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Unter 10€ und mit Radar: Wie gut ist der Zigbee TZ-10G-TH Bewegungsmelder?

Wenn du über ein Zigbee Smart-Home-System verfügst und nach einem Bewegungsmelder suchst, wirst du vielleicht über den „Zigbee TZ-10G-TH Radar Bewegungsmelder“ stolpern.

Beim Zigbee TZ-10G-TH handelt es sich um einen „NoName“-Bewegungsmelder, welchen du bei diversen chinesischen Händlern für unter 10 € bekommst.

Dabei kann der Zigbee TZ-10G-TH eine ganze Menge!

  • Radar-Bewegungserkennung
  • Helligkeitsmessung
  • Temperaturmessung
  • Luftfeuchtigkeitsmessung

Das Highlight ist die Bewegungserkennung via Radar-Technologie! Dies in einem Sensor für unter 10 € mit Batteriebetrieb klingt glatt zu gut, um wahr zu sein!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert der Zigbee TZ-10G-TH wirklich so gut?

 

Der Zigbee TZ-10G-TH Radar Bewegungsmelder im Test

Der Zigbee TZ-10G-TH Sensor setzt auf ein sehr schlichtes Gehäuse, welches vom Stil fast einem typischen Tür-/Fenster-Sensor ähnelt.

So ist das Gehäuse in Weiß gehalten und misst 70 x 24 x 20 mm. Dabei gibt es auf der Front lediglich eine kleine Öffnung, unter welcher eine Status-LED sitzt. Ansonsten ist dieses – abseits der abnehmbaren Rückseite, komplett geschlossen.

Der Radar-Sensor kann durch die Oberseite hindurcharbeiten.

Die Stromversorgung erfolgt über zwei AAA-Batterien. Montiert wird der Sensor über doppelseitiges Klebeband.

 

Was kann der TZ-10G-TH?

Es gibt diese Zigbee-Radar-Sensoren in verschiedenen Versionen mit unterschiedlicher Ausstattung. Achte also bei deiner Bestellung darauf, was der Sensor jeweils kann.

Folgendes kann die Version mit Vollausstattung:

  • Bewegungen erkennen
  • Helligkeitssensor
  • Temperatur-Sensor
  • Luftfeuchtigkeitssensor

Damit ist der TZ-10G-TH sehr universell einsetzbar.

 

Zigbee2MQTT und Smart Things

Den TZ-10G-TH gibt es in zwei Versionen: eine Version für das Tuya-Ökosystem und eine Version für Zigbee2MQTT. Ich habe die letztere Version, da ich letztendlich den Sensor mit dem Home Assistant verbinden möchte.

Und wie beworben funktioniert der TZ-10G-TH perfekt mit Zigbee2MQTT! Der Sensor wurde sofort erkannt und offenbart einige Optionen und Einstellungsmöglichkeiten:

  • Presence wahr oder falsch
  • Illuminance in lx
  • Temperature
  • Humidity
  • Temperature calibration
  • Humidity calibration
  • Battery in %
  • Fading time
  • Indicator
  • Illuminance interval
  • Motion detection sensitivity

Der TZ-10G-TH kann aber auch in anderen Smart-Home-Systemen mit Zigbee funktionieren. Beispielsweise habe ich diesen in Smart Things eingebunden.

In Smart Things wird aber nur die Bewegungsmelder-Komponente und die Messung der Helligkeit erkannt.

 

Bewegungsmeldung via Radar?

Das Highlight am TZ-10G-TH ist die Bewegungserkennung via Radar-Technologie. Radar-Bewegungsmelder sind im Allgemeinen deutlich zuverlässiger und genauer als Modelle mit PIR-Sensoren.

Via Radar können viel feinere Bewegungen wahrgenommen werden. Beispielsweise kann bei einem herkömmlichen Bewegungsmelder schon ein Stillstehen ausreichen, damit der Sensor einen „verliert“.

Ein Radar-Sensor hingegen „verliert“ einen nicht. Bist du in Reichweite, wirst du erkannt.

Allerdings funktionierte dies beim TZ-10G-TH weniger gut als bei anderen Radar-Sensoren, die ich schon in den Fingern hatte. So lässt sich dieser durch absolutes Stillstehen schon austricksen. Allerdings reichte schon eine Kopfdrehung, um den Sensor wieder auszulösen.

Ja, du kannst die Sensitivität noch anpassen (bei Zigbee2MQTT), aber das kann dann auch zu Fehlalarmen führen.

Zudem sind die Messwerte hier vereinfacht. Andere Radar-Modelle wie der Meross Thread Smart Presence Sensor MS605 oder auch der Senvolon Präzisions-WLAN-Radar-Präsenzmelder können Abstände zu einer Person und verschiedene Bereiche erkennen.

Dies ist hier nicht der Fall. Der Zigbee TZ-10G-TH liefert nur die Information „Bewegung erkannt, ja oder nein“, aber keine weiteren Details.

 

Reichweite

Bei der Reichweite wird es etwas schwieriger. Der Hersteller wirbt mit 10 Metern. Das ist aber nur bedingt richtig!

Frontal erkennt mich der Sensor auf eine Distanz von 3,5–4 Metern. Das ist etwas weniger als bei den Modellen von Senvolon und Meross, welche ± 6 Meter schaffen.

Ist der Sensor seitlich angebracht und gehst du an diesem vorbei, dann deckt er „effektiv“ bis zu 10 Meter ab.

Hier kommt es sehr auf die Montage und Positionierung an.

 

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Für das Messen der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit wird bei mir der WHT20-Sensor genutzt.

https://www.winsen-sensor.com/sensors/humidity-sensor/wht20.html

Praktisch liefert der TZ-10G-TH erfreulich akkurate und saubere Werte, was die Temperatur angeht.

 

Fazit

Der Zigbee TZ-10G-TH Radar Bewegungsmelder ist ganz klar ein typischer „China-Gadget-Geheimtipp“, mit Licht und Schatten. Auf der Habenseite stehen eine ordentliche Ausstattung mit Radar-Bewegungserkennung, Helligkeits-, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmessung sowie eine saubere Integration in Zigbee2MQTT. Gerade im Home-Assistant-Umfeld macht der Sensor eine erstaunlich gute Figur und bietet sogar Einstellmöglichkeiten wie Sensitivität oder Kalibrierung.

Allerdings darf man hier kein High-End-Radar erwarten. Die Bewegungserkennung ist zwar grundsätzlich zuverlässiger als bei klassischen PIR-Sensoren, kommt aber nicht an teurere Präsenzmelder von Meross oder Senvolon heran. Absolute Feinstbewegungen werden nicht immer sauber erkannt, Reichweite und Erkennungsqualität hängen stark von der Montage ab, und es gibt keine erweiterten Funktionen wie Zonen- oder Distanzmessung. Auch die eingeschränkte Unterstützung in manchen Ökosystemen wie SmartThings ist ein Punkt, den du im Hinterkopf behalten solltest.

Unterm Strich muss man aber klar sagen: Für deutlich unter 10 € ist der TZ-10G-TH ein sehr guter Deal. Du bekommst hier einen vielseitigen Zigbee-Sensor mit Radar-Technik und mehreren Zusatzfunktionen zu einem Preis, bei dem man kaum etwas falsch machen kann. Wenn du weißt, was du bekommst, und keine Profi-Präsenzlösung erwartest, ist dieser Sensor fürs Geld absolut empfehlenswert.

Shelly Plug M Gen3 im Test: Mehr Leistung, volle Kontrolle ohne Cloud-Zwang

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Shelly hat mit dem Plug M Gen3 einen neuen Smart-Home-Zwischenstecker auf den Markt gebracht.

Dieser bietet verglichen mit dem Plug S eine höhere maximale Leistung und einen niedrigeren Preis, wie auch die von Shelly bekannte Flexibilität. So unterstützt der Shelly Plug M Gen3 Bluetooth, WLAN und Matter.

Natürlich ist auch wieder eine Verbrauchsmessung mit an Bord.

Wollen wir uns einmal den Shelly Plug M Gen3 im Test ansehen. Wie gut ist der Funktionsumfang? Wie genau ist die Verbrauchsmessung?

 

Der Shelly Plug M Gen3 im Test

Mit 50 × 50 × 46 mm ist der Plug M Gen3 ein Stück größer als der Plug S Gen3. Allerdings ist dieser weiterhin als recht kompakt zu bezeichnen.

Durch die etwas kantigere Form kann der Plug M Gen3 aber benachbarte Steckdosen blockieren. In den meisten Steckdosenleisten wirst du nicht 2× den Adapter nebeneinander einstecken können.

Ansonsten setzt Shelly auf ein recht einfaches Gehäuse aus mattweißem Kunststoff. Es gibt auch noch eine Version in Schwarz.

Wie üblich haben wir eine Taste an dem Zwischenstecker zum manuellen Ein- und Ausschalten. In dieser Taste ist auch eine dezente Status-LED integriert.

 

Bis zu 3000 W

Der Shelly Plug S Gen3 ist auf eine Leistung von ± 2500 W limitiert. Der Plug M Gen3 hingegen ist für eine Leistung von bis zu 3000 W geeignet.

 

WLAN, Bluetooth und Matter

Der Shelly Plug M Gen3 unterstützt WLAN und Bluetooth. Bluetooth wird dabei primär für eine einfachere Kopplung mit dem Smartphone und die WLAN-Einrichtung genutzt.
Neben WLAN und Bluetooth ist beim Plug M auch Matter mit an Bord!

 

Als Bluetooth-Gateway nutzbar

Bluetooth kann beim Plug M nicht nur für die Einrichtung genutzt werden, sondern auch, um Shelly-Bluetooth-Geräte und -Sensoren zu verbinden.

 

Made in EU

Ein kleiner Pluspunkt bei Shelly-Produkten ist, dass diese in der EU entwickelt werden und auch große Teile der Produktion hier stattfinden. Shelly ist ein europäischer Hersteller, was durchaus ein kleiner Pluspunkt in der aktuellen Zeit ist.

 

Volle Flexibilität – kein Cloud-Zwang

Ein großes Highlight der Shelly-Produkte ist ohne Frage ihre enorme Flexibilität. Möchtest du die Shelly App nicht nutzen, ist das überhaupt kein Problem. Der Shelly Plug M Gen3 lässt sich auch komplett über den PC einrichten.

Für die Erstinstallation erstellt der Plug einen eigenen WLAN-Access-Point, mit dem du dich direkt verbinden kannst. Über diesen erfolgt die komplette Einrichtung bequem über den Browser.

Auch danach bietet der Plug M Gen3 eine vollständige Weboberfläche, die komplett ohne Cloud funktioniert. Dadurch bleibt das Gerät grundsätzlich auch dann nutzbar, falls der Hersteller irgendwann den Support einstellen sollte, ein klarer Vorteil gegenüber vielen klassischen Smart-Home-Produkten.

Natürlich kannst du den Shelly Plug M Gen3 trotzdem ganz klassisch mit der Shelly Cloud und der App verbinden, wenn du entsprechende Funktionen nutzen möchtest.

 

Die Shelly App

Die Shelly App unterscheidet sich deutlich vom Aufbau vieler typischer 0815-Smart-Home-Apps anderer Hersteller. Grundsätzlich begrüße ich alternative Ansätze, allerdings kann die App auch etwas verwirrend sein.

Die App erfüllt zwar zuverlässig ihren Zweck, wirkt jedoch recht verschachtelt und teilweise unnötig kompliziert. Gerade Einsteiger könnten sich hier zunächst etwas schwertun. Wer ein möglichst simples Smart-Home-Erlebnis sucht, ist beispielsweise bei Herstellern mit Tuya-Smart-Life-Plattform oder SwitchBot aktuell etwas besser aufgehoben.

Die höhere Komplexität kommt allerdings nicht von ungefähr: Shelly bietet einen sehr großen Funktionsumfang und entsprechend viele Einstellungsmöglichkeiten. Im Vergleich zu typischen Smart-Home-Steckdosen stehen hier deutlich mehr erweiterte Optionen zur Verfügung.

So lassen sich unter anderem eigene Skripte direkt auf dem Plug M Gen3 ausführen oder Dienste wie MQTT und WebSocket nutzen. Auch Einsteiger können Shelly-Produkte problemlos verwenden, müssen aber eine etwas steilere Lernkurve einplanen.

 

Vollwertige WebUI

Wie bereits erwähnt, kannst du vollständig auf die Shelly App verzichten und alle Funktionen über die integrierte WebUI nutzen, die komplett ohne Internet- oder Cloud-Anbindung arbeitet. Dafür reicht es, die IP-Adresse des Geräts im Browser aufzurufen.

Über die Weboberfläche erhältst du Zugriff auf Live-Verbrauchsdaten, Energiezähler, sämtliche Einstellungen sowie die direkte Steuerung der Steckdose. Auch ein internetunabhängiger Timer lässt sich direkt auf dem Gerät konfigurieren.

Die WebUI gefällt mir insgesamt sehr gut. Insbesondere die Möglichkeit, das Gerät komplett ohne Cloud zu betreiben, ist ein klarer Pluspunkt.

 

Umfangreiche Unterstützung!

Ein weiterer richtig großer Pluspunkt bei Shelly ist die (meist) extrem gute Einbindung in andere Systeme. Du bist also nicht auf „ein Ökosystem“ festgenagelt, sondern kannst Shelly je nach Setup in sehr unterschiedliche Smart-Home-Umgebungen integrieren, von klassischen Sprachassistenten bis hin zu komplett lokalen Profi-Lösungen.

So klappt die Anbindung beispielsweise an Google Assistant und Amazon Alexa in der Regel ohne große Überraschungen, und auch Plattformen wie Samsung SmartThings lassen sich mit Shelly verbinden.

Spannend wird es aber vor allem dann, wenn du dein Smart Home etwas „ernster“ betreibst: Shelly-Geräte lassen sich hervorragend in Home Assistant integrieren, zudem stehen Schnittstellen wie MQTT und WebSocket zur Verfügung, womit du Shellys sehr flexibel in eigene Automationen, Node-RED-Flows oder beliebige Smart-Home-Server einbauen kannst.

Dazu kommen typische Standards und Wege wie HTTP/REST-API, Skripting direkt auf dem Gerät, Scheduler/Timer sowie die Einbindung über IFTTT.

Auch in Richtung Apple-Ökosystem gibt es Lösungen: offiziell je nach Modell/Generation unterschiedlich, aber über Umwege wie Home Assistant (HomeKit Bridge) oder entsprechende Gateways/Bridges bekommst du Shelly oft auch in Apple Home / HomeKit integriert.

Unterm Strich: Wenn du ein Setup hast, das über „App auf, Steckdose an/aus“ hinausgeht, spielt Shelly hier seine Stärke voll aus, gerade weil du sehr viele Wege hast, die Geräte in bestehende Systeme zu ziehen.

  • Home Assistant
  • MQTT
  • WebSocket
  • HTTP / REST-API
  • Node-RED
  • openHAB
  • ioBroker
  • Domoticz
  • FHEM
  • Homey
  • Samsung SmartThings
  • Google Assistant
  • Amazon Alexa
  • IFTTT
  • Apple Home / HomeKit (oft via Bridge, z. B. Home Assistant / HomeKit Controller/Bridge)
  • InfluxDB + Grafana (Monitoring/Visualisierung, meist über HA/Node-RED/MQTT angebunden)
  • Zabbix / Prometheus (Monitoring, je nach Setup über API/MQTT/Exporter)
  • Synology / Docker-Setups (z. B. Home Assistant, Node-RED, MQTT-Broker lokal)

 

Matter-Unterstützung

Mit dem Shelly Plug M Gen3 unterstützt Shelly auch den neuen Smart-Home-Standard Matter, was die Integration in unterschiedliche Plattformen nochmals deutlich vereinfacht. Matter verfolgt das Ziel, Geräte herstellerübergreifend kompatibel zu machen. Entsprechend lässt sich der Plug M Gen3 in Matter-kompatible Systeme einbinden, ohne dass spezielle Hersteller-Integrationen oder Umwege notwendig sind.

Gerade wenn du ein möglichst unkompliziertes und plattformübergreifendes Smart Home aufbauen möchtest, ist das ein klarer Vorteil. Die Einrichtung erfolgt per QR-Code, und Geräte lassen sich anschließend parallel in mehreren Ökosystemen nutzen.

Allerdings sollte man wissen: Über Matter steht in der Regel nur der grundlegende Funktionsumfang zur Verfügung, also Ein- und Ausschalten und einfache Statuswerte. Erweiterte Funktionen, detaillierte Einstellungen oder spezielle Shelly-Features bleiben weiterhin der Shelly App, der WebUI oder anderen direkten Integrationswegen wie MQTT oder Home Assistant vorbehalten.

 

Umfangreiche Verbrauchsmessung in beide Richtungen

Die Verbrauchsmessung ist ein wichtiger Teil am Plug M Gen3. Folgendes kann der Adapter messen:

  • Live-Stromverbrauch in Watt
  • Spannung in Volt
  • Stromstärke in Ampere (mA)
  • Frequenz in Hz
  • Leistungsaufnahme gesamt in kWh
  • Einspeisung gesamt in kWh

Du kannst beim Plug M nicht nur den aktuellen Live-Verbrauch sehen, sondern auch, wie viel Strom insgesamt verbraucht wurde. Zudem kannst du dir den Verbrauch für gewisse Zeiträume in der App mit Diagramm anzeigen lassen.

Dabei kann der Plug M nicht nur den Verbrauch messen, sondern auch, wie viel du eingespeist hast! Dies macht den Plug M auch für Balkonkraftwerke spannend.

Wichtig: Über die WebUI gibt es nur die Live-Werte bzw. den aktuellen „Zählerstand“. Für detaillierte historische Daten musst du zur App und der Cloud-Verbindung greifen oder diese via z. B. Home Assistant mitloggen.

 

Wie genau ist die Messung?

Aber wie verlässlich sind die Messwerte? Ich habe hier einen kleinen Vergleich mit einem gesonderten Strommessgerät getätigt.

Bei dem Strommessgerät handelt es sich um das UNI-T UT230B-EU.

Im Test lag die Abweichung maximal bei 8 %. Dies allerdings nur bei geringer Last. Bei höheren Lasten über 100 W werden die Messwerte sehr genau (0 % bis 2 % Abweichung).

 

Stromverbrauch des Shelly Plug M Gen3

Ein nicht ganz unwichtiger Punkt ist der Eigenverbrauch von Smart-Home-Geräten.
Was benötigt hier der Shelly Plug M Gen3?

  • Ca. 0,6 W mit ausgeschalteter Steckdose
  • Ca. 1,1 W mit eingeschalteter Steckdose

Das ist soweit okay. Das ist ein etwas niedrigerer Verbrauch, als der Shelly Plug S Gen3 bei mir hatte (ca. 0,1 W weniger).

 

Fazit

Den Shelly Plug M Gen3 kann ich unterm Strich mit gutem Gewissen empfehlen, vor allem, wenn du dein Smart Home etwas „ernster“ betreiben möchtest oder Wert auf maximale Flexibilität legst. Der Zwischenstecker bietet eine sehr breite Protokoll-Unterstützung, lokale Steuerung ohne Cloud-Zwang, starke Integrationsmöglichkeiten und eine insgesamt zuverlässige Verbrauchsmessung. Gerade die offene Architektur mit WebUI, MQTT, Skripting und Matter macht den Plug M Gen3 zu einem extrem vielseitigen Werkzeug für fortgeschrittene Nutzer.

Im Vergleich zum bekannten Shelly Plug S Gen3 ist der Plug M Gen3 sehr ähnlich aufgestellt, bietet jedoch eine höhere maximale Leistung von bis zu 3000 W und ist häufig günstiger zu bekommen. Dafür fällt er größer aus und kann in manchen Steckdosenleisten benachbarte Steckplätze blockieren, das solltest du vor dem Kauf bedenken.

Die App ist funktional, aber etwas komplex aufgebaut, und Einsteiger müssen sich zunächst einarbeiten. Genau diese Komplexität bringt allerdings auch den großen Funktionsumfang mit sich, der Shelly-Produkte von vielen klassischen Smart-Home-Steckdosen unterscheidet.

Unterm Strich bekommst du mit dem Shelly Plug M Gen3 einen sehr flexiblen, leistungsstarken und vielseitig integrierbaren Smart-Home-Zwischenstecker mit guter Verbrauchsmessung und hoher Systemoffenheit. Besonders für erweiterte Nutzer, Home-Assistant-Setups oder lokale Automationen ist der Plug M Gen3 eine sehr starke Wahl bzw. sogar die beste Wahl!

Hoover HF6 Home im Test – Starke 250 AW zum fairen Preis?

Mit dem HF6 bietet Hoover einen neuen Akkustaubsauger in der Mittelklasse an. Dieser kann auf dem Papier mit einer 250 AW Saugleistung und bis zu 100 Minuten Akkulaufzeit punkten. Gerade das Laufzeitversprechen ist gewaltig!

Hinzu kommt eine Erkennung, in welche Richtung du den Sauger bewegst, ein Bodensensor, der den Bodenbelag erkennt, und 5 Jahre Garantie.

Klingt doch für rund 300 € im ersten Moment gar nicht schlecht, oder? Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier der Hoover HF6 Home überzeugen?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Hoover HF6 Home im Test

Der HF6 setzt auf das typische Handstaubsauger-Design, welches mit Aufsätzen entsprechend verlängert werden kann, um ihn als Bodenstaubsauger zu nutzen.

Dabei nutzt Hoover das derzeit beliebte und moderne Design mit einem länglichen Schmutzauffangbehälter am vorderen Ende. Dieser kann mit einem „Knopfdruck“ über einer Mülltonne entleert werden.

Der Schmutzauffangbehälter hat eine Kapazität von 0,7 L. Nicht gewaltig groß, aber in der Regel ausreichend.

Gesteuert wird der HF6 über 3 Tasten am Handgriff: Ein/Aus sowie eine Taste für mehr und eine Taste für weniger Leistung.

Zudem haben wir eine Anzeige, welche dir sagt, auf welcher Stufe der Sauger eingestellt ist, und dir den aktuellen Akkustand verrät.

Diese Anzeige ist sehr minimalistisch! Viele Konkurrenzmodelle haben in dieser Klasse etwas aufwendigere Anzeigen, allerdings kann Minimalismus auch etwas Positives sein.

Grundsätzlich liegt der HF6 gut in der Hand. So ist die Form des Handgriffs sehr gut gelungen! Allerdings ist der HF6 recht schwer und frontlastig, weshalb dieser etwas ins Handgelenk geht.

 

EPA-Filter

Wie die meisten Staubsauger besitzt der Hoover HF6 mehrere Stufen von Filtern, welche die Luft reinigen.

Der HF6 setzt als „letzte Stufe“ auf einen sogenannten EPA-Filter. EPA steht für Efficient Particulate Air, also effizienter Partikelfilter.

EPA-Filter sind eine Stufe „schlechter“ als HEPA-Filter, wie wir diese aus Luftreinigern kennen, sind aber im Gegenzug etwas luftdurchlässiger, was der Leistung zuträglich ist. Ebenso setzen sich EPA-Filter nicht ganz so schnell zu wie HEPA-Filter.

Im Allgemeinen bieten diese eine gute bis sehr gute Reinigung der Luft und filtern 95 %+ selbst der feinsten Partikel aus der Luft.

Lediglich wenn du ein extremer Allergiker bist, dann würde ich nach einem Modell mit HEPA-Filter suchen. Für die meisten Normalnutzer ist der Filter im Hoover HF6 vollkommen ausreichend, wenn auch nicht extrem umfangreich.

 

Bodenerkennung

Die Bodenbürste des HF6 kann automatisch den Untergrund erkennen. Genau genommen kann die Bürste zwischen Teppich und flachem Boden unterscheiden.

Entsprechend wird die Motorgeschwindigkeit in der Bürste angepasst. Auf Teppichen dreht die Bürste etwas schneller, auf glatten Böden etwas langsamer, was Sinn macht.

 

250 AW

Auf dem Papier hat der Hoover HF6 eine sehr beachtliche Saugleistung von 250 AW.

AirWatt (AW) ist eine Maßeinheit für die tatsächliche Saugleistung eines Staubsaugers. Sie beschreibt nicht nur die Motorleistung, sondern kombiniert Luftstrom und Unterdruck zu einem realistischen Wert für die effektive Reinigungsleistung. Dadurch lässt sich besser beurteilen, wie viel Schmutz ein Gerät tatsächlich aufnehmen kann.

Je höher der AirWatt-Wert, desto stärker ist in der Regel die Saugkraft. Akkustaubsauger liegen meist zwischen etwa 100 und 300 AW:

  • ca. 100–150 AW → Standard-Leistung für Hartböden
  • ca. 150–220 AW → starke Allround-Leistung
  • ab ca. 250 AW → sehr hohe Saugleistung für Teppiche und Tierhaare

Wichtig ist jedoch: Die tatsächliche Reinigungsleistung hängt auch von Faktoren wie Bürste, Düse, Luftführung und Filtertechnik ab. AirWatt dient daher als guter Richtwert, ist aber nicht der einzige entscheidende Faktor beim Vergleich von Staubsaugern. Zumal dieser Wert vom Hersteller selbst ermittelt wird und dies in der Regel unter optimalen Bedingungen.

Modell Max. AW
Dyson V16 Piston Animal 315 AW
Dreame Z30 310 AW
Dyson Gen5detect 280 AW
Samsung Bespoke Jet AI ≈280 AW
Dreame Z20 250 AW
Dyson V15 Detect 240 AW
Dyson V15s Detect Submarine 240 AW
Dyson V15 Detect Fluffy / Absolute 240 AW
Dyson V11 Outsize 220 AW
Dyson V11 Torque Drive 185 AW
Dyson V11 Advanced / Extra 200 AW
Dyson V12 Detect Slim 150 AW
Dyson V10 Absolute 150 AW
Dyson V8 115 AW

Dennoch sind 250 AW beim HF6 beachtlich. Damit sortiert er sich klar in die Oberklasse ein.

 

Saugleistung in der Praxis

Wie sieht es in der Praxis aus? Hier kann ich zunächst bestätigen, dass die „Motorleistung“ wirklich sehr hoch ist! Heißt, wir haben einen sehr hohen Luftdurchsatz und ein starkes Vakuum.

Auch die Bodenbürste ist gut. Diese liegt stabil auf dem Boden, wirkt stabil und hat auch bei höheren Teppichen genug Leistung.

Entsprechend haben wir zunächst auf glatten Böden auch bei „minimal“ eingestellter Leistung ein gutes Reinigungsergebnis. Haare, Staub und Ähnliches werden ohne Probleme aufgenommen.

Offen gesagt, dies ist auch keine Überraschung. Haare und Hausstaub auf glatten Böden sind für die meisten Sauger der Mittelklasse oder Oberklasse keine große Sache.

Auf Teppichen wird es interessanter. Auch hier liefert der Hoover HF6 Home eine gute Leistung. Allerdings muss für eine wirklich gute Leistung die Saugleistung etwas angehoben werden.

Die Bodenbürste des HF6 „gräbt“ sich weniger in den Teppich, als ich es von einigen anderen Modellen in dieser Klasse kenne. Für kleine Läufer usw. begrüßenswert, aber für tiefe Teppiche nicht optimal. Hier müssen wir dies durch die hohe Motorleistung kompensieren, sodass sich die Bodenbürste mehr ansaugt.

Dies gelingt auch durchaus! Drehen wir die Saugleistung auf das Maximum, dann zeigt der Hoover HF6 Home eine tadellose Reinigungsleistung, auch in Kombination mit Tierhaaren.

 

Solide Akkulaufzeit

Hoover wirbt mit einer Laufzeit von bis zu 100 Minuten. Das ist allerdings nur unter absoluten Optimalbedingungen der Fall, also ohne Bodenbürste und bei minimaler Leistung.

Realistisch sind zwischen 40 und 22 Minuten, je nachdem, in welchem Modus du bist. Bei hoher Leistung sind wir eher bei 22 Minuten.

Das ist allerdings weiterhin okay, das machen die meisten anderen Modelle nicht besser, ganz im Gegenteil.

 

Fazit

Der Hoover HF6 Home hinterlässt im Test einen gemischten Eindruck. Auf der einen Seite bekommst du einen leistungsstarken Akkustaubsauger mit hoher Motorleistung, guter Saugleistung auf Hartböden und solider Performance auf Teppichen – vorausgesetzt, du nutzt eine höhere Leistungsstufe. Auch Features wie die automatische Bodenerkennung, die ordentliche Akkulaufzeit im Alltag und die lange Garantie sprechen für das Modell.

Auf der anderen Seite zeigt sich aber auch, dass der HF6 für ein Gerät in der rund 300-€-Preisklasse nicht überall überzeugen kann. Die Verarbeitung ist solide, aber nicht besonders hochwertig, die Anzeige sehr minimalistisch und der Sauger wirkt recht schwer sowie deutlich frontlastig. Auch der Einsatz eines EPA- statt eines HEPA-Filters wirkt in dieser Preisklasse etwas konservativ, aber realistisch betrachtet für alle außer extremen Allergikern passend.

Unterm Strich ist der Hoover HF6 Home ein leistungsstarker und grundsätzlich guter Akkustaubsauger, der seine Kernaufgabe zuverlässig erfüllt. Für rund 300 € hätte ich mir allerdings ein etwas runderes Gesamtpaket, mehr Komfort und eine hochwertigere Ausstattung gewünscht. Wenn du vor allem viel Saugleistung und eine solide Laufzeit suchst, kannst du mit dem HF6 aber zufrieden sein.

✅ Pro

  • Sehr hohe Motorleistung (250 AW)
  • Gute Reinigungsleistung auf Hartböden
  • Gute Teppichleistung bei hoher Leistungsstufe
  • Automatische Bodenerkennung (Teppich / Hartboden)
  • Solide Akkulaufzeit im Alltag (ca. 22–40 Minuten realistisch)
  • Großer 0,7-Liter-Staubbehälter
  • Einfache Entleerung per Knopfdruck
  • 5 Jahre Garantie
  • Minimalistische, übersichtliche Anzeige

❌ Kontra

  • Relativ schwer und deutlich frontlastig
  • Auf Teppichen nur mit höherer Leistungsstufe wirklich stark
  • EPA- statt HEPA-Filter (für starke Allergiker weniger geeignet)
  • Anzeige sehr schlicht im Vergleich zur Konkurrenz
  • Verarbeitung solide, aber nicht besonders hochwertig für ~300 €
  • 100 Minuten Laufzeit nur unter Idealbedingungen erreichbar

Epson EcoTank ET-2875 Langzeit-Test – 9 Monate später noch überzeugend?

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Vor rund 9 Monaten hatte ich zu dem Epson EcoTank ET-2875 einen ausführlichen Testbericht veröffentlicht. Damals konnte das Modell vor allem mit seiner hohen Druckqualität, den günstigen Folgekosten und der einfachen Einrichtung überzeugen.

Doch wie schlägt sich ein Tintenstrahldrucker über einen längeren Zeitraum? Gerade bei Geräten dieser Klasse sind Themen wie eintrocknende Druckköpfe, Verbindungsprobleme oder Software-Zicken keine Seltenheit.

Ich habe den Epson EcoTank ET-2875 in den letzten rund 9 Monaten als meinen primären Drucker genutzt. Insgesamt habe ich dabei etwas über 500 Seiten gedruckt, also eine eher leichte Nutzung. Allerdings war das Gerät dauerhaft im Standby und jederzeit einsatzbereit.

Zeit für ein Langzeit-Fazit!

 

Nutzung im Alltag

Mein Nutzungsprofil dürfte recht typisch für viele Heimanwender sein:
Paketscheine, Dokumente, gelegentlich Fotos oder Unterlagen (Steuerkram). Es gab dabei auch längere Phasen, in denen der Drucker mehrere Wochen kaum genutzt wurde.

Gerade hier zeigen viele Tintenstrahldrucker ihre Schwächen, verstopfte Düsen oder aufwendige Reinigungsprozesse sind keine Seltenheit. Umso spannender war es zu sehen, wie sich der EcoTank mit seinem „Tank-Design“ hier schlägt.

 

Kein Eintrocknen, keine Reinigung nötig

Eine der größten positiven Überraschungen:
In den gesamten 9 Monaten war keine einzige Druckkopfreinigung notwendig.

  • Keine verstopften Düsen
  • Keine Streifenbildung
  • Keine Fehlfarben
  • Keine Wartungsmaßnahmen nötig

Selbst nach längeren Druckpausen lieferte der Drucker sofort wieder ein sauberes Ergebnis. Gerade für Wenigdrucker ist das ein enorm wichtiger Punkt und spricht sehr für das EcoTank-System.

 

Druckqualität weiterhin auf Neuzustand-Niveau

Ebenso erfreulich: Die Druckqualität hat nicht merkbar nachgelassen.

  • Texte weiterhin sehr scharf
  • Farben unverändert kräftig
  • Fotos weiterhin sauber ohne Streifen
  • Keine sichtbare Alterung des Druckbilds

Das Gerät liefert heute die gleiche Qualität wie direkt nach der Einrichtung.

 

Software & Netzwerk

Im ursprünglichen Test hatte ich gelegentlich kleinere WLAN-Aussetzer erwähnt. Im Langzeitbetrieb zeigt sich hier jedoch ein sehr positives Bild.

In 9 Monaten:

  • kein einziger Verbindungsabbruch
  • WLAN stabil
  • Windows erkannte den Drucker immer zuverlässig
  • Druckaufträge wurden stets korrekt übertragen

Das hat mich ehrlich gesagt überrascht, da Netzwerkprobleme bei Druckern leider häufig vorkommen.

Auch die Epson-Treiber und Tools waren im Alltag erfreulich unproblematisch. Sie arbeiten zuverlässig, ohne aufdringlich zu wirken oder ständig Aufmerksamkeit zu verlangen. Letzteres kenne ich von früheren Druckern auch anders.

 

Ein kleiner Software-Hänger

Ganz fehlerfrei war die Nutzung allerdings nicht.

Einmal kam es vor, dass Druckseiten nur halb gedruckt wurden. Ursache war offenbar ein Software- oder Kommunikationsproblem. Nach einem einfachen Neustart des Druckers funktionierte wieder alles normal, und das Problem trat danach nicht erneut auf.

Kein gravierendes Problem, aber erwähnenswert.

 

Regelmäßige Firmware-Updates

Während der Nutzung erhielt der Drucker mehrere Firmware-Updates von Epson. Diese ließen sich problemlos installieren und liefen ohne Schwierigkeiten durch. Es gab augenscheinlich keine Veränderungen oder Verbesserungen, aber es zeigt zumindest, dass Epson das Gerät weiter pflegt.

 

Tintenverbrauch nach 9 Monaten

Auch der Verbrauch der mitgelieferten Originaltinte fällt sehr positiv aus.

Geschätzt habe ich nach rund 500 Seiten verbraucht:

  • etwa 30 % Schwarz
  • etwa 20 % Farbe

Vom ursprünglichen Tintenset ist also weiterhin ein Großteil vorhanden. Für Wenigdrucker bedeutet das extrem niedrige Folgekosten und bestätigt die Vorteile des EcoTank-Konzepts.

Allerdings werde ich, wenn ich hochrechne, bei meiner Nutzung nicht auf die „bis zu 4.500 Seiten in Schwarzweiß und 7.500 Seiten in Farbe“ kommen, die Epson angibt. Dennoch werde ich mit einem Satz Farben in der Praxis sicherlich 2000+ Seiten schaffen.

 

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Kein randloser A4-Fotodruck

Der einzige Punkt, den ich auch nach längerer Nutzung etwas vermisse, ist weiterhin:
kein randloser A4-Fotodruck.

Für Fotodrucke im größeren Format muss man die Bilder nachträglich zuschneiden. Das ist kein großes Problem, aber etwas umständlich, gerade bei einem Drucker mit ansonsten sehr guter Fotoqualität.

 

Langzeit-Fazit nach 9 Monaten

Nach rund 9 Monaten Nutzung hinterlässt der Epson EcoTank ET-2875 einen sehr positiven Gesamteindruck.

Besonders überzeugt haben mich:

  • zuverlässiger Betrieb
  • keine Wartung oder Reinigung nötig
  • dauerhaft hohe Druckqualität
  • stabile Netzwerkverbindung
  • sehr geringer Tintenverbrauch
  • unproblematische Software

Der Drucker macht im Alltag genau das, was man sich wünscht: Er funktioniert einfach.

Gerade für Nutzer mit geringem bis mittlerem Druckvolumen, die einen wartungsarmen und günstigen Drucker suchen, ist der EcoTank ET-2875 auch langfristig eine sehr gute Wahl.

Unterm Strich bin ich auch nach 9 Monaten Nutzung sehr zufrieden und kann den Epson EcoTank ET-2875 weiterhin mit gutem Gewissen empfehlen, gerade wenn dir richtig günstige Tinte wichtig ist.

Drucker ohne teure Patronen: Epson EcoTank ET-2875 Test & Erfahrungen

 

Besser als Anker und UGREEN?! Verbatim Mini GaN Charger 140 W im Test

Verbatim hat mit dem Mini GaN Charger 140 W ein echtes Überraschungspaket auf den Markt gebracht und das meine ich in einem guten Sinne!

Wir haben hier nicht nur ein recht kompaktes 140 W USB-C-Ladegerät, welches zudem über ein Display verfügt, sondern auch ein Ladegerät, das technisch in einigen Punkten moderner ist als alles, was Anker oder UGREEN derzeit anbieten.

So verfügt der Verbatim Mini GaN Charger 140 W über eine extrem umfangreiche und gute PPS- und AVS-Unterstützung!

Gerade die AVS-Unterstützung macht den Verbatim Mini GaN Charger 140 W extrem zukunftssicher. Mehr dazu im Test!

An dieser Stelle vielen Dank an Verbatim für das Zurverfügungstellen des Ladegerätes für diesen Test.

 

Der Verbatim Mini GaN Charger 140 W im Test

Bei dem Verbatim Mini GaN Charger handelt es sich um ein Steckernetzteil, das zudem über verschiedene Aufsätze verfügt.

Diese Aufsätze erlauben eine Nutzung in unterschiedlichen Regionen, was das Ladegerät auch für Reisen interessant macht. Verbatim schreibt dabei schon im Namen, dass es sich hier um ein „Mini“-Ladegerät handelt.

Dem würde ich so halb zustimmen. So misst dieses 72 x 72 x 36 mm und wiegt 292 g mit dem EU-Aufsatz bzw. 278 g ohne Aufsatz.

Vergleichen wir dies mit anderen 140-W-Ladegeräten.

Das Verbatim Mini GaN Charger 140 W ist sicherlich kompakt, aber wie du sehen kannst, gibt es durchaus noch andere Modelle, die nochmals ein Stück kleiner sind.

 

Display

Auf der Front des Verbatim Mini GaN Charger 140 W finden wir ein LCD-Display wie auch eine Touch-Taste.

Das Display kann dir verschiedene Leistungswerte anzeigen.

So kannst du hier die gesamte Ausgangsleistung sehen wie auch die Leistung pro Port. Damit ist das Display durchaus als hilfreich und nützlich zu bezeichnen.

 

Anschlüsse des Verbatim Mini GaN Charger 140 W

Der Verbatim Mini GaN Charger 140 W bringt gleich 3x USB-C-Ports und einen USB-A-Port mit.

  • USB C 1 und 2 – 140 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB C 3 – 40 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 15V/2,67A, 20V/2A
  • USB A – 30 W QC 3.0 – 5V/3A, 9V/2A, 12V/2,25A

Die beiden primären USB-C-Ports bieten eine Leistung von bis zu 140 W über den USB-Power-Delivery-Standard. Damit hat das Ladegerät mehr als ausreichend Power für Smartphones, Tablets und auch Notebooks. Gerade für Notebooks ist das Verbatim prädestiniert.

Neben den beiden 140-W-Ports haben wir auch noch einen 40-W-USB-C-Port und einen USB-A-Port.

Wichtig: Alle Ports teilen sich die Leistung von 140 W. Entsprechend gibt es eine Drosselung, wenn du mehrere Geräte auf einmal verbindest.

 

Umfangreiche PPS-Unterstützung

Wie es sich für ein High-End-Ladegerät gehört, unterstützt auch der Verbatim 30240 Mini GaN Charger 140 W den wichtigen PPS-Standard.

  • USB C 1 und 2 – 5 bis 21 V bei bis zu 5 A
  • USB C 3 – 5 bis 11 V bei bis zu 4,5 A

Das ist eine perfekte PPS-Range! Damit kann dieses Ladegerät problemlos alle Samsung-, Apple- und Google-Smartphones mit dem vollen Tempo laden wie auch viele chinesische Smartphones!

Info: PPS (Programmable Power Supply) ist eine Erweiterung des USB-Power-Delivery-Standards, bei der ein Ladegerät die Spannung und Stromstärke flexibel und fein abgestuft an den Bedarf deines Geräts anpassen kann, statt nur feste Stufen wie 5 V oder 9 V zu liefern. Das macht das Laden effizienter, kühler und kann bei unterstützten Smartphones schneller möglich sein. Gerade bei Samsung- und Google-Pixel-Smartphones ist dies fürs schnelle Laden extrem wichtig!

Mehr Infos -> https://techtest.org/was-ist-pps-und-avs-usb-power-delivery-ladegeraete-mit-pps-uebersicht-und-info/

 

Umfangreicher AVS-Support!

AVS ist der „Nachfolgestandard“ von PPS. Derzeit (Anfang 2026) gibt es noch keine Geräte, die AVS unterstützen, aber es deutet sich an, dass Apple eventuell in Zukunft AVS nutzen will.

AVS wird derzeit nur von extrem wenigen Ladegeräten oder Powerbanks unterstützt -> https://techtest.org/welche-powerbanks-und-ladegeraete-unterstuetzen-avs/

Erfreulicherweise bringt der Verbatim 30240 Mini GaN Charger 140 W eine sehr umfangreiche AVS-Unterstützung mit!

USB C 1 und 2
SPR – 9 – 20 V bei bis zu 5 A
EPR – 15 – 28 V bei bis zu 140 W

USB C 3
SPR – 9 – 20 V bei bis zu 2 A

Das ist die beste Unterstützung des AVS-Standards, die ich bisher gesehen habe! So unterstützen alle drei USB-C-Ports AVS.

Dabei wird sogar AVS in der „SPR“ (Standard Power Range) wie auch in „EPR“ (Extended Power Range) unterstützt.

Gerade AVS in der SPR-Range ist extrem selten und vermutlich genau das, was Apple nutzen will.

Wie gesagt, derzeit ist AVS noch nicht relevant, aber aus Sicht der Zukunftssicherheit macht hier Verbatim einen perfekten Job! Besser als Anker, UGREEN und die meisten anderen großen Hersteller.

Der Verbatim 30240 Mini GaN Charger 140 W unterstützt auch schon den neuen USB PD 3.2 Standard, wovon AVS auch ein großer Teil ist.

 

Belastungstest bestanden

Erfreulicherweise konnte der Verbatim Mini GaN Charger 140 W bei mir den Belastungstest ohne Auffälligkeiten bestehen!

In diesem habe ich das Ladegerät ca. 4 Stunden mit 140 W belastet, und es konnte diese Last konstant bereitstellen.

Radiometric Image

Es gab zwar schon eine deutliche Erwärmung und ich will nicht ausschließen, dass sich das Ladegerät bei 36 Grad im Sommer bei konstanter Last doch drosseln könnte, aber bei normaler Raumtemperatur gibt es keine Probleme.

Damit eignet sich das Ladegerät auch gut für Notebooks!

 

Leerlaufverbrauch

Im Leerlauf benötigt der Verbatim Mini GaN Charger 140 W ca. 0,74 W, was etwas höher ist als bei einem 08/15-Ladegerät, aber bei einem Modell dieser Klasse auch nicht überraschend ist.

 

Effizienz

Erfreulicherweise zeigte der Verbatim Mini GaN Charger 140 W im Test eine sehr gute Effizienz!

So schwankte diese zwischen 78,3 % und 93,7 %! Das ist stark, so haben wir eine durchschnittliche Effizienz von 88,75 %.

Verglichen mit anderen Ladegeräten in der 140-W-Klasse ist das das zweitbeste Ergebnis, das ich bisher gesehen habe.

 

Fazit

Der Verbatim Mini GaN Charger 140 W ist im Test ein echtes Überraschungspaket – und zwar ein sehr positives. Du bekommst hier ein vergleichsweise kompaktes 140-W-Ladegerät mit Display, hoher Effizienz, stabiler Dauerleistung und vor allem einer technisch extrem modernen Ausstattung. Besonders die sehr umfangreiche PPS-Unterstützung und der aktuell wohl beste AVS-Support am Markt machen das Ladegerät außergewöhnlich zukunftssicher. In diesen Punkten ist Verbatim derzeit tatsächlich moderner aufgestellt als viele Modelle von Anker oder UGREEN.

Auch im Alltag überzeugt das Gesamtpaket. Die 140 W stehen stabil zur Verfügung, die Effizienz ist sehr gut, das Display liefert nützliche Informationen und die Anschlussausstattung mit drei USB-C-Ports und USB-A ist vielseitig. Dazu kommt die Reisetauglichkeit durch wechselbare Steckaufsätze, ein nettes Extra.

Ganz perfekt ist das Ladegerät aber nicht. „Mini“ ist es nur bedingt, da es durchaus noch kompaktere 140-W-Modelle gibt, und bei Nutzung mehrerer Ports musst du wie üblich mit Leistungsaufteilung leben. Auch der Leerlaufverbrauch liegt etwas über einfachen Ladegeräten, was in dieser Leistungsklasse aber erwartbar ist.

Verbatim Mini GaN Charger 140W mit Display, 4 Ports USB-C Ladegerät...

✅ Vorteile

  • Sehr hohe Gesamtleistung mit bis zu 140 W

  • Extrem moderne Technik mit USB PD 3.2, PPS und sehr umfangreichem AVS-Support

  • Aktuell einer der besten AVS-Supports am Markt

  • Sehr breite und starke PPS-Unterstützung

  • Hohe Effizienz und stabile Dauerleistung im Belastungstest

  • LCD-Display mit Leistungsanzeige pro Port und Gesamtleistung

  • 3× USB-C + 1× USB-A → sehr flexible Anschlussausstattung

  • Austauschbare Steckaufsätze

❌ Nachteile (Kontra)

  • „Mini“ nur bedingt – es gibt kleinere 140-W-Ladegeräte

Unterm Strich liefert Verbatim hier ein technisch extrem starkes, zukunftssicheres und sehr überzeugendes Gesamtpaket. Wenn du ein modernes 140-W-Ladegerät suchst, das auch kommende Standards wie AVS bereits unterstützt und sich nicht hinter den bekannten Marken verstecken muss, ist der Mini GaN Charger aktuell eine der spannendsten Optionen auf dem Markt.

Vorbestellen? Das UGREEN NASync iDX6011 Pro NAS im Test

UGREEN ist der neue Star im Bereich der NAS-Systeme. So haben diese mittlerweile ein sehr interessantes Line-up und auch die Software ist ein gutes Stück gewachsen.
Das Highlight ist aber die Hardware, welche verglichen mit den gängigen Herstellern recht mächtig fürs Geld ist.

Nun legt UGREEN nochmals nach und wie! So setzt das neue UGREEN NASync iDX6011 Pro auf den Intel Core Ultra 7 255H wie auch auf 64 GB RAM! WOW!
Damit hat das NAS mehr Power als die meisten Notebooks und sehr viele PCs auf dem Markt.

Dies aber auch aus einem sehr guten Grund. UGREEN bewirbt das iDX6011 Pro als „AI-NAS“. So bringt dieses einen KI-Assistenten mit, welcher neben generellen Aufgaben auch beispielsweise deine Daten durchsuchen, zusammenfassen und Informationen sammeln kann.
Dies wird dabei komplett lokal vom NAS gemacht! Kein Internetzugriff nötig und alle Daten bleiben auf deinem System.

Klingt im ersten Moment doch sehr interessant! Ein NAS + KI-Assistent. Allerdings stellen sich da viele Fragen, vor allem wie gut dies umgesetzt ist.
Wollen wir uns das UGREEN NASync iDX6011 Pro doch einmal im Test ansehen.

An dieser Stelle vielen Dank an UGREEN, welche mir das NAS für einen Test vorab zur Verfügung gestellt haben. Es gab für diesen Test keine Bezahlung und UGREEN hat diesen nicht vorab gesehen.

 

Das UGREEN NASync iDX6011 Pro im Test

Es ist unglaublich, wie UGREEN es als „Neueinsteiger“ im NAS-Segment schafft, Systeme zu bauen, welche haptisch und optisch allem überlegen sind, was ich jemals von Synology, ASUSTOR oder QNAP gesehen habe.

So sieht das neue iDX6011 Pro nicht nur schick und professionell aus, sondern ist auch haptisch gebaut wie ein Panzer! Das äußere Gehäuse besteht komplett aus Metall. Aufgrund des Gewichts würde ich sogar glatt auf Stahl tippen. Entsprechend ist das iDX6011 Pro sehr schwer, aber auch stabil und massiv.

Dabei finden wir auf der Front zunächst 6× Hot-Swap-Schächte. Diese können 3,5-Zoll- oder 2,5-Zoll-Laufwerke fassen. 3,5-Zoll-Laufwerke können sogar komplett werkzeuglos montiert werden.

Die Status-LEDs im unteren vorderen Bereich leuchten weiß, was nochmals den wertigen Look unterstreicht.

 

Anschlussausstattung, perfekt!

Die Anschlüsse des iDX6011 Pro sind auf die Front und Rückseite verteilt.

Front:
• 2× USB-C Thunderbolt 4
• 1× USB-A 3.2
• 1× SD-Kartenleser

Rückseite:
• 1× USB-A 3.2
• 2× USB-A 2.0
• 2× 10-Gbit-LAN
• 1× HDMI
• 1× OCULINK

Das ist eine hervorragende Ausstattung! Zunächst wichtig für die NAS-Funktion sind die beiden 10-Gbit-LAN-Ports. Zudem haben wir 2× Thunderbolt und einen OCULINK-Port. Letzterer erlaubt beispielsweise das Anschließen einer externen GPU. Abgerundet wird das Ganze durch ein paar USB-A-Anschlüsse.

Unterm Strich geht es kaum besser für ein „Heim-NAS“.

 

Interne Erweiterung

Du kannst mit einem beiliegenden Schraubendreher die Seitenwand des iDX6011 Pro entfernen. Unter der Seitenwand findest du Folgendes:

• 2× M.2 NVMe-Slots
• 1× PCIe-x4-Slot

Du kannst neben den 6× HDDs also noch 2× M.2 SSDs installieren, wie auch eine PCIe-Erweiterungskarte. Letztere könnte für mehr M.2 SSDs oder weitere Netzwerkports genutzt werden.

Leider kann der Arbeitsspeicher des NAS nicht aufgerüstet werden.

 

Das Display

Zumindest optisch ist das Display auf der Front ganz klar ein Highlight. Dieses kann dir diverse Systeminformationen wie Systemauslastung usw. anzeigen.

In den Einstellungen kannst du festlegen, was dieses anzeigen soll und ob es dauerhaft aktiv sein soll oder sich nach x Minuten dimmt.

 

Die Hardware

Das Highlight des UGREEN NASync iDX6011 Pro ist die „Rechenleistung“.

  • Intel Core Ultra 7 255H
    • 16 Kerne (6 + 8 + 2)
    • Bis zu 5,1 GHz
    • 55-W-Powerlimit
    • 64 GB LPDDR5x RAM (8533 MHz)

Das Herzstück des iDX6011 Pro stellt der durchaus mächtige Intel Core Ultra 7 255H dar. Es handelt sich hierbei um eine Notebook-CPU der gehobenen Klasse. Diese verfügt über 6 + 8 + 2 Kerne und hat somit einiges an Rechenleistung.

Hinzu kommen gewaltige 64 GB RAM, welche mit schlanken 8533 MHz laufen. 8533 MHz ist extrem schnell, was vor allem bei KI-Anwendungen durchaus einen messbaren Geschwindigkeitsvorteil bringt.

 

Einrichtung

Alle UGREEN-NAS-Systeme haben grundsätzlich ± die gleiche Software und nutzen auch die gleiche Smartphone-App.
Für die Einrichtung hast du die Wahl: Du kannst diese über die WebUI am PC oder Notebook machen oder über die Smartphone-App.

Allerdings ist es bei UGREEN-NAS-Systemen sehr deutlich sichtbar, dass sie für die „Generation Smartphone“ optimiert sind.

So habe ich die Einrichtung komplett über das Smartphone gemacht, was über die UGREEN-App erfreulich schnell und auch nutzerfreundlich geschieht. Dabei werden Begriffe wie RAID-Stufen auch ordentlich erklärt. Hier und da wäre noch etwas mehr Benutzerführung nicht schlecht gewesen, beispielsweise eine klare Ansage, was die empfohlene RAID-Stufe ist (bei 4 Festplatten RAID 5), aber generell ist das NAS auch von Einsteigern gut über die Smartphone-App einzurichten.

 

App

UGREEN geht bei seinen Apps einen etwas anderen Weg als Synology und QNAP. So bietet UGREEN nur eine App an, welche allerdings „alles“ kann.

Über diese eine App kannst du das NAS komplett verwalten, Daten abrufen, herunterladen, hochladen, Bilder sortieren, inklusive Auto-Upload usw.

Hierdurch ist die App natürlich „gut gefüllt“. UGREEN hat zwar einen ordentlichen Job gemacht, die Übersichtlichkeit beizubehalten, aber die App kann auf den ersten Blick etwas überfordern.

Beispielsweise würde ich mir wünschen, dass es möglich wäre, eine direkte Verknüpfung für die Foto-App auf den Homescreen legen zu können, für einen schnelleren Zugriff.
Ebenso funktioniert derzeit der Uliya-KI-Assistent noch nicht über die mobile App.

Dennoch halte ich UGREEN-NAS-Systeme für so ziemlich die beste Wahl, wenn du großen Wert auf die Smartphone-App und Steuerung über die App legst.

 

WebUI

Neben der App besitzt das NAS auch eine vollständige WebUI. Wobei WebUI vielleicht der falsche Ausdruck ist,wir haben hier eine Benutzeroberfläche in deinem Webbrowser, die eher einem Betriebssystem entspricht.

Das Interface bietet einen Desktop mit Fenstermanager, auf dem Anwendungen parallel in separaten Fenstern ausgeführt werden können. Zu den zentralen Funktionen gehören ein Dateimanager, ein Speichermanager, eine Systemsteuerung und ein App Store.

Der App Store ist wichtig, denn über diesen kannst du einige spannende Anwendungen nachinstallieren. Vor allem die Foto-App ist hier sehr interessant.

In der Systemsteuerung können Benutzerkonten erstellt, Netzwerkeinstellungen vorgenommen oder allgemeine Energieoptionen angepasst werden. Alle Einstellungen erfolgen über eine grafische Oberfläche mit Icons und Menüs. Insgesamt ist die Benutzeroberfläche intuitiver als bei Lösungen wie Unraid oder TrueNAS, und in den letzten Updates hat diese doch einen guten Feinschliff erhalten.

Diese ist zwar weiterhin nicht ganz so hübsch wie bei Synology, aber funktional gibt es hier nichts zu bemängeln.

Nach der Erstkonfiguration, die das Anlegen eines Benutzerkontos umfasst, empfiehlt es sich, den Speichermanager zu nutzen, um die eingebauten Festplatten oder SSDs zu einem RAID zu verschalten. Auch dieser Prozess wird durch eine benutzerfreundliche grafische Oberfläche erleichtert und erfordert kaum technisches Wissen.

Du musst lediglich entscheiden, welches RAID-Level und Dateisystem (ext4 oder btrfs) du möchtest.

 

Welche Dienste werden unterstützt?

Folgende Dateidienste/Dienste unterstützt das iDX6011 Pro:

• SMB (Windows File Share)
• FTP (FTPS)
• NFS
• Rsync
• WebDAV
• Bonjour
• wsdd2
• UPnP
• Telnet
• SSH

Damit unterstützt das NAS alle wichtigen Dienste.

 

UGREEN Fotos

Die Foto-App ist einer der wichtigsten Punkte der UGREEN-NAS-Systeme. Im Kern soll diese eine Alternative zu Diensten wie Google Fotos darstellen. Bilder, die du hier hochlädst, landen in deinem persönlichen Ordner auf dem NAS und werden in der App in einer Art Timeline angezeigt.

Zudem kannst du Bilder in Alben sortieren, teilen (auch mit Passwort), auf einer Karte ansehen usw. Es gibt auch eine KI-Personen- und Objekterkennung. Erkannte Personen werden auf Wunsch in Alben gruppiert usw.

Zugriff besteht auf UGREEN Fotos nicht nur über die WebUI, sondern natürlich auch über die Smartphone-App.

Die Smartphone-App erlaubt zudem auch ein automatisches Hochladen von gemachten Bildern, ein Foto-Backup.

Damit ist die UGREEN-Foto-App eine der aus meiner Sicht „wertvollsten“ Apps des NAS.

 

Docker und virtuelle Maschinen

Das iDX6011 Pro bringt mehr als genug Leistung und RAM für Virtualisierungsanwendungen mit.
Daher ist es erfreulich, dass es ohne Probleme möglich ist, Docker-Anwendungen wie auch klassische virtuelle Maschinen auf dem NAS laufen zu lassen.

UGREEN bringt für beides eine entsprechende App mit, welche eine klare UI für das Installieren und Starten der jeweiligen virtuellen Anwendungen bietet.
Der Intel Core Ultra 7 255H hat genug Power für dutzende Docker-Container!

 

Uliya – der KI-Assistent

Kommen wir auf den wirklich wichtigen Punkt beim UGREEN NASync iDX6011 Pro zu sprechen: Uliya, wie UGREEN seinen KI-Assistenten genannt hat.

Natürlich hat UGREEN keine eigene KI erstellt, sondern nutzt Qwen3 als KI-Modell und hat darum dann seinen Assistenten gebaut.

Du kannst Uliya generelle Fragen stellen und mit dem Assistenten schreiben. Du kannst dir von diesem Texte übersetzen lassen, zusammenfassen lassen usw. Uliya kann aber auch eine Wissensdatenbank erstellen.

Bei einer Wissensdatenbank kannst du mehrere Dokumente oder Dateien auswählen. Diese werden dann analysiert und anschließend kannst du Fragen zu diesen stellen.
Beispielsweise habe ich hier alle Tests, die ich 2026 veröffentlicht habe, hinzugefügt.

Anschließend kann ich Fragen stellen wie „Welche Kapazität hatte die DJI Power 2000 im Test?“ und Uliya kann diese Frage anhand der Word-Dokumente in der Wissensdatenbank beantworten.

Das ist schon ein sehr cooles Feature! Du kannst hier hunderte Dokumente in der Masse hinzufügen und entsprechend Fragen dazu stellen oder dir vom Uliya Texte generieren lassen, basierend auf den Daten in der Wissensdatenbank.

Was ich mir wünschen würde, wäre die Möglichkeit, Ordner automatisiert im Hintergrund einer Wissensdatenbank hinzufügen zu können, sodass der gewählte Ordner immer wieder auf neue Dateien gescannt wird. Derzeit musst du Dateien „manuell“ hinzufügen.

Wofür sich Uliya auch gut eignet, ist z. B. das Korrekturlesen von Texten (auch wenn hier und da mal etwas übersehen werden kann, werden doch 99 % aller Fehler gefunden) oder eine leichte sprachliche Überarbeitung.

 

Grenzen der KI

Ist Uliya so gut wie ChatGPT? Nein!

So ist Qwen3 grundsätzlich ein gutes KI-Modell, aber ich vermute, hier kommt eine Version mit 12 oder 16 Milliarden Parametern zum Einsatz. KI-Modelle gibt es meist in unterschiedlichen Größen.
Je mehr Parameter, umso „klüger“ ist ein KI-Modell. ChatGPT in seiner „großen“ Form wird mittlerweile über eine Trilliarde Parameter nutzen.

Mehr Parameter = mehr Rechenleistung und mehr RAM-Bedarf. Uliya mit Qwen3 frisst rund 12 GB RAM. Es wäre also von UGREEN durchaus möglich, noch eine „klügere“ Version von Uliya bereitzustellen. Aber ich vermute, dann wären wir langsam an einem Punkt, wo wir eine gesonderte Grafikkarte benötigen würden, um halbwegs gute Geschwindigkeiten erreichen zu können.

In der Praxis liefert Uliya bei klaren Aufgaben gute Ergebnisse. Beispielsweise: „Übersetze Text X“, „Schreibe Text X um“, „Erstelle eine Zusammenfassung von Text X“ usw.
Aber hier und da ist Uliya etwas begriffsstutzig.

Z.B. auf die Frage „Was weißt du über das Qwen3-Modell?“ gab es folgende Antwort:
„Hallo! Es scheint ein kleiner Verständnisfehler zu geben. Qwen3 ist nicht mein Modell. Ich bin Qwen3, ein großes Sprachmodell, entwickelt von Alibaba Cloud. Wenn du mehr über Qwen3 wissen möchtest, kann ich dir gerne mehr darüber erzählen. 😊“

Schlecht ist Uliya mit Qwen3 absolut nicht! Ganz im Gegenteil, bei vielen Aufgaben war ich überrascht, wie gut die Antworten waren.
Dennoch liegt die Stärke von Uliya mit Qwen3 primär bei klaren und einfachen Anweisungen, wo nicht zu viel um die Ecke gedacht werden muss. Bei solchen Anwendungen, wo das nötig ist, musst du zu Cloud-Modellen aller ChatGPT, Gemini usw. greifen.

Was ich mir von UGREEN wünschen würde, wäre die Möglichkeit, eigene KI-Modelle hochzuladen. So gibt es „offene“ KI-Modelle von Meta (LLaMA), OpenAI (ChatGPT) usw., die man einfach herunterladen kann (https://huggingface.co/google). Es wäre toll, wenn man diese in Uliya einbinden könnte.

Ich glaube, UGREEN hat dafür auch schon den Grundstein gelegt! Denn es gibt schon ein Menü zur Auswahl des KI-Modells und zur Verwaltung, was ja nur Sinn macht, wenn UGREEN zumindest mit mehreren Modellen planen würde.

 

Universal Search

Neben Uliya haben wir noch ein paar weitere KI-Features. Die Universal Search ist eine lokale, textbasierte Suchfunktion. Damit kannst du Inhalte über „natürlich formulierte Suchanfragen“ finden.

Das NAS versteht diese Anfrage und durchsucht daraufhin Videos, Fotos, Dokumente sowie Einstellungen und Hilfebereiche des Systems.

 

Sprachmemos

Mit der Funktion „Sprachmemos“ lassen sich Audioaufnahmen direkt auf das NAS übertragen und dort weiterverarbeiten. Die Aufnahmen können automatisch transkribiert, übersetzt und zusammengefasst werden, ohne dass dafür externe Dienste erforderlich sind.

 

Datenraten

Die Datenraten in der Praxis hängen beim iDX6011 Pro von deinen verbauten Laufwerken ab. Das NAS ist problemlos in der Lage, beide 10-Gbit-Verbindungen zu 100 % zu versorgen.

Es sind also grundsätzlich 2× ± 1 Gigabyte pro Sekunde möglich. Allerdings limitieren bei einem HDD-Array ohne SSD-Cache die Speicherlaufwerke.

Du musst also entweder auf SSDs setzen (wobei selbst mit SATA-SSDs 2× 1 GB/s knapp werden) oder mit NVMe-SSDs arbeiten.

 

Lautstärke

Grundsätzlich ist das iDX6011 Pro bei mir mit SATA-SSDs im Normalbetrieb silent gewesen. So hat dieses eine gute Lüftersteuerung und generelle Kühlung.
Allerdings drehte bei mir alle paar Minuten ein interner Lüfter kurz hoch. Ich weiß nicht warum, dieser ist auch recht leise, sorgte aber für eine leichte klangliche Anomalie.

Das kann natürlich an der frühen Firmware meines NAS liegen. Grundsätzlich würde ich es aber als sehr leise einstufen.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch eines NAS wie dem iDX6011 Pro hängt primär von den verbauten Laufwerken ab. Normale HDDs können pro Stück zwischen 5 und 10 W benötigen.
Entsprechend erzeugen allein diese einen Stromverbrauch von 30 bis 60 W, wenn du das iDX6011 Pro voll mit HDDs ausstattest.

Im Test habe ich das iDX6011 Pro mit 4× SATA-SSDs betrieben. Diese benötigen nur minimal Strom, wir sehen hier also ± den reinen Verbrauch der NAS-Box.
Im normalen Leerlauf lag der Verbrauch bei 24–30 W. Bei KI-Last reden wir von 60–70 W.

Das ist ein Verbrauch, den ich als erwartungsgemäß einstufen würde. So ist dies nicht „nichts“, aber auch nicht extrem viel für ein System mit der Ausstattung und Power wie das iDX6011 Pro.

 

Fazit

Unterm Strich bin ich mit dem UGREEN NASync iDX6011 Pro sehr zufrieden, auch wenn es einige wichtige Punkte gibt, die du vor dem Kauf beachten solltest. Das NAS ist ein echtes Hardware-Monster. Mit Intel Core Ultra 7, 64 GB RAM, extrem starker Anschlussausstattung und enormer Rechenleistung bietet es mehr Power als die meisten klassischen NAS-Systeme am Markt und eignet sich hervorragend für Virtualisierung, Docker, KI-Anwendungen und anspruchsvolle Workloads.

Gerade die lokalen KI-Funktionen rund um Uliya sind ein spannender Ansatz. Aktuell sind diese zwar noch nicht perfekt und eher auf klar definierte Aufgaben ausgelegt, aber das Potenzial ist enorm. Gerade für Unternehmen oder Nutzer, die lokale KI-Verarbeitung aus Datenschutzgründen benötigen, könnte das iDX6011 Pro extrem interessant sein vor allem, wenn UGREEN diese Funktionen auch noch weiter ausbauen sollte, mit einem automatischen Scannen gewünschter Ordner, noch größeren KI-Modellen usw.

Abseits der ganzen KI-Features und der extremen Hardware überzeugt das UGREEN NASync iDX6011 Pro auch ganz klassisch als NAS auf ganzer Linie. Die grundlegenden Funktionen wie Dateiablage, Backups, Medienverwaltung, Fotoverwaltung, Docker-Support, virtuelle Maschinen und Netzwerkdienste sind stabil, schnell und benutzerfreundlich umgesetzt. Besonders die moderne WebUI, die starke Smartphone-Integration und die sehr gute Performance über die 10-Gbit-Anschlüsse erfreuen. Auch ohne KI-Features bekommst du hier ein sehr leistungsfähiges, schnelles und rundes NAS-Gesamtpaket, das sich problemlos mit etablierten Herstellern messen kann.

Beim Preis kommt es stark auf den Einstiegspunkt an. Der Vorbestellpreis von 1559 $ ist angesichts der Hardware und der 64 GB RAM absolut fair. Die spätere UVP von 2599 $ ist dagegen schon hoch angesetzt und dürfte für viele Nutzer schwer zu rechtfertigen sein.

Wenn du auf Uliya, erweiterte KI-Funktionen und das letzte bisschen Hardware-Power verzichten kannst, solltest du dir zudem das DXP6800 Pro ansehen. Die grundlegenden NAS-Funktionen sind dort genauso gut umgesetzt, kosten aber mit rund 1100 € deutlich weniger und bieten für klassische NAS-Aufgaben das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

Trotz dieser Einschränkungen bleibt das UGREEN NASync iDX6011 Pro ein extrem beeindruckendes System mit enormer Leistung, sehr guter Software und viel Zukunftspotenzial im KI-Bereich. Wenn du maximale Performance, lokale KI-Funktionen und modernste Hardware suchst, bekommst du hier eines der spannendsten NAS-Systeme, die aktuell erhältlich sind.

ePaper Display mit Akku für den Home Assistant, XIAO 7.5″ ePaper Panel

Ein Display, welches dir Werte aus deiner Home-Assistant-Installation anzeigt, ist etwas Praktisches. Noch praktischer ist es, wenn dieses Display über einen integrierten Akku verfügt, der monatelang hält.

Genau das verspricht das SEEED Studio XIAO 7.5″ ePaper Panel.

Dieses setzt auf ein 7,5-Zoll-ePaper-Display, welches mit einem ESP32-C3 und einem 2.000-mAh-Akku kombiniert ist.

Wollen wir uns das XIAO 7.5″ ePaper Panel in einem kleinen Artikel ansehen!

 

Das XIAO 7.5″ ePaper Panel im Test

Bei dem XIAO 7.5″ ePaper Panel handelt es sich im Kern um ein kleines „DIY“-Projekt. So kombiniert dieses den ESP32-C3 mit einem 2000-mAh-Akku und einem 7.5″ Monochrome-ePaper-Display.

Dass es sich hier um ein Modell aus Kleinserie handelt, sehen wir klar am Gehäuse! So ist das Gehäuse des XIAO 3D-gedruckt.

Entsprechend ist dieses eher „einfach“ und qualitativ eher mäßig. Ich habe schon bessere 3D-Drucke gesehen.

Einen Vorteil hat es: Ich konnte die 3D-Druck-Dateien finden → https://www.thingiverse.com/thing:6997516

Solltest du z. B. eine andere Gehäusefarbe wünschen, kannst du dir das einfach selbst drucken, falls du einen 3D-Drucker hast.

Ansonsten finden wir auf der Rückseite einen ausklappbaren Standfuß, unter welchem zwei Tasten angebracht sind.

An der Seite ist der USB-C-Port für die PC-Verbindung und das Laden.

 

Das ePaper Display

Das Highlight des XIAO 7.5″ ePaper Panel ist das namensgebende 7,5-Zoll-ePaper-Display. ePaper-Displays benötigen nur Energie, wenn diese geupdatet werden, entsprechend sind sie ideal für den Akkubetrieb.

Das 7,5-Zoll-Display löst mit ordentlichen 800 × 480 Pixeln auf. Entsprechend ist es auch ausreichend scharf aus normaler Blickdistanz.

ePaper-typisch ist das Display schwarz/grau und hat keine Hintergrundbeleuchtung.

 

Akkulaufzeit, es ist schwierig

Das Beurteilen der Akkulaufzeit ist leider nicht ganz einfach! Laut Hersteller haben wir eine Laufzeit von bis zu 3 Monaten. Das ist sehr beachtlich!

Aber 3 Monate bei einem Update-Intervall des Displays von 6 Stunden!

Mit einem niedrigeren Update-Intervall wird die Laufzeit deutlich sinken. Wie deutlich, kann ich derzeit noch nicht sagen.

 

Einrichtung im Home Assistant

Das XIAO 7.5″ ePaper Panel ist dafür gemacht, mit dem Home Assistant zu funktionieren! Allerdings erfordert dies schon einiges an Konfiguration.

Das SEEED Studio hilft dir hier weiter → https://wiki.seeedstudio.com/xiao_075inch_epaper_panel/

Gehen wir die Basis-Punkte einmal gemeinsam durch:

  1. ESP Home im Home Assistant unter Add-ons installieren
  2. Neues Gerät hinzufügen
  3. ESP32-C3 wählen, Namen vergeben und Skip klicken
  4. Wähle dann das neu erstellte Projekt und klicke auf Edit
  5. Füge z. B. den Testprojekt-Code (weiter unten) ein
  6. Install → Manuell Download / Download / „Factory format“
  7. Rufe ESP Home Web auf → Connect → Gerät auswählen und die Firmware installieren, die wir eben heruntergeladen haben
  8. Gerät ausschalten/einschalten (eventuell Boot drücken)
  9. Gerät sollte nun online sein im ESPHome Device Builder
  10. Unter Geräte zum Home Assistant hinzufügen, sonst können später keine Werte angezeigt werden

Damit sollte das XIAO 7.5″ ePaper Panel grundsätzlich funktionieren.

Natürlich musst du nun deinen eigenen Code erstellen, um echte Werte anzuzeigen. Der Code-Upload kann ab jetzt aber kabellos erfolgen, über das ESP-Home-Addon.

Tipp: Erstelle den Code via ChatGPT, Gemini oder Claude! Die können das recht gut. Gerade Claude hat bei mir auch ein ordentliches Design gezaubert.

Folgenden Prompt hatte ich verwendet:

Ich habe das XIAO 7.5″ ePaper Panel für den Home Assistant. Dieses ist bereits via ESPHome Device Builder mit dem Home Assistant verbunden. Hilf mir, den Code zu erstellen, um folgende Sensoren anzuzeigen:

Außentemperatur – sensor.hp1000se_pro_pro_v1_6_4_outdoor_temperature
Stromverbrauch – sensor.shelly3em63g3_9c9e6e3f9d34_total_active_power
Solar 1 – sensor.solaredge_aktuelle_leistung
Solar 2 – sensor.shelly_balkonkraftwerk_leistung
Uhrzeit des letzten Updates
Display-Update-Intervall soll 30 Minuten sein.
Erstelle eine schöne und ansprechende UI
Hier der Basis-Code:

Ich habe dann noch den „Basis-Code“ hinzugefügt mit dem Home-Assistant-API-Key usw. Du musst dann natürlich noch die Sensor-IDs hinzufügen, die du anzeigen möchtest.

 

Test-Projekt

Hier ein einfaches Testprojekt. In diesem wird nur „Hallo Welt“ angezeigt und die WLAN-/Home-Assistant-Verbindung hergestellt.

Test-Projekt yaml

Du musst deine WLAN-Daten natürlich noch selbst einfügen, genau wie den automatisch generierten API-Key.

 

In der Praxis problemlos

Ich nutze das XIAO 7.5″ ePaper Panel nun seit einigen Wochen und hatte bisher 0 Probleme mit diesem.

Die Verbindung ist soweit stabil und auch das Abrufen der Werte funktioniert problemlos. Das Aufwendige ist halt das Erstellen des Codes, wofür ich aber erneut KI empfehlen würde.

 

Fazit

Das SEEED Studio XIAO 7.5 inch ePaper Panel ist ein spannendes und sehr spezielles Projekt für Smart-Home-Enthusiasten und Bastler. Die Kombination aus großem 7,5-Zoll-ePaper-Display, ESP32-C3 und integriertem Akku, der je nach Update-Intervall monatelang halten kann, ist aktuell ziemlich einzigartig. Gerade als stromsparendes Status-Display für Home Assistant macht das Panel im Alltag einen richtig guten Job — stabil, zuverlässig und flexibel anpassbar.

Allerdings richtet sich das Gerät klar an technikaffine Nutzer. Die Einrichtung erfordert einiges an Konfiguration, das Gehäuse wirkt durch den 3D-Druck eher einfach und auch die Akkulaufzeit hängt stark vom eigenen Setup ab. Dafür bekommst du ein extrem flexibles DIY-Display, das sich perfekt an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt.

Beim Preis von etwa 60–70 € bei AliExpress ist das XIAO 7.5″ ePaper Panel fair bepreist für das Gebotene und vor allem für seine Einzigartigkeit, ein echtes Schnäppchen ist es aber nicht. Wenn du ein individuelles Home-Assistant-Display mit sehr langer Akkulaufzeit suchst und Spaß am Basteln hast, bekommst du hier dennoch ein spannendes und empfehlenswertes Projekt.

Ansody S65 Powerbank 65W im Test – Viel Kapazität, faire Preis/Leistung

Ansody bietet mit der S65 eine auf den ersten Blick interessante Powerbank der gehobenen Mittelklasse an. So soll diese eine Kapazität von 25.000 mAh bieten, 100 W maximale Ausgangsleistung und einen 65-W-USB-C-Ausgang.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann die Ansody wie beworben 25.000 mAh liefern? Wie steht es um die PPS-Stufe? Finden wir all das im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Ansody für das Zurverfügungstellen der Powerbank für diesen Test.

 

Die Ansody S65 Power Bank 65W 25000mAh im Test

Mit 25.000 mAh Kapazität, laut Hersteller, ist die Ansody S65 schon eine etwas größere Powerbank, sowohl was die Kapazität angeht, aber auch bei den Abmessungen. So misst die Powerbank 165 × 81 × 28 mm und bringt 489,5 g auf die Waage.

Für eine Powerbank mit diesen Leistungswerten ist das aber OK. Die S65 ist sicherlich nicht die kleinste ihrer Klasse, aber auch nicht übermäßig groß.

Dabei ist die Verarbeitungsqualität „Standard“. Wir haben einen einfachen matten Kunststoff, stabil, aber auch absolut nichts Besonderes.

Auffällig ist das große und recht hell leuchtende Display auf der Oberseite. Dieses zeigt allerdings nur den Akkustand in % an.

 

Anschlüsse der S65

Die Ansody S65 verfügt über 2× USB-C-Ports und einen USB-A-Port.

  • USB C 1 – 65 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB C 2 – 36 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A
  • USB A – 18 W QC3.0, 22,5 W Super Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A, 10V/2,25A

Der primäre USB-C-Port der Powerbank bietet eine Leistung von bis zu 65 W nach dem gängigen USB-Power-Delivery-Standard. 65 W sind vollkommen ausreichend für Smartphones und Tablets, wie aber auch kleinere Notebooks. Grundsätzlich lassen sich auch größere Notebooks meistens an einer 65-W-Powerbank laden. Allerdings ist das bei großen Notebooks nicht optimal.

Aber für 13-Zoll-Notebooks sind 65 W meist vollkommen ausreichend.

Hinzu kommt ein 36-W-USB-C-Port für Smartphones und Tablets sowie ein USB-A-Port. Wichtig: Der sekundäre USB-C-Port bietet maximal 12 V. Ausreichend für Smartphones und die meisten Tablets, aber nicht für Notebooks.

 

Mit PPS

Wie es sich für eine aktuelle Powerbank gehört, bringt auch die Ansody S65 eine Unterstützung von PPS mit.

  • USB C 1 – 3,3–13 V bei bis zu 5 A
  • USB C 2 – 3,3–11 V bei bis zu 3,2 A

Das ist eine erfreulich ordentliche PPS-Range! So kann der primäre USB-C-Port Samsung-Smartphones mit bis zu 45 W laden, dank der bis zu 5-A-PPS-Range.

Auch USB C 2 hat eine ordentliche PPS-Range. Hier gibt es nichts zu bemängeln.

Vielleicht wäre beim primären USB-C-Port noch eine alternative PPS-Range mit weniger Strom und mehr Spannung für beispielsweise die Google-Pixel-Modelle nett gewesen, aber generell bin ich zufrieden mit dem, was wir haben.

 

Zu erwartende Ladegeschwindigkeit

  • Apple iPhones – ++
  • Apple iPads – ++
  • Apple MacBooks – +
  • Samsung A Smartphones – ++
  • Samsung S Smartphones – ++
  • Google Pixel – +
  • Windows Notebooks – +

 

Kapazität

Aber wie hoch ist die Kapazität der S65? Laut Hersteller haben wir hier 25.000 mAh, aber in der Praxis liegt die nutzbare Kapazität von Powerbanks immer ein Stück niedriger.

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/1A 69.301 13863 18730 75%
9V/1A 73.813 8223 19949 80%
9V/3A 74.373 8241 20101 80%
20V/3A 73.099 3662 19756 79%
Im Schnitt 72.6465 19634 79%

 

Im Test schwankte die Kapazität zwischen 18.730 mAh und 20.101 mAh. Das ist eine Spanne von 75 % bis 80%.

Das ist „OK“, aber auch nicht außergewöhnlich für eine Powerbank, die mit 25.000 mAh wirbt.

Warum eine Kapazität von 75 % bis 80 % OK ist, erfährst du hier → https://techtest.org/warum-haben-powerbanks-weniger-kapazitaet-als-draufsteht/

 

Ladedauer der Ansody S65

Die Ansody S65 konnte bei mir im Test mit rund 68 W im Maximum laden.

So dauerte eine Ladung 1:44 h. Das ist ein flottes Laden, gerade für eine Powerbank in dieser Preisklasse. Natürlich bricht diese keine Rekorde bei der Ladedauer, aber das sieht soweit vernünftig aus.

 

Fazit

Die Ansody S65 ist eine solide Powerbank der gehobenen Mittelklasse, die vor allem mit ihrer hohen Kapazität, 65-W-USB-C-Leistung und ordentlicher PPS-Unterstützung ein rundes Gesamtpaket bietet. Gerade für Smartphones, Tablets und kleinere Notebooks bekommst du hier ausreichend Leistung, eine brauchbare Effizienz und eine insgesamt vernünftige Ladegeschwindigkeit.

Im Alltag überzeugt die S65 vor allem durch ihre zuverlässige Performance ohne große Schwächen. Die nutzbare Kapazität liegt mit rund 75–80 % im erwartbaren Bereich, das Laden der Powerbank selbst erfolgt angenehm flott und auch die PPS-Unterstützung ist für diese Klasse gut umgesetzt. Damit eignet sich die Powerbank besonders gut für Smartphone-Nutzer, Tablet-User oder Besitzer von kompakten Notebooks, die viel Kapazität zu einem moderaten Preis suchen.

Allerdings darfst du hier kein echtes High-End-Modell erwarten. Verarbeitung und Ausstattung sind eher einfach gehalten, das Display zeigt nur den Akkustand, und die Leistungswerte bewegen sich im typischen Mittelfeld. Auch der zweite USB-C-Port ist nur eingeschränkt für größere Geräte geeignet.

Ob die Ansody S65 eine Empfehlung ist, hängt daher stark vom Preis ab. Bei etwa 30–40 Euro ist sie ein fair bepreistes und empfehlenswertes Gesamtpaket, besonders wenn du viel Kapazität und solide Ladeleistung suchst. Liegt der Preis deutlich darüber, gibt es allerdings oft stärkere Alternativen mit besserer Ausstattung oder höherer Leistung.

UGREEN Nexode Power Bank 25000 mAh 165W im Test – Viel Leistung zum fairen Preis?

140 W USB-C Ports sind normalerweise den High-End-„Flaggschiffen“ vorbehalten. Ab und an gibt es aber auch preis-/leistungsorientierte Modelle mit High-End-Ausgangsleistung.

Genau solch ein Modell haben wir hier mit der UGREEN PB552 vor uns, welche du zum Zeitpunkt des Tests für unter 60 € bekommen kannst.
Die UGREEN PB552 bietet 25.000 mAh Kapazität, 165 W Ausgangsleistung insgesamt und zwei integrierte USB-C-Kabel.

Für unter 60 € auf den ersten Blick ein richtig guter Deal! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier die UGREEN Nexode Power Bank, 25000 mAh 165W wirklich so gut?
Finden wir es im Test heraus!

 

Die UGREEN Nexode Power Bank, 25000 mAh 165W im Test

UGREEN setzt bei der PB552 auf ein recht vertrautes Design. So haben wir hier eine Powerbank im „klassischen“ Barrenformat. Ein ähnliches Design haben wir schon bei anderen Modellen von UGREEN gesehen.

So ist die Powerbank etwas einfacher gebaut als die großen Flaggschiff-Modelle, wirkt aber dennoch hochwertig und stabil gemacht.

Erfreulicherweise ist die Powerbank sehr kompakt für ein Modell mit 140 W Ausgang!

So misst diese gerade einmal 168 × 81 × 22 mm und bringt 545 g auf die Waage. Damit ist dies eine der kleinsten 140-W-Powerbanks in der 20.000 mAh+ Klasse.

Allerdings verzichtet die Powerbank im Gegensatz zu vielen anderen Modellen dieser Klasse auf ein umfangreiches Display mit Leistungswerten usw. Wir haben an der Seite nur eine ganz einfache Anzeige, welche dir den Akkustand zwischen 0 und 100 anzeigt.

 

Integrierte Ladekabel

Die UGREEN Nexode Power Bank besitzt zwei integrierte kurze USB-C-Kabel. Diese sind an den Seiten der Powerbank verstaut, wenn du sie nicht benötigst.

Die Kabel sind etwas steif, aber hochwertig textilummantelt. Also die Kabel machen einen stabilen Eindruck, was auch wichtig ist, denn ein Kabel kann als eine Art Trageschlaufe genutzt werden.

 

Anschlüsse der UGREEN PB552

Neben den beiden USB-C-Kabeln besitzt die Powerbank auch noch einen zusätzlichen USB-C- und USB-A-Port.

  • USB-C Kabel 1 – 140 W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB-C Kabel 2 – 65 W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB-C Port – 65 W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB-A Port – 18 W QC + 22,5 W „Super Charge“

Hier wird es nun interessant. Wir haben wie beworben einen 140-W-USB-C-Anschluss. Allerdings bietet nur das eine integrierte USB-C-Kabel 140 W.

Das zweite USB-C-Kabel wie auch der USB-C-Port haben nur 65 W, was auch nicht schlecht ist. Ich hätte mir aber gewünscht, dass auch der USB-C-Port 140 W bereitstellen könnte. Warum?

Der 140-W-USB-C-Port ist ideal für Notebooks und andere große Geräte. Allerdings bist du hier dann auf die Länge des integrierten Kabels angewiesen, was manchmal etwas ungünstig ist.

Dennoch haben wir hier 1× 140 W und 2× 65 W Ports, was schon extrem gut ist! Insgesamt kann die Powerbank maximal 165 W bereitstellen, was locker für ein großes Notebook + Smartphone ausreicht.

Was also die Power angeht, hat die UGREEN PB552 einiges zu bieten.

 

Umfangreiche PPS-Stufe

Erfreulicherweise bietet die Powerbank eine sehr umfangreiche Unterstützung für den PPS-Standard.

  • 140 W USB-C – 5–21 V bei bis zu 5 A
  • 65 W USB-C – 5–11 V bei bis zu 5 A oder 5–21 V bei bis zu 3,25 A

Ich würde sagen, dies ist eine perfekte PPS-Unterstützung! So bietet der 140-W-USB-C-Port eine perfekte PPS-Range, wodurch dieser super für Samsung, Google und auch viele chinesische Smartphones geeignet ist.

Auch der 65-W-USB-C-Port hat eine super PPS-Range! Wir haben für Samsung-Smartphones die 5–11 V bei bis zu 5 A Range und für die Google Pixel und diverse chinesische Modelle die 5–21 V bei bis zu 3,25 A Range.

 

Konstant 140 W? Leider nein

Sehr viele 140-W-Powerbanks können leider nicht konstant 140 W ausgeben, sondern drosseln sich irgendwann herunter, um die Akkuzellen zu schonen oder aus Temperaturgründen.

Wie schlägt sich hier die UGREEN PB552?

Konstant 140W?
Edge X100 Ja
INIU Power Bank 27000mAh 140W Ja
Anker 737 (PowerCore 24K) Ja
CUKTECH 15 Ultra Ja
Anker Prime 26K 300W Ja
Voltcraft VC-C909 Nein (95%)
Xtorm Powerbank Titan Ultra 140W Nein (90%)
Strong S-19 Nein (90%)
Anker A1340 Prime 27.650mAh 250W Nein (75%)
4smarts Lucid Maxx 60000mAh Nein (70%)
Power Pack „High Power“ 150 von Hama Nein (70%)
AMEGAT Powerbank 140W 27600mAh Nein (60%)
UGREEN PB552 25000 mAh 165W Nein (50%)
CUKTECH 20 Nein

 

Leider weniger gut. So konnte die Powerbank ca. 50 % der Kapazität 140 W konstant liefern. Danach hatte sie sich auf 65 W heruntergedrosselt.

Hierbei handelt es sich um eine Temperaturdrosselung, denn nach einer Weile Abkühlen konnte sie wieder 140 W liefern.

Ist das in der Praxis ein Problem? Das kommt etwas auf dein Setup an. Selbst Notebooks werden selten konstant über längere Zeit 140 W auf Anschlag aus deiner Powerbank ziehen. Entsprechend verlängert das die Zeit, welche die Powerbank 140 W liefern kann, und 65 W sind weiterhin für die meisten Notebooks genug.

Optimal ist es natürlich nicht, aber in der Regel ist es auch kein No-Go.
100 W scheint die Powerbank (knapp) konstant liefern zu können bzw. höchstens bei den letzten ± 10 % kann es eine Drosselung geben.

 

Wie hoch ist die echte Kapazität?

Laut UGREEN bietet die Powerbank eine Kapazität von 25.000 mAh. Hierbei handelt es sich aber um die Kapazität der Akkuzellen im Inneren. Wie hoch ist aber die nutzbare Kapazität?

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/1A 65.19 12763 17620 70%
9V/1A 71.92 7889 19437 78%
9V/3A 75.02 8228 20275 81%
20V/1A 76.75 3821 20743 83%
20V/3A 74.13 3682 20036 80%
Im Schnitt 72.60 19622 78%

Die Kapazität schwankte bei mir im Test zwischen 17.620 mAh im „Worst Case“ und 20.743 mAh im besten Fall.
Das ist eine relativ große Spanne von 70 % bis 83 % der Herstellerangabe.

Im Schnitt konnte ich 19.622 mAh bzw. 72,6024 Wh messen. Nicht fantastisch, nicht furchtbar.

Warum es normal ist, dass eine Powerbank nicht zu 100 % der beworbenen Kapazität auch in der Praxis liefert, erfährst du hier → https://techtest.org/warum-haben-powerbanks-weniger-kapazitaet-als-draufsteht/

 

Ladedauer

Leider kann die UGREEN PB552 nicht mit bis zu 140 W laden, sondern ist im Maximum auf theoretisch 100 W limitiert. Praktisch hat die Powerbank bei mir mit ca. 87 W maximal geladen.

So dauerte eine Ladung ca. 1:42 h. Nicht rekordverdächtig schnell, aber auch nicht langsam.

Vergleichen wir dies mit anderen High-End-Powerbanks, dann landet diese im unteren Mittelfeld, was die Ladedauer angeht.

 

Fazit

Die UGREEN PB552 ist ganz klar ein spannendes Angebot für alle, die möglichst viel Leistung fürs Geld suchen. 140 W USB-C, eine hohe Gesamtleistung von 165 W, zwei integrierte USB-C-Kabel und eine sehr umfangreiche PPS-Unterstützung für deutlich unter 100 Euro ist alles andere als schlecht. Allein dafür verdient sich die PB552 schon einige Pluspunkte.

Weitere Pluspunkte gibt es für das vergleichsweise geringe Gewicht und die kompakten Abmessungen. Dies ist eine der kompaktesten Powerbanks mit 140-W-USB-C-Port.

In der Praxis zeigt sich aber auch, wo gespart wurde. Die 140 W stehen nur an einem der integrierten Kabel zur Verfügung und können nicht dauerhaft gehalten werden. Nach etwa der Hälfte der Kapazität greift eine Temperaturdrosselung, wodurch die Leistung auf 65 W sinkt. Für die meisten Notebooks ist das weiterhin ausreichend, optimal oder „Flaggschiff-Niveau“ ist es aber nicht. Auch bei der nutzbaren Kapazität und der Ladedauer bewegt sich die Powerbank eher im soliden Mittelfeld.

UGREEN Nexode Power Bank, 25000mAh 165W Schnellladen mit...

✅ Vorteile

  • Sehr starkes Preis-/Leistungsverhältnis (oft unter 60 €)

  • 140 W USB-C Leistung (für Notebooks geeignet)

  • Hohe Gesamtleistung von 165 W

  • Zwei integrierte USB-C-Kabel

  • Sehr umfangreiche PPS-Unterstützung (ideal für Samsung, Google & Co.)

  • Kompakt und vergleichsweise leicht für 25.000 mAh

  • Solide Verarbeitung

❌ Nachteile

  • 140 W nur über ein integriertes Kabel verfügbar

  • 140 W nicht dauerhaft möglich (Temperatur-Drosselung auf 65 W)

  • Nutzbare Kapazität nur durchschnittlich (ca. 70–83 %)

Unterm Strich ist die UGREEN PB552 nicht die beste 140-W-Powerbank, die man aktuell bekommen kann. Betrachtet man jedoch den Preis, sieht die Sache anders aus: Für deutlich unter 100 Euro (gerade wenn es Angebote im Preisbereich von 60€ gibt) bekommst du hier eine kompakte, leistungsstarke und vielseitige Powerbank, die im Alltag vieles richtig macht.

 

Aura Aspen im Test – Premium-Bilderrahmen mit unbegrenzter Cloud als alternative zu Frameo und co.

Es gibt bei digitalen Bilderrahmen einen nervigen Trend. So wollen immer mehr Hersteller dir ein Abo unterschieben, damit du die digitalen Bilderrahmen nutzen kannst oder alle Funktionen hast.

Daher freut es mich, wenn ein Hersteller mit Folgendem wirbt:

„Nein, es gibt keine Abonnements oder Gebühren für Ihren Aura-Bilderrahmen. Sie erhalten kostenlosen, unbegrenzten Speicherplatz für Fotos und Videos sowie regelmäßige Funktionsupdates – ohne zusätzliche Kosten.“

Wie du dem entnehmen konntest, geht es um den Hersteller Aura, welcher ein großes Line-up an digitalen Bilderrahmen anbietet.

Hierzu zählt auch der Aura Aspen, ein Modell mit 12-Zoll-Display. Allerdings ist dieser mit 250 € auch schon etwas teurer.

Wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob der Aura Aspen überzeugen kann und wie dieser sich im Vergleich zu den Modellen von Arzopa schlägt.

An dieser Stelle vielen Dank an Aura, welche mir den Aspen für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der Aura Aspen im Test

Rein haptisch und optisch gehört der Aura Aspen zu den hochwertigeren digitalen Bilderrahmen, die ich bisher in den Fingern hatte.

So setzt dieser zunächst auf das typische „Bilderrahmen“-Design. So haben wir zunächst einen schmalen äußeren Rahmen in Schwarz oder „Clay“-Farbe. Neben diesem gibt es aber einen inneren in „Papier“-Optik, ehe dann erst das eigentliche Display-Panel kommt.

Grundsätzlich finde ich dieses Design schick und wohnzimmerfreundlich. Allerdings ist der innere Rahmen beim Aura Aspen vielleicht etwas groß geraten. Hierdurch ist der Bilderrahmen recht „gewaltig“ für ein Modell mit 12-Zoll-Panel. So misst der Aspen 32,3 × 25,7 × 2,8 cm.

Qualitativ gibt es aber nichts zu bemängeln, ganz im Gegenteil. Auch der Standfuß ist aus massivem Metall und erlaubt ein vertikales oder horizontales Aufstellen des Rahmens.

Leider ist allerdings ein Aufhängen des Bilderrahmens nicht möglich, schade!

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir lediglich den Anschluss für das Netzteil, keine USB- oder Speicherkarten-Ports.

 

Kostenfreier Cloud-Speicher?

Interessanterweise gibt Aura beim Aspen nicht an, wie groß der interne Speicher ist, da dies theoretisch nicht relevant ist.

So bietet der Aura Aspen kostenfreien, unbegrenzten Cloud-Speicher.

Unsere Bilderrahmen nutzen den sicheren Cloud-Speicher von Aura und ermöglichen es Ihnen, eine unbegrenzte Anzahl an Fotos und Videos über die App, E-Mail, das Internet, den In-App-Scanner oder direkt von Ihrer Kamerarolle aus hinzuzufügen.

Natürlich ist die Cloud immer so eine Sache, siehe Datenschutz usw., aber erst einmal ist dies ein sehr gutes und erfreuliches Angebot.

Da kannst du Bilder und Videos auf den Bilderrahmen übertragen, ohne dir Sorgen wegen des Speichers machen zu müssen. Allerdings ist dies praktisch bei den meisten anderen Modellen auch nicht das große Problem. Die Bilderrahmen skalieren die Bilder auf eine effiziente Auflösung herunter. Dann benötigen diese nur sehr wenig Speicher. Selbst mit 16 GB Speicher lassen sich effektiv Tausende Bilder speichern.

Theoretisch geht hier beim Aspen aber noch mehr. Wir müssen nur hoffen, dass dieses Angebot auch dauerhaft bestehen bleibt und nicht doch im Nachhinein ein Abo eingeführt wird.

 

App und Funktionsumfang

Am Bilderrahmen selbst kannst du praktisch nichts einstellen. Du kannst zwischen Bildern hin- und herwechseln, wie auch „Gefällt mir“ markieren, aber alle anderen Einstellungen müssen über die Aura-App getätigt werden.

In der Aura-App musst du dich zunächst registrieren. Anschließend verbindest du den Rahmen mit der App/dem Account wie auch mit deinem WLAN-Netz.

Das Ganze hat bei mir absolut problemlos funktioniert und ist auch für weniger technikaffine Nutzer gut machbar.

Anschließend kannst du beliebig viele Bilder und Videos auswählen, die dann auf den Bilderrahmen bzw. auf die Cloud und von dort aus auf den Rahmen übertragen werden. Dies ging bei mir erfreulich schnell, hängt aber sicherlich auch von deiner Internetverbindung ab.

Bilder und Videos werden dabei in ein großes Album geladen. Es gibt keine einzelnen benutzerdefinierten Alben oder „Playlisten“. Alle übertragenen Bilder werden immer in einer gewissen Rotation wiedergegeben.

Wahlweise chronologisch oder in einer zufälligen Reihenfolge. Jedes Bild kann dabei zwischen 15 Sekunden und 24 Stunden angezeigt werden.

Über die App kannst du auch Bilder löschen oder vom Rahmen ausblenden. Du kannst auch ein Bild auswählen, das „jetzt“ angezeigt werden soll.

Verschiedene Übergänge oder erweiterte Funktionen wie Alben gibt es leider nicht. Die App ist recht einfach gehalten, aber funktional ist hier nichts zu bemängeln.

 

Rahmen freigeben

Natürlich ist es möglich, den Bilderrahmen für mehrere Benutzer freizugeben bzw. du kannst sogar per Mail Bilder an den Bilderrahmen senden.

Dies funktioniert über das Internet von „der ganzen Welt aus“.

 

Das Display

Das Herzstück des Aura Aspen ist das 12-Zoll-Display. Dieses löst mit 1600 × 1200 Pixeln auf und setzt auf eine matte Oberfläche. Abseits dieser Information gibt es keine weiteren technischen Daten.

Anhand der Bildqualität würde ich aber von einem IPS-Panel ausgehen.

Grundsätzlich würde ich das Display und dessen Qualität als gut einstufen! Die Auflösung von 1600 × 1200 Pixeln ist zwar nicht übermäßig großzügig, aber auf 12 Zoll ausreichend. Aus normaler Blickdistanz macht dieses einen scharfen und klaren Eindruck.

Auch die Farben sind gelungen. Viele digitale Bilderrahmen tendieren zu einem etwas kalten Bild, nicht so der Aura Aspen. Dieser hat eine sehr neutrale bis vielleicht minimal wärmere Abstimmung. Dies begrüße ich, da so das Bild weniger „künstlich“ wirkt.

Von der generellen Farbdarstellung ist dies eines der besten Modelle, das ich bisher gesehen habe.

Bei der Helligkeit bietet der Aspen ein gutes Standardmaß. Aufgrund des matten Panels sind Spiegelungen kein großes Problem, und sofern du nicht prallen Sonnenschein auf dem Display hast, ist dieses ausreichend hell.

Kurzum: Das Display des Aura Aspen ist jetzt kein OLED-Panel oder etwas absolut Außergewöhnliches, aber für einen digitalen Bilderrahmen in der bis-250-€-Preisklasse gibt es hier nichts zu meckern.

 

Nachtmodus / Automatisches An/Aus

In der App kannst du eine Von-bis-Uhrzeit festlegen, in welcher der Bilderrahmen automatisch abgeschaltet wird. Effektiv handelt es sich um einen Nachtmodus.

Alternativ hat der Bilderrahmen auch eine Automatik. So kann sich der Rahmen automatisch abschalten, wenn das Umgebungslicht zu dunkel wird. Erstaunlicherweise funktioniert das sehr gut! Ist in einem Raum noch eine Lampe an, bleibt auch der Bilderrahmen aktiv. Dunkelst du den Raum komplett ab, geht der Rahmen aus.

 

Stromverbrauch

Kommen wir zum Abschluss noch auf den Stromverbrauch zu sprechen.

Im normalen Betrieb benötigt der Bilderrahmen um die 4–8 W, je nach Helligkeit.

Im „Nachtmodus“ mit ausgeschaltetem Display liegt der Verbrauch bei ca. 3 W.

Gegen die 4–8 W im aktiven Betrieb habe ich nichts, das ist soweit im typischen Rahmen für ein Modell in dieser Größenklasse. Im Nachtmodus ist der Verbrauch allerdings etwas hoch. Hier brauchen andere Modelle meist eher 1–2 W.

 

Fazit

Der Aura Aspen gehört gemeinsam mit den Arzopa-Modellen zu den besten digitalen Bilderrahmen, die ich bisher im Test hatte!

So kombiniert dieser hochwertige Verarbeitung, ein sehr wohnzimmertaugliches Design, ein starkes Display mit einer sehr einfachen und unkomplizierten Nutzung.

Besonders positiv fällt auch das konsequent abo-freie Konzept auf. Unbegrenzter Cloud-Speicher ohne laufende Kosten ist in dieser Produktkategorie mittlerweile alles andere als selbstverständlich und ein echtes Kaufargument. Die App ist bewusst einfach gehalten, funktioniert zuverlässig und ist auch für wenig technikaffine Nutzer problemlos zu bedienen. Funktionen wie der gut arbeitende automatische Nachtmodus oder die einfache Freigabe für Familie und Freunde runden das Gesamtpaket sinnvoll ab.

Ganz ohne Kritik kommt der Aspen aber nicht davon. Der innere Rahmen fällt recht groß aus, was den Bilderrahmen für ein 12-Zoll-Panel wuchtiger wirken lässt. Zudem fehlen erweiterte App-Funktionen wie Alben oder Übergänge, und auch eine Wandmontage wäre bei diesem Preis wünschenswert gewesen. Der leicht erhöhte Stromverbrauch im Nachtmodus ist ebenfalls ein kleiner Minuspunkt.

Unterm Strich ist der Aura Aspen aber ein sehr hochwertiger, angenehm unkomplizierter digitaler Bilderrahmen, der sich vor allem durch sein Display, die Verarbeitung und das faire Cloud-Modell von vielen günstigeren Alternativen abhebt.