Die RAVPower RP-PB077 10000mAh Powerbank mit Quick Charge 3.0 im Test

Quick Charge ist weiterhin der am weitesten verbreite Schnelllade Standard auf dem Markt. Die meisten großen Hersteller wie Samsung, LG, Sony, HTC, BQ usw. setzten auf Quick Charge.

Daher ist Quick Charge Zubehör relativ weit verbreitet und gut erhältlich. Eine der neueren Quick Charge fähigen Powerbanks aktuell auf dem Markt ist die RAVPower RP-PB077.

Für rund 24€ erhaltet Ihr hier auf den ersten Blick eine ausgesprochen attraktive Powerbank mit Quick Charge 3.0 und 10000mAh Kapazität.

Wollen wir uns hier doch einmal im Test ansehen wie gut die Powerbank wirklich ist!

 

Die RAVPower RP-PB077 10000mAh Powerbank mit Quick Charge 3.0 im Test

Bei der RAVPower RP-PB077 handelt es sich um das Schwestermodell der RP-PB078. Dementsprechend teilen sich beide das gleiche Gehäuse und unterscheiden sich nur bei den Anschlüssen.

Dies ist aber nicht schlimm, denn das Gehäuse beider Powerbanks ist nur als positiv zu bezeichnen. Mit einer Länge von 146mm einer Breite von 72mm und einer Dicke von 15mm ist die RAVPower RP-PB077 ein angenehm handliches Modell, welches ich problemlos als alltagstauglich bezeichnen würde.

Sofern Ihr halbwegs große Hosentaschen habt, ist es aufgrund der geringen Dicke der Powerbank problemlos möglich Smartphone und Powerbank in eine Tasche zu bekommen.

Auch qualitativ ist das Gehäuse durchaus als gehoben zu bezeichnen. RAVPower setzt bei diesem auf einen relativ glatten und wertig anfühlenden Kunststoff. Dabei fühlt sich die Powerbank auch recht „dicht“ an.

Man merkt, dass das Innere komplett mit Akku gefüllt ist. Hierdurch ist es auch nicht möglich die Oberseite einzudrücken, was erneut ein Qualitätsmerkmal ist.

Was mich bei der RAVPower RP-PB077 lediglich etwas stört, ist die etwas erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Fingerabdrücken und kleinen Kratzern. Dies kommt natürlich durch die sehr glatte Oberfläche.

Immerhin legt RAVPower eine kleine Hülle bei, in welcher Ihr die Powerbank mehr oder weniger dauerhaft nutzen könnt, da die Anschlüsse alle auf der Oberseite angebracht sind welche frei ist.

Kommen wir damit auch zu Anschlüssen. Im Gegensatz zur RP-PB078 fehlt der RP-PB077 der USB C Port, dafür besitzt diese Powerbank aber zwei „spezielle“ Anschlüsse.

Sowohl beim Eingang wie auch Ausgang handelt es sich um Quick Charge 3.0 Ports!

Der Ausgang ist ein auf den ersten Blick normaler USB Ausgang, welcher aber 5-6,5V/3A, 6,5-9V/2A, 9-12V/1,5A liefern kann, also die Quick Charge 3.0 typischen 18W Leistung.

Ihr könnt an diesem Port natürlich auch normale Geräte laden, welche kein Quick Charge unterstützen, dies dann aber mit einem reduzierten/normalen Tempo.

Auch das Aufladen kann mithilfe von Quick Charge beschleunigt werden. RAVPower gibt die Leistung des microUSB Ports mit 5V/2A, 9V/2A oder 12V/1,5A an.

Um das volle Ladetempo zu erreichen, benötigt Ihr also auch ein Quick Charge fähiges Ladegerät!

Neben den beiden Anschlüssen auf der Front der Powerbank befindet sich auch noch ein Einschalter. Dieser wird aber wie üblich gar nicht zum Einschalten der Powerbank genötigt (dies geht automatisch), sondern zum Überprüfen des Ladestands.

Auf der Oberseite der Powerbank sind dafür vier blaue LEDs, welche je nach verbliebender Restladung aufleuchten.

 

Wie testet techtest.org?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbanks bis sie sich von alleine abschalteten oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt. Daraufhin wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen. So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

Das gemessene Ergebnis in Wh rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V (teilweise auch 3,6V) bezieht. Es wäre zwar genauer mit der Wh Angabe zu rechnen, aber für eine bessere Vergleichbarkeit bleibe ich beim mAh.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Zum Messen der Ladegeschwindigkeit nutze ich diverse Messgeräte. Achtung! Einige der günstigeren USB Multimeter können die Ladegeschwindigkeit verfälschen.

Für die Ladetests verwende ich zudem „standardisierte“ Ladekabel. Das verwendete Ladekabel hat durchaus einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit von Smartphones! Mehr zu dem Thema hier.

Für microUSB nutze ich ein Anker Powerline+ Kabel, für Apple Lightning das originale Apple Kabel und für USB C das Kabel von AUKEY. Dies sind nicht zwingend die „besten“ Kabel für die maximale Ladegeschwindigkeit, gerade das Apple Lightning Kabel ist eher mittelmäßig, aber so haben alle Powerbanks gleiche Bedingungen. Hier meine Tipps für die aktuell besten Ladekabel: Die besten Smartphone Ladekabel, welche sind empfehlenswert?

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Messwerte

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Diese wird von RAVPower mit 10000mAh angegeben, messen konnte ich 8999mAh @3,7V bzw. 33,298Wh.

Dies entspricht knappen 90% der Herstellerangabe, was ein Top Wert ist! Die Herstellerangabe bei Powerbanks bezieht sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akku-Zellen und nicht auf die letztendliche nutzbare Kapazität. Dies gilt nicht nur für diese Powerbank, sondern für alle im Handel erhältlichen Modelle.

Beim Entladen der Powerbank geht allerdings ein Stück Energie durch die Umwandlung von 3,7V in 5V verloren. Gute Powerbanks von namenhaften Herstellern schaffen hier in der Regel um die 80-90% echte Kapazität.

Kommen wir zu Ladegeschwindigkeit. Diese hängt massiv von einer Frage ab, habt Ihr ein Smartphone mit Quick Charge 2.0 oder 3.0? Falls ja erhaltet Ihr eine perfekte Geschwindigkeit.

Bei Quick Charge gibt es keine größeren Abstufungen mehr. Entweder Quick Charge funktioniert, dann gibt es auch das volle Tempo, oder Quick Charge funktioniert nicht, dann gibt es nur das normale Tempo.

Bei meinem Test Smartphones, Samsung Galaxy Note 9, Galaxy S9+, Galaxy S7 Edge, BQ Aquaris X2 Pro und LG G5 gab es keinerlei Probleme mit Quick Charge!

Selbst die Smartphones, welche kein Quick Charge unterstützen, erreichten eine solide bis gute Ladegeschwindigkeit.

Dies gilt sowohl für Android Smartphones wie dem Google Pixel 2 XL (1,46A) wie aber auch für IOS Geräte. Das iPhone Xs Max erreichte beispielsweise 1,86A, was gut ist!

Ist die Powerbank leer, wie steht es um das Aufladen? Hier habt Ihr zwei Möglichkeiten, an einem normalen 5V 2,4A Ladegerät oder an einem Quick Charge Ladegerät.

An einem ausreichend starkem normalen Ladegerät erreicht die Powerbank gute 5V 2A, wie beworben. An einem Quick Charge 3.0 Ladegerät hingegen werden 12V 1,47A erreicht, was satten 17,64W entspricht!

Für solch eine vergleichsweise kompakte Powerbank ist dies verdammt ordentlich. Einmal komplett laden dauert somit rund 3 Stunden.

 

Fazit

Wie auch schon die RAVPower RP-PB078 ist die RAVPower RP-PB077 voll zu empfehlen, zu mindestens, dann wenn Ihr auch ein Smartphone mit Quick Charge 2.0 oder Quick Charge 3.0 habt!

Hier bietet die Powerbank alles, was man sich wünschen kann. Die Ladegeschwindigkeit und die Kompatibilität ist hoch und selbst das Aufladen der Powerbank geht sehr schnell. Hinzu kommt das solide Gehäuse in angenehmer Größe für 10000mAh.

Auch wenn Ihr mal ein Smartphone/Tablet ohne Quick Charge aufladen wollt, funktioniert dies in einem soliden Tempo. Allerdings für beispielsweise reine Apple Nutzer würde ich eher die RAVPower RP-PB078 empfehlen.

Dennoch habt Ihr ein Samsung, HTC, LG oder auch BQ Smartphone mit QC, dann kann ich die RAVPower RP-PB077 nur empfehlen, vor allem zum Preis von fairen 25€.

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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