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Ikea Ladda – auch im Jahr 2026 noch top?

Wenn du nach klassischen Ni-MH Akkus suchst, galten lange Zeit die Ikea Ladda Modelle als absoluter Geheimtipp!
Warum? Die Ladda Akkus waren vergleichsweise günstig und werden vermutlich von Panasonic/FDK gefertigt, also „Eneloop“.

Eneloop Akkus gelten weiterhin als der Goldstandard unter den Ni-MH Akkus, vor allem aus Sicht der Zuverlässigkeit.

Allerdings hat Ikea bei den Ladda Akkus schon vor einer Weile einen kleinen „Refresh“ durchgeführt. Zudem sind die Akkus mittlerweile ein Stück teurer geworden.

Daher die Frage: Sind Ikea Ladda Akkus auch im Jahr 2026 noch so ein guter Deal? Finden wir dies im Test heraus!

 

Ikea Ladda im Jahr 2026

Stand Anfang 2026 bietet Ikea 3 verschiedene Modelle bei seinen Ladda Akkus an.

  • AA 1900 mAh = 4,99 € / 4 Stück
  • AA 2450 mAh = 7,99 € / 4 Stück
  • AAA 750 mAh = 4,99 € / 4 Stück

Dies sind weiterhin sehr gute Preise, welche allerdings auch nicht mehr absolut konkurrenzlos sind.
Z. B. die EBL AA Akku 2800 mAh (8 Stück) gibt es zum Zeitpunkt des Tests für 14 € = 7 € für 4 Stück mit angeblich 2800 mAh.

Optisch sind die Ladda sehr schlicht gehalten und setzen auf ein Pastell-grünes Design. Frühere Modelle hatten ein Weiß/Schwarz-Design.

 

Ikea Ladda = Eneloop?

Eneloop Akkus gelten als die „besten“ Ni-MH Akkus. Nicht zwingend, weil diese die beste Kapazität haben, hier gibt es mittlerweile einige Hersteller, die diese übertreffen, aber aus Sicht der Kompatibilität und Zuverlässigkeit gibt es wenig Besseres.

Leider sind die Eneloop Akkus sehr teuer!
4 Stück normale AA Eneloops liegen bei ± 14 € und Eneloop Pro liegen bei ± 20 €.

Und ja, die Ikea Ladda Akkus sind Made in Japan und stammen vermutlich aus der gleichen Fabrik wie die Eneloop Modelle, gefertigt von Panasonic/FDK.

Sind Ladda Akkus also 1:1 Eneloop Akkus? Nein, sind sie nicht, aber es gibt Parallelen.

IKEA LADDA Eneloop
AA 2450 mAh Panasonic Eneloop Pro 2450 mAh „Lite“
AA 1900 mAh Panasonic Eneloop 1900 mAh „Lite“
AAA 750 mAh Panasonic Eneloop AAA 800 mAh („Lite“)

Dies als grobe Faustregel. Verglichen mit den Eneloop Akkus sind dann auch die Preise der Ladda absolut hervorragend!

 

Kapazitätstest

Für den Kapazitätstest habe ich alle Akkus mit drei unterschiedlichen Entladeströmen getestet:

  • 0,2 A – geringe Last (z. B. Fernbedienungen, Uhren)
  • 0,5 A – mittlere Last (z. B. Spielzeug, Taschenlampen)
  • 1 A – hohe Last (für AAA bereits recht anspruchsvoll)

So lässt sich gut sehen, wie sich die Akkus unter verschiedenen Praxisbedingungen verhalten.

Ikea Ladda AAA 750 mAh

Zelle 0,2A 0,5A 1A
AAA #1 697 mAh 656 mAh 615 mAh
AAA #2 692 mAh 657 mAh 646 mAh
AAA #3 698 mAh 650 mAh 647 mAh
AAA #4 692 mAh 657 mAh 633 mAh

Die maximal gemessene Kapazität liegt bei 698 mAh, was für einen Akku mit 750 mAh Nennkapazität absolut solide ist.

Selbst bei 1 A Entladestrom, was für AAA-Zellen bereits eine extrem hohe Belastung darstellt, liefern die Akkus noch 615 bis 647 mAh. Das ist ein gutes Ergebnis und zeigt, dass die Ladda auch unter höherer Last stabil bleiben.

Sehr positiv ist zudem die geringe Streuung zwischen den einzelnen Zellen – die vier Akkus liegen sehr nah beieinander.

Ikea Ladda AA 1900 mAh

Zelle 0,2A 0,5A 1A
AA #1 1829 mAh 1864 mAh 1745 mAh
AA #2 1854 mAh 1897 mAh 1789 mAh
AA #3 1833 mAh 1874 mAh 1753 mAh
AA #4 1835 mAh 1861 mAh 1773 mAh

Der beste Messwert liegt bei 1854 mAh bei niedriger Last, was für einen 1900 mAh Akku ein sehr gutes Ergebnis ist.

Eine kleine Besonderheit: Bei diesem Modell war die gemessene Kapazität bei 0,5 A teilweise minimal höher als bei 0,2 A. Das ist ein eher ungewöhnliches Verhalten, kommt bei Ni-MH Akkus aber gelegentlich vor und ist kein praktisches Problem.

Auch hier zeigt sich wieder eine sehr gute Konsistenz zwischen den einzelnen Zellen, was ein typisches Merkmal hochwertiger Ni-MH Akkus ist.

Ikea Ladda AA 2450 mAh

Zelle 0,2A 0,5A 1A
AA #1 2435 mAh 2349 mAh 2349 mAh
AA #2 2440 mAh 2420 mAh 2386 mAh
AA #3 2513 mAh 2356 mAh 2310 mAh
AA #4 2420 mAh 2381 mAh 2345 mAh

Die maximal gemessene Kapazität liegt bei starken 2513 mAh, womit der Akku seine Nennkapazität von 2450 mAh sogar leicht übertrifft.

Unter höherer Last fällt die Kapazität erwartungsgemäß etwas ab, bleibt aber weiterhin auf einem sehr guten Niveau von rund 2310–2386 mAh bei 1 A.

Auch hier sind die Unterschiede zwischen den Zellen relativ gering, was wieder für eine saubere Fertigungsqualität spricht.

 

Vergleich mit anderen Ni-MH Akkus

Um die Ergebnisse besser einordnen zu können, lohnt sich ein Blick auf den Vergleich mit anderen AA- und AAA-Ni-MH Akkus, die ich in den letzten Jahren getestet habe.

Die Ikea Ladda 2450 mAh erreichen in meinem Test durchschnittlich:

  • 2452 mAh (0,2A)
  • 2377 mAh (0,5A)
  • 2348 mAh (1A)

Damit liegen sie praktisch genau auf dem Niveau vieler guter High-Capacity-Ni-MH Akkus.

Besonders interessant ist natürlich der Vergleich mit den Panasonic Eneloop Modellen:

  • Panasonic Eneloop Pro: 2563 / 2441 / 2419 mAh
  • Ikea Ladda 2450: 2452 / 2377 / 2348 mAh

Die Eneloop Pro liefern also minimal mehr Kapazität, der Abstand ist aber überraschend klein, vor allem wenn man den deutlich höheren Preis der Eneloop berücksichtigt.

Die normalen Panasonic Eneloop (1900 mAh) liegen mit 1940 / 1862 / 1879 mAh praktisch auf dem gleichen Niveau wie die Ladda 1900 mAh mit 1838 / 1874 / 1765 mAh. Auch hier zeigt sich eine sehr ähnliche Charakteristik.

Interessant ist auch der Vergleich mit vielen marketingstarken Akkus mit extrem hohen Kapazitätsangaben:

  • BONAI 2800 mAh: 2077 / 2025 / 1923 mAh
  • EBL 2800 mAh: 2522 / 2465 / 2451 mAh
  • HEITECH 2900 mAh: 2632 / 2615 / 2400 mAh

Gerade bei einigen No-Name- oder Budget-Modellen zeigt sich häufig, dass die angegebene Kapazität nicht immer real erreicht wird. In diesem Umfeld wirken die Ladda Akkus sehr ehrlich spezifiziert und liefern zuverlässig Werte nahe ihrer Nennkapazität.

Insgesamt ordnen sich die Ladda 2450 mAh klar in der oberen Mittelklasse bis Oberklasse der Ni-MH Akkus ein. Nur wenige Modelle wie Eneloop Pro oder manche Varta-High-Capacity-Modelle liegen leicht darüber.

 

AAA-Akkus im Vergleich

Bei den Ladda AAA 750 mAh habe ich 695 / 655 / 635 mAh gemessen, je nach Last.

Auch hier zeigt sich wieder eine sehr starke Ähnlichkeit zu den normalen Panasonic Eneloop AAA:

  • Eneloop 750 mAh: 695 / 688 / 679 mAh
  • Ladda 750 mAh: 695 / 655 / 635 mAh

Bei niedriger Last sind beide praktisch identisch, bei höheren Strömen haben die Eneloop einen kleinen Vorteil, allerdings ist dieser Unterschied im Alltag meist kaum relevant.

Die Eneloop Pro AAA (930 mAh) liegen erwartungsgemäß höher:

  • 905 / 876 / 842 mAh

Diese gehören aber auch zu den teuersten AAA-Ni-MH Akkus am Markt.

Viele andere AAA-Modelle mit sehr hohen Kapazitätsangaben zeigen ebenfalls interessante Ergebnisse. Beispielsweise erreichen:

  • ANSMANN 1050 mAh: 1055 / 1052 / 961 mAh
  • Green Cell 950 mAh: 934 / 932 / 895 mAh
  • VARTA Ready2Use 1000 mAh: 929 / 872 / 845 mAh

Diese bieten zwar mehr Kapazität, sind aber häufig keine klassischen LSD-Akkus (Low Self Discharge) oder haben eine geringere Zyklenfestigkeit. Dennoch unterm Strich sind die AAA Akkus von Ikea/Eneloop eher schwächer unterwegs!

 

Fazit

Die IKEA LADDA Akkus sind auch im Jahr 2026 weiterhin eine sehr starke Wahl im Bereich der Ni-MH Akkus. Zwar sind sie inzwischen etwas teurer geworden und die Konkurrenz hat aufgeholt, dennoch liefern sie genau das, wofür sie seit Jahren bekannt sind: ehrliche Kapazitätsangaben, sehr gleichmäßige Zellen und eine insgesamt hohe Qualität.

In den Messungen zeigen sowohl die AA-1900, AA-2450 als auch die AAA-750 Modelle ein sauberes und konstantes Verhalten. Besonders die AA-2450 bewegen sich erstaunlich nah an den deutlich teureren Panasonic Eneloop Pro Akkus, während die AA-1900 praktisch auf dem Niveau der normalen Eneloops liegen. Gleichzeitig kosten die Ladda-Akkus weiterhin deutlich weniger.

Natürlich gibt es mittlerweile Akkus mit nominell höherer Kapazität. Viele dieser Modelle erreichen ihre Marketing-Werte jedoch nicht zuverlässig oder verzichten auf Eigenschaften wie niedrige Selbstentladung und hohe Zyklenfestigkeit – zwei Punkte, bei denen die Ladda traditionell sehr gut abschneiden.

Auch aus persönlicher Erfahrung kann ich den Ladda Modellen eine sehr hohe Zuverlässigkeit bescheinigen, welche wir bei den „No-Name“-Modellen so nicht immer finden.

Alternative:
Alternativ schau dir mal die EBL AA Akkus 2800 mAh an. Diese bieten eine leicht höhere Kapazität zu einem teils sogar noch günstigeren Preis. Zudem hatte ich mit EBL bisher auch eher positive Erfahrungen.

Verbatim Mini GaN Charger 65W im Test – Kompaktes USB-C-Ladegerät mit Display

Wir hatten uns vor Kurzem bereits den Verbatim Mini GaN Charger 140W im Test angesehen und ich war von diesem ziemlich begeistert! Aus Sicht der Zukunftssicherheit ist dies derzeit eines der besten Modelle auf dem Markt.
Zeitgleich mit dem 140-W Mini GaN Charger ist auch ein 100-W- und 65-W-Modell auf den Markt gekommen.

In diesem Test soll es um den 65-W Verbatim Mini GaN Charger gehen. Ich war offen gesagt sehr gespannt auf diesen, ob er dem positiven Vorbild seines großen Bruders folgen kann.

Wollen wir uns den Verbatim Mini GaN Charger 65W im Test ansehen und schauen, ob er überzeugen kann!

An dieser Stelle vielen Dank an Verbatim für das Zurverfügungstellen des Ladegerätes für diesen Test.

 

Der Verbatim Mini GaN Charger 65W im Test

Bei dem Mini GaN Charger 65W handelt es sich im Kern um eine kleinere Version des 140-W-Modells. So sind beide +- identisch aufgebaut und gestaltet.

Grundsätzlich etwas Positives, denn die Haptik und Verarbeitung beider Modelle ist gut und auch die 65-W-Version bringt ein Display mit!

Zwar nennt Verbatim das Ladegerät „Mini GaN Charger“, allerdings gilt: Nur weil ein Hersteller ein Ladegerät „Mini“ nennt, muss das in der Praxis nicht auch zwingend der Fall sein.

So misst dieses Ladegerät 58 × 58 × 31 mm und bringt 160 g auf die Waage.

Subjektiv ist das zwar nicht riesig, aber für ein 65-W-Modell ist das schon ein etwas größeres Modell! Die Bezeichnung „Mini“ ist hier also, verglichen mit der Konkurrenz, nicht ganz richtig.

Pluspunkte gibt es allerdings wieder für die Aufsätze. So kannst du den Steckdosen-Aufsatz für Reisen austauschen.

 

Mit Display!

Sicherlich ein Grund für die etwas größeren Abmessungen ist das Display. So haben wir auf der Front des Ladegerätes ein LCD-Display und eine Touch-Taste.

Das Display kann dir die aktuelle Leistung pro Port wie auch die Gesamtleistung in Watt anzeigen.

Damit ist dieses im Alltag ganz klar eine nützliche Sache!

 

Die Anschlüsse

Auf der Unterseite finden wir 2× USB-C-Ports und 1× USB-A, eine schöne Kombination!

  • USB-C – 65W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB-A – 18/20W Quick Charge

Die beiden USB-C-Ports bieten grundsätzlich eine Leistung von bis zu 65 W nach dem USB Power Delivery Standard. Ideal für Smartphones, Tablets und auch kleinere Notebooks.

Hinzu kommt ein USB-A-Port mit Quick Charge.

 

Drosselung

Das Ladegerät besitzt eine maximale Leistung von 65 W, hat aber auch 2× 65-W-USB-C-Ports. Das passt nicht. Entsprechend drosselt sich das Ladegerät nach einem fixen Schema, wenn du mehrere Anschlüsse auf einmal verwendest.

  • USB-C 1 + USB-C 2 = 45W + 20W
  • USB-C 1 + USB-C 2 + USB-A = 45W + 15W für USB-C 2 und USB-A gemeinsam

 

PPS des Verbatim Mini GaN Chargers

Der Verbatim Mini GaN Charger unterstützt auch den PPS-Standard, was gerade für Samsung-Smartphones sehr wichtig ist.

  • 5–11 V bei bis zu 4,5 A
  • 5–21 V bei bis zu 3 A

Das ist eine sehr schöne PPS-Range! So haben wir zwei PPS-Stufen: eine, die bis 11 V und maximal 4,5 A geht, ideal für Samsung-Smartphones, und eine, die bis 21 V geht, ideal für die Google-Pixel-Modelle.

Super!

 

Leider kein AVS

Nach dem Test des 140-W-Verbatim-Ladegerätes hatte ich die Hoffnung, dass vielleicht auch die 65-W-Version schon den AVS-Standard in SPR unterstützt.

Allerdings ist das leider nicht der Fall. Keine große Überraschung, denn derzeit tun das nur zwei mir bekannte Ladegeräte in der unter-100-W-Klasse.

 

Dauerlasttest

Ich habe den Verbatim Mini GaN Charger 65W im Test ca. 6 Stunden lang mithilfe einer elektronischen Last mit 65 W belastet, um zu überprüfen, ob das Ladegerät diese Leistung auch konstant bereitstellen kann.

Erfreulicherweise ist die Antwort: ja! Das Ladegerät kann konstant 65 W liefern.

Radiometric Image

Dabei erwärmte sich das Ladegerät zwar ein Stück weit, aber auch nicht übermäßig stark.

 

Leerlaufstromverbrauch

Im Leerlauf benötigt der Verbatim Mini GaN Charger 65W ca. 0,25 W. Das ist akzeptabel, gerade wenn wir das Display bedenken.

 

Effizienz des Verbatim Mini GaN Chargers

Zum Ende des Tests werfen wir noch einen Blick auf die Effizienz des Ladegerätes.

Diese schwankte zwischen 80,6 % und 91,9 %. Das ist ein sehr gutes Abschneiden für ein 65-W-Ladegerät!

Im Schnitt erreichte dieses eine Effizienz von 88,1 %. Das ist auch verglichen mit anderen Ladegeräten ein starkes Abschneiden.

 

Fazit

Der Verbatim Mini GaN Charger 65W hinterlässt im Test insgesamt einen sehr positiven Eindruck und folgt damit durchaus dem guten Beispiel seines großen 140-W-Bruders. Das Ladegerät bietet eine solide Anschlussausstattung mit zwei USB-C-Ports und USB-A, eine sehr gute PPS-Unterstützung sowie eine starke Effizienz. Auch die Fähigkeit, die vollen 65 W dauerhaft stabil zu liefern, ist ein klarer Pluspunkt. Das integrierte Display ist zudem im Alltag nützlich und ein Feature, das in dieser Leistungsklasse nur selten zu finden ist.

Ganz perfekt ist das Gesamtbild aber nicht. Trotz der Bezeichnung „Mini“ fällt das Ladegerät für ein 65-W-Modell eher etwas größer aus, was vermutlich dem Display und der modularen Steckerlösung geschuldet ist. Zudem fehlt, anders als beim 140-W-Modell, eine Unterstützung des AVS-Standards, was aus Sicht der Zukunftssicherheit etwas schade, aber nicht unerwartet ist.

Verbatim Mini GaN Charger 65 W mit Display, 3 Ports USB-C Ladegerät...

Pro

  • Stabile Leistung von bis zu 65 W auch unter Dauerlast
  • Gute Effizienz von durchschnittlich rund 88 %
  • 2× USB-C + 1× USB-A – praktische Anschlusskombination
  • Sehr gute PPS-Unterstützung (ideal für Samsung und Google Pixel)
  • Integriertes Display zur Anzeige der aktuellen Ladeleistung
  • Modulare Steckdosenaufsätze für Reisen

Kontra

  • Für ein 65-W-Ladegerät relativ groß
  • Leistungsaufteilung bei mehreren Geräten relativ stark begrenzt (45 W + 20 W)

Unterm Strich bekommst du hier jedoch ein sehr solides, technisch modernes 65-W-Ladegerät mit guter Effizienz, stabiler Leistung und praktischem Display. Wenn dich die etwas größeren Abmessungen nicht stören, ist der Verbatim Mini GaN Charger 65W eine sehr gute Wahl für Smartphones, Tablets und kleinere Notebooks.

Samsung Galaxy S26 Ultra Ladeanalyse! Wie schnell lädt es? Welcher Ladestandard wird genutzt?

Das neue Samsung Galaxy S26 Ultra ist da und dieses soll ein Stück schneller Laden können als frühere Generationen.

Samsung nennt dies „Super Fast Charging 3.0“. Aber was steht hinter Super Fast Charging 3.0? Wie schnell kann das S26 Ultra laden und was für ein Ladegerät braucht es für Super Fast Charging 3.0?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Universelle USB Power Delivery Standard, mit PPS

Hinter „Super Fast Charging 3.0“ steht weiter der bekannte USB Power Delivery Ladestandard. Samsung nutzt hier also keinen proprietären Standard.

Allerdings gibt es doch eine Besonderheit. Für das Schnellladen wird neben USB Power Delivery eine Unterstützung des PPS Standards benötigt.

PPS ist eine optionale Erweiterung des USB Power Delivery Standards, welche es in verschiedenen Stufen gibt. Leider schreiben sehr viele Hersteller nicht auf ihre Ladegeräte und Powerbanks welche PPS Stufen vorhanden sind.

Für Super Fast Charging 3.0 werden ganz besondere PPS Stufen benötigt.

 

PPS Stufen für Super Fast Charging

Für Super Fast Charging 3.0 beim S26 Ultra muss dein Ladegerät oder Powerbank eine von folgenden PPS Stufen unterstützen:

  • 5 – 21 V bei bis zu 5 A
  • 5 – 20 V bei bis zu 5 A
  • 5 – 21 V bei bis zu 3 A
  • 5 – 21 V bei bis zu 3 A
  • 5 – 16 V bei bis zu 5 A

Super Fast Charging 2.0, also das alte Schnellladen mit maximal 45W, funktioniert beim S26 Ultra weiterhin. Für Super Fast Charging 2.0 sind folgende PPS Stufen geeignet:

  • 5 – 16 V bei bis zu 3 A
  • 5 – 11 V bei bis zu 5 A

 

Wie schnell kann das Samsung S26 Ultra laden?

Aber wie schnell ist nun Super Fast Charging 3.0 und wie schnell kann das S26 Ultra laden?

Folgende Messwerte konnte ich ermitteln:

Diese sind bei einem Akkustand im Bereich 10 – 20% entstanden. Es handelt sich hierbei um die Spitzenladegeschwindigkeit. Die Werte sind dabei nicht ein „fixes“ maximum, es gibt hier immer leichte Schwankungen, aber es hilft uns zu erkennen an welchen Ladegeräten das S26 Ultra +- wie schnell Laden kann.

Im Maximum konnte ich beim S26 Ultra eine Leistungsaufnahme von +- 53 W beobachten. Vergleichen mit dem S25 Ultra, wo ich maximal 43 W beobachten konnte, ein kleiner aber netter Sprung!

Hierfür ist allerdings ein Ladegerät mit einer großen PPS Stufe nötig! Groß = 5 – 21 oder 20V bei bis zu 3 A (oder mehr) oder 5 – 16 V bei bis zu 5 A.

An einem Ladegerät mit einer kleineren PPS Stufe wie 5 – 11 V bei bis zu 5 A, wie du sie typischerweise bei 45 W Ladegeräten findest, sind rund 43 W möglich.

Entsprechend haben wir hier also +- die maximale Ladegeschwindigkeit des S25 Ultras.

Unterstützt dein Ladegerät kein PPS, dann ist das Laden auf maximal rund 23 W Limitiert. Selbst an einem 100 W Ladegerät ohne PPS haben wir maximal 23 W.

PPS ist also fürs S26 Ultra sehr wichtig, wenn du dir schnelles Laden wünschst.

 

Spannung bei PPS

PPS erlaubt nicht nur die Wahl einer freien Spannung innerhalb eines gewissen Bereichs, die Spannung kann auch während des Ladevorgangs noch angepasst werden. Im Folgenden schauen wir uns den Spannungsverlauf einmal an einem 5 – 21 V / 5 A und einem 5 – 11V / 5 A Ladegerät an.

Am 5 – 21 V Ladegerät wählte das S26 Ultra eine Spannung im Bereich 16,5 V bis 18,5 V.

Am 5 – 11 V Ladegerät wird eine Spannung im Bereich 9 V gewählt, welche auch vergleichsweise stabil bleibt.

 

Ladedauer des S26 Ultra

Aber wie lange dauert nun das Laden des S26 Ultras? Im Folgendem habe ich das Smartphone an zwei Ladegeräten getestet:

  • „Super Fast Charging 3.0“ – PPS Range 5 – 21 V bei bis zu 5 A
  • „Super Fast Charging 2.0“ – PPS Range 5 – 11 V bei bis zu 5 A

Für diesen Test habe ich das Smartphone auf 5% entladen und im Flugmodus geladen. Dabei habe ich die Leistungsaufnahme mitgeloggt.

Wie zuvor beobachtet kann das S26 Ultra mit bis zu +- 54 W an dem Ladegerät mit großer PPS Range laden.

Dies ca. 7 Minuten lang, danach beginnt dieses sich zu drosseln. Ein typisches verhalten.

Interessanterweise dauerte das Laden von 5% auf 100% am Super Fast Charging 3.0 Ladegerät genauso lange wie am Super Fast Charging 2.0 Ladegerät.

Zwar haben wir am Super Fast Charging 2.0 Ladegerät maximal +- 45 W, aber diese kann das Smartphone länger aufrecht erhalten.

Auch wenn wir den Ladestand nach 15 Minuten Laden betrachten erreicht das S26 Ultra +- den gleichen Ladestand (51% mit 3.0, 49% mit 2.0).

Das Laden dauerte bei mir ca. 1:02 h, was unterm Strich sehr schnell ist, für eine 5% auf 100% Ladung.

Dennoch ist das S26 Ultra das bei mir im Test ganz klar das am schnellsten ladende Samsung Ultra Smartphone.

 

Welche Ladegeräte für Super Fast Charging 3.0

Du möchtest ein Super Fast Charging 3.0 fähiges Ladegerät für dein S26 Ultra? Welche Modelle unterstützen die hierfür benötigte PPS Stufe?

PPS Max Leistung Ports Preis
CUKTECH GaN Charger 65W 5-20V/3,25A 65W 3 20 €
Anker A121A Nano 70W 4,5-21V/3,25A 70W 3 30 €
Rollingsquare Supertiny 65W 3,3-21V/3,2A 65W 1 40 €
Baseus PicoGo AE21 5-20V/5A 100W 3 55 €
Google Pixel Flex 5-21V/3,35A 67W 2 55 €
Verbatim Mini GaN Charger 140 W 5-21V/5A 140W 4 70 €
Anker Charger A2697 4,5-20V/5A 140W 4 70 €
Anker Prime Charger 160W 4,5-21V/5A 160W 3 105 €
4smarts Lucid GaN DIY 360W 3,3-21V/5A 214W 6 160 €

Fazit: Samsung Galaxy S26 Ultra – Schnellladen im Test

Das Samsung Galaxy S26 Ultra bringt mit „Super Fast Charging 3.0″ einen echten, wenn auch überschaubaren Fortschritt beim Laden. Mit bis zu ~53–54 W Spitzenleistung lädt es spürbar schneller als das S25 Ultra (max. ~43 W) vorausgesetzt, du hast das richtige Ladegerät.

Und genau da liegt der Haken: PPS ist Pflicht. Ohne PPS-Unterstützung bist du auf rund 23 W limitiert, egal wie viel Watt dein Ladegerät nominell liefert. Für volle Super Fast Charging 3.0-Geschwindigkeit brauchst du eine große PPS-Range wie 5–21 V / 3 A oder 5–16 V / 5 A.

Interessant ist dabei: In der Praxis landet die Gesamtladezeit von 5 % auf 100 % bei ca. 1:02 h, egal ob du Super Fast Charging 3.0 oder 2.0 nutzt. Der Vorsprung der 3.0-Variante schmilzt dahin, weil die hohe Spitzenleistung nur für rund 7 Minuten aufrechterhalten wird. Nur bei kurzen Ladevorgängen (15 Minuten oder weniger) ist Super Fast Charging 3.0 wirklich schneller.

Kurz zusammengefasst für dich:

Szenario Max. Leistung
SFC 3.0 (große PPS-Range) ~53–54 W
SFC 2.0 (kleine PPS-Range) ~43–45 W
Kein PPS ~23 W

 

Wenn du also das Maximum aus deinem S26 Ultra herausholen möchtest, lohnt sich die Investition in ein Ladegerät mit großer PPS-Range, zum Beispiel der Anker A121A (70 W) ab ~30 € oder der CUKTECH GaN 65 W schon ab ~20 €. Für den Alltag reicht aber auch ein gutes 45-W-PPS-Ladegerät völlig aus.

Shelly Plug S Gen3 vs. Plug M Gen3 – Unterschiede, Vergleich & Kaufberatung

Der Shelly Plus S Gen 3 ist eine bekannte Größe im Bereich der Smart-Home-Zwischenstecker. Allerdings hat Shelly nun ein neues Modell auf den Markt gebracht, den Plug M Gen 3.

Beide smarten Zwischenstecker des bulgarischen Herstellers Shelly ähneln sich auf den ersten Blick stark, doch es gibt entscheidende Unterschiede, die je nach Einsatzszenario den Ausschlag geben können.

In diesem Vergleich schauen wir uns die beiden Modelle direkt gegenüber an.

 

Shelly Plug S Gen3 vs. Plug M Gen3 – auf einen Blick

Merkmal Shelly Plug S Gen3 Shelly Plug M Gen3
Maximale Leistung 2.500 W / 12 A 3.000 W / 16 A
Preis ca. 15 – 25 € ca. 10 – 13 €
Abmessungen 40 × 40 × 36 mm (sehr kompakt) 50 × 50 × 46 mm
Steckdosen blockieren Nein ✓ Ja (teilweise)
WLAN
Bluetooth
Matter
Bidirektionale Messung ✓ (inkl. Einspeisung) ✓ (inkl. Einspeisung)
WLAN-Repeater-Funktion
Bluetooth-Gateway
WebUI (offline)
Cloud-Zwang Nein ✓ Nein ✓
Eigenverbrauch (Aus) ca. 0,7 W ca. 0,6 W
Eigenverbrauch (Ein) ca. 1,18 W ca. 1,1 W
Messgenauigkeit (niedrige Last) ca. 11 % Abweichung ca. 8 % Abweichung
Messgenauigkeit (hohe Last) < 1 % Abweichung 0–2 % Abweichung
Home Assistant
Made in EU
Farben Weiß, Schwarz Weiß, Schwarz

 

Design und Abmessungen: Kompakter Unterschied mit großer Wirkung

Shelly Plug S Gen3:
Der Plug S Gen3 ist außergewöhnlich kompakt gehalten. Mit Abmessungen von ca. 40 × 40 × 36 mm ist er einer der kleinsten smarten Zwischenstecker auf dem Markt. Das Design setzt auf weißen Kunststoff mit einem kleinen transparenten Kunststoffteil am oberen Rand, hinter dem sich die mehrfarbige Status-LED befindet. Wichtig: Der Plug S blockiert in Mehrfachsteckdosen keine benachbarten Steckplätze – ein klarer Alltagsvorteil.

Shelly Plug M Gen3:
Mit 50 × 50 × 46 mm ist der Plug M Gen3 merklich größer. Die etwas kantigere, quadratischere Form hat einen praktischen Nachteil: In vielen Steckdosenleisten lässt sich der Plug M nicht neben einem weiteren Adapter betreiben, da er benachbarte Steckdosen blockiert. Die Verarbeitung ist ähnlich: mattweißer Kunststoff, optional auch in Schwarz erhältlich. Die Taste zum manuellen Ein- und Ausschalten sowie die Status-LED sind ebenfalls integriert.

 

Maximale Leistung: 2.500 W vs. 3.000 W

Hier liegt einer der wenigen, aber relevanten technischen Unterschiede: Der Shelly Plug S Gen3 ist auf eine maximale Leistung von 2.500 W (12 A) begrenzt, vermutlich auch bauartbedingt durch die kompakteren Abmessungen.

Der Shelly Plug M Gen3 hingegen unterstützt Lasten von bis zu 3.000 W (13 A). Das macht ihn attraktiver für leistungshungrigere Geräte wie Wasserkocher, Heizlüfter, Waschmaschinen oder Kaffeemaschinen.

Allerdings ist der Unterschied hier auch nicht gewaltig.

 

Preis: Plug M Gen3 oft günstiger

Ein weiterer Unterschied: Obwohl der Shelly Plug M Gen3 die leistungsfähigere Variante ist, ist dieser in der Regel günstiger als der Plug S Gen3. Der Plug M Gen3 ist häufig für ca. 10–13 € erhältlich, während der Plug S Gen3 eher bei 15–25 € liegt.

 

Konnektivität: WLAN, Bluetooth und Matter – beide gleich gut aufgestellt

Hier unterscheiden sich die beiden Modelle kaum: Sowohl der Shelly Plug S Gen3 als auch der Shelly Plug M Gen3 unterstützen WLAN (2,4 GHz), Bluetooth sowie den modernen Smart-Home-Standard Matter.

  • Bluetooth dient primär der einfachen Ersteinrichtung und der WLAN-Konfiguration.
  • Beide Geräte können auch als Bluetooth-Gateway für andere Shelly-Bluetooth-Sensoren genutzt werden.
  • Matter ermöglicht die plattformübergreifende Integration ohne Hersteller-Lock-in – ob Apple Home, Google Home oder Amazon Alexa.

Es ist davon auszugehen, dass beide Modelle den gleichen Steuerungschip im Inneren nutzen, weshalb der Funktionsumfang ± identisch ist.

 

Kein Cloud-Zwang: Vollständige lokale Steuerung bei beiden Modellen

Eines der größten Highlights der Shelly-Produkte ist ihre vollständige Cloud-Unabhängigkeit und das gilt für beide Modelle gleichermaßen. Weder der Plug S Gen3 noch der Plug M Gen3 benötigen eine Cloud-Verbindung, um zu funktionieren.

Beide Stecker erstellen bei der Ersteinrichtung einen eigenen WLAN-Access-Point. Nach der Einrichtung sind sie über ihre IP-Adresse direkt im Browser erreichbar, vollständig offline, ohne Internetverbindung, ohne Kontozwang.

Die vollwertige WebUI bietet Live-Verbrauchsdaten, Steuerung, Timer, Zählerstände und alle Einstellungen. Selbst wenn Shelly irgendwann den Support einstellen sollte, bleiben die Geräte vollständig nutzbar.

 

Smart-Home-Integration: Unschlagbare Kompatibilität bei beiden

Was Shelly gegenüber vielen Mitbewerbern wirklich auszeichnet, ist die außergewöhnlich breite Unterstützung für Drittanbieter-Plattformen:

  • Home Assistant (native Integration, sehr gut)
    • MQTT und WebSocket
    • HTTP / REST-API
    • Node-RED, openHAB, ioBroker, FHEM, Domoticz
    • Google Assistant, Amazon Alexa
    • Samsung SmartThings
    • Apple Home / HomeKit (via Bridge, z. B. Home Assistant)
    • IFTTT
    • Matter (direkte Integration ohne Umwege)

Wer sein Smart Home ernsthaft betreibt und Shelly-Geräte in eigene Automationen, Node-RED-Flows oder Monitoring-Systeme wie InfluxDB + Grafana einbinden möchte, findet hier eine der flexibelsten Plattformen am Markt.

 

Verbrauchsmessung: Bidirektional und umfangreich – ideal für Balkonkraftwerke

Beide Modelle messen identische Werte:

  • Live-Stromverbrauch in Watt
  • Spannung in Volt
  • Stromstärke in Ampere (mA)
  • Frequenz in Hz
  • Gesamte Leistungsaufnahme in kWh
  • Einspeisung gesamt in kWh

Die bidirektionale Messung ist besonders interessant für Balkonkraftwerk-Besitzer: Beide Stecker können nicht nur den Verbrauch, sondern auch die Einspeisung ins Hausnetz messen.

Historische Werte lassen sich über die Shelly App Abrufen. Diese werden aber in der Cloud gespeichert und nicht lokal auf dem Gerät.

 

Messgenauigkeit im direkten Vergleich

Beim Vergleich mit geeichten Referenz-Messgeräten zeigt sich ein kleiner Unterschied:

  • Plug S Gen3: Bei niedriger Last bis zu 11 % Abweichung, bei über 300 W Last unter 1 % Abweichung
  • Plug M Gen3: Bei niedriger Last maximal 8 % Abweichung, bei über 100 W Last nur 0–2 % Abweichung

Ich würde in der Praxis davon ausgehen, dass beide Modelle ± gleich genau messen und die Unterschiede einfach an der üblichen Serienschwankung bzw. Messschwankungen liegen.

 

Eigenverbrauch: Minimale Unterschiede

Der Eigenverbrauch beider Zwischenstecker ist für Modelle mit WLAN akzeptabel.

Zustand Plug S Gen3 Plug M Gen3
Steckdose Aus ca. 0,7 W ca. 0,6 W
Steckdose Ein ca. 1,18 W ca. 1,1 W

Der Plug M hatte bei mir tendenziell einen etwas niedrigeren Verbrauch, aber auch hier sind die Unterschiede in der Praxis nicht relevant.

 

Die Shelly App: Funktional, aber mit Lernkurve

Die Shelly App ist bei beiden Modellen identisch und unterscheidet sich deutlich von typischen Smart-Home-Apps. Der Aufbau wirkt auf den ersten Blick etwas unübersichtlich und verschachtelt.

Wer ein möglichst simples Smart-Home-Erlebnis sucht, ist bei Anbietern wie Tuya/Smart Life oder SwitchBot anfangs leichter unterwegs. Die Shelly App bietet dafür einen deutlich größeren Funktionsumfang: eigene Skripte direkt auf dem Gerät ausführen, MQTT-Integration, WebSocket, detaillierte Verbrauchsdiagramme und vieles mehr.

Die höhere Komplexität der App ist also gewollt, sie spiegelt den großen Funktionsumfang wieder, den Shelly bietet. Für fortgeschrittene Nutzer und Home-Assistant-Enthusiasten ist die App in der Regel kein Hindernis.

 

Fazit: Welcher Shelly Plug Gen3 ist der Richtige für dich?

Beide Modelle sind hervorragende smarte Zwischenstecker mit geringen Unterschieden.

Shelly Plug S Gen3

  • deutlich kompakter, blockiert keine angrenzenden Steckdosen
  • deutlich sichtbarere Status-LED

Shelly Plug M Gen3

  • höhere maximale Leistung von bis zu 3.000 W (vs. 2.500 W)
  • ein Stück günstiger
  • im Test ein tendenziell leicht niedrigerer Verbrauch (Unterschied aber minimal)

Offen gesagt würde ich in 90 % der Fälle aufgrund des niedrigeren Preises zum Shelly Plug M Gen3 greifen. Der einzige Vorteil des Shelly Plug S Gen3 sind die kompakteren Abmessungen.

JBL Quantum 950 vs. SteelSeries Arctis Nova Pro Wireless (Lesertest)

Info:
Dieser Vergleich zwischen dem JBL Quantum 950 und dem SteelSeries Arctis Nova Pro Wireless wurde von einem Leser von Techtest erstellt und mir für eine Veröffentlichung freundlicherweise angeboten. Vielen Dank an Yegor!

 

JBL hat das im August vorgestellte Headset Quantum 950 endlich nach ein paar Monaten Verspätung herausgebracht – und das ganz ohne großes Tamtam. Es gibt quasi keine Tests zu lesen, nur subjektive Meinungen von einigen „Streamern“.

Ich versuche hier meinen ausführlichen Test und Vergleich zu dem meiner Meinung nach bisher besten Gaming-Headset, dem SteelSeries Arctis Nova Pro Wireless. Denn alles andere (abgesehen von den HyperClouds) spielt in einer komplett anderen Liga. Und die Astro-A50-Serie ist absolut überschätzt.

 

Achtung:

Jeder Mensch hat eine eigene persönliche Frequenzbreite, die er als angenehm empfindet. Dies gilt auch für den Tragekomfort. Ich schreibe hier Punkte auf, die ich mir von Möchtegern-Streamern wünschen würde zu hören – und nicht nur „BOAAAHH, GEEILER SOOOUUUUND, AAAALTEEEEERR“.

Der Equalizer wurde dementsprechend für jede Situation eingestellt. Ich hoffe, mit diesem Bericht zukünftigen Käufern eine Entscheidungshilfe zu bieten.

 

Testkriterien

  1. Klangqualität

Musik: (Hi-Res) Klassik, Rock, Elektro → Dynamik, Klarheit, Bass, Bühne

Film: Fast & Furious → Bühne, Dialoge, Surround, Dynamik

Spiele:

  • Battlefield → Ortung, Dynamik, Surround
  • GTA 5 → Bühne, Surround, Dynamik
  • Cyberpunk 2077 → Bühne, Surround, Dynamik

Mikrofon: Aufnahmequalität (nicht Discord!)

  1. Tragekomfort (8 Stunden)
  • Druckgefühl an Ohren und Kopf
  • Klima
  1. Bedienung
  • Akkuwechsel
  • Software
  • Lautstärkewechsel
  • Konnektivität

 

Klangqualität

Musik

Die Arctis haben einen natürlicheren und sehr detailreichen Klang. Kräftige Töne, präziser Sound und die 24-Bit-Auflösung machen sich bemerkbar. Aufnahmen klingen neutral und Abmisch- bzw. Instrumentenfehler werden präzise herausgehört. Hier brauchen sich die Kopfhörer vor meinen analogen Beyerdynamics oder den Sennheiser Momentum 3 mit FLAC überhaupt nicht zu verstecken. Ein Vorteil kleinerer Treiber gegenüber den JBL.

Die JBL sind dagegen basslastiger und haben eine etwas größere Bühne. Der Klang wirkt weniger neutral, sondern eher rockig und bassbetont. Je nach Musikrichtung kann daher jeweils ein anderes Headset besser geeignet sein.

Film

Rennszenen und Dialoge lassen sich mit beiden Headsets sehr gut anhören. Es gibt keine Übersteuerungen bei plötzlichen Lautstärkeänderungen. Orientierung und Klang sind für Stereokopfhörer absolut top – für Filme am PC vollkommen ausreichend.

Durch die größeren Treiber haben die JBL hier jedoch leicht die Nase vorn. Letztlich entscheidet der persönliche Geschmack, beide Kopfhörer sind auf sehr hohem Niveau.

Spiele (Königsdisziplin)

Bei den Arctis ist sofort ein hervorragender Klang ohne große EQ-Einstellungen vorhanden. Sehr detailreich, mit exzellenter Ortung und satten Tönen. Beim Rennen hört man Schuhe quietschen, Ausrüstung klimpern, Explosionen verzerren nicht – ein volles und intensives Klangerlebnis. Die Dynamik ist leicht besser als bei den JBL.

Bei Bühne und Bass stoßen die 40-mm-Treiber der Arctis jedoch an ihre Grenzen. Hier holen die JBL auf. Wer actionreichen Sound bevorzugt, ist mit den JBL vermutlich besser bedient. Schüsse haben deutlich mehr Druck – echte Power.

 

Mikrofon

Auf YouTube gibt es genügend Klangbeispiele. Das Mikrofon der Arctis ist für mich ausreichend, allerdings klingt die Stimme etwas nasal und weiter entfernt.

Mir und meinen Freunden gefällt der Klang der JBL besser – natürlicher und direkter. Auch Live-Aufnahmen in Diktier-Software klingen detailreicher und näher. Discord sollte dabei allerdings nicht als Maßstab gelten.

 

Tragekomfort

Ich habe einen normalen Kopf (Hutgröße 58) und trage keine Brille.

Während die Arctis sehr leicht wirken, sitzen die JBL etwas fester. Nach mehreren Stunden haben die Arctis bei mir wiederholt Druckstellen verursacht, während ich bei den JBL trotz festerem Sitz nichts Negatives bemerkt habe.

Da aktuell Winter ist, kann ich zum Klima wenig sagen (Raumtemperatur ca. 22 °C). Beide fallen nicht negativ auf. Aufgrund der größeren Kapseln vermute ich jedoch, dass die JBL im Sommer etwas angenehmer sein könnten.

 

Bedienung

Für mich letztlich der entscheidende Kaufpunkt.

Gaming-Kopfhörer sind fürs Gaming gedacht. Für unterwegs, Filme oder Musik gibt es geeignetere Alternativen, fürs Homeoffice bequemere Lösungen. Beim Gaming zählen neben dem Klang vor allem schnelle Bedienung und Anpassungsmöglichkeiten.

Hier hat JBL für mich alles besser umgesetzt als SteelSeries:

  • deutlich einfacherer Akkutausch
  • Zweikanal-Lautstärkeanpassung
  • Software ohne Online-Registrierungszwang (ernsthaft, Arctis?)

 

Fazit

Alles, was die JBL Quantum 950 nicht können, schafft das SteelSeries Arctis Nova Pro Wireless – und umgekehrt.

  • Arctis: besser für Singleplayer und immersive Spielerlebnisse. Präzise, scharf, sehr detailreich – Nebengeräusche werden stark hervorgehoben.
  • JBL: ideal für Action-Fans. Mehr Volumen, mehr Bass, größere Klangbühne auch ohne Raumklang-/Headtracking-Funktion.

Den leicht verwaschenen Klang der JBL durch die größeren Treiber hört man nur im direkten A/B-Vergleich. Ohne ständigen Wechsel zwischen den Headsets wäre mir das kaum aufgefallen. Vergleichbar mit Fernsehern im Geschäft, die nebeneinander stehen.

Für meine Anwendung sind die JBL besser geeignet. Außerdem ist ihre Reichweite etwa 20 % höher.

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Kritikpunkte

  • Der Raumklang mit Headtracking klingt sehr hohl, als würde man in einem leeren Raum stehen. Für mich extrem unangenehm, teils sogar leicht schwindelerregend → klarer Nachbesserungsbedarf.
  • Nebengeräusche beim Mikrofon-Mithören können in leisen Momenten störend sein. Bei einem Preis von ca. 300 € bin ich hier kritisch.

CUKTECH 10 Mini im Test, die alltagsfreundlichere Alternative zur CUKTECH 10

CUKTECH bietet mit der „10 Mini“ eine kleinere und kompaktere Version seiner sehr guten CUKTECH 10 Powerbank an.
Diese gibt etwas Ausgangsleistung zugunsten kompakterer Abmessungen auf. So haben wir hier weiterhin 10.000 mAh, aber „nur noch“ 55 W maximale Leistung.

Wobei „nur noch 55 W“ sicherlich etwas pessimistisch ausgedrückt ist. Denn 55 W sind für eine 10.000 mAh Powerbank weiterhin eine sehr gute Leistung!

Wollen wir uns einmal die CUKTECH 10 Mini im Test ansehen und schauen, wie diese sich verglichen mit der normalen CUKTECH 10 und auch der ähnlichen UGREEN PB727 schlägt!

 

Die CUKTECH 10 Mini im Test

Verglichen mit der regulären CUKTECH 10 büßt die Mini-Version zwar 65 W Leistung ein, dafür fällt sie aber mit 90 × 50 × 33 mm ein gutes Stück kleiner und mit 214 g auch deutlich leichter aus.

Vergleichen wir dies einmal mit anderen 10.000 mAh Powerbanks:

So ist offensichtlich, dass die CUKTECH 10 Mini ein gutes Stück kleiner und leichter ist als die „Nicht-Mini“-Version. Dennoch bleibt diese für eine 10.000 mAh Powerbank eher durchschnittlich groß und schwer.

Suchst du nach einem möglichst kompakten Modell, dann gibt es andere Modelle, die noch etwas besser sind, wie die INIU P50.

Was aber Verarbeitungsqualität und Optik angeht, kann ich CUKTECH nur loben! Die Powerbank wirkt sehr hochwertig und, wie ich finde, auch schick gemacht. Hier gibt es absolut nichts zu bemängeln!

 

Mit Display

Dabei verzichtet CUKTECH auch nicht auf das praktische Display auf der Front der Powerbank. Wir haben hier auch bei der 10 Mini ein kleines LCD-Display.

Dieses zeigt dir wahlweise die Kapazität in % oder die aktuelle Eingangs-/Ausgangsleistung in Watt an. Praktisch, schade, wie ich finde!

 

Anschlüsse der CUKTECH 10 Mini

Die CUKTECH 10 Mini besitzt 2× USB-C-Ports und 1× USB-A. Über ein integriertes Ladekabel oder Ähnliches verfügt die Powerbank leider nicht.

  • USB-C – 45 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/2A
  • USB-A – Quick Charge – 5V/3A, 9V/3A, 12V/1,5A

Beide USB-C-Ports können grundsätzlich bis zu 45 W nach dem universellen USB-Power-Delivery-Standard bereitstellen. Eine gute Leistung für eine 10.000 mAh Powerbank, welche für Smartphones in der Regel ideal ist und sogar für Tablets und kleine Notebooks ausreicht.

 

Bis zu 55 W „Xiaomi“-Power

CUKTECH gehört in irgendeiner Form zu Xiaomi, entsprechend sind CUKTECH Powerbanks immer eine sehr gute Wahl für Xiaomi-Smartphones.

Dies gilt auch für die 10 Mini, denn diese unterstützt das proprietäre 55-W-Laden von Xiaomi.

Hast du also ein Xiaomi-Smartphone, dann kann dieses potenziell mit bis zu 55 W an dieser Powerbank laden.

 

PPS-Support

Erfreulicherweise bietet die CUKTECH 10 Mini auch Support für den universellen PPS-Standard, welcher gerade für Samsung- und die Google-Pixel-Modelle extrem wichtig ist.

  • USB-C – 5 bis 11 V bei 5 A

Für eine 10.000 mAh 45-W-Powerbank ist das eine gute und absolut zufriedenstellende PPS-Range.
Diese reicht auch für das 45-W-Schnellladen der diversen Samsung-Smartphones.

 

Drosselung bei Nutzung mehrerer Ports

Leider drosselt sich die CUKTECH 10 Mini recht hart herunter, wenn du mehrere Anschlüsse gleichzeitig nutzt.

Nutzt du mehr als einen Port, werden alle Schnellladestandards abgeschaltet und jedem Port stehen maximal 10 W zur Verfügung.

 

Konstant 45 W?

Viele bzw. die meisten 10.000 mAh Powerbanks mit 45 W Ausgangsleistung können NICHT konstant 45 W liefern.

Wie steht es hier um die CUKTECH 10 Mini?

Die CUKTECH 10 Mini konnte ca. 50 % der Kapazität 45 W liefern, danach pausierte das Entladen, ließ sich aber gleich wieder mit 45 W fortsetzen.

Also ja, die 45 W stehen grundsätzlich konstant bereit, eventuell  musst du die Powerbank aber nach einer Zeit einmal abstecken und wieder anstecken.

 

Kapazität

Laut CUKTECH soll die 10 Mini eine Kapazität von 10.000 mAh bieten. Hierbei handelt es sich aber, wie üblich, nur um die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Praktisch fällt die Kapazität etwas niedriger aus. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/1A 28.618 5700 7735 77%
9V/1A 30.292 3356 8187 82%
9V/3A 29.377 3279 7940 79%
15V/1A 28.989 1929 7835 78%
15V/3A 27.169 1818 7343 73%
Im Schnitt 28.889 7808 78%

 

Im Test schwankte die Kapazität der CUKTECH 10 Mini zwischen 7343 mAh und 8187 mAh. Das ist eine Spanne von 73 % bis 82 % der Herstellerangabe.

Das ist ein mittelmäßiges Abschneiden bzw. etwas niedrig für eine Powerbank, die mit 10.000 mAh wirbt.

Das ist ein Stück weniger als bei der regulären CUKTECH 10, welche zwischen 8146 und 8660 mAh erreichte.

 

Ladedauer der CUKTECH 10 Mini

Die CUKTECH 10 Mini kann erfreulicherweise auch mit 45 W an einem universellen USB-PD-Ladegerät geladen werden.

In meinem Test konnte ich die CUKTECH 10 Mini in 1:37 h von 0 % auf 100 % laden. Dies ist überdurchschnittlich schnell!

Es gibt zwar Powerbanks in der 10.000-mAh-Klasse, die noch schneller laden, wie die reguläre CUKTECH 10. Aber verglichen mit anderen 10.000 mAh + 45–55-W-Powerbanks ist die CUKTECH 10 Mini sehr schnell geladen! Schneller als z. B. die UGREEN PB727 55 W 10.000 mAh oder die INIU 10.000-45-W-Modelle.

 

Fazit

Die CUKTECH 10 Mini ist eine gelungene, kompaktere Alternative zur regulären CUKTECH 10 mit klaren Stärken, aber auch ein paar Kompromissen. Du bekommst hier eine hochwertige 10.000 mAh Powerbank mit 45 W USB-PD, sehr guter PPS-Unterstützung und sogar 55 W für Xiaomi-Smartphones. Gerade für Samsung-, Apple- oder Xiaomi-Nutzer ist die 10 Mini damit sehr interessant!

Positiv sind zudem das Display und die sehr schnelle Ladezeit von unter 1:40 h.

Die Ausgangsleistung von 45 W kann semi-stabil bereitgestellt werden. Kritischer sehe ich allerdings die recht harte Drosselung bei Nutzung mehrerer Ports, hier fallen alle Anschlüsse auf maximal 10 W zurück. Auch die gemessene nutzbare Kapazität ist eher durchschnittlich und etwas schwächer als bei der großen CUKTECH 10.

CUKTECH 10 Mini 55W Powerbank Schnellladung, 10000mAh (2S1P) tragbarer...

Pro

  • Hochwertige Verarbeitung und ansprechende Optik
  • 45 W USB-PD
  • 55 W proprietäres Laden für Xiaomi-Smartphones
  • Gute PPS-Unterstützung (bis 11 V / 5 A) – ideal für Samsung
  • Sehr schnelle Ladezeit (ca. 1:37 h bei 45 W Input)
  • Praktisches LCD-Display für %-Anzeige und Wattanzeige
  • Zwei USB-C-Ports

Kontra

  • Deutliche Drosselung bei Mehrfachnutzung (max. 10 W pro Port)
  • Nutzbare Kapazität nur 73–82 % der Nennkapazität
  • Kein integriertes Ladekabel
  • Für eine 10.000 mAh Powerbank nur durchschnittlich kompakt

Unterm Strich ist die CUKTECH 10 Mini eine starke, technisch moderne 10.000 mAh Powerbank mit Fokus auf Einzelnutzung und Schnellladen. Wenn du primär ein Gerät mit maximalem Tempo laden willst und Wert auf gute Verarbeitung sowie PPS legst, kannst du hier bedenkenlos zugreifen. Suchst du hingegen maximale Effizienz oder willst regelmäßig mehrere Geräte parallel schnell laden, gibt es bessere Alternativen.

Birdfy Nest im Test, Nistkasten mit Akku-Überwachungskamera !Update!

Ich liebe es, die Vögel in meinem Garten zu beobachten. Vielleicht gilt das Gleiche für dich und du hast dir gewünscht, auch einmal in ein Vogelnest schauen zu können. Gerade auch wenn du Kinder hast, ist dies eine spannende Sache.

Ich habe mir jetzt das Birdfy Nest gekauft. Beim Birdfy Nest handelt es sich um einen Nistkasten mit einer integrierten Akku-Kamera.

Hierdurch kannst du jederzeit in den Nistkasten schauen und beobachten, was dort vor sich geht und im besten Falle das Aufwachsen von Küken beobachten.

Die große Besonderheit beim Birdfy Nest ist, dass die Kamera im Inneren akkubetrieben ist und über eine lange Kabelfernbedienung zum manuellen Laden wie auch über ein Solarpanel verfügt. Hierdurch kannst du dieses flexibel positionieren und musst nicht auf die Stromversorgung achten.

Des Weiteren haben wir KI-Features, die automatisch Vögel und Entwicklungsstadien erkennen.

Ich habe mir diesen Nistkasten im Winter 2025 gekauft und aufgehängt. Natürlich noch zu früh für echte Vogelbeobachtungen, werfen wir aber dennoch einen Blick auf das Birdfy Nest und wie gut das Konzept umgesetzt ist.

 

Das Birdfy Nest im Test

Das Birdfy Nest besteht im Kern aus drei Komponenten. So haben wir hier zunächst einen Nistkasten aus Holz, welcher allerdings auf der Oberseite metallverkleidet ist.

Das Metall soll hier als Regenschutz dienen, was durchaus Sinn macht. Auf der Oberseite ist dabei ein Haken zum Aufhängen.

Auf der Front finden wir den Eingang (Durchmesser 38-40 mm) und an der Seite eine Klappe, welche wir öffnen können, um den Nistkasten zu reinigen. Im Nistkasten ist ein „doppelter“ Boden, ein Wasserablaufloch und an der Seite ein kleines Fenster, welches mit Plexiglas verschlossen ist.

Ich vermute, Letzteres ist einfach, um etwas mehr Licht in den Nistkasten zu lassen, was der Kamera hilft.

Wo wir bei der Kamera sind, diese ist auf den ersten Blick eine einfache Akku-Überwachungskamera, welche mithilfe einer Halterung im Deckel montiert wird. Allerdings hat sie ein paar Besonderheiten.

So ist die WLAN-Antenne extra groß und extern und viel wichtiger, wir haben eine Kabelfernbedienung! Es handelt sich hierbei um eine „Verlängerung“ mit USB-C-Port, Status-LEDs und Tasten zum Zurücksetzen, Ein-/Ausschalten usw.

Warum ist das wichtig? Was ist, wenn der Akku der Kamera trotz Solarpanel leer wird, aufgrund von anhaltend schlechtem Wetter? Oder die Kamera hängt sich auf? Du kannst ja, während die Vögel brüten, nicht einfach ins Vogelhaus, um die Kamera zu laden oder zurückzusetzen. Und ja, mir ist das schon bei einer Kamera eines anderen Herstellers passiert, diese hatte die WLAN-Verbindung verloren und musste manuell an der Kamera zurückgesetzt werden.

Daher halte ich die „Kabelfernbedienung“ für sehr sinnvoll!

Neben der Kamera haben wir noch ein kleines Solarpanel mit entsprechender Halterung.

 

Die Aufhängung

Spannenderweise ist das Birdfy Nest gemacht, frei an z. B. einem Ast aufgehängt zu werden. Es gibt lediglich auf der Oberseite einen Haken.

Dies finde ich etwas unpraktisch und habe den Nistkasten mithilfe eines Winkels an einer Wand montiert.

 

Die App von Birdfy

Birdfy hat bei seinen Produkten nicht einfach nur eine normale 0815-Überwachungskamera in Vogelhäusern usw. verbaut, sondern nutzt eine App, die speziell auf die „Vogelüberwachung“ zugeschnitten ist.

Dies fällt hier besonders auf! Denn die Kamera hat eine ganz andere Art aufzuzeichnen.

Anstelle dass die Kamera dir einfach Bewegungen anzeigt und aufnimmt, haben wir ein „Story“-Feature.

So soll eine KI die diversen Stadien beim Brüten überwachen und dir entsprechend Clips raussuchen, aufzeichnen und speichern.

  • Vorspiel
  • Nestbau
  • Grübeln
  • Nestling
  • Ästling
  • Ende

Leider kann ich noch nicht beurteilen, wie gut dies funktioniert. Grundsätzlich ist die Birdfy-KI sehr gut, zumindest bei anderen Produkten. Hier funktioniert die Vogelerkennung sehr stark.

Ob dies jetzt bei Birdfy Nest auch der Fall ist, kann ich bisher noch nicht sagen.

Neben den Aufzeichnungen haben wir allerdings auch eine reguläre Live-Ansicht, die du jederzeit starten kannst.

Hier kannst du auch manuell Aufnahmen erstellen.

 

Akkulaufzeit?

Leider ist die Akkulaufzeit auch ein Punkt, den ich derzeit nicht so recht beurteilen kann. Akku-Überwachungskameras filmen in der Regel nur, wenn sie eine Bewegung erkennen. Müssen diese dauerhaft filmen, zieht dies den Akku selbst von den besten Modellen in wenigen Tagen komplett leer!

In einem Vogelnest ist aber unter Umständen konstant Bewegung. Das würde bei einer normalen Akku-Kamera diese in 1-5 Tagen leeren.

Vermutlich ist dies daher auch der Grund, dass wir dieses KI-Aufnahme-Feature haben, dass nicht alles konstant aufgenommen wird.

Entsprechend ist natürlich das Solarpanel sehr wichtig und gerade im Frühjahr und Sommer sollte dieses gut „gegenladen“ können. Zudem haben wir das Verlängerungskabel/Kabelfernbedienung, welches dir das Nachladen der Kamera via Powerbank usw. erlauben würde.

Derzeit braucht die Kamera im Winter praktisch keinen Strom im Standby und wird komplett vom Solarpanel getragen.

Allerdings wie es jetzt im Frühling beim Nisten aussieht, kann ich (noch) nicht sagen.

 

Die Bildqualität

Ein Punkt, wo mich das Birdfy Nest massiv überrascht hat, war bei der Bildqualität. Grundsätzlich haben wir hier eine Full-HD-Kamera, was an sich nichts „Besonderes“ ist.

Aber in der Praxis liefert die Kamera ein perfekt fokussiertes und sehr klares Bild. Dies sowohl bei Tag wie auch bei Nacht.

Bei Nacht hast du die Wahl, ob du einfach ein schwarz-weißes IR-Bild oder den integrierten Scheinwerfer für farbige Nachtsicht nutzen willst.

Generell ist die Bildqualität tadellos und der Fokus genau auf die Distanz im Nistkasten eingestellt.

 

Update – Anfang 2026

Anfang 2026 gab es Aktivität in meinem Nistkasten! Es haben erste Nestbau-Versuche gestartet.

Noch ist das „Nest“ sehr klein. Aber die KI hat korrekt erkannt das der Nestbau gestartet ist.

 

Fazit

Derzeit kann ich zum Birdfy Nest noch kein vollständiges Fazit ziehen. Dies werde ich erst können, wenn in diesem bei mir auch Vögel eingezogen sind.

Erst dann wird sich zeigen, wie gut das KI-Story-Feature und die Akkulaufzeit ist.

Allerdings sehe ich sehr viele positive Tendenzen. So ist der Nistkasten gut und durchdacht gebaut. Selbiges gilt auch für die Überwachungskamera im Inneren, welche vor allem dank der Kabelfernbedienung von außen aufladbar ist, sollte mal das Solarpanel nicht ausreichen.

Auch die App ist speziell auf die Vogelbeobachtung zugeschnitten und die Kamera liefert eine top Bildqualität.

Soweit kann ich also das Birdfy Nest empfehlen, aber es wird voraussichtlich 2026 ein Update geben, sofern bei mir Vögel eingezogen sind.

WattCycle 12V 100Ah LiFePO4 Test – 103% Kapazität und Bluetooth-BMS für 250€

WattCycle bietet einen neuen LiFePO4-Akku im DIN-H8-Standardformat an. Bei diesem handelt es sich um einen 100 Ah großen Akku mit 100 A Ausgangsleistung und integriertem Bluetooth.

Dies zum Zeitpunkt des Tests zu einem Preis von rund 250 €. Für solch einen Akku mit Bluetooth-BMS ein augenscheinlich fairer Preis!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Was kann das Bluetooth-BMS und wie hoch ist die Kapazität wirklich? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an WattCycle für das Zurverfügungstellen des Akkus für diesen Test!

 

Die WattCycle 12V 100Ah Untersitz LiFePO4 Batterie mit Bluetooth im Test

Ein wichtiger Punkt bei diesem Akku ist der Formfaktor. Es handelt sich hierbei um eine „Untersitz-Batterie“ im DIN-H8-Format.

So misst diese 354 x 176 x 187 mm und soll laut Hersteller z. B. perfekt für den Fiat Ducato, Citroen Jumper, Peugeot Boxer usw. passen. Dies kann ich leider nicht praktisch testen.

In der Regel sind LiFePO4-Batterien weniger oder gar nicht als Starterbatterien geeignet, sondern als Versorgungsbatterien, die auch nach vielen Zyklen noch stabil ihre Kapazität halten. Ein Punkt, wo Blei-Gel z. B. furchtbar ist. Daher würde ich nicht empfehlen, die WattCycle 12V 100Ah Batterie als Ersatz für die normale Starterbatterie zu nutzen, sondern nur in Fahrzeugen/Systemen, wo es zwei Batterien gibt: eine zum Starten und eine für die Versorgung der Geräte an Bord. Für letzteren Zweck ist die WattCycle ideal!

Dabei wirkt das Gehäuse gut und stabil gebaut. Für einen einfacheren Transport haben wir einen ausklappbaren Griff auf der Oberseite.

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir zwei „Kontaktpole“ mit M8-Gewinde auf der Oberseite. Ansonsten gibt es keine Anzeigen, Tasten oder Ähnliches.

 

Warum ein LiFePO4-Akku?

Ein LiFePO4-Akku (Lithium-Eisenphosphat) bietet gegenüber klassischen Blei-Gel-Akkus sowie herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus zahlreiche Vorteile, insbesondere in puncto Lebensdauer, Sicherheit und Komfort.

Hohe Sicherheit und Robustheit

LiFePO4-Zellen gelten als besonders stabil und widerstandsfähig. Im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus sind sie deutlich weniger anfällig für ein sogenanntes thermisches Durchgehen. Selbst im äußerst seltenen Fall eines vollständigen Versagens des Battery-Management-Systems (BMS) kann es zwar zu Rauch- oder Dampfentwicklung kommen, ein offenes Feuer ist jedoch deutlich unwahrscheinlicher als bei klassischen Lithium-Ionen-Technologien.

Zudem reagieren LiFePO4-Akkus weniger empfindlich auf Schwankungen der Ladespannung. Das integrierte BMS, bei diesem Akkutyp standardmäßig verbaut, übernimmt dabei wichtige Schutzfunktionen wie:

Unterspannungsschutz
Überspannungsschutz
Kurzschlussschutz
Überlastschutz
Temperaturüberwachung

Dadurch wird sowohl die Sicherheit als auch die Lebensdauer des Akkus erheblich verbessert.

Überragende Lebensdauer

Der größte Vorteil von LiFePO4-Akkus liegt eindeutig in ihrer enormen Zyklenfestigkeit. Während Blei-Gel-Akkus bei tiefer Entladung häufig bereits nach weniger als 100 Zyklen deutlich an Kapazität verlieren, erreichen herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus typischerweise zwischen 300 und 1000 Zyklen.

LiFePO4-Akkus hingegen können problemlos über 3000 Ladezyklen absolvieren. Laut WattCycle soll der Akku sogar 5000–15.000 Zyklen erreichen, je nach Entladetiefe.

Diese Angaben sind beeindruckend. Tendenziell würde ich sagen, dass diese etwas hoch angesetzt sind, aber 3000+ tiefe Zyklen sind für einen LiFePO4-Akku problemlos zu erreichen!

Einfache Handhabung

Das Laden und Entladen gestaltet sich unkompliziert. Dank des integrierten BMS haben wir bereits einen Schutz vor Überspannung, Kurzschlüssen usw.

Mögliche Nachteile

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch einige Punkte zu beachten:

Im Vergleich zu Blei-Gel-Akkus sind LiFePO4-Akkus zwar kompakter und leichter, bei gleicher Kapazität sind sie jedoch größer und schwerer als klassische Lithium-Ionen-Akkus.

Ein wichtiger technischer Aspekt ist zudem die Temperaturgrenze beim Laden:

LiFePO4-Akkus dürfen grundsätzlich nicht bei Temperaturen unter 0 °C geladen werden, da dies zu dauerhaften Zellschäden führen kann. Viele Modelle besitzen hierfür keinen automatischen Schutz. Oftmals ist nur ein Übertemperaturschutz vorhanden.

Bei der WattCycle 12V 100Ah Untersitz LiFePO4 Batterie sollte ein Untertemperaturschutz vorhanden sein.

 

Mit Bluetooth-BMS!

Ein sehr wichtiger Punkt bei diesem Akku ist das Bluetooth-BMS. LiFePO4-Akkus haben einen sehr flachen Spannungsverlauf, daher ist es für externe Geräte sehr schwer, anhand der Spannung den Ladestand zu erkennen.

So ist es bei LiFePO4-Akkus kaum möglich, anhand der Spannung an den Kontakten zu unterscheiden, ob ein Akku zu 80 % oder 40 % gefüllt ist.

Hier kommt nun das Bluetooth-BMS ins Spiel. Dieses kann dir zuverlässig Auskunft unter anderem über den aktuellen Ladestand geben. Hierfür benötigst du die entsprechende App, bei WattCycle ist es die WattCycle-App, wer hätte es gedacht.

Was kann die WattCycle-App alles?

  • Aktuellen Ladestand in % anzeigen
  • Verbleibende Ladedauer / Entladedauer anzeigen
  • Eingangsleistung / Ausgangsleistung in Watt anzeigen
  • Eingangsstrom / Ausgangsstrom in Ampere anzeigen
  • Aktuelle Spannung des Akkus anzeigen
  • Aktuelle Spannung der einzelnen Zellen anzeigen
  • Temperatur anzeigen

Neben diesen Informationen kannst du auch das Laden oder Entladen des Akkus deaktivieren. Ebenso ist es möglich, die Bluetooth-Verbindung an einen Account zu binden, damit sich nicht jeder mit diesem verbinden kann.

Grundsätzlich ist ein Bluetooth-BMS IMMER ein großer Mehrwert! So auch hier. Lediglich eine Zyklenanzahl konnte ich in der App nicht entdecken.

 

Wie hoch ist die echte Kapazität?

Laut WattCycle haben wir eine Kapazität von 100 Ah. Folgende Werte konnte ich messen:

Ah Wh %
10A 102.259 1304.13 102%
20A 102.373 1286.45 102%
30A 103.573 1309.78 104%
Im Schnitt 102.735 1300.12 103%

 

Im Test schwankte die Kapazität zwischen 102,259 Ah bzw. 1304 Wh und 103,78 Ah bzw. 1310 Wh.

Das ist eine Spanne von 102 % bis 104 %. Im Schnitt konnte ich 102,735 Ah messen.

Dies ist verglichen mit anderen LiFePO4 ein gutes durchschnittliches Abschneiden, für einen Akku im Neuzustand.

 

Spannungsverlauf

LiFePO4-Akkus haben traditionell einen sehr flachen Spannungsverlauf. Dies gilt natürlich auch für unseren WattCycle-Akku. Allerdings gab es hier eine kleine Überraschung.

So bot der Akku im Test eine etwas niedrigere Spannung, als ich es von den meisten LiFePO4-Akkus kenne. Die maximale Spannung lag bei 13,07 V, was vergleichsweise wenig ist.

99 % der Kapazität der WattCycle 12V 100Ah Untersitz LiFePO4 Batterie spielt sich im Spannungsbereich 12,9 V bis 12,2 V ab.

Vergleichen wir das mit dem WattCycle 100 Ah Mini LiFePO4-Akku.

Hier können wir sehen, dass die Spannung ca. 0,2 V im Schnitt höher liegt. Spielt dies in der Praxis eine Rolle? Nein, die Spannung ist damit mehr auf dem Niveau eines herkömmlichen Blei-Gel-Akkus.

Lediglich wenn du diesen Akku mit anderen LiFePO4-Akkus parallel schalten willst, ist dieser Fakt zu bedenken. Die WattCycle 12V 100Ah Untersitz LiFePO4 Batterie solltest du wenn, nur mit genau dem gleichen Modell „verschalten“.

 

Fazit

Mit der WattCycle 12V 100Ah Untersitz LiFePO4 Batterie mit Bluetooth bekommst du einen sehr soliden LiFePO4-Akku im praktischen DIN-H8-Format, der vor allem für Camper, Wohnmobile und Versorgungsbatterie-Setups eine starke Option ist. Die gemessene Kapazität liegt sogar leicht über der Herstellerangabe, das BMS arbeitet zuverlässig und das integrierte Bluetooth ist im Alltag ein echter Mehrwert. Gerade bei LiFePO4 mit ihrem flachen Spannungsverlauf willst du die Prozentanzeige in der App nicht mehr missen.

Das Gehäuse wirkt stabil, der Formfaktor ist praxisnah gewählt und auch preislich ist das Gesamtpaket mit rund 250 € absolut fair, insbesondere mit Bluetooth-BMS. Kleinere Besonderheiten wie die etwas niedrigere typische Spannung spielen im normalen Betrieb keine Rolle, sollten aber bei Parallelschaltung beachtet werden.

Unterm Strich bekommst du hier viel Akku fürs Geld. Wenn du eine langlebige, sichere und gut überwachte Versorgungsbatterie suchst, kannst du bei der WattCycle 100Ah bedenkenlos zugreifen.

Test/Erfahrungsbericht: BIGTREETECH Panda Bauplatte CryoGrip Pro Frostbite

BIGTREETECH bietet einige Zubehör-Produkte für 3D-Drucker an, unter anderem auch für Bambu Lab Modelle, wie ich sie habe.
So war ich auf der Suche nach einer neuen Druckplatte für meinen H2S. Natürlich bietet Bambu Lab hier auch einige verschiedene Modelle an, aber das wäre ja langweilig.

Kurzum: Ich habe mir bei AliExpress die BIGTREETECH CryoGrip Pro Frostbite Bauplatte bestellt.
Diese soll durch eine extreme Haftung von PLA und PETG punkten, auch schon bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen. Dabei soll aber auch das Ablösen der Druckprojekte problemlos sein, sobald die Platte sich abkühlt.

Allerdings kann BIGTREETECH hier viel versprechen! Wie sieht es in der Praxis aus? Wie schlägt sich die CryoGrip Pro Frostbite verglichen mit der Bambu Lab eigenen „Standard“-Druckplatte, welche bereits sehr gut ist? Finden wir dies im Test heraus!

 

Glacier oder Frostbite

BIGTREETECH bietet seine Druckplatten in zwei Versionen an: Glacier oder Frostbite.

Frostbite Glacier 
PLA, PETG, ABS PLA, PETG, ABS, PA und viele weitere Materialien
PLA Drucktemperatur 30 – 50 Grad 45 – 55 Grad
PETG Drucktemperatur 50 – 70 Grad 60 – 75 Grad
Oberfläche leicht grobe Textur glatt

 

Druckst du nur PLA, PETG oder ABS, dann ist in der Regel die Frostbite-Version die bessere Wahl. Diese bietet eine bessere Haftung bei niedrigeren Temperaturen.
Die Glacier wiederum unterstützt laut Hersteller mehr Materialien, hat aber dafür eine leicht schlechtere Haftung.

Ich habe mir die Frostbite gekauft, entsprechend kann ich auch nur zu dieser etwas sagen.

 

Der erste Eindruck

Sicherlich das Auffälligste an der BIGTREETECH CryoGrip Pro Frostbite ist die Farbe. So ist die Druckplatte in einem hellen Blau gefärbt. Diese sticht also schon ein gutes Stück hervor.

Rein qualitativ habe ich dabei nichts zu bemängeln. Die Druckplatte hat eine gleichmäßige und bei mir auch kratzerfreie Oberfläche. Trotz der Lieferung aus China war diese auch komplett glatt und nicht verbogen.

Die Passform für meinen Bambu Lab H2S ist perfekt. Die Druckplatte passt wie das Original und auch die magnetische Haftung passt.

 

Relativ glatte Oberfläche

Der Hersteller schreibt zwar, dass die Frostbite eine raue Oberfläche hätte, das ist allerdings relativ.

Die Oberfläche der Frostbite ist zwar nicht perfekt glatt, aber signifikant glatter als die originale PEI-Plate. Entsprechend werden auch Oberflächen auf der Platte ziemlich glatt und haben nicht diese „PEI“-Textur.

 

H2S meckert

Der Bambu Lab H2S bringt eine automatische Erkennung für die Druckplatte mit. Diese funktioniert allerdings bei der BIGTREETECH CryoGrip Pro Frostbite nicht!

Zu Beginn meckert der Drucker immer über die Druckplatte. Dieser Fehler muss einmal übersprungen werden, dann läuft alles wie gewohnt.

Beim Bambu Lab A1 gibt es solch eine Erkennung nicht und die Platte „läuft wie ein Original“.

 

Haftung tadellos!

Kommen wir zum wichtigsten Punkt: Wie druckt es sich auf der CryoGrip Pro Frostbite? Sehr gut ist die Antwort!

Ich habe diese mit PLA und PETG verschiedener Hersteller genutzt und getestet, und die Haftung war tadellos – mit den Standard-Einstellungen.

Noch viel wichtiger: Das Ablösen der Drucke funktioniert trotz der guten Haftung besser als bei der originalen Bambu Lab PEI-Platte!

Ebenso hatte ich bei der CryoGrip Pro Frostbite weniger mit Rückständen oder „Flecken“ auf der Unterseite von Drucken zu kämpfen.

Ich hatte bisher keinen einzigen Fehldruck oder das Problem, dass Objekte an der Platte „festgebacken“ sind.

Solltest du dich fragen, ob die Platte vielleicht abfärbt: Dahingehend ist mir nichts aufgefallen, auch nicht bei weißem Filament. Ganz im Gegenteil: Rückstände waren hier weniger ein Problem als bei PEI.

 

Temperaturen

Ein Pluspunkt der CryoGrip Pro Frostbite ist die niedrigere benötigte Temperatur der Druckplatte. Niedrigere Temperatur = weniger Stromverbrauch, was immer begrüßenswert ist.

  • PLA – 30–50 Grad
  • PETG – 50–70 Grad

Natürlich hängt die Temperatur auch von dem jeweiligen Filament ab. Manches Filament haftet besser als anderes.

In der Regel habe ich bei meinem H2S einfach die „Bambu Cool Plate SuperTack Pro“ als Druckplatte gewählt. Hier geht dieser auf 40 Grad bei PLA bzw. 60 oder 70 Grad bei PETG.

Und das sind in der Regel auch die Werte, die ich empfehlen würde: 40 Grad bei PLA und 60 bei PETG.

Bei z. B. 30 Grad war die Haftung nicht ausreichend! Hier können sich Objekte lösen. 35 Grad gingen bei mir in der Regel, aber 40 war der Punkt, wo ich mit keinem meiner Filamente Probleme hatte.

Bei PETG habe ich gute Erfahrungen mit 60 Grad gemacht. Vielleicht wäre es möglich, hier auch noch 5 Grad runterzugehen, aber bei 60 Grad hatte ich 0 Fehldrucke.

Entsprechend kannst du hier mit etwas niedrigeren Temperaturen arbeiten als bei einer PEI-Platte.

 

Fazit

Ich bin mit der BIGTREETECH Panda Bauplatte CryoGrip Pro Frostbite sehr zufrieden. Die Druckplatte überzeugt vor allem durch ihre zuverlässige Haftung bei PLA und PETG, die bereits bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen funktioniert, und gleichzeitig durch das deutlich einfachere Ablösen der Drucke nach dem Abkühlen. Genau diese Kombination macht sie im Alltag sogar komfortabler als die ohnehin schon gute originale Bambu Lab PEI-Platte.

Auch die Verarbeitungsqualität, Passform und die generell saubere Druckoberfläche sind sehr gelungen. Dazu kommen weniger Rückstände auf den Drucken und die Möglichkeit, mit geringeren Druckbetttemperaturen zu arbeiten. Kleine Einschränkungen gibt es bei der automatischen Plattenerkennung beim H2S sowie bei der etwas anderen Oberflächenstruktur, welche halt anders ist als PEI.

Unterm Strich liefert BIGTREETECH hier aber eine sehr überzeugende Bauplatte, die im Alltag zuverlässig funktioniert und in mehreren Punkten sogar Vorteile gegenüber der originalen Bambu Lab PEI-Platte bietet. Wenn du eine Alternative suchst oder Wert auf starke Haftung bei niedrigen Temperaturen legst, ist die CryoGrip Pro Frostbite aus meiner Sicht die bessere Wahl verglichen mit der originalen PEI-Platte. Am ehesten vergleichbar ist vermutlich die Bambu Cool Plate SuperTack Pro, welche aber nochmals ein Stück teurer ist.

USB PD 3.2 + 140 W + 27.000 mAh, die All-in 1 Powerbank 27000 PD 240W von Sandberg im Test

Mit der „All-in 1 Powerbank 27000 PD 240W“ bietet SandBerg eine neue und sehr interessante Powerbank an, welche es mit den großen Flaggschiff-Modellen aufnehmen soll.

So bietet diese, wie der Name schon vermuten lässt, eine Kapazität von 27.000 mAh und eine Ausgangsleistung von bis zu 240 W, unter anderem mit einem 100-W- und 140-W-Port. Das sind schon sehr beeindruckende Werte!

Auf dem Papier ist die SandBerg All-in 1 Powerbank 27000 PD 240W damit eines der leistungsstärksten Modelle auf dem Markt.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Powerbank überzeugen und mit den großen Flaggschiff-Modellen von Anker, UGREEN und Co. mithalten? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an SandBerg für das Zurverfügungstellen der Powerbank für diesen Test.

 

Die SandBerg All-in 1 Powerbank 27000 PD 240W im Test

SandBerg setzt bei seiner All-in 1 Powerbank auf das derzeit so beliebte „Säulen“-Design.

Diese misst 161 × 56 × 49 mm und bringt 619 g auf die Waage.

Damit ist die Powerbank zwar sicherlich kein „Mini-Modell“, aber für eine Powerbank mit 140-W-Port und 27.000 mAh sogar tendenziell ein kleineres und leichteres Modell, verglichen mit der Konkurrenz.

Optisch ist die SandBerg All-in 1 Powerbank 27000 PD 240W schick und schlicht gehalten. Diese macht durchaus einen hochwertigen und sehr stabilen Eindruck.

 

Display der SandBerg All-in 1 Powerbank 27000 PD 240W

Erfreulicherweise besitzt die SandBerg All-in 1 Powerbank ein kleines Display. Dieses zeigt dir folgende Informationen an:

  • Akkustand in %
  • Verbleibende Lade-/Entladezeit
  • Leistung in Watt
  • Temperatur
  • Zyklen
  • Ausgangsleistung total in Wh
  • Eingangsleistung total in Wh

Zwar ist das Display vergleichsweise klein, aber der Informationsgehalt ist gut! Das Display ist ganz klar ein Pluspunkt bei der Powerbank.

 

Integriertes Ladekabel

Am oberen Rand ist ein kurzes, textilummanteltes USB-C-Kabel integriert. Grundsätzlich halte ich solch ein Kabel für praktisch!

Zudem dient dieses hier auch als eine Art Trageschlaufe.

 

Anschlüsse der SandBerg All-in 1 Powerbank

Die SandBerg All-in 1 Powerbank verfügt neben dem USB-C-Kabel auch noch über einen USB-C- und einen USB-A-Port.

  • USB-C-Kabel – 140 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB-C-Port – 100 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-A-Port – 18 W Quick Charge, 22,5 W Super Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A, 10V/2,25A

Interessanterweise verfügt das integrierte USB-C-Kabel über 140 W und der USB-C-Port nur über 100 W maximale Leistung.

Beides sind sehr beachtliche Werte, ich hätte aber eher erwartet, dass der Port, welcher etwas flexibler ist, 140 W bietet und das Kabel 100 W.

Wie auch immer, beides sind sehr beachtliche Werte! 140 W sind sogar für große Notebooks eine Top-Leistung. Selbst 100 W sind für die meisten Notebooks mehr als ausreichend!

Beide Ports eignen sich natürlich auch für Smartphones und Tablets. Mehr Leistung schadet nie.

Theoretisch lassen sich auch beide Anschlüsse gleichzeitig voll nutzen, womit wir dann auf die beworbene Leistung von 240 W kommen.

Hinzu kommt der USB-A-Port, welcher primär als „Fallback“ für ältere Geräte gedacht und gemacht ist.

 

PPS Support

Natürlich unterstützen beide USB-C-Anschlüsse den PPS-Standard.

  • USB-C-Kabel – 5 bis 21 V bei bis zu 5 A
  • USB-C-Port – 3,3 bis 21 V bei bis zu 5 A

Beide Anschlüsse bieten eine perfekte PPS-Range! Entsprechend ist die Powerbank perfekt für beispielsweise die diversen Samsung- und Google-Pixel-Modelle gerüstet.

Mehr Infos zu PPS → https://techtest.org/was-ist-pps-und-avs-usb-power-delivery-ladegeraete-mit-pps-uebersicht-und-info/

 

AVS und USB PD 3.2

Erstaunlicherweise unterstützt zwar der primäre 140-W-Port nicht den AVS-Standard, aber der sekundäre 100-W-Port.

  • USB-C-Port – 9–20 V bei bis zu 5 A

Das ist die AVS-Range, welche mit dem USB-PD-3.2-Standard eingeführt wurde. Derzeit (Anfang 2026) gibt es noch keine Geräte, die AVS unterstützen, aber es deutet sich an, dass Apple eventuell in Zukunft AVS nutzen will.

AVS wird derzeit nur von extrem wenigen Ladegeräten oder Powerbanks unterstützt → https://techtest.org/welche-powerbanks-und-ladegeraete-unterstuetzen-avs/

Daher ist es ein großer Pluspunkt, dass die SandBerg Powerbank AVS immerhin in der SPR unterstützt.

 

Konstant 140 W?

Leider tun sich sehr viele 140-W-Powerbanks sehr schwer damit, konstant auch wirklich 140 W zu liefern.

Konstant 140W?
Edge X100 Ja
INIU Power Bank 27000mAh 140W Ja
Anker 737 (PowerCore 24K) Ja
CUKTECH 15 Ultra Ja
Anker Prime 26K 300W Ja
Voltcraft VC-C909 Nein (95%)
Xtorm Powerbank Titan Ultra 140W Nein (90%)
Strong S-19 Nein (90%)
Anker A1340 Prime 27.650mAh 250W Nein (75%)
4smarts Lucid Maxx 60000mAh Nein (70%)
Power Pack „High Power“ 150 von Hama Nein (70%)
AMEGAT Powerbank 140W 27600mAh Nein (60%)
UGREEN PB552 25000 mAh 165W Nein (50%)
SandBerg All-in 1 Powerbank 27000 PD 240W Nein (50%)
CUKTECH 20 Nein

 

Genau genommen können die meisten 140-W-Powerbanks NICHT konstant 140 W bereitstellen.

Leider fügt sich auch die SandBerg All-in 1 Powerbank 27000 PD 240W dieser Liste hinzu. Auch diese kann nicht konstant 140 W bereitstellen.

Bei einer Restladung von ± 50 % drosselte diese sich bei mir auf 100 W herunter. Schade, aber immerhin ist diese Drosselung vergleichsweise leicht. 100 W sind für die meisten Notebooks weiterhin ausreichend.

 

Kapazität

Laut Hersteller bietet die Powerbank eine Kapazität von 27.000 mAh. Dies ist aber nur die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Die effektiv nutzbare Kapazität fällt wie bei fast allen Powerbanks niedriger aus.

Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh mAh @3,7V %
9V/1A 86.243 9357 23309 86%
9V/3A 90.903 9819 24568 91%
20V/1A 90.856 4499 24556 91%
20V/5A 88.775 4370 23993 89%
28V/3A 87.242 3053 23579 87%
Im Schnitt 88.804 24001 89%

 

Erfreulicherweise bietet die SandBerg All-in 1 Powerbank 27000 PD 240W auch in der Praxis eine sehr gute echte Kapazität.

Diese schwankte bei mir zwischen 23.309 mAh im schlechtesten Fall und 24.568 mAh im besten Fall. Das ist eine Spanne von 86 % bis 91 %.

Das ist ein deutlich überdurchschnittlich gutes Abschneiden! Mehr dazu hier → https://techtest.org/warum-haben-powerbanks-weniger-kapazitaet-als-draufsteht/

 

Ladedauer

Die SandBerg All-in 1 Powerbank 27000 PD 240W kann über das integrierte USB-C-Kabel mit bis zu 140 W laden.

In meinem Test dauerte eine Ladung 1:47 h. 1:47 h ist sicherlich absolut betrachtet nicht langsam, aber für eine High-End-Powerbank auch nicht besonders schnell.

Dies sehen wir auch klar im direkten Vergleich. Dies liegt daran, dass die Powerbank nicht übermäßig lange 140 W halten kann.

 

Fazit

Die SandBerg All-in 1 Powerbank 27000 PD 240W ist auf dem Papier ein echtes Kraftpaket und in der Praxis größtenteils auch. Du bekommst hier 27.000 mAh, bis zu 240 W Gesamtleistung, einen 140-W-Port, einen 100-W-Port, perfekten PPS-Support, ein integriertes Kabel, ein Display mit vielen Infos und sogar AVS-Support am 100-W-Port. Das ist technisch absolut auf Flaggschiff-Niveau.

Besonders positiv fallen die sehr gute echte Kapazität (86–91 % sind stark!) und die umfangreiche PPS-Unterstützung auf. Auch das Display ist ein klarer Mehrwert und macht die Powerbank deutlich „transparenter“ als viele Konkurrenzmodelle. Verarbeitung und Design passen ebenfalls.

Ganz perfekt ist das Bild aber nicht: Die 140 W stehen, wie bei vielen anderen Modellen, nicht dauerhaft zur Verfügung. Ab rund 50 % Restladung wird auf 100 W gedrosselt. Das ist für die meisten Notebooks weiterhin absolut ausreichend, kratzt aber am Flaggschiff-Anspruch. Auch die Ladezeit ist solide, aber nicht überragend schnell.

Unterm Strich bekommst du mit der SandBerg All-in 1 Powerbank ein sehr stark ausgestattetes High-End-Modell mit überdurchschnittlicher Kapazität und moderner Technik. Sie kann mit UGREEN, BASEUS und Co. definitiv mithalten, auch wenn sie bei der Dauerleistung und Ladegeschwindigkeit nicht ganz die absolute Spitze markiert.