Start Blog Seite 4

Ikea MYGGSPRAY Test – Matter-Bewegungsmelder für 7,99 €

0

Wir hatten uns bereits einige der neuen Ikea Matter Smart Home Module/Sensoren im Test angesehen:

In diesem Test soll es um den MYGGSPRAY gehen, den letzten der „Anfang 2026“ neu erschienenen Ikea Smart Home Sensoren.

Bei dem MYGGSPRAY handelt es sich um einen batteriebetriebenen Bewegungsmelder, welcher ebenfalls auf die Mischung aus Matter und Thread setzt. Auch dieser kostet derzeit lediglich 7,99 € bei Ikea, ein sehr guter Preis.

Wollen wir uns den Ikea MYGGSPRAY einmal in einem kleinen Test im Zusammenspiel mit dem Home Assistant und SmartThings ansehen.

 

Der Ikea MYGGSPRAY im Test

Bei dem MYGGSPRAY handelt es sich um einen recht klassischen Bewegungsmelder, welcher auf die PIR-Technik setzt.

Im Kern 08/15-Technik, die aber erprobt und bewährt ist. Willst du etwas Besseres, dann musst du einen Sensor mit Radar-Technik nutzen. Solche Sensoren sind aber noch recht selten.

https://techtest.org/radar-bewegungserkennung-mit-batterie-und-matter-meross-thread-smart-presence-sensor-ms605-im-test/

Auffällig: Der Ikea MYGGSPRAY ist ziemlich groß für solch einen Sensor. So misst dieser 72 × 39,5 mm.

Erfreulicherweise ist dies aber der einzige Ikea Sensor der aktuellen Welle, der wassergeschützt ist. So hat dieser eine IP67-Zertifizierung und kann somit theoretisch auch outdoor genutzt werden.

Die Stromversorgung erfolgt über 2× AAA-Akkus oder Batterien.

 

Matter over Thread

Alle neuen Ikea Smart Home Sensoren nutzen den „Matter over Thread“-Standard.

Matter ist ein universeller Smart-Home-Standard. Thread wiederum ist ein offener Funkstandard, welcher eine Alternative zu Zigbee darstellt.

Um den MYGGSPRAY zu nutzen, benötigst du eine Basisstation, welche sowohl Matter als auch Thread unterstützt. Dies könnte beispielsweise eines der folgenden Systeme sein:

  • IKEA Dirigera Hub
  • Apple HomePod mini
  • Apple TV 4K
  • Google Nest Hub (2. Gen)
  • SmartThings Aeotec Smart Home Hub
  • Amazon Echo (4. Gen)
  • usw.

Ohne einen solchen „Thread Border Router“, wie diese genannt werden, kannst du den MYGGSPRAY nicht nutzen.

 

Thread-Verbindung

Um den Ikea MYGGSPRAY zu nutzen, musst du diesen erst in dein Smart-Home-Netzwerk einbinden.

Wie genau dies gemacht wird, hängt von deiner jeweiligen Basisstation bzw. deinem Thread Border Router ab.

Normalerweise nutze ich daheim den Home Assistant. Mit einem passenden Funkmodul kann dieser grundsätzlich auch Thread-kompatibel sein. Leider hatte ich damit aber viele Probleme! Home Assistant + Thread war bei mir einfach eine sehr unzuverlässige Kombination.

Daher habe ich den Ikea MYGGSPRAY in das SmartThings-Ökosystem eingebunden. Die Verbindung zwischen dem MYGGSPRAY und dem Aeotec Smart Home Hub funktionierte auch tadellos!

(in Smart Things)

Es ist dabei möglich, den MYGGSPRAY in der SmartThings App an den Home Assistant via Matter weiterzureichen. Hierbei dient der Aeotec Smart Home Hub im Grunde nur als „Gateway“.

Erfreulicherweise wurden auch alle Werte sowohl von SmartThings als auch vom Home Assistant sauber ausgelesen.

 

Bewegung und Licht

Bei dem MYGGSPRAY handelt es sich in erster Linie um einen Bewegungsmelder. Dieser nutzt die „normale“ PIR-Technik.

In meinem Test erkannte dieser frontale Bewegungen auf maximal ca. 7–8 Metern, was recht gut ist!

Neben der Erkennung von Bewegungen haben wir auch noch einen Helligkeitsmesser integriert. Dieser ist aber nicht sehr genau! So misst dieser laut App in Lux, im Test zeigte er jedoch massive Abweichungen zu meinem Messgerät.

Hier haben wir laut MYGGSPRAY um die 300 Lux, laut meinem Messgerät um die 600 Lux. Und auch subjektiv misst der MYGGSPRAY die Helligkeit sehr niedrig.

Es reicht aber aus, um zu erkennen, ob ein Raum hell oder dunkel ist.

 

Fazit

Taugt! Wie auch schon die anderen Ikea Matter Smart Home Produkte ist der MYGGSPRAY gut, gerade wenn wir den Preis von 7,99 € und die an sich universelle Basis bedenken.

Ja, Matter und vor allem Thread können etwas zickig sein, aber im Kern ist dies ein universeller Smart-Home-Sensor zu einem fantastischen Preis.

Die Bewegungserkennung ist zuverlässig, wenn auch nicht so gut wie bei einem radar­basierten Bewegungsmelder, und die Helligkeitsmessung reicht immerhin aus, um zu erkennen, ob ein Raum hell oder dunkel ist.

Kurzum: Hast du ein Matter- und Thread-fähiges Ökosystem, dann ist der Ikea MYGGSPRAY für 7,99 € ganz klar einen Blick wert!

Willst du etwas Besseres, dann musst du deutlich mehr investieren, beispielsweise in den Meross Thread Smart Presence Sensor.

140 Watt Powerbanks von INIU im Vergleich: BI-B64 gegen P64-E1

Mit der BI-B64 und der P64-E1 hat INIU zwei Powerbanks im Portfolio, die auf den ersten Blick sehr ähnlich wirken. Beide bieten 140 W Ausgangsleistung, beide setzen auf USB Power Delivery 3.1 inklusive PPS und beide richten sich klar an leistungsstarke Geräte wie Notebooks. Auch die Kapazität ist ähnlich, wenn auch nicht identisch. So bietet die BI-B64 27.000 mAh + 140 W und die P64-E1 25.000 mAh + 140 W.

In der Praxis unterscheiden sich die beiden Modelle jedoch stärker, als es die nackten Daten zunächst vermuten lassen.

Wollen wir uns in einem kleinen Artikel einfach mal die Gemeinsamkeiten und vor allem die Unterschiede zwischen den beiden Powerbanks ansehen!

 

Info

Auf Techtest.org findest du zu beiden Powerbanks einen Einzeltest. Dies ist ein Vergleich zwischen beiden Modellen.

Zu den Einzeltests:

 

 

Abmessungen, Gewicht und Bauform

Die INIU BI-B64 ist klar als klassisches High-End-Modell positioniert. Mit ihren Abmessungen von 185 × 89 × 27 mm und einem Gewicht von 589 g ist sie kein Leichtgewicht.

Im Kontext anderer 140-W-Powerbanks bewegen sich Größe und Gewicht jedoch im erwartbaren Rahmen. Auffällig ist dabei, dass die BI-B64 trotz der hohen Kapazität nicht zu den schwersten Modellen ihrer Klasse gehört.

Die INIU P64-E1 verfolgt hingegen ein anderes Ziel. Sie misst lediglich 157 × 82 × 26 mm und bringt 495 g auf die Waage. Damit ist sie spürbar kompakter und deutlich leichter. Für eine Powerbank mit nominell 140 W Ausgangsleistung ist das angenehm kompakt.

Gerade wenn du planst, die Powerbank täglich oder auf Reisen mitzunehmen, kann der Größen- und Gewichtsunterschied durchaus eine Rolle spielen.

 

Design und Verarbeitung

Beide Powerbanks setzen auf das bekannte INIU-Design. Das Gehäuse besteht aus schwarzem Kunststoff mit einer Soft-Touch-Oberfläche. Diese fühlt sich angenehm an, neigt aber – wie bei INIU üblich – recht stark zu Fingerabdrücken und zeigt Kratzer vergleichsweise schnell.

Auf der Oberseite befindet sich bei beiden Modellen ein schwarzes Hochglanzfenster, unter dem ein LC-Display sitzt.

 

Display und Anzeige

Sowohl die BI-B64 als auch die P64-E1 verfügen über ein LC-Display, das neben dem Akkustand in Prozent auch die aktuelle Eingangsleistung, die aktuelle Ausgangsleistung, die verbleibende Lade- oder Entladedauer sowie die aktiven Ports anzeigt. Gerade die Anzeige der Leistungswerte ist in der Praxis extrem hilfreich, etwa zur Diagnose von Ladeproblemen oder um zu überprüfen, ob ein Gerät tatsächlich mit dem erwarteten Tempo geladen wird.

Die Genauigkeit der Anzeige ist bei beiden Modellen ordentlich. Kleinere Abweichungen sind vorhanden, bewegen sich aber im niedrigen einstelligen Prozentbereich und sind im Alltag vernachlässigbar.

 

Anschlüsse und Ausgangsleistung

Was die Anschlüsse angeht, sind beide Powerbanks erst einmal identisch.

Port BI-B64 P64-E1
USB-C 1 bis 140 W (PD 3.1, 28 V / 5 A) bis 140 W (PD 3.1, 28 V / 5 A)
USB-C 2 bis 45 W bis 45 W
USB-A 18 W QC 3.0 18 W QC 3.0

 

Beide Powerbanks sind identisch bestückt: zwei USB-C-Ports und ein USB-A-Port. Der primäre USB-C-Port liefert bis zu 140 W nach USB Power Delivery 3.1 und unterstützt Spannungen bis 28 V bei 5 A. Damit lassen sich auch leistungsstarke Notebooks problemlos versorgen. Der zweite USB-C-Port liefert bis zu 45 W, während der USB-A-Port maximal 18 W via Quick Charge 3.0 bereitstellt.

Wer mehrere Ports gleichzeitig nutzt, muss bei beiden Modellen mit einer Drosselung rechnen. Bei Nutzung beider USB-C-Ports stehen maximal 100 W am Hauptport und 45 W am zweiten Port zur Verfügung. Das Verhalten ist statisch und gut vorhersehbar.

 

Entscheidender Unterschied: Dauerleistung vs. Spitzenleistung

An diesem Punkt unterscheiden sich BI-B64 und P64-E1 deutlich.

Die INIU BI-B64 kann ihre 140 W dauerhaft liefern. Sowohl an einer elektronischen Last als auch im Notebook-Betrieb bleibt die Ausgangsleistung stabil, ohne zeitliche Einschränkungen oder thermische Drosselung.

Die INIU P64-E1 hingegen erreicht die 140 W nur kurzzeitig. Nach etwa fünf Minuten Dauerlast drosselt sie sich auf 100 W herunter. In der Praxis bedeutet das, dass die P64-E1 eher als 100-W-Powerbank mit 140-W-Boost einzuordnen ist. Für Smartphones, Tablets oder kurzzeitige Lastspitzen ist das unproblematisch, bei längeren Notebook-Ladevorgängen jedoch ein klarer Nachteil.

 

PPS-Unterstützung

Beide Modelle unterstützen PPS auf beiden USB-C-Ports:

  • USB-C 1: 3,3–21 V bei bis zu 5 A
  • USB-C 2: 3,3–11 V bei bis zu 4,5 A

Der Hauptport bietet eine Range von 3,3–21 V bei bis zu 5 A, der zweite USB-C-Port 3,3–11 V bei bis zu 4,5 A. Damit sind beide Powerbanks hervorragend für Smartphones geeignet, die PPS für ihr maximales Ladetempo benötigen, etwa aktuelle Samsung-Galaxy-Modelle oder Google Pixel.

Gerade bei gleichzeitiger Nutzung beider USB-C-Ports bleibt die PPS-Unterstützung stabil, was in dieser Leistungsklasse keine Selbstverständlichkeit ist.

 

Kapazität in der Praxis

Die INIU BI-B64 wirbt mit 27.000 mAh, während die INIU P64-E1 25.000 mAh liefern soll. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Wie zu erwarten war, bietet die INIU BI-B64 praktisch eine leicht höhere Kapazität mit 23.002 mAh im Schnitt.

Die INIU P64-E1 bietet hingegen 21.185 mAh. Die INIU BI-B64 stellt also rund 8 % mehr Kapazität zur Verfügung. Kein gewaltiger Unterschied.

Warum haben Powerbanks weniger Kapazität als draufsteht?

 

Ladedauer der Powerbanks

Leider kann weder die BI-B64 noch die P64-E1 mit 140 W laden. Beide Powerbanks sind auf ca. 100 W limitiert.

Wir können sehen, dass die größere BI-B64 praktisch mit maximal 94 W lädt und die kleinere P64-E1 mit maximal ca. 81 W.

Allerdings benötigen beide Powerbanks aufgrund der niedrigeren Kapazität der P64-E1 am Ende nahezu die gleiche Ladezeit. Die P64-E1 brauchte 91 Minuten, die BI-B64 89 Minuten.

Beide Powerbanks laden damit schon schnell, aber auch nicht rekordverdächtig schnell.

 

Fazit

Auf dem Papier wirken die INIU BI-B64 und die INIU P64-E1 fast wie Zwillinge, in der Praxis unterscheiden sie sich aber ein Stück weit. Der entscheidende Unterschied liegt nicht bei den Anschlüssen, dem Display oder der Unterstützung moderner Standards wie USB-PD 3.1 und PPS, sondern ganz klar bei der Frage, wie dauerhaft die 140 W tatsächlich zur Verfügung stehen.

Die BI-B64 ist das kompromisslosere Modell. Sie kann die vollen 140 W konstant liefern. Wenn du regelmäßig leistungsstarke Notebooks versorgst, ist das ein massiver Vorteil. Dazu kommt die etwas höhere nutzbare Kapazität, auch wenn der Unterschied zur P64-E1 in der Praxis überschaubar bleibt. Der Preis dafür ist klar: mehr Volumen und mehr Gewicht.

Die P64-E1 verfolgt hingegen einen mobileren Ansatz. Sie ist deutlich kompakter und leichter, was sie gerade für Reisen oder den täglichen Rucksackeinsatz attraktiver macht. Die 140 W stehen hier jedoch nur kurzfristig zur Verfügung, danach regelt die Powerbank auf 100 W herunter. Für Smartphones, Tablets und auch viele Notebooks im Alltag ist das meist völlig ausreichend, wer allerdings dauerhaft hohe Leistungen benötigt, stößt schneller an Grenzen.

Unterm Strich gilt: Willst du maximale und konstante Leistung, greif zur BI-B64. Legst du mehr Wert auf Kompaktheit und Mobilität und kannst mit einer gedrosselten Dauerleistung leben, ist die P64-E1 die bessere Wahl. INIU deckt mit diesen beiden Modellen sehr sinnvoll zwei unterschiedliche Nutzerprofile ab – und genau das macht den Vergleich so spannend.

INIU Laptop Power Bank, 140W PD3.0 27000mAh Hochkapazität Powerbank...

Pro

  • Konstante 140 W Dauerleistung ohne zeitliche Begrenzung
  • Sehr gut geeignet für leistungsstarke Notebooks
  • Hohe nutzbare Kapazität (in der Praxis leicht über der P64-E1)
  • USB Power Delivery 3.1 inkl. PPS auf beiden USB-C-Ports
  • Übersichtliches und informatives LC-Display
  • Gute Vorhersagbarkeit bei Mehrfachnutzung der Ports

Contra

  • Größer und schwerer als die P64-E1
  • Soft-Touch-Oberfläche anfällig für Fingerabdrücke und Kratzer
  • Maximale Ladeleistung beim Aufladen unter 100 W
  • Weniger mobil für den täglichen Transport

INIU Laptop PowerBank, 140W 25000mAh Power Bank Schnelles Laden, Klein...

Pro

  • Deutlich kompakter und leichter als die BI-B64
  • Ebenfalls USB PD 3.1 mit PPS auf beiden USB-C-Ports
  • 140 W kurzzeitig verfügbar für Lastspitzen
  • Sehr gut geeignet für Reisen und mobilen Einsatz
  • Informatives LC-Display mit Leistungsanzeige
  • ähnlich schnelle Ladezeit wie die BI-B64

Contra

  • 140 W nur zeitlich begrenzt, danach Drosselung auf 100 W
  • Für dauerhaft hohe Notebook-Lasten weniger geeignet
  • Geringere nutzbare Kapazität als die BI-B64
  • Ebenfalls fingerabdruckanfällige Oberfläche
  • Maximale Eingangsleistung beim Laden deutlich unter 100 W

UGREEN PB727 Powerbank (10.000 mAh, 55W) im Test: Stark, schick, mit Display

UGREEN bietet mit der PB727 eine besonders schicke, aber auch technisch interessante Powerbank an.

So bietet die PB727 eine Kapazität von 10.000 mAh, eine Ausgangsleistung von bis zu 55 W, ein integriertes USB-C-Kabel und sogar ein kleines Display.

Das alles in einem schicken und recht kompakten Gehäuse klingt doch im ersten Moment nach einem guten Angebot.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die PB727 überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

 

Die UGREEN PB727 55W Power Bank 10.000 mAh mit integriertem Kabel im Test

UGREEN setzt bei der PB727 auf ein, wie ich finde, sehr schickes Design. So ist die Powerbank in einem Grau-Blau gefärbt, mit einem kleinen schwarzen Hochglanzfenster auf der Front und einer textilummantelten Trageschlaufe, farblich passend.

Auf mich macht die PB727 den Eindruck einer „Premium“-Powerbank.

Dabei misst diese 51 × 90 × 33 mm und bringt ein Gewicht von 240 g auf die Waage.

Auf den ersten Blick hätte ich die Powerbank klar als sehr handlich eingestuft, aber im direkten Vergleich zu anderen aktuellen 10.000-mAh-Modellen ist die PB727 schon ein etwas schwereres Modell.

Es ist einfach beeindruckend, wie kompakt moderne 10.000-mAh-Powerbanks geworden sind, sodass eine Powerbank wie die PB727 im direkten Vergleich „groß“ wirkt.
Dennoch ist die UGREEN ganz klar als hosentaschenfreundlich einzustufen.

 

Mit integriertem Ladekabel

Ich hatte die Trageschlaufe der Powerbank angesprochen, welche an der Seite angebracht ist. Hierbei handelt es sich nicht nur um eine Trageschlaufe, sondern auch um ein integriertes USB-C-Kabel.

Dies ist, wie ich finde, extrem praktisch! So brauchst du nicht immer noch ein Ladekabel einpacken, sondern bist direkt für alles gerüstet.

 

Das Display

Erfreulicherweise bringt die PB727 auch ein kleines Display mit. Dieses zeigt nicht nur den Akkustand in % an, sondern auch die aktuelle Eingangs-/Ausgangsleistung in Watt.

Dies ist für eine Powerbank in dieser Klasse eine positive und erfreuliche Überraschung.

 

Anschlüsse der UGREEN PB727

Die UGREEN PB727 besitzt neben dem integrierten USB-C-Kabel auch noch einen USB-C- und einen USB-A-Port.

  • USB-C – 45 W PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/2,25A
  • USB-A – QC 3.0 + 22,5 W – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A, 10V/2,25A

Sowohl das USB-C-Kabel als auch der USB-C-Port können bis zu 45 W nach dem USB-Power-Delivery-Standard bereitstellen. Dies ist eine sehr schöne Leistung!
So sind 45 W grundsätzlich ausreichend, um alle aktuellen Samsung- und Apple-Smartphones mit vollem Tempo zu laden.

Zudem sind 45 W auch für größere Geräte wie Tablets und sogar kleine Notebooks ausreichend.

 

Erfreuliche PPS-Stufe

Erfreulicherweise bringen sowohl das USB-C-Kabel als auch der USB-C-Port eine recht umfangreiche PPS-Stufe mit.

  • 5–11 V bei bis zu 5 A

Dies ist für eine Powerbank dieser Klasse eine erfreulich gute PPS-Range! Damit kann diese Powerbank z. B. die diversen Samsung-„Ultra-Smartphones“ mit bis zu 45 W laden.
Aufgrund der maximalen PPS-Stufe von 11 V bei 5 A kommen wir auch auf die Herstellerangabe von maximal 55 W.

 

Konstant 45 W?

Leider können die meisten 10.000-mAh-Powerbanks, welche mit 45 W werben, diese 45 W praktisch nicht konstant liefern. Dies entweder, um eine Überlastung der Akkuzellen zu verhindern, oder aus Temperaturgründen.

Wie steht es hier um unsere UGREEN-Powerbank?

Leider kann auch diese nicht konstant 45 W bereitstellen. In meinem Test konnte sie 45 W bis zu einer Restladung von ± 42 % liefern.

Dies ist aber ein recht gutes Abschneiden, gerade verglichen mit den aktuellen INIU-Modellen.

Für Geräte wie Tablets oder Smartphones passt das. Warum? Smartphones und auch die meisten Tablets können ebenfalls nicht dauerhaft mit 45 W laden und werden sich in der Regel vor der UGREEN PB727 schon herunterdrosseln.
Natürlich wäre es am besten, wenn wir hier keinerlei Drosselung hätten.

 

Für welche Geräte?

Für welche Geräte ist die UGREEN PB727 nun wie gut geeignet?

  • Apple iPhones – sehr gut, volles Ladetempo zu erwarten
  • Apple iPads – sehr gut, volles Ladetempo zu erwarten
  • Apple MacBooks – Laden möglich, aber nicht optimal
  • Samsung Galaxy Einsteiger- und Mittelklasse – sehr gut, volles Ladetempo zu erwarten
  • Samsung Galaxy High-End-Modelle – sehr gut, volles Ladetempo zu erwarten
  • Google Pixel Smartphones – gutes Ladetempo zu erwarten
  • Sonstige Android Smartphones – gutes Ladetempo zu erwarten
  • Windows Notebooks – nicht oder nur bedingt geeignet

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut UGREEN bietet die Powerbank 10.000 mAh. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/1A 28.503 5597 7704 77%
9V/1A 28.829 3215 7792 78%
9V/3A 26.856 2999 7258 73%
Im Schnitt 28.063 7585 76%

 

In der Praxis schwankte die Kapazität zwischen 7.258 mAh und 7.792 mAh. Das ist eine Spanne von 73 % bis 78 %.

Dies ist „okay“, aber für eine Powerbank in dieser Klasse unterdurchschnittlich.

 

Ladedauer

Die UGREEN PB727 kann mit maximal ± 33 W geladen werden. Natürlich funktioniert auch das Laden an größeren Ladegeräten, aber dies geht halt nicht schneller.

An einem Ladegerät mit 33 W oder mehr ist die Powerbank in 1:54 h vollständig geladen. Dies ist flott!
Allerdings können wir hier auch klar eine Temperaturdrosselung sehen, welche die Ladegeschwindigkeit etwas reduziert. Dennoch sind unter 2 Stunden für 0 % auf 100 % alles andere als schlecht.

 

Fazit

Mit der UGREEN PB727 bietet UGREEN eine ausgesprochen schicke und funktional durchdachte 10.000-mAh-Powerbank an. Das hochwertige Design, das integrierte USB-C-Kabel, das informative Display mit Watt-Anzeige und die starke PPS-Unterstützung sind in dieser Klasse alles andere als selbstverständlich und heben die PB727 von der Konkurrenz ab.

Besonders positiv fällt auf, dass sowohl das feste Kabel als auch der USB-C-Port bis zu 45 W via USB-PD und bis zu 55 W über den PPS-Standard liefern können – ausreichend für aktuelle Apple- und Samsung-Smartphones mit vollem Ladetempo sowie für Tablets. Die Leistungsdrosselung ab rund 42 % Restladung ist zwar schade, fällt im Praxisbetrieb mit Smartphones und Tablets aber kaum ins Gewicht.

Kritik gibt es vor allem bei der nutzbaren Kapazität, die mit rund 73–78 % eher unterdurchschnittlich ausfällt, sowie beim Gewicht, das im Vergleich zu anderen aktuellen 10.000-mAh-Modellen etwas höher liegt.

UGREEN 55W Power Bank 10000mAh mit integriertem Kabel, Mi Turbo Charge...

Pro

  • Hochwertiges, schickes Design
  • Integriertes USB-C-Kabel
  • Bis zu 45 W PD / 55 W PPS
  • Sehr gute PPS-Unterstützung
  • Display mit Ladeleistung in Watt
  • Schnelle Ladezeit der Powerbank

Kontra

  • Nutzbare Kapazität eher unterdurchschnittlich
  • 45 W nicht dauerhaft verfügbar
  • Etwas höheres Gewicht als vergleichbare Modelle

Unterm Strich ist die UGREEN PB727 eine sehr gut ausgestattete, stylische und alltagstaugliche Powerbank für unterwegs, die vor allem mit Komfort, Display und integriertem Kabel punktet. Wenn du eine hochwertige Powerbank für Smartphone und Tablet suchst und auf maximale Effizienz pro Gramm verzichten kannst, ist die PB727 eine richtig starke Option.

Link zum Hersteller /// bei Amazon

Warum haben Powerbanks weniger Kapazität als draufsteht?

Wenn du eine Powerbank mit 10.000 mAh kaufst, erwartest du sicherlich auch, dass diese 10.000 mAh in der Praxis liefern kann, oder?

Leider ist dies in der Realität nicht der Fall! Ich habe weit über 200 Powerbanks für Techtest.org getestet, und nur eine Handvoll Modelle konnten wirklich zu 100 % die vom Hersteller beworbene Kapazität liefern.

Aber warum ist es anscheinend normal, dass Powerbanks nicht die volle vom Hersteller angegebene Kapazität liefern können?

Wollen wir dies in einem Artikel klären!

 

Kapazitätsangabe → Zellen im Inneren

Die Herstellerangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akkuzellen im Inneren der Powerbank. Diese werden von den Powerbank-Herstellern zugekauft, z. B. von Samsung, LG, Panasonic usw.

Hat eine Powerbank beispielsweise fünf Zellen von Panasonic mit jeweils 2.000 mAh, dann wird diese Powerbank als ein Modell mit 10.000 mAh verkauft bzw. beworben.

 

Warum dann weniger in der Praxis?

Aber wenn wir z. B. in einer 10.000-mAh-Powerbank wirklich Akkuzellen mit 10.000 mAh haben, warum können wir dann z. B. nur 8.000 mAh wirklich effektiv nutzen?

Dies hat mehrere Gründe:

  1. Die Spannung der Akkuzellen muss gewandelt werden. Spannungswandlungen sind nicht zu 100 % effizient, hier geht Energie in Form von Wärme verloren.
  2. Interne Elektronik, wie Schutzelektronik usw., benötigt etwas Energie zum Funktionieren – diese steht dann deinen Endgeräten nicht zur Verfügung.
  3. Displays, LEDs usw. benötigen Energie, welche dann ebenfalls nicht für deine Endgeräte zur Verfügung steht.
  4. Teilweise werden die Akkuzellen nicht auf 0 % entladen, sondern nur auf z. B. 5 %.

Lithium-Ionen-Akkuzellen haben eine Spannung, je nach Ladestand, von ca. 3 V (wenn diese leer sind) bis hin zu 4,2 V (wenn diese voll sind). Im Schnitt haben wir eine Spannung von 3,6–3,7 V.

Normale USB-Ports haben aber 5 V, und beim Schnellladen sehen wir Spannungen derzeit von bis zu 28 V. Entsprechend muss die Spannung gewandelt werden, von 3,7 V auf z. B. 5 V, 9 V usw.

Solch eine DC-zu-DC-Wandlung hat je nach internem Aufbau eine Effizienz zwischen 80 % und 98 %, je nachdem, ob wir eine Boost-, Buck- oder Buck-Boost-Wandlung haben. Dies sorgt für die größte Diskrepanz zwischen der theoretischen Kapazität und der praktischen Kapazität.

Hinzu kommt, dass eine Powerbank in der Regel weitere Elektronik besitzt, beispielsweise Schutzelektronik usw. Diese braucht nicht viel Energie, aber wenn wir z. B. Status-LEDs haben, die im Betrieb leuchten, oder sogar ein Display, kann sich das durchaus summieren – gerade dann, wenn die Powerbank langsam entladen wird. Hier fallen solche Verluste größer ins Gewicht.

Der letzte Punkt: Manche Powerbanks entladen die verbauten Akkuzellen einfach nicht auf „0“. Wenn wir wirklich die komplette Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen nutzen, stresst das die Zellen mehr und erhöht die Gefahr des Tiefenentladens. Daher stoppen einige Powerbanks das Entladen etwas früher, um noch etwas Puffer in den Zellen zu belassen. Grundsätzlich sinnvoll, reduziert aber die nutzbare Kapazität.

Diese Punkte führen dazu, dass wir effektiv einfach nicht 100 % der von der Powerbank gespeicherten Energie auch wirklich nutzen können.

 

Lügen auch möglich

Eine weitere Möglichkeit ist, dass Hersteller bei der Kapazitätsangabe schlicht lügen. Bei den großen Herstellern gibt es das in der Regel nicht, aber bei einigen No-Name-Modellen kann es durchaus sein, dass der Hersteller falsche Angaben macht.

Was auch bei größeren Herstellern manchmal vorkommen kann, ist ein „Runden“. Dann wird aus 19.200 mAh fürs Marketing einfach 20.000 mAh gemacht. Entsprechend fällt bei solchen Modellen naturgemäß die Kapazität noch ein Stück kleiner aus.

 

Warum nicht mit der nutzbaren Kapazität werben?

Aber warum werben Hersteller dann nicht mit der echten nutzbaren Kapazität? Hierfür gibt es mehrere Gründe:

  1. Größere Zahlen = besser fürs Marketing
  2. Die echte nutzbare Kapazität ist schwerer zu beziffern
  3. Aus „legalen“ Gründen

Zunächst einmal das Offensichtliche: Größere Zahlen verkaufen sich besser. Stell dir vor, wir haben zwei Powerbanks – eine wirbt mit 22.000 mAh und eine mit 18.000 mAh. Welche wird sich besser verkaufen? Die, die mit „echten“ 18.000 mAh wirbt, oder die mit „theoretischen“ 22.000 mAh? Wir wissen beide die Antwort.

Zudem ist es gar nicht so leicht festzulegen, wie hoch die effektiv nutzbare Kapazität bei einer Powerbank ist. Diese schwankt je nachdem, wie schnell oder wie langsam wir die Powerbank entladen. Super schnelles Entladen oder super langsames Entladen führt meist zu schlechteren Werten. Hier gibt es einfach keinen Standard, daher wird mit der Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen geworben.

Und der letzte Punkt: Beispielsweise bei Flugreisen ist es egal, wie viel nutzbare Kapazität eine Powerbank hat, sondern es kommt nur auf die Kapazität an, die von den Zellen gespeichert werden kann. Entsprechend muss diese Angabe auf der Powerbank stehen.

 

Wie viel Kapazität im Schnitt?

In der Regel sage ich, dass es „normal/gut“ für eine Powerbank ist, wenn diese 80–90 % der Herstellerangabe in der Praxis effektiv nutzbar liefern kann. Über 90 % echte Kapazität ist außergewöhnlich gut, unter 70 % selten.

Aber stimmt das in der Praxis? Schauen wir uns die Ergebnisse der letzten 34 Powerbanks an, die ich getestet habe.

Im Schnitt erreichten die Powerbanks, die ich in letzter Zeit getestet habe, 85,3 % der Herstellerangabe. Allerdings schwankt dieser Wert je nach Last: Im schlechtesten Fall waren es im Schnitt 79,2 %, im besten Fall 87,8 %.

Im Schnitt schwankt also die nutzbare Kapazität einer Powerbank um 8,7 %, je nachdem, wie schnell oder langsam du diese entlädst.

Ikea ALPSTUGA im Test – Smarte Luftqualitätsmessung für 29 Euro

Wir hatten uns in der letzten Zeit einige der neuen Smart-Home-Produkte von Ikea angesehen, wie den TIMMERFLOTTE oder den MYGGBETT.

Mit dem ALPSTUGA bietet Ikea nun einen weiteren neuen Smart-Home-Sensor, speziell für das Messen der Luftqualität.

So kann dieser Kohlendioxid, Feinstaub und die Temperatur messen und via Matter an andere Smart-Home-Systeme weiterleiten.

Mit 29 € ist der Ikea ALPSTUGA zwar etwas teurer als der TIMMERFLOTTE oder der MYGGBETT, aber für den Funktionsumfang sind 29 € ein absolutes Schnäppchen!
Wollen wir uns den Ikea ALPSTUGA doch einmal in einem kleinen Test ansehen!

 

Matter over Thread

Auch der ALPSTUGA setzt auf den Matter-Standard, was Ikea auch so offen kommuniziert. Allerdings kommt hier genau genommen der „Matter over Thread“-Standard zum Einsatz.
Matter ist ein universeller Smart-Home-Standard. Thread wiederum ist ein offener Funkstandard, welcher eine Alternative zu Zigbee darstellt.

Um den Ikea ALPSTUGA zu nutzen, benötigst du eine Basisstation, welche sowohl Matter als auch Thread unterstützt bzw. einen sogenannten Thread Border Router.
Dies könnte beispielsweise eines der folgenden Systeme sein:

  • IKEA Dirigera Hub
  • Apple HomePod mini
  • Apple TV 4K
  • Google Nest Hub (2. Gen)
  • SmartThings Aeotec Smart Home Hub
  • Amazon Echo (4. Gen)
  • usw.

In diese Systeme, wie auch viele weitere, lässt sich der Ikea ALPSTUGA theoretisch einbinden.

 

Der Ikea ALPSTUGA im Test

Bei dem ALPSTUGA handelt es sich um eine ca. 90 × 40 × 40 mm große Box. Diese ist Ikea-typisch komplett in Weiß gehalten und grundsätzlich sehr schlicht gestaltet. So erinnert mich der ALPSTUGA etwas an einen Radiowecker.

Dabei finden wir auf der Front ein LED-Display, welches dir die Messwerte anzeigt bzw. genau genommen nur einen der Messwerte.

Über eine Taste auf der Oberseite schaltest du durch die Messwerte hindurch.
Grundsätzlich ist das LED-Display zwar schön, aber ich finde es schade, dass immer nur ein Messwert angezeigt wird.

 

Ohne Netzteil oder Netzkabel!

Wichtig: Im Lieferumfang des Ikea ALPSTUGA liegt kein Netzteil oder Netzkabel bei!
Du benötigst hierfür ein USB-C-Netzteil/Ladegerät sowie ein entsprechendes USB-C-auf-C-Kabel.

Das Ikea SJÖSS mit 20 W für 4 € würde sich hier anbieten.
Der Sensor selbst benötigt zwischen 0,4 und 0,6 W, also rechne effektiv mit einem Verbrauch aus dem Netzteil von ca. ±1 W, was angenehm wenig ist.

 

Welche Werte kann der ALPSTUGA messen/anzeigen?

Bei dem Ikea ALPSTUGA handelt es sich um ein Messgerät für die Luftqualität. Dieser kann folgende Werte messen:

  • Temperatur
  • Luftfeuchtigkeit
  • Kohlendioxid (CO₂)
  • Feinstaub (PM2.5)

Für einen Sensor in dieser Preisklasse ist das nicht übel!
Auf dem Display lässt sich zudem auf Wunsch auch die Uhrzeit anzeigen.

 

ALPSTUGA + SmartThings und Home Assistant

Ich habe den ALPSTUGA in Kombination mit dem SmartThings- und Home-Assistant-Ökosystem getestet.

Dabei habe ich den Aeotec Smart Home Hub als Thread Border Router genutzt und dann die Daten via Matter an den Home Assistant weitergeleitet. Und ja, das ist absolut problemlos möglich.

Warum mache ich dies so?

Ich hatte mit direkten Thread-Verbindungen zum Home Assistant leider immer Probleme, daher mache ich den Umweg über den Aeotec Smart Home Hub.

So ließ sich der ALPSTUGA problemlos mit dem Aeotec Smart Home Hub verbinden.
Leider scheint es hier aber beim Anzeigen der Messwerte Kompatibilitätsprobleme zu geben.

ALPSTUGA + Smart Things, Daten werden nicht geladen

So werden vom ALPSTUGA in SmartThings einfach keine Messwerte angezeigt.
Gebe ich die Messwerte allerdings via Matter an den Home Assistant weiter, werden diese im Home Assistant ohne Probleme angezeigt.

ALPSTUGA + Home Assistant

 

Messgenauigkeit

Aber wie genau misst der ALPSTUGA Luftqualitätssensor? Starten wir mit der Temperaturmessung.
Diese ist aus meiner Sicht etwas verfälscht!

So misst der ALPSTUGA Luftqualitätssensor tendenziell etwas zu hoch. Dies war jetzt hier nur eine kleine Stichprobe, welche sich aber mit meinen bisherigen Praxisbeobachtungen deckt.
So scheint der ALPSTUGA ca. 0,5 Grad zu hoch zu liegen. Keine gewaltige Abweichung. Ich vermute, dies liegt am Gehäuse. So erwärmt sich der Sensor ganz leicht, und vermutlich kommt daher der höhere Messwert zustande.

Aber wie steht es um die Feinstaub- und Kohlendioxidmessung?
Bei Kohlendioxid nutze ich den Air-Q Basic, ein professionelles 400 €+ Messgerät, als Referenz, wie auch den SwitchBot Meter Pro.

Tendenziell passen die Kohlendioxidmessungen. So kann ich bei allen drei Systemen die gleichen Ausschläge usw. beobachten. Der Ikea ALPSTUGA und der SwitchBot Meter Pro sind dabei ± auf einem Level, gut möglich, dass hier im Inneren der gleiche Sensor zum Einsatz kommt.
Der Air-Q Basic misst etwas höhere Werte und reagiert etwas feinfühliger auf Änderungen, aber die Tendenz ist die gleiche.

Selbiges gilt für den Feinstaub-PM2.5-Wert, welcher bei mir mehr oder weniger konstant bei 0 liegt, Luftreiniger sei Dank. Aber dies wird auch von allen Messgeräten so bestätigt.

Unterm Strich passen also die Messwerte. Die Temperaturmessung ist vielleicht 0,5 Grad zu hoch, aber das ist noch im Rahmen.
Das Update-Intervall scheint im Übrigen via Matter bei 10 Sekunden zu liegen, ist also sehr hoch.

 

Fazit

Mit dem Ikea ALPSTUGA zeigt Ikea einmal mehr, wie viel Smart Home man für vergleichsweise wenig Geld bekommen kann. Für rund 29 Euro erhältst du einen Matter-over-Thread-fähigen Luftqualitätssensor, der CO₂, Feinstaub (PM2.5), Luftfeuchtigkeit und Temperatur misst – und das in einem angenehm schlichten, Ikea-typischen Design. Gerade die breite Smart-Home-Integration über Matter ist ein echtes Plus und macht den ALPSTUGA langfristig interessant.

Im Alltag überzeugt der Sensor vor allem durch seine zuverlässigen CO₂- und Feinstaubmessungen sowie das sehr kurze Update-Intervall. Die Temperaturmessung liegt zwar leicht über dem tatsächlichen Wert, bewegt sich aber noch im akzeptablen Rahmen. Das integrierte Display ist praktisch, könnte jedoch mehr Informationen gleichzeitig anzeigen. Auch das fehlende Netzteil im Lieferumfang ist typisch Ikea, sollte dir vor dem Kauf aber bewusst sein.

Kleine Schwächen zeigt der ALPSTUGA aktuell noch bei der Software-Kompatibilität, etwa in Verbindung mit SmartThings, wo die Messwerte nicht direkt angezeigt werden. In Home Assistant hingegen läuft alles problemlos. Hier zeigt sich, dass Matter in der Theorie „universell“, in der Praxis aber noch nicht überall perfekt umgesetzt ist.

Unterm Strich bekommst du mit dem Ikea ALPSTUGA einen überraschend leistungsfähigen und fair bepreisten Luftqualitätssensor, der sich ideal für Matter-basierte Smart-Home-Setups eignet. Wenn du mit den genannten Einschränkungen leben kannst, ist der ALPSTUGA ein echtes Preis-Leistungs-Highlight und eine klare Empfehlung für alle, die ihre Raumluft smarter überwachen möchten.

Welche High-End-Powerbank lädt am schnellsten? Update

Der Trend bei Powerbanks geht zu immer höheren Leistungen. So gibt es immer mehr Modelle mit 140-W-Anschlüssen. So hatten wir uns vor Kurzem z. B. die Strong S-19 im Test angesehen, eine 12.000-mAh-Powerbank mit 140 W Ausgang und Eingang!

So konnte diese Powerbank in unter 30 Minuten komplett geladen werden, WOW!

Dies wollte ich zum Anlass nehmen, eine kleine Übersicht zu schaffen, welche die 2026 am schnellsten ladenden High-End-Powerbanks auf dem Markt sind. Ist die Strong S-19 die schnellste ladende Powerbank? Finden wir es heraus!

 

Welche ist die schnellste High-End-Powerbank?

In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf aktuelle High-End-Powerbanks, also Modelle, die 100 W oder mehr Eingangs-/Ausgangsleistung besitzen.

Dabei lege ich einen Fokus darauf, wie schnell diese Modelle von 0 % auf 100 % an einem „optimalen“ Ladegerät (in der Regel ein 140-W-Ladegerät) geladen werden können.

 

Welche Powerbank lädt am schnellsten?

Schauen wir uns an, welche Powerbanks bei mir im Test am schnellsten laden konnten.

Unsere Top 5 sieht wie folgt aus:

  1. Strong S-19 140 W, 12.000 mAh – 29 Minuten
  2. CUKTECH 15 Ultra – 35 Minuten
  3. CUKTECH 10 – 44 Minuten
  4. Anker Prime 27.650 mAh, 250 W – 47 Minuten
  5. Anker 737 24.000 mAh – 48 Minuten
  6. Anker Prime Powerbank (26K, 300 W) – 48 Minuten
  7. EcoFlow RAPID Pro 27.650 mAh, 300 W – 53 Minuten

Dies sind auch alle Powerbanks, die sich in unter einer Stunde komplett laden ließen. Abseits von der Strong S-19, welche in gerade einmal 29 Minuten geladen ist, wird die Top 5 auffällig von Anker und CUKTECH dominiert.

 

Kapazität pro Minute

Allerdings handelt es sich hier nur um die absolute Ladezeit. Beispielsweise hat die Strong S-19 gerade einmal 12.000 mAh, während die Anker Prime mit 27.650 mAh über das Doppelte an Kapazität verfügt, aber weniger als doppelt so lange benötigt.

Auch die 4Smarts-Modelle, welche sich auf den letzten Plätzen befinden, sind gleichzeitig die Modelle mit der höchsten Kapazität. Wollen wir also einmal die effektiv nutzbare Kapazität, die ich in meinen Tests messen konnte, ins Verhältnis zur Ladedauer setzen.

Wenn wir betrachten, wie viel „nutzbare Kapazität“ jede Powerbank pro Minute im Schnitt lädt, verschieben sich die Plätze etwas:

  1. Anker Prime Powerbank (26K, 300 W) – 506 mAh im Schnitt pro Minute
  2. CUKTECH 15 Ultra – 499 mAh im Schnitt pro Minute
  3. Anker Prime 27.650 mAh, 250 W – 469 mAh im Schnitt pro Minute
  4. EcoFlow RAPID Pro 27.650 mAh, 300 W – 446 mAh im Schnitt pro Minute
  5. Anker 737 24.000 mAh – 422 mAh im Schnitt pro Minute
  6. Strong S-19 140 W, 12.000 mAh – 369 mAh im Schnitt pro Minute

 

Fazit

Suchst du nach einer Powerbank, die möglichst schnell möglichst viel Kapazität laden kann, dann würde ich mir folgende Modelle ansehen:

Anker ist derzeit der „König“, wenn es um schnell ladende Powerbanks geht. Gerade die großen Prime-Modelle können sehr schnell geladen werden.

Positiv möchte ich hier auch die Strong S-19 hervorheben. Dies ist eine Powerbank von einem kleinen Hersteller, welche als einziges Modell in unter 30 Minuten vollständig geladen werden kann.

Ich hoffe, dieser kleine Artikel konnte euch helfen!

Hama High Power 150 Test: High-End-Powerbank mit 150 W, 24.000 mAh und Display

Hama hat mit dem Power Pack „High Power“ 150 eine neue Flaggschiff-Powerbank auf den Markt gebracht. Diese verfügt über eine maximale Leistung von 150 W, 140-W-USB-C-Ports und eine Kapazität von 24.000 mAh.

Ebenfalls mit an Bord ist ein aufwendiges Display, welches dir Leistungswerte anzeigt.
Entsprechend checkt die High Power wirklich alle Checkboxen, die ich bei einem High-End-Modell im Jahr 2026 erwarten würde.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier das Hama Power Pack „High Power“ 150 überzeugen? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Hama für das Zur-Verfügung-Stellen des Power Pack „High Power“ 150 für diesen Test.

 

Das Power Pack „High Power“ 150 von Hama im Test

Bei der High Power 150 handelt es sich um eine Powerbank der High-End-/Oberklasse. Entsprechend ist diese auch etwas größer.

So misst die Powerbank 158 × 56 × 56 mm und bringt 639 g auf die Waage. Vergleichen wir das mit anderen 140-W-Powerbanks.

Rein vom Gewicht ist die Hama Powerbank ± auf dem Niveau der Anker 737 24.000 mAh 140-W-Powerbank, welche auch durchaus von der Leistung auf den ersten Blick vergleichbar ist.

Allerdings ist die „High Power“ 150 relativ groß.

An der Verarbeitungsqualität oder Haptik gibt es aber nichts zu bemängeln. Die Powerbank ist stabil, allerdings würde ich sie auch nicht in die Super-Premium-Kategorie stecken.

 

Display

Auf der Front der „High Power“ 150 findet sich ein LC-Display, welches einige Informationen anzeigt.

So zeigt dir die Powerbank für jeden Anschluss die aktuelle Leistung, Spannung und Stromstärke an. Zudem sehen wir die aktuelle Gesamtleistung und den Akkustand.
Zwar ist das Display jetzt nicht das hübscheste, aber es zeigt doch einige Infos an und ist daher funktional nützlich.

 

Anschlüsse

Das Hama Power Pack „High Power“ 150 verfügt über 2× 140-W-USB-C-Ports und 1× USB-A-Port.

  • USB-C – 140 W: 5 V/3 A, 9 V/3 A, 12 V/3 A, 15 V/3 A, 20 V/4,7 A, 28 V/5 A
  • USB-A – 18 W (QC 3.0): 5 V/3 A, 9 V/2 A, 12 V/1,5 A

Beide USB-C-Ports besitzen eine Leistung von 140 W nach dem USB-Power-Delivery-3.1-Standard. Damit hat die Powerbank in der Theorie genug Leistung auch für große Notebooks.

Aber wenn wir uns die Leistungsstufen ansehen, gibt es eine Auffälligkeit. So kann die Powerbank auf der 20-V-Stufe maximal 4,7 A liefern, also nur 94 W?! Das kann ich offen gesagt nicht so ganz verstehen.

Notebooks, die also noch nicht den USB-PD-3.1-Standard nutzen bzw. nur die 20-V-Stufe unterstützen, können hier nicht mit 100 W laden, wie es zu erwarten wäre, sondern mit maximal 94 W. Klar, der Unterschied ist nicht weltbewegend, aber schon etwas überraschend, dass wir hier diese Limitierung auf 4,7 A haben.
Der USB-A-Port wiederum bietet bis zu 18 W nach Quick Charge.

 

Mit PPS

Erfreulicherweise unterstützen beide USB-C-Ports den wichtigen PPS-Standard.

  • 5 bis 20 V bei bis zu 4,5 A

Die PPS-Range ist mit 5 bis 20 V bei bis zu 4,5 A gut, aber auch etwas ungewöhnlich. Warum geht die Powerbank hier nicht bis 5 A?! Ähnlich wie bei der 20-V-Stufe etwas kurios, aber in der Praxis auch nicht dramatisch.

So kann die Powerbank diverse Samsung-Smartphones mit bis zu 45 W laden, was sicherlich der wichtigste Punkt bei der PPS-Stufe ist.

 

Konstant 140 W?

Viele, genau genommen sogar sehr viele, 140-W-Powerbanks können nicht konstant 140 W bereitstellen. Dies ist oftmals eine Limitierung der Akkuzellen oder der Hitzeentwicklung geschuldet.

Wie steht es hier um unsere Hama Power Pack „High Power“ 150?

Leider kann diese auch nicht konstant 140 W liefern. In meinem Test konnte sie bis zu einer Restladung von 30 % 140 W bereitstellen, danach drosselte sie sich auf 65 W herunter.
Das ist natürlich nicht „optimal“, aber bei 30 % setzt die Drosselung relativ spät ein.

 

Wie hoch ist die echte Kapazität?

Laut Hama bietet die Powerbank eine Kapazität von 24.000 mAh. In der Praxis fällt die Kapazität von Powerbanks jedoch immer etwas niedriger aus. Warum?
Die Herstellerangabe bezieht sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Die nutzbare Kapazität ist aufgrund von Wandlungen jedoch immer geringer. Normal sind hier etwa ± 80–90 % „echte“ Kapazität.

Was konnte ich nun bei der Hama Power Pack „High Power“ 150 messen?

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/1A 61.799 12142 16702 70%
9V/1A 64.535 7132 17442 73%
9V/3A 66.532 7414 17982 75%
20V/1A 65.021 3234 17573 73%
20V/5A 70.034 3512 18928 79%

 

Leider fiel die Kapazität in der Praxis etwas niedriger aus. So schwankte diese zwischen 16.702 mAh und 18.928 mAh.
Dies entspricht einer Spanne von 70 % bis 79 %. Akzeptabel, aber da geht mehr.

 

Ladedauer

Das Hama Power Pack „High Power“ 150 kann leider nicht mit 140 W laden, sondern mit maximal 100 W bzw. in der Praxis mit 95,x W.

Allerdings kann die Powerbank recht konstant mit 95,x W laden, was in einer Ladezeit von lediglich 1:01 h resultiert.
Dies ist erfreulich schnell!

Ladedauer in Minuten
Anker Prime 27650 mAh 250W 47
Anker Prime Powerbank (26K, 300W) 48
Anker 737 24.000 mAh 48
EcoFlow RAPID Pro 27650 mAh und 300 W 53
Hama Power Pack „High Power“ 150 61
Xtorm Titan Ultra 140W 76
Edge X100 78
Aferiy Nano 100 145W 31.000 mAh 80
INIU Power Bank 27000mAh 140W 85
INIU P64-E1 25.000 mAh 140W 91
Baseus EnerGeek 145W 20.000 mAh 110
VOLTCRAFT VC-C909 140W / 27.000 mAh 112
AMEGAT Powerbank 140W 27600 mAh 134
Xiaomi 212W HyperCharge 25000mAh 140

 

Auch verglichen mit anderen Powerbanks in dieser Klasse sieht das sehr gut aus. Das Hama Power Pack „High Power“ 150 ist eine sehr schnell ladende Powerbank.

 

Fazit

Mit dem Power Pack „High Power“ 150 liefert Hama ein echtes High-End-Modell ab, das viele deiner Erwartungen an eine moderne Premium-Powerbank im Jahr 2026 erfüllt. Die hohe maximale Leistung von 150 W, zwei vollwertige 140-W-USB-C-Ports nach USB-PD-3.1-Standard, PPS-Support und das informative Display sind große Pluspunkte. Auch die sehr kurze Ladedauer von gut einer Stunde zählt klar zu den großen Stärken dieser Powerbank.

Ganz ohne Kritik kommt das Gesamtpaket aber nicht aus. Die Baugröße ist relativ wuchtig, und einige technische Details wirken unnötig limitiert, etwa die 94 W auf der 20-V-Stufe. Auch die gemessene nutzbare Kapazität von teils nur rund 70 % fällt für diese Klasse eher durchschnittlich aus. Dass die 140 W nicht über den gesamten Ladebereich konstant anliegen, ist zwar kein Einzelfall, bleibt aber dennoch ein kleiner Dämpfer.

Hama Power Pack „High Power“ (externer Akku mit 150 Watt...

Pro

  • Sehr hohe maximale Leistung von bis zu 150 W
  • Zwei vollwertige 140-W-USB-C-Ports (USB PD 3.1)
  • PPS-Unterstützung für schnelles Laden moderner Smartphones (z. B. bis 45 W)
  • Informatives Display mit Leistungs-, Spannungs- und Stromanzeige
  • Sehr kurze Ladedauer von rund 1 Stunde
  • Hochwertige, stabile Verarbeitung
  • Geeignet für Notebooks, Tablets und Smartphones

Kontra

  • Relativ groß und schwer
  • 94 W Limitierung auf der 20-V-Stufe
  • 140 W nicht dauerhaft verfügbar (Drosselung ab ca. 30 %)
  • Nutzbare Kapazität mit teils nur rund 70 % eher durchschnittlich

Unterm Strich ist das Hama Power Pack „High Power“ 150* eine sehr leistungsstarke, schnell ladende und gut ausgestattete Powerbank, die sich vor allem an Nutzer richtet, die regelmäßig Notebooks, Tablets und Smartphones mit hoher Leistung versorgen möchten. Die schärfste Konkurrenz kommt dabei ganz klar von der Anker 737 Power Bank. Wenn du mit den genannten Schwächen leben kannst, bekommst du mit Hama dennoch eine überzeugende und moderne High-Power-Powerbank von einem deutschen Hersteller.

DJI Power 2000 Test – 2048 Wh Powerstation mit Batteriespeicher-Support

Die Power 2000 stellt derzeit das größte Modell in DJIs wachsendem Powerstation-Segment dar. So bietet diese eine Kapazität von 2048 Wh und eine Ausgangsleistung von satten 3000 W!
Hinzu kommen 140-W-USB-C-Ports, 4000 Ladezyklen und ein App-Support.

Zudem kann die DJI Power 2000 auch als Batteriespeicher für Balkon-Kraftwerke genutzt werden!
Damit ist die DJI Power 2000 wunderbar flexibel. Wenn du sie unterwegs brauchst, bietet sie einen großen Umfang an Anschlüssen und Funktionen, und daheim hilft sie dir, Strom zu sparen bzw. zu speichern.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Schafft die DJI Power 2000 gut den Spagat zwischen Powerstation und Batteriespeicher? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an DJI für das Zurverfügungstellen der Power-2000-Powerstation. Abseits des Bereitstellens der Powerstation gab es keine Verpflichtungen oder Bedingungen.

 

Die DJI Power 2000 im Test

Bei der DJI Power 2000 handelt es sich um eine recht große und schwere Powerstation, was bei der Kapazität von 2048 Wh auch nicht überrascht.
So misst diese 448 × 225 × 324 mm und bringt schlanke 22 kg auf die Waage.

Alles andere als leicht, aber für eine Powerstation dieser Klasse auch nicht außergewöhnlich.
Für einen etwas leichteren Transport haben wir zwei Handgriffe auf der Oberseite und die Möglichkeit, optionale Räder anzubringen.

Die Verarbeitungsqualität ist dabei hervorragend! Dies ist eine der stabilsten und massivsten Powerstations, die ich bisher in den Fingern hatte. Auch das Design strahlt eine gewisse Massivität und Professionalität aus.
Hier hat DJI also einen sehr guten Job gemacht, und die Power 2000 lässt sich klar in die Premium-Kategorie einordnen.

 

Anschlüsse

DJI setzt bei der Power 2000 auf eine recht interessante Auswahl an Anschlüssen:

  • 4× Schuko-Steckdose 230 V, maximal 2200 W
  • 2× USB-C – 140 W Power Delivery
  • 2× USB-C – 65 W Power Delivery
  • 4× USB-A – 24 W Quick Charge
  • 2× SDC – 9 bis 28 V, bis zu 12 A
  • 1× AC-Eingang bis zu 2400 W

Mit vier Steckdosen, die bis zu 2200 W liefern können, sowie einer großen Menge an USB-Ports bietet die DJI Power 2000 erst einmal eine ziemlich fantastische Ausstattung.
Was ihr allerdings auf den ersten Blick fehlt, sind reguläre DC-Ausgänge und -Eingänge, wie z. B. ein Zigarettenanzünder-Anschluss für Kühlboxen usw.

 

SDC-Anschlüsse

Zwar verzichtet DJI bei der Power 2000 auf klassische DC-Ausgänge, aber wir haben zwei SDC-Anschlüsse.

SDC ist ein proprietärer DJI-„Anschluss“, welcher eine Spannung zwischen 9 und 28 V bei bis zu 12 A liefern kann.

Welche Spannung geliefert wird, hängt vom angeschlossenen Adapter ab!
So gibt es Adapter auf den klassischen Zigarettenanzünder-Anschluss, zum XT60-Anschluss und diverse Adapter zum Schnellladen der DJI-eigenen Drohnen.

Die SDC-Anschlüsse können dabei auch zum Aufladen der Powerstation genutzt werden, mit entsprechenden Adapterkabeln. So gibt es einen Adapter zum Anschluss von Solarpanels.

Einerseits ist es natürlich schön, solch einen flexiblen Anschluss zu haben, auf der anderen Seite musst du hier diverse Adapter kaufen und mitschleppen.
Persönlich hätte ich mir zusätzlich zu den SDC-Anschlüssen einen KFZ-Zigarettenanzünder-Anschluss gewünscht, da dieser in der Praxis sehr oft genutzt wird.

 

Das Display

Auf der Front der DJI Power 2000 gibt es ein kleines Display. Dieses ist allerdings vergleichsweise basic für eine Powerstation dieser Klasse.

So werden auf dem Display der aktuelle Akkustand in %, die Ein- und Ausgangsleistung in Watt sowie Icons für die aktiven Schnittstellen angezeigt.

 

WLAN, Bluetooth und App

Das etwas einfachere Display wird durch den App-Support ausgeglichen. Du kannst die Power 2000 mit der DJI Home App verbinden, wahlweise via Bluetooth oder über dein Heimnetzwerk.

Spannenderweise ist die DJI Home App nur im Apple App Store vorhanden. Unter Android musst du die APK manuell von der DJI-Webseite laden, was etwas merkwürdig ist.

Funktional gibt es hier aber nichts zu bemängeln.

In der App kannst du den Akkustand sehen, welche Leistung über welchen Port rein- und rausgeht usw.
Du kannst auch ein maximales Ladelimit festlegen, die Standby-Zeiten anpassen usw.

 

Als Batteriespeicher?!

Die DJI Power 2000 kann nicht nur als portable Powerstation genutzt werden, sondern auch als Batteriespeicher für deine Solaranlage.

Das Prinzip ist einfach: Die DJI Power 2000 nimmt Energie auf, wenn du einen Überschuss hast und diesen ins Netz einspeist. Hast du keinen Überschuss, sondern ein Defizit, dann gibt die DJI Power 2000 bis zu 800 W ab.
Sofern dein Verbrauch nicht über 800 W liegt, wird dieser effektiv auf ±0 W ausgeglichen.

Umgekehrt kann die Powerstation bis zu 2400 W aufnehmen, sodass du, wenn möglich, keinen Strom ins Netz einspeist.

Damit die DJI Power 2000 erkennen kann, was aktuell Verbrauch bzw. Einspeisung ist, benötigst du allerdings einen zusätzlichen „Zähler“ bzw. ein Messgerät, das in deinen Zählerschrank eingebaut werden muss. Folgende Zähler/Messgeräte werden unterstützt:

  • Shelly Pro EM
  • Shelly Pro 3EM
  • Shelly 3EM-63W Gen3
  • Shelly Pro 3EM-3CT63

Eine Nutzung des Batteriespeicher-Features ohne ein solches Zusatzmodul ist zwar möglich, aber nicht effektiv. So kannst du lediglich einen Zeitplan hinterlegen, nach dem Motto:
„Von Uhrzeit XYZ bis ZXY Energie aufnehmen, von Uhrzeit X bis Y Energie abgeben.“

Funktioniert das Batteriespeicher-Feature? Mit den entsprechenden Shelly-Modulen: ja!
Hier funktioniert es ähnlich wie z. B. beim Marstek Venus E Gen 3.0.
Reaktionszeiten auf extreme Stromspitzen sind nicht ganz perfekt, aber ausreichend gut. Einspeisend haben wir eine Limitierung auf 800 W, ähnlich wie bei Balkonkraftwerken.

Kurzum: Ja, die DJI Power 2000 kann als universeller Batteriespeicher effektiv genutzt werden.

 

Die USB-C-Ports

Sprechen wir einmal kurz gesondert über die USB-C-Ports. Diese setzen alle auf den USB-Power-Delivery-Standard.

Dabei haben wir zwei 140-W-Ports und zwei 65-W-Ports:

  • USB-C 1 und 2 – 140 W PD
    5 V/5 A, 9 V/5 A, 12 V/5 A, 15 V/5 A, 20 V/5 A, 28 V/5 A
  • USB-C 3 und 4 – 65 W PD
    5 V/5 A, 9 V/5 A, 12 V/5 A, 15 V/3 A, 20 V/3,25 A

Damit hat die Powerstation ausreichend Power auch für große Notebooks! Und ja, die 140-W-Ports können auch wirklich konstant 140 W bereitstellen.

Interessanterweise können die USB-Ports bei den niedrigeren Laststufen bis zu 5 A liefern. Ungewöhnlich, aber unter Umständen ein Pluspunkt.

Alle vier USB-C-Ports bieten außerdem Unterstützung für den PPS-Standard:
3,3–21 V bei bis zu 3 A

Wir haben hier eine perfekte Spannungsrange, aber leider nur bis zu 3 A. Dennoch solltest du mit den meisten aktuellen Smartphones die volle oder eine sehr hohe Ladegeschwindigkeit erreichen können.

 

Bis zu 4000 Zyklen dank Lithium-Eisenphosphat

Die DJI Power 2000 soll bis zu 4000 Ladezyklen erreichen können, bei 80 % Entladetiefe dank Lithium-Eisenphosphat-„LiFePO4“-Akkuzellen.

Vorteile:

  • Höhere Zyklenfestigkeit
  • Höhere Sicherheit – können sich nicht selbst entzünden
  • Umweltfreundlichkeit – kommt ohne giftiges Kobalt oder Nickel aus
  • Robustheit – unempfindlicher gegenüber Tiefentladung und hohen Temperaturen

Nachteile:

  • Größer und schwerer als Lithium-Ionen-Zellen bei gleicher Kapazität
  • Kälteempfindlichkeit – Laden unter 0 °C kann die Zellen dauerhaft schädigen

Wie so oft im Leben hat alles Vor- und Nachteile. Im Allgemeinen bevorzuge ich LiFePO4-Akkuzellen wegen der höheren Sicherheit und Haltbarkeit.
Gerade bei einer Powerstation, die auch als Solar-Batteriespeicher genutzt werden kann, macht diese Akkutechnologie absolut Sinn.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut DJI hat die Power 2000 eine Kapazität von 2048 Wh, also rund 2 kWh. Dabei handelt es sich jedoch nur um die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Je nach Last und Anschluss schwankt die effektive Kapazität deutlich.

Was konnte ich messen?

Wh %
USB C 60 W 1584 77 %
USB C 140 W 1744 85 %
100 W AC 1573 77 %
500 W AC 1725 84 %
1600 W AC 1579 77 %

Im Test schwankte die nutzbare Kapazität zwischen 1579 Wh und 1744 Wh. Tendenziell fällt die Kapazität, wie so oft, bei sehr niedriger oder sehr hoher Last etwas schlechter aus als bei mittlerer Last.
Wir haben hier eine Spanne von 77 % bis 85 % der Herstellerangabe, was völlig in Ordnung ist.

 

Ladeeffizienz

In meinem Test benötigte die DJI Power 2000 ca. 2301 Wh für eine Ladung von 0 % auf 100 %.

Die Effizienz schwankte zwischen 77 % und 86 %, was ein gutes, normales Abschneiden ist.

 

Leerlauf-Stromverbrauch

Im Leerlauf, also bei 100 % Ladung, ohne angeschlossene Geräte, nur mit aktivem WLAN und Verbindung zum Netz, benötigt die DJI Power 2000 ca. 13–14 W aus der Steckdose.
Etwas viel für meinen Geschmack, fürs Nichtstun.

 

Ladedauer

Die DJI Power 2000 hat zwei Einstellungen zum Laden über die Steckdose, welche über die maximale Leistungsaufnahme entscheiden. So kannst du bewusst die Geschwindigkeit drosseln, um beispielsweise die Akkuzellen zu schonen:

  • Stufe 1: maximal ca. 1200 W
  • Stufe 2: maximal ca. 2350 W

Entsprechend unterscheidet sich auch die Ladedauer.

  • Stufe 1: ca. 2:04 h für eine vollständige Ladung
  • Stufe 2: ca. 1:05 h für eine vollständige Ladung

Damit kann die DJI Power 2000 extrem schnell an der Steckdose laden! Rund eine Stunde für eine Powerstation dieser Klasse ist rekordverdächtig schnell.

Natürlich kann die Powerstation auch via Solar geladen werden, allerdings nur mit einem speziellen Adapter und theoretisch den DJI-eigenen Solarpanels. In der Powerstation selbst ist kein MPPT-Laderegler verbaut.

Der DJI Power-Solarpanel-Adapter bringt diesen Laderegler mit sowie drei Anschlüsse für Solarpanels. Die Solarpanels werden über XT30-Ports verbunden, was eher ungewöhnlich ist. Um universelle Panels zu nutzen, müsstest du dir vermutlich Adapter auf XT30 bauen.

Akzeptiert werden Spannungen von 12–30 V und maximal 10 A pro Panel. Insgesamt sind bis zu 400 W möglich.

 

Fazit

Mit der DJI Power 2000 zeigt DJI eindrucksvoll, wie leistungsfähig und vielseitig eine moderne Powerstation heute sein kann. Die Kombination aus 2048 Wh Nennkapazität, sehr hoher Ausgangsleistung und der Möglichkeit, das Gerät als Batteriespeicher für ein Balkonkraftwerk zu nutzen, macht die Power 2000 zu einem echten Allrounder.

Im Test bestätigt sich der starke Ersteindruck auch bei den Messwerten: Die nutzbare Kapazität lag je nach Last zwischen 1579 Wh und 1744 Wh, was 77 bis 85 % der Herstellerangabe entspricht, ein völlig solides Ergebnis für diese Leistungsklasse. Auch die Ladeeffizienz von 77 bis 86 % bewegt sich im guten Bereich. Besonders positiv fällt die extrem kurze Ladedauer auf: In der höchsten Leistungsstufe ist die Power 2000 in nur rund 1:05 Stunden vollständig geladen, selbst im gedrosselten Modus sind es nur etwa 2:04 Stunden. Das ist für eine Powerstation dieser Größe ein absoluter Spitzenwert.

Auch im Alltag überzeugt die DJI Power 2000 mit ihren vier 230-V-Steckdosen, den starken USB-C-Ports mit echten 140 W Dauerleistung und der stabilen App-Anbindung. Als Heimspeicher funktioniert das System mit kompatiblen Shelly-Zählern zuverlässig und kann Lasten bis 800 W effektiv ausgleichen, ideal für den Eigenverbrauch von Solarstrom. Weniger gefallen haben der relativ hohe Leerlaufverbrauch von etwa 13–14 W, das einfache Display und der Verzicht auf klassische DC-Anschlüsse, der den Einsatz zusätzlicher Adapter notwendig macht.

DJI Power 2000 Tragbare Powerstation 2048 Wh, 3000 W Solar Generator...

✅ Pro

  • Hohe Kapazität: 2048 Wh (im Test 1579–1744 Wh nutzbar)
  • Starke Ausgangsleistung: 4× 230 V mit bis zu 2200 W
  • Sehr schnelle Ladezeiten: ca. 1:05 h (2350 W) bzw. 2:04 h (1200 W)
  • Sehr starke USB-C-Ports: 2× 140 W + 2× 65 W, inkl. PPS
  • Hochwertige Verarbeitung, klarer Premium-Eindruck
  • LiFePO4-Akkus mit bis zu 4000 Ladezyklen
  • App-Steuerung via WLAN & Bluetooth
  • Als Batteriespeicher für Balkonkraftwerke nutzbar (bis 800 W)

❌ Kontra

  • Keine klassischen DC-Ausgänge ohne Adapter
  • Proprietäre SDC-Anschlüsse → Adapter notwendig
  • Relativ hoher Leerlaufverbrauch (ca. 13–14 W)
  • Solar-Ladung nur mit externem Adapter (max. 400 W)
  • Android-App nur per APK, nicht im Play Store

Unterm Strich bekommst du mit der DJI Power 2000 eine hochwertige, extrem leistungsfähige und technisch moderne Powerstation, die sowohl mobil als auch stationär eine sehr gute Figur macht. Wenn du bereit bist, den Premiumpreis zu zahlen und mit kleinen Kompromissen bei Anschlüssen und Standby-Verbrauch leben kannst, erhältst du ein beeindruckend starkes Gesamtpaket mit messbar guter Performance.

DJI Power 2000
Positiv
Sehr hohe Kapazität: 2048 Wh Nennkapazität, im Test 1579–1744 Wh nutzbar (77–85 %)
Hohe Ausgangsleistung: 4× 230-V-Steckdosen mit bis zu 2200 W
Extrem schnelle Ladezeit: ca. 1:05 h bei ~2350 W ca. 2:04 h bei ~1200 W
Starke USB-C-Ausstattung: 2× 140 W USB-C PD (konstant) 2× 65 W USB-C PD PPS-Unterstützung
Sehr gute Verarbeitungsqualität: massiv, stabil, klarer Premium-Eindruck
LiFePO4-Akkus mit bis zu 4000 Ladezyklen (bei 80 % DoD)
Hohe Sicherheit & Langlebigkeit durch Lithium-Eisenphosphat
App-Unterstützung (WLAN & Bluetooth) mit vielen Einstellmöglichkeiten
Als Batteriespeicher nutzbar für Balkonkraftwerke (bis 800 W Einspeisung)
Hohe Ladeleistung: bis zu 2400 W Aufnahme
Flexible SDC-Anschlüsse (mit Adaptern für KFZ, XT60, Solarpanels, DJI-Drohnen)
Negativ
Kein klassischer DC-Ausgang (z. B. Zigarettenanzünder) ohne Adapter
Proprietäre SDC-Anschlüsse
Relativ hoher Leerlaufverbrauch: ca. 13–14 W bei aktivem WLAN
Solar-Ladung nur über externen Adapter (kein integriertes MPPT)
App unter Android nur per APK-Download, nicht im Play Store
92

Ikea TIMMERFLOTTE: Matter-Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor für 7,99 € im Test

Ikea hat angefangen, seine Smart-Home-Produkte langsam, aber sicher vom semi-proprietären Zigbee-Standard auf den offenen Matter-Standard umzustellen.
In diesem Zuge hat Ikea auch einige neue Sensoren und Module vorgestellt. Hierzu gehört auch der Ikea TIMMERFLOTTE.

Beim Ikea TIMMERFLOTTE handelt es sich um einen Matter-Temperatur-/Luftfeuchtigkeits-Sensor. Preislich ist dieser mit 7,99 € sehr attraktiv!
Wollen wir uns den Ikea TIMMERFLOTTE in einem kleinen Test ansehen – auch im Zusammenspiel mit dem Home Assistant?

 

Der Ikea TIMMERFLOTTE im Test

Beim TIMMERFLOTTE handelt es sich um einen batterie- bzw. akkubetriebenen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor.
Dieser setzt auf ein rundes Design und misst 62 mm im Durchmesser. Damit ist dieser um einiges größer, als ich es anhand der Bilder erwartet hätte.

Dabei besitzt dieser ein „LED“-Display auf der Front. Dieses leuchtet aber nur kurz auf, wenn du auf den Sensor drückst. Dann zeigt dieses kurz die aktuelle Temperatur und Luftfeuchtigkeit an. Etwas schade, dass hier die Werte nicht konstant angezeigt werden. Dafür ist das Display aber „beleuchtet“.

Die Stromversorgung erfolgt über zwei AAA-Batterien oder Akkus, welche du auf der Rückseite einsetzen musst.
Wichtig: Der Sensor ist nur für den Inneneinsatz gedacht und nicht wettergeschützt!

 

Matter over Thread

Klären wir zunächst die Frage, welchen Funkstandard der Ikea TIMMERFLOTTE Sensor nutzt.

Der Ikea TIMMERFLOTTE nutzt „Matter over Thread“. Matter ist ein universeller Smart-Home-Standard. Thread wiederum ist ein offener Funkstandard, welcher eine Alternative zu Zigbee darstellt.

Um den Ikea TIMMERFLOTTE Tür-/Fenstersensor zu nutzen, benötigst du eine Basisstation, welche sowohl Matter als auch Thread unterstützt.
Dies könnte beispielsweise eines der folgenden Systeme sein:

  • IKEA Dirigera Hub
  • Apple HomePod mini
  • Apple TV 4K
  • Google Nest Hub (2. Gen)
  • SmartThings Aeotec Smart Home Hub
  • Amazon Echo (4. Gen)
  • usw.

 

Verbindung via Thread

Schritt Nummer eins bei der Nutzung des TIMMERFLOTTE ist natürlich das Einbinden in dein Netzwerk.
Leider finde ich den Thread-Standard etwas nervig. So muss die Einbindung zwingend über ein halbwegs aktuelles Android- oder iOS-Smartphone stattfinden.

Thread wurde möglichst „einfach“ gestaltet. Es gibt keine Netzwerkübersicht oder Ähnliches. Du gehst in die App deines Smart-Home-Systems, in welches du den TIMMERFLOTTE einbinden willst, wählst Matter aus und der Rest wird vom Smartphone erledigt.

Leider hatte ich dabei mit dem Home Assistant oft Probleme und Zickereien.
So wollte sich der TIMMERFLOTTE einfach nicht mit meinem Home Assistant in Verbindung mit dem CC2674P10-Chipsatz verbinden. Dies ist für mich nichts Neues, denn Home Assistant und Thread sind oftmals etwas schwierig. Ich bin mir sicher, mit genug Versuchen wäre es gegangen. Ähnliche Probleme hatte ich auch mit dem MYGGBETT, und irgendwann funktionierte es dann plötzlich.

Ich bin hier jetzt aber auf den Aeotec Smart Home Hub ausgewichen, welchen ich als Thread Border Router nutze. Dieser stellt dann den Sensor via Matter dem Home Assistant zur Verfügung.

TIMMERFLOTTE in Smart Things

Mit dem Aeotec Smart Home Hub funktionierte die Verbindung via Thread auf Anhieb.

 

Funktionsumfang des TIMMERFLOTTE

Der genaue Funktionsumfang und die Benutzeroberfläche des TIMMERFLOTTE schwanken stark, je nachdem, in welches Smart-Home-System du diesen einbindest.
Grundsätzlich bietet der TIMMERFLOTTE aber zwei Messwerte:

  • Temperatur in Grad mit einer Nachkommastelle
  • Luftfeuchtigkeit in Prozent mit zwei Nachkommastellen

(TIMMERFLOTTE im Home Assistant)

Das Update-Intervall beider Messwerte scheint bei ca. ± 5 Minuten zu liegen.
Neben diesen beiden Messwerten wird auch der Akkustand in Prozent übermittelt, ebenso wie die Akku- bzw. Batteriespannung. Letztere wird aber anscheinend sehr stark gerundet.

 

Messgenauigkeit

Wie genau misst der TIMMERFLOTTE? Hierfür habe ich diesen mit anderen Temperatursensoren verglichen. So können wir uns anschauen, ob die Werte in einem plausiblen Rahmen liegen.

Wir können zunächst sehen, dass wir doch eine gewisse Spanne bei den Temperaturmesswerten haben. Es ist gar nicht so leicht, ein Messgerät zu finden, welches Temperaturen wirklich zu 100 % akkurat misst.
Allerdings liegt der TIMMERFLOTTE unterm Strich ziemlich in der Mitte der Messwerte, was aus meiner Sicht ein gutes Zeichen für akkurate Werte ist.

 

Fazit

Der Ikea TIMMERFLOTTE ist ein sehr günstiger Einstieg in die Welt von Matter over Thread. Für nur 7,99 € bekommst du einen soliden Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor, der dank Matter zukunftssicher ist und sich grundsätzlich in viele Smart-Home-Systeme integrieren lässt.

Die Messwerte bewegen sich in einem plausiblen Bereich und eignen sich gut für Automationen oder Auswertungen im Smart Home. Weniger gelungen sind das nur kurz aktivierbare Display und die Einschränkung auf den Inneneinsatz. Auch die Einrichtung über Thread kann je nach Setup etwas Geduld erfordern, funktioniert mit einem passenden Border Router aber zuverlässig.

Unterm Strich ist der TIMMERFLOTTE eine klare Empfehlung für preisbewusste Nutzer mit Matter-/Thread-Setup. Wenn du bereit bist, dich auf Thread einzulassen, bekommst du hier viel Smart-Home-Technik für wenig Geld.

11 Laufwerke, 10 Gbit, Ryzen PRO – AOOSTAR WTR MAX 8845 im Test

AOOSTAR bietet mit dem WTR MAX 8845 ein High-End-„DIY“-NAS an. So ist das WTR MAX auf den ersten Blick eine herkömmliche NAS-Box, welche allerdings eine freie Betriebssystemwahl bietet.

Du kannst auf diesem NAS jedes Betriebssystem installieren, das du möchtest, ob nun TrueNAS, Unraid, Linux oder auch einfach Windows.

Dabei bietet das AOOSTAR WTR MAX 8845 absolute High-End-Hardware!

  • AMD Ryzen PRO 8845HS CPU
  • bis zu 96 GB RAM
  • 5× NVMe-SSD-Slots
  • 6× 3,5-Zoll-HDD-Slots
  • 2× 2,5-Gbit-LAN
  • 2× 10-Gbit-LAN

Dies ist Hardware der absoluten Spitzenklasse! Zumindest auf den ersten Blick. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Finden wir dies im Test des AOOSTAR WTR MAX 8845 heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an AOOSTAR für das Zurverfügungstellen des WTR MAX 8845 für diesen Test. Abseits der Teststellung gab es keine Vergütung oder andere Bedingungen.

 

Das AOOSTAR WTR MAX 8845 im Test

Auf den ersten Blick handelt es sich beim AOOSTAR WTR MAX 8845 um eine recht klassische NAS-Box.

So setzt diese auf einen kompakten Formfaktor, im Anbetracht der 7 Slots auf der Front.

Das Gehäuse besteht weitestgehend aus Metall und wirkt sehr wertig und stabil gebaut. Hinzu kommen eine umfangreiche Front-I/O und ein kleines Statusdisplay.

Auf der Rückseite finden wir zwei 80-mm-Lüfter, die Rear-I/O sowie den Anschluss für das Netzteil. Das Netzteil beim WTR MAX ist extern.

 

Umfangreiche I/O

Ein absolutes Highlight am WTR MAX sind die Anschlüsse!

  • 2× 10-Gbit-LAN SFP+
  • 2× 2,5-GBit-LAN RJ45
  • 1× USB 4.0
  • 1× OCuLink
  • 2× USB 3.2 Gen2 10 Gbit
  • 1× USB 3.2 Gen2 5 Gbit
  • 1× USB-C 3.2 Gen2 5 Gbit
  • 1× HDMI 2.0
  • 1× 3,5-mm-Audioausgang
  • 1× SD-Kartenleser

WOW! Hier ist wirklich alles dabei! Angefangen bei 4× Netzwerkanschlüssen, wovon 2× 10-Gbit-SFP+-Ports sind, über einen USB-4-Port und OCuLink-Anschluss bis hin zu mehreren schnellen USB-Ports.

Für ein NAS ist dies eine perfekte Anschlussausstattung!

 

6× HDDs, 5× NVMe

Auf der Front des AOOSTAR WTR MAX 8845 finden wir 7 Hot-Swap-Schächte, genau genommen sind es allerdings nur 6.

  • 6× 3,5/2,5-Zoll-HDDs
  • 5× NVMe-SSDs

Sechs der Slots auf der Front sind für 3,5-Zoll-HDDs vorgesehen, was schon einiges an Platz ist. Slot Nummer 7 beinhaltet allerdings eine Steckkarte, auf welcher du 4× NVMe-SSDs installieren kannst.

Einen fünften NVMe-SSD-Slot findest du im Inneren des NAS, beispielsweise für die Betriebssysteminstallation.

Es lassen sich hier also intern 11 Laufwerke verbauen.

Allerdings sind nicht alle NVMe-SSDs mit der vollen Geschwindigkeit angebunden. Vermutlich bietet der AMD Ryzen PRO 8845HS für 5× NVMe-SSDs + USB 4 + OCuLink einfach nicht genug PCIe-Lanes.

Die NVMe-SSD-Slots sind wie folgt angebunden:

  • 2× PCIe 4.0 ×4
  • 1× PCIe 4.0 ×2
  • 2× PCIe 4.0 ×1

Da wir hier aber bei allen Slots PCIe 4.0 haben, ist dies in der Praxis in Ordnung. Selbst ein PCIe-4.0-×1-Slot bietet in der Theorie rund 2 GB/s, also deutlich mehr, als eine 10-Gbit-LAN-Verbindung hergibt.

 

Netzwerk-Ports: 2,5 Gbit + 10 Gbit

Das WTR MAX verfügt über 2× 2,5-GBit-RJ45-Ports sowie 2× SFP+-Ports mit 10 Gbit.

  • 10-Gbit-SFP+ – Intel X710 (PCIe 4.0 ×4 Anbindung)
  • 2,5-GBit-RJ45 – Intel I226-V (jeweils PCIe 4.0 ×1 Anbindung)

Die beiden 2,5-Gbit-LAN-Ports setzen auf den Intel-I226-V-Chipsatz. Ich bin kein Fan der Intel-2,5-Gbit-Controller, allerdings hatte ich beim AOOSTAR WTR MAX keine Probleme in der Praxis. Auch allgemein hatte ich bisher keine Probleme mit der „V“-Version. Die „IV“-Version hingegen war bei mir oft etwas unzuverlässig.

Am Intel-X710-Chipsatz gibt es absolut nichts auszusetzen! Das ist ein erprobter Enterprise-Grade-Controller, der auch in vielen Servern genutzt wird.

 

Herausragende CPU-Performance

Das Herzstück des WTR MAX ist der AMD Ryzen PRO 8845HS – und dieser ist ein echtes Highlight!

  • AMD Ryzen PRO 8845HS CPU
  • 8 CPU-Kerne
  • 16 Threads
  • Zen-4-Architektur
  • 45 W TDP
  • TSMC 4-nm-FinFET
  • bis zu 5,1 GHz
  • ECC-Support

Wir haben hier eine 8-Kern-CPU mit 16 Threads, welche bis zu 5,1 GHz erreichen kann. Es handelt sich hierbei um eine Mobile-CPU, die aber aus dem PRO-Line-up stammt.

Diese ist also durchaus für „Workstation“-Zwecke gemacht und gedacht.

In dieser CPU ist auch eine relativ fähige GPU verbaut:

  • AMD Radeon 780M
  • 12 GPU-Cores
  • 2700 MHz
  • H.265 / H.264 / AV1 Encode/Decode

Die 780M ist eine fähige GPU. Natürlich nicht fürs High-End-Gaming oder extreme KI-Anwendungen, aber gerade für Video-Encode/Decode ist diese absolut in Ordnung!

Aber wie ist die Leistung der CPU in der Praxis? Dies habe ich zunächst unter Windows getestet, da es hier einfach mehr Testtools gibt.

Der AMD Ryzen PRO 8845HS bietet ± die Leistung eines Ryzen 7 7840HS. In der Praxis ist das für ein NAS oder sogar einen Virtualisierungsserver mehr als genug!

Es ist absolut kein Problem, auf dem AOOSTAR WTR MAX dutzende Docker-Container und auch einige VMs laufen zu lassen, sofern du genug RAM verbaust.

Die CPU-Leistung liegt allerdings etwas unter vielen Systemen mit Ryzen 7 7840HS. Warum? Das AOOSTAR WTR MAX hält sich sehr genau an das 45-W-TDP-Limit. Es gibt lediglich für Bruchteile von Sekunden einen Sprung auf über 50 W.

Für ein NAS, wo Stabilität wichtiger ist als die letzten 1–2 % Leistung, ein Verhalten, mit dem ich leben kann.

Bei der GPU-Leistung liegen wir hier zwar unter gesonderten Grafiklösungen, aber beispielsweise klar über dem Steam Deck, also auch alles andere als schlecht.

Aufgrund der hohen CPU-Leistung hat das NAS natürlich keine Probleme, die volle 10-Gbit-LAN-Geschwindigkeit zu bewältigen.

Du kannst also bei Unraid, Linux, TrueNAS usw. Datenraten im Bereich von 1000 MB/s erwarten, sofern natürlich deine Speicherlaufwerke mithalten können.

 

BIOS

 

Temperatur und Kühlung

Grundsätzlich ist das AOOSTAR WTR MAX 8845 ein recht leises NAS-System. Die Lüfter sind gut geregelt und im normalen Leerlauf ist das System kaum zu hören.

Ich hätte kein Problem, das AOOSTAR WTR MAX 8845 bei mir im Büro stehen zu haben.

Allerdings reagiert der CPU-Kühler schon hörbar auf Lastspitzen. Selbst unter Volllast bleibt das System akzeptabel laut, aber wir haben hier die Lautstärke eines durchschnittlichen Mini-PCs unter Last, hörbar, aber nicht extrem.

Erfreulicherweise sind dabei die CPU-Temperaturen sehr gut!

  • Leerlauf: ca. 30–35 °C
  • Volllast: ca. 70–80 °C

Das ist absolut problemlos. Das Kühlsystem ist also gut gelungen.

 

Stromverbrauch

Kommen wir zum Abschluss noch auf den Stromverbrauch zu sprechen. Dieser schwankt natürlich stark, je nachdem, welche Laufwerke du verbaut hast. Eine HDD benötigt zwischen 5 und 10 W, dafür kann das NAS nichts.

In meinem Test habe ich das NAS nur mit einer NVMe-SSD ausgestattet, um den Stromverbrauch des Basissystems zu sehen. Zudem war eine 10-Gbit-LAN-Verbindung aktiv.

Im Normalfall benötigte das System bei mir zwischen 22 und 24 W im Normalbetrieb bzw. Leerlauf.

Auf den ersten Blick etwas mehr, als ich erhofft hätte. Ein Mini-PC mit der gleichen CPU wird vermutlich um die 10 W im Leerlauf benötigen.

Allerdings benötigen die vielen Netzwerkports durchaus etwas Strom – selbst wenn sie nicht aktiv sind. Gerade bei 10-Gbit-LAN-Ports kannst du mit 2–8 W pro Port rechnen.

Kurzum: Ein etwas niedrigerer Stromverbrauch wäre sicherlich noch schön gewesen, aber für ein NAS in dieser Leistungsklasse sind ein Basisverbrauch von 22–24 W alles andere als zu viel oder problematisch.

 

Fazit – AOOSTAR WTR MAX 8845

Mit dem WTR MAX 8845 liefert AOOSTAR ein NAS, das sich ganz klar an Enthusiasten, Power-User und Home-Server-Fans richtet. Wenn du maximale Freiheit bei der Betriebssystemwahl suchst und keine Lust auf proprietäre NAS-Ökosysteme hast, triffst du hier genau ins Schwarze. TrueNAS, Unraid, Linux oder Windows, du entscheidest, was läuft.

Die verbaute Hardware spielt dabei in einer Liga, die man bei Fertig-NAS-Systemen nur selten sieht. Der Ryzen PRO 8845HS bietet enorme Leistungsreserven für Virtualisierung, Docker, Medienserver oder auch anspruchsvollere Workloads. Dazu kommen bis zu 11 interne Laufwerke, 10-Gbit-Netzwerk, USB 4 und OCuLink, die Anschlussvielfalt ist schlicht herausragend.

Natürlich ist nicht alles perfekt: Nicht alle NVMe-Slots sind mit voller PCIe-×4-Bandbreite angebunden und der Idle-Verbrauch liegt etwas höher als bei sparsamen Mini-PCs. Beides sind jedoch Kompromisse, die aus meiner Sicht verständlich sind – vor allem, wenn man bedenkt, welche Leistung und Erweiterbarkeit hier geboten wird.

Unterm Strich ist das AOOSTAR WTR MAX 8845 kein klassisches Plug-and-Play-NAS für Einsteiger, sondern eine extrem potente DIY-Plattform für Nutzer, die wissen, was sie tun und genau das wollen. Wenn du ein kompromisslos starkes NAS mit Server-DNA suchst und bereit bist, dein System selbst aufzusetzen, gehört das WTR MAX 8845 aktuell zu den spannendsten Lösungen am Markt.

AOOSTAR WTR MAX 8845
Positiv
Sehr leistungsstarke CPU (AMD Ryzen PRO 8845HS, 8C/16T)
ECC-RAM-Support
Freie Betriebssystemwahl (TrueNAS, Unraid, Linux, Windows)
Bis zu 96 GB RAM möglich
Platz für bis zu 11 interne Laufwerke
6× 3,5"/2,5" HDD-Hot-Swap-Slots
5× NVMe-SSD-Slots
2× 10-Gbit-SFP+ (Intel X710)
2× 2,5-Gbit-LAN (Intel I226-V)
USB 4 und OCuLink vorhanden
Gute Kühlleistung bei moderaten Temperaturen
Insgesamt leiser Betrieb im Idle
Negativ
Nicht alle NVMe-Slots mit voller PCIe-x4-Anbindung
Kein vorinstalliertes Betriebssystem / Kein klassisches NAS-Ökosystem mit Apps und Support
94