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DeepCool AK620 WH und AK400 WH auf AM5 im Test

Die neuen AMD Ryzen 7000 und Intel 13 Gen CPUs stellen extreme Anforderungen an den CPU Kühler. Wir leben in einer Zeit wo ein nicht übertakteter Ryzen 9 7950X eine 280 mm AIO fast überfordert und 95 Grad erreicht.

Schwere Zeiten für Luftkühler! In diesen Zeiten werfen wir doch mal einen Blick auf den DeepCool AK620 und AK400 in der “WH” Version. Diese Tower Kühler zeichnen sich durch ein besonders schickes Design aus. Weiße CPU Kühler sind noch recht selten.

Aber DeepCool verspricht bei beiden Kühlern auch eine spitzen Leistung auf dem Niveau der derzeit besten Modelle.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kommen die DeepCool Kühler mit den AM5 CPUs klar?

Finden wir es im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an DeepCool für das Zurverfügungstellen des AK620 WH und AK400 WH für diesen Test!

 

DeepCool AK620 WH und AK400 WH im Test

Der AK620 und auch der AK400 sind im Kern recht klassische Tower CPU Kühler. Der AK400 setzt auf einen “Tower” mit einem Lüfter. Der AK620 ist im Kern ein doppelter AK400 mit zwei Türmen und zwei Lüftern.

Dabei setzen beide Kühler auf 120mm Lüfter und ein sehr “Cleanes” Design. Eine Besonderheit der WH Version ist die weiße Färbung des kompletten Kühlers inklusive der Lüfter.

DeepCool hat hier wirklich einen super Job gemacht, selbst die Heatpipes zu färben. Zudem findet sich auf der Oberseite der Tower eine weiße Abdeckung, welche nochmals das saubere Design unterstreicht.

Allgemein wirken beide Kühler sehr wertig und edel!

 

Montage und Halterung

Erstaunlicherweise setzt der AK620 WH und der AK400 WH auf unterschiedliche Halterungen, zumindest bei der AM5 Plattform.

Beide Halterungen sind aber gelungen! So nutzt DeepCool nicht die AM4 “Clips” sondern du musst eine Halterung auf der AM4/AM5 Rückenplatte verschrauben. Beim AK400 ist dies sogar ein recht großer “Rahmen”, welcher aber sehr stabil wirkt.

Beim AK620 sind es zwei Bügel, welche so ein wenig in die Richtung der Noctua Halterung gehen.

Die beiliegende Anleitung ist gut gemacht und die Montage geht gut von der Hand und wirkt “sicher”.

 

Das Testsystem

Folgendes Testsystem kam zum Einsatz:

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
  • 16GB DDR5 RAM
  • 1TB Samsung 980 Pro NVME SSD
  • Windows 11

Der Ryzen 5 7600X ist einer der kleineren aktuellen CPUs und produziert entsprechend nicht so viel Hitze. Allerdings bei einer der High End AM5 oder Intel 1700 CPUs solltest du auf eine AIO setzen.

Luftkühler machen primär noch bei 6, 8 oder 10 Kernern Sinn.

Die CPU Temperatur wurde jeweils bei einem 10 Minuten Durchlauf von Cinebench ermittelt.

 

Lüfter @100% und @50%

Starten wir mit einem ersten Benchmark. Hier habe ich die Lüfter der jeweiligen Kühler auf 100% und 50% fixiert.

Zunächst ist es durchaus krass, dass der AMD Wraith Prism, welcher für den alten Ryzen 9 gedacht war, nicht mehr ausreicht den “kleinen” Ryzen 5 7600X unter 95 Grad zu halten. Selbst bei 100% Lüftergeschwindigkeit kann der AMD Wraith Prism den 7600X nicht ausreichend kühlen!

Sowohl der AK620 WH wie auch der AK400 WH können den Ryzen 5 7600X unter Kontrolle halten. Bei 50% Lüftergeschwindigkeit kratzt der AK400 WH zwar an der 95 Grad Marke, aber ist klar als ausreichend zu bezeichnen.

Der AK620 WH bietet sogar noch etwas mehr Luft, vor allem bei höheren Lüftergeschwindigkeiten. Hier kann der AK620 WH sogar den Noctua NH-D15S chromax.black schlagen!

Der “große” Noctua NH-D15 mit zwei Lüftern wird +- auf dem Level des DeepCool AK620 WH sein.

 

Lautstärke?

Allerdings wäre es auch für einen schlechten Kühler möglich, ein gutes Ergebnis zu erzielen, wenn dieser einfach 3x so laut ist.

(+4 db = subjektive verdoppelung der Lautstärke)

Sowohl der AK620 WH wie auch der AK400 WH sind recht leise Kühler! Bei 50% Lüftergeschwindigkeit sind beide Kühler an der Grenze zu unhörbar.

Selbst bei 100% Lüftergeschwindigkeit sind beide Kühler noch recht leise. Allerdings ist der Noctua NH-D15S chromax.black nochmals einen Hauch leiser, während der AMD Wraith Prism signifikant lauter ist.

 

Bei 40db Lautstärke

In folgendem habe ich versucht die Lautstärke der Kühler auf möglichst genau +- 40db zu fixieren. Dies wäre beim AK620 50%, beim AK400 58%, beim AMD Wraith Prism 30% und beim Noctua NH-D15S 65%.

Der Noctua NH-D15S ist der größte Kühler mit dem größten Lüfter. Entsprechend profitiert dieser am meisten wenn wir die Lautstärke “fixieren”.

So kann hier der Noctua NH-D15S den DeepCool AK620 WH knapp schlagen. Allerdings sind die Unterschiede sehr gering.

 

Wie gut ist die WLP des AK620?

Mit im Lieferumfang des AK620 liegt eine kleine Spritze mit Wärmeleitpaste. Diese ist vergleichsweise dickflüssig und ich war mir hier nicht über die Qualität schlüssig.

Daher ein kleiner Bonus-Test, der AK620 mit der original DeepCool WLP und mit der Noctua NT-H2.

Ich bin zwar nicht der größte Fan der DeepCool WLP aufgrund der Konsistenz, aber was die Leistung angeht ist alles in Ordnung! Diese ist +- identisch zur Noctua NT-H2.

Eventuell ist die DeepCool WLP sogar minimal besser als die Noctua NT-H2. Die Noctua NT-H2 ist zwar auch zugegeben nicht die beste WLP, aber sie ist bereits auf einem guten Level.

Entsprechend kannst du die original DeepCool WLP mit gutem Gewissen verwenden.

 

Fazit

Sowohl der AK400 als auch besonders der AK620 sind super Luftkühler! Alleine, dass der AK620 den Noctua NH-D15S schlagen kann, zeigt, dass wir hier einen der besten Luftkühler derzeit auf dem Markt vor uns haben.

Ich würde zwar vor allem den kleinen AK400 nicht mit einem AMD Ryzen 9 7950X kombinieren, solche großen CPUs brauchen mittlerweile AIOs (außer du “optimierst” diese).

Aber gerade in der Mittelklasse, mit 8 Kern oder 10 Kern CPUs, käme der AK620 gut klar!

Dabei sind beide Kühler selbst bei 100% Lüftergeschwindigkeit vergleichsweise leise und unaufdringlich. So sind beide Modelle deutlich leiser als z.B. der AMD Wraith Prism und lediglich minimal lauter als der Noctua NH-D15S.

Ich denke aber der größte Pluspunkt ist das Design. Der DeepCool AK620 WH und der AK400 WH sind sehr schöne Kühler, anders kann man es nicht sagen. Gerade die weiße Färbung hebt diese deutlich zu anderen Modellen ab, zumal diese wunderbar umgesetzt ist.

Willst du also einen komplett weißen PC Build, dann ist sowohl der DeepCool AK620 WH und AK400 WH absolut zu empfehlen, schick und leistungsstark.

DeepCool AK620 WH
POSITIV
Sehr schickes Design
Hohe Kühlleistung, selbst mit aktuellen CPUs
Niedrige Lautstärke
Sehr gute Halterung
AM5 Support
NEGATIV
89

Tastaturen: Ein Blick über den Tellerrand, muss es immer Cherry sein?

Bis vor einigen Jahren gab es mechanische Tastaturen praktisch nur mit Cherry MX Tastern. Heutzutage gibt es mechanische Tastaturen mit X verschiedenen Tastern. Allerdings im Massenmarkt gilt Cherry weiterhin als der goldende Standard.

Allerdings gibt es eine kleine, aber sehr enthusiastische Community von Tastatur-modern, welche meist weniger von Cherry begeistert sind und eher auf exotische Taster wie von AKKO setzen.

Und mittlerweile weiß ich auch warum! Die Akko CS Jelly Pink Taster in der AKKO 3084 B Plus haben mich regelrecht umgeworfen! Ich hatte nicht erwartet, dass es überhaupt möglich ist einen Linearen Switch zu bauen der sich viel besser anfühlt als ein Cherry MX Red, dies hat aber AKKO geschafft.

Vielleicht ist es auch für dich Zeit einmal über den Tellerrand zu schauen!

 

Taster tauschen sehr einfach, mit einer Hotswap Tastatur

Prinzipiell kannst du zwar bei den meisten Tastaturen die Taster tauschen, dies ist aber in der Regel sehr aufwendig. Hersteller wie Corsair, Razer und Logitech verlöten die Taster. So könntest du diese auslöten und gegen andere tauschen, dies ist aber ein extremer Aufwand!

Einige meist etwas exotischere Tastaturen setzen auf ein Hot Swap System. Hierbei sind die Taster einfach nur gesteckt und du kannst diese mit wenig Aufwand entfernen und neue einsetzen.

Tipp bei Geizhals kannst du nach Tastaturen mit HotSwap Tastern filtern, was sehr praktisch ist:

https://geizhals.de/?cat=kb&xf=7008_DEalone~7029_Switch+wechselbar?ccpid=techtest-sonstiges&cs_id=2059536501

(Und ja das ist natürlich ein Affilliate Link)

In diesem Beispiel schauen wir uns das Ganze im Zusammenspiel mit der Mountain Everest Max an. Auch bei dieser kannst du auf Wunsch einfach die mitgelieferten Cherry Taster tauschen.

Muss man dies tun? Natürlich nicht, Cherry Taster sind nicht schlecht, aber manchmal möchte man einfach mal was anderes ausprobieren und hier sind Hot Swap Tastaturen spitze.

 

Ist Cherry gut oder schlecht?

In der High End Tastaturen Community ist Cherry im Allgemeinen eher weniger beliebt. Dies sicherlich aus diversen Gründen. So geht es hier um das “Individualisieren” von Tastaturen und da wären Cherry Taster, welche der de facto Standard sind, langweilig und entsprechend unbeliebt.

Allerdings muss ich auch klar sagen, die Akko CS Jelly Pink Taster sind Cherry MX Reds in besser! So fühlen sich die Akko CS Jelly Pink Taster um einiges weicher und flüssiger an und das Ganze ohne nachträgliches Fetten usw.

Sind die Cherry Taster also völlig überflüssig? Nein gerade die Cherry MX Reds und die Speed Modelle (vor allem diese) sind alles andere als schlecht!

Gerade Cherrys Qualitätskontrolle ist nach meiner Erfahrung extrem gut! Das mal ein Cherry Taster kaputt geht oder sich anders anfühlt, Doppelauslösungen produziert usw. ist unfassbar selten.

Bei den Akko CS Jelly Pink Tastern hatte ich in einem kompletten Set mindestens 4 Taster die Doppelauslösungen erzeugten. Keine große Sache, ich habe die Taster einfach ausgetauscht, aber so etwas gibt es bei Cherry nicht oder ich habe es noch nicht erlebt.

Auch bei den GLORIOUS Tastern habe ich schon von starken Schwankungen je nach Serie gehört.

Tendenziell gelten die Cherry MX Reds und Speeds als recht gut, während es bei Blue und Braun wohl noch deutlich bessere Alternativen gibt.

 

Meine aktuellen Lieblingstaster, die Akko CS

Bereits während des Tests der AKKO 3084 B Plus habe ich mich etwas in die Akko CS Jelly Pink Taster verliebt.

Die Akko CS Jelly Pink Taster sind Lineare Taster, ähnlich wie die Cherry MX Reds. Diese laufen aber ein gutes Stück weicher und “flüssiger” als die Cherrys. So scheint hier die Reibung im Taster deutlich niedriger zu sein, was in einem angenehmeren Tipp-Gefühl resultiert.

Ich habe mir sogar zwei Pakete dieser Taster für meine Arbeits-Tastatur gekauft (die GMMK PRO).

Akko hat mir aber freundlicherweise auch zwei Pakete der Akko CS Wine Red und der Akko CS Silver Switch für den damaligen Test der AKKO 3084 B Plus zukommen lassen, welche ich hier nun nutze.

Akko Jelly Pink Akko Wine Red CHERRY MX RED
Auslösepunkt 1.9 mm 1.9 mm 2.0 mm
Gesamtweg 4 mm 4 mm 4.0 mm
Betätigungskraft 55 cN 43 cN 45 cN
Charakteristik Linear Linear Linear

Grundsätzlich sind die CS Jelly Pink und die CS Wine Red sehr ähnlich! Die Wine Red sind von Haus aus gefettet, also tendenziell noch etwas weicher und geschmeidiger. Die Unterschiede sind aber gering.

Akko CS Silver ähneln etwas die Cherry MX Speed Schaltern. Der Hub ist also ein gutes Stück verkürzt und der Auslösepunkt früher.

Akko CS Silver CHERRY MX SPEED Silver
Auslösepunkt 1.0 mm 1.2 mm
Gesamtweg 3.0 mm 3.4 mm
Betätigungskraft 45 cN 45 cN
Charakteristik Linear Linear

Auch hier sind die Akko Taster ein Stück weicher und flüssiger anfühlend als die Modelle von Cherry. Allerdings ist der Unterschied bei den Speeds nicht ganz so extrem wie bei den anderen Tastern.

 

Es gibt hunderte Taster

Wenn du dich in dieses Thema etwas einliest, wirst du erstaunt sein wie viele verschiedene Taster usw. es gibt.

Akko ist hier sicherlich einer der “Geheimtipps”, sehr gute Taster zu sehr günstigen Preisen, aber je nach Geschmack gibt es noch viele andere Modelle.

Glorious bietet beispielswiese auch Taster mit seinen Pandas und Lynx an, welche auch sehr gut sein sollen. Hier habe ich nur viel von einer recht starken Serien-Streuung gehört.

Taster von Gateron wirst du auch sehr oft finden. Sofern ich hier recht informiert bin, sind diese +- auf dem Level von Cherry.

 

Fazit

Ich hoffe solch eine Form von Artikel ist auch mal interessant. Es ist wirklich erstaunlich wie “Individuell” du eine Tastatur gestallten kannst. Nicht nur was die Optik angeht, sondern auch was die Taster betrifft.

Cherry Taster sind hier weiterhin keine schlechte Wahl und ich würde jederzeit Cherry MX Reds oder Speeds vor irgendwelchen “China” Tastern vorziehen, von denen ich noch nie gehört habe. Allerdings sind da draußen in der Welt der mechanischen Tastaturen auch durchaus Taster, welcher Cherry Modelle übertreffen! Vielleicht nicht, was die Qualitätskontrolle angeht, aber was das Tipp-Gefühl betrifft.

Hier kann ich nur die Akko CS Jelly Pink empfehlen! Die Kombination aus CS Jelly Pink und z.B. der GMMK Pro ist ein Traum! Danach fühlen sich Fertigtastaturen der “großen” Hersteller plötzlich völlig anders an.

Du bist ein sehr “individueller” Mensch, dann kann ich nur den Blick über den Tellerrand hinaus empfehlen und vielleicht den Kauf einer Tastatur mit Hot Swap Sockeln.

WD Blue SN570 gegen Samsung 970 EVO Plus, welche SSD ist besser?

Willst du nicht zu viel Geld für eine SSD ausgeben, aber dennoch eine hohe Qualität von einem vertrauenswürdigen Hersteller, dann wirst du ohne Frage über die Samsung 970 EVO Plus und die WD Blue SN570 stolpern.

Bei beiden SSDs handelt es sich um “vernünftige” Modelle. Diese sind nicht absolut überzüchtet, aber bieten eine gute Alltagsperformance zu einem fairen Preis, so die Theorie.

wd blue sn570 gegen samsung 970 evo plus 4

Aber welche von den beiden SSDs bietet in der Praxis die bessere Leistung? Finden wir dies in einem kleinen “Duell” heraus, WD Blue SN570 gegen Samsung 970 EVO Plus, welche SSD ist besser?

 

WD Blue SN570, Enttäuschung beim Auspacken

Ein Werbebild muss nicht der Realität entsprechen, dies kennen wir von der Lebensmittel Industrie. Allerdings kann dies auch in der Technikwelt vorkommen, so bei der SN570.

Der Aufkleber bei einer SSD spielt zwar an sich keine Rolle, dennoch war ich etwas enttäuscht bei der SN570 nicht das Design zu sehen welches bei allen Werbebildern und auch auf der Verpackung zum Einsatz kommt.

wd blue sn570 gegen samsung 970 evo plus 15

So nutzt Western Digital passend zum Namen der SSD zwar ein blaues PCB, aber einen deutlich billiger aussehenden Aufkleber. Der schickere Aufkleber von den Werbebildern hätte WD ein paar Cent mehr gekostet, aber die SSD gleich viel hochwertiger erscheinen lassen.

Genug über den Aufkleber gemeckert. Das “Billigere” kommt aber auch etwas von dem “Inhalt” der SSD. Wir haben hier eine normale m.2 NVME SSD, welcher aber gerade mal über zwei Bausteine verfügt.

wd blue sn570 gegen samsung 970 evo plus 17

So findet sich auf der SSD nur der Controller und ein NAND Baustein. Dies ist beeindruckend, da wir hier eine 2TB SSD haben, welche nur mit einem Baustein klarkommt.

 

Samsung 970 EVO Plus

Die Samsung 970 EVO Plus wirkt im direkten Vergleich zur SN570 ein gutes Stück hochwertiger und edler.

wd blue sn570 gegen samsung 970 evo plus 18

So nutzt Samsung ein schwarzes PCB und einen Aufkleber, der einfach etwas hochwertiger wirkt. Dieser Aufkleber ist bei Samsung zudem kupfer-beschichtet (auf der Rückseite), was die Wärmeverteilung verbessert.

Auch abseits des Aufklebers wirkt die Samsung etwas “voller”.

 

BiCS5 vs. V-NAND v5

Ein sehr großer Unterschied zwischen der SN570 und der 970 EVO Plus ist der NAND.

  • Western Digital nutzt den neuen KIOXIA BiCS5 TLC NAND.
  • Samsung nutzt seinen etwas älteren V-NAND v5.

BiCS5 ist ein 112 Layer TLC NAND, V-NAND v5 hat “nur” 96 Layer. Mehr Layer hilft mehr Speicher in einen Speicherchip unterzubringen, was auch vermutlich der Grund ist warum die 2TB Version der SN570 mit nur einem NAND Chip auskommt.

wd blue sn570 gegen samsung 970 evo plus 5

Tendenziell gilt Samsungs V-NAND als haltbarer und zuverlässiger als KIOXIAs BiCS. Aber in diesem Fall vergleichen wir älteren V-NAND v5 gegen neueren BiCS5, was das Spielfeld wieder etwas ausgleicht.

Was sich auch in der TBW Angabe widerspiegelt, welche bei beiden SSDs identisch ist.

 

Das Testsystem

Folgendes Testsystem kommt für den SSD-Test zum Einsatz:

  • AMD Ryzen 5 3600X
  • ASUS Prime X570-P
  • 16GB RAM
  • Corsair HX Series HX850 Netzteil
  • Windows 11

Wichtig, bei Windows 11 handelt es sich um einen etwas älteren Update-Stand der über alle SSD-Tests konstant gehalten wird, um vergleichbare Werte zu erhalten.

Es wird hier jeweils die 2TB Version der SSDs getestet.

 

Theoretische Tests

Starten wir in den Test mit einem absoluten Klassiker, CrystalDiskMark.

crystaldiskmark lesend

Beide SSDs sind High End PCIe 3.0 Modelle, welche dicht am Limit dieser Schnittstelle sind. Mit 3729 MB/s lesend erreicht die WD Blue SN570 allerdings das klar beste Ergebnis, das ich bisher von einer PCIe 3.0 SSD gesehen habe.

Hier können selbst die sehr guten 3571 MB/s der 970 EVO Plus nicht ganz mithalten, auch wenn diese weiterhin als extrem stark zu beurteilen sind.

Allerdings nicht nur lesend liegt die SN570 leicht vor der 970 EVO Plus, auch schreibend.

crystaldiskmark schreibend

Hier erreicht die SN570 3490MB/s in der Spitze und die 970 EVO Plus 3266 MB/s.

Die erste Runde Benchmarks geht also an die WD SN570.

 

Diese starken Ergebnisse beider SSDs werden auch von ATTO bestätigt. Hier haben wir aber das gleiche Bild, SN570 leicht vor 970 EVO Plus.

atto lesend atto schreibend

Spannenderweise kann die 970 EVO Plus die normale Samsung 980 sogar merklich schlagen.

Die Western Digital SN570 liegt wie zu erwarten war deutlich vor der älteren SN550.as ssd

An sich ist AS SSD ein etwas veralteter Benchmark, aber hier und da kann dieser auch mal eine interessante Perspektive bieten. Aber hier gibt es ausnahmsweise mal keine Überraschungen.

Die SN570 ein Stück vor der 970 EVO Plus.

 

PC Mark

PC-Mark versucht in seinem Speicher-Benchmark alltägliche Anwendungen, wie Office Anwendungen, Spiele usw. zu simulieren.

Hier gibt es zwei Tests, die „Quick“ und die „volle“ Version. Die „volle“ Version nutzt größere Dateigrößen, entsprechend schneiden hier SSDs mit schlechterer Schreibgeschwindigkeit oder aggressivem Scheibcache schlechter ab.

pc mark

Hier hatte ich mit einer kleinen Anomalie zu kämpfen. PC Mark mag die Samsung 970 EVO Plus nicht. Zum einen erreichte diese im Quick Benchmark schlechtere Ergebnisse als im vollen Benchmark, was keinen Sinn macht, aber ich habe alle Tests mehrfach wiederholt, und die 970 EVO Plus ist doch etwas zu schlecht in diesem Test.

Es ist nicht überraschend das die WD SN570 etwas vor der 970 EVO Plus liegt, nach den ersten Benchmarks, aber solch einen großen Unterschied hätte ich nicht erwartet.

 

 

3D Mark SSD Test

Schauen wir uns auch einmal den neuen 3D Mark SSD Test an. Im Gegensatz zu anderen Tests misst dieser nicht nur einfach die Datenraten usw., sondern dieser simuliert das Laden echter Spiele (mit deren Spiele-Daten usw).

Folgendes testet der 3D Mark SSD Test:

  • Loading Battlefield™ V from launch to the main menu.
  • Loading Call of Duty®: Black Ops 4 from launch to the main menu.
  • Loading Overwatch® from launch to the main menu.
  • Recording a 1080p gameplay video at 60 FPS with OBS (Open Broadcaster Software) while playing Overwatch®.
  • Installing The Outer Worlds® from the Epic Games Launcher.
  • Saving game progress in The Outer Worlds®.
  • Copying the Steam folder for Counter-Strike®: Global Offensive from an external SSD to the system drive.

 

3d mark

Hier wirken die Ergebnisse der 970 EVO Plus etwas plausibler. Diese setzt sich zwischen die Corsair MP600 Core und die WD Red SN700, was so weit passt.

Allerdings die SN570 springt ein gutes Stück nach oben und hängt an den PCIe 4.0 SSDs an den Fersen. Erneut eine beeindruckende Leistung!

 

SLC Cache

Moderne SSDs nutzen alle einen so genannten SLC Cache. Ein Teil der SSD lässt sich also mit einem deutlich höheren Tempo beschreiben. Dieser Teil der SSD wird immer wieder im Hintergrund frei geräumt, aber wenn du auf einmal hunderte GB-Daten kopierst, dann kann dies schon auffallen.

Starten wir mit einem H2TestW Test. H2TestW schreibt einfach die SSD voll, ganz einfach.

h2testw

Und hier sehen wir einen deutlichen Unterschied zugunsten der Samsung 970 EVO Plus! Die 970 EVO Plus ist in 21 Minuten vollgeschrieben.

Die WD Blue SN570 hingegen benötigt 68 Minuten!

schreibrate

Schauen wir uns das Schreibdiagram einmal an, dann wird auch klar, warum es so einen großen Unterschied gibt. Dieses wurde mit HD Tune erstellt und zeigt sehr gut die Unterschiede der SSDs.

Die SN570 kann zwar ihre maximale Schreibrate ein gutes Stück länger halten, bricht dann aber auf rund 350MB/s ein.

Die 970 EVO Plus hat einen kleineren Cache, hält aber nach dem Cache immer noch 1000-1500MB/s und ist somit um einiges schneller.

Wobei hier sich auch die Frage stellt was ist besser in der Praxis? Ein größerer schneller Cache, aber langsam danach oder umgekehrt.

Ich denke für normal Nutzer und Gamer ist das Konzept der WD Blue SN570 besser!

Für Content Creator die hunderte GB von Kamera auf den PC schieben, da würde ich die 970 EVO Plus bevorzugen.

 

Hitzeentwicklung

NVME SSDs werden ohne Kühlung sehr heiß und können sogar überhitzen. Gerade in Notebooks kann dies ein Problem darstellen.

Wie steht es hier um unsere beiden Test-Kandidaten?

temperatur

Zwar gibt es bei den maximal-Temperaturen nur geringe Unterschiede zwischen den beiden SSDs, aber die Samsung 970 EVO Plus überhitzt doch deutlich schneller ohne Kühler.

Schreiben wir mit HD Tune 300 GB Daten auf die SSD, dann beginnt die Samsung 970 EVO Plus bereits nach 1/3 ihre Geschwindigkeit aufgrund der Temperatur zu drosseln. Selbst lesend sehen wir starke Einbrüche der Geschwindigkeit aufgrund der Temperatur.

Selber Test mit der WD Blue SN570 und wir sehen nichts dergleichen. Die SN570 hält den Test komplett durch ohne Temperatur-Drosselung.

 

Fazit

Ich bin etwas überrascht, denn am Ende ist das Test-Ergebnis zwischen der WD Blue SN570 und Samsung 970 EVO Plus recht eindeutig.

Die WD Blue SN570 ist in 95% der Fällen die schnellere SSD und auch bisher die schnellste PCIe 3.0 SSD die ich im Test hatte.

wd blue sn570 gegen samsung 970 evo plus 12

Dabei ist vor allem der Sprung von der SN550 auf die SN570 beeindruckend. Wo die SN550 im Kern primär durch den Preis überzeugen könnte, ist die SN570 auch ein wirklicher Leistungskracher. Der hier verwendete BiCS5 scheint in Kombination mit dem SanDisk Controller einen richtig guten Job zu machen! Wir haben zwar keinen NAND Cache, aber in der Praxis hatte dies keinen negativen Einfluss.

In allen Benchmarks lag die SN570 teils sogar deutlich vor der Samsung 970 EVO Plus.

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  • Nutzen Sie die interne SSD Festplatte mit schlankem M.2...
  • Die SSD Festplatte 2 TB überzeugt mit bis zu 3.500 MB/s...
  • Lieferumfang: WD Blue SN570 NVMe SSD Festplatte 2 TB (für...

Aber nicht nur in Benchmarks ist die SN570 besser als die 970 EVO Plus, auch die Hitzeentwicklung ist deutlich geringer (genau wie die Leistungsaufnahme), was die SN570 besonders für Notebooks interessant macht. Die 970 EVO Plus kannst du recht schnell mit einer Konstanten zum Überhitzen bekommen, wenn du keine gesonderte Kühlung hast.

Es gibt lediglich einen Punkt, wo die 970 EVO Plus klar besser ist, und dies wäre bei konstanter Last. Beide SSDs nutzen einen SLC Schreibcache. Diese können also nur einen bestimmten Bereich der Kapazität mit dem vollen Tempo beschreiben, danach sinkt die Schreibleistung massiv. Im normalen Alltag weniger wichtig, aber schreibst du auf einmal hunderte GB Daten auf die SSDs, dann kannst du einen Unterschied spüren.

Die SN570 hat im leeren Zustand einen sehr großen Cache, ist aber nach dem Cache mit ca. 350MB/s sehr langsam. Die 970 EVO Plus hat einen kleineren Cache, ist aber nach dem Cache mit ca. 1500MB/s deutlich schneller.

In der Praxis kannst du die 970 EVO Plus ca. 3x schneller vollschreiben als die SN570.

wd blue sn570 gegen samsung 970 evo plus 14

Suchst du also eine “Import SSD” um beispielsweise große Datenmengen von Fotos und Videos von einer Kamera zwischenzuspeichern, dann ist die 970 EVO Plus die bessere Wahl.

Aber in fast allen anderen Situationen würde ich die WD Blue SN570, welche in der Praxis einfach schneller und sparsamer ist.

 

Die Teufel REAL BLUE TWS 2 im Test, spitzen Klang mit gutem ANC

Mit den REAL BLUE TWS 2 hat Teufel seinen beliebten true wireless Ohrhörern einen Nachfolger spendiert. Diese sollen dank hoch belastbaren Linear-HD-Töner mit großen 12-mm-Membrane einen besonders guten Bass liefern, wie auch mit einem starken ANC punkten.

Hierfür möchte Teufel aber auch rund 150€ haben. Verglichen mit den Ohrhörern von Apple sicherlich nicht zu viel, aber dennoch auch nicht wenig Geld!

Können hier die Teufel REAL BLUE TWS 2 überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Teufel

 

Die Teufel REAL BLUE TWS 2 im Test

Die REAL BLUE TWS 2 sind auf den ersten und auch zweiten Blick recht klassische true Wireless Ohrhörer. So werden auch diese in einer kleinen Lade/Transport-Box geliefert.

Diese besteht aus einem recht normalen, matten Kunststoff. Um ehrlich zu sein hat mich die Ladebox im ersten Moment nicht umgehauen. Die Verarbeitung passt zwar, aber beispielsweise der Deckel fühlt sich beim Öffnen weniger “hochwertig” an als andere Modelle in dieser Preisklasse. Funktional gibt es hier aber nichts auszusetzen.

Erfreulicherweise ist die Ladebox mit 65 x 40 x 29 mm sehr schön kompakt. Die REAL BLUE TWS 2 sind allgemein keine riesigen Ohrhörer, sondern angenehm unaufdringlich.

Die Ladebox beinhaltet einen 370mAh großen Akku, welcher die Ohrhörer unterwegs rund 3x laden kann. Mit einer Ladung halten die Ohrhörer rund 6 Stunden.

Ähnlich wie auch die Ladebox sind die Ohrhörer sehr dezent und unauffällig designt. Diese sind einfarbig, passend zur Ladebox gehalten und ebenso unaufdringlich.

Auf der Rückseite der Ohrhörer findet sich ein kleines Touchpad zur Steuerung. Das Einschalten/Ausschalten geschieht wie üblich automatisch beim Einsetzen oder Herausnehmen aus der Ladebox.

Mit 5,55 g sind die Ohrhörer recht leicht und auch die Ladebox ist mit 37g nicht zu schwer.

 

Tragekomfort

Teufel ist beim Tragekomfort der REAL BLUE TWS 2 keine Risiken oder Experimente eingegangen. So sind die Ohrhörer weder besonders groß noch besonders klein.

Auch die Form ist absolut unspektakulär. Wir haben das gängige Ohrstöpsel Design.

Entsprechend sind die REAL BLUE TWS 2 aber auch recht massenkompatibel. So sitzen diese gut in meinen Ohren, ohne zu drücken oder zu stören. Kurzum ich würde den Tragekomfort als gut bezeichnen.

 

ANC und Transparenzmodus

Wie fast alle aktuellen Ohrhörer bringen auch die Teufel REAL BLUE TWS 2 sowohl ANC als auch einen Transparenz-Modus mit.

Beide Modi sind durchaus gelungen. So schafft es das ANC gut gängige Geräusche des Lebens wie Motoren, das Surren von Lüftern usw. komplett auszublenden. Stimmen und ähnliches werden ein Stück reduziert, aber nicht komplett ausgeblendet.

Ich würde das ANC von Teufel als mittelgut einstufen. Dieses ist klar ein Mehrwert, aber nicht ganz auf dem Niveau von Apple oder Sony.

Ähnliches gilt für den Transparenzmodus. Welcher ebenso tadellos funktioniert und das auch ohne große Verzögerung usw.

 

Klang

Auf Seiten des Klangs entsprechen die REAL BLUE TWS 2 ziemlich genau meinen Erwartungen von Teufel Ohrhörern. Wir haben eine sehr lebendige und kräftige Klangsignatur. Aber gehen wir geordnet vor.

Die Höhen der REAL BLUE TWS 2 sind soweit gut. Diese sind sauber und haben eine “mittlere” Brillanz. Die REAL BLUE TWS 2 sind nicht die schärfsten oder spitzesten Ohrhörer die ich bisher gehört habe, aber auch nicht matt oder dumpf. Sie sind allerdings tendenziell etwas wärmer abgestimmt und runden Zischlaute sauber ab. Gerade wenn du keine stechende Höhen magst, wirst du die Ohrhörer in diesem Punkt sehr lieben.

Die Mitten sind okay. Teufel hat diese Teils etwas abgesenkt. Gerade die oberen Mitten wirken hier und da etwas dünner, was bei Frauenstimmen etwas auffallen kann. Hier neigt der Beat stimmenabhängig vom Song, schon etwas zu überschatten. Allerdings ist dies auch Kritik auf einem hohen Level. Grundsätzlich ist die Sprachwiedergabe der REAL BLUE TWS 2 sehr gut.

Eventuell kannst du schon ahnen, was dich beim Bass erwartet. Ja die REAL BLUE TWS 2 haben ordentlich Bass! Dieser ist kräftig, hat ein hohes Volumen und einen guten Tiefgang. Allgemein haben die Ohrhörer einen recht warme Klangsignatur, daher sticht der Bass hier trotz seiner hohen Masse teils weniger auffällig hervor. Teufel hat die gesamten Tiefen gleichmäßig angehoben, weshalb die Ohrhörer nicht ganz so überdreht klingen wie einige “günstige Bass-Bomber”.

Dennoch haben die Ohrhörer natürlich einen sehr kräftigen und voran treibenden Klang, der aber trotz des gut angehobenen Basses nicht übertrieben klingt.

Die Teufel REAL BLUE TWS 2 klingen kräftig und satt, aber auch nicht völlig “over the top” oder unnatürlich.

Eine Anpassung des Klangs über die Teufel Headphones App ist im Übrigen auch möglich.

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Du suchst Ohrhörer mit einem kräftigen Klang in der gehobenen Mittelklasse bis Oberklasse? Dann bist du bei den Teufel REAL BLUE TWS 2 an der richtigen Adresse.

Teufel hat bei diesen einfach so gut wie alles richtig gemacht. Das Wichtigste ist aber natürlich der Klang. Die REAL BLUE TWS 2 besitzen einen sehr kräftigen und satten Klang, mit einem guten Schuss Bass. Dabei klingen diese zwar etwas wärmer, aber nicht übertrieben oder “hyperaktiv”.

So bieten sie einen sehr harmonischen, aber halt kräftigen und auch lebendigen Klang.

Hinzu kommt ein guter Tragekomfort und eine “massenkompatible” Form, die eigentlich zu so ziemlich allen Ohren gut passen sollte.

ANC und auch der Transparenzmodus sind auf einem guten Level. Hier sind die Teufel zwar etwas hinter den ganz großen Spielern, aber beides gut genug, dass dies einen Mehrwert darstellt.

Pluspunkte gibt es zum Abschluss noch für die App Unterstützung , welche auch noch ein Anpassen des Klangs erlaubt.

Kurzum, du magst einen kräftigen und satten Klang, welcher aber nicht überdreht ist und möchtest vielleicht auch ein deutsches Unternehmen unterstützen? Dann sind die Teufel REAL BLUE TWS 2 genau das Richtige.

Teufel REAL BLUE TWS 2
POSITIV
Lebendiger und wertiger Klang
Satter und Kräftiger Bass
Gutes ANC
Guter Transparenzmodus
App Unterstützung
NEGATIV
Relativ groß
ANC gut, aber nicht Weltklasse
89

Das ASUS ProArt X670E-Creator WIFI im Test, das AM5 Board mit der besten Ausstattung!

AMDs neuen Ryzen 7000 CPUs sind da und benötigen neue Mainboards. Die erste Welle an AM5 Mainboards zeichnet sich dabei vor allem durch recht saftige Preise aus.

Das für mich spannendste Mainboard der ersten Welle war das ASUS ProArt X670E-Creator WIFI. Warum? Neben WLAN und 2,5Gbit verfügt dies auch über 10Gbit LAN und USB 4!

Die letzten beiden Punkte sind außergewöhnlich und es gibt nur eine Handvoll anderer (und teurerer) Boards die ebenfalls USB 4 und 10Gbit LAN verfügen.

asus proart x670e creator test 17

Zudem verfügt das ProArt X670E-Creator WIFI, wie es sich für ASUS ProArt Produkte gehört, über ein sehr schönes, professionelles, weniger auffälliges Design, hochwertige Komponenten und eine allgemein großzügige Ausstattung.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert das ProArt X670E-Creator WIFI hier problemlos? Gibt es Bugs oder Probleme? Finden wir dies im Test heraus!

 

Das ASUS ProArt X670E-Creator WIFI im Test

ASUS bietet bei seinen Mainboards diverse Serien an. In der Regel haben wir hier die ROG Serie, TUF Serie, Prime Serie und seit neuestem auch die ProArt Serie.

Die ProArt Mainboards spielen in der Regel über der TUF und Prime Serie und sind +- mit den mittleren ROG Mainboards gleichzusetzen, was Leistung und Qualität der Komponenten angeht.

asus proart x670e creator test 9

So vermute ich, dass das ProArt X670E-Creator WIFI viele Gemeinsamkeiten mit dem ROG Strix X670E besitzt bzw. das beide Boards +- identisch sind, abseits ein paar besonderer Features.

Der offensichtlichste Unterschied ist aber erst einmal das Design. Die ROG Mainboards sind generell sehr auffällig designt, mit vielen LEDs usw. Die Pro Art Mainboards setzen eher auf ein unauffälliges und dezentes Design.

asus proart x670e creator test 2

So nutzt ASUS ein Schwarz, Gold/Bronze Design. Hier kann man streiten, ich finde das Design nicht schlecht, aber ich bin auch nicht der größte Fan dieses Farb-Styles.

Aber die Kühler auf den Spannungswandler sind großzügig und generell wirkt das Board sehr hochwertig gebaut! Alle Komponenten sind sauber platziert und machen optisch einen wertigen Eindruck.

 

Aufbau und Layout

Vom Aufbau ist das ProArt X670E-Creator WIFI erst einmal ein absolut klassisches ATX Mainboard. ASUS hat hier nichts Ungewöhnlich verschoben oder verändert.

Im oberen mittleren Bereich finden wir dem AM5 Sockel mit den AM4 bekannten Klammern. So kannst du auch weiterhin alte AM4 Kühler nutzen.

asus proart x670e creator test 7

Neben dem Sockel finden sich vier DDR5 RAM Slots. Mit ECC Support, maximal 128GB und bis zu DDR5 6400.

Oberhalb des CPU Sockels finden sich zwei 8 Pin ATX Stromanschlüsse, 3x 4 Pin Lüfter/Pumpen Anschlüsse und zwei RGB Ports. Wir haben zwar ein ProArt Board und ASUS hat hier auf integriertes RGB komplett verzichtet, aber wir haben dennoch die Möglichkeit direkt RGB Streifen usw. mit dem Mainboard zu verbinden und zu steuern.

Am rechten Rand des Mainboards finden wir den üblichen 24 Pin ATX Stromstecker, 2x SATA, 1x 4 PIN Lüfter, 1x Front Panel USB 3.0, 1x 20Gbit Frontpanel USB C und 1x 6 Pin PCIe Stromstecker.

asus proart x670e creator test 12

Wofür hat das Mainboard hier noch einen 6 Pin PCIe Stromstecker? Der Front USB C Port (sofern von deinem Gehäuse unterstützt) bietet neben 20 Gbit auch eine Leistung von bis zu 60W zum Laden von Geräten. Für diese 60W wird vermutlich der PCIe Stecker sein.

Im unteren Bereich finden wir die Front-Panel Anschlüsse, 2x SATA, 2x 4-Pin Lüfter, 3x USB 2.0 Header, 2x RGB Header und Front-Audio.

Dabei ist das ProArt X670E-Creator WIFI großflächig mit Kühlern und Abdeckungen bezogen. So ist erfreulicherweise auch die IO Blende direkt im Mainboard integriert. Worauf ASUS aber verzichtet hat, ist ein Lüfter.

Zusammengefasst:

  • 1x AM5 Sockel
  • 4x DDR5 DIMM
  • 7x 4-PIN Lüfter
  • 1x 4-PIN AIO/Pumpe
  • 1x USB C Header (20Gbit)
  • 1x USB 3.0 Header (5Gbit)
  • 3x USB 2.0 Header
  • 4x SATA 6 Gbit
  • 1x Seriell
  • 1x Front-Audio
  • 2x 8 PIN ATX Stromverbinder
  • 1x 6 PIN PCIe Stromverbinder
  • 1x 24 PIN ATX Stromverbinder

 

PCIe und NVME

Das ASUS ProArt X670E-Creator WIFI verfügt über 3x PCIe X16 Steckplätze und 4x M.2 PCIe Steckplätze. Was allerdings die Performance und die Anbindung angeht, wird es etwas schwieriger.

  • 2x PCIe 5.0 X16 Slots bzw. 2x 8x
  • 1x PCIe 4.0 X16 Slot (x4) (geteilt mit M.2 Slot)

Die beiden primären PCIe Slots unterstützen PCIe 5.0. Grundsätzlich besitzt der primäre PCIe Slot eine x16 Anbindung. Allerdings nutzt du beide Slots, dann werden diese jeweils auf x8 gedrosselt, diese teilen sich also die Bandbreite zur CPU.

asus proart x670e creator test 10

Der dritte PCIe Slot ist zwar auch ein großer Slot, aber teilt sich intern ein x4 Interface mit einem M.2 Slot. Willst du den PCIe Slot und den M.2 Slot nutzen, dann werden beide auf x2 gedrosselt.

  • 2 Slot 1 – PCIe 5.0 x4
  • 2 Slot 2 – PCIe 5.0 x4
  • 2 Slot 3 – PCIe 4.0 x4 (geteilt mit PCIe Slot 3)
  • Slot 4 – PCIe 4.0 x4

Die beiden primären PCIe Slots sind PCIe 5.0 Slots, welche mit 4 Lanes verbunden sind. Auch Slot 4 verfügt immer über die vollen 4 Lanes, aber nur nach PCIe 4.0. Slot 3 teilt sich die x4 Bandbreite mit PCIe Slot 3.

Grundsätzlich kannst du also alle PCIe und M.2 Slots gleichzeitig am ASUS ProArt X670E-Creator WIFI nutzen. Lediglich die beiden primärem PCIe 5.0 Solts teilen sich 16 Lanes und PCIe Slot 3 und M.2 Slot 3 teilen sich eine PCIe 4.0 x4 Verbindung.

 

IO, viele USB Ports!

Das ProArt X670E-Creator WIFI verfügt über folgende Ports auf der Rückseite:

  • 1x HDMI 2.1
  • 2x USB C 4 mit Display Signal
  • 1x USB C 3.2 20Gbit
  • 7x USB A 3.1 10Gbit
  • 1x USB A 2.0
  • 1x 10Gbit LAN
  • 1x 2,5Gbit LAN
  • 3x 3,5mm Audio-Ports
  • 1x DisplayPort Eingang
  • 2x Anschlüsse für die WLAN Antenne

Damit verfügt das ASUS ProArt X670E-Creator WIFI über eine sehr beachtliche IO! Gerade die große Anzahl an USB Ports ist beachtlich und erfreulich. Neben ganzen 7 USB A Ports mit 10Gbit sind hier natürlich gerade die USB 4 Ports extrem spannend!

USB 4 ist nicht nur ein einfacher USB Port mit satten 40Gbit, sondern über USB 4 kannst du auch Monitore oder PCIe Geräte mit deinem PC verbinden.

asus proart x670e creator test 4

Von Haus aus sind die USB 4 Ports hierbei mit der iGPU der Ryzen 7000 Prozessoren verbunden. Allerdings gibt es einen DisplayPort-Eingang. Über diesen kannst du auch das Display Signal einer gesonderten Grafikkarte in die USB 4 Ports füttern.

Weitere Pluspunkte gibt es für die Dual LAN Ports mit 10Gbit und 2,5Gbit.

 

USB 4 = Thunderbolt 4

Eine große Besonderheit der großen ASUS Mainboards ist USB 4. USB 4 bietet nicht nur bis zu 40 Gbit, sondern auch die Option Monitore über die Ports zu verbinden und exotischere Geräte zu nutzen.

USB 4 ist dabei weitestgehend mit Thunderbolt 3 / 4 kompatibel. Genau genommen hat das ASUS ProArt X670E-Creator WIFI nicht USB 4, sondern Thunderbolt 4!

screenshot 2022 10 01 100536

Da aber Thunderbolt 4 = USB 4 ist (genau genommen ist Thunderbolt 4 sogar noch besser), nehmen es hier die Hersteller nicht ganz so genau.

Die beiden “USB 4” Ports werden jeweils von einem Intel JHL8540 Thunderbolt 4 Controller angetrieben. Dieser wiederum ist über deinen Chipsatz mit PCIe 3.0 x4 verbunden.

Fun Fakt, es wird dir auch automatisch die Intel Thunderbolt Anwendung installiert.

Entsprechend funktionieren auch alle Thunderbolt 3/4 Geräte ohne Probleme an dem ASUS Board.

 

BIOS Flashback

Das ASUS ProArt X670E-Creator WIFI verfügt über BIOS Flashback. Am Mainboard findet sich ein gesonderter USB 2.0 Port und eine BIOS Flashback Taste.

Du kannst hier einen USB Stick mit einer BIOS Datei verbinden und das BIOS updaten bzw. neu aufspielen, selbst wenn das Board gar nicht mehr starten kann.

Dies ist so ein Feature, dem man oft keine Beachtung schenkt, aber ein absoluter Lebensretter sein kann!

  1. Die ersten Ryzen 7000 CPUs werden natürlich von Haus aus unterstützt. Aber du kaufst das ProArt X670E-Creator WIFI später, wenn es neue AMD CPUs gibt, welche vom alten BIOS noch nicht unterstützt wurden. Dank BIOS Flashback kannst du das neue BIOS auch ohne alte CPU einfach aufspielen.
  2. Dein BIOS ist komplett zerschossen oder korrupt. Dies sollte nicht passieren, kann aber in seltenen Fällen doch vorkommen. Ohne BIOS Flashback wärst du hier verloren oder müsstest den BIOS Chip auslöten. Mit BIOS Flashback kannst du aber auch bei einem kaputten BIOS noch ein neues BIOS aufspielen!

Ich habe BIOS Flashback beim ProArt X670E-Creator WIFI nicht getestet (gab keinen Grund dafür), aber von anderen ASUS AMD Boards kenne ich dies und kann bestätigen, dass es funktioniert.

 

Kein Diagnose-Display, aber LEDs

Ebenfalls ein kleiner Lebensretter kann ein Diagnose-Display sein, welches dir bei Problemen einen Fehlercode anzeigt.

Auf solch ein Diagnose Display verzichtet ASUS leider beim ProArt X670E-Creator WIFI! Anstelle dessen haben wir vier LEDs, welche in unterschiedlichen Farben leuchten können und beim Booten durchlaufen.

Sollte dein PC nicht starten, kannst du nachsehen, auf welcher LED und Farbe diese stehen bleiben. Dies kann einen Hinweis auf eine Fehlerquelle geben.

Ich würde ein kleines Display bevorzugen, aber solche Diagnose LEDs sind besser als nichts.

 

Power Delivery, wie bei einem Gaming OC Board

Ein Punkt bei welchem sich die Mainboard Hersteller sehr gerne gegenseitig versuchen zu übertreffen und auch ihre Modelle differenzieren, ist die Power Delivery für die CPU.

Das ProArt X670E-Creator WIFI verfügt über ein 16 + 2 Phasen-Design mit 70A MOSFETs.

asus proart x670e creator test 35

Hier müssen wir ehrlich sein, selbst für einen Ryzen 9 7950X ist dies schon deutlich überzüchtet! 70A * 16 = 1120A * 1,4V = 1568W theoretische Leistungskapazität. In der Praxis liegt diese natürlich deutlich niedriger, da du MOSFETs nicht ans Leistungslimit treiben willst. Diese verlieren hier deutlich an Effizienz und werden schwer kühlbar.

Daher macht es natürlich schon Sinn diese etwas überzudimensionieren, was hier klar der Fall ist. Rein was das Power Delivery angeht ist ASUS ProArt X670E-Creator WIFI vermutlich sogar zu extrem OC in der Lage.

Design MOSFETs
ASUS TUF Gaming X670E-Plus 14 + 2 70A
ASRock X670E Steel Legend 16 + 2 60A
GIGABYTE X670 AORUS Elite AX 16 + 2 70A
ASUS ProArt X670E-Creator WIFI 16 + 2 70A
ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI 16 + 2 70A
ASUS ROG Crosshair X670E Hero 18 + 2 110A
ASRock X670E Taichi 24 + 2 105A
ASUS ROG Crosshair X670E Extreme 20 + 2 110A

Hier können wir sehen, dass es durchaus Mainboards mit einer noch extremeren Spannungsversorgung für die CPU gibt, aber das ASUS ProArt X670E-Creator WIFI im guten Mittelfeld eingeordnet. Wichtig, nicht vergessen, es handelt sich hierbei schon um die Boards mit dem größten Chipsatz, entsprechend ist davon auszugehen, dass die kleineren Boards die später kommen etwas schwächer ausgestattet sein werden.

 

2,5Gbit + 10Gbit LAN

Das ASUS ProArt X670E-Creator WIFI verfügt sowohl über 2,5Gbit LAN wie auch einen zusätzlichen 10GBit LAN Port.

Der 2,5Gbit LAN Port ist bei dieser Generation an X670E Mainboards Standard. Sofern ich es richtig sehe, verfügen alle aktuellen Modelle über mindestens einen 2,5Gbit LAN Port. 10Gbit ist hingegen weiterhin sehr selten!

  • 2,5Gbit LAN – Intel I225-V
  • 10Gbit LAN – Marvell AQtion

 

WLAN 6E von MediaTek

Hier lasst uns klar sein, die besten WLAN Karten aktuell stammen von Intel aus der Wi-Fi 6E AX210 Serie. Diese sind auch mit Abstand am weitesten verbreitet, entsprechend habe ich auch fest damit gerechnet, dass solch eine auch hier verbaut ist.

Aber Überraschung, wir haben einen MediaTek Chipsatz, genau genommen den MT7922.

Leider finden sich zum MediaTek MT7922 recht wenige Infos. Dieser unterstützt WLAN nach dem 6E Standard (also auch das 6GHz Band) in einem 2×2 Design und der 160 Mhz Kanalbreite.

In Kombination mit beispielsweise dem ASUS ZenWiFi Pro ET12 sind hier Geschwindigkeiten deutlich oberhalb des Gbit Limits möglich. Bei mir funktionierte die WLAN Karte auch absolut problemlos.

Der Bluetooth Chipsatz (welcher im WLAN Modul integriert ist) stammt ebenfalls von MediaTek und unterstützt Bluetooth 5.2. Auch dieser funktionierte bei mir ohne Probleme.

 

Treiber

Stand 1.10.2022 fehlten im Kern nach der Windows 11 Installation nur die Treiber fürs 10Gbit LAN und WLAN.

Der 2,5Gbit LAN Port funktionierte aber von Haus aus. Zudem wurden die fehlenden Treiber automatisch von Windows nachgeladen.

Du solltest also für die erste Windows Installation deinen PC via 2,5Gbit LAN Port verbinden, der Rest passiert dann automatisch.

 

Der erste Start dauert lange!

Nach dem Zusammenbau musst du beim ersten Start deines PCs etwas Geduld beweisen und nicht direkt in Panik verfallen!

Das ProArt X670E-Creator WIFI bzw. allgemein die Ryzen 7000 Plattform braucht beim ersten Start mit unbekanntem Arbeitsspeicher recht lange! Wir reden hier tatsächlich über Minuten!

Ist der RAM dem Board bekannt, dann geht der Start natürlich innerhalb von Sekunden.

 

Gute M.2 SSD Kühlung

M.2 SSDs sind eine sehr heiße Sache. Entsprechend nutzen die Mainboard Hersteller immer verrücktere Kühllösungen. Hier wirken die Kühlkörper des ProArt X670E-Creator WIFI relativ klein.

asus proart x670e creator test 44

Allerdings nutzt ASUS hier eine beidseitige Kühllösung die bei mir in Kombination mit der durchaus heißen Corsair MP600 PRO XT gut funktioniert hat.

asus proart x670e creator test 51

So lag die Temperatur der Corsair MP600 PRO XT selbst bei konstanter Volllast unter 70 Grad und das mit sehr wenig Airflow (aufgrund einer AIO Kühlung). 70 Grad sind absolut unproblematisch für solch eine High End SSD und weniger als mit dem originalen Corsair Kühlkörper in der gleichen Situation.

 

In der Praxis, läuft es problemlos!

Abseits von den Problemen mit der RGB Beleuchtung meines Corsair RAMs lief das ASUS ProArt X670E-Creator WIFI in meinem Test und auch in der Praxis (das Mainboard steckt in meinem Büro-PC), tadellos!

Das Board ist nach dem Zusammenbau auf Anhieb gestartet und bisher gab es genau 0 Abstürze oder anderes unerwünschtes Verhalten.

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Auch die LAN Ports (sowohl 2,5Gbit wie ach 10Gbit) zeigen sich stabil und zuverlässig. Mit diesem Punkt hatte ich bei einigen älteren ASUS Boards schon meine Probleme.

Die USB 4 bzw. Thunderbolt 4 Ports funktionieren ebenso tadellos und meine Thunderbolt 3 Docks und eine externe 10Gbit LAN Karte funktionieren wie gewünscht an den Ports. Allgemein liefen die ganzen Anschlüsse des ProArt X670E-Creator WIFI wie beworben ohne Kompatibilitätsprobleme oder anderes zickiges Verhalten.

Auf Seiten des BIOS haben wir das ganz klassische ASUS BIOS, welches wir von den letzten paar Mainboard Generationen kennen.

Hier ist das ProArt X670E-Creator WIFI auch nicht beschnitten verglichen mit den ROG Boards. Du hast den vollen Zugriff aufs Übertakten und ähnliche Funktionen. Im Gegenzug gibt es aber auch keine exklusiven Zusatzfunktionen aufgrund des “Pro Art brandings”.

asus proart x670e creator test 52

Auf Seiten der Performance gibt es keine Überraschungen. Ich nutze das Mainboard mit dem Ryzen 9 7950X, welcher sauber auf über 5,1Ghz und 230W Leistungsaufnahme taktet. Meine CPU-Kühllösung ist hier deutlich vor dem Mainboard am Limit.

Die MOSFETs bzw. die Kühlkörper um die CPU erwärmten sich dabei selbst bei konstanter Last lediglich überschaubar. Der Chipsatz selbst überschritt auch bei geringem Airflow nicht die 75 Grad Marke, was absolut unkritisch ist.

 

Fazit

Ich bin mit dem ASUS ProArt X670E-Creator WIFI absolut zufrieden! Das Mainboard läuft in meinem Techtest-PC absolut zuverlässig und stabil. Ich hatte mit keinerlei Abstürzen, unerwartetem Verhalten oder anderen Zickigkeiten Probleme. Mit Ausnahme der Steuerung der RGB Beleuchtung meines Corsair RAMs, welche bei mir nicht funktionierte.

Ansonsten war die Funktion des Mainboards absolut tadellos! Dabei ist das ASUS ProArt X670E-Creator WIFI hervorragend ausgestattet!

  • 2x USB 4 / Thunderbolt 4
  • 4x M.2 Slots
  • 1x 10Gbit LAN
  • 7x USB A 10Gbit
  • 1x USB C 20 Gbit mit 60W Power Delivery

Dies nur um ein paar der außergewöhnlichen Features des ProArt X670E-Creator WIFI zu nennen. Kaum ein anderes Mainboard mit X670E Chipsatz kann bei der Ausstattung des  ProArt X670E-Creator mithalten.

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Willst du möglichst viele Anschlüsse, dann ist das ProArt X670E-Creator das Ryzen 7000 Mainboard der Wahl.

Aber auch abseits der Ausstattung kann das Board überzeugen! So haben wir sämtliche OC Feature die du auch auf einem Gaming Board finden würdest, gute (wenn auch nicht völlig übertriebene) MOSFETs und eine saubere Kühlung.

Erwartest du allerdings ganz viele tolle “ProArt Feature”, dann muss ich dich etwas enttäuschen. Die ProArt Serie sind ASUS Mainboards die sich durch eine besonders große Port Ausstattung und Funktionsumfang auszeichnen, aber gerade was das Design angeht eher schlicht und professionell gehalten sind. Es gibt zwar eine ProArt Software, diese ist aber an sich nicht der Rede wert.

Das ASUS ProArt X670E-Creator WIFI ist ein super Mainboard, das bei mir perfekt läuft, welches sich auf eine möglichst große IO und Ausstattung konzentriert, aber auch nicht völlig “over the top” ist wie ASUS Extreme oder MSIs Godlike Serie.

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Der Preis mit 600-700€ ist dabei natürlich schon sehr saftig und aus meiner Sicht etwas zu hoch. Aber das gilt aktuell für alle X670E Mainboards, welche egal von welchem Hersteller preislich sehr saftig sind.

Suchst du aber möglichst viel IO, USB 4 / Thunderbolt 4 und 10Gbit LAN, dann ist das ASUS ProArt X670E-Creator WIFI klar deine beste Wahl!

 

Funktionieren die Apple AirPods Pro 2 mit Android Smartphones?

In meinem Test habe ich die Apple AirPods Pro 2 sehr hoch gelobt. Allerdings habe ich diese auch nur für iPhone- Nutzer empfehlen. Warum? Funktionieren die Apple AirPods Pro 2 nicht mit Android? Falls doch gibt es Einschränkungen?

funktionieren die apple airpods pro 2 mit android smartphones 2

Wollen wir dies doch einmal in einem kurzen Artikel klären!

 

Funktionieren die Apple AirPods Pro 2 mit Android Smartphones?

Ja die Apple AirPods Pro 2 funktionieren mit Android Smartphones! Das Verbinden ist an sich recht einfach.

  1. Du gehst bei deinem Android Smartphone in die Bluetooth Einstellung und startest eine Suche.
  2. Du öffnest den Deckel der AirPords Pro 2 und hälst die Taste auf der Rückseite der Ladebox gedrückt.
  3. Die LED auf der Front fängt an weiß zu blinken und die AirPods sollten von deinem Android Smartphone erkannt werden.
  4. Du wählst diese aus und verbindest sie.

Fertig!

 

Ist der Klang schlechter?

Grundsätzlich klingen die AirPods Pro 2 unter Android (hier mit dem Pixel 6 Pro getestet) nicht viel schlechter oder anders als am iPhone.

vergleich

Hier die Messung der Frequenzkurve und wir können sehen, diese ist +- identisch. Die generelle Klangsignatur ist also ähnlich bis gleich.

Am iPhone 14 Pro klingen die Apple AirPods Pro 2 etwas höher aufgelöst und teils etwas schärfer und sauberer in den Höhen, der Unterschied ist aber gering.

Die Ohrhörer klingen auch in Kombination mit einem Android Smartphone sehr gut.

 

ANC/Transparenz-Modus lässt sich nicht umschalten!

Beginnen wir mit den Einschränkungen. Die dickste ist sicherlich, dass du nicht den Betriebsmodus umschalten kannst.

Von Haus aus sind die AirPods Pro 2 im ANC Modus. Diesen kannst du unter Android nicht abschalten. Du kannst auch nicht in den Transparenz-Modus umschalten.

Willst du den Modus ändern, dann musst du die AirPods Pro 2 mit einem iPhone verbinden und dort den Modus ändern. Die letzte Einstellung wird von den AirPods gemerkt und auch unter Android gehalten.

 

Massive Verbindungsprobleme mit dem Pixel 6 Pro!

Leider hatte ich aber ein massives Verbindungsproblem in Kombination mit meinem Pixel 6 Pro. Nach 5-15 Minuten treten plötzlich Störgeräusche auf und danach kommt kein Ton mehr aus den Ohrhörern.

funktionieren die apple airpods pro 2 mit android smartphones 5

Angeblich sind diese weiterhin via Bluetooth verbunden und Musik wird gespielt, aber bis zu einem manuellen Trennen und neuem Verbinden geht nichts.

 

Fazit

Prinzipiell gehen die Apple AirPods Pro 2 schon in Kombination mit Android Smartphones. Dabei ist der Klang höchstens minimal schlechter und auch das ANC bleibt extrem gut.

Allerdings kannst du die Ohrhörer nicht vernünftig steuern! So kannst du unter Android ANC nicht umschalten oder den Transparenz-Modus aktivieren. Dies alleine ist schon fast ein NoGo.

funktionieren die apple airpods pro 2 mit android smartphones 6

Hinzu kommen kleinere Komfortpunkte wie eine verschlechterte Steuerung usw. Aber darüber könnte ich hinweg blicken.

Leider hatte ich allerdings auch in Kombination mit dem Pixel 6 Pro extreme Verbindungsprobleme, welche ich so mit keinen anderen Ohrhörern jemals hatte. Vielleicht ist dies ein spezielles Problem in Kombination mit dem Pixel, vielleicht auch nicht.

Die Apple AirPods Pro 2 sind zwar super Ohrhörer, trotz des extremen Preises, aber unter Android machen sie einfach keinen Spaß!

Kauft nicht das Pixel Case!

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Ich gehöre zu den Nutzern die eine Hülle auf ihrem Smartphone nutzen. Meist greife ich hier zu den Hüllen der Hersteller, da diese in der Regel eine sichere Wahl sind.

kauft nicht das pixel case 6

Allerdings von der Hülle des Pixel 6 Pro war ich so derartig enttäuscht, das ich hier eine kleine Warnung aussprechen möchte.

 

Die schlechteste Hülle die ich jemals genutzt habe (von Google)

Ich habe die Hüllen früherer Google Smartphones geliebt! Vor allem diese Hüllen mit Stoffbezug waren einfach toll. Diese Hüllen hat zwar Google mittlerweile aufgegeben, aber dennoch hatte ich mich auch beim Pixel 6 Pro für eine “original” Google Hülle entschieden, auch wenn ich diese nicht übermäßig optisch ansprechend fand.

Das Pixel 6 Pro Case war bzw. ist mit 29€ nicht übermäßig teuer und besteht laut Google aus “30 % recycelten Kunststoff”. Hier finde ich zwar traurig das man schon mit 30% so wirbt als wäre es eine große Sache, aber besser als nichts.

Leider hat diese Hülle die Zeit nicht gut überdauert.

  1. Die Hülle hat sich massiv verformt

Leider hat sich die Hülle vor allem um den USB C Port massiv verformt! So steht die Hülle hier auffällig hoch.

kauft nicht das pixel case 10 kauft nicht das pixel case 11

Dies sieht einfach dämlich und billig aus. Ähnliche Verformungen haben sich auch auf Höhe des Einschalters gebildet.

  1. Die innere Schicht löst sich

Auch wenn die Hülle extrem einfach aussieht, besteht diese tatsächlich aus zwei Teilen. Wir haben äußerlich eine weichere Kunststoffschicht und innerlich eine Art Hartkunststoffeinlage, welche die Form der Hülle halten soll.

kauft nicht das pixel case 4

Auch wenn ich die Hülle nicht oft abgenommen habe, hat sich dieser innere Teil angefangen zu lösen.

  1. Die Hülle hat mein Smartphone zerkratzt!

Apple stattet seine Hülle im Inneren mit einem weichen Stoff aus, um ein Zerkratzen deines Smartphones zu verhindern. Google hat genau das Gegenteil gemacht! Hier ist das Innere der Hülle härter als das Äußere.

In der Hülle hat sich bei mir nun immer mal wieder etwas Schmutz gesammelt, welcher dann zwischen Hülle und Smartphone gerieben hat.

kauft nicht das pixel case 8

Auch wenn es nicht leicht erkennbar ist, gibt es an den Rändern meines Pixel 6 Pro diverse Punkte und Abnutzungen!

Keine massiven Schäden, aber das Smartphone ist jetzt nicht mehr in einem “sehr guten” Zustand.

 

Ist das Pixel 7 Pro Case identisch?

Ich kann nicht zu 100% sagen ob das Gehäuse vom Pixel 7 Pro identisch zum Pixel 6 Pro ist. Es sieht aber sehr ähnlich aus!

Daher habe ich dieses nicht wieder gekauft und würde es auch nicht empfehlen!

 

Hüllen von Zagg besser?

Direkt gesagt freundlicherweise hat mir Zagg zwei seiner Hüllen für einen Artikel zur Verfügung gestellt. Es gibt natürlich hunderte Hüllen, wenn nicht sogar mehr fürs Pixel 7 Pro. Hier gibt es sicherlich auch viele sehr guter Modelle.

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An diesem Punkt schauen wir uns zwei Hüllen von Zagg an und was ich von ihnen halte.

 

Gear4 Havana, meine Hülle

Direkt gesagt, die Gear4 Havana ist die Hülle meiner Wahl. Die Gear4 Havana ist eine recht klassische Smartphone Hülle aus einer Art weichem Kunststoff.

Diese ist durchaus eher minimalistischer und kompakter gestaltet, trägt also nicht viel auf, ist aber auch gerade an den Kanten des Smartphones nicht zu dünn.

kauft nicht das pixel case 18

Dabei nutzt ZAGG auch ein 2-teiliges Design. So besteht der größte Teil der Hülle aus einem Stück. Lediglich am unteren und oberen Rand ist ein zusätzliches Material eingelassen und die Hülle generell etwas dicker.

ZAGG wirbt auch bei der Gear4 Havana mit einem 3-Meter-Fallschutz. So ist das eingelassene Material an den Ecken “D3O”, was wirklich ein spezielles Material ist, welches besonders gut darin ist Stöße abzufangen. (https://en.wikipedia.org/wiki/D3O)

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Ob nun dein Pixel 7 Pro jeden Sturz “bis zu 3 Meter” unbeschadet übersteht lasse ich mal dahingestellt, aber wir haben hier auf jeden Fall einen besseren Schutz als “nackt” und besser als bei dünnen 08/15 Hüllen.

Dabei ist das Gefühl in der Hand sehr gut! Die Ränder sind zwar komplett glatt, fühlen sich aber gut an und aufgrund des gummiartigen Materials ist der Gripp gut.

Auf der Rückseite der Hülle haben wir ein Rillen-Design, welches nur die Optik etwas auflockern soll.

ZAGG wirbt als kleinen Bonus mit einer antimikrobiellen Behandlung der Hülle.

Die Passform ist absolut tadellos, die Hülle sitzt ziemlich perfekt und lässt sich auch gut an und ablegen. Das Gefühl in der Hand ist top und gefühlt ist das Pixel 7 Pro kaum breiter.

Die Tasten des Smartphones sind sauber umgesetzt, wenn auch etwas straffer als ich es von einigen anderen Hüllen kenne.

 

Gear4 Milan

Das Gear4 Milan ist ein durchsichtiges Gehäuse fürs Pixel 7 Pro. Auf den ersten Blick könntest du zwar denken, dass dieses ein einfaches Silikon-Gehäuse ist, das ist aber nicht der Fall.

So besteht das Gehäuse aus einem “Hartkunststoff” und ist sogar härter als das Gear4 Havana! Spannenderweise wirbt ZAGG sogar hier mit einem 4 Meter Fallschutz. Erneut würde ich mich hierauf nicht verlassen, denn ob ein Smartphone einen Sturz überlebt, hängt von vielen Faktoren ab.

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Auch hier wird laut Hersteller wieder das D3O Material (https://en.wikipedia.org/wiki/D3O) verwendet. Rein subjektiv hätte ich aber der Havana einen besseren Sturzschutz zugetraut.

Das Gefühl in der Hand ist auch tadellos und die Hülle trägt nicht stark bzw. fast gar nicht auf.

Das Design mit dem Farbverlauf von Türkis zu Lila ist durchaus interessant, wird aber vermutlich auf dem weißen Pixel besser wirken.

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Allerdings bevorzuge ich das Havana aus einem anderen Grund. Das Milan sitzt extrem straff! Es ist super schwer die Hülle aufzuziehen und zu entfernen. Normalerweise entfernt man seine Hülle ja nicht täglich, von daher vermutlich kein Drama, aber dennoch ich finde es etwas unangenehm, sein Smartphone so in eine Hülle zu quetschen.

 

Fazit

Ich kann natürlich nicht zu 100% sagen, dass die Google Hülle für das Pixel 7 Pro furchtbar ist, aber nach meinen Erfahrungen mit der Hülle des Pixel 6 Pro kann ich von dieser nur abraten!

Das Pixel 7 Pro Case ist nichts Besonderes und selbst wenn Google die Probleme der Pixel 6 Pro Hülle behoben hat wird es Besseres auf dem Markt geben.

kauft nicht das pixel case 37

Und hier kann ich die ZAGG Gear4 Havana mit gutem Gewissen empfehlen. Diese bleibt erst einmal auf meinem Pixel 7 Pro. Die Hülle hat aus meiner Sicht eine sehr gute Mischung aus Schutz, Haptik und schlankem Design.

Zwischenzeitlich hatte ich auch die Spigen Liquid Air fürs Pixel 7 Pro, welche aus Sicht der Preis/Leistung auch eine spitzen Hülle ist! Suchst du was möglichst Günstiges, dann schau dir diese mal an.

Die ZAGG Gear4 Havana ist im direkten Vergleich aber nochmals etwas höherwertig und fasst sich noch etwas wertiger an.

Die ProGrade Digital CFexpress 2.0 Typ A Speicherkarte im Test, besser als Sony dank Metallgehäuse?

Wenn du eine aktuelle Sony High End Kamera hast, stehst du möglicherweise vor der Wahl, SD Karte oder CFexpress.

So akzeptieren einige neuere Sony Kameras beide Typen von Speicherkarten. An sich erst einmal super, aber Sony hat sich entschieden bei seinen Kameras auf CFexpress Typ A Speicherkarten zu setzen. Canon, Nikon und alle anderen Hersteller hingegen nutzen CFexpress Typ B Speicherkarten, welche deutlich günstiger und noch schneller sind.

prograde digital cfexpress 2.0 typ a speicherkarte im test 13

CFexpress Typ A Speicherkarten bekommst du derzeit mehr oder weniger nur von Sony. Allerdings hat nun auch Lexar und ProGrade ihre ersten CFexpress Typ A Speicherkarten auf den Markt gebracht.

Allerdings wer auf viel günstigere Preise gehofft hat, den muss ich enttäuschen. Gerade die ProGrade Digital CFexpress 2.0 Typ A Speicherkarte ist sogar teurer als das Sony Modell!

Aber ist die ProGrade denn auch besser als die Sony? So hatte die Sony CEA-G160 gerade mit dem Überhitzen sehr zu kämpfen. Wie steht es hier um die ProGrade Digital CFexpress 2.0 Typ A Speicherkarte?

 

Was ist CFexpress?

CFexpress ist eine Weiterentwicklung des alten CF Speicherkarten Formats. So setzt CFexpress auf eine PCIe Anbindung an deine Kamera. Ja CFexpress Speicherkarten nutzt die gleiche Verbindung wie eine moderne PC SSD oder Grafikkarte.

Dabei gibt es allerdings genau genommen sogar drei Typen CFexpress Speicherkarten.

Typ Abmessungen PCIe Lanes Max Datenrate
A 20 x 28 x 2,8 mm 1 985 MB/s
B 38,5 x 29,8 x 3,8 mm 2 1969 MB/s
C 54 x 74 x 4,8 mm 4 3938 MB/s

Sony nutzt die kleinsten CFexpress Speicherkarten, den Typen A. Nikon, Canon usw. hingegen nutzen die etwas schnelleren, aber größeren Typ B Karten.

CFexpress Typ B Speicherkarten sind in der Regel nur M.2 2230 SSDs in einem speziellen Gehäuse.

CFexpress Typ A Speicherkarten hingegen sind aufgrund der sehr kleinen Abmessungen etwas spezieller.

Dabei liegt das theoretische maximal Tempo des CFexpress Typ A Formfaktors bei 985 MB/s, was auf dem Papier das Maximum ist was der PCIe 3.0 x1 Standard erreichen kann.

 

Die ProGrade Digital CFexpress 2.0 Typ A Speicherkarte im Test

Auf den ersten Blick fällt bei der ProGrade CFexpress 2.0 Typ A Speicherkarte verglichen mit der Sony CEA-G160 ein großer Unterschied auf.

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So nutzt ProGrade ein Gehäuse aus Metall! Dies ist etwas, was mich sehr hoffnungsvoll stimmt, denn die Sony CEA-G160 hatte große Temperatur-Probleme. Ein Metallgehäuse könnte die Wärmeabfuhr etwas verbessern oder zumindest mehr Wärme “puffern”.

prograde digital cfexpress 2.0 typ a speicherkarte im test 4

Hierdurch macht die ProGrade klar einen besseren und wertigeren Eindruck als die Sony!

Auch das Label der Speicherkarte wirkt hochwertig und die Verpackung ist wunderbar minimalistisch.

 

Bis zu 821MB/s

ProGrade wirbt bei seiner CFexpress 2.0 Typ A Speicherkarte mit bis zu 800MB/s lesend und 700MB/s schreibend.

Schauen wir uns einmal den CrystalDiskMark Benchmark in Kombination mit dem Sony CF-Express Reader an.

prograde digital cfexpress 2.0 typ a speicherkarte crystaldiskmark

Hier kommen wir auf bis zu 821,22 MB/s lesend und 716,95 MB/s schreibend. Dies sind fast 1 zu 1 die Werte der Sony CEA-G160, welche ebenfalls mit 800/700 MB/s beworben wird.

 

Konstante Leistung und eine heiße Sache?

Ein “großes” Problem der Sony CEA-G160 war die Hitzeentwicklung. Schreibst du oder liest du konstant von der Sony CEA-G160, dann wird diese überhitzen, ca. 81 Grad erreichen und sich drosseln. Dies ist auch nicht überraschend, denn wir haben hier sehr viel Leistung auf sehr kleinem Raum.

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Zudem schafft die Sony Speicherkarte auch nicht konstant die vollen 700MB/s, sondern wird ihre Leistung auch unabhängig etwas reduzieren. Dies ist ein weitestgehend normales Verhalten von SSDs.

Schauen wir uns aber erst einmal das Ausmaß der Drosselung bei der Sony CEA-G160 an, um eine Referenz zu haben.

sony speicherkarte kopie

Wir können hier sehen das sich die Sony CEA-G160 nach ca. 43GB geschrieben Daten in immer kürzeren Abständen aufgrund der Temperatur drosselt. Die Datenrate beim Lesen blieb sogar konstant auf einem gedrosselten Level.

Machen wir nun den gleichen Test mit der ProGrade Digital CFexpress 2.0 Typ A Speicherkarte.

progradespeicherkarte kopie

Auch die ProGrade hat Temperatur-Probleme. Diese verhalten sich aber etwas anders als bei Sony. So überhitzt die Speicherkarte beim Schreiben deutlich später und weniger.

Dafür bleibt aber die Datenrate beim Lesen, der Lesetest wird direkt im Anschluss des Schreibtests gestartet, es gibt also keine Zeit abzukühlen, etwas niedriger als bei Sony.

Die Sony CEA-G160 hat eine Zieltemperatur von 81 Grad. Werden diese erreicht, dann wird die Speicherkarte gedrosselt.

Die ProGrade scheint beim Schreiben ebenfalls eine Zieltemperatur von 81 Grad zu haben, allerdings beim Lesen von 78 Grad. Interessant!

 

Was bedeutet dies in der Praxis?

Was bedeuten die Temperatur-Probleme aber in der Praxis? Nicht viel ist hier wohl die Antwort.

8K Video der Sony Alpha 1 in der höchsten Qualität (520M 4:2:2 10 Bit) hat 3,75GB pro Minute. 3750 MB / 60 = 62,5 MB pro Sekunde 8K Video.

Dies schaffen CFexpress Speicherkarte und selbst SD-Speicherkarten völlig entspannt. Es kann beim Aufnehmen von Videos zu Peaks beim Schreiben kommen, daher ist es hier generell wichtig, dass deine Speicherkarte etwas Reserven hat.

Allerdings sind wir selbst im Überhitzen Modus noch im Faktor 4-5 oberhalb der theoretischen Datenrate. Zudem würde die Speicherkarte hier auch einfach nicht überhitzen.

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Wo wir eventuell Einschränkungen sehen könnten, wäre bei extremen Serien-Bildern. Bleiben wir bei der Sony Alpha 1, 30 Bilder/s * 50 MB pro RAW = 1500 MB/s.

Hier könnten wir die Speicherkarte zum Überhitzen bringen. Aber hierfür müsstest du über ca. 50 Sekunden bei der ProGrade Speicherkarte den Finger bei 30 Bilder/s konstant auf dem Abzug lassen. Du würdest dann 1500 Bilder in diesen 50 Sekunden machen.

Wie realistisch das ist, überlasse ich deiner Einschätzung.

Ich hatte in der Praxis keine Situation, wo ich mir dachte “hey meine Speicherkarte ist aber gerade langsam geworden”. Zumindest in der Kamera!

Es gibt in der Praxis doch einen Punkt, wo ich das Temperatur-Problem merke, das ist beim Herunterkopieren von Daten.

Hier drosseln sich sowohl die Sony wie auch die ProGrade sehr stark! Hier die Datenrate beim Kopieren von 145 GB RAW Bildern:

temperatur sony

temperatur pro 2

Hier können wir wunderbar sehen, wie stark die Datenrate beim Auslesen der Bilder einbricht, aufgrund der Temperatur.

Die ProGrade braucht wie schon bei den anderen Tests etwas länger sich aufzuheißen, bricht dann aber wie die Sony stark ein.

datenrate

Ist dies ein Weltuntergang? Das kommt etwas auf dich an. Es ist nicht optimal, aber es scheint eine Limitierung des CFexpress Typ A Standards zu sein.

 

Wer ist ProGrade?

ProGrade ist auf dem deutschen Markt eher ein etwas unbekannterer Hersteller. Allerdings sind diese in die “erste Klasse” einzuordnen was Qualität angeht.

ProGrade ist ein inoffizieller Nachfolger von Lexar. So gehörte Lexar von 2006 bis 2017 dem amerikanischen Hersteller Micron/Crucial. 2017 wurden diese allerdings an den chinesischen Hersteller Longsys verkauft.

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Einige ehemalige Mitarbeiter in den USA haben im Zuge der Lexar Übernahme das Unternehmen verlassen und ProGrade gegründet.

Quelle: https://www.dpreview.com/news/1862849911/ex-lexar-execs-have-launched-a-new-memory-card-company-here-s-why-you-should-care

ProGrade konzentriert sich dabei nach eigenen Angaben primär auf High End Speicherkarten für den professionellen Einsatz. ProGrade Speicherkarten sind tendenziell etwas teuer, sollen aber höherwertigen Flash Speicher nutzen.

Solche Versprechen kann ich nicht nachprüfen, zumal es Flash Speicher für Speicherkarten in sehr verschiedenen Qualitäten gibt, von Schrott, der wenige hunderte Zyklen schafft, bis “SSD Grade” Flash Zellen.

Allerdings hat ProGrade in den USA einen sehr guten Ruf und zählt dort zu den Top Herstellern, was die Zuverlässigkeit angeht.

 

Im Kern eine NVME SSD

CFexpress Speicherkarten sind im Kern eine NVME SSD. Dies bringt neben der hohen Leistung weitere Vorteile mit sich.

So kannst du den Zustand der Speicherkarte mit Programmen wie CrystalDiskMark auslesen.

screenshot 2022 08 22 160206

So kannst du sehr gut überwachen wie viele Zyklen die Speicherkarte schon hinter sich hat, eine Einschätzung sehen, wie gesund die Karte ist usw. So etwas kannst du bei einer normalen SD-Karte nicht sehen.

Allerdings wird die Speicherkarte von deinem PC nicht als Speicherkarte erkannt, sondern als externe SSD.

Dies kann manche Programme etwas überfordern. Beispielsweise der Adobe Photo Downloader kann Bilder nur von “Speicherkarten” importieren, die auch als Speicherkarten erkannt werden.

Ich könnte mir vorstellen, dass es auch noch andere Programme gibt, bei denen dies ein Problem ist. Hier ist diese Speicherkarte aber nicht alleine! Dies ist ein generelles “Problem” von CF-Express Speicherkarten.

 

In Wirklichkeit 256GB

CFexpress Speicherkarten des Typ A haben komische Kapazitäten. So haben wir derzeit nur 80GB und 160GB Speicherkarten. Komisch für Flash Speicher. Allerdings hat dies einen Grund.

80GB = 128GB

160GB = 256GB

Die 80GB CFexpress Typ A Speicherkarten besitzen in Wirklichkeit 128GB Flash Speicher und die 160GB Version 256GB. Du kannst aber nur 80GB/160GB bzw. bei der 160GB Version 149GB nutzen.

Die Hersteller nutzen bei CFexpress Speicherkarten einen sehr aggressiven SLC-Cache um die Schreibleistung und Haltbarkeit zu verbessern. Hierfür wird ein Teil der verfügbaren Kapazität intern reserviert.

Ähnliches sehen wir bei absoluten High End SSDs im Server-Bereich.

Es gibt zwar bei den ganzen Speicherkarten kein Haltbarkeits-Rating, aber ich würde erwarten, dass die CFexpress Speicherkarten vermutlich zu den haltbarsten Speicherkarten aktuell auf dem Markt zählen.

Dies nur als Erklärung, warum wir hier so komische Kapazitäten haben.

 

Fazit

Die ProGrade Digital CFexpress 2.0 Typ A Speicherkarte ist tendenziell etwas besser als Sonys eigene Sony CEA-G160 Speicherkarte.

Was Datenrate und auch die generelle Kompatibilität betrifft gibt es zwischen den beiden kaum bis keinen Unterschied. So erreichte ich mit der ProGrade Speicherkarte bis zu 821,22 MB/s lesend und 716,95 MB/s schreibend.

Damit werden die Herstellerangaben erfüllt! Probleme mit der Speicherkarte in meiner Kamera hatte ich überhaupt keine. Diese wird sauber erkannt und es gab auch keine “Speicherfehler” oder ähnliches, zumindest sind mir bisher keine begegnet.

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ProGrade kämpft aber auch mit einem Problem, der Hitze. 800MB/s auf der Fläche kleiner einer SD-Karte ist eine heiße Angelegenheit!

So überhitzen alle CFexpress 2.0 Typ A Speicherkarten, die mir bisher begegnet sind, wenn du diese konstant zu 100% belastest. In der der Kamera ist dies kein Problem, aber beim Auslesen der Daten kannst du merken, dass es zum Einbruch der Leserate kommt.

Hier ist die ProGrade tendenziell etwas besser als die Sony! So ist die Sony CEA-G160 komplett aus Kunststoff gebaut und überhitzt schneller und stärker.

Die ProGrade CFexpress 2.0 Typ A Speicherkarte hingegen ist aus Metall! Dies wirkt nicht nur hochwertiger, sondern verbessert die Wärmeabfuhr. Hierdurch überhitzt die Speicherkarte weniger stark und hält länger ein hohes Tempo.

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Unterm Strich hätte ich mir schon gewünscht, dass Sony CFexpress Typ B Karten nutzt. Dies ist aber nicht der Fall, daher müssen wir mit dem arbeiten, was es gibt.

Zwar ist der Unterschied zwischen der ProGrade CFexpress 2.0 Typ A Speicherkarte und der Sony CEA-G160 sehr gering, aber dennoch kann ich sagen, dass die ProGrad die beste Typ A Speicherkarte ist, die ich bisher in den Fingern hatte!

Das KOVOL Sprint 140W PD KV-PC019 im Test, 140W via USB C!

USB-C Ports haben gängigerweise eine maximale Leistung von 100W. Allerdings nach dem neusten “Update” des Power Delivery Standards sind auch Leistungen über 100W durchaus möglich.

Dies ist für größere Notebooks gedacht, um auch diese via USB-C vernünftig versorgen zu können. Bisher gibt es hier allerdings recht wenig Zubehör und abseits der großen MacBook Pros auch wenige Modelle die dies nutzen.

Genau genommen kenne ich bisher nur die Anker 737 Powerbank. Bisher, denn mit dem KOVOL Sprint 140W PD kommt nun das erste USB Power Delivery Ladegerät mit 140W dazu.

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KOVOL sagt dir vielleicht im ersten Moment als Marke nichts. Allerdings ist KOVOL der Fertiger, der hinter vielen Ladegeräten bekannter Marken alla RAVPower usw. steht. Daher gibt es hier auch gewisse Ähnlichkeiten.

Das macht aber das neue KOVOL Sprint 140W PD KV-PC019 umso spannender. Wollen wir uns das 140W USB C Ladegerät doch einmal im Test ansehen.

An dieser Stelle vielen Dank an KOVOL für das Zurverfügungstellen des Sprint 140W PD für diesen Test.

 

Das KOVOL Sprint 140W PD KV-PC019 im Test

KOVOL setzt beim Sprint 140W PD auf den klassischen “Steckdosen-Adapter” Style. Allerdings aufgrund der Leistung von bis zu 140W ist das Netzteil/Ladegerät durchaus etwas größer und massiver gebaut.

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So misst das Ladegerät 69 x 87 x 33 mm und bringt genau 300g auf die Waage.

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Damit ist das Ladegerät sicherlich nicht winzig, aber auch in Anbetracht der Leistung nicht zu groß. Dabei ist das Gehäuse qualitativ mehr als gut! Dieses besteht aus einem einfachen, aber hochwertigen Kunststoff.

 

Die Anschlüsse

Das KOVOL Sprint 140W PD verfügt über zwei USB Ports.

  • 1x USB A – 18W Quick Charge
  • 1x USB C – 140W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A

Das KOVOL Sprint verfügt erfreulicherweise neben seinem USB C Port auch über einen USB A Port. Dieser ist ein klassischer USB A mit Quick Charge. Ideal für ältere Smartphones oder kleinere Geräte wie Ohrhörer usw.

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Der Star der Show ist aber natürlich der USB C Port. Der USB C Port verfügt über 140W Leistung! Wir haben hier zunächst die bekannten Leistungsstufen, also 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A und 20V/5A.

Zudem haben wir eine 28V/5A Stufe oberhalb der 20V Stufe. Hast du ein “altes” Gerät, dann kannst du es natürlich auch am KOVOL Sprint laden. Dieses wird die 28V Stufe einfach ignorieren.

Neuere High Power Geräte wie das MacBook Pro 16 hingegen könnten die 28V/5A Stufe für das volle Ladetempo nutzen.

 

Drosselung bei Nutzung beider Ports

Das KOVOL Sprint 140W PD kann auf seinem USB C Port bis zu 140W liefern. Allerdings liegt die maximale Leistung des Ladegerätes auch bei 140W. Was passiert also, wenn du beide USB Ports nutzt?

Nutzt den den USB A Port, dann wird der USB C Port gedrosselt. Wie stark wird dieser gedrosselt?

  • 5V/3A
  • 9V/3A
  • 12V/3A
  • 15V/3A
  • 20V/5A
  • 28V/4,29A

Lediglich die 28V Stufe wird von 5A (140W) auf 4,29A (120W) gedrosselt.

 

Mit PPS

Erfreulicherweise unterstützt das KOVOL Sprint 140W PD auch den PPS Standard.

  • 3,3-11V/3A

Hier ist es aber etwas überraschend, dass wir nur 3,3-11V bei nur 3A haben. Dies ist fürs S22  usw. völlig okay, aber z.B. das S22 Ultra von Samsung würde nicht mit vollem Tempo am KOVOL Sprint laden.

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PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/SS Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des SS2 Ultra. Ein S21 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 25W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Der Belastungstest

Wie üblich belaste ich alle Ladegeräte, die ich im Test habe, ca. 6 Stunden lang mit 100% der vom Hersteller angegebenen Last.

In diesem Fall habe ich das Ladegerät also mit 140W bzw. 28V/5A belastet. Wichtig hierfür benötigt es neben einem passenden USB PD Trigger auch ein spezielles Kabel!

Normale USB C Kabel, auch die 100W Kabel, funktionieren nicht mit der 28V Stufe! Diese kannst du natürlich auch am KOVOL Sprint 140W PD weiterverwenden, dann ist das Ladetempo auf 100W bzw. 60W limitiert.

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Erfreulicherweise hat das KOVOL Sprint 140W PD keine Probleme damit seine Leistung konstant abzugeben.

Dabei erwärmte sich das Ladegerät lediglich auf +- 70 Grad. Für solch ein Ladegerät sind 70 Grad unproblematisch.

 

Das Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++

 

+++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
+ = flottes Ladetempo zu erwarten
0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
– = Langsames Ladetempo zu erwarten
— = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Wir haben beim KOVOL Sprint 140W PD einen 140W USB C Port mit PPS. Für Smartphones wie das iPhone, die Google Pixel oder Samsung S20/S21/S22 Serie ist dies fast schon übertrieben.

Du kannst Smartphones ohne Probleme auch an dem 140W Port laden, hier wird nichts “überladen”, aber in der Regel wird das KOVOL Sprint 140W PD hier nicht schneller sein als ein 08/15 30W Ladegerät.

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Lediglich das S22 Ultra kannst du aufgrund der recht kleinen PPS Stufe nicht mit den vollen 40W laden.

Das KOVOL Sprint ist natürlich primär für große Notebooks wie die Apple MacBook Pros 14/16 mit M1 Chip gedacht, welche auch mit den vollen 140W geladen werden können.

Wichtig, einige Dell Notebooks nutzen ein 140W oder 120W USB C Ladegerät. Diese Notebooks kannst du in der Regel nicht mit 100W+ am KOVOL Sprint laden! Dell nutzt bei diesen nicht den offiziellen Power Delivery Standard, sondern einen Proprietären Standard, welcher nur in einem gewissen Rahmen zu USB PD kompatibel ist.

Du kannst natürlich Dell XPS Notebooks und Co. am KOVOL Sprint laden, aber halt nicht zwingend mit vollem Tempo. Hierfür kann aber das Ladegerät nichts.

 

Die Effizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Effizienz zu sprechen.

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Diese fällt etwas schwächer aus. Gerade bei geringer Last erreichen wir lediglich um die 70%. Allerdings ist dies auch nicht ganz überraschend, denn die meisten Hochleistungsladegeräte tun sich mit solchen geringen Lasten etwas schwer. Bei 100W Last, erreichten wir 90,8%, was gut ist!

Bei den vollen 140W, 28V/5A, erreichen wir sogar eine Effizienz von 91,6%, was sehr gut ist.

 

Fazit

Du suchst ein absolutes High End USB C Ladegerät mit 100W oder vielleicht sogar etwas mehr, für dein Apple MacBook Pro oder Anker 737 Powerbank?

Dann ist das KOVOL Sprint 140W PD ein super spannendes Modell. Das wichtige ist hier natürlich der 140W USB C Port mit der 28V Stufe. Aktuell sind solche Ladegeräte noch extrem selten.

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Es gibt zwar auch noch wenige Geräte die solch eine Leistung nutzen können, hast du aber so eins ist das KOVOL Sprint natürlich auch Gold wert! Aber selbst wenn du „nur“ 100W USB-C Geräte, Powerbanks usw. hast, ist das eine klasse Wahl.

Das Ladegerät zeigte sich im Test sehr solide und gut gebaut. Auch die Effizienz und Hitzeentwicklung ist bei höherer Last unproblematisch.

Lediglich bei sehr geringer Last ist die Effizienz des Ladegerätes nicht gut. Das ist etwas schade, falls du mal dein Smartphone an dem KOVOL Sprint laden möchtest, aber 70% sind hier auch nicht absolut furchtbar.

Unterm Strich ist das KOVOL Sprint mit seinem 140W USB C Port und seinem zusätzlichen 18W USB A Port ein exotisches, aber sehr gutes USB C Ladegerät, falls du etwas mehr Power suchst.

Mini Powerbank mit guter Leistung! Zendure Power Bank 20W PD 5000mAh im Test

Powerbanks sind gemacht portable zu sein. Allerdings werden Powerbanks gefühlt immer größer. Es gibt zwar diverse Mini-Powerbanks, aber diese sind meist recht leistungsschwach.

Meist, aber nicht immer, wie die Zendure Power Bank 20W beweist. Wir haben hier eine super kompakte 5000mAh Powerbank, mit 20W USB C Eingang und Ausgang.

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Dies ist ein sehr seltener Anblick. Aber wie gut funktioniert dies in der Praxis? Kann hier die Powerbank überzeugen? Reichen 5000mAh Kapazität? Wie hoch ist die Kapazität in der Praxis und wie lange dauert das Laden?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Zendure Power Bank 20W mit 5000mAh im Test

Das Wichtigste an dieser Zendure Powerbank sind natürlich die Abmessungen. Mit 109 x 26 x 27 mm ist die Powerbank wunderbar taschenfreundlich. Auch das Gewicht ist mit 107g angenehm niedrig.

zendure power bank 20w pd 5000mah test 1

Dabei setzt Zendure auf ein sehr schickes und außergewöhnliches Gehäuse. Dieses sieht nicht nur schick aus, sondern fühlt sich auch überdurchschnittlich hochwertig an.

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir 1x USB A und 1x USB C

  • 1x USB C Power Delivery 20W
  • 1x USB A “Zen+ 2.0” Quick Charge 18W

Wir haben in dieser 5000mAh Powerbank sowohl einen Quick Charge Port, wie aber auch einen USB Power Delivery Port. Für solch eine kleine Powerbank ist dies beeindruckend!

zendure power bank 20w pd 5000mah test 2

Wir können allerdings nicht beide Ports gleichzeitig mit dem vollen Tempo nutzen, was aber auch nicht überrascht. Nutzt du beide Ports gleichzeitig, dann werden diese deutlich gedrosselt.

Der USB C Port dient natürlich auch als Eingang zum Laden der Powerbank mit bis zu 12W! Auf der Eingangsseite werden also keine Schnellladestandards unterstützt.

 

Die Kapazität

Zendure wirbt bei dieser Powerbank mit einer Kapazität von 5000mAh. Dies ist nicht viel! Dies wird bei einem modernen Smartphone aller S22 Ultra und Ähnlichem nicht ausreichen, um diese von 0% auf 100% zu laden.

Allerdings eine 0% auf 80% Ladung sollte immer möglich sein, wenn denn die 5000mAh auch in der Praxis erreicht werden.

Wh mAh % der Ha
5V/1A 14,913 4031 81%
9V/1A 14,295 3864 77%
9V/2A 7,702 2082 42%

Hier gibt es aber ein paar interessante Beobachtungen. Bei 5V/1A und 9V/1A Last via USB C erreicht die Powerbank 14,x Wh bzw. Um die 4000mAh, was okay ist.

Bei 9V/2A komme ich aber gerade einmal auf 7,7Wh bzw. 2081mAh. Und ja diesen Test habe ich mehrfach wiederholt, um einen Fehler auszuschließen!

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Woher kommt dieser krasse Kapazitätsunterschied je nach Last? Sehr gute Frage! Einerseits wird die Elektronik der Powerbank hier mehr ans Limit gebracht. Entsprechend wird dieser weniger effizient arbeiten (die Powerbank wird bei dieser Last auch gut heiß).

Zudem wird auch die Akku-Zelle eventuell ans Limit gebracht. 18W bzw. 20W entspricht bei einer Spannung von 3,7V ca. 5,4A, was nicht wenig ist. Leider habe ich keine Ahnung was hier im Inneren für eine Zelle verbaut ist. Diese wird aber tendenziell eher auf hohe Kapazität als auf hohe Leistungsfähigkeit getrimmt sein.

Daher würde es mich nicht wundern, wenn es hier bei solch einer hohen Last zu einem Spannungsabfall kommt, weshalb die Zelle vorzeitig als leer deklariert wird und das Entladen stoppt.

 

IPhone von 0% auf 24%

Aber was bedeutet das in der Praxis? Hier habe ich ein iPhone 13 Pro Max an die Zendure Power Bank 20W PD 5000mAh gehängt, via USB C.

Das Ergebnis? Die Zendure konnte das iPhone von 0% auf 24% laden. Ja dieses Ergebnis können wir nicht schönreden, das ist einfach schwach.

 

Ladedauer

Wir haben zwar einen 20W USB C Ausgang, allerdings wirbt Zendure mit maximal 12W als Eingang. Dies ist nicht verwunderlich, in der Regel kannst du Akkus langsamer laden als entladen und 20W wären für eine Zelle schon sportlich.

Aber welches Ladetempo erreichen wir in der Praxis?

bild2

In der Praxis konnte ich bis zu 13,5W messen, was in einer Ladedauer von ziemlich genau 2 Stunden für eine 0% auf 100% Ladung resultiert.

 

Fazit

An sich ist die Zendure Power Bank 20W PD 5000mAh Mini Powerbank sicherlich superspannend! Diese ist sehr kompakt, handlich und leistungsstark. Dies ist eine Powerbank die sich viele wünschen würden, gerade aufgrund des 20W USB C Ports.

Allerdings hat diese in der Praxis einige Limitierungen! Vor allem ist die Kapazität ist problematisch. So ist die Basis Kapazität von 5000mAh “okay”. Ich konnte in der Praxis bis zu 4000mAh messen, wenn du die Powerbank langsam entlädst!

zendure power bank 20w pd 5000mah test 11

Beim Entladen mit 9V/2,2A sinkt die Kapazität massiv! So konnte ich in der Praxis lediglich eine 0% auf 24% Ladung beim iPhone 13 Pro Max erreichen. Dies ist schon etwas wenig.

Dies ist auch der Grund warum ich mich mit einer Empfehlung etwas schwer tue. An sich ist dies eine schöne Powerbank, aber für mich wäre die Kapazität beim Schnellladen einfach zu niedrig. Hier bringt mir der kleine Formfaktor auch nur bedingt etwas, wenn ich mein Smartphone nur um 25% bis vielleicht 50% bei kleineren Modellen laden kann.

Zendure Power Bank 20W PD 5000mAh Mini Powerbank, 1 USB-C und 1 USB-A...

  • Superkompakter Formfaktor
  • Sehr gute Haptik
  • Schicke Optik
  • 20W USB C Ausgang
  • In 2 Stunden von 0% auf 100%
  • Kapazität extrem niedrig beim Schnellladen!
  • Hohe Hitzeentwicklung beim Schnellladen