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JBL Soundgear Clips im Test: Clip-Ohrhörer mit hervorragendem Tragekomfort

Derzeit sind Ohrhörer im sogenannten Clip-Format sehr populär! Clip-Format? Im Gegensatz zu herkömmlichen Ohrhörern oder In-Ears werden Clip-Ohrhörer nicht in dein Ohr gesteckt, sondern an der Ohrmuschel befestigt.

Hierdurch fühlen diese sich ein gutes Stück lockerer und luftiger an, ideal, wenn du mit diesen das Haus verlässt und etwas von deiner Umgebung mitbekommen möchtest.

Auch JBL bietet Ohrhörer in diesem Format an, die JBL Soundgear Clips.

Diese sollen vor allem durch einen sehr guten Tragekomfort und einen fairen Preis punkten. Dabei soll aber auch der Klang stimmen!

Wollen wir uns die JBL Soundgear Clips im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an JBL für das Zur-Verfügung-Stellen der Soundgear Clips für diesen Test.

 

Die JBL Soundgear Clips im Test

Die Soundgear Clips setzen im Generellen auf ein etwas auffälligeres Design. So nutzt JBL hier ein teils durchsichtiges Gehäuse, dies sowohl bei den Ohrhörern selbst als auch bei der Ladebox.

Dabei bietet JBL auch einige verschiedene Farben bzw. Tönungen des transparenten Kunststoffes an. Zur Auswahl stehen Schwarz, Schwarz/Weiß, Blau, Lila und Kupfer.

Mit 72 x 45 x 28 mm ist die Ladebox mittelgroß. Die Haptik und Verarbeitungsqualität ist in Ordnung, aber auch nicht absolut herausragend. Der Kunststoff und die ganze Konstruktion sind schon etwas auf Preis/Leistung getrimmt.

Die Akkulaufzeit wird dabei von JBL mit +/- 8 Stunden angegeben (praktisch eher 6+) und die Ladebox kann die Ohrhörer rund 3x komplett laden, ehe diese dann selbst via USB-C geladen werden muss.

 

Tragekomfort

Der Tragekomfort aller Clip-Ohrhörer, die ich bislang in den Fingern hatte, war mindestens gut, wenn nicht sogar sehr gut! Das ist ein großer Pluspunkt der Clip-Ohrhörer!

Und dieser Pluspunkt gilt auch für die JBL Soundgear Clips! Der Tragekomfort ist hervorragend. Die Ohrhörer sitzen angenehm locker an den Ohren und sind nur minimal zu spüren.

JBL wirbt mit „Tragekomfort für den ganzen Tag“ und dem kann ich zustimmen! Du kannst mit den Ohrhörern den ganzen Tag rumrennen und irgendwann vergisst du sie einfach.

Unterm Strich würde ich den Tragekomfort mit einer 1- bewerten.

 

JBL App

Natürlich bringen die Soundgear Clips auch einen Support für die optionale App mit. Die JBL App erlaubt dir eine Anpassung der Ohrhörer an deine Wünsche.

So kannst du hier einen EQ aktivieren, aber auch in einen Low-Latency-Modus schalten, die Touch-Tasten anders belegen usw.

Ich halte die JBL App für einen klaren Mehrwert!

 

Eine andere Art Klang

Wichtig: Clip-Ohrhörer bieten im Allgemeinen NICHT den besten Klang! Reguläre In-Ear-Ohrhörer, die mit Silikon-Stöpseln deine Ohren versiegeln, können einfach einen deutlich direkteren und druckvolleren Klang liefern.

Ich vergleiche solche Clip-Ohrhörer eher mit zwei kleinen Bluetooth-Lautsprechern, die an deinem Kopf kleben.

Du bekommst deine Umgebung voll mit, du kannst also problemlos mit jemandem sprechen und leise Musik hören. Auch im Verkehr oder in der Öffentlichkeit kannst du deutlich aufmerksamer sein.

Dabei wird der Schall „locker“ in deine Ohren projiziert. Das Ganze fühlt sich erfreulich natürlich an.

Beispielsweise beim Spazieren mit meinen Hunden kann ich Musik hören, die Vögel zwitschern hören und bekomme meine Umgebung weiter sauber mit. Das ist schon etwas Schönes!

Aber erneut, suchst du den maximalen Klang und druckvollsten Bass, dann sind reguläre In-Ears klar überlegen.

 

Klang der JBL Soundgear Clips

Kommen wir nun zum Klang der JBL Soundgear Clips. Behalten wir dabei alle charakteristischen Unterschiede zu normalen In-Ears im Hinterkopf.

Zunächst bieten die Soundgear Clips saubere Höhen. Diese sind klar, luftig und natürlich. Hier gibt es absolut nichts zu bemängeln. So sind die Höhen auch nicht zu scharf oder zu spitz, sondern runden gut ab.

Auch die Mitten sind solide. Stimmen und Gesang werden ausgesprochen natürlich und „echt“ wiedergegeben. Dies ist oftmals eine Stärke dieser Art von Ohrhörern. So sind diese für Hörbücher und Podcasts wunderbar geeignet.

Pluspunkte gibt es für die hervorragende Auflösung in den Mitten.

Etwas schwieriger wird es bei den Tiefen. Generell haben die Soundgear Clips eher einen schwächeren Bass. Das ist schon allgemein nicht die Stärke dieser Bauform und das merken wir hier sehr deutlich.

Musik klingt zwar „richtig“, es ist nicht so, dass die Soundgear Clips dünn klingen, suchst du aber satte Bässe und so einen richtigen Wums, sind dies vielleicht nicht die richtigen Ohrhörer für dich. Hier würde ich dann eher zu normalen In-Ears greifen oder zu anderen Clip-Style-Ohrhörern, auch wenn die, die ich im Test hatte, nicht „massiv“ viel mehr Bass liefern.

Dafür werden die Soundgear Clips überdurchschnittlich laut für Modelle in dieser Klasse. Auch die Pegelfestigkeit ist gut.

Klanglich ist die Stärke der Soundgear Clips die Luftigkeit, die Leichtigkeit im Klang.

Kleiner Tipp: Lade dir die JBL App und aktiviere dort den Bass Boost im EQ. Ich finde, dieser wertet den Klang der Soundgear Clips deutlich auf!

 

Fazit

Die JBL Soundgear Clips machen genau das, wofür man Clip-Ohrhörer kauft.

Der größte Trumpf ist ganz klar der Tragekomfort. Die Clips sitzen locker, leicht und angenehm an den Ohren, und nach einer Weile vergisst du schlicht, dass du sie überhaupt trägst. JBLs Werbeversprechen vom „Tragekomfort für den ganzen Tag“ ist hier ausnahmsweise mal keine Marketing-Floskel, sondern trifft es ziemlich genau. Dazu kommt das offene Klangbild. Du bekommst deine Umgebung voll mit, kannst nebenbei ein Gespräch führen und bist im Straßenverkehr deutlich aufmerksamer unterwegs. Beim Hunde-Spaziergang mit Musik im Ohr und Vogelgezwitscher drumherum ist das einfach eine schöne Sache.

Klanglich musst du aber die Erwartungshaltung richtig setzen. Die Höhen sind sauber, klar und luftig, die Mitten sehr natürlich und richtig gut aufgelöst, für Podcasts, Hörbücher und Stimmen sind die Soundgear Clips damit hervorragend geeignet. Beim Bass wird es dagegen dünner. Nicht falsch oder unangenehm, aber eben ohne den richtigen Wums, den du bei vielen regulären In-Ears hast. Das ist allerdings kein spezielles JBL-Problem, sondern schlicht die Bauform. Kein Clip-Ohrhörer, den ich bisher in den Fingern hatte, liefert hier massiv mehr, es gibt aber schon welche, die etwas mehr Bass haben. Dafür werden die Soundgear Clips für diese Klasse überdurchschnittlich laut und bleiben dabei pegelfest.

Kleiner Tipp: Lade dir die JBL App und aktiviere im EQ den Bass Boost. Das wertet den Klang der Soundgear Clips spürbar auf.

Unterm Strich sind die JBL Soundgear Clips eine klare Empfehlung, wenn du weißt, was du kaufst: leichte, bequeme Alltags-Ohrhörer für Spaziergang, Büro, Bahn und Haushalt, mit denen du die Welt um dich herum nicht ausblendest. Suchst du dagegen den maximalen Klang, satten Bass und Isolation von der Außenwelt, dann greif lieber zu klassischen In-Ears mit Silikon-Stöpseln. Die Soundgear Clips wollen gar nicht deren Job machen.

XMG APEX 16 MAX (M25) im Test: 140 W CPU-Power und Mini-LED-Display

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Mit dem APEX 16 MAX bietet XMG ein High End Gaming Notebook für alle an, die das Maximum an Leistung suchen.

So bietet dieses vor allem kompromisslos hohe Powerlimits! GPU und CPU können bis zu 205 W Leistung bekommen, was gewaltig viel ist! Hierdurch kann das APEX 16 MAX in der Theorie extrem viel Leistung aus der vorhandenen Hardware herausholen.

Und auch die vorhandene Hardware ist auf den ersten Blick stark, mit einem AMD Ryzen 9 9955HX und der NVIDIA RTX 5070 Ti.

Wollen wir uns da das XMG APEX 16 MAX (M25) einmal im Test ansehen! Kann das Notebook auch abseits der reinen Leistung überzeugen? Die APEX-Reihe kenne ich ja bereits vom XMG APEX 17 (M23), welches schon damals mit sehr hohen Powerlimits punkten konnte.

An dieser Stelle vielen Dank an XMG für das Ausleihen des APEX 16 MAX (M25) für diesen Test.

 

Das XMG APEX 16 MAX (M25) im Test

Bei dem XMG APEX 16 MAX (M25) handelt es sich um ein kompromissloses High End Gaming Notebook. Entsprechend ist dieses mit 356,7 x 253,8 x 26 mm und einem Gewicht von 2,45 kg natürlich nicht „ultra kompakt“.

Für den täglichen Transport zur Schule oder Uni wäre es nicht meine erste Wahl. Da bist du mit einem Gerät wie dem XMG EVO 14 deutlich besser bedient.

Allerdings ist dieses subjektiv auch nicht gewaltig groß oder schwer, es ist in Anbetracht der Leistung angemessen.

Beim Gehäuse setzt XMG wie üblich auf eine Mischung aus schwarzem Aluminium und Kunststoff. Das Notebook wirkt gut und stabil gemacht, ist aber grundsätzlich eher klassisch aufgebaut.

Das APEX 16 MAX ist eher funktional als filigran.

Für ein reinrassiges Gaming Notebook ist das XMG dabei aber recht „clean“ gestaltet, abseits der RGB Tastatur-Beleuchtung.

 

Anschlüsse

Folgende Anschlüsse bietet das APEX:

  • 2x USB C 3.2 Gen 2 10 Gbit
  • 3x USB A 3.1 Gen 1 5 Gbit
  • 1x HDMI 2.1
  • 1x Mini DisplayPort 2.1
  • 1x 2,5 Gbit LAN
  • 1x 3,5 mm Kopfhörer/Headset Anschluss
  • 1x SD Kartenleser

Wie es sich für solch ein großes Notebook gehört, besitzt das APEX eine sehr umfangreiche Ausstattung an Anschlüssen.

Grundsätzlich würde ich die Anschlussauswahl als nahezu perfekt bezeichnen. Etwas schade ist lediglich der Verzicht auf einen USB 4 Port. Ansonsten ist aber alles da, was du dir wünschen könntest, inklusive 2,5 Gbit LAN.

 

Das Display, stark!

XMG bietet das APEX 16 MAX mit zwei verschiedenen Displays an:

  • 16,0″ IPS | 2560 × 1600 px | 16:10 | 300 Hz | 500 Nits | 100 % DCI-P3/sRGB | non-glare
  • 16,0″ Mini LED IPS | 2560 × 1600 px | 16:10 | 300 Hz | 750/1000 Nits (SDR/HDR) | 100 % DCI-P3/sRGB | non-glare

Beide Displays bieten eine 2K Auflösung, 16:10 Format und satte 300 Hz. Diese sind also hervorragend fürs Gaming!

2560 × 1600 + 300 Hz ist eine starke Kombination!

Hinzu kommt eine überraschend hohe maximale Helligkeit! Das „Standard“ Display bringt bereits 500 Nits mit.

Das optionale Mini-LED Display im SDR Modus satte 750 Nits und 1000 Nits im HDR Modus!

Beide Displays sind also hell, bzw. das Mini-LED Display ist sogar extrem hell. Ich habe im Test die Version mit Mini-LED Technik. Es handelt sich hierbei um das NE160QDM-NM9 Panel mit 1000 Zonen.

Und ja, das Display sieht top aus! Es ist hell, wunderbar klar und Farben sind subjektiv extrem stark. Dies wird auch alles von den Messwerten bestätigt.

  • 100 % sRGB
  • 89 % AdobeRGB
  • 100 % DCI-P3
  • 860 cd/m² / Nits
  • 29150:1 Kontrast

Das sind für ein IPS Panel herausragend gute Werte! Die Helligkeit ist extrem hoch mit 860 Nits. Das kombiniert mit dem matten Panel macht das Notebook auch „Outdoor Ready“.

Auch die Farbdarstellung ist herausragend! Damit ist das Notebook auch für professionelle Anwendungen grundsätzlich nutzbar.

Es gibt aber einen Punkt zu beachten. So haben wir hier ein Mini-LED Panel mit dynamischem Dimming (1000 Zonen), welches sich anscheinend auch nicht abschalten lässt. Dies führt bei einigen dunklen Schaltflächen + Mauszeiger zu einem sichtbaren Halo Effekt. Dieses Phänomen kennst du eventuell auch von Mini-LED Monitoren wie dem AOC Q27G3XMN.

Dies ist hier schon etwas ausgeprägter. In Spielen stört dies nicht, aber es kann bei UI Elementen in Windows und Office Programmen auffallen.

Dennoch, das hier ist ein extrem gutes Display! Gerade fürs Gaming, auch in HDR, macht das richtig Spaß.

 

Lautsprecher

Kommen wir zu einem etwas traurigeren Punkt, den Lautsprechern.

Leider sind die Lautsprecher im APEX 16 MAX schwach. Diese klingen recht dünn, wir haben praktisch keinen Bass und vor allem auch die maximale Lautstärke ist mäßig.

Zwar ist der Klang nicht grässlich, in sich klingen die Lautsprecher halbwegs rund, aber dennoch sind diese einer der größten Schwachpunkte des APEX. Ein guter Bluetooth Lautsprecher oder ein ordentlicher Kopfhörer sind hier praktisch Pflicht.

 

Eingabegeräte

Das APEX 16 MAX besitzt eine große Tastatur mit Nummernpad und abgetrennten Pfeiltasten. An der Tastatur gibt es wenig zu bemängeln.

Es tippt sich gut auf dieser und ich erreichte sofort meine volle Schreibgeschwindigkeit. Dabei ist das Tastaturdeck wunderbar massiv. Der Anschlag ist allerdings etwas gedämpft, was aber sicherlich Geschmackssache ist.

Unterm Strich würde ich die Tastatur mit einer 2+ bewerten.

Sehr Ähnliches gilt auch fürs Trackpad. Dieses ist ein klassisches Trackpad mit physischen Tasten.

Aber dieses trackt tadellos, der Klick ist sauber und dieses ist angenehm straff eingelassen. Zwar ist dieses nicht „solid state“, aber ein gutes normales Trackpad.

Unterm Strich sind die Eingabegeräte eher ein Pluspunkt am APEX 16 MAX.

 

Leistung des APEX 16 MAX

Das APEX 16 MAX kann in mehreren Konfigurationen bestellt werden. Bei der CPU hast du zwei Optionen:

  • AMD Ryzen 9 9955HX | Zen 5 | 16 Kerne, 32 Threads | bis zu 5,4 GHz | 64 MB L3-Cache
  • AMD Ryzen 9 8945HX | Zen 4 | 16 Kerne, 32 Threads | bis zu 5,4 GHz | 64 MB L3-Cache

Du hast hier die Wahl zwischen zwei High End AMD Ryzen CPUs mit 16 Kernen, dem 8945HX oder 9955HX. Der Unterschied zwischen den beiden ist die Architektur, ersterer setzt auf Zen 4, letzterer auf Zen 5. Beides sehr mächtige CPUs, aber tendenziell ist Option B effizienter und etwas leistungsstärker. Wie stark der 8945HX ist, konnte ich bereits im MINISFORUM BD895i SE sehen.

Bei der GPU haben wir nur eine Option:

  • NVIDIA GeForce RTX 5070 Ti Laptop | 12 GB GDDR7 | 115 W TGP (+ 25 W Dynamic Boost)

Diese ist aber mit der RTX 5070 Ti sehr schön mächtig! Auch hat diese mit 12 GB eine brauchbare Menge VRAM.

RAM und SSD können XMG-typisch mehr oder weniger frei angepasst werden.

So besitzt dieses 2x SODIMM DDR5 Slots und kann frei mit 8 bis 96 GB RAM konfiguriert werden.

Ähnliches gilt für die SSD. So besitzt das Notebook zwei M.2 Slots und kann da auch frei mit verschiedenen SSDs von WD, Samsung oder Crucial gekauft werden. Alternativ kannst du natürlich auch selbst nachrüsten, etwa mit einer Acer Predator GM7.

Ich habe hier die Version mit 9955HX CPU.

Werfen wir zunächst einmal einen Blick auf die Powerlimits, welche extrem wichtig sind für die Leistung. Diese Leistungslimits hängen vom Modus des Notebooks ab.

So schwankt die CPU Leistungsaufnahme zwischen soliden 40 W und gewaltigen 140 W.

Im balancierten Modus kommen wir auf 40 W, die der CPU gefüttert werden, im Enthusiast Modus auf 75-85 W und im „Overboost“ Modus auf 145 W, welche aber nicht ganz konstant gehalten werden können. Effektiv pendeln wir uns hier bei knapp über 130 W ein.

Das ist aber eine extreme Leistung, welche der Zen-5 CPU gefüttert wird.

Je nach Modus schwankt aber auch entsprechend die Leistung DEUTLICH.

So können wir sehen, dass im Overboost Modus die Leistung rund doppelt so hoch ist wie im balancierten Modus. Das zeigt aber auch, dass die Effizienz der CPU sinkt, je mehr Leistung wir in diese pumpen.

Aber schauen wir uns ein paar Benchmarks an.

Und diese sehen absolut überragend aus! Das APEX 16 MAX dominiert meine Benchmarks regelrecht, was die CPU Leistung angeht. Die Kombination aus moderner Zen 5 Architektur, 16 Kernen und den gewaltigen Powerlimits ist einfach brachial!

Dies sehen wir auch im Handbrake Video-Encoding Test, wo sämtliche anderen Notebooks, die ich bislang im Test hatte, deutlich geschlagen werden, inklusive meines eigenen Framework Laptop 16.

Wenn es dir um eine hohe CPU Leistung geht, ist das APEX 16 MAX potenziell eins der derzeit besten Notebooks am Markt.

Aber auch bei der GPU muss sich dieses nicht verstecken. Die RTX 5070 Ti mit 115 W und bis zu 25 W zusätzlich von der CPU fährt auch eine recht hohe Leistung.

Assassins Creed Black Flag Resynced AVG 0,1% Min
2560×1600 – Extrem Hoch – DLSS Qualität 65 36
2560×1600 – Sehr Hoch – DLSS Qualität 73 49
2560×1600 – Hoch – DLSS Qualität 81 53

 

Anno 117 AVG Min
2560×1600 – Ultra Hoch 33 27
2560×1600 – Sehr Hoch 57 48
2560×1600 – Hoch 66 56
2560×1600 – Ultra Hoch – DLSS Qualität 48 39
2560×1600 – Sehr Hoch 86 66

 

CS2 – Benchmarkmap (CS2 FPS BENCHMARK DUST2) AVG Min
2560×1600 – Sehr Hoch 204 105
2560×1600 – Hoch 259 123

Entsprechend kannst du davon ausgehen, alle aktuellen AAA Spiele in maximaler Qualität auf dem APEX spielen zu können. Lediglich in extrem anspruchsvollen Titeln brauchen wir für 60 FPS unter Umständen DLSS.

 

Lüfter, silent bis laut

Die Lüfterlautstärke verhält sich mehr oder weniger äquivalent zum Leistungsmodus. Im balancierten Modus bleibt das Notebook im Leerlauf praktisch leise und selbst unter Last bleiben die Lüfter dezent.

Im Overboost Modus hingegen sind die Lüfter mehr oder weniger permanent aktiv und unter Last ist das APEX 16 MAX sehr laut!

Im Enthusiasten Modus wiederum trifft es eine an sich recht gute Balance. Dort ist es zwar auch nicht leise, aber in Spielen auch nicht extrem.

 

Akkulaufzeit

Das XMG APEX 16 MAX verfügt zwar über einen großen 99 Wh Akku, ist aber nicht auf eine besonders gute Laufzeit optimiert.

Das hier ist ein Power Notebook, welches im Akkubetrieb auch deutlich an Leistung einbüßt. Gaming auf Akku ist hier nur sehr bedingt möglich.

Aber welche Laufzeit kannst du bei leichteren Anwendungen im Energiesparprofil erwarten? Ich kam im Test auf 4,5-5 Stunden maximal. Hast du noch diverse Anwendungen wie Steam oder andere Launcher im Hintergrund offen, dann rechne mit eher 3+ Stunden. Deutlich ausdauernder ist hier beispielsweise das XMG CORE 15 (M24).

Ein Laufzeitkönig ist das APEX also nicht, aber um es mal auf der Couch zu nutzen, reicht es.

 

Fazit

Das XMG APEX 16 MAX (M25) ist ein Notebook mit einem sehr klaren Fokus: maximale Leistung. Und genau das liefert es auch ab!

Die Kombination aus dem AMD Ryzen 9 9955HX, den gewaltigen Powerlimits von bis zu 140 W und der RTX 5070 Ti macht das APEX 16 MAX zu einem der leistungsstärksten Notebooks, die ich bislang im Test hatte. Gerade bei der CPU-Leistung dominiert dieses meine Benchmarks regelrecht. Suchst du ein Notebook für Video-Encoding, Rendering, Kompilieren oder andere CPU-lastige Aufgaben, dann steht das APEX 16 MAX ganz weit oben auf der Liste.

Überrascht hat mich vor allem auch das optionale Mini-LED-Display! 2560 × 1600 Pixel, 300 Hz, 860 Nits gemessene Helligkeit und eine praktisch perfekte Farbraumabdeckung, das ist ein herausragendes Panel, das auch professionellen Anwendern gefallen dürfte. Einzig der Halo-Effekt durch das nicht abschaltbare Dimming kann bei UI-Elementen in Windows und Office auffallen. Beim Gaming stört dieser aber nicht.

Auch die Anschlussauswahl ist mit 2,5-Gbit-LAN, SD-Kartenleser, HDMI 2.1 und Mini DisplayPort 2.1 nahezu perfekt, lediglich ein USB-4-Port fehlt. Dazu kommen eine gute Tastatur, ein tadelloses Trackpad und die XMG-typische Aufrüstbarkeit bei RAM und SSD.

Schwächen gibt es aber auch. Die Lautsprecher sind schwach, hier solltest du Kopfhörer oder externe Boxen einplanen. Und im Overboost-Modus wird das APEX 16 MAX unter Last richtig laut. Der Enthusiast-Modus ist hier für die meisten der bessere Kompromiss. Die Akkulaufzeit von 4,5 bis 5 Stunden bei leichter Nutzung geht für ein Notebook dieser Klasse in Ordnung, ein Laufzeitkönig ist das APEX aber nicht.

Unterm Strich: Wenn du das Maximum an Leistung suchst und bereit bist, dafür bei Lautstärke, Gewicht und Akkulaufzeit Kompromisse einzugehen, dann ist das XMG APEX 16 MAX (M25) eine klare Empfehlung. Ein Allrounder für die Uni ist es nicht, aber als Desktop-Replacement mit richtig viel Dampf und einem tollen Display macht es eine hervorragende Figur.

XMG APEX 16 MAX
Positiv
Herausragende CPU-Leistung (Ryzen 9 9955HX mit bis zu 140 W)
Starke GPU-Leistung (RTX 5070 Ti mit 115 W + 25 W Dynamic Boost)
Exzellentes Mini-LED-Display (860 Nits, 100 % sRGB/DCI-P3, 300 Hz, matt)
Nahezu perfekte Anschlussauswahl inkl. 2,5-Gbit-LAN und SD-Kartenleser
Frei konfigurierbar: 2x SODIMM DDR5, 2x M.2
Gute Tastatur und gutes Trackpad
Stabiles, cleanes Gehäuse
Negativ
Schwache Lautsprecher (dünner Klang, wenig Bass, mäßige Lautstärke)
Im Overboost-Modus unter Last sehr laut
Halo-Effekt beim Mini-LED-Display
Kein USB-4-Port
Mit 2,45 kg kein Reisebegleiter
90
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ASUS ROG Strix OLED XG32UQWMS im Test: 4K mit 240 Hz und 326 cd/m² dank RGB-Tandem-WOLED

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Die meisten OLED-Monitore am Markt nutzen ein Panel von Samsung, meist ein QD-OLED-Panel der 3. Generation. Willst du ein anderes OLED-Panel, wird die Auswahl deutlich kleiner.

ASUS hat nun mit dem ROG STRIX OLED XG32UQWMS einen 4K-240-Hz- / Full-HD-480-Hz-Monitor auf den Markt gebracht, welcher auf ein RGB-Tandem-WOLED von LG setzt.

Damit sollte dieser Monitor den QD-OLED-Modellen bei Punkten wie der Textschärfe deutlich überlegen sein. Hinzu kommt auf dem Papier eine vergleichsweise hohe SDR-Helligkeit von 330 cd/m².

Damit hat der ASUS ROG STRIX OLED XG32UQWMS durchaus das Potenzial, einer der besten Monitore auf dem Markt zu sein!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Ausleihen des XG32UQWMS für diesen Test.

 

Der ASUS ROG STRIX OLED XG32UQWMS im Test

Bei dem XG32UQWMS handelt es sich um einen Gaming-Monitor aus der ROG-STRIX-Serie. Entsprechend ist dieser etwas auffälliger gestaltet.

Von vorne sehen wir allerdings abseits des OLED-Panels nicht viel, denn die Rahmen des Monitors sind sehr schön minimalistisch. Lediglich im unteren Bereich gibt es eine kleine „Nase“ mit dem ROG-Logo. Auf der Rückseite davon sind die Steuerungstasten und der Joystick verbaut.

Etwas aggressiver ist die Rückseite gestaltet, welche halt zu einem Gaming-Monitor passt.

Dabei ist der Standfuß grundsätzlich sehr gut und massiv gemacht. Dieser erlaubt eine Höhen- und Winkelverstellung. Du kannst den Monitor aber nicht vertikal stellen.

 

Anschlüsse des ASUS ROG STRIX OLED XG32UQWMS

  • 1x DisplayPort 1.4
  • 2x HDMI 2.1
  • 1x 3,5-mm-Kopfhörerausgang
  • 2x USB 3.2 Gen 1

Die Anschlüsse sind für einen Gaming-Monitor typisch, aber jetzt auch nicht spektakulär. Über DisplayPort 1.4 und die beiden HDMI-2.1-Ports bringst du problemlos aktuelle PCs und Konsolen an den Monitor. Die beiden USB-Ports bilden einen kleinen Hub, mehr aber auch nicht.

Einen USB-C-Eingang mit DisplayPort-Signal oder gar Notebook-Versorgung suchst du hier vergebens. Das ist bei einem primären Gaming-Monitor aber verschmerzbar.

Wie schon bei anderen Monitoren mit ähnlicher Auflösung und 240 Hz reicht die reine DisplayPort-1.4-Bandbreite für 4K bei 240 Hz nicht ganz aus. Der XG32UQWMS nutzt daher Display Stream Compression (DSC). Wenn du also einen HDMI-2.1-Port hast, nutze diesen.

 

Technische Daten

  • ASUS ROG STRIX OLED XG32UQWMS
  • 31,5 Zoll
  • 3840 x 2160 Pixel (4K)
  • 240 Hz (4K) / 480 Hz (Full HD, Dual Mode)
  • RGB-Tandem-WOLED (LG Display)
  • 0,03 ms GtG
  • 330 cd/m² SDR
  • bis 1000 cd/m² HDR (Peak)
  • VESA DisplayHDR True Black 400
  • 100% sRGB, 99% DCI-P3
  • TrueBlack Glossy Beschichtung

Das Panel – RGB-Tandem-WOLED

Das Herzstück und die große Besonderheit des XG32UQWMS ist ganz klar das Panel.

Statt eines Samsung-QD-OLED-Panels setzt ASUS auf ein WOLED-Panel von LG Display. WOLED und QD-OLED sind zwei grundverschiedene Ansätze. Vereinfacht gesagt arbeitet ein WOLED mit einer weißen OLED-Basis und Farbfiltern sowie einem zusätzlichen weißen Subpixel (RGBW). QD-OLED nutzt dagegen reine RGB-Subpixel in einer dreieckigen Anordnung und Quantenpunkte.

Das Besondere am XG32UQWMS ist der „Tandem“-Aufbau. Hier stapelt LG praktisch zwei Leuchtschichten übereinander. Das sorgt für mehr Helligkeit und eine bessere Langlebigkeit des Panels.

Noch ein netter Bonus ist der Dual-Mode. So kannst du den XG32UQWMS entweder mit voller 4K-Auflösung bei 240 Hz betreiben oder auf Full HD bei 480 Hz umschalten. Für kompetitive Shooter ist das durchaus interessant, für die meisten dürften aber die 4K bei 240 Hz die deutlich attraktivere Variante sein.

 

Textschärfe

Kommen wir zu einem Punkt, bei dem WOLED traditionell im Vorteil gegenüber QD-OLED ist, der Textschärfe.

QD-OLED-Panels haben aufgrund ihrer dreieckigen Subpixel-Anordnung ein leichtes farbliches Ausfransen (Fringing) an feinem Text. Das ist bei den aktuellen Generationen zwar deutlich besser geworden, aber je nach Auflösung immer noch sichtbar.

Beim WOLED des XG32UQWMS fällt dieses Problem geringer aus. Der Text wirkt hier insgesamt „sauberer“ und die Farbsäume, die man bei QD-OLED kennt, sind deutlich schwächer ausgeprägt bzw. nicht sichtbar.

Ganz perfekt ist es aber auch hier nicht. Denn durch die RGBW-Struktur passt das Subpixel-Layout ebenfalls nicht zu 100% zum Text-Rendering von Windows.

In der Praxis relativiert die hohe 4K-Auflösung das Ganze aber ohnehin. Bei rund 140 PPI ist der Text scharf und für Office, Coding oder das ganz normale Arbeiten problemlos geeignet. Wer bislang wegen der Textschärfe einen Bogen um OLED gemacht hat, bekommt hier eine der saubersten Darstellungen, die es aktuell im OLED-Bereich gibt.

 

Farbraum

OLED-Panels sind beim Farbumfang generell stark, und der XG32UQWMS bildet hier keine Ausnahme.

ASUS wirbt mit 100% sRGB und 99% DCI-P3. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Hier erreichte der XG32UQWMS bei mir:

  • 100% sRGB
  • 99% DCI-P3
  • 93% AdobeRGB

Das sind sehr gute Werte und decken sich fast punktgenau mit der Herstellerangabe. 99% DCI-P3 schaffen längst nicht alle Monitore, auch wenn hier kaum ein OLED-Monitor wirklich schlecht abschneidet.

Monitor sRGB AdobeRGB P3
ASUS ProArt PA32UCR-K 100% 100% 95%
Philips 27E1N8900 100% 99% 98%
Philips 27B1U7903 100% 98% 98%
LC-Power LC-M27-QHD-165 100% 96% 94%
ASUS ProArt PA32UCDM 100% 94% 98%
LC-Power LC-M16-4K-UHD-P-OLED 100% 94% 100%
LC-Power LC-M27-4K-UHD-144 100% 94% 93%
AOC Q27G3XMN 100% 93% 95%
ASUS ROG STRIX XG32UQWMS 100% 93% 99%
BenQ MOBIUZ EX271UZ 100% 92% 98%
LG UltraGear 34GK950F 100% 89%
Alienware AW3420DW 100% 89%
KTC H27T22 100% 87% 95%
ASUS ProArt PA27UCGE 100% 86% 92%
HUAWEI MateView 28 Zoll 100% 86% 94%
LC-Power LC-M27-4K-UHD-144-V2 100% 87% 93%
LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C-K 100% 84% 90%
LC-Power LC-M27-QHD-240-C-K 100% 83% 91%
HUAWEI MateView SE 23,8 Zoll 100% 82% 91%
LC-Power LC-M34-Q-C-PRO 100% 82% 87%
Samsung C34F791 100% 82%
Dell P3421W 100% 80% 86%
ASUS ROG Strix XG35VQ 100% 78%
BenQ EX3501R 100% 78%
HP X27q 99% 77% 84%
BenQ MOBIUZ EX2710 98% 77%
ASUS MX38VC 99% 75%
LG 34UC99-W 98% 76%
Alienware AW2521HFL 97% 76% 73%
Dell U3419W 98% 73%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C 92% 71%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C-V2 92% 71% 72%

 

Damit ist der XG32UQWMS vom Farbumfang her nicht nur ein reiner Gaming-Monitor, sondern auch für Content Creation gut zu gebrauchen. Die Zeiten, in denen Gaming-Monitore beim Farbumfang eher traurig waren, sind mit OLED endgültig vorbei.

 

Kalibrierung

Der XG32UQWMS bringt wie üblich diverse Bildmodi mit und lässt sich frei anpassen.

Aber wie gut ist die Kalibrierung ab Werk?

Hier muss ich leider einen kleinen Dämpfer geben. Der Monitor erreichte bei mir im besten Fall ein Delta E von 1,28 im Schnitt und 2,21 im Maximum.

Das ist jetzt nicht schlecht, aber für einen OLED-Monitor eher mittelmäßig. Viele OLEDs, die ich getestet habe, liegen ab Werk deutlich näher an einem Delta E von unter 1. Für den reinen Gaming-Einsatz spielt das keine Rolle.

Wer aber vorhat, mit dem XG32UQWMS ernsthaft farbkritisch zu arbeiten, dem würde ich zu einer eigenen Kalibrierung mit einem Colorimeter raten, um das letzte Stück Genauigkeit herauszuholen. Das Potenzial des Panels ist definitiv da, ab Werk wird es nur nicht ganz ausgeschöpft. Hier sehen wir etwas die „Gaming-DNA“.

 

Helligkeit – hier überrascht der XG32UQWMS!

Die SDR-Helligkeit ist normalerweise DIE große Schwäche von OLED-Monitoren. 99% aller OLED-Monitore erreichen im Normalbetrieb maximal rund 250 cd/m².

Und genau hier wird es beim XG32UQWMS spannend, denn ASUS wirbt mit satten 330 cd/m². Für einen OLED ist das extrem stark.

Aber hält der Monitor das auch?

Ja! Ich konnte im Test eine maximale SDR-Helligkeit von 326 cd/m² messen. Das ist ziemlich genau die Herstellerangabe und für einen OLED-Monitor ein herausragend hoher Wert.

Das mag sich nach wenig anhören, aber der Unterschied zwischen 250 cd/m² und 326 cd/m² ist im Alltag deutlich spürbar. Das Bild wirkt einfach strahlender und der Monitor ist auch in helleren Räumen besser nutzbar, während viele andere OLEDs hier schon an ihre Grenzen kommen.

Das ist einer der größten Pluspunkte dieses Monitors und ein direktes Ergebnis des Tandem-Panels mit WOLED-Basis.

 

Kontrast

Der XG32UQWMS ist ein OLED-Monitor, entsprechend ist der Kontrast schlicht perfekt. Jeder Pixel leuchtet einzeln und kann komplett schwarz werden. Schwarz ist hier also echtes Schwarz und kein dunkles Grau wie bei IPS oder VA.

Interessant wird es aber beim Zusammenspiel aus Kontrast und Umgebungslicht.

Der Monitor nutzt eine TrueBlack Glossy Beschichtung. QD-OLEDs haben ein bekanntes Problem: Fällt Umgebungslicht auf das Panel, erscheint das Schwarz nicht mehr wirklich schwarz, sondern kippt ins Gräuliche bzw. leicht Lila.

Genau dieses Problem hat der XG32UQWMS nicht. Dank der TrueBlack Glossy Beschichtung bleibt das Schwarz auch bei direktem Lichteinfall wunderbar tief und satt. Das Bild behält also auch tagsüber und in helleren Umgebungen seinen kräftigen Kontrast.

In Kombination mit der höheren Helligkeit macht das den XG32UQWMS zu einem der alltagstauglichsten OLED-Monitore, den ich bislang im Test hatte.

 

In der Praxis

Und wie schlägt sich das Ganze nun im echten Betrieb, vor allem beim Gaming?

Der XG32UQWMS liefert in Spielen ein einfach fantastisches Bild!

Wir haben hier die perfekte OLED-Mischung aus tiefem Schwarz, brillanten Farben und der blitzschnellen Reaktionszeit. Bewegungen bleiben auch bei schnellem Geschehen klar (sehr hohe Klarheit in Bewegungen), und die 240 Hz sorgen für ein flüssiges und weiches Bild.

Was mir dabei besonders positiv auffällt, ist genau der Punkt mit der Helligkeit. Die leicht höhere SDR-Helligkeit hilft doch sehr, dass das Bild noch etwas strahlender und lebendiger wirkt. Gerade im direkten Vergleich zu den dunkleren QD-OLED-Modellen merkt man das sofort. Das Bild hat einfach etwas mehr „Pop“.

Ich bin dabei ehrlicherweise kein Pro-Gamer, sondern eher der klassische Casual-Gamer. Aber genau deshalb schätze ich an so einem Monitor vor allem die pure Bildqualität, und die ist beim XG32UQWMS in Spielen schlicht auf einem Top-Niveau.

Und selbst abseits vom Gaming machen die 240 Hz einfach Spaß. Das ganze System fühlt sich flüssiger an, vom Scrollen bis zum Bewegen des Mauszeigers.

 

Fazit

Der ASUS ROG STRIX OLED XG32UQWMS ist ein wirklich spannender Monitor, gerade weil er sich vom Großteil der OLED-Konkurrenz absetzt.

Statt auf das übliche Samsung-QD-OLED-Panel zu setzen, kommt hier ein RGB-Tandem-WOLED von LG zum Einsatz, und das zahlt sich an gleich mehreren Stellen aus. Die Textschärfe ist merklich sauberer als bei vielen QD-OLEDs, die TrueBlack Glossy Beschichtung sorgt dafür, dass das Schwarz auch bei Umgebungslicht wunderbar tief bleibt, und die für einen OLED überdurchschnittlichen 326 cd/m² im SDR-Betrieb machen den Monitor deutlich alltagstauglicher als große Teile der Konkurrenz. Dazu kommen ein starker Farbumfang mit 99% DCI-P3, 240 Hz und die perfekten OLED-Reaktionszeiten. In Spielen liefert der XG32UQWMS schlicht ein fantastisches Bild.

Unterm Strich ist der XG32UQWMS aber einer der rundesten und alltagstauglichsten OLED-Gaming-Monitore, die ich bislang getestet habe. Gerade die Kombination aus hoher Helligkeit, tiefem Schwarz auch bei Umgebungslicht und der sauberen Textdarstellung hebt ihn spürbar von der QD-OLED-Masse ab. Wenn du einen OLED suchst, der sich nicht nur im abgedunkelten Zimmer, sondern auch im normalen Alltag wohlfühlt, dann solltest du den XG32UQWMS ganz oben auf deine Liste setzen.

ASUS ROG Strix OLED XG32UQWMS
Positiv
RGB-Tandem-WOLED-Panel von LG
überdurchschnittlich hohe SDR-Helligkeit (326 cd/m²)
TrueBlack Glossy: tiefes Schwarz auch bei Umgebungslicht
sauberere Textschärfe als viele QD-OLEDs
starker Farbumfang (100% sRGB, 99% DCI-P3, 93% AdobeRGB)
4K 240 Hz + Full HD 480 Hz Dual-Mode
perfekter Kontrast und blitzschnelle Reaktionszeit
fantastisches Bild beim Gaming
Negativ
Werkskalibrierung nur mittelmäßig für einen OLED
92

NOVOO RG140 Test: 140-W-GaN-Ladegerät mit 4 Ports und PD 3.1

NOVOO hat mit dem RG140 ein neues, 140 W starkes Multiport-Ladegerät auf den Markt gebracht. Wer viele leistungsstarke Geräte gleichzeitig laden möchte oder ein modernes Notebook wie das MacBook Pro 16 besitzt, kommt an PD 3.1 und 140 W kaum noch vorbei.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Liefert das Ladegerät konstant die versprochene Leistung? Und wie gut ist die Effizienz? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an NOVOO für das Zurverfügungstellen des Ladegerätes für diesen Test.

 

Das NOVOO RG140 im Test

Das NOVOO RG140 ist für seine hohe Leistung von 140 W erfreulich kompakt gehalten. Es misst gerade einmal 72 x 73 x 29 mm und bringt 258 g auf die Waage.

Ein Blick auf die Vergleichstabelle zeigt, dass das RG140 mit einem Volumen von ca. 152 cm³ ganz klar zu den kompaktesten Modellen in der 140-W-Klasse gehört.

Auch das Gewicht von 258 g ist hierfür absolut im Rahmen und macht das Ladegerät extrem reisetauglich.

Die generelle Verarbeitungsqualität ist gut, aber auch nicht außergewöhnlich.

 

Die Anschlüsse

Das Ladegerät verfügt über 4 Ports auf der Front: 3x USB-C und 1x USB-A.

  • USB-C 1 – 140 W USB PD – 5 V/3 A, 9 V/3 A, 15 V/3 A, 20 V/5 A, 28 V/5 A
  • USB-C 2 – 100 W USB PD – 5 V/3 A, 9 V/3 A, 15 V/3 A, 20 V/5 A
  • USB-C 3 – 65 W USB PD – 5 V/3 A, 9 V/3 A, 15 V/3 A, 20 V/3,25 A
  • USB-A – 18 W Quick Charge und 22,5 W Super Charge – 5 V/3 A, 9 V/2 A, 12 V/1,5 A, 10 V/2,25 A

Der primäre USB-C-Port bietet satte 140 W nach dem USB-PD-3.1-Standard. Damit hat dieser Port genug Leistung, um auch hungrige Laptops unter Volllast aufzuladen.

Spannenderweise bietet aber nur der primäre Port 140 W. Die anderen Anschlüsse bieten 100 W bzw. 65 W. Auch noch eine ordentliche Leistung.

 

Leistungsverteilung

Wie bei Multiport-Ladegeräten üblich, drosselt das RG140 die Leistung der einzelnen Ports, sobald mehrere gleichzeitig genutzt werden. Die Drosselung verläuft nach einem festen Schema:

  • USB-C 1 + USB-C 2 oder 3 = 65 W + 65 W
  • USB-C 2 + 3 = 65 W + 65 W
  • USB-C 1/2 + USB-A = 100 W + 18 W
  • USB-C 1 + USB-C 2 + USB-A = 65 W + 30 W + 18 W
  • USB-C 1 + USB-C 2 + USB-C 3 + USB-A = 65 W + 30 W + 7,5 W + 7,5 W

PPS- und AVS-Unterstützung

Erfreulicherweise besitzt das NOVOO RG140 eine exzellente Unterstützung für den PPS-Standard (Programmable Power Supply), was gerade für Besitzer von Samsung- und Google-Pixel-Smartphones enorm wichtig ist.

  • USB-C 1 – 5 bis 20 V bei bis zu 5 A
  • USB-C 2 – 5 bis 20 V bei bis zu 5 A
  • USB-C 3 – 5 bis 11 V bei bis zu 5 A

Sowohl Port 1 als auch Port 2 bieten die vollen 5 A bei bis zu 20 V. Damit können Samsung-Smartphones problemlos mit der maximalen Geschwindigkeit von 45 W oder sogar 65 W geladen werden. Perfekt! Leider geht allerdings nur die Spannungsrange bis 20 V. Für Samsung völlig okay, aber nicht optimal für die Google-Pixel-Smartphones.

Zusätzlich bietet USB-C 1 auch AVS (Adjustable Voltage Supply) in der EPR-Stufe von 15 bis 28 V bei bis zu 140 W.

 

Der Belastungstest

Eine Frage, die ich mir bei so kompakten Geräten immer stelle: „Kann dieses Ladegerät konstant 140 W liefern?“ Viele Netzteile überhitzen nach einer Weile und müssen die Leistung drosseln.

Erfreulicherweise gibt es hier absolute Entwarnung. Das NOVOO RG140 kann konstant 140 W liefern! Dabei erwärmt es sich zwar merklich, was bei dieser enormen Leistungsdichte aber physikalisch unvermeidbar und völlig unkritisch ist. Das Hitzemanagement funktioniert sehr gut.

 

Spannungsstabilität

Werfen wir einen Blick auf die generelle Spannungsstabilität. Gibt es hier Ausreißer unter Last?

Maximal Minimal
0A 5,105 5,5 4,75
1A 5,078 5,5 4,75
2A 5,053 5,5 4,75
3A 5,026 5,5 4,75

 

Maximal Minimal
0A 9,099 9,45 8,55
1A 9,074 9,45 8,55
2A 9,049 9,45 8,55
3A 9,023 9,45 8,55

 

Maximal Minimal
0A 20,069 21 19
1A 20,045 21 19
2A 20,021 21 19
3A 19,994 21 19
4A 19,967 21 19
5A 19,941 21 19

 

Wie die Daten zeigen, bleibt das Ladegerät bei 5 V, 9 V und 20 V jederzeit sehr stabil innerhalb der vorgegebenen Minimal- und Maximalwerte. Bei 5 V fällt die Spannung bei 3 A Last lediglich leicht von 5,105 V (0 A) auf 5,026 V (3 A). Auch bei 20 V unter voller 5-A-Last sinkt die Spannung nur extrem moderat von 20,069 V auf 19,941 V. Das sind tadellose und sehr saubere Werte, hier gibt es absolut nichts zu bemängeln.

 

Die Effizienz

Wie steht es um die Effizienz des NOVOO RG140, also das Verhältnis aus der aufgenommenen Energie aus der Steckdose zur abgegebenen Leistung an die Geräte?

Im Test schwankte die Effizienz zwischen 76,5 % bei sehr geringer Last (5 V/1 A) und herausragenden 93,6 % bei der maximalen 28 V/5 A Auslastung. Generell steigt die Effizienz deutlich an, je höher die abgerufene Leistung ist.

Besonders spannend ist der durchschnittliche Wert. Im Schnitt erreicht das Ladegerät exzellente 88,5 %.

Wie ordnet sich das im direkten Konkurrenzvergleich ein?

Mit 88,50 % gehört das NOVOO RG140 definitiv in die obere Liga und lässt eine Vielzahl namhafter Konkurrenten hinter sich!

 

Leerlaufverbrauch

Im Leerlauf (wenn das Ladegerät nur in der Steckdose steckt, ohne dass ein Endgerät angeschlossen ist) benötigt das Netzteil ca. 0,24 W. Für ein potentes 140-W-Modell mit 4 Ports ist dies ein ordentlicher und erfreulich niedriger Verbrauch.

 

Fazit

Das NOVOO RG140 140 W 4-Port USB-C GaN Charger ist aus meiner Sicht voll zu empfehlen, wenn du ein kompaktes, aber leistungsstarkes Netzteil für deinen Schreibtisch oder die Reise suchst.

Dank PD 3.1 und satten 140 W auf dem primären Port können selbst sehr anspruchsvolle Laptops rasch geladen werden. Dazu kommt eine gute PPS-Unterstützung (inklusive der 5-A-Stufe für Samsung) und eine hervorragende Effizienz, gerade bei höherer Last.

NOVOO 140W USB C Ladegerät mit 240W Kabel, GaN III 4-Port...

Pro

✓ Hohe maximale Leistung von 140 W (PD 3.1)

✓ Sehr kompakter Formfaktor (152 cm³)

✓ Starke Effizienz (bis zu 93,6 %, im Schnitt 88,5 %)

✓ PPS-Unterstützung (5–20 V bei 5 A) für Samsung

✓ Kann konstant 140 W liefern

✓ 4 praktische Anschlüsse (3x USB-C, 1x USB-A)

Kontra

✗ starke Drosselung bei Nutzung mehrerer Ports

Damit hat NOVOO hier einen sehr guten Job gemacht und ein starkes neues 140-W-Ladegerät auf den Markt gebracht, welches sich keine groben Fehler erlaubt und dabei durch eine sehr gute Preis/Leistung punkten kann.

Serverumzug zu netcup: Techtest hat einen neuen Server

Techtest läuft seit dieser Woche auf einem neuen Server. Der Umzug ist durch, für dich sollte sich nichts geändert haben, außer dass es (hoffentlich) etwas flotter geht.

Weil ich hier ja ständig über Hardware, NAS-Systeme und Homelab-Kram schreibe, dachte ich mir, dass der Umzug meiner eigenen Seite eigentlich auch mal einen Artikel wert ist. Vor allem, weil dabei ein paar Dinge herausgekommen sind, die mich selbst überrascht haben.

Und keine Sorge, das hier wird kein Werbetext für einen Hoster.

 

Der alte Server

Techtest war seit Anbeginn der Zeit bei Host Europe gehostet (meinen Erfahrungsbericht dazu findest du hier). Dort habe ich den Server seit 2016 3x geupgradet.

Zuletzt hatte ich folgendes Paket:

  • Virtual Server 10.0
  • 8 vCPUs „nicht näher definierte AMD EPYC Kerne“
  • 32 GB RAM
  • 400 GB SSD
  • „Fully Managed“

Für mich ein damals entscheidender Punkt war das „Fully Managed“. Klingt gut und heißt im Kern, jemand kümmert sich um Betriebssystem-Updates, und es gibt eine Nummer, die man anrufen kann.

In all den Jahren habe ich diesen Support genau einmal gebraucht, als ein automatisches Panel-Update WordPress zerlegt hatte. Ich hatte das Problem selbst gelöst, bevor die erste Antwort kam. Abseits davon wurde mir der Server nur einmal von Host Europe eingerichtet.

Fully Managed hatte ich deshalb gewählt, da ich mir damals einfach nicht zugetraut hatte, einen Root-Server komplett selbst einzurichten und sicher zu halten.

Allerdings lief auf diesem Server auch Plesk, mit dem ich erste Erfahrungen sammeln konnte.

Plesk ist eine Server-Management-Software. Heißt, du setzt z. B. einen Debian-Server auf, lässt einmal Updates laufen, installierst Plesk und bekommst dann eine halbwegs nutzerfreundliche UI, die Sicherheitsfeatures, Webserver usw. mit ein paar Klicks für dich macht.

Auch kann Plesk Software-Updates automatisch einspielen, hat eine Firewall usw.

Heißt, du musst dich weniger mit dem Terminal beschäftigen und nicht alles per Hand via SSH einrichten. Nachdem ich nun Plesk über Jahre kennengelernt hatte, wuchs mein Vertrauen, einen Root-Server komplett per Hand aufzusetzen.

 

Warum wechseln?

Der offensichtlichste Punkt für den Wechsel war der Preis. Das Fully Managed ist recht teuer und Host Europe ist nun auch kein Billig-Anbieter.

Hinzu kommen der Server-Standort und die Firmenstruktur, die mir ein Dorn im Auge war.

Host Europe war mal ein deutsch/englischer Anbieter:

  • 1997 Gründung
  • 2008 Übernahme durch Oakley Capital
  • 2010 Verkauf an Montagu Private Equity
  • 2013 Verkauf an Cinven & Zukauf von DomainFactory
  • 2016 Übernahme durch GoDaddy (US)

Mittlerweile gehören diese aber zum US-Anbieter GoDaddy. Grundsätzlich für mich kein NoGo, aber hinzu kam der Server-Standort.

Ursprünglich war der Serverstandort in Köln. Dann hat Host Europe / DomainFactory angefangen, seine Server nach Frankreich zu verlegen. Seit der Übernahme durch GoDaddy kommen nun niederländische Server in den Mix.

So war auch der Techtest-Server in den Niederlanden!

Auch dies ist an sich kein NoGo für mich, Server-Standort EU ist schon OK, aber alles in allem juckte es mich dann doch in den Fingern, den Anbieter zu wechseln.

 

Nie Probleme mit Host Europe gehabt!

WICHTIG! An dieser Stelle auch mal ein Lob an Host Europe, ich bin (habe da immer noch Domains) an sich ein zufriedener Kunde.

Ich hatte nie Probleme mit Host Europe, allerdings musste ich auch nie groß den Support bemühen. Server 1 und Server 3 (der letzte) liefen absolut zuverlässig, Server 2 hatte ein paar Mal Downtime damals, aber auch nichts Größeres (siehe auch Info: Techtest Serverumzug).

Würde ich Host Europe empfehlen? Wenn Server-Standort + Produkt für dich passt, dann ja!

 

Was hinter Techtest eigentlich steckt

Ein paar Zahlen, weil ich sie beim Umzug ohnehin messen musste und sie ganz interessant sind:

  • Über 3.000 Tests seit 2015
  • Rund 110.000 hochgeladene Bilder
  • Daraus 1,5 Millionen Dateien auf der Platte
  • Zusammen 118 GB allein an Bildern

Der Sprung von 110.000 auf 1,5 Millionen Dateien kommt daher, dass WordPress aus jedem Foto automatisch mehrere Größen erzeugt und mein Bildoptimierer zu jeder Größe dann noch moderne Formate wie WebP und AVIF anlegt. Aus einem einzigen hochgeladenen Foto werden so schnell 40 Dateien.

Ich hatte ehrlich gesagt Sorge, dass genau das den Umzug zur Qual macht. Millionen kleiner Dateien sind für jedes Backup und jede Migration die unangenehmste Datenform überhaupt.

Am Ende hat die komplette Übertragung 26 Minuten gedauert. Manchmal ist man einfach zu pessimistisch. Die Übertragung der Daten lief praktisch in Gbit-Geschwindigkeit durch.

 

Der neue Server

Aber was habe ich nun für einen Server? Der neue Techtest-Server-Anbieter ist netcup.

  • 8x dedizierte AMD EPYC 9645 Kerne
  • 16 GB DDR5 ECC
  • 512 GB NVMe
  • 2,5 Gbit Uplink
  • Serverstandort Nürnberg

Grundsätzlich ist dieser Server in allen Belangen ein Upgrade, außer beim RAM, was ja für 2026 fast schon passend ist.

Allerdings waren bei meinem alten Server auch nur rund 3 GB RAM aktiv belegt, der Rest wurde nur als Cache benutzt. Daher ist der Unterschied 16 GB zu 32 GB hier nicht groß relevant.

Die Hardware im Vergleich

alt (Host Europe) neu (netcup RS 2000 G12)
Standort Amsterdam, Niederlande Nürnberg, Deutschland
CPU 8 vCPU, geteilt 8 Kerne AMD EPYC 9645, dediziert
RAM 32 GB 16 GB DDR5 mit ECC
Speicher 400 GB SSD 512 GB NVMe
Betreuung Fully Managed selbst verwaltet
Panel Plesk Plesk

 

Performance-Zuwachs

Jetzt der Teil, den ich eigentlich schreiben wollte.

Ich bin davon ausgegangen, dass der neue Server Techtest doch noch einmal deutlich schneller macht. Neue CPU-Generation, dedizierte Kerne statt geteilter, moderner Speicher.

Gemessen habe ich dann: rund 15 Prozent.

15 % ist nicht furchtbar (vor allem, da der Server deutlich weniger kostet), aber es ist jetzt auch kein Zuwachs, der weltbewegend ist oder alleine den Wechsel gerechtfertigt hätte. Der Host-Europe-Server lief also schon recht gut.

Bei einer WordPress-Seite ist die Server-Hardware aber fast nie der echte Flaschenhals. Der eigentliche Gewinn liegt woanders, in der Konfiguration, in der Software, in dem, was sich über die Jahre so ansammelt.

 

Was ich beim Aufräumen gefunden habe

Weil ich ohnehin gerade unter der Haube war, habe ich mir den Rest auch angesehen.

Die Datenbank bestand zu fast 40 Prozent aus Müll. Ein Plugin, das ich vor Jahren deaktiviert hatte, hatte seine Tabellen einfach dagelassen, 1,6 GB und über sechs Millionen Zeilen.

Der Datenbank-Cache stand auf Werkseinstellung. MariaDB hält standardmäßig 128 MB im Arbeitsspeicher. Meine Datenbank ist ein Vielfaches davon groß. Jeder Zugriff jenseits dieser 128 MB ging also auf die SSD, obwohl reichlich Arbeitsspeicher frei war. Eine Anpassung hier hat mehr gebracht als der Hardware-Wechsel.

Und die Bilder liefen nur zur Hälfte optimal. Beim Umstellen der Bildauslieferung ist mir aufgefallen, wie groß der Unterschied zwischen den Formaten tatsächlich ist. Bei meinen Produktfotos ist WebP gegenüber dem klassischen JPEG kaum kleiner, AVIF dagegen etwa 60 Prozent. Seit dieser Woche bekommst du auf Techtest konsequent AVIF ausgeliefert, sofern dein Browser das unterstützt (ich hoffe, dass es funktioniert …).

Das ist der Punkt, der für dich als Leser den größten Unterschied macht.

Ein bildlastiger Testbericht mit 40 Fotos überträgt jetzt deutlich weniger Daten. Vor allem mobil und bei schlechter Verbindung.

 

Backups

Backups von Techtest laufen im Übrigen zu Hetzner auf eine Storage Box (zu Hetzner habe ich auch schon einen Erfahrungsbericht zu STORAGE SHARE geschrieben).

 

Unterm Strich

Mehr Leistung, garantierter Standort in Deutschland, volle Kontrolle über die Kiste und das Ganze für weniger Geld als vorher.

Was will man mehr? Hoffen wir nur, dass mir der Wechsel auf einen „selbst gemanagten“ Server nicht irgendwann in den Hintern beißt. Wobei, realistisch betrachtet sind WordPress und seine Plugins das viel, viel größere Risiko.

 

Falls etwas nicht funktioniert

Bei einem Umzug dieser Größe kann immer etwas durchrutschen. Wenn dir irgendwo ein Fehler oder eine Seite auffällt, die sich merkwürdig verhält: Schreib mir kurz. Entweder in die Kommentare oder an kontakt@techtest.org (alle Wege findest du auch auf der Kontaktseite).

Auch der Kommentarbereich und die Benachrichtigungen bei neuen Artikeln sollten normal laufen, falls nicht, sag ebenfalls Bescheid.

Danke fürs Lesen, und danke, dass ihr Techtest seit inzwischen über zehn Jahren am Leben haltet. Wenn du Techtest unterstützen möchtest: das geht mit nur einem Klick.

Belkin UltraCharge Pro im Test: 27.000 mAh und 140 W – wie gut ist die High-End-Powerbank?

Belkin bietet mit der UltraCharge Pro eine absolute High-End-Powerbank an. So bietet diese eine Kapazität von 27.000 mAh und eine Ausgangsleistung von 140 W.

Damit hat diese auf dem Papier mehr als ausreichend Leistung für Smartphones, Tablets und auch große Geräte wie Notebooks.

Dabei setzt die UltraCharge Pro auf das schicke Design, das wir von Belkin gewohnt sind.

Wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob die Powerbank überzeugen kann und wie diese sich verglichen mit anderen High-End-Powerbanks schlägt!

An dieser Stelle vielen Dank an Belkin für das Zurverfügungstellen der UltraCharge Pro für diesen Test.

 

Die Belkin UltraCharge Pro im Test

Belkin-Produkte sind in der Regel recht schick und hochwertig gestaltet. Dies gilt auch für die UltraCharge Pro.

So haben wir hier ein graues Kunststoffgehäuse, welches aber schön verarbeitet ist und eine angenehme Textur mitbringt. Ja, die Powerbank ist haptisch Modellen von INIU und Co. durchaus ein Stück überlegen.

Dabei haben wir ein kleines Farbdisplay auf der Oberseite und ein integriertes, hochwertig ummanteltes Kabel an der Seite.

Dabei misst die Powerbank 175 x 89,5 x 26,5 mm und bringt 600 g auf die Waage.

Verglichen mit anderen 140-W-Powerbanks und speziell mit Modellen, die auch 27.000 mAh Kapazität mitbringen, ist die Belkin UltraCharge Pro sogar relativ kompakt und „leicht“.

Klar, dies ist mit 600 g keine Hosentaschen-Powerbank, aber wirklich deutlich kompakter und leichter geht’s nur in der 25.000-mAh-Klasse.

 

Integriertes Ladekabel

Wie bereits angesprochen, besitzt die Belkin UltraCharge Pro ein integriertes USB-C-Ladekabel an der Seite. Dieses ist ca. 33 cm lang und hochwertig ummantelt.

Mit 33 cm ist dieses vergleichsweise lang für ein integriertes Kabel. Dafür gibt es ganz klar Pluspunkte!

 

Das Display

Weitere Pluspunkte gibt es für das kleine LCD-Farbdisplay. Dieses ist zwar vergleichsweise klein, aber schick! Wir haben hier sogar Animationen.

Dabei zeigt dir das Display folgende Infos an:

  • Akkustand in %
  • Ausgangsleistung pro Port in Watt

Damit ist zwar das Display nicht extrem umfangreich, aber die wichtigsten Infos sind da.

 

Anschlüsse der Belkin UltraCharge Pro

Neben dem integrierten USB-C-Kabel besitzt die Belkin UltraCharge Pro auch noch einen weiteren USB-C-Port und USB-A-Port.

  • USB-C – 140 W USB-C Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-A – 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A

Grundsätzlich bieten beide USB-C-Anschlüsse der UltraCharge Pro eine Leistung von bis zu 140 W. Genug Leistung für Smartphones, aber auch Notebooks.

Dabei ist es theoretisch auch möglich, beide Ports gleichzeitig mit bis zu 140 W zu belasten.

 

PPS-Range

Natürlich unterstützt eine High-End-Powerbank wie die Belkin UltraCharge Pro auch den PPS-Standard.

  • PPS – 3,3 – 21 V / 4,75 A

Das ist eine interessante PPS-Stufe. Grundsätzlich haben wir hier mit 3,3 – 21 V eine perfekte Spannungsabdeckung, ideal für Samsung- und Google-Pixel-Smartphones.

Interessanterweise ist allerdings die Leistung auf 4,75 A limitiert und nicht 5 A?! Allerdings spielt der Unterschied von 4,75 zu 5 A in der Praxis kaum eine Rolle.

Grundsätzlich ist die PPS-Unterstützung der UltraCharge Pro dicht an der Perfektion. Ideal für Samsung, Google Pixel und diverse chinesische Smartphones.

 

Auch mit USB PD 3.2 und AVS!

Erfreulicherweise bringt die Powerbank auf beiden USB-C-Anschlüssen auch Unterstützung für den USB-PD-3.2-Standard und AVS in der SPR mit!

  • AVS – 9 – 20 V / 3 und 5 A

Derzeit wird AVS noch von keinem Endgerät genutzt, aber es deutet sich an, dass dieser Standard in der Zukunft vielleicht von Apple genutzt wird.

 

Konstant 140 W?

Leider können die meisten 140-W-Powerbanks NICHT konstant 140 W liefern, sondern drosseln sich früher oder später herunter. Dies entweder, um die Akkuzellen zu entlasten, oder aufgrund von Temperaturproblemen.

Wie steht es hier um die Belkin UltraCharge Pro?

Leider schafft auch diese Powerbank nicht konstant 140 W. Genau genommen schaffte es diese bei mir nur bis zu einer Restladung von 69 %. Das ist eher ein schwächeres Ergebnis.

Dann drosselte sich die Powerbank auf 100 W herunter. 100 W kann diese konstant liefern.

Also haben wir hier schon eine recht frühe Drosselung, aber diese ist nicht übermäßig hart. In der Praxis ist diese meist vermutlich kein Problem.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Belkin gibt die Kapazität der UltraCharge Pro mit 27.000 mAh an. Dies ist aber natürlich wie immer die Kapazität der Akkuzellen im Inneren und nicht die nutzbare Kapazität.

Die nutzbare Kapazität fällt wie bei allen Powerbanks niedriger aus.

Wh mAh mAh @ 3,7 V %
5V/2A 70,24 14159 18983 70 %
9V/1A 81,36 8972 21989 81 %
9V/3A 88,21 9847 23841 88 %
20V/3A 89,76 4486 24260 90 %
20V/5A 84,24 42294 22768 84 %
Im Schnitt 82,76 22368 83 %

 

Im Schnitt liegt die Kapazität der Belkin UltraCharge Pro bei 22.368 mAh bzw. 82,76 Wh. Dies entspricht guten 83 % der Herstellerangabe.

80 bis 90 % echte Kapazität ist ein gutes Abschneiden für eine aktuelle Powerbank!

Auffällig: Bei sehr niedrigen Lasten wird die UltraCharge Pro deutlich weniger effizient, während sie bei mittleren bis höheren Lasten deutlich an Effizienz gewinnt.

In einem gewissen Rahmen ist das völlig normal, hier aber etwas stärker ausgeprägt. Dennoch, unterm Strich passt die Kapazität völlig.

 

Ladedauer Belkin UltraCharge Pro

Leider kann die Belkin UltraCharge Pro nicht mit bis zu 140 W laden, sondern mit maximal 100 W bzw. genau genommen 89 W.

Dies ist aber auch nicht ungewöhnlich, viele 140-W-Powerbanks laden mit maximal 100 W, schade ist es dennoch.

Belkin scheint hier beim Laden recht konservativ zu sein, denn die Powerbank drosselt sich relativ stark. Vermutlich, um die Zellen zu entlasten.

Allerdings resultiert dies auch in einer etwas längeren Ladedauer. So braucht die Powerbank +- 2:05 h.

Damit ist diese eher etwas auf der langsameren Seite, auch wenn +- 2 Stunden jetzt alles andere als furchtbar sind.

 

Fazit

Es gibt an der Belkin UltraCharge Pro vieles zu mögen, aber es gibt auch einige Kritikpunkte. Starten wir beim Positiven:

  • Verarbeitungsqualität und Haptik
  • Integriertes Ladekabel
  • Große PPS-Range
  • AVS- und USB-PD-3.2-Support
  • Integriertes Display

Zunächst bietet die Belkin UltraCharge Pro eine sehr gute Haptik und Optik. So fühlt sich die Powerbank klar überdurchschnittlich in der Hand an. Hier liegt diese eine Stufe über Modellen von z. B. INIU.

Hinzu kommt das recht lange integrierte Ladekabel und das schicke Display.

Technisch gibt es vor allem für die 140-W-Ports Pluspunkte, wie auch den guten PPS und AVS, wie auch USB-PD-3.2-Support. Damit ist die Powerbank sehr zukunftssicher.

Aber es gibt auch Kritikpunkte.

  • 140 W nicht konstant
  • Ladedauer unterdurchschnittlich

So kann die Belkin UltraCharge Pro leider nicht konstant 140 W liefern, sondern drosselte sich bei mir im Test bei +- 69 % Restladung auf 100 W herunter. Auch das Laden der Powerbank geht mit +- 2 Stunden nicht ultraschnell für eine Powerbank dieser Klasse.

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Belkin UltraCharge Pro Powerbank 27000mAh, Power Bank mit Integriertem...

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung und Haptik
  • Integriertes USB-C-Kabel mit ca. 33 cm, ungewöhnlich lang für ein festes Kabel
  • Kleines LCD-Farbdisplay mit Animationen (Akkustand in %, Leistung pro Port)
  • 2x USB-C mit jeweils bis zu 140 W
  • Sehr große PPS-Range mit 3,3 – 21 V, ideal für Samsung und Google Pixel
  • USB PD 3.2 und AVS auf beiden USB-C-Ports, damit sehr zukunftssicher
  • Für 27.000 mAh und 140 W vergleichsweise kompakt und leicht

Kontra

  • Keine konstanten 140 W, Drosselung auf 100 W bereits bei +– 69 % Restladung
  • Ladedauer von +– 2:05 h ist für diese Klasse eher unterdurchschnittlich

Kurzum: Ja, die Belkin UltraCharge Pro ist eine gute, aber auch nicht perfekte Powerbank. Diese ist schick und technisch modern. Allerdings, wenn es dir um die maximale Ladegeschwindigkeit geht, gibt es bessere Modelle im Handel.

KIOXIA EXCERIA PRO G2 im Test: Die schnellste PCIe 5.0 SSD?

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Der Markt für Speicherprodukte ist derzeit ohne Frage „wild“. Ich denke, den meisten von Euch sind hier die Entwicklungen der letzten Monate bekannt.

Passend dazu sind vergleichsweise wenig neue Produkte auf den Markt gekommen. KIOXIA hat nun allerdings eine neue Flaggschiff-Consumer-SSD auf den Markt gebracht, die EXCERIA PRO G2.

Bei der KIOXIA EXCERIA PRO G2 handelt es sich um eine High-End-PCIe-5.0-SSD mit dem Silicon-Motion-SM2508-Controller und BiCS8-TLC-NAND.

Diese Kombination soll bis zu 14.900 MB/s erreichen können.

Wollen wir uns einmal im Test ansehen, ob diese Kombination in der KIOXIA EXCERIA PRO G2 überzeugen kann!

An dieser Stelle vielen Dank an KIOXIA für das Zur-Verfügung-Stellen der PRO G2 für diesen Test.

 

Die KIOXIA EXCERIA PRO G2 im Test

Bei der EXCERIA PRO G2 handelt es sich um eine ganz klassische M.2-NVMe-SSD im 2280er-Format.

Diese setzt auf ein schwarzes PCB und einen schlichten, aber geschmackvollen Aufkleber. Ein Kühlkörper oder Ähnliches liegt nicht bei.

Erfreulicherweise ist die SSD nur einseitig bestückt, was die Notebook-Kompatibilität massiv verbessert.

 

Die Technik der KIOXIA EXCERIA PRO G2

Herzstück der EXCERIA PRO G2 ist der Silicon Motion SM2508. Dieser hat sich in den letzten Monaten zum Quasi-Standard bei PCIe-5.0-SSDs entwickelt, und das aus gutem Grund.

Der SM2508 ist zwar ein High-End-Controller, legt aber im Gegensatz zum älteren Phison E26 auch spürbar Wert auf Energieeffizienz. Gerade beim Einsatz in Notebooks ist dies sehr wichtig!

Silicon Motion SM2508 Controller:

  • Schnittstelle: PCIe Gen5 x4
  • Protokoll: NVMe 2.0
  • Fertigungsprozess: TSMC 6nm FinFET
  • CPU: Quad-Core ARM Cortex-R8 und ein zusätzlicher Cortex-M0 für spezielle Aufgaben
  • 8 NAND-Kanäle
  • Unterstützt 3D-TLC- (Triple-Level Cell) und QLC- (Quad-Level Cell) NAND-Flash-Speicher
  • NAND-Interface-Geschwindigkeiten von bis zu 3.600 MT/s (Megatransfers pro Sekunde)
  • NANDXtend® ECC-Technologie: 4K+LDPC-Fehlerkorrektur für verbesserte Datensicherheit
  • End-to-End Data Path Protection
  • SRAM ECC & CRC Parity
  • DRAM ECC-Unterstützung
  • Security: Hardware-beschleunigte AES-128/256-Verschlüsselung, TCG Opal 2.0, Secure Boot

Kombiniert wird der Controller hier natürlich mit dem hauseigenen BiCS8-TLC-NAND. Andere Hersteller wie Kingston kaufen diesen Speicher bei KIOXIA ein, hier kommt er direkt aus dem eigenen Haus.

KIOXIA BiCS8:

  • TLC-NAND
  • 218 Schichten
  • CBA (CMOS directly Bonded to Array)
  • Interface-Geschwindigkeit über 3,2 Gbit/s

Ergänzt wird das Ganze um einen DRAM-Cache. Bei der 2-TB-Version verbaut KIOXIA 2 GB LPDDR4X-4266.

Entsprechend selbstbewusst sind auch die technischen Daten:

Kapazität Lesend Schreibend
1024GB 14.400 MB/s 12.700 MB/s
2048GB 14.900 MB/s 13.400 MB/s
4096GB 14.900 MB/s 13.700 MB/s

 

Bei den IOPS gibt KIOXIA für unser 2-TB-Testmuster bis zu 2.250.000 IOPS lesend und 1.950.000 IOPS schreibend an. Damit spielt die EXCERIA PRO G2 klar in der obersten Liga mit, zumindest auf dem Papier.

 

Garantie und TBW

Wie bei High-End-SSDs üblich, gewährt KIOXIA 5 Jahre Garantie. Diese endet allerdings vorzeitig, wenn du den TBW-Wert überschreitest.

Dieser liegt bei der EXCERIA PRO G2 bei:

  • 1024GB: 600 TBW
  • 2048GB: 1.200 TBW
  • 4096GB: 2.400 TBW

Das entspricht 600 GB pro GB Kapazität und ist damit der absolut übliche Wert für Consumer-SSDs mit TLC-Speicher. Für den normalen Nutzer ist dieser Wert praktisch nicht zu erreichen. Selbst wenn du jeden Tag 50 GB auf die SSD schreibst, wärst du erst nach über 65 Jahren am Limit.

 

Testsystem

Folgendes Testsystem wurde für die Benchmarks verwendet:

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
  • 16 GB RAM
  • Windows 11 Pro

Es handelt sich hierbei um das gleiche Testsystem wie bei allen anderen SSDs.

 

Benchmarks der KIOXIA EXCERIA PRO G2 (CrystalDiskMark, AS SSD, Anvil’s Storage Utilities)

Beginnen wir den Test mit CrystalDiskMark. CrystalDiskMark ist derzeit der beste Test, um die maximale Leistung eines Speicherlaufwerks zu testen. CrystalDiskMark ist nicht immer ganz alltagsnah, aber es ist der beste Test, um die SSD unter „optimalen“ Bedingungen voll auszureizen und somit die Herstellerangaben zu überprüfen.

Und der Start gelingt der KIOXIA EXCERIA PRO G2 hervorragend!

So erreicht die SSD lesend 14.825 MB/s. Damit erfüllt sie die Herstellerangabe von 14.900 MB/s praktisch punktgenau und setzt sich auf Platz 2 aller bisher von mir getesteten SSDs, nur hauchdünn hinter der Kingston FURY Renegade G5 (14.889 MB/s) und noch vor der Samsung 9100 PRO.

Schreibend sind es 13.305 MB/s. Auch hier liegt die SSD damit auf Herstellerniveau (13.400 MB/s) und in einer Gruppe mit der Samsung 9100 PRO und der Crucial T710, die sich alle innerhalb von rund 240 MB/s bewegen. In der Praxis sind das Unterschiede, die du niemals bemerken wirst.

CrystalDiskMark bietet auch die Möglichkeit, IOPS und Zugriffszeiten zu messen. Dieser Teil des Tests ist etwas speziell und scheint gewisse Hersteller zu bevorzugen. So schneiden hier beispielsweise Samsung-SSDs traditionell ungewöhnlich schlecht ab.

Bei der EXCERIA PRO G2 sehen wir hier 190.390 IOPS lesend und 148.709 IOPS schreibend, was einem Platz im Mittelfeld entspricht. Bei den Zugriffszeiten sieht es mit 0,0481 ms lesend und 0,0148 ms schreibend wieder deutlich besser aus; hier liegt die KIOXIA auf dem Niveau der Kingston FURY Renegade G5 und der Lexar NM1090 PRO.

Erneut: Dieser Teil des Benchmarks ist etwas unzuverlässig, aber ich möchte ihn auch nicht verheimlichen.

In AS SSD zeigt die KIOXIA dann wieder ihre wahre Stärke. 12.122 Punkte bedeuten Platz 2 im gesamten Testfeld, deutlich vor der Crucial T710 (11.666 Punkte), der Lexar NM1090 PRO (11.565 Punkte) und mit massivem Abstand vor der Samsung 9100 PRO (9.258 Punkte).

Zu guter Letzt noch Anvil’s Storage Utilities. Hier erreicht die KIOXIA 35.869 Punkte und landet damit erneut in der absoluten Spitzengruppe, praktisch gleichauf mit der Crucial T710 (35.844 Punkte). Der Lesewert von 16.033 Punkten ist der drittbeste Wert meines gesamten Testfeldes.

Zusammengefasst: In den reinen Datenraten-Benchmarks gehört die KIOXIA EXCERIA PRO G2 zu den zwei bis drei schnellsten SSDs, die ich bisher testen konnte. Und das als 2-TB-Modell, gegen 4-TB-Konkurrenz, die von der höheren Kapazität in der Regel profitiert.

 

PCMark

Bisher haben wir uns nur reine Benchmarks der Datenraten angesehen. PCMark versucht im Gegensatz dazu, etwas alltagsnähere Szenarien abzubilden. Drei Testoptionen stehen dabei zur Verfügung: die „Quick“-Variante, „Data“ und die „volle“ Version. Die „volle“ Version verwendet größere Dateigrößen, was SSDs mit langsameren Schreibgeschwindigkeiten oder aggressiven Schreibcaches schlechter abschneiden lässt.

Und auch hier macht die EXCERIA PRO G2 eine sehr gute Figur.

Im besonders wichtigen „Full“-Benchmark erreicht die SSD 4.318 Punkte und damit den 3. Platz aller bisher getesteten SSDs, knapp hinter der Kingston FURY Renegade G5 (4.351 Punkte) und klar vor der Crucial T710 (4.050 Punkte) sowie der Lexar NM1090 PRO (3.645 Punkte).

Im „Quick“-Test sind es 4.754 Punkte, im „Data Drive“-Test 7.185 Punkte. Beides sind Werte auf dem Niveau der schnellsten SSDs des Testfeldes.

 

3DMark-SSD-Test

Wo PCMark versucht, Alltagssituationen zu simulieren, konzentriert sich der 3DMark-SSD-Test rein auf die Messung von Ladezeiten. Der Test umfasst:

  • Laden von Battlefield™ V vom Start bis zum Hauptmenü
  • Laden von Call of Duty®: Black Ops 4 vom Start bis zum Hauptmenü
  • Laden von Overwatch® vom Start bis zum Hauptmenü
  • Aufzeichnen eines 1080p-Gameplay-Videos bei 60 FPS mit OBS während des Spielens von Overwatch®
  • Installieren von The Outer Worlds® aus dem Epic Games Launcher
  • Speichern des Spielfortschritts in The Outer Worlds®
  • Kopieren des Steam-Ordners für Counter-Strike®: Global Offensive von einer externen SSD auf das Systemlaufwerk

Mit 3.885 Punkten landet die KIOXIA EXCERIA PRO G2 hier erneut im Spitzenfeld und praktisch exakt auf dem Niveau der Crucial T710 (3.890 Punkte) und der Crucial T700.

 

Praxis-Test: Kopier- und Entpackleistung im Detail

Zum Abschluss kopieren wir zwei große Archive auf die SSD und entpacken sie dort. Dieser Test ist repräsentativ für das Installieren von Spielen und Programmen.

  • Datei-Paket A – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands, ca. 52 GB
  • Datei-Paket B – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands, Total War: Warhammer 3 und GW2, ca. 231 GB

Beim kleinen Datenpaket teilt sich die KIOXIA EXCERIA PRO G2 mit 30 Sekunden den ersten Platz mit der Samsung 9100 PRO, der Kingston FURY Renegade G5, der Crucial T710 und der Lexar NM1090 PRO. Schneller geht es aktuell schlicht nicht.

Beim großen Datenpaket benötigt die SSD 134 Sekunden. Damit landet sie auf dem 3. Platz, hinter Samsung und Kingston (jeweils 130 Sekunden), aber vor der Lexar NM1090 PRO (138 Sekunden) und beiden Crucial-Flaggschiffen T700 und T710 (jeweils 141 Sekunden).

Ein sehr gutes Ergebnis, gerade weil hier auch der SLC-Cache und die Schreibleistung mit hineinspielen. Und damit sind wir auch schon beim spannendsten Teil dieses Tests.

 

Der SLC-Cache bei der KIOXIA EXCERIA PRO G2

Ein wirklich entscheidender Punkt bei modernen SSDs ist der sogenannte SLC-Cache. Moderner NAND-Flash-Speicher ist beim Schreiben oft deutlich langsamer, als man es erwarten würde. Die wenigsten SSDs schaffen es, konstant über 2.000 MB/s auf die Zellen zu schreiben; alles, was darüber hinausgeht, ist in der Regel dem SLC-Cache zu verdanken.

Der Grund liegt in der Zelltechnologie. Aktuelle SSDs nutzen TLC- oder QLC-NAND, speichern also 3 bzw. 4 Bit pro Zelle. Je mehr Bits eine Zelle aufnehmen muss, desto komplexer und langsamer wird der Schreibvorgang. Besonders bei QLC-SSDs ist dies extrem.

Die Hersteller nutzen hier einen Trick: Ein Teil der Zellen wird dynamisch so angesteuert, als wäre es SLC-NAND, es wird also nur ein einziges Bit pro Zelle geschrieben. Das geht deutlich schneller, weil weniger präzise Spannungslevel nötig sind. Genau daher kommen die beeindruckenden Schreibraten in den Benchmarks.

Kostenlos ist das aber nicht. Würde die SSD dauerhaft nur ein Bit pro Zelle schreiben, würdest du bei TLC zwei Drittel der Kapazität verlieren. Ist der SLC-Cache also voll, muss die SSD die Daten im Hintergrund umsortieren oder direkt mit der nativen, langsameren TLC-Geschwindigkeit schreiben.

Ich habe die SSD komplett vollgeschrieben, also die vollen 2 TB am Stück. Das Ergebnis:

  • SLC-Cache: ca. 400 GB
  • Datenrate im SLC-Cache: ca. 5.200 MB/s (limitiert durch mein Testverfahren)
  • Datenrate nach dem SLC-Cache: ca. 1.900 – 2.000 MB/s
  • Durchschnitt über die vollen 2 TB: 2.111 MB/s

Das sind hervorragende Werte! Ein Cache von rund 400 GB bei einer 2-TB-SSD ist mehr als üppig; in der Praxis wirst du diesen im normalen Alltag kaum jemals ausreizen.

Noch wichtiger ist aber, was danach passiert: Die KIOXIA hält konstant rund 1.900 bis 2.000 MB/s, und das über mehr als 1,5 TB hinweg, ohne Einbruch. Erst auf dem letzten Prozent der Kapazität, wenn die SSD praktisch randvoll ist, geht die Rate erwartungsgemäß in die Knie.

Im Vergleich zur Konkurrenz:

  • KIOXIA EXCERIA PRO G2 2TB: 2.111 MB/s im Schnitt
  • Crucial T710 2TB: 2.659 MB/s
  • Lexar NM1090 PRO 2TB: 2.655 MB/s
  • Kingston FURY Renegade G5 4TB: 2.496 MB/s
  • Crucial P510 1TB: 1.670 MB/s
  • Samsung 9100 PRO 2TB: 1.666 MB/s
  • KIOXIA EXCERIA PLUS G4 2TB: 1.083 MB/s

Besonders der Vergleich zur Samsung 9100 PRO ist deutlich: Die KIOXIA schreibt im Schnitt rund 27 % schneller, wenn es um wirklich große Datenmengen geht. Praktisch bedeutet das: Die vollen 2 TB waren bei mir in rund 16 Minuten geschrieben.

Damit ist die EXCERIA PRO G2 nicht nur eine schnelle Benchmark-SSD, sondern auch ein hervorragendes Arbeitslaufwerk für große Videoprojekte, RAW-Bilderberge oder das Verschieben kompletter Spielebibliotheken.

 

SM2508 + BiCS8: Eine besonders gute Kombination?

Etwas, das mir über die letzten Tests hinweg aufgefallen ist: Der Silicon Motion SM2508 scheint mit KIOXIAs BiCS8-NAND besonders gut zu harmonieren.

Ich habe mittlerweile vier SSDs mit diesem Controller im Testfeld. Die KIOXIA EXCERIA PRO G2 und die Kingston FURY Renegade G5 setzen auf BiCS8, die Crucial T710 und die Lexar NM1090 PRO auf Micron-NAND. Und in den alltagsnahen Benchmarks liegen durchgehend die beiden BiCS8-Modelle vorne – in PCMark, in AS SSD und auch beim Entpacken großer Archive.

Ganz so einfach ist es aber nicht. Die Lexar NM1090 PRO nutzt Microns ältere 232-Layer-Generation, die Crucial T710 dagegen den neueren 276-Layer-Speicher. Ein Teil des Abstands ist also schlicht dem NAND-Alter geschuldet. Und beim konstanten Vollschreiben drehen sich die Verhältnisse sogar: Hier liegen die T710 und die NM1090 PRO mit rund 2.650 MB/s vor der KIOXIA mit 2.111 MB/s.

Dennoch, die Kombination aus SM2508 und BiCS8 wirkt bei Zugriffszeiten, gemischten Lasten und der Effizienz spürbar runder. Beim stumpfen Dauerschreiben hat Microns G9 dagegen die Nase vorn.

 

Fazit: KIOXIA liefert ab

Die KIOXIA EXCERIA PRO G2 ist eine herausragende High-End-SSD und derzeit eines der besten Modelle am Markt.

Lesend erreicht die SSD 14.825 MB/s und damit den zweiten Platz aller bisher von mir getesteten SSDs. In AS SSD ist es ebenfalls Platz 2, in Anvil’s und PCMark Platz 3, im Entpack-Test sogar der geteilte erste Platz beim kleinen Datenpaket.

Die Unterschiede zur aktuellen Nummer 1, der Kingston FURY Renegade G5, liegen durchweg im Bereich weniger Prozent und damit in einem Bereich, den du in der Praxis niemals bemerken wirst. Dabei tritt die KIOXIA hier als 2-TB-Modell gegen ein 4-TB-Modell an, was ihr Ergebnis noch einmal aufwertet.

Richtig stark ist die EXCERIA PRO G2 beim konstanten Schreiben. Rund 400 GB SLC-Cache und danach konstante 1.900 bis 2.000 MB/s sind ein sehr gutes Ergebnis, gerade im Vergleich zur Samsung 9100 PRO, die hier klar den Kürzeren zieht. Wenn du regelmäßig große Datenmengen bewegst, ist das der Punkt, der im Alltag am meisten zählt.

Bleibt am Ende nur ein Thema, und das ist der Preis. Der Speichermarkt ist aktuell – sagen wir es freundlich – schwierig. Wenn du die KIOXIA EXCERIA PRO G2 zu einem fairen Preis bekommst, ist sie derzeit eine der besten SSDs am Markt.

Wir haben hier ein „Top 3“-Modell!

Blackview DCM5 im Test: Dual-Monitor-Erweiterung mit zwei 14-Zoll-Displays fürs Notebook

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Mehrere Monitore können die Produktivität massiv steigern. Bei einem herkömmlichen Schreibtisch-Aufbau ist das auch überhaupt kein Problem.

Unterwegs mit Notebooks sieht die Welt allerdings anders aus. Hier musst du auf portable Monitore zurückgreifen. Diese gibt es als einzelne Geräte, wie von Arzopa, ASUS oder Dell, es gibt aber auch exotischere Ansätze, welche oftmals direkt am Deckel deines Monitors befestigt werden.

Blackview bietet mit dem DCM5 ein System zur Monitor-Erweiterung, das ebenfalls auf einen etwas exotischeren Aufbau setzt. So haben wir hier gleich zwei 14-Zoll-Displays, welche an den Deckel deines Notebooks angeklemmt werden.

Hierdurch sind diese „bündig“ zu deinem Notebook-Display, was für die Produktivität ideal ist.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Blackview DCM5 Laptop-Bildschirmerweiterung überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Blackview für das Zurverfügungstellen des DCM5 für diesen Test.

 

Die Blackview DCM5 Laptop-Bildschirmerweiterung im Test

Bei dem DCM5 handelt es sich nicht einfach nur um einen portablen Monitor, sondern um ein „System“.

So haben wir hier zwei 14-Zoll-Displays, welche seitlich an einer Mittel-Platte angebracht sind. Diese „Mittel-Platte“ lässt sich ausziehen und „klammert“ sich an den Deckel deines Notebooks. Hierdurch werden die beiden 14-Zoll-Displays links und rechts von deinem Notebook-Display positioniert.

Der Mechanismus für das „Klammern“ ist so gebaut, dass er universell zu Notebooks mit 13 bis 17,3 Zoll Display passt. Ich kann bestätigen, dass das DCM5 mit einem MacBook Air wie auch einem Framework 16 funktioniert.

Erfreulicherweise musst du nichts permanent an deinem Notebook befestigen. Ich hatte schon vergleichbare Systeme, bei denen du z. B. Magnete am Deckel befestigen musst – das ist hier nicht der Fall.

Nutzt du die Bildschirmerweiterung nicht, ist von dieser an deinem Notebook auch nichts zu merken.

 

Anschlüsse und Stromversorgung

Ein wichtiger Punkt ist die Frage, wie die beiden 14-Zoll-Displays mit Strom und Signal versorgt werden. Grundsätzlich werden die Displays via USB C mit Strom und Bildinformationen versorgt.

Wir haben insgesamt 3 USB-C-Ports. Einen „Datenport“ pro Display und einen zusätzlichen USB-C-Port für eine gesonderte Stromquelle.

Es ist auch möglich, die Displays über die USB-C-Datenports mit Strom zu versorgen, dann „saugen“ diese aber am Akku deines Notebooks. Willst du dies nicht, kannst du entweder ein USB-C-Netzteil oder eine Powerbank nutzen.

Um beide Displays gleichzeitig zu verwenden, muss dein Notebook zwei USB-C-Ports mit Bildschirmausgabe haben. Alternativ geht auch 1x USB C und 1x HDMI mit einem Adapterkabel.

 

Bildqualität

Grundsätzlich sind beide 14-Zoll-Panels des DCM5 identisch. Diese setzen auf die IPS-Technologie und eine Auflösung von Full HD „1080p“.

Die Qualität der beiden Displays ist OK. Wir haben hier keine „MacBook“-Display-Qualität, sondern sehr einfache Displays. Dies sehen wir dann auch bei den Messwerten.

  • 65 % sRGB
  • 48 % AdobeRGB
  • 48 % DCI-P3
  • IPS-Panel
  • 660:1 Kontrast
  • 248 cd/m² Helligkeit

Mit einer 65-%-Abdeckung des sRGB-Farbraums ist die Farbdarstellung eher „bescheiden“. Wir sind hier auf dem Level eines 4 bis 8 Jahre alten Office-Notebooks. Allerdings für Office-Anwendungen ist das Display absolut passabel.

Bei Word-Dokumenten, Tabellen und dem üblichen Scrollen im Web machen die Displays einen ausreichend guten Job. Für Fotobearbeitung würde ich diese allerdings auf keinen Fall nutzen.

 

Helligkeit, je nach Stromversorgung

Wichtig, die maximale Helligkeit des DCM5 hängt von der Stromversorgung ab.

  • 188 cd/m² ohne gesondertes USB-C-Netzteil
  • 248 cd/m² mit USB-C-Netzteil

Nutzt du dein Notebook zur Stromversorgung der Displays, liegt die maximale Helligkeit bei +- 188 cd/m².

188 cd/m² sind nicht übermäßig viel, aber in Kombination mit den matten Panels für Innenräume meist knapp ausreichend.

Etwas heller wird es, wenn du die Displays über den gesonderten USB-C-Port mit einer eigenen Stromquelle ausstattest. Hier kam ich auf 248 cd/m².

248 cd/m² in Kombination mit den matten Panels ist in Innenräumen ausreichend. Allerdings liegen wir hier etwas unter der Herstellerangabe von 300 cd/m².

 

„Stereo“-Sound

Auf der Rückseite des DCM5 findet sich ein Lautsprecher, der witzigerweise mit „Stereo Sound“ beschriftet ist. Nein, so funktioniert Stereo nicht, Blackview.

Offen gesagt, der Lautsprecher klingt auch sehr traurig … 99,9 % aller Notebooks werden bessere Lautsprecher integriert haben.

 

Stromverbrauch

Versorgst du die Displays über dein Notebook, benötigen diese pro Stück +- 5 W bei maximaler Helligkeit.

Beim Nutzen eines gesonderten Netzteils kommen wir auf +- 6,5 W pro Display.

 

In der Praxis sehr ordentlich!

Erfreulicherweise funktioniert die DCM5 Displayerweiterung in der Praxis aber recht gut. Gerade die Halterung funktioniert besser als erwartet. Klar, du brauchst einen flachen Untergrund, aber ist dieser gegeben, hält der DCM5 gut am Notebook und die Stütze macht einen guten Job zu verhindern, dass dein Display nach hinten kippt.

Die Bildschirmqualität ist zwar nicht überragend, aber ausreichend, wenn es darum geht, zusätzliche Dokumente oder Tabellen im Blickfeld geöffnet zu haben.

Von allen dualen Bildschirmerweiterungen, die ich in den Fingern hatte, ist die Blackview DCM5 die bislang beste, was die Nutzung im Alltag angeht.

 

Fazit

Kommen wir zum Fazit, und das fällt beim Blackview DCM5 durchaus zwiespältig aus. Zunächst ist wichtig festzuhalten: Bei dem DCM5 handelt es sich um ein sehr spezielles und exotisches Produkt. Zwei 14-Zoll-Displays, die du seitlich an den Deckel deines Notebooks klemmst, sind eben keine Lösung für jeden.

Du musst für dich selbst ehrlich beantworten, ob du solch eine duale Bildschirmerweiterung wirklich benötigst. Für viele wird ein einzelner, portabler Monitor die praktischere und günstigere Lösung sein. Wer aber tatsächlich unterwegs zwei zusätzliche Displays braucht, um etwa Tabellen, Dokumente oder Kommunikations-Tools dauerhaft im Blickfeld zu haben, für den kann der DCM5 durchaus Sinn ergeben.

Denn hast du dich für dieses Konzept entschieden, macht der Blackview vieles richtig. Die Halterung funktioniert in der Praxis besser als erwartet und hält auf einem flachen Untergrund gut am Notebook und verhindert zuverlässig, dass die Displays nach hinten kippen. Auch dass du nichts permanent an deinem Notebook befestigen musst, ist ein dickes Plus.

Die Bildqualität ist mit 65-%-sRGB-Abdeckung und maximal 248 cd/m² zwar kein Highlight und für Fotobearbeitung ungeeignet, für Office-Aufgaben, Tabellen und das übliche Arbeiten reicht sie aber vollkommen aus. Über den „Stereo Sound“-Lautsprecher sprechen wir an dieser Stelle lieber nicht.

Unterm Strich gilt: Von allen dualen Bildschirmerweiterungen, die ich bislang in den Fingern hatte, ist die Blackview DCM5 die bislang beste, was die Nutzung im Alltag angeht. Das ist ein ehrliches Kompliment. Ob du solch ein exotisches System aber wirklich brauchst, das musst du am Ende selbst entscheiden.

AUTO-VOX Solar 3A Plus im Test: kabellose Rückfahrkamera mit Solar-Akku zum Nachrüsten

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Die meisten neuen Autos verfügen über eine praktische Rückfahrkamera. Hast du allerdings ein älteres oder einfaches Auto, dann fehlt diese Funktion leider oft.

Ein Nachrüsten ist zwar oft möglich, erfordert aber in der Regel größere Modifikationen.

AUTO-VOX bietet mit der Solar 3A Plus aber ein interessantes System an, welches sich von jedermann nachrüsten lässt.

So besteht dieses aus einer Kamera, welche an der Nummernschildhalterung befestigt wird, wie auch einem Display für den Innenraum.

Dabei kommunizieren die Kamera und das Display kabellos und die Kamera nutzt einen Akku + Solarpanel für die Stromversorgung. So kannst du ohne permanente Modifikationen universell in jedem Auto einfach eine Rückfahrkamera nachrüsten – in der Theorie!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert dies hier auch so gut? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an AUTO-VOX für das zur Verfügung stellen des Solar 3A Plus Systems.

 

Kabellose Rückfahrkamera zum Nachrüsten

Bei der AUTO-VOX Solar 3A Plus handelt es sich im Kern um zwei Komponenten. Auf der einen Seite haben wir das 7,2 Zoll Innen-Display. Dieses wird über eine Halterung im Innenraum installiert und über den Zigarettenanzünder mit Strom versorgt.

Auf der anderen Seite haben wir die Kamera. Diese wird oberhalb oder unterhalb des Nummernschilds montiert. Bei dieser handelt es sich um ein längliches und schmales Modul mit integriertem Akku.

Diese Kamera kommuniziert kabellos mit dem Display im Inneren. Der verbaute Akku soll dabei 3-4 Monate ausreichen. Allerdings haben wir auch ein kleines Solarpanel integriert. Wie viel dieses aber bringt, hängt von der Jahreszeit ab und davon, wo du dein Auto parkst. Ein ähnliches Prinzip kennst du vielleicht schon von Überwachungskameras, wie ich es beim Test der eufy SoloCam S40 mit integriertem Solarpanel gesehen habe.

Sollte der Akku doch einmal leer werden, wird dieser via USB C geladen.

 

Stromversorgung im Inneren

Um das Innendisplay mit Strom zu versorgen, legt AUTO-VOX einen entsprechenden KFZ Zigarettenanzünder Adapter bei.

Daher wird bei der Nutzung der Rückfahrkamera der Zigarettenanzünder blockiert. Dies kann ein Nachteil sein, solltest du diesen für etwas anderes benötigen – etwa für ein KFZ-Ladegerät mit USB C.

Immerhin hat der beiliegende Adapter einen USB A Port, den du z.B. für dein Smartphone nutzen kannst. Dieser liefert aber „nur“ 5V/3A. Nicht furchtbar, aber auch kein Schnellladen.

 

Ein-/Ausschalten in der Praxis

Aber wie funktioniert das System in der Praxis? Die Rückfahrkamera läuft natürlich nicht permanent während der Fahrt.

Am KFZ Zigarettenanzünder Stecker findet sich eine Taste. Drückst du diese, schaltet sich das Display ein.

Dieses bleibt dann für 120s oder 240s aktiv und zeigt das Bild der Rückfahrkamera. Danach geht das Display/die Kamera wieder in den „Schlafmodus“. Du musst also vor dem Zurückfahren einmal die Taste drücken, um das Bild zu sehen.

Es ist auch möglich, das Bild konstant eingeschaltet zu lassen. Dies kannst du im Menü einstellen.

 

Bildqualität und Blickwinkel

AUTO-VOX bewirbt die Solar 3A Plus mit einer Auflösung von 1080p. Grundsätzlich liefert die Kamera ein sehr breites Bild, passend zum 140 Grad Blickwinkel. Du siehst also durchaus alles, was sich hinter deinem Auto abspielt.

Die Qualität ist dabei ordentlich, aber auch nicht absolut fantastisch. Diese reicht bei Tag und Nacht aus, um zu erkennen, was passiert. Bei Tag haben wir ein Farbbild, bei Nacht schwarz/weiß mit IR LEDs.

Es kann aber etwas trickreich sein, Abstände genau zu erkennen, da wir hier schon eine leichte Verzerrung haben. Zudem gibt es nicht diesen „Pieper“, der dir akustisch Hilfe gibt.

Dennoch ist natürlich die Kamera schon eine große Hilfe.

 

Gute Signalqualität

Erfreulicherweise ist die Signalqualität von der Kamera zum Innenmodul recht stark. Diese übertrifft die Länge eines normalen PKW doch deutlich.

 

Auch Aufnahmen möglich

Es ist auch möglich, Aufnahmen mit der Rückfahrkamera zu tätigen. Hierfür musst du dies im Menü einstellen und eine microSD Speicherkarte einsetzen. Eine vollwertige Dashcam ersetzt dies natürlich nicht, praktisch ist die Funktion aber allemal.

Fazit

Die AUTO-VOX Solar 3A Plus ist eine überaus spannende Lösung für alle, die eine Rückfahrkamera nachrüsten möchten, ohne das halbe Auto auseinanderbauen oder Kabel quer durch den Innenraum ziehen zu müssen. Der Ansatz mit dem integrierten Akku und dem kleinen Solarpanel an der Kamera ist clever und macht die Installation wirklich kinderleicht, ganz ohne permanente Modifikationen am Fahrzeug.

Im Alltag macht das System einen soliden Job. Die 1080p-Bildqualität reicht bei Tag und Nacht (dank IR-LEDs) völlig aus, um Hindernisse sicher zu erkennen. Allerdings musst du mit einer leichten Verzerrung durch den breiten 140-Grad-Blickwinkel leben, die das exakte Einschätzen von Abständen anfangs etwas knifflig macht, zumal es kein akustisches Warnsignal (Pieper) gibt.

Ein wichtiger Punkt vor dem Kauf, da die Kamera nicht an das Rückfahrlicht gekoppelt ist, schaltet sich das System beim Einlegen des Rückwärtsgangs nicht vollautomatisch ein. Der Griff zur Taste am Zigarettenanzünder-Adapter wird also vor jedem Einparken zur Routine. Immerhin hat AUTO-VOX mitgedacht und dem Stecker einen 5V/3A USB-Port spendiert, damit du dein Smartphone weiterhin laden kannst.

Kurzum: Suchst du eine perfekt integrierte Lösung wie ab Werk, bist du hier falsch. Suchst du aber den absolut einfachsten, schnellsten und unkompliziertesten Weg, dein älteres Auto mit einer Rückfahrkamera auszustatten, dann ist die AUTO-VOX Solar 3A Plus eine sehr empfehlenswerte und praktische Nachrüst-Lösung!

Anker Soundcore Liberty 5 Pro im Test: Die besten ANC-In-Ears auf dem Markt?

Es ist ein offenes Geheimnis, dass es bei modernen Bluetooth-Ohrhörern und Kopfhörern nicht nur auf gute Lautsprechertreiber und ein gutes Audio-Design ankommt, sondern auch auf den DSP, Verstärker und diverse Algorithmen.

Hier gab es eine kleine Überraschung, denn Anker setzt bei seinen neuen Soundcore-Ohrhörern auf einen Chip „made in Germany“, den Thus-KI-Chip.

Eines der ersten Modelle mit diesem Chip ist der Soundcore Liberty 5 Pro. Bei dem Soundcore Liberty 5 Pro handelt es sich um Bluetooth-Ohrhörer der Oberklasse. Entsprechend sollen diese nicht nur mit einem besonders guten Klang punkten, sondern auch mit einem hervorragenden ANC, starkem Akku und diversen weiteren Features.

Wollen wir uns die Soundcore Liberty 5 Pro einmal im Test ansehen! An dieser Stelle vielen Dank an Anker für das Zurverfügungstellen der Soundcore Liberty 5 Pro für diesen Test.

 

Die Soundcore Liberty 5 Pro im Test

Bei den Liberty 5 Pro handelt es sich um High-End-Bluetooth-Ohrhörer, was wir auch bereits am Design der Ladebox sehen. So ist diese recht aufwendig gestaltet. Der Deckel wird nicht einfach aufgeklappt, sondern nach hinten weggeschoben.

Der Mechanismus wirkt sehr gut und hochwertig gemacht. Sicherlich das Auffälligste an der Ladebox ist aber das Display auf der Front mit Touch. Dieses zeigt dir nicht nur detailliert den Ladestand an, sondern erlaubt dir auch das Anpassen diverser Einstellungen außerhalb der App.

Durch diesen etwas aufwendigeren Aufbau ist die Ladebox allerdings auch etwas größer, mit 61 x 62 x 28 mm. Allerdings ist diese auch nicht „riesig“. Die Akkubox kann die Ohrhörer unterwegs ca. 3-mal komplett aufladen, ehe sie auch ans Netz muss. Dabei kann die Ladebox wahlweise via USB-C oder auch kabellos geladen werden.

Mit einer Ladung halten die Ohrhörer praktisch ca. 12 Stunden ohne ANC durch und rund 5,5 bis 6 Stunden mit ANC. ANC hat also eine recht große Auswirkung auf die Laufzeit. Die Ohrhörer selbst nutzen eine recht interessante Form. So sind diese zunächst vergleichsweise groß, zum anderen haben sie fast eine „Bananenform“. Dabei ist das Design aber schlicht und geschmackvoll.

 

Tragekomfort, groß, aber gut?

Die Liberty 5 Pro sind relativ große Ohrhörer. Zwar sitzen diese gut in meinen Ohren, Halt usw. ist ziemlich perfekt, aber sie sind auch nicht komplett „unsichtbar“. Du spürst schon, dass du etwas in den Ohren stecken hast.

Auch könnte ich mir vorstellen, dass die Ohrhörer für Nutzer mit besonders kleinen Ohrkanälen tendenziell etwas mehr drücken könnten. Ich würde unterm Strich den Tragekomfort mit einer „2“ bewerten: gut, aber auch nicht „perfekt“.

 

Starkes ANC!

Einen Kernpunkt des Marketings halten die Soundcore Liberty 5 Pro ganz klar ein und das betrifft das ANC, also das Unterdrücken von Hintergrundgeräuschen. Das ANC lässt sich bei den Liberty 5 Pro in mehreren Stufen steuern.

Auf der höchsten Stufe (Stufe 5) ist das ANC das mit Abstand stärkste, das ich bislang bei Ohrhörern gehört habe! So werden hier nicht nur einfache Geräusche unterdrückt, wie das Surren von Lüftern, Motoren usw., selbst Stimmen und andere „komplexere“ Geräusche werden sehr stark reduziert oder sogar komplett entfernt. Beeindruckend!

Die Soundcore Liberty 5 Pro übertreffen hier auch die Apple AirPods Pro. Allerdings gibt es auf der höchsten Stufe ein leichtes Druckgefühl, das vom ANC ausgeht. Dieses wird auf niedrigeren Stufen natürlich weniger. Allerdings ist es selbst auf der Maximalstufe nicht „extrem“. Das ANC ist also extrem gelungen!

Erfreulicherweise ist auch der Transparenz-Modus sehr ordentlich! Dieser ist zwar nicht ganz so transparent und natürlich wie bei den AirPods Pro, aber er ist einer der besten, den ich bislang gehört habe. So werden Hintergrundgeräusche praktisch ohne Verzögerung durchgeleitet. Sollte der Thus-KI-Chip für die Leistung im ANC-/Transparenz-Modus verantwortlich sein, hat sich dieser für Anker auf jeden Fall gelohnt.

 

Die Soundcore App

Ohne die Soundcore App verschenkst du bei den Liberty 5 Pro einen guten Teil des Funktionsumfangs; entsprechend würde ich dir zur Installation raten. Der für mich wichtigste Punkt zuerst, du kannst den Klang der Ohrhörer recht umfangreich anpassen. Neben einem 8-Band-Equalizer und mehreren fertigen Presets, unter anderem für kräftigen Bass, klare Stimmen und eine ausgewogene Abstimmung, findest du hier HearID 5.0.

Dahinter steckt ein kleiner Hörtest, bei dem du auf Töne unterschiedlicher Frequenzen reagierst, woraus die App anschließend ein persönliches Klangprofil erstellt. Dazu kommt eine ganze Reihe weiterer Einstellungen. Die ANC-Stufen und der Transparenz-Modus lassen sich hier ebenso fein justieren wie die Belegung der Touch-Steuerung.

Ebenfalls mit an Bord sind Multipoint für bis zu drei gleichzeitig verbundene Geräte, LDAC für die höhere Bluetooth-Auflösung und Dolby Audio inklusive Head-Tracking, bei dem sich die Klangbühne mit deiner Kopfbewegung mitbewegt. Letzteres ist wie so oft Geschmackssache und funktioniert je nach Musikrichtung unterschiedlich gut. Etwas ungewöhnlicher ist die Sprachsteuerung. Die Liberty 5 Pro verstehen rund 20 feste Sprachbefehle direkt auf dem Ohrhörer, also ohne Umweg über Handy oder Internet, und das erfreulicherweise auch auf Deutsch.

Dazu gesellt sich mit „Anka“ ein eigener Sprachassistent von Soundcore. Für Vieltelefonierer gibt es außerdem eine „Clear Calls“-Option, die die Stimmisolation in lauten Umgebungen noch einmal verstärkt.

 

Klang der Liberty 5 Pro

Beginnen wir mit einem wichtigen Punkt: Die Klangsignatur der Liberty 5 Pro schwankt stark, je nach ANC-Modus bzw. ob das ANC ein- oder ausgeschaltet ist.

Ohne ANC klingen die Liberty 5 Pro „neutraler“ und balancierter, mit ANC wirken sie deutlich bassstärker und „aggressiver“. Bei den Höhen gibt es zunächst keine großen Unterschiede. Die Höhen sind ziemlich perfekt. Diese sind klar, sauber, mit einer guten Brillanz. Dabei sind diese aber auch nicht zu stechend und auch nicht „schrill“, auch wenn es hier und da schon kleinere Spitzen gibt. Für meinen Geschmack sind die Höhen aber super! Bei den Mitten hingegen müssen wir massiv zwischen ANC Ein und ANC Aus unterscheiden. Ohne ANC haben die Liberty 5 Pro solide Mitten.

Musik klingt gut gefüllt und vollmundig. Stimmen werden sehr schön abgebildet und alles klingt sehr rund. Mit ANC ändert sich das ein gutes Stück und die Mitten werden stark abgesenkt. Hierdurch haben wir einen extremen Hoch-Tief-Kontrast. Musik klingt etwas „leerer“ und „cleaner“ in den Mitten. Allerdings betont das extrem den Bass! Grundsätzlich sind der Tiefgang und das Bassvolumen der Liberty 5 Pro einfach geil! Diese liefern einen herausragend guten und tiefen Bass. Liebst du Bass, wirst du auch die Liberty 5 Pro lieben. Dabei sind der Tiefgang und auch die Menge an Bass mit ANC und ohne ANC ähnlich.

Da allerdings mit ANC die Mitten abgesenkt werden, wirkt der Bass mit ANC deutlich wuchtiger und ausgeprägter. Hier sind die Liberty 5 Pro glatt kleine Bass-Bomber. Auch ohne ANC haben die Ohrhörer einen sehr starken Bass, aber dieser wirkt etwas natürlicher und weniger extrem. Grundsätzlich würde ich sagen, ohne ANC sind dies klanglich die stärksten Bluetooth-Ohrhörer, die ich in den Fingern hatte! Hier klingen die Liberty 5 Pro einfach herausragend.

Wunderbar klare Höhen, sehr schöne Mitten und ein Bass, der sehr kräftig und knackig ist. Perfekt! Mit ANC (vor allem auf den höheren Stufen) klingen die Liberty 5 Pro weiterhin sehr gut, aber etwas weniger natürlich und etwas „wilder“ und extremer. Das ist letztendlich aber auch stark Geschmackssache. Bedenke, dass du den Klang auch noch via EQ recht stark anpassen kannst, wenn du dies wünschst. Weitere Pluspunkte gibt es für die Pegelfestigkeit.

Die Liberty 5 Pro können sehr laut spielen und halten auch bei maximaler Lautstärke ihre Qualität und das Bass-Level bei.

 

Der Frequenzgang im Detail

Da sich der Klang je nach ANC-Modus so deutlich ändert, habe ich den Frequenzgang zweimal gemessen: einmal mit aktivem ANC und einmal ohne. Ohne ANC bekommst du eine für Bluetooth-Ohrhörer erstaunlich saubere Kurve. Der Bass reicht komplett runter bis 20 Hz und darunter, ohne dass er abfällt; das ist genau der Tiefgang, den du beim Hören auch spürst.

Über den Mitten liegt er dabei bei rund 5 bis 6 dB, also spürbar betont, aber eben nicht übertrieben. Die Mitten selbst verlaufen ohne Zacken und steigen ab etwa 1,5 kHz sanft zu einer breiten Erhebung bei 3 kHz an, genau der Bereich, der Stimmen Präsenz gibt. Genau das hörst du: vollmundig, rund, natürlich. Schaltest du das ANC ein, wird aus der Kurve eine ganz andere Baustelle. Der Bass bleibt praktisch unverändert, bei 20 und 30 Hz liegen beide Messungen weniger als 1 dB auseinander.

Der komplette Bereich zwischen 300 Hz und 1,3 kHz sackt dagegen um 9 bis 10 dB ab, das Minimum liegt bei etwa 470 Hz. Der Bass wird also nicht lauter, die Mitten werden leiser. Genau deshalb wirkt derselbe Bass mit ANC wuchtiger und die Musik gleichzeitig „leerer“ und „cleaner“ in den Mitten. Dein Höreindruck ist hier messtechnisch punktgenau.

 

Fazit

Die Soundcore Liberty 5 Pro sind ein kleines Statement von Anker. So machen die Ohrhörer in den Kernpunkten extrem viel richtig! Das ANC ist schlicht das beste, das ich bislang bei Bluetooth-Ohrhörern gehört habe, und das schließt die AirPods Pro mit ein. Selbst Stimmen und komplexere Geräusche werden auf der höchsten Stufe massiv reduziert, teilweise komplett entfernt.

Dazu kommt ein Transparenz-Modus, der zu den besten gehört, die mir bisher untergekommen sind. Klanglich sind die Liberty 5 Pro ohne ANC auch die stärksten Bluetooth-Ohrhörer, die ich bislang in den Fingern hatte. Klare Höhen, saubere Mitten und ein herausragend tiefer, kräftiger Bass, der bis unter 20 Hz reicht, ohne abzufallen.

Das bestätigt auch die Messung. Mit aktivem ANC ändert sich die Abstimmung deutlich. Die Mitten sacken messbar um rund 9 bis 10 dB ab, wodurch der Bass wuchtiger wirkt und die Musik gleichzeitig etwas leerer und aggressiver klingt.

 

Pro:

  • Bestes ANC am Markt
  • Sehr guter Transparenz-Modus
  • Herausragender Klang ohne ANC
  • Toller Tiefgang und Bass
  • Ladebox mit Touch-Display
  • Umfangreiche App mit LDAC und Multipoint

Kontra:

  • Klangsignatur ändert sich mit ANC deutlich
  • Große Ohrhörer und Ladebox
  • Leichtes Druckgefühl auf ANC-Stufe 5

 

Bassfans wird das gefallen. Immerhin lässt sich das über den Equalizer in der App wieder ein gutes Stück geradebiegen. Auch der Tragekomfort ist gut, aber nicht perfekt. Die Ohrhörer sind recht groß und du spürst schon, dass du etwas im Ohr hast. Unterm Strich sind die Soundcore Liberty 5 Pro für 179 € eine klare Empfehlung! Du bekommst hier das beste ANC am Markt, umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten und einen herausragenden Klang.