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Test: Akko 3068 B Plus, Akkos erste Tastatur mit deutschem Layout!

Akko hatte mich mit der 3084 B Plus zu tiefst beeindruckt! So war dies eine herausragende Tastatur, zu einem super fairen Preis! Sie hatte nur eine Schwäche, so gab es die Tastatur nicht mit dem deutschen Layout, schade!

Mit der 3068 B Plus bringt Akko nun erstmals eine Tastatur mit dem deutschen Layout auf den Markt. Diese setzt auf ähnliche Stärken wie die 3084 B Plus. So haben wir hier auch einen sehr fairen Preis, eine stabile Verarbeitung, eine kabellose Verbindung und jede Menge Potenzial fürs Moding.

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Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist die Akko 3068 B Plus der absolute Geheimtipp unter den Tastaturen? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Akko für das zur Verfügung stellen der 3068 B Plus für diesen Test.

 

Die Akko 3068 B Plus im Test

Die Akko 3068 B Plus ist eine sehr kompakte und minimalistische Tastatur. So sticht diese auf den ersten Blick kaum hervor, abseits der etwas ungewöhnlichen Färbung der Tastenkappen.

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So haben wir eine Mischung aus schwarzen und grauen Tastenkappen, welche mit goldener Schrift versehen sind. Es gibt alternativ aber auch eine weiß/blaue Version.

Das Gehäuse der Tastatur ist aus Kunststoff gefertigt, was etwas überraschend ist. Die meisten modernen Tastaturen setzen hier auf Aluminium. Allerdings ist der verwendete Kunststoff erfreulich massiv und stabil!

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So wirkt die Akko 3068 B Plus sehr gut gebaut!

Bei der Akko 3068 B Plus handelt es sich um eine kabellose Tastatur. So unterstützt diese Bluetooth und einen proprietären USB Funk Empfänger.

Geladen wird die Tastatur via USB C! Du kannst die Tastatur aber auch komplett kabelgebunden nutzen.

 

Layout, keine F Tasten

Die 3068 B Plus setzt als erste Tastatur von Akko auf ein deutsches ISO Layout. Wir haben also eine große Enter Taste, kurze Shift Taste usw. zudem finden sich ÜÄÖ usw. auf der Tastatur.

Akko nutzt hier auch ein ganz normales Layout, ohne Auffälligkeiten, abseits der Menge an Tasten.

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So setzt Akko bei der 3068 B Plus auf ein so genanntes 65% Layout. Wir verzichten nicht nur auf das Nummernpad, sondern auch auf die F-Tasten!

Inwieweit du auf die F Tasten verzichten kannst, das musst du selbst wissen. Ich könnte es um ehrlich zu sein nur als GW2 Spieler. Allerdings erfreut sich dieser Formfaktor in High End Segment einer großen Beliebtheit.

 

Hotswap Taster

Die Akko 3068 B Plus verfügt natürlich über Hotswap Taster. Du kannst also nicht einfach nur die Tastenkappen der Tastatur entfernen, sondern auch die Taster selbst.

Dies erlaubt es dir nicht nur im Falle des Falles einfach defekte Taster zu entfernen, sondern auch mal was Neues auszuprobieren. Dir sind die Akko CS Jelly Purple langweilig geworden? Kein Problem, du kannst diese mit allen 3 Pin mechanischen Tastern ersetzen.

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Akko bietet hier einige auch selbst an: https://akkogear.de/collections/switches Du könntest sogar Cherry MX Taster verbauen, auch wenn ich nicht so recht wüsste, warum du das wolltest, du könntest es aber.

 

Die Taster

Akko setzt nicht auf Cherry oder Gateron Taster, sondern Akko hat eigene Taster! Konzentrieren wir uns hier auf die “Standard” Versionen:

  • Akko CS Jelly Pink
  • Akko CS Jelly Purple

Die Akko CS Jelly Pink sind Lineare Taster und entsprechend mit den klassischen Cherry MX Reds vergleichbar.

Akko Jelly Pink CHERRY MX SPEED Silver CHERRY MX RED
Auslösepunkt 1.9 mm 1.2 mm 2.0 mm
Gesamtweg 4 mm 3.4 mm 4.0 mm
Betätigungskraft 55 cN 45 cN 45 cN
Charakteristik Linear Linear Linear

Die Akko CS Jelly Purple sind “taktile” Taster und entsprechend mit den Cherry MX Browns vergleichbar.

Akko Jelly Purple CHERRY MX Brown
Auslösepunkt 1.9 mm 2.0 mm
Gesamtweg 4 mm 4.0 mm
Betätigungskraft 50 cN 55 cN
Charakteristik Taktil Taktil

 

In der Praxis viel besser Cherry MX Browns!

Die Akko Jelly Pink hatten mich damals schon etwas beeindruckt, da diese ein gutes Stück weicher und geschmeidiger waren als die Cherry MX Reds. Im Kern fühlen sich beide Taster aber sehr ähnlich an.

Die Akko CS Jelly Purple hingegen fühlen sich völlig anders an als Cherry MX Browns! Die MX Browns wirken im direkten Vergleich einfach nur schlecht. Sorry Cherry, aber anders kann ich es nicht sagen.

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Die Jelly Purple besitzen einen erhöhten Widerstand, beim Beginn des Drucks. Dennoch fühlen sich die Tasten geschmeidig an, was bei den MX Browns nicht der Fall ist. Der Widerstand ist deutlich spürbar, aber rollt wunderbar ab.

Dies sorgt bei der Akko 3068 B Plus für ein tolles Tippgefühl! Erstaunlicherweise vermisse ich die Aluminium Basis-Platte auch gar nicht. Gerade was die Akustik angeht, ist die Akko 3068 B Plus deutlich leider als 95% aller Tastaturen. Diese hat einen sehr tiefen und leicht matten Klang.

Für eine mechanische Tastatur ist diese auch grundsätzlich recht leise.

Kurzum, die Akko 3068 B Plus hat ein besseres Tippgefühl als fast alle Fertigtastaturen von Corsair, Razer, Logitech und co.

 

RGB! (und Software)

Natürlich bringt die Akko 3068 B Plus eine RGB Beleuchtung mit. Von Haus aus ist diese auf bunt gestellt. Du kannst aber über diverse Tastenkombinationen oder die Akko Cloud Software die Beleuchtung komplett frei anpassen.

Die Akko Cloud Software macht dabei einen deutlich besseren Eindruck als ich es erwartet hätte! So findest du hier für Makros und die Beleuchtung deutlich bessere Anpassungsmöglichkeiten als ich es erwartet hätte.

Auch die Beleuchtung selbst sieht klasse aus! Akko hat die Basis-Platte der Tastatur weiß lackiert, wodurch die LEDs noch etwas mehr strahlen.

Leider sind aber die Tastenkappen nicht durchsichtig! Dies finde sehr schade, gerade bei einer dunklen Umgebung.

 

Fazit

Kannst du auf die F-Tasten verzichten? Falls ja, halte ich die Akko 3068 B Plus für die beste Tastatur die du für unter 100€ bekommen kannst!

Gerade die Akko Taster sind einfach Weltklasse und die Akko CS Jelly Purple übertreffen die Cherry MX Browns deutlich. So wirken die Taster unheimlich weich und geschmeidig, aber gleichzeitig präzise. Sollten dir die Taster doch nicht gefallen oder du willst mal was ausprobieren, kein Problem, diese sind Hotswap fähig und du kannst einfach andere Taster, nicht nur von Akko, einsetzen.

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Auch das Gehäuse der Akko 3068 B Plus ist top! Wir haben hier zwar “nur” Kunststoff, aber sehr guten und massiven Kunststoff. Über das Design können wir streiten, aber grundsätzlich sieht die Tastatur recht dezent und klassisch aus.

Auch die RGB Beleuchtung ist toll, etwas schade ist nur, dass die Tastenkappen nicht lichtdurchlässig sind, was die Beleuchtung eher zu einem Gimmick macht.

Beeindruckend bei einem Preis von unter 100€ ist die kabellose Verbindung. So hat die Akko 3068 B Plus Bluetooth und 2,4GHz Funk mit an Bord.

Kommst du also mit dem Layout der Tastatur klar, dann ist diese zu 100% empfehlenswert!

Der BONECO Air Shower Ventilator F235 im Test, die Lösung gegen stehende Luft!

Die Sommer werden immer heißer, zu mindestens gefühlt. Dabei ist eine Klimaanlage sicherlich das “Optimum”, aber aufgrund der aktuellen Stromkosten nur schwer zu rechtfertigen. Ein klassischer Ventilator ist hier sicherlich ein guter Mittelweg, denn nichts ist schlimmer als stehende warme Luft.

Den Schweizer Hersteller BONECO kennt der ein oder andere Leser von Techtest.org sicherlich schon. Diese bieten mit dem Air Shower Ventilator F235 ein spannendes “Luxus-Modell” an.

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Dieser setzt nicht nur auf einen großen Durchmesser und somit einen potenziell hohen Luftdurchsatz, sondern lässt sich auch interessant ausrichten.

So kannst du diesen nach oben drehen, um eine passive Luft Zirkulation im Raum zu erzeugen, daher auch der Name Air Shower. Dies ist für Menschen ideal die keine direkte Zugluft mögen.

Schauen wir uns einmal den BONECO Air Shower Ventilator F235 im Test an.

An dieser Stelle vielen Dank an BONECO für das Zurverfügungstellen des Air Shower Ventilator F235 für diesen Test.

 

Der BONECO Air Shower Ventilator F235 im Test

Der Air Shower Ventilator F235 setzt auf ein recht außergewöhnliches Design, welches aber gleichzeitig sehr minimalistisch ist.

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So ist der Air Shower Ventilator F235 im Kern nur eine Art Turbine mit Standfuß. Dieser Standfuß besitzt einen recht großen Sockel und einen modularen Stiel.

So kannst du die Höhe des Air Shower Ventilator F235 nach deinem Wunsch in 3 Stufen anpassen. Hierdurch kannst du diesen wahlweise als eine Art großer Tischventilator nutzen oder auch als 1,2 Meter großer Standventilator.

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Letztere Anwendung ist sicherlich der primäre Einsatzzweck. Dies liegt auch an der Größe des Ventilators. So hat der Rotor einen Durchmesser von rund 290 mm.

Gesteuert wird der Air Shower Ventilator F235 über ein kleines Drehrad am Standfuß. Hier lässt sich eine von 32 Leistungsstufen auswählen.

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Die gewählte Leistungsstufe wird auf einem kleinen Display auf dem Standfuß angezeigt.

 

Timer und App

Im Air Shower Ventilator F235 ist ein Timer integriert. Du kannst diesen über ein Gedrückthalten des Einschalters erreichen.

Du kannst den Ventilator so automatisch nach X Stunden ausschalten oder nach X Stunden einschalten.

Zudem ist im F235 Bluetooth integriert, welches dir eine einfache App Steuerung erlaubt.

 

Lautstärke

Ein sicherlich nicht ganz unwichtiger Punkt bei einem Ventilator ist die Lautstärke. Hier zunächst meine Messung auf 50cm zur Seite.

lautstärke

Von Stufe 1-10 würde ich den F235 als praktisch leise/unhörbar einstufen. Ab Stufe 10 wird der Ventilator ortbar.

Ab Stufe 20 wird der Ventilator dann langsam “laut”. Wobei Laut immer relativ ist und von einem Abstand abhängt.

Auf voller Leistung entspricht dieser eher einer kleinen Dunstabzugshaube, bewegt aber subjektiv auch sehr viel Luft.

 

Wie leistungsstark ist der F235?

Du kannst den F235 in zwei Modi nutzen. Einmal als normalen Ventilator, welcher direkt auf dich gerichtet ist oder als ein “passiver” Ventilator zur Luftzirkulation im Raum. Hierfür drehst du diesen nach oben, so dass Luft gegen die Decke gepustet wird.

Letzterer indirekter Luftstrom kann etwas angenehmer sein und fühlt sich natürlicher an, die Luft steht hierdurch nicht im Raum.

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Willst du diesen “passiven” Modus nutzen, dann musst du den Ventilator natürlich stärker einstellen als bei einer direkten Ausrichtung.

Bei einer direkten Ausrichtung auf eine Distanz von +- 1-2 Metern würde ich die Stufe 10-15 als für mich angenehm einstufen. Ab Stufe 20 ist der F235 etwas übertrieben.

Diese hohen Stufen machen nur bei der passiven Zirkulation in Räumen Sinn oder auf sehr hohen Distanzen. Hier bewegt der F235 subjektiv unheimlich viel Luft! Dieser produziert regelrecht einen kleinen Sturm.  Dies liegt natürlich an den massiven Rotorblättern und dem durchaus gehobenen Durchmesser von 29 cm.

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Die passive Luftzirkulation funktioniert gerade bei kleinen bis mittelgroßen Räumen sehr gut und angenehm, solange deine Decke nicht zu hoch ist. Gerade wenn du zu den Menschen gehörst, die nicht so viel Zug vertragen können, dann ist dies ein tolles Feature.

luftstrom

Hier eine kleine Messung der Strömungsgeschwindigkeit am Ventilator um die Stufen etwas ins Verhältnis zu setzen.

 

Stromverbrauch

Kommen wir zum Abschluss noch auf den Stromverbrauch zu sprechen.

leistungsaufnahme

Gerade auf den niedrigeren Stufen (bis 15) benötigt der F235 effektiv keinen Strom. Auf Stufe 10 haben wir lediglich einen Verbrauch von 2,5W, was selbst in der heutigen Zeit nicht viel ist.

Erst ab Stufe 20 steigt der Stromverbrauch exponentiell an.

 

Fazit

Es ist zwar etwas schade, dass der BONECO F235 keine automatische Dreh- und Schwenkfunktion mitbringt, aber abseits davon ist dieser toll!

Gerade wenn du eigentlich keinen Zug magst oder verträgst, ist die Air Shower bzw. Passive Luftzirkulations-Funktion toll. Du drehst die Ventilator nach oben und sofern deine Decke nicht zu hoch ist, sorgt dieser für eine leichte Luftbewegung, welche sich sehr natürlich und angenehm anfühlt.

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Dabei hat der BONECO F235 auch ordentlich Power! Gerade auf den höheren Stufen bewegt dieser extrem viel Luft. Allerdings im Gegenzug ist er auf diesen höheren Stufen natürlich auch etwas lauter und benötigt etwas mehr Energie.

Aber gerade auf den mittleren Stufen ist dieser angenehm leise, erzeugt weiterhin einen guten Luftstrom und benötigt kaum Strom.

Weitere Bonuspunkte gibt es für die Höhenverstellung, den Timer und die App-Funktion.

Magst du keine stehende Luft im Raum, dann ist der BONECO F235 eine tolle Anschaffung.

Link zum Hersteller

Test: ECOFLOW Delta 2, die perfekte Powerstation in ihrer Klasse!

Ich denke, es ist ein offenes Geheimnis, dass ich die Powerstations von ECOFLOW an sich für die besten Modelle aktuell auf dem Markt halte. Diese hatten lediglich eine kleine Schwäche, so nutzte ECOFLOW klassische Lithium-Ionen Akkuzellen.

An sich kein Fehler, fast alle Geräte nutzen lithium Akku-Zellen. Allerdings gerade in Powerstations gibt es eine bessere Technologie, LiFePO4.

LiFePO4 Akku Zellen sind deutlich haltbarer und sicherer. Gerade bei einem durchaus großen Investment wie einer Powerstation ist eine hohe Haltbarkeit super. So kannst du bei der ECOFLOW Delta mit einer Haltbarkeit von 500-800 Zyklen rechnen.

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Gut, aber es geht besser! Die neue Delta 2 mit LiFePO4 Akku schafft 3000 Zyklen!

Klingt doch super! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Vor allem wie schnell kann die Powerstation laden? Wird die Kapazität gehalten?

Finden wir es im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an ECOFLOW für das Zurverfügungstellen der Delta 2 für diesen Test.

 

Die ECOFLOW Delta 2 im Test

Die Delta 2 setzt auf gleichen Formfaktor und Design wie schon die Delta 1 oder Delta Mini.

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So hat die Powerstation eine längliche Form mit Anschlüssen auf der Front- und Rückseite. Dabei besitzt diese auf der Oberseite zwei recht ausgeprägte Handgriffe für einen leichteren Transport.

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Mit einem Gewicht von 12 kg ist die Powerstation sicherlich nicht leicht, aber durchaus gut von A nach B zu transportieren.

Die generelle Verarbeitung würde ich als sehr gut bezeichnen. Die Powerstation wirkt robust und massiv gebaut, auch wenn der Kunststoff hier und da nicht ganz perfekt ist.

Dennoch macht die ECOFLOW Delta 2 unterm Strich einen sehr wertigen Eindruck!

 

Anschlüsse der Delta 2

Die Delta 2 hat eine sehr umfangreiche Portausstattung. Die Anschlüsse sind dabei auf Front und Rückseite verteilt. Beginnen wir an der Front.

Front:

  • 2x USB A – 12W 5V/2,4A
  • 2x USB A – Quick Charge 18W
  • 2x USB C – USB Power Delivery 100W

Rückseite

  • 4x 230V Steckdosen mit maximal 1800 W (2700 W spitze)
  • 1x KFZ Ausgang – 12,6V 10A, 126W
  • 2x DC (DC5521) Ausgänge – 12,6V 3A 38W

Damit hat die Delta 2 eine herausragende Portausstattung! Vor allem die beiden 100W USB C Ports und die 1800W Steckdosen sind hier sehr erfreulich.

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1800 W konstante Leistung über die Steckdosen ist für eine 1024 Wh Powerstation auch nicht wenig, ganz im Gegenteil, dies ist sehr viel Leistung.

Die beiden 100W USB-C Ports erlauben dir zudem, sogar viele Notebooks direkt zu laden. Hierdurch kannst du dir den Umweg über das herstellereigene 230V Netzteil sparen, was besser für die Effizienz ist.

 

Display und App

Auf der Front der Delta 2 finden wir ein großes Display. Dieses zeigt dir folgende Informationen an:

  • Aktueller Ladezustand in %
  • Verbleibende Laufzeit in Stunden
  • Aktive Anschlüsse
  • Leistung Ausgang in Watt
  • Leistung Eingang in Watt

ECOFLOW nutzt hier bei all seinen Powerstation +- das gleiche Display. Dies ist aber nichts Schlimmes, denn das Display ist sehr gut und informativ!

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Zusätzlich zum Display ist in der Powerstation auch WLAN/Bluetooth eingebaut. Hierüber kannst du die Powerstation direkt mit deinem Smartphone verbinden oder über dein Heim-WLAN.

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Über die App kannst du nicht nur die üblichen Informationen sehen, sondern auch Anschlüsse, ein/ausschalten, die Kapazität zugunsten einer noch besseren Haltbarkeit limitieren usw.

 

LiFePo4 Akku

Die wichtigste Neuerung der Delta 2 ist der LiFePo4 Akku. LiFePO4? LiFePO4 steht für Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator. LiFePo4 haben einige Vorteile gegenüber Lithium Ionen Akkus

  • LiFePo4 ist deutlich sicherer als Lithium Ionen, können thermisch nicht durchgehen
  • LiFePo4 halten deutlich mehr Zyklen
  • LiFePo4 ist unkomplizierter beim Laden und Entladen

LiFePo4 Akkus können grundsätzlich thermisch nicht durchgehen. Selbst im Falle eines Kurzschlusses würde der Akku lediglich dampfen, aber nicht in Flammen aufgehen wie Lithium-Ionen-Akkus.

Selbst bei massiven physischen Belastungen brennen diese Akkus höchstens wie eine Kerze und explodieren nicht wie Lithium-Ionen-Akkus.

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Aufgrund dieser stabilen Chemie halten die Akkus auch mehr Lade/Entladezyklen. Bei Lithium-Ionen kannst du mit 500-1000 Zyklen rechnen, bei LiFePO4 mit 2000+, im Falle der Delta 2 werden sogar hochwertige Zellen mit 3000 Zyklen verwendet.. Hierdurch eignen sich diese Akkus gerade als Pufferspeicher sehr.

Allerdings gibt es natürlich auch Nachteile. LiFePO4 sind größer und schwerer als Lithium-Ionen Akkus. Auch sind diese teurer als Lithium-Akkus. Daher wirst du sie nicht in Smartphones, Tablets usw. finden.

In Powerstations bin ich aber ein großer Fan von ihnen! Du kannst die Delta 2 theoretisch viele Jahre ohne Leistungsverlust auch als Solar Pufferspeicher oder USV nutzen!

 

Mit Lüfter

Wie alle High Power Powerstations nutzt auch die Delta 2 einen Lüfter bzw. sogar zwei. Diese sind grundsätzlich Leistungs/Temperatur gesteuert.

Allerdings sind diese im Falle der Delta 2 vergleichsweise „aggressiv“. Sie springen bei einer Leistung von ca. 80-100W bereits an, egal ob beim Laden oder Entladen. Dies ist recht früh für eine Powerstation dieser Klasse.

Die Lüfter sind dabei immerhin nicht übermäßig laut, aber in einem leisen Raum durchaus hörbar.

 

Maximale und minimale Kapazität

Du kannst bei der Delta 2 die maximale und minimale Kapazität über die App einstellen. Es ist also möglich, beispielsweise zu verhindern, dass die Powerstation über 80% geladen wird oder unter 20% entladen wird.

Warum solltest du dies wollen? Es bestimmt ganz massiv die Lebenserwartung deines Akkus! ECOFLOW wirbt zwar bei der Delta 2 mit sehr guten 3000 Zyklen, aber diese könntest du nochmals massiv steigern, wenn du etwas nutzbare Kapazität aufgibst.

Um wie viel, kann ich natürlich nicht sagen oder nicht testen.

Aber hier ein kleiner Auszug aus dem Handbuch des Victron Energy LiFePO4 Akkus.

  • “80% Entladetiefe 2500 Zyklen
  • 70% Entladetiefe 3000 Zyklen
  • 50% Entladetiefe 5000 Zyklen”

Diese Werte müssen nicht auf die Delta 2 zutreffen, aber ich schätze, Ähnliches wird auch hier gelten. So würde es mich nicht wundern, dass du mit 80% – 20% Zyklen vielleicht sogar 5000 Ladezyklen erreichen könntest.

Kannst du also etwas Kapazität aufgeben, dann ist es bei der Delta 2 möglich die Lebensdauer nochmals deutlich zu steigern! Ich nutze eine ECOFLOW Powerstation als USV, wo ich auch die maximale Kapazität auf 80% limitiert habe, um den Akku zu schonen.

 

Delta 2 als USV

Du kannst die ECOFLOW Delta 2 als USV einsetzen, also als Batterie-Backup. Ich habe hier keinerlei Einschränkungen oder Probleme feststellen können.

Also ja, es ist möglich, die Powerstation gleichzeitig zu laden und zu entladen.

Dank des LiFePO4 Akkus sollte die Powerstation sogar recht lange als USV gut funktionieren, ohne größeren Verschleiß.

Bedenke nur dass du etwas Energie “wegwirfst” bei Nutzung einer USV. Hier ein paar Beispiele.

Effizienz Eingang Ausgang 
Heizlüfter 97% 726 707
Notebook 87% 118 103
Smartphone 54% 38.8 21

 

Bei einer hohen Last, in diesem Fall ein Heizlüfter mit +- 700W, arbeitet die Delta 2 97% effizient als USV, was sehr gut ist!

Bei einem Notebook mit +- 100W haben wir auch weiterhin gute 87% Effizienz, darunter wird es aber haariger. Bei ca. 20W Last kommen wir nur noch 54% Effizienz.

Bei mittleren Lasten, so im Bereich 100-500W ist die Delta 2 also durchaus mit gutem Gewissen als USV nutzbar.

 

Etwas hoher Leerlaufverbrauch

Ein Nachteil der Delta 2 ist der etwas hohe Leerlaufverbrauch. Hast du die Powerstation einfach eingesteckt, dann nimmt diese konstant ca. 14W auf, auch ohne etwas zu machen. Zum Vergleich: Die Jackery Explorer 2000 Pro benötigt mit +- 10W etwas weniger Strom im Leerlauf.

Komplett ausgeschaltet benötigt sie natürlich nicht so viel Energie, hier wirst du diese mehr als ein Jahr stehen lassen können, ehe sie komplett entladen ist.

 

Die Kapazität

ECOFLOW wirbt bei der Delta 2 mit einer Kapazität von 1024Wh. Folgendes konnte ich je nach Last messen:

Kapazität in Wh
DC 12V/2A 749.4
DC 12V/5A 826.7
USB C 100W 902.4
AC 125W 826
AC 750W 903

Die Kapazität der Delta 2 schwankt je nach Last zwischen 749,4Wh und 903Wh. Dabei fällt auf, dass die Kapazität bei niedriger Last deutlich schlechter ausfällt als bei höherer Last. Nutzt du die Powerstation immer nur zum Laden von Smartphones usw., wird diese also recht ineffizient sein. Dies liegt an dem angesprochen hohen Basis-Verbrauch der Powerstation.

Bei hoher oder mittlerer Last spielt er keine ganz so große Rolle mehr.

 

Steckdosen

Die Delta 2 verfügt über vier Steckdosen, welche gemeinsam maximal 1800W liefern können. Im Test hatte die Powerstation mit einem 1200W Heizlüfter keine Probleme.

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Allerdings nicht nur der Heizlüfter funktionierte problemlos, auch andere etwas empfindliche Geräte wie Computer usw. liefen problemlos an den AC Ausgängen.

Es schien diese Geräte auch nicht zu stören, wenn ich beispielsweise ein Netzkabel an die Powerstation eingesteckt oder abgezogen habe. Es kommt hier nicht zu Aussetzern bei den AC Anschlüssen.

Dass wir hier eine reine Sinuswelle haben, sollte in dieser Preisklasse wohl selbstverständlich sein.

 

100W USB C Ports

Die Delta 2 verfügt über zwei 100W USB-C Ports. Dies halte ich für sehr wichtig! Gerade wenn du moderne Notebooks laden möchtest ist es deutlich effizienter, diese USB-C Ports zu nutzen, verglichen mit einem Netzteil.

Du kannst natürlich das Netzteil deines Notebooks einfach an die Steckdosen anschließen, aber hier muss die Energie aus den Akkus zunächst von Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt werden um dann wieder von dem Netzteil deines Notebooks von Wechselstrom in Gleichstrom gewandelt zu werden.

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Dieser Vorgang wird über die USB-C Ports gespart, weshalb diese effizienter sind!

Die USB C Ports unterstützen folgende Spannungsstufen:

  • 5V/5A
  • 9V/5A
  • 12V/5A
  • 15V/5A
  • 20V/5A

Spannend, auf allen Stufen werden bis zu 5A unterstützt! Allerdings wird wiederum kein PPS unterstützt.

In der Praxis funktionieren die Ports tadellos mit meinem MacBook Pro M1 und auch Dell XPS 17.

 

Aufladen der Delta 2

Du hast im Kern drei Optionen, die Delta 2 zu laden.

  1. Über das integrierte AC Netzteil
  2. Über einen KFZ 12V Zigarettenanschluss
  3. Via Solar

Starten wir mit den DC Lademöglichkeiten. Du kannst die Powerstation an dem KFZ Zigarettenanschluss laden. Dies theoretisch mit bis zu 10A, also rund 120W. Dies funktioniert auch, aber ich würde dir nur bedingt empfehlen eine solch große Powerstation über dein Auto zu laden.

Alternativ kannst du Solar nutzen. Ecoflow bietet hier eigene Solarpanels an, wie dieses. Allerdings akzeptiert die Powerstation zwischen 11V und 60V bei maximal 15A bzw. 500W. Du kannst also auch mit passenden Adapter-Kabeln beliebige Solarpanels nutzen.

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An der Delta 2 findet sich ein so genannter XT60 Anschluss und du kannst hier diverse Adapterkabel (wie hier bei Amazon) zu den normalen MC4 Steckern finden. Du könntest also ein 08/15 günstiges Solarpanel an der Delta 2 nutzen.

Natürlich kannst du die Delta 2 auch am Netz laden. Das passende Netzteil ist integriert! Du musst nur ein Standardkabel mit dem Strom verbinden und los gehts!

Die Powerstation kann hier mit bis zu 1200W laden! Über die App kannst du die maximale Ladegeschwindigkeit sogar stufenlos verstellen. Warum solltest du das wollen? Wenn du es nicht extrem eilig hast, dann ist es schonender für den Akku nicht immer bei 1200W geladen zu werden.

Hier einfach mal zwei Beispiel-Ladevorgänge.

leistungsaufnahme über zeit

Der 0% auf 100% Ladevorgang bei vollem Tempo hat ca. 1:25h gedauert, was extrem schnell ist! Drosseln wir das maximale Ladetempo auf 600W, dann dauert der gleiche Ladevorgang rund 2 Stunden.

Ich würde in der Praxis vermutlich die Delta 2 immer mit +- 600W laden. 2 Stunden für 0 auf 100% ist immer noch sehr flott und schont etwas Akku und Elektronik, zudem dreht der Lüfter nicht so hoch.

 

Fazit

Ich halte die ECOFLOW Delta 2 für die beste Powerstation in der 1000 Wh Klasse!

Warum? Die Delta 2 ist einfach extrem gut ausgestattet und vor allem super gut umgesetzt, ohne Schwächen oder Probleme in der Praxis.

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2x 100W USB C Ports für Notebooks, Smartphones und Tablets? Vorhanden! 4x AC Steckdosen mit bis zu 1800W? Vorhanden! Ein praktisches Display und eine herausragende App, samt Bluetooth und WLAN? Vorhanden! Und so könnte ich noch ein gutes Stück weiter machen!

Gerade die App stellt einen großen Mehrwert dar! Du kannst hier nicht nur die Leistungswerte sehen, sondern auch das Ladetempo flexibel anpassen, den maximalen und minimalen Ladestand festlegen usw.

Dies kann helfen, die eh schon sehr gute Haltbarkeit zu verbessern! So setzt die Delta 2 auf die nicht nur deutlich haltbaren, sondern auch sicheren LiFePo4 Akkuzellen, welche 3000+ Zyklen halten sollen. Dies ist mehr als 3x einer normalen Lithium-Ionen -Powerstation.

Dies macht die Delta 2 auch als Solargenerator interessant, zumal die Powerstation auch handelsübliche Solarpanels akzeptiert und nicht nur die recht teuren Herstellereigenen.

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An einer normalen Steckdose ist die Powerstation mit bis zu 1200W in gerade einmal 1:25h von 0% auf 100% gebracht.

Dabei funktioniert die Powerstation in der Praxis einfach problemlos! Diese ist super zuverlässig, auch im Einsatz als USV.

Der für mich einzige Kritikpunkt ist der etwas hohe Leerlaufverbrauch von rund 14W.

Abseits davon halte ich die ECOFLOW Delta 2 für ziemlich perfekt in der 1000 Wh Klasse!

EF ECOFLOW DELTA 2 Tragbare Powerstation 1024Wh, Solar Generator...

  • Sehr haltbare und sichere LiFePo4 Akkuzellen
  • 2x 100W USB C Ports
  • 4x 230V Steckdosen mit bis zu 1800W
  • Sehr schnell ladbar (0% auf 100% in 1:25h)
  • Gute echte maximale Kapazität von bis zu 903Wh
  • Sehr gutes und Informatives Display
  • WLAN und Bluetooth integriert
  • Herausragende App
  • Etwas hoher Verbrauch im Leerlauf (ca. 14W)

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ECOFLOW Delta 2
POSITIV
Sehr haltbare und sichere LiFePo4 Akkuzellen
2x 100W USB C Ports
4x 230V Steckdosen mit bis zu 1800W
Sehr schnell ladbar (0% auf 100% in 1:25h)
Gute echte maximale Kapazität von bis zu 903Wh
Sehr gutes und Informatives Display
WLAN und Bluetooth integriert
Herausragende App
NEGATIV
Etwas hoher Verbrauch im Leerlauf (ca. 14W)
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Der InLine USB 3.2 Typ C Multi Hub im Test

Ohne einen USB C Hub geht bei vielen modernen Notebooks nicht viel. Wenn du Glück hast, gibt es hier noch 2 USB C Ports. Allerdings in der Praxis gibt es immer noch mehr als genug Geräte ohne USB C, wie Monitore, Mäuse usw.

InLine hat mich daher gebeten doch mal einen Blick auf den neuen USB 3.2 Typ C Multi Hub zu werfen. Dieser soll mit 100W USB C Passthrough, drei USB A Ports und einem Kartenleser punkten.

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Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier der InLine USB 3.2 Typ C Multi Hub überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an InLine für das Zurverfügungstellen des Multi Hubs für diesen Test.

 

Der InLine® USB 3.2 Typ C Multi Hub im Test

Der USB 3.2 Typ C Multi Hub von InLine setzt auf das bekannte und vertraute Design das wir bei vielen USB Hubs dieser Art sehen.

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Wir haben ein relativ schlankes Gehäuse, das aus Aluminium besteht. Mit diesem ist ein ca. 12 cm langes USB C Kabel fest verbunden.  Dies macht den USB C Hub nur für Notebooks vernünftig nutzbar.

Das Aluminiumgehäuse bei vielen dieser Hubs kommt nicht von ungefähr, solche Hubs erzeugen meist recht viel Abwärme und Aluminium hilft hier diese wieder abzugeben.

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Grundsätzlich wirkt die Verarbeitung des InLine USB 3.2 Typ C Multi Hub gut! Auch das USB C Kabel ist nicht übermäßig steif oder störrisch.

Aber wie steht es um die Anschlüsse?

  • 3x USB A 3.2 Gen 1 (5Gbit)
  • 1x HDMI 2.0
  • 1x microSD
  • 1x SD
  • 1x USB C Eingang

Dies ist eher ein minimalistischer USB Hub. Allerdings sind drei USB A Ports, ein Kartenleser und HDMI sicherlich in der Praxis ausreichend. Ein LAN Port wäre vielleicht aber noch nett gewesen.

Der USB C Eingang am Multi Hub ist zum Laden deines Notebooks, hier werden bis zu 100W unterstützt, laut InLine.

 

USB Ports

Die drei USB A Ports des InLine USB 3.2 Typ C Multi Hub sind USB 3.0 bzw. USB 3.1 Gen 1 Ports mit bis zu 5Gbit.

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In der Praxis konnte ich über USB A mit einer externen SSD bis zu 406 MB/s erreichen, was top für einen normalen USB A 3.0 Port ist.

 

Der SD Kartenleser

Im InLine USB 3.2 Typ C Multi Hub steckt ein SD und microSD Kartenleser. Dieser bietet laut Hersteller bis zu 130MB/s.

screenshot 2022 08 15 090222

Es handelt sich hierbei um einen UHS I Kartenleser. Mit meinen Speicherkarten konnte ich hier ein Tempo von 93.89 MB/s lesend und 78.94MB/s schreibend bestätigen.

Kleine Anmerkung, der SD-Kartenlesen ist etwas “schmal” gestaltet und es ist nicht ganz einfach die SD-Karte einzusetzen.

 

Laden durch den Hub

Falls du nur einen USB C Port an deinem Notebook hast, dann kannst du dein Notebook durch den InLine USB 3.2 Typ C Multi Hub hindurch laden.

Hier unterstützt dieser allerdings maximal 90W / 20V/4,5A. Inline selbst wirbt mit 100W. In meinem Test waren es maximal 90W, was auch Sinn macht.

inline usb 3.2 typ c multi hub test 4

Die 10W die zu den vollständigen 100W fehlen werden vermutlich für die Versorgung des Hubs reserviert.

 

Nur 4K 30Hz

Wichtig, der HDMI Port des Hubs unterstützt maximal 4K 30Hz, was nicht schön ist! Daher würde ich den InLine USB 3.2 Typ C Multi Hub nicht empfehlen, wenn du einen 4K Monitor hast. Full HD oder 2K sind aber kein Problem.

 

In der Praxis

In der Praxis hat der InLine USB 3.2 Typ C Multi Hub bei mir absolut problemlos an einem MacBook Pro M1 wie auch Dell XPS 13 9380 absolut problemlos funktioniert.

Ja beim Laden durch den Hub erwärmt er sich sehr deutlich, aber dies ist auch nicht außergewöhnlich für USB Hubs.

Die USB A Ports haben problemlos funktioniert, genau wie der Kartenleser, auch wenn SD-Karten etwas “straff” in ihm sitzen.

 

Fazit

Der InLine USB 3.2 Typ C Multi Hub ist ein guter Standard USB C HUB. Dieser ist auch voll zu empfehlen, sofern du nicht einen HDMI Port mit 4K60Hz benötigst.

inline usb 3.2 typ c multi hub test 7

Ansonsten macht der USB C Hub von Inline alles, was du möchtest. Die USB-Ports sind mit maximal +- 400MB/s flott und auch das Laden durch den Hub klappt problemlos.

Google Pixel 7 Pro Laden, wie schnell lädt es und welche Standards werden unterstützt?

Das Pixel 7 Pro ist da und wird auch dieses Jahr wieder ohne Ladegerät ausgeliefert. Google selbst spricht von einer maximalen Ladegeschwindigkeit von 30W, geht aber auch nicht näher auf das Laden ein.

pixel 7 pro laden, ladestandards, ladetempo 1

Dies ist erst einmal die gleiche Angabe wie beim Pixel 6 Pro, welches aber praktisch nur mit +- 22W laden konnte und dafür auch ein Ladegerät mit PPS support benötigte.

Wie steht es um das Pixel 7 Pro? Wie schnell lädt dieses? Welche Ladestandards unterstützt es? Finden wir dies im Test heraus!

 

Welchen Ladestandard verwendet das Pixel 7 Pro?

Das Google Pixel 7 Pro verwendet den USB Power Delivery Ladestandard, genau genommen mit PPS.

USB Power Delivery ist der derzeit am meisten verwendete Ladestandard. Dieser wird nicht nur von Google unterstützt, sondern auch von Apple, Samsung, Nintendo (Switch), dem Steam Deck, vielen Notebooks usw.

Also ja, du kannst das Pixel 7 Pro am gleichen Ladegerät wie das iPhone 14 Pro schnellladen.

Natürlich gibt es bei USB PD Ladegeräten noch Unterschiede je nach Leistung, aber prinzipiell nutzen die meisten “westlichen” Hersteller mittlerweile den gleichen Ladestandard.

 

Wie schnell lädt das Pixel 7 Pro?

Kommen wir zu der Frage wie schnell das Pixel 7 Pro lädt.  Hierfür habe ich dieses an verschiedenen Ladeports mit unterschiedlichen Spezifikationen getestet. Und nein beim Schnellladen macht es kaum bis keinen Unterschied welches Ladegerät genau verwendet wird. Haben beide Ladegeräte z.B. einen 20W USB C Port, dann werden diese auch bis auf wenige % die gleiche Leistung liefern.

ladeleistung

Das Pixel 7 Pro scheint sich genau wie das Pixel 6 Pro beim Laden zu verhalten.

Nutzt du ein klassisches USB A Ladegerät, egal ob nun Quick Charge oder 5V/2,4A, dann ist das Pixel 7 Pro auf ca. 7W limitiert.

Willst du das Pixel 7 Pro schneller laden, dann musst du zu einem USB Power Delivery Ladegerät greifen. An solch einem erreicht es maximal +- 20W. Dabei ist es egal ob du ein 20W Ladegerät oder ein 100W USB C Ladegerät nutzt, 20W ist das Maximum.

pixel 7 pro laden, ladestandards, ladetempo 16
Ohne PPS

Etwas schneller gehts wenn das Ladegerät 30W (oder mehr) und die PPS Erweiterung unterstützt. Hier kann das Pixel 7 Pro mit satten +-22W laden. Ja PPS bringt 2W mehr…..

pixel 7 pro laden, ladestandards, ladetempo 17
Mit PPS

 

Was ist PPS?

Was ist PPS und warum kann das Pixel 7 Pro mit PPS ganze 2W schneller laden? USB Power Delivery Ladegeräte haben normalerweise fixe Spannungsstufen, im besten Fall:

  • 5V
  • 9V
  • 12V
  • 15V
  • 20V

Normale USB Ports haben nur 5V, um nun schneller zu laden, nutzen größere Geräte eine der höheren Spannungen. Smartphones meist 9V und Notebooks 20V.

Ladegeräte die neben USB Power Delivery auch PPS unterstützen können beliebige Spannungen innerhalb eines gewissen Bereiches ausgeben. Solch ein Bereich könnte beispielsweise 5V bis 11V. Innerhalb dieses Bereiches kann dein Smartphone nun jede beliebige Spannung ausgeben, wie 8,2V oder 7,5W usw.

Dies kann helfen, das Laden zu optimieren, da die Spannungswandler in deinem Smartphone entlastet werden.

Einige Smartphones wie die Samsung Smartphones der S20 / S21 und S22 Serie nutzen PPS ganz massiv.

Siehe hier https://techtest.org/wie-schnell-laedt-das-samsung-galaxy-s22-ultra-und-welches-ist-das-richtige-ladegeraet/

So kann das S22 Ultra ohne PPS mit maximal 14W laden, mit PPS mit bis zu 40W.

Teils habe ich zwar das Gefühl dies ist eine künstliche Beschränkung und liegt nicht daran, dass PPS so viel besser ist, dennoch kann dies einen großen Unterschied machen. Nicht beim Pixel 7 Pro, denn 2W sind effektiv nichts, aber dennoch ist PPS ein Punkt auf welchen du achten solltest.

Leider unterstützt nicht jedes USB PD Ladegerät PPS! Ganz im Gegenteil.

Wie sehr nutzt das Pixel 7 Pro das PPS Feature der verstellbaren Spannung?

spannung

Wir können hier durchaus sehen, dass die Spannung am Anfang des Ladevorgangs durchaus etwas angepasst wird, aber diese bleibt im Bereich 8,8V bis 9,3V.

 

Wie lange dauert das Laden?

Wie lange braucht nun das Pixel 7 Pro zum Laden?

ladedauer

Eine 0% auf 100% Ladung dauert ziemlich genau 2 Stunden. Dies ist nicht übermäßig flott, aber passt.

Nach rund 45 Minuten werden aber bereits 60%+ erreicht. Die letzten X % dauern wie so oft lange.

 

Ladeeffizienz des Pixel 7 Pro

Beim Schnellladen benötigt das Pixel 7 Pro ca. 23,2Wh für eine 100% Ladung. 23,2Wh sind 6270 mAh @3,7V.

Wir haben einen 5000mAh Akku, die Ladeeffizienz liegt also bei ca. 0,797%, also rund 80%.

 

Welches Ladegerät für das Google Pixel 7 Pro?

Grundsätzlich kannst du das Pixel 7 Pro an jedem USB Ladegerät laden. Meine Empfehlungen sind primär auf das maximale Ladetempo ausgelegt. Ist dir dieses egal, dann kannst du praktisch jedes beliebige Ladegerät nutzen.

Grundsätzlich würde ich hier zwei Klassen an Ladegeräte fürs Pixel 7 Pro empfehlen:

  • Option A: Ein USB Power Delivery Ladegerät mit 20W für 90%+ des maximalen Ladetempos.
  • Option B: Ein USB Power Delivery Ladegerät mit 30W und PPS für 100% des Ladetempos.

Mit einem 20W USB C Ladegerät erreichst du schon 90%+ der maximal möglichen Ladegeschwindigkeit. Der größte Vorteil, diese Ladegeräte sind großflächig verfügbar, denn 20W USB C Ladegeräte sind die “Standard Apple iPhone” Ladegeräte, welche voll zum Pixel kompatibel sind.

Willst du das volle Ladetempo, dann musst du zu einem 30W Ladegerät mit PPS greifen.

pixel 7 pro laden, ladestandards, ladetempo 9

Starten wir mit drei normalen “Standard” Ladegeräten.

(Werbelinks zu Amazon)

Ich halte das Anker Nano 3 für das beste Ladegerät fürs Google Pixel 7 Pro, auch aus wirtschaftlicher Sicht. Klar, es gibt noch günstigere Ladegeräte, die es tun würden. Allerdings zähle ich Anker zu den “A-Klasse” Herstellern, wie Google, Samsung und Apple, eigenes Zubehör.

Anker 30W USB C Ladegerät, GaN 511 Nano 3, PIQ 3.0 PPS...

  • Sehr kompaktes und leichtes Design
  • Hochwertige Verarbeitung
  • 30W Leistung nach dem Power Delivery Standard
  • PPS Support
  • Ideal für das Pixel 7 Pro
  • Sehr hohe Effizienz von 84,4% bis 91,1%

Zum Zeitpunkt dieses Artikels bekommst du das Nano 3 für rund 25€. Damit ist dieses 5€ günstiger als das Google eigene Ladegerät, welches natürlich auch eine gute Wahl ist.

Selbiges gilt für das Standard Ladegerät der Samsung Ultra Smartphones. Das Samsung 45W Ladegerät ist eine sehr solide und zuverlässige Wahl!

effizienz vergleich

Das Samsung ist auch das effizienteste Ladegerät der drei, gefolgt vom Anker-Ladegerät.

Keine Produkte gefunden.

Was aber, wenn du vielleicht ein Ladegerät mit mehreren Ladeports suchst? Auch hier hätte ich drei Empfehlungen:

(Werbelinks zu Amazon)

Hier kommt es natürlich etwas darauf an was für andere Geräte du laden möchtest. Allerdings halte ich diese drei Modelle generell für eine sehr gute Wahl, in der mittleren Leistungsklasse.

Das Anker PowerPort Atom III Slim 65W ist z.B. das USB C Ladegerät meiner Wahl. Dieses nutze ich selbst am Nachttisch um mein Pixel zu laden und das Ladegerät hat mich bisher noch nie im Stich gelassen, daher empfehle ich dieses auch gerne.

Anker USB-C Ladegerät, 543 (65W II) PIQ 3.0 & GaN 4-Port Netzteil,...

  • 2x USB C + 2x USB A
  • 45W + 20W Power Delivery
  • Sehr hohe Effizienz 85% bis 91,1%
  • Unkritische Hitzeentwicklung
  • PPS Unterstützung, ideal für das Pixel 7 Pro
  • Kein Quick CHarge

Alternativ, wenn du kein Kabel möchtest würde ich das Anker 735 oder das UGREEN 65W Ladegerät empfehlen, je nachdem ob du 3 oder 4 Ports möchtest.

Anker USB C Ladegerät - GaNPrime 65W, 735 Charger, PPS 3-Port...

  • 2x USB C + 1x USB A
  • USB C Ports mit bis zu 65W
  • PPS-Support, ideal für das Pixel 7 Pro
  • Gute Effizienz von bis zu 91,9%
  • Überschaubare Hitzeentwicklung
  • Gute Spannungsstabilität
  • Deutliche Drosselung der USB-Ports bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Ports

UGREEN USB C Ladegerät 65W USB C Netzteil 4 Ports GaN Charger PD...

  • 3x USB C mit bis zu 65W Leistung
  • Unterstützung für PPS (wichtig für S20 und S21)
  • Quick Charge und SCP (Huawei Super Charge)
  • 78,3% bis 91,4% Effizienz
  • Deutliche Drosselung der USB-Ports bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Ports

 

Wichtig, mehr Leistung schadet nicht (bringt aber auch nichts)

Ganz wichtig, du kannst dein Pixel 7 Pro und allgemein alle aktuellen Smartphones auch immer an großen USB C Ladegeräten laden. Das schadet diesen nicht. Die maximale Leistungsaufnahme wird von deinem Smartphone bestimmt und das Ladegerät muss hier nur mithalten können.

Lädst du dein Pixel 7 Pro an einem 100W USB C Ladegerät ist dies kein Problem! Es bringt dir aber halt auch nicht mehr als an einem 30W Ladegerät.

 

Powerbanks fürs Pixel 7 Pro?

Kommen wir auch noch auf ein paar Powerbanks zu sprechen. Hier gilt das gleiche Motto wie bei den Ladegeräten, 20W USB C Port = gut, 30W mit PPS = optimal.

Allerdings gibt es bei Powerbanks, gerade bei den preis/leistungsoptimierten Modellen, etwas weniger Auswahl mit Unterstützung von PPS. Die meisten Modelle mit PPS sind “etwas übertrieben“, was Preis und Ausstattung nur zum Laden eines Smartphones angeht.

Du benötigst ca. 6300mAh für eine vollständige Ladung. Eine 20000mAh Powerbank wird das Pixel 7 Pro also ca. 2,5-3x Laden können.

(Werbelinks zu Amazon)

Suchst du eine günstige bzw. preis/leistungsorientierte Powerbank für das Pixel 7 Pro, dann würde ich derzeit zur INIU BI-B5 oder VEGER Powerbank greifen. Die VEGER ist günstiger und kleiner, die INIU schicker und wertiger.

INIU Power Bank, 20000mAh 22.5W Klein Schnellladefunktion Powerbank 1...

  • 18248 mAh maximale echte Kapazität
  • USB PD mit 20W
  • USB PD PPS!
  • Quick Charge support
  • Fairer Preis

Dabei haben beide eine sehr gute Preis/Leistung! Ähnliches gilt auch für die kleine INIU BI-B61, welche “nur” 10000mAh besitzt.

Hast du vielleicht auch noch andere Geräte und möchtest “das Beste vom Besten”, dann greife zur Anker 737.

 

Fazit

Fassen wir einmal zusammen was wir über das Laden des Pixel 7 Pro gelernt haben:

  • USB Power Delivery ist der genutzte Schnellladestandard
  • Optional wird PPS für ein höheres Ladetempo benötigt
  • 20W maximal via USB PD
  • 22W maximal via USB PD mit PPS
  • 0% auf 100% laden dauert ca. 2 Stunden
  • Für eine 100% Ladung werden ca. 6300mAh benötigt

Mit maximal 20W bzw. 22W lädt das Pixel 7 Pro vergleichsweise langsam. Es ist dabei erstaunlich, dass dieses mit maximal 20W an einem normalen USB Power Delivery Ladegerät lädt, aber 22W an einem USB Power Delivery Ladegerät mit PPS erreicht.

Damit hat das theoretisch optimale Ladegerät fürs Pixel 7 Pro 30W oder mehr nach dem Power Delivery Standard mit PPS Support. In der Praxis kannst du aber auch ein normales 20W USB C Ladegerät verwenden, ohne dass es große Unterschiede gibt.

pixel 7 pro laden, ladestandards, ladetempo 3

Eine vollständige Ladung dauert ca. 2 Stunden, womit das Pixel 7 Pro eher langsam lädt.

Suchst du ein einfaches Ladegerät würde ich folgende Modelle empfehlen:

(Werbelinks zu Amazon)

Ich würde, wenn ich nur ein Ladegerät fürs Pixel suche, vermutlich das Anker Modell wählen.

Auf Seiten der Powerbanks benötigst du ca. 6300mAh echte Kapazität, um das Smartphone zu 100% zu laden.

Ich würde hier die INIU BI-B5 empfehlen.

Ich hoffe ich konnte damit deine Fragen zum Laden des Google Pixel 7 Pro beantworten.

Die Black Shark T10 TWS im Test

Black Shark ist primär bekannt für seine Gaming Smartphones. Allerdinges bietet Black Shark auch diverse Zubehör Produkte rund ums Gaming und Smartphone an. Hierzu zählen auch einige true Wireless Ohrhörer.

So zeichnen sich die Black Shark T10 TWS auf den ersten Blick vor allem durch einen sehr niedrigen Preis aus! So kannst du die Ohrhörer zum Zeitpunkt des Tests für deutlich unter 30€ bekommen.

black shark t10 tws test 16

Dafür sollst du eine “Herausragende Stereo-Klangqualität”, einen Gaming Modus mit besonders niedrigerer Verzögerung und eine lange Laufzeit von bis zu 24 Stunden bekommen.

Liest sich doch einmal gut! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Klingen die Black Shark T10 TWS auch gut? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Black Shark für das Zurverfügungstellen der T10 TWS!

 

Die Black Shark T10 TWS im Test

Die Black Shark T10 TWS sind sehr günstige true Wireless Ohrhörer, daher dürfen wir bei der Ladebox keine Wunder oder Überraschungen erwarten.

black shark t10 tws test 3

Dies ist auch nicht der Fall. Wir bekommen an sich eine recht klassische schwarze Ladebox aus einem matten Kunststoff. Die Ladebox misst 60 x 47 x 26 mm und bringt ein Gewicht von 42,3g inklusive Ohrhörer bzw. 34,4g ohne Ohrhörer auf die Waage.

Der Deckel lässt sich zum Entnehmen der Ohrhörer aufklappen und wird von Magneten geschlossen gehalten.

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Geladen werden die Black Shark T10 TWS natürlich via USB C. Die Ladebox kann die Ohrhörer unterwegs bis zu 3x Aufladen. Mit jeder Ladung sollen die Ohrhörer ca. 6 Stunden halten. Insgesamt kannst du also bis zu 24 Stunden Musik hören, ehe du nachladen musst.

Die Black Shark T10 TWS setzt auf das von den Apple AirPods bekannten Stiel-Design. Allerdings im Gegensatz zu den Apple AirPods nutzt Black Shark Silikon Aufsätze, welche dein Ohr versiegeln und somit für einen besseren Klang sorgen.

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Das Design der Ohrhörer ist an sich recht simpel, aber schon leicht in Richtung des “Gamer-Design” orientiert.

 

Tragekomfort

Grundsätzlich ist die Passform der Black Shark T10 TWS recht klassisch und gut gewählt. Die Ohrhörer sind nicht übermäßig groß und sitzen gut! Teils fand ich die Ohrhörer fast schon etwas zu locker sitzend.

Von daher würde ich diese weniger für Sport und mehr für eine “entspannte” Nutzung empfehlen!

 

Klang

Wir sind an dem Punkt angekommen, wo sogar supergünstige true Wireless Ohrhörer ordentlich klingen. Dies gilt auch für die Black Shark T10 TWS! Ich würde sogar sagen in der unter 30€ Preisklasse gehören diese zu den besten die ich bisher gehört habe.

black shark t10 tws test 16

Starten wir bei den Höhen. Diese sind unauffällig gut. Ich würde sagen die Höhen sind recht neutral abgestimmt. Diese sind nicht übermäßig schrill oder spitz, aber auch nicht matt oder dumpf. Diese setzen sich ganz klar in die Mitte dieser beiden extreme, was ziemlich optimal ist. Dabei wirken aber die Höhen generell wertig und gut aufgelöst. Für meine “persönliche” Klangsignatur hätte ich die Höhen noch einen Hauch heller bevorzugt, aber dies ist meckern auf einem sehr hohen Level!

Sehr ähnliches gilt auch für die Mitten. Diese sind höchstens etwas abgesenkt, verhalten sich aber generell recht neutral. Stimmen werden gut dargestellt und haben brauchbare gute Fülle.

Wir haben hier aber natürlich “Gaming” Ohrhörer, entsprechend kannst du natürlich beim Bass ein dickes Ding erwarten. Und ja der Bass der Black Shark T10 TWS ist ein gutes Stück angehoben! So besitzen die Ohrhörer einen stark angehobenen Bass, mit einem hohen Volumen und sogar einem ganz ordentlichen Tiefgang.

Ich denke man kann die Black Shark T10 TWS durchaus mit gutem Gewissen als “Bass-Bomber” bezeichnen. Allerdings überschattet der Bass auch nicht alles. So klingen die Ohrhörer nicht zu warm oder zu dumpf.

Du musst zwar schon etwas Bass mögen, damit die Klangsignatur für dich okay ist.

black shark t10 frequency response

Diese Einschätzung wird auch von meinen Messwerten untermauert, wo ein klarer Bass-Fokus zu erkennen ist.

 

Fazit

Für unter 30€ sind die Black Shark T10 TWS die so ziemlich besten true Wirless Ohrhörer, die ich bisher in den Fingern hatte, wenn du viel Bass magst!

Die Black Shark T10 TWS setzen auf neutrale Höhen und Mitten, aber einen stark angehobenen Bass. Stark ist vielleicht sogar etwas untertrieben, die Black Shark T10 TWS sind richtige Bass-Bomber. Allerdings machen die Ohrhörer dies recht gut! So wirkt der Bass nicht übermäßig forciert und auch der Tiefgang ist stark!

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Wir haben also nicht nur viel Bass, sondern auch einen guten Bass.

Im Gegenzug sind dies natürlich keine Ohrhörer für Puristen, sondern du musst wirklich nach viel Bass suchen damit dir diese Ohrhörer gefallen.

Suchst du aber viel guten Bass in einer günstigen Preisklasse, dann sind die Black Shark T10 TWS top!

Das Welock Fingerprint Electronic Smart Door Lock im Test

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Wenn wir an Smart Locks denken, fallen uns in der Regel primär die Modelle von Nuki ein, welche hier zu Lande sehr beliebt sind.

Allerdings schauen wir etwas über den Teller-Rand hinaus, dann gibt es auch einige andere spannende Modelle, wie z.B. von Welock.

welock smart lock test 5

Vor allem dann, wenn du dein Smartlock auch via Fingerabdruck, PIN oder Smart Card öffnen möchtest, bietet Welock einige Optionen, welche so von Nuki nicht geboten werden.

Wollen wir uns da doch einmal das Welock Fingerprint Electronic Smart Door Lock einmal im Test ansehen!

Kann dieses überzeugen? An dieser Stelle vielen Dank an WeLock für das Zurverfügungstellen des Smart Locks für diesen Test.

 

Das Welock Fingerprint Electronic Smart Door Lock im Test

Das Welock Smart Lock setzt auf ein einheitliches Design. So kaufst du hier nicht nur das Smart Lock, sondern auch einen passenden Schließzylinder. Welock bietet diesen auch mit dem passenden Europrofil an.

welock smart lock test 1

Du musst lediglich etwas auf die Dicke deiner Tür achten. Welock wirbt mit einer kompatiblen Tür-Dicke von 55 – 100 mm. Um das Schloss auf unterschiedliche Türdicken anzupassen, müsst du lediglich eine Schraube lösen und du kannst das Schloss “ausziehen”.

welock smart lock test 3

Das Welock verfügt über eine Innen- und eine Außenseite. Die Innenseite hat einen einfachen Türknauf, den du immer zum Öffnen oder Schließen drehen kannst.

Auf der Außenseite hingegen ist das eigentliche Steuerungsmodul. Dieses besitzt je nach Version ein Display und einen Fingerabdruckscanner oder ein Tastenfeld.

welock smart lock test 4

Die Energieversorgung des Schlosses erfolgt über 3x 1,5V AAA Batterien, welche im Außenmodul eingesetzt werden. Diese sind nur durch das entfernen zweier Schrauben erreichbar. Ein Entfernen der Batterien öffnet nicht das Smart Lock!

 

Das Funktionsprinzip

Das Welock funktioniert etwas anders als die Nuki Modelle. So tauschst du bei Welock das komplett Schloss aus.

Zudem verfügt das Welock nicht über einen Motor! Im “normalen” Betrieb kannst du den äußeren Griff frei drehen. Wird das Schloss entsperrt greift der Drehknopf erst den eigentlichen Zylinder.

Du musst also das Schloss immer mit deiner Handkraft betätigen.

 

Sicherheit und Anwendung

Ich würde das Welock primär in Innenräumen oder Büros einsetzen. Ich halte dieses prinzipiell für sicher, aber weniger sicher als das Nuki Konzept.

So wäre es mit genug Zeit sicherlich möglich, das Außenmodul soweit zu demontieren, dass du an den Mechanismus kommst, um den Schließzylinder zu bedienen.

Hier ist es nur immer eine Frage, was einfacher und schneller ist. Das Welock zu zerstören und irgendwie an diesen Mechanismus zu kommen, oder ein Fenster einzuschlagen. Dennoch ist hier Nuki theoretisch etwas sicherer, da hier sämtliche Elektronik im Innenbereich ist und du nur Via Bluetooth mit dem Smartphone kommuniziert.

Wo ich das Welock sehr spannend finde ist beispielsweise in Büros oder allgemein bei Innentüren. Der Fingerabdruckscanner macht das Öffnen des Schlosses sehr schnell und einfach und zudem gibt es hier keinen surrenden Motor wie bei Nuki. Daher ist das Schloss sehr unauffällig.

Um ein Smartphone mit dem Schloss zu koppeln, benötigst du übrigens einen Code. Dieser befindet sich am Zylinder, welcher im Inneren deiner Tür steckt. An diesen kommt also eine fremde Person nicht ran.

 

Die Öffnungsmethoden

Sicherlich die größte Stärke des Welocks sind die verschiedenen Methoden, wie du dein Smart Lock entsperren kannst.

  • Fingerabdruck
  • RFID Karte
  • Via App (Bluetooth)
  • Via App (WLAN)

Du kannst bis zu 100 Fingerabdrücke in dem Smart Lock hinterlegen. Entsprechend kannst du damit theoretisch bis zu 100 Personen Zugriff gewähren.

welock smart lock test 11

Alternativ kannst du auch RFID Karten nutzen, welche du nur kurz an das Smart Lock halten musst. Ein paar RFID Karten liegen auch bereits im Lieferumfang.

Zusätzlich kannst du das Smartlock auch via Smartphone App steuern! Von Haus aus geht dies nur via Bluetooth, also auf kurze Distanz.

Welock bietet aber auch eine kleine WLAN Box an, welche eine Steuerung via Internet erlaubt.

 

Die App und Funktionen

Die Welock App bietet an sich einen guten Funktionsumfang und ist aber gerade vom Aufbau und Design “mäßig” um es nett auszudrücken.

Nach der Einrichtung, wofür du den QR Code auf der Front scannen und zudem den PIN von der Seite eingeben musst, kannst du zunächst einfach das Schloss öffnen und schließen via Bluetooth.

welock app (2) welock app (4)

Über die App kannst du zudem Fingerabdrücke löschen, neue RFID Karten anlernen und auch Benutzer einladen!

Du kannst über die App anderen Benutzern Zugriff auf das Smart Lock geben. Dabei kannst du einschränken, wie lange der Zugriff besteht, wie oft das Schloss geöffnet werden darf usw. Der andere Nutzer muss allerdings auch ein Konto beim Hersteller anlegen!

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Unter Protokoll kannst du auch sehen, wer das Schloss geöffnet hat.

Im Kern funktioniert die App auch gut, lediglich die Präsentation ist doch deutlich verbesserungswürdig.

 

Wie funktioniert es in der Praxis?

Zunächst, nutzt du das Smartlock an einer Außentür, dann achte darauf, dass kein Regen an dieses kommen kann. Leider ist das Smart Lock nicht regengeschützt.

Daher sehe ich dies auch primär im Innenbereich, in Büros usw.

Hier macht es auch einen super Job, gerade aufgrund des integrierten Fingerabdruck Scanners und RFID Kartenlesers. Das Smartlock via Smartphone zu öffnen ist zwar gut und schön, aber es dauert schon länger, als den Fingerabdruck-Scanner zu benutzen.

welock smart lock test 10

Es dauert ca. 3 Sekunden, das Schloss von der ersten Berührung zu öffnen. So schnell hat man bei anderen Systemen kaum das Smartphone gezückt.

Alternativ gibt es auch die Version mit PIN, welche es anderen Personen noch einfacher macht eine Zugriff zu geben.

Funktional habe ich am Welock absolut nichts auszusetzen. Nur die App braucht dringend ein Facelift! Auch bin ich kein Fan, dass hier eine Registrierung notwendig ist, dass es auch ohne geht zeigt Nuki.

 

Fazit

Das Welock Fingerprint Electronic Smart Door Lock funktioniert wie es soll. Der Fingerabdruckscanner reagiert schnell und zuverlässig und auch die App-Steuerung klappt.

Allerdings würde ich das Welock weniger für Haustüren empfehlen, hier gefällt mir Nuki besser.

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Welocks Stärken liegen eher im Innenbereich, wo es nicht um maximale Sicherheit oder den höchst möglichen Komfort geht, sondern eine einfache und gute Zugangskontrolle ausreicht. Du hast Büroräume, zu welchen nur einzelne Nutzer Zugriff bekommen sollen?

Dann kannst du dies recht problemlos mit dem Welock umsetzen. Dies gegebenenfalls auch einfach mit Fingerabdruckscanner, RFID Karte oder halt über die Smartphone App. Letztere ist nicht schön, funktioniert aber.

Auch der Fingerabdruckscanner funktioniert gut, alternativ gibt es auch eine Version mit PIN Code.

Kurzum, für Innenräume oder Büros/Lager ist das Welock eine spannende Angelegenheit.

Die QNAP QM2-2P10G1TB Netzwerkkarte im Test mit M.2 Slots im Test

QNAP bietet für seine NAS Systeme einige Netzwerkkarten und Speichererweiterungen an. Eine der spannendsten Erweiterungskarten ist hier die QM2-2P10G1TB.

Bei der QNAP QM2-2P10G1TB handelt es sich um eine 10Gbit Netzwerkkarte, was an sich nicht so besonders wäre. Allerdings verfügt diese 10Gbit Netzwerkkarte auch über zwei NVME SSD Slots! Du kannst also 10Gbit LAN und zwei NVME SSDs in einer Erweiterungskarte nachrüsten.

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Ideal wenn dein NAS vielleicht sogar nur einen PCIe Slot hat, aber du schnelles Netzwerk und NVME SSDs möchtest.

Aber wie gut funktioniert die QM2-2P10G1TB in der Praxis? Funktioniert diese nur in QNAP NAS Systemen oder vielleicht auch regulären Servern oder unter Windows? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die QNAP QM2-2P10G1TB Netzwerkkarte im Test

Dass es sich bei der QNAP QM2-2P10G1TB nicht um eine gewöhnliche LAN-Karte handelt ist bereits auf den ersten Blick ersichtlich.

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So besitzt die QM2-2P10G1TB einen sehr großen Kupferkühler inklusive Lüfter. Zudem ist die LAN Karte recht groß und setzt auf eine PCIe x8 Verbindung. Dies wäre alles alleine für eine 10Gbit LAN Karte nicht nötig.

Allerdings verstecken sich unter dem Kühler zwei PCIe NVME SSD Steckplätze. Die QM2-2P10G1TB bindet also eine 10Gbit LAN Karte und zwei NVME SSDs mit einem PCIe Slot an, was gerade in NAS oder Server Systemen wichtig ist, wo PCIe Steckplätze heiß begehrt sind.

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Von Haus aus hat die Erweiterungskarte eine Low Profile Blende installiert. QNAP legt allerdings auch eine große PCI Slot-Blende bei. Ebenso mit im Lieferumfang liegen zwei Wärmeleitpads für die NVME SSDs.

Dank des großen Kühlers sollten NVME SSDs in der QM2-2P10G1TB recht kühl bleiben. Spannenderweise besitzt die LAN-Karte zwei zusätzliche Temperaturfühler unter den SSDs. Was genau allerdings mit den Werten dieser passiert, kann ich dir nicht sagen unter Windows lassen sich diese nicht auslesen.

 

Der Chipsatz

Die QNAP QM2-2P10G1TB setzt auf den Marvell FastLinQ Edge Chipsatz “AQC113C” in Kombination mit einem ASMedia PCIe Splitter.

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Funktioniert auch unter Windows!

Die QM2-2P10G1TB Erweiterungskarte funktioniert nicht nur in QNAP NAS Systemen. Auch unter Windows 10 und Windows 11 kann die Erweiterungskarte voll genutzt werden.

Sowohl der 10Gbit LAN-Port wie auch die beiden NVME SSD Steckplätze werden erkannt. Für die LAN Karte ist allerdings eine manuelle Treiber-Installation nötig. Die Treiber findest du hierfür auf der QNAP Webseite: https://www.qnap.com/de-de/download?model=qm2-2p10g1tb&category=driver

Zum Zeitpunkt des Tests lädt Windows 11 diese noch nicht automatisch nach.

 

Und Linux?

QNAP bietet auf seiner Webseite keine Linux Treiber an, diese werden aber auch anscheinend nicht benötigt. So funktionierte die LAN-Karte im Test zumindest unter Ubuntu 22.04 “out of the Box”. Selbiges gilt auch für verbaute NVME SSDs.

 

Leiser Lüfter

Erfreulicherweise ist der Lüfter der Erweiterungskarte relativ leise. Dieser ist vergleichbar mit dem Lüfter bei einem AMD X570 Chipsatzkühler.

 

Performance

Bei der 10Gbit LAN Karte gibt es keine Überraschungen. Diese funktioniert tadellos in Kombination mit dem QNAP QSW-M2108-2C Switch. In der Praxis konnte ich um die 950MB/s erreichen, wobei mein NAS hier vermutlich sogar noch etwas limitiert.

Bei den NVME SSDs gibt es allerdings ein paar Punkte zu beachten. Zunächst ist die Erweiterungskarte nur mit PCIe x8 angebunden. Die 10Gbit LAN-Karte wird mit x2 angebunden sein und die SSDs mit jeweils x4. Belasten wir also alle Komponenten der Erweiterungskarte wird uns der PCIe Slot etwas drosseln.

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Ich denke aber in der Praxis ist dies keine Problematik. Wir haben eine gesamte Bandbreite von theoretisch maximal 7877MB/s.

Hieraus kannst du auch erkennen das die QM2-2P10G1TB noch auf PCIe Gen 3 setzt. Jede NVME SSD ist also auf +- 3500MB/s limitiert.

 

Fazit

Die QNAP QM2-2P10G1TB ist eine spannende Erweiterungskarte! Gerade dann, wenn du nicht unbegrenzt viele PCIe Slots besitzt.

Die Kombination aus 10Gbit LAN und 2x M.2 NVME SSD Steckplätzen ist dabei gerade für Server durchaus interessant. Dank der Kompatibilität mit Windows und Linux eignet sich die QNAP-Karte auch für selbst gebaute Server-Systeme oder Fertig-Modelle anderer Hersteller.

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Der Lüfter und der großzügige Kühler sorgen dabei für akzeptable Temperaturen der SSDs und des Chipsatzes, auch wenn dein Gehäuse vielleicht etwas beengt ist.

Dies ist natürlich für QNAPs eigene NAS-Systeme wichtig, wo in der Regel Platz auch eher knapp ist.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist der Preis. Mit knapp über 200€ geht der Preis der QNAP QM2-2P10G1TB völlig in Ordnung!

Test: Samyang AF 50mm 1.4 FE II (gegen Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM)

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Lage Zeit gab es im Bereich der Kameralinsen in der Regel drei Optionen. Die Herstellereigenen Linsen, von Sony, Canon, Nikon usw. und Tamron wie auch Sigma.

So sind im Allgemeinen beispielsweise die Linsen von Sony sehr gut, aber auch nicht gerade günstig. Tamron und Sigma kosten bei vergleichbarer Leistung signifikant weniger.

Aber es gibt nun einen weiteren Hersteller der zunehmend interessant wird, Samyang. Samyang flog bei mir immer etwas unter dem Radar, da sie keinen Autofokus boten. Diese Zeiten sind aber vorbei.

samyang af 50mm 1.4 fe ii test 18

Die neueren Samyang Objektive besitzen Autofokus, sind aber dennoch sogar noch günstiger als die Modelle von Tamron oder Sigma. Dabei soll die Qualität nicht schlechter sein.

Davon möchte ich mich einmal selbst überzeugen und schicke das 600€ Samyang AF 50mm 1.4 FE II gegen das 1400€ Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM in den Ring.

Kann das Samyang für weniger als die Hälfte des Geldes hier mithalten? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Samyang für das Ausleihen der Linse für diesen Test.

 

Das Samyang AF 50mm 1.4 FE II im Test

Mit 80,1 x 88,9 mm ist die Samyang AF 50mm 1.4 FE II ein gutes Stück kleiner als die Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM oder die Sigma Art 50mm 1.4 DG HSM. Selbiges gilt besonders fürs Gewicht:

  • Samyang 420g
  • Sony 778g
  • Sigma 910g

Ein niedriges Gewicht ist natürlich immer ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist eine leichte und kleine Fotoausrüstung immer super, andererseits fühlt sich die Samyang AF 50mm 1.4 FE II deutlich “günstiger” an als die Sony FE 50mm.

samyang af 50mm 1.4 fe ii test 2

So ist die komplette Linse äußerlich aus einem einfachen Kunststoff gefertigt. Dieser fühlt sich okay an, ist aber auch nichts Besonderes.

Ähnliches gilt auch für den Fokusring. Dieser ist gummiert und fasst sich ordentlich an. Auch das Drehgefühl passt.

samyang af 50mm 1.4 fe ii test 6

Erwartest du also “Deluxe” Haptik, dann greife eher zu Sony. Aber gerade auf Reisen wäre das Samyang bei guter Abbildungsleistung super!

 

Testkamera

Als Kamera nutze ich die Sony A7R IV, welche aufgrund der sehr hohen Auflösung schon ein wenig der “Worst Case” für alle Linsen ist.

Bilder in diesem Vergleich (außer gesondert gekennzeichnet) wurden nicht nachbearbeitet und lediglich in Lightroom als RAW importiert.

Bei Vergleichsbildern ist Samyang immer links und Sony rechts.

 

Bildschärfe bei Offenblende

Das Wichtigste bei der Samyang AF 50mm 1.4 FE II ist die Bildqualität bei Offenblende. Hier kommt nun die große Überraschung, die Samyang ist in der Regel bei Offenblende schärfer als die Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM.

(Samyang immer links und Sony rechts)

15 f1.4 zoom 8 f1.4 9 f1.4 10 f1.4

13 f1.4

Der Unterschied ist absolut minimal, hier und da habe ich auch klar das Gefühl, dass die Sony mal vorne liegt, aber tendenziell habe ich mehr schärfere Bilder mit der Samyang erreicht.

Grundsätzlich würde ich die Bildschärfe bei Offenblende als gut, aber auch nicht als perfekt einstufen. So ist hier sicherlich im absoluten High End Bereich noch etwas Luft nach oben.

 

Bildschärfe abgeblendet

Bei Offenblende ist die Samyang bei mir schärfer als die Sony Linse. Allerdings blendest du ab, dann kippt dieses Bild! Bei F2.8 oder F4 wird die Samyang AF 50mm 1.4 FE II natürlich ein gutes Stück Schärfer. Vor allem der Sprung von F1.4 auf F2.8 ist deutlich!

23 f1.4 vs 4

Aber wie sieht es im Vergleich zur Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM aus?

14 f2.8 7 f2.8

Interessanterweise gewinnt die Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM stärker an Schärfe als die Samyang AF 50mm 1.4 FE II. So ist die Sony gerade bei F2.8 ein gutes Stück schärfer.

22 f4

Bei F4 beginnen die Unterschiede wieder zu schrumpfen, aber tendenziell bleibt die Sony hier etwas schärfer.

 

Bokeh, stärker aber unruhiger

Interessanterweise hat die Samyang AF 50mm 1.4 FE II in einigen Situationen, gerade auf mittlere Fokus-Distanzen, ein merklich ausgeprägteres Bokeh (Hintergrundunschärfe) als die Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM.

18 f1.4 bokeh

Dies ist tendenziell etwas Wünschenswertes bei einer Linse mit Blende 1.4, hatte mich aber zugegeben etwas überrascht da beide Linsen über die gleiche Blende verfügen.

Allerdings ist hier auch nicht alles Gold was glänzt. Zwar ist das Bokeh etwas stärker, aber gerade in etwas belebteren Bildern schnell etwas unruhiger. Die Hintergrundunschärfe bei der Sony hingegen ist ruhiger und weicher.

In einem klassischen Porträt Szenario ist das Bokeh bei Offenblende wieder sehr ähnlich. Hier konnte ich keine großen Unterschiede erkennen, auch wenn ich tendenziell bei meiner Einschätzung bleibe, dass das Samyang etwas mehr Bokeh hat, die Sony etwas Besseres.

Allerdings beispielsweise bei der Form der “Bokeh balls” habe ich in der Praxis keinen nennenswerten Unterschied gesehen, auch wenn die Samyang “nur” 9 Blendenlamellen hat, während die Sony 11 bietet.

Die Anzahl der Blendenlamellen bestimmt in der Theorie die Rundheit der “Bokeh balls”. Allerdings bei Blende 1.4 sind diese so weich, dass dies nicht auffällt. Wenn du abblendest, würdest du eventuell einen Unterschied zugunsten der Sony erkennen.

 

Lens Flare, Spiegelungen und Chromatische Aberration

Lens Flare und andere unerwünschten Spiegelungen der Sonne in der Linse sind bei der Samyang AF 50mm 1.4 FE II kein großes Problem, im Gegensatz zur Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM wo es bei direkter Sonneneinstrahlung trotz Gegenlichtblende zu deutlichem Lens Flare kommen kann.

Chromatische Aberration gibt es allerdings bei der Samyang AF 50mm 1.4 FE II, genau wie bei der Sony.

13 f1.4

Bei meinen Testbildern waren die Chromatische Aberration zwischen Samyang und Sony auf einem ähnlichen Level. Diese sind vorhanden, aber in einem erträglichen Rahmen.

samyang gegenlicht

Allerdings in der Praxis hatte ich in einigen Situationen gefühlt etwas mehr Farbränder als ich dies von der Sony gewohnt bin. Im direkten Vergleich konnte ich dies nicht reproduzieren, aber mein Gefühl tendiert hier doch eher Richtung Sony.

 

Autofokus, besser als erwartet, aber nicht ganz auf dem Level von Sony

Der Autofokus ist so eine Sache bei 3. Anbieter Objektiven. Gerade bei Samyang hatte ich hier so ein wenig Bedenken, da diese noch recht neu im Bereich der Autofokus-Linsen sind. Allerdings waren viele dieser Bedenken unbegründet!

Direkt gesagt bei stillstehenden Objekten kannst du mit einer Trefferquote im Bereich 95%+ rechnen. Hier trifft die Samyang AF 50mm 1.4 FE II nicht nennenswert schlechter als die Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM.

Auch der Augen-Fokus funktioniert nicht schlechter! Klar die Sony A7R IV ist hier schon eine starke Kamera, aber ich hatte nicht das Gefühl als würde mich die Samyang Linse hier im Stich lassen.

samyang af 50mm 1.4 fe ii test 21

Erst wenn wir in die Bewegung gehen, wird es etwas schwerer. Grundsätzlich ist hier der Autofokus weiterhin deutlich besser als erwartet. Gerade bei mittelschnellen Bewegungen kann diese noch gut folgen. Kommt aber etwas Gegenlicht bei Offenblende hinzu, dann wird die Linse zunehmen “nervöser” und die Kamera muss gelegentlich korrigieren, während bei der Sony der AF meist “Spot on” ist.

Sind die Unterschiede in der Praxis gigantisch? Ich denke nicht! Ich bin “privat” ein Tierfotograf (Hunde) und hier ist ein guter AF wichtig, aber 50mm würde ich eh nicht für Sport-Aufnahmen nutzen.

Bei stillstehenden Hunden sitzt der Fokus in der Regel tadellos. Ich hatte ein paar Bilder, wo der Fokus mehr auf der Nase lag als auf den Augen, aber so etwas ist auch bei der Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM nicht ungehört bei Offenblende.

Tendenziell hatte ich etwas mehr Ausschuss bei der Samyang AF 50mm 1.4 FE II als bei der Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM, aber der Unterschied war nicht groß.

Für Videos wichtig, die Samyang AF 50mm 1.4 FE II ist klar lauter beim Fokussieren und vibriert auch etwas mehr. Ebenso läuft bei der Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM das Finden des Fokus etwas weicher und flüssiger.

 

Farbdarstellung

Bei den Farben gibt es teils leichte Unterschiede zwischen der Sony und der Samyang. Die Samyang produziert an der A7R IV tendenziell wärmere und etwas kontrastreichere Aufnahmen als die Sony Linse. Die Sony 50mm 1.4 ZA SSM neigt zu etwas kühleren und klareren Farben.

3 f1.4 16 ganzes

Ich will hier nicht urteilen, denn der Farbstyle ist klar persönliche Vorliebe. An sich bevorzuge ich aber die etwas wärmeren Farben des Samyang, aber vielleicht sind die neutraleren Farben der Sony bei starker Nachbearbeitung besser.

samyang farb

Wo Sony vielleicht etwas die Nase vorne hat, ist bei der Gleichmäßigkeit der Farben. Gerade beim Himmel wirkte das Blau bei der Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM gleichmäßiger und teils auch satter als bei Samyang.

 

RAW Download

Hier kannst du die Test/Vergleichsbilder der Samyang AF 50mm 1.4 FE II und Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM im RAW Format herunterladen und einmal selbst betrachten.

https://drive.google.com/file/d/1E2Va1Ht-eIpSen_DphKQwZpJhTN0rjrg/view?usp=sharing

 

Fazit

Die Samyang AF 50mm 1.4 FE II ist um einiges besser als ich es erwartet hätte und der Vergleich mit der Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM ist nicht eindeutig, was bei einem Preisunterschied von 600€ zu 1400€ mehr als stark ist.

Samyang AF 50mm 1.4 FE II Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM
Preis ca. 600€ ca. 1400€
Haptik und Verarbeitung 0 ++
Gewicht ++ 0
Schärfe bei Offenblende ++ +
Schärfe abgeblendet ++ +++
Bokeh Stärke +++ ++
Bokeh Qualität + ++
Lens Flare und Chromatische Aberration + +
Autofokus + ++

 

Überrascht hat mich vor allem die gute Leistung der Samyang AF 50mm 1.4 FE II bei Offenblende. Selbstverständlich ist hier auch noch Luft nach oben, aber die Bildschärfe und der generelle Bildstyle gefällt mir hier glatt besser als bei der mehr als doppelt so teuren Sony.

samyang af 50mm 1.4 fe ii test 26

Vor allem, dass wir ein leicht schärferes Bild bei F1.4 haben ist überraschend. Die Sony gewinnt zwar abgeblendet etwas mehr Schärfe hinzu und ist bei F2.8 oder F4 schärfer als die Samyang, aber sofern du diese nicht für Landschaftsbilder nutzen willst, ist dies vermutlich nicht übermäßig tragisch. Zumal die Samyang AF 50mm 1.4 FE II bei F2.8/F4 bereits sehr scharf ist.

Chromatische Aberration und ähnliche Bildfehler sind bei Offenblende zwar durchaus vorhanden, aber lediglich minimal stärker in manchen Situationen als bei der Sony. Im direkten Vergleich taten sich beide Linsen wenig, lediglich im Praxis Test meine ich mehr Farbränder entdeckt zu haben als ich es von der Sony kenne.

Ebenfalls überrascht hat mich das Bokeh, welches teils etwas stärker bei der Samyang ausgeprägt war als bei der Sony 50mm, trotz gleicher Blende. Die Kombination aus höherer Schärfe bei Offenblende und leicht stärkerem Bokeh gibt der Samyang AF 50mm 1.4 FE II eine leicht bessere Freistellungsleistung.

Allerdings im Detail ist das Bokeh bei Sony ruhiger und “weicher”, wenn auch weniger ausgeprägt. Was nun besser ist überlasse ich deiner Entscheidung. Ich würde für große Drucke vermutlich eher den Weg der Sony bevorzugen, für Instagram und Facebook das stärkere Bokeh der Samyang.

Der Autofokus ist ein Punkt, wo Samyang natürlich nicht gegen Sony gewinnen kann. Die herstellereigenen Objektive haben hier immer einen Vorteil, gerade im Video-Modus. Hier wirkt die Sony sicherer und etwas flotter, gerade bei bewegten Objekten.

Allerdings ist der Unterschied weniger groß als du vielleicht denkst. Grundsätzlich saß der Autofokus an der A7R IV sicher und gut. Sofern du normale Porträt oder Street Fotografie machst, sollte dies kein Punkt sein, der dich abschreckt.

Kurzum, nach diesem Test würde ich mir die Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM nicht wieder kaufen. Der Unterschied zwischen der Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM und der Samyang AF 50mm 1.4 FE II rechtfertigt den Preisunterschied nicht. Ganz im Gegenteil, mit Offenblende bei ruhigeren Objekten ist die Samyang sogar fast stärker. Für die Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM spricht primär der ruhigere und leicht sicherere AF (für Videos besonders interessant) und die höhere Abbildungsleistung leicht abgeblendet. Machst du also viele Videos oder sehr viel Landschaftsfotografie, denn ist die Sony vielleicht den Aufpreis wert, da diese hier die “sicherere” Wahl ist.

samyang af 50mm 1.4 fe ii test 11

Im Bereich der Street und Porträt Fotografie sehe ich das etwas anders. Hier ist die Samyang gleichwertig, für einen Bruchteil des Preises. Eventuell gefällt dir die Samyang sogar besser aufgrund der besseren Schärfe bei Offenblende, dem leicht stärkeren Bokeh und dem wärmeren Bildstyle.

Ich für meinen Teil würde mir nach dieser Erfahrung eher Samyang AF 50mm 1.4 FE II und vielleicht noch eine zweite Linse kaufen, als die Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM und käme noch günstiger weg.

samyang af 50mm 1.4 fe ii test 9
Samyang AF 50mm 1.4 FE II
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Die Apple AirPods Pro 2 im Test, leider extrem gut….

Gemeinsam mit dem iPhone 14 Pro hat Apple in seinem September Event die zweite Generation seiner AirPods Pro vorgestellt.

Auf den ersten Blick sind diese lediglich eine kleine Verbesserung der ersten Generation. So ist das Design identisch. Apple will aber natürlich Klang und auch das ANC verbessert haben.

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Mit den Apple AirPods Pro 2 gibt es aber auch einen neuen Preis. Satte 299€ möchte Apple von dir für die Ohrhörer haben. Das tut weh! Aber sind dies vielleicht die Apple AirPods Pro 2 doch wert?

Finden wir es im Test heraus!

 

Die Apple AirPods Pro 2 im Test

Auf den ersten Blick sind die neuen AirPods Pro 2 identisch zu den Pro 1. Auch auf dem zweiten Blick bleiben die Unterschiede minimal.

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Auch bei den Pro 2 setzt Apple auf ein sehr kompaktes Design. Die Ladebox der Ohrhörer misst gerade einmal 60 x 45 x 21,5  mm und bringt 61,5 g (inklusive Ohrhörer, 50,7g ohne Ohrhörer) auf die Waage.

Damit sind dies die so ziemlich kompaktesten High End Ohrhörer.

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Beim Gehäuse setzt Apple wie üblich auf einen weißen Hochglanz Lack. Selbiger kommt auch bei den Ohrhörern selbst zum Einsatz.

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Leider werden die AirPods Pro 2 weiterhin via Lightning (oder kabellos) geladen. USB C fehlt weiterhin.

 

Tragekomfort

Die Form Apple AirPods Pro 2 wirkt im ersten Moment vielleicht etwas merkwürdig, ist aber in der Praxis unheimlich bequem! So sitzen die Ohrhörer wunderbar entspannt und unauffällig in den Ohren.

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Dabei sind diese auch vergleichsweise klein und kompakt. Auch dies hilft dabei den Sitz noch etwas entspannter zu machen.

Für mich sind die AirPods Pro 2 die aktuell bequemsten Ohrhörer im Handel!

 

ANC

Das ANC der AirPods Pro 2 ist der Wahnsinn! Anders kann ich dies nicht sagen. Ich glaube noch nie so starkes und gutes ANC gehört zu haben. Selbst verglichen mit großen Kopfhörern ist das ANC unheimlich gut und zählt auch weiterhin zu den besten.

So schaffen es die AirPods Pro 2 nicht nur die üblichen Brumm- oder Störgeräusche von Motoren oder Lüftern auszublenden. Sondern auch Stimmen verstummen fast komplett. Jemand kann direkt vor dir stehen und mit dir reden und du würdest es nicht merken.

Es ist einfach nur beeindruckend wie gut das ANC funktioniert, ohne auch dabei ein weißes Rauschen oder ein Druckgefühl zu erzeugen.

Apple hat hier die Messlatte einfach eine Stufe höher gelegt.

 

Transparenzmodus

Die AirPods 2 Pro bieten neben ANC auch einen Transparenzmodus. Dieser macht genau das Gegenteil von ANC. Außengeräusche werden hier verstärkt, so dass du deine Umgebung weiterhin mitbekommst.

Ähnlich wie beim ANC ist Apple hier auch Weltklasse! Die Qualität des Transparenzmodus ist einfach überragend. Man könnte meinen in den Ohrhörern gehen ein paar Klappen auf und der Klang wird von außen einfach durchgelassen.

Apple spielt hier in einer völlig anderen Liga.

 

Klang

Apple Ohrhörer waren immer schon sehr bequem und komfortabel zu nutzen. Schwächen zeigten diese aber meist erst beim Klang. Die alten AirPods Pro klangen sehr gut, aber zugegeben auch nicht fantastisch.

Mit den AirPods Pro 2 hat Apple hier aber einmal nachgelegt! Und dies mit Erfolg, ich will nicht sagen, dass die AirPods Pro 2 unschlagbar gut klingen, aber diese gehören klar zu den Spitzenmodellen.

Wichtig, alle Tests wurden in Kombination mit einem iPhone 14 Pro durchgeführt.

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Starten wir bei den Höhen. Die Höhen der AirPods Pro 2 sind super klar, extrem hoch aufgelöst und sehr schön brillant. Dabei sind diese zwar schon etwas auf der schärferen Seite, aber auch nicht übermäßig spitz oder stechend. Ich würde die Höhen für mich als ziemlich perfekt einstufen!

Die Mitten der AirPods Pro 2 sind unauffällig. Diese sind nicht schlecht und die Ohrhörer klingen auch nicht “dünn”, aber einen besonderen Fokus legt Apple auf die Mitten nicht. Stimmen werden gut wiedergegeben, auch wenn die AirPods Pro 2 tendenziell einen etwas kühleren Unterton haben.

Sicherlich den größten Unterschied zu den alten AirPods Pro gibt es beim Bass. Die AirPods Pro 2 haben ein Stück mehr Bass als ihre Vorgänger. Hierdurch klingen die Ohrhörer ein gutes Stück lebendiger und dynamischer. Der Bass ist dabei qualitativ hervorragend! Dieser ist tief und satt. Die Menge an Bass ist dabei zwar schon etwas angehoben. aber die AirPods sind auch keine Bass-Bomber. Diese haben ein schönes Bass level und machen Spaß.

Allgemein würde ich sagen, Apple hat hier die perfekte Klangsignatur getroffen. Die Ohrhörer klingen lebendig, dynamisch und spaßig, ohne dabei in Extreme zu verfallen. Ich denke 99% aller Nutzer werden diese Klangsignatur mögen!

Hinzu kommt die unglaublich gute Auflösung der AirPods Pro 2. Diese klingen extrem detailliert und scharf, selbst verglichen mit anderen High End Modellen.

Kurzum, es gibt durchaus andere Ohrhörer die mit den AirPods Pro 2 mithalten können (oder diese leicht überbieten) was den Klang betrifft, aber Apple ist hier im absoluten High End Segment unterwegs und klanglich können die AirPods Pro 2 absolut überzeugen!

airpods pro 2
Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Es tut mir fast schon in der Seele weh, das zu sagen, aber die Apple AirPods Pro 2 sind ihr Geld wert…..

299€ ist unfassbar viel Geld für Ohrhörer, die Apple vermutlich nicht mal 40€ gekostet haben (wenn überhaupt), aber qualitativ hat Apple hier einfach alles richtig gemacht!

  • Klang – Hervorragend
  • ANC – Weltklasse
  • Transparenzmodus – Weltklasse
  • Tragekomfort – der beste den ich jemals erlebt habe

Beginnen wir mit einem für mich sehr wichtigen Punkt, den viele andere TWS Ohrhörer vernachlässigen: den Tragekomfort. Die Apple AirPods Pro 2 sitzen einfach unheimlich gut und entspannt in den Ohren.

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Die Passform ist perfekt und die Ohrhörer sind wunderbar klein und kompakt. Ich kenne keine anderen Ohrhörer die einfach so gut in meinen Ohren sitzen.

Apples ANC war sich bei den AirPods Pro gut, ist aber mit den AirPods Pro 2 nochmal eine Stufe besser. Erneut ich habe noch kein besseres ANC in Ohrhörern gehört. Dieses ist eher mit High End Kopfhörern vergleichbar als mit anderen Ohrhörern.

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Bisher konnte man allerdings etwas an der Klangqualität meckern. Schlecht war die von den AirPods Pro nie, aber hier war Luft nach oben. Die AirPods Pro 2 klingen aber absolut tadellos! Diese haben einen lebendigen, sehr hochaufgelösten Klang mit tollem Bass.

Sofern du also ein iPhone hast, bekommst du hier das volle Programm. 299€ ist eine unfassbare Menge Geld für solche Ohrhörer, aber die AirPods Pro 2 bieten eindeutig das beste “Gesamtpaket” das ich bei TWS Ohrhörern bisher gehört habe!

 

apple airpod pro 2 test 22
Apple AirPods Pro 2
POSITIV
Herausragendes ANC! (absolute Weltklasse)
Herausragender Transparenzmodus
Sehr guter Klang, mit einem leichten Bass-Boost
Tragekomfort sehr gut
Kompaktes Design
NEGATIV
Extremer Preis
Nur für IOS Nutzer zu empfehlen
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