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Test: Dell XPS 13 9300, schicker, kleiner und besser?

Ich bin seit vielen Jahren ein großer Fan der Dell XPS Serie. Dell hat es hier geschafft ein modernes Design, mit hoher Leistung und einer gewissen Alltagstauglichkeit zu vereinen.

Daher war ich natürlich sehr gespannt als Dell das XPS 13 9300 angekündigt hatte. Dieses stellt ein größeres Refresh des bekannten XPS Designs dar. So ist das meine XPS 13 nochmals kleiner, dünner und hat sogar ein größeres Display als zuvor.

Dell Xps 13 9300 Test 14Klingt doch gut! Aber ist das XPS 13 9300 wirklich so gut und wo hat Dell Abstriche gemacht? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Dell welche mir das XPS 13 für diesen Test ausgeliehen haben.

 

Das Dell XPS 13 9300 im Test

Auf den ersten Blick ist sich Dell beim XPS 13 treu geblieben, was das Design betrifft. Doch auf dem zweiten Blick ist klar ersichtlich dass das Upgrade beim XPS 13 9300 größer ist als ursprünglich erwartet.

Dell Xps 13 9300 Test 1Zwar war die XPS 13 Serie immer extrem kompakt, aber mit 296 x 199 x 14,8 mm ist das neue XPS 13 nochmals ein gutes Stück kleiner! So sind alle Displayrahmen nochmals etwas geschrumpft und wir können von einem noch vollflächigeren Display sprechen als jemals zuvor. Das Gewicht bleibt mit 1,2KG angenehm niedrig.

Dell Xps 13 9300 Test 7Bei der Verarbeitung hat sich etwas verändert. Dell setzt nach wie vor auf einen Aluminium Deckel + Unterseite aber Carbonfaser im inneren. Beim XPS 13 9300 zieht sich aber die Aluminium Unterseite über die Ränder. Geschlossen sieht das XPS 13 9300 fast wie ein 100% Aluminium Notebook aus.

Im inneren ist aber weiterhin die deutlich angenehmere Handballenauflage aus Carbonfaser. Ja bei der Nutzung ist diese wirklich angenehmer als ein reines Aluminium Notebook. Ebenso sind die Kanten etwas weicher und drücken nicht so auf den Unterarm.

Dell Xps 13 9300 Test 9Allerdings ist die Portausstattung des XPS 13 9300 noch etwas minimalistischer als sie früher schon war. Auf der linken Seite des Notebooks findet sich ein Thunderbolt 3 USB C Port und der microSD Kartenleser. Auf der rechten Seite ist ein weiterer Thunderbolt 3 USB C Port und der 3,5mm Kopfhörer Anschluss, das wars. Selbst die Lautsprecher sind von den Seiten auf die Unterseite des Notebooks gewandert.

Dell Xps 13 9300 Test 3Geladen wird das XPS weiterhin via USB C mit einem schön kompakten 45W Netzteil.

Im Inneren wurde ich vom Scharnier etwas überrascht. Dieses fühlt sich sehr weich an und lässt sich einhändig öffnen, klasse! Des Weiteren wurde die Tastatur und das Trackpad vergrößert.

 

Die Tastatur und Trackpad

Ich nutze seit einigen Jahren Dell XPS Notebooks, auch weil ich die Tastatur sehr schätze! Daher war ich fast schon etwas überrascht und besorgt, dass Dell die Tastatur des XPS 13 9300 deutlich überarbeitet hat.

Zunächst ist die Tastatur größer geworden und reicht bis an die Ränder des Notebooks. Dafür wurden alle Tasten etwas verbreitert. So misst eine normale Taste beim XPS 13 9300 16,4 mm und 15,5 mm beim alten XPS 13.

Dell Xps 13 9300 Test 16Des Weiteren wurde der Hub der Tasten reduziert, vermutlich für die flachere Bauform. Die Tastatur fühlt sich nun fast eher wie ein Type Cover eines Tablets an. Ja wir haben immer noch mehr Hub als bei den Apple MacBooks mit der furchtbaren Butterfly Tastatur, aber das Tippen fühlt sich deutlich flacher an als bei 95% aller Notebooks.

Die Tasten haben weiterhin einen sehr schönen und knackigen Druckpunkt, aber der Anschlag gefällt mir nicht so gut. Schlecht ist aber die Tastatur des XPS 13 9300 auch bei Weitem nicht!

Sehr gut ist sogar das Trackpad! Diese ist wie auch die Tastatur deutlich vergrößert und zählt zu den besten Trackpads die Ihr im Windows Universum finden könnt.

 

Lautsprecher

Die Lautsprecher des XPS 13 9300 haben mich positiv überrascht! Das Notebook klingt für einen 13 Zöller erfreulich groß und lebendig. Nein wirklich viel Bass kommt aus dem XPS 13 9300 nicht, aber Musik und Filmen klingen völlig akzeptabel. Zudem sind die Lautsprecher sehr laut! Auf voller Power beginnt das XPS 13 sogar leicht zu vibrieren.

Zwar sind die Lautsprecher auf der seitlichen Unterseite angebracht, aber selbst auf dem Schoß klingen die Lautsprecher immer noch gut. Dies liegt vermutlich an den vergleichsweise großen Ausschnitten für die Lautsprecher, welche sich nicht so leicht ausversehen verdecken kann.

Nein das neue XPS 13 ist nicht auf dem Level der Apple MacBook Pros was die Lautsprecher angeht, schlägt aber das alte XPS 13 und auch das XPS 15 deutlich.

 

Das Display

Das Dell XPS 13 9300 hat ein 16:10 Display mit 13,4 Zoll. Ein ungewöhnlicher Formfaktor, welcher aber bei der Produktivität durchaus Vorzüge hat. So setzt beispielsweise Apple schon immer auf 16:10 anstelle auf 16:9.

Wie bei Dell üblich gibt es das XPS 13 9300 mit zwei unterschiedlichen Display-Optionen, 1920 x 1.200 ohne Touch oder 3840 x 2400 mit Touch. Prinzipiell gibt es hier keine schlechte Wahl! Beide Displayoptionen sind sehr gut und besitzen laut Dell mit 500 cd/m² eine sehr hohe Helligkeit.

Das Full HD Panel wird Euch erfahrungsgemäß eine bessere Akkulaufzeit bieten, das 4K Panel sieht besser aus. Nutzt Ihr das Notebook primär portabel und könnt auf Touch verzichten, dann würde ich zum Full HD Panel greifen. Macht Ihr viel Foto/Videobearbeitung, dann ist das 4K Panel zu bevorzugen.

Privat würde ich vermutlich die Version mit Full HD nehmen, allerdings hat Dell mir für diesen Test das große XPS 13 9300 zukommen lassen, mit 4K. Und ja das 4K Panel sieht gut aus! Dieses ist subjektiv unheimlich klar und brillant, mit guten Farben und generell einem harmonischen Bild.

Grundsätzlich wird dieser positive Eindruck auch von den Messwerten bestätigt. So erreicht das Display 92% SRGB und 71% AdobeRGB Abdeckung. Der Kontrast liegt bei starken 1:1160.

FarbraumLediglich die 500cd/m² kann ich nicht bestätigen! Ich konnte hier lediglich 297cd/m² messen!

 

Die Leistung

Dell bietet das XPS 13 9300 aktuell wahlweise mit dem i5-1035G1 oder i7-1065G7 von Intel an. Bei beiden Chips handelt es sich um vier-Kerner die im 10nm Format gefertigt sind.

Dell Xps 13 9300 Test 18Der i5-1035G1 ist allerdings mit 1GHz bzw. bis zu 3,6GHz ein Stück niedriger getaktet als der i7-1065G7 mit seinen 1,3GHz bzw. 3,9GHz. Des Weiteren verfügt der i5 nur über die ältere Intel UHD Grafikeinheit, der i7 über die neuere Intel Iris Plus. Letztere ist sicherlich auch nicht rasant aber gute 30-40% schneller.

Sprechen wir an dieser Stelle über den CPU Takt. Hier gibt es drei wichtige Werte. Zunächst haben beide verfügbaren CPUs einen Basis-Takt der vergleichsweise niedrig ist, mit 1GHz bzw. 1,3GHz.

Allerdings können die Chips bis zu 3,6GHz bzw. 3,9GHz erreichen. Wie hoch der Takt in der Praxis liegt hängt von zwei Faktoren ab, Temperatur und Leistungsaufnahme. Erreicht die CPU 100 Grad drosselt diese sich herunter. Selbiges tut diese beim Erreichen der festgelegten maximalen Leistungsaufnahme. Die maximale Leistungsaufnahme kann bei 15W oder 25W liegen.

Es gibt also Notebooks mit i7-1065G7 die schneller sind als andere Notebooks mit der gleichen CPU, je nachdem welche maximale Leistungsaufnahme der Hersteller eingestellt hat.

Dell hat früher bei den XPS Modellen immer die höhere TDP gewählt. Das XPS 13 9300 setzt allerdings auf die niedrigere TDP von 15W!

Schauen wir uns zunächst einmal ein paar Benchmarks an.

Cinebench R15 Xps 13 9300Dell Xps 13 9300 3dmarkPc Mark Dell Xps 13 9300Cinebench 20 Xps 13 9300Die Benchmarks des XPS 13 9300 sehen auf dem ersten Blick sehr gut aus! Dieses kann das HP Spectre x360 13 mit der gleichen CPU konstant schlagen, genau wie auch ältere XPS 13 Modelle. Allerdings in einem kleinen Praxis-Test bei welchem ich ein 4K Video in ein anderes Format umwandle sehen wir doch ein paar Schwächen.

Xps 13 HandbreakeSo brauchte hier das XPS 13 9300 hier 51,2 Minuten, das HP Spectre x360 13 ebenfalls mit i7-1065G7 55 Minuten aber das ältere XPS 13 9380 mit i7-8565U nur 45,2 Minuten. Ganz blöd gesagt ist also der i7-8565U mit 25W einen Hauch schneller als der i7-1065G7 mit 15W.

Schade, dass Dell hier etwas Performance zugunsten des schlankeren Designs geopfert hat. Mit 25W TDP wäre das XPS 13 9300 ein absolutes Leistungsmonster!  Allerdings auch so ist das Notebook wirklich nicht als langsam zu bezeichnen.

Auf Seiten der SSD habt Ihr die Wahl zwischen 512GB und 1024GB. Erstaunlicherweise bietet Dell keine 2TB SSD an. Da Dell aber auf ein normales M.2 Modul setzt könntet Ihr eine größere SSD nachrüsten, wenn Ihr wolltet.

In meinem XPS 13 9300 war eine 1024GB Western Digital PC SN730 NVMe SSD verbaut.

Dell Xps 13 SsdMit rund 3376MB/s lesend und 3081MB/s schreibend erreicht diese knapp das maximale Tempo einer PCIe 3.0 SSD. Rein aus sicht der Performance macht ein Upgrade auf ein anderes Modell also keinen Sinn. Dell hat hier schon das Bestmögliche gewählt.

 

Takt, Temperatur und Lautstärke

Schauen wir uns einmal den Takt des Dell XPS 13 9300 unter 100% Volllast an. Diese Werte wurden während des Umwandelns eines 4K Videos mitgeschrieben.

Cpu Takt VolllastZunächst steigt der CPU Takt auf rund 2700-2800mHz an ehe dieser nach einer Weile auf rund 2GHz absackt und dort auch verweilt. Dies liegt am CPU PowerLimit.

Cpu Takt Volllast TemperaturDieses sehen wir auch bei den Temperaturen. Diese steigen während des anfänglichen Boosts auf rund 95-100 Grad an und sinken dann auf absolut unproblematische 70-74 ab.

Dabei bleibt das XPS 13 weitestgehend komplett leise! Im Leerlauf ist dieses nicht zu hören. Erst unter Volllast drehen die Lüfter hörbar hoch, aber selbst dann ist das Notebook nicht übermäßig laut.

 

Der Akku

Im XPS 13 9300 steckt wie schon im Vorgänger ein 52Wh Akku. Dies ist für ein Notebook dieser Klasse keine schlechte Kapazität, aber auch nicht übermäßig großzügig.

Die praktische Laufzeit hängt ein gutes Stück von Eurer Nutzung und dem gewählten Display ab! So könnt Ihr beim Model mit Full HD Panel mit einer bis zu 30-40% höheren Laufzeit im Office/Video-Betrieb rechnen.

Ich konnte bei einer Video Wiedergabe bei meine 4K Modell ca. 7,5 Stunden erreichen. Bei einer reinen Office Nutzung waren ca. 8,5 Stunden möglich. Dies mit WLAN und 50% Displayhelligkeit.

Ihr könnt im Energiesparmodus und minimaler Helligkeit auch sicherlich die 10 Stunden Marke knacken, aber in der Praxis rechnet mit 7-8 Stunden.

 

Fazit

Das Dell XPS 13 9300 ist ein absolut vorbildliches Windows Notebook, welches es mit allen UltraBooks der 13 Zoll Klasse aufnehmen kann, auch dem MacBook Pro 13.

Das Wichtigste ist hier zunächst das Äußere. Für einen 13 Zöller ist das XPS 13 sehr schön kompakt und handlich. Ja es gibt hier und da noch leichtere 13 Zöller, dafür wirkt aber das XPS schön robust und massiv gebaut. Dabei ist das XPS aber kein „Show-Notebook“ welches nur schick ist, sondern wir haben hier durchaus ein kleines Arbeitstier vor uns.

Dell Xps 13 9300 Test 12So ist die Handballen-Auflage deutlich angenehmer als bei den MacBooks und das Display dank des 16:10 Formats größer als bei den meisten anderen 13 Zöllnern. Zwar hat Dell den Hub der Tastatur etwas reduziert, diese gehört aber immer noch zu den besseren die Ihr in einem Notebook finden könnt. Selbiges gilt auch für das Trackpad und die sehr guten Lautsprecher.

Grundsätzlich gefällt mir auch das 4K Display des XPS sehr gut! Es ist scharf, klar und kontrastreich. Allerdings konnte dieses im Test nicht die von Dell beworbenen 500cd/m² erreichen! Ich würde Euch für eine gute Outdoor-Nutzung und bessere Akkulaufzeit eher zum Full HD Panel raten. Klasse sieht das 4K Display aber ohne Frage aus!

Wo wir aber leichte Kompromisse sehen ist bei der Leistung. So ist der i7-1065G7 ohne Frage flott unterwegs, aber Dell setzt nur auf eine TDP von 15W. Ältere XPS Maschinen nutzten eine TDP von 25W, so ist ein altes XPS 13 mit i7-8565U genauso schnell bzw. sogar bei konstanter Last minimal schneller! Immerhin knackt das Notebook dafür die 8 Stunden Marke was die Akkulaufzeit betrifft.

Kurzum ja ich kann das XPS 13 9300 voll empfehlen wenn Ihr ein schickes, kompaktes Arbeitstier sucht. Die reduzierte TDP ist zwar etwas schade, aber das Notebook ist weiterhin selbst für leichte Video-Bearbeitung voll zu gebrauchen. Zumal das Display, die Akkulaufzeit, die Eingabegeräte und die Lautsprecher absolut top sind.

Dell Xps 13 9300

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3 Kommentare

  1. Herr Hugo 16. Juni 2020

    ich bin ja der „Richtige Rechner stehen am Schreibtisch und haben 2, besser noch 3 Monitore“-Typ und sehe Laptops eher als „habe ich auch“ an. Eines interessiert mich aber brennend, weil ich es nicht selber ausprobieren kann und man fast nirgendwo darüber liest – zuerst zitiere ich mal:

    – „13,4 Zoll 1920×1.200 ohne Touch oder 3840×2400 mit Touch“

    Ich habe diverse Monitore von 19″ bis 30″ an den Rechnern – auch einige mit 1920×1200, aber auf 24″. Das kleinste ist ein älteres ThinkPad mit 14″ und 1600×900 – da ist der Pixelabstand 0,1937 mm. das geht GErade noch so ohne zoomen, in Win auf 100% gestellt.

    Bei 13,4″ und 1920×1200 ist der ~ um 0,15 herum, also viieeellll kleiner. Kann man m.E. nicht mehr bei 100%, da muß gezoomt werden. Und bei 3840×2400, der nochmals 4-fachen Auflösung?

    Was stellst du da in Win ein, wieviel %? Überall, wo begeistert über Displays mit hohen Auflösungen berichtet wird, vermisse ich zumindest eine Anmerkung dazu. Kannst du mir dazu was sagen? Für das konkrete Teil hier oder auch allgemeiner aus deiner Notebook-Erfahrung? Danke schon mal für eine Antwort.

    Antworten
    1. Michael Barton 16. Juni 2020

      Hi,

      also du hast vollkommen recht, ein 4K Display auf 13 Zoll lohnt eigentlich nicht. Ich würde mir auch privat kein XPS 13 mit 4K Panel kaufen, ja es ist ein leichter unterschied ersichtlich, diesen würde ich aber eher als minimal bezeichnen.

      Windows musst du je nach „Augenqualität“ auf ca. 200-250% stellen. 200% ist mir etwas klein, geht aber prinzipiell noch, 250% ist Dells Standard, ist mir aber fast etwas groß, daher nutze ich 225%.

      Und ja das Skalierung geht mittlerweile in Windows recht gut. Es gibt lediglich einige ältere Java Anwendungen und Tools die nicht gut oder gar nicht Skalieren.

      Antworten
      1. Herr Hugo 16. Juni 2020

        Danke nochmal – sowas ähnliches hatte ich mir schon gedacht. Aber egal, wie gut skalieren in Win10 geht – ein Problemchen bleibt: mehr Größe mit Zoom gibt´s nicht umsonst. Was man als Größe gewinnt, geht an Fläche verloren. Konkret: wenn ich auf 24″ mit 1920×1200 bei 100% bleibe, der Laptopper aber zoomen muß, dann sieht er weniger als ich. Das gleiche würde er nur mit 100% sehen,aber eben viel zu klein. Ich schätze, eines ist mal klar: besser wird die Bildqualität mit zoomen sicher nicht…

        Antworten

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