Start Blog Seite 247

Was ist Effizienter? Normales Laden, Quick Charge oder USB Power Delivery?

Vielleicht habt Ihr Euch auch schon einmal gefragt was die effizienteste Möglichkeit ist Euer Smartphone zu laden, Quick Charge oder ein normales Aufladen?

Mit effizient meine ich in diesem Fall nicht die benötigte Zeit für eine vollständiges Laden, sondern die benötigte Energie.

Ist ein langsameres Laden effizienter als das Nutzen von Schnelllade Technologien? Hier gibt es einige Punkte zu ergründen! Ich hoffe Ihr habt etwas Zeit mitgebracht.

Die Basis

Wenn es um die Frage des effizienten Laden eines Smartphones geht, gibt es zwei wichtige Komponenten. Zum einen natürlich das Smartphone und zum anderen das Ladegerät. Wandelt eine von beiden Komponenten zu viel Energie in Wärme um, kostet dies Effizienz und somit Euch Geld und Zeit.

Beginnen wir aber mit der Basis wie das Aufladen eines Smartphones funktioniert.

Das Steckernetzteil Eueres Smartphones muss zunächst die 230V AC gleichrichten und in eine niedrigere Spannung umwandeln. Diese niedrigere Spannung liegt beim normalen Laden bei 5V und kann beim Schnellladen auf bis zu 20V hochgehen.

In Eurem Smartphone muss nun die Spannung von 5-20V auf 4,2V reduziert werden. 4,2V ist die reguläre Ladespannung von Lithium Polymer Akkus, welche mit einer konstanten Spannung geladen werden.

Zwar kann Quick Charge 3.0/4.0 bis zu 12V liefern und der USB Power Delivery Standard bis zu 20V, aber Smartphones laden in der Regel entweder mit 5V oder 9V. Höhere Spannungen sind selten.

Warum werden aber überhaupt höhere Spannungen als 5V verwendet?

Es gibt hier zwei Komponenten die man beachten muss, Spannung(Volt) und Strom(Ampere). Kann Euer Smartphone mit 15W laden könnte dies entweder 5V und 3A oder 9V und 1,66A nutzen, beides kommt letztendlich aufs Gleiche hinaus.

Höhere Spannungen haben verglichen mit höheren Strömen den Vorteil das die Übertragung und Verarbeitung leichter ist. Daher gibt es auch in der Regel Hochspannungsleitungen und keine Hochstromleitungen (Letztere gibt es auch, aber nicht für das Übertragen von Energie über hohe Distanzen).

Quick Charge 3.0 und 4.0 haben noch ein Ass im Ärmel. Beide Technologien können während des Ladens die Spannung und den Strom konstant anpassen. Es kann also sein, dass das Smartphone während des Ladens mal mit 6V, mal mit 7V oder auch mal mit 9,2V lädt.

Es gibt hier einen Chip der versucht konstant den Ladevorgang zu optimieren, welcher laut Hersteller bis zu 30% mehr Effizienz bieten soll.

 

Welche Ladegeräte sind effizienter?

Starten wir bei den Ladegeräten. Hier kann ich natürlich nicht alle Modelle auf dem Markt testen, aber das müssen wir vielleicht auch gar nicht.

Für diesen Test habe ich durchaus eine große Masse an Ladegeräten zusammengetragen und die Effizienz der einzelnen Ports getestet, sofern diese mehrere haben.

Dies sollte erlauben eine gewisse Tendenz zu erkennen welche Ladetechnologie, wenn wie effizient ist. Hierbei beschränkte ich mich auf die drei großen Ladetechnologien, das normale Laden, Quick Charge 2.0/3.0 und USB Power Delivery.

Da natürlich Quick Charge und USB Power Delivery verschiedene Spannungen bieten, aber das normale Laden nur 5V, müssen wir die ganzen Werte etwas aufschlüsseln.

Starten wir nur mit der 5V Spannungsstufe. Alle Ladegeräte wurden hier mit 5V 2-2,4A belastet, also durchaus eine gehobene Auslastung.

[spoiler title=’Ausführliche Tabelle‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Anker PowerPort Speed 5 Normal 87%
EasyAcc 11TR2U48A Normal 85%
Spigen QC Ladegerät QC 3.0 85%
RAVPower RP-PC007 QC 3.0 85%
Anker PP Speed Normal 85%
RAVPower RP-PC059 Normal 85%
Anker PP 5+ Normal 85%
Anker 60W 6-Port Ladegerät Normal 85%
AUKEY PA-Y12 Normal 85%
Samsung EP-TA20EWE QC 2.0 85%
EasyAcc 11TR2U48A1Q Normal 84%
RAVPower RP-PC002 Normal 84%
AUKEY PA-Y12 PD 84%
Anker PP+ 6 QC 3.0 84%
iClever 6 Port Normal 84%
Inateck UCC1003 PD 83%
AUKEY PA-T15 Normal 83%
AUKEY PA-T15 Normal 83%
Anker PP+ 6 Normal 83%
iClever BoostCube Normal 82%
Alcatel ICS01 QC 2.0 82%
Anker PP II PD 82%
Tizi Tankstelle 29W PD 82%
PowerAdd K-MU19QC Normal 82%
Anker PowerPort Speed 5 QC 3.0 81%
Choetetech Q3-4U2Q Normal 81%
Tizi Tankstelle 75W Normal 81%
Anker PP 5+ PD 81%
Anker PP Speed PD 81%
Belkin FBJ040vf Normal 80%
Choetech PD72-1C3U Normal 80%
AUKEY PA-T15 QC 3.0 79%
Choetech Q3001 QC 3.0 79%
Apple 60W PD 79%
RAVPower RP-PC059 PD 79%
Lumsing TEAU40W Normal 79%
Moto TURBO Power Supply QC 2.0 79%
iClever BoostCube QC 3.0 78%
PowerAdd K-MU19QC QC 3.0 78%
Choetech PD72-1C3U PD 77%
Tizi Tankstelle 75W PD 77%
Anker PP II QC 3.0 77%
RAVPower RP-PC002 QC 3.0 77%
EasyAcc 11TR2U48A1Q QC 2.0 76%
Tizi Tankstelle 60W PD 74%
Choetetech Q3-4U2Q QC 3.0 74%
AUKEY PA-T15 QC 2.0 73%

[/spoiler]

Ich denke man kann durchaus sagen, dass wir ein paar interessante Tendenzen sehen. Wenn es nur um das Erzeugen einer 5V Spannung geht sind die USB Power Delivery Ports und auch Quick Charge Ports im Schnitt ein Stück ineffizienter als „normale“ USB Ports.

Die „normalen“ USB Ports (von immerhin 20 getesteten Ladegeräten) erreichen eine durchschnittliche Effizienz von 83%, das schlechteste Ladegerät (Lumsing TEAU40W) erreicht 79% und das beste Ladegerät (Anker PowerPort Speed 5) 87%.

Bei den Quick Charge Ladegeräten haben wir eine durchschnittliche Effizienz von 80%, das schlechteste Ladegerät (AUKEY PA-T15) schafft hier 73%, das beste Ladegerät (RAVPower RP-PC007) 85%.

Bei den USB Power Delivery Ladegeräten kommen wir auf eine durchschnittliche Effizienz von ebenfalls 80%, das schlechteste Ladegerät (Tizi Tankstelle 60W) schafft hier 74% und das beste Ladegerät (AUKEY PA-Y12) 84%.

Bei Mulitport Ladegeräten die einen normalen USB Port und einen Schnellladeport haben ist immer der normale USB Port effizienter, zumindest bei allen Modellen die ich bisher in der Hand hatte.

Überraschend? Nein! Für Quick Charge und USB Power Delivery ist zusätzliche Elektronik, Controller usw. nötig, welche man bei normalen USB Ladegeräten nicht benötigt. Sämtliche zusätzliche Elektronik kostet Effizienz.

Aber was wenn wir die Spannung hochdrehen? Dies geht natürlich nicht bei den normalen USB Ports, aber sowohl bei den Quick Charge und USB Power Delivery. Diesmal habe ich eine Leistung von 12-16W wie auch 9V angepeilt für alle Ladegeräte.

[spoiler title=’Ausführliche Tabelle‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Spigen QC Ladegerät QC 3.0 88%
AUKEY PA-Y12 PD 88%
Inateck UCC1003 PD 87%
Anker PP+ 6 QC 3.0 87%
RAVPower RP-PC007 QC 3.0 87%
Anker PP Speed PD 87%
Anker PP II PD 86%
Tizi Tankstelle 29W PD 86%
Samsung EP-TA20EWE QC 2.0 86%
Anker PowerPort Speed 5 QC 3.0 86%
Alcatel ICS01 QC 2.0 86%
Anker PP 5+ PD 85%
Choetech PD72-1C3U PD 85%
RAVPower RP-PC059 PD 85%
Apple 60W PD 84%
Tizi Tankstelle 75W PD 84%
AUKEY PA-T15 QC 3.0 83%
Choetech Q3001 QC 3.0 83%
Moto TURBO Power Supply QC 2.0 83%
Tizi Tankstelle 60W PD 82%
RAVPower RP-PC002 QC 3.0 82%
iClever BoostCube QC 3.0 82%
EasyAcc 11TR2U48A1Q QC 2.0 81%
Choetetech Q3-4U2Q QC 3.0 80%
AUKEY PA-T15 QC 2.0 79%
Anker PP II QC 3.0 78%
PowerAdd K-MU19QC QC 2.0 66%

[/spoiler]

Jetzt wird es spannend! Denn die Effizienz von Quick Charge und Power Delivery steigt stark! Bei Quick Charge steigt die Effizienz von 80% im Schnitt auf 82,2%.

Bei USB Power Delivery ist dies sogar noch deutlicher, hier steigt die Effizienz auf satte 85,3%!

Aufgrund der höheren Spannung, welche Effizienter für die Übertragung ist, werden die Nachteile durch die zusätzliche Komplexität voll wieder reingeholt.

Was wenn wir die Spannung aber noch etwas weiter anheben, zumindest bei USB Power Delivery?

[spoiler title=’Ausführliche Tabelle‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

15V 20V
Apple 60W 88%
Inateck UCC1003 88% 88%
Anker PP Speed 84% 87%
AUKEY PA-Y12 88% 86%
Choetech PD72-1C3U 87% 86%
Tizi Tankstelle 75W 87% 86%
Anker PP II 87% 86%
Tizi Tankstelle 60W 85% 85%
Anker PP 5+ 85% 84%
RAVPower RP-PC059 85% 84%

[/spoiler]

Dies sorgt nochmals für eine gesteigerte Effizienz. Diese geht bei 15V auf 86,1% hoch und bei 20V auf 85,9% hoch.

Zusammengefasst bei einer normalen bis hohen Last sind normale USB Ladegeräte im Schnitt effizienter als Quick Charge oder USB Power Delivery Ladegeräte, gerade bei 5V! Habt Ihr also einen Raspberry PI oder so was betreibt diesen nicht an einem Quick Charge Ladegerät, sofern Ihr die optimale Effizienz wollt.

Erst bei höheren Spannungen 9V+ können die Schnellladegeräte Ihre Effizienz soweit steigern, dass diese mit dem durchschnittlichen normalen Ladegerät gleichaufziehen.

[spoiler title=’Gesamt Tabelle‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Port Spannung Effizienz
Spigen QC Ladegerät QC 3.0 9V 88%
AUKEY PA-Y12 PD 15V 88%
Inateck UCC1003 PD 15V 88%
AUKEY PA-Y12 PD 9V 88%
Apple 60W PD 20V 88%
Inateck UCC1003 PD 20V 88%
Inateck UCC1003 PD 9V 87%
Anker PP II PD 15V 87%
Anker PP+ 6 QC 3.0 9V 87%
RAVPower RP-PC007 QC 3.0 9V 87%
Choetech PD72-1C3U PD 15V 87%
Anker PowerPort Speed 5 Normal 5V 87%
Tizi Tankstelle 75W PD 15V 87%
Anker PP Speed PD 20V 87%
Anker PP Speed PD 9V 87%
AUKEY PA-Y12 PD 20V 86%
Anker PP II PD 9V 86%
Choetech PD72-1C3U PD 20V 86%
Tizi Tankstelle 75W PD 20V 86%
Tizi Tankstelle 29W PD 9V 86%
Samsung EP-TA20EWE QC 2.0 9V 86%
Anker PP II PD 20V 86%
Anker PowerPort Speed 5 QC 3.0 9V 86%
Alcatel ICS01 QC 2.0 9V 86%
EasyAcc 11TR2U48A Normal 5V 85%
Anker PP 5+ PD 15V 85%
Spigen QC Ladegerät QC 3.0 5V 85%
RAVPower RP-PC007 QC 3.0 5V 85%
Anker PP Speed Normal 5V 85%
RAVPower RP-PC059 PD 15V 85%
Anker PP 5+ PD 9V 85%
RAVPower RP-PC059 Normal 5V 85%
Tizi Tankstelle 29W PD 15V 85%
Tizi Tankstelle 60W PD 15V 85%
Anker PP 5+ Normal 5V 85%
Choetech PD72-1C3U PD 9V 85%
Tizi Tankstelle 60W PD 20V 85%
Anker 60W 6-Port Ladegerät Normal 5V 85%
AUKEY PA-Y12 Normal 5V 85%
RAVPower RP-PC059 PD 9V 85%
Samsung EP-TA20EWE QC 2.0 5V 85%
Anker PP Speed PD 15V 84%
EasyAcc 11TR2U48A1Q Normal 5V 84%
Anker PP 5+ PD 20V 84%
RAVPower RP-PC002 Normal 5V 84%
Apple 60W PD 9V 84%
AUKEY PA-Y12 PD 5V 84%
RAVPower RP-PC059 PD 20V 84%
Tizi Tankstelle 75W PD 9V 84%
Anker PP+ 6 QC 3.0 5V 84%
iClever 6 Port Normal 5V 84%
AUKEY PA-T15 QC 3.0 9V 83%
Choetech Q3001 QC 3.0 9V 83%
Moto TURBO Power Supply QC 2.0 9V 83%
Inateck UCC1003 PD 5V 83%
AUKEY PA-T15 Normal 5V 83%
AUKEY PA-T15 Normal 5V 83%
Anker PP+ 6 Normal 5V 83%
iClever BoostCube Normal 5V 82%
Tizi Tankstelle 60W PD 9V 82%
Alcatel ICS01 QC 2.0 5V 82%
Anker PP II PD 5V 82%
RAVPower RP-PC002 QC 3.0 9V 82%
Tizi Tankstelle 29W PD 5V 82%
PowerAdd K-MU19QC Normal 5V 82%
iClever BoostCube QC 3.0 9V 82%
Anker PowerPort Speed 5 QC 3.0 5V 81%
Choetetech Q3-4U2Q Normal 5V 81%
Tizi Tankstelle 75W Normal 5V 81%
Anker PP 5+ PD 5V 81%
Anker PP Speed PD 5V 81%
EasyAcc 11TR2U48A1Q QC 2.0 9V 81%
Choetetech Q3-4U2Q QC 3.0 9V 80%
Belkin FBJ040vf Normal 5V 80%
Choetech PD72-1C3U Normal 5V 80%
AUKEY PA-T15 QC 3.0 5V 79%
Choetech Q3001 QC 3.0 5V 79%
Apple 60W PD 5V 79%
RAVPower RP-PC059 PD 5V 79%
AUKEY PA-T15 QC 2.0 9V 79%
Lumsing TEAU40W Normal 5V 79%
Moto TURBO Power Supply QC 2.0 5V 79%
Anker PP II QC 3.0 9V 78%
iClever BoostCube QC 3.0 5V 78%
PowerAdd K-MU19QC QC 3.0 5V 78%
Choetech PD72-1C3U PD 5V 77%
Tizi Tankstelle 75W PD 5V 77%
Anker PP II QC 3.0 5V 77%
RAVPower RP-PC002 QC 3.0 5V 77%
EasyAcc 11TR2U48A1Q QC 2.0 5V 76%
Tizi Tankstelle 60W PD 5V 74%
Choetetech Q3-4U2Q QC 3.0 5V 74%
AUKEY PA-T15 QC 2.0 5V 73%
PowerAdd K-MU19QC QC 3.0 9V 66%

[/spoiler]

Gerade USB Power Delivery Ladegeräte können bei höheren Spannungen ihre Effizienz signifikant steigern und auch Quick Charge hinter sich lassen. Dies muss natürlich nicht für alle Ladegeräte gelten, aber dies sind die Werte die ich im Schnitt erhielt.

 

Die andere Seite, wie effizient laden Smartphones?

Aber letztendlich kommt es nicht nur auf das Ladegerät an, sondern auch auf das Gerät das geladen wird.

Hier kann man sich die gleiche Frage stellen, was ist effizienter? Quick Charge, normales laden, extra langsames Laden oder USB Power Delivery?

Auch hier gilt natürlich es kommt aufs Smartphone an. Aber ich habe einmal fünf Smartphones getestet, vielleicht zeichnet sich ja ein Muster ab.

Bei den Testkandidaten handelt es sich um das ASUS Zenfone 5z, BQ Aquaris X2 Pro, Xiaomi MI A2, Google Pixel 2 XL und Samsung Galaxy S9+.

Der Testaufbau war bei allen Geräten identisch. Ich habe diese entladen bis es eine vollständige Abschaltung gab, dann wurden diese jeweils an einem Ladegerät geladen bis der Ladestrom auf unter 0,4W fiel.

Dabei blieben die Smartphones abgeschaltet um einen Hintergrund Energieverbrauch auszuschließen. Der Ladestrom und wie viel Energie in die Smartphones gepumpt wurde, wurde mit einem Marke Eigenbau Messgerät welches auf einem Arduino basiert mitgeloggt für eine spätere Auswertung.

Im Detail gibt es zwar ein paar Unterschiede je nach Gerät, aber es lässt sich eine klare Tendenz ablesen.

Umso schneller der Ladevorgang umso ineffizienter. Bei allen Smartphones war das langsame Laden an einem 1A Ladegerät teils Signifikat effizienter.

Beim BQ Aquaris X2 Pro war das langsame Laden gute 12% effizienter.

Eine kleine Ausnahme gab es beim Samsung Galaxy S9+, wo ich mir zugegeben im Nachhinein nicht ganz sicher war ob es sich um einen Messfehler handeln könnte.

Hier war das normale Laden mit 1,67A effizienter als das extrem langsame Laden. Dennoch gab es kein Smartphone welches mit Quick Charge oder USB Power Delivery effizienter lud als an einem normalen 5V Netzteil.

An normalen 5V Ladegeräten erreichten die Smartphones eine durchschnittliche Ladeeffizienz von 86,8%.

Via Quick Charge/Power Delivery kommen wir auf 81,7%.

 

Fazit

Auch wenn mein kleiner Test sicherlich nur eine Stichprobe ist, kann man diesen dennoch einige interessante Erkenntnisse entnehmen.

Die Wichtigste ist, dass das Laden an einem normalen 5V Port/Ladegerät in der Regel das effizienteste Laden ist, zumindest was die Energie Nutzung angeht.

Habt Ihr ein Multiport USB Ladegerät mit mehreren Anschlusstypen ist beispielsweise der normale USB Port in der Regel einige Prozent effizienter.

Auch Smartphones gehen mit der normalen 5V Spannung effizienter um. Ich konnte hier teils eine bis zu 12% höhere Effizienz feststellen können, als beim laden via Quick Charge oder USB Power Delivery.

Lasst Euch von dieser Erkenntnis im Alltag nur bedingt beeinflussen. Smartphones benötigen so wenig Energie, dass es hier finanziell keine große Rolle spielt ob Ihr nun einen Schnellladestandard nutzt oder das Smartphone langsam ladet.

Beispielsweise beim Samsung Galaxy S9+ würde Euch ein vollständiges Laden via Quick Charge rund 0,0042€ kosten und beim normalen Laden 0,0036€ (bei 0,25€ pro KWh). Selbst aufs Jahr hochgerechnet, wenn Ihr täglich ladet, würde Euch das Schnellladen nur 0,193€ mehr kosten.

Interessant und relevant ist diese Information nur wenn es begrenzte Energie gibt, wie bei einer Powerbank.

Hier würde ich ganz klar vom Nutzen von Schnellladestandards abraten, sofern die Kapazität knapp wird.

Ebenso würde ich davon abraten Kleingeräte wie einen Raspberry Pi an einem Quick Charge Port/Ladegerät zu nutzen, da diese in der Regel bei so etwas deutlich ineffizienter sind.

Die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer im Test

Xiaomi hat endlich seine ersten Bluetooth Kopfhörer auf den Markt gebracht! Xiaomis Produkte sind natürlich legendär für ihre hohe Qualität, dies gilt auch bzw. besonders für Xiaomis Audio Produkte.

Daher war ich sehr gespannt auf das Xiaomi Mi Bluetooth Headset, als dieses in Asien vorgestellt wurde. Gefühlt eine Ewigkeit später ist dies endlich bei mir zum Test eingetroffen.

Wollen wir uns doch einmal ansehen ob Xiaomis erste Bluetooth Kopfhörer/Headset im Test auch wirklich überzeugen können!

Die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer im Test

Xiaomi setzt bei seinem MI Bluetooth Headset/Kopfhörer auf ein sehr schlichtes und elegantes Design.

Die Kopfhörer sind komplett aus einem schwarzen Kunststoff gefestigt und komplett ohne Branding oder Markenaufdruck. Sofern man also kein „Insider“ ist, wird man auf Distanz nicht erkennen können wer die Kopfhörer hergestellt hat.

Die Verarbeitungsqualität ist dabei sehr solide. Der größte Teil des Xiaomi Mi Bluetooth Headsets ist aus einem matten Kunststoff gefertigt, lediglich die mittlere Rückseite der Ohrmuscheln ist aus einem glatten Kunststoff mit Punkte Look gefertigt.

Trotz des fairen Preises hat Xiaomi erfreulicherweise das Kopfband mit einem Aluminiumbügel verstärkt, welcher den Kopfhörern eine zusätzliche Stabilität verleiht.

Wofür ich aber Xiaomi kritisieren muss, ist der Aufkleber auf der linken Ohrmuschel, welcher leider bei mir unschöne Flecken hinterlassen hat…. Sowas bitte beim nächsten Mal weglassen.

Zur Steuerung besitzen das Xiaomi Mi Bluetooth Headset drei Tasten. Eine davon ist unter der Abdeckung der linken Ohrmuschel versteckt, die beiden anderen auf der Unterseite der Ohrmuschel.

Bei der Taste auf der Rückseite der Ohrmuschel handelt es sich um Play/Pause wie auch Ein/Aus. Die beiden Tasten auf der Unterscheite hingegen dienen der Regelung der Lautstärke wie auch dem vor/zurückspulen.

Geladen werden die Kopfhörer wie üblich über einen microUSB Port. Dies ist aber auch der einzige Anschluss der Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer! Auf einen 3,5mm Eingang hat Xiaomi verzichtet.

 

Tragekomfort

Die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer sind mittelgroße Over-Ear Kopfhörer. Diese sind schon für eine portable Nutzung optimiert, aber die Ohrmuscheln sind auch nicht winzig wie es oftmals bei anderen Bluetooth Kopfhörern der Fall ist.

Die Ohrmuscheln schaffen es gut meine Ohren zu umschließen, mit Ausnahme des Ohrläppchens. Auch die Polsterung ist vergleichsweise dick und sehr angenehm.

Soweit volle Punktzahl. Lediglich der Anpressdruck ist zumindest im Neuzustand relativ hoch.

Dennoch würde ich den Tragekomfort mit einer 2 „gut“ bewerten. Die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer sind sehr angenehme Kopfhörer!

 

Klang

Kommen wir zum wichtigsten Punkt dem Klang. Xiaomi wirbt bei seinen Mi Bluetooth Kopfhörern/Headset mit einem besonders neuen und guten Bluetooth Chip. Dies hört man auch den Kopfhörern an!

Die Höhen des Mi Bluetooth Headsets sind absolut klar und sauber, ohne dabei übermäßig scharf zu sein. Für Kopfhörer der 50-100€ Preisklasse sind die Höhen hier ziemlich optimal.

Die Mitten würde ich hingegen als unauffällig gut bezeichnen. Stimmen und Gesang werden gut wiedergegeben, sind aber auch nicht übermäßig stark betont. Sagen wir es so die Mitten passen.

Bei den Bässen bin ich leider etwas hin und her gerissen. Rein qualitativ sind diese absolut hervorragend! Der Tiefgang stimmt und auch die Details im Bass sind top.

Allerdings was die Masse angeht, sind die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer etwas zurückhaltend. Im direkten Vergleich zu beispielsweise den XFree Tune von Tribit merkt man deutlich, dass die Xiaomi Kopfhörer die Bässe ganz gut auflösen, aber auch etwas Volumen und Kraft fehlt.

Wer Kopfhörer sucht die es schaffen Druck aufzubauen und kraftvoll klingen, ist hier leider falsch. Nicht falsch verstehen, die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer klingen nicht flach oder dünn, aber es gibt in dieser Preisklasse Besseres, wie auch natürlich viel Schlechteres.

Wo es kaum etwas Besseres gibt, ist bei der Auflösung und Detailwiedergabe. Gerade die räumliche Auflösung ist für diese Preisklasse hervorragend. Viele Titel gehen sehr gut in die Breite und auch Tiefe.

Hier habe ich bisher bei Kopfhörern im zweistelligen Preisbereich noch nichts Besseres gehört. Auch feine Details werden super von den Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer wiedergegeben.

Die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer sind also eher die etwas filigraneren Kopfhörer, als die hau drauf Modelle.

 

Fazit

Die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer/Headset konnten grundsätzlich einen guten Eindruck hinterlassen, aber dennoch muss ich mich leider mit einer Empfehlung etwas zurückhalten.

Starten wir aber am Anfang. Die Haptik und Optik der Kopfhörer ist top. Für einen Preis von um 50-60€ kann man hier echt nicht klagen.

Ähnliches gilt auch für den Tragekomfort, welcher für diese Preisklasse deutlich als überdurchschnittlich einzustufen ist.

Bleibt der Klang, hier scheiden sich die Geister. Mögt Ihr viel Bass, seid Ihr bei den Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer falsch! Dies ist auch der einzige Grund warum ich mich mit einer generellen Empfehlung zurückhalte.

Die Kopfhörer klingen gerade was die Detaildarstellung angeht sehr gut! Auch die räumliche Auflösung und die Bass Qualität ist top. Hier merkt man deutlich das Xiaomi einen recht modernen Bluetooth Chipsatz nutzt, der eine hohe Qualität liefert.

Teils würde ich sagen, dass die räumliche Auflösung sogar überragend ist. Aber es fehlt mir und sicherlich auch einigen anderen Nutzer so ein wenig der Wums im Tiefgang.

Die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer neigen zu einem etwas zurückhaltenden und etwas dünneren Klang, gerade in Titeln mit eigentlich viel Bass. Der vorhandene Bass ist qualitativ sehr stark und tief, lediglich die Masse ist sehr neutral.

Seid Ihr ein Nutzer der mit einem „neutralen“ bis leicht niedrigeren Bass Level leben kann oder per EQ manuell bereit ist nachzuhelfen, dann kann ich Euch die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer problemlos empfehlen! Diese haben genug positive Punkte um diese Schwäche mehr als auszugleichen.

Seid Ihr aber ein Nutzer der einen etwas lebendigeren und kräftigeren Klang sucht, dann gibt es bessere Kopfhörer. Schaut Euch mal die XFree Tune von Tribit, die Anker SoundCore Vortex oder auch die TaoTronics TT-BH22 als Alternativen an.

Das OnePlus 6 im Test

OnePlus galt lange Zeit als der Geheimtipp unter den Smartphoneherstellern. Mittlerweile sind wir aber bereits in der sechsten Generation der OnePlus Smartphones angekommen.

Daher kann man mittlerweile durchaus sagen, dass sich OnePlus auf dem Markt etabliert hat, was man auch an der sehr großen Medien Aufmerksamkeit um den Launch des OnePlus 6 erkennen kann.

Es gab einen regelrechten Hype um das OnePlus 6. Zu Recht? Dies gilt es in einem kleinen Test herauszufinden! Interessiert?

An dieser Stelle vielen Dank an OnePlus für das Ausleihen des Smartphones für diesen Test!

 

Das OnePlus 6 im Test

OnePlus setzt was die Materialauswahl bei seinem Smartphone angeht auf den 2018er Trend, also Glas und Aluminium.

Dabei hat OnePlus aber etwas geschafft was nicht alle Hersteller schaffen, das OnePlus 6 fühlt sich „einzigartig“ an, zumindest die Midnight Black Version. Bei der Midnight Black Version ist das Glas auf der Rückseite leicht matt texturiert, was mir sehr gut gefällt!

Diese Textur ist nicht übermäßig stark, gibt dem Smartphone aber durchaus etwas mehr Gripp und lässt es robuster erscheinen. Daher würde ich Euch ganz klar zu Midnight Black raten was die Farbwahl angeht!

Auch die Verarbeitungsqualität ist tadellos! Die Rückseite ist angenehm gebogen und liegt gut in der Hand, auch wenn der Übergang zwischen Glas und Aluminium Rahmen nicht ganz so glatt ist wie bei einigen absoluten High End Geräten.

Dies kann aber auch einfach eine Design Entscheidung von OnePlus gewesen sein. Der Rahmen fühlt sich hierdurch etwas ausgeprägter und massiver an. Allgemein ist die Haptik angenehm wertig.

Man merkt dem OnePlus 6 seinen günstigeren Preis nicht an! Auch sieht man diesen nicht!

OnePlus nutzt ein etwas dezenteres und unauffälligeres Design, aber dies muss ja kein Nachteil sein. Das OnePlus 6 ist ein sehr schickes und edles Smartphone ohne auffälligem Branding oder ungewöhnlichen Designentscheidungen.

Wobei es vielleicht doch eine gibt. Natürlich verfügt das OnePlus 6 auch über ein vollflächiges Display mit kleinen Rahmen. Um den Rahmen am oberen Rand noch etwas kleiner zu halten setzt OnePlus auf eine Notch.

Es gibt also einen kleinen Ausschnitt am oberen Displayrand in welchem Ohrmuschel und Kamera verstaut sind, welche ansonsten keinen Platz finden würden.

Ob jetzt eine Notch unschön ist, darüber kann man streiten. Sie stört aber im Alltag nicht! Spätestens nach ein paar Tagen habt Ihr vergessen, dass sie da ist.

Mit einem 6,28 Zoll Display klingt das OnePlus 6 recht groß, aber aufgrund der kleinen Rahmen würde ich das Smartphone eher noch als „kompakt“ einstufen, zu mindestens für 2018er Verhältnisse. Dieses hat aus meiner Sicht eine schöne und gut handbare Größe.

Auch die Dicke ist mit 7,75mm angenehm. Es gibt dünnere Smartphones, aber das OnePlus wirkt dafür deutlich weniger zerbrechlich und verfügt auch über einen Kopfhöreranschluss.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das angesprochene 6,28 Zoll Display, wie auch eine 16 Megapixel Kamera und die Ohrmuschel.

Die Anschlüsse sind auf der Unterseite angebracht, dabei handelt es sich um den USB C Ladeport und den Kopfhöreranschluss! Auch der Lautsprecher ist auf der Unterseite.

Ähnlich wie Samsung teilt OnePlus die Tasten beim OnePlus 6 auf. Auf der rechten Seite ist der Ein/Ausschalter, die Lautstärke Wippe und ein programmierbarer Schieber mit drei Stufen ist auf der linken Seite.

Alle Tasten haben einen guten Druckpunkt und fühlen sich wertig an!

Auf der Rückseite finden wir zu guter letzt die 20 Megapixel Dual Hauptkamera, einen Dual LED Blitz und den Fingerabdruckscanner.

 

Software

OnePlus setzt beim OnePlus 6 wie üblich auf sein OxygenOS. OxygenOS basiert natürlich auf Android und im Gegensatz zu vielen anderen Hersteller Versionen sieht man dies auch sehr deutlich.

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass OnePlus 6 würde „Stock Android“ nutzen. Die Benutzeroberfläche, Menüs usw. sind wie beim reinen Android aufgebaut und gestaltet.

Lediglich in den Details finden sich Unterschiede. Mit Details meine ich vor allem die Anpassbarkeit. Ihr könnt unheimlich viele Einstellungen tätigen, wie beispielsweise ob die Notch ausgeblendet werden soll, welche Farbe die Benachrichtigungs-LED nutzen soll usw.

Ich würde sagen das OxygenOS besser ist als Standard Android! OnePlus schaffte es hier wirklich sehr gut die Balance zu halten zwischen einer schlanken und flotten Benutzeroberfläche und einem höheren Funktionsumfang.

Natürlich bringt das OnePlus 6 nicht so viele Funktionen mit wie die diversen Samsung Smartphones, fühlt sich aber auch nicht so überladen an.

Aktuell läuft das OnePlus 6 mit Android 8.1, ein Update auf 9.x wurde aber bereits angekündigt.

Bei meinem 128GB OnePlus 6 waren „out of the Box“ noch rund 114GB frei.

 

Display

Etwas überraschend nutzt das OnePlus 6 trotz seines günstigen Preises ein AMOLED Display. Dieses 6,28 Zoll große Display löst dabei mit Full HD bzw. 2280×1080 Pixeln auf.

Natürlich handelt es sich hier wieder „längeres“ 18:9 Format, daher die etwas ungewohnte Auflösung.

Qualitativ gibt es hier nichts zu bemängeln. Das Display sieht gut, wenn nicht sogar sehr gut aus! Dieses spielt zwar eineinhalb Klassen unter dem Note 9 und eine Klasse unter dem iPhone X, aber dennoch ist das Display ganz klar kein Nachteil des OnePlus 6.

Kontraste sind AMOLED typisch perfekt, Farben klar und kräftig, wenn auch nicht so gesättigt wie bei Samsung Modellen, und auch die maximale Helligkeit ist gut.

Selbst im Freien ist die Ablesbarkeit sehr ordentlich!

 

 

Lautsprecher

Beim Lautsprecher gibt es etwas Nachholbedarf beim OnePlus 6. Dieses verfügt nur über einen Lautsprecher auf der Unterseite. Die Ohrmuschel wird nicht zusätzlich als sekundärer Lautsprecher genutzt!

Der vorhandene Lautsprecher ist okay, aber tendenziell eher einer der schlechteren in aktuellen High End Smartphones.

Er ist teils etwas matschig, wird zwar ausreichend laut, aber auf 100% Lautstärke recht kratzig. Hier bietet das OnePlus 6 so die Standard Qualität die man vor 3 Jahren bei Flaggschiff Smartphones erhielt.

Ein iPhone X, Samsung Galaxy S9, ASUS Zenfone 5z sind in diesem Belang deutlich besser!

Immerhin hat dafür das OnePlus 6 noch einen Kopfhörerausgang, welcher eine gute Standard Qualität bietet.

 

Kamera

Die Kamera ist für mich beim Smartphonekauf der mit wichtigste Punkt. Leider ist dies aber auch der Punkt wo die kleinen Hersteller meist etwas schwächeln.

Hier geht es meist weniger um die Hardware, sondern viel mehr um die Software. Die Hardware kaufen alle Hersteller nur zu, meist bei Sony. Die letztendlichen Software Algorithmen werden aber meist in Haus entwickelt, zumindest bei den großen.

Daher ist ein Google Pixel 2 auch so Kamera stark, trotz Standard Kamera Hardware. Die von Google entwickelte Software reißt es raus.

OnePlus nutzt auch Sony Sensoren, genau genommen den Sony IMX 519. Hierbei handelt es sich um einen 16 Megapixel 1/2.6“ Sensor, welcher 1.22 μm Pixel bietet.

Der sekundäre Sensor wird nur für die Berechnung der Tiefenunschärfe genutzt, ist also verschenktes Potenzial. Ich habe hier Informationen gehört das der zweite Sensor auch bei Low Light Aufnahmen zum Einsatz kommt, was ich aber nicht bestätigen kann. Ein Abkleben des zweiten Sensors machte keinen Unterschied.

Kommen wir auch ohne große weitere Umschweife zu den Testbildern. Diese sind wie üblich nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen. Beim Anklicken der Aufnahmen wird die volle Qualität geladen! Mobile Nutzer aufgepasst!


Die Kamera des OnePlus 6 hat mich definitiv positiv überrascht! Fotos besitzen eine sehr gute Schärfe, hohe Detaildarstellung und sind generell sehr ansehnlich.

Dies liegt primär an gut getroffenen Farben und einer starken Dynamik. Die Bilder „passen“ einfach, was nicht jedes Smartphone so gut hinbekommt.

Aufgrund der leicht höheren Auflösung von 16 Megapixel kann man beim OnePlus 6 auch etwas weiter hinein zoomen ohne dass die Qualität zu sehr leidet. Damit meine ich vor allem das Zoomen im Nachhinein.

Erstaunlicherweise gibt es in der OnePlus Kamera App einen „2x“ Button, welcher ansonsten nur bei Smartphones mit einer sekundären Zoom Kamera zu finden ist. Lasst Euch allerdings nicht zu sehr dazu verleiten diese Schaltfläche zu nutzen, denn es handelt sich beim OnePlus 6 nur um einen digitalen Zoom.

Ein 2x digitaler Zoom reduziert die Bildqualität doch ein gutes Stück.

[spoiler title=’Vergleichsbilder OnePlus 6, Pocophone, Note 9 usw.‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

OnePlus 6
Pocophone F1
OnePlus 6
Pocophone F1
OnePlus 6
Pocophone F1
OnePlus 6
Pocophone F1
OnePlus 6
Pocophone F1
OnePlus 6
Pocophone F1
Note 9
OnePlus 6
Pocophone F1
Note 9
OnePlus 6
Pixel 2 XL
iPhone X
Note 9
OnePlus 6
Pixel 2 XL
iPhone X
Note 9
OnePlus 6
Pixel 2 XL
iPhone X

[/spoiler]

Loben muss ich das OnePlus 6 wiederum für die starke Konstanz und Zuverlässigkeit der Kamera. Ich hatte nur extrem wenig Ausschuss an Aufnahmen.  Der Autofokus hat fast 100%ig gearbeitet und auch der Weißabgleich und Belichtung saß ziemlich perfekt, selbst in schwierigeren Lichtbedingungen.

Zwar hat das OnePlus 6 nicht den größten Kamerasensor bzw. die größten Pixel, aber auch die Low Light Performance war gut.

Ich würde sogar glatt sagen besser als die des Google Pixel 2 XL, zumindest in Extremsituationen. Bei Kerzenlicht bricht zwar auch die Schärfe des OnePlus 6 stark ein, aber das Rauschen ist „angenehm“.

Videos kann das OnePlus 6 in bis zu 4K Auflösung und 60FPS aufnehmen. Die Videos sind wie zu erwarten sehr scharf und gut detailliert, selbst bei Dunkelheit. Auch die Stabilisierung ist ordentlich!

Das OnePlus 6 verfügt sowohl über eine Optische wie auch digitale Videostabilisierung, was hier doch ein gutes Stück hilft.

Der Porträt Modus hingegen ist unspektakulär. Es sind akzeptable Porträts hinzubekommen, aber wie bei den meisten Android Smartphones ist dieser Modus mehr Spielerei.

 

Performance und Benchmarks

OnePlus setzt beim OnePlus 6 ganz „klassisch“ auf den Snapdragon 845, wie sich dies auch für ein High End Smartphone gehört.

Der Snapdragon 845 ist im Jahr 2018 der so ziemlich schnellste verfügbare Smartphone SoC und kommt daher auch in den meisten Flaggschiff Smartphones zum Einsatz.

Im OnePlus 6 ist dieser mit 6GB bzw. 8GB RAM und 64/128/256GB UFS 2.1 Speicher kombiniert.

Schauen wir uns doch mal ein paar Benchmarks an um besser einschätzen zu können wie viel Power diese Kombination hat.

Mögt Ihr große Zahlen in Benchmarks? Dann werdet Ihr das OnePlus 6 lieben!

Ich weiß nicht welche Magie OnePlus hier nutzt aber das OnePlus 6 ist ein Leistungsmonster! Dieses kann das LG G7 im Antutu Benchmark um satte 21% schlagen und das obwohl beide Smartphones den an sich gleichen Prozessor nutzen.

Die aktuellen Samsung Smartphones (S9+ und Note 9) werden sogar um 24% geschlagen. Dies bestätigt im Übrigen nicht nur Antutu sondern auch Geekbench, wo allerdings der Unterschied etwas geringer ausfällt.

 

In der Praxis

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Spiegeln sich hier die überragenden Benchmark Ergebnisse wieder?

Ja!

Das OnePlus 6 ist das wirklich schnellste Smartphone welches ich bisher nutzen durfte. Dieses fühlt sich einfach extrem reaktionsfreudig an, selbst verglichen mit Modellen wie dem Samsung Galaxy Note 9 oder Google Pixel 2 XL.

Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher ob OnePlus nicht vielleicht etwas trickst. Ich habe das Gefühl das viele Animationen auf dem OnePlus 6 etwas schneller wiedergegeben werden als auf anderen Smartphones.

Ich könnte mir vorstellen das OnePlus 6 das Animationstempo bei Übergängen usw. auf 120% gestellt hat. Aber letztendlich spielt das wie genau OnePlus das hohe Tempo erreicht hat auch keine große Rolle.

Das OnePlus 6 arbeitet einfach unheimlich zügig. Dies gilt dabei nicht nur für das Betriebssystem und die Benutzeroberfläche.

Auch 3. Anbieter Apps laufen perfekt! Dies gilt auch für Spiele. Selbst absolut High End -Spiele habe ich auf noch keinem Smartphone besser laufen sehen als auf dem OnePlus 6.

 

Akku

Das OnePlus 6 verfügt über einen 3300mAh großen Akku. Eine solide Standard Kapazität, die Frage ist, was macht das OnePlus 6 daraus?

In meinem Standard Test bei einer gemischten Nutzung aus Webbrowsen, leichtem Gaming, Social Media usw. erreichte dieses solide 7 Stunden.

Intensiv Nutzer sollten mit dem onePlus 6 gut durch den Tag kommen. Ein zweiter Tag wird aber nur für normal bis leichtere Nutzer möglich sein.

 

Fazit

OnePlus hat es geschafft! Das OnePlus 6 ist kein Nischen Smartphone mehr, welches sich nur über einen günstigen Preis definieren kann. Das OnePlus 6 ist ein wahres Flaggschiff Smartphone zu einem weiterhin sehr fairen Preis!

Ihr müsst hier erstaunlich wenig Kompromisse eingehen solltet Ihr Euch für dieses entscheiden. Dies beginnt bei der guten und hochwertigen Verarbeitung, geht über das AMOLED Display bis hin zur Kamera.

Die Kamera ist vermutlich der Punkt der mich am positivsten überrascht hat. Die Bild und Videoqualität des OnePlus 6 ist hervorragend! Hier liegt dieses in den meisten Situationen mit einem Galaxy S9 oder Google Pixel 2 auf einem Level. Zwar würde ich sagen, dass diese Smartphones tendenziell noch eine etwas bessere Kamera haben, aber der Unterschied zeigt sich selten und wenn auch nur gering. Selbst im Low Light kann es überzeugen.

Worin das OnePlus 6 alle Android Smartphones schlagen kann ist beim Arbeitstempo. Ich weiß nicht wie OnePlus dies angestellt hat, aber das OnePlus 6 kann sämtliche Android Smartphones mit dem Snapdragon 845 teils deutlich schlagen.

Auch praktisch ist mir kein anderes Smartphone bekannt welches derartig flott und reaktionsfreudig ist.

Bonus Punkte gibt es für das Vorhanden sein eines Kopfhöreranschlusses und die sehr gute Software! Bei letzterer hat OnePlus eine klasse Mischung an Stock Android und Nutzeranpassbarkeit gefunden.

Das einzige wo mir wirklich ein Unterschied zu den gängigen Flaggschiff Smartphones aufgefallen ist, ist beim Lautsprecher, welcher eher mäßig ist.

Aber dies ist doch ein Punkt welcher bei solch einer hervorragenden Preis/Leistung leicht zu verzeihen ist.

Kurzum für unter 600€ fällt es mir nicht schwer eine absolute Kaufempfehlung für eigentlich jede Nutzergruppe auszusprechen! Das OnePlus 6 liefert ein deutlich besseres Gesamtpaket als ich erwartet hätte!

Der Noblechairs HERO im Test, der beste Gaming Chair für große Nutzer!?

Mit dem HERO hat Noblechairs vor kurzem seinen dritten Gaming Schreibtischstuhl vorgestellt. HERO folgt auf ICON und EPIC.

Der HERO soll sich dabei besonders an große Gamer richten und soll wie bei Noblechairs üblich mit einer tollen Qualität, herausragendem Design und natürlich einem bequemen Sitz punkten.

Aber natürlich sind dies Punkte die alle Hersteller von Gaming Chairs versprechen. Noblechairs kann allerdings bereits auf zwei sehr erfolgreiche und gute Produkte zurückblicken.

Von daher wollen wir uns im Test doch einmal ansehen wie sich der neue Noblechairs HERO so schlängt! Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an Noblechairs für das Zurverfügungstellen des HERO!

Der Noblechairs HERO im Test

Noblechairs hat ein Talent dafür eine gute Mischung aus einem „Gamer“ Look und einem edlen Style, wie man diesen in dem Büro eines hochbezahlten Managers oder einem Luxus Auto finden würde, zu verbinden.

Dies zeigt Noblechairs auch beim neuen HERO. Der HERO setzt zwar einerseits auf den üblichen „Racing Chair“ Style mit den aggressiven seitlichen Flügeln und verspielteren Elementen, schafft es aber auch etwas Luxus – Sessel mit unterzumischen.

Diese Kombination sorgt dafür, dass der HERO weder an einem High End Gaming Setup noch im Büro eines Start-Up Unternehmens oder sogar eines Managers deplatziert wirken würde. Allgemein muss man Noblechairs zu seiner Markenpräsenz loben. Alleine mit dem Namen und dem etwas edleren Logo impliziert man eine gewisse Wertigkeit. Welche auch vom Auftreten der Webseite und des Unternehmens unterstützt wird. Gerade verglichen mit dem Auftreten des Haupt-Konkurrenten Maxnomic bzw. Need for Seat oder auch DXRacer ist das schon ein starker Kontrast.

Noblechairs wirkt wie die erwachsenere und professionellere Marke, was auch der HERO schafft widerzuspiegeln.

Der HERO versucht durch eine recht schlichte Eleganz zu punkten, was auch gelingt. Noblechairs greift auch beim HERO auf das beliebte Racing Design zurück.

Das bedeutet die Rückenlehne und auch das Sitzpolster besitzen seitliche Flügel, welche Euch eine gewisse Stabilität geben sollen, was auch gelingt. Man sitzt etwas gerader auf dem HERO und fällt auch beim längeren Sitzen nicht zusammen, dazu aber später mehr.

Allerdings verzichtet Noblechairs bei der Färbung und Form auf den oftmals gesehen „G4m3r“ Look. Der HERO ist aktuell nur in schwarzer Basisfarbe erhältlich. Es gibt allerdings Modelle mit geschmackvollen blauen, roten, goldenen und weißen Akzenten.

Diese Akzente peppen den HERO zwar noch etwas auf, sind aber wirklich recht dezent. Die Farbe entscheidet lediglich über die Farbe der Nähte.

Was das Material des HERO angeht habt Ihr die Wahl zwischen klassischem Kunstleder oder echtem Leder. Letzteres ist allerdings mit einem gewissen Aufpreis versehen.

Das verwendete Kunstleder macht allerdings bereits einen sehr guten Eindruck! Es gibt hier drei verschiedene „Texturen“, die Sitzfläche und der größte Teil der Rückenfläche bestehen aus einem perforiertem Kunstleder.

Der Bereich um die Schultern und auch die Rückseite sind aus normalem Kunstleder und die Seiten sind aus einem angerauten Stoff gefertigt.

Bei den Ergonomie Optionen bietet der HERO alles was man von einem premium Gaming Chair erwarten darf.

Das Wichtigste ist natürlich die Höhenverstellung. Die Sitzfläche lässt sich frei zwischen 48cm und 56cm verstellen, womit die gängigen Höhen abgedeckt sind.

Die Rückenlehne lässt sich über einen Hebel an der linken Seite zwischen 90 und 135 Grad verstellen. Dies ist etwas weniger als bei anderen Gaming Chairs. Hier lässt sich die Rückenlehne oftmals komplett flach stellen, was beim HERO nicht möglich ist. Allerdings 135 Grad ist schon eine liegende Position, welche man so im Alltag niemals nutzen wird.

Bonuspunkte gibt es für den recht sanften Mechanismus. Beim ziehen des Hebels knallt einem die Rückenlehen nicht direkt in den Rücken, sondern wirkt leicht gedämpft. Allgemein macht dieser Mechanismus einen hochwertigen und gut geölten Eindruck.

Die Armlehnen lassen sich sogar gleich in vier Richtungen an die eigenen Wünsche anpassen. Diese lassen sich in der Höhe verstellen, drehen, links und rechts wie auch nach vorne und hinten schieben.

Solltet Ihr kein Fan von Armlehnen sein könnte man diese auch komplett abschrauben.

 

Zusammenbau

Habt Ihr schon einmal einen Gaming Chair zusammengebaut wird Euch die Prozedur beim Noblechairs HERO sehr bekannt vorkommen. Was den Zusammenbau angeht sind fast alle Gaming Chairs identisch, lediglich bei den Details gibt es kleinere Unterschiede.

Bei diesen Details kann Noblechairs allerdings auch punkten. Beispielsweise das komplette benötigte Werkzeug liegt bei, wie auch zwei extra Schrauben, sollte mal eine verloren gehen.

Den Zusammenbau wollt Ihr wenn möglich mit zwei Personen machen, aber im Notfall ist es auch alleine gut machbar.

Das Ganze läuft wie folgend ab:

  1. Die zweite Armlehne montieren (eine ist bereits vorinstalliert)
  2. Die Halterung für die Gasdruckfeder montieren
  3. Rollen in das Fußkreuz stecken
  4. Gasdruckfeder in Fußkreuz stecken und Sitz aufsetzen
  5. Rückenlehne an Sitz anbringen
  6. Abdeckungen anbringen
  7. Fertig

Ja es ist wirklich recht einfach den HERO zusammenzubauen. Es gibt nur zwei typen Schrauben, welche man nicht miteinander vermischen kann. Die meisten Schrauben sind dabei sogar in den Löschern vorinstalliert wo diese auch später hingehören.

Probleme mit nicht passenden Löchern oder unsauberen Ausschnitten usw. hatte ich keine. Kurzum viel besser und problemloser kann man den Aufbau solch eines Stuhls nicht machen!

 

Massivität und Verarbeitungsqualität

Die grundsätzliche Konstruktion des Noblechairs HERO ist weitestgehend identisch zu den älteren Noblechairs Modellen.

Allerdings scheint man hier die Fertigung noch etwas optimiert zu haben. Die Schweißstellen wirken doch ein Stück sauberer als bei den Vorgängern und auch die Lackierung der eigentlich nicht sichtbaren Stahlkonstruktion im Inneren ist ebenfalls sauberer.

Leider gab es bei mir eine kleine Beschädigung des Kunstleder Bezugs (ein kleiner Riss), allerdings dies unsichtbar auf der Unterseite. Ansonsten war die Verarbeitung perfekt.

Mit einer maximalen Belastbarkeit von 150KG muss der HERO etwas massiver gearbeitet sein und dies ist auch der Fall. Die Grundkonstruktion des HERO besteht aus einem recht dicken und auch massiv anmutenden Stahl. Die Armlehnen, die Rückenlehne usw. werden über ebenfalls recht kräftige Schrauben zusammengehalten. Hier sehe ich keine Möglichkeit das etwas abbrechen kann.

Die Konstruktion scheint durchdacht und offenbart keine offensichtliche Schwachstelle. Auch die Gasdruckfeder ist ein Klasse 4 Modell. Klasse 4 ist so ziemlich das höchste was man in einem Schreibtischstuhl finden kann. Günstigere Gaming Charis (unter 300€) setzen allerdings oftmals noch Klasse 3 Gasdruckfedern.

Der HERO ist auch nach unten mit einer Stahlplatte geschützt, solltet Ihr der Gasdruckfeder dennoch etwas misstrauen. Das Fußkreuz ist natürlich wie auch die Grundkonstruktion aus Stahl gefertigt und im Inneren mit einer kleinen Wabenstruktur ausgestattet, welche die Stabilität erhöht.

Wenn ich möglicherweise zu kritisieren hätte, dann die Verbindung der Armlehnen an den Stuhl. Bei beispielsweise Maxnomic oder auch Corsair sind die Armlehnen an einem Stahlträger der einmal quer durch den Stuhl verläuft verschraubt.

Noblechairs hingegen verschraubt die Armlehnen an einer gesonderten kleinen Stahlplatte, welche seitlich an den Stahlträger geschweißt ist.

Das Ganze hält natürlich! Ich kann mich mit meinem vollen Gewicht auf die Armlehnen Stützen ohne, dass diese nachgeben, aber dennoch finde ich den Ansatz von Maxnomic und Corsair noch etwas massiver in diesem Belang.

Im Neuzustand produziert der HERO erfreulicherweise kein Knacken oder quetschen, egal wie man sich auf dem Stuhl dreht und wendet. Auch das Verstellen der Rückenlehne und die Wipp-Funktion laufen butterweich.

Kurzum Verarbeitung und vor allem die Massivität passt vollkommen für einen premium Gaming Chair!

 

Wie sitzt es sich?

Kommen wir zum wichtigsten Punkt, wie fühlt es sich an auf dem Hero zu sitzen? Der Hero ist ein recht breiter Stuhl. Ich würde diesen beispielsweise nicht oder nur bedingt empfehlen falls Ihr nur 50KG wiegt und 1,6m groß seid.

Die Sitzfläche ist im Gegensatz zum Noblechairs EPIC oder auch ICON beispielsweise nicht nur recht breit, sondern auch sehr flach. Es gibt zwar auch hier die seitlichen „Flügel“ welche für einen gewissen Halt sorgen sollen, aber diese sind vergleichsweise flach und wenig aggressiv geformt.

Dies resultiert beim HERO in einer wirklich sehr großen nutzbaren Sitzfläche (bis zu 50cm in der Breite).

Ähnliches gilt auch für die Rückenfläche. Hier bietet der HERO mittig 32cm Raum + die Flügel. Die Flügel sollen eine gewisse Stabilität und halt bieten. Bei einigen Gaming Chairs sind diese Flügel aggressiver geformt als bei anderen. Beispielsweise beim EPIC oder Corsair T1 sind diese recht steil, bieten also viel Halt, können aber auch etwas einengend wirken. Beim HERO hingegen sind die Flügel deutlich entspannter. Gerade auf Schulterhöhe habt Ihr viel Raum!

Ich mit meinen 1,84m und um die 100KG habe zwei bis drei Hände breit Luft zu den Seiten. Noblechairs gibt ja auch die maximale Belastung mit 150KG an und ja 150KG schwere Menschen werden auf dem Stuhl noch Platz haben.

Im Gegenzug könnte ich mir allerdings auch vorstellen, dass etwas kleinere Damen sich vielleicht etwas verloren auf solch einem breiten Stuhl vorkommen könnten. Für solch kleinere Personen bietet der HERO auch seitlich wenig Halt.

Der zweite sehr auffällige Punkt ist ohne Frage die Polsterung. Der Noblechairs EPIC war sehr hart gepolstert, der Noblechairs ICON weich und der Noblechairs HERO ist wieder eher auf der härteren Seite.

Sucht Ihr einen Stuhl auf dem man wie in einem Sessel sitzt ist der HERO nicht das Richtige. Man nimmt auf diesem dafür gleich eine recht konzentrierte und wache Position ein. Auch das längere Sitzen ist hier angenehmer als beispielsweise auf einem AKRacing Onyx (sehr weich).

Mit länger meine ich durchaus 5-6 Stunden oder mehr! Eine lange Gaming Session ist kein Problem!

Besonders loben muss ich Noblechairs wieder einmal für das verwendete Material. Das hier genutzte Kunstleder ist hervorragend! Nicht einmal zwingend weil dieses hochwertiger wäre als bei der Konkurrenz oder Ähnliches, sondern Noblechairs setzt auf eine Perforierung.

Die Sitzfläche und auch der größte Teil der Rückenfläche besitzt kleine Löcher im Material. Dies bietet zwei Vorteile, zum einem schwitzt man hier deutlich weniger bzw. dies fällt nicht so sehr auf, zum anderen bleibt nackte Haut auf dem Kunstleder nicht kleben.

Im Sommer ist das hier verwendete Material deutlich angenehmer als normales glattes Kunstleder.

Neu beim HERO ist die einstellbare Lendenwirbelstütze. Ihr habt an der Lehne ein Drehrad welches das Verstellen des unteren Rückenwiederstands erlaubt. Genau dieser Bereich ist bei Gaming Chairs immer etwas problematischer, da der untere Rücken meist eher schwach unterstützt wird.

Die Lendenwirbelstütze erlaubt es hier etwas gegenzulenken. Erwartet aber keinen gigantischen Effekt! Das Ganze ist wirklich eine Detailanpassung, über deren praktischen Nutzen man vielleicht etwas streiten kann. Die bequemste Position/Einstellung wird nämlich aus sicht der Ergonomie die schlechteste Position sein, die am wenigsten bequeme Position/Einstellung hingen bietet die beste Unterstützung.

Hierfür kann der HERO nichts, wie so oft ist ergonomisch korrektes Arbeiten nicht immer das bequemste Arbeiten. Ihr könnt das Ganze aber stufenlos an Eure Vorlieben anpassen, besser ein Feature mehr als eins weniger.

Etwas was ich sehr am Noblechairs HERO schätze und ohne dem ich nie wieder einen Gaming Char kaufen würde, ist die „Kippel Funktion“ auch Wippmechanismus genannt.

Es ist aufgrund eines Gelenks an der Unterseite des Sitzpolsters möglich den HERO durch das Verlagern des Gewichts in eine 11 Grad schräge zu versetzen. Man kann auf dem Stuhl etwas „kippeln“ ohne dabei die Gefahr zu haben umzukippen.

Es ist irgendwie entspannend und angenehm auf dem Stuhl ab und zu etwas hin und her zu wackeln und allgemein die schräge Position zu nutzen. Allein das Gefühl nicht auf so einem statischen Objekt zu sitzen ist ein riesen Komfort.

Gerade wenn man mit einem Controller spielt ist es auch deutlich angenehmer nicht nur die Rückenlehne etwas schräger stellen zu können, sondern auch das Sitzpolster.

Solch einen Wippmechanismus haben die meisten Gaming Charis, allerdings müsst Ihr hier etwas aufpassen, denn es gibt zwei gängige Umsetzungen dieses Mechanismus.

Die meisten Gaming Chairs, gerade die günstigeren, haben den „T“ Mechanismus, welcher aufgrund eines anderen Schwerpunktes deutlich unangenehmer ist. Hier muss man sich konstant abstoßen um in der Schräge zu verweilen. Höherwertige Gaming Chairs wie auch der HERO haben den „Z“ Mechanismus.

Hier ein Vergleichsbild zur Verdeutlichung des Unterschieds.

Der vom HERO genutzte Mechanismus ist in allen Belangen deutlich angenehmer! Wollt Ihr dieses Kippeln nicht, könnt Ihr den Stuhl natürlich auch feststellen. Ebenso ist es möglich das Sitzkissen konstant in der 11 Grad Schrägen festzustellen.

Bonus Punkte für Noblechairs gibt es für die extrem weichen Kissen für den Kopf und Rücken die beiliegen. Ich finde zwar das Kissen für die Rückenunterstützung etwas dick, aber das für den Kopf ist perfekt!

 

Fazit und Kaufberatung

Noblechairs ist ohne Frage einer der besten, wenn nicht sogar der beste Gaming Chair Hersteller auf dem Markt! Dies zeigen diese auch mit dem neuen HERO.

Allerdings ist eine pauschale Empfehlung für etwas wie einen Stuhl nicht ganz leicht. Dieser muss schließlich auch zu Euch und Eurem Körper passen.

Der Noblechairs HERO richtet sich ganz klar an die etwas größeren und breiteren Gamer. Kleineren Nutzern würde ich im direkten Vergleich eher zum EPIC raten, außer Ihr mögt es viel Platz auf Eurem Stuhl zu haben, denn davon bietet dieser viel.

Auch ist der HERO ein mittel bis härter gepolsterter Gaming Stuhl. Ideal für ein konzentriertes und längeres Sitzen. Die Noblechairs Marketingabteilung würde nun vermutlich sagen „ideal für high Performance eSport Gaming“. Dem würde ich durchaus in einem gewissen Rahmen zustimmen. Es sitzt sich super auch über längere und stressige Gaming Runden auf dem HERO. Gerade was die Belüftung und Kühlung angeht, ist der HERO sehr stark. Dies ist kein Stuhl an dem man nach x Stunden vor lauter Schweiß klebt, dank der leicht perforierten Oberfläche.

Wollt Ihr allerdings lieber etwas entspannter und weicher Sitzen ist der ICON von Noblechairs oder der AKRacing Onyx vermutlich die bessere Wahl.

Was Verarbeitung und Massivität angeht, kann ich mich beim Noblechairs HERO nicht beklagen. Dieser ist solide gebaut und wirkt dem Preis von 399€ mehr als angemessen.

Auch dem Preis angemessen ist das Design. Der HERO sieht einfach nur geil aus! Der Stuhl hat schon einen leichten „Gamer Style“, wirkt aber dennoch ausreichend dezent. So dezent, dass der HERO auch in einem normalen Büro platzfinden könnte, aber dennoch nicht langweilig aussieht.

Was die Präsentation auch der Marke Noblechairs generell angeht, hat man alles richtig gemacht!

Kurzum der Noblechairs HERO ist ein herausragender Gaming Chair, welchen ich allen etwas größeren Nutzer voll empfehlen kann, auch zum Preis von 399€!

Die RAVPower Ace Series RP-PB067 26800mAh Powerbank im Test, RAVPowers größte Powerbank!

26800mAh ist die größte gängige Kapazität für Powerbanks. Diese wird nur von einer Handvoll Modelle erreicht. Eins der neusten Modelle auf dem Markt ist hier die RAVPower Ace Series RP-PB067.

Diese 60€ Powerbank soll natürlich primär durch ihre große Kapazität, wie aber auch durch eine gewisse Anschlussvielfalt und generell hohe Qualität punkten. Aber schafft diese dies auch? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an RAVPower für das Zurverfügungstellen der Powerbank!

Die RAVPower Ace Series RP-PB067 26800mAh Powerbank im Test

Die wichtigste Eigenschaft der RP-PB067 ist ohne Frage die Kapazität von satten 26800mAh! Diese Kapazität reicht um ein durchschnittliches Smartphone rund 7-8 mal komplett aufzuladen, was natürlich gigantisch ist.

Allerdings kommt diese große Kapazität auch zu einem Preis und damit meine ich nicht die rund 60€ die die Powerbank kostet. Mit einer Länge von rund 170mm, einer Breite von 81mm und einer Dicke von 22mm ist die RAVPower RP-PB067 schon ein brocken. Allerdings ist die Powerbank für Ihre Kapazität auch nicht außergewöhnlich groß. Andere Powerbanks mit 26800mAh sind nicht kompakter.

Warum ist eigentlich 26800mAh oftmals bei Powerbanks die maximale Größe die man im Handel findet? 26800mAh ergibt 99,1Wh, 100Wh gilt als das Maximum was man in einem Akkupack im Flugzeug mitnehmen darf.

Hätte die Powerbank 28000mAh dürftet Ihr diese bei vielen Airlines nicht mitnehmen, 26800mAh hingegen ist in der Regel in Ordnung.

Beim Gehäuse setzt RAVPower bei der RP-PB067 auf ein normales Kunststoff-Gehäuse. Dieses ist allerdings mit einer durchaus etwas hochwertigeren matten Textur versehen.

Hierdurch fühlt sich die RP-PB067 angenehm wertig und massiv an, auch wenn ich das Gehäuse nicht in die „Premium“ Kategorie packen würde.

Bei solch einer großen Powerbank sind doch sicherlich viel Platz für Anschlüsse vorhanden? Ja, auf der Front der Powerbank finden sich insgesamt vier Anschlüsse.

Von links nach rechts durchgehend finden wir einen microUSB Port, einen USB C Port und zwei normale USB Ports.

Die beiden normalen USB Ports können jeweils bis zu 2,4A erreichen. Allerdings bei einer gemeinsamen Nutzung liegt das Maximum bei 3,1A. Dies ist in der Regel genug zwei größere Smartphones problemlos gleichzeitig laden zu können. Hinzu kommt der USB C Port, welcher 5V/3A bietet.

Damit liegt die Gesamtleistung bei 6,1A bzw. 30,5W, was zwar ordentlich ist, aber für heute Standards auch zugegeben nicht übermäßig viel ist. Ich hätte mir entweder einen USB Power Delivery Support für den USB C Port gewünscht, oder zumindest das beide normale USB Ports 2,4A gleichzeitig liefern können.

Bei den Eingängen der Powerbank habt Ihr eine gewisse Flexibilität. Ihr könnt entweder den microUSB Port oder den USB C Port nutzen. Der microUSB Port soll bis zu 2A aufnehmen können, der USB C Port 3A.

Alternativ könnt Ihr auch beide Ports gleichzeitig zum Aufladen nutzen! So kann die Ladegeschwindigkeit laut RAVPower auf bis zu 4A gesteigert werden!

Bitte verwendet allerdings ein vernünftiges Ladegerät für solch eine große Powerbank! Beispielsweise das Aufladen an einem PC würde rund 54 Stunden dauern. Nehmt besser ein Ladegerät wie das RAVPower RP-PC059 oder das Anker PowerPort II PD.

Wie üblich verfügt die Powerbank auch über einen Einschalter, welcher allerdings etwas unsauber im Gehäuse eingelassen ist.

Der Einschalter dient dabei weniger zum Einschalten der Powerbank, dies macht diese automatisch beim Verbinden eines Smartphones, sondern viel mehr zum Überprüfen des Ladestands.

Hierfür besitzt die Powerbank vier Status LEDs welche beim Betätigen des Einschalters aufleuchten. Leuchtet nur eine LED = 0-25% Kapazität, zwei LEDs 25-50% Kapazität usw.

 

Wie testet techtest.org?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbanks bis sie sich von alleine abschalteten oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt. Daraufhin wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen. So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

Das gemessene Ergebnis in Wh rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V (teilweise auch 3,6V) bezieht. Es wäre zwar genauer mit der Wh Angabe zu rechnen, aber für eine bessere Vergleichbarkeit bleibe ich beim mAh.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Zum Messen der Ladegeschwindigkeit nutze ich diverse Messgeräte. Achtung! Einige der günstigeren USB Multimeter können die Ladegeschwindigkeit verfälschen.

Für die Ladetests verwende ich zudem „standardisierte“ Ladekabel. Das verwendete Ladekabel hat durchaus einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit von Smartphones! Mehr zu dem Thema hier.

Für microUSB nutze ich ein Anker Powerline+ Kabel, für Apple Lightning das originale Apple Kabel und für USB C das Kabel von AUKEY. Dies sind nicht zwingend die „besten“ Kabel für die maximale Ladegeschwindigkeit, gerade das Apple Lightning Kabel ist eher mittelmäßig, aber so haben alle Powerbanks gleiche Bedingungen. Hier meine Tipps für die aktuell besten Ladekabel: Die besten Smartphone Ladekabel, welche sind empfehlenswert?

Weitere interessante Artikel:

 

Messwerte

Kommen wir zu den Messwerten, startend bei der Kapazität. RAVPower verspricht hier 26800mAh bzw. 99,1Wh, messen konnte ich 24043mAh bzw. 88,96Wh.

Dies ergibt gute 90% der Herstellerangabe! Warum sind 90% gut, wo doch 10% fehlen? Die Herstellerangabe bezieht sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen und nicht auf die effektiv nutzbare Kapazität.

Beim Entladen und dem Anheben der Spannung von 3,7V auf 5V geht allerdings immer etwas Energie verloren, im Falle der RAVPower Ace RP-PB067 rund 10%. Es wäre zwar sicherlich besser wenn die Hersteller die nutzbare Kapazität angeben, aber das macht niemand.

In der Regel hat eine Powerbank zwischen 80% und 90% „echte“ Kapazität. Meine Angabe kann hier auch noch etwas abweichen wenn Ihr die Powerbank entweder extrem langsam oder extrem schnell entlädt. Beides kann die Effizienz ein gutes Stück senken.

Wie stehts um das Aufladen von Smartphones und Co.?

Hier müssen wir bei der RAVPower Ace RP-PB067 zwischen den beiden normalen USB Ports und dem USB C Port unterscheiden.

Grundsätzlich bieten beide Anschlüsse in meinem Test eine gute Ladegeschwindigkeit, allerdings ist der USB C Port tendenziell etwas schneller. Hier eine kleine Übersicht:

  • Apple iPhone X 1,57A /// 1,77A
  • Apple iPad Pro 2,33A /// 2,48A
  • Samsung Galaxy S9+ 1,66A /// 1,67A
  • Nintendo Switch 1,42A /// 1,9A
  • Apple MacBook Pro 2,3A /// 2,93A

Der erste Wert bezieht sich jeweils auf den normalen USB Port und der zweite Wert auf den USB C Port. Beim iPhone/iPad habe ich hier Apples Adapterkabel genutzt.

Sowohl die Werte des normalen USB Ports wie auch des USB C Ports sehen sehr gut aus! Gerade die 2,33/2,48A des iPads sind sehr ordentlich!

Allerdings ist dies zwar ein gutes Ladetempo, aber die RP-PB067 kann keine Geräte „schnellladen“! Hierfür müsste man eine Powerbank mit Quick Charge oder USB Power Delivery kaufen. Die RP-PB067 bietet dennoch ein gutes normales Ladetempo und eine gute Kompatibilität.

Ist nun die Powerbank leer, wie lange dauert das Wiederaufladen?

Dies hängt vom verwendeten Kabel und Port ab. Ladet Ihr die Powerbank über den microUSB Port erreicht diese rund 1,8A (rund 15 Stunden Ladezeit), ladet Ihr diese über ein USB A auf USB C Kabel erreicht sie 2,26A (rund 12 Stunden Ladezeit), ladet Ihr diese über ein USB C auf USB C Kabel an einem 3A fähigen Ladegerät erreicht sie 2,7A (rund 10 Stunden Ladezeit).

Nutzt Ihr beide Ports gleichzeitig steigert sich die Ladegeschwindigkeit auf effektiv 3,9A (rund 7 Stunden Ladezeit).

Erneut, bitte benutzt ein vernünftiges Ladegerät für die RP-PB067! Die von mir gegeben Werte sind maximal Werte = an schlechteren Ladegeräten können diese sich massiv steigern.

 

Fazit

Ihr sucht eine vor allem große und kapzitätsstarke Powerbank, mit einer guten Anschlussvielfallt und könnt auf Schnellladestandards wie Quick Charge oder USB PD verzichten?

Dann ist die RAVPower RP-PB067 genau das Richtige für Euch!

Die RP-PB067 kann durch Ihre hohe Kapazität, gute Qualität, wie auch gutes Ladetempo punkten. Zwar bietet die Powerbank keine der gängigen Schnellladestandards, kann aber dennoch dank iSmart und einem 3A USB C Port ein gutes normales Ladetempo bieten.

Auch das Gehäuse und der Preis sind mehr als angemessen! Rund 60€ ist für die RAVPower Ace RP-PB067 ein fairer Preis! Kurzum Daumen hoch!

Die 1MORE Quad Driver In-Ear Ohrhörer im Test, mit vier Treibern zum Erfolg?

Der Trend bei Ohrhörern geht gefühlt in der letzten Zeit immer mehr zu mehreren Treibern. 1MORE gehörte hier zu einem der ersten Hersteller, welcher dies auch umsetzte.

Die neuen 1MORE Quad Driver In-Ear Ohrhörer verfügen, wie der Name schon sagt, über gleich vier hochwertige Treiber pro Seite. Dabei setzt 1MORE auf einen hybrid Aufbau, mit drei armature Treibern und einem dynamischen Treiber.

Dies hat natürlich auch seinen Preis, die 1MORE Quad Driver In-Ear Ohrhörer kosten aktuell rund 200€. Ein fairer Preis für das Gebotene? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser stelle vielen Dank an 1MORE für das Zurverfügungstellen der Ohrhörer für diesen Test!

 

Die 1MORE Quad Driver In-Ear Ohrhörer im Test

Ehe wir zu den Ohrhörern kommen, muss ich 1MORE einmal für den Lieferumfang und die Verpackung loben. Beides spiegelt die gehobene Preisklasse durchaus wieder! Neben den Ohrhörern befindet sich eine Tasche, ein Flugzeugadapter und insgesamt neun Aufsätze für die Ohrhörer mit im Lieferumfang.

Aber nicht nur die Verpackung und der Lieferumfang macht einen hochwertigen Eindruck. Auch die Ohrhörer selbst wirken sehr edel und gut gemacht!

1MORE setzt bei diesen auf ein sehr massives Aluminium Gehäuse, welches in Grau gefärbt ist. Zusätzlich gibt es aber ein paar rote Akzente, welche die Ohrhörer etwas aufpeppen. Allgemein betrachtet wirkt das Gehäuse etwas komplexer und aufwendiger gefertigt.

Man sieht den 1MORE einfach an, dass es sich nicht um 08/15 China Ohrhörer handelt.

Beim Kabel setzt man auf ein halb durchsichtiges Gummi. Hierdurch ist das Kupfer im Inneren etwas zu erkennen, was ebenfalls ein gewisses High End Feeling ausstrahlt.

Das Kabel neigt zwar etwas zum Verheddern, ist aber ausreichend dick und massiv, dass ich mir nicht zu große Sorgen über Kabelbruch machen würde.

Ein Stück unterhalb des rechten Ohrhörers befindet sich auch eine kleine Kabelfernbedienung mit drei Tasten und einem Mikrofon. Auch die Fernbedienung ist aus massivem Aluminium gefertigt, Daumen hoch dafür.

Angeschlossen werden die Ohrhörer über einen normalen 3,5mm Stecker, welche allerdings 90 Grad gewinkelt ist.

Was hat es aber eigentlich mit den „Quad Drivern“ auf sich?

Normale Ohrhörer verfügen in der Regel über einen dynamischen Treiber. Dynamische Treiber sind aufgebaut, wie man dies von normalen Lautsprechern her kennt, nur in kleiner. Allerdings gibt es durchaus einige Ohrhörer auf dem Markt, die auf mehr als einen Treiber setzen. Dies macht man, um Dynamik und Auflösung zu verbessern.

Meist wird dabei ein dynamischer Treiber und ein sogenannter armature Treiber kombiniert. Armature Treiber unterscheiden sich vom Aufbau völlig von normalen Treibern. Hier gibt es eine Art kleinen Metall Anker, der zum Schwingen gebracht wird und der den Ton erzeugt. Hier ein Bild von dem Aufbau eines armature Treibers: https://www.amazona.de/test-shure-se535-in-ear-monitoring-hoerer/3/

Was sind nun die Vorteile von armature Treibern? In der Regel sagt man, dass diese präzisier und höher aufgelöst spielen. Dafür haben diese Probleme beim Aufbauen von Druck (Bass schwach).

Daher der oftmals gesehen hybrid Aufbau, ein dynamischer Treiber für den Bass und ein armature Treiber für die Höhen/Mitten.

1MORE kombiniert in diesen Ohrhörern nun gleich drei armature Treiber mit einem dynamischen Treiber.

Dies macht den Aufbau der Ohrhörer natürlich sehr komplex und auch teuer.

 

Tragekomfort

Die 1MORE Quad Driver In-Ear Ohrhörer sind aufgrund der vier Treibereinheiten etwas größere Ohrhörer. Auch das Gewicht ist wegen der vielen Treiber und des Aluminium Gehäuses etwas höher.

Sind die 1MORE also nicht bequem? Doch das sind sie! Die Ohrhörer sind erst einmal sehr gut geformt und die diversen Aufsätze, die sich mit im Lieferumfang befinden, erlauben eine perfekte Anpassung an die Ohren und eigenen Vorlieben.

Kurzum ich würde den Tragekomfort mit einer Zwei bewerten. Allerdings sitzen die Ohrhörer nicht übermäßig fest.

Ich würde die Ohrhörer beispielsweise nicht zum Joggen oder fürs Fitness Studio empfehlen, hier gibt es ganz klar bessere Modelle.

Für Daheim und gegebenenfalls Reisen taugen die 1MORE Quad Driver In-Ear Ohrhörer aber durchaus!

 

Klang

Kommen wir zum wichtigsten Punkt dem Klang.

Hier war ich zunächst sehr überrascht! Aufgrund der armature Treibern habe ich mit einem recht Höhen betonten Klang gerechnet, dies ist allerdings nicht der Fall!

Die Höhen sind klar und extrem gut aufgelöst, aber auch nicht übermäßig dominant. Die Schärfe und Brillanz passt dennoch, ohne dass die Ohrhörer zu anstrengend werden.

Ich würde sagen die Höhen sind relativ neutral, bis vielleicht leicht angehoben.

Etwas stärker angehoben sind die Bässe. Diese zeigen akustisch eine gewisse Dominanz, was auch in einer tendenziell eher wärmeren Ausrichtung resultiert. Der Bass kann einen guten Druck aufbauen und begeistert mit einer hohen Lebendigkeit.

Auch der Tiefgang und das Volumen der 1MORE Quad Driver Ohrhörer sind beachtlich. Allerdings würde ich die Ohrhörer dennoch nicht als „Bass Monster“ betiteln.

Diese klingen zwar sehr lebendig, sind aber im Allgemeinen eher als gut ausbalanciert zu bezeichnen. Dies zeigt sich auch in den starken Mitten.

Stimmen und auch gerade Gitarren werden wunderbar plastisch und lebendig wiedergegeben. Dabei ist der Klangverlauf erstaunlich gut. Viele günstigere Ohrhörer mit mehreren Treibern kämpfen etwas damit, dass man Unterbrechungen bzw. Lücken im Klang hört. Dies ist allerdings nicht der Fall!

Die Mitten sind 1MORE hier ziemlich perfekt gelungen, auch was Auflösung und Detaildarstellung angeht.

Kurzum mir gefällt die Klangsignatur sehr gut! Was mir allerdings noch besser gefällt, ist die Bühne und Separation im Klang.

Die 1MORE Quad Driver Ohrhörer klingen unheimlich breit und luftig. Einzelne Elemente werden dabei herausragend separiert. So eine gute Bühne und Separation habe ich schon lange nicht mehr bei Ohrhörern gehört!

Viele Titel haben fast ein Raumklang Feeling, da einzelne Elemente akustisch derartig gut gelöst werden und regelrecht im Raum schweben.

Dies fällt gerade bei Rock und Metal Titeln besonders auf. Dabei spielt es auch keine große Rolle, ob wir über Queen oder Disturbed reden. Gitarren und Schlagzeuge aller Art werden herausragend dargestellt! Elektronische Titel klingen zwar mit den Ohrhörer aufgrund der sehr guten Bässe auch klasse, aber hier fiel die starke Auflösung und Separation nicht so sehr ins Gewicht, zumindest bei den von mir getesteten Titeln.

 

Fazit

Teure Ohrhörer sind natürlich immer etwas Spezielleres, dies gilt auch für die 1MORE Quad Driver In-Ear Ohrhörer.

Allerdings erhaltet Ihr mit den 1MORE Quad Driver In-Ears absolute Top Ohrhörer! Das Wichtigste bei diesen ist natürlich der gute, dynamische und hoch aufgelöste Klang.

Dabei sind die 1MORE zwar recht gut ausbalanciert, haben aber dennoch einen leicht spaßigen und lebendigen Touch. Allerdings gerade die Auflösung und die dargestellte Bühne sind die waren Stärken der 1MORE.

Dies liegt natürlich an den vier Treibern pro Ohrhörer, welche diesen auch ihren Namen verleihen.

Ebenfalls sehr stark ist die Optik und Verarbeitung der Ohrhörern, die dem Preis von rund 200€ (zum Zeitpunkt des Tests) angemessen ist.

Kurzum sucht Ihr ein paar herausragende Ohrhörer, welche auch etwas teurer sein dürfen, dann sind die 1MORE Quad Driver In-Ear Ohrhörer ganz klar einen Blick wert!

Angebot
1MORE E1010 Quad-Driver Hi-Fi Kopfhörer In-Ear Ohrhörer Hi-Res Audio...
  • Hi-Res Zertifizierung - Bei jedem Mal kann der Kopfhörer für...
  • Hochwertiges Aluminum Gehäuse und leichte Kohlefaser liefern...
  • Ergonomisches Design und weiches Ohreinsätze sorgen für eine...
  • Verschaltbar Mikrofon und Fernbedienung Funktion zweichen Anrufen...
  • Lieferumfang: 1 Paar 1MORE Quad Driver Hi-Fi Kopfhörer, 1 x mini...

Das Xiaomi Pocophone F1 im Test, das Preis/Leistungs stärkste Smartphone 2018! 329€ für einen Snapdragon 845, 6GB RAM und eine gute Kamera!

Mit dem Pocophone F1 hat Xiaomi eine kleine Sensation auf den Markt gebracht. In Zeiten wo sich die großen Hersteller mit Preisrekorden immer weiter überbieten, ist es doch sehr ungewöhnlich wenn ein Hersteller ein High End Smartphone für gerade einmal 329€ auf den Markt bringt und das auch noch regulär in Deutschland.

Aber genau dies hat Xiaomi mit dem Pocophone F1 gemacht! Dieses besitzt neben dem High End Snapdragon 845 ein vollflächiges Display, 6GB RAM und eine 12 Megapixel Dual Kamera.

Aber wie ist das möglich wofür andere Hersteller teils 700€ und mehr verlangen für so wenig Geld anzubieten? Irgendwo muss doch Xiaomi gespart haben? Oder handelt es sich hier wirklich um das beste Smartphone für Nutzer mit kleinerem Geldbeutel aber dennoch hohen Ansprüchen?

Finden wir dies im Test des neuen Xiaomi Pocophone F1 heraus!

 

Technische Daten

  • Xiaomi Pocophone F1
  • 6,18 Zoll Display 2246×1080 Pixel
  • Qualcomm SDM845 Snapdragon 845
  • 6GB RAM
  • 64GB Speicher
  • 12 Megapixel Hauptkamera, 5 Megapixel sekundäre Kamera
  • 20 Megapixel Frontkamera
  • 4000mAh Akku
  • Android 8.1 (MIUI)

 

Das Xiaomi Pocophone F1 im Test

Die meisten High End Flaggschiff Smartphones im Jahr 2018 bestehen aus Glas mit einem Aluminium Rahmen. Dies gilt allerdings nicht für das Pocophone F1.

Xiaomi setzt hier auf eine etwas günstigere Materialwahl, nämlich Kunststoff. Allerdings verwendet Xiaomi einen recht vernünftigen massiven Kunststoff.

Allgemein wirkt das Smartphone sehr „dicht“ und massiv. Als wäre unter dem Kunststoff eine Schicht Aluminium, welche dem Smartphone seine Verwindungssteifigkeit verleiht.

Also nein das Pocophone F1 fühlt sich nicht an wie ein typisches 08/15 Kunststoff Smartphone. Die Haptik geht ein wenig in die Richtung Google Pixel 2 XL, welches über seinem Aluminium eine dicke Schicht Lack verwendet.

Allerdings würde ich das Pocophone F1 auch nicht als „Premium“ Smartphone oder besonders edel betrachten. Dieses wirkt sehr vernünftig gemacht und auch deutlich robuster als beispielsweise ein Galaxy Note 9, aber halt nicht so hochwertig.

Schlimm? Diese Entscheidung überlasse ich Euch.

Auch fällt auf, dass das Pocophone F1 etwas dicker und schwerer ist als viele andere aktuellen High End Smartphones. Allerdings sind 8,8mm Dicke und 182g Gewicht weiterhin völlig okay.

Zumal die restlichen Abmessungen für ein Smartphone mit 6,18 Zoll Display angenehm kompakt sind. Xiaomi setzt hier natürlich auf ein großes „vollflächiges“ Display. Dieses besitzt allerdings eine Notch am oberen Rand, in welcher Kamera, Ohrmuscheln und sonstige Sensoren versteckt sind.

Auch ist der untere Rand etwas größer, was aber technische Gründe hat. Ansonsten gilt, dass Xiaomi wirklich den vorhandene Platz gut für das Display genutzt hat.

Was das restliche Design angeht, kann man nicht klagen. Das Pocophone F1 wirkt schlicht aber hochwertig gestaltet.

Gerade die roten Ringe um die beiden Hauptkameras gefallen mir als Akzent sehr gut, auch wenn diese auf den Bildern nicht ganz so gut zu erkennen sind.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum.

Auf der Front finden wir das 6,18 Zoll große 18:9 Display, wie auch die 20 Megapixel Frontkamera und die Ohrmuschel.

Der Lautsprecher ist gemeinsam mit dem USB C Port am unteren Rand des Smartphones angebracht. Der 3,5mm Kopfhöreranschluss ist am oberen Rand zu finden.

Einschalter und die beiden Tasten für das Regeln der Lautstärke sind an der üblichen Position rechts am Smartphone.

Auf der Rückseite ist zu guter Letzt die Dual Kamera, ein Dual LED Blitz und ein Fingerabdruckscanner.

 

Software

Xiaomi nutzt beim Pocophone F1 seine MIUI Benutzeroberfläche. MIUI ist eigentlich eine Benutzeroberfläche für den asiatischen Markt, wo Google und seine Dienste nicht verfügbar sind.

Natürlich basiert MIUI auf Android, aber es ist in sehr vielen Punkten anders als das klassische Android.

Besser oder schlechter? Schwer zu sagen! Ich mag beispielsweise nicht so gerne wie mit Benachrichtigungen umgegangen wird (diese werden nicht in der Status-Leiste angezeigt).

Dafür habt Ihr sehr viele Funktionen wie Second Space, welches Euch erlaubt Euer Smartphone virtuell in zwei zu teilen(beispielsweise für Arbeit und privat, welche dann jeweils eigene Apps und Galerien haben), einen Quick Ball, oder die Möglichkeit Apps zu klonen usw. welche man beim normalen Android nicht finden würde.

Es gibt also viel zu entdecken in MIUI 9. Auch ist Xiaomis Update Politik vorbildlich! Ein Update auf Android P wird mit Sicherheit kommen.

Macht Euch im Übrigen keine Sorgen, die Google Apps sind für uns westlichen Kunden vorinstalliert, genau wie die deutsche Sprache.

Achtet nur beim Kauf auf die global Version.

Bei meinem 64GB Xiaomi Pocophone F1 waren von Haus aus noch gute 54,71GB frei.

 

Display

Das Pocophone F1 verfügt über ein 6,18 Zoll Display mit einer Auflösung von 2246×1080 Pixeln. Damit ist das F1 ein „Full HD“ Smartphone, die krumme Auflösung kommt nur aufgrund des länglicheren Displays zustande.

Wie man bei dieser Preisklasse auch erwarten kann, handelt es sich natürlich um ein IPS Display.

Erfreulicherweise sieht dieses sehr vernünftig aus!  Besser als ich es erwartet hätte. Farben sind absolut klar und sehr kräftig, schwarz für ein IPS Panel angenehm satt und Kontraste ordentlich.

Lediglich bei der maximalen Helligkeit gibt es ein gutes Stück nach oben. Dies ist nicht das beste Outdoor Smartphone, lässt sich aber auch bei Sonnenschein noch ausreichend gut ablesen.

 

Lautsprecher

Das Xiaomi Pocophone F1 nutzt ein Semi-Dual Lautsprecher Setup. Neben dem Lautsprecher auf der Unterseite besitzt nutzt das Smartphone auch seine Ohrmuschel für die Wiedergabe von Medien.

Allerdings im Gegensatz zu anderen High End Smartphones, wie dem iPhone X, S9, Note 9 usw., ist die Ohrmuschel sehr schwach.

Ich habe den Eindruck Xiaomi nutzt hier einen normalen Ohrmuschel Lautsprecher, welcher einfach nur voll aufgedreht wurde. Allerdings funktioniert dies doch ausreichend gut!

Man merkt, dass nicht nur Ton von der Unterseite des Smartphones kommt, was die Sound Stage merklich vergrößert.

Beide Lautsprecher sind zwar nicht ganz auf dem Level von iPhone X oder Galaxy S9+, aber beispielsweise besser als die des OnePlus 6.

Das Pocophone F1 wird mehr als ausreichend laut und ist auch ausreichend klar. Unterm Strich würde ich die Lautsprecher als überdurchschnittlich einstufen!

 

Kamera

Leider ist die Kamera meist der Punkt wo sich günstigere und absolute High End Smartphones am meisten unterscheiden und auf dem Papier ist dies auch eine mögliche Schwäche des F1.

Das Xiaomi Pocophone F1 verfügt über eine 12 Megapixel Hauptkamera mit einer Blende von f1.9. Eine Blende von F1.9 ist im Jahr 2018 für ein High End Smartphone eher mäßig gut. Immerhin als Sensor kommt ein Sony IMX363 zum Einsatz.

Der Sony IMX363 ist ein 1/2.55″ großer Sensor mit 1.40 μm großen Pixeln, was wiederum ziemlich stark ist.

Der sekundäre Sensor besitzt leider nur 5 Megapixel und ist lediglich für die Tiefenunschärfe im Porträt Modus zuständig. Wie so oft ist die zweite Kamera damit nur verschenktes Potenzial und lediglich ein Gimmick. Zumal der Porträt Modus des F1 wirklich nur sehr mäßig ist.

Es ist einfach so, dass anscheinend jedes Smartphone im Jahr 2018 zwei Kameras haben muss, ob nützlich oder nicht.

Aber das muss ja nichts Negatives für die Hauptkamera bedeuten.

Kommen wir auch ohne große weitere Umschweife zu den Testbildern. Diese sind wie üblich nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen. Beim Anklicken der Aufnahmen wird die volle Qualität geladen! Mobile Nutzer aufgepasst!

Die Kamera des Xiaomi Pocophone F1 hat mich erst einmal positiv überrascht. Bei gutem Licht produziert diese sehr ansehnliche Aufnahmen!

Diese sind was Schärfe, Textur und Farben angeht durchaus auf dem Level eines OnePlus 6. Teils waren die Aufnahmen sogar besser als die des OnePlus 6!

Das Pocophone F1 zeigte einen extrem starken Weißabgleich, welcher sogar sehr komplexe Lichtbedingungen perfekt meisterte!

Hier ein kleines Beispiel, OnePlus 6 vs. Pocophone F1.

[spoiler title=’Vergleichsbilder Pocophone F1 und OnePlus 6′ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Pocophone F1
OnePlus 6
Pocophone F1
OnePlus 6
Pocophone F1
OnePlus 6
Pocophone F1
OnePlus 6

[/spoiler]

Das Pocophone F1 schafft es hier deutlich besser und akkurater den Weißabgleich und generell die Farben einzufangen.

Das OnePlus 6 ist zwar in der 100% Ansicht etwas schärfer und zeigte teils eine etwas stärkere Dynamik, aber der generelle Bildstyle des Pocophone F1 lässt wenig Raum für Kritik.

Was die Bildqualität angeht liegt man hier ein Stück über den typischen 400€ Smartphones!

Wie sieht es aber im Low Light aus?

[spoiler title=’Low Light Vergleichsbilder Pocophone F1, OnePlus 6, BQ Aquaris X2, Galaxy Note 9′ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Pocophone F1
Aquaris X2 Pro
Note 9
OnePlus 6
Pocophone F1
Note 9
OnePlus 6
Aquaris X2
Pocophone F1
Note 9
OnePlus 6
Aquaris X2 Pro

[/spoiler]

Sehr gut! Wir haben hier ein ähnliches Bild wie bei Tag. Was die Farben, Kontraste und der generelle Bildstyle angeht, hält sich das Pocophone F1 sehr konstant.

Auch die Rauschunterdrückung funktioniert ausgesprochen gut. Selbst verglichen mit dem OnePlus 6 merkt man, dass das Pocophone F1 kaum Bildrauschen produziert.

Allerdings ist das Bild des F1 ein Stück weit weicher als das des OnePlus 6. Gerade bei Texten fällt auf, dass diese in extrem Bedingungen ein wenig weichere Konturen besitzen als beim OnePlus 6 und Note 9. Zudem hat das F1 keine optische Stabilisierung! Verwackeln im Low Light kann also leichter passieren.

Vergleichen wir aber die Aufnahmen des Pocophone F1 mit denen eines typischen Mittelklasse Smartphones wie dem BQ Aquaris X2 (329€), welches schon die so ziemlich beste Kamera in der Mittelklasse hat, merkt man, dass das Pocophone F1 eine Stufe höher spielt.

 

Leistung und Benchmarks

Das Xiaomi Pocophone F1 verfügt über den Snapdragon 845, welcher der beste Smartphone Prozessor ist, den man aktuell auf dem Welthandel bekommen kann, zumindest auf der Android Seite.

Dies ist auch ohne Frage das Highlight des Pocophone F1! Dieser Snapdragon 845 ist hier mit 6GB RAM wie auch 64GB oder 128GB Speicher kombiniert.

Aber auch beim Snapdragon 845 gibt es große Leistungsunterschiede. Manche High End Smartphones laufen mit Snapdragon 845 aufgrund von Software Optimierungen oder Kühlung langsamer/schneller.

Wie sieht es beim Xiaomi Pocophone F1 aus? Schauen wir uns dafür einmal ein paar Benchmarks an.

Keine Überraschungen bei den Benchmarks des Pocophone F1. Dieses ordnet sich zwischen dem ASUS Zenfone 5z und dem Sony Xperia XZ2 ein.

Das OnePlus 6 liegt in den meisten Benchmarks noch ein Stück vor dem Pocophone F1, was aber auch nicht überrascht, denn das OnePlus 6 ist das mit Abstand schnellste Smartphone mit Snapdragon 845.

Andere Smartphones wie das LG G7 oder Sony Xperia XZ2 werden aber konstant von Pocophone F1 in allen Benchmarks geschlagen, trotz des gleichen SoCs. Kurzum eine super Leistung für solch ein günstiges Smartphone!

 

Das Pocophone F1 im Alltag

Allerdings sind Benchmarks nur das eine, die Praxis das andere. Allerdings spiegelt die Praxis hier die Hervorragenden Benchmark Ergebnisse vollstens wieder!

MIUI ist bekannt dafür eine recht gut optimierte Benutzeroberfläche/Software zu sein. Dies in Kombination mit der sehr leistungsfähigen Hardware ergibt eine klasse Nutzererfahrung.

Die Benutzeroberfläche läuft absolut flüssig und auch die typischen Apps wie Facebook, Instagram usw. starten unheimlich schnell und laufen dann natürlich perfekt.

Selbst wenn viele Elemente wie Bilder nachgeladen werden müssen gibt es keine merkliche Verlangsamung des Smartphones. Dies liegt natürlich auch am schnellen verbauten WLAN und LTE Modul.

Letzteres unterstützt natürliche alle deutschen Netzte und Bänder und satte 1000Mbit/s im Download. WLAN wird nach dem ac Standard unterstützt mit einem Tempo von bis zu 866Mbit/s auf dem 5GHz Band.

Hierdurch gehen auch große App Downloads rasend schnell, sofern natürlich Eure Internetleitung mitspielt.

Spiele laufen natürlich auch ziemlich perfekt auf dem Pocophone F1. Xiaomi wirbt mit einer „Flüssigkeitskühlung“ beim F1, was sicherlich etwas Marketing ist, aber grundsätzlich sieht die von Xiaomi gewählte Kühllösung sehr vernünftig aus.

Ich konnte keine nennenswerte Verlangsamung des Smartphones bei durchgehender Last beobachten, klasse!

Ein kleiner bzw. großer Nachteil am Pocophone F1 ist das Fehlen des Widevine L1 Kopierschutzes! (Quelle) Hierdurch kann das F1 leider aktuell keine HD Inhalte von Netflix oder Amazon Prime Video wiedergeben.

Solltet Ihr diese Plattformen viel auf Eurem Smartphone nutzen, kann dies natürlich ein großer Nachteil sein.

 

Akku

Das Pocophone F1 verfügt über einen riesigen 4000mAh Akku. Dies ist besonders beeindruckend wenn man bedenkt was für ein Aufsehen Samsung beim Galaxy Note 9 aufgrund des „riesigen“ 4000mAh erreicht hat.

Für Xiaomi sind aber große Akkus weniger etwas Besonderes. Aber natürlich ist ein großer Akku schön und gut, aber oftmals wichtiger ist der Energiehunger der restlichen Komponenten, wie auch Software Optimierungen.

Von daher wie schlägt sich das Pocophone F1 in meinem Standard Akku Test? Hier teste ich eine bunte Mischung aus Webbrowsen, Social Media, leichtem Gaming usw.

Das F1 erreichte dabei satte 8,5 Stunden Nutzungszeit! Setzt Ihr das Smartphone unter eine konstante Gaming Last und dreht das Display voll auf, sinkt die Laufzeit auf knapp 5 Stunden.

Dennoch sind dies hervorragende Werte! Selbst intensiv Nutzer sollten problemlos mit dem Xiaomi Pocophone F1 durch den Tag kommen, wenn nicht sogar durch zwei Tage.

Normalnutzer werden vermutlich 2-3 Tage schaffen.

Das Pocophone F1 nutzt Quick Charge 3.0 als Schnellladestandard. Hier kann dieses bis zu 15,2W aufnahmen.

Eine vollständige Ladung von 0 -> 100% dauert 135 Minuten am originalen Ladegerät. Allerdings bereits nach 70 Minuten werden 70% erreicht, danach fällt die Ladegeschwindigkeit massiv ab. Dies ist aber ein völlig normales Verhalten.

 

Testfazit zum Pocophone F1 von Xiaomi

Das Pocophone F1 räumt die Mittelklasse auf, so könnte man das Fazit des Tests gut zusammenfassen!

Xiaomi hat es gerafft mit dem Pocophone F1 das mit Abstand Preis/leistungsstärkste Smartphone des Jahres auf den Markt zu bringen. Dieses kann ohne Probleme in fast allen Belangen die typischen Mittelklasse Geräte wie das Nokia 7 Plus oder BQ Aquaris X2 überbieten.

Ich würde sogar fast sagen das Pocophone F1 ist näher an der Oberklasse als an der Mittelklasse, wo dieses preislich eigentlich positioniert ist.

Dabei kann das Smartphone nicht nur durch den Snapdragon 845 überzeugen, welcher dem Pocophone F1 eine Flaggschiff Performance ermöglicht, sondern auch bei fast allen anderen Punkten.

Das Display sieht klasse aus, auch wenn es etwas heller sein könnte, der Akku hält länger als bei einem Galaxy Note 9 und auch die Verarbeitung und Haptik ist absolut robust und wertig, wenn auch nicht so edel wie bei den typischen Flaggschiffen.

Das Pocophone F1 fühlt sich dadurch aber auch nicht so empfindlich an wie beispielsweise ein Galaxy S9 und Co. Dies ist ein Smartphone welches gefühlt einen deutlich raueren Umgang abkann und nicht nur mit Samthandschuhen angefasst werden muss.

Vermutlich der überraschendste Punkt ist die Kamera. Diese ist schlechter bei einem Galaxy S9 oder Google Pixel 2, aber liegt nur sehr knapp hinter einem OnePlus 6 und ein gutes Stück vor einem Nokia 7 Plus oder BQ Aquaris X2.

Bei Tageslicht oder Sonnenschein produziert das Xiaomi Pocophone F1 nahezu perfekte Aufnahmen, an denen nichts zu bemängeln ist. Aber auch im Low Light macht der recht aktuelle Sony Sensor einen super Job! Hier merkt man zwar, dass ein „richtiges“ Flaggschiff etwas besser ist, aber das Pocophone F1 bricht auch nicht völlig weg.

Vermutlich der größte Kritikpunkt könnte die Software sein. MIUI ist Geschmackssache! Zwar komme ich mit der MIUI Benutzeroberfläche klar, aber würde Android One ganz klar bevorzugen.

Dennoch gerade für Nutzer die das absolute Maximum an Leistung zu einem günstigen Preis suchen, werden aktuell kaum um das Pocophone F1 von Xiaomi herum kommen. Dieses befindet sich in Schlagdistanz zu einem OnePlus 6 und das für nur 329€ von einem deutschen Händler.

Ich bin geneigt zu sagen das Xiaomi Pocophone F1 bietet eine Rekord Preis/Leistung!

Positiv

  • Hervorragende Leistung
  • Gute bis sehr gute Kamera
  • Gute Lautsprecher
  • Gutes Display…..
  • Solide und massive Haptik

Neutral

  • Kein Wasserschutz

Negativ

  • …. Display könnte etwas heller sein
  • MIUI ist Geschmackssache

Die RAVPower RP-PB080 10400mAh Powerbank mit QI Ladepad im Test

Kabelloses Laden wird immer wichtiger dank der Unterstützung der beiden größten Hersteller, Samsung und Apple.

Hierdurch gibt es auch immer mehr passendes Zubehör, Ladegeräte usw. Noch recht neu sind QI Powerbanks, also Powerbanks welche auf der Oberseite ein kabelloses Ladepad besitzen. Eins der interessantesten Modelle hier auf dem Markt stammt von RAVPower.

Die RP-PB080 soll mit einem besonders starken und guten QI Ladepad überzeugen, welches auch RAVPowers HyperAir Technologie unterstützt. Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob und wie gut das Ganze funktioniert. Neugierig?

 

Die RAVPower RP-PB080 10400mAh Powerbank mit QI Ladepad im Test

Die RAVPower RP-PB080 ist für ihre Kapazität eine recht große Powerbank, was natürlich auf das integrierte QI Pad zurückzuführen ist.

Mit 162 x 80 x 23mm ist die RP-PB080 durchaus noch als portabel zu betrachten, aber wenn es Euch um ein besonders gutes Größen- zu Kapazitätsverhältnis geht, ist dies nicht die Powerbank für Euch.

Dafür gefällt mir das Gehäuse und auch das Design recht gut! RAVPower setzt bei der RP-PB080 auf ein mattes Kunststoff Gehäuse in einer gehobenen Qualität. Dieses fühlt sich zwar nicht ganz so massiv an, was aber daran liegt dass das Innere nicht komplett mit Akkuzellen ausgekleidet ist.

10400mAh ist dennoch eine sehr ordentliche Kapazität welche es erlaubt ein normales Smartphone 2-3 mal gut aufzuladen.

Beim Design verfolgt RAVPower einen sehr schlichten aber edlen Ansatz. Die Powerbank hebt sich ganz klar von den 08/15 Modellen auf dem Markt ab.

Aber letztendlich kommt es natürlich weniger auf die Optik an und viel mehr auf die Funktion. Was hat hier die RAVPower RP-PB080 zu bieten?

Auf der Front finden wir zunächst einen microUSB Eingang wie auch einen USB Ausgang. Der microUSB Eingang erlaubt laut Hersteller das Aufladen der Powerbank mit bis zu 5V/2A. Ein solides Standard Tempo.

Der USB Ausgang bietet 5V 2,4A und ist mit RAVPowers iSmart Technologie verfeinert. iSmart soll das angeschlossene Gerät erkennen und dementsprechend den Ladevorgang anpassen.

Der wahre Grund für die Existenz dieser Powerbank ist allerdings das QI Ladepad welches auf der Oberseite integriert ist.

Hier muss man RAVPower direkt einmal loben, denn die QI Kontaktfläche auf der Oberseite ist sehr schön stark gummiert, so dass Glassmartphones nicht direkt von dieser herunterrutschen! Und ja dies bestätigt sich auch in der Praxis.

Zudem setzt RAVPower auf ein recht starkes QI Pad mit einer Leistung von bis zu 7,5W, welches zudem die HyperAir Technologie nutzt. Hitze kann beim kabellosen Aufladen von Smartphones ein großes Problem sein. HyperAir soll hier aufgrund von besonderen Materialien und einem speziellen Ladechip, welcher die Ladefrequenz gezielt auf Apple oder Samsung Smartphones abstimmt, für ein besonders effizientes, kühles und somit schnelles Aufladen sorgen.

Natürlich ist die RAVPower RP-PB080 nicht nur mit Apple oder Samsung Smartphones kompatibel, sondern mit allen QI fähigen Smartphones.

Auf der Front der Powerbank befindet sich zu guter Letzt ein Einschalter welcher für das QI Pad benötigt wird. Für das QI Pad ist zudem eine kleine Status LED an der Seite der Powerbank untergebracht welche Euch den Ladestatus informiert. Natürlich sind zudem auf der Oberseite auch vier LEDs intrigiert welche die verbleibende Restladung anzeigen.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbanks bis sie sich von alleine abschalteten oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt. Daraufhin wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen. So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

Das gemessene Ergebnis in Wh rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V (teilweise auch 3,6V) bezieht. Es wäre zwar genauer mit der Wh Angabe zu rechnen, aber für eine bessere Vergleichbarkeit bleibe ich beim mAh.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Zum Messen der Ladegeschwindigkeit nutze ich diverse Messgeräte. Achtung! Einige der günstigeren USB Multimeter können die Ladegeschwindigkeit verfälschen.

Für die Ladetests verwende ich zudem „standardisierte“ Ladekabel. Das verwendete Ladekabel hat durchaus einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit von Smartphones! Mehr zu dem Thema hier.

Für microUSB nutze ich ein Anker Powerline+ Kabel, für Apple Lightning das originale Apple Kabel und für USB C das Kabel von AUKEY. Dies sind nicht zwingend die „besten“ Kabel für die maximale Ladegeschwindigkeit, gerade das Apple Lightning Kabel ist eher mittelmäßig, aber so haben alle Powerbanks gleiche Bedingungen. Hier meine Tipps für die aktuell besten Ladekabel: Die besten Smartphone Ladekabel, welche sind empfehlenswert?

Weitere interessante Artikel:

 

Messwerte

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Diese wird bei der RP-PB080 von RAVPower mit 10400mAh angegeben, messen konnte ich 9564mAh bzw. 35,387Wh.

Dies entspricht satten 92% der Herstellerangabe! Warum sind 92% so gut wenn doch 8% fehlen? Die Herstellerangabe bezieht sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen.

Allerdings ist das Entladen dieser aufgrund von diversen Spannungsumwandlungen nicht zu 100% effizient. Es geht immer etwas Energie in Wärme verloren, hier kann man in der Regel von einem Verlust von ca. 10-20% ausgehen. Dies gilt für alle Powerbanks! Ein Verlust von lediglich 8% kann man also als sehr gut einstufen!

Wichtig! Dieser Verlust gilt für das Nutzen des USB Ports! Nutzt Ihr das kabellose Laden der Powerbank ist der Verlust deutlich höher, da kabelloses Laden deutlich ineffizienter ist. Unterwegs würde ich wenn möglich am normalen USB Port laden.

Kommen wir damit auch zu diesem. Der USB Port verfügt wie beworben über 2,4A und besitzt praktisch eine solide Ladegeschwindigkeit. Das iPhone X lädt mit 1,44A, das S9+ mit 1,27A, das iPad Pro mit 2,29A und die Nintendo Switch mit 1,42A.

Hier ist noch etwas Luft nach oben! Dies wird vermutlich an der etwas geringen Spannung auf dem USB Port liegen (4,9x). Dennoch sind dies absolut praxistaugliche Geschwindigkeiten.

Wie beworben funktioniert das kabellose Aufladen in Kombination mit dem iPhone X und Samsung Galaxy S9 problemlos. Leider kann ich natürlich nicht genau messen wie schnell das kabellose Laden ist.

Allerdings erreicht das iPhone X beispielsweise 15% Akku in 30 Minuten. Für das kabellose Aufladen geht dies völlig in Ordnung, auch wenn es natürlich nicht rasant schnell ist. Viel schneller geht es beim iPhone X beispielsweise gar nicht.

Die Powerbank kann im Übrigen gleichzeitig aufgeladen werden und kabellos Aufladen. Allerdings geht dann das Laden der Powerbank selbst natürlich deutlich langsamer.

 

Fazit

Qi Powerbanks sind immer so eine Sache. Ihr wollt wenn möglich unterwegs Eurer Smartphone gar nicht kabellos aufladen. Dies ist zum einen deutlich ineffizienter, zum anderen langsamer als das normale kabelgebundene Laden.

Dies gilt auch für die RAVPower RP-PB080 10400mAh Powerbank! Warum dann aber überhaupt eine QI Powerbank kaufen? Ich sehe das Ganze eher als eine Art Back-up.

Ihr könnt die RAVPower RP-PB080 zu Hause einfach permanent am Netz lassen und als QI Pad nutzen. Hier bietet die RP-PB080 eine sehr gute Performance und die Möglichkeit diverse Smartphones kabellos schnell zu laden.

Sollte Euer Smartphone dennoch nicht rechtzeig voll sein, oder Ihr habt vergessen es zu laden, könnt Ihr die Powerbank einfach mitnehmen und den Rest unterwegs im Optimalfall per Kabel zu Ende laden.

Gegenüber anderen QI Powerbanks hat hier die RAVPower den Vorteil, dass diese über das beste QI Ladepad verfügt, das ich bisher in solchen Powerbanks gesehen habe. Auch wird die Kapazität die RAVPower bewirbt sehr gut erfüllt und auch das Gehäuse ist sehr vernünftig, wenn auch recht groß.

Sollte Euch also das Konzept gefallen einer Powerbank mit QI Ladepad und Ihr legt auf ein schnelles kabelloses Laden Wert, ist die RP-PB080 von RAVPower die bisher beste Powerbank dieses Typs, die ich im Test hatte!

Das Samsung Galaxy Tab S4 im Test, das beste Android Tablet 2018!

Mit dem Galaxy Tab S4 SM-T830N hat Samsung vor kurzem sein neustes Flaggschiff Tablet vorgestellt. Dieses soll sich natürlich primär gegen Apples iPad Pros und die erstarkten Huawei Modelle bewähren.

Das Highlight des Galaxy Tab S4 ist sein AMOLED Display, welches aktuell nur bei Samsung Tablets zu finden ist. Aber auch ein neues Lautsprecher System, mehr Leistung und ein Digitizer sollen das Tablet von der Masse abheben und die Gunst des Käufers erwerben.

Allerdings will Samsung auch für das Galaxy Tab S4 rund 700€, was durchaus ein stolzer Preis ist.

Ist dieser doch recht hohe Preis für das Galaxy Tab S4 angemessen? Finden wir es im Test heraus!

 

Das Samsung Galaxy Tab S4 SM-T830N im Test

Das Galaxy Tab S4 SM-T830N ist Samsungs aktuelles High End Tablet und dies sieht man diesem auch deutlich an.

Gerade die Materialwahl strahlt eine sehr hohe Wertigkeit aus. Samsung setzt beim Tab S4 auf eine Glas Aluminium Mischung. Rückseite und Front sind wie auch bei Samsungs aktuellen Smartphones aus Glas gefertigt und von einem Aluminiumrahmen eingefasst.

Aufgrund der geringen Dicke von gerade einmal 7,1 mm und den vergleichsweise kleinen Rahmen strahlt das Tablet durchaus eine gewisse Modernität aus, auch wenn das Design ansonsten recht unspektakulär ist.

Was ich etwas ungewöhnlich finde, ist Samsungs Entscheidung das Design des Tablets auf eine hochkant Nutzung auszulegen. Sowohl die Kamera auf der Front, wie auch die Kamera auf der Rückseite und die Schriftzüge sind dementsprechend angeordnet.

Beim Displayformat nutzt Samsung das 16:10 Format, wodurch das Tablet deutlich schmaler ausfällt als ein iPad, welches auf den 4:3 Formfaktor setzt.

Was nun besser ist hängt von Eurem Geschmack ab. 16:10 ist besser für den Medien Konsum, 4:3 besser für eine hochkant Nutzung und die produktiv Nutzung.

Die produktiv Nutzung ist allerdings dennoch etwas was Samsung beim Galaxy Tab S4 mehr forciert denn je. Neben einem Stylus, welcher mit im Lieferumfang liegt, bietet Samsung auch ein Tastatur Cover an.

Dieses wird direkt über Kontaktpunkte auf der Unterseite (im quer Format) verbunden. Über die Nutzung eines Android Tablets für die produktiv Nutzung kann man sicher streiten, aber besser eine Option mehr als eine weniger.

Auch das Samsung einen Stylus bereits beilegt ist positiv zu bewerten, auch wenn man diesen leider nicht im Tablet verstauen kann.

Gehen wir um das Galaxy Tab S4 einmal herum. Auf der Front finden wir das 10,5 Zoll große Display wie auch eine 8 Megapixel Frontkamera gemeinsam mit einem Iris Scanner.

Der USB C Ladeport ist gemeinsam mit dem Kopfhöreranschluss auf der Unterseite angebracht. Samsung setzt beim Tab S4 erfreulicherweise auf gleich vier Lautsprecher, wovon sich zwei oben und zwei unten am Tablet befinden. Dreht Ihr das Tablet in das Querformat habt Ihr einen Stereo Klang.

Der Einschalter ist gemeinsam mit der Lautstärkewippe am rechten Rand zu finden. Auf der Rückseite ist zu guter Letzt die 13 Megapixel Hauptkamera und ein LED Blitz.

 

Software

Samsung setzt bei seinem Galaxy Tab S4 mal wieder auf seine bekannte Benutzeroberfläche, welche auf Android 8.1 basiert.

Diese ist ganz klar was den Funktionsumfang angeht eine der ausgeprägteren Benutzeroberflächen die man finden kann.

Dies beginnt bei den Einstellungsmöglichkeiten und endet bei Spielchen wie dem Game-Center, welches Euch erlaubt Videos von Spielen mitzuschneiden oder einem Passwort Manager.

Allerdings ist die Samsung Benutzeroberfläche auch teilweise etwas zu voll. Beispielsweise findet sich auf dem Tablet neben dem Google Play Store auch ein Samsung „Galaxy“ App Store.

Neben dem Google Assistent ist auch hier Bixby vertreten. Dies lässt das Galaxy Tab S4 recht voll und vielleicht auch etwas überladen erscheinen, aber dies ist natürlich Geschmackssache.

Bei meinem 64GB Tablet waren von Haus aus noch 50,7GB frei.

 

Display

Das Display des Samsung Galaxy Tab S4 ist sicherlich das wichtigste Verkaufsargument. Samsung setzt hier auf ein AMOLED Panel, welches abseits Samsung Tablets aktuell noch einmalig ist.

Das 10,5 Zoll Display löst dabei sogar mit guten 2560×1600 Pixeln auf und ja man sieht bei 10,5 Zoll durchaus einen gewissen Unterschied zu Full HD was die Schärfe betrifft.

Aber wie sieht es abseits davon aus? Sehr gut! AMOLED ist die Zukunft, was man auch dem Tab S4 ansieht.

Das Display wirkt extrem scharf und satt, was natürlich auch an den perfekten Kontrasten der AMOLED Technologie liegt. Habt Ihr einen Film mit schwarzen Balken oben und unten bilden diese einen fast perfekten Übergang zum schwarzen Rahmen des Displays, wodurch diese weniger ins Auge stechen.

Auch die maximale Helligkeit ist gut, wodurch die Nutzung im Freien durchaus möglich ist, sofern es nicht zu einer direkten Sonneneinstrahlung kommt.

Lediglich bei sehr steilen Blickwinkeln kann es zu einer Art Farbverschiebung kommen, welche aber deutlich schwächer ist als bei einem Google Pixel 2 XL und somit im normalen Alltag kaum stört.

 

Lautsprecher

Samsung setzt beim Galaxy Tab S4 erfreulicherweise auf gleich vier Lautsprecher, welche angeblich von AKG „getunt“ wurden. AKG wurde von Samsung übernommen, daher heißt dies allerdings vermutlich nicht sonderlich viel.

Aber man muss Samsung für die Lautsprecher des Tab S4 durchaus loben! Die Lautsprecher sind absolut klar, sauber und ausreichend laut.

Durch ihre Anzahl schafft es das Tablet auch durchaus eine gewisse Bühne darzustellen. Das Galaxy Tab S4 klingt sogar relativ voll für ein Tablet. Zwar ist das Apple iPad Pro immer noch der Lautsprecher König unter den Tablets, aber das Tab S4 ist recht dicht dran!

Dieses hat bisher die besten Lautsprecher die ich bei einem Android Tablet gehört habe.

 

Kamera

Das Samsung Galaxy Tab S4 verfügt über eine 13 Megapixel Hauptkamera mit einer f1.9 Blende. Ganz klar gesagt es handelt sich hier um ein Tablet, dieses ist nicht gemacht um damit groß zu fotografieren oder zu filmen.

Aber sollte man dies doch mal machen, wie steht es dann um die Qualität?

Meine Testbilder sind wie üblich nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen. Beim Anklicken der Aufnahmen wird die volle Qualität geladen! Mobile Nutzer aufgepasst!

Die Bilder des Galaxy Tab S4 sind schon einmal besser als die des Galaxy Tab A 10.5, was aber auch keine große Leistung ist.

Fotos des Tab S4 sind in Ordnung, sofern das Licht stimmt. Aber man sieht ganz klar, dass hier eher das Kameramodul eines 200€ Smartphones verbaut ist.

Gerade die Dynamik ist sehr mäßig, wie auch die Low Light Performance. Habt Ihr sehr unproblematische, gleichmäßige Lichtbedingungen, sind mit dem Tab S4 durchaus ordentliche Aufnahmen zu erreichen.

Gibt es aber ungleichmäßiges Licht, ein sehr heller Himmel, ein Fenster durch welches Licht scheint, Reflexionen usw. bekommt das Tablet merklich Probleme. Ebenso sinkt die Bildqualität bei Dunkelheit sehr schnell!

Kurzum die Hauptkamera des Tab S4 reicht für mal nen Schnappschuss, aber wer bei einem 700€ Tablet eine Flaggschiff Kamera erwartet wird enttäuscht.

Ein wenig positiver würde ich die Front-Kamera bewerten. Diese bietet mit ihren 8 Megapixeln eine sehr solide Qualität, selbst wenn man diese abseits von reiner Video-Telefonie nutzt.

 

Leistung und Benchmarks

Samsung setzt bei seinem Galaxy Tab S4 auf den Qualcomm Snapdragon 835. Der Snapdragon 835 ist der 2017er High End SoC aus dem Hause Qualcomm, welcher beispielsweise auch beim Google Pixel 2 XL, dem amerikanischen Galaxy S8 oder auch HTC U11 zum Einsatz kam.

Es liegt hier ein wenig die Vermutung nahe, dass Samsung noch ein paar der Chips auf Lager hatte und diese günstig im Tab S4 nutzen konnte.

Allerdings muss dies ja nichts Schlechtes sein. Der Snapdragon 835 ist weiterhin ein absoluter Spitzenchip, welcher mehr Leistung bietet als so ziemlich alle SoCs der mittleren/oberen Mittelklasse.

Der Snapdragon 835 ist im Galaxy Tab S4 SM-T830N mit 4GB RAM kombiniert, was eine solide Menge ist.

Schauen wir uns in paar Benchmarks an um die Leistung des Tablets besser einschätzen zu können.

Ich weiß nicht woran es liegt, ob Samsung beim Tab S4 einfach den Prozessor sehr gut kühlt wodurch, dieser schneller läuft, oder ob vielleicht das Power Target aufgrund der Tablet Bauform etwas höher gesetzt wurde.

Allerdings rennt der Snapdragon 835 unheimlich gut im Tab S4! Dies ist das schnellste Snapdragon 835 Gerät das ich bisher gesehen habe!

Im Antutu Benchmark kann das Galaxy Tab S4 beispielswiese das LG V30 (ebenfalls Snapdragon 835) um gute 12% hinter sich lassen. Auch der Rückstand auf das neue Samsung Galaxy Note 9 liegt gerade einmal bei 17%.

Im PCMark Work 2.0 Benchmark, wo Samsung Geräte traditionell sehr schlecht abschneiden, kann das Tab S4 sogar das Note 9 um 16% schlagen und ist mit Abstand das beste Samsung Gerät.

Kurzum die Benchmarks sehen sehr gut aus! Leistung hat das Tab S4 ohne Frage.

 

Das Galaxy Tab S4 im Alltag

Ganz grob gesagt, das Galaxy Tab S4 läuft so gut wie man dies von einem 700€ Gerät im Jahr 2018 erwarten darf, also ziemlich perfekt!

Die Benutzeroberfläche verhält sich beispielsweise absolut flüssig und weich. Auch das Starten von Apps geht sehr flott, selbst wenn diese etwas größer oder aufwendiger sind.

Hierbei kann man das Galaxy Tab S4 sogar durchaus als „Spiele-Tablet“ bezeichnen. Der Snapdragon 835 hat keine Probleme damit das 2K Display zu befeuern auch wenn es etwas aufwendiger wird.

Nach Aktuellem Stand ist das Galaxy Tab S4 nunmal das leistungsstärkste Android Tablet auf dem Markt, was man diesem auch anmerkt. Spiele die das Tablet in die Knie zwingen gibt es nicht, außer vielleicht irgendwelche Emulatoren, welche aber ebenfalls sehr gut auf dem Tab S4 laufen.

Auch das Webbrowsen verläuft sehr schon schnell, was sicherlich auch an dem guten Verbauen WLAN Modul liegt. Das Tablet schafft laut Samsung WLAN nach dem ac Standard mit einem 2×2 MIMO.

Dies kann ich auch bestätigen! Das S4 konnte sich mit 867Mbit an meinem WLAN Router anmelden.  Dies ist natürlich ausreichend schnell für 4K Streaming, große App Downloads usw.

Meine DSL 100K Leistung kommt voll auf dem Tablet an!

Positiv loben musst ich den beiliegenden Stylus. Dieser mag zwar vielleicht nicht ganz so präzise sein wie der Apple Stift, aber mir gefällt die Textur der Spitze und das Schreibgefühl besser als bei Apples Produkt.

Punktabzug gibt es aber für die Iris Scanner und die Gesichtserkennung. Wie auch das Samsung Galaxy S8/S9 bringt das Tab S2 eine Gesichtserkennung und einen Iris Scanner mit, welche gemeinsam arbeiten um das Tablet zu entsperren.

Leider funktioniert dies beim Tab S2 NICHT gut! Im Querformat kann man die Gesichtserkennung und den Iris Scanner meist völlig vergessen, da diese am linken Rand angebracht sind, da wo man diese meist mit der Hand verdeckt.

Aber selbst wenn man dies nicht macht, hat das Tablet aufgrund der schrägen Betrachtung Probleme Euch zu erkennen. Samsung empfiehlt für das entsperren die Kamera vor Eurem Gesicht zu zentrieren, was natürlich dämlich ist. In der Zeit die der Gesichtsscanner braucht hat man einen Pin schon zweimal eingegeben. Auch hochkant gibt es ähnliche Probleme.

 

Akku

Das Samsung Galaxy Tab S4 verfügt über einen 7300mAh Akku, was eine solide Kapazität für ein Tablet dieser Klasse ist.

Aber letztendlich hängt die Akkulaufzeit nicht nur von der reinen Kapazität des Akkus ab, sondern auch von Energie-Effizienz der restlichen Komponenten.

Von daher, wie steht es um die Akkulaufzeit des Tab S4?

In meinem Standard Test mit einer bunten Mischung aus Webbrowsen, Social Media, leichtem Gaming, Video usw. erreichte das Tablet eine Laufzeit von 7-7,5 Stunden, dies bei einer mittleren Display Helligkeit.

Dreht Ihr das Display voll hoch, sinkt die Laufzeit auf 5,5 Stunden. Im Gegenzug schaut Ihr nur Videos auf dem Tablet erreicht dieses knappe 10 Stunden.

Damit ist das Galaxy Tab S4 kein Akkuwunder, aber solider Performer.

 

Fazit

Ihr sucht das beste und vor allem Leistungsstärkste Android Tablet im Jahr 2018? Dann habt Ihr dieses mit dem Samsung Galaxy Tab S4 gefunden!

Der Snapdragon 835 verhilft dem Galaxy Tab S4 zu einer sehr hohen Leistungsfähigkeit, welche sich sowohl in Benchmarks wie aber auch in der Praxis wiederspiegelt. Das Tab S4 ist das schnellste Gerät mit dem Snapdragon 835 das mir bisher untergekommen ist.

Aber auch die Alltags-Performance ist hervorragend. Die Benutzeroberfläche läuft flott, webbrowsen geht rasend schnell und selbst Spiele laufen sehr gut auf dem Tablet.

Das wahre Highlight des Galaxy Tab S4 ist aber natürlich das AMOLED Display, welches wie üblich mit herausragenden Kontrasten, klaren und kräftigen Farben wie auch einer guten Helligkeit punkten kann. Zwar ist das AMOLED Display eines Note 9 noch mal ein gutes Stück beeindruckender, aber viel besser geht es bei einem Tablet aktuell nicht.

Passend dazu sind die Lautsprecher Samsung ebenfalls gut gelungen. Diese sind laut und recht kräftig, für Tablet Verhältnisse.

Akkulaufzeit, Verarbeitung und auch den Stylus kann man zudem als ganz klar positiv einstufen.

Wo liegen aber die Schwächen des Samsung Galaxy Tab S4, dieses wird doch nicht perfekt sein? Sofern Ihr auf eine gute Kamera in Eurem Tablet wert legt, könntet Ihr etwas enttäuscht werden. Diese ist beim S4 Okay, aber nicht dem Preis von 700€ würdig.

Auch die Gesichtserkennung /Iris Scanner funktioniert nur sehr mäßig aufgrund des Tablet Formfaktors. Dies war es aber auch schon im Großen und Ganzen mit negativen Punkten.

Sucht Ihr also das beste und leistungsfähigste Android Tablet könnt Ihr beim Samsung Galaxy Tab S4 SM-T830N sorglos zugreifen. Auch der Preis von 600-700€ geht in Ordnung.

Habt Ihr Euch allerdings noch nicht auf Android als Betriebssystem festgelegt, würde ich mir doch einmal das iPad Pro ansehen. Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen, dieses ist doch noch ein Stück besser als das Galaxy Tab S4 und zum aktuellen Zweipunkt nicht groß teurer. Apple investiert mehr „Leidenschaft“ in seine Tablets als es aktuell bei den Android Herstellern der Fall ist und dies merkt man durchaus an einigen Punkten im direkten Vergleich.

Das Samsung Galaxy Tab S4 SM-T830N bleibt aber dennoch das beste Android Tablet aktuell auf dem Markt.

Positiv

  • Sehr gute Haptik
  • Sehr gute Lautsprecher
  • AMOLED Display mit tollen Kontrasten
  • Gute Akkulaufzeit
  • Sehr leistungsstark und hohes Arbeitstempo
  • Schnelles WLAN

Negativ

  • Kamera mäßig
  • Gesichtserkennung und Iris Scanner schwach

Das Samsung Galaxy Tab A 10.5 2018 im Test, Samsungs bestes Allround-Tablet!

Mit dem Galaxy Tab A 10.5 SM-T590N hat Samsung in Q3 2018 sein neuestes Allroundtablet der Öffentlichkeit vorgestellt, welches ich mir natürlich prompt für einen Test bestellt habe.

Das Galaxy Tab A 10.5 soll die vernünftige Wahl darstellen, für alle Nutzer die ein gutes Tablet suchen aber nicht gleich 600€ oder mehr ausgeben wollen.

Samsung hat sich bei diesem 300€ Tablet auf die wichtigen Features konzentriert, anstelle das Tablet unnötig mit Funktionen voll zustopfen, die kaum ein Nutzer auch braucht.

Natürlich ist dieses mit 300€ ohne Frage auch noch alles andere als günstig, aber Qualität hat ihren Preis. Wobei sich hier natürlich die Frage stellt, bietet das Samsung Galaxy Tab A 10.5 genug Leistung um seinen Preis gerecht zu werden und um sich gegen die Tablets von Huawei oder Amazon durchzusetzen?

Dies gilt es im Test des Samsung Galaxy Tab A 10.5 herauszufinden! Neugierig?

Das Samsung Galaxy Tab A 10.5 im Test

Das Samsung Galaxy Tab A 10.5 ist wie der Name schon sagt ein 10,5 Zoll Tablet, welches damit „normal groß“ für ein Tablet ausfällt.

Verglichen mit einem Apple iPad wirkt das Galaxy Tab A allerdings etwas schmaler, was daran liegt, dass Samsung auch hier wieder auf ein 16:10 Format setzt, während Apple am 4:3 Format festhält.

Was nun besser ist, ist Geschmackssache. Das 16:10 Format ist für Filme und Spiele besser, das 4:3 Formt für eine Hochkant Nutzung/zum Lesen. Ich schaue primär auf meinen Tablets Videos, von daher bevorzuge ich das hier gewählte 16:10 Format.

Wofür ich aber Samsung kritisieren muss ist die Materialwahl! Das ein 300€ Tablet nicht unbedingt aus Glas bestehen muss ist klar, aber Samsung setzt beim Galaxy Tab A 10.5 auf einen sehr stark gummierten Kunststoff für den Rahmen und die Rückseite.

Diese gummierte Oberfläche fühlt sich okay an, ist aber unheimlich empfindlich was Fingerabdrücke und generellen Verschleiß angeht. Ich bin mir sicher, dass nach x Monaten an den Stellen wo man das Tablet hält eine permanente Abnutzung/Flecken sehen wird.

Auch an den Kanten des Tablets wird es sicher zu einem Verschleiß kommen. Hier wäre ein normaler Kunststoff die bessere Wahl gewesen, zu mindestens meiner Meinung nach.

Was die Optik angeht setzt Samsung auf ein sehr dezentes und schlichtes Design. Das Galaxy Tab A 10.5 wirkt nicht billig, aber man sieht und fühlt das dieses auch nicht Samsungs Flaggschiff ist.

Gehen wir einmal um das Galaxy Tab A 10.5 herum. Auf der Front finden wir das 10,5 Zoll große Display mit Full HD Auflösung, wie auch eine 5 Megapixel Frontkamera.

Die Rahmen des Displays sind für ein Tablet nicht übermäßig groß, aber auch nicht sonderlich schlank.

Den Einschalter/Ausschalter wie auch die Lautstärkewippe finden wir am rechten bzw. oberen Rand, je nachdem wie Ihr das Tablet haltet. Hier ist auch ein Einschub für eine microSD Speicherkarte zu finden bzw. die SIM Karte sofern Ihr die Version mit LTE gewählt habt.

Zwei Öffnungen für die Lautsprecher sind auf der Unterseite gemeinsam mit dem USB C Ladeport angebracht Zwei weitere Lautsprecheröffnung sind gemeinsam mit dem 3,5mm Kopfhöreranschluss auf der Oberseite zu finden.

Haltet Ihr das Tablet quer, habt Ihr einen Stereo Klang beim Galaxy Tab A 10.5! Super! Wenn Ihr das Tablet quer haltet befindet sich auch ein Tastatur -Verbinder für ein Tastatur-Cover am Galaxy Tab A 10.5.

Auf der Rückseite ist abschließend die 8 Megapixel Kamera und ein LED Blitz zu finden.

 

Software

Aufseiten der Software gibt es keine großen Überraschungen. Hier finden wir Samsungs Standard Benutzeroberfläche mit all ihren Vor- und Nachteilen. Immerhin basiert das Samsung Galaxy Tab A 10.5 bereits auf Android 8.1.

Ein Update auf 9.0 ist noch nicht angekündigt, wird aber vermutlich kommen.

Samsungs Benutzeroberfläche ist leider mal wieder recht überladen. Es gibt viele doppelte Apps, beispielsweise neben dem Google Play Store gibt es auch den Galaxy App Store, welchen vermutlich niemand jemals nutzen wird.

Auch sind einige Microsoft Apps (Office und OneDrive) vorinstalliert. Sonstige 3. Anbieter Apps hat sich Samsung gespart.

Auch ist die Benutzeroberfläche was Features und Funktionen angeht sicherlich eine der umfangreicheren die man finden kann.

 

Display

Das Galaxy Tab A 10.5 verfügt über ein 10,5 Zoll Full HD Display im 16:10 Format. Im Gegensatz zum großen Galaxy Tab S4 handelt es sich beim Display des Galaxy Tab A 10.5 um ein normales IPS Panel.

Samsung kann gute Displays bauen, was man auch hier sieht. Farben sind kräftig und leuchtstark, Kontraste solide und auch die Schärfe soweit Okay.

Wenn man sich das Tablet dicht vor die Augen hält, fällt zwar auf, dass Schrift nicht ganz gestochen scharf ist, aber auf eine normale Lesedistanz oder bei Filmen passt alles.

Auch ist die Helligkeit für den Innen-Einsatz mehr als ausreichend. Eine Nutzung im Freien ist auch grundsätzlich gut möglich.

Unterm Strich würde ich das Display als angemessen für die 300-400€ Preisklasse bewerten!

 

Lautsprecher

Es hat zwar gefühlt eine Weile gedauert, aber mittlerweile haben die Hersteller von Tablets erkannt, dass diese auch für Filme genutzt werden.

Dementsprechend verbauen immer mehr Hersteller bessere Lautsprecher in Ihre Tablets, was auch beim Galaxy Tab A 10.5 der Fall ist. Im Gegensatz zum Galaxy Tab A 10.1, welches nur Lautsprecher auf seiner Unterseite hatte, verfügt das Galaxy Tab A 10.5 gleich über vier Lautsprecher, welche im quer Format auch für einen Stereoklang sorgen.

Aber klingen diese vier Lautsprecher des Galaxy Tab A 10.5 auch gut? Sie klingen vernünftig, ja!

Die Lautsprecher klingen relativ voll und satt für ein Tablet, könnten aber für meinen Geschmack etwas klarer und lauter sein.

Allerdings ist dies schon Kritik auf einem etwas höheren Level. Das Galaxy Tab A 10.5 klingt deutlich besser als die meisten älteren Tablets oder auch aktuellen China Tablets.

Allerdings ein iPad Pro, welches natürlich auch deutlich kostspieliger ist, spielt nochmals eine klasse über dem Galaxy Tab.

 

Kamera

Das Galaxy Tab A 10.5 verfügt über eine 8 Megapixel Kamera mit einer Blende von f1.9. Sagen wir es so die Kamera bei einem Tablet ist in der Regel nie der Fokus von einem Hersteller.

Es ist sehr wahrscheinlich das Euer Smartphone eine deutlich bessere Kamera hat, aber urteilt selbst.

Wichtig die Testbilder sind wie üblich nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen. Beim Anklicken der Aufnahmen wird die volle Qualität geladen! Mobile Nutzer aufgepasst!

Die Aufnahmen des Galaxy Tab A 10.5 sind „okay“ aber auch nicht mehr. Die Schärfe passt genau wie die Farben. Aber beispielsweise die Dynamik ist schwach.

Ihr werdet sehr oft Aufnahmen sehen wo der Himmel ein Stück überblendet ist oder die Erde zu dunkel ist.

Bei Innenaufnahmen bricht die Qualität abhängig vom Licht sehr schnell zusammen und die Bilder des Tablets werden unscharf und verwaschen.

Kurzum um mal einen Schnappschuss zu machen oder einen QR Code zu scannen ist die Kamera okay. Allerdings Ihr wollt keine unwiederbringlichen Aufnahmen mit dem Tablet machen!

Ähnliches gilt auch für die 5 Megapixel Frontkamera. Für Videotelefonie passt diese qualitativ, allerdings Selfis auf Instagram posten würde ich nicht mit dem Galaxy Tab A 10.5.

Das klingt jetzt recht negativ, allerdings muss man zur Verteidigung des Galaxy Tab A 10.5 sagen, dass kaum ein anderes Tablet, gerade in dieser Preisklasse hier, etwas Besseres abliefert.

Ganz im Gegenteil, die Kamera ist bei Tablets auf der Prioritäten-Liste der Hersteller einfach sehr weit unten. Lediglich die sehr teuren Tablets haben meist brauchbare Kameras.

 

Leistung und Benchmarks

Samsung setzt beim Galaxy Tab A 10.5 auf den Qualcomm Snapdragon 450 als SoC (Prozessor). Der Snapdragon 450 ist der Leistungsstärkste und aktuellste Chip aus der vierhunderter Serie von Qualcomm.

Die vierhunderter Serie ist allerdings auch die Einsteigerserie. Daher verfügt der Snapdragon 450 auch über 8 Kerne, welche nur mit 1,8Ghz getaktet sind, was nicht übermäßig viel ist.

Auch der RAM fällt mit 3GB konservativ, aber ausreichend groß aus.

Schauen wir uns in Benchmarks doch einmal an was das Tablet so zu leisten vermag.

Samsung Galaxy Tab A 10.5 2018 Antutu Samsung Galaxy Tab A 10.5 2018 Geekbench

Das Samsung Galaxy Tab A 10.5 SM-T590N ist kein Benchmark-Wunder, aber dies überrascht auch nicht. Der Snapdragon 450 ist ein solider Chip, welcher je nach Benchmark mit einem Qualcomm Snapdragon 820 vergleichbar ist, zu mindestens, was den CPU Teil angeht.

Die Single Core Leistung des Snapdragon 450 ist relativ gering, vermutlich unter anderem aufgrund des eher niedrigen Taktes.

Dafür hat der Prozessor relativ viele Kerne, welche dies wieder etwas ausgleichen.

Verglichen mit dem älteren Galaxy Tab A 10.1 2016 hat das Galaxy Tab A 10.5 rund 20-75% zugelegt. 20% wenn man nur die CPU betrachtet, 75% wenn man nur die GPU betrachtet.

Also gerade was die Grafikkarte angeht hat das neue Tablet ein gutes Stück mehr Power.

 

Leistung in der Praxis

Das Samsung Galaxy Tab A 10.5 SM-T590N läuft im Alltag ordentlich! Hier ist dieses mit einem guten 200-250€ Smartphone zu vergleichen.

Apps starten ausreichend flott und großes Ruckeln oder Stottern gibt es beim Galaxy Tab A 10.5 in eigentlich keiner Situation. Auch die Benutzeroberfläche läuft konstant gut, wenn auch nicht butterweich.

Dies scheint aber weniger an der Hardware zu liegen, als an Samsungs Benutzeroberfläche. Mit einem anderen Launcher wirkt das Tablet nochmals ein gutes Stück weicher.

Die grundsätzlich gute Leistung des Tablets fällt auch im Webbrowser auf, wo das Laden selbst von großen Webseite, wie techtest.org, erfreulich schnell geht!

Auch wenn die Webseite geladen ist, verläuft scrollen, zoomen usw. sehr schön flüssig. Plant Ihr das Galaxy Tab primär fürs Webbrowsen zu nutzen werdet Ihr viel Freude an diesem haben!

Ähnliches gilt auch für die Nutzung der typischen Basic Apps wie Youtube, Facebook usw.

Kurzum über die Alltags Leistung kann ich mich wirklich nicht beklagen! Erst wenn es um wirklich große und sehr aufwendige Spiele geht, kann das Tablet an sein Limit gebracht werden.

In der Regel resultiert dies aber nur darin, dass das Spiel seine Qualität etwas reduziert. Ihr werdet es schwer haben ein Spiel zu finden, das gar nicht auf dem Tablet läuft.

Das hohe Tempo bei der Nutzung des Webbrowsers liegt sicherlich auch ein gutes Stück am schnellen integrierten WLAN. Samsung wirbt mit WLAN nach dem ac Standard und 2×2 MIMO, was ich auch bestätigen kann.

Meine DSL 100.000 Leitung kommt problemlos vollständig am Tablet an. Dieses unterstützt Geschwindigkeiten von bis zu 433Mbit, was sehr ordentlich ist!

Große Apps und auch Medien lassen sich schnell herunterladen.

Bonuspunkte gibt es auch für das verbaute GPS Modul, selbst bei der Version ohne LTE!

 

Akku

Das Samsung Galaxy Tab A 10.5 verfügt über einen 7300mAh Akku, was eine gute Kapazität für ein Tablet dieser Größe ist.

Aber natürlich kommt es nicht nur auf einen ausreichend großen Akku an, sondern auch auf energiesparende Komponenten.

Wie sieht es hier beim Galaxy Tab A 10.5 aus? In meinem Standard Test, Webbrowsen, leichtes Gaming, Social Media usw. Erreichte das Tablet knappe 9 Stunden bei einer normalen Displayhelligkeit.

Bei einer reinen Videowiedergabe sind auch gute 10+ Stunden problemlos möglich. Kurzum eine sehr gute Akkulaufzeit

 

Fazit

Das 2018er Samsung Galaxy Tab A 10.5 SM-T590N ist ein klasse Tablet für alle Nutzer die einen einfachen Allorunder suchen, welcher sowohl bei der Wiedergabe von Medien wie auch beim Webbrowsen und Social Media überzeugen kann.

Samsung hat hier einen guten Job gemacht! Beginnend beim starken Display, über gute Quad Lautsprecher bis hin zur Rechenleistung, welche allen gängigen Anwendungen gewachsen ist.

Es macht Spaß das Galaxy Tab A 10.5 zu nutzen und ich kann es grundsätzlich allen Normal-Nutzern mit gutem Gewissen empfehlen!

Aber natürlich hat auch das Samsung Tablet ein paar Schwächen. Mir gefällt beispielsweise die stark gummierte Rückseite nicht, von welcher ich vermute, dass diese nicht gut altern wird. Auch zahlt Ihr sicherlich einen kleinen Samsung Aufschlag für das Tablet, gerade verglichen mit den Konkurrenten aus China.

Dennoch ist das Samsung Galaxy Tab A 10.5 ein gutes Tablet zu einem fairen Preis, Daumen hoch!

Positiv

  • Gutes Display
  • Gute Lautsprecher
  • Starke Alltagsleistung
  • Fairer Preis
  • Sehr gute Akkulaufzeit

Neutral

  • Kameras mäßig
  • Tablet primär auf Hochkant Nutzung optimiert

Negativ

  • Empfindliche gummierte Rückseite