ausreichend, um gerade Apple- und Samsung-Smartphones „flott“ zu laden. Dabei sind diese drei Modelle für 20–25 € in der Regel erhältlich. Die Baseus PPAP20K ist in der Regel am günstigsten. Die INIU BI-B5 ist qualitativ etwas besser als die beiden anderen. Die VEGER V2053 ist die kompakteste und leichteste der drei, ideal für unterwegs.

 

Extra viel Kapazität?

Die meisten herkömmlichen Powerbanks haben maximal ± 27.000 mAh, da dies rund 100 Wh entspricht. 100 Wh ist das Limit, was du ohne Probleme mit an Bord eines Flugzeuges nehmen darfst, weshalb die meisten Hersteller versuchen, unter diesem Wert zu bleiben. Aber was, wenn dir das egal ist und du einfach etwas mehr Kapazität willst, beispielsweise für Notebooks, wo mehr Kapazität immer gut ist. Folgende Modelle würde ich hier empfehlen:

4smarts Lucid Maxx 60000mAh 55246 140 W
Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 46373 100 W

 

Hier würde ich zwei Modelle empfehlen, einerseits die 4smarts Lucid Maxx 60000mAh und andererseits die Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000. Die 4smarts Lucid Maxx 60000mAh ist eine richtig gute Powerbank mit 140 W Ausgangsleistung und einer gewaltigen echten Kapazität von 55.246 mAh.

Leider ist allerdings dieses Modell nur sehr schwer erhältlich. Die Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 hingegen ist im Handel ohne Probleme zu bekommen und hat mit 100 W auch eine sehr gute Leistung und mit praktischen 46.373 mAh eine starke Kapazität. Allerdings ist ansonsten die Powerbank recht einfach.

 

Alle Powerbanks

Neben den hier empfohlenen Powerbanks gibt es natürlich noch dutzende spannende Modelle. Auf Techtest findest du mittlerweile deutlich über 200 Powerbank-Tests seit 2016. Hier eine Liste mit aktuell verfügbaren Modellen, die ich für Techtest bisher getestet habe.

Kapazität Leistung USB PD
4smarts Enterprise 2 20000mAh 14923 100 W
4smarts Graphene Pro UltiMag 20468 100 W
4Smarts Lucid Air 26318 65 W
4smarts Lucid Maxx 60000mAh 55246 140 W
4smarts Lucid Ultra 37254 100 W
4Smarts Powerbank Enterprise Ultra 21889 100 W
4Smarts VoltHub Graphene 20.000mAh 13366 100 W
A ADDTOP Powerbank 26800 mAh 16466 20 W
AMEGAT 100W 20.000 mAh 17536 100 W
AMEGAT PBC2020 16942 100 W
AMEGAT PBQ2010 18674 30 W
AMEGAT Powerbank 140W 27600mAh 24160 140 W
Anker 334 Magnetic Powerbank 10K 9602 20 W
Anker 335 Powerbank (PowerCore 20K) 18968 20 W
Anker 533 PowerCore  8230 30 W
ANKER 537 Powerbank 20751 65 W
Anker 737 (PowerCore 24K) 20867 140 W
Anker A1340 Prime 27.650mAh 250W 22025 140 W
Anker A1383 17834 65 W
Anker Nano Powerbank 10.000mAh 8454 30 W
Anker Powerbank 20.000 mAh mit 22,5 W 18368 20 W
Anker Prime Powerbank 20000 mAh 200W 16864 100 W
Anker Zolo Power Bank (25 Ah, 165 W) 21195 100 W
Anker Zolo Power Bank 20K 30W A1689 18410 30 W
Anker Zolo Powerbank 9413 30 W
AsperX 145 W Powerbank mit 24.000 mAh 20660 100 W
Baseus Magsafe Powerbank 6000mAh 5880 20 W
Baseus Picogo AM41 8729 27 W
Baseus Power Bank 20000mAh 65 W 17614 65 W
Baseus PPAP20K 18788 20 W
Baseus PPBLD100-S  17172 100 W
BOOMPODS Powerboom 10.000 mAh 8253 18 W
Canyon PB-301 28895 20 W
Chargeasap Flash Pro 19719 100 W
Charmast C3007 24938 20 W
CUKTECH 10 8660 100 W
CUKTECH 15 Ultra  17482 140 W
CUKTECH 20 21536 140 W
CUKTECH PB100 8415 30 W
CUKTECH PB200N 18124 45 W
DIAIDIAI 26800mAh Powerbank 13746 20 W
EasyLonger EL268PRO 20904 100 W
EASYLONGER Laptop PowerBank PD 65W  19809 65 W
Edge X100 28741 140 W
EINOVA Laptop-Powerbank 18677 45 W
Elecjet Apollo Ultra A10X 9244 65 W 
Epico PB 100W 20000 mAh 17091 100 W
Green Cell Powerbank GC PowerPlay Ultra 26800mAh 21201 65 W
HyperJuice HJ245B 25212 100 W
imuto SCP-100 19679 100 W
INIU BI-B5 18248 20 W
INIU BI-B61  9511 20 W
INIU BI-B62 18473 65 W
INIU BI-B63 23240 100 W
INIU BI-B64 23518 140 W
INIU BI-B7 5895 20 W
INIU P41L-E1 9828 20 W
INIU P45-E1 5117 20 W
INIU P50 8729 45 W
INIU P51-E2 19559 20 W
INIU P51L-E1 19694 20 W
INIU P51L-E2 19660 45 W
INIU P55L-E2 9516 45 W
INIU P61-E1 9779 20 W
INIU P63-E1 21340 100 W
INIU P73-E1 9647 45 W
KOOSEED 145W Power Bank 24669 100 W
Kovol 50.000 mAh 100 W Powerbank 16208 100 W
Kuulaa KL-YD18AM  18979 18 W
Lachy LY043 15707 20 W
LinkOn 136W Power Bank Neutron 26800mAh 20882 100 W
LYNXER RPP-272 12117 65 W
Maxsure 20.000 mAh Powerbank mit 100 W 16523 100 W
Nitecore NB10000 9411 18 W
Nitecore NB20000 18822 45 W
Nitecore NB20000 GEN3 14850 20 W
PowerAdd Pro DISP 2000 13093 20 W
RealPower PB-20000PD+ 18748 18 W
RealPower PB-20k PD  19837 18 W
Re-load Powerbank mit 20.000 mAh 16378 18 W
Revolt ZX-3048-675 15260 65 W
Revolt ZX-3427-675 49249 65 W
Rocoren RCBP5K-67.5 49954 20 W
SAMUEL SA-111 17704 30 W
Sandberg Powerbank USB-C PD 100W 38400 33203 100 W
Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 46373 100 W
SHARGEEK STORM 2 Slim 16233 100 W
Smileader CPB50 42638 20 W
UGREEN 145W Powerbank mit 25000mAh 21715 100 W
UGREEN Nexode 130W 20000mAh 17482 100 W
VEGER 30000mAh Powerbank 27249 20 W
VEGER V2053 20000mAh 18179 20 W
Veger V2503 19140 100 W
VOLTCRAFT VC-C909 23119 140 W
VOLTERO S25 23356 100 W
Xiaomi 165W Power Bank 10000mAh 8424 65 W
XLayer Power Bar 17168 65 W
Xtorm FS5201 Fuel Series 5 18845 35 W
Xtorm Nova Pro 16334 100 W
Xtorm Titan Ultra XB403 21845 140 W

 

PPS macht alles kompliziert – ist aber 2026 wichtig

USB Power Delivery (USB PD) ist mittlerweile der de-facto-Standard beim Schnellladen. Über USB-C können heute bis zu 100 W, mit USB PD 3.1 sogar bis zu 240 W übertragen werden. Viele Hersteller wie Apple, Samsung, Google, Nintendo usw. setzen auf USB Power Delivery.

Was ist PPS und AVS? USB Power Delivery Ladegeräte mit PPS, Übersicht und Info

PPS ist eine Erweiterung dieses Standards. PPS steht für „Programmable Power Supply“.

Ein normales USB Power Delivery Ladegerät bietet feste Spannungsstufen, z. B. 5 V, 9 V, 12 V, 15 V oder 20 V.
PPS erlaubt es nun, innerhalb eines bestimmten Bereichs (z. B. 3,3–21 V) eine „frei“ wählbare Spannung auszugeben. Dein Smartphone kann sich also sehr fein aussuchen, mit welcher Spannung es gerade am effizientesten lädt. Das entlastet die Elektronik im Gerät und kann das Ladetempo erhöhen.

PPS ist Teil der USB Power Delivery 3.0 Spezifikation. Hat ein Ladegerät PPS, unterstützt es immer auch USB PD 3.0. Umgekehrt muss ein USB PD 3.0 Ladegerät aber nicht zwingend PPS unterstützen.

Macht PPS das Laden wirklich schneller?

Viele Geräte benötigen kein PPS, um schnell zu laden. iPhones z. B. ist es egal, ob dein Ladegerät PPS hat oder nicht. Ähnliches gilt auch für praktisch alle mir bekannten Notebooks, viele Tablets und Konsolen – die profitieren zwar von USB PD, aber nicht zwingend von PPS.

Die Unterstützung von PPS schadet hier nicht: Wenn dein Smartphone kein PPS kann, aber dein Ladegerät schon, ist das überhaupt kein Problem.

Anders sieht es bei immer mehr Smartphones aus, die PPS benötigen, um ihr volles Ladetempo zu erreichen. Dazu gehören u. a.:

  • Samsung Galaxy S20 / S20+ / S20 Ultra
  • Samsung Galaxy S21 / S21+ / S21 Ultra
  • Samsung Galaxy S22 / S22+ / S22 Ultra
  • Samsung Galaxy S23 / S23+ / S23 Ultra
  • Samsung Galaxy S24 / S24+ / S24 Ultra
  • Samsung Galaxy A55
  • Xiaomi Mi 9, Mi 10
  • Motorola One Hyper
  • Google Pixel 6 / 6 Pro
  • Google Pixel 7 / 7 Pro
  • Google Pixel 8 / 8 Pro
  • Nothing Phone (1) und (2)

Natürlich laden diese Modelle auch an einem normalen USB PD oder Quick-Charge-Ladegerät. Ohne PPS kann das Ladetempo aber teilweise deutlich niedriger ausfallen. Gerade bei den großen Samsung-Geräten mit bis zu 45 W brauchst du ein USB PD PPS-Ladegerät, wenn du die „volle“ Geschwindigkeit möchtest.

PPS ist nicht gleich PPS

Wie bei USB PD selbst gibt es auch bei PPS verschiedene Leistungsstufen und Spannungsbereiche. Die „Traum-Stufe“ wäre z. B.:

  • 3,3–21 V bei bis zu 5 A

Damit lassen sich praktisch alle aktuellen Smartphones optimal bedienen, inkl. der 45-W-Samsung-Modelle.

In der Praxis gibt es aber sehr viele Varianten – und das macht PPS für Endnutzer verwirrend. Ein 100-W-USB-C-Port kann z. B.:

  • gar kein PPS unterstützen
  • 3,3–21 V bei bis zu 5 A bieten (super)
  • nur 3,3–21 V bei bis zu 3 A bieten
  • nur 3,3–11 V bei bis zu 5 A bieten
  • oder nur 3,3–11 V bei bis zu 3 A bieten

Nur weil auf einem Ladegerät oder einer Powerbank „100 W USB-C PD“ steht, heißt das also nicht automatisch, dass PPS vorhanden ist – und falls doch, ist die PPS-Stufe nicht immer groß genug, um z. B. ein Samsung Galaxy S23/S24 Ultra mit vollen 45 W zu laden.

Gerade die Samsung-Flaggschiffe brauchen eine PPS-Stufe, die im Bereich von ca. 9–11 V bis zu 5 A liefern kann. Sonst laden sie unter Umständen nur mit ~14–25 W, obwohl dein Ladegerät eigentlich 100 W kann.

AVS – der Nachfolger von PPS bei sehr hoher Leistung

Mit USB Power Delivery 3.1 wurde die maximale Leistung auf bis zu 240 W angehoben. Dafür wurde die Spannung auf bis zu 48 V erweitert. In diesem Zuge ist eine neue Variante des programmierbaren Ladens entstanden:

  • AVS = „Adjustable Voltage Supply“

AVS deckt den Bereich ab ca. 15–48 V ab und ist sozusagen die „High-Power-Version“ von PPS. In der Praxis spielt AVS aktuell (noch) eine sehr kleine Rolle, da es kaum Endgeräte gibt, die AVS aktiv nutzen. Für klassische Powerbanks bis 100 Wh und Smartphones ist „normales“ PPS weiterhin der relevante Standard.

Was heißt das nun für dich bei Powerbanks?

Kurz zusammengefasst:

  • Hast du ein aktuelles Samsung Galaxy (S20–S24, A55 etc.) oder Google Pixel (ab Pixel 6), dann lohnt sich eine Powerbank mit großer PPS-Stufe, wenn du die maximale Ladegeschwindigkeit willst.
  • Für iPhones, viele Tablets, Notebooks usw. ist PPS nett, aber nicht zwingend – hier reicht oft ein gutes USB PD-Powerbank-Modell ohne perfektes PPS.
  • Achte nicht nur auf „100 W“ oder „140 W“, sondern – wenn angegeben – auch auf die PPS-Angabe (z. B. „3,3–21 V bei 5 A“).

In meinen Tests auf Techtest.org gebe ich daher immer an, ob und welche PPS-Stufen eine Powerbank bietet. Wenn du ein aktuelles Samsung- oder Pixel-Smartphone hast, lohnt es sich, bei der Kaufentscheidung genau auf diese Angabe zu achten.

 

Wie viel Kapazität benötige ich?

Wie viel Kapazität brauchst du eigentlich? Dies hängt von zwei Faktoren ab. Wie oft willst du dein Smartphone laden? Wie groß ist der Akku deines Smartphones? Moderne Smartphones haben in der Regel 4000–6000 mAh Akkus. Grob über den Daumen kannst du also die Kapazitätsangabe bei meinen Tests durch 4000–6000 teilen und kommst auf die Anzahl der möglichen Ladevorgänge. Dies ist allerdings nur sehr grob! Ähnlich wie das Entladen von Powerbanks nicht zu 100 % effizient ist, ist auch das Aufladen deines Smartphones nicht zu 100 % effizient. Beispielsweise das Samsung Galaxy S9+ hat einen 3500 mAh starken Akku, benötigt aber ca. 4111 mAh für eine vollständige Ladung. Die „überschüssigen“ 611 mAh verpuffen in Form von Wärme. Ein Huawei Mate 20 Pro hat einen 4200 mAh Akku, benötigt aber über 5000 mAh, um von 0–100 % zu kommen. Plan also immer etwas mehr Kapazität ein!

 

Kann eine Powerbank mein Smartphone beschädigen oder ist diese schlecht für mein Smartphone?

Davon ist nicht auszugehen! Unter Umständen ist sogar eine Powerbank „gesünder“ für dein Smartphone als ein normales Wandladegerät, gerade wenn dieses eher von mäßiger Qualität ist. Ein Wandladegerät muss die 230 V Wechselspannung in 5 V Gleichspannung umwandeln, was ein wesentlich aufwendigerer Prozess ist als bei Powerbanks, die meist 3,7 V in 5 V Gleichspannung umwandeln müssen. Bei ersterem Prozess kann viel mehr schiefgehen als bei den internen Prozessen einer Powerbank. Es ist natürlich auch bei einer Powerbank theoretisch möglich, dass diese auf eine derart spektakuläre Weise kaputtgeht, dass ein Smartphone Schaden davonträgt, aber das ist recht unwahrscheinlich und passiert so gut wie nie. Mir ist hier kein Fall bekannt, in dem nachweislich eine Powerbank mit dem USB-Power-Delivery-Standard ein Smartphone beschädigt hat.

 

Kann ich mein Smartphone zu schnell laden?

Einige Powerbanks verfügen mittlerweile über einen 100-W- oder sogar 140-W-Port. Kann ich hier mein Smartphone auch aufladen? Ja klar! Wir haben hier immer eine „bis zu“-Leistung. Dein Smartphone und die Powerbank kommunizieren miteinander und dein Smartphone wählt die passende Spannungsstufe aus und nimmt nur so viel Leistung auf, wie vom Hersteller einprogrammiert wurde. Du kannst also ein Smartphone nicht zu schnell laden oder überladen.

 

Warum sind deine Kapazitätsangaben immer niedriger als die Herstellerangabe?

Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks ist immer niedriger als meine Messwerte. Messe ich falsch oder belügen uns die Hersteller? Die Hersteller tricksen etwas. Diese geben nicht die nutzbare Kapazität einer Powerbank an, sondern die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. In den meisten Powerbanks stecken so genannte 18650 Akkuzellen. Hat ein Hersteller 3 x 3350 mAh verbaut, wird die Powerbank mit 10.500 mAh beworben. Allerdings haben diese Akkuzellen eine Spannung von 3,7 V bzw. 3,6 V. Diese Spannung ist für unsere USB-Geräte zu niedrig, muss also auf ±5 V, 9 V, 12 V, 15 V usw. angehoben werden. Diese Umwandlung ist nicht zu 100 % effizient. Zudem benötigen auch interne Prozesse und Mikrocontroller etwas Energie.

Daher lässt sich einfach nicht 100 % der vorhandenen Energie auch nutzen, etwas geht in Form von Wärme oder Licht verloren.

TOZO Golden X1 im Test: Hybrid-Sound mit besonderem Charakter

TOZO ist noch ein recht kleiner Hersteller von Audio-Equipment, welcher mit den Golden X1 erste Flaggschiff-Bluetooth-Ohrhörer auf den Markt gebracht hat.

Zumindest handelt es sich hier laut TOZO um Flaggschiff-Modelle. Bei einem Blick auf die technischen Daten sehen wir auch, warum, denn wir haben hier einen Ohrhörer mit einem Dual-Driver-Aufbau, mit einem Balanced-Armature-Driver und einem Hybrid-Dynamic-Driver.

Diese sollen vom Hersteller Knowles stammen, welcher eine bekannte Größe ist.
Hinzu kommt eine Hi-Res-Zertifizierung, ANC und App-Support.

Wollen wir uns die TOZO Golden X1 doch einmal im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an TOZO für das Zur-Verfügung-Stellen der X1 für diesen Test. Abseits des Zur-Verfügung-Stellens der Ohrhörer gab es keine Bezahlung oder Verpflichtungen für diesen Test.

 

Die TOZO Golden X1 im Test

Passend zu dem „High-End“-Anspruch der X1 ist auch die Haptik und Optik der Ohrhörer gewählt.

So haben wir hier zunächst eine sehr kompakte und handliche Ladebox. Diese setzt auf einen matten und sehr hochwertigen Kunststoff.

Der Deckel wird wie üblich mit Magneten gehalten. Praktischerweise finden wir im Inneren neben den Ohrhörern auch eine kleine Akkustandanzeige in %.

Der Akku der Ladebox fasst 500 mAh und kann die Ohrhörer ca. 3× unterwegs laden.
Mit jeder Ladung können die Ohrhörer bis zu 8 Stunden durchhalten. Praktisch schafften die Ohrhörer bei mir aber nicht ganz 8 Stunden, eher 5–6 Stunden.

Die Ohrhörer setzen ähnlich wie die Ladebox auf einen schlichten, aber hochwertigen matten Kunststoff. Erfreulicherweise sind die Ohrhörer relativ kompakt für Modelle, die auf einen Dual-Treiber-Aufbau setzen. Relativ kompakt, aber auch nicht superkompakt.

 

Tragekomfort

Der Tragekomfort der X1 ist gut, aber auch nicht herausragend. Die Ohrhörer saßen soweit gut in meinen Ohren und drückten auch nicht.

Allerdings sind diese relativ breit im vorderen Bereich, was dazu führt, dass diese nicht sonderlich tief sitzen.

 

ANC und Transparenzmodus

Natürlich bringen die X1 auch ANC und einen Transparenzmodus mit. Es gibt sogar über die App mehrere Modi zur Auswahl.

Das ANC ist ok, aber auch nicht überragend. Dieses kann einfache Umweltgeräusche ein Stück weit ausblenden, aber komplexere Geräusche oder Stimmen werden nur leicht unterdrückt.

Ich habe in dieser Preisklasse schon besseres ANC und auch schon einen besseren Transparenzmodus gehört. Furchtbar ist aber beides auch nicht.

 

Mit App-Support

TOZO bietet für die X1 auch eine passende App an. Diese erlaubt dir das Wählen des ANC-Modus wie auch das Einstellen eines EQs.

Teils wirkt die App etwas überladen, aber am Funktionsumfang gibt es nichts zu bemängeln.

 

Audio-Aufbau

Die große Besonderheit bei den X1 ist der Hybrid-Treiber-Aufbau. So sind in jedem Ohrhörer gleich zwei klangerzeugende Treiber.

So findet sich hier ein „klassischer“ dynamischer Treiber wie aber auch ein Balanced-Armature-Treiber.

Balanced Armature sind funktional komplett anders als herkömmliche dynamische Treiber und verhalten sich auch klanglich etwas anders. Hier findest du ein Bild, wie diese aufgebaut sind:
https://mynewmicrophone.com/wp-content/uploads/2020/03/mnm_Headphone_Balanced_Armature_Driver.jpg

Balanced-Armature-Treiber liefern im Allgemeinen einen sehr präzisen und brillanten Klang, tun sich aber bei Dingen wie dem Bass etwas schwerer.

Hier kommt der Hybrid-Aufbau ins Spiel. Theoretisch übernimmt der Balanced-Armature-Treiber die Höhen, während der herkömmliche dynamische Treiber sich um den Bass kümmert.

 

Wie ist der Klang der TOZO Golden X1?

Aber wie gut ist nun der Klang der X1 in der Praxis?

Die X1 haben einen recht ungewöhnlichen und einzigartigen Klang. Dies wird zu großen Teilen natürlich an dem Hybrid-Aufbau liegen.

So verfügen die Ohrhörer zunächst über sehr starke Höhen. Diese sind sehr brillant, scharf, sauber und präzise. Trotz der sehr hohen Schärfe fransen aber gerade Zischlaute nicht aus, sondern bleiben sauber. Du musst schon eine gewisse Schärfe in den Höhen mögen, damit die Golden X1 etwas für dich sind, aber falls du dies magst, sind diese ziemlich perfekt.
Etwas dünn wird es in den Mitten. Hier zeigen diese ein leichtes „Loch“. Dieses ist sicherlich nicht extrem, aber die Ohrhörer bieten einen recht starken Hoch/Tief-Kontrast.

Passend dazu haben wir einen kräftigen und satten Bass. Dieser hat ein gutes Volumen und einen starken Tiefgang. Der Bass ist nicht absolut übertrieben, aber durchaus schon etwas angehoben.

Hierdurch bieten die Golden X1 einen sehr kontrastreichen und dynamischen Klang. Dieser hat teils etwas einen „2.1-Sound“-Effekt.

Wir haben klanglich eine Separierung durch den Hybrid-Aufbau, welcher mich etwas an ein 2.1-Soundsystem erinnert.

Diese Charakteristik ist natürlich Geschmackssache.

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

 

Fazit

Die TOZO Golden X1 hinterlassen im Test einen spannenden, aber nicht völlig makellosen Eindruck. Wenn du auf der Suche nach außergewöhnlichem Klang bist und Lust auf einen sehr kontrastreichen, brillanten Sound hast, dann könnten die X1 genau dein Ding sein.

Der Hybrid-Treiber-Aufbau sorgt tatsächlich für eine besondere Signatur: extrem klare, scharfe Höhen, ein satter Bass und eine gewisse 2.1-Anmutung, die du so in dieser Preisklasse eher selten findest. Allerdings musst du diese eher ungewöhnliche Abstimmung mögen, gerade die dünneren Mitten und die präsenten Höhen sind nicht jedermanns Sache.

Auch abseits des Klangs machen die Golden X1 vieles richtig. Verarbeitung und Haptik wirken hochwertig, die App liefert solide Zusatzfunktionen und die Akkulaufzeit geht in Ordnung. Beim ANC und dem Transparenzmodus solltest du hingegen keine Wunder erwarten, beides ist brauchbar, aber nicht auf dem Niveau der stärksten Konkurrenten.

Unterm Strich bekommst du mit den TOZO Golden X1 spannende True-Wireless-Ohrhörer, die vor allem durch ihren speziellen Klangcharakter überzeugen wollen. Wenn genau das deine Priorität ist, können sie eine echte Empfehlung sein. Wenn du hingegen ein möglichst neutrales oder besonders komfortables Gesamtpaket suchst, wirst du vermutlich an anderer Stelle glücklicher – gerade beim gehobenen Preis von +- 150 €.

65W Ladegerät aus China mit ausziehbarem Ladekabel für +- 5€?! Hot oder Schrott?

Wir hatten uns vor einer Weile schon das „240W“ Ladegerät aus China angesehen, welches für unter 3€ angeboten wurde. Ein Deal, der einfach zu gut um wahr zu sein war, denn das 240W Ladegerät brachte gerade einmal 10W.

„240W Ladegerät“ für 3€ von Aliexpress?!

Heute soll es erneut um einen auf den ersten Blick sehr guten Deal gehen und zwar das Elough TE-FC3 65 W Ladegerät mit ausziehbarem USB C Kabel.

Dieses bekommst du für +- 5€. Für ein 65W Ladegerät ein auf den ersten Blick sehr guter Deal. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann dieses Ladegerät überzeugen?

 

Das Elough TE-FC3 65 W Ladegerät im Test

Auf den ersten Blick ist das TE-FC3 leider etwas enttäuschend. So ist die Haptik des Ladegerätes „mäßig“.

Der verwendete Kunststoff ist sehr einfach, genau wie die Verarbeitung. Dabei wirkt das Ladegerät verdächtig leicht.

So bringt dieses gerade einmal 71,8 g auf die Waage, für ein 65W Modell wäre dies ziemlich leicht. Auch die Abmessungen sind mit 52 x 53 x 30 mm extrem kompakt, falls die Leistungsangabe stimmt.

 

Ausziehbares Kabel

Das interessanteste Merkmal, neben der Leistung von angeblich 65W, ist das ausziehbare USB C Kabel.

Im TE-FC3 ist ein ca. 65 cm USB C Ladekabel integriert, welches sich auf Wunsch ausziehen lässt.

Der Mechanismus ist nicht ganz so hochwertig wie bei anderen Modellen, funktioniert aber.

 

Anschlüsse

Neben dem integrierten USB C Kabel haben wir noch einen USB C und USB A Port.

  • Kabel – 20 W – 5V/3A, 9V/2,22A, 12V/1,67A
  • USB C – 20 W – 5V/3A, 9V/2,22A, 12V/1,67A
  • USB A – 18W QC3.0 – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Hier sehen wir auch das erste Mysterium, woher kommt die 65W Angabe?! Laut meinen Messgeräten bietet sowohl das USB C Kabel wie auch der USB C Port eine Leistung von maximal 20 W nach dem USB PD Standard.

Der USB A Port bietet 18 W nach Quick Charge. Selbst zusammengerechnet sind dies keine 65 W.

Laut Aufdruck soll das USB C Kabel 5V/3A, 9V/2,78A, 12V/2,08A bieten, aber das kann ich nicht bestätigen.

 

Alle zusammen?

Aber was ist, wenn wir alle Ports gleichzeitig nutzen? Kommen wir dann wenigstens auf 20 + 20 + 18 W?

Die Antwort ist nein! Nutzt du mehr als einen Port auf einmal, schaltet das Ladegerät alle Schnellladestandards ab und drosselt sich auf 5V.

Effektiv kann das Ladegerät also maximal 20 W liefern, egal wie viele Ports du nutzt.

 

Effizienz

Du solltest dieses Ladegerät nicht kaufen. Dennoch habe ich die Effizienz der maximalen Leistung von 20W gemessen.

Diese schwankte zwischen rund 82% im Minimum und 85% im Maximum. Weniger furchtbar als ich erwartet hätte, aber auch alles andere als fantastisch.

 

Fazit

Elough TE-FC3, nicht kaufen! Mehr brauchst du hier nicht wissen. Dieses Ladegerät wird mit 65W beworben und konnte bei mir im Test gerade einmal 20W liefern.

Dabei wirkt das Ladegerät auf mich sehr minderwertig und billig.

+- 5€ für 20 W Leistung ist auch gar nicht mehr so ein „krasser“ Deal. Du bekommst ein Ikea 20W Ladegerät, welches technisch besser sein wird, für 4€.

Schade! Ein weiteres Ladegerät aus der Kategorie zu gut um wahr zu sein.

 

Test: Thermal Master Thor 001 Wärmebildkamera (vs. Bosch GTC 400 C)

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Ich hatte mir vor Jahren für Techtest die Bosch GTC 400 C Wärmebildkamera gekauft, welche mit über 700 € eine große Investition war. Allerdings gab es lange Zeit einfach kaum gute und günstigere Wärmebildkameras.

Mittlerweile gibt es aber einige interessante asiatische Hersteller wie HIKMICRO oder Thermal Master. Besonders spannend bei diesen Herstellern sind die kleinen Wärmebildkameras, die sich an das Smartphone anstecken lassen.

Diese bieten für +- 200 € eine überraschend gute Qualität. Aber was, wenn du nach einem Standalone-Gerät suchst?

Thermal Master bietet mit der Thor 001 eine “professional-grade” Wärmebildkamera an, welche unter anderem mit einer besonders hohen Auflösung von 512 × 384 punkten soll.
Diese ist dabei mit rund 500 € zwar durchaus in einer gehobenen Preisklasse unterwegs, verglichen mit den Ansteck-Modulen, aber für einen professionellen Nutzer ist die Thor 001 fast schon ein Schnäppchen.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist die Thermal Master Thor 001 auch verglichen mit der Bosch GTC 400 C? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Thermal Master Thor 001 im Test

Bei der Thermal Master Thor 001 handelt es sich um eine recht typische handgehaltene Wärmebildkamera.

Diese richtet sich ganz klar an professionelle Nutzer. So ist die Kamera nicht nur recht robust gebaut, sondern wird auch in einer “gepolsterten” Box geliefert.
Dabei ist sowohl der Bereich um das Display als auch um den Sensor recht dick mit Gummi “gepolstert”, um einen Sturzschutz sicherzustellen. Und ja, die Kamera wirkt sehr robust und gut gebaut.

Auf der Front finden wir den Sensor mit einer integrierten Abdeckung, um diesen zu schützen.

Auf der Rückseite haben wir das 3,5-Zoll-Display, wie auch die Tasten zur Steuerung.
Die Tasten der Wärmebildkamera sind vergleichsweise groß und stark abgehoben. Dies hilft bei der Bedienung mit Handschuhen.

Auf der Oberseite haben wir einen microSD-Kartenslot wie auch den USB-C-Port der Kamera. Beides ist unter einer Klappe geschützt. Ein offizielles IP-Rating konnte ich leider aber nicht finden.

Der USB-C-Port wird auch genutzt, um die Kamera zu laden. Eine Ladung reicht für ca. 8 Stunden Nutzung. Dies ist eine gute Laufzeit, aber im Gegensatz zur Bosch GTC 400 C ist der Akku nicht tauschbar.

 

Die Technik

Das Wichtigste ist aber natürlich die Technik. Thermal Master wirbt bei der Thor 001 mit einer 512 × 384 Auflösung des Wärmebilds. Dies ist für eine Wärmebildkamera sehr viel!
Allerdings ist das auch nicht ganz richtig, denn die eigentliche Auflösung liegt bei 256 × 192 Punkten. Allerdings wird das Wärmebild hochskaliert auf 512 × 384, was auch durchaus gut funktioniert.

Zum Vergleich:

  • Thermal Master Thor 001 – 256 × 192 bzw. 512 × 384
  • Bosch GTC 400 C (ca. 700 €) – 160 × 120
  • Bosch GTC 600 C (ca. 1000 €) – 160 × 120
  • FLIR E4 (ca. 200 €) – 80 × 60
  • FLIR E96 (ca. 12.000 €) – 640 × 480
  • Fluke TiS20+ (ca. 1900 €) – 120 × 90
  • Fluke TiS60+ (ca. 4000 €) – 320 × 240

Dies einfach nur, um der Auflösung etwas Kontext zu geben. Allerdings setzen auch viele “Mini”-Wärmebildkameras im Preisbereich um 300 € auf einen Sensor mit 256 × 192 Punkten Auflösung. Es kann hier angenommen werden, dass es sich um den gleichen Sensor mit einer anderen Linse handelt.

Dabei wirbt Thermal Master mit einem Messbereich von –20 °C bis 550 °C, was erfreulich groß ist. Dabei soll die Wärmebildkamera mit einer Genauigkeit von +- 1,5 % arbeiten, was ebenfalls sehr beeindruckend wäre.

 

Mit Makro-Aufsatz

Mit im Lieferumfang der Thor 001 liegt eine Makrolinse. Diese Linse/Aufsatz erlaubt es dir, auch kleinere Komponenten mit hoher Bildschärfe zu überwachen.

Ohne die Makrolinse ist die Wärmebildkamera primär für mittelgroße Geräte wie Heizungsanlagen usw. geeignet.

 

Standalone oder mit App

Grundsätzlich lässt sich die Thermal Master Thor 001 komplett Standalone nutzen! Du schaltest die Kamera ein, machst ein Wärmebild und dieses wird einfach auf der eingesetzten microSD-Speicherkarte gesichert.

Am PC kannst du die Wärmebilder einfach als JPG aufrufen, erneut ist keine weitere Software erforderlich, wenn du die Bilder nicht weiter bearbeiten willst.
Also du kannst die Thor 001, wenn du willst, komplett ohne Software, App, Internet, Registrierung usw. nutzen.

Wenn du willst, kannst du die Kamera aber natürlich auch mit deinem Smartphone verbinden, um dort beispielsweise auch die Bilder im Nachhinein zu bearbeiten.

 

Messgenauigkeit?

Aber wie steht es um die Messgenauigkeit? Dies ist nicht ganz einfach immer zu beurteilen. So habe ich immer die Bosch GTC 400 C als Referenz, aber wie genau ist die Bosch?
Im Folgenden habe ich das Druckbett meines Bambu Lab H2C auf 40, 60, 80, 100 und 120 Grad geheizt. Natürlich ist auch hier die Frage, wo der H2C seine Temperatur misst, denn diese ist nicht komplett gleichmäßig.

Aber es gibt uns ein gewisses Ziel und eine Referenz, in welchem Temperaturbereich die Messung sein sollte.

Wichtig! Ich konzentriere mich hier auf die Maximal-Temperatur und nicht auf die Mittelpunkt-Messung. Dies sollte sicherstellen, dass beide Kameras die gleiche Stelle im Wärmebild „anzielen“.

 

Grundsätzlich bieten beide Wärmebildkameras ähnliche Messwerte. Allerdings misst die Thermal Master Thor 001 tendenziell etwas niedrigere Temperaturen als die Bosch GTC 400 C.

Allerdings liegen die Hot-Spot-Temperaturen der Thermal Master Thor 001 dichter an der Zieltemperatur des 3D-Druckers.

Auch bei anderen Messungen liegen beide Wärmebildkameras dicht beieinander, sind aber nicht immer identisch. Bei einer Stichprobe war die Thermal Master im Vergleich zu einem IR-Thermometer etwas dichter dran.

Am Ende muss ich klar sagen: Wärmebildkameras sind alle nie zu 100 % akkurat. Aber tendenziell sehe ich die Thermal Master Thor 001 fast etwas vor der Bosch GTC 400 C.
Dies gilt gerade bei mittleren oder höheren Distanzen! Hier verliert die Bosch sehr stark an Präzision und die Werte werden ungenau.
Die Thermal Master Thor 001 schlägt sich hier ein Stück besser und liefert auch auf Mitteldistanz noch saubere Ergebnisse.

Wie kommt’s? Ich vermute, dies liegt einfach an der höheren Auflösung der Thermal Master, welche gerade auf Distanz hilft, kleine Hitze- oder Kälte-Punkte zu finden, welche von der Bosch verschluckt werden.

 

Etwas langsamer beim Starten

Beim Vergleich mit der Bosch GTC 400 C gibt es einen Punkt, der mir zugunsten der Bosch aufgefallen ist. Dies wäre die Startzeit.

  • Thermal Master Thor 001 – 26 Sekunden
  • Bosch GTC 400 C – 6 Sekunden

Du kannst sehen, wie viel schneller die Bosch verglichen mit der Thermal Master startet.

 

Fazit

Mit der Thor 001 liefert Thermal Master eine Wärmebildkamera ab, die sich klar an anspruchsvolle Anwender richtet und dort auch überzeugt. Du bekommst ein robustes Standalone-Gerät, das ohne App-Zwang, Cloud oder Registrierung sofort einsatzbereit ist und dabei eine Bildqualität liefert, die in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich ist. Gerade die höhere effektive Auflösung macht sich in der Praxis bemerkbar, vor allem auf mittleren Distanzen, wo Details sichtbar bleiben, die ältere Modelle schlicht verschlucken.

Auch bei der Messgenauigkeit hinterlässt der Thor 001 einen sehr guten Eindruck. Absolut perfekt ist keine Wärmebildkamera, doch im direkten Vergleich bewegt sich die Thermal Master mindestens auf Augenhöhe zur Bosch GTC 400 C. Die mitgelieferte Makrolinse erweitert den Einsatzbereich zusätzlich und macht die Kamera auch für feinere Arbeiten interessant.

Kritikpunkte gibt es trotzdem: Die lange Startzeit ist im Alltag spürbar und der fest verbaute Akku dürfte nicht jedem gefallen. Auch ein offizielles IP-Rating hätte dem professionellen Anspruch gut zu Gesicht gestanden. Das sind aber Punkte, die den Gesamteindruck nicht entscheidend trüben.

Unterm Strich bekommst du mit der Thermal Master Thor 001 eine sehr leistungsfähige Wärmebildkamera, die preislich deutlich unter klassischen Pro-Geräten liegt, sich in der Praxis aber erstaunlich nah an diese heranschiebt. Ich denke, die größte Konkurrenz für die Thor 001 sind aber die Smartphone-Module, welche oftmals nochmals eine +- gleiche Messqualität zu einem nochmals günstigeren Preis bieten. Dies sind dann aber keine Standalone-Geräte mehr.

Akkusauger unter 200 €: Wie gut ist der Hoover HF1 Plus?

Für einen Akku-Staubsauger kannst du unheimliche Mengen Geld ausgeben! Es gibt natürlich auch günstigere Modelle, aber diese stammen in der Regel von irgendwelchen No-Name-Herstellern.

Allerdings bietet auch der bekannte Hersteller Hoover einige günstigere Modelle an. Dazu gehört auch der HF1 Plus, welchen du für unter 200 € bekommst.

Auf den ersten Blick haben wir hier auch einen interessanten Akkusauger. Dieser soll eine Leistung von ordentlichen 165 W bieten, bis zu 45 Minuten Laufzeit und eine ANTI-TWIST-Bodenbürste mit LED-Beleuchtung.

Aber wie gut kann ein Akkusauger für unter 200 € sein? Versuchen wir diese Frage im Test zu klären!

An dieser Stelle vielen Dank an Hoover für das Zurverfügungstellen des HF1 Plus in der „Pet Flexi“-Version für diesen Test.

 

Verschiedene Versionen

Wie bei vielen Staubsaugern üblich gibt es auch den Hoover HF1 Plus in verschiedenen Versionen.

Diese Versionen unterscheiden sich primär beim Zubehör.

So habe ich hier die „Pet Flexi“-Version, welche über eine zusätzliche Polster-Turbo-Bürste und ein knickbares Gelenk für ein einfacheres Reinigen unter Möbeln verfügt.
Brauchst du dies nicht, dann kannst du auch zur normalen Version des Hoover HF1 Plus greifen und etwas Geld sparen.

 

Der Hoover HF1 Plus „Pet Flexi“ im Test

Der HF1 Plus setzt auf ein recht klassisches Design für einen einfachen Akkusauger. So handelt es sich hier zunächst um einen Handstaubsauger, welcher sich mit verschiedenen Aufsätzen und vor allem einer Verlängerung nutzen lässt.

Hierdurch ist dieser voll als Bodenstaubsauger-Ersatz einsetzbar.

Dabei besitzt dieser einen länglichen 0,7-l-Schmutzauffangbehälter unterhalb des Handgriffs. Dieser lässt sich für ein einfaches Entleeren abnehmen.

Sofern du diesen nicht zu sehr füllst, funktioniert auch das Entleeren über eine Klappe am unteren Rand problemlos. Bei einer zu starken Füllung kann sich Schmutz und vor allem Haare an der Seite zwischen Behälter und Zyklon verklemmen. Kein Drama, der Zyklon-Einsatz lässt sich herausnehmen, aber hier ist eventuell etwas „Schmutzkontakt“ nötig. Mit 0,7 l ist der Schmutzauffangbehälter nicht riesig, eher etwas auf der kleineren Seite, aber für einen Ein-Personen-Haushalt/kleine Wohnung sicherlich ausreichend.

Die generelle Verarbeitungsqualität und Haptik ist „einfach“. Der Sauger ist zwar an sich ausreichend stabil, aber es ist schon klar zu merken, dass dieser etwas günstiger ist.
So ist dieser vergleichsweise leicht und einfach gebaut, was aber auch ein Vorteil sein kann.

 

Bis zu 45 Minuten Laufzeit?

Hoover wirbt mit einer Akkulaufzeit von bis zu 45 Minuten. Dies stimmt auch ungefähr, allerdings ist das ohne Bodenbürste.

Mit Bodenbürste im Standardmodus konnte ich eine Laufzeit von rund 29 Minuten messen.
Mit Bodenbürste im Turbomodus sinkt die Laufzeit massiv auf rund 13 Minuten.
Beides sind aber akzeptable Werte. Ich denke, eine kleine Wohnung ist in der Zeit problemlos zu saugen.

 

Sehr einfaches (aber funktionierendes) Filtersystem

Beim Filter merken wir schon die Preisklasse, in der wir uns mit dem HF1 Plus bewegen. So würde ich diesen Sauger nicht für Allergiker empfehlen!
Der HF1 Plus besitzt keinen „richtigen“ Feinstaubfilter. Wir haben einen einfachen Zyklon mit Schaumstofffilter.

Schaumstofffilter sind ausreichend, um den üblichen Hausstaub usw. herauszufiltern. Allerdings können diese keine Allergene oder Mikropartikel filtern.

Im Gegenzug lassen sich solche Schaumstofffilter gut auswaschen und sind günstig im Nachkauf. Zudem reduzieren diese die Motorleistung weniger als richtige Feinstaubfilter, vor allem wenn diese schon etwas zugesetzt sind.

In der Praxis filtert der HF1 Plus ausreichend gut. Staub usw. wird natürlich zurückgehalten, genau wie Haare. Letztere werden schon vom Zyklon zu 99 % gefiltert.
Allerdings ist der HF1 bei Feinstaub oder extrem kleinen Partikeln weniger effektiv.

 

Saugleistung

Die wichtigste Frage ist aber: Wie gut saugt der HF1 Plus? Bisher war ich ja durchaus etwas kritisch, aber an der Saugleistung gibt es nichts zu bemängeln.
Der HF1 Plus hat durchaus eine sehr ordentliche Leistung! Wir haben einen vergleichsweise hohen Luftdurchsatz und eine fähige Bodenbürste.

Letztere ist zwar nicht „außergewöhnlich“, aber macht in dieser Preisklasse einen guten Job. Die Borsten haben eine gut gewählte Härte und der Motor ist kräftig genug, auch bei flauschigeren Teppichen nicht hängen zu bleiben.

Allerdings saugt sich die motorisierte Bodenbürste auch nicht extrem stark am Boden an. Diese hat an der Front recht große Schmutzeinlässe. Hierdurch kann der HF1 Plus recht gut auch gröberen Schmutz saugen, kommt aber in Teppichen eventuell nicht ganz so tief.

Grundsätzlich haben wir auf glatten Böden eine ziemlich perfekte Saugleistung. Haare, Staub, aber auch feinere Partikel werden sauber aufgenommen.
Auch auf Teppichen ist die Saugleistung gut, selbst in Kombination mit Tierhaaren. Gut, aber auch nicht perfekt. Ich würde sagen, 90 %+ der Tierhaare werden nach 1–2x Überfahren aufgenommen.

Allerdings „frisst“ sich der HF1 Plus auch nicht so tief in Teppiche wie einige „High-End“-Modelle.
Dennoch: In dieser Preisklasse ist der HF1 Plus ein überdurchschnittlich guter Allrounder.

 

Mit LED-Beleuchtung

An der Bodenbürste des HF1 Plus findet sich eine LED-Leiste, welche den zu saugenden Bereich beleuchtet.
Das mag im ersten Moment wie ein Gimmick wirken, ist aber in der Praxis tatsächlich ein sehr nützliches Feature!

 

Fazit

Der Hoover HF1 Plus ist ein solider Akkustaubsauger für kleinere Wohnungen oder als 2. Modell.
Dies ist ganz klar ein einfacherer Staubsauger, der auch nicht perfekt ist. Die Filterung ist eher einfach und auch die Haptik „auf eine gute Preis/Leistung“ ausgelegt.

Allerdings: Was die Saugleistung angeht, gibt es nichts zu meckern. Der HF1 Plus schlägt sich hier überdurchschnittlich gut für seine Preisklasse, egal ob nun auf Teppichen oder glatten Böden. Ist die Saugleistung mit 500 €+ Modellen vergleichbar? Nein, aber er macht einen guten Job und würde für mich glatt schon ausreichen – und das trotz meiner Hunde.

Hinzu kommt eine solide Akkulaufzeit mit ca. 30 Minuten.

Kurzum, du darfst zwar vom HF1 Plus keine Wunder erwarten, aber für einen kleinen Singlehaushalt, Studenten oder als 2. Sauger ist dieser absolut geeignet, sofern du kein Allergiker bist.

Epson EcoTank ET-8500 im Test: Oberklasse-Fotodrucker mit günstigen Folgekosten

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Wenn du nach einem Oberklasse-Fotodrucker suchst, der dir im Unterhalt nicht die Haare vom Kopf frisst, wirst du vielleicht über die Epson-EcoTank-ET-8500-Serie stolpern.
Epsons EcoTank-Serie ist eine hervorragende Wahl, wenn es um günstige Tinte geht. Anstelle dessen, dass hier Patronen genutzt werden, füllst du flüssige Tinte in Tanks.

Diese ist um einiges günstiger (im Anbetracht der Menge) als reguläre Patronen, und es gibt kein DRM-System. So nutze ich beispielsweise den Epson EcoTank ET-2875 und kann daher aus erster Hand die Ergiebigkeit dieses Systems bestätigen.

Der ET-8500 stellt hier nun eines der Oberklassemodelle dar, welches speziell für das Drucken von Fotos gemacht und gedacht ist.

So verfügt der EcoTank ET-8500 über ein 6-Farbensystem, was für eine besonders gute Fotodruckqualität sorgen soll. Hinzu kommen weitere Features wie die Möglichkeit, bis zu 2 Meter lange Bilder zu drucken, WLAN, LAN usw.

Wollen wir uns den EcoTank ET-8500 doch einmal im Test ansehen und wie dieser sich auch im Vergleich zum deutlich günstigeren EcoTank ET-2875 schlägt.

An dieser Stelle vielen Dank an Epson für das Ausleihen des ET-8500 für diesen Test.

 

Der Epson EcoTank ET-8500 im Test

Bei dem Epson EcoTank ET-8500 handelt es sich um einen etwas größeren DIN-A4-Multifunktionsdrucker.

So misst dieser 403 × 162 × 369 mm und verfügt beispielsweise über 2 Papierfächer/Kassetten, eine Duplex-Einheit wie auch den typischen A4-Flachbettscanner auf der Oberseite.

Epson setzt dabei auf ein modernes und schlichtes Design in einem schicken Weiß.
Zur Steuerung findet sich ein vergleichsweise großes LCD-Touchdisplay auf der rechten Seite, über der Anzeige für die Füllstände der Farben.

Der Touchscreen ist gelungen und die Benutzeroberfläche nutzerfreundlich. So erlaubt der Touchscreen auch das direkte Fotodrucken von angeschlossenen Speichermedien. Für letztere haben wir einen USB-Port wie auch einen SD-Kartenslot auf der Front.

Auf der Rückseite finden wir den typischen USB-B-Anschluss für die Verbindung zu einem Computer. Natürlich kannst du den EcoTank ET-8500 auch via WLAN mit deinem Netzwerk verbinden und dann von allen Geräten aus drucken (auch AirPrint wird unterstützt). Neben WLAN verfügt der ET-8500 sogar noch über einen LAN-Port. Bei mir war allerdings die WLAN-Verbindung problemlos.

 

Super einfache Einrichtung über die App

Du kannst den Epson EcoTank wahlweise via USB direkt mit einem PC verbinden oder über WLAN/LAN mit deinem Netzwerk verbinden. Die WLAN-Verbindung ist deutlich flexibler, denn so ist ein Drucken von allen Geräten in deinem Netzwerk möglich.

Aber wie wird der Drucker eingerichtet? Erfreulicherweise war dies um einiges einfacher, als ich befürchtet hatte!

Mein Tipp: Lade dir die Epson Smart Panel App auf dein Smartphone herunter.
Die Epson Smart Panel App führt dich durch die komplette Einrichtung des Druckers – vom Einfüllen der Farbe über die Kalibrierung bis hin zur Einbindung in dein WLAN. Dies dabei auch auf eine sehr freundliche und klare Art.

Nachdem der Drucker in deinem Netzwerk eingebunden ist, lässt er sich dann über jeden Computer in deinem Netzwerk ansteuern.

 

Drucken vom Smartphone?

Über die Epson Smart Panel App kannst du auch problemlos von deinem Smartphone aus auf dem EcoTank ET-8500 drucken.

Dies hat bei mir auch absolut ohne Probleme von meinem Android-Smartphone funktioniert.

Für Apple-Nutzer unterstützt der Drucker auch AirPrint.

 

EcoTank-Design

Das Highlight am ET-8500 ist das „EcoTank“-Design. Anstelle von Patronen besitzt der ET-8500 sechs Tanks mit Farbe. Diese werden mit Flaschen gefüllt und fassen jeweils ca. 60–65 ml.

Insgesamt haben wir also rund 360 ml Farbe im Drucker – was ziemlich viel ist! In einer normalen Druckerpatrone sind vielleicht 10 ml.

Entsprechend wirbt Epson auch mit „bis zu 2.300 hochwertigen Fotos mit nur einem Satz Tintenflaschen“. Ob dies nun stimmt, kann ich nicht genau sagen, aber einige Hundert oder sogar Tausende Seiten sind absolut plausibel bei dieser Menge Tinte.

Das Wichtige ist aber auch der Preis der Tinte. Original kostet die Tinte ca. 13–16 € pro Flasche, ein Satz also im Worst Case 96 € für „bis zu 2.300 Seiten“.

Du bekommst aber auch Nachbautinte für ca. 20 € für einen Satz. Ob diese so gut ist wie das Original, lassen wir mal dahingestellt, aber wenn es so richtig günstig sein soll, ist das möglich.

Wichtig: Auch das Einfüllen ist absolut problemlos und komplett sauber!

 

Maintenance Box!! (Resttintenbehälter)

Im ET-8500 gibt es noch eine Überraschung. In jedem Tintenstrahldrucker gibt es immer einen Restfarbschwamm. Dort wird überschüssige Farbe hineingepumpt.

Oftmals lässt sich dieser nicht tauschen! Wenn voll, dann ist der Drucker effektiv Müll! Gerade bei günstigeren Modellen limitiert dieser teils die Lebensdauer.

Beim ET-8500 gibt es hingegen eine Box, die du selbst tauschen kannst. Sollte also hier der Resttintenbehälter voll sein: Kein Problem, kannst du tauschen.

 

Randloses A4-Fotodrucken

Erfreulicherweise unterstützt der Epson EcoTank ET-8500 das randlose Drucken von A4-Fotos (und kleiner).

Theoretisch kann der ET-8500 sogar Banner mit einer Länge von bis zu 2 Metern drucken (in der A4-Höhe), was ich aber mangels entsprechendem Papier nicht getestet habe.

 

Druckqualität auf höchstem Niveau

Darüber, dass der ET-8500 sauber Briefe auf normalem Papier drucken kann, brauchen wir nicht sprechen. Das schaffen auch günstige Modelle tadellos.

Hierfür lohnt es sich nicht, einen Drucker wie den EcoTank ET-8500 zu kaufen.
Dieser lohnt primär für Fotos und Ähnliches. Hierfür ist er gemacht und kann seine Stärken ausspielen.

Mit gutem Fotopapier kann der EcoTank ET-8500 Ergebnisse erzielen, die über den Sofort-Drucken der Discounter liegen. Die Ergebnisse des EcoTank ET-8500 sind eher mit professionellen Fotolaboren wie Saal-Digital usw. vergleichbar!

Kurz gesagt: Die Drucke sind fantastisch! Ich habe für diesen Test einige meiner eigenen Drucke auf A4 angefertigt und war begeistert.

Farben sind absolut herausragend, Details spitzenklasse und die generelle Textur des Drucks wahnsinnig gut.

Die Drucke des EcoTank ET-8500 haben selbst bei genauer Betrachtung nicht diesen Tintenstrahldrucker-Look, sondern sehen wie professionelle Abzüge aus. Der EcoTank ET-8500 liefert klar die beste Qualität, die ich jemals bei einem Tintenstrahldrucker gesehen habe!

 

Vergleich Druckqualität mit dem ET-2875

Aber wie steht es im direkten Vergleich mit dem ET-2875 aus? Der ET-2875 ist auch ein Modell aus der EcoTank-Serie, welches aber mit rund 200 € signifikant günstiger ist.

Spiegelt sich der Unterschied im Preis auch bei der Druckqualität wider? Die Antwort ist: „Natürlich nicht in diesem Ausmaß.“

In der Praxis ist beim Fotodrucken der größte Unterschied, dass der ET-8500 A4 randlos drucken kann, der ET-2875 nicht.

Aber auch bei der Druckqualität sind leichte Unterschiede zu erkennen. Schärfe und Detaildarstellung sind ca. identisch.

Allerdings hat der ET-8500 eine etwas andere Farbabstimmung, welche noch näher am Original ist. Dies fällt aber wirklich nur im direkten Vergleich auf.

Wo der ET-8500 auch etwas die Nase vorn hat, ist bei Schattierungen und Grau-Abstufungen. Diese sind hier etwas feiner und sauberer als beim ET-2875.

(Scans/Vergleich zum Original)

ET-8500
ET-2875
Original Bild

 

ET-8500
ET-2875
Original Bild

Unterm Strich also wirklich kein gewaltiger Unterschied bei der Druckqualität, was schon zeigt, wie stark auch der ET-2875 ist, aber im Detail hat der ET-8500 doch die Nase vorne. Für höchste Ansprüche ist dieser schon die bessere Wahl.

 

Schönheitsfehler?

Es gab beim Drucken mit dem ET-8500 doch eine kleine Auffälligkeit. Ab und an konnte es passieren, dass die vordere Kante von Fotopapier (A4) „beschmiert“ oder nicht ganz sauber bedruckt wird.

Dies tritt nicht immer auf, aber ich konnte eine Häufung beobachten, wenn im hinteren Schacht beispielsweise nur ein oder zwei Blätter eingelegt sind. Daher mein Tipp: Leg immer etwas mehr Papier/Fotopapier ein, dann trat dieses Problem bei mir nicht auf.

 

Scannen und Kopieren

Bei dem ET-8500 handelt es sich um ein Multifunktionsgerät. Dieses kann also auch kopieren und scannen.

Der Scanner hat eine Auflösung von 1.200 dpi × 4.800 dpi. Über die Epson-Scan-2-App für den PC kannst du aber die Auflösung auf bis zu 9.600 dpi hochskalieren.

Wichtig! Du willst die Epson-Scan-2-Anwendung nutzen und nicht die Windows-eigene Scan-Anwendung. Letztere liefert eine deutlich schlechtere Qualität.

Aber wie gut ist die Scanqualität?

Hervorragend!

Der Scanner liefert sowohl für Fotos wie auch für Dokumente eine hervorragende Scanqualität. Viel besser geht es in dieser Klasse nicht.

Kleine Anmerkung, du kannst über den Drucker selbst auch auf beispielsweise USB Sticks Scannen.

 

Wie lange dauert ein Scan?

Folgende Werte konnte ich im Foto-Modus messen:

  • 200 dpi – 23 Sekunden
  • 600 dpi – 40 Sekunden
  • 1200 dpi – 128 Sekunden
  • 2400 dpi – 240 Sekunden

Wahnsinnig schnell ist der ET-8500 damit nicht, aber an der Qualität gibt es nichts zu bemängeln.

 

Druckdauer

Epson wirbt beim ET-8500 mit folgenden Werten bei der Druckgeschwindigkeit:

  • „16 Seiten/Min Schwarzweiß, 12 Seiten/Min Farbe (ISO/IEC 24734)“
  • „32 Seiten/Min Schwarzweiß (Normalpapier), 32 Seiten/Min Farbe (Normalpapier)“

Ich habe offen gesagt keine Ahnung, wie Epson auf diese Werte kommt. Bei mir war der ET-8500 ein tendenziell eher langsamer Drucker!
Im Folgenden siehst du Werte, die ich beim Drucken von SW-A4-Seiten (komplett mit Text gefüllt) messen konnte. Ich habe hier 10 Seiten gedruckt und die Zeit gestoppt vom Moment, in dem ich auf „Drucken“ klicke, bis die letzte Seite fertig ist:

  • Entwurf – 120 Sekunden (12 s pro Seite)
  • Standard – 122 Sekunden (12,2 s pro Seite)
  • Stark – 349 Sekunden (34,9 s pro Seite)

Dies ist nicht langsam, aber ein besonders schneller Drucker ist der ET-8500 damit auch nicht.

Selbiges gilt fürs Fotodrucken. Beim Drucken eines Fotos bei maximaler Qualität auf Epson-Fotopapier (A4) dauerte ein Druck bei mir ca. 4 Minuten!

Allerdings ist das gar nicht so ein furchtbarer Wert, der ET-2875 braucht mit den gleichen Einstellungen sogar noch etwas länger.

Dennoch: Geht’s dir ums schnelle Drucken von großen Mengen Dokumente, dann wäre der ET-8500 nicht meine erste Wahl.

 

Fazit zum Epson EcoTank ET-8500

Wenn du einen Fotodrucker suchst, der in puncto Qualität richtig abliefert und gleichzeitig deine Druckkosten niedrig hält, dann ist der Epson EcoTank ET-8500 eine hervorragende Wahl.

Der 6-Farb-Druckkopf, das randlose A4-Drucken und die beeindruckend gute Fotoqualität heben ihn klar von normalen Multifunktionsdruckern ab. Gerade bei Farben, Schattierungen und der generellen Anmutung der Fotos spielt der ET-8500 in der absoluten Oberklasse und liegt qualitativ nah an professionellen Laborabzügen.

Die Einrichtung geht mit der Epson Smart Panel App erfreulich einfach von der Hand, der Scanner liefert hervorragende Ergebnisse, und das EcoTank-System bleibt weiterhin ein unschlagbarer Vorteil, wenn du viel druckst und dabei nicht arm werden willst. Auch die tauschbare Maintenance Box ist ein Pluspunkt für die Langlebigkeit.

Kritikpunkte gibt es dennoch: Die Druckgeschwindigkeit ist eher gemütlich, und der gelegentliche „Schmierer“ bei zu wenig Papier im Schacht kann nerven, auch wenn er sich leicht vermeiden lässt. Für große Mengen Textdokumente ist der ET-8500 daher weniger ideal.

Angebot
EcoTank ET-8500 DIN-A4-WLAN-Tintentank-Fotodrucker

Pro

  • Hervorragende Fotoqualität

  • Randloses A4-Fotodrucken

  • Sehr günstige Druckkosten dank EcoTank-System

  • 6-Farb-Druckkopf für bessere Farbabstufungen

  • Einfache Einrichtung über die Epson Smart Panel App

  • Guter Scanner

  • Tauschbare Maintenance Box (verlängert Lebensdauer)

  • LAN, WLAN & AirPrint

  • Sauber und einfach zu befüllende Tintentanks

Kontra

  • Relativ langsame Druckgeschwindigkeit

  • Gelegentlicher „Schmierer“ bei wenig Papier im hinteren Fach

  • Hoher Anschaffungspreis

Unterm Strich bekommst du mit dem Epson EcoTank ET-8500 aber einen exzellenten Fotodrucker, der vor allem dann überzeugt, wenn dir höchste Bildqualität wichtiger ist als pure Geschwindigkeit. Wenn du regelmäßig Fotos druckst und Wert auf niedrige Folgekosten legst, wirst du mit diesem Modell sehr glücklich werden.

Das QNAP TVR-AI200 im Test, NVR System mit KI Gesichtserkennung

Videoüberwachung ist ein Thema, das immer wichtiger wird. Viele Hersteller bieten hier eigene Ökosysteme und Lösungen an.

Allerdings gibt es auch Lösungen, welche die zentrale Speicherung und Auswertung von Überwachungskameras verschiedener Hersteller erlauben. Beispielsweise bieten viele NAS-Systeme eine entsprechende NVR-Funktionalität an.

Allerdings bieten einige NAS-Hersteller auch gesonderte Systeme speziell für die Videoüberwachung an. So bietet beispielsweise QNAP das TVR-AI200.

Bei dem QNAP TVR-AI200 handelt es sich um ein NVR-System mit integriertem PoE-Switch und zwei HDD-Slots. Dabei soll dieses auch Funktionen wie eine Personenerkennung bieten.

Wollen wir uns das QNAP TVR-AI200 doch in einem Test etwas näher ansehen.

 

Das QNAP TVR-AI200 im Test

Das TVR-AI200 setzt auf einen recht typischen Formfaktor für ein NVR-System. So würde ich den Formfaktor am ehesten „DVD-Player-ähnlich“ bezeichnen.

So misst dieser 44 × 360 × 333 mm und kann wahlweise auf einem Tisch platziert werden oder mit Rackohren in einem Server-Rack montiert werden.

Dabei ist das Design „unspektakulär“ und ziemlich langweilig.

 

Anschlüsse

Auf der Front besitzt der QNAP TVR-AI200 lediglich einen USB-A-2.0-Port. Deutlich spannender wird es auf der Rückseite.

  • 1x Gbit LAN Uplink
  • 16x Gbit PoE Ports
  • 1x HDMI 1.4
  • 1x USB 2.0
  • 1x USB 3.0

Die große Besonderheit beim TVR-AI200 sind die 16x Gbit LAN Ports auf der Rückseite. Im Kern ist hier ein Switch integriert.

Diese Ports bieten auch PoE, genau genommen PoE+ „802.3at“ mit maximal 25,5 W pro Port. Insgesamt kann der NVR 130 W über diese PoE-Ports bereitstellen.

Der Gedanke ist, dass du hierdurch Überwachungskameras direkt mit dem NVR verbinden kannst.

Neben diesen Anschlüssen haben wir auch einen Gbit Uplink, um auf das System aus dem Netzwerk zugreifen zu können, wie auch HDMI und einige USB-Ports. Über HDMI kannst du direkt einen Monitor verbinden, um Kameras usw. zu beobachten.

 

2x 3,5 Zoll im Inneren

Im Inneren des QNAP TVR-AI200 findest du zwei „Slots“ bzw. Anschlüsse für SATA-Festplatten oder SSDs.

Diese werden hier „fest verbaut“ und lassen sich ohne ein Zerlegen des Gehäuses nicht entfernen, was auch aus Sicht der Sicherheit absolut Sinn macht.

 

KEIN NAS!

Wichtig, das QNAP TVR-AI200 ist nicht neben der NVR-Funktionalität als NAS-System nutzbar. Die Software des TVR-AI200 bietet keine Möglichkeit für das freie Anlegen von freigegebenen Ordnern usw.

 

Bis zu 16 Kameras

Das TVR-AI200 unterstützt grundsätzlich bis zu 16 Kameras. Wichtig: 16 Kameras mit Full-HD-Auflösung.

Kameras mit höheren Auflösungen werden auch unterstützt, aber dann im Maximum entsprechend weniger.

Ich habe für diesen Test zunächst eine Ubiquiti UniFi G5 Turret Ultra verbunden, später auch noch eine Reolink-Kamera.

 

16-Port-Switch

Der Switch im TVR-AI200 kann in zwei Modi genutzt werden. Du kannst diese „separieren“ von deinem restlichen Netzwerk mit eigenem DHCP-Server usw., aber du kannst angeschlossene Geräte auch im Netzwerk verfügbar machen, wie bei einem normalen Switch.

 

„TVR OS (QNE)“

Als Betriebssystem beim TVR-AI200 kommt das QNAP-eigene „TVR OS (QNE)“ zum Einsatz. TVR OS scheint im Kern das bekannte QTS NAS-Betriebssystem zu sein, bei welchem aber alle Apps und Features weggeschnitten sind, die nichts mit der Videoüberwachung oder Funktion als NVR zu tun haben.

Grundsätzlich haben wir hier eine Web-UI, die eher einem „Betriebssystem“ im Webbrowser entspricht. So haben wir hier nach dem Einloggen einen Desktop, Fenster-Manager usw.

Du kannst auch mehrere Fenster auf einmal öffnen usw.

Dabei ist die Benutzeroberfläche grundsätzlich optisch sehr gut gelungen und ansprechend. Sicherlich ist diese etwas komplexer als bei einem 0815-Überwachungssystem, dafür aber auch etwas mächtiger.

 

QVR Surveillance

Im Kern besteht das TVR-AI200 aus zwei Komponenten. Auf der einen Seite haben wir die klassische NVR-Funktionalität, auf der anderen Seite die KI-Features.

Starten wir mit der klassischen NVR-Funktionalität über die QVR Surveillance App.

Diese erlaubt dir zunächst das Verbinden von Überwachungskameras, das Aufzeichnen dieser und das Auswerten der Aufnahmen.

QVR Surveillance hat jetzt erst einmal keine „erweiterten“ Features. Dieser Teil des TVR-AI200 ist sehr klassisch und ohne KI oder Ähnlichem.

Du hast die Wahl aus hunderten Überwachungskameras, wie aber auch die Möglichkeit, universell Modelle via Onvif oder RTSPS zu verbinden.

Einmal verbunden, kannst du einen Zeitplan für die Aufnahme erstellen oder halt dauerhaft aufnehmen.

Nichts Besonderes, alles soweit klassisch.

Dies funktioniert beim TVR-AI200 mit bis zu 16 Kameras (Lizenzen dafür sind inbegriffen). Du kannst auch mehrere Kameras auf einmal live betrachten usw.

Die Aufnahmen werden dabei in 5-Minuten-Häppchen unterteilt und nach Datum/Uhrzeit sortiert. Hier aber ein Kritikpunkt: Das Auswerten und Durchsehen der Aufnahmen ist relativ verworren und kompliziert!

Beispielsweise die Timeline-Ansicht bei UniFi Protect ist um einiges schöner und besser gelöst.

 

QVR Pro Client

Etwas besser und schöner ist vor allem das Auswerten der Aufnahmen über die App (Desktop-App) „QVR Pro Client“ gelöst.

Diese kannst du einfach herunterladen und lokal mit dem NVR verbinden. Dort lassen sich Aufnahmen auch in einer Timeline betrachten, durch Scrollen usw.

Auch kannst du hier die KI-Ereignisse sehen, direkt zu diesen springen usw.

Ich denke, für eine effiziente Nutzung/Auswertung ist der QVR Pro Client mehr oder weniger Pflicht.

 

Die KI-Funktionen

Aber wie es sich für jedes Produkt im Jahr 2026 gehört, hat natürlich auch das TVR-AI200 „KI“. Wobei KI bei der Videoüberwachung auch wirklich sinnvoll sein kann.

Welche KI-Features bringt das TVR-AI200 mit?

  • Gesichtserkennung
  • Personenzählung

Sieht im ersten Moment recht überschaubar aus und leider haben wir z. B. keine Objekterkennung oder so was. Aber gerade die Gesichtserkennung ist recht ausgeprägt.

So wird auf Wunsch jedes Gesicht einer Person erkannt und „mitgeloggt“. Du kannst bekannte Personen hinterlegen und auch beispielsweise eine Benachrichtigung anlegen, wenn Person XYZ auftaucht.

Du kannst auch Benachrichtigungen anlegen, wenn eine „nicht autorisierte“ Person einen Bereich betritt.

Bis zu 1000 Gesichter lassen sich beim TVR-AI200 anlegen.

Zudem kann das TVR-AI200 auch die Personen noch weiter einordnen.

  • Geschlecht
  • Alter
  • Stimmung
  • Maske Ja/Nein

Sehr interessant, gerade dass das NVR auch die Stimmung erkennen kann. Und ja, dies funktioniert auch in einem gewissen Rahmen. Wenn ich recht deutlich mit verzogener Miene auf die Kamera zugehe, wird erkannt, dass ich „Angry“ bin.

Auch die generelle Gesichtserkennung funktioniert gut, wie so oft üblich ist aber im besten Fall ein recht direkter Blick in die Kamera nötig, damit das Gesicht sauber erkannt und zugeordnet werden kann.

Generell ist aber die Gesichtserkennung klar ein Highlight am TVR-AI200.

Es lassen sich auch Berichte anzeigen/erstellen und exportieren, wann wer wie wo gesehen wurde. Praktisch!

Neben der Gesichtserkennung haben wir auch eine „Personen-Erkennung“ und Zählung.

So kannst du eine virtuelle Linie erstellen und alle Personen zählen, welche diese überschreiten. Praktisch für Events oder wenn du mitzählen willst, wie viele Besucher dein Geschäft hatte.

Auch dies lässt sich in Logs exportieren, inklusive Statistiken usw.

 

Maximal 2x KI

Wichtig! Es lassen sich aber nur zwei KI-Anwendungen beim TVR-AI200 anlegen! Heißt, du kannst nur bei 2 Kameras die Gesichtserkennung aktivieren bzw. 1x Gesichtserkennung + 1 Personenerkennung usw.

Dies wird eine Limitierung der Rechenleistung des SoCs sein. Schade.

 

Lokale Konsole

Du kannst einen HDMI-Monitor, Maus und Tastatur mit dem TVR-AI200 verbinden. Dann kannst du deine Aufnahmen bzw. die Live-Ansicht auch direkt am Gerät betrachten und verwalten.

Du hast hier dann den QVR Pro Client, nur dass dieser direkt auf dem NVR läuft ohne zusätzlichen PC.

 

Stromverbrauch und Lautstärke

Der Stromverbrauch des QNAP TVR-AI200 schwankt je nach verbauten Festplatten/Laufwerken und welche PoE-Geräte du angeschlossen hast.

Ich habe das TVR-AI200 mit einer SATA-SSD getestet, wir sehen hier also den „Basis-Verbrauch“. Dieser lag bei mir bei ca. 15 – 16 W. Das ist akzeptabel für ein Gerät dieser Klasse.

Im TVR-AI200 sind Lüfter verbaut. Im Normalbetrieb erzeugt das NVR konstant ein hörbares Surren. Dieses ist aushaltbar, aber ich würde mir das NVR jetzt auch nicht auf meinen Schreibtisch stellen.

 

Fazit zum QNAP TVR-AI200

Das QNAP TVR-AI200 richtet sich klar an dich, wenn du eine zentrale, herstellerunabhängige Videoüberwachung suchst und dabei Wert auf stabile NVR-Funktionalität legst. Besonders der integrierte 16-Port-PoE-Switch ist ein echtes Highlight: Kameras lassen sich direkt und sauber anbinden, ohne zusätzliche Switches oder Netzteile, das spart Platz und Kabel, vor allem bei kleineren Geschäften.

Die klassische NVR-Funktionalität ist solide, aber eher konservativ umgesetzt. Aufnahme, Verwaltung und Kamera-Kompatibilität funktionieren zuverlässig, die Web-Oberfläche wirkt jedoch bei der Auswertung der Aufnahmen etwas komplizierter. Der QVR Pro Client ist hier praktisch Pflicht, wenn du effizient arbeiten möchtest. Positiv ist, dass QNAP diese Möglichkeit überhaupt bietet. Allerdings ist auch der QVR Pro Client nicht die „schönste“ Lösung, die ich jemals gesehen habe.

Die KI-Funktionen sind das spannendste Merkmal des TVR-AI200. Vor allem die Gesichtserkennung überzeugt im Test mit guter Erkennungsrate, umfangreichen Auswertungen und sinnvollen Benachrichtigungsoptionen. Auch die Personenzählung ist praxisnah umgesetzt. Die harte Limitierung auf maximal zwei gleichzeitige KI-Analysen bremst das System allerdings deutlich aus.

Wichtig zu wissen: Das TVR-AI200 ist kein NAS. Wenn du zusätzliche Speicher- oder Serverfunktionen erwartest, bist du hier falsch. QNAP geht bewusst den Weg eines dedizierten Überwachungssystems. Dafür punktet das Gerät mit ordentlichem Stromverbrauch, stabiler Software und der Möglichkeit, es auch direkt per HDMI zu bedienen.

Unterm Strich ist das QNAP TVR-AI200 ein leistungsfähiges, aber spezialisiertes NVR, das vor allem in kleinen bis mittleren Installationen, Büros oder Geschäften seine Stärken ausspielt. Wenn du mit den KI-Limits leben kannst und eine saubere, zentrale Überwachungslösung im klassischen Gewand suchst, bekommst du hier ein durchdachtes Gesamtpaket mit klaren Stärken, aber auch klaren Grenzen.

Ladeanalyse – VIVO X300 Pro, bis zu 90W laden?!

Wir hatten uns bereits vor einer Weile das VIVO X300 Pro im Test angesehen. Hier war es vor allem die Kamera, welche positiv hervorstach.

Allerdings gibt es einen weiteren Punkt, wo die chinesischen Smartphones traditionell sehr stark abschneiden. Das ist beim Ladetempo!

So soll auch das Vivo X300 Pro mit satten 90 W laden können! Rund das Doppelte eines S24 Ultras.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann dieses wirklich mit bis zu 90 W laden und wie lange dauert das Laden?

 

Proprietärer Ladestandard

Natürlich kann das VIVO X300 Pro an jedem x-beliebigen USB-PD-Ladegerät laden. Allerdings dies nur mit stark reduzierter Geschwindigkeit.

Willst du das volle Ladetempo, dann musst du das VIVO-eigene Schnellladegerät und Kabel nutzen!

Als Ladestandard wird hier „Vivo FlashCharge“ genutzt.

Mit dem beiliegenden Ladegerät sind maximal 11 V / 8,2 A möglich. 11 x 8,2 = 90,2, also maximal 90,2 W, die das Ladegerät liefern kann.

 

Maximale Leistungsaufnahme

Was ist aber die wirklich praktisch maximale Leistungsaufnahme des X300 Pro? Sind es wirklich 90 W? Wie verhält sich das Ladegerät an alternativen Ladegeräten?

Im Folgenden siehst du die Spitzenwerte, die ich messen konnte bei einem Akkustand von +- 10 %. Wichtig, es handelt sich hier um die ungefähren Spitzenwerte, diese können in der Praxis leicht schwanken, geben aber eine klare Tendenz vor.

Am originalen Ladegerät konnte ich eine Leistungsaufnahme von maximal 84,5 W beobachten. Allerdings ist dies die Leistungsaufnahme direkt aus der Steckdose, da ein Zwischenschalten eines meiner Messgeräte direkt zu einer reduzierten Leistung führte.

84,5 W aus der Steckdose wird nach Abzug der Effizienz des Ladegerätes bedeuten, dass +- 80 W im Smartphone laden.

Nicht ganz die theoretisch maximalen 90 W, aber 80 W ist schon eine Ansage!

Wie steht es aber um das Schnellladen an universellen USB-Power-Delivery-Ladegeräten? Zunächst ist hier für das VIVO X300 Pro ein Ladegerät mit einer PPS-Stufe sehr wichtig.

Hast du ein USB-Power-Delivery-Ladegerät ohne PPS, ist die Leistungsaufnahme auf +- 11 W limitiert!

Ja, an einem 100-W-USB-PD-Ladegerät ohne PPS lädt das VIVO X300 Pro mit maximal +- 11 W.

Mit PPS sieht es dann aber besser aus. Haben wir eine „bis 3A“-PPS-Stufe wie z. B. 5 – 11 V bei bis zu 3 A oder 5 – 21 V bei bis zu 3 A, sind +- 24 W möglich.

Bei einer bis zu 5-A-PPS-Stufe sind es +- 40 W. Damit spielt es keine Rolle, ob wir eine 5 – 11 V bei bis zu 5 A oder eine 5 – 21 V bei bis zu 5 A PPS-Stufe haben.

Das VIVO X300 Pro holt sich immer +- 8 – 9 V bei dem maximalen Strom, den dein Ladegerät liefern kann.

Aber wir sehen hier dennoch, dass mit einem universellen USB-PD-Ladegerät maximal die halbe Ladegeschwindigkeit möglich ist, verglichen mit dem original FlashCharge-Ladegerät.

 

Ladedauer

Die maximale Ladegeschwindigkeit ist das eine, die andere Frage ist, wie lange kann das VIVO X300 Pro mit 80+ W laden?

Die Antwort ist kaum eine Minute! Der größte Teil des Ladevorgangs verläuft mit 40 – 60 W, was immer noch sehr beeindruckend ist, aber auch nicht mehr ganz so krass, wie die beworbenen 90 W es vermuten lassen.

Eine 5-%-auf-100-%-Ladung dauert knapp unter eine Stunde (0:59 Minuten).

Spannenderweise ist dies +- die gleiche Dauer wie an einem universellen USB-PD-Ladegerät (mit PPS bis 5A).

So dauerte hier das Laden 1:01 h.

Zwar haben wir hier eine deutlich niedrigere Spitzenladegeschwindigkeit, aber dafür auch eine weniger harte Drosselung und ein konstanteres Laden.

Vergleichen wir das mit anderen Smartphones, können wir sehen, dass das Vivo X300 Pro mit seinen 58 Minuten signifikant schneller lädt als alle iPhones, Samsung- und Google-Smartphones, die ich bisher im Test hatte.

Bei einer „auf 60 %“-Ladung sähe der Unterschied sogar noch größer aus.

 

Fazit

Das Vivo X300 Pro zeigt beim Laden eindrucksvoll, warum chinesische Hersteller in diesem Bereich oft die Nase vorn haben. Mit dem originalen FlashCharge-Netzteil erreichst du zwar nicht ganz die beworbenen 90 Watt, aber rund 80 Watt reale Ladeleistung sind mehr als respektabel und sorgen für sehr kurze Ladezeiten. Auch wenn diese Spitzenleistung nur kurz anliegt, bleibt das gesamte Ladetempo auf einem hohen Niveau.

Gleichzeitig wird aber auch klar: Das volle Potenzial schöpfst du nur mit dem proprietären Ladegerät und Kabel aus.

An universellen USB-PD-Ladegeräten, selbst mit PPS, halbiert sich die maximale Ladeleistung deutlich. Interessant ist jedoch, dass die Gesamtladezeit am Ende kaum länger ausfällt, da das Laden konstanter und weniger aggressiv gedrosselt wird.

Unterm Strich bekommst du mit dem Vivo X300 Pro ein Smartphone, das im Alltag extrem schnell wieder einsatzbereit ist und die Konkurrenz von Apple, Samsung und Google klar hinter sich lässt. Wenn dir schnelles Laden wichtig ist und du bereit bist, das originale Ladezubehör zu nutzen, gehört das X300 Pro aktuell zu den überzeugendsten Geräten in diesem Bereich.

 

Maximale Flexibilität! Der Shelly Power Strip 4 Gen4 im Test

Shelly hat mit seinem Power Strip 4 Gen4 eine interessante smarte Steckdosenleiste auf den Markt gebracht.

So verfügt diese über 4 Slots, welche nicht nur individuell gesteuert werden können, sondern auch über eine individuelle Strommessung verfügen.

Hinzu kommt die volle Flexibilität bei der Verbindung: WLAN, Bluetooth, Zigbee und Matter werden unterstützt!

Damit ist der Shelly Power Strip 4 Gen4 derzeit ein ziemlich einmaliges Produkt.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Steckdosenleiste überzeugen? Wie steht es um die Messgenauigkeit und den Leerlaufstromverbrauch? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Shelly für das Zur-Verfügung-Stellen der Steckdosenleiste für diesen Test.

 

Der Shelly Power Strip 4 Gen4 im Test

Auf den ersten Blick handelt es sich beim Shelly Power Strip 4 Gen4 um 4x Shelly Plug S, die in einem Gehäuse zusammengefasst wurden.

Und dies ist vermutlich auch technisch nicht ganz falsch. Im Kern ist jede Steckdose bei dieser Steckdosenleiste ein einzelnes Modul, mit einer Status-LED im Rahmen und einer seitlichen Taste.

Das Gehäuse besteht dabei aus einem recht einfachen Hochglanz-Kunststoff.

Die Zuleitung ist rund 1,5 Meter lang und setzt im Inneren auf einen 1,5 mm² Aderquerschnitt, was adäquat ist.

Auf der Unterseite finden wir zwei Schraubenlöcher, mit deren Hilfe wir die Steckdosenleiste aufhängen können.

 

12A

Wichtig, jede Steckdose beim Shelly Power Strip 4 Gen4 bietet eine maximale Leistung von 12A, nicht 16A wie ansonsten üblich.

 

WLAN, Bluetooth und Zigbee!

Der Shelly Power Strip 4 Gen4 unterstützt natürlich WLAN, aber auch Bluetooth und sogar Zigbee!

Du hast hier also volle Flexibilität bei der Verbindung der smarten Steckdosenleiste.

 

4x Smart in 1

Sowohl in der WebUI wie auch in der Shelly App werden die einzelnen Steckdosen des Power Strip 4 Gen4 mehr oder weniger als individuelle Geräte erkannt und gesteuert.

So tauchen in der App nach dem Einbinden 4 Geräte auf, für jede Steckdose eins. Du kannst hierdurch aber alle Steckdosen auch wirklich individuell steuern und verwalten.

Auch in der WEB-UI werden alle 4 Steckdosen einzeln aufgelistet.

An sich ein Aufbau, gegen den ich nichts habe, ganz im Gegenteil, ich finde es super, dass sich jede Steckdose komplett einzeln steuern und überwachen lässt, aber ich hätte es nett gefunden, wenn es in der UI auch einen Tab für alle Steckdosen gemeinsam gäbe, beispielsweise der kombinierte Verbrauch usw.

 

Volle Flexibilität (kein Cloud-Zwang)

Ein großes Highlight an Shelly-Produkten ist deren Flexibilität. Du möchtest die Shelly App nicht nutzen? Kein Problem! Du kannst die Shelly-Steckdosenleiste auch einfach über einen PC oder Notebook einrichten.

So erstellt der Shelly Power Strip 4 Gen4 nach dem ersten Einstecken einen WLAN-Access-Point, in den du dich für die Einrichtung einklinken kannst. Hier kannst du diesen dann in dein heimisches WLAN einloggen.

Auch nach der Einrichtung präsentiert der Power Strip 4 Gen4 eine vollständige und Cloud-unabhängige WebUI.

Entsprechend sollte der Shelly Power Strip 4 Gen4 auch voll funktionsfähig bleiben, sollte der Hersteller mal den Support einstellen.

Du kannst diesen aber auch wie ein klassisches Smart-Home-Produkt nutzen und mit der Shelly App und Cloud verbinden.

 

Die Shelly App

Shelly hat seine Smart-Home-App ein gutes Stück anders aufgebaut als die typischen 0815-Smart-Home-Apps anderer Hersteller.

An sich immer eine Sache, die ich begrüße, aber ich bin kein großer Fan der Shelly App. Aus persönlicher Sicht finde ich diese einfach unübersichtlich und etwas kompliziert.

Klar, die App macht, was du möchtest, aber suchst du ein „möglichst einfaches“ Smart-Home-Erlebnis, bist du bei Herstellern mit der Tuya-Smart-Life-Plattform oder Switchbot besser dran.

So ist die Shelly App sehr verschachtelt und einfach etwas unübersichtlich, gerade wenn du neu in dieser bist. Auch die Steuerung der Produkte selbst über die App ist „komplizierter“.

Dies liegt aber auch daran, dass die Shelly-Produkte einen sehr großen Funktionsumfang haben und es einfach sehr viele Einstellungsmöglichkeiten gibt. So gibt es hier um einiges mehr erweiterte Optionen als bei 0815-Smart-Home-Steckdosen.

Du kannst beispielsweise selbst Skripte schreiben, Dienste wie MQTT oder Websocket nutzen usw.

Natürlich kannst du auch als Smart-Home-Einsteiger Shelly-Produkte und die Shelly App verwenden, aber die Lernkurve ist hier klar etwas höher als bei den 0815-Anbietern.

 

Als Repeater nutzbar

Spannenderweise kannst du auf Wunsch den Shelly Power Strip 4 Gen4 als WLAN-Repeater nutzen!

Die WLAN-Steckdose kann also parallel mit deinem WLAN verbunden sein und ein eigenes WLAN mit von dir wählbarer SSID und Passwort aussenden!

Allerdings sei natürlich dazu gesagt, dass die Geschwindigkeit „überschaubar“ ist. Wir kommen hier praktisch auf ca. 10 Mbit Up/Download im WLAN-N-Standard.

Dies ist aber ein nettes Feature, um beispielsweise mehrere WLAN-Steckdosen „hintereinander“ zu schalten, falls das Signal etwas dünn wird. So kannst du ein kleines „IoT-WLAN-Netz“ aufbauen.

 

MQTT und HomeAssistant

Ein Highlight von Shelly-Produkten ist die hervorragende Kompatibilität auch zu vielen Drittanbieter-Systemen, wie Homey, Smart Things, Amazon ALEXA usw.

So wird hier auch MQTT und der Home Assistant unterstützt. Gerade die Home Assistant-Unterstützung ist vorbildlich. Auch im Home Assistant wird der Power Strip als 4 Geräte erkannt.

 

Mit Matter!

Auch der Power Strip unterstützt den universellen Matter-Smart-Home-Standard. Matter erlaubt es, Smart-Home-Geräte verschiedener Hersteller in einer Plattform zu mixen.

 

Verbrauchsüberwachung

Ein sehr wichtiger Punkt beim Power Strip 4 ist die individuelle Überwachung des Stromverbrauchs jedes Anschlusses.

Du kannst bei jedem Anschluss sehen, wie viel Leistung gerade dort genutzt wird. Genau genommen wird folgendes alles angezeigt:

  • Leistung in Watt
  • Powerfaktor
  • Spannung in Volt
  • Strom in Ampere
  • Hz
  • Übertragene Leistung in Wh (Stromzähler)

Dies funktioniert hier auch in beide Richtungen.

Aber wie genau ist diese Messung? Im Folgenden vergleiche ich die Messwerte mit einem gesonderten Strommessgerät.

Erfreulicherweise scheint der Shelly Power Strip 4 Gen4 recht genau zu messen. Im Worst Case konnte ich eine Abweichung von ±5% zu meinem Messgerät beobachten.

Bei höheren Lasten sank die Abweichung sogar auf unter 1%.

Damit würde ich den Power Strip als recht akkurat einstufen.

 

Stromverbrauch

Wie hoch ist aber der Stromverbrauch des Shelly Power Strip 4 Gen4? Dieser schwankt sehr stark, je nachdem, wie viele Steckdosen du eingeschaltet hast.

So schwankt der Stromverbrauch zwischen 0,74 W, wenn alle Steckdosen aus sind, und 3 W, wenn alle aktiv sind.

Dies ist relativ viel, aber auch nicht unerwartet. Wir haben hier im Kern 4 WLAN-Steckdosen, die sich eine CPU teilen. Daher haben wir im ausgeschalteten Zustand den Verbrauch von einer normalen WLAN-Steckdose, aber eingeschaltet, wenn die Relais aktiv sind, liegt der Verbrauch eher auf dem Level von ±3 WLAN-Steckdosen.

 

Fazit

Der Shelly Power Strip 4 Gen4 richtet sich klar an anspruchsvollere Smart-Home-Nutzer und überzeugt genau dort. Du erhältst vier individuell steuer- und messbare Steckdosen, eine hohe Messgenauigkeit sowie eine aktuell seltene Protokollvielfalt mit WLAN, Bluetooth, Zigbee und Matter. Besonders positiv fallen die Cloud-unabhängige Nutzung, die offene WebUI und die sehr gute Integration in andere Smart-Home-Systeme auf.

In der Praxis arbeitet die Steckdosenleiste zuverlässig und präzise, auch Funktionen wie MQTT, Skripting oder der optionale WLAN-Repeater unterstreichen den hohen Funktionsumfang. Gleichzeitig gibt es aber auch Schwächen: Das Gehäuse wirkt eher schlicht, die Shelly App ist gerade für Einsteiger etwas unübersichtlich und der Eigenverbrauch von bis zu rund 3 Watt im Betrieb ist nicht niedrig.

Angebot
Shelly Power Strip 4 Gen4 Schwarz - Matter WLAN Mehrfachsteckdose, 4...

Pro

  • 4 Steckdosen individuell steuerbar inkl. separater Strommessung

  • Hohe Messgenauigkeit (±5 %, bei hoher Last <1 %)

  • Sehr große Protokollvielfalt: WLAN, Bluetooth, Zigbee & Matter

  • Kein Cloud-Zwang: vollständige lokale WebUI, offline nutzbar

  • Top Smart-Home-Integration (Home Assistant, MQTT, Alexa, SmartThings etc.)

  • Erweiterte Funktionen: Skripting, MQTT, WebSockets

  • Zukunftssicher durch offene Standards

Kontra

  • Nur 12A pro Steckdose (statt üblichen 16A)

  • Relativ hoher Eigenverbrauch (ca. 0,7–3 W je nach Zustand)

  • Gehäuse wirkt schlicht (Hochglanz-Kunststoff)

Unterm Strich ist der Shelly Power Strip 4 Gen4 aber eine sehr leistungsfähige und flexible smarte Steckdosenleiste für Nutzer, die maximale Kontrolle und offene Standards schätzen. Ideal, wenn du mehrere Geräte (z. B. in einem Home Lab) steuern oder den Stromverbrauch überwachen möchtest.

Link zum Hersteller /// bei Amazon