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Shelly Plug S Gen3 Review: Die smarte Steckdose ohne Cloud-Zwang ideal für Balkonkraftwerke!

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Shelly ist einer meiner Lieblingshersteller im Smart-Home-Bereich. Diese bieten solide Produkte zu fairen Preisen mit großem Funktionsumfang und hoher Kompatibilität an.

Sicherlich das „Brot und Butter“-Modell in Shellys Lineup ist der „Plug“. Der Plug ist ein smarter Zwischenstecker, der mittlerweile in der 3. Generation ist.

Dieser erlaubt neben dem Ein-/Ausschalten der angeschlossenen Geräte auch das Messen des Stromverbrauchs oder der Einspeisung bei Solaranlagen!

Dabei bietet dieser eine tolle Kompatibilität zu Drittanbietersystemen, wie z. B. Smartthings, dem Home Assistant und jetzt in der 3. Generation auch zum Matter-Standard.

Wollen wir uns den Shelly Plug S Gen3 in einem kurzen Test ansehen!

 

Der Shelly Plug S Gen3 im Test

Der Shelly Plug S Gen3 ist ein sehr kompakter Zwischenstecker. Viel kleiner ist es kaum möglich, solch einen zu bauen. Entsprechend stört dieser in Mehrfachsteckdosen auch nicht den Nachbarn, fast im Gegenteil.

Dabei setzt dieser auf einen weißen Kunststoff mit einem kleinen durchsichtigen Kunststoffteil am oberen Rand. Unter diesem ist eine Status-LED angebracht, welche in unterschiedlichen Farben leuchten kann.

Ansonsten finden wir am Plug S Gen3 nur noch eine Taste, welche das manuelle Schalten an der Steckdose erlaubt.

 

WLAN und Bluetooth

Der Shelly Plug S Gen3 unterstützt WLAN und Bluetooth. Bluetooth wird dabei primär für eine einfachere Koppelung mit dem Smartphone und WLAN-Einrichtung genutzt.

Bluetooth kann hier aber auch für die Verbindung zu Shelly-Bluetooth-Geräten genutzt werden.

 

Volle Flexibilität (kein Cloud-Zwang)

Ein großes Highlight an Shelly-Produkten ist deren Flexibilität. Du möchtest die Shelly App nicht nutzen? Kein Problem! Du kannst den Shelly Plug S Gen3 auch einfach über einen PC einrichten.

So erstellt der Shelly Plug S Gen3 einen WLAN-Access-Point, in den du dich für die Einrichtung einklinken kannst.

Auch nach der Einrichtung präsentiert der Plug S Gen3 eine vollständige und Cloud-unabhängige WebUI.

Entsprechend sollte der Shelly Plug S Gen3 auch voll funktionsfähig bleiben, sollte der Hersteller mal den Support einstellen.

Du kannst diesen aber auch wie ein klassisches Smart-Home-Produkt nutzen und mit der Shelly App und Cloud verbinden.

 

Die Shelly App

Shelly hat seine Smart-Home-App ein gutes Stück anders aufgebaut als die typischen 0815-Smart-Home-Apps anderer Hersteller.

An sich immer eine Sache, die ich begrüße, aber ich bin kein großer Fan der Shelly App. Aus persönlicher Sicht finde ich diese einfach unübersichtlich und etwas kompliziert.

Klar, die App macht, was du möchtest, aber suchst du ein „möglichst einfaches“ Smart-Home-Erlebnis, bist du bei Herstellern mit der Tuya-Smart-Life-Plattform oder Switchbot besser dran.

So ist die Shelly App sehr verschachtelt und einfach etwas unübersichtlich, gerade wenn du neu in dieser bist. Auch die Steuerung der Produkte selbst über die App ist „komplizierter“.

Dies liegt aber auch daran, dass die Shelly-Produkte einen sehr großen Funktionsumfang haben und es einfach sehr viele Einstellungsmöglichkeiten gibt. So gibt es hier um einiges mehr erweiterte Optionen als bei 0815-Smart-Home-Steckdosen.

Du kannst beispielsweise selbst Skripte schreiben, die auf dem Plug S Gen3 laufen, Dienste wie MQTT oder Websocket nutzen usw.

Natürlich kannst du auch als Smart-Home-Einsteiger Shelly-Produkte und die Shelly App verwenden, aber die Lernkurve ist hier klar etwas höher als bei den 0815-Anbietern.

 

Maximal 2500 W

Eine Beschränkung, vermutlich auch aufgrund der kompakten Abmessungen, ist die auf eine maximale Leistung von 2500 W bzw. 12 A.

 

Vollwertige WebUI

Wie angesprochen, kannst du auf die Shelly App verzichten und komplett alle Werte und Daten über die WebUI einsehen, welche auch Internet-/Cloud-unabhängig arbeitet. Dafür musst du einfach die IP-Adresse des Produktes in deinem Webbrowser eingeben und du landest auf der WebUI.

Hier siehst du Live-Verbrauchswerte, einen Zähler, alle Optionen und kannst natürlich auch die Steckdose steuern. Es ist auch möglich, auf der Smart-Steckdose direkt einen Internet-unabhängigen Timer zu hinterlegen.

Mir gefällt die WebUI generell sehr gut! Vor allem, dass wir hier nicht zwingend auf eine Cloud angewiesen sind.

 

Als Repeater nutzbar

Spannenderweise kannst du auf Wunsch den Shelly Plus Plug S Gen 3 als WLAN-Repeater nutzen!

Die WLAN-Steckdose kann also parallel mit deinem WLAN verbunden sein und ein eigenes WLAN mit von dir wählbarer SSID und Passwort aussenden!

Wild! Solch eine Funktion habe ich bei einer WLAN-Steckdose noch nie gesehen, außer bei Shelly-Produkten.

Allerdings sei natürlich dazu gesagt, dass die Geschwindigkeit „überschaubar“ ist. Wir kommen hier praktisch auf ca. 10 Mbit Up/Download im WLAN-N-Standard.

Dies ist aber ein nettes Feature, um beispielsweise mehrere WLAN-Steckdosen „hintereinander“ zu schalten, falls das Signal etwas dünn wird. So kannst du ein kleines „IoT-WLAN-Netz“ aufbauen.

 

MQTT und HomeAssistant

Der Shelly Plus Plug S Gen 3 unterstützt sehr viele Drittanbietersysteme, so auch MQTT und den HomeAssistant. Gerade die HomeAssistant-Anbindung ist sehr gut!

Tipp, mehrere Smart Home Systeme mit dem Home Assistent gemeinsam steuern

In Gen 3 auch mit Matter!

Die wichtigste Neuerung der 3. Generation des Shelly Plug S ist der Matter-Support, welcher nochmals die Unterstützung für Drittanbietersysteme verbessert.

Matter ist ein universeller Smart-Home-Standard, der von vielen Unternehmen unterstützt wird. Matter erlaubt es, Produkte verschiedener Hersteller in einem System zu mixen.

Daher ist dies ein sehr wichtiger Standard, welcher auch zunehmend an Verbreitung findet.

 

Umfangreiche Verbrauchsmessung, in beide Richtungen

Die Verbrauchsmessung ist ein Highlight am Shelly Plug S Gen3! So misst dieser folgende Werte:

  • Live-Stromverbrauch in Watt
  • Spannung in Volt
  • Leistung in Ampere (mA)
  • Frequenz in Hz
  • Leistungsaufnahme gesamt in kWh
  • Einspeisung gesamt in kWh

Der Shelly Plug S Gen3 kann dir nicht nur den aktuellen Live-Stromverbrauch anzeigen, sondern auch, wie viel Strom du insgesamt schon verbraucht hast bzw. eingespeist hast.

 

Der Shelly Plug S Gen3 misst die Leistung in beide Richtungen! Dies ist ideal für beispielsweise eine zusätzliche Überwachung von Balkonkraftwerken.

Über die WebUI gibt es nur die Live-Werte bzw. den aktuellen „Zählerstand“. Über die App kannst du dir aber auch historische Werte anzeigen lassen.

 

Wie genau ist die Messung?

Aber wie genau ist die Messung des Plug S Gen3? Ich habe die Werte mit meinem gesonderten Strommessgerät (ATORCH S3) verglichen.

Wie üblich schwankt die Messgenauigkeit etwas je nach Last. Bei niedriger Last sehen wir eine etwas größere Abweichung im Bereich von 11 %, während die Abweichung bei über 300 W Last bei unter 1 % liegt.

 

Stromverbrauch

Aber wie viel Strom benötigt der Shelly Plug S Gen3 selbst?

  • Steckdose Aus: 0,71 W
  • Steckdose Ein + Status-LED: 1,18 W
  • Steckdose Ein + Status-LED aus: 0,99 W

Der Stromverbrauch des Shelly Plug S Gen3 schwankte ohne weitere Anpassungen oder den Energiesparmodus zwischen 0,71 W und 1,18 W.

Schalten wir die Status-LED aus, spart dies 0,19 W, was prozentual recht viel ist.

Dies ist generell ein normaler Stromverbrauch für eine WLAN-Steckdose.

 

Fazit zum Shelly Plug S Gen3

Gerade wenn du einen großen Wert auf Datenschutz, Kompatibilität wie auch die Strommessung legst, ist der Shelly Plug S Gen3 derzeit eine der besten Optionen auf dem Markt!

Kein anderer Hersteller hat solch eine umfangreiche Software wie Shelly, welche auf Wunsch auch komplett auf die Cloud-Anbindung verzichtet. Wenn du willst, kannst du die WLAN-Steckdose auch komplett „offline“ in deinem eigenen Netzwerk nutzen.

Shelly Plug S Gen3 Weiß - WLAN Smarte Steckdose, Leistungsmessung...

Pro

  • Sehr kompakte Bauform
  • Umfangreiche Verbrauchsmessung (Watt, Volt, Ampere, kWh) in beide Richtungen
  • Ideal für Balkonkraftwerke durch bidirektionale Messung
  • Matter-Support für maximale Kompatibilität
  • Kein Cloud-Zwang – vollständig offline nutzbar
  • Vollwertige WebUI ohne Internet-/Cloud-Abhängigkeit
  • Exzellente Integration in Home Assistant und MQTT
  • Kann als WLAN-Repeater genutzt werden
  • Umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten und Skript-Unterstützung
  • Bluetooth für einfache Einrichtung
  • Fairer Preis für den gebotenen Funktionsumfang
  • Unabhängig vom Hersteller-Support durch Cloud-freien Betrieb

Kontra

  • Shelly App etwas verschachtelt
  • höhere Lernkurve als bei 0815-Smart-Home-Produkten
  • Maximale Leistung auf 2500 W / 12 A begrenzt
  • Messgenauigkeit bei niedriger Last mit ca. 11 % Abweichung

Dabei ist die Anbindung an Drittanbietersysteme, auch dank Matter, perfekt.

Marstek Venus E Gen 3.0 Test: AC-Batteriespeicher mit 5,12 kWh im Test, +- 1000€ für 5,12 kWh ?!

Batteriespeicher für große Solaranlagen waren und sind immer noch eine sehr teure Anschaffung. Allerdings gibt es infolge des Trends zu Balkonkraftwerken auch immer mehr Batteriespeicher zum einfachen Nachrüsten.

So verspricht der Marstek Venus E Gen 3.0 für rund 1.200 € satte 5,12 kWh, einfach zum Einstecken und Nachrüsten. Kein Elektriker erforderlich!

Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein, oder? 5,12 kWh für 1.200 € und kein Elektriker oder Installateur benötigt.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert der Marstek Venus E Gen 3.0 Batteriespeicher wirklich so einfach und problemlos?

Finden wir das im Test heraus!

 

Der Marstek Venus E Gen 3.0 Batteriespeicher im Test

Bei dem Marstek Venus E Gen 3.0 handelt es sich um einen 480 × 153 × 624 mm großen Kasten, der aus einem Kunststoff-/Aluminium-Mix gefertigt ist.

Trotz des vergleichsweise niedrigen Preises wirkt der Batteriespeicher sehr hochwertig und massiv gebaut. Die gesamte Konstruktion macht den Anschein eines Premium-Produkts, nicht schlecht!

Auf der Front befinden sich einige Status-LEDs, die Anschlüsse sitzen an den Seiten und sind dort unter Klappen versteckt.

Theoretisch ist der Marstek Venus E Gen 3.0 IP65-wassergeschützt und könnte somit auch draußen stehen. Dies würde ich jedoch nicht empfehlen. LiFePO4-Akkus mögen es beispielsweise nicht, unter 0 Grad geladen zu werden. Auch Temperaturschwankungen steigern die Haltbarkeit sicherlich nicht.

Theoretisch kannst du den Akku aber draußen an einer Außensteckdose nutzen.
Neben dem einfachen Aufstellen ist es auch möglich, den Marstek Venus E Gen 3.0 an einer Wand zu montieren. Eine passende Halterung liegt bei.

 

Anschlüsse des Marstek Venus E Gen 3.0

Die Anschlüsse des Marstek Venus E Gen 3.0 sind an den Seiten angebracht.

Links:

  • LAN-Port
  • RS485-Port
  • Einschalter

Rechts:

  • 3-Pin-Anschluss für den Stromstecker
  • Schuko-Steckdose

 

Bis zu 2.500 W

Grundsätzlich bietet der Marstek Venus E Gen 3.0 bis zu 2.500 W Eingangs- und Ausgangsleistung. Allerdings kannst du die Ausgangsleistung auf 800 W limitieren, um das gängige Einspeisemaximum einzuhalten.

 

Wie funktioniert der Marstek Venus E Gen 3.0?

Sprechen wir zunächst darüber, wie der Marstek Venus E Gen 3.0 grundsätzlich funktioniert.
Im Kern ist der Marstek Venus E Gen 3.0 ein Akku mit 5,12 kWh, der einfach an deine Steckdose angeschlossen wird.

Dieser kann sich dort vollladen oder Energie, ähnlich wie ein Balkonkraftwerk – in dein Stromnetz einspeisen.
Sinnvoll ist das primär dann, wenn du eine Solaranlage oder ein Balkonkraftwerk hast.

So ist es möglich, den Überschuss, der ansonsten ins Netz geht, „abzufangen“ und zu speichern. Dieser kann später, wenn du sonst Strom aus dem Netz beziehen würdest, wieder abgegeben werden.

 

Zusätzliches Messgerät für volles Potenzial („Smart Meter“) erforderlich

Um das volle Potenzial des Marstek Venus E Gen 3.0 auszuschöpfen, benötigst du ein weiteres Messgerät bzw. einen zusätzlichen Zähler.

Warum?
Dieses Messgerät wird installiert, um deinen Stromverbrauch zu überwachen bzw. zu erkennen, wann du Strom einspeist.

Der Marstek Venus E Gen 3.0 selbst weiß nicht, wann deine Solaranlage gerade Strom produziert, wann es einen Überschuss gibt oder Ähnliches. Das ist auch logisch, denn der Batteriespeicher ist lediglich mit der Steckdose verbunden.

Um zu erkennen, wann ein Stromüberschuss vorhanden ist, benötigen wir einen zusätzlichen Zähler, der diese Information an den Batteriespeicher weitergibt bzw. mitteilt, wie viel Strom du gerade verbrauchst, um eine Nulleinspeisung effektiv zu ermöglichen.

Meldet der Zähler einen Überschuss, der ins Netz eingespeist würde, nimmt der Marstek Venus E Gen 3.0 entsprechend Strom auf – bis zu 2.500 W –, sodass möglichst der gesamte Energieüberschuss im Speicher landet.
Wird ein Verbrauch gemeldet, gibt der Speicher wieder Energie ab, um diesen, wenn möglich, auf 0 auszugleichen.

Unterstützte Zähler sind unter anderem:

  • Shelly Pro 3EM
  • P1-Meter
  • Shelly EM Gen3
  • Shelly Pro EM-50
  • EcoTracker

Ich nutze den everHome EcoTracker IR.

everHome EcoTracker IR Test: Stromverbrauch ohne Elektriker überwachen

 

Theoretisch auch ohne „Smart Meter“ nutzbar

Theoretisch ist der Marstek Venus E Gen 3.0 auch ohne zusätzliche Überwachung deines Stromverbrauchs durch ein Smart Meter nutzbar. Ich sage bewusst theoretisch, da Sinn und Nutzen des Batteriespeichers hier deutlich sinken.

  1. Du kannst fixe Zeiten festlegen, zu denen der Akku Energie aufnimmt bzw. abgibt. Beispielsweise: Laden jeden Tag von 10 bis 16 Uhr und Energieabgabe von 16 bis 10 Uhr.
  2. Falls du einen dynamischen Stromtarif hast, kannst du diesen hinterlegen, sodass der Akku automatisch Strom aufnimmt, wenn dieser günstig ist, und ihn abgibt, wenn er teuer ist.

Ich denke, der Marstek Venus E Gen 3.0 lohnt sich zu 98 % nur dann, wenn du eine Solaranlage und einen zusätzlichen Smart Meter hast.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut Marstek bietet der Venus E Gen 3.0 einen LiFePO4-Akku mit 100 Ah bei 51,2 V. Entsprechend ergibt sich eine Kapazität von 5,12 kWh, sehr beachtlich!

Allerdings werden immer 10 % dieser Kapazität reserviert. Der Akku entlädt sich nicht unter 10 %.

Aber welche Kapazität bietet der Marstek Venus E Gen 3.0 nun effektiv?
Um das zu testen, habe ich den Speicher vollständig geladen und anschließend mit 800 W wieder ins Netz entladen. Diesen Vorgang habe ich dreimal mitgeloggt.

Ich konnte hierbei eine recht stabile Kapazität von rund 4,9 kWh messen, die effektiv eingespeist wurden.

Das ist aus meiner Sicht ein sehr starkes Ergebnis für einen Akku, der mit 5,12 kWh wirbt und 10 % Kapazität reserviert. Unter Berücksichtigung der Wandlungsverluste lässt mich das vermuten, dass der Akku im Neuzustand sogar mehr Kapazität bietet als beworben.

Das wäre auch nicht ungewöhnlich. Aus meinen Tests mit LiFePO4-Akkus weiß ich, dass 5–10 % mehr Kapazität bei neuen Zellen als vom Hersteller angegeben durchaus normal sind.
Dazu passen auch die Messwerte hier.

 

Wie hoch ist die Effizienz?

Eine weitere wichtige Frage betrifft die Effizienz. Die Spannung muss zweimal gewandelt werden: einmal beim Laden des Akkus von AC zu DC und anschließend beim Entladen von DC zu AC.
Das kostet Energie. Also: Wie hoch ist die Effizienz?

Die Effizienz des Marstek Venus E Gen 3.0 lag bei mir bei rund 85 %. Ich halte das für absolut in Ordnung bei einem AC-gekoppelten Batteriespeicher. Viel besser wird es vermutlich nur mit einem DC-gekoppelten System gehen.

 

Haltbarkeit

Zur Haltbarkeit des Marstek Venus E Gen 3.0 kann ich leider keine praktischen Aussagen machen. In der Theorie sollte diese jedoch sehr gut sein. Es kommen LiFePO4-Akkuzellen zum Einsatz, die im Normalfall problemlos 2.000 – 3.000 vollständige Zyklen erreichen können.

Da hier keine 100-%-Zyklen gefahren werden, sondern maximal 90 %, steigt die Haltbarkeit zusätzlich.

Marstek wirbt beim Venus E Gen 3.0 AC mit 6.000 Zyklen und 10 Jahren Garantie. 6.000 Zyklen halte ich für durchaus realistisch.

Die potenzielle Schwachstelle wird vermutlich weniger der Akku selbst sein, sondern eher die Elektronik. Wie haltbar diese ist, lässt sich aktuell nicht sagen.
Aber 10 Jahre Garantie sind definitiv eine Ansage.

 

Leerlaufstromverbrauch

Wenn der Speicher gerade nichts macht und sich nur im Standby befindet, benötigt er etwa 5–6 W aus der Steckdose.

 

Fazit: Lohnt sich der Marstek Venus E Gen 3.0?

Unterm Strich hinterlässt der Marstek Venus E Gen 3.0 bei mir einen sehr positiven Eindruck. Für rund 1.200 Euro bekommst du hier einen großen 5,12-kWh-LiFePO4-Batteriespeicher, den du einfach in die Steckdose steckst, ohne Elektriker, ohne Umbauten, ohne großes Drama. Genau das macht dieses System so spannend.

In der Praxis überzeugt der Speicher mit einer überraschend hohen nutzbaren Kapazität von knapp 4,9 kWh, einer soliden Effizienz von rund 85 % und einer insgesamt sehr wertigen Verarbeitung. Auch die maximale Leistung von bis zu 2.500 W ist mehr als ausreichend und lässt sich sauber auf 800 W begrenzen, wenn du regelkonform bleiben willst.

Aber: Wirklich sinnvoll wird der Marstek Venus E Gen 3.0 nur mit einem zusätzlichen Smart Meter. Ohne zusätzliche Verbrauchsmessung verschenkst du einen Großteil des Potenzials. Mit Smart Meter hingegen funktioniert das System erstaunlich gut und kommt einer echten Nulleinspeisung sehr nahe, genau das, was viele von einem nachrüstbaren Speicher erwarten.

Die versprochenen 10 Jahre Garantie und bis zu 6.000 Zyklen sind ein starkes Statement. Ob die Elektronik das langfristig mitmacht, wird erst die Zeit zeigen, die Basis mit LiFePO4-Zellen stimmt aber definitiv.

Wenn du also ein Balkonkraftwerk oder eine bestehende Solaranlage hast, deinen Eigenverbrauch erhöhen möchtest und einen unkomplizierten Einstieg in das Thema Stromspeicher suchst, ist der Marstek Venus E Gen 3.0 aus meiner Sicht eines der aktuell spannendsten Plug-and-Play-Systeme am Markt. Kein perfektes System, aber für den Preis verdammt nah dran.

 

Baseus X1 Pro Test: Überwachungskamera mit 300° Tracking und Solar

Baseus meint seine Ambitionen im Bereich der Überwachungskameras offensichtlich ernst! So bietet Baseus bereits jetzt einige sehr spannende und auch durchaus innovative Überwachungskameras an.

Mit der neuen X1 Pro legen diese aber nun nach. So verfügt die Baseus X1 Pro über zwei Kamera-Sensoren, welche auf ein Tracking-System setzen und unabhängig voneinander Personen über einen 300-Grad-Blickwinkel verfolgen können.

Zudem besitzt die X1 Pro auch ein Solarpanel, welches die Sonne „verfolgt“.

Klingt doch interessant, oder? Wollen wir uns die Baseus X1 Pro im Test einmal ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Baseus für das Zur-Verfügung-Stellen der X1 Pro für diesen Test.

 

Die Baseus X1 Pro im Test

Die X1 Pro besitzt ein sehr einzigartiges Design. So haben wir hier im Kern zwei kleine Überwachungskameras in einem großen Gehäuse.

Dass Überwachungskameras über zwei Sensoren für ein breiteres Bild verfügen, ist nichts mehr ganz Neues. Allerdings sind bei der X1 Pro die beiden Sensoren unabhängig voneinander angebracht und lassen sich mithilfe von Motoren drehen.

Dabei teilen sich beide Kameras den Akku und weitere Elektronik, welche im Hauptteil des Gehäuses angebracht sind.

Durch diesen doppelten Aufbau ist die Baseus X1 Pro natürlich etwas größer und erfordert eine spezielle Halterung, welche auch im Lieferumfang ist.

Auf der Rückseite der Kamera finden wir wie üblich den USB-C-Ladeport sowie einen microSD-Kartensteckplatz unter einer kleinen Klappe.

 

Das Solarpanel

Eine Besonderheit bei der X1 Pro ist das Solarpanel. Dieses ist nicht nur relativ groß, sondern hat auch ein Ass im Ärmel. So hat dieses einen Motor integriert, welcher es seitlich schwenken kann.

Gedacht ist dies, damit das Solarpanel ein Stück weit der Sonne folgen kann. Dabei wird die Position alle 2 Stunden angepasst. Ein nettes Feature, um den Solar-Ertrag zu optimieren.

Wichtig ist und bleibt aber, dass du das Solarpanel von vornherein gut ausrichtest. Also direktes Sonnenlicht ist Pflicht! Im Schatten das Panel aufzuhängen bringt nichts.

 

Akkulaufzeit

In der X1 Pro ist ein 7800-mAh-großer Akku verbaut. Wie lange die Akkulaufzeit allerdings ist, ist schwer zu sagen, denn dies hängt wie üblich von der Nutzung und Aktivität der Kamera ab.

Akku-Überwachungskameras sind 99 % der Zeit in einem Standby, in welchem kaum Energie genutzt wird. Erst wenn ein Sensor eine Bewegung feststellt, wird die eigentliche Kamera aktiviert.

Und das ist bei der Akkulaufzeit der entscheidende Punkt: Wie oft wird die eigentliche Kamera aktiviert? Montierst du die Kamera so, dass diese konstant Bewegung sieht, dann ist der Akku in null Komma nichts leer! Dies gilt auch für 99 % aller Akku-Überwachungskameras.

Baseus wirbt mit einer Laufzeit von 150 Tagen. Diese wird auch gut erreichbar sein, wenn du die Überwachungskamera an einem ruhigen Ort installierst.

Ich denke, praktisch wirst du vermutlich in einer „normalen“ Outdoor-Umgebung mit ±2–3 Monaten Laufzeit rechnen können, ohne Solarpanel.

Mit Solarpanel kann sich die Laufzeit effektiv auf „unendlich“ verlängern, zumindest im Frühling, Sommer und Herbst.

 

Die Baseus App

Um die X1 Pro zu nutzen, benötigst du die Baseus App, in welcher du auch eine Registrierung durchführen musst.

Grundsätzlich halte ich die Baseus App für erstaunlich gelungen und einfach. Die App ist übersichtlich und minimalistisch gestaltet. So findest du auf der Startseite zunächst eine Übersicht über alle verbundenen Kameras mit Vorschaubild. Tippst du dieses an, landest du in der Live-Ansicht.

Du kannst hier in den Einstellungen wählen, ob die beiden Kamera-Module separat angezeigt werden sollen oder ob das Bild zu einem großen Bild zusammengesetzt werden soll.

Ebenfalls auf der Startseite findest du Reiter für das Betrachten der Aufnahmen und den „Sicherheitsmodus“.

In der Live-Ansicht kannst du wie üblich manuell Fotos und Videos machen, aber auch die 2-Wege-Kommunikation einleiten, einen Alarm auslösen oder auch der Kamera sagen, eine Person zu verfolgen.

Damit ist der Aufbau der Baseus App vergleichbar mit Eufy oder Reolink, was ein erprobtes Design ist.

 

Bewegungserkennung und KI

Die Baseus X1 Pro setzt (leider) im Gegensatz zur eigenen S2-Überwachungskamera auf einen herkömmlichen PIR-Sensor für die Bewegungserkennung.

Hierbei handelt es sich um einen typischen Bewegungsmelder, welcher genutzt wird, um zu erkennen, ob eine Person oder ein Lebewesen sich im Bild bewegt. Meldet der PIR-Sensor eine Bewegung, wird die eigentliche Kamera aktiviert und „überprüft das Bild“.

So kann die Baseus X1 Pro zwischen generellen Bewegungen, Menschen, Tieren und Fahrzeugen unterscheiden. Dies reduziert nicht nur Fehlalarme, sondern hilft dir auch später, die Aufnahmen durchzusehen.

Gerade die Personenerkennung funktioniert bei der Baseus X1 Pro sehr gut! Dies hilft der Kamera auch, Personen zu tracken.

 

Personenverfolgung

Von Haus aus sind die beiden Kameras der X1 Pro so ausgerichtet, dass wir ein überlappendes 180-Grad-Bild erhalten. Die Kamera filmt also alles, was vor dieser ist.

180 Grad, also eine perfekte horizontale Abdeckung.

Allerdings können die Kameras sich drehen und eine Person verfolgen. Diese Person muss von der Front (also den ursprünglichen 180 Grad) an der Kamera vorbeikommen. Dann wird entsprechend eines der Kameramodule mitgedreht, um die Person zu verfolgen.

So kann die Kamera effektiv bis zu 300 Grad abdecken. Verschwindet die Person aus dem Bild, drehen sich die Kamera-Module wieder auf die Ausgangsposition auf der Front.

 

Speicherung der Aufnahmen

Derzeit bietet Baseus keinen Cloud-Speicher oder Ähnliches an, was ich als positiv erachte, denn so möchte dir die Kamera auch kein Abo andrehen.

Anstelle dessen werden alle Aufnahmen auf einer microSD-Speicherkarte gesichert, die du einsetzen musst (nicht im Lieferumfang). In meinem Fall habe ich eine 256-GB-microSD-Speicherkarte genutzt.

Alternative Speicherorte gibt es leider erst einmal nicht. Grundsätzlich ist die Speicherung auf einer microSD-Speicherkarte auch ausreichend, aber du musst aufpassen, dass deine Kamera so platziert ist, dass die Kamera oder Speicherkarte nicht geklaut werden kann.

Allerdings ist die X1 Pro laut Baseus mit der HomeStation kompatibel, einer gesonderten Speichereinheit für Baseus-Überwachungskameras.

 

Mit LED-Scheinwerfer

In der Kamera ist neben den üblichen IR-LEDs auch ein LED-Scheinwerfer integriert, welcher bei Bewegungen eingeschaltet werden kann.

Baseus bewirbt dies als Funktion für eine farbige Nachtsicht. Ich finde, dies ist aber auch einfach eine praktische Funktion für die Beleuchtung von dunklen Ecken oder Wegen, so als Alternative zu einer Solarlampe.

Die LEDs haben mit 100 lm eine solide Helligkeit.

 

Bildqualität

Beide Module der Überwachungskamera bieten eine „3K“-Auflösung, laut Baseus. Allerdings erzeugten bei mir beide Module jeweils Aufnahmen von 2560 × 1440 Pixeln, was eher 2K entspricht.

Dies ist eine gute Auflösung! Dies bestätigt sich auch in der Praxis, hier bieten die beiden Kamera-Module ein sehr scharfes und klares Bild.

Dies bei Tag wie aber auch bei Nacht. Hier gibt es nichts zu bemängeln. Das Highlight bleibt aber der Blickwinkel, welcher mit 180 Grad extrem breit ist!

 

Fazit zur Baseus X1 Pro

Mit der X1 Pro zeigt Baseus, dass sie im Bereich smarter Überwachungskameras nicht nur mithalten, sondern eigene Akzente setzen wollen. Die Kombination aus zwei unabhängig beweglichen Kameramodulen, einem ungewöhnlich breiten Sichtfeld und dem motorisierten Solarpanel ist in dieser Form tatsächlich etwas Besonderes. Vor allem das automatische Tracking und die Möglichkeit, effektiv bis zu 300° abzudecken, liefern im Alltag einen echten Mehrwert.

Auf der Habenseite stehen zudem eine aufgeräumte App, eine zuverlässige Personenerkennung und eine insgesamt überzeugende Bildqualität. Das Solarpanel kann, korrekt ausgerichtet, die Akkusorgen weitgehend eliminieren, was gerade im Outdoor-Einsatz ein großer Pluspunkt ist.

Dennoch ist nicht alles perfekt: Das Fehlen alternativer Speicheroptionen (abseits der HomeStation) schränkt die Flexibilität etwas ein, und beispielsweise hat die Baseus S2 mit ihrem RADAR-Sensor eine etwas modernere Bewegungserkennungs-Unterstützung. Auch Größe und Halterung der Kamera sollten vor dem Kauf bedacht werden.

Unterm Strich liefert die Baseus X1 Pro aber ein spannendes und technisch ambitioniertes Gesamtpaket, das besonders Nutzer anspricht, die eine große Abdeckung, sauberes Tracking und eine weitestgehend wartungsfreie Stromversorgung suchen. Eine rundum gelungene Weiterentwicklung im noch jungen Baseus-Kamera-Portfolio.

Die EBL Lithium AA Akkus mit 3600 mWh im Test

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Wir hatten uns vor Kurzem schon die EBL Lithium AA Akkus mit 3000 mWh angesehen. Von diesem war ich zugegebenermaßen weniger beeindruckt. Aus Sicht der Kapazität waren diese gar nicht übel, aber es gibt eine große Serienstreuung und etwas merkwürdiges Verhalten.

EBL bietet aber noch eine größere Version an, mit 3600 mWh. Diese kommen auch in einer interessanten/exotischen Ladebox.

Wollen wir uns die Akkus doch einfach mal im Test anschauen und sehen, ob diese überzeugen können.

 

Die EBL Lithium AA Akkus mit 3600 mWh im Test

Das Spannendste, zumindest auf den ersten Blick, an diesem Set sind weniger die Akkus. Die Akkus selbst setzen auf das übliche AA-Design. Der Formfaktor wird einfach von diesem Standard vorgegeben. Die Akkus wirken wertig, sind aber an sich nichts Besonderes.

Außergewöhnlicher ist die beiliegende Ladebox.

Diese setzt auf einen „Dosen“-Formfaktor. Wir haben eine runde Ladedose mit einem Deckel, den du abschraubst.

In dieser Dose ist auch wirklich Platz für bis zu 8 Akkus, welche individuell und gleichzeitig geladen werden.

Den Status der Ladung kannst du über eine LED auf dem Deckel erkennen. Hier findet sich für jeden Slot eine eigene LED, welche entsprechend grün/rot leuchtet/blinkt.

Mit Strom wird die Ladebox via USB-C versorgt.

Grundsätzlich mag ich diese Form von Ladebox, welche auch eine Aufbewahrung der Akkus erlaubt, aber tendenziell ist mir das Design mit aufklappbarem Deckel doch etwas lieber, welches von einigen Konkurrenten verwendet wird.

Allerdings ganz klar gesagt, die Ladedose von EBL macht einen sehr guten Eindruck, was die Qualität angeht.

 

Wichtiger Schutz vor Tiefentladung

Lithium-AA-Akkus bieten gegenüber herkömmlichen AA-Akkus wesentliche Vorteile, da sie über eine integrierte Schutzelektronik verfügen. Diese schützt sie vor Überladung, Kurzschlüssen und insbesondere vor Tiefentladung. Klassische Nickel-Metallhydrid-Akkus sind anfällig für Schäden, wenn ihre Spannung unter 1 Volt sinkt, ein Problem, das bei vielen Geräten auftreten kann, die für den Einsatz von Einwegbatterien ausgelegt sind.

Die EBL-Akkus hingegen schalten sich automatisch ab, sobald ihr minimaler sicherer Ladezustand erreicht ist. Dadurch wird eine Tiefentladung effektiv verhindert und mögliche Schäden werden vermieden.

Dies trägt dazu bei, dass die Lebensdauer von Lithium-AA-Akkus in der Praxis oft höher ist als die von herkömmlichen Nickel-Metallhydrid-Akkus. Ich weiß nicht, wie viele „gute“ Eneloop-Akkus mir schon wegen einer zu tiefen Entladung kaputtgegangen sind…

 

Einsatzgebiete: Wo Lithium-Akkus sinnvoll sind und wo nicht

Trotz ihrer Vorteile eignen sich Lithium-AA-Akkus nicht für jedes Gerät. In Geräten mit sehr niedrigem Stromverbrauch, zum Beispiel Uhren, Fernbedienungen oder Wetterstationen, arbeiten sie aufgrund des integrierten Spannungswandlers oft weniger effizient. Tests zeigen, dass ihre nutzbare Kapazität bei minimaler Last (z. B. 0,1 A) geringer ausfällt als bei mittlerer Last (z. B. 0,4 A).

In solchen Fällen sind NiMH-Akkus weiterhin die bessere Wahl. Ihre Stärken spielen Lithium-Akkus wie die Modelle von Hixon besonders in Geräten mit höherem Energiebedarf aus: etwa in Taschenlampen, Radios, LED-Kerzen oder motorbetriebenen Geräten. Dort überzeugen sie durch hohe Leistungsfähigkeit und lange Lebensdauer.

 

Kapazitätsangaben richtig verstehen: mAh vs. mWh

Bei der Leistungsangabe von Akkus begegnen einem zwei Einheiten: Milliamperestunden (mAh) und Milliwattstunden (mWh). Sie beschreiben unterschiedliche Aspekte der Kapazität:

mAh (Milliamperestunden): Gibt an, wie viel elektrische Ladung ein Akku speichern kann und wie lange er bei einer bestimmten Stromaufnahme durchhält. Die Spannung wird dabei nicht berücksichtigt.

mWh (Milliwattstunden): Steht für die tatsächlich gespeicherte Energie und ergibt sich aus mAh × Spannung. Dieser Wert ist besonders hilfreich, um Akkus mit verschiedener Technologie zu vergleichen.

Zum Vergleich der Nennspannungen:

  • NiMH-Akkus: 1,2 V
  • Lithium-AA-Akkus: 1,5 V

Ein NiMH-Akku mit 2900 mAh bringt es auf rund 3500 mWh (2900 × 1,2 V), ein Lithium-Akku mit gleicher mAh-Zahl hingegen auf etwa 4350 mWh, dank der höheren Spannung. Für einen fairen Vergleich ist daher mWh die aussagekräftigere Einheit.

 

Wie hoch ist die Kapazität der EBL 3600 mAh Akkus?

Sicherlich der wichtigste und spannendste Punkt bei jedem Akku ist die Kapazität. Wie schneiden hier die EBL-Akkus ab? Diese werben mit 3600 mWh, was eine recht gängige Kapazität für solche AA-Akkus ist.

Ich habe die Kapazität der Akkus bei 3 Laststufen (0,1 A, 0,4 A, 1 A) gemessen. Zudem habe ich 4 Akkus aus dem bestellten Set getestet. Dies bildet die echte Kapazität und Serienschwankungen etwas besser ab.

  • Bei 0,1 A Last konnte ich im Schnitt 2183 mAh bzw. 2979 mWh messen.
  • Bei 0,4 A Last konnte ich im Schnitt 2147 mAh bzw. 2919 mWh messen.
  • Bei 1 A konnte ich im Schnitt 2007 mAh bzw. 2623 mWh messen.

Dies ist eine solide Kapazität für einen Akku, der mit 3600 mWh wirbt. Ja, wir sind hier ein gutes Stück unter der Herstellerangabe, aber dies ist leider normal für diese Art Akkus. Die Hersteller werben hier immer mit der Kapazität der Akkuzellen im Inneren, aber wir messen hier die nutzbare Kapazität.

Entsprechend können wir sehen, dass die EBL-Akkus +/- auf dem gleichen Niveau abschneiden wie andere Akkus, die mit 3600 mWh werben. Vermutlich wird hier auch sehr ähnliche Technik im Inneren stecken.

 

Spannungsverhalten

Lithium-AA haben normalerweise eine fixe Spannung. Dies liegt an den integrierten Spannungswandlern. So bieten diese in der Regel konstant +/- 1,5 V. Vielleicht sinkt die Leistung zum Ende auf 1,1 V ab, aber das war’s.

Die EBL 3000 mWh Akkus zeigen auch genau dieses Verhalten.

Die EBL 3600 mWh Akkus allerdings nicht! Diese haben eher den Spannungsverlauf einer normalen Batterie.

So bieten die Akkus voll geladen +/- 1,5 V. Die Spannung sinkt allerdings sehr gleichmäßig passend zum aktuellen Ladestand ab. Bei ca. 1,1 V sind wir dann am Ende angekommen und die Akkus schalten ab.

Ist dies besser als die konstanten 1,5 V? Dies hängt etwas von deiner Anwendung ab.

Konstant 1,5 V Akkus haben entsprechend auch eine konstante Leistung. Beispielsweise Taschenlampen leuchten mit diesen Akkus immer bei voller Helligkeit. Alle Geräte verhalten sich, als hätten sie immer einen frischen Satz Batterien.

Der Nachteil ist, du kannst nicht erkennen, wie voll oder leer ein Akku ist. Zudem kann dies die Arbeitsdauer gerade in LED-Kerzen usw. verringern, da diese auch immer mit voller Helligkeit leuchten und nicht langsam immer dunkler werden (dafür dann aber länger laufen).

Das langsame Absinken der Spannung imitiert eher das Verhalten von Batterien und du kannst immer erkennen anhand der Spannung, wie voll oder leer eine Batterie ist.

 

Fazit

Die EBL 3600 mWh Akkus sind ordentlich und auch grundsätzlich empfehlenswert. Davon ausgehend, dass du dich für Lithium-AA-Akkus entschieden hast, sind hier aber folgende Punkte bei diesen Akkus zu beachten:

  • Kapazität liegt +/- auf dem Niveau anderer Modelle mit 3600 mWh
  • Die Akkus haben KEINE fixe Spannung. Die Spannung schwankt je nach Ladestand zwischen 1,5 und 1,1 V
  • Die Ladebox ist qualitativ gut

Du findest im Handel einige Akkus mit 3600 mWh und die meisten dieser Modelle scheinen recht ähnlich zu sein, was die Kapazität angeht.

Es gibt hier allerdings Modelle, die eine konstante Spannung von 1,5 V bieten und einige Modelle mit einer schwankenden Spannung, wie diese. Was nun besser ist, hängt von deiner Nutzung ab.

Unterm Strich gilt das Motto, Preise vergleichen. Schau dir den aktuellen Preis der EBL 3600 mWh Akkus an und vergleiche das mit Akkus wie dem Dracutum 3600 mWh, BATZONE 3600 mWh usw. und wähle im Zweifel die günstigsten.

Hixon AA Akkus mit 3500 mWh im Test, gibt bessere Akkus!

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Wir haben uns in den letzten Wochen und Monaten einige Lithium-basierte AA Akkus angesehen:

Viele, wenn nicht sogar die meisten dieser Lithium Akkus scheinen vom gleichen Fertiger zu stammen, welcher diese dann an die diversen Marken verkauft. Daher ist hier kein großer Unterschied zwischen den einzelnen Modellen in den jeweiligen Leistungsklassen zu beobachten (in der Regel).

Allerdings gibt es auch Hersteller, die sich von der Masse an NoName-Modellen etwas abheben. Hierzu gehört anscheinend auch Hixon. Diese bieten einige Lithium AA und AAA Akkus an.

Im heutigen Test soll es um die Hixon AA Akkus mit 3500 mWh in der „roten“ Ausführung gehen.

Wollen wir uns einmal anschauen, wie sich diese Akkus gegen die Konkurrenz schlagen.

 

Hixon AA Akkus mit 3500 mWh im Test

Die Hixon AA Akkus wurden bei mir ohne Ladegerät in einem 8er-Set geliefert. In der Regel bietet Hixon seine Akkus auch ohne Ladegerät an. Diese lassen sich aber generell mit den gängigen Lithium AA Ladegeräten laden, beispielsweise den Ladegeräten der Akkus, die ich im Intro erwähnt habe.

Die Hixon Akkus selbst machen einen guten Eindruck, entsprechen aber natürlich dem normalen AA Formfaktor. Diese sind lediglich recht leicht, verglichen mit herkömmlichen AA Akkus.

Auffällig ist die rote Farbe der Akkus.

 

Wichtiger Schutz vor Tiefentladung

Lithium-AA-Akkus bieten gegenüber herkömmlichen AA-Akkus wesentliche Vorteile, da sie über eine integrierte Schutzelektronik verfügen. Diese schützt sie vor Überladung, Kurzschlüssen und insbesondere vor Tiefentladung. Klassische Nickel-Metallhydrid-Akkus sind anfällig für Schäden, wenn ihre Spannung unter 1 Volt sinkt, ein Problem, das bei vielen Geräten auftreten kann, die für den Einsatz von Einwegbatterien ausgelegt sind.

Die Hixon-Akkus hingegen schalten sich automatisch ab, sobald ihr minimaler sicherer Ladezustand erreicht ist. Dadurch wird eine Tiefentladung effektiv verhindert und mögliche Schäden werden vermieden.

Dies trägt dazu bei, dass die Lebensdauer von Lithium-AA-Akkus in der Praxis oft höher ist als die von herkömmlichen Nickel-Metallhydrid-Akkus. Ich weiß nicht, wie viele „gute“ Eneloop Akkus mir schon wegen einer zu tiefen Entladung kaputtgegangen sind…

 

Kapazitätsangaben richtig verstehen: mAh vs. mWh

Bei der Leistungsangabe von Akkus begegnen einem zwei Einheiten: Milliamperestunden (mAh) und Milliwattstunden (mWh). Sie beschreiben unterschiedliche Aspekte der Kapazität:

mAh (Milliamperestunden): Gibt an, wie viel elektrische Ladung ein Akku speichern kann und wie lange er bei einer bestimmten Stromaufnahme durchhält. Die Spannung wird dabei nicht berücksichtigt.

mWh (Milliwattstunden): Steht für die tatsächlich gespeicherte Energie und ergibt sich aus mAh × Spannung. Dieser Wert ist besonders hilfreich, um Akkus mit verschiedener Technologie zu vergleichen.

Zum Vergleich der Nennspannungen:

  • NiMH-Akkus: 1,2 V
  • Lithium-AA-Akkus: 1,5 V

Ein NiMH-Akku mit 2900 mAh bringt es auf rund 3500 mWh (2900 × 1,2 V), ein Lithium-Akku mit gleicher mAh-Zahl hingegen auf etwa 4350 mWh – dank der höheren Spannung. Für einen fairen Vergleich ist daher mWh die aussagekräftigere Einheit.

 

Einsatzgebiete: Wo Lithium-Akkus sinnvoll sind und wo nicht

Trotz ihrer Vorteile eignen sich Lithium-AA-Akkus nicht für jedes Gerät. In Geräten mit sehr niedrigem Stromverbrauch, zum Beispiel Uhren, Fernbedienungen oder Wetterstationen, arbeiten sie aufgrund des integrierten Spannungswandlers oft weniger effizient. Tests zeigen, dass ihre nutzbare Kapazität bei minimaler Last (z. B. 0,1 A) geringer ausfällt als bei mittlerer Last (z. B. 0,4 A).

In solchen Fällen sind NiMH-Akkus weiterhin die bessere Wahl. Ihre Stärken spielen Lithium-Akkus wie die Modelle von Hixon besonders in Geräten mit höherem Energiebedarf aus: etwa in Taschenlampen, Radios, LED-Kerzen oder motorbetriebenen Geräten. Dort überzeugen sie durch hohe Leistungsfähigkeit und lange Lebensdauer.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Sicherlich der wichtigste und spannendste Punkt ist aber die Kapazität. Wie schneiden hier die Hixon Akkus ab? Diese werben mit 3500 mWh, womit diese in der Theorie unterhalb vieler Konkurrenten mit 3600 mWh liegen.

Ich habe die Kapazität der Akkus bei 3 Laststufen (0,1 A, 0,4 A, 1 A) gemessen. Zudem habe ich 4 Akkus aus dem bestellten Set getestet. Dies bildet die echte Kapazität und Serienschwankungen etwas besser ab.

  • Bei 0,1 A Last konnte ich im Schnitt 2761 mWh bzw. 1855 mAh messen.
  • Bei 0,4 A Last konnte ich im Schnitt 2946 mWh bzw. 2002 mAh messen.
  • Bei 1 A Last konnte ich im Schnitt 2777 mWh bzw. 1979 mAh messen.

Dies ist offen gesagt eine etwas schlechtere Kapazität, als ich erwartet hätte. Es ist normal, dass die Kapazität von solchen Akkus etwas unter der Herstellerangabe liegt.

Allerdings schneiden die Akkus merkbar schlechter ab als die „blaue“ Version von Hixon mit 3500 mAh.

Dies sehen wir hier auch im Vergleich.

 

Spannung, Blau vs. Rot

Hixon bietet zwei Lithium AA Akkus mit angeblich 3500 mWh an: eine rote Version und eine blaue Version.

Wo ist der Unterschied? Neben der Kapazitätsmessung vor allem bei der Spannung.

  • Die blauen Hixon Akkus bieten eine konstante Spannung von 1,5 V.
  • Die roten Hixon Akkus drosseln die Spannung kurz vor Ende auf 1,1 V herunter. Ansonsten ist diese auch konstant.

Aber warum? Viele Geräte erkennen den Akkustand nämlich anhand der Spannung. Würde diese bis zum Ende bei 1,5 V bleiben, gäbe es keine Warnung vor leer werdenden Akkus. Die gezielte Absenkung signalisiert dem Gerät: „Achtung, bald ist Schluss!“, sodass es rechtzeitig eine Low-Battery-Meldung anzeigen kann. Diese intelligente Spannungsregelung ist bei vielen Lithium-AA-Akkus Standard, allerdings nicht bei allen.

 

Fazit

Ich bin offen gesagt von den „roten“ Hixon 3500 mWh Lithium Akkus weniger begeistert. Diese sind vergleichsweise teuer und du bekommst im Handel einfach bessere/günstigere Optionen.

Zu den besseren Optionen zählen auch die „blauen“ Hixon 3500 mWh Akkus, welche bei mir im Test neben dem anderen Spannungsverhalten vor allem eine bessere Kapazität zeigten.

Ich würde vermutlich zu den 3600 mWh Akkus von z. B. Zepath greifen.

Glasfaserausbau auf dem Land: Eine Geschichte aus Eitorf !Update!

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Ich lebe im ca. 20.000 Seelen zählenden Ort Eitorf in NRW. Da hat mich im Jahr 2022 glatt der Schlag getroffen, als ein Brief von der Telekom in der Post war: Eitorf soll Glasfaser bekommen!

WOW, Glasfaser in Eitorf?! Kaum vorstellbar, aber bald Realität. Noch am gleichen Tag, als der Brief in der Post war, habe ich zum Hörer gegriffen und Glasfaser gebucht.

Der Ausbau sollte, wie es zu dem Zeitpunkt hieß, bis Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres fertig sein.

Ich habe mich also schon mit Gigabit-Geschwindigkeit durchs Internet surfen sehen.

Allerdings hat die Geschichte bisher noch kein Happy End… Rund drei Jahre später gibt es weiterhin kein Glasfaser und gefühlt tut sich nichts…

 

Die Ereignisse überschlagen sich

Im Jahre 2022 ging es los

Die Geschichte beginnt, als am 12. Mai 2022 ein Flyer von der Telekom bzw. von einem Telekom-Partner, „highspeedvorort.de“, bei mir eintrifft und die frohe Kunde bringt, dass die Telekom in Eitorf den Glasfaser-Ausbau plant.

Noch am selben Tag habe ich meine Seele an die Telekom verkauft und „vorbestellt“.

Bereits am 13. Mai 2022 kam die Vertragsbestätigung.

Damit war ich einer der Ersten in Eitorf, der Glasfaser gebucht hatte. Weiter ging es mit vielen Werbeaktionen seitens der Telekom und auch dem Eitorfer Bürgermeister usw.

https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/eitorf/c-nachrichten/glasfaser-optimiert-internetanbindung-im-ortskern_a264569

Geplant war, dass der Anschluss bis zum 31.12.2022 fertig ist.

 

Ende 2022, der Bautrupp rückt an

Und anfangs geht es auch flott voran. Bereits im November 2022 rückt ein Bautrupp an meinem Wohnhaus an und legt ein Leerrohr von der Straße zum Haus.

Pure Begeisterung, es passiert wirklich! Und der Trupp hat auch einen guten Job gemacht.

Auf die Frage, wann es weitergeht, da ja noch kein Glasfaser in der Straße liegt, wurde gesagt: „Januar oder Februar 2023, je nachdem, ob es Frost gibt“.

Ok, also Januar oder Februar kommt dann das Kabel, „freu“.

 

Nun lange nichts

Aber der Bautrupp kam Anfang 2023 nicht wieder, auch nicht Mitte 2023 und auch nicht Ende 2023.

Im November 2023 habe ich mich entschieden, per Mail mal nachzufragen. Bisher wurde das Glasfaser hier von „highspeedvorort.de“ vermarktet.

Also habe ich team@highspeedvorort.de angeschrieben.

Oh! Die Mailadresse und damit auch der Ansprechpartner waren weg, Mailadresse tot.

 

Ende 2024, Termin konnte leider nicht eingehalten werden

Im September trudelte eine Mail der Telekom ein.

„Der Glasfaser-Ausbau in Eitorf geht stetig voran. Ursprünglich hatten wir vorgesehen, alle rechtzeitig bestellten Glasfaser-Anschlüsse in Eitorf bis zum 31.12.2022 zu bauen. Unser Kooperationspartner GlasfaserPlus GmbH hat uns mitgeteilt, dass der Ausbau leider mehr Zeit als geplant benötigt.“

Ach nee, Ende 2024 ist der Telekom aufgefallen, dass der Anschluss nicht bis Ende 2022 fertig geworden ist.

Aber keine Sorge!

„Falls Sie bereits einen Termin für den Hausanschluss oder die Montage der Glasfaser-Dose vereinbart bzw. eine E-Mail dazu erhalten haben, wird dieser selbstverständlich wie geplant stattfinden. Sollten Sie noch keinen Termin vereinbart haben, senden wir Ihnen spätestens bis zum 01.04.2025 eine E-Mail mit einem Terminvorschlag.“

 

02.04.25, jetzt alles gut?

So, es ist der 02.04.2025, raten Sie mal, wer sich noch nicht gemeldet hat? Richtig, die Telekom!

Die Telekom hat anscheinend auch vergessen, dass noch nicht einmal Glasfaser in der Straße liegt. Daher macht es auch Sinn, dass noch kein Termin für den Hausanschluss vereinbart wurde.

 

UPDATE Ende 2025 

So es ist Ende 2025 und wie sieht es aus? Natürlich liegt weiterhin kein Glasfaser. Es hat sich niemand von der Telekom gemeldet und es liegt in meiner Straße weiterhin kein entsprechendes „Kabel“.

Laut Telekom-Webseite liegt der Termin nun bei Juni 2026. Damit folgt die Webseite einfach dem Trend den Termin ca. ein halbes Jahr in die Zukunft zu schieben.

 

Die Webseite ist nutzlos

Wenn Sie Ihre Adresse auf der Telekom-Website eingeben und im Glasfaser-Ausbaugebiet sind, erhalten Sie ein Datum, wann der Anschluss fertiggestellt wird.

Dies ist komplett an den Haaren herbeigezogen. So scheint sich das Datum einfach immer ein Jahr weiter zu schieben.

 

Die Timeline

Noch einmal zusammengefasst:

  • 05.2022 – Ankündigung Glasfaser-Ausbau
  • 05.2022 – Vertragsabschluss
  • 11.2022 – Bautrupp legt Leerrohr von Haus zu Straße
  • Anfang 2023 soll es weitergehen, passiert aber nichts
  • 11.2023 – E-Mail-Adresse von highspeedvorort.de ist tot
  • 09.2024 – Telekom entschuldigt sich, bis zum 01.04.2025 soll sich ein Techniker wegen der Installation der Dose melden
  • 04.2025 – Telekom hat sich nicht gemeldet, in der Straße liegt noch kein Glasfaser
  • 12.2025 – Telekom hat sich weiter nicht gemeldet und es ist nichts passiert

 

Gemeinde oder Kreis ist es schuld? 

Aber wer ist es denn nun Schuld das alles so lange dauert? Laut Telekom natürlich klar, die anderen. Primär natürlich die Gemeinde Eitorf / der Rhein Sieg Kreis, welche den Ausbau gebremst hätten, indem nicht genug zeitgleiche Ausbautrupps genehmigt wurden.

Ob das so stimmt, kann ich nicht beurteilen.

 

Glasfaser der Telekom im Deutschland-Tempo

Gefühlt zeigt der Glasfaser-Ausbau so ein wenig den Stand von Deutschland und allgemein von öffentlichen Projekten.

Bis zum 31.12.2022 sollte es fertig sein, am 02.04.2025 liegt nicht mal ein Kabel in der Straße.

Dabei ist vor allem die Kommunikation der Telekom oder des Ausbau-Partners furchtbar! Die Telekom-Website schiebt einfach das Datum immer weiter, die Telekom entschuldigt sich Ende 2024, dass der Termin Ende 2022 nicht eingehalten wurde, verspricht einen neuen Termin bis zum 01.04.25, der auch nicht kommt.

Liebe Telekom, ich freue mich, dass wir Glasfaser bekommen sollen und dass ihr auch kleinere Ortschaften ausbaut und ich kann auch verstehen das es bei solchen Projekten vielleicht zu einem halben oder auch einem ganzen Jahr Verzögerung kommen kann.

Aber die Planungskompetenz die ich hier meine beobachten zu können, erinnert macht stark an einen gewissen Hauptstadtflughafen.

Da freut doch dieses Urteil: https://www.verbraucherzentrale.nrw/pressemeldungen/presse-nrw/mindestvertragslaufzeit-darf-bei-glasfaservertraegen-zwei-jahre-nicht-ueberschreiten-102978

Update Ende 2025! Es ist jetzt Offiziell das sich der Ausbau um schlanke 3 Jahre mittlerweile verzögert hat! 

LC-Power LC-M27UFD – Spannender Hybrid für Creator und Gamer

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Als Gamer hast du bei Monitoren oft die Qual der Wahl. Du kannst dir einen gut aussehenden und hoch auflösenden Monitor kaufen, welcher dann aber meist keine so hohe Bildrate erreicht, oder du kannst dir einen Monitor mit niedriger Auflösung, aber dafür hoher Bildrate kaufen.

Oder du wählst einen Monitor wie den LC-Power LC-M27UFD. Beim LC-Power LC-M27UFD handelt es sich grundsätzlich um einen 4K 160 Hz Monitor, was schon beeindruckend ist, aber dieser hat einen 2. Modus, in welchem die Auflösung auf Full HD reduziert wird, aber dieser dafür die Bildrate auf 320 Hz erhöht.

Du kannst also wählen, willst du eine hohe Auflösung und eine hohe Bildwiederholungsrate, oder willst du einen Monitor, der mit 320 Hz sogar für eSport gut geeignet wäre?

Aber wie funktioniert das in der Praxis und wie gut ist die Bildqualität des LC-Power LC-M27UFD? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an LC-Power für das Zur-Verfügung-Stellen des Monitors für diesen Test.

 

Der LC-Power LC-M27UFD im Test

Auf den ersten Blick ist der LC-Power LC-M27UFD ein vergleichsweise dezenter Monitor. So setzt dieser auf ein komplett schwarzes und relativ minimalistisches Design.

So sind die Rahmen des Monitors angenehm schmal und dezent. Lediglich der untere Rahmen ist etwas dicker, was aber üblich ist.

Der Standfuß ist stabil und wirkt gut gemacht. Dabei bietet dieser eine Höhenverstellung, Winkelverstellung und du kannst den Monitor auf Wunsch hochkant stellen.

Obwohl dies ein „Gamer“-Monitor ist, verzichtet LC-Power auf RGB-Akzente oder Ähnliches, was ich aber auch begrüße.

 

Anschlüsse

Folgende Anschlüsse besitzt der LC-Power LC-M27UFD auf der Rückseite:

  • 2x HDMI 2.1
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x 3,5 mm Audio-Ausgang

Dies ist eine recht Basic-Ausstattung an Anschlüssen, welche aber soweit OK ist.

 

Technische Daten

  • LC-Power LC-M27UFD
  • 27 Zoll
  • 3840×2160 (4K UHD)
  • 160 Hz / 320 Hz
  • IPS Panel „Fast IPS“
  • 350 cd/m²
  • 10 Bit
  • 1000:1 Kontrast

Bei dem Panel könnte es sich um das M270QAN07 von AUO handeln (Spekulation).

 

Auflösung und Bildwiederholungsrate

Die große Besonderheit des LC-Power LC-M27UFD ist das Zusammenspiel zwischen Auflösung und Bildwiederholungsrate.

Normalerweise haben Monitore eine fixe maximale Bildrate, unabhängig von der eingestellten Auflösung. Nicht so der LC-Power LC-M27UFD. Dieser hat zwei „Einstellungen“:

  • 3840×2160 bei bis zu 160 Hz
  • 1920×1080 bei bis zu 320 Hz

160 Hz bei 4K-Auflösung ist schon sehr ordentlich und für 95% aller Gamer ausreichend! Aber was, wenn du mehr willst? Dann kannst du den Gaming-Modus beim LC-M27UFD einschalten. In diesem wird die maximale Auflösung auf Full HD reduziert, dafür erhältst du aber 320 Hz.

Perfekt für eSport-Titel, wo es auf die maximale Performance ankommt.

Dabei skaliert der Monitor die Full-HD-Auflösung recht sauber. Diese ist zwar klar weniger scharf als im 4K-Modus, aber wirkt auch nicht verwaschen, wie es teils vorkommen kann, wenn du einfach via Software die Auflösung reduzierst.

Einzig musst du über das OSD des Monitors zwischen den beiden Einstellungen hin und her switchen. Du kannst dir das aber auch auf eine „Schnellwahltaste“ am Monitor legen, was das Hin-und-her-Wechseln doch um einiges beschleunigt. Dennoch musst du jedes Mal eine Einstellung am Monitor ändern, wenn du den Modus wechselst.

 

Farbraumabdeckung

Aber wie steht es um die generelle Bildqualität? Leider konnte ich auf der LC-Power-Webseite keine Informationen zum Farbraum oder Ähnlichem entdecken.

Dies ist etwas überraschend, denn die Messwerte sehen soweit gut aus!

  • 100% sRGB
  • 88% AdobeRGB
  • 93% DCI-P3

Dies sind mehr als akzeptable Werte! So erreicht der Monitor eine Farbraumabdeckung, welche auch für Foto- oder Videobearbeitung ausreichend ist.

Entsprechend ist auch die subjektive Farbdarstellung gut, wenn nicht sogar sehr gut für einen Monitor mit IPS-Panel und matter Beschichtung.

 

Kalibrierung

Für Foto- und Videobearbeitung ist aber neben einer generell guten Farbdarstellung vor allem eine gute Kalibrierung wichtig.

Und erfreulicherweise macht der LC-Power LC-M27UFD auch hier eine gute Figur! So erreicht dieser im Schnitt ein Delta E von 1,06 und im Maximum von 1,97.

Ein Delta E unter 2 wird im Generellen als „akkurat“ eingestuft. Daher ist der Monitor absolut auch für Content Creation geeignet.

 

Helligkeit

Bei der Helligkeit wirbt LC-Power mit soliden, aber unspektakulären 350 cd/m². Für eine Innennutzung ist das im Normalfall ausreichend.

Zwar verfügt der Monitor auch über eine HDR-Funktionalität (DisplayHDR 400 Zertifizierung), aber willst du ein „echtes“ HDR-Erlebnis, dann würde ich dir zu einem anderen Monitor raten. Hierfür ist eine nochmals deutlich höhere Spitzenhelligkeit nötig, welche meist nur von OLEDs oder Monitoren mit Mini-LED-Backlight erreicht wird.

Aber welche Helligkeit erreicht der LC-Power LC-M27UFD in der Praxis wirklich?

Im Test erreichte der LC-M27UFD eine Helligkeit von 354 cd/m². Damit wird die Herstellerangabe erfüllt, hier gibt es also auch nichts zu bemängeln.

Auch die Ausleuchtung ist soweit gut, nicht perfekt, aber auch nicht störend schlecht.

PS: Solltest du irgendwie die Helligkeit nicht hochdrehen können, dann liegt dies am Energiesparmodus. Ist dieser aktiv, kannst du zwar auch die Helligkeit auf 100% drehen, diese ist aber auf knapp über 200 cd/m² limitiert.

 

Kontrast

Wir haben zwar ein „IPS Fast“-Panel, aber was den Kontrast angeht, ist dies ein 0815-IPS-Panel. Passend dazu wirbt LC-Power auch mit den üblichen 1000:1.

Und diese erreichen wir auch +-. So schaffte der Monitor bei mir im Test einen Kontrast von 960:1.

Dies ist nichts Besonderes, aber Standardkost für einen IPS-Panel-Monitor.

 

In der Praxis

Zunächst einmal bietet der LC-Power LC-M27UFD subjektiv eine gute Bildqualität. Der Monitor ist hell und Farben sind sehr schön sauber, klar und kräftig.

Zwar ist die Bildqualität verglichen mit einem OLED oder Ähnlichem nicht „spektakulär“, aber für einen normalen IPS-Monitor auf einem sehr hohen und guten Niveau.

Dieser Monitor ist auch ohne Probleme für das Bearbeiten von Video, Fotos usw. auf einem semi-professionellen Level geeignet.

Dabei ist der LC-Power LC-M27UFD auch sehr gut fürs Gaming geeignet. Selbst im 4K-Modus haben wir beachtliche 160 Hz. Dabei bietet das IPS-Fast-Panel wie beworben sehr gute Reaktionszeiten und eine gute Bewegungsklarheit.

Das Ganze verbessert sich im Full-HD / 320 Hz Modus. Hier wird der LC-Power LC-M27UFD durchaus zu einem „Gaming-Monster“. Vor allem ist es auch bei Full HD deutlich leichter, solche hohen Bildraten in eSport-Titeln zu erreichen.

Allerdings muss ich hier auch ganz ehrlich sein: Für mich würden die 160 Hz in der Regel beim Gaming schon ausreichen.

Ich denke, die Zielgruppe für den LC-Power LC-M27UFD sind „Hybrid-Nutzer“, die Content Creation betreiben wollen, aber auch auf eine sehr hohe Gaming-Performance Wert legen. Klar, logisch, wenn du auf den 4K-Modus verzichten kannst, dann gibt es auch noch extremere Gaming-Monitore, welche dann aber gerade für Office oder Content Creation nicht so gut geeignet sind.

 

Fazit

Mit dem LC-M27UFD liefert LC-Power einen Monitor, der sich bewusst zwischen zwei Welten positioniert und das erstaunlich gut. Im 4K-Modus bekommst du eine hohe Bildschärfe, satte Farben und eine sehr ordentliche Werkskalibrierung, die den Monitor sogar für semiprofessionelle Foto- und Videobearbeitung interessant macht. 160 Hz bei 4K sind zudem ein echtes Highlight in dieser Preisklasse.

Schaltest du in den Full-HD-Modus, verwandelt sich der Monitor dagegen in ein pures Gaming-Gerät. 320 Hz, saubere Skalierung und schnelle IPS-Reaktionszeiten machen ihn absolut eSport-tauglich. Zwar musst du den Moduswechsel manuell über das OSD vornehmen, aber dafür bekommst du im Grunde zwei Monitore in einem.

Abstriche gibt es beim Kontrast und HDR – typische IPS-Schwächen, die man aber angesichts des Gesamtpakets verschmerzen kann. Entscheidend ist: Der LC-M27UFD bietet sowohl starke Produktivitäts- als auch Gaming-Leistung, ohne sich klar auf eine Seite festlegen zu müssen.

Wenn du also ein echtes Hybrid-Setup suchst, hohe Auflösung für Content Creation und extreme Bildraten für kompetitives Gaming, dann ist der LC-Power LC-M27UFD einer der spannendsten Allrounder, die du aktuell finden kannst. Dies zu einem Preis von rund 300€ ist ein faires Angebot!

Die Anker Prime 26K 300W Powerbank im Test, der neue Gold Standard?

Anker hat mit der Prime Powerbank 26K, 300W ein neues Flaggschiff-Modell auf den Markt gebracht.

Diese ist ein gutes Stück kleiner und kompakter als die alte Anker Prime 27.650mAh, bei zeitgleich mehr Leistung, ähnlicher Kapazität und generellem Funktionsumfang.

Und gerade Letzterer ist beeindruckend! So bringt auch die Prime Powerbank 26K, 300W wieder einen App/Bluetooth-Support mit, ein großes LCD-Farbdisplay und jetzt sogar 250 W Laden! WOW!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann dies alles in einem kompakten Gehäuse gut gehen? Finden wir dies im Test der Anker Prime Powerbank (26K, 300W) heraus!

 

Die Anker Prime Powerbank (A110A) im Test

Mit 577 g und 160 x 63 x 37,7 mm ist die Anker Prime für eine Kapazität von 26.250 mAh und einer Ausgangsleistung von satten 300 W sehr kompakt!

Vergleichen wir diese mit anderen High-End-Flaggschiff-Powerbanks, die eine ähnliche Kapazität und eine Ausgangsleistung von 140 W oder mehr haben.

Hier können wir sehen, wie kompakt und leicht diese Powerbank für ihre Leistungsklasse ist. Natürlich ist das weiterhin keine winzige Powerbank, aber für ein High-End-Modell ist sie schon beeindruckend handlich.

Dabei ist die Prime auch sehr hochwertig gemacht. Zwar ist der Hochglanz-Kunststoff auf der Front etwas anfällig gegenüber Kratzern, sieht aber auch schick aus.

 

Das Display der Prime

Ein Highlight der Anker Prime Powerbank ist das vergleichsweise große Farbdisplay auf der Front.

Dieses zeigt dir auf Wunsch einige weitere Informationen zu deiner Powerbank an. Folgende Informationen werden von Haus aus angezeigt:

  • Akkustand in %

  • Ausgangsleistung insgesamt in Watt

  • Ausgangsleistung pro Port in Watt

  • Temperatur-Zustand

  • Bluetooth-Zustand

Zudem wird dir beim Anschließen eines Kabels angezeigt, welche Leistung dieses maximal unterstützt. Praktisch!

Etwas schade ist, dass z. B. die Zyklenanzahl oder die Batteriegesundheit nicht angezeigt werden.

Über die App lässt sich auf Wunsch auch ein „Bildschirmschoner“ (Uhr) permanent anzeigen, wenn die Powerbank lädt.

 

Bluetooth und App

Neben dem Display kannst du auch weitere Informationen via Bluetooth und die Anker App erhalten.

Über die Anker App kannst du zunächst alle Informationen sehen, die auch das Display anzeigt. Dies wäre die aktuelle Leistung, Akkustand usw.

Aber es gibt auch weitere Informationen und Einstellungsmöglichkeiten:

  • Akkustand in %

  • Ausgangsleistung insgesamt in Watt

  • Ausgangsleistung pro Port in Watt

  • Akkutemperatur in Grad

  • Akkuzustand in %

  • Ladekabel-Infos

  • Genutzter Ladestandard

  • Lademodus

  • Bildschirmeinstellungen (Helligkeit, Anzeigedauer, Bildschirmschoner)

  • Firmware-Updates

Ein großer Pluspunkt ist die Möglichkeit, über die App die Leistungsverteilung der USB-Ports frei einstellen zu können.

Damit bietet die App klar einen Mehrwert.

 

Anschlüsse der Anker Prime Powerbank (26K, 300W)

Die Anker Prime Powerbank verfügt über 2x USB-C und 1x USB-A, eine aus meiner Sicht perfekte Kombination.

  • USB-C – 140 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB-A – 18 W Quick Charge und 22,5 W Super Charge – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2,25A, 12V/1,5A

Beide USB-C-Ports können eine Leistung von bis zu satten 140 W nach dem USB Power Delivery Standard ausgeben. Damit haben die USB-C-Ports mehr als ausreichend Leistung für Smartphones, Tablets und natürlich auch für große Notebooks.

Spannenderweise bieten die USB-C-Ports diesmal auch eine 12V-Spannungsstufe, welche Anker ansonsten gerne weglässt.

 

PPS-Stufen

Wie es sich für eine solche High-End-Powerbank gehört, unterstützt die Anker Prime Powerbank (26K, 300W) natürlich auch den PPS-Standard. Dies auch sehr umfangreich!

  • 5 – 11 V bei bis zu 5 A

  • 4,5 – 21 V bei bis zu 5A

Damit haben wir eine perfekte PPS-Range! Somit kann die Powerbank alle aktuellen Samsung- und Google Pixel-Smartphones mit dem vollen Tempo laden, wie auch viele chinesische Smartphones.

Sehr gut! Mehr Infos zu PPS findest du hier → https://techtest.org/was-ist-pps-und-avs-usb-power-delivery-ladegeraete-mit-pps-uebersicht-und-info/

 

Kein AVS

Leider unterstützt die Powerbank mit der aktuell verfügbaren Firmware (Ende 2025) kein AVS.

 

Anker 150 W Laden

Anker hat einen eigenen „proprietären“ Ladestandard erschaffen. Dieser erlaubt ein Laden mit bis zu 150 W. Dieser Standard wird auch von beiden USB-C-Ports der Powerbank unterstützt.

Dieser Standard wird allerdings nur von Anker-Produkten unterstützt, ist also in der Praxis so semi nützlich.

 

Konstante Leistung?

Laut Anker soll die Powerbank bis zu 300 W Leistung liefern können. Grundsätzlich stimmt dies auch.

Die Powerbank hat eine Spitzenleistung von bis zu 300 W (2x 150W). Wichtig, Spitzenleistung! Die Powerbank kann diese Leistung nicht konstant bereitstellen.

Erfreulicherweise schaffte diese bei mir konstant 140 W, aber alles darüber hinaus wird knapp und kann je nach Umgebungstemperatur zu einer Drosselung führen.

Und ja, das ist leider normal für viele High-End-Powerbanks. Konstant 140 W ausgeben zu können ist schon eine recht starke Leistung.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut Anker bietet die A110A eine Kapazität von 26.250 mAh bzw. 99,75 Wh. Aber wie sieht es praktisch aus? Welche nutzbare Kapazität konnte ich messen?

Im Test schwankte die Kapazität zwischen 21.522 mAh bzw. 79,632 Wh und 24.267 mAh bzw. 89,787 Wh.

Dies ist eine Spanne von 80 % bis 90 % der Herstellerangabe. Das ist ein besseres Abschneiden, als ich erwartet hätte!

80 % bis 90 % echte nutzbare Kapazität ist für eine High-End-Powerbank wie diese gut!

 

Ladedauer

Laut Anker kann die Powerbank mit bis zu 250 W laden, wenn du zwei Netzteile gleichzeitig nutzt. Mit einem Ladegerät sind bis zu 150 W bzw. 140 W möglich.

Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Hier wird es nun etwas wild! Beim Laden mit 2x 140 W können wir sehen, dass die Powerbank wirklich bis zu +- 238 W aufnimmt, was extrem viel ist!

Allerdings schafft dies die Powerbank nur temporär und drosselt sich vermutlich aufgrund der Hitzeentwicklung recht schnell herunter.

Dennoch ist die Powerbank in gerade einmal 48 Minuten gefüllt!

Beim Laden mit 150 W an einem speziellen Anker-Ladegerät dauerte eine Ladung 55 Minuten.

Beim Laden an einem universellen 140 W Ladegerät dauerte eine Ladung 59 Minuten.

Anker ist derzeit klar der König der schnell ladenden Powerbanks.

 

Fazit

Wie gut ist Ankers neue High-End-Powerbank? Sehr gut ist die Antwort! Dies ist die vermutlich beste High-End-Powerbank derzeit auf dem Markt (mit unter 100 Wh Kapazität).

Zwar ist der Sprung von der „alten“ Prime 250W Powerbank oder der Anker 737 nicht gewaltig aus technischer Sicht, aber wir haben hier eine gelungene Weiterentwicklung.

Vor allem ist die neue Anker Prime Powerbank (26K, 300W) für die hohe Kapazität und hohe Leistung sehr kompakt! Es ist beeindruckend, wie Anker es geschafft hat, seine neue Powerbank verglichen mit der alten Prime zu verkleinern, aber weiterhin Leistung und Kapazität hochzuhalten.

Dabei bot die Powerbank bei mir im Test eine hohe maximale Kapazität von 24.267 mAh bzw. 89,787 Wh, ein sehr schnelles Aufladen (0% auf 100% in 48 Minuten), eine perfekte PPS-Range, ein gelungenes Display und nicht zuletzt den starken App-Support.

Was spricht aber gegen die Anker Prime Powerbank (26K, 300W)? Diese kann in der Praxis nicht konstant 300 W liefern (+- 140 W scheint das konstante Maximum zu sein) und sie hat noch keinen AVS-Support.

Anker Prime Powerbank, 26250mAh, tragbares Ladegerät mit 3 Ports und...

✅ Pro

  • Sehr kompakt und leicht für die Leistungsklasse 
  • Hohe nutzbare Kapazität (80-90% der Herstellerangabe = bis zu 24.267 mAh / 89,787 Wh)
  • Extrem schnelles Laden (0-100% in 48 Minuten mit 2x 140W)
  • Großes, informatives LCD-Farbdisplay
  • Umfangreicher App-Support mit Bluetooth 
  • Perfekte PPS-Range (5-11V @ 5A, 4,5-21V @ 5A) für alle modernen Smartphones
  • 2x USB-C mit je 140W + 1x USB-A 
  • 12V-Spannungsstufe vorhanden 
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Anzeige der maximalen Kabelleistung beim Anschließen

❌ Kontra

  • Hoher Preis (200€)
  • Keine konstante 300W-Leistung (nur Spitzenleistung, konstant ca. 140W)
  • Kein AVS-Support 

Und natürlich der Preis. 200€ sind ein dicker Batzen für eine Powerbank und es gibt aus Sicht der Preis/Leistung klar bessere Modelle. In Ankers LineUp z. B. die Anker 737 oder z. B. die INIU 27.000 mAh 140 W Powerbank. Diese kannst du je nach Angebot 2-3x kaufen zum Preis der Anker Prime Powerbank (26K, 300W).

Dennoch bleibt die Anker Prime Powerbank (26K, 300W) eine herausragende und sehr kompakte Powerbank für ihre Leistungsklasse!

Lithium AA Akkus Test: EBL 3000mWh Lithium AA Akkus- Besser als NiMH?

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Wir haben uns schon einige Lithium-basierte AA Akkus im Test angesehen. Diese stammten allerdings meist von unbekannten Herstellern. Mit EBL haben wir aber heute eine Marke im Test, die schon etwas länger auf dem Markt ist und auch einige Akku-Produkte anbietet. Diese haben beispielsweise einige ganz ordentliche Ni-MH Akkus im Sortiment.

Heute soll es aber um die 3000 mWh Lithium Akkus von EBL gehen. Diese bekommst du zum Zeitpunkt des Artikels in einem 8er Set und mit Ladegerät für rund 20€.

Kein extrem niedriger Preis, hier gibt es einige Modelle, welche doch deutlich günstiger sind. Aber vielleicht sind ja die EBL Akkus auch besonders gut?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Die EBL Lithium AA Akkus mit 3000 mWh im Test

Ich habe die EBL Lithium Akkus in einem Set gekauft, welches 8 Akkus und ein passendes Ladegerät umfasst.

Bei dem Ladegerät handelt es sich um ein recht „klassisches“ 8-Port-Ladegerät. Die Akkus werden hier auf der Oberseite eingelegt und es gibt für jeden Akku eine Status-LED.

Das Ladegerät ist soweit OK, aber dieses ist weniger elegant als die Ladeboxen, die ich bei einigen Konkurrenten gesehen habe.

Immerhin kann das EBL Ladegerät sowohl Lithium wie auch Ni-MH Akkus laden. Das Ladegerät selbst wird via USB-C versorgt.

Die Akkus werden zusätzlich in einer kleinen Box geliefert, in welcher diese auch aufbewahrt werden können. Ansonsten gibt es hier nichts Besonderes. Die Akkus entsprechen dem üblichen AA-Standard.

 

Schutz vor Tiefentladung

Lithium-AA-Akkus besitzen eine integrierte Schutzschaltung, die sie vor Überlastung, Kurzschluss und Tiefentladung schützt. Klassische NiMH-Akkus sind hier deutlich empfindlicher: Sinkt ihre Spannung unter 1 Volt, können sie dauerhaft geschädigt werden, ein häufiges Problem in Geräten, die ursprünglich für Einwegbatterien ausgelegt sind.

Die EBL Lithium-Akkus verfügen zusätzlich über eine intelligente Abschaltautomatik. Sie trennt den Akku vom Verbraucher, sobald die kritische Entladeschwelle erreicht ist. Das verlängert spürbar die Lebensdauer. Dank dieser Technik schneiden Lithium-AA-Akkus bei der Haltbarkeit oft besser ab als herkömmliche NiMH-Modelle, da es schwieriger ist, diese zu tief zu entladen.

 

Kapazitätsangaben richtig verstehen: mAh vs. mWh

Bei der Leistungsangabe von Akkus begegnen einem zwei Einheiten: Milliamperestunden (mAh) und Milliwattstunden (mWh). Sie beschreiben unterschiedliche Aspekte der Kapazität:

mAh (Milliamperestunden): Gibt an, wie viel elektrische Ladung ein Akku speichern kann und wie lange er bei einer bestimmten Stromaufnahme durchhält. Die Spannung wird dabei nicht berücksichtigt.

mWh (Milliwattstunden): Steht für die tatsächlich gespeicherte Energie und ergibt sich aus mAh × Spannung. Dieser Wert ist besonders hilfreich, um Akkus mit verschiedener Technologie zu vergleichen.

Zum Vergleich der Nennspannungen:

  • NiMH-Akkus: 1,2 V
  • Lithium-AA-Akkus: 1,5 V

Ein NiMH-Akku mit 2900 mAh bringt es auf rund 3500 mWh (2900 × 1,2 V), ein Lithium-Akku mit gleicher mAh-Zahl hingegen auf etwa 4350 mWh – dank der höheren Spannung. Für einen fairen Vergleich ist daher mWh die aussagekräftigere Einheit.

 

Einsatzgebiete: Wo Lithium-Akkus sinnvoll sind und wo nicht

Trotz ihrer Vorteile eignen sich Lithium-AA-Akkus nicht für jedes Gerät. In Geräten mit sehr niedrigem Stromverbrauch, zum Beispiel Uhren, Fernbedienungen oder Wetterstationen, arbeiten sie aufgrund des integrierten Spannungswandlers oft weniger effizient. Tests zeigen, dass ihre nutzbare Kapazität bei minimaler Last (z. B. 0,1 A) geringer ausfällt als bei mittlerer Last (z. B. 0,4 A).

In solchen Fällen sind NiMH-Akkus weiterhin die bessere Wahl. Ihre Stärken spielen Lithium-Akkus wie die Modelle von EBL besonders in Geräten mit höherem Energiebedarf aus: etwa in Taschenlampen, Radios, LED-Kerzen oder motorbetriebenen Geräten. Dort überzeugen sie durch hohe Leistungsfähigkeit und lange Lebensdauer.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Ich habe 4 Akkus aus dem Set getestet, dies bei drei Laststufen: 0,1A, 0,4A und 1A. Und hier gab es eine Überraschung!

So konnten die Akkus im Schnitt die Herstellerangabe von 3000 mWh übertreffen!

Im Schnitt erreichten wir bei 0,1A Last 3183 mWh bzw. 2196 mAh, bei 0,4A 3166 mWh bzw. 2212 mAh und bei 1A Last 2472 mWh bzw. 1796 mAh.

Dies sind die ersten Lithium-AA-Akkus, die ich im Test hatte, die die Herstellerangabe übertreffen konnten! Sehr gut!

Allerdings gibt es eine Auffälligkeit: Akku Nummer 4. Bei 0,1A und 0,4A Last schnitt dieser deutlich schwächer ab als Akku 1-3, was für eine höhere Serienstreuung spricht. Bei 1A Last hingegen schnitt dieser am besten ab. Und ja, ich habe diese Ergebnisse überprüft.

Dennoch sieht die Kapazität im Schnitt sehr gut aus, auch im Vergleich zu anderen Lithium-AA-Akkus.

 

Generell stabile Spannung

Lithium-AA-Akkus wie die von EBL liefern oft eine stabile Spannung, die auch unabhängig vom Ladezustand bleibt. Sie halten konstant etwa 1,5 V, ideal für Geräte, die immer eine hohe Leistung benötigen. Doch bleibt die Spannung wirklich immer gleich?

Nicht ganz: Bei etwa 4–5 % Restkapazität sinkt die Spannung gezielt auf 1,1 V ab. Aber warum? Viele Geräte erkennen den Akkustand nämlich anhand der Spannung. Würde diese bis zum Ende bei 1,5 V bleiben, gäbe es keine Warnung vor leer werdenden Akkus. Die gezielte Absenkung signalisiert dem Gerät: „Achtung, bald ist Schluss!“, sodass es rechtzeitig eine Low-Battery-Meldung anzeigen kann. Diese intelligente Spannungsregelung ist bei vielen Lithium-AA-Akkus Standard, allerdings nicht bei allen.

 

1A Last = schwierig

Lithium-AA-Akkus können in der Regel recht gut hohe Leistungen liefern. 1A ist hier kein Problem, manche Hersteller werben sogar mit maximal 2 A oder 3 A, was extrem viel ist!

1A ist für eine herkömmliche Batterie viel zu viel und auch für NiMH-Akkus schon grenzwertig.

Auch die EBL 3000 mWh Akkus scheinen sich mit höheren Lasten etwas schwerer zu tun. So konnte ich hier ein recht wirres Spannungsverhalten beobachten.

So zeigten 3 von 4 Akkus ein völlig anderes Spannungsverhalten. Die Drosselung am Ende auf 1,1 V fiel bei diesen komplett aus. Nur 1 Akku (Akku Nummer 4) zeigte dieses Verhalten noch.

Zudem taten sich Akku Nummer 2 und 3 recht schwer dabei, die Spannung konstant auf ±1,5 V zu halten.

1A ist allerdings auch schon eine recht extreme Last für einen AA-Akku, welche so im Alltag praktisch nie vorkommt. Es zeigt nur, dass wir hier vielleicht einen etwas schwächeren Spannungswandler haben.

Dies sehen wir auch bei der Kapazität, welche bei 1A doch ein Stück einbricht.

 

Fazit

Ich bin bei den EBL 3000 mWh etwas hin und her gerissen. Einerseits boten die Akkus im Schnitt mit 3183 mWh bzw. 2196 mAh eine sehr gute Kapazität für Akkus, die mit 3000 mWh werben!

Damit liegen diese im Schnitt etwas über anderen 3000 mWh Akkus, die ich bisher getestet habe.

Allerdings zeigten die Akkus unter hoher Last (1A) ein etwas merkwürdiges Verhalten bei der Spannung, das ich so von anderen Lithium-Akkus nicht kenne. Auch scheint hier die Serienstreuung etwas größer zu sein.

Daher kommt es am Ende wie so oft auf den Preis an. Bekommst du die EBL 3000 mWh Akkus zu einem guten Kurs, dann sind diese OK. Guter Kurs wäre für mich um die 20-25€ für das 8er Pack inklusive Ladegerät. Darüber gibt es aus meiner Sicht dann bessere Alternativen, wie die 3600 mWh Akkus von Zepath.

Der Bambu Lab H2S nach rund 1000 Stunden, wie gut ist der 3D-Drucker?

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Ich war immer ein großer Fan des 3D-Druckens, allerdings hatte ich bisher immer vergleichsweise günstige Modelle genutzt. Mein meist verwendeter 3D-Drucker war z. B. der Creality Ender 3 V3 KE, den ich bis heute auch weiterhin mag!

Allerdings hatte ich mich nun vor ein paar Monaten entschieden, doch ein etwas teureres Modell zu kaufen. Nach etwas Hin und Her fiel meine Wahl auf den Bambu Lab H2S.

Dieser hat bei mir mittlerweile rund 1000 Betriebsstunden auf der Uhr (genau genommen knapp über 800)!

Ich denke, dies ist eine Zeit, die ausreicht, um doch ein gutes Fazit zu diesem erstellen zu können. Wie gut ist der Bambu Lab H2S und gab es in den ersten rund 1000 Stunden Probleme?

 

Der Bambu Lab H2S im Test

Bei dem Bambu Lab H2S handelt es sich um einen großen Core XY 3D-Drucker, also ein Modell, das komplett geschlossen aufgebaut ist.

Dieser ist das kleinere Modell zum H2D, welcher im Gegensatz zum H2S nur über einen Druckkopf verfügt. Mit über 1000 € ist dies aber weiterhin ganz klar ein High-End-Modell.

Sicherlich ein wichtiger Faktor, um diesen Preis zu rechtfertigen, ist der große Druckraum.

So besitzt der H2S einen Bauraum von 340 x 320 x 340 mm, was schon sehr groß ist! Diesen großen Bauraum habe ich auch zu schätzen gelernt und er ist klar ein dicker Pluspunkt.

Passend zum Preis ist der Drucker auch sehr massiv und stabil gearbeitet! Wir haben massive Seitenpaneele und die Fronttür, wie auch der Deckel, sind aus Glas.

Zur Steuerung haben wir einen großen Touchscreen, welcher auch recht hoch aufgelöst ist.

 

Kamera im Innenraum

Im Innenraum des H2S befindet sich eine Full-HD-Kamera + LED-Lichter. Diese kann Zeitraffer-Aufnahmen erstellen und erlaubt dir ein Überwachen des Druckens von unterwegs aus.

Die Kamera liefert eine gute Qualität und stabile Bildrate.

 

Mit AMS

Den H2S gibt es natürlich auch mit AMS, hier mit dem AMS 2 Pro, welches ich auch gekauft habe. Dieses erlaubt den 4-Fach-Farbwechsel und vor allem auch das „einfache“ Einlegen von Filament-Rollen.

Gerade Letzteres finde ich sehr angenehm! Auch liegen so die Rollen nicht einfach offen herum.

Allerdings habe ich den Multi-Farben-Druck an sich relativ selten genutzt. Dieser erfordert jedes Mal das „Purgen“ des Restfilaments in der Düse. Hierdurch ist der häufige Farbwechsel extrem verschwenderisch!

Bei großen Projekten mit häufigem Farbwechsel wird oftmals mehr Filament weggeworfen, als für den Druck benötigt wird.

Meist habe ich dies nur bei sehr kleinen Sachen genutzt oder nur 1–2 Farbwechsel eingebaut.

Für mich ist der große Pluspunkt beim AMS vor allem das leichtere und schnellere Wechseln zwischen Filamenten.

 

Für fast jede Art Filament

Der H2S kann praktisch jeden Typ Filament verarbeiten. Dies dank einer Düse aus gehärtetem Stahl, die bis zu 350 Grad erreichen kann, einem 120-Grad-Heizbett und einer aktiven Kammerheizung, falls nötig.

So wirbt Bambu Lab mit folgenden unterstützten Filamenten:

PLA, PETG, TPU, PVA, BVOH, ABS, ASA, PC, PA, PET, PPS, Kohlenstoff-/Glasfaserverstärktes PLA, PETG, PA, PET, PC, ABS, ASA, PPA, PPS

 

Aufbau, Einrichtung und Installation

Bambu Lab 3D-Drucker gelten als sehr anfängerfreundlich und leicht zu nutzen. Dies kann ich bestätigen! Das Schwierigste beim Aufbau des H2S ist es, den rund 30 kg schweren 3D-Drucker aus dem Karton zu heben.

Ansonsten ist die Montage recht selbsterklärend. Du musst das AMS (falls mitbestellt) aus dem Drucker nehmen und einige Schrauben entfernen. Diese Schrauben fixieren die diversen Achsen beim Transport.

Eine einfache Anleitung liegt bei. Abseits des Ansteckens der Schläuche des AMS ist keine weitere Montage nötig.

Für die Einrichtung ist allerdings die Bambu Lab App Pflicht, welche genutzt wird, um den Drucker mit deinem Account zu verknüpfen.

 

Account-Bindung

Ein etwas strittiger Punkt bei Bambu Lab ist die starke Bindung an Cloud-Dienste. Von Haus aus sind die Bambu Lab Drucker von der Bambu Lab Cloud abhängig.

Hast du kein Internet oder die Cloud ist down, dann hast du Spaß! Es gibt zwar einen „LAN“-Offline-Modus, aber dieser war bei mir auch etwas zickig und löst die Account-Verknüpfung komplett und deaktiviert Features wie den Zugriff über die Bambu Lab App.

 

Unheimlich zuverlässig!

Für mich das größte Highlight am Bambu Lab H2S ist bisher die Zuverlässigkeit. Damit meine ich jetzt nicht die „Haltbarkeit“, sondern wie zuverlässig dieser druckt.

In rund 1000 Stunden PLA und PETG hatte ich 0 Probleme mit der Druckbett-Haftung, der automatischen Nivellierung usw.

Ich lade mein Projekt in den Bambu Lab Slicer, schicke dieses an den Drucker und der macht.

Ich brauche nicht zu schauen, ob alles OK ist, ich konnte mich bisher völlig auf den H2S verlassen, dass die automatischen Sensoren, die Kalibrierung usw. alles für mich regeln.

Das kannte ich so vom Creality Ender 3 V3 KE oder auch Anycubic Kobra S1 nicht. Hier klappen zwar die Drucke in der Regel auch, aber ab und an (ca. 5–10 %) sitzt die erste Schicht nicht oder Ähnliches.

Hier muss ich nach dem Druckstart am besten schauen und beobachten, ob die ersten paar Schichten gut werden, dann läuft es bei diesen auch meist durch.

Diese Sorge hatte ich beim H2S 0! Der Drucker ist hier einfach unheimlich zuverlässig.

 

Was für eine tolle Druckqualität!

Der wichtigste Punkt ist die Druckqualität. Ich habe mit dem H2S viele Rollen PLA, PLA+ und PETG verdruckt. Zugegeben recht „einfache“ Materialien.

Dabei habe ich primär Filamente von Drittanbietern genutzt (JAYO, SUNLU, ELEGOO, eSUN, usw.), einfach aufgrund des Preises.

Bambu Labs eigene Filamente werden vom Drucker auch automatisch vom AMS erkannt und entsprechend perfekt eingestellt. Dies ist bei Drittanbieter-Filament so in der Regel nicht der Fall. Es gibt hier zwar auch ein paar Profile, aber nicht für die Marken, die ich primär genutzt habe.

Dennoch war und ist die Druckqualität des H2S HERAUSRAGEND! Ich hätte nicht erwartet, dass ein 3D-Drucker so fein und glatt drucken kann wie der H2S.

Gerade mit den Marmor-Filamenten habe ich einige absolut fantastische Ergebnisse drucken können, die kaum oder gar nicht als 3D-Druck erkennbar sind.

Der H2S übertrifft den Anycubic Kobra S1 und den Creality Ender 3 V3 KE gerade bei Oberflächen und wie deutlich Linien sichtbar sind, deutlich. Drucke werden um einiges glatter und somit weniger als 3D-Drucke erkennbar.

Auch der kleine Bambu Lab A1 wird nochmals vom H2S übertroffen. Allerdings ist hier der Unterschied kleiner, aber vorhanden.

Gewinde und ähnliche Strukturen werden sauber gedruckt und auch die Maßgenauigkeit ist klar die beste der bisher von mir getesteten 3D-Drucker. Teile, die ineinander passen sollen, passen auch präzise.

Kurzum, ja, der Bambu Lab H2S liefert die Druckqualität, die bei seinem Preis zu erwarten ist.

 

Hohe Geschwindigkeit

Auf dem Papier bietet der H2S folgende Geschwindigkeitswerte:

  • Maximale Geschwindigkeit – 1000 mm/s
  • Maximale Beschleunigung – 20.000 mm/s²
  • Maximaler Durchfluss des Hotends (Standard-Flow-Hotend) – 40 mm³/s

Mit maximal 1000 mm/s ist der H2S in der Theorie ein sehr schneller Drucker! Und ich kann auch bestätigen, dass dieser klar der schnellste 3D-Drucker ist, den ich bisher in den Fingern hatte.

Praktisch ist er aber nicht viel schneller als die meisten Core XY Modelle. In der Regel wirst du diesen nicht bis ans Limit pushen, was die Geschwindigkeit angeht.

Zwar bleibt die Druckqualität auch bei hoher Geschwindigkeit noch sehr stabil, aber irgendwann ist auch hier der Punkt erreicht, wo diese etwas leiden kann oder einfach der Durchfluss des Hotends der limitierende Faktor ist.

Einfach so als Referenz ein paar Benchy-Zeiten:

  • 0,20 mm Schichten Standard-Qualität – ca. 32 Minuten
  • 0,20 mm Schichten Hohe Qualität – ca. 42 Minuten
  • 0,28 mm Schichten Standard-Qualität – ca. 28 Minuten

Hinzu kommen immer ca. 5 Minuten für die automatische Nivellierung des Druckbetts, Heizen usw.

 

Extrem leise

Ein Highlight beim H2S ist auch die Lautstärke. Dies ist der mit Abstand leiseste 3D-Drucker, den ich jemals erlebt habe.

Die Bewegungen des Druckkopfes sind mit geschlossener Tür fast nicht zu hören. Auch die Lüfter sind praktisch lautlos.

Der Anycubic Kobra S1, Bambu Lab A1 und Creality Ender 3 V3 KE sind um einiges lauter.

Was allerdings auch beim H2S relativ laut ist, ist das AMS 2 Pro. Wenn dieses Filament wechselt, ist dieses um einiges lauter als der Drucker selbst. So dreht dieses die Rollen sehr schnell und aggressiv. Leider gibt es hier keinen „Silent“-Modus.

 

Bisher kein Verschleiß (oder Wartung nötig)

Ich habe jetzt genau genommen knapp über 800 Stunden beim H2S auf der Uhr. In dieser Zeit zeigte der Drucker KEINE Probleme!

Es gab keinen Ausfall, Zickereien oder Ähnliches. Er funktioniert einfach.

Auch musste ich in dieser Zeit keine Wartung durchführen oder Teile tauschen. Selbst der Filament-Schneider funktioniert noch, auch wenn Bambu Lab hier schon einen Austausch empfohlen hätte.

Ebenso konnte ich keine Verschlechterung der Druckqualität beobachten. Dieses Problem hatte ich z. B. beim Anycubic Kobra S1, welcher nach weniger Zeit bereits eine leichte Verschlechterung der Druckqualität zeigte und ich auch bis heute nicht so recht weiß, was genau diesen Verschleiß ausgelöst hat (ich vermute die Riemen).

Weiterhin arbeitet der H2S sehr leise, es gibt kein Quietschen und kein Kratzen oder Ähnliches. Allerdings hatte ich diesen nach rund 700 Stunden einmal nachgefettet. Passendes Fett lag bereits im Lieferumfang. War dies nötig? An sich nicht, aber ich hatte da langsam das Gefühl, dass es nicht schaden würde.

 

Sonstige Probleme?

Aber gab es irgendwie andere Probleme oder Auffälligkeiten mit dem Bambu Lab H2S?

  • Das WLAN-Modul im H2S scheint einen relativ schwachen Empfang zu haben.
  • Das AMS 2 Pro machte mit einigen Drittanbieter-Filamenten ab und an Probleme, wenn dort die Rollen zu leer wurden. Hierdurch wurden die Rollen zu leicht und beim aggressiven Wickeln des AMS 2 Pro hüpften diese, wodurch sie blockierten. Es gibt 3D-druckbare „Gewichte“ für Filament-Rollen, welche dieses Problem beheben.

 

Filament-Erfahrungen

Grundsätzlich kam der Bambu Lab H2S bei mir sehr gut mit allen Filamenten klar, die ich diesem vorgesetzt habe.

Dabei benötigen diese auch in der Regel nicht viel Konfiguration. Ich weiß nicht, ob dies an den zusätzlichen Sensoren oder dem Extruder liegt, aber der H2S war nicht wählerisch, im Gegensatz zum Anycubic Kobra S1.

Der Anycubic Kobra S1 benötigt mehr manuelles Eingreifen und Konfiguration, um gerade mit „schwierigen“ Filamenten gute Ergebnisse zu erzielen.

Einzig die Standard-Profile beim H2S sind alle sehr „heiß“, was zu starkem Stringing gerade mit PETG führt. Hier würde ich empfehlen, die Temperatur etwas abzusenken. PLA wird im „generischen“ Profil mit 220 Grad gedruckt und PETG mit 255 Grad, was nach meiner Erfahrung etwas viel ist. 200 Grad bei PLA und 230–240 Grad bei PETG zeigten bei mir auch mit universellen Filamenten meist die besten Ergebnisse.

Neben den Bambu Labs eigenen Filamenten kann ich besonders die von SUNLU empfehlen, welche oftmals deutlich günstiger zu bekommen sind. Ich drucke aber auch JAYO, eSUN, Elegoo, Creality Soleyin Ultra usw.

 

Fazit

Der Bambu Lab H2S ist nach rund 1000 Betriebsstunden zweifellos der beste 3D-Drucker, den ich bisher testen oder auch privat nutzen durfte. Ja, mit über 1000 € ist dies kein günstiges Modell, aber du bekommst hier auch wirklich Premium-Qualität geboten.

Die großen Pluspunkte

Das absolute Highlight ist für mich die Zuverlässigkeit. In über 800 Stunden hatte ich nicht einen einzigen fehlgeschlagenen Druck aufgrund von Haftungsproblemen oder Kalibrierung. Der H2S funktioniert einfach, du startest den Druck und kannst dich darauf verlassen, dass das Ergebnis stimmt. Diese Sorglosigkeit ist Gold wert!

Die Druckqualität ist herausragend und rechtfertigt den Preis vollends. Oberflächen werden deutlich glatter als bei günstigeren Modellen, und die Maßgenauigkeit ist die beste, die ich bisher erlebt habe. Selbst mit günstigen Drittanbieter-Filamenten erzielt der H2S beeindruckende Ergebnisse.

Der große Bauraum von 340 x 320 x 340 mm eröffnet völlig neue Möglichkeiten, und die extrem leise Arbeitsweise (abgesehen vom AMS beim Filamentwechsel) macht den Drucker auch wohnzimmertauglich.

Kleinere Kritikpunkte

Die Cloud-Bindung ist sicherlich nicht jedermanns Sache, und der LAN-Offline-Modus funktioniert nicht optimal. Das WLAN-Modul könnte stärker sein, und das AMS 2 Pro ist beim Filamentwechsel deutlich lauter als der Drucker selbst.

Der Multi-Farben-Druck ist durch das Purgen extrem verschwenderisch, hier würde ich mir eine effizientere Lösung wünschen. Dies wird ja auch kommen, aber zu welchem Preis ist die Frage.

Unterm Strich

Wenn du bereit bist, über 1000 € zu investieren und einen zuverlässigen, qualitativ hochwertigen 3D-Drucker mit großem Bauraum suchst, ist der Bambu Lab H2S eine klare Empfehlung. Für Einsteiger, die primär auf den Preis achten, gibt es günstigere Alternativen, aber wer einmal die Zuverlässigkeit und Druckqualität des H2S erlebt hat, möchte nicht mehr zurück.

Der H2S zeigt, wie problemlos 3D-Druck sein kann, wenn die Technik stimmt. Nach 1000 Stunden kann ich sagen: Kaufempfehlung! Bisher benötigte der Drucker keine Reparaturen oder machte irgendwelche Probleme, was ich über den Anycubic S1 oder Creality Ender 3 V3 KE leider nicht sagen kann.