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Ikea MYGGBETT + Home Assistant im Test, Matter Tür-Sensor für 7,99€

Ikea hat mit seiner MYGGBETT-Serie neue Smart-Home-Sensoren auf den Markt gebracht, welche einige Besonderheiten besitzen.

Besonderheit Nummer 1 ist der Preis. Ikea verlangt für einen Tür-/Fenstersensor lediglich 7,99 €. Verglichen mit anderen Smart-Home-Systemen ist dies extrem günstig!

Besonderheit Nummer 2 ist die Nutzung des Matter-Standards!
Hierdurch sind die Ikea MYGGBETT Tür-/Fenstersensoren universell mit vielen Smart-Home-Systemen kompatibel.

Aber wie sieht das Ganze in der Praxis aus, beispielsweise in Kombination mit dem Home Assistant?
Genau diese Frage möchte ich in einem kleinen Artikel klären.

 

Matter over Thread

Klären wir zunächst die Frage, welchen Funkstandard der Ikea MYGGBETT Sensor nutzt.
Der Ikea MYGGBETT nutzt „Matter over Thread“. Matter ist ein universeller Smart-Home-Standard. Thread wiederum ist ein offener Funkstandard, welcher eine Alternative zu Zigbee ist.

Um den Ikea MYGGBETT Tür-/Fenstersensor zu nutzen, benötigst du eine Basis-Station, welche sowohl Matter als auch Thread unterstützt!
Dies könnte beispielsweise eines der folgenden Systeme sein:

  • IKEA Dirigera Hub
  • Apple HomePod mini
  • Apple TV 4K
  • Google Nest Hub (2. Gen)
  • SmartThings Aeotec Smart Home Hub
  • Amazon Echo (4. Gen)
  • usw.

 

Der Ikea MYGGBETT Tür-/Fenstersensor im Test

Bei dem Ikea MYGGBETT Tür-/Fenstersensor handelt es sich um einen zweiteiligen Sensor, wie es für diese Art üblich ist.
So haben wir den eigentlichen Sensor sowie einen „Magneten“. Der Sensor erkennt das Öffnen einer Tür bzw. eines Fensters, wenn sich der Magnet-Teil vom Sensor entfernt.

Sowohl der Sensor als auch der Magnet lassen sich mit doppelseitigem Klebeband (im Lieferumfang enthalten) oder über eine Schraube befestigen.

Auf der Front des Sensors befindet sich eine kleine Status-LED, welche bei Aktivität kurz aufblinkt, sowie eine Taste.

Außergewöhnlich ist die Stromversorgung. So nutzt der Ikea MYGGBETT lediglich eine AAA-Batterie bzw. einen Akku. Die meisten Sensoren dieser Art nutzen zwei Batterien oder eine Knopfzelle.
Wie lange die Laufzeit ist, kann ich derzeit noch nicht sagen.

 

Mein Home-Assistant-Setup

Ich nutze den Home Assistant und dort den SLZB-MR3 als Thread Border Router Hardware. Entsprechend habe ich den MYGGBETT über den SLZB-MR3 mit dem Home Assistant verbunden.

 

Thread-Verbindung …

Schritt Nummer eins bei der Nutzung des MYGGBETT ist natürlich das Einbinden in dein Netzwerk.

Leider finde ich den Thread-Standard etwas nervig. So muss die Einbindung zwingend über ein halbwegs aktuelles Android- oder iOS-Smartphone stattfinden.
Thread wurde möglichst „einfach“ gestaltet. Es gibt keine Netzwerkübersicht oder Ähnliches. Du gehst in die App deines Smart-Home-Systems, in welches du den MYGGBETT einbinden willst, wählst Matter aus und der Rest wird vom Smartphone erledigt.

Leider hatte ich dabei mit dem Home Assistant oft Probleme und Zickereien.

Ich habe zwei MYGGBETT gekauft und eingebunden. Bei meinem iPhone 17 Pro Max erhielt ich bei zwei Versuchen eine generische Fehlermeldung, bei Versuch Nummer 3 hat es funktioniert.

Ich habe bei Versuch 3 nichts verändert, sondern es einfach mehrfach versucht, da ich die Probleme mit Thread schon kannte.

Bei meinem Google Pixel 10 Pro gab es bei den ersten drei Versuchen eine Fehlermeldung, dass keine Verbindung hergestellt wurde. Bei Versuch 4 kam eine Fehlermeldung, dass angeblich das Pixel die Verbindung zum WLAN verloren hätte (was nicht der Fall war). Versuch 5 brachte die Meldung „Ein Fehler ist aufgetreten“. Nach einigen weiteren Versuchen funktionierte es dann irgendwann.

(Eine kleine Auswahl an Fehlermeldungen)

Nervig! Aber ein Problem, das ich bei Thread und Home Assistant leider schon öfter hatte. Ob das nun ein generelles Problem ist oder an meinem Setup mit dem CC2674P10-Chipsatz liegt, kann ich leider nicht sagen.
Ich hatte auch schon Probleme mit anderen Thread Border Routern, aber z. B. die SmartThings Matter/Thread-Basis funktionierte bei mir tendenziell etwas zuverlässiger.

Hast du auch Probleme mit dem Ikea MYGGBETT Tür-/Fenstersensor und der Verbindung, versuche es mehrfach. Wenn du die Möglichkeit hast, versuche im Notfall ein anderes Smartphone.
Ich glaube nicht zwingend, dass dies ein Problem des MYGGBETT Sensors im Speziellen ist. Ich habe das Gefühl, Matter over Thread ist noch etwas unausgereift.

 

MYGGBETT + Home Assistant

Einmal im Home Assistant eingebunden, bietet der MYGGBETT genau die Funktionen, die wir erwarten können.

Der Sensor liefert erst einmal nur einen Wert: Offen offen oder geschlossen.

Zusätzlich erhalten wir aber Informationen zum Batteriestand, zur aktuellen Firmware (Firmware: 1.0.9 bei mir) und ob diese aktuell ist.

 

Gute Reaktionszeiten

Einmal verbunden funktionierten die Sensoren bei mir tadellos. Auch die Reichweite scheint soweit okay zu sein.

Weitere Pluspunkte gibt es für die Reaktionszeiten. Diese liegen bei mir konstant unter 1 ms.

 

Ikea MYGGBETT zurücksetzen

Um den Ikea MYGGBETT zurückzusetzen, musst du die Taste auf der Oberseite gedrückt halten. Die LED beginnt irgendwann rot zu blinken. Halte die Taste weiter gedrückt, bis diese aufhört zu blinken. Dann ist der Ikea MYGGBETT zurückgesetzt.

 

Fazit

Mit dem MYGGBETT Tür-/Fenstersensor liefert Ikea einen erstaunlich günstigen Einstieg in die Matter-Welt. Für nur 7,99 € bekommst du einen sauber verarbeiteten Sensor, der auf den zukunftssicheren Standard Matter over Thread setzt und damit systemübergreifend einsetzbar ist – ein klarer Pluspunkt, gerade wenn du dein Smart Home flexibel halten willst.

In der Praxis zeigt sich: Ist der Sensor einmal eingebunden, arbeitet er zuverlässig, reagiert extrem schnell und liefert genau die Informationen, die du erwartest. Auch die Stromversorgung über nur eine AAA-Batterie ist positiv hervorzuheben und hebt sich von vielen Konkurrenzprodukten ab, auch wenn ich noch nichts zur Laufzeit sagen kann.

Die größte Schwäche liegt aktuell weniger beim Sensor selbst, sondern bei Matter over Thread in Kombination mit Home Assistant. Die Einrichtung kann, je nach Smartphone und Setup, unnötig frustrierend sein und erfordert mitunter Geduld und mehrere Anläufe.

Unterm Strich gilt: Wenn du bereit bist, dich auf Matter over Thread einzulassen und kleinere Startschwierigkeiten in Kauf zu nehmen, erhältst du mit dem Ikea MYGGBETT einen extrem preiswerten, schnellen und zuverlässigen Tür-/Fenstersensor. Besonders für preisbewusste Smart-Home-Nutzer und Bastler ist er eine klare Empfehlung – mit dem Hinweis, dass der Matter-Standard softwareseitig noch etwas reifen darf. Gerade dass nur eine Einrichtung via Smartphone möglich ist, halte ich für nervig.

Reolink TrackFlex Floodlight WiFi Test: Dual-4K-Kamera mit 360-Grad-Tracking

Reolink bringt mit der TrackFlex Floodlight WiFi eine neue „smarte“ Überwachungskamera auf den Markt.
Diese setzt auf zwei Kamerasensoren mit 4K-Auflösung sowie ein Tracking-Design.

Letzteres erlaubt es der Kamera, Menschen dank KI bzw. Objekterkennung zu „verfolgen“.
Diese wurde hier auch nochmals ausgebaut und verbessert. So erlaubt die Kamera laut Hersteller ein weiches 360-Grad-Tracking.

Hinzu kommen zwei große LED-Flutlichter und das bekannte „Abo-freie“ Design von Reolink-Überwachungskameras.

Wollen wir uns die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi einmal im Test ansehen? Kann die Überwachungskamera überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Reolink für das Zur-Verfügung-Stellen der Kamera für diesen Test. Abseits des Zur-Verfügung-Stellens der Kamera gab es keine Bezahlung oder Verpflichtungen für diesen Test.

 

Die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi im Test

Bei der Reolink TrackFlex Floodlight WiFi handelt es sich um eine „fest installierte“ Überwachungskamera.

Diese benötigt 230 V und ist als eine Art Ersatz für eine normale Lampe mit Bewegungsmelder gedacht.

Aufgrund des Tracking-Designs ist die Kamera etwas größer als ein normales 08/15-Modell. So besitzt die Kamera eine recht große Basis aus weißem Kunststoff, an deren unterem Ende der Kamerakopf installiert ist.

Dieser verfügt über zwei Linsen und ist dreh- und schwenkbar. Hierdurch soll laut Reolink effektiv eine 360-Grad-Abdeckung möglich sein.

Ein weiterer wichtiger Punkt an der TrackFlex Floodlight WiFi ist das namensgebende Floodlight. Hierbei handelt es sich um zwei große LED-Scheinwerfer, welche frei nach deinen Wünschen ausgerichtet werden können.

 

Auto-Tracking mit 2 Linsen

Die große Besonderheit der Reolink TrackFlex Floodlight WiFi ist das Auto-Tracking von vorbeigehenden Personen.
So verfügt die Überwachungskamera über zwei Linsen: eine Weitwinkel-Linse und eine 6× Hybrid-Zoom-Linse. Zudem haben wir einen Motor, welcher das Drehen und Schwenken des Kamerakopfs erlaubt.

So kann die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi vorbeigehende Personen verfolgen und mit der zweiten Linse an diese heranzoomen, um eine „Detail-Ansicht“ zu liefern, während die Weitwinkel-Linse das komplette Bild im Blick hat.
Weiter verfeinert wird das Ganze durch Bewegungssensoren rund um die Kamera, welche auch Bewegungen im toten Winkel erkennen.

Das ganze System funktioniert auch gut!

Wird eine Person erkannt, folgt die Kamera dieser, bis die Person aus dem Bild verschwindet. Anschließend dreht sie sich nach X Sekunden wieder auf ihre Ausgangsposition zurück.

Das Ganze ist ideal, wenn du beispielsweise Hausecken überwachen willst, kann aber auch dank des 6× Zooms helfen, Personen in der Ferne besser zu überwachen.

 

Die bekannte Reolink App

Die TrackFlex Floodlight WiFi setzt natürlich auf die bekannte Reolink App. Reolink ist einer der letzten Hersteller, bei dem eine Registrierung noch keine Pflicht ist.
Du kannst die App einfach herunterladen, den QR-Code der Kamera scannen, dann verbindet sich dein Smartphone via Bluetooth mit der Kamera und schließt die Einrichtung sowie die Anbindung an dein WLAN ab.

Du musst hier keine persönlichen Daten angeben oder Ähnliches. Die Kamera wird ausschließlich über ein von dir festgelegtes lokales Passwort gesichert.
Reolink scheint zwar auch so langsam, dir ein Konto „unterschieben“ zu wollen, noch ist dieses aber komplett optional, was ich begrüße.

Grundsätzlich ist die Reolink App sehr einfach und übersichtlich aufgebaut.
Du findest auf der Startseite eine Übersicht über alle verbundenen Kameras und Geräte. Tippst du in diesem Fall die TrackFlex Floodlight WiFi an, landest du direkt in der Live-Ansicht.

Dort siehst du beide Kamerastreams, kannst manuell Fotos und Videos aufzeichnen, die Zwei-Wege-Kommunikation starten, die Scheinwerfer einschalten und natürlich auch die Kamera drehen und schwenken.

Zudem kommst du von dieser Ansicht auch in die weiteren Einstellungen und Aufnahmen.

In den Einstellungen kannst du viele Optionen anpassen, angefangen bei den Scheinwerfern, über das Tracking bis hin zur Objekterkennung.
Im Allgemeinen machte die Reolink App bei mir einen guten Eindruck, und ich gehe davon aus, dass sich auch Neueinsteiger hier zurechtfinden werden.

 

Kein Abo nötig

Leider ist dies mittlerweile nicht mehr selbstverständlich, aber es ist kein Abo nötig, um alle Funktionen der TrackFlex Floodlight WiFi zu nutzen.
Lediglich Dinge wie eine Cloud-Speicherung der Aufnahmen sind hinter einer Paywall, was aber auch zu 100 % verständlich und optional ist.

 

Smarte Erkennung

Natürlich verfügt die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi auch über eine „KI“-/Smart-Erkennung von Personen und Objekten.

Diese Smart-Erkennung wird lokal von der Kamera ausgeführt und erfordert keine Cloud. So kann die Kamera zwischen folgenden Objekten unterscheiden:

  • Generelle Bewegungen
  • Personen
  • Fahrzeugen
  • Tieren

Diese Smart-Erkennung ist auch gerade bei Personen und größeren Tieren (Hunden/Katzen) sehr akkurat!

Aber wofür ist das Ganze da?

  1. Du kannst dich nur bei bestimmten Typen von Bewegungen benachrichtigen lassen, z. B. nur bei Menschen.
  2. Aufnahmen lassen sich nach der erkannten Bewegung filtern.

In der Praxis ist dies extrem hilfreich!

 

Optional: dauerhafte Aufnahme

Die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi kann wahlweise nur beim Erkennen von Bewegungen aufnehmen oder auch dauerhaft.
Dies lässt sich auch über einen Zeitplan steuern.

 

Wo werden Aufnahmen gespeichert? Maximale Flexibilität

Reolink Kameras bieten eine hervorragende Flexibilität beim Speichern von Aufnahmen:

  • Interne microSD-Karte
  • FTP-Server
  • Reolink Cloud (kostenpflichtig)
  • Reolink Home Hub

In der Regel empfiehlt es sich, eine microSD-Speicherkarte in der Überwachungskamera einzusetzen. Dies ist einfach und sicherlich die günstigste Lösung.
Gerade wenn du die Kamera nur bei Bewegungen aufnehmen lässt, reichen schon 64 GB ewig.
Alternativ bzw. zusätzlich kannst du auch einen lokalen FTP-Server hinterlegen oder z. B. den Reolink Home Hub nutzen.

 

4K Auflösung

Beide Sensoren der Reolink TrackFlex Floodlight WiFi verfügen über eine 4K-Auflösung.
Erfreulicherweise nutzt Reolink auch vernünftige Sensoren und Linsen. Diese bieten bei Tag ein sehr scharfes und brillantes Bild, an dem es nichts zu meckern gibt.

Auch bei Nacht mit IR-LEDs bleibt das Bild gut, auch wenn hier die Zoom-Qualität etwas abnimmt, was nicht unerwartet ist.


Unterm Strich gibt es an der Aufnahmequalität nichts zu bemängeln. Diese ist auf einem hohen Niveau.

 

Mit Scheinwerfern

Die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi verfügt über zwei Scheinwerfer, welche zusammen bis zu 3.000 Lumen liefern sollen.

Diese kannst du frei ausrichten und sie dienen sowohl für eine farbige Nachtsicht als auch als Wegbeleuchtung.

So werden die Scheinwerfer auf Wunsch eingeschaltet, wenn z. B. eine Person erkannt wird.
Mit 3.000 Lumen ist die Überwachungskamera auch wirklich hell und schafft es, eine größere Fläche problemlos auszuleuchten.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch der Reolink TrackFlex Floodlight WiFi hat mich positiv überrascht.
Trotz der zwei Sensoren benötigt die Kamera relativ wenig Strom:

  • Tag: ca. 4,5 W
  • Nacht mit IR-LEDs: ca. 6,9 W
  • Nacht mit LED-Scheinwerfern: 24,2 W

4,5 W am Tag und 6,9 W bei Nacht sind nicht zu viel für eine Überwachungskamera dieser Klasse – ganz im Gegenteil.

 

Fazit

Mit der TrackFlex Floodlight WiFi bringt Reolink eine technisch sehr spannende Überwachungskamera auf den Markt, die sich klar von klassischen Außenkameras abhebt. Das Dual-Kamera-System mit zwei 4K-Sensoren, kombiniert mit dem motorisierten 360-Grad-Tracking, funktioniert im Alltag zuverlässig und bietet einen echten Mehrwert, insbesondere dann, wenn du größere Flächen oder Hausecken überwachen möchtest. Das Zusammenspiel aus Weitwinkel-Übersicht und automatischem Zoom auf erkannte Personen ist sinnvoll umgesetzt und kein bloßes Marketing-Feature.

Auch abseits des Trackings überzeugt die Kamera im Test. Die Bildqualität ist bei Tag hervorragend und bleibt auch bei Nacht auf einem guten Niveau. Die beiden integrierten LED-Flutlichter sind nicht nur sehr hell, sondern auch als klassische Außenbeleuchtung nutzbar. Die smarte Objekterkennung arbeitet lokal, ist zuverlässig und reduziert Fehlalarme spürbar, was ich im Alltag nicht mehr missen möchte.

Besonders positiv fällt erneut das Reolink-typische Gesamtkonzept auf: kein Abo-Zwang, viele lokale Speicheroptionen und eine übersichtliche App, die sowohl Einsteiger als auch fortgeschrittene Nutzer abholt. Auch der vergleichsweise geringe Stromverbrauch im Normalbetrieb passt gut zum ansonsten sehr runden Gesamtbild.

Allerdings: Die TrackFlex Floodlight WiFi ist kein unauffälliges Mini-Modell und benötigt einen festen 230-Volt-Anschluss.

Unterm Strich liefert Reolink mit der TrackFlex Floodlight WiFi eine leistungsstarke, funktionsreiche Außenkamera ab, die technisch überzeugt. Wenn du auf der Suche nach einer smarten Überwachungskamera ohne Abo-Zwang bist, dann hast du hier eine starke Option.

20W für 4€?! Das Ikea SJÖSS E2501-EU im Test

Ikea bietet mit seiner SJÖSS-Serie einige wirklich gute Ladegeräte zu fantastischen Preisen an. So hatten wir uns bereits die 45-W-Version wie auch die 65-W-Version im Test angesehen.

Allerdings gibt es auch noch eine 20-W-Version. 20-W-Ladegeräte sind normalerweise nicht besonders spannend, aber hier sieht es etwas anders aus. So verkauft Ikea das 20-W-SJÖSS für gerade einmal 4 €.

Das ist ein fantastischer Preis! Gerade dann, wenn du nach einem günstigen und guten 2. Ladegerät suchst.

Aber wollen wir uns das SJÖSS 20 W doch mal im Test ansehen.

 

Das Ikea SJÖSS E2501-EU im Test

Beim SJÖSS 20 W handelt es sich um ein sehr einfaches USB-C-Ladegerät. Dieses setzt auf ein extrem schlichtes, weißes Hochglanzgehäuse.

Dieses ist sehr simpel gemacht, wirkt aber stabil und robust. Auch die Abmessungen sind mit 44 × 28 × 43 mm soweit okay, genau wie das Gewicht von 51 g.

Nein, dies ist nicht das Ladegerät mit der höchsten Energiedichte, aber für ein einfaches Modell passt das soweit.

 

Der USB-C-Port

Das SJÖSS verfügt über genau einen USB-C-Port auf der Front.

  • USB-C – 20 W USB PD – 5 V / 3 A, 9 V / 2,22 A, 12 V / 1,67 A, 15 V / 1,33 A

Der USB-C-Port des SJÖSS setzt auf den USB Power Delivery Standard mit einer Leistung von bis zu 20 W.
20 W ist das derzeitige Minimum, was ein USB-C-Port zum Laden bieten sollte. 20 W reichen auch für Smartphones, Kopfhörer, Bluetooth-Lautsprecher und ähnliche Geräte in der Regel aus.

So kannst du davon ausgehen, dass ein modernes Smartphone ca. 2 Stunden für eine vollständige Ladung an einem 20-W-Ladegerät benötigt. Nicht rekordverdächtig schnell, aber meistens ausreichend.

Für größere Geräte wie Notebooks, Spielekonsolen (Steam Deck) oder große Powerbanks ist ein 20-W-Ladegerät wie dieses aber nicht oder nur bedingt geeignet.

USB Power Delivery ist dabei der von Apple, Samsung, Google usw. benutzte Ladestandard. Das SJÖSS ist also grundsätzlich universell kompatibel.

 

Kein PPS?!

Erstaunlicherweise unterstützt das SJÖSS 20 W kein PPS. PPS ist eine optionale Erweiterung des USB-Power-Delivery-Standards, welche von vielen Smartphones für eine hohe Ladegeschwindigkeit benötigt wird.

Bei einem 20-W-Ladegerät ist das Fehlen von PPS weniger tragisch, aber es führt bei Samsung-Smartphones oftmals zu einem niedrigeren Ladetempo.

So werden die meisten Samsung-Smartphones am SJÖSS 20 W mit maximal ca. 14 W laden können. Mit PPS wären es 18–20 W.

Apple-Smartphones wiederum interessiert dies nicht.

 

Belastungstest

Ich habe auch beim Ikea SJÖSS 20 W einen Belastungstest durchgeführt. Hierbei habe ich das Ladegerät mithilfe einer elektronischen Last ca. 6 Stunden lang mit 100 % Last belastet.

Erfreulicherweise konnte das Ladegerät diese Leistung konstant bereitstellen.

Radiometric Image

Dabei erwärmte sich dieses auch nur recht leicht. Äußerlich konnte ich maximal eine Temperatur von unter 50 Grad messen. Absolut unproblematisch!

 

Spannungsstabilität

SJÖSS Maximal Minimal
0A 5.131 5.5 4.75
1A 5.157 5.5 4.75
2A 5.183 5.5 4.75
3A 5.207 5.5 4.75

 

SJÖSS Maximal Minimal
0A 9.031 9.45 8.55
1A 9.056 9.45 8.55
2A 9.082 9.45 8.55

 

Auch bei der Spannungsstabilität gibt es nichts zu bemängeln. Alle Spannungen bleiben sicher innerhalb der Grenzwerte.

 

Leerlaufstromverbrauch

Der Leerlaufstromverbrauch des SJÖSS war im Test so niedrig, dass dieser von meinen Messgeräten nicht einmal gemessen werden konnte. Wir reden hier also von unter 0,15 W.

 

Effizienz

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Effizienz des SJÖSS 20 W.

Dies sieht alles so weit sehr gut aus! Die Effizienz schwankte bei mir zwischen 86,9 % im Minimum und 89,3 % im Maximum.
Das ist ein tadelloses Abschneiden und somit eignet sich das SJÖSS auch zum Betreiben von kleineren Smart-Home-Geräten wie Kameras usw.

 

Fazit

Das Ikea SJÖSS E2501-EU zeigt im Test sehr deutlich, dass ein gutes USB-C-Ladegerät nicht teuer sein muss. Für gerade einmal 4 Euro bekommst du hier ein solides 20-W-Ladegerät, das im Alltag genau das liefert, was man von dieser Leistungsklasse erwartet – und das ohne nennenswerte Schwächen bei Verarbeitung, Effizienz oder Sicherheit.

Natürlich darfst du bei 20 W keine Lade-Rekorde erwarten, und das fehlende PPS sorgt vor allem bei Samsung-Smartphones für etwas geringere Ladegeschwindigkeiten. Für iPhones, viele andere Smartphones, Kopfhörer, Lautsprecher oder Smart-Home-Geräte spielt das aber kaum eine Rolle. Dazu kommen eine sehr gute Spannungsstabilität, ein extrem niedriger Leerlaufverbrauch und ein absolut unkritisches Temperaturverhalten selbst unter Dauerlast.

Unterm Strich ist das SJÖSS 20 W kein aufregendes Ladegerät, aber genau das ist hier positiv gemeint. Es funktioniert zuverlässig, effizient und universell. Für 4 Euro ist das Preis-Leistungs-Verhältnis schlicht überragend und macht das Ikea SJÖSS zur perfekten Wahl als Zweit- oder Ersatzladegerät oder für alle, die einfach günstig und sorgenfrei laden wollen.

Aferiy Nano 100 Test: Ungewöhnliche Powerbank mit LiFePO4-Akkus

Aferiy bietet mit der Nano 100 eine extrem kuriose Powerbank bzw. Powerstation an. Aferiy ist normalerweise ein Hersteller, welcher sich auf Powerstations konzentriert. Entsprechend besitzt die Nano 100 auch einige Merkmale einer Powerstation, ist aber bei der Leistung und Kapazität eher auf dem Level einer großen Powerbank.

So bietet die Aferiy Nano 100 eine Kapazität von 99,2 Wh (31.000 mAh) und eine Ausgangsleistung von maximal 145 W.
Ebenso setzt die Nano 100 auf LiFePO4-Akkuzellen, welche in Powerbanks normalerweise nicht zu finden sind.

Allerdings ist die Nano 100 im Gegenzug für eine Powerbank ein recht großes und schweres Modell.
Wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob das Konzept der Aferiy Nano 100 aufgeht.

An dieser Stelle vielen Dank an Aferiy für das Zurverfügungstellen der Nano 100 für diesen Test.

 

Die Aferiy Nano 100 im Test

Der Name „Nano“ ist hier etwas irreführend, denn die Nano 100 mag zwar sehr klein für eine Powerstation sein, ist aber für eine 99-Wh-Powerbank gewaltig!

So wiegt diese satte 1,126 kg und misst 145 × 88 × 88 mm. Damit ist diese natürlich portabel, aber alles andere als hosentaschenfreundlich. Allerdings wirkt sie auf Bildern ohne Referenz nochmals ein gutes Stück größer, als sie eigentlich ist.

Dabei nutzt die Powerbank einen „Powerstation“-artigen Formfaktor. An sich finde ich die kleine Box dabei auch recht witzig und auf eine gewisse Art „niedlich“.

Ähnlich wie die großen Modelle von Aferiy besteht die Nano aus einem grau-schwarzen Kunststoff. Die Verarbeitungsqualität ist dabei völlig in Ordnung.

 

Mit LiFePO4-Akkuzellen!

Woher kommen aber diese vergleichsweise großen Abmessungen und das hohe Gewicht? Während die meisten Powerbanks klassische Lithium-Ionen-Akkuzellen nutzen, verwendet die Nano 100 LiFePO4-Akkuzellen.

LiFePO4-Akkuzellen werden in der Regel bei Powerstations und Batteriespeichern genutzt.

Vorteile:

  • Höhere Zyklenfestigkeit – 2000+ Zyklen
  • Höhere Sicherheit – können sich nicht selbst entzünden
  • Umweltfreundlichkeit – kommt ohne giftiges Kobalt oder Nickel aus
  • Robustheit – unempfindlicher gegenüber Tiefentladung und hohen Temperaturen

Nachteile:

  • Größer und schwerer als Lithium-Ionen-Zellen bei gleicher Kapazität
  • Kälteempfindlichkeit – das Laden bei Minustemperaturen (unter 0 °C) kann die Zellen dauerhaft schädigen

Wie so oft im Leben hat alles Vor- und Nachteile. Im Allgemeinen bevorzuge ich LiFePO4-Akkuzellen wegen der höheren Sicherheit und Haltbarkeit.

Allerdings sind diese verglichen mit Lithium-Ionen-Akkuzellen doch ein Stück größer und schwerer, was wir hier auch bei der Aferiy Nano 100 sehen.

 

Mit Display

Erfreulicherweise verfügt die Nano 100 auf der Front über ein kleines Display. Dieses zeigt dir folgende Infos an:

  • Akkustand in %
  • Eingangsleistung in Watt
  • Verbleibende Ladedauer
  • Ausgangsleistung in Watt
  • Verbleibende Entladedauer

Damit bietet das Display durchaus einen Mehrwert!

 

Anschlüsse der Nano 100

Ich klassifiziere die Nano 100 als „Powerbank“ und nicht als Powerstation aufgrund der Anschlüsse. So haben wir hier ausschließlich USB-Ports:

  • USB-C-Kabel – 100 W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-C – 45 W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/2,25A
  • USB-A – 18 W QC 3.0 – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Auf der Oberseite der Nano 100 finden wir ein ausziehbares, integriertes USB-C-Kabel. Dieses ist ca. 75 cm lang und qualitativ sehr hochwertig. So ist es sogar textil ummantelt.

Dieses Kabel bietet eine Leistung von bis zu 100 W nach dem USB-Power-Delivery-Standard. Hiermit ist die Aferiy Nano 100 auch für große Geräte wie Notebooks geeignet!

Hinzu kommt ein 45-W-USB-C-Port auf der Front sowie ein 18-W-USB-A-Quick-Charge-Port.

 

PPS

Sowohl der USB-C-Port als auch das USB-C-Kabel bringen PPS-Support mit:

  • USB-C-Kabel – 3,3–11 V bei bis zu 3 A, 3,3–21 V bei bis zu 3 A
  • USB-C – 3,3–11 V bei bis zu 3 A, 3,3–21 V bei bis zu 2,25 A

Grundsätzlich haben wir hier eine solide PPS-Range, aber keine perfekte. So kann die Nano 100 bis zu 21 V via PPS liefern – perfekt. Allerdings haben wir einen maximalen Strom von 3 A.

Entsprechend kann diese Powerbank ältere Samsung-Ultra-Smartphones nicht mit den vollen 45 W laden.

 

Konstant 100 W?!

Leider können sehr viele High-End-Powerbanks nicht die vom Hersteller angegebene Leistung konstant liefern. Dies meist zum Schutz der Akkuzellen bzw. aus Temperaturgründen.

Gerade bei 140-W-Powerbanks ist dies sehr verbreitet. Aber wie steht es um die Nano 100?

Leider kann die Aferiy Nano 100 nicht konstant 100 W bereitstellen. Dies hat mich etwas überrascht und enttäuscht, denn aufgrund der Größe hätte ich erwartet, dass dies möglich wäre.

So drosselte sich die Powerbank bei einem Ladestand von bereits 60 % auf 60 W herunter.

Schade!

 

Kapazität der Nano 100

Kommen wir zu einem der wichtigsten Punkte: der Kapazität der Nano 100. So verfügt die Aferiy Nano 100 über eine Kapazität von 99,2 Wh bzw. laut Hersteller 31.000 mAh.

Damit bietet die Powerbank die maximale Kapazität, die du mit an Bord eines Flugzeugs nehmen darfst.

Aber wie hoch ist die Kapazität in der Praxis wirklich? Folgende Werte konnte ich mithilfe einer elektronischen Last messen:

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/2A 87.475 17555 23642 88 %
9V/1A 88.224 9803 23844 89 %
9V/3A 89.124 9902 24088 90 %
20V/3A 87.049 4520 23527 88 %

 

Im Test schwankte die Kapazität zwischen 87,05 Wh bzw. 23.527 mAh und 89,124 Wh bzw. 24.088 mAh.

Damit haben wir eine Spanne von 88 % bis 90 % der Herstellerangabe, was ein starkes Abschneiden ist.

Generell gilt: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akkuzellen im Inneren. Allerdings ist das Entladen dieser nicht zu 100 % effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw.

80–90 % sind die gängigen „guten“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90 % sind sehr selten und unter 80 % ungewöhnlich.

Bedenkt auch, dass euer Smartphone nicht zu 100 % effizient lädt! Hat dieses einen 4.000-mAh-Akku, werden ca. 4.800 mAh für eine 100-%-Ladung benötigt. Dies hängt jedoch vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

Ladedauer

Über das USB-C-Kabel kann die Powerbank auch mit bis zu 100 W geladen werden.

Genau genommen konnte der Akku bei mir mit ± 93 W laden. So dauerte eine Ladung rund 1:20 h, was angenehm flott ist.

Damit lädt die Powerbank schnell, allerdings auch nicht rekordverdächtig. Es gibt Modelle mit 140-W-Port, die noch flotter unterwegs sind. Für eine ± 99-Wh-100-W-Powerbank gibt es hier jedoch nichts zu bemängeln.

 

Fazit

Die Aferiy Nano 100 ist eine ungewöhnliche Powerbank, die bewusst aus der Reihe tanzt. Ihr klares Alleinstellungsmerkmal sind die verbauten LiFePO4-Akkuzellen, die man in dieser Gerätekategorie sonst praktisch nicht findet. Diese sorgen für eine hohe Sicherheit, eine sehr lange Lebensdauer und eine insgesamt robuste Auslegung – Eigenschaften, die vor allem für Nutzer interessant sind, die ihre Powerbank viele Jahre intensiv einsetzen möchten oder besonderen Wert auf Sicherheit legen.

Dem stehen allerdings auch klare Nachteile gegenüber. Für eine 99-Wh-Powerbank ist die Nano 100 groß und schwer, und auch leistungstechnisch schöpft sie ihr Potenzial nicht vollständig aus. Dass die 100 W Ausgangsleistung nicht konstant gehalten werden können und bereits bei rund 60 % Ladestand gedrosselt wird, ist enttäuschend – gerade angesichts der Abmessungen. Zudem ist das Anschlussangebot klar auf USB beschränkt, wodurch der Powerstation-Charakter eher optischer Natur bleibt.

Unterm Strich ist die Aferiy Nano 100 ein Nischenprodukt. Sind dir die Vorteile von LiFePO4-Zellen wichtig, bekommst du hier eine sehr sichere, langlebige und technisch saubere Powerbank mit gutem Display und hoher nutzbarer Kapazität. Sind dir die verbauten Akkuzellen hingegen egal, gibt es am Markt kompaktere, leichtere und leistungsstärkere Alternativen, die das Gesamtpaket schlicht besser umsetzen.

Die leistungsstärkste Powerbank der 10.000 mAh Klasse! Strong S-19 im Test, 12.000 mAh / 176W

Willst du eine hohe Ausgangsleistung bei einer Powerbank, dann musst du in der Regel Modelle wählen, die auch viel Kapazität mitbringen. Kleine Powerbanks in der +- 10.000 mAh Klasse schaffen meist nicht mehr als 45W.

Es gibt zwar auch Ausnahmen wie die CUKTECH 10, aber diese sind selten.

Strong bietet mit der S-19 hier ein außergewöhnliches Modell an! Die S-19 bietet einen 140W USB C Port und 176 W Ausgangsleistung, bei einer Kapazität von 12.000 mAh.

Damit ist dies auf dem Papier eine, wenn nicht sogar die leistungsstärkste Powerbank der +- 10.000 mAh Klasse!

Wollen wir uns die Strong S-19 einfach mal in einem kleinen Test ansehen.

An dieser Stelle vielen Dank an Strong für das Zur-Verfügung-Stellen der S-19 für diesen Test.

 

Die Strong S-19 im Test

Ein Nachteil der extrem hohen Leistung von bis zu 176 W sind die Abmessungen und das Gewicht.

So ist die Powerbank mit 139 x 43 x 43 mm und 415 g extrem schwer und groß für die 12.000 mAh Kapazität. Hier können wir natürlich streiten, ob dies nicht etwas den Sinn einer Powerbank mit niedrigerer Kapazität besiegt. Normalerweise wählen wir Powerbanks in der 10.000 mAh Klasse für die kompakteren Abmessungen.

Ein ähnliches Problem hatte auch schon die CUKTECH 10, welche 10.000 mAh / 100W bot.

Allerdings bleibt die Strong S-19 natürlich weiter kompakter als die Modelle mit 20.000 mAh und 140W.

Die hohe Ausgangsleistung ist also Fluch und Segen zugleich.

Wo es aber nichts zu bemängeln gibt, ist bei der Haptik und Verarbeitungsqualität. Die Strong S-19 ist sehr massiv und stabil gearbeitet. Viel besser geht’s nicht!

Auch das zweigeteilte Design mit dem oberen Teil aus schwarzem Hochglanz-Kunststoff sieht durchaus schick aus.

 

Mit Display

Die Strong S-19 verfügt über ein kleines LCD-Farbdisplay. Auf diesem kannst du jederzeit die aktuelle Eingangsleistung, Ausgangsleistung in Watt pro Port sehen.

Des Weiteren wird natürlich der aktuelle Ladestand angezeigt, wie auch auf Wunsch die Zellentemperatur und die bisher entladene Energiemenge.

Damit ist das Display ganz klar als großer Pluspunkt zu bezeichnen.

 

Anschlüsse der Strong S-19

Die Strong S-19 verfügt über 2x USB C Ports und einen USB A Port.

  • USB C 1 – 140W – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB C 2 – 36W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A
  • USB A – 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Der primäre USB C Port bietet beeindruckende 140 W Leistung nach dem USB Power Delivery 3.1 Standard. Damit hat die Powerbank grundsätzlich genug Leistung für praktisch alle erdenklichen Geräte. Egal ob nun Smartphone, Tablet oder auch Notebook.

Zusätzlich haben wir noch einen 36 W USB C Port und einen 18 W USB A Port.

Du kannst dabei den primären USB C Port und den sekundären USB Port (oder USB A Port) gleichzeitig voll nutzen, ohne dass die Powerbank sich direkt drosselt.

 

Schwache PPS Range!

Ein Punkt, der mich bei der S-19 sehr enttäuscht hatte, war die PPS Range!

  • USB C 1 – PPS 3,3 – 11 V bei bis zu 3A
  • USB C 2 – PPS 3,3 – 11 V bei bis zu 3A

Für eine Powerbank dieser Leistungsklasse ist das leider enttäuschend. 3,3 – 11 V und das auch nur bei 3 A, das geht klar besser!

Mit maximal 11 V ist die Spannung vergleichsweise niedrig und wir haben mit maximal 3 A auch recht wenig Leistung. Ich hätte hier eher 3,3 – 21 V bei bis zu 5 A erwartet. Schade!

Für Apple-Nutzer spielt dies keine Rolle. Allerdings beispielsweise kann diese Powerbank Samsung „Ultra“-Smartphones nicht mit 45 W laden. Auch in Kombination mit den Google Pixel Modellen und vielen chinesischen Smartphones ist das Ladetempo eingeschränkt.

 

Dafür mit AVS

Zwar war die PPS Range enttäuschend, aber erfreulicherweise bringt die Powerbank bereits eine AVS-Unterstützung mit.

AVS ist der Nachfolgestandard von PPS. Dieser wird derzeit noch nicht genutzt, ist aber für die Zukunftssicherheit ein klarer Pluspunkt!

  • AVS 15 – 28V bei bis zu 140W

Dabei ist die AVS Range auch absolut tadellos.

 

Konstant 140W?

Sehr viele Powerbanks, die mit einer Leistung von 140 W werben, können nicht konstant 140 W ausgeben, sondern drosseln sich nach einer Weile. Genau genommen können nur die wenigsten 140 W Powerbanks konstant 140 W ausgeben.

Aber wie steht es um die Strong S-19?

Diese kann fast konstant 140 W liefern. Bei mir im Test drosselte sich die Powerbank bei einer Restladung von +- 10%.

Also weitestgehend kann sie 140 W liefern. 100W kann die Powerbank durchgehend bereitstellen.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Sicherlich der kontroverse Punkt bei der Strong S-19 ist die Kapazität. So bietet die S-19 „nur“ 12.000 mAh laut Hersteller.

Dies ist für Smartphones eine ausreichende Kapazität für 1-2 Ladungen. Bei Tablets wird dies in der Regel für +- eine Ladung reichen. Allerdings für Notebooks, wo die hohe Leistung Sinn machen würde, sind die 12.000 mAh eher ein Tropfen auf den heißen Stein.

Ich sehe die Strong S-19 also eher bei kleineren Notebooks, großen Tablets oder mobilen Gaming-Konsolen à la Steam Deck.

Aber wie groß ist nun die Kapazität in der Praxis?

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/1A 33.332 6857 9009 75 %
9V/1A 38.27 4124 10343 86 %
9V/3A 39.568 4243 10694 89 %
20V/3A 39.162 1923 10584 88 %
20V/5A 36.239 1765 9794 82 %

 

Im Test schwankte die Kapazität zwischen 9009 mAh bzw. 33,332 Wh im Worst Case und 10694 mAh bzw. 39,568 Wh im besten Fall.

Dies ist eine Spanne von 75 % der Herstellerangabe bis 89% der Herstellerangabe.

Es ist völlig normal, dass eine Powerbank nicht 100% der beworbenen Kapazität auch praktisch erreicht. Über 80% ist hier ein normales gutes Abschneiden.

 

Extrem hohe Ladegeschwindigkeit!

Erstaunlicherweise kann die Strong S-19 nicht nur mit 140W entladen werden, sondern auch mit 140W laden!

Praktisch kann die Powerbank mit maximal +- 132 W laden und dies auch vergleichsweise konstant. Entsprechend ist die Powerbank in ca. 29 Minuten komplett gefüllt!

Damit kann die Strong S-19 extrem schnell laden. Dies ist eins der größten Highlights an dieser Powerbank.

 

Fazit

Die Strong S-19 ist eine sehr spezielle Powerbank! Wir haben hier ein Modell mit vergleichsweise niedrigen 12.000 mAh Kapazität (auf dem Papier), die aber mit einer sehr hohen Eingangs- und Ausgangsleistung kombiniert sind.

140 W Ausgangs- und Eingangsleistung bei einer Powerbank in der 10.000 mAh Klasse sind glatt einmalig!

Dabei kann die Strong S-19 auch fast konstant 140 W liefern und auch sehr lange mit 140 W aufladen. Dies resultiert in einer Ladedauer von unter 30 Minuten, was extrem schnell ist. Dies ist auch klar ein Highlight an der Strong S-19.

Hinzu kommt eine sehr gute Haptik, das nützliche Display und sogar ein AVS-Support.

Allerdings gibt es auch einen großen Kritikpunkt, die PPS Range. Hier hat die Powerbank leider eine Chance vertan. 3,3 – 11 V bei bis zu 3 A sind für eine Powerbank mit dieser Ausgangsleistung enttäuschend.

STRONG S-19 Tragbare Powerbank 12000mAh, 176W Schnelllade-Externer...

Pro

  • 140W Ausgangs- und Eingangsleistung – einmalig in der 10.000 mAh Klasse
  • Extrem schnelles Laden (unter 30 Minuten)
  • Fast konstante 140W Leistung
  • Sehr gute Haptik und Verarbeitungsqualität
  • Nützliches LCD-Farbdisplay mit Echtzeitinformationen
  • AVS-Unterstützung für Zukunftssicherheit

Kontra

  • Schwache PPS Range (nur 3,3 – 11V bei 3A)
  • Groß und schwer für die Kapazität (415g)
  • Relativ geringe Kapazität (12.000 mAh) für die Größe

Wann würde ich nun die Strong S-19 empfehlen? Ich denke, diese Powerbank macht primär für Apple-Nutzer, wie auch beispielsweise Besitzer von Handheld-Gaming-Konsolen Sinn. Bereiche, wo wir von einer hohen Ausgangsleistung und schnellem Laden profitieren, aber nicht zwingend PPS oder das Maximum an Kapazität benötigen.

Unterm Strich ist die Strong S-19 die stärkste Powerbank ihrer Klasse, aber auch nicht ganz perfekt.

Schrott oder doch brauchbar? 65W Ladegerät für 3€ von AliExpress TRG-182

Wir hatten uns in der letzten Zeit schon zwei „ultra billig“ Ladegeräte aus China angesehen. Das „240W“-Ladegerät, das nur 10W liefern konnte, und das 65W-Ladegerät mit ausziehbarem Kabel, das nur 20W liefern konnte. Heute schauen wir uns ein weiteres 65W-Ladegerät an, welches ich für +- 3€ erworben habe.

Dies ist natürlich ein fantastischer Preis! +- 3€ für ein 65W USB-C-Ladegerät. Allerdings kann dieses auch in die Kategorie zu gut, um wahr zu sein fallen. Wollen wir uns das 65W TRG-182 Ladegerät doch einmal im Test ansehen!

 

Ein erster Blick auf das TRG-182 65W Ladegerät

Das TRG-182 ist optisch und haptisch ein sehr einfaches Ladegerät, freundlich ausgedrückt. Wir haben hier ein 46 × 43 × 27 mm einfaches Steckernetzteil.

Das Gehäuse wirkt dabei schon sehr billig, was auch am verdächtig niedrigen Gewicht liegt. So bringt das Ladegerät gerade einmal 44 g auf die Waage.

Für ein 65W Ladegerät bedenklich leicht.

 

Anschlüsse

Das TRG-182 besitzt zwei Anschlüsse. Wir haben einen USB-C-Port und einen USB-A-Port. Der USB-C-Port ist mit „PD 33W“ markiert. Auf dem USB-A-Port finden wir gar keine Markierung.

Ansonsten findet sich auf dem Ladegerät nur der Aufdruck 65W und die Beschriftung:
DC 9V / 7,2A, 12V / 5,4A, 20V / 3,25A.

Gerade die 9V- und 12V-Spannungsstufe passt zu keinem mir bekannten Standard. Zudem fehlt hier auch die 5V-Stufe komplett.

 

10W Leistung…..

Kommen wir zur spannenden Frage: Hat das TRG-182 wirklich eine Leistung von 65W bzw. hat der USB-C-Port die beworbenen 33W?

Nein….

Dieses Ladegerät unterstützt keinerlei Schnellladestandards. Kein USB Power Delivery, kein Quick Charge. Wir haben lediglich 5V Spannung und hier maximal +- 2A. Damit hat das Ladegerät nur 10W Leistung.

Wir haben hier also nach meinen Tests ein klares Fake-Ladegerät.

 

Fazit

Mehr brauchen wir auch gar nicht wissen oder testen. Wir haben hier ein klares Fake-Ladegerät. Dieses wirbt mit 65W und liefert gerade einmal 10W. Entsprechend ist auch die technische Qualität des Ladegerätes. Schade!

Ich habe hier zwar ein paar Ladegeräte in den letzten Wochen erwischt, die mit falschen Angaben werben. Eigentlich hatte ich hier bei AliExpress nie große Probleme, daher ist dies schade. Aber hier gilt wie so oft: Wenn etwas zu gut oder günstig ist, um wahr zu sein, dann ist es das meistens auch.

Welche Powerbanks und Ladegeräte unterstützen AVS?

Beim Laden gibt es derzeit zwei wichtige Standards, USB Power Delivery und PPS. Wobei beides genau genommen ein Standard ist. USB Power Delivery ist der „Oberstandard“ und PPS ist ein optionaler zusätzlicher Funktionsteil von USB Power Delivery.

PPS ist derzeit extrem wichtig für das schnelle Laden von Smartphones! Gerade bei Samsung, Google und den diversen chinesischen Herstellern wird es ohne PPS extrem langsam. Mittlerweile bieten aber die meisten Powerbanks und Ladegeräte im Handel irgendeine Form von PPS-Unterstützung.

Allerdings bietet USB Power Delivery seit Version 3.1 noch einen weiteren optionalen Standard/Featureset und zwar den AVS-Standard. AVS ist der Nachfolger von PPS und Anfang 2026 noch nicht so relevant. Allerdings kann sich das schnell ändern, gerade da sich andeutet, dass Apple diesen Standard vielleicht nutzen möchte.

Daher: Welche Powerbanks und Ladegeräte unterstützen derzeit AVS?

 

Was ist PPS und AVS?

USB Power Delivery (USB-PD) ist der Standard fürs Schnellladen über USB-C. Normalerweise arbeitet er mit festen Spannungen wie 5, 9, 12, 15 oder 20 Volt.

PPS („Programmable Power Supply“) ist eine Erweiterung von USB-PD 3.0. Statt nur fester Spannungen kann das Ladegerät die Spannung fein stufenlos innerhalb eines Bereichs einstellen, z. B. 3,3–11 V oder 3,3–21 V. Das Smartphone kann sich so genau die Spannung und Stromstärke holen, die es gerade braucht. Das macht das Laden effizienter, kühler und bei manchen Modellen deutlich schneller.

Besonders viele Samsung Galaxy S20–S25 (und einige Pixel, Nothing, Xiaomi) erreichen ihr maximales Ladetempo nur mit USB-PD-PPS.

AVS („Adjustable Voltage Supply“) ist der „Nachfolger“ von PPS für USB-PD 3.1 und Leistungen bis 240 Watt. Hier können Spannungen, sofern unterstützt, mit bis zu 48 V flexibel eingestellt werden, gedacht vor allem für leistungsstarke Geräte wie Notebooks.

 

Welche Endgeräte nutzen derzeit AVS?

Derzeit (Anfang 2026) ist mir noch kein Gerät bekannt, das wirklich den AVS-Standard nutzt. Es gab Gerüchte, dass das Apple iPhone 17 Pro AVS unterstützen würde, das ist aber falsch.

Ladeanalyse: Apple iPhone 17 Pro Max – wie schnell lädt es und welcher Standard wird genutzt? (Update)

Zumindest in meinen Tests machte dies keinen Unterschied und ich habe keine belastbaren Infos von anderen Quellen gefunden, dass es anders wäre. AVS ist also Anfang 2026 noch reine Zukunftsmusik.

Allerdings kann es gerade bei High-End-Smartphones Sinn machen, bereits auf solche Standards zu achten, die vermutlich in 1–2 Jahren aufblühen werden.

 

AVS per Messgerät

Derzeit kann ich lediglich das Vorhandensein von AVS über Messgeräte und Testequipment überprüfen. Mangels Endgeräten ist es einfach derzeit nicht möglich, die Praxis zu testen.

 

Welche Ladegeräte unterstützen AVS?

Bei folgenden Ladegeräten konnte ich im Test einen AVS-Support bestätigen.

Max Leistung Leistung AVS Port
Anker Prime Charger 160W 160W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W
4smarts Lucid GaN DIY 360W 360W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W
Google Pixel Flex Dual‑Port 67W 67W 9 – 20 V bei bis zu 4A
Anker Charger (140W, 4-Port, PD3.1) A2697 140W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W
4Smarts Desk Charger Lucid GaN 300W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W
Anker Prime 250W USB-C Ladegerät 250W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W

 

Derzeit gibt es eine Handvoll Modelle im High-End-Segment. So unterstützen vor allem die aktuellen Modelle von Anker und 4Smarts den AVS-Standard.

Abseits bietet das neue Google-Pixel-Smartphone ebenfalls AVS-Support.

 

Welche Powerbanks bieten AVS?

Bei Powerbanks sieht die Liste derzeit noch sehr dünn aus…

Kapazität Max Leistung Leistung AVS Port
Edge X100 28741mAh 315W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W
AMEGAT Powerbank 140W 27600mAh 24160mAh 140W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W

 

Derzeit sind mir lediglich zwei Powerbanks mit AVS-Support bekannt. Einerseits haben wir die Edge X100, eine sehr gute High-End-Powerbank, wie aber auch die AMEGAT Powerbank 140W 27600mAh. Letztere ist aus Sicht der Preis/Leistung die klar bessere Wahl.

 

Fazit

Derzeit gibt es noch nicht viel Equipment mit AVS-Support. Noch dünner sieht es bei Endgeräten aus, die AVS nutzen.

AVS ist Anfang 2026 noch reine Zukunftsmusik und auf diesen Standard zu achten macht lediglich eventuell aus Sicht der Zukunftssicherheit Sinn. Aber auch da wissen wir noch nicht, welche Hersteller bei welchen Geräten überhaupt AVS nutzen werden.

Ich vermute, dass Apple früher oder später auf diesen Standard setzen wird. Apple bietet in den USA ein entsprechendes Ladegerät mit AVS neu an, was beachtlich ist, da Apple beispielsweise PPS nie unterstützt hat.

Aber ob nun Apple plant, AVS bei iPhones, iPads oder MacBooks zu nutzen, steht in den Sternen.

 

Solide, aber gibt besseres, der Anker Zolo Charger 50W A121E im Test

Anker bietet mit dem A121E ein neues Modell in seiner Zolo Charger Serie an. Dieses bietet eine Leistung von bis zu 50 W und 4 USB-Ports. Dabei besitzt das Ladegerät ein sehr hochwertiges und schickes Design.

Anker möchte für die 50 W Leistung allerdings auch rund 30 € haben. Ist der Anker Zolo Charger 50W A121E diese 30 € wert? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Anker Zolo Charger 50W A121E im Test

Rein optisch und haptisch ist der Anker Zolo Charger 50W fantastisch! Das Ladegerät fühlt sich einfach sehr hochwertig an und der verwendete Kunststoff macht einen sehr guten Eindruck.

Passend dazu ist das Design schlicht, aber schick und wertig. Der Zolo Charger strahlt also klar ein Premium-Feeling aus. Passend dazu ist das Ladegerät mit 54 × 43 × 32 mm und einem Gewicht von 106 g relativ kompakt.

Relativ kompakt, aber halt auch nicht ultra-kompakt. Wir haben 4 USB-Ports, diese machen das Ladegerät schon ein Stück größer.

 

Anschlüsse des Anker Zolo Charger 50W A121E

Der Zolo Charger 50W A121E besitzt gleich 4 USB-Ports: 2× USB-C und 2× USB-A.

  • USB-C 1 – 30 W – 5V/3A, 9V/3A, 15V/2A, 20V/1,5A
  • USB-C 2 – 20 W – 5V/3A, 9V/2,22A, 15V/1,33A, 20V/1A
  • USB-A – 18 W QC3.0 / 20 W – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2A, 12V/1,5A

Die Leistungsverteilung hatte mich allerdings etwas verwundert. Ich hatte gehofft, dass wir zumindest einen 45-W-USB-C-Port haben. Klar, dieser würde gedrosselt, wenn du mehrere Anschlüsse nutzt, aber 45 W ist generell eine sehr schöne Leistung, da diese für viele Smartphones ideal ist, aber auch für Tablets oder sogar kleine Notebooks.

Durch die Leistungsverteilung 30 + 20 W ist dieses Ladegerät primär für kleinere Geräte geeignet. Klar, ein iPad + iPhone laden ausreichend flott, aber halt auch nicht mit dem vollen Tempo.

 

PPS-Stufe

Nur auf dem primären USB-C-Port bietet der Anker Zolo Charger 50W A121E eine PPS-Stufe:

  • 5–11 V bei bis zu 2,75 A

Dies ist eine unspektakuläre PPS-Stufe. Sie reicht, um die Ladegeschwindigkeit in Kombination mit Samsung-Smartphones zu „optimieren“, aber dies ist auch nichts Besonderes.

Wir haben hier halt nur einen 30-W-Port und bei Samsung das „25W“-Laden. Flott, ja, aber auch nicht spektakulär.

 

Für welche Geräte?

Gerät Einschätzung
Apple iPhones Gut geeignet
Apple iPads Gut geeignet
Apple MacBooks Mäßig geeignet
Samsung Einsteiger und Mittelklasse Gut geeignet
Samsung Oberklasse Mittelmäßig geeignet
Google Pixel Mittelmäßig geeignet

Wichtig: Dies ist nur eine grobe und generelle Einschätzung dafür, für welche Geräte und wie gut sich der Anker Zolo Charger 50W A121E eignet.

 

Belastungstest bestanden

Erfreulicherweise kann der Anker Zolo Charger 50W A121E konstant die Leistung von 50 W ausgeben, ohne Temperaturprobleme.

 

Leerlaufstromverbrauch

Im Leerlauf benötigt das Ladegerät ca. 0,18 W Strom, was durchschnittlich ist.

 

Effizienz

Kommen wir noch zum Abschluss auf die Effizienz zu sprechen.

Im Test schwankte die Effizienz zwischen 84,7 % und 90,7 %. Dies ist eine gute Effizienz, an der es absolut nichts zu bemängeln gibt.

Für ein Ladegerät dieser Klasse top!

 

Fazit

Der Anker Zolo Charger 50W A121E ist jetzt kein furchtbares Ladegerät, es ist okay. Allerdings würde ich es vermutlich nicht kaufen.

Warum? Die Leistung!

Wir haben hier zwar auf den ersten Blick ein 50-W-Ladegerät, was völlig okay ist, aber der stärkste USB-C-Port schafft maximal 30 W. Die 50 W kommen erst zum Tragen, wenn du mehrere Geräte auf einmal lädst.

Ich finde es hier sehr schade, dass das Ladegerät nicht 45 W an ein Gerät liefern kann. Wäre das der Fall, mit einer entsprechenden PPS-Stufe, hätte ich es mit gutem Gewissen empfehlen können.

Es gibt zwar auch einige positive Punkte, wie vor allem die Haptik und die Optik, und an sich ist es ein qualitatives Ladegerät.

Aber ich denke, es gibt bessere Optionen im Handel. Selbst in Ankers eigenem Line-up gibt es bessere Optionen, wie z. B. das Anker Nano 65W USB-C Ladegerät* (Nachfolger des Anker 735) oder das Anker 335 USB-C Ladegerät 67W*.

Über 200x Powerbanks im Vergleich, welche ist die beste Powerbank 2026?

Techtest.org hat mittlerweile schon über 200 Powerbanks der verschiedensten Hersteller im Test gehabt. Von sehr guten Modellen bis zu Modellen mit betrügerischer Absicht war hier im Test alles schon vertreten.

Bei so vielen Powerbank-Tests kann die Übersicht aber etwas schwierig sein. Dem möchte ich mit diesem Artikel entgegenwirken. Hier findet ihr eine Übersicht und einen ersten Vergleich über alle Powerbanks, die auf Techtest.org getestet wurden. Sortiert in Form einer Art kleiner Bestenliste. Zudem möchte ich euch eine Kaufberatung bieten.

Von daher, welche sind die besten Powerbanks im Jahr 2026?

Wichtig: Alle hier aufgelisteten Powerbanks wurden auf Techtest.org getestet! Es handelt sich also nicht um eine Zusammenstellung von technischen Daten oder Amazon-Bewertungen! Durch das Anklicken der jeweiligen Powerbank landet ihr auf dem ausführlichen Einzeltest.

 

Welche ist die beste Powerbank?

Wenn du nach einer einfachen Antwort suchst, welche die beste Powerbank auf dem Markt 2026 ist, muss ich dich enttäuschen, denn diese gibt es nicht oder wäre unseriös. Welche die beste Powerbank für dich ist, hängt von sehr vielen Faktoren ab. Was möchtest du laden? Smartphones, Tablets oder vielleicht sogar Notebooks? Wie viel Kapazität möchtest du? Mehr Kapazität ist zwar meist „besser“, bedeutet aber auch eine größere und schwerere Powerbank, was wieder ein Nachteil ist.

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Mehr Informationen

Daher werde ich im Folgenden eine Übersicht über verschiedene Klassen an Powerbanks geben und welche Modelle ich da empfehlen würde.

 

Die ideale Allround 20.000 mAh Powerbank

20.000 mAh ist die beliebteste Powerbank-Größe. Im Folgenden schauen wir uns ein paar gute Allround-Modelle an, mit einer Ausgangsleistung von 45 W oder mehr. Dies ist für Apple-, Google- und Samsung-Smartphones in der Regel ideal und 45 W ist auch für Tablets und Notebooks meist bereits ausreichend.

Anker A1383 17834 65 W ca. 40€
CUKTECH PB200N 18124 45 W ca. 30-40€
INIU P51L-E2 19660 45 W ca. 30€

(Zum Test)

Die A1383 ist derzeit eine der spannendsten Anker-Powerbanks. Zwar mag sie auf den ersten Blick etwas unauffällig sein, aber wir haben hier bis zu 65 W Eingangs- und Ausgangsleistung, womit die Powerbank sogar für Notebooks interessant ist und in ca. 1:38 h vollständig geladen ist. Dabei kostet die Powerbank lediglich um die 40 €, was sehr fair ist!

Alternativ würde ich die CUKTECH PB200N empfehlen. Diese ist noch etwas günstiger, bietet eine sehr gute echte Kapazität, aber hat „nur“ 45 W, was aber bereits mehr als ausreichend für den normalen Alltag ist. Nachteil: Die CUKTECH PB200N ist relativ groß und schwer.

Umgekehrt: Die INIU P51L-E2 ist extrem leicht und kompakt für 20.000 mAh und 45 W. Allerdings kann die Powerbank die 45 W nicht konstant liefern und sie verzichtet auf die 20-V-Stufe. Bei Smartphones in der Regel kein Problem, aber diese Powerbank ist für Notebooks nicht oder nur bedingt geeignet.

Zusammengefasst, alle teils deutlich unter 50 €:

  • Anker A1383 – hohe Ausgangsleistung 65 W, integriertes Ladekabel, 0 % auf 100 % in 1:38 h, um die 40 €
  • CUKTECH PB200N – unter 40 €, 45 W Ausgangsleistung, sehr große PPS-Range, 0 % auf 100 % in 3:40 h
  • INIU P51L-E2 – extrem kompakt und leicht, bis zu 45 W (allerdings nicht konstant), 0 % auf 100 % in 4 h

 

Die besten High-End-Powerbanks (bis zu 27.000 mAh / 99 Wh)

Du willst eine High-End-Powerbank mit hoher Eingangs- und Ausgangsleistung und hoher Kapazität? Diese Powerbanks sind in der Regel für Smartphones etwas „übertrieben“ und sind eher für die Nutzung an Notebooks sinnvoll.

Edge X100 28741 140 W ca. 250€
Anker Prime Powerbank (26K, 300W) 24267 140 W ca. 200€
INIU BI-B64 23518 140 W ca. 70€
CUKTECH 15 Ultra 17482 140 W ca. 100€
Anker 737 (PowerCore 24K) 20867 140 W ca. 100€
Anker Zolo Power Bank (25 Ah, 165 W) 21195 100 W ca. 100€

(Zum Test)

Die so ziemlich beste Powerbank, die ich bisher im Test hatte, ist die Edge X100. So bietet diese mit bis zu 28.741 mAh eine gewaltige echte Kapazität, einen 140-W-USB-C-Port, 140 + 65 W gleichzeitig und konstant, eine perfekte PPS-Range, ein umfangreiches Display und Einstellungsmöglichkeiten usw. Leider ist allerdings die Edge X100 mit 250 € sehr teuer! Hierdurch lohnt sich diese für die wenigsten.

Auf Platz 2 folgt die Anker Prime Powerbank (26K, 300W). Diese ist für ihre Kapazität von 26.250 mAh und die maximale Ausgangsleistung von 300 W (2x 140 W USB-C) extrem kompakt und leicht. Dazu kommen ein großes Farbdisplay, umfangreicher App/Bluetooth-Support, eine perfekte PPS-Range und vor allem das extrem schnelle Laden: 0 % auf 100 % in bis zu 48 Minuten mit zwei 140-W-Netzteilen. Allerdings kann die Powerbank die 300 W nur als Spitzenleistung liefern (konstant etwa 140 W) und sie kostet mit rund 200 € ebenfalls recht viel.

Im Gegensatz dazu ist die INIU BI-B64 mit um die 70 € fast ein Schnäppchen für eine 140-W-Powerbank. Auch diese bietet eine sehr hohe praktische Kapazität, perfekte PPS-Range, schnelles Laden usw. Die INIU BI-B64 ist hier also die „vernünftige“ Wahl.

Die CUKTECH 15 Ultra ist gerade für Xiaomi-Smartphone-Nutzer sehr interessant, bietet aber auch bis zu 140 W nach dem universellen USB-PD-Standard. Dabei ist die Powerbank sehr hochwertig und lädt extrem schnell! So ist diese in gerade einmal 35 Minuten komplett geladen.

Die Anker 737 ist ein absoluter Klassiker unter den High-End-Powerbanks. Diese war eins der ersten Modelle mit 140 W und ist mittlerweile für um die 100 € erhältlich. Diese ist der INIU BI-B64 technisch sehr ähnlich, allerdings hat die Anker-Powerbank ein schöneres Display und einen schöneren Formfaktor.

Die Anker Zolo Power Bank (25 Ah, 165 W) ist ein etwas schwieriger Fall. Mit 100 € ist diese ± genauso teuer wie die Anker 737, aber hat nur einen 100-W-USB-C-Port und kann auch nicht konstant 100 W liefern. Allerdings mag ich die Powerbank sehr aufgrund der zwei integrierten Ladekabel, was ich in der Praxis sehr schätze. Daher will ich auch dieses Modell empfehlen.

Zusammengefasst:

  • Edge X100 – sehr teuer, sehr hohe Kapazität, sehr hohe Ausgangsleistung, volle PPS-Range, 0 % auf 100 % in 1:18 h
  • Anker Prime Powerbank (26K, 300W) – sehr kompakte High-End-Powerbank mit 26.250 mAh, bis zu 300 W (2x 140 W USB-C), perfekter PPS-Range, großem Farbdisplay und App-Support, 0 % auf 100 % in bis zu 0:48 h, aber sehr teuer (ca. 200 €)
  • INIU BI-B64 – Preis-Leistungs-Tipp, 140 W Ausgangsleistung, perfekte PPS-Range, 0 % auf 100 % in 1:25 h
  • CUKTECH 15 Ultra – sehr hohe und stabile Eingangs- und Ausgangsleistung, sehr gute PPS-Range, 0 % auf 100 % in 0:38 h, etwas niedrigere Kapazität
  • Anker 737 – Klassiker unter den High-End-Powerbanks, perfekte PPS-Range, gutes Display, 0 % auf 100 % in 0:48 h
  • Anker Zolo Power Bank (25 Ah, 165 W) – 2x integrierte Ladekabel extrem praktisch!, gutes Display, nicht konstant 100 W, 0 % auf 100 % in 1:57 h

 

Die technisch beste 10.000 mAh Powerbank

Wenn du nach der technisch besten 10.000 mAh Powerbank suchst, dir Abmessungen und Gewicht nicht ganz so wichtig sind, dann gibt es eine klare Antwort.

CUKTECH 10 8660 100 W ca. 50€

 

Die CUKTECH 10 ist die technisch beste Powerbank in der 10.000-mAh-Klasse. So bietet diese eine Ausgangsleistung von 100 W, eine große PPS-Range und ist in gerade einmal 44 Minuten von 0 % auf 100 % gebracht. Besser geht es in der 10.000-mAh-Klasse nicht! Allerdings ist die CUKTECH 10 relativ groß und schwer für ein 10.000-mAh-Modell.

 

Kompakte 10.000 mAh Powerbank

Du suchst eine kompakte und praktische 10.000 mAh Powerbank für dein Smartphone?

INIU P61-E1 9779 20 W ca. 30€
INIU P50 8729 45 W ca. 40€

 

Hier würde ich wahlweise die INIU P61-E1 oder INIU P50 wählen. Die INIU P61-E1 ist eine sehr schön kompakte 10.000 mAh Powerbank mit einem Standard 20-W-USB-C-Port. Also nichts Außergewöhnliches (abseits der ultrakompakten Abmessungen), aber ne gute Standard-Powerbank.

Die INIU P50 hingegen bietet auch sehr kompakte Abmessungen, aber bis zu 45 W Ausgangsleistung. Dies zwar nicht konstant, aber für das schnelle Laden von iPhones und den Samsung-Galaxy-Geräten ist dies völlig ausreichend.

  • INIU P61-E1 – eine sehr kompakte „Standard“-10.000-mAh-Powerbank
  • INIU P50 – eine sehr kompakte Powerbank mit sehr hoher Ausgangsleistung

 

Preis-Leistungs-Tipps

Du suchst eine Powerbank, die dir möglichst viel Kapazität zum günstigen Preis bietet?

Baseus PPAP20K 18788 20 W ca. 25€
INIU BI-B5 18248 20 W ca. 25€
VEGER V2053 20000mAh 18179 20 W ca. 25€

 

Ab und an gibt es bei Amazon und auch im Einzelhandel richtig gute Powerbank-Deals, wie z.B. die Maxsure 20.000 mAh Powerbank mit 100 W oder die Re-load Powerbank mit 20.000 mAh von Action.

Leider sind diese Powerbanks oftmals nur temporär verfügbar. Daher konzentriere ich mich hier auf Modelle, die „dauerhaft“ oder zumindest nun schon länger zu einem guten Kurs verfügbar sind. Hier gibt es drei spannende Modelle:

Alle drei bieten um die 20.000 mAh und 20 W Ausgangsleistung. 20 W ist jetzt nicht die Welt, aber ausreichend, um gerade Apple- und Samsung-Smartphones „flott“ zu laden. Dabei sind diese drei Modelle für 20–25 € in der Regel erhältlich. Die Baseus PPAP20K ist in der Regel am günstigsten. Die INIU BI-B5 ist qualitativ etwas besser als die beiden anderen. Die VEGER V2053 ist die kompakteste und leichteste der drei, ideal für unterwegs.

 

Extra viel Kapazität?

Die meisten herkömmlichen Powerbanks haben maximal ± 27.000 mAh, da dies rund 100 Wh entspricht. 100 Wh ist das Limit, was du ohne Probleme mit an Bord eines Flugzeuges nehmen darfst, weshalb die meisten Hersteller versuchen, unter diesem Wert zu bleiben. Aber was, wenn dir das egal ist und du einfach etwas mehr Kapazität willst, beispielsweise für Notebooks, wo mehr Kapazität immer gut ist. Folgende Modelle würde ich hier empfehlen:

4smarts Lucid Maxx 60000mAh 55246 140 W
Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 46373 100 W

 

Hier würde ich zwei Modelle empfehlen, einerseits die 4smarts Lucid Maxx 60000mAh und andererseits die Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000. Die 4smarts Lucid Maxx 60000mAh ist eine richtig gute Powerbank mit 140 W Ausgangsleistung und einer gewaltigen echten Kapazität von 55.246 mAh.

Leider ist allerdings dieses Modell nur sehr schwer erhältlich. Die Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 hingegen ist im Handel ohne Probleme zu bekommen und hat mit 100 W auch eine sehr gute Leistung und mit praktischen 46.373 mAh eine starke Kapazität. Allerdings ist ansonsten die Powerbank recht einfach.

 

Alle Powerbanks

Neben den hier empfohlenen Powerbanks gibt es natürlich noch dutzende spannende Modelle. Auf Techtest findest du mittlerweile deutlich über 200 Powerbank-Tests seit 2016. Hier eine Liste mit aktuell verfügbaren Modellen, die ich für Techtest bisher getestet habe.

Kapazität Leistung USB PD
4smarts Enterprise 2 20000mAh 14923 100 W
4smarts Graphene Pro UltiMag 20468 100 W
4Smarts Lucid Air 26318 65 W
4smarts Lucid Maxx 60000mAh 55246 140 W
4smarts Lucid Ultra 37254 100 W
4Smarts Powerbank Enterprise Ultra 21889 100 W
4Smarts VoltHub Graphene 20.000mAh 13366 100 W
A ADDTOP Powerbank 26800 mAh 16466 20 W
AMEGAT 100W 20.000 mAh 17536 100 W
AMEGAT PBC2020 16942 100 W
AMEGAT PBQ2010 18674 30 W
AMEGAT Powerbank 140W 27600mAh 24160 140 W
Anker 334 Magnetic Powerbank 10K 9602 20 W
Anker 335 Powerbank (PowerCore 20K) 18968 20 W
Anker 533 PowerCore  8230 30 W
ANKER 537 Powerbank 20751 65 W
Anker 737 (PowerCore 24K) 20867 140 W
Anker A1340 Prime 27.650mAh 250W 22025 140 W
Anker A1383 17834 65 W
Anker Nano Powerbank 10.000mAh 8454 30 W
Anker Powerbank 20.000 mAh mit 22,5 W 18368 20 W
Anker Prime Powerbank 20000 mAh 200W 16864 100 W
Anker Zolo Power Bank (25 Ah, 165 W) 21195 100 W
Anker Zolo Power Bank 20K 30W A1689 18410 30 W
Anker Zolo Powerbank 9413 30 W
AsperX 145 W Powerbank mit 24.000 mAh 20660 100 W
Baseus Magsafe Powerbank 6000mAh 5880 20 W
Baseus Picogo AM41 8729 27 W
Baseus Power Bank 20000mAh 65 W 17614 65 W
Baseus PPAP20K 18788 20 W
Baseus PPBLD100-S  17172 100 W
BOOMPODS Powerboom 10.000 mAh 8253 18 W
Canyon PB-301 28895 20 W
Chargeasap Flash Pro 19719 100 W
Charmast C3007 24938 20 W
CUKTECH 10 8660 100 W
CUKTECH 15 Ultra  17482 140 W
CUKTECH 20 21536 140 W
CUKTECH PB100 8415 30 W
CUKTECH PB200N 18124 45 W
DIAIDIAI 26800mAh Powerbank 13746 20 W
EasyLonger EL268PRO 20904 100 W
EASYLONGER Laptop PowerBank PD 65W  19809 65 W
Edge X100 28741 140 W
EINOVA Laptop-Powerbank 18677 45 W
Elecjet Apollo Ultra A10X 9244 65 W 
Epico PB 100W 20000 mAh 17091 100 W
Green Cell Powerbank GC PowerPlay Ultra 26800mAh 21201 65 W
HyperJuice HJ245B 25212 100 W
imuto SCP-100 19679 100 W
INIU BI-B5 18248 20 W
INIU BI-B61  9511 20 W
INIU BI-B62 18473 65 W
INIU BI-B63 23240 100 W
INIU BI-B64 23518 140 W
INIU BI-B7 5895 20 W
INIU P41L-E1 9828 20 W
INIU P45-E1 5117 20 W
INIU P50 8729 45 W
INIU P51-E2 19559 20 W
INIU P51L-E1 19694 20 W
INIU P51L-E2 19660 45 W
INIU P55L-E2 9516 45 W
INIU P61-E1 9779 20 W
INIU P63-E1 21340 100 W
INIU P73-E1 9647 45 W
KOOSEED 145W Power Bank 24669 100 W
Kovol 50.000 mAh 100 W Powerbank 16208 100 W
Kuulaa KL-YD18AM  18979 18 W
Lachy LY043 15707 20 W
LinkOn 136W Power Bank Neutron 26800mAh 20882 100 W
LYNXER RPP-272 12117 65 W
Maxsure 20.000 mAh Powerbank mit 100 W 16523 100 W
Nitecore NB10000 9411 18 W
Nitecore NB20000 18822 45 W
Nitecore NB20000 GEN3 14850 20 W
PowerAdd Pro DISP 2000 13093 20 W
RealPower PB-20000PD+ 18748 18 W
RealPower PB-20k PD  19837 18 W
Re-load Powerbank mit 20.000 mAh 16378 18 W
Revolt ZX-3048-675 15260 65 W
Revolt ZX-3427-675 49249 65 W
Rocoren RCBP5K-67.5 49954 20 W
SAMUEL SA-111 17704 30 W
Sandberg Powerbank USB-C PD 100W 38400 33203 100 W
Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 46373 100 W
SHARGEEK STORM 2 Slim 16233 100 W
Smileader CPB50 42638 20 W
UGREEN 145W Powerbank mit 25000mAh 21715 100 W
UGREEN Nexode 130W 20000mAh 17482 100 W
VEGER 30000mAh Powerbank 27249 20 W
VEGER V2053 20000mAh 18179 20 W
Veger V2503 19140 100 W
VOLTCRAFT VC-C909 23119 140 W
VOLTERO S25 23356 100 W
Xiaomi 165W Power Bank 10000mAh 8424 65 W
XLayer Power Bar 17168 65 W
Xtorm FS5201 Fuel Series 5 18845 35 W
Xtorm Nova Pro 16334 100 W
Xtorm Titan Ultra XB403 21845 140 W

 

PPS macht alles kompliziert – ist aber 2026 wichtig

USB Power Delivery (USB PD) ist mittlerweile der de-facto-Standard beim Schnellladen. Über USB-C können heute bis zu 100 W, mit USB PD 3.1 sogar bis zu 240 W übertragen werden. Viele Hersteller wie Apple, Samsung, Google, Nintendo usw. setzen auf USB Power Delivery.

Was ist PPS und AVS? USB Power Delivery Ladegeräte mit PPS, Übersicht und Info

PPS ist eine Erweiterung dieses Standards. PPS steht für „Programmable Power Supply“.

Ein normales USB Power Delivery Ladegerät bietet feste Spannungsstufen, z. B. 5 V, 9 V, 12 V, 15 V oder 20 V.
PPS erlaubt es nun, innerhalb eines bestimmten Bereichs (z. B. 3,3–21 V) eine „frei“ wählbare Spannung auszugeben. Dein Smartphone kann sich also sehr fein aussuchen, mit welcher Spannung es gerade am effizientesten lädt. Das entlastet die Elektronik im Gerät und kann das Ladetempo erhöhen.

PPS ist Teil der USB Power Delivery 3.0 Spezifikation. Hat ein Ladegerät PPS, unterstützt es immer auch USB PD 3.0. Umgekehrt muss ein USB PD 3.0 Ladegerät aber nicht zwingend PPS unterstützen.

Macht PPS das Laden wirklich schneller?

Viele Geräte benötigen kein PPS, um schnell zu laden. iPhones z. B. ist es egal, ob dein Ladegerät PPS hat oder nicht. Ähnliches gilt auch für praktisch alle mir bekannten Notebooks, viele Tablets und Konsolen – die profitieren zwar von USB PD, aber nicht zwingend von PPS.

Die Unterstützung von PPS schadet hier nicht: Wenn dein Smartphone kein PPS kann, aber dein Ladegerät schon, ist das überhaupt kein Problem.

Anders sieht es bei immer mehr Smartphones aus, die PPS benötigen, um ihr volles Ladetempo zu erreichen. Dazu gehören u. a.:

  • Samsung Galaxy S20 / S20+ / S20 Ultra
  • Samsung Galaxy S21 / S21+ / S21 Ultra
  • Samsung Galaxy S22 / S22+ / S22 Ultra
  • Samsung Galaxy S23 / S23+ / S23 Ultra
  • Samsung Galaxy S24 / S24+ / S24 Ultra
  • Samsung Galaxy A55
  • Xiaomi Mi 9, Mi 10
  • Motorola One Hyper
  • Google Pixel 6 / 6 Pro
  • Google Pixel 7 / 7 Pro
  • Google Pixel 8 / 8 Pro
  • Nothing Phone (1) und (2)

Natürlich laden diese Modelle auch an einem normalen USB PD oder Quick-Charge-Ladegerät. Ohne PPS kann das Ladetempo aber teilweise deutlich niedriger ausfallen. Gerade bei den großen Samsung-Geräten mit bis zu 45 W brauchst du ein USB PD PPS-Ladegerät, wenn du die „volle“ Geschwindigkeit möchtest.

PPS ist nicht gleich PPS

Wie bei USB PD selbst gibt es auch bei PPS verschiedene Leistungsstufen und Spannungsbereiche. Die „Traum-Stufe“ wäre z. B.:

  • 3,3–21 V bei bis zu 5 A

Damit lassen sich praktisch alle aktuellen Smartphones optimal bedienen, inkl. der 45-W-Samsung-Modelle.

In der Praxis gibt es aber sehr viele Varianten – und das macht PPS für Endnutzer verwirrend. Ein 100-W-USB-C-Port kann z. B.:

  • gar kein PPS unterstützen
  • 3,3–21 V bei bis zu 5 A bieten (super)
  • nur 3,3–21 V bei bis zu 3 A bieten
  • nur 3,3–11 V bei bis zu 5 A bieten
  • oder nur 3,3–11 V bei bis zu 3 A bieten

Nur weil auf einem Ladegerät oder einer Powerbank „100 W USB-C PD“ steht, heißt das also nicht automatisch, dass PPS vorhanden ist – und falls doch, ist die PPS-Stufe nicht immer groß genug, um z. B. ein Samsung Galaxy S23/S24 Ultra mit vollen 45 W zu laden.

Gerade die Samsung-Flaggschiffe brauchen eine PPS-Stufe, die im Bereich von ca. 9–11 V bis zu 5 A liefern kann. Sonst laden sie unter Umständen nur mit ~14–25 W, obwohl dein Ladegerät eigentlich 100 W kann.

AVS – der Nachfolger von PPS bei sehr hoher Leistung

Mit USB Power Delivery 3.1 wurde die maximale Leistung auf bis zu 240 W angehoben. Dafür wurde die Spannung auf bis zu 48 V erweitert. In diesem Zuge ist eine neue Variante des programmierbaren Ladens entstanden:

  • AVS = „Adjustable Voltage Supply“

AVS deckt den Bereich ab ca. 15–48 V ab und ist sozusagen die „High-Power-Version“ von PPS. In der Praxis spielt AVS aktuell (noch) eine sehr kleine Rolle, da es kaum Endgeräte gibt, die AVS aktiv nutzen. Für klassische Powerbanks bis 100 Wh und Smartphones ist „normales“ PPS weiterhin der relevante Standard.

Was heißt das nun für dich bei Powerbanks?

Kurz zusammengefasst:

  • Hast du ein aktuelles Samsung Galaxy (S20–S24, A55 etc.) oder Google Pixel (ab Pixel 6), dann lohnt sich eine Powerbank mit großer PPS-Stufe, wenn du die maximale Ladegeschwindigkeit willst.
  • Für iPhones, viele Tablets, Notebooks usw. ist PPS nett, aber nicht zwingend – hier reicht oft ein gutes USB PD-Powerbank-Modell ohne perfektes PPS.
  • Achte nicht nur auf „100 W“ oder „140 W“, sondern – wenn angegeben – auch auf die PPS-Angabe (z. B. „3,3–21 V bei 5 A“).

In meinen Tests auf Techtest.org gebe ich daher immer an, ob und welche PPS-Stufen eine Powerbank bietet. Wenn du ein aktuelles Samsung- oder Pixel-Smartphone hast, lohnt es sich, bei der Kaufentscheidung genau auf diese Angabe zu achten.

 

Wie viel Kapazität benötige ich?

Wie viel Kapazität brauchst du eigentlich? Dies hängt von zwei Faktoren ab. Wie oft willst du dein Smartphone laden? Wie groß ist der Akku deines Smartphones? Moderne Smartphones haben in der Regel 4000–6000 mAh Akkus. Grob über den Daumen kannst du also die Kapazitätsangabe bei meinen Tests durch 4000–6000 teilen und kommst auf die Anzahl der möglichen Ladevorgänge. Dies ist allerdings nur sehr grob! Ähnlich wie das Entladen von Powerbanks nicht zu 100 % effizient ist, ist auch das Aufladen deines Smartphones nicht zu 100 % effizient. Beispielsweise das Samsung Galaxy S9+ hat einen 3500 mAh starken Akku, benötigt aber ca. 4111 mAh für eine vollständige Ladung. Die „überschüssigen“ 611 mAh verpuffen in Form von Wärme. Ein Huawei Mate 20 Pro hat einen 4200 mAh Akku, benötigt aber über 5000 mAh, um von 0–100 % zu kommen. Plan also immer etwas mehr Kapazität ein!

 

Kann eine Powerbank mein Smartphone beschädigen oder ist diese schlecht für mein Smartphone?

Davon ist nicht auszugehen! Unter Umständen ist sogar eine Powerbank „gesünder“ für dein Smartphone als ein normales Wandladegerät, gerade wenn dieses eher von mäßiger Qualität ist. Ein Wandladegerät muss die 230 V Wechselspannung in 5 V Gleichspannung umwandeln, was ein wesentlich aufwendigerer Prozess ist als bei Powerbanks, die meist 3,7 V in 5 V Gleichspannung umwandeln müssen. Bei ersterem Prozess kann viel mehr schiefgehen als bei den internen Prozessen einer Powerbank. Es ist natürlich auch bei einer Powerbank theoretisch möglich, dass diese auf eine derart spektakuläre Weise kaputtgeht, dass ein Smartphone Schaden davonträgt, aber das ist recht unwahrscheinlich und passiert so gut wie nie. Mir ist hier kein Fall bekannt, in dem nachweislich eine Powerbank mit dem USB-Power-Delivery-Standard ein Smartphone beschädigt hat.

 

Kann ich mein Smartphone zu schnell laden?

Einige Powerbanks verfügen mittlerweile über einen 100-W- oder sogar 140-W-Port. Kann ich hier mein Smartphone auch aufladen? Ja klar! Wir haben hier immer eine „bis zu“-Leistung. Dein Smartphone und die Powerbank kommunizieren miteinander und dein Smartphone wählt die passende Spannungsstufe aus und nimmt nur so viel Leistung auf, wie vom Hersteller einprogrammiert wurde. Du kannst also ein Smartphone nicht zu schnell laden oder überladen.

 

Warum sind deine Kapazitätsangaben immer niedriger als die Herstellerangabe?

Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks ist immer niedriger als meine Messwerte. Messe ich falsch oder belügen uns die Hersteller? Die Hersteller tricksen etwas. Diese geben nicht die nutzbare Kapazität einer Powerbank an, sondern die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. In den meisten Powerbanks stecken so genannte 18650 Akkuzellen. Hat ein Hersteller 3 x 3350 mAh verbaut, wird die Powerbank mit 10.500 mAh beworben. Allerdings haben diese Akkuzellen eine Spannung von 3,7 V bzw. 3,6 V. Diese Spannung ist für unsere USB-Geräte zu niedrig, muss also auf ±5 V, 9 V, 12 V, 15 V usw. angehoben werden. Diese Umwandlung ist nicht zu 100 % effizient. Zudem benötigen auch interne Prozesse und Mikrocontroller etwas Energie.

Daher lässt sich einfach nicht 100 % der vorhandenen Energie auch nutzen, etwas geht in Form von Wärme oder Licht verloren.

TOZO Golden X1 im Test: Hybrid-Sound mit besonderem Charakter

TOZO ist noch ein recht kleiner Hersteller von Audio-Equipment, welcher mit den Golden X1 erste Flaggschiff-Bluetooth-Ohrhörer auf den Markt gebracht hat.

Zumindest handelt es sich hier laut TOZO um Flaggschiff-Modelle. Bei einem Blick auf die technischen Daten sehen wir auch, warum, denn wir haben hier einen Ohrhörer mit einem Dual-Driver-Aufbau, mit einem Balanced-Armature-Driver und einem Hybrid-Dynamic-Driver.

Diese sollen vom Hersteller Knowles stammen, welcher eine bekannte Größe ist.
Hinzu kommt eine Hi-Res-Zertifizierung, ANC und App-Support.

Wollen wir uns die TOZO Golden X1 doch einmal im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an TOZO für das Zur-Verfügung-Stellen der X1 für diesen Test. Abseits des Zur-Verfügung-Stellens der Ohrhörer gab es keine Bezahlung oder Verpflichtungen für diesen Test.

 

Die TOZO Golden X1 im Test

Passend zu dem „High-End“-Anspruch der X1 ist auch die Haptik und Optik der Ohrhörer gewählt.

So haben wir hier zunächst eine sehr kompakte und handliche Ladebox. Diese setzt auf einen matten und sehr hochwertigen Kunststoff.

Der Deckel wird wie üblich mit Magneten gehalten. Praktischerweise finden wir im Inneren neben den Ohrhörern auch eine kleine Akkustandanzeige in %.

Der Akku der Ladebox fasst 500 mAh und kann die Ohrhörer ca. 3× unterwegs laden.
Mit jeder Ladung können die Ohrhörer bis zu 8 Stunden durchhalten. Praktisch schafften die Ohrhörer bei mir aber nicht ganz 8 Stunden, eher 5–6 Stunden.

Die Ohrhörer setzen ähnlich wie die Ladebox auf einen schlichten, aber hochwertigen matten Kunststoff. Erfreulicherweise sind die Ohrhörer relativ kompakt für Modelle, die auf einen Dual-Treiber-Aufbau setzen. Relativ kompakt, aber auch nicht superkompakt.

 

Tragekomfort

Der Tragekomfort der X1 ist gut, aber auch nicht herausragend. Die Ohrhörer saßen soweit gut in meinen Ohren und drückten auch nicht.

Allerdings sind diese relativ breit im vorderen Bereich, was dazu führt, dass diese nicht sonderlich tief sitzen.

 

ANC und Transparenzmodus

Natürlich bringen die X1 auch ANC und einen Transparenzmodus mit. Es gibt sogar über die App mehrere Modi zur Auswahl.

Das ANC ist ok, aber auch nicht überragend. Dieses kann einfache Umweltgeräusche ein Stück weit ausblenden, aber komplexere Geräusche oder Stimmen werden nur leicht unterdrückt.

Ich habe in dieser Preisklasse schon besseres ANC und auch schon einen besseren Transparenzmodus gehört. Furchtbar ist aber beides auch nicht.

 

Mit App-Support

TOZO bietet für die X1 auch eine passende App an. Diese erlaubt dir das Wählen des ANC-Modus wie auch das Einstellen eines EQs.

Teils wirkt die App etwas überladen, aber am Funktionsumfang gibt es nichts zu bemängeln.

 

Audio-Aufbau

Die große Besonderheit bei den X1 ist der Hybrid-Treiber-Aufbau. So sind in jedem Ohrhörer gleich zwei klangerzeugende Treiber.

So findet sich hier ein „klassischer“ dynamischer Treiber wie aber auch ein Balanced-Armature-Treiber.

Balanced Armature sind funktional komplett anders als herkömmliche dynamische Treiber und verhalten sich auch klanglich etwas anders. Hier findest du ein Bild, wie diese aufgebaut sind:
https://mynewmicrophone.com/wp-content/uploads/2020/03/mnm_Headphone_Balanced_Armature_Driver.jpg

Balanced-Armature-Treiber liefern im Allgemeinen einen sehr präzisen und brillanten Klang, tun sich aber bei Dingen wie dem Bass etwas schwerer.

Hier kommt der Hybrid-Aufbau ins Spiel. Theoretisch übernimmt der Balanced-Armature-Treiber die Höhen, während der herkömmliche dynamische Treiber sich um den Bass kümmert.

 

Wie ist der Klang der TOZO Golden X1?

Aber wie gut ist nun der Klang der X1 in der Praxis?

Die X1 haben einen recht ungewöhnlichen und einzigartigen Klang. Dies wird zu großen Teilen natürlich an dem Hybrid-Aufbau liegen.

So verfügen die Ohrhörer zunächst über sehr starke Höhen. Diese sind sehr brillant, scharf, sauber und präzise. Trotz der sehr hohen Schärfe fransen aber gerade Zischlaute nicht aus, sondern bleiben sauber. Du musst schon eine gewisse Schärfe in den Höhen mögen, damit die Golden X1 etwas für dich sind, aber falls du dies magst, sind diese ziemlich perfekt.
Etwas dünn wird es in den Mitten. Hier zeigen diese ein leichtes „Loch“. Dieses ist sicherlich nicht extrem, aber die Ohrhörer bieten einen recht starken Hoch/Tief-Kontrast.

Passend dazu haben wir einen kräftigen und satten Bass. Dieser hat ein gutes Volumen und einen starken Tiefgang. Der Bass ist nicht absolut übertrieben, aber durchaus schon etwas angehoben.

Hierdurch bieten die Golden X1 einen sehr kontrastreichen und dynamischen Klang. Dieser hat teils etwas einen „2.1-Sound“-Effekt.

Wir haben klanglich eine Separierung durch den Hybrid-Aufbau, welcher mich etwas an ein 2.1-Soundsystem erinnert.

Diese Charakteristik ist natürlich Geschmackssache.

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

 

Fazit

Die TOZO Golden X1 hinterlassen im Test einen spannenden, aber nicht völlig makellosen Eindruck. Wenn du auf der Suche nach außergewöhnlichem Klang bist und Lust auf einen sehr kontrastreichen, brillanten Sound hast, dann könnten die X1 genau dein Ding sein.

Der Hybrid-Treiber-Aufbau sorgt tatsächlich für eine besondere Signatur: extrem klare, scharfe Höhen, ein satter Bass und eine gewisse 2.1-Anmutung, die du so in dieser Preisklasse eher selten findest. Allerdings musst du diese eher ungewöhnliche Abstimmung mögen, gerade die dünneren Mitten und die präsenten Höhen sind nicht jedermanns Sache.

Auch abseits des Klangs machen die Golden X1 vieles richtig. Verarbeitung und Haptik wirken hochwertig, die App liefert solide Zusatzfunktionen und die Akkulaufzeit geht in Ordnung. Beim ANC und dem Transparenzmodus solltest du hingegen keine Wunder erwarten, beides ist brauchbar, aber nicht auf dem Niveau der stärksten Konkurrenten.

Unterm Strich bekommst du mit den TOZO Golden X1 spannende True-Wireless-Ohrhörer, die vor allem durch ihren speziellen Klangcharakter überzeugen wollen. Wenn genau das deine Priorität ist, können sie eine echte Empfehlung sein. Wenn du hingegen ein möglichst neutrales oder besonders komfortables Gesamtpaket suchst, wirst du vermutlich an anderer Stelle glücklicher – gerade beim gehobenen Preis von +- 150 €.