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Dell XPS 14 / 16 2026 + Linux?

Mittlerweile nutze ich auf sehr vielen meiner PCs und Notebooks Linux als Betriebssystem. Vermutlich würde ich sogar mit allen meinen Systemen auf Linux wechseln, wären da nicht die Adobe-Anwendungen.

Ich habe mir nun vor Kurzem das Dell XPS 16 DA16260 gekauft.

Zwar bietet Dell normalerweise einen recht guten Linux-Support, dies sogar sehr oft offiziell. Leider gilt das aber nicht für die 2026er XPS-Modelle, welche laut Dell kein Linux unterstützen.

Aber das ist nur die offizielle Aussage. Wie sieht es in der Praxis aus? Gibt es hier Probleme oder laufen die bekannten Distributionen alle problemlos?

 

Exotische Hardware

Ich habe die meisten meiner Tests am XPS 16 DA16260 durchgeführt. Allerdings ist das XPS 14 DA14260 sehr ähnlich, so ähnlich, dass ich davon ausgehe, dass viele meiner Schlüsse 1 zu 1 auf dieses angewendet werden können.

Beide XPS-Modelle nutzen in vielen Punkten etwas „exotischere“ Hardware. Zum einen sind die Intel Panther Lake CPUs noch recht neu, zum anderen haben wir gerade beim Trackpad und den Lautsprechern ein etwas exotischeres Setup.

Und wenn es um Linux-Support geht, ist „Standard-Hardware“ meist das Beste und Einfachste.

 

Live-Test

Ich habe mir folgende Linux-Distros im „Live“-Modus angesehen, um zu schauen, ob passende Treiber von Haus aus mitgebracht werden:

Ubuntu 26.04 LTS, sieht gut aus!

Erfreulicherweise kann ich berichten, dass Ubuntu 26.04 LTS und die XPS-Modelle soweit weitestgehend funktionieren.

  • WLAN funktioniert
  • Trackpad funktioniert
  • Lautsprecher funktionieren
  • Webcam funktioniert nicht

Zunächst ließ sich Ubuntu problemlos starten und alle wichtigen „Basis-Treiber“ sind da. Heißt, Display, Trackpad, Tastatur, WLAN usw. funktionieren „out of the Box“.

Auch die Lautsprecher und das Audio-Setup funktionierten grundsätzlich. Es scheinen alle 4 Lautsprecher zu laufen und auch die Lautstärke ist voll da.

Allerdings ist der Klang weniger gut als unter Windows. Ich nehme an, dass unter Windows automatisch ein EQ und andere Sound-Verbesserer angewendet werden. Das ist unter Linux nicht der Fall.

Ich halte es allerdings für möglich, dass du mit einem manuellen EQ über diverse Apps den Klang +- auf das Windows-Level bekommen kannst. Die Hardware wird anscheinend korrekt angesprochen.

Auffällig war allerdings, dass das Trackpad nicht ganz so weich (von der Zeiger-Animation) läuft, aber das halte ich für kein Drama.

Das Einzige, was gar nicht „Out of the Box“ wollte, war die Webcam. Diese wurde von Ubuntu 26.04 LTS nicht erkannt.

Abseits von der Webcam halte ich Ubuntu 26.04 in Kombination mit dem XPS 14 und 16 2026 für nutzbar.

Fedora 43

Das 2026 Dell XPS 14 oder 16 und Fedora 43 ist keine gute Idee. Hier haben wir einige Baustellen.

  • WLAN funktioniert nicht
  • Trackpad funktioniert nicht
  • Lautsprecher funktionieren nicht
  • Webcam funktioniert nicht

Vielleicht lassen sich einige dieser Punkte fixen, aber das erfordert einiges an Arbeit, um das XPS nutzbar mit Fedora 43 zu machen.

Fedora 44 (Beta 1)

Fedora 44 ist schon etwas besser als Fedora 43.

  • WLAN funktioniert
  • Trackpad funktioniert
  • Lautsprecher funktionieren nicht
  • Webcam funktioniert nicht

So funktionieren hier die Basis-Features, WLAN, Eingabegeräte usw. Allerdings funktionieren die Lautsprecher und die Webcam nicht.

Manjaro (Ende April)

Bei Manjaro sehen wir ein sehr ähnliches Bild wie bei Fedora 44.

  • WLAN funktioniert
  • Trackpad funktioniert
  • Lautsprecher funktionieren nicht
  • Webcam funktioniert nicht

Die „Basis-Hardware“ läuft, aber Lautsprecher und Webcam werden nicht erkannt.

In der Praxis mit Ubuntu

Nach den ersten Tests mit Live-„Installationen“ habe ich mich klar für Ubuntu 26.04 LTS entschieden. Wie läuft dieses in der Praxis mit den neuesten Updates (Anfang Mai)?

Hier gibt es Licht und Schatten. Grundsätzlich läuft Ubuntu 26.04 LTS auf dem XPS 16, aber es gibt kleinere Kinderkrankheiten.

So wird die Webcam weiter nicht erkannt und ich habe jetzt keine Möglichkeit gefunden, diese zum Laufen zu bringen. Für mich ist das jetzt aber nicht soo tragisch.

Abseits davon läuft Ubuntu 26.04 LTS erst einmal problemlos. Ich konnte keine Abstürze oder Ähnliches beobachten, mit einer Ausnahme, dem Standby-Modus.

Der Standby-Modus funktioniert an sich auch, aber nach diesem kann es passieren, dass das Notebook „unsauber“ läuft, als würde das Display des XPS auf 20 Hz hängen bleiben.

Ich habe die OLED-Version des XPS 16, welche ein OLED mit variabler Bildrate zwischen 20 und 120 Hz mitbringt. Nach dem Standby laufen Animationen und der Mauszeiger einfach „ruckeliger“, als wäre das Display auf 20 Hz eingefroren.

Ähnliches gibt es auch in den Live-Starts von den USB-Sticks, aber das Problem war nach einem Update/Upgrade eigentlich verschwunden.

Ich habe die Vermutung, dass dies eventuell mit der Intel Arc GPU zusammenhängt, welche ja noch sehr neu ist. Ich bin da also recht zuversichtlich, dass dieses Problem verschwindet mit zukünftigen Updates.

Denn abseits davon (und der Webcam) läuft es gut unter Ubuntu.

 

Fazit

Die 2026er Dell XPS-Modelle, also das XPS 14 DA14260 und das XPS 16 DA16260, sind nicht optimal für Linux. Das ist die ehrliche Wahrheit, und das sagt Dell selbst auch so. Offiziell gibt es für diese Generation keinen Linux-Support, und das spürt man in der Praxis auch.

Allerdings ist die Situation längst nicht hoffnungslos. Mit Ubuntu 26.04 LTS hast du eine Distribution, die auf den XPS-Modellen schon heute weitgehend nutzbar ist. WLAN, Trackpad, Tastatur und sogar die Lautsprecher laufen out of the Box. Das ist mehr, als man bei so neuer und teils exotischer Hardware erwarten durfte.

Klar, es gibt Baustellen: Die Webcam funktioniert bisher nicht, und der Standby-Modus kann nach dem Aufwachen für ruckeliges Display-Verhalten sorgen. Wer auf Fedora 43 oder Manjaro setzt, hat deutlich mehr Probleme zu lösen. Das ist nichts für Linux-Einsteiger.

Aber der entscheidende Punkt ist dieser: Die Hardware ist neu, die Treiber-Entwicklung läuft, und gerade bei Ubuntu 26.04 LTS sieht man, dass die Community schnell reagiert. Es ist gut möglich, ich würde sogar sagen: wahrscheinlich, dass viele der aktuellen Probleme in den nächsten Monaten durch Updates verschwinden werden.

Wenn du also unbedingt ein XPS 14 oder 16 aus dem Jahr 2026 mit Linux betreiben willst, dann wähle Ubuntu 26.04 LTS, bring etwas Geduld mit, und halte das System aktuell. Dann bekommst du ein sehr leistungsfähiges Notebook mit einem gut nutzbaren Linux, auch wenn es noch kein absolut reibungsloses Erlebnis ist.

Sonnenrepublik PowerBooster im Test – der perfekte Puffer für dein USB Solarpanel

USB Solarpanels sind extrem beliebt! Allerdings sind diese in der Praxis meist weniger einfach, als die meisten denken.

Je nach Sonneneinstrahlung, Schattenwurf usw. schwankt die Leistung von USB Solarpanels extrem! In der Regel haben diese auch keine effektive Elektronik, um solche Leistungsschwankungen zu filtern. Mehr dazu in unserem Überblick: Taugen USB Solarladegeräte von Anker, AUKEY, RAVPower und Co. etwas?

Viele Geräte kommen damit einfach nicht gut zurecht, wenn die Spannung und Leistung plötzlich extrem schwanken. Nicht überraschend – Smartphones sind dafür gemacht, an Steckdosenladegeräten geladen zu werden, wo solche extremen Schwankungen wie an Solarpanels einfach nicht vorkommen.

Daher habe ich immer empfohlen, eine Powerbank als Puffer zwischen Solarpanel und Smartphone zu schalten.

Allerdings eignet sich nicht jede Powerbank hierfür – genau genommen tun das sogar die wenigsten Modelle.

Der deutsche Hersteller Sonnenrepublik bietet genau hierfür den PowerBooster an.

Beim PowerBooster handelt es sich um ein kleines „Modul“ mit einem Pufferspeicher. Schauen wir uns den PowerBooster doch einmal im Test an!

 

Der Sonnenrepublik PowerBooster im Test

Bei dem Sonnenrepublik PowerBooster handelt es sich um eine ca. 31 × 19,5 × 9 mm große Box mit einem ca. 30 cm langen USB-A-Kabel. Das Ganze wiegt 51 g.

Dabei ist der PowerBooster an sich extrem einfach gestaltet. Wir haben ein wirklich sehr simples Gehäuse aus weißem Kunststoff.

An einem Ende findet sich das fest integrierte USB-A-Kabel und am anderen Ende der USB-A-Ausgang für dein Smartphone.

Zudem haben wir eine kleine Taschenlampe sowie eine Taste zum Aktivieren dieser.

 

Maximal 1,5 A (laut Hersteller)

Der PowerBooster besitzt eine maximale Leistung von 1,5 A, also rund 7,5 W. Klingt wenig, ist in der Praxis für Solarpanels bis ca. 20 W aber völlig ausreichend.

Allerdings schaffte der Adapter bei mir in der Praxis eher 1,3–1,4 A am Ausgang.

Bei höherer Last sinkt die Spannung auf dem USB-Port (zu stark) ab.

 

Interner Puffer

Im Sonnenrepublik PowerBooster ist ein kleiner „Puffer-Akku“ verbaut. Dieser soll sicherstellen, dass bei kurzer Schattierung das Laden deines Smartphones weitergeht.

In meinem Test bot der PowerBooster eine Kapazität von 637 mAh bzw. 3,213 Wh. Nicht viel, aber als Puffer ausreichend.

 

Effizienz

Ein wichtiger Punkt ist die Effizienz. Natürlich verlieren wir etwas Energie durch den PowerBooster.

In meinem Test habe ich bei einer Last von 1 A eine Effizienz von 69,9 % messen können.

Wir verlieren also leider ca. 30 % Energie. Allerdings ist eine Effizienz von ±70 % für eine Powerbank normal.

Also von daher passen diese Werte.

 

Made in Germany

Kleine Anmerkung: Der Sonnenrepublik PowerBooster ist Made in Germany.

 

Fazit

Du nutzt oder planst ein USB Solarpanel? Dann ist ein Puffer-Speicher zwischen Panel und Smartphone kein Nice-to-have, sondern ein Muss!

Ich würde dir grundsätzlich davon abraten, dein Smartphone direkt an ein USB Solarpanel anzuschließen. Die Leistungsschwankungen, die dabei auftreten, sind schlicht nicht das, wofür dein Gerät ausgelegt ist. Ein Puffer macht hier zu 100 % Sinn.

Der Sonnenrepublik PowerBooster ist für genau dieses Problem eine wirklich elegante Lösung. Kompakt, durchdacht und dazu noch Made in Germany – das hat schon was. Mit rund 50 € ist er allerdings auch kein Schnäppchen. Wer bereit ist, diesen Preis zu zahlen, bekommt eine sauber umgesetzte, speziell für diesen Zweck entwickelte Lösung.

Alternativ kannst du natürlich auch eine herkömmliche Powerbank als Puffer nutzen, allerdings mit einem wichtigen Hinweis: Nicht jede Powerbank eignet sich dafür! Viele Modelle schalten sich bei zu geringer Last einfach ab oder kommen selbst nicht mit den Leistungsschwankungen klar, was den ganzen Zweck zunichte macht. Hier musst du genau hinschauen, welches Modell du verwendest.

65W aus dem Discounter-Regal: Das Sitecom GaN3 vom Action im Test

Wenn es um besonders günstige Ladegeräte für Smartphone und Co. geht, gibt es zwei „Geheimtipps“, Ikea und der Action.

Gerade beim Action gibt es immer wieder extrem günstige USB C Ladegeräte, welche auf den ersten Blick gar nicht übel aussehen. Ein Freund hat mir nun genau solch ein Ladegerät mitgebracht, das ACH-1065RGR v1 001.

Hinter der Modellnummer „ACH-1065RGR v1 001“ verbirgt sich das „Sitecom Wandladegerät mit 2 Anschlüssen 65W GaN3“. Regulär gibt es dieses beim Action für 9,95€, aber im Angebot war es nun für 6,99€ verfügbar.

Unter 10€ für ein Ladegerät mit 65 W USB C Power?! Das ist doch ein starkes Angebot. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Finden wir heraus, wie gut das Sitecom 65 W Ladegerät wirklich ist.

 

Das Sitecom Wandladegerät mit 2 Anschlüssen GaN3 im Test

Rein optisch und auch haptisch ist das Sitecom 65 W Ladegerät wenig überraschend eher einfach gestaltet.

Wir haben ein einfaches schwarzes Ladegerät aus einem einfachen, aber grundsätzlich soliden Kunststoff. Es gibt hier optisch nichts Besonderes oder Auffälliges.

Ähnliches gilt für die Abmessungen von 48 x 30 x 47 mm und dem Gewicht von 92 g. Damit ist das Ladegerät weder besonders kompakt noch riesig.

 

Anschlüsse

Das Sitecom 65 W Ladegerät verfügt über einen USB C und einen USB A Port.

  • USB C – 65 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB A – 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Das für uns Spannende ist der USB C Port, welcher über eine Leistung von satten 65 W verfügt. Dies nach dem allgemeinen USB Power Delivery Standard.

Damit ist das Ladegerät theoretisch nicht nur für Smartphones interessant, sondern auch für kleinere Notebooks, das Steam Deck usw.

Nutzt du beide Ports gleichzeitig, haben wir eine Drosselung auf 45 + 18 W.

 

Mit PPS

PPS ist ein sehr wichtiger „unter-Standard“ von USB Power Delivery. So wird eine große PPS Stufe für das Schnellladen von Samsung, Google Pixel und diversen chinesischen Smartphones benötigt.

  • PPS – 5 – 21 V bei bis zu 3 A

Das ist eine gute PPS Stufe! So ist diese für die neueren Samsung Galaxy Smartphones, wie auch die Google Pixel Modelle ideal.

Lediglich ältere Samsung Ultra Smartphones (S22 Ultra usw.) laden hier möglicherweise nicht mit den vollen 45 W. Diese benötigen bis zu 4,5 / 5 A bei der PPS Stufe.

Dennoch bin ich mit einer 5 – 21 V 3 A PPS Range mehr als zufrieden.

 

Belastungstest

Ich habe auch mit dem Sitecom Ladegerät einen Belastungstest durchgeführt. Dabei habe ich dieses für Zeitraum X mit 100% der vom Hersteller versprochenen Leistung belastet, um zu überprüfen, ob es vielleicht Ausfälle, Temperatur-Probleme oder Ähnliches gibt.

Und leider kann das Ladegerät NICHT 65 W konstant liefern. In meinem Test konnte es lediglich +- 45 Minuten 65 W liefern, danach drosselte es sich auf 45 W herunter.

45 W werden anscheinend dauerhaft gehalten. Dennoch ist dies ein eher schwaches Abschneiden.

 

Spannungsstabilität

5V-Stufe

Gemessen Maximal Minimal
0A 5,143 5,5 4,75
1A 5,187 5,5 4,75
2A 5,253 5,5 4,75
3A 5,314 5,5 4,75

9V-Stufe

Gemessen Maximal Minimal
0A 9,106 9,45 8,55
1A 8,988 9,45 8,55
2A 8,949 9,45 8,55
3A 8,91 9,45 8,55

20V-Stufe

Gemessen Maximal Minimal
0A 20,09 21 19
1A 20 21 19
2A 19,95 21 19
3A 19,91 21 19

Bei der Spannungsstabilität gibt es für ein knapp 10€ Ladegerät wenig zu meckern. Auf der 5V-Stufe steigt die Spannung unter Last sogar leicht an – von 5,14V auf 5,31V bei 3A – das ist ungewöhnlich, aber weit innerhalb der erlaubten Toleranzen. Auf der 9V-Stufe sehen wir das erwartete Bild: ein kleiner, sauberer Abfall von 9,11V auf 8,91V unter voller Last. Besonders stark schlägt sich das Sitecom auf der 20V-Stufe: Hier wandert die Spannung gerade einmal von 20,09V auf 19,91V – ein minimaler Einbruch von weniger als 0,2V über den gesamten Lastbereich. Alle Werte bleiben dabei komfortabel innerhalb der USB-PD-Spezifikation. Für einen Discounter-Preispunkt ist das eine ordentliche Leistung.

 

Leerlauf-Verbrauch

Im Leerlauf benötigt das Sitecom Wandladegerät 65 W rund 0,14 W. Das ist angenehm niedrig.

 

Effizienz

Kommen wir wie üblich zum Abschluss noch kurz auf die Effizienz zu sprechen.

Sitecom XLayer Power Saver Baseus 65W PD GaN III Pro LDNIO A4808Q NOVOO 67W USB C Ladegerät GaN Ⅲ Ikea SJÖSS 65W
5V 1A 83,9% 87,58% 75,30% 65,40% 80,40% 85,20%
5V 2A 86,1% 87,94% 81,30% 74,40% 83,30% 87,40%
5V 3A 86,9% 87,07% 82,60% 77,10% 84% 87%
9V 1A 87,1% 89,56% 81,40% 73,40% 84,20% 89,40%
9V 2A 89,4% 90,03% 85,60% 80,30% 87,30% 90,50%
9V 3A 90,2% 89,63% 86,50% 82,40% 88% 90,30%
15V 1A 88,4% 90,54% 85,20% 79,20% 86,10% 90,80%
15V 2A 91,1% 91,36% 88,10% 84,40% 89,10% 91,50%
15V 3A 91,6% 91,13% 89,30% 86,20% 89,70% 91,70%
20V 1A 89,4% 90,77% 86,90% 82,10% 86% 91%
20V 2A 91,7% 91,77% 89,70% 85,60% 89,60% 91,90%
20V 3A 92,3% 91,69% 90,30% 87,40% 90,40% 92,20%
Im Schnitt 89,0% 89,9% 85,2% 79,8% 86,5% 89,9%

Bei der Effizienz liefert das Sitecom eine echte Überraschung – und zwar eine positive. Mit einem Schnitt von 89,0% schlägt es sowohl das Baseus 65W GaN III Pro (85,2%) als auch das NOVOO 67W (86,5%) und lässt das LDNIO A4808Q (79,8%) weit hinter sich. Damit bewegt sich das Sitecom auf Augenhöhe mit dem XLayer Power Saver und dem Ikea SJÖSS 65W, die beide auf 89,9% kommen – und die kosten deutlich mehr.

Besonders stark zeigt sich das Sitecom unter hoher Last: Bei 20V und 3A erreicht es mit 92,3% sogar den höchsten Effizienzwert im gesamten Vergleichsfeld. Lediglich bei niedrigen Lasten auf der 5V-Stufe bleibt es mit 83,9% etwas hinter dem Ikea und XLayer zurück, das ist der einzige Punkt, an dem man noch etwas Luft nach oben sieht.

Unterm Strich: Für ein Ladegerät aus dem Discounter-Regal ist die Effizienz richtig gut. Hier wurde offensichtlich nicht am Wesentlichen gespart.

 

Fazit

Du suchst ein einfaches, günstiges Ladegerät für Smartphone, Steam Deck oder kleines Notebook – und willst dafür nicht viel Geld ausgeben?

Dann ist das Sitecom 65 W GaN3 für unter 10€ beim Action durchaus einen Blick wert.

Klar, das Ladegerät ist kein Alleskönner. Der Belastungstest zeigt, dass es die vollen 65 W nicht dauerhaft halten kann – nach rund 45 Minuten drosselt es auf 45 W. Wer das Ladegerät also dauerhaft unter Volllast betreiben will, etwa zum Schnellladen eines Notebooks über Stunden hinweg, wird hier auf Grenzen stoßen.

Aber mal ehrlich: Für Smartphones, Google Pixel, Samsung Galaxy oder das gelegentliche Laden eines Steam Decks spielst du diese Grenze im Alltag vermutlich gar nicht aus.

Was wirklich überrascht: die Effizienz. Mit durchschnittlich 89,0% schlägt das Sitecom teurere Konkurrenten wie das Baseus 65W GaN III Pro (85,2%) oder das NOVOO 67W (86,5%) klar und landet auf Augenhöhe mit dem Ikea SJÖSS 65W sowie dem XLayer Power Saver, die beide deutlich mehr kosten. Bei 20V und 3A erreicht das Sitecom sogar mit 92,3% den besten Wert im gesamten Vergleichsfeld. Auch die Spannungsstabilität ist für diesen Preispunkt mehr als solide.

Dazu kommt eine gut ausgelegte PPS-Stufe (5-21V bei 3A), die neuere Samsung- und Google-Pixel-Modelle sauber bedient, sowie ein erfreulich niedriger Leerlaufverbrauch von nur 0,14 W.

Für 6,99€ im Angebot ist das Sitecom 65W GaN3 ein ehrliches Ladegerät, das im Alltag zuverlässig funktioniert, solange du keine 65W-Dauerbelastung erwartest.

LiThink 12,8V 280Ah im Test: EVE LF280K-V3 Zellen, Bluetooth & Selbstheizung

Der Hersteller Lithink bietet einen neuen großen 280 Ah LiFePO4 Akku an. Das Spannende ist, dass LiThink hier offen mit den genutzten Akkuzellen umgeht. So kommen hier EVE-Zellen LF280K-V3 zum Einsatz.

Dies sind in der Theorie sehr gute und vor allem haltbare Zellen! Der Hersteller wirbt mit satten 8000 Zyklen bei 100% Entladetiefe! Normalerweise würde ich sagen solch ein Wert ist etwas „optimistisch“, aber in diesem Fall stammt die Aussage direkt vom Hersteller der Zellen.

Neben den theoretisch sehr guten Zellen haben wir noch ein Bluetooth BMS und sogar eine „Selbstheizung“. Klingt doch gar nicht übel oder?

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist die Lithink 12V 280Ah Pro LiFePO4 Batterie mit EVE-Zellen?

An dieser Stelle vielen Dank an LiThink für das Zurverfügungstellen des Akkus für diesen Test.

 

Der Lithink 12V 280Ah Pro LiFePO4 Akku im Test

Mit einer Kapazität von 280 Ah ist der LiThink Akku natürlich schon ein etwas größerer Brocken. So misst der Akku 522 x 268 x 218 mm und bringt 28 kg auf die Waage.

Für einen Akku mit 3584 Wh Kapazität alles andere als zu groß oder schwer.

LiThink setzt dabei auf ein recht typisches Gehäuse aus schwarzem ABS Kunststoff. Dieses besitzt an den Seiten zwei Trageschlaufen für einen leichteren Transport.

 

Anschlüsse

Trotz der vergleichsweise hohen Leistung nutzt LiThink klassische M8 Schrauben bzw. Terminals für die Kontakte. In dieser Leistungsklasse kommen teilweise auch schon größere M10 Schrauben zum Einsatz.

M8 Schrauben sollten aber für 200A noch reichen und bieten im Allgemeinen die beste Kompatibilität.

 

Bonus für den Lieferumfang

Bonuspunkte gibt es für den guten Lieferumfang inklusive sehr guter Anleitung und sogar einem kleinen Sticker-Bogen.

 

Technische Daten

  • LiThink 12V 280 Ah Pro Akku
  • 280 Ah Kapazität
  • 3584 Wh Energie
  • 12,8 V Spannung
  • 200 A maximale konstante Ausgangsleistung
  • Bis zu 1000 A für 1s Ausgangsleistung
  • 200 A maximale Eingangsleistung
  • 56 A empfohlene Ladeleistung
  • IP65 geschützt

Mit integrierter Heizung

Ein Nachteil von LiFePO4 Zellen ist, dass diese auf keinen Fall bei Temperaturen unter 0 Grad geladen werden dürfen. Entladen unter 0 Grad ist OK, laden nicht.

Hierfür bringt der LiThink Akku nicht nur einen automatischen Schutz mit, sondern auch eine Heizung!

Ist der Akku zu kalt wird der Ladestrom zunächst in eine Heizung geleitet. Diese bringt den Akku in der Theorie von z.B. -10 Grad in ca. 70-90 Minuten auf „Betriebstemperatur“.

Allerdings zwackt sich die Heizung hierfür bis zu 8 A ab. Hast du weniger als 8 A, dann dauert das Heizen länger oder der Akku kommt nie auf Temperatur und lädt entsprechend nicht.

 

Mit App und Bluetooth

Ein großer Pluspunkt ist der App-Support. Auf Wunsch kannst du den Akku mit der LiThink App verbinden und über die App diverse Statusinformationen sehen. Hierzu zählt folgendes:

  • Akkustand in %
  • Kapazität in Ah
  • Eingangsleistung/Ausgangsleistung in Ampere
  • Eingangsleistung/Ausgangsleistung in Watt
  • Spannung des Akkus in Volt
  • Spannung der einzelnen Zellen in Volt
  • Zyklen Anzahl
  • Usw.

Zudem kannst du über die App das Laden und auch das Entladen des Akkus blockieren.

Damit ist die App durchaus gelungen! Nervig ist nur, dass eine Registrierung für die Nutzung beim Hersteller Pflicht ist.

 

Warum LiFePO4-Akkus so überzeugen und warum die Zellen entscheidend sind

LiFePO4-Akkus (Lithium-Eisenphosphat) haben sich in den letzten Jahren zum klaren Standard für Wohnmobil, Boot und Solaranlage entwickelt, und das aus gutem Grund. Im Vergleich zu klassischen Lithium-Ionen-Akkus bieten sie zwar eine etwas geringere Energiedichte, dafür punkten sie aber mit einer deutlich höheren Sicherheit und einer um ein Vielfaches längeren Lebensdauer.

Während Blei-Gel-Akkus bei tiefer Entladung oft schon nach unter 100 Zyklen merklich an Kapazität verlieren und Lithium-Ionen-Akkus meist bei 500 bis 1000 Zyklen ihre Grenze erreichen, schaffen einfache LiFePO4-Modelle problemlos 2000 bis 3000 Zyklen. Gute Zellen können sogar deutlich mehr leisten.

 

Warum die Zellmarke wirklich einen Unterschied macht

Ein LiFePO4-Akku ist letztlich nur so gut wie die Zellen, die darin verbaut sind. Viele Hersteller schweigen sich darüber komplett aus, welche Zellen sie verwenden. LiThink geht hier offen mit der Information um und nennt explizit die genutzten EVE LF280K-V3 Zellen.

EVE Energy ist einer der weltweit führenden Hersteller von LiFePO4-Prismazellen und beliefert auch namhafte Marken in der Speicherbranche. Die LF280K-Serie gilt dabei als eine der besseren Wahlmöglichkeiten im 280-Ah-Bereich. Der Zellhersteller selbst spricht hier von bis zu 8000 Zyklen bei 100 % Entladetiefe, ein Wert, den du bei generischen No-Name-Zellen nie zu sehen bekommen würdest.

Solche Angaben sind also nicht reines Marketing der Akku-Marke, sondern stammen direkt vom Zellhersteller. Das macht einen großen Unterschied bei der Glaubwürdigkeit.

 

Die Nachteile

LiFePO4-Akkus sind allerdings nicht perfekt. Im Vergleich zu reinen Lithium-Ionen-Akkus sind sie bei gleicher Kapazität größer und schwerer, für mobile Geräte wie Smartphones also ungeeignet, für stationäre oder semi-mobile Anwendungen wie ein Wohnmobil aber völlig unproblematisch.

Der wichtigste Punkt: LiFePO4-Zellen dürfen nicht bei Temperaturen unter 0 °C geladen werden! Das Entladen unter dem Gefrierpunkt ist hingegen kein Problem. Genau deshalb ist die integrierte Selbstheizung des LiThink-Akkus ein echter Pluspunkt, sie sorgt dafür, dass du den Akku auch im Winter im Wohnmobil oder Boot ohne Risiko nachladen kannst.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut LiThink bietet der LiFePO4-Akku eine Kapazität von 280 Ah. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Im Schnitt konnte ich eine Kapazität von 308,254 Ah bzw. 3970 Wh messen. Das entspricht satten 110% der Herstellerangabe. Das ist ein richtig starkes Abschneiden, was erneut zeigt, dass hier wirklich sehr hochwertige Akkuzellen zum Einsatz kommen.

Akku %
Shentec LiFePO4 Akku mit 200 Ah und 200 A BMS 86,05%
EREL LiFePO4 12,8V 100Ah Akku mit Bluetooth 98,26%
Power Queen 12,8V 100Ah OTCB Smart LiFePO4 Batterie 98,40%
CREABEST VB046 LiFePO4 12V 175Ah 100,24%
Redodo LiFePO4 12V 200Ah 100,61%
LiTime Mini 100Ah 101,56%
ECO-Worthy LiFePO4 12V 100Ah 101,82%
Redodo 12V 165Ah LiFePO4 Batterie Mit Bluetooth 102,50%
LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku für Trolling Motoren 102,67%
WattCycle 12V 100Ah Untersitz (Bluetooth) 102,74%
WattCycle 12V 100Ah Mini LiFePO4 Battery with Bluetooth 103,10%
Creabest LiFePO4 Akku 100Ah 12,8V mit Bluetooth 103,46%
Geleipu 25,6V 100Ah LiFePO4 Batterie 103,75%
Vatrer 12V 100AH ​​LiFePO4 mit APP und Selbsterwärmung 104,20%
Power Queen 12V 100Ah Gruppe 24 Smart LiFePO4 104,26%
Power Queen 12,8V 100Ah LiFePO4-Akku 105,23%
LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku 106,06%
Supervolt LiFePO4 100Ah 12.8V Lithium Batterie 110,00%
LiThink 12,8V 280 Ah 110,09%

 

Wenn wir dies mit anderen LiFePO4 Akkus vergleichen, die ich bisher im Test hatte, ist dies der absolute Bestwert! Bislang konnte noch kein Akku mehr echte Kapazität im Verhältnis zur Herstellerangabe liefern. Sogar der „Premium“ Supervolt Akku wird geschlagen (wenn auch knapp).

Spannungsverlauf des LiThink 280Ah Akkus

LiFePO4-Akkus besitzen einen sehr flachen Spannungsverlauf und der LiThink-Akku ist hier ein echtes Musterbeispiel. Das heißt: Die Spannung schwankt beim Entladen über weite Strecken nur minimal, was zwar eine sehr stabile Energieabgabe an deine Verbraucher bedeutet, das genaue Ablesen des Ladestands über die reine Spannung jedoch praktisch unmöglich macht. Genau deshalb ist das Bluetooth-BMS hier so wertvoll.

Im vollständig geladenen Zustand startet der Akku bei einer Spannung von etwa 14,06 V. Sobald die 20 A Last anliegt, sackt die Spannung innerhalb der ersten Minute spürbar ab und pendelt sich nach rund fünf Minuten auf einem stabilen Plateau von etwa 13,2 V ein. Genau in diesem Bereich spielt sich der Großteil der nutzbaren Kapazität ab: Über mehr als fünf Stunden lang bewegt sich die Spannung kaum, bevor sie langsam und gleichmäßig weiter absinkt. Erst nach gut 9 Stunden unterschreitet sie die 13,0-V-Marke, nach rund 12,5 Stunden die 12,8 V.

Insgesamt liegen damit etwa 80 % der Kapazität in einem extrem schmalen Spannungsfenster zwischen 13,2 V und 12,7 V, ein typisches und gewünschtes Verhalten für hochwertige LiFePO4-Zellen wie die hier verbauten EVE LF280K-V3.

Unter die 12,6 V fällt die Spannung erst nach etwa 14,4 Stunden Dauerlast, danach sinkt sie deutlich schneller ab. Die Tiefentladeschutz-Abschaltung des BMS greift schließlich bei rund 11,05 V nach insgesamt 15:20 Stunden Laufzeit.

 

Blick ins Innere des LiThink 280Ah – Was steckt wirklich drin?

Natürlich wollte ich es genauer wissen und habe den Akku geöffnet. Was mich erwartet hat, war durchaus positiv.

Das BMS trägt eindeutig das LiThink-Label und ist als 4S 200A Smart Port Balance Heat ausgeführt – passt also exakt zu den Herstellerangaben. Auf dem Aufkleber ist zudem die Firmware-Version (LIFRPO4S.V1.8) sowie die Bluetooth-MAC-Adresse vermerkt. Die Bluetooth-Antenne ist separat herausgeführt und gut zugänglich verbaut. Das BMS selbst sitzt auf einem Aluminiumträger, der als Wärmeableitung dient – das ist sauber gemacht.

Gut erkennbar sind die Prismazellen. Die Zellen sitzen ordentlich und mit Schaumstoffpolsterung gesichert im Gehäuse, was Vibrationen beim Transport oder im Wohnmobil dämpft.

Auf den Zellen ist zudem eine handgeschriebene „4“ zu sehen – das deutet auf eine interne Qualitätskontrolle oder Chargenmarkierung beim Zellhersteller hin.

Die dicken roten Hauptkabel sind mit Geflechtschlauch geschützt und ordentlich verlegt. Die Zellenverbinder sind sauber verschraubt. Insgesamt macht das Innere einen aufgeräumten und durchdachten Eindruck – hier wurde nicht einfach irgendetwas zusammengesteckt.

Der Blick ins Innere bestätigt, was der Kapazitätstest bereits gezeigt hat: LiThink baut hier solide. Das BMS stimmt mit den Specs überein, die Zellen sehen aus wie angegeben und die Verarbeitung ist ordentlich. Keine bösen Überraschungen – im Gegenteil.

 

Fazit

Der LiThink 12,8V 280 Ah Pro LiFePO4 Akku ist aus meiner Sicht ein absoluter Volltreffer und einer der besten LiFePO4-Akkus, die ich bisher auf Techtest in den Händen hatte!

Das fängt schon bei der Transparenz an: LiThink nennt offen die verbauten EVE LF280K-V3 Zellen, was bei vielen Mitbewerbern leider noch immer eine Seltenheit ist. Und diese Offenheit wird durch die Praxis voll bestätigt, denn der Akku liefert mit gemessenen 308,25 Ah bzw. 3970 Wh sage und schreibe 110 % der Herstellerangabe. Damit setzt sich der LiThink an die Spitze aller bisher getesteten LiFePO4-Akkus und schlägt sogar Premium-Modelle wie den Supervolt knapp. Ein wirklich beeindruckendes Ergebnis, das die Qualität der EVE-Zellen eindrucksvoll bestätigt.

Auch sonst macht der Akku im Test eine sehr gute Figur. Das Bluetooth-BMS mit App-Unterstützung ist gerade beim flachen Spannungsverlauf von LiFePO4-Akkus ein echter Mehrwert und liefert dir alle relevanten Informationen direkt aufs Smartphone. Die integrierte Selbstheizung ist gerade für den Einsatz im Wohnmobil, Boot oder als Outdoor-Solarspeicher Gold wert, denn so kannst du den Akku auch bei Minusgraden bedenkenlos laden. Hinzu kommen 200 A Dauerleistung, IP65-Schutz und ein durchdachter Lieferumfang inklusive guter Anleitung.

Kritikpunkte gibt es nur wenige und sie sind eher Kleinigkeiten: Die Zwangsregistrierung für die LiThink-App ist nervig und die Heizung zwackt sich beim Aufwärmen bis zu 8 A vom Ladestrom ab. Wer den Akku im Winter über eine kleine Solaranlage laden will, sollte das im Hinterkopf behalten.

Unterm Strich liefert LiThink hier aber einen LiFePO4-Akku, bei dem einfach alles passt: Top-Zellen, Top-Kapazität, Bluetooth-BMS, Selbstheizung und solide Verarbeitung. Klare Empfehlung!

Test: Sonnenrepublik Wing12 und Wing6 – Leistungsstarke USB-Solarmodule für unterwegs

Solarenergie ist etwas Tolles, ob nun im Großen oder im Kleinen. So bieten auch diverse Hersteller portable USB-Solarmodule an, die gedacht sind, Smartphones und Powerbanks auch unterwegs laden zu können. Zu diesen Herstellern gehört auch der deutsche Hersteller Sonnenrepublik, welcher mit dem Wing12 und Wing6 zwei kompakte Modelle anbietet. Diese sollen 12W bzw. 7W maximale Leistung bieten.

Wollen wir uns diese beiden Solarmodule einmal in einem kurzen Test ansehen! Was können die USB-Solarmodule in der Praxis leisten? An dieser Stelle vielen Dank an Sonnenrepublik für das Zurverfügungstellen des Wing12 und Wing6 für diesen Test.

 

Das Sonnenrepublik Wing12 und Wing6 Solarmodul im Test

Bei dem Wing12 und Wing6 handelt es sich um recht kompakte und portable USB-Solarpanels. Diese sind gemacht und gedacht, beispielsweise beim Camping genutzt zu werden, um dein Smartphone oder eine Powerbank zu laden.

Dabei besteht das Wing12 aus zwei Elementen, die sich zusammenklappen lassen, während das kleinere Wing6 aus drei klappbaren Elementen besteht. So misst das Wing12 zusammengeklappt 15 x 26 x 2,5 cm und wiegt 380 g.

Das Wing6 hingegen misst 10 x 15,5 x 3 cm und bringt 195 g auf die Waage. Dabei sind beide Panels auf der Rückseite mit einem Stoff bespannt und wirken generell recht hochwertig. Ebenso findet sich auf der Rückseite eine Tasche, in der du dein Smartphone oder eine kleine Powerbank beim Laden verstauen könntest. Die Panels bzw. die Knickstellen der einzelnen Teile sind lediglich etwas steif.

 

Anschlüsse, nur microUSB?!

Eine Entscheidung von Sonnenrepublik, die ich nicht so ganz verstehe, ist die Nutzung von microUSB. So besitzen beide Panels lediglich ein fest integriertes microUSB-Kabel.

Damit du auch andere Geräte laden kannst, ist ein Adapter von microUSB auf USB-A im Lieferumfang enthalten. So könntest du hier dann ein USB-A-auf-USB-C-Kabel anschließen. Das funktioniert sicherlich, wirkt aber auf mich unnötig umständlich und sorgt natürlich für etwas Übergangsverluste durch die ganzen Steckverbindungen.

 

Kein USB Power Delivery? Nicht schlimm!

Dass die Solarpanels kein USB Power Delivery oder Quick Charge unterstützen, finde ich dabei generell nicht schlimm. Durch die „schwankende“ Natur der Leistung aus Solarpanels ist es ohne Puffer-Speicher kaum möglich, hier nach USB Power Delivery oder Quick Charge effektiv zu laden. Daher nutzen auch heutzutage die meisten USB-Solarpanels weiterhin das normale 5V-Laden.

 

Bei Schatten (fast) keine Leistung, Sonne ist Voraussetzung!

Prinzipiell produzieren Solarpanels auch im Schatten Energie. Allerdings ist dies so wenig, dass beispielsweise bei so kleinen Panels, wie wir sie hier haben, effektiv keine Ladung zusammenkommt. Damit solche USB-Solarpanels irgendwie funktionieren, brauchst du pralle Sonne! Dies gilt nicht nur für die Sonnenrepublik-Modelle, sondern generell. So kannst du beim Sonnenrepublik Wing12 im Schatten mit vielleicht ±1W rechnen, was zu wenig für eine Ladung ist.

 

Leistung in der Sonne

Aber wie viel bringen die beiden Sonnenrepublik-Solarpanels in der Sonne? Dies habe ich im Juni in Deutschland getestet. Laut Hersteller sollen die Panels 12W bzw. 7W schaffen. Hier unterscheide ich in zwei Messungen: flach auf dem Boden liegend und leicht Richtung Sonne gewinkelt. Die maximale Leistung habe ich dabei mit einer elektronischen Last ermittelt.

Wir kommen hier zwar nicht ganz auf die Herstellerangaben, aber dies ist für Solarpanels, vor allem USB-Modelle, normal! So erreichte das Wing12 maximal ±8,6W Leistung und das Wing6 ±5,2W Leistung. Verglichen mit anderen USB-Solar-Ladegeräten, die ich bisher in den Fingern hatte, sind dies überdurchschnittlich gute Werte! Nach meiner Erfahrung erreichen die meisten Panels lediglich um die 50-60% der Herstellerangabe. So wäre es durchaus möglich, dass beispielsweise dichter am Äquator die volle theoretische Leistung erreichbar wäre, bei den Sonnenrepublik-Panels.

 

Puffer-Powerbank empfohlen

Dies ist ein genereller Tipp bei USB-Solarpanels. Ich würde empfehlen sie nicht direkt mit einem Smartphone zu verbinden, sondern eine Powerbank als „Puffer“ dazwischenzuschalten, welche Spannungs- und Leistungsschwankungen abfängt. Nicht jede Powerbank eignet sich als Puffer-Powerbank. Hier ein paar Tipps:

Solar Puffer Powerbanks, welche sind empfehlenswert und wo liegen die Probleme? Update 2023

Auch der Hersteller Sonnenrepublik bietet hier ein paar passende Modelle an.

 

Fazit

Die USB-Solarpanels von Sonnenrepublik machten im Test eine gute Figur! So erreichten das Wing12 und Wing6 auch in der Praxis mit ±8,6W bzw. ±5,2W eine ordentliche Leistung, die auf bzw. sogar tendenziell leicht über dem Level der meisten Konkurrenten in der gleichen Klasse liegt. Dabei ist die Haptik und Verarbeitung überdurchschnittlich gut!

Die Panels wirken hochwertig und gut gemacht. Das Einzige, was mich etwas stört, ist das fest verbundene microUSB-Kabel. Ja, es liegt ein Adapter auf einen normalen USB-A-Port bei, aber dies wirkt einfach nicht mehr so ganz zeitgemäß. Abseits davon habe ich aber nichts wirklich zu kritisieren! Wenn du nach einem USB-Solarpanel suchst, sind die Modelle von Sonnenrepublik eine gute Wahl.

Amazfit Active Max – Smartwatch mit großem Display und starker Akkulaufzeit im Test

Ich bin ein großer Fan von Smart Watches, allerdings teilen sich viele der populären Modelle einen großen Nachteil, die Akkulaufzeit.

Jeden oder jeden zweiten Tag die Smart Watch laden, aber diese fürs Schlaftracking dennoch über Nacht tragen, ist aus meiner Sicht einfach nervig.

Alternativ gibt es smarte Uhren wie die Modelle von Withings, die nur ein Mini-Display mitbringen, dafür aber monatelange Laufzeit bieten.

Was aber, wenn du eine Smart Watch mit großem Display, umfangreichen Features, aber einer dennoch sehr guten Akkulaufzeit suchst?

Dann bist du bei der Amazfit Active Max richtig! Die Amazfit Active Max bietet ein großes 1,5 Zoll rundes OLED-Display, mit bis zu 3000 Nits Helligkeit, umfangreiches Sport-Tracking, 4 GB integrierten Speicher und eine Akkulaufzeit von bis zu 25 Tagen!

Dabei kostet die Amazfit Active Max lediglich 169,90 € nach UVP. Ein auf den ersten Blick sehr fairer Preis!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier die Amazfit Active Max wirklich so gut?

 

Die Amazfit Active Max im Test

Die Amazfit Active Max setzt auf ein rundes Design mit einem Durchmesser von ca. 48,5 mm und einer Dicke von rund 12 mm. Damit ist die Uhr zwar auch kein Mini, aber auch bei weitem nicht das klobigste Modell am Markt. Ganz im Gegenteil, ich finde die Größe angenehm und auch das generelle Design ist nicht aufdringlich, sondern sportlich schlicht.

So besteht das Gehäuse weitestgehend aus Kunststoff, allerdings haben wir einen Aluminium-Rahmen. Zudem ist natürlich die Oberseite mit dem Display-Glas bedeckt.

Das Gewicht liegt bei +- 40 g ohne das Armband, was ich ebenfalls als angenehm empfinde.

Mit im Lieferumfang ist ein 22 mm Armband aus Silikon. Dieses ist gelöchert für eine bessere Belüftung. Das Armband ist austauschbar, aber ich fand es eigentlich ganz angenehm.

Geladen wird die Uhr über eine magnetische Ladeschale.

 

Das Display, ein Highlight!

Auf der Front der Amazfit Active Max findet sich ein 1,5 Zoll rundes OLED-Display. 1,5 Zoll in einer Smart Watch ist schon eine sehr ordentliche Größe und sorgt für eine gute Ablesbarkeit.

In praller Sonne

Dabei bietet das Display laut Hersteller eine maximale Helligkeit von 3000 Nits, was auf oder über dem Niveau eines Flaggschiff-Smartphones liegt.

Und das ist durchaus eine Angabe, der ich glauben kann, denn die Ablesbarkeit selbst im Sonnenschein ist sehr gut.

Dabei macht das Display auch einen guten Job, in dunklen Umgebungen wie nachts im Bett nicht zu aufdringlich zu sein.

 

Die Zepp App

Wie bei den meisten Smart Watches benötigst du auch bei der Amazfit Active Max eine App, um die Uhr einzurichten und alle Funktionen voll zu nutzen. Bei Amazfit kommt hier die „Zepp App“ zum Einsatz, welche es für Android und iOS gibt.

Direkt vorweg, eine Registrierung ist hier leider nötig. Etwas, das ich generell nicht so gerne sehe, aber bei Smart Watches mittlerweile leider Standard ist.

Optisch und funktional macht die Zepp App einen guten Job. Hier und da könnte diese aber etwas übersichtlicher sein. Ich finde, diese ist etwas verschachtelt.

Funktional gibt es aber absolut nichts zu bemängeln. Du hast hier im Grunde einen kompletten Gesundheits- und Trainings-Hub auf deinem Smartphone.

So zeigt dir die Zepp App auf der Startseite zunächst alle wichtigen Werte auf einen Blick:

  • Schlaf/BioCharge/Anstrengungs-Rating
  • Schritte
  • Herzfrequenz inkl. Verlauf
  • Schlafdauer
  • Herzfrequenzvariabilität
  • Verbrauchte Kalorien
  • Stresslevel
  • Blutsauerstoffsättigung (SpO₂, falls aktiviert)

Neben diesen Punkten gibt es auch noch Details zum „BioCharge“, „Schlaf“ und deiner „Anstrengung“ zu sehen.

Z.B. unter Schlaf kannst du Details sehen zu den einzelnen Schlafphasen, Schlafdauer, Herzfrequenz im Schlaf, Atemfrequenz usw.

Was mich an der Zepp App etwas stört, ist, dass die ganzen Werte etwas „zerklüftet“ sind. Ich hätte gerne, dass die Übersicht etwas weiter ausgebaut wird mit noch mehr Werten, als dass diese alle in Untermenüs versteckt werden.

Aber grundsätzlich bietet die App sehr viele Messwerte und Informationen zu deinem „Zustand“.

 

BioCharge

Ein Feature, das Amazfit mit der Active Max neu eingeführt hat, ist der sogenannte „BioCharge“-Score. Dieser ersetzt den bisherigen „Readiness-Score“ und bewertet dynamisch über den Tag hinweg, wie viel „Energie“ dein Körper noch hat.

Im Grunde ist BioCharge Amazfits Antwort auf Garmins „Body Battery“. Auf einer Skala von 0 bis 100 wird dir angezeigt, ob du fit für ein hartes Workout bist oder ob lieber ein Ruhetag angesagt wäre. Der Wert wird aus deinem Schlaf, der Herzfrequenzvariabilität (HRV), Stresslevel und der Aktivität des Tages berechnet.

Ich sehe durchaus den Punkt und das Ganze funktioniert auch und spiegelt meinen Zustand ganz gut wider. Natürlich sind das eher grobe Richtwerte, aber sie können dir helfen, dich nicht zu überlasten.

 

170+ Sportmodi und smarte Krafttraining-Erkennung

Wo wir bei Sport sind: Die Amazfit Active Max bietet über 170 Sportmodi. Hier ist also vom klassischen Joggen, Radfahren oder Schwimmen über HIIT, Yoga und HYROX bis hin zu kuriosen Modi wie „Schneeschaufeln“ wirklich alles dabei. 8 Aktivitäten kann die Uhr sogar automatisch erkennen.

Ein Highlight ist der Krafttraining-Modus. Dieser erkennt bei 25 verschiedenen Übungen wie Kniebeugen, Bankdrücken oder Klimmzügen automatisch deine Wiederholungen, Sätze und Pausen.

Für die Outdoor-Sportler ist GPS mit an Bord mit Unterstützung für 5 Satellitensysteme (GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou und QZSS). Allerdings handelt es sich „nur“ um Single-Band-GPS, also nicht das aktuell genauste am Markt. Für die meisten Hobbyläufer ist das absolut ausreichend, wenn du aber in dichten Wäldern oder zwischen Hochhäusern läufst, kann es zu kleineren Abweichungen kommen.

 

4 GB Speicher und Offline-Karten

Ein netter Bonus ist der 4 GB große interne Speicher. Auf diesen kannst du Musik laden und via Bluetooth-Kopfhörer ohne Smartphone hören. Laut Amazfit passen rund 100 Stunden Audio auf die Uhr, was mehr als ausreichend ist. Allerdings muss diese Musik lokal als MP3 vorliegen, Spotify oder Ähnliches wird nicht unterstützt.

Zusätzlich kannst du dir kostenlos Offline-Karten auf die Uhr laden. Sogar topografische Karten mit Höhenlinien sind möglich, was bei einer Smart Watch in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich ist.

 

Smart Features

Klar, eine Smart Watch sollte auch „smart“ sein. Die Amazfit Active Max bringt hier alle gängigen Funktionen mit:

  • Bluetooth-Telefonie via integriertem Mikrofon und Lautsprecher
  • Benachrichtigungen aller Apps deines Smartphones
  • Antworten auf Nachrichten via Speech-to-Text (nur Android)
  • Sprachsteuerung via „Zepp Flow“
  • Wettervorhersage
  • Wecker, Timer, Stoppuhr
  • 5 ATM Wasserdichtigkeit, also auch zum Schwimmen geeignet (habe ich aber nicht ausprobiert)

Umfangreiche Benachrichtigungen

Natürlich kann die Amazfit Active Max dir auch Benachrichtigungen anzeigen. Du kannst in der App wählen, von welchen Apps du diese sehen möchtest.

Erfreulicherweise werden Benachrichtigungen sehr umfangreich angezeigt und du hast sogar bei Nachrichten die Möglichkeit, über die Uhr auf diese zu reagieren.

 

Starker Akku

Ein für mich sehr wichtiger Pluspunkt ist die Akkulaufzeit. Laut Amazfit kommen wir auf bis zu 25 Tage.

Bis zu! Denn in der Praxis schwankt die Laufzeit natürlich massiv je nach Nutzung, wie oft das Display eingeschaltet wird usw. Nutzt du das integrierte GPS massiv, sinkt die Laufzeit auch deutlich.

In der Praxis rechne aber im Schnitt mit 2 bis 3 Wochen, also 14 bis 21 Tage. Das ist aus meiner Sicht aber weiter eine sehr starke Laufzeit!

Ich kam mit einer zugegeben eher leichteren Nutzung eher an das obere Ende dieser Skala mit 20+ Tagen.

 

Fazit

Die Amazfit Active Max ist aus meiner Sicht eine sehr runde Smart Watch, gerade wenn dir eine lange Akkulaufzeit wichtig ist! So kommst du in der Praxis je nach Nutzung auf 2 bis 3 Wochen mit einer Ladung, was im Vergleich zu vielen populären Smart Watches einen riesigen Unterschied macht. Endlich kannst du die Uhr auch nachts fürs Schlaftracking tragen, ohne ständig ans Laden denken zu müssen.

Aber auch sonst überzeugt die Active Max auf ganzer Linie. Das 1,5 Zoll OLED-Display ist ein echtes Highlight, sowohl von der Größe als auch von der Helligkeit. 3000 Nits sind eine Ansage, und auch in der Praxis ist die Ablesbarkeit selbst in der prallen Sonne sehr gut.

Funktional bekommst du hier im Grunde alles, was du dir wünschen kannst: über 170 Sportmodi, GPS mit 5 Satellitensystemen, eine smarte Krafttraining-Erkennung, 4 GB Speicher für Musik, kostenlose Offline-Karten inkl. topografischer Karten, Bluetooth-Telefonie und mit BioCharge eine solide Antwort auf Garmins Body Battery.

Klar, ein paar Kritikpunkte gibt es. Die Zepp App könnte etwas übersichtlicher sein und versteckt einige Werte in Untermenüs. Spotify oder andere Streamingdienste werden nicht unterstützt, hier musst du auf MP3s zurückgreifen. Und das GPS ist „nur“ Single-Band, was für die meisten aber absolut ausreichen dürfte.

Dafür stimmt aber der Preis! 169,90 € UVP für eine Smart Watch mit dieser Ausstattung, diesem Display und dieser Akkulaufzeit ist absolut fair. Wenn du eine vollwertige Smart Watch mit großem Display, umfangreichem Sport-Tracking und einer richtig starken Akkulaufzeit suchst, ist die Amazfit Active Max eine klare Empfehlung!

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Amazfit Active Max 48mm Smartwatch 1,5" AMOLED-Display, 25 Tage Akku...

Pro ✓

  • Großes 1,5 Zoll OLED-Display mit bis zu 3000 Nits Helligkeit
  • Sehr starke Akkulaufzeit von 2–3 Wochen in der Praxis
  • Über 170 Sportmodi inkl. smarter Krafttraining-Erkennung
  • 4 GB interner Speicher für Musik
  • Kostenlose Offline-Karten inkl. topografischer Karten
  • GPS mit 5 Satellitensystemen
  • Bluetooth-Telefonie via Mikrofon und Lautsprecher
  • 5 ATM Wasserdichtigkeit
  • Umfangreiche Benachrichtigungen mit Antwortfunktion (Android)
  • Fairer Preis von 169,90 € UVP

Kontra ✗

  • Zepp App teils etwas verschachtelt
  • „Nur“ Single-Band-GPS
  • Registrierung in der App erforderlich

Anker SOLIX C300X DC im Test: Die DC-only-Schwester der SOLIX C300 mit 140 W USB-C

Mit der C300X DC bietet Anker eine „Mini-Powerstation“ an, welche ein Schwestermodell zur C300 ist.

Wie der Zusatz „DC“ vielleicht schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein Modell, das nur Gleichstrom ausgeben kann, also keine Steckdosen besitzt.

Was die C300X DC aber besitzt, sind z.B. 140-W-USB-C-Ports und ein KFZ-Stromstecker, für beispielsweise eine Kühlbox. Dabei kann die C300X DC auch via Solar geladen werden.

Klingt doch im ersten Moment gar nicht so übel! Wollen wir uns die Anker SOLIX C300X DC einmal näher im Test ansehen.

 

Die Anker SOLIX C300X DC im Test

Bei der SOLIX C300X DC handelt es sich um eine Art Mini-Powerstation. Diese misst 195 x 122 x 122 mm und bringt 2,88 kg auf die Waage.

Das ist natürlich deutlich größer und schwerer als eine typische Powerbank, aber wir haben hier mit 288 Wh auch eine deutlich höhere Kapazität, zumindest auf dem Papier.

Rein haptisch und optisch ist die Powerstation absolut gelungen. So wirkt diese wunderbar massiv und stabil gebaut. Das ist eine sehr hochwertige Powerstation.

Damit diese leichter zu transportieren ist, haben wir einen Stoff-Bügel auf der Oberseite.

 

Anschlüsse der C300X DC

Die C300X DC besitzt vor allem eins: viele USB-Ports! Laut Anker liegt die maximale gesamte Ausgangsleistung bei 300 W.

  • USB C 1 – 100W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB C 2 – 140 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB C 3 – 140 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB C 4 – 15W – 5V/3A
  • USB A – 5V/2,24A
  • Car Socket (Zigarettenanzünder) – 12V/10A

Wir haben 4 USB-C-Ports, davon haben 2x 140 W, einer 100 W und einer 15 W. Damit kann diese Powerstation theoretisch entspannt zwei große Notebooks + Smartphones versorgen.

Hinzu kommt der KFZ-Anschluss, welcher dir z.B. das Versorgen einer Kühlbox oder ähnlicher Dinge erlaubt. Diesen 12-V-Anschluss halte ich für eine sehr sinnvolle Sache!

 

PPS

3 der 4 USB-C-Ports der Powerstation unterstützen erfreulicherweise auch den PPS- und teils sogar AVS-Standard.

  • USB C 1 – 3,3 – 16 V bei bis zu 5 A
  • USB C 2 – 5 – 21 V bei bis zu 5 A, AVS 15-28V bis zu 140W
  • USB C 3 – 5 – 21 V bei bis zu 5 A, AVS 15-28V bis zu 140W
  • USB C 4 – kein PPS

Gerade USB-C 2 und 3 bieten mit 5 bis 21 V bei bis zu 5 A eine perfekte PPS-Range! Damit ist die Powerstation auch für Samsung, Google Pixel und viele chinesische Smartphones sehr gut geeignet.

 

AVS in der EPR

Die Anker SOLIX C300X DC unterstützt auch den AVS-Standard in der Extended Power Range.

  • 15 – 28 V bei bis zu 140 W

12V Ausgang

Ein wichtiger Punkt bei der C300X DC ist der KFZ-„Zigarettenanzünder“-Anschluss. Dieser kann für eine Vielzahl an Geräten genutzt werden, wie z.B. Kühlboxen.

Die Spannung auf diesem Anschluss ist „stabilisiert“ auf ca. 13,2 V, was einem Auto entspricht.

 

App Support, WLAN und Bluetooth

In dem Anker SOLIX C300X DC ist ein Bluetooth- und WLAN-Modul verbaut. Dieses erlaubt eine Verbindung zu deinem Smartphone und der Anker-App.

In der Anker-App kannst du zunächst alle wichtigen Informationen zur SOLIX C300X DC sehen, wie den Ladestand, Leistung pro Port usw.

Über die App kannst du aber auch Firmware-Updates einspielen und z.B. die Standby-Zeiten anpassen.

 

Integrierte Laterne

Die C300X DC besitzt einen Deckel, den du ausziehen kannst. Unter diesem Deckel ist eine LED integriert, welche es erlaubt, die Powerstation als eine Art Laterne oder Lampe zu nutzen.

Gerade im Notfall oder beim Camping ist das eine nette und auch hilfreiche Funktion. Die Beleuchtung ist hier zwar nicht extrem hell, aber ausreichend hell.

 

LiFePO4 Zellen

Die Anker SOLIX C300X DC setzt wie die meisten Powerstations auf LiFePO4-Zellen. LiFePO4-Akkuzellen bieten generell eine deutlich höhere Haltbarkeit und Sicherheit als herkömmliche Lithium-Ionen-Zellen.

So können LiFePO4-Zellen durchaus um die 3000 vollen Zyklen erreichen.

Aber natürlich haben LiFePO4-Zellen auch Nachteile. So sind diese Zellen bei gleicher Kapazität etwas größer als herkömmliche Lithium-Ionen-Zellen. Dies ist aber bei einer Powerstation in der Regel nicht so schlimm.

 

Wie hoch ist die echte Kapazität?

Laut Anker haben wir eine Kapazität von 288 Wh. Damit hat diese Powerstation ca. die 3-fache Kapazität einer großen Powerbank.

Nett! Aber welche Kapazität bietet die Powerstation in der Praxis wirklich?

Wh mAh @3,7V %
USB C 9V/3A 271,45 73365 94%
USB C 20V/5A 269,65 72878 94%
USB C 28V/5A 273,08 73805 95%
12V/2A 277,613 75031 96%
12V/10A 272,832 73738 95%
im Schnitt 272,925 73764 95%

 

Im Schnitt erreichte die Powerstation eine gute Kapazität von 272,925 Wh. Das entspricht ca. 73764 mAh @3,7V und 95 % der Herstellerangabe.

Das ist ein tadelloses Abschneiden und reicht locker, um Notebooks 2,x-mal vollständig zu laden.

 

Laden der Powerstation

Du hast zwei Optionen beim Laden der Anker SOLIX C300X DC.

  1. Via USB-C mit bis zu 140 W
  2. Via XT60-Eingang 11 – 28 V max. 100 W

Zunächst kannst du die Powerstation via USB-C laden. Hier akzeptiert diese bis zu 140 W.

Eine vollständige Ladung dauert hier 2:21 h. Nicht rekordverdächtig schnell, aber in Ordnung.

Alternativ kannst du die Powerstation über einen XT60-Eingang laden. Dieser akzeptiert zwischen 11 und 28 V und ist somit auch für Solarpanels geeignet. Anker hat hier einen MPPT-Controller verbaut.

Hast du also ein Solarpanel mit XT60-Anschluss (oder du bastelst dir einen Adapter), das in diesem Spannungsbereich liegt, kannst du mit diesem die SOLIX C300X DC laden.

Wichtig: Wir haben hier maximal ± 8 A bzw. 100 W.

 

Fazit

Die Anker SOLIX C300X DC ist eigentlich eine schöne Mischung aus Powerstation und Powerbank.

So haben wir hier eine Mini-Powerstation, welche für Smartphones, Tablets, USB-C-Notebooks und „Geräte für den Zigarettenanzünder“ geeignet ist.

Suchst du also eine Powerstation, die kompakt und günstig ist und die z.B. deine Kühlbox und USB-C-Geräte versorgen kann, bist du hier mit der SOLIX C300X DC an der richtigen Adresse.

So haben wir hier mächtige 140-W-USB-C-Ports, eine hohe Kapazität (273 Wh im Schnitt) und auch die Möglichkeit, die Powerstation via Solar zu laden. Weitere Pluspunkte gibt es für das Notlicht, das Display und den App-Support.

Du solltest dir lediglich überlegen, ob nicht vielleicht die „reguläre“ Anker SOLIX C300 eine bessere Wahl ist. Ja, diese ist ein Stück größer und teurer, hat aber zusätzlich zwei Steckdosen, was ihr eine noch größere Flexibilität verleiht.

Günstig vs. Teuer, lohnt sich eine teurere AIO? ASUS vs. Thermalright

Wenn es um die PC-Kühlung geht, sind AIO-Wasserkühlungen ohne Frage das beliebteste Mittel der Wahl.

Allerdings gibt es hier große Preisspannen! Einfache Modelle bekommst du problemlos für 50–60 €, selbst mit großen 360-mm-Radiatoren, während die Premium-Modelle 150 €+ kosten.

Hier stellt sich die Frage: Wie groß sind die Unterschiede in der Praxis wirklich? Um dies zu klären, schicke ich die Thermalright Frozen Notte 360 und das ASUS TUF Gaming LC III 360 in den Vergleich.

Beide Modelle besitzen einen 360-mm-Radiator, preislich ist aber der Unterschied enorm!

So kostet das ASUS-Modell fast 3x so viel wie das Thermalright. Sehen wir einen großen Unterschied bei der Kühlleistung? Oder ist der Preisunterschied nur der Optik und dem Herstellernamen geschuldet?

 

Unterschiede gering?

Oft hört man die „Weisheit“, dass die Unterschiede bei AIOs minimal seien. Woher kommt diese Aussage?

Viele AIOs basieren auf einem Asetek-Design. Asetek hatte sich 2005 ein Patent gesichert, das die Integration von Pumpe und CPU-Kühlblock abdeckte. Dieses Patent zwang über 20 Jahre lang die meisten Marken dazu, ihre AIOs bei Asetek fertigen zu lassen oder das Design zu lizenzieren, sonst drohten Klagen. Gerade in den früheren Generationen kam daher in vielen AIOs dieselbe oder eine sehr ähnliche Pumpe zum Einsatz, was die Leistungsunterschiede überschaubar machte. Mehr zum klassischen Asetek-Aufbau findest du auch in meinem Test der NZXT Kraken Z63 RGB.

So halte ich es auch hier für gut möglich, dass die ASUS TUF Gaming LC III 360 AIO auf ein Asetek-Design setzt.

Wichtig zu wissen: Im Mai 2025 ist das Asetek-Patent ausgelaufen. Hersteller können sich seitdem frei austoben, und das sieht man bereits an der wachsenden Design-Vielfalt am Markt.

Schon vorher haben einige Hersteller das Patent kreativ umgangen. Bei der Thermalright Frozen Notte 360 z. B. sitzt die Pumpe nicht im CPU-Block, sondern in einer Verdickung im Schlauch. Ein kleiner, aber feiner Designunterschied. In diesem Fall sind die AIOs also durchaus etwas anders aufgebaut.

 

Große Unterschiede bei Design und Bonus-Funktionalität

Große Unterschiede zwischen Modellen der verschiedenen Preisklassen sehen wir vor allem beim Design und der Ausstattung.

Erstaunlicherweise bzw. erfreulicherweise ist auch die Thermalright Frozen Notte 360 V2 bereits recht gut ausgestattet und, wie ich finde, auch schick designt.

So habe ich hier die weiße Version, welche nicht nur über RGB-Lüfter verfügt, sondern auch über einen Pumpenkopf mit Spiegeldesign und RGB-Beleuchtung. Diese lässt sich auch über dein Mainboard (und einen entsprechenden Header) frei anpassen und steuern.

Für 54 € alles andere als schlecht!

ASUS setzt hier mit der TUF Gaming LC III 360 ARGB LCD aber noch einen drauf. Neben RGB-Lüftern haben wir hier vor allem ein kleines LCD-Display auf dem Pumpenkopf. Dieses kann nicht nur diverse Designs anzeigen, sondern auch verschiedene Systeminformationen.

Nett, wenn du ein entsprechendes Seitenfenster hast.

Kleinere „Luxusunterschiede“ sehen wir bei der Verkabelung. Bei der Thermalright Frozen Notte 360 V2 hat jeder Lüfter ein eigenes Kabel und ein eigenes RGB-Kabel, also viel Kabelsalat.

Bei der ASUS TUF Gaming LC III 360 sind z. B. die 3x 120-mm-Lüfter „eine Einheit“ mit einem Kabel = deutlich weniger Kabelsalat.

 

Deutliche Unterschiede bei der Halterung

Weitere Unterschiede sehen wir bei der Montage und der Halterung. Ich habe beide AIOs auf der AM5-Plattform genutzt.

Die Thermalright Frozen Notte 360 V2 nutzt einfach die „AM4“-Halterung mit zwei seitlichen Clips. Das ist die einfachste und vermutlich auch günstigste Methode.

ASUS hingegen nutzt eine komplett eigene Halterung, welche in der Backplane verschraubt wird.

Theoretischer Vorteil: ein besserer und vor allem gleichmäßigerer Anpressdruck.

Ich bevorzuge hier das ASUS-Design klar.

 

Testsystem mit AMD Ryzen 5 7600X, sehr schwer zu kühlen!

Du fragst dich vielleicht: Ein „nur“ Ryzen 5, was soll daran schon schwer zu kühlen sein? Die Antwort: einiges!

Der AMD Ryzen 5 7600X gehört trotz seiner Mittelklasse-Positionierung zu den anspruchsvollsten CPUs am Markt, wenn es um die Kühlung geht. Der Hauptgrund liegt im Chiplet-Design der Zen-4-Architektur.

Der 7600X besitzt ein einzelnes CCD (Core Complex Die), gefertigt im 5-nm-Prozess bei TSMC. Dieses Chiplet ist mit rund 70 mm² extrem klein, und genau hier liegt das Problem. Auf dieser winzigen Fläche werden bis zu 142 W abgeführt. Die resultierende Hitzedichte ist absurd hoch!

Zum Vergleich: Ein Ryzen 9 7900X verteilt seine Last auf zwei CCDs und ist im Verhältnis sogar leichter zu kühlen, obwohl er insgesamt deutlich mehr Hitze produziert. Beim 7600X kommt die gesamte Wärme aus einem einzigen, winzigen Punkt.

Dazu kommt: AMD hat den Heatspreader (IHS) bei den Ryzen 7000er bewusst sehr dick gestaltet, damit ältere AM4-Kühler weiterhin passen. Nett für die Kompatibilität, fügt aber eine zusätzliche thermische Barriere zwischen Die und Kühler hinzu.

Und das Sahnehäubchen: Zen 4 ist so designt, dass die CPU bis 95 °C boostet, das ist von AMD so gewollt. Der Prozessor erhöht seinen Takt einfach so lange, bis er thermisch ins Limit läuft. Bei einer schwächeren Kühlung throttelt er entsprechend früher und du verlierst Boost-Takt und damit Leistung. Wenn du das Verhalten zähmen willst, findest du in meiner Anleitung, AMD Ryzen 7000 kühler und sparsamer zu machen, die passenden BIOS-Einstellungen.

Für unseren AIO-Vergleich ist das ideal! Genau hier zeigt sich, was eine gute Wasserkühlung wirklich kann und wo die Unterschiede zwischen Thermalright Frozen Notte 360 und ASUS TUF Gaming LC III 360 in der Praxis sichtbar werden.

 

Leistungsvergleich

Kommen wir zum spannenden Punkt: der Leistung. Vergleichen wir hier die CPU-Temperatur bei einem 10-minütigen Durchlauf von Cinebench R23. Dies bei 100 % Pumpen-Power und 100 % und 50 % Lüftern.

Und hier gibt es eine Überraschung!

Die Thermalright Frozen Notte 360 WHITE ARGB V2 schafft es NICHT, den AMD Ryzen 5 7600X zu kühlen!

Egal bei welcher Lüfter-Einstellung, springt die Temperatur sofort auf 95 Grad. Das sagt mir: Das Problem ist die Abfuhr der Wärme bzw. der Sitz des Kühlers.

Ich habe mehrfach überprüft, ob der Kühler sauber sitzt, und ich habe die Wärmeleitpaste getauscht, keine Änderung. Auch sah der Abdruck auf der Wärmeleitpaste „sauber und gleichmäßig“ aus. Ich kann mir das extrem schwache abschneiden nicht zu 100% erklären.

Die ASUS TUF Gaming LC III 360 ARGB LCD Wasserkühlung schlägt sich deutlich besser. Wir sehen hier zwar auch hohe Temperaturen, wie es beim AMD Ryzen 5 7600X üblich ist, aber bei 100 % Lüftergeschwindigkeit pendelt diese sich bei ca. 84 Grad ein. Bei 50 % bei ca. 89–90 Grad.

Heißt: Die CPU kann die volle Leistung liefern.

Wie kommt es, dass die Thermalright Frozen Notte 360 WHITE ARGB V2 so schlecht abschneidet? Ich nehme an, das CPU-Wasserblock-Design wird hier entweder nicht gut mit der extrem punktuellen Wärme des Ryzen 5 7600X klarkommen, oder durch die einfache Halterung ist der Anpressdruck nicht optimal bzw. nicht gleichmäßig.

Und ja, die Pumpe schien zu laufen (andernfalls hätte die AIO auch nicht 60 W+ Wärme abgeführt bekommen).

Wie auch immer, es machte hier einen massiven Unterschied, den ich so echt nicht erwartet hätte.

 

Unterschiede bei der Lautstärke

Aber was ist mit der Lautstärke?

Die Lüfter der ASUS-AIO sind ein Stück kräftiger und auch lauter als bei Thermalright, zumindest wenn wir beide AIOs auf 100 % fahren.

Hier wird die ASUS TUF Gaming LC III 360 schon sehr deutlich hörbar, eine Lüftersteuerung ist also Pflicht.

Das heißt aber nicht, dass die ASUS zwingend lauter ist; beide Modelle sind ca. bei 20–40 % Lüftergeschwindigkeit „leise“.

Eigentlich hatte ich einen Vergleich bei gleicher Lautstärke geplant, z. B. 50 % bei ASUS entsprechen 65 % bei der Thermalright, aber da die Thermalright so gar nicht den Ryzen 5 7600X unter Kontrolle bekommt, spielt das keine Rolle. Wenn dir ein besonders leiser Betrieb wichtig ist, lohnt sich übrigens auch ein Blick auf meinen Test der Arctic Liquid Freezer II 360 RGB.

 

Garantie und Haltbarkeit

Was bei AIOs gerne übersehen wird, ist die Haltbarkeit bzw. die zu erwartende Lebensdauer. Im Gegensatz zu einem Luftkühler, der praktisch unkaputtbar ist, haben AIOs deutlich mehr potentielle Ausfallquellen.

Schauen wir uns zunächst die Garantie an. Die Thermalright Frozen Notte 360 V2 kommt mit 5 Jahren Garantie, die ASUS TUF Gaming LC III 360 ARGB LCD mit 6 Jahren. Beide bieten somit eine sehr ordentliche Garantielaufzeit, ASUS liegt mit den 6 Jahren aber auf dem Niveau anderer Premium-Hersteller wie NZXT, Corsair oder Arctic.

Aber warum ist das überhaupt so ein Thema? AIOs haben einige bekannte Schwachstellen, die du auf dem Schirm haben solltest.

Das wohl bekannteste Problem ist das „Verklumpen“ der Kühlflüssigkeit. Über die Jahre kann es zu chemischen Reaktionen innerhalb des Systems kommen, vor allem, wenn günstigere Kühlflüssigkeiten zum Einsatz kommen oder die Materialpaarung zwischen Radiator (meist Aluminium) und CPU-Kühlblock (Kupfer) nicht optimal abgestimmt ist. Hier entsteht galvanische Korrosion. Das Resultat: Es bilden sich Ablagerungen und „Schlamm“, die die feinen Microfins im CPU-Kühlblock zusetzen. Genau diese Microfins sind aber für den effektiven Wärmetransfer entscheidend! Sind sie verstopft, sinkt die Kühlleistung dramatisch, meist schleichend über mehrere Jahre. Irgendwann throttelt deine CPU dann, obwohl sie noch vor 2 Jahren problemlos lief.

Ein weiteres Problem ist die Permeabilität der Schläuche. Klingt erstmal komisch, aber über die Schlauchwände kann Kühlflüssigkeit über Jahre langsam entweichen, wodurch sich Luft im System sammelt. Du erkennst das oft am charakteristischen „Gurgeln“ der Pumpe. Hochwertige AIOs setzen daher auf gummiummantelte oder verstärkte Schläuche, ASUS wirbt z. B. explizit mit „Reinforced Sleeved Tubing“ bei der TUF Gaming LC III.

Und natürlich hat auch die Pumpe selbst eine begrenzte Lebensdauer. Thermalright gibt für die Frozen Notte 360 V2 eine MTTF (Mean Time To Failure) von 40.000 Stunden an, das sind theoretisch über 4,5 Jahre Dauerbetrieb.

Mein Fazit zu dem Thema: Wenn du eine CPU hast, die deine AIO ohnehin schon ans Limit bringt (so wie der 7600X die Thermalright im Test), wird sich die Kühlleistung über die Jahre weiter verschlechtern. Eine bessere AIO hat hier nicht nur am Tag X mehr Reserven, sondern bleibt auch in 3–4 Jahren noch in akzeptablen Temperaturbereichen. Das ist neben der reinen Leistung ein weiterer guter Grund, nicht zwingend beim absolut billigsten Modell zuzuschlagen. Wer alternativ über einen High-End-Luftkühler nachdenkt, dem sei mein Test des Noctua NH-D15S auf AM5 empfohlen.

Fazit

Dieser Vergleich ist etwas anders gelaufen als erwartet. Ich hatte schon erwartet, dass die Thermalright Frozen Notte V2 etwas schwächer ist als die ASUS TUF Gaming LC III 360, aber ich bin von einem minimalen Unterschied ausgegangen.

In der Praxis hat die Thermalright Frozen Notte V2 bei mir in Kombination mit dem Ryzen 5 7600X komplett versagt.

Klar, der Ryzen 5 7600X ist ein Worst Case, wir haben hier nur einen kleinen CCD, auf welchem die komplette Hitze „fokussiert“ ist, aber dennoch habe ich erwartet, dass eine 360er-AIO diesen irgendwie unter 95 Grad bekommt.

Ich nehme einfach an, dass hier das Coldplate-Design nicht gut genug ist für solche punktuelle Hitze.

Die ASUS TUF Gaming LC III 360 hingegen schaffte es, die CPU effektiv zu kühlen.

Kurzum: Hast du eine „kühlere CPU“ oder ein Modell, das hier einfach unproblematisch ist, dann ist sicherlich eine 50-€-AIO wie die Thermalright Frozen Notte V2 OK, wobei man dann streiten kann, ob es eine 360er-AIO braucht.

Im direkten Vergleich zur ASUS TUF Gaming LC III 360 hatte die Thermalright aber keine Chance! Hast du also eine größere oder problematischere CPU, würde ich nicht die billigste AIO wählen. Dies kann auch aus Sicht der Haltbarkeit Sinn machen.

Test: Dell XPS 16 2026 DA16260, Glas-Premium trifft Panther Lake

Ich bin schon lange Zeit ein Fan der Dell XPS Serie, hatte nun aber schon eine Weile kein neues XPS Modell mehr privat in der Nutzung. Tatsächlich ist aber weiterhin mein XPS 13 mit Intel 8. Gen CPU mein „kompaktes Notebook der Wahl“.

Im Zuge der Zusammenarbeit mit Dell habe ich mich allerdings entschieden, mir doch mal wieder ein aktuelles XPS Modell zuzulegen. Meine Wahl fiel hier auf das XPS 16 in einer der größeren Versionen.

Kein ganz günstiger Spaß! Aber war das XPS 16 DA16260 eine gute Entscheidung?

Schauen wir uns das Ganze einmal im Test an. Kann das XPS 16 überzeugen?

 

Das Dell XPS 16 2026 im Test

Das XPS 16 ist optisch ein herausragendes Notebook! So hebt dieses sich doch ein gutes Stück von der Konkurrenz ab.

Dell hat hier nicht einfach versucht, ein MacBook zu kopieren, sondern hat ein eigenes Design erschaffen. So ist das XPS 16 sehr schlicht und hochwertig gestaltet.

So besteht dieses weitestgehend aus einem grauen Aluminium, mit Ausnahme des Tastatur-Decks. Dieses besteht aus einer Mischung aus Kunststoff (links und rechts von der Tastatur) und Glas.

Die komplette Handballenauflage besteht beim XPS 16 aus Glas! Dabei ist das Trackpad hier ohne Übergang eingelassen. Die Position des Trackpads ist lediglich mit zwei kleinen Kerben markiert.

Hierdurch wirkt das XPS 16 unheimlich schlicht und hochwertig. Dies ist eins der schönsten Notebooks, das ich jemals in den Fingern hatte.

Mit 353 x 237 x 14,6 mm ist dieses auch extrem kompakt für einen 16-Zöller. Das Gewicht von 1,65 kg ist auch sehr leicht.

Vergleichen wir das einmal mit dem MacBook Pro 16:

  • Dell XPS 16 – 353 x 237 x 14,6 mm – 1,65 kg
  • Apple MacBook Pro 16 – 356 x 248 x 16,8 mm – 2,14 kg

Das XPS 16 ist deutlich leichter und etwas kleiner/dünner.

 

Anschlüsse

Bei den Anschlüssen ist das XPS 16 2026 allerdings etwas schwächer aufgestellt.

  • 3x USB-C – 40 Gbit Thunderbolt 4
  • 1x 3,5 mm Kopfhörer-/Headset-Anschluss

Das XPS 16 verfügt nur über USB-C und einen Kopfhöreranschluss. Kein HDMI, kein Speicherkartenleser.

Gerade Letzteren hätte ich hier durchaus gerne gesehen! Das XPS 16 ist prädestiniert als Content-Creator-Laptop und hier wäre ein SD-Kartenslot nützlich gewesen.

Ansonsten kann ich aber grundsätzlich mit „nur USB-C“ im Jahr 2026 leben.

 

Zwei Display-Optionen

Wie auch schon das XPS 14 gibt es auch das große 16-Zöller mit zwei Display-Optionen.

  • 40,6 cm (16″)-2K-Display, ohne Touchfunktion, 1–120 Hz, 500 cd/m²
  • 40,6 cm (16″)-OLED-Display mit Touchfunktion, 3,2 K, 20–120 Hz, 400 cd/m²

Auf der einen Seite haben wir das IPS-Display. Dieses wird eine gute Qualität liefern, ist etwas heller und sorgt für eine bessere Akkulaufzeit.

Auf der anderen Seite haben wir ein Tandem-OLED-Display. Während Standard-OLEDs eine Schicht aus organischen Leuchtdioden nutzen, stapelt die Tandem-Technologie zwei Schichten übereinander.

Dies kann für eine bessere Energie-Effizienz, bessere Farben und eine höhere Helligkeit sorgen.

Ich habe mir die Version mit dem OLED-Display gekauft. Und ja, dieses sieht wirklich herausragend aus!

Zunächst haben wir hier ein OLED mit Touchscreen. Hier gibt es immer die Gefahr, dass wir den Touchlayer sehen können, wie z.B. bei meinem alten ASUS ProArt Notebook, wo dies zu einem leicht „körnigen“ Bild (vor allem bei weißen Flächen) führen kann.

Der Touch-Layer ist beim XPS 16 OLED nicht zu sehen! Das Display ist absolut klar und perfekt.

Auch die Messwerte sehen stark aus!

  • 100% sRGB
  • 93% AdobeRGB
  • 100% DCI-P3
  • 416 cd/m²
  • Delta E 1,86 im Schnitt

Wie von einem OLED zu erwarten ist, haben wir eine fantastische Farbdarstellung! Dies sowohl subjektiv betrachtet, aber auch wenn wir uns die Messwerte ansehen.

So haben wir eine 100% sRGB- und 100% DCI-P3-Farbraumabdeckung. Bei AdobeRGB haben wir eine ebenfalls beachtliche 93%-Abdeckung.

Bei der Helligkeit wirbt Dell mit 400 cd/m², ich konnte im normalen SDR-Betrieb 416 cd/m² messen.

Das ist zwar nicht extrem hell, aber im Alltag mehr als ausreichend, selbst für die Außennutzung.

Generell ist das Display auch subjektiv einfach fantastisch. Es ist das beste Display, das ich bisher in einem Notebook gesehen habe, was die Darstellungsqualität betrifft.

Hinzu kommen die maximalen 120 Hz, welche für ein sehr flüssiges und weiches Bild sorgen.

Das Einzige, wo ich vielleicht noch etwas Luft nach oben sehe, ist die Kalibrierung. Mit einem Delta E von 1,86 im Schnitt ist diese zwar problemlos ausreichend für Foto- und Videobearbeitung, aber es geht schon noch ein Stück akkurater.

Aber abseits von diesem kleinen Kritikpunkt ist dies ein herausragendes Display.

 

Outdoor-Nutzung

Erfreulicherweise lässt sich auch die OLED-Version des XPS 16 gut draußen nutzen! Dell hat hier bei der Entspiegelung einen guten Job gemacht, wodurch die Ablesbarkeit selbst in praller Sonne recht gut ist.

Wichtig: Wenn pralle Sonne auf dem Display steht, scheint dieses in einen „Outdoor-Modus“ zu schalten. In diesem werden Farben und Kontraste/Gamma-Wert für eine bessere Ablesbarkeit angepasst.

Das funktioniert auch erstaunlich gut, aber ist nichts, wenn du „farbkritische“ Arbeit machen willst.

 

Überragende Lautsprecher

Ein absolutes Highlight am XPS 16 sind die Lautsprecher! Das XPS 16 hat ein extrem komplexes Soundsystem, welches auf recht exotischen Soundchips von Cirrus Logic basiert. Wir haben hier also nicht einfach nur eine 0815-Realtek-Soundkarte.

Und ja, das XPS 16 zaubert eine gewaltige Soundstage für ein Notebook, welche auch eine wunderbare Dynamik und Tiefgang liefert.

Dabei sind die Lautsprecher auch sehr laut und generell „kräftig“ wirkend.

Das XPS 16 gehört ganz klar zu den Notebooks mit den besten Lautsprechern auf dem Markt. Wir sind hier auf einem Level mit den großen MacBooks, was schon einiges aussagt.

 

Tastatur und Trackpad

Kommen wir zu einem schwierigen Punkt, der Tastatur. Dell setzt beim XPS 14 und 16 auf eine außergewöhnliche Tastatur. Anstelle der typischen „Chiclet-Style-Tasten“ benutzt Dell vollflächige Tasten ohne Lücken zwischen diesen.

Hierdurch sind die einzelnen Tasten deutlich größer, was in der Theorie die Tipp-Sicherheit verbessern sollte.

Ich sage in der Theorie, in der Praxis tippe ich auf dem XPS 16 unsicherer bzw. ich brauchte eine Weile, um mich einzugewöhnen. So habe ich Probleme, die Tastenübergänge zu erfühlen, und neige dazu, mehrere Tasten zu erwischen.

Mit Gewöhnung geht es. Zumal die Tastatur an sich ziemlich gut ist. Die Tasten fühlen sich knackig an und das Tastatur-Deck ist sehr stabil.

Ein No-Go ist die Tastatur aber auch absolut nicht.

Das Trackpad ist hingegen über jeden Zweifel erhaben. So haben wir hier ein „Solid State“-Trackpad, welches fließend in der Handballenauflage eingelassen ist. Dieses ist also nicht beweglich, kann aber Druck erkennen und liefert ein Force-Feedback.

Das Tracking ist hervorragend und das haptische Feedback ist perfekt. Sogar die Erkennung von Handballen ist 1a.

Kurzum, ein perfektes Trackpad.

 

Leistung

Dell geht beim XPS 16 2026 einen etwas anderen Weg als bei früheren Modellen. Bisher bot Dell das XPS 16 / XPS 17 immer optional auch mit einer Nvidia GPU an.

Diese Option fällt dieses Jahr weg, es gibt das XPS 16 2026 nur mit Intel iGPU. Das ist aber nicht ganz so tragisch, wie es vielleicht klingt, denn dieses kommt mit CPUs der Intel Panther Lake Generation, welche recht fähige Grafikkarten mitbringt.

Dell bietet zum Zeitpunkt des Tests das XPS 16 mit zwei CPU-Optionen an:

  • Intel Core Ultra 5 325 der Serie 3 (8 Cores, bis zu 4,5 GHz)
  • Intel Core Ultra X7 358H der Serie 3 (16 Cores, bis zu 4,8 GHz)

Ich würde dir zum X7 358H raten, warum? Rein von der CPU-Leistung ist auch der kleine Ultra 5 325 gut, allerdings fällt bei diesem die Grafikkarte deutlich schwächer aus.

  • Intel Core Ultra 5 325 = Intel Graphics
  • Intel Core Ultra X7 358H = Intel Arc B390 GPU

Willst du das XPS 16 nur für Office und das Webbrowsen nutzen, reicht der Ultra 5.

Hast du aber Anwendungen, die von einer stärkeren GPU profitieren, oder du willst auch etwas auf dem Notebook spielen, lohnt der Aufpreis auf den Ultra X7.

Ich habe hier die größere Version mit Intel Core Ultra X7 358H und Intel Arc B390 GPU.

Bezüglich der Leistung müssen wir zunächst ganz klar sagen, dass das XPS 16 2026 nicht auf das „absolute Maximum an Leistung“ ausgelegt ist, sondern eher auf die maximale Effizienz.

Gerade Intel gibt den Notebook-Herstellern recht freie Hand, wie viel Strom diese der CPU zur Verfügung stellen. Mehr Strom / Watt = mehr Leistung, aber auch halt höherer Stromverbrauch, mehr Abwärme usw.

Z.B. das ASUS ProArt Studiobook H7604JV mit dem älteren Intel Core i9-13980HX gibt der CPU konstant bis zu 75 W und in der Spitze bis zu 147 W.

Dell fährt den neueren Intel Core Ultra X7 358H deutlich konservativer.

Im „Ultra-Leistungs-Modus“ fährt das Dell XPS 16 DA16260 die CPU auf maximal +- 70 W, dies aber nur für wenige Sekunden.

Bei konstanter Last pendelt sich die CPU bei 35 bis 40 W ein. Für ein 16-Zoll-Notebook recht wenig, aber aus Sicht der Effizienz der „Sweetspot“ für den Intel Core Ultra X7 358H.

Schauen wir uns ein paar Benchmarks an.

Es wird hier direkt klar, dass das XPS 16 kein „Benchmark-König“ ist. Wir sehen zwar im Cinebench-Test eine gute Leistung, aber auch kein überragendes Abschneiden, zumindest im Multi-Core-Bereich.

In Single-Core-Tests hingegen sehen wir ein sehr starkes Abschneiden, wie es sich für eine moderne CPU gehört.

Tendenziell schneidet es in „Handbrake“, also einem praktischen Szenario, etwas stärker ab als in reinen Benchmarks.

Kurzum, das Dell XPS 16 DA16260 ist ganz klar mehr auf Effizienz als auf maximale Leistung getrimmt. Dennoch ist die Leistung stark, völlig ausreichend für Foto- und Videobearbeitung in einem professionellen Umfeld.

Aber was ist mit der GPU? Das XPS 16 ist kein Gaming-Notebook, so viel sollte klar sein.

Aber die Intel iGPU ist gar nicht sooo übel.

Anno 117 AVG MIN
3200×2000 – XeSS (Ausgewogen) – Niedrig 50 38
3200×2000 – XeSS (Qualität) – Niedrig 44 35
3200×2000 – XeSS (Ultra Qualität) – Niedrig 40 32
3200×2000 – XeSS (Ausgewogen) – Mittel 38 29
3200×2000 – XeSS (Qualität) – Mittel 34 27
3200×2000 – Niedrig 26 20

 

Total War – Warhammer 3 AVG MIN
1920×1200 – Mittel 77 68
1920×1200 – Hoch 64 50
3200×2000 – Niedrig 47 35
3200×2000 – Mittel 39 34
3200×2000 – Hoch 27 20

 

CS2 -Dust 2 Benchmark AVG MIN
1920×1200 – Mittel 222 102
3200×2000 – Niedrig 155 88
1920×1200 – Hoch 137 68
3200×2000 – Mittel 102 66
1920×1200 – sehr Hoch 90 49
3200×2000 – Hoch 64 37
3200×2000 – sehr Hoch 41 24

So ist „AAA“-Gaming auf dem XPS 16 durchaus möglich. Allerdings rechne damit, entweder die Auflösung zu reduzieren (auf z.B. Full HD) und/oder du wirst mit niedrigen Details in anspruchsvolleren Titeln leben müssen.

In eSport oder älteren Spielen sind aber durchaus auch bei voller Auflösung mittlere bis hohe Details möglich.

 

Lautstärke und Lüfter

Erfreulicherweise ist das XPS 16 DA16260 ein recht ruhiges Notebook. Gerade unter Volllast ist dieses verglichen mit anderen Oberklasse-Notebooks sehr unaufdringlich.

Ja, die Lüfter surren, aber dies zu keinem Zeitpunkt übermäßig laut. Ich würde sogar sagen, die maximale Lautstärke ist die niedrigste eines 16/17-Zoll-Notebooks, das ich bisher im Test hatte. Zudem haben die Lüfter auch eine sehr angenehme Frequenz (sie klingen recht warm).

Allerdings auch bei normalen Alltagsanwendungen laufen die Lüfter oft. Dabei bleibt das Notebook sehr ruhig, du wirst die Lüfter nur in einem komplett leisen Raum überhaupt wahrnehmen können, aber passiv läuft das XPS 16 halt meist auch nicht.

Dennoch unterm Strich ist das XPS 16 ein sehr leises Notebook.

Bonuspunkte: Mein XPS 16 hatte KEIN Spulenfiepen, weder unter Last noch beim Laden.

 

Akkulaufzeit, herausragend!

Dell wirbt beim XPS 16 mit beeindruckenden 31 Stunden Laufzeit, zumindest der Version mit LCD-Display. Die OLED-Version, wie ich sie hier habe, ist etwas schwächer.

Wie so oft kommt es bei der Akkulaufzeit darauf an, was du mit deinem Notebook machst.

  • Praktisch kannst du bei der LCD-Version mit +- 20 Stunden im Office-Betrieb rechnen.
  • Die OLED-Version kommt bei mir auf 12-14 Stunden, im normalen Office-/Web-Betrieb, bei Video-Wiedergabe kommen wir noch ein Stück höher.
  • Bei maximaler Display-Helligkeit und intensiverer Office-/Web-Nutzung komme ich auf knapp 10 Stunden.

Das OLED-Display ist also schon ein Stromfresser, aber in dieser Klasse Notebook sind das weiterhin herausragende Werte, die alle anderen 16/17-Zoll-Windows-Notebooks, die ich bisher in den Fingern hatte, bei Weitem übertreffen.

Ich finde aber dennoch, Dell hat beim Akku etwas „Potenzial“ liegen lassen. Warum? Wir haben hier den gleichen 70-Wh-Akku wie beim XPS 14.

70 Wh bei einem 13/14-Zöller ist sehr gut, aber bei einem 16-Zöller, da wäre mehr Akku-Kapazität gegangen.

Mit einem 99-Wh-Akku hätte vermutlich auch die OLED-Version die 20 Stunden praktisch geknackt und die LCD-Version 30 Stunden.

Wie auch immer, suchst du ein „großes“ Notebook, dann ist das XPS 16 auch mit 70-Wh-Akku schon einer der absoluten Laufzeit-Könige am Markt.

 

Fazit

Das Dell XPS 16 DA16260 ist ein grundsätzlich richtig gutes Notebook, aber irgendwie auch ein etwas „zwiespältiges“ Produkt.

Fangen wir mit dem Positiven an, und davon gibt es einiges. So ist das XPS 16 optisch und haptisch eines der schönsten Notebooks, die ich bisher in den Fingern hatte. Die Glas-Handballenauflage mit dem nahtlos eingelassenen Trackpad, das schlichte Aluminium-Design, die kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht für einen 16-Zöller – Dell hat hier ein wirklich beeindruckendes Stück Hardware geschaffen.

Auch das OLED-Display ist herausragend, die Lautsprecher gehören zum Besten, was du in einem Notebook bekommen kannst, das Trackpad ist nahezu perfekt und die Akkulaufzeit ist für ein 16-Zoll-Windows-Notebook absolut überragend. Hinzu kommt, dass das XPS 16 trotz starker Leistung leise arbeitet.

Der Core Ultra X7 358H von Intel bietet im Alltag eine sehr gute Leistung und ist dabei sehr effizient. Es ist einfach das Modernste, was Intel derzeit bietet. Selbst die integrierte iGPU ist „fähig“.

Aber, und jetzt kommt das große Aber, das XPS 16 2026 fühlt sich in vielen Bereichen einfach wie ein „größeres XPS 14“ an.

Beispiel Akku: 70 Wh sind in einem 13/14-Zoll-Notebook stark, in einem 16-Zöller hätte aber locker ein 99-Wh-Akku Platz gehabt. Hätte Dell hier das Maximum rausgeholt, wäre die OLED-Version vermutlich locker bei 20 Stunden Office-Betrieb gelandet und die LCD-Version hätte die 30 Stunden geknackt. Natürlich ist die Akkulaufzeit auch so bereits imposant, aber es wäre noch ein Stück mehr gegangen.

Auch die Tastatur ist so eine Sache. Das Konzept mit den vollflächigen Tasten ist mutig, in der Praxis aber gewöhnungsbedürftig.

Unterm Strich ist das Dell XPS 16 DA16260 ein hervorragendes Notebook und ich kann es grundsätzlich empfehlen. Wenn du ein schickes, hochwertiges 16-Zoll-Notebook mit hervorragender Akkulaufzeit, top Display und top Lautsprechern suchst, dann triffst du hier eine sehr gute Wahl.

Du solltest dir aber bewusst sein, dass du hier eher ein „größeres XPS 14″ bekommst.

Dell XPS 16 DA16260
Positiv
Herausragendes Design mit Glas-Handballenauflage, hochwertige Verarbeitung
Sehr kompakt und leicht für einen 16-Zöller (1,65 kg)
Fantastisches OLED-Display (100% sRGB, 100% DCI-P3, 120 Hz, gute Helligkeit)
Auch draußen gut ablesbar dank guter Entspiegelung
Top Lautsprecher
Perfektes Solid-State-Trackpad mit Force-Feedback
Sehr gute Akkulaufzeit (12-14 Std. OLED, bis 20 Std. LCD-Version)
Effiziente Intel-Panther-Lake-Plattform, ausreichend Leistung für Foto- und Videobearbeitung
Negativ
nur 3x USB-C, kein SD-Slot, kein HDMI
Keine Nvidia-GPU-Option mehr verfügbar
Tastatur mit vollflächigen Tasten gewöhnungsbedürftig
Hoher Preis
90

INIU Leopard Power 140W P64-P1 im Test: 25.000 mAh, 140 W & Tiny Cells

INIU bietet mit der „Leopard Power“ eine alternative Powerbank-Serie zu seinen üblichen Modellen bei Amazon an.

Auf den ersten Blick handelt es sich bei der INIU Leopard Power 140W um die uns bereits bekannte P64-E1. Beide setzen auf Tiny Cells, 25.000 mAh und 140 W Leistung.

Wo gibt es aber Unterschiede? Auf den ersten Blick nur bei der Optik!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Was kann hier die „Leopard“-Powerbank von INIU? Finden wir es im Test heraus!

 

Einzelhandelsversion?!

INIU vertreibt seine Powerbanks normalerweise selbst über die Amazon-Plattform. Die „Leopard“-Version seiner Powerbanks taucht hingegen eher im Einzelhandel auf.

Bisher primär in den USA, aber nun auch langsam in Europa.

Vermutlich handelt es sich bei der INIU Leopard Power 140W um eine „schickere“ Version in einzelhandelsfreundlicher Verpackung der INIU P64-E1.

 

Die INIU Leopard Power 140W im Test

INIU setzt bei seiner Leopard P64-P1 auf seine „Tiny Cells“. Das bedeutet laut INIU, ist die Powerbank für die Kapazität von 25.000 mAh und 140 W Ausgangsleistung besonders kompakt und leicht.

Die Leopard Power 140W wiegt 494 g und misst 159 x 82 x 25,5 mm.

Und ja, ich kann INIU recht geben! Die Leopard P64-P1 ist für die Kapazität und Ausgangsleistung von 140 W wirklich sehr kompakt! Lediglich das Schwestermodell, die P64-E1, kann hier mithalten.

Dabei setzt die Leopard-Version auf ein etwas anderes Design als die typischen INIU-Modelle. So verzichtet INIU auf das typische schwarze Hochglanz-Fenster und setzt auf eine seidig-matte Oberfläche, welche, wie ich finde, durchaus schick aussieht.

Nein, dies ist keine absolute Premium-Powerbank, aber optisch gelungen.

Bei der Verarbeitungsqualität gibt es einen Kritikpunkt. So scheint in der Powerbank eine Komponente zu „schwingen“, wenn diese einen Klaps bekommt.

Kein extremes Drama, aber in einer „Premium“-Powerbank sollte das nicht sein.

 

Mit Display

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht sichtbar ist, die Powerbank verfügt über eine Art Display.

Dieses ist versteckt auf der Oberseite eingelassen und nur sichtbar, wenn es aktiv ist. Es handelt sich hierbei um ein leuchtendes „LC“-Display.

Dieses zeigt dir folgende Infos an:

  • Akkustand in %
  • Aktuelle Leistung in Watt
  • Aktive Anschlüsse
  • Verbliebene Lade-/Entladezeit

Damit ist das Display zwar weniger „aufwendig“ als bei vielen Konkurrenten, aber grundsätzlich liefert es alle relevanten Infos.

 

Anschlüsse

Die Powerbank bietet 2x USB-C-Ports und einen USB-A-Port.

  • USB-C 1 – 140 W PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB-C 2 – 45 W PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A
  • USB-A – 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Der primäre USB-C-Port der Powerbank bietet eine Leistung von bis zu 140 W nach dem USB Power Delivery Standard. Damit ist diese Powerbank auch für große Geräte wie Notebooks theoretisch ideal.

Hinzu kommt ein 45 W USB-C-Port und ein 18 W USB-A-Quick-Charge-Port.

Wichtig: Insgesamt kann die Powerbank maximal 145 W liefern! Nutzt du mehrere Ports, dann drosselt sich die Powerbank.

  • 100 W + 45 W
  • 100 W + 18 W + 18 W

 

PPS-Support bei der Leopard

Natürlich bringt die Powerbank auch einen umfangreichen PPS-Support mit.

  • USB-C 1 – 5 – 21 V bei bis zu 5 A
  • USB-C 2 – 5 – 11 V bei bis zu 4,5 A

USB-C 1 bietet einen perfekten PPS-Support! So kann dieser Port alle Samsung-, Apple- und Google-Pixel-Smartphones mit dem vollen Tempo laden, wie auch viele chinesische Smartphones.

Selbst USB-C 2 besitzt eine recht große PPS-Range und kann beispielsweise Samsung-Smartphones mit den 45 W schnell laden, super!

 

5 Minuten volle Power…..

Sehr viele 140 W Powerbanks können nicht konstant 140 W liefern. Die meisten Powerbanks drosseln sich nach einer Weile herunter.

Wie steht es hier um die INIU Leopard Power 140W?

Leider nicht gut! In meinem Test konnte die Powerbank genau 5 Minuten 140 W liefern. Nach 5 Minuten drosselte sich diese auf 100 W herunter.

Das ist ein extrem schwaches Abschneiden. Dass die Powerbank sich nach genau 5 Minuten drosselt, sagt mir, dass es sich hier um eine künstliche Limitierung handelt, vermutlich zum Schutz der Akkuzellen.

Im Kern ist dies also keine 140 W Powerbank, sondern eher eine 100 W Powerbank.

100 W kann diese auch konstant liefern.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut INIU bietet die Powerbank eine Kapazität von 25.000 mAh. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/1A 73,57 14468 19885 80%
9V/1A 77,87 8547 21045 84%
9V/3A 80,00 8859 21621 86%
20V/1A 82,25 4096 22229 89%
20V/5A 69,22 3474 18707 75%
Im Schnitt 76,58 20697 83%

 

Im Test erreichte die Powerbank im Schnitt eine Kapazität von 20.697 mAh @3,7V bzw. 76,58 Wh. Das sind solide 83 % der Herstellerangabe.

Auffällig: Bei 100 W Last bricht die nutzbare Kapazität massiv ein, auf 18.707 mAh, während wir bei mittleren Laststufen bis zu 22.229 mAh erreichen.

Diese Powerbank ist also wirklich eher für mittlere Lasten ideal.

 

Ladedauer

Zwar bietet der primäre USB-C-Port eine Ausgangsleistung von bis zu 140 W, aber aufnehmen kann dieser leider maximal +- 100 W, was die Ladegeschwindigkeit der INIU Leopard Power 140W verglichen mit anderen High-End-Modellen leider etwas reduziert.

In der Praxis erreichte die Powerbank eine maximale Leistungsaufnahme von 81 – 84 W. Hiermit dauerte eine Ladung ca. 1:32 h.

Verglichen mit anderen High-End-Powerbanks ist das OK, aber auch nicht überragend schnell.

Fazit

Zwar ist die INIU Leopard Power 140W absolut nicht die schlechteste Powerbank, die du kaufen kannst, aber dennoch würde ich sie nicht empfehlen!

Warum? Es gibt in INIUs Line-up einfach bessere Modelle.

Sprechen wir aber zunächst über das Positive. Für die Kapazität von 25.000 mAh und 100/140 W ist die Leopard Power extrem klein und kompakt!

Dabei liefert diese auch in der Praxis eine gute Kapazität mit bis zu 22.229 mAh und lässt sich recht schnell laden (0 % auf 100 % in ca. 1:32 h). Auch die PPS-Range ist tadellos.

Das Problem: 140 W können von dieser Powerbank nur 5 Minuten lang geliefert werden! Effektiv ist dies also weniger eine echte 140 W Powerbank und viel mehr eine 100 W Powerbank.

100 W ist zwar auch nicht übel, aber dennoch eine kleine Enttäuschung.

Hinzu kommt der Preis, welcher zum Zeitpunkt des Tests über dem fast identischen Schwestermodell der INIU P64-E1 liegt.

Daher:

  1. Wenn dir die Leistung der Leopard Power ausreicht und du den Formfaktor magst, schau dir auch einmal die abseits vom Gehäuse identische INIU P64-E1 an, welche oft günstiger zu bekommen ist.
  2. Wenn du mit einem etwas größeren Gehäuse leben kannst, schau dir die INIU BI-B64 27.000 mAh 140W an. Etwas größer, aber auch etwas mehr Kapazität und in der Praxis eine höhere Leistung, zum niedrigeren Preis.

Einen direkten Vergleich der beiden Schwestermodelle findest du übrigens hier: 140 Watt Powerbanks von INIU im Vergleich: BI-B64 gegen P64-E1.