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Test: DXO PureRAW 3! Das Wundermittel gegen Rauschen

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DXO PureRAW 2 hat meine Fotografie verändert, anders kann ich es wirklich nicht sagen. So hat sich dank PureRAW 2 bei mir die Sorge mit hohen ISO Werte zu fotografieren fast völlig aufgelöst.

Entsprechend war ich natürlich extrem gespannt, als PureRAW 3 angekündigt wurde. Dieses soll nochmals eine Verbesserung darstellen und Rauschen wie auch andere Bildfehler noch besser entfernen.

Kurzum ich habe mir PureRAW 3 gekauft. Stellt dieses wirklich nochmal eine Verbesserung dar?

Finden wir es im Test heraus!

 

Was kann DXO PureRAW 3?

DXO PureRAW 3 ist kein Bildbearbeitungsprogramm! Ganz grob gesagt, Du wählst einfach deine Bilder aus, PureRAW verarbeitet diese und dann bearbeitest Du diese in deinem gewohnten Programm weiter.

So ist an sich PureRAW ein sehr einfaches Programm.

Du hast lediglich ein Fenster, in welches Du deine RAW Bilder “Einfügst”. Nun wählst Du “Jetzt Entwickeln” und wir sind schon fast fertig.

Im Gegensatz zu DXO PureRAW 2 bietet DXO PureRAW 3 etwas mehr Einstellungsmöglichkeiten:

  • RAW Verarbeitungsmöglichkeit (Hohe Qualität, Prime, DeepPRIME, DeepPRIME XD)
  • Objektiv Schärfe
  • Vignettierung
  • Chromatische Aberration
  • Objektivverzeichnung
  • Ausgabeformat
  • Ausgabe Ordner

Zunächst hast Du die Wahl zwischen vier RAW Verarbeitungsalgorithmen.

  • Hohe Qualität
  • Prime
  • DeepPRIME
  • DeepPRIME XD

DeepPRIME ist der Algorithmus von PureRAW 2, DeepPRIME XD ist der neue Algorithmus. Du kannst also auch weiterhin den “alten” Algorithmus aus PureRAW 2 nutzen.

Der Algorithmus ist primär für die Rauschreduzierung zuständig. Andere Bildverbesserer wie Schärfe, Vignettierung, Chromatische Aberration usw. kannst du auf Wunsch zuschalten.

Von Haus aus exportiert DXO PureRAW 3 die Bilder im DNG Format, welches von Windows, Photoshop, Lightroom usw. unterstützt wird.

DNG ist dabei ähnlich wie RAW ein „unkomprimiertes“ Format, entsprechend kannst du Bilder voll bearbeiten.

 

Kameras und Linsen müssen unterstützt werden

DXO testet so gut wie alle Kameras und Linsen derzeit auf dem Markt und passt den Algorithmus entsprechend speziell auf die Charakteristiken an.

Wählst Du also ein Nachschärfen oder die Korrektur von Objektivverzeichnungen aus, dann geschieht dies speziell abgestimmt auf deine Linsen.

 

Wie gut funktioniert DXO PureRAW 3 ?

Die Kern-Funktion von DXO PureRAW 3 ist das Entfernen von Rauschen. Wenn wir über Bildrauschen sprechen, denken wir an “Hohe ISO” Werte.

Allerdings gibt es auch bei ISO 100 ein gewisses Rauschen, welches PureRAW 3 hervorragend entfernt! Hierdurch wirken Bilder einfach um einiges sauberer, gerade wenn Du in der weiteren Bearbeitung Schatten usw. anhebst.

Info: 3 = PureRAW 3, Lightroom = direkter Import in Lightroom ohne weitere Einstellungen

Ich denke, Du kannst hier bereits gut sehen, was ich meine. Dabei PureRAW das Bild einfach nur “sauberer”, aber zeichnet es nicht weich.

Dies ist ein ganz wichtiger Punkt! Fast alle Bildbearbeitungsprogramme bringen eine Rauschreduzierung mit. Diese zeichnet aber meist das Bild nur “weich” um das Rauschen mit anderen Pixeln zu verschmelzen.

Dies macht PureRAW nicht! PureRAW erhält 100% der Details und arbeitet diese teils sogar noch weiter heraus! Im Gegensatz zu Topaz Photo AI werden hier aber keine “künstlichen” Details eingefügt.

Hierdurch sind die Ergebnisse von PureRAW recht konstant. Du musst dir keine Sorgen um Bildartefakte oder Ähnliches machen. PureRAW macht nichts “wildes” mit deinen Bildern wie Topaz Photo AI, wo Ergebnisse von herausragend bis furchtbar schwanken.

PureRAW 3 verbessert einfach die Grundstruktur deiner Bilder.

Dies fällt natürlich bei höheren ISO Werten deutlicher aus. Hier kann PureRAW 3 durchaus kleine Wunder wirken!

Erneut reduziert PureRAW 3 das Rauschen extrem! Dabei bleiben Details sehr gut erhalten, im Gegensatz zur Rauschreduzierung von Lightroom und Co. PureRAW 3 verbessert hier einfach die Aufnahmen.

Ich denke, meine Beispielbilder sprechen für sich.

 

PureRAW 3 vs. PureRAW 2

Vergleichen wir einmal PureRAW 3 und PureRAW 2 bzw. die verwendeten Algorithmen DeepPRIME XD gegen DeepPRIME.

Offiziell soll DeepPRIME das Rauschen um 2 Stufen verbessern und DeepPRIME XD um 2,5 Stufen.

In der Praxis ist es nicht ganz so leicht. Ja DeepPRIME XD bzw. PureRAW 3 reduziert das Rauschen stärker als PureRAW 2.

Allerdings gefällt mir teils das Rauschverhalten von PureRAW 2/DeepPRIME etwas besser. So scheint PureRAW 3 das Bild zu maskieren. Im Bokeh wird das Rauschen deutlich stärker weichgezeichnet als im Bereich von In-Fokus Details.

Hierdurch haben wir zwar unterm Strich eine stärkere Rauschreduzierung, welche aber etwas ungleichmäßiger ist. Stört dies? Eher weniger, aber das „natürlichere“ Rauschen gefällt mir bei PureRAW 2/DeepPRIME etwas besser.

Ich habe das Gefühl, DXO hat bei PureRAW 3 nochmal versucht, alles aus dem gleichen Algorithmus herauszuholen.

Schau dir aber am besten meine Vergleichsbilder an und urteile selbst.

Schön ist aber, dass du bei PureRAW 3 eine bessere Einstellungsmöglichkeit hast bezüglich Objektiv Schärfe, Vignettierung, chromatische Aberration und Objektivverzeichnung.

Bei PureRAW 2 kannst Du dies höchstens insgesamt ein/ausschalten bzw. chromatische Aberrationen wurden gar nicht entfernt.

 

Performance

Das Verarbeiten der Bilder dauert! Selbst bei meinem durchaus fähigen PC dauert das Verarbeiten von großen Mengen Bilder teils Stunden.

Grundsätzlich nutzt PureRAW die GPU (Grafikkarte) um die Bilder zu verarbeiten. Fähigere Grafikkarte = schneller.

Hast Du aber größere Bilder (mehr Auflösung) usw. dann kann es wieder länger dauern. Aber wie lange dauert das Verarbeiten der Aufnahmen?

  • AMD Ryzen 7950X 16 Kerne
  • 64GB RAM
  • Nvidia RTX 3060 Ti

Für diesen Test habe ich 24 Bilder einer Sony A1 (50 Megapixel) verarbeitet, sowohl mit PureRAW 2 wie auch PureRAW 3.

  • PureRAW 3 – 7:03 – 17,6 Sekunden Pro Bild
  • PureRAW 2 – 5:38 – 14,1 Sekunden Pro Bild

PureRAW 3 benötigt also etwas mehr Zeit als PureRAW 2.

 

Fazit

Ich kann DXO PureRAW 3 weiterhin nur voll empfehlen! Im Gegensatz zu Topaz Photo AI, welches auch tolle Ergebnisse liefern kann, lasse ich allerdings DXO PureRAW über alle meine Bilder laufen, egal ob mit hohem oder niedrigen ISO.

DXO PureRAW 3 bietet einfach eine konstante Verbesserung der Aufnahmen und “glättet” diese auf eine schöne Art ohne dabei Details zu verschlucken, wie es z.B. die Rauschreduzierung von Lightroom macht.

Dies ist auch der große Unterschied von PureRAW zu Adobe und Co. Auch diese können das Rauschen reduzieren, aber diese vernichten dabei Details und Bilder werden einfach matschig.

Ich bevorzuge jederzeit etwas Rauschen gegenüber einem matschigen Bild!

Macht der Sprung von DXO PureRAW 2 zu PureRAW 3 Sinn? Aus Sicht der Bildqualität eher weniger.

Der neue DeepPrime XD Algorithmus ist nicht der große Sprung. Das normale DeepPrime ist super! Mit XD scheint DXO versucht zu haben alles aus dem alten Algorithmus herauszuquetschen.

So reduzierte DeepPrime das Rauschen deutlich! Aber bei Bildern mit extrem hohem ISO (6400+ ) gab es auch nach der Verarbeitung noch minimal Rauschen. DeepPrime XD versucht das Bild nun noch weiter zu glätten, was teils etwas “matschiger” aussehen kann.

Teils werden Details besser herausgearbeitet, aber gerade das Bokeh sieht gerne mal zu glatt und “komprimiert” aus, gerade bei extrem hohen ISO.

Du siehst, ich bin vom neuen Algorithmus nicht voll überzeugt, aber das ist Geschmackssache. Minimales Rauschen ist mir halt in einigen Bildern lieber als eine unnatürliche Glätte. Und DeepPrime finde ich teils etwas natürlicher als DeepPrime XD, aber das ist Kritik auf einem super hohem Level!

Aber DXO PureRAW 3 erlaubt dir beide Algorithmen zu nutzen! Auch bietet DXO PureRAW 3 eine feinere Einstellung über andere Bildverbesserer wie Korrektur von Vignettierung, Chromatische Aberrationen, Objektivverzeichnung.

Hast Du DXO PureRAW noch gar nicht, kauf DXO PureRAW 3! Es ist ein tolles Programm und wird deine Bilder verbessern! Hast Du DXO PureRAW 2, dann glaube ich, dass Du dir ein Upgrade sparen kannst.

 

DXO PureRAW vs Topaz Photo AI

PureRAW und Topaz Photo AI sind sehr unterschiedliche Programme, auch wenn sie auf den ersten Blick ähnliche Dinge machen.

Topaz Photo AI ist besser, wenn Du ein schlechtes Bild hast, das unfassbar verrauscht, unscharf oder niedrig aufgelöst ist. Hier kann Topaz Photo AI helfen dieses zu retten.

DXO PureRAW hingegen macht aus einem guten Foto, ein besseres Foto. Es verbessert deine Bilder, aber rettet diese nicht direkt. Daher nutze ich DXO PureRAW einfach auf alle meine Bilder an, egal welches ISO usw. Ehe ich die Aufnahmen in Lightroom importiere werden diese durch PureRAW gejagt und ich muss mir hier keine Sorgen machen, dass die Bilder “verschlechtert” werden, dies passiert bei PureRAW nicht.

Topaz Photo AI hingegen ist etwas zweischneidiger, es kann Wunder wirken, kann aber Bilder auch “merkwürdig” oder künstlich erscheinen lassen. Topaz Photo AI ist etwas situationsabhängiger als PureRAW. PureRAW geht immer auf alle Bilder ohne Nachteile.

Der ACEMAGICIAN T8PRO micro PC im Test, unter 8W Stromverbrauch!

Wir haben uns auf Techtest schon einige Mini-PCs angesehen, aber der ACEMAGICIAN T8PRO ist etwas Besonderes. Er ist auf dem Papier eins der eher schwächeren Modelle, aber dies ist hier aber gar nicht schlimm.

Denn der T8PRO bietet sich weniger als “Arbeits-PC” an und mehr als “Display-Server”. Denn als große Besonderheit verfügt der T8PRO über 3x HDMI 2.0 und 2x Gbit LAN. Suchst du also einen Mini-PC um beispielsweise Monitore als digitale Werbetafeln zu nutzen, dann wird dieses Modell erst so richtig spannend.

Ähnliches gilt auch für die Nutzung als eine Art TV Box am Fernseher oder andere etwas exotischere Funktionen abseits des Schreibtischs.

Schauen wir uns den ACEMAGICIAN T8PRO micro PC einmal im Test an!

An dieser Stelle vielen Dank an ACEMAGICIAN für das Zurverfügung stellen des T8PRO micro PC für diesen Test.

 

Der ACEMAGICIAN T8PRO micro PC im Test

Der T8PRO wird teils als “micro PC” beworben und ich kann auch verstehen warum. Mit 87,5 x 87 x 43 mm ist der ACEMAGICIAN sehr klein und kompakt, selbst für einen Mini-PC.

Dabei sieht er mit seinem silbernen Gehäuse durchaus schick aus! Leider besteht dieses allerdings nicht aus Aluminium, sondern aus Kunststoff.

Aufgrund des super kompakten Gehäuses sind die Anschlüsse des PCs auf drei Seiten verteilt. Folgende Anschlüsse besitzt der PC:

  • 3x USB A 3.0 5 Gbit
  • 3x HDMI
  • 2x Gbit LAN
  • 1x 3,5mm Audio Ausgang
  • 1x DC Eingang

Es ist zwar etwas schade, dass wir kein USB-C haben, aber abseits davon haben wir eine super interessante Portausstattung. Vor allem die 3x HDMI Ports sind interessant. Der Mini-PC kann auch wirklich drei Monitore mit 4K Auflösung ansteuern.

Etwas kurios finde ich die beiden Gbit LAN Ports, aber ich will mich über diese auch nicht beschweren. Wie üblich ist natürlich WLAN integriert, aber nur WLAN 5!

Das beiliegende Netzteil verfügt über 12V/2,5A also 30W.

 

SSD nur bedingt aufrüstbar

Leider ist der ACEMAGICIAN T8PRO nicht oder nur bedingt zu öffnen. Ich habe es versucht, aber der PC wollte nicht so recht auseinander gehen.

 

Mit Windows 11 Pro

Auf dem T8PRO ist Windows 11 Pro vorinstalliert. An sich ist die Windows 11 Pro Installation “Clean” ohne zusätzliche unnötige Software.

Allerdings hat ACEMAGICIAN doch etwas an Windows verändert. So fordert dich Windows 11 Pro nicht zu einem Online-Account auf und anscheinend laufen alle Programme von Haus aus mit Administrator-Berechtigungen. Kein Weltuntergang, aber ich würde vermutlich eine frische W11 Installation bevorzugen.

 

Performance

Im ACEMAGICIAN T8PRO steckt der Intel N5095 Prozessor. Der Intel N5095 ist ein recht aktueller Prozessor (Baujahr 2021), welcher allerdings in der absoluten Einsteigerklasse spielt.

  • Intel Celeron N5095
  • 2,0 Ghz bis 2,9 Ghz
  • 4 Kerne
  • 4 Threads
  • 15W TDP
  • 10nm Prozess

Der Intel N5095 wird mit 8GB RAM und 256GB Speicher kombiniert.

Schauen wir uns einmal den T8PRO im Benchmark an, um zu überprüfen welche Leistung der Prozessor bietet.

Die Benchmarks sehen natürlich etwas traurig aus. Allerdings ist der Praxis ist der T8PRO um einiges flotter als dieser hier scheint.

So ist normales Webbrowsen, Office und auch Video-Wiedergabe absolut problemlos möglich.

Etwas verwirrt haben mich aber die Angaben rund um die HDMI-Ports. ACEMAGICIAN wirbt hier 4K60Hz. Allerdings wollte der Mini-PC meinen 4K Monitor nur mit 30Hz ansteuern. Ob dies einfach ein “Bug” im Zusammenspiel mit meinem Monitor, Kabel usw. ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Der PC sollte 4K60 schaffen, bei mir waren es aber nur 4K30Hz.

Etwas schade, denn die Leistung des PCs reicht durchaus für 4K Streaming aus!

 

SSD

Im T8PRO steckt eine 256GB SSD. Diese setzt noch auf die SATA Schnittstelle. Leider konnte ich die genaue SSD nicht identifizieren.

Diese gibt sich als FPT310M4 zu erkennen, aber selbst Google weiß nicht so recht was für eine SSD dies ist.

Allerdings scheint die SSD brauchbar zu sein. Diese erreichte 551 MB/s lesend und 476 MB/s schreibend.

 

Leistungsaufnahme

Ein großer Teil beim ACEMAGICIAN T8PRO ist die Leistungsaufnahme. Diese ist extrem gering, selbst für einen Mini-PC!

Im Leerlauf benötigt der PC gerade einmal 7,8W! Dies ist rekordverdächtig niedrig, ich habe noch keinen PC gesehen, der weniger Strom benötigt.

Selbst unter Volllast steigt der Verbrauch gerade einmal auf rund 20W an.

 

Lautstärke

Hier gibt es nicht viel zu berichten. Selbst unter Volllast ist der PC an der Grenze zum Unhörbar sein. Viel leiser kann ein Computer nicht sein.

 

Fazit

Der ACEMAGICIAN T8PRO micro PC ist außergewöhnlich! Anders können wir das nicht sagen. Ich würde diesen Mini oder micro-PC auch weniger als Desktop oder Office PC empfehlen. Als Office PC ist er einsetzbar, aber hier gibt es bessere Modelle auch von ACEMAGICIAN.

Die Besonderheit des T8PRO ist der niedrige Stromverbrauch (7,8W im Leerlauf) wie auch die drei Monitor-Anschlüsse.

Suchst du einen Mini-PC für beispielsweise digitale Anzeigetafeln oder vielleicht einen kleinen PC für Docker oder andere Server-Anwendungen, dann finde ich den T8PRO super spannend! Hierzu passt auch die Leistung.

Der Intel Celeron N5095 ist wahrlich kein “Monster” schafft aber 4K Video und übertrifft sowas wie die CPU im RaspberryPI oder anderen Mini-PCs deutlich.

ACEMAGICIAN Mini PC T8 Pro, Ιntel Celeron N...
  • ✅【Mini-Größe und zart】Der gesamte Körper misst 8,94 x...
  • ✅【Mini-Größe und zart】Der gesamte Körper misst 8,94 x...
  • ✅【Leistungsstarke Leistung】T8 Pro ist mit einem...
  • ✅【Bessere Konfiguration】 Wir haben die Kombination eines...
  • ✅【Mehr Schnittstellen】T8 Pro übernimmt das Design von...

Am Ende kommt es also etwas auf deine Anwendung und auch den Tagespreis an. Als PC für Digitale Anzeigetafeln, Media PC am Fernseher oder Mini-Server sehe ich potenzial für den ACEMAGICIAN T8PRO.

Das Anker 523 “Nano 3” USB C Ladegerät 47W im Test

Mit dem Anker 523 “Nano 3” bietet Anker ein kompaktes Dual-Port USB C Ladegerät an, welches mit einer Leistung von bis zu 47W Punkten soll.

Dabei soll ein einzelner USB C Port bis zu 45W liefern, was gerade im Anbetracht des S23 Ultras super spannend ist.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie groß ist die PPS Stufe, falls vorhanden, wie gut ist die Effizienz und ist der Preis von rund 35€ gerechtfertigt?

Finden wir es im Test heraus!

 

Das Anker 523 “Nano 3” USB C Ladegerät 47W im Test

Das Anker 523 ist ein klassisches Steckernetzteil. Dieses verfügt auf der Front über zwei USB C Ports und ist ansonsten recht clean gehalten.

Dabei ist die Verarbeitung Anker typisch hervorragend! Anker spielt hier ganz klar etwas über der gängigen Konkurrenz.

Mit 50 x 34,8 x 34,8 mm und einem Gewicht von 86g ist das Ladegerät durchaus kompakt, aber auch nicht absolut winzig für die Leistung von 47W (wobei gerade das Gewicht erfreulich niedrig ist). Sicherlich tragen hier die zwei USB C Ports etwas auf, verglichen mit einem Single-Port Modell.

 

Die Anschlüsse

Auf der Front finden wir zwei USB C Ports, welche auf dem Papier erst einmal gleichwertig sind.

USB C 1 / 2 – Power Delivery 45W – 5V/3A, 9V/3A, 11V/4A, 15V/3A oder 20V/2,25A

Für mich ist es hier spannend, dass Anker eine spezielle 11V Stufe aufweist. Normalerweise haben wir im USB Power Delivery Standard 5V, 9V, 12V, 15V und 20V. Die 12V Stufe gegen eine 11V Stufe tauschen erscheint mir erst einmal nicht problematisch, es ist einfach nur ungewöhnlich.

Diese Leistung kann aber jeder Port nur ausgeben, wenn du nur einen Port nutzt. Verwendest Du beide Ports, werden diese auf maximal 27W und 20W heruntergedrosselt, daher die 47W maximale Leistung.

 

Wie viele Namen kann ein Ladegerät haben?

An dieser Stelle möchte ich einmal ein wenig Kritik an Ankers Namensschema äußern. Wie heißt das Ladegerät das wir vor uns haben?

  • Anker USB C Ladegerät 47W
  • Anker 523
  • Anker Nano 3
  • Anker A2039

All diese Namen trägt das Ladegerät. A2039 ist anscheinend die “verbindliche” Modellnummer.

Anker 523 ist anscheinend der neue Modellname, denn Anker hat seine Ladegeräte und Powerbanks in ein Nummernsystem klassifiziert. Sofern ich durchblicke: 3xx = Einsteigerklasse, 5xx = Mittelklasse, 7xx = High End.

Nano 3 wiederum ist anscheinend die generelle Modell-Serie?! Nano = “besonders kompakte Ladegeräte, Nano 3 = besonders kompakte Ladegeräte der 3. Generation”?!.

Ich will hier nur ausdrücken, dass ich etwas den Überblick verloren habe, wie ich das Ladegerät nennen soll.

 

Mit PPS

Das Anker 523 Nano 3 unterstützt auf beiden USB C Ports die PPS Stufe bzw. dieses besitzt sogar zwei PPS Stufen.

  • 3,3-11V bei bis zu 4A
  • 3,3-16V bei bis zu 3A

PPS ist primär für die Samsung Smartphones und vor allem für die Ultra-Modelle wichtig. So kann das Ladegerät Samsung Smartphones problemlos mit 25W laden.

Allerdings 45W Laden funktioniert beim S23 Ultra nicht! Hierfür würde das S23 Ultra in der PPS Stufe bei 9V/5A benötigen. Beim S23 Ultra kommen wir “nur” auf ca. 36W (9V/4A).

 

Belastungstest

Wie üblich habe ich das Anker 523 einem Belastungstest unterzogen. Hierbei habe ich das Ladegerät 6 Stunden mit 45W belastet.

Wenig überraschend gab es hier keine Probleme beim Anker. Auch die Wärmeentwicklung hielt sich in Grenzen.

 

Spannungsstabilität

Werfen wir einen kleinen Blick auf die Spannungsstabilität. Diese, so lange sie in den Grenzwerten bleibt, ist erst einmal nicht so extrem wichtig. Aber sollte die Spannung völlig “Wild” ausschlagen, dann wäre dies ein Zeichen für eine schlechte Elektronik.

Aber Anker typisch gibt es hier keine bösen Überraschungen. Die Spannungsstabilität sieht gut aus.

 

Das Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) 0
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = Langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Das Anker 523 ist erst einmal ideal für Smartphones wie das Apple iPhone 14 (Pro), Google Pixel usw. Auch für Tablets wie das iPad Pro ist dieses gut geeignet, wenn nicht sogar ideal (sofern Du nur ein Gerät auf einmal anschließt).

Prinzipiell wäre das Ladegerät auch für kleinere Notebooks wie das Dell XPS 13 oder MacBook Pro 13 zu gebrauchen, aber es wäre für Notebooks nicht meine erste Wahl.

Etwas schwierig sind die Samsung Smartphones. Das Anker 523 kann Samsung Smartphones mit maximal 36W laden, nicht 45W.

 

Effizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Effizienz zu sprechen.

Mit 87% bis 91% ist diese absolut tadellos! Viel mehr gibt es hier nicht zu sagen, für ein Ladegerät dieser Klasse sind dies starke Werte.

 

Fazit

Wenig überraschend ist das Anker 523 “Nano 3” ein top USB Ladegerät. Ankers Ladegeräte sind in in der Regel einfach eine sehr sichere Sache. Diese sind aktuell der “Goldstandard”.

Das Anker 523 “Nano 3” ist dabei ein sehr gutes “Smartphone” Ladegerät. Dieses kann zwei Smartphones gleichzeitig mit hohem Tempo laden. Zwei iPhones 14 Pro würden beispielsweise mit dem vollen Tempo geladen. Auch zwei Google Pixel bzw. Pixel + iPhone wären mit dem vollen Tempo gleichzeitig ladbar.

Wir haben auch PPS Support, welcher für die Samsung S Smartphones sehr wichtig ist. Dieser geht mit “bis zu 4A” auch etwas weiter als in solch einem Ladegerät üblich ist. Allerdings kann beispielsweise das S23 Ultra nicht mit den vollen 45W geladen werden, sondern “nur” mit bis zu 36W.

Ist dies ein großes Drama? Eher weniger. Falls Du wirklich das volle Tempo willst, schau dir das Anker 313 an.

Anker 47W USB C Ladegerät, 523 Charger (Nano 3), kompakt mit...
  • LADE 2 GERÄTE GLEICHZEITIG: Mit 27W und 20W Leistung an den...
  • SCHNELLLADEN MIT 45W: Nutze einen der beiden USB-C-Anschlüsse...
  • VERBESSERTE SICHERHEIT MIT ACTIVESHIELD 2.0: Die innovative...
  • KOMPAKT UND LEISTUNGSSTARK: Mit einer Gesamtleistung von 47W...
  • LIEFERUMFANG: Anker 523 Ladegerät (Nano 3, 47W...

Für Smartphones ist dies generell ein gutes Ladegerät, gegebenenfalls auch für iPads. Hinzu kommt eine gute Effizienz und generell ein sehr wertiger Eindruck.

Der Preis von rund 35€ zum Zeitpunkt des Tests ist zwar durchaus gehoben, geht aber in Ordnung.

Das UGREEN Nexode 200W USB C Ladegerät im Test

UGREEN bietet mit seinem CD271 “Nexode 200W” ein neues High End USB Ladegerät an. UGREEN hat sich in den letzten Monaten und Jahren unheimlich entwickelt und gehört derzeit aus meiner Sicht mit Größen wie Anker zu den Top-Zubehörherstellern.

Gerade UGREENs Nexode Netzteil-Serie ist zu großen Teilen beeindruckend gut! Daher finde ich das Nexode 200W besonders spannend. So verfügt dieses Ladegerät gleich über vier USB C Ports und zwei USB A Ports, was für ein modernes Ladegerät eine top Kombination ist.

Dabei soll dieses, wie der Name schon sagt, bis zu 200W über alle Ports hinweg verteilt liefern. Spannend!

Aber wie gut ist das UGREEN Nexode 200W in der Praxis? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an UGREEN für das Zurverfügungstellen des Nexode 200W USB C Ladegerät für diesen Test.

 

Das UGREEN Nexode 200W USB C Ladegerät im Test

Der erste Eindruck des Nexode 200W ist unheimlich positiv! So wirkt das Ladegerät sehr gut verarbeitet, wertig und vor allem “massiv”.

So bringt dieses satte 529g auf die Waage, was ich hier aber klar als positiv einstufen würde! Ein 200W Netzteil muss eine gewisse Masse haben, ansonsten wäre dies sehr verdächtig.

Zudem setzt UGREEN auf einen Desktop-Formfaktor und dank des hohen Gewichts ist das Ladegerät sehr “standfest”.

Trotz der Leistung ist das Ladegerät aber relativ kompakt, auch wenn wir die 6x USB Ports bedenken. Dieses misst 101 x 101 x 33,9 (mit Füßen).

Spannend, das Ladegerät setzt auf ein 3-Pin Netzkabel, vermutlich da die Leistung des Netzteils ansonsten den üblichen 2 Pin Stecker überfordern könnte.

 

Anschlüsse des Nexode 200W

Das CD271 verfügt über 4x USB C Ports und 2x USB A Ports.

USB C 1 / 2 – Power Delivery 100W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A

USB C 3 / 4 – Power Delivery 65W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A

USB A 1 / 2 – Quick Charge / Super Charge – 4,5V/5A, 5V/4,5A, 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Die beiden primären USB C Ports bieten beide jeweils bis zu 100W. USB C 3 und 4 bis zu 65W. Die USB A Ports hingegen verfügen über Quick Charge bzw. “Huawei” Super Charge.

 

200W maximale Leistung

Das Ladegerät verfügt über eine maximale Leistung von 200W, welche über alle Ports verteilt ist.

USB C 1 USB C 2 USB C 3 USB C 4 USB A 1 USB A 2
100W
100W 100W
65W 65W 65W
65W 65W 45W 20W
65W 65W 65W 22,5W
65W 45W 45W 20W 22,5W
65W 45W 45W 20W 10W 10W

Wie 99,9% aller USB PD Ladegeräte haben wir eine “statische” Drosselung. Verbindest du ein Gerät mit einem Port wird dieser gedrosselt, egal wie viel Leistung das Gerät am Ende nutzt.

Dank der Leistung von 200W haben wir aber eine recht sinnvolle Drosselung. Auch wenn ich es schön gefunden hätte, dass bei der Nutzung von 3 Ports noch der primäre Port 100W liefern würde.

 

PPS

Natürlich verfügt das UGREEN Nexode 200W über PPS auf allen USB C Ports.

  • Port 1 – 3,3-21V bei 3A
  • Port 2 – 3,3-21V bei 3A
  • Port 3 – 3,3-21V bei 3A
  • Port 4 – 3,3-21V bei 3A

Dies finde ich etwas schade! Es ist zwar gut, dass wir PPS auf allen Ports haben, aber etwas schade, dass dies nur “bis 3A” Stufen sind. So kannst du z.B. das Samsung S23 Ultra NICHT mit 45W an dem Ladegerät laden, sondern nur mit bis zu 25-30W.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Belastungstest

Ich habe das UGREEN Nexode 200W ca. 6 Stunden mit 200W (2x 100W / 20V/5A) belastet.

Dies hat das Ladegerät auch problemlos überstanden. Allerdings war ich hier etwas verwundert.

So wurde das Ladegerät nicht übermäßig heiß. Ganz im Gegenteil, das Ladegerät blieb halbwegs kühl.

(Für den “richtigen” Test habe ich das Ladegerät weiter von den Lüftern entfernt, um Luftstrom über das Ladegerät zu minimieren/zu entfernen)

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität ist an sich gar nicht so super wichtig, kann aber dennoch ein Hinweis auf die Qualität der verwendeten Elektronik sein. Ein gut geregeltes Ladegerät ist zwar in der Praxis nicht zwingend “schneller” aber dennoch positiv zu begrüßen.

Und hier passt alles. Das Ladegerät ist gut geregelt, vielleicht nicht absolute Weltklasse, aber die Spannungen sind perfekt innerhalb der Grenzwerte und springen auch nicht zu stark.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones ++
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = Langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Das UGREEN Nexode 200W ist zunächst für die diversen Apple Produkte hervorragend geeignet. Wir haben zwar keinen 140W Ladeport, wie ihn einige der ganz neuen MacBooks nutzen können, aber bis zu 100W ist hier in 99,99% der Fälle völlig ausreichend, gerade wenn Du eh nicht das “größte” 16 Zoll MacBook in maximaler Ausstattung hast.

Aber auch für das iPhone und die iPads ist das UGREEN Nexode 200W super geeignet! In der Theorie kannst du hier 1x MacBook Pro 13 M1/2 + 2x iPad Pros + 1x iPhone 14 Pro gleichzeitig mit dem vollen Tempo laden.

Auch für Windows Notebooks ist das Ladegerät dank der 100W Ports super geeignet.

Lediglich bei Samsung Smartphones müssen wir eine Einschränkung machen. So unterstützt das UGREEN Nexode 200W kein 45W Laden mit Samsung Smartphones. Diese laden hier mit maximal 25W.

 

Power Factor

Spielt zwar in der Praxis keine Rolle, aber das UGREEN Nexode 200W hat anscheinend eine aktive Power Factor Korrektur.

So hat es je nach Last einen Power Factor von 0,9 – 0,94. Die wenigsten USB Ladegeräte verfügen über eine aktive Power Factor Korrektur (fast keins).

Mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsfaktorkorrekturfilter

 

Effizienz

Werfen wir zum Abschluss einen Blick auf die Effizienz.

Die Effizienz des UGREEN Nexode 200W schwankt zwischen 77,7% und 92,7%. Für ein Ladegerät dieser Klasse ein tolles Ergebnis!

Die 77% minimale Effizienz sind zwar an sich nicht überragend, aber große High Power Ladegeräte haben so gut wie immer eine recht schlechte Effizienz bei super niedriger Last. Dies liegt einfach etwas in der Natur der Dinge, für das UGREEN Nexode 200W sind 5W Last gerade einmal 2,5% Auslastung, was extrem wenig ist und etwas Effizienz raubt.

77% sind hier aber noch absolut ok!

Die 92%+ bei hoher Last wiederum sind absolute Spitze! Viel mehr geht bei USB Ladegeräten nicht.

 

Video

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Mehr Informationen

 

Fazit

Du suchst ein High End USB C Ladegerät und willst keine großen Experimente eingehen? Dann ist das UGREEN Nexode 200W eine super Wahl!

UGREEN ist an dem Punkt angekommen, wo ich die Nexode Ladegeräte fast blind empfehlen würde. So konnte das UGREEN Nexode 200W im Test fast zu 100% überzeugen!

Das Ladegerät kann wie beworben 200W liefern und dies sogar recht mühelos konstant. Ja natürlich erwärmt sich das Ladegerät bei konstanter hoher Last merkbar, aber viele andere Ladegeräte in dieser Klasse “glühen” regelrecht. Nicht so das UGREEN Nexode 200W, welches recht humane Temperaturen zeigte.

Hinzu kommt eine sehr gute Portausstattung. 4x USB C und 2x USB A ist einfach alltagstauglich! Ja nutzt Du alle Ports gleichzeitig werden diese “stark” gedrosselt, aber mit insgesamt 200W können wir uns hier auch wirklich nicht beschweren.

Weitere Pluspunkte ist die gute Effizienz und Spannungsstabilität

Aber gibt es auch etwas, was gegen das UGREEN Nexode 200W spricht? Die PPS Stufen haben mich etwas enttäuscht. So haben alle USB C Ports 3,3-21V bei bis zu 3A. Super, aber nicht perfekt! Eine “Bis 5A” Stufe wäre schon nett gewesen, wie für das S23 Ultra, das 45W Laden würde am UGREEN Nexode 200W nicht gehen.

Abseits davon ist das UGREEN Nexode 200W aber ein spitzen Ladegerät, das einen festen Platz in meinem Büro finden wird! Ich bin also absolut überzeugt!

UGREEN Nexode Ladegerät 200W USB C PD Netzteil 100W+100W 6-Ports GaN...

  • Bis zu 200W Leistung
  • 4x USB C und 2x USB A
  • 2x 100W Ports
  • Sehr gute Effizienz
  • Akzeptable Temperatur Entwicklung
  • PPS vorhanden….
  • ….. aber mit “nur” bis zu 3A

UGREEN Nexode 200W
POSITIV
Bis zu 200W Leistung
4x USB C und 2x USB A
2x 100W Ports
Sehr gute Effizienz
Akzeptable Temperatur Entwicklung
PPS vorhanden….
NEGATIV
….. aber mit “nur” bis zu 3A
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Test: iRobot Roomba j7+ Combo, der klar beste Saugroboter von iRobot!

Der Markt für Saugroboter wird von diversen chinesischen Herstellern wie Roborock, ECOVACS, Dream usw. dominiert. Es gibt hier nur wenige andere Hersteller. Der wichtigste nicht chinesische Saugroboter Hersteller ist natürlich iRobot.

iRobot ist einer der Pioniere im Bereich der Saugroboter und auch bis heute stark auf dem Markt vertreten. Dabei heben sich die iRobot teils sehr stark von der asiatischen Konkurrenz ab!

So nutzt iRobot keinen Laser-Sensor, sondern nutzt eine Kamera + Objekterkennung, um sich in deiner Wohnung zurechtzufinden. Zudem nutzen einige Modelle ein Doppelwalzen Aufbau usw.

Der spannendste Saugroboter in iRobots LineUp ist aus meiner Sicht der Roomba j7+.

Dieser verfügt nicht nur über eine sehr hohe Saugkraft und auf Wunsch eine Absaugstation, sondern auch über eine KI, die Hindernissen usw. ausweichen soll.

Auch gibt es den Roomba j7+ in einer “Combo” Version, welche zusätzlich über eine Wischfunktion verfügt, was bei iRobot eher eine Seltenheit ist.

Wollen wir uns doch da einmal den iRobot Roomba j7+ im Test ansehen, wie schlägt dieser sich im Vergleich zu Roborock und Co?

An dieser Stelle vielen Dank an iRobot für das Zurverfügungstellen des Roomba j7+ für diesen Test!

 

Combo und +

Den j7+ gibt es genau genommen in vier Versionen.

  • “+” die Plus Versionen verfügen über eine sehr praktische automatische Absaugstation
  • “Roomba” die Roomba j7+ ist ein reiner Saugroboter
  • “Combo” die Roomba Combo j7+ Version kann saugen und putzen

Suchst du nur einen reinen Saugroboter, dann kannst du zum iRobot Roomba j7 oder iRobot Roomba j7+ greifen, je nachdem ob du eine Absaugstation brauchst oder nicht.

Suchst du einen Saugroboter mit Putzfunktion, dann musst du zum Roomba Combo j7 bzw. j7+ greifen. Diese Version verfügt über eine ausfahrbare Putzplatte, ideal für Teppiche.

 

App und Funktionsumfang

Die App von iRobot unterscheidet sich stark von denen anderer Saugroboter.Dies primär visuell.

So ist die “Karte” hier etwas mehr versteckt und auch bei der Reinigung nicht Live geupdatet.

Allerdings kann die Karte in Bereiche/Räume unterteilt werden. Die Räume können einzeln gereinigt werden. Ebenso kannst du natürlich NoGo Zonen und Ähnliches einrichten.

Auf der Startseite kannst du Reinigungsprogramme erstellen. Willst du beispielsweise nur den Flur und Küche reinigen, dann kannst du damit ein Programm erstellen und mit einem Tipp aufrufen.

Ebenso kannst du nach jeder Reinigung ein Protokoll sehen, unter anderem mit KI Erkennungen und eine Nachreinigung starten.

 

Ein anderes Navigationsprinzip (mit Kamera)

Die meisten aktuellen Saugroboter setzen auf einen rotierenden Laser Sensor auf der Oberseite “LIDAR” für die Navigation. Dieser kann eine sehr genaue 2D Karte der Umgebung erstellen.

iRobot setzt gar nicht auf dieses Prinzip. Anstelle dessen wird bei seinen großen Robotern eine Kamera genutzt, welche den Raum filmt und entsprechend versucht eine Karte aus diesen Bildinformationen zu erstellen.

Beides sind durchaus komplexe Verfahren, es ist erstaunlich, wie viele Daten ein Saugroboter verarbeiten muss, aber das Kamera-Prinzip ist nochmals ein gutes Stück komplexer.

Es werden hier mehr Informationen aufgenommen, die zugeordnet werden müssen.

 

Wie gut ist die Navigation mit Kamera?

Der Roomba j7+ navigiert gut! Allerdings wirkt ein Roboter mit LIDAR Navigation (Roborock, EcoVacs, Dreame usw.) teils doch etwas sicherer.

So erstellt der j7+ eine durchaus recht genaue und passende Karte deiner Wohnung, welche du dir in der App auch ansehen kannst. Innerhalb dieser Karte navigiert der j7+ auch erfreulich sicher. So funktioniert das Anfahren von speziellen Räumen, wenn du z.B. nur die Küche saugen möchtest, gut.

Auch verfährt sich der j7+ praktisch nie. Der Roboter lernt dazu, heißt er wird von Fahrt zu Fahrt sicherer beim Navigieren deiner Wohnung.

Allerdings ist die Präzision etwas niedriger als bei Modellen mit LIDAR. Letztere können auf den cm genau fahren, was beim Zusehen immer sehr beeindruckend ist. Der Roomba j7+ arbeitet auch genau, hat aber teils etwas mehr „Spiel“. So sind die Abstände zu Wänden und Möbeln teils etwas schwankend. Teils fährt der j7+ perfekt an Möbel heran, teils hält er etwas viel Abstand.

Auch was unerwartete Hindernisse betrifft, haben wir ein leicht schwankendes Ergebnis. So meistert der Roomba j7+ herumliegende Kabel, Spielzeug usw. extrem gut. Allerdings umfährt der Roboter solche Hindernisse teils sehr großzügig oder es kann dann auch passieren, dass er vergisst hinter diesem sauber zu machen. Dies ist nicht immer der Fall, aber teils so.

Dies ist aber schon Kritik auf einem sehr hohen Level! Der Roomba j7+ ist klar der beste Saugroboter mit “Kamera-Navigation” der mir bisher in die Hände gekommen ist.

 

Mit Objekterkennung

IRobot bewirbt den Roomba j7+ mit Objekterkennung und Objektvermeidung. So soll der Roboter unter anderem Kabel, wie auch Tier-Hinterlassenschaften erkennen und vermeiden. Auf letzteres gibt es sogar eine Garantie! “Pet Owner Official Promise, Unser Versprechen an Haustierhalter”

Letzteres kann ein Lebensretter sein, gerade wenn du junge Hunde im Haus hast, leider spreche ich hier aus Erfahrung.

Tatsächlich arbeitet die KI recht gut, zumindest was Kabel betrifft. Diese werden vom Sauger offensichtlich gut erkannt und großzügig umfahren. Direkt an Kabeln kann zwar entsprechend etwas Schmutz liegen bleiben, aber besser als wenn der Roboter sich in den Kabeln verheddert.

Auch andere Hindernisse werden oft ohne Berührung umfahren, oft aber nicht immer. Gerade kleinere Kisten usw. werden vom Roboter oft berührt und dann umfahren, was hier aber völlig okay ist.

In der App kannst du nach der Fahrt eine “Sammlung” sehen an Objekten, die der Roboter als Hindernis erkannt hat. Hier kannst du dann auswählen:

  • Dauerhaftes Hindernis
  • Temporäres Hindernis
  • Falsche Erkennung

So kannst du den Roomba j7+ trainieren, besser mit deiner Wohnung umzugehen.

 

Reinigungsleistung

iRobot wirbt beim Roomba j7+ mit einer “10x” Saugleistung, was natürlich etwas übertrieben ist. Dieser Wert ist nur im Vergleich zu einem älteren iRobot Modell.

Aktuelle High End Saugroboter tun sich alle nicht viel bei der Saugleistung. Meist ist hier die “Abdeckung” und Navigation viel wichtiger als die pure Saugkraft.

Allerdings hat der j7+ hier eine Besonderheit. So nutzt iRobot ein Doppelwazen System. Wir haben zwei Gummiwalzen unter dem Roboter, die aufeinander zu laufen und so eine verbesserte Saugleistung garantieren sollen.

Und ja in der Praxis ist die Saugleistung des Roomba j7+ sehr gut, sowohl auf glatten Böden als auch auf Teppichen. Gerade auf Teppichboden habe ich beim Roomba j7+ eine herausragende Saugleistung in Kombination mit Tierhaaren beobachten können. Hier kann der j7+ durchaus die “High End” Konkurrenz schlagen.

Allerdings sind gerade auf glatten Böden die Unterschiede zwischen dem Roomba j7+ und Modellen wie dem Roborock S7 MaxV oder den High End EcoVacs Modellen fast nicht vorhanden. Diese reinigen Haare und Staub alle sehr gut.

Auf Teppichboden oder kurzen Teppichen sehe ich den Roomba j7+ aber verglichen mit dem Roborock S7 MaxV vorne. Dafür ist die Kantenreinigung beim j7+ etwas schlechter. Dies ist auch der Punkt, bei dem ich das größte Verbesserungspotenzial sehe.

Auf Tiefen oder besonders „klebrigen“ Teppichen hingegen war die Saugleistung etwas unterdurchschnittlich gut. Ich glaube hier sind Roboter mit „Bürsten-Walzen“ etwas im Vorteil.

 

Die beste (und lauteste) Absaugstation

Eine automatische Absaugstation mag im ersten Moment vielleicht wie ein Gimmick wirken, ist aber extrem praktisch! Diese steigert den Komfort extrem und das meine ich ernst.

Selbst wenn ich mir privat einen Saugroboter kaufen würde, würde ich die meist +- 100€ Aufpreis für die Absaugstation zahlen! Diese macht das Leben einfach leichter.

Allerdings sind nicht alle Absaugstationen gleich. Gerade bei großen Schmutzmengen kann es hier zu Verstopfungen kommen. Mit 2 Hunden im Haus ist dies durchaus ein Problem! Selbst High End Modelle wie der Roborock S7 MaxV Ultra kann hier gelegentlich verstopfen und nicht richtig absaugen.

Schon beim S9+ mochte ich die Absaugstation sehr, selbiges gilt auch für den Roomba j7+.

So scheint die Absaugstation beim Roomba j7+ auch extrem kräftig zu sein! Ich hatte keine Probleme mit dem Verstopfen oder einem fehlerhaften Absaugen.

Auch hat der Roomba j7+ eine Erkennung wann der Saugroboter voll ist und fährt gegebenenfalls vorzeitig zum Absaugen auf seine Station, um dann weiterzumachen.

Dieses Verhalten habe ich bisher noch bei keinem anderen Saugroboter beobachtet.

Funktional ist dies DIE BESTE Absaugstation auf dem Markt.

Allerdings ist die Absaugstation extrem laut. Du hörst hier recht deutlich, dass ein sehr kräftiger Saugmotor verbaut ist. Suboptimal für Mietwohnungen mit dünnen Wänden, allerdings ist diese auch nur für wenige Sekunden laut. Daher ist dies für mich nicht übermäßig tragisch.

 

Teure und günstige Beutel

Die Beutel für Absaugstationen bei Saugrobotern sind ein großer Kostenfaktor!

3x Beutel kosten 20€! Was der gleiche Preis wie bei Roborock und EcoVacs ist.

Allerdings gibt es bei iRobot tonnenweise “Nachbau” Beutel, welche extrem günstig sind! Hier bekommst du bei Amazon 12 Beutel für 21€, was rekordverdächtig günstig ist.

iRobot nutzt die gleichen Beutel bei all seinen Absaugstationen, daher sind diese sehr gut verfügbar und Nachbauten entsprechend günstig.

 

Putzfunktion, welche gut mit Teppichen klar kommt

Der Roomba j7+ in der Combo Version verfügt über eine Putzfunktion. An sich nichts neues, aber die Umsetzung ist einmalig.

So setzt du das Putztuch “oben” am Saugroboter an und dieses wird bei Bedarf über zwei Arme nach unten auf den Boden gefahren. Warum? Umgekehrt kann so das Putztuch für das Reinigen von Teppichen eingefahren werden!

Die meisten Saugroboter können wenn Sie gleichzeitig putzen nicht Teppiche überfahren, mit Ausnahme einiger Roborock Modelle. Hast du im Flur einen Teppich quer liegen, dann beißt sich dies mit der Putzfunktion 99% aller Saugroboter.

Nicht so beim Roomba Combo j7+ dieser fährt einfach das Putztuch hoch, reinigt den Teppich und fährt es dann wieder herunter.

Die Putzfunktion selbst ist okay, aber auch nichts Besonderes. Der j7+ zieht deinen Boden mit einem feuchten Mikrofaser-Tuch ab, gibt aus einem Tank Wasser nach usw.

Für die Reinigung von intensiven Flecken nicht optimal, aber leichtere Abdrücke werden schon entfernt. Zudem bekommt ein frisch geputzter Boden immer einen anderen Glanz als wenn dieser nur gesaugt wurde.

 

Lautstärke

iRobot Saugroboter sind in der Regel eher auf der lauteren Seite. Auch der Roomba j7+ besitzt nur eine Leistungsstufe und ist aufgrund der Doppelwalze etwas lauter. Da diese Walzen gegeneinander laufen, erzeugen sie einfach etwas mehr Lärm.

Allerdings ist der j7+ auch nicht “extrem” laut oder störend. Dieser ist deutlich leiser als der Roomba S9+, aber auch nicht ganz so leise wie beispielsweise die Dreame Modelle.

 

Fazit

Der Roomba j7+ ist für mich ohne Frage der iRobot Saugroboter, den ich jemals in den Fingern hatte!

iRobot Saugroboter sind immer etwas Besonderes. So heben diese sich deutlich von den chinesischen/asiatischen Modellen ab. Dies beginnt bei der Navigation, geht über die Saugleistung bis hin zur App.

So nutzt auch der Roomba j7+ nicht den ansonsten gängigen Laser-Sensor für das Erstellen einer Karte deiner Wohnung, sondern eine Kamera. Dies ist ein deutlich komplexeres Verfahren, welches aber beim j7+ erfreulich gut funktioniert.

Zwar ist die Navigation hier teils nicht so auf den Millimeter genau wie bei den Flaggschiff-Modellen mit LIDAR, aber die Navigation ist selbst in komplexeren Wohnungen keine Schwäche. Lediglich hält der j7+ Teils etwas mehr Abstand zu Wänden und Hindernissen, wodurch in diesen Bereichen etwas Schmutz liegen bleiben kann. Allerdings ist dies wirklich meckern auf einem sehr hohen Level!

Es ist beim iRobot Roomba j7+ nur wichtig, dass während der ersten Kartierungsfahrt die Wohnung möglichst frei ist.

Danach kommt der j7+ auch ganz gut mit etwas Chaos klar. So funktioniert die “KI” bzw. Objekterkennung gerade bei Kabeln erfreulich gut. Der Roomba j7+ verhielt sich überdurchschnittlich souverän und hatte keine Probleme mit dem Festfahren oder Verheddern.

Auch die Saugleistung war hervorragend! Ja die doppelte Walze ist etwas lauter, aber gerade auf glatten Böden ist die Saugleistung über jeden Zweifel erhaben. Auch im Zusammenspiel mit Tierhaaren gibt es 0 Probleme.

Selbiges gilt auch für die Absaugstation, die einfach hervorragend ist. Ich kenne keine Absaugstation, die so zuverlässig abgesaugt. Zudem merkt der Roboter, dass er voll ist und kann auch vorzeitig zur Absaugstation zurückfahren und dann seine Aufgabe fortsetzen.

Auch die Putzfunktion der Combo Version ist gelungen. Nein die Putzleistung ist nicht absolut überragend, aber viele Systeme haben massiv Probleme mit Teppichen. Dies ist hier nicht der Fall! Du kannst die Putzfunktion des Roomba Combo  j7+ auch problemlos nutzen, wenn du viele Teppiche in deiner Wohnung hast.

Unterm Strich ist der iRobot Roomba j7+ kein günstiges Modell, allerdings ist dieser weitestgehend uneingeschränkt empfehlenswert! So bietet der Roboter eine gute Navigation, kommt auch mit etwas Chaos klar, genau wie mit Wohnungen mit gemixten Bodenbelägen. Damit ist dieser eine top Alternative zu Roborock, EcoVacs und co. gerade wenn ihr vielleicht versucht, chinesische Smart Home Geräte zu vermeiden.

iRobot Roomba j7+ Combo
POSITIV
Hervorragende Saugleistung
Gute Navigation
Gute App
Mit gut funktionierender KI/Objekterkennung
Herausragende Absaugstation
Mit Putzfunktion, welche auch mit Teppichen klar kommt
NEGATIV
Putzleistung OK, aber nicht überragend
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Test: Reolink Trackmix mit Akku, zwei Linsen + 2K Auflösung und mit Akku!

Die originale Trackmix Überwachungskamera von Reolink haben wir uns bereits vor einiger Zeit bei Techtest angesehen. Mittlerweile bietet ReoLink diese aber auch in einer Akku-Version an, welche ich besonders spannend finde!

Aber was ist die Trackmix für eine Überwachungskamera? Die Trackmix bietet folgende Besonderheiten:

  • Motorisierter Schwenk und Drehmechanismus
  • 2K Auflösung
  • Zwei Kameralinsen mit unterschiedlichem Blickfeld
  • Automatisiertes Folgen von Bewegungen

Akkubetriebene Überwachungskameras mit Motor sind schon sehr selten, aber Modelle mit zwei Kameralinsen sind extrem exotisch. So nutzt Reolink zwei Linsen mit unterschiedlichem Blickfeld, ein sehr weitwinkliges und ein etwas gezoomtes. So entgehen Dir in der Theorie keine Details.

Spannend! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert dies wirklich so gut? Wie steht es um die Akkulaufzeit? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Reolink für das Zurverfügungstellen der Trackmix (Akku) für diesen Test.

 

Die Reolink Trackmix mit Akku im Test

Die Trackmix ist eine recht ungewöhnliche Akku-Überwachungskamera. Normalerweise sind Akku-Überwachungskameras immer recht kompakt gebaut. Dies ist bei der Trackmix absolut nicht der Fall. Dies ist ein dicker Brocken!

Sicherlich trägt der motorisierte Aufbau hierzu einen großen Teil bei. So haben wir am unteren Ende der Kamera eine Art Kuppel, in welcher die beiden Kameralinsen untergebracht sind. Diese Kuppel kann gedreht und nach unten geschwenkt werden.

Neben den Kameralinsen findet sich in der Kuppel auch ein LED Scheinwerfer, als Beleuchtung/für die farbige Nachtsicht.

Die Tasten und auch der microSD Kartenslot der Trackmix sind unter verschraubten Abdeckungen versteckt. So lässt sich die Speicherkarte nicht einfach entnehmen.

Geladen wird die Kamera spannenderweise via USB C. An der Kamera findet sich ein kurzes Kabel mit USB C Port. Du kannst die Kamera einfach an einem Netzteil laden, aber Reolink bietet auch ein passendes Solarpanel an, welches empfohlen wird.

 

Kein Account Zwang!

Reolink ist einer der letzten Hersteller, der dich nicht zu einem Account beim Hersteller zwingt, was ich für ein großes Plus aus Sicht des Datenschutzes halte.

Du kannst Kameras einfach über einen QR-Code und ein Kamera-Passwort hinzufügen.

 

Die Reolink App

Ich finde es klasse, dass Reolink dich nicht zu einem Account zwingt und generell gibt es viel in der Reolink App zu mögen.

So ist die Reolink App grundsätzlich einfach und gut aufgebaut. Auf der Startseite findest Du zunächst eine Übersicht über alle verbundenen Kameras. Reolink verzichtet allerdings weitestgehend auf eine großartige Cloudanbindung! Jede Kamera wird hier einzeln verwaltet, was auch für die Aufnahmen gilt.

Es gibt keine große Aufnahmen-Übersicht, für alle Kameras. Jede Kamera ist in der App für sich alleine. So gibt es auch in der Übersicht beispielsweise kein Vorschaubild der letzten Aktivitäten, wie es bei Eufy der Fall ist. Dieses Vorschaubild wird allerdings aus technischen Gründen in der Cloud auf den Hersteller Servern gespeichert, worauf Reolink verzichtet.

Entsprechend ist das Vorschaubild, das Du hier erhältst aus der letzten manuell gestarteten Live-Ansicht. Tippst du das Vorschaubild an, landest du auch in der Live-Ansicht.

Die Live-Ansicht ist bei der Trackmix in zwei Bereiche unterteilt. Oben hast du das Livebild der Weitwinkel-Kamera und unten das Bilder der “Zoom” Kamera. Du hast entsprechend zwei Live-Streams.

Darunter finden sich die Steuereinheiten für die 2- Wege Kommunikation, das Steuern des Motors und die Aufnahmen. Aufnahmen werden einfach chronologisch in einer Art Liste angezeigt, nichts Besonderes.

 

Verbindung/App teils etwas unzuverlässig

Leider muss ich an dieser Stelle ein wenig Kritik an der App bzw. deren Zuverlässigkeit äußern! Aufnahmen usw. laufen absolut zuverlässig, da brauchst Du dir keine Sorgen machen.

Es gibt nur Situationen in welchen sich die App verweigert, eine Verbindung zur Kamera aufzubauen. Bei 2. Versuch klappt es so gut wie immer. Selbiges gilt beim Laden der Aufnahmen oder noch schlimmer dem Herunterladen der Aufnahmen. Gerade bei letzterem ist die Kamera super zickig! Es ist mir teils einfach nicht gelungen, Aufnahmen herunterzuladen, welche sich aber über die App problemlos ansehen lassen.

Ebenso endet das Laden des Live-Streams in voller Qualität bei mir in einer Dauerschleife und dem Aufhängen der Reolink App.

Und nein dies liegt nicht an der WLAN Verbindung.

 

Bewegungserkennung und KI

Die Bewegungserkennung bei komplett kabellosen Überwachungskameras ist oftmals so eine Sache, gerade was die Reichweite der Bewegungserkennung angeht.

Allerdings bei der Reolink Trackmix ist die Bewegungserkennung auch auf höheren Distanzen zuverlässig, vermutlich aufgrund der zusätzlichen Zoom Kamera.

Dabei kann die Reolink Trackmix Akku zwischen folgenden Bewegungen unterscheiden:

  • Personen
  • Fahrzeugen
  • Haustieren
  • “Anderes”

Grundsätzlich funktioniert die Personenerkennung gut! Die Kamera kann Personen von anderen Bewegungen zuverlässig unterscheiden. Grundsätzlich nimmt diese bei allen Arten von Bewegung auf, aber Du kannst die “KI” nutzen, um Beispielsweise Benachrichtigungen anzupassen.

Du willst nur benachrichtigt werden, wenn eine Person erkannt wurde? Dann kannst du das einstellen, sogar sehr genau auf Basis eines Zeitplans.

Ebenfalls werden Aufnahmen entsprechend gekennzeichnet, je nachdem was erkannt wurde.

Die Kamera kann auch Automatisiert Personen im Bild verfolgen.

 

Keine Folgekosten!

Die Reolink Trackmix Akku hat effektiv keine Folgekosten. So nimmt die Kamera von Haus aus auf einer microSD Speicherkarte auf, welche Du einmalig kaufen musst. Danach gibt es aber kein Zwangsabo oder Ähnliches.

Auch die Stromkosten liegen bei 0. Selbst wenn Du auf das Solarpanel verzichtest, haben wir hier durch das Laden vermutlich keine 0,50€ Stromkosten pro Jahr.  Ja Akku-betriebene Überwachungskameras sind sehr sparsam, siehe Stromsparen bei Überwachungskameras.

 

Bildqualität

Die Trackmix Akku verfügt über zwei 2560 x 1440 Pixel Sensoren. Die Weitwinkel Kamera hat ein Blickfeld von 96 Grad und die Zoom Kamera hat einen 38 Grad Blickfeld, ist also ein gutes Stück gezoomt.

An der Bildqualität der Kamera ist nichts auszusetzen! Das Bild beider Kameramodule ist absolut klar und scharf.

Dies sowohl am Tag wie auch in der Nacht. Viel besser geht es bei komplett kabellosen Modellen nicht!

 

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit in komplett kabellosen Kameras kann sehr stark schwanken, je nach Nutzung. Hast du die Kamera an einem sehr belebten Ort, kann diese in einem Bruchteil leer sein, verglichen mit einem ruhigen Ort.

Grundsätzlich ist die Reolink Trackmix kein “Akkulaufzeitwunder”. Nicht überraschend bei den zwei Kameralinsen.

In meinem Test erreichte ich an einem “mittel belebten” Ort ca. 41 Tage Laufzeit. Dies ist fast etwas mehr als ich erwartet hätte.

Reolink bietet aber für die Trackmix ein Solarpanel an, welches sich nur empfehlen kann! Im Frühling, Sommer und Herbst brauchst du dir dank des Solarpanels 0 Sorgen um den Akku machen, sofern dieses halbwegs gut ausgerichtet ist.

 

Fazit

Die Reolink Trackmix Akku ist eine herausragende Akku-Überwachungskamera! Und das “herausragend” meine ich hier absolut wörtlich, denn mir ist von keinem anderen Anbieter etwas Vergleichbares bekannt.

Die Trackmix Akku setzt auf zwei 2K Linsen mit unterschiedlichen Brennweiten, was in der Praxis durchaus Sinn macht! Du hast einmal “das ganze Bild im Blick”, kannst aber auch die Kamera beispielsweise etwas auf einen Durchgang fokussieren.

Die Umsetzung der zwei Linsen ist auch absolut tadellos! Selbiges gilt für Bildqualität und auch die Bewegungserkennung.

Letztere funktioniert überdurchschnittlich gut und selbst die KI Erkennung von Mensch und Tier (letztere nur bei Hunden) hat bei mir zuverlässig funktioniert und reduziert Fehlalarme massiv! Ebenso wirst du nicht mit falschen Benachrichtigungen zugeschüttet.

Die Akkulaufzeit der Reolink Trackmix Akku ist sicherlich nicht überragend, aber im Test erreichte ich 41 Tage und mit Solarpanel sollte die Kamera sicht auch über Winter selbst versorgen können.

Das einzige, was ich etwas kritisieren muss, ist die Reolink App. Diese war bei mir ab und an etwas zickig, was den Verbindungsaufbau anging, gerade beim Herunterladen von Clips usw. Hier muss Reolink etwas nacharbeiten.

Abseits davon ist die Reolink Trackmix Akku-Überwachungskamera absolut empfehlenswert!

Der JONR XQ02E Nass- und Trocken-Bodenwischer im Test, die günstige Alternative zu Tineco

Ein Nass “Waschsauger” ist im Haushalt eine absolute Revolution. Dies werde ich nicht müde zu sagen und jeder in meinem Bekanntenkreis bestätigte mir dies nach dem Kauf auch. Sicherlich die besten Waschsauger stammen von Dreame oder Tineco. Allerdings sind gerade die größere Tineco Modelle schon recht teuer.

Der Preis mag sicherlich zu Teilen gerechtfertigt sein, aber mal eben 500€ oder 600€ auf den Tisch legen ist nicht für jeden möglich. Hier kommt der JONR XQ02E Nass- und Trocken-Bodenwischer ins Spiel!

Bei diesem handelt es sich um einen Waschsauger, wie von Tineco und Co, welcher aber auf eine möglichst gute Preis/Leistung optimiert ist. So bekommst Du den JONR für unter 300€ und auf den ersten Blick kann dieser alles was Du dir wünschen kannst.

  • 12000 pa Saugleistung
  • Feuchtwisch-Funktion mit zwei Wassertanks
  • Smarte Saugkrafterkennung
  • Spezielle für Ecken optimierte Bürste

Klingt doch gut! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier der JONR so gut wie es der Hersteller verspricht? Finden wir es im Test heraus!

An dieser stellen vielen Dank an JONR für das Zurverfügungstellen des Waschsaugers für diesen Test.

 

Der JONR XQ02E Nass- und Trocken-Bodenwischer im Test

Auf den ersten Blick ist der JONR ein sehr klassischer Waschsauger. So setzt auch dieser auf ein All in One Design. So ist die Bodenbürste fest mit dem Stiel verbunden, in welchem die Elektronik und die Tanks untergebracht sind.

Der JONR XQ02E verfügt über zwei Tanks, einen Schmutzwassertank, in welchem auch Staub usw. landet, auf der Front und einen Frischwassertank auf der Rückseite.

Wo wir etwas den niedrigeren Preis des JONR sehen, ist beispielsweise bei der Erkennung, wann der Schmutzwassertank voll ist. Teurere Modelle machen dies “Elektrisch” mithilfe von Kontakten und Sensoren. JONR nutzt einfach einen mechanischen Schwimmer, welcher blockiert wenn der Tank voll ist.

Sicherlich eine günstigere Lösung, welche aber in der Praxis mindestens genauso gut funktioniert.

Gesteuert wird der Sauger über zwei Tasten am Handgriff. Dabei verfügt der JONR auch über einen Automatik-Modus, bei welchem der Sauger die Leistung dynamisch je nach Schmutzmenge anpasst.

Geladen wird der Sauger über eine Ladestation, welche auch eine Selbstreinigung unterstützt. Die Taste hierfür ist am Fuß des Saugers angebracht.

Wie funktioniert ein Waschsauger?

Wie funktioniert ein Waschsauger wie der JONR XQ02E? Waschsauger besitzen in der Regel eine runde “flauschige” rotierende Bürste.

Diese wird von oben mit frischem Wasser besprüht. Überschüssiges Wasser wird dann durch die Rotation und den Saugmotor in den Schmutzwassertank abtransportiert.

Dies funktioniert auch in der Praxis beeindruckend gut.

 

Sehr gute Putzleistung

Kommen wir zum wichtigsten Punkt, der Putz/Saugleistung. Hier hat der JONR XQ02E meine Erwartungen erfüllt. Ich hatte schon einige Waschsauger und ich möchte diese nicht mehr in meinem Leben missen.

Gerade wenn die Hunde mal wieder mit Schlamm-Füßen durch die Bude sind oder mal was ausgelaufen ist, ist dies mit einem Waschsauger kein Drama. Du nimmst ihn von der Station, fährst 1-2 mal drüber und fertig!

Dies funktioniert auch mit dem JONR XQ02E gut! Ausgelaufene Flüssigkeiten, Schlammabdrücke, Spritzer usw. sind kein großes Problem. Verglichen mit den Tineco Modellen habe ich das Gefühl, dass der JONR etwas schwächer ist bzw. öfter 2x über eine Stelle fahren musste, allerdings kann dies auch an der etwas niedrigeren maximalen Saugleistung liegen.

Regel ich die Saugleistung manuell hoch, dann saugt/putzt der JONR XQ02E hervorragend!

Ich denke, dieses Video sagt mehr als 1000 Worte.

  • Fußabdrücke
  • Ausgelaufene Flüssigkeiten
  • Staub
  • Haare (in kleinen Mengen)
  • Dickflüssigere Materialien (Marmelade)
  • Zuckerhaltige Flüssigkeiten
  • Kleine Blätter
  • Soßenspritzer

Dies sind alles Dinge die Du mit dem JONR XQ02E problemlos reinigen kannst.

Ersetzt der JONR einen normalen Staubsauger? Jein. Ich würde einen normalen Staubsauger immer noch im Haus halten. Gerade bei sehr großen Mengen Haaren würde ich eher zu solch einem greifen. Der JONR kommt auch mit Haaren klar, aber diese können sich Aufgrund des Wassers etwas im Inneren verkleben.

Das gleiche Problem haben Tineco und Co. Es geht, aber wenn Du super viele Haare saugst, musst du gelegentlich das Innere (den Bereich hinter der Walze) per Hand reinigen. Die Saugleistung ist hier also nicht das Problem.

Hausstaub, Pollen und Ähnliches sind weitestgehend problemlos. Gerade Pollen werden durch das Wasser natürlich besonders gut gebunden und abtransportiert.

Ich bin zwar kein Pollenallergiker, aber ich könnte mir vorstellen, dass hier ein Waschsauger vielleicht noch besser ist als ein regulärer Sauger, aufgrund dieses im Wasser binden.

Ebenso kann ich Waschsauger nur empfehlen, wenn du junge Tiere im Haus hast. Der Waschsauger war ein Segen, als ich meinen Welpen im Haus hatte….

Dabei ist es wirklich beeindruckend, wie schnell gerade Flüssigkeiten verschwinden. Du könntest denken “ja der verteilt Flüssigkeiten ja nur”, aber nein, Flüssigkeiten werden beim erstmaligen Überfahren meist schon perfekt gereinigt, es ist beeindruckend, wie gut dies funktioniert!

Aber gibt es, abseits von großen Mengen Haaren, Dinge die der JONR XQ02E nicht saugen kann?

Du solltest diesen und allgemein alle Waschsauger nicht für große Mengen Fett nutzen! Dieses verklebt die Walze und das ist ganz furchtbar zu reinigen! Auch besonders große Mengen Haare können den Sauger verkleben.

Abseits davon geht eigentlich so ziemlich alles.

 

Mit Selbstreinigung

Der JONR XQ02E Nass- und Trocken-Bodenwischer besitzt eine Selbstreinigungsfunktion. Stellst Du den Waschsauger auf seine Ladestation und betätigst die rote Taste am Fuß, dann spült dieser seine Bürste usw. automatisch bei hoher Saugkraft mit frischem Wasser durch.

Dies ersetzt keine gelegentliche manuelle Reinigung, erhöht aber das Intervall dieser massiv! So werden gerade einfachere Verschmutzungen durch die Selbstreinigungsfunktion wunderbar entfernt.

 

Auch für Teppiche?

Prinzipiell kannst du den JONR auch nutzen Teppiche aufzufrischen! Ich sage auffrischen und nicht reinigen.

Oberflächliche Verschmutzungen und “Flüssigkeiten” können abgerieben werden, aber eine wirkliche Teppichreinigung ist dies nicht. Es ist so als würdest du mit einem Tuch den Teppich abreiben.

 

Fazit

Waschsauger sind wirklich etwas Tolles! Gerade dann, wenn Du Kinder und/oder Haustiere hast.

Der JONR XQ02E Nass- und Trocken-Bodenwischer ist hier ein erfreulich günstiger Einstieg. Nein, dieser ist nicht ganz auf dem Level eines Tineco S5, aber gerade was die Reinigungsleistung betrifft, auch nicht viel schlechter!

So kann auch der JONR XQ02E problemlos Fußabdrücke, ausgelaufene Flüssigkeiten, Staub, Haare usw. aufnehmen. Dabei ist es faszinierend zu sehen, wie Flüssigkeiten meist beim ersten Mal überfahren, einfach im Sauger verschwinden.

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Wir haben zwar auch eine Automatik-Modus, aber bei intensiven Verschmutzungen musste ich gelegentlich in den Turbo-Modus wechseln. Etwas öfter als bei Tineco, aber im Turbomodus war die Reinigungsleistung mehr als zufriedenstellend!

Willst Du also nicht mehr als 300€ für einen Waschsauger ausgeben, dann ist der JONR XQ02E Nass- und Trocken-Bodenwischer eine vernünftige Wahl! Du gibst hier wirklich kaum bis keine Leistung auf!

Erfahrungsbericht Skins von alphagvrd

dBrand wird vielleicht dem ein oder anderen von Euch schon etwas sagen. dBrand bietet für Smartphones, Notebooks und Spielekonsolen „Design Folien“ Skins an.

Allerdings gibt es keine dBrand Skins für Kameras. Hier kommt nun alphagvrd ins Spiel. alphagvrd hat sich auf Skins/Designfolien für Kameras und Linsen spezialisiert. Und zumindest auf den Bildern sieht dies fantastisch aus!

Kurzum ich habe mir einen Skin bei alphagvrd bestellt. Schauen wir doch mal in diesem Artikel, wie gut die Bestellung gelaufen ist, wie lange die Lieferzeit war und wie gut der Skin ist.

 

Lieferzeit und Zoll bei Bestellung bei alphagvrd

Grundsätzlich lief die Bestellung absolut problemlos. alphagvrd hat mir für den Versand allerdings 15,95€ in Rechnung gestellt.

Meine Bestellung lief wie folgt ab:

  • 02.2023 – Bestellung getätigt und via PayPal bezahlt
  • 02.2023 – Bestellung via USPS Versendet
  • 03.2023 – Bestellung in Deutschland angekommen
  • 03.2023 – Bestellung via DHL Zugestellt

Die Lieferung meiner Bestellung hat knapp über 3 Wochen gebraucht, was durchschnittlich lang für eine Bestellung aus der USA/Kanada ist.

Bei Lieferung fielen allerdings noch Zoll/Einfuhrgebühren an. Diese Gebühren wurden von DHL direkt einkassiert. Im “Worst Case” 19% des Wertes + 6€ für die Abwicklung durch DHL.

Allerdings musst du dafür auch nicht zum Zoll fahren.

 

Lieferumfang

Der Skin wurde in einer einfachen Pappe “Tasche” geliefert. Neben dem Skin lag erst einmal nichts bei! Kein Mikrofasertuch, nichts.

Allerdings habe ich 2,95€ Aufpreis für ein Set aus Pinzette und Spachtel bezahlt. Dies kann ich auch nur empfehlen, die Pinzette hat mir echt geholfen!

Als Anleitung liegt nur ein generelles Merkblatt bei, auf welchem du einen QR Code zur “echten” Anleitung findest.

 

Der Skin

Der Skin bestand bei mir aus drei Blättern, dem primären Skin, dem Skin für die gummierten Elemente und Skins für Tasten und Drehräder.

Der Skin ist auf 3M Papier gedruckt und eine ordentliche Qualität. Ich meine mir einzubilden, dass die dBrand Skins eine minimal höhere Druckqualität haben, aber dennoch kann ich nichts an der Qualität bemängeln.

Ähnlich wie bei dBrand sind die Skins nicht nur eine glatte Folie, sondern besitzen eine Textur, entsprechend dem gewählten Skin. In meinem Fall hatten wir eine leicht matte Textur, die mir gut gefällt.

 

Das Auftragen

Die Anleitung von alphagvrd wirkte im ersten Moment auf mich etwas abenteuerlich und unübersichtlich.

https://www.lifeguard-design.com/pages/onlinemanual-sonya1-0913

So findest Du auf der verlinkten Webseite im Kern nur zwei Bilder. Jeder Teil des Skins ist mit einer Nummer versehen, welche du auf der Webseite sehen kannst. Zudem findet sich hier eine Abbildung, welche Dir zeigt, wohin jeder Aufkleber kommt.

Wie genau dieser angebracht wird oder ob es etwas Besonderes zu beachten gibt, wird nicht gezeigt.

Allerdings nachdem ich durch die Abbildungen durchgestiegen war, klappte das Auftragen des Skins erfreulich gut. Es gibt tonnenweise feine und kleine Elemente und ohne Fingerspitzengefühl (und der Pinzette) wird es zwar schwer, aber ich habe es ohne größere Fehler geschafft.

Das Auftragen des Skins hat ca. 58 Minuten bei mir gedauert.

 

Das Ergebnis, wie gut sieht der Skin von alphagvrd aus?

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass es kaum möglich ist, den Skin viel besser zu machen als es von alphagvrd gemacht wurde.

Eine Kamera hat nun mal tonnenweise kleine Ecken, Rundungen usw. da ist es super schwer einen Skin zu erstellen, der nicht irgendwo eine sichtbare Kante oder Übergang hat.

Dies ist auch hier nicht der Fall. Ja wenn Du die Kamera in der Hand hast und hinschaust, wirst du kleinere Ecken sehen, wo ein Übergang zwischen den einzelnen Elementen zu sehen ist. Selbst wenn du den Skin perfekt aufgetragen hast, wird es solche Ecken geben.

Allerdings ist im Großen und Ganzen der Skin super gemacht und die Übergänge sind schon sehr gut!

Das Element unter dem Sucher finde ich weniger gelungen und die Aussparung beim ISO Schriftzug ist nicht schön, aber abseits davon zeige ich mich sehr zufrieden.

 

Skins auf den Gummi-Elementen

alphagvrd sieht auch Skins auf den Gummi-Elementen am Handgriff vor. An sich halten diese auch recht gut hier und die Texturen sind okay. Entsprechend passt auch das Gefühl in der Hand, gerade wenn du die Kanten mit einem Fön etwas nacharbeitest.

Allerdings verzichte ich auf diese Elemente. Warum?

  1. Ich denke, diese sind etwas unnötig. Rein optisch sieht auch der normale Handgriff gut aus. Zudem hatte ich nie Probleme mit der Abnutzung der Gummi-Elemente.
  2. Ich bin mir nicht sicher, wie es mit Rückständen aussieht.

Grundsätzlich hatte ich nie Probleme bei dBrand mit Rückständen beim Entfernen der Skins. Daher gehe ich bei den Kunststoffflächen der Kamera auch davon aus, dass es hier keine Rückstände geben wird.

Allerdings bei dem Gummi-Material bin ich mir nicht zu 100% sicher. Ich denke alphagvrd ist hier zu vertrauen, aber mir ist meine Kamera zu teuer und da diese Elemente nicht zwingend nötig sind lasse ich Sie weg.

 

Fazit

Ich finde die Skins von alphagvrd cool! Anders kann ich es nicht sagen. Diese sind sicherlich nicht perfekt. Selbst mit perfekter Auftragung wirst du noch leichte Ritzen und kleinere Lücken sehen. Dies ist leider die Natur der Sache bei solch komplexen Formen, wie sie eine Kamera hat.

Aber der Skin ist wirklich gut gemacht und ich glaube, besser kannst du solch einen Skin auch nicht machen.

Auch das Auftragen klappte an sich recht gut. Die Anleitung ist verbesserungswürdig, aber einmal durchgestiegen geht der Prozess halbwegs flott. Ich brauchte ca. eine Stunde für meine Kamera. Und das Endergebnis lässt sich durchaus sehen!

Die Lieferung dauerte ca. 3-4 Wochen. Zudem musste ich Zoll an meinen Postboten verrichten, bedenke dies bei der Bestellung.

Die Samyang AF 14mm 2.8 FE ASP ED UMC im (kurz-) Test

14mm ist eine recht ungewöhnliche Brennweite. Diese macht primär in der Astro-Fotografie Sinn, kann aber auch in der Landschafts- und Streetfotografie interessant sein.

Dennoch wird solch ein Ultra-Weitwinkel für die wenigsten von uns die “primäre” Kamera-Linse sein.

Entsprechend ist es hier so eine Sache X Tausende Euro beispielsweise für eine Sony FE 14mm 1.8 GM (1400€) auf den Tisch zu legen. Es gibt auch günstigere Ultra-Weitwinkel-Linsen, diese sind aber meist ohne Autofokus und somit oft nervig.

Aber es gibt auch etwas in der Mitte! Das SAMYANG AF 14mm F2.8 FE ist mit 499€ gut bezahlbar, Vollformat fähig und besitzt einen Autofokus!

Wir haben zwar verglichen mit der Sony nur eine Blende von F2.8, dafür kostet die SAMYANG aber auch nur 1/3 des Preises.

Dies macht das SAMYANG AF 14mm F2.8 FE für viele Hobby Fotografen sehr spannend!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Bietet die Linse auch eine gute Qualität? Ist der Autofokus brauchbar? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Samyang AF 14mm 2.8 FE ASP ED UMC im Test

Die Haptik und Verarbeitungsqualität der SAMYANG AF 14mm F2.8 FE hat mich mehr als positiv überrascht. So ist das Design der Linse sehr schön schlicht, aber durchaus wertig!

So besteht ihr Gehäuse aus Aluminium und der orange/rote Ring an der Front erinnert natürlich etwas an gewisse Canon Linsen.

Auch das Bajonett ist komplett aus Metall und wirkt gut gefertigt. Es gibt allerdings keine Wetter-Versiegelung.

Eine Besonderheit der SAMYANG AF 14mm F2.8 FE ist die fest integrierte Gegenlichtblende. Diese ist sehr kompakt und lässt sich nicht entfernen. Passend dazu legt SAMYANG eine entsprechende Abdeckung bei, welche das Frontelement und die Blende bedeckt.

Schalter oder Tasten besitzt die Linse nicht. Wir haben lediglich das übliche Fokus-Drehrad in ordentlicher Qualität.

 

Testkamera

Alle Testbilder sind an der Sony Alpha 1 entstanden. Dies ist natürlich eine recht dankbare Kamera, gerade was den Autofokus angeht.

 

Gute Bildschärfe

Die Bildschärfe der SAMYANG AF 14mm F2,8 FE hat mich durchaus positiv überrascht! Nein dies wird höchst wahrscheinlich nicht die schärfste Linse in deinem Kamera-Fuhrpark sein und ist es bei mir auch auf keinen Fall! Wir haben hier eine “extreme” Brennweite und eine hohe Preis/Leistung, entsprechend habe ich auch nicht mit der Schärfe einer Sony 135mm F1.8 GM gerechnet. Dies bekommen wir auch nicht.

Dennoch würde ich die Schärfe als brauchbar einstufen! Bei Offenblende liegen kann über dem Level einer KIT Linse. Dabei ist die Schärfe sogar an den Rändern ordentlich, was bei 14mm nicht selbstverständlich ist. Allerdings gerade in den Ecken fällt doch die Schärfe ein gutes Stück ab.

Bei F4 bis F5.6 gewinnt die SAMYANG AF 14mm F2,8 FE ein gutes Stück an Bildschärfe, was erwartungsgemäß ist.

Wir haben zwar unterm Strich nicht die schärfste Linse, aber diese ist auf einem mehr als brauchbaren Level.

 

Vignetting

Die SAMYANG AF 14mm F2,8 FE verfügt bei Offenblende über ein mittelstarkes Vignetting. Dies ist bei einer 14mm Linse auch keine Überraschung! Das Vignetting ist zwar weniger stark als ich es erwartet hätte, aber dafür etwas mehr in den Bildecken konzentriert.

Bei normalen Tageslichtaufnahmen hat mich dieses nicht gestört oder ist mir überhaupt großartig negativ aufgefallen.

Erst bei Astro/Sternen Fotografie wird das Vignetting etwas störender und auch schwerer zu kompensieren. Zumal einfach Abblenden hier auch keine gute Option ist.

Dennoch machten die SAMYANG AF 14mm F2.8 FE einen soliden Job beim Vignetting, gerade wenn wir den Preis und vor allem die Brennweite betrachten.

 

Chromatische Aberration, Lens Flare und andere Fehler

Erfreulicherweise produziert die Samyang AF 14mm 2.8 FE ASP ED UMC sehr saubere Bilder. Selbst beim Fotografieren in Gegenlicht konnte ich keine oder kaum Chromatische Aberrationen wahrnehmen und auch Lens Flare ist sehr verhalten bzw. nicht vorhanden.

 

Autofokus, schnell aber dennoch nicht ganz einfach

Grundsätzlich ist der Autofokus der SAMYANG 14mm F2,8 FE gar nicht übel! Ganz im Gegenteil der Autofokus ist sehr gut! Dieser war in meinem Test bei Landschaftsaufnahmen und auch “Mitteldistanz” Aufnahmen sehr treffsicher! Selbst im Video-Modus zeigt sich der Autofokus erfreulich souverän!

Ich vermute dies liegt auch einfach an der Brennweite von 14mm, welche das Fokussieren allgemein recht einfach macht.

Lediglich Dinge wie der Augen Autofokus sind problematisch! Meine Sony Alpha 1 hatte Probleme Augen zu finden und zu treffen, wie ich dies bisher bei noch keiner Linse gesehen habe.

Der Augenfokus funktioniert, aber normalerweise greift dieser einfach besser und bleibt auch besser “kleben”.

Ich vermute dies ist aber erneut ein Problem der 14mm Brennweite, welche einfach etwas verzerrt, was vermutlich den Fokus hier behindert.

Allerdings ist dies eh keine Porträt-Linse und bei Landschaften hatte ich 0 Probleme mit dem Fokus! Selbiges gilt für Videos, der Fokusmotor ist sogar recht leise.

 

Fazit

14mm sind für mich eine “Sonder-Brennweite”, welche ich im Alltag eher selten nutze. Vermutlich wird es hier den meisten von Euch ähnlich gehen. Da ist die SAMYANG AF 14mm F2,8 FE mit 499€ schon recht attraktiv.

Und nach meinem Test kann ich dies auch so unterschreiben! Die SAMYANG AF 14mm F2,8 FE ist nicht die schärfste, schnellste oder tollste Linse, die ich besitze, aber auf einem guten Level! Bilder die ich mit der SAMYANG AF 14mm F2,8 FE gemacht habe waren durchgehen gut genug, dass ich mit diesen Zufrieden war und mir selbst Drucke vorstellen könnte.

Die Bildschärfe der SAMYANG ist bei Offenblende durchaus brauchbar und auf, wenn nicht sogar leicht über dem Level von modernen Kit-Linsen. Spätestens wenn du etwas abblendest, erhöht sich die Schärfe deutlich und auch das Vignetting geht deutlich zurück.

Letzteres ist gerade in den Bildecken durchaus sichtbar, aber auch nicht extrem. Vor allem bei Landschaftsaufnahmen geht dieses völlig in Ordnung. Bei Astro-Fotografie hat mit das Vignetting etwas mehr gestört, allerdings war dieses auch hier im Rahmen.

Andere Bildfehler, chromatische Aberration usw. sind mir nicht groß negativ aufgefallen. Auch die Verzerrung des Bildes ist Okay für eine Linse mit 14mm Brennweite.

Das Bokeh ist an sich schön und gleichmäßig weich, aber in der Praxis bei 14mm nur sehr schwer zu erzeugen.

Überrascht hat mich der Autofokus! Dieser ist sehr schnell, leise und präzise. Mit der Augenerkennung und ähnlichen Spielen tun sich zwar meine Sony Kameras etwas schwer, aber ich vermute dies liegt mehr am Ultra-Weitwinkel und nicht am Autofokus-System.

Ich würde sogar fast sagen die SAMYANG AF 14mm F2,8 FE hat eine hervorragende Trefferquote. Was allerdings auch daran liegt, dass ich mit dieser primär Landschaftsbilder mache, was aber vermutlich auch für dich gelten wird. Der Autofokus hat erstaunlicherweise sogar bei der Astro-Fotografie gut gegriffen!

Unterm Strich kann ich die SAMYANG AF 14mm F2,8 FE also wirklich mit gutem Gewissen empfehlen! Klar wenn du Astro-Fotografie richtig ernst meinst und das Geld hast gibt es bessere Linsen. Aber ist 14mm für dich keine Brot und Butter Brennweite und du suchst eine gute Linse mit ordentlicher Qualität zum günstigen Preis, dann spricht nichts gegen das SAMYANG AF 14mm F2,8 FE. Dieses bietet eine durchweg ordentliche bis gute Leistung!

Samyang AF 14mm 2.8 FE ASP ED UMC
POSITIV
AF erfreulich brauchbar
Generell gute Bildqualität
Vignetting nicht übermäßig stark
Fairer Preis
Bildschärfe solide.......
NEGATIV
.....aber bei Offenblende auch nicht überragend
80

Echte Kapazität zum fairen Preis? Power Queen 12,8V 100Ah LiFePO4-Akku Test

Wenn Du nach einem günstigen und großen LiFePO4 Akku suchst, wirst Du mit Sicherheit über den Hersteller Power Queen stolpern.

Diese bieten eine große Anzahl an günstigen, aber auf den ersten Blick ordentlich aussehende LiFePO4-Akkus an. So verfügen diese nicht nur über alle gängigen Kapazitäten, sondern auch Sondermodelle mit Bluetooth oder integrierter Heizung.

Aber wie steht es um den Vergleich mit anderen “günstigen” Herstellern wie Redodo oder Li Time? Können die Power Queen Akkus wirklich die beworbene Kapazität einhalten? Wie hoch ist die echte Kapazität?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Power Queen 12,8V 100Ah LiFePO4-Akku im Test

Der Power Queen Akku setzt auf das recht typische “Autobatterie” Design. So misst der Akku 329 x 172 x 214 mm und bringt ein Gewicht von 10,7 KG auf die Waage. Dies ist etwas mehr als bei vielen 100Ah Modellen, was aber an der “selbstheizenden” Funktion liegen kann.

Dabei setzt Power Queen auf ein interessantes khaki + dunkel graues Farbschema, welches diesen Akku etwas von der Masse abhebt.

Für einen leichteren Transport haben wir einen Stoff-Handgriff auf der Oberseite, welcher sich recht gut in der Hand anfühlt.

Angeschlossen wird der Akku über zwei M8 Schrauben. Nichts Außergewöhnliches, aber funktional. Vier passende M8 Schrauben liegen mit Schutzkappen bei.

 

Mit oder Ohne Heizung

Ein Nachteil von LiFePO4 Akkus ist, dass sie nicht unter 0 Grad ladbar sind. Versuchst Du sie unter 0 Grad zu laden, dann würde der Akku beschädigt.

Was aber, wenn Du einen Akku brauchst, der auch bei niedrigen Temperaturen ladbar ist?

Es gibt LiFePO4 Akkus mit integrierter Heizung. Versuchst Du den Akku bei unter 0 Grad zu laden, wird zunächst die Heizung mit Energie versorgt und nicht der Akku geladen. Die Heizung versucht diesen auf eine Temperatur über 0 Grad zu bringen, ab welchem Punkt dann umgesprungen wird und die eigentliche Ladung des Akkus beginnt.

Der Power Queen Akku hier im Test ist genau solch ein selbstheizendes Modell. Abseits dieser Funktion ist der Akku aber zur normalen Version identisch.

Nutzt Du den Akku nur in Innenräumen, dann brauchst Du das Selbstheizende nicht. In einem Boot, Wohnmobil usw. kann dies eher Sinn machen. Allerdings muss (laut Hersteller) der Ladestrom bei 10A+ liegen, damit die Heizfunktion auch bei bis zu -20 Grad noch voll funktioniert!

Via Solar im Winter noch 10A+ hinzubekommen, erfordert schon ein größeres Setup.

 

Technische Daten

  • Power Queen
  • LiFePO4 Prismatische Batterie
  • Nennspannung 12,8V
  • Nutzbare Kapazität 100Ah
  • Energie 1280Wh
  • Ladespannung 14,4V +- 0,2V
  • Empfohlener Ladestrom 20A
  • Maximale Dauerleistung 100A
  • Maximaler Entladestrom (5s) 280A
  • Temperaturbereich -20 bis 50 Grad

Der Power Queen Akku ist an sich recht klassisch. Wir haben 100 Ah Akku, welcher eine maximale Leistung von 100 A besitzt. Spannend ist nur der Ladestrom, welcher hier mit 20A angegeben ist.

Teilweise finden wir aber auch die Angabe 50A. 50A ist sozusagen das absolute Maximum, 20A ist empfohlen für die bestmögliche Lebensdauer.

Ansonsten spannend, wir haben hier prismatische Akkuzellen. Viele sehr günstige LiFePO4 Akkus setzen auf Taschenzellen, welche etwas weniger wertig sind.

 

Was macht LiFePO4 Akkuzellen so spannend?

In den Power Queen Akkus stecken sogenannte LiFePO4 Akkuzellen.

LiFePO4 = Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator

LiFePO4 ist eine alternative, aktuelle Akkutechnologie zu Lithium-Ionen Akkus. LiFePO4 hat verglichen mit Lithium-Ionen einige Vorteile und natürlich auch Nachteile.

Beginnen wir mit den Nachteilen. LiFePO4 Akkus sind bei gleicher Kapazität größer und schwerer als Lithium-Ionen Akkus. Daher findest Du diese Art Akkus auch nie in Smartphones oder Notebooks.

Auch darfst Du diese Akkus nicht bei unter 0 Grad laden, daher das Heizungs-Feature bei dem Power Queen Akku.

Aber was sind die Vorteile von LiFePO4 Akkus?

  1. Höhere Haltbarkeit/Zyklenzahl
  2. Sicherer Betrieb
  3. Weniger wählerisch beim Ladegerät/Ladespannung

LiFePO4 Akkus haben eine niedrigere Energiedichte als Lithium-Ionen Akkus. Entsprechend stehen die Zellen nicht ganz so sehr unter “Druck”, was sich in einer deutlich höheren Zyklenfestigkeit auswirkt.

So halten LiFePO4 Akkus 2000+ tiefe Zyklen aus! Power Queen wirbt sogar mit 4000~15000 Zyklen. 15000 Zyklen, ist das wirklich möglich? Wenn Du den Akku immer nur 20% entlädst, ja.

Hast Du eine höhere Entladetiefe 80-100% bist Du eher im Bereich 3000-4000 Zyklen.

Zum Vergleich: Lithium -Ionen Akkus schaffen meist 500-1000 Zyklen, LiFePO4 Akkus sind also um den Faktor 3x bis 8x haltbarer. Verglichen mit Blei Gel oder anderen alten Technologien ist es um einiges extremer!

Blei Gel Akkus halten nach meiner Erfahrung kaum 100 Tiefe Zyklen durch, selbst wenn diese als “Solar-Akku” beworben werden.

Zudem können sich LiFePO4 Akkus nicht so leicht selbst entzünden. Ich empfehle hier einfach mal dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=Qzt9RZ0FQyM

Ja, LiFePO4 Akkus können, wenn das BMS völlig versagt auch dampfen und brennen, dies aber deutlich weniger extrem als bei Lithium-Ionen Akkus.

Auf Seiten des Ladens sind diese auch etwas unkritischer. 0,2V bei Lithium-Ionen Akkus zu viel kann schon fatal sein, LiFePO4 Akkus haben hier etwas mehr “Luft”.

Unterm Strich bevorzuge ich LiFePO4 Akkus bei Powerstations und gerade als Solar-Pufferakku ganz klar. Bei DIY Solarsystemen ist die Nutzung von günstigen Blei Gel Akkus immer sehr verlockend, dort bekommst du 100Ah Akkus sehr günstig. Aber lass dir aus Erfahrung gesagt sein, diese halten die 100Ah eine Handvoll Zyklen durch und dann war es das mit der Kapazität. Einen LiFePO4 Akku kaufst du einmal und hast 5-10 Jahre Ruhe!

 

Wie teste ich LiFePO4 Akkus?

Um LiFePO4 Akkus zu testen, nutze ich eine so genannte elektronische Last. Diese erlaubt mir das kontrollierte Entladen des Akkus.

Hier mache ich drei Durchläufe, mit 5A, 10A und 20A.

In der Regel gibt es hier bei den großen 100Ah LiFePO4 Akkus keine großen Unterschiede, da diese einfach für viel größere Lasten geeignet sind. Dennoch helfen uns die drei Zyklen alleine schon die einzelnen Werte zu “überprüfen”.

Bei der 10A Entladestufe schreibe ich zudem die Spannungswerte mit.

 

Die Kapazität des Power Queen 12,8V 100Ah

Kommen wir zur Kapazität des Power Queen 12,8V 100Ah Akkus, kann dieser die Herstellerangabe erreichen?

5A 10A 20A
Wh 1368 1351 1321
Ah 105,48 105,23 105,57

Der Power Queen Akku kann die Herstellerangabe von 100 Ah erreichen bzw. überschreitet diese mit 105,xx Ah.

Wir haben also ca. 5% mehr Kapazität als der Hersteller verspricht, super!

Vergleichen mit anderen Akkus setzt sich der Power Queen Akku vor den ECO-Worthy LiFePO4 12V 100Ah und den Creabest LiFePO4 Akku mit Bluetooth, aber hinter den Redodo 12 V 100 Ah LiFePO4 und Supervolt LiFePO4 100Ah.

Der Power Queen 12,8V 100Ah Akku ist +- auf dem gleichen Level wie der LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku.

 

Die Spannung

Werfen wir einen Blick auf die Spannungsstabilität des Power Queen 12,8V 100Ah Akkus.

Wie bei den meisten LiFePO4 Akkus ist der Spannungsverlauf sehr flach. So spielt sich 90% der Kapazität des Akkus im Spannungsbereich 13,2V bis 12,4V ab.

Sobald die Spannung unter 12,4V fällt, sinkt diese rapide! Hier kannst Du den Akku praktisch als leer deklarieren.

 

In der Praxis

Ich habe den Akku nach meinen statischen Tests meiner DIY Solaranlage hinzugefügt. Dort habe ich diesen mit anderen 100Ah LiFePO4 Akkus parallel geschaltet.

Die Hersteller empfehlen nie das zu tun (immer nur mit den eigenen Akkus parallel schalten), aber in der Praxis hatte ich bisher damit keine Probleme. Allgemein zeigte sich das BMS unproblematisch an meinem Victron Energy Ladecontroller.

Ist das überraschend? Eher weniger, die aktuellen BMS Module arbeiten alle recht problemlos, zumindest ist dies meine Erfahrung.

 

Info aktuell keine MWST! 

Aktuell gibt es auf die Solarspeicher-Batterien von Power Queen ohne MWST!

Mehr Infos: https://www.ipowerqueen.de/pages/nullsteuersatz-von-photovoltaikanlagen-in-deutschland

 

Fazit

Du suchst nach einem günstigen LiFePO4-Akku? Dann kann ich zumindest die 100Ah Modelle von Power Queen mit gutem Gewissen empfehlen!

Das Wichtigste ist hier natürlich die Kapazität. Hier kann der Akku die Herstellerangabe erfreulicherweise einhalten bzw. sogar um rund 5% übertreffen.

Der Akku erreichte im Test 105,xx Ah und 1346Wh (im Schnitt). Tadellose Werte für einen Preis/Leistungs orientierten Akku.

Meine Version verfügt sogar über die Batterieheizung. Diese ist natürlich völlig optimal und macht bei einer Outdoor Nutzung (Wohnmodul, Boot usw.) unter Umständen Sinn. So erlaubt die Batterieheizung eventuell ein Laden auch bei unter 0 Grad, sofern dein Ladegerät/Ladecontroller auch genug Leistung erzeugen kann (unter Umständen 10A+).

Allerdings halte ich gerade die Version ohne Batterieheizung für spannend. Hier bekommst Du den Akku für um die 400€, was für ein 100 Ah Modell ein sehr guter Preis ist!

Dabei macht der Power Queen Akku einen sehr hochwertigen Eindruck. So haben wir Prisma Akkuzellen, einige günstige Modelle setzen auf günstigere Taschen-Zellen, wie auch eine hervorragende Dokumentation und Anleitung. Letztere ist natürlich nicht essenziell, aber eine sehr gute deutsche Anleitung zeigt eine gewisse Liebe zum Detail.