Start Blog Seite 91

VOLTERO PS18, Powerstation mit LiFePO4 Zellen, 1488Wh Kapazität und 1800W Leistung im Test

Mit der PS18 bietet VOLTERO eine Powerstation der gehobenen Klasse an, welche über eine Kapazität von satten 1488 Wh verfügt.

Damit ist die PS18 schon ein ziemlicher Brocken und eine der größten Powerstations die ich bisher im Test hatte.

Neben der Kapazität von 1488 Wh haben wir 1800W Ausgangsleistung bei 2x 230V Steckdosen, USB C Ports und die Unterstützung von universellen Solarpanels.

Klingt doch interessant! Schauen wir uns die VOLTERO PS18 einmal im Test an, kann diese überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an VOLTERO für das Zurverfügungstellen der PS18 für diesen Test.

 

Die VOLTERO PS18 im Test

Mit 1488Wh Kapazität ist die VOLTERO PS18 natürlich schon ein etwas größerer Brocken. So bringt die Powerstation 15 KG auf die Waage und misst 385 x 243 x 340 mm.

Damit würde ich diese noch als gerade so portabel einstufen. Die nächste Stufe größer, die VOLTERO PS24, ist noch ein gutes Stück unhandlicher.

So setzt die PS18 auch noch auf einen Tragegriff und ist noch gut von A nach B zu bringen. Suchst Du also ne Powerbank fürs Camping, den Garten oder für Feiern, wo Du diese nicht übermäßig weit tragen musst.

Die Haptik und Verarbeitungsqualität ist soweit in Ordnung. Der verwendete Kunststoff ist nicht “außergewöhnlich”, macht aber seinen Job gut. So ist die PS18 qualitativ ungefähr auf dem Level von Jackery Powerstations.

Sämtliche Anschlüsse der Powerstation befinden sich auf der Front, genau wie die Tasten und das große Display.

Mit im Lieferumfang der Powerstation befindet sich:

  • 1x Netzteil
  • 1x KFZ Ladekabel (Zigarettenanzünder)
  • 1x Solar-Adapterkabel

 

Die Anschlüsse der VOLTERO PS18

Werfen wir einen Blick auf die Anschlüsse der Powerstation, welche sich alle auf der Front der Powerstation befinden.

  • 2x 220-240V Schuko-Steckdose mit bis 1800W konstanter Leistung bzw. 4000W Spitzenleistung
  • 1x Zigarettenanzünder Anschluss 12V/10A
  • 2x DC Ausgänge 12V/10A
  • 2x USB A Quick Charge 18W
  • 2x USB C USB Power Delivery 60W

Dies ist eine weitestgehend perfekte Portausstattung für eine Powerstation dieser Klasse. Wir haben zwei recht leistungsstarke Steckdosen, wie auch eine gute Auswahl an DC Ausgänge und USB Ports.

Das einzige, was ich etwas kritisieren muss, sind die 60W USB C Ports. Es hätten durchaus 100W Ports sein dürfen.

Auf Seiten der Eingänge haben wir 2x DC Ports, für das Netzteil oder zwei Solarpanels. Die Eingänge können 12-30V bei bis zu 200W akzeptieren.

 

Ein praktisches Display

Auf der Front der PS18 findet sich ein recht großes Display. Dieses zeigt dir folgende Informationen an:

  • Ladestand in %
  • Verbleibende Laufzeit/Ladezeit
  • Aktive Anschlüsse
  • Leistung in Watt Eingang
  • Leistung in Watt Ausgang

Das Display der Powerstation taugt! Wir haben alle wichtigen Informationen.

 

Mit LiFePO4 Akkuzellen

Erfreulicherweise setzt die PS18 auf so genannte LiFePO4 Akkuzellen. Was sind LiFePO4 Akkuzellen? LiFePO4 ist eine alternative Akkutechnologie zu klassischen Lithium-Ionen Akkuzellen. LiFePO4 steht für “Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator”.

Hierbei handelt es sich um eine etwas stabilere Zellenchemie, verglichen mit Lithium Ionen Akkus, welche Energiedichte gegen Haltbarkeit und Robustheit tauschen.

LiFePO4 Akkus sind bei gleicher Kapazität größer und schwerer als Lithium Ionen Akkus, im Gegenzug aber deutlich haltbarer!

So erreichen LiFePO4 Akkuzellen in der Regel 2000-3000 Zyklen, bei 100% Entladetiefe. Lithium Ionen Akkus schaffen 500-1000 solcher Zyklen. Bei niedrigeren Entladetiefen sind bei LiFePO4 auch locker 4000-10000 Zyklen möglich.

Dies macht diese Akkutechnologie ideal als Solarpufferspeicher! Zudem können sich LiFePO4 Akkus an sich nicht selbst entzünden. Diese können bei Kurzschlüssen, überladen usw. natürlich extrem heiß werden, dampfen usw. aber diese gehen nicht in einem großen Flammenmeer auf, wie es Lithium Ionen Akkus machen können.

Daher gelten LiFePO4 als beste Wahl für Powerstations und Solar Batteriespeicher.

Wichtig! LiFePO4 Akkus und entsprechend auch die PS18, dürfen nicht bei unter 0 Grad geladen werden.

 

Die Kapazität

Einer der wichtigsten Punkte bei einer Powerstation ist natürlich die Kapazität. Laut VOLTERO soll die PS18 1488 Wh Kapazität besitzen.

Diese Angabe bezieht sich aber auf die Zellen in der Powerstation. Je nachdem wie Du diese entlädst, über welche Ports, bei welcher Geschwindigkeit usw. kann die letztendlich nutzbare Kapazität schwanken.

Zudem benötigen Powerstations für die Elektronik, das Display usw. ca. 4-10Wh pro Stunde. Entlädst Du diese sehr langsam kann dies ein Faktor sein, gerade bei kleineren Modellen.

Folgendes konnte ich aber bei der VOLTERO PS18 messen:

Wh % der HA
USB C 60W 1269 85%
DC 12V/5A 1258 85%
AC 50W 1043 70%
AC 300W 1263 85%
AC 1500W 1210 81%

In meinem Test schwankte die Kapazität der Powerstation zwischen 1043 Wh und 1269 Wh. Die 1043 Wh entstanden beim Entladen über die Steckdosen bei gerade einmal 50W Last.

Allerdings ist die Effizienz der Steckdosen gar nicht so übel! Gerade bei höheren Lasten ist kaum ein Unterschied zu den DC Ausgängen zu sehen, welche normalerweise effizienter sind.

Abseits des super langsamen Entladens landen wir im Schnitt bei 85% der Herstellerangabe, was super ist!

 

Die USB C Ports

Die VOLTERO PS18 bietet neben zwei USB A Port auch zwei USB C Ports.

  • USB C 1 – Power Delivery 60W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB C 2 – Power Delivery 18W – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Die beiden USB C Ports funktionieren in der Praxis sehr gut! Der primäre Port hat mit 60W eine gute Leistung, welche bereits für einige Notebooks ausreicht.

Der zusätzliche 18W Port ist für Smartphones durchaus nett.

Der primäre USB C Port unterstützt erfreulicherweise PPS. Die PPS Range ist mit 5-11V bei 3A ausreichend gut. So lassen sich Samsung Smartphones an diesem Port dank PPS mit bis zu 25W laden.

 

Dezenter Lüfter

Wie in den meisten großen Powerstations steckt auch in der VOLTERO PS18 ein Lüfter. Allerdings ist dieser recht dezent.

So scheint dieser über drei Stufen zu verfügen, aus, leise und volle Power. Bei moderater Last (unter 80-100W) bleibt der Lüfter komplett aus.

Bei unter ca. 500W bleibt der Lüfter auf einer recht leisen Stufe. Hier summt dieser minimal, aber das nicht störend. Steht die Powerstation mehr als 1-2 Meter von dir entfernt wirst Du ihn nicht mitbekommen.

Auf voller Leistung ist der Lüfter deutlich hörbar und +- auf dem Level von EcoFlow Powerstations.

 

Nutzung als USV / gleichzeitiges Laden/Entladen

Natürlich kannst Du die Powerstation gleichzeitig laden und entladen. Dabei spielt es natürlich keine Rolle, ob Du die Powerstation via Solar oder Netzteil versorgst.

Theoretisch ist somit eine Nutzung als USV möglich. Allerdings hierfür ist die VOLTERO PS18 aufgrund des 200W Netzteils auch nicht absolut optimal, denn die USV Last sollte entsprechend nicht ca. 160W überschreiten, um die Powerstation nicht zu entladen.

Erfreulicherweise ist aber die Umschaltung anscheinend recht flott. Beim Abziehen eines Netzteils gibt es bei allen Powerstations immer einen kurzen Einbruch der Spannung. Ist dieser Einbruch zu lang, kann das dazu führen, dass angeschlossene Geräte ausgehen, was bei einer USV zu vermeiden ist.

Ich habe die Powerstation an meinem Test-PC, AMD Ryzen 7600X, Nvidia RTX 3060, Corsair 750W Netzteil an dieser getestet und beim Abziehen des Netzteils stürzt der PC auch unter last nicht ab.

Dies kann natürlich bei empfindlicheren Netzteilen usw. auch noch anders aussehen, aber die Umschaltzeit scheint bei der PS18 auch nicht zu groß zu sein.

25W 44%
50W 59%
100W 72%
150W 81%

Die Effizienz im “USV” Modus schwankt zwischen 44% und 81% in meinem Test. Eher ein überschaubarer Wert.

Info: Wenn die Powerstation 100% voll ist, wird nicht angezeigt, wie viel Leistung gerade aufgenommen wird, nur wie viel abgegeben ist! Die Powerstation nimmt im USV Betrieb dennoch Leistung auf und hält entsprechen die Ladung von 100% (sofern Du nicht ca. 160-180W überschreitest).

 

Laden der VOLTERO PS18

Du hast einige verschiedene Möglichkeiten die VOLTERO PS18 zu laden.

  • Über das beiliegende 200W Netzteil
  • Über ein KFZ Stecker 12V/10A
  • Via Solar 2x 12-30V maximal 200A

Starten wir mit dem Laden über den KFZ Stecker. Hier wirbt VOLTERO mit bis zu 10A, in meinem Test wollte die Powerstation aber “nur” mit bis zu 8A laden.

Kein Weltuntergang, denn solch eine große Powerstation solltest Du nicht im Auto laden. Viel spannender ist das Laden via Solar. Hier akzeptiert die Powerstation zwei Panel mit 12-30V bei jeweils maximal 200W.

Dabei legt VOLTERO bereits Adapterkabel für „Standard“ Solarpanels bei. VOLTERO bietet auch eigene Solarpanels an, aber diese musst du nicht nutzen https://voltero.nl/de/solar-panels/ PS. VOLTERO nutzt die gleichen Stecker wie Jackery.

Über das beiliegende Netzteil kann die PS18 mit bis zu +- 200W geladen werden. Damit lädt die Powerstation nicht übermäßig schnell. Modelle mit integriertem Netzteil, wie von EcoFlow laden gerne mit 500W+. Theoretisch könntest Du die Powerstation mit zwei Netzteilen gleichzeitig laden, aber es liegt nur eins mit im Lieferumfang.

An dem Netzteil braucht die Powerstation knapp unter 8 Stunden um von 0% auf 100% zu kommen. Nicht super schnell, aber soweit ok.

 

Ladeeffizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Ladeeffizienz zu sprechen. Hierbei vergleiche ich die Menge an Energie welche die Powerstation zum Laden benötigt, mit der Energie welche ich am Ende aus dieser entnehmen konnte.

Beim Laden über das 200W Netzteil benötigte die Powerstation 1715 Wh für eine 0% auf 100% Ladung und via DC (12V/8A) 1810 Wh.

Daraus ergeben sich folgende Effizienzwerte:

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
AC 200W Laden 74% 61%
DC Laden 70% 58%

Die Effizienz schwankt zwischen 74% und 58%. Dies ist für eine Powerstation “ok”, aber auch nicht der beste Wert den ich bisher bei einer Powerstation gesehen habe.

 

Fazit

Die VOLTERO PS18 ist eine starke Powerstation! Diese kann gerade in den Kernpunkten überzeugen.

  • Hohe praktische Kapazität mit bis zu 1269 Wh
  • LiFePO4
  • Sehr gute Steckdosen
  • Gute Portausstattung
  • Leiser Lüfter

Starten wir mit dem Akku. VOLTERO setzt auf die guten LiFePO4 Akkuzellen, welche im allgemeinen sehr sicher und vor allem haltbar sind. Du brauchst dir hier also keine Sorgen machen die Powerstation durch Zyklen groß abzunutzen.

Dabei konnte ich in der Praxis eine Kapazität von bis zu 1269Wh messen, was für eine Powerstation dieser Klasse völlig ok ist!

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir eigentlich alles was wir uns wünschen können, zwei sehr leistungsstarke Steckdosen (bis zu 1800W), 3 DC Ausgänge und eine große Auswahl an USB Ports.

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wäre es ein 100W USB C Port, der Port der PS18 ist auf 60W limitiert, was aber OK ist.

In meinem Test funktionierte die Powerstation auch als USV brauchbar. Diese ist hier aber nicht herausragend. Gleichzeitiges Laden/Entladen geht und auch die Umschaltzeiten waren in meinem Test ok, aber aufgrund des Netzteils mit “nur” 200W ist die PS18 lediglich bis +- 160W als USV brauchbar. Zudem war die Effizienz hier eher schwächer.

Als Solarpuffer OK, aber als stationäre USV gibt es bessere Modelle.

Pluspunkte gibt es wieder für den Lüfter. Dieser verfügt über drei Stufen, aus, langsam und schnell. Ab einer Last +- um die 100W geht dieser an, dies ist normal und bei den meisten Powerstations so. Aber gerade die EcoFlow Modelle haben leider sehr laute Lüfter, auch bei 100W. Dies ist hier nicht der Fall, in der “langsamen” Stufe ist dieser nur minimal hörbar.

Das Display der Powerstation ist gut und liefert alle wichtigen Werte, ist aber auch nicht außergewöhnlich. Dieses entspricht dem guten Standard für eine Powerstation dieser Klasse.

Das Einzige, was ich verglichen mit einigen anderen Modellen bemängeln muss, ist das langsame Laden. Mittlerweile geht der Trend bei Powerstations zum super schnellen Laden mit einem internen Netzteil. Klar dies macht Powerstations größer, aber solche Modelle sind dann meist in 1-3 Stunden geladen.

Die VOLTERO PS18 benötigt knappe 8 Stunden. Dies ist nicht extrem langsam, aber halt auch nicht “rasant” zudem bist Du immer auf das beiliegende Netzteil angewiesen.

Erfreulicherweise ist aber das Laden via Solar bei der Powerstation recht stark, mit bis zu 2x 200W und passenden Adapterkabeln auf „Standard“ MC4 Stecker bereits mit im Lieferumfang.

Kommen wir damit auch zum Abschluss, was halte ich von der VOLTERO PS18? Als klassische Powerstation, für unterwegs, beim Camping, in Kombination mit einem Solarpanel kann ich diese dank hoher Kapazität, guter Anschlussvielfalt und der LiFePO4 Zellen mit gutem Gewissen empfehlen!

Auch der Preis passt hier! Wir sind bei unter 1€ pro Wh, was ich als fair einstufe. Es gibt sicherlich noch luoriösere Modelle, aber bei diesen zahlst Du entsprechend pro Wh auch mehr als bei der VOLTERO PS18.

VOLTERO PS18
POSITIV
Haltbare und sichere LiFePO4 Zellen
Gute praktische Kapazität mit bis zu 1269 Wh
Viele Anschlüsse inklusive USB C 60W
PPS Support beim primären
Bis zu 2x 200W standard Solarpanels lassen sich verbinden
Hilfreiches Display
Leistungsstarke Steckdosen mit bis zu 1800W
Dezenter und gut gesteuerter Lüfter
NEGATIV
Ca. 8 Stunden Ladedauer mit beiliegenden 200W Netzteil
Als USV nur bedingt einsetzbar
90

Die ANKER 537 Powerbank (PowerCore 24K für Laptop) im Test, schnelles entladen, langsames laden?!

Anker bietet mit der 537 eine Powerbank, welche speziell für den Einsatz an Notebooks beworben wird. So trägt diese auch den Beinamen “PowerCore 24K für Laptop”.

Passend dazu besitzt diese laut Anker eine hohe Kapazität von 24000 mAh und einen leistungsstarken 65W USB C Ausgang.

Wollen wir uns da einmal die Powerbank im Test ansehen! Kann diese überzeugen?

 

Die ANKER 537 Powerbank (PowerCore 24K für Laptop) im Test

Mit 24000mAh ist die Anker 537 auf dem Papier schon eine etwas größere Powerbank. Allerdings die Abmessungen finde ich sind nicht zu groß.

So misst die Powerbank ca. 160 x 85 x 26 mm und bringt 496g auf die Waage.

INIU BI-B63 25000 mAh 487g
ANKER 537 24000 mAh 496g
imuto SCP-100 Container-X 26800 mAh 548g
Anker 737 24000 mAh 632g
Anker 347 40000 mAh 937g

 

496g ist für eine Powerbank dieser Klasse soweit ok! Nein es ist nicht die kompakteste Powerbank der Klasse, aber auch nicht die größte.

Dabei ist die Verarbeitungsqualität Anker typisch hervorragend! Auch das Design wirkt extrem wertig und fast schon edel. Gerade die fast schon etwas seidig anmutende Oberseite gefällt!

 

Die Anschlüsse

Die Anker 537 besitzt zwei USB C Ports und einen USB A Port.

  • USB C 1 / 2 – Power Delivery 65W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/1,5A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB A – Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2,25A, 12V/1,5A

Anker setzt bei den USB C Ports auf den USB Power Delivery Standard mit bis zu 65W Leistung. Damit ist die Powerbank für Smartphones von Apple und Google ideal, wie aber auch für Notebooks.

Notebooks wie die Dell XPS Serie oder die Apple MacBooks nutzen USB Power Delivery und können entsprechend an der Powerbank laden. 65W ist hier für die 13 Zöller mehr als ausreichend.

Der USB A Port setzt hingegen auf Quick Charge und ist ebenfalls universell kompatibel.

Allerdings bei den technischen Daten gibt es zwei Auffälligkeiten.

  1. Laut Beschriftung auf der Rückseite hat die 12V Stufe nur 1,5A. Dies ist aber falsch! Laut meinem USB PD Trigger hat die 12V Stufe 3A, wie es eigentlich zu erwarten wäre.
  2. Der USB A Port hat eine mysteriöse 10V/2,25A Stufe, wo ich nicht so recht erklären kann wofür diese gut ist.

 

Drosselung

Die ANKER 537 Powerbank kann bis zu 65W ausgeben, wahlweise über Port 1 oder Port 2. Allerdings nutzt Du beide Ports gleichzeitig, dann werden diese entsprechend gedrosselt.

USB C 1 USB C 2 USB A
65W
45W 20W
45W 15W (geteilt) 15W (geteilt)

Nutzt Du Port 1 und 2, dann wird USB C 1 auf 45W gedrosselt und Port 2 auf 20W.

Nutzt Du zusätzlich den USB A Port, dann bleibt USB C 1 bei 45W (gut) und Port 2 und 3 teilen sich 5V/3A.

 

Mit PPS

Erfreulicherweise unterstützt die ANKER 537 Powerbank PPS auf beiden Ports!

  • Port 1 / 2 Solo Nutzung- 3,3-16V bei bis zu 3A
  • Port 1 bei gleichzeitiger Nutzung von Port 2 – 3,3 – 16V bei bis zu 3A
  • Port 2 bei gleichzeitiger Nutzung von Port 1 – 3,3 – 11V bei bis zu 2A

Damit kann die Powerbank Samsung S Smartphones mit bis zu 25W laden, aber nicht mit bis zu 45W.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Eine Powerbank unter vielen Namen

An dieser Stelle möchte ich einmal kurz Ankers Namensschema etwas kritisieren, denn ich weiß nicht so recht wie ich diese Powerbank nennen soll.

  • Anker 537 Powerbank
  • Anker PowerCore 24K für Laptop
  • Anker A1379

Anker selbst scheint sich hier nicht so recht entscheiden zu können. “Anker 537” ist anscheind so ein wenig das neue Namensschema von Anker. “Anker PowerCore 24K für Laptop” ist so ein wenig der “Klassische” Name und Anker A1379 ist die offizielle Modellnummer.

Etwas verwirrend, wie ich finde.

 

Die Kapazität

Laut Anker soll die PowerCore 24K 24000 mAh Kapazität bieten. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 70,64 19092 79,5%
9V/1A 74,555 20150 84,0%
9V/3A 76,777 20751 86,5%
20V/1A 72,631 19630 81,8%
20V/3A 70,62 19086 79,5%

Im Test schwankte die Kapazität der Powerbank zwischen 19086 mAh und 20751 mAh. Dies sind Ergebnisse welche in einem “erwartbaren” Bereich für eine 24000mAh Powerbank liegen.

Generell: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist ihr Entladen nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku, werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) ++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Grundsätzlich eignet sich die ANKER 537 Powerbank wunderbar für alle Apple Geräte. iPhones und iPads werden am 65W Port konstant mit dem vollen Tempo geladen. Auch für die MacBooks sind 65W in der Regel ausreichend.

Das große MacBook Pro 16 könnte zwar etwas knapp sein, wenn Du dieses parallel auch belastet, aber im Großen und Ganzen ist die Powerbank gut für MacBooks nutzbar.

Dank PPS kann die ANKER 537 auch die Google Pixel Smartphones mit dem vollen Tempo laden, wie auch Samsung Smartphones mit bis zu 25W.

65W sind in der Regel auch für Windows Notebooks, zumindest die 13/14 Zoll Modelle, eine gute Leistung.

 

Etwas langsames Laden (maximal 20W)

Die meisten Powerbanks können mit dem gleichen Tempo geladen wie auch entladen werden. Manchmal etwas langsamer, aber meist dann nur “eine Stufe” langsamer.

Bei der ANKER 537 Powerbank sieht dies aber etwas anders aus! Folgende Werte gibt Anker an:

5V/3A, 9V/3A, 12V/1,5A, 15V/2A, 20V/1,5A

Laut Anker kann die 537 also mit maximal 30W laden (20V * 1,5A = 30W bzw. 15V * 2A = 30W). Aber in der Praxis habe ich Probleme diese Werte zu erreichen!

In der Praxis wollte die Powerbank nicht mit mehr als 20W (20V/1A) laden! Ich habe dies am Anker 735, UGREEN Nexode 200W und URVNS A1903 getestet, an allen drei Ladegeräten das gleiche Verhalten!

An einem USB PD Ladegerät benötigte die Powerbank rund 5 Stunden für die Ladung von 0% auf 100%. Dies ist etwas langsamer als ich erwartet hätte!

An einem 5V/2,4A Ladegerät dauerte das Laden bei mir 15:41h, was ebenfalls recht langsam ist, da hier nur mit 6,x W geladen wurde.

 

Ladeeffizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Ladeeffizienz zu sprechen. Also das Verhältnis aus Energie die Du benötigst um die Powerbank zu laden gegen die Energie die Du am Ende nutzen kannst.

Eine 0% auf 100% Ladung an einem USB PD Ladegerät benötigte im Test 93,46Wh. An einem 5V/2,4A Ladegerät 99,84Wh.

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
USB PD 82% 76%
USB A 5V 77% 71%

Dies resultiert in einer Ladeeffizienz, welche zwischen 82% und 71% schwankt. Dies ist gut! Sehr wenige Powerbanks erreichen eine Ladeeffizienz von über 80%. Selbst über 70% sind nicht selbstverständlich.

 

Video

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Youtube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

 

Fazit

Ich tue mich etwas schwer mit der ANKER 537 Powerbank (PowerCore 24K für Laptop). Zum Zeitpunkt dieses Tests kostet die Powerbank rund 110€. Dies ist zu viel!

Beginnen wir aber zunächst damit was es an der Anker 537 zu mögen gibt. Die Kapazität ist mit maximal 20750 mAh in der Praxis gut, der 65W USB C Port funktioniert wie gewünscht und vor allem das Design und die Haptik sind tadellos!

Die ANKER 537 Powerbank wirkt einfach sehr wertig und wird an einem 13 Zoll Notebook oder Smartphones einen sehr guten Job machen. Dank PPS ist die Powerbank nicht nur für Apple Smartphones gut geeignet, sondern auch für die Samsung S Modelle, welche mit bis zu 25W an der Powerbank laden können. Nein 45W Laden der Ultra Modelle wird nicht unterstützt.

Wofür gibt es aber Kritik? In meinem Test lud die Powerbank lediglich mit maximal 20W, was in einer Ladezeit von 5 Stunden resultiert. Für eine 100€+ Powerbank ist dies sehr langsam!

ANKER 537 Powerbank (PowerCore 24K für Laptop), 24.000mAh 65W...

  • 65W USB C Ausgang
  • Mit PPS 3,3-16V bei 3A
  • Gute echte Kapazität mit maximal 20751 mAh
  • Sehr wertiges Design
  • Relativ langsames Aufladen, 0% auf 100% in 5 Stunden
  • Hoher Preis

Zudem gibt es mit der INIU BI-B63 einfach eine bessere Powerbank in dieser Klasse. Die INIU BI-B63 hat mehr Kapazität, ebenfalls 65W, lädt in 2:30h und kostet die Hälfte.

Ja die Anker 537 ist nicht schlecht und sicherlich subjektiv wertiger, vielleicht auch haltbarer, aber das kann ich nicht beurteilen. Aber ich würde vermutlich die INIU BI-B63 der ANKER 537 vorziehen, vor allem bei solch einem Preisunterschied. Eventuell würde ich im Zweifel sogar eher zur Anker 737 greifen.

Der Beelink Mini S12 im Test, der günstigste Mini-PC bisher im Test!

Der Mini S12 ist aktuell der günstigste Mini-PC aus dem Hause Beelink. Dieser kostet gerade einmal 199€, was für einen neuen Computer wahnsinnig günstig ist!

Natürlich müssen wir bei solch einem günstigen Preis mit Einschränkungen rechnen. Auf den ersten Blick sieht der Beelink Mini S12 aber soweit interessant aus!

  • Intel N95 CPU mit 4 Kernen
  • 8GB RAM
  • 256GB SSD
  • Windows 11
  • Bis zu 2x 4K Monitore

Klingt doch in Anbetracht des Preises brauchbar! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Vor allem wie leistungsstark ist der Intel N95 Prozessor? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Beelink für das Zurverfügungstellen des Beelink Mini S12 für diesen Test.

 

Der Beelink Mini S12 im Test

Der Beelink Mini S12 ist auf den ersten Blick ein absolut klassischer Mini-PC. So ist dieser mit 115 x 102 x 38 mm durchaus schön kompakt, aber auch nicht absolut winzig. Dieser setzt auf die typische “NUC” Größe, was für mich völlig ok ist.

Beelink bleibt sich aber bei der Portausstattung absolut treu. Diese ähnelt sich bei fast allen Beelink PCs sehr, so auch hier.

  • 4x USB A 3.0
  • 1x 3,5mm Headset Anschluss
  • 1x Gbit LAN
  • 2x HDMI 2.0
  • 1x DC Eingang

Auf der Front des PCs haben wir neben dem Einschalter und einem clear CMOS Taster 2x USB A 3.0 und einen Anschluss für ein Headset.

Zwei weitere USB A Ports finden wir auf der Rückseite, gemeinsam mit Gbit LAN und 2x HDMI 2.0.

Dies ist eine brauchbare Portausstattung, wenn auch nicht übermäßig großzügig. Ein USB C Port und vielleicht ein Kartenleser wäre sicherlich noch nett gewesen.

 

Aufrüsten und im Inneren

Du kannst den Beelink Mini S12 sehr einfach öffnen. Du findest auf der Unterseite vier Schrauben, diese musst du lösen und du findest Zugriff auf:

  • 1x 2,5 Zoll SSD Slot
  • 1x M.2 2280 SSD Slot
  • 1x DDR4 So-DIMM Slot

Erst einmal finde ich es klasse, dass wir zwei SSDs verbauen können! Allerdings finde ich es wiederum sehr schade, dass wir nur einen RAM Slot haben!

Entsprechend besitzt der Mini-PC auch nur Single Channel “Geschwindigkeit”. Dies ist übrigens keine Entscheidung von Beelink bzw. nicht direkt, denn der Intel N95 unterstützt laut Intel nur einen Speicherkanal!

Quelle: https://www.intel.de/content/www/de/de/products/sku/231800/intel-processor-n95-6m-cache-up-to-3-40-ghz/specifications.html

 

Die Performance

Sicherlich das spannendste ist die Leistung des hier verbauten Intel N95. Der Mini S12 ist ohne jede Frage ein PC der auf einen möglichst niedrigen Preis gebaut ist und entsprechend ist vom N95 eher “grenzwertige Leistung” zu erwarten.

Grundsätzlich ist der Intel N95 eine aktuelle CPU (Baujahr 2023) mit 4 Kernen und bis zu 3,4GHz. Diese setzt auf Alder Lake-N Kerne.

Leider sieht die Leistung in Benchmarks eher dürftig aus! Dies ist einer der langsamsten PCs den ich bisher in den Fingern hatte.

 

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie ist hier der Beelink Mini S12 nutzbar?

Das hängt etwas von deinen Anforderungen ab. Als sehr einfacher Office/Web PC oder als “RaspberryPI ersatz” im Home-Server Schrank ist der Beelink Mini S12 nutzbar.

Office Anwendungen laufen sauber, sofern du nicht zu große Tabellen öffnest. Auch das Webbrowsen ist soweit flüssig und fühlt sich “gut” an. An sich fühlt sich der PC auch etwas besser an als die Benchmark Tests vermuten lassen.

Ich vermute dies liegt an der etwas höheren Single Core Leistung.

Allerdings ist der S12 auch beim besten Willen nicht flott! Gerade wenn etwas im Hintergrund läuft, Updates oder ähnliches, spürst Du dies deutlich.

Foto oder Video-Bearbeitung ist in einem einfachen Umfang grenzwertig machbar. Aber erneut, der S12 ist primär für sehr einfach Arbeiten gemacht!

4K Youtube Videos + 4K Monitor funktionieren in der Regel problemlos und flüssig. 4K Monitore gehen immer, 4K Youtube Videos sofern nicht zu viel im Hintergrund läuft.

 

Die SSD

Im Beelink Mini S12 steht eine 256GB NVME SSD. Normalerweise verwendet Beelink Kingston SSDs, aber in diesem Fall ist eine etwas exotischere AZW 256G 230210 P verbaut. Anscheinend ist dies eine Silicon Motion SSD.

Die SSD kommt hier nur auf rund 8xx MB/s. Dies liegt allerdings nicht an der SSD! Diese ist hier anscheinend nur mit PCIe 3.0 x1 angebunden.

Ist dies ein Problem? Es ist natürlich nicht optimal, aber wir sind hier weiterhin deutlich über SATA SSD Geschwindigkeit. Die SSD ist hier also nicht der Flaschenhals!

 

Stromverbrauch

Ein Highlight der meisten Mini-PCs ist der Stromverbrauch. Dies gilt auch für den Beelink Mini S12.

Allerdings war der Stromverbrauch des kleinen etwas höher als ich es erwartet hätte. So benötigt der PC im Leerlauf ca. 11W.

Unter Last steigt der Verbrauch auf 22W bzw. 17W, was wieder recht wenig ist.

Ausgeschaltet benötigt der PC 1,1W.

 

Fazit

Ich bin ein großer Freund von Mini-PCs. Allerdings müssen wir hier zwischen den diversen Modellen natürlich unterscheiden.

Der Beelink Mini S12 ist ganz klar ein absolutes Einstiger/Spar-Modell! An sich ist der S12 ein “aktueller” Mini-PC mit Intel CPU Baujahr 2023, Windows 11, NVME SSD usw.

Allerdings ist der Intel N95 wirklich keine schnelle CPU! Für mehr als ganz einfaches Office oder Webbrowsen ist der Beelink Mini S12 nur bedingt geeignet. Und selbst dort kannst Du bei Updates im Hintergrund merken wie der PC “arbeitet”.

Der Beelink Mini S12 ist damit wenn eher als sekundär-PC geeignet oder vielleicht als keiner “Server” für Anwendungen wie Home Assistant, Docker Container usw.

Hier macht dieser auch aufgrund des niedrigen Anschaffungspreis und der fairen Leistungsaufnahme von +- 11W im Leerlauf eine gute Figur.

5x USB C Kabel mit Display im Vergleich, sollte jeder haben!

USB C Kabel mit Display, das dir gleich Leistungswerte anzeigt, ist etwas super Faszinierendes! Alleine, dass es möglich ist, solche leistungsmessende Elektronik in einem USB C Stecker unterzubringen, ist beeindruckend.

Aber dies ist nicht nur beeindruckend, sondern auch praktisch. So kannst du auf einen Blick sehen, wie viel Leistung in dein Smartphone, Powerbank oder Notebook geht. Neben dem einfachen Informationswert kannst du so auch Probleme diagnostizieren.

Du hast das Gefühl dein Gerät lädt zu langsam? Mithilfe solch eines Kabels kannst du nachprüfen, ob dein Gefühl stimmt! Dein Gerät möchte nicht angehen? Auf einen Blick kannst du sehen ob es lädt oder ob beim Laden der Fehler liegt.

Mittlerweile gibt es einige dieser USB-C Kabel mit Display. Aber gibt es bei diesen große Unterschiede in Punkto Ladeleistung und Messgenauigkeit?

Um genau dies zu klären, habe ich mir gleich 5x dieser USB C Kabel bestellt. Wollen wir mal im Test schauen, ob es nennenswerte Unterschiede gibt.

 

Unsere Testkandidaten

Schauen wir uns zunächst an, was für Kabel ich gekauft habe.

1/1,2 Meter 2 Meter
IZHOI USB C auf USB C Kabel 13,99€ 14,99€
mcdodo USB C Kabel 14,99€
SOOPII 100W USB C Kabel 9,99€ 12,99€
USAMS (wiredge) USB C auf USB C Kabel 12,67€ 14,19€
USAMS enablink USB C auf USB C Kabel 16,99€ 18,99€

(Preise zum Zeitpunkt des Tests)

Spannenderweise habe ich zwei USAMS Kabel im Vergleich. Allerdings wurden diese mir einmal als “Wiredge” und einmal als “Enablink” verkauft. Glücklicherweise sind dies aber zwei unterschiedliche Kabel.

Das günstigste Kabel kostet zum Zeitpunkt dieses Artikels gerade einmal 9,99€. Sehr schön!

Allgemein sind die Kabel mit Display nicht zu teuer. Alle Kabel in diesem Vergleich sind 100W/5A Kabel! Diese liegen preislich zwischen 10€ und 19€, was hierfür nicht zu teuer ist! Verglichen mit normalen Kabeln haben wir also einen Aufpreis von höchstens 2-4€.

 

Die Ladekabel mit Display

Grundsätzlich machen alle Ladekabel im Vergleich einen sehr hochwertigen Eindruck! So sind diese alle textilummantelt und auch die Stecker machen einen guten Eindruck.

Die USAMS, mcdodo und IZHOI Kabel sind dabei recht ähnlich, was die Ummantelung und den generellen Qualitätseindruck betrifft.

Das SOOPII Kabel hebt sich etwas ab! So ist hier die Ummantelung etwas gröber, aber das Kabel ist dafür das flexibelste im Vergleich.

Die anderen vier Kabel wirken hier etwas steifer, aber auch nicht problematisch steif.

Rein optisch gefällt mir das enablink USB C auf USB C Kabel am besten, aufgrund des durchsichtigen Steckergehäuses.

 

Beim Ladetempo kein (großer) Unterschied!

Alle Kabel in diesem Vergleich sind sogenannte 100W/5A Kabel. Entsprechend können diese innerhalb des USB Power Delivery Standards bis zu 100W übertragen.

Dabei haben die Kabel KEINEN großen Einfluss auf das Ladetempo! Früher hat das Kabel durchaus einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit gehabt. Dies war aber noch vor USB Power Delivery und Quick Charge.

Beim normalen 5V Laden wird die Ladespannung oft als Information zur Leistungsfähigkeit des Ladegerätes interpretiert. Ist die 5V Spannung aufgrund eines schlechten Kabels auf z.B. 4,7V gefallen, war dies ein Anzeichen, dass wir an der Leistungsgrenze des Ladegeräts angekommen waren, entsprechend wurde das Ladetempo gedrosselt.

Bei USB Power Delivery gibt es aber eine direkte Kommunikation zwischen Ladegerät, Ladekabel und Smartphone. Dein Ladegerät sagt deinem Smartphone direkt, wie viel Leistung es liefern kann. Zudem informiert das Ladekabel die Geräte ob es bis zu 3A oder bis zu 5A übertragen kann.

Entsprechend ist ein kleiner Spannungsabfall hier kein Problem mehr. Klar, es gibt hierdurch weiterhin Schwankungen, aber diese liegen im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

 

Was wird angezeigt?

Grundsätzlich zeigen dir alle Kabel auf dem Display die aktuelle Leistung in Watt an. Allerdings gibt es hier zwei wichtige Unterschiede.

Die Kabel von USAMS und mcdodo zeigen keine Nachkommastellen an! Diese runden immer, was bei Leistungen im Bereich 0-9W natürlich suboptimal ist.

Die Kabel von IZHOI und SOOPII zeigen Nachkommastellen an, bei unter 10W.

Zudem zeigt das IZHOI Kabel auch die Spannung und den Strom an. Dieses wechselt im Sekundentakt zwischen den drei Angaben (Watt, Volt und Ampere) hindurch.

mcdodo
SOOPII
USAMS enablink USB C auf USB C Kabel
IZHOI
USAMS (wiredge) USB C auf USB C Kabel

 

Wie hoch ist die Messgenauigkeit?

Kommen wir zur spannendsten Frage: Wie hoch ist die Messgenauigkeit? Hierfür vergleiche ich die angezeigten Werte mit den Messwerten eines gesonderten Messgerätes, welches sehr genau ist.

Eine kleine Abweichung ist hier völlig normal und aufgrund der Steckverbindung auch zu erwarten, aber mehr als 1-2 % sollte dies nicht sein.

Ich führe alle Messungen bei unterschiedlichen Spannungs- und Leistungsstufen durch.

Grundsätzlich sind alle Kabel ausreichend, um eine ordentliche Aussagekraft zu haben. Allerdings, gerade bei den niedrigen Leistungsstufen, unter 1A, haben wir Abweichungen teils von 30%+.

Bei höheren Lasten, 2A+, haben wir hingegen meist Abweichungen unter 10%.

Auffällig, meist liegen die Kabel etwas unter meinem Messgerät mit Ausnahme des IZHOI USB C auf USB C Kabel. Das IZHOI liegt fast konstant über den Messwerten, dies zu Teilen auch sehr deutlich.

Werfen wir einen Blick auf die durchschnittliche Abweichung, dann sehen wir, dass diese zwischen + 13% und – 7% über alle Leistungs- und Spannungs schwankt.

Das im Schnitt beste Kabel ist das SOOPII 100W USB C Kabel und USAMS (wiredge) USB C auf USB C Kabel.

Das Kabel mit der höchsten Abweichung ist das IZHOI USB C auf USB C Kabel, gefolgt vom mcdodo USB C Kabel.

  1. USAMS (wiredge) USB C auf USB C Kabel
  2. SOOPII 100W USB C Kabel
  3. USAMS enablink USB C auf USB C Kabel
  4. mcdodo USB C Kabel
  5. IZHOI USB C auf USB C Kabel

 

Fazit

Ein USB C Kabel mit Display ist eine Bereicherung! Egal ob du nur die Leistungswerte aus Interesse sehen möchtest oder versuchst, ein Problem zu diagnostizieren.

Dabei zahlst du für diese Art Kabel auch fast keinen Aufpreis. Von daher kann ich alle 5 Kabel in diesem Vergleich prinzipiell empfehlen, zumal es bei der Ladegeschwindigkeit keine nennenswerten Unterschiede gibt.

Bei USB Power Delivery gibt es hier praktisch keine Unterschiede, abseits von den drei Leistungsstufen, bis 60W/3A, bis 100W/5A und bis 240W.

Alle Kabel hier sind bis 100W/5A Kabel, also auch für größere Notebooks geeignet!

Welches Kabel würde ich am meisten empfehlen? Ich würde mich vermutlich zwischen folgenden beiden Modellen entscheiden.

Beide haben +- die gleiche Messgenauigkeit. Das USAMS (wiredge) Kabel wirkt etwas wertiger, ist aber auch steifer und teurer.

Das SOOPII 100W USB C Kabel hat eine etwas weichere Ummantelung (könnte daher weniger haltbar sein), ist aber flexibler und ein Stück günstiger.

Das XLayer 219587 65W Ladegerät im Test

XLayer bietet mit seinem “219587” ein kompaktes und günstiges 65W USB C Ladegerät mit 3 Ports an. Zwei dieser Ports setzen auf USB C, ein Port auf USB A, die aus meiner Sicht ideale Mischung.

Dabei ist XLayer ein seriöser Hersteller, der nicht von heute auf morgen verschwindet.

Was kann da schon schief gehen? Schauen wir uns genau dies einmal im Test an! Kann das XLayer 219587 65W Ladegerät überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an XLayer für das Zurverfügungstellen des Ladegerätes für diesen Test.

 

Das XLayer 219587 65W Ladegerät im Test

XLayer setzt bei seinem Ladegerät auf den gängigen Steckdosen-Adapter- Formfaktor. Mit 58 x 59 x 29,5 mm und einem Gewicht von 124g ist dieses für ein 65W Modell durchschnittlich groß und schwer.

XLayer setzt dabei auf einen weißen Kunststoff für das Gehäuse. An sich macht dieser einen guten Eindruck. Lediglich das hintere Steckerelement setzt auf einen etwas anderen Weißton, was nicht ganz so schick aussieht.

Generell wirkt aber die Verarbeitung und auch das Gewicht vertrauenswürdig.

 

Die Anschlüsse

Das XLayer 219587 65W Ladegerät verfügt auf der Oberseite über 2x USB C und 1x USB A.

  • 2x USB C – USB Power Delivery 65W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • 1x USB A – 60W – 5V/4,5A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3A

Die beiden USB C Ports setzen auf den üblichen Power Delivery Standard. Mit 65W sind die Ports auch stark genug, große Geräte wie Notebooks zu versorgen.

Etwas mysteriöser ist der USB A Port. Dieser unterstützt Quick Charge und so wie es aussieht den Huawei Super Charge 22,5W Standard.

Allerdings verfügt das Ladegerät über maximal 65W. Belastet du mehrere Ports werden diese nach einem festen Muster gedrosselt:

  • 1 Port = 65W / 60W
  • USB C 1 + USB C 2 = 45W + 20W
  • USB C 1 + USB A 1 = 45W + 20W
  • USB C 1 + USB C 2 + USB A = 45W + geteilte 5V/3A

Effektiv wirst du das Ladegerät gut mit 2 Geräten nutzen können, z.B. iPad an Port 1 und iPhone an Port 2. Drei Geräte hingegen sind wieder etwas knapp.

 

Mit PPS

Das XLayer 219587 65W Ladegerät bringt auch eine Unterstützung für den PPS Standard auf beiden USB C Ports mit.

3,3-21V bei bis zu 3A

Für ein 65W Ladegerät eine perfekte PPS Range.

Mehr zum PPS Standard https://techtest.org/usb-power-delivery-ladegeraete-mit-pps-uebersicht-und-info/

 

Belastungstest

Ich habe das XLayer 219587 65W Ladegerät 6 Stunden lang zu 100% belastet. Dies hat das Ladegerät ohne Probleme überstanden.

Dabei hat es sich weit unterdurchschnittlich erwärmt! Ich konnte maximal 71 Grad messen, was für ein Ladegerät dieser Klasse nicht viel ist.

 

Spannungsstabilität

Werfen wir einen Blick auf die Spannungsstabilität der USB-C Ports unter Last.

Spannung Maximal erlaubt Minimal erlaubt
0A 5,226 5,5 4,75
1A 5,15 5,5 4,75
2A 5,091 5,5 4,75
3A 5,022 5,5 4,75

 

Spannung Maximal erlaubt Minimal erlaubt
0A 9,039 9,45 8,55
1A 8,967 9,45 8,55
2A 8,904 9,45 8,55
3A 8,84 9,45 8,55

 

Spannung Maximal erlaubt Minimal erlaubt
0A 19,98 21 19
1A 19,93 21 19
2A 19,87 21 19
3A 19,82 21 19

Die Spannungsstabilität ist nicht die größte Stärke des XLayer 219587. Bei der 5V Stufe fällt die Spannung von 5,226V im Leerlauf auf 5,022V bei 3A Last. Ähnliches gilt für die 9V Stufe.

Zwar ist eine gut geregelte Spannung immer schön, allerdings in der Praxis spielt dies keine Rolle. Solange die Spannungen innerhalb der Grenzwerte bleiben, was hier aber klar der Fall ist.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel +
Huawei Smartphones ++
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) ++

 

+++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten

++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten

+ = flottes Ladetempo zu erwarten

0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten

– = Langsames Ladetempo zu erwarten

— = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Das Xlayer 65W Power Saver ist dank der Unterstützung des Power Delivery Standards ideal für das iPhone (ab dem iPhone x) und die iPads. 65W ist auch genug für viele Notebooks, wie die MacBooks oder auch viele Windows Notebooks.

Dank des PPS Supports ist das Ladegerät auch gut für die Samsung S20/S21/S22 Serie geeignet. Lediglich die Ultra Modelle werden eventuell nicht mit dem vollen Tempo geladen.

 

Effizienz

Schauen wir uns noch die Effizienz des Ladegerätes an.

Hier war ich durchaus etwas überrascht, wobei dies eigentlich eine Lüge ist, denn ich habe zuvor das Xlayer 65W Power Saver getestet. Beide Ladegeräte scheinen Schwestermodelle zu sein, welche eine ähnlich hohe Effizienz bieten.

So ist die Effizienz mit 87,3% bis 91,8% hervorragend! Gerade die Effizienz bei niedriger Last ist hervorragend. Aber auch die 91,8% bei hoher Last sind spitze!

 

Fazit

Das XLayer 219587 65W Ladegerät ist absolut empfehlenswert! Das Ladegerät bietet eine sehr gute Leistung.

So haben wir gleich zwei USB C Ports mit bis zu 65W und der Unterstützung von PPS. Hierdurch eignet sich das Ladegerät sowohl für Smartphones wie das iPhone 14 Pro oder auch das S22, wie auch für größere Geräte wie die MacBooks (vor allem das 13 Zoll Modell).

Dabei hat das Ladegerät eine hervorragende Effizienz (87,3% bis 91,8%) und eine sehr geringe Hitzeentwicklung.

Wir haben lediglich eine recht starke Drosselung der einzelnen Ports, wenn du diese gleichzeitig nutzt. Ansonsten ist dies aber ein top Ladegerät zum fairen Preis.

Das NZXT Capsule Mini im Test, ein günstiges, schickes aber gutes Mikrofon?

Guter Klang ist etwas sehr Wertvolles, gerade für Streamer und Content Creator! Daher liegen Tisch-Mikrofone absolut im Trend. Fast jeder große “Gaming” Hersteller bietet solche an, auch NZXT.

Bisher hatte NZXT eins im Angebot, das NZXT Capsule. Dies ist ein recht großes und aufwändiges Mikrofon.

Aber was, wenn du etwas platzsparendes und günstigeres suchst? Hier kommt das neue NZXT Capsule Mini ins Spiel. Auch dieses soll eine herausragende Audioqualität, bei kompaktem Gehäuse und niedrigerem Preis bieten.

Liest sich doch sehr gut! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist der Klang des Mikros wirklich so gut, bei einer UVP von 69,99€?

Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an NZXT für das Zurverfügungstellen des Capsule Mini für diesen Test.

 

Das NZXT Capsule Mini im Test

Die Designsprache von NZXT ist wunderschön, das ist zumindest meine Meinung! So finde ich, dass das Capsule Mini einfach toll aussieht!

NZXT setzt hier auf ein super schlichtes und elegantes Design. So besteht das Gehäuse des Mikrofons aus einem matt weißen Kunststoff, welcher extrem wertig wirkt. Hinzu kommen schwarze Akzente beim Standfuß und der Abdeckung für die Mikrofon-Kapsel.

Der Standfuß des Minis besteht aus Metall und ist schön schwer und entsprechend stabil.

Das Mikrofon inklusive Standfuß bringt satte 553g auf die Waage. Trotz des günstigeren Preises ist das Capsule Mini nicht billig gebaut.

Zur Steuerung des Mikrofons haben wir lediglich ein Drehrad auf Front, welches sich allerdings auch drücken lässt. Auf der Unterseite haben wir die Anschlüsse. Dort findet sich ein USB-C Port und ein 3,5mm Kopfhörerausgang für das “Monitoring”.

 

Optionaler Boom Arm Mini

Parallel zum Capsule Mini führt NZXT auch einen passenden Boom Arm ein. Dieser ist speziell für das Mikrofon gemacht.

Der Arm macht einen qualitativ sehr guten Eindruck und setzt ebenfalls auf ein wunderbar minimalistisches Design.

 

Software und Windows

Grundsätzlich brauchst Du für das Capsule Mini keine spezielle Software. Du verbindest dieses mit deinem PC und es wird sofort voll erkannt.

 

Es gibt eine Integration in NZXT CAM, aber diese ist um ehrlich zu sein etwas schwächer als ich erwartet hätte. Es gibt hier lediglich drei Drehregler und das wars. Ich hätte noch mit EQ oder anderen Sound Profilen gerechnet, diese scheint es aber nicht zu geben.

Sehr schade! Sofern du NZXT CAM nicht noch für andere Geräte benötigst kannst Du dir an sich die Installation sparen.

 

Der Klang

Das NZXT Capsule Mini ist ein recht einfaches Mikrofon mit 24 Bit und 48000 Hz Auflösung. Grundsätzlich gilt hier aber erst einmal “mehr Bit und Hz” bedeuten nicht einen besseren Klang. Diese Daten werden nur vom Analog-Digital-Wandler diktiert, während der Klang primär von der Mikrofon-Kapsel bestimmt wird.

Wie zu erwarten war, liefert das NZXT Capsule Mini einen sehr klaren und vollen Klang. Dieser liegt in seiner Wertigkeit klar über Gaming-Headsets!

Gerade die Klangfülle ist sehr gut! Ebenso haben wir eine recht große Räumlichkeit im Klang. Diese ist allerdings etwas Geschmackssache.

So versuchen “Podcaste-Mikrofoner” sich etwas auf deine Stimme zu fokussieren, was beim Capsule Mini weniger der Fall ist. Hierdurch werden bei diesem mehr Hintergrundgeräusche aufgezeichnet.

Allerdings musst Du hier auch weniger steif vor dem Mikrofon sitzen. Das Capsule Mini kommt mit etwas Abstand und „Bewegung“ ganz gut klar.

Allerdings wird auch Rascheln und Rauschen recht ungefiltert aufgezeichnet.

 

Fazit

Wie so oft im Leben ist alles etwas eine Preisfrage. Ist das NZXT Capsule Mini besser als das Maono PD400x oder Elgato Wave:3? Nein, aber das Capsule Mini kostet auch nur 69,99€, was die Hälfte bis 1 / 3 der angesprochenen Modelle ist.

Das NZXT Capsule Mini ist als einfaches und gutes Upgrade zu Headset-Mikrofonen zu betrachten. So bietet dieses klar einen wertigeren und volleren Klang. An diesem ist auch nichts auszusetzen!

Mir gefällt die Klangfarbe und Fülle sehr gut! Lediglich nimmt das Mikrofon Hintergrund und Umgebungsgeräusche recht ungeschönt auf. Eine softwareseitige Rauschunterdrückung wäre bei Aufnahmen also zu empfehlen.

Ein großer Pluspunkt ist wieder das Design und die Abmessungen. Des NZXT Capsule Mini ist super kompakt und sehr schick! Ich liebe das NZXT Design, welches einfach schlicht und erwachsen ist.

Spricht dich also der günstige Preis und das schicke Design an, dann ist das Capsule Mini ein super Upgrade verglichen mit Headset-Mikrofonen.

NZXT Capsule Mini
85

Der Tineco PURE ONE Air PRO im Test, hohe Leistung und niedriger Preis!

Tineco baut hervorragende Waschsauger und Akkustaubsauger! Allerdings können gerade die High End Modelle gut ins Geld gehen!

Mit dem PURE ONE Air PRO hat Tineco nun einen neuen Akkusauger auf den Markt gebracht, welcher trotz hoher Leistung vergleichsweise günstig ist. So bekommst du den PURE ONE Air für 199€ und den Air Pro für 329€, was für einen Akkusauger ein spitzen Preis ist.

Allerdings müssen wir in dieser Preisklasse Kompromisse eingehen, oder? Auf den ersten Blick kann der PURE ONE Air PRO alles was du dir wünschen kannst.

  • Elektrische Bodenbürste
  • iLoop Smart Sensor für eine automatische Saugkraft Einstellung
  • Zyklon System um die Filter zu schonen
  • Besonders leiser Betrieb

Damit liest sich der PURE ONE Air PRO fantastisch, aber schauen wir uns dies einmal im Test an!

An dieser Stelle vielen Dank an Tineco für das Zurverfügungstellen des PURE ONE Air PRO für diesen Test.

 

Der Tineco PURE ONE Air PRO im Test

Auf den ersten Blick ist der Tineco PURE ONE Air PRO ein klassischer Akkustaubsauger. So haben wir ein vergleichsweise leichtes Handmodul mit einem durchsichtigen Schmutzauffangbehälter auf der Front.

Der Sauger setzt auf ein Gehäuse aus weißem matten Kunststoff, welches erfreulich wertig wirkt! Auf der Oberseite haben wir zudem eine Kunststoffabdeckung im verchromten Design und auf der Rückseite ein kleines Display, das dir im Betrieb die aktuellen Leistungswerte angezeigt.

Hierzu gehört eine 5-stufige Akkustandsanzeige wie auch der aktuelle Leistungsmodus. Hiervon haben wir allerdings nur zwei “Auto” und “Max”. Zwischen diesen beiden Stufen schaltest du über eine Taste auf der Oberseite hin und her.

Der Ein/Ausschalter ist wie üblich in einem “Abzug” Style gehalten. Die Taste rastet ein! Du musst den Einschalter also nicht konstant gedrückt halten.

Mit im Lieferumfang des PURE ONE Air PRO findet sich eine “Steh-Ladestation”, eine Bodenbürste (elektrisch), eine Polsterbürste (elektrisch) eine Fugenbürste und einen 2 in 1 „Staubpinsel“.

 

Filter des PURE ONE Air PRO

Der PURE ONE Air PRO besitzt zunächst einen sogenannten Zyklon Filter. Dieser kann Schmutz von Luft mit Hilfe der Zentrifugalkraft trennen.

Dies hat in der Praxis einen großen Vorteil, hast du einfach nur einen Filter im Inneren, dann setzt sich dieser super schnell zu. So wird die Luft ohne Verschleißteile bereits etwas gereinigt.

Der PURE ONE Air PRO hat weiterhin einen normalen Feinstaubfilter, welcher unter der Chrome Abdeckung auf der Oberseite versteckt ist. In diesem landet auch durchaus etwas Staub, aber er setzt sich nicht übermäßig schnell zu.

 

Super Leicht!

Der PURE ONE Air PRO ist ein erfreulich leichter Akkusauger! Dieser bringt gerade einmal 1,11 KG auf die Waage, inklusive Akku!

Damit ist dieser gerade für ältere Nutzer wunderbar zu händeln.

 

Akkulaufzeit und Laden, ein kleiner Schwachpunkt

Tineco bewirbt die Akkulaufzeit des PURE ONE Air PRO mit bis zu 30 Minuten. Aber die bis zu 30 Minuten sind nur ohne elektrische Bodenbürste und auf minimaler Leistung!

Mit elektrischer-Bodenbürste und weiterhin im Auto Modus kommen wir maximal auf 20 Minuten. Im Turbomodus haben wir nur 10 Minuten.

In der Praxis kannst du mit einer Bodenbürste mit +- 15 Minuten rechnen. Für kleinere Wohnungen ausreichend.

Leider kannst du den Staubsauger nicht direkt laden! Du kannst ihn nur über seine Ladestation mit Strom versorgen.

 

Beeindruckend leistungsstark!

Sicherlich die größte Überraschung beim Tineco PURE ONE Air PRO ist die Saugleistung. Diese ist extrem gut! Es gibt hier kaum einen Unterschied, wenn überhaupt, zu den großen Modellen der 500-600€ Preisklasse!

Gerade auf glatten Böden gibt es nichts an der Saugleistung oder der Bodenbürste zu bemängeln! Normaler Hausstaub oder Tierhaare sind auf glatten Böden kein Problem. Selbst größere Mengen Tierhaare bereiten dem PURE ONE Air PRO keine Schwierigkeiten.

Größere Partikel wie Blätter können etwas problematisch sein, wie leider so oft bei Akkusaugern, aber im Allgemeinen schlägt sich hier auch der Sauger gut. So habe ich Olivenbäume bei mir im Flur zum Überwintern, welche immer wieder Blätter verlieren. Hier gibt es einige Sauger die mit diesen Blättern Probleme haben (wie der Dyson V11). Der PURE ONE Air PRO macht den Job hingegen tadellos!

Auch auf Teppichen in Kombination mit Tierhaaren sehen wir ebenso gute Ergebnisse, besser als ich erwartet hätte! So reinigt der Sauger meinen Vorwerk Teppichboden absolut tadellos und ohne große Anstrengung.

Kleinere Läufer usw. können etwas anstrengender sein, da sich der Sauger hier etwas ansaugen kann, aber ich kann mich unterm Strich nicht beschweren. Auch auf tieferen Teppichen macht der PURE ONE Air PRO einen guten Job.

Du merkst, ich habe an der Saugleistung selbst im Vergleich zum Dyson V11 nichts wirklich zu kritisieren. Hier und da merke ich schon, dass der Luftdurchsatz durch den Sauger nicht ganz so hoch ist wie bei absoluten High End Modellen. Dies ist aber eher bei der Polsterbürste und beispielsweise Autositzen der Fall.

Als regulärer Bodensauger arbeitet der PURE ONE Air PRO spitze! Auch das Handling ist super. So ist der Sauger wunderbar handlich, leicht und die Bodenbürste ist sehr “stabil”. Mit stabil meine ich hier das Handling und nicht die Konstruktion.

Gerade wenn du Treppen saugst, sind die super wackeligen Bürsten und “extrem” flexiblen Bürsten nervig. Aber auch in diesem Punkt kann ich nicht klagen.

 

Fazit

Der Tineco PURE ONE Air PRO ist für kleinere Wohnungen absolut empfehlenswert! Tineco hat an der Saug/Reinigungsleistung verglichen mit High End Modellen nicht gespart!

Er hat eine sehr gute Saugleistung auf glatten Böden, wie auch Teppichböden oder sogar tieferen Teppichen. Dabei kommt er auch mit Tierhaaren gut klar. An der Saugleistung habe ich nichts zu bemängeln.

Ja, extrem schwierige Untergründe + Tierhaare sind hier ein gutes Beispiel, sind schon etwas problematischer als bei den 500€+ Modellen. Aber im Großen und Ganzen ist die Saugleistung stark.

Auch das Handling ist klasse! So ist der Sauger vor allem wunderbar leicht. Hast du Probleme mit den Handgelenken usw., dann ist dieser spitze!

Tineco Pure ONE Air PRO kabelloser Staubsauger, ideal für Tierhaare...

  • Sehr gute Saugleistung auf allen Untergründen
  • Schickes Design
  • Sehr leicht und handlich!
  • Gutes Filtersystem
  • Praktisches Display
  • Akkulaufzeit überschaubar
  • Nur in der beiliegenden Ladestation ladbar

Wo ich Schwächen sehe, ist bei der Akkulaufzeit und der Größe des Schmutzauffangbehälters. In der Praxis sind +- 15 Minuten okay, aber natürlich deutlich weniger als bei High End Modellen. Natürlich größere Akkus treiben Preis und Gewicht nach oben, daher wurde hier ein vergleichsweise kleiner Akku verbaut.

Entsprechend würde ich den PURE ONE Air PRO entweder für Nutzer empfehlen die Probleme mit schweren Staubsaugern haben oder einfach eine kleine Wohnung besitzen. An der Leistung gibt es nichts auszusetzen.

Tineco PURE ONE Air PRO
POSITIV
Sehr gute Saugleistung auf allen Untergründen
Schickes Design
Sehr leicht und handlich!
Praktisches Display
Gutes Filtersystem
NEGATIV
Akkulaufzeit überschaubar
Nur in der beiliegenden Ladestation ladbar
85

Der Voltero C65 65W GaN PD Power Adapter im Test

Voltero bietet mit dem C65 ein klassisches USB-C Ladegerät an. Dieses verfügt mit 65W aber über eine sehr ordentliche Leistung. Damit ist dieses in der Theorie sogar in der Lage, die bereits auf Techtest getesteten Voltero Powerstations zu laden, auch wenn ich dies aus offensichtlichen Gründen nur bedingt empfehlen würde.

Wollen wir uns das Voltero C65 einmal im Test ansehen. Wie gut ist dieses? Wie hoch ist die Effizienz und wird PPS unterstützt?

An dieser Stelle vielen Dank an Voltero für das zur Verfügung stellen des C65 für diesen Test.

 

Der Voltero C65 65W GaN PD Power Adapter im Test

Der Voltero C65 ist ein recht klassisches USB C Ladegerät. Dieses setzt auf ein Steckernetzteil Design und besteht aus einem matten schwarzen Kunststoff.

Dieser ist nichts “besonderes”, aber qualitativ völlig ok. Dieser ist sauber gearbeitet, ohne Flecken oder Ähnlichem.

Das Ladegerät misst 54 x 40 x 29 mm und bringt 86g auf die Waage. Dies sind durchschnittliche Werte für ein Ladegerät mit 65W Leistung.

 

Der USB C Port

Das Voltero C65 besitzt einen USB C Port.

USB C – Power Delivery 65W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A

Wir haben einen klassischen USB C Port mit Power Delivery. Dank der Leistung von bis zu 65W ist dieser nicht nur für Smartphones gut gerüstet, sondern auch für Geräte wie Tablets und Notebooks.

Ja du kannst mit diesem Ladegerät problemlos Notebooks wie das Dell XPS 13 oder Apple MacBook Pro 13 M1 laden.

 

20,3V?

Ganz spannend, das C65 bietet wie beworben:

  • 5V/3A
  • 9V/3A
  • 12V/3A
  • 15V/3A
  • 20V/3,25A

Zusätzlich bietet das Ladegerät Endgeräten aber auch eine 20,3V Stufe (bei 3,3A) an. Ich habe noch nie eine 20,3V Power Delivery Stufe gesehen.

Mir ist kein Gerät bekannt, das was mit dieser anfangen kann, ebenso schadet sie auch nicht. Sie ist einfach da.

 

PPS

Erfreulicherweise unterstützt das Voltero C65 den PPS Standard.

3,3-11V bei 4A

Dies ist eine schöne und relativ große PPS Stufe. So kann das Voltero V65 das Samsung S23 Ultra mit ca. 36W laden. Für die vollen 45W wäre eine 5A Stufe nötig.

 

Belastungstest

Ich habe das C65 6 Stunden lang mit 65W belastet.

Dies hat das Ladegerät auch problemlos überstanden. Dabei lag die Hitzeentwicklung mit 6x Grad auf einem unproblematischen Level.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität ist für die Leistung eines USB Ladegerätes nicht übermäßig wichtig, solange alles innerhalb der Grenzwerte bleibt.

Allerdings ist eine stabilere Spannung auf den USB Ports schon ein Qualitätsmerkmal.

Das sieht doch richtig gut aus! Die Spannungsstabilität des C65 ist überdurchschnittlich, weit überdurchschnittlich! Dies spricht für eine vernünftige Elektronik.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = Langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Sprechen wir über das zu erwartende Ladetempo des Voltero C65 in Kombination mit diversen Endgeräten.

Dank der 65W Leistung nach dem Power Delivery Standard ist das Voltero C65 ideal für diverse Apple Geräte. So kannst Du das iPhone 14 Pro, iPad Pro und auch die kleineren MacBook Pros mit dem vollen Tempo laden.

Auch für das Pixel 6 und 7 ist das Ladegerät dank PPS sehr gut geeignet.

Allerdings da wir “nur” eine bis 4A PPS Stufe haben (was an sich schon überdurchschnittlich ist), werden Samsung S Smartphones, sofern unterstützt, mit maximal 36W geladen. 45W Laden beim S23 Ultra ist hier als beispielsweise nicht ganz möglich.

 

Effizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Effizienz des C65 zu sprechen. Die Effizienz beschreibt das Verhältnis aus Leistungsaufnahme und letztendlich nutzbarer Leistung.

Die Effizienz des Voltero C65 ist erfreulich stark! 85,3% im Minimum ist richtig gut für ein 65W Ladegerät! 91,4% im Maximum ist einfach stark!

Eine viel bessere Effizienz wirst Du bei keinem 65W Ladegerät finden können.

 

Fazit

Auf den ersten Blick ist das Voltero C65 ein sehr klassisches und normales 65W USB C Ladegerät. Allerdings im Detail zeigt dies eine sehr gute Vorstellung!

  • PPS Support mit bis zu 4A
  • Eine sehr gute Effizienz mit 85,3-91,4%
  • Eine hervorragende Spannungsstabilität

Der 65W USB C Port mit PPS macht das C65 perfekt für 95% aller Smartphones, Tablets und sogar vieler Notebook. So kannst du alle Apple Smartphones und Tablets mit dem vollen Tempo am Voltero C65 laden und sogar die kleineren Notebooks.

Grundsätzlich ist das C65 auch für die Samsung S Serie Smartphones sehr gut geeignet, wo es maximal 36W Ladestrom erreichen kann, sofern vom Smartphone unterstützt.

Reicht dir also ein 1-Port USB C Ladegerät und 65W, dann ist das Voltero C65 empfehlenswert!

6x 100Ah LiFePO4 Akkus im Vergleich, welcher ist am besten? (ECO-Worthy, LiTime, Supervolt,….)

LiFePO4 ist die Akku-Technologie der Wahl für Solar-Puffer-Speicher und Bastler, egal ob nun daheim oder im Wohnwagen.

Erfreulicherweise sind große 100Ah LiFePO4 in den letzen Monaten und Jahren um einiges günstiger und besser verfügbar geworden.

So findest Du bei Amazon und eBay dutzende Modelle! 6 dieser 100Ah LiFePO4 Akkus möchte ich mir in diesem Vergleich einmal näher ansehen.

Welcher 100Ah Akku ist empfehlenswert? Welcher hat die praktisch beste Kapazität und welchen solltest Du kaufen? Finden wir es heraus!

 

6x 100Ah LiFePO4 im Vergleich

Schauen wir uns zunächst die 6 Testkandidaten an.

Preis ca. (stand 27.03.2023)
Creabest LiFePO4 Akku mit Bluetooth 486 €
ECO-Worthy LiFePO4 12V 100Ah 380 €
LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku 380 €
Power Queen 12,8V 100Ah Selbstheizend 600 €
Redodo 12 V 100 Ah LiFePO4 400 €
Supervolt LiFePO4 100Ah 730 €

 

Wichtig, die Preise für die Akkus schwanken teils stark. Die hier von mir angegebenen Preise sind daher eher als grober Richtwert zu verstehen.

Unsere Testkandidaten müssen wir in zwei Gruppen unterteilen.

  • ECO-Worthy LiFePO4 12V 100Ah
  • LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku
  • Redodo 12 V 100 Ah LiFePO4

Diese drei Akkus besitzen keine besonderen Funktionen oder Feature. Dieses sind einfach pure Akkus (mit einfachem BMS).

Dies wirkt sich natürlich auf den Preis aus. Diese Akkus kosten um die 400€, was an der unteren Grenze für solche Akkus ist.

  • Creabest LiFePO4 Akku mit Bluetooth
  • Power Queen 12,8V 100Ah Selbstheizend
  • Supervolt LiFePO4 100Ah

Diese 3 Akkus haben hingegen Zusatzfunktionen, welche den Preis natürlich etwas steigern. Creabest und Supervolt haben ein Bluetooth BMS, Du kannst also Akkudaten über das Smartphone auslesen.

Der Power Queen Akku hingegen ist “selbstheizend”. Dieser kann also auch bei unter 0 Grad geladen werden. Den Power Queen Akku gibt es auch ohne selbstheizendende Funktion, dann gehört dieser in die “günstige” Gruppe.

 

Warum LiFePO4 Akkus kaufen?

Sprechen wir zunächst, was LiFePO4 Akkus so spannend macht. LiFePO4 oder auch LFP genannt, steht für Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator.Kurz gesagt verglichen mit Lithium Ionen Akkus besteht hier die positive Elektrode aus Lithium-Eisenphosphat und nicht aus Lithium-Cobalt.

LiFePO4 Akkus besitzen eine niedrigere Energiedichte als Lithium Ionen Akkus, was du auch an der etwas niedrigeren Spannung (3,2V zu 3,6-3,7V) siehst. Allerdings aufgrund dieser niedrigen Energiedichte, ist die Zellenchemie stabiler.

Dies hat zwei große Vorteile:

  1. LiFePO4 Akkus neigen nicht dazu Thermisch durchzugehen
  2. LiFePO4 Akkus sind deutlich haltbarer (mehr Zyklen)
  3. LiFePO4 Akkus sind problemloser beim Laden/Entladen

Normale Lithium Ionen Akkus schaffen je nach Qualität 300-1000 tiefe Zyklen. Blei Gel Akkus oftmals nicht 100 (nach meiner Erfahrung noch deutlich weniger).

LiFePO4 Akkus kommen auf 2000-4000 Zyklen, die meisten Hersteller sprechen von 3000 Zyklen.

Sofern Du die Akkus nicht zu 100% entlädst sind aber auch gerne 6000-12000 Zyklen möglich! Gerade als Solar-Puffer-Speicher machen LiFePO4 Akkus Spaß.

Zudem können LiFePO4 Akkus Thermisch nicht durchgehen, selbst wenn alle Schutzmaßnahmen versagen oder es zu massiven physischen Einwirkungen kommt. LiFePO4 können dampfen, sich blähen und eventuell auch schmoren, aber diese gehen in der Regel nicht in einem großen Flammenmeer auf, wie es Lithium ionen Akkus in extrem Situationen machen können.

Daher gelten diese Akkus als recht sicher, auch in DIY Projekten. Zudem sind natürlich alle Modelle in diesem Vergleich mit einem BMS ausgestattet, welches Kurzschlüsse, Überladen und Herunterladen verhindert.

Dies macht auch das Laden/Entladen auch bei DIY Projekten unproblematischer und sicherer. Du hängst die Akkus einfach an ein 14-14,6V Ladegerät und sie füllen sich.

Was sind aber die Nachteile von LiFePO4?

  • Lithium Ionen Akkus haben bei gleicher Größe mehr Kapazität
  • LiFePO4 Akkus lassen sich nicht bei unter 0 Grad laden (oder sie gehen kaputt)

Lithium Ionen Akkus haben eine höhere Energiedichte. Heißt, willst Du möglichst viel Kapazität auf kleinem Raum, ist Lithium Ionen besser. Daher wird diese Technik auch in Smartphones usw. genutzt, wo Platz ein wichtiger Faktor ist.

Zudem darfst Du LiFePO4 Akkus nicht unter 0 Grad laden oder diese werden beschädigt. Eine Ausnahme ist hier natürlich Power Queen, welcher selbstheizend ist.

 

Bluetooth BMS bei Creabest und Supervolt

Die Akkus von Supervolt und Creabest besitzen ein so genanntes Bluetooth BMS. So bieten beide Hersteller eine App an, mit deren Hilfe Du Daten zum Akku auslesen kannst.

Die Creabest App bietet dir folgende Informationen:

  • Kapazität in %
  • Kapazität in Ah
  • Spannung in Volt
  • Verbliebene Lade/Nutzungszeit
  • Strom in Ampere
  • Zyklenzahl
  • Temperatur
  • Spannung der einzelnen Zellen in mV
  • BMS Ereignisse

Die Supervolt App bietet dir folgende Informationen:

  • Kapazität in %
  • Kapazität in Ah
  • Spannung in Volt
  • Verbliebene Lade/Nutzungszeit
  • Strom in Ampere
  • Zyklenzahl
  • Temperatur
  • Spannung der einzelnen Zellen in mV
  • BMS Ereignisse

Also im Kern bieten beide Apps die gleichen Informationen. Ich halte ein Bluetooth BMS für einen großen Mehrwert!

So kannst Du über die App gleich auslesen, wie viel Kapazität die Akkus noch haben und auch wie viele Zyklen schon drauf sind usw.

Bei LiFePO4 Akkus ist das Bestimmen der Kapazität aufgrund der sehr flachen Entladekurve gar nicht so einfach. Daher sind die Informationen aus der App wirklich hilfreich.

 

Ein selbstheizender Akku und Temperaturabschaltung

LiFePO4 Akkus dürfen nicht bei unter 0 Grad geladen werden. Wo alle Akkus im Test einen Übertemperaturschutz mitbringen, haben nur 3 Akkus einen Untertemperaturschutz.

Sofern ich mich nicht täusche bringen nur folgende drei Modelle eine Abschaltung bei unter 0 Grad mit:

  • Creabest LiFePO4 Akku mit Bluetooth
  • Power Queen 12,8V 100Ah Selbstheizend
  • Supervolt LiFePO4 100Ah

Der Power Queen 12,8V 100Ah Selbstheizend hat allerdings noch einen Kniff, denn der Akku kann sich hochheizen, um auch bei Kälte ladbar zu sein.

Fällt die Temperatur unter 5 Grad wird die “Ladeenergie” in die Heizung gefüttert. Ist der Akku auf über 5 Grad geheizt wird der Akku dann normal geladen.

Bedenke allerdings, dass bei -10 bis -20 Grad 5-10A nötig sind, um den Akku zu erwärmen, was gerade bei Solaranlagen im Winter nicht ganz einfach.

 

Wie haltbar?

LiFePO4 Akkus sind prinzipiell alle sehr haltbar, aber was versprechen hier die Hersteller?

 

  • Creabest LiFePO4 Akku mit Bluetooth
  • “Mehr als 4000 mal” 3000 mal bei 80% DOD

 

  • ECO-Worthy LiFePO4 12V 100Ah
  • “ca. 4000 Zyklen bei einer 80%igen Entladetiefe”

 

  • LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku
  • “4000-15000 Zyklen @ Verschiedene DOD”

 

  • Power Queen 12,8V 100Ah Selbstheizend
  • “4000-15000+ Zykluszeiten unter verschiedener Entladungstiefe”

 

  • Redodo 12 V 100 Ah LiFePO4
  • 4000-15000 Zyklen, A-Level Zellen

 

  • Supervolt LiFePO4 100Ah 12.8V
  • 3000+ Zyklen bei 90% Entladetiefe, A-Level Zellen

 

Die Hersteller versprechen mindestens 3000 oder 4000 Zyklen. Das Problem ist das hier fast überall ein kleines Sternchen ist. Denn die Haltbarkeit bei LiFePO4 Akkus schwankt ganz massiv je nach Entladetiefe. Entlädst Du einen Akku nur auf 10% und lädst ihn nur auf 90% voll (80% entladetiefe), dann steigert dies die Haltbarkeit massiv.

So Angaben wie “15000 Zyklen“ sind vielleicht bei entladen Tiefen von 20-30% möglich, aber wie relevant das in der Praxis ist, lasse ich mal dahingestellt.

Rechne bei allen Akkus mit +- 3000 Zyklen wenn Du die volle Kapazität nutzt.

Kleine Anmerkung: Alle Akkus mit Ausnahme des ECO-Worthy scheinen Prisma Zellen zu nutzen. ECO-Worthy hingegen nutzt Taschenzellen.

Taschenzellen sind eine etwas platzsparende Form, welche ich aber für nicht ganz so wertig halte.

 

Gewicht und Anschlüsse

Aufgrund vielerlei Wunsch habe ich die LiFePO4 Akkus alle gewogen.

Gewicht in Kg
Creabest LiFePO4 Akku mit Bluetooth 10,5
ECO-Worthy LiFePO4 12V 100Ah 10,2
LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku 10,2
Power Queen 12,8V 100Ah Selbstheizend 10,7
Redodo 12 V 100 Ah LiFePO4 9,7
Supervolt LiFePO4 100Ah 10,7

 

Die Akkus wiegen zwischen 9,7 Kg und 10,7Kg. Der Redodo Akku ist dabei der leichteste mit 9,7 Kg und der Supervolt/Power Queen Akku mit 10,7 Kg die beiden schwersten.

Die Akkus von Redodo, Power Queen, Creabest und LiTime sind praktisch gleich groß. Der Akku von ECO-Worthy ist hingegen ein gutes Stück kürzer und der SuperVolt ist allgemein etwas kompakter gebaut.

Angeschlossen werden alle Akkus über eine M8 Schraube/Öse, mit Ausnahme des SuperVolt Akkus. Dieser verfügt über einen DIN Anschlusspole mit M8 Innengewinde.

 

Leistung

Entladen Spitzenlast Aufladen
Creabest LiFePO4 Akku mit Bluetooth 100A 350A 50A
ECO-Worthy LiFePO4 12V 100Ah 100A 50A
LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku 100A 100A
Power Queen 12,8V 100Ah Selbstheizend 100A 100A
Redodo 12 V 100 Ah LiFePO4 100A
Supervolt LiFePO4 100Ah 160A 320A 100A

 

Grundsätzlich sollen alle Akkus in diesem Test 100A Leistung liefern, mit Ausnahme des SuperVolt Akkus, welcher 160A liefern soll.

Der SuperVolt Akku soll auch eine Spitzenleistung von bis zu 320A für 5 Sekunden liefern. Eine ähnliche Spitzenlastangabe hat auch der Creabest Akku, welcher 350A für wenige Sekunden liefern kann.

Beim Laden wird es etwas schwerer. So werben SuperVolt, Power Queen und LiTime mit bis zu 100A und Creabest/Eco-Worthy mit bis zu 50A.

Allerdings empfehlen alle Hersteller nicht diese Werte voll auszunutzen! So findet sich bei den meisten Modellen eine “empfohlene” Ladegeschwindigkeit von bis zu 30A.

 

Wie testet Techtest.org LiFePO4 Akkus?

Um LiFePO4 Akkus zu testen, nutze ich eine so genannte elektronische Last. Diese erlaubt mir das kontrollierte Entladen des Akkus.

Hier mache ich drei Durchläufe, mit 5A, 10A und 20A.

In der Regel gibt es hier bei den großen 100Ah LiFePO4 Akkus keine großen Unterschiede, da diese einfach für viel größere Lasten geeignet sind. Dennoch helfen uns die drei Zyklen alleine schon die einzelnen Werte zu “überprüfen”.

Ich entladen die Akkus bis 10,8V und lade diese mit 14,6V, wir haben hier also 100% Zyklen, welche ich so in der Praxis nicht empfehlen würde.

 

Die Kapazität der 100Ah Akkus

Kommen wir zum spannendsten Punkt, der Kapazität.

Hier zunächst das wichtigste, alle Akkus hielten im Test die beworbene Kapazität ein! Teils deutlich, teils weniger deutlich.

Am knappsten ist es beim ECO-Worthy Akku, welcher rund 101-102Ah echte Kapazität bot.

Die beste Kapazität wurde hingegen vom Supervolt Akku geboten, welcher um die 110Ah erreichte. Sehr gut!

Auf Platz zwei folgt der Redodo Akku mit +- 107Ah und die LiTime/PowerQueen Akkus mit 105-106Ah.

 

Der gleiche Fertiger?

Ich habe für diese Vermutung keine Insider Informationen, aber ich stelle hier mal die Theorie in den Raum, dass die Akkus von Power Queen, LiTime und Redodo vom selben Fertiger stammen könnten. Die Verpackung der Akkus ist einfach verdächtig ähnlich!

Dies heißt natürlich nicht, dass hier die gleichen Zellen zum Einsatz kommen und die Akkus zwingend absolut identisch sind, aber ich vermute, sie laufen in der gleichen Fabrik vom Band.

 

Fazit, welcher ist der beste 100Ah LiFePO4 Akku?

Der beste 100Ah LiFePO4 Akku ist der Supervolt LiFePO4 100Ah Akku. Dieser bot im Test die beste Kapazität (110Ah), hat einen vertrauenswürdigen Hersteller, die vermutlich wertigsten Zellen und das super nützliche Bluetooth BMS.

Der Supervolt LiFePO4 100Ah ist einfach ein “Vorzeigemodell”. Welcher aber auch zu einem hohen Preis kommt! Über 700€ zum Zeitpunkt des Tests ist schon eine Ansage! Rein aus Sicht des Preis zu Kapazitätsverhältnis gibt es entsprechend bessere Akkus.

Redodo, LiTime und Power Queen (ohne die Selbstheizende Funktion) sind die “Preis/Leistungs” Sieger. Diese Akkus bekommst du um die 400€ und sie erreichen auch 105-107Ah echte Kapazität.

LiFePO4 100Ah 12V, Redodo Lithium Batterie 100A BMS Max. 1280W...
LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Batterie, 1280Wh Lithium Akku mit 100A BMS...
LiFePO4 100Ah 12V, Redodo Lithium Batterie 100A BMS Max. 1280W...
LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Batterie, 1280Wh Lithium Akku mit 100A BMS...
-
-
LiFePO4 100Ah 12V, Redodo Lithium Batterie 100A BMS Max. 1280W...
LiFePO4 100Ah 12V, Redodo Lithium Batterie 100A BMS Max. 1280W...
-
LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Batterie, 1280Wh Lithium Akku mit 100A BMS...
LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Batterie, 1280Wh Lithium Akku mit 100A BMS...
-

Welchen Akku der drei du wählst, würde ich vom Tagespreis abhängig machen. Diese sind so ähnlich des es kaum eine Rolle spielt, auch wenn ich vielleicht Redodo etwas vorziehen würde, aufgrund der minimal besseren Kapazitätsmessung. Power Queen hat hingegen eine etwas größere Auswahl, mit oder ohne Bluetooth BMS, mit Heizungsfunktion zum Laden unter 0 usw.

Der ECO-Worthy LiFePO4 Akku ist das günstigste Modell im Vergleich und auch der kompakteste Akku. Prinzipiell ist dieser auch empfehlenswert, aber ich halte ihn für qualitativ schlechter als die anderen Modelle im Vergleich.

Beim Creabest LiFePO4 Akku mit Bluetooth tue ich mich richtig schwer! Ein Bluetooth BMS ist etwas tolles und wirklich ein Mehrwert, aber der reine Akkuteil ist etwas schlechter als bei Redodo, LiTime und Power Queen. Eventuell würde ich je nach Preis dennoch das Bluetooth BMS vorziehen, die Unterschiede bei der Kapazität sind minimal, aber das ist dir überlassen.

 

Das BougeRV 200W Flexibles Solarpanel im Test, ein 360 Grad biegbares Solarpanel mit doppelseitigem Klebeband!

Solarpanels sind etwas Tolles, vor allem wenn du dich versuchst unabhängig mit Energie zu versorgen. Zu diversen DIY Solaranlagen habe ich auch schon meine Erfahrung geteilt.

Allerdings ist vor einiger Zeit BougeRV an mich herangetreten und hat mir etwas sehr interessantes gezeigt, ein flexibles Solarpanel. Flexible Solarpanels sind an sich nichts neues, aber so eins wie von BougeRV hatte ich bisher noch nicht gesehen.

So waren alle mir bekannten flexiblen Modelle eher flexibel wie eine Plexiglas Platte. Ja du kannst diese etwas biegen, aber auch nicht übermäßig viel, ansonsten brechen sie.

Das BougeRV 200W Flexible Solarpanel ist hier anders! Dieses ist deutlich flexibler als ich es bisher gesehen habe. So kannst du dieses Solarpanel sogar aufrollen!

Zudem bietet BougeRV es mit einer Kleberückseite an. Du könntest dieses Solarpanel also beispielsweise auf das Dach eines Fahrzeugs kleben, selbst wenn es“Rundungen” hat.

Dabei ist das Solarpanel mit bis zu 200W alles andere als leistungsschwach!

Schauen wir uns dieses doch einmal in einem kurzen Test an. Kann ein flexibles Solarpanel mit Kleberückseite eine gute Idee sein?

 

Das BougeRV 200W Flexibles Solarpanel im Test

Die erste Überraschung erwartet dich bei der Lieferung des BougeRV. Dieses wird nicht wie bei 200W Solarpanels üblich in einem riesigen Karton geliefert, sondern kommt gerollt in einem deutlich kleineren Karton.

Ja der Hersteller ist so mutig und rollt das Solarpanel auf für den Versand auf! Das zeigt dir auch gleich wie flexibel das Panel ist und was so der minimale sichere Biegewinkel ist.

Das 200W CIGS Thin-film misst 66 x 217 x 0,15mm. Entsprechend ist es sehr schmal und dünn, aber recht lang. Klar ist es länger als die meisten 300W Panels, dafür schmäler.  Auch das Gewicht ist mit 3,2 KG sehr niedrig! Normale Solarpanels dieser Leistungsklasse haben meist um die 10-12KG. Und selbst verglichen mit semi-flexiblen Modellen ist dies nochmal etwas leichter (Semi-Flexible wiegen meist 3,5-4 Kg, in der 200W Klasse).

Hier aber ein erster Kritikpunkt. Das BougeRV Yuma 200W CIGS ist zwar super spannend mit seiner Flexibilität, aber es hat auch nicht die höchste Energiedichte! Du bekommst ganz klar Solarpanels mit 200W die weniger Fläche haben. Diese sind dann natürlich weniger leicht und nicht flexibel.

 

Hohe Haltbarkeit?

Ein großer Marketing-Punkt des BougeRV Yuma 200W CIGS ist die Haltbarkeit. Normale flexible Solarpanels können durchaus relativ schnell kaputt gehen! Übertreibst du das Biegen, brechen die Zellen einfach und die Leistung des Panels sinkt ins Bodenlose.

Das BougeRV “CIGS” Solar Panel hingegen kannst du extrem stark biegen. Laut Hersteller kannst Du sogar auf dieses drauftreten, was ich aber nicht empfehlen würde!

Was ich aber spannend finde ist, dass im Panel 48 Bypass Dioden verbaut sind. Bypass Dioden? Das Yuma 200W CIGS verfügt zwischen allen einzelnen Solarzellen im Inneren des Panels, sogenannte Bypass Dioden. Sollte doch eine Zellenreihe brechen, dann brückt die Diode diese Reihe.

So verlierst du so natürlich entsprechend Leistung, aber bei einem normalen Panel könnte die Leistung so schon auf 0 gefallen sein, je nach Ausmaß der Beschädigung.

Dies ist also ein durchaus sinnvolles Feature!

 

Leistung des BougeRV Yuma 200W CIGS

Werfen wir zunächst einen Blick auf die technischen Daten:

  • 200W +-5% Leistung
  • Effizienz 16%
  • Spannung 25V +-5%
  • Maximaler Strom 8,02A +-5%
  • Leerlaufspannung 31,5V +- 5%

Wir haben hier ein 25V Solarpanel mit bis zu 200W Leistung.

Ganz wichtig, dies ist kein Mono oder Polykristallines Solarpanel! Dieses setzt auf die CIGS Technik.

“Die CIGS-Solarzelle stellt einen Typ von Solarzelle dar, deren Absorber aus dem Werkstoff Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) besteht. CIGS-Solarzellen besitzen im Gegensatz zu kristallinen Silizium-Solarzellen einen Absorber mit einer direkten Bandlücke, weshalb das Material einen höheren Absorptionskoeffizienten hat und Licht wesentlich besser absorbiert. Dadurch ist der CIGS-Absorber je nach Hersteller nur 1–2 µm dick und kann mit Dünnschichttechnologie gefertigt werden”

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/CIGS-Solarzelle

Aufgrund der hohen Flexibilität wird vermutlich die Effizienz mit 16% auch etwas niedriger ausfallen. Allerdings ist CIGS halt wirklich flexibler als die üblichen “flexiblen” Solarpanels, welche meist weiterhin auf monokristalline Zellen setzen.

Zum Zeitpunkt des Tests ist es Ende Februar/ Anfang März. Entsprechend konnte ich hier natürlich nicht die absoluten Maximalwerte sehen, die in Deutschland meistens Mai/Juni erreicht werden.

Flach auf dem Boden liegend, konnte ich hier 105W erreichen. Etwas Richtung Sonne gewinkelt 128W. Diese Werte decken sich auch mit dem 330W off-Grid Solarpanel, das ich habe. Dieses liefert natürlich etwas höhere Werte, aber in einem passenden Verhältnis.

Dabei schwankte die Spannung an meinem MPPT Controller bei +- 26V und entsprechend um die 4,9A.

Dies sind gute Werte! Ich rechne im Hochsommer/Spätfrühling sicherlich mit 150-170W. Es sind nicht ganz die beworbenen 200W, aber ich habe bei noch keinem Solarpanel in Deutschland die “Maximalwerte” gesehen.

 

Fazit

Das BougeRV Yuma 200W CIGS ist natürlich ein super spezielles Solarpanel. Nicht jeder braucht ein Solarpanel, das sich um 360 Grad biegen und “aufkleben” lässt.

Allerdings gerade bei einem Wohnmobil, wo es auch auf den Faktor Größe und Gewicht ankommt, kann das BougeRV Yuma 200W sehr viel Sinn machen!

So setzt dieses im Gegensatz zu anderen Solarpanels nicht auf kristalline Zellen, sondern auf die so genannte CIGS Technologie. Hierdurch ist das Panel um einiges flexibler als die “gänigen” biegbaren Modelle.

Ebenso ist das Gewicht des Panels mit gerade einmal 3,2 Kg sehr niedrig, für ein 200W Modell.

In meinem Test erreichte das Panel in Deutschland an einem sonnigen Februar/März Tag bis zu 128W. Im Hochsommer rechne ich mit 150-170W, was absolut passende Werte für ein 200W Modell sind.

Soweit so gut! Spricht etwas gegen das BougeRV Yuma 200W? Zum einen ist das Solarpanel etwas größer als gängige 200W Modelle (aber leichter), zum anderen ist der Preis mit 500-600€ natürlich recht stolz.

Daher macht es für Heiminstallationen keinen Sinn. Dieses ist für Wohnmobile oder Ähnliches gedacht, wo der Faktor Flexibilität und Gewicht eine hohe Priorität haben. Geht es dir um viel Leistung bei niedrigem Gewicht, dann ist dieses auch klar die erste Wahl!

BougeRV 200W Flexibles Solarpanel
POSITIV
Wirklich flexibel
Standard MC4 Anschlüsse
Wahlweise mit Ösen oder mit Kleberückseite
Gute echte Leistung
Sehr niedriges Gewicht (3,2Kg)
NEGATIV
Hoher Preis
Etwas höhere Abmessungen
90