Es muss nicht immer Thunderbolt sein! Tiergrade 15-in-1 Docking Station für den Desktop

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USB-C Docks gibt es tausende im Handel um ehrlich zu sein, ich mag die meisten nicht. Dies liegt an dem fest verbundenen USB-C Kabel. Unterwegs mag das praktisch sein, aber am Schreibtisch ist es furchtbar, immer diesen Dongle mit X Kabeln neben sich liegen zu haben. Zudem sind diese USB C Hubs auch nicht an einem Desktop-PC brauchbar, wo ein USB C Dock mit X Funktionen auf dem Schreibtisch auch praktisch sein kann!

Daher mag ich Thunderbolt, denn hier gibt es vernünftige Docks für den Schreibtisch.

Allerdings bin ich nun über die Tiergrade 15-in-1 Docking Station gestolpert. Diese bietet auf den ersten Blick fast alle Funktionen einer Thunderbolt Dockingstation/Hub, nur universell kompatibel und zum halben Preis.

Und ja die Tiergrade 15-in-1 Docking Station funktioniert auch an Desktop PCs und hat ein abnehmbares Kabel!

Mehr dazu im Test!

 

Test: Tiergrade 15-in-1 Docking Station, ein USB C Dock mit abnehmbarem Kabel!

Bei dem Tiergrade Dock handelt es sich um ein “stationäres” Dock. Dieses ist entsprechend ein gutes Stück größer gebaut als die portablen Modelle und verfügt über KEIN fest verbundenes USB C Kabel.

Du kannst dieses Dock also frei auf deinem Schreibtisch platzieren und einfach über ein 08/15 USB C Kabel (muss 3.0/3.1 fähig sein) mit deinem PC oder Notebook verbinden.

Das Dock misst rund 179 x 80 x 19 mm und bringt 309g. auf die Waage. Beachtlich! Dies liegt am Metallgehäuse, welches dem Dock eine gewisse Wertigkeit gibt.

Im Gegensatz zu den meisten Thunderbolt 3/4 Docks kann das Modell von Tiergrade dein Notebook allerdings nicht laden bzw. es liegt kein Ladegerät mit im Lieferumfang.

Es gibt allerdings einen USB C Eingang für ein optionales Ladegerät (bis zu 100W). Wichtig, optional, das Dock kann auch einfach über das USB Verbindungskabel zu deinem PC betrieben werden.

 

Die Anschlüsse der Tiergrade 15-in-1 Docking Station

Die Tiergrade 15-in-1 Docking Station hat eine sehr bunte Mischung an Anschlüssen:

  • 2x HDMI
  • 1x DisplayPort
  • 3x USB A 3.0 (5 Gbit)
  • 1x USB A 3.1 (10 Gbit)
  • 1x USB A 2.0
  • 1x Gbit LAN
  • 1x microSD Kartenleser
  • 1x SD Kartenleser
  • 1x 3,5mm Audio Ausgang
  • 1x USB C 3.1 (10Gbit)
  • 1x USB C Uplink
  • 1x USB C Power

Also diese Ausstattung würde ich als ziemlich perfekt bezeichnen! Ich wüsste nicht, was mir hier fehlt.

 

Auch am Desktop PC nutzbar! (USB Dock für Desktop)

Der USB-C Uplink Port auf der Rückseite ist natürlich primär für Notebooks gedacht. Du kannst diesen aber auch mit regulären Desktop-PCs nutzen.

Selbst wenn dein Desktop-PC kein USB-C hat, lässt sich dieses Dock nutzen, du brauchst lediglich ein USB A auf USB-C Kabel. Allerdings funktioniert in diesem Fall natürlich nicht das Laden und auch die Monitorausgänge funktionieren beim Verwenden von einem USB A auf USB C Kabel nicht.

 

Monitor Auflösung hängt vom Uplink ab

Wir haben zwar am Tiergrade Dock theoretisch bis zu 3 Monitorausgänge, aber in wie weit du diese gleichzeitig und mit welcher Auflösung nutzen kannst, hängt von deinem PC/Notebook ab.

  • Am MacBook Pro 13 M1 konnte ich via HDMI einen Monitor mit 4K/60Hz ansteuern.
  • An einem Dell XPS 13 9380 hingegen waren maximal 4K/30Hz möglich.

Die Monitorausgänge sind also eher für Full HD oder 2K Monitore geeignet, denn 4K/30Hz ist nicht optimal.

Willst du ein Dock mit für mehrere hochauflösende Monitore, dann musst du zu Thunderbolt 3 oder 4 greifen.

 

Kartenleser

Das Dock verfügt sowohl über einen SD wie auch microSD Kartenleser. Diese sind intern wie so oft üblich zusammengeschaltet.

Der Hersteller wirbt mit “bis zu 104 MB/s” beim Kartenleser.

Dies ist aber schlicht falsch. In meinem Test erreichte der Kartenleser bis zu rund 260 MB/s. Dieser ist also UHS-II fähig, zumindest bei der SD Karte.

 

LAN Karte mit exotischem Chipsatz

Beim Gbit LAN Port habe ich fest damit gerechnet einen Realtek Controller zu finden. Aber nein, es ist ein ASIX AX88179A verbaut.

Diese habe ich zuvor noch nie in einem Gerät gesehen. Es handelt sich bei diesem um einen speziellen USB zu Gbit LAN Controller. Allerdings funktionierte dieser tadellos. Ich konnte bis zu 111 MB/s im lokalen Netzwerk erreichen.

 

Audio-Ausgang

Spannenderweise wird der Audioausgang des Docks erst von Windows erkannt, wenn du ein Gerät an diesem anschließt.

Leider ist der Audioausgang aber wirklich nichts Besonderes. Dieser wird als generisches USB Audiogerät erkannt. Dieses bietet bis zu 4800Hz und 16 Bit.

In der Praxis geht der Klang in Ordnung, ist aber auch nicht Weltklasse, vor allem nicht mit hochwertigeren Kopfhörern. Ich will aber nicht ausschließen, dass dieser unter Umständen dennoch besser ist als der ein oder andere Notebook Audio-Chipsatz.

 

Nicht überlasten

Wenn du die Tiergrade Docking Station nur via USB mit deinem PC verbindest und nicht eine zusätzliche externe Stromquelle nutzt musst du etwas auf die Leistungsaufnahme aufpassen.

Das Dock und alle angeschlossenen Geräte teilen sich in diesem Fall die Leistung eines USB Ports. An meinem großen Desktop-PC war dies kein Problem, selbst mit einer RGB Tastatur, externen SSD, Maus und Speicherkarte.

Allerdings an einem schwächeren USB Port (dies kann etwas von PC zu PC zu Notebook schwanken) könnte es anders aussehen. Vor allem dann wenn du High Power Geräte wie externe HDDs usw. am Dock betreibst.

 

Fazit, eine Docking Station auch für den Desktop PC

Du suchst eine “richtige” Docking-Station für den Schreibtisch mit abnehmbaren USB Kabel? Ja, dann kann ich die Tiergrade 15-in-1 Docking Station voll empfehlen!

Ich selbst nutze diese Dockingstation an meinem Schreibtisch. Ich finde es einfach extrem praktisch, nicht für jedes Gerät immer hinter meinen PC klettern zu müssen.

Dabei funktioniert diese Docking Station nicht nur mit USB C Notebooks, sondern auch mit normalen USB A Geräten! Du musst lediglich ein USB C auf A 3.0 Kabel kaufen/nutzen und schon lässt sich das Dock an jedem PC einsetzen.

Mit der Einschränkung, dass dann natürlich die Monitor-Anschlüsse nicht gehen. Hierfür braucht es einen USB C Port mit Display Signal.

“Monitor” ist auch die größte Einschränkung des Docks. Theoretisch kannst du bis zu drei Monitore mit dem Dock verbinden, aber in der Regel wird die maximale Auflösung beim Verwenden eines Monitors bei 4K/30Hz liegen (4K/60Hz kann an manchen Geräten möglich sein). Verbindest du mehrere Monitore, dann sinkt die maximale Auflösung und Wiederholungsrate entsprechend.

Tiergrade 15-in-1 Docking Station, 4K Triple Display USB C Dock mit...

  • Schöner Desktop-Freundlicher Formfaktor
  • 5x USB A, 1x davon mit 10Gbit
  • 1x USB C mit 10 Gbit
  • 3x Monitor-Ausgänge
  • Abnehmbares USB Kabel
  • Dock lässt sich auch an Desktop PC nutzen
  • Kartenleser bietet überraschenderweise doch UHS II Geschwindigkeiten
  • Monitorauflösung und Wiederholungsrate kann eingeschränkt sein
  • Kein Netzteil mit im Lieferumfang

Suchst du ein Dock für Monitore, dann wirst du den Thunderbolt Weg gehen müssen.

Gehts dir aber nur um die USB Ports, den Kartenleser, den LAN Port und vor allem den schreibtischfreundlichen Formfaktor mit abnehmbaren USB Kabel? Dann ist die Tiergrade 15-in-1 Docking Station Spitze!

Link zum Hersteller /// bei Amazon

Tiergrade 15-in-1 Docking Station
POSITIV
Schöner Desktop-Freundlicher Formfaktor
5x USB A, 1x davon mit 10Gbit
1x USB C mit 10 Gbit
3x Monitor-Ausgänge
Abnehmbares USB Kabel
Dock lässt sich auch an Desktop PC nutzen
Kartenleser bietet überraschenderweise doch UHS II Geschwindigkeiten
NEGATIV
Monitorauflösung und Wiederholungsrate kann eingeschränkt sein
Kein Netzteil mit im Lieferumfang
90

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Michael Barton
Michael Barton
Hi, hier schreibt der Gründer und einzige Redakteur von Techtest.org. Vielen Dank für das Lesen des Beitrags, ich hoffe dieser konnte dir weiterhelfen. Mehr Informationen über den Autor

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1 Kommentar

  1. ASIX AX88179A?

    Startech.com USB –> LAN-Adapter. Sauteuer, aber so zuverlässig wie keiner, den ich je hatte.

    Mein Einsatzzweck ist der Anschluß an (kräftige) Notebooks, die unter einem minimalen Linux mit VMware (Workstation) die Geräte flexibel an virtuelle Maschinen zur Analyse von Netzwerkdatenverkehr weiterleiten. Nach Projektende erhält der Auftraggeber dann die SSDs mit den virtuellen Maschinen zur geneigten Vernichtung.

    Viele USB-Netzwerk-Interfaces hatte bei dieser Verwendung massive Probleme (man möchte ja auch eine berechenbare Verzögerung haben, denn die zeitliche Abfolge der Pakete kann interessant sein und die ASIX-basierten Geräte haben damit absolut keine Probleme (selbst NTP kann in diesem Aufbau mit irrsinniger Genauigkeit hinbekommen). Prädikat: Empfehlenswert.

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