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QOOVI 50.000 mAh 100 W Powerbank im Test – lohnt sich die Powerbank von Aliexpress?

Wenn du dich auf Webseiten wie mydealz herumtreibst, wirst du vielleicht schon einmal über die QOOVI 50.000 mAh 100 W Powerbank gestolpert sein. Diese ist des Öfteren bei AliExpress für 50 – 60 € zu bekommen. Für eine Powerbank mit 50.000 mAh, 100 W, einem ausziehbaren Kabel usw. ein guter Deal. Zumindest dann, wenn die Leistung und auch Kapazität wirklich stimmt!

Kurzum, ich habe mir die QOOVI 50.000 mAh 100 W Powerbank bestellt. Wollen wir einmal schauen, ob diese hält, was sie verspricht.

 

Die QOOVI Q-50000 50.000 mAh 100 W Powerbank im Test

Laut Hersteller soll diese Powerbank eine Kapazität von satten 50.000 mAh haben. Das ist eine extrem hohe Kapazität, entsprechend ist es zu erwarten, dass die Powerbank auch etwas größer ausfällt. Alles andere wäre „verdächtig“.

Und auf den ersten Blick passen die Abmessungen und auch das Gewicht zu den Leistungswerten. So misst die Powerbank 162 x 70 x 72 mm und bringt 1111 g auf die Waage.

Verglichen mit anderen 50.000 mAh Powerbanks ist die QOOVI vergleichbar groß und schwer. Mit über 1 kg ist dies aber natürlich keine Hosentaschen-Powerbank. Qualitativ macht sie aber einen guten Eindruck. Zudem haben wir für einen einfacheren Transport eine kleine Handschlaufe.

 

Mit Display

Auf der Oberseite der Powerbank findet sich ein kleines LCD-Display. Dieses zeigt dir im Betrieb einige nützliche Werte an, wie Akkustand und Leistung in Watt.

Zwar ist das Display sehr klein, aber es ist ein klarer Mehrwert!

 

Ausziehbares Kabel

An der Seite der QOOVI Powerbank ist ein USB-C-Stecker zu finden. Diesen kannst du auf bis zu 65 cm ausziehen. Wir haben hier also ein praktisches integriertes Ladekabel.

Zwar ist solch ein ausziehbares Kabel immer ein weiterer möglicher Fehlerpunkt, aber ich schätze solche Powerbanks in der Praxis sehr! Ich finde es einfach nützlich, immer ein Kabel „dabei“ zu haben.

 

Anschlüsse

Abseits des ausziehbaren USB-C-Kabels besitzt die QOOVI Powerbank noch einen weiteren USB-C-Port, wie auch 2x USB-A-Ports.

  • USB-C – 100 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-A – 18 W Quick Charge, 22,5 W Super Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A – 10V/2,25A

Sowohl das USB-C-Kabel wie auch der USB-C-Port auf der Oberseite der Powerbank können bis zu 100 W nach dem USB Power Delivery Standard bereitstellen. Das ist eine sehr gute Leistung, welche nicht nur für Smartphones ausreicht, sondern auch für größere Geräte wie Notebooks, Dell XPS, MacBook usw.

Hinzu kommen zwei USB-A-Ports, welche laut Aufdruck bis zu 22,5 W Super Charge bzw. Quick Charge bieten.

 

Mit PPS

Sowohl das USB-C-Kabel wie auch der USB-C-Port der QOOVI Powerbank unterstützen den PPS-Standard mit der gleichen Range.

  • 5 – 21 V bei bis zu 5 A

Das ist eine perfekte PPS-Range! Besser geht es nicht. Somit kann die QOOVI Powerbank sämtliche Samsung Smartphones, wie auch Google Pixel und viele chinesische Modelle, mit dem vollen Tempo laden.

 

Überraschungspaket USB-A-Port

Laut Aufdruck sollen die USB-A-Ports 22,5 W Laden unterstützen. Genau genommen ist auf der Powerbank 5V/3A und 10V/2,25A aufgedruckt. Ich habe mir die USB-A-Ports etwas näher mit meinen Messgeräten angesehen, um zu überprüfen, ob auch Quick Charge unterstützt wird.

  • UFCS 105 W – 3,4 – 5,5V/5A, 5,5 – 11V/5A, 11 – 21V/5A
  • QC3.0
  • FCP 24 W
  • SCP 40 W
  • AFC 24 W
  • DCP SAM 2A
  • Apple 2,4A

Laut meinem Messgerät wird Quick Charge unterstützt, aber nur Quick Charge! Besonders spannend ist der UFCS-Support mit bis zu 105 W.

UFCS ist der „chinesische“ Schnellladestandard. Dieser wird primär von Import-Smartphones genutzt. Leider kann ich nicht praktisch überprüfen, ob er vorhanden ist, mangels passenden Smartphones, aber ein 105 W UFCS-Support via USB-C wäre ein interessantes Feature, auch wenn dieses nur für sehr wenige Nutzer relevant ist.

 

Konstant 100 W? Fast!

Sehr viele 140 W und auch 100 W Powerbanks können nicht konstant diese Leistung liefern. Hier gibt es irgendwann eine Drosselung aufgrund der Temperatur. Was ist nun mit der QOOVI Q-50000?

Im Test konnte diese fast konstant 100 W liefern. So funktionierte dies bis zu einer Restladung von 16 %, dann hatte diese sich auf 65 W heruntergedrosselt. Das ist aber ein sehr gutes Abschneiden, wenn wir die hohe Kapazität bedenken. Effektiv kann die Powerbank also sehr lange 100 W liefern.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Das wirklich Spannende an der QOOVI Powerbank ist die Kapazität. Diese wird vom Hersteller mit massiven 50.000 mAh angegeben. Wenn das stimmt, wäre das ein absolutes Highlight!

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/2A 166,49 32548 44997 90 %
9V/2A 173,27 19011 46830 94 %
20V/1A 180,91 9023 48895 98 %
20V/3A 178,11 8862 48138 96 %
20V/5A 169,02 8433 45681 91 %
Im Schnitt 173,56 46908 94 %

 

Erfreulicherweise haben wir hier KEINE Fake-Powerbank! So erreichte diese im Schnitt 46.908 mAh bzw. 173,56 Wh. Das ist ein hervorragendes Abschneiden! Das entspricht 94 % der Herstellerangabe, top für eine echte Kapazität! Suchst du also viel Kapazität, bist du hier absolut richtig.

 

Ladedauer der QOOVI

Grundsätzlich kann die QOOVI Powerbank mit bis zu 100 W laden, an einem entsprechenden Ladegerät.

Allerdings lädt diese nicht konstant mit 100 W, sondern drosselt sich relativ schnell auf 62 W herunter, vermutlich um die Temperatur unter Kontrolle zu halten. Unterm Strich dauerte eine 0 % auf 100 % Ladung 3:55 h.

Verglichen mit anderen Powerbanks der 100 W Klasse ist das natürlich recht lange. Allerdings haben wir hier auch rund das Doppelte an Kapazität einer normalen 100 W Powerbank, was die Ladezeit etwas entschuldigt. So brauchte auch die Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 rund 4 Stunden für eine vollständige Ladung.

 

Fazit

Du suchst eine Powerbank mit massiver Kapazität und hoher Leistung? Dann ist die QOOVI 50.000 mAh 100 W Powerbank einen genauen Blick wert!

Der größte Pluspunkt ist ganz klar die Kapazität. Während im Netz viele „Fake-Powerbanks“ mit aufgeblasenen Werten unterwegs sind, liefert die QOOVI hier eine ehrliche Kapazität. Mit im Schnitt 46.908 mAh bzw. 173,56 Wh erreicht sie satte 94 % der Herstellerangabe. Das ist ein hervorragendes Abschneiden!

Auch sonst macht die QOOVI vieles richtig: Die vollen 100 W via USB Power Delivery kann sie fast konstant liefern, das integrierte ausziehbare Kabel ist in der Praxis enorm praktisch, und die perfekte PPS-Range von 5 – 21 V bei 5 A lädt dir wirklich jedes aktuelle Samsung, Google Pixel und viele China-Modelle mit vollem Tempo. Das kleine Display und der überraschende UFCS-Support mit bis zu 105 W runden das Paket ab.

Perfekt ist die QOOVI aber natürlich nicht. Mit über 1 kg ist sie alles andere als eine Hosentaschen-Powerbank, und die Ladedauer von rund 3:55 h ist nicht wahnsinnig schnell. Das relativiert sich aber, wenn du bedenkst, dass hier rund die doppelte Kapazität einer normalen 100-W-Powerbank steckt – eine vergleichbare Sandberg-130W-50000 braucht ähnlich lange.

Wenn du eine echte Kraftpaket-Powerbank mit ehrlicher Kapazität, 100 W und praktischem Kabel suchst und dir das Gewicht nicht ausmacht, dann schlag bei der QOOVI 50.000 mAh 100 W zu! Volle Empfehlung meinerseits für alle, die auf maximale Kapazität setzen.

Baseus Spacemate RD1 Pro im Test: 15-in-1-Dock mit 3x 100 W USB-C, 160 W Powerbudget und Qi2

Baseus hat mit der RD1 Pro eine neue Docking-Station auf den Markt gebracht, welche sich vor allem durch die hohe Ladeleistung auszeichnet. So besitzt die Dockingstation insgesamt 3x 100 W USB C Ports.

Einer für dein Notebook und 2x weitere für Smartphone, Tablet, Powerbank und Co. Hinzu kommen natürlich diverse Anschlüsse für andere USB Geräte, Monitore, LAN usw.

Eine weitere Besonderheit, das Qi-Ladegerät auf der Oberseite und das integrierte Display, welches dich über die ausgegebene Leistung informiert.

Wollen wir uns die Baseus Spacemate RD1 Pro 15-in-1 Docking-Station doch einmal im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Baseus für das Zur-Verfügung-Stellen der Docking Station für diesen Test.

 

Baseus Spacemate RD1 Pro 15-in-1 im Test

Die Baseus Spacemate RD1 Pro Docking Station setzt auf ein „Säulen“-Design, wie wir dies von z. B. High End Powerbanks kennen. Hierdurch hebt sich die Docking Station etwas von den typischen 08/15-Modellen ab.

Dabei ist die Verarbeitungsqualität des Docks sehr gut! Dieses sieht nicht nur schick aus, sondern ist auch massiv und stabil gearbeitet.

Das Dock steht sicher auf deinem Tisch.

Dabei teilt auch das externe Netzteil den durchaus hochwertigen Eindruck.

 

Anschlüsse des Docks

Das Wichtigste bei einem Dock sind die Anschlüsse. Diese sind auf die Front und Rückseite verteilt.

Front:

  • 2x 100 W USB C Ladeports (nur Ladeports)
  • 2x USB A 3.2 Gen 1 5 Gbit

Rückseite:

  • 2x USB C 3.2 Gen 2 10 Gbit
  • 2x HDMI 2.1 4K/120Hz
  • 2x USB A 2.0
  • 1x SD Karten Slot
  • 1x microSD Karten Slot
  • 1x Gbit LAN
  • 1x USB C „Uplink“ mit bis zu 100 W
  • 1x DC Eingang

Grundsätzlich denke ich, dass dies eine gute Portausstattung ist! Ich finde es lediglich etwas schade, dass die Front USB C Ports nur Ladeports sind.

Allerdings sind High Power Ladeports, wie wir sie hier haben, + Datenanbindung gar nicht so leicht oder überhaupt praktisch umzusetzen.

Das Einzige, was mir vielleicht fehlt, wäre ein 3,5 mm Audio Ausgang.

Neben diesen Anschlüssen haben wir noch das ausklappbare Qi2-Ladepad mit bis zu 25 W auf der Oberseite.

 

Display

Auf der Front des Docks findet sich ein kleines LCD-Display.

Dies zeigt dir im Betrieb an, wie viel Leistung über die 3x „Lade“ USB C Ports übertragen wird. Nett! Ich hätte mir vielleicht noch ein paar Einstellungsmöglichkeiten gewünscht, aber das Display ist schon hilfreich.

 

USB C Dock!

Wichtig, dies ist kein „Thunderbolt“-Dock, sondern ein reguläres USB C Dock. Dieses ist also universell kompatibel zu diversen Geräten.

Der Uplink ist genau genommen USB C 3.2 Gen 2 10 Gbit. Entsprechend ist auch die maximale Datenrate aller USB C Ports gemeinsam 10 Gbit.

Entsprechend funktioniert das Dock grundsätzlich an allen USB C Ports, egal ob nun USB C 3.2, Thunderbolt oder USB 4.

Genau genommen funktioniert das Dock sogar an USB A Ports mit einem entsprechenden USB A auf C Kabel! Lediglich Monitore funktionieren hier dann nicht.

 

3x 100 W und 160 W Powerbudget

Grundsätzlich besitzt der Spacemate RD1 Pro 3x 100 W USB C Ports. Beide USB C Ports auf der Front bieten jeweils bis zu 100 W und auch der USB C Uplink kann bis zu 100 W an dein Notebook schicken.

  • USB C Uplink – 100 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB C Ladeports – 100 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A + PPS 5 – 20 V bei bis zu 5 A.

Das sieht doch sehr gut aus!

Allerdings liegt die maximale Leistung bei 160 W! Das Netzteil, das beiliegt, bietet 180 W, 20 W werden fürs Dock reserviert.

Erfreulicherweise besitzt das Dock eine „dynamische“ Leistungsverteilung. Die meisten USB PD Netzteile verteilen ihre Leistung statisch.

Heißt, das Dock verteilt seine Leistung in einem gewissen Rahmen, je nachdem, was deine Geräte wirklich brauchen.

Grundsätzlich hat der Uplink USB C Port Vorrang. Braucht dein Notebook 100 W, bekommen die beiden Front USB C Ports maximal 60 W bzw. 2x 30 W. Braucht dein Notebook keine Leistung aus dem Dock, da du ein gesondertes Netzteil nutzt, haben die vorderen USB C Ports 160 W komplett für sich bzw. 100 + 60 W, wenn du sie voll ausreizt.

Suchst du ein Dock mit guter Ladeleistung, ist das Baseus Spacemate RD1 Pro 15-in-1 durchaus für dich eine gute Wahl!

 

Monitor Support

Grundsätzlich besitzt das Dock 2x HDMI Ports, welche 4K/120 Hz bieten können. Praktisch hängt allerdings der Monitor Support stark von deinem Notebook ab!

Unter Windows kannst du vor allem an Thunderbolt und USB 4 Geräten damit rechnen, dass du hier auch wirklich zwei Monitore parallel nutzen kannst.

An den MacBooks funktioniert hingegen nur ein Monitor Ausgang.

 

Nur Gbit LAN

Die RD1 Pro besitzt natürlich einen LAN Port. Leider ist dies aber nur ein Standard Gbit LAN Port mit Standard Realtek Chip im Inneren. An sich OK, aber ein 2,5 Gbit LAN Port wäre nett gewesen.

 

microSD und SD Karten Slot

Laut Baseus besitzt das Dock einen „v3.0“-Kartenleser integriert. Was heißt das? SD und microSD Speicherkarten können mit bis zu ± 95 – 105 MB/s gelesen werden.

Etwas schade, dass hier keine UHS-II Geschwindigkeiten erreicht werden können.

 

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme des Docks schwankt stark, je nachdem, was du für Geräte an diesem anschließt.

Hast du keine Geräte mit dem Dock verbunden, zieht dieses rund 3,7 W aus der Steckdose im Leerlauf, was etwas viel ist!

Ist das Dock mit einem Notebook verbunden, das nicht über das Dock geladen wird, braucht dieses ca. 6 W, was recht wenig ist.

Kurzum, der Standby-Verbrauch ist leider etwas hoch, im Betrieb ist der Stromverbrauch wiederum relativ niedrig.

 

Fazit

Das Baseus Spacemate RD1 Pro ist ein schönes Dock, für alle, die eine Art Hybrid aus Ladegerät und klassischer Dockingstation suchen.

Sicherlich die größte Stärke sind die Ladefähigkeiten mit einer Gesamtleistung von 160 W, welche sich recht intelligent über 3x 100 W USB C Ports wie auch das 22,5 W Ladepad auf der Oberseite verteilt.

Auch die generelle Anschlussvielfalt ist gut! 2x schnelle USB A und C Ports, 2x Monitor-Anschlüsse, Kartenleser und LAN, da gibt es nichts zu meckern.

Leider ist der LAN Port allerdings nur Gbit und der SD Kartenleser vergleichsweise langsam (nur UHS-I Geschwindigkeiten).

Allerdings, für ein USB C Dock, das nicht Thunderbolt oder USB 4 benötigt, bin ich sehr zufrieden mit dem RD1 Pro. Der einzige Kritikpunkt, der etwas schwerer zu entschuldigen ist, ist der hohe Leerlauf-Stromverbrauch.

Kompressor oder Peltier-Kühlbox? Der große Vergleich mit echten Messwerten

So langsam wird es wieder richtig warm und damit beginnt auch die Saison für Grillabende, Ausflüge an den See und lange Tage im Garten. Und was darf da auf keinen Fall fehlen? Richtig, eine Kühlbox für kühle Getränke und frisches Grillgut.

Aber sobald du dich auf die Suche nach einer Kühlbox machst, stolperst du sofort über eine grundlegende Frage: thermoelektrische Kühlbox (Peltier) oder doch lieber ein Modell mit Kompressor? Die einen kosten ab rund 50 €, die anderen fangen erst bei etwa 200 € an. Lohnt sich der Aufpreis überhaupt? Und wie groß ist der Unterschied in der Praxis wirklich?

Genau das schauen wir uns heute an, und zwar nicht mit Marketing-Floskeln, sondern mit echten Messwerten. Als „klassische“ thermoelektrische Kühlbox tritt die MEDION Thermoelektrische tragbare Kühlbox an, und als Vertreter der Kompressor-Fraktion die MAENTUM IceCubeX. Beide habe ich ausführlich getestet und durchgemessen.

Finden wir also heraus, welcher Typ Kühlbox wirklich zu dir passt!

 

Zwei Systeme, zwei Welten

Bevor wir in die Messwerte einsteigen, lass uns kurz klären, was die beiden Typen überhaupt unterscheidet, denn das ist der Schlüssel zum Verständnis aller späteren Ergebnisse.

Thermoelektrische Kühlboxen nutzen ein sogenanntes Peltier-Element. Dieses kühlt nicht aktiv auf eine Zieltemperatur herunter, sondern erzeugt schlicht ein gewisses Maß an „Kälte“. Heißt: Solch eine Box kühlt einen festen Wert unter die Umgebungstemperatur, mehr nicht. Sie ist günstig, leicht und unkompliziert, aber eben auch nicht besonders effizient.

Kompressor-Kühlboxen funktionieren dagegen wie ein echter Kühlschrank. Sie können eine konkrete Zieltemperatur ansteuern, halten und dabei selbst im Hochsommer Minusgrade erreichen, und das bei erstaunlich geringem Stromverbrauch. Der Haken: Sie sind größer, schwerer und teurer.

 

Abmessungen, Größe und Gewicht

Der erste große Unterschied fällt dir schon auf, bevor du die Kühlbox überhaupt einschaltest: das Gewicht.

Die MEDION als thermoelektrische Box ist ein recht kompaktes, leichtes Modell. Sie misst 46 x 40 x 29 cm bei 25 L Volumen und besteht aus normalem Kunststoff. Du trägst sie bequem mit einer Hand am Griff auf der Oberseite, ganz so, wie man sich eine klassische Kühlbox eben vorstellt.

Die MAENTUM IceCubeX spielt da in einer völlig anderen Liga, im wahrsten Sinne des Wortes. Sie setzt auf eine Mischung aus Kunststoff und Metall, wirkt dadurch sehr hochwertig, ist aber eben auch ein ziemlicher Brocken. Meine getestete 40-L-Version wiegt gut 15 kg, und das ohne Inhalt. Für den Transport gibt es immerhin zwei Griffe an den Seiten.

Spannend wird der direkte Vergleich bei gleichem Volumen: Schon die kleinste 25-L-Variante der MAENTUM bringt 13,5 kg auf die Waage, während die ebenfalls 25 L fassende MEDION nur einen Bruchteil davon wiegt (4,4 kg).

MEDION (Peltier) MAENTUM IceCubeX (Kompressor)
Getestetes Volumen 25 L 40 L
Abmessungen 46 x 40 x 29 cm 65,8 x 36,8 x 42,7 cm
Gewicht sehr leicht 4,4 kg 15,4 kg (25-L-Version: 13,5 kg)
Material Kunststoff Kunststoff + Metall

 

Hier zeigt sich also schon die erste klare Regel: Kompressor-Kühlboxen sind deutlich größer und vor allem deutlich schwerer. Der Kompressor und die dicke Isolierung wollen eben untergebracht werden. Wer eine Box zum lockeren Tragen sucht, ist mit einem thermoelektrischen Modell besser bedient.

Einen kleinen Wermutstropfen hat die MEDION übrigens trotzdem: Ihr Innenraum ist vergleichsweise flach, 1,5-L-Flaschen passen nur liegend hinein.

 

Der Preis

Beim Preis trennen sich die Systeme noch deutlicher.

Eine einfache thermoelektrische Kühlbox bekommst du bereits ab rund 50 €. Die hier getestete MEDION liegt mit etwa 70 € ebenfalls noch im sehr fairen Bereich, gerade angesichts ihrer flexiblen Stromversorgung.

Kompressor-Kühlboxen starten dagegen erst bei rund 200 €, und nach oben ist die Preisspanne offen. Hochwertige Modelle kosten schnell ein Vielfaches davon.

Kurzum: Beim reinen Anschaffungspreis gewinnt die thermoelektrische Box klar. Ob sich der Aufpreis für den Kompressor lohnt, entscheidet sich aber erst bei der Leistung und dem Stromverbrauch.

 

Die Kühlleistung

Das ist der Punkt, an dem die beiden Systeme am weitesten auseinanderdriften.

Die thermoelektrische MEDION hat, wie für ihren Typ üblich, keine feste Zieltemperatur. Sie kühlt einfach einen bestimmten Wert unter die Umgebungstemperatur. In meinem Test bei rund 21,5 °C Raumtemperatur sah das so aus:

Modus Erreichte Temperatur Unter Raumtemperatur
USB / ECO ca. 11–12 °C ca. 10 °C
MAX (Steckdose) ca. 5 °C ca. 16,5 °C

 

Das Problem dabei, bei 30 °C im Schatten kommst du im ECO- bzw. USB-Betrieb nur noch auf rund 19 °C im Inneren, im MAX-Modus auf etwa 13,5 °C. Für ein paar kühle Getränke unterwegs reicht das, aber Eis bei 40 °C transportieren? Keine Chance.

Die MAENTUM IceCubeX zeigt, was ein Kompressor leistet. Du stellst eine konkrete Zieltemperatur ein, und die Box steuert sie an, hält sie und das völlig unabhängig von der Außentemperatur. Laut Hersteller sind bis zu -20 °C möglich; in meinem Test erreichte die Box stabile -18 °C. Und das nicht nur tief, sondern auch erfreulich schnell:

Zieltemperatur Benötigte Zeit (leer, ca. 25 °C Umgebung)
0 °C 40 Minuten
-10 °C 55 Minuten
-20 °C 150 Minuten

 

0 °C nach 40 Minuten und -10 °C nach gerade einmal 55 Minuten, das ist beeindruckend schnell. Spannenderweise machte es dabei kaum einen Unterschied, ob die Box leer oder mit rund 6 L Flüssigkeit gefüllt war. Voll dauerte das Herunterkühlen nur minimal länger, dafür wurde die Zieltemperatur sogar stabiler gehalten.

Unterm Strich ist die Sache bei der Kühlleistung eindeutig: Eine Kompressor-Kühlbox kühlt nicht nur viel tiefer, sondern auch gezielt und unabhängig vom Wetter. Die thermoelektrische Box schafft nur einen festen Abstand zur Umgebungstemperatur und kommt im Hochsommer an ihre Grenzen.

 

Der Stromverbrauch

Jetzt kommt der vielleicht überraschendste Teil. Man könnte ja meinen: Wer tiefer kühlt, braucht auch mehr Strom. Doch genau das Gegenteil ist der Fall, und das hat mit der Funktionsweise zu tun.

Die thermoelektrische MEDION zieht ihre Leistung konstant. Es gibt kein Absenken, sobald eine bestimmte Temperatur erreicht ist, die Box läuft schlicht durchgehend auf voller Power. Je nach Modus und Anschluss sah das bei mir so aus:

Modus Steckdose KFZ 12 V USB
ECO 13,04 W 68,3 W 9,7 W
MAX 65,3 W 68,5 W 9,6 W

 

Interessant: Der ECO-Modus funktioniert nur an der Steckdose, am 12-V-Anschluss spielt die Einstellung keine Rolle, dort liegt der Verbrauch immer bei rund 68 W. Der USB-Betrieb ist mit unter 10 W sehr sparsam, dafür aber auch entsprechend schwach in der Kühlleistung.

Die MAENTUM IceCubeX arbeitet komplett anders. Sie nimmt zwar maximal 40–50 W auf, aber eben nur dann, wenn der Kompressor tatsächlich läuft. Hat die Box ihre Zieltemperatur erreicht, schaltet der Kompressor ab und der Verbrauch fällt auf nahezu null, bis wieder nachgekühlt werden muss. Genau dieses Takten ist der entscheidende Effizienzvorteil.

  • Klassische Kühlbox – ca. 65 – 70 W
  • Kompressor Kühlbox – 40 – 50 W

Auf den ersten Blick wirken die maximalen Wattzahlen also gar nicht so weit auseinander. Doch der momentane Verbrauch sagt hier wenig aus, entscheidend ist, was über die Zeit zusammenkommt.

 

Der Stromverbrauch über die Zeit

Und hier zeigt sich der wahre Unterschied. Denn ob eine Box konstant zieht oder nur taktet, merkst du erst, wenn sie über Stunden läuft, etwa als „Zusatz-Kühlschrank“ am Wochenende oder im Wohnmobil.

Ich habe daher den Verbrauch über 24 Stunden gemessen:

Box & Einstellung Verbrauch in 24 h
MEDION MAX (Steckdose) ca. 1.617 Wh
MEDION ECO (Steckdose) ca. 272 Wh
MAENTUM bei 0 °C ca. 190 Wh
MAENTUM bei -20 °C ca. 534 Wh

 

Die MEDION Kühlbox zieht im MAX-Modus rund 1.617 Wh am Tag und erreicht dabei „nur“ etwa 5 °C. Die MAENTUM kommt für eine deutlich niedrigere Temperatur von 0 °C mit gerade einmal rund 190 Wh aus.

Das bedeutet: Die Kompressor-Kühlbox braucht im Dauerbetrieb rund das 8,5-fache weniger Strom und kühlt dabei trotzdem tiefer. Selbst wenn die MAENTUM auf -20 °C läuft, liegt sie mit 534 Wh noch klar unter dem MAX-Verbrauch der MEDION.

Klar, im sparsamen ECO-Modus relativiert sich das bei der MEDION (272 Wh), aber dann kühlt sie eben auch kaum noch nennenswert. Sobald es um längere Laufzeiten geht, ist die Kompressor-Box dem Peltier-Modell haushoch überlegen.

Kurzum: Für ein paar Stunden auf dem Weg zum See ist eine thermoelektrische Box völlig in Ordnung. Als dauerhafter Kühlschrank-Ersatz ist sie aber schlicht nicht gemacht.

Und nein, das ist kein „Ausreißer“, dass die MEDION Kühlbox einfach „schlecht“ ist. Auch die SEVERIN KB 2923 erreichte sehr, sehr ähnliche Werte und ist eine klassische Kühlbox.

 

Fazit

So, fassen wir das Ganze mal zusammen, denn unterm Strich ergibt sich ein ziemlich klares Bild.

Die thermoelektrische Kühlbox (hier die MEDION oder auch die SEVERIN KB 2923) punktet mit ihrem niedrigen Preis ab rund 50 €, dem geringen Gewicht und ihrer Flexibilität. Gerade die Möglichkeit, sie per USB an einer Powerbank zu betreiben, ist im Alltag richtig praktisch. Für den gelegentlichen Einsatz, den Ausflug zum Grillplatz oder den Wochenendtrip ist sie eine grundsolide, unkomplizierte Wahl. Du musst nur wissen, worauf du dich einlässt: begrenzte Kühlleistung, die mit der Außentemperatur steigt, und ein konstant hoher Stromverbrauch ohne jedes Absenken.

Die Kompressor-Kühlbox (hier die MAENTUM IceCubeX) kostet mit Einstiegspreisen ab rund 200 € deutlich mehr, ist größer und schwerer und in jedem leistungsrelevanten Punkt überlegen. Sie kühlt gezielt, tief und unabhängig vom Wetter, sie kühlt schneller herunter, und sie braucht im Dauerbetrieb rund das 8,5-fache weniger Strom, obwohl sie tiefere Temperaturen erreicht. Beeindruckend. Solch eine Kühlbox kann glatt als Kühlschrank genutzt werden.

Welche ist nun die richtige für dich? Ganz einfach:

  • Du suchst eine günstige, leichte Box für den gelegentlichen Einsatz und willst sie vielleicht auch mal eben per USB betreiben? Dann ist eine thermoelektrische Box wie die MEDION eine runde Sache.
  • Du willst dauerhaft tiefe Temperaturen, auch im Hochsommer, maximale Energieeffizienz und eine echte Kühlschrank-Alternative für Camping, Wohnmobil oder lange Touren? Dann führt kein Weg an einem Kompressor-Modell wie der MAENTUM IceCubeX vorbei.

Beide Typen haben also ihre Daseinsberechtigung, sie bedienen schlicht unterschiedliche Bedürfnisse. Wenn du aber Wert auf echte Kühlleistung und niedrige Stromkosten legst, ist der Aufpreis für den Kompressor jeden Cent wert.

SONOPOWER P100 Test: Mini-Powerstation mit 230V-Steckdose & 100W USB-C

Der noch recht junge schwedische Hersteller SONOPOWER bietet mit der P100 eine erste „mini-Powerstation“ an. Diese bietet 20.000 mAh, 100 W USB C, aber auch eine 100 W Steckdose! Und letztere hebt die P100 von gängigen Powerbanks ab. Aber ist das eine sinnvolle Kombination? Ist die P100 eine gute Mini-Powerstation? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an SONOPOWER für das Ausleihen der P100 für diesen Test!

 

Die SONOPOWER Portable Power Station P100 im Test

Die P100 ist eine Mischung aus Powerbank und Powerstation. So haben wir hier eher eine Kapazität, die zu einer Powerbank passt, aber Funktionen bzw. Anschlüsse, die eher an eine Powerstation erinnern.

Passend dazu hat die P100 auch eine „mittlere“ Größe. Mit 177 x 112 x 107 mm und einem Gewicht von 1,345 kg ist diese deutlich größer als eine Powerbank mit 20.000 mAh, aber deutlich kleiner als eine Powerstation.

Dabei setzt die SONOPOWER auf ein recht klassisches Kunststoffgehäuse. Dieses ist soweit OK, aber auch nichts Besonderes.

Pluspunkte gibt es für einen kleinen Tragegriff, der an der Seite integriert ist.

 

Das Display

Auf der Front findet sich ein kleines LCD Display. Dieses zeigt dir im Betrieb folgende Werte:

  • Akkustand in %
  • Eingangsleistung in Watt
  • Ausgangsleistung in Watt

Damit ist das Display sehr einfach, aber dass die Leistung in Watt angezeigt wird, ist praktisch!

 

Anschlüsse

Wirklich spannend wird es bei der P100, wenn wir uns die Anschlüsse ansehen!

  • 2x USB C 100 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • 2x USB A 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A
  • 2x DC 14V/8A
  • 1x Steckdose 230V / 100 W

Zunächst haben wir 2x USB C Ports, welche jeweils 100 W nach dem USB PD Standard liefern können. Das ist genug Leistung auch für große Geräte wie Notebooks.

Hinzu kommen 2x Quick Charge USB A Ports und zwei DC Rundstecker.

Das wirklich Besondere ist aber die Steckdose an der Seite. Diese kann bis zu 100 W liefern, ausreichend für z. B. eine Kühlbox oder Ähnliches.

Wichtig, die beiden USB C Ports scheinen sich die Leistung zu teilen bzw. immer nur einer hat 100 W Leistung, nutzt du beide zeitgleich, haben wir „100 + 10 W“.

 

PPS

Natürlich unterstützt die Powerstation auch den PPS Standard via USB C.

  • 5 – 20 V bei bis zu 3 A

Die PPS Stufe deckt einen guten Spannungsbereich ab, mit 5 – 20 V. Allerdings ist die maximale Leistung mit 3 A eher mittelmäßig. Bei einer Powerstation dieser Klasse würde ich eigentlich eine bis 5 A Stufe erwarten.

3 A reicht allerdings aus, um die neueren Samsung Galaxy Smartphones mit dem vollen Tempo zu laden. Im Zusammenspiel mit den Google Pixel Smartphones gibt es allerdings nicht die volle Geschwindigkeit.

 

Die Steckdose

Das Highlight an der P100 ist die Steckdose. Diese bietet bis zu 100 W. Das ist nicht extrem viel Leistung, aber ausreichend für eine 230V Kühlbox oder Ähnliches.

Und ja, ich kann bestätigen, diese kann 100 W liefern.

Wichtig, es handelt sich hier nicht um eine reine Sinuswelle, sondern um eine modifizierte Sinuswelle!

Es gibt ein paar „komplexere“ Geräte, die das nicht mögen. Allerdings bei mir im Test funktionierten eigentlich alle Geräte, die ich getestet habe, nur ein paar Schaltnetzteile erzeugten ein Spulenfiepen.

 

DC Ports

Die DC Ports der Powerstation werden mit einer Spannung von 14 V beworben. Laut meinen Messungen waren es aber eher 13,4 V. Diese 13,4 V sind allerdings komplett stabil über die gesamte Kapazität hinweg.

 

Keine Temperatur-Probleme

Viele High End Powerbanks, die mit 100 W oder 140 W werben, können nicht konstant diese Leistung bereitstellen. Wie steht es hier um die P100?

Die P100 verfügt über einen integrierten Lüfter. Daher ist es keine Überraschung, dass die Powerstation KEINE Temperatur-Probleme hat! Diese kann konstant 100 W via USB C ausgeben oder auch über die Steckdose, ohne Drosselung.

Der Lüfter kann dabei leicht hörbar sein, ist aber auch nicht extrem.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Aber was ist mit der Kapazität? Diese wird mit 76,8 Wh bzw. 20.000 mAh beworben.

Wh mAh mAh @3,7V %
DC 14V/3A 69,9 5190 18878 91%
9V/1A 66,3 7256 17918 86%
9V/3A 69,3 7680 18719 90%
20V/1A 69,8 3466 18865 91%
20V/3A 68,9 3446 18624 90%
20V/5A 67,4 3391 18214 88%
AC 50W 58,0 15676 76%
AC 100W 59,0 15946 77%
Im Schnitt 66,1 17855 86%

 

Die Kapazität der P100 schwankt natürlich etwas je nach Anschluss. Gerade über die Steckdosen ist die Effizienz natürlich etwas niedriger.

Im Schnitt erreichte die Powerstation 66 Wh, was guten 86 % der Herstellerangabe entspricht.

Das ist ein gutes Abschneiden, auch wenn wir natürlich dazu sagen müssen, dass dies keine gewaltige Kapazität ist. Hast du beispielsweise eine 100 W Last an der Steckdose, kann die Powerstation diese knapp über eine halbe Stunde betreiben.

 

Laden der SONOPOWER Portable Power Station P100

Die P100 wird via USB C geladen und kann hier bis zu 100 W akzeptieren.

Eine vollständige Ladung der Powerstation dauert ca. 1:41 h. Das ist nicht rekordverdächtig schnell, aber auch nicht langsam.

 

Fazit

Das Fazit zur SONOPOWER Portable Power Station P100 ist nicht ganz einfach, denn die P100 fällt etwas zwischen die Stühle. Sie ist keine klassische Powerbank, aber auch keine vollwertige Powerstation – sondern ein Mix aus beidem.

Und genau das ist Stärke und Schwäche zugleich! Auf der einen Seite bekommst du hier eine Ausstattung, die du bei einer normalen Powerbank niemals finden würdest: eine 230V-Steckdose mit 100 W, zwei DC-Ports und gleich zwei 100-W-USB-C-Anschlüsse. Gerade die Steckdose ist das echte Highlight und hebt die P100 deutlich von gängigen Powerbanks ab. Wenn du unterwegs mal eben eine kleine Kühlbox oder ein 230V-Gerät bis 100 W betreiben möchtest, ist das super praktisch!

Auf der anderen Seite musst du dir über die Kapazität im Klaren sein. Mit 76,8 Wh bzw. real im Schnitt rund 66 Wh (gute 86 % der Herstellerangabe) ist das eben keine gewaltige Energiemenge. Eine 100-W-Last an der Steckdose hält die P100 nur knapp über eine halbe Stunde durch.

Technisch macht die P100 aber vieles richtig: Dank des integrierten Lüfters gibt es keinerlei Temperatur-Probleme, die 100 W liegen konstant und ohne Drosselung an – egal ob über USB-C oder die Steckdose. Auch die Effizienz und die stabilen 13,4 V an den DC-Ports gefallen mir gut.

Ein paar Kritikpunkte gibt es aber. Die PPS-Stufe ist mit maximal 3 A für ein Gerät dieser Klasse eher mittelmäßig – hier hätte ich eine 5-A-Stufe erwartet. Zudem teilen sich die beiden USB-C-Ports die Leistung, und die Steckdose liefert „nur“ eine modifizierte Sinuswelle, womit ein paar empfindliche Geräte ein Spulenfiepen erzeugen können.

Pro ✓

  • 230V-Steckdose mit echten 100 W – das Highlight und das große Unterscheidungsmerkmal zur Powerbank
  • 2x USB-C mit 100 W (USB PD), genug auch für Notebooks
  • Keine Temperatur-Probleme dank Lüfter, konstante 100 W ohne Drosselung
  • Vielseitige Anschlüsse (2x USB-C, 2x USB-A QC, 2x DC, 1x Steckdose)
  • Stabile DC-Spannung (13,4 V über die gesamte Kapazität)
  • Gute Effizienz (im Schnitt 86 % der Herstellerangabe)
  • Praktisches Display mit Watt-Anzeige für Ein- und Ausgang
  • Integrierter Tragegriff

Kontra ✗

  • PPS nur bis 3 A (für diese Klasse eher schwach, keine volle Pixel-Ladegeschwindigkeit)
  • Beide USB-C-Ports teilen sich die Leistung (100 + 10 W bei gleichzeitiger Nutzung)
  • Nur modifizierte Sinuswelle an der Steckdose (Spulenfiepen bei manchen Schaltnetzteilen)

Unterm Strich: Suchst du eine möglichst große Powerbank für Smartphone und Notebook, bist du mit einer klassischen 100-W-Powerbank vermutlich besser bedient. Reizt dich aber genau die Kombination aus kompaktem Format und einer vollwertigen 230V-Steckdose für kleinere Verbraucher, dann ist die SONOPOWER P100 eine spannende und sinnvolle kleine Mini-Powerstation!

USB-Kühlbox, MEDION Thermoelektrische tragbare Kühlbox im Test

Eine Kühlbox ist im Sommer ein Must Have. Aber wie unterwegs die Kühlbox mit Energie betreiben? Es wäre doch toll, wenn das via USB gehen würde.

Und ja, es gibt eine Handvoll Kühlboxen, die einen Betrieb nicht nur an der Steckdose, sondern auch via USB an z.B. einer Powerbank erlauben. Genau solch eine haben wir heute im Test, die MEDION Thermoelektrische tragbare Kühlbox.

Diese bietet ein Volumen von 25 L, kostet um die 70 € und kann via Steckdose, KFZ Stecker oder USB betrieben werden!

Diese Flexibilität ist klasse, aber wie gut funktioniert das in der Praxis? Wie gut ist die Kühlleistung und vor allem wie gut ist die Kühlleistung via USB?!

Finden wir dies im Test heraus!

 

Die MEDION MD 10735 Thermoelektrische tragbare Kühlbox mit USB im Test

Bei der MEDION Kühlbox handelt es sich um ein sehr „klassisches“ Modell. Wir haben hier die typische Kühlbox mit Tragegriff auf der Oberseite und aufklappbarem Deckel. Diese misst 46 x 40 x 29 cm und fasst 25 L Volumen.

Interessanterweise ist die MEDION Kühlbox vergleichsweise breit, aber etwas flacher als andere Modelle, die ich in dieser Art kenne. Materialtechnisch haben wir hier normalen Kunststoff, nichts Besonderes.

 

Flexible Stromversorgung

Das Highlight an der MEDION Thermoelektrischen tragbaren Kühlbox ist die Flexibilität bei der Stromversorgung.

  1. C8 Stecker für den Betrieb an einer 230 V Steckdose
  2. KFZ Zigaretten-Anzünder Anschluss
  3. USB Port

Diese Vielfalt erlaubt dir einen Betrieb an der Steckdose, im Auto oder an einer USB Powerbank.

 

ECO Modus und Heizen

Die MEDION Kühlbox hat zwei Modi, so kann diese nicht nur kühlen, sondern auch heizen. In diesem Test konzentrieren wir uns allerdings auf die Kühlfunktion.

Zudem haben wir zwei Leistungsmodi, ECO und MAX. Beide Einstellungen wählst du über einen Schalter an der Seite des Deckels.

 

25 L Volumen

Die MEDION Kühlbox hat ein Volumen von 25 L. Das ist ein ordentliches Volumen. Allerdings ist das Innere vergleichsweise flach. Heißt, 1,5 L und auch viele 1,25 L Flaschen passen nicht stehend in die Box.

Allerdings kannst du 1,5 L Flaschen in die Box legen. Liegend passen diese gut. Das macht aber das Sortieren des Innenlebens etwas schwieriger, gerade wenn du nicht nur Flaschen transportierst. Ich hätte mir gewünscht, dass die Kühlbox vielleicht etwas höher wäre.

 

2 Typen von Kühlboxen

Im Handel findest du in der Regel 2 verschiedene Typen Kühlboxen.

  • Thermoelektrische (Peltier-Module) Kühlboxen
  • Kompressor Kühlboxen

Im Generellen gilt, dass Kompressor Kühlboxen, wie z.B. die MAENTUM IceCubeX, den thermoelektrischen Kühlboxen in den meisten Punkten überlegen sind.

Kompressor Kühlboxen funktionieren wie ein Kühlschrank. Diese sind sehr effizient und können sehr stark und genau kühlen. Eine Kompressor Kühlbox schafft auch im Sommer durchaus Temperaturen von -10 Grad oder weniger, bei einem überschaubaren Stromverbrauch. Allerdings sind Kompressor Kühlboxen meist deutlich teurer und deutlich größer und schwerer.

Einfache Kühlboxen wie auch die MEDION nutzen ein Peltier-Modul. Dieses ist deutlich weniger effizient und es ist schwieriger, die Kühlleistung zu steuern. Meistens laufen solche Kühlboxen konstant auf voller Power und versuchen einfach, eine möglichst niedrige Temperatur zu erreichen.

Für eine kurzzeitige Nutzung ist solch eine Kühlbox meist ausreichend. Willst du aber besonders niedrige Temperaturen auch im Hochsommer und Energieeffizienz, ist ein Kompressor Modell zu bevorzugen.

 

Temperatur-Messung

Welche Temperaturen kann die MEDION Thermoelektrische tragbare Kühlbox aber in der Praxis erreichen?

Das hängt ein gutes Stück von der Umgebungstemperatur ab! Eine thermoelektrische Kühlbox hat keine fixe Zieltemperatur, sondern kann ein gewisses Maß an „Kälte erzeugen“. Du kannst also davon ausgehen, dass diese Wert X unter Raum-/Außentemperatur kühlen. Ich habe die MEDION Kühlbox bei einer Raumtemperatur von +- 21,5 Grad getestet.

Dabei habe ich 3 Testdurchläufe durchgeführt:

  1. Versorgung über den USB Port
  2. Versorgung über die Steckdose (Max)
  3. Versorgung über die Steckdose (Eco)

Bei der Nutzung der 12V Verbindung (KFZ) kannst du die gleichen Messwerte erwarten wie bei der Steckdose.

Zunächst können wir sehen, dass bei der Nutzung der USB Verbindung und der Steckdose im ECO Modus die Kühlleistung +- gleich ist. Passt auch zum Stromverbrauch, der in diesen Modi ähnlich ist.

Hier schafft es die Kühlbox, die Temperatur auf +- 11 – 12 Grad abzusenken, also rund 10 Grad unter Raumtemperatur.

Bei maximaler Leistung erreicht die Kühlbox eine Temperatur von +- 5 Grad. Hier kommt diese also 16,5 Grad unter Raumtemperatur.

Entsprechend kannst du grob über den Daumen bei 30 Grad erwarten, dass die Kühlbox im ECO/USB Betrieb auf um die 19 Grad im Inneren kommt und im MAX Modus auf um die 13,5 Grad.

Das ist für solch eine Kühlbox absolut passend und normal. Willst du niedrigere Temperaturen, brauchst du eine Kühlbox mit Kompressor.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch der Kühlbox schwankt je nach Modus und Betriebsart. Dabei ist die Leistungsaufnahme aber immer sehr konstant! Wir haben nicht wie bei einer Kompressor Kühlbox einen schwankenden Verbrauch, sondern immer „volle Power“.

Via Steckdose braucht die Kühlbox 65-70 W im Max Modus. Selbiges gilt auch für die Nutzung am 12V KFZ Stecker. Im ECO Modus sinkt der Verbrauch via Steckdose auf +- 13 W. Spannenderweise funktioniert der ECO Modus nicht am 12V Anschluss, hier spielt die Einstellung keine Rolle. Via USB liegt der Verbrauch bei 9 – 10 W.

An sich sind diese Werte nicht zu hoch, aber wichtig, die Kühlbox braucht diese Leistung konstant! Es gibt kein Absenken der Leistung, wenn irgendein Temperaturschwellwert erreicht wird.

Im MAX Modus via Steckdose brauchte die Kühlbox in 24h ca. 1.617 Wh. Im ECO Modus 272 Wh. Zum Vergleich, die MAENTUM IceCubeX Kompressor Kühlbox braucht in 24h für eine Temperatur von 0 Grad (also noch eine niedrigere Temperatur als im MAX Modus) gerade einmal 190 Wh!

Die Kompressorkühlbox braucht also im Dauerbetrieb ca. 8,5x weniger Strom! Kurzum, kurzzeitig für ein paar Stunden ist solch eine einfache Kühlbox wie die MEDION Thermoelektrische tragbare Kühlbox OK, aber als „Zusatz-Kühlschrank“ weniger geeignet.

 

Fazit

Das Fazit zur MEDION Thermoelektrischen tragbaren Kühlbox ist eigentlich schnell auf den Punkt gebracht: Du bekommst hier eine grundsolide, klassische Kühlbox, deren großes Highlight ganz klar die flexible Stromversorgung ist.

Genau das hebt die MEDION MD 10735 von vielen anderen Modellen ab. Steckdose, 12 V im Auto oder eben USB an einer Powerbank, diese Vielfalt ist im Alltag richtig praktisch und macht die Box extrem flexibel. Gerade die USB-Option ist eine feine Sache, wenn du unterwegs keinen 230-V-Anschluss in der Nähe hast.

Bei der Kühlleistung musst du aber wissen, worauf du dich einlässt. Mit rund 16,5 Grad unter Raumtemperatur im MAX-Modus und etwa 10 Grad im ECO- bzw. USB-Betrieb liefert die MEDION genau das, was man von einer thermoelektrischen Kühlbox erwarten darf, nicht mehr, nicht weniger. Für ein paar Stunden auf dem Weg zum See, zum Grillen oder für den Wochenendausflug reicht das normalerweise aus, aber um bei 40 Grad Eis zu transportieren, ist es zu wenig.

Was du im Hinterkopf behalten solltest: Die Box zieht ihre Leistung konstant, es gibt kein Absenken bei Erreichen einer Zieltemperatur. Im MAX-Modus an der Steckdose sind das rund 1.617 Wh in 24 Stunden. Zum Vergleich, eine Kompressor-Kühlbox wie die MAENTUM IceCubeX schafft sogar tiefere Temperaturen bei etwa 8,5x weniger Stromverbrauch. Als dauerhafter „Zusatz-Kühlschrank“ oder für richtig niedrige Temperaturen im Hochsommer ist die MEDION daher nicht die richtige Wahl. Ein kleiner Wermutstropfen ist außerdem das recht flache Innere, in dem 1,5-L-Flaschen nicht stehend Platz finden.

Angebot
MEDION Thermoelektrische tragbare Kühlbox (25 Liter, Kühl- und...

Pro ✓

  • Sehr flexible Stromversorgung (230 V, 12 V KFZ und USB)
  • USB-Betrieb an einer Powerbank möglich
  • Kann nicht nur kühlen, sondern auch heizen
  • Ordentliche 25 L Volumen
  • Fairer Preis von rund 70 €

Kontra ✗

  • Begrenzte Kühlleistung (typisch für Thermoelektrik)
  • Konstant hoher Stromverbrauch, kein Absenken
  • ECO-Modus funktioniert nicht am 12-V-Anschluss
  • Flaches Innenleben, 1,5-L-Flaschen passen nur liegend

Du suchst eine günstige, vielseitige Kühlbox für den gelegentlichen Einsatz, die du auch mal eben per USB an der Powerbank betreiben kannst? Dann ist die MEDION Thermoelektrische tragbare Kühlbox eine runde Sache. Willst du hingegen dauerhaft tiefe Temperaturen und maximale Energieeffizienz, führt kein Weg an einem Kompressor-Modell wie der MAENTUM IceCubeX vorbei.

Bosch Ersatzakku Test: Taugen die 18V-Nachbauten mit 5000 & 6000 mAh?

Original-Akkus für Boschs grüne 18V-Welt, das „Power for All“-System (PBA), das du aus PSB-, PSR- und Co.-Geräten kennst und das auch in vielen Gardena-Geräten steckt, sind nicht gerade günstig. Schnell zahlst du für einen Ersatzakku mit hoher Kapazität locker das Doppelte oder mehr von dem, was dir Drittanbieter auf Amazon und AliExpress versprechen. Hier findest du 3.-Anbieter Akkus mit 5 Ah oder sogar 6 Ah für um die 30€.

Klingt verlockend, oder? Genau deshalb habe ich mir zwei dieser No-Name-Ersatzakkus geschnappt: einen mit beworbenen 5 Ah und einen mit 6 Ah, beide angeblich kompatibel mit der kompletten grünen Bosch „Power for All“-Serie.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Bieten diese Akkus wirklich so viel Kapazität wie versprochen? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Bosch Ersatzakkus im Test

Für diesen Test habe ich zwei Bosch „grün“ Ersatz-Akkus bei Amazon gekauft.

Verkauft von Surkibat Akku Store

Verkauft von Junwood-us

Beide Akkus sehen auf den ersten Blick identisch aus, abseits vom Aufdruck „6.0 AH“ und „5.0 AH“. So nutzen beide das gleiche Design und das gleiche Gehäuse.

Es ist klar, dass dieses vom selben Fertiger stammt. Dieser scheint „Huizhou Rong Hui Technology“ zu sein, laut Aufdruck auf beiden Akkus. Der Importeur wiederum ist anscheinend die Apex CE Specialists GmbH. http://apex-de.com/

Erster Eindruck der Nachbau Akkus

Verglichen mit den originalen Bosch „grün“ Akkus sind diese etwas einfacher gefertigt. So haben die originalen Bosch Akkus beispielsweise eine Gummierung an den unteren Kanten, welche hier komplett fehlt.

Die Akkus sind zu 100% aus Kunststoff.

Das Kunststoff Gehäuse ist auch einfacher gestaltet, beispielsweise fehlen die „Kühlrippen“ der aktuellen Bosch Grün Akkus.

 

Gute Passform

Pluspunkte gibt es für die Passform. Beide Akkus lassen sich problemlos einsetzen und auch wieder lösen. Genau genommen lassen sich diese sogar etwas leichter entfernen als die originalen Bosch Akkus, welche nach meiner Erfahrung oftmals etwas störrisch sind.

 

Gewicht

Ein interessanter Punkt ist immer das Gewicht von Akkus. Zwar kann man nicht pauschal sagen, dass schwerere Akkus mehr Kapazität haben, aber erfahrungsgemäß ist das Gewicht doch ein Indiz.

Gewicht
Nachbau 5 Ah 600
Nachbau 6 Ah 600
Bosch 4 Ah 628
Bosch 2,5 Ah 360

 

Verdächtigerweise haben beide Nachbau Akkus genau 600 g. Eigentlich wäre zu erwarten, dass der 6 Ah Akku etwas schwerer ist.

Spannenderweise ist der originale Bosch 4 Ah Akku mit 628 g schwerer als beide Nachbau Modelle.

 

Das Testsystem

Um die Akkus zu testen, nutze ich eine etwas „wissenschaftlichere“ Methode. So nutze ich hier eine elektronische Last, mit welcher ich die Akkus gezielt bei verschiedenen Laststufen entladen kann und entsprechend die Kapazität mitlogge.

Ich führe hier 3 Zyklen durch, bei 2 A Last, 5 A Last und 10 A Last. Ich entlade die Akkus auf eine Spannung von 15 V, 3 V pro Zelle.

Für ein paar Vergleichswerte schicke ich auch einen alten originalen Bosch 4 Ah durch den gleichen Test. Da dieser Akku etwas älter ist, kann es sein, dass dieser nicht mehr 100% der Neukapazität liefert, aber als +- Vergleichsobjekt sollte das passen.

 

Wie hoch ist die Kapazität der Ersatzakkus?

Kommen wir zum wirklich spannenden Punkt, wie hoch ist die Kapazität wirklich?

2 A 5 A 10 A Im Schnitt
Nachbau 5 Ah 3,19 3,107 2,995 3,1
Nachbau 6 Ah 3,193 3,186 3,039 3,14
Bosch 4 Ah 3,918 3,882 3,816 3,87

 

Das war wohl nichts! So können wir die Messwerte zusammenfassen. Zunächst bieten beide Nachbau Akkus +- die gleiche Kapazität. Es gibt hier also keinen relevanten Unterschied zwischen dem 5 Ah und 6 Ah Akku.

Beide bieten aber eine schlechtere Kapazität als mein alter Bosch 4 Ah Akku …

So erreichen beide Nachbau Akkus eine Kapazität von 3,1 Ah im Schnitt. Der originale Bosch Akku erreichte 3,87 Ah.

 

Ein absolut enttäuschendes Ergebnis … Nach meinen Tests lässt sich hier ein Etikettenschwindel festhalten: Beide Nachbau-/Ersatzakkus haben nicht die beworbenen 5 Ah und noch weniger 6 Ah.

 

Spannungsverlauf bei 5 A Last

Werfen wir noch einen Blick auf den Spannungsverlauf bei 5 A Last, hier siehst du das Ergebnis der Kapazitätsmessung quasi „live“.

Auffällig ist zunächst, dass beide Nachbau-Akkus nahezu deckungsgleich verlaufen. Zwischen dem „5 Ah“- und dem „6 Ah“-Modell gibt es also auch im Kurvenverlauf praktisch keinen Unterschied. Spannend ist der Vergleich zum originalen Bosch 4 Ah: Alle drei starten bei rund 20,7 V, doch die Spannung der Nachbauten knickt in der zweiten Hälfte deutlich früher ein. Beide erreichen die Abschaltgrenze von 15 V schon nach gut 36 bis 37 Minuten, der Bosch hält dagegen knapp 46 Minuten durch, also rund ein Viertel länger. Auch unter Last bestätigt sich damit das Bild: Der alte Original-Akku liefert trotz „nur“ 4 Ah klar mehr als beide vermeintlich größeren Nachbauten.

 

Ein Blick ins Innere

Schauen wir uns die Akkus einmal von innen an. Im Inneren finden wir jeweils zehn Zellen im 18650-Format, verschaltet als 5S2P – also fünf Zellen in Reihe für die 18 V und davon je zwei parallel für die Kapazität. Die Zellen tragen die Aufschrift „RH yg18650 … 3,6 V“. Markenzellen von Samsung, LG oder Panasonic sind das nicht. Das Kürzel „RH“ deutet vielmehr auf den Fertiger der Akkus selbst hin, vermutlich Huizhou Rong Hui Technology.

Richtig interessant wird es, wenn wir die gemessene Kapazität auf die einzelnen Zellen herunterrechnen. Da bei einer 2P-Verschaltung die Pack-Kapazität der von zwei Zellen entspricht, ergeben sich aus den rund 3,1 Ah des gesamten Akkus nur etwa 1550 mAh pro Zelle. Das ist für eine 18650 ausgesprochen wenig. Selbst einfache Neuzellen liegen üblicherweise bei mindestens 2000 bis 2200 mAh.

Woher diese schwache Kapazität kommt, lässt sich von außen nicht zweifelsfrei sagen. Denkbar sind günstige Low-Grade-Neuzellen, aussortierte B-Ware oder recycelte Zellen aus alten Akkupacks. Und auch wenn die Zellen auf den ersten Blick sauber und neuwertig aussehen: Recycelte Ware schließt das nicht aus, denn solche Zellen werden vor dem Wiederverkauf in der Regel neu umwickelt und bedruckt.

 

Fazit

Nicht kaufen! Es mag zwar verlockend sein, einen 6 Ah Nachbau Akku für gerade einmal 30€ zu kaufen, aber zumindest in diesem Fall lohnt es sich nicht.

Die hier getesteten 5.000 mAh bzw. 6.000 mAh Ersatzakkus vom Fertiger „Huizhou Rong Hui Technology“ enttäuschten bei der Kapazität.

Beide Akkus erreichten +- 3,1 Ah (3.100 mAh). 3,1 Ah für 30-35€ ist plötzlich kein guter Deal mehr!

Du bekommst den 4 Ah Akku original von Bosch zum Zeitpunkt des Artikels für rund 33€! Und dieser hält sein Kapazitätsversprechen.

Ja, die Ersatzakkus funktionieren, übertreiben aber bei der Kapazität maßlos und die Haltbarkeit ist fragwürdig. Schade …

AOC Q27G41ZDF im Test: der günstigste QD-OLED Gaming-Monitor mit 240 Hz (WQHD) für 350 €

Momentan ist ein guter Zeitpunkt, einen neuen Monitor zu kaufen! Gerade OLED-Monitore haben mittlerweile Preisbereiche erreicht, die sehr bezahlbar sind.

So hatten wir uns vor kurzem den Dell 32 Plus 4K QD-OLED Monitor im Test angesehen, welcher der günstigste 4K-OLED ist. Heute machen wir mit der Reihe günstige OLEDs weiter, und zwar mit dem AOC Q27G41ZDF.

Der AOC Q27G41ZDF verfügt über ein 26,5 Zoll QD-OLED-Panel, 2560×1440 Pixel und 240 Hz. Damit richtet sich der Q27G41ZDF primär an Gamer.

Das wirklich Spannende ist aber der Preis. So kostet der Monitor lediglich um die 350 €. Ein hervorragender Preis für einen OLED und, genau genommen, der so ziemlich Günstigste am Markt.

Wollen wir uns in einem Test ansehen, was du beim AOC Q27G41ZDF bekommst und wo vielleicht aufgrund des Preises gespart wurde!

An dieser Stelle vielen Dank an AOC für das Ausleihen des Q27G41ZDF für diesen Test.

 

Der AOC Q27G41ZDF im Test

Mit 26,5 Zoll hat der AOC Q27G41ZDF eine recht „normale“ Größe für einen Monitor im Jahr 2026.

Dabei ist dieser auch sehr modern, schmal gestaltet und hat recht minimale Displayränder. Selbst der oftmals etwas dicke untere Rand ist hier sehr dezent gehalten.

Allerdings sehen wir beim Gehäuse und dem Standfuß den günstigen Preis am stärksten.

So besitzt der AOC Q27G41ZDF nur einen extrem minimalistischen Standfuß. Dieser erlaubt KEINE Höhenverstellung oder sonstige Anpassungen. Auch generell ist das Gehäuse des Monitors recht leicht gebaut. Es ist klar zu merken, dass AOC hier etwas gespart hat.

Solltest du eine Höhenverstellung wünschen, musst du einen VESA-kompatiblen Standfuß/Halterung nutzen. Der AOC Q27G41ZDF unterstützt 100 x 100 VESA-Halterungen.

 

Anschlüsse

Auch ein Punkt, bei welchem der Q27G41ZDF recht Basic ist, sind die Anschlüsse:

  • 1x HDMI 2.0
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x 3,5 mm Kopfhörerausgang

Wir haben lediglich einmal HDMI und DisplayPort. In der Praxis ist dies aber, wie ich denke, ausreichend. Dies ist ein Gaming-Monitor, da sehe ich den Verzicht auf USB-C nicht ganz so eng.

Es gilt lediglich zu bedenken, dass nur der DisplayPort-Anschluss 240 Hz unterstützt! Via HDMI sind maximal 144 Hz möglich. Einen PC solltest du also, wenn möglich, via DisplayPort verbinden.

 

Technik des AOC Q27G41ZDF

Das Herzstück des AOC Q27G41ZDF stellt ein QD-OLED-Panel von Samsung in der 3. Generation dar.

  • AOC Q27G41ZDF
  • 26,5 Zoll
  • QD-OLED
  • 2560×1440 (WQHD)
  • 240 Hz
  • 111 ppi
  • 400 cd/m² Helligkeit

Mit der 3. Generation haben die QD-OLEDs von Samsung eine gewisse Reife erreicht. So ist hier die Haltbarkeit in der Regel kein großes Problem mehr und auch die Textdarstellung / das Subpixel-Layout hat sich verglichen mit früheren Generationen deutlich verbessert.

Textdarstellung

QD-OLEDs haben im Allgemeinen etwas Probleme mit der Textdarstellung. Warum? QD-OLEDs haben eine andere Subpixel-Anordnung als normale Monitore.

Mit jeder Generation wurde die Textdarstellung von QD-OLED-Panels verbessert, perfekt ist diese aber auch in der 3. Generation noch nicht.

Feiner Text, vor allem auf weißem Hintergrund, hat leichte Farbränder. Dieser Effekt ist beim Q27G41ZDF nicht extrem, aber sichtbar.

Daher würde ich den AOC Q27G41ZDF auch wirklich primär fürs Gaming und Content Creation empfehlen. Arbeitest du extrem viel mit Text und bist hier an der maximalen Textklarheit interessiert, würde ich zu einem regulären Monitor greifen oder einem QD-OLED mit 4K-Auflösung.

2560 x 1440 ist eine sehr vernünftige Auflösung, gerade fürs Gaming optimal, aber mit einer noch höheren Auflösung wird dieser Effekt noch etwas weiter minimiert.

 

Farbraumabdeckung

Laut Hersteller soll der Q27G41ZDF 100%+ sRGB-Farbraum, 98% AdobeRGB und 99% DCI-P3 Farbraum abdecken. Sollte dies stimmen, wären das fantastische Werte! Die auch für einen QD-OLED nicht unrealistisch sind.

In meinem Test lag die Farbraum-Abdeckung leicht unter der Herstellerangabe.

  • 100% sRGB
  • 95% AdobeRGB
  • 98% DCI-P3

Allerdings ist die Abweichung gering und diese Werte sind gerade für einen Gaming-Monitor fantastisch! QD-OLEDs sind einfach extrem gut darin, Farben darzustellen.

Solch eine Farbraum-Abdeckung wäre ansonsten nur von den Top 1% aller IPS- oder VA-Panel-Monitoren zu erwarten.

sRGB AdobeRGB P3
ASUS ProArt PA32UCR-K 100% 100% 95%
Philips 27E1N8900 100% 99% 98%
Philips 27B1U7903 100% 98% 98%
LC-Power LC-M27-QHD-165  100% 96% 94%
AOC Q27G41ZDF 100% 95% 98%
Dell 32 Plus S3225QC 100% 94% 98%
ASUS ProArt PA32UCDM 100% 94% 98%
LC-Power LC-M16-4K-UHD-P-OLED 100% 94% 100%
LC-Power LC-M27-4K-UHD-144 100% 94% 93%
AOC Q27G3XMN 100% 93% 95%
BenQ MOBIUZ EX271UZ 100% 92% 98%
LG UltraGear 34GK950F 100% 89%
Alienware AW3420DW 100% 89%
KTC H27T22 100% 87% 95%
ASUS ProArt PA27UCGE 100% 86% 92%
HUAWEI MateView 28 Zoll 100% 86% 94%
LC-Power LC-M27-4K-UHD-144-V2  100% 87% 93%
LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C-K 100% 84% 90%
LC-Power LC-M27-QHD-240-C-K 100% 83% 91%
HUAWEI MateView SE 23,8 Zoll 100% 82% 91%
LC-Power LC-M34-Q-C-PRO 100% 82% 87%
Samsung C34F791 100% 82%
Dell P3421W 100% 80% 86%
ASUS ROG Strix XG35VQ 100% 78%
BenQ EX3501R 100% 78%
HP X27q 99% 77% 84%
BenQ MOBIUZ EX2710 98% 77%
ASUS MX38VC 99% 75%
LG 34UC99-W 98% 76%
Alienware AW2521HFL 97% 76% 73%
Dell U3419W 98% 73%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C 92% 71%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C-V2 92% 71% 72%

Aufgrund dieser sehr guten Farbraum-Abdeckung ist der Monitor theoretisch auch für professionelle Anwendungen gut geeignet.

Kalibrierung

Der Q27G41ZDF verfügt, wie die meisten Monitore, über mehrere Farb-Profile. Belasse den Monitor am besten im Standard-Profil.

Denn in diesem ist die Kalibrierung herausragend gut! Im Schnitt konnte ich ein Delta E von 0,44 messen und im Maximum von 0,88. Das ist Spitzenklasse und macht den Monitor sogar für farbakkurate Arbeiten interessant. Das ist genau genommen besser als bei einigen „Künstler/Creator“-Monitoren, die ich bisher im Test hatte.

 

Helligkeit, das Problem von OLEDs

Spannenderweise wirbt AOC auf seiner Webseite mit einer Helligkeit von 400 cd/m² „Nits“. Das ist spannend, denn 400 cd/m² wären für einen OLED-Monitor im SDR-Modus extrem gut!

Allerdings ist dieser Wert so auffällig gut, dass ich glaube, dass er entweder falsch ist oder nur im HDR-Modus erreichbar ist.

So schaffte der AOC Q27G41ZDF bei mir im Test eine Helligkeit von maximal 264 cd/m² im SDR-Modus, also bei der normalen Windows-Nutzung.

Das ist ein recht typischer Wert für OLEDs, welche in der Regel alle um die 250 cd/m² schaffen. 264 cd/m² sind in der Regel ausreichend.

Bist du allerdings in einer extrem hellen Umgebung, hast viele Fenster oder „Spiegelungen“, dann ist ein OLED nicht optimal.

Dies auch, da der AOC Q27G41ZDF hochglänzend ist. Die Entspiegelung ist generell akzeptabel, aber nichts Besonderes. Allerdings in einer dunklen Umgebung sieht der Monitor dank des Hochglanzes und des OLEDs fantastisch aus!

 

Perfekter Kontrast

OLED-typisch besitzt der AOC Q27G41ZDF einen perfekten Kontrast. Schwarz ist hier schwarz, sofern es kein Umgebungslicht gibt.

Hierdurch bieten OLEDs ein sehr plastisches und „tiefes“ Bild, das vor allem in Spielen einfach überragend aussieht.

 

Einfaches HDR

Kommen wir zum Thema HDR, denn hier zeigt sich beim AOC Q27G41ZDF ganz gut, wo die Reise preislich hingeht.

Der Q27G41ZDF unterstützt HDR10, also den grundlegenden HDR-Standard. Ein echtes „Premium HDR“-Erlebnis wie bei teureren OLEDs mit 1000 cd/m² Spitzenhelligkeit bekommst du hier nicht.

Wie schon bei der Helligkeit angesprochen, wirbt AOC mit 400 cd/m². Dieser Wert ist tatsächlich erreichbar, allerdings nur im HDR-Modus und auch dort nur bei kleinen hellen Bildbereichen, also einem „Fenster“ von etwa 10% der Bildfläche. Beleuchtest du den kompletten Bildschirm weiß, fällt die Helligkeit deutlich ab. Das ist OLED-typisch und kein Fehler von AOC, sondern schlicht eine technische Eigenschaft der Panels.

Und genau deshalb spreche ich hier von „einfachem HDR“. 400 cd/m² im kleinen Fenster sind für ein wirklich knalliges HDR-Erlebnis mit hellen, gleißenden Highlights eher wenig. Andere OLEDs schaffen hier mittlerweile bis zu 1000 cd/m² (APL 3%) und tragen dann auch eine VESA DisplayHDR True Black 400 Zertifizierung; das ist beim Q27G41ZDF nicht der Fall.

Aber bei einem OLED ist die Spitzenhelligkeit nicht alles. Der eigentliche Trumpf ist der perfekte Kontrast. HDR lebt vom Unterschied zwischen Hell und Dunkel, und da der Q27G41ZDF ein perfektes Schwarz darstellt, wirkt HDR-Content trotzdem sehr ansprechend.

In der Praxis sieht HDR-Gaming auf dem Q27G41ZDF also gut aus, gerade in dunkleren Szenen. Du bekommst hier eben kein Flaggschiff-HDR mit 1000 Nits, aber für einen OLED in dieser Preisklasse ist das absolut in Ordnung und ein netter Bonus obendrauf.

 

Top fürs Gaming

OLED-Monitore sind gerade im Gaming-Bereich extrem dominant, und das auch zu Recht!

Zunächst ist die Kombination beim Q27G41ZDF aus WQHD und 240 Hz ziemlich optimal. WQHD liefert auf 26,5 Zoll eine gute Schärfe, ist aber auch für Mittelklasse-GPUs gut antreibbar.

240 Hz ist dabei eine sehr gute Bildwiederholungsrate. Ja, es gibt Monitore mit noch höherer Bildwiederholungsrate, aber praktisch ist es sicherlich selten, dass du in einem Spiel mehr als 240 FPS haben wirst und der Sprung von 240 zu 360 Hz ist subjektiv vergleichsweise gering.

Hinzu kommt die Bewegungsklarheit. OLEDs haben eine extrem geringe Reaktionszeit, noch besser als IPS-Modelle mit 1ms. In der Praxis führt dies dazu, dass das Bild in Bewegung sehr klar ist, was gerade in kompetitiven Spielen ein großer Vorteil sein kann.

Ist hier der AOC Q27G41ZDF besser oder schlechter als andere OLED-Monitore mit ähnlichen technischen Daten? Nein. Die Panels stammen meist alle von Samsung (ein paar sind von LG), entsprechend sind diese auch in der Praxis sehr, sehr ähnlich.

Aber das ist ja nicht schlimm, zumal der Q27G41ZDF sehr günstig unterwegs ist! Bonuspunkte gibt es für die NVIDIA G-Sync Compatible „Zertifizierung“.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch bei OLED-Monitoren schwankt je nach Bildschirminhalt. Mehr Weiß = mehr Verbrauch, mehr Schwarz = weniger Verbrauch.

  • 0% – SW: 11,3 W
  • 25% – SW: 17,2 W
  • 50% – SW: 23,0 W
  • 75% – SW: 25,9 W
  • 100% – SW: 34,6 W

Im Test schwankte der Verbrauch zwischen 11,3 W und 34,6 W je nach eingestellter Helligkeit bei einem 50% Weiß / 50% Schwarz Bild.

 

Fazit

Der AOC Q27G41ZDF ist ein richtig spannender Monitor, vor allem, wenn man auf den Preis schaut! Für rund 350 € bekommst du hier einen der günstigsten QD-OLEDs am Markt und musst dabei kaum Abstriche bei den Dingen machen, die wirklich zählen.

Denn beim Bild gibt es schlicht nichts zu meckern. Der perfekte OLED-Kontrast, die herausragende Kalibrierung (Delta E von 0,44 im Schnitt!) und die fantastische Farbraum-Abdeckung machen den Q27G41ZDF nicht nur zu einem tollen Gaming-Monitor, sondern auch für Content Creation und sogar farbakkurate Arbeiten interessant. Das ist in dieser Preisklasse absolut nicht selbstverständlich.

Fürs Gaming ist die Kombination aus WQHD, 240 Hz und der OLED-typisch überragenden Bewegungsklarheit ohnehin eine Wucht.

Gespart wurde dafür an anderer Stelle: Der minimalistische Standfuß ohne Höhenverstellung, die sehr „basicen“ Anschlüsse und das einfache HDR ohne hohe Spitzenhelligkeit zeigen, wo die 350 € herkommen. Für einen reinen Gaming- und Bildschirm-Einsatz sind das aber alles Punkte, mit denen man gut leben kann. Wer extrem viel mit Text arbeitet, sollte aber eher zu einem regulären Monitor oder einem 4K-QD-OLED greifen.

Unterm Strich: Suchst du einen günstigen Einstieg in die OLED-Welt mit einem überragenden Bild fürs Gaming, ist der AOC Q27G41ZDF eine klare Empfehlung. Mehr OLED fürs Geld bekommst du aktuell kaum!

 

Steelseries Arctis Nova Pro Omni im Test: Das beste Gaming-Headset 2026?

Wenn es um kabellose Gaming Headsets geht, ist Steelseries ganz klar der Hersteller Nummer 1 bei mir.

Warum? Steelseries Gaming Headsets haben im Allgemeinen einen guten Klang, funktionieren zuverlässig und, das ist ein ganz wichtiger Punkt, sind bequem!

Viele andere kabellose Gaming Headsets sind riesige und oftmals unbequeme „Klopper“.

Mit dem Arctis Nova Pro Omni hat Steelseries nun ein neues Flaggschiff-Modell auf den Markt gebracht, welches auf den ersten Blick diesem Motto treu bleibt!

So setzt das Arctis Nova Pro Omni weiterhin auf ein recht kompaktes Design, bringt aber viele spannende High End Funktionen mit, wie z.B. ANC, Hi-Res Treibern, 96 kHz/24 Bit drahtloses Audio, einem austauschbaren Akku usw.

Allerdings möchte Steelseries für diesen Luxus satte 399€ haben! Das muss man erst sacken lassen.

Für 399€ ist die Erwartungshaltung schon extrem hoch.

Wollen wir uns einmal anschauen, ob das Steelseries Arctis Nova Pro Omni diese erfüllen kann!

An dieser Stelle vielen Dank an Steelseries für das Zurverfügungstellen des Arctis Nova Pro Omni für diesen Test.

 

Das Steelseries Arctis Nova Pro Omni im Test

Steelseries setzt beim Arctis Nova Pro Omni auf das vertraute Design seiner Gaming Headsets.

So ist auch dieses optisch recht schlicht gehalten. Wir haben keine aufwendige RGB Beleuchtung oder generell ein „aggressives“ Design.

Ganz im Gegenteil, das Arctis Nova Pro Omni wirkt schlicht und professionell, ohne dabei aber langweilig oder „generisch“ auszusehen.

Zu diesem schlichten Design trägt z.B. auch der Mikrofon-Arm bei, welcher komplett einfahrbar ist. Auf Wunsch kannst du das Headset also in reine Kopfhörer verwandeln.

Mit 339 g gehört es auch zu den tendenziell leichteren kabellosen Gaming-Headsets, was mich sehr freut. Viele Konkurrenten sind mir etwas zu klobig und groß, gerade in der Oberklasse.

Das ist beim Arctis Nova Pro Omni absolut nicht der Fall.

Neben dem ausziehbaren Mikrofon finden sich an den Ohrmuscheln die üblichen Tasten zur Steuerung, Ein/Aus, Mikrofon an/aus, Lautstärke Drehrad und eine Bluetooth Taste.

 

Mit Steuerungseinheit

Das Arctis Nova Pro Omni verfügt nicht über einen typischen USB Funk-Empfänger, sondern mit im Lieferumfang ist eine „Steuerungseinheit“.

Diese Steuerungseinheit ist eine kleine schwarze Box mit Drehrad und Display auf der Front.

Diese verbindest du mit deinem System wahlweise über USB C oder über einen 3,5mm Eingang. Du kannst sogar bis zu 3 Geräte via USB C verbinden, um schnell zwischen verschiedenen Systemen hin und her zu wechseln/Audio-Quellen zu mixen.

Auf dem Display werden dir verschiedene Informationen angezeigt und du kannst auch einige Einstellungen direkt an der Einheit anpassen, ohne eine Software nutzen zu müssen.

Neben den 3 USB C Ports, welche auch die Xbox unterstützen, und dem 3,5mm Eingang, besitzt die Steuerungseinheit auch einen 3,5mm Audio-Ausgang, falls du das Signal z.B. zu einer Capture Card durchschleifen möchtest.

 

Austauschbarer Akku

Der USB C Ladeport des Arctis Nova Pro Omni ist etwas versteckt angebracht, unter der Abdeckung der linken Ohrmuschel. Durch diese Position ist praktisch ein gleichzeitiges Laden und Nutzen nicht möglich.

Das Headset besitzt einen austauschbaren Akku, den du einfach an der Seite entnehmen kannst. Dieser Akku wird in der Steuerungseinheit geladen.

Mit im Lieferumfang sind 2x Akkus.

Spannend! Ist dein Headset also leer, kannst du den Akku einfach gegen einen voll geladenen aus der Ladestation tauschen. Sollte zudem der Akku irgendwann kaputtgehen, ist das kein Beinbruch und du kannst einfach einen neuen nachkaufen.

Ein interessantes Konzept, welches so recht einmalig außerhalb von Steelseries Produkten ist.

Ich finde gerade den austauschbaren Akku begrüßenswert, hätte aber einen regulären gut erreichbaren USB C Ladeport auch gut gefunden.

Die Laufzeit mit einer Ladung liegt bei sehr ordentlichen +-30 h (ohne ANC).

 

Universell kompatibel

Grundsätzlich ist das Arctis Nova Pro Omni mit so ziemlich allen Systemen/Spielekonsolen kompatibel.

  • PC
  • XBOX
  • Playstation
  • Nintendo Switch
  • Smartphone

PC/XBOX/Playstation lassen sich wahlweise über USB (und die Steuerungseinheit) oder Bluetooth verbinden. Switch und Smartphone laufen hingegen direkt über das integrierte Bluetooth.

 

Mit ANC

Eine Besonderheit des Arctis Nova Pro Omni ist der ANC Support. Das Headset kann also aktiv Hintergrundgeräusche unterdrücken.

Das ANC lässt sich in 3 Stufen (niedrig, mittel und hoch) steuern. Auf der höchsten Stufe ist das ANC auch überraschend gut! Dieses ist hier durchaus auf dem Niveau besserer Bluetooth Kopfhörer. Allerdings auf der höchsten Stufe hatte ich ein leichtes „Druckgefühl“, das auf der mittleren Stufe verschwand, auf welcher das ANC auch weiter ordentlich ist.

Neben ANC bietet das Headset auch einen Transparenz-Modus, welcher sich auch wieder in mehreren Stufen steuern lässt und gezielt Hintergrundgeräusche verstärkt.

Auch dieser ist erfreulich ordentlich.

 

Umfangreiche Software!

Die Windows Software von Steelseries gehört zu den umfangreichsten am Markt! Du hast hier sehr feine Einstellungsmöglichkeiten, was den Klang und vor allem den EQ betrifft.

So gibt es hunderte EQ Presets für diverse Spiele und du kannst natürlich auch eigene EQ Einstellungen anpassen.

Dies sowohl für die „Kopfhörer“, wie aber auch für das Mikrofon! Ja, du kannst das Mikrofon anpassen, sodass dieses heller, dunkler usw. klingt.

Auch das Anpassen der Rauschunterdrückung, des ANC usw. ist in mehreren Stufen möglich.

 

Sonar

Neben der bereits erwähnten Software bringt Steelseries GG mit „Sonar“ noch ein weiteres Werkzeug mit.

Während die Engine-Einstellungen direkt auf dem Headset gespeichert werden (praktisch, wenn du z.B. an der Konsole spielst), ist Sonar die reine PC-Spielwiese für Audio-Enthusiasten.

Das Herzstück ist ein 10-Band EQ, mit dem du jeden Frequenzbereich gezielt anheben oder absenken kannst. Statt fester Regler arbeitest du hier mit einer flexiblen Klangkurve, was deutlich präziser ist als ein klassischer EQ. Auch hier gibt es wieder unzählige, von Steelseries entwickelte Presets für einzelne Spiele, die du als Startpunkt nehmen und anschließend nach deinem Geschmack feintunen kannst.

Der eigentliche Clou von Sonar ist aber der integrierte Audio-Mixer. Sonar teilt deinen Sound nämlich in einzelne Kanäle auf, Spiel, Chat, Medien und Mikrofon, die du komplett unabhängig voneinander steuerst. So kannst du z.B. einen Teamkollegen leiser drehen, ohne den Spielsound anzutasten, oder den Chat und das Spiel jeweils mit einem eigenen EQ versehen. Apps lassen sich frei einem „Kanal“ zuordnen. Für jeden, der nebenbei Musik hört, im Discord quatscht und zockt, ist das ein großer Pluspunkt.

Abgerundet wird das Ganze durch die ClearCast AI Rauschunterdrückung für dein Mikrofon, welche Lüfter, Tastaturanschläge und Co. zuverlässig herausfiltert.

Ein kleiner Hinweis am Rande: Nutzt du Sonar, solltest du den EQ in der Engine auf „Flat“ stellen, da sich beide sonst überlagern und du am Ende einen verfälschten Klang bekommst.

 

Wie ist der Klang?

Kommen wir aber zum wichtigsten Punkt, wie ist der Klang des Steelseries Arctis Nova Pro Omni?

Das Arctis Nova Pro Omni liefert einen sauberen, aber sehr flachen und unspektakulären Klang. Wir haben wenig Bass, aber im Gegenzug fast einen leicht analytischen Unterton, mit guter Auflösung.

Das ist eine Klangsignatur, die ich so von einem Gaming-Headset nicht erwarten würde, sondern mehr von Studio-Kopfhörern.

Ich denke, Steelseries geht einfach davon aus, dass du den Klang über die Software nach deinen Wünschen anpasst und liefert das Headset daher mit einem extrem neutralen Soundprofil aus, das auch wirklich neutraler ist als von vielen HiFi Kopfhörern.

Mir ist der Klang von Haus aus zu neutral und „langweilig“, ich bevorzuge ein gutes Stück mehr Bass.

Erfreulicherweise reagiert das Headset wirklich gut auf die Einstellungen über den EQ.

Mit einem ordentlichen Bass Boost klingt das Arctis Nova Pro Omni für meinen Geschmack herausragend! Die Treiber können eine sehr gute Dynamik darstellen und in Musik sowohl einen mächtigen Bass bieten, wie aber auch saubere Höhen.

Dabei klingt das Arctis Nova Pro Omni trotz des EQ Eingriffs nicht gezwungen oder unnatürlich.

Das Headset ist zu deinem donnernden und tiefen Bass in der Lage, wenn du dies wünschst. Ebenso aber auch zu einem neutralen analytischen Klang, welcher oft in Spielen sogar ein Vorteil ist.

Nutzt du Sonar, kannst du das auch „mixen“, einen lebendigeren EQ für z.B. Spotify und etwas Neutraleres für dein Spiel.

Generell bietet das Headset eine gute Auflösung und hohe Präzision. Dieses klingt konstant recht kontrolliert, selbst wenn du den Klang via EQ massiv anpasst. Wenn ich auf einem hohen Niveau meckern darf, dann wäre mein einziger Kritikpunkt vielleicht das Bass-Volumen. Der Bass kann zwar ausgesprochen kräftig sein und geht auch sehr tief runter, aber wirkt immer sehr kontrolliert. Ich kenne Kopfhörer, die sich hier mehr „gehen lassen“.

Kurzum, ohne EQ Profil klingen die Arctis Nova Pro Omni ordentlich, aber langweilig. Das Headset ist aus meiner Sicht gemacht, dass du den Klang nach deinen Wünschen anpasst. Mit Klanganpassungen ist dies das am besten klingende Gaming Headset, das ich bisher auf dem Kopf hatte!

 

Ein Blick auf die Messung

Damit das nicht nur subjektiv bleibt, habe ich den Frequenzgang des Arctis Nova Pro Omni einmal nachgemessen, und die Kurve bestätigt den Höreindruck ziemlich genau.

Schau dir den Bassbereich an: Der Pegel verläuft bis hinunter zu recht, ohne den frühen Abfall, den viele Kopfhörer im Tiefbass zeigen. Das deckt sich exakt mit dem, was ich beim Hören beschrieben habe, der Bass geht sehr tief runter und bleibt dabei kontrolliert. Gleichzeitig liegt die Anhebung gegenüber den Mitten nur bei rund 3 dB. Für ein Gaming-Headset, das ab Werk gerne mal eine dicke Bass-Schippe drauflegt, ist das ausgesprochen zurückhaltend, und genau deshalb wirkt der Werksklang so neutral und „schlank“.

Der Mittenbereich von etwa 120 Hz bis 2 kHz verläuft auffällig glatt und gleichmäßig, mit nur einer ganz sanften Senke. Diese Linearität ist der Grund für den sauberen, leicht analytischen Charakter und die gute Auflösung, die ich beim Hören gelobt habe. Hier verbiegt nichts den Klang, das Signal kommt so durch, wie es reingeht.

Im Hochton siehst du kräftige Anhebungen um 4 bis 9 kHz. Diese Spitzen gehen zu einem großen Teil auf den Messaufbau zurück, denn die Silikon-Ohren eines EARS (meines Messgerätes) erzeugen im Hochton eigene Resonanzen und sind in diesem Bereich generell nicht besonders aussagekräftig. Als Beleg für die tatsächliche Höhenwiedergabe taugt die Kurve hier also nicht. Diesen Bereich beurteile ich daher über das Gehör, und da liefert das Arctis saubere, unaufdringliche Höhen, mit vielleicht einer leichten Anhebung.

Unterm Strich erklärt die Messung gut, warum sich das Arctis Nova Pro Omni so dankbar per EQ formen lässt. Wer im Bass und in den Mitten eine zurückhaltende, lineare Basis hat, kann mit einem Bass-Boost gezielt nachlegen, ohne dass etwas matschig wird oder die Mitten zugedeckt werden. Die Treiber liefern eine neutrale Leinwand, der Rest ist deine Sache.

 

Wie schlägt sich das Mikrofon?

Bei einem Gaming-Headset für satte 399€ darfst du natürlich auch beim Mikrofon etwas erwarten. Das ausziehbare Mikrofon des Arctis Nova Pro Omni macht hier insgesamt einen guten Job.

Kabellose Gaming Headsets haben meist recht schlechte Mikrofone, hier sticht das Arctis Nova Pro Omni klar positiv heraus.

Die Aufnahme ist angenehm sauber. Deine Stimme wird rauscharm eingefangen, im Hintergrund läuft kein störendes Grundrauschen mit, und der Störabstand geht für ein Headset-Mikrofon vollkommen in Ordnung. Auch der Pegel passt, deine Stimme kommt kräftig und voll rüber, ohne dabei zu übersteuern oder zu zerren. Für den eigentlichen Job eines Gaming-Headsets, die Team-Kommunikation, ist das genau das, was du willst: Deine Mitspieler verstehen dich klar und deutlich.

Klanglich tendiert das Mikrofon dabei deutlich in die warme, volle Richtung. Der Grundton deiner Stimme wird schön betont, was sie angenehm sonor und „nah“ klingen lässt. Was dem Mikrofon allerdings etwas fehlt, ist Brillanz und „Knack“ in den Höhen.

Und hier kommt wieder die bereits gelobte Software ins Spiel. Wie schon erwähnt, kannst du das Mikrofon über den EQ frei anpassen und beispielsweise heller abstimmen. Wer den von Haus aus etwas dumpfen Charakter aufhellen möchte, kitzelt so problemlos mehr Präsenz und Verständlichkeit heraus.

Kurzum: Das Mikrofon des Arctis Nova Pro Omni ist sauber, voll und für die Kommunikation absolut tauglich.

 

Fazit

Das Fazit zum Steelseries Arctis Nova Pro Omni ist eigentlich ganz einfach, wäre da nicht der Preis. Denn rein vom Gebotenen her ist das Arctis Nova Pro Omni das beste Gaming-Headset, das ich bisher auf dem Kopf hatte!

Steelseries bleibt seinem Motto treu und liefert ein angenehm kompaktes und leichtes Headset, das schlicht und professionell wirkt, ohne langweilig auszusehen. Dazu gesellen sich Funktionen, die du sonst kaum in dieser Kombination findest: ein wirklich gutes ANC, ein überraschend brauchbarer Transparenz-Modus, die universelle Kompatibilität zu praktisch allen Systemen und natürlich das spannende Konzept mit dem austauschbaren Akku, den du einfach in der Steuerungseinheit nachlädst. Leer gespielt? Akku tauschen und weiter geht’s. Das ist gut gelöst.

Klanglich musst du dich allerdings auf die Philosophie von Steelseries einlassen. Ab Werk klingt das Arctis Nova Pro Omni sauber, aber sehr neutral und ehrlich gesagt etwas langweilig. Das Headset ist gemacht, dass du es dir über die Software formst, und genau hier spielt es seine Stärke aus. Mit einem ordentlichen Bass-Boost klingt es für meinen Geschmack herausragend, dabei aber immer kontrolliert und sauber aufgelöst. Die umfangreiche Steelseries-Software und vor allem Sonar mit seinem 10-Band-EQ und dem Audio-Mixer gehören zum Besten, was der Markt zu bieten hat. Auch das Mikrofon hebt sich klar von der Masse der kabellosen Headsets ab und ist voll, sauber und für die Kommunikation absolut tauglich.

Bleibt der Preis. Satte 399€ sind eine echte Ansage. Das ist ein Premium Preis, der aus Sicht der Preis/Leistung schwer zu rechtfertigen ist. Suchst du aber ein Headset, das ALLES kann, dann bist du hier richtig. Alle, die eher auf Preis/Leistung Wert legen, sollten sich Modelle wie das ebenfalls hervorragende Arctis Nova 5 Wireless ansehen.

Steelseries Arctis Nova Pro Omni
Positiv
Hervorragender Klang nach EQ-Anpassung
Sehr neutrale, „dankbare“ Werksabstimmung als Basis
Austauschbarer Akku mit 2. Akku im Lieferumfang + Laden in der Steuerungseinheit
Gutes ANC
Sehr gutes Mikrofon für ein kabelloses Headset
Umfangreiche Software + Sonar (10-Band-EQ, Audio-Mixer, ClearCast AI)
Universell kompatibel (PC, Xbox, PlayStation, Switch, Smartphone)
Praktische Steuerungseinheit mit Display und bis zu 3 USB-C-Quellen
Lange Akkulaufzeit (+- 30 h ohne ANC)
Negativ
Hoher Preis (399€)
Werksklang ohne EQ recht neutral und „langweilig“
USB-C-Ladeport versteckt unter der Ohrmuschel
Leichtes „Druckgefühl“ beim ANC auf höchster Stufe
94

UGREEN NAS und Verschlüsselte Cloud Backups

UGREEN bietet hardwareseitig einige der besten und interessantesten NAS-Systeme derzeit auf dem Markt an. Auch bei der Software sieht das mittlerweile alles schon sehr rund aus.

Allerdings gibt es hier und da ein paar Punkte, die mir noch fehlen. Dazu zählt auch die Möglichkeit, verschlüsselte Backups „in die Cloud“, also zu Google Drive, OneDrive usw., anzufertigen.

Es ist zwar möglich, Daten dahin zu synchronisieren, aber halt nicht verschlüsselt.

Erfreulicherweise unterstützen fast alle UGREEN NAS-Systeme Docker und somit lässt sich eine entsprechende Backup-Lösung für verschlüsselte Cloud-Backups einfach nachinstallieren.

In diesem Artikel schauen wir uns einfach mal an, wie wir Duplicati auf einem UGREEN NAS installieren.

 

Was ist Duplicati?

Duplicati ist eine kostenfreie Software, die sich z. B. via Docker installieren lässt und das Erstellen von Backups zu praktisch allen Cloud-Speicher-Diensten erlaubt.

  • Google Drive
  • OneDrive
  • Box.com
  • Dropbox
  • S3
  • Jottacloud
  • pCloud
  • WebDAV
  • B2 Cloud Storage
  • usw.

Dabei lassen sich Backups nach Zeitplan starten, komprimieren und komplett verschlüsseln, sodass der Cloud-Anbieter die Daten nicht sehen kann.

Dabei verfügt Duplicati auch über eine recht hübsche WebUI.

 

Wie installieren?

Die Installation von Duplicati ist über die Docker-Verwaltung deines UGREEN NAS erfreulich unkompliziert. Du brauchst dafür keine Kommandozeile und auch keinen SSH-Zugriff, alles lässt sich bequem über die WebUI deines NAS erledigen.

Wichtig vorab: Stelle sicher, dass auf deinem NAS-Modell überhaupt Docker verfügbar ist. Bei den meisten Modellen wie dem DXP4800 oder dem DH4300 Plus ist das der Fall, beim kleinen DH2300 fehlt der Docker-Support hingegen.

Schritt 1 – Docker installieren

Öffne zunächst die WebUI deines NAS und installiere die Docker-App aus dem App Center, sofern noch nicht geschehen. Nach der Installation findest du eine eigene Oberfläche, über die du Images herunterladen und Container verwalten kannst.

Schritt 2 – Image „Duplicati“ herunterladen

Wechsle in den Bereich für Images und suche nach „duplicati“. Lade dir das offizielle Image (duplicati/duplicati) herunter. UGREEN zieht das Image dabei direkt aus der Docker-Registry, du musst also nichts manuell hochladen.

Schritt 3 – Container erstellen

Erstelle nun aus dem heruntergeladenen Duplicati-Image einen neuen Container. Den meisten Einstellungen kannst du fürs Erste so vertrauen, ein paar Punkte solltest du aber anpassen.

Schritt 4 – Ordner einbinden (Volumes)

Damit Duplicati deine Daten auch sichern kann, musst du dem Container Zugriff auf die entsprechenden Ordner geben. Wähle dazu unter „Volume“ (bzw. „Speicherort“) die Ordner aus, die du sichern möchtest.

Du kannst hier problemlos mehrere Ordner einbinden. Bewährt hat sich, den ersten Ordner als /data, den zweiten als /data2, den dritten als /data3 usw. einzuhängen. So findest du sie später in der Duplicati-Oberfläche sauber getrennt wieder.

Schritt 5 – Passwort setzen (Umgebungsvariable)

Damit nicht jeder im Netzwerk einfach auf deine Backup-Oberfläche zugreifen kann, solltest du ein Passwort vergeben. Füge dazu unter den Umgebungsvariablen eine neue Variable mit dem Namen DUPLICATI__WEBSERVICE_PASSWORD hinzu und trage als Wert dein gewünschtes Passwort ein.

Schritt 6 – WebUI aufrufen

Ist der Container gestartet, kannst du die Duplicati-Oberfläche direkt im Browser aufrufen. Die Adresse setzt sich aus der IP deines NAS und dem Port des Containers zusammen, den findest du in der Docker-Verwaltung unter „Port-Zuordnung“.

In unserem Beispiel wäre das etwa:

http://192.168.1.231:44143/

Passe die IP an die deines NAS an und gib das zuvor gesetzte Passwort ein, fertig. Ab hier kannst du in der Duplicati-WebUI deine erste verschlüsselte Sicherung einrichten, den passenden Cloud-Anbieter auswählen und einen Zeitplan festlegen.

Fertig! Jetzt musst du nur noch in der Duplicati-WebUI ein entsprechendes Backup anlegen.

 

Backup in Duplicati erstellen

Steht der Container, geht es ans Eigentliche: dein erstes verschlüsseltes Backup. Auch das erledigst du komplett über die hübsche WebUI von Duplicati, ganz ohne Kommandozeile.

Schritt 1 – Neues Backup anlegen

Klicke in der linken Leiste auf „Backup“ und anschließend auf „Add a new Backup“. Duplicati führt dich nun in einem übersichtlichen Assistenten durch die einzelnen Schritte.

Schritt 2 – Name und Verschlüsselung

Vergib im ersten Schritt einen sinnvollen Namen für dein Backup (z. B. „NAS-Fotos zu Google Drive“). Direkt darunter legst du das Passwort für die Verschlüsselung fest.

Mit diesem Passwort werden deine Daten lokal auf dem NAS verschlüsselt, bevor sie überhaupt zum Cloud-Anbieter wandern. Google, Microsoft & Co. sehen also nur einen unlesbaren Datensalat. Wichtig: Verlierst du dieses Passwort, sind auch deine Backups verloren, bewahre es also sicher auf!

Schritt 3 – Cloud-Speicher auswählen

Im nächsten Schritt wählst du dein Backup-Ziel. Hier zeigt Duplicati seine größte Stärke, du hast praktisch freie Auswahl: Google Drive, OneDrive, Box.com, Dropbox, pCloud und viele weitere stehen zur Verfügung.

Schritt 4 – Beim Cloud-Anbieter anmelden

Nun musst du Duplicati erlauben, auf deinen Cloud-Speicher zuzugreifen. Bei Google Drive klickst du dazu z. B. auf „AuthID“, meldest dich in deinem Google-Konto an und bestätigst den Zugriff. Anschließend wählst du den Zielordner, in dem die Backups landen sollen.

Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Klicke einmal auf „Add Advanced Option“ und setze den Wert für read-write-timeout auf z. B. 300 (Sekunden). Nach meiner Erfahrung laufen die Backups damit spürbar stabiler, besonders bei größeren Datenmengen oder einer etwas trägeren Internetleitung.

Schritt 5 – Quelldaten auswählen

Unter „Source Data“ wählst du nun aus, was überhaupt gesichert werden soll. Hier tauchen die Ordner wieder auf, die du dem Container zuvor als Volumes eingebunden hast, also data, data2, data3 usw. Setze einfach die Haken bei allem, was ins Backup soll.

Schritt 6 – Zeitplan festlegen

Jetzt bestimmst du, wann Duplicati automatisch loslegen soll. Für die meisten Nutzer ist ein tägliches Backup zu einer Uhrzeit, in der das NAS ohnehin nicht groß beansprucht wird (z. B. nachts), eine gute Wahl.

Schritt 7 – Aufbewahrung einstellen

Damit dir die Cloud nicht irgendwann überquillt, legst du fest, wie viele Backups Duplicati vorhalten soll. Z. B. „die letzten 7“, so hast du eine ganze Woche zum Zurückgreifen, ohne unnötig Speicher zu verbrauchen.

Schritt 8 – Komprimierung (optional)

Wer das letzte bisschen Speicherplatz herauskitzeln möchte, klickt auch hier noch einmal auf „Add Advanced Option“ und stellt unter zip-compression-method den Wert auf LZMA. Das sorgt für die maximale Kompression, kostet im Gegenzug aber etwas mehr Rechenleistung beim Erstellen des Backups.

Und das war es auch schon. Mit einem Klick auf „Save“ ist dein verschlüsseltes Cloud-Backup eingerichtet. Ab jetzt schiebt dein UGREEN NAS deine Daten vollautomatisch, komprimiert und vor allem verschlüsselt in die Cloud, ohne dass der Anbieter auch nur einen Blick auf deine Dateien werfen kann.

Fazit

Ich hoffe, diese kleine Anleitung hat dir geholfen. Duplicati ist ein sehr schönes Tool für Cloud-Backups.

Diese lassen sich auch im Notfall außerhalb des UGREEN NAS wiederherstellen, sollte z. B. das komplette NAS defekt sein, z. B. nach einem Blitzschlag.

Sitecom Wall Charger 140 W im Test – 140 W Ladegerät für unter 20 €

Wenn du nach einem besonders günstigen 140 W USB C Ladegerät suchst, lohnt sich vielleicht ein Blick zum Action-Discounter. Diese bieten mit dem Sitecom ACH-1401GR V1 001 ein 140 W USB C Ladegerät für unter 20 € an.

Das ist ein absolut wahnsinniger Preis! Aber kann das wirklich etwas sein? Ein 140 W Ladegerät für 19,95 €?

Finden wir dies im Test des Sitecom Wall Charger 140 Watt heraus!

 

Der Sitecom Wall Charger 140 Watt im Test

Ich muss gestehen, der Sitecom ACH-1401GR V1 001 hat mich massiv überrascht! So ist zwar die Haptik und Optik nichts Besonderes, wir haben hier ein einfaches schwarzes/dunkelgraues Steckernetzteil, allerdings die Abmessungen sind auffällig.

So misst das Sitecom Ladegerät 65 x 64 x 32 mm und bringt 220 g auf die Waage.

Das ist extrem leicht und kompakt für ein 140 W Ladegerät! Genau genommen ist dies das 2. kleinste 140 W Ladegerät, das ich bisher im Test hatte. Beeindruckend, vor allem wenn wir den Preis bedenken.

 

Mit Ladekabel!

Für den Preis von 19,95 € bekommst du nicht nur das Ladegerät, sondern auch ein passendes, textilummanteltes 2-Meter-Ladekabel.

Dieses ist auch für 140 W Leistung geeignet, unglaublich für diesen Preis.

 

Anschlüsse

Das Sitecom ACH-1401GR verfügt über 2x USB C Ports und 1x USB A.

  • USB C – USB PD 140 W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB A – 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Beide USB C Ports bieten eine Leistung von bis zu 140 W nach dem USB Power Delivery Standard. Hinzu kommt ein 18 W Quick Charge Port.

Damit ist das Ladegerät grundsätzlich für Smartphones, Tablets und auch Notebooks gut geeignet.

 

Drosselung bei Mehrport-Nutzung

Das Ladegerät kann maximal 140 W bereitstellen. Nutzt du also mehrere Anschlüsse auf einmal, drosselt sich dieses nach einem fixen Schema.

So werden z. B. beide USB C Ports auf 65 W gedrosselt, wenn du diese zeitgleich nutzt.

 

Mit PPS

Erfreulicherweise unterstützt der Sitecom Wall Charger 140 Watt auch den PPS Standard, welcher für Smartphones sehr wichtig ist.

  • PPS 5–21 V bei bis zu 5 A

Das ist eine perfekte PPS Range! Besser geht es nicht. Damit ist das Ladegerät auch für Samsung Smartphones, Google Pixel und diverse chinesische Modelle hervorragend geeignet.

Gerade Samsung Smartphones legen sehr viel Wert auf PPS.

AVS wiederum wird leider noch nicht unterstützt.

 

Spannungsstabilität

5-V-Stufe

Strom Gemessen (V) Maximal (V) Minimal (V)
0 A 5,156 5,5 4,75
1 A 5,208 5,5 4,75
2 A 5,282 5,5 4,75
3 A 5,354 5,5 4,75

9-V-Stufe

Strom Gemessen (V) Maximal (V) Minimal (V)
0 A 9,049 9,45 8,55
1 A 9,021 9,45 8,55
2 A 8,995 9,45 8,55
3 A 8,967 9,45 8,55

20-V-Stufe

Strom Gemessen (V) Maximal (V) Minimal (V)
0 A 20,04 21 19
1 A 20,01 21 19
2 A 19,99 21 19
3 A 19,96 21 19
4 A 19,93 21 19
5 A 19,91 21 19

28-V-Stufe

Strom Gemessen (V)
0 A 28,06
1 A 28,03
2 A 28
3 A 27,97
4 A 27,94
5 A 27,93

Alle vier Spannungsstufen bleiben sauber innerhalb ihrer Grenzwerte und präsentieren sich angenehm stabil.

Die 5-V-Stufe steigt unter Last zwar leicht von 5,16 V auf 5,35 V an, bleibt damit aber locker im erlaubten Bereich. Die 9-V-, 20-V- und 28-V-Stufe geben unter steigender Last jeweils nur minimal nach, so sinkt die 20-V-Stufe von 20,04 V bei 0 A auf 19,91 V bei 5 A und die 28-V-Stufe von 28,06 V auf 27,93 V. Das sind absolut vernachlässigbare Schwankungen.

Damit liefert das Sitecom Ladegerät auch bei der Spannungsstabilität ein erstaunlich sauberes Ergebnis.

 

Effizienz

Ein Punkt, der mich massiv überrascht hatte, war die Effizienz des Sitecom Wall Charger 140 Watt.

Im Test schwankte die Effizienz zwischen 87,2 % und 92,7 %. Im Schnitt lag die Effizienz bei 90,8 %.

Das ist ein hervorragendes Abschneiden!

Dies ist die beste durchschnittliche Effizienz, die ich jemals bei einem 140 W Ladegerät gemessen habe! Absolut verrückt, aber ich habe das gleiche Testequipment wie bei den anderen genutzt.

 

140 W Probleme

Soweit ist ja alles sehr positiv! Allerdings kommt nun doch ein Punkt, der leider etwas gegen den Sitecom Wall Charger 140 Watt spricht.

So hatte ich etwas Probleme mit diesem, konstant 140 W bzw. die 28-V-Stufe zu erhalten. So brach das Ladegerät sowohl an Testern als auch in der Praxis das Laden mit 140 W nach 5–10 Minuten immer mal wieder ab, startete sich neu und setzte das Laden mit 140 W fort.

Ein ganz merkwürdiges Verhalten, welches ich aber bei meinem Modell leider reproduzieren kann und das mit verschiedenen Endgeräten.

Hinzu kommt, dass das Ladegerät nach einer Weile in eine Drosselung von 140 W auf maximal 100 W geht. Ob diese Temperatur oder Zeit getriggert wird, kann ich nicht sagen.

Äußerlich wurde das Ladegerät mit ± 70 Grad nicht „extrem“ heiß. Aber die Drosselung von maximal 140 W auf 100 W setzte nach ziemlich genau 30 Minuten ein. Verdächtigerweise reproduzierbar nach 30 Minuten.

Das ist ein großer Minuspunkt! Selbst wenn wir das zuvor angesprochene komische Verhalten ignorieren, ist eine Drosselung von 140 W auf 100 W nach 30 Minuten recht schnell und kann bei der Nutzung mit Notebooks ganz klar ein Problem sein.

Wichtig, es besteht natürlich immer die Möglichkeit das ich ein „Montagsmodell“ erwischt habe.

 

Fazit

Der Sitecom Wall Charger 140 Watt ist ein zwiespältiger Kandidat. Auf der einen Seite bekommst du hier für unter 20 € ein erstaunlich kompaktes und leichtes 140 W Ladegerät – inklusive passendem 140 W Ladekabel. Hinzu kommen eine perfekte PPS-Range von 5–21 V bei bis zu 5 A, eine saubere Spannungsstabilität und mit durchschnittlich 90,8 % sogar die beste Effizienz, die ich jemals bei einem 140 W Ladegerät gemessen habe. Für diesen Preis ist das schlichtweg verrückt!

Auf der anderen Seite gibt es leider zwei klare Schwachpunkte. Zum einen das merkwürdige Verhalten, bei dem mein Modell die 140 W bzw. die 28-V-Stufe immer wieder kurz abbrach und neu startete. Zum anderen die reproduzierbare Drosselung von 140 W auf 100 W nach exakt 30 Minuten. Gerade bei der Nutzung mit Notebooks kann das ein echtes Problem werden.

Unterm Strich ist der Sitecom Wall Charger 140 Watt damit ein an sich solides Ladegerät mit fantastischem Preis-Leistungs-Verhältnis, das ich aufgrund der Temperatur- bzw. Drosselungs-Probleme und des seltsamen Verhaltens aber nur eingeschränkt empfehlen kann. Wenn du primär Smartphones und Tablets laden möchtest, machst du für den Preis nicht viel falsch. Brauchst du dauerhaft die vollen 140 W für dein Notebook, solltest du dir die Drosselung aber gut überlegen – oder direkt zum besten Ladegerät der 140-W-Klasse greifen.