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4smarts GaN Flex Pro 200W Test – Perfektes 200W Ladegerät für Notebooks & Smartphones

4smarts bietet mit dem GaN Flex Pro 200W ein interessantes Multiport-USB-Ladegerät an. Neben der hohen Leistung von bis zu 200 W zeichnet sich dieses vor allem durch eine gewisse Flexibilität aus.

So verfügt dieses Ladegerät über verschiedene Aufsätze, welche nicht nur die Nutzung in verschiedenen Ländern erlauben, sondern auch die Nutzung wahlweise als Schreibtisch- oder als Steckdosen-Ladegerät.

Interessant! Wollen wir uns das 4smarts GaN Flex Pro 200W einmal im Test anschauen und wie gut dieses vor allem auch technisch ist.

An dieser Stelle vielen Dank an 4smarts für das Zur-Verfügung-Stellen des GaN Flex Pro 200W für diesen Test.

 

Das 4smarts GaN Flex Pro 200W im Test

Auf den ersten Blick handelt es sich beim GaN Flex Pro 200W um ein recht typisches Multiport-Schreibtisch-Ladegerät.

Dieses misst 90 x 77 x 32 mm und bringt 418 g auf die Waage. Für ein Modell mit 200 W recht typische Werte.

Allerdings beim Anschluss wird es interessant. So hat das Ladegerät den US-Stecker integriert, welcher via Adapter wahlweise zu unserem EU- oder zum UK-Stecker werden kann.

Diese Adapter werden gut integriert und sitzen fest am Gerät. Neben diesen Adaptern liegt aber auch ein Verlängerungskabel bei, welches dir erlaubt, das Ladegerät auf dem Schreibtisch zu nutzen. Praktisch!

Ansonsten setzt das 4smarts GaN Flex Pro 200W auf ein recht einfaches weißes Kunststoff-Gehäuse, welches soweit aber gut gemacht ist.

 

Anschlüsse des 4smarts GaN Flex Pro 200W

Das 4smarts GaN Flex Pro 200W besitzt 4x USB-C-Ports.

  • USB C 1 + 2 – 100 W PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB C 3 + 4 – 50 W PPD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/2,5A

Die beiden primären USB-C-Ports des Ladegerätes bieten eine Leistung von 100 W nach dem universellen USB Power Delivery Standard.

Die beiden sekundären Ports jeweils 50 W. Damit hat das Ladegerät genug Power, um zwei große Notebooks oder ein Notebook + Tablet + Smartphone mit dem vollen Tempo zu laden.

 

Perfekte PPS-Range

Ein großes Lob gibt es für die umfangreiche Unterstützung für den PPS-Standard durch das 4smarts GaN Flex Pro 200W.

  • USB C 1 und 2 – 5–21 V bei bis zu 5 A
  • USB C 3 und 4 – 3,3–16 V bei bis zu 3A oder 3,3–21 V bei bis zu 2,5A

Das ist eine perfekte PPS-Abdeckung! So ist 5–21 V bei bis zu 5 A die maximale PPS-Range, besser geht es nicht!

Entsprechend ist dieses Ladegerät auch perfekt für die diversen Samsung- und Google-Pixel-Smartphones geeignet, welche großen Wert auf PPS legen.

Auch die „sekundären“ USB-C-Ports bieten eine sehr umfangreiche und gute PPS-Abdeckung, auch wenn diese nicht bei allen Samsung-Smartphones für das 45-W-Schnellladen reicht.

 

Spannungsstabilität

Zwar ist die Spannung auf der 5V dicht an der Grenze des USB-PD-Standards, aber generell hält sich das 4smarts GaN Flex Pro 200W an alle Spannungsgrenzwerte.

 

Belastungstest

Wie üblich habe ich auch das 4smarts GaN Flex Pro 200W einem Belastungstest unterzogen. Bei diesem schaue ich, ob ein Ladegerät die beworbene Leistung auch über einen längeren Zeitraum konstant ausgeben kann.

Und ja, das sieht gut aus! Ich hatte das Ladegerät 4 Stunden mit 2x 100 W belastet und dieses konnte die Last aushalten.

Dabei erreichte dieses äußerlich mit unter 70 Grad auch eine „überschaubare“ Temperatur. Lediglich in den USB-C-Ports wurden +-80 Grad erreicht, was aber auch keine kritisch hohe Temperatur ist.

 

Effizienz

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Effizienz des 4smarts GaN Flex Pro 200W.

Im Test schwankte die Effizienz zwischen 60,7 % bei sehr niedriger Last (5W) und 93,5 % bei Volllast (200W).

Das ist eine sehr große Spanne! So würde ich die minimale Effizienz eher als schwach bezeichnen. Nicht ganz überraschend, besonders leistungsstarke Ladegeräte tun sich bei sehr niedriger Last immer recht schwer. Allerdings nur 60 % bei 5 W ist schon recht wenig.

Im Gegensatz dazu steht die maximale Effizienz von 93,5 % bei Volllast, welche fantastisch ist! Dies ist eine der höchsten Effizienz-Messungen, die ich bisher im Test hatte.

 

Fazit

4smarts ist einer der „Geheimtipps“ im Bereich der Ladegeräte und Powerbanks. Warum, zeigen diese auch wieder mit dem GaN Flex Pro 200W.

Wir haben hier ein technisch einwandfreies High-Power-USB-Ladegerät. Dieses bietet vor allem 2x 100-W-USB-C-Ports mit perfekter PPS-Range. Diese Ports können auch jeweils konstant 100 W liefern.

Hinzu kommt das flexible Design mit verschiedenen Aufsätzen, Verlängerungskabel usw.

Allerdings ist auch nicht alles perfekt. So ist das Ladegerät nicht gerade kompakt, was aber bei 200 W Maximalleistung auch nicht ganz unerwartet ist, und die Effizienz bei sehr niedriger Last ist recht gering. Bei hoher Last ist die Effizienz hingegen fantastisch!

Suchst du also ein leistungsstarkes USB-Ladegerät mit 2x 100 W Leistung, dann ist das 4smarts GaN Flex Pro 200W eine sehr gute Wahl!

MAOMAOCON 3000 mWh Lithium AA Akkus Test, die günstigsten Lithium AA Akkus bisher im Test!

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Lithium-AA-Akkus sind etwas Tolles. Gerade dass diese nicht unter dem Problem der Tiefen-Entladung leiden, kann deren Lebenserwartung deutlich über NiMH-Akkus liegen. Weitere Pluspunkte für Lithium-AA-Akkus sind die konstante Spannung und Leistung.

Allerdings gibt es auch einige Punkte, die gegen Lithium-AA-Akkus sprechen, wie der Preis. Lithium-AA-Akkus sind in der Regel ein gutes Stück teurer als NiMH-Akkus. Allerdings bin ich per Zufall über die MAOMAOCON 3000 mWh Akkus gestolpert.

Hier kostet ein Set aus 8 Akkus und dem passenden Ladegerät zum Zeitpunkt des Tests gerade einmal 14 €, was ein hervorragender Preis ist.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Sind die MAOMAOCON 3000 mWh Lithium-AA-Akkus auch wirklich gut? Erreichen diese wirklich 3000 mWh? Finden wir es im Test heraus!

 

Die MAOMAOCON 3000 mWh im Test

Die MAOMAOCON 3000 mWh Lithium-Akkus werden in einem kleinen Set geliefert, welches aus 8 Akkus und einer Lade- bzw. Aufbewahrungsbox besteht.

Eine sehr ähnliche Ladebox finden wir in vielen solcher Akku-Sets, wie z. B. auch bei den schon von mir getesteten UseNiy Lithium-AA-Akkus. Dies spricht dafür, dass wir hier im Kern ein Set vom gleichen Fertiger haben, was natürlich ein großer Pluspunkt wäre.

Die Ladebox besitzt 8 Slots und setzt auf ein flaches Design. Die Ladebox wird via USB-C mit Strom versorgt. Für jeden Slot in der Ladebox gibt es zudem eine kleine LED, welche beim Laden blinkt bzw. durchgehend leuchtet, wenn der Akku voll ist.

Ich mag zwar diese Ladeboxen mit Klapp-Deckel lieber, aber funktional gibt es hier nichts zu bemängeln.

Auch die Akkus selbst wirken gut gemacht. Diese machen einen hochwertigen Eindruck und ähneln von der Machart anderen Lithium-AA-Akkus, die ich bisher im Test hatte.

 

Schutz vor Tiefentladung

Lithium-AA-Akkus besitzen eine eingebaute Schutzschaltung, die dich vor Überlastung, Kurzschlüssen und Tiefentladung schützt. Klassische NiMH-Akkus nehmen dagegen oft Schaden, wenn ihre Spannung unter 1 Volt sinkt, ein häufiges Problem in Geräten, die ursprünglich für Einwegbatterien entwickelt wurden.

Die MAOMAOCON-Akkus bieten dir eine intelligente Abschaltfunktion, die automatisch greift, sobald die kritische Entladungsgrenze erreicht ist. Das verlängert die Lebensdauer deiner Akkus erheblich. Dank dieser Technologie halten Lithium-AA-Akkus in Sachen Haltbarkeit oft länger durch als herkömmliche NiMH-Modelle.

 

Kapazitätsangaben verstehen: mAh vs. mWh

Wenn du Akkuleistungen vergleichst, begegnen dir zwei Maßeinheiten: Milliamperestunden (mAh) und Milliwattstunden (mWh). Beide beschreiben unterschiedliche Aspekte der Akkukapazität:

mAh (Milliamperestunden): Gibt dir an, wie viel Ladung gespeichert ist und wie lange dein Akku bei einer bestimmten Stromstärke durchhält. Die Betriebsspannung fließt hier nicht mit ein.

mWh (Milliwattstunden): Zeigt dir die tatsächlich verfügbare Energie und errechnet sich aus mAh × Spannung. Diese Angabe ist besonders wichtig, wenn du Akkus mit unterschiedlichen Technologien vergleichen möchtest.

  • NiMH-Akkus: Nennspannung von 1,2 V
  • Lithium-AA-Akkus: Nennspannung von 1,5 V

Ein NiMH-Akku mit 2900 mAh liefert dir etwa 3500 mWh (2900 mAh × 1,2 V), während ein Lithium-Akku mit derselben mAh-Zahl dank der höheren Spannung auf rund 4350 mWh kommt. Für einen fairen Vergleich solltest du daher auf die mWh-Angabe achten.

 

Einsatzgebiete: Nicht jedes Gerät profitiert von Lithium-Akkus

Trotz ihrer Vorteile sind Lithium-AA-Akkus nicht für alle Anwendungen deine beste Wahl. In Geräten mit extrem niedrigem Stromverbrauch wie Uhren, Fernbedienungen oder Wetterstationen können sie wegen ihres integrierten Spannungswandlers ineffizient arbeiten. Meine Tests zeigen, dass ihre Kapazität bei sehr niedriger Last (z. B. 0,1 A) schlechter ausfällt als bei moderater Belastung (z. B. 0,4 A).

Für solche Anwendungen sind NiMH-Akkus die sinnvollere Option für dich. Lithium-Akkus wie die von MAOMAOCON zeigen hingegen ihre Stärken in Geräten mit höherem Energiebedarf – etwa in Taschenlampen, Radios, LED-Kerzen oder motorbetriebenen Geräten. Hier entfalten sie ihre volle Leistungsstärke und Langlebigkeit und bieten dir auch ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

 

Wie hat Techtest.org die Lithium-AA-Akkus getestet?

Zum Testen der MAOMAOCON-AA-Akkus habe ich das SkyRC MC3000 Ladegerät/Testgerät verwendet. Damit habe ich die Akkus bei 0,1 A, 0,4 A und 1 A entladen. Ich habe jeweils 4 Akkus aus dem Set getestet, um dir die üblichen Serienschwankungen aufzeigen zu können.

 

Wie hoch ist die Kapazität der MAOMAOCON Akkus?

Kommen wir zum spannendsten Punkt: Wie hoch ist die nutzbare Kapazität der MAOMAOCON 3000 mWh Akkus?

Im Schnitt erreichten die Akkus bei 0,1 A Last 1816 mAh bzw. 2715 mWh. Bei 0,4 A Last konnte ich 1847 mAh bzw. 2743 mWh erreichen und bei 1 A von 1697 mAh bzw. 2415 mWh.

Damit liegen wir bei der nutzbaren Kapazität etwas unter der Angabe von 3000 mWh, was aber bei solchen Akkus normal ist.

Wir sehen hier aber auch eine leichte Serienstreuung. So war Akku Nummer 3 durchweg etwas schlechter als die anderen. Allerdings ist auch solch eine leichte Serienstreuung nicht ungewöhnlich und bei fast allen Herstellern zu beobachten.

 

Im Vergleich

Wo wir schon bei anderen Herstellern sind: Wie schneiden hier die MAOMAOCON Akkus im Vergleich ab?

Die MAOMAOCON Akkus liegen ganz klar etwas unter den Modellen, die mit 3600 mWh werben, die ich bisher im Test hatte. Allerdings liegen diese über den Modellen mit integriertem USB-Ladeport.

Von daher ein „erwartungsgemäßes“ Abschneiden.

 

Volle Power, fast bis zum Schluss

Lithium-AA-Akkus wie die von MAOMAOCON liefern eine stabile Spannung, die selbst unter Last stabil und unabhängig vom Ladezustand bleibt. Bei einer Entladung mit 1 A halten sie konstant etwa 1,5 V, ideal für Geräte, die volle Leistung benötigen. Doch bleibt die Spannung wirklich immer gleich?

Nicht ganz: Bei etwa 4–5 % Restkapazität sinkt die Spannung gezielt auf 1,1 V ab. Aber warum? Viele Geräte erkennen den Akkustand nämlich anhand der Spannung. Würde diese bis zum Ende bei 1,5 V bleiben, gäbe es keine Warnung vor leer werdenden Akkus. Die gezielte Absenkung signalisiert dem Gerät: „Achtung, bald ist Schluss!“, sodass es rechtzeitig eine Low-Battery-Meldung anzeigen kann. Diese intelligente Spannungsregelung ist bei vielen Lithium-AA-Akkus Standard, allerdings nicht bei allen.

 

Laden der Akkus

Offiziell solltest du Lithium-Akkus wie diese immer nur in der originalen Ladebox laden. Allerdings scheinen diese Art von Lithium-Akkus so ziemlich alle einfach mit 5 V zu laden. Daher ist das Laden anderer ähnlicher Lithium-Akkus in der Ladebox der MAOMAOCON möglich und umgekehrt, dies aber auf eigene Gefahr.

Die Akkus laden in der beiliegenden Ladebox mit knapp unter 2 W pro Stück. So erreichten 4 Akkus beim parallelen Laden eine maximale Leistungsaufnahme von ± 6,6 W in der Spitze.

Der parallele Ladevorgang von 4 Akkus dauerte ca. 2:45 h.

 

Fazit

Derzeit findest du einige Lithium-basierte AA- und AAA-Akkus bei Amazon und Co. Dabei scheinen allerdings viele Modelle vom gleichen Fertiger zu stammen.

Es scheint hier zwei Klassen zu geben: die Modelle mit 3600 mWh und die Modelle mit 3000 mWh.

Die Modelle mit 3000 mWh haben dabei auch wirklich eine leicht schlechtere Kapazität in der Praxis als die 3600-mWh-Modelle, das scheint also durchaus zur Herstellerangabe zu passen.

In meinem Test erreichten MAOMAOCON Akkus im Schnitt rund 1847 mAh bzw. 2743 mWh. Dies ist eine „passende“ Kapazität für einen Akku dieser Klasse.

Allerdings ist auch ganz klar zu sagen, dass wir hier kein Kapazitätswunder vor uns haben. Von der reinen Kapazität sind viele NiMH-Akkus den MAOMAOCON überlegen.

Du kaufst diese Art von Akkus primär für die konstante Spannung/Leistung und beispielsweise den Schutz gegen das Tiefentladen.

Grundsätzlich kann ich allerdings die MAOMAOCON 3000 mWh Akkus empfehlen, vor allem aufgrund des recht günstigen Preises.

Der beste SATA-Controller! Wie gut ist der ASM1166?

Wenn dein PC nicht genug SATA-Anschlüsse hat, gibt es jede Menge Möglichkeiten, über PCIe-Karten oder „RAID“-Controller nachzurüsten. Du findest hier im Handel Hunderte, teils sehr günstige PCIe-Karten oder sogar M.2-Steckkarten mit verschiedensten Controllern. Einer der neuesten und spannendsten Controller ist hier der ASM1166.

Dieser PCIe-zu-SATA-Controller bietet bis zu 6 SATA-Anschlüsse, unterstützt 6,0 Gbit/s SATA, diverse PCIe-Stromsparfunktionen usw. Aber wie gut funktioniert dieser Controller in der Praxis und welche Datenraten erlaubt dieser wirklich? Finden wir es im kurzen Test heraus!

 

Die ASM1166-Controller-Karte

SATA-Controller-Karten mit dem ASM1166 gibt es in verschiedenen Bauformen. Es gibt diese als PCIe-Steckkarten oder auch als M.2-Module!

Ich habe hier im Test die reguläre Version als PCIe-Steckkarte. Diese setzt auf eine kompakte Bauform mit optionaler Low-Profile-Blende. Diese Controller-Karte scheint dabei auf ein Referenzdesign zu setzen.

So gibt es kein weiteres Herstellerbranding oder Ähnliches und es gibt viele vergleichbare Controller-Karten im Handel unter x Namen. Abseits des Controllers, welcher unter einem passiven Kühlkörper versteckt ist, gibt es auch nicht viele passive Komponenten.

Die 6 SATA-Anschlüsse sind auf der Rückseite der Karte angebracht. Interessanterweise verfügt die Controller-Karte für jeden SATA-Port über eine Status-LED am oberen Rand. Diese sind erstaunlich hell und blinken bei Aktivität. In einem Server nicht störend, aber in einem PC mit Seitenfenster könnten die LEDs schon etwas nervig sein.

 

Umfangreicher Support

Ein großer Pluspunkt des ASM1166-Controllers ist der umfangreiche Support für Betriebssysteme und Features. So gilt der ASM1166 beispielsweise als sehr gut für Unraid geeignet und steht dort auch auf der Community-Empfehlungsliste. Grundsätzlich unterstützt der ASM1166 auch den Sleep-Modus von Festplatten und auch selbst PCIe-Energiesparzustände (L0s/L1/L23/L3). Die Festplatten werden „1 zu 1“ durchgereicht, mit allen SMART-Werten, Seriennummern usw.

 

Aktuelle Firmware

Meine Controller-Karte wurde bereits mit der aktuellen Firmware „221118“ ausgeliefert.

 

Welche Datenraten sind beim ASM1166 möglich?

Controller-Karten mit dem ASM1166-Chipsatz gibt es mit verschiedenen PCIe-Schnittstellen. Grundsätzlich unterstützt der Controller PCIe 3.0 und es gibt hier im Handel entsprechende Karten mit PCIe-x1- oder -x4-Anbindung. Ich habe die Karte mit PCIe 3.0 x4. Welche Datenraten können nun mit dem Controller erreicht werden?

Zunächst sehen wir mit einer SSD Datenraten von 566 MB/s lesend und 519 MB/s schreibend. Damit bietet jeder der SATA-Ports erst einmal die volle SATA-6,0-Gbit/s-Geschwindigkeit. Aber was, wenn du auf mehrere Laufwerke auf einmal zugreifst? Hierfür habe ich bis zu 6 SATA-SSDs in ein RAID 0 gesteckt, um die maximale Datenrate zu ermitteln, die der Controller schafft.

Bei mir erreichte der ASM1166 im absoluten Maximum 1772 MB/s lesend und 1704 MB/s schreibend. Natürlich etwas weniger als die theoretisch maximalen +/- 3000 MB/s, welche die 6 SATA-SSDs schaffen sollten. Allerdings sind 1772 MB/s alles andere als schlecht. Gerade wenn du diesen Controller mit HDDs nutzt, wird dieser die volle Leistung liefern. HDDs schaffen meist +/- 250 MB/s in der Spitze, 6 x 250 MB/s = 1500 MB/s, welche mit dem ASM1166 möglich sind.

 

Hitzeentwicklung

Leider ist es nicht möglich, via Software auszulesen, wie heiß der Controller selbst wird. Allerdings erreichte der Kühlkörper bei mir im Test in einem Open-Air-Aufbau ohne direkten Luftstrom rund 45 Grad.

Selbst unter konstanter Volllast änderte sich dies nicht groß. Entsprechend benötigt der ASM1166 abseits des passiven Kühlkörpers keine besondere Kühlung.

 

Fazit zum ASM1166 SATA-Controller

Der ASM1166 erweist sich als ausgezeichnete Wahl für alle, die ihren PC oder Server um zusätzliche SATA-Anschlüsse erweitern möchten. Der Controller überzeugt durch solide Leistung und erreicht an jedem Port die vollen SATA 6,0 Gbit/s (+/- 566 MB/s lesend, 519 MB/s schreibend im Test).

Die maximale Gesamtbandbreite liegt bei bis zu 1772 MB/s lesend und 1704 MB/s schreibend bei parallelem Zugriff auf alle sechs Ports. Für den Einsatz mit HDDs ist diese Performance mehr als ausreichend, hier liefert der Controller problemlos die volle Leistung.

Die breite Betriebssystem-Unterstützung (inklusive Unraid), die vollständige Durchreichung von SMART-Werten und die Unterstützung von Energiesparmodi machen den ASM1166 zu einem durchdachten Allround-Controller. Die geringe Hitzeentwicklung (ca. 45 °C unter Last) ist ein weiterer Pluspunkt – passive Kühlung genügt vollkommen.

Einziges Manko: Die sehr hellen Status-LEDs können in PCs mit Seitenfenster störend wirken.

Empfehlung: Für Server- und NAS-Systeme sowie für PC-Nutzer, die mehrere Festplatten betreiben möchten, ist der ASM1166 eine klare Kaufempfehlung. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, die Performance überzeugt und die Kompatibilität ist hervorragend.

Baseus PicoGo AM61 im Test: Qi2.2 Powerbank mit 45W & 10000mAh überzeugt?

Baseus bietet mit seiner neuen PicoGo AM61 eine spannende Powerbank vor allem für Apple-Nutzer an. So bietet die AM61 eine Kapazität von 10.000 mAh und eine Ausgangsleistung von bis zu 45 W. Allerdings handelt es sich hierbei um eine kabellose Powerbank, welche schon den QI2.2-Standard unterstützt und somit die iPhones der 16er- und 17er-Serie mit bis zu 25 W laden kann.

Eine kompakte Powerbank mit magnetischem Laden nach Qi2.2, 10000 mAh und einem 45-W-USB-C-Anschluss klingt doch gar nicht mal so übel, oder? Wollen wir uns die Baseus PicoGo AM61 einmal im Test ansehen!

 

Die Baseus PicoGo AM61 im Test

Bei der Baseus PicoGo AM61 handelt es sich um eine kabellose magnetische Powerbank. Diese ist also primär gemacht, an dein Smartphone/iPhone „angehängt“ zu werden.

Daher ist es auch wichtig, dass diese nicht zu groß oder zu schwer ist. Mit 210 g und 104 x 68 x 18,5 mm ist die PicoGo AM61 allerdings schon ein Stück größer und schwerer als beispielsweise die Baseus Picogo AM41. Allerdings bietet die AM41 auch „nur“ 15 W kabelloses Laden und nicht 25 W wie die AM61.

Vergleichen wir die AM61 mit der UGREEN MagFlow PB773, dann sieht es wieder deutlich besser aus.

Die UGREEN MagFlow PB773 ist die derzeit einzige andere QI2.2-Powerbank, die ich im Test hatte, und diese ist nochmals ein gutes Stück größer und schwerer.

Was die Haptik und Optik angeht, bin ich mit der Powerbank zufrieden. Diese ist jetzt nicht übermäßig filigran oder außergewöhnlich gearbeitet, aber solide und alltagstauglich. Pluspunkte gibt es hier für das praktische integrierte Ladekabel. Dieses wird bei Nichtnutzung an der Seite verstaut.

 

Das Ladepad

Das Highlight der AM61 ist natürlich das QI2.2-Ladepad. Dieses bietet eine Leistung von bis zu 25 W nach dem universellen QI2.2-Ladestandard, welcher beispielsweise von den Apple iPhones der 16er- und 17er-Generation unterstützt wird, aber auch vom Google Pixel 10 Pro XL.

Des Weiteren sind hier Magnete integriert, die ein „Anheften“ an dein Smartphone erlauben, sofern dieses das magnetische kabellose Laden unterstützt, wie die iPhones oder die Google Pixel 10 Modelle.

 

Anschlüsse der PicoGo AM61

Neben dem kabellosen Ladepad und dem integrierten Ladekabel bietet die AM61 auch noch einen USB-C-Port.

  • USB C – 45 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/2,25A

Beide USB-C-Anschlüsse bieten eine Leistung von bis zu 45 W nach dem USB Power Delivery Standard.

Dies zumindest auf der Ausgangsseite. 45 W ist eine sehr ordentliche Leistung! Diese reicht auch für das kabelgebundene Laden von Smartphones und auch größeren Geräten wie Tablets usw. aus.

 

USB C mit PPS

Erfreulicherweise unterstützt der USB-C-Port, wie auch das integrierte USB-C-Kabel, den PPS-Standard.

  • 5 – 11 V bei bis zu 5 A

Dies ist eine erfreulich große PPS-Stufe, welche beispielsweise das 45-W-Laden in Kombination mit Samsung-Smartphones erlaubt.

 

Konstant 45W? Leider nein

Leider kann die AM61 nicht konstant 45 W liefern. Nach ca. 1/3 der Kapazität drosselte sich die Powerbank auf 30 W herunter.

Bei solch einem kompakten Modell nicht ganz unerwartet, aber natürlich schade.

 

Wie hoch ist die Kapazität der Baseus PicoGo AM61 Qi2.2 Magnetic Power Bank?

Baseus wirbt bei der AM61 mit einer Kapazität von 10.000 mAh. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ich habe die Kapazität der Powerbank über den USB-C-Port bei verschiedenen Lasten gemessen:

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/2A 25.962 5135 7017 70%
9V/1A 24.991 2780 6754 68%
20V/1,5A 27.466 1380 7423 74%

 

Im Test erreichte die Powerbank im Schnitt eine Kapazität von 7065 mAh @3,7V bzw. 26 Wh. Dies entspricht rund 70 % der Herstellerangabe. Das ist akzeptabel für solch eine Powerbank, aber schon sehr am unteren Ende von „akzeptabel“.

Zum Vergleich: Die UGREEN MagFlow PB773 schaffte 7533 mAh im Schnitt, also leicht mehr. Dafür ist diese Powerbank aber auch signifikant größer und schwerer.

 

Laden der AM61

Zwar kann die AM61 mit bis zu 45 W entladen werden, aber das Laden der Powerbank geht mit maximal +- 30 W. Dies ist aber für eine Powerbank dieser Art zu erwarten.

So dauerte hier eine Ladung +- 2 Stunden. Damit ist die Powerbank ungefähr genauso schnell gefüllt wie die UGREEN MagFlow PB773.

Hier können wir auch sehen, dass die AM61 etwas flotter lädt als noch die AM41, welche rund 44 Minuten länger benötigt.

 

Laden und nutzen gleichzeitig?!

Ja, es ist möglich, die Powerbank zu laden und gleichzeitig mit dieser dein Smartphone kabellos zu laden. Genau genommen wird allerdings zunächst dein Smartphone geladen und die Leistung dafür „durchgeschliffen“. Die Powerbank wird nicht zeitgleich geladen.

 

Fazit zur Baseus PicoGo AM61

Solltest du die Baseus PicoGo AM61 nun in deinen Warenkorb legen? Die Antwort ist ein klares „Kommt darauf an“.

Auf der Habenseite steht ganz klar der zukunftssichere Qi2.2-Standard, der dein iPhone 16 oder 17 (und zukünftige Android-Modelle) mit flotten 25 W kabellos versorgt. Auch der USB-C-Anschluss mit seinen 45 W und PPS-Unterstützung ist ein starkes Argument, das selbst Samsung-Smartphones mit maximalem Tempo lädt. Das integrierte Kabel ist zudem ein praktisches Extra, das dir im Alltag Kabelsalat erspart. Zudem ist die Powerbank für ein Modell mit dem Qi2.2-Standard relativ kompakt.

Allerdings gibt es auch Schattenseiten: Die vollen 45 W liegen leider nicht dauerhaft an und die reale Kapazität von rund 7000 mAh ist zwar akzeptabel, aber kratzt am unteren Ende dessen, was wir uns von einem 10.000-mAh-Akku erhoffen. Hier musst du also einen Kompromiss zwischen der kompakten Bauweise und der reinen Ausdauer eingehen.

Baseus PicoGo Qi2.2 Zertifiziert Magsafe Powerbank mit Kabel, 45W...

Zukunftssicherer Qi2.2-Standard mit bis zu 25W kabellosem Laden

Leistungsstarker 45W USB-C-Anschluss

✅ Große PPS Range 5 – 11 V / 5A

Integriertes USB-C-Kabel

✅ Flottes Laden 0% auf 100% in 2 Stunden

Gleichzeitiges Laden der Powerbank und eines Geräts möglich (Durchschleifen)

Keine konstante Leistung von 45W (drosselt auf 30W).

Reale Kapazität mit ~70% (ca. 7065 mAh) eher am unteren Ende.

Kurz gesagt: Suchst du eine kompakte, magnetische Powerbank, die technisch auf dem neuesten Stand ist und dein Smartphone sowohl kabellos als auch per Kabel schnell auflädt? Dann ist die Baseus PicoGo AM61 eine spannende Option, trotz der kleinen Schwächen bei Kapazität und Dauerleistung. Wenn du jedoch jede Milliamperestunde aus deiner Powerbank quetschen willst und auf die letzten Watt Leistung verzichten kannst, gibt es eventuell ausdauerndere Alternativen.

Crucial T710 Test: Die beste PCIe 5.0 SSD 2025?

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Crucial war einer der ersten Hersteller, der PCIe 5.0 SSDs für Consumer angeboten hatte, mit der T700.

Die T700 war auch eine extrem schnelle SSD, aber auch extrem heiß, ineffizient und natürlich auch preisintensiv. Dies lag vor allem am Phison E26 Controller, welcher der erste PCIe 5.0 Controller war.

Allerdings bleibt die Welt nicht stehen und die Entwicklung geht weiter. So gibt es mittlerweile bessere PCIe 5.0 Controller.

Passend dazu bietet Crucial mit der T710 eine Neuauflage der T700 an. Die große Änderung? Der Wechsel auf den Silicon Motion SM2508 Controller.

Der Silicon Motion SM2508 ist nicht nur schneller, sondern vor allem auch effizienter als der alte E26 von Phison.

Wollen wir uns daher einmal die Crucial T710 im Test ansehen und wie diese sich verglichen mit den Konkurrenten von Samsung und Co. schlägt.

An dieser Stelle vielen Dank an Crucial für das Zur-Verfügung-Stellen der T710 für diesen Test.

 

Die Crucial T710 im Test

Bei der T710 handelt es sich erst einmal um eine klassische M.2 SSD im 2280er Format. Crucial bietet diese in zwei Versionen an, mit Kühlkörper und ohne.

Ich habe hier die Version ohne Kühler. Diese wird auch ohne weiteres Zubehör geliefert.

Die SSD selbst setzt auf ein sehr schlichtes schwarzes Design. So ist sowohl die SSD selbst (das PCB) wie aber auch der Aufkleber weitestgehend schwarz gehalten.

 

Die Technik der T710

Das Herzstück der T710 ist der Silicon Motion SM2508 Controller.

  • Silicon Motion SM2508 Controller
  • Schnittstelle: PCIe Gen5 x4
  • Protokoll: NVMe 2.0
  • Fertigungsprozess: TSMC 6nm FinFET
  • CPU: Quad-Core ARM Cortex-R8 und ein zusätzlicher Cortex-M0 für spezielle Aufgaben
  • 8 NAND-Kanäle
  • Unterstützt die 3D TLC (Triple-Level Cell) und QLC (Quad-Level Cell) NAND-Flash-Speicher
  • NAND-Interface-Geschwindigkeiten von bis zu 3.600 MT/s (Megatransfers pro Sekunde)
  • NANDXtend® ECC-Technologie: Mit innovativem 4K+LDPC (Low-Density Parity-Check) Fehlerkorrekturverfahren für verbesserte Datensicherheit und Ausdauer des NAND-Speichers
  • End-to-End Data Path Protection: Schutz der Daten über den gesamten Pfad
  • SRAM ECC & CRC Parity
  • DRAM ECC-Unterstützung

Das Wichtige beim SM2508 ist vor allem die massiv gesteigerte Effizienz. Beim „alten“ Phison E26 war ein großer Kühler Pflicht und die SSDs auf Basis dieses Controllers waren für Notebooks beispielsweise kaum geeignet.

Der SM2508 macht dies deutlich besser. Bei diesem handelt es sich auch um einen vollwertigen High-End-Controller mit DRAM-Cache.

Kombiniert wird dieser Controller mit dem neuesten TLC NAND von Micron, dem B68S.

  • Micron B68S
  • Typ: TLC
  • Technologie: 276-Layer 3D-NAND
  • Topologie: Charge-Trap-Architektur
  • Geschwindigkeit: Bis zu 3600 MT/s I/O-Geschwindigkeit
  • Schnittstelle: Konform mit ONFI 5.1
  • Kapazität pro Die: 1 Tbit (ein Chip kann aus 2 Dies bestehen, also 2 Tbit)
  • Seitengröße: 16 KB
  • Lebensdauer: Ausgelegt für bis zu 3000 P/E-Zyklen (Programm/Lösch-Zyklen)

Damit ist der B68S in der Theorie der schnellste NAND, den du derzeit finden kannst, und somit eine gute Kombination mit dem SM2508.

Lesend Schreibend
1 TB 14900 MB/​s 13700 MB/​s
2 TB 14500 MB/​s 13800 MB/​s
4 TB 14500 MB/​s 13800 MB/​s

In diesem Test schauen wir uns speziell die 2TB Version an. Diese soll lesend bis zu 14500 MB/s und schreibend bis zu 13800 MB/s erreichen.

Damit ist dies auf dem Papier eine der schnellsten SSDs, die du derzeit kaufen kannst.

 

Testsystem

Folgendes Testsystem wurde für die Benchmarks verwendet:

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
  • 16 GB RAM
  • Windows 11 Pro 22H2

Es handelt sich hierbei um das gleiche Testsystem wie bei anderen SSDs.

 

Benchmarks der T710 (CrystalDiskMark, AS SSD, Anvil’s Storage Utilities)

Beginnen wir den Test mit CrystalDiskMark. CrystalDiskMark ist derzeit der beste Test, um die maximale Leistung eines Speicherlaufwerks zu testen. CrystalDiskMark ist nicht immer ganz alltagsnah, aber es ist der beste Test, um die SSD unter „optimalen“ Bedingungen voll auszureizen und somit die Herstellerangaben zu überprüfen.

Im Test erreichte die Crucial T710 maximal 14486 MB/s lesend und 13335 MB/s schreibend. Damit erreicht diese +- die Herstellerangabe.

Dies reicht auch, dass sich die in den Top 3 der bisher getesteten SSDs platziert, gemeinsam mit der Samsung 9100 Pro und der Kingston FURY Renegade G5.

Allerdings ganz an die Leistungswerte vor allem der Kingston kommt die Crucial erstaunlicherweise nicht heran. Nicht dass diese Unterschiede in der Praxis spürbar wären, aber beide SSDs nutzen den gleichen Controller.

CrystalDiskMark bietet auch die Möglichkeit, IOPS und die Zugriffszeit zu messen. Dieser Test ist in der Standardversion etwas speziell und scheint gewisse Hersteller zu bevorzugen. So schneiden hier Samsung-SSDs beispielsweise immer ungewöhnlich schlecht ab.

Auch die Crucial T710 scheint hier nicht so sehr gemocht zu werden und kann sich nur im Mittelfeld platzieren, was zeigt, dass dieser Test etwas speziell ist.

Mit einem Abschneiden im Mittelfeld liegt die T710 hier aber weiterhin vor der Samsung 9100 und +- mit der FURY Renegade G5 gleichauf.

Bei AS SSD sehen wir wieder ein etwas plausibleres Abschneiden. Hier kann die T710 sogar einen Platz vorrücken und erreicht das zweitbeste Ergebnis, das ich bisher im Test hatte. Lediglich die FURY Renegade G5 schafft es nochmals, das Ergebnis leicht zu toppen.

Zu guter Letzt schauen wir uns noch Anvil’s Storage Utilities an. Hier sehen wir wieder ein Top-3-Abschneiden der SSD.

 

PC Mark

Kommen wir von den rein theoretischen Tests zu etwas praktischeren Tests.

Der PC Mark-Test zielt darauf ab, alltägliche Anwendungen wie Bürosoftware und Spiele zu simulieren, was ihn alltagsnäher macht als reine Benchmarks.

Drei Testoptionen stehen zur Verfügung: die „Quick“-Variante, „Data“ und die „volle“ Version. Die „volle“ Version verwendet größere Dateigrößen, was SSDs mit langsameren Schreibgeschwindigkeiten oder aggressiven Schreibcaches schlechter abschneiden lässt.

Hier gibt es aber auch wieder keine großen Überraschungen. Die T710 liefert eine konstant hohe Leistung über alle Teile des Tests hinweg.

Unterm Strich kann sich die T710 sicher in den Top 3 platzieren, ohne negative Auffälligkeiten.

 

3D Mark SSD-Test

Aber was ist mit 3D Mark? 3D Mark konzentriert sich auf die Messung von Spieleladezeiten, die intern simuliert werden. Der Test umfasst:

  • Laden von Battlefield™ V vom Start bis zum Hauptmenü
  • Laden von Call of Duty®: Black Ops 4 vom Start bis zum Hauptmenü
  • Laden von Overwatch® vom Start bis zum Hauptmenü
  • Aufzeichnen eines 1080p-Gameplay-Videos bei 60 FPS mit OBS während des Spielens von Overwatch®
  • Installieren von The Outer Worlds® aus dem Epic Games Launcher
  • Speichern des Spielfortschritts in The Outer Worlds®
  • Kopieren des Steam-Ordners für Counter-Strike®: Global Offensive von einer externen SSD auf das Systemlaufwerk

In 3D Mark sehen wir auch wieder das gleiche Spiel. Die T710 schlägt ihren direkten Vorgänger, die T700, und auch die Lexar NM1090 Pro. Diese setzt sich auf Platz 3, hinter der Samsung 9100 Pro und der Kingston FURY Renegade G5.

 

Praxis-Test: Kopier- und Entpackleistung

Genug mit den Testprogrammen, zum Abschluss kopieren wir noch ganz klassisch zwei Archive mit unterschiedlichen Daten auf die SSD. Diese entpacke ich auf der SSD, was eine parallele Lese- und Schreiblast erzeugt. Dieser Test ist repräsentativ für das Installieren von Spielen und Programmen.

  • Datei-Paket A – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands, ca. 52 GB
  • Datei-Paket B – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands, Total War: Warhammer 3 und GW2, ca. 231 GB

Zunächst beim kleineren Datenpaket erreicht die T710 das gleiche Ergebnis wie die anderen High-End-PCIe-5.0-SSDs. Anscheinend sind wir hier dann so langsam am CPU-Limit angekommen.

Beim größeren Datenpaket sackt die T710 etwas ab, bleibt aber ganz klar im obersten Testfeld.

 

Performance bei konstanter Last (SLC Cache)

Ein wichtiger Punkt ist der SLC-Cache. Moderner NAND ist schreibend oft langsamer, als man erwartet. Kaum eine SSD erreicht konstant mehr als 2.000 MB/s; alles darüber ist meist dem SLC-Cache zu verdanken.

Die meisten aktuellen SSDs nutzen TLC- oder QLC-NAND mit 3 oder 4 Bit pro Zelle. Je mehr Bits pro Zelle, desto komplexer und langsamer wird der Schreibvorgang, insbesondere bei QLC-SSDs, die nach dem Cache sehr langsam sein können.

Daher nutzen SSDs hier einen Trick: Ein Teil des NANDs wird „nur“ mit einem Bit pro Zelle beschrieben, um eine höhere Leistung zu erzielen. Allerdings ist dies natürlich nicht über die gesamte Kapazität möglich.

Für die ersten +- 400 GB liefert die Crucial T710 die volle Leistung. Nach diesen 400 GB am Stück sinkt die Datenrate auf +- 3800 MB/s.

Diese 3800 MB/s werden für 1300 GB gehalten, ehe wir dann nochmals einen Abfall auf +- 1900 MB/s sehen.

Im Schnitt erreichte die T710 eine Schreibrate von 2659 MB/s.

Dies ist erfreulicherweise die beste konstante Schreibrate, die ich bei einer SSD messen konnte!

 

Ein paar Worte zur Hitzeentwicklung

Die Crucial T710 ist keine „kalte“ SSD. Wir haben hier eine High-End-PCIe-5.0-SSD und die sind alle nicht kühl.

Allerdings dank des Silicon Motion SM2508 wird die T710 nicht „bescheuert“ heiß, wie es bei den Modellen mit dem Phison E26 der Fall ist.

Bei der T710 reicht ein kleiner Kühlkörper oder etwas Luftstrom aus und die SSD bleibt im Alltag unter Kontrolle. Ich würde diese in der Regel nicht für Notebooks empfehlen, aber in einem absoluten High-End-Notebook wäre die T710 vermutlich machbar aus Sicht der Temperatur.

 

Fazit

Die Crucial T710 ist eine gelungene Evolution der T700 und zeigt eindrucksvoll, wie viel Fortschritt eine Controller-Generation machen kann. Der Wechsel vom Phison E26 auf den Silicon Motion SM2508 war definitiv die richtige Entscheidung.

Mit Lesegeschwindigkeiten von bis zu 14486 MB/s und Schreibraten von 13335 MB/s im Test liefert die T710 das ab, was Crucial verspricht. Sie reiht sich damit problemlos in die Top 3 der schnellsten Consumer-SSDs ein, die ich bisher testen konnte. Besonders beeindruckend ist die konstante Schreibperformance: Mit durchschnittlich 2659 MB/s über den gesamten Schreibvorgang hinweg setzt die T710 einen neuen Bestwert in meinen Tests.

Der größte Vorteil gegenüber der T700 liegt aber nicht nur in der höheren Geschwindigkeit, sondern vor allem in der deutlich besseren Effizienz. Während bei der T700 und anderen E26-basierten SSDs ein massiver Kühlkörper Pflicht war, kommt die T710 mit deutlich weniger Kühlung aus. Ein kleiner Kühlkörper oder etwas Luftstrom reichen vollkommen aus, das macht die SSD deutlich alltagstauglicher.

In den Praxistests zeigt sich die T710 ebenfalls von ihrer besten Seite. Egal ob im PC Mark, 3D Mark oder beim Entpacken großer Datenmengen, die SSD liefert konstant ab und zeigt keine negativen Auffälligkeiten.

Natürlich muss man sich fragen, ob man eine PCIe 5.0 SSD überhaupt braucht. Für die allermeisten Nutzer reicht eine gute PCIe 4.0 SSD vollkommen aus. Aber wenn du das Maximum an Performance willst und bereit bist, dafür zu zahlen, dann ist die Crucial T710 eine hervorragende Wahl. Sie vereint Top-Performance mit akzeptabler Temperaturentwicklung und liefert die derzeit beste konstante Schreibrate, die ich messen konnte.

Die Crucial T710 ist eine klare Empfehlung für alle, die eine High-End-PCIe-5.0-SSD suchen, die nicht nur auf dem Papier schnell ist, sondern auch in der Praxis überzeugt.

Der Baseus PicoGo AN13 Fast Charger 2C 45W im Test

Baseus bietet mit dem AN13 ein neues Ladegerät in seiner PicoGo Serie an. Mit 45 W und zwei Ladeports ist dieses ein etwas einfacheres Modell, aber im Alltag gerade für Smartphones und Tablets grundsätzlich eine vernünftige Wahl.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist hier der Baseus PicoGo AN13 Fast Charger 2C 45W? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Baseus für das Zur-Verfügung-Stellen des AN13 für diesen Test.

 

Der Baseus PicoGo AN13 Fast Charger 2C 45W im Test

Der AN13 ist Teil von Baseus PicoGo Serie, welche eigentlich für Ladegeräte und Powerbanks mit besonders kompakten Abmessungen steht.

So wiegt das AN13 123 g und misst 49 x 35,7 x 35,8 mm. Vergleichen wir dies einmal mit anderen 45 W Multi-Port Ladegeräten.

Hier können wir sehen, dass das AN13 an sich relativ schwer, aber kompakt ist. Wobei dies auch etwas relativ ist, denn dieses ist größer und genauso schwer wie das Baseus PicoGo AE11 mit 67 W?!

Dies hatte mich etwas überrascht, zeigt aber auch, wie kompakt das AE11 mit seinen 67 W ist.

Qualitativ bin ich mit dem AN13 sehr zufrieden. Dieses fühlt sich hochwertig und massiv an.

 

Anschlüsse des AN13

Das Baseus PicoGo AN13 besitzt genau zwei USB C Ports.

  • USB C – 45 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/2,25A

Beide USB C Ports bieten erst einmal die gleiche Leistung von bis zu 45 W nach dem universellen USB Power Delivery Standard. Damit ist das Ladegerät in der Theorie perfekt für die diversen Samsung-, Apple- und Google-Smartphones geeignet, wie aber auch für kleinere Notebooks und Tablets.

 

Beide Ports gleichzeitig

Allerdings werden, nutzt du beide Ports des AN13, diese gedrosselt, um eine Überlastung des Ladegerätes zu verhindern.

  • 2x – 5V/2,4A, 9V/2,77A, 12V/2,1A, 15V/1,67A, 20V/1,25A

Spannenderweise drosselt das Ladegerät beide Ports auf 25 W herunter. Wir haben hier also genau genommen kein 45 W Ladegerät, sondern ein 50 W Ladegerät.

 

Große PPS Range!

Aber es wird noch besser bei einem Blick auf die PPS Range.

  • 5 bis 11 V bei bis zu 5 A

Dies ist für ein 45 W Ladegerät eine fantastische PPS-Stufe! Genau genommen haben wir hier also kein 45 W Ladegerät oder 50 W Ladegerät, sondern ein 55 W Ladegerät. Sehr gut!

Diese PPS-Stufe ist ausreichend, um derzeit alle Samsung- und Apple-Smartphones mit dem vollen Tempo zu laden. Lediglich für das Google Pixel 9 Pro XL und 10 Pro XL würde eine noch größere PPS Range benötigt.

 

Belastungstest bestanden

Ich habe mit dem Baseus PicoGo AN13 einen Belastungstest durchgeführt. So habe ich das Ladegerät für ca. 6 Stunden an einer elektronischen Last mit konstant 45 W belastet.

Erfreulicherweise hat dies das Ladegerät auch ohne Probleme überstanden!

Dabei hat sich dieses auch vergleichsweise wenig erwärmt.

So erreichte dieses keine 70 Grad, was bei konstanter Last erfreulich wenig ist. Aber dies ist auch keine direkte Überraschung, denn ich glaube, wir haben hier ein Ladegerät, das in Wirklichkeit auf 55 W ausgelegt ist.

Daher sind die beworbenen 45 W Nennleistung kein Problem.

 

Spannung

Bei der Spannung sehen wir einen kleinen Ausreißer. Bei der 5 V Stufe unter Volllast überschreitet die Spannung leicht das vom Standard vorgegebene Maximum.

Ist dies ein Drama? Nein, in der Regel nicht. Ich messe vor dem Ladekabel, aber ein Ladekabel, egal wie gut, sorgt immer für einen Spannungsabfall. Dieser drückt dann die Spannung wieder unter das theoretische Maximum.

Dennoch ist dies ein kleiner Schönheitsfehler.

Bei den anderen Spannungsstufen sieht alles gut aus.

 

Effizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Effizienz des AN13 zu sprechen.

Diese schwankte bei mir im Test zwischen 79,9 % im schlechtesten Fall und 90,4 % im besten Fall.

 

Fazit

Das PicoGo AN13 ist ein sehr gutes 45 W Dual-Port USB Ladegerät. Dieses ist zwar nicht das leichteste oder kompakteste, aber technisch einwandfrei!

Wir haben eine gute Effizienz und eine sehr gute PPS-Stufe für ein 45 W Ladegerät. So kann dieses derzeit alle Samsung Galaxy und Apple iPhones mit dem vollen Tempo laden.

Ist es das, was du suchst, dann ist das Baseus PicoGo eine gute Wahl für ein einfaches Dual-Port Ladegerät.

Die Crucial X10 im Test, die günstige externe SSD mit 20 GBit USB C und QLC

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Crucial hat sein Lineup an externen SSDs mit der neuen X10 erweitert. Die X10 setzt sich preislich ein gutes Stück unter die X10 Pro, soll aber auf dem Papier mit Datenraten von bis zu 2100 MB/s punkten.

Damit ist diese auch ein gutes Stück schneller als die X9 und X9 Pro. Wurde damit vor allem die X9 Pro komplett überflüssig?

Finden wir dies im Test der Crucial X10 heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Crucial für das Zur-Verfügung-Stellen der X10 für diesen Test.

 

Die Crucial X10 im Test

Die X10 setzt auf das bekannte, superkompakte Design der aktuellen Serie externer SSDs von Crucial. So hat diese ± die gleiche Form wie beispielsweise die X10 Pro.

Allerdings ist im Gegensatz zur X10 Pro die reguläre X10 komplett aus Kunststoff gefertigt.

Hierdurch fühlt sich diese natürlich etwas „günstiger“ an, aber generell ist das Gehäuse qualitativ ausreichend gut.

Erfreulicherweise ist die X10 dennoch IP65-zertifiziert. Damit ist diese theoretisch gegen Spritzwasser und Ähnliches geschützt.

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir lediglich einen USB-C-Port. Passend dazu ist im Lieferumfang auch nur ein kurzes USB-C-auf-USB-C-Kabel enthalten.

 

20 Gbit USB-C „USB 3.2 Gen 2×2″: Ein spezieller Anschluss

Die Crucial X10 nutzt einen USB-3.2-Gen-2×2-Port mit 20 Gbit, um eine Datenübertragungsrate von bis zu 2100 MB/s zu erreichen. Dieser USB-Anschluss ist relativ selten, und obwohl die SSD grundsätzlich universell kompatibel ist, benötigst du in der Regel einen speziellen 20-Gbit-USB-C-Port, um das volle Tempo zu nutzen.

Falls du denkst: „Mein Laptop hat einen USB-4-Port mit 40 Gbit oder Thunderbolt mit 40 Gbit, das sollte also für die maximale Geschwindigkeit reichen“, muss ich dich leider enttäuschen.

Hier sind die maximal möglichen Übertragungsraten pro Anschluss:

  • USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit): ca. 400 MB/s
  • USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit): ca. 1000 MB/s
  • USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit): ca. 2100 MB/s
  • Thunderbolt 3 (40 Gbit): ca. 1000 MB/s
  • Thunderbolt 4 (40 Gbit): ca. 1000 MB/s
  • USB 4 (40 Gbit): ca. 1000 MB/s*

Das bedeutet, dass du an den meisten MacBooks und bei rund 99 % aller Notebooks nur etwa 1000 MB/s erreichen wirst, wenn du die Crucial X10 verwendest. Nur wenige Computer verfügen über den „idealen“ 20-Gbit-USB-C-3.2-Gen-2×2-Port, der für die maximale Leistung erforderlich ist.

*Hinweis: Die meisten USB-4-Anschlüsse unterstützen maximal 1000 MB/s in Kombination mit einer USB-3.2-Gen-2×2-SSD. Allerdings gibt es bereits einen neuen USB-4-Controller, den ASM4242, der die vollen 2100 MB/s ermöglicht. Dieser Controller wird zum Beispiel in den neuen X870E-Mainboards verwendet.

 

TLC vs. QLC

Was unterscheidet aber nun die X10 und die X10 Pro? Der Unterschied ist die verwendete NAND-Technologie.

Die Pro-Modelle von Crucial nutzen TLC-NAND, während die regulären Modelle, wie auch die X10, QLC-NAND verwenden.

  • Crucial X9 = QLC-NAND
  • Crucial X9 Pro = TLC-NAND
  • Crucial X10 = QLC-NAND
  • Crucial X10 Pro = TLC-NAND

Grundsätzlich sind TLC-SSDs klar zu bevorzugen, aufgrund der besseren Leistungscharakteristik.

 

Leistung der Crucial X10

Aber wie steht es nun um die Leistung der X10? Laut Crucial soll diese bis zu 2100 MB/s erreichen können.

Unter optimalen Bedingungen in CrystalDiskMark erreichte die X10 bei mir beachtliche 2081 MB/s lesend und 2024 MB/s schreibend.

Diese Werte sind minimal unter der Herstellerangabe, aber generell sind dies sehr beachtliche Werte!

Allerdings, nutzen wir den Windows Explorer für einen einfachen Datentransfer, fallen die Datenraten doch ein Stück.

Hier konnte ich praktisch eher 1580 MB/s lesend und 1222 MB/s schreibend erreichen. Aber dies ist zu erwarten, denn der Windows Explorer ist langsamer als Tests wie CrystalDiskMark.

 

Nachteile von QLC

Mit diesen Datenraten macht die X10 dann doch SSDs wie die Crucial X9 und vor allem auch die X9 Pro überflüssig?

Nicht ganz! Denn wir haben hier eine QLC-SSD und QLC-SSDs haben sehr oft ein Problem mit konstanter Last. So sinkt auch bei der X10 die Datenrate, wenn du große Daten am Stück auf diese schreibst.

So werden die hohen Schreibraten von bis zu 2048 MB/s nur für rund 1/4 der verbliebenen freien Kapazität erreicht. Schreibst du mehr Daten auf die SSD, sinkt die Datenrate sehr stark!

So erreicht die X10 nach dem Cache nur noch eine Datenrate von rund 200–250 MB/s.

Dies ist natürlich ein massiver Einbruch der Datenrate, aber für eine QLC-SSD immer noch relativ flott. So erreicht die X9 nach dem Cache nur noch 60 MB/s!

Lesend bleibt die Datenrate übrigens immer konstant hoch.

 

Fazit

Crucial hat hervorragende externe SSDs, allerdings ist es da gar nicht so einfach, die richtige SSD zu wählen, denn es gibt im Detail mehr Unterschiede, als sie vielleicht auf den ersten Blick sichtbar sind.

So setzt die Crucial X10 auf eine Mischung aus dem 20-Gbit-USB-C-3.2-2×2-Anschluss und QLC-NAND.

So erreicht die SSD unter optimalen Bedingungen mit bis zu 2081 MB/s lesend und 2024 MB/s schreibend sehr hohe Datenraten.

Allerdings kann beim Schreiben von großen Datenmengen am Stück die Schreibrate der SSD auf 200–250 MB/s einbrechen. Ein QLC-typisches Verhalten.

Hierdurch eignet sich die X10, wie aber auch z. B. die X9, nicht für das regelmäßige Hin-und-her-Kopieren von großen Datenmengen. Hierfür würde ich ganz klar zu den Pro-Versionen raten, welche eine gleichbleibende Leistung liefern.

Suchst du allerdings nach einer günstigen externen SSD für beispielsweise Foto-Backups oder andere Anwendungen, wo du Daten primär lesend nutzt (oder als Datengrab), dann ist die X10 eine flottere Version der X9, dies auch nach dem Cache.

Das UGREEN NASync DH4300 Plus im Test, wie gut ist der RK3588C?

Während Synology sich derzeit Mühe gibt, so viel negative Presse zu sammeln wie möglich, mausert sich UGREEN zum neuen Star im NAS-Segment.

Diese erweitern ihr Lineup mit dem DH4300 Plus nun „nach unten“. So stellt das DH4300 Plus einen günstigen Einstieg in die Welt der 4-Bay-NAS-Systeme dar. So bekommst du dieses NAS für derzeit unter 400€ (ohne Festplatten).

Dies ist immer noch eine stolze Summe, aber für ein PreBuild-NAS-System mit entsprechendem Betriebssystem auch nicht zu viel, ganz im Gegenteil!

Im Gegensatz zum DXP4800 setzt allerdings das neue DH4300 Plus auf eine ARM-CPU, den RK3588C.

Eine interessante und auf dem Papier auch spannende Wahl! So ist der RK3588C für einen kleinen ARM-Chip recht mächtig, mit einer 6 TOPS APU und der Fähigkeit zu 8K Hardware Transcoding.

Wollen wir uns das UGREEN NASync DH4300 Plus einmal in der Praxis ansehen und wie gut der RK3588C in der Praxis läuft.

An dieser Stelle vielen Dank an UGREEN für das Zur-Verfügung-Stellen des NAS für diesen Test.

 

Das UGREEN NASync DH4300 Plus im Test

Das DH4300 Plus setzt auf ein recht ungewöhnliches Design für ein NAS-System. So ist dieses eine „Box“.

Du kannst bei dieser den Deckel abheben, unter welchem die Festplatten zum Vorschein kommen. Im Allgemeinen ist dieses Design ein wenig cleaner als das eines regulären NAS-Systems. Dabei bleiben allerdings die Festplatten „Hot Swap“-fähig.

Jede der bis zu 4 Festplatten wird auf einem eigenen Schlitten verschraubt und vertikal eingesetzt. Im Gegensatz zum DXP4800 ist dieser Vorgang hier aber nicht werkzeuglos.

Generell finde ich das Design des NAS wieder sehr gelungen. Auch dieses NAS ist überdurchschnittlich wertig gemacht. Modelle von Synology, aber auch QNAP setzen in dieser Preisklasse auf einen deutlich dünneren und einfacheren Kunststoff.

Ich hätte mir nur eine Möglichkeit gewünscht, den Deckel zu verschrauben (mit einer Daumenschraube oder Ähnlichem).

Auf der Front des NAS finden wir neben dem Einschalter einige weiße Status-LEDs und einen USB-C-Port.

Auf der Rückseite finden wir zwei USB-A-3.2-Gen-1-Ports, HDMI und den wichtigen 2,5-Gbit-LAN-Port. Sehr gut, dass wir hier auch 2,5-Gbit-LAN dabei haben. Sollte 2025 Standard bei jedem NAS sein, ist es aber leider weiterhin nicht.

Das Netzteil beim DH4300 Plus ist extern.

 

Der RK3588C

Das Herzstück des DH4300 Plus ist der RK3588C SoC. Hierbei handelt es sich um einen ARM-Chip. Normalerweise musst du etwas vorsichtig sein, wenn wir ein NAS mit ARM-Chip haben, denn diese sind oftmals recht lahm verglichen mit Intel- oder AMD-CPUs.

Allerdings ist der RK3588C ein recht spannender SoC, der in einigen Punkten beispielsweise dem Intel N100 überlegen ist.

Rockchip RK3588C

  • 8 nm
  • 8 Kerne (Octa-Core)
  • 4x ARM Cortex-A76 @ bis zu 2,4 GHz
  • 4x ARM Cortex-A55 @ bis zu 1,8 GHz
  • GPU – ARM Mali-G610 MP4
  • NPU – bis zu 6 TOPS
  • VPU – Encoding 8K@30fps H.265/HEVC, H.264

Grundsätzlich hat der RK3588C einen recht fähigen CPU-Part. So kannst du davon ausgehen, dass der DH4300 Plus über das Doppelte an CPU-Leistung des Raspberry Pi 5 mitbringt. Aber das Spannende ist die NPU und VPU.

So nutzt UGREEN die NPU unter anderem für KI-Foto-Erkennung und Sortierung, was diese Prozesse massiv beschleunigt. Beispielsweise hat der Intel N100 keine NPU und muss diese Berechnungen mit der CPU machen, was langsamer und ineffizienter ist.

Zudem hat der RK3588C auch eine „VPU“ Video Processing Unit, welche speziell gemacht ist, Videos zu codieren, beispielsweise bei der Nutzung von Jellyfin.

Video-Dekodierung

  • 8K@60fps H.265/HEVC, VP9, AVS2
  • 8K@30fps H.264 AVC/MVC
  • 4K@60fps AV1
  • 1080p@60fps MPEG-2, MPEG-1, VC-1, VP8

Video-Kodierung

  • 8K@30fps H.265/HEVC, H.264
  • Gleichzeitige Kodierung und Dekodierung mehrerer Quellen möglich

Gerade für Media-Anwendungen ist damit der RK3588C eine sehr spannende Angelegenheit, sofern UGREEN auch die NPU und VPU richtig nutzt.

 

Einrichtung

Alle UGREEN-NAS-Systeme haben +- die gleiche Software und nutzen auch die gleiche App.

Grundsätzlich gibt es hier 3 Methoden, um das NAS zu verwalten: über die WebUI, über die App fürs Smartphone oder über die App für Windows.

Allerdings ist es bei UGREEN-NAS-Systemen sehr deutlich sichtbar, dass sie für die „Generation Smartphone“ optimiert sind.

Du kannst auch das DH4300 Plus komplett ohne Smartphone nutzen, du kannst es aber auch ausschließlich via Smartphone nutzen und verwalten.

So habe ich die Einrichtung komplett über das Smartphone gemacht, was über die UGREEN-App erfreulich schnell und auch nutzerfreundlich geschieht. Dabei werden Begriffe wie RAID-Stufen auch ordentlich erklärt. Hier und da wäre noch etwas mehr Benutzerführung nicht schlecht gewesen, beispielsweise eine klare Ansage, was die empfohlene RAID-Stufe ist (bei 4 Festplatten RAID 5), aber generell ist das NAS auch von Einsteigern gut einzurichten über die Smartphone-App.

 

App

UGREEN geht bei seinen Apps einen etwas anderen Weg als Synology und QNAP. So bietet UGREEN nur eine App an, welche allerdings „alles“ kann.

Über diese eine App kannst du das NAS komplett verwalten, Daten abrufen, herunterladen, hochladen, Bilder sortieren, inklusive Auto-Upload, usw.

Hierdurch ist die App natürlich „gut gefüllt“. UGREEN hat zwar einen ordentlichen Job gemacht, die Übersichtlichkeit beizubehalten, aber die App kann auf den ersten Blick etwas überfordern.

Dennoch halte ich UGREEN-NAS-Systeme für die so ziemlich beste Wahl, wenn du großen Wert auf die Smartphone-App und Steuerung über die App legst.

 

WebUI

Neben der App besitzt das NAS auch eine vollständige WebUI. Wobei WebUI vielleicht der falsche Ausdruck ist, wir haben hier eine Benutzeroberfläche in deinem Webbrowser, die eher einem Betriebssystem entspricht.

Das Interface bietet einen Desktop mit Fenstermanager, auf dem Anwendungen parallel in separaten Fenstern ausgeführt werden können. Zu den zentralen Funktionen gehören ein Dateimanager, ein Speichermanager, eine Systemsteuerung und ein App Store.

Der App Store ist wichtig, denn über diesen kannst du einige spannende Anwendungen nachinstallieren. Vor allem die Foto-App ist hier sehr interessant.

In der Systemsteuerung können Benutzerkonten erstellt, Netzwerkeinstellungen vorgenommen oder allgemeine Energieoptionen angepasst werden. Alle Einstellungen erfolgen über eine grafische Oberfläche mit Icons und Menüs. Insgesamt ist die Benutzeroberfläche intuitiver als bei Lösungen wie Unraid oder TrueNAS, und in den letzten Updates hat diese doch einen guten Feinschliff erhalten.

Diese ist zwar weiterhin nicht ganz so hübsch wie bei Synology, aber funktional gibt es hier nichts zu bemängeln.

Nach der Erstkonfiguration, die das Anlegen eines Benutzerkontos umfasst, empfiehlt es sich, den Speichermanager zu nutzen, um die eingebauten Festplatten oder SSDs zu einem RAID zu verschalten. Auch dieser Prozess wird durch eine benutzerfreundliche grafische Oberfläche erleichtert und erfordert kaum technisches Wissen.

Du musst lediglich entscheiden, welches RAID-Level und Dateisystem (ext4 oder btrfs) du möchtest.

 

Welche Dienste werden unterstützt?

Folgende Dateidienste/Dienste unterstützt das DH4300 Plus:

  • SMB (Windows File Share)
  • FTP (FTPS)
  • NFS
  • Rsync
  • WebDAV
  • Bonjour
  • wsdd2
  • UPnP
  • Telnet
  • SSH

Damit unterstützt das NAS alle wichtigen Dienste.

 

UGREEN Fotos

Die Foto-App von UGREEN soll im Kern eine Alternative zu Diensten wie Google Fotos darstellen. Bilder, die du hier hochlädst, landen in deinem persönlichen Ordner auf dem NAS und werden in der App in einer Art Timeline angezeigt.

Zudem kannst du Bilder in Alben sortieren, teilen (auch mit Passwort), auf einer Karte ansehen usw. Es gibt sogar eine Personen- und Objekterkennung. Erkannte Personen werden auf Wunsch in Alben gruppiert usw.

Die Objekterkennung ist zugegebenermaßen nicht perfekt, aber durchaus brauchbar.

Zugriff besteht auf UGREEN Fotos nicht nur über die WebUI, sondern natürlich auch über die Smartphone-App.

Die Smartphone-App erlaubt zudem auch ein automatisches Hochladen von gemachten Bildern.

Damit ist die UGREEN-Foto-App eine der aus meiner Sicht „wertvollsten“ Apps des NAS.

 

Mit Docker!

Obwohl wir hier eine ARM-CPU haben, unterstützt das DH4300 Plus auch Docker. So kannst du auf diesem beliebige Docker-Container laufen lassen.

Natürlich ist der Rockchip RK3588C mit 8 GB RAM kein „Virtualisierungs-Monster“, aber für kleinere Docker-Container, wie den Home Assistant, PiHole usw. ist er ausreichend.

Erneut haben wir hier mehr als das Doppelte an CPU-Leistung des Raspberry Pi 5 und signifikant mehr GPU-, VPU- usw. Leistung.

Entsprechend sind Container, die auch für einen Raspberry Pi geeignet sind, für das DH4300 Plus kein Problem.

 

Datenraten und Leistung

Erfreulicherweise ist das DH4300 Plus ein recht flottes NAS! So läuft die Benutzeroberfläche sehr sauber und die Ladezeiten sind gering. Auch startet das NAS flott und selbst das Erstellen von Miniaturansichten in der Foto-App geht recht schnell. Ja, KI-Erkennungen dauern etwas, aber auch diese dauern nicht „ewig“.

Gefühlt läuft das NAS nicht langsamer als Modelle mit dem Intel N100, fast eher im Gegenteil!

Aber wie steht es um die Netzwerk-Datenraten?

CrystalDiskMark bescheinigt dem NAS lesend satte 295 MB/s und schreibend 258 MB/s. Dies mit 4x 4TB HDDs im RAID 5.

Praktisch erreichte ich ca.:

  • Lesend 251 MB/s
  • Schreibend 229 MB/s

Dies sind starke Werte, die mit der 2,5-Gbit-LAN-Verbindung kaum besser gehen!

 

Jellyfin mit Hardware Transcoding!

Die Video-Streaming-App Jellyfin unterstützt beim DH4300 Plus Hardware Transcoding mithilfe der „VPU“.

So ist Jellyfin mit dem DH4300 Plus in der Lage, 4K-Blu-ray „Live“ umzuwandeln, sodass ein Streaming auch über WLAN oder auf schwächere Geräte möglich ist.

Und ja, hierfür wird auch wirklich die VPU genutzt. Wichtig: Du musst bei Jellyfin auch das Hardware Transcoding in den Einstellungen aktivieren, von Haus aus ist dies nicht eingeschaltet.

 

Lüfter und Lautstärke

Im Allgemeinen ist das DH4300 Plus sehr leise! Der Lüfter arbeitet dezent und ist nicht aufdringlich.

Allerdings habe ich hier eher „einfache“ 4-TB-HDDs genutzt, welche eher kühl arbeiten. Ich könnte mir vorstellen, dass das NAS mit heißen HDDs schon die Lüfter etwas höher fahren muss, um die Festplatten kühl zu halten.

Generell ist das NAS aber angenehm leise.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch eines NAS hängt stark von den Festplatten ab. Festplatten können bis zu 10 W pro Stück fressen, entsprechend bis zu 40 W hier. Dafür „kann“ das NAS nichts und ist ein fixer Verbrauch bei allen Modellen.

Hier ein paar Referenzwerte für das DH4300 Plus:

  • Ohne Festplatten – ca. 5 W
  • Leerlauf mit 4x 4 TB HDDs – ca. 20 W
  • Netzwerklast mit 4x 4 TB HDDs – ca. 27 W

Das reine NAS benötigt mit 2,5-GBit-LAN-Verbindung gerade einmal +- 5 W! Das ist extrem wenig. Im Kern braucht also das NAS keinen Strom, sondern der Verbrauch kommt primär von den HDDs.

Hier mit recht einfachen 4-TB-HDDs lag der Verbrauch im Leerlauf bei rund 20 W und bei Netzwerk-Last bei um die 27 W.

Unterm Strich ist das DH4300 Plus ein sehr sparsames NAS!

 

Fazit

Das UGREEN NASync DH4300 Plus ist ein erfreulich gelungenes Einstiegs-NAS, das zum aktuellen Preis von unter 400€ ein starkes Gesamtpaket bietet. UGREEN zeigt hier eindrucksvoll, dass sie es ernst meinen mit ihrer Ambition im NAS-Markt.

Der Einsatz des Rockchip RK3588C ist dabei eine clevere Entscheidung. Ja, wir haben hier eine ARM-CPU, aber keine lahme. Mit seiner NPU für KI-Beschleunigung und der VPU für Hardware-Transcoding bis 8K ist der Chip gerade für Media-Anwendungen top aufgestellt. In der Praxis läuft das NAS flott und fühlt sich nicht langsamer an als Modelle mit Intel N100, eher im Gegenteil.

Die Netzwerk-Performance ist mit knapp 250 MB/s lesend und 230 MB/s schreibend ausgezeichnet und schöpft die 2,5-Gbit-LAN-Verbindung nahezu voll aus. Dass UGREEN hier überhaupt 2,5 Gbit verbaut hat, verdient Lob – sollte 2025 Standard sein, ist es aber leider nicht.

Besonders stark ist das DH4300 Plus für Nutzer, die viel Wert auf die Smartphone-Integration legen. Die UGREEN-App ist umfassend und ermöglicht die komplette Verwaltung des NAS vom Smartphone aus. Die Foto-App mit KI-Gesichtserkennung und Auto-Upload ist dabei ein echtes Highlight und eine brauchbare Alternative zu Google Fotos.

Die WebUI ist funktional solide, wenn auch nicht ganz so hübsch wie bei Synology. Docker-Support ist vorhanden und für kleinere Container absolut ausreichend. Der Stromverbrauch von nur rund 5 W für das NAS selbst (ohne HDDs) ist vorbildlich.

Kleinere Kritikpunkte: Die Festplatten-Montage ist nicht werkzeuglos, und eine Möglichkeit, den Deckel zu sichern, wäre praktisch. Auch wissen wir noch nicht, wie UGREEN das NAS in Zukunft mit Updates versorgen wird.

Unterm Strich ist das UGREEN NASync DH4300 Plus eine klare Empfehlung für Einsteiger, die ein modernes, sparsames und gut ausgestattetes 4-Bay-NAS suchen, besonders wenn Smartphone-Integration und Media-Features wichtig sind. Schau dir aber auch mal das DXP4800 mit Intel N100 an. Dieses ist nur minimal teurer und bietet zwei NVMe-Slots zusätzlich.

Ist das DXP4800 generell besser als das DH4300 Plus? Nein!

Terramaster D4 Test: 4-fach NVMe-Gehäuse mit USB 4 im Review

Terramaster bietet mit dem D4 ein DAS bzw. externes NVMe-SSD-Gehäuse an, welches auf USB 4 bzw. Thunderbolt 3 setzt. Dieses kann aber nicht einfach nur eine SSD aufnehmen, sondern gleich 4 NVMe-SSDs.

Entsprechend kannst du mit diesem Gehäuse den Speicher deines PCs oder deines Servers massiv erweitern. Dank USB 4 bzw. Thunderbolt 3 auch in der Theorie mit sehr hoher Leistung.

Wollen wir uns das Terramaster D4 in einem kleinen Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Terramaster für das Zur-Verfügung-Stellen des D4 für diesen Test.

 

Das Terramaster D4 im Test

Bei dem Terramaster D4 handelt es sich um eine 138 x 60 x 140 mm große „Box“ aus einem matten schwarzen Kunststoff.

Hierdurch sieht das D4 auf den ersten Blick fast eher wie eine externe HDD aus, allerdings trügt dieser Anschein.

So besteht das Gehäuse aus zwei Teilen. So haben wir den äußeren Kunststoffrahmen und den inneren Korpus, welcher sich herausschieben lässt. Hierfür haben wir eine Schraube auf der Rückseite, welche das innere Teil fixiert.

Ansonsten findet sich auf der Oberseite ein Einschalter und auf der Rückseite der USB-C-4-Port wie auch der Anschluss für ein Netzteil.

Ja, das Terramaster D4 benötigt zwingend ein externes Netzteil, welches beiliegt.

 

Im Inneren

Im Inneren des D4 finden wir 4x M.2-NVMe-SSD-Slots in der typischen 2280er-Größe. Grundsätzlich akzeptiert das Gehäuse hier universell alle NVMe-SSDs.

So habe ich hier eine bunte Mischung aus Modellen verbaut, die alle tadellos erkannt wurden:

  • Acer Predator GM7
  • Lexar NM790
  • Crucial P5 Plus
  • WD Black SN750

 

Die Technik

Grundsätzlich nutzt das Terramaster D4 eine USB-4- bzw. Thunderbolt-3- oder -4-Verbindung. Diese erlaubt eine Datenrate von theoretisch bis zu 40 Gbit.

Effektiv ist USB 4 eine externe PCIe-4.0-x4-Verbindung. Terramaster teilt diese PCIe-4.0-x4-Verbindung in 4x PCIe-4.0-x1-Verbindungen auf.

Jede SSD bekommt also nur eine PCIe-4.0-Lane, was das Tempo beim Zugriff auf eine einzelne SSD beschneidet. Lediglich wenn du auf mehrere SSDs gleichzeitig zugreifst, erhältst du die volle Geschwindigkeit.

Als Controller kommt hier der ASM2464PDX zum Einsatz, welcher eine sehr gute Wahl ist! Es handelt sich hierbei um einen recht modernen und leistungsfähigen USB-4-Controller.

 

Abwärtskompatibel, auch USB 3.2

Erfreulicherweise ist das Terramaster D4 dank des ASM2464PDX auch abwärtskompatibel!

So kannst du das Gehäuse auch an einem USB 3.2 Gen 2×2 20 Gbit, USB 3.2 Gen 2 10 Gbit, USB 3.2 Gen 1 5 Gbit und sogar via USB 2.0 nutzen.

Allerdings sind dann die Datenraten natürlich deutlich reduziert, auf das Maximum der jeweiligen Schnittstelle.

 

Nur Software-RAID

Das D4 hat keinen integrierten „RAID-Controller“. Die SSDs werden komplett transparent an dein System durchgereicht. Willst du einen RAID-Verbund, musst du dies dann über die Software deines PCs oder Servers machen.

Hierdurch lässt sich aber auch für jede SSD die kompletten SMART-Werte auslesen.

 

Datenraten des Terramaster D4

Aber welche Datenraten sind vom D4 nun zu erwarten?

Sprechen wir nur eine der verbauten SSDs via USB 4 an, scheint das Maximum bei rund 1600 MB/s lesend und 1540 MB/s schreibend zu liegen.

Dies macht auch Sinn, PCIe 4.0 x1 hat eine theoretische Bandbreite von 1969 MB/s, ohne Overhead durch USB 4, Protokolle usw.

Im Folgenden habe ich die vier verbauten NVMe-SSDs in Windows in ein RAID 0 gepackt. Dies zeigt uns das Maximum, welches das Gehäuse schafft.

Hier erreichte ich 3438 MB/s lesend und 2746 MB/s schreibend. Dies entspricht auch +/- dem Maximum der USB-4-Verbindung in der Praxis, nach meiner Erfahrung.

 

Lautstärke und Kühlung

Die SSDs im D4 werden ohne Kühler verbaut. Allerdings finden sich im Boden des Gehäuses 2x 40-mm-Lüfter, welche frei über die SSDs blasen.

Diese beiden 40-mm-Lüfter sind erstaunlich leise! So ist das Gehäuse praktisch nicht hörbar, was bei 40-mm-Lüftern echt überraschend ist.

Auch reicht dieser Airflow aus, um die SSDs gut zu kühlen. Bei mir haben sie praktisch nie die 60-Grad-Marke überschritten.

Solltest du besonders heiße SSDs verbauen, wäre es aber auch kein Problem, diese mit einem kleinen Kühler auszustatten.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch des Terramaster D4 wird in der Praxis natürlich etwas je nach verbauten SSDs schwanken.

Bei mir brauchte das Gehäuse mit 4x SSDs ca. 7 W im Leerlauf und ca. 11-13 W unter Last.

 

Fazit

Das Terramaster D4 ist ein durchdachtes externes NVMe-Gehäuse, das eine praktische Lösung für alle bietet, die ihren Speicher massiv erweitern möchten. Mit Platz für vier M.2-SSDs und USB-4-/Thunderbolt-3-Unterstützung ist es besonders für Content Creator, Fotografen oder Server-Betreiber interessant.

Die Verarbeitung ist solide, wenn auch komplett aus Kunststoff. Besonders positiv fällt die erstaunlich leise Kühlung auf – 40-mm-Lüfter, die man nicht hört, sind eine echte Seltenheit! Auch die Temperaturen bleiben mit unter 60 °C durchweg unkritisch.

Beim Tempo muss man allerdings Abstriche machen. Mit nur einer PCIe-4.0-Lane pro SSD sind maximal rund 1600 MB/s pro Laufwerk drin. Das ist deutlich weniger, als die SSDs nativ schaffen würden. Erst im RAID 0 mit allen vier SSDs holt man die vollen ~3400 MB/s aus der USB-4-Verbindung raus.

Angebot
TERRAMASTER D4 SSD NVMe Gehäuse - 40Gbps 4Bay, USB Speicher Typ-C...

Pro

  • Platz für 4x M.2 NVMe-SSDs (2280)
  • USB 4 / Thunderbolt 3/4 Unterstützung mit bis zu 40 Gbit/s
  • Abwärtskompatibel
  • Erstaunlich leise 40-mm-Lüfter (praktisch unhörbar)
  • Gute Kühlung
  • Vollständige SMART-Auslesung möglich
  • Solide Verarbeitung
  • Im RAID 0 bis zu ~3400 MB/s erreichbar
  • Moderner ASM2464PDX Controller
  • Geringer Stromverbrauch (7 W Leerlauf, 11-13 W Last)

Kontra

  • Nur eine PCIe 4.0 Lane pro SSD (max. ~1600 MB/s pro Laufwerk)
  • Kein Hardware-RAID-Controller (nur Software-RAID möglich)
  • Externes Netzteil erforderlich

Wer also häufig auf einzelne SSDs zugreift, wird hier gebremst. Für Backups, Archive oder wenn man ohnehin mit RAID arbeitet, ist das D4 aber eine feine Sache. Die Abwärtskompatibilität bis USB 2.0 und die vollständige SMART-Auslesung sind weitere Pluspunkte.

Unterm Strich ist das Terramaster D4 ein empfehlenswertes Gehäuse für spezifische Anwendungsfälle, vorausgesetzt, man kennt die Performance-Grenzen bei einzelnen SSDs.

UGREEN MagFlow W711 Test: 3-in-1 Qi2 Ladestation mit 25W für iPhone 16/17

UGREEN bietet mit seiner MagFlow Serie erste kabellose Qi 2.2 Ladegeräte und Powerbanks an. Diese können beispielsweise die iPhone 16 und 17er Serie kabellos mit bis zu 25 W laden. Dies war bisher exklusiv mit Apples eigenen Ladegeräten möglich, nun aber auch mit 3. Anbieter-Modellen, die Qi 2.2 unterstützen.

Die Powerbank und auch ein erstes kabelloses Ladegerät aus der MagFlow Serie hatten wir uns bereits im Test angesehen. In diesem Artikel soll es sich um den großen UGREEN W711 3-in-1 Wireless Charger drehen.

Dieser bietet nicht nur ein Qi 2.2 25 W Ladepad, sondern auch gleich Lademöglichkeiten für die Apple Watch und die Apple Ohrhörer an.

Wollen wir uns den UGREEN W711 3-in-1 Wireless Charger einmal in einem kleinen Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an UGREEN für das Zur-Verfügung-Stellen des Ladegerätes für diesen Test.

 

Das UGREEN MagFlow 3-in-1 Magnetisches Kabelloses Desktop Ladegerät im Test

Beim UGREEN MagFlow 3-in-1 handelt es sich um eine etwas größere Ladestation. So misst diese 14,8 x 8,1 x 6 cm.

Diese ist gemacht, ein Smartphone magnetisch zu laden (MagSafe oder Qi 2.2), wie aber auch die Apple AirPods und die Apple Watch. Das Ladepad für die Apple Watch lässt sich dabei einklappen.

Zwar ist das kabellose Laden des Smartphones „universell“, aber grundsätzlich ist die Ladestation natürlich schon etwas an die Apple-Kunden gerichtet.

Dabei setzt UGREEN auf ein hochwertiges Design, auch wenn die Ladestation weitestgehend aus Kunststoff gefertigt ist.

Lediglich das Gelenk für das Ladepad, welches sich ausklappen lässt, ist aus Metall gefertigt.

Dennoch würde ich das UGREEN W711 ganz klar als Premium-Produkt einordnen.

 

Mit Netzteil

Mit im Lieferumfang des UGREEN MagFlow 3-in-1 Ladegerätes ist ein passendes USB-C Netzteil.

Klingt selbstverständlich, ist es aber bei kabellosen Ladegeräten nicht!

Das hier mit im Lieferumfang liegende USB-C Netzteil bietet eine Leistung von bis zu 45 W nach dem USB Power Delivery Standard, wie auch eine PPS-Stufe von 5 – 11 V bei bis zu 3 A.

Dies ist also ein solides 45 W Netzteil.

 

Die Ladepads

Insgesamt besitzt das UGREEN MagFlow W711 3 kabellose Ladepads.

  • Universelles Qi 2.2 Ladepad – bis zu 25 W
  • AirPod Ladepad – bis zu 5 W
  • Apple Watch Ladepad – bis zu 5 W

Das primäre Ladepad kann bis zu 25 W nach dem Qi 2.2 Standard bereitstellen. Dabei setzt dieses natürlich auch auf integrierte Magnete, um dein Smartphone zu halten.

Dieses ist voll Apple MagSafe kompatibel, aber auch zum Beispiel zu Googles PixelSnap.

 

USB-C Ausgang

An der Ladestation findet sich neben den 3 Ladepads auch ein USB-C Ausgang. Dieser bietet allerdings nur 5V/2A und ist beispielsweise für Kopfhörer oder Ohrhörer gedacht, die sich nicht kabellos laden lassen.

 

Bis zu 25 W mit dem iPhone

Mit iOS 26 hat Apple die Modelle der 16er und 17er Generation kompatibel zu Qi 2.2 gemacht. Somit kann beispielsweise das iPhone 16 Pro oder das 17 Pro mit bis zu 25 W an einem entsprechenden Qi 2.2 Ladegerät laden.

Glücklicherweise haben wir hier genau solch ein Qi 2.2 Modell mit dem UGREEN MagFlow W711.

Und ich kann hier bestätigen, dass das 25 W kabellose Laden mit dem iPhone 17 Pro Max beispielsweise tadellos funktioniert.

Aber nicht nur mit dem iPhone, auch das Google Pixel 10 Pro XL kann mit bis zu 25 W an diesem Ladegerät kabellos magnetisch laden.

Auch das Laden anderer Smartphones bzw. älterer iPhones ist möglich, wenn diese das magnetische Laden unterstützen (z.B. durch eine entsprechende Hülle). Aber hier ist dann das Laden auf maximal 15 W limitiert.

 

Stromverbrauch im Leerlauf

Im Leerlauf benötigt das kabellose Ladegerät mit dem beiliegenden 45 W Netzteil rund 1,24 W.

Dies ist weder extrem viel noch wenig. Kabellose Ladepads benötigen immer etwas Strom im Standby, und wir haben hier effektiv 3 kabellose Pads, weshalb der Leerlaufverbrauch etwas höher ausfällt.

Dies ist aber leider normal für solch ein Modell.

 

Fazit

Das UGREEN MagFlow W711 3-in-1 Wireless Charger ist eine hochwertige All-in-One-Ladelösung, die sich primär an Apple-Nutzer richtet. Die Kombination aus Qi 2.2 Ladepad mit bis zu 25 W, Apple Watch Ladestation und AirPods Ladepad macht das Gerät zu einem praktischen Desk-Setup für alle, die mehrere Apple-Geräte gleichzeitig laden möchten.

Besonders positiv fällt auf, dass UGREEN ein passendes 45 W Netzteil direkt mitliefert – bei kabellosen Ladegeräten leider keine Selbstverständlichkeit. Das hochwertige Design mit Metallgelenk und die solide Verarbeitung unterstreichen den Premium-Anspruch des Produkts.

Das Highlight ist zweifellos die Qi 2.2 Unterstützung, die das kabellose Laden von iPhone 16 und 17 Modellen mit vollen 25 W ermöglicht. Auch das Google Pixel 10 Pro XL profitiert von der hohen Ladeleistung. Ältere Smartphones sind zwar ebenfalls kompatibel, werden dann aber auf maximal 15 W limitiert.

Der Standby-Verbrauch von 1,24 W liegt im normalen Bereich für ein 3-in-1 Ladegerät, könnte aber sparsamer sein.

Angebot
UGREEN MagFlow 3-in-1 Magnetic Wireless Desktop-Charger 25W, Qi2...
  • Ultraschnelles 25W Schnellladen: Mit Qi2-Zertifizierung lädt das...
  • Lade 3 Geräte gleichzeitig: iPhone, AirPods und Watch können...
  • Klappmechanismus per Knopfdruck: Einfach antippen, schon klappt...
  • Zertifiziertes Schnellladen für Watch: Mit dem offiziell...
  • Verstellbar und stabil: 16 leistungsstarke Magnete sorgen für...

Insgesamt aber eine klare Empfehlung für das Apple-Ökosystem mit moderner Qi 2.2 Technologie! Auch wenn natürlich der Preis mit über 100 € durchaus stolz ist.