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Der Goldstandard unter den Office-Mäusen: die Logitech MX Master 4

Wenn du nach der besten Maus für Office-Anwendungen oder Kreative suchst, war die Logitech MX Master Serie schon lange ein sicherer Hafen.
So nutze ich auch in meinem Büro seit Jahren die MX Master 1 und an meinem Notebook die MX Master 3.

Nun hat Logitech aber die nächste Generation seiner Erfolgsmaus auf den Markt gebracht: die MX Master 4. Dabei ist Logitech keine allzu großen Experimente eingegangen, und die MX Master 4 ist eher ein Refresh der 3 als ein komplettes Neudesign.
Dies ist aber nicht zwingend etwas Schlechtes, denn die MX Master Serie war schon ziemlich perfekt.

Aber was hat Logitech bei der MX Master 4 verbessert? Und ist dies den Aufpreis verglichen mit der 3s wert?
Finden wir dies im Test heraus!

 

MX Master 4 im Test: die Haptik

Bereits die erste MX Master hatte eine ziemlich perfekte Form. Entsprechend hat Logitech diese auch bei der MX Master 4 weitestgehend beibehalten.

So ist die MX Master 4 weiterhin eine vergleichsweise große Maus, welche eine leicht gekippte „vertikale“ Form mitbringt. Es handelt sich zwar bei dieser nicht um eine echte Vertikalmaus, aber wir haben schon eine ergonomischere Form verglichen mit einer normalen Maus.

Hast du also Sorgen bezüglich des Karpaltunnelsyndroms, dann stellt die MX Master 4 ganz klar eine Verbesserung zu einer normalen Maus dar.

Selbst bei großen Händen funktioniert die Form mit der üppigen Daumenauflage wunderbar.

Beim Material setzt Logitech auf einen Mix aus einem matten Kunststoff für den Rückenbereich, einem halb durchsichtigen Kunststoff für die Maustasten und ein paar Gummi-Akzenten.

Ich habe hier die weiße Version der Maus gewählt. Nach meiner Erfahrung mit der weißen MX Master 3s ist das hier von Logitech gewählte Material recht beständig. Es gibt kein Ablösen der Beschichtung oder Ähnliches. Allerdings verändert sich an den Stellen mit viel Hautkontakt das Material schon etwas (wird glänzender usw.), aber dies auch nicht extrem.

Allerdings wird vermutlich die schwarz-graue Version die bessere Wahl sein, aus Sicht der langfristigen Optik.

 

Schwacher Lieferumfang

Umso teurer das Produkt, umso schwächer der Lieferumfang. So scheint auch das Motto bei der MX Master 4 zu sein.

So findet sich im Lieferumfang lediglich ein USB-C-Funkempfänger. Das war es! Kein USB-C-auf-USB-A-Adapter, kein USB-C-Ladekabel zum Laden der Maus. Schwach!

 

Leider recht schwer…

Ein großer Nachteil an der MX Master 4 ist das hohe Gewicht.

  • Logitech MX Master 4 – 150 g
  • Logitech MX Master 3s – 141 g
  • Logitech Lift Vertical – 125 g
  • Logitech MX Anywhere 3S – 99 g
  • Keychron M6 – 86 g
  • Logitech G Pro X2 Superstrike – 65 g

Das ist Ergonomisch der größte und einzige Nachteil an der MX Master 4 und ja der unterschied ziwschen der 4 und 3s ist spürbar.

 

Akkulaufzeit

Die Laufzeit der MX Master 4 liegt laut Logitech bei bis zu 70 Tagen. Kann ich natürlich noch nicht bestätigen, aber von den Vorgängern, welche auch bis zu 70 Tage bieten sollen, kann ich sagen, dass wir hier praktisch knapp über 30 Tage gut schaffen.

 

Bluetooth oder USB-Adapter

Du kannst die MX Master 4 mit bis zu 3 Geräten via Bluetooth verbinden. Auf der Unterseite der Maus findet sich eine Taste, welche den schnellen Wechsel zwischen den Geräten erlaubt.

Alternativ kannst du auch den USB-C-Funkadapter nutzen.

 

Ein fantastisches Mausrad!

Eins der besten Features der MX Master Serie und auch der MX Master 4 ist das Mausrad. Das Mausrad besteht aus Metall und fühlt sich sehr hochwertig an. Auch die Abstufungen sind für eine Office-Nutzung perfekt!

Hinzu kommt das Free-Flow-Feature. Drehst du das Mausrad schnell, wechselt dieses automatisch in den Freilauf-Modus.
Das ist perfekt für lange Tabellen, Dokumente und Webseiten!

Das Mausrad ist neben der Form ganz klar einer der größten Pluspunkte der MX Master 4.

Neben dem normalen Mausrad gibt es auch noch ein vertikales Mausrad im Daumenbereich. Dieses ist immer in einem gedämpften Free-Flow und komplett aus Metall gefertigt.

 

„Silent“

Die MX Master 4 besitzt recht stark gedämpfte Maustasten. So sind die Klicks der primären Maustasten kaum hörbar, ideal fürs Büro.

Erfreulicherweise hat es Logitech dennoch geschafft, diesen einen präzisen und schönen „Klick“ zu geben.

Erstaunlicherweise sind die Daumentasten glatt lauter als die primären Maustasten. Aber auch hier ist das Druckgefühl sehr gut und gelungen.

 

Perfektes Tracking

Die MX Master 4 setzt auf den „Logitech Darkfield 8K“-Sensor. Ein 8000-dpi-Sensor ist auch für große, hochauflösende Monitore absolut passend.

Zwar ist dies kein High-End-Gaming-Sensor, aber in der Praxis liefert er ein tolles Tracking und eine hervorragende Präzision.

Oftmals nutzen Office-Mäuse vergleichsweise schwache Sensoren, das ist hier absolut nicht der Fall. Am Sensor gibt es nichts zu bemängeln.

 

Haptisches Feedback

Die größte Neuerung der MX Master 4 ist das haptische Feedback der Daumentaste. So besitzt die Maus eine gesonderte Daumentaste mit Touchsensor. Diese erlaubt ein Aufrufen eines Schnellwahlrads, welches je nach Anwendung unterschiedliche Schnellwahl-Optionen mitbringt.

So bietet Logitech für z. B. Photoshop, DaVinci Resolve usw. Plugins an. Hast du dann eine der Anwendungen offen, ändert sich der Inhalt des Menüs.

Zudem hat Logitech in der Maus einen „Vibrationsmotor“ verbaut, welcher dir haptisches Feedback bei diesen Menüs gibt. Nett, aber offen gesagt eher ein Gimmick.

 

Plugins nur mit Account

Grundsätzlich kannst du die Logitech-Software zur Steuerung der Maus einfach installieren und nutzen. Willst du aber die Plugins für Photoshop usw. haben, musst du dich mit einem Logitech-Account anmelden, warum auch immer.

So etwas finde ich nervig!

 

Ist die MX Master 4 fürs Gaming geeignet?

Die MX Master 4 ist eine tolle Maus, aber ist diese auch fürs Gaming geeignet? Die Antwort ist eher nein.

Die MX Master 4 ist grundsätzlich sehr präzise und hat auch keine massive Verzögerung. Für Singleplayer-Spiele ist die Maus also durchaus brauchbar.

Aber beispielsweise ist die Polling-Rate der Maus nur 125 Hz, was sehr niedrig ist. In Kombination mit dem recht hohen Gewicht von 150 g ist die MX Master 4 schon etwas „träger“.

Für schnelle Shooter oder „kompetitives“ Gaming ist die Maus damit nur sehr eingeschränkt geeignet.

 

Fazit zur Logitech MX Master 4

Die Logitech MX Master 4 ist genau das, was zu erwarten war. Logitech erfindet das Rad hier nicht neu, sondern verfeinert ein ohnehin schon extrem starkes Gesamtpaket. Und genau das macht die Maus so gut.

Du bekommst hier eine der ergonomisch besten Office-Mäuse am Markt, kombiniert mit einem herausragenden Mausrad, sehr präzisem Tracking und angenehm leisen Tasten. Gerade im Alltag – egal ob Office, Bildbearbeitung oder generell produktives Arbeiten – spielt die MX Master 4 ihre Stärken voll aus.

Die Neuerungen wie das haptische Feedback und die erweiterten Software-Features sind nett, aber kein echter Gamechanger. Gleiches gilt für den Lieferumfang, der für den Preis schon enttäuschend knapp ausfällt.  Vermutlich der größte Schwachpunkt an der MX Master 4 ist aber das hohe Gewicht.

Am Ende ist die entscheidende Frage: Lohnt sich der Umstieg? Hast du bereits eine MX Master 3 oder 3s, dann eher nicht. Dafür sind die Unterschiede schlicht zu gering.

Kommst du jedoch von einer älteren Maus oder suchst generell eine der besten Office-Mäuse überhaupt, dann kannst du hier bedenkenlos zugreifen.

Die MX Master 4 ist der Goldstandard. Allerdings schau dir auch die MX Master 3s an, welche aus Sicht der Preis-Leistung doch deutlich attraktiver ist und abseits von der Daumentaste praktisch das Gleiche bietet und sogar noch leichter ist.

Logitech MX Master 4
Positiv
Ergonomie auf höchstem Niveau
Beste Mausrad auf dem Markt
Mit Freeflow Modus
Leise & präzise Tasten
Guter Sensor
Lange Akkulaufzeit
Multi-Geräte-Unterstützung
Bluetooth und USB Funkempfänger
Umfangreiche Software Feature
Viele Tasten
Negativ
Sehr schwer!
Schwacher Lieferumfang
Niedrige Polling-Rate (125 Hz)
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Smart Home ohne Cloud: Die besten Geräte & Systeme 2026

Leider ist es im Jahr 2026 nicht mehr üblich, dass dir ein Produkt wirklich gehört, nur weil du es gekauft hast. Gerade im Smart-Home-Bereich sind immer mehr Produkte von der Hersteller-Cloud abhängig.

Stellt der Hersteller den Support ein oder überlegt sich neue Abos im Nachhinein, dann lautet das Motto leider sehr oft: Pech gehabt! Kein gutes Gefühl, aus vielerlei Hinsicht.

Aber was tun? Welche Smart-Home-Produkte benötigen keine Cloud und gehören „wirklich dir“? Wie kann ich eine Herstellerbindung vermeiden?

Genau um diese Frage soll es in diesem Artikel gehen. Welche Produkte solltest du wählen, wenn du ein Smart Home aufbauen willst, das möglichst wenig auf das Internet / die Cloud des Herstellers angewiesen ist?

 

Leider oftmals komplexer

Die meisten Smart-Home-Produkte sind zu 100 % auf die Cloud des Herstellers angewiesen. Schaltet der Hersteller die Cloud ab oder beendet den Support für dein Smart-Home-Gerät, dann schaust du in die Röhre.

Es gibt eine Handvoll Smart-Home-Produkte, bei denen das nicht der Fall ist. Allerdings sind viele davon etwas „komplexer“ oder komplizierter in der Nutzung. Dies nur als Hinweis vorweg.

 

Home Assistant, der Gold-Standard für Bastler

Du bist bereit, etwas mehr Zeit und Aufwand in dein Smart Home zu stecken? Du möchtest möglichst viele Smart-Home-Komponenten und -Produkte unter einen Hut bekommen? Dann ist der Home Assistant Pflicht!

Beim Home Assistant handelt es sich um eine Server-Software, welche auf einem lokalen Computer, Raspberry Pi oder in einem Docker-Container (z. B. auf einem NAS) installiert werden muss.

Der große Vorteil: Alles läuft bei dir zuhause, auf deiner Hardware. Kein Hersteller kann dir den Dienst abschalten, keine Cloud, die plötzlich kostenpflichtig wird, keine Server, die offline gehen. Dein Smart Home gehört damit wirklich dir.

Home Assistant unterstützt dabei eine schier unglaubliche Anzahl an Geräten und Plattformen; die Community spricht von über 3.000 Integrationen. Ob Zigbee, Z-Wave, Matter, Shelly, IKEA Tradfri oder Philips Hue – fast alles lässt sich einbinden. Viele Geräte, die eigentlich eine Hersteller-Cloud voraussetzen, lassen sich über Home Assistant vollständig lokal steuern.

Die Oberfläche ist modern und anpassbar. Du kannst dir dein eigenes Dashboard zusammenstellen, Automationen erstellen und Geräte miteinander verknüpfen, die eigentlich nie dafür gedacht waren, miteinander zu sprechen.

Für den Einstieg empfehle ich den Home Assistant Green oder den Home Assistant Yellow – das sind fertige Mini-Computer speziell für Home Assistant, bei denen die Installation bereits erledigt ist. Wer lieber bastelt, ist mit einem Raspberry Pi 4 / 5 oder einem kleinen Mini-PC gut beraten. So mache ich es auch: Der Home Assistant läuft bei mir auf einem Mini-PC mit Intel Pentium Silver N6005 CPU und 8 GB RAM, also wirklich einfacher Hardware.

Der Haken? Die Lernkurve ist deutlich steiler als bei einem fertigen Hersteller-System. Wer noch nie mit so etwas in Berührung gekommen ist, braucht am Anfang etwas Geduld. Die Community ist aber riesig und aktiv – für fast jedes Problem findet sich im Forum oder auf YouTube eine Lösung.

Die Möglichkeiten sind mit dem Home Assistant praktisch unendlich! Nutzt du einen Raspberry Pi oder Mini-PC, kannst du Zigbee, Thread oder Z-Wave einfach via USB-Funkmodul nachrüsten. So habe ich es auch gemacht: Der Home Assistant verwaltet bei mir mein Zigbee-Netzwerk.

 

Flexibilität erhalten – Zigbee nehmen!

Geht es dir um Tür- und Fenstersensoren, Temperatursensoren, Smart-Beleuchtung usw., dann würde ich dir raten: Greif zu Produkten, die auf den Zigbee-Funkstandard setzen!

Es gibt jede Menge Produkte, die auf Zigbee setzen, und gerade auf Plattformen wie AliExpress findest du einfache Sensoren für extrem wenig Geld.

Um Zigbee zu nutzen, benötigst du einen Hub. Wählst du einen Hub, der keine Cloud-Verbindung benötigt, dann laufen auch die Sensoren komplett lokal.

Beispiele für ein lokales Zigbee-Ökosystem ohne Cloud:

  • Home Assistant
  • Homee

Aber selbst wenn du einen Hub verwendest, der an eine Hersteller-Cloud gebunden ist – deine Sensoren sind es nicht. Bei Bedarf kannst du einfach zu einem anderen Hersteller „umziehen“, ohne die Sensoren neu kaufen zu müssen.

Zwar kann es bei Zigbee hier und da Kompatibilitätsprobleme geben, gerade bei der Mischung von unterschiedlichen Sensoren, aber im Allgemeinen wäre die Nutzung von Zigbee eine Empfehlung von mir, gerade wenn du viele Sensoren kaufen willst.

 

Matter und Thread?

Theoretisch sind Matter und Thread ebenfalls eine sehr spannende Angelegenheit, wenn du nach einem unabhängigen Smart-Home-Ökosystem strebst.

Matter ist ein relativ neuer Smart-Home-Standard, der von großen Unternehmen wie Apple, Google, Amazon und vielen weiteren Herstellern gemeinsam entwickelt wurde. Das Ziel von Matter ist es, die Kompatibilität zwischen verschiedenen Smart-Home-Systemen deutlich zu verbessern. Ein Gerät mit Matter-Support kann im Idealfall mit vielen unterschiedlichen Plattformen genutzt werden, beispielsweise mit Apple Home, Google Home oder Home Assistant.

Der große Vorteil: Du bist weniger an einen einzelnen Hersteller gebunden. Wechselst du dein Smart-Home-System, können deine Geräte oft einfach weiterverwendet werden.

Thread wiederum ist kein Smart-Home-Standard im eigentlichen Sinne, sondern eine Funktechnologie. Sie dient als Netzwerk für Smart-Home-Geräte und ist speziell dafür ausgelegt, zuverlässig, stromsparend und lokal zu funktionieren. Anders als klassisches WLAN baut Thread ein sogenanntes Mesh-Netzwerk auf. Das bedeutet: Geräte können untereinander Signale weiterreichen, wodurch das Netzwerk stabiler und größer wird.

In der Praxis arbeiten Matter und Thread oft zusammen. Matter definiert dabei, wie Geräte miteinander sprechen, während Thread festlegt, wie die Geräte miteinander funken.

Für ein Smart Home ohne Cloud kann das sehr interessant sein, denn Matter ist grundsätzlich darauf ausgelegt, auch lokal im Heimnetzwerk zu funktionieren. Allerdings steckt das Ökosystem noch in der Entwicklung. Viele Geräte unterstützen Matter bisher nur eingeschränkt oder benötigen für bestimmte Funktionen weiterhin eine Hersteller-App oder Cloud.

Zudem bist du bei der Einrichtung von Matter-Geräten auf ein Android- oder iOS-Smartphone zwingend angewiesen! Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass Matter bzw. vor allem Thread doch sehr zickig sein können – zickiger als Zigbee.

 

Smart-Home-Steckdosen und Stromzähler ohne Cloud – Made in EU

Sicherlich einer der Top-Hersteller, wenn du nicht auf Cloud und Co. bei deinem Smart Home angewiesen sein möchtest, ist Shelly.

Shelly ist ein europäischer Hersteller, der sogar viele Produkte in der EU produziert!

  • Relais / Schalter
  • Dimmer
  • Smart-Steckdosen
  • Energiezähler
  • Sensoren
  • Rollladensteuerungen
  • Taster / Controller
  • Gateway-Geräte
  • LED-Controller
  • DIN-Rail-Industriegeräte
  • Zubehör

Shelly-Produkte sind, was den Funktionsumfang und die Kompatibilität zu Drittsystemen angeht, absolut vorbildlich! So kannst du Shelly-Produkte mit praktisch allen anderen Smart-Home-Systemen verknüpfen. Zudem unterstützt Shelly auch zunehmend mehr offene Smart-Home-Standards wie Matter.

  • Home Assistant
  • MQTT
  • WebSocket
  • HTTP / REST-API
  • Node-RED
  • openHAB
  • ioBroker
  • Domoticz
  • FHEM
  • Homey
  • Samsung SmartThings
  • Google Assistant
  • Amazon Alexa
  • IFTTT

Nur eine kleine und nicht vollständige Liste an Diensten, die von Shelly unterstützt werden.

Für unseren Artikel aber der wichtigste Punkt: Shelly-Produkte können ohne eine Internetverbindung oder Cloud genutzt werden!

Die Cloud ist bei Shelly komplett optional und diese kannst du auf Wunsch „abklemmen“. Dies kann zwar hier und da einige Funktionen kappen, aber im Allgemeinen bleiben die Shelly-Produkte auch ohne Cloud sehr gut nutzbar.

Das kommt aber zu einem Preis, und damit meine ich diesmal nicht die Anschaffungskosten. Diese sind vergleichsweise gering bei Shelly.

Shelly-Produkte sind aufgrund des Funktionsumfangs und der Flexibilität durchaus etwas komplexer, auch in der Bedienung. Ich denke, für die meisten meiner Leser keine große Sache – aber willst du es extrem einfach haben, dann ist das weniger etwas für dich.

Shelly-Produkte, die ich besonders empfehlen kann:

Überwachungskameras?

Gerade bei Überwachungskameras ist der Cloud-Wahn extrem groß! Fast alle Hersteller wollen dir mittlerweile ein Abo verkaufen. Viele lassen dir mittlerweile nicht mal mehr eine Wahl …

Dabei wären Überwachungskameras gerade ein Punkt, wo der Verzicht auf eine Herstelleranbindung / Cloud-Speicherung aus Sicht des Datenschutzes nicht ganz uninteressant ist.

Aber welche Hersteller würde ich in diesem Bereich empfehlen?

Dies sind die beiden einzigen größeren Hersteller, die mir derzeit bekannt sind, die auf einen Account-Zwang verzichten. Zudem lassen sich die Überwachungskameras von INSTAR und Reolink (bei Reolink abseits der Akku-Modelle) „offline“ nutzen.

Das heißt, du kannst auf diese z. B. mithilfe deines Webbrowsers und der Eingabe der IP-Adresse zugreifen. Ebenso bieten beide beispielsweise eine Offline-Speicherung der Aufnahmen an, wie auch einen sehr guten Home-Assistant-Support.

Der Zugriff über das Internet ist allerdings bei beiden nur via Cloud oder Umwegen (Home Assistant + Tailscale) möglich.

Dennoch: Willst du ein Smart-Home-System aufbauen, das möglichst ohne Cloud auskommt, würde ich mir zuerst die Kameras von INSTAR oder Reolink ansehen.

 

Smartes Heizen?

Beim smarten Heizen wird es schwierig … Mir ist hier kein Ökosystem bekannt, das komplett offline funktioniert.

In der Regel bindest du dich hier an einen Hersteller, wie Tado, Homematic, Bosch usw.

Ich setze bei mir weitestgehend auf Zigbee-Heizkörperthermostate + Steuerung via Home Assistant. Funktioniert, benötigt aber schon etwas mehr „Konfiguration“, da der Home Assistant nicht ideal beim Steuern von Thermostaten ist.

Müsste ich jetzt abseits von Zigbee-Heizkörperthermostaten + Home Assistant Empfehlungen abgeben, dann wären es:

  • Aqara (deren Thermostate nutzen Zigbee)
  • Bosch-Thermostate mit Matter (können Matter + Thread nutzen)
  • Tado X (können Matter + Thread nutzen)

Hier bist du zumindest nicht komplett an einen Hersteller gebunden und kannst beispielsweise die Tado-X-Thermostate auch mit anderen Smart-Home-Plattformen verwenden, die Matter und Thread unterstützen. Wichtig, denn Tado ist als Unternehmen etwas mit Vorsicht zu genießen.

 

Saugroboter

Du suchst einen Saugroboter ohne Cloud? Pech gehabt … Mir ist hier kein einziges Modell bekannt, das ohne Internet, Cloud oder Herstelleranbindung auskommt.

 

Smarte Türschlösser – Nuki

Beim Thema smarte Türschlösser kannst du einfach zum Marktführer Nuki greifen. Nuki Smart Locks benötigen keinen Internetzugriff.

Die Verbindung zwischen App und Schloss kann komplett lokal via Bluetooth ablaufen. Ja, du bist auf die Hersteller-App angewiesen, aber abseits davon auch ohne Internet in der Lage, dein Smart Lock zu öffnen.

Neuere Modelle von Nuki unterstützen auch Matter + Thread! Auch wieder offene Standards.

 

Von unterwegs zuhause – Zugriff ohne Cloud

Ein lokales Smart Home hat einen kleinen Haken: Sobald du das heimische WLAN verlässt, kommst du nicht mehr ohne Weiteres an deine Geräte. Genau hier setzen viele Hersteller an und verkaufen dir ihre Cloud als einzige Lösung. Das muss aber nicht sein.

Die eleganteste und gleichzeitig sicherste Lösung ist ein VPN. Damit baust du quasi einen verschlüsselten Tunnel von deinem Smartphone direkt in dein Heimnetzwerk. Für dein Gerät sieht es dann so aus, als wärst du zuhause, und du hast Zugriff auf alles – Home Assistant, Kameras, Shelly-Geräte und Co.

Besonders einfach geht das mit Tailscale. Tailscale basiert auf dem modernen WireGuard-Protokoll und ist für den privaten Gebrauch kostenlos. Die Einrichtung ist im Vergleich zu klassischen VPN-Lösungen deutlich einfacher und funktioniert auch hinter einem normalen Heimrouter, ohne dass du Ports freigeben musst. Home Assistant bringt sogar ein fertiges Tailscale-Add-on mit, sodass du in wenigen Minuten startklar bist.

Was du hingegen vermeiden solltest: Ports deiner Smart-Home-Geräte direkt ins Internet freigeben. Shelly, Kameras und Co. sind nicht für den direkten Internetzugriff ausgelegt und wären damit ein offenes Einfallstor für Angreifer. Ein VPN / Tailscale ist hier die deutlich bessere und sicherere Wahl.

 

Fazit: Ein Smart Home, das wirklich dir gehört

Ein Smart Home ohne Cloud ist auch im Jahr 2026 noch möglich, aber es erfordert etwas mehr Planung und die bewusste Wahl der richtigen Systeme. Wer einfach irgendein Smart-Home-Produkt kauft, landet fast zwangsläufig in der Cloud eines Herstellers. Wer dagegen auf offene Standards und lokal steuerbare Geräte setzt, kann sich ein System aufbauen, das langfristig funktioniert und unabhängig bleibt.

Der wichtigste Baustein für ein solches Setup ist Home Assistant. Die Plattform läuft komplett lokal, unterstützt tausende Geräte und ermöglicht es, unterschiedlichste Hersteller unter einer Oberfläche zu vereinen. Für viele Bastler und Technikinteressierte ist Home Assistant daher der zentrale Hub eines cloudfreien Smart Homes.

Bei den Funkstandards lohnt sich besonders der Blick auf Zigbee. Der Standard ist weit verbreitet, relativ günstig und erlaubt es dir, Sensoren und Geräte auch später noch mit anderen Systemen weiterzuverwenden. Als mögliche Plattformen für ein lokales Zigbee-Ökosystem bieten sich beispielsweise Home Assistant oder Homee an.

Auch Matter und Thread können langfristig eine interessante Rolle spielen. Beide Standards wurden entwickelt, um Herstellerabhängigkeiten zu reduzieren und Geräte interoperabler zu machen. In der Praxis steckt das Ökosystem allerdings noch teilweise in der Entwicklung, weshalb Zigbee aktuell oft die stabilere und weniger „zickige“ Wahl ist.

Bei einzelnen Gerätekategorien gibt es ebenfalls Hersteller, die besonders gut zu einem cloudarmen Smart Home passen:

  • Shelly für Schalter, Steckdosen, Relais und Energiezähler mit lokaler Steuerung
  • INSTAR und Reolink für Überwachungskameras ohne Account-Zwang
  • Nuki für smarte Türschlösser mit lokaler Bluetooth-Steuerung

Smarter Akku-Ventilator von SwitchBot im Test: Viel Komfort, hoher Preis

So langsam rückt der Sommer näher. Eine Klimaanlage ist hier etwas Feines, aber teuer und benötigt viel Strom = doppelt teuer.
Ein Ventilator kann hier schon etwas Erleichterung bringen. Der Smart-Home-Hersteller SwitchBot bietet mittlerweile auch einen Ventilator an, welcher sogar akkubetrieben und smart ist.

Ein smarter Ventilator? Macht das Sinn? Taugt der?

Finden wir dies im Test des SwitchBot Akku-Ventilators heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an SwitchBot für das Zurverfügungstellen des Akku-Ventilators für diesen Test.

 

Der SwitchBot Akku-Ventilator im Test

Bei dem SwitchBot Akku-Ventilator handelt es sich, wenig überraschend, um einen Akku-Tischventilator.

Dieser ist allerdings mit einer Höhe von fast 40 cm durchaus etwas größer. Wir haben hier also einen durchaus leistungsstarken Ventilator. So besitzt der Rotor einen Durchmesser von ca. 23 cm.

Gesteuert wird der Ventilator erst einmal über ein paar Touch-Tasten am unteren Rand des Gerätes. Mit im Lieferumfang ist aber auch eine einfache Fernbedienung.

Spannend wird es bei der Stromversorgung, denn hier hast du zwei Optionen.

Du kannst den Ventilator einerseits über einen C8-Stecker direkt mit der Steckdose verbinden oder über USB-C laden.

 

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit des SwitchBot Ventilators schwankt natürlich je nach eingestellter Stufe.
• Auf der kleinsten Stufe haben wir eine Laufzeit von +/- 2 Tagen.
• Auf der größten Stufe sinkt die Laufzeit deutlich auf rund 6 Stunden.

 

Mit Oszillation!

Der SwitchBot Akku-Ventilator unterstützt Oszillation, heißt, dieser kann sich auf Wunsch 90 Grad horizontal und vertikal drehen.
Dies kann helfen, den Ventilator auszurichten oder die Luft im Raum zu verteilen.

 

Auch mit Nachtlicht

Im SwitchBot Akku-Ventilator ist eine kleine LED integriert, welche du auf Wunsch als eine Art Nachtlicht aktivieren kannst.
Dieses Licht ist indirekt und nicht zur Beleuchtung gedacht, sondern eher so eine Art Stimmungslicht.

 

App Support

Du kannst den SwitchBot Akku-Ventilator mit der SwitchBot App verbinden. Allerdings besitzt der Ventilator nur Bluetooth und kein WLAN!

Die Verbindung ist also auf Bluetooth-Reichweite limitiert. Außer du hast einen SwitchBot Hub in Reichweite! So ist auch eine „WLAN-Steuerung“ möglich, wenn du einen SwitchBot Hub hast, der als eine Art „Brücke“ dient.

 

Was kann die App?

Aber was kann die App bzw. was bringt sie dir? Grundsätzlich kannst du den Ventilator komplett über die App steuern.
Du kannst ihn ein- und ausschalten, die Leistung in 12 Stufen steuern, das Nachtlicht steuern, den Ventilator oszillieren lassen usw.
Im Kern kannst du dein Smartphone also als Fernbedienung nutzen.

Allerdings gibt es auch ein paar Funktionen, die so über eine Fernbedienung nicht möglich wären. So kannst du auch einen Timer erstellen, wie auch einen Zeitplan.

Hast du einen SwitchBot Hub, kannst du den Ventilator auch mit anderen Geräten verknüpfen.

Ob das Sinn macht, überlasse ich dir mal, aber grundsätzlich kann die Nutzung des Smartphones als „Fernbedienung“ schon etwas komfortabel sein.

 

Luftstrom und Lautstärke

Der SwitchBot Akku-Ventilator besitzt einen 23-cm-Rotor und 12 Leistungsstufen in der App bzw. 9 Stufen direkt am Gerät + Nacht-/Öko-/Baby-Modus. Lautstärke und natürlich Kraft des Luftstroms hängen massiv von der Stufe ab.

Erfreulicherweise ist der SwitchBot Akku-Ventilator bereits bei Stufe 1 und 2 „angenehm“ und dabei ziemlich leise bzw. praktisch nicht hörbar. Allgemein gibt es an der Lautstärke nichts zu bemängeln. Klar, bei den höheren Stufen wird dieser gut hörbar, aber er erzeugt ein sehr sauberes Geräusch: kein Klappern, ungleichmäßiges Surren usw.

Im Folgenden ein paar Messwerte auf eine Distanz von 50 cm.

Gerade auf Stufe 1 und 2 ist die Lautstärke des Ventilators mit 35,9 dB und 36,4 dB kaum lauter als der normale „Hintergrundlärm“.
Selbst auf Stufe 9 ist der Ventilator mit 51,4 dB noch vergleichsweise leise, wenn auch natürlich wahrnehmbar.

Dabei ist der Luftstrom angenehm bis mittelstark. Auf Stufe 9 ist der Ventilator selbst auf höheren Distanzen noch sehr deutlich spürbar.

Also hier kann ich wirklich nichts Negatives über den SwitchBot Akku-Ventilator sagen.

 

Fazit

An sich ist der SwitchBot Akku-Ventilator ein wirklich guter Tischventilator! Er ist kräftig, nicht zu laut und hat generell eine sehr angenehme Lautstärken-Charakteristik.

Der verbaute Akku erlaubt eine flexible Nutzung, hierzu passt auch die Möglichkeit, den Ventilator wahlweise direkt mit dem Netz zu verbinden oder via USB-C zu laden.

Über die Möglichkeit, ihn via App zu steuern, kann man sicherlich streiten. Ich denke, bei so etwas wie einem Ventilator ist das nicht zwingend erforderlich und eher ein Gimmick, aber besser haben als brauchen.

Das Problem beim SwitchBot Akku-Ventilator ist der Preis. Über 100 € ist schon eine stolze Summe für einen Ventilator. Er ist zwar gut, funktional gibt es nichts zu bemängeln, aber der Preis bleibt dennoch saftig.

Ein Blick auf Mammouth AI, ChatGPT, Gemini, Claude Opus und Co. für 11,90 € im Monat?!

Mittlerweile nervt KI zwar sehr, aber wir können ihr in vielen Bereichen auch nicht die Nützlichkeit absprechen.
Aber welchen KI-Assistenten nutzen? Nach meiner Erfahrung gibt es nicht „den einen“. Meine Erfahrungen sind wie folgt:

  • ChatGPT = der beste Allrounder
  • Claude = generell der intelligenteste und beste Coder
  • Gemini = gute Bildgenerierung
  • Grok = starker Allrounder (Geheimtipp)
  • usw.

Der Zugriff auf die „großen“ und guten Modelle der jeweiligen Anbieter kann aber schnell ins Geld gehen! In der Regel werden hier 20 bis 30 € fällig, die ihr dem Anbieter als Dank für die extremen RAM-Preise in den Rachen schmeißen müsst.

Quelle: https://mammouth.ai/

Ich bin nun per Zufall über Mammouth AI gestolpert. Mammouth AI ist ein französischer Anbieter, welcher über seine Plattform dir Zugriff auf praktisch alle großen KI-Modelle inklusive Foto- und Videoerstellung gibt.

Dies bereits für 11,90 €! Auf den ersten Blick ein fantastischer Deal, zumal Mammouth AI auch mit europäischem Datenschutz wirbt.

Wollen wir uns das Ganze einmal kurz ansehen.

 

Welche KI-Modelle bietet Mammouth AI?

Stand April 2026 bietet Mammouth AI Zugriff auf folgende KI-Modelle:

  • OpenAI: GPT‑5.3, GPT‑5.4 Thinking, GPT‑5 Mini, GPT‑4o, GPT‑IMAGE 1.5, Sora
  • Anthropic: Claude Sonnet 4.6, Claude Opus 4.6
  • Google: Gemini 3.1 Pro, Gemini 3 Flash
  • Meta: Llama 4 Maverick
  • xAI: Grok 4.1
  • Mistral: Mistral Large 3, Magistral
  • DeepSeek: V3.2 + Reasoning
  • Alibaba: Qwen 3 Coder
  • Moonshot: Kimi K2.5

Für Bilder haben wir folgende Modelle:

  • GPT Image 1.5
  • Stable Diffusion 3.5 Large Turbo
  • Recraft V4
  • Grok Imagine Image
  • Nano Banana

Und zu guter Letzt für Videos:

  • Sora 2
  • Grok Imagine Video
  • Veo 3.1 Fast
  • Kling 2.5 Turbo Pro

Wir haben hier also wirklich eine Unterstützung fast sämtlicher nennenswerter KI-Modelle, inklusive der großen Premium-Modelle.

 

Wie kann das sein? (Geschäftsmodell)

Aber wie kann solch ein kleiner Anbieter diese ganzen KI-Modelle haben?! Die Antwort ist einfach: Mammouth AI hat sie nicht.

Aber OpenAI (ChatGPT), Google (Gemini) usw. bieten API-Zugriffe für Drittanbieter an. Und genau diese nutzt Mammouth AI.

Heißt: Stellst du eine Frage und lässt diese via ChatGPT beantworten, dann wird diese Frage im Hintergrund an ChatGPT weitergeleitet und von ChatGPTs Servern beantwortet.

Natürlich macht ChatGPT das nicht kostenfrei. Die Nutzung dieser API kostet Mammouth AI etwas. Je nach Modell und Umfang der Anfrage ist dies teurer oder günstiger.

Das Starter-Abo kostet bei Mammouth AI 11,90 €. Für dieses Geld erhältst du aber keinen „unbegrenzten“ Zugriff.

So neigt Mammouth AI dazu, dich im Auto-Modus immer zu Mistral zu schicken, welches tendenziell die günstigsten unter den großen Modellen sind.

Das teuerste KI-Modell ist im Übrigen in der Regel Claude Opus.

 

Harte Limits

Da jede Anfrage, die du stellst, Mammouth AI direkt Geld kostet, welches sie an die jeweiligen Anbieter via API-Zugriffe zahlen müssen, sind deine Zugriffe begrenzt – und dies auch vergleichsweise hart.

Starter-Abo für 11,90 €

  • 50 Nachrichten pro 3 Stunden
  • 60 Bilder im Monat
  • 20 Dokumente im Monat

Und das sind recht harte Limits! 50 Nachrichten pro 3 Stunden „gehen noch“ für einen normalen Nutzer.

60 Bilder im Monat können schnell aufgebraucht sein. Ein Video zählt als 18 Bilder.

Für mich ein großes Limit sind die 20 Dokumente pro Monat. Als Dokument scheint jeder Anhang oder „Wall of Text“ zu gelten.

So nutze ich KI beispielsweise für die Rechtschreibkorrektur meiner Texte, und wenn diese zu lang sind, kosten sie „ein Dokument“.

Ebenso sind im Starter-Abo Dokumente auf 10.000 Zeichen limitiert.

Ganz klar gesagt: Schließt du direkt ein Abo bei den großen Anbietern ab, hast du weniger harte Nutzungslimits!

Es gibt bei Mammouth AI auch größere Abos wie „Standard“ für 23,80 €, bei denen diese Limits teils deutlich größer ausfallen, aber da sind wir wieder bei Summen, die du auch für ein ChatGPT- und Co.-Abo zahlst.

Brauchst du also nicht zwingend die Dutzenden Modelle, dann kannst du auch gleich zu den Anbietern direkt gehen.

Allerdings ist es da auch nicht so leicht, das passende Modell zu wählen. Claude ist am klügsten, kann aber z. B. keine Bilder usw.

Auch muss man sich fragen: Will ich diese KI-Hersteller unterstützen oder lieber Mammouth AI (einem französischen Anbieter)?

 

Datenschutz großgeschrieben, bei KI?!

Wenn du mit den großen KI-Modellen schreibst, behalten sich die Hersteller in der Regel vor, deine Daten für das Training zu nutzen.

Mammouth AI wirbt aber mit folgendem:

No training of models with prompts from Mammouth.
Zero Data Retention Policy: Providers do not store the prompts from Mammouth. Monitoring logs are deleted after 30 days at the latest.

Kann das sein?

Jein. Offiziell sagen viele der großen Anbieter bei Zugriffen über die API wirklich, dass Daten nicht fürs Training genutzt werden.

API-Zugriffe erfolgen in der Regel von Unternehmen oder Behörden, welche auf solche Dinge Wert legen.

Also ja: Offiziell kann es stimmen, dass deine Daten bei Mammouth AI wirklich „privater“ bleiben, als wenn du direkt bei OpenAI, Google und Co. ein Abo abschließt.

Was aber im Hintergrund wirklich mit den Daten passiert, kann niemand nachprüfen – auch Mammouth AI nicht.

 

Bekannte UI

Mammouth AI nutzt die bekannte Chat-Assistent-Benutzeroberfläche. Gibst du eine Nachricht ein, wird Mammouth AI versuchen, automatisch den passenden KI-Assistenten auszuwählen, was allerdings nach meiner Erfahrung zu 99 % Mistral ist.

Du kannst aber jederzeit das KI-Modell wechseln. Besonders spannend ist, dass hier auch Claude Opus mit dabei ist.

Du kannst auch „Projekte“ anlegen mit generellen Anweisungen.

Aus meiner Sicht passt das alles soweit, und hier sollte niemandem etwas fehlen.

 

Wirklich 1:1 die gleichen Modelle?

Eine Frage, die wir uns stellen müssen, ist: Haben wir hier wirklich 1:1 die gleichen KI-Modelle wie direkt bei den Anbietern?

Ist Claude Opus beispielsweise genauso intelligent wie beim Anbieter direkt?

Hervorragende Frage! Schwer zu beantworten. Grundsätzlich sollten wir hier die gleichen Modelle haben.

Praktisch hatte ich aber teils das Gefühl, diese sind etwas „dümmer“ bzw. der Kontext, also alte Nachrichten, werden nicht so lange gespeichert.

Z.B. beim Erstellen eines Codes für ESPHome hatte Claude Opus einen Fehler gemacht und mich dann nochmals nach dem letzten funktionierenden Code gefragt:

„Kannst du mir bitte deinen aktuellen vollständigen Code zeigen?“

Diesen hatte ich Opus in dieser Konversation bereits am Anfang gegeben. Anscheinend hatte Opus dies bereits wieder vergessen, was ich so bei Claude direkt noch nie erlebt hatte.

An einer anderen Stelle hat mir Opus einen Code komplett verbockt und Sensor-IDs „geraten“.

Auf Nachfrage, warum, kam Folgendes:

„Ehrlich gesagt: Das war ein Fehler von mir.
Ich habe versucht, den „vollen Code“ aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren, weil dein Original an mehreren Stellen mit […] gekürzt war. Dabei habe ich geraten, wie die fehlenden Entity-IDs heißen könnten – und falsch geraten.“

Interessant! Ich glaube also, dass hier das „Gedächtnis“, also der Kontext, stärker eingeschränkt ist.

Daher sind die Modelle vermutlich nicht dümmer, aber bei sehr langen oder komplexen Anfragen oder Programmierung vergesslich – und dann neigt KI dazu, etwas zu erfinden.

Ich vermute, Mammouth AI wird den Kontext deutlich kleiner halten als die Anbieter direkt. Längerer Kontext = mehr Tokens = mehr Kosten.

 

Fazit zu Mammouth AI

Es ist schwierig! Auf den ersten Blick ist Mammouth AI eine tolle Sache: 11,90 € und Zugriff auf praktisch alle KI-Modelle!

WOW!

Dabei ist Mammouth AI ein europäisches Unternehmen, und deine Daten werden nicht für das Training von KI-Modellen genutzt.

Kann es noch besser werden?

Praktisch ist es aber dann doch nicht ganz so einfach. Ja, grundsätzlich liefert Mammouth AI, was versprochen wird, aber gerade im preislich attraktiven Starter-Paket haben wir recht harte Nutzungslimits.

Zudem scheint der Kontext der KI-Modelle stärker eingeschränkt zu sein als bei den Herstellern selbst. Hierdurch eignet sich Mammouth AI für Programmierer oder aufwendigere Modelle aus meiner Sicht nur bedingt. Kleinere Programme oder Scripte sind kein Problem, aber aufwendigere Programme sind mit Mammouth AI zu mindestens im Starter Abo nach meiner Meinung nicht möglich.

Aber das sind leider oft auch die Leute, die am meisten von den großen KI-Modellen profitieren. Heimanwender kommen in der Regel auch schon mit dem Free-Zugriff aus.

Ich denke, Mammouth AI ist einen Blick wert, aber auch nicht die Lösung für alle Situationen.

Samsung Galaxy S26 Ultra Test: Kaum Fortschritt, aber immer noch Top?

Wir sind schon länger an dem Punkt angekommen, wo sich Smartphones gerade der großen Hersteller kaum noch weiterentwickeln.
Ich glaube, dies ist gerade bei Samsung sehr deutlich. So hat selbst Samsung Schwierigkeiten, die genauen Neuerungen des S26 Ultra gegenüber seinem Vorgänger zu benennen.
Wir haben mal wieder mehr KI, ein „Privacy Display“ und theoretisch Kameras mit einer etwas größeren Blende, aber den gleichen Sensoren.

Aber genügt dies, um das S26 Ultra zu rechtfertigen? Lohnt es sich, dieses zu kaufen, oder lautet das Motto: abwarten? Finden wir es im Test heraus!

 

Das S26 Ultra, langweilig schlicht

Verglichen mit dem S25 Ultra hat sich beim Design des neuen Smartphones nicht viel getan. Wir haben weiterhin ein recht langweiliges Smartphone mit Glas auf der Front und Rückseite sowie einem Metallrahmen.
Vorbei sind dabei die Zeiten abgerundeter Kanten, das S26 Ultra ist auch wieder komplett glatt auf Front und Rückseite, etwas, was ich generell begrüße.

Fast das Auffälligste ist der Kamerabuckel, damit, wie unauffällig dieser ist. Das S26 Ultra bringt auch wieder 4 Kameras mit, welche natürlich etwas vorstehen. Allerdings hat sich Samsung erneut sehr viel Mühe gegeben, den Kamerabuckel möglichst unauffällig und klein zu halten.
Das mag sicherlich vielen gefallen, aber in Zeiten, wo der Kamerabuckel der Punkt ist, welcher Smartphones am stärksten designtechnisch definiert, auch etwas langweilig.

Hinzu kommen die vergleichsweise uninspirierten Farboptionen. Wo sich Apple immerhin zu Orange traut, bleibt es beim S26 Ultra deutlich dezenter.
Offen gesagt, ich finde das Äußere des Samsung Galaxy S26 Ultra langweilig.

Allerdings möchte nicht jeder, dass sein Smartphone auffällig ist. Falls du dazu gehörst, wird dir das S26 Ultra vielleicht ganz gut gefallen.
Verarbeitungstechnisch gibt es auch nichts zu bemängeln. Erfreulicherweise hat es Samsung auch wieder geschafft, das Ultra einen Hauch kleiner und leichter zu machen.

  • S20 Ultra – 220 g – 8,8 mm dick
  • S21 Ultra – 227 g – 8,9 mm dick
  • S22 Ultra – 228 g – 8,9 mm dick
  • S23 Ultra – 234 g – 8,9 mm dick
  • S24 Ultra – 232 g – 8,6 mm dick
  • S25 Ultra – 219 g – 8,2 mm dick
  • S26 Ultra – 214 g – 7,9 mm dick

Zwischenzeitlich waren die Samsung-Ultra-Smartphones schon sehr klobig und groß geworden. Gerade zur S23-Ultra-Zeit fand ich, dass dieses echt nicht gut in der Hand lag.

Das S26 Ultra ist mit einem 6,9-Zoll-Display natürlich weiterhin ein ziemlicher Brocken, aber es ist das dünnste und leichteste Samsung-Ultra-Smartphone bisher.
Und ja, das kannst du in der Hand merken! So liegt das S26 Ultra sehr gut in der Hand und auch die Gewichtsverteilung ist gelungen.

Kurzum: liegt gut in der Hand, ist gut verarbeitet, aber optisch für mich etwas langweilig.

 

Weiter mit S-Pen

Das S26 Ultra wird weiterhin mit dem S-Pen ausgeliefert, welcher in der Seite des Smartphones „versteckt“ ist.

Dieser erlaubt es dir, Notizen auf dem Display anzufertigen.

 

Das Display, jetzt mit Privacy

Das S26 Ultra setzt weiterhin auf ein 6,9-Zoll-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 3120 × 1440 Pixeln. Die maximale Helligkeit liegt dabei mit 2600 Nits auf einem guten Niveau. Soweit alles das Gleiche wie beim Vorgänger.

Das große Feature des S26 Ultra ist aber das Privacy Display. Das Privacy Display gibt es in 3 Stufen: Aus/Ein/„Maximum“.
Das Privacy Display limitiert künstlich die Blickwinkel des Displays. So ist bei seitlicher Betrachtung das Display nicht mehr ablesbar.

Der Hintergedanke ist, dass eine Person, die neben dir steht, nicht mehr sehen kann, was du auf dem Display machst.
Erfreulicherweise kann ich auch bestätigen, dass dies funktioniert! Bei direkter Betrachtung siehst du praktisch keinen Unterschied, aber leicht schräg betrachtet ist das Display schwarz.

Dabei gibt es erst einmal keinen Qualitätsunterschied zwischen Ein und Aus. Es gibt aber einen „Maximum“-Modus, welcher die Blickwinkel noch stärker einschränkt. Das Aktivieren dieses Modus reduziert aber die Bildqualität.

Offen gesagt, ich bin hier positiv überrascht! Ich kenne solche Privacy-Displays von einigen Business-Notebooks. Dort hat das immer, auch im ausgeschalteten Zustand, massiv Bildqualität gekostet. Das ist beim S26 Ultra nicht der Fall.

So sieht das Display des Smartphones weiterhin sehr gut aus! Dieses ist ± auf dem Level der anderen Flaggschiff-Smartphones. Im direkten Vergleich zum iPhone 17 Pro Max und Pixel 10 Pro XL ist höchstens eine minimal verschlechterte Qualität bzw. eine etwas schlechtere Entspiegelung zu erahnen.

In der Praxis wird dies aber kaum negativ auffallen. Ich würde das Privacy Display als gelungen bezeichnen.

 

Die Kameras

„Das Galaxy S26 Ultra setzt Nightography auf ein neues Level.“ Das ist Samsungs Spruch beim S26 Ultra. Wie kommt Samsung zu dieser Aussage?

  • Hauptkamera – 200 MP – f/1.4 – Samsung ISOCELL HP2
  • Weitwinkelkamera – 50 MP – f/1.9 – Samsung JN3
  • 3x Zoomkamera – 10 MP – f/2.4
  • 5x Zoomkamera – 50 MP – f/2.9 – Sony IMX854

Die Hauptkamera setzt auf den Samsung ISOCELL HP2 Sensor mit satten 200 Megapixeln. Der Samsung ISOCELL HP2 ist ein alter Bekannter, denn dieser kam schon beim S23 Ultra, S24 Ultra und S25 Ultra zum Einsatz.

Neu ist allerdings die Blende, welche mit f/1.4 ein Stück mehr Licht hineinlässt als bei den Vorgängern. Da hatten wir eine Blende von f/1.7.
Ist das ein großer Unterschied? Nein.

Etwas spannender ist der Unterschied bei den weiteren Kameramodulen. Auch dort gibt es vom Sensor nicht viel Neues, allerdings sind auch hier die Blenden ein Stück weit größer geworden = mehr Licht = bessere Bilder bei Dunkelheit.

Allerdings auch hier: Die Unterschiede sind nicht gewaltig, egal was Samsung sagt.

Es gibt durchaus einige Smartphones, welche zumindest auf dem Papier ein besseres Kamerasystem haben. Allerdings ist die Kamera-Hardware des S26 Ultra auch alles andere als schlecht und in der Praxis hängt viel an der Software und was diese aus den Bildern macht.

Wie steht es hier um das S26 Ultra? Schauen wir uns die Kameras im Vergleich zum Google Pixel 10 Pro XL und Apple iPhone 17 Pro Max an.

Samsung Galaxy S26 Ultra
Google Pixel 10 Pro XL
Apple iPhone 17 Pro Max
Samsung Galaxy S26 Ultra
Google Pixel 10 Pro XL
Apple iPhone 17 Pro Max
Samsung Galaxy S26 Ultra
Google Pixel 10 Pro XL
Apple iPhone 17 Pro Max
Samsung Galaxy S26 Ultra
Google Pixel 10 Pro XL
Apple iPhone 17 Pro Max
Samsung Galaxy S26 Ultra
Google Pixel 10 Pro XL
Apple iPhone 17 Pro Max
Samsung Galaxy S26 Ultra
Google Pixel 10 Pro XL
Apple iPhone 17 Pro Max

Wir brauchen nicht darüber zu diskutieren, dass das Samsung S26 Ultra zu den besten Kamera-Smartphones gehört.
Allerdings habe ich etwas das Gefühl, dass Samsung etwas zurückfällt.

Die Unterschiede zwischen den Flaggschiff-Smartphones sind gering, aber vorhanden!
Tendenziell bevorzuge ich die Hauptkamera des iPhone 17 Pro Max in den meisten Situationen! Das ist eine überraschende Entwicklung, denn in den letzten Jahren hatte ich hier Samsung immer stärker eingestuft.

Warum denke ich so? Grundsätzlich liefert das Samsung S26 Ultra sehr scharfe und dynamikstarke Bilder.
Oftmals produziert das Samsung aber recht kühle Bilder, welche ich einfach etwas weniger stimmig finde, und übertreibt es beim HDR-Look. So sind Schatten in vielen Aufnahmen sehr stark aufgehellt, was weniger natürlich wirkt.

Farben sind Samsung-typisch kräftig. Aber das ist nichts, was mich stört. Beispielsweise das Google Pixel 10 Pro XL hat für meinen Geschmack etwas zu matte Farben, das iPhone geht hier vermutlich aber den besten Mittelweg.

Die Bilder des S26 Ultra sind gut, aber verglichen mit dem S25 Ultra oder S24 Ultra sehen wir bei Tag keinen wirklichen Sprung. Dieser ist beispielsweise beim iPhone 17 Pro Max ganz klar dagewesen.

Bei Nacht zeigt sich das S26 Ultra etwas stärker und gefällt mir gut, allerdings ist dieses hier auch nicht stärker als das iPhone 17 Pro Max.

Samsung Galaxy S26 Ultra
Google Pixel 10 Pro XL
Apple iPhone 17 Pro Max
Samsung Galaxy S26 Ultra
Google Pixel 10 Pro XL
Apple iPhone 17 Pro Max

Ähnliches gilt auch für die Weitwinkelkamera. Diese produziert gute Aufnahmen, aber auch hier sehe ich das iPhone 17 Pro Max vorne.

Samsung Galaxy S26 Ultra
Google Pixel 10 Pro XL
Apple iPhone 17 Pro Max
Samsung Galaxy S26 Ultra
Google Pixel 10 Pro XL
Apple iPhone 17 Pro Max
Samsung Galaxy S26 Ultra
Google Pixel 10 Pro XL
Apple iPhone 17 Pro Max

Beim Zoom wird es deutlich interessanter. Die 3x-Zoom-Kamera des S26 Ultra ist relativ schwach. Klar besser als 3x-Digitalzoom, aber es ist ganz klar sichtbar, dass dies der schwächste Sensor am Smartphone ist.

Beim 5x-Sensor sieht es anders aus. Bei allen Zoom-Stufen über 5x hat das S26 Ultra einfach die Nase vorne. Das liegt sicherlich auch daran, dass weder das iPhone noch das Pixel in diesem Bereich „ultrastark“ sind, aber Zoom hat das S26 Ultra gut im Griff.

 

Der SoC

Im Gegensatz zum regulären S26 nutzt das S26 Ultra einen SoC von Qualcomm, und zwar den „Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy“.

  • Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy
  • 8 Kerne
  • 2 × 4,74 GHz ARMv9.2/Oryon
  • 6 × 3,63 GHz ARMv9.2/Oryon

Leistungstechnisch gibt es hier nichts zu bemängeln.

Single Code Multi Core
Apple iPhone 17 Pro Max (A19 Pro) 3873 9979
Samsung Galaxy S26 Ultra (Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy) 3731 11416
Xiaomi 17 Ultra (Snapdragon 8 Elite Gen 5) 3595 10848
Apple MacBook Neo (A18 Pro) 3519 9056
Samsung Galaxy S25 Ultra (Snapdragon 8 Elite for Galaxy) 3165 10118
Google Pixel 10 Pro XL (Tensor G5) 2299 5995
Samsung Galaxy S24 Ultra (Snapdragon 8 Gen 3 for Galaxy) 2281 7201

 

Wenig überraschend ist das S26 Ultra ein Stück schneller als das S25 Ultra. Allerdings ist das Stück hier sehr klein! Wir reden von rund 17 % in der Single-Core-Leistung und rund 12 % im Multi-Core-Bereich.

Effektiv ist das nichts. Du wirst zwischen dem S25 Ultra und dem S26 Ultra keinen Leistungsunterschied in der Praxis spüren.

Aber das ist auch nicht zwingend etwas Negatives, denn auch das S25 Ultra hat mehr als genug Leistung. So ist das S26 Ultra doch ein Stück flotter als beispielsweise das Pixel 10 Pro.

Dennoch: Wenn du ein High-End-Smartphone der letzten 1–2 Generationen hast, wirst du keinen großen Leistungsunterschied spüren. Falls doch, liegt das eher am frischen Android und weniger an einem Zugewinn der Hardware-Leistung.

 

Akkulaufzeit

Das Samsung Galaxy S26 Ultra verfügt weiterhin über einen 5000-mAh großen Akku.
Dieser macht einen guten Job bei der Laufzeit, aber auch hier sehen wir eine Stagnation. Du wirst gut durch den Tag mit dem S26 Ultra kommen, aber für 2 Tage wird es normalerweise nicht reichen.

± das gleiche Abschneiden wie beim S25 Ultra.

Leider ist auch weiterhin kein magnetisches Laden mit an Bord. Immerhin hat die Ladegeschwindigkeit etwas zugenommen.

Siehe hier → https://techtest.org/samsung-galaxy-s26-ultra-ladeanalyse-wie-schnell-laedt-es-welcher-ladestandard-wird-genutzt/

 

KI, macht weiter nichts für mich

Samsungs Fokus der letzten Jahre lag auf KI. Bringt das was? Nach meiner Meinung: nö.

KI kann nützlich sein und Spaß machen, aber du kannst ChatGPT, Google Gemini, Claude usw. auf praktisch jedem Smartphone installieren und einen KI-Assistenten nutzen.

So etwas wie eine Live-Übersetzung bei Anrufen kann nett sein, aber ich weiß nicht, wie viele das letztendlich nutzen.
Vermutlich das, was die meisten nutzen werden, ist der „magische Radierer“ bei Fotos.

Wie aber auch schon die letzten Jahre werden viele KI-Funktionen von Galaxy AI gar nicht auf deinem Smartphone berechnet, sondern in der Cloud.

Sofern du also nicht ganz spezifisch nach so etwas wie Live-Übersetzungen bei Anrufen suchst, sehe ich nur einen sehr bedingten Mehrwert in Galaxy AI bzw. selbiger Mehrwert kann auch einfach über die ChatGPT-, Gemini-App usw. hergestellt werden.

 

Fazit

Das Samsung S26 Ultra ist langweilig gut. Ist es ein großer Sprung vom S25 Ultra? Absolut nicht!

Ich glaube, noch nie waren sich zwei Flaggschiff-Smartphones bei Samsung ähnlicher als das S25 Ultra und S26 Ultra.

In der Praxis sind die größten Pluspunkte des S26 Ultra die verringerte Dicke und das Gewicht, das Privacy Display und eine leicht verbesserte Low-Light-Kameraqualität.

Aber das Privacy Display kommt auf Kosten der Entspiegelung, und die Kameras sind gut, aber auch nicht die besten, die du in einem Smartphone finden kannst. So halte ich das iPhone 17 Pro Max für besser, ganz zu schweigen vom VIVO X300 Pro.

Ich bin hier recht hart zum S26 Ultra. Es ist weiterhin ein absolutes Top-Smartphone, aber es ist halt ein extrem kleiner Sprung vom S25 Ultra. Für mich als Tester ist das S26 Ultra einfach langweilig. Ich denke, die meisten Nutzer würden in der Praxis zwischen dem S25 Ultra und dem S26 Ultra keinen Unterschied spüren.

Dennoch: Suchst du das „Beste, was Samsung zu bieten hat“, bist du hier richtig. Es ist ein gutes, schnelles Smartphone mit starken Kameras, das besser denn je in der Hand liegt. Samsung hat hier also keinen Ausrutscher hingelegt, aber die Verbesserungen halten sich doch sehr in Grenzen.

Revolt PB-115.kfz Test: 60 Ah LiFePO4-Powerbank mit 100 W PD & 600 A Starthilfe – Geheimtipp!

Revolt bietet mit der Jump Starter PB-115.kfz eine Powerbank an, welche fast in die Kategorie „Geheimtipp“ passen könnte.
So wurde mir diese von einem Leser von Techtest empfohlen, und ich kann auch verstehen, warum.

  • Jump Starter PB-115.kfz
  • 60.000 mAh Kapazität
  • 100 W USB-C-Port
  • LiFePO4-Akkuzellen
  • Starthilfefunktion
  • XT90-Ausgang/Eingang

Wir haben hier zunächst eine „gewaltige“ 60.000-mAh-Powerbank, welche zudem auf die sicheren LiFePO4-Akkuzellen setzt.
Kombiniert wird diese mit einem 100-W-USB-C-Port und der Starthilfe-Funktion.

Für um die 120 € klingt das doch sehr vernünftig! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Pearl, welche mir die Powerbank für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Die revolt PB-115.kfz im Test

Mit einer Kapazität von satten 60.000 mAh ist die revolt PB-115.kfz eine ziemlich große und auch schwere Powerbank!
So misst diese 189 x 79 x 79 mm und bringt 1393 g auf die Waage.

Allerdings ist das in Anbetracht der Kapazität und der LiFePO4-Akkuzellen gar nicht zu viel.

Rein haptisch und optisch ist die Powerbank einfach gemacht. Das Gehäuse besteht aus einem einfachen, matten Kunststoff und besitzt als farblichen Akzent eine rote Silikon-Trageschlaufe sowie eine LED-Taschenlampe auf der Front.

 

Mit LiFePO4-Akkuzellen!

LiFePO4-Akkuzellen werden in der Regel nicht in Powerbanks oder Smartphones genutzt. Diese kommen eher bei Solar-Batteriespeichern und E-Autos zum Einsatz.

Aber warum? Was sind die Vor- und Nachteile von LiFePO4-Zellen?

Vorteile:

  • Höhere Zyklenfestigkeit – 2000+ Zyklen
  • Höhere Sicherheit – können sich nicht selbst entzünden
  • Umweltfreundlichkeit – kommt ohne giftiges Kobalt oder Nickel aus
  • Robustheit – unempfindlicher gegenüber Tiefentladung und hohen Temperaturen

Nachteile:

  • Größer und schwerer als Lithium-Ionen-Zellen bei gleicher Kapazität
  • Kälteempfindlichkeit – das Laden bei Minustemperaturen (unter 0 °C) kann die Zellen dauerhaft schädigen

Wie so oft im Leben hat alles Vor- und Nachteile. Im Allgemeinen bevorzuge ich LiFePO4-Akkuzellen wegen der höheren Sicherheit und Haltbarkeit.
Allerdings sind diese verglichen mit Lithium-Ionen-Akkuzellen doch ein Stück größer und schwerer. Daher kommen diese bei „portablen“ Geräten meist nicht zum Einsatz.

 

Anschlüsse

Die Anschlüsse der PB-115.kfz sind auf der Oberseite angebracht.

  • 1x USB-C – 100 W – 5 V/3 A, 9 V/3 A, 12 V/3 A, 15 V/3 A, 20 V/5 A
  • 1x USB-A – 18 W Quick Charge und 22,5 W Super Charge
  • 1x XT90

Zunächst bietet die PB-115.kfz einen 100-W-USB-C-Port. Dieser ist ausreichend leistungsstark für Smartphones, Tablets, aber auch Notebooks.
Hinzu kommt ein USB-A-Port mit 18 W nach Quick Charge bzw. 22,5 W Super Charge.
Zu guter Letzt gibt es die Wildcard, den XT90-Anschluss.

 

XT90 bei der PB-115.kfz (Starthilfe)

Der XT90-Port wird bei der PB-115.kfz primär für die Starthilfe-Funktion genutzt. So liegen im Lieferumfang zwei Klemmen bei, welche du nutzen kannst, um einem Auto Starthilfe zu geben.

„Kfz-Starthilfe: 600 A (Spitzenstrom), ideal für Benzin- und Diesel-Motoren bis 3 l Hubraum“

Mit bis zu 600 A bietet die Powerbank eine recht mächtige Starthilfe-Funktion.

Theoretisch kannst du aber auch andere Geräte über den XT90-Port anschließen.
Laut Aufdruck liefert der XT90-Port 12,5–14,5 V. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der XT90-Port einfach direkt an den Akkuzellen anliegt, mit lediglich Basis-Kurzschluss- und Unterspannungsschutz usw.

Dies macht den XT90-Anschluss aber auch sehr interessant! Wir haben hier einen Spannungsbereich, der einem Kfz-Anschluss entspricht. Heißt: Du kannst dir einen Adapter von XT90 zu einem „Zigarettenanzünder-Anschluss“ basteln, z. B. für Kühlboxen.

10 A können über diesen Anschluss auch absolut problemlos konstant geliefert werden.

Wir sehen hier den typischen Spannungsverlauf eines LiFePO4-Akkus. Die Spannung schwankt im Normalfall zwischen 13,2 V und ca. 12 V. Bei 10,5 V schaltet das BMS ab.

Wichtig: Entlädst du den Akku über den XT90-Anschluss „komplett“, dauert das Laden via USB-C ein Stück länger. Denn hier wird der Akku eine Weile ganz vorsichtig mit 5–6 W geladen, ehe hochgeschaltet wird.

 

Mit PPS

Erfreulicherweise unterstützt der USB-C-Port auch den PPS-Standard.

  • 3,3–20 V bei bis zu 5 A

Das ist eine sehr gute PPS-Range, welche ausreicht, um beispielsweise die Samsung-Smartphones mit vollem Tempo zu laden, wie auch viele chinesische Smartphones.
Für die Google-Pixel-Modelle fehlt aber die „bis 21 V“-Stufe. Diese laden hier natürlich dennoch, aber nicht mit dem maximalen Tempo.

 

Konstant 100 W

Leider können viele High-Power-Powerbanks nicht konstant die volle Leistung ausgeben – ob nun aufgrund von Limitierungen der Akkuzellen oder aufgrund von Temperaturproblemen.

Erfreulicherweise konnte die revolt Jump Starter PB-115.kfz bei mir konstant 100 W via USB-C liefern.
Sehr gut! Damit ist diese Powerbank auch für Notebooks voll geeignet.

 

Kapazität

Mit 60.000 mAh bzw. 192 Wh bietet die revolt Jump Starter PB-115.kfz eine sehr hohe Kapazität auf dem Papier!
Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/2A 172.83 33432 46711 90%
9V/3A 177.23 19397 47900 92%
20V/5A 164.86 8208 44557 86%
XT90 5A 187.52 14731 50680 98%
XT90 10A 185.52 14707 50140 97%
Im Schnitt 177.59 18095 47998 92%

 

Die Kapazität der Powerbank schwankte bei mir zwischen 164,86 Wh bzw. 44.557 mAh und 185,52 Wh bzw. 50.140 mAh.
Das ist eine Spanne von 86 % bis 97 % – ein hervorragendes Abschneiden!

 

Laden der revolt Jump Starter PB-115.kfz

Grundsätzlich kannst du die revolt Jump Starter PB-115.kfz via USB-C oder XT90-Port laden. Vom Laden via XT90-Port würde ich aber abraten. Es gibt hier keine Spannungswandlung, und du musst selbst darauf achten, eine sichere Ladespannung anzulegen (±14,2 V).

Via USB-C hingegen kann die Powerbank mit bis zu 100 W laden.

An einem 100-W-Ladegerät lädt diese auch sehr konstant mit 100 W!
So dauert eine vollständige Ladung nur 2:09 h! Das ist extrem schnell, wenn wir bedenken, dass diese Powerbank rund das Doppelte an Kapazität einer typischen „High-Power-Powerbank“ bietet.

 

Fazit

Mit der revolt PB-115.kfz bekommst du ein ungewöhnlich starkes Gesamtpaket, das in der Praxis tatsächlich überzeugen kann. Die Kombination aus sehr hoher Kapazität, LiFePO4-Akkuzellen, echten 100 Watt via USB-C, der integrierten Starthilfe-Funktion und dem XT90-Anschluss ist außergewöhnlich!

Besonders positiv ist, dass die Powerbank nicht nur auf dem Datenblatt gut aussieht, sondern auch im Test sauber abliefert: konstant 100 W Ausgangsleistung, sehr gute nutzbare Kapazität und dazu noch eine extrem schnelle Ladezeit für diese Größenklasse. Gerade die LiFePO4-Zellen sind hier ein echter Pluspunkt, denn sie versprechen eine hohe Haltbarkeit und ein sehr gutes Sicherheitsniveau.

Natürlich ist die PB-115.kfz kein Modell für die Jackentasche. Dafür ist sie schlicht zu groß und zu schwer. Auch das eher einfache Kunststoffgehäuse wirkt funktional, aber nicht besonders hochwertig. Wenn du jedoch eine Powerbank für das Auto, Camping, Notfälle oder als vielseitigen Energiespeicher suchst, sind Größe und Gewicht absolut vertretbar.

Der XT90-Anschluss macht das Modell zusätzlich spannend, weil er über die reine Starthilfe hinaus interessante Einsatzmöglichkeiten eröffnet. Gleichzeitig ist hier aber etwas Vorsicht gefragt, denn dieser Anschluss richtet sich eher an erfahrene Nutzer, die wissen, was sie tun.

Unterm Strich ist die revolt PB-115.kfz eine überraschend starke Powerbank mit echtem Mehrwert. Wenn du eine große, leistungsstarke und langlebige Powerbank suchst, die nicht nur Smartphone und Notebook lädt, sondern im Zweifel auch noch Starthilfe geben kann, dann bekommst du hier sehr viel Leistung fürs Geld. Für mich ist sie deshalb ganz klar ein Preis-Leistungs-Tipp und tatsächlich ein kleiner Geheimtipp im Pearl-Sortiment.

Dies ist mit Abstand die beste Starthilfe-Powerbank, die ich bisher in den Fingern hatte.

revolt Jump Starter PB-115.kfz
Positive
Sehr hohe Kapazität (185,52 Wh bzw. 50.140 mAh)
LiFePO4-Akkuzellen
100 W USB-C
Sehr schnelle Ladezeit (ca. 2:09 h)
Starthilfe-Funktion mit bis zu 600 A
XT90-Anschluss mit vielseitigen Einsatzmöglichkeiten
Negative
Groß und schwer
Kein 21-V-PPS-Profil für volle Pixel-Ladeleistung
90

Tipp: Günstiges und genaues USB‑C‑Multimeter – HiDance HDC-085C

Aus meiner Sicht gehört heutzutage ein USB‑Multimeter / Tester / Messgerät in jeden modernen Haushalt!
Wir haben mittlerweile so viele Geräte, die USB‑C für die Stromversorgung nutzen, dass es sehr hilfreich sein kann, auslesen zu können, wie viel Leistung von A nach B geht. Dies ist natürlich einerseits eine interessante Information, hilft aber vor allem, um Probleme zu diagnostizieren.

Passende USB‑C‑Messgeräte gibt es im Handel einige, in vielen verschiedenen Preisklassen.
Für Techtests nutze ich in der Regel den ChargerLAB POWER‑Z KM003C, welcher hier der absolute Goldstandard ist.
Allerdings kostet der ChargerLAB POWER‑Z KM003C auch zwischen 80 und 100 €! Sicherlich zu viel für die meisten „Heimnutzer“.

Bei AliExpress bin ich vor kurzem über den HiDance HDC-085C gestolpert. Hierbei handelt es sich um ein einfacheres Modell, welches du aber für 5–10 € bekommst.
Für dieses Geld ist der HiDance HDC-085C aber ein sehr gutes und vor allem genaues Modell!

 

Das HiDance HDC-085C USB‑C‑Multimeter

Bei dem HiDance HDC-085C handelt es sich um ein kleines Modul, welches du einfach zwischen eine USB‑C‑Verbindung schalten kannst.
Dabei besitzt dieses ein kleines LCD‑Farbdisplay, welches dir entsprechend die Leistungsinformationen anzeigt.

Dieses ist sehr einfach zu nutzen! Du hast einen USB‑C‑Port und einen USB‑C‑Stecker, wie auch zwei Tasten:

  • Taste 1 = Schaltet durch die diversen Anzeigen durch, lange gedrückt halten = Reset der Leistungswerte
  • Taste 2 = Display um 90 Grad drehen

 

Was wird gemessen?

Folgende Messwerte bietet dir das HiDance HDC-085C USB‑C‑Multimeter:

  • Spannung in Volt
  • Strom in Ampere
  • Leistung in Watt
  • Übertragener Strom / „Kapazität“ in mAh
  • Übertragene Leistung in mWh
  • Temperatur
  • Maximale Spannung in Volt
  • Maximaler Strom in Ampere
  • Maximale Leistung in Watt

(Display kann im Schwarz/Weiß oder Farbmodus sein)

Damit bietet das HiDance alle wichtigen und relevanten Informationen. Erfreulich ist, dass hier auch mWh‑Werte mitgeloggt werden.

 

In beide Messrichtungen

Erfreulicherweise kann der HiDance HDC-085C in beide Richtungen messen. Das ist bei solchen günstigen USB‑C‑Multimetern nicht selbstverständlich.

 

Sehr hohe Messgenauigkeit!

Ein großer Pluspunkt am HiDance HDC-085C ist die Messgenauigkeit.

Zunächst kann dieses eine recht große Spannungs- und Stromrange messen: 4,5–50 V und 0–12 A.
Ich habe mithilfe eines Labornetzteils und einer elektronischen Last die Messgenauigkeit bei gängigen USB‑Leistungsstufen überprüft.

Und hier gibt es absolut nichts zu bemängeln! So lag die Abweichung im Bereich von 0–0,7 %, was absolut hervorragend ist!

 

Was kann der HiDance HDC-085C nicht?

Aber warum sollte jemand dann noch den ChargerLAB POWER‑Z KM003C kaufen, wenn das HiDance HDC-085C so gut und genau ist?

Natürlich kann das HiDance HDC-085C nicht alles. Was kann das Messgerät nicht?

  • Keine Datenauswertung via PC oder App
  • Kein USB Power Delivery Trigger
  • Keine Protokoll-Erkennung

Bei dem HiDance HDC-085C handelt es sich um ein reines Messgerät! Dieses kann keine USB‑Power‑Delivery‑Stufen auslesen oder triggern.
Ebenso kannst du auch keine detaillierten Werte über eine PC‑Software mitloggen. Lediglich absolute Werte, also wie viel Leistung insgesamt übertragen wurde, werden mitgeschrieben und angezeigt.

Für die Preisklasse von 5–10 € sind diese Einschränkungen aber absolut OK und ich denke, die meisten werden diese erweiterten Funktionen im Alltag nicht zwingend benötigen.

 

Fazit: HiDance HDC-085C USB‑C‑Multimeter

Wenn du einfach nur wissen willst, was wirklich über dein USB‑C‑Kabel läuft, dann bekommst du mit dem HiDance HDC-085C ein erstaunlich gutes Werkzeug für extrem wenig Geld.

Für gerade einmal 5 bis 10 € liefert dir dieses kleine Multimeter alles, was du im Alltag brauchst: Es misst zuverlässig Spannung, Strom und Leistung, loggt sogar mAh und mWh und überzeugt dabei mit einer beeindruckend hohen Genauigkeit. Dazu kommt die einfache Bedienung und die praktische Möglichkeit, in beide Richtungen zu messen – das ist in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich.

Natürlich musst du auf Komfortfunktionen wie PC‑Auswertung, Protokollanalyse oder USB‑PD‑Trigger verzichten. Aber für die meisten Normalnutzer ist das okay, wie ich denke.

Unterm Strich bekommst du hier ein ehrliches, präzises und unglaublich günstiges Messgerät, das sich perfekt für den Alltag eignet. Wenn du also ein einfaches USB‑C‑Multimeter suchst, das seinen Job zuverlässig erledigt, kannst du hier bedenkenlos zugreifen.

Die EarFun Air Pro 4+, das „Flaggschiff“ von EarFun mit aptX Lossless, Dual-Treibern, ….

Die Air Pro 4+ sind derzeit die „Flaggschiff“-Bluetooth-Ohrhörer aus dem Hause EarFun. Und dies ist durchaus interessant, denn EarFun ist bekannt für seine günstigen und guten Bluetooth-Ohrhörer. Gerade in der 50-€-Preisklasse zählen die EarFun-Modelle zu den besten auf dem Markt.

Dabei sind auch die Air Pro 4+ mit einer UVP von 99 € und einem Straßenpreis im Bereich von 80 € preislich noch sehr attraktiv.

Das Highlight bei den Air Pro 4+ ist der Dual-Treiber-Aufbau mit einem „FeatherBA Balanced-Armature-Treiber“ und einem 10-mm-Dynamiktreiber. Hinzu kommen natürlich ANC, bis zu 54 Stunden Akku, Bluetooth-6.0-Support, Qualcomm-QCC3091-Chip, aptX Lossless usw.

Wollen wir uns einmal im Test ansehen und anhören, wie gut die neuesten und theoretisch besten Bluetooth-Ohrhörer von EarFun klingen!

An dieser Stelle vielen Dank an EarFun für das Zurverfügungstellen der Air Pro 4+ für diesen Test.

 

Die EarFun Air Pro 4+ im Test

EarFun setzt bei den Air Pro 4+ auf eine vergleichsweise hochwertige und, wie ich finde, auch schicke Ladebox.

EarFun hat normalerweise gute Ladeboxen bei seinen Ohrhörern, aber diese sind meist recht „einfacher“ Natur, dem Preis entsprechend. Bei den Air Pro 4+ wirkt die Ladebox ein Stück aufwendiger gestaltet.

Dennoch ist sie nicht zu groß und sehr hosentaschenfreundlich geformt.

Der Akku in der Ladebox kann die Ohrhörer ca. 3–3,5-mal laden. Mit jeder Ladung sollen die Ohrhörer ca. 12 Stunden durchhalten – dies aber ohne ANC. Rechne praktisch bei höherer Lautstärke mit soliden 6–8 Stunden.

Die Ohrhörer selbst setzen auf das „Steg-Design“, ähnlich der Apple AirPods. Dabei finde ich das Design gelungen.

Auf der Rückseite jedes Ohrhörers befindet sich eine Touch-Taste zur Steuerung.

 

Eine tolle App und gutes ANC

EarFun bietet für seine Ohrhörer eine passende App an. Diese erlaubt die Steuerung einiger Funktionen.

So kannst du über diese zunächst den Klang ein gutes Stück nach deinen Wünschen anpassen. Es gibt einige EQ-Profile, und du kannst auch einen eigenen EQ erstellen.

Ebenso kannst du Dinge wie LDAC, aptX usw. einschalten oder den Ohrhörern sagen, dass sie eine besonders stabile Verbindung bevorzugen sollen.

Wie die meisten Ohrhörer bringen auch die EarFun Air Pro 4+ ein ANC bzw. einen Transparenzmodus mit. Das ANC der Ohrhörer ist gut, aber auch nicht „überragend“. High-End-Modelle der großen Hersteller (Apple, Sony usw.) liefern hier schon etwas mehr.

Allerdings gibt es für die Preisklasse nichts zu meckern – hier sind das ANC und auch der Transparenzmodus gut.

 

LDAC und aptX

Erfreulicherweise unterstützen die EarFun Air Pro 4+ grundsätzlich sowohl LDAC als auch aptX, aptX Adaptive und aptX Lossless!

Ob diese Modi auch in der Praxis genutzt werden können, hängt etwas von deinem Smartphone ab.

Ob sie genutzt werden und welcher Modus gerade aktiv ist, kannst du über die EarFun-App sehen.

 

Tragekomfort

Beim Tragekomfort sind die Air Pro 4+ „unspektakulär“. So würde ich den Tragekomfort weder als besonders gut noch als schlecht einstufen.

Apple AirPods Pro beispielsweise sitzen noch einmal ein Stück leichter in den Ohren, aber unbequem sind die Air Pro 4+ absolut nicht.

Ich würde sagen, beim Tragekomfort sind die EarFun Air Pro 4+ guter Standard.

 

Klanglicher Aufbau der Air Pro 4+

Sicherlich das Wichtigste ist aber der Klang. Hier haben die EarFun Air Pro 4+ eine Besonderheit: In jedem Ohrhörer sind zwei klangerzeugende Einheiten verbaut – ein normaler dynamischer Treiber und ein „FeatherBA Balanced-Armature-Treiber“.

Balanced-Armature-Treiber sind sehr exotisch und erzeugen Klang auf eine andere Art als normale Lautsprechertreiber.

So wird hier mithilfe von Magneten ein kleiner „Anker“ zum Schwingen gebracht, welcher über einen dünnen Metallstab diese Schwingungen auf eine Membran überträgt.

Balanced-Armature-Treiber zeichnen sich hierdurch durch eine extrem hohe Präzision aus. Diese können also sehr fein spielen und hoch auflösen.

Aber Balanced-Armature-Treiber haben auch Nachteile! In Ohrhörern für den Musikgenuss vor allem bei der Basswiedergabe. Balanced-Armature-Treiber bringen in der Regel einfach nicht die „Wucht“ eines normalen dynamischen Treibers mit.

Daher finden wir in Ohrhörern gerne eine Kombination aus dynamischem Treiber und Balanced-Armature-Treiber: Balanced-Armature-Treiber für die Höhen und den dynamischen Treiber für den Bass.

 

Wie klingen die EarFun Air Pro 4+?

Aber wie klingen nun die EarFun Air Pro 4+? Sie klingen anders, als ich es erwartet hätte!

So sind vor allem die Höhen der Ohrhörer extrem dominant. Wir haben sehr scharfe und brillante Höhen. Diese lösen auch sehr hoch auf und zeigen sehr gute Details. Allerdings neigen diese auch des Öfteren zu einer gewissen Schärfe. Das ist Geschmackssache und hängt auch etwas von der Musik ab, die du hörst.

Erstaunlicherweise sind von Natur aus die Bässe sehr zurückhaltend, gerade verglichen mit den Höhen. So würde ich den Bass subjektiv als recht neutral einstufen.

Die Mitten wiederum sind etwas reduziert. Hier fehlt mir etwas Fülle und „Volumen“.

Offen gesagt ist der „Standard“-Klang der EarFun Air Pro 4+ nicht meins. Es fehlt einfach Volumen und Fülle, und die Höhen sind sehr dominant. Es gibt Songs, in denen diese fantastisch klingen, wie z. B. Frozen von Madonna. Die helle Färbung der Stimme der Sängerin kommt hier toll rüber, und die Air Pro 4+ können ihre grundsätzlich starke Auflösung in den Höhen richtig ausspielen.

Im Gegenzug fehlt es aber in vielen modernen Pop-Songs für meinen Geschmack etwas an „Punch“.

Mit einer EQ-Anpassung, vor allem einem recht starken Bass-Boost, beginnen mir die EarFun Air Pro 4+ besser zu gefallen. Diese sind durchaus zu einem vollen und tiefen Bass in der Lage, müssen dazu aber etwas über den EQ „überredet“ werden.

Wir haben hier also wirklich eine sehr einzigartige Klangsignatur, welche dir gefallen muss.

Dies sehen wir auch bei der Messung der Frequenzkurve. Hier sehen wir im Bereich von 14 kHz einen extremen Boost.

Vergleichen wir dies mit anderen Ohrhörern, hier den Beyerdynamic-Modellen, sehen wir vor allem, dass diese im Bassbereich (20–150 Hz) deutlich „stärker“ sind und nicht diese Spitze im 14-kHz-Bereich besitzen.

Letztendlich ist das alles Geschmackssache.

 

Fazit zu den EarFun Air Pro 4+

Die EarFun Air Pro 4+ sind ohne Frage spannende Ohrhörer, aber auch keine, die man blind jedem empfehlen kann. Du bekommst hier technisch richtig viel geboten: Dual-Treiber, moderne Bluetooth-Codecs inklusive aptX Lossless, gute App, ordentliches ANC und eine insgesamt wertige Umsetzung zu einem fairen Preis.

Klanglich gehen die Air Pro 4+ allerdings einen eigenen Weg. Die sehr präsenten, teils scharfen Höhen und der eher zurückhaltende Bass im Werkszustand sind definitiv Geschmackssache. Wenn du auf eine besonders klare, brillante Abstimmung stehst, könnten sie genau dein Ding sein. Suchst du hingegen einen warmen, druckvollen Klang, musst du per EQ nachhelfen – was aber gut funktioniert.

Unterm Strich sind die EarFun Air Pro 4+ keine klassischen „Mainstream“-Ohrhörer, sondern eher etwas für dich, wenn du Lust auf einen etwas anderen Klang hast oder gerne selbst Hand an den EQ legst. Dann bekommst du hier ein starkes Gesamtpaket mit viel Technik fürs Geld.

EIZO FlexScan EV2740S: 4K-Monitor für Profis im Review

Der Hersteller EIZO steht für qualitativ hochwertige und professionelle Monitore wie kein anderer.

Mit dem EV2740S hat EIZO nun ein neues Modell auf den Markt gebracht, welches durch hohe Qualität, 4K-Auflösung und nicht zuletzt einer besonders guten Kalibrierung und Farbdarstellung punkten soll.

Dafür werden allerdings auch über 600 € fällig! Ein stolzer Preis für einen „klassischen“ Monitor mit IPS-Panel.

Wollen wir uns den EIZO FlexScan EV2740S einmal im Test ansehen!

 

Der EIZO FlexScan EV2740S im Test

Bei dem FlexScan EV2740S handelt es sich um einen Monitor für die gewerbliche Nutzung, zumindest ist dieser hierfür designed.

So ist das Gehäuse extrem schlicht! Wir haben nur ein kleines EIZO-Logo am unteren Rahmen, abseits davon ist der Monitor sehr „clean“ in Schwarz gehalten.

Dieses ist auch nicht besonders filigran gearbeitet, sondern eher robust.

Passend dazu bietet der EV2740S recht umfangreiche Ergonomie-Optionen. Der Monitor ist höhenverstellbar, drehbar, schwenkbar (Pivot) und neigbar.

Die Höhenverstellung ist hier auch recht stark ausgeprägt, mit einem Spielraum von 169 mm. Grundsätzlich ist der Standfuß auch schön stabil, allerdings wird der Monitor auf maximaler Höhe schon etwas wackliger.

 

Anschlüsse des EV2740S

  • 1× DisplayPort
  • 1× HDMI
  • 1× USB-C (DisplayPort Alt Mode)
  • 4× USB-A 3.0 5 Gbit/s

Beim EV2740S haben wir zunächst einen HDMI- und einen DisplayPort-Eingang. Zusätzlich bringt der EV2740S aber auch einen USB-C-Eingang mit.

Dieser erlaubt das Laden des Notebooks mit bis zu 70 W, wie auch das Übertragen eines Display-Signals und das Anbinden der USB-A-Ports (Hub).

Bist du ein Notebook-Nutzer und reichen deinem Notebook 70 W, ist das eine praktische Sache!

 

Technische Daten

  • EIZO FlexScan EV2740S
  • 27 Zoll
  • 3840 × 2160 Pixel
  • 60 Hz
  • IPS-Panel
  • 350 cd/m²
  • 1000:1

Farbumfang des EIZO FlexScan EV2740S

EIZO wirbt beim FlexScan EV2740S lediglich mit einem 100 % sRGB-Farbumfang; zu AdobeRGB oder DCI-P3 gibt es keine Angabe.

Erfreulicherweise kann ich die 100 % sRGB bestätigen. Neben den 100 % sRGB erreichte der Monitor 88 % AdobeRGB und 93 % DCI-P3.

Dies ist für einen IPS-Panel-Monitor ein sehr starkes Ergebnis! Einen deutlich besseren Farbumfang gibt es erst mit OLED-Monitoren.

 

Kalibrierung

Eines der Highlights am EV2740S ist die Kalibrierung.

So ist der Monitor ab Werk extrem präzise und gut kalibriert, mit einem Delta E von 0,48!

Das ist nahezu perfekt. Damit ist der EV2740S auch für Fotografen und andere Kreativ-Anwendungen sehr gut geeignet.

 

Helligkeit und Ausleuchtung

EIZO wirbt bei der Helligkeit mit 350 cd/m². Nicht spektakulär hell, aber eine alltagsfreundliche maximale Helligkeit. Gerade in Kombination mit dem gut entspiegelten Panel sollte der EV2740S auch für etwas hellere Büroräume gut geeignet sein.

Sofern der EV2740S diese Helligkeit auch wirklich erreicht.

Erfreulicherweise ist das auch der Fall! Genau genommen kann dieser die Herstellerangabe von 350 cd/m² mit maximal 417 cd/m² sogar um ein gutes Stück überschreiten.

Damit ist dies eher ein Monitor der 400-cd/m²-Klasse.

Erfreulicherweise ist dabei die Ausleuchtung des Monitors sehr gut! Hier ist er einer der besten IPS-Monitore, den ich seit Jahren vor mir hatte.

 

Kontrast

Wir haben hier einen typischen IPS-Panel-Monitor, entsprechend ist der Kontrast mit 1:1000 angegeben.

In der Praxis konnte der EV2740S diesen Wert mit 1:1300 leicht überschreiten, was für einen IPS-Monitor tatsächlich ziemlich stark ist.

 

In der Praxis

Der EIZO FlexScan EV2740S richtet sich ganz klar an Office-Nutzer wie auch „kreativ-professionelle“ Nutzer.

Vor allem die Farbdarstellung ist tadellos! Der EV2740S ist ab Werk perfekt kalibriert und hat generell eine hohe Farbraum-Abdeckung.

Hat eine hohe Farbgenauigkeit für dich einen Wert, dann ist der EV2740S eine Top-Wahl. Hier ist er auch besser als z. B. die diversen OLED-Monitore. So mögen die OLED-Monitore spektakulärer aussehen, aber das kommt oftmals zum Preis der Genauigkeit.

Ein weiterer Pluspunkt ist die vergleichsweise hohe Helligkeit, welche für helle Büros praktisch ist, wie auch die sehr gute Ausleuchtung.

Der EV2740S liefert einfach ein fehlerfreies und sauberes Bild.

Wenn ich in der Praxis über etwas meckern müsste, dann wäre es die Steuerung via Touch-Tasten. Zwar funktioniert diese an sich gut, aber ich mag Touch-Tasten weniger.

Fürs Gaming ist der EV2740S nicht geeignet. Zwar ist der Input-Lag hier etwas geringer als beim EV2720S, aber mit 5 ms ist das kein Gaming-Monitor – nur um diese Frage geklärt zu haben.

 

Überraschung: Stromverbrauch

Ein fast etwas überraschender Punkt war der Stromverbrauch des EV2740S.

Helligkeit Leistungsaufnahme
0% 7.9W
25% 8.3W
50% 9.3W
75% 12.5W
100% 21.5W

 

Dieser fällt mit 7,9 bis 21,5 W erfreulich gering aus! Für einen 4K-27-Zoll-Monitor sind das Top-Werte.

 

Fazit: EIZO FlexScan EV2740S

Der EIZO FlexScan EV2740S ist kein Monitor für jeden. Wenn du auf der Suche nach einem Gaming-Monitor oder einem günstigen Allrounder bist, kannst du hier direkt weiterziehen. Für alle anderen, die professionell mit Farben arbeiten, sei es als Fotograf, Grafiker, Videocutter oder im Kreativbereich, ist der EV2740S jedoch eine sehr gute und sichere Entscheidung!

Was den Monitor wirklich auszeichnet, ist die schiere Präzision. Ein Delta E von 0,48 ab Werk ist beeindruckend – damit bekommst du einen Monitor, der dir von Anfang an akkurate Farben liefert, ohne dass du selbst Hand anlegen müsstest. Dazu kommt eine starke Farbraum-Abdeckung mit 100 % sRGB, 88 % AdobeRGB und 93 % DCI-P3, die für ein IPS-Panel wirklich herausragend ist. Auch die Helligkeit von bis zu 417 cd/m² und die hervorragende Ausleuchtung machen den EV2740S zu einem zuverlässigen Werkzeug im professionellen Alltag.

Ja, über 600 € sind eine Menge Geld für einen Monitor ohne OLED-Technik und ohne Gaming-Features. Aber genau das ist der Punkt: Hier zahlst du nicht für Spektakel, sondern für Verlässlichkeit und Genauigkeit. Und in diesem Bereich liefert der EIZO FlexScan EV2740S auf einem Niveau, das viele OLED-Konkurrenten trotz ihres beeindruckenden Kontrastes schlicht nicht erreichen.

Tipp! Reolink Solar Floodlight Cam: Solar, Flutlicht und 2K-Kamera für unter 100 €

Reolinkt hat Ende März 2026 eine neue Solar Flutlicht Überwachungskamera auf den Markt gebracht, die „Reolink Solar Floodlight Cam“.

Bei dieser handelt es sich um eine 2K Überwachungskamera, mit zwei gesonderten 1000 Lumen „Flutlicht-Scheinwerfern“, wie auch auch einem Solarpanel!

Das Solarpanel erlaubt eine flexible Positionierung der Überwachungskamera, ohne das du auf einen Stromanschluss oder ähnliches Rücksicht nehmen musst.

Wir haben hier also eine Hybrid Lösung aus Überwachungskamera und Solar-Flutlicht.

Auch Preislich ist diese mit unter 100€ sehr atraktiv!

Wollen wir uns die Reolink Solar Floodlight Cam doch einmal in einem Test ansehen! An dieser Stelle vielen Dank an Reolink für das zur Verfügung stellen der Kamera für diesen Test.

 

Die Reolink Solar Floodlight Cam im Test

Die Reolink Solar Floodlight Cam besteht aus 4 zusammenhängen Komponenten. So findet sich in der Mitte der „Block“ mit der Überwachungskamera.

Seitlich zur Kamera sind zwei verstellbare Arme angebracht, welche jeweils über einen LED Scheinwerfer verfügen.

Oberhalb der Kamera ist ein vergleichsweise großes Solarpanel intrigiert. Dieses ist hier zwar ein gesondertes Modul, aber fest mit der Kamera verbunden.

So bist du zwar bei der Positionierung der Überwachungskamera zwar nicht auf einen Stromanschluss angewiesen, aber du solltest darauf achten dass das Solarpanel zu mindestens 1x Täglich etwas direktes Sonnenlicht abbekommt.

Zur Montage liegt eine Halterung mit einer Art Kugelgelenk bei.

 

Akku und Solar

Grundsätzlich kannst du die Reolink Solar Floodlight Cam einfach via USB C laden. Reolink wirbt mit einer Laufzeit von 3 Monaten. Das ist soweit Ok, aber auch nicht „fantastisch“. Hier merken wir schon das die Kamera etwas auf Preis/Leistung getrimmt ist.

Wo wir es nicht merken ist beim Solarpanel. Dieses hat eine vergleichsweise große Fläche. Bei direkter Sonneneinstrahlung lädt die Kamera auch sehr effektiv!

 

5GHz, aber kein BT

Erfreulicherweise unterstützt die Reolink Solar Floodlight Cam 2,4 GHz und 5 GHz WLAN, sehr gut!

Im Gegensatz zu einigen anderen neuen Reolink Überwachungskameras unterstützt die Solar Floodlight Cam kein Bluetooth.

Wofür brauchen wir Bluetooth? Bluetooth kann die WLAN Einrichtung vereinfachen. Bei der Solar Floodlight Cam wird über die App ein QR Code erstellt mit deinen WLAN Daten, welchen du vor die Kamera halten musst.

Die Kamera Scannt den Code und loggt sich dann ins WLAN ein. Das hat bei mir auch gut und auf anhieb funktioniert, aber ich habe auch schon die Erfahrung gemacht das dieses System manchmal etwas „störrisch“ ist.

 

Die Reolink App

Die Solar Floodlight Cam nutzt die normale und bekannte Reolink App. Positiv, Reolink ist einer der letzten Hersteller der keine Zwangsregistrierung erfordert.

Die Kamera wird ausschließlich über ein von dir festgelegtes lokales Passwort gesichert.

Reolink scheint zwar auch so langsam, dir ein Konto „unterschieben“ zu wollen, noch ist dieses aber komplett optional, was ich begrüße.

Grundsätzlich ist die Reolink App sehr einfach und übersichtlich aufgebaut.

Du findest auf der Startseite eine Übersicht über alle verbundenen Kameras und Geräte. Tippst du in diesem Fall die Solar Floodlight Cam an, landest du direkt in der Live-Ansicht.

Dort siehst du den Live-Stream, kannst manuell Fotos und Videos aufzeichnen, die Zwei-Wege-Kommunikation starten, und auch die Scheinwerfer einschalten.

Zudem kommst du von dieser Ansicht auch in die weiteren Einstellungen und Aufnahmen.

In den Einstellungen kannst du viele Optionen anpassen, angefangen bei den Scheinwerfern bis hin zur Objekterkennung.

Im Allgemeinen machte die Reolink App bei mir einen guten Eindruck, und ich gehe davon aus, dass sich auch Neueinsteiger hier zurechtfinden werden.

 

AI Erkennungen

Grundsätzlich nutzt die Solar Floodlight Cam einen PIR Sensor für die Bewegungserkennung. Allerdings haben wir natürlich eine KI Erkennung die im Hintergrund die Ergebnisse „verfeinert“.

Heißt die Solar Floodlight Cam ist „dauerhaft“ im Standby bis der PIR Sensor die Kamera durch eine erkannte Bewegung aufweckt. Dann überprüft die KI/AI Erkennung das Bild.

Die Kamera kann grundsätzlich zwischen Personen, Tieren, Fahrzeugen und sonstigen Bewegungen unterscheiden.

Diese Unterscheidung hilft Fehlalarme zu minimieren, zudem kannst du Benachrichtigungen und Aufnahmen entsprechend Filtern.

Du willst das alles aufgenommen wird aber du nur beim Erkennen einer Person benachrichtigt wirst? Kein Problem!

Und ja die KI Erkennungen funktionieren grundsätzlich gut und sind ein massiver Mehrwert.

 

Kein Abo, Speicherung der Aufnahmen

Die Reolink Solar Floodlight Cam erfordert kein Abo. Alle Aufnahmen lassen sich einfach auf einer microSD Speicherkarte sichern (die du allerdings zukaufen musst),

Alternativ wird auch die Übertragung auf einen FTP Server oder der Reolink Home Hub unterstützt.

Mittlerweile bietet Reolink auch einen Cloud Speicher an, dieser ist aber kostenpflichtig.

 

Das Flutlicht

Ein wichtiger Punkt bei der „Solar Floodlight Cam“ ist natürlich das Flutlicht. So besitzt die Kamera zwei Scheinwerfer, welche gemeinsam eine beachtliche Helligkeit von 1000 lm erreichen.

Die Scheinwerfer werden beim erkennen einer Bewegung eingeschaltet.

Damit kann die Solar Floodlight Cam auch als eine Art Wegbeleuchtung genutzt werden.

 

Extrem weiter Blickwinkel!

Die Reolink Solar Floodlight Cam verfügt über einen Blickwinkel von 150 Grad! Damit ist das Bild der Kamera extrem weit!

Ideal an einer Haustür, Hauswand oder um einen kleinen Innenhof zu überwachen.

Allerdings sind entsprechend Personen und Objekte die weiter entfernt sind schlechter zu erkennen. Auch die Bewegungserkennung hat daher eine schlechtere Reichweite.

Theoretisch haben wir 10 W maximale Reichweite der Bewegungserkennung, praktisch würde ich eher 5-6 Meter sagen. Darüber Hinaus wird diese unzuverlässig, was aber für Akku Überwachungskameras soweit „normal“ ist.

 

Bildqualität

Die Überwachungskamera verfügt über einen 1/3 Zoll Sensor mit einer Auflösung von 2560 x 1440(4MP) @ 15 fps.

Das ist ein ordentlicher, aber auch nicht „besonderer“ Sensor. Für eine 100€ Überwachungskamera passt das.

Das bestätigt sich auch in der Praxis wo die Kamera bei Tag und bei Nacht ein gutes Bild liefert. Das Bild ist klar und sauber, hier gibt es nichts zu bemängeln.

Ist es die beste Bildqualität die ich jemals bei einer Akku Überwachungskamera gesehen habe? Nein, aber erneut wir sind hier in der 100€ Preisklasse unterwegs und hier liefert die Reolink Solar Floodlight Cam ein gutes Ergebnis.

 

Fazit: Reolink Solar Floodlight Cam

Die Reolink Solar Floodlight Cam ist ein solides Gesamtpaket für alle, die eine flexible Außenüberwachung mit Flutlicht, ohne festen Stromanschluss suchen. Für unter 100€ bekommst du eine 2K-Kamera, zwei 1000-Lumen-Scheinwerfer und ein integriertes Solarpanel.

Besonders überzeugt die Kombination aus Überwachungskamera und Flutlicht: Die Kamera ist damit nicht nur ein Sicherheitswerkzeug, sondern übernimmt gleichzeitig die Funktion einer Wegbeleuchtung. Die KI-Erkennung arbeitet zuverlässig, die Reolink App ist übersichtlich, und der Verzicht auf eine Pflichtregistrierung ist in der heutigen Zeit leider keine Selbstverständlichkeit mehr, hier verdient Reolink ausdrücklich Lob.

Auch die Laufzeit von 3 Monaten ohne Solar ist ordentlich, aber kein Alleinstellungsmerkmal. Hier gibt es klar stärkere Modelle. Wer die Kamera im Schatten montieren möchte, sollte das berücksichtigen.

Unterm Strich richtet sich die Reolink Solar Floodlight Cam an preisbewusste Käufer, die unkompliziert und ohne Abo eine vielseitige Außenüberwachung mit Flutlichtfunktion wollen. Wer keine besonderen Ansprüche an absolut maximale Bildqualität, Akkulaufzeit (abseits vom Solarpanel) oder Erkennungsreichweite stellt, bekommt hier ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.