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Ein Rasenmäher mit zwei Messern?! GARDENA PowerMax Duo 46/36V im Test mit DuoBlade-Technologie

GARDENA bietet einige Akku-Rasenmäher an, das ist auch soweit nichts Besonderes. Diese werden gut mähen, aber hier wurde in der Regel nicht das Rad neu erfunden.

Allerdings hat GARDENA mit dem PowerMax Duo 46/36V etwas sehr Exotisches gemacht. Anstelle eines großen rotierenden Messers, wie es bei 99,99% aller Rasenmäher der Fall ist, haben wir zwei etwas kleinere Messer nebeneinander, die sich leicht überlappen.

Ein Konzept, das ich so zuvor noch nie bei einem Rasenmäher gesehen habe!

Wollen wir uns im Test anschauen, ob die DuoBlade-Technologie wirklich Sinn bringt oder ob dies pures Marketing ist.

An dieser Stelle vielen Dank an GARDENA für das Zurverfügungstellen des PowerMax Duo 46/36V für diesen Test.

 

Der GARDENA PowerMax Duo 46/36V im Test

Bei dem PowerMax Duo 46/36V handelt es sich um den Flaggschiff-Mäher in Gardenas LineUp. Dieser richtet sich allerdings primär an Privat-Nutzer. Entsprechend nutzt GARDENA beim Gehäuse weitestgehend Kunststoff, was den Rasenmäher aber auch entsprechend recht leicht hält.

Erfreulicherweise ist der Kunststoff des PowerMax Duo 46/36V aber hochwertig und massiv. So wirkt der Mäher klar eine Nummer hochwertiger als meine Einhell-Modelle (Einhell GE-CM 36/43 Li und Einhell GE-CM 36/34-1).

Dabei sind die Handgriffe bzw. die Stangen für die Handgriffe natürlich aus Metall. Aber auch hier wirkt die Verarbeitungsqualität merkbar besser als bei meinen Einhell-Rasenmähern.

 

Das Akku-Ökosystem

GARDENA ist seit ein paar Jahren Teil des „Power4All“-Akku-Ökosystems. So hat GARDENA keine eigenen Akkus mehr, sondern teilt sich diese mit Bosch. Für dich als Kunden natürlich ein riesen Vorteil!

So kannst du die Akkus des Rasenmähers für eine Vielzahl an verschiedenen Geräten nutzen.

Kleiner Nachteil des Power4All-Ökosystems: Die Akkus sind vergleichsweise „klein“. In der Regel wirst du entweder mit 2x 2,5 Ah oder 2x 4 Ah arbeiten.

2x? Ja, du musst in dem PowerMax Duo 46/36V zwei 18V Akkus einsetzen, für eine kombinierte Leistung von 36V.

 

Ergonomie

Bei der Ergonomie sehe ich sehr viel Positives, aber auch etwas Negatives. Ich vergleiche den PowerMax Duo hier locker gegen den Einhell GE-CM 36/43 Li.

Positiv, der GARDENA PowerMax Duo 46/36V hat einen sehr guten und stabilen Handgriff. Dieser liegt wunderbar in der Hand und wirkt massiv. Besser als der des Einhell.

Auch die Höhe ist für mich mit 1,84 cm gut gewählt. Allerdings ist der Griff NICHT im Winkel verstellbar. Du kannst ihn länger oder kürzer ausziehen, um ihn so an die Körpergröße anzupassen, aber nichts anderes.

 

Wendigkeit

Für eine Schnittbreite von 46 cm ist der GARDENA PowerMax Duo 46/36V extrem wendig und flexibel. Der Mäher lässt sich auf halbwegs glattem Rasen sehr gut schieben und wenden.

Trotz der extremen Schnittbreite ist der GARDENA PowerMax Duo 46/36V aus meiner Sicht für Frauen geeignet. Mit 15,4 kg (ohne Akkus) ist der Mäher sogar eher auf der leichteren Seite, vor allem in Anbetracht der Schnittbreite.

So weit würde ich die volle Punktzahl geben. Lediglich beim Mähen von sehr steilen Böschungen sehe ich leichte Defizite.

So brauchst du vergleichsweise viel Kraft beim „Hochschieben“ des Mähers, was, wie ich vermute, an den recht kleinen vorderen Rädern liegt. Diese erhöhen zwar die Wendigkeit, machen aber das Bewältigen buckliger Böschungen etwas schwerer.

 

DuoBlade-Technologie, die Basics

Das Besondere am PowerMax Duo 46/36V ist ganz klar die DuoBlade-Technologie. Was ist die DuoBlade-Technologie?

Anstelle eines großen Messers haben wir zwei kleinere Messer. Diese laufen synchronisiert und überlappen sich leicht in der Mitte. Hierdurch bleibt in der Mitte auch kein Streifen stehen.

Dabei sind die Messer mechanisch so gekoppelt, dass sie sich nicht gegenseitig berühren können. Angetrieben werden diese von einem großen Motor.

 

Vorteile der DuoBlade-Technologie

Aber welche Vorteile bringen die 2 Messer verglichen mit einem großen?

  • Sehr hohe Schnittbreite (46 cm) bei relativ kompakten Abmessungen
  • Neutraleres Handling und reduzierte Vibrationen (die Messer gleichen Vibrationen etwas gegenseitig aus)
  • Sehr gute Grasaufnahme

46 cm Schnittbreite

Die Schnittbreite des GARDENA PowerMax Duo 46/36V fällt mit 46 cm „gewaltig“ aus! Dabei ist der Mäher aber mit 15,4 kg vergleichsweise leicht.

Modell Schnittbreite Gewicht
GARDENA PowerMax Duo 46/36V 46 cm 15,4 kg
Bosch AdvancedRotak 36V-44-750 44 cm 15 kg
Einhell GP-CM 36/47 S HW Li 47 cm 31,3 kg
Stihl RMA 448 V 46 cm 24 kg
Husqvarna LC 347iVX 47 cm 26 kg

 

Das liegt einfach daran, dass zwei kleinere Messer nebeneinander einfach ein kleineres Deck benötigen als ein Modell mit einem großen 46 cm Messer.

Suchst du ein Modell, um „Fläche“ zu machen, ist der PowerMax Duo 46/36V HERVORRAGEND, auch wenn dieser über keinen Selbstantrieb verfügt. Zum Vergleich: Der Stihl RMA 448 V hat auch 46 cm Schnittbreite, wiegt aber einfach mal 27 kg, also über 10 kg mehr. Dieser hat zwar einen Selbstantrieb, aber gerade bei etwas verwinkelten Gärten ist es nicht sicher, ob dieser wirklich das höhere Gewicht voll ausgleicht.

 

Sehr gute Grasaufnahme, auch bei nassem Gras

Ein Highlight beim GARDENA PowerMax Duo 46/36V ist der Abtransport von Gras in den Auffangbehälter. Wir haben einen zentralen Luftstrom und Gras wird mittig in den Auffangbehälter geworfen.

Hierdurch füllt sich dieser sehr zuverlässig und gleichmäßig. Auch bei schwererem Gras konnte ich kein Verstopfen oder ähnliche Probleme beobachten. Hier arbeitet dieser klar zuverlässiger als z.B. die Einhell-Modelle, die ich kenne.

 

Mehr Schnittleistung pro Ladung?!

Ein Punkt, mit dem GARDENA wirbt, ist die Schnittleistung pro Akkuladung. „Die beiden Messer schneiden mehr Gras pro Akkuladung, sodass Du nicht mehrmals über dieselbe Stelle fahren musst, und der bürstenlose Motor sorgt für eine hervorragende Schnittleistung.“

Zur genauen Akkulaufzeit kann ich leider keine verlässliche Angabe machen, diese hängt einfach von so vielen Faktoren ab, ist der Rasen etwas höher oder müssen nur wenige mm geschnitten werden usw.

Grundsätzlich hat der PowerMax Duo 46/36V aufgrund der großen Schnittbreite eine recht hohe Effizienz. Allerdings ob diese nun durch die beiden Messer besser ist als bei einem Modell mit einem großen Messer, will ich mal dahingestellt lassen.

Letztendlich ist es egal, ob mit einem großen oder zwei kleinen Messern geschnitten wird, wir haben den gleichen Schnittwiderstand. Aufgrund der zwei Messer haben wir theoretisch sogar etwas mehr Effizienzverluste durch das Getriebe.

Schnitthöhe zwischen 25 und 65 mm verstellbar

Auf gut Deutsch gesagt, ich glaube nicht, dass der GARDENA PowerMax Duo 46/36V aufgrund der DuoBlade-Technologie eine bessere Laufzeit bietet. Wir haben subjektiv eine gute Effizienz (also wie viel Schnitt ich pro Akkuladung schaffe), was aber eher an der hohen Schnittbreite liegt.

Offiziell ist der Mäher für bis zu 600 m² geeignet, aber weniger relevant. Kaufst du zusätzlich 2x 4 Ah Akkus für +- 80€, dann schaffst du noch um einiges mehr.

 

Extrem viel Leistung!

Bei der Leistung war ich doch sehr überrascht. Der GARDENA PowerMax Duo 46/36V ist auch bei hohem, dichtem Gras der stärkste Akku-Rasenmäher, den ich bisher genutzt habe!

  1. GARDENA PowerMax Duo 46/36V
  2. Einhell GE-CM 36/43 Li
  3. Einhell GE-CM 36/34-1
  4. Husqvarna LC 141iV Akku-Rasenmäher
  5. GARDENA Akku-Rasenmäher HandyMower 22/18V P4A

So bietet der PowerMax Duo 46/36V sogar mehr Leistung als der bereits recht mächtige Einhell GE-CM 36/43 Li. Damit hätte ich absolut nicht gerechnet, da ich grundsätzlich die Power4All-Akkus für „schwächer“ als die größeren Einhell Akkus halte, was die Leistungsabgabe angeht.

Bzw. „Leistung“ ist vielleicht das falsche Wort, der PowerMax Duo 46/36V ist einfach kaum zu stoppen. Bei extrem hohem Gras, wo der Einhell GE-CM 36/43 Li schon abgewürgt hat, läuft der PowerMax Duo 46/36V durch.

Dabei besitzt dieser zwei Stufen. Bereits auf der normalen Stufe übertrifft der PowerMax Duo 46/36V den GE-CM 36/43 Li knapp. Hier gibt es zwar bei extrem dichten, hohen und schweren Grasbüscheln Situationen, wo ganz klar zu hören ist, dass der Mäher kurz vorm Abwürgen ist, aber der Einhell wäre in der gleichen Situation schon gestoppt.

Im Turbo-Modus zieht der GARDENA aber auch solche Situationen dann erstaunlich souverän durch.

 

Kein Mulchmähen

Grundsätzlich kann der GARDENA PowerMax Duo 46/36V leider nicht mulchmähen. Dies liegt einfach am DuoBlade-Design.

Allerdings ist es durchaus möglich, einfach ohne Korb zu mähen. Es fliegt zwar etwas Gras auf der Rückseite hinaus und der Schnitt wird nicht ganz so fein, aber wenn du da etwas toleranter bist, ist indirektes Mulchmähen schon möglich, optimal ist der Mäher dafür aber nicht.

 

Fazit

Der GARDENA PowerMax Duo 46/36V hat mich im Test ehrlich gesagt positiv überrascht. Am Anfang stand ja die Frage, ob die DuoBlade-Technologie wirklich Sinn bringt oder nur Marketing ist – und die Antwort ist ein klares „sowohl als auch“.

Fangen wir bei dem an, was mich am meisten beeindruckt hat: der Leistung. Der PowerMax Duo 46/36V ist der stärkste Akku-Rasenmäher, den ich bisher in den Fingern hatte. Selbst bei extrem hohem, dichtem Gras, wo mein Einhell GE-CM 36/43 Li schon längst abgewürgt hat, läuft der GARDENA einfach durch, im Turbo-Modus ohnehin. Damit hätte ich bei den vergleichsweise „kleinen“ Power4All-Akkus absolut nicht gerechnet.

Auch sonst macht der Mäher vieles richtig: Die Verarbeitung wirkt eine ganze Nummer hochwertiger als bei meinen Einhell-Modellen, er ist mit 15,4 kg (ohne Akkus) für satte 46 cm Schnittbreite erstaunlich leicht und dabei extrem wendig. Die Grasaufnahme ist top, auch bei nassem und schwerem Gras gab es kein Verstopfen. Und dank Power4All teilst du dir die Akkus mit Bosch und einer Vielzahl an weiteren Geräten, ein großer Vorteil, wenn du ohnehin im Ökosystem unterwegs bist.

Bringt die DuoBlade-Technologie also den großen Vorteil? Beim Handling und der kompakten Bauweise: ja. Bei den beworbenen Effizienz- bzw. Laufzeitvorteilen bleibe ich dagegen skeptisch. Am Ende schneiden wir mit dem gleichen Schnittwiderstand, ob mit einem großen oder zwei kleinen Messern, und durch das Getriebe hast du theoretisch sogar minimal mehr Verluste. Die gute Effizienz kommt aus meiner Sicht schlicht von der großen Schnittbreite, nicht von der Anzahl der Messer.

Ganz ohne Schwächen ist der PowerMax Duo aber nicht. Der Griff lässt sich nur in der Länge, nicht im Winkel verstellen. An steilen Böschungen brauchst du wegen der kleinen Vorderräder spürbar mehr Kraft beim Hochschieben. Und das DuoBlade-Design fordert seinen Tribut: echtes Mulchmähen ist nicht möglich, einen Selbstantrieb gibt es ebenfalls nicht.

Unterm Strich ist der GARDENA PowerMax Duo 46/36V eine klare Empfehlung, wenn du auf einer mittelgroßen bis großen, halbwegs ebenen Fläche viel Rasen mit wenig Aufwand kurzhalten willst. Für „Fläche machen“ ist er dank hoher Schnittbreite, niedrigem Gewicht und roher Kraft hervorragend und trotz der 46 cm auch für Frauen gut zu handhaben. Hast du dagegen ein sehr hügeliges Grundstück oder willst zwingend mulchen, solltest du dir die Sache genauer überlegen. Wer einfach nur kräftig und komfortabel mähen möchte, bekommt hier aber einen der besten Akku-Mäher, die mir bisher untergekommen sind.

GARDENA PowerMax Duo 46/36V
Positiv
Stärkster Akku-Rasenmäher im Test
Hochwertige Verarbeitung
Sehr hohe Schnittbreite (46 cm)
Mit 15,4 kg (ohne Akkus) sehr leicht für die Schnittbreite
wendig und flexibel
Sehr gute, zuverlässige Grasaufnahme, auch bei nassem Gras
Power4All-Ökosystem
Negativ
Kein direktes Mulchmähen möglich (DuoBlade-Design)
An steilen Böschungen wegen kleiner Vorderräder mehr Kraftaufwand
Power4All-Akkus vergleichsweise klein in maximaler Kapazität
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Creative Sound Blaster GS5 im Test: Kompakte Soundbar für den Schreibtisch (rund 70 €)

Creative bietet mit der Sound Blaster GS5 eine einfache und recht kompakte Soundbar für den Schreibtisch und das kleine Wohnzimmer an.

Neben den recht kompakten Abmessungen und dem günstigen Preis von um die 70 € kann diese dabei vor allem mit einer netten Anschlussvielfalt punkten. Neben Bluetooth ist auch ein optischer Eingang, USB- und AUX-Eingang vorhanden.

Liest sich doch ganz gut! Aber was kann die Creative Sound Blaster GS5 in der Praxis und vor allem wie klingt sie? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Creative für das Zur-Verfügung-Stellen der Sound Blaster GS5 für diesen Test.

 

Die Creative Sound Blaster GS5 Soundbar im Test

Mit 510 x 102,7 x 82,6 mm ist die GS5 eine recht kompakte Soundbar. Diese sehe ich weniger für den Einsatz in einem großen Wohnzimmer und mehr am Schreibtisch oder im Jugendzimmer.

Gerade für die Nutzung am Schreibtisch vor dem Monitor ist die Größe der GS5 gut passend.

Dabei setzt diese auf den ersten Blick auf eine recht schlichte Optik. So ist die Soundbar weitestgehend aus einem schwarzen Kunststoff gefertigt. Große Farbakzente gibt es keine.

Die Verarbeitungsqualität ist dabei solide, aber auch nichts Besonderes.

Gesteuert wird die Soundbar wahlweise direkt am Gerät, seitlich haben wir hier entsprechende Steuerungstasten, oder über die beiliegende Fernbedienung.

 

Stromversorgung

In der GS5 ist KEIN Akku verbaut. Die Soundbar muss über ein beiliegendes 24V/1A Netzteil mit Strom versorgt werden.

 

Umfangreiche Verbindungsmöglichkeiten

Neben Bluetooth bringt die GS5 auch einige kabelgebundene Verbindungsmöglichkeiten mit.

  • Bluetooth
  • 3,5 mm AUX-Eingang
  • Optischer Toslink-Eingang
  • USB-C

Zunächst haben wir den ganz klassischen 3,5-mm-Audio-Eingang „AUX“. Neben diesem haben wir den ebenfalls weiter sehr verbreiteten Toslink-Anschluss. Wenn möglich, solltest du diesen bei einem TV-Setup nutzen.

Zu guter Letzt kannst du aber die Soundbar auch via USB mit einem PC verbinden. Dort wird die Soundbar als „Soundgerät“ erkannt.

Das Einzige, was vielleicht fehlt, wäre ein HDMI-ARC-Eingang, aber abseits davon sind die Anschlussmöglichkeiten der GS5 sehr großzügig.

 

LED-Leiste

Am unteren Rand besitzt die Soundbar eine kleine RGB-LED-Leiste. Diese kann im Betrieb in verschiedenen Modi leuchten oder du kannst sie auch ausschalten.

Das Ganze ist ein Gimmick.

 

PC-Software

Verbindest du die Soundbar mit einem PC, kannst (musst du nicht) die Creative Software herunterladen.

Diese erlaubt noch einige Klanganpassungen, EQ-Settings und eine erweiterte Steuerung der LED-Leiste.

 

Klanganpassungen auch via Fernbedienung

Du kannst den Klang der GS5 Soundbar nicht nur über die PC-Software anpassen (wenn auch hier etwas umfangreicher), sondern auch direkt über die Fernbedienung. Neben zwei Raumklang-Modi kannst du hier auch Höhen und Tiefen anpassen.

 

Klang der Creative Sound Blaster GS5

Wie so oft im Leben kommt es auch bei der Sound Blaster GS5 etwas auf deine Erwartungshaltung an. Wir haben hier im Kern einen relativ kompakten (vom Volumen) Stereo-Lautsprecher, ohne Subwoofer-Support.

Entsprechend kann der Sound Blaster GS5 keinen „Raum zum Beben bringen“. Erwartest du dies hier, wirst du enttäuscht.

Aber was kann der Sound Blaster GS5? Bei dem GS5 handelt es sich um ein Upgrade zu Lautsprechern, die in einem Monitor oder einfachen Fernseher verbaut sind.

Dabei liefert die Soundbar einen sehr runden und klaren Klang. Die Höhen sind sauber und angenehm brillant, ohne zu überschärfen. Gerade für einen Lautsprecher ohne gesonderte Hochtöner macht die GS5 hier einen sehr guten Job!

Auch die Bässe sind erstaunlich rund und satt. Gerade bei einem niedrigen bis mittleren Sitzabstand klingt die Soundbar sehr schön rund. Der Bass hat ein gutes Volumen und einen ordentlichen Tiefgang.

Ja, ein großer Subwoofer liefert noch mehr Bass, aber für eine Soundbar in dieser Größenklasse ohne Subwoofer-Support gibt es absolut nichts zu bemängeln. Vor allem der Tiefgang ist solide!

Selbst die Mitten sind gelungen. Stimmen und Gesang werden gut und natürlich dargestellt, ohne dass die Soundbar blechern klingt.

Allgemein klingt die Soundbar erfreulich hochwertig und „natürlich“, mit einer Einschränkung.

Die GS5 bringt zwei Klang-Modi mit, Standard und Super Wide. Mit dem Super-Wide-Modus konnte ich mich nicht anfreunden. Ja, die Soundbar klingt „breiter“, aber bekommt auch einen leicht blechernen Unterton in den Mitten.

Bei einem „Schreibtisch“-Sitzabstand, wenn du die Soundbar dort unter deinem Monitor nutzt, klingt sie auch im Standard-Modus bereits ausreichend breit und generell hochwertiger, „echter“ und ausgewogener.

 

Fazit zur Creative Sound Blaster GS5

Die Creative Sound Blaster GS5 ist aus meiner Sicht eine solide und vor allem klanglich überzeugende Soundbar, wenn du sie im richtigen Umfeld einsetzt.

Und dieses Umfeld ist für mich ganz klar der Schreibtisch. Genau hier spielt die GS5 ihre Stärken aus. Die kompakten Abmessungen passen wunderbar unter einen Monitor und beim typischen Schreibtisch-Sitzabstand klingt die Soundbar rund, klar und erstaunlich hochwertig. Die Höhen sind sauber und angenehm brillant, die Mitten natürlich und selbst der Bass hat für die Größenklasse einen wirklich ordentlichen Tiefgang. Für ein Setup ohne separaten Subwoofer in dieser Preisklasse gibt es hier kaum etwas zu meckern.

Als Upgrade zu den mageren Lautsprechern in einem Monitor oder einem einfachen Fernseher macht die GS5 also einen richtig guten Job. Was du hier allerdings nicht erwarten solltest, ist ein großes Wohnzimmer, das zum Beben gebracht wird. Dafür ist die GS5 schlicht nicht gemacht, wer den ganzen Raum beschallen will, ist mit einer größeren Soundbar samt Subwoofer ganz klar besser bedient.

Positiv fallen außerdem die üppigen Anschlussmöglichkeiten auf. Mit Bluetooth, AUX, Toslink und USB-C bist du bestens aufgestellt, einzig ein HDMI-ARC-Eingang fehlt. Die RGB-LED-Leiste ist ein nettes Gimmick, mehr aber auch nicht.

Unterm Strich: Für rund 70 € bekommst du mit der Creative Sound Blaster GS5 eine kompakte Soundbar mit tollem Klang für den Schreibtisch und kleinere Räume. Wenn du genau das suchst, kann ich dir die GS5 empfehlen.

Über 200x Powerbanks im Vergleich, welche ist die beste Powerbank 2026?

Auf Techtest.org habe ich mittlerweile über 200 Powerbanks der verschiedensten Hersteller im Test gehabt – seit 2016, alle selbst gekauft und selbst vermessen. Von hervorragenden Modellen bis hin zu solchen mit betrügerischer Kapazitätsangabe war hier wirklich alles dabei. In diesem Artikel bündle ich dieses Wissen und beantworte dir die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird: Was ist die beste Powerbank 2026?

Die beste Powerbank 2026 im Test auf Techtest.org

Wichtig vorweg: Alle hier aufgelisteten Powerbanks wurden von mir persönlich auf Techtest.org getestet! Es handelt sich also nicht um eine Zusammenstellung von Datenblättern oder Amazon-Bewertungen. Über einen Klick auf das jeweilige Modell landest du direkt im ausführlichen Einzeltest.

🏆 Die beste Powerbank 2026 – meine Empfehlungen auf einen Blick

Die „eine beste“ Powerbank gibt es nicht – es kommt darauf an, was du laden willst. Meine Top-Tipps je Kategorie:

  • Beste Allround-Powerbank (20.000 mAh): Anker A1383 – 65 W & integriertes Kabel für ca. 40 €
  • Beste High-End-Powerbank: Edge X100 – technisch top, aber teuer
  • Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis (140 W): Anker 737 für ca. 100 € bzw. INIU BI-B64 für ca. 70 €
  • Beste kompakte 10.000 mAh: INIU P50
  • Günstiger Geheimtipp: Baseus PPAP20K für ca. 25 €

Warum es die eine perfekte Antwort nicht gibt und welche Powerbank für dich die richtige ist, klären wir jetzt Kategorie für Kategorie.

Welche ist die beste Powerbank 2026?

Wenn du eine einfache Antwort suchst, welche die beste Powerbank auf dem Markt 2026 ist, muss ich dich enttäuschen – diese gibt es nicht, oder sie wäre schlicht unseriös. Welche die beste Powerbank für dich ist, hängt von vielen Faktoren ab: Was möchtest du laden – Smartphones, Tablets oder sogar Notebooks? Wie viel Kapazität brauchst du? Mehr Kapazität ist zwar meist „besser“, bedeutet aber auch eine größere und schwerere Powerbank – und das ist wieder ein Nachteil.

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Mehr Informationen

Daher gebe ich dir im Folgenden eine Übersicht über die verschiedenen Powerbank-Klassen – und welche Modelle ich dir 2026 jeweils empfehlen würde.

Die beste Allround-Powerbank 2026 (20.000 mAh)

20.000 mAh ist die beliebteste Powerbank-Größe. Hier schauen wir uns ein paar gute Allround-Modelle an, mit einer Ausgangsleistung von 45 W oder mehr. Das ist für Apple-, Google- und Samsung-Smartphones in der Regel ideal – und 45 W reichen meist sogar für Tablets und Notebooks.

Modell Echte Kapazität Leistung Preis
Anker A1383 17834 mAh 65 W ca. 40 €
CUKTECH PB200N 18124 mAh 45 W ca. 30–40 €
INIU P51L-E2 19660 mAh 45 W ca. 30 €

✅ Meine Empfehlung: Die Anker A1383 ist für die meisten die beste Allround-Powerbank 2026 – 65 W, integriertes Kabel, in 1:38 h voll und trotzdem nur ca. 40 €.

Die A1383 ist derzeit eine der spannendsten Anker-Powerbanks. Auf den ersten Blick wirkt sie unauffällig, aber wir haben hier bis zu 65 W Eingangs- und Ausgangsleistung – womit sie sogar für Notebooks interessant ist und in ca. 1:38 h vollständig geladen ist. Dabei kostet sie lediglich um die 40 €, was mehr als fair ist!

Anker A1383 – beste Allround Powerbank 2026

Alternativ empfehle ich dir die CUKTECH PB200N. Diese ist noch etwas günstiger und bietet eine sehr gute echte Kapazität, hat aber „nur“ 45 W – was für den normalen Alltag aber bereits mehr als ausreichend ist. Nachteil: Sie ist relativ groß und schwer.

Umgekehrt ist die INIU P51L-E2 extrem leicht und kompakt für 20.000 mAh und 45 W. Allerdings kann sie die 45 W nicht konstant liefern und verzichtet auf die 20-V-Stufe. Bei Smartphones ist das in der Regel kein Problem, für Notebooks ist sie aber nicht oder nur bedingt geeignet.

Zusammengefasst, alle teils deutlich unter 50 €:

  • Anker A1383 – hohe Ausgangsleistung 65 W, integriertes Ladekabel, 0 % auf 100 % in 1:38 h, um die 40 €
  • CUKTECH PB200N – unter 40 €, 45 W Ausgangsleistung, sehr große PPS-Range, 0 % auf 100 % in 3:40 h
  • INIU P51L-E2 – extrem kompakt und leicht, bis zu 45 W (allerdings nicht konstant), 0 % auf 100 % in 4 h

Die beste High-End-Powerbank 2026 (bis zu 27.000 mAh / 99 Wh)

Du willst eine High-End-Powerbank mit hoher Eingangs- und Ausgangsleistung und viel Kapazität? Diese Modelle sind für Smartphones in der Regel „übertrieben“ und eher für Notebooks sinnvoll.

Modell Echte Kapazität Leistung Preis
Edge X100 28741 mAh 140 W ca. 250 €
Anker Prime (26K, 300W) 24267 mAh 140 W ca. 200 €
Anker 737 (PowerCore 24K) 20867 mAh 140 W ca. 100 €
INIU BI-B64 23518 mAh 140 W ca. 70 €
CUKTECH 15 Ultra 17482 mAh 140 W ca. 100 €
Anker Zolo (25 Ah, 165 W) 21195 mAh 100 W ca. 100 €

✅ Preis-Leistungs-Sieger: Die Anker 737 (ca. 100 €) bleibt auch im 2026er-Nachtest die rundeste 140-W-Powerbank. Willst du sparen, ist die INIU BI-B64 für ca. 70 € fast ein Schnäppchen.

Die so ziemlich beste Powerbank, die ich bisher im Test hatte, ist die Edge X100. Sie bietet mit bis zu 28.741 mAh eine gewaltige echte Kapazität, einen 140-W-USB-C-Port, 140 + 65 W gleichzeitig und konstant, eine perfekte PPS-Range, ein umfangreiches Display und viele Einstellungsmöglichkeiten. Leider ist sie mit 250 € sehr teuer – wodurch sie sich für die wenigsten wirklich lohnt.

Auf Platz 2 folgt die Anker Prime Powerbank (26K, 300W). Diese ist für ihre Kapazität von 26.250 mAh und die maximale Ausgangsleistung von 300 W (2× 140 W USB-C) extrem kompakt und leicht. Dazu kommen ein großes Farbdisplay, umfangreicher App-/Bluetooth-Support, eine perfekte PPS-Range und vor allem extrem schnelles Laden: 0 % auf 100 % in bis zu 48 Minuten mit zwei 140-W-Netzteilen. Allerdings liefert sie die 300 W nur als Spitzenleistung (konstant etwa 140 W) und kostet mit rund 200 € ebenfalls recht viel.

Anker Prime 26K 300W High-End-Powerbank im Test

Auf Platz 3 und als meine Preis-Leistungs-Empfehlung folgt ein echter Klassiker: die Anker 737 (PowerCore 24K). Sie war eins der ersten Modelle überhaupt mit 140 W und ist mittlerweile für um die 100 € erhältlich. In meinem aktuellen 2026er-Nachtest hat sich gezeigt: Die 737 ist auch heute noch absolut top – perfekte PPS-Range, schönes Display, angenehmer Formfaktor und eine hohe, stabile Leistung. Technisch ist sie der INIU BI-B64 sehr ähnlich, wirkt durch Display und Verarbeitung aber noch eine Spur wertiger. Für rund 100 € bekommst du hier eine der rundesten 140-W-Powerbanks überhaupt.

Willst du dennoch möglichst wenig ausgeben, ist die INIU BI-B64 mit um die 70 € fast ein Schnäppchen für eine 140-W-Powerbank. Auch sie bietet eine sehr hohe praktische Kapazität, perfekte PPS-Range, schnelles Laden usw. – und ist damit die günstigste vernünftige Wahl in dieser Liste.

Die CUKTECH 15 Ultra ist gerade für Xiaomi-Nutzer sehr interessant, bietet aber auch bis zu 140 W nach dem universellen USB-PD-Standard. Sie ist sehr hochwertig und lädt extrem schnell: In gerade einmal 35 Minuten ist sie komplett voll.

CUKTECH 15 Ultra 165W Powerbank im Test

Die Anker Zolo Power Bank (25 Ah, 165 W) ist ein etwas schwieriger Fall. Mit 100 € ist sie ± genauso teuer wie die Anker 737, hat aber nur einen 100-W-USB-C-Port und kann diese 100 W auch nicht konstant liefern. Dafür mag ich die zwei integrierten Ladekabel sehr, die ich in der Praxis wirklich schätze. Deshalb will ich auch dieses Modell empfehlen.

Zusammengefasst:

  • Edge X100 – sehr teuer, sehr hohe Kapazität, sehr hohe Ausgangsleistung, volle PPS-Range, 0 % auf 100 % in 1:18 h
  • Anker Prime Powerbank (26K, 300W) – sehr kompakte High-End-Powerbank mit 26.250 mAh, bis zu 300 W (2× 140 W USB-C), perfekter PPS-Range, großem Farbdisplay und App-Support, 0 % auf 100 % in bis zu 0:48 h, aber sehr teuer (ca. 200 €)
  • Anker 737 – meine Preis-Leistungs-Empfehlung, im 2026er-Nachtest weiterhin top, Klassiker mit perfekter PPS-Range, gutem Display und schönem Formfaktor, 0 % auf 100 % in 0:48 h, ca. 100 €
  • INIU BI-B64 – günstigste 140-W-Option, perfekte PPS-Range, 0 % auf 100 % in 1:25 h, ca. 70 €
  • CUKTECH 15 Ultra – sehr hohe und stabile Eingangs- und Ausgangsleistung, sehr gute PPS-Range, 0 % auf 100 % in 0:38 h, etwas niedrigere Kapazität
  • Anker Zolo Power Bank (25 Ah, 165 W) – 2× integrierte Ladekabel extrem praktisch, gutes Display, nicht konstant 100 W, 0 % auf 100 % in 1:57 h

Die technisch beste 10.000 mAh Powerbank

Wenn du die technisch beste 10.000-mAh-Powerbank suchst und dir Abmessungen und Gewicht nicht so wichtig sind, gibt es zwei spannende Kandidaten.

Modell Echte Kapazität Leistung Preis
Strong S-19 10694 mAh 140 W ca. 50 €
CUKTECH 10 8660 mAh 100 W ca. 50 €

Die reine Königin der Leistung ist die Strong S-19. Sie kombiniert 12.000 mAh mit einem 140-W-USB-C-Port (176 W über alle Ports gleichzeitig) – das ist in der 10.000-mAh-Klasse einmalig! Dabei liefert sie die 140 W nahezu konstant und lädt selbst mit bis zu ca. 132 W wieder auf, wodurch sie in unter 30 Minuten voll ist. Extrem schnell! Hinzu kommen eine top Verarbeitung, ein nützliches Display und sogar bereits AVS-Support. Der große Haken ist die schwache PPS-Range (nur 3,3–11 V bei 3 A): Samsung-„Ultra“-Geräte und Google-Pixel-Modelle laden hier also nicht mit vollem Tempo. Zudem ist die S-19 mit 415 g recht groß und schwer für „nur“ 12.000 mAh. Ideal ist sie damit vor allem für Apple-Nutzer und Handheld-Konsolen wie das Steam Deck, wo hohe Leistung und schnelles Laden zählen, PPS und maximale Kapazität aber zweitrangig sind.

Die ausgewogenere Wahl ist die CUKTECH 10. Sie bietet 100 W Ausgangsleistung, eine große PPS-Range und ist in gerade einmal 44 Minuten von 0 % auf 100 % gebracht. Anders als die Strong S-19 lädt sie dank ihrer großen PPS-Range auch aktuelle Samsung- und Pixel-Smartphones mit vollem Tempo – für die meisten ist sie daher die rundere Empfehlung. Allerdings ist auch die CUKTECH 10 relativ groß und schwer für ein 10.000-mAh-Modell.

Die beste kompakte 10.000 mAh Powerbank

Du suchst eine kompakte und praktische 10.000-mAh-Powerbank für dein Smartphone?

Modell Echte Kapazität Leistung Preis
INIU P61-E1 9779 mAh 20 W ca. 30 €
INIU P50 8729 mAh 45 W ca. 40 €

Hier würde ich wahlweise die INIU P61-E1 oder INIU P50 wählen. Die INIU P61-E1 ist eine sehr schön kompakte 10.000-mAh-Powerbank mit einem Standard-20-W-USB-C-Port. Also nichts Außergewöhnliches (abseits der ultrakompakten Abmessungen), aber eine gute Standard-Powerbank.

INIU P50 kompakte 10.000 mAh Powerbank im Test

Die INIU P50 hingegen bietet ebenfalls sehr kompakte Abmessungen, aber bis zu 45 W Ausgangsleistung. Zwar nicht konstant, aber für das schnelle Laden von iPhones und Samsung-Galaxy-Geräten ist das völlig ausreichend.

  • INIU P61-E1 – eine sehr kompakte „Standard“-10.000-mAh-Powerbank
  • INIU P50 – eine sehr kompakte Powerbank mit sehr hoher Ausgangsleistung

Powerbank Preis-Leistungs-Tipps 2026

Du suchst eine Powerbank, die dir möglichst viel Kapazität zum günstigen Preis bietet?

Modell Echte Kapazität Leistung Preis
Baseus PPAP20K 18788 mAh 20 W ca. 25 €
INIU BI-B5 18248 mAh 20 W ca. 25 €
VEGER V2053 20000mAh 18179 mAh 20 W ca. 25 €

Ab und an gibt es bei Amazon und im Einzelhandel richtig gute Powerbank-Deals, wie z. B. die Maxsure 20.000 mAh Powerbank mit 100 W oder die Re-load Powerbank mit 20.000 mAh von Action. Leider sind diese oft nur temporär verfügbar. Daher konzentriere ich mich hier auf Modelle, die „dauerhaft“ oder zumindest schon länger zu einem guten Kurs verfügbar sind:

Alle drei bieten um die 20.000 mAh und 20 W Ausgangsleistung. 20 W sind zwar nicht die Welt, reichen aber, um gerade Apple- und Samsung-Smartphones „flott“ zu laden. In der Regel sind diese Modelle für 20–25 € erhältlich.

Powerbank mit extra viel Kapazität

Die meisten herkömmlichen Powerbanks haben maximal ± 27.000 mAh, da dies rund 100 Wh entspricht. 100 Wh ist das Limit, das du ohne Probleme mit an Bord eines Flugzeuges nehmen darfst – weshalb die meisten Hersteller darunter bleiben. Ist dir das egal und du willst einfach mehr Kapazität (z. B. für Notebooks)? Dann empfehle ich dir diese Modelle:

Modell Echte Kapazität Leistung
4smarts Lucid Maxx 60000mAh 55246 mAh 140 W
Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 46373 mAh 100 W

Die 4smarts Lucid Maxx 60000mAh ist eine richtig gute Powerbank mit 140 W Ausgangsleistung und einer gewaltigen echten Kapazität von 55.246 mAh.

4smarts Lucid Maxx 60000mAh Powerbank im Test

Leider ist dieses Modell nur schwer erhältlich. Die Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 hingegen bekommst du im Handel ohne Probleme, hat mit 100 W ebenfalls eine sehr gute Leistung und mit praktischen 46.373 mAh eine starke Kapazität. Ansonsten ist sie allerdings recht einfach gehalten.

Alle getesteten Powerbanks im Überblick

Neben den hier empfohlenen Powerbanks gibt es natürlich noch dutzende spannende Modelle. Auf Techtest findest du mittlerweile deutlich über 200 Powerbank-Tests seit 2016. Hier eine Liste mit aktuell verfügbaren Modellen, die ich bisher getestet habe (Klick auf den Namen führt zum Einzeltest):

Modell Kapazität Leistung USB PD
4smarts Enterprise 2 20000mAh 14923 100 W
4smarts Graphene Pro UltiMag 20468 100 W
4Smarts Lucid Air 26318 65 W
4smarts Lucid Maxx 60000mAh 55246 140 W
4smarts Lucid Ultra 37254 100 W
4Smarts Powerbank Enterprise Ultra 21889 100 W
4Smarts VoltHub Graphene 20.000mAh 13366 100 W
A ADDTOP Powerbank 26800 mAh 16466 20 W
AMEGAT 100W 20.000 mAh 17536 100 W
AMEGAT PBC2020 16942 100 W
AMEGAT PBQ2010 18674 30 W
AMEGAT Powerbank 140W 27600mAh 24160 140 W
Anker 334 Magnetic Powerbank 10K 9602 20 W
Anker 335 Powerbank (PowerCore 20K) 18968 20 W
Anker 533 PowerCore 8230 30 W
ANKER 537 Powerbank 20751 65 W
Anker 737 (PowerCore 24K) 20867 140 W
Anker A1340 Prime 27.650mAh 250W 22025 140 W
Anker A1383 17834 65 W
Anker Nano Powerbank 10.000mAh 8454 30 W
Anker Powerbank 20.000 mAh mit 22,5 W 18368 20 W
Anker Prime Powerbank 20000 mAh 200W 16864 100 W
Anker Zolo Power Bank (25 Ah, 165 W) 21195 100 W
Anker Zolo Power Bank 20K 30W A1689 18410 30 W
Anker Zolo Powerbank 9413 30 W
AsperX 145 W Powerbank mit 24.000 mAh 20660 100 W
Baseus Magsafe Powerbank 6000mAh 5880 20 W
Baseus Picogo AM41 8729 27 W
Baseus Power Bank 20000mAh 65 W 17614 65 W
Baseus PPAP20K 18788 20 W
Baseus PPBLD100-S 17172 100 W
Belkin BPB027 9270 20 W
BOOMPODS Powerboom 10.000 mAh 8253 18 W
Canyon PB-301 28895 20 W
Chargeasap Flash Pro 19719 100 W
Charmast C3007 24938 20 W
CUKTECH 10 8660 100 W
CUKTECH 10 Mini 8187 45 W
CUKTECH 15 Air 13107 65 W
CUKTECH 15 Ultra 17482 140 W
CUKTECH 20 21536 140 W
CUKTECH PB100 8415 30 W
CUKTECH PB200N 18124 45 W
DIAIDIAI 26800mAh Powerbank 13746 20 W
EasyLonger EL268PRO 20904 100 W
EASYLONGER Laptop PowerBank PD 65W 19809 65 W
Edge X100 28741 140 W
EINOVA Laptop-Powerbank 18677 45 W
Elecjet Apollo Ultra A10X 9244 65 W
Epico PB 100W 20000 mAh 17091 100 W
Green Cell Powerbank GC PowerPlay Ultra 26800mAh 21201 65 W
HyperJuice HJ245B 25212 100 W
imuto SCP-100 19679 100 W
INIU BI-B5 18248 20 W
INIU BI-B61 9511 20 W
INIU BI-B62 18473 65 W
INIU BI-B63 23240 100 W
INIU BI-B64 23518 140 W
INIU BI-B7 5895 20 W
INIU P41L-E1 9828 20 W
INIU P45-E1 5117 20 W
INIU P50 8729 45 W
INIU P51-E2 19559 20 W
INIU P51L-E1 19694 20 W
INIU P51L-E2 19660 45 W
INIU P55L-E2 9516 45 W
INIU P61-E1 9779 20 W
INIU P63-E1 21340 100 W
INIU P73-E1 9647 45 W
KOOSEED 145W Power Bank 24669 100 W
Kovol 50.000 mAh 100 W Powerbank 16208 100 W
Kuulaa KL-YD18AM 18979 18 W
Lachy LY043 15707 20 W
LinkOn 136W Power Bank Neutron 26800mAh 20882 100 W
LYNXER RPP-272 12117 65 W
Maxsure 20.000 mAh Powerbank mit 100 W 16523 100 W
Nitecore NB10000 9411 18 W
Nitecore NB20000 18822 45 W
Nitecore NB20000 GEN3 14850 20 W
PowerAdd Pro DISP 2000 13093 20 W
QOOVI 50.000 mAh 100 W 48895 100 W
RealPower PB-20000PD+ 18748 18 W
RealPower PB-20k PD 19837 18 W
Re-load Powerbank mit 20.000 mAh 16378 18 W
Revolt ZX-3048-675 15260 65 W
Revolt ZX-3427-675 49249 65 W
Rocoren RCBP5K-67.5 49954 20 W
SAMUEL SA-111 17704 30 W
Sandberg All-in 1 Powerbank 27000 PD 240W 24568 140 W
Sandberg Powerbank USB-C PD 100W 38400 33203 100 W
Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 46373 100 W
sharge HyperTower 170 21859 100 W
SHARGEEK STORM 2 Slim 16233 100 W
Smileader CPB50 42638 20 W
Strong S-19 10694 140 W
UGREEN 145W Powerbank mit 25000mAh 21715 100 W
UGREEN Nexode 130W 20000mAh 17482 100 W
UGREEN Nexode Pro PB728 200 W 21745 100 W
VEGER 30000mAh Powerbank 27249 20 W
VEGER V2053 20000mAh 18179 20 W
Veger V2503 19140 100 W
VOLTCRAFT VC-C909 23119 140 W
VOLTERO S25 23356 100 W
Xiaomi 165W Power Bank 10000mAh 8424 65 W
XLayer Power Bar 17168 65 W
Xtorm FS5201 Fuel Series 5 18845 35 W
Xtorm Nova Pro 16334 100 W
Xtorm Titan Ultra XB403 21845 140 W

PPS erklärt: kompliziert – aber 2026 wichtig für die Kaufentscheidung

USB Power Delivery (USB PD) ist mittlerweile der De-facto-Standard beim Schnellladen. Über USB-C können heute bis zu 100 W, mit USB PD 3.1 sogar bis zu 240 W übertragen werden. Viele Hersteller wie Apple, Samsung, Google und Nintendo setzen darauf.

Was ist PPS und AVS? USB Power Delivery Ladegeräte mit PPS, Übersicht und Info

PPS ist eine Erweiterung dieses Standards und steht für „Programmable Power Supply“.

Ein normales USB-PD-Ladegerät bietet feste Spannungsstufen, z. B. 5 V, 9 V, 12 V, 15 V oder 20 V. PPS erlaubt es, innerhalb eines bestimmten Bereichs (z. B. 3,3–21 V) eine „frei“ wählbare Spannung auszugeben. Dein Smartphone kann sich also sehr fein aussuchen, mit welcher Spannung es gerade am effizientesten lädt. Das entlastet die Elektronik im Gerät und kann das Ladetempo erhöhen.

PPS ist Teil der USB-Power-Delivery-3.0-Spezifikation. Hat ein Ladegerät PPS, unterstützt es immer auch USB PD 3.0. Umgekehrt muss ein USB-PD-3.0-Ladegerät aber nicht zwingend PPS unterstützen.

Macht PPS das Laden wirklich schneller?

Viele Geräte benötigen kein PPS, um schnell zu laden. iPhones z. B. ist es egal, ob dein Ladegerät PPS hat oder nicht. Ähnliches gilt für praktisch alle mir bekannten Notebooks, viele Tablets und Konsolen – die profitieren zwar von USB PD, aber nicht zwingend von PPS. Kann dein Smartphone kein PPS, dein Ladegerät aber schon, ist das überhaupt kein Problem.

Anders sieht es bei immer mehr Smartphones aus, die PPS benötigen, um ihr volles Ladetempo zu erreichen. Dazu gehören u. a.:

  • Samsung Galaxy S20 / S20+ / S20 Ultra
  • Samsung Galaxy S21 / S21+ / S21 Ultra
  • Samsung Galaxy S22 / S22+ / S22 Ultra
  • Samsung Galaxy S23 / S23+ / S23 Ultra
  • Samsung Galaxy S24 / S24+ / S24 Ultra
  • Samsung Galaxy A55
  • Xiaomi Mi 9, Mi 10
  • Motorola One Hyper
  • Google Pixel 6 / 6 Pro
  • Google Pixel 7 / 7 Pro
  • Google Pixel 8 / 8 Pro
  • Nothing Phone (1) und (2)

Natürlich laden diese Modelle auch an einem normalen USB-PD- oder Quick-Charge-Ladegerät. Ohne PPS kann das Ladetempo aber teilweise deutlich niedriger ausfallen. Gerade bei den großen Samsung-Geräten mit bis zu 45 W brauchst du ein USB-PD-PPS-Ladegerät, wenn du die „volle“ Geschwindigkeit möchtest.

PPS ist nicht gleich PPS

Wie bei USB PD selbst gibt es auch bei PPS verschiedene Leistungsstufen und Spannungsbereiche. Die „Traum-Stufe“ wäre z. B.:

  • 3,3–21 V bei bis zu 5 A

Damit lassen sich praktisch alle aktuellen Smartphones optimal bedienen, inkl. der 45-W-Samsung-Modelle. In der Praxis gibt es aber sehr viele Varianten – und das macht PPS für Endnutzer verwirrend. Ein 100-W-USB-C-Port kann z. B.:

  • gar kein PPS unterstützen
  • 3,3–21 V bei bis zu 5 A bieten (super)
  • nur 3,3–21 V bei bis zu 3 A bieten
  • nur 3,3–11 V bei bis zu 5 A bieten
  • oder nur 3,3–11 V bei bis zu 3 A bieten

Nur weil auf einem Ladegerät oder einer Powerbank „100 W USB-C PD“ steht, heißt das also nicht automatisch, dass PPS vorhanden ist – und falls doch, ist die PPS-Stufe nicht immer groß genug, um z. B. ein Samsung Galaxy S23/S24 Ultra mit vollen 45 W zu laden. Gerade die Samsung-Flaggschiffe brauchen eine PPS-Stufe, die im Bereich von ca. 9–11 V bis zu 5 A liefern kann. Sonst laden sie unter Umständen nur mit ~14–25 W, obwohl dein Ladegerät eigentlich 100 W kann.

Was ist PPS und AVS bei USB Power Delivery

AVS – der Nachfolger von PPS bei sehr hoher Leistung

Mit USB Power Delivery 3.1 wurde die maximale Leistung auf bis zu 240 W angehoben und die Spannung auf bis zu 48 V erweitert. In diesem Zuge entstand eine neue Variante des programmierbaren Ladens:

  • AVS = „Adjustable Voltage Supply“

AVS deckt den Bereich ab ca. 15–48 V ab und ist sozusagen die „High-Power-Version“ von PPS. In der Praxis spielt AVS aktuell (noch) eine sehr kleine Rolle, da es kaum Endgeräte gibt, die AVS aktiv nutzen. Für klassische Powerbanks bis 100 Wh und Smartphones ist „normales“ PPS weiterhin der relevante Standard.

📌 Was heißt das für dich beim Powerbank-Kauf 2026?

  • Hast du ein aktuelles Samsung Galaxy (S20–S24, A55 etc.) oder Google Pixel (ab Pixel 6), lohnt sich eine Powerbank mit großer PPS-Stufe, wenn du die maximale Ladegeschwindigkeit willst.
  • Für iPhones, viele Tablets und Notebooks ist PPS nett, aber nicht zwingend – hier reicht oft ein gutes USB-PD-Modell.
  • Achte nicht nur auf „100 W“ oder „140 W“, sondern – wenn angegeben – auch auf die PPS-Angabe (z. B. „3,3–21 V bei 5 A“).

In meinen Tests auf Techtest.org gebe ich daher immer an, ob und welche PPS-Stufen eine Powerbank bietet. Wenn du ein aktuelles Samsung- oder Pixel-Smartphone hast, achte bei der Kaufentscheidung genau auf diese Angabe.

Häufige Fragen zu Powerbanks (FAQ)

Wie viel Kapazität benötige ich?

Das hängt von zwei Faktoren ab: Wie oft willst du dein Smartphone laden – und wie groß ist dessen Akku? Moderne Smartphones haben in der Regel 4000–6000 mAh Akkus. Grob über den Daumen kannst du die Kapazitätsangabe aus meinen Tests durch 4000–6000 teilen und kommst so auf die Anzahl möglicher Ladevorgänge. Das ist allerdings nur sehr grob! Wie das Entladen ist auch das Aufladen deines Smartphones nicht zu 100 % effizient. Das Samsung Galaxy S9+ etwa hat einen 3500-mAh-Akku, benötigt aber ca. 4111 mAh für eine vollständige Ladung – die „überschüssigen“ 611 mAh verpuffen als Wärme. Ein Huawei Mate 20 Pro hat einen 4200-mAh-Akku, braucht aber über 5000 mAh für 0–100 %. Plane also immer etwas mehr Kapazität ein!

Kann eine Powerbank mein Smartphone beschädigen?

Davon ist nicht auszugehen! Unter Umständen ist eine Powerbank sogar „gesünder“ für dein Smartphone als ein normales Wandladegerät – gerade wenn dieses von mäßiger Qualität ist. Ein Wandladegerät muss 230 V Wechselspannung in 5 V Gleichspannung umwandeln, was deutlich aufwendiger ist als bei Powerbanks, die meist 3,7 V in 5 V umwandeln. Beim ersteren Prozess kann viel mehr schiefgehen. Natürlich ist es theoretisch möglich, dass eine Powerbank so spektakulär kaputtgeht, dass ein Smartphone Schaden nimmt – das ist aber sehr unwahrscheinlich. Mir ist kein Fall bekannt, in dem nachweislich eine Powerbank mit USB-Power-Delivery-Standard ein Smartphone beschädigt hat.

Kann ich mein Smartphone zu schnell laden?

Einige Powerbanks haben mittlerweile einen 100-W- oder sogar 140-W-Port. Kann ich mein Smartphone da auch laden? Ja klar! Wir haben immer eine „bis zu“-Leistung. Dein Smartphone und die Powerbank kommunizieren miteinander, das Smartphone wählt die passende Spannungsstufe und nimmt nur so viel Leistung auf, wie vom Hersteller einprogrammiert. Du kannst ein Smartphone also nicht zu schnell laden oder überladen.

Warum sind deine Kapazitätsangaben niedriger als die des Herstellers?

Die vom Hersteller beworbene Kapazität ist immer höher als meine Messwerte – messe ich falsch oder belügen uns die Hersteller? Die Hersteller tricksen etwas: Sie geben nicht die nutzbare Kapazität an, sondern die Kapazität der verbauten Akkuzellen. In den meisten Powerbanks stecken sogenannte 18650-Akkuzellen. Hat ein Hersteller 3 × 3350 mAh verbaut, wird die Powerbank mit 10.500 mAh beworben. Diese Zellen haben aber eine Spannung von 3,7 V bzw. 3,6 V – zu niedrig für USB-Geräte, muss also auf ± 5 V, 9 V, 12 V, 15 V usw. angehoben werden. Diese Umwandlung ist nicht zu 100 % effizient, und auch interne Prozesse sowie Mikrocontroller benötigen Energie. Daher lässt sich nicht 100 % der vorhandenen Energie nutzen – etwas geht in Form von Wärme oder Licht verloren.

Weiterlesen: Powerbank-Wissen & Hintergründe

Du willst tiefer einsteigen? In diesen Beiträgen erkläre ich die Technik hinter Powerbanks – wie immer mit echten Messwerten aus meinem Testlabor:

🔌 Was ist PPS und AVS?

USB Power Delivery, PPS und AVS verständlich erklärt – und warum das für Samsung- und Pixel-Nutzer entscheidend ist.

📉 Warum haben Powerbanks weniger Kapazität als draufsteht?

Wieso aus beworbenen 20.000 mAh nur rund 13.000–18.000 nutzbare mAh werden – einfach erklärt.

Wie effizient sind Powerbanks?

Der Wirkungsgrad im Test: Wie viel Energie wirklich bei deinem Smartphone ankommt – mit Messwerten.

🔢 mAh oder Wh? Die verwirrende Kapazitätsangabe

3,7 V oder 5 V? Warum mAh-Angaben täuschen können und Wh der ehrlichere Vergleichswert ist.

🔋 Wie haltbar sind Powerbanks?

Kapazitätsmessung nach 7 Jahren Nutzung – wie stark altern die Akkuzellen wirklich?

🛠️ DC-Geräte an USB-PD betreiben

Router, Kameras & Co. per USB-C-Powerbank mit Strom versorgen – so funktioniert’s.

Zendure SolarFlow 1600 AC+ Test: AC-Speicher ab unter 500 € mit bis zu 11,52 kWh

Zendure bietet mit seinem SolarFlow 1600 AC+ System eine günstige Möglichkeit an, einen Solar-Batteriespeicher nachzurüsten. Dabei ist der SolarFlow 1600 AC+ universell kompatibel, egal ob nun zu einem Balkonkraftwerk oder einer Solar-Dachanlage.

Dabei bietet der SolarFlow 1600 AC+ eine Leistung von bis zu 1600 W und eine Kapazität je nach Ausbau zwischen 1,92 kWh und 11,52 kWh.

Preislich startet die Basis-Einheit bei unter 500€!

Wollen wir uns im Test einmal anschauen, ob der AC Batteriespeicher im Test überzeugen kann!

An dieser Stelle vielen Dank an Zendure für das Zur-Verfügung-Stellen des SolarFlow 1600 AC+ für diesen Test.

 

Der Zendure SolarFlow 1600 AC+ im Test

Das Zendure SolarFlow 1600 AC+ System besteht aus zwei Komponenten. Einerseits haben wir die Basis-Einheit, welche neben der wichtigen Elektronik auch 1,92 kWh Akkuzellen besitzt.

Auf der anderen Seite haben wir die Erweiterungsmodule „AB2000L“. Jedes der Erweiterungsmodule besitzt ebenfalls 1,92 kWh Kapazität.

Du kannst eine Basis-Einheit mit bis zu 5 Erweiterungsmodulen ausstatten, was dann in einer Gesamtkapazität von 11,52 kWh resultiert.

Qualitativ bin ich sehr beeindruckt von dem SolarFlow 1600 AC+ System! So setzt dieses auf ein vergleichsweise massives Aluminium-Gehäuse, welches sehr stabil aussieht und über große Kühlrippen auf der Rückseite verfügt.

Auch die Erweiterungsmodule sind erfreulich hochwertig gemacht.

 

Was kann der Zendure SolarFlow 1600 AC+?

Die wichtigste Frage ist natürlich, was der Zendure SolarFlow 1600 AC+ alles so kann und wie du ihn einsetzen kannst?

  • Als Solar-Batteriespeicher für ein bereits vorhandenes Balkonkraftwerk
  • Als Solar-Batteriespeicher für eine bereits vorhandene große Solaranlage
  • Anpassung an dynamische Stromtarife
  • Manuelle Steuerung des Ladens/Entladens (nach Zeitplan)

Der SolarFlow 1600 AC+ kann mithilfe eines „Smart Meters“ überwachen, wie viel Strom du gerade in deinem Haus/deiner Wohnung verbrauchst bzw. zum Laden, wie viel Energie du einspeist.

Entsprechend kann der SolarFlow 1600 AC+ bis zu 800 W aufnehmen/abgeben, um zu versuchen, den Netzbezug/die Einspeisung auf 0 zu halten.

Alternativ kann sich der Speicher auch nach den Strompreisen bei einem dynamischen Stromtarif richten und halt laden, wenn der Strom günstig ist, und entladen, wenn er teuer ist.

Ich habe leider keinen dynamischen Stromtarif, um dies zu testen, und ehrlich gesagt glaube ich, dass solch ein AC-gekoppelter Batteriespeicher primär im Zusammenspiel mit einer Solaranlage Sinn macht.

Natürlich kannst du das Laden/Entladen auch manuell nach einem Zeitplan steuern.

Zendure bietet auch diverse AI-/Automatische Modi an, welche z.B. die Nutzung via Solaranlage und dynamischen Stromtarifen verbinden können usw.

Ich habe den SolarFlow 1600 AC+ als typischen AC-gekoppelten Batteriespeicher für meine Dach-Solaranlage genutzt und getestet.

 

Herstellerunabhängig!

Nochmals ganz klar gesagt, dem Zendure SolarFlow 1600 AC+ ist grundsätzlich der Hersteller deines Balkonkraftwerks oder deiner Dach-Solaranlage egal.

 

Zwischenzähler (fast) zwingend erforderlich

Wichtig, damit du den Zendure SolarFlow 1600 AC+ vernünftig nutzen kannst, benötigst du einen „Zwischenzähler“ wie einen Shelly oder du brauchst einen IR-Lesekopf für deinen Stromzähler. Oft wird dies auch „Smart Meter“ genannt.

Warum?

Der Zwischenzähler bzw. der IR-Lesekopf misst deinen aktuellen Stromverbrauch bzw. wie viel Strom du ins Netz einspeist. Der Zwischenzähler leitet diese Information nun an den Zendure SolarFlow 1600 AC+ weiter, welcher entsprechend reagiert.

Sagt der Zwischenzähler, dein Haus verbraucht gerade 450 W, dann kann der Speicher 450 W ins Hausnetz geben, um den Verbrauch aus dem Netz auf 0 zu senken.

Umgekehrt, speist du Strom ins Netz ein, kann der Speicher diesen abgreifen und einspeichern, um deinen Überschuss auf im besten Fall 0 zu senken.

 

Welche „Smart Meter“ sind kompatibel?

Wenn du keinen Elektriker zur Verfügung hast, ist der Everhome Ecotracker IR oder Zendure Smart Meter D0/P1 die beste Wahl.

Falls du einen Elektriker zur Verfügung hast, dann würde ich zum Shelly Pro 3EM greifen.

 

Wie funktioniert es in der Praxis?

Ich habe eine 10 kWh Dach-Solaranlage (Solar Edge) und ein Balkonkraftwerk (Solakon). Als Smart Meter nutze ich den Everhome Ecotracker IR. Dies ist mein Ausgangsszenario, in welches nun der Zendure SolarFlow 1600 AC+ Batteriespeicher kommt.

Und was soll ich hier sagen, der Zendure SolarFlow 1600 AC+ funktioniert genauso, wie er soll!

Speise ich Strom ins öffentliche Stromnetz ein, greift der Speicher bis zu 800 W davon ab. Beziehe ich Strom aus dem öffentlichen Stromnetz, versucht der Speicher, diesen Bezug auszugleichen. Heißt, würde ich 650 W beziehen, gibt der Speicher 650 W aus.

Allerdings gibt es hier durchaus eine kleine Reaktionszeit. Schalte ich einen Verbraucher ein, braucht der SolarFlow 1–3 Sekunden, um zu reagieren. Dieser ist einen Tick langsamer, was die Reaktion angeht, als der Speicher von Solakon oder Marstek. Spielt das in der Praxis eine große Rolle? Unterm Strich vermutlich nicht.

Eventuell liegt es auch am Everhome Ecotracker IR. Es sieht so aus, als würde der Zendure Speicher hier die Daten über die Cloud auslesen, was natürlich langsamer ist als ein direkter Zugriff. Es ist also sehr gut möglich, dass die Reaktionszeiten noch einen Tick zackiger mit einem Shelly oder Zendure-eigenem Smart Meter wären.

Dennoch, das Kernprinzip des AC-gekoppelten Batteriespeichers funktioniert tadellos!

Bei Sonnenschein und einem Überschuss meiner Solaranlage lädt sich der SolarFlow 1600 AC+ zuverlässig auf, und meist gegen Abend beginnt dieser sich dann entsprechend meines Verbrauches zu entladen.

 

App

Um den SolarFlow 1600 AC+ einzurichten, brauchst du natürlich die Zendure App. Die Zendure App hat bei mir problemlos funktioniert, und die Einrichtung war einfach.

Dabei ist die Zendure App auch schick und modern gestaltet. Allerdings ist die App auch nicht die übersichtlichste, die ich bislang gesehen habe.

Auch versucht Zendure jetzt, viel mit „KI“ zu arbeiten, was nicht immer Sinn macht, wie ich denke.

Einstellungsmöglichkeiten passen soweit, auch wenn diese eher einfacher ausfallen.

Dennoch, die App macht einen guten Job und sollte für niemanden eine Hürde darstellen.

 

Akkuzellen

Kommen wir zum Herzstück des SolarFlow 1600 AC+, den Akkuzellen. Wie fast alle modernen Balkonkraftwerk- und Heimspeicher setzt auch Zendure hier auf die bewährte LiFePO4-Technologie (Lithium-Eisenphosphat, oft auch als „LFP“ abgekürzt).

Zendure spricht dabei von „Automotive-Grade“-Zellen, also Zellen in Automobil-Qualität. Was genau dahintersteckt, lässt sich von außen schwer nachprüfen, die Bezeichnung ist erst einmal Marketing. Fest steht für mich aber: LiFePO4 ist genau die Chemie, die du in einem Speicher bei dir zu Hause haben willst.

Warum? LiFePO4-Akkus bieten zwar eine etwas geringere Energiedichte als klassische Lithium-Ionen-Akkus, punkten dafür aber mit deutlich höherer Sicherheit und einer wesentlich längeren Lebensdauer. Während Lithium-Ionen-Zellen meist nur 500 bis 1000 Ladezyklen schaffen und Blei-Gel-Akkus bei tiefer Entladung oft schon nach unter 100 Zyklen schwächeln, sind bei LiFePO4 problemlos mehrere tausend Zyklen drin. Dazu kommt die hohe thermische Stabilität: Selbst wenn einmal ein Schutzmechanismus versagt, neigen LiFePO4-Zellen eher zum Rauchen oder Dampfen als zum Entflammen.

In der Basis-Konfiguration stecken 1,92 kWh an LiFePO4-Zellen, und jedes Erweiterungsmodul „AB2000L“ bringt weitere 1,92 kWh mit. Interessant ist dabei der Aufbau der aktuellen Module: Die neue AB2000L nutzt größere 40-Ah-Zellen in reiner Reihenschaltung (15S), während der Vorgänger AB2000X noch auf kleinere 20-Ah-Zellen in 15S2P-Konfiguration setzte. Die nutzbare Kapazität bleibt mit 1,92 kWh identisch, durch die größeren Zellen sinkt aber die Anzahl der Zellverbindungen im Pack, was der Zuverlässigkeit tendenziell zugutekommt. Alle Module arbeiten mit 48-V-Technik.

 

Haltbarkeit und Garantie, was verspricht Zendure?

Zendure gibt für die Zellen eine Lebensdauer von 6.000 Ladezyklen bei 70 % Kapazitätserhalt an. Heißt konkret: Nach 6.000 vollständigen Lade-/Entladezyklen soll der Akku noch mindestens 70 % seiner ursprünglichen Kapazität besitzen. Er ist dann also keineswegs „kaputt“, sondern liefert lediglich etwas weniger.

Geschützt werden die Zellen von einem doppelten BMS (Zendure nennt das „ZenGuard“), das Spannung, Strom und Temperatur überwacht und die einzelnen Zellen aktiv ausbalanciert. Dazu kommen eine Selbstheizung (Laden ab 0 °C, sicheres Entladen bis −20 °C) sowie ein integriertes Aerosol-Löschsystem, Features, die Lebensdauer und Sicherheit zusätzlich unterstützen. Ab Werk gibt dir Zendure außerdem 10 Jahre Garantie auf den SolarFlow 1600 AC+.

Die 6.000 Zyklen bei 70 % sind ein ehrlicher, realistischer Wert, gerade im Vergleich zu manchen Herstellern, die mit 15.000 Zyklen werben (was dann nur bei sehr geringer Entladetiefe gilt).

 

Wie hoch ist die nutzbare Kapazität?

Zendure gibt die Kapazität der Basis-Einheit wie auch der Erweiterungsspeicher mit 1,92 kWh an.

Wichtig! Das ist die pure Kapazität der Akkuzellen im Inneren. Beim Entladen dieser muss die Spannung gewandelt werden, unter anderem von DC zu AC, was Effizienz raubt und die nutzbare Kapazität merklich reduziert.

Hinzu kommt, dass der Batteriespeicher sich nicht unter 10% Restladung entlädt. Diese letzten 10% werden reserviert. Dies schützt den Akku vor dem Tiefentladen und verbessert die Haltbarkeit.

Grundsätzlich ist dies etwas, was fast alle Batteriespeicher machen, die letzten 10% reservieren. Aber wie viel nutzbare Kapazität haben wir nun?

Im Schnitt konnte ich eine Kapazität von 1624 Wh / 1,624 kWh messen. Das entspricht ca. 84,6 % der Herstellerangabe.

Das ist ein solides Abschneiden, an dem es erst einmal nichts zu bemängeln gibt. Allerdings ist das etwas weniger als z.B. beim Marstek Venus E Gen 3.0 und Solakon ONE.

% der Herstellerangabe
Zendure SolarFlow 1600 AC+ 84,60 %
Marstek Venus E Gen 3.0 95,80 %
Solakon ONE 87,40 %

 

Aber was ist mit den Erweiterungseinheiten? Ich habe auch hier gemessen, also Basis-Einheit + 1x AB2000L. Theoretisch 2x 1,92 kWh, also 3,84 kWh Kapazität.

Hier konnte ich im Schnitt 3384 Wh / 3,384 kWh messen. Das sind 88,1 % der Herstellerangabe. Mit Erweiterungsspeicher hat sich also die prozentuale nutzbare Kapazität leicht verbessert.

 

Effizienz

Aber wie steht es um die Effizienz? Also das Verhältnis aus Leistung, die in den Speicher geht, und Leistung, die am Ende wieder nutzbar ist.

Diese ist bei AC-gekoppelten Batteriespeichern immer etwas niedriger als bei DC-gekoppelten Modellen.

Im Schnitt lag die Effizienz bei 85,5 %. Das ist tatsächlich sehr gut!

Effizienz
Zendure SolarFlow 1600 AC+ 85,50 %
Marstek Venus E Gen 3.0 84,80 %
Solakon ONE 81,00 %

 

Das ist die beste Effizienz, die ich bisher bei einem AC-gekoppelten Batteriespeicher messen konnte. Etwas besser als beim Marstek Venus E Gen 3.0 und deutlich besser als beim Solakon ONE.

Fazit

Mit dem SolarFlow 1600 AC+ liefert Zendure einen AC-gekoppelten Batteriespeicher ab, der vor allem eins ist: ein starkes Gesamtpaket zum fairen Preis. Dass die Basis-Einheit bei unter 500€ startet, ist für einen Speicher mit 1,92 kWh und dieser Verarbeitungsqualität wirklich ordentlich.

Qualitativ hat mich das System nämlich überzeugt. Das massive Aluminium-Gehäuse fühlt sich wertig an, und auch die Erweiterungsmodule sind erfreulich hochwertig gemacht. Genau hier liegt auch die große Stärke des Systems: Du startest günstig mit der Basis-Einheit und kannst später mit bis zu fünf AB2000L-Modulen auf satte 11,52 kWh aufrüsten. Diese Flexibilität ist Gold wert, gerade wenn du erst einmal klein anfangen willst.

Bei den Zellen setzt Zendure auf die bewährte LiFePO4-Technik, ergänzt um ein doppeltes BMS, Selbstheizung und ein Aerosol-Löschsystem. Die Angabe von 6.000 Zyklen bei 70 % Kapazitätserhalt ist ein ehrlicher, realistischer Wert. Dazu gibt es 10 Jahre Garantie, das kann sich sehen lassen.

In der Praxis funktioniert der SolarFlow 1600 AC+ genauso, wie er soll. Speise ich Strom ein, greift er ihn ab, beziehe ich Strom, gleicht er ihn aus. Das Kernprinzip sitzt. Und was mich besonders gefreut hat: Mit 85,5 % misst der SolarFlow die beste Effizienz, die ich bisher bei einem AC-gekoppelten Speicher gesehen habe, einen Tick besser als der Marstek Venus E Gen 3.0 und deutlich vor dem Solakon ONE.

Ganz ohne Kritikpunkte kommt aber auch der Zendure nicht davon. Die Reaktionszeit von 1–3 Sekunden ist einen Tick langsamer als bei Marstek oder Solakon, was in meinem Setup aber auch am Everhome Ecotracker IR und der Cloud-Auslesung liegen könnte, mit einem Shelly dürfte das zackiger laufen. Und die nutzbare Kapazität liegt mit 84,6 % (Basis) etwas unter der Konkurrenz. Auch die App macht ihren Job, ist mir mit dem ganzen „KI“-Kram aber teils etwas zu „voll“ geraten.

Pro
  • Günstiger Einstiegspreis (Basis-Einheit unter 500 €)
  • Hochwertige Verarbeitung mit massivem Aluminium-Gehäuse
  • Flexibel erweiterbar bis 11,52 kWh (bis zu 5 Module)
  • Herstellerunabhängig dank AC-Kopplung
  • Beste gemessene Effizienz im AC-Vergleich (85,5 %)
  • Sichere LiFePO4-Zellen mit doppeltem BMS, Selbstheizung & Aerosol-Löschsystem
  • 6.000 Zyklen (70 %) und 10 Jahre Garantie
Contra
  • erfordert Smart Meter für effektive Nutzung
  • kein MPPT Ladecontroller intigriert
  • App durch viele „KI“-Funktionen teils unübersichtlich

Unterm Strich ist der Zendure SolarFlow 1600 AC+ aber eine klare Empfehlung, wenn du einen günstigen, hochwertigen und vor allem herstellerunabhängigen AC-Speicher suchst, den du flexibel erweitern kannst. Wer sein Balkonkraftwerk oder seine Dachanlage nachträglich mit einem Speicher aufrüsten will, sollte den SolarFlow definitiv auf dem Zettel haben, vor allem auch aufgrund des günstigen Preises.

 

PHOTOOLEX BB Battery Pro NP-FZ100 im Test: 2600 mAh Akku mit USB C und Display im Kapazitätscheck

Die meisten NP-FZ100 Nachbauten sehen sich ziemlich ähnlich. Ein schwarzer Klotz, eine Kapazitätsangabe drauf, fertig.

Der PHOTOOLEX BB Battery Pro will da bewusst ausbrechen. Er bringt einen USB C Port mit, ein kleines Display und eine Kapazitätsangabe von satten 2600 mAh.

Damit ist er einer der Akkus mit der höchsten Herstellerangabe, die mir bisher untergekommen sind. Die große Frage ist also: Steckt hinter den 2600 mAh auch wirklich Kapazität? Oder wurde hier mal wieder großzügig „gerundet“?

Ich habe den PHOTOOLEX auf meine elektrische Last gepackt und nachgemessen.

 

Der PHOTOOLEX BB Battery Pro im Test

Rein optisch ist der PHOTOOLEX erst einmal ein echter Hingucker. Das weiß-schwarze Design hebt sich deutlich von den üblichen schwarzen Klötzen ab. Das gefällt mir.

Spannender ist aber, was er sonst noch mitbringt:

So haben wir einen USB C Port direkt am Akku. Du kannst ihn also ohne separates Ladegerät an jedem Handy-Netzteil laden.

Auch haben wir ein kleines Display, das Dir den Ladestand anzeigt – und beim Laden sogar die Eingangsleistung in Watt. Verrückt, aber cool!

In Kombination mit der PHOTOOLEX BB Pro Powerbank lassen sich zudem die Ladezyklen auslesen.

Gerade der letzte Punkt ist clever. Bei einem gebraucht gekauften Akku würdest Du sonst nie erfahren, wie viele Zyklen er schon hinter sich hat. Hier bekommst Du die Info direkt.

 

2600 mAh – eine mutige Ansage

Kommen wir zur Kapazität. 2600 mAh sind eine Hausnummer.

Zur Einordnung: Der originale Sony Akku wird mit 2280 mAh angegeben. Der PHOTOOLEX will diese Angabe also deutlich übertreffen.

Und ehrlich? Bei so einer Zahl werde ich sofort skeptisch. Ich habe schon zu viele Akkus getestet, deren Herstellerangabe mit der Realität wenig zu tun hatte. Der ENEGON Akku aus meinem letzten NP-FZ100 Vergleich mit seinen angeblichen 2800 mAh lässt grüßen.

Schauen wir also, was übrig bleibt, wenn man wirklich misst.

 

Der Testaufbau

Falls Du meine anderen Akku-Tests kennst, kannst Du diesen Abschnitt überspringen. Für alle anderen kurz erklärt:

Ich entlade die NP-FZ100 Akkus mit einer elektrischen Last kontrolliert bis auf 6,0 V. Im Akku stecken zwei in Reihe geschaltete Lithium-Ionen-Zellen, macht 7,2 V nominal. 6,0 V entsprechen 3,0 V pro Zelle, das ist ungefähr die normale Entladeschlussspannung und deckt sich auch mit dem Punkt, an dem die Kamera den Akku als leer meldet.

Ich fahre mindestens zwei Durchläufe: einen mit 0,2 A (langsames Fotografieren) und einen mit 1,5 A (das entspricht +/- der maximalen Last beim Filmen).

So sehe ich nicht nur, wie viel Kapazität wirklich drinsteckt, sondern auch, wie gut sich der Akku unter Last schlägt. Und genau das wird beim PHOTOOLEX noch wichtig.

 

Welche Kapazität hat der PHOTOOLEX wirklich?

Jetzt wird’s interessant. Meine Messwerte:

  • Bei 0,2 A: 2047 mAh
  • Bei 1,5 A: 1898 mAh

Von den beworbenen 2600 mAh bleiben bei gemütlicher Entladung also rund 2047 mAh übrig. Das sind knapp 79 % der Herstellerangabe.

Damit ist eines klar: Die 2600 mAh sind Wunschdenken. Genau wie beim ENEGON wurde hier nach meinen Tests ordentlich zu hoch gegriffen. Das kann ich so nicht gutheißen.

Aber es gibt auch Positives! Die meisten Nachbauten brechen unter der höheren Last spürbar ein. Der PATONA Premium zum Beispiel fällt von 1963 mAh auf 1485 mAh, das sind fast 25 % weniger.

Der PHOTOOLEX? Fällt nur von 2047 auf 1898 mAh. Das sind gerade einmal gut 7 % Verlust.

Das ist mit Abstand der geringste Kapazitätsverlust unter Last im gesamten Testfeld. Kein anderer NP-FZ100 Akku hält seine Kapazität bei hoher 1,5 A Last so stabil. Heißt, die verwendeten Akkuzellen scheinen schon etwas besser zu sein als bei den meisten Nachbauten.

Schön sieht man das auch an der Entladekurve. Die beiden Linien für 0,2 A und 1,5 A liegen ungewöhnlich dicht beieinander – der PHOTOOLEX hat also einen niedrigen Innenwiderstand und knickt unter Last kaum ein.

Und das hat Folgen für die Platzierung. Bei 0,2 A landet der PHOTOOLEX mit 2047 mAh nur im Mittelfeld. Bei 1,5 A dagegen klettert er auf Platz 3 – direkt hinter dem Sony (1988 mAh) und dem Patona 2400 (1910 mAh).

Heißt für Dich: Wenn Du viel filmst, also mit hoher Last unterwegs bist, spielt der PHOTOOLEX seine eigentliche Stärke aus. Die geschönte Kapazitätsangabe fällt beim Filmen deutlich weniger ins Gewicht.

 

Warum schlägt der Sony immer noch alle Nachbauten?

Diese Frage stelle ich mir bei jedem NP-FZ100 Test aufs Neue. Auch beim PHOTOOLEX kommt der originale Sony Akku bei 0,2 A mit 2267 mAh außer Reichweite.

Ich konnte das in der Vergangenheit selbst kaum glauben und hatte mir extra einen zweiten Sony Akku gekauft und nachgemessen – gleiches Ergebnis. Der Sony hat einfach die bessere Kapazität, so bitter das für die günstigere Konkurrenz ist.

Beim PHOTOOLEX sieht man aber etwas Spannendes, das zumindest einen Teil der Sache erklärt. Bei 0,2 A liegt der Sony rund 11 % vorne. Bei 1,5 A schrumpft dieser Vorsprung auf keine 5 % zusammen.

Der Sony hat also die höhere reine Kapazität, aber der PHOTOOLEX hat den geringeren Innenwiderstand. Beide setzen offensichtlich auf unterschiedliche Zellen: Sony auf maximale Kapazität, PHOTOOLEX eher auf gute Belastbarkeit.

Für langsames Fotografieren gewinnt damit weiter der Sony. Beim Filmen rücken die beiden aber eng zusammen. So ganz uneinholbar ist das Original also nicht mehr.

 

Laden per USB C

Der USB C Port ist für mich das eigentliche Highlight des PHOTOOLEX. Kein Suchen nach dem passenden Ladegerät mehr, kein extra Ladeschacht. Handy-Netzteil dran und fertig.

Ich habe auch den Ladevorgang mitgeloggt. Der PHOTOOLEX holt sich seinen Strom per USB C Power Delivery und zieht dabei bis zu knapp 14 W (rund 9 V).

Voll war der Akku nach etwa 2 Stunden und 20 Minuten. Dabei sind rund 19,6 Wh in den Akku geflossen. Die ersten gut 60 % der Ladezeit lädt er mit voller Leistung, danach drosselt er wie üblich Stück für Stück, um die Zellen zu schonen.

 

Gewicht

Das Gewicht ist bei NP-FZ100 Akkus für mich immer ein spannender Punkt, weil schwerere Akkus oft etwas mehr Kapazität mitbringen.

Beim PHOTOOLEX geht diese Faustregel aber nicht auf. Mit 85,9 g ist er der schwerste Akku im gesamten Testfeld, schwerer sogar als der originale Sony mit 82,65 g. Und trotzdem hat er bei 0,2 A eben nicht die höchste Kapazität.

Die Erklärung liegt auf der Hand: Das zusätzliche Gewicht steckt nicht in dickeren Zellen, sondern in der USB C Ladeelektronik und dem Display.

 

Fazit

Die PHOTOOLEX BB Battery Pro ist ein zwiespältiger Kandidat und trotzdem einer, den ich mag.

Fangen wir mit dem Ärgerlichen an: Die 2600 mAh sind schlicht zu hoch gegriffen. Real waren es bei mir im Test rund 2047 mAh, also keine 79 % der Angabe. Und mit 85,9 g ist er der schwerste Akku im Feld. Wer maximale Kapazität bei möglichst wenig Gewicht will, sollte weitersuchen.

Es gibt aber auch einige Pluspunkte:

  • Die PHOTOOLEX hält seine Kapazität unter Last besser als jeder andere Akku in meinem Test. Für Vielfilmer ist das ein echtes Argument.
  • Der USB C Port spart Dir das extra Ladegerät.
  • Das Display mit Ladestand- und Watt-Anzeige ist praktisch.
  • Die Ladezyklen lassen sich auslesen. Das kann sonst kaum ein NP-FZ100 Akku.
  • Und er sieht einfach gut aus.

Suchst Du den Akku mit der absolut höchsten Kapazität fürs langsame Fotografieren, bleibt der originale Sony die erste Wahl. Willst Du aber einen richtig gut ausgestatteten Akku, der beim Filmen zu den Stärksten im Feld gehört und Dir mit USB C und Display den Alltag erleichtert, dann ist die PHOTOOLEX BB Battery Pro eine klare Empfehlung.

INIU SnapGo Air im Test: 10.000 mAh Qi2-Powerbank mit 25 W & 45 W USB-C

INIU bietet mit der SnapGo Air eine neue kabellose Powerbank an, welche sich zumindest auf dem Papier sehr beeindruckend liest!

  • 10.000 mAh
  • 25 W Qi2 Laden
  • 45 W Ausgangsleistung via USB C
  • 14 mm

So bietet die SnapGo Air eine sehr ordentliche Kapazität von 10.000 mAh, bei einer Dicke von lediglich 14 mm. Dabei soll die Powerbank bis zu 45 W via USB C ausgeben können und 25 W via Qi2.

Das sind sehr beachtliche Werte, zumindest in der Theorie.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die SnapGo Air von INIU überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

 

Die INIU SnapGo Air im Test

Die SnapGo Air setzt wie bei INIU typisch auf ein vergleichsweise dezentes und schlichtes Design. Dabei werden vor allem Grau- und Schwarztöne genutzt.

Dabei ist die Powerbank überdurchschnittlich hochwertig gebaut. Ich würde sogar sagen, dass dies die hochwertigste INIU Powerbank ist, die ich bisher in den Fingern hatte. Die Oberseite besteht sogar aus Aluminium.

Gewicht Volumen
Baseus Picogo AM41 (15W) 174 103
INIU P73-E1 (15W) 192 105
INIU SnapGo Air (25W) 202 107
Baseus PicoGo AM61 (25W) 210 131
UGREEN MagFlow PB773 (25W) 255 163

 

Mit 72 x 106,5 x 14 mm und einem Gewicht von 202 g ist dies auch die klar kleinste und kompakteste kabellose Powerbank mit 25 W Leistung, die ich bislang im Test hatte.

Allerdings verglichen mit 15 W kabellosen Powerbanks gibt es mit der INIU P73-E1 und der Baseus Picogo AM41 schon zwei Modelle, die ich im Test hatte, die ein Stück kompakter und leichter ausfallen.

Dennoch, für die Leistung ist die SnapGo Air eine sehr schöne und handliche Powerbank.

Pluspunkte gibt es für das kleine Display der Powerbank, welches dir den Akkustand in % anzeigt, wie auch das kleine Ladekabel, das an einer Schlaufe an der Powerbank befestigt ist.

 

Anschlüsse

Neben dem Qi2 kabellosen Ladepad bringt die INIU SnapGo Air auch 2x USB C Ports mit.

  • USB C – 45 W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A

Beide USB C Ports bieten eine Leistung von bis zu 45 W nach dem USB Power Delivery Standard. Für solch eine kleine Powerbank sehr beachtlich!

 

PPS Range

Via USB C kann die INIU SnapGo Air auch eine PPS Stufe bereitstellen.

  • PPS – 5 – 11 V bei bis zu 4,5A

Das ist eine vernünftige PPS Stufe, welche gerade mit Samsung Smartphones gut harmoniert!

 

Konstant 45 W? Nein!

Eine Frage, die wir uns vor allem bei INIU Powerbanks derzeit leider stellen müssen, ist, ob diese auch konstant die beworbene Leistung liefern können.

Leider ist auch hier bei der INIU SnapGo Air die Antwort Nein!

Die Powerbank konnte bei mir nur 5-6 Minuten die vollen 45 W liefern. Danach drosselte diese sich auf 27 W herunter.

Bei Smartphones mag dies kein Drama sein; z. B. die Samsung Modelle können eh nicht viel länger mit 45 W laden. Allerdings bei Notebooks oder anderen größeren Geräten tut das schon weh.

Schade!

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut INIU bietet die SnapGo Air eine Kapazität von 10.000 mAh. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie hoch ist die nutzbare Kapazität?

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/A 32,89 6567 8890 88,9 %
9V/1A 34,51 3776 9326 93,3 %
9V/2A 33,72 3709 9114 91,1 %
Im Schnitt 33,71 9110 91,1 %

 

Im Test erreichte die SnapGo Air im Schnitt eine Kapazität von 9110 mAh. Dies entspricht 91,1 % der Herstellerangabe, was ein sehr gutes Abschneiden ist!

Normal bei einer Powerbank sind 80 bis 90 % „echte“ nutzbare Kapazität. Über 90 % ist sehr gut!

 

Kabelloses Laden in der Praxis

In der Praxis funktionierte das kabellose magnetische Laden zwischen der SnapGo Air und meinem iPhone 17 Pro Max absolut ohne Probleme.

Dabei konnte die Powerbank das iPhone problemlos von 5 % auf 100 % bringen. Dabei hatte die Powerbank am Ende noch 36 % Restladung. Das passt, gerade wenn wir bedenken, dass das kabellose Laden etwas weniger effizient ist als das kabelgebundene Laden.

 

Laden der Powerbank

Die INIU SnapGo Air konnte bei mir im Test mit knapp 25 W maximal laden.

Eine vollständige Ladung der Powerbank dauert rund 2:17 h, was jetzt nicht rekordverdächtig schnell ist, aber „OK“.

 

Fazit

Die INIU SnapGo Air ist mit Sicherheit eine der schönsten und hochwertigsten Powerbanks, die INIU bisher gebaut hat. Das Aluminium-Gehäuse, das kleine Display und das mitgelieferte Ladekabel machen hier wirklich Eindruck, und für 25 W Qi2-Leistung ist die Powerbank erstaunlich klein und kompakt geraten.

Auch bei der nutzbaren Kapazität kannst du zufrieden sein: Mit 91,1 % der Herstellerangabe schneidet die SnapGo Air deutlich besser ab als der Durchschnitt. Und das kabellose Laden funktionierte bei mir im Test mit dem iPhone 17 Pro Max absolut problemlos.

Der Wermutstropfen ist aber die Leistungsabgabe über USB C. Die vollen 45 W liefert die Powerbank nur für 5 bis 6 Minuten, danach geht es runter auf 27 W. Für dein Smartphone ist das in der Regel kein Problem, da die meisten Handys eh nicht lange mit voller Leistung laden. Willst du damit aber regelmäßig ein Notebook laden, wirst du die Drosselung spüren.

Unterm Strich bekommst du mit der INIU SnapGo Air eine der bisher kompaktesten und hochwertigsten kabellosen Powerbanks mit 25 W, die ich im Test hatte. Wenn du in erster Linie dein Smartphone laden möchtest, kannst du hier bedenkenlos zugreifen. Für Notebooks oder Geräte, die dauerhaft hohe Leistung brauchen, solltest du wegen der Drosselung eher zu einer anderen Powerbank greifen.

GEEKOM Geekbook M16 SSD-Upgrade: So einfach rüstest du den Speicher auf (Blick ins Innere)

Das GEEKOM Geekbook M16 ist eine sehr spannende Notebook Option in der unter 1000€ Preisklasse, vor allem, wenn du ein großes Notebook mit hoher CPU Leistung suchst.

Allerdings, wie es in der aktuellen Speicher Situation so ist, kommt das Notebook mit einer überschaubar großen SSD.

Diese bietet in der Regel „nur“ 512 GB. Für Normal-Nutzer „OK“, aber wenn du viele Bilder und Daten sichern willst, knapp.

In diesem Artikel schauen wir uns einmal an, wie einfach ein SSD Upgrade beim Geekbook M16 ist und wie dieses im Inneren aussieht.

 

Recht einfach zu öffnen

Das GEEKOM Geekbook M16 besitzt auf der Unterseite 9 Torx Schrauben. Um das Notebook zu öffnen, musst du diese lösen. Erfreulicherweise sind alle Schrauben gleich lang.

Anschließend kannst du die Unterseite mit vorsichtiger Gewalt entfernen. Beginne am besten im Bereich des Displayscharniers und öffne vorsichtig die Clips.

Dies hat bei mir recht gut und problemlos funktioniert.

 

Im Inneren des GEEKOM Geekbook M16

Leider sind die meisten Komponenten des Geekbook M16 fest mit dem Mainboard verbunden. Weder der Arbeitsspeicher noch die WLAN Karte lassen sich tauschen.

Lediglich die primäre SSD lässt sich entfernen. Erfreulicherweise besitzt das Geekbook M16 aber noch einen 2. NVME SSD Slot.

Während sich aber im primären Slot eine 2280er NVME SSD verbauen lässt, fasst der sekundäre Slot nur eine kleine 2230er SSD.

Ansonsten sehen wir, dass die Anschlüsse auf der rechten Seite auf einem gesonderten Board sind, das sich theoretisch tauschen lässt. Auch der Akku scheint nur verschraubt zu sein.

 

Nur Single-Sided!

Wichtig, die primäre SSD des M16 muss Single-Sided sein! Heißt, die SSD darf nur auf einer Seite mit Komponenten bestückt sein.

Zudem würde ich sehr stark empfehlen, eine SSD zu wählen, die möglichst kühl läuft!

Warum? GEEKOM hat die RAM Bausteine UNTER der SSD angebracht. Heißt, die SSD und RAM Bausteine heizen sich gegenseitig auf. Daher ist es wichtig, eine SSD zu wählen, die nicht zu extrem viel Abwärme erzeugt.

 

Fazit

Ein SSD Upgrade ist beim GEEKOM Geekbook M16 grundsätzlich kein großes Problem, genau wie eine einfache Wartung/das Entfernen von Staub, das Erneuern der Wärmeleitpaste und Ähnliches.

Abseits davon bietet das Notebook aber leider keine großen Upgrade Möglichkeiten. RAM und WLAN Karte sind leider verlötet.

GEEKOM Geekbook M16 im Test: 16-Zoll-Notebook mit Core Ultra 9 für 850 €

EcoFlow Rapid Pro 100W im Test: Kompaktes GaN-Ladegerät mit voller PPS-Range für Apple, Samsung & Google

EcoFlow kennst du vermutlich vor allem von Powerstations und großen Speicherlösungen. Doch mittlerweile mischt der Hersteller auch fleißig im Ladegerät-Markt mit. Ein besonders spannender Vertreter ist hier das EcoFlow Rapid Pro Ladegerät 100W mit 3 Ports und moderner GaN-Technik.

So haben wir hier ein sehr kompaktes 100-W-Netzteil, das dank GaN-Technik ideal für unterwegs und auf Reisen sein soll. Auf dem Papier klingt das erst einmal richtig gut.

Aber wie schlägt sich das Ladegerät in der Praxis? Stimmen Effizienz, PPS-Unterstützung und Temperaturen? Finden wir es im Test heraus!

 

Das EcoFlow Rapid Pro Ladegerät 100W im Test

Das Erste, was beim EcoFlow Rapid Pro 100W auffällt, ist der kompakte Formfaktor. Dank GaN-Technik packt EcoFlow hier 100 W in ein wirklich handliches Gehäuse. Damit macht es sich auch als Reiseladegerät gut.

So misst das Ladegerät gerade einmal 55,5 x 40 x 46 mm und bringt 184 g auf die Waage. Vergleichen wir das einmal mit anderen Ladegeräten der 100-W-Klasse.

Ladegerät Gewicht (g) Volumen (cm³)
UGREEN Nexode Pro 100W 324 202
ICY BOX IB-PS1002 100W 201 167
CUKTECH AD1003EU 271 133
Baseus PicoGo AE21 190 133
ESSAGER ES-CD37 175 130
INIU AI-641 220 126
INIU A11-E1 208 125
EcoFlow Rapid Pro 100W 184 102
NOVOO GaN 100W Fast Charger 178 101
Anker Prime 100W 183 85

 

Und hier macht das EcoFlow eine gute Figur! Mit 102 cm³ gehört es zu den volumenkleinsten Modellen der Klasse und wird nur vom extrem dichten Anker Prime 100W klar unterboten. Beim Gewicht liegt das Rapid Pro mit 184 g im soliden Mittelfeld – für ein 100-W-Netzteil ist das absolut in Ordnung.

 

Die Anschlüsse des EcoFlow Rapid Pro 100W

Das EcoFlow Rapid Pro 100W verfügt über 2x USB-C-Ports und einen zusätzlichen USB-A-Port.

  • USB-C 1 & 2 – 100 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-A – 18 W Quick Charge bzw. 22,5 W Super Charge

Beide USB-C-Ports bieten grundsätzlich die volle Leistung von bis zu 100 W nach dem USB-Power-Delivery-Standard. Damit ist genug Reserve für Smartphones, Tablets und auch die meisten Notebooks vorhanden. Ein 14-Zoll-MacBook Pro lädt hier problemlos.

Der USB-A-Port liefert bis zu 18 W nach Quick Charge oder 22,5 W nach Super Charge und ist damit für Kopfhörer, Smart-Home-Geräte oder ältere Smartphones völlig ausreichend.

 

Keine 12-V-Stufe

Leider verzichtet das EcoFlow Rapid Pro 100W auf die 12-V-Spannungsstufe. Dies wird für 99,5 % aller Nutzer aber vollkommen egal sein.

Die 12-V-USB-Power-Delivery-Stufe wird nur von sehr wenigen, exotischen Geräten wirklich genutzt. Hast du kein solches Spezialgerät, wirst du das Fehlen dieser Stufe im Alltag schlicht nicht bemerken.

Beispielsweise Apple verzichtet auch bei seinen Ladegeräten auf die 12-V-Stufe.

 

Leistungsverteilung

Wie jedes Multiport-Ladegerät muss sich auch das Rapid Pro drosseln, sobald du mehrere Ports gleichzeitig belegst. Die Gesamtleistung von 100 W wird dann aufgeteilt.

Nutzt du beide USB-C-Ports gleichzeitig, liefert Port 1 rund 70 W und Port 2 rund 30 W. Eine sinnvolle Aufteilung, mit der du z. B. ein Notebook und ein Smartphone parallel mit ordentlichem Tempo laden kannst.

 

Umfangreiche PPS-Unterstützung

Ein echtes Highlight am EcoFlow Rapid Pro 100W ist die richtig umfangreiche PPS-Unterstützung. So bieten die USB-C-Ports folgende PPS-Range:

  • 5 – 21 V bei bis zu 5 A

PERFEKT! Mit dieser breiten Range deckt das Rapid Pro die wichtigen PPS-Bereiche für Samsung- und Google-Smartphones vollständig ab.

Heißt konkret: Dein Samsung Galaxy lädt hier mit dem vollen 45-W-Tempo, und auch Google-Pixel-Modelle, die stark auf PPS setzen, bekommen ihre maximale Ladeleistung.

 

Perfekt für Samsung, Apple und Google

Aus dieser Kombination aus vollem 100-W-USB-PD und der breiten PPS-Range ergibt sich ein rundes Bild: Das EcoFlow Rapid Pro 100W kann aktuell alle Smartphones von Apple, Samsung und Google mit dem jeweils vollen Tempo laden.

Egal ob iPhone, Galaxy oder Pixel – du kannst die maximale Leistung bei so ziemlich allen aktuellen Smartphones erwarten.

 

Der Belastungstest

Eine Frage, die ich mir bei jedem Ladegerät stelle: Kann es die beworbene Leistung auch konstant liefern? Gerade sehr kompakte GaN-Netzteile schwächeln hier gelegentlich, weil die Hitzeentwicklung sie zum Drosseln zwingt.

Also habe ich auch das EcoFlow Rapid Pro 100W über mehrere Stunden unter Volllast gesetzt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Ladegerät hielt volle 3 Stunden lang konstant 100 W und pegelte sich danach auf rund 90 W ein.

Das ist ein sehr gutes Ergebnis! Über 3 Stunden echte 100 W durchzuhalten, schaffen bei Weitem nicht alle Ladegeräte dieser Größe. Die anschließende leichte Drosselung auf 90 W ist verschmerzbar.

Werfen wir noch einen Blick auf das Wärmebild nach 3 Stunden Volllast:

Wärmebild des EcoFlow Rapid Pro 100W nach 3 Stunden Volllast (Umgebung 26 °C).

Hier wird das EcoFlow schon spürbar warm. Der wärmste Punkt liegt am Gehäuse bei rund 83 °C, die restliche Fläche pendelt sich um die 60 – 63 °C ein. Über 80 °C sind zwar alles andere als kühl, für ein Ladegerät unter stundenlanger Volllast aber noch im vertretbaren Rahmen.

 

Spannungsstabilität

Werfen wir auch einen Blick auf die Spannungsstabilität. Ich prüfe hier, wie sauber die einzelnen Spannungen anliegen und wie stark sie sich je nach Last verändern. Solange es keine Ausreißer über die Grenzwerte hinaus oder ein zu wildes Schwanken gibt, ist alles im grünen Bereich.

5-V-Schiene

Last Gemessen (V) Max. (V) Min. (V)
0 A 5,095 5,50 4,75
1 A 5,112 5,50 4,75
2 A 5,166 5,50 4,75
3 A 5,219 5,50 4,75

 

9-V-Schiene

Last Gemessen (V) Max. (V) Min. (V)
0 A 9,081 9,45 8,55
1 A 9,102 9,45 8,55
2 A 9,156 9,45 8,55
3 A 9,210 9,45 8,55

 

20-V-Schiene

Last Gemessen (V) Max. (V) Min. (V)
0 A 20,034 21,0 19,0
1 A 20,003 21,0 19,0
2 A 19,972 21,0 19,0
3 A 19,948 21,0 19,0
4 A 19,921 21,0 19,0
5 A 19,891 21,0 19,0

 

Und hier gibt es nichts zu meckern! Alle Spannungen bleiben komfortabel innerhalb der Grenzwerte und die Schwankungen unter Last sind minimal. Das sieht durchweg sauber und stabil aus.

 

Leerlaufverbrauch

Im Leerlauf, also ohne angeschlossenes Gerät, genehmigt sich das EcoFlow Rapid Pro 100W bei mir im Test rund 0,24 W. Das ist ein guter, niedriger Wert.

 

Die Effizienz

Kommen wir zur Effizienz, also dem Verhältnis aus Eingangs- zu Ausgangsleistung. Hier habe ich über alle relevanten Spannungs- und Stromstufen gemessen:

Im Schnitt erreicht das EcoFlow Rapid Pro 100W eine Effizienz von 87,1 %. Die Werte schwanken zwischen 76,1 % bei sehr niedriger Last und starken 92,3 % im oberen Leistungsbereich. Die 76,1 % bei 5 V / 1 A dürften etwas höher liegen, allerdings steigt die Effizienz mit zunehmender Last schnell und deutlich an.

Ordnen wir den Schnitt einmal in der 100/140-W-Klasse ein:

Damit landet das EcoFlow Rapid Pro 100W solide im Mittelfeld und knapp über dem Durchschnitt der Klasse. Kein Rekord, aber ein durchweg ordentlicher Wert, über den man sich nicht beschweren muss.

 

Fazit

Du suchst ein kompaktes, reisefreundliches 100-W-Ladegerät mit mehreren Ports, das dein iPhone, Samsung Galaxy oder Google Pixel mit vollem Tempo lädt? Dann ist das EcoFlow Rapid Pro 100W eine sehr solide Wahl.

EcoFlow hat hier ein rundes Produkt abgeliefert. So ist das Rapid Pro angenehm kompakt und leicht, bietet dank GaN-Technik und kompakten Maßen echte Reisetauglichkeit, liefert am Hauptport volle 100 W und punktet mit einer sehr umfangreichen PPS-Range für Samsung und Google.

Auch die Messwerte stimmen: saubere und stabile Spannungen, ein niedriger Leerlaufverbrauch und eine solide, leicht überdurchschnittliche Effizienz. Im Belastungstest hält das Ladegerät zudem über 3 Stunden echte 100 W durch.

Angebot
EcoFlow Rapid Pro Ladegerät, 100W USB C Ladegerät, 3 Ports Netzteil...

Pro 

  • Sehr kompakt (102 cm³) und mit 184 g angenehm leicht
  • GaN-Technik und kompakte Maße 
  • 3 Anschlüsse (2x USB-C + 1x USB-A)
  • Voller 100-W-USB-PD am Hauptport 
  • Sehr umfangreiche PPS-Range (5 – 21 V bei bis zu 5 A)
  • Solide, leicht überdurchschnittliche Effizienz (Ø 87,1 %)
  • Sehr saubere und stabile Spannungsversorgung
  • Niedriger Leerlaufverbrauch (0,24 W)

Kontra 

  • Wird unter Dauerlast recht warm (Hotspot über 80 °C)
  • Leichte Drosselung nach 3 Stunden Volllast (100 W → 90 W)
  • Effizienz bei sehr niedriger Last (5V/1A) nur 76,1 %
  • Keine 12-V-Stufe (für 99,5 % der Nutzer irrelevant)

Kurzum: Das EcoFlow Rapid Pro 100W ist ein empfehlenswertes, reisetaugliches 100-W-Ladegerät mit starker PPS-Unterstützung, zu einem fairen Preis!

GEEKOM Geekbook M16 im Test: 16-Zoll-Notebook mit Core Ultra 9 für 850 €

GEEKOM ist uns primär aufgrund seiner Mini-PCs bekannt. Allerdings hat GEEKOM angefangen, auch erste Notebooks auf den Markt zu bringen.

Mit dem Geekbook M16 haben diese nun ein „Flaggschiff“-Modell auf den Markt gebracht.

Bei dem GEEKOM Geekbook M16 handelt es sich um ein 16-Zoll-Notebook mit Intel Core Ultra 9 185H, 32 GB RAM, 99,9-Wh-Akku und das bei 1,73 kg. Preislich liegen wir bei 850 €.

Klingt doch im ersten Moment interessant. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist die Akkulaufzeit? Wie gut ist das Display?

Finden wir das und noch viel mehr im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Geekom für das Zurverfügungstellen des M16 für diesen Test.

 

Das GEEKOM Geekbook M16 im Test

GEEKOM setzt beim Geekbook M16 auf ein recht klassisches Gehäuse aus einem silbernen Aluminium. Ich würde das Design als hochwertig, aber auch nicht als „besonders“ einstufen.

Ähnliches gilt auch für die Verarbeitungsqualität. Diese ist gut, allerdings fühlt sich das Aluminium etwas dünner an als z. B. bei einem MacBook Pro oder Dell XPS. Dennoch ist haptisch und optisch an sich nichts zu bemängeln.

Mit 1,73 kg und 355 x 250 x 16,7 mm ist dieses angenehm kompakt für einen 16-Zöller.

Mit im Lieferumfang des Notebooks ist ein 100-W-USB-C-Ladegerät wie auch ein entsprechendes USB-C-Kabel.

 

Sehr gute Anschlussausstattung

Ein Highlight am M16 sind die Anschlüsse, wo dieses umfangreicher ausgestattet ist als ein Dell XPS 16 oder ein MacBook.

Links:

  • 1x USB-C 4.0, 40 Gbit
  • 1x USB-C 3.2 Gen2, 10 Gbit
  • 1x HDMI 2.0

Rechts:

  • 2x USB-A 3.2 Gen1, 5 Gbit
  • 1x 3,5-mm-Kopfhörer-/Headset-Anschluss

Wir haben hier 2x USB-C, 2x USB-A und auch noch einen gesonderten Monitor-Anschluss. Einer der USB-C-Ports bietet sogar USB 4 mit 40 Gbit und beide USB-C-Ports lassen sich ebenfalls für das Anschließen eines Monitors nutzen.

Damit bin ich sehr zufrieden, was die Anschlüsse angeht. Vielleicht ein SD-Karten-Slot wäre noch nett gewesen, aber ansonsten ist alles da, was du dir wünschen kannst.

Bedenke allerdings, dass einer der USB-C-Ports auch zum Laden genutzt wird.

 

Tastatur und Trackpad

Erfreulicherweise besitzt das GEEKOM Geekbook M16 eine deutsche Tastatur! Das ist bei einem kleinen Hersteller nicht selbstverständlich!

Wobei wir hier genau genommen eine „hybride“ Tastatur haben. So ist das Layout und der Aufbau der amerikanischen Tastatur entsprechend. So ist z. B. die Shift-Taste länger als die Feststell-Taste, die Enter-Taste ist schmäler usw.

Allerdings haben wir den deutschen Zeichensatz mit ü, ö, ä usw. Mit ganz leichter Eingewöhnung ist die Tastatur des GEEKOM Geekbook M16 gut und für uns deutsche Nutzer absolut brauchbar.

Auch das Tippgefühl ist gut. Das Tastatur-Deck ist sehr stabil und die Tasten haben einen guten Hub. Im Detail könnten die Tasten noch etwas knackiger sein, aber ich würde die Tastatur mit einer 2- bewerten.

Beim Trackpad des M16 bin ich etwas hin und her gerissen. Das Tracking ist gut, wenn nicht sogar sehr gut! Hier gibt es nichts zu bemängeln. Auch die Größe des Trackpads ist top.

Was mich allerdings etwas stört, sind die „Klicks“. Zwar hat das Trackpad keine abgegrenzten physischen Tasten, allerdings um zu klicken, musst du am unteren Rand drücken.

Etwas weiter oben funktioniert der Klick schon nicht mehr. Hinzu kommt, dass das Trackpad etwas Spiel hat. Legst du den Finger einfach irgendwo auf diesem auf, merkst du, dass es leicht nachgibt.

Kein absolutes No-Go, vor allem da das Tracking gut ist, aber hier ist etwas Luft nach oben.

 

Sound und Webcam

Offen gesagt habe ich bei den Lautsprechern eher eine schwache Leistung erwartet. Viele Hersteller tun sich bei diesen weiter sehr schwer! Es gibt hier eine sehr große Spanne bei aktuellen Notebooks, von furchtbar bis absolut fantastisch kann alles dabei sein.

Auf dem Papier besitzt das GEEKOM Geekbook M16 zwei Lautsprecher mit DTS-Support. Die Lautsprecher sind an der vorderen Unterseite angebracht und nutzen deinen Tisch als Reflexionsfläche. Entsprechend ist der Klang am besten, wenn das Notebook auf einem glatten Tisch steht.

Aber wie ist der Klang? Besser als befürchtet! Die Lautsprecher sind erstaunlich OK. Diese sind laut, klar und sauber mit einem brauchbaren Klangvolumen. Nein, das ist kein MacBook oder Dell XPS, wir sind hier ganz klar eine Klasse drunter, aber es sind auch bei weitem nicht die schlechtesten Lautsprecher.

So sind Lautstärke und Klarheit sehr gut, Bass und Volumen durchschnittlich. Ich würde sagen, wir sind hier knapp unter den MacBook-Air-M5-Lautsprechern (vergleichbare Klangsignatur) und unter dem Neo (das Neo hat mehr „Bass“).

Aber wir sind über vielen Gaming-Notebooks wie z. B. von XMG.

Ähnliches gilt auch für die 2-MP-Webcam. Diese liefert eine solide bis gute Qualität. Ich habe hier schon viel Schlechteres gesehen. Erfreulicherweise besitzt diese auch eine physische Kamera-Abdeckung für die Privatsphäre.

 

Das Display

Beim Display hatte ich etwas Sorgen. Warum?

  • 16 Zoll
  • 1920 x 1200 Pixel
  • 16:10
  • 300 cd/m²

Wir haben hier auf 16 Zoll nur eine Full-HD-Auflösung. Das geht besser, ohne jede Frage! Das hier ist nicht das schärfste Display und im Jahr 2026 hätte ich bei 16 Zoll gerne 2K oder Ähnliches gesehen.

Aber wie sieht das Display in der Praxis aus? Es ist OK. Das Display ist nicht fantastisch, aber auch nicht furchtbar.

Die Schärfe ist OK, die Helligkeit ist OK, die Blickwinkel sind gut, Farbwiedergabe ist OK usw.

Für Office reicht dieses völlig, für leichte private Foto- und Video-Bearbeitung wie auch das Schauen von Filmen ist es akzeptabel. Es ist das, was man normalerweise in einem 600-900-€-Notebook erwarten würde. Nicht mehr und nicht weniger.

Dies wird auch von den Messwerten bestätigt.

So erreichte das Display folgende Werte:

  • 97 % sRGB
  • 76 % AdobeRGB
  • 77 % DCI-P3
  • 339 cd/m²
  • 1020:1 Kontrast
  • Kalibrierung Delta E 1,91 im Schnitt

Die Helligkeit ist für Innenräume gut ausreichend. Dies auch dank des matten Displays. Für die Outdoor-Nutzung ist das Notebook nur bedingt geeignet, wenn, dann solltest du den Schatten aufsuchen.

Kurzum, das Display ist in dieser Preisklasse akzeptabel, aber auch nicht außergewöhnlich gut. Ich glaube, die größte Besonderheit ist die vergleichsweise große Größe mit 16 Zoll. Die meisten Notebooks in dieser Klasse haben eher 13/14 Zoll.

 

Performance

Das Geekbook M16 gibt es in mehreren Versionen. So haben wir zunächst zwei mögliche CPUs:

  • Intel Core Ultra 5 125H – 14 Kerne (4+8+2), 18 Threads
  • Intel Core Ultra 9 185H – 16 Kerne (6+8+2), 22 Threads

Mit dem Ultra 5 125H bzw. dem Ultra 9 185H haben wir hier einen recht aktuellen Prozessor, welcher aber auch nicht ganz die aktuellste Architektur ist.

Allerdings gerade mit dem Ultra 9 185H haben wir einen „ehemaligen“ Flaggschiff-Prozessor von Intel, welcher klar viele, wenn nicht sogar alle aktuellen Einsteiger-/Mittelklasse-Chips schlägt.

So verfügt der kleine Ultra 5 125H bereits über 14 Kerne, der Ultra 9 über 16 Kerne.

Nicht ganz unwichtig ist auch die Leistung, die der Prozessor in Watt bekommt. Diese kann vom Notebook-Hersteller in einem gewissen Rahmen angepasst werden. Tendenziell kann ein älterer Prozessor mit mehr „Leistung“, die ihm gefüttert wird, einen eigentlich neueren Chip mit weniger Leistung (Watt) schlagen.

Aber wie viel Leistung bekommt die CPU? Geekom wirbt mit „bis zu 55 W“.

Bei konstanter Volllast kann ich die 55 W nicht ganz bestätigen. In der Spitze erreichte die CPU bei mir in Cinebench knapp über 50 W, pendelte sich dann irgendwann bei knapp über 40 W ein. Dies war im Leistungsmodus gemessen.

Der Grund, dass wir die 55 W bei „extremer“ Volllast nicht ganz erreichen, ist vermutlich der Kühlung geschuldet. Füttern wir der CPU über 50 W, steigen die Temperaturen auf 95-100 Grad. Das ist an sich nicht dramatisch, moderne CPUs sind dafür gemacht, entweder das Power- oder Temperatur-Limit zu erreichen.

Aber wie steht es um die Leistung, die aus diesen Werten resultiert?

Erfreulicherweise sieht die Leistung gerade für ein Notebook für unter 1000 € sehr gut aus! So setzt sich der Ultra 9 185H bei mir zwischen den i7-12700H und Intel Core Ultra 7 265H in Cinebench (und bei vergleichbaren Powerlimits), also genau dahin, wo es zu erwarten ist.

Verglichen mit AMD-CPUs sind wir hier +- auf dem Niveau des Ryzen 7 7840HS.

Auch beim Video-Codieren mit der CPU sehen wir eine starke Leistung! Das Notebook setzt sich klar in den oberen Bereich des Testfeldes. Für ein Modell unter 1000 € ist das stark!

Aber was ist mit der Grafikkarte?

Wir haben im M16 „nur“ die integrierte Grafikkarte des Ultra 9 185H, die „Intel Arc Graphics“.

Für den normalen Alltag, Video-Bearbeitung und Foto-Bearbeitung ist die GPU absolut in Ordnung. Fürs Gaming ist das Notebook aber nicht oder nur sehr bedingt geeignet! Einfache Spiele wie LOL, Minecraft usw. laufen natürlich, aber moderne AAA-Spiele werden in der Regel nicht auf dem Notebook laufen.

 

SSD

In meinem M16 ist eine 512-GB-SSD verbaut. Das genaue Modell der SSD kann sicherlich etwas schwanken, allerdings bei mir war eine Kingston OM8TAP45512K1. https://www.digikey.de/en/products/detail/kingston-technology/OM8TAP4512K1-A00/25571629

Das ist eine recht exotische Industrial-M.2-NVMe-SSD.

Diese erreicht ordentliche 5955 MB/s lesend und 3739 MB/s schreibend. Reichen dir also 512 GB, wird die SSD in der Praxis vermutlich in kaum einer Situation ein limitierender Faktor sein. Höchstens beim Schreiben großer Datenmengen am Stück, da wir hier eine QLC-SSD haben. Aber hier ist eine 512-GB-SSD eh nicht optimal.

 

Lautstärke/Lüfter

Geekom hat bei der Lüftersteuerung im M16 einen erfreulich guten Job gemacht! So ist der hier verbaute Lüfter wenig nervös und selbst bei konstanter Volllast bleibt das Notebook relativ leise.

Ja, es wird hörbar, aber ich würde es eher zu den leiseren und angenehmeren Notebooks zählen, die ich bisher in den Fingern hatte.

 

Akku und Laden

Geladen wird das Geekbook M16 mit bis zu 100 W via USB-C. Dieses akzeptiert hier jedes beliebige USB-C-Ladegerät, im besten Fall mit 100 W.

Passend dazu hat das Notebook einen mächtigen 100-Wh-Akku, die gängige maximale Kapazität.

Die Akkulaufzeit schwankt natürlich je nach Nutzung. Bei einer reinen Video-Wiedergabe bei mittlerer Displayhelligkeit kam ich auf ca. 12,5 Stunden.

Bei einer leichten Office-/Web-Nutzung auf ca. 8-10 Stunden.

Bei intensiver Nutzung und hoher Helligkeit auf 3-6 Stunden.

Das sind gute Laufzeitwerte!

 

Fazit

Du suchst ein 16-Zoll-Notebook mit ordentlich Leistung, guter Anschlussausstattung und langer Akkulaufzeit für unter 1000 €? Dann solltest du dir das GEEKOM Geekbook M16 auf jeden Fall mal ansehen!

Grundsätzlich macht das M16 nämlich einen richtig soliden Job. Wir haben hier ein kompaktes, gut verarbeitetes Gehäuse, eine für die Klasse überdurchschnittliche Anschlussausstattung (inkl. USB 4 mit 40 Gbit) und eine deutsche Tastatur, was bei einem kleineren Hersteller wie GEEKOM alles andere als selbstverständlich ist.

Das eigentliche Highlight ist aber die Leistung. Der Intel Core Ultra 9 185H setzt sich in meinen Tests genau dahin, wo man ihn erwartet, zwischen i7-12700H und Ultra 7 265H bzw. auf dem Niveau eines Ryzen 7 7840HS. Für ein Notebook unter 1000 € ist das stark! Dazu kommen ein leiser Lüfter, gute Akkulaufzeiten von bis zu ~12,5 Stunden und sogar erstaunlich brauchbare Lautsprecher, mit denen ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hatte.

Perfekt ist das M16 aber natürlich nicht. So ist das Display „durchwachsen“, nicht furchtbar, nicht fantastisch: Full HD auf 16 Zoll geht 2026 besser. Das Panel ist in Ordnung, für Office, Filme und leichte Bildbearbeitung völlig ausreichend, aber eben nicht mehr als das. Dazu kommen die kleinen Schwächen beim Trackpad (die Klicks funktionieren nur am unteren Rand, dazu etwas Spiel).

GEEKOM GeekBook M16 Laptop, 16 Zoll IPS Notebook für Business...

Pro ✓

  • Starke CPU-Leistung für die Preisklasse (Ultra 9 185H)
  • Sehr gute Anschlussausstattung (2x USB-C inkl. USB 4 40 Gbit, 2x USB-A, HDMI, Klinke)
  • Beide USB-C-Ports mit Display-Ausgabe nutzbar
  • Deutsche Tastatur mit gutem Tippgefühl und stabilem Deck
  • Kompakt und portabel für einen 16-Zöller (1,73 kg, 16,7 mm)
  • Gute Akkulaufzeiten (bis ~12,5 h Video, 8-10 h Office/Web)
  • Leiser Lüfter, auch unter Volllast angenehm
  • Überraschend brauchbare Lautsprecher
  • Laden via USB-C mit bis zu 100 W (jedes USB-C-Netzteil nutzbar)
  • Physische Webcam-Abdeckung

Kontra ✗

  • Nur Full-HD-Auflösung (1920 x 1200) auf 16 Zoll
  • Trackpad-Klick nur am unteren Rand, dazu leichtes Spiel
  • Fürs Gaming nur sehr bedingt geeignet (reine Intel-Arc-iGPU)

Unterm Strich bekommst du mit dem GEEKOM Geekbook M16 für rund 850 € / 900€ ein sehr rundes Gesamtpaket, das vor allem bei Leistung, Anschlüssen und Akku klar über seiner Preisklasse spielt und sich nur beim Display eine echte Schwäche leistet. Kannst du mit der Full-HD-Auflösung leben und suchst ein leistungsstarkes 16-Zoll-Arbeitstier, ist das M16 eine klare Empfehlung meinerseits.

Dell UltraSharp 32 4K QD-OLED Monitor U3226Q im Test: 4K QD-OLED mit integriertem Kolorimeter

Der U3226Q ist Dells Flaggschiff-Monitor für Fotografen, Videografen und generell „Content Creator“.

So setzt der UltraSharp 32 U3226Q auf ein 31,5 Zoll QD-OLED Panel, 3840 x 2160 Pixel, 120 Hz Bildwiederholungsrate und einen integrierten Kolorimeter!

Gerade letzteres ist ein High End Feature, welches du bei normalen Monitoren nicht findest, aber für High End Nutzer, die konstant farbakkurat arbeiten wollen/müssen, einen großen Wert hat.

Allerdings muss der UltraSharp 32 U3226Q dir auch einiges Wert sein, denn Dell möchte für diesen +- 2700 € haben.

Wollen wir uns den Dell UltraSharp 32 U3226Q in einem Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Dell für das Ausleihen des U3226Q für diesen Test.

 

Der Dell UltraSharp 32 U3226Q im Test

Dells Monitore aus der „UltraSharp“ Serie richten sich an professionelle Nutzer. Entsprechend ist auch das Design des Monitors schlicht und hochwertig.

So besitzt der U3226Q eine minimalistische Front mit recht kompakten Rahmen. Lediglich der untere Rahmen ist wie üblich etwas größer.

In dem unteren Rahmen ist allerdings auch der Kolorimeter versteckt, dazu gleich mehr.

Der Standfuß und die generelle Verarbeitungsqualität sind hoch, auch wenn äußerlich der Monitor komplett aus Kunststoff besteht. An der Standsicherheit gibt es nichts zu bemängeln und der U3226Q bietet Ergonomie-Optionen.

So ist der Monitor in der Höhe verstellbar und erlaubt auch ein Schwenken, Drehen (Rotation) und Neigen.

Mit im Lieferumfang des U3226Q sind zudem seitliche Blenden, welche du zur Reduktion von Spiegelungen / Lichtquellen anbringen kannst.

 

Anschlüsse des U3226Q

Der U3226Q besitzt eine sehr umfangreiche Ausstattung an Anschlüssen.

Monitor-Anschlüsse

  • 2x HDMI 2.1 (4K/120Hz)
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x USB C mit Thunderbolt 4 / USB 4

„HUB“

  • 1x USB C 10 Gbit Uplink
  • 2x USB C 10 Gbit Ports
  • 3x USB A 10 Gbit Ports
  • 1x 2,5 Gbit LAN
  • 1x USB C mit Thunderbolt 4 / USB 4 40 Gbit (Ausgang)

Das ist eine beeindruckende Ausstattung! Neben 2x HDMI, 1x DP und 1x USB C Monitor-Eingängen haben wir auch einen sehr umfangreichen USB Hub integriert.

So bietet der USB C Hub insgesamt 5x 10 Gbit USB Ausgänge! Hinzu kommt ein 2,5 Gbit LAN Port.

Für eine bessere Erreichbarkeit sind 3x USB Ports ausklappbar! So kannst du diese von der Front aus erreichen, wenn du sie brauchst. Sehr clever und gut gemacht!

 

140 W für dein Notebook

Der U3226Q kann dein Notebook über den USB C / Thunderbolt / USB 4 Port mit bis zu 140 W versorgen!

Dies ist für einen Monitor eine sehr hohe Leistung. Ideal, wenn du eine „ein Kabel Lösung“ für dein Notebook suchst.

 

Technische Daten

Technische Daten Dell UltraSharp 32 U3226Q
Panel-Typ QD-OLED (4. Gen, Samsung Display, EL 3.0)
Subpixel-Layout Dreieckig (Triangular RGB)
Bildschirmdiagonale 31,5 Zoll (80 cm), flach, matt (AGLR)
Auflösung 3.840 x 2.160 Pixel (4K UHD)
Pixeldichte ca. 140 ppi
Bildwiederholrate 120 Hz
Reaktionszeit 0,03 ms (GtG)
Helligkeit 300 cd/m² (SDR), bis 1.000 cd/m² (HDR-Peak)
Kontrast 1.500.000:1
Farbtiefe 10-bit
Farbraum 100 % sRGB, 99 % DCI-P3, 94 % Adobe RGB
HDR DisplayHDR True Black 500, Dolby Vision, HDR10, HLG
Besonderheit Integrierter Kolorimeter, Hardware-Kalibrierung
Anschlüsse 2x HDMI 2.1, 1x DP 1.4, 1x USB-C (TB4/USB4), USB-Hub, 2,5-Gbit-LAN
USB-C Power Delivery bis 140 W
Ergonomie Höhe, Schwenken, Drehen, Neigen
Preis (UVP) ca. 2.700 €

 

QD-OLED 4. Gen

Werfen wir einen Blick auf das Herzstück des U3226Q, das Panel. Hier setzt Dell auf ein QD-OLED Panel von Samsung Display der aktuellen 4. Generation, welches auf das neue EL 3.0 Leuchtmaterial setzt. Vereinfacht gesagt sorgt dieses effizientere Material für etwas mehr Helligkeit und eine bessere Langlebigkeit, was gerade bei einem Monitor für den professionellen Dauereinsatz nicht ganz unwichtig ist.

Spannend wird es allerdings, wenn wir einmal ganz nah an das Panel heran gehen. Ich habe hierfür ein Makro-Foto der Subpixel gemacht.

Was du hier siehst, ist das klassische „dreieckige“ Subpixel Layout, welches typisch für QD-OLED Panels ist. Rot und Blau liegen paarweise nebeneinander, das Grün sitzt darüber leicht versetzt. Reine RGB Subpixel, keine Spur von einem weißen Subpixel wie bei WOLED Panels von LG.

Das ist auch der Grund, warum du bei OLED Monitoren immer wieder von „Fringing“ liest, also leichten Farbsäumen an den Kanten von kleiner Schrift. Diese dreieckige Anordnung passt nämlich nicht perfekt zum Text-Rendering von Windows. Samsung hat hierfür mittlerweile ein neues „V-Stripe“ Layout entwickelt, welches die Subpixel wie bei einem LCD in geraden vertikalen Streifen anordnet und das Ausfransen damit deutlich reduziert. Dieses steckt aktuell allerdings vorerst nur in einem 34 Zoll Ultrawide Panel und (noch) nicht in dem hier verbauten 32 Zoll Panel.

Allerdings aufgrund der hohen 4K Auflösung und des 4. Gen Panels ist dies beim U3226Q kein wirkliches Problem. Im direkten Vergleich mag Text auf einem vergleichbaren 4K IPS Monitor einen Hauch knackiger wirken, aber selbst für Coding und Textarbeit halte ich den Monitor für gut geeignet.

„Fringing“ war bei den ersten beiden OLED Generationen von Samsung ein großes Problem, wie auch bei Modellen mit niedrigerer Auflösung. Allerdings bei 3. Gen oder 4. Gen 4K OLEDs ist dies nichts, was meine persönliche Kaufentscheidung negativ beeinflussen würde.

 

Ein mattes Panel

Bei dem UltraSharp 32 U3226Q handelt es sich um einen matten Monitor. Es ist sicherlich streitbar, was nun besser ist, hochglanz oder matt. In einer komplett dunklen Umgebung können Hochglanz Monitore noch ein Stück klarer und brillanter aussehen.

Allerdings in einem normalen Büro-Alltag können die reduzierten Spiegelungen eines matten Panels von Vorteil sein.

Wie auch immer, ich muss Dell hier für die Entspiegelung bzw. die matte Beschichtung loben. Diese ist überdurchschnittlich gut und „klar“.

 

Farbraum-Abdeckung

Dell gibt die Farbraumabdeckung des U3226Q mit 100% sRGB, 99% DCI-P3 und 94% AdobeRGB an.

Werte, die für einen High End QD-OLED durchaus plausibel erscheinen. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Das ist eine ziemliche Punktlandung, ich kann die Herstellerangabe voll bestätigen.

  • 100% sRGB
  • 99% DCI-P3
  • 94% AdobeRGB

Das sind sehr gute Werte, aber zugegeben jetzt auch nicht völlig außergewöhnlich für einen OLED Monitor. OLED Monitore sind einfach generell sehr gut, was die Farbwiedergabe angeht.

 

Umfangreiche Kalibrierungsoptionen

Eine Besonderheit des U3226Q ist der integrierte Kolorimeter. Bei diesem handelt es sich um einen Sensor, der in der unteren Leiste des Monitors versteckt ist und bei Bedarf ausklappen kann.

Dieser Sensor überprüft die Kalibrierung des Monitors und justiert diese bei Bedarf nach.

Zwar ist der U3226Q natürlich vom Werk aus bereits kalibriert, aber im Laufe der Zeit können sich die Farben eines Monitors leicht verändern, was ein Nachkalibrieren unter Umständen sinnvoll macht. Gerade wenn es um sehr farbkritische Arbeiten geht.

Der Kolorimeter erlaubt dabei auch das gezielte Kalibrieren auf spezielle Einstellungen oder Farbprofile.

Gesteuert wird das Ganze direkt über die Benutzeroberfläche des Monitors. Eine gesonderte Software ist nicht zwingend nötig, daher ist die Kalibrierung auch unabhängig vom Betriebssystem.

Die Einstellungsmöglichkeiten sind dabei extrem umfangreich! Hier ist es ganz klar ersichtlich, dass dies ein professioneller Monitor ist.

Alternativ bietet auch Dell eine Software an, über welche du den Monitor und auch die Kalibrierung komplett steuern und starten kannst.

Dies und das Farbraum-Management ist ganz klar das herausstechende Merkmal des U3226Q.

 

Wie gut ist die Kalibrierung?

Wie gut die Kalibrierung des Dells ist, hängt ganz massiv von den Einstellungen ab!

Beispielsweise konnte ich laut meinem Messgerät ein Delta E von 0,72 im Schnitt erreichen. Das ist Top! Hier erfüllt der Monitor die professionellen Ansprüche.

WICHTIG! Es ist auch gut möglich, dass der Kolorimeter besser ist als mein Datacolor Spyder X und die Kalibrierung sogar noch besser ist, als ich es nachprüfen kann.

 

Helligkeit

Die Helligkeit bei SDR Inhalten ist die große Schwäche aktueller OLED Monitore. 99% aller OLED Monitore erreichen hier maximal 250 cd/m².

Dell wirbt beim UltraSharp 32 U3226Q allerdings mit 300 cd/m². Ein kleines Plus an Helligkeit, zumindest auf dem Papier.

Und ja, der U3226Q macht hier eine Punktlandung! Der Monitor erreichte bei mir im Test genau 300 cd/m².

Das ist zwar jetzt weiterhin nicht extrem hell, aber für einen OLED im SDR Betrieb überdurchschnittlich. Spannenderweise wird beim UltraSharp die Helligkeit nicht auf einer 0 bis 100 Skala eingestellt, sondern du kannst hier direkt den cd/m²-Wert in der UI einstellen.

 

HDR Fähigkeiten

Kommen wir zum Thema HDR. Und hier spielt der U3226Q ganz klar seine OLED-Stärken aus. Der Monitor ist mit DisplayHDR True Black 500 zertifiziert und unterstützt zusätzlich Dolby Vision, HDR10 und HLG. Damit deckt der U3226Q so ziemlich alle relevanten HDR-Formate ab, was gerade für die Video-Zielgruppe interessant ist.

Bei SDR Inhalten liegt die maximale Helligkeit bei 300 cd/m². Allerdings im HDR Modus kann der Monitor deutlich heller werden! Laut Dell sind hier bis zu 1000 cd/m² möglich.

Dies aber nur, wenn der Weißanteil im Bild in einem niedrigen einstelligen % Bereich liegt. Je höher der Weißanteil im Bild ist, umso niedriger ist auch im HDR Modus die Helligkeit.

Dennoch ist der U3226Q sehr stark in seinem HDR Support, vor allem aufgrund von Dolby Vision und dem Support vieler weiterer HDR Standards.

 

Perfekter Kontrast

Der U3226Q ist ein OLED Monitor, entsprechend hat dieser einen perfekten Kontrast. Jeder einzelne Pixel des Monitors kann individuell seine Helligkeit steuern, entsprechend auch komplett schwarz werden.

Hierdurch wirkt das Bild des U3226Q deutlich tiefer und „lebendiger/echter“.

 

Auch für Gamer tauglich

Der UltraSharp 32 U3226Q richtet sich ganz klar an professionelle Nutzer! Allerdings ist der U3226Q durchaus auch für leichtes Gaming gut geeignet.

OLED Panels haben eine top Reaktionszeit, so auch hier, und der Monitor verfügt über 120 Hz.

Hierdurch sind Bewegungen auf dem Monitor sehr schön „weich“ und „flüssig“, nicht nur in Spielen. Auch im normalen Alltag fällt die höhere Bildwiederholungsrate auf.

Natürlich würde ich den UltraSharp 32 U3226Q nicht für pure Gamer empfehlen, aber willst du neben der Arbeit etwas spielen, ist dies auch gut möglich.

 

Fazit

Der Dell UltraSharp 32 U3226Q ist ein fantastischer Monitor, daran gibt es für mich nichts zu rütteln. Das QD-OLED Panel der 4. Generation liefert eine hervorragende Bildqualität, der perfekte OLED-Kontrast, die starke Farbraumabdeckung und die für einen OLED überdurchschnittlichen 300 cd/m² im SDR-Betrieb machen richtig Freude. Hinzu kommt ein umfangreiches HDR-Paket inklusive Dolby Vision und ein wirklich beeindruckender USB-Hub mit gleich fünf 10-Gbit-Ports, 2,5-Gbit-LAN und bis zu 140 W für dein Notebook.

Das absolute Highlight ist und bleibt aber der integrierte Kolorimeter. Ein Sensor, der die Kalibrierung direkt im Monitor überprüft und nachjustiert, betriebssystemunabhängig und mit extrem umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten. Mit einem Delta E von 0,72 im Schnitt erfüllt der U3226Q hier klar professionelle Ansprüche.

Und genau da liegt der Punkt: Ich würde den U3226Q wirklich nur Profis empfehlen. Wer konstant farbkritisch arbeiten muss und für den die integrierte Hardware-Kalibrierung einen echten Mehrwert darstellt, der bekommt hier ein herausragendes Werkzeug. Aber diese Features musst du dir eben auch etwas kosten lassen, rund 2.700 € sind eine echte Ansage, und die zahlst du zu einem großen Teil für genau diese Profi-Funktionen.

Für einen normalen Allround-Nutzer ist das schlicht zu viel des Guten. Wenn du kein Profi Content Creator bist, sondern einfach einen richtig guten OLED-Monitor für Alltag, Arbeit und etwas Gaming suchst, dann rate ich dir stattdessen zu einem Blick auf den Dell 32 Plus S3225QC. Der hat deutlich weniger Funktionen, ihm fehlt die integrierte Kalibrierung und auch einige weitere Profi-Features. Er ist zudem etwas weniger hell und setzt „nur“ auf ein QD-OLED Panel der 3. Generation. Aber, und das ist der entscheidende Punkt, die grundsätzliche Bildqualität ist kaum schlechter, und das für lediglich rund 600 €.

Kurzum: Der UltraSharp 32 U3226Q ist ein fantastischer Profi-Monitor, der seine Zielgruppe perfekt bedient.

Dell UltraSharp 32 4K QD-OLED Monitor U3226Q
Positiv
Fantastisches QD-OLED Panel der 4. Generation
Integrierter Kolorimeter für Hardware-Kalibrierung
Extrem umfangreiche Kalibrierungs- und Farbraum-Optionen
Für einen OLED überdurchschnittliche 300 cd/m² im SDR-Betrieb
100 % sRGB, 99 % DCI-P3, 94 % AdobeRGB
Umfangreiches HDR-Paket inkl. Dolby Vision, HDR10 & HLG (DisplayHDR True Black 500)
Beeindruckender USB-Hub: 5x 10-Gbit-Ports, 2,5-Gbit-LAN, 3x ausklappbare Ports
Bis zu 140 W für dein Notebook
Überdurchschnittlich gute, klare matte Beschichtung
Negativ
Sehr hoher Preis von rund 2.700 €
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