Es sieht so aus, als hätte Apple das Laden dieser Smartphones massiv aufgebohrt. So scheinen beide Smartphones mit bis zu 60 W laden zu können!
Das wäre ein massiver Sprung!
Allerdings um diese 60 W erreichen zu können, scheint ein Netzteil mit dem AVS Ladestandard nötig zu sein.
Apple selbst schreibt dazu:
„Schnelles Laden über Kabel wird unterstützt mit 60 W fähigem USB-C Kabel und USB PD 3.1 (oder höheren) Netzteilen mit anpassbarer Spannungsversorgung (AVS).“
AVS ist eine optionale Erweiterung von USB Power Delivery und so etwas wie der Nachfolgestandard von PPS.
Derzeit wird AVS noch nicht von wahnsinnig vielen Ladegeräten unterstützt.
2x verschiedene AVS-Protokolle
AVS ist leider nicht gleich AVS! Es gibt diesen Standard 2x und dann nochmal mit verschiedenen Leistungsstufen.
USB PD 3.1 Standard AVS in der EPR mit einer Spannung von z. B. 15 – 28 V
USB PD 3.2 Standard AVS in der SPR mit einer Spannung von z. B. 9 – 20 V
EPR bedeutet extended Power Range, also Spannungen über 20 V in der Spitze. SPR bedeutet standard Power Range.
Apple selbst spricht von USB PD 3.1, also AVS in der EPR.
Der eigene Apple 40 W Dynamic Power Adapter (A3352) unterstützt allerdings nur AVS nach USB PD 3.2 in der SPR …
Welcher Spannungsbereich jetzt unterstützt wird, ist noch nicht zu 100 % klar.
Wichtig, bislang sind dies alles nur Informationen, die auf Apples Webseite beruhen. Ich werde in den sauren Apfel beißen und mir ein iPhone versuchen zum Start zu sichern (auch wenn das finanziell eigentlich gerade nicht drin ist …) und werde dann einen vollständigen Artikel zu dem Thema schreiben.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass der PC-Markt derzeit ziemlich kaputt ist. Alles ist teuer geworden …
Daher ist das Kaufen von älterer Hardware oftmals eine recht attraktive Option. Dabei nutzen auch immer mehr PC-Hersteller etwas ältere Prozessoren, um ihre Produkte günstiger anbieten zu können. Mehr dazu, was Mini-PCs so spannend macht und was es beim Kauf zu beachten gibt, habe ich dir bereits in einem eigenen Artikel zusammengefasst.
So auch Blackview bei seinem MP20. Bei dem MP20 handelt es sich um einen Mini-PC, der wahlweise auf den Intel N150 oder AMD Ryzen 3 3300U setzt.
Ich habe hier im Test die Version mit Ryzen 3 3300U, ordentlichen 16 GB RAM und 512 GB Speicher. Diese kostet um die 300 €, was sicherlich nicht „billig“ ist, aber im Jahr 2026 für ein System mit 16 GB RAM auch nicht unerwartet viel.
Wollen wir uns einmal anschauen, ob der Blackview MP20 überzeugen kann!
An dieser Stelle vielen Dank an Blackview für das Zurverfügungstellen des MP20 für diesen Test.
Der Blackview MP20 im Test
Bei dem MP20 handelt es sich um einen klassischen Mini-PC. So misst dieser 100 x 100 x 35 mm.
Äußerlich ist er komplett aus Kunststoff gefertigt und weitestgehend in Schwarz gehalten. Zur Auflockerung des Designs haben wir einen kleinen kupferfarbenen Ring am oberen Rand.
Was die Verarbeitungsqualität und Haptik angeht, ist der MP20 nichts Besonderes. Er taugt, fühlt sich aber auch nicht besonders hochwertig an.
Mit im Lieferumfang ist neben dem Netzteil auch ein kurzes HDMI-Kabel und eine Halterung, sodass dieser an einer VESA-Platte / Monitor-Rückseite montiert werden kann.
Anschlüsse des MP20
Spannend wird es bei den Anschlüssen.
2x USB A 3.0 5 Gbit
2x USB A 2.0
1x 3,5-mm-Headset-Anschluss
1x HDMI
1x DisplayPort
1x Gbit-LAN
1x DC-Eingang
Die Front und die Rückseite des Blackview MP20 sind komplett mit Anschlüssen belegt. Dies liegt natürlich auch daran, dass der PC sehr klein ist.
Grundsätzlich sind die Anschlüsse für einen typischen Desktop-PC „ausreichend“, wenn auch nicht großzügig. Wir können 2 Monitore mit dem MP20 verbinden, wie auch 4x USB-Geräte. Dabei sind allerdings zwei USB-Ports nur USB 2.0! Schade bei einem PC im Jahr 2026, allerdings ausreichend für Maus und Tastatur.
Was wir ebenfalls nicht haben, ist USB C. Erneut schade, aber vermutlich bei einem einfachen Office-PC zu verschmerzen.
Software
Auf dem Blackview MP20 läuft aktiviertes Windows 11 Pro. Wie bei vielen dieser Mini-PCs würde ich aber eine frische Neuinstallation von Windows empfehlen!
Ich habe die Installation von Blackview überprüft und diese ist virenfrei, aber dennoch hat Blackview hier ein paar Modifikationen vorgenommen. So wurde versucht, ein Plugin für einen vorinstallierten Google-Chrome-Browser zu installieren, das ich nicht näher identifizieren konnte. Wie unschön so etwas ausgehen kann, habe ich beim ACEMAGIC S1 gesehen, bei dem tatsächlich ein „Wurm drin“ war.
So etwas ist immer etwas fragwürdig, muss aber nicht zwingend böse Absichten haben.
Die Windows-11-Pro-Lizenz wird in der Regel eine frische Neuinstallation einfach überdauern.
Die Hardware
Folgende Hardware bringt der MP20 bei mir mit:
Blackview MP20
AMD Ryzen 3 3300U
AMD Radeon Vega Mobile
16 GB RAM
512 GB SSD (SATA)
Das Herzstück des Blackview MP20 ist der Ryzen 3 3300U. Bei dem Ryzen 3 3300U handelt es sich um einen 4-Kern-Prozessor aus dem Jahr 2019.
AMD Ryzen 3 3300U
4 Kerne
Zen+
Bis zu 3,5 GHz
2,1 GHz Basistakt
15 W Standard-TDP
Das ist ein ziemlich einfacher Prozessor, welcher aber für einfache Anwendungen auch im Jahr 2026 ausreichend sein sollte, gerade wenn wir diesen mit Intel N100 oder N150 vergleichen. Wie viel Grafikleistung von einer Vega-Einheit zu erwarten ist, habe ich mir zudem am Beispiel der Radeon RX Vega 7 angesehen.
Benchmarks
Werfen wir einmal einen Blick auf ein paar Benchmarks des MP20.
Puh, ich glaube, ich muss zu diesen Benchmark-Werten nicht mehr viel sagen. Der MP20 mit seinem Ryzen 3 3300U ist nicht schnell! Ganz im Gegenteil, dieser ist sogar langsamer als die Modelle mit Intel N100 CPU, wie beispielsweise der Geekom Mini Air12. Dies sehen wir auch in meinem Handbrake-Test.
Ja, der Mini-PC ist für einfache Anwendungen wie Office oder Media-Center-Anwendungen „OK“, aber er ist auch alles andere als ein Performance-Wunder.
Die verbaute SSD
Bei der verbauten SSD war ich etwas enttäuscht. Bei mir war eine 512 GB M.2-SATA-SSD, NoName, vorinstalliert.
Das mag für einen Office-PC ausreichen, aber im Jahr 2026 wäre auch in der aktuellen Speicherkrise zumindest eine NVMe-SSD wünschenswert gewesen.
Es ist anzunehmen, dass Blackview hier irgendwo sehr alten Bestand aufgekauft hat.
Netzwerkcontroller
Sowohl die LAN-Karte wie auch WLAN sind beim Blackview MP20 sauber via PCIe angebunden.
Beide Controller stammen von Realtek. Beim Gbit-LAN-Port haben wir einen ganz klassischen Gbit-Controller, nichts Besonderes.
Bei der WLAN-Karte wird es etwas exotischer. So kommt hier die Realtek 8821CE zum Einsatz:
802.11ac/a/b/g/n
Bis zu 433 Mbit/s
Das ist eine recht schwache WLAN-Karte! Ausreichend für einen Office-PC ja, aber das war vermutlich die günstigste WLAN-Karte, die Blackview auftreiben konnte. Was moderne Karten leisten, zeigt mein Vergleich der WLAN-7-Karten von Intel, Qualcomm und MediaTek.
Stromverbrauch
Der Stromverbrauch des Blackview MP20 schwankt natürlich deutlich je nach Nutzung. Hier aber ein paar generelle Werte, an denen du dich orientieren kannst:
Leerlauf Windows (mit Monitor, Maus, Tastatur usw.) – ca. 6 – 7 W
Leerlauf Windows (ohne Monitor, Maus oder Tastatur) – ca. 4,1 – 5,5 W
Volllast – ca. 27 W
Erfreulicherweise ist der Stromverbrauch im Leerlauf selbst für einen Mini-PC sehr niedrig!
Fazit
Es ist schwierig … Der PC-Markt ist im Jahr 2026 ziemlich kaputt. In einer normalen Welt würde ich den Blackview MP20 mit AMD Ryzen 3 3300U nicht mehr empfehlen, zumindest nicht für +/- 350 €! Die CPU ist schon etwas betagt, reicht zwar für Office usw. aus, ist aber alles andere als schnell, und auch die sonstige Ausstattung (WLAN 5, SATA-SSD, kein USB C usw.) ist nicht modern.
350 € ist für den MP20 einfach zu viel aus meiner Sicht. In einer normalen Welt sollte dieser PC klar unter 200 € kosten. Allerdings die vergleichsweise großen 16 GB RAM treiben hier den Preis, gemeinsam mit der generellen Entwicklung des PC-Marktes.
Dennoch, auch im 2026er PC-Markt gibt es einfach bessere Optionen, sogar von Blackview, z. B. den MP100 Pro.
Der Blackview MP100 Pro bietet den deutlich schnelleren AMD Ryzen 7430U, wie auch eine deutlich modernere Ausstattung für 419 €. Ein Aufpreis, den ich als absolut gerechtfertigt bezeichnen würde.
Kurzum, der Blackview MP20 ist nicht furchtbar als reiner Office/Media-PC, aber es gibt aus meiner Sicht bessere Optionen auf dem Markt und auch von Blackview, wie den MP100 Pro für einen leichten Aufpreis.
UGREEN hat den Markt für NAS-Systeme mächtig aufgemischt! Das habe ich bereits in meinem großen Überblick Anfang 2025 hier auf Techtest geschrieben. Damals war mein Fazit: Der erweiterte Kern ist da, Docker und Virtualisierung laufen, aber bei den Backup-Anwendungen ist noch Luft nach oben, und eine echte Verschlüsselung fehlte komplett.
Seitdem ist aber einiges passiert! UGREEN hat UGOS Pro in etwa einem Jahr von Version 1.8 auf 1.19 gehoben, und das im Monatsrhythmus. Dabei sind Funktionen dazugekommen, auf die Nutzer teilweise seit dem Kickstarter-Start warten, es gab aber auch mindestens einen ordentlichen Rückzieher.
Wollen wir uns also einmal ansehen, was sich zwischen Mitte 2025 und September 2026 in UGREENs NAS-Betriebssystem getan hat und ob sich das Bild von damals verschoben hat.
Der Update-Rhythmus
Schauen wir uns zunächst einmal an, wie oft Updates gekommen sind, denn dies zeigt uns, wie „ernst“ UGREEN es mit seinen NAS-Systemen meint.
UGREEN liefert seit über einem Jahr im Schnitt monatlich ein Update aus. Dabei wechseln sich größere Feature-Releases mit kleineren Bugfix- und Security-Updates ab. Für ein Betriebssystem, das erst 2024 gestartet ist, ist das ein sehr ordentliches Tempo.
Die wichtigsten Stationen im Zeitraum:
1.8.20.0012 (August 2025) – Kernel-Sprung auf 6.12
1.10.0.0112 (Oktober 2025) – Feinschliff bei Energieplan und Sitzungsverwaltung
1.12.0.0095 (Dezember 2025) – Datenschutz-Verbesserungen in der Benutzerverwaltung
Wenn du in den letzten zwei Jahren irgendwo über UGREEN-NAS-Systeme diskutiert hast, kam garantiert das Thema Verschlüsselung auf. Stand Anfang 2025 war das der mit Abstand meistgenannte Kritikpunkt an UGOS Pro.
August 2025: Die Ankündigung
UGREEN bestätigt im Rahmen des System Update Plans, dass eine Volume-Verschlüsselung in der Planungsphase ist und für die zweite Jahreshälfte vorgesehen wird.
Februar 2026: Die Kehrtwende
UGREEN stellt klar, dass eine echte Volume- oder vollständige Festplattenverschlüsselung nach aktuellem Stand nicht mehr zum Entwicklungsplan gehört. Stattdessen ist eine Ordnerverschlüsselung geplant, mit der sich einzelne Verzeichnisse absichern lassen.
August 2026: Geliefert (zum Teil)!
Mit Firmware 1.18.1.0098 unterstützt UGOS Pro die Verschlüsselung von freigegebenen Ordnern und Benutzerordnern der ersten Ebene.
Du legst bei der Aktivierung ein Passwort fest, und das System generiert eine Schlüsseldatei und lädt sie lokal auf deinen Rechner herunter. Beides kann genutzt werden, um den Ordner zu entschlüsseln.
Solange der Ordner nicht gemountet ist, bleiben die Daten geschützt. Selbst wenn jemand die Festplatten ausbaut und in ein anderes Gerät steckt, kommt er ohne Schlüssel nicht an die Daten. Neue freigegebene Ordner kannst du direkt beim Anlegen verschlüsseln, bestehende nachträglich über das Kontextmenü.
Wie bewerte ich das? Gemischt. Dass die Funktion überhaupt kam, ist wichtig und war überfällig. Dass es aber „nur“ Ordnerverschlüsselung ist und keine Volume-Verschlüsselung, nachdem ein Jahr vorher etwas anderes in Aussicht gestellt wurde, hinterlässt einen Beigeschmack. Für den typischen Heimanwender reicht die Ordnerlösung in den meisten Fällen völlig aus. Wer aber aus dem Synology- oder QNAP-Umfeld kommt und eine bestimmte Erwartungshaltung hat, wird hier weiterhin die vollständige Verschlüsselung vermissen. Dies ist auch für Unternehmenskunden sicherlich ein Punkt.
Die KI-Offensive und wer sie überhaupt bekommt
Das zweite große Thema des Zeitraums ist KI. Und hier musst du beim Lesen von Pressemeldungen sehr genau hinschauen, denn es betrifft längst nicht jedes UGREEN-NAS.
UGREEN hat UGOS Pro um fünf lokale KI-Funktionen erweitert: eine KI-gestützte Suche, den Chatbot „Uliya“, ein AI-Album, Voice Memos und AI File Organization.
Uliya nutzt ein integriertes Sprachmodell, das Fragen zu deinen lokalen Daten beantwortet, Zusammenfassungen erstellt und eine lokale Wissensdatenbank aufbauen kann.
Das AI-Album lässt dich Bilder per natürlicher Sprache suchen, erkennt Gesichter, Tiere, Objekte und Szenen und sortiert automatisch in Kategorien.
Voice Memos transkribiert Sprachaufnahmen und fasst sie zusammen.
Der Haken an der Sache
Klingt gut, aber das hängt größtenteils an der neuen iDX-Serie, also den Modellen iDX6011 und iDX6011 Pro mit ihren Intel-Mobilprozessoren und entsprechend viel RAM.
Technisch steckt hinter Uliya eine für Intel-GPUs optimierte Ollama-Variante mit Qwen3. Das Kontextfenster ist derzeit auf 32.000 Token limitiert. Die Ollama-Ports sind von außen nicht zugänglich, und eigene Modelle lassen sich aktuell nicht einbinden. Das Ganze ist also, freundlich formuliert, noch ein ziemlich geschlossenes System, welches aber schon ein Pluspunkt sein kann!
Für andere Systeme
Seit Mai 2026 lässt sich OpenClaw direkt über das App Center installieren. Damit kommt erstmals offiziell eine lokale KI-Umgebung auf ausgewählte DXP-NASync-Systeme, ohne dass du dir das selbst über Docker zusammenbauen musst. Allerdings ist bei lokalen KI-Anwendungen die Hardware schon ein hartes Limit.
Wenn du also ein DH2300, DH4300 Plus oder ein klassisches DXP-Modell hast, betreffen dich viele KI-Features leider nicht. Die bestehende Objekt- und Personenerkennung in UGREEN Fotos gab es ja schon vorher, wurde aber schon mit Updates nochmals verbessert.
Neue Apps im App Center
Hier war UGREEN im Zeitraum richtig fleißig. Dazugekommen sind unter anderem:
Notizen (Juni 2026) – UGREENs eigene Notiz-App. Sie unterstützt Block-Bearbeitung und Markdown-Syntax und arbeitet mit einer dreistufigen Struktur aus Notizbuch, Abschnitt und Notiz.
Exportieren kannst du nach Markdown, PDF oder ins hauseigene .ugnote-Format. Die Synchronisierung läuft über mehrere Geräte hinweg.
Überwachung (Juni 2026) – die eigene Surveillance-Lösung. Vorher gab es mit EasyNVR bereits einen Ansatz, der aber im europäischen App Center nie offiziell erschienen ist. Die neue App ist direkt in UGOS Pro integriert. Du kannst kompatible Kameras einbinden, Live-Bilder ansehen und Aufzeichnungen zentral auf dem NAS speichern. Ganz ohne Cloud.
Sicherheitsmanager – ein Virenscanner auf Basis der ClamAV-Engine.
Er prüft System- und Benutzerdaten auf Schadsoftware, unterstützt geplante Scans und kann neu erstellte oder geänderte Dateien überwachen.
Online-Office – gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten, wobei die Dateien vollständig auf dem NAS bleiben.
Comics – für alle mit privatem Comic- oder Manga-Archiv.
Dazu kommt der Tresor, der eine geschützte Ablage innerhalb der Dateien-App bietet und lange Zeit die einzige Verschlüsselungsoption war.
Dateien, Suche und Berechtigungen
Das ist der unspektakuläre Teil, der im Alltag aber am meisten bringt.
Mit Version 1.15 im Frühjahr 2026 hat UGREEN die Suche deutlich überarbeitet. Es gibt jetzt eine unscharfe Suche nach Dateinamen mit Wort-Segmentierung sowie die Suche nach Dateien anhand von Tags. Dazu kam die „Universelle Suche“, über die sich Medieninhalte auf dem NAS durchsuchen lassen, mittlerweile in Version 2.0.
Ebenfalls in 1.15: Die Berechtigungslogik für freigegebene Ordner wurde geradegezogen. Bei widersprüchlichen Rechten gilt jetzt eine klare Reihenfolge, nämlich Zugriff verweigern vor Nur-Lesen vor Lesen/Schreiben. Hat ein Nutzer gleichzeitig Lese-/Schreibrechte und Nur-Lese-Rechte, greift aus Sicherheitsgründen die restriktivere Variante. Außerdem gibt es endlich einen Zugang zum Papierkorb direkt auf dem Web- und PC-Desktop.
Version 1.16 brachte die Vorschau von Dateieigenschaften sowie das schnelle Bearbeiten von Dateinamen und Tags direkt im Vorschaufenster.
Mit 1.17 kannst du die Apps Theater, Fotos und Musik auf einen anderen Speicherort verschieben. Klingt banal, ist aber praktisch, wenn du eine SSD als System-Volume nutzt und die App-Daten woanders haben möchtest. Für weitere Apps soll das nachgereicht werden.
Bei den Cloud-Anbindungen ist Dropbox dazugekommen, ebenso Cloud-Speicher-Aliase, und seit 1.18 lässt sich OneDrive als Netzwerkordner einbinden. Amazon S3 und Google Drive stehen weiterhin auf der Roadmap.
Speicher, Kernel und Docker
Unter der Haube hat sich ebenfalls einiges getan.
Der Kernel ist im August 2025 auf Version 6.12 gewechselt. Ein Jahr später, mit 1.19.1.0126 vom 31. August 2026, folgte der Sprung auf Kernel 6.18. Das ist ein LTS-Release, das bis Dezember 2027 unterstützt wird, und bringt bessere Hardware-Kompatibilität, verbessertes Power-Management und eine solidere Sicherheitsbasis mit.
Die Docker Engine wurde in 1.17 auf 29.4.3 aktualisiert und in 1.19 auf 29.6.2. Damit gehört UGREEN zu den aktuelleren NAS-Plattformen, wenn es um Container geht. Für alle, die ihr NAS primär als Docker-Host nutzen, ist das ein handfestes Argument.
Beim Speicher ist in 1.16 die Funktion „Speicherplatz zurückgewinnen“ für Btrfs-Volumes dazugekommen. Version 1.18 erlaubt es, von Drittanbietersystemen erstellte RAID-Verbünde als externen Speicher zu mounten. Das ist Gold wert, wenn du von einem anderen NAS migrierst. Dazu kamen mehrere Fixes rund um den SSD-Cache.
Was weiterhin fehlt
Leider gibt es aber auch weiter einige Baustellen …
Keine Volume-Verschlüsselung. Nach aktuellem Stand auch nicht geplant.
Kein ZFS. UGOS Pro setzt auf Btrfs mit Snapshots, daher nicht so tragisch.
Cloud-Backup weiterhin lückenhaft. Dropbox ist da, Amazon S3 und Google Drive sind angekündigt.
Keine Verschlüsselung für Cloud-Backups. Backups zu „öffentlichen“ Cloud-Diensten lassen sich leider nicht automatisch verschlüsseln.
Fazit
Anfang 2025 habe ich geschrieben, dass du als Heimanwender, Fotograf oder Videograf ohne Sorgen zu einem UGREEN-NAS greifen kannst. Diese Aussage würde ich erneut tätigen.
UGREEN entwickelt sich zur Nummer 1 für Privatanwender, Fotografen und Content Creator.
Zwar ist das UGOS weiterhin nicht ganz perfekt, aber UGREEN bringt fleißig Updates für alte Modelle und neue Modelle.
UGREEN hat also nicht einfach NAS-Systeme auf den Markt geworfen und dann links liegen gelassen, sondern updatet diese fleißig. Mich würde zwar nochmal so eine „große“ Feature-Welle freuen, ein dickes Update auf „V2″ mit vielen tollen neuen Funktionen usw., aber auch so hat UGREEN fast im Monatstakt kleine, aber sinnvolle Updates geliefert.
Lediglich für Unternehmen mag z. B. QNAP noch die bessere Wahl sein, aufgrund der besseren Verschlüsselungs-Optionen und professionellen Features.
Überwachungskameras mit zwei Linsen, die entweder gemeinsam ein breiteres Bild oder unterschiedliche Zoomstufen abdecken, sind absolut nichts Neues mehr.
Gerade Reolink hat hier einige Modelle im Sortiment. Mit der OMVI 3i PoE setzt Reolink nun nochmal eins drauf.
So haben wir hier gleich 3 Kameralinsen und Sensoren. Zwei Linsen verbinden sich zu einem 180-Grad-Panorama-Bild, während die 3. Linse unabhängig als Tracking/Zoom arbeitet.
Klingt doch interessant! Hinzu kommen einige KI-Features, die auf der Kamera selbst berechnet werden, und Reolinks typischer Verzicht auf ein Abo oder Ähnliches.
Wollen wir uns also einmal das Flaggschiff Reolink OMVI 3i PoE im Test ansehen!
An dieser Stelle vielen Dank an Reolink für das Zurverfügungstellen der OMVI 3i PoE für diesen Test.
Die Reolink OMVI 3i PoE im Test
Bei der Reolink OMVI 3i PoE handelt es sich um eine vergleichsweise große und mächtige Überwachungskamera.
Dies liegt am Aufbau der 3x Kameralinsen.
Im Kern vereint die Reolink OMVI 3i PoE zwei Konzepte miteinander. So haben wir im oberen Bereich einen „Balken“ mit zwei Sensoren und LED-Lampen.
Die Sensoren sind so angebracht, dass diese zusammen 180 Grad abdecken und sich in der Mitte leicht überlappen. Die Kamera setzt die Bilder beider Sensoren zu einem extra breiten Bild zusammen. Dieser Kamerabalken lässt sich auch noch leicht nach unten winkeln, falls du die Kamera sehr hoch aufhängst.
Kombiniert wird dies mit einem Kugelkopf am unteren Ende der Kamera, in welchem ein weiterer Kamerasensor angebracht ist. Dieser lässt sich drehen und schwenken mithilfe eines integrierten Motors.
Beide Module sollen miteinander arbeiten. Während die beiden oberen Sensoren die komplette Fläche statisch abdecken, soll die untere Kamera Objekte durchs Bild verfolgen, mit einer „gezoomten“ Ansicht. Dieses Prinzip kennst du eventuell schon von der Reolink Trackmix.
Die Kamera muss an einer Wand verschraubt werden. Hierfür liegen Metall-Montagematerial, Schrauben, Dübel usw. bei.
Angeschlossen wird die Kamera über einen kurzen, fest montierten Kabelstrang. Offen gesagt halte ich es immer für etwas schwierig, diesen sauber zu „verstecken“, und hier würde ich mir wünschen, dass sich Reolink etwas anderes überlegt.
An dem Kabelstrang finden wir einen Anschluss für ein DC-Kabel und den LAN-Port.
Stromversorgung
Wichtig: Die Reolink OMVI 3i PoE wird, wie es der Name vermuten lässt, via PoE mit Strom versorgt.
Eine Stromversorgung via Netzteil ist auch über einen DC-Port möglich, aber das entsprechende Netzteil (12V/2A) liegt NICHT bei.
Kamera-Aufbau
Die beiden oberen Kamera-Sensoren der Reolink OMVI 3i PoE werden automatisch von der Kamera zu einem Bild zusammengesetzt.
Da wir hier zwei Bilder zusammensetzen, erhalten wir eine recht ungewöhnliche Auflösung von 5120 x 1920 Pixeln. Erfreulicherweise funktioniert das Zusammensetzen der beiden Bilder extrem gut! Es ist im Normalfall nicht erkennbar, wo die Aufnahmen zusammengesetzt werden.
Lediglich wenn jemand komplett quer durchs Bild läuft, sind in der Mitte kurz einmal „Artefakte“ erkennbar.
Die untere Kamera, welche sich via Motor drehen und schwenken kann, setzt auf ein deutlich engeres Blickfeld.
Diese Kamera kann von dir manuell für Detailaufnahmen ausgerichtet werden oder Personen automatisch folgen, die von der oberen Weitwinkelkamera entdeckt wurden.
Die bekannte Reolink App
Die Reolink OMVI 3i PoE nutzt die bekannte Reolink App, welche sich seit Jahren gefühlt kaum verändert hat. Reolink ist einer der letzten Hersteller, bei dem eine Registrierung noch keine Pflicht ist.
Du kannst die App einfach herunterladen, den QR-Code der Kamera scannen, dann verbindet sich dein Smartphone automatisch mit der Kamera, wenn diese im gleichen Netzwerk sind.
Reolink versucht dich zwar auch immer mehr etwas zu dem optionalen Reolink-Konto zu treiben, aber dieses ist weiterhin „optional“.
Du musst bei der Erstellung des lokalen Kontos keine persönlichen Daten angeben oder Ähnliches. Die Kamera wird ausschließlich über ein von dir festgelegtes lokales Passwort gesichert. Es ist hier sehr wichtig, dass dieses Passwort sehr sicher ist!
Grundsätzlich ist die Reolink App sehr einfach und übersichtlich aufgebaut.
Du findest auf der Startseite eine Übersicht über alle verbundenen Kameras und Geräte. Tippst du die Kamera an, landest du direkt in der Live-Ansicht.
Dort siehst du beide Kamerastreams, kannst manuell Fotos und Videos aufzeichnen, die Zwei-Wege-Kommunikation starten, die Scheinwerfer einschalten und natürlich auch die Kamera drehen und schwenken.
Die beiden Bilder der „Weitwinkel-Kamera“ werden dabei automatisch zusammengesetzt.
Zudem kommst du von dieser Ansicht auch in die weiteren Einstellungen und Aufnahmen.
In den Einstellungen kannst du viele Optionen anpassen, angefangen bei den Scheinwerfern über das Tracking bis hin zur Objekterkennung.
Im Allgemeinen machte die Reolink App bei mir einen guten Eindruck, und ich gehe davon aus, dass sich auch Neueinsteiger hier zurechtfinden werden.
Kein Abo nötig
Leider ist dies mittlerweile nicht mehr selbstverständlich, aber es ist kein Abo nötig, um alle Funktionen der Reolink OMVI 3i PoE zu nutzen!
Auch die ganzen KI-Funktionen sind „lokal“ und somit auch inklusive.
Lediglich Dinge wie eine Cloud-Speicherung der Aufnahmen sind hinter einer Paywall, was aber auch zu 100 % verständlich und optional ist.
Smarte Erkennung
Natürlich verfügt die Reolink OMVI 3i PoE auch über eine „KI“-/Smart-Erkennung von Personen und Objekten, wie auch über einige weitere KI-Modi.
Diese Smart-Erkennung wird lokal von der Kamera ausgeführt und erfordert keine Cloud. So kann die Kamera zwischen folgenden Objekten unterscheiden:
Generellen Bewegungen
Personen
Fahrzeugen
Tieren
Diese Smart-Erkennung ist auch gerade bei Personen und größeren Tieren (Hunden/Katzen) sehr akkurat!
Aber wofür ist das Ganze da?
Du kannst dich nur bei bestimmten Typen von Bewegungen benachrichtigen lassen, z. B. nur bei Menschen. Aufnahmen lassen sich nach der erkannten Bewegung filtern.
In der Praxis ist dies extrem hilfreich!
Die OMVI 3i PoE verfügt auch über erweiterte KI-Modi, welche Reolink bei seinen neueren Modellen eingefügt hat.
Vergessene Gegenstände
Entfernte Gegenstände
Alarm für Linienüberschreitung
Alarm für Eindringungszone
Alarm für Verweilungszone
Du kannst beispielsweise einen Bereich im Bild festlegen: Wenn dort ein Gegenstand abgelegt wird, erhältst du eine Nachricht, bzw. auch dann, wenn dort ein Gegenstand entfernt wird.
Funktioniert, wenn die Objekte groß genug sind oder dicht genug an der Kamera.
Ansonsten kann die Kamera auch „virtuelle Grenzen“ ziehen und beispielsweise Alarm/Benachrichtigungen senden, wenn jemand diese Grenze überschreitet oder dort verweilt.
Dies funktioniert tendenziell noch besser als die Gegenstandserkennung. Das Ganze ist nicht 100 % perfekt, funktioniert aber im Generellen gut.
AI Tracking
Ein wichtiges Feature der Reolink OMVI 3i PoE ist das automatische Tracking von Personen.
Sofern eingestellt, erkennt die Überwachungskamera automatisch, wenn eine Person in das Bild der Weitwinkelkamera läuft. Diese Person wird dann automatisch von der unteren motorisierten Kamera verfolgt. Diese liefert dann entsprechend eine Detailansicht der Person, während die Weitwinkelkamera eine „Totale“ liefert.
Das Ganze funktioniert auch gut, vor allem wenn nur eine Person im Bild ist.
Verlässt eine Person das Bild, setzt sich die motorisierte Kamera wieder zurück.
Wo werden Aufnahmen gespeichert? Maximale Flexibilität
Reolink-Kameras bieten eine hervorragende Flexibilität beim Speichern von Aufnahmen:
Interne microSD-Karte
FTP-Server
Reolink Cloud (kostenpflichtig)
Reolink Home Hub
In der Regel empfiehlt es sich, eine microSD-Speicherkarte in der Überwachungskamera einzusetzen. Dies ist einfach und sicherlich die günstigste Lösung.
Da wir hier eine recht hohe Auflösung haben, wie auch zwei „Streams“, würde ich dir eine etwas größere Speicherkarte empfehlen. 128 GB oder 256 GB sind hier empfehlenswert.
Alternativ bzw. zusätzlich kannst du auch einen lokalen FTP-Server hinterlegen oder z. B. den Reolink Home Hub nutzen.
Bildqualität
Aber was ist mit der Bildqualität? Hier gibt es absolut nichts zu bemängeln.
Beide Kamera-Streams liefern eine sehr hohe Auflösung und hohe Bitrate. Hierdurch ist das Bild sehr klar und detailliert.
5120 x 1920 Pixel
3840 x 2160 Pixel
Auch bei Nacht liefert die Reolink OMVI 3i PoE ein sehr sauberes Schwarz-Weiß-Bild, vor allem bei der Weitwinkelkamera. Die Zoom-Kamera ist tendenziell bei Nacht etwas schwächer, was primär an der Ausleuchtung liegt.
Dennoch: Die Bildqualität ist ein starker Punkt der Reolink OMVI 3i PoE. Vor allem Das Weitwinkel Bild ist extrem gut!
Fazit
Das Fazit zur Reolink OMVI 3i PoE fällt bei mir sehr positiv aus. Reolink zeigt hier eindrucksvoll, wie viel Sinn die Kombination aus einer statischen 180-Grad-Weitwinkelkamera und einer beweglichen Tracking-Kamera in einem Gehäuse ergeben kann.
Die beiden oberen Sensoren setzen sich nahezu nahtlos zu einem breiten Panoramabild zusammen, während die untere, motorisierte Kamera automatisch Personen verfolgt und dir gleichzeitig eine Detailansicht liefert. In der Praxis funktioniert dieses Zusammenspiel wirklich gut, gerade wenn sich nur eine Person im Bild befindet.
Auch bei der Bildqualität gibt es nichts zu meckern. Beide Streams liefern eine hohe Auflösung und liefern selbst nachts noch ein sauberes Bild, wobei die Zoom-Kamera aufgrund der Ausleuchtung hier minimal schwächer abschneidet als die Weitwinkelkamera.
Positiv ist zudem, dass Reolink seiner Linie treu bleibt. Du brauchst kein Abo, um die smarten KI-Funktionen wie Personen-, Fahrzeug- oder Tiererkennung sowie die erweiterten Modi wie Linienüberschreitung oder Verweilzonen zu nutzen. Auch ein Reolink-Konto bleibt optional, was ich sehr begrüße.
Ein Wermutstropfen ist der fest montierte Kabelstrang, den du beim Verlegen ordentlich verstecken musst, sowie die Tatsache, dass ein Netzteil für den Betrieb ohne PoE nicht im Lieferumfang enthalten ist.
Pro ✓
Sehr gute Bildqualität bei Tag und Nacht
180-Grad-Panoramabild durch zwei Sensoren, sehr gut zusammengesetzt
Zusätzliche Tracking-Kamera mit automatischer Personenverfolgung
Umfangreiche, lokal berechnete KI-Erkennung (Personen, Fahrzeuge, Tiere, Zonen)
Kein Abo nötig, Konto weiterhin optional
Flexible Speicherung (microSD, FTP, Home Hub, Cloud optional)
Stromversorgung via PoE
Kontra ✗
Fest montierter Kabelstrang lässt sich schwer verstecken
Netzteil für DC-Betrieb liegt nicht bei
hoher Preis
Wenn du eine Überwachungskamera suchst, die eine große Fläche lückenlos abdeckt und gleichzeitig automatisch Details zu Bewegungen liefert, ist die Reolink OMVI 3i PoE aktuell eine der spannendsten Lösungen am Markt und zurecht das „Flaggschiff“-Modell von Reolink.
Apple hat vor rund einem Jahr in den USA ein neues, etwas ungewöhnliches USB-Ladegerät auf den Markt gebracht. Jetzt ist dieses auch in Deutschland verfügbar.
Ich spreche hier von dem „Apple 40W Dynamic Power Adapter mit 60W Max“.
Bei diesem handelt es sich um ein 40-W- bzw. 60-W-Ladegerät, welches vor allem schon auf den USB PD 3.2 Standard mit AVS und DPS setzt!
Das ist insofern spannend, da wir dies als Hinweis sehen können, dass Apple vielleicht plant, bei zukünftigen Geräten diese Standards zu nutzen. Interessant!
Wollen wir uns das Ladegerät einmal im Test ansehen und schauen, was es kann und ob es sich lohnt, dieses zu kaufen!
Der Apple 40W Dynamic Power Adapter (A3352) im Test
Apple setzt bei seinem Dynamic Power Adapter auf einen etwas exotischen Formfaktor / Design.
So sind die Steckdosen-Pins hier ein-/ausfahrbar. Auf der Oberseite des Ladegerätes ist eine Taste. Drückst du diese, fahren die Pins aus bzw. du kannst diese einschieben.
Eingeschoben ist das Ladegerät komplett „glatt“, es kann sich also nichts in einer Tasche verfangen oder verbiegen. Ich sehe hier also durchaus Vorteile an diesem Design.
Dabei ist das Ladegerät für ein 60-W-Modell mit 68 x 45,5 x 28 mm und 108 g durchschnittlich groß. Betrachten wir es allerdings als 40-W-Ladegerät, ist es schon recht groß.
Apple-typisch ist die Optik ultra schlicht! Wir haben ein weißes Hochglanzgehäuse mit einem grauen Bauch, das war’s im Kern auch.
Qualitativ gibt es dabei aber nichts zu bemängeln. Das Gehäuse ist extrem massiv und stabil gebaut.
40 W oder 60 W?
Apple bewirbt das Ladegerät mit 40 W und einer „Dynamic Power“ von 60 W.
Der USB Power Delivery 3.2 Standard bietet eine Funktion mit dem Namen „DPS“.
DPS = Dynamic Power Source
Es gibt viele Ladegeräte im Handel, die nicht konstant die volle Leistung liefern können und sich aufgrund der Temperatur nach Zeitraum X drosseln. Das haben wir hier auch, allerdings transparent im USB PD 3.2 Standard verpackt.
Das Ladegerät sagt deinem Endgerät also von Anfang an: „Hey, ich kann temporär 60 W liefern, danach gehe ich auf 40 W herunter.“
Geräte, die kein USB PD 3.2 unterstützen, können hier auch mit 60 W laden, diese werden halt nur bei der Drosselung auf 40 W reconnectet.
Anschlüsse
Der Apple 40W Dynamic Power Adapter mit 60W Max besitzt genau einen USB-C-Port.
USB C – USB PD 3.2 60 W – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/3A
Der USB-C-Port des Ladegerätes kann bis zu 60 W liefern, ausreichend für iPhones, aber auch für iPads und MacBooks!
Dabei haben wir hier zunächst die klassischen USB PD Stufen. Daher ist dieses Ladegerät auch für andere Geräte anderer Hersteller geeignet.
Du kannst theoretisch an diesem Ladegerät problemlos ein Dell XPS oder auch eine Nintendo Switch 2 laden.
Kein PPS!
Wichtig ist allerdings, dass dieses Ladegerät NICHT den PPS Standard unterstützt! Daher ist die Ladegeschwindigkeit in Kombination mit vielen Android-Smartphones wie von Samsung und Google nicht optimal. Diese laden hier auch, aber halt recht langsam.
Dafür AVS
Allerdings unterstützt das A3352 bereits den neueren AVS Standard in der Standard Power Range.
Dieser Standard wurde mit der USB Power Delivery Spezifikation 3.2 eingeführt.
USB PD 3.0 = „klassisches“ USB C Power Delivery mit maximal 100 W
USB PD 3.1 = Erweiterung der Leistung über 100 W auf maximal 240 W + AVS in der EPR
USB PD 3.2 = AVS in der SPR (Standard Power Range)
Derzeit unterstützt noch kein Gerät den AVS Standard, allerdings ist es gut möglich, dass Apple in Zukunft diesen Standard nutzen möchte; falls ja, ist das Ladegerät gerüstet.
Belastungstest
Wie bereits angesprochen, kann dieses Ladegerät nicht konstant 60 W liefern. Hier Hut ab für Apple, dass sie mit offenen Karten spielen.
Es wird gleich gesagt, dass dieses Ladegerät 60 W in der Spitze liefern kann und 40 W konstant. So ist es auch.
In meinem Test konnte das Ladegerät rund 25 Minuten 60 W liefern.
Spannungsstabilität
Werfen wir auch noch einen Blick auf die Spannungsstabilität des Apple 40W Dynamic Power Adapter. Ich habe hierfür geprüft, wie sich die Spannung am USB-C-Port je nach anliegender Last verändert. Für die reine Ladegeschwindigkeit ist dies in der Praxis nicht ganz so entscheidend, solange wir keine Ausreißer über die Grenzwerte des Standards oder ein zu wildes Schwanken der Spannungen sehen.
Maximal
Minimal
0A
5,171
5,5
4,75
1A
5,119
5,5
4,75
2A
5,082
5,5
4,75
3A
5,038
5,5
4,75
Maximal
Minimal
0A
9,023
9,45
8,55
1A
8,973
9,45
8,55
2A
8,936
9,45
8,55
3A
8,890
9,45
8,55
Maximal
Minimal
0A
19,938
21
19
1A
19,873
21
19
2A
19,860
21
19
3A
19,760
21
19
Und hier macht Apple einen richtig guten Job! Alle Spannungsstufen bleiben locker innerhalb der erlaubten Grenzwerte, und vor allem der Abfall unter Last fällt minimal aus.
5 V – 5,171 V im Leerlauf, 5,038 V bei 3 A
9 V – 9,023 V im Leerlauf, 8,890 V bei 3 A
20 V – 19,938 V im Leerlauf, 19,760 V bei 3 A
Besonders schön ist die 20-V-Stufe, also die Stufe bei voller Leistung. Hier verliert das Ladegerät zwischen Leerlauf und 3 A Last gerade einmal 0,18 V, das ist weniger als 1 % Abweichung. Auch die 5-V- und die 9-V-Stufe geben mit jeweils rund 0,13 V nur sehr wenig nach.
Kurzum: Hier gibt es nichts zu meckern. Die Spannungsversorgung des A3352 ist absolut sauber und stabil, wie man es von einem Apple-Ladegerät auch erwarten darf.
Leerlaufstromverbrauch
Im Leerlauf benötigt der Dynamic Power Adapter gerade einmal 0,08 W, also praktisch nichts.
Effizienz
Was ist aber mit der Effizienz des Apple 40W Dynamic Power Adapter (A3352)?
Im Test schwankte die Effizienz des Ladegerätes zwischen 87,8 % im Minimum und 92,6 % im Maximum.
Im Schnitt kommen wir auf 90,8 % Effizienz. Das ist eine hervorragende Effizienz! Vor allem wie gut die minimale Effizienz des Apple-Ladegerätes ist.
Apple liefert hier eine erstklassige Verarbeitung, eine sehr gute Effizienz von 90,8 % im Schnitt, einen praktisch nicht messbaren Leerlaufverbrauch von 0,08 W und absolut saubere, stabile Spannungen. Dazu kommt der einfahrbare Stecker, den ich bei Reisen für durchaus praktisch halte, sowie mit AVS ein Feature, das derzeit kaum ein anderes Ladegerät bietet.
Besonders gut gefällt mir auch der DPS-Ansatz. Dass ein Hersteller offen sagt „ich kann 60 W in der Spitze und 40 W dauerhaft“, statt heimlich zu drosseln wie so viele andere, ist vorbildlich. Hut ab, Apple!
Pro ✓
Sehr hochwertige Verarbeitung
Einfahrbare Steckdosen-Pins, nichts verhakt sich in der Tasche
Sehr gute Effizienz (90,8 % im Schnitt, max. 92,6 %)
Extrem niedriger Leerlaufverbrauch (0,08 W)
Stabile Spannungen innerhalb aller Grenzwerte
AVS-Support (USB PD 3.2) – zukunftssicher
Transparente Kommunikation der Dauerleistung per DPS
Kontra ✗
Kein PPS, damit langsames Laden bei Samsung, Google & Co.
Nur 40 W Dauerleistung
Für ein 40-W-Ladegerät recht groß und schwer
Nur ein einzelner USB-C-Port
Mit 45 € vergleichsweise teuer
Bist du also im Apple-Ökosystem unterwegs, hast ein iPhone, iPad oder MacBook Air und willst schlicht das passende Apple-Ladegerät dazu, dann machst du hier nichts falsch. Du bekommst ein rundes, sauber gebautes Produkt ohne echte technische Schwächen.
Neutral betrachtet gibt es aber eine bessere Alternative. Es gibt derzeit ein Ladegerät, das schlicht alles kann, was das Apple kann, nur besser. Und zwar das UGREEN Nexode Air 65W Mini, ein absoluter Überflieger in dieser Klasse.
Leistung: 65 W dauerhaft statt 40 W
Größe: 36 cm³ statt rund 87 cm³
Gewicht: 76 g statt 108 g
Effizienz: 91,2 % im Schnitt statt 90,8 %
PPS: Ja, inklusive 5-A-Range für Samsung mit 45 W
AVS: Ja, ebenfalls 9 – 20 V bei 3 A
Preis: rund 30 € statt 45 €
Das UGREEN ist also kleiner, leichter, stärker, effizienter, unterstützt zusätzlich PPS und kostet trotzdem 15 € weniger. Selbst den AVS-Support, das eigentliche Alleinstellungsmerkmal des Apple-Ladegerätes, hat es an Bord.
Das macht den Apple 40W Dynamic Power Adapter nicht zu einem schlechten Ladegerät, ganz im Gegenteil. Aber wenn du nicht ganz bewusst ein Ladegerät mit Apple-Logo möchtest, bekommst du für weniger Geld schlicht mehr Ladegerät.
Der Apple AirTag ist eine tolle Sache! Allerdings ist der AirTag vor allem für Geldbörsen usw. etwas unpraktisch, da er recht dick ist. Daher gibt es genau für diesen Anwendungsfall diverse „Tracker“ von anderen Herstellern, die besonders dünn und leicht sind.
Dazu gehört auch die NOVOO Tracker Karte. Es handelt sich hierbei um einen „Schlüsselfinder“ im Kreditkarten-Format, der das iOS Find My Ökosystem nutzt.
Dabei kostet die NOVOO Geldbörsen Tracker Karte zum Zeitpunkt des Artikels unter 10€.
Für 10€ ist dies ein Sicherheitstool, das fast ein „No Brainer“ ist. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Taugt die Tracker Karte?
Finden wir es im Test heraus!
Die NOVOO Geldbörsen Tracker Karte im Test
Das Entscheidende an der NOVOO Geldbörsen Tracker Karte ist der Formfaktor. So misst diese Karte 85,5 x 54 x 1,7 mm, hat also damit den Formfaktor einer Kreditkarte und ist mit 1,7 mm nur minimal dicker.
Dabei ist die Karte natürlich aus Kunststoff gefertigt und komplett „versiegelt“. So ist diese nach IP68 wasserdicht.
Auf der Oberseite der Karte findet sich dabei eine kleine Taste eingelassen, welche wir für die Einrichtung brauchen.
Fest integrierte Batterie!
Leider ist die NOVOO Geldbörsen Tracker Karte ein „Wegwerfprodukt“, da hier eine fest integrierte Batterie verbaut ist.
Heißt, wenn die Batterie leer ist, musst du die Tracker Karte wegwerfen.
Immerhin, die Batterie soll satte 6 Jahre durchhalten. Effektiv fällt daher vermutlich weniger Müll an als bei einem Apple AirTag, wo du die Knopfzelle jährlich tauschen musst.
Optimal ist es aber natürlich auch nicht.
Nur iOS
Wichtig, diese Tracker Karte unterstützt ausschließlich das Apple „Wo ist“ Netzwerk. Unter Android ist diese daher nicht zu gebrauchen.
Features und Funktionen
Die NOVOO Geldbörsen Tracker Karte verwendet das ganz normale Apple Wo ist System. Du kannst in der Wo ist App sehen, wo der letzte bekannte Standort des Trackers war, und du kannst von dort aus den „Pieper“ aktivieren, sodass die Karte laut gibt.
Dabei ist der hier integrierte Pieper / Lautsprecher erstaunlich gut hörbar! Dieser ist hier auch nochmals deutlich wichtiger verglichen mit einem AirTag, da diese Karte nicht das UWB Netz unterstützt.
Heißt, du hast nicht diese cm-genaue Ortung wie bei einem AirTag! Sondern es wird dir lediglich ein Radius von +- 10 Metern angegeben, wo das letzte Mal Bluetooth Kontakt zur Karte bestand.
Was aber auch hier möglich ist, ist das Markieren der Tracker Karte als verloren, sodass das ganze Apple Wo ist Netzwerk an der Suche hilft.
Fazit
Die NOVOO Geldbörsen Tracker Karte ist eine praktische Sache und für unter 10€ ist diese eigentlich Pflicht für jeden Apple Nutzer.
Zwar ist die Karte nicht so gut wie ein AirTag, da hier die präzise UWB Ortung fehlt, aber sie ist klar besser als nichts! Dabei ist der Preis mit +- 10€ auch entsprechend.
🌏【Einfaches Pairing mit dem iPhone】Um deinen Tracker air...
✉️【Gegenstände schnell finden mit Apple Find My】 Sie...
🎷【Superlauter Alarm】Öffnen Sie die App „Find My“ auf...
🏆【Ultralange Akkulaufzeit】 Unser Akku wurde von...
✨【Rechtzeitige Erinnerung für für Sie zurückgelassene...
Die Karte ist einfach ein kleines Sicherheitsnetz, im besten Fall brauchst du sie nicht, aber solltest du mal deine Geldbörse verlegt haben, bist du froh, sie zu haben.
Es gibt zwei Sorten von USB-Ladegeräten. Die einen stecken zu Hause hinter dem Nachttisch oder unter dem Schreibtisch. Dort kann es dir eigentlich egal sein, ob es nun 200 oder 300 g wiegt.
Gehst du allerdings wandern oder auf Reisen, dann sieht die Welt schnell anders aus. Hier kann jedes Gramm oder jeder cm zählen.
Ich vermesse jedes Ladegerät, das hier im Test landet, und das immer nach demselben Schema. Daher ist über die Jahre daraus eine ziemlich umfangreiche Datenbank geworden, welche wir uns in diesem Artikel einmal ansehen!
Was ist in jeder Leistungsklasse aktuell das kleinste und leichteste Ladegerät, das ich auch wirklich empfehlen kann?
Finden wir es heraus!
Leistungsdichte
Reine Gramm-Angaben sind für sich genommen wenig aussagekräftig. Ein 30-W-Ladegerät ist in der Regel leichter als ein 140-W-Ladegerät.
Deshalb rechne ich in diesem Artikel zwei Werte mit aus:
Watt pro Gramm (W/g) – wie viel Leistung du pro Gramm bekommst
Watt pro Kubikzentimeter (W/cm³) – wie viel Leistung du pro Volumen bekommst
Kurz erklärt: PPS und AVS
Sprechen wir einmal kurz über zwei Begriffe, die du in diesem Artikel oft lesen wirst.
PPS steht für „Programmable Power Supply“. Normales USB Power Delivery bietet deinem Smartphone feste Spannungsstufen an, also 5 V, 9 V, 15 V und 20 V. Mit PPS kann sich dein Gerät innerhalb eines Bereichs die Spannung frei aussuchen, zum Beispiel exakt 6,5 V.
Ein Samsung Galaxy S24 Ultra lädt an einem normalen USB-PD-Ladegerät mit rund 25 W, an einem passenden PPS-Ladegerät mit 45 W. Wichtig ist dabei nicht nur, dass PPS überhaupt vorhanden ist, sondern welche Range:
Samsung will viel Strom, also eine Stufe mit bis zu 5 A
Google Pixel will viel Spannung, also eine Stufe bis 21 V
Ein Ladegerät, das beides abdeckt, lädt praktisch jedes aktuelle Flaggschiff mit vollem Tempo.
AVS steht für „Adjustable Voltage Supply“ und ist Teil von USB Power Delivery 3.2. Vereinfacht gesagt der Nachfolger von PPS. Aktuell nutzt praktisch kein Endgerät diesen Standard, es deutet sich aber an, dass sich das ändern könnte. AVS-Support ist also reine Zukunftssicherheit, und unterstützt wird er derzeit von erstaunlich wenigen Ladegeräten.
Wichtig! AVS gibt es nochmals in zwei Versionen.
AVS in der SPR (Standard Power Range), also bei 9 – 20 V
AVS in der EPR (Extended Power Range) mit einer Spitzenspannung über 20 V
AVS in der SPR ist dabei glatt spannender als die EPR-Version.
Die 30-W-Klasse
30 W ist die Klasse fürs Smartphone. Die meisten Smartphones laden hier mit einer guten Geschwindigkeit und viele Modelle sogar mit der vollen Geschwindigkeit.
Empfehlung 1: InLine USB-C Ladegerät 30 W (31590O)
Das InLine 31590O ist mit 39 g das leichteste 30-W-Netzteil, das ich bisher auf der Waage hatte. Und mit 20,9 cm³ auch das mit Abstand kleinste.
Das Gehäuse misst 35,7 x 39 x 15 mm. Vor allem die Dicke von gerade einmal 1,5 cm macht das Ladegerät sehr reisefreundlich, das verschwindet in jeder Laptoptasche, ohne groß vorzustehen.
Trotzdem sind hier zwei USB-C-Ports verbaut, was in dieser Größenklasse alles andere als selbstverständlich ist.
Die Spannungsstabilität ist hervorragend und bei der Effizienz landen wir zwischen 84,8 % im Worst Case (5 V / 3 A) und 89,7 % in der Spitze (15 V / 2 A). Im Schnitt sind das 87,7 %, für ein 30-W-Gerät ein guter Wert.
Das Anker 511 Nano 3 ist die beste Alternative. Mit 43,9 g und 28,4 cm³ liegt es dicht hinter dem InLine.
Die Effizienz schwankte im Test zwischen 84,4 % bei niedriger Last und 91,1 % bei Volllast. Das sind sehr starke Werte für diese Klasse.
PPS ist ebenfalls an Bord. Damit lädt das Nano 3 alle iPhones, die Google-Pixel-Modelle und die Samsung-Galaxy-Smartphones mit hohem Tempo.
Die 45-W-Klasse
Aus meiner Sicht die unterschätzteste Klasse. 45 W sind so etwas wie der Sweetspot für viele Geräte, für Smartphones sehr gut, aber auch für größere Geräte oftmals ausreichend. Und der Aufpreis gegenüber 30 W ist praktisch null.
Das A2692 ist für mich der Referenzpunkt in dieser Klasse. Mit 66 g und 39 cm³ ist es sowohl das leichteste als auch das kleinste 45-W-Ladegerät, das ich bisher im Test hatte, und das auch recht deutlich.
Viel wichtiger ist aber, was drinsteckt. Die PPS-Unterstützung ist umfangreich genug, dass das Ladegerät derzeit so gut wie alle Smartphones von Apple, Samsung und Google mit dem maximal möglichen Tempo laden kann. Das schaffen in dieser Preisklasse erstaunlich wenige.
Und trotz der kompakten Abmessungen gibt das A2692 seine 45 W konstant ab. In meinem Belastungstest gab es selbst nach 5 Stunden keine Temperaturprobleme und keine Drosselung. Daumen hoch!
Bei der Effizienz landen wir im Schnitt bei rund 89,8 %, ebenfalls ein sehr guter Wert.
Die günstigere Variante. Mit 77 g und 54 cm³ ist das Ace etwas größer als das A2692, deckt aber ebenfalls alle gängigen Leistungsstufen und PPS-Bereiche ab.
Das ist der eigentliche Punkt bei diesem Ladegerät: Es gibt nur wenige günstige Modelle, die für Apple, Samsung und Google ideal sind. Das unter einen Hut zu bekommen, schaffen in dieser Preisklasse die wenigsten.
Die Effizienz liegt im Schnitt bei rund 89,8 % und damit auf demselben Niveau wie beim A2692.
Das Display-Modell hat mit rund 90,4 % die beste Durchschnittseffizienz der 45-W-Klasse und ist mit 87 g bei 48 cm³ auch noch ordentlich kompakt.
Die PPS-Stufe ist aber effektiv auf 5 bis 16 V bei bis zu 3 A begrenzt. Für neuere Samsung-Modelle reicht das für 45 W, die älteren Ultra-Modelle brauchen aber eine 5-A-Stufe und die Google Pixel eine bis 21 V. Kurzum: OK, aber nicht fantastisch. Wenn dir das Display wichtig ist, greif zu. Wenn du das Maximum an Ladetempo willst, nimm das A2692.
Die 65-W-Klasse
Wenn ich mir die Zahlen aus allen Klassen nebeneinanderlege, sticht die 65-W-Klasse deutlich heraus. Hier stehen die technisch dichtesten Ladegeräte überhaupt, und zwar bei Gewicht wie bei Volumen.
65 W reichen dabei für Smartphones, Tablets und viele 13-Zoll-Notebooks wie ein MacBook Air.
Das hier ist der Gesamtsieger dieses Artikels, und zwar über alle Klassen hinweg. Mit 1,81 W/cm³ ist das Nexode Air 65W Mini das mit Abstand dichteste Ladegerät, das ich bisher getestet habe.
Das Gehäuse misst 30,6 x 33 x 35,7 mm bei 76 g. Damit ist es kleiner als das Rollingsquare Supertiny, das bis dahin den Titel hielt, und liegt beim Gewicht nur vier Gramm dahinter.
Beeindruckend ist aber vor allem, dass hier technisch nichts fehlt. UGREEN spendiert dem Ladegerät das komplette PD-Profil inklusive der 12-V-Stufe.
Die PPS-Ranges liegen bei 5 – 11 V mit bis zu 5 A und 5 – 21 V mit bis zu 3,25 A. Damit ist beides abgedeckt, Samsung mit 45 W und die Google Pixel mit ihrer hohen Spannung.
Und dann kommt etwas, das ich so bisher bei kaum einem Ladegerät gesehen habe: AVS-Support. In der SPR deckt das Nexode Air 9 – 20 V bei bis zu 3 A ab. AVS in der SPR unterstützen derzeit extrem wenige Ladegeräte, für die Zukunftssicherheit ist das ein dicker Pluspunkt.
Im Belastungstest lieferte das Ladegerät über 3 Stunden konstant seine vollen 65 W, ohne Aussetzer. Laut Wärmebildkamera lag die Maximaltemperatur bei etwa 75 Grad. Für diesen Formfaktor absolut in Ordnung, ganz kühl bleibt bei der Oberfläche nun mal nichts.
Der Leerlaufverbrauch liegt bei rund 0,1 W, das ist hervorragend. Und die Effizienz? Zwischen 85,8 % und 92,6 %, im Schnitt 91,2 %. Das ist die beste Durchschnittseffizienz, die ich bisher bei einem 65-W-Ladegerät messen konnte.
Kleinstes und effizientestes Modell der Klasse in einem Gerät, das ist alles andere als selbstverständlich.
Höchste Leistungsdichte aller getesteten Ladegeräte (1,81 W/cm³)
Beste gemessene Durchschnittseffizienz der 65-W-Klasse (91,2 %)
Vollständiges PD-Profil inklusive 12-V-Stufe
PPS für Samsung 45 W und Google Pixel
AVS / USB PD 3.2 Support
Extrem niedriger Leerlaufverbrauch (ca. 0,1 W)
Konstante 65 W über den gesamten Belastungstest
Kontra ✗
Nur ein einzelner USB-C-Port
Achtung, es kursieren drei technisch unterschiedliche Versionen (siehe unten)
Wichtig vor dem Kauf
Vom Nexode Air 65W Mini gibt es aktuell drei Versionen unter derselben Modellnummer, äußerlich nicht zu unterscheiden. Version 1 hat eine stark eingeschränkte PPS-Range, kein AVS und hält die 65 W nicht konstant. Version 3 ist die, die hier im Test lag.
Der einzige messbare Hinweis ist das Gewicht: Version 3 wiegt 76 g, die älteren Versionen rund 82 g. Nach meinem bisherigen Stand bekommst du bei der Honkai: Star Rail Edition und der orangen Variante Version 3, bei Schwarz und Silber ist es Glückssache. Das dürfte sich mit der Zeit erledigen, wenn die Restbestände durch sind.
Der bisherige Champion und beim reinen Gewicht immer noch die Nummer eins. 72 g bei 36,5 x 35 x 36 mm, das ist eher die Größe eines 30- oder 45-W-Ladegeräts.
Rollingsquare ist keine besonders bekannte Marke, hat aber ein Ladegerät im Sortiment, das bei der Energiedichte an Anker und Co. vorbeizieht. Das fand ich schon beim Test bemerkenswert.
Die PPS-Range ist mit 3,3 – 21 V bei bis zu 3,2 A interessant. Die volle Spannungsrange ist ideal für alle Google-Pixel-Modelle und auch für die neueren Samsung-Geräte. Die älteren Samsung High-End-Modelle bis zum S24 Ultra können hier allerdings nicht mit den vollen 45 W laden, dafür fehlt die 5-A-Stufe.
Den Belastungstest hat das Supertiny überstanden, und zwar über volle 6 Stunden.
Am Ende der 6 Stunden lag das Gehäuse bei über 90 Grad. Uff. Das ist schon extrem viel. Ein Ladegerät hält das aus, aber ich würde mich nicht wundern, wenn wir da nah an der Übertemperatur-Abschaltung waren. Im Alltag betreibst du so ein Teil ohnehin selten stundenlang am Limit, im Hinterkopf behalten würde ich es trotzdem.
Effizienz zwischen 85,7 % und 91,1 %, Leerlaufverbrauch rund 0,1 W. Beides gut.
Die beiden zuvor genannten Modelle haben nur einen einzigen Port. Willst du mehrere Geräte gleichzeitig laden, führt in dieser Klasse für mich kein Weg am Anker A121A Nano 70W vorbei.
Mit 129 g bei 53 x 31 x 42,5 mm ist es nicht das kleinste Modell der Klasse, für ein 3-Port-Ladegerät aber angenehm kompakt. Dazu kommt ein einklappbarer Stecker, was im Rucksack ein Vorteil sein kann.
Dabei verfügt dieses über 2x USB-C und 1x USB-A. Beide USB-C-Ports bieten die volle Leistung, wobei die stärkste USB-PD-Stufe etwas exotische 20 V / 3,5 A ist. Praktisch behandeln die meisten Endgeräte das Ladegerät als 60- oder 65-W-Modell.
Das eigentliche Highlight ist die PPS-Abdeckung, und die ist wirklich umfangreich:
5 – 11 V bei bis zu 5 A
5 – 16 V bei bis zu 3 A
4,5 – 21 V bei bis zu 3,5 A
Damit lädt das Nano 70W aktuell alle Smartphones von Apple, Samsung und Google mit vollem Tempo. Samsung-Schnellladen mit 45 W inklusive.
Die Effizienz schwankte zwischen 85,8 % und 92,7 %, im Schnitt 90,2 %. Der Leerlaufverbrauch liegt bei rund 0,21 W. Den Belastungstest über 4 Stunden bei 70 W hat es bestanden und blieb dabei unter 70 Grad.
Nutzt du beide USB-C-Ports gleichzeitig, wird auf 45 W + 20 W gedrosselt. Und wie so oft bei Anker fehlt die 12-V-Stufe, was für 99,5 % aller Nutzer folgenlos bleibt.
Die 100-W-Klasse
Ab hier wird es das erste Mal richtig ernst mit der Abwärme. 100 W reichen für so ziemlich jedes Notebook abseits der ganz großen Modelle, und entsprechend viel Technik muss ins Gehäuse.
Auffällig: In dieser Klasse gibt es kaum noch Ausreißer nach unten. Alles liegt zwischen 175 und 220 g, mit Ausnahme der Modelle, die es gar nicht erst versuchen.
Das ESSAGER ES-CD37 ist auf dem Papier mit 175 g das leichteste 100-W-Ladegerät in meiner Datenbank. Ich empfehle es trotzdem ausdrücklich nicht. Wer bei einem 100-W-Netzteil unter 20 € landet, sollte sehr genau hinschauen, was da eingespart wurde.
Für mich der beste Kompromiss in dieser Klasse. 178 g bei 101 cm³, und damit gleichzeitig eines der leichtesten und eines der kompaktesten Modelle.
Geboten werden 2x USB-C mit jeweils bis zu 100 W nach USB PD sowie ein USB-A-Port mit 22,5 W. Und, das ist der eigentliche Knackpunkt, eine PPS-Stufe mit 5 – 21 V bei bis zu 5 A.
Das ist die perfekte Range. Damit ist das Ladegerät universell kompatibel zu Apple, Samsung, Google, Xiaomi und den meisten anderen, und alle laden in der Regel mit vollem Tempo.
Die Effizienz schwankt zwischen 74,3 % bei sehr niedriger Last und 92 % bei Volllast. Die 74,3 % sind akzeptabel, aber nicht fantastisch. Die 92 % bei Volllast wiederum sind sehr gut. Der Leerlaufverbrauch liegt bei rund 0,5 W, ein normaler Wert.
Kurzum, ein grundsolides Ladegerät, das vor allem mit der Kombination aus kompakten Abmessungen, niedrigem Gewicht und hoher Maximalleistung punktet.
Empfehlung 2: EcoFlow Rapid Pro 100W
Praktisch gleichauf, nur mit anderem Formfaktor. Mit 184 g bei 102 cm³ liegt das Rapid Pro auf demselben Niveau wie das NOVOO, misst dabei 55,5 x 40,6 x 46,6 mm und hat einen einklappbaren Stecker.
Auch hier gibt es 2x USB-C plus einen USB-A-Port mit 22,5 W. Die PPS-Range ist groß genug für alle aktuellen Flaggschiffe, die durchschnittliche Effizienz liegt bei rund 87,1 %.
Der Preis ist fair, und wer ohnehin im EcoFlow-Ökosystem unterwegs ist, bekommt hier ein sauber umgesetztes Ladegerät ohne Kompromisse beim Formfaktor.
Rein nach den Zahlen müsste es hier ganz oben stehen. Mit 85 cm³ hat es das kleinste Volumen der gesamten 100-W-Klasse und mit 1,18 W/cm³ die höchste Volumendichte. Die Verarbeitung ist top, der einklappbare Stecker praktisch, die Durchschnittseffizienz mit rund 89,1 % sehr gut.
Aber: Die PPS-Range endet bei 11 V. Für Samsung reicht das, für Google Pixel und viele chinesische Smartphones nicht. Dazu kommen bei Volllast spürbare Hitzeprobleme, gerade weil das Gehäuse so klein ist, und ein happiger Preis.
Deshalb kann ich es nur bedingt empfehlen. Wenn dir das absolut kleinste Volumen wichtiger ist als die volle PPS-Abdeckung, ist es trotzdem eine Option. Für alle anderen gibt es für weniger Geld technisch rundere Ladegeräte.
Die 140-W-Klasse
Die Königsklasse. 140 W reichen auch für ein 16-Zoll-MacBook Pro, und genau dafür ist diese Klasse gedacht. Hier stecken PD 3.1 und die 28-V-Stufe drin.
Und hier ist der Abstand an der Spitze so groß wie in keiner anderen Klasse.
Schau dir die Tabelle oben noch mal an. 205 g, wo die Konkurrenz bei 260 bis 315 g liegt. Das sind über 100 g Unterschied zum Feld, bei mehr Leistung. Für ein Ladegerät dieser Klasse sind das beeindruckende Werte.
Das Gehäuse misst 65 x 52 x 36 mm, dazu kommen einklappbare Stecker. Verarbeitungstechnisch ist es Anker-typisch massiv und stabil gebaut.
Verbaut sind 3x USB-C, die jeweils bis zu 140 W nach USB PD liefern. Auf einen USB-A-Port verzichtet Anker leider, das kann je nach Gerätepark ein echter Nachteil sein. Es gibt nämlich durchaus Billiggeräte mit USB-C-Buchse, denen der Trigger zum Anfordern von Strom fehlt und die nur an USB-A laden.
Auf der Front sitzt ein LCD-Farbdisplay, das dir nicht nur die Leistung pro Port anzeigt, sondern auch, welchen Kabeltyp du gerade eingesteckt hast (60 W / 100 W / 240 W) und eine Temperatur-Skala. Beim Fehlersuchen ist das richtig praktisch.
Dazu kommt Bluetooth samt App, über die du Leistungsverteilung, Timer und Display-Timeout einstellen kannst. Und Firmware-Updates. Bei mir war direkt ein größeres Update verfügbar, das die Leistung merkbar verbessert hat. Schau also nach, ob es für dein Exemplar auch eines gibt.
Bei PPS gibt es eine Besonderheit. Im AI-Modus bekommst du nur 5 – 11 V bei bis zu 5 A. Im normalen Modus dagegen die volle Palette bis 4,5 – 21 V bei bis zu 5 A. Das ist eine perfekte Range, damit lädt das Ladegerät praktisch alle Samsung-, Apple- und Google-Pixel-Smartphones mit vollem Tempo.
Erfreulicherweise ist auch AVS an Bord, mit 15 – 28 V bei bis zu 140 W.
Der Belastungstest war dann die eigentliche Überraschung: Konstante 140 W, ohne Drosselung, bei normaler Raumtemperatur. Das schaffen sehr viele Ladegeräte nicht, erst recht keine so kompakten. Die vollen 160 W sind konstant allerdings nicht immer drin, da kommt es auf die Umgebungstemperatur an.
Bei der Effizienz sehen wir zwischen 73,3 % und 94,7 %. Gerade die 94,7 % bei 140 W Last sind herausragend und erklären auch, warum das Ladegerät diese Last überhaupt durchhält. Im Schnitt landen wir bei 89,4 %.
Und jetzt der Gegenentwurf. 220 g bei 133 cm³, also das zweitdichteste 140-W-Ladegerät in meiner Datenbank. Für unter 20 €. Inklusive passendem 140-W-Ladekabel.
Die PPS-Range liegt bei 5 – 21 V mit bis zu 5 A, also perfekt. Die Spannungsstabilität ist sauber, alle vier Spannungsstufen bleiben komfortabel innerhalb ihrer Grenzwerte.
Und dann die Effizienz, die mich ehrlich überrascht hat: zwischen 87,2 % und 92,7 %, im Schnitt 90,8 %. Das ist der beste Durchschnittswert, den ich bisher bei einem 140-W-Ladegerät gemessen habe. Für diesen Preis ist das schlichtweg verrückt.
Aber es gibt zwei klare Haken, und die muss man kennen.
Zum einen brach bei meinem Exemplar die 140-W- bzw. 28-V-Stufe immer wieder kurz ab und startete neu. Zum anderen, und das ist der wichtigere Punkt, drosselt das Ladegerät nach exakt 30 Minuten reproduzierbar von 140 auf 100 W.
Für Smartphones und Tablets ist das völlig egal. Wenn du damit aber ein großes Notebook unter Dauerlast versorgen willst, kann genau das zum Problem werden.
Zwei Erwähnungen, die es knapp nicht in die Empfehlung geschafft haben
NOVOO RG140: Mit 258 g und 152 cm³ deutlich schwerer als die beiden oben, dafür mit 4 Ports und einer Durchschnittseffizienz von rund 88,5 %. Wenn du mehr Anschlüsse brauchst, eine sinnvolle Option.
Verbatim Mini GaN Charger 140 W: 292 g und 187 cm³, also klar im Mittelfeld beim Gewicht. Dafür hat es aus meiner Sicht aktuell den besten AVS-Support am Markt. Wenn dir Zukunftssicherheit wichtiger ist als jedes Gramm, lohnt ein Blick.
Die dichtesten Ladegeräte über alle Klassen
Wenn wir alle Klassen zusammenwerfen und nur noch nach Leistungsdichte sortieren, sieht das Feld plötzlich ganz anders aus.
Hier zuerst nach Volumen, also Watt pro Kubikzentimeter:
Die 65-W-Klasse dominiert beide Listen. Hier ist die Abwärme noch beherrschbar genug, um wirklich aggressiv zu schrumpfen, gleichzeitig lohnt sich der Aufwand für die Hersteller.
Ein gutes 65-W-Ladegerät ist bei der Dichte klar besser als ein gutes 30-W-Ladegerät. Das Nexode Air 65W Mini packt mehr als doppelt so viel Leistung in denselben Raum wie ein UGREEN Nexode 30W.
Der Anker Prime Charger 160W steht als einziges Gerät der 140-W-Klasse ganz oben mit. Das ist technisch die eigentliche Leistung in diesem Vergleich, weil die Abwärme dort nun mal um ein Vielfaches höher ist.
Warum Effizienz bei Mini-Ladegeräten doppelt zählt
Effizienz wird meistens als Stromspar-Thema gesehen. Bei kompakten Ladegeräten ist diese aber gleich doppelt wichtig!
Rechnen wir das kurz durch, am Beispiel eines 65-W-Ladegeräts bei Volllast.
Effizienz
Eingangsleistung
Abwärme
85,8 %
75,8 W
ca. 10,8 W
91,2 %
71,3 W
ca. 6,3 W
Das sind 5,4 % Unterschied auf dem Papier, aber fast die doppelte Abwärme in der Praxis. Diese muss bei einem Gehäuse von 36 cm³ irgendwohin.
Genau deshalb halten manche Mini-Ladegeräte ihre Leistung durch und andere drosseln nach 20 Minuten.
Achtung beim Kauf: stille Versionswechsel
Ein Thema, das mich in letzter Zeit zunehmend nervt und das gerade bei kompakten Ladegeräten relevant ist.
Hersteller ändern ihre Produkte im Laufe der Zeit, behalten aber Modellname und Modellnummer bei. Äußerlich ist meist kein oder kaum ein Unterschied zu erkennen, technisch können die Unterschiede aber massiv sein.
Beim UGREEN Nexode Air 65W Mini gibt es aktuell drei Versionen. Eine kann kein AVS, hat eine stark eingeschränkte PPS-Range und hält die 65 W nicht konstant. Eine andere kann all das.
Und das ist kein Einzelfall. Anker bietet die 737 ebenfalls in mehreren technisch unterschiedlichen Versionen unter derselben Modellnummer an. INIU ist Großmeister darin, Ladegeräte und Powerbanks still und leise zu verändern, dort allerdings meist in Richtung Downgrade.
Fairerweise muss ich sagen, dass es bei UGREEN und Anker tendenziell geheime Upgrades sind. Trotzdem, wenn du keine Messgeräte im Schrank hast, weißt du schlicht nicht, was du da gekauft hast.
Fazit und Schnellübersicht
Wenn du nur bis hierhin gescrollt hast, hier die Kurzfassung:
Beste Durchschnittseffizienz der Klasse für unter 20 €
Und wenn ich für mich selbst nur ein einziges Ladegerät einpacken dürfte, für Reisen, Wandern oder das Handgepäck?
Dann wäre es das UGREEN Nexode Air 65W Mini. 76 g, die Größe eines Streichholzschachtel-Würfels, technisch keinerlei Kompromisse und genug Leistung für Smartphone, Tablet und ein MacBook Air. Der einzelne Port ist der Preis dafür, aber genau der macht das Ding erst so klein.
Die Sommerferien sind vorbei und damit kehrt der ganz normale Wahnsinn zurück.
Ich sage es an dieser Stelle mal wieder ganz offen, es gibt kaum eine Produktkategorie, hinter der ich so sehr stehe wie hinter Waschsaugern. Bei uns mit Hund im Haus läuft eigentlich täglich einer, und ich möchte das Ding ehrlich nicht mehr missen. Putzen und Saugen, schnell in einem Durchgang. Daher hier ein kleiner Tipp:
Vom 28. August bis zum 13. September 2026 hat OTTO im Rahmen der Back-to-School-Aktion drei Tineco Nass-Trockensauger deutlich reduziert. Und die Rabatte sind, gerade bei den Premium-Modellen, tatsächlich ordentlich.
Kleiner Hinweis vorweg: Die finale Preisgestaltung liegt beim Händler, der Preis kann also abweichen. Schau vor dem Kauf einfach kurz nach, was aktuell im Warenkorb steht.
Alle drei Modelle teilen sich zwei Features, die ich mittlerweile für ziemlich wichtig halte, das 180° Lay-Flat-Design, mit dem du flach unter Sofa, Bett und Sideboard kommst, und die FlashDry-Funktion, welche die Bürstenrolle nach dem Putzen automatisch reinigt und trocknet.
Gerade Letzteres ist kein Marketing-Gimmick. Eine feuchte Walze, die tagelang im Gerät vor sich hin müffelt, war bei den älteren Waschsaugern durchaus ein Problem. Zudem „flufft“ das Trocknen die Walze wieder auf. Wie gut das Trocknen inzwischen funktioniert, habe ich beim FLOOR ONE S6 FlashDry Pet ausführlich beschrieben.
Tineco FLOOR ONE S9 Artist Premium
Der S9 Artist Premium ist das „Schaustück“ der Aktion und mit 52 % auch das Modell mit dem größten Rabatt. Von 899 € auf 429 € ist eine echte Ansage.
Tineco packt hier alles rein, hohe Saugleistung, iLoop-Sensorik, die den Verschmutzungsgrad erkennt und Wassermenge sowie Saugkraft automatisch nachregelt, und motorisierte Rollen, die dich beim Schieben aktiv unterstützen.
Der S7 Stretch ist der Einstieg in dieser Runde und mit 269 € statt 499 € preislich am zugänglichsten.
Hier bekommst du keine Premium-Spielereien, sondern einen soliden Allrounder, saugen und wischen in einem Arbeitsgang, flaches Design für die Bereiche unter Möbeln, zuverlässige Reinigungsleistung.
Und genau das ist der Punkt, den ich in meinen Tests immer wieder betone. Die reine Putzleistung liegt bei fast allen Waschsaugern erstaunlich dicht beieinander. Was du beim Aufpreis zu den Premium-Modellen bekommst, sind Display, Komfortfunktionen und Design.
Wenn du also noch nie einen Waschsauger hattest und einfach wissen willst, ob das Konzept zu deinem Haushalt passt, ist das der günstigste vernünftige Weg dorthin.
Das Switch-Modell ist konzeptionell das spannendste Gerät der drei. Es kombiniert einen Nass-Trockensauger mit einem Akku-Handstaubsauger, beide teilen sich einen Akku, den du in Sekunden umsteckst.
Warum ich das gut finde: Ein Waschsauger ersetzt keinen normalen Staubsauger. Größere Mengen Haare, trockene Krümel in der Sofaritze, das Auto, dafür brauchst du weiterhin ein zweites Gerät. Die Switch-Lösung deckt beides ab, ohne dass zwei komplette Systeme im Flur stehen.
Dazu kommen der iLoop Smart Sensor, das DualBlock-Anti-Tangle-Design gegen Haarverwicklungen in der Bürste und beidseitige Kantenreinigung. Gerade das Anti-Tangle-Thema ist für Haustierbesitzer relevant, denn Haare plus Wasser ist bei Waschsaugern klassischerweise die unangenehmste Kombination.
Mit 429 € statt 699 € liegt das Gerät preislich gleichauf mit dem S9 Artist Premium. Die Entscheidung ist damit weniger eine Preis- als eine Konzeptfrage: maximale Ausstattung in einem Gerät oder Flexibilität durch zwei.
Weil ich das jedes Mal dazuschreibe und es auch hier dazugehört:
Damit kommen Waschsauger gut klar:
Hausstaub und Krümel
Ausgelaufene Flüssigkeiten, auch zuckerhaltige wie Cola
Marmelade, Nutella und ähnliche Klebereien
Fußabdrücke und Schlamm
Haare in kleineren Mengen
Damit eher nicht:
Größere Mengen Fett oder Öl (verklebt die Walze zuverlässig)
Stark eingetrocknete Flecken
Sehr große Mengen Haare
Ein Waschsauger ersetzt also keinen Staubsauger, er ersetzt Wischmopp und Eimer. Und das macht er so gut, dass ich freiwillig nicht mehr zurück möchte.
Fazit
Waschsauger sind für mich eines der wenigen Technikprodukte, die den Alltag wirklich spürbar entspannter machen. Läuft etwas aus, nimmst du das Gerät von der Station, fährst zwei Mal drüber, fertig. Kein Eimer, kein Aufwischen, kein schmieriger Film.
Wenn du mit dem Gedanken schon länger spielst, ist die OTTO-Aktion ein guter Moment. Der S9 Artist Premium für 429 € statt 899 € ist der auffälligste Deal der Runde, der S7 Stretch für 269 € der pragmatischste Einstieg.
Die Aktion läuft vom 28. August bis 13. September 2026.
Zur Einordnung: Diese drei konkreten Modelle habe ich nicht selbst auf dem Tisch gehabt. Meine Einschätzungen beziehen sich auf die Tineco-Geräte, die ich über die Jahre getestet habe und die waren durchweg gut. Wenn du dir unsicher bist, welches Modell zu dir passt, hilft dir vielleicht meine Übersicht: Welcher Tineco ist der richtige für dich? weiter.
Leider habe ich vor Kurzem eine böse Überraschung erlebt: Mein Keller und Büro waren überflutet. Durch Dauerregen ist recht viel Wasser eingedrungen. Eine Konsequenz, die ich hieraus ziehe, ist die Anschaffung eines Wassersensors, der mich frühzeitig warnt, sollte erneut Wasser eindringen.
Dies kann, wie ich jetzt am eigenen Leib gemerkt habe, durchaus eine sinnvolle Sache sein.
Aber welchen Wassersensor kaufen? Ich habe mich hier für den Shelly Flood Gen4 entschieden. Warum? Zum einen habe ich generell gute Erfahrungen mit Shelly-Produkten gemacht, zum anderen benötigt der Shelly Flood Gen4 keine gesonderte Basis-Station, sondern kann sich mit deinem WLAN verbinden oder Zigbee nutzen.
Dabei werden einfache AA-Batterien als Stromquelle genutzt.
Klingt doch interessant! Werfen wir einen kleinen Blick auf den Shelly Flood Gen4!
Der Shelly Flood Gen4 im Test
Bei dem Shelly Flood Gen4 handelt es sich um eine ca. 96,5 x 75,5 x 24,5 mm große Box. Diese besteht aus einem weißen Kunststoff und wird wahlweise an der Wand verschraubt, gelegt oder mit doppelseitigem Klebeband befestigt.
Schrauben, Dübel und auch das Klebeband liegen bei.
Ebenfalls mit im Lieferumfang ist auch das Sensor-Kabel. Dieses ist 2 Meter lang und übernimmt die eigentliche Erkennung. Dieses Kabel lässt sich auf Wunsch verlängern, auf bis zu 150 Meter.
Leider ist das Sensor-Kabel aber sehr steif und störrisch! Dieses glatt auf den Boden liegen zu bekommen, ist nicht einfach. Ein etwas flexibleres Kabel wäre toll gewesen.
Maximale Flexibilität, WLAN, Bluetooth und Zigbee!
Ein Highlight des Shelly Flood Gen4 ist die Flexibilität bei der Verbindung. In der Regel wirst du dich für die Einrichtung zunächst via Bluetooth verbinden.
Anschließend kannst du den Flood Gen4 mit deinem WLAN verbinden oder du kannst Zigbee nutzen, falls du ein entsprechendes Netzwerk hast.
Stromversorgung via AA-Batterien
Spannenderweise wird der Shelly Flood Gen4 einfach über 4x AA-Batterien mit Strom versorgt. Diese 4 Batterien sollen bis zu 24 Monate, also 2 Jahre, halten!
Aber wie kann das sein? 4x AA-Batterien, 2 Jahre Laufzeit bei einem Sensor mit WLAN?
Der Flood Gen4 ist im Normalfall in einem „Tiefschlaf-Modus“. Hier wird die WLAN-Verbindung usw. komplett deaktiviert.
Nur wenn der Sensor Wasser erkennt, stellt dieser eine Netzwerkverbindung her und gibt den Alarm aus.
Dies spart massiv Energie, verglichen mit einem Sensor, der konstant im WLAN hängt. So sind +- 2 Jahre Akkulaufzeit mit 4 AA-Batterien durchaus im Rahmen des Möglichen.
Überprüfungs-Intervall
Grundsätzlich überprüft der Shelly Flood Gen4 alle 5 Sekunden, ob Wasser am Sensorkabel erkannt wird.
Allerdings haben wir 3 Stufen. Diese 3 Stufen entscheiden, wie lange der interne Buzzer läuft und wie oft dir bei wiederholten Erkennungen Nachrichten gesendet werden (und entsprechend eine WLAN-Verbindung hergestellt wird).
App und WebUI
Wie die meisten Shelly-Produkte lässt dir auch der Flood Gen4 die Wahl, ob du diesen mit der Cloud und der App verbinden möchtest.
Grundsätzlich bietet der Flood Gen4 auch ein einfaches Web-Interface. Dieses ist aber nur temporär erreichbar, wenn du die Taste auf der Front des Sensors betätigst.
Ich würde hier ganz klar zur Shelly App raten, denn diese sendet dir auch Benachrichtigungen, wenn beispielsweise Wasser erkannt wurde.
Abseits eines einfachen „Wasser erkannt Ja/Nein“ meldet der Sensor aber keine weiteren Informationen. Du kannst diesen aber theoretisch mit anderen Shelly-Produkten koppeln, mit den typischen „wenn Wasser erkannt, dann mach dies oder das“.
Erfreulicherweise funktionierte der Shelly Flood Gen4 bei mir im Test sehr zuverlässig! Selbst recht kleine Mengen Wasser am Sensorkabel reichen, um einen Alarm auszulösen.
So beginnt hier innerhalb von 2-5 Sekunden der Sensor zu piepen (sofern du dies nicht deaktiviert hast). Nach +- 5 Sekunden meldet sich die Shelly App mit einem Warnton.
Damit macht der Sensor genau das, was er soll!
Fazit
Der Shelly Flood Gen4 ist super! Er lässt sich flexibel einsetzen, dank Batteriebetrieb und einer Vielzahl an unterstützten Funkprotokollen wie WLAN, Zigbee, Bluetooth und Matter.
Dabei ist die Shelly Software offen und datenschutzorientiert.
Das Wichtigste aber: Er funktioniert! Kommt Wasser mit dem Sensor-Kabel in Kontakt, hast du nach ca. 5 Sekunden eine Meldung auf dem Smartphone. Es wird keine Basis-Station oder Ähnliches benötigt, 30 € investieren und du bist abgesichert!
Kurzum, der Shelly Flood Gen4 ist voll empfehlenswert!
Im Jahr 2025 hat DJI seinen ersten Saugroboter auf den Markt gebracht. Es gab zwar ein paar Startschwierigkeiten, unterm Strich war aber der ROMO ein sehr guter und empfehlenswerter Saugroboter!
2026 legt nun DJI mit seiner ROMO 2 Serie nach. Diese bringt einige Verbesserungen und Optimierungen mit. Dazu gehören:
36.000 Pa Saugkraft (ROMO 1 30.000 Pa)
Verbesserte Saugleistung auf Teppichen (Boost Plate)
Schwenkarm für Putzpad
Verbesserte AI Erkennungen
Front-LiDAR
Allerdings gibt es auch eine etwas überraschende Entscheidung, denn DJI setzt weiter auf ein rotierendes Putzpad für die Feuchtreinigung und nicht auf eine rotierende Walze.
Wollen wir uns im Test einmal anschauen, ob der DJI ROMO P2 mit anderen High End Saugrobotern mithalten kann.
An dieser Stelle vielen Dank an DJI für das Zurverfügungstellen des ROMO P2 für diesen Test.
Der DJI ROMO P2 im Test
DJI setzt auch beim ROMO 2 auf ein außergewöhnliches transparentes Design. Sowohl der Saugroboter wie auch seine Ladestation sind mit einem durchsichtigen Kunststoff bedeckt.
Dabei ist auch das Innere „gestylt“ und schick mit weißen und silbernen Abdeckungen versehen.
Natürlich können wir über das Design streiten, aber ich finde es sehr interessant und es hebt sich doch sehr von den Konkurrenten ab.
Allerdings ist der Aufbau des Roboters selbst vergleichsweise klassisch. Wir haben mit dem ROMO P2 einen runden Saugroboter mit einer Höhe von 10,5 – 11 cm.
Dieser verzichtet auf den typischen LiDAR-Turm und nutzt für die Navigation primär die Kameras auf der Front, wie auch einen festen Front-LiDAR-Sensor. Zudem ist selbstverständlich die bewegliche Stoßstange vorhanden.
Der Schmutzauffangbehälter ist dabei über eine Kartusche auf der Rückseite entnehmbar. Dieser ist ausreichend groß und lässt sich grundsätzlich gut entleeren.
Allerdings kann die Basis-Station des ROMO P2 ihn nicht nur laden, sondern auch Schmutz absaugen, wie auch die Putzpads auf der Unterseite automatisch auswaschen.
Für das Absaugen besitzt die Basisstation wie leider üblich einen Beutel, welcher ersetzt werden muss, wenn er gefüllt ist. Für das Auswaschen haben wir zwei Behälter, einen für Frischwasser und einen für Schmutzwasser. Zudem haben wir zwei Kartuschen für Putzmittel.
Die DJI Home App
Der ROMO 2 setzt auch wieder auf die DJI Home App. Grundsätzlich ist der Aufbau der App weitestgehend identisch zu Modellen von Dreame und ECOVACS.
Wählst du deinen Sauger aus, landest du auf der Startseite, wo die Karte deiner Wohnung angezeigt wird. Diese Karte wird automatisch in verschiedene Räume unterteilt. Diese Unterteilung kannst du auf Wunsch auch noch anpassen, also Räume teilen oder zusammenführen.
Ansonsten lassen sich in der App natürlich auch No-Go-Zonen festlegen, die Saug- und Putzleistung einstellen, wie auch einige Anpassungen bei der Ladestation vornehmen.
Der generelle Funktionsumfang der DJI Home App ist gut, aber auch nicht außergewöhnlich. Ich konnte jetzt keine Optionen entdecken, die „neuartig“ wären. Wir haben einen soliden Standard-Funktionsumfang, wie er bei einem Oberklasse-Saugroboter zu erwarten wäre.
Allerdings ist das Design durchaus etwas hochwertiger als bei vielen Konkurrenten.
Was für Funktionen „fehlen“? Ich konnte keine Option für die Reihenfolge entdecken, in welcher der Roboter Räume abarbeitet. Das wäre so das Größte, was mir aufgefallen war.
Nicht im Play Store
Verrückterweise ist die DJI Home App leider nicht über den Google Play Store verfügbar … Du musst diese über die Herstellerwebseite laden.
Im Apple App Store ist sie verfügbar.
Auch als fahrbare Überwachungskamera
Der DJI ROMO P2 lässt sich auch als fahrbare Überwachungskamera nutzen. So kannst du diesen auf Wunsch wie ein „ferngesteuertes“ Auto über die App fahren.
Dabei ist diese Funktion mit einem gesonderten Passwort geschützt, das du bei der Einrichtung anlegen musst.
Die Navigation und Hindernisvermeidung
Die Navigation und Hindernisvermeidung ist ein großer Punkt auch wieder beim ROMO 2.
So nutzt der ROMO 2 eine Mischung aus zwei Kameras auf der Front und einem Solid-State-LiDAR-Sensor. Letzteres bedeutet, dass der Roboter keinen rotierenden LiDAR-Sensor auf der Oberseite hat, der 360 Grad abdeckt, sondern nur einen Sensor auf der Front. Dieser muss sich darauf verlassen, dass der Sauger sich dreht, um deine Wohnung abzudecken.
Dennoch ist die Navigation einer der klar starken Aspekte des ROMO 2! So navigiert dieser sehr sicher und zuverlässig durch meine Wohnung. Auch der ROMO 1 hatte hier keine Probleme, daher ist das auch keine Überraschung.
Der Sauger weiß immer zuverlässig, wo er ist, wo er war und wo er noch hin muss. Räume werden nacheinander abgearbeitet.
Das Fahrverhalten ist vorhersehbar und logisch. Sofern möglich, bewegt sich der ROMO P2 in geraden Bahnen durch eine Wohnung.
Mir sind dabei keine Fehler oder „Bugs“ aufgefallen. Die Navigation ist nicht schlechter als bei Dreame, ECOVACS, Narwal und Co. Ganz im Gegenteil! Aus meiner Langzeiterfahrung mit dem ROMO 1 kann ich sogar sagen, dass dieser sogar besser im Langzeitbetrieb war als Dreame oder ECOVACS.
Lediglich die in der App angezeigte Karte ist etwas weniger detailliert als bei Narwal oder Dreame. Ich vermute, dies liegt am fehlenden 360-Grad-LiDAR-Sensor. Aber in der Praxis spielt die Auflösung der Karte in der App kaum eine Rolle. Es ist klar der Grundriss zu erkennen und dieser ist auch genau.
Die Hindernisvermeidung / KI-Erkennung funktioniert dabei auch sehr gut, teils fast etwas zu vorsichtig.
So hatte ich 0 Probleme mit dem Festfahren des Roboters und auch das „Fressen von Kabeln“ war kein Problem. Hier und da wirkt er aber etwas zu sensibel. Z. B. braune Blätter von Innenpflanzen werden oft großräumig umfahren. Vermutlich denkt der Roboter, dies wären Tierhinterlassenschaften.
Der ROMO P2 ist hier ganz klar auf der vorsichtigen Seite! Sieht er etwas nicht Definierbares in „Daumengröße“ oder größer, wird es lieber umfahren.
Erkennt er allerdings kleinere Schmutzpartikel, Krümel usw., dann fährt er diese gezielt an. Das scheint eine neue Funktion des ROMO P2 zu sein.
Die Saugleistung, 36.000 Pa
DJI hat die Saugleistung des ROMO 2 im Maximum auf satte 36.000 Pa gesteigert! Damit ist dies auf dem Papier einer der mächtigsten Saugroboter, was die reine Motorleistung angeht.
Kombiniert wird diese Leistung mit einer zweigeteilten Gummi-Walze, welche das Verheddern von Haaren verhindern soll, und einem Gehäuse, das sich stärker auf Teppichen festsaugt, um ein besseres Vakuum zu erzeugen.
Und ja, die Saugleistung auf Teppichen ist in der Praxis herausragend! Flache Teppichböden und auch mittelhohe Teppiche werden sehr gut gereinigt, auch was Tierhaare betrifft.
Erkennt der ROMO 2 einen Teppich, erhöht dieser automatisch die Saugleistung und fährt diesen 2x ab, was in der Praxis für eine tadellose Reinigung sorgt. Lediglich an Kanten zu Möbeln oder Wänden können Haare zurückbleiben.
Ist hier der ROMO 2 merklich stärker als der ROMO 1? Nicht wirklich, das liegt aber auch daran, dass der ROMO 1 hier schon sehr stark unterwegs war.
Tendenziell tun sich aber die meisten Saugroboter in der 30.000+ Pa Klasse hier nicht viel.
Wir können aber festhalten, dass der ROMO P2 auf Teppichen und glatten Böden bei Staub und Haaren ganz weit vorne ist. Dieser bietet die so ziemlich beste Saugleistung auf Teppichen, die ich bislang gesehen habe!
Wichtig, die Walze des ROMO 2 kommt allerdings mit groben festen Gegenständen nicht gut klar! Z. B. ein größerer Hundekeks oder ein Legostein sorgt hier zuverlässig für eine Fehlermeldung und eine blockierte Rolle. Solche Objekte werden daher in der Regel zuverlässig vermieden, entdeckt der Roboter sie aber nicht oder sind sie versteckt an einer Teppichkante usw., dann sorgen sie hier oftmals für einen temporären Stopp. Kein Saugroboter mag solche Objekte, aber der ROMO 2 und auch schon der ROMO 1 sind hier besonders sensibel.
Putzfunktion, klassisch gut
Bei der Putzfunktion gibt es eine große Überraschung. Die meisten High End Saugroboter wechseln mittlerweile von den klassischen rotierenden Putzpads auf eine Putzwalze oder ein anderes erweitertes System.
Der ROMO P2 nutzt weiter zwei rotierende Putzpads. Diese werden regelmäßig in der Ladestation ausgewaschen und neu angefeuchtet.
Neu, der P2 kann das linke Putzpad über einen Arm ausfahren, um besser an Kanten reinigen zu können oder um gezielt Flüssigkeiten aufzunehmen.
Grundsätzlich funktioniert dieses Putzsystem weiter sehr gut. Die Putzleistung ist hoch, nicht schlechter als bei anderen High End Modellen.
Lediglich wenn du einen Boden hast, der sehr empfindlich gegenüber Streifen ist, kann es sein, dass du hier eher eine Streifenbildung siehst als bei Modellen mit Putz-Walze.
Ich finde es zwar schade, dass hier DJI noch nicht auf das Walzen-System setzt, welches ich grundsätzlich für überlegen halte, aber es ist auch kein No-Go. Der ROMO 2 putzt sehr gut und zuverlässig.
Heißwasser-Wäsche
Der ROMO P2 wäscht seine Putzpads mit ca. 80 Grad heißem Wasser aus. Das Wasser wird automatisch erwärmt und dies soll helfen, Schmutz aus den Pads zu lösen.
Gerade wenn es um fettigen Schmutz geht, ist dies auch eine sinnvolle Sache.
Recht leise
Erfreulicherweise ist der DJI ROMO P2 ein recht leiser Saugroboter, gerade in Anbetracht der Leistung. Dieser ist jetzt nicht „ultra leise“ oder komplett lautlos, aber verglichen mit anderen High End Modellen gehört er zu den leiseren.
Schwellen und Stufen
Dank der „Roboterbeine“ kann der DJI ROMO 2 einstufige Hindernisse bis zu einer Höhe von 4 cm und zweistufige Hindernisse bis zu einer Höhe von 8,5 cm überwinden. Hast du also kleinere oder auch mittelhohe Türschwellen, sind diese kein Problem.
Fazit
Der DJI ROMO P2 ist ohne Übertreibung einer der besten Saugroboter, die ich bislang im Test hatte!
Schon der ROMO 1 war ein sehr starker Einstand für DJI, aber der P2 legt nach. Vor allem die Saugleistung ist herausragend. Mit 36.000 Pa, der zweigeteilten Gummiwalze und der Boost Plate, die den Roboter auf Teppichen regelrecht ansaugt, liefert der ROMO P2 die aus meiner Sicht beste Teppichreinigung, die ich bisher gesehen habe. Flache wie mittelhohe Teppiche werden zuverlässig sauber, auch bei Tierhaaren, und dass der Roboter erkannte Teppiche automatisch zweimal abfährt, macht in der Praxis einen echten Unterschied.
Genauso überzeugend ist die Navigation. Der ROMO P2 weiß immer, wo er ist, wo er war und wo er noch hin muss. Das Fahrverhalten ist logisch und vorhersehbar, Räume werden sauber nacheinander abgearbeitet, und Fehler oder Bugs sind mir im Test schlicht nicht aufgefallen. Aus meiner Langzeiterfahrung mit dem ROMO 1 kann ich sogar sagen, dass DJI hier über Monate hinweg stabiler läuft als so mancher Konkurrent von Dreame oder ECOVACS.
Die Hinderniserkennung ist dabei eher auf der vorsichtigen Seite. Festgefahren hat sich der Roboter bei mir nie, Kabel waren nie ein Problem, dafür umfährt er auch mal ein braunes Blatt großräumig.
Die große Überraschung ist, dass DJI bei der Feuchtreinigung weiter auf zwei rotierende Putzpads statt auf eine Walze setzt. Ich halte das Walzensystem grundsätzlich für überlegen, aber ein Ausschlusskriterium ist es nicht: Der ROMO P2 putzt sehr gut, der ausfahrbare Arm für das linke Pad hilft spürbar an Kanten, und die Heißwasserwäsche mit rund 80 Grad tut gerade bei fettigem Schmutz genau das, was sie soll. Nur wenn du einen Boden hast, der extrem streifenempfindlich ist, wirst du hier eher Schlieren sehen als bei einem Walzenmodell.
Dazu kommen die kleinen Dinge, die den Alltag angenehm machen. Der ROMO P2 gehört gemessen an seiner Leistung zu den leiseren Modellen, überwindet dank der Roboterbeine Schwellen bis 4 cm (zweistufig bis 8,5 cm), und die Kamerafunktion als fahrbare Überwachungskamera inklusive separatem Passwort ist ein netter Bonus. Und ja, über das transparente Design kann man streiten, aber es hebt sich von der weißen Einheitsware ab.
Ganz makellos ist der ROMO P2 aber nicht. Die DJI Home App bietet einen soliden Standard-Funktionsumfang, nichts, was es woanders nicht auch gäbe, und eine Einstellung für die Reihenfolge der Räume fehlt. Ärgerlicher finde ich, dass du die App unter Android nicht über den Play Store bekommst, sondern von der Herstellerseite laden musst. Das ist 2026 einfach unnötig. Und die Walze mag keine groben festen Gegenstände. Ein Legostein oder ein größerer Hundekeks blockiert sie zuverlässig. Der Roboter erkennt und umfährt solche Objekte meist, aber wenn eines an einer Teppichkante versteckt liegt, gibt es eine Fehlermeldung.
Unterm Strich: Wenn du einen High-End-Saugroboter suchst, der beim Saugen ganz oben mitspielt, zuverlässig navigiert und auch nach Monaten noch tut, was er soll, ist der DJI ROMO P2 eine klare Empfehlung. Für mich aktuell einer der besten Saugroboter am Markt.