Speedlink Solitune Bluetooth Lautsprecher im Test

Die meisten, gerade günstigeren Bluetooth Lautsprecher ähneln sich sehr. Zumeist besitzen diese eine sehr kompakte Bauform und einen oder vielleicht auch zwei Treiber.

Speedlink Solitune Bluetooth Lautsprecher im Test-3Dies ist natürlich zum einen um Kosten zu sparen, zum anderen damit man diese Bluetooth Lautsprecher besser mitnehmen kann.

Aber ist Letzteres wirklich so wichtig? Ich für meinen Teil habe sehr, sehr selten einen Bluetooth Lautsprecher mitgenommen außer vielleicht in den Garten oder in andere Räume im Haus.

 

Wäre es da nicht vielleicht sinnvoller einen größeren Lautsprecher zu kaufen, welcher auch dementsprechend den klanglichen Vorteil gegenüber einem kleinen hat? Denn bekanntlich klingen größere Lautsprecher besser als kleine (es gibt natürlich auch Ausnahmen).

Das hat sich Speedlink wohl auch mit dem Solitune gedacht.

Was ist der Speedlink Solitune?

Starten wir einmal mit der Frage, was macht den Solitune besonders und hebt diesen von der Konkurrenz ab?

Beim Solitune handelt es sich nicht um einen kompakten Lautsprecher, welcher gedacht ist in die Tasche gesteckt zu werden um ihn dann mitzunehmen. Sondern der Solitune ist ein etwas größeres Kaliber, welcher primär dafür da ist irgendwo stationär positioniert zu werden.

Dennoch besitzt auch dieser Lautsprecher einen eingebauten Akku, es ist also auch möglich ihn zum z.B. Grillen mit in den Garten zu nehmen.

Klingt das interessant?

 

Lieferumfang und Verpackung

Schon der Karton, in welchem der Speedlink Solitune geliefert wird, vermittelt einem, dass es sich hierbei nicht um einen kleinen Lautsprecher handelt.

Speedlink Solitune Bluetooth Lautsprecher im Test-1

Im Inneren finden wir natürlich zuerst die üblichen Anleitungen und Garantiebestimmungen, danach kommt erst der Solitune.

Speedlink Solitune Bluetooth Lautsprecher im Test-2

Neben dem 12V 1,6A Netzteil liegt nichts weiter in der Box, auf ein AUX Kabel wurde also verzichtet.

 

Der Speedlink Solitune

Speedlink hat mit dem Solitune definitiv einen schicken Lautsprecher geschaffen, welcher dank seiner recht dezenten schwarzen Optik nicht direkt ins Auge springt, sondern z.B. auf einem schwarzen Regal oder Tisch sich sehr schön ins Design integrieren kann.

Dies kann definitiv ein Kaufgrund sein, viele der herkömmlichen Bluetooth Lautsprecher sind ja eher bunt und auffällig.

Speedlink Solitune Bluetooth Lautsprecher im Test-6

Mit über einem Kilo Gewicht und einer Breite von knapp über 30cm entspricht der Solitune von der Größe eher einem mittelgroßen Radio oder CD Player.

Die Front des Speedlink ist komplett von einem metallenen Lautsprechergitter verdeckt. Das restliche Gehäuse besteht aus einem, für meinen Geschmack, etwas empfindlichen gummierten Kunststoff,

welches dem Solitune definitiv eine edle und teuer anmutende Optik verleiht.

Die insgesamt sieben Tasten des Lautsprechers sind gut erreichbar auf dessen Oberseite angebracht. Hier muss man positiv erwähnen, dass Speedlink die Tasten nicht doppelt und dreifach belegt hat, wie es bei kleineren Lautsprechern oftmals der Fall ist, „drücken sie leiser zweimal um einen Titel vorzuspulen und zehnmal um den Lautsprecher einen Salto machen zulassen“.

Vor- und zurück haben also ihre eigenen Tasten genau wie laut und leise usw. es ist also schön zu sehen, dass Speedlink den verfügbaren Platz in diesem Punkt sinnvoll genutzt hat.

Speedlink Solitune Bluetooth Lautsprecher im Test-5

Auf der Rückseite sind die drei Anschlüsse des Lautsprechers angebracht. Hier finden wir zum einen den Anschluss für das 12V Netzteil, der Solitune wird also nicht via USB geladen. Ich kann diese Entscheidung von Speedlink nachvollziehen bei so einem großen Gerät nicht auf microUSB zu setzten, aber dennoch wäre solch einer aus meiner Sicht praktischer gewesen.

Neben dem Stromanschluss ist der AUX Eingang. Über diesen lassen sich auch nicht Bluetooth fähige Geräte an den Solitune anschließen, wie z.B. ein kleiner Fernseher, Computer usw.

Auf der anderen Seite neben dem Strom Anschluss wieder etwas Ungewöhnliches. Ein vollwertiger USB Port.

An diesem, laut Hersteller 2,1A starken, Port ist es möglich ein Smartphone oder Tablet zu laden.

Hier muss ich allerdings sagen, dass dieser Port ein klassischer Fall von gut gedacht aber nicht ganz so gut gemacht ist. Dieser Ladeport funktioniert nur wenn der Lautsprecher selbst mit dem Strom verbunden ist, klar der Solitune besitzt „nur“ einen 1.750 mAh Akku was für einen Bluetooth Lautsprecher ausstreichend ist, aber zum Laden von Smartphones etwas wenig, aber warum sollte ich mein Smartphone mit einem Lautsprecher laden wenn ich eh eine Steckdose in der Nähe habe?

Speedlink Solitune Bluetooth Lautsprecher im Test-7

Zum anderen ist dieser Port an manchen Geräten recht langsam. Auch wenn er 2,1A liefern soll, lud mein Samsung Note 3 nur mit 0,42A, mein Google Nexus 6  hingen erreichte seine üblichen 1,4A. Von daher auch etwas Glücksspiel wie gut dieser Port mit Euren Smartphones zusammen arbeitet.

Beim nächsten Mal einen 3000mAh oder noch größeren Akku einbauen, sodass man sein Smartphone, wenn nicht sowieso eine Steckdose in der Nähe ist, laden kann.

Aber gut, es ist eine Bonus Funktion wer sie nutzen will kann dies tun.

Das Koppeln des Speedlinks funktionierte mit meinem Smartphone tadellos. Wenn kein gekoppeltes Gerät in der Nähe ist, geht der Lautsprecher automatisch in den Suchmodus und lässt sich einfach in den Bluetooth Einstellungen finden.

Alternativ kann man auch NFC zum Aufbau der Verbindung verwenden.

 

Wie klingt der Speedlink Solitune ?

Es handelt sich bei dem Speedlink Solitune um einen 79€ Lautsprecher, was für so ein Kaliber an Lautsprecher nicht viel ist, aber was kann man klanglich erwarten?

Wenn man den Solitune so vor sich sieht, denkt man der haut bestimmt richtig rein. In einigen Punkten stimmt das auch. Speedlink selbst wirbt mit „Eine breite Bühne für erstklassigen Stereo-Klang“ ja das stimmt definitiv.

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Gerade im Vergleich zu den üblichen Bluetooth Lautsprechern erzeugt der Solitune einen ganz anderen Raumklang und Fülle. Das ist auch definitiv die Stärke des Speedlink.

Auf normaler Lautstärke klingt der Solitune richtig gut. Bässe sind satt und die Höhen klingen passend. So macht es richtig Spaß dem Lautsprecher zu zuhören.

Auf Höheren Lautstärken schwächelt der Solitune für meinen Geschmack etwas. Der Bass sackt bei „Party“ Lautstärke merklich ab bzw. steigert sich gegenüber der normalen Lautstärke kaum, im Gegensatz zu Mitten und Höhen. Es fehlt einfach etwas der WUMS und die Power, auch wenn die maximale Lautstärke definitiv genug ist um eine Menschenmenge zu beschallen.

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Aber das kann auch etwas Erwartungssache sein. Bei so einem großen Lautsprecher rechnet man einfach damit, dass dieser laut ist und auch ordentlich Bass liefert, man vergisst aber schnell, dass der Speedlink nur 79€ kostet, was die Hälfte von z.B. einem UE Boom ist. Und ein UE Boom (1.Gen) liefert weniger Bass im direkten Vergleich, aber es fällt nicht so sehr auf da der Lautsprecher kleiner ist und man einfach nicht mit mehr Bass rechnet (PS. Nein der UE Boom ist nicht schlecht und auch nicht direkt schlechter als der Speedlink, aber klingt definitiv nicht so voll).

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Ich hoffe Ihr versteht meine Argumentation.

Kurzum für das normale Musikhören top, aber für die Party Beschallung eher mäßig, wenn auch besser als ALLE anderen Bluetooth Lautsprecher die ich in der unter 100€ Klasse gehört habe.

Fazit

Der Speedlink Solitune ist ein sehr interessanter Lautsprecher, gerade für alle die nicht planen Ihren Lautsprecher dauernd durch die Gegend zu schleppen.

Es ist klanglich natürlich noch etwas Luft nach oben, gerade bei der Power des Basses, aber der Speedlink Solitune kostet auch lediglich 79€, das ist im Vergleich zu anderen namhaften Bluetooth Lautsprechern nicht so viel.

Speedlink Solitune Bluetooth Lautsprecher im Test-11

Kurzum der Speedlink Solitune ist den meisten kompakteren Bluetooth Lautsprechern (in der unter 100€KL.) Klanglich überlegen, dennoch denke ich, dass es möglich wäre einen vergleichbar großen Lautsprecher zu bauen, welcher nochmals ein Stück besser klingt.

Als Einsatzzweck/Ort könnte ich mir die Küche, vielleicht ist er dafür schon ein Stück zu groß, vielleicht auch das Schlafzimmer oder sogar den kleinen Fernseher vorstellen.

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Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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