Die RealPower PB-15000C Powerbank im Test

Die RealPower PB-15000C ist mit 15000mAh die größte Powerbank aus RealPowers C Serie. Diese soll hier besonders mit einer großen Anschlussvielfalt und natürlich der großen Kapazität punkten.

Aber gelingt dies auch?

Finden wir es in einem kleinen Test heraus! Neugierig?

 

Die RealPower PB-15000C im Test

Mit 146 x 75,5 x 22mm ist die RealPower PB-15000C eine mittel bis große Powerbank, was sich natürlich auch in der Kapazität widerspiegelt. Diese ist so am oberen Limit angesiedelt von dem was man vernünftig, in beispielsweise einer Männerhosentasche, transportieren möchte und kann.

Dabei ist 15000mAh natürlich schon eine ordentliche Kapazität, die für den normalen Alltag glatt schon fast ein Stück zu groß ist. 15000mAh ist ausreichend selbst große Smartphones wie das Samsung Galaxy S9+ gute 3-3,5 mal vollständig zu laden. Kleinere Smartphones wie ein Apple iPhone 8 werden sich ca. 6 mal an der RealPower PB-15000C vollständig laden lassen

Damit eignet sich die RealPower PB-15000C primär für Dinge wie Tagesausflüge mit mehreren Personen.

Beim Gehäuse setzt RealPower auf eine Kunststoff Basis, welche aber größtenteils mit einem gummierten Kunststoff überzogen ist. Dies soll den Anschein erwecken als wäre die Powerbank mit einer Gummi-Hülle umspannt, was diese durchaus etwas spannender gestaltet.

Was die Verarbeitungsqualität und Haptik angeht gibt es aber noch etwas Luft nach oben. Das Gehäuse der Powerbank lässt sich beispielsweise etwas eindrücken. Man merkt also es ist Luft zwischen dem äußeren Gehäuse und den eigentlichen Akku-Zellen.

Nicht schön, aber auch nicht kritisch. Das Gehäuse ist ausreichend stabil und erfüllt seinen Zweck.

Spannend sind bei der RealPower PB-15000C besonders die Anschlüsse, denn hiervon besitzt die Powerbank gleich vier. Hierbei handelt es sich um zwei normale USB Anschlüsse, einen USB C Port und einen microUSB Port.

Interessanterweise gibt RealPower die Leistung einer der normalen USB Ports mit 1A an und die des anderen mit 2,1A an. Interessant ist dies da die kleinere Version der PB-15000C zwei 2,1A Ports besitzt. In der Regel haben Powerbanks mit einer höheren Kapazität auch mehr Leistungsreserven.

Immerhin auch der USB C Port soll über 2,1A Leistung verfügen. Dabei kann der USB C Port sowohl als Eingang wie aber auch als Ausgang genutzt werden.

Solltet Ihr allerdings noch nicht voll im USB C Ökosystem sein, kein Problem! Alternativ könnt Ihr die Powerbank auch einfach über den normalen microUSB Port aufladen.

Auf dem Papier sind beide Ports mit 2,1A gleich schnell.

Seitlich verfügt die Powerbank zudem über einen Einschalter, welcher aber gar nicht zum Einschalten der Powerbank gebraucht wird. Schließt Ihr ein Smartphone an der Powerbank an, schaltet sich diese von alleine an und auch wieder aus wenn das Smartphone voll ist oder getrennt wurde.

Der Einschalter dient viel mehr zum Überprüfen der verbliebenden Restladung der Powerbank. Hierfür besitzt die RealPower PB-15000C ein kleines LCD Display welches Euch in Prozent die aktuelle Ladung in der Powerbank anzeigt, praktisch!

Wie testet techtest.org?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbanks bis sie sich von alleine abschalteten oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt. Daraufhin wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen. So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

Das gemessene Ergebnis in Wh rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V (teilweise auch 3,6V) bezieht. Es wäre zwar genauer mit der Wh Angabe zu rechnen, aber für eine bessere Vergleichbarkeit bleibe ich beim mAh.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Zum Messen der Ladegeschwindigkeit nutze ich diverse Messgeräte. Achtung! Einige der günstigeren USB Multimeter können die Ladegeschwindigkeit verfälschen.

Für die Ladetests verwende ich zudem „standardisierte“ Ladekabel. Das verwendete Ladekabel hat durchaus einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit von Smartphones! Mehr zu dem Thema hier.

Für microUSB nutze ich ein Anker Powerline+ Kabel, für Apple Lightning das originale Apple Kabel und für USB C das Kabel von AUKEY. Dies sind nicht zwingend die „besten“ Kabel für die maximale Ladegeschwindigkeit, gerade das Apple Lightning Kabel ist eher mittelmäßig, aber so haben alle Powerbanks gleiche Bedingungen. Hier meine Tipps für die aktuell besten Ladekabel: Die besten Smartphone Ladekabel, welche sind empfehlenswert?

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Messwerte

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Diese wird von RealPower mit 15000mAh angegeben, Messen konnte ich 13727mAh bzw. 50,791Wh.

Dies entspricht sehr guten 92% der Herstellerangabe! Warum sind 92% gut? Die Herstellerangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Dies werden auch hier genau 15000mAh wenn nicht sogar etwas mehr sein.

Allerdings haben diese Akkuzellen 3,7V, weshalb die Spannung erst auf die USB typischen 5V angehoben werden muss. Dies raubt etwas Effizienz. In der Regel kann man sagen, dass gute Powerbanks zwischen 80% und 90% echte Kapazität erreichen.

90% überschritten, wie es hier der Fall ist, ist eher selten. Dies spricht entweder für eine sehr hohe Effizienz, oder dafür das RealPower größere Zellen verbaut hat als angegeben.

Bonuspunkte gibt es für das Größe zu Kapazitäts-Verhältnis, welches sogar recht gut ist!

Wie steht es um die Anschlüsse?

Gut! Die RealPower PB-15000C hält was sie verspricht, genau genommen sogar etwas mehr. Der 1A USB Port kann wie beworben 1A bzw. genau genommen rund 1,2A liefern, ehe die Spannung zu stark unter die minimalen 4,75V sinkt.

Der 2,1A USB Port schafft rund 2,4-2,6A ehe die Spannung wegbricht. Erstaunlich, dass RealPower diesen Port nicht auch mit 2,4A bewirbt.

Leider verfügt der USB C Port über ein recht geringes Spannungslevel, was sich auch etwas auf die Ladegeschwindigkeit von Smartphones auswirkt.

Die meisten Smartphones laden am USB C Port mit maximal 1,2-1,5A. Auch beispielsweise das Apple MacBook pro nimmt „lediglich“ 1,42A über diesen Port auf.

Eine bessere Ladegeschwindigkeit bietet hingegen Port Nummer 2. Dieser erreicht eine sehr gute Ladegeschwindigkeit sowohl in Kombination mit IOS wie aber auch Android Geräten. Das Samsung Galaxy Note 9 erreichte beispielsweise 1,76A, was das Maximum ohne das Nutzen von Quick Charge ist, und das iPhone X 1,54A was ebenfalls ein top Ladetempo ist.

Größere Geräte wie das Apple iPad Pro erreichen sogar voll die beworbenen 2,1A.

 

Fazit

Das Fazit zur RealPower PB-15000C fällt sehr ähnlich zum kleineren Bruder, der RealPower PB-10000C, aus.

Auch die große RealPower PB-15000C ist eine sehr gute Standard Powerbank für alle Nutzer die etwas mehr Kapazität suchen und auf Quick Charge bereit sind zu verzichten oder aktiv darauf verzichten wollen.

Dabei bietet die PB-15000C dennoch eine sehr gute Ladegeschwindigkeit an Ihrem 2,1A Port, dies sowohl bei IOS wie aber auch bei Android Geräten.

Generell kann ich die Kompatibilität zu den diversen Smartphone Hersteller wie Apple, Samsung, Google, Huawei usw. nur loben. Allerdings ist dies mittlerweile deutlich unproblematischer als es noch früher bei Powerbanks war.

Ebenfalls loben möchte ich die Flexibilität die der USB C Port bietet, gerade was das Aufladen der Powerbank angeht.

Kurzum Daumen hoch für die RealPower PB-15000C!

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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