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LC-Power LC-M27UFD – Spannender Hybrid für Creator und Gamer

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Als Gamer hast du bei Monitoren oft die Qual der Wahl. Du kannst dir einen gut aussehenden und hoch auflösenden Monitor kaufen, welcher dann aber meist keine so hohe Bildrate erreicht, oder du kannst dir einen Monitor mit niedriger Auflösung, aber dafür hoher Bildrate kaufen.

Oder du wählst einen Monitor wie den LC-Power LC-M27UFD. Beim LC-Power LC-M27UFD handelt es sich grundsätzlich um einen 4K 160 Hz Monitor, was schon beeindruckend ist, aber dieser hat einen 2. Modus, in welchem die Auflösung auf Full HD reduziert wird, aber dieser dafür die Bildrate auf 320 Hz erhöht.

Du kannst also wählen, willst du eine hohe Auflösung und eine hohe Bildwiederholungsrate, oder willst du einen Monitor, der mit 320 Hz sogar für eSport gut geeignet wäre?

Aber wie funktioniert das in der Praxis und wie gut ist die Bildqualität des LC-Power LC-M27UFD? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an LC-Power für das Zur-Verfügung-Stellen des Monitors für diesen Test.

 

Der LC-Power LC-M27UFD im Test

Auf den ersten Blick ist der LC-Power LC-M27UFD ein vergleichsweise dezenter Monitor. So setzt dieser auf ein komplett schwarzes und relativ minimalistisches Design.

So sind die Rahmen des Monitors angenehm schmal und dezent. Lediglich der untere Rahmen ist etwas dicker, was aber üblich ist.

Der Standfuß ist stabil und wirkt gut gemacht. Dabei bietet dieser eine Höhenverstellung, Winkelverstellung und du kannst den Monitor auf Wunsch hochkant stellen.

Obwohl dies ein „Gamer“-Monitor ist, verzichtet LC-Power auf RGB-Akzente oder Ähnliches, was ich aber auch begrüße.

 

Anschlüsse

Folgende Anschlüsse besitzt der LC-Power LC-M27UFD auf der Rückseite:

  • 2x HDMI 2.1
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x 3,5 mm Audio-Ausgang

Dies ist eine recht Basic-Ausstattung an Anschlüssen, welche aber soweit OK ist.

 

Technische Daten

  • LC-Power LC-M27UFD
  • 27 Zoll
  • 3840×2160 (4K UHD)
  • 160 Hz / 320 Hz
  • IPS Panel „Fast IPS“
  • 350 cd/m²
  • 10 Bit
  • 1000:1 Kontrast

Bei dem Panel könnte es sich um das M270QAN07 von AUO handeln (Spekulation).

 

Auflösung und Bildwiederholungsrate

Die große Besonderheit des LC-Power LC-M27UFD ist das Zusammenspiel zwischen Auflösung und Bildwiederholungsrate.

Normalerweise haben Monitore eine fixe maximale Bildrate, unabhängig von der eingestellten Auflösung. Nicht so der LC-Power LC-M27UFD. Dieser hat zwei „Einstellungen“:

  • 3840×2160 bei bis zu 160 Hz
  • 1920×1080 bei bis zu 320 Hz

160 Hz bei 4K-Auflösung ist schon sehr ordentlich und für 95% aller Gamer ausreichend! Aber was, wenn du mehr willst? Dann kannst du den Gaming-Modus beim LC-M27UFD einschalten. In diesem wird die maximale Auflösung auf Full HD reduziert, dafür erhältst du aber 320 Hz.

Perfekt für eSport-Titel, wo es auf die maximale Performance ankommt.

Dabei skaliert der Monitor die Full-HD-Auflösung recht sauber. Diese ist zwar klar weniger scharf als im 4K-Modus, aber wirkt auch nicht verwaschen, wie es teils vorkommen kann, wenn du einfach via Software die Auflösung reduzierst.

Einzig musst du über das OSD des Monitors zwischen den beiden Einstellungen hin und her switchen. Du kannst dir das aber auch auf eine „Schnellwahltaste“ am Monitor legen, was das Hin-und-her-Wechseln doch um einiges beschleunigt. Dennoch musst du jedes Mal eine Einstellung am Monitor ändern, wenn du den Modus wechselst.

 

Farbraumabdeckung

Aber wie steht es um die generelle Bildqualität? Leider konnte ich auf der LC-Power-Webseite keine Informationen zum Farbraum oder Ähnlichem entdecken.

Dies ist etwas überraschend, denn die Messwerte sehen soweit gut aus!

  • 100% sRGB
  • 88% AdobeRGB
  • 93% DCI-P3

Dies sind mehr als akzeptable Werte! So erreicht der Monitor eine Farbraumabdeckung, welche auch für Foto- oder Videobearbeitung ausreichend ist.

Entsprechend ist auch die subjektive Farbdarstellung gut, wenn nicht sogar sehr gut für einen Monitor mit IPS-Panel und matter Beschichtung.

 

Kalibrierung

Für Foto- und Videobearbeitung ist aber neben einer generell guten Farbdarstellung vor allem eine gute Kalibrierung wichtig.

Und erfreulicherweise macht der LC-Power LC-M27UFD auch hier eine gute Figur! So erreicht dieser im Schnitt ein Delta E von 1,06 und im Maximum von 1,97.

Ein Delta E unter 2 wird im Generellen als „akkurat“ eingestuft. Daher ist der Monitor absolut auch für Content Creation geeignet.

 

Helligkeit

Bei der Helligkeit wirbt LC-Power mit soliden, aber unspektakulären 350 cd/m². Für eine Innennutzung ist das im Normalfall ausreichend.

Zwar verfügt der Monitor auch über eine HDR-Funktionalität (DisplayHDR 400 Zertifizierung), aber willst du ein „echtes“ HDR-Erlebnis, dann würde ich dir zu einem anderen Monitor raten. Hierfür ist eine nochmals deutlich höhere Spitzenhelligkeit nötig, welche meist nur von OLEDs oder Monitoren mit Mini-LED-Backlight erreicht wird.

Aber welche Helligkeit erreicht der LC-Power LC-M27UFD in der Praxis wirklich?

Im Test erreichte der LC-M27UFD eine Helligkeit von 354 cd/m². Damit wird die Herstellerangabe erfüllt, hier gibt es also auch nichts zu bemängeln.

Auch die Ausleuchtung ist soweit gut, nicht perfekt, aber auch nicht störend schlecht.

PS: Solltest du irgendwie die Helligkeit nicht hochdrehen können, dann liegt dies am Energiesparmodus. Ist dieser aktiv, kannst du zwar auch die Helligkeit auf 100% drehen, diese ist aber auf knapp über 200 cd/m² limitiert.

 

Kontrast

Wir haben zwar ein „IPS Fast“-Panel, aber was den Kontrast angeht, ist dies ein 0815-IPS-Panel. Passend dazu wirbt LC-Power auch mit den üblichen 1000:1.

Und diese erreichen wir auch +-. So schaffte der Monitor bei mir im Test einen Kontrast von 960:1.

Dies ist nichts Besonderes, aber Standardkost für einen IPS-Panel-Monitor.

 

In der Praxis

Zunächst einmal bietet der LC-Power LC-M27UFD subjektiv eine gute Bildqualität. Der Monitor ist hell und Farben sind sehr schön sauber, klar und kräftig.

Zwar ist die Bildqualität verglichen mit einem OLED oder Ähnlichem nicht „spektakulär“, aber für einen normalen IPS-Monitor auf einem sehr hohen und guten Niveau.

Dieser Monitor ist auch ohne Probleme für das Bearbeiten von Video, Fotos usw. auf einem semi-professionellen Level geeignet.

Dabei ist der LC-Power LC-M27UFD auch sehr gut fürs Gaming geeignet. Selbst im 4K-Modus haben wir beachtliche 160 Hz. Dabei bietet das IPS-Fast-Panel wie beworben sehr gute Reaktionszeiten und eine gute Bewegungsklarheit.

Das Ganze verbessert sich im Full-HD / 320 Hz Modus. Hier wird der LC-Power LC-M27UFD durchaus zu einem „Gaming-Monster“. Vor allem ist es auch bei Full HD deutlich leichter, solche hohen Bildraten in eSport-Titeln zu erreichen.

Allerdings muss ich hier auch ganz ehrlich sein: Für mich würden die 160 Hz in der Regel beim Gaming schon ausreichen.

Ich denke, die Zielgruppe für den LC-Power LC-M27UFD sind „Hybrid-Nutzer“, die Content Creation betreiben wollen, aber auch auf eine sehr hohe Gaming-Performance Wert legen. Klar, logisch, wenn du auf den 4K-Modus verzichten kannst, dann gibt es auch noch extremere Gaming-Monitore, welche dann aber gerade für Office oder Content Creation nicht so gut geeignet sind.

 

Fazit

Mit dem LC-M27UFD liefert LC-Power einen Monitor, der sich bewusst zwischen zwei Welten positioniert und das erstaunlich gut. Im 4K-Modus bekommst du eine hohe Bildschärfe, satte Farben und eine sehr ordentliche Werkskalibrierung, die den Monitor sogar für semiprofessionelle Foto- und Videobearbeitung interessant macht. 160 Hz bei 4K sind zudem ein echtes Highlight in dieser Preisklasse.

Schaltest du in den Full-HD-Modus, verwandelt sich der Monitor dagegen in ein pures Gaming-Gerät. 320 Hz, saubere Skalierung und schnelle IPS-Reaktionszeiten machen ihn absolut eSport-tauglich. Zwar musst du den Moduswechsel manuell über das OSD vornehmen, aber dafür bekommst du im Grunde zwei Monitore in einem.

Abstriche gibt es beim Kontrast und HDR – typische IPS-Schwächen, die man aber angesichts des Gesamtpakets verschmerzen kann. Entscheidend ist: Der LC-M27UFD bietet sowohl starke Produktivitäts- als auch Gaming-Leistung, ohne sich klar auf eine Seite festlegen zu müssen.

Wenn du also ein echtes Hybrid-Setup suchst, hohe Auflösung für Content Creation und extreme Bildraten für kompetitives Gaming, dann ist der LC-Power LC-M27UFD einer der spannendsten Allrounder, die du aktuell finden kannst. Dies zu einem Preis von rund 300€ ist ein faires Angebot!

Die Anker Prime 26K 300W Powerbank im Test, der neue Gold Standard?

Anker hat mit der Prime Powerbank 26K, 300W ein neues Flaggschiff-Modell auf den Markt gebracht.

Diese ist ein gutes Stück kleiner und kompakter als die alte Anker Prime 27.650mAh, bei zeitgleich mehr Leistung, ähnlicher Kapazität und generellem Funktionsumfang.

Und gerade Letzterer ist beeindruckend! So bringt auch die Prime Powerbank 26K, 300W wieder einen App/Bluetooth-Support mit, ein großes LCD-Farbdisplay und jetzt sogar 250 W Laden! WOW!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann dies alles in einem kompakten Gehäuse gut gehen? Finden wir dies im Test der Anker Prime Powerbank (26K, 300W) heraus!

 

Die Anker Prime Powerbank (A110A) im Test

Mit 577 g und 160 x 63 x 37,7 mm ist die Anker Prime für eine Kapazität von 26.250 mAh und einer Ausgangsleistung von satten 300 W sehr kompakt!

Vergleichen wir diese mit anderen High-End-Flaggschiff-Powerbanks, die eine ähnliche Kapazität und eine Ausgangsleistung von 140 W oder mehr haben.

Hier können wir sehen, wie kompakt und leicht diese Powerbank für ihre Leistungsklasse ist. Natürlich ist das weiterhin keine winzige Powerbank, aber für ein High-End-Modell ist sie schon beeindruckend handlich.

Dabei ist die Prime auch sehr hochwertig gemacht. Zwar ist der Hochglanz-Kunststoff auf der Front etwas anfällig gegenüber Kratzern, sieht aber auch schick aus.

 

Das Display der Prime

Ein Highlight der Anker Prime Powerbank ist das vergleichsweise große Farbdisplay auf der Front.

Dieses zeigt dir auf Wunsch einige weitere Informationen zu deiner Powerbank an. Folgende Informationen werden von Haus aus angezeigt:

  • Akkustand in %

  • Ausgangsleistung insgesamt in Watt

  • Ausgangsleistung pro Port in Watt

  • Temperatur-Zustand

  • Bluetooth-Zustand

Zudem wird dir beim Anschließen eines Kabels angezeigt, welche Leistung dieses maximal unterstützt. Praktisch!

Etwas schade ist, dass z. B. die Zyklenanzahl oder die Batteriegesundheit nicht angezeigt werden.

Über die App lässt sich auf Wunsch auch ein „Bildschirmschoner“ (Uhr) permanent anzeigen, wenn die Powerbank lädt.

 

Bluetooth und App

Neben dem Display kannst du auch weitere Informationen via Bluetooth und die Anker App erhalten.

Über die Anker App kannst du zunächst alle Informationen sehen, die auch das Display anzeigt. Dies wäre die aktuelle Leistung, Akkustand usw.

Aber es gibt auch weitere Informationen und Einstellungsmöglichkeiten:

  • Akkustand in %

  • Ausgangsleistung insgesamt in Watt

  • Ausgangsleistung pro Port in Watt

  • Akkutemperatur in Grad

  • Akkuzustand in %

  • Ladekabel-Infos

  • Genutzter Ladestandard

  • Lademodus

  • Bildschirmeinstellungen (Helligkeit, Anzeigedauer, Bildschirmschoner)

  • Firmware-Updates

Ein großer Pluspunkt ist die Möglichkeit, über die App die Leistungsverteilung der USB-Ports frei einstellen zu können.

Damit bietet die App klar einen Mehrwert.

 

Anschlüsse der Anker Prime Powerbank (26K, 300W)

Die Anker Prime Powerbank verfügt über 2x USB-C und 1x USB-A, eine aus meiner Sicht perfekte Kombination.

  • USB-C – 140 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB-A – 18 W Quick Charge und 22,5 W Super Charge – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2,25A, 12V/1,5A

Beide USB-C-Ports können eine Leistung von bis zu satten 140 W nach dem USB Power Delivery Standard ausgeben. Damit haben die USB-C-Ports mehr als ausreichend Leistung für Smartphones, Tablets und natürlich auch für große Notebooks.

Spannenderweise bieten die USB-C-Ports diesmal auch eine 12V-Spannungsstufe, welche Anker ansonsten gerne weglässt.

 

PPS-Stufen

Wie es sich für eine solche High-End-Powerbank gehört, unterstützt die Anker Prime Powerbank (26K, 300W) natürlich auch den PPS-Standard. Dies auch sehr umfangreich!

  • 5 – 11 V bei bis zu 5 A

  • 4,5 – 21 V bei bis zu 5A

Damit haben wir eine perfekte PPS-Range! Somit kann die Powerbank alle aktuellen Samsung- und Google Pixel-Smartphones mit dem vollen Tempo laden, wie auch viele chinesische Smartphones.

Sehr gut! Mehr Infos zu PPS findest du hier → https://techtest.org/was-ist-pps-und-avs-usb-power-delivery-ladegeraete-mit-pps-uebersicht-und-info/

 

Kein AVS

Leider unterstützt die Powerbank mit der aktuell verfügbaren Firmware (Ende 2025) kein AVS.

 

Anker 150 W Laden

Anker hat einen eigenen „proprietären“ Ladestandard erschaffen. Dieser erlaubt ein Laden mit bis zu 150 W. Dieser Standard wird auch von beiden USB-C-Ports der Powerbank unterstützt.

Dieser Standard wird allerdings nur von Anker-Produkten unterstützt, ist also in der Praxis so semi nützlich.

 

Konstante Leistung?

Laut Anker soll die Powerbank bis zu 300 W Leistung liefern können. Grundsätzlich stimmt dies auch.

Die Powerbank hat eine Spitzenleistung von bis zu 300 W (2x 150W). Wichtig, Spitzenleistung! Die Powerbank kann diese Leistung nicht konstant bereitstellen.

Erfreulicherweise schaffte diese bei mir konstant 140 W, aber alles darüber hinaus wird knapp und kann je nach Umgebungstemperatur zu einer Drosselung führen.

Und ja, das ist leider normal für viele High-End-Powerbanks. Konstant 140 W ausgeben zu können ist schon eine recht starke Leistung.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut Anker bietet die A110A eine Kapazität von 26.250 mAh bzw. 99,75 Wh. Aber wie sieht es praktisch aus? Welche nutzbare Kapazität konnte ich messen?

Im Test schwankte die Kapazität zwischen 21.522 mAh bzw. 79,632 Wh und 24.267 mAh bzw. 89,787 Wh.

Dies ist eine Spanne von 80 % bis 90 % der Herstellerangabe. Das ist ein besseres Abschneiden, als ich erwartet hätte!

80 % bis 90 % echte nutzbare Kapazität ist für eine High-End-Powerbank wie diese gut!

 

Ladedauer

Laut Anker kann die Powerbank mit bis zu 250 W laden, wenn du zwei Netzteile gleichzeitig nutzt. Mit einem Ladegerät sind bis zu 150 W bzw. 140 W möglich.

Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Hier wird es nun etwas wild! Beim Laden mit 2x 140 W können wir sehen, dass die Powerbank wirklich bis zu +- 238 W aufnimmt, was extrem viel ist!

Allerdings schafft dies die Powerbank nur temporär und drosselt sich vermutlich aufgrund der Hitzeentwicklung recht schnell herunter.

Dennoch ist die Powerbank in gerade einmal 48 Minuten gefüllt!

Beim Laden mit 150 W an einem speziellen Anker-Ladegerät dauerte eine Ladung 55 Minuten.

Beim Laden an einem universellen 140 W Ladegerät dauerte eine Ladung 59 Minuten.

Anker ist derzeit klar der König der schnell ladenden Powerbanks.

 

Fazit

Wie gut ist Ankers neue High-End-Powerbank? Sehr gut ist die Antwort! Dies ist die vermutlich beste High-End-Powerbank derzeit auf dem Markt (mit unter 100 Wh Kapazität).

Zwar ist der Sprung von der „alten“ Prime 250W Powerbank oder der Anker 737 nicht gewaltig aus technischer Sicht, aber wir haben hier eine gelungene Weiterentwicklung.

Vor allem ist die neue Anker Prime Powerbank (26K, 300W) für die hohe Kapazität und hohe Leistung sehr kompakt! Es ist beeindruckend, wie Anker es geschafft hat, seine neue Powerbank verglichen mit der alten Prime zu verkleinern, aber weiterhin Leistung und Kapazität hochzuhalten.

Dabei bot die Powerbank bei mir im Test eine hohe maximale Kapazität von 24.267 mAh bzw. 89,787 Wh, ein sehr schnelles Aufladen (0% auf 100% in 48 Minuten), eine perfekte PPS-Range, ein gelungenes Display und nicht zuletzt den starken App-Support.

Was spricht aber gegen die Anker Prime Powerbank (26K, 300W)? Diese kann in der Praxis nicht konstant 300 W liefern (+- 140 W scheint das konstante Maximum zu sein) und sie hat noch keinen AVS-Support.

Angebot
Anker Prime Powerbank, 26250mAh, tragbares Ladegerät mit 3 Ports und...

✅ Pro

  • Sehr kompakt und leicht für die Leistungsklasse 
  • Hohe nutzbare Kapazität (80-90% der Herstellerangabe = bis zu 24.267 mAh / 89,787 Wh)
  • Extrem schnelles Laden (0-100% in 48 Minuten mit 2x 140W)
  • Großes, informatives LCD-Farbdisplay
  • Umfangreicher App-Support mit Bluetooth 
  • Perfekte PPS-Range (5-11V @ 5A, 4,5-21V @ 5A) für alle modernen Smartphones
  • 2x USB-C mit je 140W + 1x USB-A 
  • 12V-Spannungsstufe vorhanden 
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Anzeige der maximalen Kabelleistung beim Anschließen

❌ Kontra

  • Hoher Preis (200€)
  • Keine konstante 300W-Leistung (nur Spitzenleistung, konstant ca. 140W)
  • Kein AVS-Support 

Und natürlich der Preis. 200€ sind ein dicker Batzen für eine Powerbank und es gibt aus Sicht der Preis/Leistung klar bessere Modelle. In Ankers LineUp z. B. die Anker 737 oder z. B. die INIU 27.000 mAh 140 W Powerbank. Diese kannst du je nach Angebot 2-3x kaufen zum Preis der Anker Prime Powerbank (26K, 300W).

Dennoch bleibt die Anker Prime Powerbank (26K, 300W) eine herausragende und sehr kompakte Powerbank für ihre Leistungsklasse!

Lithium AA Akkus Test: EBL 3000mWh Lithium AA Akkus- Besser als NiMH?

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Wir haben uns schon einige Lithium-basierte AA Akkus im Test angesehen. Diese stammten allerdings meist von unbekannten Herstellern. Mit EBL haben wir aber heute eine Marke im Test, die schon etwas länger auf dem Markt ist und auch einige Akku-Produkte anbietet. Diese haben beispielsweise einige ganz ordentliche Ni-MH Akkus im Sortiment.

Heute soll es aber um die 3000 mWh Lithium Akkus von EBL gehen. Diese bekommst du zum Zeitpunkt des Artikels in einem 8er Set und mit Ladegerät für rund 20€.

Kein extrem niedriger Preis, hier gibt es einige Modelle, welche doch deutlich günstiger sind. Aber vielleicht sind ja die EBL Akkus auch besonders gut?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Die EBL Lithium AA Akkus mit 3000 mWh im Test

Ich habe die EBL Lithium Akkus in einem Set gekauft, welches 8 Akkus und ein passendes Ladegerät umfasst.

Bei dem Ladegerät handelt es sich um ein recht „klassisches“ 8-Port-Ladegerät. Die Akkus werden hier auf der Oberseite eingelegt und es gibt für jeden Akku eine Status-LED.

Das Ladegerät ist soweit OK, aber dieses ist weniger elegant als die Ladeboxen, die ich bei einigen Konkurrenten gesehen habe.

Immerhin kann das EBL Ladegerät sowohl Lithium wie auch Ni-MH Akkus laden. Das Ladegerät selbst wird via USB-C versorgt.

Die Akkus werden zusätzlich in einer kleinen Box geliefert, in welcher diese auch aufbewahrt werden können. Ansonsten gibt es hier nichts Besonderes. Die Akkus entsprechen dem üblichen AA-Standard.

 

Schutz vor Tiefentladung

Lithium-AA-Akkus besitzen eine integrierte Schutzschaltung, die sie vor Überlastung, Kurzschluss und Tiefentladung schützt. Klassische NiMH-Akkus sind hier deutlich empfindlicher: Sinkt ihre Spannung unter 1 Volt, können sie dauerhaft geschädigt werden, ein häufiges Problem in Geräten, die ursprünglich für Einwegbatterien ausgelegt sind.

Die EBL Lithium-Akkus verfügen zusätzlich über eine intelligente Abschaltautomatik. Sie trennt den Akku vom Verbraucher, sobald die kritische Entladeschwelle erreicht ist. Das verlängert spürbar die Lebensdauer. Dank dieser Technik schneiden Lithium-AA-Akkus bei der Haltbarkeit oft besser ab als herkömmliche NiMH-Modelle, da es schwieriger ist, diese zu tief zu entladen.

 

Kapazitätsangaben richtig verstehen: mAh vs. mWh

Bei der Leistungsangabe von Akkus begegnen einem zwei Einheiten: Milliamperestunden (mAh) und Milliwattstunden (mWh). Sie beschreiben unterschiedliche Aspekte der Kapazität:

mAh (Milliamperestunden): Gibt an, wie viel elektrische Ladung ein Akku speichern kann und wie lange er bei einer bestimmten Stromaufnahme durchhält. Die Spannung wird dabei nicht berücksichtigt.

mWh (Milliwattstunden): Steht für die tatsächlich gespeicherte Energie und ergibt sich aus mAh × Spannung. Dieser Wert ist besonders hilfreich, um Akkus mit verschiedener Technologie zu vergleichen.

Zum Vergleich der Nennspannungen:

  • NiMH-Akkus: 1,2 V
  • Lithium-AA-Akkus: 1,5 V

Ein NiMH-Akku mit 2900 mAh bringt es auf rund 3500 mWh (2900 × 1,2 V), ein Lithium-Akku mit gleicher mAh-Zahl hingegen auf etwa 4350 mWh – dank der höheren Spannung. Für einen fairen Vergleich ist daher mWh die aussagekräftigere Einheit.

 

Einsatzgebiete: Wo Lithium-Akkus sinnvoll sind und wo nicht

Trotz ihrer Vorteile eignen sich Lithium-AA-Akkus nicht für jedes Gerät. In Geräten mit sehr niedrigem Stromverbrauch, zum Beispiel Uhren, Fernbedienungen oder Wetterstationen, arbeiten sie aufgrund des integrierten Spannungswandlers oft weniger effizient. Tests zeigen, dass ihre nutzbare Kapazität bei minimaler Last (z. B. 0,1 A) geringer ausfällt als bei mittlerer Last (z. B. 0,4 A).

In solchen Fällen sind NiMH-Akkus weiterhin die bessere Wahl. Ihre Stärken spielen Lithium-Akkus wie die Modelle von EBL besonders in Geräten mit höherem Energiebedarf aus: etwa in Taschenlampen, Radios, LED-Kerzen oder motorbetriebenen Geräten. Dort überzeugen sie durch hohe Leistungsfähigkeit und lange Lebensdauer.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Ich habe 4 Akkus aus dem Set getestet, dies bei drei Laststufen: 0,1A, 0,4A und 1A. Und hier gab es eine Überraschung!

So konnten die Akkus im Schnitt die Herstellerangabe von 3000 mWh übertreffen!

Im Schnitt erreichten wir bei 0,1A Last 3183 mWh bzw. 2196 mAh, bei 0,4A 3166 mWh bzw. 2212 mAh und bei 1A Last 2472 mWh bzw. 1796 mAh.

Dies sind die ersten Lithium-AA-Akkus, die ich im Test hatte, die die Herstellerangabe übertreffen konnten! Sehr gut!

Allerdings gibt es eine Auffälligkeit: Akku Nummer 4. Bei 0,1A und 0,4A Last schnitt dieser deutlich schwächer ab als Akku 1-3, was für eine höhere Serienstreuung spricht. Bei 1A Last hingegen schnitt dieser am besten ab. Und ja, ich habe diese Ergebnisse überprüft.

Dennoch sieht die Kapazität im Schnitt sehr gut aus, auch im Vergleich zu anderen Lithium-AA-Akkus.

 

Generell stabile Spannung

Lithium-AA-Akkus wie die von EBL liefern oft eine stabile Spannung, die auch unabhängig vom Ladezustand bleibt. Sie halten konstant etwa 1,5 V, ideal für Geräte, die immer eine hohe Leistung benötigen. Doch bleibt die Spannung wirklich immer gleich?

Nicht ganz: Bei etwa 4–5 % Restkapazität sinkt die Spannung gezielt auf 1,1 V ab. Aber warum? Viele Geräte erkennen den Akkustand nämlich anhand der Spannung. Würde diese bis zum Ende bei 1,5 V bleiben, gäbe es keine Warnung vor leer werdenden Akkus. Die gezielte Absenkung signalisiert dem Gerät: „Achtung, bald ist Schluss!“, sodass es rechtzeitig eine Low-Battery-Meldung anzeigen kann. Diese intelligente Spannungsregelung ist bei vielen Lithium-AA-Akkus Standard, allerdings nicht bei allen.

 

1A Last = schwierig

Lithium-AA-Akkus können in der Regel recht gut hohe Leistungen liefern. 1A ist hier kein Problem, manche Hersteller werben sogar mit maximal 2 A oder 3 A, was extrem viel ist!

1A ist für eine herkömmliche Batterie viel zu viel und auch für NiMH-Akkus schon grenzwertig.

Auch die EBL 3000 mWh Akkus scheinen sich mit höheren Lasten etwas schwerer zu tun. So konnte ich hier ein recht wirres Spannungsverhalten beobachten.

So zeigten 3 von 4 Akkus ein völlig anderes Spannungsverhalten. Die Drosselung am Ende auf 1,1 V fiel bei diesen komplett aus. Nur 1 Akku (Akku Nummer 4) zeigte dieses Verhalten noch.

Zudem taten sich Akku Nummer 2 und 3 recht schwer dabei, die Spannung konstant auf ±1,5 V zu halten.

1A ist allerdings auch schon eine recht extreme Last für einen AA-Akku, welche so im Alltag praktisch nie vorkommt. Es zeigt nur, dass wir hier vielleicht einen etwas schwächeren Spannungswandler haben.

Dies sehen wir auch bei der Kapazität, welche bei 1A doch ein Stück einbricht.

 

Fazit

Ich bin bei den EBL 3000 mWh etwas hin und her gerissen. Einerseits boten die Akkus im Schnitt mit 3183 mWh bzw. 2196 mAh eine sehr gute Kapazität für Akkus, die mit 3000 mWh werben!

Damit liegen diese im Schnitt etwas über anderen 3000 mWh Akkus, die ich bisher getestet habe.

Allerdings zeigten die Akkus unter hoher Last (1A) ein etwas merkwürdiges Verhalten bei der Spannung, das ich so von anderen Lithium-Akkus nicht kenne. Auch scheint hier die Serienstreuung etwas größer zu sein.

Daher kommt es am Ende wie so oft auf den Preis an. Bekommst du die EBL 3000 mWh Akkus zu einem guten Kurs, dann sind diese OK. Guter Kurs wäre für mich um die 20-25€ für das 8er Pack inklusive Ladegerät. Darüber gibt es aus meiner Sicht dann bessere Alternativen, wie die 3600 mWh Akkus von Zepath.

Der Bambu Lab H2S nach rund 1000 Stunden, wie gut ist der 3D-Drucker?

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Ich war immer ein großer Fan des 3D-Druckens, allerdings hatte ich bisher immer vergleichsweise günstige Modelle genutzt. Mein meist verwendeter 3D-Drucker war z. B. der Creality Ender 3 V3 KE, den ich bis heute auch weiterhin mag!

Allerdings hatte ich mich nun vor ein paar Monaten entschieden, doch ein etwas teureres Modell zu kaufen. Nach etwas Hin und Her fiel meine Wahl auf den Bambu Lab H2S.

Dieser hat bei mir mittlerweile rund 1000 Betriebsstunden auf der Uhr (genau genommen knapp über 800)!

Ich denke, dies ist eine Zeit, die ausreicht, um doch ein gutes Fazit zu diesem erstellen zu können. Wie gut ist der Bambu Lab H2S und gab es in den ersten rund 1000 Stunden Probleme?

 

Der Bambu Lab H2S im Test

Bei dem Bambu Lab H2S handelt es sich um einen großen Core XY 3D-Drucker, also ein Modell, das komplett geschlossen aufgebaut ist.

Dieser ist das kleinere Modell zum H2D, welcher im Gegensatz zum H2S nur über einen Druckkopf verfügt. Mit über 1000 € ist dies aber weiterhin ganz klar ein High-End-Modell.

Sicherlich ein wichtiger Faktor, um diesen Preis zu rechtfertigen, ist der große Druckraum.

So besitzt der H2S einen Bauraum von 340 x 320 x 340 mm, was schon sehr groß ist! Diesen großen Bauraum habe ich auch zu schätzen gelernt und er ist klar ein dicker Pluspunkt.

Passend zum Preis ist der Drucker auch sehr massiv und stabil gearbeitet! Wir haben massive Seitenpaneele und die Fronttür, wie auch der Deckel, sind aus Glas.

Zur Steuerung haben wir einen großen Touchscreen, welcher auch recht hoch aufgelöst ist.

 

Kamera im Innenraum

Im Innenraum des H2S befindet sich eine Full-HD-Kamera + LED-Lichter. Diese kann Zeitraffer-Aufnahmen erstellen und erlaubt dir ein Überwachen des Druckens von unterwegs aus.

Die Kamera liefert eine gute Qualität und stabile Bildrate.

 

Mit AMS

Den H2S gibt es natürlich auch mit AMS, hier mit dem AMS 2 Pro, welches ich auch gekauft habe. Dieses erlaubt den 4-Fach-Farbwechsel und vor allem auch das „einfache“ Einlegen von Filament-Rollen.

Gerade Letzteres finde ich sehr angenehm! Auch liegen so die Rollen nicht einfach offen herum.

Allerdings habe ich den Multi-Farben-Druck an sich relativ selten genutzt. Dieser erfordert jedes Mal das „Purgen“ des Restfilaments in der Düse. Hierdurch ist der häufige Farbwechsel extrem verschwenderisch!

Bei großen Projekten mit häufigem Farbwechsel wird oftmals mehr Filament weggeworfen, als für den Druck benötigt wird.

Meist habe ich dies nur bei sehr kleinen Sachen genutzt oder nur 1–2 Farbwechsel eingebaut.

Für mich ist der große Pluspunkt beim AMS vor allem das leichtere und schnellere Wechseln zwischen Filamenten.

 

Für fast jede Art Filament

Der H2S kann praktisch jeden Typ Filament verarbeiten. Dies dank einer Düse aus gehärtetem Stahl, die bis zu 350 Grad erreichen kann, einem 120-Grad-Heizbett und einer aktiven Kammerheizung, falls nötig.

So wirbt Bambu Lab mit folgenden unterstützten Filamenten:

PLA, PETG, TPU, PVA, BVOH, ABS, ASA, PC, PA, PET, PPS, Kohlenstoff-/Glasfaserverstärktes PLA, PETG, PA, PET, PC, ABS, ASA, PPA, PPS

 

Aufbau, Einrichtung und Installation

Bambu Lab 3D-Drucker gelten als sehr anfängerfreundlich und leicht zu nutzen. Dies kann ich bestätigen! Das Schwierigste beim Aufbau des H2S ist es, den rund 30 kg schweren 3D-Drucker aus dem Karton zu heben.

Ansonsten ist die Montage recht selbsterklärend. Du musst das AMS (falls mitbestellt) aus dem Drucker nehmen und einige Schrauben entfernen. Diese Schrauben fixieren die diversen Achsen beim Transport.

Eine einfache Anleitung liegt bei. Abseits des Ansteckens der Schläuche des AMS ist keine weitere Montage nötig.

Für die Einrichtung ist allerdings die Bambu Lab App Pflicht, welche genutzt wird, um den Drucker mit deinem Account zu verknüpfen.

 

Account-Bindung

Ein etwas strittiger Punkt bei Bambu Lab ist die starke Bindung an Cloud-Dienste. Von Haus aus sind die Bambu Lab Drucker von der Bambu Lab Cloud abhängig.

Hast du kein Internet oder die Cloud ist down, dann hast du Spaß! Es gibt zwar einen „LAN“-Offline-Modus, aber dieser war bei mir auch etwas zickig und löst die Account-Verknüpfung komplett und deaktiviert Features wie den Zugriff über die Bambu Lab App.

 

Unheimlich zuverlässig!

Für mich das größte Highlight am Bambu Lab H2S ist bisher die Zuverlässigkeit. Damit meine ich jetzt nicht die „Haltbarkeit“, sondern wie zuverlässig dieser druckt.

In rund 1000 Stunden PLA und PETG hatte ich 0 Probleme mit der Druckbett-Haftung, der automatischen Nivellierung usw.

Ich lade mein Projekt in den Bambu Lab Slicer, schicke dieses an den Drucker und der macht.

Ich brauche nicht zu schauen, ob alles OK ist, ich konnte mich bisher völlig auf den H2S verlassen, dass die automatischen Sensoren, die Kalibrierung usw. alles für mich regeln.

Das kannte ich so vom Creality Ender 3 V3 KE oder auch Anycubic Kobra S1 nicht. Hier klappen zwar die Drucke in der Regel auch, aber ab und an (ca. 5–10 %) sitzt die erste Schicht nicht oder Ähnliches.

Hier muss ich nach dem Druckstart am besten schauen und beobachten, ob die ersten paar Schichten gut werden, dann läuft es bei diesen auch meist durch.

Diese Sorge hatte ich beim H2S 0! Der Drucker ist hier einfach unheimlich zuverlässig.

 

Was für eine tolle Druckqualität!

Der wichtigste Punkt ist die Druckqualität. Ich habe mit dem H2S viele Rollen PLA, PLA+ und PETG verdruckt. Zugegeben recht „einfache“ Materialien.

Dabei habe ich primär Filamente von Drittanbietern genutzt (JAYO, SUNLU, ELEGOO, eSUN, usw.), einfach aufgrund des Preises.

Bambu Labs eigene Filamente werden vom Drucker auch automatisch vom AMS erkannt und entsprechend perfekt eingestellt. Dies ist bei Drittanbieter-Filament so in der Regel nicht der Fall. Es gibt hier zwar auch ein paar Profile, aber nicht für die Marken, die ich primär genutzt habe.

Dennoch war und ist die Druckqualität des H2S HERAUSRAGEND! Ich hätte nicht erwartet, dass ein 3D-Drucker so fein und glatt drucken kann wie der H2S.

Gerade mit den Marmor-Filamenten habe ich einige absolut fantastische Ergebnisse drucken können, die kaum oder gar nicht als 3D-Druck erkennbar sind.

Der H2S übertrifft den Anycubic Kobra S1 und den Creality Ender 3 V3 KE gerade bei Oberflächen und wie deutlich Linien sichtbar sind, deutlich. Drucke werden um einiges glatter und somit weniger als 3D-Drucke erkennbar.

Auch der kleine Bambu Lab A1 wird nochmals vom H2S übertroffen. Allerdings ist hier der Unterschied kleiner, aber vorhanden.

Gewinde und ähnliche Strukturen werden sauber gedruckt und auch die Maßgenauigkeit ist klar die beste der bisher von mir getesteten 3D-Drucker. Teile, die ineinander passen sollen, passen auch präzise.

Kurzum, ja, der Bambu Lab H2S liefert die Druckqualität, die bei seinem Preis zu erwarten ist.

 

Hohe Geschwindigkeit

Auf dem Papier bietet der H2S folgende Geschwindigkeitswerte:

  • Maximale Geschwindigkeit – 1000 mm/s
  • Maximale Beschleunigung – 20.000 mm/s²
  • Maximaler Durchfluss des Hotends (Standard-Flow-Hotend) – 40 mm³/s

Mit maximal 1000 mm/s ist der H2S in der Theorie ein sehr schneller Drucker! Und ich kann auch bestätigen, dass dieser klar der schnellste 3D-Drucker ist, den ich bisher in den Fingern hatte.

Praktisch ist er aber nicht viel schneller als die meisten Core XY Modelle. In der Regel wirst du diesen nicht bis ans Limit pushen, was die Geschwindigkeit angeht.

Zwar bleibt die Druckqualität auch bei hoher Geschwindigkeit noch sehr stabil, aber irgendwann ist auch hier der Punkt erreicht, wo diese etwas leiden kann oder einfach der Durchfluss des Hotends der limitierende Faktor ist.

Einfach so als Referenz ein paar Benchy-Zeiten:

  • 0,20 mm Schichten Standard-Qualität – ca. 32 Minuten
  • 0,20 mm Schichten Hohe Qualität – ca. 42 Minuten
  • 0,28 mm Schichten Standard-Qualität – ca. 28 Minuten

Hinzu kommen immer ca. 5 Minuten für die automatische Nivellierung des Druckbetts, Heizen usw.

 

Extrem leise

Ein Highlight beim H2S ist auch die Lautstärke. Dies ist der mit Abstand leiseste 3D-Drucker, den ich jemals erlebt habe.

Die Bewegungen des Druckkopfes sind mit geschlossener Tür fast nicht zu hören. Auch die Lüfter sind praktisch lautlos.

Der Anycubic Kobra S1, Bambu Lab A1 und Creality Ender 3 V3 KE sind um einiges lauter.

Was allerdings auch beim H2S relativ laut ist, ist das AMS 2 Pro. Wenn dieses Filament wechselt, ist dieses um einiges lauter als der Drucker selbst. So dreht dieses die Rollen sehr schnell und aggressiv. Leider gibt es hier keinen „Silent“-Modus.

 

Bisher kein Verschleiß (oder Wartung nötig)

Ich habe jetzt genau genommen knapp über 800 Stunden beim H2S auf der Uhr. In dieser Zeit zeigte der Drucker KEINE Probleme!

Es gab keinen Ausfall, Zickereien oder Ähnliches. Er funktioniert einfach.

Auch musste ich in dieser Zeit keine Wartung durchführen oder Teile tauschen. Selbst der Filament-Schneider funktioniert noch, auch wenn Bambu Lab hier schon einen Austausch empfohlen hätte.

Ebenso konnte ich keine Verschlechterung der Druckqualität beobachten. Dieses Problem hatte ich z. B. beim Anycubic Kobra S1, welcher nach weniger Zeit bereits eine leichte Verschlechterung der Druckqualität zeigte und ich auch bis heute nicht so recht weiß, was genau diesen Verschleiß ausgelöst hat (ich vermute die Riemen).

Weiterhin arbeitet der H2S sehr leise, es gibt kein Quietschen und kein Kratzen oder Ähnliches. Allerdings hatte ich diesen nach rund 700 Stunden einmal nachgefettet. Passendes Fett lag bereits im Lieferumfang. War dies nötig? An sich nicht, aber ich hatte da langsam das Gefühl, dass es nicht schaden würde.

 

Sonstige Probleme?

Aber gab es irgendwie andere Probleme oder Auffälligkeiten mit dem Bambu Lab H2S?

  • Das WLAN-Modul im H2S scheint einen relativ schwachen Empfang zu haben.
  • Das AMS 2 Pro machte mit einigen Drittanbieter-Filamenten ab und an Probleme, wenn dort die Rollen zu leer wurden. Hierdurch wurden die Rollen zu leicht und beim aggressiven Wickeln des AMS 2 Pro hüpften diese, wodurch sie blockierten. Es gibt 3D-druckbare „Gewichte“ für Filament-Rollen, welche dieses Problem beheben.

 

Filament-Erfahrungen

Grundsätzlich kam der Bambu Lab H2S bei mir sehr gut mit allen Filamenten klar, die ich diesem vorgesetzt habe.

Dabei benötigen diese auch in der Regel nicht viel Konfiguration. Ich weiß nicht, ob dies an den zusätzlichen Sensoren oder dem Extruder liegt, aber der H2S war nicht wählerisch, im Gegensatz zum Anycubic Kobra S1.

Der Anycubic Kobra S1 benötigt mehr manuelles Eingreifen und Konfiguration, um gerade mit „schwierigen“ Filamenten gute Ergebnisse zu erzielen.

Einzig die Standard-Profile beim H2S sind alle sehr „heiß“, was zu starkem Stringing gerade mit PETG führt. Hier würde ich empfehlen, die Temperatur etwas abzusenken. PLA wird im „generischen“ Profil mit 220 Grad gedruckt und PETG mit 255 Grad, was nach meiner Erfahrung etwas viel ist. 200 Grad bei PLA und 230–240 Grad bei PETG zeigten bei mir auch mit universellen Filamenten meist die besten Ergebnisse.

Neben den Bambu Labs eigenen Filamenten kann ich besonders die von SUNLU empfehlen, welche oftmals deutlich günstiger zu bekommen sind. Ich drucke aber auch JAYO, eSUN, Elegoo, Creality Soleyin Ultra usw.

 

Fazit

Der Bambu Lab H2S ist nach rund 1000 Betriebsstunden zweifellos der beste 3D-Drucker, den ich bisher testen oder auch privat nutzen durfte. Ja, mit über 1000 € ist dies kein günstiges Modell, aber du bekommst hier auch wirklich Premium-Qualität geboten.

Die großen Pluspunkte

Das absolute Highlight ist für mich die Zuverlässigkeit. In über 800 Stunden hatte ich nicht einen einzigen fehlgeschlagenen Druck aufgrund von Haftungsproblemen oder Kalibrierung. Der H2S funktioniert einfach, du startest den Druck und kannst dich darauf verlassen, dass das Ergebnis stimmt. Diese Sorglosigkeit ist Gold wert!

Die Druckqualität ist herausragend und rechtfertigt den Preis vollends. Oberflächen werden deutlich glatter als bei günstigeren Modellen, und die Maßgenauigkeit ist die beste, die ich bisher erlebt habe. Selbst mit günstigen Drittanbieter-Filamenten erzielt der H2S beeindruckende Ergebnisse.

Der große Bauraum von 340 x 320 x 340 mm eröffnet völlig neue Möglichkeiten, und die extrem leise Arbeitsweise (abgesehen vom AMS beim Filamentwechsel) macht den Drucker auch wohnzimmertauglich.

Kleinere Kritikpunkte

Die Cloud-Bindung ist sicherlich nicht jedermanns Sache, und der LAN-Offline-Modus funktioniert nicht optimal. Das WLAN-Modul könnte stärker sein, und das AMS 2 Pro ist beim Filamentwechsel deutlich lauter als der Drucker selbst.

Der Multi-Farben-Druck ist durch das Purgen extrem verschwenderisch, hier würde ich mir eine effizientere Lösung wünschen. Dies wird ja auch kommen, aber zu welchem Preis ist die Frage.

Unterm Strich

Wenn du bereit bist, über 1000 € zu investieren und einen zuverlässigen, qualitativ hochwertigen 3D-Drucker mit großem Bauraum suchst, ist der Bambu Lab H2S eine klare Empfehlung. Für Einsteiger, die primär auf den Preis achten, gibt es günstigere Alternativen, aber wer einmal die Zuverlässigkeit und Druckqualität des H2S erlebt hat, möchte nicht mehr zurück.

Der H2S zeigt, wie problemlos 3D-Druck sein kann, wenn die Technik stimmt. Nach 1000 Stunden kann ich sagen: Kaufempfehlung! Bisher benötigte der Drucker keine Reparaturen oder machte irgendwelche Probleme, was ich über den Anycubic S1 oder Creality Ender 3 V3 KE leider nicht sagen kann.

everHome EcoTracker IR Test: Stromverbrauch ohne Elektriker überwachen

Das Überwachen des heimischen Stromverbrauchs ist etwas sehr Spannendes und Wichtiges. Aber wie machen? Den ganzen Tag vorm Zähler stehen ist meist keine Option. Hier gibt es natürlich „smarte“ Zähler und Module, die du in deinem Zählerschrank einbauen kannst, um den Stromverbrauch komfortabel via App überwachen und mitloggen zu können. Solch eine Lösung wäre z. B. der Shelly 3EM-63W Gen3.

Allerdings muss dieser fest in deinem Zählerschrank verdrahtet werden, was im besten Fall ein Elektriker machen sollte. Dies ist eine gewisse Hürde, denn finde mal einen Elektriker, der für so was rauskommt und nicht gleich ein kleines Vermögen will.

Aber es gibt noch eine alternative Lösung, die ohne Elektriker funktioniert. Diese wäre z. B. der everHome EcoTracker IR.

Die meisten von uns werden schon einen „smarten“ Zähler haben. Diese verfügen über eine Infrarot-Schnittstelle und können über diese Daten zum Stromverbrauch übermitteln.

Der everHome EcoTracker IR nutzt nun diese Schnittstelle, um den Verbrauch, den Zählerstand usw. auszulesen. Dies funktioniert auch ganz ohne die Installation durch einen Elektriker. Der everHome EcoTracker IR muss nur an deinen Zähler angeheftet werden und fertig!

Aber funktioniert dies in der Praxis wirklich so gut und einfach? Finden wir es im Test heraus!

 

Der everHome EcoTracker IR im Test

Bei dem everHome EcoTracker IR handelt es sich im Kern um ein recht kleines Modul mit einem USB-C-Port auf der Rückseite.

Dieses Modul wird einfach über Magnete an deinem Zähler gehalten. Dabei finden sich auf der Front zwei IR-Sensoren, welche mit deinem Zähler kommunizieren.

Neben dem kleinen Modul haben wir ein USB-C-Netzteil mit im Lieferumfang. Dieses setzt leider auf ein fest integriertes Kabel, welches aber mit 2 Metern grundsätzlich ausreichend lang ist.

 

Überprüfe deinen Zähler

Laut Hersteller ist der everHome EcoTracker IR mit 101 verschiedenen Zählern kompatibel. Die Liste findest du hier → https://everhome.cloud/de/kompatible-stromzaehler-fuer-den-ecotracker-ir

Ich habe beispielsweise den eBZ DD3, welcher kompatibel ist.

 

Zähler muss freigeschaltet sein

Viele Stromzähler müssen erst für die Nutzung solcher Adapter wie dem EcoTracker freigeschaltet werden. Bzw. dies nicht gezielt für den EcoTracker, sondern es muss über einen PIN-Code freigeschaltet werden, dass der Zähler erweiterte Daten ausgibt.

Eventuell ist dies bei dir schon der Fall, mein erster Smart-Zähler war von Haus aus freigeschaltet, dieser wurde aber vor einem Jahr getauscht und der getauschte war nicht freigeschaltet.

Den PIN kannst du beim Betreiber deiner Messstelle einfach via Telefon kostenfrei erfragen, bei mir Westnetz.

Schaltest du den Zähler nicht frei, kann der EcoTracker nur den aktuellen Zählerstand auslesen, aber nicht den Live-Verbrauch.

 

Steckdose und WLAN benötigt

Wichtig, du musst natürlich sicherstellen, dass der WLAN-Empfang an deinem Zählerschrank vorhanden ist und du musst eine Steckdose in der Nähe haben.

 

App und Funktionen

Um die Werte des everHome EcoTracker IR auszulesen, benötigst du natürlich die everHome App. Diese verbindet sich bei der ersten Nutzung via Bluetooth mit dem EcoTracker und kümmert sich um die WLAN-Einrichtung.

Die everHome ist relativ simpel gestaltet. Auf dem Dashboard siehst du eine Kachel für jedes verbundene Gerät mit einer „Schnellinformation“. Dies ist hier der aktuelle Live-Stromverbrauch.

Tippst du die Kachel an, erhältst du weitere Informationen:

  • Leistungsaufnahme in Watt
  • Leistungsaufnahme aktueller Monat
  • Aktueller Zählerstand Bezug
  • Aktueller Zählerstand Einspeisung

Du hast zudem die Möglichkeit, einen Stromtarif zu hinterlegen, dann werden dir auch direkt Kosten in der App angezeigt.

 

Historische Daten

Neben dem aktuellen Zählerstand speichert die App auch historische Daten an, wie den Stromverbrauch über den letzten Tag, Woche, Monat, 6 Monate und Jahr.

Du kannst dir auch den absoluten Verbrauchswert für vergangene Monate anzeigen.

 

Auch für Solaranlagen

Natürlich funktioniert der everHome EcoTracker IR auch in beide Richtungen! Speist du Strom ein, wird dies ebenfalls registriert und der entsprechende Minus-Wert angezeigt.

 

Lokale Datenabfrage

Der everHome EcoTracker IR verfügt über einen lokalen HTTP-Server „http://192.168.xxx.xxx/v1/json“, welcher für eine lokale Datenabfrage genutzt werden kann, z. B. für den Home Assistant und Ähnliches.

Diese Dienste müssen dann nicht den Umweg über die Cloud gehen.

 

Update-Intervall

Das Update-Intervall schwankt etwas. Über die App scheint dieses bei ca. 20–30 Sekunden zu liegen.

Bei einem lokalen Zugriff, direkt über die lokale Schnittstelle liegt das Update-Intervall bei praktisch 1 Sekunde. Im Kern ist dieses so schnell wie die Anwendung die Daten abfragt.

 

Messgenauigkeit

Der everHome EcoTracker IR misst nicht den Stromverbrauch, sondern bekommt alle Daten von deinem Zähler.

Entsprechend haben wir hier die Genauigkeit deines Stromzählers, welcher in der Praxis komplett über deinen Verbrauch bestimmt.

Effektiv bietet der everHome EcoTracker IR also eine „perfekte“ Messgenauigkeit.

 

Stromverbrauch

Aber wie viel Strom benötigt der EcoTracker IR?

Dieser benötigte bei mir mit dem beiliegenden Netzteil zwischen 0,7 und 0,9 W, was ein angenehm niedriger Verbrauch ist.

 

Fazit

Der everHome EcoTracker IR ist eine durchdachte und praktische Lösung für alle, die ihren Stromverbrauch überwachen möchten, ohne gleich einen Elektriker beauftragen zu müssen. Die Installation ist kinderleicht, einfach magnetisch am Zähler befestigen, einstecken und fertig.

Besonders positiv fällt die perfekte Messgenauigkeit auf, da die Daten direkt vom geeichten Stromzähler kommen. Die App zeigt übersichtlich alle wichtigen Informationen und speichert historische Daten, sodass du deinen Verbrauch langfristig analysieren kannst. Auch für Besitzer von Solaranlagen ist der EcoTracker bestens geeignet, da er problemlos Einspeisung und Verbrauch erfasst.

Ein weiterer Pluspunkt ist die lokale HTTP-Schnittstelle, die Smart-Home-Enthusiasten freuen wird. So lässt sich der EcoTracker unkompliziert in Systeme wie Home Assistant einbinden, ohne den Umweg über die Cloud. Das Update-Intervall von praktisch 1 Sekunde bei lokaler Abfrage ist dabei mehr als ausreichend.

Wichtig zu wissen: Nicht alle Zähler sind von Haus aus freigeschaltet. Hier musst du eventuell bei deinem Netzbetreiber eine kostenlose PIN anfordern. Außerdem brauchst du WLAN-Empfang am Zählerschrank und eine Steckdose in der Nähe.

Angebot
everHome EcoTracker IR - Stromzähler EHZ auslesen - Lesekopf...

Pro:

  • ✅ Keine Elektriker-Installation nötig, einfach magnetisch befestigen
  • ✅ Perfekte Messgenauigkeit durch direkte Datenabfrage vom geeichten Stromzähler
  • ✅ Lokale HTTP-Schnittstelle für Smart-Home-Systeme (z. B. Home Assistant)
  • ✅ Sehr niedriger Stromverbrauch (0,7–0,9 W)
  • ✅ Unterstützt Solaranlagen (Einspeisung und Verbrauch)
  • ✅ Historische Datenaufzeichnung und Tarifverwaltung in der App
  • ✅ Schnelles Update-Intervall bei lokaler Abfrage (praktisch 1 Sekunde)
  • ✅ Kompatibel mit 101 verschiedenen Stromzählern

Kontra:

  • ❌ WLAN-Empfang am Zählerschrank erforderlich
  • ❌ Steckdose in der Nähe notwendig

Der niedrige Stromverbrauch von unter 1 Watt rundet das positive Gesamtbild ab. Wer eine unkomplizierte Lösung ohne Installation durch einen Fachmann sucht, macht mit dem everHome EcoTracker IR definitiv nichts falsch. Für rund 60–80 Euro bekommst du hier ein solides Produkt, das hält, was es verspricht.

ASUS Pro Q870M-C-CSM im Test: Das stabile Business- und Server-Mainboard mit Intel Q870 Chipsatz

ASUS bietet mit dem Q870M-C-CSM ein auf den ersten Blick extrem unspektakuläres Mainboard für den Intel-1851-Sockel an. Dieses ist dabei fast schon so unspektakulär, dass es wieder interessant ist.
So verzichtet das ASUS Pro Q870M-C-CSM beispielsweise auf Spannungswandler-Kühler und nutzt ein klassisch grünes PCB.

Wie kommt es? Bei diesem Mainboard handelt es sich um ein Modell aus ASUS seiner „CSM“-Serie. CSM steht für Corporate Stable Model, Mainboards und Produkte, welche für eine besonders hohe Zuverlässigkeit und Haltbarkeit ausgelegt sind.
Zudem bringen die CSM-Modelle einige weitere spannende Funktionen für geschäftliche Nutzer mit, wie ein anpassbares BIOS, Intel vPro Enterprise, Self-Recovering BIOS usw.

Damit ist dieses Mainboard auf den ersten Blick durchaus interessant für Nutzer, die mehr auf eine hohe Stabilität Wert legen als auf die maximale Leistung. Ebenfalls ist dieses Mainboard für kleine Server-Systeme spannend.
Wollen wir uns das ASUS Pro Q870M-C-CSM einmal in einem kleinen Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Zurverfügungstellen des Q870M-C-CSM für diesen Test.

 

Das ASUS Pro Q870M-C-CSM im Test

Bei dem ASUS Pro Q870M-C-CSM handelt es sich um ein Mainboard im µATX-Formfaktor mit Sockel 1851.

Auffällig ist hier zunächst das Design bzw. das Nichtvorhandensein eines Designs. Das Mainboard setzt auf ein „klassisches“ grünes PCB und verzichtet komplett auf Spannungswandler- oder SSD-Kühler.

Lediglich der Chipsatz hat einen sehr minimalistischen Kühlkörper.

Im ersten Moment sicherlich etwas überraschend, dies bei einem Mainboard zu sehen, das für Zuverlässigkeit gebaut ist. Allerdings ist es bei Workstation- und Server-Mainboards oftmals der Fall, dass die Kühlung verglichen mit „Gaming“-Mainboards etwas reduziert ist.
Dies liegt zum einen daran, dass hier etwas mehr Airflow erwartet wird, und zum anderen, dass oftmals die Kühlkörper bei Gaming-Mainboards viel für Show ausgelegt sind.

Generell sind die Komponenten aber hochwertig gewählt, und auch die Verarbeitungsqualität ist tadellos.

 

IO

Das ASUS Pro Q870M-C-CSM verfügt über eine recht basic IO auf der Rückseite und auch intern.

  • 1x PS/2 Tastatur
  • 1x PS/2 Maus
  • 2x DisplayPort 1.4
  • 1x HDMI 2.1
  • 1x USB-C 3.1 (10 Gbit)
  • 2x USB-A 3.1 (10 Gbit)
  • 1x USB-A 3.0 (5 Gbit)
  • 2x USB-A 2.0
  • 3x 3,5-mm Klinke
  • 1x Gbit LAN

An sich ist hier alles vorhanden, was du in der Praxis benötigst. Wir haben ausreichend viele USB-Ports und auch ganze 3x Display-Ausgänge für die iGPU.

Lediglich der 1-Gbit-LAN-Port ist etwas enttäuschend. Zwar wird vermutlich bei einem „Server“-Einsatz ohnehin eine gesonderte Netzwerkkarte zum Einsatz kommen, aber dennoch hätte ich einen 2,5-Gbit-LAN-Port begrüßt.

 

Interne Anschlüsse

Intern finden wir folgende weitere Anschlüsse:

  • 1x USB-C 3.1 Header 10 Gbit
  • 1x USB-3.0 Header 20-Pin 5 Gbit
  • 2x USB-2.0 Header
  • 2x seriell Header
  • 1x parallel Header
  • 1x TPM-Header
  • 1x Chassis-Intrusion-Header
  • 1x COM-Debug-Header
  • 1x 3W Mono-Out Speaker-Header
  • 1x Speaker-Header
  • 3x 4-Pin Lüfter-Header

An sich eine sehr zufriedenstellende Auswahl an internen Headern mit einigen „Exoten“ wie dem Lautsprecherausgang oder dem Parallel-Header.
Vielleicht hätte ich mir noch einen Lüfteranschluss mehr gewünscht, wenn ich die Wahl hätte.

  • 1x PCIe 5.0 x16 Slot
  • 1x PCIe 4.0 x1 Slot
  • 1x PCIe 4.0 x16 Slot mit x4-Anbindung
  • 1x M.2 PCIe 5.0 x4
  • 1x M.2 PCIe 4.0 x4
  • 1x M.2 WiFi Slot 2230 (Key E, CNVi & PCIe)*
  • 4x SATA-6Gb/s Ports

Auch dies sieht für ein µATX-Mainboard gut aus. Für viel mehr fehlt es der Plattform auch an PCIe-Lanes.

 

Der Intel Q870 Chipsatz

Herzstück des Mainboards ist Intels Q870-Chipsatz, der sich klar an professionelle Umgebungen richtet. Im Gegensatz zu Consumer-Varianten wie dem B860 oder den Enthusiasten-Chipsätzen der Z-Serie bietet der Q870 vor allem eines: Stabilität, Verwaltbarkeit und langfristige Plattform-Kontinuität.
Der Fokus liegt weniger auf maximaler Ausstattung oder Übertaktungsfunktionen, sondern auf einer robusten Basis für Unternehmens- und Server-Workloads.

Dazu gehören Funktionen wie Intel vPro Enterprise, ein erweitertes Set an Manageability-Features, solide I/O-Anbindung sowie ein langfristiger Produktlebenszyklus – Eigenschaften, die in klassischen Office-Flotten oder kleinen Server-Installationen deutlich wichtiger sind als spektakuläre Optik oder extremes Tuning.

Damit bildet der Q870 die technische Grundlage für das Gesamtpaket des ASUS Pro Q870M-C-CSM und unterstreicht dessen Ausrichtung auf zuverlässige, wartungsfreundliche und im Dauerbetrieb stabile Systeme.

 

ASUS CSM-Programm

Das ASUS CSM-Programm („Corporate Stable Model“) spielt beim Q870M-C-CSM eine zentrale Rolle. ASUS richtet diese Produktlinie speziell an Unternehmen, Integratoren und Organisationen, die auf vorhersehbare Produktzyklen, hohe Zuverlässigkeit und langfristige Verfügbarkeit angewiesen sind.

CSM-Mainboards erhalten nicht nur verlängerte Support-Zeiträume und einen stabilen Lieferstatus, sondern auch zusätzliche Software-Werkzeuge wie das ASUS Control Center Express, das eine zentrale Verwaltung mehrerer Systeme ermöglicht.

Für IT-Abteilungen besonders wertvoll sind Funktionen wie anpassbare BIOS-Versionen, kontrollierte Firmware-Releases und verbesserte Monitoring-Optionen.

  • Lange Produktverfügbarkeit
  • Stabile Firmware- und BIOS-Releases
  • Individuell anpassbares BIOS
  • ASUS Control Center Express
  • Erweiterte Manageability-Features (in Kombination mit Intel vPro stehen Funktionen wie Fernwartung, Remote-Reboot, Hardware-Informationen, Inventarisierung und Systemüberwachung zur Verfügung.)
  • Priorisierter technischer Support
  • Höhere Zuverlässigkeit & Qualitätssicherung

 

Intel vPro und ASUS Control Center Express

Intel vPro ist ein kleines Mysterium – viele haben das Logo schon mal irgendwo gesehen, aber so recht dokumentiert, was vPro bedeutet, macht oder kann, ist nirgends.
Dank des Q870-Chipsatzes unterstützt das ASUS Pro Q870M-C-CSM sogar in der Theorie vPro Enterprise. Aber was bedeutet das in der Praxis?

Wenn vPro beim ASUS Pro Q870M-C-CSM aktiviert ist, bekommst du über den LAN-Port einige Fernwartungs-Optionen.
So besitzt das Mainboard eine WebUI, über welche du einige Funktionen steuern kannst. Sicherlich das spannendste ist das Starten oder Neustarten des PCs aus der Ferne – unabhängig vom Betriebssystem.

Diese WebUI ist also auch erreichbar, wenn sich das Betriebssystem auf dem PC komplett aufgehängt hat.

Du kannst auch aus der Ferne auswählen, von welchem Medium der PC starten soll, hast eine Serial-over-LAN-Konsole, Zugriff auf den Event Log usw.
Theoretisch kann über vPro Enterprise auch eine KVM-Funktionalität ermöglicht werden. Diese scheint hier aber nicht verfügbar zu sein.

ASUS bietet auch ein eigenes Tool an: ASUS Control Center Express.
Dies scheint eine erweiterte und etwas freundlichere UI für den ganzen Intel-vPro-Kram zu sein, welche auch das Verwalten mehrerer Systeme auf einmal erleichtert.

Hier wird ein KVM-Support angezeigt, aber gemeldet, dass ich diesen erst im BIOS aktivieren muss – doch die entsprechende Einstellung konnte ich nicht finden. Schade!
Aber dennoch ist die Möglichkeit, das System aus der Ferne neu zu starten, gerade in einem „Server“-Einsatz schon einiges wert.

 

Vollständiges BIOS (mit eingeschränktem OC)

Grundsätzlich besitzt das ASUS Pro Q870M-C-CSM ein BIOS mit vollem Funktionsumfang.
Es gibt zwar Einschränkungen beim OC aufgrund des Q870-Chipsatzes, aber beispielsweise die Funktionen bezüglich der Power-Limits der Intel-Prozessoren sind voll zugänglich.

Auch einige ASUS-Komfort-Features sind vorhanden wie EZ Flash oder das sichere Löschen von HDDs/SSDs.

Auf Anfrage bietet ASUS für dieses Modell auch die Möglichkeit, das BIOS anzupassen, also Optionen auszublenden oder ein eigenes Boot-Logo einzustellen. Dies richtet sich an System-Integratoren.

 

Spannungswandler-Kühler?!

Ein sehr auffälliger Punkt beim ASUS Pro Q870M-C-CSM ist das Fehlen von Kühlern für die Spannungswandler.
Ist dies schlimm? Mit dem Intel Core Ultra 5 225 nein.

Ohne gesonderten Airflow erreichten hier die Spannungswandler bei konstanter Volllast rund 70 Grad im Maximum, was unproblematisch ist.

Allerdings wird dies mit einem Intel Core Ultra 9 285K oder einem ähnlichen Kaliber anders aussehen – hier wird ein Luftstrom durch Gehäuselüfter nötig oder empfehlenswert sein.

 

Volle Leistung

Bezüglich der Leistung des Mainboards gibt es keine Einschränkungen. Der Intel Core Ultra 5 225 läuft bei mir so schnell, wie er sollte.

 

Stabiler Betrieb? Ja!

Ich nutze das ASUS Pro Q870M-C-CSM in einem Unraid-Server, dies auch schon eine gute Weile. Erfreulicherweise gab es bisher bei dem Mainboard 0 Probleme.

Dieses läuft 24/7 und dies bisher mit einer perfekten Stabilität. Auch was die Kompatibilität zu PCIe-Karten usw. angeht, zeigte es sich sehr unproblematisch.

 

Stromverbrauch

Ein für mich sehr wichtiger Faktor ist der Stromverbrauch. Im Folgenden siehst du ein paar „Referenz“-Stromverbrauchswerte mit folgender Hardware:

  • ASUS Pro Q870M-C-CSM
  • Intel Core Ultra 5 225
  • Kingston FURY Beast Black 64 GB DDR5 5600 CL40
  • NVMe-SSD
  • be quiet! Pure Power 13 M 750W
  • be quiet! Pure Rock 3 Black mit 120-mm-Lüfter

Folgenden Stromverbrauch konnte ich ohne größere BIOS-Anpassungen messen (C-States usw. waren aktiviert, aber Turbo-Modus war aktiv, RAM lief auf voller Taktfrequenz usw.):

  • Windows 11 Leerlauf ohne Treiber – ca. 25 W
  • Windows 11 Leerlauf mit Treibern – ca. 14 W
  • Windows 11 mit Treibern Volllast CPU – ca. 99 W
  • Unraid Leerlauf ohne Monitor – ca. 17–20 W
  • Unraid Powertop optimiert – ca. 16–18 W

Dies sind aus meiner Sicht gute Verbrauchswerte, gerade wenn wir bedenken, dass hier keine PicoPSU oder Ähnliches zum Einsatz kommt.

Leider kann Powertop unter Linux bei neueren CPUs nicht mehr die C-States anzeigen. In Windows geht das System auf C7 herunter.

 

Zuverlässigkeit / ASUS Self-Recovering BIOS / Feuchtigkeitsschutz

Ein sehr wichtiger Punkt beim ASUS Pro Q870M-C-CSM ist die Zuverlässigkeit. Dieses Mainboard wurde erweitert auf den 24/7-Betrieb getestet, auch in stressigeren Umgebungen.
Bisher kann ich auch bestätigen, dass das Mainboard bei mir absolut stabil mit Unraid läuft.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass die meisten „Endkunden“-Mainboards mittlerweile auch extrem stabil laufen. Hier und da kann es bei Modellen absolut an der Bleeding Edge zu Stabilitätsproblemen kommen, meist durch irgendwelche Zusatz-Controller.

Aber grundsätzlich würde ich auch von einem Mainboard der ähnlichen Preisklasse aus der Gaming-Flotte eine ziemlich perfekte Stabilität erwarten. Für Unternehmen mag allerdings die zusätzliche „Sicherheit“ bei einem Mainboard wie dem ASUS Pro Q870M-C-CSM durchaus ein Pluspunkt sein, gerade wenn dieses in kritischen Einrichtungen oder Steuerungsanlagen zum Einsatz kommt.

Pluspunkte möchte ich aber für das Self-Recovering BIOS verteilen wie auch für die spezielle wasserabweisende Beschichtung des Mainboards. Diese macht es natürlich nicht wasserfest, kann aber bei hoher Luftfeuchtigkeit unter Umständen einen Ausfall verhindern.

 

Fazit

Das ASUS Pro Q870M-C-CSM ist ein sehr spezielles Mainboard! Ich denke, dieses macht primär oder sogar nur ausschließlich Sinn, wenn du auf der Suche nach einem besonderen Funktionsumfang bist.
Dies ist ein Mainboard, das für Unternehmen gedacht ist, die eventuell auf eine zentrale Steuerung/Überwachung Wert legen (vPro oder ASUS Control Center Express), wie auch auf Stabilität, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit.

Dies ist kein direktes High-End-Mainboard, und ich würde es auch weniger für die absoluten Flaggschiff-Prozessoren empfehlen. Aber gerade in Kombination mit den Intel Core Ultra 5 Prozessoren lässt sich hier ein sehr sinnhaftes, schnelles und auch sparsames System bauen.

Ich kann mir dieses Mainboard gut in Steuerungssystemen für Maschinen, in einem Workshop oder auch als „Standard“-Mainboard für eine Flotte an Office-Rechnern der gehobenen Klasse vorstellen. Auch in einem kleinen Server macht das Q870M-C-CSM durchaus Sinn.

So nutze ich dieses in einem Unraid-Server im 24/7-Betrieb und dort läuft das Board zu 100 % stabil und bisher auch zuverlässig.
Allerdings würde ich für die meisten Privat-Nutzer eher zum ASUS Prime B860M-A-CSM tendieren. Dieses ist auch ein „CSM“-Mainboard, aber nicht ganz so speziell wie das Q870M-C-CSM.

Das Einzige, was ich etwas schade finde, ist, dass hier anscheinend eine KVM-Funktionalität über Intel vPro fehlt (oder ich war zu blöd, sie zu finden). Dies wäre noch ein herausstechendes Merkmal, welches so bei Endkunden-Boards gar nicht zu finden wäre.

Ein Ladegerät von Haribo?! Das Haribo 100W USB C Ladegerät im Test

Auf der Suche nach dem ultimativen USB Ladegerät bin ich über einen heißen Anwärter gestolpert, von einem Hersteller, den wir alle mit hochwertigen Ladegeräten verknüpfen: Haribo.

Ich muss gestehen, nicht schlecht gestaunt zu haben, als ich sah, dass es bei Amazon ein ganzes Line-up an Ladegeräten und Powerbanks unter dem Haribo Branding gibt. Dabei handelt es sich auch nicht einfach nur um Billig-Modelle mit Haribo-Aufdruck, sondern auf den ersten Blick um vernünftige Produkte.

So haben wir heute das RCE-10002 im Test, ein 100 W 4 Port USB Ladegerät.

Wollen wir uns einmal anschauen, ob dieses Haribo-gebrandete Ladegerät vielleicht wirklich ganz ordentlich ist oder ob wir hier nur billigen Schrott vor uns haben.

 

Das Haribo 100W USB C Ladegerät RCE-10002 im Test

Das RCE-10002 ist durchaus ein Eye-Catcher! Dies allerdings primär durch das Haribo-Design, welches auch wirklich komplett durchgezogen wird. So ist nicht nur das Ladegerät mit einem Haribo-Design bedruckt, sondern auch die Verpackung usw.

Hier hat sich der Hersteller beim Branding durchaus Mühe gegeben!

Das Ladegerät selbst ist auch qualitativ gut gemacht und verfügt über abnehmbare Adapter für verschiedene Steckdosen-Typen.

Lassen wir allerdings das Haribo-Branding komplett außen vor, haben wir hier vom Formfaktor ein recht klassisches High Power Multi Port USB Ladegerät.

Auch die Abmessungen passen hierzu. So misst dieses auf die Waage. Damit ist dieses nicht winzig, aber auch nicht extrem groß für die Leistung von 100 W.

 

Mit Display

Auf der Front des Ladegerätes finden sich neben den USB Ports auch ein kleines Display. Dieses LC-Display zeigt dir im Betrieb die aktuelle Leistung in Watt an.

Praktisch!

Auch die Genauigkeit ist „OK“. Es ist nicht absolut spot-on, aber wir haben eine Genauigkeit im Bereich ± 5 %, was im Alltag ausreicht.

 

Anschlüsse des Haribo Ladegerätes

Das RCE-10002 verfügt über 3x USB C Ports und 1x USB A.

  • USB C – 100 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB A – 30 W Quick Charge

Grundsätzlich bieten alle USB C Ports des Ladegerätes eine Leistung von bis zu 100 W nach dem USB Power Delivery Standard.

100 W ist eine ordentliche Leistung! Damit ist dieses Ladegerät theoretisch und auch praktisch durchaus in der Lage, mehrere Smartphones auf einmal mit dem vollen Tempo zu laden oder auch größere Geräte wie Notebooks oder Tablets.

 

Drosselung

Allerdings haben wir 3x USB C Ports mit theoretisch bis zu 100 W. Nutzt du mehrere Ports des Ladegerätes, werden diese entsprechend gedrosselt, um das Maximum von 100 W nicht zu überschreiten.

USB C 1 USB C 2 USB C 3 USB A
100W
65W 35W
65W 35W
65W 30W
45W 35W 20W
45W 35W 12W
45W 35W 7,5W 7,5W

 

Dabei verläuft die Drosselung wie üblich nach einem fixen Muster.

 

Perfekte PPS Range

PPS ist mittlerweile ein extrem wichtiger Standard geworden, gerade für das Laden von Smartphones von Samsung oder Google. Mehr Infos zu PPS findest du hier → https://techtest.org/was-ist-pps-und-avs-usb-power-delivery-ladegeraete-mit-pps-uebersicht-und-info/

Erfreulicherweise hat das Haribo Ladegerät eine recht umfangreiche PPS-Unterstützung.

  • 3,3 – 21 V bei bis zu 5 A

Damit hat das Ladegerät eine perfekte PPS Range! Ideal für die diversen Samsung und Google Pixel Smartphones, welche hier alle mit dem vollen Tempo laden können.

 

Keine Temperatur-Probleme

Erfreulicherweise zeigte das Haribo 100W USB C Ladegerät RCE-10002 im Belastungstest keine Auffälligkeiten.

Dieses konnte über 6 Stunden hinweg konstant 100 W ausgeben. Damit ist das Ladegerät durchaus für Notebooks zu gebrauchen.

 

Spannungen

Bei den Spannungen gibt es nichts Auffälliges. Dies sieht alles soweit gut aus.

 

Leerlauf-Stromverbrauch

Im Leerlauf benötigt das RCE-10002 rund 0,4 W Strom. Dies ist ein durchschnittlicher Verbrauch.

 

Effizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Effizienz zu sprechen.

Diese schwankte bei mir im Test zwischen 73,1 % bei minimaler Last und 92,0 % bei Volllast. Dies ist ein solides bis gutes Abschneiden.

Verglichen mit anderen 100 W Ladegeräten sehen wir dies auch. So landet das RCE-10002 hier im Mittelfeld.

 

Fazit

Das Haribo 100W USB C Ladegerät ist ordentlich! Dies ist deutlich mehr, als ich auf den ersten Blick bei einem Haribo Ladegerät erwartet hätte.

Natürlich wird dieses nicht von Haribo hergestellt. Es wurde hier einfach von einem chinesischen Fertiger das Haribo-Branding gekauft und auf Ladegeräte gepackt. Oftmals sind allerdings die Produkte, die aus solchen Kooperationen stammen, nicht mehr als überteuerte Werbegeschenke.

Ist das hier getestete RCE-10002 nun das beste Ladegerät seiner Klasse? Nein. Es ist aber auch nicht schlecht!

Wir haben hier ein grundsolides und gut nutzbares 4 Port 100 W Ladegerät. Dieses kann konstant 100 W liefern, hat eine perfekte PPS Range und wirkt auch ansonsten technisch einwandfrei.

Haribo 100W Reiseadapter USB C Ladegerät, 4-Port GaN Travel Adapter...

Pro

  • Stabiler 100W-Ausgang über 6 Stunden konstant möglich
  • Perfekte PPS Range (3,3–21V bei bis zu 5A) für Samsung und Google Pixel
  • Integriertes LC-Display zur Anzeige der aktuellen Leistung
  • Abnehmbare Adapter für verschiedene Steckdosen-Typen
  • 4 Ports (3x USB C, 1x USB A) für mehrere Geräte gleichzeitig
  • solide Effizienz (73,1–92,0 %)
  • Keine Temperaturprobleme im Belastungstest
  • Ausgefallenes, durchgezogenes Haribo-Design

Kontra

  • Effizienz nur im Mittelfeld verglichen mit anderen 100W-Ladegeräten
  • Display-Genauigkeit nur im Bereich ± 5 %
  • Leerlauf-Stromverbrauch durchschnittlich (0,4W)
  • Ports werden bei gleichzeitiger Nutzung gedrosselt

Dieses treibt jetzt nicht die technische Entwicklung auf neue Höhen, aber es gibt deutlich schlechtere Ladegeräte, die du kaufen könntest.

Also ja, wenn du ein Haribo-Fan bist oder nach einem ganz „außergewöhnlichen“ Ladegerät suchst, das 100 W Haribo Ladegerät ist nicht schlecht!

Das beste Ladegerät der 140 W Klasse, der Anker Prime Charger 160W im Test

Anker hat mit dem Prime Charger 160W ein neues kompaktes High-End-USB-Ladegerät auf den Markt gebracht.

Dieses verfügt über 3x USB-C-Ports, ein Display, 160 W Leistung und Bluetooth, bei einem Gewicht von lediglich 205 g!

Klingt im ersten Moment ziemlich fantastisch! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist dies ein gutes USB-Ladegerät oder gibt es aufgrund der kompakten Abmessungen Kompromisse?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Anker Prime Charger 160W im Test

Sicherlich eins der Highlights des Anker Prime Charger 160W sind die Abmessungen und das Gewicht. So misst das Ladegerät gerade einmal 65 x 52 x 36 mm und wiegt laut meiner Waage 205 g.

Dies sind extrem beeindruckende Werte für ein Ladegerät dieser Klasse!

Dies sehen wir auch im Vergleich zu anderen 140/160 W Modellen, welche merkbar größer und schwerer sind.

Ein weiterer Pluspunkt für den Prime Charger 160W sind einklappbare Stecker, was gerade beim Verstauen im Rucksack ein Vorteil ist.

Auch qualitativ ist das Ladegerät absolut tadellos! Anker-typisch ist dieses massiv und stabil gebaut.

 

Das Display

Auf der Front des Steckdosenladegerätes finden wir ein relativ großes LCD-Farbdisplay, wie auch eine Touch-Taste zur Steuerung.

Das Display zeigt dir eine Vielzahl an Informationen an.

  • Aktuelle Leistung in Watt
  • Leistung pro Port in Watt
  • Art des genutzten Kabels (60W/100W/240W)
  • Aktueller Lademodus
  • Temperatur-Skala

Das Display ist also nicht nur schön, sondern auch wirklich informativ! Gerade wenn du versuchst, Probleme zu diagnostizieren, ist dieses sehr praktisch, auch dass es beim Einstecken anzeigt, was für einen Kabeltyp du nutzt.

 

Anschlüsse des Anker Prime Charger 160W

Der Anker Prime Charger 160W verfügt über 3x USB-C. Auf einen USB-A-Port verzichtet das Ladegerät leider.

  • USB-C – 140 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A

Grundsätzlich bieten alle USB-C-Ports des Ladegerätes eine Leistung von satten 140 W. 140 W ist so viel Leistung, dass dieses Ladegerät sich auch für größere Notebooks anbietet, wie die 16-Zoll-MacBooks.

Aber natürlich kannst du das Ladegerät auch unbesorgt für Smartphones, Tablets usw. nutzen. Wir haben hier den normalen und universellen USB-PD-Standard.

Anmerkung, die USB C Ports können bis zu 150 W liefern, dies ist aber ein proprietärer Standard der nur mit Anker Produkten funktionieren kann.

 

Verstellbare Leistungsverteilung

Wir haben 3x 140 W USB-C-Ports, aber eine maximale Leistung von 160 W. Entsprechend drosselt sich das Ladegerät herunter, wenn du mehrere Geräte auf einmal nutzt.

Es gibt hier mehrere Modi. Es gibt z.B. einen „AI“-Modus, bei welchem das Ladegerät versucht, die angeschlossenen Geräte zu erkennen, um dann optimal die Leistung zu verteilen.

Du kannst aber auch auf einen herkömmlichen Modus umstellen, bei welchem die Leistung gleichmäßig verteilt wird oder z.B. Port 1 bevorzugt wird. Dieser herkömmliche Modus macht vor allem Sinn, wenn du etwas exotischere Geräte hast.

 

Mit Bluetooth und App!

Der Anker Prime Charger 160W hat Bluetooth integriert! Dies erlaubt eine Verbindung zur Anker-App, welche neben weiteren Informationen dir auch das Anpassen einiger Einstellungen ermöglicht.

Du kannst z.B. die Timeout-Zeit für das Display festlegen, einen Timer für die Ports festlegen (z.B. dass ein Port nach X Stunden abgeschaltet wird), die Leistungsverteilung konfigurieren usw.

 

FW-Update empfohlen!

Über die App kannst du auch Firmware-Updates einspielen. Bei mir war auch gleich ein dickes Update verfügbar, welches die Leistung merkbar verbessert hat.

Schau also nach, ob es für dein Ladegerät auch noch ein Update gibt.

 

PPS

Der Anker Prime Charger 160W bringt natürlich auch eine PPS-Unterstützung mit. Diese scheint sich aber etwas zu unterscheiden, je nachdem ob du das Ladegerät im AI-Modus oder im normalen Modus nutzt.

AI-Modus

  • 5 – 11 V bei bis zu 5 A

Normaler Modus

  • 5 – 11 V bei bis zu 5 A
  • 5 – 16 V bei bis zu 5 A
  • 4,5 – 21 V bei bis zu 5 A

Im „normalen“ Modus haben wir eine fantastische PPS-Range! Mit bis zu 21 V und bis zu 5 A ist diese perfekt! Damit kann das Ladegerät praktisch alle Samsung-, Apple- und Google-Pixel-Smartphones mit dem vollen Tempo laden.

Hervorragend!

Aber warum ist die PPS-Stufe im AI-Modus kleiner? Gute Frage, aber es ist einfach möglich, dass hier das Ladegerät versucht zu erkennen, was für ein Smartphone verbunden ist und entsprechend die PPS-Stufe anpasst, während im normalen Modus alle PPS-Stufen immer freigeschaltet sind.

 

Auch mit AVS

Erfreulicherweise unterstützt das Ladegerät auch den PPS-Nachfolgestandard AVS. AVS wird derzeit noch nicht aktiv genutzt, aber für die Zukunftssicherheit ist es gut, dass dieser Standard unterstützt wird.

  • 15 – 28 V bei bis zu 140 W

 

Keine 12-V-Stufe

Wie so oft bei Anker üblich, verzichtet auch dieses Ladegerät auf die 12V-Spannungsstufe. Dies wird für 99,5 % aller Nutzer kein Problem sein.

Die 12V-USB-Power-Delivery-Stufe wird nur von sehr wenigen und exotischen Geräten genutzt. Daher bleibt das Weglassen dieser Stufe meist folgenlos für den Endnutzer. Allerdings ist es dennoch merkwürdig, warum Anker als einer der wenigen Hersteller dies oft bei seinen Produkten macht.

 

Belastungstest

Beim Belastungstest gab es eine große Überraschung. So konnte der Prime Charger 160W zunächst konstant 140 W ausgeben!

Dies hätte ich nicht erwartet. Sehr viele USB-Ladegeräte können nicht konstant die volle Leistung oder auch nur ansatzweise die volle Leistung ausgeben. Gerade dann, wenn diese sehr kompakt gebaut sind wie hier das Anker-Ladegerät.

Daher Daumen hoch! Konstant 140 W sind bei einer normalen Raumtemperatur konstant kein Problem, weshalb sich das Ladegerät auch für Notebooks sehr gut eignet.

160 W allerdings scheinen konstant nicht immer möglich zu sein. Hier scheint es etwas auf die „Tagesform“ und vor allem die Umgebungstemperatur anzukommen.

Aber dass alleine schon 140 W konstant vorhanden sind, ist aus meiner Sicht ein absoluter Gewinn.

 

Spannungen

Bei der Spannung auf der 5-V-Stufe wird es etwas schwierig. So erreichte das Ladegerät bei mir im Test auf der 5-V-Stufe maximal 5,318 V. Laut des USB-Standards sind aber maximal 5 V +- 5 % erlaubt. Wobei dieser Wert anscheinend angehoben wurde, auf 5,5 V, laut Wikipedia.

„With the release of the USB Type-C specification in 2014 and its 3 A power capability, the USB-IF elected to increase the upper voltage limit to 5.5 V to combat voltage droop at higher currents.“

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/USB_hardware

Hier finden sich unterschiedliche Angaben. Ich kann allerdings aus eigener Erfahrung sagen, dass sich viele Hersteller anscheinend eher an den maximal 5,5 V orientieren und die +- 5 % nur für die anderen Spannungsstufen gelten.

In diesem Fall würde das Ladegerät alle Spannungsangaben einhalten.

 

Leerlauf-Stromverbrauch

Im Leerlauf müssen wir unterscheiden, ob das Ladegerät das Display aktiv hat oder nicht.

  • Ohne Display – ca. 0,64 W
  • Mit Display – ca. 2,0 W

2 W wäre ein sehr hoher Leerlauf-Stromverbrauch. Allerdings dimmt sich das Display nach wenigen Sekunden und dann sinkt der Verbrauch auf +- 0,64 W. Dies ist weiterhin nicht wenig, aber für ein Ladegerät dieser Art akzeptabel.

 

Effizienz

Wie steht es aber um die generelle Effizienz?

Diese schwankte bei mir im Test zwischen 73,3 % und 94,7 %. Gerade die 94,7 % bei 140 W Last sind absolut herausragend und erklären auch, warum das Ladegerät trotz der kompakten Abmessungen diese Last konstant standhalten konnte.

Aber auch die durchschnittliche Effizienz über alle Leistungsstufen hinweg war mit 89,4 % sehr gut.

So können wir sehen, dass dies das effizienteste Ladegerät in der 140-W-Klasse ist, das ich jemals im Test hatte, und das sogar deutlich.

 

Fazit

Der Anker Prime Charger 160W ist ein absoluter Hit! Hier hat Anker mal wieder gezeigt, was sie können.

So haben wir hier ein sehr kompaktes und leichtes Ladegerät für die Leistung von bis zu 160 W. Dieses geht dabei aber auch technisch keine Kompromisse ein.

So haben wir Unterstützung für den 140-W-USB-PD-Standard, welche das Ladegerät auch trotz der super kompakten Abmessungen konstant liefern kann. Dies bei einer hervorragenden Effizienz von bis zu 94,7 %!

Hinzu kommt eine perfekte PPS-Abdeckung, Support für den neuen AVS-Standard und das Display, wie auch die App-Features.

Anker hat hier einfach alles reingepackt, was geht!

Angebot
Anker Prime 160W USB C Ladegerät, kompakter GaN USB-C Ladeblock mit 3...

Pro

  • Extrem kompakte Abmessungen (65 x 52 x 36 mm) und geringes Gewicht (205 g)
  • Hervorragende Effizienz von bis zu 94,7 % (beste in der 140-W-Klasse)
  • 3x USB-C-Ports mit je 140 W Leistung
  • Konstante 140-W-Leistung ohne Drosselung bei normaler Raumtemperatur
  • Informatives LCD-Farbdisplay mit detaillierten Informationen (Leistung, Kabeltyp, Temperatur)
  • Einklappbare Stecker für einfaches Verstauen
  • Perfekte PPS-Abdeckung (bis zu 21 V bei 5 A im normalen Modus)
  • Unterstützung für den neuen AVS-Standard (zukunftssicher)
  • Bluetooth und App-Steuerung für erweiterte Einstellungen
  • Flexible Leistungsverteilung (AI-Modus und herkömmlicher Modus)
  • Hochwertige, massive und stabile Verarbeitung
  • Firmware-Updates über App möglich

Kontra

  • Hoher Preis (über 100 €)
  • Kein USB-A-Port vorhanden
  • Keine 12-V-USB-PD-Stufe (betrifft nur wenige exotische Geräte)

Gibt es aber auch Kritikpunkte? Wenige. Anker verzichtet auf die selten genutzte 12-V-USB-PD-Stufe und 160 W konstant können zu einer Temperatur-Drosselung führen (140 W konstant gehen).

Das war es auch schon, abseits davon haben wir ein ziemlich perfektes Ladegerät vor uns. Dies kommt allerdings mit über 100 € auch zu einem durchaus saftigen Preis.

30.000Pa, perfekte Navigation und top Putzleistung, aber mit Abzüge in der B Note, Dreame Aqua10 Ultra Roller im Test

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Dreame bietet mit seinem Aqua10 Ultra Roller einen Saugroboter der nächsten Generation an. Dieser bietet natürlich die altbekannten Features wie KI-Hindernis-Erkennung, eine hohe Saugleistung usw.

Komplett neu ist aber das Putzsystem. Der Dreame Aqua10 Ultra Roller setzt hier auf das Prinzip der Waschsauger, mit einer rotierenden Walze und einem Frischwasser-, wie auch Schmutzwassertank! Gerade Letzteres ist besonders und wird von den Konkurrenten (noch) nicht geboten.

Auch ansonsten lesen sich die technischen Daten und Funktionen absolut fantastisch!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist der Dreame Aqua10 Ultra Roller derzeit der beste Saugroboter?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Dreame für das Zur-Verfügung-Stellen des Aqua10 Ultra Roller für diesen Test.

 

Der Dreame Aqua10 Ultra Roller im Test

Auf den ersten Blick ist der Aqua10 Ultra Roller ein recht typischer High-End-Saugroboter mit Absaug- und Waschstation.

Allerdings gibt es im Detail doch einige Auffälligkeiten. So ist der Aqua10 Ultra Roller vergleichsweise „mächtig“ und schwer (5,8 kg). Der Saugroboter hat eine Höhe von 120 mm, was vergleichsweise viel ist.

Damit dieser dennoch unter Betten usw. passt, hat sich Dreame einen Trick ausgedacht. So ist der LIDAR-Turm beim Aqua10 Ultra Roller ein-/ausfahrbar.

Auf den meisten Bildern hier im Test ist der Turm eingefahren, im Betrieb fährt dieser allerdings aus. Der Roboter kann diesen Turm aber bei Bedarf auch im Betrieb einfahren, um seine Höhe auf 97,5 mm zu reduzieren.

Vermutlich benötigt die Elektronik und Technik im Aqua10 Ultra Roller sehr viel Platz, wodurch sich Dreame diesen Trick überlegen musste, um den Roboter halbwegs flach zu halten.

Vermutlich ist auch daher der Schmutzauffangbehälter mit 220 ml relativ klein. In der Praxis wird dies aber von der Absaugstation gut kompensiert.

 

Die Absaugstation

Wo wir schon bei der Absaugstation sind: Diese erfüllt beim Dreame Aqua10 Ultra Roller mehrere Funktionen.

Zunächst lädt diese natürlich den Saugroboter. Diese saugt aber auch den Staub aus dem Schmutzauffangbehälter ab, befüllt den Roboter mit Wasser, pumpt Schmutzwasser ab und reinigt die Rolle mit heißem Wasser.

Dies alles völlig automatisch!

Gerade dieses Hin- und Herpumpen von Wasser ist schon cool, dass dies so automatisch und auch zuverlässig funktioniert.

Das Wasser stammt aus einem Frischwasserbehälter auf der Oberseite. Dort findest du ebenfalls einen gesonderten Schmutzwassertank und zwei kleine Tanks für Putzmittel.

So ist es möglich, hier Putzmittel einzufüllen, welches automatisch dem Wasser hinzugefügt wird.

Staub wiederum landet in einem eingesetzten Beutel. Dieser verursacht natürlich Folgekosten! Original-Beutel sind sehr teuer! Hier reden wir von 20 € für 3 Stück. Meist lassen sich aber auch günstigere Nachbauten finden.

Ich würde hier auch einen regelmäßigen Tausch des Beutels empfehlen, denn die Station des Dreame Aqua10 Ultra Roller ist bei der Absaugung zwar ausreichend stark, aber sie hat auch nicht übermäßig viel Power, vor allem wenn der Beutel bereits recht stark gefüllt ist.

 

Zuverlässige App

Die Dreame-App ist eine der besten auf dem Markt. Diese ist übersichtlich, gut gestaltet und generell hilfreich.

Auch der Funktionsumfang ist tadellos!

  • Automatische Raumunterteilung
  • No-Go-Zonen
  • Raum- und Zonenreinigung
  • Fahrbare Überwachungskamera
  • Haustiererkennung
  • Bereiche mit geringer Höhe (Sofas usw.) auswählbar
  • Bodenmaterial auswählbar für eine optimale Reinigungsstrategie
  • Teppich-Modus (automatische Erhöhung der Saugkraft)
  • Reinigungssequenz auswählbar (in welcher Reihenfolge die Räume abgearbeitet werden sollen)
  • Geplante Reinigung
  • Fleckenerkennung (KI)
  • Grobstauberkennung
  • Automatische Nachreinigung
  • usw.

 

Herausragende Navigation

Dreame gehörte zu den Pionieren bei der intelligenten Saugroboter-Navigation und bis heute sind Dreame-Saugroboter sehr zuverlässig bei der Navigation und Hindernisvermeidung.

Der Aqua10 Ultra Roller setzt primär für die Navigation auf einen „LiDAR“-Sensor. Dieser ist im Kern ein rotierender Abstandsmesser. Hierdurch kann der Roboter eine Karte deiner Wohnung erstellen und sich in dieser lokalisieren.

Zudem haben wir noch eine Kamera auf der Front, wie auch weitere Sensoren, welche für das Wahrnehmen von kleineren Hindernissen und die KI genutzt werden.

Der Dreame Aqua10 Ultra Roller kann Hindernisse aktiv erkennen, einordnen und entsprechend vermeiden.

Dies funktioniert hier auch sehr gut! Nicht immer zu 100 %, aber ich habe noch keinen Saugroboter mit besserer KI-Erkennung im Test gehabt.

Selbiges gilt auch für die Navigation. Der Roboter navigierte im Test immer sehr sauber, sicher und souverän. Ich konnte nicht beobachten, dass der Roboter jemals „verwirrt“ wirkte oder sich verlaufen hatte.

Auch die Karte in der App ist sehr präzise. Lediglich die automatische „Raum-Erkennung“ taugte nichts. Mein Badezimmer wurde als Schlafzimmer erkannt und mein Wohnzimmer als Bad. Aber abseits der Raumbezeichnung, welche du ändern kannst, spielt dies keine Rolle.

Unterm Strich ist die Navigation ein absolutes Highlight am Dreame Aqua10 Ultra Roller.

 

30.000 Pa!

Auf dem Papier ist der Dreame Aqua10 Ultra Roller ein absolutes Monster, was die Saugleistung angeht. So wirbt Dreame mit unfassbaren 30.000 Pa! Zum Vergleich:

Hat also der Aqua10 Ultra Roller damit 3x die Saugleistung des Dreame L10s Ultra Gen 2? Ganz so einfach ist es in der Praxis nicht. Der Pa-Wert gibt nur an, welchen Unterdruck der Saugroboter erzeugen kann, in der Praxis gibt es aber noch viele andere Faktoren, die für die Reinigungsleistung wichtig sind.

Aber es zeigt uns schon, in welcher Klasse der Dreame Aqua10 Ultra Roller unterwegs ist.

Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Bürsten. Hiervon hat dieser gleich zwei, die sich gegenseitig zuarbeiten. Bei früheren Modellen war ich oftmals gar nicht so ein Fan von diesem Design, da hierdurch die Öffnung größer wird, was effektiv das Vakuum wieder reduziert.

Allerdings der Aqua10 Ultra Roller scheint so viel Power zu haben, dass dies keine Rolle spielt. In der Praxis saugt der Roboter einfach fantastisch!

Selbst auf Teppichen in Kombination mit Tierhaaren sehen wir eine Reinigungsleistung auf dem Niveau eines Mittelklasse-Handstaubsaugers, was für einen Saugroboter sehr stark ist!

Sehe ich hier in der Praxis einen deutlichen Unterschied zwischen dem Aqua10 Ultra Roller, dem DJI ROMO und dem Narwal FLOW? Nicht wirklich.

Diese 3 High-End-Modelle sind extrem dicht beieinander und im Alltag sind diese bei der Teppichreinigung +- gleich stark (mit automatischer Saugkraftanhebung auf Teppichen). Eventuell meine ich, eine etwas bessere Leistung bei der Reinigung an den Teppichkanten beim Dreame Aqua10 Ultra Roller gesehen zu haben, verglichen mit dem Narwal FLOW, aber das kann auch an der Logik beim Reinigen liegen.

Wie auch immer, mehr Saugleistung als beim Dreame Aqua10 Ultra Roller wirst du derzeit nicht finden.

 

Ein neuartiges Putzsystem

Kommen wir zum namensgebenden Feature des Dreame Aqua10 Ultra Roller, der Putzfunktion.

Auf der Unterseite des Roboters finden wir neben den Walzen für die Saugfunktion auch noch eine große „flauschige“ Putzwalze. Solche Walzen kennen wir von Waschsaugern und im Kern ist im Aqua10 Ultra Roller ein Waschsauger integriert.

So besitzt der Aqua10 Ultra Roller neben dem Staubauffangbehälter auch noch einen Frischwassertank und einen Schmutzwassertank.

Die Putzrolle im Aqua10 Ultra Roller wird in seiner Station mit heißem Wasser gereinigt. Zudem wird der Roboter mit frischem Wasser betankt.

Während des Putzens wird konstant frisches Wasser auf die Rolle gesprüht und schmutziges Wasser abgesaugt. Dies ist ein sehr wichtiger Unterschied zu anderen Modellen, welche zwar teils auch schon solch eine Rolle haben, aber auf den Schmutzwassertank verzichten.

Diese fahren mit einer „dreckigen“ Rolle, welche in gewissen Intervallen in den Stationen ausgewaschen wird. Dies macht der Aqua10 Ultra Roller mit seinem gesonderten Schmutzwassertank etwas eleganter.

So hat die Putzwalze immer frisches Wasser. Allerdings fährt auch der Aqua10 Ultra Roller in Intervallen auf seine Station, um die Walze einmal gründlich zu reinigen, neues Wasser zu holen und das Schmutzwasser abzupumpen.

Aber wie sehen die Ergebnisse aus? Hervorragend!

Der Aqua10 Ultra Roller putzt sehr schön gleichmäßig und intensiv. Vor allem auf spiegelnden Böden ist das deutlich sichtbar und es werden weniger Streifen oder Schlieren zurückgelassen, verglichen mit Modellen, die rotierende Pads nutzen.

Dabei werden Fußabdrücke, schlammige Pfotenabdrücke, Pollen usw. sehr zuverlässig gereinigt. Ja, weiterhin sind eingetrocknete Flecken beispielsweise in der Küche zu viel, aber im Generellen haben wir hier eine der besten und gründlichsten Putzfunktionen, die ich jemals bei einem Saugroboter gesehen habe.

Als kleinen Bonus kann der Dreame Aqua10 Ultra Roller seine Putzwalze auch seitlich ausfahren, um besser am Rand zu putzen.

 

Wischmoppabdeckungsfehler und Fluffing Roller Error

Soweit liest sich ja der Test fantastisch! Ist er auch, der Dreame Aqua10 Ultra Roller ist von der reinen Leistung der beste Saugroboter, den ich bisher in den Fingern hatte.

Aber leider zeigt der Roboter einige Schwächen in der B-Note, vor allem was die Zuverlässigkeit angeht.

Leider hatte ich beim Dreame Aqua10 Ultra Roller regelmäßig Probleme mit der Wischmoppabdeckung. So meldete der Roboter des Öfteren Wischmoppabdeckungsfehler. Ich weiß bis heute nicht warum, ich konnte keine Fremdkörper entdecken und ein einfaches Zurückschieben der Abdeckung reichte meist, um den Fehler für eine kurze Weile zu beheben.

Aber mit der Wischmoppabdeckung hatte der Aqua10 Ultra Roller regelmäßig Probleme. Ich bin hier auch nicht der Einzige.

Auf Reddit finden sich einige Nutzer mit ähnlichen Problemen.

Auch hatte ich ab und an mit einem „Fluffing Roller Error“ (Auflockerungsrollen-Fehler) zu kämpfen, dieser ließ sich aber durch ein Entnehmen dieser Rolle meist für eine gute Weile beheben, ist also weniger dramatisch oder nervig.

 

Akkulaufzeit und Lautstärke

Der Dreame Aqua10 Ultra Roller ist ein durchschnittlich lauter Saugroboter. Dieser ist etwas lauter als der ECOVACS DEEBOT X11 OmniCyclone, aber ungefähr so laut wie der Narwal Flow.

Wo er sich etwas schwerer tut, ist bei der Akkulaufzeit. Diese ist beim Dreame etwas niedriger als bei der High-End-Konkurrenz. Vermutlich aufgrund der zusätzlichen Technik.

Meine ca. 120 m² schafft der Dreame Aqua10 Ultra Roller ca. zu 60 %, ehe er zwischenladen muss. Der DJI ROMO und der Narwal FLOW schaffen hier ca. 70–80 % und nur der ECOVACS DEEBOT X11 OmniCyclone schafft meine ganze Wohnung ohne Ladepause.

 

Fazit

Rein von der Technik und der Reinigungsleistung ist der Dreame Aqua10 Ultra Roller der beste Saugroboter, den du derzeit kaufen kannst!

Dieser hat eine herausragende Saugleistung, kombiniert mit einer herausragenden Putzleistung. Diese Kombination kann kein Konkurrent überbieten. Vielleicht kann der Narwal Flow hier mithalten.

Dabei ist die Navigation und Hinderniserkennung des Dreame Aqua10 Ultra Roller ebenfalls klassenbeste! Hier übertrifft der Dreame auch klar den Narwal.

Weitere Pluspunkte gibt es für die gute App und das schicke Design. Sogar die KI-Features sind ordentlich.

Kurzum, soweit ist dies der beste Saugroboter, den du für Geld kaufen kannst!

Abzüge gibt es an sich nur für die Akkulaufzeit, welche von den High-End-Modellen, die ich in der letzten Zeit getestet habe, die schlechteste war. Vermutlich aufgrund der hohen Saugleistung und dem umfangreichen Putzsystem. Aber auch dies würde ich nicht als No-Go bezeichnen, sofern du nicht täglich 150+ m² reinigen willst.

Leider zeigte der Dreame Aqua10 Ultra Roller bei mir ein paar Kinderkrankheiten, siehe Wischmoppabdeckungsfehler. Ob dies nun ein generelles Problem ist oder nur einzelne Modelle betrifft, kann ich nicht sagen. Sollte es sich hier um einen generellen Fehler handeln, gilt etwas Vorsicht.

Aber wenn wir davon ausgehen, dass ich hier vielleicht einfach nur ein Montagsmodell erwischt habe, ist der Dreame Aqua10 Ultra Roller von allen getesteten High-End-Saugrobotern der beste!

Dieser schneidet einfach in allen drei Kerngebieten, Saugleistung, Putzleistung und Navigation, konstant extrem stark ab!

Zum Vergleich: Der DJI ROMO kann bei Saugleistung und Navigation mithalten, aber nicht bei der Putzleistung. Der Narwal Flow bei der Saug- und Putzleistung, aber nicht bei der Navigation. Der ECOVACS DEEBOT X11 OmniCyclone bietet eine bessere Akkuleistung und vergleichbare Putzleistung, kann aber bei Navigation und Saugleistung nicht ganz an den Dreame Aqua10 Ultra Roller heranreichen.

Dreame Aqua10 Ultra Roller
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4smarts Lucid GaN DIY 360W Test: Das ultimative Desktop-Ladegerät für Notebook & Co.

4smarts bietet mit seiner Lucid eine der besten Serien für High-End-Powerbanks und Ladegeräte an.

So nutze ich den 4smarts Desk Charger Lucid GaN DIY MODE 300W derzeit als mein primäres Ladegerät in meinem Büro. 4smarts hat dieses aber nun noch einmal etwas „aufgebohrt“ und die Portanzahl auf 6 erhöht und die Leistung auf satte 360 W.

WOW! Klingt im ersten Moment sehr beeindruckend, ist es auch! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier der 4smarts Desk Charger Lucid GaN DIY 360W wirklich so gut, wie er aussieht?

Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an 4smarts für das Zur-Verfügung-Stellen des Ladegerätes für diesen Test.

 

Der 4smarts Desk Charger Lucid GaN DIY 360W im Test

Der neue Desk Charger Lucid GaN setzt auf ein sehr ähnliches Design verglichen mit seinen Vorgängern.

Auch hier haben wir im Anbetracht der Leistung ein vergleichsweise kompaktes Ladegerät. Dieses misst 102 x 92 x 42 mm und bringt 512 g auf die Waage.

Ein halbes Kilogramm Gewicht ist natürlich alles andere als „reisefreundlich“, aber wir sprechen hier auch von einem Ladegerät mit 360 W Leistung.

Dabei verfügt dieses auch wieder über die durchsichtige Front, welche dem Ladegerät einen gewissen technischen Look verleiht. Ansonsten hat dieses einen relativ typischen Desktop-Style. Dieses setzt auf ein abnehmbares 3-Pin-Netzkabel.

 

Mit Display

Auf der Front des 4smarts Desk Chargers finden wir neben den USB-Ports auch ein Farbdisplay. Dieses zeigt dir im Betrieb einige Informationen an.

  • Leistung pro Port in Watt
  • Spannung des jeweiligen Ports in Volt
  • Maximale Leistung je Port
  • Der aktuelle Modus

Ich finde solche Displays bei Ladegeräten sehr interessant und informativ!

Das Display des Ladegerätes ist bei Last konstant aktiv, ist das Ladegerät aber im Standby, schaltet es sich ab.

 

Verschiedene Modi

Der 4smarts Desk Charger Lucid GaN DIY 360W hat eine große Besonderheit. So haben wir an der Seite eine Taste, welche es dir erlaubt, zwischen 3 Modi hin und her zu schalten.

Je nach Modus ändert sich die Leistung der verschiedenen Ports und wie sich die Leistung verteilt.

Port 1 Port 2 Port 3 Port 4 Port 5 Port 6
Mode A 140 W 140 W 30 W 20 W 20 W 10 W
Mode B 100 W 100 W 100 W 25 W 25 W 10 W
Mode C 70 W 70 W 70 W 70 W 70 W 10 W

 

Beispielsweise Modus A ist ideal, wenn du zwei große Geräte wie Notebooks mit bis zu 140 W laden möchtest. Modus B bietet für 3x Geräte eine hohe Leistung von bis zu 100 W usw.

Wir haben hier also eine gewisse Flexibilität bei der Leistungsverteilung. Bei den meisten anderen Ladegeräten haben wir hier immer eine statische Drosselung je nach Anzahl genutzter Ports.

Eventuell hätte ich hier gerne noch einen Modus D gesehen, wo Port 1 die vollen 140 W bekommt und die anderen Ports etwas gleichmäßiger gedrosselt werden.

 

Die Anschlüsse

Der 4smarts Desk Charger Lucid GaN DIY 360W verfügt über 5 USB-C-Ports und 1x USB-A. Die Leistung der Ports schwankt je nach Modus. Hier eine kleine Übersicht über die benutzten USB-PD-Leistungsstufen:

  • 140 W = 140 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/7A, 28V/5A
  • 100 W = 100 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • 70 W = 70 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,5A
  • USB A = 10 W – 5V/2A

Das sieht doch alles soweit sehr gut aus! Im Maximum haben wir 140 W pro Port. Damit hat das Ladegerät mehr als genug Leistung auch für große Geräte wie Notebooks.

Auffällig: Das Ladegerät meldet gegenüber meinem USB-PD-Messgerät auf der 20-V-Stufe bis zu 7 A, was außergewöhnlich ist.

Der USB-A-Port ist ein Standard-5V/2A-Port. Das ist nichts Besonderes, aber gerade für ältere Micro-USB-Geräte, Bluetooth-Kopfhörer usw. ausreichend.

 

Mit PPS

Alle USB-C-Ports unterstützen auch den PPS-Standard. Wie groß die PPS-Range ist, hängt von der eingestellten Leistung ab.

  • 140 W – 3,3 – 21V/5A
  • 100 W – 3,3 – 21V/5A
  • 70 W – 3,3 – 21V/5A

Dies ist bei den großen Leistungsstufen eine perfekte PPS-Range! Besser geht es nicht. Damit kann das Ladegerät problemlos alle derzeitigen Samsung-, Google-Pixel- und Apple-iPhones mit dem vollen Tempo laden.

 

Auch mit AVS

Erfreulicherweise unterstützen die 140-W-USB-PD auch den neuen AVS-Standard.

  • 15 – 28 V/5 A

AVS ist der „Nachfolgestandard“ zu PPS und erweitert die Leistungsstufen über 21V/5A hinaus.

Apple scheint den Plan zu haben, AVS in der Zukunft zu nutzen, daher ist dieser Standard für die Zukunftssicherheit wichtig.

 

Und noch UFCS!

Es gibt noch einen weiteren spannenden Standard, der unterstützt wird: UFCS. UFCS (Universal Fast Charging Specification) ist ein in China entwickelter, herstellerübergreifender Schnellladestandard. Ziel von diesem ist es, unterschiedliche proprietäre Schnellladeverfahren (z. B. von Oppo, Huawei, Xiaomi, Vivo) zu vereinheitlichen.

UFCS wird hier mit einer Leistung von bis zu 105 W unterstützt!

 

Konstant volle Leistung?

Viele aktuellen Ladegeräte und Powerbanks haben Probleme damit, konstant die volle Leistung zu liefern, aufgrund von Temperaturproblemen.

Wie steht es hier um den Desk Charger?

Auch dieser scheint nicht konstant die volle Leistung von 360 W bereitstellen zu können. In meinem Test waren ca. 250 – 280 W konstant möglich.

Dies ist aber eine beeindruckende Leistung! Ich denke, das sollte für die meisten Nutzer in der Praxis gut ausreichen.

 

Spannungsstabilität

Bei der Spannungsstabilität leistet sich das Ladegerät einen kleinen „Fehltritt“. So war bei mir im Test die Spannung bei der 5-V-Stufe vergleichsweise hoch. So überschritt diese das 5,25-V-Limit der USB-PD-Spezifikation.

Das passiert recht oft! Warum? Eine höhere Spannung, gerade auf der 5-V-Stufe, kann die Ladegeschwindigkeit positiv beeinflussen, gerade wenn du schlechtere Kabel nutzt.

Ist es also in der Praxis schlimm, dass wir hier die 5,25 V überschreiten? Nein, in der Regel nicht. Das ist die Spannung am Port, durch Ladekabel, Steckverbindungen usw. wird effektiv kaum 5V bei deinem Smartphone oder Endgerät ankommen.

 

Leerlaufverbrauch

Der Leerlaufverbrauch des 4smarts Desk Charger Lucid GaN DIY 360W schwankt etwas, liegt aber im Schnitt bei ± 1,1 W.

Etwas niedriger wäre nett gewesen, aber bei der hohen Leistung absolut normal, dass der Verbrauch auf diesem Level liegt.

 

Effizienz

Aber was ist mit der generellen Effizienz?

Diese schwankte im Test zwischen 62 % und 93,9 %. Die 62 % sind bei einer Last von 5 W. Normalerweise ist das eine recht schlechte minimale Effizienz, aber bei solch einem High-Power-Ladegerät ist dies nicht unerwartet.

10 % Last sind hier ja schon 36 W, 5 W sind also kaum 2 % Auslastung. Bei 10 % Auslastung überschreiten wir ja schon locker die 80-%-Effizienz-Marke.

Bei nahezu 100 % Auslastung schafft das Ladegerät beeindruckende 93,9 %, ein absoluter Bestwert!

 

Fazit

Das Fazit zum 4smarts Desk Charger Lucid GaN DIY 360W ist recht eindeutig, trotz ein paar kleinerer Schwachstellen. Wir haben hier eines der leistungsstärksten Multi-Port-Ladegeräte, welches aktuell auf dem Markt ist und dabei auch noch clever durchdacht.

Die große Besonderheit sind die 3 wählbaren Modi. So kannst du die Leistungsverteilung auf deine aktuelle Nutzungssituation anpassen. Willst du zwei Notebooks mit je 140 W laden? Kein Problem im Modus A. Brauchst du eher 3 Geräte mit je 100 W? Dann ab in Modus B. Diese Flexibilität ist Gold wert und hebt das Ladegerät von der Masse ab.

Das Farbdisplay auf der Front ist nicht nur ein nettes Gimmick, sondern richtig praktisch. Du siehst auf einen Blick, wie viel Leistung jeder Port zieht und welcher Modus aktiv ist. Die transparente Front verleiht dem Ladegerät zusätzlich einen technischen Look, der mir persönlich gut gefällt.

Technisch hat 4smarts hier auch wirklich mitgedacht. PPS mit perfekter Range für Samsung, Google Pixel und iPhones, AVS für zukünftige Apple-Geräte und sogar UFCS für chinesische Smartphones mit bis zu 105 W. Damit bist du für alle aktuellen und zukünftigen Schnellladestandards gerüstet.

Die Effizienz von bis zu 93,9 % bei voller Auslastung ist beeindruckend! Das zeigt, dass hier qualitativ hochwertige GaN-Technologie zum Einsatz kommt.

Allerdings ist auch nicht alles perfekt. Die 5-V-Spannung liegt etwas über der USB-PD-Spezifikation. In der Praxis sollte das aber kein Problem sein, da durch Kabel und Steckverbindungen effektiv kaum 5V am Endgerät ankommen. Der Leerlaufverbrauch von 1,1 W könnte niedriger sein, ist aber bei dieser Leistungsklasse normal.

In meinem Test waren ca. 250-280 W konstant möglich. Das ist weiterhin eine beeindruckende Leistung und sollte für die allermeisten Nutzer mehr als ausreichen.

Wenn du ein leistungsstarkes Desktop-Ladegerät suchst, das mehrere Geräte gleichzeitig mit hoher Leistung versorgen kann und dabei maximale Flexibilität bietet, ist der 4smarts Desk Charger Lucid GaN DIY 360W eine hervorragende Wahl. Die Kombination aus Leistung, Flexibilität, modernen Ladestandards und informativem Display macht es zu einem der besten Multi-Port-Ladegeräte auf dem Markt. Gerade ein Ladegerät mit 2x 140 W ist extrem selten!

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