Der Anker PowerCore 26800 im Test, kann der Nachfolger der Astro E7 überzeugen?

Gearbest

Anker hat sich viel Zeit gelassen mit einem direkten Nachfolger der Astro E7 Powerbank. Nun endlich ist er da, der PowerCore 26800!

Wer andere Tests von mir verfolgt hat, wird wissen, dass ich die PowerCore Serie von Anker für die so ziemlich besten Powerbanks ihrer Klasse halte.

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Dementsprechend kann man Großes von der Anker PowerCore 26800 erwarten. Aber kann Ankers neuste Powerbank im Test überzeugen?

 

Ankers Powerbank Serien

Anker hat diverse Powerbank Serien über welche ich versuche Euch, an dieser Stelle, einen kleinen Überblick zu verschaffen. Früher gab es die „Astro“ Serie, die vor ca. einem Jahr durch die PowerCore Serie ersetzt wurde.

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Ankers PowerCore Powerbanks stellen die klassische Universal -Lösung dar. Diese funktionieren an allen Smartphones und Tablets mit einer hohen Ladegeschwindigkeit und bieten dabei eine gute Preis-Leistung.

Ankers PowerCore+ ist die „High End“ Serie, die unter anderem durch Quick Charge Support und einem extrem massiven Metall Gehäuse punkten soll.

Und zu guter Letzt die PowerCore Speed Powerbanks. Diese sind im Grunde die normalen PowerCore Powerbanks allerdings mit Quick Charge und/oder USB C PD Support.

Die Anker PowerCore 26800 ist also eine sehr große Universal Powerbank welche mit allen Smartphones auf dem Markt eine hohe Kompatibilität und Ladegeschwindigkeit aufweist. Sollte Euer Smartphone allerdings Quick Charge unterstützten, ist es möglich, dass beispielsweise eine PowerCore Speed oder PowerCore+ eine nochmals eine höhere Ladegeschwindigkeit erreicht.

 

Lieferumfang und Verpackung

Der PowerCore 26800 wird in einer typischen Anker Verpackung in blau weißer Farbe geliefert. Im Inneren findet man natürlich die Powerbank, wie auch eine Anleitung, eine sehr schöne Tasche und gleich zwei microUSB Kabel.

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Der Anker PowerCore 26800 im Test

Wie bei allen Modellen der PowerCore Serie setzt auch bei dieser Anker auf ein sehr schlichtes mattes Plastikgehäuse.

Solltet Ihr eine auffällige Powerbank suchen, seid Ihr hier falsch. Der PowerCore soll durch eine funktionale Eleganz überzeugen.

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Die Verarbeitung der Powerbank ist tadellos, auch fühlt sich das Gehäuse sehr robust an.  Allerdings sieht man auf dem matten Plastik dennoch Fingerabdrücke und Kratzer sehr schnell im Alltag.

Ich bevorzuge Plastikgehäuse gegenüber Aluminium, wenn es um Powerbanks geht. Wenn man die Powerbank und sein Smartphone in eine Tasche steck, gibt es bei Aluminium Modellen immer die Gefahr, dass diese Euer Smartphone beschädigen oder zerkratzen können.

Hier muss man sich bei der PowerCore 26800 keine Sorgen machen.

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Mit einer angegebenen Kapazität von 26800mAh ist natürlich der PowerCore eine etwas größere Powerbank. Dies spürt man auch am Gewicht von rund 497g.

Jedoch für eine Powerbank mit dieser Kapazität geht das Gewicht und die Abmessungen vollkommen in Ordnung.

Auf Seiten der Anschlüsse verfügt die Anker Powerbank über drei USB Ausgänge und zwei microUSB Eingänge.

Beginnen wir erst einmal mit den Ausgängen. Jeder der drei USB Ports verfügt über maximal 3A Leistung, jedoch bei gleichzeitiger Nutzung aller Ports ist die maximale Leistung der Powerbank auf 6A limitiert.

Glaubt mir einfach, dies ist mehr als genug im Alltag. Zwei iPads und ein iPhone gleichzeitig mit vollem Tempo laden, sollte kein Problem mit dieser Powerbank sein.

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Zudem sind alle Ports mit Ankers PowerIQ und VoltageBoost Technologie ausgestattet. Ankers PowerIQ soll das angeschlossene Smartphone erkennen und dementsprechend das Ladeverfahren anpassen während VoltageBoost beispielsweise schlechte USB Kabel etwas kompensieren soll.

Wenn ein erhöhter Widerstand durch das Kabel erkannt wurde, wird dementsprechend die Spannung ein kleines Stück angehoben um dies zu kompensieren und ja, das funktioniert wirklich.

Kommen wir zu einer weiteren größeren Besonderheit der PowerCore 26800, den beiden microUSB Ports.

Warum zwei microUSB Ports zum Aufladen? Über den microUSB Port kann nur eine bestimmte Menge an Strom problemlos „übertragen“ werden. In der Regel liegt das Limit bei ca. 2-2,4A.

Jedoch bei ein solch großen Powerbank würde damit das Aufladen immer noch 10-12 Stunden unter optimal Bedingungen dauern.

Daher hat Anker einfach zwei Ports zum Aufladen integriert, welche gemeinsam die Powerbank mit bis zu 4A betanken können.

Natürlich müsst Ihr nicht beide Ports gleichzeitig verwenden, wenn Ihr nur ein Ladegerät mit einem Anschluss habt. Vom Laden über einen PC oder Notebook kann ich allerdings nur dringend abraten. Hier würde dies ewig dauern, selbst beim Verwenden von zwei USB Ports (über 24 Stunden).

Solltet Ihr kein Ladegerät haben, das über zwei Ports verfügt, kann ich Euch z.B. das Anker 2Port 24W Ladegerät empfehlen, welches sich hier perfekt eignet.

Wie üblich verfügt die PowerCore 26800 auch über einen Einschalter, der jedoch nicht zum Einschalten der Powerbank benötigt wird, dies macht diese von alleine wenn ein Smartphone angeschlossen wird.

Der Einschalter ist viel mehr zur Überprüfung des Ladestands, mithilfe der vier Blauen LEDs auf der Oberseite, gedacht.

Eine LED steht hierbei für 0-25% verbliebene Kapazität.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.

 

Messwerte der Anker PowerCore 26800

Beginnen wir wie üblich mit der Kapazität. Anker verspricht 26800mAh, messen konnte ich 23762mAh(@3,7V) bzw. 87,92Wh.

Dies entspricht rund 89% der Herstellerangabe, was ein gutes Ergebnis ist. Warum sind 89% ein gutes Ergebnis?

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Die Kapazitätsangabe der Hersteller bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen.

Anker wird hier vermutlich acht Zellen mit jeweils 3350mAh verbaut haben, beim Entladen dieser entsteht durch die Umwandlung von 3,7V auf 5V eine Verlustleistung.

(höherer Wert= besser)

(höherer Wert= besser)

Hießt, nicht 100% der verfügbaren Energie landet in Eurem Smartphone. In der Regel erreichen die meisten guten Powerbanks zwischen 80-89%, nur sehr selten erreichen vereinzelte Modelle über 90%.

(höherer Wert = besser)

(höherer Wert = besser)

Bei der Ladegeschwindigkeit glänzen Anker Powerbanks in der Regel. Das PowerIQ System inklusive VoltageBoost funktioniert eigentlich immer tadellos.

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Hier hatte ich allerdings etwas stark Probleme. Im Gegensatz zu den aller meisten Powerbanks ist die Spannung bei Anker Modellen tatsächlich dynamisch geregelt, was man beim Verwenden von Messgeräten beobachten kann.

Jedoch hat sich der PowerCore 26800 hier zuerst etwas merkwürdig verhalten. Beim Anschließen eines Smartphones hat die Powerbank die Spannung auf rund 4,8V herunter geregelt. Wenn ich einen USB Wiederstand genutzt habe, bliebt allerdings die Spannung bei gleicher Last auf rund 5,1V.

Es mag vielleicht auf dem ersten Blick so aussehen als würden diese 0,3V keinen Unterschied machen, aber das tun sie.

Bei meinen ersten Messversuchen erreichte die Powerbank z.B. beim iPhone 7 Plus lediglich eine Ladegeschwindigkeit von 1,26A. Dies ist zwar immer noch besser als die des mitgelieferten iPhone Ladegerätes, aber für Anker Verhältnisse ist das schlecht.

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Nach einigem hin und her probieren scheint es in der Powerbank plötzlich klick gemacht zu haben. Die Ladegeschwindigkeit ist auf rund 1,74A und 5,1V angestiegen.

Ab diesem Moment sind alle „Probleme“ verschwunden und die Ladegeschwindigkeit ist auch in Kombination mit dem S7 Edge, LG G5 und Alcatel Idol 4S auf ein Hohes Level angestiegen.

Anscheinend habe ich es irgendwie geschafft die PowerIQ Elektronik zu verwirren.

Dies werte ich allerdings fast eher als positiv. Anscheinend lügt Anker hier nicht, wenn sie schreiben, dass die Powerbank eine „Höhere Logik“ besitzt. PowerIQ und VoltageBoost sind hier anscheinend nicht nur Marketing Bla Bla.

Rechnet mal nicht damit, dass bei Euch es zu ähnlichen Problemen kommen wird. Seid diesen ersten Startschwierigkeiten hatte ich keinerlei Probleme.

Zumal vermutlich den meisten Nutzern der Unterschied zwischen 1,74A und 1,24A kaum auffallen wird.

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Kommen wir zum Wiederaufladen der Powerbank.

Nach ein wenig herumprobieren scheint der PowerCore 26800 etwas wählerisch zu sein, was das Kabel angeht.

Mit den mitgelieferten Kabeln erreichte ich 2A Ladegeschwindigkeit, beim Verwenden meines Referenz Kabel (Anker Powerline) erreichte allerdings nur 1A.  Beim Verwenden beider mitgelieferter Kabel stieg die Ladegeschwindigkeit auf rund 3A an (ca. 1,5A pro Port).

Beim Verwenden zweier Kabel ist die Powerbank also in ca. 8,5 Stunden wieder vollständig geladen.

Ich verstehe natürlich einerseits warum Anker weiterhin auf den microUSB Port setzt, allerdings wäre es auch möglich über einen USB C Port 3A zu übertragen.

Hier wäre ein USB C Port sicherlich die elegantere Lösung.

 

Fazit zum Anker PowerCore 26800

Wenn es Euch um das Maximum an Kapazität geht, seid Ihr hier an der richtigen Adresse. Der Anker PowerCore 26800 ist eine, wenn nicht sogar die beste „Große“ Powerbank, sofern Ihr auf Quick Charge verzichten könnt.

Hierbei punktet diese durch die üblichen Anker Stärken, also hoher Zuverlässigkeit und Qualität, sehr hoher Ladegeschwindigkeit und einem guten Gehäuse.

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Sagen wir es so, es hat einen Grund, dass ich selbst primär Anker Powerbanks und Ladegeräte verwende.

Allerdings hat der Anker PowerCore 26800 starke Konkurrenz, größtenteils sogar aus einem Haus. Im direkten Vergleich mit der Anker Astro E7 ist die Ladegeschwindigkeit nicht gestiegen. Beide Powerbanks sind ungefähr gleich schnell, leidglich das Wiederaufladen ist dank der zwei USB Ports beim neuen PowerCore ein gutes Stück flotter.

Sollte die Astro E7 im Abverkauf günstig zu bekommen sein, wäre diese auch nach dem aktuellen Stand eine sehr gute Powerbank.  Ebenfalls eine interessante Alternative wäre die 30000mAh Powerbank von AUKEY oder sogar der PowerCore 20100.

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Allerdings ist der Anker PowerCore 26800 eine sehr starke Powerbank, welche ganz oben mitspielt.  Der Preis von knapp über 50€ ist soweit fair für das Gebotene. Wer also einen Reisebegleiter mit ordentlich Power sucht, ist hier richtig.

 Anker PowerCore 26800
Angegebene Kapazität268000mAh
Preis52,99€
Erreichte Kapazität23762mAh(@3,7V) bzw. 87,92Wh
Erreichte Kapazität in %89%
LED Taschenlampe-
PowerIQ Ports
Apple++
Samsung++
Xiaomi+
LG+
Alcatel++
Kapazität89%
Verarbeitung80%
Ladegeschwindigkeit85%
Anschlüsse und Sonstige Features85%
Lieferumfang und Verpackung80%
Preis / Leistung★★★★
Testergebnis★★★★★
Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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2 Comments
sarah

Eine Alternative wäre die RAVPower 26800mAh, sie bietet genau so viel Kapazität wie die Powerbank von Anker Astro E7. Ihr Preis liegt auch bei 50 Euro, so wie die Powerbank von Anker. Leider hat auch diese Powerbank keinen Quick Charege Anschluss, dafür ist im Lieferumfang ein 2.4 A iSmart Ladegerät enthalten.

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