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65W Ladegerät aus China mit ausziehbarem Ladekabel für +- 5€?! Hot oder Schrott?

Wir hatten uns vor einer Weile schon das „240W“ Ladegerät aus China angesehen, welches für unter 3€ angeboten wurde. Ein Deal, der einfach zu gut um wahr zu sein war, denn das 240W Ladegerät brachte gerade einmal 10W.

„240W Ladegerät“ für 3€ von Aliexpress?!

Heute soll es erneut um einen auf den ersten Blick sehr guten Deal gehen und zwar das Elough TE-FC3 65 W Ladegerät mit ausziehbarem USB C Kabel.

Dieses bekommst du für +- 5€. Für ein 65W Ladegerät ein auf den ersten Blick sehr guter Deal. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann dieses Ladegerät überzeugen?

 

Das Elough TE-FC3 65 W Ladegerät im Test

Auf den ersten Blick ist das TE-FC3 leider etwas enttäuschend. So ist die Haptik des Ladegerätes „mäßig“.

Der verwendete Kunststoff ist sehr einfach, genau wie die Verarbeitung. Dabei wirkt das Ladegerät verdächtig leicht.

So bringt dieses gerade einmal 71,8 g auf die Waage, für ein 65W Modell wäre dies ziemlich leicht. Auch die Abmessungen sind mit 52 x 53 x 30 mm extrem kompakt, falls die Leistungsangabe stimmt.

 

Ausziehbares Kabel

Das interessanteste Merkmal, neben der Leistung von angeblich 65W, ist das ausziehbare USB C Kabel.

Im TE-FC3 ist ein ca. 65 cm USB C Ladekabel integriert, welches sich auf Wunsch ausziehen lässt.

Der Mechanismus ist nicht ganz so hochwertig wie bei anderen Modellen, funktioniert aber.

 

Anschlüsse

Neben dem integrierten USB C Kabel haben wir noch einen USB C und USB A Port.

  • Kabel – 20 W – 5V/3A, 9V/2,22A, 12V/1,67A
  • USB C – 20 W – 5V/3A, 9V/2,22A, 12V/1,67A
  • USB A – 18W QC3.0 – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Hier sehen wir auch das erste Mysterium, woher kommt die 65W Angabe?! Laut meinen Messgeräten bietet sowohl das USB C Kabel wie auch der USB C Port eine Leistung von maximal 20 W nach dem USB PD Standard.

Der USB A Port bietet 18 W nach Quick Charge. Selbst zusammengerechnet sind dies keine 65 W.

Laut Aufdruck soll das USB C Kabel 5V/3A, 9V/2,78A, 12V/2,08A bieten, aber das kann ich nicht bestätigen.

 

Alle zusammen?

Aber was ist, wenn wir alle Ports gleichzeitig nutzen? Kommen wir dann wenigstens auf 20 + 20 + 18 W?

Die Antwort ist nein! Nutzt du mehr als einen Port auf einmal, schaltet das Ladegerät alle Schnellladestandards ab und drosselt sich auf 5V.

Effektiv kann das Ladegerät also maximal 20 W liefern, egal wie viele Ports du nutzt.

 

Effizienz

Du solltest dieses Ladegerät nicht kaufen. Dennoch habe ich die Effizienz der maximalen Leistung von 20W gemessen.

Diese schwankte zwischen rund 82% im Minimum und 85% im Maximum. Weniger furchtbar als ich erwartet hätte, aber auch alles andere als fantastisch.

 

Fazit

Elough TE-FC3, nicht kaufen! Mehr brauchst du hier nicht wissen. Dieses Ladegerät wird mit 65W beworben und konnte bei mir im Test gerade einmal 20W liefern.

Dabei wirkt das Ladegerät auf mich sehr minderwertig und billig.

+- 5€ für 20 W Leistung ist auch gar nicht mehr so ein „krasser“ Deal. Du bekommst ein Ikea 20W Ladegerät, welches technisch besser sein wird, für 4€.

Schade! Ein weiteres Ladegerät aus der Kategorie zu gut um wahr zu sein.

 

Test: Thermal Master Thor 001 Wärmebildkamera (vs. Bosch GTC 400 C)

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Ich hatte mir vor Jahren für Techtest die Bosch GTC 400 C Wärmebildkamera gekauft, welche mit über 700 € eine große Investition war. Allerdings gab es lange Zeit einfach kaum gute und günstigere Wärmebildkameras.

Mittlerweile gibt es aber einige interessante asiatische Hersteller wie HIKMICRO oder Thermal Master. Besonders spannend bei diesen Herstellern sind die kleinen Wärmebildkameras, die sich an das Smartphone anstecken lassen.

Diese bieten für +- 200 € eine überraschend gute Qualität. Aber was, wenn du nach einem Standalone-Gerät suchst?

Thermal Master bietet mit der Thor 001 eine “professional-grade” Wärmebildkamera an, welche unter anderem mit einer besonders hohen Auflösung von 512 × 384 punkten soll.
Diese ist dabei mit rund 500 € zwar durchaus in einer gehobenen Preisklasse unterwegs, verglichen mit den Ansteck-Modulen, aber für einen professionellen Nutzer ist die Thor 001 fast schon ein Schnäppchen.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist die Thermal Master Thor 001 auch verglichen mit der Bosch GTC 400 C? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Thermal Master Thor 001 im Test

Bei der Thermal Master Thor 001 handelt es sich um eine recht typische handgehaltene Wärmebildkamera.

Diese richtet sich ganz klar an professionelle Nutzer. So ist die Kamera nicht nur recht robust gebaut, sondern wird auch in einer “gepolsterten” Box geliefert.
Dabei ist sowohl der Bereich um das Display als auch um den Sensor recht dick mit Gummi “gepolstert”, um einen Sturzschutz sicherzustellen. Und ja, die Kamera wirkt sehr robust und gut gebaut.

Auf der Front finden wir den Sensor mit einer integrierten Abdeckung, um diesen zu schützen.

Auf der Rückseite haben wir das 3,5-Zoll-Display, wie auch die Tasten zur Steuerung.
Die Tasten der Wärmebildkamera sind vergleichsweise groß und stark abgehoben. Dies hilft bei der Bedienung mit Handschuhen.

Auf der Oberseite haben wir einen microSD-Kartenslot wie auch den USB-C-Port der Kamera. Beides ist unter einer Klappe geschützt. Ein offizielles IP-Rating konnte ich leider aber nicht finden.

Der USB-C-Port wird auch genutzt, um die Kamera zu laden. Eine Ladung reicht für ca. 8 Stunden Nutzung. Dies ist eine gute Laufzeit, aber im Gegensatz zur Bosch GTC 400 C ist der Akku nicht tauschbar.

 

Die Technik

Das Wichtigste ist aber natürlich die Technik. Thermal Master wirbt bei der Thor 001 mit einer 512 × 384 Auflösung des Wärmebilds. Dies ist für eine Wärmebildkamera sehr viel!
Allerdings ist das auch nicht ganz richtig, denn die eigentliche Auflösung liegt bei 256 × 192 Punkten. Allerdings wird das Wärmebild hochskaliert auf 512 × 384, was auch durchaus gut funktioniert.

Zum Vergleich:

  • Thermal Master Thor 001 – 256 × 192 bzw. 512 × 384
  • Bosch GTC 400 C (ca. 700 €) – 160 × 120
  • Bosch GTC 600 C (ca. 1000 €) – 160 × 120
  • FLIR E4 (ca. 200 €) – 80 × 60
  • FLIR E96 (ca. 12.000 €) – 640 × 480
  • Fluke TiS20+ (ca. 1900 €) – 120 × 90
  • Fluke TiS60+ (ca. 4000 €) – 320 × 240

Dies einfach nur, um der Auflösung etwas Kontext zu geben. Allerdings setzen auch viele “Mini”-Wärmebildkameras im Preisbereich um 300 € auf einen Sensor mit 256 × 192 Punkten Auflösung. Es kann hier angenommen werden, dass es sich um den gleichen Sensor mit einer anderen Linse handelt.

Dabei wirbt Thermal Master mit einem Messbereich von –20 °C bis 550 °C, was erfreulich groß ist. Dabei soll die Wärmebildkamera mit einer Genauigkeit von +- 1,5 % arbeiten, was ebenfalls sehr beeindruckend wäre.

 

Mit Makro-Aufsatz

Mit im Lieferumfang der Thor 001 liegt eine Makrolinse. Diese Linse/Aufsatz erlaubt es dir, auch kleinere Komponenten mit hoher Bildschärfe zu überwachen.

Ohne die Makrolinse ist die Wärmebildkamera primär für mittelgroße Geräte wie Heizungsanlagen usw. geeignet.

 

Standalone oder mit App

Grundsätzlich lässt sich die Thermal Master Thor 001 komplett Standalone nutzen! Du schaltest die Kamera ein, machst ein Wärmebild und dieses wird einfach auf der eingesetzten microSD-Speicherkarte gesichert.

Am PC kannst du die Wärmebilder einfach als JPG aufrufen, erneut ist keine weitere Software erforderlich, wenn du die Bilder nicht weiter bearbeiten willst.
Also du kannst die Thor 001, wenn du willst, komplett ohne Software, App, Internet, Registrierung usw. nutzen.

Wenn du willst, kannst du die Kamera aber natürlich auch mit deinem Smartphone verbinden, um dort beispielsweise auch die Bilder im Nachhinein zu bearbeiten.

 

Messgenauigkeit?

Aber wie steht es um die Messgenauigkeit? Dies ist nicht ganz einfach immer zu beurteilen. So habe ich immer die Bosch GTC 400 C als Referenz, aber wie genau ist die Bosch?
Im Folgenden habe ich das Druckbett meines Bambu Lab H2C auf 40, 60, 80, 100 und 120 Grad geheizt. Natürlich ist auch hier die Frage, wo der H2C seine Temperatur misst, denn diese ist nicht komplett gleichmäßig.

Aber es gibt uns ein gewisses Ziel und eine Referenz, in welchem Temperaturbereich die Messung sein sollte.

Wichtig! Ich konzentriere mich hier auf die Maximal-Temperatur und nicht auf die Mittelpunkt-Messung. Dies sollte sicherstellen, dass beide Kameras die gleiche Stelle im Wärmebild „anzielen“.

 

Grundsätzlich bieten beide Wärmebildkameras ähnliche Messwerte. Allerdings misst die Thermal Master Thor 001 tendenziell etwas niedrigere Temperaturen als die Bosch GTC 400 C.

Allerdings liegen die Hot-Spot-Temperaturen der Thermal Master Thor 001 dichter an der Zieltemperatur des 3D-Druckers.

Auch bei anderen Messungen liegen beide Wärmebildkameras dicht beieinander, sind aber nicht immer identisch. Bei einer Stichprobe war die Thermal Master im Vergleich zu einem IR-Thermometer etwas dichter dran.

Am Ende muss ich klar sagen: Wärmebildkameras sind alle nie zu 100 % akkurat. Aber tendenziell sehe ich die Thermal Master Thor 001 fast etwas vor der Bosch GTC 400 C.
Dies gilt gerade bei mittleren oder höheren Distanzen! Hier verliert die Bosch sehr stark an Präzision und die Werte werden ungenau.
Die Thermal Master Thor 001 schlägt sich hier ein Stück besser und liefert auch auf Mitteldistanz noch saubere Ergebnisse.

Wie kommt’s? Ich vermute, dies liegt einfach an der höheren Auflösung der Thermal Master, welche gerade auf Distanz hilft, kleine Hitze- oder Kälte-Punkte zu finden, welche von der Bosch verschluckt werden.

 

Etwas langsamer beim Starten

Beim Vergleich mit der Bosch GTC 400 C gibt es einen Punkt, der mir zugunsten der Bosch aufgefallen ist. Dies wäre die Startzeit.

  • Thermal Master Thor 001 – 26 Sekunden
  • Bosch GTC 400 C – 6 Sekunden

Du kannst sehen, wie viel schneller die Bosch verglichen mit der Thermal Master startet.

 

Fazit

Mit der Thor 001 liefert Thermal Master eine Wärmebildkamera ab, die sich klar an anspruchsvolle Anwender richtet und dort auch überzeugt. Du bekommst ein robustes Standalone-Gerät, das ohne App-Zwang, Cloud oder Registrierung sofort einsatzbereit ist und dabei eine Bildqualität liefert, die in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich ist. Gerade die höhere effektive Auflösung macht sich in der Praxis bemerkbar, vor allem auf mittleren Distanzen, wo Details sichtbar bleiben, die ältere Modelle schlicht verschlucken.

Auch bei der Messgenauigkeit hinterlässt der Thor 001 einen sehr guten Eindruck. Absolut perfekt ist keine Wärmebildkamera, doch im direkten Vergleich bewegt sich die Thermal Master mindestens auf Augenhöhe zur Bosch GTC 400 C. Die mitgelieferte Makrolinse erweitert den Einsatzbereich zusätzlich und macht die Kamera auch für feinere Arbeiten interessant.

Kritikpunkte gibt es trotzdem: Die lange Startzeit ist im Alltag spürbar und der fest verbaute Akku dürfte nicht jedem gefallen. Auch ein offizielles IP-Rating hätte dem professionellen Anspruch gut zu Gesicht gestanden. Das sind aber Punkte, die den Gesamteindruck nicht entscheidend trüben.

Unterm Strich bekommst du mit der Thermal Master Thor 001 eine sehr leistungsfähige Wärmebildkamera, die preislich deutlich unter klassischen Pro-Geräten liegt, sich in der Praxis aber erstaunlich nah an diese heranschiebt. Ich denke, die größte Konkurrenz für die Thor 001 sind aber die Smartphone-Module, welche oftmals nochmals eine +- gleiche Messqualität zu einem nochmals günstigeren Preis bieten. Dies sind dann aber keine Standalone-Geräte mehr.

Akkusauger unter 200 €: Wie gut ist der Hoover HF1 Plus?

Für einen Akku-Staubsauger kannst du unheimliche Mengen Geld ausgeben! Es gibt natürlich auch günstigere Modelle, aber diese stammen in der Regel von irgendwelchen No-Name-Herstellern.

Allerdings bietet auch der bekannte Hersteller Hoover einige günstigere Modelle an. Dazu gehört auch der HF1 Plus, welchen du für unter 200 € bekommst.

Auf den ersten Blick haben wir hier auch einen interessanten Akkusauger. Dieser soll eine Leistung von ordentlichen 165 W bieten, bis zu 45 Minuten Laufzeit und eine ANTI-TWIST-Bodenbürste mit LED-Beleuchtung.

Aber wie gut kann ein Akkusauger für unter 200 € sein? Versuchen wir diese Frage im Test zu klären!

An dieser Stelle vielen Dank an Hoover für das Zurverfügungstellen des HF1 Plus in der „Pet Flexi“-Version für diesen Test.

 

Verschiedene Versionen

Wie bei vielen Staubsaugern üblich gibt es auch den Hoover HF1 Plus in verschiedenen Versionen.

Diese Versionen unterscheiden sich primär beim Zubehör.

So habe ich hier die „Pet Flexi“-Version, welche über eine zusätzliche Polster-Turbo-Bürste und ein knickbares Gelenk für ein einfacheres Reinigen unter Möbeln verfügt.
Brauchst du dies nicht, dann kannst du auch zur normalen Version des Hoover HF1 Plus greifen und etwas Geld sparen.

 

Der Hoover HF1 Plus „Pet Flexi“ im Test

Der HF1 Plus setzt auf ein recht klassisches Design für einen einfachen Akkusauger. So handelt es sich hier zunächst um einen Handstaubsauger, welcher sich mit verschiedenen Aufsätzen und vor allem einer Verlängerung nutzen lässt.

Hierdurch ist dieser voll als Bodenstaubsauger-Ersatz einsetzbar.

Dabei besitzt dieser einen länglichen 0,7-l-Schmutzauffangbehälter unterhalb des Handgriffs. Dieser lässt sich für ein einfaches Entleeren abnehmen.

Sofern du diesen nicht zu sehr füllst, funktioniert auch das Entleeren über eine Klappe am unteren Rand problemlos. Bei einer zu starken Füllung kann sich Schmutz und vor allem Haare an der Seite zwischen Behälter und Zyklon verklemmen. Kein Drama, der Zyklon-Einsatz lässt sich herausnehmen, aber hier ist eventuell etwas „Schmutzkontakt“ nötig. Mit 0,7 l ist der Schmutzauffangbehälter nicht riesig, eher etwas auf der kleineren Seite, aber für einen Ein-Personen-Haushalt/kleine Wohnung sicherlich ausreichend.

Die generelle Verarbeitungsqualität und Haptik ist „einfach“. Der Sauger ist zwar an sich ausreichend stabil, aber es ist schon klar zu merken, dass dieser etwas günstiger ist.
So ist dieser vergleichsweise leicht und einfach gebaut, was aber auch ein Vorteil sein kann.

 

Bis zu 45 Minuten Laufzeit?

Hoover wirbt mit einer Akkulaufzeit von bis zu 45 Minuten. Dies stimmt auch ungefähr, allerdings ist das ohne Bodenbürste.

Mit Bodenbürste im Standardmodus konnte ich eine Laufzeit von rund 29 Minuten messen.
Mit Bodenbürste im Turbomodus sinkt die Laufzeit massiv auf rund 13 Minuten.
Beides sind aber akzeptable Werte. Ich denke, eine kleine Wohnung ist in der Zeit problemlos zu saugen.

 

Sehr einfaches (aber funktionierendes) Filtersystem

Beim Filter merken wir schon die Preisklasse, in der wir uns mit dem HF1 Plus bewegen. So würde ich diesen Sauger nicht für Allergiker empfehlen!
Der HF1 Plus besitzt keinen „richtigen“ Feinstaubfilter. Wir haben einen einfachen Zyklon mit Schaumstofffilter.

Schaumstofffilter sind ausreichend, um den üblichen Hausstaub usw. herauszufiltern. Allerdings können diese keine Allergene oder Mikropartikel filtern.

Im Gegenzug lassen sich solche Schaumstofffilter gut auswaschen und sind günstig im Nachkauf. Zudem reduzieren diese die Motorleistung weniger als richtige Feinstaubfilter, vor allem wenn diese schon etwas zugesetzt sind.

In der Praxis filtert der HF1 Plus ausreichend gut. Staub usw. wird natürlich zurückgehalten, genau wie Haare. Letztere werden schon vom Zyklon zu 99 % gefiltert.
Allerdings ist der HF1 bei Feinstaub oder extrem kleinen Partikeln weniger effektiv.

 

Saugleistung

Die wichtigste Frage ist aber: Wie gut saugt der HF1 Plus? Bisher war ich ja durchaus etwas kritisch, aber an der Saugleistung gibt es nichts zu bemängeln.
Der HF1 Plus hat durchaus eine sehr ordentliche Leistung! Wir haben einen vergleichsweise hohen Luftdurchsatz und eine fähige Bodenbürste.

Letztere ist zwar nicht „außergewöhnlich“, aber macht in dieser Preisklasse einen guten Job. Die Borsten haben eine gut gewählte Härte und der Motor ist kräftig genug, auch bei flauschigeren Teppichen nicht hängen zu bleiben.

Allerdings saugt sich die motorisierte Bodenbürste auch nicht extrem stark am Boden an. Diese hat an der Front recht große Schmutzeinlässe. Hierdurch kann der HF1 Plus recht gut auch gröberen Schmutz saugen, kommt aber in Teppichen eventuell nicht ganz so tief.

Grundsätzlich haben wir auf glatten Böden eine ziemlich perfekte Saugleistung. Haare, Staub, aber auch feinere Partikel werden sauber aufgenommen.
Auch auf Teppichen ist die Saugleistung gut, selbst in Kombination mit Tierhaaren. Gut, aber auch nicht perfekt. Ich würde sagen, 90 %+ der Tierhaare werden nach 1–2x Überfahren aufgenommen.

Allerdings „frisst“ sich der HF1 Plus auch nicht so tief in Teppiche wie einige „High-End“-Modelle.
Dennoch: In dieser Preisklasse ist der HF1 Plus ein überdurchschnittlich guter Allrounder.

 

Mit LED-Beleuchtung

An der Bodenbürste des HF1 Plus findet sich eine LED-Leiste, welche den zu saugenden Bereich beleuchtet.
Das mag im ersten Moment wie ein Gimmick wirken, ist aber in der Praxis tatsächlich ein sehr nützliches Feature!

 

Fazit

Der Hoover HF1 Plus ist ein solider Akkustaubsauger für kleinere Wohnungen oder als 2. Modell.
Dies ist ganz klar ein einfacherer Staubsauger, der auch nicht perfekt ist. Die Filterung ist eher einfach und auch die Haptik „auf eine gute Preis/Leistung“ ausgelegt.

Allerdings: Was die Saugleistung angeht, gibt es nichts zu meckern. Der HF1 Plus schlägt sich hier überdurchschnittlich gut für seine Preisklasse, egal ob nun auf Teppichen oder glatten Böden. Ist die Saugleistung mit 500 €+ Modellen vergleichbar? Nein, aber er macht einen guten Job und würde für mich glatt schon ausreichen – und das trotz meiner Hunde.

Hinzu kommt eine solide Akkulaufzeit mit ca. 30 Minuten.

Kurzum, du darfst zwar vom HF1 Plus keine Wunder erwarten, aber für einen kleinen Singlehaushalt, Studenten oder als 2. Sauger ist dieser absolut geeignet, sofern du kein Allergiker bist.

Epson EcoTank ET-8500 im Test: Oberklasse-Fotodrucker mit günstigen Folgekosten

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Wenn du nach einem Oberklasse-Fotodrucker suchst, der dir im Unterhalt nicht die Haare vom Kopf frisst, wirst du vielleicht über die Epson-EcoTank-ET-8500-Serie stolpern.
Epsons EcoTank-Serie ist eine hervorragende Wahl, wenn es um günstige Tinte geht. Anstelle dessen, dass hier Patronen genutzt werden, füllst du flüssige Tinte in Tanks.

Diese ist um einiges günstiger (im Anbetracht der Menge) als reguläre Patronen, und es gibt kein DRM-System. So nutze ich beispielsweise den Epson EcoTank ET-2875 und kann daher aus erster Hand die Ergiebigkeit dieses Systems bestätigen.

Der ET-8500 stellt hier nun eines der Oberklassemodelle dar, welches speziell für das Drucken von Fotos gemacht und gedacht ist.

So verfügt der EcoTank ET-8500 über ein 6-Farbensystem, was für eine besonders gute Fotodruckqualität sorgen soll. Hinzu kommen weitere Features wie die Möglichkeit, bis zu 2 Meter lange Bilder zu drucken, WLAN, LAN usw.

Wollen wir uns den EcoTank ET-8500 doch einmal im Test ansehen und wie dieser sich auch im Vergleich zum deutlich günstigeren EcoTank ET-2875 schlägt.

An dieser Stelle vielen Dank an Epson für das Ausleihen des ET-8500 für diesen Test.

 

Der Epson EcoTank ET-8500 im Test

Bei dem Epson EcoTank ET-8500 handelt es sich um einen etwas größeren DIN-A4-Multifunktionsdrucker.

So misst dieser 403 × 162 × 369 mm und verfügt beispielsweise über 2 Papierfächer/Kassetten, eine Duplex-Einheit wie auch den typischen A4-Flachbettscanner auf der Oberseite.

Epson setzt dabei auf ein modernes und schlichtes Design in einem schicken Weiß.
Zur Steuerung findet sich ein vergleichsweise großes LCD-Touchdisplay auf der rechten Seite, über der Anzeige für die Füllstände der Farben.

Der Touchscreen ist gelungen und die Benutzeroberfläche nutzerfreundlich. So erlaubt der Touchscreen auch das direkte Fotodrucken von angeschlossenen Speichermedien. Für letztere haben wir einen USB-Port wie auch einen SD-Kartenslot auf der Front.

Auf der Rückseite finden wir den typischen USB-B-Anschluss für die Verbindung zu einem Computer. Natürlich kannst du den EcoTank ET-8500 auch via WLAN mit deinem Netzwerk verbinden und dann von allen Geräten aus drucken (auch AirPrint wird unterstützt). Neben WLAN verfügt der ET-8500 sogar noch über einen LAN-Port. Bei mir war allerdings die WLAN-Verbindung problemlos.

 

Super einfache Einrichtung über die App

Du kannst den Epson EcoTank wahlweise via USB direkt mit einem PC verbinden oder über WLAN/LAN mit deinem Netzwerk verbinden. Die WLAN-Verbindung ist deutlich flexibler, denn so ist ein Drucken von allen Geräten in deinem Netzwerk möglich.

Aber wie wird der Drucker eingerichtet? Erfreulicherweise war dies um einiges einfacher, als ich befürchtet hatte!

Mein Tipp: Lade dir die Epson Smart Panel App auf dein Smartphone herunter.
Die Epson Smart Panel App führt dich durch die komplette Einrichtung des Druckers – vom Einfüllen der Farbe über die Kalibrierung bis hin zur Einbindung in dein WLAN. Dies dabei auch auf eine sehr freundliche und klare Art.

Nachdem der Drucker in deinem Netzwerk eingebunden ist, lässt er sich dann über jeden Computer in deinem Netzwerk ansteuern.

 

Drucken vom Smartphone?

Über die Epson Smart Panel App kannst du auch problemlos von deinem Smartphone aus auf dem EcoTank ET-8500 drucken.

Dies hat bei mir auch absolut ohne Probleme von meinem Android-Smartphone funktioniert.

Für Apple-Nutzer unterstützt der Drucker auch AirPrint.

 

EcoTank-Design

Das Highlight am ET-8500 ist das „EcoTank“-Design. Anstelle von Patronen besitzt der ET-8500 sechs Tanks mit Farbe. Diese werden mit Flaschen gefüllt und fassen jeweils ca. 60–65 ml.

Insgesamt haben wir also rund 360 ml Farbe im Drucker – was ziemlich viel ist! In einer normalen Druckerpatrone sind vielleicht 10 ml.

Entsprechend wirbt Epson auch mit „bis zu 2.300 hochwertigen Fotos mit nur einem Satz Tintenflaschen“. Ob dies nun stimmt, kann ich nicht genau sagen, aber einige Hundert oder sogar Tausende Seiten sind absolut plausibel bei dieser Menge Tinte.

Das Wichtige ist aber auch der Preis der Tinte. Original kostet die Tinte ca. 13–16 € pro Flasche, ein Satz also im Worst Case 96 € für „bis zu 2.300 Seiten“.

Du bekommst aber auch Nachbautinte für ca. 20 € für einen Satz. Ob diese so gut ist wie das Original, lassen wir mal dahingestellt, aber wenn es so richtig günstig sein soll, ist das möglich.

Wichtig: Auch das Einfüllen ist absolut problemlos und komplett sauber!

 

Maintenance Box!! (Resttintenbehälter)

Im ET-8500 gibt es noch eine Überraschung. In jedem Tintenstrahldrucker gibt es immer einen Restfarbschwamm. Dort wird überschüssige Farbe hineingepumpt.

Oftmals lässt sich dieser nicht tauschen! Wenn voll, dann ist der Drucker effektiv Müll! Gerade bei günstigeren Modellen limitiert dieser teils die Lebensdauer.

Beim ET-8500 gibt es hingegen eine Box, die du selbst tauschen kannst. Sollte also hier der Resttintenbehälter voll sein: Kein Problem, kannst du tauschen.

 

Randloses A4-Fotodrucken

Erfreulicherweise unterstützt der Epson EcoTank ET-8500 das randlose Drucken von A4-Fotos (und kleiner).

Theoretisch kann der ET-8500 sogar Banner mit einer Länge von bis zu 2 Metern drucken (in der A4-Höhe), was ich aber mangels entsprechendem Papier nicht getestet habe.

 

Druckqualität auf höchstem Niveau

Darüber, dass der ET-8500 sauber Briefe auf normalem Papier drucken kann, brauchen wir nicht sprechen. Das schaffen auch günstige Modelle tadellos.

Hierfür lohnt es sich nicht, einen Drucker wie den EcoTank ET-8500 zu kaufen.
Dieser lohnt primär für Fotos und Ähnliches. Hierfür ist er gemacht und kann seine Stärken ausspielen.

Mit gutem Fotopapier kann der EcoTank ET-8500 Ergebnisse erzielen, die über den Sofort-Drucken der Discounter liegen. Die Ergebnisse des EcoTank ET-8500 sind eher mit professionellen Fotolaboren wie Saal-Digital usw. vergleichbar!

Kurz gesagt: Die Drucke sind fantastisch! Ich habe für diesen Test einige meiner eigenen Drucke auf A4 angefertigt und war begeistert.

Farben sind absolut herausragend, Details spitzenklasse und die generelle Textur des Drucks wahnsinnig gut.

Die Drucke des EcoTank ET-8500 haben selbst bei genauer Betrachtung nicht diesen Tintenstrahldrucker-Look, sondern sehen wie professionelle Abzüge aus. Der EcoTank ET-8500 liefert klar die beste Qualität, die ich jemals bei einem Tintenstrahldrucker gesehen habe!

 

Vergleich Druckqualität mit dem ET-2875

Aber wie steht es im direkten Vergleich mit dem ET-2875 aus? Der ET-2875 ist auch ein Modell aus der EcoTank-Serie, welches aber mit rund 200 € signifikant günstiger ist.

Spiegelt sich der Unterschied im Preis auch bei der Druckqualität wider? Die Antwort ist: „Natürlich nicht in diesem Ausmaß.“

In der Praxis ist beim Fotodrucken der größte Unterschied, dass der ET-8500 A4 randlos drucken kann, der ET-2875 nicht.

Aber auch bei der Druckqualität sind leichte Unterschiede zu erkennen. Schärfe und Detaildarstellung sind ca. identisch.

Allerdings hat der ET-8500 eine etwas andere Farbabstimmung, welche noch näher am Original ist. Dies fällt aber wirklich nur im direkten Vergleich auf.

Wo der ET-8500 auch etwas die Nase vorn hat, ist bei Schattierungen und Grau-Abstufungen. Diese sind hier etwas feiner und sauberer als beim ET-2875.

(Scans/Vergleich zum Original)

ET-8500
ET-2875
Original Bild

 

ET-8500
ET-2875
Original Bild

Unterm Strich also wirklich kein gewaltiger Unterschied bei der Druckqualität, was schon zeigt, wie stark auch der ET-2875 ist, aber im Detail hat der ET-8500 doch die Nase vorne. Für höchste Ansprüche ist dieser schon die bessere Wahl.

 

Schönheitsfehler?

Es gab beim Drucken mit dem ET-8500 doch eine kleine Auffälligkeit. Ab und an konnte es passieren, dass die vordere Kante von Fotopapier (A4) „beschmiert“ oder nicht ganz sauber bedruckt wird.

Dies tritt nicht immer auf, aber ich konnte eine Häufung beobachten, wenn im hinteren Schacht beispielsweise nur ein oder zwei Blätter eingelegt sind. Daher mein Tipp: Leg immer etwas mehr Papier/Fotopapier ein, dann trat dieses Problem bei mir nicht auf.

 

Scannen und Kopieren

Bei dem ET-8500 handelt es sich um ein Multifunktionsgerät. Dieses kann also auch kopieren und scannen.

Der Scanner hat eine Auflösung von 1.200 dpi × 4.800 dpi. Über die Epson-Scan-2-App für den PC kannst du aber die Auflösung auf bis zu 9.600 dpi hochskalieren.

Wichtig! Du willst die Epson-Scan-2-Anwendung nutzen und nicht die Windows-eigene Scan-Anwendung. Letztere liefert eine deutlich schlechtere Qualität.

Aber wie gut ist die Scanqualität?

Hervorragend!

Der Scanner liefert sowohl für Fotos wie auch für Dokumente eine hervorragende Scanqualität. Viel besser geht es in dieser Klasse nicht.

Kleine Anmerkung, du kannst über den Drucker selbst auch auf beispielsweise USB Sticks Scannen.

 

Wie lange dauert ein Scan?

Folgende Werte konnte ich im Foto-Modus messen:

  • 200 dpi – 23 Sekunden
  • 600 dpi – 40 Sekunden
  • 1200 dpi – 128 Sekunden
  • 2400 dpi – 240 Sekunden

Wahnsinnig schnell ist der ET-8500 damit nicht, aber an der Qualität gibt es nichts zu bemängeln.

 

Druckdauer

Epson wirbt beim ET-8500 mit folgenden Werten bei der Druckgeschwindigkeit:

  • „16 Seiten/Min Schwarzweiß, 12 Seiten/Min Farbe (ISO/IEC 24734)“
  • „32 Seiten/Min Schwarzweiß (Normalpapier), 32 Seiten/Min Farbe (Normalpapier)“

Ich habe offen gesagt keine Ahnung, wie Epson auf diese Werte kommt. Bei mir war der ET-8500 ein tendenziell eher langsamer Drucker!
Im Folgenden siehst du Werte, die ich beim Drucken von SW-A4-Seiten (komplett mit Text gefüllt) messen konnte. Ich habe hier 10 Seiten gedruckt und die Zeit gestoppt vom Moment, in dem ich auf „Drucken“ klicke, bis die letzte Seite fertig ist:

  • Entwurf – 120 Sekunden (12 s pro Seite)
  • Standard – 122 Sekunden (12,2 s pro Seite)
  • Stark – 349 Sekunden (34,9 s pro Seite)

Dies ist nicht langsam, aber ein besonders schneller Drucker ist der ET-8500 damit auch nicht.

Selbiges gilt fürs Fotodrucken. Beim Drucken eines Fotos bei maximaler Qualität auf Epson-Fotopapier (A4) dauerte ein Druck bei mir ca. 4 Minuten!

Allerdings ist das gar nicht so ein furchtbarer Wert, der ET-2875 braucht mit den gleichen Einstellungen sogar noch etwas länger.

Dennoch: Geht’s dir ums schnelle Drucken von großen Mengen Dokumente, dann wäre der ET-8500 nicht meine erste Wahl.

 

Fazit zum Epson EcoTank ET-8500

Wenn du einen Fotodrucker suchst, der in puncto Qualität richtig abliefert und gleichzeitig deine Druckkosten niedrig hält, dann ist der Epson EcoTank ET-8500 eine hervorragende Wahl.

Der 6-Farb-Druckkopf, das randlose A4-Drucken und die beeindruckend gute Fotoqualität heben ihn klar von normalen Multifunktionsdruckern ab. Gerade bei Farben, Schattierungen und der generellen Anmutung der Fotos spielt der ET-8500 in der absoluten Oberklasse und liegt qualitativ nah an professionellen Laborabzügen.

Die Einrichtung geht mit der Epson Smart Panel App erfreulich einfach von der Hand, der Scanner liefert hervorragende Ergebnisse, und das EcoTank-System bleibt weiterhin ein unschlagbarer Vorteil, wenn du viel druckst und dabei nicht arm werden willst. Auch die tauschbare Maintenance Box ist ein Pluspunkt für die Langlebigkeit.

Kritikpunkte gibt es dennoch: Die Druckgeschwindigkeit ist eher gemütlich, und der gelegentliche „Schmierer“ bei zu wenig Papier im Schacht kann nerven, auch wenn er sich leicht vermeiden lässt. Für große Mengen Textdokumente ist der ET-8500 daher weniger ideal.

EcoTank ET-8500 DIN-A4-WLAN-Tintentank-Fotodrucker

Pro

  • Hervorragende Fotoqualität

  • Randloses A4-Fotodrucken

  • Sehr günstige Druckkosten dank EcoTank-System

  • 6-Farb-Druckkopf für bessere Farbabstufungen

  • Einfache Einrichtung über die Epson Smart Panel App

  • Guter Scanner

  • Tauschbare Maintenance Box (verlängert Lebensdauer)

  • LAN, WLAN & AirPrint

  • Sauber und einfach zu befüllende Tintentanks

Kontra

  • Relativ langsame Druckgeschwindigkeit

  • Gelegentlicher „Schmierer“ bei wenig Papier im hinteren Fach

  • Hoher Anschaffungspreis

Unterm Strich bekommst du mit dem Epson EcoTank ET-8500 aber einen exzellenten Fotodrucker, der vor allem dann überzeugt, wenn dir höchste Bildqualität wichtiger ist als pure Geschwindigkeit. Wenn du regelmäßig Fotos druckst und Wert auf niedrige Folgekosten legst, wirst du mit diesem Modell sehr glücklich werden.

Das QNAP TVR-AI200 im Test, NVR System mit KI Gesichtserkennung

Videoüberwachung ist ein Thema, das immer wichtiger wird. Viele Hersteller bieten hier eigene Ökosysteme und Lösungen an.

Allerdings gibt es auch Lösungen, welche die zentrale Speicherung und Auswertung von Überwachungskameras verschiedener Hersteller erlauben. Beispielsweise bieten viele NAS-Systeme eine entsprechende NVR-Funktionalität an.

Allerdings bieten einige NAS-Hersteller auch gesonderte Systeme speziell für die Videoüberwachung an. So bietet beispielsweise QNAP das TVR-AI200.

Bei dem QNAP TVR-AI200 handelt es sich um ein NVR-System mit integriertem PoE-Switch und zwei HDD-Slots. Dabei soll dieses auch Funktionen wie eine Personenerkennung bieten.

Wollen wir uns das QNAP TVR-AI200 doch in einem Test etwas näher ansehen.

 

Das QNAP TVR-AI200 im Test

Das TVR-AI200 setzt auf einen recht typischen Formfaktor für ein NVR-System. So würde ich den Formfaktor am ehesten „DVD-Player-ähnlich“ bezeichnen.

So misst dieser 44 × 360 × 333 mm und kann wahlweise auf einem Tisch platziert werden oder mit Rackohren in einem Server-Rack montiert werden.

Dabei ist das Design „unspektakulär“ und ziemlich langweilig.

 

Anschlüsse

Auf der Front besitzt der QNAP TVR-AI200 lediglich einen USB-A-2.0-Port. Deutlich spannender wird es auf der Rückseite.

  • 1x Gbit LAN Uplink
  • 16x Gbit PoE Ports
  • 1x HDMI 1.4
  • 1x USB 2.0
  • 1x USB 3.0

Die große Besonderheit beim TVR-AI200 sind die 16x Gbit LAN Ports auf der Rückseite. Im Kern ist hier ein Switch integriert.

Diese Ports bieten auch PoE, genau genommen PoE+ „802.3at“ mit maximal 25,5 W pro Port. Insgesamt kann der NVR 130 W über diese PoE-Ports bereitstellen.

Der Gedanke ist, dass du hierdurch Überwachungskameras direkt mit dem NVR verbinden kannst.

Neben diesen Anschlüssen haben wir auch einen Gbit Uplink, um auf das System aus dem Netzwerk zugreifen zu können, wie auch HDMI und einige USB-Ports. Über HDMI kannst du direkt einen Monitor verbinden, um Kameras usw. zu beobachten.

 

2x 3,5 Zoll im Inneren

Im Inneren des QNAP TVR-AI200 findest du zwei „Slots“ bzw. Anschlüsse für SATA-Festplatten oder SSDs.

Diese werden hier „fest verbaut“ und lassen sich ohne ein Zerlegen des Gehäuses nicht entfernen, was auch aus Sicht der Sicherheit absolut Sinn macht.

 

KEIN NAS!

Wichtig, das QNAP TVR-AI200 ist nicht neben der NVR-Funktionalität als NAS-System nutzbar. Die Software des TVR-AI200 bietet keine Möglichkeit für das freie Anlegen von freigegebenen Ordnern usw.

 

Bis zu 16 Kameras

Das TVR-AI200 unterstützt grundsätzlich bis zu 16 Kameras. Wichtig: 16 Kameras mit Full-HD-Auflösung.

Kameras mit höheren Auflösungen werden auch unterstützt, aber dann im Maximum entsprechend weniger.

Ich habe für diesen Test zunächst eine Ubiquiti UniFi G5 Turret Ultra verbunden, später auch noch eine Reolink-Kamera.

 

16-Port-Switch

Der Switch im TVR-AI200 kann in zwei Modi genutzt werden. Du kannst diese „separieren“ von deinem restlichen Netzwerk mit eigenem DHCP-Server usw., aber du kannst angeschlossene Geräte auch im Netzwerk verfügbar machen, wie bei einem normalen Switch.

 

„TVR OS (QNE)“

Als Betriebssystem beim TVR-AI200 kommt das QNAP-eigene „TVR OS (QNE)“ zum Einsatz. TVR OS scheint im Kern das bekannte QTS NAS-Betriebssystem zu sein, bei welchem aber alle Apps und Features weggeschnitten sind, die nichts mit der Videoüberwachung oder Funktion als NVR zu tun haben.

Grundsätzlich haben wir hier eine Web-UI, die eher einem „Betriebssystem“ im Webbrowser entspricht. So haben wir hier nach dem Einloggen einen Desktop, Fenster-Manager usw.

Du kannst auch mehrere Fenster auf einmal öffnen usw.

Dabei ist die Benutzeroberfläche grundsätzlich optisch sehr gut gelungen und ansprechend. Sicherlich ist diese etwas komplexer als bei einem 0815-Überwachungssystem, dafür aber auch etwas mächtiger.

 

QVR Surveillance

Im Kern besteht das TVR-AI200 aus zwei Komponenten. Auf der einen Seite haben wir die klassische NVR-Funktionalität, auf der anderen Seite die KI-Features.

Starten wir mit der klassischen NVR-Funktionalität über die QVR Surveillance App.

Diese erlaubt dir zunächst das Verbinden von Überwachungskameras, das Aufzeichnen dieser und das Auswerten der Aufnahmen.

QVR Surveillance hat jetzt erst einmal keine „erweiterten“ Features. Dieser Teil des TVR-AI200 ist sehr klassisch und ohne KI oder Ähnlichem.

Du hast die Wahl aus hunderten Überwachungskameras, wie aber auch die Möglichkeit, universell Modelle via Onvif oder RTSPS zu verbinden.

Einmal verbunden, kannst du einen Zeitplan für die Aufnahme erstellen oder halt dauerhaft aufnehmen.

Nichts Besonderes, alles soweit klassisch.

Dies funktioniert beim TVR-AI200 mit bis zu 16 Kameras (Lizenzen dafür sind inbegriffen). Du kannst auch mehrere Kameras auf einmal live betrachten usw.

Die Aufnahmen werden dabei in 5-Minuten-Häppchen unterteilt und nach Datum/Uhrzeit sortiert. Hier aber ein Kritikpunkt: Das Auswerten und Durchsehen der Aufnahmen ist relativ verworren und kompliziert!

Beispielsweise die Timeline-Ansicht bei UniFi Protect ist um einiges schöner und besser gelöst.

 

QVR Pro Client

Etwas besser und schöner ist vor allem das Auswerten der Aufnahmen über die App (Desktop-App) „QVR Pro Client“ gelöst.

Diese kannst du einfach herunterladen und lokal mit dem NVR verbinden. Dort lassen sich Aufnahmen auch in einer Timeline betrachten, durch Scrollen usw.

Auch kannst du hier die KI-Ereignisse sehen, direkt zu diesen springen usw.

Ich denke, für eine effiziente Nutzung/Auswertung ist der QVR Pro Client mehr oder weniger Pflicht.

 

Die KI-Funktionen

Aber wie es sich für jedes Produkt im Jahr 2026 gehört, hat natürlich auch das TVR-AI200 „KI“. Wobei KI bei der Videoüberwachung auch wirklich sinnvoll sein kann.

Welche KI-Features bringt das TVR-AI200 mit?

  • Gesichtserkennung
  • Personenzählung

Sieht im ersten Moment recht überschaubar aus und leider haben wir z. B. keine Objekterkennung oder so was. Aber gerade die Gesichtserkennung ist recht ausgeprägt.

So wird auf Wunsch jedes Gesicht einer Person erkannt und „mitgeloggt“. Du kannst bekannte Personen hinterlegen und auch beispielsweise eine Benachrichtigung anlegen, wenn Person XYZ auftaucht.

Du kannst auch Benachrichtigungen anlegen, wenn eine „nicht autorisierte“ Person einen Bereich betritt.

Bis zu 1000 Gesichter lassen sich beim TVR-AI200 anlegen.

Zudem kann das TVR-AI200 auch die Personen noch weiter einordnen.

  • Geschlecht
  • Alter
  • Stimmung
  • Maske Ja/Nein

Sehr interessant, gerade dass das NVR auch die Stimmung erkennen kann. Und ja, dies funktioniert auch in einem gewissen Rahmen. Wenn ich recht deutlich mit verzogener Miene auf die Kamera zugehe, wird erkannt, dass ich „Angry“ bin.

Auch die generelle Gesichtserkennung funktioniert gut, wie so oft üblich ist aber im besten Fall ein recht direkter Blick in die Kamera nötig, damit das Gesicht sauber erkannt und zugeordnet werden kann.

Generell ist aber die Gesichtserkennung klar ein Highlight am TVR-AI200.

Es lassen sich auch Berichte anzeigen/erstellen und exportieren, wann wer wie wo gesehen wurde. Praktisch!

Neben der Gesichtserkennung haben wir auch eine „Personen-Erkennung“ und Zählung.

So kannst du eine virtuelle Linie erstellen und alle Personen zählen, welche diese überschreiten. Praktisch für Events oder wenn du mitzählen willst, wie viele Besucher dein Geschäft hatte.

Auch dies lässt sich in Logs exportieren, inklusive Statistiken usw.

 

Maximal 2x KI

Wichtig! Es lassen sich aber nur zwei KI-Anwendungen beim TVR-AI200 anlegen! Heißt, du kannst nur bei 2 Kameras die Gesichtserkennung aktivieren bzw. 1x Gesichtserkennung + 1 Personenerkennung usw.

Dies wird eine Limitierung der Rechenleistung des SoCs sein. Schade.

 

Lokale Konsole

Du kannst einen HDMI-Monitor, Maus und Tastatur mit dem TVR-AI200 verbinden. Dann kannst du deine Aufnahmen bzw. die Live-Ansicht auch direkt am Gerät betrachten und verwalten.

Du hast hier dann den QVR Pro Client, nur dass dieser direkt auf dem NVR läuft ohne zusätzlichen PC.

 

Stromverbrauch und Lautstärke

Der Stromverbrauch des QNAP TVR-AI200 schwankt je nach verbauten Festplatten/Laufwerken und welche PoE-Geräte du angeschlossen hast.

Ich habe das TVR-AI200 mit einer SATA-SSD getestet, wir sehen hier also den „Basis-Verbrauch“. Dieser lag bei mir bei ca. 15 – 16 W. Das ist akzeptabel für ein Gerät dieser Klasse.

Im TVR-AI200 sind Lüfter verbaut. Im Normalbetrieb erzeugt das NVR konstant ein hörbares Surren. Dieses ist aushaltbar, aber ich würde mir das NVR jetzt auch nicht auf meinen Schreibtisch stellen.

 

Fazit zum QNAP TVR-AI200

Das QNAP TVR-AI200 richtet sich klar an dich, wenn du eine zentrale, herstellerunabhängige Videoüberwachung suchst und dabei Wert auf stabile NVR-Funktionalität legst. Besonders der integrierte 16-Port-PoE-Switch ist ein echtes Highlight: Kameras lassen sich direkt und sauber anbinden, ohne zusätzliche Switches oder Netzteile, das spart Platz und Kabel, vor allem bei kleineren Geschäften.

Die klassische NVR-Funktionalität ist solide, aber eher konservativ umgesetzt. Aufnahme, Verwaltung und Kamera-Kompatibilität funktionieren zuverlässig, die Web-Oberfläche wirkt jedoch bei der Auswertung der Aufnahmen etwas komplizierter. Der QVR Pro Client ist hier praktisch Pflicht, wenn du effizient arbeiten möchtest. Positiv ist, dass QNAP diese Möglichkeit überhaupt bietet. Allerdings ist auch der QVR Pro Client nicht die „schönste“ Lösung, die ich jemals gesehen habe.

Die KI-Funktionen sind das spannendste Merkmal des TVR-AI200. Vor allem die Gesichtserkennung überzeugt im Test mit guter Erkennungsrate, umfangreichen Auswertungen und sinnvollen Benachrichtigungsoptionen. Auch die Personenzählung ist praxisnah umgesetzt. Die harte Limitierung auf maximal zwei gleichzeitige KI-Analysen bremst das System allerdings deutlich aus.

Wichtig zu wissen: Das TVR-AI200 ist kein NAS. Wenn du zusätzliche Speicher- oder Serverfunktionen erwartest, bist du hier falsch. QNAP geht bewusst den Weg eines dedizierten Überwachungssystems. Dafür punktet das Gerät mit ordentlichem Stromverbrauch, stabiler Software und der Möglichkeit, es auch direkt per HDMI zu bedienen.

Unterm Strich ist das QNAP TVR-AI200 ein leistungsfähiges, aber spezialisiertes NVR, das vor allem in kleinen bis mittleren Installationen, Büros oder Geschäften seine Stärken ausspielt. Wenn du mit den KI-Limits leben kannst und eine saubere, zentrale Überwachungslösung im klassischen Gewand suchst, bekommst du hier ein durchdachtes Gesamtpaket mit klaren Stärken, aber auch klaren Grenzen.

Ladeanalyse – VIVO X300 Pro, bis zu 90W laden?!

Wir hatten uns bereits vor einer Weile das VIVO X300 Pro im Test angesehen. Hier war es vor allem die Kamera, welche positiv hervorstach.

Allerdings gibt es einen weiteren Punkt, wo die chinesischen Smartphones traditionell sehr stark abschneiden. Das ist beim Ladetempo!

So soll auch das Vivo X300 Pro mit satten 90 W laden können! Rund das Doppelte eines S24 Ultras.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann dieses wirklich mit bis zu 90 W laden und wie lange dauert das Laden?

 

Proprietärer Ladestandard

Natürlich kann das VIVO X300 Pro an jedem x-beliebigen USB-PD-Ladegerät laden. Allerdings dies nur mit stark reduzierter Geschwindigkeit.

Willst du das volle Ladetempo, dann musst du das VIVO-eigene Schnellladegerät und Kabel nutzen!

Als Ladestandard wird hier „Vivo FlashCharge“ genutzt.

Mit dem beiliegenden Ladegerät sind maximal 11 V / 8,2 A möglich. 11 x 8,2 = 90,2, also maximal 90,2 W, die das Ladegerät liefern kann.

 

Maximale Leistungsaufnahme

Was ist aber die wirklich praktisch maximale Leistungsaufnahme des X300 Pro? Sind es wirklich 90 W? Wie verhält sich das Ladegerät an alternativen Ladegeräten?

Im Folgenden siehst du die Spitzenwerte, die ich messen konnte bei einem Akkustand von +- 10 %. Wichtig, es handelt sich hier um die ungefähren Spitzenwerte, diese können in der Praxis leicht schwanken, geben aber eine klare Tendenz vor.

Am originalen Ladegerät konnte ich eine Leistungsaufnahme von maximal 84,5 W beobachten. Allerdings ist dies die Leistungsaufnahme direkt aus der Steckdose, da ein Zwischenschalten eines meiner Messgeräte direkt zu einer reduzierten Leistung führte.

84,5 W aus der Steckdose wird nach Abzug der Effizienz des Ladegerätes bedeuten, dass +- 80 W im Smartphone laden.

Nicht ganz die theoretisch maximalen 90 W, aber 80 W ist schon eine Ansage!

Wie steht es aber um das Schnellladen an universellen USB-Power-Delivery-Ladegeräten? Zunächst ist hier für das VIVO X300 Pro ein Ladegerät mit einer PPS-Stufe sehr wichtig.

Hast du ein USB-Power-Delivery-Ladegerät ohne PPS, ist die Leistungsaufnahme auf +- 11 W limitiert!

Ja, an einem 100-W-USB-PD-Ladegerät ohne PPS lädt das VIVO X300 Pro mit maximal +- 11 W.

Mit PPS sieht es dann aber besser aus. Haben wir eine „bis 3A“-PPS-Stufe wie z. B. 5 – 11 V bei bis zu 3 A oder 5 – 21 V bei bis zu 3 A, sind +- 24 W möglich.

Bei einer bis zu 5-A-PPS-Stufe sind es +- 40 W. Damit spielt es keine Rolle, ob wir eine 5 – 11 V bei bis zu 5 A oder eine 5 – 21 V bei bis zu 5 A PPS-Stufe haben.

Das VIVO X300 Pro holt sich immer +- 8 – 9 V bei dem maximalen Strom, den dein Ladegerät liefern kann.

Aber wir sehen hier dennoch, dass mit einem universellen USB-PD-Ladegerät maximal die halbe Ladegeschwindigkeit möglich ist, verglichen mit dem original FlashCharge-Ladegerät.

 

Ladedauer

Die maximale Ladegeschwindigkeit ist das eine, die andere Frage ist, wie lange kann das VIVO X300 Pro mit 80+ W laden?

Die Antwort ist kaum eine Minute! Der größte Teil des Ladevorgangs verläuft mit 40 – 60 W, was immer noch sehr beeindruckend ist, aber auch nicht mehr ganz so krass, wie die beworbenen 90 W es vermuten lassen.

Eine 5-%-auf-100-%-Ladung dauert knapp unter eine Stunde (0:59 Minuten).

Spannenderweise ist dies +- die gleiche Dauer wie an einem universellen USB-PD-Ladegerät (mit PPS bis 5A).

So dauerte hier das Laden 1:01 h.

Zwar haben wir hier eine deutlich niedrigere Spitzenladegeschwindigkeit, aber dafür auch eine weniger harte Drosselung und ein konstanteres Laden.

Vergleichen wir das mit anderen Smartphones, können wir sehen, dass das Vivo X300 Pro mit seinen 58 Minuten signifikant schneller lädt als alle iPhones, Samsung- und Google-Smartphones, die ich bisher im Test hatte.

Bei einer „auf 60 %“-Ladung sähe der Unterschied sogar noch größer aus.

 

Fazit

Das Vivo X300 Pro zeigt beim Laden eindrucksvoll, warum chinesische Hersteller in diesem Bereich oft die Nase vorn haben. Mit dem originalen FlashCharge-Netzteil erreichst du zwar nicht ganz die beworbenen 90 Watt, aber rund 80 Watt reale Ladeleistung sind mehr als respektabel und sorgen für sehr kurze Ladezeiten. Auch wenn diese Spitzenleistung nur kurz anliegt, bleibt das gesamte Ladetempo auf einem hohen Niveau.

Gleichzeitig wird aber auch klar: Das volle Potenzial schöpfst du nur mit dem proprietären Ladegerät und Kabel aus.

An universellen USB-PD-Ladegeräten, selbst mit PPS, halbiert sich die maximale Ladeleistung deutlich. Interessant ist jedoch, dass die Gesamtladezeit am Ende kaum länger ausfällt, da das Laden konstanter und weniger aggressiv gedrosselt wird.

Unterm Strich bekommst du mit dem Vivo X300 Pro ein Smartphone, das im Alltag extrem schnell wieder einsatzbereit ist und die Konkurrenz von Apple, Samsung und Google klar hinter sich lässt. Wenn dir schnelles Laden wichtig ist und du bereit bist, das originale Ladezubehör zu nutzen, gehört das X300 Pro aktuell zu den überzeugendsten Geräten in diesem Bereich.

 

Maximale Flexibilität! Der Shelly Power Strip 4 Gen4 im Test

Shelly hat mit seinem Power Strip 4 Gen4 eine interessante smarte Steckdosenleiste auf den Markt gebracht.

So verfügt diese über 4 Slots, welche nicht nur individuell gesteuert werden können, sondern auch über eine individuelle Strommessung verfügen.

Hinzu kommt die volle Flexibilität bei der Verbindung: WLAN, Bluetooth, Zigbee und Matter werden unterstützt!

Damit ist der Shelly Power Strip 4 Gen4 derzeit ein ziemlich einmaliges Produkt.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Steckdosenleiste überzeugen? Wie steht es um die Messgenauigkeit und den Leerlaufstromverbrauch? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Shelly für das Zur-Verfügung-Stellen der Steckdosenleiste für diesen Test.

 

Der Shelly Power Strip 4 Gen4 im Test

Auf den ersten Blick handelt es sich beim Shelly Power Strip 4 Gen4 um 4x Shelly Plug S, die in einem Gehäuse zusammengefasst wurden.

Und dies ist vermutlich auch technisch nicht ganz falsch. Im Kern ist jede Steckdose bei dieser Steckdosenleiste ein einzelnes Modul, mit einer Status-LED im Rahmen und einer seitlichen Taste.

Das Gehäuse besteht dabei aus einem recht einfachen Hochglanz-Kunststoff.

Die Zuleitung ist rund 1,5 Meter lang und setzt im Inneren auf einen 1,5 mm² Aderquerschnitt, was adäquat ist.

Auf der Unterseite finden wir zwei Schraubenlöcher, mit deren Hilfe wir die Steckdosenleiste aufhängen können.

 

12A

Wichtig, jede Steckdose beim Shelly Power Strip 4 Gen4 bietet eine maximale Leistung von 12A, nicht 16A wie ansonsten üblich.

 

WLAN, Bluetooth und Zigbee!

Der Shelly Power Strip 4 Gen4 unterstützt natürlich WLAN, aber auch Bluetooth und sogar Zigbee!

Du hast hier also volle Flexibilität bei der Verbindung der smarten Steckdosenleiste.

 

4x Smart in 1

Sowohl in der WebUI wie auch in der Shelly App werden die einzelnen Steckdosen des Power Strip 4 Gen4 mehr oder weniger als individuelle Geräte erkannt und gesteuert.

So tauchen in der App nach dem Einbinden 4 Geräte auf, für jede Steckdose eins. Du kannst hierdurch aber alle Steckdosen auch wirklich individuell steuern und verwalten.

Auch in der WEB-UI werden alle 4 Steckdosen einzeln aufgelistet.

An sich ein Aufbau, gegen den ich nichts habe, ganz im Gegenteil, ich finde es super, dass sich jede Steckdose komplett einzeln steuern und überwachen lässt, aber ich hätte es nett gefunden, wenn es in der UI auch einen Tab für alle Steckdosen gemeinsam gäbe, beispielsweise der kombinierte Verbrauch usw.

 

Volle Flexibilität (kein Cloud-Zwang)

Ein großes Highlight an Shelly-Produkten ist deren Flexibilität. Du möchtest die Shelly App nicht nutzen? Kein Problem! Du kannst die Shelly-Steckdosenleiste auch einfach über einen PC oder Notebook einrichten.

So erstellt der Shelly Power Strip 4 Gen4 nach dem ersten Einstecken einen WLAN-Access-Point, in den du dich für die Einrichtung einklinken kannst. Hier kannst du diesen dann in dein heimisches WLAN einloggen.

Auch nach der Einrichtung präsentiert der Power Strip 4 Gen4 eine vollständige und Cloud-unabhängige WebUI.

Entsprechend sollte der Shelly Power Strip 4 Gen4 auch voll funktionsfähig bleiben, sollte der Hersteller mal den Support einstellen.

Du kannst diesen aber auch wie ein klassisches Smart-Home-Produkt nutzen und mit der Shelly App und Cloud verbinden.

 

Die Shelly App

Shelly hat seine Smart-Home-App ein gutes Stück anders aufgebaut als die typischen 0815-Smart-Home-Apps anderer Hersteller.

An sich immer eine Sache, die ich begrüße, aber ich bin kein großer Fan der Shelly App. Aus persönlicher Sicht finde ich diese einfach unübersichtlich und etwas kompliziert.

Klar, die App macht, was du möchtest, aber suchst du ein „möglichst einfaches“ Smart-Home-Erlebnis, bist du bei Herstellern mit der Tuya-Smart-Life-Plattform oder Switchbot besser dran.

So ist die Shelly App sehr verschachtelt und einfach etwas unübersichtlich, gerade wenn du neu in dieser bist. Auch die Steuerung der Produkte selbst über die App ist „komplizierter“.

Dies liegt aber auch daran, dass die Shelly-Produkte einen sehr großen Funktionsumfang haben und es einfach sehr viele Einstellungsmöglichkeiten gibt. So gibt es hier um einiges mehr erweiterte Optionen als bei 0815-Smart-Home-Steckdosen.

Du kannst beispielsweise selbst Skripte schreiben, Dienste wie MQTT oder Websocket nutzen usw.

Natürlich kannst du auch als Smart-Home-Einsteiger Shelly-Produkte und die Shelly App verwenden, aber die Lernkurve ist hier klar etwas höher als bei den 0815-Anbietern.

 

Als Repeater nutzbar

Spannenderweise kannst du auf Wunsch den Shelly Power Strip 4 Gen4 als WLAN-Repeater nutzen!

Die WLAN-Steckdose kann also parallel mit deinem WLAN verbunden sein und ein eigenes WLAN mit von dir wählbarer SSID und Passwort aussenden!

Allerdings sei natürlich dazu gesagt, dass die Geschwindigkeit „überschaubar“ ist. Wir kommen hier praktisch auf ca. 10 Mbit Up/Download im WLAN-N-Standard.

Dies ist aber ein nettes Feature, um beispielsweise mehrere WLAN-Steckdosen „hintereinander“ zu schalten, falls das Signal etwas dünn wird. So kannst du ein kleines „IoT-WLAN-Netz“ aufbauen.

 

MQTT und HomeAssistant

Ein Highlight von Shelly-Produkten ist die hervorragende Kompatibilität auch zu vielen Drittanbieter-Systemen, wie Homey, Smart Things, Amazon ALEXA usw.

So wird hier auch MQTT und der Home Assistant unterstützt. Gerade die Home Assistant-Unterstützung ist vorbildlich. Auch im Home Assistant wird der Power Strip als 4 Geräte erkannt.

 

Mit Matter!

Auch der Power Strip unterstützt den universellen Matter-Smart-Home-Standard. Matter erlaubt es, Smart-Home-Geräte verschiedener Hersteller in einer Plattform zu mixen.

 

Verbrauchsüberwachung

Ein sehr wichtiger Punkt beim Power Strip 4 ist die individuelle Überwachung des Stromverbrauchs jedes Anschlusses.

Du kannst bei jedem Anschluss sehen, wie viel Leistung gerade dort genutzt wird. Genau genommen wird folgendes alles angezeigt:

  • Leistung in Watt
  • Powerfaktor
  • Spannung in Volt
  • Strom in Ampere
  • Hz
  • Übertragene Leistung in Wh (Stromzähler)

Dies funktioniert hier auch in beide Richtungen.

Aber wie genau ist diese Messung? Im Folgenden vergleiche ich die Messwerte mit einem gesonderten Strommessgerät.

Erfreulicherweise scheint der Shelly Power Strip 4 Gen4 recht genau zu messen. Im Worst Case konnte ich eine Abweichung von ±5% zu meinem Messgerät beobachten.

Bei höheren Lasten sank die Abweichung sogar auf unter 1%.

Damit würde ich den Power Strip als recht akkurat einstufen.

 

Stromverbrauch

Wie hoch ist aber der Stromverbrauch des Shelly Power Strip 4 Gen4? Dieser schwankt sehr stark, je nachdem, wie viele Steckdosen du eingeschaltet hast.

So schwankt der Stromverbrauch zwischen 0,74 W, wenn alle Steckdosen aus sind, und 3 W, wenn alle aktiv sind.

Dies ist relativ viel, aber auch nicht unerwartet. Wir haben hier im Kern 4 WLAN-Steckdosen, die sich eine CPU teilen. Daher haben wir im ausgeschalteten Zustand den Verbrauch von einer normalen WLAN-Steckdose, aber eingeschaltet, wenn die Relais aktiv sind, liegt der Verbrauch eher auf dem Level von ±3 WLAN-Steckdosen.

 

Fazit

Der Shelly Power Strip 4 Gen4 richtet sich klar an anspruchsvollere Smart-Home-Nutzer und überzeugt genau dort. Du erhältst vier individuell steuer- und messbare Steckdosen, eine hohe Messgenauigkeit sowie eine aktuell seltene Protokollvielfalt mit WLAN, Bluetooth, Zigbee und Matter. Besonders positiv fallen die Cloud-unabhängige Nutzung, die offene WebUI und die sehr gute Integration in andere Smart-Home-Systeme auf.

In der Praxis arbeitet die Steckdosenleiste zuverlässig und präzise, auch Funktionen wie MQTT, Skripting oder der optionale WLAN-Repeater unterstreichen den hohen Funktionsumfang. Gleichzeitig gibt es aber auch Schwächen: Das Gehäuse wirkt eher schlicht, die Shelly App ist gerade für Einsteiger etwas unübersichtlich und der Eigenverbrauch von bis zu rund 3 Watt im Betrieb ist nicht niedrig.

Shelly Power Strip 4 Gen4 Schwarz - Matter WLAN Mehrfachsteckdose...

Pro

  • 4 Steckdosen individuell steuerbar inkl. separater Strommessung

  • Hohe Messgenauigkeit (±5 %, bei hoher Last <1 %)

  • Sehr große Protokollvielfalt: WLAN, Bluetooth, Zigbee & Matter

  • Kein Cloud-Zwang: vollständige lokale WebUI, offline nutzbar

  • Top Smart-Home-Integration (Home Assistant, MQTT, Alexa, SmartThings etc.)

  • Erweiterte Funktionen: Skripting, MQTT, WebSockets

  • Zukunftssicher durch offene Standards

Kontra

  • Nur 12A pro Steckdose (statt üblichen 16A)

  • Relativ hoher Eigenverbrauch (ca. 0,7–3 W je nach Zustand)

  • Gehäuse wirkt schlicht (Hochglanz-Kunststoff)

Unterm Strich ist der Shelly Power Strip 4 Gen4 aber eine sehr leistungsfähige und flexible smarte Steckdosenleiste für Nutzer, die maximale Kontrolle und offene Standards schätzen. Ideal, wenn du mehrere Geräte (z. B. in einem Home Lab) steuern oder den Stromverbrauch überwachen möchtest.

Link zum Hersteller /// bei Amazon

„240W Ladegerät“ für 3€ von Aliexpress?!

Ich bin vor Kurzem bei Aliexpress über einen fantastischen Deal gestolpert. So wurde mir hier ein 240 W, 5 Port USB Ladegerät für unter 3€ angeboten.

WOW! Was ein Deal, nicht wahr?

Aber kann dieser Deal auch nur ansatzweise wahr sein? Die Antwort ist natürlich nein. Ein 240 W Ladegerät für solches Geld und in solch einem kompakten Formfaktor ist nicht möglich.

Aber was bekommen wir hier? Wie viel Leistung hat das Ladegerät wirklich? Finden wir es im Test heraus!

 

Das „240W“ Ladegerät von Aliexpress

Leider verfügt das Ladegerät über keine Herstellerbezeichnung oder Ähnliches. Das optisch auffälligste Merkmal, zumindest für mich, ist allerdings der „240W“ Schriftzug.

Und ja, die 240W sind auch auf dem Ladegerät in Anführungszeichen gesetzt. Was will der Hersteller uns damit bloß sagen? Im Folgenden werde ich dieses Ladegerät einfach das „240W“ Ladegerät nennen.

Für die Leistung von angeblichen 240 W ist das Ladegerät sehr verdächtig klein und vor allem auch leicht.

So bringt dieses nur ein Gewicht von 71 g auf die Waage.

Lass uns ehrlich sein, spätestens jetzt ist klar, dass dieses Ladegerät nicht ansatzweise 240 W liefern können wird.

Allerdings, abseits davon, dass das Ladegerät sich fast leer anfühlt, ist das Gehäuse an sich „OK“. Auch das generelle Design ist nicht furchtbar. Aber dies ist das größte Lob, was dieses Ladegerät bekommen wird.

Eine kleine Besonderheit stellen ein paar blaue LEDs an der Seite des Ladegerätes dar, welche eingesteckt leuchten.

 

Keine Beschriftung

Ein weiterer auffälliger Punkt ist die Beschriftung auf dem Ladegerät bzw. das Fehlen dieser!

Es gibt auf dem Ladegerät keinerlei Informationen zu Leistungswerten, aber auch keine „Zertifizierungen“ oder CE Logo.

Damit dürfte dieses Ladegerät nicht mal in die EU eingeführt werden!

Dies ist extrem überraschend, denn ich würde erwarten, dass ein Hersteller einfach als Standard diese Logos draufdruckt, egal ob die dahinterstehenden Normen erfüllt werden oder nicht. Aber nicht mal das wurde bei diesem Ladegerät gemacht, was schon einiges aussagt.

 

5 Ports

Das „240W“ Ladegerät besitzt satte 5 USB Ports. 3x USB C und 2x USB A, was für solch ein kompaktes Ladegerät durchaus beeindruckend ist.

Die USB C Ports sind mit „PD“ beschriftet und die USB A Ports mit „QC“.

 

Welche Leistung haben wir hier wirklich?

Aber welche Leistung bietet unser „240W“ Ladegerät wirklich?

Zunächst unterstützt dieses KEIN USB Power Delivery! Das Ladegerät kann lediglich 5 V liefern!

Nach einigen Tests liegt die maximale Leistung des Ladegerätes bei 5V/2A, also 10W.

Und nein, es sind nicht 10W pro Port, sondern insgesamt! Verbindest du zwei Geräte, haben wir 5 + 5 W usw.

Nutzt du alle 5 Ports des Ladegerätes, hat jeder Port „satte“ 2W.

Für ein Ladegerät, das mit Schnellladen und 240W wirbt, ist dies unfassbar schlecht.

Aber auch abseits von der reinen Leistung ist das Ladegerät nicht gut. Die Spannungsstabilität ist fragwürdig und auch die generelle Technik ist richtig schlecht. Immerhin einen Überlastungsschutz gibt es.

 

Fazit: nicht kaufen

Dies ist das schlechteste USB Ladegerät, das ich jemals im Test hatte. Ich habe mit wenig gerechnet, vor allem nicht mit 240W für unter 3€.

Allerdings hatte ich durchaus mit einer Leistung so im Bereich 20 W gerechnet, aber nicht mal die bekommen wir. Dieses Ladegerät bietet lediglich 5V/2A bzw. 10W.

Dabei verfügt dieses über KEIN CE Zeichen oder Ähnliches und dürfte somit nicht mal in die EU verkauft werden.

Schade! Ich hatte schon lange kein wirklich schlechtes Produkt von Aliexpress bekommen, aber dies ist mal wieder solch eins.

Nicht kaufen.

UGREEN 45W Ladegerät mit 3 Ports Test: Solides 45W-Ladegerät mit PPS für Samsung und Apple

Wir schauen uns auf Techtest.org meistens primär „große“ und „spektakuläre“ USB-Ladegeräte an. Allerdings sind diese in der Praxis oftmals gar nicht nötig. Oftmals reicht hier ein günstiges und vernünftiges Modell mit mittlerer Leistung.

Genau solch ein Modell bietet UGREEN mit dem X527 an. Wir haben hier ein 45 W USB Power Delivery Ladegerät mit insgesamt 3 USB-Ports, welches für unter 20 € erhältlich ist.

Klingt doch eigentlich nach einem sehr interessanten Deal, vor allem wenn das Ladegerät nochmals im Angebot ist.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier das Ladegerät auch wirklich gut? Wie groß ist die PPS-Stufe?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Das UGREEN X527 45W Ladegerät mit 3 Ports im Test

Rein optisch und haptisch ist das UGREEN X527 „nichts Besonderes“. Wir haben hier ein einfaches graues Ladegerät, welches aber solide und massiv gearbeitet ist. An der Verarbeitung gibt es also nichts zu bemängeln, aber diese ist auch nicht „außergewöhnlich“.

Ähnliches gilt auch für die Abmessungen und das Gewicht. So misst das Ladegerät 39 x 41 x 48,5 mm und bringt 138 g auf die Waage.

Damit ist dieses natürlich nicht absolut winzig für 45 W, aber rein subjektiv ist das Ladegerät auch alles andere als groß.

 

Anschlüsse

Das X527 verfügt über 2x USB-C-Ports und 1x USB-A.

  • USB-C – 45 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/2,25A
  • USB-A – 18W + 22,5W – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2,25A, 12V/1,5A

Die USB-C-Ports des Ladegerätes können grundsätzlich jeweils bis zu 45 W liefern, nach dem normalen USB Power Delivery Ladestandard.

Hinzu kommt der USB-A-Port, welcher 18W Quick Charge oder 22,5W Super Charge bereitstellen kann, neben dem normalen USB-Laden.

Nutzt du mehrere Ports, dann drosselt sich das Ladegerät! Nutzt du z. B. beide USB-C-Ports, haben wir eine Drosselung auf 30 W + 15 W.

 

Mit PPS

Wie beworben besitzt das Ladegerät eine PPS-Unterstützung, welche für viele Smartphone-Hersteller sehr wichtig ist.

  • 5 – 11 V bei bis zu 4,5 A

Dies ist eine ausreichend große PPS-Stufe, um beispielsweise die diversen Samsung-Smartphones mit bis zu 45 W laden zu können.

Damit ist dieses Ladegerät ideal für Samsung- und Apple-Smartphones.

 

Belastungstest bestanden

Ich habe das UGREEN X527 rund 6 Stunden mit 45 W belastet. Dies habe ich gemacht, um zu überprüfen, ob es Temperaturprobleme oder Ähnliches gibt.

Erfreulicherweise ist dies nicht der Fall!

Das Ladegerät kann konstant eine Leistung von 45 W liefern.

Dabei ist auch die Hitzeentwicklung überschaubar für ein USB-Ladegerät unter konstanter Volllast.

 

Spannungsstabilität

Auch bei der Spannungsstabilität gibt es nichts zu bemängeln, ganz im Gegenteil. Die Spannung ist relativ stabil und bleibt sicher in den Grenzwerten.

 

Leerlaufstromverbrauch

Der Leerlaufstromverbrauch des UGREEN X527 45W Ladegerät liegt bei ca. 0,22 W, was ein durchschnittlicher bis guter Wert für ein Ladegerät dieser Klasse ist.

 

Effizienz des X527

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Effizienz des Ladegerätes.

Diese schwankte bei mir zwischen 80,31 % bei sehr niedriger Last und 89,99 % bei Volllast.

Das ist ein gutes Abschneiden! Vor allem die gute Effizienz von 80 %+ bei niedriger Last ist bei solch einem Ladegerät erfreulich.

 

Fazit

Du suchst ein einfaches, aber gutes USB-Ladegerät für dein Smartphone, Bluetooth-Kopfhörer und ähnliche Geräte?

Dann ist das UGREEN X527 45W Ladegerät* eine sehr gute Wahl! Technisch wie auch haptisch gibt es bei diesem nichts zu bemängeln, gerade bei einem Preis von deutlich unter 20 €.

Das Ladegerät ist wunderbar für alle aktuellen Samsung- und Apple-Smartphones geeignet, wie auch für viele weitere Geräte. Auch für die Nintendo Switch oder das Steam Deck bietet sich das Ladegerät an.

Wir haben hier zudem eine gute Effizienz und im Test selbst bei konstanter Last keine Temperaturprobleme.

UGREEN 45W USB C Ladegerät 3-Port PPS Schnellladegerät 30W PD...

Pro:

  • 45W USB Power Delivery über USB-C
  • PPS-Unterstützung für Samsung-Smartphones (bis 45W)
  • 3 Ports (2x USB-C, 1x USB-A)
  • Gute Effizienz (bis 89,99 % bei Volllast)
  • Solide Verarbeitung
  • Keine Temperaturprobleme bei Dauerlast
  • Stabile Spannungsversorgung
  • Niedriger Leerlaufverbrauch (0,22 W)

Kontra:

  • Leistung wird bei Nutzung mehrerer Ports gedrosselt
  • Keine außergewöhnliche Optik oder Haptik
  • Nicht besonders kompakt für 45W

Kurzum, das UGREEN X527 45W Ladegerät mit 3 Ports ist voll empfehlenswert in seiner Klasse!

Technik Made in Germany – welche Hersteller gibt es 2026 noch?

Ich denke, es ist ein offenes Geheimnis, dass 99 % aller Elektronikprodukte aus China oder allgemein aus Asien kommen.

Es gibt so gut wie keine Technik, die noch „Made in Germany“ ist, und gefühlt werden auch die deutschen Technikhersteller immer weniger.

Aber welche deutschen Technik-Hersteller gibt es im Jahr 2026 noch, und welche produzieren hier vielleicht sogar noch ihre Produkte?

Genau dieser Frage möchte ich einen kleinen Artikel mit besonderem Fokus auf „Endkunden-Elektronik“ widmen.

 

„Made in Germany“ ist nicht besser

Direkt gesagt: „Made in Germany“ steht für mich im technischen Bereich nicht für „besonders hochwertige“ Produkte. Made in China ist hier oftmals genauso gut oder besser!

China kann Produkte in jeder Qualitätsklasse produzieren, die du dir wünschen kannst, von ultrabillig bis absolut herausragend. Es ist also schon lange nicht mehr so, dass „Made in China“ ein „Makel“ ist und „Made in Germany“ der „Goldstandard“.

Im Bereich der Lebensmittel, Autos oder Industrie mag das anders sein, aber im Bereich der Technik stehe ich voll hinter dieser Aussage.

Dennoch halte ich es für positiv, deutsche oder europäische Hersteller zu unterstützen, falls möglich, denn ansonsten wird es bald keine mehr geben.

 

Übersicht, deutsche Technik-Hersteller

Standort Mitarbeiter ca. Gründung
4Smarts Augsburg 35 2014
ARCTIC Cooling Braunschweig 60 2001
AVM Berlin 900 1986 Teils Made in Germany
be quiet! Glinde 100 2001
Beyerdynamic Heilbronn 400 1924 Größtenteils Made in Germany
Bosch Gerlingen 400000 1886 Teils Made in Germany
Canton Weilrod 200 1972 Teils Made in Germany
Cherry (Xtrfy) Auerbach 550 1953 Größtenteils Made in Germany
eQ-3 AG / Homematic Leer 1000 2007
Gigaset Bocholt 500 1941 Größtenteils Made in Germany
Homee Berlin 30 2012 Made in Germany
Leica  Wetzlar 2400 1869 Größtenteils Made in Germany
Miele Gütersloh 23500 1899 Größtenteils Made in Germany
Nubert Schwäbisch Gmünd 100 1975 Teils Made in Germany
Rollei Hamburg 50 1920
Sennheiser Wennebostel 2800 1945 Teils Made in Germany
Senvolon Frechen Made in Germany
tado° München 200 2011
Telekom Bonn 200000 1995
Teufel Berlin 300 1979
Thermal Grizzly Hohen Neuendorf 20 2013 Made in Germany
Vorwerk  Wupppertal 108000 1883 Teils Made in Germany
XMG (Schenker) Leipzig 80 2002

4Smarts

4Smarts ist einer der wenigen deutschen Hersteller im Bereich der Powerbanks und Ladegeräte.

Diese lassen ihre Produkte natürlich in Asien fertigen, aber Teile der Entwicklung und des Designs finden in Deutschland statt und 4Smarts „rebrandet“ nicht einfach nur 0815 OEM Designs.

 

ARCTIC Cooling

ARCTIC Cooling ist einer der Marktführer im Bereich des PC-Coolings, also CPU-Kühler, Lüfter, Wärmeleitpasten usw.

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ARCTIC konzentriert sich dabei spannenderweise vor allem auf das Preis-Leistungs-Segment, was für Hersteller mit deutschen Wurzeln sehr selten ist. Im Allgemeinen sind ARCTIC-Produkte sehr konkurrenzfähig, und gerade die AIOs von ARCTIC Cooling sind hervorragend, auch international.

Die Produktion von ARCTIC wird komplett in Asien durchgeführt, und die Entwicklung teils in Deutschland und teils in Hongkong.

 

AVM

  • Standort: Berlin
  • Gründung: 1986
  • Mitarbeiter: 900
  • Produktion: weitestgehend in Europa und Deutschland
  • Link zum Hersteller 

Zwar wurde AVM vor kurzem von einem Investor aus Luxemburg übernommen, aber dennoch ist AVM ein Vorzeigeunternehmen im Bereich Smart Home und Netzwerk.

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Fritz!Boxen sind der Goldstandard, wenn es um Router und Modems geht. So mögen diese technisch der Konkurrenz teils etwas unterlegen sein (was die reine „Power“ angeht), aber die Zuverlässigkeit ist legendär, der Software-Support herausragend und auch der Funktionsumfang hervorragend.

Auf der Basis seiner Fritz!Boxen hat AVM auch angefangen, ein durchaus ordentliches Smart-Home-System aufzubauen.

Update: Mittlerweile wurde AVM von „Imker Capital Partners“ gekauft. Imker Capital Partners ist ein Investor aus England. 

 

be quiet!

  • Standort: Glinde (Hamburg)
  • Gründung: 2001
  • Mitarbeiter: 100
  • Entwicklung: in Deutschland
  • Link zum Hersteller

be quiet! ist im Bereich der PC-Bastler ein sehr bekannter Name und hat sich gerade im Bereich der Netzteile einen guten Ruf aufgebaut.

So fertigt be quiet! seine Produkte natürlich in Asien, aber die Entwicklung und das Design findet zu großen Teilen in Deutschland statt.

Gerade bei PC-Netzteilen ist be quiet! eine Top-Wahl.

 

Beyerdynamic

  • Standort: Heilbronn
  • Gründung: 1924 in Berlin durch Eugen Beyer
  • Mitarbeiter: über 400
  • Produktion: größtenteils „Made in Germany
  • Link zum Hersteller

Beyerdynamic ist ein sehr altes und traditionelles deutsches Unternehmen mit Sitz in Heilbronn. Es wurde 1924 gegründet und hat das Prinzip des dynamischen Kopfhörers entwickelt, worauf alle aktuellen Kopfhörer basieren.

Große Teile der kabelgebundenen Kopfhörer, Kopfhörer-Treiber und Mikrofone werden in Deutschland produziert.

Bluetooth-Kopfhörer usw. kommen zwar auch aus Asien, aber selbst hier werden teils Treiber „Made in Germany“ genutzt.

Beyerdynamic gehört zu den absolut unterstützenswerten Herstellern, welche gerade bei ihren Studio-Kopfhörern und auch den kabelgebundenen Gaming-Headsets eine sehr gute Marktposition haben.

Auch qualitativ gibt es an Beyerdynamic-Produkten nichts auszusetzen.

Update: Beyerdynamic wurde 2025 von Cosonic Intelligent Technologies gekauft. Cosonic Intelligent Technologies, ein chinesischer Elektronik- und Audiotechnik-Konzern mit Sitz in Dongguan/China.

 

Bosch

Der Hersteller Bosch wird jedem bekannt sein. Es ist hier auch allgemein bekannt, dass Bosch ein deutscher Hersteller ist und auch Produktion in Deutschland hat. Allerdings werden hier primär Autoteile hergestellt.

„Consumer Goods“ wie Smart-Home-Produkte werden in Asien hergestellt, aber in Deutschland weitestgehend entwickelt.

 

Canton

  • Standort: Weilrod (Taunus)
  • Gründung: 1972
  • Mitarbeiter: ca. 200
  • Produktion: teilweise „Made in Germany“
  • Link zum Hersteller

Canton ist einer der bekanntesten deutschen Lautsprecherhersteller und seit Jahrzehnten fest im Hi-Fi- und Heimkino-Bereich etabliert. Die Marke steht vor allem für neutralen, sauberen Klang und solide Technik ohne große Experimente.

Entwicklung und akustisches Design finden in Deutschland statt, produziert wird je nach Serie in Deutschland, Europa und Asien. Hochwertigere Modelle werden teilweise noch in Deutschland gefertigt oder endmontiert, günstigere Serien sind ausgelagert.

Canton gilt als eher konservativer, aber sehr zuverlässiger Hersteller. Besonders im Heimkino-Segment sind Canton-Lautsprecher weit verbreitet und genießen einen guten Ruf.

 

Cherry (Xtrfy)

  • Standort: Auerbach
  • Gründung: 1953
  • Mitarbeiter: 550
  • Produktion:Made in Germany
  • Link zum Hersteller

Cherry ist ein Urgestein im Bereich der Tastaturen. So waren Cherry-Taster sehr lange Zeit ein großes Qualitätsmerkmal, welche auch weiterhin in Deutschland gefertigt werden.
Bis vor wenigen Jahren hatten fast alle Gaming-Tastaturen Cherry-Taster, zumindest alle guten. Allerdings haben aufgrund des Trends zu mechanischen Tastaturen einige chinesische Hersteller angefangen, vergleichbare Taster zu bauen, und haben teils Cherry mittlerweile übertroffen, durch einen höheren Innovationszyklus.

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Cherry ist, gefühlt wie viele deutsche Unternehmen, etwas „träge“. Dennoch sind gerade aus Sicht Haltbarkeit und Zuverlässigkeit Cherry-Produkte eine sichere Bank.

Zudem versucht Cherry nun mit der Untermarke „Xtrfy“ auf dem Gaming-Markt Fuß zu fassen.

 

eQ-3 AG / Homematic

  • Standort: Leer
  • Gründung: 2007
  • Mitarbeiter: über 1.000
  • Entwicklung: in Deutschland, Fertigung in China
  • Link zum Hersteller

Homematic war einer der Pioniere im Smart-Home-Bereich und ist hier sehr breit aufgestellt – mit vielen Sensoren und vielen professionellen Partnern.

Dabei lassen sich Homematic-Produkte sehr tief im Haus integrieren, beispielsweise für die Steuerung der Fußbodenheizung, Rollläden usw.

Allerdings hatte ich das Gefühl, dass die Beliebtheit von Homematic in den letzten Jahren etwas gesunken ist. Gerade das Homematic-IP-Ökosystem hatte einige Anlaufschwierigkeiten.

 

Gigaset

  • Standort: Bocholt
  • Gründung: 1941
  • Mitarbeiter: 500
  • Produktion:Made in Germany
  • Link zum Hersteller

Oh Gigaset, so große Ambitionen, so tief gefallen. Gigaset ist der de-facto-Marktführer für Schnurlostelefone, und aus persönlicher Erfahrung kann ich hier auch sagen: zu Recht.
Die DECT-Telefone von Gigaset sind super und auch weiterhin meine erste Wahl.
An sich hat Gigaset schnell die Zeichen der Zeit richtig gedeutet und erkannt, dass sich Festnetztelefone in der Zukunft eher schlechter verkaufen werden. Daher hat Gigaset versucht, auf den Smart-Home- und den Smartphone-Markt aufzuspringen.

Gerade die Smartphones waren eine holprige Reise. Anfangs hat Gigaset versucht, im High-End-Bereich mitzuspielen, dank eines ausländischen Investors – und hat die Gigaset-ME-Serie auf den Markt gebracht.

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Die Gigaset-ME-Smartphones waren viel besser als ihr Ruf, kamen aber kurz vor der nächsten Samsung-Generation heraus und sind daher eher gefloppt.

Gigaset hat es dann nochmals alleine versucht, in der Mittel- und Einsteigerklasse. Aber auch hier war die Reise holprig, um es vorsichtig auszudrücken.
Vor allem im Bereich der Schnurlostelefone ist Gigaset aber ohne Frage der Hersteller meiner Wahl (in Kombination mit einer Fritz!Box).

 

Homee

  • Standort: Berlin
  • Gründung: 2012
  • Mitarbeiter: 30
  • Produktion:Made in Germany
  • Link zum Hersteller 

Homee ist zwar ein recht spezieller Hersteller, mit dem ich offen gesagt bisher noch keine persönlichen Erfahrungen gemacht habe, aber diese bieten eine sehr spannende Smart-Home-Zentrale an.

Diese zeichnet sich durch die umfangreiche Unterstützung offener Standards wie Zigbee, Z-Wave usw. aus.

Dabei wirbt Homee bei seinen Produkten mit dem Prädikat „Made in Germany“. Eine zumindest teilweise Fertigung in Deutschland ist schon etwas Besonderes und macht die Homee-Produkte für mich nochmals interessanter.

 

Leica

  • Standort: Wetzlar
  • Gründung: 1869
  • Mitarbeiter: 2.400
  • Produktion: größtenteils „Made in Germany
  • Link zum Hersteller

Ich glaube zu Leica muss ich nicht viel sagen. Leica ist einer der ältesten Hersteller im Bereich der Kameras, welcher sich in den letzten Jahren auf das absolute Premium Segment konzentriert.

Hier hat Leica auch weiterhin einen sehr guten Ruf. Allerdings sind diese mehr ein Lifestyle/Luxus Produkt geworden.

 

Miele

  • Standort: Gütersloh
  • Gründung: 1899
  • Mitarbeiter: 23.500
  • Produktion: größtenteils „Made in Germany
  • Link zum Hersteller

Miele, das Aushängeschild für Qualität und Haltbarkeit. Mehr gibt es hier nicht zu sagen.
Miele ist teuer³, aber Miele-Geräte halten ewig und sind qualitativ das Beste, was du bei Haushaltsgeräten kaufen kannst, vor allem, wenn du auf Zuverlässigkeit Wert legst.

Die Produktion von Miele findet größtenteils in Deutschland statt, auch wenn Miele diese teilweise ins europäische Umland verlagert, aufgrund der extremen Produktionskosten in Deutschland.

 

Nubert

  • Standort: Schwäbisch Gmünd
  • Gründung: 1975
  • Mitarbeiter: über 100
  • Produktion: teils „Made in Germany
  • Link zum Hersteller

Nubert ist ein weiterer sehr sympathischer deutscher Hersteller aus dem Audio-Bereich.

Nubert bietet vor allem klassische Lautsprecher und Soundsysteme an.
Diese zeichnen sich durch einen sehr ehrlichen und „puristischen“ Klang aus.

Nubert hatte in der Vergangenheit viel in Deutschland und Europa produziert, allerdings nach meinen Infos über gesonderte „Audio-Möbel-Produzenten“, wovon leider sehr viele insolvent gegangen sind.

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Daher werden mittlerweile die meisten Nubert-Produkte in China gefertigt, aber in Deutschland entwickelt.

Eine Ausnahme bildet hier die High-End-nuVero-Serie, welche noch „Made in Germany“ ist.

 

Rollei

Rollei ist einer der traditionsreichsten Namen der deutschen Fotogeschichte. Die Marke wurde 1920 gegründet und war jahrzehntelang weltberühmt für Kameras wie die Rolleiflex, die damals tatsächlich in Deutschland gefertigt wurden und absolute Ikonen sind.

Mit der heutigen Rollei hat das Unternehmen von damals allerdings nur noch begrenzt zu tun. Nach mehreren Insolvenzen, Eigentümerwechseln und Umstrukturierungen lebt die Marke heute vor allem im Foto- und Videozubehör-Segment weiter. Dazu zählen unter anderem Stative, Filter, Actioncams, Dashcams, LED-Lichter und diverses Kamera-Zubehör.

Die aktuellen Rollei-Produkte werden überwiegend in Asien gefertigt und sind größtenteils OEM-Produkte, die unter der Marke Rollei vertrieben werden. Entwicklung, Produktmanagement und Qualitätskontrolle finden jedoch in Deutschland statt. Rollei „rebrandet“ zwar vorhandene Plattformen, versucht dabei aber zumindest, eigene Akzente bei Ausstattung, Design und Preis-Leistung zu setzen.

Man sollte Rollei heute daher nicht mehr mit den legendären deutschen Kameraherstellern gleichsetzen, sondern eher als moderne Zubehör-Marke mit historischem Namen sehen. Im Zubehörbereich bietet Rollei oft solide Produkte zu fairen Preisen, ohne jedoch den Qualitäts- oder Innovationsanspruch der klassischen Rollei-Ära zu erreichen.

 

Sennheiser

  • Standort: Wennebostel
  • Gründung: 1945 von Prof. Dr. Fritz Sennheiser
  • Mitarbeiter: um die 2.800
  • Produktion: teilweise in Deutschland
  • Link zum Hersteller

Sennheiser war neben Beyerdynamic einer der Vorzeige-Hersteller im Audio-Bereich und war hier lange Zeit einer der Marktführer.

Allerdings ist Sennheiser etwas in schwieriges Fahrwasser geraten, gefühlt sind diese zu spät auf den Bluetooth-Trend aufgesprungen.

So hat sich Sennheiser 2022 aufgespalten: Seine Consumer-Sparte wurde verkauft, und Sennheiser selbst konzentriert sich ausschließlich auf professionelle Kunden und vor allem Mikrofonsysteme.

Sehr schade, denn so ist Sennheiser für die meisten Normalnutzer „gestorben“.

 

Senvolon

Senvolon ist ein Mini-Unternehmen im Smart-Home-Bereich, über welches ich vor kurzem gestolpert bin.

Es handelt sich hier um ein sehr spezielles Unternehmen, welches ich aber extrem sympathisch fand und daher hier auch erwähnen möchte.

 

tado°

  • Standort: München
  • Gründung: 2011
  • Mitarbeiter: 200
  • Entwicklung: in Deutschland
  • Link zum Hersteller

tado° war bisher mein favorisierter Hersteller von vernetzten Heizkörperthermostaten. Die tado°-Thermostate waren super, die App war super usw.

Allerdings ist, offen gesagt, tado° bei mir auf einer „No-Go“-Liste gelandet, da diese mit dem Gedanken spielten, für die App-Nutzung monatliche Gebühren einzuführen und ja, die App-Nutzung ist die einzige Art, die tado°-Hardware zu steuern.

tado° ist zwar zurückgerudert, dennoch wäre ich hier vorsichtig.

 

Telekom

Auch wenn wir es gerne vergessen: Die Telekom ist international eines der wichtigsten deutschen „IT“-Unternehmen mit Endkundenkontakt.

Dies auch durch den großen Erfolg auf dem amerikanischen Markt. Entsprechend bietet die Telekom auch eigene Router, Smart-Home-Lösungen usw. an.

Diese werden zwar oft von anderen Unternehmen für die Telekom entwickelt und gefertigt, dennoch steckt hier viel Telekom-DNA drin.

 

Teufel

  • Standort: Berlin
  • Gründung: 1979
  • Mitarbeiter: über 300
  • Entwicklung: in Deutschland
  • Link zum Hersteller

Im Gegensatz zu Nubert und Beyerdynamic produziert Teufel nicht in Deutschland. Allerdings findet die Entwicklung und das Design in Deutschland statt.

Dabei sind Teufel-Produkte hierdurch etwas „moderner“ als die von Nubert oder Beyerdynamic. Teufel hatte früher den Bluetooth-Trend erkannt, und generell sind die Teufel-Produkte etwas „technischer“.

Gerade die Bluetooth-Lautsprecher, Surround-Systeme und auch Netzwerklautsprecher stechen in Teufels Sortiment als besonders positiv hervor.

 

Thermal Grizzly

  • Standort: Hohen Neuendorf
  • Gründung: 2013
  • Mitarbeiter: 20
  • Produktion:Made in Germany
  • Link zum Hersteller

Thermal Grizzly ist ein sehr spezielles Unternehmen, welches sich auf Wärmeleitpasten, -Pads und anderes Cooling-Zubehör konzentriert.

Allerdings, gerade was Wärmeleitpasten angeht, ist Thermal Grizzly ziemlich stark, auch auf dem internationalen Markt. Daher ist es nur fair, wenn ich Thermal Grizzly auch hier als positives deutsches Unternehmen benenne.

 

Vorwerk

  • Standort: Wuppertal
  • Gründung: 1883
  • Mitarbeiter: ca. 108.000 weltweit (durch das Vertreter Modell)
  • Produktion: teilweise „Made in Germany“ / Europa
  • Link zum Hersteller

Vorwerk ist eines der traditionsreichsten deutschen Unternehmen im Haushaltsgeräte-Bereich und vor allem für Staubsauger (Kobold) und die Küchenmaschine Thermomix bekannt. Das Unternehmen ist bis heute familiengeführt, was in dieser Größenordnung eher selten ist.

Entwicklung und zentrale Fertigungsschritte finden in Deutschland und Europa statt, je nach Produkt. Viele Geräte dürfen daher zumindest teilweise das Prädikat „Made in Germany“ oder „Made in Europe“ tragen.

Der Vertrieb erfolgt bewusst nicht über den klassischen Einzelhandel, sondern über ein Direktvertriebsmodell.

 

XMG (Schenker)

So richtig große PC- oder Notebook-Hersteller mit deutschen Wurzeln haben wir nicht mehr. Es gibt zwar ein paar kleinere oder mittelgroße PC-Bauer, aber so direkt ist mir hier nur ein „relevanter“ eingefallen: XMG.

XMG produziert und entwickelt im engeren Sinne keine PCs oder Notebooks, sondern nutzt hier fertige Designs.

Beispielsweise nutzt XMG viele Clevo-Barebones, modifiziert diese, kümmert sich um die Endmontage usw. Oftmals scheint XMG bzw. das Mutterunternehmen Schenker Einfluss auf die Entwicklung zu nehmen, um so die Produkte in die gewünschte Richtung zu lenken.
Dabei ist XMG, was den Support betrifft, absolut herausragend, und XMG-Notebooks sind im Allgemeinen sehr wartungsfreundlich.

Ich würde daher XMG durchaus mit gutem Gewissen als deutschen PC-/Notebook-Hersteller bezeichnen.

 

Bonus: Noctua

  • Standort: Wien (Österreich)
  • Gründung: 2005
  • Entwicklung & Design: in Österreich
  • Link zum Hersteller

Noctua ist kein deutsches Unternehmen, kommt aber von unseren Nachbarn aus Österreich. Noctua ist dabei ein absolutes Vorzeigeunternehmen, weshalb ich diese hier auch positiv erwähnen möchte.

Noctua Nh D15 Chromax.black Im Test 10

Noctua ist im Bereich der PC-Kühler und Lüfter einer der besten Hersteller der Welt.
Noctua hat einen hervorragenden Support und eine generell extrem hohe Qualität.

Und Noctua ist ein super sympathisches, auf dem Boden gebliebenes Unternehmen.

 

Bonus: Angelbird

  • Standort: Vorarlberg (Österreich)
  • Gründung: 2011
  • Mitarbeiter: 50 weltweit
  • Produktion: „Made in Austria“ (größtenteils)
  • Link zum Hersteller

Da ich mit Angelbird durchaus auf Techtest.org auch einigen Kontakt hatte und wir im Bereich der „Speichertechnologie“ wenige Hersteller in Deutschland haben, wollte ich dennoch Angelbird als österreichischen Hersteller erwähnen.

Angelbird entwickelt und produziert sehr hochwertige Speicherkarten und Speichermedien, welche sich speziell an Fotografen und Filmemacher richten.

Die Entwicklung und die Endfertigung finden in Österreich statt.

 

Wen habe ich vergessen?

Ich habe bestimmt den ein oder anderen „Technikhersteller“ mit „Made in Germany“ oder zumindest einer Entwicklung hier vergessen. Falls dir einer einfällt, schreib ihn in die Kommentare.

 

Fazit

Ich möchte mit diesem Artikel nicht zum Boykott ausländischer Unternehmen aufrufen. Gerade aus Sicht der Preis-Leistung sind diese sehr oft die bessere Wahl.

Dennoch versuche ich privat, wenn ich die Wahl habe und es Sinn macht, natürlich Unternehmen mit deutschen Wurzeln zu unterstützen.

Ich habe das Gefühl, dass viele deutsche Unternehmen auch etwas mehr Unterstützung und Aufmerksamkeit benötigen.

Gerade Beyerdynamic, Teufel und Nubert haben in meinem Herzen und Leben einen festen Platz.