DJI Power 1000 im Test, 1024Wh + 2400W Leistung und 140W USB C

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DJI hat mit der Power 1000 seine erste Powerstation auf den Markt gebracht. Diese bietet eine Kapazität von 1024 Wh und eine Ausgangsleistung von bis zu 2400W, was eine beeindrucke Leistung ist.

Dabei setzt diese auf LFP-Akkuzellen und ist natürlich ideal ausgestattet, um mit den DJI Drohnen zusammenzuarbeiten. Wir haben sogar 2x 140W USB C Ports!

Klingt doch interessant, zumal DJI für einen durchaus hohen Qualitätsstandard bekannt ist.

Wollen wir uns also einmal im Test ansehen, wie gut oder wie schlecht die DJI Power 1000 ist.

An dieser Stelle vielen Dank an DJI für das Zurverfügungstellen der Power 1000 Powerstation für diesen Test.

 

DJI Power 1000 im Test bei Techtest

Mit einer Kapazität von 1024 Wh ist die DJI Power 1000 schon eine etwas größere Powerstation. Dies sowohl aus Sicht der Kapazität wie aber auch bei den Abmessungen.

So misst die Powerstation 448 × 225 × 230 mm und bringt rund 13 kg auf die Waage.

Für einen etwas besseren Transport besitzt die Powerstation an beiden Seiten Griffe. Damit lässt sich die Powerstation gut beispielsweise von einem Auto zum Campingplatz tragen.

Qualitativ macht die Powerstation einen guten Eindruck, ist aber auch nicht “außergewöhnlich”.

Etwas kritisieren muss ich den Lieferumfang. So liegt bei der Powerstation lediglich ein Netzkabel bei. Es gibt kein KFZ-Ladekabel oder Adapterkabel für Solarpanels.

 

Anschlüsse der DJI Power 1000

Alle Anschlüsse der DJI Power 1000 finden sich auf dessen Front.

  • 2x AC Steckdose mit bis zu 2400W
  • 2x USB C mit bis zu 140W
  • 2x USB A mit bis zu 24W
  • 1x SDC mit 9V bis 27V und 10A
  • 1x SDC Lite mit 9V bis 27V und 10A

Wir haben hier eine außergewöhnliche Ausstattung an Anschlüssen. Zunächst haben wir zwei Steckdosen, welche bis zu 2400W liefern können.

Dies ist für eine Powerstation der 1024Wh Klasse sehr viel Leistung! Auch die beiden USB C Ports unterstützen bereits die 140W Leistungsstufe, ideal auch für größere Notebooks. Zudem haben wir 2x USB A Ports mit jeweils bis zu 24W.

Hier wird es dann aber “interessant”. Denn wir haben keinen klassischen Zigarettenanzünder Anschluss oder XT60 DC Ausgang. Anstelle dessen haben wir zwei SDC-Ports.

 

SDC-Anschluss?

SDC scheint ein proprietärer Anschluss von DJI zu sein, welcher gemacht ist möglichst flexibel adaptiert zu werden.

So unterstützt er verschiedene Spannungen, im Bereich 9V bis 27V, und eine Leistung von bis zu 10A. Um diesen Anschluss wirklich effektiv nutzen zu können benötigst du Adapterkabel.

Hiervon bietet DJI einige an.

  • Adaptermodul für Solarpanel (MPPT)
  • SDC zu Schnellladekabel für Matrice 30 Serie, DJI Mavic 3 Serie, DJI Air 3
  • SDC zu Schnellladekabel der DJI Inspire 3
  • DJI Power Autosteckdose-zu-SDC-Netzkabel (12 V/24 V)
  • SDC zu XT60 Netzkabel (12 V)
  • SDC zu Autoladestecker (12 V) (Zigarettenanzünder-Anschluss)

So kannst du über den SDC-Anschluss beispielsweise die diversen DJI-Drohnen schnellladen.

Du kannst SDC aber auch auf einen XT60 Stecker oder “Zigarettenanzünder” Anschluss adaptieren, dann wird 12V als Spannung ausgegeben.

Umgekehrt kann die Powerstation auch über die SDC-Ports geladen werden. Aber auch hier sind Adapter nötig. Adapter für Solarpanels und das Laden in einem Auto sind verfügbar.

Hier bin ich etwas hin und her gerissen. Einerseits haben wir einen sehr flexiblen Port, aber auf der anderen Seite sind die Adapterkabel etwas nervig.

 

Mit Display

Die DJI Power 1000 besitzt wie die meisten Powerstations ein Display. Dieses ist hier sogar erfreulich groß und zeigt dir die üblichen Informationen an wie Akkustand, Eingangsleistung, Ausgangsleistung usw.

Auch wird die voraussichtliche Restzeit angezeigt.

 

Extrem hohe Leistung der Steckdosen

Sicherlich eins der außergewöhnlichsten Merkmale der DJI Power 1000 ist die Leistung der Steckdosen.

So kann die Powerstation 2400W liefern! Für eine Powerstation der 1024 Wh Klasse ist das herausragend.

Und ja die Powerstation kann diese 2400W wirklich liefern. Ich konnte sogar beobachten, dass sie kurzzeitig über 2600W bereitstellen konnte.

Probleme auch mit “empfindlicheren” Geräten konnte ich nicht beobachten.

 

LFP-Zellen (LiFePO4)

DJI setzt bei der Power 1000 auf LFP bzw. LiFePO4 Akku Zellen. Was bedeutet das? LiFePO4 Zellen haben verglichen mit Lithium Ionen Zellen einige Vorteile.

So haben wir hier eine deutlich höhere Zyklen-Festigkeit (4000 zu 500) und eine höhere Sicherheit, da diese Zellen nicht thermisch durchgehen können.

LiFePO4 hat allerdings auch Nachteile verglichen mit Lithium Ionen Zellen. So sind diese Akkus bei gleicher Kapazität ca. 20-30% größer/schwerer und dürfen nicht bei unter 0 Grad geladen werden (entladen schon).

 

Kapazität der Power 1000

DJI wirbt bei der Power 1000 mit einer Kapazität von 1024Wh. Das ist allerdings die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen.

Die letztendlich nutzbare Kapazität kann ein gutes Stück schwanken, je nachdem wie du diesen entlädst. Letztendlich ist beispielsweise das super langsame Entladen über die Steckdosen ineffizienter als das Entladen über DC Anschlüsse.

Folgende Kapazität konnte ich bei der DJI Power 1000 messen:

Im Test schwankte die Kapazität der DJI Power 1000 zwischen 775 Wh und 862 Wh. Es sind gute Werte für eine Powerstation dieser Klasse. Allerdings gibt es auch durchaus Modelle, welche das nochmal etwas übertreffen können.

 

Auch als USV gut nutzbar

Die DJI Power 1000 kannst du auch problemlos als USV nutzen. Dank der hohen Eingangs- und Ausgangsleistung dies auch durchaus mit höheren Lasten.

Zudem sollten die LiFePO4 Akkuzellen hier für eine gute Haltbarkeit sorgen.

Bei der Umschaltzeit konnte ich keine Probleme beobachten, auch mit empfindlicheren Geräten.

Allerdings was die Effizienz der USV-Funktionalität eher mittelmäßig. Sie schwankte im Test zwischen 57% und 95%. Allerdings waren die 95% bei einer sehr hohen Last.

Bei +- 100W Last kam ich nur auf 79%.

 

USB C 

Die beiden USB C Ports bieten eine Leistung von bis zu 140W. Dies funktionierte bei mir auch tadellos, beispielsweise in Kombination mit dem Framework 16.

Was die USB C Ports aber nicht unterstützen, ist PPS. Entsprechend sind diese nicht für die Samsung Smartphones „optimal“.

 

Erfreulich leiser Lüfter

In der DJI Power 1000 ist ein Lüfter verbaut, wie praktisch in allen Powerstations dieser Leistungsklasse.

Erfreulicherweise ist der Lüfter sehr leise bzw. sehr gut geregelt! So ist er in seiner Geschwindigkeit lastabhänig.

Beispielsweise beim Laden mit 1200W bzw. Entladen ist der Lüfter beispielsweise kaum hörbar. Erst ab 1500W+ wird der Lüfter etwas deutlicher merkbar.

Damit ist die DJI Power 1000 eine der leisesten Powerstations die ich bisher in den Fingern hatte.

 

Ladedauer der DJI Power 1000

Die DJI Power 1000 hat ein Netzteil für das Laden über eine normale Steckdose integriert. Dieses hat spannenderweise zwei Einstellungen.

  • 600W
  • 1200W

So kannst du wählen, willst du die DJI Power 1000 möglichst schnell laden oder etwas schonender. Wie viel Unterschied macht das in der Praxis?

Das Laden im 1200W Modus dauerte gerade einmal 1:12h, was unheimlich schnell ist!

Im 600W Modus dauerte das Laden ziemlich genau doppelt so lange mit 2:26h.

Ich würde empfehlen Zuhause die Powerstation lieber mit 600W zu laden, da schonender. Lediglich wenn du es wirklich eilig hast, kannst du natürlich mit “voller Power” laden.

 

Leerlauf Stromverbrauch

Hast du die DJI Power 1000 einfach nur mit der Steckdose verbunden, verbraucht diese ca. 3,7W.

 

Ladeeffizienz

Sprechen wir zum Abschluss noch über die Ladeeffizienz der Powerstation. Bei mir benötigte sie beim 1200W Laden 1121 Wh für eine vollständige Ladung und beim 600W Laden 1087 Wh. Letzteres ist also minimal effizienter.

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
1200W 77% 69%
600W 79% 71%

Hier Heraus ergibt sich eine Ladeeffizienz im Bereich 69% bis 79%, was ok ist.

 

Fazit

Die DJI Power 1000 ist eine recht spezielle Powerstation. Es gibt sehr viel an ihr zu mögen, aber auch einige Punkte die etwas streitbar sind.

Beginnen wir damit, was ich als “streitbar” bezeichnen würde. Dies wären vor allem die SDC Anschlüsse.

Die DJI Power 1000 besitzt keinen KFZ Zigaretten-Anzünder Anschluss für Kühlboxen. Du kannst keine Solarpanels “einfach so” verbinden oder diese “einfach so” über eine DC Quelle laden.

Anstelle dessen hast du die SDC Anschlüsse, die sich über Adapter zu all dem wandeln lassen. Wenn du so möchtest sind die SDC Anschlüsse vergleichbar mit USB C. Du kannst mit diesen alles machen, die Powerstation entladen, laden usw. aber du benötigst für alles Adapter.

Wenn das für dich OK ist, dann ist die DJI Power 1000 spitze!

Wir haben haltbare und sichere LiFePO4 “LFP” Akkuzellen, mit einer ordentlichen Kapazität. In der Praxis kannst du mit 8xx Wh rechnen.

Die Steckdosen an der Powerstation sind unheimlich mächtig! DJI wirbt mit 2400W, was extrem viel für eine Powerstation der 1000 Wh Klasse ist. Im Test konnte ich sogar Spitzenlasten im Bereich 2600W aus den Steckdosen ziehen.

Hinzu kommen die 140W USB-C Ports und auch Kleinigkeiten wie der vergleichsweise leise Lüfter.

Auch das Laden der Powerstation geht rasant schnell. 0% auf 100% in gerade einmal 1:12h ist rekordverdächtig.

Kurzum, kannst du mit den Adaptern für die SDC Anschlüsse leben, ist die DJI Power 1000 die derzeit leistungsfähigste Powerstation ihrer Klasse.

 

DJI Power 1000
POSITIV
Sehr hohe Ausgangsleistung (2400W+)
2x 140W USB C Ports
Display mit Leistungswerten
Universelle SDC Anschlüsse
Super schnelles Laden (0% auf 100% in 1:12h)
LiFePO4 Akkuzellen
Sehr leiser Lüfter
Gute USV Funktion
NEGATIV
SDC Anschlüsse benötigen Adapter
Kein Zigarettenanzünder Anschluss (nur über Adapter)
Kein PPS
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Michael Barton
Michael Barton
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