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Das TAIFU USB C 100W KFZ Ladegerät im Test, ein besonderes KFZ Ladegerät!

USB C KFZ Ladegeräte mit hoher Leistung sind recht selten. Dies hat auch einen einfachen Grund: Temperatur.

Ein 100W USB C KFZ Ladegerät muss satte 8,x A verarbeiten und dies in der Regel auf einem sehr kleinen Raum. Das TAIFU USB C 100W Ladegerät geht hier einen etwas anderen Weg. So setzt dieses auf ein “Notebook-Ladegeräte” Design.

Das Ladegerät wird entsprechend über ein Kabel in den Zigarettenanzünder gesteckt und das eigentliche Ladegerät ist “extern”.

Dies sollte die hohe Leistung mit weniger Temperatur-Problemen erlauben. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier das TAIFU USB C 100W Ladegerät überzeugen?

Finden wir es im Test heraus!

 

Das TAIFU USB C 100W KFZ Ladegerät im Test

Das TAIFU USB C 100W KFZ Ladegerät setzt für ein Auto-Ladegerät auf ein sehr ungewöhnliches Design.

So hast du hier den üblichen KFZ Zigarettenanzünder Stecker an einem ca. 65 cm langen Kabel. Dieses ist mit einer kleinen schwarzen Box verbunden, welche das eigentliche Ladegerät darstellt.

An dem Ladegerät ist ein USB C Kabel angeschlossen (fest verbunden), mit einer Länge von ca. 165 cm.

Das Ladegerät selbst misst 38 x 28 x 91 mm und erinnert mich vom Design etwas an das KFD 100W USB C Netzteil. Grundsätzlich macht das Ladegerät und auch das Kabel einen ordentlichen Eindruck.

 

12V und 24V

Viele KFZ Ladegeräte mit hoher Leistung tricksen etwas. Diese können die hohe Leistung mit der sie werben nur in Fahrzeugen mit einer Bordspannung von 24V abrufen.

Zum Thema 12V und 24V bei KFZ Ladegeräten habe ich bereits geschrieben.

Ganz blöd gesagt, ein 100W USB C Power Delivery Ladegegerät sollte 5V/9V/12V/15V und 20V beherrschen. Die Bordspannung in einem 12V PKW ist 12-14V. Um daraus nun die anderen Spannungen zu machen sind zwei Module notwendig, eins das die Spannung absenken kann und eins das diese anheben kann.

Letzteres sparen sich viele KFZ Ladegerät, aus Platz und Temperatur-Gründen.

Das TAIFU USB C 100W KFZ Ladegerät kann allerdings seine ganze Leistung bei 12V oder 24V abrufen!

 

Der USB C Port

Das TAIFU USB C 100W KFZ Ladegerät verfügt über genau einen USB-C Stecker. Dieser unterstützt den USB Power Delivery Standard mit bis zu 100W.

USB C Power Delivery 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A

USB Power Delivery ist dabei der am meisten genutzte Ladestandard, welcher sowohl für Smartphones wie auch für größere Geräte wie Notebooks geeignet ist.

PPS wird im übrigen nicht unterstützt!

 

Funktioniert es in der Praxis?

Kleine Info vorweg, Diagramme in diesem Test gehen nur bis 60W. Da ich für genauere Messwerte das TAIFU USB C 100W KFZ Ladegerät an einem Labor-Netzteil genutzt habe, so das ich Leistungsaufnahme usw. auszeichnen kann. Mein Labornetzteil geht aber nur bis 6A Ausgangsstrom, weshalb ich auf +- 60W limitiert war.

Allerdings habe ich das Ladegerät auch bei voller Leistung direkt in einem Auto und auch an einer Autobatterie getestet.

Hier können wir es kurz machen, es funktioniert wie es soll. In meinem Test verhielt sich das Ladegerät an einem MacBook Pro 13 M1, Dell XPS 13, Pixel 7 Pro und diversen Powerbanks absolut unproblematisch.

Auch die Hitzeentwicklung war überschaubar. Klar wir haben hier eine DC zu DC Wandlung, welche deutlich effizienter ist.

 

Spannungsstabilität

Schauen wir uns einmal die Spannungsstabilität an.

Die Spannungsstabilität sieht gut aus! Wir haben einen leichten Spannungsabfall unter Last, aber wir müssen bedenken, dass wir hier ein 1,65m Kabel integriert haben. Dieses sorgt für einen gewissen Spannungsabfall. Dafür ist die Spannung sehr schön stabil.

 

Effizienz

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Effizienz.

Die Effizienz des Ladegerätes ist mit bis zu 94,1% fantastisch! Aber dies ist von einem DC zu DC Ladegerät nicht anders zu erwarten.

 

Fazit

Das TAIFU USB C 100W KFZ Ladegerät macht genau das was es soll. Du kannst ein Gerät mit bis zu 100W über den USB Power Delivery Standard laden und das in deinem Auto.

Dabei funktioniert das TAIFU Ladegerät mit der vollen Leistung in 12V oder 24V Bordnetzen.

Aufgrund des “externen” Designs ist hier auch die Hitzeentwicklung kein großes Problem. Zudem ist die Effizienz des Ladegerätes mit bis zu 94,1% stark.

Kurzum, ja das TAIFU USB C 100W KFZ Ladegerät taugt! Etwas schade ist lediglich das PPS fehlt.

TAIFU Dell Inspiron 17 16 15 14 USB C 100W KFZ Netzteil Ladekabel für...

  • Unproblematische Hitzeentwicklung
  • 100W USB C Power Delivery
  • Ausreichend langes Kabel
  • Ordentliche Spannungsstabilität
  • Gute Effizienz
  • Kein PPS
  • Recht Platzintensiv, verglichen mit herkömmlichen KFZ Ladegeräten

Test: Tuxedo InfinityBook Pro 16 – Gen7, das Traum-Linux Notebook!

Der Linux Notebook Profi Tuxedo hat mit dem InfinityBook Pro 16 – Gen7 eine neue Version seines kompakten aber Leistungsstarken 16 Zöller auf den Markt gebracht.

Dieses setzt auf die großen Intel 12. Gen CPUs und optional eine Nvidia RTX 3070. Alles in einem 17 mm dünnen und 1,5 kg leichten Magnesiumgehäuse.

Wir haben hier also potenziell ein super portables aber Leistungsstarkes Notebook vor uns. Wollen wir uns dies doch einmal im Test ansehen.

Kann das Tuxedo InfinityBook Pro 16 – Gen7 überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Tuxedo für das Ausleihen dieses Notebooks für den Test.

 

Test: Tuxedo InfinityBook Pro 16 – Gen7

Sicherlich das größte Highlight am InfinityBook Pro 16 – Gen7 ist das Gehäuse. Dieses besteht aus Magnesium und ist mit 1,5 Kg für ein 16 Zoll Notebook mit dieser Hardware sehr leicht.

Zum Vergleich, ein Dell XPS 15 9520 mit vergleichbarer Hardware kommt auf 2,1 Kg.

Auch ist das InfinityBook Pro 16 mit 17 mm sehr dünn! Dünner als das Dell XPS 15. Dabei setzt aber Tuxedo auf eine volle Anschluss-Ausstattung. Folgende Ports finden sich am Notebook:

  • 1x USB C 3.2 Gen 2 (10Gbit)
  • 1x USB C Thunderbolt 4 (40Gbit)
  • 2x USB A 3.1 Gen 1 (5Gbit)
  • 1x HDMI 2.1
  • 1x SD Kartenleser
  • 1x 3,5mm Kopfhöreranschluss

Perfekt! Anders kann ich diese Auswahl an Anschlüssen nicht bezeichnen. 2x USB C, davon einmal Thunderbolt 4 (welches mit USB 4 kompatibel ist), 2x USB A und noch HDMI, SD Kartenleser und der Kopfhöreranschluss. Hier ist alles da was wir uns wünschen können.

Aufgrund der Magnesiumlegierung wirkt das Notebook allerdings etwas “weicher” als beispielsweise das Dell XPS oder auch die Apple MacBooks. Allerdings ist dies deutlich verwindungssteifer als beispielsweise die LG Gram Modelle. So wirkt das Notebook durchaus stabil und massiv. Massiver als die meisten Kunststoff Notebooks, aber nicht ganz so massiv wie ein MacBook.

Das Design wiederum würde ich als schlicht bezeichnen. Das Notebook wirkt sehr klassisch. Wir haben zwar dünne Displayrahmen und aufgrund der niedrigen Dicke wirkt es nicht altmodisch, aber ansonsten gibt es wenig “Besonderes”. Das Notebook wirkt einfach schlicht und clean.

 

Workstation vs. Max Performance

Es gibt das InfinityBook Pro 16 – Gen7 in zwei Versionen, Workstation und Max Performance.

Workstation Max Performance
Display 2K 90 Hz 2K 240Hz
CPU i7-12700H i7-12700H
RAM DDR4 DDR5
GPU bis zu RTX 3050Ti bis zu 3070 Ti

 

Gehäuse und CPU beider Notebooks ist soweit identisch. Die Max Performance Version setzt nur auf ein 2K 240 Hz Display und kann bis zu einer RTX 3070 Ti bieten.

Damit die Max Performance Version ein halbes Gaming Notebook. Allerdings auch die Ausstattung der Workstation Version ist sehr ordentlich.

 

Mit Linux

TUXEDO ist ein “Linux Notebook Hersteller”. Du kannst zwar alle TUXEDO Notebooks auch mit Windows bestellen, diese setzen allerdings von Haus aus auf TUXEDO OS 22.04 LTS (oder eine andere Linux Distro).

TUXEDO OS 22.04 LTS ist eine auf Ubuntu basierende Distribution mit KDE Desktop Oberfläche, diversen Optimierungen, vorinstallierten Treibern und vorinstallierter Steuerungs-Software.

Nach meiner Erfahrung läuft TUXEDO OS tadellos! Ich bin hier bisher noch nicht auf Probleme gestoßen oder habe von Problemen gehört. Allerdings ist TUXEDO OS im Kern eine recht typische Ubuntu-basierte Distribution.

Entsprechend ist diese so einfach zu nutzen wie Ubuntu bzw. eher wie Kubuntu aufgrund der KDE Benutzeroberfläche.

Ist Linux etwas für jedermann? Ich denke weiterhin nein! Linux kann seine Tücken haben und gerade wenn du nicht bereit bist mit dem Terminal zu arbeiten und nach eventuellen Fehlermeldungen zu googeln, kann es hier viele Stolpersteine geben.

Allerdings, wenn du nicht eine gewisse Linux-Affinität hättest, wärst du vermutlich nicht hier.

Das Spannende an TUXEDO ist hier generell die “garantierte” Kompatibilität zu Linux, zumindest von Debian basierten Systemen. Zwar sind die meisten Notebooks zu Linux kompatibel, es kann aber auch mal zu Problemen kommen, wie z.B. nicht funktionierende WLAN Karten, Probleme mit dem Standby Modus, einer fehlenden Helligkeitssteuerung usw. Hier spreche ich durchaus auch aus Erfahrung.

Solche Probleme wirst du mit dem TUXEDO InfinityBook Pro 16 – Gen7 nicht haben! Hier funktioniert alles “out of the box”, auch wenn ich natürlich nicht für alle exotischen Linux Distributionen meine Hand ins Feuer legen kann.

 

Display

Im InfinityBook Pro 16 – Gen7 in der Max Performance Version steckt folgendes Display:

  • 16 Zoll
  • 240Hz
  • 2560 x 1600 (16:10)
  • LTPS
  • 100% sRGB, 75% AdobeRGB, 80% DCI-P3
  • 400 cd/m² maximale Helligkeit

2K Auflösung auf 16 Zoll ist aus meiner Sicht aktuell das Optimum. 4K wäre natürlich noch etwas schärfer, aber der Unterschied zwischen 2K und 4K ist bei der Größe sehr gering und 2K benötigt deutlich weniger Leistung und Strom.

Generell macht das Display einen sehr guten Eindruck! Es ist scharf, hell und die Farben wirken gut und kräftig.

Lediglich die Ausleuchtung ist nicht ganz perfekt. So hat mein InfinityBook Pro 16 – Gen7 sichtbare “helle” Stellen am unteren linken Rand. Diese sind aber nur bei komplett schwarzem Bildschirm, wie beim Booten, sichtbar.

Die Messwerte sehen gut aus!

So erreichte das InfinityBook Pro 16 – Gen7 98% sRGB, 76% AdobeRGB und 76% DCI-P3.

Die maximale Helligkeit liegt zwar mit 346 cd/m² etwas unter der Herstellerangabe, ist aber dennoch ordentlich.

Kurzum das Display des InfinityBook Pro 16 – Gen7 ist gut! Gut genug für Foto/Video-Bearbeitung, aber es ist auch kein absolutes High End Display. Displays in beispielsweise Dell XPS oder MacBooks sind schon noch einen Hauch besser.

 

Tastatur und Trackpad

Das InfinityBook Pro 16 – Gen7 verfügt über eine Tastatur mit dem klassischen deutschen Layout inklusive Nummern-Pad.

Das Layout gefällt mir gut, die Beschriftung passt und auch das Druckgefühl ist ordentlich. Letzteres liegt auch an dem recht stabilen Tastatur-Deck, welches sich kaum bis gar nicht eindrücken lässt.

Die Taster der Tastatur sind “A-” bis “B+” in der Qualität. So ist der Anschlag zwar an sich fest, könnte aber etwas satter sein. Der Anschlag wirkt etwas gedämpft.

Dennoch ist dies eine gute, wenn nicht sogar sehr gute Tastatur, auch für Vieltipper.

Das Trackpad ist erfreulich groß und gut! Selbst Gesten werden sauber erkannt und allgemein ist das Tracking sehr gut!

An den Eingabegeräten gibt es nichts zu bemängeln.

 

Lautsprecher

Kommen wir zu einem etwas kritischen Punkt, den Lautsprechern. Diese sind auch beim InfinityBook Pro 16 – Gen7 wirklich nichts Besonderes!

Allerdings, im Gegensatz zu anderen Tuxedo Notebooks sind diese hier halbwegs brauchbar. Diese können mit Mittelklasse Smartphones mithalten. Ein Dell XPS 15 oder MacBook Pro 13 spielen in einer völlig anderen Klasse.

Allerdings für Youtube, Webkonferenzen sind die Lautsprecher okay.

 

Performance

Folgende Technische Daten besitzt das Tuxedo InfinityBook Pro 16 – Gen7 im Test:

  • Tuxedo InfinityBook Pro 16 – Gen7
  • Intel i7-12700H 6 + 8 Kerne 20 Threads
  • 32GB DDR5 RAM
  • 1TB Samsung 980 Pro
  • Nvidia RTX 3060

Gerade für Media-Bearbeitung ist das Tuxedo InfinityBook Pro 16 – Gen7 ein super spannendes Notebook!

So verfügt der Intel Core i7-12700H über satte 14 Kerne! Davon sind 6 Performance-Kerne und 8 Effizienz-Kerne. Zudem haben wir die RTX 3060, welche durchaus etwas Gaming-Performance mitbringt, aber auch Media-Anwendungen (Foto und Video-Bearbeitung) beschleunigt.

RAM und SSD kannst du bei Tuxedo recht flexibel wählen. 32GB DDR5 RAM sind schon sehr ordentlich.

Schauen wir uns ein paar Benchmarks an:

Das InfinityBook Pro 16 – Gen7 ist ein “Ultra-Book” welches sehr viel Hardware in sehr engen Raum quetscht. Entsprechend sehen wir ein paar Limitierungen.

So ist beispielsweise die CPU Leistung sehr gut, aber etwas niedriger als beim SCHENKER VISION 16 (L22). Dieses verzichtet auf die GPU, was vermutlich der CPU etwas mehr “Raum” gibt.

Allerdings gehört die CPU Leistung dennoch zu dem Besten was ich bisher gesehen habe!

Zwar ist das InfinityBook Pro 16 – Gen7 nicht zwingend ein Gaming Notebook, aber ich habe dieses dennoch mal in ein paar Spiele geschickt (unter Windows).

Full HD AVG Min
Assassins Creed Odyssey (sehr Hoch) 84 12
Far Cry New Dawn (Ultra) 94 46
HITMAN 3 (Ultra) 92
Shadow of the Tomb Raider (Hoch) 112 91
Tiny Tina’s Wonderlands (Ultra) 71
Total War Warhammer 3 (Ultra) 61 44

 

2K AVG Min
Assassins Creed Odyssey (sehr Hoch) 69 5
Far Cry New Dawn (Ultra) 75 61
HITMAN 3 (Ultra) 67
Shadow of the Tomb Raider (Hoch) 75 61
Tiny Tina’s Wonderlands (Ultra) 51
Total War Warhammer 3 (Ultra) 40 29

 

Die RTX 3060 schlägt sich hier gut, selbst bei 2K Auflösung! Tiny Tina’s Wonderlands bei Ultra Qualität und 2K Auflösung 51 FPS ist nicht schlecht! Ganz im Gegenteil.

Selbst Total War Warhammer 3 bleibt bei Ultra Qualität und 2K Auflösung deutlich über 30 FPS.

 

SSD

Du kannst im Tuxedo InfinityBook Pro 16 – Gen7 zwei m.2 SSDs verbauen. Tuxedo bietet von Haus aus seine Notebooks mit Samsung SSDs an. In meinem InfinityBook Pro 16 – Gen7 steckt die Samsung 980 Pro, welche schon eine “High End” Wahl ist.

 

Akku

Mit 80Wh besitzt das InfinityBook Pro 16 – Gen7 einen recht großen Akku. Allerdings haben wir auch ein großes Display und leistungsfähige Hardware.

Tuxedo wirbt mit bis zu 12 Stunden Akkulaufzeit.

Dies kann ich in der Praxis mit WLAN und einer mittleren Display Helligkeit nicht ganz bestätigen. Unter Windows konnte ich eine Laufzeit von +- 6-7 Stunden bei einer leichten Nutzung(Office/Video) erreichen.

Unter Linux konnte ich tendenziell etwas mehr Laufzeit erreichen, aber auch hier war ich im Bereich 7+ Stunden.

 

Fazit

Ich finde das Tuxedo InfinityBook Pro 16 – Gen7 klasse! Gerade wenn du eine möglichst gute Mischung aus Portabilität und Leistung, auch auf Seiten der GPU suchst, ist dies ein herausragendes Notebook.

  • 17 mm Dick
  • 1,5 Kg
  • Bis zu RTX 3070 Ti
  • Intel 12 Gen CPUs
  • 7+ Stunden Akkulaufzeit

Es gibt nur ganz wenige Notebooks, welche ebenfalls so dünn und leicht sind und eine fähige Grafikkarte mitbringen. Dabei ist die Akkulaufzeit zwar nicht gigantisch, aber 7+ Stunden sind völlig brauchbar.

Die “bis zu RTX 3070” und die Intel 12 Gen CPU sorgen dabei für eine hohe Leistung. Theoretisch auch im Gaming, aber ich denke das InfinityBook Pro 16 – Gen7 eignet sich vor allem für Anwendungen welche GPU Beschleunigung nutzen.

Foto/Video-Bearbeitung, eventuell KI Modelle usw. solche Dinge liegen der Hardware des InfinityBook Pro 16 – Gen7.

So ist auch das Display des Notebooks mehr als ordentlich. Es ist nicht absolute Weltklasse, aber für Foto und Videobearbeitung mehr als ausreichend.

Allerdings ist natürlich auch nicht alles perfekt. Aufgrund der geringen Abmessungen holt das Notebook nicht alles aus der vorhandenen heraus. So wären die Powerlimits und entsprechend die Leistung in einem Arm dicken Gaming Notebook natürlich etwas höher.

Das Tuxedo InfinityBook Pro 16 – Gen7 ähnelt hier etwas der Dell XPS Serie, wo auch gerade auf Seiten der GPU etwas Leistung zugunsten des Gewichts und der Dicke liegen gelassen wird. Dies sind hier aber nur wenige %.

Suchst du also ein kompaktes und leichtes Notebook mit ordentlich Leistung ist das InfinityBook Pro 16 – Gen7 eine spitzen Wahl!

Tuxedo InfinityBook Pro 16 - Gen7
POSITIV
Sehr gute CPU Leistung
Gute GPU Leistung “bis zu RTX3070”
Gutes Display
7+ Stunden Akkulaufzeit
Hervorragende IO
Gute Tastatur und Trackpad
Sehr schön kompakt und leicht
NEGATIV
Webcam durchschnittlich
Mäßige Lautsprecher
91

Test: Supervolt LiFePO4 100Ah 12.8V Lithium Batterie, ein besonders guter 100Ah Akku? Update!

Das Speichern von Energie ist ein großes Problem, auch im privaten Umfeld. Hast du eine DIY Solaranlage oder ein Wohnmobil, dann wirst du sicherlich früher oder später über LiFePO4 Akkus stolpern. LiFePO4 Akkus sind die beste Möglichkeit Strom zu speichern.

Akkus von diesem Typ sind sicher, langlebig und leistungsstark. Entsprechend gibt es einige von diesen im Handel.

In diesem Test soll es um die Supervolt LiFePO4 100Ah 12.8V Lithium Batterie gehen. Hierbei handelt es sich um einen 100Ah größen LiFePO4 Akku, welcher in der mittleren bis gehobenen Preisklasse angesiedelt ist.

Dafür bietet er nicht nur 5 Jahre Garantie eines deutschen Herstellers, eine Bluetooth Funktionalität sondern vor allem besonders hochwertige Zellen.

Supervolt wirbt hier mit Prisma Zellen und 3000 Zyklen bei 90% Kapazität.

Klingt doch gut! Werfen wir einen Blick auf den Akku, die echte Kapazität und ob die Bluetooth Funktionalität überzeugen kann.

An dieser Stelle vielen Dank an Supervolt welche mir den Akku für den Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Test: Supervolt LiFePO4 100Ah 12.8V Lithium Batterie

Supervolt setzt bei seinem 100Ah Akku auf das H7 DIN Format mit 318x175x187 mm. So wirkt der Akku auf den ersten Blick wie eine klassische Autobatterie.

Wir haben ein schwarzes Kunststoffgehäuse mit praktischem Tragegriff auf der Oberseite. Die beiden Pole sind auf den beiden langen Seiten angebracht.

Hierbei nutzt Supervolt DIN Anschlusspole mit M8 Innengewinde. Für die Wohnmobil Freunde sicherlich optimal, ich als “Bastler” finde es etwas schade, dass beispielsweise keine M8 Schrauben oder Ähnliches beiliegen. Ich habe bei anderen LiFePO4 Akkus gesehen, dass hier passende “Adapter”, Schrauben oder Klemmen beiliegen. Supervolt liefert den Akku wenn man so will “nackt”.

Qualitativ wirkt dieser dabei durchaus leicht überdurchschnittlich. Auch generell das Design der Aufkleber und dass du auf diesen auch alle Infos zum Akku findest ist praktisch.

 

Technische Daten

  • Supervolt LiFePO4 100Ah 12.8V Lithium Batterie
  • 100Ah Kapazität bzw. 1280 Wh
  • 12,8V Nennspannung
  • 14,2-14,6V Ladeschlusspannung
  • 160 A maximale Konstanter Entladestrom (ca. 2048 W)
  • 320 A Spitzenstrom für maximal 15 Sekunden
  • 100 A maximaler Ladestrom (bis zu 50 A “optimal”)
  • -20 bis 60 Grad Temperaturbereich entladen
  • 0 bis 55 Grad Temperaturbereich laden
  • 318x175x187mm
  • 11,8 KG

 

Optional auch mit Heizung

LiFePO4 Akkus dürfen nicht bei unter 0 Grad geladen werden, dies beschädigt die Akkus. Entladen geht auch bei unter 0, aber halt nicht laden.

Dies gilt auch für den Supervolt LiFePO4 Akku. Allerdings gibt es für einen Aufpreis von rund 100€ auch eine Version mit Batterieheizung.

Batterieheizung? Im Akku finden sich Heizmatten, wenn der Akku nun bei 0 Grad (oder niedriger) versucht wird zu laden, dann wird Energie nicht in den Akku geladen, sondern zunächst in die Heizmatten. Sobald der Akku über 0 Grad erreicht hat, wird dann wieder die Energie in die eigentlichen Zellen geleitet.

Dies erlaubt ein Laden des Akkus auch bei Temperaturen von bis zu -30 Grad. Allerdings geht hier natürlich einiges an Energie für die Heizung drauf (der Akku wird dabei nicht entladen). Versuchst du diesen im Winter via Solar zu laden, dann würde es mich nicht wundern, wenn ein großer Teil der Energie einfach nur für die Heizung draufgeht. In der Regel kannst du je nach Außentemperatur damit rechnen, dass bis zu 4A Ladestrom zunächst nötig sind, um den Akku auf Temperatur zu bringen.

Seitens Supervolt konnte ich hier keine Angabe finden, aber diese +- 4A welche die Heizung benötigt um in Fahrt zu kommen, kenne ich von vergleichbaren Akkus. Eventuell reicht auch weniger.

 

LiFePO4 ist haltbar und sicher!

Die meisten Akkus denen du begegnest sind klassische Lithium-Ionen Akkus oder in Autos Bleigel Akkus. Der Supervolt Akku hingegen setzt auf die LiFePO4 Technik.

LiFePO4? LiFePO4 steht für Lithium-Eisenphosphat, was eine alternative Technik zu Lithium Ionen Akkus ist. Gerade bei Solarspeichern halte ich LiFePO4 für die klar überlegene Technik!

Welche Vorteile haben LiFePO4 Akkus?

  • Sehr hohe Zyklen-Festigkeit (2000+ Zyklen sind üblich)
  • Können thermisch nicht durchgehen
  • Sind weniger empfindlich beim Laden

LiFePO4 ist eine recht stabile Chemie. Hierdurch können diese Akkus deutlich mehr Zyklen standhalten. Normale LiFePO4 Akkus schaffen 2000 tiefe Zyklen (80% oder 100%), High End Modelle werben aber teils mit bis zu 4500. Verglichen mit den 500-1000 von Lithium Ionen ist das also mindestens eine 2x Haltbarkeit. Bleigel Akkus kannst du meist schon nach wenigen tiefen Zyklen wegwerfen.

Supervolt wirbt sogar mit 3000 Zyklen, nach welchen noch 90% der neu Kapazität vorhanden sind. Nach 4000 Zyklen sind es noch 70% und nach 5000 Zyklen 50%.

Wenn du die Tiefe der Zyklen reduzierst, dann kann sich die Haltbarkeit nochmals deutlich erhöhen.

Zudem können LiFePO4 Akkus nicht thermisch durchgehen. Heißt selbst im Falle eines Kurzschlusses entsteht kein Flammenmeer wie bei Lithium Ionen Akkus. Die Akkus würden sich blähen und dampfen, aber nicht brennen.

Selbst bei massiver physischer Misshandlung, würde ein LiFePO4 Akku maximal schmoren bis leicht brennen (vergleichbar mit einer Kerze). Ein Lithium Akku würde in gleicher Situation deine komplette Wohnung in Brand setzen.

LiFePO4 ist also sicher, weniger empfindlich und deutlich haltbarer!

Allerdings hat LiFePO4 auch Nachteile.

  • LiFePO4 Akkus sind teurer auf die Kapazität gerechnet
  • LiFePO4 Akkus sind größer und schwerer bei gleicher Kapazität (verglichen mit Lithium Ionen)

Geht es dir um möglichst viel Kapazität zum günstigen Preis oder Gewicht/Größe spielt eine übergeordnete Rolle, dann ist Lithium Ionen die bessere Technologie. Daher finden wir LiFePO4 auch nicht in Smartphones oder normalen Powerbanks.

Aber gerade in Solaranlagen, Wohnmobil usw. macht LiFePO4 absolut Sinn!

 

Bluetooth BMS

Eine Besonderheit bei der Supervolt LiFePO4 100Ah 12.8V Lithium Batterie ist das Bluetooth BMS. Du kannst über die Supervolt App Daten aus dem BMS auslesen.

Was für Daten?

  • Ladezustand in %
  • Spannung
  • Stromfluss
  • Temperatur
  • Kapazität (100 Ah)
  • Verbleibende Kapazität (aktuelle Kapazität)
  • Rest Zeit
  • Zellen Spannung
  • Zyklen

 

Update 03.03.2023

Nach dem Ursprünglichen Test hat sich Supervolt bei mir gemeldet. Supervolt hatte den Verdacht, dass etwas mit meinem Akku etwas nicht stimmen würde, da ich nur auf 94-96,7Ah gekommen bin. 

Mir wurde angeboten den Akku auszutauschen. Dies haben wir auch gemacht und der “neue” Akku hatte durchaus ein gutes Stück mehr Kapazität. Die Gründe hierfür sind unklar. Supervolt vermutet dies hätte mit der längeren Lagerdauer des alten Akkus zu tun und dass dieser einfach mehr Zyklen bräuchte, um wieder die volle Kapazität zu erreichen. Ich habe den Akku im Zuge dessen nochmal getestet (auch für mein eigenes gutes Gewissen) und kam auf 97,192Ah, was über den Werten vom Ursprünglichen Test lag, aber weiterhin sehr deutlich unter dem des frischen Akkus. 

Ich gehen zu gunsten Supervolts davon aus das hier einfach was blöd gelaufen ist und das die Akkus eher dem “neuen” Akku entsprechen. Die alten Messwerte/Text halte ich mal hier im Spoiler.

[spoiler title=’Der ursprüngliche Test‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

„alt“ Die Kapazität

Supervolt wirbt mit einer Kapazität von 100 Ah. In meinem Test habe ich den Akku mit 5A, 10A und 20A entladen. Schauen wir uns direkt die Messwerte an. Wichtig, es wurde die Kapazität des Akkus bis zum Unterschreiten von 12V gemessen.

Wh Ah
5A 1267,2 96,7
10A 1212,7 94,0
20A 1232,5 94,0

 

Hier war ich zugegeben etwas überrascht, denn ich kam bei meinen Messungen auf eine Kapazität von 94,01 bis 96,73 Ah. Dies ist für einen Akku, der mit 100 Ah wirbt, okay, aber zugegeben auch nicht überragend!

Ich bin hier von anderen 100 Ah LiFePO4 Akkus durchaus verwöhnt, da diese die vollen 100 Ah erreichen und nicht nur 94-96% davon. Wie gesagt, das ist okay, es ist nur für einen Premium Akku etwas überraschend, dass dieser sich eher am unteren Ende der nutzbaren Kapazität einordnet.

 

„alt“ Spannungsverlauf

Schauen wir uns einmal den Spannungsverlauf des Akkus an.

Der Spannungsverlauf des Supervolt Akkus ist recht flach, aber etwas weniger flach als ich es von einigen anderen LiFePO4 Akkus kenne.

Dennoch spielen sich 90% der Kapazität zwischen 13,1V und ca. 12,8V ab. Unterschreitet der Akku 12,8V sinkt die Kapazität rapide!

Dies ist normal für LiFePO4, weshalb es manchmal nicht ganz einfach ist einzuschätzen wie voll oder leer solch ein Akku ist. Daher ist das Bluetooth BMS sehr praktisch, welches dir in der App eine % Angabe anzeigen kann.

[/spoiler]

 

Die Kapazität 

Supervolt wirbt mit einer Kapazität von 100 Ah. In meinem Test habe ich den Akku mit 10A und 20A entladen. Schauen wir uns direkt die Messwerte an. Wichtig, es wurde die Kapazität des Akkus bis zum Unterschreiten von 10,8V gemessen.

Wh Ah
10A 1416.1 109.06
20A 1421.7 110.32

Dies sieht doch beim neuen Akku sehr gut aus! 109 bis 110,32 Ah ist eine deutliche Überschreitung der beworbenen Kapazität des Herstellers. 

Dies macht den Supervolt LiFePO4 100Ah auch zum “größten” 100Ah Akku den ich bisher im Test hatte. 

Hier 4x von mir getestete 100Ah im Vergleich. Der neuere Supervolt Akku kann sich vor dem Redodo Akku auf Platz 1 setzen. Du bekommst hier ca. 9-10% mehr Kapazität als versprochen.

 

Spannungsverlauf

Werfen wir noch einen Blick auf den Spannungsverlauf des Akkus. 

Wie bei LiFePO4 Akkus üblich haben wir einen sehr flachen Spannungsverlauf. So spielt sich 99% der Kapazität im Spannungsbereich 13,2V bis 12,8V ab. Ab 12,5V fällt die Spannung des Akkus steil ab.

 

In der Praxis

Ich habe die Supervolt LiFePO4 100Ah 12.8V Lithium Batterie an meine DIY Solaranlage mit angeklemmt. Genau genommen an den Victron Energy SmartSolar MPPT 100/20 Laderegler.

Hier gibt es an sich nichts Spannendes zu berichten, der Akku funktionierte tadellos und das BMS hatte sich auch nicht zickig verhalten. Ganz im Gegenteil, das Bluetooth BMS ist hier unheimlich praktisch. Zwar kann der Victron Energy SmartSolar MPPT 100/20 Laderegler die Spannung des Akkus anzeigen, woraus du grob ablesen kannst wie voll oder leer der Akku ist, aber eine genaue % Angabe ist doch um einiges praktischer und diese kann die Supervolt App liefern.

Generell zu LiFePO4 Akkus an Solaranlagen. Früher habe ich hier auch (primär aufgrund des Preises) normale “Versorgungsbatterien” genutzt. Lass dir gesagt sein, es ist ein Tag/Nach Unterschied! Solche klassischen Versorgungsbatterien, selbst wenn sie “für Solar” beworben werden, ließen bei mir spätestens nach einem Jahr schon massiv nach. Und wenn du nachliest sind diese Akkus teils nur für 50-100 tiefere Zyklen geeignet, was ich aus Erfahrung bestätigen kann. Es war ein Elend!

Selbst mein ältester und billigster LiFePO4 Akku hingegen hat nach ca. 3 Jahren und hunderten Zyklen fast 0% Kapazitätsverlust.

Daher kann ich allgemein LiFePO4 Akkus wie den von Supervolt nur empfehlen! Mittelfristig wird er sich absolut rechnen und lohnen.

 

Fazit

Der Akku von Supervolt gehört ohne Frage zu den teureren Modellen mit 100Ah. Du bekommst 100Ah Akkus von diversen chinesischen Herstellern für doch ein Stück weniger Geld.

Ist der Supervolt Akku besser als die billigen 100Ah Akkus? Leider ist das nicht ganz einfach zu beantworten. Wenn es um die reine Kapazität geht, ja. Hier kommt der Supervolt auf 109,06 bis 110,32Ah. Dies ist überragend! Allerdings aus Sicht des Verhältnis aus „Kapazität zu Preis“ gibt es klar bessere Akkus in dieser klasse.

Wo Supervolt auch punkten kann, ist bei der maximalen Leistung. 160A konstante Leistung ist für einen Akku dieser Klasse sehr viel! Ob du so viel brauchst, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Allerdings scheint allgemein das hier verbaute BMS Modul sehr gut zu sein.

Nicht nur ist dieses leistungsstark, sondern bringt auch die im Außenbereich wichtige Unter Temperaturabschaltung mit und natürlich die sehr praktische Bluetooth Funktionalität.

Es ist einfach praktisch, via Smartphone kurz den Zustand des Akkus und die genaue verbliebene Kapazität sehen zu können.

Ebenso ein Vorteil gegenüber den günstigen Chia Modellen ist die Haltbarkeit. Diese kann ich natürlich nicht aus erster Hand bestätigen, aber der Akku soll 3000+ Zyklen schaffen, womit dieser selbst für einen LiFePO4 Akku zu den besseren zählt. Verglichen mit klassischen AGM Batterien sind dies Welten Unterschiede!

Des weiteren haben wir 5 Jahre Garantie eines deutschen Herstellers/Händlers und die etwas besseren Prisma Zellen (in günstigen LiFePO4 Akkus kommen oft Taschen Zellen zum Einsatz).

Am Ende kommt es auf dich an. Willst du die maximale Kapazität fürs Geld? Dann gibt es andere Hersteller, die besser wären. Bei der Supervolt LiFePO4 100Ah 12.8V Lithium Batterie zahlst du einen gewissen Aufpreis für das bessere BMS (inklusive Bluetooth), die etwas höhere Qualität und Lebenserwartung und die Sicherheit eines Deutschen Herstellers/Händers.

Die Roccat Magma Mini im Test, nicht mechanisch aber dennoch gut?

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Im Bereich der Tastaturen sind wir schon etwas von dem gewaltigen Angebot an mechanischen Tastaturen verwöhnt. Wo es doch so viele mechanische Tastaturen gibt, welche doch klar die Königsklasse sind, warum solltest du dann zu einer klassischen Tastatur mit membranen Schaltern greifen?

Mittlerweile gibt es einige günstige mechanische Tastaturen, welche zwar oft nicht schlecht sind, aber meist von kleinen “noname” asiatischen Herstellern stammen.

Hier kommt nun die Roccat Magma Mini ins Spiel. Die Roccat Magma Mini bekommst du für sehr erschwingliche 50€, was deutlich unter dem Preis selbst der günstigsten mechanischen Tastaturen der großen Herstellern liegt.

Allerdings musst du bei diesem Preis natürlich auch Abstriche in Kauf nehmen. So ist dies keine mechanische Tastatur, sondern eine klassische Tastatur mit Membranen.

Aber wie schlimm ist dies? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Roccat für das Zurverfügungstellen der Magma Mini für diesen Test.

 

Die Roccat Magma Mini im Test

Die Roccat Magma Mini ist, wie der Name schon sagt, eine “Mini” Tastatur mit 60% Layout. Diese misst 308 x 36,6 x 132,2 mm und ist somit recht klein, aber der Rahmen der Tastatur ist auch nicht absolut winzig.

Gerade im unteren Bereich steht das Gehäuse ca. zwei Daumenbreit vor. Beim Gehäuse setzt Roccat natürlich auf Kunststoff. Wir haben hier den recht klassischen Tastatur-Kunststoff.

Das Gehäuse fühlt sich nicht übermäßig massiv an, geht aber in Ordnung.

Schick finde ich das Design. So setzt die Tastatur auf das „schwebende“ Tasten-Design und eine weiße Basis-Platte. Die weiße Basis-Platte soll für eine schönere und gleichmäßigere RGB-Beleuchtung sorgen.

Das Kabel der Tastatur ist leider fest integriert und ein recht klassisches Kunststoff- Kabel.

Auf Seiten der Ergonomie haben wir ausklappbare Füße, um den Winkel der Tastatur zu verstellen. Eine gesonderte Handballenauflage gibt es nicht!

 

60% Formfaktor nichts für jedermann

Eine der wichtigsten Besonderheiten der Roccat Magma Mini ist der Formfaktor. Wir haben hier eine 60% Tastatur vor uns.

60%? Das bedeutet, bei der Tastatur fehlt das Nummernpad, die F-Tasten, die Pfeiltasten, Entfernen usw. Genau genommen sind diese Tasten natürlich vorhanden, aber mit anderen Tasten doppelt belegt.

Wir haben hier also das absolute Minimum an physischen Tasten. Dies ist im Alltag und auch in manchen Spielen klar ein Nachteil.

Allerdings ist dieser Formfaktor gerade bei einigen Shootern sehr beliebt. Dieser erlaubt es dir, die Maus dichter ins Zentrum zu verschieben, da die Tastatur schmäler ist, was eine bessere Mausarm-Position erlaubt.

Daher ist der 60% Formfaktor gerade bei Pro-Gamern zunehmend im Trend.

 

Layout

Abseits vom 60% Formfaktor setzt die Roccat Magma Mini  auf ein ganz klassisches deutsches QWERTZ Layout mit großer Enter Taste usw.

Auch der Tastenabstand und Größe ist “normal”. Es gibt hier abseits vom 60% Formfaktor keine Auffälligkeiten.

 

Die Taster

Die Roccat Magma Mini setzt nicht auf mechanische Taster, sondern auf einen klassischen “Membranen” Aufbau. Tastaturen mit Membranen sind etwas in Verruf geraten als “billig” oder 2. Wahl verglichen mit mechanischen Tastern. Dies ist sicherlich auch etwas zu Recht, es gibt viele schlechte Tastaturen mit Membranen Taster.

Allerdings muss ich hier die Roccat Magma Mini direkt in Schuzt nehmen, dies ist eindeutig die beste Tastatur mit Membranen Taster die ich bisher in den Fingern hatte!

So haben die Tasten einen recht klaren und relativ präzisen Druckpunkt. Wie die meisten Membranen Tastaturen besitzt die Magma Mini auch am Anfang einen recht hohen Druckwiderstand, welcher dann zum Anschlag abfällt. Dieser Effekt ist hier aber überdurchschnittlich deutlich.

Daher fühlt sich die Tastatur deutlich wertiger an als 08/15 Membran Tastaturen. Auch der Anschlag geht in Ordnung, ist aber doch etwas stärker gedämpft. Eine mechanische Tastatur fühlt sich in der Regel fester und “massiver” beim Tippen an.

Schlecht sind die Taster der Roccat Magma Mini auf keinen Fall! Dies stellt schon das Beste dar, was in einer Membran Tastatur findbar ist.

 

Das Tippgefühl in der Praxis, leiser und gedämpfter

Ich mag das Tippgefühl auf der Roccat Magma Mini! Ich habe mich auf dieser sehr schnell sehr Zuhause gefühlt! Sogar dieser ganze Artikel ist auf der Tastatur entstanden.

So gefällt mir das Tippgefühl wirklich gut! Besser als auf der ein oder anderen mechanischen Tastatur. Ich hatte kein Problem, mein normales Tipp-Tempo zu erreichen.

Der größte Unterschied zu meiner regulären mechanischen Tastatur ist aber die Akustik. Die Magma Mini ist leise! Diese ist deutlich leiser als selbst die leiseste mechanische Tastatur, die ich kenne.

Im Gegenzug ist aber auch der Anschlag etwas gedämpft. Dies muss kein Nachteil sein, sondern kann das Tippen etwas entspannter machen, wirkt etwas „schwammiger“.

Es ist also alles ein für und wieder. Es ist aber nicht so als wäre die Roccat Magma Mini pauschal jeder mechanischen Tastatur unterlegen. So ist diese beispielsweise nicht nur leiser, sondern auch “wasserdicht”.

Für mich immer etwas schwierig ist der 60% Formfaktor. Ich sehe die Vorzüge, aber das Fehlen der F-Tasten und Pfeiltasten stört mich.

 

RGB Beleuchtung

Die Roccat Magma Mini hat natürlich auch eine RGB Beleuchtung. Wir haben hier allerdings nicht eine RGB LED pro Taste, sondern nur 5 Zonen.

In der Praxis sieht die Beleuchtung aber aufgrund dieser hellen Rückenplatte wirklich toll aus.

 

Fazit

Das Fazit zur Roccat Magma Mini ist nicht ganz einfach. Die Tastatur ist gar nicht übel! Sie ist ganz klar die beste Tastatur mit Membran Tastern, die ich bisher in meinen Händen hatte.

So ist das Tippgefühl auf dieser wirklich gut. Nicht so gut wie auf einer teuren mechanischen Tastatur, aber besser als bei einigen schlechteren mechanischen. Es tippt sich sehr gut auf dieser mit einer ordentlichen Präzision, auch wenn der Anschlag deutlich mehr gedämpft ist als bei einer mechanischen.

Im Gegenzug ist die Roccat Magma Mini aber auch deutlich leiser! Auch die RGB Beleuchtung gefällt mir sehr gut.

Lediglich über den 60% Formfaktor können wir streiten. Dieser ist aktuell sehr beliebt, aber ich würde in der Praxis nur ungerne auf die Pfeiltasten und F Tasten verzichten.

Ist das 60% Format für dich aber okay und du suchst eine Tastatur eines großen Herstellers, welche vielleicht sogar besonders leise sein soll, dann ist diese keine schlechte Wahl! Es ist die beste Membran Tastatur, die ich bisher vor mir hatte.

Wireless Lavalier Mikrofon für Smartphones, das ULANZI Wireless Lavalier USB C Mikrofon im Test

Smartphones besitzen mittlerweile sehr fähige Kameras, gerade im Video-Bereich. Dies gilt an sich auch für die Mikrofone.

Allerdings wenn du im “Interview” Style filmst, sind natürlich die integrierten Mikrofone suboptimal. Aber was machen?

Hier gibt es im Handel natürlich einige „Smartphone-Mikrofone“. In diesem Test soll es um das ULANZI Wireless Lavalier USB C Mikrofon gehen. Dieses ist ein durchaus interessantes, aber recht “generisches” USB C Wireless Lavalier Mikrofon. Wireless Lavalier Mikrofon? Hierbei handelt es sich blöd gesagt um ein kabelloses Ansteck-Mikrofon.

Dies muss aber nichts Schlechtes sein. Wollen wir uns also einmal ansehen, ob dieses im Test überzeugen kann!

 

Das ULANZI Wireless Lavalier USB C Mikrofon im Test

Das ULANZI Wireless Lavalier Mikrofon besteht aus drei Teilen. Zunächst haben wir eine kleine Ladebox, welche 64 x 72,5 x 29,5 mm misst und einen 1000 mAh Akku mitbringt.

Dieser Akku ist gemacht, um den Akku im kabellosen Mikrofon zu laden. Die Ladebox wird erfreulicherweise auch via USB C geladen.

An dein Smartphone wird ein kleiner Adapter angeschlossen. Dieser Adapter besitzt Tasten auf der Oberseite, wie auch einen 3,5mm Audio-Ausgang. Dieser kann für Kopfhörer genutzt werden.

Das Mikrofon selbst ist mit 50 x 20 x 14 mm angenehm kompakt. Dieses wird mithilfe eines Klips einfach an deiner Kleidung befestigt. Auf der Oberseite befindet sich die Mikrofonöffnung.

Ebenfalls am Mikrofon ist ein microSD Karten Slot intigriert. Später mehr zu diesem.

Der Akku im Mikrofon hält +- 8 Stunden. Die Laufzeit des Senders ist “unbegrenzt”, denn dieser wird von deinem Smartphone mit Strom versorgt.

 

Der microSD Karten Slot

Du kannst in das USB C Lavalier Mikrofon eine Speicherkarte mit bis zu 128GB einlegen (Fat32 formatiert). Mithilfe der Taste auf der Oberseite kannst du eine Aufnahme auf diese Speicherkarte starten und stoppen.

Das Mikrofon speichert die Aufnahme als WAV Datei und dies auch erfreulicherweise in einer hervorragenden Qualität!

Allerdings ist leider eine parallele Aufnahme auf die Speicherkarte und über den Funkempfänger nicht möglich!

 

Pixel nein, Realme ja (und Windows auch)

Leider habe ich das ULANZI Wireless Lavalier USB C Mikrofon nicht an meinem Google Pixel 7 Pro zum Funktionieren bekommen.

Grundsätzlich sollte es funktionieren, allerdings muss hierfür USB OTG und “Datenübertragung” eingeschaltet werden. Der Adapter wurde von meinem Pixel erkannt und auch der Kopfhörerausgang hat funktioniert, aber nicht das Mikrofon. Die Option zum aktivieren von Datenübertragungen ist in den Einstellungen ausgegraut mit diesem Adapter. Vielleicht habe ich auch eine Option übersehen, dies will ich nicht ausschließen.

An einem Realme GT Master Edition hingegen hat das Mikrofon funktioniert. Hier musst du in den Einstellungen USB OTG aktivieren und in den Audio-Einstellungen umschalten, dass externe Mikrofone für die Aufnahme bevorzugt werden.

Danach funktionierte das Lavalier USB C Mikrofon tadellos.

Dieses funktioniert auch unter Windows! Hier wird dieses als “USB 2.0 Mikrofon” erkannt, mit einer Qualität von “48000 Hz 16Bit”. Entsprechend ist dieses in Apps wie Skype, Discord oder Audacity nutzbar.

 

Ordentliche Tonqualität

Grundsätzlich bin ich mit der Mikrofonqualität des ULANZI Mikrofons zufrieden. Diese ist ausreichend für Facebooks oder Instagram Videos und sicherlich auch für Youtube. Dabei ist auch kein großes Rauschen oder Ähnliches zu hören. Das Mikrofon macht hier einen guten Job bei der Rauschunterdrückung.

Erst im Detail gibt es ein paar Schwächen. So könnte die Brillanz etwas besser sein und hier und da meine ich etwas Kompression im Klang gehört zu haben, gerade bei plötzlichen Lautstärke Wechseln.

Dies ist aber meckern auf einem hohen Level!

 

Fazit

An sich ist mein Fazit zum ULANZI Wireless Lavalier USB C Mikrofon positiv! Das System wirkt durchdacht, die Aufnahmequalität ist gut und Feature die der microSD Karten Slot sind nett.

Auch, dass hier eine Ladebox im Style von true Wireless Ohrhörern genutzt wird, halte ich für ein großes Plus.

Der primäre Grund warum ich das Mikrofon nicht zu 100% empfehle ist die Kompatibilität. Es wollte mit meinem Pixel einfach nicht funktionieren. Mit einem Windows PC und Realme Smartphone hingegen klappte es ohne Probleme.

Ich kann dir leider nicht sagen woran du erkennen kannst ob dein Smartphone kompatibel ist. Ich habe zwar im Gefühl, dass vermutlich die chinesischen Anbieter hier etwas besser funktionieren werden (Realme, Oppo, Xiaomi usw.), aber sicher weiß ich das nicht.

ULANZI Wireless Lavalier Mikrofon USB C, Clip auf Ansteckmikrofon...

  • Praktisches Design in Ladebox
  • Ordentliche Tonqualität
  • Guter Akku
  • Gute Funkverbindung
  • An sich einfache Nutzung
  • Aufnahme auf microSD Speicherkarte möglich…..
  • ….. Aber nicht bei gleichzeitiger Aufnahme über Funkempfänger
  • Smartphone Kompatibilität nicht garantiert

Auch ist die Audioqualität nicht perfekt. Dies ist kein professionelles System und beispielsweise die Sennheiser kabellosen Lösungen (für 250€+) spielen bei der Klang Klarheit schon noch auf einem höheren Level.

Allerdings für um die 70€ geht das ULANZI Wireless Lavalier USB C Mikrofon eigentlich in Ordnung.

Die AYCLIF 10000 mAh Magnetic Wireless Powerbank im Test

Kabellose Powerbanks haben durch Apples magnetisches Zubehör-System massiv an Bedeutung gewonnen. So musst du dir beim iPhone keine sorgen machen, dass dieses einfach vom Ladegerät rutscht.

Solch eine magnetische Powerbank ist auch die “AYCLIF 10000 mAh Magnetic Wireless Kabellose Powerbank”. Diese ist für unter 40€ bei Amazon erhältlich und wirkt wie ein vernünftiges Modell.

So soll diese 10000mAh Kapazität, einen 20 W USB PD Ausgang und natürlich das kabellose Laden bieten. Dabei ist das Design außergewöhnlich und schick!

Aber wie schlägt sich die Powerbank im Test? Finden wir es heraus!

 

Die AYCLIF 10000 mAh Magnetic Wireless Powerbank im Test

Die AYCLIF 10000 mAh Magnetic Wireless Powerbank ist aufgrund des kabellosen Designs sehr flach gebaut. So misst die Powerbank 112,5 x 70,8 x 20 mm und bringt 203g auf die Waage.

Damit ist die Powerbank subjektiv nicht übermäßig groß für die beworbene Kapazität von 10000 mAh.

Dabei setzt AYCLIF auf ein interessantes “silbernes” Design mit “Rillen” Auf der Oberseite. Dies ist sicherlich etwas Geschmackssache, aber die Powerbank hebt sich etwas von der Masse ab. Auch wirkt die Haptik und die Verarbeitung sehr gut!

Auf der Oberseite findet sich neben den Rillen auch ein kleines Display, welches dir den aktuellen Akkustand in % anzeigt. Ebenfalls hier ist ein kleiner, ausklappbarer Standfuß.

 

Anschlüsse der AYCLIF 10000 mAh Magnetic Wireless Powerbank

Die AYCLIF verfügt über drei Ports.

  • 1x USB C 20W Power Delivery 5V/3A oder 9V/2,22A
  • 1x USB A 18W Quick Charge 3.0
  • 1x Lightning Eingang 5V/2A oder 9V/2A

Zunächst haben wir einen 20W USB-C Ausgang, welcher den Power Delivery Ladestandard nutzt. Dieser Ladestandard wird von Apple, Samsung, Google usw. geeignet.

Hinzu kommt ein USB A Quick Charge 3.0 Port mit 18W.

Geladen wird die Powerbank über USB C mit bis zu 18W oder über einen Apple Lightning Eingang.

 

Wie testet Techtest Powerbanks?

Ich habe für Techtest mittlerweile weit über 100 Powerbanks getestet. Dabei ist der Testablauf weitestgehend identisch. Nach einem ersten optischen Eindruck, Wiegen und Abmessen der Powerbank startet in der Regel die Messung der Kapazität.

Hierfür lade ich die Powerbank auf und entlade diese mit einer so genannten elektronischen Last. Diese kann ich auf ein gewisses Entlade-Tempo programmieren, wie beispielsweise 5V/1A, 20V/3A usw. je nachdem was die Powerbank leisten kann. Diesen Vorgang wiederhole ich für mehrere Leistungsstufen. Dabei messe ich die Kapazität in Wh und rechne den Wh Wert bei 3,7V in mAh um.

Zwischen dem Entladen der Powerbank für die Kapazitätsmessung lade ich diese an verschiedenen Quellen auf und logge den Ladevorgang mit. Daraus kann ich später die Ladedauer entnehmen und auch die Ladeeffizienz berechnen.

Mithilfe von USB Power Delivery Triggern kann ich nicht nur die Herstellerangabe zur Leistung überprüfen, sondern auch überprüfen, welche anderen Ladestandards unterstützt werden.

Diese Information hilft mir einzuschätzen, wie sich die Powerbank in Kombination mit diversen Endgeräten verhält und welches Ladetempo zu erwarten ist. Hier habe ich Erfahrungswerte aus meinen Ladeanalysen zu populären Endgeräten.

Natürlich teste ich Powerbanks in Kombination mit diversen Endgeräten, aber aus offensichtlichen Gründen kann ich hier nicht alle Smartphones, Tablets und Notebooks auf Lager haben.

 

PPS

Erfreulicherweise unterstützt die AYCLIF AY-PB01 auch PPS!

  • 5-5,9V bei 3A
  • 5-11V bei 2A

Dies ist natürlich keine große PPS Range, aber besser als nichts. PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/SS Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des SS2 Ultra. Ein S21 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 25W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Die Kapazität (Messung)

AYCLIF wirbt bei seiner Powerbank mit 10000mAh Kapazität. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh
5V/1A 32,52 8789
9V/1A 30,575 8264

 

Das sieht doch soweit gut aus! Ich konnte im besten Fall eine Kapazität von 8789 mAh messen, was rund 88% der Herstellerangabe entspricht, ein guter Wert!

Generell: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist ihr Entladen nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku, werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

In der Praxis (kabellos)

Kabelloses Laden ist vergleichsweise ineffizient. Daher eigentlich bei Powerbanks suboptimal. Du kannst davon ausgehen, dass du via Kabel immer mehr Ladung aus der Powerbank holen kannst.

In Kombination mit dem iPhone 14 Pro kannst du mit ca. 1,5 Ladungen rechnen ehe die Powerbank ans Netz muss. Eine Ladung frisst also ca. 66%.

Erfreulicherweise funktioniert aber das magnetische Haften an der Powerbank recht gut. Diese hält recht sicher.

 

Ladedauer

Du hast mehrere Möglichkeiten um die AYCLIF AY-PB01 zu laden.

  • USB C – Power Delivery, bis zu 18,xW
  • USB C – Ohne Power Delivery (5V Quelle) bis zu 15,xW (3A)
  • Apple Lightning – bis zu 9,xW

Entsprechend schwankt die Ladedauer auch etwas. Via USB Power Delivery bekommen wir die Powerbank in ca. 3:13h von 0% auf 100% gefüllt.

Via “Normal USB” 5V/3A dauert eine vollständige Ladung 3:40h. Apple Lightning wird ein gutes Stück langsamer sein.

 

Ladeeffizienz

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Ladeeffizienz.

Im besten Fall Im schlechtesten Fall 
USB PD  79% 74%
USB A 5V/3A 75% 70%

Diese schwankt zwischen 70% und 79%. Um die 70% ist ein normaler Wert für eine aktuelle Powerbank!

 

Fazit

Du suchst eine kabellose magnetische Powerbank für dein iPhone? Dann ist die AYCLIF AY-PB01 tatsächlich eine der besten Powerbanks die ich in diesem Bereich bisher in den Fingern hatte.

So wirkt die Powerbank erfreulich hochwertig und sie ist auch technisch gut ausgestattet!

Neben dem kabellosen magnetischen Ladepad haben wir einen 18W Quick Charge und vor allem einen 20W USB C Port! Du musst die Powerbank nicht nur kabellos nutzen, sondern diese macht auch kabelgebunden einen sehr guten Job.

AYCLIF 10000 mAh Magnetic Wireless Kabellose Powerbank, Starkes...

  • Gute echte Kapazität (8789 mAh)
  • 20W USB C Port mit PPS
  • Sehr schickes Design
  • 18W USB A Ausgang (Quick Charge)
  • Flottes Laden (0% auf 100% in 3 Stunden)
  • Magnetisches kabelloses Laden beim iPhone funktioniert gut

Dabei bietet die Powerbank mit bis zu 8789 mAh einen gute echte Kapazität und das Laden geht mit +- 3 Stunden angenehm flott.

Kabelloses Laden bei Powerbanks ist zwar so eine Sache (du verschenkst viel Kapazität), aber wenn du solch eine Powerbank willst, dann ist die AYCLIF 10000 mAh Magnetic Wireless Powerbank eine top Wahl!

Die Ring Spotlight Cam Pro im Test, mit Cloud aber richtig gemacht!

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Ring bietet mit der Spotlight Cam Pro nach eigenen Angaben seine fortschrittlichste kabellose Überwachungskamera bisher an. Und ja, auf dem Papier gibt es viel an der Ring Spotlight Cam Pro zu mögen!

So verfügt die Überwachungskamera über eine 3D-Bewegungserfassung, zwei Akkus, 2x LED Spotlights, eine Personenerkennung und viele andere interessante Software Feature.

Schauen wir uns die Spotlight Cam Pro einmal näher an und ob die Feature doch das mehr oder weniger verpflichtende Ring Protect Abo rechtfertigen.

An dieser Stelle vielen Dank an Ring für das Zurverfügungstellen der Spotlight Cam Pro für diesen Test.

 

Die Ring Spotlight Cam Pro im Test

Die Ring Spotlight Cam Pro ist eine kabellose, Akku-Betriebene Überwachungskamera. Rein optisch hebt diese sich aber deutlich von anderen Modellen in diesem Bereich ab!

Dies liegt vor allem an der etwas “kastenförmigen” Form der Kamera. Dies hat aber einen guten Grund.

Du kannst die Unterseite der Kamera aufklappen. Im Inneren findest du zwei Slots. Es ist möglich zwei Akkus in dieser Kamera gleichzeitig zu verbauen. Dies verdoppelt nicht nur die Akkulaufzeit, sondern erlaubt dir auch ein komfortables Laden. Du kannst einen Akku laden und den anderen in der Kamera lassen.

Die Akkus (20,88Wh / 5800 mAh) nutzt Ring schon seit einigen Generationen. Einerseits erfreulich, andererseits werden die Akkus noch via microUSB geladen. Eine 2023 Version mit USB C wäre sicherlich nett.

Die Spotlight Cam Pro setzt weitestgehend auf einen weißen Kunststoff. Lediglich ein kleiner Teil der Front, wo die Linse und die IR LEDs eingelassen sind, sind mit einem schwarzen Hochglanz Kunststoff bedeckt.

Das restliche Gehäuse und auch die Wandhalterung sind aus einem weißen Kunststoff. Auffällig sind dabei die beiden “Streifen” am Rand der Kamera. Hinter diesen Stecken die LED Scheinwerfer.

 

Einrichtung und Installation

Um die Ring Spotlight Cam Pro zu nutzen, musst du ein Konto beim Hersteller Ring erstellen. Hierfür will Ring einige Daten von dir. Neben deinem Namen, Mailadresse musst du auch deine Telefonnummer und deine Adresse angeben. Die Telefonnummer wird für die 2 Faktor Authentifizierung benötigt (welche verpflichtend ist) und die Adresse ist an sich egal, außer für die 3D-Bewegungserfassung und Vogelperspektive.

Hierdurch gibt es bei der Einrichtung recht viele Schritte. Allerdings wird alles sauber erklärt und dies in klarem deutsch. Hier merken wir das Ring einfach der Marktführer ist.

Um die Kamera in deinen Account einzubinden musst du den QR Code auf dieser scannen, anschließend wird die Kamera via WLAN mit deinem Smartphone verbunden und dann mit deinem Netzwerk verbunden.

Erneut ist dieser Prozess gut beschrieben, aber besitzt vergleichsweise viele Schritte.

 

Protect-Pläne

Ring bietet dir diverse “Abos” an, welche Protect-Pläne genannt werden. Grundsätzlich kannst du die Spotlight Cam Pro auch ohne zusätzliches Abo nutzen.

Allerdings kannst du ohne Abo nur die Live-Ansicht sehen, Benachrichtigungen sehen und die Gegensprech-Funktion nutzen.

Willst du Aufzeichnungen, dann MUSST du ein Abo abschließen. Hier gibt es zwei Optionen:

  • Basic – 3,99€ im Monat – eine Kamera
  • Plus – 10€ im Monat – Alle Kameras in deinem Account

Hast du eins dieser Abos, dann werden Aufnahmen der Kamera 180 Tage lang gespeichert. Zudem sind Funktionen wie Personenerkennung an das Abo gekoppelt.

 

Bewegungserkennung, 3D-Bewegungserfassung und Vogelperspektive

Die Bewegungserkennung bei komplett kabellosen Überwachungskameras ist immer so eine Sache und leider meist eine Schwäche.

Auch die Ring Spotlight Cam Pro hat keine gigantische Reichweite bei der Bewegungserkennung. Praktisch funktioniert diese maximal bei 8-10 Metern. Dies ist aber schon recht viel für eine Kamera dieser Klasse!

Allgemein will und muss ich die Bewegungserkennung loben! Wir haben zwar nur eine “einfache” Personenerkennung, welche nicht mit den KI Featuren anderer Modelle mithalten kann, aber die Bewegungserkennung funktioniert einfach gut.

Dies liegt auch an der 3D-Bewegungserfassung. So kann die Kamera Bewegungen dreidimensional im Raum erfassen und verfolgen. Du kannst auf einer Karte markieren wo die Kamera angebracht ist und diese zeigt dir an, wo genau auf der Karte die Bewegung entdeckt wurde.

Dies wird als “Vogelperspektive” bezeichnet. Es wird auf einer Karte eingezeichnet, wo Bewegungen entdeckt wurden. Ein interessantes Feature!

Hierüber kannst du auch recht genau sehen auf welche Distanzen die Kamera noch zuverlässig Bewegungen erkennt oder auch gewisse Bereiche aus der Bewegungserkennung ausklammern.

Ich bin unterm Strich sehr zufrieden mit der Bewegungserkennung der Ring Spotlight Cam Pro.

 

Datenschutz

Der Datenschutz bei Überwachungskameras ist immer so eine Sache. Eigentlich wünscht man sich hier natürlich einen besonders guten Datenschutz, perfekt ist aber kein Hersteller. Selbst Hersteller mit lokaler Aufzeichnung können in gewisse Probleme verwickelt sein, siehe Eufy.

Wie steht es hier um Ring? Ring ist ein reiner Cloud Anbieter. All deine Daten, Aufnahmen usw. werden in die Cloud zu Amazon übertragen (Amazon gehört Ring). Nach aktuellem Stand ist davon auszugehen, dass Amazon diese Daten vorsichtig behandelt und es gab in den letzten Jahren keine Berichte von Sicherheitslücken oder Ähnlichem.

Amazon wird deine Daten an Sicherheitsbehörden weitergeben, wenn diese anklopfen. Dies wird aber für alle Cloud-basierten Anbieter gelten.

Ich sehe aber Ring aus Sicht von Sicherheitslücken oder dem Zugriff von 3. als überdurchschnittlich sicher an.

 

Bildqualität und Scheinwerfer

Die Ring Spotlight Cam Pro verfügt über eine Full HD Auflösung. Dies klingt erst einmal nicht besonders beeindruckend.

Allerdings haben wir hier einen guten Full HD Sensor, welcher sich durchaus mit vielen 2K Modellen messen kann. Zudem ist das Blickfeld der Spotlight Cam Pro mit 140 Grad extrem groß!

Abseits der Arlo 3 ist dies eine der Überwachungskameras mit dem größten Blickfeld, im Akku-Bereich. Ideal wenn du Flächen überwachen willst.

Dabei besitzt die Kamera sowohl eine klassische IR LED Nachtsicht (in schwarz/weiß), wie aber auch eine Farbige Nachtsicht, allerdings mit weniger Reichweite.

Für letztere werden die LED Scheinwerfer genutzt. Der LED Scheinwerfer ist dabei auch wunderbar als Wegbeleuchtung geeignet.

 

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit einer komplett kabellosen Kamera schwankt natürlich massiv je nachdem wie viel Aktivität es gibt.

Ich habe die Ring Spotlight Cam Pro bei mir im Hof genutzt, diese hatte also recht viel Bewegung mitbekommen und musste auch recht viel aufzeichnen.

 

Hier konnte ich eine Laufzeit von ca. 42 Tagen mit einem Akku erreichen. Entsprechend wären mit zwei Akkus 84 Tage möglich. An einer etwas ruhigen Stelle wären mit zwei Akkus sicherlich 100+ Tage möglich.

Je nach Positionierung würde ich vermutlich zu dem Ring Solarpanel greifen, welches eine “dauerhafte” Akkulaufzeit ermöglichen sollte.

 

Fazit

Die Ring Spotlight Cam Pro ist eine der zuverlässigsten und problemlosesten Überwachungskameras die ich bisher im Test hatte!

Vor allem die 3D Bewegungserkennung arbeitet beeindruckend zuverlässig und die “Vogelperspektive” ist eine spannende Funktion, die ich bisher noch nie gesehen habe.

Dabei ist die Bildqualität gut, der Blickwinkel groß und die beiden LED Scheinwerfer sinnvoll, genau wie die beiden Akku Schächte, welche dir einen dauerhaften Betrieb erlauben, auch wenn einer der Akkus leer ist.

Allerdings ist dies eine reine Cloud Überwachungskamera. Du musst bereit sein 3,99€ im Monat für die Speicherung der Aufnahmen zu zahlen, ansonsten macht die Kamera keinen Sinn.

Auch was den Datenschutz betrifft, muss es für dich okay sein, dass alle Aufnahmen auf den Amazon Servern landen. Ich denke, was den Zugriff von Unbefugten angeht (Hackern) wird dies aber eins der besten Systeme sein.

Ich sehe die Ring Spotlight Cam Pro ein wenig als Zusatzprodukt, wenn du schon eine Ring Türklingel im Einsatz hast. Letztere sind wirklich gut und hier macht es dann so wie so Sinn im Ökosystem zu bleiben.

Test: Neewer 660 PRO, eine hervorragende Videoleuchte! (habe gleich 3x gekauft)

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Gutes Licht ist extrem wichtig bei der Fotografie/Videografie. Hier gilt meistens mehr Licht = besser. Normale LED Glühlampen klingen hier vielleicht wie eine einfache Lösung, aber diese sind gar nicht so hell wie Du vielleicht denkst.

Es muss also ein LED Scheinwerfer oder Ringlicht her. Hier gibt es tonnenweise Optionen für den semi-professionellen Einsatz. Einer der beliebtesten Hersteller hier ist Neewer mit seinen diversen Lampen und Leuchten.

Ich habe mich hier mittlerweile 3x für die Neewer 660 PRO entschieden, einen RGB LED Scheinwerfer der gehobenen Mittelklasse.

Für einen Neewer 660 PRO zahlst du ca. 160€, wofür du einen 50W LED Scheinwerfer erhältst, welcher entsprechend ordentlich Licht produziert.

Aber wie gut ist die Neewer 660 PRO Videoleuchte? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Neewer 660 PRO Videoleuchte im Test

An sich handelt es sich bei der Neewer 660 PRO um eine sehr klassische Videoleuchte, zumindest was das Design angeht.

So ist sie einfach eine flache Platte mit LEDs auf der Front und den Steuerungseinheiten auf der Rückseite. Zudem besitzt die Lampe seitlich, wie auch oben und unten “Klappen”. Diese erlauben dir den Lichtwinkel ein wenig einzuschränken, was angenehm ist wenn Du neben den Lampen stehst.

Je nach Set Zusammenstellung werden die Lampen mit oder ohne Stativ geliefert. Diese setzen auf einen 5/8 Zoll Anschluss. Ich benutze beispielsweise nicht das Stativ, sondern eine Deckenhalterung für Videoleuchten (Affiliate- Link zu Amazon).

Die Lampen haben von Haus aus einfach einen Bügel um sich, welcher sich dann entsprechend an diesen 5/8 Zoll Bolzen anschrauben lässt.

 

Ein gutes Stativ

Je nach Set Zusammenstellung bekommst du die Neewer 660 PRO mit einem entsprechenden Stativ.

Dieses Stativ ist sehr gut! Es ist stabil und wirkt wunderbar wertig, ist aber auch recht groß.

Du kannst dieses zwischen ca. 70 cm und 190 cm verstellen.

 

Stromversorgung, erfreulich flexibel

Du hast bei der Neewer 660 PRO mehrere Optionen für die Energieversorgung. So kannst du wahlweise ein Netzteil oder einen Akku nutzen.

  • Netzteil: 12-15V (50W+)
  • Akku: NP-F550 oder NP-F970

Mit im Lieferumfang des Neewer 660 PRO liegt ein 15V / 4,8A Netzteil (72W). Alternativ kannst du aber auch bis zu zwei NP-F550 oder NP-F970 Akkus nutzen! Ein Akku reicht auch für die Energieversorgung.

Die NP-F550 / NP-F970 Akkus stammen ursprünglich von Sony, werden aber mittlerweile von vielen 3. Anbietern genutzt. Ich bin mir nicht mal sicher, ob Sony selbst diese Akkus noch baut.

Aber du findest bei Amazon/eBay tonnenweise alternativer und halbwegs günstiger Akkus.

 

Helligkeit / Leistungsaufnahme, nicht ganz wie versprochen

Rein subjektiv hat die Neewer 660 PRO Videoleuchte natürlich eine beeindruckende Helligkeit! Wir haben wie der Name schon etwas verrät haben wir 660 LEDs in der Lame, 170 weiße, 170 warm weiße und 320 RGB LEDs.

Dabei wirbt Neewer mit einer Leistung von 50W! 50W LED “Power” ist nicht wenig, ganz im Gegenteil. Dies ist über 5x so viel wie es eine normale “LED-Glühlampe” hat.

Allerdings in der Praxis kann ich die 50W nicht ganz bestätigen. Je nach Lichtfarbe liegen wir teils deutlich unter den 50W.

Bei einem extrem warmen und extrem kalten Licht kommen wir lediglich auf knapp unter 30W! Und selbst im besten Fall bei einem “neutralen” Licht (ca. 4600K) kommen wir auf maximal 42,45W.

Dies ist natürlich nicht wenig, aber damit bleibt die Neewer 660 PRO schon etwas hinter den Versprechen zurück.

 

CRI Wert wie versprochen? (ja)

Bei Lampen die sich an Foto/Videografen richten ist der CRI Wert nicht ganz unwichtig. Der CRI Wert beschreibt wie gut das Farbspektrum der Lampe ist bzw. wie gut diese Farben wiedergibt.

Unter einer Lampe mit schlechtem CRI Wert sehen Farben anders oder matt aus. Gerade bei frühen LED Lampen war dies ein Problem.

In der Regel gilt alles mit einem CRI Wert über 80 als brauchbar und alles über 90 als gut.

Neewer verspricht bei der 660 PRO einen CRI Wert von 97+, was fantastisch wäre!

Und ja, dieses Versprechen wird komplett eingehalten! Laut meinem Messgerät liegt der CRI Wert bei 98,2 bis 100! (ab ca. 98,5 rundet dieses immer auf 100 auf). Besser geht es nicht, anders kann man dies nicht sagen.

 

Lichtfarbe und RGB

Du kannst die Lichtfarbe beim Neewer 660 PRO sehr frei einstellen. Zunächst kannst du im weißen Lichtspektrum zwischen 3200K und 5600K, also sehr kalt und sehr warm, in 100er Schritten wählen. Auf der Rückseite der Lampe wird dabei auch die eingestellte Farbtemperatur angezeigt.

Dabei passt die dort angezeigte Farbtemperatur sehr gut mit meinen Messwerten überein!

Über die App kannst du auch frei Farben aus dem RGB Spektrum wählen. Diese sind qualitativ über jeden zweifel erhaben und auch die Helligkeit ist beeindruckend!

Das RGB Feature funktioniert gut!

 

Die App

In der Neewer 660 PRO ist Bluetooth integriert! Du kannst die Lampen zu 100% über die Neewer Smartphone App steuern.

Diese erlaubt dir nicht nur das Einstellen der Lichtfarbe, sondern auch das Gruppieren mehrerer Lampen und das gemeinsame Steuern.

Die Neewer App hat zwar nicht die besten Bewertungen im App Store, aber bei mir funktioniert diese problemlos.

 

Fazit

An sich bin ich mit der Neewer 660 PRO sehr zufrieden. Ich habe mir mittlerweile auch drei Stück gekauft, welche ich für die Beleuchtung in meinem Büro nutze.

Es ist zwar schade, dass die Lampen nicht ganz die beworbene Leistung von 50W bieten (eher 30-42W), aber abseits davon sind diese klasse! So ist die Lichtqualität tadellos! Wir haben hier einen CRI Wert von 98-100, was Weltklasse ist. Auch der generelle Lichteindruck ist sehr positiv.

Die Steuerung ist einfach, die Möglichkeit für den optionalen Akku-Betrieb klasse und der App Support inklusive der Bildung von Gruppen praktisch.

Der Preis von teils +- 150€ pro Lampe ist etwas hoch, aber bisher kann ich über diese nicht meckern!

NEEWER 660 PRO 50W RGB LED Videoleuchte Panel mit APP Steuerung...

  • Sehr hohe Lichtqualität mit fantastischem CRI Wert
  • Gute Helligkeit…….
  • Große Bandbreite an Lichtfarben
  • RGB
  • App Support, inklusive Gruppenbildung
  • Stromversorgung via Netzteil oder universellem Akku
  • Preis okay (ca. 150€), aber an der Grenze
  • …… aber wir kommen nicht ganz auf 50W

Neewer 660 PRO
POSITIV
Sehr hohe Lichtqualität mit fantastischem CRI Wert
Gute Helligkeit…….
Große Bandbreite an Lichtfarben
RGB
App Support, inklusive Gruppenbildung
Stromversorgung via Netzteil oder universellem Akku
NEGATIV
Preis okay (ca. 150€), aber an der Grenze
……, aber wir kommen nicht ganz auf 50W
90

Test: XMG FOCUS 16 (M22), XMG holt alles aus der RTX 3060 heraus! (extra hohe Power Limits)

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XMG bietet mit dem FOCUS 16 ein leistungsstarkes Notebook der gehobenen Mittelklasse an. Dieses setzt auf einen Intel 12. Gen CPU in Kombination mit der Nvidia RTX 3060. Nicht schlecht, aber auch nicht außergewöhnlich.

Das Spannende sind die von XMG genutzten hohen Power Limits. So bekommt die RTX 3060 satte 115W, was mehr ist als bei den ein oder anderen RTX 3080 Notebook.

Hierdurch sollte das Notebook 1-2 Klassen über dem spielen was eigentlich bei einer RTX 3060 üblich ist. Aber bestätigt sich dies auch in der Praxis? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an XMG für das Zurverfügungstellen des FOCUS 16 für diesen Test.

 

Das XMG FOCUS 16 im Test

Das XMG FOCUS 16 ist kein wahnsinnig kompaktes Notebook. Es misst 359,5 x 263,8 x 24,3 mm und bringt 2,2 Kg auf die Waage. Damit wirkt dieses zwar nicht übermäßig “fett”, ist aber definitiv nicht das schnellste Notebook mit RTX 3060.

Dabei setzt das Gehäuse auf das typische XMG Design. So ist das Notebook sehr minimalistisch gestaltet. Wir haben ein komplett schwarzes Gehäuse, welches aus einer Mischung aus Kunststoff und Aluminium besteht.

Die generelle Haptik ist dabei angenehm massiv. Das Notebook wirkt zwar nicht übermäßig „filigran“ gearbeitet, ist aber auch kein billiger Plastikbomber. Du kannst am FOCUS 16 nichts eindrücken und dieses ist auch sehr verwindungssteif.

Ein großer Pluspunkt bei den meisten XMG-Notebooks sind die Anschlüsse.

  • 1x USB A 2.0
  • 1x USB A 3.2 Gen 1
  • 1x USB C 3.2 Gen 2×1
  • 1x USB C Thunderbolt 4
  • 1x 3,5mm Kopfhörerausgang
  • 1x 3,5mm Mikrofoneingang
  • 1x mini DisplayPort 1.4
  • 1x Gbit LAN
  • 1x microSD Kartenleser

Ich finde den USB 2.0 Port zwar etwas merkwürdig im Jahr 2023, aber grundsätzlich ist 2x USB A + 2x USB C (wovon ein Port Thunderbolt 4 ist) nicht verkehrt.

 

Tastatur und Trackpad

Das FOCUS 16 verfügt über eine “große” Tastatur mit Nummern-Pad. Die Tastatur ist dabei qualitativ absolut okay!

Zunächst ist das Tastaturdeck sehr stabil, was der Tastatur einen angenehm festen und qualitativ hochwertigen Anschlag verleiht. Auch der Schaltermechanismus ist gut gemacht und wertig. Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann dass die Tasten in der Ausgangsposition etwas Spiel haben, aber das ist Meckern auf einem sehr hohen Level!

Dies ist eine Tastatur der “gut+” Klasse.

Das Trackpad hat mich etwas überrascht. So ist es zunächst riesig! Zudem sitzt dieses wunderbar straff in meinem FOCUS 16 und bietet ein 1a Tracking. Kritikpunkte müsste ich mir hier wirklich etwas an den Haaren herbeiziehen. Vielleicht könnte der Klick etwas präziser sein, aber das war es auch schon.

Das Trackpad würde ich mit “sehr gut-” bewerten.

 

Lautsprecher und Webcam, XMGs Schwäche

Kommen wir zu zwei schwierigen Punkten bei jedem XMG Notebook. Lautsprecher kann leider XMG nicht… Auch die Lautsprecher des XMG FOCUS 16 (M22) sind super dünn und teils schon etwas schrill.

Immerhin sind sie recht laut, aber selbst in meinem alten Dell XPS 13 stecken bessere Lautsprecher. Legst du hierauf großen Wert, dann ist dies kein Notebook für dich.

Die Webcam ist Okay. Diese ist absolut nichts besonderes, aber ich habe schon schlechteres gesehen.Die Webcam ist brauchbar.

 

Das Display, erfreulich ordentlich

Im XMG FOCUS 16 (M22) steckt wie der Name schon andeutet ein 16 Zoll Display, was eine sehr schöne Größe ist! Merkbar größer als ein 15 Zoll Display, aber nicht ganz so riesig wie ein 17 Zöller.

Dabei sehen die technischen Daten auch vielversprechend aus.

  • 16 Zoll
  • 2560 x 1600 Pixel
  • 16:10!
  • 165 Hz
  • 400 cd/m²

2K Auflösung + 165 Hz ist derzeit fürs Gaming klar der sweet spot. Moderne GPUs können die 2K Auflösung in der Regel gut antreiben und 165 Hz bietet eine sehr gute “Flüssigkeit”.

So sieht das Display auch in der Praxis stark aus! Es ist scharf und Bewegungen sind geschmeidig. Auch die maximale Helligkeit sieht gut aus. Ich würde das XMG FOCUS 16 zwar nicht als “Outdoor” Notebook empfehlen, aber für ein gaming Notebook ist das Display recht hell. Subjektiv passen auch die Farben.

Dieser Eindruck wird auch von den Messwerten bestätigt.

  • 99% sRGB
  • 76% Adobe RGB
  • 450,5 cd/m² maximale Helligkeit
  • 1240:1 Kontrast

Für ein Gaming Notebook sieht dies sehr gut aus!

 

Leistung des XMG FOCUS 16

Das XMG FOCUS 16 setzt auf die Kombination aus Intel Core i7-12700H und NVIDIA GeForce RTX 3060.

  • Intel Core i7-12700H 6 P- & 8 E-Kerne/20 Threads | bis zu 4,7 GHz | 24 MB Cache | 45 Watt
  • NVIDIA GeForce RTX 3060 | 6 GB GDDR6

Das “Spannende” bei aktuellen Notebook Grafikkarten sind die Power Limits. So bekommst du Notebooks mit der gleichen Grafikkarte, aber sehr unterschiedlicher Leistung.

Beispielsweise das Acer Nitro 5 AN515-45-R36S verfügt über eine RTX 3080 mit 100W maximaler Leistung, genau wie das ASUS ROG Zephyrus G15 GA503QS-HQ111R.

Die RTX 3060 im FOCUS 16 hat ein Power Limit von satten 115W. Macht dies die RTX 3060 hier schneller als die 3080 in den zuvor genannten Notebooks? Vermutlich nicht, aber dennoch werden die Leistungsunterschiede um einiges kleiner ausfallen als die Modellnummer es vermuten lassen würde.

Schauen wir uns am besten ein paar Benchmarks an.

Diese sehen zunächst fantastisch aus! Sowohl auf Seiten der CPU wie auch bei der GPU. Dabei hat das Notebook auch eine sehr hohe konstante CPU Leistung, was uns der Handbrake Test zeigt.

Hier liefert das Notebook bestwerte mit dem i7-12700H.

Aber wie steht es um das Gaming? Hier habe ich alle Benchmarks 2x durchgeführt, 1x bei Full HD Auflösung und 1x mit der vollen 2K Auflösung.

Hier war ich durchaus etwas beeindruckt! So erreicht das FOCUS 16 in Shadow of the Tomb Raider und Far Cry New Dawn bei Ultrahoch über 100 FPS bei Full HD Auflösung.

Lediglich Cyberpunk 2077 mit RT kann das XMG FOCUS 16 in die Knie zwingen. Ohne RT wird selbst bei 2K Auflösung und Ultra Details noch gut spielbare 46 FPS erreicht.

Vergleichen wir einmal die Leistung des XMG FOCUS 16 mit dem ASUS ROG Zephyrus G15.

  • XMG FOCUS 16 – Intel Core i7-12700H – NVIDIA GeForce RTX 3060
  • ASUS ROG Zephyrus G15 – AMD Ryzen 7 5800HS – NVIDIA GeForce RTX 3080

Ein interessanter Vergleich, der Intel i7-12700H ist stärker als der AMD Ryzen im ASUS, allerdings sollte die RTX 3060 in Spielen dennoch keine Chance gegen die RTX 3080 haben.

In der Praxis sieht die Welt aber etwas anders aus. Das XMG FOCUS 16 hat 115W maximale GPU Power, das ASUS ROG Zephyrus G15 100W.

Das ASUS ROG Zephyrus G15 fährt also konstant mit angezogener Handbremse, verglichen mit dem XMG.

Und WOW das ASUS ROG Zephyrus G15 ist weiterhin schneller, aber dies gerade einmal um 8%! Klar die RTX 3080 arbeitet effizienter (8% schneller bei 15W weniger), aber dennoch zeigt dies wie Leistungsfähig das XMG FOCUS 16 ist.

 

Viele Optionen und gut zu warten

Wie bei XMG üblich bist du bei den Notebooks recht flexibel was Dinge wie SSD und RAM betrifft. So hast du die Wahl zwischen 8GB, 16GB, 32GB und 64GB RAM, von Samsung oder Kingston.

Bei der SSD hast du sogar die Wahl zwischen Modellen von Samsung, Corsair, Crucial, Seagate und Western Digital.

Entsprechend ist natürlich RAM und SSD im Notebook auch frei austauschbar (2x SSD und 2x So-DIMM DDR4 Slots). Die XMG Notebooks sind auch nicht verklebt oder Ähnliches. Ein Auseinanderbauen geht hier vergleichsweise einfach, was diese auch recht gut zu reparieren macht.

 

Akkulaufzeit

Im XMG FOCUS 16 steckt ein 54Wh Akku. Daran sehen wir schon, dass dies kein Notebook für eine besonders lange Akkulaufzeit ist.

In der Praxis kommst du auf +- 4 Stunden. Dies ist Okay, aber natürlich auch nicht überragend. Unter Last sinkt die Laufzeit auf knapp über 1 Stunde.

 

Fazit

Auf den ersten Blick mag das XMG FOCUS 16 (M22) vielleicht nicht übermäßig außergewöhnlich wirken. Ein i7-12700H + RTX 3060 ist nichts schlechtes, aber auch nichts Besonderes.

Das Besondere ist die Umsetzung! Vor allem die hohen Power Limits sorgen dafür, dass das Notebook eine deutlich bessere Leistung liefert als es die Hardware vermuten lassen würde. So liegen zwischen dem FOCUS 16 mit RTX 3060 und meinem ASUS ROG Zephyrus G15 mit RTX 3080 gerade mal 8%. Das Zephyrus G15 hat ein 100W Power Limit bei der GPU, das FOCUS 16 (M22) 115W und diese 15W rechen um den Abstand zwischen RTX 3060 und RTX 3080 stark zusammenschrumpfen zu lassen.

Sicherlich hilft auch der sehr starke i7-12700H, welcher ebenfalls über hohe Power Limits und Turbo Leistung verfügt.

Aber auch abseits davon haben wir ein gutes Notebook! Ja es ist nicht super dünn und leicht, aber das 2K Display sieht sehr gut aus, die Eingabegeräte sind ordentlich und auch die generelle Haptik ist gut!

Schlecht sind lediglich die Lautsprecher. Auch die Akkulaufzeit ist nicht gigantisch, aber dies ist auch kein super portables Notebook, von daher möchte ich darüber nicht zu laut meckern.

Kurzum, XMG holt mit dem FOCUS 16 (M22) alles aus der Kombination i7-12700H + RTX 3060 heraus, was möglich ist!

XMG FOCUS 16 (M22)
POSITIV
Hervorragende CPU Leistung
Sehr gute GPU Leistung, dank hoher Power Limits
Stabiles und massives Gehäuse
SSD und RAM austauschbar
Gute Tastatur und Trackpad
Gute IO
NEGATIV
Lautsprecher schlecht
89

Nicht kaufen! Die Zutesu (oder doch CHANEDE) 120W USB C Ladestation im Test

Ich hatte für Techtest bereits einige USB Ladegeräte in den Fingern. Meist finden dabei eher gute Modelle den Weg zu mir. Dies ist heute aber etwas anders, denn die Zutesu USB C Ladestation liest sich im ersten Moment sehr gut, hat aber im Test sehr gemischte Gefühle ausgelöst.

Warum? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Zutesu (oder doch CHANEDE) 120W USB C Ladestation im Test

Die Zutesu 120W USB C Ladestation scheint etwas unter einer Identitätskrise zu leiden. Denn das Ladegerät ist nicht mit Zutesu beschriftet, sondern hat sehr groß “CHANEDE” aufgedruckt.

Dies ist dabei aber nur der erste Punkt warum ich bei diesem Ladegerät etwas skeptisch bin. So besteht dieses aus einem sehr einfachen Kunststoff, welcher an den Rändern auch eher grob miteinander verbunden ist.

Dies ist an sich kein Weltuntergang, so nutzen viele auch gute Ladegeräte einen sehr einfachen Kunststoff, allerdings die Art wie die technischen Daten nicht fein aufgedruckt sind, sondern eingefräst wurden und vor allem wie leicht das Ladegerät ist lässt doch etwas zweifeln.

  • Zutesu (CHANEDE) 120W – 243 g
  • Xtorm USB Power Hub Edge 90W – 269 g
  • LinkOn 136W – 281 g
  • UGREEN 140W GaN – 314 g
  • Satechi 108W Pro USB PD – 353 g

Mit 243 g ist das Zutesu zwar leicht, aber auch nicht extrem leicht. Das Problem ist eher wie sich das Ladegerät anfühlt. Es wirkt als wäre dieses zu 50% leer. Klopfst du gegen dieses, hallt es im Inneren, als würden einige metallische Komponenten „vibrieren“.

Daher wirkt dieses wirklich billig gebaut.

 

Die Anschlüsse

Die Anschlüsse wiederum sind ein Highlight des Zutesu/CHANEDE Ladegerätes.

  • 1x USB C Power Delivery 65W – 20V/3,2A, 12V/5,4A – 9V/2,2A
  • 2x USB C Power Delivery 20W – 12V/1,67A, 9V/2,2A, 5V/3A
  • 2x USB A Quick Charge 18W – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Die Ports sind nett, 3x USB C und 2x USB A ist ziemlich perfekt! Aber die Beschriftung der Ports ist wild!

  1. Der 65W Port hat keine 5V oder 15V Stufe
  2. Ich habe bei noch keinem USB Ladegerät 12V/5,4A gesehen
  3. 20V/3,2A = 64W, es müssten 20V/3,25A sein
  4. Bei den USB C Ports werden die hohen Spannungsstufen zuerst gelistet, bei den USB A Ports die niedrigen.

Dies sind natürlich alles nur Fehler bei der Beschriftung, aber spricht nicht für ein hochwertiges Ladegerät.

Hier einfach mal der Vergleich der Leistung des 65W Ports, Angabe vs. Realität:

  • 20V/3,2A, 12V/5,4A, 9V/2,2A
  • 20V/3,25A, 12V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 5V/3A

Damit hat der USB C Port durchaus 65W, aber die Herstellerangabe auf dem Ladegerät ist völlig daneben.

 

Mit PPS

Erstaunlicherweise verfügt das Ladegerät sogar über PPS:

  • USB C 1 – 3,3-16V bei 3,2A
  • USB C 2 / 3 – 3,3-5,9V bei 3A – 3,3-11V bei 1,8A

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/SS Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des SS2 Ultra. Ein S21 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 25W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Belastungstest

Offiziell wird das Ladegerät als 120W Ladegerät beworben. Hier bin ich mir aber nicht ganz sicher wie der Hersteller hier die Last genau vorsieht.

  • 65W + 20W + 20W +18W +18W = 141W
  • 65W + 20W + 20W + 18W = 123W

Wie auch immer, ich habe das Ladegerät mit 100W belastet und das hat schon gereicht.

Nach ca. 15-20 Minuten hatte das Entladen über die USB A Ports gestoppt. Offensichtlich gab es hier eine Temperaturabschaltung. Wie komme ich auf diese Vermutung?

Schauen wir hier einfach auf das Wärmebild. Zwar ist das Ladegerät äußerlich nicht übermäßig heiß, aber in den Ports sehen wir eine Temperatur von 106 Grad! Uff!

Ich vermute das Gehäuse macht keinen guten Kontakt zur Elektronik, entsprechend staut sich die Wärme. Innerhalb der USB Ports sind ansonsten so 70-90 Grad “normal”. Über 100 Grad habe ich hier noch nie gesehen.

Bei den vollen 120W würde das Ladegerät mit Sicherheit überhitzen oder den Geist aufgeben.

 

Effizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Effizienz zu sprechen. Hier sehen wir aber gewisse Schwächen.

So liegt die minimale Effizienz bei 67,5% und selbst bei 20V/3A steigt diese auf maximal 87,3%. Letztere ist nicht absolut furchtbar, aber auch nicht gut.

Die meisten Ladegeräte dieser Klasse sollten ca. 2-4% mehr erreichen können.

 

Fazit

Ich denke, viel weiter muss ich den Test der Zutesu USB C Ladestation nicht strecken. Ich würde dieses Ladegerät nicht kaufen.

Prinzipiell funktioniert es, die USB Ports liefern die zu erwartende Leistung und wir haben sogar PPS. Daher würde sogar das Ladetempo passen.

Allerdings ist das Ladegerät absolut “billig” gebaut und fühlt sich hohl und leer an. Die Haptik ist wirklich furchtbar, gerade wenn du mal gegen das Ladegerät klopfst und im Inneren irgendwelche Komponenten anscheinend frei schwingen.

Auch die Effizienz ist nicht gut, wenn auch kein absolutes NoGo. Viel mehr Sorgen hat mir der Belastungstest gemacht. Immerhin die Temperatur-Abschaltung scheint zu funktionieren. Bei 106 Grad in den USB Ports ist dies aber auch nötig.

Was würde ich alternativ empfehlen?

Ich glaube mit jedem dieser Ladegeräte wärst du am Ende glücklicher.