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EcoFlow Rapid Pro 100W im Test: Kompaktes GaN-Ladegerät mit voller PPS-Range für Apple, Samsung & Google

EcoFlow kennst du vermutlich vor allem von Powerstations und großen Speicherlösungen. Doch mittlerweile mischt der Hersteller auch fleißig im Ladegerät-Markt mit. Ein besonders spannender Vertreter ist hier das EcoFlow Rapid Pro Ladegerät 100W mit 3 Ports und moderner GaN-Technik.

So haben wir hier ein sehr kompaktes 100-W-Netzteil, das dank GaN-Technik ideal für unterwegs und auf Reisen sein soll. Auf dem Papier klingt das erst einmal richtig gut.

Aber wie schlägt sich das Ladegerät in der Praxis? Stimmen Effizienz, PPS-Unterstützung und Temperaturen? Finden wir es im Test heraus!

 

Das EcoFlow Rapid Pro Ladegerät 100W im Test

Das Erste, was beim EcoFlow Rapid Pro 100W auffällt, ist der kompakte Formfaktor. Dank GaN-Technik packt EcoFlow hier 100 W in ein wirklich handliches Gehäuse. Damit macht es sich auch als Reiseladegerät gut.

So misst das Ladegerät gerade einmal 55,5 x 40 x 46 mm und bringt 184 g auf die Waage. Vergleichen wir das einmal mit anderen Ladegeräten der 100-W-Klasse.

Ladegerät Gewicht (g) Volumen (cm³)
UGREEN Nexode Pro 100W 324 202
ICY BOX IB-PS1002 100W 201 167
CUKTECH AD1003EU 271 133
Baseus PicoGo AE21 190 133
ESSAGER ES-CD37 175 130
INIU AI-641 220 126
INIU A11-E1 208 125
EcoFlow Rapid Pro 100W 184 102
NOVOO GaN 100W Fast Charger 178 101
Anker Prime 100W 183 85

 

Und hier macht das EcoFlow eine gute Figur! Mit 102 cm³ gehört es zu den volumenkleinsten Modellen der Klasse und wird nur vom extrem dichten Anker Prime 100W klar unterboten. Beim Gewicht liegt das Rapid Pro mit 184 g im soliden Mittelfeld – für ein 100-W-Netzteil ist das absolut in Ordnung.

 

Die Anschlüsse des EcoFlow Rapid Pro 100W

Das EcoFlow Rapid Pro 100W verfügt über 2x USB-C-Ports und einen zusätzlichen USB-A-Port.

  • USB-C 1 & 2 – 100 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-A – 18 W Quick Charge bzw. 22,5 W Super Charge

Beide USB-C-Ports bieten grundsätzlich die volle Leistung von bis zu 100 W nach dem USB-Power-Delivery-Standard. Damit ist genug Reserve für Smartphones, Tablets und auch die meisten Notebooks vorhanden. Ein 14-Zoll-MacBook Pro lädt hier problemlos.

Der USB-A-Port liefert bis zu 18 W nach Quick Charge oder 22,5 W nach Super Charge und ist damit für Kopfhörer, Smart-Home-Geräte oder ältere Smartphones völlig ausreichend.

 

Keine 12-V-Stufe

Leider verzichtet das EcoFlow Rapid Pro 100W auf die 12-V-Spannungsstufe. Dies wird für 99,5 % aller Nutzer aber vollkommen egal sein.

Die 12-V-USB-Power-Delivery-Stufe wird nur von sehr wenigen, exotischen Geräten wirklich genutzt. Hast du kein solches Spezialgerät, wirst du das Fehlen dieser Stufe im Alltag schlicht nicht bemerken.

Beispielsweise Apple verzichtet auch bei seinen Ladegeräten auf die 12-V-Stufe.

 

Leistungsverteilung

Wie jedes Multiport-Ladegerät muss sich auch das Rapid Pro drosseln, sobald du mehrere Ports gleichzeitig belegst. Die Gesamtleistung von 100 W wird dann aufgeteilt.

Nutzt du beide USB-C-Ports gleichzeitig, liefert Port 1 rund 70 W und Port 2 rund 30 W. Eine sinnvolle Aufteilung, mit der du z. B. ein Notebook und ein Smartphone parallel mit ordentlichem Tempo laden kannst.

 

Umfangreiche PPS-Unterstützung

Ein echtes Highlight am EcoFlow Rapid Pro 100W ist die richtig umfangreiche PPS-Unterstützung. So bieten die USB-C-Ports folgende PPS-Range:

  • 5 – 21 V bei bis zu 5 A

PERFEKT! Mit dieser breiten Range deckt das Rapid Pro die wichtigen PPS-Bereiche für Samsung- und Google-Smartphones vollständig ab.

Heißt konkret: Dein Samsung Galaxy lädt hier mit dem vollen 45-W-Tempo, und auch Google-Pixel-Modelle, die stark auf PPS setzen, bekommen ihre maximale Ladeleistung.

 

Perfekt für Samsung, Apple und Google

Aus dieser Kombination aus vollem 100-W-USB-PD und der breiten PPS-Range ergibt sich ein rundes Bild: Das EcoFlow Rapid Pro 100W kann aktuell alle Smartphones von Apple, Samsung und Google mit dem jeweils vollen Tempo laden.

Egal ob iPhone, Galaxy oder Pixel – du kannst die maximale Leistung bei so ziemlich allen aktuellen Smartphones erwarten.

 

Der Belastungstest

Eine Frage, die ich mir bei jedem Ladegerät stelle: Kann es die beworbene Leistung auch konstant liefern? Gerade sehr kompakte GaN-Netzteile schwächeln hier gelegentlich, weil die Hitzeentwicklung sie zum Drosseln zwingt.

Also habe ich auch das EcoFlow Rapid Pro 100W über mehrere Stunden unter Volllast gesetzt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Ladegerät hielt volle 3 Stunden lang konstant 100 W und pegelte sich danach auf rund 90 W ein.

Das ist ein sehr gutes Ergebnis! Über 3 Stunden echte 100 W durchzuhalten, schaffen bei Weitem nicht alle Ladegeräte dieser Größe. Die anschließende leichte Drosselung auf 90 W ist verschmerzbar.

Werfen wir noch einen Blick auf das Wärmebild nach 3 Stunden Volllast:

Wärmebild des EcoFlow Rapid Pro 100W nach 3 Stunden Volllast (Umgebung 26 °C).

Hier wird das EcoFlow schon spürbar warm. Der wärmste Punkt liegt am Gehäuse bei rund 83 °C, die restliche Fläche pendelt sich um die 60 – 63 °C ein. Über 80 °C sind zwar alles andere als kühl, für ein Ladegerät unter stundenlanger Volllast aber noch im vertretbaren Rahmen.

 

Spannungsstabilität

Werfen wir auch einen Blick auf die Spannungsstabilität. Ich prüfe hier, wie sauber die einzelnen Spannungen anliegen und wie stark sie sich je nach Last verändern. Solange es keine Ausreißer über die Grenzwerte hinaus oder ein zu wildes Schwanken gibt, ist alles im grünen Bereich.

5-V-Schiene

Last Gemessen (V) Max. (V) Min. (V)
0 A 5,095 5,50 4,75
1 A 5,112 5,50 4,75
2 A 5,166 5,50 4,75
3 A 5,219 5,50 4,75

 

9-V-Schiene

Last Gemessen (V) Max. (V) Min. (V)
0 A 9,081 9,45 8,55
1 A 9,102 9,45 8,55
2 A 9,156 9,45 8,55
3 A 9,210 9,45 8,55

 

20-V-Schiene

Last Gemessen (V) Max. (V) Min. (V)
0 A 20,034 21,0 19,0
1 A 20,003 21,0 19,0
2 A 19,972 21,0 19,0
3 A 19,948 21,0 19,0
4 A 19,921 21,0 19,0
5 A 19,891 21,0 19,0

 

Und hier gibt es nichts zu meckern! Alle Spannungen bleiben komfortabel innerhalb der Grenzwerte und die Schwankungen unter Last sind minimal. Das sieht durchweg sauber und stabil aus.

 

Leerlaufverbrauch

Im Leerlauf, also ohne angeschlossenes Gerät, genehmigt sich das EcoFlow Rapid Pro 100W bei mir im Test rund 0,24 W. Das ist ein guter, niedriger Wert.

 

Die Effizienz

Kommen wir zur Effizienz, also dem Verhältnis aus Eingangs- zu Ausgangsleistung. Hier habe ich über alle relevanten Spannungs- und Stromstufen gemessen:

Im Schnitt erreicht das EcoFlow Rapid Pro 100W eine Effizienz von 87,1 %. Die Werte schwanken zwischen 76,1 % bei sehr niedriger Last und starken 92,3 % im oberen Leistungsbereich. Die 76,1 % bei 5 V / 1 A dürften etwas höher liegen, allerdings steigt die Effizienz mit zunehmender Last schnell und deutlich an.

Ordnen wir den Schnitt einmal in der 100/140-W-Klasse ein:

Damit landet das EcoFlow Rapid Pro 100W solide im Mittelfeld und knapp über dem Durchschnitt der Klasse. Kein Rekord, aber ein durchweg ordentlicher Wert, über den man sich nicht beschweren muss.

 

Fazit

Du suchst ein kompaktes, reisefreundliches 100-W-Ladegerät mit mehreren Ports, das dein iPhone, Samsung Galaxy oder Google Pixel mit vollem Tempo lädt? Dann ist das EcoFlow Rapid Pro 100W eine sehr solide Wahl.

EcoFlow hat hier ein rundes Produkt abgeliefert. So ist das Rapid Pro angenehm kompakt und leicht, bietet dank GaN-Technik und kompakten Maßen echte Reisetauglichkeit, liefert am Hauptport volle 100 W und punktet mit einer sehr umfangreichen PPS-Range für Samsung und Google.

Auch die Messwerte stimmen: saubere und stabile Spannungen, ein niedriger Leerlaufverbrauch und eine solide, leicht überdurchschnittliche Effizienz. Im Belastungstest hält das Ladegerät zudem über 3 Stunden echte 100 W durch.

Angebot
EcoFlow Rapid Pro 100W GaN USB C Ladegerät, mit X-Guard Schutz...

Pro 

  • Sehr kompakt (102 cm³) und mit 184 g angenehm leicht
  • GaN-Technik und kompakte Maße 
  • 3 Anschlüsse (2x USB-C + 1x USB-A)
  • Voller 100-W-USB-PD am Hauptport 
  • Sehr umfangreiche PPS-Range (5 – 21 V bei bis zu 5 A)
  • Solide, leicht überdurchschnittliche Effizienz (Ø 87,1 %)
  • Sehr saubere und stabile Spannungsversorgung
  • Niedriger Leerlaufverbrauch (0,24 W)

Kontra 

  • Wird unter Dauerlast recht warm (Hotspot über 80 °C)
  • Leichte Drosselung nach 3 Stunden Volllast (100 W → 90 W)
  • Effizienz bei sehr niedriger Last (5V/1A) nur 76,1 %
  • Keine 12-V-Stufe (für 99,5 % der Nutzer irrelevant)

Kurzum: Das EcoFlow Rapid Pro 100W ist ein empfehlenswertes, reisetaugliches 100-W-Ladegerät mit starker PPS-Unterstützung, zu einem fairen Preis!

GEEKOM Geekbook M16 im Test: 16-Zoll-Notebook mit Core Ultra 9 für 850 €

GEEKOM ist uns primär aufgrund seiner Mini-PCs bekannt. Allerdings hat GEEKOM angefangen, auch erste Notebooks auf den Markt zu bringen.

Mit dem Geekbook M16 haben diese nun ein „Flaggschiff“-Modell auf den Markt gebracht.

Bei dem GEEKOM Geekbook M16 handelt es sich um ein 16-Zoll-Notebook mit Intel Core Ultra 9 185H, 32 GB RAM, 99,9-Wh-Akku und das bei 1,73 kg. Preislich liegen wir bei 850 €.

Klingt doch im ersten Moment interessant. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist die Akkulaufzeit? Wie gut ist das Display?

Finden wir das und noch viel mehr im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Geekom für das Zurverfügungstellen des M16 für diesen Test.

 

Das GEEKOM Geekbook M16 im Test

GEEKOM setzt beim Geekbook M16 auf ein recht klassisches Gehäuse aus einem silbernen Aluminium. Ich würde das Design als hochwertig, aber auch nicht als „besonders“ einstufen.

Ähnliches gilt auch für die Verarbeitungsqualität. Diese ist gut, allerdings fühlt sich das Aluminium etwas dünner an als z. B. bei einem MacBook Pro oder Dell XPS. Dennoch ist haptisch und optisch an sich nichts zu bemängeln.

Mit 1,73 kg und 355 x 250 x 16,7 mm ist dieses angenehm kompakt für einen 16-Zöller.

Mit im Lieferumfang des Notebooks ist ein 100-W-USB-C-Ladegerät wie auch ein entsprechendes USB-C-Kabel.

 

Sehr gute Anschlussausstattung

Ein Highlight am M16 sind die Anschlüsse, wo dieses umfangreicher ausgestattet ist als ein Dell XPS 16 oder ein MacBook.

Links:

  • 1x USB-C 4.0, 40 Gbit
  • 1x USB-C 3.2 Gen2, 10 Gbit
  • 1x HDMI 2.0

Rechts:

  • 2x USB-A 3.2 Gen1, 5 Gbit
  • 1x 3,5-mm-Kopfhörer-/Headset-Anschluss

Wir haben hier 2x USB-C, 2x USB-A und auch noch einen gesonderten Monitor-Anschluss. Einer der USB-C-Ports bietet sogar USB 4 mit 40 Gbit und beide USB-C-Ports lassen sich ebenfalls für das Anschließen eines Monitors nutzen.

Damit bin ich sehr zufrieden, was die Anschlüsse angeht. Vielleicht ein SD-Karten-Slot wäre noch nett gewesen, aber ansonsten ist alles da, was du dir wünschen kannst.

Bedenke allerdings, dass einer der USB-C-Ports auch zum Laden genutzt wird.

 

Tastatur und Trackpad

Erfreulicherweise besitzt das GEEKOM Geekbook M16 eine deutsche Tastatur! Das ist bei einem kleinen Hersteller nicht selbstverständlich!

Wobei wir hier genau genommen eine „hybride“ Tastatur haben. So ist das Layout und der Aufbau der amerikanischen Tastatur entsprechend. So ist z. B. die Shift-Taste länger als die Feststell-Taste, die Enter-Taste ist schmäler usw.

Allerdings haben wir den deutschen Zeichensatz mit ü, ö, ä usw. Mit ganz leichter Eingewöhnung ist die Tastatur des GEEKOM Geekbook M16 gut und für uns deutsche Nutzer absolut brauchbar.

Auch das Tippgefühl ist gut. Das Tastatur-Deck ist sehr stabil und die Tasten haben einen guten Hub. Im Detail könnten die Tasten noch etwas knackiger sein, aber ich würde die Tastatur mit einer 2- bewerten.

Beim Trackpad des M16 bin ich etwas hin und her gerissen. Das Tracking ist gut, wenn nicht sogar sehr gut! Hier gibt es nichts zu bemängeln. Auch die Größe des Trackpads ist top.

Was mich allerdings etwas stört, sind die „Klicks“. Zwar hat das Trackpad keine abgegrenzten physischen Tasten, allerdings um zu klicken, musst du am unteren Rand drücken.

Etwas weiter oben funktioniert der Klick schon nicht mehr. Hinzu kommt, dass das Trackpad etwas Spiel hat. Legst du den Finger einfach irgendwo auf diesem auf, merkst du, dass es leicht nachgibt.

Kein absolutes No-Go, vor allem da das Tracking gut ist, aber hier ist etwas Luft nach oben.

 

Sound und Webcam

Offen gesagt habe ich bei den Lautsprechern eher eine schwache Leistung erwartet. Viele Hersteller tun sich bei diesen weiter sehr schwer! Es gibt hier eine sehr große Spanne bei aktuellen Notebooks, von furchtbar bis absolut fantastisch kann alles dabei sein.

Auf dem Papier besitzt das GEEKOM Geekbook M16 zwei Lautsprecher mit DTS-Support. Die Lautsprecher sind an der vorderen Unterseite angebracht und nutzen deinen Tisch als Reflexionsfläche. Entsprechend ist der Klang am besten, wenn das Notebook auf einem glatten Tisch steht.

Aber wie ist der Klang? Besser als befürchtet! Die Lautsprecher sind erstaunlich OK. Diese sind laut, klar und sauber mit einem brauchbaren Klangvolumen. Nein, das ist kein MacBook oder Dell XPS, wir sind hier ganz klar eine Klasse drunter, aber es sind auch bei weitem nicht die schlechtesten Lautsprecher.

So sind Lautstärke und Klarheit sehr gut, Bass und Volumen durchschnittlich. Ich würde sagen, wir sind hier knapp unter den MacBook-Air-M5-Lautsprechern (vergleichbare Klangsignatur) und unter dem Neo (das Neo hat mehr „Bass“).

Aber wir sind über vielen Gaming-Notebooks wie z. B. von XMG.

Ähnliches gilt auch für die 2-MP-Webcam. Diese liefert eine solide bis gute Qualität. Ich habe hier schon viel Schlechteres gesehen. Erfreulicherweise besitzt diese auch eine physische Kamera-Abdeckung für die Privatsphäre.

 

Das Display

Beim Display hatte ich etwas Sorgen. Warum?

  • 16 Zoll
  • 1920 x 1200 Pixel
  • 16:10
  • 300 cd/m²

Wir haben hier auf 16 Zoll nur eine Full-HD-Auflösung. Das geht besser, ohne jede Frage! Das hier ist nicht das schärfste Display und im Jahr 2026 hätte ich bei 16 Zoll gerne 2K oder Ähnliches gesehen.

Aber wie sieht das Display in der Praxis aus? Es ist OK. Das Display ist nicht fantastisch, aber auch nicht furchtbar.

Die Schärfe ist OK, die Helligkeit ist OK, die Blickwinkel sind gut, Farbwiedergabe ist OK usw.

Für Office reicht dieses völlig, für leichte private Foto- und Video-Bearbeitung wie auch das Schauen von Filmen ist es akzeptabel. Es ist das, was man normalerweise in einem 600-900-€-Notebook erwarten würde. Nicht mehr und nicht weniger.

Dies wird auch von den Messwerten bestätigt.

So erreichte das Display folgende Werte:

  • 97 % sRGB
  • 76 % AdobeRGB
  • 77 % DCI-P3
  • 339 cd/m²
  • 1020:1 Kontrast
  • Kalibrierung Delta E 1,91 im Schnitt

Die Helligkeit ist für Innenräume gut ausreichend. Dies auch dank des matten Displays. Für die Outdoor-Nutzung ist das Notebook nur bedingt geeignet, wenn, dann solltest du den Schatten aufsuchen.

Kurzum, das Display ist in dieser Preisklasse akzeptabel, aber auch nicht außergewöhnlich gut. Ich glaube, die größte Besonderheit ist die vergleichsweise große Größe mit 16 Zoll. Die meisten Notebooks in dieser Klasse haben eher 13/14 Zoll.

 

Performance

Das Geekbook M16 gibt es in mehreren Versionen. So haben wir zunächst zwei mögliche CPUs:

  • Intel Core Ultra 5 125H – 14 Kerne (4+8+2), 18 Threads
  • Intel Core Ultra 9 185H – 16 Kerne (6+8+2), 22 Threads

Mit dem Ultra 5 125H bzw. dem Ultra 9 185H haben wir hier einen recht aktuellen Prozessor, welcher aber auch nicht ganz die aktuellste Architektur ist.

Allerdings gerade mit dem Ultra 9 185H haben wir einen „ehemaligen“ Flaggschiff-Prozessor von Intel, welcher klar viele, wenn nicht sogar alle aktuellen Einsteiger-/Mittelklasse-Chips schlägt.

So verfügt der kleine Ultra 5 125H bereits über 14 Kerne, der Ultra 9 über 16 Kerne.

Nicht ganz unwichtig ist auch die Leistung, die der Prozessor in Watt bekommt. Diese kann vom Notebook-Hersteller in einem gewissen Rahmen angepasst werden. Tendenziell kann ein älterer Prozessor mit mehr „Leistung“, die ihm gefüttert wird, einen eigentlich neueren Chip mit weniger Leistung (Watt) schlagen.

Aber wie viel Leistung bekommt die CPU? Geekom wirbt mit „bis zu 55 W“.

Bei konstanter Volllast kann ich die 55 W nicht ganz bestätigen. In der Spitze erreichte die CPU bei mir in Cinebench knapp über 50 W, pendelte sich dann irgendwann bei knapp über 40 W ein. Dies war im Leistungsmodus gemessen.

Der Grund, dass wir die 55 W bei „extremer“ Volllast nicht ganz erreichen, ist vermutlich der Kühlung geschuldet. Füttern wir der CPU über 50 W, steigen die Temperaturen auf 95-100 Grad. Das ist an sich nicht dramatisch, moderne CPUs sind dafür gemacht, entweder das Power- oder Temperatur-Limit zu erreichen.

Aber wie steht es um die Leistung, die aus diesen Werten resultiert?

Erfreulicherweise sieht die Leistung gerade für ein Notebook für unter 1000 € sehr gut aus! So setzt sich der Ultra 9 185H bei mir zwischen den i7-12700H und Intel Core Ultra 7 265H in Cinebench (und bei vergleichbaren Powerlimits), also genau dahin, wo es zu erwarten ist.

Verglichen mit AMD-CPUs sind wir hier +- auf dem Niveau des Ryzen 7 7840HS.

Auch beim Video-Codieren mit der CPU sehen wir eine starke Leistung! Das Notebook setzt sich klar in den oberen Bereich des Testfeldes. Für ein Modell unter 1000 € ist das stark!

Aber was ist mit der Grafikkarte?

Wir haben im M16 „nur“ die integrierte Grafikkarte des Ultra 9 185H, die „Intel Arc Graphics“.

Für den normalen Alltag, Video-Bearbeitung und Foto-Bearbeitung ist die GPU absolut in Ordnung. Fürs Gaming ist das Notebook aber nicht oder nur sehr bedingt geeignet! Einfache Spiele wie LOL, Minecraft usw. laufen natürlich, aber moderne AAA-Spiele werden in der Regel nicht auf dem Notebook laufen.

 

SSD

In meinem M16 ist eine 512-GB-SSD verbaut. Das genaue Modell der SSD kann sicherlich etwas schwanken, allerdings bei mir war eine Kingston OM8TAP45512K1. https://www.digikey.de/en/products/detail/kingston-technology/OM8TAP4512K1-A00/25571629

Das ist eine recht exotische Industrial-M.2-NVMe-SSD.

Diese erreicht ordentliche 5955 MB/s lesend und 3739 MB/s schreibend. Reichen dir also 512 GB, wird die SSD in der Praxis vermutlich in kaum einer Situation ein limitierender Faktor sein. Höchstens beim Schreiben großer Datenmengen am Stück, da wir hier eine QLC-SSD haben. Aber hier ist eine 512-GB-SSD eh nicht optimal.

 

Lautstärke/Lüfter

Geekom hat bei der Lüftersteuerung im M16 einen erfreulich guten Job gemacht! So ist der hier verbaute Lüfter wenig nervös und selbst bei konstanter Volllast bleibt das Notebook relativ leise.

Ja, es wird hörbar, aber ich würde es eher zu den leiseren und angenehmeren Notebooks zählen, die ich bisher in den Fingern hatte.

 

Akku und Laden

Geladen wird das Geekbook M16 mit bis zu 100 W via USB-C. Dieses akzeptiert hier jedes beliebige USB-C-Ladegerät, im besten Fall mit 100 W.

Passend dazu hat das Notebook einen mächtigen 100-Wh-Akku, die gängige maximale Kapazität.

Die Akkulaufzeit schwankt natürlich je nach Nutzung. Bei einer reinen Video-Wiedergabe bei mittlerer Displayhelligkeit kam ich auf ca. 12,5 Stunden.

Bei einer leichten Office-/Web-Nutzung auf ca. 8-10 Stunden.

Bei intensiver Nutzung und hoher Helligkeit auf 3-6 Stunden.

Das sind gute Laufzeitwerte!

 

Fazit

Du suchst ein 16-Zoll-Notebook mit ordentlich Leistung, guter Anschlussausstattung und langer Akkulaufzeit für unter 1000 €? Dann solltest du dir das GEEKOM Geekbook M16 auf jeden Fall mal ansehen!

Grundsätzlich macht das M16 nämlich einen richtig soliden Job. Wir haben hier ein kompaktes, gut verarbeitetes Gehäuse, eine für die Klasse überdurchschnittliche Anschlussausstattung (inkl. USB 4 mit 40 Gbit) und eine deutsche Tastatur, was bei einem kleineren Hersteller wie GEEKOM alles andere als selbstverständlich ist.

Das eigentliche Highlight ist aber die Leistung. Der Intel Core Ultra 9 185H setzt sich in meinen Tests genau dahin, wo man ihn erwartet, zwischen i7-12700H und Ultra 7 265H bzw. auf dem Niveau eines Ryzen 7 7840HS. Für ein Notebook unter 1000 € ist das stark! Dazu kommen ein leiser Lüfter, gute Akkulaufzeiten von bis zu ~12,5 Stunden und sogar erstaunlich brauchbare Lautsprecher, mit denen ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hatte.

Perfekt ist das M16 aber natürlich nicht. So ist das Display „durchwachsen“, nicht furchtbar, nicht fantastisch: Full HD auf 16 Zoll geht 2026 besser. Das Panel ist in Ordnung, für Office, Filme und leichte Bildbearbeitung völlig ausreichend, aber eben nicht mehr als das. Dazu kommen die kleinen Schwächen beim Trackpad (die Klicks funktionieren nur am unteren Rand, dazu etwas Spiel).

GEEKOM GeekBook M16 Laptop, 16 Zoll IPS Notebook für Business...

Pro ✓

  • Starke CPU-Leistung für die Preisklasse (Ultra 9 185H)
  • Sehr gute Anschlussausstattung (2x USB-C inkl. USB 4 40 Gbit, 2x USB-A, HDMI, Klinke)
  • Beide USB-C-Ports mit Display-Ausgabe nutzbar
  • Deutsche Tastatur mit gutem Tippgefühl und stabilem Deck
  • Kompakt und portabel für einen 16-Zöller (1,73 kg, 16,7 mm)
  • Gute Akkulaufzeiten (bis ~12,5 h Video, 8-10 h Office/Web)
  • Leiser Lüfter, auch unter Volllast angenehm
  • Überraschend brauchbare Lautsprecher
  • Laden via USB-C mit bis zu 100 W (jedes USB-C-Netzteil nutzbar)
  • Physische Webcam-Abdeckung

Kontra ✗

  • Nur Full-HD-Auflösung (1920 x 1200) auf 16 Zoll
  • Trackpad-Klick nur am unteren Rand, dazu leichtes Spiel
  • Fürs Gaming nur sehr bedingt geeignet (reine Intel-Arc-iGPU)

Unterm Strich bekommst du mit dem GEEKOM Geekbook M16 für rund 850 € / 900€ ein sehr rundes Gesamtpaket, das vor allem bei Leistung, Anschlüssen und Akku klar über seiner Preisklasse spielt und sich nur beim Display eine echte Schwäche leistet. Kannst du mit der Full-HD-Auflösung leben und suchst ein leistungsstarkes 16-Zoll-Arbeitstier, ist das M16 eine klare Empfehlung meinerseits.

Dell UltraSharp 32 4K QD-OLED Monitor U3226Q im Test: 4K QD-OLED mit integriertem Kolorimeter

Der U3226Q ist Dells Flaggschiff-Monitor für Fotografen, Videografen und generell „Content Creator“.

So setzt der UltraSharp 32 U3226Q auf ein 31,5 Zoll QD-OLED Panel, 3840 x 2160 Pixel, 120 Hz Bildwiederholungsrate und einen integrierten Kolorimeter!

Gerade letzteres ist ein High End Feature, welches du bei normalen Monitoren nicht findest, aber für High End Nutzer, die konstant farbakkurat arbeiten wollen/müssen, einen großen Wert hat.

Allerdings muss der UltraSharp 32 U3226Q dir auch einiges Wert sein, denn Dell möchte für diesen +- 2700 € haben.

Wollen wir uns den Dell UltraSharp 32 U3226Q in einem Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Dell für das Ausleihen des U3226Q für diesen Test.

 

Der Dell UltraSharp 32 U3226Q im Test

Dells Monitore aus der „UltraSharp“ Serie richten sich an professionelle Nutzer. Entsprechend ist auch das Design des Monitors schlicht und hochwertig.

So besitzt der U3226Q eine minimalistische Front mit recht kompakten Rahmen. Lediglich der untere Rahmen ist wie üblich etwas größer.

In dem unteren Rahmen ist allerdings auch der Kolorimeter versteckt, dazu gleich mehr.

Der Standfuß und die generelle Verarbeitungsqualität sind hoch, auch wenn äußerlich der Monitor komplett aus Kunststoff besteht. An der Standsicherheit gibt es nichts zu bemängeln und der U3226Q bietet Ergonomie-Optionen.

So ist der Monitor in der Höhe verstellbar und erlaubt auch ein Schwenken, Drehen (Rotation) und Neigen.

Mit im Lieferumfang des U3226Q sind zudem seitliche Blenden, welche du zur Reduktion von Spiegelungen / Lichtquellen anbringen kannst.

 

Anschlüsse des U3226Q

Der U3226Q besitzt eine sehr umfangreiche Ausstattung an Anschlüssen.

Monitor-Anschlüsse

  • 2x HDMI 2.1 (4K/120Hz)
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x USB C mit Thunderbolt 4 / USB 4

„HUB“

  • 1x USB C 10 Gbit Uplink
  • 2x USB C 10 Gbit Ports
  • 3x USB A 10 Gbit Ports
  • 1x 2,5 Gbit LAN
  • 1x USB C mit Thunderbolt 4 / USB 4 40 Gbit (Ausgang)

Das ist eine beeindruckende Ausstattung! Neben 2x HDMI, 1x DP und 1x USB C Monitor-Eingängen haben wir auch einen sehr umfangreichen USB Hub integriert.

So bietet der USB C Hub insgesamt 5x 10 Gbit USB Ausgänge! Hinzu kommt ein 2,5 Gbit LAN Port.

Für eine bessere Erreichbarkeit sind 3x USB Ports ausklappbar! So kannst du diese von der Front aus erreichen, wenn du sie brauchst. Sehr clever und gut gemacht!

 

140 W für dein Notebook

Der U3226Q kann dein Notebook über den USB C / Thunderbolt / USB 4 Port mit bis zu 140 W versorgen!

Dies ist für einen Monitor eine sehr hohe Leistung. Ideal, wenn du eine „ein Kabel Lösung“ für dein Notebook suchst.

 

Technische Daten

Technische Daten Dell UltraSharp 32 U3226Q
Panel-Typ QD-OLED (4. Gen, Samsung Display, EL 3.0)
Subpixel-Layout Dreieckig (Triangular RGB)
Bildschirmdiagonale 31,5 Zoll (80 cm), flach, matt (AGLR)
Auflösung 3.840 x 2.160 Pixel (4K UHD)
Pixeldichte ca. 140 ppi
Bildwiederholrate 120 Hz
Reaktionszeit 0,03 ms (GtG)
Helligkeit 300 cd/m² (SDR), bis 1.000 cd/m² (HDR-Peak)
Kontrast 1.500.000:1
Farbtiefe 10-bit
Farbraum 100 % sRGB, 99 % DCI-P3, 94 % Adobe RGB
HDR DisplayHDR True Black 500, Dolby Vision, HDR10, HLG
Besonderheit Integrierter Kolorimeter, Hardware-Kalibrierung
Anschlüsse 2x HDMI 2.1, 1x DP 1.4, 1x USB-C (TB4/USB4), USB-Hub, 2,5-Gbit-LAN
USB-C Power Delivery bis 140 W
Ergonomie Höhe, Schwenken, Drehen, Neigen
Preis (UVP) ca. 2.700 €

 

QD-OLED 4. Gen

Werfen wir einen Blick auf das Herzstück des U3226Q, das Panel. Hier setzt Dell auf ein QD-OLED Panel von Samsung Display der aktuellen 4. Generation, welches auf das neue EL 3.0 Leuchtmaterial setzt. Vereinfacht gesagt sorgt dieses effizientere Material für etwas mehr Helligkeit und eine bessere Langlebigkeit, was gerade bei einem Monitor für den professionellen Dauereinsatz nicht ganz unwichtig ist.

Spannend wird es allerdings, wenn wir einmal ganz nah an das Panel heran gehen. Ich habe hierfür ein Makro-Foto der Subpixel gemacht.

Was du hier siehst, ist das klassische „dreieckige“ Subpixel Layout, welches typisch für QD-OLED Panels ist. Rot und Blau liegen paarweise nebeneinander, das Grün sitzt darüber leicht versetzt. Reine RGB Subpixel, keine Spur von einem weißen Subpixel wie bei WOLED Panels von LG.

Das ist auch der Grund, warum du bei OLED Monitoren immer wieder von „Fringing“ liest, also leichten Farbsäumen an den Kanten von kleiner Schrift. Diese dreieckige Anordnung passt nämlich nicht perfekt zum Text-Rendering von Windows. Samsung hat hierfür mittlerweile ein neues „V-Stripe“ Layout entwickelt, welches die Subpixel wie bei einem LCD in geraden vertikalen Streifen anordnet und das Ausfransen damit deutlich reduziert. Dieses steckt aktuell allerdings vorerst nur in einem 34 Zoll Ultrawide Panel und (noch) nicht in dem hier verbauten 32 Zoll Panel.

Allerdings aufgrund der hohen 4K Auflösung und des 4. Gen Panels ist dies beim U3226Q kein wirkliches Problem. Im direkten Vergleich mag Text auf einem vergleichbaren 4K IPS Monitor einen Hauch knackiger wirken, aber selbst für Coding und Textarbeit halte ich den Monitor für gut geeignet.

„Fringing“ war bei den ersten beiden OLED Generationen von Samsung ein großes Problem, wie auch bei Modellen mit niedrigerer Auflösung. Allerdings bei 3. Gen oder 4. Gen 4K OLEDs ist dies nichts, was meine persönliche Kaufentscheidung negativ beeinflussen würde.

 

Ein mattes Panel

Bei dem UltraSharp 32 U3226Q handelt es sich um einen matten Monitor. Es ist sicherlich streitbar, was nun besser ist, hochglanz oder matt. In einer komplett dunklen Umgebung können Hochglanz Monitore noch ein Stück klarer und brillanter aussehen.

Allerdings in einem normalen Büro-Alltag können die reduzierten Spiegelungen eines matten Panels von Vorteil sein.

Wie auch immer, ich muss Dell hier für die Entspiegelung bzw. die matte Beschichtung loben. Diese ist überdurchschnittlich gut und „klar“.

 

Farbraum-Abdeckung

Dell gibt die Farbraumabdeckung des U3226Q mit 100% sRGB, 99% DCI-P3 und 94% AdobeRGB an.

Werte, die für einen High End QD-OLED durchaus plausibel erscheinen. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Das ist eine ziemliche Punktlandung, ich kann die Herstellerangabe voll bestätigen.

  • 100% sRGB
  • 99% DCI-P3
  • 94% AdobeRGB

Das sind sehr gute Werte, aber zugegeben jetzt auch nicht völlig außergewöhnlich für einen OLED Monitor. OLED Monitore sind einfach generell sehr gut, was die Farbwiedergabe angeht.

 

Umfangreiche Kalibrierungsoptionen

Eine Besonderheit des U3226Q ist der integrierte Kolorimeter. Bei diesem handelt es sich um einen Sensor, der in der unteren Leiste des Monitors versteckt ist und bei Bedarf ausklappen kann.

Dieser Sensor überprüft die Kalibrierung des Monitors und justiert diese bei Bedarf nach.

Zwar ist der U3226Q natürlich vom Werk aus bereits kalibriert, aber im Laufe der Zeit können sich die Farben eines Monitors leicht verändern, was ein Nachkalibrieren unter Umständen sinnvoll macht. Gerade wenn es um sehr farbkritische Arbeiten geht.

Der Kolorimeter erlaubt dabei auch das gezielte Kalibrieren auf spezielle Einstellungen oder Farbprofile.

Gesteuert wird das Ganze direkt über die Benutzeroberfläche des Monitors. Eine gesonderte Software ist nicht zwingend nötig, daher ist die Kalibrierung auch unabhängig vom Betriebssystem.

Die Einstellungsmöglichkeiten sind dabei extrem umfangreich! Hier ist es ganz klar ersichtlich, dass dies ein professioneller Monitor ist.

Alternativ bietet auch Dell eine Software an, über welche du den Monitor und auch die Kalibrierung komplett steuern und starten kannst.

Dies und das Farbraum-Management ist ganz klar das herausstechende Merkmal des U3226Q.

 

Wie gut ist die Kalibrierung?

Wie gut die Kalibrierung des Dells ist, hängt ganz massiv von den Einstellungen ab!

Beispielsweise konnte ich laut meinem Messgerät ein Delta E von 0,72 im Schnitt erreichen. Das ist Top! Hier erfüllt der Monitor die professionellen Ansprüche.

WICHTIG! Es ist auch gut möglich, dass der Kolorimeter besser ist als mein Datacolor Spyder X und die Kalibrierung sogar noch besser ist, als ich es nachprüfen kann.

 

Helligkeit

Die Helligkeit bei SDR Inhalten ist die große Schwäche aktueller OLED Monitore. 99% aller OLED Monitore erreichen hier maximal 250 cd/m².

Dell wirbt beim UltraSharp 32 U3226Q allerdings mit 300 cd/m². Ein kleines Plus an Helligkeit, zumindest auf dem Papier.

Und ja, der U3226Q macht hier eine Punktlandung! Der Monitor erreichte bei mir im Test genau 300 cd/m².

Das ist zwar jetzt weiterhin nicht extrem hell, aber für einen OLED im SDR Betrieb überdurchschnittlich. Spannenderweise wird beim UltraSharp die Helligkeit nicht auf einer 0 bis 100 Skala eingestellt, sondern du kannst hier direkt den cd/m²-Wert in der UI einstellen.

 

HDR Fähigkeiten

Kommen wir zum Thema HDR. Und hier spielt der U3226Q ganz klar seine OLED-Stärken aus. Der Monitor ist mit DisplayHDR True Black 500 zertifiziert und unterstützt zusätzlich Dolby Vision, HDR10 und HLG. Damit deckt der U3226Q so ziemlich alle relevanten HDR-Formate ab, was gerade für die Video-Zielgruppe interessant ist.

Bei SDR Inhalten liegt die maximale Helligkeit bei 300 cd/m². Allerdings im HDR Modus kann der Monitor deutlich heller werden! Laut Dell sind hier bis zu 1000 cd/m² möglich.

Dies aber nur, wenn der Weißanteil im Bild in einem niedrigen einstelligen % Bereich liegt. Je höher der Weißanteil im Bild ist, umso niedriger ist auch im HDR Modus die Helligkeit.

Dennoch ist der U3226Q sehr stark in seinem HDR Support, vor allem aufgrund von Dolby Vision und dem Support vieler weiterer HDR Standards.

 

Perfekter Kontrast

Der U3226Q ist ein OLED Monitor, entsprechend hat dieser einen perfekten Kontrast. Jeder einzelne Pixel des Monitors kann individuell seine Helligkeit steuern, entsprechend auch komplett schwarz werden.

Hierdurch wirkt das Bild des U3226Q deutlich tiefer und „lebendiger/echter“.

 

Auch für Gamer tauglich

Der UltraSharp 32 U3226Q richtet sich ganz klar an professionelle Nutzer! Allerdings ist der U3226Q durchaus auch für leichtes Gaming gut geeignet.

OLED Panels haben eine top Reaktionszeit, so auch hier, und der Monitor verfügt über 120 Hz.

Hierdurch sind Bewegungen auf dem Monitor sehr schön „weich“ und „flüssig“, nicht nur in Spielen. Auch im normalen Alltag fällt die höhere Bildwiederholungsrate auf.

Natürlich würde ich den UltraSharp 32 U3226Q nicht für pure Gamer empfehlen, aber willst du neben der Arbeit etwas spielen, ist dies auch gut möglich.

 

Fazit

Der Dell UltraSharp 32 U3226Q ist ein fantastischer Monitor, daran gibt es für mich nichts zu rütteln. Das QD-OLED Panel der 4. Generation liefert eine hervorragende Bildqualität, der perfekte OLED-Kontrast, die starke Farbraumabdeckung und die für einen OLED überdurchschnittlichen 300 cd/m² im SDR-Betrieb machen richtig Freude. Hinzu kommt ein umfangreiches HDR-Paket inklusive Dolby Vision und ein wirklich beeindruckender USB-Hub mit gleich fünf 10-Gbit-Ports, 2,5-Gbit-LAN und bis zu 140 W für dein Notebook.

Das absolute Highlight ist und bleibt aber der integrierte Kolorimeter. Ein Sensor, der die Kalibrierung direkt im Monitor überprüft und nachjustiert, betriebssystemunabhängig und mit extrem umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten. Mit einem Delta E von 0,72 im Schnitt erfüllt der U3226Q hier klar professionelle Ansprüche.

Und genau da liegt der Punkt: Ich würde den U3226Q wirklich nur Profis empfehlen. Wer konstant farbkritisch arbeiten muss und für den die integrierte Hardware-Kalibrierung einen echten Mehrwert darstellt, der bekommt hier ein herausragendes Werkzeug. Aber diese Features musst du dir eben auch etwas kosten lassen, rund 2.700 € sind eine echte Ansage, und die zahlst du zu einem großen Teil für genau diese Profi-Funktionen.

Für einen normalen Allround-Nutzer ist das schlicht zu viel des Guten. Wenn du kein Profi Content Creator bist, sondern einfach einen richtig guten OLED-Monitor für Alltag, Arbeit und etwas Gaming suchst, dann rate ich dir stattdessen zu einem Blick auf den Dell 32 Plus S3225QC. Der hat deutlich weniger Funktionen, ihm fehlt die integrierte Kalibrierung und auch einige weitere Profi-Features. Er ist zudem etwas weniger hell und setzt „nur“ auf ein QD-OLED Panel der 3. Generation. Aber, und das ist der entscheidende Punkt, die grundsätzliche Bildqualität ist kaum schlechter, und das für lediglich rund 600 €.

Kurzum: Der UltraSharp 32 U3226Q ist ein fantastischer Profi-Monitor, der seine Zielgruppe perfekt bedient.

Dell UltraSharp 32 4K QD-OLED Monitor U3226Q
Positiv
Fantastisches QD-OLED Panel der 4. Generation
Integrierter Kolorimeter für Hardware-Kalibrierung
Extrem umfangreiche Kalibrierungs- und Farbraum-Optionen
Für einen OLED überdurchschnittliche 300 cd/m² im SDR-Betrieb
100 % sRGB, 99 % DCI-P3, 94 % AdobeRGB
Umfangreiches HDR-Paket inkl. Dolby Vision, HDR10 & HLG (DisplayHDR True Black 500)
Beeindruckender USB-Hub: 5x 10-Gbit-Ports, 2,5-Gbit-LAN, 3x ausklappbare Ports
Bis zu 140 W für dein Notebook
Überdurchschnittlich gute, klare matte Beschichtung
Negativ
Sehr hoher Preis von rund 2.700 €
95

Die PHOTOOLEX BB Pro im Test – Powerbank und Kamera-Akku-Ladegerät in einem, 16500mAh + 100W

Powerbanks gibt es wie Sand am Meer. Ein Gerät, das gleichzeitig eine vollwertige USB-C-Powerbank und ein Ladegerät für deine Kamera-Akkus ist, ist da schon deutlich seltener. Genau das verspricht die PHOTOOLEX BB Series „BB Pro“. In meinem Fall lädt sie Sony NP-FZ100-Akkus, die gleiche Baureihe steckt in fast jeder aktuellen Alpha, von der a7 IV über die a7R V bis zur a1.

Dabei ist auch der Powerbank-Teil auf dem Papier beachtlich! 16500 mAh und 100 W Ausgangsleistung.

Wollen wir einmal schauen, ob das Konzept auch in der Praxis überzeugt und ob die Messwerte halten, was der Hersteller verspricht, klären wir in diesem Test.

 

Für wen ist die BB Pro gedacht?

Ganz klar: für Fotografen und Videografen. PHOTOOLEX bewirbt die BB Pro als „All-in-one“-Lösung, die im Rucksack gleich mehrere Ladegeräte ersetzt.

So kann die Powerbank nicht nur dein Smartphone, Tablet und Notebook mit Energie versorgen, sondern auch im Notfall direkt deine Kamera. Die meisten aktuellen Kameras lassen sich einfach via USB C direkt mit Strom versorgen, beispielsweise bei längeren Video-Aufnahmen.

Laut PHOTOOLEX versorgt die interne Powerbank deine Kamera dabei so lange, wie es dem Äquivalent von drei vollen NP-FZ100-Akkus entspricht. Ob das stimmt, sehen wir uns weiter unten bei der Kapazität ganz genau an.

 

Die PHOTOOLEX BB Pro im Test

Die BB Pro bringt 433 g auf die Waage und misst 173 × 53,5 × 58 mm. Damit ist sie kein Leichtgewicht für die Hosentasche, aber für ein Gerät, das eine 48-Wh-Powerbank und ein Kamera-Akku-Dock in einem Gehäuse vereint, geht das absolut in Ordnung. Im Kamerarucksack fällt sie nicht weiter auf.

Die Verarbeitungsqualität und Haptik ist soweit OK, aber auch nicht außergewöhnlich. Die Powerbank ist komplett aus einem einfachen Kunststoff gefertigt und setzt auf den beliebten Säulen-Formfaktor.

Dabei gibt es auf der Unterseite ein Fach, in welchem die Kamera-Akkus zum Laden und für den Transport eingesetzt werden.

Ein netter Bonus des PHOTOOLEX-Ökosystems: Die passenden NP-FZ100-Pro-Akkus laden sich zusätzlich auch direkt per USB-C und haben ein kleines LCD, das dir den exakten Ladestand anzeigt, etwas, das Sonys eigene Akkus bis heute nicht bieten.

 

Integriertes USB C Kabel

Die PHOTOOLEX BB Pro besitzt ein integriertes USB C Kabel, welches auch als Handschlaufe dient.

An sich finde ich solch ein Kabel praktisch, allerdings zur Haltbarkeit kann ich (noch) nichts sagen.

 

Umfangreiches Display!

Überraschenderweise besitzt die PHOTOOLEX BB Pro ein sehr umfangreiches Display. Dieses zeigt dir folgende Infos an:

  • Akkustand in %
  • Ausgangsleistung in Watt
  • Eingangsleistung in Watt
  • Leistung pro Port
  • Temperatur NP-FZ100 Akku (nur unterstützte Modelle)
  • Gesundheit NP-FZ100 Akku (nur unterstützte Modelle)
  • Zyklenanzahl NP-FZ100 Akku (nur unterstützte Modelle)
  • Akkugesundheit Powerbank
  • Temperatur
  • Zyklenanzahl

Damit ist das Display und die angezeigten Informationen sehr umfangreich!

 

Anschlüsse

Die BB Pro setzt auf 2x USB C Anschlüsse wie auch 1x USB A. Für das Laden anderer Geräte bzw. deiner Kamera stehen dir folgende Profile zur Verfügung:

  • USB-C – 100 W PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-A – 18W QC 3.0 – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Beide USB C Anschlüsse unterstützen also den vollen USB-Power-Delivery-Standard bis 100 W.

Für eine Powerbank mit „lediglich“ 16500 mAh ist das sehr beachtlich! Damit ist die Powerbank in der Theorie nicht nur fürs Smartphone, Tablet und Kamera geeignet, sondern auch für größere Notebooks.

Hinzu kommt ein 18 W Quick Charge USB A Port.

 

PPS

Zu den 100W Leistung kommt noch eine sehr breite PPS-Range von 5 bis 21 V bei bis zu 5 A.

  • PPS – 5 – 21 V bei bis zu 5 A

Das ist eine perfekte PPS-Abdeckung, besser geht es kaum. Damit lädt die BB Pro nicht nur deine Kamera, sondern zur Not auch jedes aktuelle Samsung-, Google-Pixel- oder China-Smartphone mit vollem Tempo.

 

Konstant 100 W? Nur zu Beginn

Wie immer bei kompakten Powerbanks stellt sich die Frage: Kann das Gerät die volle Leistung auch konstant halten, oder drosselt es sich wegen der Temperatur relativ schnell herunter?

Die Antwort ist leider ja! 100 W konnten nur bis zu einer Restladung von 64 % geliefert werden, dann drosselte sich die Powerbank.

Das ist ein zweischneidiges Ergebnis. Im Vergleich zu reinrassigen Powerbanks wie der QOOVI Q-50000 (100 W bis 16 % Restladung) oder der sharge HyperTower 170 (100 W bis 20 %) drosselt die BB Pro also deutlich früher. Wer die volle Leistung über die gesamte Kapazität braucht, ist mit einer dedizierten Powerbank besser bedient.

Für den eigentlichen Einsatzzweck, das dauerhafte Versorgen einer Kamera, spielt die Drosselung ohnehin keine Rolle: Eine Kamera zieht im Betrieb meist deutlich weniger als 60 W.

 

Laden der NP-FZ100 Akkus

Du kannst in der PHOTOOLEX BB Pro zwei NP-FZ100 Akkus zeitgleich transportieren und laden.

Im besten Fall nutzt du hier die PHOTOOLEX eigenen NP-FZ100 Akkus, bei welchen die Powerbank auch Zyklenzahl usw. auslesen kann, aber generell lässt sich jeder NP-FZ100 Akku in der Powerbank laden.

Die Powerbank lädt die Akkus dabei mit jeweils maximal +- 10 W, was relativ schnell ist.

Und ja, es ist möglich, gleichzeitig die Powerbank zu laden und die Akkus im Inneren. Du kannst die PHOTOOLEX BB Pro also auch als „Akkuladegerät“ verwenden.

 

Wie hoch ist die echte Kapazität?

Kommen wir zum spannendsten Punkt. PHOTOOLEX verspricht die Kapazität von drei NP-FZ100-Akkus bzw. 16.500 mAh. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ich habe die Powerbank bei verschiedenen Laststufen vollständig entladen:

Wh mAh mAh@3,7V %
5V/1A 47,579 9313 12859 78%
9V/3A 49,844 5479 13471 82%
20V/1A 48,876 2420 13210 80%
20V/3A 46,453 2311 12555 76%
Im Schnitt 48,188 13024 79%

 

Im Mittel erreicht die BB Pro also 48,19 Wh bzw. rund 13.024 mAh @ 3,7 V. Das entspricht 79% der Herstellerangabe von 16500 mAh.

Das ist ein etwas niedriges Abschneiden. Normal sind hier 80 bis 90 % echte Kapazität.

Verglichen mit der Angabe „3x NP-FZ100“ sieht es besser aus, 3x NP-FZ100 haben 49,2 Wh, gemessen habe ich im Schnitt 48,19 Wh, also rund 98% dieser Angabe.

 

Ladedauer & Ladekurve

Ist die BB Pro leer, wie lange dauert das Aufladen? Grundsätzlich lädt sie mit bis zu 100 W und diese Angabe kann ich bestätigen. In der Spitze zog sie am Messgerät 94,6 W, also praktisch die vollen 100 W.

Allerdings hält sie diese Spitzenleistung nur für die ersten rund fünf Minuten. Danach pendelt sie sich für den Großteil des Ladevorgangs bei etwa 40 W ein, bevor sie zum Ende hin in die typische CV-Phase übergeht und langsam austrudelt. Unterm Strich dauerte eine vollständige 0-%-auf-100-%-Ladung ca. 1:38 h, wobei rund 62 Wh in den Akku flossen.

Im Diagramm siehst du gut, wie sich die Ladeleistung (blau) nach der kurzen Spitze bei rund 40 W einpendelt, während die geladene Energie (grün) kontinuierlich auf die rund 62 Wh zusteuert.

Das ist ein solides, aber kein rekordverdächtiges Tempo. Für eine ~48-Wh-Powerbank hätte ich mir bei 100-W-Eingang eine etwas kürzere Ladezeit gewünscht, die kurze Spitze und die anschließenden 40 W lassen hier etwas Potenzial liegen. Für den Praxiseinsatz ist eineinhalb Stunden aber völlig in Ordnung.

Rechnet man die aufgenommenen 62 Wh gegen die im Schnitt entnommenen 48 Wh, ergibt sich eine Round-Trip-Effizienz von rund 78 %. Das ist ein guter, normaler Wert für eine Powerbank dieser Klasse.

 

Fazit

Du bist Fotograf oder Videograf und suchst eine Stromlösung, die deine Kamera über Stunden am Leben hält und gleichzeitig als vollwertige USB-C-Powerbank taugt? Dann ist die PHOTOOLEX BB Pro einen genauen Blick wert.

Der größte Pluspunkt ist das durchdachte Konzept: Powerbank, Kamera-Akku-Dock und Dauerstromversorgung für die Kamera in einem Gehäuse. Dabei ist auch die Powerbank Seite sehr ordentlich gemacht! Wir haben eine perfekte PPS-Range von 5 – 21 V bei 5 A, ein überraschend starken 100-W-Ausgang, relativ flottes Laden und ein umfangreiches Display.

Perfekt ist die BB Pro aber natürlich nicht. Der 100-W-Ausgang drosselt sich schon bei 64 % Restladung, eine dedizierte Powerbank hält die volle Leistung länger und die Kapazität ist mit 13024 mAh im Schnitt nicht gigantisch.

Preislich liegt die BB Pro bei +- 90€. Es gibt sicherlich reine Powerbanks, die günstiger sind und mehr Leistung haben, aber für solch ein hoch spezialisiertes Modell ist das auch nicht zu teuer.

LiTime 12V 100Ah Group24 im Test – der kompakte Bluetooth-Akku für den Camper

LiTime gehört zu meinen Lieblings-Herstellern im Bereich der LiFePO4-Akkus. Die Modelle bieten in der Regel eine gute Leistung zu recht fairen Preisen und genau das wollte ich mir beim „LiTime 12V 100Ah Group24 Bluetooth“ noch einmal genauer ansehen.

Wie der Name schon verrät, haben wir hier einen 100-Ah-Akku im kompakten „Group 24“-Format, ausgestattet mit einem Bluetooth-BMS für App-Support. LiTime bewirbt den Akku ausdrücklich für den Einsatz im Wohnmobil und im Mini-Camper. Aber hält er auch, was er verspricht? Stimmt die Kapazität von 100 Ah? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an LiTime für das Zurverfügungstellen des Akkus für diesen Test.

 

Der LiTime 12V 100Ah Group24 im Test

Der Akku setzt auf das „Group 24“-Format, einen vom „Battery Council International“ festgelegten Formfaktor, der ursprünglich aus der Welt der Blei-Säure-Starterbatterien stammt. Der Akku passt hierdurch in viele bestehende Batteriehalter und -fächer und ist dabei aber spürbar kompakter als ein klassischer 100-Ah-LiFePO4-Akku im „Autobatterie“-Format.

So misst der Akku rund 260 × 168 × 211 mm und bringt etwa 9,9 kg auf die Waage. Damit gehört er zu den handlicheren 100-Ah-Modellen und ist gerade für den Mini-Camper, den Kastenwagen oder enge Einbausituationen eine sehr interessante Option.

Das Gehäuse besteht aus stabilem schwarzem ABS-Kunststoff und ist laut LiTime nach IP65 gegen Staub und Strahlwasser geschützt. Auf der Oberseite findest du die beiden M8-Schraubkontakte für Plus und Minus. Passende Schrauben und auch ein Schraubenschlüssel liegen bei. Ein Display besitzt der Akku nicht, dafür gibt es aber das Bluetooth-BMS.

 

 

Technische Daten

LiTime 12V 100Ah Group24 Technische Daten
Zelltyp LiFePO4 (Grade-A, prismatisch)
Nennspannung 12,8 V
Nennkapazität 100 Ah / 1280 Wh
Formfaktor Group 24
Maße 260 × 168 × 211 mm
Gewicht ca. 9,9 kg
Gehäuse ABS-Kunststoff, IP65
Anschlüsse M8-Schrauben
BMS 100 A, über 20 Schutzfunktionen
Dauer-Lade-/Entladestrom 100 A (max. 1280 W Ausgang)
Spitzenentladestrom (1 s) 500 A
Ladespannung 14,4 V ± 0,2 V
Empf. Ladestrom 20 A (0,2 C)
Tieftemperaturschutz ja – Ladesperre unter 0 °C, Freigabe ab 5 °C
Erweiterbar bis 4P4S / max. 20,48 kWh
Zyklen (Herstellerangabe) 4.000 (100 % DoD) · 6.000 (80 %) · 15.000 (60 %)
Bluetooth 5.0 mit LiTime-App
Zertifizierungen CE, FCC, RoHS, UN38.3, nach UL-1973
Garantie 5 Jahre

Warum ein LiFePO4-Akku?

Falls du neu im Thema bist: LiFePO4-Akkus bieten eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber Blei-Gel- und herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus.

Der größte Pluspunkt ist die Langlebigkeit. LiFePO4-Akkus schaffen problemlos mehrere Tausend Ladezyklen, während Blei-Gel-Akkus bei tiefer Entladung oft schon nach unter 100 Zyklen deutlich an Leistung verlieren. Hinzu kommt die hohe Sicherheit: LiFePO4 ist chemisch sehr stabil und nicht anfällig für das gefürchtete thermische Durchgehen wie klassische Lithium-Ionen-Zellen.

Ein weiterer Vorteil ist das immer verbaute Battery Management System (BMS), das den Akku vor Über- und Unterspannung, Kurzschluss und Überlast schützt und das Laden und Entladen unkompliziert macht.

Nachteile gibt es natürlich auch: Bei gleicher Kapazität sind LiFePO4-Akkus etwas größer und schwerer als reine Lithium-Ionen-Akkus. Und: Sie dürfen bei Temperaturen unter 0 °C nicht geladen werden. Das Entladen ist bei Kälte hingegen unproblematisch. Genau hier punktet dieser LiTime-Akku, denn er bringt einen Tieftemperatur-Ladeschutz mit – dazu gleich mehr.

Mit Bluetooth-BMS und LiTime-App

Ein zentrales Feature dieses Akkus ist das Bluetooth-BMS. Du kannst dir also die kostenlose LiTime-App laden, den Akku per QR-Code bzw. Barcode koppeln und bekommst anschließend alle wichtigen Werte in Echtzeit auf dein Smartphone.

Die App zeigt dir unter anderem:

  • Ladestand (SOC) in %
  • verbleibende Kapazität in Ah
  • aktuelle Spannung, Strom und Leistung
  • Lade- bzw. Entladedauer bei aktueller Last
  • Temperatur
  • Zyklenzahl und Systemstatus

Gerade bei LiFePO4-Akkus ist das ein echter Mehrwert, denn wegen des sehr flachen Spannungsverlaufs lässt sich der Ladestand über die Spannung allein kaum sinnvoll abschätzen. Das Bluetooth-BMS liefert dir hier eine zuverlässige Auskunft.

Über die App kannst du den Akku bei Bedarf zudem komplett ein- und ausschalten. Was mir fehlt, ist einzig die Anzeige der einzelnen Zellspannungen. Wer das Balancing im Blick behalten möchte, hat Pech gehabt. Für die allermeisten Nutzer ist das aber verschmerzbar.

Umfangreiches BMS mit Tieftemperaturschutz

LiTime verbaut hier ein 100-A-BMS mit nach eigenen Angaben über 20 Schutz- und Warnfunktionen – darunter Überspannungs-, Unterspannungs-, Überstrom-, Übertemperatur-, Kurzschluss- und Überlastschutz, jeweils mit automatischer Wiederherstellung.

Besonders wichtig finde ich den Tieftemperatur-Ladeschutz: Fällt die Temperatur unter 0 °C, unterbindet das BMS das Laden automatisch und gibt es erst ab etwa 5 °C wieder frei. Das schützt die Zellen vor Schäden und nimmt dir im Winterbetrieb eine echte Sorge ab. Entladen ist übrigens bis −20 °C möglich.

 

Wie testet Techtest.org die Kapazität?

Für die Messung der Kapazität von LiFePO4-Akkus setze ich bei Techtest.org auf eine elektronische Last. Dieses Gerät wandelt die Energie in Wärme um und zeichnet dabei genau auf, wie viel Energie aus dem Akku entnommen wurde.

Zum Einsatz kamen dabei der Atorch DL24MP sowie der Atorch DL24EW – Letzteren nutze ich, um die Werte des ersten Geräts gegenzuprüfen. Zusätzlich habe ich den Akku vorübergehend an eine Offgrid-Solaranlage in meinem Büro angeschlossen, um realitätsnahe Bedingungen zu simulieren.

 

Wie hoch ist die echte Kapazität?

Kommen wir zum wichtigsten Punkt: Wie steht es um die Kapazität? Haben wir wirklich 100 Ah? LiTime gibt 100 Ah bzw. 1280 Wh an. Das habe ich gemessen:

Entladestrom Ah Wh
30 A – 1 103,33 1319
30 A – 2 102,96 1314
30 A – 3 102,62 1309
40 A – 1 100,92 1279

 

Erfreulicherweise übertrifft der Akku die Herstellerangabe. Bei 30 A Entladestrom erreichte er bei mir konstant um die 103 Ah bzw. rund 1310 Wh. Selbst bei der höheren Belastung von 40 A lag er noch bei knapp 101 Ah. Für einen 100-Ah-Akku im Neuzustand ist das ein gutes Ergebnis.

Nach meiner Erfahrung sinkt die Kapazität von LiFePO4-Akkus in den ersten rund 50 Zyklen noch ein klein wenig, ehe sie sich dann für Hunderte von Zyklen stabilisiert. Ich gehe davon aus, dass sich der Akku praktisch bei sehr soliden, glatten 100 Ah einpendeln wird.

Im Vergleich zu den anderen von mir getesteten LiFePO4-Akkus ist das ein solides, leicht überdurchschnittliches Abschneiden. Der Akku reiht sich damit im oberen Mittelfeld ein.

 

 

Unterspannungsabschaltung

Das integrierte BMS schützt die Zellen vor Tiefentladung. Bei meinen Messungen zog es bei etwa 10,3 bis 10,4 V die Reißleine und schaltete den Akku ab. Ein typischer und sinnvoller Wert.

 

Spannungsverlauf

Werfen wir noch einen Blick auf den Spannungsverlauf. Wie bei den meisten LiFePO4-Akkus ist dieser sehr flach, die Spannung schwankt beim Entladen also nur wenig.

Voll geladen liegt der Akku im Leerlauf bei rund 13,7 V. Unter Last pendelt sich die Spannung flott auf etwa 13,15 V ein. Rund 90 % der Kapazität spielen sich anschließend im engen Bereich zwischen 13,1 V und 12,5 V ab. Wird eine Spannung von etwa 12,5 V unterschritten, fällt die Kurve rapide ab, der Akku ist dann praktisch leer. Genau dieses Verhalten macht das Bluetooth-BMS so wertvoll, denn über die Spannung allein wäre der Ladestand kaum ablesbar.

 

 

Fazit

Der LiTime 12V 100Ah Group24 Bluetooth-Akku hinterlässt im Test einen rundum positiven Eindruck. Du bekommst hier einen kompakten LiFePO4-Akku im praktischen Group-24-Format, der sich dank seiner handlichen Maße ideal für den Mini-Camper, den Kastenwagen oder enge Einbauorte eignet.

Die gemessene Kapazität liegt mit rund 103 Ah leicht über der Herstellerangabe. Dazu kommen das zuverlässige Bluetooth-BMS mit gut nutzbarer App, der serienmäßige Tieftemperatur-Ladeschutz und ein IP65-Gehäuse. Auch die 5 Jahre Garantie können sich sehen lassen.

Wie immer gilt aber: Die Preise für LiFePO4-Akkus schwanken teils deutlich. Mein klarer Tipp an dich ist daher, vor dem Kauf unbedingt die aktuellen Tagespreise zu vergleichen. Triffst du dabei auf ein gutes Angebot, bekommst du mit diesem Group-24-Modell einen sehr soliden, langlebigen und dank Bluetooth angenehm smarten Energiespeicher, gerade wenn es im Fahrzeug kompakt zugehen muss.

UGREEN Nexode Air Slim 65W im Test: Das ultraflache 3-Port-Ladegerät für unterwegs

UGREEN hat mit dem Nexode Air Slim 65W ein neues Ladegerät in einem etwas exotischen Formfaktor auf den Markt gebracht.

So ist das Nexode Air Slim 65W ein extrem dünnes 3 Port USB C Ladegerät, welches zudem über einen einklappbaren Stecker verfügt.

Hierdurch ist dieses ideal für Rucksäcke, Reisen und Wanderungen, zumindest in der Theorie. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist das UGREEN Nexode Air Slim 65W? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank UGREEN für das Zurverfügungstellen des Nexode Air Slim 65W für diesen Test.

 

Das Nexode Air Slim 65W im Test

Das Wichtigste bei diesem Ladegerät ist der Formfaktor. So ist das Nexode Air Slim 65W extrem flach, aber im Gegenzug etwas breiter und länger gebaut.

Der Formfaktor erinnert mich etwas an eine Visitenkarte.

Dabei misst das Nexode Air Slim 65W 53 x 88 x 14,4 mm und bringt 112 g auf die Waage.

Gewicht Volumen in cm³
Rollingsquare Supertiny 65W 72 46
Voltero C65 65W GaN PD Power 86 63
ISY IWC 4065 65W 93 59
Hama GaN 210592 65W 108 62
UGREEN Nexode Air Slim 65W 112 67
CUKTECH GaN Charger 65W 119 80
Anker Nano II 65W 120 65
Anker PowerPort III 65W Pod 124 92
INIU AI-624 65W 125 85
Anker 335 Charger (67W) 155 96
Anker Prime 67W GaN 159 75
Verbatim Mini GaN Charger 65W 160 0
LDNIO A4808Q 65W 161 200
Ikea SJÖSS 65 W 166 96
UGREEN X605 201 156
Baseus CCDK65E 65W 240 104

 

Verglichen mit anderen Ladegeräten der 65 W Klasse zählt das Air Slim damit tatsächlich zu den leichteren und kleineren Modellen. Gerade wenn wir bedenken, dass dieses über 3 USB Ports verfügt.

Weitere Pluspunkte gibt es für den einklappbaren Stecker, welcher das Verstauen in einem Rucksack oder einer Tasche noch etwas leichter macht.

Auch qualitativ gibt es am Ladegerät nichts zu bemängeln.

 

Anschlüsse

Das Nexode Air Slim 65W verfügt über 3 USB Ports, 2x USB C und 1x USB A.

  • USB C 1 – 65 W PD – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 30V/3,25A
  • USB C 2 – 30 W PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A, 15V/2A, 20V/1,5A
  • USB A – 18 W Quick Charge, 22,5 W Super Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A, 10V/2,25A

Der primäre USB C Port (der äußere) bietet eine ordentliche Leistung von bis zu 65 W nach dem USB PD Standard. Damit ist das Ladegerät sehr gut für kleinere bis mittelgroße Geräte wie Smartphones und Tablets geeignet.

Hinzu kommt ein zweiter USB C Port mit bis zu 30 W und der obligatorische USB A Port mit 18 W Quick Charge bzw. 22,5 W „Super Charge“.

Wichtig, nutzt du mehrere Ports gleichzeitig, drosselt sich das Ladegerät herunter! Nutzt du beispielsweise die beiden USB C Ports gleichzeitig, haben wir folgende Leistungsverteilung:

  • 45 + 20 W

Umfangreicher PPS Support

Erfreulicherweise unterstützen beide USB C Ports den wichtigen PPS Standard.

USB C 1:

  • 5 – 11 V bei bis zu 4,5 A
  • 5 – 21 V bei bis zu 3 A

USB C 2:

  • 5 – 11 V bei bis zu 2,75 A

Gerade der primäre USB C Port hat mit seinen zwei PPS Stufen eine sehr gute und umfangreiche Abdeckung. Diese erlaubt es dem Ladegerät, alle Samsung und Google Pixel Smartphones mit dem vollen Tempo zu laden.

Sehr gut und nicht selbstverständlich bei einem Ladegerät der 65 W Klasse.

 

Konstante Leistung?

Bei besonders kompakten Ladegeräten müssen wir uns immer die Frage stellen, können diese konstant die vom Hersteller angegebene Leistung liefern.

Leider konnte das Nexode Air Slim 65W bei mir im Test nicht konstant 65 W liefern! Nach ziemlich genau 30 Minuten drosselte dieses sich auf 50 W herunter.

Nicht optimal, aber auch keine besonders harte Drosselung. Gerade bei Smartphones oder Tablets sollte dies in der Praxis keine Rolle spielen.

50 W können dann konstant geliefert werden.

 

Effizienz

Wie steht es aber um die Effizienz?

Und hier gibt es leider eine negative Überraschung. Die Effizienz schwankt zwischen 76,8 % und 90,7 %. Im Schnitt kam ich auf solide 85,8 %.

Das ist jetzt nicht furchtbar, aber auch absolut nicht fantastisch für ein Netzteil im Jahr 2026.

Verglichen mit anderen 65 W USB Ladegeräten landet das Nexode Air Slim 65W eher im unteren Bereich.

 

Spannungsstabilität

Werfen wir auch noch einen kleinen Blick auf die Spannungsstabilität. Diese ist zwar nicht mehr ganz so wichtig für ein USB C Ladegerät, kann aber ein Hinweis auf die Qualität sein.

Last 5 V Maximal Minimal
0 A 5,105 V 5,5 V 4,75 V
1 A 5,131 V 5,5 V 4,75 V
2 A 5,178 V 5,5 V 4,75 V
3 A 5,227 V 5,5 V 4,75 V

 

Last 9 V Maximal Minimal
0 A 9,014 V 9,45 V 8,55 V
1 A 8,985 V 9,45 V 8,55 V
2 A 8,955 V 9,45 V 8,55 V
3 A 8,926 V 9,45 V 8,55 V

 

Last 20 V Maximal Minimal
0 A 20,13 V 21 V 19 V
1 A 20,10 V 21 V 19 V
2 A 20,07 V 21 V 19 V
3 A 20,04 V 21 V 19 V

 

Alle drei gemessenen Spannungsebenen – 5 V, 9 V und 20 V – bleiben weit innerhalb der erlaubten Toleranzgrenzen und zeigen dabei nur minimale Schwankungen unter Last. Besonders beeindruckend ist die 20-V-Schiene: Diese bewegt sich zwischen 20,13 V im Leerlauf und 20,04 V bei 3 A – eine Variation von gerade einmal 90 mV. Das ist sehr sauber.

Auch bei 9 V gibt es nichts zu meckern. Der typische, leichte Spannungsabfall unter Last ist hier mit knapp 90 mV kaum der Rede wert.

Etwas ungewöhnlich, wenn auch nicht problematisch: Die 5-V-Schiene zeigt einen leichten Anstieg unter Last, von 5,105 V auf 5,227 V bei 3 A. Das ist eine leichte Besonderheit, aber problemlos innerhalb der Spezifikation und in der Praxis völlig irrelevant.

Insgesamt: Beim Thema Spannungsstabilität zeigt das Nexode Air Slim 65W eine sehr gute Leistung. Schade, dass die Effizienz nicht mithalten kann.

 

Fazit

Ist das Nexode Air Slim 65W das beste 65 W Ladegerät am Markt? Nein, das ist es nicht!

Dieses macht zwar sehr viel richtig, vor allem die sehr gute PPS Abdeckung, welche das Ladegerät ideal für Apple, Samsung und Google Pixel Nutzer macht, aber beispielsweise, dass dieses nicht konstant 65 W liefern kann, ist ein Kritikpunkt. Genau wie die leicht unterdurchschnittliche Effizienz.

Dennoch kann das UGREEN Nexode Air Slim 65W Sinn machen! Und zwar dann, wenn dich der dünne Formfaktor und der einklappbare Stecker interessieren.

Das Ladegerät ist ideal für Smartphones und Tablets. Sagt dir der Formfaktor zu, dann kann ich dir das Nexode Air Slim 65W empfehlen. Ist dir der Formfaktor egal, dann gibt es in der 65 W Klasse Besseres.

 

Der Einhell Akku PXC 5-8 Ah Multi-Ah Power X-Change Plus im Test

Einhell bietet eins der umfangreichsten und interessantesten Akku Systeme im Handel. Wie bei solchen Akkusystemen für Werkzeug üblich, bietet Einhell Akkus in verschiedenen Kapazitätsstufen an.

Im oberen Segment haben wir die „Multi-Ah“ Akkus. Multi-Ah Akkus?

Einhell bietet hier Akkus an, bei welchen du zwischen zwei Kapazitäten hin und her schalten kannst. Beispielsweise hier im Test haben wir den PXC 5-8 Ah Multi-Ah Power X-Change Plus.

Bei diesem kannst du zwischen zwei Kapazitäten wählen, 5 Ah und 8 Ah. Aber warum?! Warum solltest du einen 8 Ah Akku kaufen und diesen künstlich auf 5 Ah limitieren?

Hat der Akku überhaupt 8 Ah? Wie funktioniert diese Limitierung und warum?

All diese Fragen versuchen wir doch einmal in einem kleinen Artikel zu klären!

 

Der Einhell Akku PXC 5-8 Ah Multi-Ah Power X-Change Plus im Test

Der PXC Plus 5-8 Ah ist derzeit der größte Akku, den Einhell anbietet. Dieser setzt auf 21700er Zellen wie auch ein zweireihiges Design.

Entsprechend haben wir hier einen „großen“ Akku. Dieser bringt auch 1019 g auf die Waage und ist erfreulich hochwertig gemacht. So wirkt der Akku sehr robust und ist an den Kanten gummiert.

Von allen Einhell Akkus, die ich bisher in den Fingern hatte, ist dies klar der beste, was das Gehäuse betrifft.

Eine Besonderheit verglichen mit den kleineren Einhell Akkus ist das Display. So haben wir ein LC Display auf der Front des Akkus, welches dir in % anzeigt, wie voll oder leer der Akku ist.

Dieses Display wird auch genutzt zum Umschalten der Kapazität.

 

Warum zwei Kapazitätsstufen? (Offiziell)

Aber warum solltest du einen Akku mit 8 Ah kaufen und diesen künstlich auf 5 Ah limitieren?

Offiziell, um die Haltbarkeit des Akkus zu verbessern. Umso tiefer wir einen Akku entladen, umso stärker ist die Abnutzung. Ebenso erhöht sich die Gefahr des Tiefenentladens, wenn du den Akku längere Zeit bei „0%“ Ladung lagerst.

Also ja, theoretisch kann das künstliche Limitieren der Kapazität die Haltbarkeit eines Lithium Akkus um Faktor 2-4x verbessern, hier hat Einhell recht.

Allerdings ist hier streitbar, ob dies in der Praxis so sinnvoll ist. Warum? Ein Lithium Akku schafft normalerweise 500 Zyklen, schlechtere Zellen 300, bessere 1000. Dies bei 100% Zyklen.

Wie oft lädst du realistisch betrachtet deinen Akku? Sofern du kein Handwerker bist, lädst du im Sommer vielleicht 1-2x die Woche. Heißt, selbst bei Nutzung der vollen Kapazität kommen wir im Jahr auf 52-104 Zyklen = 5-10 Jahre würde ein Akku voraussichtlich bei solch einer Belastung halten.

Schalten wir nun runter auf 5 Ah, wird sich realistisch betrachtet die Lebenserwartung verdreifachen.

Theoretisch würde der Akku also 10 – 30 Jahre halten. Allerdings musst du aufgrund der niedrigeren nutzbaren Kapazität auch öfter laden und es stellt sich die Frage nach der physischen Abnutzung und einfach der Alterung der Zellen durch das Alter.

Kurzum, für Heim Nutzer glaube ich, dass es effektiv wenig Sinn macht, den Akku herunterzuschalten. Lediglich wenn du intensiv Nutzer bist, den Akku täglich lädst, dann kann dies vielleicht wirklich in der Praxis Sinn machen und die Haltbarkeit merklich verlängern.

 

Alternativer Grund (für Einhell)

Für dieses Multi Ah System könnte es aber noch einen alternativen Grund geben. Dies ist hier eine reine Vermutung meinerseits!

Achtung, Spekulation!

Mir ist aufgefallen, dass auf dem „offiziellen Typenschild“ des Akkus die Kapazität mit 5 Ah angegeben ist und nicht mit 8 Ah. Aber warum sollte das ein Hersteller machen? Will man da nicht die bestmögliche Kapazität angeben?

5 Ah * 18 V = 90 Wh

8 Ah * 18 V = 144 Wh

Wenn wir von einer Kapazität von 5 Ah ausgehen, bleibt der Akku unter der „magischen“ 100 Wh Grenze, die bei Flugreisen gilt. Teils wird diese 100 Wh Grenze auch von Transporteuren genutzt, um zu bestimmen, ob etwas Gefahrengut ist.

Mit 8 Ah würden wir diese 144 Wh Grenze reißen.

Daher meine Annahme, Einhell nutzt dieses Multi Ah System möglicherweise auch, um etwas diese Grenzwerte zu umgehen.

 

1350 W Leistung!

Ein wichtiger Punkt, die Leistung des Akkus, also wie kraftvoll deine Geräte arbeiten, ist unabhängig von der eingestellten Kapazität.

Laut Einhell haben wir hier eine Leistung von bis zu 1350 W, die ein Akku bereitstellen kann. Dies ist das höchste in Einhells aktuellem Lineup.

Zum Vergleich:

max Leistung in Watt
PXC+ 5-8 Ah 1350
PXC 5,2 Ah 1260
PXC 4,0 Ah 900
PXC+ 3,0 Ah 900
PXC 2,5 Ah 720
PXC 2,0 Ah 450

 

Ist das in der Praxis zu merken? Ja, durchaus! Ich habe noch ein paar alte 3 Ah Akkus und im Rasenmäher ist durchaus zu merken, dass dieser etwas mehr Power mit den 2x PXC+ 5-8 Ah Akkus hat als mit 2x 3 Ah oder auch 2x 4 Ah.

Verglichen mit 2x 5,2 Ah merke ich subjektiv keinen Unterschied.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Was ist aber nun mit der Kapazität des Akkus? Hat dieser wirklich 8 Ah und im 5 Ah Modus genau 5 Ah?

Um dies zu testen, habe ich eine elektronische Last genutzt, um den Akku in beiden Modi mit 5 A und 20 A Last zu entladen. Ich habe die Akkus bis zu einer Spannung von 15 V entladen, das sind 3 V pro Zelle. Eventuell könnte ich noch einen Hauch tiefer gehen, aber 3 V pro Zelle ist ein sicherer minimaler Ladestand.

Im Test konnte der Akku nicht ganz die Herstellerangabe von 8 Ah erreichen. Bei 5 A Last konnte ich 7,445 Ah messen. Nicht ganz die Herstellerangabe, aber die Tendenz stimmt.

Bei 20 A Last fiel die Kapazität mit 7,016 Ah etwas niedriger aus, was zu erwarten ist.

Aber was ist mit dem 5 Ah Modus? Dieser funktioniert wie vom Hersteller versprochen. In diesem Modus lag die Kapazität bei ziemlich genau 5 Ah, um exakt zu sein, bei 5,217 Ah bzw. 5,038 Ah.

Wichtig ist dabei allerdings der Umschaltzeitpunkt. Lädst du den Akku im 8 Ah Modus und schaltest dann um auf 5 Ah, liegt die Kapazität im nächsten Zyklus bei +- 7 Ah, erst wenn du dann den Akku erneut lädst, landet dieser wirklich bei +- 5 Ah.

Kurzum, nach dem Umschalten braucht es einen Lade/Entlade-Zyklus, damit sich die Kapazität anpasst.

 

Spannungsverhalten

Aber wie genau funktioniert nun dieses Umschalten der Kapazität? Hierfür werfen wir einen Blick auf den Spannungsverlauf bei 5 A Last.

Und diese eine Grafik verrät eigentlich das ganze Geheimnis der Multi-Ah-Technologie. Schauen wir sie uns mal genau an.

Die beiden Modi starten gar nicht beim gleichen Wert. Frisch geladen legt der Akku im 8-Ah-Modus bei rund 20,7 V los, im 5-Ah-Modus dagegen nur bei etwa 19,9 V. Wir haben hier fünf Zellen in Reihe, macht also pro Zelle rund 4,14 V gegenüber 3,99 V.

Genau das ist bereits der Kern des Tricks. Im 5-Ah-Modus lädt der Akku seine Zellen schlicht nicht komplett voll. Statt bis an die üblichen +-4,2 V pro Zelle heranzugehen, macht das BMS deutlich früher Schluss. Und eine niedrigere Ladeschlussspannung ist eine der wirkungsvollsten Methoden überhaupt, um die Lebensdauer einer Lithium-Zelle zu verlängern. Einhell schont die Zellen hier also schon beim Laden, nicht erst beim Entladen.

Am anderen Ende passiert etwas Ähnliches: Der 5-Ah-Modus macht früher zu. Während der 8-Ah-Modus bei 5 A Last bereitwillig rund 94 Minuten durchhält und bis knapp unter 15 V weiterläuft, zieht das BMS im 5-Ah-Modus schon nach etwa 63 Minuten bei rund 15,5 V den Stecker. Der Akku bewegt sich also nur noch im oberen, „gesunden“ Mittelfeld der Zelle und meidet beide Extreme, die kritisch hohe Ladespannung genauso wie die tiefe Entladung.

Damit haben wir das komplette Bild: Der 5-Ah-Modus quetscht das nutzbare Spannungsfenster von oben zusammen (niedrigere Ladeschlussspannung) und schaltet unten früher ab.

 

Fazit

Der PXC 5-8 Ah Multi-Ah Power X-Change Plus ist aus meiner Sicht der beste Akku, den Einhell aktuell im Programm hat. Das Gehäuse ist das hochwertigste, das ich bisher von einem Einhell-Akku in den Fingern hatte – robust, gummiert, dazu das praktische LC-Display. Auch bei der Leistung führt er mit 1350 W das komplette Lineup an, was du gegenüber älteren 3- oder 4-Ah-Akkus durchaus merkst.

Bei der Kapazität erreicht er im 8-Ah-Modus zwar nicht ganz die Herstellerangabe (rund 7,4 Ah), aber die Tendenz stimmt. Der 5-Ah-Modus wiederum funktioniert genau wie versprochen.

Bleibt die Frage nach dem Multi-Ah-System: Technisch ist das clever gelöst, denn Einhell schont die Zellen schon beim Laden über eine niedrigere Ladeschlussspannung. Für den typischen Heimanwender macht die Limitierung meiner Meinung nach aber wenig Sinn – der Akku hält ohnehin viele Jahre. Richtig sinnvoll wird der 5-Ah-Modus erst, wenn du Intensivnutzer bist und den Akku täglich lädst.

Unterm Strich: Auch ohne den Multi-Ah-Modus wäre das ein toller Akku, bestes Gehäuse, meiste Power, ordentliche Kapazität. Suchst du den größten und besten Einhell-Akku, greif zu.

Anker 737 Powerbank im Test 2026: Auch heute noch top?

Die Anker 737 war im Jahr 2022 eine absolut revolutionäre Powerbank! Diese war die erste Powerbank mit einem 140 W USB C Eingang und Ausgang! Dies zu einer Zeit, als es noch kein 140 W Gerät gab.

Dabei bleibt diese bis heute eine sehr interessante Powerbank. 140 W ist immer noch eine hervorragende Leistung, 24000 mAh eine gute Kapazität, hinzu kommt der weiter recht kompakte Formfaktor usw.

Allerdings ist die Anker 737 2026 weiterhin voll empfehlenswert oder gibt es mittlerweile einfach bessere Modelle? Ist die „2026“ Anker 737 das gleiche Modell wie 2022 oder hat Anker hier heimlich eine neue Revision auf den Markt gebracht?

Um dies herauszufinden, habe ich mir eine neue Anker 737 gekauft und in den Testparcours geschickt, auch verglichen mit der „alten“ Anker 737 aus dem Jahr 2022.

 

Die Anker 737 2026 im Test

Die Anker 737 war eine der ersten Powerbanks, welche auf den aktuell so beliebten Säulen-Formfaktor setzt.

So misst die 737 156 x 54,6 x 49,3 mm und bringt 641 g auf die Waage.

Damit ist die Powerbank durchschnittlich kompakt für eine Powerbank mit diesen technischen Daten im Jahr 2026 und etwas auf der schweren Seite.

Allerdings unterm Strich ist alles noch im Rahmen.

Dabei ist die Verarbeitungsqualität tadellos. Die 737 fühlt sich massiv und stabil gebaut an.

 

Mit Display

Die Anker 737 besitzt auf der Front ein kleines LCD Farbdisplay. Dieses zeigt dir einige interessante Infos an:

  • Akkustand in %
  • Leistung pro Port in Watt
  • Restdauer
  • Temperatur
  • Batteriezustand in %
  • Zyklen
  • Gesamt Energie Eingang in Wh
  • Gesamt Energie Ausgang in Wh

Damit ist das Display erfreulich umfangreich und informativ!

 

Anschlüsse

Die Anker 737 besitzt 2x USB C Ports und 1x USB A

  • USB C – 140 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB A – Quick Charge 3.0 – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Beide USB C Ports der Powerbank bieten eine Leistung von bis zu 140 W nach dem USB Power Delivery Standard. Damit ist die Anker 737 ideal für kleine wie auch große Geräte.

Gerade für Notebooks ist die Powerbank sehr interessant!

Zusätzlich zu den beiden USB C Ports haben wir noch einen USB A Port mit 18W Quick Charge.

 

70 + 70

Die Anker 737 kann maximal 140 W liefern, aber wir haben 2x 140 W Ports?! Nutzt du mehrere Ports, drosselt sich die Powerbank herunter.

Z.B. Nutzt du einen USB C Port + USB A, haben wir 100 W + 18 W maximale Leistung. Nutzt du beide USB C Ports, haben wir 2x 70 W.

 

Neue Revision?

Offiziell gab es nach meinem Wissen keine „V2.0“ Version der Anker 737. Theoretisch handelt es sich um 1 zu 1 die gleiche Version, welche auch 2022 schon verkauft wurde.

So trägt sowohl meine Anker 737 aus dem Jahr 2022 wie auch das 2026er Modell die Modellnummer A1289.

Auch die technischen Daten sind identisch.

Allerdings gab es wohl doch ein „geheimes“ Update, vermutlich ein Firmware Update.

So funktioniert die 28V USB PD Stufe (140W) der 2022er Anker 737 nicht mit meinem Framework 16! Das Framework 16 kann nicht an der 2022er Anker 737 laden (außer über Tricks).

An der 2026er Version der Anker 737 hat mein Framework 16 KEIN Problem!

Auch bei der PPS Stufe gibt es eine leichte Änderung:

  • 2022er Modell – 3,3 – 21 V bei bis zu 5 A
  • 2026er Modell – 4,5 – 21 V bei bis zu 5 A

Das ist kein relevanter Unterschied, zeigt aber, dass wir hier nicht 1 zu 1 die gleiche Powerbank vor uns haben und es unter der Haube schon eine „v1.1“ Version der Anker 737 gab.

 

PPS Range

Die Anker 737 unterstützt auch den PPS Standard.

  • 4,5 – 21 V bei bis zu 5 A

Das ist eine perfekte PPS Range! Damit ist die Powerbank ideal für Samsung, Google Pixel und Apple Smartphones. Alle mir bekannten Smartphones dieser 3 Hersteller können mit dem vollen Tempo an der Powerbank laden.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut Anker besitzt die 737 eine Kapazität von 24.000 mAh. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

5V/2A 70,306 13808 19002 79%
9V/2A 73,966 8162 19991 83%
20V/1A 76,365 3802 20639 86%
20V/3A 77,962 3900 21071 88%
20V/5A 76,027 3823 20548 86%
28V/5A 73,133 2632 19766 82%
Im Schnitt 74,6265 20169 84%

 

Im Schnitt erreichte die Powerbank bei mir gute 20.169 mAh bzw. 74,63 Wh. Dies entspricht 84% der Herstellerangabe. Hier gibt es nichts zu bemängeln!

80 – 90 % echte Kapazität ist ein gutes normales Abschneiden für eine Powerbank.

Aber vergleichen wir einmal die Kapazität der 2026er Anker 737 mit dem, was ich damals im Test 2022 gemessen hatte.

Erfreulicherweise bot die 2026er Anker 737 sogar eine minimal höhere Kapazität. Im Schnitt schaffte diese 589 mAh mehr. Kein gewaltiger Unterschied, aber mehr Kapazität ist immer gut.

 

Extrem schnelles Laden!

Ein Highlight der Anker 737 ist die Ladedauer der Powerbank selbst. So kann die Powerbank mit bis zu 140 W an einem entsprechenden 140 W Ladegerät laden.

So dauerte bei mir im Test eine Ladung gerade einmal 55 Minuten!

Eine 0% auf 100% Ladung in 55 Minuten ist extrem beeindruckend! Nur sehr wenige Powerbanks am Markt schaffen eine vollständige Ladung in unter einer Stunde.

 

Fazit, auch im Jahr 2026 top!

Die Anker 737 ist auch im Jahr 2026 voll empfehlenswert! Wir haben hier eine absolute High End Powerbank, die in vielen Punkten weiter besser ist als 80% aller neueren 140 W Modelle.

  • Konstante Leistung von 140 W ohne Temperatur-Probleme
  • 0% auf 100% Laden in weniger als 1 h
  • Perfekte PPS Range
  • Umfangreiches Display
  • Gute Kapazität von 20169 im Schnitt

Gerade dass die Anker 737 konstant 140 W liefern kann und in unter 1 Stunde lädt, ist außergewöhnlich. Das schaffen nur die wenigsten aktuellen 140 W Powerbanks.

Unter der Haube scheint es zudem bei der aktuellen 2026er Version ein paar Firmware Optimierungen zu geben, welche die Kompatibilität zu neueren Geräten verbessern.

Zu guter Letzt der Preis, du bekommst die Anker 737 regelmäßig für unter 100€. Gerade wenn dir die konstante Leistung und das schnelle Laden wichtig sind, gibt es hier kaum etwas Besseres am Markt in dieser Preisklasse!

Angebot
Anker Prime Powerbank, 24000mAh 140W Max, Digitales Display...

Pro

  • Konstante 140 W Leistung – und das ohne Temperatur-Probleme
  • Extrem schnelles Laden der Powerbank selbst: 0 % auf 100 % in nur ~55 Minuten
  • Perfekte PPS Range (4,5–21 V bei bis zu 5 A) 
  • 2x USB C mit jeweils bis zu 140 W
  • Umfangreiches, informatives Display
  • Gute reale Kapazität von 20.169 mAh im Schnitt (84 % der Herstellerangabe)
  • Firmware-Optimierungen beim 2026er Modell – bessere Kompatibilität mit neueren Geräten (z. B. Framework 16)
  • Hochwertige, massive Verarbeitung

Kontra

  • Mit 641 g etwas schwer und für 2026 nur durchschnittlich kompakt
  • Bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Ports drosselt sich die Leistung (z. B. 2x 70 W)
  • Noch kein AVS Support

Ente Auth im Test: Die beste 2FA-App und echte 2FAS-Alternative?

Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist heute unverzichtbar, um unsere digitalen Konten abzusichern. Lange Zeit waren hierfür die Apps von Google und Microsoft die beliebteste und einfachste Wahl. Allerdings steht hinter diesen Apps „Big Tech“ und funktional sind diese eher einfach.

In letzter Zeit hat sich 2FAS als der Goldstandard für viele etabliert. So habe ich auch lange Zeit 2FAS genutzt. Allerdings ist hier die Synchronisierung zwischen Android und iOS nicht möglich und in letzter Zeit hatte ich Probleme unter iOS.

Daher war ich auf der Suche nach einer Alternative, und ich bin fündig geworden: Ente Auth

 

Was macht Ente Auth so besonders?

Während viele 2FA-Authentifikatoren entweder auf eine rein lokale Nutzung setzen oder auf eine sehr spezifische Cloud-Integration (wie iCloud/Google Drive), bietet Ente Auth einen eigenen kostenfreien Cloud-Speicher.

Hierdurch ist eine Synchronisation zwischen verschiedenen Systemen problemlos möglich. Du legst dir einen Account bei Ente Auth an und fertig!

Dabei werden deine 2FA-Tokens mit deinen privaten Schlüsseln verschlüsselt, bevor sie das Gerät verlassen. So haben weder die Entwickler noch Dritte zu irgendeinem Zeitpunkt Zugriff auf deine Codes.

Wir haben hier also eine echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung!

Hinzu kommt, dass Ente Auth Open Source ist, daher wissen wir auch, dass diese Verschlüsselung sauber ist.

Zusammengefasst:

  • Echte Cross-Plattform-Synchronisierung
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE)
  • Open Source

Großer Funktionsumfang

Dabei ist Ente Auth auch generell als 2FA-Authentifikator extrem gut!

Die Benutzeroberfläche ist sauber und aufgeräumt, es gibt eine Suchfunktion, passende Icons zu populären Diensten, benutzerdefinierte Reihenfolgen, Tags usw.

Auch sehr cool: Neben dem aktuellen 2FA-Code zeigt dir Ente Auth auch bereits den nächsten Code an. Sind auf dem aktuellen Code nur noch ein paar Sekunden, kannst du also bereits den nächsten eintippen und absenden, wenn er aktiv ist.

 

Keine Werbung, Tracker oder Kosten

In Ente Auth gibt es weder Werbung noch Tracker noch irgendwelche In-App-Käufe. Ente Auth ist komplett kostenfrei!

 

Für Android, iOS, Windows, Linux und Mac

Ente Auth ist nicht nur für Smartphones verfügbar, sondern auch für Windows, macOS und Linux-Systeme!

https://ente.com/auth/#download-auth

Hinzu kommt die Möglichkeit, die Codes über die Webseite aufzurufen, komplett ohne App.

 

Fazit

Für mich ist Ente Auth die beste 2FA-App für meine Bedürfnisse und vielleicht für die einiger Power-User. 2FAS bleibt zwar eine großartige App, aber Ente Auth löst das Synchronisationsproblem zwischen verschiedenen Plattformen einfach perfekt!

Dass eine App einen eigenen, Ende-zu-Ende-verschlüsselten Cloud-Sync anbietet, komplett Open Source ist und dabei auch noch vollständig auf Werbung, Tracker und In-App-Käufe verzichtet, ist heutzutage eine absolute Seltenheit.

Die Entwickler haben hier ein mächtiges, sicheres und zugleich extrem nutzerfreundliches Werkzeug geschaffen. Smarte Features, wie die Vorschau auf den nächsten Token oder die vollwertigen Desktop-Apps, runden das Gesamtpaket perfekt ab.

Kurzum: Wenn du nach einer 2FA-App suchst, schau dir mal Ente Auth an!

Der beste universelle Kartenleser? Der llano Kartenleser im Test

Ich bin ein großer Fotografie-Freak und habe einige Kameras, mit SD, CFexpress Typ A und Typ B Speicherkarten. Zudem muss ich ab und an auch microSD Speicherkarten lesen.

Das Notebook meiner Wahl, das Dell XPS 16, hat leider keinen integrierten Kartenleser und selbst wenn wäre es nur SD oder microSD.

Daher muss ich immer einen gesonderten Kartenleser nutzen. Aber hier ein Modell finden, das mit allen Speicherkarten umgehen kann, vor allem auch den exotischeren CFexpress Speicherkarten ist gar nicht so einfach.

Nun bin ich aber über den llano CFexpress Typ A/B Kartenleser gestolpert. Für unter 50€ bietet dieser Support für

  • SD
  • microSD
  • CFexpress Typ A
  • CFexpress Typ B

Dabei werden keine Adapter oder ähnliches benötigt!

Wollen wir uns einmal den llano CFexpress Typ A/B Kartenleser im Test ansehen und schauen, ob dieser der beste Kartenleser für Fotografen ist.

 

Der llano CFexpress Typ A/B Kartenleser im Test

Der llano Kartenleser ist mit 114 x 59 x 15 mm etwas größer gebaut als typische Kartenleser. Dieser hat eher die Abmessungen eines kleinen USB C Docks.

Dies liegt aber natürlich an den recht vielen Slots, die der Kartenleser mitbringt.

  • SD
  • microSD
  • CFexpress Typ A
  • CFexpress Typ B

Hinzu kommen gleich zwei USB C Ports. Der eine USB C Port ist ein Uplink, also für die Verbindung zu deinem PC. Der zweite USB C Port ist für eine zusätzliche Stromversorgung. Dies war bei mir allerdings zu keinem Zeitpunkt nötig.

Mit im Lieferumfang liegt ein passendes USB C auf USB C/A Kabel, du kannst aber praktisch jedes x-beliebige Datenkabel nutzen.

Etwas unnötig ist die RGB Beleuchtung am Ende des Kartenlesers…

 

USB C 3.2 Verbindung

Genau genommen ist der llano CFexpress Typ A/B Kartenleser nicht das schnellste Modell auf dem Markt, aufgrund der USB Verbindung.

So nutzt der llano Kartenleser eine USB C 3.2 Gen 2 10 Gbit Verbindung zu deinem PC. Daher ist die maximale Datenrate auf 10 Gbit hart limitiert. Praktisch sind dies meist um die 1000 MB/s.

Es gibt CFexpress Typ A und Typ B Kartenleser, die auf Thunderbolt oder USB 4 setzen. Diese haben entsprechend nicht dieses fixe 1000 MB/s Limit, sind dafür aber nicht so universell einsetzbar und nach meiner Erfahrung gerne auch mal etwas zickiger.

 

Mehrere Speicherkarten auf einmal

Erfreulicherweise kannst du beim llano mehrere Speicherkarten auf einmal auslesen! So ist es möglich, gleichzeitig eine SD, microSD und CFexpress Speicherkarte auszulesen.

Lediglich die beiden CFexpress Slots lassen sich nicht gleichzeitig verwenden. Dennoch ist es für mich eine positive Überraschung, vor allem dass intern sich der SD und microSD Slot nicht eine Verbindung teilen.

 

UHS-I Speicherkarten mit mehr als 105 MB/s

Theoretisch können Speicherkarten nach dem UHS-I Standard maximal 105 MB/s erreichen. Für Geschwindigkeiten darüber hinaus muss der UHS-II Standard genutzt werden.

Allerdings bietet gerade SanDisk einige SD und microSD Speicherkarten mit mehr als 105 MB/s an, die aber nur UHS-I-fähig sind. Das ist ein proprietärer Standard, der nicht von allen Endgeräten oder Kartenlesern unterstützt wird.

Erfreulicherweise unterstützt der llano Kartenleser allerdings diesen proprietären Standard und kann auch diese Speicherkarten mit voller Geschwindigkeit lesen, sowohl im microSD wie auch SD Karten Slot.

 

Leistungsvergleich

Um die Leistung des llano Kartenlesers zu bewerten, habe ich mir mehrere Speicherkarten und Kartenleser geschnappt.

Folgende Speicherkarten habe ich genutzt:

Neben dem Kartenleser von llano habe ich folgende Modelle ebenfalls in den Vergleich geschickt:

Die Leistungswerte habe ich mit CrystalDiskMark ermittelt und ich nehme hier die für Speicherkarten relevanten SEQ1MQ1T1 Werte.

Lesend:

SD CFexpress A CFexpress B microSD
llano 298,31 616,51 758,73 190,55
Sony MRW-G2 273,76 538,88
PGYTECH 298,3 623,71
ProGrade 252,72 513,06
PERGEAR 591,52 727,48

Schreibend:

SD CFexpress A CFexpress B microSD
llano 290,3 627,69 858,71 95,62
Sony MRW-G2 266,44 549,89
PGYTECH 290,37 629,9
ProGrade 270,72 648,23
PERGEAR 677,11 819,15

 

Was sagen uns diese Werte?

Was die Tabellen direkt zeigen: Der llano spielt durchweg in der Spitzengruppe mit.

Beim SD-Slot liegt der llano mit 298,31 MB/s lesend praktisch gleichauf mit dem PGYTECH (298,3 MB/s) und damit klar vor dem Sony MRW-G2 und dem ProGrade. Schreibend ergibt sich dasselbe Bild, llano und PGYTECH trennt mit 290,3 zu 290,37 MB/s quasi nichts, beide setzen sich vom Rest ab. Hier holst du also faktisch das Maximum aus deiner SD-Karte heraus.

Bei CFexpress Typ A wird das Feld enger. Lesend muss sich der llano mit 616,51 MB/s nur dem PGYTECH (623,71 MB/s) ganz knapp geschlagen geben, schreibend liegen llano (627,69 MB/s), PGYTECH, ProGrade und PERGEAR alle in einem schmalen Band beieinander. Diese Unterschiede liegen im Bereich der Messtoleranz, im Alltag wirst du davon nichts spüren.

Richtig interessant wird es bei CFexpress Typ B, denn hier treten nur der llano und der PERGEAR gegeneinander an. Und der llano gewinnt dieses Duell deutlich: 758,73 zu 727,48 MB/s lesend und 858,71 zu 819,15 MB/s schreibend. Wer also vor allem auf CFexpress Typ B setzt, bekommt beim llano die schnellere Wahl.

Bleibt noch der microSD-Slot. Die 190,55 MB/s lesend sind hier der eigentlich spannende Wert: Er beweist, dass der llano den proprietären SanDisk-Standard über 105 MB/s tatsächlich umsetzt. An einem Kartenleser ohne diese Unterstützung würdest du hier bei rund 105 MB/s hängenbleiben. Die 95,62 MB/s schreibend sind übrigens kein Manko des Lesers, sondern schlicht das Limit der Karte selbst.

Was in keiner Tabelle steht, du aber im Hinterkopf behalten solltest: Das 10-Gbit-Limit der USB-Verbindung bremst hier nichts aus. Keine der getesteten Karten kommt auch nur in die Nähe der rund 1000 MB/s, der Flaschenhals ist also die Speicherkarte, nicht der llano (mit Ausnahme der CFexpress Typ B Speicherkarten).

 

Fazit

Für unter 50€ macht der llano CFexpress Typ A/B Kartenleser erstaunlich wenig falsch. Er liest SD, microSD, CFexpress Typ A und Typ B ohne Adapter, lässt dich mehrere Karten gleichzeitig auslesen und unterstützt sogar die proprietären schnellen UHS-I-Karten von SanDisk. Leistungsmäßig spielt er durchweg in der Spitzengruppe mit und gewinnt bei CFexpress Typ B sogar das direkte Duell.

Ja, mit Thunderbolt- oder USB-4-Lesern lässt sich das 10-Gbit-Limit theoretisch knacken. In der Praxis bremst dieses Limit aber nur sehr selten aus, wenn dann nur bei CFexpress Typ B Speicherkarten, dafür ist der llano universeller einsetzbar und im Alltag deutlich unkomplizierter.

Wenn du also, wie ich, einen Kartenleser suchst, der wirklich mit allem umgehen kann, dann bist du hier richtig!