Welche Stromkosten verursachen Smartphones? Wie viel teurer ist kabelloses Laden?

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In der aktuellen Situation wird viel über das Stromsparen diskutiert. Eins der von uns am meisten verwendeten Geräten ist sicherlich das Smartphone.

Aber wie viel Stromkosten verursacht ein Smartphone überhaupt? Kann ja nicht so wenig sein, denn erste Arbeitgeber verbieten das Laden des Smartphones am Arbeitsplatz, aufgrund der Stromkosten.

Hier findest du viele Beispielrechnungen, welche aber alle sehr theoretisch sind. Machen wir es doch einmal anders, messen wir doch wie viel Strom das Laden eines Smartphones wirklich kostet!

Wie viel mehr kostet das kabellose Laden? Finden wir es in einem Praxis-Test heraus!

 

Faktor 1 Größe des Akkus

Gehen wir zunächst einmal auf die unterschiedlichen Faktoren ein, die hier eine Rolle spielen. Der wichtigste Faktor ist natürlich der Akku deines Smartphones und wie oft du dieses laden musst.

Für meine Rechnungen gehe ich davon aus dass du dein Smartphone 1x pro Tag von 5% auf 100% lädst.

Aktuelle Smartphones haben in der Regel einen Akku mit 4000 mAh +- 1000mAh.

Ein iPhone 14 Pro benötigt also ca. 56% mehr Energie um den Akku zu füllen verglichen mit dem S22 Ultra, zu mindestens auf dem Papier.

Wichtig, ein Smartphone lädt aber nicht zu 100% effizient! Heißt, du benötigst beispielsweise beim Pixel 7 Pro nicht 5000mAh für eine 100% Ladung, sondern ca. 6300mAh. In der Regel laden Smartphones auch nur mit einer Effizienz von 80%. 20% geht in Wärme und anderer interner Prozesse verloren.

 

Faktor 2 das Ladegerät

Nicht ganz unwichtig ist natürlich das Ladegerät, das du nutzt. Dieses ist nicht zu 100% Effizient. Die genaue Effizienz schwankt natürlich stark je nach Auslastung, maximaler Leistung usw.

Hier einfach mal ein paar Beispiele:

Hier kannst du durchaus sehen, dass es gewisse Unterschiede bei der Effizienz gibt. In der Regel schwanken die Ladegeräte um die 80-90% Effizienz. Lediglich sehr große Multiport Ladegeräte können bei niedriger Last unter diese Werte fallen.

In der Praxis kannst du hier also durchaus von einer Schwankung von ein paar % ausgehen.

 

Faktor 3 Ladestandard und Art des Ladens

Extremes Schnellladen kann unter Umständen etwas ineffizienter sein als ein Laden bei einem mittleren Tempo. Nach meiner Erfahrung ist aber ein super langsames Laden wieder ineffizienter als ein mittelschnelles oder schnelles Laden.

Langsamer ist zwar schonender für den Akku, aber nicht zwingend effizienter. Extremes Schnellladen kostet wiederum etwas Effizienz.

Kabelloses Laden kostet dich auch um die 30% mehr Energie!

 

Der Versuchsaufbau

Für diesen Versuch habe ich zwei Smartphones genutzt:

  • Apple iPhone 14 Pro
  • Google Pixel 6 Pro

Als Ladegerät nutze ich das Anker 735, dessen USB C Port ich fürs Schnellladen nutze und den USB A Port fürs “langsame” Laden.

Das Anker 735 ist schon eins der effizienteren Ladegeräte die du aktuell bekommen kannst.

Allerdings gerade bei niedriger Last 1A und weniger verliert dieses doch ordentlich Effizienz. Das Problem, selbst beim Schnellladen lädt das Smartphone nur 50% der Zeit mit dem vollen Tempo, ab wann das Ladetempo massiv sinkt.

Dies kostet dann wieder ordentlich Effizienz.

Als Messgerät nutze ich einerseits das UNIT UT230B zum Messen der Leistungsaufnahme aus der Steckdose und die Power-Z Tester zum Messen der Leistungsaufnahme aus dem Ladegerät.

Wir haben also Messwerte “vor dem Ladegerät” und “nach dem Ladegerät”. Wichtig die Messwerte nach dem Ladegerät sind extrem genau, die Werte der Leistungsaufnahme aus der Steckdose sind etwas gröber.

 

Wie viel Strom benötigen Smartphones zum Laden?

Kommen wir zu den Messergebnissen.

Hier sehen wir zunächst einen deutlichen Unterschied zwischen dem Pixel 6 Pro und dem iPhone 14 Pro. Das Pixel 6 Pro braucht ein Stück weit mehr Energie, was auch nicht überrascht, denn der Akku des Pixel ist mit 5000mAh deutlich größer als vom iPhone mit 3200mAh.

So brauchte das Pixel 6 Pro beim Schnellladen 26Wh aus der Steckdose, das iPhone 14 Pro 19Wh.

Beim normalen Laden benötigte das Pixel 6 Pro 27Wh aus der Steckdose, das iPhone 14 Pro weiterhin 19Wh.

Spannend sind aber auch die Werte wie viel Energie die Smartphones aus dem Ladegerät aufnahmen.

Spannenderweise sehen wir hier, dass beide Smartphones beim langsamen Laden weniger Leistung zum vollständigen Laden benötigen als beim Schnellladen.

Langsames laden ist also effizienter! Allerdings, da Ladegeräte beim langsamen laden ineffizienter sind, wird dieser Effizienz-Vorteil direkt wieder aufgefressen und sogar umgekehrt.

Unterm Strich macht es also keinen Unterschied bei den Stromkosten, ob du langsam oder schnell lädst.

 

Was kostet einmal Laden?

Was kostet nun das Laden des Pixel 6 Pro und des iPhone 14 Pro? Hier einmal für 0,50€ pro kWh und 1€ pro kWh. Ich denke die meisten von uns zahlen um die 0,50€ pro kWh, aber wer weiß wo die Reise noch hingeht…… daher auch mal die Rechnung für 1€ pro kWh.

Bei 0,50€ zahlst du für 1x laden des Pixel 6 Pro ca. 0,013€, also 1 Cent, für das Laden des iPhone 14 Pro 0,0095€, also sogar etwas weniger als 1 Cent. Bei 1€ pro kWh entspricht das doppelte, also +- 2-3 Cent.

Das Laden eines Smartphones kostet also wirklich nicht die Welt, selbst bei den aktuell extremen Strompreisen!

Auf ein Jahr Hochgerechnet (365x Laden) bei 0,50€ pro kWh:

  • Google Pixel 6 Pro – 4,745€
  • Apple iPhone 14 Pro – 3,4675€

Smartphones sind keine großen Stromschlucker!

 

Wie viel kostet das kabellose Laden?

Machen wir die gleiche Rechnung auf wenn wir unsere Smartphones kabellos laden.

Beim Pixel 6 Pro benötigt das kabellose Laden 33% mehr Energie, beim iPhone 14 Pro sogar 68%. Erstaunlich, dass das iPhone so viel “ineffizienter” kabellos lädt.

Allerdings habe ich hier auch ein „universelles“ kabelloses Ladepad genutzt.

Auf ein Jahr Hochgerechnet (365x kabellos Laden) bei 0,50€ pro kWh:

  • Google Pixel 6 Pro – 6,57€
  • Apple iPhone 14 Pro – 5,84€

 

Wie Effizient ist das Laden?

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Effizienz des Ladens an.

Spannenderweise bot das iPhone 14 Pro in meinem Test eine etwas schlechtere Ladeeffizienz. Diese lag hier beim Schnellladen bei 70,9%. Beim Pixel 6 Pro kommen wir auf 79,4%.

Es gehen bei den Smartphones also 20-30% der Energie beim Laden in Wärme verloren bzw. werden von anderen parallel laufenden Prozessen (das Always on Display usw.) gefressen.

Noch trauriger sieht es beim kabellosen Laden aus. Hier kommt das iPhone 14 Pro auf 46% und das Pixel 6 Pro auf 64%.

Diese Werte sind aber “vor dem Ladegerät”.

Rechnen wir die Effizienz des Ladegerätes noch mit ein, dann wird es fast etwas traurig. Hier fällt die Effizienz um fast nochmals 10% punkte beim kabelgebundenen Laden.

Kabellos fallen wir auf 51% bzw. 37%. Dies liegt daran, dass das Pixel kabellos nur mit 5W lädt und das iPhone 14 Pro mit 7,5W. Bei diesen niedrigen Laststufen werden die meisten “großen” Ladegeräte auch nochmal etwas ineffizienter.

 

Fazit

Selbst bei unseren aktuell extremen Stromkosten ist das Laden von Smartphones praktisch kaum relevant!

So kostet dich ein Laden eines aktuellen Smartphones +- 1 Cent beim Strompreis von 0,50€ pro kWh.

Selbst aufs Jahr beim täglichen 100% Laden kommen wir so auf keine gigantischen Summen. Je nach Smartphone kannst du praktisch mit 3,5-5€ Stromkosten pro Jahr rechnen. Erneut bei 0,50€ pro kWh, was aktuell ein mittlerer bis hoher Strompreis ist.

Sollte dir dein Arbeitgeber also das Laden des Smartphones am Arbeitsplatz verbieten “da Strom so teuer ist”, dann halte ich dies für einen Vorwand.

Allerdings gibt es noch ein paar andere interessante Fakten aus diesem Praxis-Test:

  • Langsames Laden (nicht schnellladen) ist sowohl beim Pixel 6 Pro wie auch iPhone 14 Pro +- 3% effizienter. Allerdings, da Ladegeräte beim langsamen Laden tendenziell ineffizienter sind, wird am Ende +- der gleiche Strom verbraucht.
  • Die Ladeeffizienz inklusive Ladegerät liegt beim Pixel 6 Pro bei 71% und beim iPhone 14 Pro bei 62%.
  • Kabelloses Laden benötigt zwischen 30% und 60% mehr Energie.

Ich hoffe dir konnte dieser Test etwas weiterhelfen und auch etwas informativ sein!

Michael Barton
Michael Barton
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26 Kommentare

  1. Zahlen wirklich „die meisten“ schon 50ct/kWh? Ich hab grade mal nachgeschaut, wir zahlen 28,711ct/kWh incl. MWSt. Die 19% gehen bei Firmen schonmal ab und viele haben auch günstigere Konditionen. Aber trotzdem, wer wegen 5€ pro Jahr und Angestellten schon ein Faß aufmacht, müsste eigentlich auch das Klopapier rationieren, würde vielleicht noch mehr einsparen. Zumal die Realität heute ja ist, dass man mit einer Akkuladung des Smartphones gar nicht mehr über den Tag kommt und ggfs zwischendurch laden muss.

    • also spätestens ab 1. Januar wird JEDER mindestens 50 Cent bezahlen müssen – einfach mal Stromtarife aufrufen.
      Unternehmen allerdings viel weniger, wie immer.
      Wenn ein Arbeitgeber Leute loswerden will ist Stromdiebstahl ein willkommener Grund, da geht es um´s Prinzip, nicht um den realen Schaden. Schließlich sind schon Leute entlassen worden weil sie ein Brötchen, welches wg. Ablauf entsorgt werden sollte, gegessen haben. Kein Witz und gültige Rechtsprechung!

      • Ja, ich habe grade nochmal bei unserem Versorger nachgeschaut (die o.g. Zahl vom vom Haus meiner Tante): wir zahlen aktuell 23,23ct/kWh, ab 1.1.23 sind es 59,02ct. Das ist fast das dreifache! Steht in keinem Verhältnis zum Stromerzeugungspreis, der hat sich nämlich nicht versechsfacht (<50% des Strompreises sind tatsächliche Erzeugungskosten). Warten wir mal ab, ob nochmal ein Strompreisdeckel kommt oder eine Steuersenkung oder ob am Merit-Order Prinzip was geändert wird.

        Meine Verwunderung bezog sich darauf, dass zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels schon "die meisten" 50ct/kWh bezahlen. Ich vermute das aktuell eher die meisten <30ct/kWh bezahlen und nur die wenigen die Anbieter-Hopping betrieben haben in die teuren Tarife gefallen sind.

        Aber klar, da es ab nächstes Jahr (also in <2 Monaten) wohl eh in die Richtung geht ergibt es natürlich Sinn, das gleich so zu berechnen

      • Warum auch nicht. Man kann die gleiche Rechnung auch für E-Roller, Pedelec u.ä. aufmachen. Da kommen dann halt nicht 5€/a sondern vielleicht 20€/a raus. Überschlagsrechnung: 200Wh um den halbvollen Akku wieder soweit voll zu machen dass man noch sicher nach Hause kommt, das ganze mal 200 Arbeitstage die so gut wie niemand alle mit dem E-Roller oder E-Bike kommt: macht 40kWh oder 20€. Der Parkplatz den man den Mitarbeitern freihält die nicht mit so einem E-Roller/E-Bike kommen sondern mit dem Auto kostet im Monat schon mehr. Völlig gaga seinen Mitarbeitern sowas zu verweigern.

        Erst beim E-Auto oder Motorrad kommt man in Regionen wo es so viel ausmacht, dass man es abrechnen muss. Bei mir in der 4ma gibts ca. 500 Ladesäulen in der TG die dann mit Karte abgerechnet werden, da lohnt sich der Aufwand. Bei Handy, E-Bike o.ä. nicht.

          • „es geht ums Prinzip“ heisst übersetzt „es geht um Rechthaberei und Machtspielchen“.
            Denn rational lässt sich sowas nicht begründen. Man könnte auch Geld sparen, wenn man die Angestellten zwingt ihr Klopapier selbst mitzubringen oder keine Parkplätze zur Verfügung zu stellen (was in der Stadt sicher möglich ist und gemacht wird, in der Pampa eher nicht realistisch.

            Es ist ja nicht so, dass die Leute ihre Smartphones leer zur Arbeit tragen um zuhause den Strom zu sparen, sondern die erfüllen bei den meisten Leuten wichtige Aufgaben und wenns im Büro halt mal bei 10% ist sollte der 1ct für den Arbeitgeber schon drin sein, den Angestellten das Leben nicht nochmal extra schwer zu machen.

            Denn ohne Angestellte funktionieren die meisten Firmen nicht, wie man bei twitter demnächst vermutlich eindrucksvoll sehen können wird.

    • Hi,

      vielleicht zahlen hier noch nicht alle 50 cent, aber ich fürchte spätestens bei der nächsten Vertragsverlängerung wird das für die meisten die „neue Realität“ sein. Damit der Artikel nicht in spätestens 1-3 Monaten veraltet ist habe ich mal +- 50 cent angenommen. Mit der Strompreisbremse sind es dann irgendwas um die 40 Cent, aber ich denke das passt schon.

  2. Dass kabelloses Laden soviel ineffizient er ist hatte ich nicht gewusst. Soviel Energie rausgeschmissen bei zig Millionen Handys in Deutschland mag schon auch relevant sein. Gute Erkenntnis.

    • genau DAS ist der Punkt: das einzelne Smartphone is völlig wurscht, aber mal 60 Millionen ist ein relevanter Stromverbrauch – nur in Deutschland. Das Ganze dann mal 150% wenn nur noch induktiv geladen wird…

      • So sehr ich dem Vorsprung durch Technik verpflichtet bin, aber solche Technologien, die um 1/3 ineffizient sind, aus reiner Bequemlichkeit, da Frage ich mich schon, ob das nicht einfach verboten gehört, bevor es auf den Markt kommt.

        • sehe ich auch so! Nur weil Leute zu faul sind einen Stecker einzustecken… Aber das müsste EU-weit erfolgen und dann würden sich wieder alle beschweren das die EU gängelt.
          Unverständlich für mich aber auch das es meines Wissens keine Anbieter gibt die (universelle) Smartphonehalterungen anbieten welche bei Benutzung gleich den USB-C-Ladestecker in das Smartphone einführt – besonders im Auto. Eigentlich extrem einfach, oder?

        • Ich war noch nie ein Freund des induktiven Ladens genau wegen dieser Verluste. Aber da man sich ja immer noch nicht auf einheitliche Stecker am Smartphone einigen konnte, ist das als Notlösung schon praktisch, wenn das passende Kabel grade nicht dabei ist.

          Verbieten sollte man eher die überbordende Werbung mit Popups, Videos, die oft den halben Bildschirm verdecken usw. Denn *das* ist dafür verantwortlich, dass die Smartphones so viel Strom verbrauchen. Große Bildschirme, damit man überhaupt noch was sieht verbrauchen sehr viel, CPU ist durch die Videos auch dauernd am arbeiten, Das ganze Netz, Funk und kabelgebunden werden belastet.

          Ohne den ganzen Werbemüll der mit riesigen Bandbreiten und CPU/Bildschirmanforderungen daherkommt würde man das Smartphone nur 1x pro Woche laden müssen und viel mehr einsparen als durch nicht induktiv laden.

          Klar, die meisten Webseiten brauchen Werbeeinahmen (diese hier vermutlich auch), aber muss es denn so aggressiv und ressourcenfressend sein? Ich kaufe eh selten bei Unternehmen die mir solche Popups ins Gesicht husten, das hält mich eher davon ab.

          • Also, aus diesem Grund sehe ich TV auf dem Handy, wenn es also nicht anders geht, grdst. in der geringsten Auflösung, und es geht gut!! Und Internetradio, zumal meistens nur Sprechbeiträge, ebenfalls in 22kbps und nicht 128 oder mehr, wenn immer der Stream einstellbar.

          • Es ist eine Frage der Geisteshaltung: WARUM Energie verschwenden, egal ob bei der Zahnbürste oder beim Streamen?
            Schonmal ausgerechnet was eine andere Bitrate an Strom einspart? Wenn nicht behaupte ich frech: weniger als das Induktionsladen der Zahnbürste in der Praxis 🙂 Ja, ja ich weiss dass das wahrscheinlich nicht stimmt. Worauf ich hinaus will: INFORMATION (also z.B. solche objektivierenden Tests) sind supernützlich.
            Das Problem sehe ich generell woanderst: Ich glaube (hoffe?) das den meisten Menschen überhaupt nicht bewusst ist wo wieviel Strom verbraucht wird und an welchen Stellschrauben einfach (!) und freiwillig (!) gedreht werden kann.
            Dazu kommt die Faulheit der Industrie und der Nutzer.
            Und dem Rest ist´s eh egal.

          • Es geht hier (bei mir) nicht um die Frage, ob die Einsparung bzw. Nichtverschwendung jun 1ct/Monat od. 1€/Monat ist. Es geht um die Einstellung, sobald es möglich ist, Energie zu sparen, dann tue ich das, einfach so. Ich mache mir gar nicht Mühe auszurechnen, wievielt ich nun spare.

    • Hier muss ich gestehen das ich mein Smartphone auch kabellos lade. Ich fand nur die Zahlen sehr interessant und bedenklich wenn ich mir ansehen das erste Unternehmen auf die Idee kommen Autos kabellos zu laden.

      Zudem zeigt es auch wie blöd Powerbanks für Unterwegs mit kabellosem Laden sind…..

      • Wie wurde eigentlich das kabellose Laden getestet – mit oder ohne Hülle?
        Soweit ich weiss, sinkt die Effizienz mit der Entfernung und es sollte daher umso schlimmer werden, je dicker die Hülle ist.

        • Michael Barton wird dazu sicher auch noch antworten, aber nach meinem Test kann ich sagen: da wurde der beste Fall (also ohne Hülle) getestet. Mit Hülle wird´s noch schlechter.
          Oft befinden sich im Auto Gummiunterlagen über der Induktionsschleife…

      • wäre es dann nicht Zeit nach dem eigenen Test das eigene Verhalten zu überdenken? 😉 Bisschen weniger Bequemlichkeit?
        So als „Leuchtturm“…
        Wie gesagt, das einzelne Smartphone wird die Welt nicht retten, aber mal x Milliarden macht einen erheblichen Unterschied.
        Es geht auch über das Verändern von Denkstrukturen!

  3. Klasse dass das mal jemand untersucht! Habe diese Erhebung für mich selber gemacht und bin zu ungefähr dem gleichen Ergebnis gekommen.
    Interessant wäre das gleiche mal für Notebooks und PCs durchzuführen – ich glaube den wenigsten Menschen ist bewusst wieviel Strom da verbraucht wird – und wie wichtig ein gut funktionierender (und angewendeter) standby-Modus ist.

  4. Vielen Dank für diesen recht aufwendigen Test und die daraus abgeleiteten praktischen Erkenntnisse! Induktives Laden schaffen wir dann mal ab. Auch im Auto.

    • …und führen das induktive Laden für e-Autos erst gar nicht ein! Vielleicht nicht jedem bekannt, aber das wird ernsthaft vorgeschlagen. Das würde gigantische Verluste bedeuten.
      Klar als (ebenfalls) latent fauler Mensch 🙂 fände ich es auch toll wenn mein (hypothetisches) e-Auto an z.B. jeder Ampel nachgeladen würde – aber nicht um den Preis enormer Verluste.

      Ein anderes Verbesserungspotential: Abschaffung der induktiv geladenen elektrischen Zahnbürsten. WARUM braucht man so etwas? Zwei wassergeschützte Kontakte würden es auch tun. Und jetzt sage keiner dass das nicht geht…

      • Wassergeschützen Kontakte sind gar nicht so einfach dauerhaft zuverlässig wasserdicht zu bekommen incl. Bedienfehler. Denke bei Zahnbürsten ist der Verbrauch so gering, dass induktives Laden o.k.. ist.

        Die Effizienz beim Aufladen ist ja nur eine Schraube an der man drehen kann, auch beim Smartphone wären da anderswo noch viel höhere Gewinne zu holen.

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