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Birdfy Nest im Test, Nistkasten mit Akku-Überwachungskamera !Update!

Ich liebe es, die Vögel in meinem Garten zu beobachten. Vielleicht gilt das Gleiche für dich und du hast dir gewünscht, auch einmal in ein Vogelnest schauen zu können. Gerade auch wenn du Kinder hast, ist dies eine spannende Sache.

Ich habe mir jetzt das Birdfy Nest gekauft. Beim Birdfy Nest handelt es sich um einen Nistkasten mit einer integrierten Akku-Kamera.

Hierdurch kannst du jederzeit in den Nistkasten schauen und beobachten, was dort vor sich geht und im besten Falle das Aufwachsen von Küken beobachten.

Die große Besonderheit beim Birdfy Nest ist, dass die Kamera im Inneren akkubetrieben ist und über eine lange Kabelfernbedienung zum manuellen Laden wie auch über ein Solarpanel verfügt. Hierdurch kannst du dieses flexibel positionieren und musst nicht auf die Stromversorgung achten.

Des Weiteren haben wir KI-Features, die automatisch Vögel und Entwicklungsstadien erkennen.

Ich habe mir diesen Nistkasten im Winter 2025 gekauft und aufgehängt. Natürlich noch zu früh für echte Vogelbeobachtungen, werfen wir aber dennoch einen Blick auf das Birdfy Nest und wie gut das Konzept umgesetzt ist.

 

Das Birdfy Nest im Test

Das Birdfy Nest besteht im Kern aus drei Komponenten. So haben wir hier zunächst einen Nistkasten aus Holz, welcher allerdings auf der Oberseite metallverkleidet ist.

Das Metall soll hier als Regenschutz dienen, was durchaus Sinn macht. Auf der Oberseite ist dabei ein Haken zum Aufhängen.

Auf der Front finden wir den Eingang (Durchmesser 38-40 mm) und an der Seite eine Klappe, welche wir öffnen können, um den Nistkasten zu reinigen. Im Nistkasten ist ein „doppelter“ Boden, ein Wasserablaufloch und an der Seite ein kleines Fenster, welches mit Plexiglas verschlossen ist.

Ich vermute, Letzteres ist einfach, um etwas mehr Licht in den Nistkasten zu lassen, was der Kamera hilft.

Wo wir bei der Kamera sind, diese ist auf den ersten Blick eine einfache Akku-Überwachungskamera, welche mithilfe einer Halterung im Deckel montiert wird. Allerdings hat sie ein paar Besonderheiten.

So ist die WLAN-Antenne extra groß und extern und viel wichtiger, wir haben eine Kabelfernbedienung! Es handelt sich hierbei um eine „Verlängerung“ mit USB-C-Port, Status-LEDs und Tasten zum Zurücksetzen, Ein-/Ausschalten usw.

Warum ist das wichtig? Was ist, wenn der Akku der Kamera trotz Solarpanel leer wird, aufgrund von anhaltend schlechtem Wetter? Oder die Kamera hängt sich auf? Du kannst ja, während die Vögel brüten, nicht einfach ins Vogelhaus, um die Kamera zu laden oder zurückzusetzen. Und ja, mir ist das schon bei einer Kamera eines anderen Herstellers passiert, diese hatte die WLAN-Verbindung verloren und musste manuell an der Kamera zurückgesetzt werden.

Daher halte ich die „Kabelfernbedienung“ für sehr sinnvoll!

Neben der Kamera haben wir noch ein kleines Solarpanel mit entsprechender Halterung.

 

Die Aufhängung

Spannenderweise ist das Birdfy Nest gemacht, frei an z. B. einem Ast aufgehängt zu werden. Es gibt lediglich auf der Oberseite einen Haken.

Dies finde ich etwas unpraktisch und habe den Nistkasten mithilfe eines Winkels an einer Wand montiert.

 

Die App von Birdfy

Birdfy hat bei seinen Produkten nicht einfach nur eine normale 0815-Überwachungskamera in Vogelhäusern usw. verbaut, sondern nutzt eine App, die speziell auf die „Vogelüberwachung“ zugeschnitten ist.

Dies fällt hier besonders auf! Denn die Kamera hat eine ganz andere Art aufzuzeichnen.

Anstelle dass die Kamera dir einfach Bewegungen anzeigt und aufnimmt, haben wir ein „Story“-Feature.

So soll eine KI die diversen Stadien beim Brüten überwachen und dir entsprechend Clips raussuchen, aufzeichnen und speichern.

  • Vorspiel
  • Nestbau
  • Grübeln
  • Nestling
  • Ästling
  • Ende

Leider kann ich noch nicht beurteilen, wie gut dies funktioniert. Grundsätzlich ist die Birdfy-KI sehr gut, zumindest bei anderen Produkten. Hier funktioniert die Vogelerkennung sehr stark.

Ob dies jetzt bei Birdfy Nest auch der Fall ist, kann ich bisher noch nicht sagen.

Neben den Aufzeichnungen haben wir allerdings auch eine reguläre Live-Ansicht, die du jederzeit starten kannst.

Hier kannst du auch manuell Aufnahmen erstellen.

 

Akkulaufzeit?

Leider ist die Akkulaufzeit auch ein Punkt, den ich derzeit nicht so recht beurteilen kann. Akku-Überwachungskameras filmen in der Regel nur, wenn sie eine Bewegung erkennen. Müssen diese dauerhaft filmen, zieht dies den Akku selbst von den besten Modellen in wenigen Tagen komplett leer!

In einem Vogelnest ist aber unter Umständen konstant Bewegung. Das würde bei einer normalen Akku-Kamera diese in 1-5 Tagen leeren.

Vermutlich ist dies daher auch der Grund, dass wir dieses KI-Aufnahme-Feature haben, dass nicht alles konstant aufgenommen wird.

Entsprechend ist natürlich das Solarpanel sehr wichtig und gerade im Frühjahr und Sommer sollte dieses gut „gegenladen“ können. Zudem haben wir das Verlängerungskabel/Kabelfernbedienung, welches dir das Nachladen der Kamera via Powerbank usw. erlauben würde.

Derzeit braucht die Kamera im Winter praktisch keinen Strom im Standby und wird komplett vom Solarpanel getragen.

Allerdings wie es jetzt im Frühling beim Nisten aussieht, kann ich (noch) nicht sagen.

 

Die Bildqualität

Ein Punkt, wo mich das Birdfy Nest massiv überrascht hat, war bei der Bildqualität. Grundsätzlich haben wir hier eine Full-HD-Kamera, was an sich nichts „Besonderes“ ist.

Aber in der Praxis liefert die Kamera ein perfekt fokussiertes und sehr klares Bild. Dies sowohl bei Tag wie auch bei Nacht.

Bei Nacht hast du die Wahl, ob du einfach ein schwarz-weißes IR-Bild oder den integrierten Scheinwerfer für farbige Nachtsicht nutzen willst.

Generell ist die Bildqualität tadellos und der Fokus genau auf die Distanz im Nistkasten eingestellt.

 

Update – Anfang 2026

Anfang 2026 gab es Aktivität in meinem Nistkasten! Es haben erste Nestbau-Versuche gestartet.

Noch ist das „Nest“ sehr klein. Aber die KI hat korrekt erkannt das der Nestbau gestartet ist.

 

 

Fazit

Derzeit kann ich zum Birdfy Nest noch kein vollständiges Fazit ziehen. Dies werde ich erst können, wenn in diesem bei mir auch Vögel eingezogen sind.

Erst dann wird sich zeigen, wie gut das KI-Story-Feature und die Akkulaufzeit ist.

Allerdings sehe ich sehr viele positive Tendenzen. So ist der Nistkasten gut und durchdacht gebaut. Selbiges gilt auch für die Überwachungskamera im Inneren, welche vor allem dank der Kabelfernbedienung von außen aufladbar ist, sollte mal das Solarpanel nicht ausreichen.

Auch die App ist speziell auf die Vogelbeobachtung zugeschnitten und die Kamera liefert eine top Bildqualität.

Soweit kann ich also das Birdfy Nest empfehlen, aber es wird voraussichtlich 2026 ein Update geben, sofern bei mir Vögel eingezogen sind.

„240W Ladegerät“ für 3€ von Aliexpress?!

Ich bin vor Kurzem bei Aliexpress über einen fantastischen Deal gestolpert. So wurde mir hier ein 240 W, 5 Port USB Ladegerät für unter 3€ angeboten.

WOW! Was ein Deal, nicht wahr?

Aber kann dieser Deal auch nur ansatzweise wahr sein? Die Antwort ist natürlich nein. Ein 240 W Ladegerät für solches Geld und in solch einem kompakten Formfaktor ist nicht möglich.

Aber was bekommen wir hier? Wie viel Leistung hat das Ladegerät wirklich? Finden wir es im Test heraus!

 

Das „240W“ Ladegerät von Aliexpress

Leider verfügt das Ladegerät über keine Herstellerbezeichnung oder Ähnliches. Das optisch auffälligste Merkmal, zumindest für mich, ist allerdings der „240W“ Schriftzug.

Und ja, die 240W sind auch auf dem Ladegerät in Anführungszeichen gesetzt. Was will der Hersteller uns damit bloß sagen? Im Folgenden werde ich dieses Ladegerät einfach das „240W“ Ladegerät nennen.

Für die Leistung von angeblichen 240 W ist das Ladegerät sehr verdächtig klein und vor allem auch leicht.

So bringt dieses nur ein Gewicht von 71 g auf die Waage.

Lass uns ehrlich sein, spätestens jetzt ist klar, dass dieses Ladegerät nicht ansatzweise 240 W liefern können wird.

Allerdings, abseits davon, dass das Ladegerät sich fast leer anfühlt, ist das Gehäuse an sich „OK“. Auch das generelle Design ist nicht furchtbar. Aber dies ist das größte Lob, was dieses Ladegerät bekommen wird.

Eine kleine Besonderheit stellen ein paar blaue LEDs an der Seite des Ladegerätes dar, welche eingesteckt leuchten.

 

Keine Beschriftung

Ein weiterer auffälliger Punkt ist die Beschriftung auf dem Ladegerät bzw. das Fehlen dieser!

Es gibt auf dem Ladegerät keinerlei Informationen zu Leistungswerten, aber auch keine „Zertifizierungen“ oder CE Logo.

Damit dürfte dieses Ladegerät nicht mal in die EU eingeführt werden!

Dies ist extrem überraschend, denn ich würde erwarten, dass ein Hersteller einfach als Standard diese Logos draufdruckt, egal ob die dahinterstehenden Normen erfüllt werden oder nicht. Aber nicht mal das wurde bei diesem Ladegerät gemacht, was schon einiges aussagt.

 

5 Ports

Das „240W“ Ladegerät besitzt satte 5 USB Ports. 3x USB C und 2x USB A, was für solch ein kompaktes Ladegerät durchaus beeindruckend ist.

Die USB C Ports sind mit „PD“ beschriftet und die USB A Ports mit „QC“.

 

Welche Leistung haben wir hier wirklich?

Aber welche Leistung bietet unser „240W“ Ladegerät wirklich?

Zunächst unterstützt dieses KEIN USB Power Delivery! Das Ladegerät kann lediglich 5 V liefern!

Nach einigen Tests liegt die maximale Leistung des Ladegerätes bei 5V/2A, also 10W.

Und nein, es sind nicht 10W pro Port, sondern insgesamt! Verbindest du zwei Geräte, haben wir 5 + 5 W usw.

Nutzt du alle 5 Ports des Ladegerätes, hat jeder Port „satte“ 2W.

Für ein Ladegerät, das mit Schnellladen und 240W wirbt, ist dies unfassbar schlecht.

Aber auch abseits von der reinen Leistung ist das Ladegerät nicht gut. Die Spannungsstabilität ist fragwürdig und auch die generelle Technik ist richtig schlecht. Immerhin einen Überlastungsschutz gibt es.

 

Fazit: nicht kaufen

Dies ist das schlechteste USB Ladegerät, das ich jemals im Test hatte. Ich habe mit wenig gerechnet, vor allem nicht mit 240W für unter 3€.

Allerdings hatte ich durchaus mit einer Leistung so im Bereich 20 W gerechnet, aber nicht mal die bekommen wir. Dieses Ladegerät bietet lediglich 5V/2A bzw. 10W.

Dabei verfügt dieses über KEIN CE Zeichen oder Ähnliches und dürfte somit nicht mal in die EU verkauft werden.

Schade! Ich hatte schon lange kein wirklich schlechtes Produkt von Aliexpress bekommen, aber dies ist mal wieder solch eins.

Nicht kaufen.

UGREEN 45W Ladegerät mit 3 Ports Test: Solides 45W-Ladegerät mit PPS für Samsung und Apple

Wir schauen uns auf Techtest.org meistens primär „große“ und „spektakuläre“ USB-Ladegeräte an. Allerdings sind diese in der Praxis oftmals gar nicht nötig. Oftmals reicht hier ein günstiges und vernünftiges Modell mit mittlerer Leistung.

Genau solch ein Modell bietet UGREEN mit dem X527 an. Wir haben hier ein 45 W USB Power Delivery Ladegerät mit insgesamt 3 USB-Ports, welches für unter 20 € erhältlich ist.

Klingt doch eigentlich nach einem sehr interessanten Deal, vor allem wenn das Ladegerät nochmals im Angebot ist.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier das Ladegerät auch wirklich gut? Wie groß ist die PPS-Stufe?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Das UGREEN X527 45W Ladegerät mit 3 Ports im Test

Rein optisch und haptisch ist das UGREEN X527 „nichts Besonderes“. Wir haben hier ein einfaches graues Ladegerät, welches aber solide und massiv gearbeitet ist. An der Verarbeitung gibt es also nichts zu bemängeln, aber diese ist auch nicht „außergewöhnlich“.

Ähnliches gilt auch für die Abmessungen und das Gewicht. So misst das Ladegerät 39 x 41 x 48,5 mm und bringt 138 g auf die Waage.

Damit ist dieses natürlich nicht absolut winzig für 45 W, aber rein subjektiv ist das Ladegerät auch alles andere als groß.

 

Anschlüsse

Das X527 verfügt über 2x USB-C-Ports und 1x USB-A.

  • USB-C – 45 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/2,25A
  • USB-A – 18W + 22,5W – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2,25A, 12V/1,5A

Die USB-C-Ports des Ladegerätes können grundsätzlich jeweils bis zu 45 W liefern, nach dem normalen USB Power Delivery Ladestandard.

Hinzu kommt der USB-A-Port, welcher 18W Quick Charge oder 22,5W Super Charge bereitstellen kann, neben dem normalen USB-Laden.

Nutzt du mehrere Ports, dann drosselt sich das Ladegerät! Nutzt du z. B. beide USB-C-Ports, haben wir eine Drosselung auf 30 W + 15 W.

 

Mit PPS

Wie beworben besitzt das Ladegerät eine PPS-Unterstützung, welche für viele Smartphone-Hersteller sehr wichtig ist.

  • 5 – 11 V bei bis zu 4,5 A

Dies ist eine ausreichend große PPS-Stufe, um beispielsweise die diversen Samsung-Smartphones mit bis zu 45 W laden zu können.

Damit ist dieses Ladegerät ideal für Samsung- und Apple-Smartphones.

 

Belastungstest bestanden

Ich habe das UGREEN X527 rund 6 Stunden mit 45 W belastet. Dies habe ich gemacht, um zu überprüfen, ob es Temperaturprobleme oder Ähnliches gibt.

Erfreulicherweise ist dies nicht der Fall!

Das Ladegerät kann konstant eine Leistung von 45 W liefern.

Dabei ist auch die Hitzeentwicklung überschaubar für ein USB-Ladegerät unter konstanter Volllast.

 

Spannungsstabilität

Auch bei der Spannungsstabilität gibt es nichts zu bemängeln, ganz im Gegenteil. Die Spannung ist relativ stabil und bleibt sicher in den Grenzwerten.

 

Leerlaufstromverbrauch

Der Leerlaufstromverbrauch des UGREEN X527 45W Ladegerät liegt bei ca. 0,22 W, was ein durchschnittlicher bis guter Wert für ein Ladegerät dieser Klasse ist.

 

Effizienz des X527

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Effizienz des Ladegerätes.

Diese schwankte bei mir zwischen 80,31 % bei sehr niedriger Last und 89,99 % bei Volllast.

Das ist ein gutes Abschneiden! Vor allem die gute Effizienz von 80 %+ bei niedriger Last ist bei solch einem Ladegerät erfreulich.

 

Fazit

Du suchst ein einfaches, aber gutes USB-Ladegerät für dein Smartphone, Bluetooth-Kopfhörer und ähnliche Geräte?

Dann ist das UGREEN X527 45W Ladegerät* eine sehr gute Wahl! Technisch wie auch haptisch gibt es bei diesem nichts zu bemängeln, gerade bei einem Preis von deutlich unter 20 €.

Das Ladegerät ist wunderbar für alle aktuellen Samsung- und Apple-Smartphones geeignet, wie auch für viele weitere Geräte. Auch für die Nintendo Switch oder das Steam Deck bietet sich das Ladegerät an.

Wir haben hier zudem eine gute Effizienz und im Test selbst bei konstanter Last keine Temperaturprobleme.

UGREEN 45W USB C Ladegerät 3-Port PPS Schnellladegerät 30W PD...

Pro:

  • 45W USB Power Delivery über USB-C
  • PPS-Unterstützung für Samsung-Smartphones (bis 45W)
  • 3 Ports (2x USB-C, 1x USB-A)
  • Gute Effizienz (bis 89,99 % bei Volllast)
  • Solide Verarbeitung
  • Keine Temperaturprobleme bei Dauerlast
  • Stabile Spannungsversorgung
  • Niedriger Leerlaufverbrauch (0,22 W)

Kontra:

  • Leistung wird bei Nutzung mehrerer Ports gedrosselt
  • Keine außergewöhnliche Optik oder Haptik
  • Nicht besonders kompakt für 45W

Kurzum, das UGREEN X527 45W Ladegerät mit 3 Ports ist voll empfehlenswert in seiner Klasse!

Technik Made in Germany – welche Hersteller gibt es 2026 noch?

Ich denke, es ist ein offenes Geheimnis, dass 99 % aller Elektronikprodukte aus China oder allgemein aus Asien kommen.

Es gibt so gut wie keine Technik, die noch „Made in Germany“ ist, und gefühlt werden auch die deutschen Technikhersteller immer weniger.

Aber welche deutschen Technik-Hersteller gibt es im Jahr 2026 noch, und welche produzieren hier vielleicht sogar noch ihre Produkte?

Genau dieser Frage möchte ich einen kleinen Artikel mit besonderem Fokus auf „Endkunden-Elektronik“ widmen.

 

„Made in Germany“ ist nicht besser

Direkt gesagt: „Made in Germany“ steht für mich im technischen Bereich nicht für „besonders hochwertige“ Produkte. Made in China ist hier oftmals genauso gut oder besser!

China kann Produkte in jeder Qualitätsklasse produzieren, die du dir wünschen kannst, von ultrabillig bis absolut herausragend. Es ist also schon lange nicht mehr so, dass „Made in China“ ein „Makel“ ist und „Made in Germany“ der „Goldstandard“.

Im Bereich der Lebensmittel, Autos oder Industrie mag das anders sein, aber im Bereich der Technik stehe ich voll hinter dieser Aussage.

Dennoch halte ich es für positiv, deutsche oder europäische Hersteller zu unterstützen, falls möglich, denn ansonsten wird es bald keine mehr geben.

 

Übersicht, deutsche Technik-Hersteller

Standort Mitarbeiter ca. Gründung
4Smarts Augsburg 35 2014
ARCTIC Cooling Braunschweig 60 2001
AVM Berlin 900 1986 Teils Made in Germany
be quiet! Glinde 100 2001
Beyerdynamic Heilbronn 400 1924 Größtenteils Made in Germany
Bosch Gerlingen 400000 1886 Teils Made in Germany
Canton Weilrod 200 1972 Teils Made in Germany
Cherry (Xtrfy) Auerbach 550 1953 Größtenteils Made in Germany
eQ-3 AG / Homematic Leer 1000 2007
Gigaset Bocholt 500 1941 Größtenteils Made in Germany
Homee Berlin 30 2012 Made in Germany
Leica  Wetzlar 2400 1869 Größtenteils Made in Germany
Miele Gütersloh 23500 1899 Größtenteils Made in Germany
Nubert Schwäbisch Gmünd 100 1975 Teils Made in Germany
Rollei Hamburg 50 1920
Sennheiser Wennebostel 2800 1945 Teils Made in Germany
Senvolon Frechen Made in Germany
tado° München 200 2011
Telekom Bonn 200000 1995
Teufel Berlin 300 1979
Thermal Grizzly Hohen Neuendorf 20 2013 Made in Germany
Vorwerk  Wupppertal 108000 1883 Teils Made in Germany
XMG (Schenker) Leipzig 80 2002

4Smarts

4Smarts ist einer der wenigen deutschen Hersteller im Bereich der Powerbanks und Ladegeräte.

Diese lassen ihre Produkte natürlich in Asien fertigen, aber Teile der Entwicklung und des Designs finden in Deutschland statt und 4Smarts „rebrandet“ nicht einfach nur 0815 OEM Designs.

 

ARCTIC Cooling

ARCTIC Cooling ist einer der Marktführer im Bereich des PC-Coolings, also CPU-Kühler, Lüfter, Wärmeleitpasten usw.

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ARCTIC konzentriert sich dabei spannenderweise vor allem auf das Preis-Leistungs-Segment, was für Hersteller mit deutschen Wurzeln sehr selten ist. Im Allgemeinen sind ARCTIC-Produkte sehr konkurrenzfähig, und gerade die AIOs von ARCTIC Cooling sind hervorragend, auch international.

Die Produktion von ARCTIC wird komplett in Asien durchgeführt, und die Entwicklung teils in Deutschland und teils in Hongkong.

 

AVM

  • Standort: Berlin
  • Gründung: 1986
  • Mitarbeiter: 900
  • Produktion: weitestgehend in Europa und Deutschland
  • Link zum Hersteller 

Zwar wurde AVM vor kurzem von einem Investor aus Luxemburg übernommen, aber dennoch ist AVM ein Vorzeigeunternehmen im Bereich Smart Home und Netzwerk.

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Fritz!Boxen sind der Goldstandard, wenn es um Router und Modems geht. So mögen diese technisch der Konkurrenz teils etwas unterlegen sein (was die reine „Power“ angeht), aber die Zuverlässigkeit ist legendär, der Software-Support herausragend und auch der Funktionsumfang hervorragend.

Auf der Basis seiner Fritz!Boxen hat AVM auch angefangen, ein durchaus ordentliches Smart-Home-System aufzubauen.

Update: Mittlerweile wurde AVM von „Imker Capital Partners“ gekauft. Imker Capital Partners ist ein Investor aus England. 

 

be quiet!

  • Standort: Glinde (Hamburg)
  • Gründung: 2001
  • Mitarbeiter: 100
  • Entwicklung: in Deutschland
  • Link zum Hersteller

be quiet! ist im Bereich der PC-Bastler ein sehr bekannter Name und hat sich gerade im Bereich der Netzteile einen guten Ruf aufgebaut.

So fertigt be quiet! seine Produkte natürlich in Asien, aber die Entwicklung und das Design findet zu großen Teilen in Deutschland statt.

Gerade bei PC-Netzteilen ist be quiet! eine Top-Wahl.

 

Beyerdynamic

  • Standort: Heilbronn
  • Gründung: 1924 in Berlin durch Eugen Beyer
  • Mitarbeiter: über 400
  • Produktion: größtenteils „Made in Germany
  • Link zum Hersteller

Beyerdynamic ist ein sehr altes und traditionelles deutsches Unternehmen mit Sitz in Heilbronn. Es wurde 1924 gegründet und hat das Prinzip des dynamischen Kopfhörers entwickelt, worauf alle aktuellen Kopfhörer basieren.

Große Teile der kabelgebundenen Kopfhörer, Kopfhörer-Treiber und Mikrofone werden in Deutschland produziert.

Bluetooth-Kopfhörer usw. kommen zwar auch aus Asien, aber selbst hier werden teils Treiber „Made in Germany“ genutzt.

Beyerdynamic gehört zu den absolut unterstützenswerten Herstellern, welche gerade bei ihren Studio-Kopfhörern und auch den kabelgebundenen Gaming-Headsets eine sehr gute Marktposition haben.

Auch qualitativ gibt es an Beyerdynamic-Produkten nichts auszusetzen.

Update: Beyerdynamic wurde 2025 von Cosonic Intelligent Technologies gekauft. Cosonic Intelligent Technologies, ein chinesischer Elektronik- und Audiotechnik-Konzern mit Sitz in Dongguan/China.

 

Bosch

Der Hersteller Bosch wird jedem bekannt sein. Es ist hier auch allgemein bekannt, dass Bosch ein deutscher Hersteller ist und auch Produktion in Deutschland hat. Allerdings werden hier primär Autoteile hergestellt.

„Consumer Goods“ wie Smart-Home-Produkte werden in Asien hergestellt, aber in Deutschland weitestgehend entwickelt.

 

Canton

  • Standort: Weilrod (Taunus)
  • Gründung: 1972
  • Mitarbeiter: ca. 200
  • Produktion: teilweise „Made in Germany“
  • Link zum Hersteller

Canton ist einer der bekanntesten deutschen Lautsprecherhersteller und seit Jahrzehnten fest im Hi-Fi- und Heimkino-Bereich etabliert. Die Marke steht vor allem für neutralen, sauberen Klang und solide Technik ohne große Experimente.

Entwicklung und akustisches Design finden in Deutschland statt, produziert wird je nach Serie in Deutschland, Europa und Asien. Hochwertigere Modelle werden teilweise noch in Deutschland gefertigt oder endmontiert, günstigere Serien sind ausgelagert.

Canton gilt als eher konservativer, aber sehr zuverlässiger Hersteller. Besonders im Heimkino-Segment sind Canton-Lautsprecher weit verbreitet und genießen einen guten Ruf.

 

Cherry (Xtrfy)

  • Standort: Auerbach
  • Gründung: 1953
  • Mitarbeiter: 550
  • Produktion:Made in Germany
  • Link zum Hersteller

Cherry ist ein Urgestein im Bereich der Tastaturen. So waren Cherry-Taster sehr lange Zeit ein großes Qualitätsmerkmal, welche auch weiterhin in Deutschland gefertigt werden.
Bis vor wenigen Jahren hatten fast alle Gaming-Tastaturen Cherry-Taster, zumindest alle guten. Allerdings haben aufgrund des Trends zu mechanischen Tastaturen einige chinesische Hersteller angefangen, vergleichbare Taster zu bauen, und haben teils Cherry mittlerweile übertroffen, durch einen höheren Innovationszyklus.

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Cherry ist, gefühlt wie viele deutsche Unternehmen, etwas „träge“. Dennoch sind gerade aus Sicht Haltbarkeit und Zuverlässigkeit Cherry-Produkte eine sichere Bank.

Zudem versucht Cherry nun mit der Untermarke „Xtrfy“ auf dem Gaming-Markt Fuß zu fassen.

 

eQ-3 AG / Homematic

  • Standort: Leer
  • Gründung: 2007
  • Mitarbeiter: über 1.000
  • Entwicklung: in Deutschland, Fertigung in China
  • Link zum Hersteller

Homematic war einer der Pioniere im Smart-Home-Bereich und ist hier sehr breit aufgestellt – mit vielen Sensoren und vielen professionellen Partnern.

Dabei lassen sich Homematic-Produkte sehr tief im Haus integrieren, beispielsweise für die Steuerung der Fußbodenheizung, Rollläden usw.

Allerdings hatte ich das Gefühl, dass die Beliebtheit von Homematic in den letzten Jahren etwas gesunken ist. Gerade das Homematic-IP-Ökosystem hatte einige Anlaufschwierigkeiten.

 

Gigaset

  • Standort: Bocholt
  • Gründung: 1941
  • Mitarbeiter: 500
  • Produktion:Made in Germany
  • Link zum Hersteller

Oh Gigaset, so große Ambitionen, so tief gefallen. Gigaset ist der de-facto-Marktführer für Schnurlostelefone, und aus persönlicher Erfahrung kann ich hier auch sagen: zu Recht.
Die DECT-Telefone von Gigaset sind super und auch weiterhin meine erste Wahl.
An sich hat Gigaset schnell die Zeichen der Zeit richtig gedeutet und erkannt, dass sich Festnetztelefone in der Zukunft eher schlechter verkaufen werden. Daher hat Gigaset versucht, auf den Smart-Home- und den Smartphone-Markt aufzuspringen.

Gerade die Smartphones waren eine holprige Reise. Anfangs hat Gigaset versucht, im High-End-Bereich mitzuspielen, dank eines ausländischen Investors – und hat die Gigaset-ME-Serie auf den Markt gebracht.

Gigaset ME Pro im Test Review-32

Die Gigaset-ME-Smartphones waren viel besser als ihr Ruf, kamen aber kurz vor der nächsten Samsung-Generation heraus und sind daher eher gefloppt.

Gigaset hat es dann nochmals alleine versucht, in der Mittel- und Einsteigerklasse. Aber auch hier war die Reise holprig, um es vorsichtig auszudrücken.
Vor allem im Bereich der Schnurlostelefone ist Gigaset aber ohne Frage der Hersteller meiner Wahl (in Kombination mit einer Fritz!Box).

 

Homee

  • Standort: Berlin
  • Gründung: 2012
  • Mitarbeiter: 30
  • Produktion:Made in Germany
  • Link zum Hersteller 

Homee ist zwar ein recht spezieller Hersteller, mit dem ich offen gesagt bisher noch keine persönlichen Erfahrungen gemacht habe, aber diese bieten eine sehr spannende Smart-Home-Zentrale an.

Diese zeichnet sich durch die umfangreiche Unterstützung offener Standards wie Zigbee, Z-Wave usw. aus.

Dabei wirbt Homee bei seinen Produkten mit dem Prädikat „Made in Germany“. Eine zumindest teilweise Fertigung in Deutschland ist schon etwas Besonderes und macht die Homee-Produkte für mich nochmals interessanter.

 

Leica

  • Standort: Wetzlar
  • Gründung: 1869
  • Mitarbeiter: 2.400
  • Produktion: größtenteils „Made in Germany
  • Link zum Hersteller

Ich glaube zu Leica muss ich nicht viel sagen. Leica ist einer der ältesten Hersteller im Bereich der Kameras, welcher sich in den letzten Jahren auf das absolute Premium Segment konzentriert.

Hier hat Leica auch weiterhin einen sehr guten Ruf. Allerdings sind diese mehr ein Lifestyle/Luxus Produkt geworden.

 

Miele

  • Standort: Gütersloh
  • Gründung: 1899
  • Mitarbeiter: 23.500
  • Produktion: größtenteils „Made in Germany
  • Link zum Hersteller

Miele, das Aushängeschild für Qualität und Haltbarkeit. Mehr gibt es hier nicht zu sagen.
Miele ist teuer³, aber Miele-Geräte halten ewig und sind qualitativ das Beste, was du bei Haushaltsgeräten kaufen kannst, vor allem, wenn du auf Zuverlässigkeit Wert legst.

Die Produktion von Miele findet größtenteils in Deutschland statt, auch wenn Miele diese teilweise ins europäische Umland verlagert, aufgrund der extremen Produktionskosten in Deutschland.

 

Nubert

  • Standort: Schwäbisch Gmünd
  • Gründung: 1975
  • Mitarbeiter: über 100
  • Produktion: teils „Made in Germany
  • Link zum Hersteller

Nubert ist ein weiterer sehr sympathischer deutscher Hersteller aus dem Audio-Bereich.

Nubert bietet vor allem klassische Lautsprecher und Soundsysteme an.
Diese zeichnen sich durch einen sehr ehrlichen und „puristischen“ Klang aus.

Nubert hatte in der Vergangenheit viel in Deutschland und Europa produziert, allerdings nach meinen Infos über gesonderte „Audio-Möbel-Produzenten“, wovon leider sehr viele insolvent gegangen sind.

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Daher werden mittlerweile die meisten Nubert-Produkte in China gefertigt, aber in Deutschland entwickelt.

Eine Ausnahme bildet hier die High-End-nuVero-Serie, welche noch „Made in Germany“ ist.

 

Rollei

Rollei ist einer der traditionsreichsten Namen der deutschen Fotogeschichte. Die Marke wurde 1920 gegründet und war jahrzehntelang weltberühmt für Kameras wie die Rolleiflex, die damals tatsächlich in Deutschland gefertigt wurden und absolute Ikonen sind.

Mit der heutigen Rollei hat das Unternehmen von damals allerdings nur noch begrenzt zu tun. Nach mehreren Insolvenzen, Eigentümerwechseln und Umstrukturierungen lebt die Marke heute vor allem im Foto- und Videozubehör-Segment weiter. Dazu zählen unter anderem Stative, Filter, Actioncams, Dashcams, LED-Lichter und diverses Kamera-Zubehör.

Die aktuellen Rollei-Produkte werden überwiegend in Asien gefertigt und sind größtenteils OEM-Produkte, die unter der Marke Rollei vertrieben werden. Entwicklung, Produktmanagement und Qualitätskontrolle finden jedoch in Deutschland statt. Rollei „rebrandet“ zwar vorhandene Plattformen, versucht dabei aber zumindest, eigene Akzente bei Ausstattung, Design und Preis-Leistung zu setzen.

Man sollte Rollei heute daher nicht mehr mit den legendären deutschen Kameraherstellern gleichsetzen, sondern eher als moderne Zubehör-Marke mit historischem Namen sehen. Im Zubehörbereich bietet Rollei oft solide Produkte zu fairen Preisen, ohne jedoch den Qualitäts- oder Innovationsanspruch der klassischen Rollei-Ära zu erreichen.

 

Sennheiser

  • Standort: Wennebostel
  • Gründung: 1945 von Prof. Dr. Fritz Sennheiser
  • Mitarbeiter: um die 2.800
  • Produktion: teilweise in Deutschland
  • Link zum Hersteller

Sennheiser war neben Beyerdynamic einer der Vorzeige-Hersteller im Audio-Bereich und war hier lange Zeit einer der Marktführer.

Allerdings ist Sennheiser etwas in schwieriges Fahrwasser geraten, gefühlt sind diese zu spät auf den Bluetooth-Trend aufgesprungen.

So hat sich Sennheiser 2022 aufgespalten: Seine Consumer-Sparte wurde verkauft, und Sennheiser selbst konzentriert sich ausschließlich auf professionelle Kunden und vor allem Mikrofonsysteme.

Sehr schade, denn so ist Sennheiser für die meisten Normalnutzer „gestorben“.

 

Senvolon

Senvolon ist ein Mini-Unternehmen im Smart-Home-Bereich, über welches ich vor kurzem gestolpert bin.

Es handelt sich hier um ein sehr spezielles Unternehmen, welches ich aber extrem sympathisch fand und daher hier auch erwähnen möchte.

 

tado°

  • Standort: München
  • Gründung: 2011
  • Mitarbeiter: 200
  • Entwicklung: in Deutschland
  • Link zum Hersteller

tado° war bisher mein favorisierter Hersteller von vernetzten Heizkörperthermostaten. Die tado°-Thermostate waren super, die App war super usw.

Allerdings ist, offen gesagt, tado° bei mir auf einer „No-Go“-Liste gelandet, da diese mit dem Gedanken spielten, für die App-Nutzung monatliche Gebühren einzuführen und ja, die App-Nutzung ist die einzige Art, die tado°-Hardware zu steuern.

tado° ist zwar zurückgerudert, dennoch wäre ich hier vorsichtig.

 

Telekom

Auch wenn wir es gerne vergessen: Die Telekom ist international eines der wichtigsten deutschen „IT“-Unternehmen mit Endkundenkontakt.

Dies auch durch den großen Erfolg auf dem amerikanischen Markt. Entsprechend bietet die Telekom auch eigene Router, Smart-Home-Lösungen usw. an.

Diese werden zwar oft von anderen Unternehmen für die Telekom entwickelt und gefertigt, dennoch steckt hier viel Telekom-DNA drin.

 

Teufel

  • Standort: Berlin
  • Gründung: 1979
  • Mitarbeiter: über 300
  • Entwicklung: in Deutschland
  • Link zum Hersteller

Im Gegensatz zu Nubert und Beyerdynamic produziert Teufel nicht in Deutschland. Allerdings findet die Entwicklung und das Design in Deutschland statt.

Dabei sind Teufel-Produkte hierdurch etwas „moderner“ als die von Nubert oder Beyerdynamic. Teufel hatte früher den Bluetooth-Trend erkannt, und generell sind die Teufel-Produkte etwas „technischer“.

Gerade die Bluetooth-Lautsprecher, Surround-Systeme und auch Netzwerklautsprecher stechen in Teufels Sortiment als besonders positiv hervor.

 

Thermal Grizzly

  • Standort: Hohen Neuendorf
  • Gründung: 2013
  • Mitarbeiter: 20
  • Produktion:Made in Germany
  • Link zum Hersteller

Thermal Grizzly ist ein sehr spezielles Unternehmen, welches sich auf Wärmeleitpasten, -Pads und anderes Cooling-Zubehör konzentriert.

Allerdings, gerade was Wärmeleitpasten angeht, ist Thermal Grizzly ziemlich stark, auch auf dem internationalen Markt. Daher ist es nur fair, wenn ich Thermal Grizzly auch hier als positives deutsches Unternehmen benenne.

 

Vorwerk

  • Standort: Wuppertal
  • Gründung: 1883
  • Mitarbeiter: ca. 108.000 weltweit (durch das Vertreter Modell)
  • Produktion: teilweise „Made in Germany“ / Europa
  • Link zum Hersteller

Vorwerk ist eines der traditionsreichsten deutschen Unternehmen im Haushaltsgeräte-Bereich und vor allem für Staubsauger (Kobold) und die Küchenmaschine Thermomix bekannt. Das Unternehmen ist bis heute familiengeführt, was in dieser Größenordnung eher selten ist.

Entwicklung und zentrale Fertigungsschritte finden in Deutschland und Europa statt, je nach Produkt. Viele Geräte dürfen daher zumindest teilweise das Prädikat „Made in Germany“ oder „Made in Europe“ tragen.

Der Vertrieb erfolgt bewusst nicht über den klassischen Einzelhandel, sondern über ein Direktvertriebsmodell.

 

XMG (Schenker)

So richtig große PC- oder Notebook-Hersteller mit deutschen Wurzeln haben wir nicht mehr. Es gibt zwar ein paar kleinere oder mittelgroße PC-Bauer, aber so direkt ist mir hier nur ein „relevanter“ eingefallen: XMG.

XMG produziert und entwickelt im engeren Sinne keine PCs oder Notebooks, sondern nutzt hier fertige Designs.

Beispielsweise nutzt XMG viele Clevo-Barebones, modifiziert diese, kümmert sich um die Endmontage usw. Oftmals scheint XMG bzw. das Mutterunternehmen Schenker Einfluss auf die Entwicklung zu nehmen, um so die Produkte in die gewünschte Richtung zu lenken.
Dabei ist XMG, was den Support betrifft, absolut herausragend, und XMG-Notebooks sind im Allgemeinen sehr wartungsfreundlich.

Ich würde daher XMG durchaus mit gutem Gewissen als deutschen PC-/Notebook-Hersteller bezeichnen.

 

Bonus: Noctua

  • Standort: Wien (Österreich)
  • Gründung: 2005
  • Entwicklung & Design: in Österreich
  • Link zum Hersteller

Noctua ist kein deutsches Unternehmen, kommt aber von unseren Nachbarn aus Österreich. Noctua ist dabei ein absolutes Vorzeigeunternehmen, weshalb ich diese hier auch positiv erwähnen möchte.

Noctua Nh D15 Chromax.black Im Test 10

Noctua ist im Bereich der PC-Kühler und Lüfter einer der besten Hersteller der Welt.
Noctua hat einen hervorragenden Support und eine generell extrem hohe Qualität.

Und Noctua ist ein super sympathisches, auf dem Boden gebliebenes Unternehmen.

 

Bonus: Angelbird

  • Standort: Vorarlberg (Österreich)
  • Gründung: 2011
  • Mitarbeiter: 50 weltweit
  • Produktion: „Made in Austria“ (größtenteils)
  • Link zum Hersteller

Da ich mit Angelbird durchaus auf Techtest.org auch einigen Kontakt hatte und wir im Bereich der „Speichertechnologie“ wenige Hersteller in Deutschland haben, wollte ich dennoch Angelbird als österreichischen Hersteller erwähnen.

Angelbird entwickelt und produziert sehr hochwertige Speicherkarten und Speichermedien, welche sich speziell an Fotografen und Filmemacher richten.

Die Entwicklung und die Endfertigung finden in Österreich statt.

 

Wen habe ich vergessen?

Ich habe bestimmt den ein oder anderen „Technikhersteller“ mit „Made in Germany“ oder zumindest einer Entwicklung hier vergessen. Falls dir einer einfällt, schreib ihn in die Kommentare.

 

Fazit

Ich möchte mit diesem Artikel nicht zum Boykott ausländischer Unternehmen aufrufen. Gerade aus Sicht der Preis-Leistung sind diese sehr oft die bessere Wahl.

Dennoch versuche ich privat, wenn ich die Wahl habe und es Sinn macht, natürlich Unternehmen mit deutschen Wurzeln zu unterstützen.

Ich habe das Gefühl, dass viele deutsche Unternehmen auch etwas mehr Unterstützung und Aufmerksamkeit benötigen.

Gerade Beyerdynamic, Teufel und Nubert haben in meinem Herzen und Leben einen festen Platz.

Litime 12V 140Ah LiFePO4 Test – Hält der Bluetooth-Akku, was er verspricht?

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Litime gehört zu meinen Lieblings-Herstellern im Bereich der LiFePO4-Akkus. Diese bieten im Allgemeinen eine gute Leistung zu recht fairen Preisen.

Eins der neueren Modelle von Litime ist der 12V 140 Ah Deep Cycle Lithium-Akku mit Bluetooth. Dieser setzt dabei auf den DIN H8 L5 genormten Formfaktor. Hier bietet der Akku mit 140 Ah eine sehr hohe Kapazität.

Dies zumindest auf dem Papier. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann die „Litime 12V LiFePO4 140Ah Deep Cycle Lithium-Batterie mit Bluetooth“ die Kapazitätsangabe erfüllen und was kann die Bluetooth-Verbindung? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Litime für das Zur-Verfügung-Stellen des Akkus für diesen Test.

 

Der Litime 12V LiFePO4 140Ah Deep Cycle Akku im Test

Bei dem „Litime 12V LiFePO4 140Ah Deep Cycle Akku“ handelt es sich um einen LiFePO4-Akku in der recht typischen Form einer „Autobatterie“, zumindest für mich als Laien.

Dies liegt daran, dass dieser Akku auf ein Standardformat setzt: „DIN H8 L5″ oder auch als „Group 49″ bekannt. So misst er 358 x 177 x 189 mm und bringt ein Gewicht von 13 kg auf die Waage.

Das Gehäuse besteht aus einem stabilen und hochwertigen schwarzen Kunststoff, mit einem ausklappbaren Griff auf der Oberseite.

Ein Display oder Ähnliches besitzt der Akku nicht. Wir haben lediglich zwei M8-Schrauben auf der Oberseite, welche den Plus- und Minus-Kontakt herstellen.

Entsprechende Schrauben und auch Schutzabdeckungen sind im Lieferumfang enthalten.

 

Warum ein LiFePO4-Akku?

LiFePO4-Akkus bieten eine Vielzahl von Vorteilen im Vergleich zu Blei-Gel- und herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus.

Die Haltbarkeit von LiFePO4 ist beträchtlich höher. Sie sind wesentlich widerstandsfähiger und nicht anfällig fürs thermische Durchgehen, wie es bei Lithium-Ionen-Akkus vorkommen kann.

Das Aufladen und Entladen von LiFePO4 gestaltet sich unkompliziert, nicht zuletzt dank des Battery Management Systems (BMS), welches bei diesem Typ Akkus immer verbaut ist.

Der größte Vorteil von LiFePO4-Akkus ist ihre Langlebigkeit. Sie können problemlos über 3000 Zyklen durchhalten, während Blei-Gel-Akkus oft bereits nach weniger als 100 Zyklen bei tiefer Entladung an Leistung verlieren. Lithium-Ionen-Akkus schaffen normalerweise zwischen 300 und 1000 Zyklen.

LiTime wirbt bei diesem Akku mit folgenden Leistungs-/Haltbarkeitswerten:

  • 4000 Zyklen (100% Entladetiefe)
  • 6000 Zyklen (80% Entladetiefe)
  • 15000 Zyklen (60% Entladetiefe)

Dies sind fantastische Werte! Sicherlich etwas hoch angesetzt, aber auch nicht unmöglich.

Im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus sind LiFePO4-Akkus auch weniger anfällig für Brände. Im unwahrscheinlichen Fall eines vollständigen Versagens des BMS können LiFePO4-Akkus rauchen oder dampfen, jedoch normalerweise nicht in Flammen aufgehen.

Auch hinsichtlich der Ladespannung zeigen sich die Akkus etwas entspannter im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus. Zusätzlich bietet das BMS Schutz vor Unterspannung, Überspannung, Kurzschlüssen und Überlast, falls etwas schiefgehen sollte.

Allerdings gibt es auch Nachteile von LiFePO4-Akkus:

Obwohl sie kleiner und leichter sind als Blei-Gel-Akkus, sind LiFePO4-Akkus bei gleicher Kapazität größer und schwerer als Lithium-Ionen-Akkus.

Des Weiteren dürfen LiFePO4-Akkus nicht bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius aufgeladen werden.

Letzteres ist ein wichtiger Punkt, denn viele LiFePO4-Akkus haben hiervor keinen Schutz. Bei diesen musst du selbst aufpassen, sie nicht bei unter 0 Grad zu laden. Allerdings hat dieser Akku dank Bluetooth-BMS einen Schutz vor dem Laden bei Temperaturen unter 0 Grad.

 

Mit Bluetooth-BMS

Ein sehr wichtiges und nützliches Feature bei diesem Akku ist das Bluetooth-BMS. Du kannst dir also auf Wunsch die Litime-App herunterladen und diese mit dem Akku verbinden, um weitere Werte und Informationen zu erhalten.

Die Litime-App hat trotz mäßiger Bewertungen im App Store bei mir tadellos funktioniert.

Bonuspunkte bekommt diese sogar für ein Sicherheitsfeature. 99% aller LiFePO4-Akkus haben eine konstant offene Bluetooth-Verbindung.

Dieser erfordert allerdings die Eingabe der Seriennummer, bevor die App eine Verbindung zulässt.

Aber was kann nun die App anzeigen?

  • Ladestand in %
  • Ladedauer / Entladedauer bei aktueller Leistung
  • Spannung in Volt
  • Strom in Ampere
  • Leistung in Watt
  • geschätzte aktuelle Kapazität in Ah
  • Temperatur
  • Zyklenzahl
  • Systemstatus

Dies sind die guten Standard-Features eines Bluetooth-BMS. Einstellungsmöglichkeiten gibt es kaum bzw. nur eine: Du kannst den Akku über die App ein- und ausschalten.

Dennoch ist das Bluetooth-BMS und die App ein großer Mehrwert! Es ist bei LiFePO4-Akkus sehr schwer, den aktuellen Ladestand anhand der Spannung festzustellen.

Hier bietet das Bluetooth-BMS hingegen eine zuverlässige Auskunft.

 

Kapazitätstests bei Techtest.org

Für die Messung der Kapazität von LiFePO4-Akkus setzt Techtest.org auf eine elektronische Last. Dieses Gerät wandelt Energie in Wärme um und zeichnet dabei die entnommene Energiemenge auf. In meinen Tests kamen die Modelle Atorch DL24MP und Atorch DL24EW zum Einsatz. Letzteres diente zur Verifizierung der Ergebnisse des ersten Geräts. Zusätzlich wurde der Akku vorübergehend an eine Offgrid-Solaranlage in meinem Büro angeschlossen, um realitätsnahe Einsatzbedingungen zu simulieren.

 

Wie hoch ist die Kapazität des Litime 12V LiFePO4 140Ah?

Kommen wir zum wichtigsten Punkt: Wie steht es um die Kapazität? Haben wir wirklich 140 Ah?

Ah Wh
20A 143.49 1847
30A 143.495 1829
40A 143.137 1839

Ja, erfreulicherweise kann der Akku die Herstellerangabe erreichen bzw. sogar überschreiten. So erreichte dieser bei mir +- 143 Ah bzw. 18xx Wh.

Dies ist ein solides Abschneiden für einen LiFePO4-Akku im Neuzustand.

Im Vergleich zu anderen LiFePO4-Akkus sehen wir, dass dies ein prozentual durchschnittliches Abschneiden ist.

 

Spannungsverlauf

Werfen wir noch einen Blick auf den Spannungsverlauf des Akkus.

Dieser ist wie bei den meisten LiFePO4 sehr flach! Gefühlt hier sogar noch etwas flacher als bei einigen Konkurrenten.

So spielt sich +- 90% der Kapazität des Akkus im Spannungsbereich 13,1 V bis 12,6 V ab. Wird eine Spannung von 12,5 V unterschritten, ist der Akku praktisch leer.

Das BMS zieht bei ca. 10,7 V die Reißleine und schaltet den Akku ab.

 

Fazit

Der Litime 12V LiFePO4 140Ah Deep Cycle Akku hinterlässt im Test einen sehr positiven Gesamteindruck. Du bekommst hier einen leistungsstarken LiFePO4-Akku im gängigen DIN-H8-Format, der sich ideal für den Einsatz im Wohnmobil, insbesondere unter dem Sitz, eignet. Die gemessene Kapazität liegt sogar leicht über der Herstellerangabe, was Vertrauen schafft und zeigt, dass Litime seine Spezifikationen nicht nur auf dem Papier erfüllt.

Besonders gefallen hat mir das Bluetooth-BMS. Die App liefert dir alle relevanten Informationen übersichtlich und zuverlässig, inklusive Ladestand, Temperatur und Zyklenzahl. Gerade bei LiFePO4-Akkus ist das ein echter Mehrwert, da sich der Ladezustand über die Spannung allein kaum sinnvoll abschätzen lässt. Auch der integrierte Schutz vor dem Laden unter 0 °C ist ein wichtiges Sicherheitsfeature, das längst nicht selbstverständlich ist.

Natürlich ist auch dieser Akku kein Schnäppchen, bewegt sich aber in einem fairen Preis-Leistungs-Bereich, gemessen an Kapazität, Verarbeitung und Ausstattung. Wie immer gilt jedoch: Die Preise für LiFePO4-Akkus schwanken teils deutlich. Mein klarer Tipp an dich ist daher, vor dem Kauf unbedingt die aktuellen Tagespreise zu vergleichen. Triffst du dabei auf ein gutes Angebot, bekommst du mit diesem Litime-Akku eine sehr solide, langlebige und moderne Energiespeicherlösung.

Blueair ComfortPure 3-in-1 T10i im Test: Luftreiniger, Ventilator und Heizlüfter in einem

Blueair bietet mit dem Comfort Pure einen „3 in 1″ Luftreiniger an. Warum 3 in 1? Neben der üblichen Funktion eines Luftreinigers bringt dieser auch die Funktion eines Ventilators und eines Heizlüfters mit.

Letzteren musst du nicht nutzen, kann aber gerade in kalten Winternächten oder bei einem Heizungsausfall ein praktisches Feature sein.

Hinzu kommt eine App-Unterstützung wie auch die Möglichkeit, den Feinstaub in der Luft zu messen.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist hier der Blueair ComfortPure 3-in-1 T10i Air Purifier? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Blueair für das Zur-Verfügung-Stellen des T10i für diesen Test.

 

Der Blueair ComfortPure 3-in-1 T10i Air Purifier im Test

Der T10i ist ein Luftreiniger, welcher für kleine bis mittlere Raumgrößen gemacht und gedacht ist. So wirbt Blueair hier mit einer maximalen empfohlenen Raumgröße von 16 m².

Entsprechend hat der Luftreiniger eine durchschnittliche Größe mit ca. 26 x 26 x 50 cm. Dieser setzt dabei auf eine rundliche Form.

Eine Besonderheit sind die 2 Luftauslässe. So besitzt der T10i auf der Oberseite wie auch auf der Front einen Luftauslass.

Je nach Modus nutzt der Luftreiniger einen anderen Auslass. Bei der normalen Luftreinigung wird der obere Auslass genutzt, bei der Kühl- und Heizfunktion der vordere.

Dabei besitzt der T10i auf der Oberseite eine Touch-Steuereinheit. Mit im Lieferumfang liegt aber auch eine Fernbedienung, zudem ist eine App-Steuerung auch möglich.

 

3 in 1

Blueair wirbt beim T10i mit einer 3-in-1-Funktionalität.

  • Luftreiniger
  • Ventilator
  • Heizlüfter

Grundsätzlich ist der T10i ein Luftreiniger. Allerdings wirbt Blueair aufgrund des Front-Auslasses auch mit einer „Kühlfunktion“.

Der T10i kann keine Luft kühlen. Allerdings kann er als eine Art Ventilator mit Oszillation genutzt werden.

Zudem haben wir ein Heizelement integriert, welches auf Wunsch die Luft erwärmen kann.

Du kannst frei zwischen diesen 3 Modi entscheiden.

 

App Support

Der Blueair ComfortPure 3-in-1 T10i lässt sich komplett „lokal“ steuern, ob nun am Gerät selbst oder über die Fernbedienung.

Allerdings haben wir hier auch WLAN verbaut und somit einen App-Support.

Über die Blueair-App kannst du den Luftreiniger komplett steuern, also einschalten, ausschalten, durch die Modi wechseln, die Leistung einstellen usw.

In der App kannst du aber auch zusätzliche Features entdecken. So ist im T10i ein Feinstaubmessgerät wie auch ein Temperatursensor verbaut. Die entsprechenden Messwerte kannst du in der App sehen, inklusive kleiner Diagramme.

Damit bietet die App einen klaren Mehrwert.

 

Der Luftfilter

Im Blueair ComfortPure 3-in-1 T10i wird eine interessante Filterung genutzt. So haben wir hier nach Angaben des Herstellers eine „elektrostatische und mechanische Filterung“.

Aber was ist diese elektrostatische Filterung?

Die in den Luftfilter angesaugten Partikel werden elektrisch vorgeladen, meist durch ein schwaches elektrisches Feld oder eine Ionisation. Dadurch erhalten selbst sehr kleine Partikel (< 0,3 µm) eine elektrische Ladung.

Diese geladenen Partikel werden anschließend im Filtermaterial stärker angezogen und festgehalten. Dies sorgt für eine bessere Filterung vor allem bei extrem kleinen Partikeln.

Kombiniert wird dies mit einem mechanischen Filter, vermutlich der HEPA-H13-Klasse.

Zusätzlich haben wir noch einen Aktivkohlefilter für VOCs.

Die Werbeangabe von einer 99,97% Filterung ist hier absolut plausibel für solch ein aufwendiges Filtersystem. Kleine Anmerkung, ich weiß nicht zu 100% wie der Luftreiniger diese elektrostatische Filterung macht, denn ich konnte hier keine entsprechenden Komponenten am Filter endecken. Allerdings wirbt der Hersteller klar mit der elektrostatischen Filterung und das wäre wild wenn diese nicht wirklich vorhanden wäre. Daher gehe ich davon aus das diese einfach versteckt im inneren ist oder ich die Komponenten übersehen habe.

Egal in welchem Modus, die Luft wird immer durch den Luftfilter auf der Rückseite angesaugt.

 

Lüfterleistung und Lautstärke

Im besten Fall, also auf der höchsten Stufe, erreicht der T10i eine Luftreinigung von 224 m³/h. Blueair empfiehlt diesen für eine Raumgröße von maximal +- 16 m².

16 m² = ca. 40 m³, also würde hier 5,6x die Stunde die Luft gefiltert.

Wichtig, diese Angabe ist auf maximaler Leistung! Der T10i hat 4 Stufen + einen Nacht- und einen ECO-Modus.

Auf der höchsten Stufe ist der T10i relativ laut, auch im Anbetracht des Luftdurchsatzes. So liefert der Blue Pure 311i (3350i) Max im direkten Vergleich einen doch deutlich höheren Luftdurchsatz bei gleicher bzw. niedrigerer Lautstärke.

Auf Stufe 1 bzw. im Nachtmodus ist der T10i leise. Dieser erzeugt ein im normalen Umfeld kaum wahrnehmbares Surren. Allerdings ist auch der Luftdurchsatz entsprechend niedriger.

Offen gesagt ist das Verhältnis aus Leistung zu Lautstärke bei anderen Modellen, die ich schon im Test hatte, vor allem aber dem Blue Pure 311i (3350i) Max, doch ein Stück besser.

 

Heizfunktion

Spannenderweise konnte ich auf der Blueair-Webseite keine Angabe zur Heizleistung des T10i finden.

Nach meinen Messungen scheinen wir hier ein +- 1200 – 1300 W Heizelement zu haben. Dieses sorgt schon für ordentlich Wärme, gerade in Kombination mit dem auf den höheren Stufen doch recht starken Lüfter.

Grundsätzlich scheint sich aber die Leistung des Heizelements nicht mit den Stufen zu verändern. Wir haben also die gleiche Wärmeleistung bei Stufe 1 wie bei Stufe 4. Allerdings wird mit den höheren Stufen die Wärme mehr in den Raum hinausgetragen und verteilt.

Die Luft am Auslass hat ca. 40 Grad und das Heizelement im Inneren über 100 Grad.

Von der Wärmeleistung entspricht der T10i unterm Strich jedem anderen +- 1200 – 1300 W Heizlüfter, da diese alle eine Effizienz deutlich über 90 % haben.

 

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme schwankt je nach eingestellter Stärke und Modus.

Luftreiniger  Ventilator Heizlüfter
ECO 4.2 W
Nacht 4.3 W 4.1 W
Stufe 1 4.2 W 4.2 W 1125 W
Stufe 2 5 W 5 W 1258 W
Stufe 3 9.1 W 9.4 W 1306 W
Stufe 4 19 W 19.4 W 1353 W

 

Auf Stufe 1 kannst du mit einem Verbrauch von unter 5W rechnen, was angenehm wenig ist. Im Maximum konnte ich ca. 20 W Leistungsaufnahme messen bei voller Leistung. Außen vor ist hier der Heizmodus, wo das Heizelement alleine 1200-1300 W benötigt.

 

Fazit

Der Blueair ComfortPure 3-in-1 T10i ist ein vielseitiger Luftreiniger, der sich klar an Nutzer richtet, die mehr als nur reine Luftreinigung wollen. Das 3-in-1-Konzept aus Luftreiniger, Ventilator und Heizlüfter funktioniert in der Praxis gut und macht den T10i besonders flexibel, vor allem in kleineren Räumen bis etwa 16 m². Gerade die Heizfunktion kann an kalten Tagen oder als Übergangslösung ein echtes Plus sein.

Stärken zeigt der T10i vor allem bei der Filtertechnik und der App-Anbindung. Die Kombination aus elektrostatischer Vorladung, mechanischem Filter und Aktivkohle wirkt durchdacht und die angegebenen Filterleistungen erscheinen realistisch. Die App bietet dir mit Feinstaub- und Temperaturwerten einen echten Mehrwert und macht die Bedienung angenehm modern, auch wenn das Gerät ebenso problemlos ohne App genutzt werden kann.

Kritisch sehen wir das Verhältnis aus Lautstärke und Luftleistung auf den höheren Stufen. Hier gibt es andere Modelle, auch aus dem Hause Blueair, die bei ähnlicher oder sogar besserer Reinigungsleistung leiser arbeiten. Für den Nachtbetrieb oder niedrige Stufen ist der T10i hingegen angenehm leise, dann allerdings mit entsprechend reduziertem Luftdurchsatz.

Unterm Strich ist der Blueair ComfortPure 3-in-1 T10i kein klassischer Preis-Leistungs-Sieger, sondern eher ein Spezialist. Wenn du ein kompaktes All-in-One-Gerät suchst, das Luft reinigt, Luft bewegt und bei Bedarf auch heizt, bekommst du hier ein technisch interessantes und gut ausgestattetes Gesamtpaket. Legst du hingegen den Fokus ausschließlich auf maximale Luftreinigungsleistung bei möglichst geringer Lautstärke, gibt es bessere Alternativen, wie z.B. den Blue Pure 311i (3350i) Max.

Radar Bewegungserkennung, mit Batterie und Matter! Meross Thread Smart Presence Sensor MS605 im Test

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Meross bietet mit dem MS605 einen neuen Smart Presence Sensor an. Dieser setzt auf ein Millimetre-Wave-Radar für die Bewegungserkennung. Hinzu kommt ein Batteriebetrieb für eine flexible Positionierung und die Unterstützung für den neuen und universellen Matter-/Thread-Standard.

Hierdurch ist er flexibel in verschiedenen Smart-Home-Systemen einsetzbar. Dies in der Theorie auch in Kombination mit dem Home Assistant.

Bewegungssensoren, die auf Radartechnik setzen, sind deutlich zuverlässiger als herkömmliche Modelle.

Allerdings setzen die meisten Modelle hier auf eine feste Stromverbindung. Ein Modell mit Batterie und der universellen Unterstützung ist da schon etwas Besonderes.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert der Meross MS605 wie beworben? Und wie funktioniert er im Zusammenspiel mit dem Home Assistant?

Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Meross für das Zur-Verfügung-Stellen des MS605 für diesen Test.

 

Der Meross Thread Smart Presence Sensor MS605 im Test

Bei dem Meross MS605 handelt es sich um einen kleinen weißen Sensor, welcher aufgrund der verbauten Radartechnologie etwas größer ist als ein herkömmlicher Bewegungsmelder.

Allerdings ist dieser weiterhin als sehr kompakt zu bezeichnen.

Dieser hat auch bereits einen kleinen Standfuß integriert, was z. B. das Ausrichten auf einem Schrank problemlos möglich macht.

Meross wirbt sogar mit einem IP67-Wasserschutz, was den Sensor sogar für den Außenbereich interessant macht.

 

Batterie

Die Stromversorgung des MS605 läuft über eine Batterie, genau genommen eine CR123A-Lithium-Batterie.

Diese Batterien sind etwas exotischer, haben aber vergleichsweise viel Energie.

Laut Meross soll diese 3 Jahre halten! Dies wäre sehr beeindruckend, kann ich aber natürlich noch nicht bestätigen.

Praktisch wird die Laufzeit aber stark davon abhängen, wie viele Bewegungen der Sensor registriert usw.

Selbst wenn die Laufzeit nur bei einem Jahr liegen sollte, wäre ich schon beeindruckt.

 

Matter und Thread

Matter ist ein offener und universeller Smart-Home-Standard. Dieser erlaubt es, Sensoren und Module verschiedener Hersteller untereinander zu kombinieren.

Dieser Standard wird dabei von vielen großen Herstellern unterstützt und gefördert. So beispielsweise auch von Apple, Google oder Amazon.

Allerdings nutzt der Meross MS605 Matter in Kombination mit Thread.

Was ist Thread? Thread ist ein Funkstandard, ähnlich wie Zigbee oder Z-Wave. Thread ist dabei aber ein offener Standard.

Um den Meross MS605 zu nutzen, brauchst du einen Thread Border Router! Hiervon gibt es einige, und das entsprechende Modul ist auch in vielen Smart-Home-Lautsprechern verbaut.

  • Apple HomePod (2. Generation)
  • Apple HomePod Mini
  • Apple TV 4K
  • Google Nest Hub (2. Generation)
  • Google Nest Hub Max
  • Google Nest WLAN-Router (und Pro)
  • Amazon Echo (4. Generation)
  • Amazon Echo Hub
  • Amazon Echo Show (3. Generation)
  • Amazon Eero 6 WLAN-Router (und Pro-Modell)

Hast du einen hiervon oder einen anderen Thread Border Router, dann bist du für den MS605 gerüstet.

 

Meross App und Matter

Es ist zwar grundsätzlich möglich, den Smart Presence Sensor einfach direkt in ein Matter-/Thread-fähiges Ökosystem einzubinden, ohne auch nur einmal die Meross App zu installieren, aber das würde ich nicht empfehlen.

Ich habe den MS605 zunächst in mein Thread-/Matter-Netzwerk eingebunden über den Home Assistant und dann die Verbindung zur Meross App hergestellt.

Die Meross App erlaubt dir das Einstellen und Feinjustieren der Bewegungserkennung, welche ansonsten über die Matter-Plattform alleine nicht möglich wäre.

Aber das ist ein Vorteil von Matter: Du kannst Sensoren wie diesen gleichzeitig in der herstellereigenen App wie auch in einem Drittanbieter-Ökosystem nutzen.

Über die Meross App kannst du bis zu 3 Zonen einrichten mit einer maximalen Reichweite von bis zu 6 Metern, wie auch die Empfindlichkeit des Sensors feinjustieren.

 

Bewegungserkennung mit Radar

Die große Besonderheit des Meross Smart Presence Sensor MS605 ist neben dem Thread-Support vor allem die genutzte Technik für die Bewegungserkennung.

So kommt hier neben einem klassischen PIR-Sensor ein Radarsensor zum Einsatz.

Der Radarsensor sendet hochfrequente Millimeterwellen (mmWave) aus. Diese Wellen werden von Objekten (z. B. Personen) reflektiert. Aus Laufzeit, Phasen- und Frequenzänderungen berechnet der Sensor Entfernung und Bewegung. Dadurch erkennt er nicht nur Bewegung, sondern auch Anwesenheit bei minimalen Bewegungen (Atmung, kleine Gesten).

Hierdurch ist ein Radarsensor deutlich zuverlässiger, auch wenn du z. B. still auf einer Couch sitzt.

Zudem kann ein Radarsensor auch Abstände zur Bewegung messen. So kannst du in der Meross App beispielsweise sehen, auf welcher Distanz +/- die Bewegung erkannt wurde und auch wie stark diese war.

Du kannst hier auch mehrere „Stufen“ der Auslösung festlegen, um unterschiedliche Dinge passieren zu lassen.

Und ja, ich kann bestätigen: Die Bewegungserkennung ist in der Praxis extrem präzise.

Grundsätzlich hat der MS605 eine maximale Reichweite von rund 6 Metern.

 

Mit Lichtsensor

Der MS605 verfügt neben dem Bewegungssensor auch über einen Helligkeitssensor. Praktisch, wenn du Lampen mit diesem steuern willst.

So könntest du festlegen, dass Lampen beim Erkennen einer Bewegung eingeschaltet werden, aber nur wenn die Helligkeit im Raum unter Wert XYZ liegt.

 

Im Home Assistant

Dieser Teil richtet sich speziell an Home-Assistant-Nutzer.

Verbindest du den Meross MS605 via Matter (oder direkt via Thread), werden 5 Informationen an den Home Assistant weitergeleitet.

  • Belegung (2)
  • Belegung (3)
  • Belegung (4)
  • Helligkeit
  • Batteriestatus

Die 3 „Belegungswerte“ spiegeln einfach wider, ob eine Bewegung erkannt wurde oder nicht.

Von Haus aus ist hiervon aber nur einer aktiv: Belegung (2).

Die anderen lassen sich über die Meross App konfigurieren. So kannst du hier z. B. für Belegung (3) andere Distanzen festlegen, beispielsweise wenn eine Bewegung näher als 2 Meter ist oder Ähnliches.

Die Reaktionszeit für die Auslösungen lag bei mir bei +/- 1 Sekunde.

 

Fazit

Der Meross Thread Smart Presence Sensor MS605 überzeugt im Test als moderner und sehr zuverlässiger Präsenzsensor. Die Kombination aus mmWave-Radar, Batteriebetrieb und Matter/Thread ist aktuell noch selten und macht den Sensor besonders flexibel für unterschiedliche Smart-Home-Ökosysteme.

In der Praxis punktet vor allem die präzise Bewegungs- und Anwesenheitserkennung, die auch bei kaum wahrnehmbaren Bewegungen zuverlässig arbeitet. Die Möglichkeit, Zonen und Distanzen zu definieren, eröffnet viele sinnvolle Automationen. Der integrierte Helligkeitssensor ist dabei eine praktische Ergänzung.

Im Home Assistant funktioniert die Einbindung über Matter stabil und reaktionsschnell. Für die detaillierte Konfiguration ist zwar die Meross App notwendig, dies ist jedoch gut verschmerzbar. Der Batteriebetrieb und der IP67-Schutz sorgen zusätzlich für eine flexible Nutzung.

Unterm Strich ist der Meross MS605 ein überzeugender Smart Presence Sensor für alle, die präzise Anwesenheitserkennung und Zukunftssicherheit durch Matter und Thread suchen.

EarFun Wave Life Test: Over-Ear-Kopfhörer mit starkem ANC für unter 50 €

Mit den Wave Life bietet EarFun günstige Over-Ear-Kopfhörer an. Für unter 50 € erhältst du hier große Over-Ear-Kopfhörer mit AI-ANC, 4 Mikrofonen, HiRes-Klang und 60 Stunden Akkulaufzeit.

Dies liest sich zumindest sehr gut, aber wie sieht es in der Praxis aus? Was ist vor allem mit dem Klang? Können hier die EarFun Wave Life überzeugen?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an EarFun für das Zur-Verfügung-Stellen der Wave Life für diesen Test.

 

Die EarFun Wave Life im Test

Die EarFun Wave Life setzen auf ein recht schlichtes und unaufdringliches Design. So sind diese weitestgehend aus einem matt schwarzen Kunststoff gefertigt.

Lediglich im Kopfband finden wir eine Metallverstärkung.

Dabei sind die Ohrmuscheln recht clean designt. Wir haben hier lediglich ein recht dezentes EarFun-Logo.

Die generelle Verarbeitungsqualität und Haptik ist gut. Es sind keine Premium-Kopfhörer, aber diese fühlen sich auch nicht billig an.

Dabei wirbt EarFun mit einer Akkulaufzeit von bis zu 60 Stunden! Diese habe ich zwar nicht komplett getestet, aber ich kann bestätigen, dass die Laufzeit im ANC-Modus bei 24+ Stunden liegt, was beeindruckend ist.

 

Tragekomfort

Die EarFun Wave Life setzen auf ein Over-Ear-Design, mit recht dicken und weichen Ohrpolstern. Diese setzen auf eine Kunstleder-Oberfläche und eine weiche Schaumstofffüllung.

Der Tragekomfort der Kopfhörer ist gelungen. Diese sitzen bequem auf meinen Ohren, auch über eine längere Zeit. Im Sommer könnte es zwar zu etwas schwitzigen Ohren kommen, aber das ist halt ein Problem des geschlossenen Over-Ear-Designs.

Unterm Strich würde ich den Tragekomfort mit einer „2“ Gut bewerten.

 

Überdurchschnittliches ANC

Sehr positiv überrascht hat mich das ANC der EarFun Wave Life! Es ist beeindruckend, wie gut dieses bereits bei Kopfhörern dieser Preisklasse sein kann.

So schaffen es die Kopfhörer erstaunlich gut und stark Umgebungsgeräusche zu filtern. Dabei geht die Filterwirkung auch etwas über die typische Reduktion von brummenden und tiefen Geräuschen hinaus.

Auch Stimmen usw. werden merklich gedämpft. Hierbei hilft auch die recht starke passive Geräuschdämpfung, welche die Kopfhörer mitbringen.

Geht es noch besser? Ja klar, aber vor ein paar Jahren wäre das ANC der Wave Life nur bei Kopfhörern der High-End-Klasse zu finden gewesen.

 

App-Support

Die EarFun Wave Life bringen auch einen Support für die EarFun-App mit. Diese erlaubt neben dem Einstellen des ANC-Modus vor allem eine Klanganpassung.

So gibt es hier diverse vorgefertigte Klangprofile, aber auch einen freien EQ und die Möglichkeit für eine geführte Personalisierung.

 

Klang der EarFun Wave Life

Aber wie steht es um den Klang der EarFun Wave Life? Ich beschreibe hier im Folgenden den generellen Klang im „Standard“-EQ-Profil.

Auch der eingestellte ANC-Modus spielt für den Klang eine Rolle. Ohne ANC klingen die EarFun Wave Life etwas besser aufgelöst und detailreicher. Mit ANC ist der Klang „cleaner“, aber verliert gerade in den Mitten und Tiefen leicht an Details.

Wie ist aber der Klang im Generellen?

Erfreulicherweise haben die Wave Life einen guten Klang, gerade für ihre Preisklasse. Allerdings ist dieser gerade im Vergleich zu teureren Modellen auch nicht perfekt.

Starten wir aber geordnet zunächst bei den Höhen.

Die Höhen der EarFun Wave Life sind soweit tadellos. Diese sind sauber und klar. Dabei aber auch nicht stechend, sondern runden gut ab. Suchst du besonders luftig klingende Kopfhörer, wären die Wave Life zwar nicht meine erste Wahl, sie klingen eher etwas wärmer, aber im Großen und Ganzen sind die Höhen gelungen.

Tendenziell sind aber die Tiefen eher das Highlight der Kopfhörer. So bieten diese bereits im Standard-EQ-Profil einen guten und kräftigen Bass.

Dieser hat einen soliden Tiefgang und einen guten Punch. Hierdurch bieten die Wave Life einen spaßigen und kräftigen Klang. Dabei ist der Bass aber auch nicht übertrieben, er ist kräftig, aber auch nicht extrem.

Ich denke, dass die Klangsignatur 90 % aller Menschen gut zusagen wird und auch generell zu typischer Pop-/Top-40-Musik passt.

Dabei können die EarFun Wave Life auch eine recht hohe Lautstärke erreichen, bei welcher diese auch weiter sauber spielen.

Wo wir den Preis der Kopfhörer etwas merken, ist bei der Auflösung und der Bühne. Gerade mit aktivem ANC ist die Auflösung in den Tiefen eher mäßig. Mäßig, aber auch nicht furchtbar.

Die Wave Life klingen nicht matschig, aber hier ist am ehesten ein Unterschied zu teureren Modellen zu spüren/hören.

Dennoch ist das Klang-Fazit klar positiv bei 50-€-Kopfhörern mit dem Feature-Set. Gerade wenn auch du die Möglichkeit nutzt, den Klang auch etwas auf deine Bedürfnisse über die App anzupassen, erhältst du hier gut klingende Kopfhörer.

 

Fazit

Mit den Wave Life liefert EarFun ein insgesamt sehr rundes Gesamtpaket ab, das vor allem durch sein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Für unter 50 Euro bekommst du hier Over-Ear-Kopfhörer mit gutem Tragekomfort, überraschend starkem ANC, sehr langer Akkulaufzeit und einem insgesamt überzeugenden Klangbild. Gerade das aktive Noise Cancelling sticht in dieser Preisklasse positiv hervor und kann sich problemlos mit deutlich teureren Modellen messen.

Klanglich bieten die Wave Life eine spaßige, leicht warme Abstimmung mit kräftigem Bass und angenehmen Höhen. Für audiophile Feinschmecker oder Liebhaber besonders großer Bühnen sind sie zwar nicht die erste Wahl, für den Alltag, unterwegs oder im Homeoffice machen sie aber einen richtig guten Job. Dank App-Support und Equalizer kannst du den Sound zudem gut an deinen Geschmack anpassen.

Natürlich merkt man in Details wie Auflösung und Materialwahl den günstigen Preis, wirklich gravierende Schwächen leisten sich die EarFun Wave Life aber nicht. Wenn du also auf der Suche nach bequemen Over-Ear-Kopfhörern mit starkem ANC, sehr guter Akkulaufzeit und solidem Klang bist, machst du hier definitiv nichts falsch.

Angebot
EarFun Wave Life Over-Ear Noise Cancelling Kopfhörer Kabellos,...
  • MIT AI UNTERSTÜTZTES 45 DB HYBRIDES AKTIVES NOISE CANCELLING:...
  • HIRES KLANGQUALITÄT MIT KRAFTVOLLEM BASS UND KLAREN HÖHEN: Die...
  • HD-ANRUFE MIT 4 MIKROFONEN: Zwei Gesprächsmikrofone erfassen...
  • BIS ZU 60 STUNDEN WIEDERGABEZEIT UND SCHNELLLADUNG: Im normalen...
  • LEISTUNGSSTARKE EARFUN APP OHNE ZWANGSREGISTRIERUNG: Die EarFun...

Kurz gesagt: Viel Kopfhörer fürs Geld.

Frohe Weihnachten!

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Frohe Weihnachten und ruhige Feiertage!

4smarts Ladestation Team 100W im Test, die Ladestation für Büro und Gewerbe

4smarts bietet mit seiner Team Ladestation ein recht ungewöhnliches USB-Ladegerät an. Dieses richtet sich sicherlich weniger an private Nutzer und mehr an die geschäftliche/gewerbliche Nutzung.

Warum? Wir haben hier eine Ladestation mit 6 Anschlüssen und einem „Ordnungssystem“ auf der Oberseite.

So kannst du hier Geräte während des Ladens sortiert ablegen. Ideal für Anwendungen, wo du mehrere Geräte (vielleicht Arbeitsgeräte) auf einmal laden musst.

Aber wie gut ist die 4smarts Ladestation Team 100W? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an 4smarts für das Zur-Verfügung-Stellen der Ladestation für diesen Test.

 

4smarts Ladestation Team 100W im Test

Die Ladestation „Team“ ist ganz klar für eine stationäre Nutzung ausgelegt. So ist dieses Ladegerät absichtlich alles andere als kompakt gebaut.

So finden sich auf der Oberseite 5 „Fächer“, in welche du Smartphones und ähnliche Geräte während des Ladens ablegen kannst.

Passend dazu finden wir an der Seite sogar 6 Ladeports. 4smarts legt zudem 5x kurze USB-C-Kabel bei (in idealer Länge für die „Fächer“), wie auch ein 3-in-1-Kabel.

Damit ist die Ladestation ideal, wenn es beispielsweise in deiner Firma irgendwelche Scanner oder Dienst-Smartphones gibt, welche über Nacht geladen werden müssen.

Angeschlossen wird die Ladestation über ein normales C8-Kabel. Zudem findet sich auf der Rückseite ein physischer Ein-/Ausschalter.

 

Die Anschlüsse

Die 4smarts Ladestation Team verfügt über 5x USB-C-Ports und einen USB-A-Port.

  • USB C – 20 W USB PD – 5V/3A, 9V/2,22A, 12V/1,67A
  • USB A – 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Zwar bietet die 4smarts Ladestation Team auf dem Papier eine Leistung von bis zu 100 W, aber die USB-C-Ports der Ladestation bieten im Maximum 20 W.

20 W ist eine solide Standardleistung, welche ausreicht, Smartphones und ähnliche Geräte ausreichend schnell zu versorgen.

Zudem haben wir einen 18W USB-A-Quick-Charge-Port, welcher sich allerdings die Leistung mit USB C 5 teilt.

 

Mit PPS

Zwar ist eine PPS-Unterstützung bei 20-W-USB-C-Ports nicht ganz so essenziell, aber diese hilft schon, die Ladegeschwindigkeit in Kombination mit Samsung-Smartphones zu optimieren.

  • 5 – 11V bei bis zu 2,2 A

Mit 5 – 11 V bei bis zu 2,2 A haben wir hier eine relativ große PPS-Stufe für einen eigentlich 20-W-USB-C-Port.

Hierdurch holt das Ladegerät auch eine gute Geschwindigkeit in Kombination mit Samsung-Smartphones heraus.

 

100 W Leistung

Im Test konnte die Ladestation konstant eine Leistung von 100 W bzw. 5x 20 W bereitstellen.

 

Spannungsstabilität

Bei der Spannungsstabilität gab es im Test keine Auffälligkeiten, alles sieht hier soweit gut aus.

 

Leerlaufstromverbrauch

Im Leerlauf benötigte die Ladestation bei mir ca. 0,4 W. Du kannst den Verbrauch aber auf 0 senken, wenn du den Schalter am Ladegerät nutzt.

 

Effizienz

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Effizienz.

Diese verhielt sich bei mir im Test ziemlich flach. So schwankte die Effizienz zwischen 83,7 % und 88,1 %.

Die sehr gute Effizienz bei niedriger Last ist erfreulich bei solch einem Ladegerät. Die maximale Effizienz von 88,1 % ist nicht überragend, aber absolut ok.

 

Fazit

Die 4smarts Ladestation Team 100W ist ein sehr spezielles Gerät! Für den Privateinsatz sehe ich dieses, um ehrlich zu sein, eher weniger. Hier hätte ich mir ein Ladegerät mit mehr Pro-Port-Leistung gewünscht.

Wo ich aber durchaus einen Sinn sehen kann, ist in einem geschäftlichen Umfeld. Du hast auf der Arbeit Smartphones, die vielleicht als Scanner genutzt werden und über Nacht in der Firma bleiben, oder andere ähnliche Geräte.

Hier hast du eine Ladestation, wo diese Geräte geordnet und alle gleichzeitig zuverlässig und ausreichend flott geladen werden können.