Start Blog Seite 7

Test: Sonnenrepublik Wing12 und Wing6 – Leistungsstarke USB-Solarmodule für unterwegs

Solarenergie ist etwas Tolles, ob nun im Großen oder im Kleinen. So bieten auch diverse Hersteller portable USB-Solarmodule an, die gedacht sind, Smartphones und Powerbanks auch unterwegs laden zu können. Zu diesen Herstellern gehört auch der deutsche Hersteller Sonnenrepublik, welcher mit dem Wing12 und Wing6 zwei kompakte Modelle anbietet. Diese sollen 12W bzw. 7W maximale Leistung bieten.

Wollen wir uns diese beiden Solarmodule einmal in einem kurzen Test ansehen! Was können die USB-Solarmodule in der Praxis leisten? An dieser Stelle vielen Dank an Sonnenrepublik für das Zurverfügungstellen des Wing12 und Wing6 für diesen Test.

 

Das Sonnenrepublik Wing12 und Wing6 Solarmodul im Test

Bei dem Wing12 und Wing6 handelt es sich um recht kompakte und portable USB-Solarpanels. Diese sind gemacht und gedacht, beispielsweise beim Camping genutzt zu werden, um dein Smartphone oder eine Powerbank zu laden.

Dabei besteht das Wing12 aus zwei Elementen, die sich zusammenklappen lassen, während das kleinere Wing6 aus drei klappbaren Elementen besteht. So misst das Wing12 zusammengeklappt 15 x 26 x 2,5 cm und wiegt 380 g.

Das Wing6 hingegen misst 10 x 15,5 x 3 cm und bringt 195 g auf die Waage. Dabei sind beide Panels auf der Rückseite mit einem Stoff bespannt und wirken generell recht hochwertig. Ebenso findet sich auf der Rückseite eine Tasche, in der du dein Smartphone oder eine kleine Powerbank beim Laden verstauen könntest. Die Panels bzw. die Knickstellen der einzelnen Teile sind lediglich etwas steif.

 

Anschlüsse, nur microUSB?!

Eine Entscheidung von Sonnenrepublik, die ich nicht so ganz verstehe, ist die Nutzung von microUSB. So besitzen beide Panels lediglich ein fest integriertes microUSB-Kabel.

Damit du auch andere Geräte laden kannst, ist ein Adapter von microUSB auf USB-A im Lieferumfang enthalten. So könntest du hier dann ein USB-A-auf-USB-C-Kabel anschließen. Das funktioniert sicherlich, wirkt aber auf mich unnötig umständlich und sorgt natürlich für etwas Übergangsverluste durch die ganzen Steckverbindungen.

 

Kein USB Power Delivery? Nicht schlimm!

Dass die Solarpanels kein USB Power Delivery oder Quick Charge unterstützen, finde ich dabei generell nicht schlimm. Durch die „schwankende“ Natur der Leistung aus Solarpanels ist es ohne Puffer-Speicher kaum möglich, hier nach USB Power Delivery oder Quick Charge effektiv zu laden. Daher nutzen auch heutzutage die meisten USB-Solarpanels weiterhin das normale 5V-Laden.

 

Bei Schatten (fast) keine Leistung, Sonne ist Voraussetzung!

Prinzipiell produzieren Solarpanels auch im Schatten Energie. Allerdings ist dies so wenig, dass beispielsweise bei so kleinen Panels, wie wir sie hier haben, effektiv keine Ladung zusammenkommt. Damit solche USB-Solarpanels irgendwie funktionieren, brauchst du pralle Sonne! Dies gilt nicht nur für die Sonnenrepublik-Modelle, sondern generell. So kannst du beim Sonnenrepublik Wing12 im Schatten mit vielleicht ±1W rechnen, was zu wenig für eine Ladung ist.

 

Leistung in der Sonne

Aber wie viel bringen die beiden Sonnenrepublik-Solarpanels in der Sonne? Dies habe ich im Juni in Deutschland getestet. Laut Hersteller sollen die Panels 12W bzw. 7W schaffen. Hier unterscheide ich in zwei Messungen: flach auf dem Boden liegend und leicht Richtung Sonne gewinkelt. Die maximale Leistung habe ich dabei mit einer elektronischen Last ermittelt.

Wir kommen hier zwar nicht ganz auf die Herstellerangaben, aber dies ist für Solarpanels, vor allem USB-Modelle, normal! So erreichte das Wing12 maximal ±8,6W Leistung und das Wing6 ±5,2W Leistung. Verglichen mit anderen USB-Solar-Ladegeräten, die ich bisher in den Fingern hatte, sind dies überdurchschnittlich gute Werte! Nach meiner Erfahrung erreichen die meisten Panels lediglich um die 50-60% der Herstellerangabe. So wäre es durchaus möglich, dass beispielsweise dichter am Äquator die volle theoretische Leistung erreichbar wäre, bei den Sonnenrepublik-Panels.

 

Puffer-Powerbank empfohlen

Dies ist ein genereller Tipp bei USB-Solarpanels. Ich würde empfehlen sie nicht direkt mit einem Smartphone zu verbinden, sondern eine Powerbank als „Puffer“ dazwischenzuschalten, welche Spannungs- und Leistungsschwankungen abfängt. Nicht jede Powerbank eignet sich als Puffer-Powerbank. Hier ein paar Tipps:

Solar Puffer Powerbanks, welche sind empfehlenswert und wo liegen die Probleme? Update 2023

Auch der Hersteller Sonnenrepublik bietet hier ein paar passende Modelle an.

 

Fazit

Die USB-Solarpanels von Sonnenrepublik machten im Test eine gute Figur! So erreichten das Wing12 und Wing6 auch in der Praxis mit ±8,6W bzw. ±5,2W eine ordentliche Leistung, die auf bzw. sogar tendenziell leicht über dem Level der meisten Konkurrenten in der gleichen Klasse liegt. Dabei ist die Haptik und Verarbeitung überdurchschnittlich gut!

Die Panels wirken hochwertig und gut gemacht. Das Einzige, was mich etwas stört, ist das fest verbundene microUSB-Kabel. Ja, es liegt ein Adapter auf einen normalen USB-A-Port bei, aber dies wirkt einfach nicht mehr so ganz zeitgemäß. Abseits davon habe ich aber nichts wirklich zu kritisieren! Wenn du nach einem USB-Solarpanel suchst, sind die Modelle von Sonnenrepublik eine gute Wahl.

Amazfit Active Max – Smartwatch mit großem Display und starker Akkulaufzeit im Test

Ich bin ein großer Fan von Smart Watches, allerdings teilen sich viele der populären Modelle einen großen Nachteil, die Akkulaufzeit.

Jeden oder jeden zweiten Tag die Smart Watch laden, aber diese fürs Schlaftracking dennoch über Nacht tragen, ist aus meiner Sicht einfach nervig.

Alternativ gibt es smarte Uhren wie die Modelle von Withings, die nur ein Mini-Display mitbringen, dafür aber monatelange Laufzeit bieten.

Was aber, wenn du eine Smart Watch mit großem Display, umfangreichen Features, aber einer dennoch sehr guten Akkulaufzeit suchst?

Dann bist du bei der Amazfit Active Max richtig! Die Amazfit Active Max bietet ein großes 1,5 Zoll rundes OLED-Display, mit bis zu 3000 Nits Helligkeit, umfangreiches Sport-Tracking, 4 GB integrierten Speicher und eine Akkulaufzeit von bis zu 25 Tagen!

Dabei kostet die Amazfit Active Max lediglich 169,90 € nach UVP. Ein auf den ersten Blick sehr fairer Preis!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier die Amazfit Active Max wirklich so gut?

 

Die Amazfit Active Max im Test

Die Amazfit Active Max setzt auf ein rundes Design mit einem Durchmesser von ca. 48,5 mm und einer Dicke von rund 12 mm. Damit ist die Uhr zwar auch kein Mini, aber auch bei weitem nicht das klobigste Modell am Markt. Ganz im Gegenteil, ich finde die Größe angenehm und auch das generelle Design ist nicht aufdringlich, sondern sportlich schlicht.

So besteht das Gehäuse weitestgehend aus Kunststoff, allerdings haben wir einen Aluminium-Rahmen. Zudem ist natürlich die Oberseite mit dem Display-Glas bedeckt.

Das Gewicht liegt bei +- 40 g ohne das Armband, was ich ebenfalls als angenehm empfinde.

Mit im Lieferumfang ist ein 22 mm Armband aus Silikon. Dieses ist gelöchert für eine bessere Belüftung. Das Armband ist austauschbar, aber ich fand es eigentlich ganz angenehm.

Geladen wird die Uhr über eine magnetische Ladeschale.

 

Das Display, ein Highlight!

Auf der Front der Amazfit Active Max findet sich ein 1,5 Zoll rundes OLED-Display. 1,5 Zoll in einer Smart Watch ist schon eine sehr ordentliche Größe und sorgt für eine gute Ablesbarkeit.

In praller Sonne

Dabei bietet das Display laut Hersteller eine maximale Helligkeit von 3000 Nits, was auf oder über dem Niveau eines Flaggschiff-Smartphones liegt.

Und das ist durchaus eine Angabe, der ich glauben kann, denn die Ablesbarkeit selbst im Sonnenschein ist sehr gut.

Dabei macht das Display auch einen guten Job, in dunklen Umgebungen wie nachts im Bett nicht zu aufdringlich zu sein.

 

Die Zepp App

Wie bei den meisten Smart Watches benötigst du auch bei der Amazfit Active Max eine App, um die Uhr einzurichten und alle Funktionen voll zu nutzen. Bei Amazfit kommt hier die „Zepp App“ zum Einsatz, welche es für Android und iOS gibt.

Direkt vorweg, eine Registrierung ist hier leider nötig. Etwas, das ich generell nicht so gerne sehe, aber bei Smart Watches mittlerweile leider Standard ist.

Optisch und funktional macht die Zepp App einen guten Job. Hier und da könnte diese aber etwas übersichtlicher sein. Ich finde, diese ist etwas verschachtelt.

Funktional gibt es aber absolut nichts zu bemängeln. Du hast hier im Grunde einen kompletten Gesundheits- und Trainings-Hub auf deinem Smartphone.

So zeigt dir die Zepp App auf der Startseite zunächst alle wichtigen Werte auf einen Blick:

  • Schlaf/BioCharge/Anstrengungs-Rating
  • Schritte
  • Herzfrequenz inkl. Verlauf
  • Schlafdauer
  • Herzfrequenzvariabilität
  • Verbrauchte Kalorien
  • Stresslevel
  • Blutsauerstoffsättigung (SpO₂, falls aktiviert)

Neben diesen Punkten gibt es auch noch Details zum „BioCharge“, „Schlaf“ und deiner „Anstrengung“ zu sehen.

Z.B. unter Schlaf kannst du Details sehen zu den einzelnen Schlafphasen, Schlafdauer, Herzfrequenz im Schlaf, Atemfrequenz usw.

Was mich an der Zepp App etwas stört, ist, dass die ganzen Werte etwas „zerklüftet“ sind. Ich hätte gerne, dass die Übersicht etwas weiter ausgebaut wird mit noch mehr Werten, als dass diese alle in Untermenüs versteckt werden.

Aber grundsätzlich bietet die App sehr viele Messwerte und Informationen zu deinem „Zustand“.

 

BioCharge

Ein Feature, das Amazfit mit der Active Max neu eingeführt hat, ist der sogenannte „BioCharge“-Score. Dieser ersetzt den bisherigen „Readiness-Score“ und bewertet dynamisch über den Tag hinweg, wie viel „Energie“ dein Körper noch hat.

Im Grunde ist BioCharge Amazfits Antwort auf Garmins „Body Battery“. Auf einer Skala von 0 bis 100 wird dir angezeigt, ob du fit für ein hartes Workout bist oder ob lieber ein Ruhetag angesagt wäre. Der Wert wird aus deinem Schlaf, der Herzfrequenzvariabilität (HRV), Stresslevel und der Aktivität des Tages berechnet.

Ich sehe durchaus den Punkt und das Ganze funktioniert auch und spiegelt meinen Zustand ganz gut wider. Natürlich sind das eher grobe Richtwerte, aber sie können dir helfen, dich nicht zu überlasten.

 

170+ Sportmodi und smarte Krafttraining-Erkennung

Wo wir bei Sport sind: Die Amazfit Active Max bietet über 170 Sportmodi. Hier ist also vom klassischen Joggen, Radfahren oder Schwimmen über HIIT, Yoga und HYROX bis hin zu kuriosen Modi wie „Schneeschaufeln“ wirklich alles dabei. 8 Aktivitäten kann die Uhr sogar automatisch erkennen.

Ein Highlight ist der Krafttraining-Modus. Dieser erkennt bei 25 verschiedenen Übungen wie Kniebeugen, Bankdrücken oder Klimmzügen automatisch deine Wiederholungen, Sätze und Pausen.

Für die Outdoor-Sportler ist GPS mit an Bord mit Unterstützung für 5 Satellitensysteme (GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou und QZSS). Allerdings handelt es sich „nur“ um Single-Band-GPS, also nicht das aktuell genauste am Markt. Für die meisten Hobbyläufer ist das absolut ausreichend, wenn du aber in dichten Wäldern oder zwischen Hochhäusern läufst, kann es zu kleineren Abweichungen kommen.

 

4 GB Speicher und Offline-Karten

Ein netter Bonus ist der 4 GB große interne Speicher. Auf diesen kannst du Musik laden und via Bluetooth-Kopfhörer ohne Smartphone hören. Laut Amazfit passen rund 100 Stunden Audio auf die Uhr, was mehr als ausreichend ist. Allerdings muss diese Musik lokal als MP3 vorliegen, Spotify oder Ähnliches wird nicht unterstützt.

Zusätzlich kannst du dir kostenlos Offline-Karten auf die Uhr laden. Sogar topografische Karten mit Höhenlinien sind möglich, was bei einer Smart Watch in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich ist.

 

Smart Features

Klar, eine Smart Watch sollte auch „smart“ sein. Die Amazfit Active Max bringt hier alle gängigen Funktionen mit:

  • Bluetooth-Telefonie via integriertem Mikrofon und Lautsprecher
  • Benachrichtigungen aller Apps deines Smartphones
  • Antworten auf Nachrichten via Speech-to-Text (nur Android)
  • Sprachsteuerung via „Zepp Flow“
  • Wettervorhersage
  • Wecker, Timer, Stoppuhr
  • 5 ATM Wasserdichtigkeit, also auch zum Schwimmen geeignet (habe ich aber nicht ausprobiert)

Umfangreiche Benachrichtigungen

Natürlich kann die Amazfit Active Max dir auch Benachrichtigungen anzeigen. Du kannst in der App wählen, von welchen Apps du diese sehen möchtest.

Erfreulicherweise werden Benachrichtigungen sehr umfangreich angezeigt und du hast sogar bei Nachrichten die Möglichkeit, über die Uhr auf diese zu reagieren.

 

Starker Akku

Ein für mich sehr wichtiger Pluspunkt ist die Akkulaufzeit. Laut Amazfit kommen wir auf bis zu 25 Tage.

Bis zu! Denn in der Praxis schwankt die Laufzeit natürlich massiv je nach Nutzung, wie oft das Display eingeschaltet wird usw. Nutzt du das integrierte GPS massiv, sinkt die Laufzeit auch deutlich.

In der Praxis rechne aber im Schnitt mit 2 bis 3 Wochen, also 14 bis 21 Tage. Das ist aus meiner Sicht aber weiter eine sehr starke Laufzeit!

Ich kam mit einer zugegeben eher leichteren Nutzung eher an das obere Ende dieser Skala mit 20+ Tagen.

 

Fazit

Die Amazfit Active Max ist aus meiner Sicht eine sehr runde Smart Watch, gerade wenn dir eine lange Akkulaufzeit wichtig ist! So kommst du in der Praxis je nach Nutzung auf 2 bis 3 Wochen mit einer Ladung, was im Vergleich zu vielen populären Smart Watches einen riesigen Unterschied macht. Endlich kannst du die Uhr auch nachts fürs Schlaftracking tragen, ohne ständig ans Laden denken zu müssen.

Aber auch sonst überzeugt die Active Max auf ganzer Linie. Das 1,5 Zoll OLED-Display ist ein echtes Highlight, sowohl von der Größe als auch von der Helligkeit. 3000 Nits sind eine Ansage, und auch in der Praxis ist die Ablesbarkeit selbst in der prallen Sonne sehr gut.

Funktional bekommst du hier im Grunde alles, was du dir wünschen kannst: über 170 Sportmodi, GPS mit 5 Satellitensystemen, eine smarte Krafttraining-Erkennung, 4 GB Speicher für Musik, kostenlose Offline-Karten inkl. topografischer Karten, Bluetooth-Telefonie und mit BioCharge eine solide Antwort auf Garmins Body Battery.

Klar, ein paar Kritikpunkte gibt es. Die Zepp App könnte etwas übersichtlicher sein und versteckt einige Werte in Untermenüs. Spotify oder andere Streamingdienste werden nicht unterstützt, hier musst du auf MP3s zurückgreifen. Und das GPS ist „nur“ Single-Band, was für die meisten aber absolut ausreichen dürfte.

Dafür stimmt aber der Preis! 169,90 € UVP für eine Smart Watch mit dieser Ausstattung, diesem Display und dieser Akkulaufzeit ist absolut fair. Wenn du eine vollwertige Smart Watch mit großem Display, umfangreichem Sport-Tracking und einer richtig starken Akkulaufzeit suchst, ist die Amazfit Active Max eine klare Empfehlung!

Angebot
Amazfit Active Max 48mm Smartwatch 1,5" AMOLED-Display, 25 Tage Akku...

Pro ✓

  • Großes 1,5 Zoll OLED-Display mit bis zu 3000 Nits Helligkeit
  • Sehr starke Akkulaufzeit von 2–3 Wochen in der Praxis
  • Über 170 Sportmodi inkl. smarter Krafttraining-Erkennung
  • 4 GB interner Speicher für Musik
  • Kostenlose Offline-Karten inkl. topografischer Karten
  • GPS mit 5 Satellitensystemen
  • Bluetooth-Telefonie via Mikrofon und Lautsprecher
  • 5 ATM Wasserdichtigkeit
  • Umfangreiche Benachrichtigungen mit Antwortfunktion (Android)
  • Fairer Preis von 169,90 € UVP

Kontra ✗

  • Zepp App teils etwas verschachtelt
  • „Nur“ Single-Band-GPS
  • Registrierung in der App erforderlich

Anker SOLIX C300X DC im Test: Die DC-only-Schwester der SOLIX C300 mit 140 W USB-C

Mit der C300X DC bietet Anker eine „Mini-Powerstation“ an, welche ein Schwestermodell zur C300 ist.

Wie der Zusatz „DC“ vielleicht schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein Modell, das nur Gleichstrom ausgeben kann, also keine Steckdosen besitzt.

Was die C300X DC aber besitzt, sind z.B. 140-W-USB-C-Ports und ein KFZ-Stromstecker, für beispielsweise eine Kühlbox. Dabei kann die C300X DC auch via Solar geladen werden.

Klingt doch im ersten Moment gar nicht so übel! Wollen wir uns die Anker SOLIX C300X DC einmal näher im Test ansehen.

 

Die Anker SOLIX C300X DC im Test

Bei der SOLIX C300X DC handelt es sich um eine Art Mini-Powerstation. Diese misst 195 x 122 x 122 mm und bringt 2,88 kg auf die Waage.

Das ist natürlich deutlich größer und schwerer als eine typische Powerbank, aber wir haben hier mit 288 Wh auch eine deutlich höhere Kapazität, zumindest auf dem Papier.

Rein haptisch und optisch ist die Powerstation absolut gelungen. So wirkt diese wunderbar massiv und stabil gebaut. Das ist eine sehr hochwertige Powerstation.

Damit diese leichter zu transportieren ist, haben wir einen Stoff-Bügel auf der Oberseite.

 

Anschlüsse der C300X DC

Die C300X DC besitzt vor allem eins: viele USB-Ports! Laut Anker liegt die maximale gesamte Ausgangsleistung bei 300 W.

  • USB C 1 – 100W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB C 2 – 140 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB C 3 – 140 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB C 4 – 15W – 5V/3A
  • USB A – 5V/2,24A
  • Car Socket (Zigarettenanzünder) – 12V/10A

Wir haben 4 USB-C-Ports, davon haben 2x 140 W, einer 100 W und einer 15 W. Damit kann diese Powerstation theoretisch entspannt zwei große Notebooks + Smartphones versorgen.

Hinzu kommt der KFZ-Anschluss, welcher dir z.B. das Versorgen einer Kühlbox oder ähnlicher Dinge erlaubt. Diesen 12-V-Anschluss halte ich für eine sehr sinnvolle Sache!

 

PPS

3 der 4 USB-C-Ports der Powerstation unterstützen erfreulicherweise auch den PPS- und teils sogar AVS-Standard.

  • USB C 1 – 3,3 – 16 V bei bis zu 5 A
  • USB C 2 – 5 – 21 V bei bis zu 5 A, AVS 15-28V bis zu 140W
  • USB C 3 – 5 – 21 V bei bis zu 5 A, AVS 15-28V bis zu 140W
  • USB C 4 – kein PPS

Gerade USB-C 2 und 3 bieten mit 5 bis 21 V bei bis zu 5 A eine perfekte PPS-Range! Damit ist die Powerstation auch für Samsung, Google Pixel und viele chinesische Smartphones sehr gut geeignet.

 

AVS in der EPR

Die Anker SOLIX C300X DC unterstützt auch den AVS-Standard in der Extended Power Range.

  • 15 – 28 V bei bis zu 140 W

12V Ausgang

Ein wichtiger Punkt bei der C300X DC ist der KFZ-„Zigarettenanzünder“-Anschluss. Dieser kann für eine Vielzahl an Geräten genutzt werden, wie z.B. Kühlboxen.

Die Spannung auf diesem Anschluss ist „stabilisiert“ auf ca. 13,2 V, was einem Auto entspricht.

 

App Support, WLAN und Bluetooth

In dem Anker SOLIX C300X DC ist ein Bluetooth- und WLAN-Modul verbaut. Dieses erlaubt eine Verbindung zu deinem Smartphone und der Anker-App.

In der Anker-App kannst du zunächst alle wichtigen Informationen zur SOLIX C300X DC sehen, wie den Ladestand, Leistung pro Port usw.

Über die App kannst du aber auch Firmware-Updates einspielen und z.B. die Standby-Zeiten anpassen.

 

Integrierte Laterne

Die C300X DC besitzt einen Deckel, den du ausziehen kannst. Unter diesem Deckel ist eine LED integriert, welche es erlaubt, die Powerstation als eine Art Laterne oder Lampe zu nutzen.

Gerade im Notfall oder beim Camping ist das eine nette und auch hilfreiche Funktion. Die Beleuchtung ist hier zwar nicht extrem hell, aber ausreichend hell.

 

LiFePO4 Zellen

Die Anker SOLIX C300X DC setzt wie die meisten Powerstations auf LiFePO4-Zellen. LiFePO4-Akkuzellen bieten generell eine deutlich höhere Haltbarkeit und Sicherheit als herkömmliche Lithium-Ionen-Zellen.

So können LiFePO4-Zellen durchaus um die 3000 vollen Zyklen erreichen.

Aber natürlich haben LiFePO4-Zellen auch Nachteile. So sind diese Zellen bei gleicher Kapazität etwas größer als herkömmliche Lithium-Ionen-Zellen. Dies ist aber bei einer Powerstation in der Regel nicht so schlimm.

 

Wie hoch ist die echte Kapazität?

Laut Anker haben wir eine Kapazität von 288 Wh. Damit hat diese Powerstation ca. die 3-fache Kapazität einer großen Powerbank.

Nett! Aber welche Kapazität bietet die Powerstation in der Praxis wirklich?

Wh mAh @3,7V %
USB C 9V/3A 271,45 73365 94%
USB C 20V/5A 269,65 72878 94%
USB C 28V/5A 273,08 73805 95%
12V/2A 277,613 75031 96%
12V/10A 272,832 73738 95%
im Schnitt 272,925 73764 95%

 

Im Schnitt erreichte die Powerstation eine gute Kapazität von 272,925 Wh. Das entspricht ca. 73764 mAh @3,7V und 95 % der Herstellerangabe.

Das ist ein tadelloses Abschneiden und reicht locker, um Notebooks 2,x-mal vollständig zu laden.

 

Laden der Powerstation

Du hast zwei Optionen beim Laden der Anker SOLIX C300X DC.

  1. Via USB-C mit bis zu 140 W
  2. Via XT60-Eingang 11 – 28 V max. 100 W

Zunächst kannst du die Powerstation via USB-C laden. Hier akzeptiert diese bis zu 140 W.

Eine vollständige Ladung dauert hier 2:21 h. Nicht rekordverdächtig schnell, aber in Ordnung.

Alternativ kannst du die Powerstation über einen XT60-Eingang laden. Dieser akzeptiert zwischen 11 und 28 V und ist somit auch für Solarpanels geeignet. Anker hat hier einen MPPT-Controller verbaut.

Hast du also ein Solarpanel mit XT60-Anschluss (oder du bastelst dir einen Adapter), das in diesem Spannungsbereich liegt, kannst du mit diesem die SOLIX C300X DC laden.

Wichtig: Wir haben hier maximal ± 8 A bzw. 100 W.

 

Fazit

Die Anker SOLIX C300X DC ist eigentlich eine schöne Mischung aus Powerstation und Powerbank.

So haben wir hier eine Mini-Powerstation, welche für Smartphones, Tablets, USB-C-Notebooks und „Geräte für den Zigarettenanzünder“ geeignet ist.

Suchst du also eine Powerstation, die kompakt und günstig ist und die z.B. deine Kühlbox und USB-C-Geräte versorgen kann, bist du hier mit der SOLIX C300X DC an der richtigen Adresse.

So haben wir hier mächtige 140-W-USB-C-Ports, eine hohe Kapazität (273 Wh im Schnitt) und auch die Möglichkeit, die Powerstation via Solar zu laden. Weitere Pluspunkte gibt es für das Notlicht, das Display und den App-Support.

Du solltest dir lediglich überlegen, ob nicht vielleicht die „reguläre“ Anker SOLIX C300 eine bessere Wahl ist. Ja, diese ist ein Stück größer und teurer, hat aber zusätzlich zwei Steckdosen, was ihr eine noch größere Flexibilität verleiht.

Günstig vs. Teuer, lohnt sich eine teurere AIO? ASUS vs. Thermalright

Wenn es um die PC-Kühlung geht, sind AIO-Wasserkühlungen ohne Frage das beliebteste Mittel der Wahl.

Allerdings gibt es hier große Preisspannen! Einfache Modelle bekommst du problemlos für 50–60 €, selbst mit großen 360-mm-Radiatoren, während die Premium-Modelle 150 €+ kosten.

Hier stellt sich die Frage: Wie groß sind die Unterschiede in der Praxis wirklich? Um dies zu klären, schicke ich die Thermalright Frozen Notte 360 und das ASUS TUF Gaming LC III 360 in den Vergleich.

Beide Modelle besitzen einen 360-mm-Radiator, preislich ist aber der Unterschied enorm!

So kostet das ASUS-Modell fast 3x so viel wie das Thermalright. Sehen wir einen großen Unterschied bei der Kühlleistung? Oder ist der Preisunterschied nur der Optik und dem Herstellernamen geschuldet?

 

Unterschiede gering?

Oft hört man die „Weisheit“, dass die Unterschiede bei AIOs minimal seien. Woher kommt diese Aussage?

Viele AIOs basieren auf einem Asetek-Design. Asetek hatte sich 2005 ein Patent gesichert, das die Integration von Pumpe und CPU-Kühlblock abdeckte. Dieses Patent zwang über 20 Jahre lang die meisten Marken dazu, ihre AIOs bei Asetek fertigen zu lassen oder das Design zu lizenzieren, sonst drohten Klagen. Gerade in den früheren Generationen kam daher in vielen AIOs dieselbe oder eine sehr ähnliche Pumpe zum Einsatz, was die Leistungsunterschiede überschaubar machte. Mehr zum klassischen Asetek-Aufbau findest du auch in meinem Test der NZXT Kraken Z63 RGB.

So halte ich es auch hier für gut möglich, dass die ASUS TUF Gaming LC III 360 AIO auf ein Asetek-Design setzt.

Wichtig zu wissen: Im Mai 2025 ist das Asetek-Patent ausgelaufen. Hersteller können sich seitdem frei austoben, und das sieht man bereits an der wachsenden Design-Vielfalt am Markt.

Schon vorher haben einige Hersteller das Patent kreativ umgangen. Bei der Thermalright Frozen Notte 360 z. B. sitzt die Pumpe nicht im CPU-Block, sondern in einer Verdickung im Schlauch. Ein kleiner, aber feiner Designunterschied. In diesem Fall sind die AIOs also durchaus etwas anders aufgebaut.

 

Große Unterschiede bei Design und Bonus-Funktionalität

Große Unterschiede zwischen Modellen der verschiedenen Preisklassen sehen wir vor allem beim Design und der Ausstattung.

Erstaunlicherweise bzw. erfreulicherweise ist auch die Thermalright Frozen Notte 360 V2 bereits recht gut ausgestattet und, wie ich finde, auch schick designt.

So habe ich hier die weiße Version, welche nicht nur über RGB-Lüfter verfügt, sondern auch über einen Pumpenkopf mit Spiegeldesign und RGB-Beleuchtung. Diese lässt sich auch über dein Mainboard (und einen entsprechenden Header) frei anpassen und steuern.

Für 54 € alles andere als schlecht!

ASUS setzt hier mit der TUF Gaming LC III 360 ARGB LCD aber noch einen drauf. Neben RGB-Lüftern haben wir hier vor allem ein kleines LCD-Display auf dem Pumpenkopf. Dieses kann nicht nur diverse Designs anzeigen, sondern auch verschiedene Systeminformationen.

Nett, wenn du ein entsprechendes Seitenfenster hast.

Kleinere „Luxusunterschiede“ sehen wir bei der Verkabelung. Bei der Thermalright Frozen Notte 360 V2 hat jeder Lüfter ein eigenes Kabel und ein eigenes RGB-Kabel, also viel Kabelsalat.

Bei der ASUS TUF Gaming LC III 360 sind z. B. die 3x 120-mm-Lüfter „eine Einheit“ mit einem Kabel = deutlich weniger Kabelsalat.

 

Deutliche Unterschiede bei der Halterung

Weitere Unterschiede sehen wir bei der Montage und der Halterung. Ich habe beide AIOs auf der AM5-Plattform genutzt.

Die Thermalright Frozen Notte 360 V2 nutzt einfach die „AM4“-Halterung mit zwei seitlichen Clips. Das ist die einfachste und vermutlich auch günstigste Methode.

ASUS hingegen nutzt eine komplett eigene Halterung, welche in der Backplane verschraubt wird.

Theoretischer Vorteil: ein besserer und vor allem gleichmäßigerer Anpressdruck.

Ich bevorzuge hier das ASUS-Design klar.

 

Testsystem mit AMD Ryzen 5 7600X, sehr schwer zu kühlen!

Du fragst dich vielleicht: Ein „nur“ Ryzen 5, was soll daran schon schwer zu kühlen sein? Die Antwort: einiges!

Der AMD Ryzen 5 7600X gehört trotz seiner Mittelklasse-Positionierung zu den anspruchsvollsten CPUs am Markt, wenn es um die Kühlung geht. Der Hauptgrund liegt im Chiplet-Design der Zen-4-Architektur.

Der 7600X besitzt ein einzelnes CCD (Core Complex Die), gefertigt im 5-nm-Prozess bei TSMC. Dieses Chiplet ist mit rund 70 mm² extrem klein, und genau hier liegt das Problem. Auf dieser winzigen Fläche werden bis zu 142 W abgeführt. Die resultierende Hitzedichte ist absurd hoch!

Zum Vergleich: Ein Ryzen 9 7900X verteilt seine Last auf zwei CCDs und ist im Verhältnis sogar leichter zu kühlen, obwohl er insgesamt deutlich mehr Hitze produziert. Beim 7600X kommt die gesamte Wärme aus einem einzigen, winzigen Punkt.

Dazu kommt: AMD hat den Heatspreader (IHS) bei den Ryzen 7000er bewusst sehr dick gestaltet, damit ältere AM4-Kühler weiterhin passen. Nett für die Kompatibilität, fügt aber eine zusätzliche thermische Barriere zwischen Die und Kühler hinzu.

Und das Sahnehäubchen: Zen 4 ist so designt, dass die CPU bis 95 °C boostet, das ist von AMD so gewollt. Der Prozessor erhöht seinen Takt einfach so lange, bis er thermisch ins Limit läuft. Bei einer schwächeren Kühlung throttelt er entsprechend früher und du verlierst Boost-Takt und damit Leistung. Wenn du das Verhalten zähmen willst, findest du in meiner Anleitung, AMD Ryzen 7000 kühler und sparsamer zu machen, die passenden BIOS-Einstellungen.

Für unseren AIO-Vergleich ist das ideal! Genau hier zeigt sich, was eine gute Wasserkühlung wirklich kann und wo die Unterschiede zwischen Thermalright Frozen Notte 360 und ASUS TUF Gaming LC III 360 in der Praxis sichtbar werden.

 

Leistungsvergleich

Kommen wir zum spannenden Punkt: der Leistung. Vergleichen wir hier die CPU-Temperatur bei einem 10-minütigen Durchlauf von Cinebench R23. Dies bei 100 % Pumpen-Power und 100 % und 50 % Lüftern.

Und hier gibt es eine Überraschung!

Die Thermalright Frozen Notte 360 WHITE ARGB V2 schafft es NICHT, den AMD Ryzen 5 7600X zu kühlen!

Egal bei welcher Lüfter-Einstellung, springt die Temperatur sofort auf 95 Grad. Das sagt mir: Das Problem ist die Abfuhr der Wärme bzw. der Sitz des Kühlers.

Ich habe mehrfach überprüft, ob der Kühler sauber sitzt, und ich habe die Wärmeleitpaste getauscht, keine Änderung. Auch sah der Abdruck auf der Wärmeleitpaste „sauber und gleichmäßig“ aus. Ich kann mir das extrem schwache abschneiden nicht zu 100% erklären.

Die ASUS TUF Gaming LC III 360 ARGB LCD Wasserkühlung schlägt sich deutlich besser. Wir sehen hier zwar auch hohe Temperaturen, wie es beim AMD Ryzen 5 7600X üblich ist, aber bei 100 % Lüftergeschwindigkeit pendelt diese sich bei ca. 84 Grad ein. Bei 50 % bei ca. 89–90 Grad.

Heißt: Die CPU kann die volle Leistung liefern.

Wie kommt es, dass die Thermalright Frozen Notte 360 WHITE ARGB V2 so schlecht abschneidet? Ich nehme an, das CPU-Wasserblock-Design wird hier entweder nicht gut mit der extrem punktuellen Wärme des Ryzen 5 7600X klarkommen, oder durch die einfache Halterung ist der Anpressdruck nicht optimal bzw. nicht gleichmäßig.

Und ja, die Pumpe schien zu laufen (andernfalls hätte die AIO auch nicht 60 W+ Wärme abgeführt bekommen).

Wie auch immer, es machte hier einen massiven Unterschied, den ich so echt nicht erwartet hätte.

 

Unterschiede bei der Lautstärke

Aber was ist mit der Lautstärke?

Die Lüfter der ASUS-AIO sind ein Stück kräftiger und auch lauter als bei Thermalright, zumindest wenn wir beide AIOs auf 100 % fahren.

Hier wird die ASUS TUF Gaming LC III 360 schon sehr deutlich hörbar, eine Lüftersteuerung ist also Pflicht.

Das heißt aber nicht, dass die ASUS zwingend lauter ist; beide Modelle sind ca. bei 20–40 % Lüftergeschwindigkeit „leise“.

Eigentlich hatte ich einen Vergleich bei gleicher Lautstärke geplant, z. B. 50 % bei ASUS entsprechen 65 % bei der Thermalright, aber da die Thermalright so gar nicht den Ryzen 5 7600X unter Kontrolle bekommt, spielt das keine Rolle. Wenn dir ein besonders leiser Betrieb wichtig ist, lohnt sich übrigens auch ein Blick auf meinen Test der Arctic Liquid Freezer II 360 RGB.

 

Garantie und Haltbarkeit

Was bei AIOs gerne übersehen wird, ist die Haltbarkeit bzw. die zu erwartende Lebensdauer. Im Gegensatz zu einem Luftkühler, der praktisch unkaputtbar ist, haben AIOs deutlich mehr potentielle Ausfallquellen.

Schauen wir uns zunächst die Garantie an. Die Thermalright Frozen Notte 360 V2 kommt mit 5 Jahren Garantie, die ASUS TUF Gaming LC III 360 ARGB LCD mit 6 Jahren. Beide bieten somit eine sehr ordentliche Garantielaufzeit, ASUS liegt mit den 6 Jahren aber auf dem Niveau anderer Premium-Hersteller wie NZXT, Corsair oder Arctic.

Aber warum ist das überhaupt so ein Thema? AIOs haben einige bekannte Schwachstellen, die du auf dem Schirm haben solltest.

Das wohl bekannteste Problem ist das „Verklumpen“ der Kühlflüssigkeit. Über die Jahre kann es zu chemischen Reaktionen innerhalb des Systems kommen, vor allem, wenn günstigere Kühlflüssigkeiten zum Einsatz kommen oder die Materialpaarung zwischen Radiator (meist Aluminium) und CPU-Kühlblock (Kupfer) nicht optimal abgestimmt ist. Hier entsteht galvanische Korrosion. Das Resultat: Es bilden sich Ablagerungen und „Schlamm“, die die feinen Microfins im CPU-Kühlblock zusetzen. Genau diese Microfins sind aber für den effektiven Wärmetransfer entscheidend! Sind sie verstopft, sinkt die Kühlleistung dramatisch, meist schleichend über mehrere Jahre. Irgendwann throttelt deine CPU dann, obwohl sie noch vor 2 Jahren problemlos lief.

Ein weiteres Problem ist die Permeabilität der Schläuche. Klingt erstmal komisch, aber über die Schlauchwände kann Kühlflüssigkeit über Jahre langsam entweichen, wodurch sich Luft im System sammelt. Du erkennst das oft am charakteristischen „Gurgeln“ der Pumpe. Hochwertige AIOs setzen daher auf gummiummantelte oder verstärkte Schläuche, ASUS wirbt z. B. explizit mit „Reinforced Sleeved Tubing“ bei der TUF Gaming LC III.

Und natürlich hat auch die Pumpe selbst eine begrenzte Lebensdauer. Thermalright gibt für die Frozen Notte 360 V2 eine MTTF (Mean Time To Failure) von 40.000 Stunden an, das sind theoretisch über 4,5 Jahre Dauerbetrieb.

Mein Fazit zu dem Thema: Wenn du eine CPU hast, die deine AIO ohnehin schon ans Limit bringt (so wie der 7600X die Thermalright im Test), wird sich die Kühlleistung über die Jahre weiter verschlechtern. Eine bessere AIO hat hier nicht nur am Tag X mehr Reserven, sondern bleibt auch in 3–4 Jahren noch in akzeptablen Temperaturbereichen. Das ist neben der reinen Leistung ein weiterer guter Grund, nicht zwingend beim absolut billigsten Modell zuzuschlagen. Wer alternativ über einen High-End-Luftkühler nachdenkt, dem sei mein Test des Noctua NH-D15S auf AM5 empfohlen.

Fazit

Dieser Vergleich ist etwas anders gelaufen als erwartet. Ich hatte schon erwartet, dass die Thermalright Frozen Notte V2 etwas schwächer ist als die ASUS TUF Gaming LC III 360, aber ich bin von einem minimalen Unterschied ausgegangen.

In der Praxis hat die Thermalright Frozen Notte V2 bei mir in Kombination mit dem Ryzen 5 7600X komplett versagt.

Klar, der Ryzen 5 7600X ist ein Worst Case, wir haben hier nur einen kleinen CCD, auf welchem die komplette Hitze „fokussiert“ ist, aber dennoch habe ich erwartet, dass eine 360er-AIO diesen irgendwie unter 95 Grad bekommt.

Ich nehme einfach an, dass hier das Coldplate-Design nicht gut genug ist für solche punktuelle Hitze.

Die ASUS TUF Gaming LC III 360 hingegen schaffte es, die CPU effektiv zu kühlen.

Kurzum: Hast du eine „kühlere CPU“ oder ein Modell, das hier einfach unproblematisch ist, dann ist sicherlich eine 50-€-AIO wie die Thermalright Frozen Notte V2 OK, wobei man dann streiten kann, ob es eine 360er-AIO braucht.

Im direkten Vergleich zur ASUS TUF Gaming LC III 360 hatte die Thermalright aber keine Chance! Hast du also eine größere oder problematischere CPU, würde ich nicht die billigste AIO wählen. Dies kann auch aus Sicht der Haltbarkeit Sinn machen.

Test: Dell XPS 16 2026 DA16260, Glas-Premium trifft Panther Lake

Ich bin schon lange Zeit ein Fan der Dell XPS Serie, hatte nun aber schon eine Weile kein neues XPS Modell mehr privat in der Nutzung. Tatsächlich ist aber weiterhin mein XPS 13 mit Intel 8. Gen CPU mein „kompaktes Notebook der Wahl“.

Im Zuge der Zusammenarbeit mit Dell habe ich mich allerdings entschieden, mir doch mal wieder ein aktuelles XPS Modell zuzulegen. Meine Wahl fiel hier auf das XPS 16 in einer der größeren Versionen.

Kein ganz günstiger Spaß! Aber war das XPS 16 DA16260 eine gute Entscheidung?

Schauen wir uns das Ganze einmal im Test an. Kann das XPS 16 überzeugen?

 

Das Dell XPS 16 2026 im Test

Das XPS 16 ist optisch ein herausragendes Notebook! So hebt dieses sich doch ein gutes Stück von der Konkurrenz ab.

Dell hat hier nicht einfach versucht, ein MacBook zu kopieren, sondern hat ein eigenes Design erschaffen. So ist das XPS 16 sehr schlicht und hochwertig gestaltet.

So besteht dieses weitestgehend aus einem grauen Aluminium, mit Ausnahme des Tastatur-Decks. Dieses besteht aus einer Mischung aus Kunststoff (links und rechts von der Tastatur) und Glas.

Die komplette Handballenauflage besteht beim XPS 16 aus Glas! Dabei ist das Trackpad hier ohne Übergang eingelassen. Die Position des Trackpads ist lediglich mit zwei kleinen Kerben markiert.

Hierdurch wirkt das XPS 16 unheimlich schlicht und hochwertig. Dies ist eins der schönsten Notebooks, das ich jemals in den Fingern hatte.

Mit 353 x 237 x 14,6 mm ist dieses auch extrem kompakt für einen 16-Zöller. Das Gewicht von 1,65 kg ist auch sehr leicht.

Vergleichen wir das einmal mit dem MacBook Pro 16:

  • Dell XPS 16 – 353 x 237 x 14,6 mm – 1,65 kg
  • Apple MacBook Pro 16 – 356 x 248 x 16,8 mm – 2,14 kg

Das XPS 16 ist deutlich leichter und etwas kleiner/dünner.

 

Anschlüsse

Bei den Anschlüssen ist das XPS 16 2026 allerdings etwas schwächer aufgestellt.

  • 3x USB-C – 40 Gbit Thunderbolt 4
  • 1x 3,5 mm Kopfhörer-/Headset-Anschluss

Das XPS 16 verfügt nur über USB-C und einen Kopfhöreranschluss. Kein HDMI, kein Speicherkartenleser.

Gerade Letzteren hätte ich hier durchaus gerne gesehen! Das XPS 16 ist prädestiniert als Content-Creator-Laptop und hier wäre ein SD-Kartenslot nützlich gewesen.

Ansonsten kann ich aber grundsätzlich mit „nur USB-C“ im Jahr 2026 leben.

 

Zwei Display-Optionen

Wie auch schon das XPS 14 gibt es auch das große 16-Zöller mit zwei Display-Optionen.

  • 40,6 cm (16″)-2K-Display, ohne Touchfunktion, 1–120 Hz, 500 cd/m²
  • 40,6 cm (16″)-OLED-Display mit Touchfunktion, 3,2 K, 20–120 Hz, 400 cd/m²

Auf der einen Seite haben wir das IPS-Display. Dieses wird eine gute Qualität liefern, ist etwas heller und sorgt für eine bessere Akkulaufzeit.

Auf der anderen Seite haben wir ein Tandem-OLED-Display. Während Standard-OLEDs eine Schicht aus organischen Leuchtdioden nutzen, stapelt die Tandem-Technologie zwei Schichten übereinander.

Dies kann für eine bessere Energie-Effizienz, bessere Farben und eine höhere Helligkeit sorgen.

Ich habe mir die Version mit dem OLED-Display gekauft. Und ja, dieses sieht wirklich herausragend aus!

Zunächst haben wir hier ein OLED mit Touchscreen. Hier gibt es immer die Gefahr, dass wir den Touchlayer sehen können, wie z.B. bei meinem alten ASUS ProArt Notebook, wo dies zu einem leicht „körnigen“ Bild (vor allem bei weißen Flächen) führen kann.

Der Touch-Layer ist beim XPS 16 OLED nicht zu sehen! Das Display ist absolut klar und perfekt.

Auch die Messwerte sehen stark aus!

  • 100% sRGB
  • 93% AdobeRGB
  • 100% DCI-P3
  • 416 cd/m²
  • Delta E 1,86 im Schnitt

Wie von einem OLED zu erwarten ist, haben wir eine fantastische Farbdarstellung! Dies sowohl subjektiv betrachtet, aber auch wenn wir uns die Messwerte ansehen.

So haben wir eine 100% sRGB- und 100% DCI-P3-Farbraumabdeckung. Bei AdobeRGB haben wir eine ebenfalls beachtliche 93%-Abdeckung.

Bei der Helligkeit wirbt Dell mit 400 cd/m², ich konnte im normalen SDR-Betrieb 416 cd/m² messen.

Das ist zwar nicht extrem hell, aber im Alltag mehr als ausreichend, selbst für die Außennutzung.

Generell ist das Display auch subjektiv einfach fantastisch. Es ist das beste Display, das ich bisher in einem Notebook gesehen habe, was die Darstellungsqualität betrifft.

Hinzu kommen die maximalen 120 Hz, welche für ein sehr flüssiges und weiches Bild sorgen.

Das Einzige, wo ich vielleicht noch etwas Luft nach oben sehe, ist die Kalibrierung. Mit einem Delta E von 1,86 im Schnitt ist diese zwar problemlos ausreichend für Foto- und Videobearbeitung, aber es geht schon noch ein Stück akkurater.

Aber abseits von diesem kleinen Kritikpunkt ist dies ein herausragendes Display.

 

Outdoor-Nutzung

Erfreulicherweise lässt sich auch die OLED-Version des XPS 16 gut draußen nutzen! Dell hat hier bei der Entspiegelung einen guten Job gemacht, wodurch die Ablesbarkeit selbst in praller Sonne recht gut ist.

Wichtig: Wenn pralle Sonne auf dem Display steht, scheint dieses in einen „Outdoor-Modus“ zu schalten. In diesem werden Farben und Kontraste/Gamma-Wert für eine bessere Ablesbarkeit angepasst.

Das funktioniert auch erstaunlich gut, aber ist nichts, wenn du „farbkritische“ Arbeit machen willst.

 

Überragende Lautsprecher

Ein absolutes Highlight am XPS 16 sind die Lautsprecher! Das XPS 16 hat ein extrem komplexes Soundsystem, welches auf recht exotischen Soundchips von Cirrus Logic basiert. Wir haben hier also nicht einfach nur eine 0815-Realtek-Soundkarte.

Und ja, das XPS 16 zaubert eine gewaltige Soundstage für ein Notebook, welche auch eine wunderbare Dynamik und Tiefgang liefert.

Dabei sind die Lautsprecher auch sehr laut und generell „kräftig“ wirkend.

Das XPS 16 gehört ganz klar zu den Notebooks mit den besten Lautsprechern auf dem Markt. Wir sind hier auf einem Level mit den großen MacBooks, was schon einiges aussagt.

 

Tastatur und Trackpad

Kommen wir zu einem schwierigen Punkt, der Tastatur. Dell setzt beim XPS 14 und 16 auf eine außergewöhnliche Tastatur. Anstelle der typischen „Chiclet-Style-Tasten“ benutzt Dell vollflächige Tasten ohne Lücken zwischen diesen.

Hierdurch sind die einzelnen Tasten deutlich größer, was in der Theorie die Tipp-Sicherheit verbessern sollte.

Ich sage in der Theorie, in der Praxis tippe ich auf dem XPS 16 unsicherer bzw. ich brauchte eine Weile, um mich einzugewöhnen. So habe ich Probleme, die Tastenübergänge zu erfühlen, und neige dazu, mehrere Tasten zu erwischen.

Mit Gewöhnung geht es. Zumal die Tastatur an sich ziemlich gut ist. Die Tasten fühlen sich knackig an und das Tastatur-Deck ist sehr stabil.

Ein No-Go ist die Tastatur aber auch absolut nicht.

Das Trackpad ist hingegen über jeden Zweifel erhaben. So haben wir hier ein „Solid State“-Trackpad, welches fließend in der Handballenauflage eingelassen ist. Dieses ist also nicht beweglich, kann aber Druck erkennen und liefert ein Force-Feedback.

Das Tracking ist hervorragend und das haptische Feedback ist perfekt. Sogar die Erkennung von Handballen ist 1a.

Kurzum, ein perfektes Trackpad.

 

Leistung

Dell geht beim XPS 16 2026 einen etwas anderen Weg als bei früheren Modellen. Bisher bot Dell das XPS 16 / XPS 17 immer optional auch mit einer Nvidia GPU an.

Diese Option fällt dieses Jahr weg, es gibt das XPS 16 2026 nur mit Intel iGPU. Das ist aber nicht ganz so tragisch, wie es vielleicht klingt, denn dieses kommt mit CPUs der Intel Panther Lake Generation, welche recht fähige Grafikkarten mitbringt.

Dell bietet zum Zeitpunkt des Tests das XPS 16 mit zwei CPU-Optionen an:

  • Intel Core Ultra 5 325 der Serie 3 (8 Cores, bis zu 4,5 GHz)
  • Intel Core Ultra X7 358H der Serie 3 (16 Cores, bis zu 4,8 GHz)

Ich würde dir zum X7 358H raten, warum? Rein von der CPU-Leistung ist auch der kleine Ultra 5 325 gut, allerdings fällt bei diesem die Grafikkarte deutlich schwächer aus.

  • Intel Core Ultra 5 325 = Intel Graphics
  • Intel Core Ultra X7 358H = Intel Arc B390 GPU

Willst du das XPS 16 nur für Office und das Webbrowsen nutzen, reicht der Ultra 5.

Hast du aber Anwendungen, die von einer stärkeren GPU profitieren, oder du willst auch etwas auf dem Notebook spielen, lohnt der Aufpreis auf den Ultra X7.

Ich habe hier die größere Version mit Intel Core Ultra X7 358H und Intel Arc B390 GPU.

Bezüglich der Leistung müssen wir zunächst ganz klar sagen, dass das XPS 16 2026 nicht auf das „absolute Maximum an Leistung“ ausgelegt ist, sondern eher auf die maximale Effizienz.

Gerade Intel gibt den Notebook-Herstellern recht freie Hand, wie viel Strom diese der CPU zur Verfügung stellen. Mehr Strom / Watt = mehr Leistung, aber auch halt höherer Stromverbrauch, mehr Abwärme usw.

Z.B. das ASUS ProArt Studiobook H7604JV mit dem älteren Intel Core i9-13980HX gibt der CPU konstant bis zu 75 W und in der Spitze bis zu 147 W.

Dell fährt den neueren Intel Core Ultra X7 358H deutlich konservativer.

Im „Ultra-Leistungs-Modus“ fährt das Dell XPS 16 DA16260 die CPU auf maximal +- 70 W, dies aber nur für wenige Sekunden.

Bei konstanter Last pendelt sich die CPU bei 35 bis 40 W ein. Für ein 16-Zoll-Notebook recht wenig, aber aus Sicht der Effizienz der „Sweetspot“ für den Intel Core Ultra X7 358H.

Schauen wir uns ein paar Benchmarks an.

Es wird hier direkt klar, dass das XPS 16 kein „Benchmark-König“ ist. Wir sehen zwar im Cinebench-Test eine gute Leistung, aber auch kein überragendes Abschneiden, zumindest im Multi-Core-Bereich.

In Single-Core-Tests hingegen sehen wir ein sehr starkes Abschneiden, wie es sich für eine moderne CPU gehört.

Tendenziell schneidet es in „Handbrake“, also einem praktischen Szenario, etwas stärker ab als in reinen Benchmarks.

Kurzum, das Dell XPS 16 DA16260 ist ganz klar mehr auf Effizienz als auf maximale Leistung getrimmt. Dennoch ist die Leistung stark, völlig ausreichend für Foto- und Videobearbeitung in einem professionellen Umfeld.

Aber was ist mit der GPU? Das XPS 16 ist kein Gaming-Notebook, so viel sollte klar sein.

Aber die Intel iGPU ist gar nicht sooo übel.

Anno 117 AVG MIN
3200×2000 – XeSS (Ausgewogen) – Niedrig 50 38
3200×2000 – XeSS (Qualität) – Niedrig 44 35
3200×2000 – XeSS (Ultra Qualität) – Niedrig 40 32
3200×2000 – XeSS (Ausgewogen) – Mittel 38 29
3200×2000 – XeSS (Qualität) – Mittel 34 27
3200×2000 – Niedrig 26 20

 

Total War – Warhammer 3 AVG MIN
1920×1200 – Mittel 77 68
1920×1200 – Hoch 64 50
3200×2000 – Niedrig 47 35
3200×2000 – Mittel 39 34
3200×2000 – Hoch 27 20

 

CS2 -Dust 2 Benchmark AVG MIN
1920×1200 – Mittel 222 102
3200×2000 – Niedrig 155 88
1920×1200 – Hoch 137 68
3200×2000 – Mittel 102 66
1920×1200 – sehr Hoch 90 49
3200×2000 – Hoch 64 37
3200×2000 – sehr Hoch 41 24

So ist „AAA“-Gaming auf dem XPS 16 durchaus möglich. Allerdings rechne damit, entweder die Auflösung zu reduzieren (auf z.B. Full HD) und/oder du wirst mit niedrigen Details in anspruchsvolleren Titeln leben müssen.

In eSport oder älteren Spielen sind aber durchaus auch bei voller Auflösung mittlere bis hohe Details möglich.

 

Lautstärke und Lüfter

Erfreulicherweise ist das XPS 16 DA16260 ein recht ruhiges Notebook. Gerade unter Volllast ist dieses verglichen mit anderen Oberklasse-Notebooks sehr unaufdringlich.

Ja, die Lüfter surren, aber dies zu keinem Zeitpunkt übermäßig laut. Ich würde sogar sagen, die maximale Lautstärke ist die niedrigste eines 16/17-Zoll-Notebooks, das ich bisher im Test hatte. Zudem haben die Lüfter auch eine sehr angenehme Frequenz (sie klingen recht warm).

Allerdings auch bei normalen Alltagsanwendungen laufen die Lüfter oft. Dabei bleibt das Notebook sehr ruhig, du wirst die Lüfter nur in einem komplett leisen Raum überhaupt wahrnehmen können, aber passiv läuft das XPS 16 halt meist auch nicht.

Dennoch unterm Strich ist das XPS 16 ein sehr leises Notebook.

Bonuspunkte: Mein XPS 16 hatte KEIN Spulenfiepen, weder unter Last noch beim Laden.

 

Akkulaufzeit, herausragend!

Dell wirbt beim XPS 16 mit beeindruckenden 31 Stunden Laufzeit, zumindest der Version mit LCD-Display. Die OLED-Version, wie ich sie hier habe, ist etwas schwächer.

Wie so oft kommt es bei der Akkulaufzeit darauf an, was du mit deinem Notebook machst.

  • Praktisch kannst du bei der LCD-Version mit +- 20 Stunden im Office-Betrieb rechnen.
  • Die OLED-Version kommt bei mir auf 12-14 Stunden, im normalen Office-/Web-Betrieb, bei Video-Wiedergabe kommen wir noch ein Stück höher.
  • Bei maximaler Display-Helligkeit und intensiverer Office-/Web-Nutzung komme ich auf knapp 10 Stunden.

Das OLED-Display ist also schon ein Stromfresser, aber in dieser Klasse Notebook sind das weiterhin herausragende Werte, die alle anderen 16/17-Zoll-Windows-Notebooks, die ich bisher in den Fingern hatte, bei Weitem übertreffen.

Ich finde aber dennoch, Dell hat beim Akku etwas „Potenzial“ liegen lassen. Warum? Wir haben hier den gleichen 70-Wh-Akku wie beim XPS 14.

70 Wh bei einem 13/14-Zöller ist sehr gut, aber bei einem 16-Zöller, da wäre mehr Akku-Kapazität gegangen.

Mit einem 99-Wh-Akku hätte vermutlich auch die OLED-Version die 20 Stunden praktisch geknackt und die LCD-Version 30 Stunden.

Wie auch immer, suchst du ein „großes“ Notebook, dann ist das XPS 16 auch mit 70-Wh-Akku schon einer der absoluten Laufzeit-Könige am Markt.

 

Fazit

Das Dell XPS 16 DA16260 ist ein grundsätzlich richtig gutes Notebook, aber irgendwie auch ein etwas „zwiespältiges“ Produkt.

Fangen wir mit dem Positiven an, und davon gibt es einiges. So ist das XPS 16 optisch und haptisch eines der schönsten Notebooks, die ich bisher in den Fingern hatte. Die Glas-Handballenauflage mit dem nahtlos eingelassenen Trackpad, das schlichte Aluminium-Design, die kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht für einen 16-Zöller – Dell hat hier ein wirklich beeindruckendes Stück Hardware geschaffen.

Auch das OLED-Display ist herausragend, die Lautsprecher gehören zum Besten, was du in einem Notebook bekommen kannst, das Trackpad ist nahezu perfekt und die Akkulaufzeit ist für ein 16-Zoll-Windows-Notebook absolut überragend. Hinzu kommt, dass das XPS 16 trotz starker Leistung leise arbeitet.

Der Core Ultra X7 358H von Intel bietet im Alltag eine sehr gute Leistung und ist dabei sehr effizient. Es ist einfach das Modernste, was Intel derzeit bietet. Selbst die integrierte iGPU ist „fähig“.

Aber, und jetzt kommt das große Aber, das XPS 16 2026 fühlt sich in vielen Bereichen einfach wie ein „größeres XPS 14“ an.

Beispiel Akku: 70 Wh sind in einem 13/14-Zoll-Notebook stark, in einem 16-Zöller hätte aber locker ein 99-Wh-Akku Platz gehabt. Hätte Dell hier das Maximum rausgeholt, wäre die OLED-Version vermutlich locker bei 20 Stunden Office-Betrieb gelandet und die LCD-Version hätte die 30 Stunden geknackt. Natürlich ist die Akkulaufzeit auch so bereits imposant, aber es wäre noch ein Stück mehr gegangen.

Auch die Tastatur ist so eine Sache. Das Konzept mit den vollflächigen Tasten ist mutig, in der Praxis aber gewöhnungsbedürftig.

Unterm Strich ist das Dell XPS 16 DA16260 ein hervorragendes Notebook und ich kann es grundsätzlich empfehlen. Wenn du ein schickes, hochwertiges 16-Zoll-Notebook mit hervorragender Akkulaufzeit, top Display und top Lautsprechern suchst, dann triffst du hier eine sehr gute Wahl.

Du solltest dir aber bewusst sein, dass du hier eher ein „größeres XPS 14″ bekommst.

Dell XPS 16 DA16260
Positiv
Herausragendes Design mit Glas-Handballenauflage, hochwertige Verarbeitung
Sehr kompakt und leicht für einen 16-Zöller (1,65 kg)
Fantastisches OLED-Display (100% sRGB, 100% DCI-P3, 120 Hz, gute Helligkeit)
Auch draußen gut ablesbar dank guter Entspiegelung
Top Lautsprecher
Perfektes Solid-State-Trackpad mit Force-Feedback
Sehr gute Akkulaufzeit (12-14 Std. OLED, bis 20 Std. LCD-Version)
Effiziente Intel-Panther-Lake-Plattform, ausreichend Leistung für Foto- und Videobearbeitung
Negativ
nur 3x USB-C, kein SD-Slot, kein HDMI
Keine Nvidia-GPU-Option mehr verfügbar
Tastatur mit vollflächigen Tasten gewöhnungsbedürftig
Hoher Preis
90

INIU Leopard Power 140W P64-P1 im Test: 25.000 mAh, 140 W & Tiny Cells

INIU bietet mit der „Leopard Power“ eine alternative Powerbank-Serie zu seinen üblichen Modellen bei Amazon an.

Auf den ersten Blick handelt es sich bei der INIU Leopard Power 140W um die uns bereits bekannte P64-E1. Beide setzen auf Tiny Cells, 25.000 mAh und 140 W Leistung.

Wo gibt es aber Unterschiede? Auf den ersten Blick nur bei der Optik!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Was kann hier die „Leopard“-Powerbank von INIU? Finden wir es im Test heraus!

 

Einzelhandelsversion?!

INIU vertreibt seine Powerbanks normalerweise selbst über die Amazon-Plattform. Die „Leopard“-Version seiner Powerbanks taucht hingegen eher im Einzelhandel auf.

Bisher primär in den USA, aber nun auch langsam in Europa.

Vermutlich handelt es sich bei der INIU Leopard Power 140W um eine „schickere“ Version in einzelhandelsfreundlicher Verpackung der INIU P64-E1.

 

Die INIU Leopard Power 140W im Test

INIU setzt bei seiner Leopard P64-P1 auf seine „Tiny Cells“. Das bedeutet laut INIU, ist die Powerbank für die Kapazität von 25.000 mAh und 140 W Ausgangsleistung besonders kompakt und leicht.

Die Leopard Power 140W wiegt 494 g und misst 159 x 82 x 25,5 mm.

Und ja, ich kann INIU recht geben! Die Leopard P64-P1 ist für die Kapazität und Ausgangsleistung von 140 W wirklich sehr kompakt! Lediglich das Schwestermodell, die P64-E1, kann hier mithalten.

Dabei setzt die Leopard-Version auf ein etwas anderes Design als die typischen INIU-Modelle. So verzichtet INIU auf das typische schwarze Hochglanz-Fenster und setzt auf eine seidig-matte Oberfläche, welche, wie ich finde, durchaus schick aussieht.

Nein, dies ist keine absolute Premium-Powerbank, aber optisch gelungen.

Bei der Verarbeitungsqualität gibt es einen Kritikpunkt. So scheint in der Powerbank eine Komponente zu „schwingen“, wenn diese einen Klaps bekommt.

Kein extremes Drama, aber in einer „Premium“-Powerbank sollte das nicht sein.

 

Mit Display

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht sichtbar ist, die Powerbank verfügt über eine Art Display.

Dieses ist versteckt auf der Oberseite eingelassen und nur sichtbar, wenn es aktiv ist. Es handelt sich hierbei um ein leuchtendes „LC“-Display.

Dieses zeigt dir folgende Infos an:

  • Akkustand in %
  • Aktuelle Leistung in Watt
  • Aktive Anschlüsse
  • Verbliebene Lade-/Entladezeit

Damit ist das Display zwar weniger „aufwendig“ als bei vielen Konkurrenten, aber grundsätzlich liefert es alle relevanten Infos.

 

Anschlüsse

Die Powerbank bietet 2x USB-C-Ports und einen USB-A-Port.

  • USB-C 1 – 140 W PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB-C 2 – 45 W PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A
  • USB-A – 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Der primäre USB-C-Port der Powerbank bietet eine Leistung von bis zu 140 W nach dem USB Power Delivery Standard. Damit ist diese Powerbank auch für große Geräte wie Notebooks theoretisch ideal.

Hinzu kommt ein 45 W USB-C-Port und ein 18 W USB-A-Quick-Charge-Port.

Wichtig: Insgesamt kann die Powerbank maximal 145 W liefern! Nutzt du mehrere Ports, dann drosselt sich die Powerbank.

  • 100 W + 45 W
  • 100 W + 18 W + 18 W

 

PPS-Support bei der Leopard

Natürlich bringt die Powerbank auch einen umfangreichen PPS-Support mit.

  • USB-C 1 – 5 – 21 V bei bis zu 5 A
  • USB-C 2 – 5 – 11 V bei bis zu 4,5 A

USB-C 1 bietet einen perfekten PPS-Support! So kann dieser Port alle Samsung-, Apple- und Google-Pixel-Smartphones mit dem vollen Tempo laden, wie auch viele chinesische Smartphones.

Selbst USB-C 2 besitzt eine recht große PPS-Range und kann beispielsweise Samsung-Smartphones mit den 45 W schnell laden, super!

 

5 Minuten volle Power…..

Sehr viele 140 W Powerbanks können nicht konstant 140 W liefern. Die meisten Powerbanks drosseln sich nach einer Weile herunter.

Wie steht es hier um die INIU Leopard Power 140W?

Leider nicht gut! In meinem Test konnte die Powerbank genau 5 Minuten 140 W liefern. Nach 5 Minuten drosselte sich diese auf 100 W herunter.

Das ist ein extrem schwaches Abschneiden. Dass die Powerbank sich nach genau 5 Minuten drosselt, sagt mir, dass es sich hier um eine künstliche Limitierung handelt, vermutlich zum Schutz der Akkuzellen.

Im Kern ist dies also keine 140 W Powerbank, sondern eher eine 100 W Powerbank.

100 W kann diese auch konstant liefern.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut INIU bietet die Powerbank eine Kapazität von 25.000 mAh. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/1A 73,57 14468 19885 80%
9V/1A 77,87 8547 21045 84%
9V/3A 80,00 8859 21621 86%
20V/1A 82,25 4096 22229 89%
20V/5A 69,22 3474 18707 75%
Im Schnitt 76,58 20697 83%

 

Im Test erreichte die Powerbank im Schnitt eine Kapazität von 20.697 mAh @3,7V bzw. 76,58 Wh. Das sind solide 83 % der Herstellerangabe.

Auffällig: Bei 100 W Last bricht die nutzbare Kapazität massiv ein, auf 18.707 mAh, während wir bei mittleren Laststufen bis zu 22.229 mAh erreichen.

Diese Powerbank ist also wirklich eher für mittlere Lasten ideal.

 

Ladedauer

Zwar bietet der primäre USB-C-Port eine Ausgangsleistung von bis zu 140 W, aber aufnehmen kann dieser leider maximal +- 100 W, was die Ladegeschwindigkeit der INIU Leopard Power 140W verglichen mit anderen High-End-Modellen leider etwas reduziert.

In der Praxis erreichte die Powerbank eine maximale Leistungsaufnahme von 81 – 84 W. Hiermit dauerte eine Ladung ca. 1:32 h.

Verglichen mit anderen High-End-Powerbanks ist das OK, aber auch nicht überragend schnell.

Fazit

Zwar ist die INIU Leopard Power 140W absolut nicht die schlechteste Powerbank, die du kaufen kannst, aber dennoch würde ich sie nicht empfehlen!

Warum? Es gibt in INIUs Line-up einfach bessere Modelle.

Sprechen wir aber zunächst über das Positive. Für die Kapazität von 25.000 mAh und 100/140 W ist die Leopard Power extrem klein und kompakt!

Dabei liefert diese auch in der Praxis eine gute Kapazität mit bis zu 22.229 mAh und lässt sich recht schnell laden (0 % auf 100 % in ca. 1:32 h). Auch die PPS-Range ist tadellos.

Das Problem: 140 W können von dieser Powerbank nur 5 Minuten lang geliefert werden! Effektiv ist dies also weniger eine echte 140 W Powerbank und viel mehr eine 100 W Powerbank.

100 W ist zwar auch nicht übel, aber dennoch eine kleine Enttäuschung.

Hinzu kommt der Preis, welcher zum Zeitpunkt des Tests über dem fast identischen Schwestermodell der INIU P64-E1 liegt.

Daher:

  1. Wenn dir die Leistung der Leopard Power ausreicht und du den Formfaktor magst, schau dir auch einmal die abseits vom Gehäuse identische INIU P64-E1 an, welche oft günstiger zu bekommen ist.
  2. Wenn du mit einem etwas größeren Gehäuse leben kannst, schau dir die INIU BI-B64 27.000 mAh 140W an. Etwas größer, aber auch etwas mehr Kapazität und in der Praxis eine höhere Leistung, zum niedrigeren Preis.

Einen direkten Vergleich der beiden Schwestermodelle findest du übrigens hier: 140 Watt Powerbanks von INIU im Vergleich: BI-B64 gegen P64-E1.

Geheimtipp für 28€? Das ICY BOX IB-PS1002 100W USB C Ladegerät mit Display im Test

Der Hersteller ICY BOX ist kein ganz unbekannter auf dem Markt für PC-Zubehör, externe Gehäuse, Controller-Karten usw.

Allerdings Ladegeräte oder Powerbanks von ICY BOX waren mir bisher noch nie untergekommen. Das soll nicht heißen, dass es diese nicht vielleicht gegeben hat, aber sie waren nie spektakulär genug um mir ins Auge zu springen.

Dies sieht aber beim IB-PS1002 ganz anders aus! Bei dem IB-PS1002 handelt es sich um ein 100 W USB C Ladegerät mit 2 Ports, einem ausziehbaren Kabel und einem Display für Leistungswerte. Wir haben hier also auf den ersten Blick ein Modell das durchaus in die Oberklasse gehört.

Das wirklich Spannende ist aber der Preis! Zum Zeitpunkt des Tests habe ich für das Ladegerät gerade einmal rund 28€ gezahlt! Und das war anscheinend kein „super special Angebot“, sondern ist ein Normalpreis.

28€ für 100 W, ein ausziehbares Kabel und Display? Das klingt nach einem ziemlich guten Deal! Wollen wir uns also einmal das ICY BOX 100W USB C Ladegerät im Test ansehen!

 

Das ICY BOX 100W USB C Ladegerät im Test

Mit 63,5 x 71 x 37 mm ist das ICY BOX IB-PS1002 ein mittelgroßes 100 W USB C Ladegerät. Ähnliches gilt auch für das Gewicht von 201 g.

Allerdings ist das hier auch absolut keine Überraschung, denn das Ladegerät hat eine Besonderheit.

So verfügt dieses nicht nur über ein Display, sondern auch über ein integriertes ausziehbares USB C Kabel! An der Seite ist ein USB C Stecker eingelassen, welchen du auf eine Länge von bis zu ca. 68 cm ausziehen kannst.

Dies kann gerade auf Reisen ein sehr praktisches Feature sein! Du musst nicht immer zwingend ein USB C Kabel mit dir herumschleppen, um das Ladegerät zu nutzen. Natürlich trägt dieses Kabel ein Stück weit auf und macht das Ladegerät etwas größer.

Allerdings würde ich die Abmessungen dennoch als passabel einstufen, selbst für Reisen.

Die Verarbeitungsqualität ist dabei generell „OK“. Der verwendete Kunststoff ist zwar etwas anfällig für Fingerabdrücke, aber ansonsten macht das Ladegerät einen guten Eindruck. Es hat zwar keine „Premium“-Qualität, ist aber auch nicht übel.

 

Das Display

Auf der Oberseite des ICY BOX IB-PS1002 findet sich ein relativ großes und schönes LCD Farbdisplay.

Dieses zeigt dir im Betrieb mehrere Informationen an, zwischen welchen du mithilfe einer Taste durchschalten kannst.

Welche Informationen werden angezeigt?

  • Ausgangsleistung in Watt
  • Leistung pro Port
  • Temperatur-Status

Damit ist das Display ganz klar ein Mehrwert! Hast du keine Geräte verbunden, geht das Display nach ein paar Minuten aus.

 

Anschlüsse des ICY BOX 100W Ladegerätes

Neben dem integrierten USB C Kabel, das du ausziehen kannst, besitzt das Ladegerät auch noch einen USB C und USB A Port.

  • USB C – 100 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB A

Mit 100 W hat der USB C Port bzw. das Kabel eine sehr gute Leistung, welche in der Praxis nicht nur für Smartphones, sondern auch für größere Geräte wie Notebooks gut ausreicht.

Wichtig: Nutzt du mehrere Ports, werden diese gedrosselt! Zum Beispiel bei der Nutzung beider USB C Anschlüsse haben wir 65 W + 35 W.

 

Mit PPS

Natürlich unterstützt das Ladegerät auch den gerade für Smartphones extrem wichtigen PPS-Standard!

  • PPS 3,3 – 21 V bei bis zu 5 A

Damit haben beide USB C Anschlüsse eine perfekte PPS-Range! Etwas, was in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist.

So ist das Ladegerät wunderbar für Apple, Samsung und Google Pixel Smartphones, wie auch für die diversen chinesischen Smartphones geeignet.

 

Auch mit AVS?

Erfreulicherweise vermeldet mein Messgerät auch einen AVS-Support! AVS wird derzeit (Anfang 2026) praktisch noch nicht genutzt, könnte aber in Zukunft ein wichtiger Standard werden.

So hat Apple z.B. angefangen, diesen in einigen Ladegeräten zu integrieren.

Bei AVS müssen wir zwischen AVS + EPR und AVS + SPR unterscheiden.

Wir haben hier AVS + SPR, wie im USB PD 3.2 Standard vorgesehen.

  • AVS – 9 bis 20 V bei bis zu 3 A

Spannenderweise gibt es allerdings nur auf dem USB C Kabel eine AVS-Range! Dennoch ist dies ein großer Pluspunkt für die Zukunftssicherheit. 99,9% aller Ladegeräte auf dem Markt unterstützen AVS noch gar nicht.

 

Konstant 100 W?

Leider ist es mittlerweile nicht mehr selbstverständlich, dass Ladegeräte und Powerbanks die vom Hersteller versprochene Leistung auch konstant liefern können.

Wie steht es hier um das ICY BOX 100W USB C Ladegerät? Ich habe dieses mithilfe einer elektronischen Last konstant mit 100 W belastet, um zu prüfen, ob dieses die Leistung konstant bereitstellen kann.

Leider ist die Antwort nein. Das ICY BOX 100W USB C Ladegerät kann rund 1,5-2 Stunden die vollen 100 W liefern, danach drosselt es sich herunter (ca. 60W).

Nicht optimal, aber ca. 1,5 – 2 Stunden 100 W sind in der Regel meist ausreichend.

 

Spannungsverlauf

5-V-Stufe

Last (A) Spannung (V) Maximal Minimal
0A 5,104 5,5 4,75
1A 5,119 5,5 4,75
2A 5,152 5,5 4,75
3A 5,185 5,5 4,75

9-V-Stufe

Last (A) Spannung (V) Maximal Minimal
0A 9,101 9,45 8,55
1A 9,093 9,45 8,55
2A 9,123 9,45 8,55
3A 9,154 9,45 8,55

20-V-Stufe

Last (A) Spannung (V) Maximal Minimal
0A 19,964 21 19
1A 20,045 21 19
2A 20,072 21 19
3A 20,087 21 19
4A 20,103 21 19
5A 20,124 21 19

 

Werfen wir auch einen Blick auf den Spannungsverlauf unter Last. Hier prüfe ich, wie sich die Spannungen der einzelnen USB-PD-Stufen je nach Last verhalten. Dies ist in der Praxis nicht ganz so relevant für die Ladegeschwindigkeit, sofern wir keine Ausreißer über die Grenzwerte oder ein zu wildes Schwanken haben.

Und hier sieht beim ICY BOX 100W USB C Ladegerät alles gut aus! So bewegen sich alle drei geprüften Spannungsstufen sauber innerhalb ihrer jeweiligen Toleranzbereiche.

Die 5-V-Stufe pendelt sich zwischen 5,10 und 5,18 V ein, die 9-V-Stufe zwischen 9,09 und 9,15 V und auch die 20-V-Stufe bleibt mit 19,96 bis 20,12 V sehr stabil. Auffällig ist, dass die Spannung mit steigender Last sogar leicht ansteigt, statt wie sonst oft üblich abzufallen. Insgesamt eine ordentliche Vorstellung, hier gibt es nichts zu meckern.

 

Leerlaufstromverbrauch

Der Leerlaufstromverbrauch schwankt je nachdem, ob das Display aktiv ist oder nach wenigen Minuten im Standby ist.

  • Display aktiv – ca. 0,7 W
  • Display aus – ca. 0,2 W

Das ist ein akzeptabler Leerlaufstromverbrauch

 

Effizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Effizienz zu sprechen.

Diese schwankte bei mir zwischen 68,3 % bei sehr niedriger Last bis hin zu 92,3 %. Die 68,3 % bei niedriger Last sind ein etwas schwacher Wert, während die 92,3 % bei Volllast wiederum sehr gut sind.

Im Schnitt erreichte das Ladegerät eine Effizienz von 85,2 %. Solide, aber auch nicht besonders.

 

Fazit

Das ICY BOX IB-PS1002 ist für mich ganz klar ein Geheimtipp! Für rund 28 € bekommst du hier ein Ladegerät, das eigentlich locker das Doppelte kosten dürfte.

Schauen wir uns einmal an, was du für dein Geld bekommst: 100 W an einem USB-C-Port, ein integriertes ausziehbares USB-C-Kabel, ein hübsches LCD-Farbdisplay mit Anzeige der Leistung, einen zusätzlichen USB-C- und USB-A-Port und eine sehr umfangreiche PPS-Range von 3,3 – 21 V bei bis zu 5 A. Damit lädst du sämtliche aktuellen Apple-, Samsung- und Google-Pixel-Smartphones optimal schnell und kannst auch problemlos ein Notebook anschließen.

Richtig spannend wird es aber beim Thema AVS! Das ICY BOX IB-PS1002 ist eines der ganz wenigen Ladegeräte auf dem Markt, das den AVS-Standard bereits unterstützt. Auch wenn das aktuell noch praktisch keine Rolle spielt, ist das ein dicker Pluspunkt für die Zukunftssicherheit.

Auch technisch macht das Ladegerät einen sehr soliden Eindruck. So liefert es saubere, stabile Spannungen über alle PD-Stufen hinweg, hat einen akzeptablen Leerlaufverbrauch und eine im Schnitt akzeptable Effizienz von 85,2 %.

Angebot
ICY Box Club Charger 100W USB-C GaN Schnellladegerät mit Display...

Pro ✓

  • Sehr attraktiver Preis (ca. 28 €)
  • 100 W USB-C nach USB Power Delivery
  • Integriertes ausziehbares USB-C-Kabel (super praktisch für unterwegs)
  • Zusätzlicher USB-C- und USB-A-Port
  • Schönes LCD-Farbdisplay mit Leistungsanzeige
  • Sehr umfangreiche PPS-Range (3,3 – 21 V bei bis zu 5 A)
  • AVS-Support (Zukunftssicherheit!)
  • Stabile Spannungsversorgung über alle PD-Stufen
  • Akzeptabler Leerlaufverbrauch (0,2 – 0,7 W)

Kontra ✗

  • Keine konstanten 100 W über mehrere Stunden (Drosselung auf ca. 60 W nach 1,5 – 2 Std.)
  • Verarbeitung „nur“ solide, nicht Premium
  • Effizienz geht besser

Wo gibt es Kritik? Der einzige echte Wermutstropfen ist, dass das Ladegerät die vollen 100 W nicht dauerhaft liefern kann. Nach ca. 1,5 – 2 Stunden drosselt es sich auf rund 60 W herunter. Für die meisten Nutzer wird das in der Praxis kaum eine Rolle spielen, aber wer ein Notebook über viele Stunden unter Volllast laden möchte, sollte das im Hinterkopf behalten. Auch ist die Verarbeitung „nur“ OK und nicht auf Premium-Niveau wie bei einem Anker.

Aber ganz ehrlich, für den Preis kann man da überhaupt nicht meckern. Wer ein günstiges, gut ausgestattetes 100-W-Ladegerät mit Display, ausziehbarem Kabel und sogar AVS-Support sucht, der greift hier bedenkenlos zu!

Welche Ladegeräte und Powerbanks für das Dell XPS 14 / 16 2026?

Mit im Lieferumfang des XPS 14 und 16 2026 legt Dell ein 100 W USB C Ladegerät bei. Super, dass dieses mit im Lieferumfang ist, das ist mittlerweile leider nicht mehr selbstverständlich, aber brauchen diese Notebooks wirklich ein 100 W Ladegerät?

Reichen kleinere Ladegeräte für die 2026er XPS Modelle? Wie steht es um Powerbanks?

Gibt es hier Kompatibilitätsprobleme oder „Herstellerbindungen“? Finden wir es im Test heraus!

 

Das Dell 100 W Ladegerät

Mit im Lieferumfang aller Versionen des Dell XPS 2026 liegt ein 100 W USB C Ladegerät. Dieses besitzt wie ein typisches Notebook Ladegerät ein integriertes USB C Kabel.

Das Ladegerät ist qualitativ sehr gut und auch für eine Dauerlast ausgelegt.

Grundsätzlich handelt es sich aber um ein USB Power Delivery Ladegerät.

  • USB C – 96 W – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/4,8A

Spannenderweise liefert dieses laut meinen USB PD Triggern allerdings keine 100 W, sondern maximal 20V/4,8A, also 96 W. Ob jetzt 96 W oder 100 W spielt allerdings in der Praxis wahrlich keine Rolle.

Da es sich um ein „normales“ USB PD Ladegerät handelt, kann dieses auch für andere USB C Geräte genutzt werden.

Allerdings hat das Ladegerät keine PPS Stufe, es ist also möglich, dass die Ladegeschwindigkeit in Kombination mit Smartphones nicht optimal ist. Eine generelle Kompatibilität besteht aber.

 

XPS 14 und XPS 16 2026

Das XPS 14 und 16 zeigen grundsätzlich ein sehr ähnliches Ladeverhalten! Beide laden +- gleich schnell.

Alle Infos in diesem Artikel gelten also +- für beide Modelle.

 

Leistungsaufnahme via USB C

Die Leistungsaufnahme des Dell XPS schwankt natürlich je nachdem, was du mit diesem machst. Ausgeschaltet, im Leerlauf oder unter Last macht einen massiven Unterschied.

Was konnte ich hier am USB C Port beobachten (mit leerem Akku)?

  • In der Spitze – ca. 91 W
  • Unter konstanter Last – ca. 61 W
  • Leerlauf – ca. 40 W

Bei kurzen Lastspitzen konnte ich temporär bis zu 91 W beobachten. Bei konstanter Last pendelte sich das Notebook bei ca. 60 W ein und im Leerlauf (mit leerem Akku) bei rund 40 W.

Also ja, mit kurzzeitigen Spitzenwerten von bis zu 91 W nutzt hier jetzt das XPS 14 das 100 W Ladegerät recht gut aus.

Allerdings sind dies nur kurze Spitzen bei Last. In der Regel lädt das Notebook mit +- 40 W bzw. 60 W bei konstanter Last.

+- 40 W ist auch im Standby die Leistungsaufnahme beim Laden des Akkus.

 

Universelle Ladegeräte?

Akzeptiert das Dell XPS universelle USB C Ladegeräte und Powerbanks? Ja! In meinem Test machte das Dell XPS 14 2026 keinen Unterschied zwischen dem Dell eigenen Ladegerät und einem 3. Anbieter Modell mit gleicher Leistung.

Hier einmal die Leistungsaufnahme im Standby an verschiedenen Ladegeräten mit unterschiedlicher Leistung.

Leistungsaufnahme im Leerlauf
Original Ladegerät 40 W
140 W Ladegerät 40 W
45W Ladegerät 39 W
20W Ladegerät 17,5 W
30W Ladegerät 27,5 W

 

Erfreulicherweise kann das XPS 14 und XPS 16 praktisch an allen USB Power Delivery Ladegeräten mit mehr als 18 W laden.

Natürlich, nutzt du ein 20 W Ladegerät und nutzt das Notebook parallel, kann es sein, dass dieses extrem langsam lädt oder vielleicht sogar bei Lastspitzen auf den Akku zugreifen muss.

Aber grundsätzlich akzeptiert die 2026er XPS Serie auch kleinere Ladegeräte. Effektiv würde ich aber empfehlen, mindestens 45 W zu nutzen.

 

9V, 15V oder 20V, keine 5V

Grundsätzlich kann das Dell XPS 14 und 16 mit 9 V, 15 V und 20 V via USB PD umgehen. Wenn vorhanden, wird dieses immer zur 20 V USB PD Stufe greifen.

Nutzt du aber ein kleines USB PD Ladegerät, das z.B. keine 20 V Stufe hat, kann dieses auch mit 9 V oder 15 V umgehen, sehr gut

An einem 20 W Ladegerät

Das erhöht die Kompatibilität zu alternativen Ladegeräten und Powerbanks massiv.

Lediglich mit 5 V kann das Notebook nichts anfangen. Hast du ein USB C Ladegerät, das nur eine 5 V Stufe hat (wie ältere Ladegeräte oder 15 W Modelle), dann ist dieses nicht kompatibel.

 

Ladedauer

Aber wie lange dauert das Laden des Notebooks? Im Folgenden habe ich die Leistungsaufnahme des Dell XPS 14 2026 mitgeloggt.

Ich habe dieses auf 5 % entladen und in den „Windows Standby“ geschickt und dann mit dem originalen Ladegerät geladen.

Eine vollständige Ladung des XPS 14 dauerte so ca. 2:24 h.

 

Fazit

Erfreulicherweise ist das Dell XPS 14 und 16 2026 in Sachen Ladegeräten und Powerbanks sehr unkompliziert! Es handelt sich hier um ein „normales“ USB Power Delivery Notebook, ohne irgendwelche Eigenheiten oder Herstellerbindungen.

Du kannst das XPS also problemlos an universellen USB C Ladegeräten und Powerbanks von Drittanbietern laden. Hier macht das Notebook keinen Unterschied zum originalen Dell Ladegerät, sehr gut! Lediglich auf eine 5 V Stufe kann das XPS nicht zugreifen, was aber bei modernen USB PD Ladegeräten in der Regel kein Problem ist, da diese praktisch immer auch eine 9 V oder 15 V Stufe besitzen.

Auch interessant: Mit Spitzenwerten von ca. 91 W nutzt das XPS 14 das beiliegende 100 W Ladegerät zwar in Lastspitzen recht gut aus, im Schnitt lädt das Notebook aber eher mit 40 – 60 W. Du musst also nicht zwingend ein Ladegerät mit 100 W oder mehr nutzen.

 

Meine Empfehlung

Für unterwegs würde ich dir mindestens ein 45 W USB C Ladegerät oder eine entsprechende Powerbank empfehlen. Damit lädst du das XPS im Standby oder bei normaler Office-Nutzung problemlos, auch wenn du in dieser Konstellation natürlich keine 91 W Lastspitzen mehr abdecken kannst (hier greift das Notebook dann auf den Akku zu). Für ein bisschen mehr Reserve sind 65 – 70 W Ladegeräte wie das Anker Nano 70W ein guter Kompromiss aus Größe und Leistung.

Für zuhause oder am Schreibtisch greifst du am besten zum originalen Dell Ladegerät oder zu einem Modell mit 100 W+, damit das XPS auch unter Last die volle Leistung abrufen kann. Hier bietet sich z.B. das Anker Prime 200W USB C Ladegerät an, wenn du gleichzeitig noch Smartphone, Tablet oder andere Geräte mitladen willst.

Auf Seiten der Powerbanks würde ich folgende Modelle empfehlen: Anker Prime 26K 300W, INIU P64-E1 25.000 mAh 140W, INIU BI-B64 27.000 mA 140W.

Kurzum: Das XPS 14 und 16 2026 ist ein wahrlich unkomplizierter Kandidat in Sachen Laden, fast schon vorbildlich!

Alienware 15 vorgestellt: Premium-Gaming-Laptop für ein breiteres Publikum

0

Dell hat heute mit dem Alienware 15 einen neuen Gaming-Laptop vorgestellt, der das Alienware-Lineup nach unten erweitert und damit eine deutlich größere Zielgruppe ansprechen soll. Nach dem ebenfalls preislich attraktiven QD-OLED-Monitor AW2726DM, den Alienware bereits im April auf den Markt gebracht hat, ist das die nächste Maßnahme, mit der die Marke ihr Versprechen vom CES 2026 einlöst: Alienware-Qualität für mehr Gamer zugänglich zu machen.

Der Preis startet bei 1.299 US-Dollar für die AMD-Version und 1.349 US-Dollar für die Intel-Variante. Damit positioniert sich der Alienware 15 deutlich unter den Aurora- und Area-51-Modellen, die das Lineup nach oben abrunden.

Alienware 15 – Die wichtigsten Eckdaten

Bevor wir ins Detail gehen, hier die wichtigsten Specs auf einen Blick:

  • CPU: AMD Ryzen 5 220 / Ryzen 7 260 oder Intel Core 5 (Series 2) 210H / Core 7 (Series 2) 240H
  • GPU: NVIDIA GeForce RTX 3050, RTX 4050, RTX 5050 oder RTX 5060 (Laptop)
  • Display: 15,3 Zoll, WUXGA (1920×1200), 16:10, 165 Hz, 300 Nits, sRGB 62,5 %
  • RAM: Bis zu 32 GB DDR5-5600 (2x SO-DIMM, vom Nutzer austauschbar)
  • Speicher: Bis zu 1 TB PCIe Gen 4 NVMe SSD (M.2, vom Nutzer austauschbar)
  • Akku: 54 Wh (4-Zellen) oder 70 Wh (3-Zellen)
  • Anschlüsse: RJ-45, HDMI 2.1, 2x USB-A 3.2 Gen 1, 1x USB-C 3.2 Gen 2 (DP 1.4a, PD bis 100 W), 1x USB-C 3.2 Gen 1, 3,5-mm-Klinke
  • WLAN: Wi-Fi 6 + Bluetooth 5.2 (MediaTek MT7920)
  • Gewicht: 2,25 kg
  • Maße: 349,5 x 250,3 x 22,95 mm
  • Preis: Ab 1.299 USD (AMD) / 1.349 USD (Intel)

Performance – AMD Ryzen 200 oder Intel Core Series 2

Beim Alienware 15 hast du die Wahl zwischen zwei Plattformen. Auf der AMD-Seite kommen entweder der Ryzen 5 220 (6 Kerne, bis 4,9 GHz) oder der Ryzen 7 260 (8 Kerne, bis 5,1 GHz) zum Einsatz. Auf der Intel-Seite gibt es den Core 5 210H (8 Kerne, bis 4,8 GHz P-Core) oder den Core 7 240H (10 Kerne, bis 5,2 GHz P-Core). Die CPU-TDP liegt bei beiden Plattformen bei bis zu 30 W.

Bei den Grafikkarten setzt Alienware auf eine breite Palette an NVIDIA-GeForce-RTX-Optionen. Vom Einstieg mit der RTX 3050 (6 GB GDDR6) über die RTX 4050 (6 GB GDDR6) bis hin zu den neuen 50er-Modellen RTX 5050 und RTX 5060 (jeweils 8 GB GDDR7) ist alles dabei. Die TGP liegt bei den 30er- und 40er-Modellen bei 70 W, die 50er-Modelle dürfen sich bis 85 W gönnen.

In Kombination mit NVIDIA Dynamic Boost erreichen die Top-Konfigurationen mit RTX 5050 oder RTX 5060 eine Total Performance Power von bis zu 110 W. Das ist für die Klasse durchaus ordentlich.

Ein wirklich erfreulicher Punkt: Sowohl der Arbeitsspeicher als auch die SSD sind vom Nutzer austauschbar. So kannst du den Laptop relativ entspannt mit der Zeit aufrüsten, statt zum Kauf direkt die teure Top-Konfiguration nehmen zu müssen.

 

Display – 15,3 Zoll im 16:10-Format

Statt des klassischen 16:9-Formats setzt Alienware beim Display auf ein 16:10-Seitenverhältnis mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixel. Damit hast du etwas mehr vertikalen Platz, was beim Arbeiten, Browsen und auch in vielen Spielen angenehm ist.

Die 165 Hz Bildwiederholfrequenz sollte für die meisten Titel mehr als ausreichen, gerade in Kombination mit den verbauten GPUs. Die Helligkeit von 300 Nits ist solide, der Farbraum von sRGB 62,5 % ist allerdings eher ein Hinweis darauf, dass wir hier bei einem Einstiegs-Gaming-Laptop sind – für ernsthafte Bildbearbeitung ist das eher nicht die richtige Wahl.

Auf der AMD-Variante (DA15265) gibt es zusätzlich AMD FreeSync zur Tearing-Reduzierung.

 

Kühlung – Cryo-Tech und Cryo-Chamber

Bei der Kühlung greift Alienware auf die hauseigene Cryo-Tech-Technologie zurück. Konkret heißt das: 2 Lüfter mit insgesamt 146 Lüfterblättern, 3 Kupfer-Heatpipes und ein dedizierter Auslass auf der Rückseite, der die warme Luft aus dem Gehäuse befördert.

Spannend ist die Cryo-Chamber-Struktur, die allerdings den Konfigurationen mit RTX 5050 oder RTX 5060 vorbehalten ist. Diese sorgt für eine verbesserte Luftzufuhr von unten und damit für eine fokussiertere Kühlung der Komponenten. Die Einstiegsvarianten mit RTX 3050 oder RTX 4050 müssen ohne diese auskommen.

Ob das in der Praxis dann wirklich spürbar ist und wie laut die Lüfter unter Volllast werden, müssen erste Tests zeigen.

 

Gehäuse und Verarbeitung – Nova Black trifft auf 180°-Scharnier

Das Gehäuse setzt auf einen Polycarbonat-Kunststoff in einem neuen Farbton namens Nova Black, der laut Alienware einen metallischen Schimmer mitbringen soll. Optisch lehnt sich der Laptop an die AW30-Designsprache an, die wir auch von den größeren Alienware-Modellen kennen.

Mit 2,25 kg Gewicht und einer Höhe von 22,95 mm ist der Laptop für die Klasse durchaus akzeptabel portabel. Besonders erwähnenswert ist das 180°-Scharnier, das dir erlaubt, das Display flach auf den Tisch zu legen. Ob du das nun brauchst oder nicht, sei dahingestellt – aber es zeigt, dass Alienware hier auf eine robuste Mechanik setzt.

Apropos robust: Alienware verspricht hier die gleichen internen Tests wie bei den Flaggschiffmodellen. Konkret:

  • 20.000 Öffnungs- und Schließzyklen für das Scharnier
  • 40.000 Tastenanschläge pro Taste
  • Spritzwasserschutz bis zu 60 ml verschüttete Flüssigkeit
  • Falltest aus bis zu 45 cm auf allen sechs Seiten und vier Ecken

Das ist keine MIL-STD-810-Zertifizierung im klassischen Sinn, aber für einen Gaming-Laptop in dieser Preisklasse trotzdem ein guter Hinweis darauf, dass nicht an der Stabilität gespart wurde.

Anschlüsse – Erfreulich vollständig

Bei den Anschlüssen sieht es richtig gut aus. Alienware hat hier nicht den Fehler gemacht, an den Ports zu sparen. So haben wir:

Links:

  • 1x Power/DC-In
  • 1x RJ-45 Ethernet
  • 1x HDMI 2.1 (direkt an die dGPU angebunden)
  • 2x USB-A 3.2 Gen 1
  • 1x USB-C 3.2 Gen 2 mit DisplayPort 1.4a und USB-C Charging bis 100 W

Rechts:

  • 1x 3,5-mm-Headset-Klinke
  • 1x USB-C 3.2 Gen 1

Gerade der RJ-45-Port ist für Gaming-Laptops nicht mehr selbstverständlich und ein klares Plus, wenn dir geringer Ping wichtig ist. Auch HDMI 2.1 ist die richtige Wahl, wenn du den Laptop an einen externen Monitor mit 4K@120 Hz oder ähnlich anschließen willst.

Die Tatsache, dass der USB-C-Port links Power Delivery bis 100 W unterstützt, ist ebenfalls sehr praktisch. So kannst du den Laptop unterwegs auch mit einem USB-C-Ladegerät betreiben, sofern du nicht die volle Performance brauchst. Volle Leistung gibt es dann über das 180-W-Netzteil (bei RTX 5050/5060) bzw. das 130-W-Netzteil (bei RTX 3050/4050).

 

Tastatur, Touchpad und Stealth-Mode

Die Tastatur ist weiß hintergrundbeleuchtet und hat einen Tastenhub von 1,3 mm. Erfreulich: Es gibt einen vollwertigen Nummernblock, der bei 15-Zoll-Laptops keine Selbstverständlichkeit ist.

Das Touchpad misst 4,53 x 3,15 Zoll (115 x 80 mm), unterstützt Multi-Touch-Gesten und hat laut Alienware eine fingerabdruckresistente Oberfläche.

Eine nette Funktion ist der Stealth-Mode, den du über die F7-Taste aktivieren kannst. Damit schaltet der Laptop in einen Quiet-Mode, in dem die Lüfter zurückgefahren werden – ideal, wenn du den Laptop für Office-Aufgaben oder im Stream nutzt und nicht das Lüfter-Geräusch im Mikrofon hören möchtest. Logischerweise sinkt damit auch die Performance, aber das sollte für nicht-Gaming-Aufgaben kein Problem sein.

Die Webcam löst mit 720p HD bei 30 FPS auf, was 2026 inzwischen wirklich nicht mehr der Standard sein sollte. Ein 1080p-Sensor wäre hier definitiv die bessere Wahl gewesen. Die Dual-Array-Mikrofone sind dafür mit an Bord.

 

Preis und Verfügbarkeit

Der Alienware 15 ist ab sofort auf Alienware.com erhältlich. Die Preise:

  • Alienware 15 (AMD): ab 1.299 US-Dollar
  • Alienware 15 (Intel): ab 1.349 US-Dollar

Wichtig: Die RTX-3050-Konfiguration kommt laut Alienware erst etwas später und nur in ausgewählten Regionen.

In Deutschland startet das Notebook ab 998,99€ im Dell Store – https://www.dell.com/de-de/shop/gaming-and-games/alienware-15-gaminglaptop/spd/alienware-da15265-gaming-laptop/da15265_cto1

 

Einordnung

Mit dem Alienware 15 wagt sich die Marke in eine Preisklasse, in der bisher vor allem Modelle der Dell-G-Serie oder die Konkurrenz von Lenovo (Legion), ASUS (TUF/ROG) und MSI vertreten waren. Auf dem Papier sieht der Laptop spannend aus: Solide CPU-Optionen, eine breite GPU-Palette, ein anständiges Display, viele Ports und das volle Alienware-Designpaket.

Ob das Gesamtpaket dann auch in der Praxis überzeugt, müssen erste echte Tests zeigen.

Alienware kündigt zudem an, auf der Computex 2026 weitere Produkte zu zeigen, und stellt für den 1. Juni eine weitere Ankündigung in Aussicht. Es bleibt also spannend.

Das UGREEN Nexode Pro 100W mit Display und AVS im Test

UGREEN hat mit dem Nexode Pro 100 W ein neues USB C Ladegerät auf den Markt gebracht. Dieses bietet verglichen mit bereits bestehenden UGREEN Ladegeräten vor allem eine große Neuerung: das Display.

So verfügt das Nexode Pro über ein LCD Display auf der Front, welches dir Leistungswerte anzeigt.

Wollen wir uns im Test einmal anschauen, ob das Nexode Pro ein guter Deal und ein gutes Ladegerät ist!

An dieser Stelle vielen Dank an UGREEN.

 

Das UGREEN Nexode Pro 100W USB C Ladegerät im Test

Mit 75,5 x 75,5 x 35,5 mm ist das Nexode Pro für die Leistung von 100 W eher ein etwas größeres Ladegerät. Ähnliches gilt auch für das Gewicht von 324 g, was sicherlich nicht extrem ist, aber ein Mini-Ladegerät ist das Nexode Pro 100W auch nicht.

Erfreulicherweise ist aber die Verarbeitungsqualität herausragend! Das Ladegerät fasst sich sehr hochwertig und gut gemacht an. Auch das Design ist gelungen.

Gerade dieser schwarz/Silber Mix gefällt mir gut. Ich würde sagen, dies ist optisch das schönste UGREEN Ladegerät.

Bonuspunkte gibt es für den einklappbaren Stecker. Dieser macht das Ladegerät etwas angenehmer in einem Rucksack oder einer Tasche.

 

Das Display

Aber die große Besonderheit dieses Ladegeräts ist das Display. Wir haben auf der Front ein LCD-Farbdisplay. Dieses zeigt dir folgende Informationen an:

  • Ausgangsleistung in Watt insgesamt
  • Ausgangsleistung in Watt pro Port
  • USB PD Stufe (Spannung/Strom)
  • Temperatur-Status

Zwischen den einzelnen Anzeigen schaltest du mithilfe einer Taste unter dem Display durch. Grundsätzlich halte ich das Display für einen großen Mehrwert und dieses ist gelungen!

 

Anschlüsse

Da das Display auf der Front des Ladegerätes ist, sind die Anschlüsse auf die untere Fläche gerückt. Hier haben wir satte 4 USB C Ports und einen USB A Port.

  • 3x USB C – 100 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • 1x USB C – 30 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A, 15V/2A, 20V/1,5A
  • USB A – 18 W Quick Charge, 22,5 W Super Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A, 10V/2,25A

Die primären 3 USB C Ports bieten eine Leistung von bis zu 100 W nach dem USB PD Standard. Damit hat das Ladegerät generell genug Leistung auch für große Geräte wie Notebooks.

Hinzu kommt ein weiterer 30 W USB C Port und ein 22,5 W USB A Port.

 

Drosselung

Wir haben beim Nexode Pro eine maximale Leistung von 100 W, allerdings haben wir unter anderem auch 3x 100 W USB C Ports.

Was passiert, wenn du nun mehrere Geräte mit dem Ladegerät verbindest? Das Ladegerät drosselt sich.

Verbundene Geräte Leistungsverteilung
1 Gerät Volle Leistung je Port
2 Geräte 70 + 30 W
3 Geräte 45 + 30 + 20 W
4 Geräte 45 + 20 + 20 + 20 W

 

PPS

Natürlich unterstützt das Ladegerät auch den PPS Standard.

  • USB C 1–3 – 5 bis 21 V bei bis zu 5 A
  • USB C 4 – 5 bis 11 V bei bis zu 2,7 A

So bieten die 3 primären USB C Ports eine perfekte PPS Range von 5 bis 21 V bei bis zu 5 A!

Damit ist das Ladegerät wunderbar für Apple, Samsung, Google Pixel und viele chinesische Smartphones geeignet.

Es ist hierdurch ein starker Allrounder.

 

Mit AVS (und USB PD 3.2)

Spannenderweise bietet das UGREEN Nexode Pro auch Unterstützung für den AVS Standard.

AVS ist noch nicht relevant, könnte es aber in den nächsten Jahren werden, vor allem da Apple andeutet, dieses nutzen zu wollen.

AVS ist der „Nachfolgestandard“ von PPS.

  • AVS 9–20 V bei bis zu 5 A

Der AVS Support ist ein großer Pluspunkt für die Zukunftssicherheit!

 

Belastungstest

Ich habe mit dem UGREEN Nexode Pro einen Belastungstest durchgeführt. Hierbei habe ich das Ladegerät ca. 6 Stunden lang mit 100 W belastet. Dies mithilfe einer elektronischen Last.

Erfreulicherweise konnte dieses die 6 Stunden ohne Drosselung oder Probleme bei ca. 20 Grad Raumtemperatur durchhalten.

{„imageOfDevices“:“IMG_P_DEVICES“}

Dabei erwärmte sich das Ladegerät zwar auf bis zu 70 Grad, das ist durchaus warm, aber auch nicht „extrem“.

 

Spannungsstabilität

5-V-Stufe:

Strom Gemessen Maximal Minimal
0 A 5,109 V 5,5 V 4,75 V
1 A 5,161 V 5,5 V 4,75 V
2 A 5,217 V 5,5 V 4,75 V
3 A 5,273 V 5,5 V 4,75 V

 

9-V-Stufe:

Strom Gemessen Maximal Minimal
0 A 9,112 V 9,45 V 8,55 V
1 A 9,165 V 9,45 V 8,55 V
2 A 9,222 V 9,45 V 8,55 V
3 A 9,279 V 9,45 V 8,55 V

 

20-V-Stufe:

Strom Gemessen Maximal Minimal
0 A 20,10 V 21 V 19 V
1 A 20,16 V 21 V 19 V
2 A 20,21 V 21 V 19 V
3 A 20,27 V 21 V 19 V
4 A 20,33 V 21 V 19 V
5 A 20,38 V 21 V 19 V

 

Die Spannungsstabilität des UGREEN Nexode Pro 100W ist tadellos! Über alle drei gemessenen Spannungsstufen, 5 V, 9 V und 20 V, bleiben die Werte weit innerhalb der erlaubten Grenzwerte und zeigen dabei ein interessantes Muster: Die Spannung steigt unter Last minimal an, anstatt wie bei vielen Ladegeräten leicht abzufallen. Bei 5 V beispielsweise bewegen wir uns von 5,109 V im Leerlauf auf 5,273 V bei 3 A, nach oben hin ist aber mit dem Maximalwert von 5,5 V noch reichlich Luft. Gleiches gilt für die 9-V-Stufe (9,112 V bis 9,279 V bei einem Limit von 9,45 V) und die 20-V-Stufe, die sich selbst bei voller Last von 5 A noch sehr entspannt zwischen 20,1 V und 20,38 V bewegt, weit weg von der 21-V-Grenze. Kurz gesagt: Hier gibt es absolut nichts zu meckern.

 

Standbyverbrauch

Im Leerlauf ohne angesteckte Geräte braucht das Ladegerät ca. 0,6 W mit aktivem Display und ca. 0,2 W, wenn das Display aus ist.

Das Display geht, wenn keine Geräte angeschlossen sind, nach ca. 5 Minuten aus.

 

Effizienz des UGREEN Nexode Pro 100W

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Effizienz des UGREEN Nexode Pro 100W, also das Verhältnis von Energie, die in das Ladegerät geht, und die wieder herausgeht.

Diese schwankte zwischen 76,5 % und 91,7 %. Die 76,5 % werden allerdings nur bei einer sehr geringen Last erreicht, wo das Ladegerät unter anderem aufgrund seines Displays natürlich etwas ineffizienter ist. Bereits bei 10 W Last überschreiten wir die 80-%-Marke deutlich mit 84,4 %.

Im Schnitt lag die Effizienz bei 87,5 %, was ein solides Abschneiden verglichen mit anderen High End USB Ladegeräten ist.

 

Fazit

Du suchst ein hochwertiges USB-C-Ladegerät mit vielen Ports, einem praktischen Display und solider Technik unter der Haube? Dann ist das UGREEN Nexode Pro 100W eine sehr gute Wahl.

Fangen wir mit dem Positiven an: Die Verarbeitungsqualität ist hervorragend, das Design mit dem schwarz/Silber-Mix ist das schönste, das UGREEN bisher abgeliefert hat, und das LCD-Display auf der Front ist ein echter Mehrwert. Technisch gibt es ebenfalls kaum etwas zu meckern: tadellose Spannungsstabilität, eine solide Durchschnittseffizienz von 87,5 %, exzellente PPS-Unterstützung und als Sahnehäubchen sogar AVS, damit bist du auch für die nächsten Jahre gut aufgestellt.

Die Kritikpunkte sind überschaubar, aber vorhanden: Mit 75,5 x 75,5 x 35,5 mm und 324 g ist das Nexode Pro für ein 100-W-Ladegerät kein Leichtgewicht. Und ja, bei 5 Ports und einer Gesamtleistung von „nur“ 100 W wird die Drosselung bei gleichzeitiger Nutzung deutlich spürbar. Wer regelmäßig Notebook und mehrere Smartphones gleichzeitig laden will, sollte das im Hinterkopf behalten.

Angebot
UGREEN Nexode Pro 100W USB C Ladegerät, GaN Netzteil 5-Port, Smart...

Pro ✓

  • Herausragende Verarbeitungsqualität
  • Praktisches LCD-Display mit Leistungs- und Temperaturanzeige
  • Tadellose Spannungsstabilität
  • Exzellente PPS-Unterstützung (5–21 V / bis zu 5 A)
  • AVS-Support für Zukunftssicherheit
  • Einklappbarer Stecker

Kontra ✗

  • Für die Leistungsklasse eher groß und schwer
  • Bei mehreren Geräten spürbare Drosselung – 100 W für 5 Ports ist nicht üppig

Unterm Strich bleibt das UGREEN Nexode Pro 100W aber ein starkes Ladegerät, das vor allem durch sein Display und die zukunftssichere Technik punktet. Wenn du Alternativen vergleichen möchtest, schau dir auch das UGREEN 200W 8-Port GaN Ladegerät an.