Kompakte 30W-Ladegeräte sind aktuell der „Sweetspot“ für die meisten Smartphone-Nutzer. Egal, ob ein aktuelles iPhone, ein Google Pixel oder ein Samsung Galaxy – 30 Watt reichen in der Regel völlig aus, um die Geräte mit hoher Geschwindigkeit zu laden.
Mit dem Modell 31590O hat InLine ein extrem kompaktes 30W-USB-C-Ladegerät auf den Markt gebracht, das durch seine flache Bauform auffällt. Zudem bringt es gleich zwei USB-C-Ports mit.
Aber wie schlägt sich der Winzling in der Praxis? Hält das Ladegerät die versprochenen 30 Watt auch dauerhaft durch, ohne zu überhitzen? Finden wir es im Test heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an einen Leser, welcher mir dieses Ladegerät empfohlen hat.
Design, Abmessungen und Gewicht
Das InLine 31590O ist ein echter Winzling und setzt auf ein sehr flaches Design. Wenn wir das Ladegerät messen (wie ich immer messe, also das reine Gehäuse ohne die in die Steckdose ragenden Stecker-Pins), kommen wir auf 35,7 × 39 × 15 mm.
Mit Stecker (aber weiterhin ohne die Metall-Pins) sind es 35,7 × 62 × 15 mm. Besonders die Dicke von nur 1,5 Zentimetern macht das Netzteil extrem reisefreundlich. Es blockiert in einer Mehrfachsteckdose in der Regel keine benachbarten Plätze.
Spannend wird es, wenn wir uns das Gewicht und das Volumen im Vergleich zur Konkurrenz ansehen.
Wie die Tabelle zeigt, schlägt das InLine-Ladegerät mit seinen gerade einmal 39 Gramm und einem Volumen von 21 cm³ selbst etablierte Größen wie das Anker 511 Nano 3 (44 g / 28 cm³) oder das Ugreen Nexode 30W (57 g / 43 cm³). Das originale Google Pixel 30W-Ladegerät wirkt mit 82 Gramm dagegen schon fast klobig.
Die Anschlüsse und Leistung
Das InLine 31590O verfügt über zwei USB-C-Ports. Schauen wir uns die Leistungsdaten an:
Beide USB-C-Ports bieten eine Leistung von bis zu 30 W! Das ist eine ordentliche Leistung, welche für viele Smartphones gut ausreicht, für ein schnelles Laden.
Allerdings ist es mit 30 W für große Geräte weniger geeignet.
Nutzung beider Ports
Nutzt du beide USB-C-Ports gleichzeitig, wird die Leistung auf 2x 5V/3A gedrosselt. Das Schnellladen via USB PD oder PPS wird dann an beiden Ports deaktiviert und das Ladegerät liefert klassische 15 W, die auf beide Geräte aufgeteilt werden.
PPS-Range
PPS: 5 – 11 V bei bis zu 2,7 A oder 5 – 16 V bei bis zu 1,85 A
Die Unterstützung für PPS (Programmable Power Supply) ist ein extrem wichtiger Punkt. Mit bis zu 2,7 A im Bereich von 5 bis 11 Volt eignet sich das Ladegerät hervorragend für Samsung-Smartphones, die PPS zwingend für das „Schnellladen“ benötigen. Mit maximal 2,7 A ist die PPS-Range allerdings erwartungsgemäß nicht gewaltig. Sie reicht aber gerade für die Samsung-Einsteiger- und -Mittelklasse gut aus.
Belastungstest
Ladegeräte in dieser Größenklasse haben bei dauerhafter Volllast oft mit Hitzeentwicklung zu kämpfen. Manche Modelle drosseln nach 30-40 Minuten die Leistung, um nicht zu überhitzen.
Um das zu überprüfen, habe ich das InLine-Ladegerät meinem üblichen Belastungstest unterzogen: 3 Stunden Volllast bei 30 Watt. Das erfreuliche Ergebnis: Das Netzteil hat den Test ohne jegliche Drosselung überstanden. Es wird auf der Oberfläche zwar spürbar warm, bleibt aber in einem absolut sicheren und unkritischen Rahmen.
Spannungsstabilität
Ein gutes Netzteil sollte die Spannung auch bei hoher Last stabil halten. Fällt die Spannung zu stark ab, kann der Ladevorgang abbrechen oder langsamer werden.
Maximal
Minimal
0A
5,123
5,5
4,75
1A
5,124
5,5
4,75
2A
5,126
5,5
4,75
3A
5,133
5,5
4,75
Maximal
Minimal
0A
9,133
9,45
8,55
1A
9,133
9,45
8,55
2A
9,133
9,45
8,55
3A
9,131
9,45
8,55
Maximal
Minimal
0A
20,15
21
19
1A
20,151
21
19
1,5A
20,147
21
19
Die Spannungsstabilität des InLine 31590O ist hervorragend. Auf der 5V-Schiene sehen wir sogar eine leichte Spannungsanhebung bei steigender Last (von 5,123 V bei 0 A auf 5,133 V bei 3 A). Dies ist ein Feature, das Spannungsabfälle in minderwertigen Ladekabeln kompensieren soll, sehr vorbildlich!
Auch bei 9 V (absolut konstant bei ~9,13 V) und 20 V (konstant bei ~20,15 V) zeigt das Netzteil keinerlei Schwächen und bleibt weit entfernt von den erlaubten Minimal- und Maximalwerten.
Effizienz und Leerlaufverbrauch
Wie effizient wandelt das InLine-Ladegerät den Strom aus der Steckdose in nutzbare Energie für euer Smartphone um?
Die Werte sind für ein 30W-Ladegerät gut, wenn nicht sogar sehr gut bei niedriger Last. Wir erreichen in der Spitze eine Effizienz von 89,7 % (bei 15V / 2A). Selbst beim Worst-Case-Szenario (5V / 3A) fällt die Effizienz nicht unter 84,8 %.
Im Schnitt über alle Spannungsstufen hinweg kommen wir auf starke 87,7 %.
Der Leerlaufverbrauch liegt bei unter 0,1 W und ist damit erfreulich unauffällig.
Fazit
InLine hat mit dem 30-W-USB-C-Ladegerät (31590O) ziemlich genau ins Schwarze getroffen. Es ist aktuell eines der kleinsten und mit nur 39 Gramm das leichteste 30W-Netzteil, das ich bisher im Test hatte. Es schlägt beim Volumen sogar das beliebte Anker Nano 3.
Trotz der extrem kompakten „Flunder-Bauweise“ stimmen die inneren Werte. Die Effizienz ist mit durchschnittlich 87,7 % gut für ein Ladegerät dieser Klasse, die Spannung absolut stabil und der 3-stündige Volllast-Test wurde ohne thermische Drosselung bestanden. Dank PPS (bis 2,7 A) werden auch Samsung-Geräte zügig mit Energie versorgt.
Extrem kompakt & leicht: Mit nur 1,5 cm Dicke und 39 Gramm perfekt für unterwegs.
Zwei Anschlüsse: Bietet gleich zwei USB-C-Ports.
Keine Überhitzung: Besteht den 3-Stunden-Volllasttest ohne thermische Drosselung.
Sehr gute Leistungswerte: Hervorragende Spannungsstabilität und gute Effizienz (Ø 87,7 %).
PPS-Support: Unterstützt PPS, was besonders für das Schnellladen von Samsung-Smartphones wichtig ist.
Sparsam: Sehr geringer Leerlaufverbrauch (unter 0,1 W).
Kontra (Nachteile) ➖
Leistungseinbruch bei Dual-Nutzung: Werden beide Ports gleichzeitig genutzt, wird das Schnellladen deaktiviert und die Leistung auf insgesamt 15W (5V/3A) gedrosselt.
Eingeschränkte PPS-Range: Mit maximal 2,7 A reicht die PPS-Leistung primär nur für Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones.
Gesamtleistung: 30 Watt sind für Laptops oder sehr große Endgeräte weniger gut geeignet.
Dass beim Nutzen beider Ports gleichzeitig nur noch 5 V anliegen, ist der Baugröße geschuldet und bei der Konkurrenz nicht anders. Wer ein primäres Schnellladegerät für sein Smartphone sucht, das in wirklich jede Hosentasche passt, kann hier bedenkenlos zugreifen.
Direkt gesagt: „Made in Germany“ steht für mich im technischen Bereich nicht für „besonders hochwertige“ Produkte. Made in China ist hier oftmals genauso gut oder besser!
China kann Produkte in jeder Qualitätsklasse produzieren, die du dir wünschen kannst, von ultrabillig bis absolut herausragend. Es ist also schon lange nicht mehr so, dass „Made in China“ ein „Makel“ ist und „Made in Germany“ der „Goldstandard“.
Im Bereich der Lebensmittel, Autos oder Industrie mag das anders sein, aber im Bereich der Technik stehe ich voll hinter dieser Aussage.
Dennoch halte ich es für positiv, deutsche oder europäische Hersteller zu unterstützen, falls möglich, denn ansonsten wird es bald keine mehr geben.
4Smarts ist einer der wenigen deutschen Hersteller im Bereich der Powerbanks und Ladegeräte.
Diese lassen ihre Produkte natürlich in Asien fertigen, aber Teile der Entwicklung und des Designs finden in Deutschland statt und 4Smarts „rebrandet“ nicht einfach nur 0815 OEM Designs.
ARCTIC Cooling ist einer der Marktführer im Bereich des PC-Coolings, also CPU-Kühler, Lüfter, Wärmeleitpasten usw.
ARCTIC konzentriert sich dabei spannenderweise vor allem auf das Preis-Leistungs-Segment, was für Hersteller mit deutschen Wurzeln sehr selten ist. Im Allgemeinen sind ARCTIC-Produkte sehr konkurrenzfähig, und gerade die AIOs von ARCTIC Cooling sind hervorragend, auch international.
Die Produktion von ARCTIC wird komplett in Asien durchgeführt, und die Entwicklung teils in Deutschland und teils in Hongkong.
AVM
Standort: Berlin
Gründung: 1986
Mitarbeiter: 900
Produktion: weitestgehend in Europa und Deutschland
Zwar wurde AVM vor kurzem von einem Investor aus Luxemburg übernommen, aber dennoch ist AVM ein Vorzeigeunternehmen im Bereich Smart Home und Netzwerk.
Fritz!Boxen sind der Goldstandard, wenn es um Router und Modems geht. So mögen diese technisch der Konkurrenz teils etwas unterlegen sein (was die reine „Power“ angeht), aber die Zuverlässigkeit ist legendär, der Software-Support herausragend und auch der Funktionsumfang hervorragend.
Auf der Basis seiner Fritz!Boxen hat AVM auch angefangen, ein durchaus ordentliches Smart-Home-System aufzubauen.
Update: Mittlerweile wurde AVM von „Imker Capital Partners“ gekauft. Imker Capital Partners ist ein Investor aus England.
Beyerdynamic ist ein sehr altes und traditionelles deutsches Unternehmen mit Sitz in Heilbronn. Es wurde 1924 gegründet und hat das Prinzip des dynamischen Kopfhörers entwickelt, worauf alle aktuellen Kopfhörer basieren.
Große Teile der kabelgebundenen Kopfhörer, Kopfhörer-Treiber und Mikrofone werden in Deutschland produziert.
Bluetooth-Kopfhörer usw. kommen zwar auch aus Asien, aber selbst hier werden teils Treiber „Made in Germany“ genutzt.
Beyerdynamic gehört zu den absolut unterstützenswerten Herstellern, welche gerade bei ihren Studio-Kopfhörern und auch den kabelgebundenen Gaming-Headsets eine sehr gute Marktposition haben.
Auch qualitativ gibt es an Beyerdynamic-Produkten nichts auszusetzen.
Update: Beyerdynamic wurde 2025 von Cosonic Intelligent Technologies gekauft. Cosonic Intelligent Technologies, ein chinesischer Elektronik- und Audiotechnik-Konzern mit Sitz in Dongguan/China.
Der Hersteller Bosch wird jedem bekannt sein. Es ist hier auch allgemein bekannt, dass Bosch ein deutscher Hersteller ist und auch Produktion in Deutschland hat. Allerdings werden hier primär Autoteile hergestellt.
„Consumer Goods“ wie Smart-Home-Produkte werden in Asien hergestellt, aber in Deutschland weitestgehend entwickelt.
Canton ist einer der bekanntesten deutschen Lautsprecherhersteller und seit Jahrzehnten fest im Hi-Fi- und Heimkino-Bereich etabliert. Die Marke steht vor allem für neutralen, sauberen Klang und solide Technik ohne große Experimente.
Entwicklung und akustisches Design finden in Deutschland statt, produziert wird je nach Serie in Deutschland, Europa und Asien. Hochwertigere Modelle werden teilweise noch in Deutschland gefertigt oder endmontiert, günstigere Serien sind ausgelagert.
Canton gilt als eher konservativer, aber sehr zuverlässiger Hersteller. Besonders im Heimkino-Segment sind Canton-Lautsprecher weit verbreitet und genießen einen guten Ruf.
Cherry ist ein Urgestein im Bereich der Tastaturen. So waren Cherry-Taster sehr lange Zeit ein großes Qualitätsmerkmal, welche auch weiterhin in Deutschland gefertigt werden.
Bis vor wenigen Jahren hatten fast alle Gaming-Tastaturen Cherry-Taster, zumindest alle guten. Allerdings haben aufgrund des Trends zu mechanischen Tastaturen einige chinesische Hersteller angefangen, vergleichbare Taster zu bauen, und haben teils Cherry mittlerweile übertroffen, durch einen höheren Innovationszyklus.
Cherry ist, gefühlt wie viele deutsche Unternehmen, etwas „träge“. Dennoch sind gerade aus Sicht Haltbarkeit und Zuverlässigkeit Cherry-Produkte eine sichere Bank.
Zudem versucht Cherry nun mit der Untermarke „Xtrfy“ auf dem Gaming-Markt Fuß zu fassen.
Homematic war einer der Pioniere im Smart-Home-Bereich und ist hier sehr breit aufgestellt – mit vielen Sensoren und vielen professionellen Partnern.
Dabei lassen sich Homematic-Produkte sehr tief im Haus integrieren, beispielsweise für die Steuerung der Fußbodenheizung, Rollläden usw.
Allerdings hatte ich das Gefühl, dass die Beliebtheit von Homematic in den letzten Jahren etwas gesunken ist. Gerade das Homematic-IP-Ökosystem hatte einige Anlaufschwierigkeiten.
Oh Gigaset, so große Ambitionen, so tief gefallen. Gigaset ist der de-facto-Marktführer für Schnurlostelefone, und aus persönlicher Erfahrung kann ich hier auch sagen: zu Recht.
Die DECT-Telefone von Gigaset sind super und auch weiterhin meine erste Wahl.
An sich hat Gigaset schnell die Zeichen der Zeit richtig gedeutet und erkannt, dass sich Festnetztelefone in der Zukunft eher schlechter verkaufen werden. Daher hat Gigaset versucht, auf den Smart-Home- und den Smartphone-Markt aufzuspringen.
Gerade die Smartphones waren eine holprige Reise. Anfangs hat Gigaset versucht, im High-End-Bereich mitzuspielen, dank eines ausländischen Investors – und hat die Gigaset-ME-Serie auf den Markt gebracht.
Die Gigaset-ME-Smartphones waren viel besser als ihr Ruf, kamen aber kurz vor der nächsten Samsung-Generation heraus und sind daher eher gefloppt.
Gigaset hat es dann nochmals alleine versucht, in der Mittel- und Einsteigerklasse. Aber auch hier war die Reise holprig, um es vorsichtig auszudrücken.
Vor allem im Bereich der Schnurlostelefone ist Gigaset aber ohne Frage der Hersteller meiner Wahl (in Kombination mit einer Fritz!Box).
Homee ist zwar ein recht spezieller Hersteller, mit dem ich offen gesagt bisher noch keine persönlichen Erfahrungen gemacht habe, aber diese bieten eine sehr spannende Smart-Home-Zentrale an.
Diese zeichnet sich durch die umfangreiche Unterstützung offener Standards wie Zigbee, Z-Wave usw. aus.
Dabei wirbt Homee bei seinen Produkten mit dem Prädikat „Made in Germany“. Eine zumindest teilweise Fertigung in Deutschland ist schon etwas Besonderes und macht die Homee-Produkte für mich nochmals interessanter.
Ich glaube zu Leica muss ich nicht viel sagen. Leica ist einer der ältesten Hersteller im Bereich der Kameras, welcher sich in den letzten Jahren auf das absolute Premium Segment konzentriert.
Hier hat Leica auch weiterhin einen sehr guten Ruf. Allerdings sind diese mehr ein Lifestyle/Luxus Produkt geworden.
maxxisun
Standort: Wiedemar (bei Leipzig)
Gründung: 2022
Produktion: Speicher und Steuereinheit „Made in Germany“
maxxisun (offiziell Maxxihandel GmbH) ist einer der spannendsten deutschen Hersteller im Bereich Balkonkraftwerke und Speicher, weil hier tatsächlich in Deutschland gefertigt wird und nicht nur ein OEM-Produkt aus Asien mit einem Logo beklebt wird.
Bekannt ist maxxisun vor allem für den „Maxxicharge“, einen modularen AC-Speicher, der zusammen mit der CCU (der Steuereinheit) für eine möglichst exakte Nulleinspeisung sorgt. Der Speicher lädt also genau so viel nach bzw. gibt genau so viel ab, wie du im Haushalt gerade brauchst, statt Strom zu verschenken.
Die Speicher werden dabei modular aufgebaut, du kannst also später weitere Batterien anhängen, statt ein komplett neues System kaufen zu müssen. Auf die Speicher gibt es 10 Jahre Garantie, was in diesem Marktsegment eine Ansage ist. Die Entwicklung findet in Sachsen statt, teils in Zusammenarbeit mit der Hochschule Anhalt.
Ehrlich gesagt: Die Zellen selbst kommen natürlich aus Asien, das ist bei Akkus schlicht nicht anders möglich. Aber Gehäuse, Elektronik, Firmware und die Endfertigung in Deutschland sind in diesem Bereich schon ein echtes Alleinstellungsmerkmal.
Günstig ist maxxisun dabei nicht, das kommuniziert der Hersteller auch selbst recht offen. Wenn du aber ein System suchst, das erweiterbar ist, langfristigen Support bekommt und nicht in zwei Jahren einfach vom Markt verschwindet, ist maxxisun definitiv einen Blick wert.
Miele, das Aushängeschild für Qualität und Haltbarkeit. Mehr gibt es hier nicht zu sagen.
Miele ist teuer³, aber Miele-Geräte halten ewig und sind qualitativ das Beste, was du bei Haushaltsgeräten kaufen kannst, vor allem, wenn du auf Zuverlässigkeit Wert legst.
Die Produktion von Miele findet größtenteils in Deutschland statt, auch wenn Miele diese teilweise ins europäische Umland verlagert, aufgrund der extremen Produktionskosten in Deutschland.
Nubert ist ein weiterer sehr sympathischer deutscher Hersteller aus dem Audio-Bereich.
Nubert bietet vor allem klassische Lautsprecher und Soundsysteme an.
Diese zeichnen sich durch einen sehr ehrlichen und „puristischen“ Klang aus.
Nubert hatte in der Vergangenheit viel in Deutschland und Europa produziert, allerdings nach meinen Infos über gesonderte „Audio-Möbel-Produzenten“, wovon leider sehr viele insolvent gegangen sind.
Daher werden mittlerweile die meisten Nubert-Produkte in China gefertigt, aber in Deutschland entwickelt.
Eine Ausnahme bildet hier die High-End-nuVero-Serie, welche noch „Made in Germany“ ist.
Rollei ist einer der traditionsreichsten Namen der deutschen Fotogeschichte. Die Marke wurde 1920 gegründet und war jahrzehntelang weltberühmt für Kameras wie die Rolleiflex, die damals tatsächlich in Deutschland gefertigt wurden und absolute Ikonen sind.
Mit der heutigen Rollei hat das Unternehmen von damals allerdings nur noch begrenzt zu tun. Nach mehreren Insolvenzen, Eigentümerwechseln und Umstrukturierungen lebt die Marke heute vor allem im Foto- und Videozubehör-Segment weiter. Dazu zählen unter anderem Stative, Filter, Actioncams, Dashcams, LED-Lichter und diverses Kamera-Zubehör.
Die aktuellen Rollei-Produkte werden überwiegend in Asien gefertigt und sind größtenteils OEM-Produkte, die unter der Marke Rollei vertrieben werden. Entwicklung, Produktmanagement und Qualitätskontrolle finden jedoch in Deutschland statt. Rollei „rebrandet“ zwar vorhandene Plattformen, versucht dabei aber zumindest, eigene Akzente bei Ausstattung, Design und Preis-Leistung zu setzen.
Man sollte Rollei heute daher nicht mehr mit den legendären deutschen Kameraherstellern gleichsetzen, sondern eher als moderne Zubehör-Marke mit historischem Namen sehen. Im Zubehörbereich bietet Rollei oft solide Produkte zu fairen Preisen, ohne jedoch den Qualitäts- oder Innovationsanspruch der klassischen Rollei-Ära zu erreichen.
Sennheiser war neben Beyerdynamic einer der Vorzeige-Hersteller im Audio-Bereich und war hier lange Zeit einer der Marktführer.
Allerdings ist Sennheiser etwas in schwieriges Fahrwasser geraten, gefühlt sind diese zu spät auf den Bluetooth-Trend aufgesprungen.
So hat sich Sennheiser 2022 aufgespalten: Seine Consumer-Sparte wurde verkauft, und Sennheiser selbst konzentriert sich ausschließlich auf professionelle Kunden und vor allem Mikrofonsysteme.
Sehr schade, denn so ist Sennheiser für die meisten Normalnutzer „gestorben“.
Solakon ist einer der bekanntesten deutschen Anbieter von Balkonkraftwerken und mittlerweile auch von passenden Speichern. Das Unternehmen sitzt in Schwäbisch Hall und ist mit Gründung im Jahr 2022 noch relativ jung, hat aber sehr schnell einen großen Teil des Marktes für sich gewonnen.
Wichtig zur Einordnung: Solakon ist kein klassischer Hersteller im Sinne von „wir bauen die Module selbst“. Solarmodule, Wechselrichter und Akkuzellen kommen wie bei praktisch allen Anbietern aus Asien. In Schwäbisch Hall sitzen dafür Produktkonzept, Firmware- und App-Entwicklung, Qualitätssicherung, Logistik und der Support.
Genau der Support ist aus meiner Sicht der eigentliche Punkt bei so einem Produkt. Ein Balkonkraftwerk hängt zehn Jahre und länger an deiner Hauswand, und wenn du dann in der App eine Fehlermeldung bekommst, willst du einen deutschsprachigen Ansprechpartner und keine Mailadresse in Shenzhen.
Ich hatte mit der Solakon ONE bereits ein Gerät im Test, welches Balkonkraftwerk-Speicher, AC-Speicher und Off-Grid-Funktion in einem Gehäuse vereint. Die Effizienz-Messungen dort fand ich durchaus überzeugend.
Solakon fällt also nicht in die Kategorie „Made in Germany“, gehört für mich aber trotzdem in diese Liste, weil hier ein deutsches Unternehmen mit eigener Software-Entwicklung und eigenem Support dahintersteht und nicht nur ein Etikett auf ein Standardprodukt geklebt wird.
tado° war bisher mein favorisierter Hersteller von vernetzten Heizkörperthermostaten. Die tado°-Thermostate waren super, die App war super usw.
Allerdings ist, offen gesagt, tado° bei mir auf einer „No-Go“-Liste gelandet, da diese mit dem Gedanken spielten, für die App-Nutzung monatliche Gebühren einzuführen und ja, die App-Nutzung ist die einzige Art, die tado°-Hardware zu steuern.
tado° ist zwar zurückgerudert, dennoch wäre ich hier vorsichtig.
Im Gegensatz zu Nubert und Beyerdynamic produziert Teufel nicht in Deutschland. Allerdings findet die Entwicklung und das Design in Deutschland statt.
Dabei sind Teufel-Produkte hierdurch etwas „moderner“ als die von Nubert oder Beyerdynamic. Teufel hatte früher den Bluetooth-Trend erkannt, und generell sind die Teufel-Produkte etwas „technischer“.
Gerade die Bluetooth-Lautsprecher, Surround-Systeme und auch Netzwerklautsprecher stechen in Teufels Sortiment als besonders positiv hervor.
Thermal Grizzly ist ein sehr spezielles Unternehmen, welches sich auf Wärmeleitpasten, -Pads und anderes Cooling-Zubehör konzentriert.
Allerdings, gerade was Wärmeleitpasten angeht, ist Thermal Grizzly ziemlich stark, auch auf dem internationalen Markt. Daher ist es nur fair, wenn ich Thermal Grizzly auch hier als positives deutsches Unternehmen benenne.
Vorwerk
Standort: Wuppertal
Gründung: 1883
Mitarbeiter: ca. 108.000 weltweit (durch das Vertreter Modell)
Vorwerk ist eines der traditionsreichsten deutschen Unternehmen im Haushaltsgeräte-Bereich und vor allem für Staubsauger (Kobold) und die Küchenmaschine Thermomix bekannt. Das Unternehmen ist bis heute familiengeführt, was in dieser Größenordnung eher selten ist.
Entwicklung und zentrale Fertigungsschritte finden in Deutschland und Europa statt, je nach Produkt. Viele Geräte dürfen daher zumindest teilweise das Prädikat „Made in Germany“ oder „Made in Europe“ tragen.
Der Vertrieb erfolgt bewusst nicht über den klassischen Einzelhandel, sondern über ein Direktvertriebsmodell.
So richtig große PC- oder Notebook-Hersteller mit deutschen Wurzeln haben wir nicht mehr. Es gibt zwar ein paar kleinere oder mittelgroße PC-Bauer, aber so direkt ist mir hier nur ein „relevanter“ eingefallen: XMG.
XMG produziert und entwickelt im engeren Sinne keine PCs oder Notebooks, sondern nutzt hier fertige Designs.
Beispielsweise nutzt XMG viele Clevo-Barebones, modifiziert diese, kümmert sich um die Endmontage usw. Oftmals scheint XMG bzw. das Mutterunternehmen Schenker Einfluss auf die Entwicklung zu nehmen, um so die Produkte in die gewünschte Richtung zu lenken.
Dabei ist XMG, was den Support betrifft, absolut herausragend, und XMG-Notebooks sind im Allgemeinen sehr wartungsfreundlich.
Ich würde daher XMG durchaus mit gutem Gewissen als deutschen PC-/Notebook-Hersteller bezeichnen.
Noctua ist kein deutsches Unternehmen, kommt aber von unseren Nachbarn aus Österreich. Noctua ist dabei ein absolutes Vorzeigeunternehmen, weshalb ich diese hier auch positiv erwähnen möchte.
Noctua ist im Bereich der PC-Kühler und Lüfter einer der besten Hersteller der Welt.
Noctua hat einen hervorragenden Support und eine generell extrem hohe Qualität.
Und Noctua ist ein super sympathisches, auf dem Boden gebliebenes Unternehmen.
Da ich mit Angelbird durchaus auf Techtest.org auch einigen Kontakt hatte und wir im Bereich der „Speichertechnologie“ wenige Hersteller in Deutschland haben, wollte ich dennoch Angelbird als österreichischen Hersteller erwähnen.
Angelbird entwickelt und produziert sehr hochwertige Speicherkarten und Speichermedien, welche sich speziell an Fotografen und Filmemacher richten.
Die Entwicklung und die Endfertigung finden in Österreich statt.
Wen habe ich vergessen?
Ich habe bestimmt den ein oder anderen „Technikhersteller“ mit „Made in Germany“ oder zumindest einer Entwicklung hier vergessen. Falls dir einer einfällt, schreib ihn in die Kommentare.
Fazit
Ich möchte mit diesem Artikel nicht zum Boykott ausländischer Unternehmen aufrufen. Gerade aus Sicht der Preis-Leistung sind diese sehr oft die bessere Wahl.
Dennoch versuche ich privat, wenn ich die Wahl habe und es Sinn macht, natürlich Unternehmen mit deutschen Wurzeln zu unterstützen.
Ich habe das Gefühl, dass viele deutsche Unternehmen auch etwas mehr Unterstützung und Aufmerksamkeit benötigen.
Gerade Beyerdynamic, Teufel und Nubert haben in meinem Herzen und Leben einen festen Platz.
Ich bin bei Amazon in letzter Zeit immer wieder über solche „Ladestopp“-Adapter gestolpert. Diese werden von X Händlern angeboten, mit den gleichen Werbeaussagen.
So ist es bekanntlich nicht gut, Geräte dauerhaft bei 100 % Ladung am Netz zu halten. Dies kann dem Akku schaden und auch den Standby-Stromverbrauch unnötig in die Höhe treiben.
Ich denke zwar, dass dies bei modernen Geräten alles halb so wild ist, aber dennoch war ich an solch einem Adapter interessiert. Wie funktioniert dieser? Wann löst er aus?
Daher habe ich den „140W USB-C Lade-Stopp Adapter mit Physischer Trennung“ von „Marke: Kitbox“ für rund 14 € bestellt.
Wollen wir uns das Ganze einmal im Test ansehen.
Der Ladestopp-Adapter im Test
Bei dem Ladestopp-Adapter handelt es sich um eine 42 x 34 x 19 mm große Box. Diese ist aus einem einfachen silbernen Kunststoff gefertigt.
Qualitativ ist diese wirklich sehr simpel, und beispielsweise die beiden Hälften, aus welchen das Gehäuse besteht, sind etwas „rau“ verklebt.
Im Großen und Ganzen wird das Gehäuse aber seinen Job machen.
Dabei besitzt der Ladestopp-Adapter einen USB-C-Eingang und einen integrierten USB-C-Stecker.
Zudem haben wir eine kleine Taste mit integrierter LED.
Physische Trennung wörtlich genommen
Ich war bei diesen Adaptern davon ausgegangen, dass hier im Inneren einfach ein Relais ist, welches die Stromverbindung unterbricht.
Allerdings lag ich hier falsch!
Diese Adapter funktionieren ganz anders. So befinden sich neben dem USB-C-Stecker zwei kleine Pins, welche ausgefahren werden.
Diese Pins drücken den Adapter physisch vom angeschlossenen Gerät ab und unterbrechen so die Stromverbindung.
Wild!
Wir haben hier also im Inneren einen Motor, der wirklich einen USB-C-Port trennt.
2 Modi
Der Adapter besitzt zwei Modi, welche du über die Taste steuerst.
Modus 1 – für Smartphones und kleinere Geräte
Modus 2 – für Powerbanks und größere Geräte
Anscheinend steuern diese Modi primär die „Kraft“, mit welcher der Adapter sich auswirft.
Funktioniert
Ich habe den Adapter mit verschiedenen Smartphones und Powerbanks getestet, und dieser funktioniert.
So scheint dieser „auszulösen“, wenn der Ladestrom unter ± 0,3 A fällt. Das ist ein guter Auslöse-Zeitpunkt.
Schnellladen durch den Adapter mit bis zu 140 W nach USB PD funktioniert ebenfalls problemlos.
Nutzen zweifelhaft
Ja, es ist nicht gesund für einen Akku, wenn dieser konstant auf 100 % geladen bleibt. Allerdings, ob es nun in der Praxis ein Drama ist, wenn du z. B. dein Smartphone oder deine Powerbank über Nacht lädst und dieses ein paar Stunden auf 100 % bleibt, lasse ich aber mal dahingestellt.
Zumal auch viele Smartphones mittlerweile über einstellbare Ladelimits verfügen, was vermutlich in der Praxis mehr bringt.
Fazit
Das Fazit zum „140W USB-C Lade-Stopp Adapter mit Physischer Trennung“ fällt bei mir zwiegespalten aus.
Fangen wir mit dem Positiven an. Die Umsetzung ist wirklich herrlich schräg! Ich war fest davon ausgegangen, dass hier im Inneren einfach ein Relais den Strom kappt, stattdessen wirft dir der Adapter tatsächlich einen kleinen Motor entgegen, der über zwei Pins den USB-C-Stecker physisch vom Gerät abdrückt. Das ist wunderbar over-engineered und hat mich beim Testen ehrlich zum Schmunzeln gebracht. Und ja, funktionieren tut das Ganze auch. Der Adapter löst zuverlässig bei rund 0,3 A aus, was ein guter Zeitpunkt ist, und das Schnellladen mit bis zu 140 W nach USB PD läuft ohne Probleme durch.
Die Verarbeitung ist mit dem simplen, etwas rau verklebten Kunststoffgehäuse zwar nichts Besonderes, für rund 14 € und den eigentlichen Zweck geht das aber in Ordnung.
Allerdings, der Nutzen bleibt für mich etwas fraglich. Klar, dauerhaft auf 100 % ist nicht ideal für einen Akku, aber ob es in der Praxis wirklich ein Drama ist, wenn dein Smartphone oder deine Powerbank über Nacht mal ein paar Stunden voll am Netz hängt, wage ich zu bezweifeln. Zumal viele moderne Geräte längst über einstellbare Ladelimits verfügen, die dir in der Praxis vermutlich mehr bringen als so ein Adapter.
Unterm Strich, ein charmantes Stück Technik-Kuriosität mit einer wunderbar wilden Umsetzung.
Mit dem EVO 15 (E25) bietet XMG ein leistungsstarkes und vor allem umfangreich ausgestattetes Ultrabook an.
Zwar verzichtet das EVO 15 auf eine gesonderte GPU, liefert aber eine sehr hohe CPU-Leistung (bis zu 90 W CPU-Power) und eine umfangreiche Anschluss-Ausstattung in einem recht kompakten Format.
Damit ist dieses für Kreativ-Nutzer ideal!
Aber wie sieht es in der Praxis aus? Hat hier das XMG EVO 15 wirklich so viel Power? Wie steht es um das Display und die Akkulaufzeit?
Finden wir dies im Test heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an XMG für das Ausleihen des EVO 15 für diesen Test.
Das XMG EVO 15 (E25) im Test
XMG setzt beim EVO 15 auf ein recht schlichtes und „cleanes“ Design. So besteht das Gehäuse weitestgehend aus einem mattschwarzen Aluminium.
Auf dem Deckel finden wir lediglich ein recht dezentes XMG-Logo. Auf RGB-Beleuchtung oder Ähnliches verzichtet das EVO.
Die Verarbeitungsqualität ist dabei gut, wenn auch nicht „außergewöhnlich“. Das EVO 15 E25 ist zwar gut gebaut, aber auch kein MacBook oder Dell XPS, was die Feinheiten angeht. Es ist einfach weniger auf perfekte Optik getrimmt und mehr auf Funktionalität.
Mit 342 x 240 x 22 mm und einem Gewicht von 1,75 kg ist dieses durchaus kompakt für einen 15-Zöller, allerdings auch nicht winzig.
Viele Anschlüsse
Wo sich das EVO 15 (E25) aber deutlich von Modellen wie dem Dell XPS oder den Apple MacBooks unterscheidet, ist bei den Anschlüssen.
1x USB C USB 4
1x USB C 10 Gbit
3x USB A 3.1 5 Gbit
1x HDMI 2.0b
1x Gbit LAN
1x 3,5 mm Kopfhörer-/Headset-Anschluss
1x SD-Kartenleser
Das ist eine perfekte Ausstattung an Anschlüssen! 2x USB C Ports, davon einer USB 4, 3x USB A, HDMI, LAN und auch noch ein SD-Kartenleser.
Dabei sind die Anschlüsse auch noch sinnvoll über die Seiten des Notebooks verteilt, perfekt!
Display
Das XMG EVO 15 (E25) besitzt ein 15,3 Zoll 16:10 Display. Dieses löst mit 2560×1600 Pixel auf und bringt 300 Hz mit.
Damit ist dies ein sehr modernes Display! 2K ist auch eine Auflösung, welche gut gewählt ist. So ist diese deutlich schärfer als Full HD, aber etwas akkuschonender als 4K.
Mit 300 Hz ist klar, dass XMG hier eins seiner Gaming-Displays verwendet. Allerdings kann die hohe Bildwiederholungsrate auch im Normalbetrieb angenehm sein. So wirken alle Animationen und Bewegungen auf dem Display sehr weich und geschmeidig.
Weitere Pluspunkte kann das Display für die Helligkeit sammeln. Wir haben hier ein mattes Display mit 500 cd/m² laut XMG.
Laut meinen Messungen kommt das Display sogar auf satte 566 cd/m²! Damit ist das XMG EVO 15 (E25) durchaus auch outdoor nutzbar.
Was die Farbraumabdeckung angeht, sieht das Display gut, aber auch nicht überragend aus.
100% sRGB
78% AdobeRGB
79% DCI-P3
Das ist soweit völlig in Ordnung für eine normale Nutzung und semi-professionelle Foto- und Videobearbeitung. Wichtig ist, dass wir 100% sRGB abdecken. 78% AdobeRGB und 79% DCI-P3 sind OK, aber auch nicht überragend. Es ist klar ersichtlich, dass dies ein gutes „Gaming-Display“ ist, das jetzt aber auch nicht für die maximale Farbraumabdeckung optimiert ist.
Ähnliches gilt für die Kalibrierung, welche mit einem Delta E von 1,46 in Ordnung ist.
Tastatur und Trackpad
Das EVO 15 (E25) besitzt eine „vollwertige“ Tastatur mit Nummernpad. Entsprechend ist die Tastatur etwas „gequetscht“. Diese geht von Rand bis Rand beim Evo.
Dabei nutzt diese aber ein echtes deutsches Layout und ist natürlich beleuchtet.
Qualitativ ist die Tastatur gut! Es gibt an dieser nichts zu bemängeln, das Tastatur-Deck ist sehr schön stabil, der Anschlag fest und der „Hub“ recht groß.
Vielleicht könnten die Tasten noch etwas knackiger sein, aber das ist schon Meckern auf einem hohen Level. Gibt es noch bessere Notebook-Tastaturen? Ja, aber selbst wenn du Vielschreiber bist, wirst du mit dem EVO happy sein.
Ähnliches gilt auch fürs Trackpad. Dieses ist ausreichend groß, fühlt sich gut an und reagiert auch zuverlässig. Ist es das beste Trackpad, das ich jemals im Test hatte? Nein, aber es ist gut genug, dass du zufrieden sein wirst.
Kurzum, die Eingabegeräte des EVO 15 (E25) sind gut!
Lautsprecher
Kommen wir zu einem traditionellen Schwachpunkt von XMG-Notebooks, den Lautsprechern. Grundsätzlich sind die Lautsprecher des XMG EVO 15 (E25) „OK“. Für XMG-Verhältnisse sind diese sogar mit am besten.
Sie sind wunderbar klar und vermeiden, zu schrill oder scharf zu klingen. Dabei ist auch die Bühne / Klangbreite auf einem glatten Untergrund sehr gut. Die Lautsprecher sind seitlich leicht schräg nach unten angeordnet und nutzen den Untergrund für die Klangreflexion. Das funktioniert auch gut.
Allerdings ist, verglichen mit einem MacBook oder Dell XPS, ganz klar zu hören, dass hier noch sehr viel Luft nach oben ist!
So fehlt dem XMG EVO 15 doch ein gutes Stück Bass und sie neigen zu einem leicht blechernen Klang.
Allerdings sind die Lautsprecher brauchbar! Ich habe auch schon um einiges Schlechteres, aber halt auch schon einiges Besseres gehört.
Performance
Bei dem XMG EVO 15 (E25) handelt es sich um ein „Ultrabook“. Das heißt, dieses verzichtet auf eine gesonderte GPU.
Die „E“-Version nutzt dabei CPUs von AMD.
AMD Ryzen AI 9 HX 370 | 12 Kerne/24 Threads | bis zu 5,1 GHz | 24 MB Cache | Ryzen AI
AMD Ryzen AI 9 365 | 10 Kerne/20 Threads | bis zu 5 GHz | 24 MB Cache | Ryzen AI
AMD Ryzen AI 7 350 | 8 Kerne/16 Threads | bis zu 5 GHz | 16 MB Cache | Ryzen AI
AMD Ryzen 7 H 255 | 8 Kerne/16 Threads | bis zu 4,9 GHz | 16 MB Cache
Erfreulicherweise bietet XMG dabei die aktuellen AMD-Notebook-Prozessoren. Das Highlight ist der Ryzen AI 9 HX 370 mit seinen 12 Zen-5-Kernen, welchen ich auch in meinem Testgerät habe.
Wichtig ist dabei bei modernen Notebooks die Frage der Leistung. Also wie viel „Watt“ der CPU gefüttert wird. Du kannst zwei Notebooks mit der „gleichen“ CPU kaufen, die massiv unterschiedliche Leistung bieten, je nachdem, welche TDP vom Hersteller eingestellt ist. (Mehr zur „Ryzen AI“-Bezeichnung und der integrierten NPU liest du in meinem separaten Artikel dazu.)
Wie steht es hier um das XMG EVO 15 (E25)?
Hier wird es nun beeindruckend! Denn das EVO 15 füttert der CPU konstant satte 90 W! Das ist extrem viel. Entsprechend können wir mit einer sehr hohen CPU-Leistung rechnen.
Wichtig, dies sind die Powerlimits im Netzbetrieb! Im Akkubetrieb sinken die Limits deutlich.
„Overboost-Modus: 45 Watt ab 70 %; 21 Watt ab 30 % Ladung“
Im Akkubetrieb verliert das EVO 15 also signifikant an Leistung.
Schauen wir uns ein paar Benchmarks im Netzbetrieb an:
Und die Benchmarks sehen wirklich beeindruckend aus! Das XMG EVO 15 (E25) hat die mit höchste CPU-Leistung, die ich bisher in einem Notebook gesehen habe! Geschlagen wird dieses lediglich von einer Handvoll Notebooks mit Intel-CPU, die einfach noch mehr Leistung füttern.
Dieses gute Abschneiden zeigt sich auch beispielsweise in HandBrake. Entsprechend ist das XMG EVO 15 (E25) ideal für Anwendungen, wo es auf eine maximale CPU-Leistung ankommt, wie beispielsweise Fotobearbeitung.
Die CPU-Leistung ist also über jeden Zweifel erhaben. Aber was ist mit der GPU?
Im AMD Ryzen AI 9 HX 370 ist die AMD Radeon 890M integriert. Dies ist eine sehr starke iGPU! Allerdings ist sie weiterhin „nur“ eine iGPU.
Assassin’s Creed Black Flag Resynced
AVG
MIN
1920×1200– niedrig + FSR Leistung
46
25
2560×1600 – niedrig + FSR Leistung
39
23
2560×1600 – mittel + FSR Leistung
36
21
1920×1200– hoch + FSR Leistung
32
16
1920×1200– niedrig + FSR Qualität
30
19
1920×1200– hoch + FSR Qualität
23
15
2560×1600 – mittel + FSR Qualität
21
14
Civilization VII
AVG
MIN
2560×1600 – niedrig
97
56
2560×1600 – mittel
48
27
2560×1600 – hoch
31
19
CS2 (FPS Benchmark Map Dust 2)
AVG
MIN
2560×1600 – niedrig
124
73
2560×1600 – mittel
95
49
2560×1600 – hoch
49
26
2560×1600 – sehr hoch
31
16
Anno 117 PaxRomana
AVG
MIN
2560×1600 – niedrig + FSR Leistung
34
26
2560×1600 – niedrig + FSR Ausgewogen
31
24
2560×1600 – niedrig
19
15
In der Praxis kommt es darauf an, was du spielen möchtest. Einfachere Spiele, eSport-Spiele und ältere Titel werden tadellos auf der AMD Radeon 890M laufen, dies auch bei „mittelhohen“ Qualitätseinstellungen.
Aktuelle AAA-Spiele werden in der Regel auch laufen, aber bei minimaler Qualität und meist mit FSR. Du wirst aber auch eine Handvoll Spiele finden, die einfach „zu viel“ sind, außer du drehst die Auflösung extrem herunter.
Also CPU-Leistung haben wir massenhaft im XMG EVO 15 (E25). Fürs Gaming ist das Notebook aber nur bedingt geeignet, mal ne Runde Minecraft, LOL, CS2 usw. sind aber kein Problem.
Lüfter und Lautstärke
Die Lautstärke des XMG EVO 15 (E25) hängt von vielen Faktoren ab. Neben der Last haben wir vor allem drei Leistungseinstellungen im Kontrollzentrum der XMG-Software. Diese entscheidet über die maximale TDP.
Im Overboost-Modus füttern wir der CPU die maximale Leistung, entsprechend arbeitet dann aber auch der Lüfter. So ist hier der Lüfter recht nervös und springt auch bei kleineren Lastschüben hörbar an. Unter Last ist das Notebook zwar nicht extrem laut, aber deutlich hörbar.
In den niedrigeren Modi wird der Lüfter deutlich entspannter und springt im Alltag selten hörbar an. Ich würde das XMG EVO 15 (E25) nicht als extrem leises Notebook bezeichnen, aber es ist in den niedrigeren Leistungsstufen auch nicht störend laut.
Akkulaufzeit
Grundsätzlich ist im XMG EVO 15 (E25) ein Akku in „Maximalgröße“ verbaut. Heißt, dieser hat satte 99,8 Wh.
Grundsätzlich ist die Akkulaufzeit des XMG EVO 15 (E25) solide, aber auch nicht überragend!
Bei einer normalen Video-Wiedergabe und einer mittleren Displayhelligkeit konnte ich eine Laufzeit im Bereich 9–10 Stunden erreichen.
Bei einer Office-/Web-Nutzung wirst du um die 7–8 Stunden erreichen können. Nicht fantastisch, aber auch nicht furchtbar.
Fazit
Mit dem EVO 15 (E25) liefert XMG ein Ultrabook ab, das vor allem eins kann: rohe CPU-Leistung. Und zwar richtig viel davon.
Denn das absolute Highlight ist ganz klar die Performance. Mit satten 90 W, die der CPU im Netzbetrieb konstant gefüttert werden, gehört das EVO 15 zu den leistungsstärksten Notebooks, die ich bisher im Test hatte. Wenn du also eine Anwendung hast, die maximale CPU-Power braucht – etwa Fotobearbeitung oder Videoschnitt – dann bist du hier goldrichtig aufgehoben.
Auch drumherum stimmt vieles: Die Anschluss-Ausstattung ist mit 2x USB C (einmal USB 4), 3x USB A, HDMI, LAN und SD-Kartenleser schlichtweg perfekt und lässt ein MacBook oder Dell XPS in diesem Punkt ziemlich alt aussehen. Das 2K-Display mit 300 Hz ist modern, wunderbar hell (satte 566 cd/m² in meiner Messung!) und damit sogar outdoor-tauglich. Und auch die Eingabegeräte machen ihren Job gut: solide Tastatur, brauchbares Trackpad.
Natürlich ist aber nicht alles perfekt. Ein paar Punkte solltest du im Hinterkopf behalten:
Die Lautsprecher sind für XMG-Verhältnisse zwar gut, verglichen mit einem MacBook fehlt aber spürbar Bass und sie neigen zum leicht blechernen Klang.
Fürs Gaming ist das EVO 15 nur bedingt geeignet. Die AMD Radeon 890M ist eine starke iGPU, aber eben nur eine iGPU. Für eSport-Titel und ältere Spiele reicht es, aktuelle AAA-Titel laufen nur mit Abstrichen.
Im Akkubetrieb sinken die Powerlimits deutlich, hier verlierst du signifikant an Leistung.
Die Akkulaufzeit ist mit 9–10 Stunden bei Videowiedergabe und 7–8 Stunden im Office-Betrieb solide, aber auch kein Rekord.
Unterm Strich ist das XMG EVO 15 (E25) eine klare Empfehlung für Kreativ-Nutzer und Vielarbeiter, die ein kompaktes Notebook mit maximaler CPU-Leistung und einer erstklassigen Anschluss-Ausstattung suchen. Du bekommst hier eine Menge Power und Praxistauglichkeit in einem cleanen, funktionalen Paket.
Suchst du dagegen ein reines Gaming-Notebook, das perfekte MacBook-Feeling bei Verarbeitung und Klang oder ein Gerät, das auch im Akkubetrieb seine volle Leistung abruft, dann solltest du woanders schauen.
Im Bereich der Ohrhörer gibt es einen neuen Trend hin zu dem „Clip“-Design, welches fast das Gegenteil zu herkömmlichen in-Ear Ohrhörern ist. Anstelle die Umgebung auszusperren, erlauben es dir diese Modelle, deine Umgebung gezielt wahrzunehmen, aber dennoch deine Musik genießen zu können.
Anker mit seiner Tochterfirma Soundcore war hier auch einer der ersten Hersteller mit Ohrhörern im „Clip-Style“.
Das aktuell „größte“ Modell im Anker Soundcore Lineup, das auf dieses Design setzt, sind die AeroClip.
In diesem Test wollen wir uns einmal anschauen bzw. anhören, wie sich die Anker Soundcore AeroClip so im Vergleich zu anderen Clip-Style Ohrhörern schlagen und ob diese überzeugen können.
An dieser Stelle vielen Dank an Anker für das Zurverfügungstellen der AeroClip für diesen Test.
Die Anker Soundcore AeroClip im Test
Wie die meisten „true Wireless“ Ohrhörer werden auch die AeroClip in einer kleinen Ladebox geliefert. Diese misst 62 x 30 x 43 mm und bringt 53 g (mit Ohrhörern, 41 g ohne) auf die Waage. Damit ist die Ladebox der AeroClip mittelgroß.
Rein was das Design und die Verarbeitung angeht, ist diese „schlicht“. Wir haben eine ganz einfache matte Kunststoff-Box mit dem Soundcore Logo auf der Oberseite, das war’s.
Die Ladebox wird ihren Zweck erfüllen, aber für Ohrhörer in der 129 € Preisklasse ist sie schon überraschend „minimalistisch und einfach“ gehalten. So verzichtet diese auch auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens.
Aufladen ist hier ausschließlich via USB C möglich. Dabei kann die Ladebox die Ohrhörer ca. 3x unterwegs aufladen, was so weit OK ist.
Mit einer Ladung sollen die Ohrhörer rund 8 Stunden durchhalten, was +/- hinkommt.
Die AeroClip Ohrhörer selbst sind tendenziell auch eher „schlicht“ gehalten, aber dies in einem stylischen Sinne.
So ist der generelle Formfaktor und Aufbau typisch für Clip-Style Ohrhörer. So haben wir eine kleinere runde Einheit, in welcher die Lautsprecher sitzen, welche in dein Ohr kommt, und eine etwas größere Box, in welcher die Elektronik untergebracht ist. Diese sitzt auf der Rückseite deines Ohrs.
Zusammengehalten wird dies von einem flexiblen Bügel. Dieser Bügel klammert sich um dein Ohr und hält so die Ohrhörer am Platz.
Optionale Gummi-Aufsätze
Mit im Lieferumfang der AeroClip sind Gummi-Aufsätze bzw. Hüllen. Diese kannst du nutzen, um den Halt der Ohrhörer an deinem Ohr zu verbessern, beispielsweise beim Sport.
Bei meinen Ohren war dies allerdings nicht nötig und die Ohrhörer haben von Natur aus gut gehalten.
Natürlich auch mit App Support
Mithilfe der Soundcore App kannst du den Klang und weitere Einstellungen der AeroClip noch nach deinen Wünschen anpassen.
Dabei sind die möglichen Klanganpassungen auch recht umfangreich. Auch die Anpassungsmöglichkeiten bezüglich der Touchsteuerung sind erfreulich.
Weitere Pluspunkte gibt es für die Möglichkeit, zwei Geräte gleichzeitig mit den AeroClip zu koppeln.
Tragekomfort
Bislang haben alle Clip-Style Ohrhörer, die ich in den Fingern hatte, mindestens einen guten Tragekomfort.
Auch die AeroClip sind hier kein Ausreißer, auch wenn ich im ersten Moment etwas überrascht war.
So wirkt der Bügel der AeroClip vergleichsweise steif und hart. Allerdings nach dem Anlegen ist mir dies nicht weiter negativ aufgefallen. Ganz im Gegenteil, einmal angelegt sind die Ohrhörer kaum noch zu spüren, auch wenn der Anpressdruck etwas höher ist.
Die Ohrhörer sitzen gut an meinen Ohren, auch über lange Zeit. Druckstellen oder Ähnliches gibt es nicht, ganz im Gegenteil, umso länger ich diese trage, umso mehr habe ich diese vergessen.
Kurzum, der Tragekomfort ist gut, wenn nicht sogar sehr gut! Besser als bei 90 % aller regulären in-Ear Ohrhörer, auch wenn im Bereich der Clip-Style Modelle die HUAWEI FreeClip 2 die Referenz bleiben.
Eine andere Art Klang
Wichtig: Clip-Ohrhörer bieten im Allgemeinen NICHT den besten Klang! Reguläre in-Ear Ohrhörer, die mit Silikon-Stöpseln deine Ohren versiegeln, können einfach einen deutlich direkteren und druck-volleren Klang liefern.
Ich vergleiche solche Clip-Ohrhörer eher mit zwei kleinen Bluetooth Lautsprechern, die an deinem Kopf kleben.
Du bekommst deine Umgebung voll mit, du kannst also problemlos mit jemandem sprechen und leise Musik hören. Auch im Verkehr oder der Öffentlichkeit kannst du deutlich aufmerksamer sein.
Dabei wird der Schall „locker“ in deine Ohren projiziert. Das Ganze fühlt sich erfreulich natürlich an.
Beispielsweise beim Spazieren mit meinen Hunden kann ich Musik hören, die Vögel zwitschern hören und bekomme meine Umgebung weiter sauber mit. Das ist schon etwas Schönes!
Aber erneut, suchst du den maximalen Klang und druckvollsten Bass, dann sind reguläre in-Ears klar überlegen.
Klang der AeroClip
Aber was ist nun mit dem Klang der AeroClip? Wichtig, ich vergleiche diese hier primär mit anderen Modellen, die auf den Clip-Style setzen.
Wenig überraschend klingen die AeroClip gut! Allerdings haben diese tendenziell einen etwas wärmeren Klang.
So sind die Höhen gut, aber tendenziell etwas wärmer und weicher als z. B. bei den HUAWEI FreeClip 2. Zischlaute runden gut und sauber ab. Musik und auch Stimmen klingen sehr entspannt. Allerdings vermeiden die AeroClip auch das zu warme Klingen. Du brauchst auch keine Sorge zu haben, dass diese dumpf klingen, das ist absolut nicht der Fall.
Dieser leicht wärmere Klang hilft dabei den Mitten und generell der Stimmen-Darstellung. Stimmen klingen mit den AeroClip hervorragend! Gerade Hörbücher, Podcasts usw. machen mit den Ohrhörern richtig Freude. Aber auch Gesang wird wunderbar natürlich dargestellt.
Aber was ist mit dem Bass? Hier muss ich noch einmal auf die bauartbedingten Eigenheiten hinweisen. Der Bass der AeroClip kann NICHT mit regulären in-Ears einer vergleichbaren Preisklasse mithalten. Es fehlt hierfür die Versiegelung der Ohren.
Allerdings haben wir hier generell einen sehr schönen runden und sauberen Bass. Die Soundcore AeroClip liefern einen soliden Tiefgang und der Bass klingt auch bei höheren Lautstärken weiter sauber und wunderbar natürlich. Auch die Bass-Menge ist gut getroffen.
Dabei ist die Pegelfestigkeit und auch maximale Lautstärke deutlich überdurchschnittlich!
Kurzum, der Klang der Ohrhörer ist natürlich, mit einem leicht warmen Touch.
Fazit
Ich bin ein großer Fan der Clip-Style Bluetooth Ohrhörer. Diese bieten zwar generell nicht den allerbesten Klang, aber sind im Alltag einfach toll, wenn du nebenbei etwas Musik oder Hörbücher hören willst, aber dennoch die Umgebung mitbekommen möchtest.
Und die Soundcore AeroClip enttäuschen hier nicht! Auch bei diesen bekommst du deine Umgebung bei moderater Musik-Lautstärke zu 100 % mit. Dabei ist der Tragekomfort top! Deine Ohren werden nicht versiegelt und nach einigen Minuten vergisst du regelrecht, dass du die Ohrhörer überhaupt trägst.
Klanglich sind diese dabei vor allem natürlich. Stimmen werden toll dargestellt (ideal für Hörbücher) und Musik klingt satt, aber nicht übertrieben. Ja, die HUAWEI FreeClip 2 oder Beyerdynamic AMIRON ZERO SPORT sind noch einen Hauch besser, was den Klang betrifft, aber beide sind auch ein gutes Stück teurer.
Die Anker Soundcore AeroClip sind empfehlenswert, zum richtigen Preis. So verkauft Anker die AeroClip zum Zeitpunkt dieses Tests für um die 90 €, was ein fairer Preis ist für das Gebotene und den Klang. Für um die 90 € machst du hier nichts falsch und die Preis/Leistung stimmt!
Das Überwachen des heimischen Stromverbrauchs kann gerade in Zeiten gewaltiger Energiekosten sehr wichtig und wertvoll sein.
Allerdings ist es oftmals gar nicht so leicht, den totalen heimischen Stromverbrauch zu überwachen. Am besten geht dies über z. B. einen Shelly 3EM-63W Gen3. Dieser muss aber im Zählerkasten installiert werden, was eigentlich nur ein Elektriker machen darf.
Allerdings, wenn du einen modernen Stromzähler hast, bietet dieser eine IR-Schnittstelle. Diese kann genutzt werden, um direkt von deinem geeichten Stromzähler Werte auszulesen.
Hierfür gibt es diverse IR-Leseköpfe. So nun auch aus dem Hause Refoss, die mit dem EM01P einen Smart Energy Monitor anbieten.
Wollen wir uns den Refoss EM01P Smart Energy Monitor einmal im Test ansehen!
Voraussetzungen
Sprechen wir erst einmal über ein paar Voraussetzungen, die für den Refoss EM01P Smart Energy Monitor erfüllt sein müssen.
Kompatibler Stromzähler
Stromzähler-„PIN“
Steckdose in der Nähe des Stromzählers
WLAN im Bereich des Stromzählers
Grundsätzlich sollte der EM01P zu den meisten, wenn nicht sogar allen aktuellen Stromzählern mit IR-Lese-Funktion kompatibel sein.
Sollte doch eine Inkompatibilität bestehen, schreibt Refoss: „Own an IEC62056-compliant smart meter that’s not yet supported? Contact our support team at support@refoss.net. After technical evaluation, we’ll develop compatibility for your meter model.“
Und ja, deutsche moderne Stromzähler / Messeinrichtungen sollen den IEC62056-Standard nutzen.
Wichtig: Die Datenausgabe via IR muss erst freigegeben werden. Dafür brauchst du unter Umständen einen PIN. Diesen bekommst du aber einfach telefonisch und kostenfrei von deinem Netzbetreiber.
Ansonsten brauchen wir natürlich eine Steckdose in der Nähe des Zählers wie auch WLAN zum Übertragen der Daten.
Der Refoss EM01P Smart Energy Monitor
Bei dem Refoss EM01P handelt es sich um eine ca. 16,8 x 16,8 x 9,7 mm große Box aus einem auffälligen orangen Kunststoff. Diese wird magnetisch an dem Zähler befestigt.
Dabei finden wir auf der Rückseite einen USB-C-Port. Dieser wird natürlich genutzt, um den Lesekopf mit Strom zu versorgen.
Passend dazu liegt ein USB-C-auf-A-Kabel mit 2 Metern wie auch ein USB-Netzteil mit im Lieferumfang.
App und Funktionen
Für den Refoss EM01P benötigst du die Refoss App. Diese wiederum erfordert die typische und obligatorische Registrierung beim Hersteller.
Die Refoss App ist funktional soweit OK, aber tendenziell recht „einfach“. Optisch könnte diese schon etwas ausgebaut werden. So findest du auf der Startseite eine Übersicht über alle verbundenen Refoss-Geräte.
So ist hier dann auch der Refoss EM01P aufgelistet. Leider gibt es bei dieser Auflistung keine „Live“-Anzeige, wie hoch der Verbrauch gerade ist.
Um dies zu sehen, musst du das Gerät antippen. Dann siehst du den aktuellen Stromverbrauch bzw. die Einspeisung.
Auch historische und Tageswerte werden hier aufgelistet und du kannst bei Bedarf „zurückblättern“.
Etwas schade: Es werden anscheinend keine Zählerstände über die App ausgelesen, was technisch an sich machbar ist.
Auch nur lokal
Zwar musst du dich für die Nutzung des Refoss EM01P beim Hersteller registrieren, aber spannenderweise kannst du den Cloud-Zugriff deaktivieren.
Dann wird sich ausschließlich via LAN mit dem Lesekopf verbunden.
Mit Web-UI
Erfreulicherweise besitzt der Refoss EM01P auch eine Web-UI, welche du durch die Eingabe der IP-Adresse in deinem Webbrowser erreichen kannst.
In der Web-UI kannst du auch den Live-Verbrauch wie auch ein paar historische Werte sehen und Einstellungen anpassen.
Auch werden hier „History Total“-Werte angezeigt, was möglicherweise Zählerstände sind, aber diese Werte sind bei mir falsch und werden nicht korrekt ausgelesen.
Über die Web-UI sind aber spannenderweise auch noch weitere Einstellungen möglich, die du in der App nicht findest, vor allem in Bezug auf den lokalen Zugriff ohne Cloud oder ohne App.
MQTT
Willst du den Refoss EM01P mit dem Home Assistant oder anderen Smart-Home-Systemen verbinden, steht dir hier auch MQTT zur Verfügung.
Genaue Werte
Wichtig: Die Live-Messwerte, die in der App angezeigt werden, sind 100 % genau! Diese Werte kommen direkt von deinem Stromzähler, also der letztendlich relevanten Messeinrichtung.
Stromverbrauch
Der EM01P benötigt ca. 0,98 W mit dem beiliegenden Netzteil aus der Steckdose.
Fazit
Macht, was er soll, so können wir den Refoss EM01P Smart Energy Monitor zusammenfassen. Du kannst via App/Web-UI den Live-Stromverbrauch bzw. die Einspeisung sehen.
Dabei ist die Installation denkbar einfach: Lesekopf aufsetzen, mit Strom versorgen, App installieren, fertig.
Werte, die hier angezeigt werden, stammen direkt von deinem Zähler, sind also grundsätzlich genau.
Im Detail gibt es allerdings auch Kritikpunkte. So macht die App zwar, was sie soll, optisch ist aber noch Luft nach oben und das Auslesen von Zählerständen hat bei mir nicht funktioniert.
Letztendlich kommt es etwas auf den Preis an. Im direkten Vergleich würde ich den everHome EcoTracker IR bevorzugen, vor allem da dieser auch von X Balkonkraftwerken usw. unterstützt wird. Hier muss der Refoss EM01P preislich schon ein gutes Stück drunter bleiben, damit er aus meiner Sicht wirklich Sinn macht / empfehlenswert ist.
Ist der Refoss EM01P merkbar günstiger als der EcoTracker IR zu dem Zeitpunkt, wenn du dies liest, dann ist dieser durchaus empfehlenswert, vor allem wenn es dir einfach um die Live-Werte geht.
Ein LAN-Kabel liegt schon, aber du brauchst plötzlich drei Kameras statt einer? Genau für diesen Fall gibt es PoE-Extender. Die Dinger hängen an einem einzigen PoE-Port, teilen Netzwerk und Strom auf mehrere Ausgänge auf und benötigen dabei selbst kein Netzteil.
Bei Aliexpress bekommst du solche Geräte inzwischen für rund 6€. Das ist ungefähr der Preis, den ein einzelnes gutes Patchkabel kostet. Ich habe mir so ein Modell mit der Bezeichnung AT13F-A bestellt und über mehrere Wochen an meinen Überwachungskameras laufen lassen.
Meine Erfahrungen mit solch einem günstigen PoE-Extender-Switch findest du in diesem Artikel.
Der AT13F-A im Test
Erst einmal zur Begriffsklärung, denn hier wird viel durcheinandergeworfen.
Ein PoE-Splitter trennt Strom und Daten wieder auf, damit du ein Gerät ohne PoE versorgen kannst. Ein PoE-Injector speist Strom in eine bestehende Leitung ein. Und ein PoE-Extender ist im Grunde ein kleiner Switch, der sich selbst per PoE versorgt und den Strom an seine Ausgänge weiterreicht.
Der AT13F-A gehört zur letzten Kategorie. Er hat vier Ports, einen Eingang und drei Ausgänge. Du brauchst also nur ein einziges Kabel vom (PoE-)Switch zum Extender und kannst vor Ort drei PoE-Geräte anschließen.
Weil hier ein echter Switch arbeitet, wird das Signal komplett neu aufbereitet. Jeder Ausgang startet also wieder bei null Metern. Du kannst damit die 100-Meter-Grenze von Ethernet umgehen, wenn du den Extender irgendwo auf halber Strecke platzierst.
Technische Daten
PoE-Extender AT13F-A
Ports: 4x RJ45, 1x PoE-Eingang, 3x PoE-Ausgang
Geschwindigkeit: 100 Mbit
PoE-Standard: IEEE 802.3af/at
PoE In: 44–57 V, 30 W
PoE Out (Port 2–4): 44–57 V, 25 W
Chipsatz: Realtek RTL8305NB
Gehäuse: Kunststoff, weiß
Montage: liegend, Wandmontage oder DIN-Schiene
Preis: ca. 6€ (Aliexpress)
Gehäuse und Montage
Über die Verarbeitung gibt es nicht viel zu erzählen. Weißer Kunststoff, alle vier Ports auf einer Seite, aufgedruckte Beschriftung. Das war’s.
Für ein Gerät, das später ohnehin in einem Verteilerkasten oder unter einem Dachüberstand verschwindet, ist das völlig in Ordnung.
Richtig gut gefällt mir die Montage. Du hast drei Möglichkeiten:
Einfach irgendwo hinlegen
An die Wand schrauben
Auf eine DIN-Schiene klipsen
Gerade Punkt drei ist bei einem 6€-Gerät bemerkenswert. Wenn du sowieso einen Netzwerkschrank oder einen Verteilerkasten mit Hutschiene hast, sitzt das Teil in fünf Sekunden ordentlich fest.
Ein Hinweis noch: Ein Gehäuse aus Kunststoff ohne jede Dichtung gehört nicht nach draußen. Wenn du ihn im Außenbereich einsetzen willst, muss er in eine wetterfeste Box.
Welcher Chipsatz steckt drin?
Auf dem Chip ist die Bezeichnung leider nur noch teilweise lesbar. Erkennbar ist ein Realtek-Chip nach dem Schema RTL83xxNB.
Alles deutet auf den Realtek RTL8305NB hin. Das ist ein 5-Port-10/100M-Ethernet-Switch-Controller, der Speicher, fünf MACs und fünf Physical-Layer-Transceiver in einem einzigen Chip vereint. Der Baustein ist quasi der Standard für günstige Fast-Ethernet-Switches und steckt seit Jahren in unzähligen No-Name-Geräten, aber auch in Modellen von Markenherstellern.
Das passt auch zum Aufbau des Extenders: Von den fünf verfügbaren Ports werden hier schlicht vier nach außen geführt. Der fünfte bleibt ungenutzt (vermutlich, da ansonsten der DIN-Formfaktor nicht mehr passen würde).
Sonderlich spannend ist der Chip nicht, dafür aber erprobt und extrem sparsam.
Das Power-Budget
Hier musst du aufpassen, denn das ist die eine Stelle, an der du dir dein Setup zerschießen kannst.
Der Extender bekommt maximal 30 W aus deinem Versorgungs-Switch. Nach Abzug des Eigenverbrauchs und der Verluste bleiben laut Aufdruck 25 W übrig. Und diese 25 W gelten für alle drei Ausgänge zusammen, nicht pro Port.
Rechne also vorher einmal durch:
Eine typische PoE-Überwachungskamera zieht 4 bis 8 W
Drei Kameras landen damit bei etwa 12 bis 24 W
Das passt, aber viel Luft bleibt nicht
Wichtig ist außerdem, dass dein Uplink-Switch-Port auch wirklich 802.3at liefert. Hängt der Extender an einem reinen 802.3af-Port mit 15,4 W, bleiben unterm Strich nur noch rund 12 W für drei Geräte übrig. Eine Kamera mit Heizung oder ein stärkerer Access Point sind damit direkt raus.
Nur 100 Mbit, reicht das?
Der Switch bietet kein Gigabit, sondern Fast Ethernet mit 100 Mbit.
Für den vorgesehenen Einsatzzweck ist das aber selten ein Problem. Eine 4K-Überwachungskamera überträgt je nach Einstellung 8 bis 16 Mbit, oft sogar weniger. Selbst mit drei Kameras gleichzeitig kommst du damit nicht in die Nähe der Grenze.
Kritisch wird es erst, wenn mehrere Kameras parallel hochauflösende Aufzeichnungen auf ein NAS schieben und du zusätzlich noch Live-Streams abrufst. Oder wenn du am Extender einen WLAN-Access-Point betreiben willst. Dann ist der Anschluss tatsächlich zu langsam und du solltest zu einem Gigabit-Modell greifen.
Stromverbrauch
Ich habe den Verbrauch über den versorgenden Switch ausgelesen. Ohne angeschlossene Geräte zieht der Extender gerade einmal 0,89 W.
Das ist wirklich wenig und im Jahr weniger als 3 kWh. Selbst wenn du zwei oder drei dieser Extender im Netzwerk verteilst, fällt das auf der Stromrechnung nicht auf.
Praxiserfahrung
Ich habe den Extender mit drei einfachen PoE-Überwachungskameras betrieben. Angeschlossen, Kameras dran, fertig. Alle drei wurden sofort erkannt und mit Strom versorgt, ohne dass ich irgendetwas konfigurieren musste. Es gibt hier auch nichts zu konfigurieren, das Gerät hat keinerlei Management-Funktion.
Wir haben hier wirklich einen ganz einfachen „dummen“ Switch/PoE-Extender.
Was ich nicht sagen kann, ist, wie das Gerät in drei Jahren dasteht. Bei einem 6€-Produkt ohne Garantieabwicklung würde ich für kritische Installationen vermutlich eher etwas anderes wählen.
Fazit
Der AT13F-A ist kein gutes Netzwerkgerät. Er ist ein extrem günstiges Netzwerkgerät, das genau eine Aufgabe erfüllt und diese ohne Murren erledigt.
100 Mbit sind im Jahr 2026 eigentlich nicht mehr zeitgemäß, es gibt kein Management und keine Dokumentation.
Wenn du aber genau das suchst, was der Extender verspricht, nämlich einen simplen Verteiler für PoE-Überwachungskameras an einer Stelle, an der nur ein Kabel liegt, dann bekommst du hier für 6€ ein Gerät, das funktioniert. Und für Kameras reichen 100 Mbit in aller Regel völlig aus.
Der niedrige Eigenverbrauch von 0,89 W und die Montage auf DIN-Schiene sind dabei nette Pluspunkte.
Achte einfach auf dein Power-Budget, dann wirst du mit dem Ding zufrieden sein. Für alles jenseits von Kameras, insbesondere für Access Points, würde ich dir dagegen zu einem geeigneten LAN-Kabel und einem Gigabit-Modell raten.
ASUS baut seine ProArt Produktserie fleißig weiter aus. Dies nun auch mit einem passenden „High-Speed“ Desktop-Switch, dem ASUS ProArt Switch PQG-U1080.
Bei dem ASUS ProArt Switch PQG-U1080 handelt es sich um einen 8 + 2 Port Netzwerkswitch.
Dabei soll dieser mit einem schicken Design wie auch hoher Leistung punkten. So haben wir hier 8x 2,5 Gbit LAN Ports wie auch 2x 10 Gbit SFP+ Ports.
Wollen wir uns den PQG-U1080 einmal in einem kurzen Test ansehen!
An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Ausleihen des Switch für diesen Test.
Der ASUS ProArt Switch PQG-U1080 im Test
Die größte Auffälligkeit beim PQG-U1080 ist zunächst das Design. Viele High Power Switche haben in der Regel ein sehr technisches Design, das halt für ein Server-Rack gemacht und gedacht ist.
Das ist hier anders. Der ProArt Switch ist recht dezent und schick gestaltet. So würde dieser auf einem modernen Schreibtisch nicht deplatziert wirken.
Auch hat ASUS sich bei den Status-LEDs sehr zurückgehalten! Wir haben auf der Front eine einfache, dezente und weiße Status-LED.
Jeder Port auf der Rückseite hat auch eine kleine weiße Status-LED. Alles sehr dezent! Ist dir das immer noch zu viel, gibt es an der Seite einen kleinen Schalter, der alle LEDs deaktiviert.
Optisch gefällt mir der Switch zwar gut, aber was die Verarbeitung bzw. Materialwahl angeht, ist dieser simpler, als er aussieht. So ist das ca. 180 x 89,5 x 26 mm große Gehäuse aus einem vergleichsweise einfachen Kunststoff gefertigt.
Anschlüsse des PQG-U1080
Kommen wir zum eigentlich Wichtigen, den Anschlüssen. Und hier ist ASUS durchaus großzügig. Auf der Rückseite findest du 8x RJ45 LAN-Ports, welche folgende Geschwindigkeiten unterstützen:
100 Mbit
1000 Mbit
2500 Mbit (2,5 Gbit)
Dazu gesellen sich 2x SFP+ Ports, welche jeweils bis zu 10 Gbit schaffen.
Damit ist der PQG-U1080 deutlich besser ausgestattet als die typischen 5- oder 8-Port-Modelle. Gerade die zwei SFP+ Ports sind hier ein starkes Argument.
Diese sind klassisch als Uplink gedacht. Hast du mehrere Switche im Netzwerk, verbindest du diese untereinander üblicherweise per SFP+, oder du hängst dein NAS beziehungsweise deine Workstation mit 10 Gbit direkt an den Switch. Zwei davon zu haben, gibt dir hier ordentlich Spielraum.
Alle Anschlüsse sitzen auf der Rückseite, ebenso wie der Anschluss für das beiliegende Netzteil. Dieses fällt mit 12V/1A erfreulich klein aus.
Für ein Desktop-Setup ist die Anordnung ideal, für einen Netzwerkschrank ist sie weniger praktisch. Aber genau dafür ist der ProArt Switch ja auch nicht gedacht.
Unmanaged, einstecken und fertig
Bei dem ASUS ProArt Switch PQG-U1080 handelt es sich um einen Unmanaged Switch. Du hast hier also keine Weboberfläche, keine VLANs, keine Port-Statistiken und auch keine sonstigen Einstellungsmöglichkeiten. Einstecken, kurz warten, läuft.
Auch am Gehäuse selbst gibt es nichts zu konfigurieren. Der einzige Schalter, den der Switch besitzt, ist jener für die LEDs. Kein DIP-Schalter-Block, keine Modi, nichts.
Das mag im ersten Moment nach wenig klingen, passt aber zur Zielgruppe. Der PQG-U1080 soll auf dem Schreibtisch stehen und einfach funktionieren, nicht konfiguriert werden.
Ein paar Dinge macht der Switch aber im Hintergrund von sich aus:
Jumbo Frames bis 10K – das klingt nach einer Kleinigkeit, ist es aber nicht. Ich habe schon einige günstige 2,5 Gbit Switche erlebt, die bei großen Jumbo Frames etwas „zickig“ wurden.
IEEE 802.3az (EEE) – senkt den Verbrauch automatisch, wenn wenig los ist.
IEEE 802.3x Flow Control
Loop-Erkennung – erkennt der Switch eine Schleife im Netzwerk, blinkt die entsprechende Port-LED schnell.
Gerade die Loop-Erkennung ist ein netter Punkt, der bei günstigen Modellen gerne fehlt.
Die LEDs im Detail
Ich hatte es oben schon angesprochen, ASUS hält sich bei den LEDs angenehm zurück. Alle leuchten weiß, es gibt kein buntes Durcheinander.
Die Bedeutung ist schnell erklärt:
Aus = kein Gerät verbunden oder Verbindung fehlgeschlagen
Weiß = Verbindung besteht
Blinken = Daten werden übertragen
Schnelles Blinken = Loop erkannt
Und hier kommt der einzige echte Kritikpunkt bei den LEDs: Es gibt keinerlei Unterscheidung nach Geschwindigkeit. Egal ob ein Gerät mit 2,5 Gbit oder mit 100 Mbit angebunden ist, die LED leuchtet identisch weiß. Bei den SFP+ Ports ist es dasselbe, 10 Gbit und 1 Gbit sehen gleich aus.
Es gibt also keine Möglichkeit, am Switch zu erkennen, welche Geschwindigkeit verbundene Geräte haben.
Montage
ASUS legt dem Switch einen Kabelbinder bei. Der Hintergrund ist, dass der PQG-U1080 nicht nur auf dem Schreibtisch stehen soll, sondern sich auch an einem Tischbein, einem Monitorarm oder einer ähnlichen Rundung befestigen lässt.
Zusätzlich ist eine magnetische Befestigung möglich, du kannst den Switch also beispielsweise an die Seitenwand eines PC-Gehäuses oder an ein Metallregal hängen.
Das ist keine Weltneuheit, aber ein netter Gedanke, gerade wenn du ein aufgeräumtes Setup ohne sichtbare Technik willst.
Der Stromverbrauch
Bei einem Gerät, das 24/7 läuft, ist der Stromverbrauch für mich immer eines der wichtigsten Kriterien. Und hier macht der ASUS ProArt Switch PQG-U1080 eine richtig gute Figur.
Leerlauf (ohne Geräte): ca. 2,0 W
2x 2,5 Gbit Geräte: ca. 2,6 W
3x 2,5 Gbit Geräte: ca. 3,1 W
4x 2,5 Gbit Geräte: ca. 3,6 W
Im Leerlauf, also ganz ohne angeschlossene Geräte, genehmigt sich der Switch gerade einmal rund 2,0 W. Pro genutztem 2,5 Gbit Port kommen dann etwa 0,5 bis 0,6 W obendrauf.
Das ist ein sehr guter Wert, gerade für einen 8-Port-Switch. Bei acht voll belegten Ports landest du damit hochgerechnet bei etwa 6 W, was für diese Portanzahl absolut in Ordnung geht.
Wichtig ist hier natürlich: Alle Werte gelten für RJ45. Steckst du SFP+ Module ein, kommt deren Verbrauch obendrauf, und der kann je nach Modul (vor allem bei RJ45-SFP+-Adaptern) deutlich höher ausfallen als der gesamte Switch selbst.
Temperaturen
Der PQG-U1080 ist komplett passiv gekühlt, es gibt also keinen Lüfter und damit auch keinerlei Geräusche.
Ich habe mir den Switch nach 8 Stunden Dauerbetrieb mit vier angeschlossenen 2,5 Gbit Geräten einmal mit der Wärmebildkamera angeschaut.
Auf der Oberseite messe ich dabei rund 38,9 °C bei einer Umgebungstemperatur von 27,7 °C. Das sind also etwa 11 Grad über der Umgebungstemperatur, ein völlig unkritischer Wert.
Etwas wärmer wird es an der Unterseite, wo auch die Lüftungsschlitze sitzen. Hier komme ich auf maximal 45,0 °C bei 26,7 °C Umgebungstemperatur.
Auch das ist noch absolut im Rahmen und für einen passiv gekühlten Switch normal.
In der Praxis
Genug Theorie, wie schlägt sich der Switch im Alltag?
Um es kurz zu machen: absolut unauffällig. Und das ist bei einem Switch das größte Kompliment, das man aussprechen kann.
Der PQG-U1080 lief bei mir über den kompletten Testzeitraum stabil, ohne Aussetzer, ohne Abstürze und ohne merkwürdige Verhaltensweisen. Kompatibilitätsprobleme mit irgendeinem meiner Geräte gab es ebenfalls nicht, weder mit 2,5 Gbit Endgeräten noch mit älteren Gigabit-Geräten.
Die vollen 2,5 Gbit lassen sich problemlos durch den Switch schieben, auch über mehrere Ports gleichzeitig.
Das ist so von einem modernen 2,5 Gbit Switch erwartbar.
Switch IC: MaxLinear MxL86282C
Werfen wir noch einen kurzen Blick unter die Haube. Im ASUS ProArt Switch PQG-U1080 steckt ein MaxLinear MxL86282C.
Dabei handelt es sich um einen 10-Port-Ethernet-Switch mit acht 2,5-Gigabit-PHYs und zwei 10-Gigabit-SerDes, also exakt die 8 + 2 Konfiguration, die wir hier finden. Die beiden Uplinks arbeiten wahlweise mit 10G, 2,5G oder 1G und lassen sich für SFP-Käfige, externe BASE-T-PHYs oder die Anbindung an einen Gateway-SoC nutzen.
Spannend ist hier vor allem das Wort „integriert“. Viele der klassischen 8+1-Port-Switche am Markt setzen auf eine Zwei-Chip-Lösung von Realtek, hier haben wir dagegen einen einzelnen Chip.
8x 2,5 Gbit LAN, dazu 2x 10 Gbit SFP+, ein sehr niedriger Stromverbrauch von rund 2 W im Leerlauf, passive und damit lautlose Kühlung sowie Jumbo Frames bis 10K. Das ist ein rundes Gesamtpaket.
Auch in der Praxis lief der Switch bei mir absolut stabil und ohne jegliche Kompatibilitätsprobleme.
Das eigentlich Besondere am PQG-U1080 sind aber zwei andere Punkte. Zum einen das Design. Der Switch ist dezent, schlicht und mit den zurückhaltenden weißen Status-LEDs, die sich sogar komplett abschalten lassen, ein Gerät, das du problemlos offen auf dem Schreibtisch stehen lassen kannst. Das können die wenigsten Switche von sich behaupten.
Zum anderen der Hersteller. Der Markt für 2,5 Gbit Switche wird stark von NoName-Marken dominiert, die du meist nur über AliExpress oder Amazon-Marketplace bekommst. Hier hast du dagegen ASUS mit einem regulären Vertrieb, einer regulären Garantieabwicklung und einem Ansprechpartner, wenn doch mal etwas ist.
Der Preis von rund 150€ ist damit fair, auch wenn technisch vergleichbare NoName-Modelle günstiger zu haben sind. Ob dir Marke, Design und Support diesen Aufpreis wert sind, musst du am Ende selbst entscheiden.
Der einzige echte Kritikpunkt von meiner Seite ist die Materialwahl. Für rund 150€ und ein „ProArt“-Produkt hätte ich mir zumindest teilweise Metall gewünscht, statt des einfachen Kunststoffgehäuses. Optisch fällt das nicht auf, in der Hand aber schon.
Unterm Strich aber eine klare Empfehlung, wenn du einen schicken, sparsamen und zuverlässigen 8+2 Port Switch für dein Desktop-Setup suchst.
4Smarts ist einer meiner Lieblings-Hersteller von Powerbanks und Ladegeräten. Warum? Diese fliegen zwar oftmals etwas unter dem Radar, bieten aber einige extrem spannende und exotische Modelle an, welche auch technisch meist sehr stark sind.
Heute haben wir ein weiteres dieser extrem interessanten Modelle im Test, das 4smarts GaN Flex Screen AI 100W Ladegerät.
Hinter diesem Namen verbirgt sich ein universelles USB C Ladegerät mit ordentlichen 100 W, einem ausziehbaren Ladekabel und Support für den neuen USB PD 3.2 Standard.
Hinzu kommt ein Display und ein „Reise-Kit“ (je nach Version).
Wollen wir uns das 4smarts GaN Flex Screen AI 100W Ladegerät einmal im Test ansehen!
An dieser Stelle vielen Dank an 4Smarts für das Zurverfügungstellen des Ladegerätes für diesen Test.
Lob für die Verpackung und den Lieferumfang
Normalerweise gehe ich auf die Verpackung nicht groß weiter ein, aber hier möchte ich einmal eine Ausnahme machen.
4Smarts bietet dieses Ladegerät auch in einer „Reise“-Version an, welche ich hier habe.
Diese Version hat nicht nur einen sehr spannenden Lieferumfang, sondern auch eine tolle Verpackung!
So wird das Ladegerät und sein Zubehör einfach direkt in der Transporttasche geliefert, ohne große Umverpackung. Auch im Inneren verzichtet 4Smarts fast vollständig auf Kunststoff. Adapter usw. sind in kleinen Papier-Tüten. Lediglich auf dem Display des Ladegeräts ist eine Kunststoff-Schutzfolie.
Mit im Lieferumfang des Ladegerätes liegen 2 Aufsätze für die EU und UK. Integriert ist bereits der US-Stecker. Die Aufsätze sitzen aber sehr gut auf dem Ladegerät (auch wenn es eine farblich leichte Abweichung gibt).
Ebenfalls mit im Lieferumfang ist ein Verlängerungskabel / Aufsatz! Dieser erlaubt eine Nutzung als Schreibtisch-Ladegerät. Praktisch! Du hast also die Wahl: Steckdosen-Ladegerät oder Schreibtisch-Ladegerät.
Dafür gibt es klare Bonuspunkte!
Das 4smarts GaN Flex Screen AI 100W im Test
Zwar wird das 4smarts GaN Flex Screen AI 100W auch etwas als Reise-Ladegerät vermarktet, aber was die Abmessungen und das Gewicht angeht, ist dieses eher ein etwas größeres Modell.
Dies liegt natürlich auch an den vielen Zusatz-Features wie dem ausziehbaren Kabel, dem Display und den austauschbaren Adaptern.
Dennoch würde ich sagen, dass dieses ausreichend handlich ist, um als Reise-Modell durchzugehen, gerade in Kombination mit dem Zubehör. Lediglich auf einer Backpacking-Tour, wo es auf jedes Gramm ankommt, wäre es nicht meine erste Wahl.
Qualitativ und von der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Das Ladegerät wirkt gut und hochwertig gemacht.
Ausziehbares Ladekabel
Im 4smarts GaN Flex Screen AI 100W ist ein ausziehbares ca. 65 cm langes USB C Ladekabel integriert.
Dieses lässt sich bei Bedarf einfach ausziehen, und wenn du es nicht mehr brauchst, lässt es sich über einen Einzugsmechanismus einfach einrollen.
Ein Feature, das ich sehr schätze!
Das Display
Auf der Front findet sich ein LCD-Farbdisplay. Dieses zeigt dir bei der Nutzung einige weitere Informationen an.
Ausgangsleistung gesamt in Watt
Ausgangsleistung in Watt pro Port
Temperatur-Status
Dauer des aktuellen Ladevorgangs
Ich halte dieses Display für einen großen weiteren Pluspunkt. Gerade wenn du irgendwelche Probleme hast, kann dies doch sehr hilfreich sein, um zu sehen, ob und wie viel Leistung gerade in deine Endgeräte geht.
Anschlüsse
Neben dem ausziehbaren USB C Kabel verfügt das Ladegerät über einen weiteren USB C Port und USB A Port.
Integriertes USB C Kabel – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
USB C Port – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
USB A Port – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A, 20V/1,5A (Quick Charge, bis zu 30 W)
Sowohl das integrierte Kabel wie auch der USB C Port bieten also die vollen 100 W. Damit kannst du hier auch problemlos ein MacBook Pro, ein Dell XPS oder ein anderes größeres Notebook laden.
Erfreulich ist, dass 4smarts die 12 V Stufe nicht wegrationalisiert hat. Diese wird zwar selten genutzt, aber wenn du eins dieser speziellen Geräte hast, die zwingend 12 V wollen, bist du hier auf der sicheren Seite.
Auch der USB A Port ist mit bis zu 30 W via Quick Charge deutlich besser aufgestellt als bei vielen anderen Ladegeräten, wo USB A oft nur noch mit 5V/2,4A abgespeist wird.
PPS
Sowohl das integrierte USB C Kabel als auch der USB C Port unterstützen den PPS Standard mit der gleichen Range.
3,3 – 21 V bei bis zu 5 A
Das ist eine praktisch perfekte PPS Range! Besser geht es kaum. Damit lädt das Ladegerät sämtliche Samsung Galaxy Smartphones, Google Pixel Modelle und auch viele chinesische Geräte mit dem vollen Tempo.
AVS und USB PD 3.2
Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, der dieses Ladegerät technisch wirklich spannend macht: Das 4smarts GaN Flex Screen AI 100W unterstützt den neuen USB PD 3.2 Standard inklusive AVS.
AVS (Adjustable Voltage Supply) funktioniert vom Prinzip her ähnlich wie PPS. Die Spannung lässt sich hier fein anpassen, statt in festen Stufen zu springen.
AVS – 9 – 20 V bei bis zu 3 A
AVS gibt es nur über das integrierte USB C Kabel. Der separate USB C Port unterstützt kein AVS. Praktisch relevant ist das aktuell noch für sehr wenige Nutzer, da es bisher kaum Geräte gibt, die AVS wirklich nutzen. Aber es zeigt, dass 4smarts hier technisch auf der Höhe der Zeit ist, und das ist bei einem Ladegerät, das du vermutlich die nächsten Jahre nutzt, kein schlechtes Argument.
Leistungsverteilung bei Nutzung mehrerer Ports
Das Ladegerät bietet in Summe 100 W. Entsprechend muss sich dieses drosseln, wenn du mehrere Anschlüsse gleichzeitig nutzt.
Genutzte Anschlüsse
Leistungsverteilung
USB C Kabel
100 W
USB C Port
100 W
USB C Port + Kabel
65 W + 35 W
USB C Port + USB A
65 W + 30 W
Alle drei Anschlüsse
65 W + 15 W (USB C Port und USB A teilen sich diese)
Das ist eine sinnvolle Aufteilung. Nutzt du Kabel und Port gemeinsam, bekommst du mit 65 W immer noch genug Leistung für ein Notebook, während parallel ein Tablet oder Smartphone mit 35 W geladen wird.
Nur wenn du alle drei Anschlüsse gleichzeitig belegst, wird es für die kleineren Geräte etwas eng. 15 W, die sich zwei Anschlüsse teilen, ist nicht üppig. Für Kopfhörer, eine Smartwatch oder ein Zweitgerät über Nacht reicht es aber allemal.
Der Belastungstest
Die für mich wichtigste Frage bei jedem Ladegerät dieser Klasse: Kann es die beworbene Leistung auch konstant liefern?
Leider werden Ladegeräte mittlerweile oft so kompakt gebaut, dass sie nach einiger Zeit aufgrund der Hitzeentwicklung drosseln müssen. Und hier haben wir zusätzlich noch ein Display und einen Kabeleinzug im Gehäuse, die ebenfalls Platz brauchen.
Wie schlägt sich das 4smarts GaN Flex Screen AI 100W?
Sehr gut! Das Ladegerät konnte bei mir im Test rund 3 Stunden lang volle Last durchhalten, ohne dass es zu einer Drosselung kam. Da hätte ich bei der Bauform durchaus Schlimmeres erwartet.
Natürlich erwärmt sich das Ladegerät dabei. Auf dem Wärmebild siehst du eine maximale Oberflächentemperatur von rund 75 Grad, gemessen im Bereich der Anschlüsse. Das klingt erst mal viel, ist für ein Ladegerät dieser Leistungsklasse unter Dauervolllast aber im normalen Rahmen und unkritisch.
Praktischerweise kannst du über das Display den Temperatur-Status direkt im Blick behalten.
Spannungsstabilität
Werfen wir noch einen Blick auf die generelle Spannungsstabilität. Ich habe hier überprüft, wie sich die Spannung je nach anliegender Last verändert.
Für die Ladegeschwindigkeit ist das in der Praxis nicht super entscheidend, solange wir keine Ausreißer über die Grenzwerte oder ein zu wildes Schwanken sehen.
5 V
Last
Gemessen
Maximal
Minimal
0A
5,131 V
5,5 V
4,75 V
1A
5,147 V
5,5 V
4,75 V
2A
5,185 V
5,5 V
4,75 V
3A
5,214 V
5,5 V
4,75 V
9 V
Last
Gemessen
Maximal
Minimal
0A
9,125 V
9,45 V
8,55 V
1A
9,122 V
9,45 V
8,55 V
2A
9,156 V
9,45 V
8,55 V
3A
9,179 V
9,45 V
8,55 V
20 V
Last
Gemessen
Maximal
Minimal
0A
19,959 V
21 V
19 V
1A
19,993 V
21 V
19 V
2A
19,876 V
21 V
19 V
3A
19,790 V
21 V
19 V
4A
19,716 V
21 V
19 V
5A
19,638 V
21 V
19 V
Hier gibt es nichts zu meckern. Alle Spannungen liegen sauber innerhalb der Grenzwerte, und das mit ordentlichem Abstand.
Interessant ist, dass die Spannung bei 5 V und 9 V unter Last leicht ansteigt, statt abzufallen. Das ist eine bewusste Kompensation, die den Spannungsabfall über das Kabel ausgleichen soll. Völlig unproblematisch.
Bei 20 V fällt die Spannung erwartungsgemäß mit steigender Last leicht ab, selbst bei vollen 5 A liegen wir aber noch bei 19,6 V und damit klar über dem Grenzwert. Sehr sauber.
Leerlaufverbrauch
Im Leerlauf benötigt das 4smarts GaN Flex Screen AI 100W rund 0,2 W. Ein guter, niedriger Wert, gerade wenn du bedenkst, dass hier noch ein Display mit verbaut ist.
Effizienz
Wie steht es um die Effizienz des Ladegerätes? Also das Verhältnis aus Eingangsleistung zu Ausgangsleistung.
Im Test schwankte die Effizienz zwischen 70,2 % und 91,4 %. Das sind solide Werte mit einer kleinen Schwäche.
Die 70,2 % bei 5V/1A sind der schwächste Punkt. Bei so niedriger Last ist das zwar nie besonders effizient, aber hier ist der Wert schon recht niedrig, was vermutlich auch am Display liegt. Sobald etwas mehr Last anliegt, sieht die Sache aber deutlich besser aus. Ab 15 V liegen wir konstant über 85 %, und die 91,4 % bei voller Last sind ein richtig guter Wert.
Vergleichen wir das Ganze mit anderen Ladegeräten der 100/140 W Klasse:
Mit 85,5 % im Schnitt landet das 4smarts GaN Flex Screen AI 100W im unteren Mittelfeld. Schlecht ist das nicht, es gibt aber eine ganze Reihe an Modellen, die hier etwas sparsamer arbeiten.
In der Praxis reden wir bei diesen Unterschieden über wenige Cent im Jahr. Ein echtes Kaufargument gegen das Ladegerät ist das also nicht, erwähnen möchte ich es aber trotzdem.
Fazit
Das 4smarts GaN Flex Screen AI 100W ist genau die Art von Ladegerät, für die ich 4smarts so schätze. Es ist etwas exotischer, aber technisch gut und interessant!
Das ausziehbare 65 cm USB C Kabel ist im Alltag eine echte Erleichterung, gerade auf Reisen. Ein Kabel weniger, das du einpacken und suchen musst. Dazu kommt das Farbdisplay, das dir Leistung pro Port, Gesamtleistung, Temperatur und Ladedauer anzeigt. Ein Feature, das nach „Spielerei“ klingt, dir aber bei Ladeproblemen sofort verrät, woran es liegt.
Technisch ist das Ladegerät ebenfalls stark aufgestellt. Volle 100 W über Kabel und Port, eine praktisch perfekte PPS Range von 3,3 – 21 V bei bis zu 5 A, ein USB A Port mit bis zu 30 W, die 12 V Stufe ist vorhanden und mit USB PD 3.2 samt AVS ist es sogar schon für die Zukunft gerüstet.
Auch positiv: Das Ladegerät hielt im Belastungstest rund 3 Stunden volle Last ohne Drosselung durch. Das ist bei einem Gerät mit Display und Kabeleinzug im Gehäuse alles andere als selbstverständlich.
Und dann ist da noch das Reise-Set. Steckeraufsätze für EU und UK, ein Verlängerungsadapter, mit dem du das Ladegerät auch als Schreibtisch-Modell nutzen kannst, und eine Transporttasche. Dazu eine Verpackung, die fast komplett ohne Plastik auskommt. Dafür gibt es von mir klare Bonuspunkte.
Kritikpunkte? Mit 219 g und 168 cm³ ist das Ladegerät für die 100 W Klasse eher groß und schwer. Für den Rucksack oder Koffer ist das kein Problem, für eine Backpacking-Tour, bei der jedes Gramm zählt, würde ich zu etwas Kompakterem greifen. Die Effizienz ist okay, aber kein Highlight, und AVS gibt es nur über das integrierte Kabel.
Unterm Strich: Wenn du ein Ladegerät suchst, das dir unterwegs Kabelchaos erspart, dir zeigt, was es tut, und dabei technisch auf dem aktuellen Stand ist, dann ist das 4smarts GaN Flex Screen AI 100W eine klare Empfehlung.
Daher war ich sehr gespannt auf die LiThink 12V 100Ah LiFePO4 Batterie mit Bluetooth & Selbstheizung für Trolling Motoren. Denn dies ist nach dem 280 Ah Modell der zweite Akku, den ich von LiThink im Test habe.
Wir haben hier einen klassischen 100 Ah Akku, mit Vollausstattung! Bluetooth, 120 A BMS und eine integrierte Heizung.
Wollen wir uns diesen einmal im Test ansehen und schauen, ob er auch positiv hervorsticht!
An dieser Stelle vielen Dank LiThink für das Zurverfügungstellen des Akkus für diesen Test.
Die LiThink 12V 100Ah LiFePO4 Batterie mit Bluetooth & Selbstheizung im Test
Bei der LiThink 12V 100Ah LiFePO4 Batterie handelt es sich auf den ersten Blick um ein recht typisches Modell für diese Kapazität.
So haben wir hier ein schwarzes Gehäuse aus ABS-Kunststoff, welches nach IP67 wassergeschützt ist.
Mit 339 × 185 × 215 mm und einem Gewicht von 11,1 kg handelt es sich allerdings um ein „großes“ Modell. Bei 100 Ah LiFePO4 Akkus sehen wir mittlerweile immer mal wieder „Mini-Modelle“ mit reduzierten Abmessungen, das ist hier nicht der Fall.
So sind dies normale Abmessungen und ein normales Gewicht für einen Akku dieser Klasse.
Ebenfalls normal sind die Anschlüsse. So haben wir zwei M8-Schrauben, welche als Terminals für Plus und Minus dienen.
Des Weiteren haben wir einen Stoff-Tragegriff für einen leichteren Transport.
Technische Daten
LiThink 12V 100 Ah TM Akku
100 Ah Kapazität
1280 Wh Energie
12,8 V Nennspannung
14,6 V Ladespannung
10,8 V Entladeschlussspannung
120 A BMS
120 A maximaler Dauerentladestrom (1536 W)
120 A maximaler Dauerladestrom
20 A empfohlener Ladestrom (0,2C)
500 A Spitzenstrom für 1 Sekunde
≤ 40 mΩ Innenwiderstand
IP67 geschützt
339 × 185 × 215 mm, 11,1 kg
M8 × 12 mm Anschlussklemmen (12 N·m Anzugsdrehmoment)
10 Jahre Garantie
Bei der Haltbarkeit wirbt LiThink mit folgenden Werten:
5.000+ Zyklen bei 100 % Entladetiefe
8.000+ Zyklen bei 70 % Entladetiefe
15.000+ Zyklen bei 40 % Entladetiefe
Das sind sehr optimistische Zahlen. Beim 280 Ah Modell konnte LiThink solche Angaben mit den offen genannten EVE LF280K-V3 Zellen untermauern. Bei diesem Modell schweigt sich der Hersteller über die verbauten Zellen leider aus, sodass die Zyklenangabe erst einmal eine reine Herstellerangabe bleibt.
Speziell für Trolling Motoren!?
Das „TM“ im Namen steht für Trolling Motor. Ein Elektro-Außenborder zieht auf voller Stufe schnell 40 bis 60 A dauerhaft, beim Anlaufen kurzzeitig auch deutlich mehr.
Genau hier ist das 120 A BMS ein Pluspunkt. Viele günstige 100 Ah Akkus setzen auf ein 100 A BMS und liegen damit bei einem stärkeren Motor an ihrer Grenze. Mit 120 A Dauerstrom bzw. 1536 W hast du hier spürbar Luft nach oben, und mit 500 A für eine Sekunde sind auch Anlaufströme kein Thema.
Dazu passt der IP67-Schutz. Auf einem offenen Boot ist Spritzwasser Normalzustand, und ein nach IP67 geschütztes Gehäuse nimmt dir hier die Sorgen.
Laut LiThink ist der Akku mit den gängigen 12V-Trolling-Motoren von Minn Kota, MotorGuide, Newport Vessels, Haswing, Rhino und Watersnake kompatibel. Nicht geeignet ist er hingegen für Hochvolt-Systeme wie den Torqeedo Travel, was aber bei einem 12 V Akku auch niemanden überraschen dürfte.
Und natürlich: Nur weil „Trolling Motor“ draufsteht, heißt das nicht, dass du den Akku nicht auch im Wohnmobil, im Gartenhaus oder in einer Off-Grid-Solaranlage einsetzen kannst. Es ist ein ganz normaler 12V LiFePO4 Akku, nur eben mit etwas mehr Reserven beim Strom.
Mit integrierter Heizung
Ein Nachteil von LiFePO4 Zellen ist, dass diese auf keinen Fall bei Temperaturen unter 0 Grad geladen werden dürfen. Entladen unter 0 Grad ist OK, laden nicht.
Hierfür bringt der LiThink Akku nicht nur einen automatischen Schutz mit, sondern auch eine Heizung!
Ist der Akku zu kalt, wird der Ladestrom zunächst in die Heizung geleitet. Diese bringt den Akku laut Hersteller von -10 Grad in ca. 70 bis 90 Minuten auf Betriebstemperatur, von -20 Grad dauert es 100 bis 150 Minuten. Erst ab 15 Grad Zelltemperatur wird dann regulär geladen.
Das BMS stoppt das Laden bei 0 °C und gibt es erst ab 5 °C wieder frei. Beim Entladen ist bei -20 °C Schluss, weitergehen darf es ab -10 °C.
Der Haken ist derselbe wie beim großen 280 Ah Modell. Die Heizung zwackt sich bis zu 8 A ab. Hast du weniger als 8 A zur Verfügung, dauert das Heizen entsprechend länger oder der Akku kommt gar nicht erst auf Temperatur und lädt dann auch nicht.
Wenn du im Winter über ein kleines Solarmodul nachladen willst, kann es passieren, dass die komplette Ernte in der Heizung verpufft. Am Ladegerät oder an einer ausreichend dimensionierten Solaranlage ist das hingegen kein Problem.
Mit App und Bluetooth
Ein großer Pluspunkt ist erneut der App-Support. Es kommt hier die gleiche LiThink App wie beim 280 Ah Modell zum Einsatz, entsprechend gibt es keine Überraschungen.
Über die App kannst du folgende Werte einsehen:
Akkustand in %
Kapazität in Ah
Eingangs-/Ausgangsleistung in Ampere
Eingangs-/Ausgangsleistung in Watt
Spannung des Akkus in Volt
Spannung der einzelnen Zellen in Volt
Zyklenanzahl
Temperatur
usw.
Zudem kannst du über die App das Laden und auch das Entladen des Akkus blockieren.
Gerade die Einzelzellspannungen sind ein Feature, das du bei vielen günstigeren Bluetooth-Akkus nicht bekommst. Damit siehst du auf einen Blick, ob die Zellen sauber balanciert sind.
Leider ist für die Nutzung der App eine Registrierung beim Hersteller Pflicht. Das ist unnötig und nervig.
Warum überhaupt ein LiFePO4-Akku?
LiFePO4-Akkus (Lithium-Eisenphosphat) haben sich in den letzten Jahren zum klaren Standard für Boot, Wohnmobil und Solaranlage entwickelt, und das aus gutem Grund.
Der größte Vorteil ist die Langlebigkeit. Während Blei-Gel-Akkus bei tiefer Entladung oft schon nach unter 100 Zyklen merklich an Kapazität verlieren und klassische Lithium-Ionen-Akkus meist bei 500 bis 1000 Zyklen ihre Grenze erreichen, schaffen selbst einfache LiFePO4-Modelle problemlos 2000 bis 3000 Zyklen.
LiThink wirbt hier sogar mit bis zu 5000 Zyklen bei 100 % Entladetiefe.
Dazu kommt die Sicherheit. LiFePO4-Zellen sind deutlich unempfindlicher gegenüber thermischem Durchgehen als Lithium-Ionen-Zellen. Selbst im unwahrscheinlichen Fall eines kompletten BMS-Ausfalls fangen LiFePO4-Zellen in der Regel nicht Feuer, sondern rauchen oder dampfen allenfalls.
Ein weiterer, für ein Boot ganz praktischer Punkt: Ein LiFePO4-Akku mit 100 Ah wiegt hier 11,1 kg. Eine Blei-Batterie mit vergleichbarer nutzbarer Kapazität wäre deutlich schwerer und du dürftest sie zudem nicht so tief entladen.
Die Nachteile
Perfekt sind LiFePO4-Akkus aber nicht.
Im Vergleich zu reinen Lithium-Ionen-Akkus sind sie bei gleicher Kapazität größer und schwerer. Für ein Smartphone also nichts, für Boot oder Wohnmobil eher unproblematisch.
Der wichtigste Punkt ist und bleibt aber die Kälte, wie schon bei der Heizung angesprochen. LiFePO4-Zellen dürfen nicht unter 0 °C geladen werden.
Wie testet Techtest.org LiFePO4-Akkus?
Für die Messung der Kapazität von LiFePO4-Akkus setzt Techtest.org auf eine elektronische Last. Dieses Gerät wandelt Energie in Wärme um und zeichnet dabei die entnommene Energiemenge auf. In meinen Tests kamen die Modelle Atorch DL24MP und Atorch DL24EW zum Einsatz. Letzteres diente zur Verifizierung der Ergebnisse des ersten Geräts.
Zusätzlich wurde der Akku vorübergehend an eine Offgrid-Solaranlage in meinem Büro angeschlossen, um realitätsnahe Einsatzbedingungen zu simulieren.
Wie hoch ist die Kapazität?
Kommen wir zum spannendsten Punkt: Was kommt bei 100 Ah Herstellerangabe wirklich heraus?
Last
Ah
Wh
20 A
103,915
1338
30 A
104,549
1341
30 A
104,344
1336
30 A
104,608
1341
40 A
104,851
1337
Schnitt
104,453
1338,6
Im Schnitt konnte ich 104,453 Ah bzw. 1338,6 Wh messen. Das entspricht 104,45 % der Herstellerangabe.
Damit hält der Akku seine Angabe nicht nur ein, sondern übertrifft sie klar. Die Messwerte liegen auch extrem eng beieinander. Zwischen der schwächsten und der stärksten Messung liegt nicht einmal ein Ah Unterschied, und das über einen Lastbereich von 20 bis 40 A. Selbst bei 40 A Dauerlast bricht hier also nichts ein, im Gegenteil.
Im Vergleich zu den anderen LiFePO4-Akkus, die ich bisher im Test hatte, ist das ein gutes, überdurchschnittliches Ergebnis. An den absoluten Ausnahmewert des großen 280 Ah Bruders kommt dieser Akku aber nicht heran.
Das ist auch kein Wunder, denn beim 280 Ah Modell steckten die exzellenten EVE LF280K-V3 Zellen drin. Hier nennt LiThink die Zellen nicht, und das Ergebnis ordnet sich entsprechend im soliden Mittelfeld-bis-oberen-Bereich ein. Enttäuschend ist das absolut nicht, gerade in Anbetracht des Preises.
Spannungsverlauf
Werfen wir noch einen Blick auf den Spannungsverlauf. Hierfür habe ich den Akku mit einer konstanten Last von 20 A komplett leergefahren.
LiFePO4-Akkus besitzen einen sehr flachen Spannungsverlauf, und der LiThink macht hier keine Ausnahme. Das bedeutet zwar eine schön stabile Energieabgabe an deine Verbraucher, macht das Ablesen des Ladestands über die reine Spannung aber praktisch unmöglich. Genau deshalb ist das Bluetooth-BMS hier so wertvoll.
Im vollgeladenen Zustand startet der Akku bei rund 14,03 V. Sobald die 20 A Last anliegt, sackt die Spannung innerhalb der ersten Minuten deutlich ab und pendelt sich nach etwa fünf Minuten auf einem sehr stabilen Plateau von ca. 13,15 V ein.
Und auf diesem Plateau bleibt er dann erst einmal. Die 13,1 V unterschreitet der Akku erst nach gut 1,5 Stunden, die 13,0 V nach rund 2,5 Stunden und die 12,9 V nach etwa 3,7 Stunden. Danach geht es etwas zügiger: 12,8 V nach 4,1 Stunden, 12,7 V nach 4,4 Stunden und 12,6 V nach knapp 4,7 Stunden.
Damit spielen sich rund 85 % der nutzbaren Kapazität in einem winzigen Spannungsfenster zwischen 13,15 V und 12,7 V ab. Unterschreitet der Akku die 12,5 V, ist er praktisch leer, denn danach fällt die Spannung regelrecht ins Bodenlose.
Die Tiefentladeschutz-Abschaltung des BMS greift schließlich bei rund 11,08 V, nach einer Gesamtlaufzeit von 5 Stunden und 12 Minuten unter 20 A Dauerlast.
Das passt hervorragend zur Herstellerangabe von 10,8 V Entladeschlussspannung. Das BMS zieht hier also sogar noch etwas früher die Reißleine und schont damit die Zellen.
Blick ins Innere – was steckt wirklich drin?
Natürlich wollte ich es auch bei diesem Akku genauer wissen und habe ihn geöffnet.
Ganz ohne Aufwand geht das allerdings nicht. Du musst acht Schrauben lösen, die zudem unter kleinen Kunststoff-Stopfen versteckt sitzen. Der Deckel selbst ist am äußeren Rand umlaufend mit einer Gummi- bzw. Silikondichtung versehen. Genau hier kommt die IP67-Zertifizierung her, und man merkt beim Öffnen auch deutlich, dass diese Dichtung ihren Job macht.
Mach das besser nicht nach. Deine 10 Jahre Garantie sind damit vermutlich Geschichte.
Der erste Eindruck ist durchweg positiv. Das Innere wirkt sehr aufgeräumt, alles ist sauber isoliert und eine Kurzschlussgefahr kann ich nirgends erkennen.
Spannend ist das BMS, denn hier wird LiThink überraschend transparent. Verbaut ist ein JBD-DP04S007-S-K V1.8 von Jiabaida (JBD). Laut Aufkleber handelt es sich um ein 4S-BMS für LiFePO4 mit 120 A, Common Port (Laden und Entladen über denselben Anschluss), Balancer und Heizungssteuerung. Die Kommunikation läuft über UART, die Bluetooth-MAC-Adresse ist ebenfalls direkt aufgedruckt.
Auch die Verarbeitung stimmt. Das BMS sitzt auf einer Aluminiumplatte, die gleichzeitig als Wärmeableitung für die darunterliegenden MOSFETs dient. Sämtliche Anschlüsse sind sauber beschriftet: B-, C-, H- für die Heizung, PTC, BC0 bis BC4 für den Balancer, NTC für die Temperaturfühler sowie UART und SW. Auf der Platine ist sogar der Hinweis „Step 1“ aufgedruckt, der die richtige Anschlussreihenfolge vorgibt.
Alle Schraub- und Lötverbindungen sind großzügig mit weißem Isolierkleber versiegelt. Das erfüllt gleich zwei Zwecke: Isolierung gegen versehentliche Berührung und Schraubensicherung gegen Vibrationen. Die dicken Hauptkabel stecken in weißem Geflechtschlauch, die Übergänge sind mit Schrumpfschlauch sauber abgesetzt.
Du bekommst hier ein 120 A BMS, einen Bluetooth-Support samt App mit Einzelzellspannungen, eine echte Selbstheizung inklusive Tieftemperaturschutz und ein nach IP67 geschütztes Gehäuse. Diese Kombination findest du bei 100 Ah Akkus in dieser Preisklasse selten bis gar nicht.
Die Kapazität stimmt ebenfalls. Mit gemessenen 104,45 Ah bzw. 1338,6 Wh liegt der Akku bei 104,45 % der Herstellerangabe, und das mit bemerkenswert konstanten Messwerten über den gesamten Lastbereich von 20 bis 40 A. Der Spannungsverlauf ist mustergültig flach, die Abschaltung des BMS erfolgt sauber und zellschonend.
An den 280 Ah Bruder mit seinen offen kommunizierten EVE-Zellen kommt dieses Modell nicht heran. Bei diesem Akku schweigt sich LiThink über die verbauten Zellen aus, wodurch die beworbenen 5000+ Zyklen erst einmal eine reine Herstellerangabe bleiben. Die 10 Jahre Garantie sind hier allerdings ein starkes Gegenargument. Dass die genauen Zellen nicht benannt werden, ist aber bei solchen Akkus (leider) üblich.
Unterm Strich bekommst du hier aber einen sehr gut ausgestatteten, leistungsstarken und ehrlich messenden LiFePO4-Akku. Für den Einsatz am Trolling Motor ist er dank 120 A BMS und IP67 nahezu ideal, aber auch im Wohnmobil oder in einer Off-Grid-Solaranlage macht er eine ausgezeichnete Figur. Klare Empfehlung!