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Das beste USB Solarpanel! Das XTORM AP250 USB Solarpanel im Test

XTORMs Solar-Produkte waren in der Vergangenheit immer ein Garant für gute Leistung. Beispielsweise sind XTORMs Solarpowerbanks die einzigen auf dem Markt welche ich wirklich empfehlen kann.

Nun hat XTORM aber seine neuen SOLARBOOSTER Solarpanels auf den Markt gebracht. Bei den SOLARBOOSTERN handelt es sich um aufklappbare große Solarpanels, welche Smartphone und Co .aufladen können.

Die neuste Generation von XTORM soll hier mit noch effizienteren Solarpanels, Wasserschutz und einem Status Display punkten.

Handelt es sich hier um die besten USB Solarpanels auf dem Markt? Es gibt nur eine Möglichkeit dies herauszufinden und zwar in einem Test!

Kann das neue XTORM AP250 USB Solarpanel überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Xtorm für das Zurverfügungstellen des AP250 Solarpanels für diesen Test!

 

Das XTORM AP250 USB Solarpanel im Test

Auf den ersten Blick hat mich das XTORM AP250 USB Solarpanel extrem überrascht. Warum? Wenn Ihr Euch auf dem Markt umschaut, wird Euch vielleicht aufgefallen sein, dass die meisten USB Solarpanels sehr ähnlich sind.

Dies ist keine Überraschung, denn alle Panels werden vom selben OEM hergestellt. Das XTORM AP250 ist das erste USB Solarpanel welches hier etwas aus der Reihe tanzt, zumindest das erste welches mir begegnet ist.

Die XTORM SOLARBOOSTER USB Solarpanels sind aktuell in 14W und 21W Größe erhältlich. Für diesen Test habe ich die 14W Version erhalten. Die 21W Version ist aber abseits der höheren Leistung identisch.

Beim grundsätzlichen Aufbau setzt XTORM auf das übliche Design. Das XTORM AP250 ist eine Art ausklappbare Matte, welche aus drei Elementen besteht.

Im Gegensatz zu den mir bisher bekannten Modellen setzt XTORM allerdings nicht auf einen Stoff sondern auf Neopren?!

Hierdurch hat das XTORM AP250 Solarpanel eine sehr gummiartige Struktur. Ebenfalls ist das XTORM AP250 vergleichsweise dünn.

Neben dem Material fällt aber noch etwas auf, die Solarpanels sind gar nicht zu sehen. XTORM hat die Panels in das Material eingenäht! XTORM bezeichnet das AP250 als wasserresistent, was ich bestätigen kann.

Versucht aber bitte nicht Euer Smartphone während strömenden Regens zu laden, dies ist keine gut Idee. Allerdings ein paar Tropfen Wasser können dem XTORM AP250 Solarpanel nichts anhaben.

Die Panels sind komplett bedeckt und es gibt auf der Oberseite keine Möglichkeit für das Wasser in das Panel einzudringen. Interessant wird es nur zu sehen ob dies einen Einfluss auf die Leistung hat.

Aber wo sind die Anschlüsse? Die Anschlüsse sind an einer kleinen Einheit auf der Rückseite angebracht. Um auch hier einen gewissen Wasserschutz zu garantieren, befinden sich über den beiden USB Ports auch kleine Gummiabdeckungen.

Eine weitere Besonderheit des XTORM AP250 ist das Display in der Steuereinheit. Dieses zeigt Euch den aktuellen Ladestrom in Ampere an.

Diesen Wert könnt Ihr mit 5 multiplizieren um auf die Leistung in Watt zu kommen. Zwar macht die Positionierung der Anschlüsse auf der Rückseite durchaus Sinn, aber leider ist hierdurch das Display in der Praxis etwas eingeschränkt nützlich.

Dieses liegt während des Ladens mit der Front auf dem Boden, die Anzeige ist also nicht oder nur bedingt lesbar, wenn man diesen Teil des Panels vorsichtig anhebt. Dennoch eine gute Idee, welche einem etwas helfen kann die passende Position zu finden.

Auf der Rückseite des Solarpanels ist zudem eine kleine Tasche angebracht, in welcher Ihr Euer Smartphone während des Ladens verstauen könnt.

Legt bitte Euer Smartphone während des Ladens nicht in die Sonne!

 

Leistung

Kommen wir zum Wichtigsten, dem Praxisteil. Wie viel Leistung liefert das XTORM AP250 wirklich? Dies ist leider etwas was bei Solarpanels nicht ganz so einfach zu beantworten ist. Die Leistung hängt extrem von der Sonne und dem Wetter ab. In Deutschland werdet Ihr bei praller Sonne bessere Werte erreichen als in Schweden, dafür aber schlechtere als in Spanien.

Was ich schon gleich vorwegsagen muss, diese 14W welche angegeben sind, werdet Ihr NIEMALS sehen. Das hat nix mit XTORM zu tun, sondern gilt für alle Solarpanels die ich jemals in der Hand hatte. Ich weiß nicht unter welchen Bedingungen diese Standard Werte gemessen werden, aber diese spiegeln nicht die Praxis wider.

Um aber die echte und erreichbare Leistung des XTORM AP250 Solarpanels besser einschätzen zu können, habe ich sämtliche Tests mit dem 15W USB Solarpanel von EasyAcc und dem AUKEY PB-P3 14W Solarpanel wiederholt.

Alle drei Panels sind ungefähr gleich groß und leistungsstark, also ein fairer Vergleich. Mit jedem Solarpanel gab es 3×3 Messungen. Einmal flach in der Sonne liegend, einmal in Richtung der Sonne gewinkelt und einmal im Schatten eines Baums.

Dabei habe ich einmal ein theoretisches Maximum mithilfe eines Widerstands gemessen, wie auch zwei „Praxis“ Tests durchgeführt, mithilfe eines Apple iPad Pros und Samsung Galaxy S9+. Bei Letzteren spielt neben der reinen Leistung der Panels auch die Elektronik eine große Rolle.

Alle Messungen wurden an einem perfekten Sommertag in Deutschland durchgeführt! Es war keine einzige Wolke oder Ähnliches zu sehen. Vielleicht im absoluten Hochsommer sind noch ein paar Prozente mehr Leistung möglich, aber nicht signifikant mehr.

Starten wir mit dem Flach in der Sonne liegend.

Hier sehen wir direkt das die 14W bzw. 15W welche die Hersteller angeben extrem optimistisch sind. Das XTORM Solarpanel erreichte im Optimum 6,58W, welche auch fast vollständig in das iPad Pro oder S9 geladen werden können.

Dies ist zwar weder für das S9 noch für das iPad Pro das maximal Tempo, aber rund 6,5W ist schon ein gutes Ladetempo.

Eine ähnliche, leicht niedrigere Leistung erreichte auch das EasyAcc Panel. Dieses hat allerdings ein Problem beim Laden des iPad Pros, wo dieses konstant auf 0,5A, also 2,5W limitiert ist.

Das AUKEY Panel ist zwar beim iPad etwas besser, aber ansonsten konstant leistungsschwächer als die beiden anderen.

Flach auf dem Boden liegend ist aber für Solarpanels suboptimal. Hier wird doch ein gutes Stück Energie verschenkt, im Optimalfall sollte das Panel korrekt Richtung Sonne ausgerichtet sein für die perfekte Energieausbeute.

Und ja auch praktisch bringt das Ausrichten der Solarpanels bei allen Herstellern nochmal ein Stück mehr Leistung.

Gerade das Solarpanel von EasyAcc profitiert davon recht stark und kann am XTORM AP250 vorbeiziehen. Allerdings nur im „theoretischen“ Teil. Das iPad wird auch weiterhin nur mit 2,5W geladen und das Samsung Galaxy S9+ mit guten 7,29W, was aber weniger ist als die 7,36W.

Dies ist natürlich in der Praxis kein relevanter Unterschied, zeigt aber, dass hier vermutlich die Elektronik des XTORM Solarpanels etwas besser und effizienter ist. Dazu aber später mehr.

Kommen wir zum letzten Szenario, Ihr setzt Euch etwas mit dem Solarpanel in den Schatten und wollt Euer Smartphone laden.

Ganz wichtig! Solarpanels mögen keinen Schatten! Im Schatten produzieren alle Solarpanels effektiv keine Energie.

Zwar erzeugt hier das XTORM AP250 immer noch die meiste Energie mit 0,432W, dies ist aber zu wenig um ein Smartphone zu laden.

Wenn Ihr also irgendwelche Herstellerbilder seht bei welchen Leute das Solarpanel beim Wandern durch den Wald an ihrem Rucksack befestigen, wisst Ihr nun, dass dies Fake ist.

Sehr interessant ist beim XTORM AP250 die Elektronik. Diese gefällt mir sehr gut! Gerade was die Spannung angeht ist das XTORM Solarpanel deutlich besser geregelt als seine Konkurrenten.

Das Panel hält sehr konstant 5,12V und besitzt wirklich erst ganz am Ende des Leistungsspektrum einen recht starken Abfall der Spannung auf zunächst 4,48V und dann auf unter 3V, was den Ladevorgang stoppt.

Die meisten anderen Solarpanels die ich bisher testen durfte, hatten eine deutlich höhere Leerlaufspannung (5,2-5,5V) und dann einen recht konstanten Spannungsabfall.

Hier ist das XTORM AP250 wesentlich besser geregelt!

 

Fazit

Ist das XTORM AP250 das beste USB Solarpanel auf dem Markt? Die Antwort auf diese Frage ist ein klares ja vielleicht.

Letztendlich hängt es natürlich etwas von Euren Ansprüchen ab ob das XTORM AP250 das Richtige für Euch ist.

Rein von seiner Leistung und Elektronik ist dies das beste USB Solarpanel in der 14W Klasse das ich bisher gesehen habe! Dabei kann gerade die Elektronik und die Haptik überzeugen.

Die Elektronik arbeitet beim XTORM AP250 sehr effizient und gut geregelt. Die Spannung ist so stabil wie dies bei einem Solarpanel nur möglich ist und die Kompatibilität zu gängigen Smartphones passt.

Die Leistung des Solarpanels selbst ist ebenfalls stark, aber hier können gute Konkurrenten durchaus mithalten.

Neu ist die „Verpackung“. Das hier verwendete Neopren ermöglicht eine sehr dünne, aber flexible Bauform. Zudem ist das Solarpanel wassergeschützt, ein klarer Vorteil!

Auch das kleine Display, welches Euch die produzierte Energie anzeigt, ist nützlich, auch wenn ich mir hier eine Positionierung auf der Oberseite gewünscht hätte.

Kurzum, sucht Ihr ein USB Solarpanel, welches in der Lage ist ein Smartphone oder Tablet mit einem guten Tempo zu laden, dann ist das XTORM AP250 die aktuell beste Wahl auf dem Markt! Allerdings mit rund 100€ auch eine sehr teure Wahl.

Wie so oft üblich wer ein besonderes Produkt möchte, das sich von der Masse abhebt, muss halt etwas mehr zahlen.

Das Gigaset GS185 im Test, das erste Smartphone made in Germany

Das erste Smartphone Made in Germany ist da! Gigaset wird nicht müde diesen Fakt beim GS185 zu betonen und ja dies ist durchaus ein Verdienst.

Kaum Technik-Produkte werden noch in Europa gebaut, außer vielleicht Waschmaschinen. Da ist das GS185 doch etwas Besonderes. Ebenfalls sehr erstaunlich ist der Preis. Mit rund 180€ ist da GS185 alles andere als teuer.

Auf den ersten Blick gab es also keinen Aufpreis für das Made in Germany. Aber natürlich hilft das Ganze nicht wenn nicht auch das Smartphone gut ist.

Dies wollen wir doch einmal im einem Test herausfinden. Kann das Gigaset GS185 überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Gigaset für das Zurverfügungstellen des GS185 für diesen Test.

 

Das Gigaset GS185 im Test

Gigaset setzt beim GS185 auf ein Kunststoff-Gehäuse, was mittlerweile fast schon eine etwas exotische Entscheidung ist. In der Regel setzen mittlerweile die aller meisten Smartphones über 120-150€ auf Aluminium.

Aber ist dies wirklich schlimm? Weniger als man im ersten Moment denken könnte. Auch Kunststoff Smartphones sind die letzten Jahre signifikant besser geworden als es früher der Fall war. Das GS185 fühlt sich nicht billig an! Auch lässt sich die Rückseite nicht Eindrücken oder knarzt.

Der wirklich größte Unterschied ist also weniger die Strukturelle Integrität und mehr das Gefühl in der Hand. Hier fühlt sich das GS185 allerdings auch nicht billig an. Allerdings fühlt sich das Smartphone etwas wärmer und leichter an als Geräte aus Aluminium, die meist ein sehr kaltes Gefühl ausstrahlen.

Von daher ist das Verwenden von Kunststoff hier aus meiner Sicht kein NoGo. Optisch fällt es fast sogar gar nicht auf, dank der leicht reflektierenden Lackierung.

Gigaset nutzt sogar Fake Antennen-Streifen, welche an sich bei einem Smartphone mit Kunststoff Rückseite/Rahmen nicht nötig wären.

Erfreulicherweise setzt Gigaset selbst bei seinen günstigeren Smartphones mittlerweile schon auf ein Display mit vergleichsweise kleinen Displayrahmen. Diese sind zwar nicht winzig gestallten, aber das 5,5 Zoll Smartphone wirkt doch ein gutes Stück kompakter.

Wenn man so will sind 5,5 Zoll das neue 5 Zoll. Das Gigaset GS185 ist sehr gut Händeln, auch wenn Ihr keine riesigen Hände habt!

Dies liegt auch an den stark abgerundeten Rändern.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 5,5 Zoll 18:9 Display, wie auch eine 13 MP Frontkamera und die Ohrmuschel.

Auf der rechten Seite sind die drei üblichen Tasten eines Smartphones angebracht (ein/aus und lauter/leiser). Der 3,5mm Kopfhöreranschluss befindet sich auf der Oberseite, der Ladeport (microUSB) wie auch der Lautsprecher ist auf der Unterseite.

Auf der Rückseite ist die 13 MP Hauptkamera, der LED Blitz und der Fingerabdruckscanner, auf der üblichen mittleren Position.

 

Made in Germany

Made in Germany ist ein extrem wichtiger Punkt beim Gigaset GS185, zumindest aus Sicht des Marketings.

Das ist doch was, das erste Smartphone, das in Deutschland gebaut wird! Aber wie viel Made in Germany ist das Gigaset GS185 wirklich?

Vermutlich trifft es „zusammengebaut in Deutschland“ eher. Sämtliche Komponenten des Smartphones werden vermutlich aus Asien stammen, nur das letztendliche Zusammensetzen des Geräts findet in Deutschland statt.

Das mag jetzt negativ klingen, ist es aber gar nicht gemeint. Leider ist es heutzutage gar nicht möglich ein Smartphone oder allgemein elektrische Geräte zu 100% in Deutschland zu bauen. Es fehlen hier einfach die Zulieferer.

Es gibt beispielsweise in Deutschland oder allgemein Europa keinen großen Hersteller für Akkus, Kameramodule, Speicherchips, Displays usw. Selbst kleine Komponenten wie Wiederstände usw. sind kaum bis gar nicht „Made in Europa“ zu finden.

Selbst wenn Gigaset alles Geld der Welt in die handgenommen hätte, wäre es kaum möglich gewesen ein 100% Made in Germany Smartphone zu bauen. Sämtliche Zulieferer befinden sich nun mal in Asien.

Ein ähnliches Problem hat sogar Apple

„Die Zuliefererstruktur, die die Produktion in Asien so effizient macht, fehlt komplett. Auch können Zulieferer ihre Chip- und Displayfabriken nicht einfach ebenfalls in die USA verlegen: Eine einzige Fabrik kostet bis zu fünf Milliarden Dollar und benötigt bis zu drei Jahre Bauzeit.“

Quelle https://www.gruenderszene.de/allgemein/iphone-made-in-usa-trump-zoelle

Dennoch ist das was Gigaset beim GS185 macht bereits ein Schritt in die richtige Richtung. Immerhin werden so hoffentlich ein paar Arbeitsplätze in Deutschland gesichert und wer weiß, klappt das Experiment GS185, wie es weitergeht.

 

Software

Gigaset setzt beim GS185 auf das aktuelle Android 8.1, Daumen hoch dafür! Auch dafür, dass die Benutzeroberfläche und grundsätzlich die Software recht schlank gehalten wurde.

Es wird der Standard Android Einrichtungsbildschirm und die Standard Android Benutzeroberfläche genutzt.

Gigaset hat lediglich die Wallpaper und Klingeltöne gegen die Gigaset eigenen ausgetauscht. Auch eine Gigaset App ist auf dem Smartphone zu finden, das wars!

Keine 3. Anbieter Software außer den Google und Android eigenen Apps. Etwas verwunderlich ist allerdings die Speichernutzung, welche mit 6,67GB von 16GB relativ hoch ausfällt.

Immerhin ist ein microSD Steckplatz, welcher zusätzlich zu Dual SIM genutzt werden kann, vorhanden.

 

Display

Gigaset setzt beim GS185 auf ein 18:9 HD Display. Ein 18:9 Display ist mittlerweile fast Standard bei neueren Smartphones, wobei diese in der unter 200€ Preisklasse durchaus noch positiv zu erwähnen sind. Diese Displays sind etwas länger als die klassischen 16:9 Panels und werden genutzt um besser die Front des Smartphones zu auszunutzen.

Leider löst das Display nur mit 720 x 1440 Pixeln auf, also HD und nicht Full HD. Ist dies schlimm? Es geht!

Grundsätzlich finde ich 720p scharf genug, auch auf 5,5 Zoll. Ich denke sogar das dies vielen Nutzern gar nicht auffallen wird das es sich hier nicht um ein Full HD Panel handelt.

Allerdings kann man das Ganze durchaus sehen, Icons und Text sind nicht ganz so gestochen scharf wie man dies von höherwertigen Smartphones kennt.

Immerhin ist das Display qualitativ ordentlich. Der Schwarzpunkt ist gut, genau wie der Kontrast und die Farben. Selbst die Helligkeit ist gut für ein Smartphone dieser Klasse!

Lediglich die Blickwinkel sind eher mäßig, was aber bei einer normalen Betrachtung nicht auffällt.

 

Sound

Was seinen Lautsprecher angeht ist das Gigaset GS185 ein ziemlich durchschnittlicher Performer. Der Lautsprecher ist ganz klassisch auf der Unterseite angebracht.

Dabei klingt dieser an sich recht solide. Er ist ausreichend klar, nicht übermäßig schrill und sogar halbwegs voll klingend.

Von Bass möchte ich natürlich nicht sprechen, aber hier habe ich schon Schlechteres gehört.

Lediglich ist die maximale Lautstärke des Lautsprechers eher mäßig gut. Gut genug für die Nutzung abends im Bett, aber nutzt Ihr Euer Smartphone regelmäßig um in der Küche usw. Musik zu hören dann ist das GS185 eher mäßig geeignet.

 

Kamera

Die Kamera des GS185 löst mit 13 Megapixeln auf und besitzt eine Blende von F2.0. Also ziemlicher Standard für ein Einsteiger Smartphone. Erfreulicherweise verzichtet Gigaset auf eine Dual Kamera oder Ähnliches, welches in dieser Preisklasse eh nichts taugt und meist nur ein Gimmick ist.

Hoffen wir mal, dass Gigaset das hier gesparte Geld in eine gute Hauptkamera gesteckt hat. Erst einmal eine kleine positive Überraschung, Gigaset hat die Kamera-App verglichen mit den Vorgängern überarbeitet bzw. nutzt eine modernere App.

Modern ist hier zwar relativ, aber die App ist wie ich finde okay, auch wenn es hier noch deutlich Luft nach oben gibt.

Kommen wir auch zu den Testbildern der Hauptkamera.

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

Die Bilder sehen doch für ein Smartphone dieser Preisklasse ordentlich aus! Beginnen wir mit den positiven Dingen. Dies wäre die Bildschärfe bei Tageslicht, die Farben und der Weißabgleich.

Fotos wirken bei Sonnenschein angenehm lebendig und kräftig. Dabei bieten diese selbst einer 100% Betrachtung eine gute Schärfe.

Auch vermeidet das GS185 das Abdriften der Farben, wie es oftmals bei günstigeren Geräten zu sehen ist. Was den Weißabgleich angeht, neigt das Gigaset vielleicht zu tendenziell etwas kühleren Farben, aber nicht störend kühl.

Autofokus und Detailabbildung sind unauffällig gut.

Etwas Schwächen sehe ich bei der Dynamik. Fotografiert Ihr in die Sonne hat das GS185 überdurchschnittlich viele Probleme mit ausgebrannten Flächen. Ähnliches gilt auch für Spiegelungen und Fenster bei Innenaufnahmen.

Hier spürt man, dass es sich um ein unter 200€ Smartphone handelt, welches nicht den aller teuersten Kamera-Sensor hat.

Auch die Low Light Performance ist eher als durchschnittlich zu bezeichnen. Aufnahmen abends in etwas gedimmten Innenräumen werden merklich weicher und unschärfer.

Allerdings würde ich der Kamera dennoch ein eher positives Fazit aussprechen. Bei Tageslicht ist die Bildqualität leicht überdurchschnittlich und bei Nacht durchschnittlich.

Erfreulich ist auch, dass die Videoaufnahmen des GS185 trotz des 720p Displays in Full HD stattfinden.

 

Leistung und Benchmarks

Die Leistung bzw. der verbaute SoC (System on a Chip, also Prozessor, Grafikkarte usw.) ist leider mein größter Kritikpunkt am GS185.

Gigaset setzt zwar erstmals auf einem Qualcomm Chip, was grundsätzlich eine zu begrüßende Entscheidung ist, aber leider auf den Snapdragon 425.

Der Snapdragon 425 ist ein Einsteiger SoC aus dem Jahr 2016. Zwar bedeutet dies noch lange nicht, dass der Snapdragon 425 schlecht ist, aber dennoch ist es schon etwas grenzwertig einen zwei Jahre alten Prozessor in der derartig schnelllebigen Zeit und Branche zu verbauen.

Wollen wir uns aber erst einmal ein paar Benchmarks, also theoretische Leistungstests, ansehen, ehe wir vorschnell urteilen.

Das Gigaset GS185 schneidet in diesen Tests wie es zu erwarten war ab. Also recht mäßig… Dabei sind die erreichten Werte allerdings auch nicht katastrophal schlecht, gerade wenn man bedenkt in welcher Preisklasse wir uns bewegen.

Beispielsweise das oftmals hoch gelobte Moto G6 Play für 190€ verfügt auch nur über einen Snapdragon 430, welcher zwar etwas schneller ist, aber mit rund 15-20% auch nicht viel schneller.

Von daher ist Gigasets Entscheidung auf einen Snapdragon 425 zu setzen sicherlich an der Grenze des Vertretbaren, aber in dieser Preisklasse ist es noch als okay einzustufen, gerade wenn man sich Hersteller wie Wiko oder Moto ansieht.

 

Die Praxis

Aber natürlich sind Benchmarks nur das eine, die Praxis das andere. Wie schlägt sich hier das Gigaset GS185?

Recht ordentlich! Hier hilft natürlich auch die schlanke Benutzeroberfläche. Grundsätzlich ist die Navigation im Betriebssystem als flüssig zu bezeichnen.

Auch Eingaben werden flott und ohne großes Zögern umgesetzt. Allerdings merkt man auch, dass das GS185 hier und da doch hart an der Grenze ist.

Gibt es beispielsweise größere Hintergrundprozesse wie App Updates die gerade dann eingespielt werden, wenn man sein Smartphone nutzen möchte, dann kann doch das GS185 etwas Schluckauf bekommen.

Dies ist weniger schlimm als es noch bei älteren Smartphones und Android Versionen der Fall war, wo dies mehr oder weniger das komplett Gerät zum Erliegen gebracht hat, aber durchaus noch spürbar.

Laufen nicht gerade dicke Hintergrundprozesse, welche den kostbaren Arbeitsspeicher und CPU Leistung fressen, laufen die üblichen Apps wie der Webbrowser, WhatsApp, Facebook usw. absolut problemlos.

Auch die Ladezeiten dieser Apps sind nahezu perfekt.

Geht es Euch nur um solche Standard Apps werdet Ihr mit dem Gigaset GS185 sehr zufrieden sein. Wie steht es aber um Spiele?

Wie so oft kommt es hier auf die Art der Spiele an. Die gängigen Casual Games wie Candy Crush oder auch Clash of Clans laufen vernünftig. Teils sogar besser als auf etwas teureren Geräten.

Da das GS185 „nur“ über ein 720p Display verfügt benötigt dieses weniger Grafikleistung als Smartphones mit 1080p Display.

Allerdings High End Games wie PUBG, Emulatoren usw. könnt Ihr vergessen bzw. nur auf niedrigen grafischen Einstellungen zum Laufen bekommen. Generell gilt aber mir ist kein Spiel untergekommen, welches komplett die Arbeit verweigert hat.

Dennoch ist das GS185 kein „Gaming Smartphone“, für Casual Games reicht es aber dennoch.

Wie sieht es abseits der reinen Leistungsfähigkeit aus? Der LTE Empfang genau wie der GPS Empfang sind solide. Besser als bei vielen Geräten mit Mediatek Chip in dieser Preisklasse.

Grundsätzlich ist auch die WLAN Leistung passabel. Allerdings unterstützt das GS185 nur 2,4GHz WLAN nach dem N Standard. Praktisch resultiert dies in einer Geschwindigkeit von rund 40Mbit/s die maximal via WLAN erreicht werden können.

Zum Abschluss, wie steht es um den Fingerabdruckscanner? Dieser ist gut brauchbar und entsperrt das Smartphone in 8 von 10 Versuchen tadellos. Bei den beiden anderen Versuchen müsst Ihr den Finger ein zweites Mal auflegen.

 

Akku

Das Gigaset GS185 verfügt über einen 4000mAh Akku, was durchaus sehr imposant ist für solch ein Smartphone. Normal wären hier eher 3000mAh.

Aber wie so oft darf man nicht zu viel auf die reine Kapazität des Akkus geben. Für eine gute Laufzeit sind auch andere Dinge sehr wichtig, wie ein energiesparsamer Prozessor und Display usw.

Von daher wie schlägt sich das GS185 in meinem üblichen Alltagstest, besteht aus Webbrowsen, Social Media und leichtem Gaming?

Mit rund 7,5 Stunden liefert hier das GS185 eine gute Leistung. Selbst Intensivnutzer sollten mit dem Smartphone gut durch den Tag kommen.

Normalnutzer könnten sogar zwei Tage schaffen, abhängig von der Nutzung. Telefoniert Ihr nur oder schreibt mal eine SMS wäre eventuell sogar noch ein 3. Tag drin. Allerdings war die Standby Performance bei mir eher mäßig (das Smartphone brauchte beim Nichtstun relativ viel Akku).

 

Fazit

Das Gigaset GS185 ist ein gutes Smartphone für den Einstiger bzw. Umsteiger von einem normalen Handy.

Hierbei kann dieses mit einer guten und vor allem angenehmen Haptik, einer soliden Alltags-Performance und einer guten Kamera punkten.

Allerdings darf man auch keine Wunder erwarten. Es gibt ganz klar Smartphones mit mehr Leistung oder einer besseren Kamera in dieser bzw. einer ähnlichen Preisklasse, sofern Ihr bereit seid auf die diversen asiatischen Hersteller zu setzen.

Aber mit dem GS185 war es vermutlich auch nicht Gigasets Ziel neue Performance Rekorde aufzustellen. Das Ziel war es vermutlich eher ein vernünftiges Smartphone zu produzieren welches genug Leistung für SMS, WhatsApp, Facebook usw. liefert.

Ähnliches gilt auch für die Kamera. Ich würde mit dieser nicht zwingend meine Urlaubsbilder machen wollen, aber man muss sich auch nicht für die Aufnahmen schämen, wenn man diese via Facebook teilt oder via WhatsApp versendet.

Ein weiter wichtiger Punkt ist natürlich die Made in Germany Geschichte. Diese bringt Euch erst einmal direkt nichts. Eventuell bei einer nötigen Reparatur, welche direkt in Deutschland ausgeführt wird, aber im Alltag ist davon direkt nichts zu spüren. Hier geht’s eher um das Gefühl ein deutsches Unternehmen und deutsche Arbeitsplätze unterstützt zu haben.

Ist Euch dieses Gefühl etwas Wert, dann wird das GS185 nochmals attraktiver.

Kurzum das Gigaset ist ein grundsolides Smartphone für alle Nutzer, die sich primär für die Basics wie WhatsApp und Social Media interessieren, wie auch auf einen guten, wenn nicht sogar herausragenden Support Wert legen!

Der ASUS Blue Cave WLAN Router im Test, interessantes Design!

Wenn man sich einen ASUS WLAN Router ansieht, hat man meist ein schwarzes, recht aggressiv designtes Gerät mit vielen auffälligen und großen Antennen vor sich.

Mehr Antennen = mehr Leistung, so schien das Motto von ASUS zu sein.

Daher ist der neue Blue Cave WLAN Router etwas Besonderes. ASUS weicht bei diesem etwas von seinem typischen Design „für Gamer“ ab und hat fast schon einen „modischen“ WLAN Router erschaffen.

Dabei verzichtet ASUS völlig auf externe Antennen oder eine aggressive Design- Sprache, ohne dabei auf Leistung zu verzichten!

Der Blue Cave soll mit AC2600 Tempo punkten können, wie auch ansonsten mit einem sehr vollständigen Feature-Set. Dafür will ASUS allerdings auch gute 230€ haben.

Ist dieser Preis für den ASUS Blue Cave WLAN Router gerechtfertigt? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Ausleihen des Blue Cave für diesen Test!

 

Der ASUS Blue Cave im Test

Der Blue Cave ist ein einzigartig designter WLAN Router von ASUS. Diese setzen hier auf ein 16x16cm großes viereckiges Gehäuse mit einem Loch in der Mitte.

Klingt komisch, sieht aber dank der blauen Lamellenverzierung sehr interessant aus. Hierher kommt auch der Name „Blue Cave“.

Durch dieses etwas ungewöhnlichere aber schicke Design ist der Router auch sehr wohnzimmerfreundlich. Hier wirkt dieser eher wie eine Art Skulptur, als wie ein WLAN Router.  Menschen die sich weniger mit Technik auskennen, werden es schwer haben zu erkennen, was der Blue Cave eigentlich ist.

Ganz auf LEDs konnte ASUS allerdings nicht verzichten. Im Ring des WLAN Routers sind ein paar Blue LEDs angebracht, welche aber sehr schön ins Design übergehen.

Abseits davon ist allerdings auf der Front nicht viel Interessantes zu finden. Sämtliche Anschlüsse, Tasten usw. sind auf der Rückseite untergebracht.

Hier finden wir das übliche, also einen Einschalter, eine WPS Taste, 1x USB 3.0, 1x WAN und 4x Gbit LAN.

Während die Vorderseite noch völlig glatt ist, hat ASUS die Rückseite für Belüftung etwas „durchlöchert“. Eine sinnvolle Entscheidung, moderne WLAN Router produzieren einiges an Wärme.

 

Software

Die Software des ASUS Blue Cave passt nicht so recht zum „simplen“ Design Ansatz des Äußeren. Ob dies nun gut oder schlecht ist, überlasse ich Euch!

ASUS setzt beim Blue Cave auf seine typische Router Benutzeroberfläche. Diese ist optisch recht schwer und teilweise auch etwas überladen.

Dies liegt aber auch daran, dass Ihr hier massenhaft Einstellungsmöglichkeiten vorhanden sind. Kein anderer Hersteller von Routern bietet so viele Einstellungsmöglichkeiten und auch Feature wie ASUS!

Hierbei unterscheidet sich der Blue Cave auch nicht von seinen Gaming Brüdern. Gehen wir einmal ein paar Funktionen im Schnelldurchlauf durch.

Neben den Basis Einstellungsmöglichkeiten bezüglich der WLAN Settings, IP Adressen usw. bietet der Blue Cave auch diverse Analyse und Kontrollmöglichkeiten. Ihr könnt auf Wunsch beispielsweise jede Webseite sehen, die ein Nutzer über den Router aufgerufen hat. Auch könnt Ihr detailliert sehen welcher Computer gerade wie viel Trafik verursacht und gegebenenfalls dessen Priorität hoch oder herunter drehen.

Ebenfalls sehr interessant ist ASUS AiProtection. AIProtection ist eine Art zusätzlicher Virenschutz für Euer Netzwerk. Ihr kennt ja sicherlich die Meldungen, dass mal wieder ein Bot-Netzwerke irgendwelcher Smart Home Geräte entdeckt wurde, welche nicht geupdatet wurden.

Das Problem oftmals gibt es für solche Smart Home Geräte keine Updates und man bekommt gar nicht mit, dass diese gehackt wurden, hier soll AIProtection helfen.

AIProtection scannt unter anderem Euren Netzwerk Traffic und gleicht diesen mit einer Datenbank ab in welcher bekannte Botnetzwerke gelistet sind. Wird nun erkannt, dass eins Eurer Geräte Verbindung zu einem Botnetzwerk aufnimmt, erhaltet Ihr eine Benachrichtigung.

Zusätzlich kann AIProtection auch bekannte Viren verseuchte Webseiten sperren und Sicherheitslücken in Anwendungen blocken.

Hinter AIProtection steht im Übrigen nicht direkt ASUS, sondern die Daten kommen von Trend Micro, einem bekannten Virenschutz Hersteller.

Und ja AiProtection funktioniert! Mehr dazu hier.

Ein großes Lob muss man ASUS auch dafür aussprechen, dass es möglich ist den Router auch als Access Point oder sogar Repeater zu nutzen. Zwar gehen in diesen Modi ein paar Feature verloren, aber dennoch kann das Ganze in speziellen Situationen praktisch sein.

Neu ist die Möglichkeit den Blue Cave via Amazon Alexa oder IFTTT zu steuern bzw. teile des Routers zu steuern. Ihr könnt beispielsweise ein Gast WLAN Netz via Sprachbefehl erstellen oder schließen.

ASUS neues AiMesh soll im Übrigen später per Software Update nachgereicht werden.

Zusätzlich zur WebUI bietet ASUS auch eine sehr schöne und gute App zu Steuerung und Überwachung an.

 

Performance

Auch wenn man es dem Blue Cave vielleicht auf den ersten Blick nicht direkt ansieht, steckt in diesem WLAN Router doch ordentlich Power.

Laut ASUS soll der Blue Cave 800Mbit/s auf dem 2,4Ghz Band und satte 1733Mbit/s auf dem 5GHz Band erreichen. Damit nutzt der Router ein 4×4 Design, im Inneren gibt es also vier Antennen, welche vier parallele Datenströme aufbauen können.

Im Inneren des Blue Cave wird es sehr interessant! ASUS setzt hier auf Intel WLAN Chips (WAV 524 und WAV 514). ASUS, Linksys, Netgear usw. produzieren nicht die eigentlichen WLAN Chips und Prozessoren, ähnlich wie bei Smartphones wo der Prozessor meist auch nur zugekauft wird.

Die große Mehrheit aller WLAN Router setzt hierbei auf Qualcomm oder Broadcom Chips. Intel hingegen ist eine sehr exotische Wahl mit seiner „Intel® WiFi Technology“ Plattform. Das muss nicht bedeuten, dass dies eine schlechte Wahl ist!

Einen kleinen Nachteil sehe ich allerdings bereits auf dem Papier, der ASUS Blue Cave scheint kein MU-MIMO zu unterstützten.

Dies ist in der Theorie ein Nachteil, wenn viele Geräte gleichzeitig mit dem Router verbunden sind und Daten anfordern. Allerdings gibt ASUS an das der Blue Cave mit bis zu 128 Geräten gleichzeitig verbunden sein kann.

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für den Blue Cave den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Dies sollte uns einen guten Eindruck vermitteln, was der RT-AC88U in der Praxis maximal zu leisten vermag.

Ich bin positiv überrascht! Ich muss zugeben nicht eine ganz so hohe Übertragungsrate erwartet zu haben.

Mit 95,5MB/s auf dem 5GHz Band in Kombination mit dem TP-Link T9E WLAN Adapter ist man schon sehr dicht am Optimum.

Noch beeindruckender sind die 67MB/s in Kombination mit der Intel ac 7260 WLAN Karte, was der viert höchste Wert ist, den ich bisher gesehen habe.

Vielleicht liegt dies am besonders guten Zusammenspiel Intel WLAN Karte + Intel WLAN Chip im Router.

Aber nicht nur die 5GHz Performance ist erste Klasse, auch die Leistung auf dem 2,4GHz Band ist stark! Auch hier spielt der Blue Cave ganz oben mit.

Wie steht es um die Reichweite? Der Blue Cave hat keine externen Antennen oder Ähnliches. Kann da die Reichweite überhaupt gut sein?

Grundsätzlich ja! Auf eine niedrige bis mittlere Distanz ist kein Unterschied zwischen dem Blue Cave und beispielsweise dem RT-AC86U zu erkennen.

Erst auf sehr hohen Distanzen bricht das Signal gerade auf dem 2,4GHz doch ein Stück weit mehr Weg als bei Geräten mit externen Antennen.

Aber der Unterschied ist hier auch nicht gigantisch.

 

USB/NAS Funktionalität

Die NAS bzw. USB Funktionalität bei ASUS Routern ist immer sehr ausgeprägt, so auch hier.

Das Wichtigste sind natürlich die klassischen SMB Netzwerk-Laufwerke. Für diese gibt es eine einfache Benutzerverwaltung. Ihr könnt Benutzern den Zugriff auf einzelne Netzwerk-Laufwerke sperren, oder gezielt freigeben.

Auch ist ein Zugriff über das Internet via „Cloud Disk“ möglich. Cloud Disk ist eine APP mit einem integrierten DDNS Dienst.

Ebenso könnt Ihr den Inhalt Euer Netzwerklaufwerke mit Dropbox oder einem anderen FTP/SMB Sever synchronisieren.

Die Freigabe von Medien via UPNP oder iTunes Server ist natürlich ebenfalls möglich, wie auch Time Machine Backups.

Ganz kurz zusammengefasst, ASUS bietet hier die beste NAS Funktionalität in allen Routern, die mir bisher beregnet sind!

Hier wäre es aber nun natürlich noch gut, wenn auch das Tempo stimmen würde. Tut es das?

Hier hatte ich Probleme mit dem Blue Cave. Mit meiner zunächst genutzten externen SSD erreichte ich lediglich 7MB/s lesend, was sehr schwach wäre. Selbst nach einem internen Formatieren in das HFS Dateiformat (zunächst NTFS) gab es keine Besserung. Ganz im Gegenteil der Router ist während einer Dateiübertragung abgestürzt.

Erst nach dem Wechsel auf eine andere SSD konnte ich rund 40MB/s lesend und 30MB/s schreibend erreichen. Keine absoluten Top -Werte, aber ordentlich.

 

Stromverbrauch

Kommen wir zum Abschluss zum Stromverbrauch, welcher in unserer heutigen Zeit immer wichtiger ist.

Leider sind ASUS WLAN Router in der Regel nicht sonderlich sparsam, was den Energieverbrauch angeht, dies bestätigt sich auch beim Blue Cave.

Im normalen Einsatz benötigt dieser ca. 12,4W Leistung. Nicht übermäßig viel wenn man dies im Verhältnis zur Leistung sieht, aber auch nicht besonders sparsam.

 

Fazit

Das Fazit zum ASUS Blue Cave ist kein ganz einfaches. Der Blue Cave ist erst einmal ein absolut vorbildlicher WLAN Router mit einer hervorragenden Performance, unzählige Features und einer guten Reichweite.

Gerade die WLAN Performance konnte mich hier sehr positiv überraschen.

Allerdings sind dies Features, welche auch von anderen ASUS WLAN Routern in dieser Preisklasse geboten werden. Ich würde den Blue Cave mit dem RT-AC86U vergleichen. Beide sind sich was die Performance angeht recht ähnlich.

Die Software von beiden Modellen ist sogar nahezu identisch. Der RT-AC86U hat eine leicht bessere Reichweite und MU-MIMO, was ein kleiner Vorteil ist.

Der Blue Cave hat hingegen eine etwas bessere Performance in Kombination mit Intel WLAN Karten, wie auch den etwas niedrigeren Preis.

Letztendlich kann man sagen, dass der ASUS Blue Cave ein herausragender High End WLAN Router ist, welchen ich problemlos empfehlen kann. Ob ich allerdings eine Kaufempfehlung aussprechen würde, hängt davon ab wie Euch das Design gefällt.

Gefällt Euch der ASUS Blue Cave besser als beispielsweise der ASUS RT-AC86U? Falls ja, wählt den Blue Cave, falls nein wählt den RT-AC86U.

Ich denke dies ist auch das Ziel von ASUS, einen High End WLAN Router im Sortiment zu haben, welcher nicht auf die ansonsten gängige Gamer Optik setzt. Dies ist mit dem Blue Cave auch absolut gelungen!

Achtung gefälschte Apple Lightning auf USB C Kabel im Umlauf! Oder „Hilfe warum funktioniert das Schnellladen meines iPhone X nicht“

Dieser Artikel soll als Warnung dienen! Aktuell sind einige Fälschungen des Apple Lightning auf USB C Kabels im Umlauf, welche auch als original beworben werden, es aber nicht sind.

Vor einer Weile hatte mich ein Nutzer angeschrieben, welcher aufgrund meiner Empfehlung ein Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät für sein iPhone X kaufte, aber feststellen musste, dass dieses nicht wie ich schrieb schnell geladen wurde, sondern nur sehr langsam lud.

Es kann ja nicht sein, dass ich ein Ladegerät empfehle welches gar nicht funktioniert. Noch erstaunlicher, Amazon Bewertungen bestätigten das nicht Funktionieren von USB Power Delivery in Kombination mit dem iPhone X und iPad Pro.

Hä? Was ist da los? Kurzum ich musste ein paar Nachforschungen anstellen, im Zuge dessen sich zeigte, dass es am Kabel liegt. Von daher woran erkennt man ein originales Apple Lightning auf USB C Kabel?

 

Das Ladegerät

Beim Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät und auch dem Anker PowerPort+ 5 Premium gibt es diverse Bewertungen welche besagen, dass USB Power Delivery, also das Schnellladen von Apple Geräten, nicht funktionieren würde.

Beispielsweise der Kommentar „Lädt iPad Pro 10.5 über PD extrem langsam, sonst ok.“ Hier haben sich auch Experten zu Worte gemeldet, dass es an Apple liegt, die sich nicht an den Standard halten.

Aber warum funktionierte das Schnellladen bei mir problemlos? Hat mir Anker ein spezielles „Reviewer“ Ladegerät zukommen lassen? Dieser Nutzer berichtete ja sogar ein Austauschladegerät würd ebenso wenig funktionieren.

Kurzum ich habe mir noch ein Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät bei Amazon bestellt.

Ja….. 36€ aus dem Fenster geworfen, denn auch das zweite PowerPort 5-Port USB C Ladegerät funktionierte 1a, sowohl mit meinem iPad Pro 10.5 wie auch iPhone X.

Also muss doch der Fehler woanders liegen?

 

Das Kabel ist das Problem!

Nach kurzem Austausch mit meinem Leser habe ich erfahren, dass dieser ein Apple Lightning auf USB C Kabel bei eBay gekauft hatte. Zuerst war dieser sich sicher es würde sich um ein originales Kabel handeln, bis dann auch hier die Zweifel aufkamen.

Das Kabel wurde als „Original Apple Lightning auf USB-C Typ-C Kabel MK0X2AM/A A1656 Macbook iPhone 1m“ beworben und kostete mit 20€ auch genug das es ein Original sein könnte.

Der Händler hatte 550910 Bewertungen, also seriös?

Kurzum ich habe mir ein sicheres original Kabel aus dem Apple Store für 25€ bestellt und dieses angebliche original Kabel.

Kurzum ja das eBay Kabel sieht original aus, ist es aber nicht!

 

Wirklich eine Fälschung?

Aber ist das Kabel wirklich eine Fälschung? Es hat ja schließlich eine andere Modellnummer?

In der Tat! Es gibt mehrere Versionen des Apple Lightning auf USB C Kabels.

 

Von Apple direkt habe ich die aktuellste MQGJ2ZM/A „A1703“ bekommen. Hierbei scheint es sich um die 2017er Version des Kabels zu handeln.

Vom eBay Händler habe ich hingegen das MKOX2AM/A „A1656“ bekommen. Hierbei scheint es sich um das originale Kabel des 2015er iPad Pros zu handeln.

Könnte es sich also um ein altes Kabel handeln, welches original ist, aber halt mit den neueren Geräten nicht funktioniert?! Nein!

Der Händler wirbt sogar damit „Funktioniert mit allen IOS-Versionen. Auch mit zukünftigen Versionen“ „Die Lightning Kabel sind kompatibel mit allen Apple-Geräten, die über einen USB-C Anschluss verfügen.“

Um sicher zu gehen habe mir ein noch ein Kabel bestellt. Dieses Mal direkt bei Amazon mit der Modellnummer „MK0X2ZM/A“, welches aber ebenfalls die Modellnummer A1656 trägt!

Und ja auch das Amazon Kabel funktioniert!Es handelt sich bei dem eBay Kabel also sehr sicher um eine Fälschung.

 

Woran erkenne ich ein originales Apple Lightning auf USB C Kabel?

Für diesen kleinen Vergleich habe ich drei Apple Lightning auf USB C Kabel.

  • Original = direkt von Apple MQGJ2ZM/A Modellnummer A1703
  • Original 2 = direkt von Amazon MKOX2ZM/A Modellnummer A1656
  • Fälschung = von eBay Händler MKOX2AM/A Modelnummer A1656

 

  • Die originale Box ist schneeweiß, die Fälschung leicht gelblich.
  • Das originale Apple Logo ist schwarz, die Fälschung grau.
  • Der Text bei der Fälschung ist zentriert, beim Original linksbündig.

 

  • Die Lasche zum Aufreißen der Verpackung ist beim Original grün, bei der Fälschung orange.
  • Die Pfeile in der Darstellung sind beim Original grün, bei der Fälschung grau.

 

  • Beide Kabel sind mit Papierlaschen zusammengehalten, beim Original ist die Papierlasche aber nicht verklebt.

 

  • Beim originalen Kabel ist der USB C Stecker minimal kürzer als der Lightning Anschluss. Bei der Fälschung ist der Lightning Anschluss deutlich kürzer.

 

  • Der Lightning Stecker ist bei der Fälschung kleiner und rundlicher. Beim Original ist dieser ovaler.
  • Der Lightning Stecker hat beim Original eine Länge von 14,44mm, bei der Fälschung 11,90mm.

 

  • Der graue Knickschutz ist beim USB C Port kürzer als beim Lightning Anschluss. Beim Original Kabel ist der Knickschutz bei beiden Enden gleich lang (ca. 10mm)
  • Der USB C Port ist bei der Fälschung glänzender.

 

Funktion

Im Gegensatz zu normalen Apple Ladekabeln funktionieren die Fälschungen der Apple Lightning auf USB C Kabeln gar nicht bzw. nur teilweise.

Wie kommt das? Apple nutzt wirklich eine etwas „eigene“ Implantierung des USB Power Delivery Standards.

Im Gegensatz zu den meisten Android Smartphones gibt es hier keine direkte Kommunikation zwischen dem Smartphone/Tablet und dem Ladegerät.

Damit aber USB Power Delivery funktioniert, muss das Smartphone/Tablet dem Ladegerät mitteilen welche Spannung dieses haben möchte. Apple nutzt bei seinem Apple Lightning auf USB C Kabeln vermutlich eine Art „Übersetzer“.

Das heißt das Ladegerät redet zuerst mit dem Kabel und dann redet das Kabel mit dem Smartphone/Tablet. Dies ist also kein stumpfes Standard Kabel, sondern besitzt einen „einmaligen“ Chip.

Diesen Chip verkauft Apple aktuell anscheinend nicht weiter. Daher gibt es auch noch keine MFI zertifizierten Apple Lightning auf USB C Kabel.

Es scheint zwar mittlerweile erste 3. Anbieter Kabel zu geben welche funktionieren, aber diese sind erst im Q2 2018 auf den Markt gekommen und auch etwas zweifelhaft.

 

Fazit

Das Böse bei den Fälschungen der Apple Lightning auf USB C Kabeln ist, dass diese nicht funktionieren. Normalerweise sind Kabelfälschungen zwar auch unschön, aber die Fälschungen arbeiten meist genauso wie die originalen Kabel.

Dies ist hier allerdings nicht der Fall! Die gefälschten Apple Lightning auf USB C Kabel funktionieren zum normalen Aufladen, aber nicht in Kombination mit USB Power Delivery. Funktioniert also das Schnellladen des iPhone X oder iPad Pro nicht, muss dies noch lange nicht am Ladegerät liegen.

Leider fällt hier die Fälschung oftmals auf die Hersteller von Ladegeräten zurück, was natürlich für diese ein großes Problem ist.

Letztendlich gilt hier aber gerade bei Apple Kabeln das Motto, kauft bei Apple direkt oder bei einem sicheren seriösen Händler! Selbst letzteres ist kein Garant für ein originales Kabel, oftmals werden selbst die Händler betrogen.

Allerdings ist bei eBay oder Amazon Marketplace Händlern die Chance natürlich deutlich höher auf eine Fälschung zu treffen als beispielsweise bei Amazon selbst.

Aktuell ist es nicht möglich ein Apple Lightning auf USB C Kabel für unter 25€ zu bekommen! Habt Ihr einen Händler der dies unterbietet gilt Vorsicht.

Das Sony Xperia XZ2 im Test, der Flaggschiff Geheimtipp!

Sony hat ohne Frage einen schwierigen Stand auf dem Smartphone Markt, wo sich gefühlt alles nur noch um Samsung oder Apple dreht.

Dabei war Sony wie auch HTC und LG einer der ganz großen Spieler im Geschäft. Aber irgendwie hat sich der „Hype“ um Sony etwas verloren.

Aber ist dies auch zurecht der Fall? Gerade mit dem neuen Xperia XZ2 scheint Sony einen gewaltigen Sprung in die richtige Richtung gemacht zu haben.

Wollen wir hier doch herausfinden wie gut Sonys 2018er Flaggschiff Smartphone wirklich ist! Steht Sony wirklich zurecht im Schatten von Samsung?

An dieser Stelle vielen Dank an Sony für das Ausleihen des XZ2 für diesen Test.

 

Das Sony Xperia XZ2 im Test

Wie gefühlt alle aktuellen High End Smartphones setzt auch das Sony Xperia XZ2 auf ein Glasgehäuse mit Aluminiumrahmen. Allerdings war Sony auch einer der ersten Hersteller, welcher diesen Aufbau mit dem Xperia Z vor X Jahren begann einzusetzen.

Aber im Laufe der Zeit hat sich das Design doch ein gutes Stück gewandelt. Ältere Sony Smartphones waren sehr kantig und geradlinig. Dies hat sich beim XZ2 etwas verändert. Die Front ist weiterhin von geraden Linien geprägt, die Rückseite hingegen besitzt ein nach außen gebogenes Glas.

Trotz des geraden Aluminium Rahmen fühlt sich hierdurch das Sony etwas rundlicher und weicher an. Ein wenig muss man zwar aufpassen, dass das Smartphone nicht von leicht schrägen Oberflächen herunter rutscht, aber grundsätzlich gefällt mir das Design ausgesprochen gut!

Auch die Haptik ist stark. Vorbei sind die Zeiten in welchen es bei Sony Smartphones einen spürbaren Spalt zwischen Glas und Aluminium Rahmen gab. Das XZ2 wird hier definitiv seinem gehobenen Preis gerecht.

Sony muss natürlich auch den Trend zu kleinen Displayrahmen mitgehen. Allerdings hat das Xperia XZ2 verglichen mit dem Samsung Galaxy S9, iPhone X, OnePlus 6 durchaus noch größere Rahmen. Allerdings sind diese klein genug dass das Smartphone eine moderne Ausstrahlung besitzt und trotz 5,7 Zoll Display noch recht handlich ist.

Nein das XZ2 ist kein super kompaktes Smartphone, hierfür muss man zur Compact Version greifen, aber es ist auch nicht riesig. Lediglich das Gewicht wirkt mit knapp 200g recht hoch. Dies verleiht dem Smartphone aber auch eine gewisse Wertigkeit.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 5,7 Zoll Display wie auch einen Front Lautsprecher, die Ohrmuschel und 5 Megapixel Frontkamera.

Die physischen Tasten des XZ2 sind am rechten Rand angebracht. Dabei ist die Positionierung der Tasten ungewöhnlich.

Die Lautstärkewippe ist an der üblichen Position, der Einschalter hingegen ist recht niedrig angebracht. Für meinen Geschmack fast etwas sehr niedrig, aber Nutzer mit kleineren Händen wird dies sicherlich freuen.

Am unteren Rand ist zudem eine gesonderte Kamerataste mit zwei Stufen angebracht. Über diese könnt Ihr zum einen schnell die Kamera starten, wie aber auch Fokussieren und Auslösen. Diese Taste ist zwar nicht lebenswichtig, aber dennoch ein schöner Bonus.

Leider verzichtet Sony wie es aktuell Trend ist auf einen 3,5mm Kopfhöreranschluss. Ein Adapter für den USB C Port liegt aber selbstverständlich bei.

Auf der Rückseite sind die Hauptkamera, der recht kleine LED Blitz wie auch der Fingerabdruckscanner zu finden.

Auch das Sony Xperia verfügt über einen Wasserschutz nach IP68, ein kurzzeitiges Untertauchen ist also kein Problem.

 

Software

Sony setzt beim XZ2 auf Android 8.0 mit einer eigenen Benutzeroberfläche. Die Sony Benutzeroberfläche ist hierbei allerdings recht leicht und bietet lediglich ein paar Design Anpassungen im Menü und beim Launcher.

Allerdings gefällt mir die Sony Benutzeroberfläche recht gut, zumal sogar eine App Übersicht vorhanden ist, auf welche beispielsweise Huawei und LG mittlerweile verzichten.

Was Bonus Feature angeht gibt es allerdings auch nicht viel zu erwähnen. Es ist beispielsweise ein Inaktivitätsdisplays vorhanden, welches sich beim Anheben des Smartphones aktiviert. Hier werden Euch in Schwarz/Weiß die Uhrzeit und Benachrichtigungen angezeigt.

Ein Always on Display ist aber nicht vorhanden, was auch nicht überrascht da Sony auf ein LCD Panel setzt.

Auch ist der Xperia Assistent mit an Bord, welcher sich um Akku Optimierungen und dynamische Funktionen wie den Nachtmodus usw. kümmert.

Was vorinstallierte Apps angeht ist Sony etwas „großzügiger“ unterwegs. Neben einigen Sony Apps wie der Xperia Lounge oder der PSN App ist auch Facebook und diverse Amazon Apps vorinstalliert.

Dies frisst auch ein gutes Stück internen Speicher. Von 64GB bleiben Euch rund 48,8GB zur freien Verfügung. Immerhin ist ein microSD Speicherkarten Slot vorhanden welcher dies wieder etwas relativiert.

 

Display

Sony setzt beim Xperia XZ2 auf ein 5,7 Zoll IPS Display mit einer Auflösung von 2160×1080 Pixeln. Daran erkannt man, dass es sich um ein 18:9 Display handelt. Zusätzlich gibt es eine HDR10 Unterstützung.

Wie sieht das Display aus? Gut bis sehr gut! Das Display des XZ2 ist hell, leuchtstark und besitzt einen guten Kontrast.

Allerdings tut sich das XZ2 im direkten Vergleich mit einem Samsung Galaxy S9 und iPhone X etwas schwer. OLED Panel sehen dank dem perfekten Schwarz einfach klasse aus. Hier kann das XZ2 nur bedingt mithalten.

Immerhin es handelt sich um eins wenn nicht sogar das beste IPS Panel das ich bisher gesehen habe! Das Display ist also nicht ganz Oberklasse, kann aber durchaus mit einem Pixel 2 XL mithalten.

 

Lautsprecher

Sony bleibt sich treu und setzt auch beim XZ2 auf ein Dual-Lautsprecher Set-up. Hierbei wird ein Lautsprecher genutzt welcher am unteren Rand versteckt ist, wie auch die Ohrmuschel. Beide Lautsprecher sind also auf den Nutzer gerichtet.

Hierdurch passt schon einmal das Stereo Gefühl und auch generell klingen die Lautsprecher gut. Es sind was den Tiefgang und das Volumen angeht nicht ganz die besten Smartphone Lautsprecher, aber es gibt keinen Grund zu klagen.

Auch die maximale Lautstärke ist solide!

Hinzu kommt die Möglichkeit den Vibrationsmotor als eine Art Bassverstärkung zu nutzen. Dabei vibriert das Smartphone passend zu den Bässen.

Interessant, cool aber vielleicht auch ein wenig unnötig. Allerdings bei Filmen oder Spielen kann dies schon ein interessanter Effekt sein. Ihr könnt diesen in vier Stufen regeln, von aus bis stark.

Zwar fehlt der 3,5mm Kopfhöreranschluss, dafür sind aber die Lautsprecher ordentlich.

 

Kamera

Die Kamera ist bei Sony Smartphones immer eine sehr interessante Angelegenheit. Sony stellt die mit Abstand besten Kamerasensoren auf dem Markt her. Diese werden von Google, Apple und sogar Samsung verwendet.

Jedes aktuelle High End Smartphone hat einen Sony Kamera Sensor. Hier müsste man doch denken, das die Sony eigenen Geräte ganz oben mitspielen was die Kameras angeht. Aber dies ist nur bedingt der Fall.

Im Xperia XZ2 kommt beispielsweise ein 19 Megapixel Sensor mit F2.0 Blende zum Einsatz. 19 Megapixel klingen nett, aber die Blende von F2.0 ist nicht mehr zeitgemäß wenn es Smartphones wie das S9 gibt welche schon F1.5er Blenden haben. Im Gegenzug ist der hier verbaute IMX400 ein gerade zu riesiger Kamerasensor mit 1/2.3 Zoll.

Vermutlich ist dies auch der Grund warum die Blende vergleichsweise klein ist (bei größeren Sensoren ist eine größere Blende schwerer zu erreichen bzw. diese braucht mehr physischen Platz).

Auch verzichtet Sony komplett auf eine sekundäre Kamera. Ein Hintergrund Unschärfe Modus ist aber dennoch vorhanden. Dieser muss aber zwei Aufnahmen nacheinander machen und errechnet daraus das „Bokeh“.

Dieser Modus ist nicht ganz so einfach und schnell zu nutzen wie bei einem iPhone, aber erziehlt durchaus brauchbare Ergebnisse. Bessere Ergebnisse als bei einigen Smartphones mit Dual-Kameras.

Allerdings spielt der Porträt Modus des XZ2 auch nicht ganz oben mit.

Die hohe Auflösung des Xperia XZ2 wird wie üblich nur bei 4:3 erreicht. Von Haus aus stellt Sony aber das Bild auf 16:9 und 17 Megapixeln. Grundsätzlich eine gute Entscheidung, wir haben 18:9 Displays und machen 4:3 Aufnahmen, was etwas suboptimal ist.

Allerdings hat die Kamera im 16:9 Modus einen deutlichen „Lag“. Anscheinend wird das Foto nach der Aufnahme auf 16:9 zugeschnitten was ca. eine Sekunde dauert in welcher Ihr warten müsst.

Daher habe ich später wieder in den 4:3 Modus geschaltet.

Viele Hersteller werben aktuell mit „KI“ usw. was die Kameras angeht. Ich hatte schon einige Smartphones in der Hand und selbst bei Huawei ist dies zu 90% Marketing Bla Bla. Sony hingegen hat eine „intelligente“ Automatik.

Anstelle Katzen, Pflanzen usw. zu erkennen kann diese zwischen Landschaften, Makros, Bildern mit Hintergrundlicht usw. unterscheiden. Das Sony XZ2 nutzt also keine billigen Filter welche letztendlich nur über die Aufnahmen gelegt werden, sondern arbeitet eher wie eine richtige Kamera.

Aber wie steht es um die Resultate?

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst. Ein Foto des XZ2 ist zwischen 6 und 12 MB groß!

(Laden der Bilder kann etwas dauern! Rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht)

Ich hatte schon lange kein Smartphone mehr bei welchem ich so beeindruckt war.

Einige Aufnahmen welche ich mit dem XZ2 machen konnte waren einfach fantastisch! Anders kann man dies nicht sagen. Dabei handelt es sich primär um Makros und Landschaften.

Bei Makros zeigt das Xperia XZ2 seinen großen Sensor, welcher für eine hervorragende natürliche Hintergrundunschärfe sorgt. Dazu ist die Farbdarstellung, Dynamik und nicht zuletzt die Schärfe herausragend!

Dies ist auch der Grund warum Landschaftsaufnahmen so gut sind. Mir ist kein anderes Smartphone bekannt welches so scharfe und detaillierte Fotos wie das XZ2 liefert.

Bei gutem Wetter oder auch Bewölkung kann hier das Sony problemlos mit dem S9 oder Google Pixel mithalten und sogar überbieten. Ähnliches gilt auch für künstlerische Aufnahmen. Ihr fotografiert gerne Blumen, Makros oder spielt mit der Perspektive? Dann macht das Sony Xperia XZ2 richtig Spaß!

Ich hätte keine Probleme dieses als meine einzige Kamera mit in den Urlaub zu nehmen.

Aber wie steht es um die Low Light Performance? Um ehrlich zu sein besser als ich es erwartet habe.

Bei Dämmerung in Innenräumen kann das Sony Xperia XZ2 durchaus mit dem Google Pixel 2 XL mithalten, wenn nicht sogar was die Schärfe angeht leicht überlegen. Allerdings dreht das XZ2 teils den Kontrast stark hoch.

Im super Low Light, dunkle Straße nur mit Straßenlampen beleuchtet oder ein Innenraum mit Kerzenlicht bzw. gedimmter Beleuchtung, bricht das XZ2 recht stark weg. Hier dreht das Smartphone die Belichtungszeit soweit hoch, dass Aufnahmen recht schnell verwackeln bzw. das Bild wird matschig.

Im super Low Light kann das XZ2 also nicht mit Samsung Galaxy S9 oder Huawei P20 mithalten. Bei Tageslicht hingegen ist das Sony absolute Spitze und kann gerade bei Landschaften und Künstlerischen Aufnahmen ein S9 oder Ähnliches überbieten.

Wenn ich etwas an der Kamera des Xperia XZ2 verbessern müsste dann die Reaktionszeit und vielleicht ein Auto HDR Modus. Der Autofokus ist zwar präzise aber auch nicht der aller schnellste. Hinzu kommt ein leichter Lag beim Auslösen. Ein Pixel 2 oder iPhone X fühlt sich hier einfach etwas reaktionsfreudiger an.

Wie steht es um Videos? Hier hat das XZ2 zwei Asse im Ärmel. Zum einen 4K HDR Video und zum anderen 960 FPS Super Zeitlupe.

4K Videos werden grundsätzlich bei 30 Bildern die Sekunde aufgezeichnet. Optional könnt Ihr aber HDR hinzuschalten, was etwas Besonderes ist. Gerade wenn Ihr einen HDR tauglichen Fernseher habt, können die Videos hervorragend aussehen! Zudem gibt es einen Super Zeitlupen Modus, 960 FPS bei 720p.

Videos sind scharf und qualitativ 1a! Auch die Bildstabilisierung ist sehr ordentlich.

Wo das XZ2 schwächelt, ist allerdings bei der sehr mäßigen Frontkamera. Sind Euch Selfis sehr wichtig, dann gibt es deutlich bessere Smartphones.

 

Performance

Beim SoC geht Sony keine Kompromisse ein und setzt auf den aktuellen Snapdragon 845 und 4GB RAM.

Der Snapdragon 845 ist der 2018er Flaggschiff Prozessor von Qualcomm,  welcher auf acht Kerne des Typs Kryo 385 setzt. Vier dieser acht Kerne sind mit 1,8GHz getaktet und die vier „Performance“  Kerne mit 2,8GHz.

Damit nutzt auch der Snapdragon 845 die typische big.LITTLE Architektur. Wollen wir uns doch einmal ansehen wie sich das Sony Xperia XZ2 in den üblichen Benchmarks schlägt!

Wie zu erwarten verkauft sich das Xperia XZ2 sehr gut! Auf CPU Seite muss sich zwar der Snapdragon 845 dem Samsung Exynos 9 Octa 9810 SoC aus dem Galaxy S9 geschlagen geben, aber wenn es um die kombinierte Leistung aus CPU und GPU (Grafikkarte) geht ist der Snapdragon 845 extrem stark.

Dies zeigt sich gerade im Antutu Benchmark oder im Geekbench Compute Benchmark.

Erfreulicherweise schneidet das XZ2 auch im PCMark Work 2.0 Benchmark sehr stark ab. Der PCMark Work Benchmark versucht etwas realitätsnäher zu sein als andere Benchmarks.

Hier fließt neben der reinen Leistungsfähigkeit auch beispielsweise Software Optimierungen ein. Ein gutes Abschneiden hier kann man also als positives Zeichen für den Praxis Teil werten.

 

Die Praxis

Wie schlägt sich das Sony Xperia XZ2 in der Praxis? Genau so wie man dies von einem 2018er Smartphone der 800€ Preisklasse erwarten darf.

Egal was Ihr mit dem XZ2 macht, es läuft wie geschmiert! Ob nun die üblichen alltags Anwendungen wie WhatsApp, Twitter, der Webbrowser oder auch etwas leistungshungrigere Spiele, das XZ2 nimmt alles mit Leichtigkeit.

Alles mit einer kleinen Ausnahme. Die Galerie App ist irgendwie etwas träge beim Scharfstellen der gemachten Fotos, was aber der einzige Ausreißer ist, der mir aufgefallen ist. Hier sollte man auf Google Foto oder ähnliches ausweichen oder einfach mit der halben Sekunde Ladezeit leben.

Spiele sind in der Regel, das wo man am meisten ein Unterschied zwischen Mittelklasse und Oberklasse spüren kann

Sämtliche Spiele welche ich auf dem XZ2 getestet habe, darunter PUBG Mobile, Pokemon Go, Springfield usw. liefen aber absolut tadellos auf maximaler Qualität.

Kurzum, abseits der Apps die einfach nur furchtbar optimiert sind,  läuft alles was Ihr im Google Play Store finden könnt hervorragend auf dem XZ2.

Auch der LTE und WLAN empfang ist hervorragend! Dies liegt ebenfalls am verwendeten Snapdragon 845, welcher natürlich in solchen Dingen der Goldstandard ist.

 

Akku

Das XZ2 verfügt über einen 3180mAh starken Akku. Wobei stark hier sehr relativ ist, 3180mAh ist nicht übermäßig viel für ein Smartphone mit einem 5,7 Zoll Display.

Allerdings in der Praxis kommt es oftmals weniger auf die direkte Akku-Kapazität an und viel mehr darauf wie viel Energie der SoC oder das Display frisst. Von daher wie schlägt sich das Sony Xperia XZ2 in meinem Praxis-Test? In diesem nutze ich das Smartphone für eine bunte Mischung aus Social Media, Webbrowsen, App Nutzung und leichtes Gaming.

Hier hielt das Xperia XZ2 gute 7 Stunden bei einer niedrigen bis mittleren Displayhelligkeit durch. Eine solide Akkulaufzeit, welche sich auch in der Praxis wiederspiegelt.

Ich bin mit dem XZ2 problemlos durch den Tag gekommen. Ein zweiter Tag ist allerdings nur für wenig Nutzer noch komfortable möglich.

Das Sony Xperia XZ2 nutzt Quick Charge 3.0 als Schnellladestandard. Zusätzlich unterstützt das XZ2 auch den Power Delivery Standard. Ich konnte hier 9V und 1,4A messen.

 

Fazit

Das Sony Xperia XZ2 ist das mit Abstand beste Sony Smartphone seid langer Zeit! Es wurde bei diesem einfach sehr viel richtig gemacht was den Status als Flaggschiff rechtfertigt.

Starten wir bei der Verarbeitung und Haptik. Das neue überarbeitete Design liegt gut in der Hand und fühlt sich hervorragend an. Zwar ist das Display des XZ2 nicht ganz so vollflächig wie beim Galaxy S9, aber dennoch wirkt das Design angenehm modern. Auch qualitativ ist das Display tadellos, wenn auch kein OLED Panel.

Die Kamera ist beim XZ2 sicherlich recht speziell. Keine Dual Kamera, keine besonderen „KI“ Feature nur eine Blende von F2.0, dafür aber ein großer und hochwertiger 19 Megapixel Sensor. Gerade bei gutem Licht liefert hier durch aber das Xperia XZ2 herausragende Bilder, welche sich problemlos mit dem Google Pixel 2 oder S9 messen können.

Aufgrund des großen Sensors bietet das XZ2 aber ein sehr starkes natürliches Bokeh (Hintergrundunschärfe). Gerade wenn Ihr versuchen solltet etwas künstlerische Aufnahmen zu machen, Makro oder Bilder mit viel Tiefe, dann ist das XZ2 aktuell die beste Wahl.

Low Light ist zwar nicht die größte Stärke des XZ2, kann hier aber weiterhin mit Smartphones wie dem iPhone X mithalten. Lediglich die Front-Kamera ist recht schwach, wie ich finde. Seid Ihr Selfi Könige/Königinnen dann gibt es bessere Smartphones für Euch.

Was die Leistungsfähigkeit angeht, gibt es aufgrund des verbauten Snapdragon 845 keine Klagen. Hier ist das Sony Xperia XZ2 auf dem Level aller aktuellen High End Smartphones.

Bonuspunkte gibt es abschließend für die guten Lautsprecher und das kabellose Laden.

Kurzum ja für rund 700€ ist das Sony Xperia XZ2 eine sehr starke Wahl wenn es um ein High End Flaggschiff Smartphone im Jahr 2018 geht. Dieses muss sich nicht hinter dem Samsung Galaxy S9 oder Ähnlichem verstecken!

Die besten Bluetooth Lautsprecher 2018

Bluetooth Lautsprecher gibt es bergeweise auf dem Markt, von großen wie auch kleinen Herstellern. Auch im Jahr 2018 ist es hier nicht ganz leicht die Übersicht zu wahren, gerade wenn man sich auch abseits der große Hersteller umsehen will.

Die besten Bluetooth Lautsprecher 2017 im Vergleich, Bestenliste

Ich habe für Techtest.org schon den ein oder anderen Bluetooth Lautsprecher in den Fingern gehabt, daher hier eine kleine Übersicht, welche die besten Modelle im Jahr 2018 sind!

Wichtig! Alle hier aufgeführten Bluetooth Lautsprecher wurden von mir getestet!  Es handelt sich also nicht um eine Auflistung von Technischen Daten und Amazon Reviews! Unterhalb der Tabellen findet Ihr die Links zu den jeweiligen ausführlichen Tests auf Techtest.org!


Die besten Bluetooth Lautsprecher in der 50€ Preisklasse

Es wäre unfair und sicherlich auch nicht richtig 100€ und 50€ Bluetooth Lautsprecher miteinander zu vergleichen, daher unterteile ich diese grob nach ihrem Preis.

Beginnen wir mit den Bluetooth Lautsprechern in der bis zu +-50€ Preisklasse. Dies ist sicherlich die für viele Nutzer interessanteste Preisklasse.

Modell Klang Bass-Leistung Größe Gesammt
Anker SoundCore 2 ++ ++ 0 90%
Tribit XSound Go ++ ++ + 90%
Tronsmart Mega 40W + ++ 0 89%
DOCKIN D SOLID + ++ + 89%
Inateck BTSP-10 Plus ++ + 0 88%
EasyAcc SoundCup + + 0 86%
EasyAcc BT28S + + 0 85%
Anker SoundCore + + 0 82%
Aukey SK-M7 + + 0 80%
XLayer Powerbank PLUS + + + 80%
iClever IC-BTS07 + + 0 80%
DKnight Magicbox II + + + 80%
marsboy Bluetooth Lautsprecher + 0 0 80%
UMI BTS3 + 0 0 80%
Speedlink Amparo + 0 + 80%
Xiaomi Wireless Speaker + 0 + 80%
EasyAcc Olive 0 0 78%
Inateck BTSP-20 0 + 75%
Anker SoundCore nano 0 0 ++ 75%
iAmer 10W 0 + 70%
Edifier MP233 + 0 70%
AUKEY 10W SK-M12 0 0 70%
APTOYU Bluetooth Lautsprecher 0 65%
AUKEY SK-M8 0 65%

Wie auch schon Ende 2017 kann der Anker SoundCore 2 auch im Jahr 2018 weiterhin überzeugen. Wobei überzeugen vielleicht etwas untertrieben ist. Mehr klang als beim Anker SoundCore 2 ist aktuell nicht für unter 50€ zu bekomm!

Der Klang ist für solch einen Kompakten und günstigen Bluetooth Lautsprecher einfach hervorragend! Mehr Bass und mehr Dynamik im Klang kann man aktuell für rund 50€ nicht erwarten oder erhalten. Auch wenn es immer schwer in Worte zu fassen ist, aber dabei schafft es der SoundCore 2 auch ein gewisses Gefühl von Qualität zu vermitteln, welches so bei den meisten anderen Modellen in dieser Preisklasse nicht zu erhalten ist.

Die besten Bluetooth Lautsprecher 2017 Vergleich Test

Auch die Verarbeitung und die Akku Laufzeit, mit rund 24h, ist hervorragend. Kurzum etwas viel Besseres ist nicht für das Geld aktuell zu bekommen!

Aber natürlich gibt es auch abseits des SoundCore 2 sehr viele interessante Bluetooth Lautsprecher. Der Tribit XSound Go ist beispielsweise solch einer, welcher aus der Masse hervorsticht.

Der XSound Go kommt recht dicht an den SoundCore 2 heran, kostet dabei aber auch nur 38€. Neben einer hervorragenden Haptik und Verarbeitung kann der XSound Go vor allem durch seinen Bass punkten. Auf niedrigen bis mittleren Lautstärken ist mir kein Bluetooth Lautsprecher bekannt welcher auf so kleiner Fläche so viel und vor allem solch einen guten Bass produziert.

Mehr geht für unter 40€ kaum, gerade wenn Ihr einen besonders kompakten Lautsprecher sucht.

Der Inateck BTSP-10 Plus ist auch im Jahr 2018 immer noch eine ganz klare Empfehlung. Mittlerweile ist dieser deutlich im Preis gefallen. Aktuell kostet dieser nur noch 20€, was gerade zu bescheuert günstig ist.

Zwar kommt der Inateck nicht ganz an den SoundCore 2 oder XSound Go heran was den Klang angeht, aber der Preis kann den Lautsprecher dennoch relevant machen.

Ein weiteres sehr gutes Modell wäre der EasyAcc BT28S. Dieser ist vergleichbar mit dem SoundCore 2 und auf hohen Pegeln etwas besser als der XSound Go, aber mit rund 44€ auch etwas teurer.

Wo wir gerade bei hohen Pegeln sind. Hier ist der Tronsmart Mega 40W in dieser Preisklasse unübertroffen. Wollt Ihr es richtig Laut und mit knackigem Bass ist dieser ganz klar die NR1. Bei normaler Lautstärke würde ich aber erneut den Anker vorziehen.


Die besten Bluetooth Lautsprecher in der 100€ (50-150€) Preisklasse

Gehen wir eine Stufe größer bzw. mächtiger. In der 100€ Preisklasse darf man so langsam mit etwas höheren Ansprüchen an die Sache gehen. Viele der größeren Lautsprecher hier können durchaus eine Party oder ein „Kinderzimmer“ ordentlich beschallen.

Modell Klang Bass-Leistung Größe Gesammt Gesammt
Anker SoundCore Pro ++ ++ 0 91% 91%
DOCKIN D Fine ++ ++ 90% 90%
Anker SoundCore Sport XL ++ + + 90% 90%
Inateck BP2003 ++ + 0 87% 87%
Anker SoundCore Boost + ++ 0 86% 86%
VAVA Voom ++ + 86% 86%
Anker A3143 + ++ 0 82% 82%
TaoTronics TT-SK06 + ++ 0 82% 82%
Teufel Bamster + 0 0 80% 80%
DKnight Big MagicBox + 0 + 80% 80%
Speedlink Solitune + 0 80% 80%
Razer Leviathan Mini + + 0 78% 78%
Hercules WAE Rush + 0 0 78% 78%

In der bis 100€ Preisklasse kommt es besonders darauf an wie portabel Euer Bluetooth Lautsprecher sein soll.

Ein winziger Bluetooth Lautsprecher für 100€ mag zwar für seine Größe gut klingen, kann aber von einem 40€ normal großem Modell durchaus geschlagen werden.

Ähnlich wie bei einem Notebook kann man auch kein super kompaktes Gehäuse haben und das Maximum an Leistung.

Starten wir aber mit dem genauen Gegenteil. Ist Euch ist die Größe des Bluetooth Lautsprechers mehr oder weniger egal? Dann greift zum DOCKIN D Fine.

Dieser ist groß, laut und Bass stark. Hier hilft einfach das große Volumen um einen möglichst großen Klang zu Zaubern.

Natürlich hat auch der DOCKIN D Fine Nachteile. Dies ist natürlich primär die Größe. Dies ist eher ein Bluetooth Lautsprecher welchen man stationär nutzt. Zwar ist es kein Problem diesen auch mal mit in den Garten zu nehmen, aber wer das Regelmäßig macht wird bessere Lautsprecher finden.

Wie beispielsweise den Anker SoundCore Pro(+).

Der Anker SoundCore Pro bietet in dieser Preisklasse das beste Verhältnis aus Größe und Bass. Es ist sehr beeindruckend wie viel Tiefgang dieser durchaus noch recht kompakte Bluetooth Lautsprecher liefert.

Auch abseits des reinen Basses ist der SoundCore Pro einfach ein kleines Klangwunder. Lediglich die maximale Lautstärke ist nicht so extrem hoch wie bei den anderen Modellen.

Nicht falsch verstehen der SoundCore Pro ist laut, aber nicht brüllend laut. Dafür ist selbst auf 100% Lautstärke der Bass noch sehr beeindruckend.

Der Anker SoundCore Pro ist im Übrigen auch der Bluetooth Lautsprecher meiner Wahl. Geht es raus zum Grillen ist dies das Modell welches ich mir schnappe.

Der Libratone TOO geht wieder in die etwas andere Richtung. Dieser kann nicht mit dem SoundCore 2 mithalten, was den Klang angeht, ist aber vom Design, Verarbeitung und auch der Portabilität exzellent.  

Geht es auch also um einen besonders hohen Mitnahmefaktor und eine tolle Optik, dann ist vielleicht der Libratone TOO das Richtige für Euch.

Solltet Ihr viel Bass wollen und die 100€ oder 130€ für die beiden zuvor genannten Lautsprecher ist zu viel schaut Euch einmal den TaoTronics TT-SK06 oder Anker A3143 an.

Beide Lautsprecher sind technisch nahezu identisch und unterscheiden sich nur durch das Gehäuse. Beide Lautsprechen waren die „Könige“ wenn es um viel Bass in kleinem Gehäuse geht, bevor der SoundCore Pro auf den Markt kam.

Die Bass Leistung ist wirklich nur als beeindrucken zu bezeichnen. Jedoch gibt es abseits vom Bass ein paar schwächen, bzw. der Bass ist die Schwäche. Beide Lautsprecher sind wirklich auf das Maximum an Bass getunt weshalb die Höhen und mitten etwas Leiden.

Zum Anker A3143 gibt es in form des Anker SoundCore Boost einen würden Nachfolger welcher in eine ähnliche Kerbe schlägt. Das Maximum an Bass, aber noch etwas hochwertiger als bei der 1. Generation, aber auch etwas teurer.

 


Die besten Bluetooth Lautsprecher ohne Preislimit

Wie bei den meisten Dingen ist nach oben keine Grenze gesetzt, so auch bei Bluetooth Lautsprechern.

Hier die Besten der Besten und auch die Teuersten.

Modell Klang Bass-Leistung Größe Gesammt
Teufel Boomster ++ ++ 90%
Teufel Bamster Pro ++ + + 90%
Sony SRS-XB40 + + + 85%
Harman Kardon Esquire Mini 0 ++ 80%

Wie man sieht, kümmere ich mich primär um die günstigeren Bluetooth Lautsprecher. Jedoch habe ich gerade mit dem Teufel Boomster und Teufel Bamster Pro zwei sehr interessante Bluetooth Lautsprecher getestet.

Lasst es uns klar sagen der Teufel Boomster ist der mit ABSTAND beste Bluetooth Lautsprecher, welchen ich bisher gehört habe!

Einfach durch seine schiere Größe und Maße wie auch den fünf Treibern rockt der Lautsprecher! Ihr wollt ein mittelgroßes Wohnzimmer oder eine Party ordentlich beschallen? Dann seid Ihr beim Teufel Boomster richtig! Der Boomster bläst alle anderen Lautsprecher die ich getestet habe regelrecht hinfort.

Das komplette Gegenteil ist der Teufel Bamster Pro. Dieser ist ein Meister darin so viel Bass wie möglich in einem kompakten Gehäuse unterzubringen. Hier überbietet dieser auch noch mal einen Anker SoundCore Pro ein gutes Stück.

Mehr Bass bei kompakten Abmessungen bekommt Ihr nicht!

 


Erläuterung

Ein paar generelle Dinge dazu wie die Tabellen zu verstehen sind. Zu den Preisklassen, diese sind eher eine grobe unterteileilung.

Sollte also ein Bluetooth Lautsprecher 51,99€ kosten wird dieser ziemlich sicher noch in der 50€ Preisklasse zu finden sein, da hier eher die Lautsprecher vertreten sind welche mit diesem konkurrieren.

Ansonsten gilt:

  • — = weit unterdurchschnittlich / sehr schlecht.
  • – = unterdurchschnittlich / schlecht
  • 0 = durchschnittlich / neutral
  • + = überdurchschnittlich / gut
  • ++ weit überdurchschnittlich / sehr gut.

Bei der Größe steht ein „++“ für überdurchschnittlich kompakt!

 

Mehr Bass ist nicht alles!

Ich weiß das viele Nutzer auf einen ordentlichen Bass Wertlegen, aus diesem Grund gibt es in der Tabelle auch eine gesonderte Bass Kategorie.

Bitte bedenkt aber zwei Dinge! 1. Nur weil ein Bluetooth Lautsprecher im Vergleich mehr Bass hat, als die anderen beutet dies nicht das dieser auch gesamt besser klingt! Mehr Bass kann zwar spaß machen bedeutet aber nicht immer automatisch das ein Lautsprecher besser ist als die anderen. 2. Auch wenn ein Lautsprecher ein sehr gut hat was den Bass angeht bedeutet dies nicht das er Eure Wände zum Wackeln bekommt!

Das Bass Rating ist also im in Verhältnis zur Größe zu sehen.

 

Klang braucht Volumen!

Es hat schon einen Grund warum die meisten Lautsprecher für HIFI Systeme recht groß sind. Ein guter Klang braucht einfach viel Volumen. Das soll nicht heißen das Kleinere Bluetooth Lautsprecher zwingend schlechter klingen, das heißt nur das größere Lautsprecher es einfacher haben besser zu klingen.

Mittlerweile werden die Hersteller von Bluetooth Lautsprechern und allgemein von Lautsprechern immer besser darin das kleine Volumen zu kompensieren.

 

Das Ubiquiti AmpliFi HD Set im Test, schick und gut?

WLAN ist wichtiger denn je, selbst immer mehr kleine Geräte wie Smart Home Lautsprecher, Alarmanlagen oder Glühbirnen sind schon mit WLAN ausgestattet.

Das Problem ist allerdings, dass viele WLAN Router oder AccessPoints nicht für viele Geräte ausgelegt sind, sondern nur für ein paar wenige.

Dies resultiert in niedriger Geschwindigkeit oder einem unzuverlässigen WLAN Netz.

Ich selbst hatte mit mittlerweile duzenden WLAN Geräten in meinem Netzwerk selbst auch solche Probleme, bis ich etwas Geld in die Hand genommen habe und meine Wohnung mit satten drei Ubiquiti Unifi APs ausgestattet habe.

Die Unifi APs richten sich eher an professionelle Nutzer. Dies hat mich natürlich nicht abgeschreckt und ich bin auch heute immer noch begeistert von den Ubiquiti AccessPoints.

Nun hat Ubiquiti seine ersten „Consumer“ Router auf den Markt gebracht unter dem Namen AmpliFi.

Hierbei handelt es sich um fast schon futuristische Geräte, wo ich einfach nicht widerstehen konnte und das AmpliFi HD Set bestellen musste.

Hier nun meine Erfahrungen mit dem Ubiquiti AmpliFi HD Set, kann dieses im Test und Praxiseinsatz überzeugen?

 

Das Ubiquiti AmpliFi HD Set

Es gibt aktuell auf dem deutschen Markt zwei „Sets“. Das erste Set beinhaltet nur den Router für rund 160€, das HD Set hingegen beinhaltet neben dem Router auch zwei „Repeater“.

Dieses HD Set kostet damit auch stolze 400€.

Beginnen wir beim eigentlichen Router, dieser ist nämlich das Interessanteste. Im Gegensatz zu den meisten WLAN Router die man so kennt, handelt es sich hierbei nicht einfach nur um einen schmalen schwarzen Kasten mit möglichst vielen Antennen.

Der AmpliFi ist in Würfelform gehalten und besteht aus einem sehr hochwertig anmutenden weißen Plastik.

Neben der besonderen Form besitzt der AmpliFi auch ein kleines rundes Display auf der Front. Man könnte den Router auch liebevoll „Waschmaschine“ nennen aufgrund dieser Gestaltung. Mehr Infos dazu was das Display kann kommt später im Test, es sei so viel gesagt ich finde es toll.

Auf der Rückseite der Basis Station befinden sich vier LAN Ports wie auch ein WAN Port. Bei allen fünf Anschlüssen handelt es sich um GBit Ports.

Auch ein USB Anschluss ist auf der Rückseite zu finden, wozu es keinerlei Infos gibt was dieser kann, macht oder tut.

Interessant ist die Stromversorgung welche über USB C geregelt wird. Anscheinend nutzt der AmpliFi USB C Powerdelivery.

Daumen hoch für das Verwenden dieses innovativen Standards! Leider gibt es wieder Punktabzug für das unheimlich kurze Netzkabel.

Ansonsten gibt es nicht viel zur Basis Station zu sagen. Tasten oder ähnliches sind nicht am Gerät zu finden.

Eine kleine Besonderheit ist allerdings noch ein LED Lichtring um den Fuß des Gerätes.

 

Die „Repeater“ sind ebenfalls interessant gestaltet. Es handelt sich um einen Steckdosenadapter auf welchem eine „kugelgelagerte“ Antenne steckt. Zumindest sieht es so auf den ersten Blick aus. Auf den zweiten merkt man, dass die „Antenne“ nur durch Magneten auf dem Steckdosen Adapter gehalten wird und das was eine Antenne zu sein scheint die komplette Elektronik beinhaltet.

Hier hat sich Ubiquiti wirklich etwas Cleveres ausgedacht, der untere Teil ist nur ein Spannungswandler und wird über zwei Kontakte über das Kugelgelenk mit dem oberen Teil verbunden.

Keine Sorge es handelt sich nur um eine 9V Spannung, ist also beim Kontakt ungefährlich.

Die Antenne lässt sich aufgrund des Gelenks auch etwas ausrichten. Zusätzlich sind auf dieser fünf kleine LEDs angebracht welche über die Signalstärke zur Basis Station informieren.

 

Einrichtung und Installation

Es handelt sich bei dem Ubiquiti AmpliFi HD um ein „normal Nutzer“ System. Ubiquiti hat sich hier alle Mühe gemacht die Einrichtung so leicht wie möglich zu machen.

Dies ist Ihnen auch gelungen! Verbindet den AmpliFi HD mit Eurem bestehenden Modem oder Router. Ladet Euch die Smartphone App herunter, ja man muss den AmpliFi HD via IOS oder Android App einrichten, und verbindet das gute Stück mit dem Strom.

In der Basis Station ist Bluetooth Eingebaut. Nach dem Start der Smartphone App verbindet sich diese auch via Bluetooth automatisch mit dem Router und beginnt mit der Einrichtung.

Die eigentliche Einrichtung hat allerdings nur einen Schritt, den WLAN Namen und das Passwort.

Ist dies eigegeben seid Ihr auch schon fertig mit der Ersteinrichtung. Die beiden „Repeater“ werden automatisch verbunden, hier ist also auch kein manuelles Eingreifen von Nöten.

 

Features und Software

Beginnen wir mit der Software. Die komplette Steuerung muss über die Smartphone App geschehen. Hierbei sind die Einstellungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt. Dafür Statistiken und solche Features um so ausgeprägter.

Ihr erhaltet Live Infos über die aktuell verwendete Netzwerkbandbreite, die Menge an übertragener Daten im aktuellen Monat und eine Aufschlüsselung was für Geräte wie viel Bandbreite gerade in Beschlag nehmen.

Ich liebe solche Statistiken! Es hilft immer ungemein zu sehen welche Geräte gerade verbunden sind und auch mit welcher Station.

Die Einstellungsmöglichkeiten sind allerdings wirklich sehr rudimentär. Ihr könnt WLAN Name und Passwort ändern, die Frequenz Steuerung ein/ausschalten, die Router Steuerung aktiveren und separate WLAN SSIDs anzeigen lassen.

Die Frequenz Steuerung hilft dabei 5Ghz WLAN Geräte auch wirklich mit dem 5GHz Band zu verbinden. In der Regel verbinden sich WLAN Geräte immer mit dem empfangsstärksten Netzwerk, aufgrund der Technik ist 5GHz aber immer etwas signalschwächer als 2,4GHz weshalb dieses oftmals von den Clients bevorzugt behandelt wird.

Die Frequenz Steuerung schiebt 5GHz fähige Geräte auch immer automatisch ins 5GHz Band.

Die Router Steuerung sorgt dafür, dass WLAN Geräte sich bevorzugt direkt mit der Basis Station verbinden anstelle mit den Repeatern.

Zu guter Letzt separate WLAN SSIDs anzeigen. Von Haus aus erstellt der AmpliFi nur eine sichtbare SSID, dies gilt auch für die WLAN „Repeater“.

Ihr könnt also nicht per Hand entscheiden mit welchem Band Ihr Euch gerade verbunden habt bzw. ob direkt mit der Basis Station.

Wenn Ihr separate SSIDs einschaltet, bekommt jedes Gerät und Band eine eigene SSID. Jedoch ist hier etwas Chaos vorprogrammiert da Ihr nun mit 6 verschiedenen WLAN Netzen endet.

Interessamt ist auch die Möglichkeit die LED und die Helligkeit des Displays zu steuern oder beides per Zeitplan zu regeln.

Wo wir beim Display sind, was kann dieses?

Das Display besitzt mehrere Anzeige Möglichkeiten welche sich durch das Antippen  ändern lassen. Ja es handelt sich um ein Touch Display!

Folgende Dinge kann das Display anzeigen:

  • Datum und Uhrzeit
  • Monatlicher Netzwerk Trafik
  • Aktueller Internet Trafik
  • Aktive Ports
  • IP Adresse

Der angezeigte Trafik bezieht sich immer auf die Übertragung durch den WAN Port!

Auch wenn Ihr den Ubiquiti AmpliFi HD als AccessPoint nutzt, ja das geht und nennt sich Bridge Modus, wird hier immer die Aktivität des WAN Ports angezeigt.

Der WAN Port erhält im AccessPoint Betrieb die Funktion eines normalen LAN Ports.

 

WLAN Leistung

Auf den ersten Blick ist der Ubiquiti AmpliFi HD sicherlich kein „Geschwindigkeitsmonster“.

Der Router schafft 1300Mbit/s auf dem 5GHz Band und 450Mbit/s auf dem 2,4GHz Band. Dies ist verglichen mit den 2600Mbit/s, die Konkurrenzmodelle mittlerweile schaffen, vielleicht etwas wenig.

Zumindest wirkt es auf den ersten Blick so. Ich stelle Euch aber mal eine Challenge, findet mir einen WLAN Client welcher mehr schafft als die 1300Mbit/s des AmpliFi HD.

Ihr werdet vermutlich keinen finden. Mehr als die 1300Mbit/s schafft in der Regel kein Notebook, Tablet oder Smartphone welches Ihr auf dem Markt finden werdet.

Aber wie sieht die maximale Leistung in der Praxis aus?

Hierfür verwende ich den TP-LINK 9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks das aktuell verbreitete Modell sein sollte.

Mit diesen übertrage ich eine Datei auf und von einem lokalen Server und messe die erreichte Geschwindigkeit.

Der Router befindet sich dabei in ca. 2 Metern Entfernung zu den Clients.

Der Wert in den Tabellen ist dabei in MB/s angeben und der Durchschnittswert aus Upload und Download.

Wie man sieht ist die maximale Übertragungsgeschwindigkeit wirklich eher mittelmäßig gut. Dies überrascht mich um ehrlich zu sein eher weniger, auch die Unifi APs waren schon keine Geschwindigkeitsmonster.

Jedoch rund 50-60MB/s in der Spitze ist mehr als genug für so ziemlich jeden Einsatzzweck.

Videostreaming in 4K wird beispielsweise gerade mal um die 4-5MB/s benötigen. Daher wird man auch einiges an Distanz zwischen sich und den Router bringen können ehe die Übertragungsrate unterhalb dieses Levels fällt.

Aber die reine Übertragungsrate ist nur das eine. Dies ist ja ein Test welcher den „Optimalwert“ ermitteln soll.

Die große Stärke der Ubiquiti AccessPoints und Router war bisher immer das Händeln von vielen WLAN Clients gleichzeitig und die hohe Stabilität.

Diese Vorzüge bringt auch der AmpliFi HD mit sich. Obwohl dieser kein MU-MIMO unterstützt war die WLAN Performance selbst bei über einem Duzend verbundenen Clients immer noch stark.

Dies ist ein Wert welcher schwer in Zahlen zu fassen ist, aber lasst Euch gesagt sein bei über einem Duzend WLAN Clients (teilweise sogar über 20) immer noch ein gut nutzbares WLAN hinzubekommen und ohne Stabilitätsprobleme ist eine Leistung!

Hier sind sogar schon deutlich größere Router wie der Linksys EA9500 ins Straucheln gekommen.

Ubiquiti ist ein Meister wenn es um Stabilität geht!

Auch gibt es noch andere Kleinigkeiten, wie die Verbindungszeit. Vielleicht kennt Ihr das, man tippt auf Verbinden und es dauert und dauert bis die Verbindung hergestellt wird? Sowas gibt es beim Ubiquiti AmpliFi HD nicht.

Aber der Router ist das eine, das andere sind die Repeater.

Wobei Repeater nicht ganz richtig ist. Ubiquiti spricht von einem „Mesh-Netzwerk“.

Was dies ist hat Ubiquiti hier mit sehr schönen Bildern erklärt -> http://blog.amplifi.com/2016/09/15/what-is-home-wi-fi-mesh-technology/

Dies ist allerdings nicht mit dem Netgear Orbi System vergleichbar welches eine Triband Technologie genutzt hat.

Anstelle, dass die Repeater nur mit der Basis Station kommunizieren, gibt es hier auch unterhalb der Repeater eine Kommunikation so, dass die Daten immer den schnellsten Weg zur Basis Station finden.

Im Gegensatz zum Netgear Orbi System war hier die Leistung nicht absolut überragend, aber immer noch vergleichbar mit einem hochpreisigen Repeater.

Was hingegen deutlich besser ist als mit klassischen Repeatern ist die Konstantheit der WLAN Abdeckung und Performance.

Beides war auf einem konstant sehr hohen Level und schwankte weniger Massiv.

Daher ja, das hier verwendete Mesh-Netzwerk ist einem normalen Repeater Setup aus Sicht der Leistung überlegen, aber Systemen wie Netgears Orbi unterlegen.

 

Reichweite

Ein wichtiger Punkt ist die Reichweite. Hier muss man etwas unterscheiden, nur die Basis Station und die Basis Station + Repeater.

Der AmpliFi Router selbst sieht vielleicht nicht so aus, aber er liefert eine gute Reichweite. Auf dem 2,4GHz Band würde ich diese sogar als sehr gut einstufen.

Dies bestätigt wieder meine Einschätzung das große Antennen mehr Show sind als sie es wirklich in der Praxis bringen.

Jedoch rechnet nicht damit, dass wenn Ihr von einem alten Router auf diesen upgradet plötzlich eine deutlich bessere Reichweite bekommt. Halbwegs aktuelle WLAN Router unterscheiden sich was die Reichweite angeht wirklich nur minimal.

Hier schafft einer mal 10-20% mehr als der andere, aber das war es im Grunde auch schon. Wirklich große Schwankungen gibt es kaum zwischen den einzelnen Modellen.

Daher setzten auch immer mehr Hersteller auf Mesh Technologie oder irgendetwas Vergleichbares.

In Kombination mit seinen beiden „Repeatern“ (ich nenne sie aus Einfachheit Repeater) kann das Ubiquiti AmpliFi HD Set allerdings ohne Probleme ein ganzes Haus auch über mehre Etagen abdecken.

Gerade die Repeater machen was die Reichweite angeht einen sehr guten Job!

 

Stromverbrauch

Beginnen wir mit der Basis Station. Diese benötigt im normalen Leerlauf 6,0W und unter Last rund 7,5W.

Der Stromverbrauch sinkt beim Abschalten des Displays und der LED um 0,9W.

Damit verbraucht der Router erfreulich wenig Energie. Vergleichbare Modelle benötigen gerne mal 50 bis 100% mehr Strom.

Die beiden Repeater benötigen gerade mal 3,6W, was ebenfalls sehr wenig ist.

 

Fazit

Ich kann das Ubiquiti AmpliFi HD jedem empfehlen! Zwar mögen die 400€ für das komplette Set im ersten Moment abschreckend wirken, aber es lohnt sich, wenn man ein ganzes Haus abdecken möchte.

Ja es gibt auf dem Papier und auch in der Praxis unter optimalen Bedingungen auch noch schnellere WLAN Router als diesen.

Jedoch wenn es auf Stabilität und Zuverlässigkeit ankommt, werdet Ihr wenig besseres finden als das System hier!

Es sind Kleinigkeiten wie das sofortige Verbinden mit dem WLAN oder die immer noch hervorragende WLAN Performance wenn duzende Smart Home Clients das Netz belagern.

Nicht zuletzt spielt auch die Optik hier eine große Rolle. Der AmpliFi HD Router sieht mit seinem Display und der LED Beleuchtung einfach klasse aus.

Vielleicht ist es der Nerd in mir der hier spricht, aber ich liebe es Live beobachten zu können wie viele Daten gerade durchs Netz schwirren.

Ein kleiner Kritik Punkt ist die starke Vereinfachung der App und der Nutzung des AmpliFi. Für unerfahrene Nutzer oder für alle die einfach wollen, dass alles funktioniert, ist dies natürlich klasse. Für Leute die gerne bis ins Detail alles verwalten, vielleicht eher weniger.

Allerdings bekommt man schöne viele Statistiken und ich nutze den AmpliFi eh als AccessPoint hinter meiner Firtzbox, von daher stört mich dies weniger.

Ich habe schon einige WLAN Router getestet aber, dass ich privat auf Ubiquiti setze und nun auf den AmpliFi HD umsteige, sagt vielleicht auch schon etwas aus wie ich dem System gegenüberstehe.

Wem die 400€ zu viel sind, kann auch den „Basis Router“ mit Display für rund 150€ so kaufen und gegebenenfalls später die einzelnen Mesh-Repeater für jeweils 137€ dazukaufen.

Die InLine Qi-Plate Powerbank im Test, QI Powerbank fürs S9 oder iPhone X

Kabellose Ladepads gibt es im Handel mehr als genug, von diversen Herstellern. Etwas exotischer ist hier allerdings ein kabelloses Ladepad mit integriertem Akku.

Genau um so etwas handelt es sich bei der InLine Qi-Plate Powerbank. Diese „Powerbank“ besitzt neben einem 8000mAh Akku auch ein QI-Ladepad auf der Oberseite.

Eine interessante Kombination, welche man sich in einem Test mal näher ansehen müsste, was wir auch in diesem Test machen werden.

Ist es eine sinnvolle Kombination eine Powerbank mit einem kabellosen Ladepad zu versehen? Und wie steht es um die Umsetzung?

Kann die InLine Qi-Plate Powerbank im Test überzeugen?  Finden wir es heraus!

 

Die InLine Qi-Plate Powerbank im Test

InLine setzt bei seiner „Qi-Plate Powerbank“ auf ein recht flaches aber längliches Design, welches natürlich optimal ist für die gewählte Doppel-Funktion.

Natürlich ist aufgrund des QI Pads, welches auf der Oberseite integriert ist, die Powerbank etwas größer als ein normales Modell mit 8000mAh Kapazität, aber das QI Pad trägt auch nicht zu sehr auf.

Beim Gehäuse wählt InLine einen Softtouch Kunststoff mit einem Gummiring auf der Oberseite, welcher für einen besseren Gripp sorgen soll. Praktisch funktioniert dies auch sehr gut, sogar das iPhone X rutscht nicht ab.

Leider ist hierdurch die Powerbank recht empfindlich gegenüber Fingerabdrücken. Schmutz hatte sich allerdings am Gummiring recht wenig gesammelt, weniger als ich zunächst dachte.

Rein qualitativ macht die InLine Qi-Plate einen guten Eindruck, wirkt aber etwas weniger massiv als andere Powerbanks. Man merkt, dass diese nicht im Inneren komplett mit Akku vollgestopft ist.

Neben dem QI Pad auf der Oberseite, verfügt die Powerbank auch über einen normalen USB Ausgang. Dieser ist mit 2,1A ausreichend leistungsstark.

Bei den Eingängen wird es interessant, denn hiervon hat die InLine Qi-Plate Powerbank gleich zwei. Im Gegensatz zu anderen Powerbanks ist dies allerdings kein Feature um die Ladegeschwindigkeit zu erhöhen, sondern soll Euch einfach nur etwas mehr Auswahl bieten.

Bei den Eingängen handelt es sich um einen USB C Port wie auch um einen microUSB Port. InLine spricht hier von einer maximalen Leistung von 2A.

Die maximale Ausgangsleistung liegt bei 3A, 1A über das Qi-Ladepad und 2A über den USB Ausgang.

Auf der Front der Qi-Plate Powerbank findet sich neben dem USB Port eine LED Leiste. Diese Leiste informiert Euch beim Betätigen des Einschalters natürlich zum einen über den aktuellen Ladestand, wie aber auch über den Status des Qi-Pads. Liegt ein Smartphone auf, leuchtet hier eine grüne LED.

 

Messwerte

Starten wir wie üblich bei der Kapazität. Diese wird von InLine mit 8000mAh angegeben, messen konnte 6699mAh bzw. 24,789Wh.

Dies entspricht rund 84% der Herstellerangabe, was ein solider Wert ist. Warum sind 84% gut? Die Herstellerangabe bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen.

Dies werden auch hier 8000mAh sein, allerdings gehen von diesen 8000mAh aufgrund von internen Umwandlungsprozessen 10-20% Energie verloren.

Ihr merkt dies daran das die Powerbank sich leicht erwärmt. Selbiges gilt auch noch einmal für das Smartphone! Nur weil Ihr 3000mAh in ein Smartphone pumpt, bedeutet dies noch lange nicht das letztendlich diese Kapazität auch im Akku landet.

In der Praxis kann man davon ausgehen, dass aufseiten des Smartphones noch mal 10-16% an Energie verloren gehen.

Die InLine Qi-Plate Powerbank wird also ein Smartphone mit 3000mAh Akku knapp zweimal laden können, via Kabel! Kabelloses Laden ist ein gutes Stück ineffizienter, daher würde ich Euch dieses unterwegs nicht empfehlen.

Warum aber dann eine Powerbank mit Qi-Ladepad kaufen? Die InLine Qi-Plate Powerbank kann dauerhaft mit dem Strom (also via USB C oder microUSB) verbunden bleiben und das Qi-Pad ist während dieser Zeit aktiv. Ihr könnt die Powerbank @Home also als kabelloses Ladepad nutzen und unterwegs als normale Powerbank.

Wie steht es um die Ladegeschwindigkeit? Über das Qi-Pad erhaltet Ihr die üblichen 1A @ 5V. Hierbei hat das kabellose Laden sowohl mit dem iPhone X wie auch Galaxy S9+ problemlos funktioniert.

Wie steht es aber um das kabelgebundene Aufladen?

Hier gibt es Licht und Schatten. Beginnen wir mit dem Schatten. Leider scheint der Powerbank eine Apple Optimierung zu fehlen. Sowohl mein iPhone wie auch iPad Pro erreichten lediglich 0,9xA an dieser Powerbank.

Gerade beim iPad ist dies ein sehr „mäßiges“ Tempo. Im Notfall sicherlich ausreichend, aber hier sind 50%+ mehr Tempo problemlos möglich.

Damit ist die InLine Qi-Plate eher weniger für Apple Nutzer zu empfehlen.

Auf der Android Seite sieht es allerdings besser aus. Das Samsung Galaxy S9+ erreicht gute 1,47A und das Google Pixel 2 XL 1,48A. Hier sollte es also keine Einschränkungen geben!

Ist die Powerbank nun leer, wie lange dauert das Wiederaufladen? Via microUSB konnte ich eine Ladegeschwindigkeit in der Spitze von 5V 1,8xA erreichen. Via USB C waren sogar 2,1xA möglich.

Damit ist der USB C Port minimal schneller als der microUSB Port, in der Praxis wird dies aber nicht den großen Ausschlag machen.

Die Powerbank benötigt ca. 4,5 Stunden für eine vollständige Ladung.

 

Fazit

Die InLine Qi-Plate Powerbank ist ohne Frage ein etwas exotischeres Modell. Ich würde von der Nutzung des kabellosen Ladepads beispielsweise unterwegs abraten, warum? Kabelloses Laden ist einfach ineffizienter als kabelgebundenes Aufladen.

Aber wofür dann eine Powerbank mit Qi-Ladepad kaufen? Wenn man so will, ist die InLine Qi-Plate ein kabelloses Ladegerät bei Nacht und Powerbank bei Tag .

Ihr könnt diese Powerbank konstant mit einem Ladegerät verbunden halten und als Qi-Ladepad verwenden. Müsst Ihr aber mal schnell weg und das Smartphone ist fast leer könnt Ihr die Powerbank einfach mitnehmen und wie eine normale Powerbank nutzen.

Kommt Ihr wieder Zuhause an einfach die Powerbank mit dem Strom verbinden und Smartphone auflegen und beides lädt.

Natürlich ist dies eine etwas speziellere Nutzungsart, aber solltet Ihr nun zu Euch sagen „ja das klingt doch interessant“ dann kann ich Euch die InLine Qi-Plate Powerbank problemlos empfehlen. Die Powerbank konnte im Test das halten, was sie verspricht!

InLine 01477S Qi-Plate Powerbank, 8000mAh, Wireless Charging, induktiv...
  • Kompatibel mit Qi-fähigen Smartphones und Ladegeräten
  • Akku: Lithium-Polymer
  • Akkukapazität: 8.000 mAh
  • Zeitgleich Laden über 1x USB 2A und 1x Induktion 1A
  • Zeitgleiches Aufladen der Powerbank und kabelloses Laden des...

Der Tronsmart Mega 40W im Test, viel Power für wenig Geld!

Zwar darf man bei Lautsprechern nicht zu sehr auf die Watt Angabe achten, allerdings ein Bluetooth Lautsprecher mit 40W für unter 50€ ist schon etwas Besonderes.

Daher hat der Tronsmart Mega schnell meine Aufmerksamkeit erweckt. Auf den ersten Blick ist der Mega ein „mittelgroßer“ Bluetooth Lautsprecher, wozu auch die Leistung von 40W passt.

Allerdings sieht man 40W Bluetooth Lautsprecher eigentlich nicht in dieser Preisklasse, sofern denn die Angabe stimmt.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob der Tronsmart Mega 40W wirklich ein Preis/Leistungs Monster ist, oder ob die Leistungsangabe einfach nur irreführend ist.

Neugierig?

 

Der Tronsmart Mega 40W im Test

Der Tronsmart Mega ist ein recht portabler Bluetooth Lautsprecher, welcher aber dennoch schon als etwas größer und schwerer bezeichnet werden darf. Mit 19 x 6 x 8cm und 638 Gramm ist dieser schon ein Stück massiver als viele andere Modelle die man in dieser Preisklasse findet.

Massiv ist auch generell eine sehr schöne Beschreibung für die Haptik und Bauqualität. Tronsmart setzt beim Mega auf ein Aluminiumgitter, welches den Lautsprecher einmal komplett umzieht. Lediglich auf der Ober- und Unterseite ist Kunststoff zu finden, welcher aber ebenfalls gut gemacht wirkt.

Ihr könnt beim Mega nichts eindrücken oder verwinden. Ebenso wirkt dieser nicht „hohl“ wie es bei günstigeren Produkten gerne mal der Fall ist.

Die beiden 20W Treiber des Lautsprechers sind auf der Front links und rechts unter dem Gitter angebracht. Neben diesen beiden aktiven Treibern verfügt der Tronsmart Mega auch über zwei passive Membranen, eine auf der Front und eine auf der Rückseite. Diese werden ähnlich wie Bass Reflexrohre für den Druckausgleich im Lautsprecher genutzt.

An dieser Stelle möchte ich allerdings etwas die Angabe anzweifeln, dass der Tronsmart Mega wirklich 40W Leistung hat. 40W ist verdammt viel für solch kleine Treiber, von daher würde ich hier nicht meine Hand ins Feuer legen, dass dieser Wert stimmt, aber Hauptsache der Lautsprecher klingt am Ende gut.

Die Anschlüsse des Tronsmart Mega sind auf dessen Rückseite angebracht. Hier findet sich ein 3,5mm AUX Eingang, wie auch der microUSB Port zum Aufladen und ein microSD Kartensteckplatz.

Ja Ihr könnt Musik direkt über eine Speicherkarte wiedergeben! Die Speicherkarte muss dafür Fat32 formatiert sein und die Musik im MP3 Format vorliegen.

Tronsmart gibt die Akkulaufzeit des Mega mit 15 Stunden an, was vielleicht etwas optimistisch ist. Ich bin eher auf gute 10 Stunden gekommen.  Vielleicht wenn Ihr leise Musik bzw. Hörbücher hört, sind 15 Stunden erreichbar, aber nicht bei mittleren/höheren Lautstärken.

Wie steht es um das Bedienelement? Der Tronsmart Mega nutzt sechs Touch Tasten auf der Oberseite zur Steuerung. Hier finden wir das Übliche wie Play/Pause, vor/Zurück, Lauter/Leise usw.

Ebenfalls auf der Oberseite ist ein NFC Kontaktpunkt, für ein einfacheres Pairing.  Bonuspunkte gibt es für die Beleuchtung der Tasten und eines kleinen LED Streifens auf der Oberseite. Tronsmart hat hier eine weiße LED verbaut, welche im Dunkeln sehr cool aussieht.

 

Klang

Kommen wir zu dem ohne Frage interessantesten Punkt, dem Klang. Kann hier der Tronsmart Mega 40W überzeugen? Ja durchaus!

Beginnen wir bei den Höhen. Die Höhen sind ausreichend klar und sauber, aber auch nicht übermäßig brillant.

Es wird schnell klar auf was der Tronsmart Mega getrimmt ist und das ist Bass. Die Angabe, dass der Lautsprecher 40W Leistung haben soll ist sicherlich etwas übertrieben, aber man merkt durchaus, dass ordentlich Kraft hinter dem guten Stück steht. Der Bass schafft es problemlos einen normalen Schreibtisch zum Vibrieren zu bekommen. Dabei ist der Bass natürlich ein gutes Stück angehoben.

Und ja für einen Bluetooth Lautsprecher dieser Größe und für unter 50€ ist der Bass wirklich fantastisch. Hier und da habe ich zwar etwas das Gefühl, dass man per Software Tricks (DSP) den Bass etwas zu sehr für die Hardware treibt (leichte Unsauberkeiten hier und da), aber dennoch Daumen hoch für die Tiefen!

Aber auch die generelle Klangfülle ist top. Viele Bluetooth Lautsprecher gerade für 30-40€ neigen dazu sehr dünn und schmächtig zu klingen, dies ist beim Tronsmart Mega nicht der Fall. Der Lautsprecher hat ein gutes Volumen, einen guten Tiefgang und auch recht ordentliche Mitten. Letztere sorgen auch für eine gute Stimmenwiedergabe, primär bei männlichen Interpreten.

Die Höhen neigen dazu etwas im Lautsprecher unterzugehen. Dies ist nicht katastrophal, die Höhen sind immer noch sehr akzeptabel, diesen Lautsprecher kauft man aber primär für seinen Bass und Klagfülle.

Um bessere Höhen zu produzieren, müsste der Tronsmart Mega vermutlich auf gesonderte Hochtöner setzen wie der Anker SoundCore Pro, welcher aber auch gut 100€ kostet. Ich behaupte mal Tronsmart hat beim Mega alles herausgeholt, was in dieser Preisklasse zu machen ist!

Mit 40W Leistung (laut Hersteller) sollte doch der Tronsmart Mega recht pegelfest sein? Ja dies ist auch durchaus der Fall! Der Mega kann brüllend laut werden.

Auf dieser Lautstärke büßt der Lautsprecher natürlich etwas Bass und generell Tiefgang ein, aber dies ist weitestgehend normal. Für eine kleine Studentenparty oder beim Grillen kann der Tronsmart Mega problemlos für ausreichend Hintergrundbeschallung sorgen.

Allerdings, um ein Wohnzimmer komplett mit Klang zu füllen, ist der Lautsprecher doch etwas klein. Man merkt auf höheren Distanzen, dass sich die an sich recht guten Bässe verlieren. Den bestmöglichen Klang habt Ihr in einem Umkreis von ca. 2-3 Metern.

Über ein Grundrauschen verfügt der Tronsmart Mega 40W im Übrigen nicht!

 

Fazit

Wenn Ihr Bass mögt, ist der Tronsmart Mega 40W einer der beste Bluetooth Lautsprecher unter 50€. Natürlich darf man keine Wunder erwarten, der Mega ist immer noch ein recht kompakter Bluetooth Lautsprecher und kann kein Wohnzimmer zum Wackeln bekommen. Allerdings hat Tronsmart alles aus der Hardware herausgeholt, was man in dieser Preisklasse erwarten kann.

Der Lautsprecher hat einen sehr starken Bass, solide Höhen und eine klasse Klangfülle. Auch die Pegelfestigkeit stimmt! Der Mega ist der lauteste Bluetooth Lautsprecher unter 50€.

Kurzum akustisch gibt es nichts zu beklagen! Auch die Haptik und Optik ist tadellos. Kurzum der Tronsmart Mega 40W kann nicht nur durch seinen Preis, sondern auch durch seine Leistung überzeugen.

Somit ist sicherlich der Preis mit gerade einmal 44€ sehr fair gewählt!

Die Arlo Pro 2 im Test, die beste Kabellose Überwachungskamera weiterentwickelt

Die Netgear Alro Überwachungskameras haben eine kleine Revolution ausgelöst. Bisher waren Überwachungskameras groß, mussten umständlich an der Hauswand montiert werden, mit Strom versorgt werden und eventuell sogar noch mit einem DVR System verbunden werden.

Dies hat das Nachrüsten von Überwachungskameras schnell sehr kompliziert und aufwendig gemacht.

Bis Netgear als erster großer Hersteller eine komplett kabellose Überwachungskamera auf den Markt brachte, welche Monate ohne Stromversorgung durchhielt.

Die erste Netgear Arlo ist nun schon eine Weile auf dem Markt und hat in dieser Zeit eine „Pro“ Version gesehen wie auch mittlerweile einen direkten Nachfolger in der Arlo 2.

Was aber noch fehlte war ein Nachfolger für die Pro Version. Aber mittlerweile ist auch die neue Arlo Pro 2 im Handel erhältlich.

Wollen wir uns da doch einmal ansehen was die Neue Arlo Pro 2 mehr als die normale Arlo 2 und die alten Pro 1 kann.

Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an Netgear für das Zurverfügungstellen der Arlo Pro 2 für diesen Test!

 

Die Arlo Pro 2 im Test

Auf den ersten Blick gibt es zwischen der Arlo Pro und Pro 2 keinen Unterschied. Dies ändert sich auch nicht bei der Detailbetrachtung.

Netgear scheint hier 1 zu 1 das gleiche Gehäuse zu nutzen. Dies gilt dabei sowohl für die Kameras, wie auch für die Basis Station.

Aber dies ist nichts Schlechtes! Wie ich finde ist die Arlo Pro 2 eine sehr ansehnliche Kamera. Netgear setzt hier auf ein einfaches und schlichtes weißes Gehäuse mit einer schwarzen Front.

Die Kamera ist dabei sogar noch ein Stück kompakter als eine typische Zigarettenschachtel, aber natürlich signifikant dichter. Für ihre Größe ist die Arlo Pro 2 recht schwer. Dies liegt natürlich primär am großen Akku, welcher über die Hälfte des Platzes in der Kamera einnimmt. Der Akku lässt sich vom Nutzer austauschen!

Einfach die Taste auf der Rückseite Drücken und die Kamera lässt sich aufklappen. Die Möglichkeit den Akku zu tauschen sollte die Langlebigkeit der Kamera deutlich erhöhen, auch wenn dies vermutlich gar nicht so wichtig ist.

Mit einer Akkuladung hält eine Kamera ca. 1,5-2 Monate, gegebenenfalls sogar noch länger. Für genaue Werte ist es aber leider bei mir noch etwas früh. Sonderlich viele Zyklen bekommt der Akku also nicht ab.

Allerdings könnt Ihr bei Netgear eine Ladestation und Ersatzakkus kaufen, um die Akkus laufend durchwechseln zu können.

Kauft Ihr nur das Arlo Pro 2 Set, müsst Ihr die Akkus in der Kamera laden. Hierfür besitzt jede Arlo Pro 2 einen microUSB Port auf der Rückseite. Ihr müsst allerdings für das Aufladen das beiliegende Ladegerät nutzen (oder ein Quick Charge 2.0 Ladegerät).

Dies dauert nicht übermäßig lange (ca. 5 Stunden) ist aber natürlich eine kleine Downtime.

Ebenfalls auf der Rückseite der Kamera befindet sich der Montagemechanismus. Die Arlo Pro 2 verfügt über eine halb runde Aussparung, hinter welcher sich ein Magnet befindet.

Mit im Lieferumfang liegt eine halb runde Metallkugel, welche sich an der Wand befestigen lässt und an welcher sich die Arlo Pro 2 halten kann.

Diese Halterung ist simpel, aber wahnsinnig clever! So clever, dass diese von beispielsweise Reolink und Anker bei ihren Überwachungskameras 1 zu 1 kopiert wurde.

Neben den beiliegenden Montage-Kugeln könnt Ihr die Kamera auch einfach aufstellen oder auf ein Stativ schrauben. Alternativ gibt es auch diverse andere Ständer für die Arlo Kameras, sucht einfach bei Amazon.

Neben den Kameras ist natürlich auch die Basisstation wichtig. Die Basisstation ist eine kleine weiße Kunststoffbox in der Größe eines WLAN Routers.

Genau genommen ist die Basisstation ein WLAN Router, denn diese kommuniziert via WLAN mit den Kameras. Allerdings könnt Ihr Euch nicht selbst in das WLAN Netz einklinken, dieses ist nur für die Kameras.

Die Basisstation selbst wird auch via Kabel mit Eurem Router verbunden. Die Reichweite dieser ist ordentlich. Je nachdem wie viele Wände Ihr dazwischen habt sind 40 Meter auch durch eine Wohnung bis in den Garten problemlos möglich.

Netgear selbst spricht von über 100 Metern, aber dies ist nur unter ideale Bedingungen, also offenem Feld, realistisch. In der Arlo Pro und Pro 2 Basisstation ist zudem auch eine Sirene verbaut, welche auf Wunsch eine Bewegung melden kann.

Neben dem LAN Port verfügt die Basis auch über zwei USB Ports, zu diesen später mehr.

 

Das Arlo System

Aktuell gibt es vier kabellose Arlo Überwachungskameras, die Arlo 1, Arlo Pro 1, Arlo 2 und Arlo Pro 2.

Falls Ihr bereits die älteren Generationen habt könnte für Euch die Möglichkeit ganz interessant sein die Kameras zu mischen. Grundsätzlich ist es beispielsweise möglich eine neue Arlo Pro 2 mit der Basisstation der ersten Arlo zu koppeln.

Umgekehrt wäre es ebenso möglich eine Arlo Kamera der ersten Generation mit der Basis der Arlo Pro 2 zu koppeln.

Hierdurch geben ergeben sich für Umsteiger auf das neue System natürlich viele interessante Möglichkeiten. Einschränkungen was Feature und Funktionen angeht, gibt es dabei erst einmal nicht.

Natürlich nutzt Ihr eine nicht „Pro“ Basis Station gibt es keine Sirene usw. Aber es werden keine Funktionen künstlich beschnitten.

 

Die App

Die Netgear Arlo App ist wie üblich für IOS und Android verfügbar. Allerdings gibt es auch eine Web Benutzeroberfläche welche sich via Windows oder Mac erreichen lässt.

Funktional sind alle Zugriffswege ähnlich bzw. identisch. Ihr benötigt allerdings die Smartphone App zwingend für die Ersteinrichtung.

Diese ist sehr unkompliziert und einfach gemacht. Ähnliches gilt auch für das Koppeln der Kameras mit der Basis Station. Einfach die Sync Taste auf der Oberseite der Basis für 2 Sekunden gedrückt halten und selbiges bei der Sync Taste der Kamera, fertig.

In der App erwartet Euch zuerst eine Übersicht über alle verbundenen Kameras. Mit einem Tipp könnt Ihr in die live Ansicht springen, was ca. 5 Sekunden dauert. In der Live Ansicht könnt Ihr manuell Videos und Bilder aufnehmen, wie auch die 2 Wege Kommunikation einleiten.

Aufgenommene Videos werden in der Bibliothek gespeichert. Hier sind Eure Aufnahmen mit einer Vorschau versehen nach Datum sortiert. Ihr könnt die Aufnahmen ansehen, löschen oder auf Euer Smartphone/PC herunterladen.

Dabei wird ein Standard Dateiformat genutzt, was ideal für die Archivierung ist.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist die Modus Auswahl. Hier könnt Ihr mehrere Zeitpläne hinterlegen wann welche Kamera aktiv ist und was bei einer erkannten Bewegung passieren soll. Habt Ihr beispielsweise eine Kamera in Eurem Wohnzimmer und Ihr seid täglich von 16-24Uhr zu Hause könnt Ihr Einstellen das in dieser Zeit die Kamera nicht aufzeichnen soll.

Wird zu einem anderen Zeitpunkt eine Bewegung erkannt, wird aufgezeichnet und Ihr optional benachrichtigt oder sogar der Alarm ausgelöst.

Der in der Basis verbaute Lautsprecher kann durchaus sehr ordentlich laut werden!

 

Bildqualität

Die Haupt-Verbesserung der Arlo Pro 2 gegenüber der Arlo Pro 1 ist die Bildqualität. Netgear setzt bei der Arlo 2 Pro auf einen Full HD Sensor.

Ebenfalls wieder mit an Bord ist der große Blickwinkel der Kameras mit 130 Grad. Dies ist für Innenräume und größere Höfe ideal.

 

Allerdings durch den großen Blickwinkel sollte die Kamera relativ nah an der Action positioniert werden. Habt Ihr einen 20 Meter Hof sind trotz der Full HD Auflösung Objekte am anderen Ende doch sehr klein.

Wenn man so will habt Ihr ein sehr breites Bild, welches dafür aber etwas weniger „tief“ ist.

Wie steht es um die Bildqualität? Grundsätzlich ist die Arlo Pro 2 ohne Frage die Arlo Kamera mit der besten Bildqualität. Aufnahmen sind ziemlich scharf und qualitativ hochwertig, gerade bei Tag.

Allerdings merkt man schon das die Arlo Pro 2 eine Akku betriebene Überwachungskamera ist. Zum Beispiel eine Netatmo Presence bietet trotz gleicher Auflösung nochmals ein deutlich schärferes Bild.

Allerdings kann man sich wahrlich nicht über die Bildqualität der Arlo 2 Pro beschweren! Selbst nachts machen die IR LEDs einen guten bis sehr guten Job! Natürlich kann die Arlo 2 Pro keinen Hof beleuchten, aber alles was sich 5-10 Meter nähert.

Dabei ist die Bildqualität in der Tat ein Stück besser als bei der Arlo 1 Pro, aber der Unterschied ist auch nicht gigantisch.

In den Einstellungen könnt Ihr die Bildqualität im Übrigen hoch bzw. runter stellen um Akku zu sparen. Je nach Einsatz Ort vielleicht eine gute Entscheidung.

Eine weitere sehr positive Neuerung der Arlo Pro 2 ist die Reaktionszeit. Die alten Arlo Kameras reagierten teilweise etwas träge auf Bewegungen. Es war teilweise möglich schnell an der Kamera vorbeizurennen und ehe diese reagierten war man schon aus dem Bild.

Die Arlo Pro 2 bringt einen 3-Sekunden Look Back mit. Unter anderem hierdurch reagiert die Kamera signifikant schneller und besser auf schnelle Bewegungen.

 

Aufnahme

Wann und wie nehmen die Arlo Kameras auf? Da es sich hier um Akku betriebene Kameras handelt nehmen diese nicht konstant auf, sondern nur dann wenn der Bewegungsmelder eine Aktivität feststellt.

Den Bewegungsmelder könnt Ihr in der Software natürlich Euren Bedürfnissen in der Intensivität anpassen. Leider unterscheidet dabei die Arlo Pro 2 nicht zwischen Mensch, Tier oder Sonstigem.

Alles was groß genug ist kann den Bewegungsmelder auslösen. Ein Anpassen der Stärke der Bewegungserkennung ist also sehr wichtig für gute Ergebnisse. Netgear hat allerdings für den Frühling/Sommer ein „KI“ Update angekündigt, welches eine Unterscheidung Mensch und Sonstiges erlaubt. Dieses Update ist allerdings leider noch nicht da.

Wird nun eine Bewegung erkannt wird sofern vom Zeitplan zugelassen eine Aufnahme gestartet. Dabei nimmt die Alro Pro 2 nur 30 Sekunden nach dem Erkennen der Bewegung auf. Geht die Bewegung weiter wird natürlich auch die Aufnahme fortgesetzt.

 

Zusätzlich zur Aufnahme kann natürlich ein Alarm über die Sirene bzw. eine Benachrichtigung an Euch erfolgen.

Aber wo werden Videos aufgezeichnet? Die Arlo Kameras sind erst einmal reine Cloud Kameras. Das bedeutet alle Aufnahmen werden auf den Netgear Servern gespeichert.

Wie üblich hat dies Vor- und Nachteile. Die Nachteile sind natürlich datenschutzrechtliche Bedenken. Aufnahmen werden auf „fremde“ Server hochgeladen. Netgear versichert natürlich einen verantwortungsvollen Umgang und keine Weitergabe der Aufnahmen, aber ein mulmiges Gefühl kann sicherlich bleiben. Ebenso ist Cloud Speicher in der Regel recht teuer, gerade verglichen mit einer einfachen Speicherkarte.

Allerdings ist nicht alles schlecht. Bei den meisten Überwachungskameras, die nicht auf ein Cloud-Vverfahren setzen, wird eine einfache microSD Speicherkarte genutzt. Dies kann und tut auch in der Regel gut funktionieren, hat aber Nachteile.

Klaut der Dieb die Kamera oder nimmt einfach die Speicherkarte heraus sind sämtliche Aufnahmen weg. Ebenso falls der Dieb die Kamera zerschlägt.

Bei der Netgear Arlo Pro 2 sind dann die Aufnahmen schon längst in der Netgear Cloud gesichert. Blöd gesagt der Dieb könnte das Haus in Brand setzten und dennoch wären die Aufnahmen gesichert.

Bei anderen Anbietern wie Nest und Ring ist diese Cloud Sicherung mit laufenden Kosten verbunden. Besonders gemein ist dies wenn man seine Aufnahmen nur in der Cloud sichern kann.

Hier muss man aber Netgear dicke loben!

Grundsätzlich ist die Cloud Sicherung kostenfrei! Was heißt grundsätzlich? Es gibt drei Abos, das Basis Abo hierbei ist kostenlos.

Im Basis Abo werden Aufnahmen 7 Tage lang (oder bis zu 1GB, es gilt immer das was zuerst erreicht wird ehe alte Aufnahmen gelöscht werden) gespeichert und das von bis zu fünf Kameras. Wollt Ihr mehr könnt Ihr in das Premier oder Elite Abo wechseln. Diese kosten 89€ bzw. 139€ im Jahr und bieten 30/60 Tage Speicherung der Aufnahmen (10GB/100GB) für bis zu 10/15 Kameras.

Eine Speicherung der Aufnahmen 7 Tage lang sollte aber für die meisten Nutzer völlig ausreichen. Zwar mögen 1GB jetzt recht wenig klingen, aber sind durchaus ausreichend. Eine Minute Full HD Video frisst ca. 10MB. Da die Kamera beim Erkennen einer Bewegung nur 30 Sekunden aufzeichnet entsprechen 1GB also 200 Aktivitäten.

Sofern Ihr die Alro nicht permanent im Wohnzimmer aufzeichnen lasst, sondern nur an der Haustür oder wenn Ihr nicht zu Hause seid, ist dies doch einiges.

Die Arlo Pro Basisstation verfügt aber auch über USB Ports. Wofür sind diese da? Ihr könnt einen USB Stick oder eine externe HDD an diese Ports hängen und hier die Aufnahmen speichern.

Dies ist allerdings zusätzlich zur Cloud Aufnahme, also ein lokales Backup,Back-up wenn man so will. Dabei funktioniert die lokale Aufnahme noch dann, wenn mal das Internet nicht so recht will.

Sicherlich ein praktisches Bonus Feature.

 

Fazit

Die Netgear Arlo Pro 2 ist eine kleine aber gelungene Weiterverbesserung der ersten Arlo Pro. Die wichtigsten Punkte sind hier die verbesserte Bildqualität und Reaktionszeit.

Die Full HD Aufnahmen der Arlo Pro 2 sind sehr schön klar und generell qualitativ gut, gerade wenn man bedenkt das es sich hier um eine Akku betriebene Kamera handelt.  Auch reagiert die Arlo Pro 2 auf schnelle Bewegungen etwas zügiger.

Abseits davon kann die Arlo Pro 2 mit den üblichen Arlo Features punkten, wie der hohen internen Kompatibilität, Ihr könnt bunt die diversen Alro Kameras in einem System mixen, dem kostenfreien Cloud Speicher, der guten App usw.

Auch funktioniert die Arlo Pro 2 sehr zuverlässig und selbst der Akku hält mehrere Monate! Auch das Kabellose darf man generell nicht unterschätzen.

Diese wesentlich freiere Positionierung verglichen mit einer klassischen Überwachungskamera kann gerade beim Nachrüsten eines Überwachungssystems Gold wert sein. Auch seid Ihr bei der Arlo Pro 2 nicht auf Euer bestehendes WLAN System und dessen Qualität angewiesen. Dies macht alles die Arlo Pro Basisstation.

Letztendlich bleiben zwei kleine Kritikpunkt. Dies wäre zunächst die Bewegungserkennung, welche nicht zwischen Mensch, Tier und Objekt unterschieden kann und somit des Öfteren Fehler bei der Erkennung macht. Netgear hat hier allerdings ein Update angekündigt, welches aber noch nicht (20.05) da ist.

Der zweite Punkt ist natürlich der Preis. Der Startpreis von 555€ ist schon sehr stolz. Klar dafür gibt es zwei Kameras und die einzelnen Kameras im Nachkauf sind etwas günstiger, aber dennoch.

Dafür hat Netgear allerdings mit der Arlo Pro 2 das beste kabellose Überwachungssystem im Sortiment, gerade nach dem Smart Update.

Link zum Hersteller ///  bei Geizhals 

Positiv

  • Wassergeschützt
  • Gute App und Web UI
  • Hohe Bildqualität
  • Gratis Cloud Basis Paket
  • USB Back-up
  • Einfache Nutzung

 

Neutral

  • Keine optionale ausschließliche lokale Aufzeichnung
  • (Noch) Keine Personenerkennung

 

Negativ

  • Hoher Preis