Das Ubiquiti AmpliFi HD Set im Test, schick und gut?

WLAN ist wichtiger denn je, selbst immer mehr kleine Geräte wie Smart Home Lautsprecher, Alarmanlagen oder Glühbirnen sind schon mit WLAN ausgestattet.

Das Problem ist allerdings, dass viele WLAN Router oder AccessPoints nicht für viele Geräte ausgelegt sind, sondern nur für ein paar wenige.

Dies resultiert in niedriger Geschwindigkeit oder einem unzuverlässigen WLAN Netz.

Ich selbst hatte mit mittlerweile duzenden WLAN Geräten in meinem Netzwerk selbst auch solche Probleme, bis ich etwas Geld in die Hand genommen habe und meine Wohnung mit satten drei Ubiquiti Unifi APs ausgestattet habe.

Die Unifi APs richten sich eher an professionelle Nutzer. Dies hat mich natürlich nicht abgeschreckt und ich bin auch heute immer noch begeistert von den Ubiquiti AccessPoints.

Nun hat Ubiquiti seine ersten „Consumer“ Router auf den Markt gebracht unter dem Namen AmpliFi.

Hierbei handelt es sich um fast schon futuristische Geräte, wo ich einfach nicht widerstehen konnte und das AmpliFi HD Set bestellen musste.

Hier nun meine Erfahrungen mit dem Ubiquiti AmpliFi HD Set, kann dieses im Test und Praxiseinsatz überzeugen?

 

Das Ubiquiti AmpliFi HD Set

Es gibt aktuell auf dem deutschen Markt zwei „Sets“. Das erste Set beinhaltet nur den Router für rund 160€, das HD Set hingegen beinhaltet neben dem Router auch zwei „Repeater“.

Dieses HD Set kostet damit auch stolze 400€.

Beginnen wir beim eigentlichen Router, dieser ist nämlich das Interessanteste. Im Gegensatz zu den meisten WLAN Router die man so kennt, handelt es sich hierbei nicht einfach nur um einen schmalen schwarzen Kasten mit möglichst vielen Antennen.

Der AmpliFi ist in Würfelform gehalten und besteht aus einem sehr hochwertig anmutenden weißen Plastik.

Neben der besonderen Form besitzt der AmpliFi auch ein kleines rundes Display auf der Front. Man könnte den Router auch liebevoll „Waschmaschine“ nennen aufgrund dieser Gestaltung. Mehr Infos dazu was das Display kann kommt später im Test, es sei so viel gesagt ich finde es toll.

Auf der Rückseite der Basis Station befinden sich vier LAN Ports wie auch ein WAN Port. Bei allen fünf Anschlüssen handelt es sich um GBit Ports.

Auch ein USB Anschluss ist auf der Rückseite zu finden, wozu es keinerlei Infos gibt was dieser kann, macht oder tut.

Interessant ist die Stromversorgung welche über USB C geregelt wird. Anscheinend nutzt der AmpliFi USB C Powerdelivery.

Daumen hoch für das Verwenden dieses innovativen Standards! Leider gibt es wieder Punktabzug für das unheimlich kurze Netzkabel.

Ansonsten gibt es nicht viel zur Basis Station zu sagen. Tasten oder ähnliches sind nicht am Gerät zu finden.

Eine kleine Besonderheit ist allerdings noch ein LED Lichtring um den Fuß des Gerätes.

 

Die „Repeater“ sind ebenfalls interessant gestaltet. Es handelt sich um einen Steckdosenadapter auf welchem eine „kugelgelagerte“ Antenne steckt. Zumindest sieht es so auf den ersten Blick aus. Auf den zweiten merkt man, dass die „Antenne“ nur durch Magneten auf dem Steckdosen Adapter gehalten wird und das was eine Antenne zu sein scheint die komplette Elektronik beinhaltet.

Hier hat sich Ubiquiti wirklich etwas Cleveres ausgedacht, der untere Teil ist nur ein Spannungswandler und wird über zwei Kontakte über das Kugelgelenk mit dem oberen Teil verbunden.

Keine Sorge es handelt sich nur um eine 9V Spannung, ist also beim Kontakt ungefährlich.

Die Antenne lässt sich aufgrund des Gelenks auch etwas ausrichten. Zusätzlich sind auf dieser fünf kleine LEDs angebracht welche über die Signalstärke zur Basis Station informieren.

 

Einrichtung und Installation

Es handelt sich bei dem Ubiquiti AmpliFi HD um ein „normal Nutzer“ System. Ubiquiti hat sich hier alle Mühe gemacht die Einrichtung so leicht wie möglich zu machen.

Dies ist Ihnen auch gelungen! Verbindet den AmpliFi HD mit Eurem bestehenden Modem oder Router. Ladet Euch die Smartphone App herunter, ja man muss den AmpliFi HD via IOS oder Android App einrichten, und verbindet das gute Stück mit dem Strom.

In der Basis Station ist Bluetooth Eingebaut. Nach dem Start der Smartphone App verbindet sich diese auch via Bluetooth automatisch mit dem Router und beginnt mit der Einrichtung.

Die eigentliche Einrichtung hat allerdings nur einen Schritt, den WLAN Namen und das Passwort.

Ist dies eigegeben seid Ihr auch schon fertig mit der Ersteinrichtung. Die beiden „Repeater“ werden automatisch verbunden, hier ist also auch kein manuelles Eingreifen von Nöten.

 

Features und Software

Beginnen wir mit der Software. Die komplette Steuerung muss über die Smartphone App geschehen. Hierbei sind die Einstellungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt. Dafür Statistiken und solche Features um so ausgeprägter.

Ihr erhaltet Live Infos über die aktuell verwendete Netzwerkbandbreite, die Menge an übertragener Daten im aktuellen Monat und eine Aufschlüsselung was für Geräte wie viel Bandbreite gerade in Beschlag nehmen.

Ich liebe solche Statistiken! Es hilft immer ungemein zu sehen welche Geräte gerade verbunden sind und auch mit welcher Station.

Die Einstellungsmöglichkeiten sind allerdings wirklich sehr rudimentär. Ihr könnt WLAN Name und Passwort ändern, die Frequenz Steuerung ein/ausschalten, die Router Steuerung aktiveren und separate WLAN SSIDs anzeigen lassen.

Die Frequenz Steuerung hilft dabei 5Ghz WLAN Geräte auch wirklich mit dem 5GHz Band zu verbinden. In der Regel verbinden sich WLAN Geräte immer mit dem empfangsstärksten Netzwerk, aufgrund der Technik ist 5GHz aber immer etwas signalschwächer als 2,4GHz weshalb dieses oftmals von den Clients bevorzugt behandelt wird.

Die Frequenz Steuerung schiebt 5GHz fähige Geräte auch immer automatisch ins 5GHz Band.

Die Router Steuerung sorgt dafür, dass WLAN Geräte sich bevorzugt direkt mit der Basis Station verbinden anstelle mit den Repeatern.

Zu guter Letzt separate WLAN SSIDs anzeigen. Von Haus aus erstellt der AmpliFi nur eine sichtbare SSID, dies gilt auch für die WLAN „Repeater“.

Ihr könnt also nicht per Hand entscheiden mit welchem Band Ihr Euch gerade verbunden habt bzw. ob direkt mit der Basis Station.

Wenn Ihr separate SSIDs einschaltet, bekommt jedes Gerät und Band eine eigene SSID. Jedoch ist hier etwas Chaos vorprogrammiert da Ihr nun mit 6 verschiedenen WLAN Netzen endet.

Interessamt ist auch die Möglichkeit die LED und die Helligkeit des Displays zu steuern oder beides per Zeitplan zu regeln.

Wo wir beim Display sind, was kann dieses?

Das Display besitzt mehrere Anzeige Möglichkeiten welche sich durch das Antippen  ändern lassen. Ja es handelt sich um ein Touch Display!

Folgende Dinge kann das Display anzeigen:

  • Datum und Uhrzeit
  • Monatlicher Netzwerk Trafik
  • Aktueller Internet Trafik
  • Aktive Ports
  • IP Adresse

Der angezeigte Trafik bezieht sich immer auf die Übertragung durch den WAN Port!

Auch wenn Ihr den Ubiquiti AmpliFi HD als AccessPoint nutzt, ja das geht und nennt sich Bridge Modus, wird hier immer die Aktivität des WAN Ports angezeigt.

Der WAN Port erhält im AccessPoint Betrieb die Funktion eines normalen LAN Ports.

 

WLAN Leistung

Auf den ersten Blick ist der Ubiquiti AmpliFi HD sicherlich kein „Geschwindigkeitsmonster“.

Der Router schafft 1300Mbit/s auf dem 5GHz Band und 450Mbit/s auf dem 2,4GHz Band. Dies ist verglichen mit den 2600Mbit/s, die Konkurrenzmodelle mittlerweile schaffen, vielleicht etwas wenig.

Zumindest wirkt es auf den ersten Blick so. Ich stelle Euch aber mal eine Challenge, findet mir einen WLAN Client welcher mehr schafft als die 1300Mbit/s des AmpliFi HD.

Ihr werdet vermutlich keinen finden. Mehr als die 1300Mbit/s schafft in der Regel kein Notebook, Tablet oder Smartphone welches Ihr auf dem Markt finden werdet.

Aber wie sieht die maximale Leistung in der Praxis aus?

Hierfür verwende ich den TP-LINK 9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks das aktuell verbreitete Modell sein sollte.

Mit diesen übertrage ich eine Datei auf und von einem lokalen Server und messe die erreichte Geschwindigkeit.

Der Router befindet sich dabei in ca. 2 Metern Entfernung zu den Clients.

Der Wert in den Tabellen ist dabei in MB/s angeben und der Durchschnittswert aus Upload und Download.

Wie man sieht ist die maximale Übertragungsgeschwindigkeit wirklich eher mittelmäßig gut. Dies überrascht mich um ehrlich zu sein eher weniger, auch die Unifi APs waren schon keine Geschwindigkeitsmonster.

Jedoch rund 50-60MB/s in der Spitze ist mehr als genug für so ziemlich jeden Einsatzzweck.

Videostreaming in 4K wird beispielsweise gerade mal um die 4-5MB/s benötigen. Daher wird man auch einiges an Distanz zwischen sich und den Router bringen können ehe die Übertragungsrate unterhalb dieses Levels fällt.

Aber die reine Übertragungsrate ist nur das eine. Dies ist ja ein Test welcher den „Optimalwert“ ermitteln soll.

Die große Stärke der Ubiquiti AccessPoints und Router war bisher immer das Händeln von vielen WLAN Clients gleichzeitig und die hohe Stabilität.

Diese Vorzüge bringt auch der AmpliFi HD mit sich. Obwohl dieser kein MU-MIMO unterstützt war die WLAN Performance selbst bei über einem Duzend verbundenen Clients immer noch stark.

Dies ist ein Wert welcher schwer in Zahlen zu fassen ist, aber lasst Euch gesagt sein bei über einem Duzend WLAN Clients (teilweise sogar über 20) immer noch ein gut nutzbares WLAN hinzubekommen und ohne Stabilitätsprobleme ist eine Leistung!

Hier sind sogar schon deutlich größere Router wie der Linksys EA9500 ins Straucheln gekommen.

Ubiquiti ist ein Meister wenn es um Stabilität geht!

Auch gibt es noch andere Kleinigkeiten, wie die Verbindungszeit. Vielleicht kennt Ihr das, man tippt auf Verbinden und es dauert und dauert bis die Verbindung hergestellt wird? Sowas gibt es beim Ubiquiti AmpliFi HD nicht.

Aber der Router ist das eine, das andere sind die Repeater.

Wobei Repeater nicht ganz richtig ist. Ubiquiti spricht von einem „Mesh-Netzwerk“.

Was dies ist hat Ubiquiti hier mit sehr schönen Bildern erklärt -> http://blog.amplifi.com/2016/09/15/what-is-home-wi-fi-mesh-technology/

Dies ist allerdings nicht mit dem Netgear Orbi System vergleichbar welches eine Triband Technologie genutzt hat.

Anstelle, dass die Repeater nur mit der Basis Station kommunizieren, gibt es hier auch unterhalb der Repeater eine Kommunikation so, dass die Daten immer den schnellsten Weg zur Basis Station finden.

Im Gegensatz zum Netgear Orbi System war hier die Leistung nicht absolut überragend, aber immer noch vergleichbar mit einem hochpreisigen Repeater.

Was hingegen deutlich besser ist als mit klassischen Repeatern ist die Konstantheit der WLAN Abdeckung und Performance.

Beides war auf einem konstant sehr hohen Level und schwankte weniger Massiv.

Daher ja, das hier verwendete Mesh-Netzwerk ist einem normalen Repeater Setup aus Sicht der Leistung überlegen, aber Systemen wie Netgears Orbi unterlegen.

 

Reichweite

Ein wichtiger Punkt ist die Reichweite. Hier muss man etwas unterscheiden, nur die Basis Station und die Basis Station + Repeater.

Der AmpliFi Router selbst sieht vielleicht nicht so aus, aber er liefert eine gute Reichweite. Auf dem 2,4GHz Band würde ich diese sogar als sehr gut einstufen.

Dies bestätigt wieder meine Einschätzung das große Antennen mehr Show sind als sie es wirklich in der Praxis bringen.

Jedoch rechnet nicht damit, dass wenn Ihr von einem alten Router auf diesen upgradet plötzlich eine deutlich bessere Reichweite bekommt. Halbwegs aktuelle WLAN Router unterscheiden sich was die Reichweite angeht wirklich nur minimal.

Hier schafft einer mal 10-20% mehr als der andere, aber das war es im Grunde auch schon. Wirklich große Schwankungen gibt es kaum zwischen den einzelnen Modellen.

Daher setzten auch immer mehr Hersteller auf Mesh Technologie oder irgendetwas Vergleichbares.

In Kombination mit seinen beiden „Repeatern“ (ich nenne sie aus Einfachheit Repeater) kann das Ubiquiti AmpliFi HD Set allerdings ohne Probleme ein ganzes Haus auch über mehre Etagen abdecken.

Gerade die Repeater machen was die Reichweite angeht einen sehr guten Job!

 

Stromverbrauch

Beginnen wir mit der Basis Station. Diese benötigt im normalen Leerlauf 6,0W und unter Last rund 7,5W.

Der Stromverbrauch sinkt beim Abschalten des Displays und der LED um 0,9W.

Damit verbraucht der Router erfreulich wenig Energie. Vergleichbare Modelle benötigen gerne mal 50 bis 100% mehr Strom.

Die beiden Repeater benötigen gerade mal 3,6W, was ebenfalls sehr wenig ist.

 

Fazit

Ich kann das Ubiquiti AmpliFi HD jedem empfehlen! Zwar mögen die 400€ für das komplette Set im ersten Moment abschreckend wirken, aber es lohnt sich, wenn man ein ganzes Haus abdecken möchte.

Ja es gibt auf dem Papier und auch in der Praxis unter optimalen Bedingungen auch noch schnellere WLAN Router als diesen.

Jedoch wenn es auf Stabilität und Zuverlässigkeit ankommt, werdet Ihr wenig besseres finden als das System hier!

Es sind Kleinigkeiten wie das sofortige Verbinden mit dem WLAN oder die immer noch hervorragende WLAN Performance wenn duzende Smart Home Clients das Netz belagern.

Nicht zuletzt spielt auch die Optik hier eine große Rolle. Der AmpliFi HD Router sieht mit seinem Display und der LED Beleuchtung einfach klasse aus.

Vielleicht ist es der Nerd in mir der hier spricht, aber ich liebe es Live beobachten zu können wie viele Daten gerade durchs Netz schwirren.

Ein kleiner Kritik Punkt ist die starke Vereinfachung der App und der Nutzung des AmpliFi. Für unerfahrene Nutzer oder für alle die einfach wollen, dass alles funktioniert, ist dies natürlich klasse. Für Leute die gerne bis ins Detail alles verwalten, vielleicht eher weniger.

Allerdings bekommt man schöne viele Statistiken und ich nutze den AmpliFi eh als AccessPoint hinter meiner Firtzbox, von daher stört mich dies weniger.

Ich habe schon einige WLAN Router getestet aber, dass ich privat auf Ubiquiti setze und nun auf den AmpliFi HD umsteige, sagt vielleicht auch schon etwas aus wie ich dem System gegenüberstehe.

Wem die 400€ zu viel sind, kann auch den „Basis Router“ mit Display für rund 150€ so kaufen und gegebenenfalls später die einzelnen Mesh-Repeater für jeweils 137€ dazukaufen.

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

Andere Interessante Beiträge auf techtest.org
20 Comments
helge14

Hallo! Würdet Ihr zu diesem getestet Set raten, oder die Produkte eher einzeln erwerben? Habe gelesen, dass die Repeater Mesh Points nur mit dem Router im Set funktionieren und nicht mit anderen Amplifi HD Router – ist eigentlich nicht so toll – im Schlimmsten Fall muss man das ganze Set austauschen lassen, wenn nur ein teil kaputt geht. Oder wäre der Einsatz von 3 x Amplifi HD noch besser – die kann man ja auch als Mesh Point einrichten, oder spricht was dagegen, ist die Leistung der Meshpoints im Set besser?

Bitte um Hilfe.

Schöne Grüße!

Reply
Andi

Hallo,
ich hatte kurzfristig Mal ein USG im Betrieb. Jedoch würde das im Betrieb sehr warm. (Ich schätze Metallgehäusetemperatur über 40 Grad. Und das bei moderaten Raumtemperaturen. )
Das war mir ehrlich gesagt unheimlich und da es unterm Dach aufgestellt ist, zu gefährlich im Sommer.

Wie sieht es beim Amplifi HD Mesh da aus? Wird das auch so heiß im normalen Betrieb?

Danke

Reply
Michael Barton

Hi, nein 40 Grad wird der Amplifi HD nicht heiß. Ich würde mal auf 30 Grad schätzen.

Jedoch sollten 40 Grad Gehäuse Temperatur eigentlich kein Problem sein? Solche Geräte halten intern meist mehr als 80 Grad aus.

Reply
Andi

Danke,

Naja wenn es außen 40 sind dann drin bestimmt 50-60. Und momentan sind es 20 Grad im Raum unterm Dach.
Im Sommer kann das auch leicht Mal 45 Grad sein….
Deshalb hab ich ihn zurück gegeben. Erfahrungsgemäß leiden elektronische Bauteile wenn sie heiß betrieben werden. Im schlimmsten Fall hat man unerklärliche Aussetzer.

30 Grad hören sich gut mich besser an.

Ich schwanke zwischen dem Synology rt2600 und den Amplifi Hd (nur das Basisteil).

Reply
Joh'

Ich hatte bis vor kurzem noch den Synology rt2600ac und bin nun auf Amplifi HD umgestiegen. Der rt2600ac hat einpaar schöne Features wie VPN und der gleichen, doch ist er alles andere als stabil was die Software angeht. Ich hatte immer wieder unerklärliche Probleme, wo nur ein stromlos machen geholfen hat. Das Amplifi HD ist eine solide Sache.

Reply
Andi

@Joh’ hab mich nun auch für ein Amplifi HD entschieden mit einem Meshpoint. Läuft stabil. Hoffe allerdings, das in der Firmware noch etwas nachgelegt wird. (Ip6-Unterstützung, Abschaltzeiten für WLan .ich meine komplett aus”, Geschwindigkeitsbegrenzung für einzelne Geräte…)

Reply
Jay

Hallo und danke für den Testbericht.
Wenn du von den 4 GBit Ports sprichst, ist das gemäss Herstellerangaben auch korrekt, aber Gbit (theoretisch ca. 940 Mbps) erreicht man über einen LAN-Port des Afi HD verkabelt mit nur im Bridge Mode. Und im Bridge-Mode sind ja wie auch bei anderen Herstellern üblich viele Funktionen nicht verfügbar. Im Router/DHCP Modus erreicht er “nur” um die 480-520 Mbps. Für Leute, die ohnehin keinen Gigabit-Anschluss oder Internetzugang bis max. 500 Mbps haben, oder den Afi HD als Access Point im Bridge Mode nutzen (anderes Gerät als DHCP Router vorgeschaltet), ist das also kein Problem. Ich allerdings habe seit 3 Monaten einen 1GBit Glasfaseranschluss (hier in der Schweiz) und möchte nicht mehrere Geräte hintereinander hängen, wenn an sich 1 Gerät alleine alle Funktionen (DHCP, IP-forwarding, fixe IP-Vergabe etc.) problemlos schaffen kann. Meine bisherigen Router von Fritz!box, D-Link und Netgear schaffen die ca. 940 Mbps (up-/down) auch problemlos in allen Modi, sind halt eben nicht so schön im Design und mit ihren nach aussen ragenden Antennen. Auch die Bedienung des AmpliFi HD über die iOS und Android Apps ist sehr schlicht und funktional.

Mein Fazit: Nichts für Gigabit-LAN-Anschluss Benutzer, es sei denn, man braucht die aufgezählten Funktionen nicht oder schaltet einen anderen Router dafür davor. Leider bin ich mit dem Support von AmpliFi sehr enttäuscht, weil sie sich nach dem ersten Chat (über die App möglich) wochenlang nicht zum Fall gemeldet haben und mir keine Aussicht auf eine Lösung stellen können.

Reply
Jan

Danke für den tollen Bericht. Ich überlege derzeit mir so ein System anzuschaffen (bisher nutze ich eine FritzBox 6490 und 2 Fritz Repeater 1750E) mit denen ich in Sachen WLAN nicht zufrieden bin. Was mir an meiner bisherigen Lösung gefällt, die WLAN Repeater haben auch einen LAN Anschluss an dem ich z.B. einen Drucker bzw. Fernseher angeschlossen habe. Manche ältere Geräte haben halt noch kein WLAN… Nun meine Frage. Kann man auch anstatt der 2 Mesh Points 2 zusätzliche Router als Mesh Point einsetzen. Dann hätte ich ja an jedem Mesh Point je 4 LAN Anschlüsse die ich auch nutzen kann.

Reply
WR

Hallo,
das geht problemlos. Statt des Kits (afi-HD) kannst Du mehrere Router zu einem Mesh-Netzwerk verbinden. Damit stehen jeweils auch 4 RJ-45-Anschlüsse zur Verfügung.

Reply
Michael Barton

Hi,

naja dann ist das in dem sinne kein Mesh Netzwerk mehr sondern einfach mehrere Access Points, welche aber untereinander nicht kommunizieren.

Reply
Stefan

Moin.

Habe ich das richtig verstanden – über das 5 Ghz-Netzt kommunizieren die Accesspoints/Repeater und die Daten an die Endgeräte laufen über 2,4 GHz? Dann kann ich also die IOs-Geräte, die ja 5 GHz können, “nur” über das 2,4 GHz-Netz nutzen?

Reply
Michael Barton

Hi,

nein Endgeräte können beide Netzte Nutzen. Die Verbindung Accesspoints/Repeater läuft nur zusätzlich über dieses 5GHz Band.

Reply
Josef Propst

Läßt sich auch der
Ubiquiti UAP-AC-M UniFi AC Mesh Access Point [WLAN AC, 183m Reichweite, Dualband, Outdoor geeignet] problemlos einbinden?

Reply
Josef Propst

Danke, und nun noch eine Frage, da ich vor dem Kauf eines mesh systems stehe um meine alte Fritzbox mit repeater abzulösen.
Beim Linksys Velop System und beim Amplifi HD Set kommunizieren der Router und die “Repeater” auch untereinander, beim Liksys Velop auf einem eigenen Band, beim Amplifi HD Set wird das 5 GHZ Band zwischen den Repeartern und dem Router geshart. Und wie ist das beim Netgear ORBI System?, kommunizieren die “Repeater” immer nur mit Router, ebenfalls auf einer eigenen Bandfrequenz, jedoch die Repeater nicht untereinander.
Ich muss nämlich meine W-Lan Probleme in meinem Haus 2 Etagen, mit Betondecken und einer tragenden Mittelmauer teilweise Beton, teilweise Ziegel jedoch mit 30 cm Wandstärke lösen und dafür möchte ich ein mesh system mit mindestens 3 bis 4 Repeater aufbauen, habe dabei aber die Notwendigkeit, dass alle Geräte untereinander kommunizieren sollten.

Reply
Thomas Losert

Hallo, ich habe mir auch seit wenigen Tagen den AmpliFi Router zugelegt und finde ihn bisher positiv. Ich hoffe ich darf hier einfach mal meine Fragen zu dem Router loswerden!:

Der AmpliFi Router (Wohnzimmer, EG) ist an der Fritz-Box 7490 (2. Etage, primärer WAN-Router) per Kabel angebunden.
– Muss das Netzwerk-Kabel von der Fritzbox in die WAN-Buchse oder in eine der vier LAN-Buchsen (wie man es von anderen Routern für AP Konstellation kennt) gesteckt werden? Habe es derzeit in der WAN-Buchse!
– Sollte dann der AmpliFi als Accesspoint (hier wohl Bridge Modus) dann eingestellt werden, da die Fritzbox der primäre Router ist?
– DHCP Server dann bei dem AmpliFi ausschalten oder eingeschaltet lassen (kenne es von AP-Modus, dass DHCP immer ausgeschaltet werden muss, da die Fritzbox das erledigt?!)
– Einige WLAN-Steckdosen funktionieren nicht mehr mit dem AmpliFi, da diese nicht mit dem 5GHz Netz zustandekommen, wie kann ich denn die Steckdose auf das 2,4GHz WLAN mit dergleichen SSID verbinden?
– Ist die Konstellation mit Fritz-Box und AmpliFi sinnvoll?

Ich danke schon mal,

Grüße
Thomas

Reply
Michael Barton

Hi,

1. im AP Modus ist dies egal
2. lass den AmpliFi im AP Modus, das macht das leben leichter
3. im AP Modus ist der DHCP Server eigentlich automatisch aus, was auch so bleiben sollte.
4. Okay ?! Eigentlich sollte der Amplifi sowohl 2,4Ghz wie auch 5GHz aussenden. Versuch mal die Frequenzsteuerung für die Einrichtung der Steckdosen abzuschalten.
5. Jupp habe ich auch genutzt

Reply
Thomas Losert

Hallo Michael,
danke schon mal. Habe auf AP umgestellt.
Ich habe nun die Funktion “Separate WLAN-SSID” aktiviert und bekomme nun 3 WLANs angezeigt:
– Mustermann
– Mustermann-2G
– Mustermann-5G

Mit dem 2G kann ich wieder auf WIFI-Steckdosen zugreifen. Das wäre geklärt …

Meine Fragen:
1) Reduziere ich mit meiner Einstellung (das Aussenden von 3 WLAN-Netze) die Leistung des AmpliFis (WLAN-Power) oder ist dies egal.
2) Warum habe ich denn ein Mustermann und ein Mustermann-5G WLAN, das ist doch beides 5G, oder?
3) Der angezeigte Datendurchsatz im AmpliFi sowie in der App ist das nur der über den AmpliFi oder auch der, welcher über die Fritz-Box (die dort angebundenen Geräte) geht?

Danke nochmals
Gruß
Thomas

Reply
Ralf Nagel

Hallo zusammen

kann man auch 3 Rpeater an einen Router anbinden. Habe ein Set privat was sehr gut hinter einer Fritz 7490 läuft.
Dazu habe ich bei meine Vater ein zweites Set. Hier reicht ein zusätzlicher Repeater. Daher würde ich gern den unbenutzen im anderen Set einbinden.

Wenn dies nicht geht – mit was kann ich die Reichweite erweitern ?

Viele Grüße Ralf

Reply

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .