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Wie schnell kann das Apple MacBook Air laden? Welches Ladegerät für das MacBook Air?

Alle reden derzeit über das MacBook Neo. Allerdings, das vermutlich größte Highlight in Apples Lineup ist das MacBook Air M5. Dieses ist für +- 1000€ zu bekommen.

Wie aber derzeit alle Apple Notebooks hat auch das Air kein Ladegerät/Netzteil mit im Lieferumfang. Dieses musst du separat kaufen.

Aber welches Ladegerät fürs MacBook Air kaufen? Wie schnell kann dieses laden und welche Anforderungen stellt es an das Ladegerät? Muss es von Apple sein?

Finden wir all dies im Test heraus!

 

Das Air nutzt USB Power Delivery

Auch das Apple MacBook Air M5 setzt auf den „normalen“ USB Power Delivery Standard, wie er von der EU vor allem für Smartphones vorgeschrieben ist.

Das heißt, du musst nicht zwingend eins der originalen Apple Ladegeräte nutzen!

Grundsätzlich kann jedes USB Power Delivery Ladegerät das MacBook Air M5 laden. Es gibt keine Fehlermeldungen oder Ähnliches, wenn du ein 3. Anbieter Ladegerät nutzt.

 

Wie viel Leistung kann das MacBook Air M5 aufnehmen?

Allerdings gibt es USB Power Delivery Ladegeräte in vielen Leistungsstufen, von 15 W bis 240 W.

Was ist die maximale Leistung, die das MacBook Air M5 aufnehmen kann? Hierfür habe ich das Notebook auf +- 15 % entladen und verschiedene Ladegeräte mit unterschiedlichen Leistungsstufen ausprobiert. Dabei habe ich mit einem PowerZ Messgerät überwacht, wie viel Watt das Notebook aufnahm.

Wie die meisten Apple Geräte ist auch das Air M5 recht unproblematisch, was das gewählte Ladegerät angeht.

Grundsätzlich kann dieses mit maximal +- 69-70 W in der Spitze laden. Hast du also ein 70W+ USB-C-Ladegerät, lädt das M5 bereits mit dem vollen Tempo.

Ein größeres Netzteil schadet nicht, bringt aber auch kein schnelleres Laden.

Wichtig, auch kleinere Ladegeräte werden ohne Probleme akzeptiert. So kannst du das Air M5 auch z.B. an einem 20 W Ladegerät laden. Das Laden dauert hier natürlich um einiges länger, aber es geht.

Dabei spielt es auch keine Rolle, ob du nun den MagSafe-Anschluss oder die USB-C-Ports direkt nutzt.

Theoretisch ist sogar ein Laden über einen USB-A-Port mit einem entsprechenden USB-A-auf-C-Kabel möglich. Hier liegt die Leistungsaufnahme aber nur bei 2,5 W, ist also extrem gering, sodass effektiv keine Ladung stattfindet.

 

Wie lange dauert das Laden des MacBook Air M5?

Aber wie lange dauert nun das Laden des M5? Um diese Frage zu klären, habe ich das Notebook auf 5 % entladen und dann im Standby an einem 100 W Ladegerät geladen und die Werte mitgeloggt.

Schauen wir uns das Ergebnis einmal genauer an. Im Diagramm siehst du zwei Kurven: Die grüne Linie zeigt die Leistung in Watt, die das Air zu jedem Zeitpunkt aufnimmt. Die orange Linie zeigt die insgesamt aufgenommene Energie in Wattstunden.

Direkt nach dem Anstecken zieht das MacBook Air M5 für rund 18 Minuten konstant die vollen +- 69 – 70 W. Hier wird also mit dem maximalen Tempo geladen.

Danach geht die Leistung in mehreren Stufen nach unten. Erst auf +- 60 W, dann auf +- 42 – 45 W und ab etwa der 45. Minute pendelt sich das Air bei rund 28 W ein. Gegen Ende, ab ca. 1:10, sinkt die Leistung dann weiter und tröpfelt zum Schluss nur noch mit wenigen Watt vor sich hin.

Das ist völlig normal! Lithium-Akkus werden immer nach diesem Muster geladen. Am Anfang darf es schnell gehen, je voller der Akku wird, desto vorsichtiger und langsamer lädt das System, um die Zellen zu schonen.

Genau das siehst du auch an der orangen Energiekurve: Diese steigt am Anfang steil an und flacht zum Ende hin immer weiter ab.

In Zahlen heißt das:

  • Nach rund 1 Stunde sind bereits ca. 84 % der Energie im Akku.
  • Die letzten +- 16 % bis 100 % dauern danach aber fast genauso lange.

Insgesamt dauert das MacBook Air M5 rund 2 Stunden, wenn du es nicht parallel nutzt, und zieht rund 58,7 Wh aus dem Ladegerät/Powerbank, bis es vollständig geladen ist.

Ladegerät und Powerbank Empfehlungen

Grundsätzlich ist das MacBook Air M5 sehr unproblematisch, was das akzeptierte Ladegerät/Powerbank angeht. Hier geht praktisch eigentlich alles, angefangen bei 15 W.

Allerdings solltest du im Optimalfall ein Ladegerät mit 65 W oder mehr nach USB Power Delivery wählen.

Mehr Leistung als 65 W ist kein Problem, das MacBook wird nicht überladen oder so, aber es bringt halt auch keine höhere Ladegeschwindigkeit.

Welche Ladegeräte würde ich konkret empfehlen?

Meine erste Wahl für das MacBook Air M5 wäre tatsächlich das Anker A121A Nano 70W. Dieses ist ein kompaktes und gutes Ladegerät zu einem fairen Preis.

Suchst du das günstigste Ladegerät, das gut taugt, dann würde ich das Ikea SJÖSS empfehlen. Mit 13€ ist dieses für die Leistung von 65 W sehr gut und günstig.

Wie steht es um Powerbanks? Auch hier gilt, 65 W oder mehr Leistung ist „optimal“ und bei der Kapazität brauchen wir ca. 58,7 Wh bzw. rund 16.000 mAh für eine vollständige Ladung, wenn du die Powerbank nicht parallel nutzt.

Fazit

Das MacBook Air M5 macht es dir beim Laden erfreulich einfach. Dank des normalen USB Power Delivery Standards bist du nicht auf ein originales Apple Netzteil angewiesen, praktisch jedes USB-C-Ladegerät funktioniert problemlos.

In der Spitze lädt das Air mit rund 69 – 70 W. Daher ist ein Ladegerät mit 65 W oder mehr die optimale Wahl. Mehr Leistung schadet nicht, bringt dir aber auch kein schnelleres Laden. Kleinere Netzteile bis runter zu 15 W gehen ebenfalls, dauern dann aber entsprechend länger.

Eine vollständige Ladung dauert ca. 2 Stunden und zieht rund 58,7 Wh. Den größten Teil bekommst du dabei aber bereits in der ersten Stunde, hier sind schon +- 84 % im Akku. Für ein schnelles Zwischenladen reichen also oft schon 20 – 30 Minuten.

Meine Empfehlung: Für die meisten ist das Anker A121A Nano 70W (ca. 30€) die beste Wahl, kompakt, gut und fair im Preis. Wer sparen will, greift zum Ikea SJÖSS 65 W für nur ca. 13€. Möchtest du unterwegs laden, sollte deine Powerbank ebenfalls 65 W+ liefern und für eine volle Ladung rund 16.000 mAh mitbringen.

NAS statt Google Fotos: Synology BeeStation Plus, QNAP TS-264 und UGREEN DH2300 im Einsteiger-Vergleich

Google Fotos kostet, iCloud kostet, Dropbox kostet. Und je mehr Bilder dein Smartphone sammelt, desto teurer wird das Abo. Dazu kommt der ungute Beigeschmack, dass deine persönlichen Erinnerungen irgendwo auf den Servern eines US-Konzerns liegen, der genau weiß, wann du wo warst und wen du wann fotografiert hast.

Die naheliegende Alternative? Deine Bilder einfach bei dir zu Hause speichern. Auf einem eigenen kleinen Gerät, das genau das macht, was Google Fotos auch macht, nur eben in deinem Wohnzimmer und ohne monatliche Gebühren. So ein Gerät nennt sich NAS, und in den letzten Jahren hat sich in diesem Segment einiges getan.

Drei NAS-Systeme als lokale Alternative zu Google Fotos im Vergleich

So gibt es hier neue Spieler auf dem Markt und es hat sich ein gewisser Fokus auf die „Foto-Apps“ herauskristallisiert.

  • Die Synology BeeStation Plus, das wohl einfachste NAS-System auf dem Markt
  • Das UGREEN NASync DH2300, der günstige Newcomer mit der besten Foto-App
  • Das QNAP TS-264, ein klassisches NAS, das deutlich mehr kann, dafür aber auch deutlich komplexer ist

Für Eilige – die Kurzfassung

Du willst… → Das passt
…es so einfach wie irgend möglich Synology BeeStation Plus
…die beste Foto-App zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis UGREEN NASync DH2300 (mein Favorit)
…maximales Potenzial und langfristig basteln & erweitern QNAP TS-264

Aber welches dieser drei Systeme ist nun das richtige für dich? Schauen wir uns das im Detail an.

 

Warum überhaupt ein NAS für Fotos?

Bevor wir in den Vergleich einsteigen, kurz für die, die mit dem Begriff NAS nichts anfangen können.

Ein NAS ist im Grunde nichts anderes als eine kleine Box mit einer oder mehreren Festplatten, die du zu Hause ans WLAN bzw. an den Router anschließt. Über eine App auf dem Smartphone oder eine Webseite kannst du von überall darauf zugreifen, ähnlich wie bei Google Drive oder iCloud, nur dass die Daten eben bei dir liegen.

Für die meisten ist die Foto-Funktion der eigentliche Grund, sich überhaupt ein NAS zuzulegen. Du installierst die App des Herstellers auf dem Smartphone, aktivierst den automatischen Upload und ab diesem Moment werden alle neuen Bilder und Videos im Hintergrund auf dein NAS gesichert. Genauso wie bei Google Fotos, nur eben lokal.

Der Vorteil: Keine monatlichen Kosten, deine Daten bleiben bei dir, und du hast meist deutlich mehr Speicher als bei den klassischen Cloud-Abos.

Der Nachteil: Ein NAS kostet erst mal Geld, und du musst dich zumindest minimal damit auseinandersetzen. Wie viel, das hängt stark vom gewählten Modell ab, und genau hier kommen unsere drei Kandidaten ins Spiel.

 

Die drei Kandidaten

Synology BeeStation Plus

Die BeeStation Plus ist Synologys Versuch, ein NAS für absolute Einsteiger zu bauen. Das Konzept: Du packst sie aus, steckst sie an, gibst die Seriennummer in der App ein und das war es. Keine Festplatten kaufen, keine RAID-Konfiguration, keine Benutzerverwaltung. Eine 8-TB-Festplatte ist von Haus aus bereits verbaut.

Synology BeeStation Plus NAS im Test

Synology BeeStation Plus Gehäuse von vorne Synology BeeStation Plus Anschlüsse auf der Rückseite Synology BeeStation Plus seitliche Ansicht Synology BeeStation Plus Detailaufnahme

Der Haken: Synology hat hier extrem stark vereinfacht. Du bekommst keine zweite Festplatte und damit keine Möglichkeit einer Datenspiegelung. Geht die HDD kaputt, sind alle Daten weg. Auch sonst ist die BeeStation Plus in ihren Funktionen recht eingeschränkt, denn es gibt keinen App-Store, kein Docker und nur sehr wenige Backup-Optionen. Mit rund 450 € (inkl. 8-TB-HDD) ist sie zudem auch nicht günstig, dafür ist aber alles dabei.

UGREEN NASync DH2300

UGREEN hat sich in den letzten Jahren rasant ins NAS-Geschäft gearbeitet, und das DH2300 ist deren günstigstes Modell. Für rund 200 € (ohne Festplatten) bekommst du hier ein vollwertiges 2-Bay-NAS, in das du bis zu zwei 3,5-Zoll-HDDs deiner Wahl einbauen kannst.

UGREEN NASync DH2300 NAS im Test

UGREEN NASync DH2300 Gehäuse von vorne UGREEN NASync DH2300 Festplatten-Schlitten UGREEN NASync DH2300 Anschlüsse auf der Rückseite UGREEN NASync DH2300 Detailaufnahme

Wie auch bei den größeren UGREEN-NAS-Systemen läuft hier das UGREEN OS, das deutlich auf die „Generation Smartphone“ zugeschnitten ist. Die komplette Einrichtung läuft über die Smartphone-App, ohne dass du jemals einen PC anfassen musst. Highlight ist aber ganz klar die Foto-App von UGREEN, die aus meiner Sicht das beste KI-Feature-Paket im Vergleich bietet.

Eine 8 TB HDD kostet derzeit rund 280 €, willst du also die gleiche Kapazität wie bei der BeeStation Plus, liegst du bei ca. 480 €.

QNAP TS-264

Das TS-264 ist der „klassischste“ Vertreter in diesem Vergleich. QNAP ist seit Jahren neben Synology einer der großen Player im NAS-Markt, und das TS-264 ist ein gehobenes Einsteiger-NAS mit zwei Festplatten-Bays, einer x86-CPU (Intel Celeron N5095), 2,5-Gbit-LAN und sogar einem PCIe-Slot.

QNAP TS-264 NAS im Test

QNAP TS-264 Gehäuse von vorne QNAP TS-264 Festplatten-Bays QNAP TS-264 Anschlüsse auf der Rückseite QNAP TS-264 Detailaufnahme

Damit ist das TS-264 in diesem Vergleich das mit Abstand mächtigste und auch zukunftssicherste Modell. Der Preis dafür: Mit rund 500 € (ohne HDDs) ist es das teuerste Modell und auch das mit der steilsten Lernkurve. Die Foto-App ist solide, aber bei der KI-Erkennung der schwächste Teilnehmer in diesem Vergleich.

Das QNAP TS-264 ist im Kern ein professionelles System, das auch im geschäftlichen Umfeld nutzbar ist.

Mit 8 TB HDD liegen wir hier bei ca. 780 €.

 

Die drei NAS-Systeme im direkten Vergleich

Synology BeeStation Plus UGREEN NASync DH2300 QNAP TS-264
Preis (Stand 2026) ca. 450 € (mit 8 TB HDD) ca. 200 € (ohne HDDs) ca. 500 € (ohne HDDs)
Festplatten 1x 8 TB vorinstalliert 2x frei wählbar 2x frei wählbar (+ 2x NVMe)
Datenspiegelung (RAID 1) Nein, nur eine HDD Ja, optional Ja, optional
CPU Intel Celeron J4125 Rockchip RK3576 (ARM) Intel Celeron N5095
Netzwerk 1 Gbit LAN 1 Gbit LAN 2x 2,5 Gbit LAN
Foto-App BeePhotos (gut) UGREEN Fotos (sehr gut) QuMagie (solide)
KI-Erkennung Personen + Objekte Personen, Objekte, Text Personen + Objekte (schwächer)
Komplexität Sehr einfach Einfach Fortgeschritten
Docker / Erweiterbar Nein Eingeschränkt Voll (x86)

 

Einfache Bedienung und Einrichtung

Für Einsteiger ist die Bedienung mit das wichtigste Kriterium. Was bringt dir das mächtigste NAS, wenn du es nach zwei Stunden frustriert wieder zurückschickst? Richtig, nichts!

Synology BeeStation Plus – der Plug-and-Play-König

Synology hat die BeeStation Plus radikal auf Einfachheit getrimmt. Festplatte ist drin, du steckst das NAS ein, lädst die Synology-App, scannst die Seriennummer und drückst einmal kurz die Taste auf der Rückseite zur Bestätigung. Das war es.

Synology BeeStation Plus Einrichtung über die Smartphone-App

Im Anschluss hast du Zugriff auf zwei Apps: BeeFiles, das wie ein Google Drive funktioniert, und BeePhotos für deine Bilder. Mehr gibt es nicht. Verglichen mit den anderen Modellen ein sehr kleiner Funktionsumfang, aber aus Einsteigersicht möglicherweise auch ein Vorteil: Du kannst dich nicht verirren, weil es nichts gibt, in dem du dich verirren könntest.

Synology BeeStation Plus App-Übersicht mit BeeFiles und BeePhotos

Allerdings hat das auch eine Schattenseite, denn die BeeStation Plus läuft de facto über Synologys Server. Ohne Internet kannst du die Hauptfunktionen nur eingeschränkt nutzen, und der Zugriff von außen läuft über Synologys eigene URLs. In gewisser Weise hast du also wieder eine „Cloud“, nur eben mit deinen Daten zu Hause.

 

UGREEN NASync DH2300 – die smartphone-zentrierte Einrichtung

Das DH2300 verkauft dir UGREEN nackt, du musst dir also zunächst eine oder besser zwei Festplatten besorgen und einbauen. Klingt schlimmer, als es ist, denn die Festplatten werden einfach in zwei Hot-Swap-Schlitten gesetzt.

UGREEN App – Einrichtungsassistent des NASync DH2300

Die eigentliche Einrichtung läuft komplett über die UGREEN-App auf dem Smartphone. Du wirst Schritt für Schritt durch die Konfiguration geführt, inklusive der Frage, ob du die Daten lieber spiegeln willst (RAID 1, Datenspiegelung für mehr Sicherheit) oder lieber den vollen Speicher beider HDDs nutzen möchtest (JBOD).

UGREEN App – Speicher- und RAID-Konfiguration Schritt 1 UGREEN App – Speicher- und RAID-Konfiguration Schritt 2 UGREEN App – Speicher- und RAID-Konfiguration Schritt 3 UGREEN App – Speicher- und RAID-Konfiguration Schritt 4

Was mir hier gut gefällt: UGREEN erklärt direkt in der App, was die Optionen bedeuten. Du musst also nicht erst eine Stunde googeln, was JBOD oder RAID 1 ist. Trotzdem ist es einen Tick komplexer als bei der BeeStation, weil du ein paar mehr Entscheidungen treffen musst. Dafür hast du am Ende ein echtes NAS, das du voll kontrollierst, und nicht nur die abgespeckte Synology-Variante.

 

QNAP TS-264 – das vollwertige NAS-Betriebssystem

Auch beim QNAP TS-264 musst du dir zunächst Festplatten besorgen und einbauen. Das funktioniert wie auch beim DH2300 unkompliziert über zwei Festplatten-Schlitten, in die du deine HDDs einschraubst, und das war es im Grunde auch schon mit dem Hardware-Teil.

QNAP TS-264 Festplatteneinbau und Einrichtung

Spannender wird es bei der Einrichtung selbst, denn hier geht QNAP einen anderen Weg als Synology und UGREEN. Während die BeeStation Plus und das DH2300 quasi vollständig über die Smartphone-App eingerichtet werden, ist der vorgesehene Hauptweg beim TS-264 ein klassischer: PC oder Notebook und Webbrowser. Du verbindest das NAS per LAN-Kabel mit deinem Router, rufst es über die Weboberfläche auf und wirst dort durch die Einrichtung geführt. Theoretisch gibt es zwar auch eine Qmanager-App für die Smartphone-Einrichtung, in der Praxis ist die Bedienung über den Browser am PC aber deutlich angenehmer und auch das, worauf QNAP klar optimiert hat.

QNAP QTS Weboberfläche während der Einrichtung

Was dich nach der Einrichtung erwartet, hast du so von einem NAS vermutlich nicht erwartet: ein vollwertiger Desktop, fast wie unter Windows oder macOS, nur eben im Webbrowser. Wir haben hier einen Fenstermanager, einen Dateimanager, eine Systemsteuerung und einen App Store. Das ist mächtig, aber auch deutlich komplexer als die BeeStation oder das DH2300 (das UGREEN bietet optional auch solch eine Benutzeroberfläche). Du wirst dich am Anfang erst mal durchklicken müssen, um zu verstehen, wo welche Funktion liegt. Für jemanden, der einfach nur seine Fotos sichern will, ist das im ersten Moment fast etwas „too much“.

QNAP QTS Desktop-Oberfläche im Browser, Ansicht 1 QNAP QTS Desktop-Oberfläche im Browser, Ansicht 2 QNAP QTS Desktop-Oberfläche im Browser, Ansicht 3 QNAP QTS Desktop-Oberfläche im Browser, Ansicht 4

Auf der Smartphone-Seite musst du dir bei QNAP zudem mehrere Apps installieren. Qfile für Dateien, QuMagie für Fotos und gegebenenfalls noch Qmusic, Qvideo usw. Im Vergleich zum „Eine-App-für-alles“-Ansatz von UGREEN ist das deutlich kleinteiliger. Wenn dein Fokus also wirklich auf der Smartphone-Nutzung liegt, ist das TS-264 von den drei Modellen das, das am wenigsten konsequent dafür gebaut wurde.

Kurz gesagt: Am schnellsten startklar bist du mit der BeeStation, am flexibelsten mit dem QNAP. Das UGREEN DH2300 liegt komfortabel dazwischen – ein echtes NAS, aber ohne dich gleich zu überfordern.

 

Die Smartphone-Apps im Vergleich

Da wir hier von NAS-Systemen für die „Smartphone-Generation“ sprechen, ist die Qualität der Smartphone-Apps quasi der wichtigste Punkt überhaupt.

UGREEN – eine App für alles

UGREEN setzt auf einen anderen Ansatz als Synology und QNAP: Es gibt nur eine einzige App, die aber wirklich alles kann. Über diese verwaltest du das NAS, lädst Dateien hoch und herunter, sortierst Bilder, prüfst den Systemstatus und vieles mehr.

Der große Vorteil: Du musst nicht zwischen mehreren Apps wechseln. Der kleine Nachteil: Die App ist entsprechend „voll“ und kann am Anfang etwas überfordern. UGREEN hat aber einen ordentlichen Job gemacht, was die Übersichtlichkeit angeht.

Synology – zwei klar getrennte Apps

Synology trennt bei der BeeStation Plus relativ sauber zwischen BeeFiles (für Dateien) und BeePhotos (für Bilder). Beide Apps sind sehr aufgeräumt und konzentrieren sich aufs Wesentliche. Wer nur seine Bilder sichern und ab und zu mal eine Datei auf das NAS legen will, wird hiermit prima zurechtkommen.

Was etwas nervt: Beide Apps brauchen für den vollen Funktionsumfang eine Internetverbindung, selbst wenn dein Smartphone und das NAS im gleichen WLAN hängen. Lokaler Zugriff geht zwar, ist aber funktional eingeschränkt.

QNAP – ein App-Zoo

QNAP geht den entgegengesetzten Weg und bietet für so ziemlich jede Funktion eine eigene App. Qfile, QuMagie, Qmusic, Qvideo, Qsync usw. Das ist im Detail durchaus durchdacht, jede App macht eine Sache und macht diese gut. In der Summe ist es aber deutlich kleinteiliger als bei der Konkurrenz.

Für einen Einsteiger, der primär seine Fotos sichern will, ist das eigentlich nur ein theoretisches Problem. Du installierst dir QuMagie und gut. Für Power-User ist die Modularität dagegen ein Vorteil.

Allerdings wirken die QNAP-Apps etwas weniger poliert als die Apps der Konkurrenten.

Kurz gesagt: UGREEN bündelt alles in einer aufgeräumten App, Synology trennt sauber in zwei, QNAP setzt auf viele Spezial-Apps. Fürs reine Foto-Sichern reicht bei allen dreien eine einzige App.

 

Die Foto-Apps – das Herzstück dieses Vergleichs

Kommen wir zum eigentlichen Grund, warum du dir wahrscheinlich überhaupt ein NAS holen willst: der Foto-App.

Alle drei Systeme bieten eine Google-Fotos-ähnliche App mit Auto-Upload, Timeline-Ansicht, Alben, KI-Erkennung und Teilen-Funktion. Die Unterschiede stecken im Detail, und die sind teils deutlich.

 

UGREEN Fotos – die beste Foto-App im Vergleich

Fangen wir mit meinem Favoriten an, denn UGREEN hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet. Die Foto-App bietet dir:

  • Timeline-Ansicht aller Bilder
  • Alben (auch passwortgeschützt teilbar)
  • Karten-Ansicht nach GPS-Daten
  • KI-Gesichtserkennung mit automatischen Personen-Alben
  • KI-Objekterkennung
  • Texterkennung in Bildern (!)
  • Automatischer Smartphone-Upload

Vor allem die Texterkennung ist ein echter Knaller. Du kannst zum Beispiel nach „Blumen“ suchen und die App zeigt dir Bilder von Blumen, Bilder, auf denen das Wort „Blumen“ zu lesen ist (z. B. auf einem Schild) und auch Bilder, die du an einem Ort mit dem Namen „Blumenhof“ gemacht hast.

UGREEN Fotos – Suchergebnis mit Texterkennung in Bildern

Auch die Objekterkennung ist erstaunlich gut. Nein, Google Fotos ist hier weiterhin besser, kein Wunder bei deren Datencenter-Power im Hintergrund. Aber einfachere Motive wie Hunde, Blumen, Pferde oder Strandfotos werden zuverlässig und schnell erkannt. Damit ist die UGREEN-Foto-App die ernstzunehmendste Google-Fotos-Alternative in diesem Vergleich.

UGREEN Fotos – KI-Objekterkennung, Ansicht 1 UGREEN Fotos – KI-Objekterkennung, Ansicht 2 UGREEN Fotos – KI-Objekterkennung, Ansicht 3 UGREEN Fotos – KI-Objekterkennung, Ansicht 4

Mein einziger Kritikpunkt: Du musst immer den Umweg über die zentrale UGREEN-NAS-App gehen, eine eigenständige Foto-App auf dem Smartphone gibt es nicht.

 

BeePhotos – solide und stark vereinfacht

BeePhotos ist die einfachste und übersichtlichste Foto-App der hier getesteten Modelle. Du bekommst eine chronologische Timeline, Alben, Personenerkennung und eine KI-basierte Objekterkennung. Auch der Auto-Upload vom Smartphone funktioniert problemlos.

Das Design der App ist sehr aufgeräumt und einsteigerfreundlich.

Synology BeePhotos – chronologische Timeline-Ansicht

Die Personenerkennung läuft solide, die Objekterkennung ist brauchbar, erreicht aber nicht das Niveau der UGREEN-App. Eine Texterkennung in Bildern gibt es theoretisch, aber diese ist entweder wirklich nicht gut oder hat bei mir nicht funktioniert.

Was mich richtig stört, ist der Aufbau der Freigabelinks. Wenn du jemandem ein Album schicken willst, sieht der Link in etwa so aus: tcyr1px3mjsadsus0uv1ce22fbke6tl4.quickconnect.to/mo/sharing/… Wenn du das einer Tante oder einem Freund schickst, wird der das im Leben nicht anklicken, weil es nach Spam aussieht.

Synology BeePhotos – Alben-Ansicht 1 Synology BeePhotos – Alben-Ansicht 2 Synology BeePhotos – Freigabe-Ansicht Synology BeePhotos – Detailansicht

Trotzdem ist BeePhotos eine richtig gute Foto-App, gerade für die Zielgruppe Einsteiger. Du machst nichts falsch, sie ist nur funktional einen Tick hinter UGREEN Fotos.

 

QuMagie – funktional, bei der KI aber hinten

QuMagie ist QNAPs Antwort auf Google Fotos. Auch hier bekommst du eine optisch sehr schöne Timeline, Alben, eine Karten-Ansicht und einen Auto-Upload. Selbst eine KI-Erkennung des Bildinhalts ist mit an Bord.

QNAP QuMagie – Timeline-Ansicht der Fotos

Allerdings reicht die KI-Erkennung in QuMagie nicht ganz an das heran, was UGREEN bietet.

In der Praxis macht sich das vor allem bei der Erkennungsqualität bemerkbar. Gesichter werden zuverlässig erkannt, bei Objekten wird es aber schon etwas hakeliger. Auch die Texterkennung (welche noch in der Beta ist) ist solide, aber weniger „perfekt“ als vor allem bei UGREEN.

QNAP QuMagie – KI-Erkennung, Ansicht 1 QNAP QuMagie – KI-Erkennung, Ansicht 2 QNAP QuMagie – Alben-Ansicht QNAP QuMagie – Detailansicht

QuMagie müsste nochmals etwas „aufpoliert“ werden, nach meiner Meinung. Auch optisch ist die App etwas hinter den Konkurrenten.

Trotzdem: QuMagie ist alles andere als schlecht. Gerade wenn dir der KI-Kram nicht so wichtig ist, macht QuMagie einen guten Job.

Kurz gesagt: Bei der Foto-App führt UGREEN klar, BeePhotos folgt knapp dahinter und QuMagie ist solide, hängt bei der KI-Erkennung aber etwas hinterher.

 

Datensicherheit – ein extrem wichtiger Punkt

Hier kommen wir zu einem Punkt, den viele Einsteiger gerne übersehen, der aber absolut entscheidend ist. Die Frage: Was passiert, wenn die Festplatte in deinem NAS ausfällt?

Eine HDD ist ein mechanisches Bauteil mit beweglichen Teilen. Sie wird irgendwann ausfallen. Die Frage ist nur wann. Und wenn sie ausfällt, sind alle Daten darauf weg, es sei denn, du hast vorgesorgt.

Synology BeeStation Plus – nur eine Festplatte!

Hier hat die BeeStation Plus ein konzeptbedingtes Problem: Sie hat nur eine einzige Festplatte. Fällt diese aus, sind alle deine Daten weg. Punkt.

Daher ist es bei der BeeStation Plus absolute Pflicht, ein zusätzliches Backup einzurichten. Synology bietet dir hierfür zwei Wege: Du kannst die Daten auf eine externe USB-Festplatte sichern oder du nutzt Synology BeeStation Protect, einen Cloud-Backup-Dienst für rund 150 € pro Jahr. Backups auf Google Drive, Dropbox oder andere Dienste sind nicht möglich, was ich persönlich ziemlich nervig finde, denn das ist eine künstliche Einschränkung.

Aus Sicht der Datensicherheit ist die BeeStation Plus also erst mal als riskant einzustufen. Du musst hier zwingend selbst aktiv werden, sonst spielst du mit deinen Daten russisches Roulette.

UGREEN DH2300 und QNAP TS-264 – beide mit Datenspiegelung

Beide Modelle bieten dir Platz für zwei Festplatten und damit die Möglichkeit, deine Daten zu spiegeln (RAID 1). Verbaust du zum Beispiel 2x 4 TB HDDs, hast du zwar nur 4 TB nutzbaren Speicher, dafür werden alle Daten parallel auf beide Platten geschrieben. Fällt eine HDD aus, sind deine Daten weiterhin auf der zweiten verfügbar.

Das ist deutlich entspannter als die Ein-HDD-Lösung der BeeStation. Wichtig zu wissen ist aber: RAID 1 ist KEIN Backup im klassischen Sinn. Wenn du eine Datei aus Versehen löschst, ist sie auch auf der zweiten Platte weg. Vor Datenverlust durch Hardware-Defekt schützt es dich aber weitestgehend.

Idealerweise kombinierst du das noch mit einem zusätzlichen Backup auf eine externe USB-HDD, dann bist du wirklich auf der sicheren Seite.

Cloud-Backups sind auch bei UGREEN und QNAP zusätzlich möglich, dies auch zu mehr Cloud-Anbietern.

Allerdings sind verschlüsselte Cloud-Backups nur bei QNAP möglich.

Kurz gesagt: UGREEN und QNAP fangen einen Plattenausfall dank RAID 1 ab, die BeeStation nicht – hier ist ein zusätzliches Backup absolute Pflicht. Und denk dran: RAID ersetzt niemals ein echtes Backup.

 

Was können die NAS sonst noch?

Klar, du willst primär deine Fotos sichern. Aber vielleicht stellst du in einem halben Jahr fest, dass du auch deinen Musik-Stream selber hosten willst, einen eigenen Plex-Server laufen lassen möchtest oder Home Assistant für dein Smart Home brauchst. Wie sieht es da bei den drei Modellen aus?

BeeStation Plus – maximal eingeschränkt

Bei der BeeStation Plus lautet die Antwort kurz: gar nichts. Du hast BeeFiles und BeePhotos, einen sehr einfachen Plex-Support und das war es. Keinen App Store, kein Docker, keine Möglichkeit, irgendetwas Drittanbieter-mäßiges zu installieren. Synology hat dich hier komplett in seinem Ökosystem „eingesperrt“.

Wenn du wirklich nur eine reine Foto- und Datei-Cloud willst, ist das in Ordnung. Wenn du aber irgendwann mal mehr willst, bist du verloren.

UGREEN DH2300 – grundsolide ausgestattet

Das DH2300 läuft mit dem gleichen UGREEN OS wie auch die größeren NAS-Systeme von UGREEN. Du hast also einen App Store, kannst Apps für File-Synchronisation, Media-Streaming usw. installieren. Was beim DH2300 leider fehlt, ist Docker. Damit fallen einige Anwendungen wie Home Assistant oder Pi-hole weg.

Leider ist hierdurch das DH2300 verglichen mit seinen größeren Brüdern etwas eingeschränkt.

Legst du auf die Erweiterbarkeit softwareseitig viel Wert, greif ganz klar lieber zum DH4300 Plus oder den anderen größeren UGREEN-Modellen.

QNAP TS-264 – flexibel

Und hier glänzt das TS-264. Dank der x86-CPU läuft praktisch alles, was du dir vorstellen kannst: Docker mit allen verfügbaren Containern, Plex mit Hardware-Transcoding (dank Intel Quick Sync), Home Assistant, Pi-hole, sogar vollwertige virtuelle Maschinen sind möglich.

Dazu kommt der wahrscheinlich umfangreichste App-Store unter den NAS-Herstellern, mit Anwendungen wie Surveillance Station für Überwachungskameras, einer Volltextsuche namens Qsirch oder einem VPN-Server. Wenn du das volle NAS-Potenzial nutzen willst und langfristig in das Thema einsteigen möchtest, ist das TS-264 hier deutlich vorn.

Ähnliches gilt auch für eine geschäftliche Nutzung.

Kurz gesagt: Willst du mehr als Fotos, ist das QNAP dank Docker und x86 die Spielwiese. UGREEN bietet eine solide Grundausstattung (ohne Docker), die BeeStation bleibt bewusst minimal.

 

Datenraten, Performance und Stromverbrauch

Ein Punkt, der für die Zielgruppe „Smartphone-Bilder sichern“ tatsächlich relativ unwichtig ist, aber dennoch erwähnt werden sollte: die Datenraten.

Anschlüsse und Netzwerk-Ports der drei NAS-Systeme

Sowohl die BeeStation Plus als auch das UGREEN DH2300 haben nur einen Gbit-LAN-Port. Das bedeutet eine theoretische maximale Datenrate von rund 100 MB/s. Wenn du also eine 100-GB-Foto-Bibliothek von deinem alten PC auf das NAS schieben willst, dauert das ein paar Stunden.

Zu erwartende maximale Datenraten:

  • Synology – +- 100 MB/s
  • UGREEN – +- 100 MB/s
  • QNAP – +- 250 MB/s

Das QNAP TS-264 hat dagegen 2x 2,5-Gbit-LAN, was bis zu rund 250 MB/s ermöglicht. Bei großen Datenübertragungen vom PC aus ist das TS-264 also klar im Vorteil.

Für den Alltagseinsatz „Smartphone-Bilder automatisch hochladen“ ist der Unterschied aber praktisch egal. Hier ist meist deine WLAN-Verbindung der Flaschenhals, nicht das NAS.

 

Stromverbrauch

Alle drei NAS sind durchaus sparsam. Die nackten Werte (ohne Festplatten):

  • UGREEN DH2300: ca. 3 – 5 W
  • Synology BeeStation Plus: ca. 3,4 W (Standby) bis 20 W (Last)
  • QNAP TS-264: ca. 10 – 20 W

Mit zwei eingebauten 3,5-Zoll-HDDs musst du jeweils ca. 8 – 16 W oben drauf rechnen. Das DH2300 und die BeeStation sind hier ganz klar die Sparmeister, das TS-264 mit seiner x86-CPU der Stromhungrigste. In Euro pro Jahr bewegen wir uns aber bei allen dreien im überschaubaren Rahmen, also kein Argument, das den Kauf wirklich entscheiden würde.

 

Fazit: Welches NAS ist das richtige für dich?

Wie so oft im Leben gibt es nicht die eine richtige Antwort. Alle drei Systeme haben ihre Berechtigung und richten sich an leicht unterschiedliche Nutzer.

Fazit – die drei NAS-Systeme im Vergleich

Du willst es so einfach wie irgend möglich? → Synology BeeStation Plus

Wenn dir der Gedanke, ein NAS einzurichten, an sich schon Bauchschmerzen bereitet, du dich aber trotzdem irgendwie von Google Fotos oder iCloud lösen willst, ist die BeeStation Plus das Richtige. Du steckst sie ein, installierst die App und sicherst deine Bilder. Mehr musst du wirklich nicht tun.

Du bezahlst diese Einfachheit aber mit Einschränkungen: Nur eine Festplatte (also zwingend ein Backup einrichten!), kaum Erweiterbarkeit und viele Funktionen nur mit Internetverbindung. Wenn du damit leben kannst, bekommst du das wohl einfachste NAS-System auf dem Markt.

Pro Contra
  • Echtes Plug-and-Play, einfacher geht es kaum
  • 8-TB-Festplatte ab Werk verbaut
  • Sehr aufgeräumte, einsteigerfreundliche Apps (BeeFiles & BeePhotos)
  • Solide Foto-App mit Personen- und Objekterkennung
  • Nur eine Festplatte, kein RAID 1 → zusätzliches Backup ist Pflicht
  • Kein App Store, kein Docker, kaum erweiterbar
  • Viele Funktionen laufen über Synologys Server / brauchen Internet
  • Cloud-Backup nur über Synology (~150 €/Jahr), kein Google Drive/Dropbox
  • Wenig vertrauenswürdig wirkende Freigabelinks

Du willst die beste Foto-App und maximale Flexibilität? → UGREEN NASync DH2300

Mein persönlicher Favorit in diesem Vergleich, gerade für die anvisierte Zielgruppe „Normalnutzer mit Smartphone-Fotos“. Für rund 200 € (plus zwei Festplatten deiner Wahl) bekommst du ein vollwertiges 2-Bay-NAS mit Datenspiegelung, die mit Abstand beste Foto-App im Vergleich und ein insgesamt sehr smartphone-freundliches Betriebssystem.

Auch wenn du später mal mehr willst, hast du mit dem UGREEN OS einen App Store und Möglichkeiten zur Erweiterung. Nur Docker fehlt leider, falls du also irgendwann Home Assistant oder Pi-hole laufen lassen willst, müsstest du auf ein größeres UGREEN-Modell wie das DH4300 Plus oder das DXP4800 Plus aufrüsten.

Für den Use Case „Google-Fotos-Alternative für Einsteiger“ ist das DH2300 aus meiner Sicht aber das Gesamtpaket mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Pro Contra
  • Beste Foto-App im Vergleich, inkl. echter Texterkennung in Bildern
  • Vollwertiges 2-Bay-NAS, RAID 1 (Datenspiegelung) möglich
  • Günstiger Einstieg ab ~200 € (ohne Festplatten)
  • Komplette, gut erklärte Einrichtung per Smartphone-App
  • Alles in einer App, sehr sparsam (~3–5 W)
  • Kein Docker → kein Home Assistant, Pi-hole & Co.
  • Nur 1-Gbit-LAN (~100 MB/s)
  • Foto-Funktion nur über die zentrale NAS-App, keine eigene Foto-App
  • Festplatten müssen separat gekauft werden

Du willst maximales NAS-Potenzial und planst langfristig? → QNAP TS-264

Wenn du schon weißt, dass du nicht nur deine Fotos sichern willst, sondern langfristig in das Thema NAS einsteigen möchtest, ist das TS-264 die richtige Wahl. Plex mit Hardware-Transcoding, Docker, vollwertige virtuelle Maschinen, ein üppiger App-Store, 2,5-Gbit-LAN, NVMe-Slots und sogar ein PCIe-Slot, hier bekommst du eine Spielwiese, an der du Jahre Freude haben wirst.

Der Preis dafür: Mit rund 500 € (ohne HDDs) ist das TS-264 das teuerste Modell, die Lernkurve ist deutlich steiler und die Foto-App ist der schwächste Teilnehmer in diesem Vergleich. Wenn die Foto-Funktion für dich das Wichtigste ist, würde ich eher zum DH2300 greifen. Wenn du dagegen weißt, dass du in einem Jahr auch Plex, Pi-hole und Home Assistant laufen lassen willst, dann ist das TS-264 das deutlich zukunftssicherere System.

Pro Contra
  • Mit Abstand mächtigstes und zukunftssicherstes System
  • x86-CPU: Docker, virtuelle Maschinen, Plex mit Hardware-Transcoding
  • Riesiger App Store, auch für den geschäftlichen Einsatz geeignet
  • 2x 2,5-Gbit-LAN (~250 MB/s), zusätzliche NVMe- und PCIe-Slots
  • RAID 1 sowie als einziges Modell verschlüsselte Cloud-Backups
  • Teuerstes Modell (~500 € ohne HDDs, ~780 € mit 8 TB)
  • Steilste Lernkurve, Einrichtung primär am PC/im Browser
  • Schwächste Foto-App und KI-Erkennung im Vergleich
  • Viele Einzel-Apps statt einer (App-Zoo)
  • Höchster Stromverbrauch (~10–20 W ohne HDDs)

 

Unterm Strich

Alle drei NAS-Systeme sind in ihrer jeweiligen Kategorie spannende Geräte und können Google Fotos durchaus den Rang ablaufen, zumindest für den privaten Gebrauch. Welches für dich das richtige ist, hängt vor allem davon ab, wie tief du in das Thema einsteigen willst.

Willst du eine echte Plug-and-Play-Lösung, ist die BeeStation Plus dein System. Willst du das beste Gesamtpaket aus einfacher Bedienung und starken Foto-Features, nimm das UGREEN DH2300. Und wenn du dir langfristig deinen eigenen kleinen Server bauen möchtest, der dir die nächsten 5 bis 10 Jahre alles bietet, was du dir vorstellen kannst, dann ist das QNAP TS-264 die richtige Wahl.

In jedem Fall: Du wirst deine Bilder nie wieder bei Google, Apple oder Microsoft zwischenparken müssen.

Solakon ONE im Test: Balkonkraftwerk, AC-Speicher & Off-Grid in einem Gerät (mit Effizienz-Messungen)

Wenn du nach einem Balkonkraftwerk oder Batteriespeicher suchst, wirst du vermutlich früher oder später über den deutschen Anbieter Solakon stolpern und seinen „Solakon ONE“.

Bei dem Solakon ONE handelt es sich um eine Mischung aus Wechselrichter für ein Balkonkraftwerk und einem Batteriespeicher, welcher auch universell einsetzbar ist.

So kannst du um den Solakon ONE ein neues Balkonkraftwerk aufbauen und/oder diesen als Batteriespeicher für eine bestehende Dach-Solaranlage nutzen.

Aber wie genau funktioniert der Solakon ONE? Was kann dieser und wie effizient ist der Speicher?

Finden wir das im Test heraus!

 

Der Solakon ONE im Test

Bei dem Solakon ONE handelt es sich um eine Mischung aus Batteriespeicher und Wechselrichter. Du kannst diesen also als „puren“ Batteriespeicher für andere Systeme nutzen oder als Balkonkraftwerk.

Dabei bietet die Basiseinheit des Solakon ONE eine Kapazität von 2,11 kWh und misst 420 x 285 x 255 mm. Das Gewicht liegt bei ca. 26,5 kg.

Qualitativ macht dieser einen sehr guten Eindruck! Der Speicher ist schlicht, aber schick gestaltet. Auf der Oberseite finden wir dabei den Einschalter wie auch ein kleines Display. Dieses zeigt dir nur wichtige Status-Infos bzw. den Ladestand an. Das Display ist sehr minimalistisch!

Da es sich bei diesem Batteriespeicher nicht nur um einen reinen Batteriespeicher handelt, besitzt dieser einige Anschlüsse.

So finden wir an der linken Seite gleich 8x MC4, die WLAN-Antenne und einen LAN-Port. Auf der rechten Seite haben wir eine Steckdose wie auch den Anschluss für das Netzkabel.

Alle Anschlüsse sind von Haus aus mit Klappen abgedeckt. Dies soll den IP65-Wasserschutz sicherstellen. Theoretisch kannst du den ONE einfach im „Freien“ aufstellen, dieser ist laut Hersteller wetterfest.

Allerdings würde ich diesen schon geschützt aufstellen, denn ob ich langfristig diesen Abdeckungen so zu 100 % trauen würde, lass ich mal dahingestellt. Bei mir ist der Solakon ONE unterm Carport gelandet.

 

Speicher erweiterbar

Neben der Basis-Einheit bietet Solakon auch „Erweiterungsspeicher“ an. Jedes dieser Module bietet auch eine Kapazität von 2,11 kWh und wird einfach unter der Haupteinheit positioniert.

Der Solakon ONE hat auf der Unterseite Kontakte, durch welche eine Verbindung hergestellt wird. So kannst du bis zu 5x Speichererweiterungen „stapeln“ für eine Kapazität von bis zu 12,66 kWh.

 

Was kann der Solakon ONE?

Was kann der Solakon ONE nun alles und wie lässt er sich einsetzen?

  1. Als Wechselrichter für ein Balkonkraftwerk mit angebundenem Speicher.
  2. Als Batteriespeicher für eine bestehende Solaranlage (z. B. eine 10 kWh Dachanlage), Stichwort: AC-gekoppelter Batteriespeicher.
  3. Als Off-Grid-Solaranlage dank der integrierten Steckdose.

Als „Balkonkraftwerk“

Im Solakon ONE sind 4x separate MPPT-Ladecontroller verbaut.

  • 10 bis 60 V
  • 20 A Max. Eingangsstrom (pro Controller)
  • 2600 W gesamt Maximalleistung

In der Regel wird der Solakon ONE mit 4 x 500 W Solarpanels verkauft, also einer Solarleistung von 2000 W.

Diese bis zu 2000 W können dann auch komplett in den Speicher geladen werden. Ist der Speicher voll oder speist in dein Hausnetz ein, dann ist die maximale Ausgangsleistung aus dem Speicher auf die typischen maximalen 800 W limitiert.

Das Entladen des Speichers in dein Hausnetz kann dabei nach einem festen Zeitplan verlaufen, also speise von 18:00 bis 24:00 Uhr 800 W ein, oder basierend auf deinem echten Verbrauch (0 Einspeisung).

Bei Letzterem regelt der Solakon ONE aktiv seine Ausgangsleistung, je nachdem, was du verbrauchst. Verbrauchst du gerade 430 W, dann gibt der Speicher 430 W ab, sodass du von außen 0 W beziehst.

Das funktioniert bis 800 W, heißt, verbrauchst du 1200 W, müssen noch 400 W aus dem Netz kommen, der Rest wird vom Speicher zugefüttert.

 

Als „Batteriespeicher“

Neben dem direkten Laden über angeschlossene Solarpanels ist es auch möglich, den Speicher über das Netz zu laden (es ist auch beides zeitgleich möglich).

So hast du hier mehrere Optionen:

  1. Laden nach einem Zeitplan, nimm von XX bis XX bis zu 1200 W auf.
  2. Richte dich nach einem dynamischen Stromtarif
  3. Nimm nur so viel Energie auf, wie Überschuss vorhanden ist

Gerade Letzteres ist spannend! Du kannst einstellen, dass, wenn der Solakon ONE erkennt, dass du gerade Strom ins Netz gibst, also einspeist, der genau diese Leistung „abgreift“ und selbst speichert.

Hast du eine Dach-Solaranlage, die gerade einen Überschuss von 1200 W erzeugt, kann der Solakon ONE diese 1200 W aufnehmen, um sie später dann wieder abzugeben.

Dabei ist der Solakon ONE in diesem Betriebsmodus universell kompatibel, egal, was du für einen Wechselrichter hast.

Wichtig, der Solakon ONE kann über das Netz mit bis zu 1200 W laden, passt aber auch hier seinen Ladestrom dynamisch an. Hast du einen Überschuss von 721 W, dann nimmt der Speicher auch nur 721 W auf.

 

Smarter Zwischenzähler Pflicht!

Vielleicht fragst du dich nun „woher weiß der Solakon ONE, wie viel Energie er ins Netz geben muss oder nehmen kann?“ und das ist ein wichtiger Punkt, er weiß es nicht!

Es gibt für den Solakon ONE keine Möglichkeit zu wissen, wie viel Energie gerade bei dir benötigt wird, nicht ohne Hilfsmittel!

Um den ONE effektiv zu nutzen, brauchst du einen Zwischenzähler, der den Stromverbrauch / Einspeisung in deinem Haus überwacht und dem ONE übermittelt.

Alternativ kannst du auch einen IR-Lesekopf für deinen Stromzähler nutzen, was für die meisten Nutzer die einfachste Lösung ist.

So bietet Solakon selbst solch einen IR-Lesekopf an.

Alternativ geht auch der universelle everHome EcoTracker IR.

Am besten sind aber „interne“ Zähler wie z. B. der Shelly Pro 3EM. Hier ist die Reaktionszeit am besten, diese müssen aber von einem Elektriker installiert werden.

Aber erneut, ohne solch einen IR-Lesekopf oder einen gesonderten Zwischenzähler ist der Solakon ONE NICHT effektiv nutzbar!

 

Solakon App

Solakon ist ein deutscher Anbieter. Allerdings kommen natürlich die Speicher aus China. Ein Vorteil allerdings des deutschen Anbieters ist die „Netzwerkinfrastruktur“.

So brauchst du für die Steuerung des Solakon ONE die Solakon App. Diese App funkt allerdings nicht nach China, sondern Solakon hat seine eigenen Server in Deutschland.

Die Solakon App macht auch einen guten Eindruck! Diese ist übersichtlich gestaltet und bietet sehr viele Informationen.

Auch bei den Einstellungsmöglichkeiten gibt es nichts zu bemängeln. Neben den verschiedenen Modi kannst du z. B. auch den maximalen und minimalen Ladestand anpassen usw.

Bonuspunkte gibt es für den sehr guten Home-Assistant-Support!

 

Die echte Kapazität

Solakon wirbt beim ONE mit einer Kapazität von 2,11 kWh. Selbige Kapazität haben auch die optionalen zusätzlichen Speichermodule.

Allerdings gibt es hier ein paar Punkte zu beachten.

  1. Die 2,11-kWh-Angabe ist „Brutto“, heißt, dies ist die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Durch diverse Wandlungsprozesse, unter anderem auf 230 V AC, fällt die effektiv nutzbare Kapazität niedriger aus.
  2. Der Solakon ONE reserviert IMMER 10 % seiner Kapazität. Du kannst den Speicher nicht unter 10 % entladen. Diese 10 % Restladung, die immer im Speicher ist, schützt vor dem Tiefentladen und verbessert die Haltbarkeit. Das machen die meisten Batteriespeicher am Markt.

Aber welche „echte“ Kapazität haben wir nun wirklich? Hierfür habe ich den Speicher gezielt 3x vollständig geladen und dann am Stück vollständig entladen und mitgeloggt.

Im Schnitt lag die Kapazität bei 1,844 kWh. Das sind rund 87 % der beworbenen Kapazität. Gar nicht übel, wenn wir bedenken, dass hier 10 % noch im Speicher stecken.

Allerdings ist das etwas schlechter als z. B. beim Marstek Venus E Gen 3.0, welcher auf 96 % kam und auch 10 % reserviert.

Dennoch „passt“ die echte Kapazität des Solakon ONE. Du kannst davon ausgehen, dass wir sehr ähnliche Werte auch bei den Speichererweiterungen haben. Also, dass die effektiv nutzbare Kapazität sich bei einem Zusatzspeicher verdoppelt.

 

Effizienz (AC → DC → AC)

OK, nutzt du Solakon ONE als Batteriespeicher für andere Solaranlagen, wird dieser via 230 V geladen.

Intern muss hier also eine Wandlung stattfinden von AC zu DC für die Batteriezellen. Beim Entladen der Zellen muss dann wieder von DC zu AC gewandelt werden.

Jeder Wandlungsvorgang raubt Effizienz. Daher sind solche AC-gekoppelten Batteriespeicher auch etwas weniger effizient als DC-gekoppelte Speicher.

Ich habe nun erneut 3x Ladevorgänge mitgeloggt, die komplett über die Steckdose stattfanden. Heißt, es kam keine Energie von den Solarpanels. Dieses Szenario haben wir z. B., wenn du den Solakon ONE als Batteriespeicher für eine Dachanlage nutzt.

Im Schnitt brauchte der Solakon ONE 2,277 kWh für eine vollständige Ladung aus der Steckdose. Dies entspricht einer Effizienz von 81 % im Schnitt.

81 % ist ein solider Wert für einen AC-gekoppelten Batteriespeicher, welche in der Regel nach meiner Erfahrung im Bereich 80 bis 85 % liegen.

 

Kein Standbyverbrauch*

Interessanterweise hat der Solakon ONE keinen direkten Standby-Stromverbrauch. Ist der Speicher „leer“, mit dem Netz verbunden und dieser kann oder soll gerade nicht laden, wird wirklich 0,0 W aus der Steckdose gezogen.

Zum Vergleich, der Marstek Venus E Gen 3.0 gönnt sich konstant 6-8 W.

Allerdings hat der Solakon ONE auch einen Standby-Verbrauch, diesen nimmt sich der Speicher aber von den Reserve 10 %, die immer übrig bleiben. Nutzt du den Solakon ONE als Balkonkraftwerk, versorgt dieser sich komplett selbst.

 

Solarmodule

Im Lieferumfang des Solakon ONE stecken in der Regel 4x JA Solar JAM60D41-500/LB in der „Full Black“-Optik. Und das ist eine erfreuliche Nachricht, denn hier bekommst du keine No-Name-Ware, sondern Module eines der weltweit größten Hersteller.

Die technischen Eckdaten:

  • Leistung: 500 Wp (STC)
  • Zelltyp: N-Type TOPCon, bifazial (Deep Blue 4.0 Pro Serie)
  • Wirkungsgrad: 22,6 %
  • Aufbau: Glas-Glas (Double Glass) mit 120 Halbzellen (6×20)
  • Maße: 1953 × 1134 × 30 mm
  • Gewicht: 27,3 kg
  • Temperaturkoeffizient: −0,29 %/°C
  • Garantie: 12 Jahre Produkt, 30 Jahre lineare Leistung

Technisch sind das richtig ordentliche Module. N-Type TOPCon-Zellen haben einen niedrigeren Temperaturkoeffizienten als klassische PERC-Zellen, heißt, die Panels verlieren bei Hitze weniger Leistung, was im Sommer auf dem Dach oder am Carport viel wert ist. Auch der Wirkungsgrad von 22,6 % ist sehr ordentlich und der Glas-Glas-Aufbau sorgt für eine sehr lange Lebensdauer bei minimaler Degradation, ideal, wenn die Panels dauerhaft im Freien stehen. Die bifaziale Rückseite kann zusätzlich etwas Strom ernten, das bringt aber realistisch nur etwas, wenn hinter den Modulen ein heller, reflektierender Untergrund liegt oder sie an einem Solarzaun montiert sind.

Einziger Punkt, den du bedenken solltest: Mit knapp 2 m Länge und 27,3 kg pro Stück sind das vollwertige „große“ Module und keine kompakten Balkon-Panels.

 

Solarertrag, eine Einschätzung

Wie der Ertrag der Solarpanels in der Praxis aussieht, hängt ganz massiv von der Positionierung, dem Winkel und dem Wetter ab.

Ich habe die Solarpanels auf einem Carport liegen, flach, also nicht „optimal“. Zudem wird morgens und abends eins der Panels leicht beschattet.

Dennoch ein paar Richtwerte aus der Praxis. Der Spitzenwert lag bei mir bei rund 1200 – 1300 W.

An einem schönen Sommertag produzierten die Panels / der Solakon ONE zwischen 8 kWh und 9 kWh. Mit einer besseren Ausrichtung sind da sicherlich 10+ kWh möglich.

 

Fazit

Das Fazit zum Solakon ONE fällt mir leicht: Hier bekommst du einen der flexibelsten Speicher, die mir bisher untergekommen sind!

Der große Trumpf des Solakon ONE ist seine Vielseitigkeit. Du kannst um diesen ein komplett neues Balkonkraftwerk aufbauen, ihn als AC-gekoppelten Speicher an eine bestehende Dachanlage hängen oder ihn dank der integrierten Steckdose sogar als kleine Off-Grid-Lösung nutzen. Hinzu kommt die Erweiterbarkeit: Von 2,11 kWh bis hin zu 12,66 kWh mit fünf gestapelten Modulen ist hier alles drin, je nachdem, wie dein Bedarf wächst.

Auch qualitativ macht der Solakon ONE einen sehr guten Eindruck. Das Gehäuse ist schlicht, aber wertig, der IP65-Schutz ist da, und mit den mitgelieferten JA-Solar-Modulen bekommst du eben keine No-Name-Ware, sondern richtig ordentliche N-Type-TOPCon-Panels. Das ist im Lieferumfang absolut nicht selbstverständlich!

Bei den Messwerten gibt es nichts zu meckern. Die echte Kapazität lag im Schnitt bei 1,844 kWh, also rund 87 % der beworbenen 2,11 kWh, und das bei 10 % Dauerreserve. Das passt. Ein Marstek Venus E Gen 3.0 kommt hier mit 96 % zwar einen Tick besser weg, aber „schlecht“ ist der Wert beim Solakon ONE keineswegs. Die Effizienz von 81 % im AC-Betrieb ist für einen AC-gekoppelten Speicher ebenfalls solide und liegt genau im erwarteten Bereich. Richtig stark finde ich den faktisch nicht vorhandenen Standby-Verbrauch, denn die paar Watt zieht sich der Speicher aus seiner 10-%-Reserve, statt sie dauerhaft aus der Steckdose zu saugen. Da gönnt sich ein Marstek mit 6–8 W konstant deutlich mehr.

Ein Punkt, den du aber unbedingt auf dem Schirm haben musst: Ohne smarten Zwischenzähler oder IR-Lesekopf ist der Solakon ONE NICHT sinnvoll nutzbar. Der Speicher weiß von sich aus schlicht nicht, wie viel Energie gerade in deinem Haushalt gebraucht wird. Plane diese Zusatzkosten also von Anfang an mit ein, sonst läuft der ONE ins Leere.

Solakon® ONE All-in-One Balkonkraftwerk Speicher mit 2,11 kWh...

Pro ✓

  • Extrem flexibel (Balkonkraftwerk, AC-Speicher, Off-Grid)
  • Bis 12,66 kWh erweiterbar (5 Module stapelbar)
  • Wertige Verarbeitung, IP65, minimalistisches Design
  • Faktisch kein Standby-Verbrauch (zieht aus der 10-%-Reserve)
  • Solide echte Kapazität (87 %) 
  • Solide Effizienz (81 % AC)
  • Dynamische Regelung (Nulleinspeisung, Überschussladen, dynamische Tarife)
  • Hochwertige JA-Solar-Module je nach Set im Lieferumfang
  • Guter Home Assistant Support
  • Gute Solakon App
  • Sehr gute Dokumentation und Hilfe Anleitungen

Kontra ✗

  • Zwingend ein Zwischenzähler/IR-Lesekopf nötig (Zusatzkosten)
  • 10% Kapazität werden zwingend reserviert

Unterm Strich: Suchst du einen flexiblen, erweiterbaren Speicher, der sich sowohl als Balkonkraftwerk als auch als Puffer für eine bestehende Solaranlage eignet, und bist bereit, einen Zwischenzähler dazuzunehmen, dann ist der Solakon ONE eine klare Empfehlung meinerseits!

QOOVI 50.000 mAh 100 W Powerbank im Test – lohnt sich die Powerbank von Aliexpress?

Wenn du dich auf Webseiten wie mydealz herumtreibst, wirst du vielleicht schon einmal über die QOOVI 50.000 mAh 100 W Powerbank gestolpert sein. Diese ist des Öfteren bei AliExpress für 50 – 60 € zu bekommen. Für eine Powerbank mit 50.000 mAh, 100 W, einem ausziehbaren Kabel usw. ein guter Deal. Zumindest dann, wenn die Leistung und auch Kapazität wirklich stimmt!

Kurzum, ich habe mir die QOOVI 50.000 mAh 100 W Powerbank bestellt. Wollen wir einmal schauen, ob diese hält, was sie verspricht.

 

Die QOOVI Q-50000 50.000 mAh 100 W Powerbank im Test

Laut Hersteller soll diese Powerbank eine Kapazität von satten 50.000 mAh haben. Das ist eine extrem hohe Kapazität, entsprechend ist es zu erwarten, dass die Powerbank auch etwas größer ausfällt. Alles andere wäre „verdächtig“.

Und auf den ersten Blick passen die Abmessungen und auch das Gewicht zu den Leistungswerten. So misst die Powerbank 162 x 70 x 72 mm und bringt 1111 g auf die Waage.

Verglichen mit anderen 50.000 mAh Powerbanks ist die QOOVI vergleichbar groß und schwer. Mit über 1 kg ist dies aber natürlich keine Hosentaschen-Powerbank. Qualitativ macht sie aber einen guten Eindruck. Zudem haben wir für einen einfacheren Transport eine kleine Handschlaufe.

 

Mit Display

Auf der Oberseite der Powerbank findet sich ein kleines LCD-Display. Dieses zeigt dir im Betrieb einige nützliche Werte an, wie Akkustand und Leistung in Watt.

Zwar ist das Display sehr klein, aber es ist ein klarer Mehrwert!

 

Ausziehbares Kabel

An der Seite der QOOVI Powerbank ist ein USB-C-Stecker zu finden. Diesen kannst du auf bis zu 65 cm ausziehen. Wir haben hier also ein praktisches integriertes Ladekabel.

Zwar ist solch ein ausziehbares Kabel immer ein weiterer möglicher Fehlerpunkt, aber ich schätze solche Powerbanks in der Praxis sehr! Ich finde es einfach nützlich, immer ein Kabel „dabei“ zu haben.

 

Anschlüsse

Abseits des ausziehbaren USB-C-Kabels besitzt die QOOVI Powerbank noch einen weiteren USB-C-Port, wie auch 2x USB-A-Ports.

  • USB-C – 100 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-A – 18 W Quick Charge, 22,5 W Super Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A – 10V/2,25A

Sowohl das USB-C-Kabel wie auch der USB-C-Port auf der Oberseite der Powerbank können bis zu 100 W nach dem USB Power Delivery Standard bereitstellen. Das ist eine sehr gute Leistung, welche nicht nur für Smartphones ausreicht, sondern auch für größere Geräte wie Notebooks, Dell XPS, MacBook usw.

Hinzu kommen zwei USB-A-Ports, welche laut Aufdruck bis zu 22,5 W Super Charge bzw. Quick Charge bieten.

 

Mit PPS

Sowohl das USB-C-Kabel wie auch der USB-C-Port der QOOVI Powerbank unterstützen den PPS-Standard mit der gleichen Range.

  • 5 – 21 V bei bis zu 5 A

Das ist eine perfekte PPS-Range! Besser geht es nicht. Somit kann die QOOVI Powerbank sämtliche Samsung Smartphones, wie auch Google Pixel und viele chinesische Modelle, mit dem vollen Tempo laden.

 

Überraschungspaket USB-A-Port

Laut Aufdruck sollen die USB-A-Ports 22,5 W Laden unterstützen. Genau genommen ist auf der Powerbank 5V/3A und 10V/2,25A aufgedruckt. Ich habe mir die USB-A-Ports etwas näher mit meinen Messgeräten angesehen, um zu überprüfen, ob auch Quick Charge unterstützt wird.

  • UFCS 105 W – 3,4 – 5,5V/5A, 5,5 – 11V/5A, 11 – 21V/5A
  • QC3.0
  • FCP 24 W
  • SCP 40 W
  • AFC 24 W
  • DCP SAM 2A
  • Apple 2,4A

Laut meinem Messgerät wird Quick Charge unterstützt, aber nur Quick Charge! Besonders spannend ist der UFCS-Support mit bis zu 105 W.

UFCS ist der „chinesische“ Schnellladestandard. Dieser wird primär von Import-Smartphones genutzt. Leider kann ich nicht praktisch überprüfen, ob er vorhanden ist, mangels passenden Smartphones, aber ein 105 W UFCS-Support via USB-C wäre ein interessantes Feature, auch wenn dieses nur für sehr wenige Nutzer relevant ist.

 

Konstant 100 W? Fast!

Sehr viele 140 W und auch 100 W Powerbanks können nicht konstant diese Leistung liefern. Hier gibt es irgendwann eine Drosselung aufgrund der Temperatur. Was ist nun mit der QOOVI Q-50000?

Im Test konnte diese fast konstant 100 W liefern. So funktionierte dies bis zu einer Restladung von 16 %, dann hatte diese sich auf 65 W heruntergedrosselt. Das ist aber ein sehr gutes Abschneiden, wenn wir die hohe Kapazität bedenken. Effektiv kann die Powerbank also sehr lange 100 W liefern.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Das wirklich Spannende an der QOOVI Powerbank ist die Kapazität. Diese wird vom Hersteller mit massiven 50.000 mAh angegeben. Wenn das stimmt, wäre das ein absolutes Highlight!

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/2A 166,49 32548 44997 90 %
9V/2A 173,27 19011 46830 94 %
20V/1A 180,91 9023 48895 98 %
20V/3A 178,11 8862 48138 96 %
20V/5A 169,02 8433 45681 91 %
Im Schnitt 173,56 46908 94 %

 

Erfreulicherweise haben wir hier KEINE Fake-Powerbank! So erreichte diese im Schnitt 46.908 mAh bzw. 173,56 Wh. Das ist ein hervorragendes Abschneiden! Das entspricht 94 % der Herstellerangabe, top für eine echte Kapazität! Suchst du also viel Kapazität, bist du hier absolut richtig.

 

Ladedauer der QOOVI

Grundsätzlich kann die QOOVI Powerbank mit bis zu 100 W laden, an einem entsprechenden Ladegerät.

Allerdings lädt diese nicht konstant mit 100 W, sondern drosselt sich relativ schnell auf 62 W herunter, vermutlich um die Temperatur unter Kontrolle zu halten. Unterm Strich dauerte eine 0 % auf 100 % Ladung 3:55 h.

Verglichen mit anderen Powerbanks der 100 W Klasse ist das natürlich recht lange. Allerdings haben wir hier auch rund das Doppelte an Kapazität einer normalen 100 W Powerbank, was die Ladezeit etwas entschuldigt. So brauchte auch die Sandberg Powerbank USB-C PD 130W 50000 rund 4 Stunden für eine vollständige Ladung.

 

Fazit

Du suchst eine Powerbank mit massiver Kapazität und hoher Leistung? Dann ist die QOOVI 50.000 mAh 100 W Powerbank einen genauen Blick wert!

Der größte Pluspunkt ist ganz klar die Kapazität. Während im Netz viele „Fake-Powerbanks“ mit aufgeblasenen Werten unterwegs sind, liefert die QOOVI hier eine ehrliche Kapazität. Mit im Schnitt 46.908 mAh bzw. 173,56 Wh erreicht sie satte 94 % der Herstellerangabe. Das ist ein hervorragendes Abschneiden!

Auch sonst macht die QOOVI vieles richtig: Die vollen 100 W via USB Power Delivery kann sie fast konstant liefern, das integrierte ausziehbare Kabel ist in der Praxis enorm praktisch, und die perfekte PPS-Range von 5 – 21 V bei 5 A lädt dir wirklich jedes aktuelle Samsung, Google Pixel und viele China-Modelle mit vollem Tempo. Das kleine Display und der überraschende UFCS-Support mit bis zu 105 W runden das Paket ab.

Perfekt ist die QOOVI aber natürlich nicht. Mit über 1 kg ist sie alles andere als eine Hosentaschen-Powerbank, und die Ladedauer von rund 3:55 h ist nicht wahnsinnig schnell. Das relativiert sich aber, wenn du bedenkst, dass hier rund die doppelte Kapazität einer normalen 100-W-Powerbank steckt – eine vergleichbare Sandberg-130W-50000 braucht ähnlich lange.

Wenn du eine echte Kraftpaket-Powerbank mit ehrlicher Kapazität, 100 W und praktischem Kabel suchst und dir das Gewicht nicht ausmacht, dann schlag bei der QOOVI 50.000 mAh 100 W zu! Volle Empfehlung meinerseits für alle, die auf maximale Kapazität setzen.

Baseus Spacemate RD1 Pro im Test: 15-in-1-Dock mit 3x 100 W USB-C, 160 W Powerbudget und Qi2

Baseus hat mit der RD1 Pro eine neue Docking-Station auf den Markt gebracht, welche sich vor allem durch die hohe Ladeleistung auszeichnet. So besitzt die Dockingstation insgesamt 3x 100 W USB C Ports.

Einer für dein Notebook und 2x weitere für Smartphone, Tablet, Powerbank und Co. Hinzu kommen natürlich diverse Anschlüsse für andere USB Geräte, Monitore, LAN usw.

Eine weitere Besonderheit, das Qi-Ladegerät auf der Oberseite und das integrierte Display, welches dich über die ausgegebene Leistung informiert.

Wollen wir uns die Baseus Spacemate RD1 Pro 15-in-1 Docking-Station doch einmal im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Baseus für das Zur-Verfügung-Stellen der Docking Station für diesen Test.

 

Baseus Spacemate RD1 Pro 15-in-1 im Test

Die Baseus Spacemate RD1 Pro Docking Station setzt auf ein „Säulen“-Design, wie wir dies von z. B. High End Powerbanks kennen. Hierdurch hebt sich die Docking Station etwas von den typischen 08/15-Modellen ab.

Dabei ist die Verarbeitungsqualität des Docks sehr gut! Dieses sieht nicht nur schick aus, sondern ist auch massiv und stabil gearbeitet.

Das Dock steht sicher auf deinem Tisch.

Dabei teilt auch das externe Netzteil den durchaus hochwertigen Eindruck.

 

Anschlüsse des Docks

Das Wichtigste bei einem Dock sind die Anschlüsse. Diese sind auf die Front und Rückseite verteilt.

Front:

  • 2x 100 W USB C Ladeports (nur Ladeports)
  • 2x USB A 3.2 Gen 1 5 Gbit

Rückseite:

  • 2x USB C 3.2 Gen 2 10 Gbit
  • 2x HDMI 2.1 4K/120Hz
  • 2x USB A 2.0
  • 1x SD Karten Slot
  • 1x microSD Karten Slot
  • 1x Gbit LAN
  • 1x USB C „Uplink“ mit bis zu 100 W
  • 1x DC Eingang

Grundsätzlich denke ich, dass dies eine gute Portausstattung ist! Ich finde es lediglich etwas schade, dass die Front USB C Ports nur Ladeports sind.

Allerdings sind High Power Ladeports, wie wir sie hier haben, + Datenanbindung gar nicht so leicht oder überhaupt praktisch umzusetzen.

Das Einzige, was mir vielleicht fehlt, wäre ein 3,5 mm Audio Ausgang.

Neben diesen Anschlüssen haben wir noch das ausklappbare Qi2-Ladepad mit bis zu 25 W auf der Oberseite.

 

Display

Auf der Front des Docks findet sich ein kleines LCD-Display.

Dies zeigt dir im Betrieb an, wie viel Leistung über die 3x „Lade“ USB C Ports übertragen wird. Nett! Ich hätte mir vielleicht noch ein paar Einstellungsmöglichkeiten gewünscht, aber das Display ist schon hilfreich.

 

USB C Dock!

Wichtig, dies ist kein „Thunderbolt“-Dock, sondern ein reguläres USB C Dock. Dieses ist also universell kompatibel zu diversen Geräten.

Der Uplink ist genau genommen USB C 3.2 Gen 2 10 Gbit. Entsprechend ist auch die maximale Datenrate aller USB C Ports gemeinsam 10 Gbit.

Entsprechend funktioniert das Dock grundsätzlich an allen USB C Ports, egal ob nun USB C 3.2, Thunderbolt oder USB 4.

Genau genommen funktioniert das Dock sogar an USB A Ports mit einem entsprechenden USB A auf C Kabel! Lediglich Monitore funktionieren hier dann nicht.

 

3x 100 W und 160 W Powerbudget

Grundsätzlich besitzt der Spacemate RD1 Pro 3x 100 W USB C Ports. Beide USB C Ports auf der Front bieten jeweils bis zu 100 W und auch der USB C Uplink kann bis zu 100 W an dein Notebook schicken.

  • USB C Uplink – 100 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB C Ladeports – 100 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A + PPS 5 – 20 V bei bis zu 5 A.

Das sieht doch sehr gut aus!

Allerdings liegt die maximale Leistung bei 160 W! Das Netzteil, das beiliegt, bietet 180 W, 20 W werden fürs Dock reserviert.

Erfreulicherweise besitzt das Dock eine „dynamische“ Leistungsverteilung. Die meisten USB PD Netzteile verteilen ihre Leistung statisch.

Heißt, das Dock verteilt seine Leistung in einem gewissen Rahmen, je nachdem, was deine Geräte wirklich brauchen.

Grundsätzlich hat der Uplink USB C Port Vorrang. Braucht dein Notebook 100 W, bekommen die beiden Front USB C Ports maximal 60 W bzw. 2x 30 W. Braucht dein Notebook keine Leistung aus dem Dock, da du ein gesondertes Netzteil nutzt, haben die vorderen USB C Ports 160 W komplett für sich bzw. 100 + 60 W, wenn du sie voll ausreizt.

Suchst du ein Dock mit guter Ladeleistung, ist das Baseus Spacemate RD1 Pro 15-in-1 durchaus für dich eine gute Wahl!

 

Monitor Support

Grundsätzlich besitzt das Dock 2x HDMI Ports, welche 4K/120 Hz bieten können. Praktisch hängt allerdings der Monitor Support stark von deinem Notebook ab!

Unter Windows kannst du vor allem an Thunderbolt und USB 4 Geräten damit rechnen, dass du hier auch wirklich zwei Monitore parallel nutzen kannst.

An den MacBooks funktioniert hingegen nur ein Monitor Ausgang.

 

Nur Gbit LAN

Die RD1 Pro besitzt natürlich einen LAN Port. Leider ist dies aber nur ein Standard Gbit LAN Port mit Standard Realtek Chip im Inneren. An sich OK, aber ein 2,5 Gbit LAN Port wäre nett gewesen.

 

microSD und SD Karten Slot

Laut Baseus besitzt das Dock einen „v3.0“-Kartenleser integriert. Was heißt das? SD und microSD Speicherkarten können mit bis zu ± 95 – 105 MB/s gelesen werden.

Etwas schade, dass hier keine UHS-II Geschwindigkeiten erreicht werden können.

 

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme des Docks schwankt stark, je nachdem, was du für Geräte an diesem anschließt.

Hast du keine Geräte mit dem Dock verbunden, zieht dieses rund 3,7 W aus der Steckdose im Leerlauf, was etwas viel ist!

Ist das Dock mit einem Notebook verbunden, das nicht über das Dock geladen wird, braucht dieses ca. 6 W, was recht wenig ist.

Kurzum, der Standby-Verbrauch ist leider etwas hoch, im Betrieb ist der Stromverbrauch wiederum relativ niedrig.

 

Fazit

Das Baseus Spacemate RD1 Pro ist ein schönes Dock, für alle, die eine Art Hybrid aus Ladegerät und klassischer Dockingstation suchen.

Sicherlich die größte Stärke sind die Ladefähigkeiten mit einer Gesamtleistung von 160 W, welche sich recht intelligent über 3x 100 W USB C Ports wie auch das 22,5 W Ladepad auf der Oberseite verteilt.

Auch die generelle Anschlussvielfalt ist gut! 2x schnelle USB A und C Ports, 2x Monitor-Anschlüsse, Kartenleser und LAN, da gibt es nichts zu meckern.

Leider ist der LAN Port allerdings nur Gbit und der SD Kartenleser vergleichsweise langsam (nur UHS-I Geschwindigkeiten).

Allerdings, für ein USB C Dock, das nicht Thunderbolt oder USB 4 benötigt, bin ich sehr zufrieden mit dem RD1 Pro. Der einzige Kritikpunkt, der etwas schwerer zu entschuldigen ist, ist der hohe Leerlauf-Stromverbrauch.

Kompressor oder Peltier-Kühlbox? Der große Vergleich mit echten Messwerten

So langsam wird es wieder richtig warm und damit beginnt auch die Saison für Grillabende, Ausflüge an den See und lange Tage im Garten. Und was darf da auf keinen Fall fehlen? Richtig, eine Kühlbox für kühle Getränke und frisches Grillgut.

Aber sobald du dich auf die Suche nach einer Kühlbox machst, stolperst du sofort über eine grundlegende Frage: thermoelektrische Kühlbox (Peltier) oder doch lieber ein Modell mit Kompressor? Die einen kosten ab rund 50 €, die anderen fangen erst bei etwa 200 € an. Lohnt sich der Aufpreis überhaupt? Und wie groß ist der Unterschied in der Praxis wirklich?

Genau das schauen wir uns heute an, und zwar nicht mit Marketing-Floskeln, sondern mit echten Messwerten. Als „klassische“ thermoelektrische Kühlbox tritt die MEDION Thermoelektrische tragbare Kühlbox an, und als Vertreter der Kompressor-Fraktion die MAENTUM IceCubeX. Beide habe ich ausführlich getestet und durchgemessen.

Finden wir also heraus, welcher Typ Kühlbox wirklich zu dir passt!

 

Zwei Systeme, zwei Welten

Bevor wir in die Messwerte einsteigen, lass uns kurz klären, was die beiden Typen überhaupt unterscheidet, denn das ist der Schlüssel zum Verständnis aller späteren Ergebnisse.

Thermoelektrische Kühlboxen nutzen ein sogenanntes Peltier-Element. Dieses kühlt nicht aktiv auf eine Zieltemperatur herunter, sondern erzeugt schlicht ein gewisses Maß an „Kälte“. Heißt: Solch eine Box kühlt einen festen Wert unter die Umgebungstemperatur, mehr nicht. Sie ist günstig, leicht und unkompliziert, aber eben auch nicht besonders effizient.

Kompressor-Kühlboxen funktionieren dagegen wie ein echter Kühlschrank. Sie können eine konkrete Zieltemperatur ansteuern, halten und dabei selbst im Hochsommer Minusgrade erreichen, und das bei erstaunlich geringem Stromverbrauch. Der Haken: Sie sind größer, schwerer und teurer.

 

Abmessungen, Größe und Gewicht

Der erste große Unterschied fällt dir schon auf, bevor du die Kühlbox überhaupt einschaltest: das Gewicht.

Die MEDION als thermoelektrische Box ist ein recht kompaktes, leichtes Modell. Sie misst 46 x 40 x 29 cm bei 25 L Volumen und besteht aus normalem Kunststoff. Du trägst sie bequem mit einer Hand am Griff auf der Oberseite, ganz so, wie man sich eine klassische Kühlbox eben vorstellt.

Die MAENTUM IceCubeX spielt da in einer völlig anderen Liga, im wahrsten Sinne des Wortes. Sie setzt auf eine Mischung aus Kunststoff und Metall, wirkt dadurch sehr hochwertig, ist aber eben auch ein ziemlicher Brocken. Meine getestete 40-L-Version wiegt gut 15 kg, und das ohne Inhalt. Für den Transport gibt es immerhin zwei Griffe an den Seiten.

Spannend wird der direkte Vergleich bei gleichem Volumen: Schon die kleinste 25-L-Variante der MAENTUM bringt 13,5 kg auf die Waage, während die ebenfalls 25 L fassende MEDION nur einen Bruchteil davon wiegt (4,4 kg).

MEDION (Peltier) MAENTUM IceCubeX (Kompressor)
Getestetes Volumen 25 L 40 L
Abmessungen 46 x 40 x 29 cm 65,8 x 36,8 x 42,7 cm
Gewicht sehr leicht 4,4 kg 15,4 kg (25-L-Version: 13,5 kg)
Material Kunststoff Kunststoff + Metall

 

Hier zeigt sich also schon die erste klare Regel: Kompressor-Kühlboxen sind deutlich größer und vor allem deutlich schwerer. Der Kompressor und die dicke Isolierung wollen eben untergebracht werden. Wer eine Box zum lockeren Tragen sucht, ist mit einem thermoelektrischen Modell besser bedient.

Einen kleinen Wermutstropfen hat die MEDION übrigens trotzdem: Ihr Innenraum ist vergleichsweise flach, 1,5-L-Flaschen passen nur liegend hinein.

 

Der Preis

Beim Preis trennen sich die Systeme noch deutlicher.

Eine einfache thermoelektrische Kühlbox bekommst du bereits ab rund 50 €. Die hier getestete MEDION liegt mit etwa 70 € ebenfalls noch im sehr fairen Bereich, gerade angesichts ihrer flexiblen Stromversorgung.

Kompressor-Kühlboxen starten dagegen erst bei rund 200 €, und nach oben ist die Preisspanne offen. Hochwertige Modelle kosten schnell ein Vielfaches davon.

Kurzum: Beim reinen Anschaffungspreis gewinnt die thermoelektrische Box klar. Ob sich der Aufpreis für den Kompressor lohnt, entscheidet sich aber erst bei der Leistung und dem Stromverbrauch.

 

Die Kühlleistung

Das ist der Punkt, an dem die beiden Systeme am weitesten auseinanderdriften.

Die thermoelektrische MEDION hat, wie für ihren Typ üblich, keine feste Zieltemperatur. Sie kühlt einfach einen bestimmten Wert unter die Umgebungstemperatur. In meinem Test bei rund 21,5 °C Raumtemperatur sah das so aus:

Modus Erreichte Temperatur Unter Raumtemperatur
USB / ECO ca. 11–12 °C ca. 10 °C
MAX (Steckdose) ca. 5 °C ca. 16,5 °C

 

Das Problem dabei, bei 30 °C im Schatten kommst du im ECO- bzw. USB-Betrieb nur noch auf rund 19 °C im Inneren, im MAX-Modus auf etwa 13,5 °C. Für ein paar kühle Getränke unterwegs reicht das, aber Eis bei 40 °C transportieren? Keine Chance.

Die MAENTUM IceCubeX zeigt, was ein Kompressor leistet. Du stellst eine konkrete Zieltemperatur ein, und die Box steuert sie an, hält sie und das völlig unabhängig von der Außentemperatur. Laut Hersteller sind bis zu -20 °C möglich; in meinem Test erreichte die Box stabile -18 °C. Und das nicht nur tief, sondern auch erfreulich schnell:

Zieltemperatur Benötigte Zeit (leer, ca. 25 °C Umgebung)
0 °C 40 Minuten
-10 °C 55 Minuten
-20 °C 150 Minuten

 

0 °C nach 40 Minuten und -10 °C nach gerade einmal 55 Minuten, das ist beeindruckend schnell. Spannenderweise machte es dabei kaum einen Unterschied, ob die Box leer oder mit rund 6 L Flüssigkeit gefüllt war. Voll dauerte das Herunterkühlen nur minimal länger, dafür wurde die Zieltemperatur sogar stabiler gehalten.

Unterm Strich ist die Sache bei der Kühlleistung eindeutig: Eine Kompressor-Kühlbox kühlt nicht nur viel tiefer, sondern auch gezielt und unabhängig vom Wetter. Die thermoelektrische Box schafft nur einen festen Abstand zur Umgebungstemperatur und kommt im Hochsommer an ihre Grenzen.

 

Der Stromverbrauch

Jetzt kommt der vielleicht überraschendste Teil. Man könnte ja meinen: Wer tiefer kühlt, braucht auch mehr Strom. Doch genau das Gegenteil ist der Fall, und das hat mit der Funktionsweise zu tun.

Die thermoelektrische MEDION zieht ihre Leistung konstant. Es gibt kein Absenken, sobald eine bestimmte Temperatur erreicht ist, die Box läuft schlicht durchgehend auf voller Power. Je nach Modus und Anschluss sah das bei mir so aus:

Modus Steckdose KFZ 12 V USB
ECO 13,04 W 68,3 W 9,7 W
MAX 65,3 W 68,5 W 9,6 W

 

Interessant: Der ECO-Modus funktioniert nur an der Steckdose, am 12-V-Anschluss spielt die Einstellung keine Rolle, dort liegt der Verbrauch immer bei rund 68 W. Der USB-Betrieb ist mit unter 10 W sehr sparsam, dafür aber auch entsprechend schwach in der Kühlleistung.

Die MAENTUM IceCubeX arbeitet komplett anders. Sie nimmt zwar maximal 40–50 W auf, aber eben nur dann, wenn der Kompressor tatsächlich läuft. Hat die Box ihre Zieltemperatur erreicht, schaltet der Kompressor ab und der Verbrauch fällt auf nahezu null, bis wieder nachgekühlt werden muss. Genau dieses Takten ist der entscheidende Effizienzvorteil.

  • Klassische Kühlbox – ca. 65 – 70 W
  • Kompressor Kühlbox – 40 – 50 W

Auf den ersten Blick wirken die maximalen Wattzahlen also gar nicht so weit auseinander. Doch der momentane Verbrauch sagt hier wenig aus, entscheidend ist, was über die Zeit zusammenkommt.

 

Der Stromverbrauch über die Zeit

Und hier zeigt sich der wahre Unterschied. Denn ob eine Box konstant zieht oder nur taktet, merkst du erst, wenn sie über Stunden läuft, etwa als „Zusatz-Kühlschrank“ am Wochenende oder im Wohnmobil.

Ich habe daher den Verbrauch über 24 Stunden gemessen:

Box & Einstellung Verbrauch in 24 h
MEDION MAX (Steckdose) ca. 1.617 Wh
MEDION ECO (Steckdose) ca. 272 Wh
MAENTUM bei 0 °C ca. 190 Wh
MAENTUM bei -20 °C ca. 534 Wh

 

Die MEDION Kühlbox zieht im MAX-Modus rund 1.617 Wh am Tag und erreicht dabei „nur“ etwa 5 °C. Die MAENTUM kommt für eine deutlich niedrigere Temperatur von 0 °C mit gerade einmal rund 190 Wh aus.

Das bedeutet: Die Kompressor-Kühlbox braucht im Dauerbetrieb rund das 8,5-fache weniger Strom und kühlt dabei trotzdem tiefer. Selbst wenn die MAENTUM auf -20 °C läuft, liegt sie mit 534 Wh noch klar unter dem MAX-Verbrauch der MEDION.

Klar, im sparsamen ECO-Modus relativiert sich das bei der MEDION (272 Wh), aber dann kühlt sie eben auch kaum noch nennenswert. Sobald es um längere Laufzeiten geht, ist die Kompressor-Box dem Peltier-Modell haushoch überlegen.

Kurzum: Für ein paar Stunden auf dem Weg zum See ist eine thermoelektrische Box völlig in Ordnung. Als dauerhafter Kühlschrank-Ersatz ist sie aber schlicht nicht gemacht.

Und nein, das ist kein „Ausreißer“, dass die MEDION Kühlbox einfach „schlecht“ ist. Auch die SEVERIN KB 2923 erreichte sehr, sehr ähnliche Werte und ist eine klassische Kühlbox.

 

Fazit

So, fassen wir das Ganze mal zusammen, denn unterm Strich ergibt sich ein ziemlich klares Bild.

Die thermoelektrische Kühlbox (hier die MEDION oder auch die SEVERIN KB 2923) punktet mit ihrem niedrigen Preis ab rund 50 €, dem geringen Gewicht und ihrer Flexibilität. Gerade die Möglichkeit, sie per USB an einer Powerbank zu betreiben, ist im Alltag richtig praktisch. Für den gelegentlichen Einsatz, den Ausflug zum Grillplatz oder den Wochenendtrip ist sie eine grundsolide, unkomplizierte Wahl. Du musst nur wissen, worauf du dich einlässt: begrenzte Kühlleistung, die mit der Außentemperatur steigt, und ein konstant hoher Stromverbrauch ohne jedes Absenken.

Die Kompressor-Kühlbox (hier die MAENTUM IceCubeX) kostet mit Einstiegspreisen ab rund 200 € deutlich mehr, ist größer und schwerer und in jedem leistungsrelevanten Punkt überlegen. Sie kühlt gezielt, tief und unabhängig vom Wetter, sie kühlt schneller herunter, und sie braucht im Dauerbetrieb rund das 8,5-fache weniger Strom, obwohl sie tiefere Temperaturen erreicht. Beeindruckend. Solch eine Kühlbox kann glatt als Kühlschrank genutzt werden.

Welche ist nun die richtige für dich? Ganz einfach:

  • Du suchst eine günstige, leichte Box für den gelegentlichen Einsatz und willst sie vielleicht auch mal eben per USB betreiben? Dann ist eine thermoelektrische Box wie die MEDION eine runde Sache.
  • Du willst dauerhaft tiefe Temperaturen, auch im Hochsommer, maximale Energieeffizienz und eine echte Kühlschrank-Alternative für Camping, Wohnmobil oder lange Touren? Dann führt kein Weg an einem Kompressor-Modell wie der MAENTUM IceCubeX vorbei.

Beide Typen haben also ihre Daseinsberechtigung, sie bedienen schlicht unterschiedliche Bedürfnisse. Wenn du aber Wert auf echte Kühlleistung und niedrige Stromkosten legst, ist der Aufpreis für den Kompressor jeden Cent wert.

SONOPOWER P100 Test: Mini-Powerstation mit 230V-Steckdose & 100W USB-C

Der noch recht junge schwedische Hersteller SONOPOWER bietet mit der P100 eine erste „mini-Powerstation“ an. Diese bietet 20.000 mAh, 100 W USB C, aber auch eine 100 W Steckdose! Und letztere hebt die P100 von gängigen Powerbanks ab. Aber ist das eine sinnvolle Kombination? Ist die P100 eine gute Mini-Powerstation? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an SONOPOWER für das Ausleihen der P100 für diesen Test!

 

Die SONOPOWER Portable Power Station P100 im Test

Die P100 ist eine Mischung aus Powerbank und Powerstation. So haben wir hier eher eine Kapazität, die zu einer Powerbank passt, aber Funktionen bzw. Anschlüsse, die eher an eine Powerstation erinnern.

Passend dazu hat die P100 auch eine „mittlere“ Größe. Mit 177 x 112 x 107 mm und einem Gewicht von 1,345 kg ist diese deutlich größer als eine Powerbank mit 20.000 mAh, aber deutlich kleiner als eine Powerstation.

Dabei setzt die SONOPOWER auf ein recht klassisches Kunststoffgehäuse. Dieses ist soweit OK, aber auch nichts Besonderes.

Pluspunkte gibt es für einen kleinen Tragegriff, der an der Seite integriert ist.

 

Das Display

Auf der Front findet sich ein kleines LCD Display. Dieses zeigt dir im Betrieb folgende Werte:

  • Akkustand in %
  • Eingangsleistung in Watt
  • Ausgangsleistung in Watt

Damit ist das Display sehr einfach, aber dass die Leistung in Watt angezeigt wird, ist praktisch!

 

Anschlüsse

Wirklich spannend wird es bei der P100, wenn wir uns die Anschlüsse ansehen!

  • 2x USB C 100 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • 2x USB A 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A
  • 2x DC 14V/8A
  • 1x Steckdose 230V / 100 W

Zunächst haben wir 2x USB C Ports, welche jeweils 100 W nach dem USB PD Standard liefern können. Das ist genug Leistung auch für große Geräte wie Notebooks.

Hinzu kommen 2x Quick Charge USB A Ports und zwei DC Rundstecker.

Das wirklich Besondere ist aber die Steckdose an der Seite. Diese kann bis zu 100 W liefern, ausreichend für z. B. eine Kühlbox oder Ähnliches.

Wichtig, die beiden USB C Ports scheinen sich die Leistung zu teilen bzw. immer nur einer hat 100 W Leistung, nutzt du beide zeitgleich, haben wir „100 + 10 W“.

 

PPS

Natürlich unterstützt die Powerstation auch den PPS Standard via USB C.

  • 5 – 20 V bei bis zu 3 A

Die PPS Stufe deckt einen guten Spannungsbereich ab, mit 5 – 20 V. Allerdings ist die maximale Leistung mit 3 A eher mittelmäßig. Bei einer Powerstation dieser Klasse würde ich eigentlich eine bis 5 A Stufe erwarten.

3 A reicht allerdings aus, um die neueren Samsung Galaxy Smartphones mit dem vollen Tempo zu laden. Im Zusammenspiel mit den Google Pixel Smartphones gibt es allerdings nicht die volle Geschwindigkeit.

 

Die Steckdose

Das Highlight an der P100 ist die Steckdose. Diese bietet bis zu 100 W. Das ist nicht extrem viel Leistung, aber ausreichend für eine 230V Kühlbox oder Ähnliches.

Und ja, ich kann bestätigen, diese kann 100 W liefern.

Wichtig, es handelt sich hier nicht um eine reine Sinuswelle, sondern um eine modifizierte Sinuswelle!

Es gibt ein paar „komplexere“ Geräte, die das nicht mögen. Allerdings bei mir im Test funktionierten eigentlich alle Geräte, die ich getestet habe, nur ein paar Schaltnetzteile erzeugten ein Spulenfiepen.

 

DC Ports

Die DC Ports der Powerstation werden mit einer Spannung von 14 V beworben. Laut meinen Messungen waren es aber eher 13,4 V. Diese 13,4 V sind allerdings komplett stabil über die gesamte Kapazität hinweg.

 

Keine Temperatur-Probleme

Viele High End Powerbanks, die mit 100 W oder 140 W werben, können nicht konstant diese Leistung bereitstellen. Wie steht es hier um die P100?

Die P100 verfügt über einen integrierten Lüfter. Daher ist es keine Überraschung, dass die Powerstation KEINE Temperatur-Probleme hat! Diese kann konstant 100 W via USB C ausgeben oder auch über die Steckdose, ohne Drosselung.

Der Lüfter kann dabei leicht hörbar sein, ist aber auch nicht extrem.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Aber was ist mit der Kapazität? Diese wird mit 76,8 Wh bzw. 20.000 mAh beworben.

Wh mAh mAh @3,7V %
DC 14V/3A 69,9 5190 18878 91%
9V/1A 66,3 7256 17918 86%
9V/3A 69,3 7680 18719 90%
20V/1A 69,8 3466 18865 91%
20V/3A 68,9 3446 18624 90%
20V/5A 67,4 3391 18214 88%
AC 50W 58,0 15676 76%
AC 100W 59,0 15946 77%
Im Schnitt 66,1 17855 86%

 

Die Kapazität der P100 schwankt natürlich etwas je nach Anschluss. Gerade über die Steckdosen ist die Effizienz natürlich etwas niedriger.

Im Schnitt erreichte die Powerstation 66 Wh, was guten 86 % der Herstellerangabe entspricht.

Das ist ein gutes Abschneiden, auch wenn wir natürlich dazu sagen müssen, dass dies keine gewaltige Kapazität ist. Hast du beispielsweise eine 100 W Last an der Steckdose, kann die Powerstation diese knapp über eine halbe Stunde betreiben.

 

Laden der SONOPOWER Portable Power Station P100

Die P100 wird via USB C geladen und kann hier bis zu 100 W akzeptieren.

Eine vollständige Ladung der Powerstation dauert ca. 1:41 h. Das ist nicht rekordverdächtig schnell, aber auch nicht langsam.

 

Fazit

Das Fazit zur SONOPOWER Portable Power Station P100 ist nicht ganz einfach, denn die P100 fällt etwas zwischen die Stühle. Sie ist keine klassische Powerbank, aber auch keine vollwertige Powerstation – sondern ein Mix aus beidem.

Und genau das ist Stärke und Schwäche zugleich! Auf der einen Seite bekommst du hier eine Ausstattung, die du bei einer normalen Powerbank niemals finden würdest: eine 230V-Steckdose mit 100 W, zwei DC-Ports und gleich zwei 100-W-USB-C-Anschlüsse. Gerade die Steckdose ist das echte Highlight und hebt die P100 deutlich von gängigen Powerbanks ab. Wenn du unterwegs mal eben eine kleine Kühlbox oder ein 230V-Gerät bis 100 W betreiben möchtest, ist das super praktisch!

Auf der anderen Seite musst du dir über die Kapazität im Klaren sein. Mit 76,8 Wh bzw. real im Schnitt rund 66 Wh (gute 86 % der Herstellerangabe) ist das eben keine gewaltige Energiemenge. Eine 100-W-Last an der Steckdose hält die P100 nur knapp über eine halbe Stunde durch.

Technisch macht die P100 aber vieles richtig: Dank des integrierten Lüfters gibt es keinerlei Temperatur-Probleme, die 100 W liegen konstant und ohne Drosselung an – egal ob über USB-C oder die Steckdose. Auch die Effizienz und die stabilen 13,4 V an den DC-Ports gefallen mir gut.

Ein paar Kritikpunkte gibt es aber. Die PPS-Stufe ist mit maximal 3 A für ein Gerät dieser Klasse eher mittelmäßig – hier hätte ich eine 5-A-Stufe erwartet. Zudem teilen sich die beiden USB-C-Ports die Leistung, und die Steckdose liefert „nur“ eine modifizierte Sinuswelle, womit ein paar empfindliche Geräte ein Spulenfiepen erzeugen können.

Pro ✓

  • 230V-Steckdose mit echten 100 W – das Highlight und das große Unterscheidungsmerkmal zur Powerbank
  • 2x USB-C mit 100 W (USB PD), genug auch für Notebooks
  • Keine Temperatur-Probleme dank Lüfter, konstante 100 W ohne Drosselung
  • Vielseitige Anschlüsse (2x USB-C, 2x USB-A QC, 2x DC, 1x Steckdose)
  • Stabile DC-Spannung (13,4 V über die gesamte Kapazität)
  • Gute Effizienz (im Schnitt 86 % der Herstellerangabe)
  • Praktisches Display mit Watt-Anzeige für Ein- und Ausgang
  • Integrierter Tragegriff

Kontra ✗

  • PPS nur bis 3 A (für diese Klasse eher schwach, keine volle Pixel-Ladegeschwindigkeit)
  • Beide USB-C-Ports teilen sich die Leistung (100 + 10 W bei gleichzeitiger Nutzung)
  • Nur modifizierte Sinuswelle an der Steckdose (Spulenfiepen bei manchen Schaltnetzteilen)

Unterm Strich: Suchst du eine möglichst große Powerbank für Smartphone und Notebook, bist du mit einer klassischen 100-W-Powerbank vermutlich besser bedient. Reizt dich aber genau die Kombination aus kompaktem Format und einer vollwertigen 230V-Steckdose für kleinere Verbraucher, dann ist die SONOPOWER P100 eine spannende und sinnvolle kleine Mini-Powerstation!

USB-Kühlbox, MEDION Thermoelektrische tragbare Kühlbox im Test

Eine Kühlbox ist im Sommer ein Must Have. Aber wie unterwegs die Kühlbox mit Energie betreiben? Es wäre doch toll, wenn das via USB gehen würde.

Und ja, es gibt eine Handvoll Kühlboxen, die einen Betrieb nicht nur an der Steckdose, sondern auch via USB an z.B. einer Powerbank erlauben. Genau solch eine haben wir heute im Test, die MEDION Thermoelektrische tragbare Kühlbox.

Diese bietet ein Volumen von 25 L, kostet um die 70 € und kann via Steckdose, KFZ Stecker oder USB betrieben werden!

Diese Flexibilität ist klasse, aber wie gut funktioniert das in der Praxis? Wie gut ist die Kühlleistung und vor allem wie gut ist die Kühlleistung via USB?!

Finden wir dies im Test heraus!

 

Die MEDION MD 10735 Thermoelektrische tragbare Kühlbox mit USB im Test

Bei der MEDION Kühlbox handelt es sich um ein sehr „klassisches“ Modell. Wir haben hier die typische Kühlbox mit Tragegriff auf der Oberseite und aufklappbarem Deckel. Diese misst 46 x 40 x 29 cm und fasst 25 L Volumen.

Interessanterweise ist die MEDION Kühlbox vergleichsweise breit, aber etwas flacher als andere Modelle, die ich in dieser Art kenne. Materialtechnisch haben wir hier normalen Kunststoff, nichts Besonderes.

 

Flexible Stromversorgung

Das Highlight an der MEDION Thermoelektrischen tragbaren Kühlbox ist die Flexibilität bei der Stromversorgung.

  1. C8 Stecker für den Betrieb an einer 230 V Steckdose
  2. KFZ Zigaretten-Anzünder Anschluss
  3. USB Port

Diese Vielfalt erlaubt dir einen Betrieb an der Steckdose, im Auto oder an einer USB Powerbank.

 

ECO Modus und Heizen

Die MEDION Kühlbox hat zwei Modi, so kann diese nicht nur kühlen, sondern auch heizen. In diesem Test konzentrieren wir uns allerdings auf die Kühlfunktion.

Zudem haben wir zwei Leistungsmodi, ECO und MAX. Beide Einstellungen wählst du über einen Schalter an der Seite des Deckels.

 

25 L Volumen

Die MEDION Kühlbox hat ein Volumen von 25 L. Das ist ein ordentliches Volumen. Allerdings ist das Innere vergleichsweise flach. Heißt, 1,5 L und auch viele 1,25 L Flaschen passen nicht stehend in die Box.

Allerdings kannst du 1,5 L Flaschen in die Box legen. Liegend passen diese gut. Das macht aber das Sortieren des Innenlebens etwas schwieriger, gerade wenn du nicht nur Flaschen transportierst. Ich hätte mir gewünscht, dass die Kühlbox vielleicht etwas höher wäre.

 

2 Typen von Kühlboxen

Im Handel findest du in der Regel 2 verschiedene Typen Kühlboxen.

  • Thermoelektrische (Peltier-Module) Kühlboxen
  • Kompressor Kühlboxen

Im Generellen gilt, dass Kompressor Kühlboxen, wie z.B. die MAENTUM IceCubeX, den thermoelektrischen Kühlboxen in den meisten Punkten überlegen sind.

Kompressor Kühlboxen funktionieren wie ein Kühlschrank. Diese sind sehr effizient und können sehr stark und genau kühlen. Eine Kompressor Kühlbox schafft auch im Sommer durchaus Temperaturen von -10 Grad oder weniger, bei einem überschaubaren Stromverbrauch. Allerdings sind Kompressor Kühlboxen meist deutlich teurer und deutlich größer und schwerer.

Einfache Kühlboxen wie auch die MEDION nutzen ein Peltier-Modul. Dieses ist deutlich weniger effizient und es ist schwieriger, die Kühlleistung zu steuern. Meistens laufen solche Kühlboxen konstant auf voller Power und versuchen einfach, eine möglichst niedrige Temperatur zu erreichen.

Für eine kurzzeitige Nutzung ist solch eine Kühlbox meist ausreichend. Willst du aber besonders niedrige Temperaturen auch im Hochsommer und Energieeffizienz, ist ein Kompressor Modell zu bevorzugen.

 

Temperatur-Messung

Welche Temperaturen kann die MEDION Thermoelektrische tragbare Kühlbox aber in der Praxis erreichen?

Das hängt ein gutes Stück von der Umgebungstemperatur ab! Eine thermoelektrische Kühlbox hat keine fixe Zieltemperatur, sondern kann ein gewisses Maß an „Kälte erzeugen“. Du kannst also davon ausgehen, dass diese Wert X unter Raum-/Außentemperatur kühlen. Ich habe die MEDION Kühlbox bei einer Raumtemperatur von +- 21,5 Grad getestet.

Dabei habe ich 3 Testdurchläufe durchgeführt:

  1. Versorgung über den USB Port
  2. Versorgung über die Steckdose (Max)
  3. Versorgung über die Steckdose (Eco)

Bei der Nutzung der 12V Verbindung (KFZ) kannst du die gleichen Messwerte erwarten wie bei der Steckdose.

Zunächst können wir sehen, dass bei der Nutzung der USB Verbindung und der Steckdose im ECO Modus die Kühlleistung +- gleich ist. Passt auch zum Stromverbrauch, der in diesen Modi ähnlich ist.

Hier schafft es die Kühlbox, die Temperatur auf +- 11 – 12 Grad abzusenken, also rund 10 Grad unter Raumtemperatur.

Bei maximaler Leistung erreicht die Kühlbox eine Temperatur von +- 5 Grad. Hier kommt diese also 16,5 Grad unter Raumtemperatur.

Entsprechend kannst du grob über den Daumen bei 30 Grad erwarten, dass die Kühlbox im ECO/USB Betrieb auf um die 19 Grad im Inneren kommt und im MAX Modus auf um die 13,5 Grad.

Das ist für solch eine Kühlbox absolut passend und normal. Willst du niedrigere Temperaturen, brauchst du eine Kühlbox mit Kompressor.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch der Kühlbox schwankt je nach Modus und Betriebsart. Dabei ist die Leistungsaufnahme aber immer sehr konstant! Wir haben nicht wie bei einer Kompressor Kühlbox einen schwankenden Verbrauch, sondern immer „volle Power“.

Via Steckdose braucht die Kühlbox 65-70 W im Max Modus. Selbiges gilt auch für die Nutzung am 12V KFZ Stecker. Im ECO Modus sinkt der Verbrauch via Steckdose auf +- 13 W. Spannenderweise funktioniert der ECO Modus nicht am 12V Anschluss, hier spielt die Einstellung keine Rolle. Via USB liegt der Verbrauch bei 9 – 10 W.

An sich sind diese Werte nicht zu hoch, aber wichtig, die Kühlbox braucht diese Leistung konstant! Es gibt kein Absenken der Leistung, wenn irgendein Temperaturschwellwert erreicht wird.

Im MAX Modus via Steckdose brauchte die Kühlbox in 24h ca. 1.617 Wh. Im ECO Modus 272 Wh. Zum Vergleich, die MAENTUM IceCubeX Kompressor Kühlbox braucht in 24h für eine Temperatur von 0 Grad (also noch eine niedrigere Temperatur als im MAX Modus) gerade einmal 190 Wh!

Die Kompressorkühlbox braucht also im Dauerbetrieb ca. 8,5x weniger Strom! Kurzum, kurzzeitig für ein paar Stunden ist solch eine einfache Kühlbox wie die MEDION Thermoelektrische tragbare Kühlbox OK, aber als „Zusatz-Kühlschrank“ weniger geeignet.

 

Fazit

Das Fazit zur MEDION Thermoelektrischen tragbaren Kühlbox ist eigentlich schnell auf den Punkt gebracht: Du bekommst hier eine grundsolide, klassische Kühlbox, deren großes Highlight ganz klar die flexible Stromversorgung ist.

Genau das hebt die MEDION MD 10735 von vielen anderen Modellen ab. Steckdose, 12 V im Auto oder eben USB an einer Powerbank, diese Vielfalt ist im Alltag richtig praktisch und macht die Box extrem flexibel. Gerade die USB-Option ist eine feine Sache, wenn du unterwegs keinen 230-V-Anschluss in der Nähe hast.

Bei der Kühlleistung musst du aber wissen, worauf du dich einlässt. Mit rund 16,5 Grad unter Raumtemperatur im MAX-Modus und etwa 10 Grad im ECO- bzw. USB-Betrieb liefert die MEDION genau das, was man von einer thermoelektrischen Kühlbox erwarten darf, nicht mehr, nicht weniger. Für ein paar Stunden auf dem Weg zum See, zum Grillen oder für den Wochenendausflug reicht das normalerweise aus, aber um bei 40 Grad Eis zu transportieren, ist es zu wenig.

Was du im Hinterkopf behalten solltest: Die Box zieht ihre Leistung konstant, es gibt kein Absenken bei Erreichen einer Zieltemperatur. Im MAX-Modus an der Steckdose sind das rund 1.617 Wh in 24 Stunden. Zum Vergleich, eine Kompressor-Kühlbox wie die MAENTUM IceCubeX schafft sogar tiefere Temperaturen bei etwa 8,5x weniger Stromverbrauch. Als dauerhafter „Zusatz-Kühlschrank“ oder für richtig niedrige Temperaturen im Hochsommer ist die MEDION daher nicht die richtige Wahl. Ein kleiner Wermutstropfen ist außerdem das recht flache Innere, in dem 1,5-L-Flaschen nicht stehend Platz finden.

Angebot
MEDION Thermoelektrische tragbare Kühlbox (25 Liter, Kühl- und...

Pro ✓

  • Sehr flexible Stromversorgung (230 V, 12 V KFZ und USB)
  • USB-Betrieb an einer Powerbank möglich
  • Kann nicht nur kühlen, sondern auch heizen
  • Ordentliche 25 L Volumen
  • Fairer Preis von rund 70 €

Kontra ✗

  • Begrenzte Kühlleistung (typisch für Thermoelektrik)
  • Konstant hoher Stromverbrauch, kein Absenken
  • ECO-Modus funktioniert nicht am 12-V-Anschluss
  • Flaches Innenleben, 1,5-L-Flaschen passen nur liegend

Du suchst eine günstige, vielseitige Kühlbox für den gelegentlichen Einsatz, die du auch mal eben per USB an der Powerbank betreiben kannst? Dann ist die MEDION Thermoelektrische tragbare Kühlbox eine runde Sache. Willst du hingegen dauerhaft tiefe Temperaturen und maximale Energieeffizienz, führt kein Weg an einem Kompressor-Modell wie der MAENTUM IceCubeX vorbei.

Bosch Ersatzakku Test: Taugen die 18V-Nachbauten mit 5000 & 6000 mAh?

Original-Akkus für Boschs grüne 18V-Welt, das „Power for All“-System (PBA), das du aus PSB-, PSR- und Co.-Geräten kennst und das auch in vielen Gardena-Geräten steckt, sind nicht gerade günstig. Schnell zahlst du für einen Ersatzakku mit hoher Kapazität locker das Doppelte oder mehr von dem, was dir Drittanbieter auf Amazon und AliExpress versprechen. Hier findest du 3.-Anbieter Akkus mit 5 Ah oder sogar 6 Ah für um die 30€.

Klingt verlockend, oder? Genau deshalb habe ich mir zwei dieser No-Name-Ersatzakkus geschnappt: einen mit beworbenen 5 Ah und einen mit 6 Ah, beide angeblich kompatibel mit der kompletten grünen Bosch „Power for All“-Serie.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Bieten diese Akkus wirklich so viel Kapazität wie versprochen? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Bosch Ersatzakkus im Test

Für diesen Test habe ich zwei Bosch „grün“ Ersatz-Akkus bei Amazon gekauft.

Verkauft von Surkibat Akku Store

Verkauft von Junwood-us

Beide Akkus sehen auf den ersten Blick identisch aus, abseits vom Aufdruck „6.0 AH“ und „5.0 AH“. So nutzen beide das gleiche Design und das gleiche Gehäuse.

Es ist klar, dass dieses vom selben Fertiger stammt. Dieser scheint „Huizhou Rong Hui Technology“ zu sein, laut Aufdruck auf beiden Akkus. Der Importeur wiederum ist anscheinend die Apex CE Specialists GmbH. http://apex-de.com/

Erster Eindruck der Nachbau Akkus

Verglichen mit den originalen Bosch „grün“ Akkus sind diese etwas einfacher gefertigt. So haben die originalen Bosch Akkus beispielsweise eine Gummierung an den unteren Kanten, welche hier komplett fehlt.

Die Akkus sind zu 100% aus Kunststoff.

Das Kunststoff Gehäuse ist auch einfacher gestaltet, beispielsweise fehlen die „Kühlrippen“ der aktuellen Bosch Grün Akkus.

 

Gute Passform

Pluspunkte gibt es für die Passform. Beide Akkus lassen sich problemlos einsetzen und auch wieder lösen. Genau genommen lassen sich diese sogar etwas leichter entfernen als die originalen Bosch Akkus, welche nach meiner Erfahrung oftmals etwas störrisch sind.

 

Gewicht

Ein interessanter Punkt ist immer das Gewicht von Akkus. Zwar kann man nicht pauschal sagen, dass schwerere Akkus mehr Kapazität haben, aber erfahrungsgemäß ist das Gewicht doch ein Indiz.

Gewicht
Nachbau 5 Ah 600
Nachbau 6 Ah 600
Bosch 4 Ah 628
Bosch 2,5 Ah 360

 

Verdächtigerweise haben beide Nachbau Akkus genau 600 g. Eigentlich wäre zu erwarten, dass der 6 Ah Akku etwas schwerer ist.

Spannenderweise ist der originale Bosch 4 Ah Akku mit 628 g schwerer als beide Nachbau Modelle.

 

Das Testsystem

Um die Akkus zu testen, nutze ich eine etwas „wissenschaftlichere“ Methode. So nutze ich hier eine elektronische Last, mit welcher ich die Akkus gezielt bei verschiedenen Laststufen entladen kann und entsprechend die Kapazität mitlogge.

Ich führe hier 3 Zyklen durch, bei 2 A Last, 5 A Last und 10 A Last. Ich entlade die Akkus auf eine Spannung von 15 V, 3 V pro Zelle.

Für ein paar Vergleichswerte schicke ich auch einen alten originalen Bosch 4 Ah durch den gleichen Test. Da dieser Akku etwas älter ist, kann es sein, dass dieser nicht mehr 100% der Neukapazität liefert, aber als +- Vergleichsobjekt sollte das passen.

 

Wie hoch ist die Kapazität der Ersatzakkus?

Kommen wir zum wirklich spannenden Punkt, wie hoch ist die Kapazität wirklich?

2 A 5 A 10 A Im Schnitt
Nachbau 5 Ah 3,19 3,107 2,995 3,1
Nachbau 6 Ah 3,193 3,186 3,039 3,14
Bosch 4 Ah 3,918 3,882 3,816 3,87

 

Das war wohl nichts! So können wir die Messwerte zusammenfassen. Zunächst bieten beide Nachbau Akkus +- die gleiche Kapazität. Es gibt hier also keinen relevanten Unterschied zwischen dem 5 Ah und 6 Ah Akku.

Beide bieten aber eine schlechtere Kapazität als mein alter Bosch 4 Ah Akku …

So erreichen beide Nachbau Akkus eine Kapazität von 3,1 Ah im Schnitt. Der originale Bosch Akku erreichte 3,87 Ah.

 

Ein absolut enttäuschendes Ergebnis … Nach meinen Tests lässt sich hier ein Etikettenschwindel festhalten: Beide Nachbau-/Ersatzakkus haben nicht die beworbenen 5 Ah und noch weniger 6 Ah.

 

Spannungsverlauf bei 5 A Last

Werfen wir noch einen Blick auf den Spannungsverlauf bei 5 A Last, hier siehst du das Ergebnis der Kapazitätsmessung quasi „live“.

Auffällig ist zunächst, dass beide Nachbau-Akkus nahezu deckungsgleich verlaufen. Zwischen dem „5 Ah“- und dem „6 Ah“-Modell gibt es also auch im Kurvenverlauf praktisch keinen Unterschied. Spannend ist der Vergleich zum originalen Bosch 4 Ah: Alle drei starten bei rund 20,7 V, doch die Spannung der Nachbauten knickt in der zweiten Hälfte deutlich früher ein. Beide erreichen die Abschaltgrenze von 15 V schon nach gut 36 bis 37 Minuten, der Bosch hält dagegen knapp 46 Minuten durch, also rund ein Viertel länger. Auch unter Last bestätigt sich damit das Bild: Der alte Original-Akku liefert trotz „nur“ 4 Ah klar mehr als beide vermeintlich größeren Nachbauten.

 

Ein Blick ins Innere

Schauen wir uns die Akkus einmal von innen an. Im Inneren finden wir jeweils zehn Zellen im 18650-Format, verschaltet als 5S2P – also fünf Zellen in Reihe für die 18 V und davon je zwei parallel für die Kapazität. Die Zellen tragen die Aufschrift „RH yg18650 … 3,6 V“. Markenzellen von Samsung, LG oder Panasonic sind das nicht. Das Kürzel „RH“ deutet vielmehr auf den Fertiger der Akkus selbst hin, vermutlich Huizhou Rong Hui Technology.

Richtig interessant wird es, wenn wir die gemessene Kapazität auf die einzelnen Zellen herunterrechnen. Da bei einer 2P-Verschaltung die Pack-Kapazität der von zwei Zellen entspricht, ergeben sich aus den rund 3,1 Ah des gesamten Akkus nur etwa 1550 mAh pro Zelle. Das ist für eine 18650 ausgesprochen wenig. Selbst einfache Neuzellen liegen üblicherweise bei mindestens 2000 bis 2200 mAh.

Woher diese schwache Kapazität kommt, lässt sich von außen nicht zweifelsfrei sagen. Denkbar sind günstige Low-Grade-Neuzellen, aussortierte B-Ware oder recycelte Zellen aus alten Akkupacks. Und auch wenn die Zellen auf den ersten Blick sauber und neuwertig aussehen: Recycelte Ware schließt das nicht aus, denn solche Zellen werden vor dem Wiederverkauf in der Regel neu umwickelt und bedruckt.

 

Fazit

Nicht kaufen! Es mag zwar verlockend sein, einen 6 Ah Nachbau Akku für gerade einmal 30€ zu kaufen, aber zumindest in diesem Fall lohnt es sich nicht.

Die hier getesteten 5.000 mAh bzw. 6.000 mAh Ersatzakkus vom Fertiger „Huizhou Rong Hui Technology“ enttäuschten bei der Kapazität.

Beide Akkus erreichten +- 3,1 Ah (3.100 mAh). 3,1 Ah für 30-35€ ist plötzlich kein guter Deal mehr!

Du bekommst den 4 Ah Akku original von Bosch zum Zeitpunkt des Artikels für rund 33€! Und dieser hält sein Kapazitätsversprechen.

Ja, die Ersatzakkus funktionieren, übertreiben aber bei der Kapazität maßlos und die Haltbarkeit ist fragwürdig. Schade …

AOC Q27G41ZDF im Test: der günstigste QD-OLED Gaming-Monitor mit 240 Hz (WQHD) für 350 €

Momentan ist ein guter Zeitpunkt, einen neuen Monitor zu kaufen! Gerade OLED-Monitore haben mittlerweile Preisbereiche erreicht, die sehr bezahlbar sind.

So hatten wir uns vor kurzem den Dell 32 Plus 4K QD-OLED Monitor im Test angesehen, welcher der günstigste 4K-OLED ist. Heute machen wir mit der Reihe günstige OLEDs weiter, und zwar mit dem AOC Q27G41ZDF.

Der AOC Q27G41ZDF verfügt über ein 26,5 Zoll QD-OLED-Panel, 2560×1440 Pixel und 240 Hz. Damit richtet sich der Q27G41ZDF primär an Gamer.

Das wirklich Spannende ist aber der Preis. So kostet der Monitor lediglich um die 350 €. Ein hervorragender Preis für einen OLED und, genau genommen, der so ziemlich Günstigste am Markt.

Wollen wir uns in einem Test ansehen, was du beim AOC Q27G41ZDF bekommst und wo vielleicht aufgrund des Preises gespart wurde!

An dieser Stelle vielen Dank an AOC für das Ausleihen des Q27G41ZDF für diesen Test.

 

Der AOC Q27G41ZDF im Test

Mit 26,5 Zoll hat der AOC Q27G41ZDF eine recht „normale“ Größe für einen Monitor im Jahr 2026.

Dabei ist dieser auch sehr modern, schmal gestaltet und hat recht minimale Displayränder. Selbst der oftmals etwas dicke untere Rand ist hier sehr dezent gehalten.

Allerdings sehen wir beim Gehäuse und dem Standfuß den günstigen Preis am stärksten.

So besitzt der AOC Q27G41ZDF nur einen extrem minimalistischen Standfuß. Dieser erlaubt KEINE Höhenverstellung oder sonstige Anpassungen. Auch generell ist das Gehäuse des Monitors recht leicht gebaut. Es ist klar zu merken, dass AOC hier etwas gespart hat.

Solltest du eine Höhenverstellung wünschen, musst du einen VESA-kompatiblen Standfuß/Halterung nutzen. Der AOC Q27G41ZDF unterstützt 100 x 100 VESA-Halterungen.

 

Anschlüsse

Auch ein Punkt, bei welchem der Q27G41ZDF recht Basic ist, sind die Anschlüsse:

  • 1x HDMI 2.0
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x 3,5 mm Kopfhörerausgang

Wir haben lediglich einmal HDMI und DisplayPort. In der Praxis ist dies aber, wie ich denke, ausreichend. Dies ist ein Gaming-Monitor, da sehe ich den Verzicht auf USB-C nicht ganz so eng.

Es gilt lediglich zu bedenken, dass nur der DisplayPort-Anschluss 240 Hz unterstützt! Via HDMI sind maximal 144 Hz möglich. Einen PC solltest du also, wenn möglich, via DisplayPort verbinden.

 

Technik des AOC Q27G41ZDF

Das Herzstück des AOC Q27G41ZDF stellt ein QD-OLED-Panel von Samsung in der 3. Generation dar.

  • AOC Q27G41ZDF
  • 26,5 Zoll
  • QD-OLED
  • 2560×1440 (WQHD)
  • 240 Hz
  • 111 ppi
  • 400 cd/m² Helligkeit

Mit der 3. Generation haben die QD-OLEDs von Samsung eine gewisse Reife erreicht. So ist hier die Haltbarkeit in der Regel kein großes Problem mehr und auch die Textdarstellung / das Subpixel-Layout hat sich verglichen mit früheren Generationen deutlich verbessert.

Textdarstellung

QD-OLEDs haben im Allgemeinen etwas Probleme mit der Textdarstellung. Warum? QD-OLEDs haben eine andere Subpixel-Anordnung als normale Monitore.

Mit jeder Generation wurde die Textdarstellung von QD-OLED-Panels verbessert, perfekt ist diese aber auch in der 3. Generation noch nicht.

Feiner Text, vor allem auf weißem Hintergrund, hat leichte Farbränder. Dieser Effekt ist beim Q27G41ZDF nicht extrem, aber sichtbar.

Daher würde ich den AOC Q27G41ZDF auch wirklich primär fürs Gaming und Content Creation empfehlen. Arbeitest du extrem viel mit Text und bist hier an der maximalen Textklarheit interessiert, würde ich zu einem regulären Monitor greifen oder einem QD-OLED mit 4K-Auflösung.

2560 x 1440 ist eine sehr vernünftige Auflösung, gerade fürs Gaming optimal, aber mit einer noch höheren Auflösung wird dieser Effekt noch etwas weiter minimiert.

 

Farbraumabdeckung

Laut Hersteller soll der Q27G41ZDF 100%+ sRGB-Farbraum, 98% AdobeRGB und 99% DCI-P3 Farbraum abdecken. Sollte dies stimmen, wären das fantastische Werte! Die auch für einen QD-OLED nicht unrealistisch sind.

In meinem Test lag die Farbraum-Abdeckung leicht unter der Herstellerangabe.

  • 100% sRGB
  • 95% AdobeRGB
  • 98% DCI-P3

Allerdings ist die Abweichung gering und diese Werte sind gerade für einen Gaming-Monitor fantastisch! QD-OLEDs sind einfach extrem gut darin, Farben darzustellen.

Solch eine Farbraum-Abdeckung wäre ansonsten nur von den Top 1% aller IPS- oder VA-Panel-Monitoren zu erwarten.

sRGB AdobeRGB P3
ASUS ProArt PA32UCR-K 100% 100% 95%
Philips 27E1N8900 100% 99% 98%
Philips 27B1U7903 100% 98% 98%
LC-Power LC-M27-QHD-165  100% 96% 94%
AOC Q27G41ZDF 100% 95% 98%
Dell 32 Plus S3225QC 100% 94% 98%
ASUS ProArt PA32UCDM 100% 94% 98%
LC-Power LC-M16-4K-UHD-P-OLED 100% 94% 100%
LC-Power LC-M27-4K-UHD-144 100% 94% 93%
AOC Q27G3XMN 100% 93% 95%
BenQ MOBIUZ EX271UZ 100% 92% 98%
LG UltraGear 34GK950F 100% 89%
Alienware AW3420DW 100% 89%
KTC H27T22 100% 87% 95%
ASUS ProArt PA27UCGE 100% 86% 92%
HUAWEI MateView 28 Zoll 100% 86% 94%
LC-Power LC-M27-4K-UHD-144-V2  100% 87% 93%
LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C-K 100% 84% 90%
LC-Power LC-M27-QHD-240-C-K 100% 83% 91%
HUAWEI MateView SE 23,8 Zoll 100% 82% 91%
LC-Power LC-M34-Q-C-PRO 100% 82% 87%
Samsung C34F791 100% 82%
Dell P3421W 100% 80% 86%
ASUS ROG Strix XG35VQ 100% 78%
BenQ EX3501R 100% 78%
HP X27q 99% 77% 84%
BenQ MOBIUZ EX2710 98% 77%
ASUS MX38VC 99% 75%
LG 34UC99-W 98% 76%
Alienware AW2521HFL 97% 76% 73%
Dell U3419W 98% 73%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C 92% 71%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C-V2 92% 71% 72%

Aufgrund dieser sehr guten Farbraum-Abdeckung ist der Monitor theoretisch auch für professionelle Anwendungen gut geeignet.

Kalibrierung

Der Q27G41ZDF verfügt, wie die meisten Monitore, über mehrere Farb-Profile. Belasse den Monitor am besten im Standard-Profil.

Denn in diesem ist die Kalibrierung herausragend gut! Im Schnitt konnte ich ein Delta E von 0,44 messen und im Maximum von 0,88. Das ist Spitzenklasse und macht den Monitor sogar für farbakkurate Arbeiten interessant. Das ist genau genommen besser als bei einigen „Künstler/Creator“-Monitoren, die ich bisher im Test hatte.

 

Helligkeit, das Problem von OLEDs

Spannenderweise wirbt AOC auf seiner Webseite mit einer Helligkeit von 400 cd/m² „Nits“. Das ist spannend, denn 400 cd/m² wären für einen OLED-Monitor im SDR-Modus extrem gut!

Allerdings ist dieser Wert so auffällig gut, dass ich glaube, dass er entweder falsch ist oder nur im HDR-Modus erreichbar ist.

So schaffte der AOC Q27G41ZDF bei mir im Test eine Helligkeit von maximal 264 cd/m² im SDR-Modus, also bei der normalen Windows-Nutzung.

Das ist ein recht typischer Wert für OLEDs, welche in der Regel alle um die 250 cd/m² schaffen. 264 cd/m² sind in der Regel ausreichend.

Bist du allerdings in einer extrem hellen Umgebung, hast viele Fenster oder „Spiegelungen“, dann ist ein OLED nicht optimal.

Dies auch, da der AOC Q27G41ZDF hochglänzend ist. Die Entspiegelung ist generell akzeptabel, aber nichts Besonderes. Allerdings in einer dunklen Umgebung sieht der Monitor dank des Hochglanzes und des OLEDs fantastisch aus!

 

Perfekter Kontrast

OLED-typisch besitzt der AOC Q27G41ZDF einen perfekten Kontrast. Schwarz ist hier schwarz, sofern es kein Umgebungslicht gibt.

Hierdurch bieten OLEDs ein sehr plastisches und „tiefes“ Bild, das vor allem in Spielen einfach überragend aussieht.

 

Einfaches HDR

Kommen wir zum Thema HDR, denn hier zeigt sich beim AOC Q27G41ZDF ganz gut, wo die Reise preislich hingeht.

Der Q27G41ZDF unterstützt HDR10, also den grundlegenden HDR-Standard. Ein echtes „Premium HDR“-Erlebnis wie bei teureren OLEDs mit 1000 cd/m² Spitzenhelligkeit bekommst du hier nicht.

Wie schon bei der Helligkeit angesprochen, wirbt AOC mit 400 cd/m². Dieser Wert ist tatsächlich erreichbar, allerdings nur im HDR-Modus und auch dort nur bei kleinen hellen Bildbereichen, also einem „Fenster“ von etwa 10% der Bildfläche. Beleuchtest du den kompletten Bildschirm weiß, fällt die Helligkeit deutlich ab. Das ist OLED-typisch und kein Fehler von AOC, sondern schlicht eine technische Eigenschaft der Panels.

Und genau deshalb spreche ich hier von „einfachem HDR“. 400 cd/m² im kleinen Fenster sind für ein wirklich knalliges HDR-Erlebnis mit hellen, gleißenden Highlights eher wenig. Andere OLEDs schaffen hier mittlerweile bis zu 1000 cd/m² (APL 3%) und tragen dann auch eine VESA DisplayHDR True Black 400 Zertifizierung; das ist beim Q27G41ZDF nicht der Fall.

Aber bei einem OLED ist die Spitzenhelligkeit nicht alles. Der eigentliche Trumpf ist der perfekte Kontrast. HDR lebt vom Unterschied zwischen Hell und Dunkel, und da der Q27G41ZDF ein perfektes Schwarz darstellt, wirkt HDR-Content trotzdem sehr ansprechend.

In der Praxis sieht HDR-Gaming auf dem Q27G41ZDF also gut aus, gerade in dunkleren Szenen. Du bekommst hier eben kein Flaggschiff-HDR mit 1000 Nits, aber für einen OLED in dieser Preisklasse ist das absolut in Ordnung und ein netter Bonus obendrauf.

 

Top fürs Gaming

OLED-Monitore sind gerade im Gaming-Bereich extrem dominant, und das auch zu Recht!

Zunächst ist die Kombination beim Q27G41ZDF aus WQHD und 240 Hz ziemlich optimal. WQHD liefert auf 26,5 Zoll eine gute Schärfe, ist aber auch für Mittelklasse-GPUs gut antreibbar.

240 Hz ist dabei eine sehr gute Bildwiederholungsrate. Ja, es gibt Monitore mit noch höherer Bildwiederholungsrate, aber praktisch ist es sicherlich selten, dass du in einem Spiel mehr als 240 FPS haben wirst und der Sprung von 240 zu 360 Hz ist subjektiv vergleichsweise gering.

Hinzu kommt die Bewegungsklarheit. OLEDs haben eine extrem geringe Reaktionszeit, noch besser als IPS-Modelle mit 1ms. In der Praxis führt dies dazu, dass das Bild in Bewegung sehr klar ist, was gerade in kompetitiven Spielen ein großer Vorteil sein kann.

Ist hier der AOC Q27G41ZDF besser oder schlechter als andere OLED-Monitore mit ähnlichen technischen Daten? Nein. Die Panels stammen meist alle von Samsung (ein paar sind von LG), entsprechend sind diese auch in der Praxis sehr, sehr ähnlich.

Aber das ist ja nicht schlimm, zumal der Q27G41ZDF sehr günstig unterwegs ist! Bonuspunkte gibt es für die NVIDIA G-Sync Compatible „Zertifizierung“.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch bei OLED-Monitoren schwankt je nach Bildschirminhalt. Mehr Weiß = mehr Verbrauch, mehr Schwarz = weniger Verbrauch.

  • 0% – SW: 11,3 W
  • 25% – SW: 17,2 W
  • 50% – SW: 23,0 W
  • 75% – SW: 25,9 W
  • 100% – SW: 34,6 W

Im Test schwankte der Verbrauch zwischen 11,3 W und 34,6 W je nach eingestellter Helligkeit bei einem 50% Weiß / 50% Schwarz Bild.

 

Fazit

Der AOC Q27G41ZDF ist ein richtig spannender Monitor, vor allem, wenn man auf den Preis schaut! Für rund 350 € bekommst du hier einen der günstigsten QD-OLEDs am Markt und musst dabei kaum Abstriche bei den Dingen machen, die wirklich zählen.

Denn beim Bild gibt es schlicht nichts zu meckern. Der perfekte OLED-Kontrast, die herausragende Kalibrierung (Delta E von 0,44 im Schnitt!) und die fantastische Farbraum-Abdeckung machen den Q27G41ZDF nicht nur zu einem tollen Gaming-Monitor, sondern auch für Content Creation und sogar farbakkurate Arbeiten interessant. Das ist in dieser Preisklasse absolut nicht selbstverständlich.

Fürs Gaming ist die Kombination aus WQHD, 240 Hz und der OLED-typisch überragenden Bewegungsklarheit ohnehin eine Wucht.

Gespart wurde dafür an anderer Stelle: Der minimalistische Standfuß ohne Höhenverstellung, die sehr „basicen“ Anschlüsse und das einfache HDR ohne hohe Spitzenhelligkeit zeigen, wo die 350 € herkommen. Für einen reinen Gaming- und Bildschirm-Einsatz sind das aber alles Punkte, mit denen man gut leben kann. Wer extrem viel mit Text arbeitet, sollte aber eher zu einem regulären Monitor oder einem 4K-QD-OLED greifen.

Unterm Strich: Suchst du einen günstigen Einstieg in die OLED-Welt mit einem überragenden Bild fürs Gaming, ist der AOC Q27G41ZDF eine klare Empfehlung. Mehr OLED fürs Geld bekommst du aktuell kaum!