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Die Edifier Studio R1700BT im Test, super Klang zum fairen Preis!

Guter Klang am Schreibtisch ist etwas sehr Wertvolles, egal ob fürs Gaming oder einfach für die Musik neben dem Arbeiten.

Ich bin hier ein großer Fan von klassischen “Regallautsprechern”. Gute (und auch größere) Regallautsprecher können in der Regel die meisten 2.1 Systeme in allen Belangen schlagen und klingen vor allem harmonischer.

Neben der Option einfach zwei normale Regallautsprecher von einem Hersteller wie Nubert + Verstärker zu nutzen, gibt es natürlich auch jede Menge “Studio-Monitor-Lautsprecher” mit entsprechend integriertem Verstärker, DAC usw.

Solche Lautsprecher können aber recht schnell recht teuer werden. Einer der spannendsten Hersteller ist hier Edifier. So bietet Edifier einige “Studio-Lautsprecher” zu sehr fairen Preisen an!

In diesem Test soll es um eins der größeren Modelle von Edifier gehen, den Studio R1700BT. Bei diesem handelt es sich um 2-Wege Regallautsprecher mit integriertem Verstärker, Bluetooth usw. Dabei kosten die Lautsprecher gerade einmal rund 170€.

Auf den ersten Blick ein sehr spannender Preis. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

An dieser Stelle vielen Dank an Edifier für das Zurverfügungstellen der R1700BT für diesen Test.

 

Die Edifier Studio R1700BT im Test

Wie die meisten Lautsprecher in Edifiers LinueUp setzen auch die R1700BT auf ein recht ungewöhnliches Design. Dies würde ich fast als Retro-Design bezeichnen. So ist die Standardfarbe der Lautsprecher “Holz-Braun”.

Diese Optik ist sicherlich Geschmackssache. Die schwarze Version ist sicherlich etwas massenkompatibler, aber auch schon etwas “exotischer”, da hier auch die Holzmaserung durchkommt.

Mit 154 x 254 x 214 mm sind die Lautsprecher etwas größer, aber auch nicht riesig. Ich denke, diese lassen sich gut auf den meisten Schreibtischen unterbringen. Etwas schade finde ich die schräge Oberseite, da du so nichts auf den Lautsprecher ablegen kannst (sollte man eh nicht, mache ich aber dennoch ab und an auf meinem Schreibtisch).

Grundsätzlich ist aber die Haptik und Verarbeitung gut! Die Lautsprecher wirken wertig und massiv.

 

Anschlüsse und Tasten

Edifier legt bei den Lautsprechern eine kleine und einfache Fernbedienung bei. Allerdings findet sich an dem primären Lautsprecher seitlich drei Drehknöpfe.

  • Ein/Aus/Lautstärke Multifunktionsknopf
  • Bass Regler
  • Höhen Regler

Die Anschlüsse auf der Rückseite sind etwas minimalistischer. Hier haben wir nur zwei paare Cinch Anschlüsse.

Zwar ist auch Bluetooth verbaut, aber ansonsten habe wir keine digitalen Eingänge. Dies finde ich etwas schade, ist aber an sich auch kein Weltuntergang bei Lautsprechern dieser Klasse.

 

Integrierte und proprietäre Kabel sind nervig

Was mich beim R1700BT etwas gestört hat war das fest integrierte Netzkabel. Dies finde ich immer etwas unpraktisch, gerade wenn du die Lautsprecher an einer etwas außergewöhnlichen Stelle (beispielsweise mithilfe einer Wandhalterung) nutzen möchtest.

Ebenso nutzt Edifier ein proprietäres “MAC6 Kabel” um die beiden Lautsprecher zu verbinden. Es gibt ein optionales 9 Meter Kabel, aber dennoch sind solche proprietären Kabel immer etwas nervig. (5 Meter liegen mit im Lieferumfang).

 

Wie klingen die R1700BT?

Kommen wir zum spannendsten Punkt dem Klang der Edifier Studio R1700BT. Grundsätzlich liefern die Lautsprecher einen etwas „harmonischeren“ Klang als die meisten 2.1 Sound Systeme die mir in dieser Preisklasse bekannt sind.

Wichtig, es gibt einen “Drehschalter” für die Höhen und Tiefen um diese noch etwas nach deinen Wünschen anzupassen.

Die größte Stärke des Edifier Studio R1700BT sind die Höhen. So haben die Lautsprecher fantastische Höhen! Diese sind bereits in der Standardeinstellung unheimlich klar und brillant. Diese Brillanz ist gerade in 2.1 Systemen, welche meist auf Lautsprecher mit Kunststoffgehäusen setzen, kaum zu finden. Ein Hochdrehen der Höhen macht aus meiner sicht keinen Sinn, da diese bereits in der Standardposition perfekt und super brillant sind.

Etwas überrascht haben mich die Mitten der Edifier R1700B. Dies leider nur bedingt positiv. So sind die Mitten der Lautsprecher etwas dünner als ich es erwartet hätte. Gerade wärmere Stimmen können etwas untergehen. Die Mitten sind nicht furchtbar und wir haben hier natürlich nur ein 2-Wege System vor uns, aber ich hätte mit etwas volleren Mitten gerechnet.

Beim Bass kommt es etwas auf deine Anforderungen an. Ein Soundsystem in der 100-200€ Preisklasse mit gesondertem Subwoofer hat natürlich mehr Bass als die R1700B! Nicht zwingend besseren Bass, aber meist mehr.

So bietet die R1700B Lautsprecher einen durchaus kräftigen Bass, gerade wenn du diesen etwas hochdreht, aber diese haben auch keinen gewaltigen “Wums”. Ebenso kann der Bass auf höheren Lautstärken übersteuern, wenn du diesen zu hoch drehst.

Hier “flattern” die Treiber so stark, dass der Bass unsauber wird. Dabei ist es faszinierend, wie viel Luft aus den Bassreflexrohren kommt.

Dies sind also eher Lautsprecher für ein mittleres Bass Level, bei welchem diese auch bei sehr hoher Lautstärke noch sauber spielen. Zudem ist die größte Stärke die Schärfe und Brillanz des Klangs, hier sind die R1700B den klassische Gaming Sets klar überlegen.

Zum Vergleich, die Creative Stage V2 ist ein super “Soundbar + Subwoofer” Set in der 100€ Preisklasse. Dieses klingt auch super, aber der Klang, gerade die Höhen und oberen Mitten, sind um einiges “Plastikhafter”. Du kannst einfach hören, wenn ein Lautsprecher in einem einfachen Kunststoffgehäuse steckt und nicht in massivem Holz. Schwere Holz-Lautsprecher klingen einfach präziser.

Der Subwoofer wiederum, welcher auch beim Creative Stage V2 Set in Holz steckt, muss sich nicht verstecken.

Die Edifier Studio R1700BT Lautsprecher liefern also einen etwas gleichmäßigen hochwertigen Klang.

 

Stromverbrauch

Sprechen wir zum Abschluss noch über den Stromverbrauch. Im Standby benötigen die Edifier Studio R1700BT ca. 6,xW, egal ob Bluetooth oder Cinch “Standby”.

Bei normaler Zimmerlautstärke haben wir einen Verbrauch im Bereich 7,xW.

 

Fazit

Die Edifier Studio R1700BT sind außergewöhnliche Lautsprecher! Sowohl in Punkto Optik wie auch Klang. Die Optik der R1700BT ist sicherlich Geschmackssache. Nicht jeder mag den Holzlook, aber auch nicht jeder mag den „Gamer“-Look vieler anderer Soundsysteme in dieser Preisklasse.

Geschmäcker sind verschieden und die R1700BT wirken generell recht hochwertig und fast schon edel. Die Verarbeitung ist dabei gut, aber zugegeben auch nicht ganz auf “Premium” Level.

Das wichtigste ist aber der Klang. Die R1700BT liefern einen sehr hochwertigen und generell harmonischen Klang. Du kannst hier regelrecht hören, dass wir ein massives Holzgehäuse haben. Dieses verleiht einfach eine andere Klangsignatur, als du sie bei Kunststoff-Lautsprechern/Soundbars hast.

Die größte Stärke der R1700BT sind die Höhen. Diese sind wunderbar brillant und klar. Auch der Bass ist ordentlich, aber es sind keine Bass-Bomber. Suchst du besonders viel Bass greif lieber zu einem System mit Subwoofer, solch eins hat in dieser Preisklasse zwar meist nicht so gute Höhen/Harmonie, aber hier wirst du vermutlich glücklicher.

Der Bass der R1700BT ist gut und auch in ausreichender Masse vorhanden, aber ein gesonderter Subwoofer schafft in der Regel mehr Bass als es die R1700BT mit ihren 10cm Treibern können. Mehr Bass ja, aber natürlich nicht zwingend besser Bass.

Unterm Strich gibt es aber am Klang nichts zu bemängeln.

Edifier R1700BT Bluetooth-Bücherregal-Lautsprecher, aktive...

  • Sehr Hochwertiger Klang
  • Höhen/Tiefen verstellbar
  • Bluetooth Integriert
  • Wertiges und massives Design aus Holz
  • Fairer Preis
  • Netzkabel fest integriert
  • Proprietäres Verbindungskabel

Etwas schade finde ich das die Lautsprecher abseits von Bluetooth keinen anderen digitalen Eingang haben, auch vom integrierten Netzkabel bin ich nicht der größte Fan.

Abseits davon sind die Edifier Studio R1700BT absolut empfehlenswert wenn du einen etwas hochwertigeren Klang suchst, ohne mehr als 200€ auszugeben.

Edifier Studio R1700BT
POSITIV
Sehr Hochwertiger Klang
Höhen/Tiefen verstellbar
Bluetooth Integriert
Wertiges und massives Design aus Holz
Fairer Preis
NEGATIV
Netzkabel fest integriert
Proprietäres Verbindungskabel
85

Test: 4smarts Lucid Ultra, 100W + 40000mAh Kapazität

Was gibt es spannenderes als eine “einzigartige” Powerbank mit 100W und einer extra großen Kapazität? Richtig für mich nichts!

Genau solch eine Powerbank haben wir hier mit der 4smarts Lucid Ultra vor uns. Was macht diese spannend?

  • 100W USB C Port
  • 40000 mAh
  • Ein halb durchsichtiges Gehäuse
  • Ein Display mit Leistungswerten

Powerbanks mit 100W USB C Port gibt es mittlerweile durchaus einige, aber Modelle die dies mit einer besonders hohen Kapazität und einem praktischen Display vereinen sind selten. Dabei scheint die 4smarts Lucid Ultra nicht einfach ein Rebranding eines bekannten Modells zu sein.

Wollen wir uns diese also einmal im Test ansehen! Kann die 4smarts Lucid Ultra hier überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an 4smarts für das zur Verfügung stellen der Lucid Ultra für diesen Test.

 

Die 4smarts Lucid Ultra im Test

Mit einer Kapazität von 40000mAh ist die 4smarts Lucid Ultra natürlich keine kleine Powerbank, ganz im Gegenteil.

Mit 127 x 72 x 63 mm ist die Lucid Ultra schon ein ziemlicher Brocken. Ähnliches gilt auch für das Gewicht von 806g.

Kapazität laut Hersteller Gewicht
Anker 347 PowerCore 40K  40000mAh 937g
4smarts Lucid Ultra 40000mAh 806g
Sandberg Powerbank USB-C PD 100W 38400mAh 767g
VEGER 30000mAh Powerbank 3000mAh 617g

 

806g ist nicht wenig, allerdings ist die Powerbank immer noch leichter als die Anker 347 PowerCore 40K, welche ebenfalls 40000mAh besitzt, aber nur 30W.

Interessanterweise hat 4smarts der Powerbank eine kleine Trageschlaufe verpasst, welche sich aber abnehmen lässt. Mithilfe dieser Trageschlaufe präsentiert sich die Powerbank so ein wenig auch als mini Powerstation.

Spannend, 4smarts setzt bei den Endstücken der Powerbank auf einen durchsichtigen Kunststoff. Dies sieht durchaus cool aus, denn du kannst unter dem Kunststoff die Komponenten der Powerbank sehen.

Auf der Rückseite der Powerbank ist zu guter Letzt noch eine kleine LED Taschenlampe eingelassen.

 

Die Anschlüsse der 4smarts Lucid Ultra

Die 4smarts Lucid Ultra besitzt auf der Front 2x USB C und 2x USB A.

  • USB C 1 – USB Power Delivery 100W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB C 2 – USB Power Delivery 30W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A, 15V/2A, 20V/1,5A
  • USB A 1 und 2 – Quick Charge 3.0 18W – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Der primäre USB C Port der Powerbank besitzt 100W Leistung. Damit ist die Powerbank ideal nicht nur für Smartphones, sondern auch für Notebooks.

Zudem haben wir einen sekundären USB C Port mit 30W, wie auch zwei USB A Ports mit Quick Charge.

Der primäre USB C Port wird auch als Eingang genutzt. So kann die Powerbank auch mit bis zu 100W laden.

 

Das Display

Auf der Front findet sich neben den Anschlüssen auch ein kleines LCD Display. Dieses zeigt dir folgende Informationen an:

  • Ladestand in %
  • Dauer bis Powerbank voll/leer
  • Leistung ein/ausgehend in Watt
  • Interne Spannung
  • Strom direkt von den Zellen in Ampere
  • Temperatur Controller
  • Temperatur Zellen

Ich finde Displays in Powerbanks toll und vor allem auch praktisch! Zum einen ist es natürlich immer interessant wie viel Leistung gerade in bzw. aus der Powerbank rausgeht. Zum anderen kann dies aber auch helfen, Probleme zu diagnostizieren.

Du weiß nicht ob ein angeschlossenes Gerät wirklich lädt? Das Display sagt es dir!

Ich finde es etwas schade, dass wir keine Unterteilung der Leistungswerte in die einzelnen Ports haben. Aber dennoch bin ich ein großer Fan des Displays!

 

Mit PPS, aber nur bis 3A

Die 4smarts Lucid Ultra besitzt auch eine Unterstützung für den PPS Standard.

  • USB C 1 – 3,3-21V bei bis zu 3A
  • USB C 2 – 3,3-11V bei bis zu 3A

An sich ist es schön, dass wir PPS haben, allerdings ist es etwas schade, dass die PPS Stufe nur bei “bis zu 3A” ist. So kann die Lucid Ultra beispielsweise das Samsung S23 Ultra “nur” mit bis zu ca. 28W laden und nicht mit den vollen 45W, hierfür wäre eine bis zu 5A PPS Stufe nötig.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Die Kapazität, wirklich 40000 mAh?

Sicherlich einer der spannendsten Punkte bei der 4smarts Lucid Ultra ist die gewaltige Kapazität von 40.000 mAh! Was konnte ich in der Praxis messen?

Wichtig, du darfst die Powerbank nicht mit an Board von Flugzeugen nehmen! Hier sind nur Kapazität von bis zu 100Wh bzw. 27.000 mAh ohne Sondergenehmigung erlaubt.

Wh mAh % der HA
5V/1A 127,55 34473 86%
9V/1A 132,46 35800 90%
20V/1A 137,84 37254 93%
20V/3A 135,68 36670 92%
20V/5A 123,08 33265 83%

Ja die 4smarts Lucid Ultra ist eine legitime 40.000 mAh Powerbank. Diese kommt zwar im Test nicht ganz auf diesen Wert, aber im besten Fall konnte ich 37254 mAh bzw. 137,84Wh messen, beeindruckend!

Damit ist dies eine der größten Powerbanks die ich für Techtest bisher in den Händen hielt.

Aber selbst im schlimmsten Fall, beim Entladen bei 5V/1A, kommen wir weiterhin auf satte 34473 mAh, was ein super Ergebnis ist!

Generell: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist ihr Entladen nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku, werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

Temperaturabschaltung

Leider kann die 4smarts Lucid Ultra in eine Temperaturabschaltung laufen, wenn du diese konstant mit 100W entlädst. Dies konnte ich bisher nur an einer elektronischen Last reproduzieren und nicht in der “Praxis”.

So erwärmt sich die Powerbank bei konstant 100W auf bis zu 84 Grad (Laut dem Display, Controller, Zellen bleiben unter 50 Grad), woraufhin sie sich abschaltet.

Es dauert aber sehr lange bis diese Temperatur erreicht wird! So waren zu diesem Zeitpunkt schon satte 92,474 Wh aus der Powerbank entladen und diese hatte noch 32% Restladung.

Wird dies ein Problem in der Praxis sein? Im Hochsommer vielleicht, ansonsten eher nicht. Selbst die meisten großen Notebooks laden nicht konstant mit 100W, sondern es gibt hier immer leichte Schwankungen je nach Auslastung des Notebooks. Dies gibt der Powerbank genug Spielraum, um nicht zu Überhitzen bzw. sich abzuschalten.

Aber positiv, die Temperaturabschaltung funktioniert eindeutig!

 

Einschätzung des Ladetempos

  Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Dank des 100W USB C Ausgangs und der hohen Kapazität ist die Powerbank natürlich ideal für Notebooks.

Ich habe sie am MacBook Pro 13 M1 und Dell XPS 13 ausprobiert, zugegeben beides keine 100W Notebooks, aber hier funktionierte die Powerbank tadellos!

Ähnliches gilt auch in Kombination mit dem iPad Pro M1 und dem iPhone 14 Pro, welche ebenso mit dem vollen Ladetempo geladen werden.

Dank PPS kann die Powerbank auch das Samsung Galaxy S20/S21/S22/S23, genau wie das Pixel 6/7 flott laden.

Allerdings da die PPS Stufe nur bis 3A geht, funktioniert das 45W Laden der Samsung Ultra Modelle hier nicht. Diese werden “nur” mit 25-28W geladen.

 

Ladedauer

Die 4smarts Lucid Ultra kann mit bis zu 100W laden! Aber wie lange dauert das Laden an einem 100W USB C Ladegerät?

Das Laden geht mit 3 Stunden relativ flott, aber auch nicht extrem schnell! So kannst Du sehen, dass die Powerbank nur kurze Zeit mit 100W lädt und dies auch weniger stabil. Die meiste Zeit lädt die Powerbank mit 60W.

Ich habe dies auch mehrfach überprüft und das Verhalten ist jedesmal +- ähnlich.

Aber du kannst die Powerbank natürlich auch an schwächeren Ladegeräten laden, was dann entsprechend länger dauert.

Beispielsweise an einem normalen 5V/2,4A Ladegerät würde das Laden satte 13 Stunden dauern. Nicht überraschend bei solch einer dicken Powerbank!

 

Ladeeffizienz der 4smarts Lucid Ultra

Werfen wir zum Abschluss einen Blick auf die Ladeeffizienz der 4smarts Lucid Ultra. Wir vergleichen hier also die Menge an Energie, die die Powerbank zum Laden benötigt, mit der Menge an Energie, die Du am Ende nutzen kannst.

Beim Laden an einem 100W Ladegerät benötigte die Powerbank 182,3753 Wh für eine vollständige Ladung. An einem 5V/2,4A Ladegerät benötigte die Powerbank 184,4455 Wh.

  Im besten Fall Im schlechtesten Fall
USB PD 100W 76 % 67 %
USB A 5V/2,4A 75 % 67 %

Daraus ergibt sich eine Ladeeffizienz von 76% im besten Fall und 67% im ungünstigsten Fall. Dies sind recht durchschnittliche Werte.

 

Fazit

Die 4smarts Lucid Ultra ist eine einmalige und extrem gute Powerbank! Diese hat aus meiner Sicht vor allem drei große Pluspunkte.

  • Extrem große Kapazität mit bis zu 37254 mAh
  • 100W USB C Port
  • Praktisches Display

Sicherlich das Außergewöhnlichste an der 4smarts Lucid Ultra neben dem Design ist die Kapazität. Powerbanks mit 40000mAh sind extrem selten! Auch in der Praxis kommen wir auf satte 37254 mAh, was ein top Wert ist!

Ja, aufgrund der hohen Kapazität ist die Powerbank etwas größer, aber gerade wenn du diese in Kombination mit Notebooks nutzen möchtest, ist dies kein Weltuntergang, ganz im Gegenteil, hier ist die zusätzliche Kapazität absolut begrüßenswert.

Zudem haben wir den 100W USB C Port, welcher auch ein flottes Laden/Entladen erlaubt. Ja die 4smarts Lucid Ultra kann “überhitzen” bzw. sich aufgrund zu hoher Temperatur abschalten, wenn du diese mit konstant 100W entlädst. Allerdings in der Praxis war dies kein großes Problem, denn hier hast du in der Regel keine “glatt” 100W, wie es bei meiner elektronischen Last der Fall ist. Zudem tritt dies erst sehr spät auf (nach ca. 70-80% entladener Kapazität). Nicht alle 100W Powerbanks haben ähnliche Probleme, aber viele Modelle! Aufgrund der hohen Kapazität, die 4smarts Lucid Ultra kann einfach länger 100W liefern als die meisten Modelle, fällt dies hier vielleicht auch etwas mehr auf.

Eine 0% auf 100% Ladung an einem 100W Ladegerät dauert ca. 3 Stunden, was ausreichend flott ist, aber auch nicht rekordverdächtig.

Super praktisch ist das kleine Display, welches dir Leistungswerte, den Akkustand, Temperatur usw. anzeigt. Dies ist in sehr vielen Situationen einfach hilfreich, gerade wenn du dir nicht sicher bist ob das aktuelle Ladetempo passt!

Etwas schade ist PPS. So unterstützt die 4smarts Lucid Ultra PPS, was super ist! Aber wir haben nur eine Range von 3,3-21V bei bis zu 3A, daher ist z.B. das S23 Ultra nicht mit dem vollen Tempo ladbar. Fürs normale S23, S22 usw. ist

Unterm Strich ist die 4smarts Lucid Ultra eine absolut einmalige Powerbank! Gerade wenn du die Kombination aus sehr großer Kapazität + 100W USB C Port und Display suchst gibt es wenige Alternativen. Der Preis von 180-200€ ist sicherlich nicht “billig”, aber geht in Ordnung im Anbetracht der Leistung und der außergewöhnlichen Natur der Powerbank.

4smarts Lucid Ultra
POSITIV
Extrem große Kapazität mit bis zu 37254 mAh
100W USB C Eingang/Ausgang
Flottes Laden, 0% auf 100% in ca. 3 Stunden
Sehr praktisches Display mit Leistungswerten
Zwar recht groß, aber weiterhin handlich
Mit PPS Support
2x USB C und 2x USB A
NEGATIV
PPS Rang bis 3A und nicht bis 5A
Kann aufgrund von Übertemperatur in einem theoretischen Szenario abschalten
90

Der DreameBot L10s Ultra im Test, eine vollständig automatische Reinigung!

Eine vollautomatische Reinigung ist das größte und wichtigste Thema bei aktuellen Saugrobotern. So bieten die aktuellen High End Modelle oft nicht nur eine Absaugstation, sondern eine automatische Waschstation.

Dies mag zwar wie ein Gimmick wirken, aber in der Praxis ist eine Absaug/Waschstation echt praktisch! Ich nutze schon länger so ein Modell und habe den Komfort sehr zu schätzen gelernt.

Daher war ich gespannt als Dreame seinen ersten Saugroboter mit Wasch/Absaugstation auf den Markt gebracht hatte. So ist der DreameBot L10s Ultra ein absolutes High End Modell, auch abseits seiner Station. Wir haben eine sehr hohe Saugkraft von 5300 Ps, eine Teppicherkennung und KI!

Allerdings kostet dich dieser Spaß auch satte 1200€ Uff! Wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob dieser Preis irgendwie gerechtfertigt werden kann.

An dieser Stelle vielen Dank an Dreame für das Ausleihen des DreameBot L10s Ultra für diesen Test.

 

Der DreameBot L10s Ultra im Test

Sprechen wir zunächst über den Elefanten im Raum, die Ladestation. Diese ist aufgrund der Zusatzfunktionen geradezu riesig!

So wird der DreameBot L10s Ultra nicht nur von der Ladestation geladen, sondern es wird auch Schmutz abgesaugt und die Putzpads gewaschen. Entsprechend findet sich im unteren Teil der Station ein Fach für den Staubsaugerbeutel und unter dem Deckel zwei Wassertanks.

Hier haben wir einen Wassertank für Schmutzwasser und einen Tank für Frischwasser, welche genutzt werden, um die Putzpads automatisch zu reinigen. Zudem findet sich in der Ladestation ein Heißluftgebläse, welches die Putzpads anschließend trocknet, um einem muffigen Geruch vorzubeugen. Dies alles macht die Ladestation natürlich recht gewaltig.

Der Saugroboter selbst ist eher auf der klassischen Seite. Wir haben einen typischen runden Saugroboter, welcher in einem Hochglanz-Weiß gehalten ist. Auf der Oberseite besitzt dieser den typischen “Laser-Buckel” und auf der Front ein Fenster für die Kamera. Die Kamera ist für die KI Hinderniserkennung, welche bei High End Modellen mittlerweile üblich ist.

Natürlich kannst du den Saugroboter auch manuell entleeren, hierfür findet sich eine Klappe auf der Oberseite unter welcher der Schmutzauffangbehälter ist.

 

Das Navigationsprinzip

Wir können moderne Saugroboter in vier Gruppen unterteilen, wenn es um die Navigation geht.

  1. Die Dummen. Dumme Saugroboter nutzen eine Zufallsnavigation. Diese Fahren los bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab, fahren erneut bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab usw. Hierdurch sind diese Modelle aber sehr ineffizient, langsam und haben gerade mit komplexen Wohnungen mit vielen Räumen große Probleme. Solche Saugroboter sind sehr günstig und einfach zu bauen. Daher sind sie vor allem in der untersten Preisklasse zu finden. Ich würde solche dummen Saugroboter vermeiden!
  2. Blinde Saugroboter. „Blinde“ Saugroboter nutzen ein Gyroskope zur Navigation. Der Roboter kann seine Umgebung zwar nicht sehen, merkt sich aber in welche Richtung er fährt, in welche Richtung er abdreht und wo er Hindernisse ertastet. Hierdurch kann er eine Art Karte mitzeichnen und arbeitet daher etwas effizienter und zuverlässiger. Solche Saugroboter sind mittlerweile oft in der 200-300€ Preisklasse anzutreffen und sind generell durchaus brauchbar, in kleinen bis mittelgroßen Wohnungen.
  3. Kamera Saugroboter. Einige Saugroboter setzen zusätzlich zu anderen Sensoren (oftmals einem Gyroskope) auf eine Kamera, auf der Oberseite. Diese Kamera zeichnet markante Merkmale in Eurer Wohnung auf und ordnet diese den Positionen zu. Hierdurch kann der Saugroboter nicht nur eine Karte erstellen, sondern auch eine Position auf der Karte erkennen. Solche Saugroboter gehören meist schon in die „Königsklasse“ und eignen sich nach meiner Erfahrung für mittelkomplexe und große Wohnungen. Beispielsweise iRobot ist der bekannteste Nutzer dieser Technologie.
  4. Laser Saugroboter. Laser Saugroboter erkennt Ihr sofort an dem markanten Hubbel auf der Oberseite. In diesem steckt ein Laser-Abstandsmesser der sich permanent dreht. Hierdurch kann der Saugroboter eine extrem präzise Karte der Umgebung erstellen und auch seine Position in dieser Karte jederzeit wiederfinden. Diese Saugroboter eigenen sich grundsätzlich für jede Art der Wohnung.

Natürlich gibt es innerhalb jeder Kategorie bessere und schlechtere Modelle.

Der DreameBot L10s Ultra setzt natürlich auf die Laser-Navigation, welcher aber nochmals durch den zusätzlichen Kamera-Sensor auf der Front verfeinert ist.

 

App und Steuerung

Der DreameBot L10s Ultra nutzt die Xiaomi Mi Home App für die Steuerung. Die Mi Home App ist eine universelle Smart Home App, welche diverse Geräte unter anderem von Xiaomi und Dreame unterstützt.

Die  Xiaomi Mi Home App ist dabei recht klassisch aufgebaut. So findest Du hier auf der Startseite des Saugroboters zunächst die Karte deiner Wohnung, welche auch “Live” aktualisiert wird, während der Sauger fährt. Der L10s Ultra unterstützt dabei folgende Funktionen:

  • Live Karte
  • Mehrstöckige Karten
  • NoGo Zonen
  • Unterteilung der Karte in Räume
  • Raum Reinigung
  • Zonen Reinigung
  • Fernsteuerung
  • Teppich Erkennung und Teppich Modus
  • Steuerung der Saug/Putzleistung auf pro Raum Basis
  • Individuelle Reihenfolge der Abarbeitung der Räume einstellbar

Die Mi Home App funktionierte im Test tadellos! Der Funktionsumfang ist dabei generell hoch. Der DreameBot L10s Ultra kann aber an sich alles was du dir wünschen kannst!

 

Zuverlässige Navigation

Sicherlich ein Highlight am L10s Ultra ist die Navigation! Hier ist Dreame gemeinsam mit Roborock einfach Marktführer.

Der L10s Ultra wirkte zu jedem Zeitpunkt absolut souverän, was die Navigation betrifft. Dank Laser-Sensor weiß der Roboter jederzeit wo er ist und wo er hin muss. Dies kannst Du in der App auch beobachten.

Der von Dreame genutzte Algorithmus ist aber absolut überdurchschnittlich, selbst verglichen mit anderen Saugrobotern mit Laser Navigation. Dieser navigiert unheimlich präzise und sicher, dass es faszinierend ist dem Roboter zuzusehen.

Selbst komplexere Wohnungen und Räume sind überhaupt kein Problem. Kein Problem hatte ich auch mit Hindernissen. Ob dies an der “KI” liegt oder einfach generell am Fahrverhalten kann ich nicht sagen, aber der L10s Ultra hatte sehr wenige Probleme mit dem Verheddern und Verfangen. Wobei sehr wenige Probleme fast etwas untertrieben ist, der L10s Ultra hatte bei mir keine Probleme damit und teils sind meine Räume recht eng und praktisch überall liegt Hundekram.

Die KI im L10s Ultra kann Objekte wie Kabel und ähnliche Hindernisse erkennen. Wobei KI ist hier sicherlich etwas übertrieben, es handelt sich um eine Objekterkennung, welche gerade Kabel schon recht zuverlässig erkennt und umfährt. Die “KI” kann in dem Sinne aber nicht dazulernen sondern erkennt einfach ein festes Set an Objekten, welche dann ohne Kontakt vermieden werden.

 

Saugleistung

Der L10s Ultra wirbt mit einer Saugleistung von “bis zu 5300 pa”. Dies ist eine recht hohe Angabe. Allerdings in der Praxis unterscheidet sich die Saugleistung des Roboters sich nicht groß von anderen Oberklasse-Modellen.

So nutzt der Roboter in der Praxis zunächst selten bis gar nicht die volle Saugkraft, um den Akku zu schonen. Wir haben allerdings einen Teppichmodus, wird ein Teppich erkannt, dann wird die Saugleistung hochgedreht, was Sinn macht.

Bereits im Standardmodus haben wir auf glatten Böden eine nahezu perfekte Saugleistung. Alle Orte die vom L10s Ultra erreicht werden, werden auch sauber gereinigt. Dank der guten Navigation erreicht der Roboter auch so gut wie alle Orte ohne Probleme.

Teppiche sind natürlich immer eine etwas größere Herausforderung, gerade in Kombination mit Tierhaaren. Aber auch diese wird gut bis sehr gut gemeistert!

Kurzum, an der Saug/Reinigungsleistung ist nichts auszusetzen! Der L10s Ultra ist hier auf dem Level der anderen High End Modelle.

 

Starke Putzfunktion

Sicherlich ein Highlight am DreameBot L10s Ultra ist die Putzfunktion. So besitzt der Saugroboter zwei rotierende “Möppe”. Diese werden beim Start von der Waschstation gereinigt und der Tank des Roboters mit Wasser gefüllt. Auch fährt der Roboter in gewissen Intervallen zu seiner Station, um die Pads aufzufrischen/zu reinigen.

Diese rotierende Möppe bietet selbstverständlich eine deutlich bessere Reinigungsleistung als einfach nur ein vibrierendes Putztuch, das andere Modelle besitzen. So kann der L10s Ultra durchaus auch etwas intensivere Flecke entfernen, kleinere Soßenspritzer, Fußabdrücke von Hund und Kind usw.

Zudem werden die Böden einfach etwas aufgefrischt, wenn diese einmal feucht abgewischt werden. Sie bekommen einfach mehr Glanz, als wenn sie nur gesaugt werden.

Allerdings darfst Du auch keine Wunder erwarten! Richtige Schlammabdrücke, ausgelaufene Flüssigkeiten oder eingetrocknetes sind zu viel! Hierfür benötigst Du einen Waschsauger.

Dennoch ist die Putzleistung des L10s Ultras die mit beste die ich bei einem Roboter bisher erlebt habe!

 

Kann Putzpads anheben! (für Teppiche)

Viele Saugroboter mit guter Putzfunktion beißen sich etwas mit Teppichen. Meist werden mit aktiver Putzfunktion Teppiche einfach komplett umfahren bzw. falls dies nicht möglich ist, werden alle Bereiche auf und hinter dem Teppich ausgelassen. Nicht gut!

Der Dreame DreameBot L10s Ultra kann seine Putzpads aber anheben! Erkennt dieser einen Teppich werden die Pads einfach ein Stück angehoben und der Teppich wird gereinigt, klasse!

 

Bisher eine sehr gute Absaugstation!

Die Absaug bzw. Waschstation des L10s Ultra macht bisher einen sehr guten Job. So funktioniert das Absaugen auch bei vollem Behälter (mit Tierharen) sehr zuverlässig und die Station ist nicht so extrem laut wie von iRobot.

Auch das Waschen der Pads und Absaugen des Wassers klappt gut und zuverlässig.

 

Fazit

Gut über 1000€ für einen Saugroboter ist sicherlich ein Preis, den man erst einmal verdauen muss. Du bekommst ohne Frage sehr gute Saugroboter für einen Bruchteil des Preises!

So zahlst Du den dicken Aufpreis beim L10s Ultra primär für die Putzfunktion und das automatische Waschen der Pads. Dies ist auch eine tolle und praktische Funktion!

Die Wohnung bekommt einfach einen anderen Glanz, wenn sie auch feucht gewischt wird. Dabei hat der L10s Ultra die so ziemlich beste feucht Putz-Funktion die ich bisher bei einem Roboter gesehen habe! Die Reinigungsleistung liegt klar über Modellen wie dem Roborock S7 MaxV und auf dem Level des Dreame W10 und des ECOVACS DEEBOT X1 OMNI.

Allerdings hat der L10s Ultra ein Feature, welches dem ECOVACS X1 OMNI leider fehlt, der L10s Ultra kann seine Putzpads anheben! Hierdurch ist der L10s Ultra auch für Wohnungen mit einer Mischung aus glatten Böden und Teppichen voll geeignet.

Hinzu kommt die herausragend gute und sichere Navigation, wie auch die starke Saugleistung.

Kurzum, besser geht es derzeit nicht! Mir sind am L10s Ultra keine Schwächen oder Probleme aufgefallen. Der Roboter ist aus meiner Sicht ziemlich perfekt und kommt mit allen Wohnungen und allen Bodenbelägen hervorragend klar. Egal ob Du nun eine super aufgeräumte Wohnung oder pures Chaos hast, der L10s Ultra navigiert unter anderem Dank KI sehr sicher.

Kurzum spielt Geld keine Rolle und du hast eine Wohnung mit Teppichen und glatten Böden, dann wirst du nichts besseres bekommen als den DreameBot L10s Ultra!

Kannst du auf die Putzfunktion, welche schon schön ist, verzichten dann gibt es natürlich einige günstigere Alternativen, wie den Dreame Z10 Pro für 450€.

Die VEGER V0556 / V0556P im Test, eine hervorragende Mini-Powerbank!

VEGER bietet mit der V0556 bzw. V0556P sehr spannende Powerbanks an! Wir schauen uns auf Techtest normalerweise primär große und “aufregende” Powerbanks an. Die VEGER V0556 ist hier fast schon so etwas wie das Gegenteil.

Dies ist eine 5000mAh Mini-Powerbank, welche du einfach an dein Smartphone anstecken kannst, um dieses schnell unterwegs zu laden.

Das Spannende dabei, diese Powerbank bringt sogar Unterstützung für 20W Schnellladen mit. Klingt doch eigentlich nach einer sehr interessanten Kombination, Mini-Powerbank mit 5000mAh, kompakter Formfaktor und 20W Schnellladen.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Geht hier das Konzept auf? Finden wir es heraus!

 

Ein etwas merkwürdiges Doppelpack

VEGER verkauft diese Powerbank derzeit in einem ca. 40€ “doppelpack”. Du bekommst hier aber nicht 2x die gleiche Powerbank, sondern 1x die USB C Version und 1x die Apple Lightning Version.

Dies finde ich etwas merkwürdig, denn warum solltest du als Normalnutzer dies brauchen? Hast du ein iPhone, dann brauchst du die USB C Version nicht (klar für ein iPad, aber hier wären 5000mAh ein Tropfen auf einen heißen Stein) und umgekehrt bei einem Android Smartphone brauchst du die Lightning Version nicht.

Dieses Doppelpack macht also nur Sinn, wenn sich in deinem Haushalt ein iPhone und ein Android Smartphone befinden, was doch die Zielgruppe etwas verkleinert.

Es gibt die Powerbanks aber auch einzeln.

 

Die VEGER V0556 / V0556P im Test

Die VEGER V0556 ist eine Mini-Powerbank, welche gerade einmal 77 x 35 x 24,5 mm misst und 93g auf die Waage bringt. Diese Powerbank wird einfach über den integrierten USB C bzw. Apple Lightning Stecker mit deinem Smartphone verbunden und lädt diese.

Das Gehäuse besteht aus einem einfachen, aber schön texturiertem Kunststoff.

An der Seite haben wir einen kleinen Einschalter und vier Status-LEDs, die dir den aktuellen Ladestand anzeigen.

 

Anschlüsse

Je nach Version besitzt die Powerbank einen USB C oder Lightning Ausgang. Beide Versionen sind abseits des Steckers bei der Leistung identisch!

Ausgang – 20W Power Delivery- 5V/3A, 9V/2,22A

So besitzt sowohl der Lightning wie auch USB C Port 20W nach dem Power Delivery.

Neben dem USB C / Lightning Ausgang haben wir auch einen reinen USB C Eingang, über welchen die Powerbank geladen wird. Auch die Lightning Version hat einen USB C Eingang. Dieser kann ebenfalls bis zu 20W aufnehmen (laut Hersteller).

 

Die Kapazität

VEGER wirbt bei der V0556 mit einer Kapazität von 5000mAh. Folgendes habe ich gemessen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 14,77 3991,892 80%
9V/1A 14,525 3925,676 79%
9V/2A 14,704 3974,054 79%

Ich muss gestehen hier positiv von der VEGER V0556 überrascht zu sein. Ich konnte zwar “nur” eine maximale Kapazität von 3991 mAh bzw. 14,77Wh messen, aber dies ist für solch eine Powerbank gar nicht übel! Zumal die Powerbank auch bei höherer Last (9V/2A) weiterhin fast die volle Kapazität liefert.

Zum Vergleich: der iWALK LinkPod mit 5000 mAh kam lediglich auf 2981 bis 3761 mAh.

 

Die Kapazität in der Praxis

Wie steht es aber um die Kapazität in der Praxis? Du wirst mit der VEGER V0556 keine Tablets oder Notebooks vollladen. Selbst größere Smartphones werden nicht zwingend zu 100% geladen.

  • Apple iPhone 14 Pro (3200mAh Akku) 0% auf 95%
  • Samsung Galaxy S23 Ultra (5000mAh Akku) 0% auf 62%

Ich denke gerade als Notfall-Powerbank geht dies völlig in Ordnung.

 

Ladedauer

Du kannst die VEGER V0556 an einem USB Power Delivery Ladegerät mit bis zu 18W laden.

An einem 18W (oder größer) USB Power Delivery Ladegerät dauert eine Ladung ca. 1:24h, was erfreulich schnell ist!

Auch an einem USB A Ladegerät (5V/2,4A) dauert eine Ladung nur 2:20h.

 

Effizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Ladeeffizienz zu sprechen. Hierbei vergleiche ich wie viel Leistung die Powerbank für eine 0% auf 100% Ladung benötigt, verglichen mit der Leistung die wir aus der Powerbank entnehmen können.

Via USB PD benötigte die Powerbank bei mir 19,2Wh und via USB A 18,6W für eine vollständige Ladung.

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
USB PD 77% 76%
USB A 79% 78%

Wir haben eine Ladeeffizienz im Bereich 76-79%, was ein recht typischer Wert für eine Powerbank ist.

 

Fazit

Ich mag die VEGER V0556 bzw. die VEGER V0556P! Diese ist nochmal ein gutes Stück besser als die iWALK LinkPod!

Gerade wenn du ein iPhone hast, welche nicht so riesige Akkus haben, ist solch eine mini-Powerbank extrem praktisch!

So bekommt die VEGER V0556P das iPhone 14 Pro fast komplett gefüllt. Bei größeren Smartphones wie dem S23 Ultra sieht es etwas dünner aus, hier kannst du mit 50-75% Ladung rechnen, was aber auch nicht schlecht ist!

Gerade wenn du es mal eilig hast, ist so eine Mini-Powerbank super! Dabei lädt die VEGER V0556 dein Smartphone angenehm schnell und kann auch selbst schnell geladen werden.

In knapp 1:24 kannst du die Powerbank von 0% auf 100% bringen, super!

Keine Produkte gefunden.

Unterm Strich finde ich die VEGER V0556 absolut empfehlenswert! Dies ist die beste Mini-Powerbank die ich bisher in den Fingern hatte.

Solarenergie im Winter, Erfahrungen eines Solaranlagen Besitzers!

Ich muss mich an dieser Stelle erst einmal für den Titel dieses Artikels entschuldigen, aber dies ist ein Thema, das mir schon etwas länger auf der Seele brennt.

Erneuerbare Energien sind ein großes und wichtiges Thema! Ich bin hier auch voll mit dabei. So findest du auf meinem Dach eine 10 KW Solaranlage mit passendem Batteriespeicher. Zudem habe ich 2x DIY Offgrid Solaranlagen, welche Teile meines Büros (für Powerbank Tests), wie auch Smart Home Boxen befeuern.

Daher behaupte ich von mir, ein wenig Erfahrung mit Solaranlagen zu haben. Daher weiß ich aber auch leider, wie wenig Energie Solaranlagen im Winter produzieren, zumindest in Deutschland.

Experten die medienwirksam mehr Solaranlagen auf Dächern fordern um im Winter Wärmepumpen zu betreiben überhöre ich mittlerweile (viel Spaß dabei eine Wärmepumpe im Winter nur mit einer Heimsolaranlage zu betreiben).

Allerdings ist mir etwas Youtube-Werbung entgegenschlagen die mich zu diesem Artikel verleitet hat. So wirbt hier ein großer Powerstation Hersteller (welchen ich sehr schätze) wie man sich im Winter warm halten kann.

Die Werbung findest du hier: https://www.youtube.com/watch?v=XxisKckz9IE

Nein, warme Kleidung ist nicht die Lösung, laut dieser Werbung, sondern eine Powerstation + Solar Panel. Natürlich möchte der Hersteller seine Produkte verkaufen, aber es könnte Leute geben die dies wirklich glauben, dass es möglich wäre, im Winter seine Wohnung mit einem kleinen Solarpanel zu beheizen.

Schauen wir uns in diesem Artikel einmal meine Erfahrung an wie viel Energie eine Solaranlage im Winter so produziert.

 

Wie viel Energie produziert eine 10 KW Dachanlage im Winter?

Beginnen wir mit dem “Benchmark”, eine 10 KW Dachanlage. Diese besteht genau genommen aus 9,875 kWp JaSolar Modulen, welche an zwei SolarEdge Wechselrichtern und einem 10 KW LG Batteriespeicher hängen.

Dies ist keine DIY Anlage, sondern etwas Professionelles mit hochwertigen Wechselrichtern vom Marktführer SolarEdge. Es mag bessere Wechselrichter usw. geben, aber viel Luft ist hier nicht mehr nach oben.

Die Anlage ist in NRW installiert, aber nicht ganz perfekt südlich ausgerichtet, aber grundsätzlich “gut” ausgerichtet.

Wie viel Energie produziert diese Anlage seit 2020?

Erst einmal klar gesagt, eine Solaranlage lohnt sich! Dies soll hier nicht zur Debatte stehen!

Das für uns hier interessante ist die Leistung im November, Dezember und Januar.

  • Dezember 2020 – 130 KW
  • Dezember 2021 – 142 KW
  • Dezember 2022 – 106 KW

Das ist nicht viel! Das reicht um ein e-Auto ca. 3x in diesem Monat zu laden. Du könntest einen 2KW Heizlüfter 63 Stunden betreiben bzw. 2,6 Tage lang. Dies wohlgemerkt an einer 10 KW Dachanlage!

Du kannst ja jetzt mal theoretisch runter rechnen, was eine 1KW Anlage produzieren würde, geschweige denn ein 200-300W Panel wie in dem Werbevideo.

 

Bei meinen DIY Anlagen?

Ok dies war aber auch eine große 10 KW Anlage. In dem Werbevideo war aber eine Powerstation + klappbares Solarpanel zu sehen, vielleicht arbeitet dies effizienter?

Nochmal das Werbevideo https://www.youtube.com/watch?v=XxisKckz9IE

Ich habe zwei DIY Off-Grid Solaranlagen.

Anlage 1:

Ca. 20-120Wh im Dezember, pro Tag

Anlage 2:

Ca. 20-110Wh im Dezember, pro Tag

Leider zeichnen die Victron Laderegler nur Daten der letzten 30 Tage auf und wir haben Ende Februar, entsprechend habe ich nur genaue Werte von “Ende Januar“.

Anlage 1 kann im Sommer durchaus 1500-3000 Wh pro Tag liefern. Anlage 2 kommt auf 600-1500 Wh.

An bedeckten Januar Tagen erreicht Anlage 1 mit 700W Solarpanels zwischen 20 Wh und 120Wh, bei einer maximalen Leistung von teils nur 10-20W.

Anlage 2 ist etwas besser ausgerichtet und kommt auf 20-110Wh an bedeckten Tagen, mit einer maximalen Leistung zwischen 17W und 42W.

Sicherlich sind an sonnigen Tagen auch mal mehr möglich, aber im Dezember/Januar haben wir nicht so viele sonnige Tage, vielleicht 3-7 Stück im ganzen Monat, wo mal 200-400Wh rein kommen.

 

Reicht Solarenergie, um im Winter zu heizen? (Meine Einschätzung)

Wenn du dich im Winter nur auf eine Solaranlage verlassen müsstest für die Wärme, dann viel Spaß! Selbst eine moderne Wärmepumpe benötigt viel Energie.

“Wer in einem 110 Quadratmeter großen Einfamilienhaus wohnt, hat laut Heizspiegel 2022 einen mittleren durchschnittlichen Stromverbrauch bei der Wärmepumpe in Höhe von 6.272 kWh.”

Quelle: https://www.t-online.de/heim-garten/energie/heizung/id_100053120/waermepumpe-welcher-verbrauch-ist-zu-hoch-das-ist-zu-beachten.html

6272 kWh im Jahr laut dieser Quelle im Schnitt. Davon sicherlich ein Großteil im Winter. Zum Vergleich meine 10 KW Anlage hat folgende Leistung im gesamten Jahr gebracht!

  • 2020 – 9359 kWh
  • 2021 – 8412 kWh
  • 2022 – 9570 kWh

Im Jahresschnitt wäre die Anlage also durchaus in der Lage den Verbrauch der Wärmepumpe zu decken. Aber die Solaranlage produziert den Großteil der Energie im Sommer, die Wärmepumpe benötigt diese im Winter.

Bei einer kleinen off Grid Anlage sieht es noch viel trauriger aus! Nach meiner Erfahrung wirst du mit einer 700W Off-Grid Anlage einen 1KWh Heizlüfter im ganzen Dezember vielleicht 2-6 Stunden betreiben können, je nach Wetterlage.

Fun Fakt, eine Powerstation benötigt in der Regel zwischen 4 und 8W im Standby, diese kann bzw. wird sich an schlechten und bedeckten Tagen also an einem kleinen Solarpanel mehr entladen als laden!

 

Fazit

Ich bin absolut pro Solar! Jeder sollte sich eine Solaranlage auf dem Dach installieren bzw. ein Balkonkraftwerk überdenken.

Allerdings falls du denkst, du wärst auch im Winter „unabhängig“ und könntest einfach mit deiner Solarenergie heizen, dann muss ich dich enttäuschen. In Deutschland halte ich dies für unmöglich bzw. wenn nur mit einer völlig übertriebenen Solaranlage (30 oder 40 KWh +  bei einem Einfamilienhaus).

Meine 10 kWp Dachsolaranlage bringt im Dezember im Schnitt 126 kWh, insgesamt und nicht pro Tag!

Damit könntest du ein e-Auto 2-3x laden oder einen Heizlüfter (mit 2KW) ca. 63 Stunden oder 2,6 Tage betreiben. Sicherlich nicht nichts, aber nicht ansatzweise ausreichend ein Haus zu beheizen! Eine Wärmepumpe wird ein vielfaches davon benötigen.

Kleinere Anlagen mit bis zu 700W produzieren im Winter vielleicht an einem Tag genug Energie, um ein Smartphone und ein Tablet zu laden, aber nicht ansatzweise genug, um einen Heizlüfter oder Ähnliches zu betreiben.

Ein 300W Panel bringt im Winter vielleicht 5 bis 40W an einem normalen trüben Tag und dies auch nur ein paar Stunden, denn dann ist das Licht schon komplett weg. Im besten Fall kommt hier genug Energie rum, um den Standby-Verbrauch einer Powerstation zu decken.

Daher hat mich die Werbung von EcoFlow so getriggert, dass ich diesen Artikel schreiben musste.

Im Sommer kannst du auch mit einer kleinen Solaranlage recht unabhängig vom Stromnetz sein. Das geht ohne Probleme, gerade in Kombination mit einer größeren Powerstation oder einem LiFePO4 Akku.

Aber im Winter bringen kleinere Solaranlagen praktisch nichts und selbst große Dachanlagen bringen eher Strom in überschaubaren Mengen. Hier mit dieser Energie effektiv zu heizen halte ich in Deutschland im Dezember/Januar für realistisch unmöglich!

Günstige Powerstation mit LiFePO4 Akkus! Die Powdeom EN700 im Test

Powerstations sind oft etwas extrem Praktisches. Leider sind aber Powerstations aber oft sehr teuer! Preis von ca. 1€ pro Wh oder mehr sind nicht ungewöhnlich.

Hier sticht die Powdeom EN700 positiv hervor! So kostet diese Powerstation ca. 550$ bei einer Kapazität von 614Wh. Das klingt gut! Aber auch die weiteren Funktionen wirken vielversprechend.

So haben wir LiFePO4 Akku Zellen, einen 100W USB C Ausgang und ein integriertes Netzteil!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Powdeom EN700 überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Powdeom für das Zurverfügungstellen der EN700 für diesen Test.

 

Die Powdeom EN700 im Test

Mit ca. 30,5 x 21 x 20 cm ist die Powdeom EN700 keine winzige Powerstation, aber auch kein extrem großer Brocken. Ich würde sagen, die Abmessungen sind für die Kapazität angemessen.

Die Powerstation besteht aus einem normalen schwarzen Kunststoff und wirkt soweit gut gebaut. Sie wirkt nicht ganz so hochwertig wie die Ecoflow Modelle.

Auf der Oberseite finden wir einen praktischen Tragegriff, welcher sich ausklappen lässt. Danke! Vor allem, dass die Oberseite ansonsten glatt ist, hilft beim platzsparenden Verstauen der Powerstation.

Die Anschlüsse der EN700 sind primär auf der Front angebracht, genau wie ein kleines Display. Lediglich der Anschluss für das Netzteil ist auf der Rückseite zu finden.

Mit im Lieferumfang der Powerstation findet sich nur ein Netzkabel, wie auch ein KFZ Ladekabel. Es ist leider kein Kabel für ein Solarpanel oder Ähnliches mit im Lieferumfang.

 

Die Anschlüsse der Powdeom EN700

Die EN700 besitzt fast all ihre Anschlüsse auf der Front. Hier finden wir folgende Ports:

  • 2x 230V Steckdosen 700W
  • 2x DC Ausgang 12V/10A
  • 1x “Zigarettenanzünder” Ausgang 12V/10A
  • 1x USB C 100W
  • 2x USB A 5V/2,4A

Dies ist eine ziemlich perfekte Anschlussausstattung. Die 700W Steckdosen sollten ausreichend für die meisten Anwendungen sein. Der 100W USB C Ausgang ist gerade für Notebooks praktisch und die DC Ports sind immer nett. Viel besser geht es für eine Powerstation dieser Klasse nicht.

Auf Seiten der Eingänge haben wir folgendes:

  • 1x DC Eingang 12-28V
  • 1x AC Eingang

In der Powdeom EN700 ist bereits ein Netzteil integriert! Du musst die Powerstation nur mit einem normalen Kabel mit dem Strom verbinden und schon lädt diese.

Ich finde dies immer beachtlich, wenn es Hersteller schaffen, noch ein AC Netzteil in ihren Power Stations zu integrieren. Dies finden wir ansonsten nur bei Ecoflow.

 

Das Display

Auf der Front der EN700 finden wir ein kleines Display, welches dir folgende Informationen anzeigt:

  • Akkustand in %
  • Verbliebene Lade/Entladezeit bei der aktuellen Leistung
  • Aktuelle Leistung in Watt

Damit ist das Display nicht übermäßig detailliert. Aber die wichtigen Angaben sind vorhanden.

 

Mit LiFePO4 Akkus! Warum sind LiFePO4 Akkus so gut?

In der EN700 sind LiFePO4 Akkuzellen verbaut. LiFePO4 ist die aus meiner Sicht beste Akkutechnologie für Power Stations und Puffer-Akkus. Aber warum?

LiFePO4 “Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator” ist eine moderne und sehr stabile Zellen Chemie.

Zum Vergleich, Lithium Ionen Akkus sind auf die maximale Energiedichte getrimmt. Dies macht auch gerade in Geräten wie Smartphones absolut Sinn, da Lithium Ionen Akkus bei gleicher Größe ein Stück mehr Kapazität als LiFePO4 Akkus haben.

Allerdings sorgt die höhere Energiedichte auch für einen etwas schnelleren Verschleiß und macht diese anfälliger fürs Brennen oder explodieren.

LiFePO4 Akkus hingegen haben eine deutlich höhere Zyklenfestigkeit. Powdeom wirbt bei der EN700 mit 3000+ Zyklen, was bei LiFePO4 Akkus auch absolut möglich ist. Lithium Ionen Akkus kommen hingegen meist nur auf 500-1000 Zyklen.

Zudem können LiFePO4 Akkus thermisch nicht durchgehen. Selbst bei einem Kurzschluss, überladen usw. gehen diese nicht in einem großen Feuerball auf wie es Lithium Ionen Akkus machen können.

Ja LiFePO4 Akkus können im extrem Fall auch sehr heiß werden, dampfen usw. aber die Gase können sich nicht selbst entzünden, was ein großer Sicherheitsfaktor ist.

Zusammengefasst:

  • Sehr hohe Zyklenfestigkeit 3000+ und lange Lebenserwartung
  • Sehr sicher, können nicht thermisch durchgehen
  • Können nicht bei Temperaturen unter 0 Grad geladen werden
  • Niedrigere Energiedichte = bei gleicher größe weniger Kapazität als Lithium Ionen Akkus

 

Die Kapazität der Powdeom EN700 Powerstation

Kommen wir zum spannendsten Punkt, der Kapazität. Powdeom verspricht 614,4Wh, folgendes konnte ich in diversen Lastsituationen messen.

Wh
AC 50W 460
AC 300W 461
USB C 100W 561,93
DC 12V/3A 541,05
DC 12V/8A 533,9

Im besten Fall konnte ich eine Kapazität von 561,93Wh messen, was 93% der Herstellerangabe entspricht. Dies ist ein sehr guter Wert!

Powerstations kommen nie auf 100% der Herstellerangabe. Wir haben hier zwar ziemlich sicher 614,4Wh Akkuzellen im Inneren, aber ihre Spannung muss gewandelt werden, das BMS benötigt etwas Energie, genau wie das Display.

Diese Wandlungsverluste sind natürlich gerade bei den AC 230V Ausgängen deutlich, wo die Powerstation auch “nur” auf 460 Wh kommt. Dies ist aber leider marktüblich.

 

Als USV nutzbar? (ja)

Es ist natürlich möglich, die Powdeom EN700 gleichzeitig zu nutzen und zu laden. Grundsätzlich ist es daher möglich, die EN700 als USV zu nutzen. Die Umschaltzeit beim Trennen vom Netz scheint dabei ok zu sein!

So habe ich unter anderem meinen PC getestet und dieser hatte keine Probleme an der Powerstation, auch wenn diese plötzlich vom Netz getrennt wird.

Powdeom wirbt mit einer Umschaltzeit von 20ms, was für die meisten Geräte ausreichend sein sollte!

Die Effizienz der USV funktion schwankt zwischen 64% und 95% bei 10W bis 100W Last.

Wenn wir uns die rohen Zahlen ansehen, dann fällt auf, dass immer 5W mehr aufgenommen wird als ausgegeben. 5W ist auch der Standby Verbrauch der Powerstation.

 

Steckdose und USB C Port

Ich habe die Steckdose der Powdeom EN700 in Kombination mit diversen Ladegeräten, unter anderem für Werkzeugakkus, wie auch PCs und einem Mini-Kühlschrank ausprobiert.

Diese Geräte bleiben in der Regel deutlich unter den maximalen 700W, entsprechend hatte die Powerstation keine Probleme mit den Geräten. Wobei gerade Kühlschränke (mit Kompressor) oftmals etwas problematisch sein können. Der von mir getestete Mini-Kühlschrank machte keine Probleme, aber hast du einen richtig dicken Kühlschrank, mit doppelten Türen usw., dann kann ich nicht für die Funktion garantieren (auch wenn es passen sollte).

Pluspunkte gibt es für den USB C Port, welcher neben 100W nach dem Power Delivery Standard auch PPS mit 3,3-21V bei 5A bietet.

Damit ist der Port auch für Notebooks wie auch für größere Smartphones wie das S23 Ultra sehr gut geeignet!

 

Mit Lüfter

Die meisten großen Powerstations besitzen einen integrierten Lüfter, so auch die Powdeom EN700. Der Lüfter ist temperaturgesteuert und springt ab ca. 90-100W an.

Der Lüfter hat eine mittlere Lautstärke. Er ist nicht dröhnend laut, aber ich hätte Ihn auch nicht gerne den ganzen Tag neben mir stehen.

 

Ladedauer

Du hast drei Möglichkeiten die Powdeom EN700 zu laden.

  1. Über das integrierte Netzteil an einer Steckdose.
  2. An einem KFZ “Stecker”.
  3. Via Solar

Über das integrierte Ladegerät soll die Powerstation laut Hersteller in 1,4 Stunden vollständig geladen sein!

Bei den DC Eingängen, also KFZ Stecker oder Solar, sollen 12-28V bei maximal 5A bzw. 120W möglich sein.

An der Steckdose kann die Powerstation mit bis zu 505W laden, was beachtlich ist! Die EN700 kann so in gerade einmal 1:24h von 0% auf 100% gebracht werden, was extrem schnell ist!

Beim Laden an einer DC Quelle sind wir auf maximal 5A limitiert! Heißt an einer 12V Quelle sind maximal +- 60W möglich. In meinem Test an einer “Autobatterie” lud die Powerstation mit rund 66W, in ca. 11:20h von 0% auf 100%.

Dieses 5A Limit ist natürlich nicht ganz optimal. Hierdurch wäre auch das Laden an einem Solarpanel etwas eingeschränkt. Du solltest hier vermutlich ein 18V Panel wählen.

 

Ladeeffizienz

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Ladeeffizienz. Hierbei schaue ich mir das Verhältnis der benötigten Energie für eine 100% Ladung im Verhältnis zur Energie, die Du am Ende nutzen kannst, an.

Folgende Leistung benötigte die Powerstation im Test um von 0% auf 100% geladen zu werden:

  • AC – 703 Wh
  • DC – 730 Wh

Das etwas schlechtere DC Ergebnis ist durch die fast 10x höhere Ladedauer zu erklären. Da beispielsweise das Display während dieser Zeit konstant aktiv ist, wird mehr Energie von der Powerstation selbst verbraucht, was die Effizienz verschlechtert.

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
AC 80% 65%
DC 77% 63%

Die Effizienz der Powerstation schwankt zwischen 80% (was sehr gut ist) und 63%. Dies sind solide und unauffällige Ergebnisse.

 

Fazit

Die Powdeom EN700 ist sicherlich eine etwas Preis/Leistungs-orientierte Power Station. Es gibt ohne Frage bessere Modelle, aber für 550€ zum Zeitpunkt des Tests ist mir nichts Besseres bekannt!

550€ für 614Wh, 700W Steckdosen, 100W USB C Port und super schnellem Laden ist mehr als fair! Dies ist ein richtig gutes Angebot!

Zumal wir hier die sicheren und haltbaren LiFePO4 Akku Zellen haben, wie auch ein integriertes Netzteil, das die Powerstation in 1:24h von 0% auf 100% bringt! Auch die Steckdosen funktionierten im Test problemlos und sogar die USV Funktion konnte überzeugen. Hinzu kommt der 100W USB C Port mit PPS und das praktische Display.

Die Powerstation zeigte sich im Test auch nicht zickig oder problematisch.

Etwas schade ist lediglich das Fehlen eines Adapter-Kabels für Solarpanels und die Limitierung auf maximal 5A / 120W via DC Eingang.

Abseits davon ist dies eine absolut tadellose Powerstation in der “mittleren” größen Klasse.

Powdeom EN700
POSITIV
LiFePO4 Akkuzellen
Bis zu 561,93Wh echte Kapazität
Fairer Preis
100W USB C Port mit PPS
Praktisches Display
700W Steckdosen
Leistungsstarkes integriertes Netzteil
In 1:24h von 0% auf 100% geladen
NEGATIV
Kein Solar-Ladekabel mit im Lieferumfang
Via DC maximal 5A / 120W
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Der Emotn N1 im Test, ein smarter Beamer mit gutem Bild

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Mit dem N1 bietet Emotn einen All in One Beamer an. Neben der Funktion als Projektor haben wir integrierte Lautsprecher mit Dolby Audio und ein Smartes Betriebssystem mit Amazon Prime Video und Netflix. Dabei ist der N1 offiziell Netflix zertifiziert!

Dies erlaubt es dir auch solche Inhalte in der vollen nativen Full HD Auflösung zu genießen!

Dabei setzt der Emotn N1 auf ein relativ kompaktes und wohnzimmerfreundliches Design.

Wollen wir uns mal im Test ansehen ob der Emotn N1 seine +- 500€ wert ist!

An dieser Stelle vielen Dank an Emotn für das Zurverfügungstellen des N1 für diesen Test.

 

Der Emotn N1 im Test

Der Emotn N1 setzt auf ein etwas ungewöhnliches Design. So ist der Beamer in einer Art Block Design gehalten und misst 18,2 x 12,5 x 19,2 cm.

Damit ist er weder winzig noch absolut riesig. Das Design gefällt mir dabei gut! Der Beamer wirkt schlicht, modern und schick!

So wird die Front von der großen Linse wie auch einem großen Lüftungsgitter belegt. Noch mehr Lüftungsgitter haben wir auf der Rückseite, gemeinsam mit den Anschlüssen des Beamers.

  • 1x HDMI
  • 1x LAN
  • 1x 3,5mm Audio-Ausgang
  • 1x USB
  • 1x DC Eingang

Auf Seiten der Anschlüsse ist alles vorhanden, was wir in der Regel benötigen. Ein digitaler Audio-Ausgang wäre noch nett gewesen, aber sicherlich keine Pflicht.

Das Netzteil ist beim Emotn N1 extern. Hier liegt ein 120W “klotz” mit im Lieferumfang.

Ebenso liegt im Lieferumfang eine Fernbedienung. Diese ist auch wichtig, denn am Beamer befindet sich lediglich eine Taste, der Einschalter.

Erfreulicherweise macht die Fernbedienung einen guten Eindruck!

 

Software und Benutzeroberfläche

Der Emotn N1 setzt auf herstellereigenes Linux-basiertes Betriebssystem. Nein, wir haben hier nicht Android mit einem anderen “Skin” bzw. wenn sind alle Elemente von Android komplett ausgetauscht.

Grundsätzlich ist die Benutzeroberfläche sehr schön, klar und verständlich. Wir haben eine Kachelansicht auf der Startseite, welche folgende Apps/Funktionen mitbringt:

  • Netflix
  • Youtube
  • Youtube Kids
  • Amazon Prime Video
  • Open Browser
  • Toon Googles
  • Tiklive
  • App Store
  • Screencast
  • Bluetooth Speaker
  • HomeShare

Damit haben wir von Haus aus eine ordentliche App Auswahl. Ich denke, mit Netflix, Amazon Prime Video und Youtube ist schon das meiste abgedeckt.

Zudem haben wir natürlich den HDMI Eingang, für Spielekonsole usw.

Weitere Apps kannst Du über den App Store beziehen. Dieser App Store nennt sich “NetRange” und hat eine brauchbare Auswahl an Apps, wenn auch primär “exotischere” Apps.

Folgende „Spannende“ Apps konnte ich noch entdecken:

  • Plex
  • Joyn
  • ARD Mediathek
  • Deezer
  • VEVO

Grundsätzlich machte die Software einen guten Eindruck. Auch die Performance ist völlig ok! Lediglich die deutsche Übersetzung ist teils “interessant”.

 

Wie gut ist das Bild?

Der Emotn N1 setzt auf eine echte Full HD Auflösung und eine Helligkeit von 500 ANSI Lumen.

Wichtig, 500 ANSI Lumen! Viele billige Beamer werben mit verrückt hohen Lumen Werte, welche meist an den Haaren herbei gezogen sind. Wenn Du irgendwo 5000 Lumen oder Ähnliches siehst, dann sind dies keine standardisierten ANSI Lumen.

Die LED soll dabei 30.000 Stunden halten und der Beamer unterstützt HDR 10.

  • Emotn N1
  • 1920 x 1080p
  • 500 ANSI Lumen
  • 000 Stunden Betriebszeit
  • HDR 10
  • 60 bis 120 Zoll

Dabei kann das Bild 60 bis 120 Zoll groß werden, je nach Abstand zur Leinwand. Wichtig, der N1 besitzt ein “Autofokus” System. Der Beamer kann entsprechend von alleine scharfstellen, nett!

Die generelle Bildqualität ist absolut tadellos! Das Bild ist wunderbar scharf. So ist auch die Full HD Auflösung gerade bei 60-100 Zoll absolut ok!

Farben wirken sehr schön klar und kräftig. Der Kontrast hängt vom Umgebungslicht ab. Schwarz kann bei einem Beamer nur so Schwarz sein wie die Leinwand mit ausgeschaltetem Beamer ist. Grundsätzlich würde ich den Kontrast aber als sehr gut einstufen.

Also qualitativ ist am Bild wirklich nichts auszusetzen!

Die Helligkeit ist aber wieder so eine Sache. In einem abgedunkelten Raum ist die Helligkeit völlig ausreichend. Auch bei einem mittel dunklem Raum ist der Beamer brauchbar.

Hast du allerdings einen helleren Raum, Konferenzraum oder Ähnliches, dann würde ich den Emotn N1 nur bedingt empfehlen. Er ist nicht “dunkel” aber auch nicht extrem hell.

Spannenderweise besitzt der Beamer keine Helligkeitseinstellung bzw. ich konnte diese nicht finden. Es gibt eine Helligkeitseinstellung in den Bildeinstellungen, aber diese passt die “Software-Helligkeit” an und nicht die Leistung der Lampe.

Probleme mit Bildartefakten, Regenbogeneffekt oder Ähnlichem hatte ich keine!

 

Die Lautsprecher

Emotn wirbt mit “Dolby Audio”, allerdings bedeutet dies nichts. Der bzw. die verbauten Lautsprecher sind auf dem Level eines leicht überdurchschnittlichen Notebooks.

Kino-Feeling kommt jetzt eher weniger auf, aber furchtbar sind die Lautsprecher auch nicht.

 

Lüfter

Der Emotn N1 besitzt einen integrierten Lüfter. Dieser ist allerdings sehr dezent! Im Betrieb surrt dieser ganz minimal, ist aber bei mehr als 1-2 Metern nicht mehr hörbar und selbst darunter absolut unkritisch!

 

Fazit

Für unter 500€ bin ich mit dem Emotn N1 sehr zufrieden! Vor allem die Bildqualität und Software konnten überzeugen.

Wir haben eine echte Full HD Auflösung und der Beamer liefert wirklich ein knackiges Bild mit sehr guten Farben! Dabei ist der Kontrast gut und auch die Helligkeit ordentlich. Letztere darfst du aber auch nicht überschätzen. Dies ist kein Beamer für hellere Räume!

In einem leicht abgedunkelten Raum (umso dunkler umso besser) ist das Bild spitze und absolut Kino tauglich! Weitere Pluspunkte, gibt es für die „Autofokus Funktion“, welche einen guten Job macht.

Auch die Software, abseits der mäßigen deutschen Übersetzung, ist soweit gut! Die meisten wichtigen Apps, wie Netflix, Amazon Video usw sind vertreten und was fehlt kannst du via HDMI “nachrüsten”.

Die verbauten Lautsprecher sind akzeptabel, aber eher auf dem Level von 40€ Bluetooth Lautsprechern, also für echtes Kino-Feeling brauchst du externe Lautsprecher.

Dennoch bleibt mein Fazit positiv! Gerade die Kernfunktionalität “das Bild” macht der Beamer wirklich gut.

Emotn N1
POSITIV
Sehr gute Bildqualität
Sehr gute Farben
Leiser Lüfter
Ordentliche Software (welche flüssig läuft)
Ordentliche Anschlussauswahl
NEGATIV
Deutsche Übersetzung mäßig
Lautsprecher durchschnittlich
88

Das Voltme Revo 140 im Test, 140W USB C Power und PPS!

Voltme bietet mit dem Revo 140 ein spannendes und neues USB-C Ladegerät an. Wie der Name schon vermuten lässt, besitzt das Revo 140 einen 140W USB C Port.

Dieser alleine wäre schon spannend, allerdings haben wir zusätzlich ein weiteren USB C Port und einen USB A Port. Es macht das Ladegerät wunderbar flexibel einsetzbar.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier das Revo 140 überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Voltme für das Zurverfügungstellen des Revo 140.

 

Das Voltme Revo 140 im Test

Das Voltme Revo 140 ist ein Stecker-Netzteil, welches direkt in die Steckdose gesteckt wird, ohne Kabel oder Ähnliches.

Mit 73 x 31 x 77,5 mm ist dieses schon etwas größer, aber auch nicht gigantisch. Eigentlich ist es für eine Leistung von satten 140W sogar recht kompakt. Ähnliches gilt auch für das Gewicht von 260g.

Die Verarbeitung und Haptik ist absolut gelungen! So wirkt das Ladegerät sehr gut gebaut und auch das Design gefällt.

So haben wir an den Seiten eine leichte Waben-Textur und auch das Herstellerlogo macht einen sehr wertigen Eindruck. Hierdurch wirkt das Voltme Revo 140 nicht einfach wie ein billiges 08/15 Ladegerät, sondern wirklich wertig.

 

Die Anschlüsse

Das Voltme Revo 140 besitzt zwei USB C Ports und einen USB A Port.

  • USB C 1 – Power Delivery 140W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB C 2 – Power Delivery 100W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB A – Quick Charge und Super Charge – 4,5A/5V, 5V/4,5A, 9V/2A, 12V/1,5A

Der primäre USB C Port setzt auf den Power Delivery 3.1 Standard. Dieser erweitert den bekannten Power Delivery Standard auf Leistung über 100W. So sind hier bis zu 140W möglich bzw. 28V/5A.

Bisher nutzt dies nach meinem Wissen nur die aktuellen MacBook Pros. Allerdings ist dieser Port natürlich voll mit dem alten Power Delivery Standard kompatibel und kann klassisch Geräte mit bis zu 100W laden.

Der sekundäre USB-C Port ist ein klassischer 100W Port.

Der USB A Port unterstützt wiederum Quick Charge 3.0 und Huawei Super Charge mit 22,5W.

 

Drosselung

Das Voltme Revo 140 kann bis zu 140W bereitstellen. Nutzt du allerdings mehrere Ports gleichzeitig, dann werden diese fest gedrosselt. Es spielt dabei keine Rolle ob du einen Port wirklich nutzt, sobald ein Gerät angeschlossen wird gilt dieser als “belegt” und die Leistung wird in einem festen Muster reserviert.

USB C 1 USB C 2 USB A
140W
100W
22,5W
100W 22,5W
65W 65W
65W 45W 22,5W

Nutzt du beispielsweise beide USB C Ports, werden diese auf jeweils 65W gedrosselt.

 

PPS

Das Voltme Revo 140 verfügt auf beiden USB C Ports über den PPS Standard.

USB C 1 und 2 – 3,3-21V bei bis zu 5A.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/SS Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des SS2 Ultra. Ein S21 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 25W. Unterstützt dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones ++
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = Langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Die Mischung aus 140/100W USB C Port und der Unterstützung von PPS ist das Voltme Revo 140 für fast alle Smartphones und Notebooks ideal!

Gerade PPS ist für die Samsung S Smartphones sehr wichtig. Lediglich für Realme/Oppo Smartphones ist das Voltme Revo 140 lediglich gut geeignet, aber nicht perfekt.

 

Spannungsstabilität

Werfen wir einen Blick auf die Spannungsstabilität.

Hier gibt es nichts zu bemängeln! Die Spannungsstabilität des Voltme Revo 140 sieht sehr gut aus. Die Spannung ist innerhalb aller Grenzwerte und auch recht stabil.

 

Die Effizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Effizienz des Voltme Revo 140 zu sprechen.

Die Effizienz schwankt zwischen 79% und 91,8%. Dies sind gute, wenn nicht sogar sehr gute Werte. Sowohl die Effizienz bei niedriger Last wie auch bei hoher Last.

Allerdings ist dies auch keine absolut rekordverdächtige Effizienz, wir sind hier aber klar überdurchschnittlich.

 

Fazit

Das Voltme Revo 140 ist absolut empfehlenswert! Du suchst ein kompaktes 100/140W USB C Ladegerät mit mehreren USB Ausgängen, das technisch einen sehr guten Eindruck macht?

Dann bist du hier an der richtigen Adresse! Das Ladegerät bietet eine gute bis sehr gute Effizienz, starke Spannungsstabilität, eine volle PPS Range und nicht zuletzt zwei USB C Ports, von denen einer sogar bis zu 140W liefern kann.

Das Ladegerät zeigte im Test keine Schwächen oder andere Kompatibilitätsprobleme. Auch Dauerlast scheint kein übermäßig großes Problem zu sein.

Leider ist die Verfügbarkeit des Voltme Revo 140 aktuell eher dürftig, aber solltest du es zu einem guten Preis finden, schlag zu!

VOLTME 140W USB C Ladegerät PD3.1 PPS Netzteil, 3-Port Ladegerät GaN...

  • 140W USB C Port
  • PPS Stufe mit bis zu 5A
  • Gute maximale Effizienz von 91,8%
  • 2x USB C und 1x USB A
  • Kompaktes und wertiges Design

Der LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku im Test, 100Ah für unter 400€!

LiFePO4 Akkus sind ein absoluter Game Changer! Gerade wenn Du eine DIY Solaranlage aufbaust oder dein Wohnmobil umbaust, sind diese Akkus eine sichere, zuverlässige und mittlerweile gar nicht mehr zu teure Art Energie zu speichern.

Wenn Du nach günstigen LiFePO4 Akkus in der 100Ah klasse suchst, stehen die Karten gut, dass du über LiTime bzw. Ampere Time stolperst.

So gehört LiTime zu einem der wenigen Hersteller die 100Ah Akkus für unter 400€ anbieten.

Aber wie gut ist dieser Akku? Bietet der LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku wirklich die beworbene Leistung und Kapazität?

Finden wir es im Test heraus!

 

Der LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku im Test

Beim LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku handelt es sich um einen recht klassischen Akku im “Autobatterie-Style”.

So haben wir einen schwarzen Kunststoff Akku, welcher 329 x 172 x 214 mm misst. Dieser ist abseits der Kontakte auf der Oberseite komplett versiegelt und laut Hersteller IP65 Wasser und Staub geschützt.

Für einen etwas leichteren Transport besitzt der Akku eine Stofftrageschlaufe. Diese funktioniert gut und lässt sich auf Wunsch auch abnehmen.

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir einfach zwei M8 Schrauben Gewinde. Diese ist die “einfachste” Art die Anschlüsse umzusetzen, welche aber in der Regel gut funktionieren.

Mit im Lieferumfang sind neben dem Akku auch gleich vier Schrauben, wie auch ein sehr gutes Handbuch!

 

Technische Daten und Leistung

  • LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku
  • Kapazität 100 Ah
  • Spannung 12,8 V
  • Energie 1280 Wh
  • Ladespannung 14,4V +- 0,2V
  • Empfohlener Ladestrom 20A (0,2C)
  • Maximale konstante Leistung 100A
  • Spitzenleistung (5s) 280A
  • Zyklen 4000+

Wir haben eine 100Ah Batterie, welche bis zu 100A maximale Leistung besitzt. Damit ist dies ein recht typischer Vertreter seiner Art.

Etwas außergewöhnlich ist der maximale Ladestrom, welcher nur bis maximal 20A empfohlen wird. Dies ist recht wenig, aber auch nicht dramatisch.

 

LiTime = Ampere Time

Kleine Info, LiTime scheint der gleiche Hersteller wie Ampere Time zu sein. Ampere Time hat sich anscheinend in LiTime  umbenannt.

 

Warum LiFePO4?

LiFePO4 oder auch “Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator” (Wikipedia) ist die derzeit beste Akkutechnologie, wenn es um eine Mischung aus Preis, Kapazität und Haltbarkeit geht.

So haben LiFePO4 Akkus drei Vorteile gegenüber klassischen Blei Gel und Lithium Ionen Akkus.

  1. Eine sehr hohe Haltbarkeit / Zyklenfeste
  2. Können sich nicht selbst entzünden
  3. Sind beim Laden unkritischer

Zunächst der größte Vorteil von LiFePO4 Akkus ist die Haltbarkeit. LiFePO4 Akkus erreichen problemlos 2000+ Zyklen. LiTime wirbt sogar mit 4000-15000 Zyklen.

15000 Zyklen sind machbar, aber wir reden hier von einer Entladetiefe von vielleicht 20%. Also wenn Du den Akku immer nur 20% entlädst, lädst usw. sind vielleicht 15000 Zyklen möglich. Rechne in der Praxis aber eher mit 4000 Zyklen.

Zum Vergleich Blei Gel Akkus halten beim tiefen Entladen (80-100%) nach meiner Erfahrung kaum 100 Zyklen durch (wenn überhaupt) und Lithium Ionen Batterien schaffen 300-1000 Zyklen.

Gerade verglichen mit Lithium Ionen Akkus sind LiFePO4 sehr sicher! So haben wir in den Akkus ein BMS integriert, welches diese bereits vor Kurzschlüssen, Tiefenentladen usw. schützt.

Aber selbst wenn das BMS völlig versagen sollte, sind LiFePO4 weniger gefährlich als Lithium Ionen Akkus. So entzünden sich LiFePO4 in extrem Situationen in der Regel nicht! Diese dampfen und blähen sich auf, aber die Gase entzünden sich nicht, Es kann passieren, dass das Kunststoffgehäuse anfängt zu schmoren und eventuell sich sogar entzündet, aber dies ist deutlich kontrollierter als bei Lithium-Ionen Akkus!

Ich empfehle hier einfach mal dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=Qzt9RZ0FQyM

Zudem sind LiFePO4 Akkus etwas entspannter, was das Laden und Entladen angeht. Ist die Ladespannung beispielsweise etwas zu hoch, kann dies bei einem Lithium Ionen Akku schon zur Katastrophe führen, LiFePO4 Akkus reagieren hier entspannter.

Auch diese Akkus sind nicht völlig ungefährlich, aber schon um einiges sicherer als Lithium Ionen Basierte Modelle.

Aber natürlich haben LiFePO4 Akkus auch Nachteile.

  • Größer und schwerer als Lithium Ionen Akkus, bei gleicher Kapazität
  • Dürfen nicht unter 0 Grad geladen werden

LiFePO4 Akkus sind bei gleicher Kapazität größer als ihre Lithium Ionen -Brüder. Hierdurch wirst du diese Akkus auch nie in Smartphones finden. Dies liegt an der etwas “entspannteren” und stabilen Zellen Chemie, welche auch für die meisten Vorteile verantwortlich ist.

Je nach Einsatz ein größerer Nachteil, Du darfst LiFePO4 Akkus nicht bei unter 0 Grad laden. Einige Akkus haben ein BMS integriert, welches dies auch aktiv verhindert. Dies ist aber bei dem LiTime nicht der Fall!

Hier musst du manuell darauf achten, nicht bei unter 0 Grad zu laden oder du musst einen Ladecontroller nutzen, welcher dies kann.

Alternativ gibt es auch Akkus mit entsprechender “Heizung”, wie, den MOBILEKTRO MLB-1280D-NT.

 

Wie teste ich

Ich teste LiFePO4 Akkus an einer so genannten Elektronischen Last. Diese wandelt die Energie einfach stumpf in Wärme um und schreibt dabei die Menge an genutzter Energie mit. Als elektronische Last kommt die ATORCH DLB-600W zum Einsatz.

Ich teste die Kapazität bei 5A, 10A und 20A Last. Erfahrungsgemäß schwankt die Kapazität von LiFePO4 bei den diversen Laststufen recht wenig, dennoch helfen uns die drei Messungen, etwas bessere Durchschnittswerte zu sehen.

Zudem überwache ich die Spannung beim Entladen.

 

Die Kapazität der LiTime 12V Batterie

Kommen wir damit zum wichtigsten Punkt der Kapazität.

5A 10A 20A
Wh 1379,9 1363 1320,8
Ah 106,47 106,06 105,57

Die Kapazität sieht doch ganz gut aus! Diese schwankt zwischen 106,47 Ah und 105,57 Ah. Entsprechend übertrifft der Akku die beworbene Kapazität leicht. Dafür gibt es einen Daumen noch oben!

Wie sieht es im Vergleich mit anderen 100Ah LiFePO4 Akkus aus?

So bot im Test bisher lediglich der Redodo 12 V 100 Ah LiFePO4 und der Supervolt LiFePO4 100Ah Akku eine leicht höhere echte Kapazität. Beide Akkus sind allerdings auch etwas teurer.

Spannend ist der Vergleich zum ECO-Worthy LiFePO4 12V 100Ah Akku, welcher preislich +- identisch ist und hier gewinnt der LiTime.

Machen 3-5 Ah mehr oder weniger in der Praxis einen Unterschied? Ich denke weniger, aber diese sind ein kleiner Puffer, um Schwankungen bei der Fertigung auszugleichen oder die leichte Abnutzung, welche in den ersten Jahren auftritt.

 

In der Praxis

Der LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku hat sich bei mir sehr unauffällig verhalten! Ich nutze den Akku in Kombination mit einem Victron Energy SmartSolar MPPT Laderegler.

Zwischen den beiden gab es bisher keine Probleme oder Aussetzer. Ebenso habe ich den Akku mit anderen 100Ah Akkus (anderer Hersteller) Parallel verschaltet, was bisher ebenso problemlos funktioniert. Die Hersteller werben zwar immer damit, nur die Akkus eines Hersteller parallel zu verbinden, ich hatte aber bisher nie Probleme beim Mischen.

Die Victron Energy sind im Übrigen eine sehr gute Kombination für den LiTime Akku, denn diese bringen eine unter-Temperatur-Abschaltung mit sich, welche nicht im Akku intigriert ist.

 

Fazit zum LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku

LiFePO4 kannst Du im Allgemeinen recht unbesorgt kaufen. Bisher sind alle Modelle, die mir in die Finger gekommen sind, soweit ok.

Dies gilt auch für den LiTime 12V Batterie 100Ah LiFePO4 Akku. So hält dieser mit rund 106 Ah bzw. 1379 Wh die beworbene Kapazität mehr als ein. Auch hat sich das BMS bisher sehr problemlos gezeigt in Kombination mit meinem Victron Energy Solar Ladecontroller.

Von daher, wenn du den LiTime 100Ah LiFePO4 Akku zu einem guten Preis bekommst, spricht nichts gegen diesen! Ebenso nutzt dieser verglichen mit anderen günstigen Modellen so genannte Prisma Zellen, welche etwas wertiger sind.

Was spricht gegen den LiTime Akku? Wir haben hier keinen Luxus wie ein Bluetooth BMS oder eine unter-Temperatur-Abschaltung. Du musst bei letzterer darauf achtgeben, den Akku nicht bei unter 0 Grad zu laden.

Aber abseits davon passt alles, sofern der Preis bei unter 400€ bleibt.

Gibt es Alternativen? Natürlich gibt es diese:

Der Creabest hat zwar minimal weniger Kapazität und ist etwas teurer, hat aber das praktische Bluetooth BMS. Der Redodo Akku ist minimal teurer und hat nochmals minimal mehr Kapazität.

Geht es dir aber um ein möglichst gutes Preis zu Kapazitätsverhältnis, dann wäre der  LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku meine erste Wahl!

LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Batterie, 1280Wh Lithium Akku mit 100A BMS...

  • Hohe Kapazität mit bis zu 106,47 Ah
  • Bis zu 1379,9 Wh
  • 100A maximale Ausgangsleistung
  • Sehr fairer Preis
  • Gute Dokumentation
  • Prisma Zellen
  • Kein Bluetooth BMS
  • Keine Unter-Temperatur-Abschaltung 

Absolut brauchbar! Test: TS101, ein USB C Lötkolben mit bis zu 65W!

Ein USB-C Lötkolben? Dies klingt im ersten Moment vielleicht nicht sonderlich nützlich und eher nach einem Gimmick. Aber ein kleiner und kompakter Lötkolben, der an Powerbanks und einfachen USB-C Ladegeräten nutzbar ist, kann in der Praxis deutlich nützlicher sein, als Du vielleicht im ersten Moment denkst.

So benötige ich einen Lötkolben nicht auf täglicher Basis und hier ist eine große Lötstation Platzverschwendung und unnötig, gerade für kleinere Bastelprojekte. Auch die Portabilität ist nicht unpraktisch.

Hier kommt nun der TS101 Lötkolben ins Spiel. Dies ist ein Lötkolben, welcher wahlweise via USB-C oder DC Eingang mit bis zu 65W versorgt werden kann.

Dabei ist der Lötkolben wunderbar kompakt und sogar mit einem kleinen Display ausgestattet. Aber wie gut funktioniert der TS101 in der Praxis? Finden wir genau dies im Test heraus!

 

Der TS101 im Test

Der Miniware TS101 ist ein extrem kleiner und kompakter Lötkolben. Das eigentliche Modul hat lediglich eine Länge von 98 mm und einen maximalen Durchmesser an der dicksten Stelle von 16,4mm.

Die sehr geringe Länge liegt an der einfach abnehmbaren Spitze. Der Hersteller bietet für den Lötkolben viele verschiedene Spitzen an. Diese lassen sich einfach aus dem Lötkolben ziehen und gesondert verstauen, praktisch!

Aufgrund dieser sehr kompakten Abmessungen ist der Miniware TS101 natürlich extrem portabel und kann in einer einfachen Werkzeugtasche mitgeführt werden, er ist nicht viel größer als ein Stift.

Hierdurch ist aber die Ergonomie sicherlich nicht perfekt. Der Lötkolben fühlt sich schon sehr schmal in den Fingern an und hat auch nicht den besten Gripp. Allerdings, für kleinere Arbeiten oder sogar mittellange Projekte geht dieser völlig in Ordnung.

 

Display und Tasten

Auf der Oberseite des Lötkolbens findet sich ein kleines OLED Display, wie auch zwei Tasten.

Auf dem OLED Display wird dir die aktuelle Temperatur wie auch diverse Menüpunkte angezeigt. So kannst du die Temperatur frei zwischen 50 und 400 Grad einstellen, die Standby Zeit wählen, die Standby Temperatur einstellen usw.

Hierfür nutzt Du die beiden Tasten weiter vorne am Lötkolben.

 

Strom via USB C oder DC

Am Miniware TS101 findest du einen USB-C Eingang und einen DC Rundstecker-Eingang.

Der USB C Port setzt auf den Power Delivery Standard und akzeptiert bis zu 45W. Bis zu 45! So funktioniert der Lötkolben auch mit beispielsweise 20W Power Delivery, hat dann aber natürlich weniger „Wumms“ und heizt merklich langsamer.

Alternativ kannst du auch den DC 5,5 x 2,5 mm Eingang nutzen, welcher 9-24V und maximal 65W akzeptiert.

 

Funktioniert hervorragend und heizt schnell!

Mit 45W Eingangsleistung ist der Miniware TS101 ein sehr fähiger Lötkolben! Dieser benötigt ca. 8 Sekunden von 20 auf 300 Grad zu heizen, was extrem schnell ist!

Es dauert auch nur wenige Sekunden länger, um auf 400 Grad zu kommen.

Aufgrund der an sich recht hohen Leistung kann der TS101 durchaus auch größere Lötstellen verarbeiten. Zuvor hatte ich den TS80, welcher nur 18W hatte. Hier konnte es beim Zusammenlöten von beispielsweise zwei dickeren Kabeln (2,5-4mm²) “eng” werden. Der TS101 hat hier genug Leistung, um auch solche Lötstellen ohne größere Probleme zu meistern.

Allerdings ist bei der Version, die ich gekauft habe, nur ein Aufsatz mit dabei und dieser hat eine sehr schmale Spitze! Dieser Aufsatz ist eher für kleinere Pads gedacht, wie bei einem Arduino Breadboard usw.

Für solche Bastelarbeiten ist der TS101 ideal! Allerdings kann dieser auch größere Pads problemlos lösen, auch wenn ich hier vermutlich eine größere Spitze empfehlen würde.

 

“Low Voltage”

An sich funktioniert der Miniware TS101 sehr gut! Allerdings hatte ich hier und da das Problem, dass der Lötkolben plötzlich ausgeht oder meldet “Low Voltage”, obwohl ich ein ausreichend starkes Netzteil nutze.

Ich habe das Gefühl, dies liegt etwas am USB-C Stecker oder dem Kabel. Bei manchen Kabel ist dies mehr aufgetreten und meistens reicht es, den USB-C Stecker einmal zu drehen.

 

Fazit

Gerade wenn du nur gelegentlich Bastelprojekte hast, bei denen ein Lötkolben zum Einsatz kommt und du suchst etwas Kompaktes und Unkompliziertes, dann kann ich den Miniware TS101 nur empfehlen!

Ebenso wenn du einen portablen Lötkolben suchst, ist der Miniware TS101 eine super Wahl! Einfach den kleinen Lötkolben, USB-C Kabel und Powerbank in die Tasche und du kannst auch unterwegs oder bei Kunden kurz etwas löten, reparieren usw.

Dabei hat der Lötkolben auch ordentlich Leistung! Fütterst du diesen mit 45W, dann wird dieser extrem schnell heiß und kann auch gut mit größeren Lötstellen umgehen. Dafür das der TS101 so kompakt ist, hat er richtig viel Leistung.

TOOLSAGE TS101 Lötkolben Schweißgerät B2 Tips Tragbar Digit DC...

  • Ultra kompakt und portabel
  • USB C und DC Stromeingang (auch z.B. an einer Powerbank unterwegs)
  • Mit OLED Display
  • Bis zu 45W via USB C oder 65W via DC
  • Austauschbare Spitzen
  • Schönes Silikon USB C Kabel mit im Lieferumfang
  • Ergonomie nicht optimal
  • Gehobener Preis

Hast du es aber mit größeren Lötstellen zu tun oder du musst regelmäßig Kabel an irgendwelche Stecker löten usw. dann würde ich vermutlich eine andere Spitze kaufen. Die beiliegende Spitze ist sehr klein, ausreichend für kleine Komponenten oder Breadboards.

Erfreulicherweise sind alternative Spitzen für den TS101 zumindest aus China sehr gut verfügbar (ca. 15€).

Das einzige, was ich kritisieren muss, ist natürlich das Gefühl in der Hand. Der Lötkolben ist sehr schmal und nicht übermäßig griffig.

An sich kein Drama, aber nutzt du diesen jeden Tag X Stunden, dann wäre dies doch ein Minuspunkt.

Unterm Strich kann ich aber den Miniware TS101 nur empfehlen! Ich bin mit dem Lötkolben sehr zufrieden, auch wenn dieser nicht gerade günstig ist. Die Flexibilität ihn via USB C zu betreiben ist mir dies aber wert.