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Das LG V30 im Test, lohnt es sich noch im Jahr 2018?

Wenn man sich ein neues High End Smartphone kaufen möchte, hat man die Qual der Wahl. Gibt man 700-800€ für ein aktuelles Modell aus oder loht es sich vielleicht mehr ein Vorgängermodell zu kaufen?

Beispielsweise das LG V30 welches im September 2017 für 899€ auf den Markt kam, ist im Juni 2018 bereits für 499€ zu erhalten.

Ist dies ein guter Deal? Auf den ersten Blick ist das LG V30 sehr gut gealtert! Glasgehäuse, vollflächiges Display, AI Dual Kamera, kabelloses Laden, OLED Display usw. abseits des neusten Snapdragon 845 ist an sich alles vorhanden was man sich wünschen kann.

Aber lohnt sich das LG V30 im Jahr 2018 immer noch? Oder lieber ein paar Euro für das aktuelle Flaggschiff drauflegen?

Finden wir dies im Test des LG V30 heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an LG für das Ausleihen des V30!

 

Das LG V30 im Test

LG setzt beim V30 auf den aktuell bevorzugten Aufbau von premium Smartphones. Das heißt, Ihr erhaltet ein Smartphone mit einer Glas Vorderseite und Rückseite. Eingefasst ist das Glas von einem Aluminiumrahmen, welcher beim V30 glatt poliert bzw. lackiert ist.

Hierdurch ähnelt der Rahmen den Glasseiten, was dem V30 ein sehr glattes und geschmeidiges Gefühl verleiht.

Ähnlich wie auch Samsung beim S8 hat es LG geschafft das Glas und Aluminium fast ohne Lücke zu „verschweißen“. Fahrt Ihr mit dem Finger vom Glas über den Rahmen ist also keine Kante zu spüren.

Dies sind so die Kleinigkeiten, welche ein High End Smartphone von Mittelklasse Geräten unterscheidet. Das LG V30 fühlt sich wirklich fantastisch an! Auch die Verarbeitungsqualität lässt keine Wünsche offen. Spaltmaße sind beispielsweise exakt über das komplette Gerät.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist das Display. LG setzt beim V30 auf ein vollflächiges Display. Ein sehr wichtiger Punkt damit dieses auch noch im Jahr 2018 noch „aktuell“ aussieht.

Zwar gibt es durchaus Smartphones die noch etwas weniger Rahmen haben, dafür besitzt das V30 allerdings auch keine Notch oder Ähnliches.

Man ist hier ungefähr auf dem Level eines Samsung Galaxy S9 was den Rahmen betrifft. Von daher kann man nicht klagen! Zumal sich das V30 auch noch sehr gut händeln lässt.

Das 6 Zoll Display kombiniert mit den schmalen Rahmen ergibt ein angenehm großes Smartphone, welches auch von Nutzern mit kleineren Händen gut nutzen lässt.

Was das Design angeht setzt LG auf schlichte Eleganz. Das V30 ist kein Smartphone das übermäßig offensiv Design ist, es macht eher den Eindruck eines Business Gerätes. Beispielsweise die Dual-Kamera ist visuell deutlich weniger betont als es bei vielen anderen Smartphones der Fall ist.

Lediglich die glänzende Rückseite lässt das V30 etwas aus der Masse herausstechen.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum.

Auf der Front finden wir das große 6 Zoll Display wie auch die Ohrmuschel und eine 5 Megapixel Kamera. Der Ladeport ist gemeinsam mit dem Lautsprecher auf der Unterseite angebracht.

Der Kopfhöreranschluss, welcher bei einem High End Smartphone mittlerweile schon recht exotisch ist, ist auf der Oberseite angebracht. LG setzt hier auf eine Zusammenarbeit mit Bang and Olufsen, dazu aber später mehr.

Auf der Rückseite finden wir auch neben dem LG logo ein Bang and Olufsen Logo. Natürlich ist auf der Rückseite auch die Dual Kamera, ein LED Blitz und ein Fingerabdruckscanner.

Letzterer dient wie bei vielen LG Smartphones auch wieder als Einschalter! Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann recht angenehm.

 

Software

LG setzt beim V30 natürlich auf Android, in der Version 8.0. Leider ist LG nicht unbedingt für besonders schnelle Updates bekannt. Allerdings muss man dazu sagen, dass das V30 noch mit Android 7.X ausgeliefert wurde und 8.0 schon ein Update war.

Auch von einem Update auf Android P ist auszugehen, auch wenn dies noch eine Weile dauern wird.

LG nutzt beim V30 seine typische Benutzeroberfläche. Diese unterscheidet sich was den Launcher wie auch das Menü angeht doch ein Stück vom Standard Android.

LGs Benutzeroberfläche ist etwas rundlicher und generell „weicher“ als das Standard Android. Beispielsweise alle Icons beim Launcher sind stark abgerundet. Auch besitzt der Launcher keine App Übersicht, alle Apps sind also ähnlich wie bei IOS auf den diversen Seiten angeordnet.

Das Menü das V30 ist in vier Unter-Menüs unterteilt. Zudem nutzt LG eigene Icons, welche so beim Standard Android nicht vorhanden sind. Im Großen und Ganzen ist die Benutzeroberfläche okay, auch wenn ich nicht der aller Größe Fan bin.

Immerhin Dinge wie ein Always on Display sind mit an Bord! Dieses Always on Display ist auch sehr praktisch, da auch Benachrichtigungen mit Icon angezeigt werden. Dies ist leider immer noch nicht selbstverständlich, ich schaue dich an Huawei.

Was die vorinstallierten Apps angeht ist das V30 erträglich. Neben den Standard Android/Google Apps finden wird tonnenweise LG eigene Apps, wie auch Facebook, Instagram und Amazon Alexa.

Ja das V30 kann auch den Amazon Assistenten nutzen.

Der freie Speicher bei der 64GB Version fällt mit 54,17GB ausreichend groß aus.

 

Display

LG nutz beim V30 ein P-OLED Display mit einer Auflösung von 2880×1440 Pixeln. Im vorhin hatte ich oft gelesen das LG hier das gleiche Display nutzt wie beim Google Pixel 2 XL.

Das Display des Pixel 2 XL wurde ja von der Presse zerrissen, zurecht. Allerdings kann ich dies nicht bestätigen?! Vielleicht handelt es sich bei meinem V30 und ein neueres Produktionsdatum, aber das OLED Display sieht tadellos aus.

Farben sind satt, Kontraste hervorragend und auch die Blickwinkel, welche beim Pixel 2 XL das Problem waren, sind nicht schlechter als bei Apple oder Samsung.

Dies ist ganz klar ein Display welches dem High End Status gerecht wird!

 

Sound

Die Zusammenarbeit zwischen LG und B&O ist beim V30 ein wichtiger Punkt. Das V30 besitzt zum einen sehr gute beigelegte Ohrhörer, zum anderen ist ein „32 Bit Hi-Fi Quad DAC“ integriert.

Wie sieht es praktisch aus? Starten wir beim Lautsprecher. Leider merkt man bei diesem noch nichts von der Zusammenarbeit zwischen LG und Bang and Olufsen, eher im Gegenteil.

Im Gegensatz zu vielen anderen High End Smartphones nutzt LG kein dual Aufbau des Lautsprechers, bei welchem die Ohrmuschel den Hauptlautsprecher unterstützt. Der Ton kommt ausschließlich aus dem Lautsprecher auf der Unterseite.

Und dieser Lautsprecher ist wirklich eher mäßig gut. Kaum Volumen, recht klar, aber fast kein Bass. Nach aktuellen Standards ganz klar einer der schwächeren Lautsprecher, welcher eher auf dem Level von Mittelklasse Geräten ist.

Schade denn der Kopfhörerausgang ist wirklich fantastisch! Selbst in Kombination mit großen Kopfhörern wie den Beyerdynamics T90 hat das V30 mehr als genug Power um auch solche Modelle zu befeuern.

Dabei passt nicht nur die Lautstärke, auch die Dynamik und Lebendigkeit des Klangs ist herausragend! Legt Ihr viel Wert auf einen guten Klang ist das V30 das beste Smartphone, das mir bisher begegnet ist!

Selbst verglichen mit einigen High End „HiRes“ MP3 Playern, welche auch gerne mal 300€+ kosten können, muss sich das V30 nicht verstecken.

Natürlich hängt das Ganze stark von den verwendeten Kopfhörern ab. Nutzt Ihr irgendwelche einfachen 50€ Kopfhörer ist der Unterschied kleiner als bei 500€ Kopfhörern.

Dennoch Daumen hoch für das V30 für den Kopfhörerausgang.

 

Kamera

Das LG V30 verfügt über LGs klassisches Dualkamera Set-up. Hierbei besitzt das Smartphone eine 16 Megapixel Hauptkamera mit einer Blende von f1.6, wie auch eine 13 Megapixel sekundäre Kamera mit f1.9.

Die sekundäre Kamera ist beim V30 allerdings nicht für einen 2x Zoom oder Hintergrundunschärfe zuständig, sondern für einen Superweitwinkel.

An dieser Stelle möchte ich mich outen, ich liebe die Weitwinkel Kamera!

Ich kann nicht verstehen warum alle Hersteller immer diese meist recht nutzlose Zoom Kamera verbauen. Der Weitwinkel des V30 erlaubt so viele tolle Fotos und perspektiven, welche mit anderen Smartphones nicht möglich wären. Frei nach dem Motto, näher ran gehen geht meist eher als weiter Weg gehen, gerade in Gebäuden.

Für mich ist die Weitwinkel Kamera das größte Plus an den aktuellen LG High End Smartphones.

Mit dem V30 bzw. dem V30S ist LG noch auf den „KI“ Trend aufgesprungen. Im V30 werkelt also eine KI welche das Objekt erkennen soll, das Ihr fotografiert und dementsprechend die Einstellungen der Kamera anpasst.

Ganz ehrlich ist bin hier sehr skeptisch! Ähnlich wie bei Huawei wirkt das ganze KI/AI Gerede wie reines Marketing auf mich. „Oh alle sprechen über KI/AI, wir müssen damit irgendwas in unser Smartphone einbauen“.

Grundsätzlich kann die KI im V30 zwischen 8 Szenen unterscheiden, Personen, Blumen, Tiere, Speisen, Sonnenuntergang, Sonnenaufgang, Landschaft und Städte.

Wird eine Szene erkannt, werden die Einstellungen angepasst. Beispielsweise bei Blumen und Speisen werden die Farben etwas kräftiger gedreht, bei Landschaften HDR eingeschaltet usw.

Grundsätzlich funktioniert die Erkennung dieser Szenen ordentlich. Das V30 macht hier einen besseren Job als erwartet. Auch die visuelle Repräsentation dieser Erkennung ist cool. Innerhalb dieser 8 Szenen erkennt das V30 nochmals etwas genauer, um was es sich handelt.

Siehe Texteinblendungen der AI

Allerdings, dass dies praktisch einen großen Unterschied zu Smartphones ohne KI, wie dem LG G6, Samsung Galaxy S9, iPhone X usw. macht, kann ich nicht sagen, eher im Gegenteil. Oftmals wirken Bilder weniger konstant. Je nach Foto sind die Farben bis zum geht nicht mehr angehoben, dann wieder nicht, dann wieder HDR usw.

Ich will das KI Feature des V30 nicht schlecht reden, es ist cool, macht aber auch keinen gigantischen Unterschied.

Genug geredet, was hilft das Ganze, wenn die Bilder letztendlich nicht gut sind? Schauen wir uns ein paar Testbilder an und entscheiden dann.

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

Die Aufnahmen des V30 muss man etwas differenzierter betrachten. Bei Tag sind die Fotos des V30 exzellent!

Die Bilder des V30 gehören zu den schärfsten und detailliertesten Aufnahmen die ich seit langem gesehen habe. Dies gilt dabei sogar für beide Kameras. Die Fotos der Weitwinkel Kamera sind natürlich qualitativ etwas schlechter, aber der Unterschied ist nicht extrem. Hier sieht man doch verglichen mit dem LG G5 einen deutlichen Sprung. Bei diesem waren die Weitwinkel Fotos noch deutlich schlechter als die der Hauptkamera.

Neben der sehr hohen Bildschärfe, welche aber auch nicht unnatürlich wirkt, fallen natürlich die Farben auf.

LG Smartphones produzieren traditionell sehr „bunte“ Aufnahmen, dies gilt auch für das V30. Gerade in der Natur knallen die Bilder des V30 regelrecht. Der Himmel ist satt Blau, das Grün kräftig und Blumen strahlen. Ähnliches gilt auch für die recht starken Kontraste.

Dies ist natürlich Geschmackssache, aber ich mag es. Vor allem bei einer Nutzung im Urlaub als Kamera wo alles in der Erinnerung eh etwas bunter ist, würden die Aufnahmen des V30 beim späteren Betrachten oder sogar Ausdrucken viel Spaß machen.

Teilweise wirken allerdings die Fotos des V30 auch etwas „übertrieben“. Aber dies ist seltener der Fall. Meist gefallen mir die Aufnahmen extrem gut!

Aber natürlich ist nicht alles perfekt. Zum einen ist die Dynamik teils etwas schwächer als man dies von anderen High End Smartphones gewohnt ist.

Dies wird in der Praxis aber vom sehr guten Auto HDR meist  kompensiert. Gerade bei Landschaftsaufnahmen zeigt sich das V30 sehr stark in der Dynamik. Bei anderen Aufnahmen wo weder die KI noch HDR einschreitet, wirken dann die Bilder teils wieder etwas flacher.

Weitwinkel
Normalkamera

Die zweite Schwäche ist Low Light. Zwar besitzt das V30 eine F1.6 Blende und eine ganz gute Software Rauschunterdrückung, aber der Kamerasensor ist mit dem Sony IMX351 Exmor RS vergleichsweise klein.

Das V30 verfügt lediglich über 1.0 μm Pixel, was ziemlich klein ist. Die Low Light Leistung des V30 ist nicht schlecht, man ist hier ungefähr auf iPhone X Level, wenn nicht sogar etwas drüber.

Aber ein Samsung Galaxy S9, Huawei P20 oder auch Google Pixel 2 sind doch ein bis eineinhalb Stufen über dem V30.

Nicht schlimm! Gerade wenn man bedenkt, dass das V30 bei Tag mit diesen Smartphones problemlos mithalten kann.

Eine große Stärke des V30 ist wiederum der Video Modus! Sowohl der automatische Modus wie aber auch ganz besonders der manuelle Video Modus kann hier überzeugen.

Macht Ihr gelegentlich mal Videos für beispielsweise Youtube, werdet Ihr das V30 lieben! Kaum ein anderes Smartphone gibt Euch derartig viele Einstellungsmöglichkeiten und solch einen guten Ton!

Ihr könnt hier wirklich alle Einstellungen anpassen und auch das Ergebnis kann sich am Ende sehen lassen. Videos sind sehr schön scharf mit schönen Details und einer klasse Farbwiedergabe.

Spaß macht hier auch der „Cine Effect“. Hierbei wird ein Automatischer „Filter“(LUT) über die Aufnahmen gelegt, welcher ein wenig an Hollywood Filme erinnern soll, was auch funktioniert.

Kurzum bei Video Aufnahmen kann das V30 größtenteils sogar Smartphones wie das Samsung Galaxy S9 oder Sony Xperia XZ2 übertreffen.

 

Performance

Der SoC (also Prozessor) ist mehr oder weniger der einzige Punkt welcher preisgibt, dass es sich beim V30 noch um ein 2017er Smartphone handelt.

LG nutzt hier den Snapdragon 835. Die meisten High End Smartphones im Jahr 2018 nutzen natürlich den neueren Snapdragon 845. Aber ist der Unterschied wirklich so groß, dass man unbedingt ein 2018er Flaggschiff kaufen müsste?

Schauen wir uns dafür zunächst einmal ein paar Benchmarks an.

Wie zu erwarten war kann das LG V30 mit allen 2017er Smartphones mithalten bzw. sogar die meisten Snapdragon 835 Smartphones überbieten.

Allerdings Smartphones mit dem neuen Snapdragon 845 oder vergleichbaren 2018er Chips sind natürlich nochmals ein gutes Stück schneller.

Zwischen dem Sony Xperia XZ2 (Snapdragon 845) und dem V30 liegen gute 30%, zugunsten des Sony. 30% ist aber nicht übermäßig viel.

Von daher wie sieht es in der Praxis aus?

 

Die Praxis

Merkt man dem LG V30 an das dies ein 2017er Flaggschiff ist? Die kurze Antwort auf diese Frage ist nein.

Im normalen Alltag, was Dinge wie die Benutzeroberfläche oder auch Standard Apps wie WhatsApp oder Facebook betrifft, gibt es zwischen dem V30 und beispielsweise dem Samsung Galaxy S9+ 0 Unterschied.

Seit bereits 2-3 Generationen sind High End Smartphones einfach so schnell, dass es hier bei den einfachen Anwendungen kaum bis keinen Unterschied macht was für ein Gerät man verwendet.

Eine ruckelnde Benutzeroberfläche oder das langsame Starten von Apps kommt bei solch hochpreisigen Geräten höchstens noch vor, wenn es grobe Software Fehler gibt. LG hat hier aber anscheinend einen tadellosen Job gemacht. Das V30 läuft wie geschmiert!

Erst bei absoluten High End Spielen oder Emulatoren für PS2 oder Ähnlichem kann es einen gewissen Unterschied zwischen einem Snapdragon 835 und 845 geben.

Allerdings 99,9% aller Spiele laufen identisch. Es wäre hier auch schließlich für den Entwickler ungünstig wenn sein Spiel nur auf High End Hardware die vermutlich 1% des Marktes ausmacht, läuft. Es gibt selbstverständlich ausnahmen, wie PUBG Mobile, welches etwas schneller auf neueren Geräten lädt.

Auch einige schlecht optimierte Spiele wie Springfield, wenn man eine extrem große Stadt hat, können etwas besser auf Snapdragon 845 Geräten laufen.

Aber erneut dies ist nur ein sehr kleiner Anteil. Ich hatte echt Probleme Beispiele für diese Spiele zu finden.

Auch was die sonstigen Eigenschaften angeht kann das V30 einen Status als High End Smartphone behaupten. LTE wird mit Geschwindigkeiten von bis zu 1000Mbit im Download und 150Mbit im Upload unterstützt. Bluetooth ist in Version 5.0 an Bord, womit Ihr auch für kommende Jahre gut versorgt seid.

Das verbaute WLAN Modul unterstützt natürlich das 5Ghz Band wie auch den aktuellen ac Standard. Es werden Geschwindigkeiten von bis zu 867Mbit/s erreicht.

 

Akku

Das LG V30 verfügt über einen 3300mAh Akku, was für die Größe und Dicke des Smartphones akzeptabel ist.

Allerdings als Akku-Wunder empfiehlt sich das V30 auch nicht. In der Praxis sind die sonstigen Komponenten, wie viel Energie das Display, Prozessor usw. benötigt, fast wichtiger als die reine Akku-Kapazität.

Von daher wie schlägt sich das V30 in meinem Standard Test? Bei einer bunten Mischung aus Webbrowsen, Sozial-Media, leichtem Gaming usw. erreichte das V30 eine Akkulaufzeit von rund 6 Stunden.

Ein durchschnittlicher Wert. Damit werden intensive Nutzer mit dem V30 sicherlich durch den Tag kommen, aber ein zweiter Tag wird kaum mehr möglich sein.

Dies bestätigte sich so auch in der Praxis. Einen Tag hält das V30 in der Regel gut durch, abends kann es aber mit 1x% auch mal etwas eng werden.

Natürlich nutzt Ihr Euer Smartphone nicht ununterbrochen reicht der Akku auch für 1,5-2 Tage.

Immerhin macht einem das V30 das Aufladen des Akkus sehr schön leicht. Neben Quick Charge 3.0 wird auch kabelloses Aufladen vom V30 unterstützt!

 

Fazit

Es ist natürlich immer so eine Sache ein 2017er Flaggschiff auch noch im Jahr 2018 der breiten Masse zu empfehlen. Allerdings hat das V30 eine schöne Nische getroffen, wie auch einen kleinen Preissturz hinter sich.

Grundsätzlich könnte LG das V30 einfach vom Snapdragon 835 auf den 845 Upgraden und sie hätten ein 2018er Flaggschiff Smartphone. Alle anderen Komponenten, außer vielleicht der Lautsprecher, sind eines High End Smartphones weiterhin würde.

Die Haptik und Verarbeitung liegt auf dem Level, wenn nicht sogar knapp über einem Samsung Galaxy S9. Das Display konnte etwas überraschend ebenso voll überzeugen. Nein man ist hier nicht ganz auf dem Level des S9, aber beispielsweise mit den aktuellen Huaweis kann man sich problemlos messen.

Die Kamera ist beim V30 ein interessanter Punkt. Bei Tag ist diese tadellos und produziert scharfe und recht farbenfrohe Aufnahmen. Die Nacht ist nicht unbedingt die Stärke des V30, aber hier hält sich dieses dennoch auf einem guten Level zwischen einem Samsung Galaxy S9 und iPhone X.

Das Entscheidende zugunsten des V30 ist aber die Weitwinkel Kamera! Die Weitwinkel Kamera ist einfach cool! Diese erlaubt es euch Perspektiven und Szenen einzufangen, welche sonst nicht möglich wären.

Beispielsweise im Urlaub am Strand, ohne Panoramafunktion einfach die ganze Szenerie aufzuzeichnen, oder in engeren Räumlichkeiten, wo man nicht einfach zurückgehen kann, immer noch alles ins Bild zu bekommen ist einfach klasse! Es ist mir hier ein Rätzel warum nicht auch andere Hersteller eine Weitwinkel Linse nutzen.

Neben der Weitwinkel ist sicherlich auch der Qualitativ extrem hochwertige Kopfhörerausgang ein großer Pluspunkt. Legt Ihr hohen Wert auf einen guten Kopfhörerausgang gibt es aktuell kein besseres Smartphone!

Das Einzige was etwas streitbar ist, ist sicherlich der ältere Snapdragon 835. Allerdings ist der Snapdragon 835 auch nur 30% langsamer als der 845, was in der Praxis 0 auffällt. Das V30 ist ein sehr flottes Smartphone.

Kurzum für rund 499€ erhaltet Ihr mit dem V30 ein extrem interessantes Smartphone, welches auch im Jahr 2018 noch dank Weitwinkel Kamera und hochwertigem Kopfhöreranschluss sehr relevant ist!

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Positiv

  • Hochwertige Verarbeitung
  • Gutes Display
  • Kopfhörerausgang mit herausragender Qualität.
  • Gute Kamera mit toller Weitwinkellinse
  • Gute Performance
  • Wasserschutz und kabelloses Aufladen

Neutral

  • Mittelmäßige Akkulaufzeit

 

Negativ

  • Lautsprecher sehr mäßig

Das Tenda Nova MW3 im Test, das günstigste WLAN Mesh System auf dem Markt!

WLAN Mesh Systeme sind durchaus cool, aber auch sehr teuer. 300-400€ kann man hier wie nichts ausgeben.

Da ist doch das Tenda Nova MW3 etwas Besonderes. Warum? Das Nova MW3 WLAN Mesh System ist für rund 90€ mit zwei Stationen verfügbar. Dies ist ein sehr niedriger Preis, genau genommen der niedrigste Preis für ein WLAN Mesh System der mir bekannt ist.

Dabei sehen die technischen Daten auf dem Papier durchaus vernünftig aus mit 1200Mbit/s(2,4Ghz + 5GHz) und der Qualcomm Wi-Fi SON Plattform.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wo hat Tenda gespart? Hat Tenda überhaupt an etwas gespart oder sind die anderen einfach nur zu teuer?

Dies gilt es im Test des Tenda Nova MW3 Systems zu klären. Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an Tenda für das Zurverfügungstellen des Nova MW3 Systems!

 

Das Tenda Nova MW3 WLAN Mesh System im Test

Das Tenda Nova MW3 System besteht aus zwei WLAN Stationen. Hierbei handelt es sich um zwei identische handgroße Kunststoffwürfel.

Diese wurden von Tenda in einem sehr schönen neutralen Weiß gehalten. Lediglich die Oberseite besitzt eine leichte Maserung, welche das Design etwas interessanter gestallten soll.

Dies gelingt auch, wie ich finde. Selbst in einem Wohnzimmer wirken die Nova MW3 Stationen nicht deplatziert. Dabei ist natürlich das Gehäuse etwas „günstiger“ gehalten. Nimmt man eine der Stationen in die Hand merkt man, dass diese doch recht leicht sind und auch der Kunststoff recht dünn.

Stört dies? Nein. In der Regel nimmt man seine WLAN Stationen ja nicht in die Hand. Rein optisch erkennt man die etwas günstigere Bauweise nicht.

Leider, wie bei WLAN Mesh Systemen üblich, ist die Anschlussauswahl auch bei dem Tenda Nova MW3 System recht eingeschränkt. Beide Stationen besitzen jeweils nur zwei LAN Ports. Diese können allerdings auch an beiden Stationen genutzt werden.

Verbindet Ihr also eine Station mit einem Router und positioniert die zweite Station neben Eurem Fernseher, dann könnt Ihr auch die LAN Ports der zweiten Station normal nutzen.

Habt Ihr allerdings einen etwas größeren Haushalt mit mehr Technik werdet Ihr vermutlich nicht um einen zusätzlichen Switch herumkommen.

Abseits dieser beiden LAN Ports ist lediglich ein Stromanschluss und eine Reset-Taste pro Station zu finden.

 

Warum WLAN Mesh?

Was macht ein WLAN Mesh System so gut oder besonders? Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Typen WLAN Mesh Systeme, Dual-Band und Tri-Band.

Tri-Band Mesh Systeme nutzen neben dem 2,4GHz und 5GHz Band noch ein zweites 5GHz Band. Dieses ist ausschließlich für die interne Kommunikation zwischen den einzelnen Stationen.

Es gibt also bei Tri-Band WLAN Systemen einen gesonderten Backlink, für eine höhere Performance.

Allerdings handelt es sich beim Tenda Nova MW3 um ein einfaches Dual-Band System. Das bedeutet Station 1 und 2 kommunizieren über das gleiche 5Ghz Band, welches auch Euren Endgeräten zur Verfügung steht. Hierdurch halbiert sich die effektive Geschwindigkeit der zweiten Station.

Wo ist dann aber der Unterschied zu einem normalen WLAN Router + Repeater Set-up? Ein WLAN Router und Repeater wissen im Grunde nichts voneinander. Euer Router weiß also nicht, dass ein Repeater mit diesem verbunden ist. Der Repeater ist für den Router nichts anderes als ein normaler Client.

Es gibt also keine „höhere“ Kommunikation. Anders ist dies bei WLAN Mesh Systemen. Hier kommunizieren die einzelne Mesh Stationen untereinander, tauschen Informationen über die verbundenen Clients aus, nutzen die gleiche SSID und auch das gleiche WLAN Band.

Dies erlaubt beispielsweise einen besseren und vor allem flüssigeren Wechsel zwischen den einzelnen Stationen.

Geht Ihr also durchs Haus werdet Ihr laufend mit der Station verbunden, die das beste Signal liefert. Beim klassischen Repeater Set-ups ist dieser Wechsel meist deutlich härter. Es wird hier erst zwischen den einzelnen Station gewechselt, wenn wirklich das Signal von einer Station abreißt.

Das Tenda Nova MW3 basiert hierbei wie die meisten Systeme dieser Art auf der Qualcomm Wi-Fi SON Plattform. Mehr Infos dazu hier.

 

Software

Das Tenda Nova MW3 lässt sich ausschließlich über die Tenda App steuern, welche für Android und IOS verfügbar ist.

Die Tenda App ist vernünftig gemacht. Ich würde zwar nicht sagen, dass diese besonders viel Eye Candy besitzt, aber die App wirkt auch nicht hässlich.

Gerade funktional ist diese und somit das Nova MW3 System eine positive Überraschung. Nein fast sämtliche WLAN Mesh Systeme sind verglichen mit normalen WLAN Routern sehr auf Einfachheit getrimmt.

Aber beispielsweise verglichen mit dem ASUS Lyra System bietet das Tenda Nova System glatt mehr Einstellungsmöglichkeiten, welche aber sehr nutzerfreundlich verpackt sind.

Kurzum keine Klagen hier! Ein WebUI wäre zwar nett gewesen, aber es scheint „in“ zu sein diese wegzulassen.

 

Leistung und Reichweite

Bei einem Preis von unter 100€ für ein 2er Set kann man sicherlich keine „Luxus“ Ausstattung und Leistung erwarten. Allerdings liefert das Tenda Nova MW3 System zu mindestens auf dem Papier eine grundsolide Leistung.

Tenda gibt diese mit 300Mbit/s auf dem 2,4GHz Band und 867Mbit/s auf dem 5GHz Band an. Sicherlich verglichen mit den diversen „Gaming“ WLAN Routern wenig beeindruckend. Allerdings wenn man wiederum bedenkt, dass die meisten Clients überhaupt nicht mehr als 867Mbit/s schaffen, ist dieses Argument wiederum recht relativ.

Beispielsweise ist mir kein Notebook oder Smartphone bekannt welches über 867Mbit/s erreicht (die Killer 1550 WLAN Karte zählt nicht da diese auch nur auf einem 2×2 Prinzip basiert).

Um mehr als 867Mbit/s zu schaffen wäre ein 3×3 Design nötig, also mit drei Antennen und drei parallel Datenströmen. Dies findet man lediglich bei einigen wenigen High End PCIe WLAN Karten.

Natürlich kann ein WLAN Router mit mehr als 867Mbit/s Sinn machen, aber dies primär, wenn mehrere Geräte gleichzeitig Daten senden und empfangen. Habt Ihr beispielsweise zwei Gaming Notebooks die gerade voll das Netz belasten, wird ein Router mit 1733Mbit/s einen Vorteil gegenüber dem Tenda Nova MW3 System haben.

Praktisch ist dies aber sehr selten. 867Mbit/s würde einer DSL 867.000 Leistung entsprechen, habt Ihr „nur“ DSL 100.000 würden Euch schon 100Mbit/s reichen um das volle Tempo zu erhalten.

Anders sieht es natürlich aus, wenn Ihr ein lokales NAS oder Server habt. Diese kann man in der Regel mit bis zu 1000Mbit/s ansprechen.

Daher auch der erste Test. Ich verwende für das Tenda Nova MW3 System den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client kommt der TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger und die Intel ac 7260 WLAN Karte zum Einsatz. Dies zeigt uns die maximale Leistungsfähigkeit der Basis Station.

Oh was ist denn da passiert?! Vielleicht kann sich dies der ein oder andere schon denken, wenn er bei ca. 12MB/s ein „Limit“ sieht.

Wir haben hier den Punkt gefunden, an welchem Tenda gespart hat, nämlich das Nova MW3 System besitzt nur 100Mbit/s LAN Ports. Dementsprechend ist das Tempo auf 12MB/s (12MB/s = 100Mbit/s) limitiert.

Dies sieht natürlich verglichen mit den großen WLAN Routern eher mäßig beeindruckend aus. Allerdings sind 100Mbit/s genug um eine DSL 100.000 Leitung voll durch zu bekommen. Lokale Dateitransfers sind natürlich hierdurch limitiert, genau wie DSL Leitungen, die mehr als 100Mbit/s haben.

Aber wie sieht das Ganze auf Distanz aus? Schließlich kauft man sich hierfür ein WLAN Mesh System, für eine hohe Reichweite und Signalabdeckung. Hier spielt das Fehlen von Gbit LAN Ports auch keine so große Rolle. Für diesen Test habe ich mir zwei Konkurrenten des Nova MW3 geschnappt, das ASUS Lyra Trio und das Ubiquiti AmpliFi HD System

Das ASUS Lyra Trio geht aktuell für rund 400€ über den Ladentisch, das Ubiquiti AmpliFi HD für 320€. Also ein etwas unfairer Vergleich mit dem 90€ Tenda Nova MW3, oder?

Für diesen Test habe ich einem Dell XPS 13, Google Pixel 2 XL und Samsung Galaxy S9+ auf eine Distanz von ca. 15-20 durch 3 Wände hindurch eine Datei auf einen lokalen Server übertragen.

Um ehrlich zu sein sind die Ergebnisse gar nicht mal so schlecht. Ganz im Gegenteil! Mit nur einer Station kann das Tenda Nova MW3 System sogar das ASUS Lyra Trio schlagen und hängt dicht im Nacken des Ubiquiti AmpliFi. Einen Preisunterschied von mehreren hunderten Prozent ist hier nicht zu erkennen.

Was aber wenn wir noch eine Mesh Station in die Mitte positionieren?

Dies verbessert die Leistung aller drei Mesh Systeme deutlich. Allerdings können die beiden Konkurrenten am Nova MW3 vorbeiziehen, da diese nicht nur auf 100Mbit/s limitiert sind.

Allerdings ist das 400€ ASUS Lyra Trio gerade einmal 30% schneller als das 90€ Tenda Nova MW3 System.

Ganz ehrlich hier kann man nicht klagen!

 

Stromverbrauch

Wie steht es um die Leistungsaufnahme? Bei Geräten die 24/7 laufen kann dies durchaus ein wichtiger Faktor sein.

Mit rund 2,9W pro Station ist der Stromverbrauch des Nova MW3 Systems sehr schön gering!

 

Fazit

Preisleistung überragend! So könnte man das Tenda Nova MW3 System in zwei Wörtern zusammenfassen. Es ist beeindruckend was Tenda hier für ein Paket für 90€ geschnürt hat.

Natürlich ist das Nova MW3 nicht das schnellste WLAN Mesh System. Die meisten Mesh Systeme der großen Hersteller sind schon noch ein Stück besser. Allerdings wenn wir dies in Anbetracht des Preises sehen, sieht die Welt schon anders aus.

Das ASUS Lyra Trio ist in der Praxis auf mittlerer bis hoher Distanz ca. 30% schneller, kostet aber 4x so viel. Das Ubiquiti AmpliFi HD System ist 28% schneller und kostet 3,5x so viel. So könnten wir mit fast allen WLAN Mesh Systemen auf dem Markt weitermachen. Kaum schneller in der Praxis aber deutlich teurer. Selbstverständlich wenn Ihr drei duzend Clients habt, könnte das Nova MW3 eher in Probleme laufen als teurere Systeme, aber dies ist beim Normalnutzer nicht der Fall.

Zumal das Tenda Nova MW3 auch auf der Qualcomm Wi-Fi SON Plattform basiert. Hierdurch ist auch das Roaming beispielsweise auf dem selben guten Level wie bei den Konkurrenten.

Die Tenda App für die Steuerung des Mesh Systems gefällt mir hierbei sogar glatt etwas besser als bei vielen anderen Herstellern.

Kurzum, Ihr habt eine mittelgroße Wohnung oder Haus mit ca. 100-160m² und Ihr sucht ein einfaches und günstiges Mesh System, welches dennoch eine gute Leistung bietet, dann ist das Tenda Nova MW3 aktuell die erste Wahl.

Die Xiaomi AMAZFIT Bip Watch Smartwatch im Test

Smartwatches sind mehr oder weniger tot, anders kann man dies nicht sagen. Aber warum? Ich denke, man kann das Problem auf drei Punkte eigrenzen.

  1. Ein hoher Preis
  2. Kurze Akkulaufzeiten
  3. Ein entbehrlicher Funktionsumfang

Die wenigsten Nutzer haben Smartphones für 300€+, da will man nicht noch einmal so viel für eine zusätzliche Smartwatch ausgeben. Auch ist sicherlich eine Akkulaufzeit von in der Regel lediglich einem Tag mehr als abschreckend.

Aber gibt es keine Smartwatch die günstig ist, viele Funktionen bietet und ein paar Tage durchhält? Xiaomi wirbt damit hier die Lösung zu haben!

Die Xiaomi AMAZFIT Bip Watch Smartwatch ist für rund 60-80€ im Handel erhältlich und soll eine Akkulaufzeit von bis zu 45 Tagen bieten, integriertes GPS, ein Always On-Display usw..

Damit hebt sich die Xiaomi AMAZFIT Bip Watch schon von den diversen 08/15 „billig“ China Smartwatches ab.

Aber lohnt sich hier wirklich ein Kauf? Ist die Umsetzung so gut wie die technischen Daten und der Name Xiaomi versprechen? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Xiaomi AMAZFIT Bip Watch Smartwatch im Test

Die AMAZFIT Bip Smartwatch ist was die Haptik und Verarbeitung angeht als sehr „praktisch“ zu bezeichnen. Wer hier die Haptik und Massivität einer Apple Watch erwartet wird ganz klar enttäuscht.

Xiaomi setzt bei der AMAZFIT Bip auf ein sehr einfaches Kunststoffgehäuse, welches zudem extrem leicht ist.

Dies hat vor und Nachteile, natürlich ist eine leichte Uhr beim Sport begrüßenswert, im Gegenzug wirkt die Uhr allerdings auch etwas „billig“. Auch wenn dies ohne Frage etwas böse klingt, aber die Xiaomi AMAZFIT Bip Watch hat teilweise mehr etwas von einem Spielzeug als von einer richtigen Smartwatch, zu mindestens was die Haptik angeht.

Optisch geht die Smartwatch wie ich finde in Ordnung. Diese ist eine Mischung aus einem normalen Fitnesstracker und einer Apple Watch.

Die leicht eckige Form und die Krone entsprechen hierbei weitestgehend einer Apple Watch, das restliche Gehäuse und die Materialwahl einem Fitnesstracker.

Hierzu passt auch die IP68 Zertifizierung wie auch die Silikon Armbänder, welche sich vom Nutzer austauschen lassen.  Eine IP68 Zertifizierung bedeutet an sich das Ihr mit der Smartwatch so ziemlich alles machen dürft, was Wasser angeht.

Allerdings würde ich nicht empfehlen mit der Uhr schwimmen zu gehen! Beim Duschen oder Händewachen tragen, sollte hingegen kein Problem sein.

Rein optisch würde ich die AMAZFIT Smartwatch als sehr schön neutral bezeichnen. Diese sticht also weder besonders positiv noch negativ aus der Masse heraus. Xiaomi/AMAZFIT setzt hier auf ein einfaches schwarzes Design, welches immer passt.

Gehen wir einmal um die Smartwatch herum. Auf der Front finden wir das 1,28 Zoll große Display, welches erfreulicherweise von Gorilla Glas geschützt wird.

Am rechten Rand ist eine Art Krone angebracht, welche sich aber im Gegensatz zur einer echten Uhr oder der Apple Watch nicht drehen lässt. Die Krone ist nur eine versteckte Taste.

Die Unterseite ist mit einem Pulssensor ausgestattet, wie auch zwei Ladekontakten. Mit im Lieferumfang der Xiaomi AMAZFIT Bip Smartwatch befindet sich eine kleine Ladestation, welche Ihr zwingend nutzen müsst um die Uhr zu laden.

Die Ladestation ist hierbei recht einfach gehalten. Es handelt sich lediglich um ein einfaches Kunststoff Teil mit zwei Kontakten, welche die passenden Pads an der Uhr berühren.

 

Die Einrichtung und ein erster Blick auf MiFit

Die Xiaomi AMAZFIT Bip nutzt die bekannte Xiaomi Mi Fit App, welche für IOS und Android verfügbar ist. Die Xiaomi MiFit App ist bereits über Jahre hinweg immer weiter entwickelt worden und damit sehr ordentlich!

Starten wir aber am Anfang, also der Einrichtung. Um die App nutzen zu können benötigt Ihr einen Xiaomi Account, habt Ihr diesen könnt Ihr einfach die Uhr in der App hinzufügen. Wählt den passenden Menü Eintrag aus und haltet die Taste der Uhr so lange gedrückt bis diese angeht, fertig.

Es dauert nun eine Weile bis die Uhr nutzbar ist, da x Updates eingespielt werden müssen, aber dies macht die App völlig eigenständig.

Die MiFit App besitzt ein gutes und einfaches Design, welches aber gleichzeitig auch nicht billig wirkt. Mittlerweile ist auch die MiFit App weitestgehend auf Deutsch übersetzt. Es gibt zwar hier und da noch ein paar englische Begriffe, aber diese sollten nicht groß stören.

Die MiFit App ist hierbei nicht nur für das AMAZFIT Bip, sondern auch für diverse andere Fitness Produkte aus den Hause Xiaomi, wie das MiBand, diverse smarte Waagen usw.

Habt Ihr bereits ein MiBand könnt Ihr die Daten aus der App auch einfach „übernehmen“.

Zum Ansporn könnt Ihr in der MiFit App auch Freunde hinzufügen und die Werte dieser sehen und umgekehrt, wenn Ihr dies wollt.

Werte aus der MiFit App können auch beispielsweise in Google Health automatisch exportiert werden.

 

Funktionen

Was kann nun die Xiaomi AMAZFIT Bip alles? Beginnen wir mit den Basics, also dem Schritte zählen. Die AMAZFIT Bip zählt permanent Eure Schritte und zeigt diese Euch auf dem Display und in der App an.

Hierbei könnt Ihr natürlich auch vergangene Werte ansehen. Zudem wird Euer Tag aufgeschlüsselt, die App versucht also zu erkennen was Ihr gemacht habt, seid Ihr gegangen, gelaufen, Autogefahren usw.

Dies funktioniert auch in einem normalen Rahmen durchaus recht gut.

Neben dem „nebenbei“ Schrittzählen könnt Ihr auch diverse Aktivitäten Starten, wie Laufen, Fahrrad fahren usw.

Hierbei wird zusätzlich zum Schrittzähler auch das intrigierte GPS Modul genutzt um Euch die zurückgelegte Strecke (Distanz) wie auch bewältigte Steigungen usw. anzuzeigen.

Leider scheint es aber nicht möglich zu sein die Strecke nachträglich auf einer Karte zu verfolgen. Es werden per GPS anscheinend nur diese Messdaten gesammelt.

Parallel wird auch konstant Euer Puls gemessen. Dies passiert auch außerhalb von Aktivitäten, aber hier in geringeren Intervallen. Diese Intervalle könnt Ihr allerdings in den Einstellungen spezifizieren.

Wir haben also den Schrittzähler, die Aktivitäten (inklusive GPS Daten) und den Pulsmesser. Es fehlt noch ein großes Feature und das ist die Schlafüberwachung. Dieses Feature finde ich immer am beeindruckendsten, denn die Uhr erkennt automatisch wann Ihr abends ins Bett geht und wann Ihr morgens aufsteht.

In dieser Zeit wird Euer Schlaf von der Smartwatch aufgezeichnet. Das bedeutet diese unterscheidet zwischen Wach, Tiefschlaf- und Leichtschlaf- Phasen.

Ihr könnt in einem Diagramm später sehen wie lange Ihr in jeder dieser Phasen verweilt habt und somit sehen wie gut bzw. schlecht Ihr wirklich geschlafen habt.

Wie genau sind aber die Werte der Xiaomi AMAZFIT Bip? Erfreulicherweise ziemlich genau. In meinem Test erreichte der Schrittzähler durchgehend plausible Werte, welche auf einer Linie mit der Apple Watch 2 liegen. Ja es gibt Abweichungen, aber wirklich 100% genau ist kein Schrittzähler. Die Xiaomi AMAZFIT Bip zählt tendenziell eher etwas mehr, was Schritte angeht.

Wie steht es um das Display? Im normalen Betrieb zeigt dieses dauerhaft die Uhrzeit, den zuletzt gemessen Puls und die zurückgelegten Schritte an.

Das Display geht nicht aus! Ihr habt also ein Always On-Display. Aber wie verträgt sich dies mit der Akkulaufzeit?

Xiaomi setzt auf ein Transflektive TFT Display. Hierbei handelt es sich um eine sehr spezielle Technologie, bei welcher das Display nicht zwingend ein Backlight benötigt, sondern das Umgebungslicht reflektiert.

Dies hat zwei Vorteile, zum einen benötigt das Display so nur minimal Energie, zum anderen verbesserte sich die Ablesbarkeit im Freien. Umso heller es draußen ist umso mehr Licht wird reflektiert umso besser ist das Display ablesbar.

Für die Nutzung im Inneren hat Xiaomi dem Display allerdings auch noch ein Backlight verpasst. Hebt Ihr die Uhr an, als würdet Ihr die Uhrzeit ablesen wollen, wird die Hintergrundbeleuchtung kurz eingeschaltet.

Das Ganze funktioniert erfreulich gut. Die Ablesbarkeit des Displays schwankt zwischen gut und hervorragend!

Allerdings hat diese Technologie natürlich auch einen Nachteil, das Display ist natürlich qualitativ ein gutes Stück schlechter als ein normales LCD Panel.

Die AMAZFIT Bip kann beispielsweise nicht gut schwarz darstellen, dieses ist eher ein Blau/Grau. Farben passen allerdings soweit.

Erwartet einfach kein High End Display, dann ist alles gut. Für die Akkulaufzeit und den Preis ist das Display sicherlich als gut zu bezeichnen.

Ihr könnt sogar andere Uhrblätter installieren und somit das Aussehen der Xiaomi AMAZFIT Bip auf Eure Wünsche anpassen.

Dabei sind allerdings Uhrenblätter in diesem 8 Bit Style gehalten, was an sich ganz gut zur der mittelmäßigen Auflösung des Displays passt.

Was für Funktionen kann man eigentlich direkt auf der Uhr abrufen?

Neben der Uhrzeit könnt Ihr auch eine Aktivität starten, das Wetter ansehen (welches eher mäßig akkurat ist), einen Wecker stellen, einen Timmer stellen und zu guter Letzt einen Kompass anzeigen lassen.

 

Sonstige Feature und Benachrichtigungen

Ihr könnt auf der AMAZFIT keine Spiele und auch keine Apps laufen lassen! Ganz ehrlich, dies ist zwar cool auf seiner Uhr zu haben, aber hier ist es in der Regel einfach schneller und besser sein Smartphone aus der Tasche zu holen und die App auf diesem zu nutzen.

Daher ist es mir in der Praxis nicht negativ aufgefallen, dass die AMAZFIT solche Features verglichen mit Android Wear oder der Apple Watch nicht mitbringt.

Was mir allerdings recht wichtig ist, sind Benachrichtigungen. Unter Android hat hier die Xiaomi AMAZFIT Bip auch ein recht solides Benachrichtigungssystem.

Ihr könnt über die App festlegen, welche Benachrichtigungen auf die Uhr weiter geleitet werden sollen. Trifft nun eine Benachrichtigung ein, vibriert die Uhr einmal kurz und der Text der Benachrichtigung wird auf der Uhr angezeigt.

Allerdings wird die Benachrichtigung nur kurz angezeigt und Ihr könnt nicht darauf reagieren. Ähnliches gilt auch für Anrufe. Die Uhr vibriert während des Klingelns, aber Ihr müsst über das Smartphone den Anruf annehmen.

 

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit ist ohne Frage ein großer Pluspunkt der Xiaomi AMAZFIT Bip. Xiaomi wirbt mit bis zu 45 Tagen.

Kann dies wirklich stimmen? 45 Tage ist ohne Frage etwas sehr optimistisch. Praktisch erreicht Ihr bei einer normalen Nutzung ca. 20-25 Tage und bei einer sehr leichten Nutzung ca. 30 Tage.

Beides sind natürlich hervorragende Werte!

 

Fazit

Das Fazit zur Xiaomi AMAZFIT Bip kann nur positiv ausfallen! Die Smartwatch ist eine Art Mittelding aus einer Apple Watch und einem Fitness Armband, mit allen Vor- und Nachteilen, die dies mitbringt.

Beginnen wir bei den Vorteilen der AMAZFIT Bip. Der größte Vorteil ist ohne Frage die Akkulaufzeit von 20+ Tagen und das bei einem Always on Display! Die Uhr zeigt also permanent die Uhrzeit und die zurückgelegten Schritte an. Hierbei könnt Ihr sogar das Ziffernblatt austauschen, falls Euch das Standard Modell nicht gefällt.

Der Schrittzähler ist dabei in der Xiaomi AMAZFIT Bip sogar recht akkurat, genau wie der Pulsmesser.

Das verbaute GPS Modul erlaubt es bei Trainings Läufen oder Fahrten genauere Details über die zurückgelegte Strecke und Steigungen zu erhalten. Allerdings scheint es nicht möglich zu sein genau zu protokollieren, wo man entlang gelaufen ist, schade.

Aber ein GPS Modul, wenn auch mit einem etwas abgespecktem Funktionsumfang, in einer 60€ Smartwatch ist schon so sehr beeindruckend.

Aufgrund des recht großen Displays ist die AMAZFIT Bip auch in der Lage eingehende Benachrichtigungen anzuzeigen, inklusive des vollständigen Textes. Allerdings ist es nicht möglich auf diese Benachrichtigungen zu reagieren!

Dies ist letztendlich auch der einzige wirklich Kritikpunkt, es handelt sich bei der AMAZFIT Bip eher um einen Fitnesstracker+ als um eine echte Smartwatch.

Allerdings störte mich dies wenig. Die Uhr ist im Alltag sehr problemlos und oftmals eine größere Bereicherung als eine richtige Smartwatch, welche oft kaum den Tag mit einer Akkuladung übersteht.

Wenn Ihr also eine Smartwatch Lite sucht, mit einer soliden Fitnessfunktionalität, dann ist die Xiaomi AMAZFIT Bip voll zu empfehlen!

Die Xiaomi AMAZFIT Bip ist auch oft unter dem Namen „AMAZFIT Bip Lite“ zu finden. Es scheint sich hier um 1 zu 1 das gleiche Modell zu handeln, nur unter anderen Namen.

Link zum Hersteller /// 66€ bei Gearbest (stand 24.06.18)

Positiv

  • Lange Akkulaufzeit
  • Sehr schön leicht
  • Guter Schrittzähler
  • Benachrichtigungen lassen sich anzeigen (von beliebigen Apps)
  • Gute App
  • Sehr gute Ablesbarkeit des Displays
  • Integriertes GPS

 

Neutral

  • Die Displayqualität ist eher „praktisch“
  • Keine Möglichkeit auf Nachrichten zu reagieren / Apps zu steuern

Die Ring Video Doorbell 2 im Test

Meine Türklingel/Gegensprechanlage hat den Geist aufgegeben. Wie es sich für einen Technik Nerd gehört, habe ich mich natürlich nach einem smarten Austauschgerät umgesehen und bin dabei über Ring gestolpert.

Ring bietet diverse smarte Video Türklingeln an. Das für mich interessanteste Modell war die Ring Video Doorbell 2.

Zwar kostet das gute Stück über 200€, bietet dafür aber Full HD Video, eine schicke Optik und ist auf Wunsch akkubetrieben! Ebenfalls sehr wichtig war für mich das Vorhandensein eines internen Gongs, so dass man nicht immer auf sein Smartphone angewiesen ist.

Hat es sich gelohnt über 200€ für eine smarte Türklingel auszugeben? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Ring Video Doorbell 2 im Test

Ehe wir zur eigentlichen Türklingel kommen, möchte ich einmal Ring loben. Warum? Es ist immer sehr schön, wenn ein Produkt einen vollständigen Lieferumfang hat und dies ist hier der Fall. Sämtliches Material für die Montage, unterschiedliche Winkel und sogar ein Schraubendreher und Steinbohrer, liegt mit im Lieferumfang.

Ein gelungener erster Eindruck! Es geht auch positiv weiter, denn auch die Video Doorbell 2 macht einen guten ersten Eindruck. Mit rund 13cm x 6,5cm x 3cm besitzt die Video Doorbell 2 eine angenehme Größe.

Das Design würde ich als modern und gelungen bezeichnen. Nein die Klingel passt weniger zu einem antiken Altbau, aber bei einem normalen Haus, welches in den letzten X Jahre gebaut wurde, sehe ich hier optisch keine Probleme.

Farblich setzt Ring auf eine schwarz/silber Mischung. Der Kamerateil ist hierbei komplett in Schwarz gehalten, der Klingelteil hingegen in Silber. Die silberne Abdeckung lässt sich allerdings abnehmen und gegen eine bronzefarbene austauschen, welche ebenfalls mit im Lieferumfang liegt.

Rein von der Materialqualität würde ich die Ring Video Doorbell 2 als okay einstufen. Das Gehäuse wirkt vernünftig gemacht, auch wenn die Klingel nicht übermäßig massiv anmutet.

Unter der Klingel Abdeckung befindet das Batteriefach. In dieses lässt sich der beigelegte Akku, welcher anscheinend aus zwei 16850 Zellen besteht, einsetzen.

Am Akkupack selbst befindet sich ein microUSB Port zum Wiederaufladen. Ist die Klingel montiert könnt Ihr einfach die Abdeckung abnehmen, den Akku entnehmen und innen über ein Smartphone-Ladegerät aufladen.

Alternativ könnt Ihr die Ring Video Doorbell 2 auch fest verdrahten und somit das Wiederaufladen des Akkus per Hand sparen. Hierfür legt Ring allerdings keine Elektronik bei! In meinem Fall habe ich das 15V 1A Netzteil meiner alten Klingel einfach weitergenutzt.

Unter der Abdeckung befindet sich auch eine Setup Taste und die Schraubenlöcher.

Ist die Abdeckung montiert kommt niemand mehr an den Akku oder die Schrauben. Die Abdeckung selbst wird von einer Spezialschraube gehalten.

 

Montage und Installation

Ehe Ihr die Ring Video Doorbell 2 montiert, solltet Ihr diese einmal aufladen und einrichten. Testet auch, ob an Eurer Haustür das WLAN Signal stark genug ist. Die Video Doorbell 2 ist nicht übermäßig signalfreudig! Wenn Ihr mit Eurem Smartphone dort gerade so Signal habt, könnte es kritisch werden.

Die Einrichtung der Ring Video Doorbell 2 ist soweit aber problemlos und gut gemacht. Ladet Euch die App für Android/IOS herunter, legt dort ein Konto an und die Batterie in die Türklingel.

Nach einer Weile könnt Ihr die Setup Taste drücken, wonach die Türklingel ein WLAN Signal aussendet. Mit diesem Signal müsst Ihr Euer Smartphone verbinden, woraufhin die Ring App WLAN Daten usw. an die Türklingel übermittelt.

Diese versucht sich dann mit dem Internet zu verbinden, hat dies geklappt seid Ihr mit der Einrichtung durch und könnt die Türklingel montieren.

Die Montage ist relativ einfach. Ich hatte allerdings einen recht großen Klingelkasten in der Wand, welchen ich mit einer einfachen Aluminium Platte abdecken musste. An diese Aluminium Platte habe ich dann die Halterung für die Video Doorbell 2 geschraubt.

Es liegen zwei Halterungen mit im Lieferumfang. Eine welche die Klingel leicht schräg nach links bzw. Rechts dreht und eine, welche die Klingel leicht nach oben winkelt.

Wählt die passende Halterung und verschraubt dann die Klingel an dieser. Abdeckung aufsetzen und Ihr seid fertig!

Natürlich verläuft die Montage immer etwas unterschiedlich, je nachdem wie Euer Haus beschaffen ist. Etwas handwerkliches Geschick ist eventuell nötig. Allerdings macht es einem die Ring Video Doorbell 2 nicht unnötig schwer.

Gerade da diverse Schrauben, Dübel und sogar ein Bohraufsatz mit im Lieferumfang liegen.

 

App und Funktionen

Die Ring App ist soweit in Ordnung. Ich habe hier weder optisch noch funktional groß etwas auszusetzen. Auf der Startseite findet Ihr eine Übersicht über alle verbundenen Geräte, wie auch Aktivitäten.

Es wird also chronologisch aufgelistet, wann es eine Aktivität gab. Eine Aktivität ist in der Regel jemand der geklingelt hat. Ihr könnt hier auch sehen ob jemand den „Anruf“ angenommen hat oder nicht. Ebenfalls werden Euch in der Übersicht auch erkannte Bewegungen usw. angezeigt.

Betätigt jemand die Klingel erhaltet ihr eine Benachrichtigung bzw. es wird sogar ein Klingelton auf Eurem Smartphone abgespielt.

Wählt Ihr diese Benachrichtigung aus, landet Ihr im „Anruf“. Ihr seht allerdings zunächst einmal nur das Bild der Kamera. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr von dort aus dann eine zwei Wege Kommunikation einleiten.

Dies funktioniert egal, wo Ihr seid! Klingelt jemand bei Euch Zuhause und Ihr seid auf der Arbeit, könnt Ihr den „Anruf“ genauso annehmen und mit der Person sprechen, als wenn Ihr Zuhause seid.

Die Verzögerung zwischen Klingel und Auftauchen der Benachrichtigung ist sehr gering! Wir sprechen hier über 0-2 Sekunden Verzögerung.

Bis das Bild geladen ist, vergehen ca. 2-5 Sekunden, abhängig wie gut Eure Internetverbindung gerade ist. Ich würde diese Verzögerung als Okay durchgehen lassen.

Neben der Funktion als Türklingel kann die Ring Video Doorbell 2 auch als Überwachungskamera genutzt werden. Hierfür gibt es einen integrierten Bewegungsmelder, welcher sich sehr detailliert einrichten lässt.

Unter anderem könnt Ihr die Bereiche und die Distanz auswählen, in welcher dieser reagieren soll.

Erkennt dieser eine Bewegung kann zum einen eine Smartphone Benachrichtigung versendet werden, ein Ton abgespielt und ein Video aufgezeichnet werden.

Letzteres hat allerdings einen Haken! Ihr könnt mit der Ring Video Doorbell 2 nur Videos aufzeichnen, wenn Ihr beim Hersteller ein kostenpflichtiges Abo (3€ im Monat) abgeschlossen habt!

Wenn Ihr dieses abgeschlossen habt, wird auch ein Video aufgezeichnet jedes Mal, wenn jemand bei Euch geklingelt hat.

Habt Ihr dieses Abo nicht, gibt es auch dann keine Video Aufzeichnung!

Schade, allerdings sind 3€ im Monat bzw. 30€ im Jahr halbwegs fair.

Es ist im Übrigen auch möglich, Ring mit einem Amazon Echo Show zu koppeln. Allerdings gibt es bei diesem keine Benachrichtigungen oder Ähnliches. Ihr könnt Euch lediglich das Bild der Kamera anzeigen lassen (keine zwei Wege Kommunikation!).

Auch dies dauert ca. 10-20 Sekunden. Wenn Ihr einen recht ungeduldigen Klingler habt, kann dies schon zu lang sein.

 

Bildqualität

Wir haben noch nicht über die Bildqualität gesprochen. Ring wirbt mit „1080p HD-Video“, klingt doch gut Full HD Video!

Praktisch ist die Videoqualität der Kamera Okay. Das was sicherlich am meisten auffällt, ist der 160 Grad Blickwinkel, welcher gigantisch ist. Es ist praktisch nicht möglich an die Türklingel heranzukommen ohne dass diese einen filmt, selbst wenn man sich an die Wand drückt.

Die Bildqualität ist allerdings nicht beeindruckend. Ja wir haben eine Full HD Auflösung, aber die Bitrate ist so niedrig und die Bildbreite so groß, dass die Bildqualität eher etwas von 720-480p hat.

Das ist allerdings Okay, Gesichter und Details sind absolut problemlos, zu erkennen, zumal sich die meisten Personen der Türklingel bis auf wenige Meter nähern.

Auch die Zwei-Wege Kommunikation ist brauchbar. Der Lautsprecher in der Ring Video Doorbell 2 ist etwas leise, aber ansonsten ist die Verständlichkeit okay.

 

FAQ

Kann ich meine bisherige Klingel nutzen?

Laut Ring ja! Testen konnte ich dies aber nicht.

Muss ich die Ring Video Doorbell 2 mit Akku nutzen, oder kann ich diese auch direkt an den Strom anschließen?

Direkt nicht, allerdings besitzt die Video Doorbell 2 auf der Rückseite zwei Kontaktschrauben, über welche Ihr diese mit Energie versorgen könnt.

Dabei darf die Klingel natürlich nicht direkt mit 230V verbunden werden. Ihr müsst einen Trafo dazwischenschalten, welcher die 230V AC in 8-24V AC umwandelt.

Komplett auf den Akku verzichten könnt Ihr aber nicht. Über diese Kontakte wird anscheinend der Akku nur konstant geladen. Nehmt Ihr diesen komplett aus dem Gerät funktioniert die Klingel nicht.

Effektiv müsst Ihr allerdings den Akku nie wieder per Hand nachladen.

Kann ich den alten Transformer meiner alten Klingel verwenden?

Ja wenn dieser 8-24V DC produziert. Ich hatte beispielsweise einen 15V Transformer im Sicherungskasten von meiner alten Türklingel, welchen ich einfach mit der Video Doorbell 2 verbunden habe.

In meinem Fall handelt es sich um einen 15V 1A Transformer. Allerdings benötigt die Klingel keinen sonderlich hohen Strom. 1A ist mehr als ausreichend! Vermutlich würde sogar weniger als die Hälfte reichen.

In der App wird mir weiterhin Akku als Energiequelle angegeben?!

Ja bei mir auch, macht Euch keine Sorgen. Der Akku wird langsam geladen, es wird also Strom aus der Wand genutzt. Das Laden dauert im Übrigen sehr lange über diesen Weg. Bei mir lädt der Akku seid mehreren Tagen.

Gibt es einen Gong für die Ring Video Doorbell 2?

Ja den Ring Chime. Dies ist ein kleiner „WLAN Lautsprecher“ welcher klingelt, wenn jemand klingelt. Eine große Verzögerung oder Ähnliches gibt es nicht.

Können Videoaufnahmen lokal oder auf einem NAS gespeichert werden?

Nein.

 

Fazit

Die Ring Video Doorbell 2 ist eine gute kabellose Video Türklingel, vermutlich sogar die beste. Ich habe hier sehr wenig zu kritisieren.

Die Funktion als Türklingel ist vollkommen gegeben und wie man diese erwartet. Jemand klingelt und Ihr erhaltet eine Benachrichtigung inklusive Ton auf Eurem Smartphone. Die Verzögerung hierfür liegt bei wenigen Sekunden.

Ihr könnt nun vom Smartphone aus den „Anruf“ beantworten und einen Blick auf die Kamera werfen. Solltet Ihr wollen, wäre es möglich mit der Person zu sprechen, auch dann, wenn Ihr unterwegs seid.

Zusätzlich kann die Ring Video Doorbell 2 auch als Überwachungskamera benutzt werden, welche selbst dann aufzeichnet, wenn niemand klingelt (ein Bewegungsmelder ist integriert).

Hierfür ist allerdings ein kostenpflichtiges Abo beim Hersteller nötig, welches 3€ pro Monat oder 30€ im Jahr kostet. Dieses Abo ist auch nötig, wenn Ihr generell eine Aufzeichnung wünscht von jeder Person, die geklingelt hat. Unschön, aber 30€ im Jahr ist zu verschmerzen.

Sehr schön ist wiederum die Möglichkeit die Kamera per Akku oder per Stromverbindung zu nutzen, je nachdem was Euch besser passt. Die Akkulaufzeit ist mit mehreren Monaten auch ausreichend hoch.

Unterm Strich ist die Einzige wirklich Schwäche der Ring Video Doorbell 2 der Preis. Mit über 200€ + 40€ für den Gong + gegebenenfalls 30€ pro Jahr für das Abo, ist die Video Doorbell 2 nicht umbedingt günstig.

Entscheidet Ihr Euch dennoch für die Video Türklingel von Ring erhaltet Ihr ein wirklich gutes und durchdachtes Produkt.

Positiv

  • Großer Lieferumfang
  • Gute Dokumentation
  • Schicke Optik
  • Gute Reaktionszeiten
  • Vernünftige Smartphone App
  • Gute Bildqualität

Neutral

  • WLAN Gong nur separat erhältlich

Negativ

  • Abo für Video Aufzeichnung nötig
  • Recht hoher Preis

Das BQ Aquaris X2 im Test, das beste Mittelklasse Smartphone!

Das BQ Aquaris X war eins meiner absoluten Lieblingsgeräte in der 250-300€ Preisklasse des vergangen Jahres. Natürlich musste BQ aber im Jahr 2018 nachlegen um relevant zu bleiben. Dies haben sie auch mit dem neuen Aquaris X2 gemacht.

Auf dem Papier sieht das Aquaris X2 hervorragend aus! Top aktueller Snapdragon 636, großes Display, Android One, große Dual Kamera usw.

Aber es ist natürlich ein Unterschied was auf dem Papier steht und wie es wirklich in der Praxis aussieht.

Von daher wollen wir uns das neue BQ Aquaris X2 doch einmal im Test ansehen. Ist das Aquaris X2 das beste Mittelklasse Smartphone des Jahres?

Finden wir es heraus!

 

Das BQ Aquaris X2 im Test

BQ setzt beim Aquaris X2 auf das vertraute BQ Design, welches wir bereits seit mehreren Generationen kennen. Das Design des X2 wurde dabei etwas angepasst und verfeinert.

Das Wichtigste im Jahr 2018 ist natürlich das große 18:9 Display, welches auch im X2 Platz gefunden hat. Dabei besitzt das Smartphone zwar recht kleine Rahmen, aber diese sind auch nicht winzig. Hier würde ich das X2 mit dem Google Pixel 2 XL mit der Rahmengröße und der Displayform vergleichen.

Das BQ Aquaris X2 verfügt über abgerundete Displayecken, wie dies Google und LG auch bei Ihren Smartphones machen. Funktional hat dies keine Auswirkungen, aber optisch sieht dies durchaus interessant aus.

Kombiniert mit den abgerundeten Kanten des Gehäuses gibt dies dem Aquaris X2 einen recht rundlichen Look. Mir gefällt die Front des Smartphones sehr gut!

Interessant ist aber auch die Rückseite. Hier gibt es ein etwas kontroverses Thema, denn BQ nutzt beim X2 eine Kunststoffrückseite.

Ja ein 300€ Smartphone mit Kunststoffrückseite ist „exotisch“. Allerdings ist die Entscheidung in der Praxis weniger schlimm. Die Kunststoffrückseite besitzt eine leicht matte Textur und fühlt sich somit hochwertiger an als man dies von älteren Kunststoff Smartphones kannte.

Hinzu kommt ein Aluminium Rahmen und ein vernünftiges Gewicht mit 160g. Das BQ Aquaris X2 fühlt sich also in keinster Weise „billig“ an, ganz im Gegenteil.

Das Smartphone macht einen sehr wertigen und edlen Eindruck. Lediglich erwarte ich eine etwas schnellere Abnutzung der Rückseite als dies bei Glas oder Aluminium der Fall wäre. Im Gegenzug ist Kunststoff natürlich sehr bruchsicher.

Gehen wir einmal um das BQ Aquaris X2 herum.

Auf der Front finden wir das große 5,65 Zoll 18:9 Display, wie auch die Ohrmuschel, eine 8 Megapixel Kamera und einen front LED Blitz.

Lautsprecher, USB C Ladeport und der 3,5mm Kopfhöreranschluss sind auf der Unterseite zu finden. Einschalter und Lautstärkewippe, welche beide aus Aluminium gefertigt sind, sind an der übliche Position am rechten Rand angebracht.

Die Rückseite wird von einer Dual-Kamera, einem Dual-LED Blitz und dem Fingerabdruckscanner eingenommen.

Zudem gibt es hier das große BQ Logo wie einen android one Schriftzug.

 

Software

BQ setzt beim Aquaris X2 auf Android One. Hierbei handelt es sich um eine stark optimierte Android Version, welche keine Hersteller Modifikationen vorweist.

Auf dem X2 läuft also Stock Android! Hierdurch soll dieses besonders schnell und effizient mit Updates versorgt werden können. Es ist natürlich immer so eine Sache wie es mit Updates in Zukunft aussieht. BQ verhält sich hier allerdings erfahrungsgemacht recht gut.

Auch läuft auf dem X2 das aktuelle Android 8.1 Version mit dem Mai Sicherheitspatch. Von daher kann man hier optimistisch sein, was zukünftige Updates betrifft.

Zur Benutzeroberfläche des X2 gibt es an sich nicht viel zu sagen. Diese ist Standard Android und ist mit dem aktuellen „Google Pixel“ Launcher ausgestattet, wie auch dem Google Assistent usw.

Hierdurch wirkt das Aquaris X2 recht „leicht“ was die Software betrifft. Im Gegenzug gibt allerdings nicht viele Bonus Funktionen zu bestaunen.

Auch sind mit Ausnahme von zwei BQ Apps, der BQ Kamera App und einer BQ Service App, keine 3. Anbieter Anwendungen auf dem Smartphone zu finden, was aber natürlich kein Nachteil ist.

Von den 32GB Speicher sind hierdurch von Haus aus auch noch satte 22GB frei, was ein guter Wert ist!

 

Display

BQ setzt beim Aquaris X auf ein 5,65 Zoll IPS Display. Dieses löst mit der typischen Full HD + Auflösung auf, also 1080 x 2160 Pixeln.

BQ bewirbt das Display natürlich mit vielen schönen Worten. Aber sieht das Display auch schön aus?

Grundsätzlich ja! Farben sind kräftig, Kontraste hoch und auch der Schwarzwert ist sehr ordentlich.

Die maximale Helligkeit ist zwar sehr durchschnittlich, abseits davon gefällt mir das Display aber sehr gut.

Erfreulicherweise nutzt BQ dieses Jahr auch Gorilla Glas für den Schutz des Displays. Zusätzlich könntet Ihr BQ Plus für 50€ im Jahr buchen. BQ Plus ist ein Service welcher Euer Smartphone auch bei Unfallschäden kostenfrei repariert, ähnlich wie Apple Care.

 

Sound

Der Lautsprecher des BQ Aquaris X2 befindet sich auf der Unterseite des Smartphones. Wobei dies ist nur die halbe Wahrheit! BQ macht es nämlich richtig und nutzt die Ohrmuschel als sekundären Lautsprecher bei der Wiedergabe von Medien.

Daumen hoch dafür!

Aber klingen die Lautsprecher auch gut? BQ behauptet ja „Erlebe mit der Qualcomm® Aqstic™Lösung und den beiden Lautsprechern mit einer Leistung von bis zu 9 V ein immersives Stereo-Hörerlebnis.“

Na ja abgesehen davon, dass „Leistung von bis zu 9 V“ natürlich etwas falsch ist, zeigt dies aber immerhin das BQ sich Mühe gegeben hat, was die Audio Lösung des Aquaris X2 betrifft.

Diese Mühe zahlt sich auch aus! Das Aquaris klingt gut, wenn nicht sogar sehr gut! Die Lautsprecher sind klar, sauber und recht laut. Auch die Klangfülle passt. Hier hilft auch sicherlich der zweite Lautsprecher ein gutes Stück.

Der Bass ist zwar nicht übermäßig stark, selbst für Smartphone Verhältnisse, aber in dieser Preisklasse ist das weiterhin Bestleistung, was das Aquaris X2 bietet.

Kurzum nutzt Ihr viel die Lautsprecher Eures Smartphones ist das Aquaris X2 eine super Wahl! Lediglich, dass sich das Smartphone bei der Musikwiedergabe (volle Lautstärke) in der Gegend des Lautsprechers doch ein Stück erwärmt hat, finde ich etwas mysteriös. Ich gehe aber mal davon aus das BQ weiß, was sie hier getan haben.

Neben den guten Lautsprechern wirbt BQ aber auch mit einem besonders guten Kopfhöreranschluss. „Außerdem bieten die Kopfhörer einen Hi-Fi-Sound mit einer Verzerrung von gerade einmal 0,002 % bei voller Lautstärke und der Audio-Codec Qualcomm® aptX™für Bluetooth® verbessert die typische Qualität der klassischen Codecs.“

Allerdings kann ich hier BQ nur bedingt zustimmen. Der Kopfhörerausgang des Aquaris X2 klingt gut, aber auch nicht außergewöhnlich gut. Hier ist man auf dem Level der meisten Smartphones in dieser Preisklasse. Es scheint also kein spezieller DAC oder Verstärker zum Einsatz zu kommen.

 

Kamera

Das Kamerasetup des Aquaris X2 ist ohne Frage ein sehr interessantes. Das X2 verfügt über zwei Kamera Module, ein 12 Megapixel und ein 5 Megapixel Modul. Letzteres ist nur für den Tiefenunschärfe Effekt gedacht und übernimmt abseitsdavon keine Arbeit.

Das Interessante ist aber die Hauptkamera, welche über eine große Blende von f1.8 verfügt. BQ nutzt hier den Samsung S5K2L8 Kamerasensor, welcher noch sehr neu ist. Dabei ist der S5K2L8 ein relativ großer Sensor, welcher mit 1.29 μm Pixeln punkten kann.

Hierdurch sollte das BQ Aquaris X2 auch im dunkeln noch recht gute Bilder machen können.

Hinzu kommt die sehr gute BQ Kamera App. Neben Auto HDR verfügt diese auch über einen HDR Plus Modus. Bei HDR Plus werden bei allen Lichtbedingungen immer mehrere Aufnahmen gemacht, welche anschließend in ein besseres Foto verrechnet werden.

Es handelt sich hierbei um eine ähnliche Technologie wie sie im Google Pixel zum Einsatz kommt.

Schaltet Ihr HDR+ ein wird die Kamera zwar etwas Träger, es dauert ca. eine Sekunde pro Bild bis dieses verarbeitet ist, aber die Bildqualität kann sich deutlich steigern.

Kommen wir damit auch zu den Testbildern.

Diese sind wie üblich nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen. Beim Anklicken der Aufnahmen wird die volle Qualität geladen! Mobile Nutzer aufgepasst, ein Foto des Aquaris X2 ist 4,6MB im Schnitt.

 

BQ Smartphones der X Serie standen immer für sehr gute Kamera, bleibt das X2 dieser Tradition treu? Grundsätzlich ja!

Fotos des X2 zeichnen sich durch gute Farben, einer hohen Schärfe, einer absolut passenden Belichtung und einer guten Dynamik aus.

Dieser Eindruck bleibt auch verglichen mit dem BQ Aquaris X(1), Nokia 6.1 und Moto G6 Plus bestehen.

Das Aquaris X(1) wie auch das Nokia 6.1 wird fast bei jeder Aufnahme im direkten Vergleich geschlagen. Das Aquaris X(1) kann bei gutem Licht zwar durchaus mit dem X2 mithalten, aber sobald die Lichtbedingungen schlechter werden, kann das X2 an seinem Vorgänger vorbeiziehen.

Sehr Ähnliches gilt auch für das Nokia 6.1. Bei sehr guten Lichtverhältnissen tun sich die Aufnahmen der beiden Smartphones qualitativ nicht viel, bei schlechterem Licht kann das Nokia aber nicht mehr mithalten.

Der Vergleich mit dem Moto G6 Plus ist etwas schwerer. Beide Smartphones haben einen unterschiedlichen Bildstyle. Das G6 Plus produziert extrem bunte Aufnahmen, während das X2 etwas neutraler daher kommt.

Wobei neutral nicht ganz stimmt. Das X2 zeigte in meinem Test eine kleine Schwäche. Der Weißabgleich ist etwas weniger Souverän als bei den Konkurrenten. Das X2 neigt zu etwas wärmeren Aufnahmen. Erst einmal ist dies natürlich kein Problem, aber eine Handvoll von über 600 Testaufnahmen wurde für meinen Geschmack etwas zu „gelbstichig“.

Hier würde ich mir vielleicht noch ein kleines Software Update von BQ wünschen.

EDIT: BQ hat auf Nachfrage bestätigt das genau dafür ein Update kommen wird! Denn abseits davon sind die Fotos des BQ Aquaris X2 „best in Class“.

Hier hat ohne Frage auch die BQ Kamera-App einen großen Anteil. Zum einen gefällt mir die App sehr gut, zum anderen ist das Post Processsing ausgezeichnet.

Die Dynamik des X2 ist von Natur aus eher als mittelmäßig zu bezeichnen. Aber der AutoHDR und HDR Plus Modus des X2 gehört zu den besten auf dem Markt! Hierdurch ist die Dynamik eher ein Pluspunkt des Smartphones!

Erfreulich stark ist das Aquaris X2 im Low Light. Natürlich kann man die Aufnahmen auch beim X2 verwackeln, ein optischer Bildstabilisator ist leider nicht vorhanden, dies gilt aber genauso oder stärker auch für die anderen Modelle.

Das X2 hat ein sehr gutes Rauschverhalten. Das Bildrauschen ist im dunkeln durchaus vorhanden, setzt aber zum einen erst recht spät merkbar negativ ein und zum anderen ist das Rauschen aber sehr gleichmäßig und „einfarbig“. Auch Details bleiben gut erhalten. Ich bevorzuge etwas Bildrauschen über ein matschiges Bild. Im Ultra Low Light wird das oftmals „lila“ Bildrauschen sehr gut vermieden, welches noch beim Vorgänger deutlich vorhanden war.

Nokia 6.1
Aquaris X2
Aquaris X
Moto G6 Plus

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Aquaris X2
Aquaris X
Moto G6 Plus
Nokia 6.1

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Auch Farben, gerade bei Sonnenschein, werden unheimlich klar und sauber abgebildet. Ich hätte keine Skrupel das Aquaris X2 als Kamera im Urlaub zu nutzen. Zwar ist die Textur bei den Bildern des X2 nicht ganz so gut, aber dies ist ein gängiges „Samsung Kamerasensor“ Problem, welches in der Regel nicht stört.

Der Autofokus des X2 hatte in über 400 Bildern eine fast 100%ige Trefferquote, was auch sehr stark ist.

Sollte BQ hier vielleicht die „Ausreißer“ noch per Software Update etwas optimiert bekommen, ist das Aquaris X2 ganz klar das Smartphone mit der besten Kamera in der 300€ Preisklasse.  EDIT: BQ hat auf Nachfrage bestätigt das genau dafür ein Update kommen wird!

Videos werden vom Aquaris X2 natürlich in bis zu 4K aufgezeichnet und lassen sich grob mit Gut zusammenfassen. Hier kann Auto HDR dem Smartphone natürlich nicht unter die Arme greifen, was aber auch nicht nötig ist.

Videos besitzen eine gute Farbdarstellung und hohe Schärfe. Hier muss sich das X2 nicht vor der Konkurrenz verstecken.

Kommen wir noch zum Abschluss auf den Porträt-Modus zu sprechen. Grundsätzlich bin ich nie der größte Fan von künstlicher Hintergrundunschärfe. Selbst viele High End Smartphones machen hier einen sehr mäßigen Job.

Allerdings muss man anerkennen, dass das X2 den Porträt-Modus ziemlich gut macht. Je nach Position und Hintergrund kann es zwar auch zu Fehlern kommen, aber dennoch kann man den Porträt-Modus als überdurchschnittlich für die 300€ Preisklasse klasse einstufen. Erstaunlicherweise ist dieser gut nutzbar und es sind sehr schöne Resultate zu erziehen.

 

Leistung und Benchmarks

Im BQ Aquaris X2 kommt der neue Qualcomm Snapdragon 636 zum Einsatz. Der Snapdragon 636 ist ein 8 Kern SoC welcher auf die neue Kryo 260 Architektur von Qualcomm setzt. Im Aquaris X2 wird der Snapdragon 636 mit 3GB bzw. 4GB RAM kombiniert.

Der Snapdragon 636 ist mir auch bereits aus dem Xiaomi Redmi Note 5 bekannt, wo dieser auch voll überzeugen konnte.

Wie sieht es im BQ aus? Um dies herauszufinden, schauen wir uns zunächst einmal ein paar Benchmarks an.

Wie auch schon beim Redmi Note 5 kann der Snapdragon 636 im BQ Aquaris X2 voll überzeugen! Dieser liegt von der Leistung knapp unter dem Level des älteren High End Snapdragon 821, was schon beeindruckend ist!

Dabei ist der 636 gute 45% schneller als der Snapdragon 652. Verglichen mit dem Vorgänger, dem Snapdragon 626 welcher auch im ersten Aquaris X zu finden ist, hat sich auf dem ersten Blick nicht viel getan.

Auf den zweiten Blick sieht man aber, dass der neue 636 eine über 40% bessere Single Core Performance besitzt.

 

Im Alltag

Wie steht es aber um das X2 im Alltag? Ausgesprochen gut ist die Antwort! Das BQ Aquaris X2 ist ein sehr flottes und reaktionsfreudiges Smartphone!

Dies liegt sicherlich zum einen an der durchaus sehr fähigen Hardware, wie aber auch am schlanken Android One.

Normale Alltagsanwendungen wie der Webbrowser, Twitter, WhatsApp usw. laufen wie geölt. Auch die Startzeit dieser Anwendungen ist tadellos. Schneller geht’s auch mit den meisten High End Smartphones nicht.

Selbst Webseiten Ladezeiten sind 1a.

WLAN unterstützt das BQ Aquaris X2 nach dem aktuellen ac Standard und auch auf dem 5GHz Band. Es werden dabei solide 200Mbit/s als maximale Datenrate erreicht.  Das verbaute LTE Modul erreicht laut BQ maximal 300Mbit/s im Download und 50Mbit/s im Upload.

Dies hilft sicherlich beim schnellen Laden von Webseiten und Bildern in Anwendungen wie Instagram.

Der RAM von 3GB ist sicherlich nach 2018er Standards nicht übermäßig großzügig, aber ausreichend. Bei einer normalen App Nutzung und leichtem Multitasking gibt es hier keine Limitierungen.

Wollt Ihr aber auf eine große App zurückspringen die Ihr vor x Stunden oder Tagen mal genutzt habt, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Aquaris X2 die App neu laden muss.

Wie steht es um Spiele? Grundsätzlich wird das Aquaris X2 mit so ziemlich allen Spielen problemlos fertig. Gerade wenn es um populärere Titel wie Angry Birds, Clash of Clans, Pokemon Go usw. geht.

Aufwendigere/größere Spiele aller Dungeon Hunter 5, PUBG Mobile laufen ebenso auf dem Aquaris X2. Vergleichen mit High End Smartphones spürt man aber doch ein Stück weit längere Ladezeiten.

Auch reduzieren manche High End Spiele etwas die Details von sehr hoch auf hoch. Das X2 ist also nicht das absolute Spiele-Monster, eigentlich sich für etwas Casual Gaming aber problemlos.

Genau genommen ist mir kein Smartphone in der 300€ Preisklasse bekannt welches Spiele besser meistert.

Zum Abschluss noch zwei „interessante“ Dinge. Die Benachrichtigungs-LED ist beim BQ Aquaris X2 ist unten oberhalb des Kopfhöreranschlusses, was eine ungewöhnliche Positionierung ist.

Der Vibrationsmotor ist leider beim X2 etwas schwächer ausgefallen. Mit schwächer meine ich nicht das dieser rattert oder Ähnliches, sondern er ist einfach relativ „schwach“.

 

Akku

Das BQ Aquaris X2 verfügt über einen 3100mAh starken Akku. 3100mAh ist nicht übermäßig viel, aber eine vernünftige Kapazität, zumindest auf dem Papier.

In der Praxis spielt hier neben der Akku Kapazität auch Dinge wie der Energieverbrauch des Displays usw. eine große Rolle.

Von daher wie schlägt sich das X2 in meinem Standard Akku-Test? In diesem Test simuliere ich eine bunte Mischung aus Webbrowsen, sozialen Medien, leichtem Gaming usw.

Hier erreichte das Aquaris X2 eine Laufzeit von rund 7,5 Stunden bei einer normalen Displayhelligkeit. Dies ist ein vernünftiger Wert! Selbst intensiv Nutzer werden mit dem BQ problemlos durch den Tag kommen.

Normal Nutzer werden auch zwei Tage schaffen, zumal auch die Standby Laufzeit sehr gut ist. Sicherlich ein positiver Nebeneffekt des sparsamen Android One.

Beim Wiederaufladen unterstützt das Aquaris X2 sowohl Quick Charge 4.0/3.0 wie auch den USB Power Delivery Standard.

Über beide Standards erreicht das Smartphone eine Ladegeschwindigkeit von bis zu 12W.

 

Fazit

BQ hat beim Aquaris X2 alles richtig gemacht! Ihr erhaltet mit dem X2 einen starken Allrounder, welcher keine richtige Schwäche besitzt.

Dies beginnt bei der herausragenden Leistung des Snapdragon 636, geht über das schöne Display bis hin zu den tollen Dual-Lautsprechern. Sogar die Akku Laufzeit ist mehr als solide! Sicherlich ist auch die Nutzung von Android One ein kleiner Pluspunkt, welcher zukünftige Updates erleichtern sollte.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt bei jedem Smartphone ist natürlich die Kamera. Erfreulicherweise erlaubt sich hier das X2 keinen groben Schnitzer. Selbst im direkten Vergleich mit den beiden ärgsten Konkurrenten, dem Nokia 6.1 und Moto G6 Plus, kann das X2 voll überzeugen.

Zwar ist die Kamera auch nicht ganz perfekt, aber sie ist gerade im Low Light die mit abstand stärkste Smartphone Kamera, die mir in der 300€ Preisklasse bisher begegnet ist. Selbst der Porträt-Modus macht einen erfreulich guten Job, was in dieser Preisklasse eher selten ist.

Es wäre aus meiner Sicht kein Problem das BQ Aquaris X2 im Urlaub als Kamera zu nutzen! Eine durchgehend starke Vorstellung, die das Aquaris X2 hier liefert.

Hinzu kommt das Gefühl etwas „besonderes“ zu haben. BQ macht einen sehr guten Job das X2 von der Masse abzuheben. Das X2 ist nicht ein 0815 Smartphone , was man am Design, den Dual Lautsprechern, dem Display mit den runden Kanten und der sehr starken Kamera erkennen kann.

Kurzum, die Smartphone Mittelklasse ist im Jahr 2018 stärker den je und hat viele interessante Optionen. Das BQ Aquaris X2 zeigte hier im Test das dieses eine herausragende Wahl in der 300€ Preisklasse ist. Ich würde sogar soweit gehen und das Aquaris X2 zum besten Allrounder in der Mittelklasse zu erklären!

Kein anderes mir bekanntes Smartphone kann so gut durchgehend überzeugen! PS. BQ ist sogar eine Europäische Firma, was vielleicht auch ein kleiner Pluspunkt ist.

Positiv

  • Tolle Optik
  • Leistungsstarker SoC (Snapdragon 636)
  • Schönes Display
  • Starke Kamera auch im Low Light
  • Herausragende Lautsprecher
  • Gute Akkulaufzeit
  • Sauberes Android One

 

Neutral

  • Kamera Weißabgleich teils etwas warm (Update dafür soll laut BQ kommen)

 

Negativ

Die neue Corsair K70 MK.2 Tastatur im Test, besser geht´s kaum!

2

Corsairs Gaming Tastaturen sind berühmt und berüchtigt. Corsair war einer der ersten Hersteller der den Trend zu mechanischen Gaming Tastaturen losgetreten hat, seitdem hat sich allerdings einiges verändert.

Es gibt jede Menge neuer Schalter-Typen, RGB Beleuchtung, Software Feature usw. Daher hat sich Corsair entschieden seine K70 Tastatur, welche durchaus schon ein aktuelleres Modell war, nochmals zu überarbeiten.

Die K70 MK.2 wurde von Corsair am 12.06 dieses Jahr vorgestellt und soll durch einige kleinere Verbesserungen und Optimierungen gegenüber dem Vorgänger überzeugen.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen, ob dieses auch wirklich gelingt! Lohnt sich die neue Corsair K70 MK.2 oder sollte man in der 170€ Preisklasse nicht lieber gleich zur K95 greifen?

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen der K70 MK.2!

 

Die Corsair K70 MK.2 im Test

Wie man bei einem Refresh eines bestehenden Produkts erwarten kann, hat sich äußerlich erst einmal nicht viel bei der Corsair K70 MK.2 getan.

Es handelt sich hier um das typische Corsair Design, welches über Jahre mittlerweile etabliert und verfeinert wurde.

Das Auffälligste ist wie bei den meisten höherpreisigen Corsair Tastaturen ist die schwarze Aluminium Basisplatte. Diese verleiht der Tastatur eine sehr hochwertige und auch teure Optik. Natürlich sorgt diese Grundplatte auch für eine sehr hohe Verwindungssteifigkeit. Die untere Hälfte der Tastatur ist zwar aus Kunststoff gefertigt, aber dies fällt nicht negativ ins Gewicht. Die K70 MK.2 wirkt angenehm Massiv. Man merkt sofort, dass dies kein 08/15 Modell eines China Herstellers ist.

Dies ist bei mechanischen Tastaturen, gerade wenn diese preislich etwas höher angesiedelt sind, etwas sehr Wichtiges. Die K70 MK.2 hebt sich gefühlt von der Masse ab.

Dabei ist der grundsätzliche Aufbau der Tastatur allerdings gar nicht so ungewöhnlich. Es handelt sich bei der K70 MK.2 um das klassische QWERTZ Layout inklusive Nummernpad.

Auf eine zusätzliche Reihe Makro-Tasten oder Ähnliches hat Corsair verzichtet. Dies bleibt der K95 aktuell vorbehalten.

Was dafür mit an Bord ist sind jede Menge Multimedia Tasten, wie auch ein kleines metallenes Scrollrad für die Lautstärke. Dies sind so die Kleinigkeiten, welche die K70 MK.2 interessant machen.

Zwar setzt Corsair bei den Multimedia Tasten nicht auf mechanische Schalter, aber auch diese Tasten wirken hochwertig umgesetzt. Gerade das Metallrad wirkt angenehm wertig.

Was die Ergonomie betrifft, bietet die K70 MK.2 zum einen ausklappbare Standfüße, welche die Tastatur etwas anwinkeln, wie aber auch eine optionale Handballenauflage.

Bei den Standfüßen merkt man mittlerweile Corsairs Erfahrung beim Bau vonTastaturen. Die Standfüße sind zum einen stark gummiert um ein Verrutschen zu verhindern, zum anderen klappen diese seitlich auf. Schiebt Ihr die Tastatur nach hinten können sich die Füße nicht von alleine Einklappen, wie dies beispielsweise bei den meisten Razer Tastaturen der Fall ist.

Auch sind die Standfüße recht massiv gebaut. Ein Abbrechen ist fast unmöglich. Die Handballenauflage wäre hier etwas mehr bedroht, da diese über einfache Plastikclips verfügt. Erfahrungsgemäß ist dies aber kein Problem bei Corsair Tastaturen.

Angeschlossen wird die K70 MK.2 ganz klassisch über ein sehr dickes und ummanteltes USB Kabel. Hierbei besitzt die Tastatur allerdings gleich zwei USB Anschlüsse.

Im Gegenzug gibt es immerhin einen USB Pass Through Port, für einen Funkempfänger oder Eure Maus.

Corsair setzt auch bei der K70 MK.2 treu auf Cherry MX Schalter. Dementsprechend handelt es sich auch um „Standard“ Cherry Tastenkappen, welche sich problemlos mit 3. Anbieter Tastenkappen austauschen lassen. Corsair legt sogar ein kleines Set alternativer WASD Tastenkappen mit in den Lieferumfang. Diese Tastenkappen besitzen eine deutlich rauere Oberfläche und lassen sich hierdurch in der Hitze des Gefechts besser erfühlen.

 

Taster

Wie bei allen mechanischen Tastaturen von Corsair wird auch bei der K70 MK.2 ausschließlich auf originale Cherry MX Taster gesetzt.

Zu Cherry MX muss ich vermutlich nicht mehr viel sagen. 90% aller mechanischen Tastaturen auf dem Markt basieren auf Cherry MX Taster bzw. Kopien dieser. Beispielsweise Razer nutzt „eigene“ Taster, welche aber fast 1 zu 1 Cherry MX sind, nur Made in China. Die originalen Cherry sind hingegen Made in Germany und von der Qualität mehr oder weniger unerreicht. Zwar gibt es durchaus sehr gute Kopien, aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich immer bei Cherry bleiben.

Corsair gibt Euch allerdings auch eine Wahl, und zwar was für Cherry Taster Ihr haben wollt.

Die Corsair K70 MK.2 wird mit Cherry MX Red, MX Brown, MX Silent und MX Speed im Handel erhältlich sein.

Die Cherry MX Red ist der Klassiker. Wenn Ihr hier eine Taste drückt, wird diese nach 2mm aktiviert, lässt sich dann aber nochmals bis zu 2mm drücken. Dies ist der große Vorteil von mechanischen Tastaturen.

Dies lösen nicht erst aus, wenn Ihr diese voll durchdrückt, sondern bereits vorher. Dies kann in Spielen ein gewisser Vorteil sein, da Ihr so schneller reagieren könnt als Nutzer mit Membranen Tastatur.

Hier ist natürlich der MX Speed nochmals eine optimierte „schnellere“ Version der MX Red. Ich finde die MX Speed an sich die angenehmsten, sowohl fürs Spielen wie auch Schreiben.

Daher wäre die MX Speed Version auch meine Empfehlung, letztendlich hängt dies aber von Eurem Geschmack ab.

 

Tippgefühl

Das Tippgefühl hängt natürlich sehr stark von den von Euch gewählten Schaltern ab und weniger von der eigentlichen Tastatur.

Zwei Tastaturen mit original Cherry MX Red Schaltern werden sich immer sehr ähnlich anfühlen. Je nachdem wie die Schalter allerdings in der Tastatur eingelassen sind, gibt es aber Unterschiede.

Im Falle der Corsair K70 MK.2 habt Ihr eine dicke Aluminiumbasisplatte. Durch diese „schwingt“ die Tastatur anders als hätte diese ein komplettes Kunststoffgehäuse.

Das Tippen auf der K70 fühlt sich sehr schön stabil, massiv und wertig an. Dies wird auch von der Geräuschkulisse in einem gewissen Rahmen bestätigt.

Die K70 MK.2 ist eine normal laute mechanische Tastatur. Jeder Tastenanschlag produziert ein recht befriedigendes dunkleres „Klack“.

Erneut hängt dies etwas von den von Euch gewählten Schaltern ab. Die MX Silent sind beispielsweise etwas gedämpft und somit deutlich leiser.

Abseits des hochwertigen Tippgefühls gibt es nicht viel Interessantes zu berichten. Corsair nutzt ein ganz klassisches QWERTZ Layout, ohne irgendwelche Modifikationen. Es gibt also keinen großen Umgewöhnung oder Lernprozess, sofern Ihr bereits eine „Standard“ mechanische Tastatur gewohnt seid.

Kommt Ihr von einer klassischen Tastatur ist es natürlich immer eine gewisse Gewöhnungsphase bis Ihr voll mit einer Tastatur wie der Corsair K70 MK.2 vertraut seid. Gerade die lineare Aktivierung kann ungewohnt sein. Die Tasten benötigen, sofern Ihr die MX Red oder Speed gewählt habt, von Anfang bis Ende die exakt gleiche Kraft zum Betätigen.

Es gibt also nicht anfangs diesen kleinen Startwiderstand wie bei vielen klassischen Tastaturen, was bei meiner ersten MX Red Tastatur damals auch erst etwas Eingewöhnung erforderte.

 

Software

Corsair setzt bei der K70 MK.2 voll auf die neue iCUE Software. Im Gegensatze zur alten CUE Software ist iCUE für alle Corsair Produkte, ob nun Tastaturen, Lüfter, Netzteile, Wasserkühlungen, Headsets usw.

iCUE ist ohne Frage eine der umfangreichsten Steuerungssoftwares die man aktuell finden kann. Dabei sind natürlich auch sämtlichen Basics mit an Bord, wie die Möglichkeit Makros auf jede Taste der Tastatur zu legen, oder eins von gefühlt duzenden Beleuchtungsmuster zu nutzen.

Ihr könnt auch etwas aufwendiger eigene Muster usw. erstellen oder halt eins der „Profile“ nutzen. Corsair versucht mit iCUE sogar eine Partnerschaft mit Spieleentwickler zu etablieren, wie beispielsweise beim neuen Far Cry. Hierbei spiegelt die Beleuchtung das Geschehen im Spiel wieder.

Wenn ich an iCUE etwas zu bemängeln hätte, dann die Übersichtlichkeit. Teilweise wird man schon etwas erschlagen an Untermenüs usw.

Bonuspunkte gibt es wiederum für den internen Speicher. Profile lassen sich direkt auf der Tastatur speichern. Installiert Ihr Windows neu oder schließt die Tastatur an einen anderen PC an sind Eure Einstellungen also nicht verloren.

 

Beleuchtung

Natürlich besitzt die Corsair K70 MK.2 eine RGB Beleuchtung. Hierbei besitzt auch jede einzelne Taste auch eine eigene LED. theoretisch wäre es, also möglich jeder Taste der Tastatur eine eigene Farbe zuzuweisen.

Praktisch wird man aber vermutlich eine Farbe oder ein Muster/Welle einstellen. Im Gegensatz zur großen K95 besitzt die K70 MK.2 allerdings keine zusätzliche LEDs zur Beleuchtung des Schreibtisches oder Ähnliches.

Die RGB Beleuchtung beschränkt sich also aufs Tastenfeld. Dabei ist die Beleuchtung allerdings absolute erste Klasse!

Die LEDs sind angenehm hell und kräftig. Auch scheint recht viel Licht durch die Tasten hindurch. Es ist gut ersichtlich, dass Corsair hier die besten LEDs, die man so ziemlich bekommen kann.

Auch der Controller macht einen tadellosen Job. Farbwechsel und Ähnliches sind sehr schön weich und flüssig. Dabei gibt es auch kein merkbares Flackern oder Flimmern der LEDs, wie dies teilweise bei günstigeren Tastaturen der Fall ist.

Ich behaupte Corsair nutzt hier vermutlich ein sehr ähnliches Setup wie bei der K95 Platinum. Lediglich die Tesoro GRAM SE Spectrum ist noch heller als die K70 MK.2.

 

Fazit

Wenn Ihr eine High End Tastatur sucht, ist es fast unmöglich an Corsairs Lineup vorbeizukommen. Die neue K70 MK.2 stellt hierbei ein hervorragende Wahl dar, welche sich auch nicht hinter der großen K95 verstecken muss.

Dank der hervorragenden Verarbeitung und der massiven Materialwahl fühlt sich die Corsair K70 MK.2 sehr hochwertig an. Selbiges gilt auch für das Tippen auf der Tastatur.

Dies liegt natürlich zum größten Teil an den original Cherry Tastern, wo Ihr gleich die Wahl zwischen vier verschiedenen Typen habt, MX Red, MX Brown, MX Silent und MX Speed.

Cherry MX Taster sind ohne Frage die qualitativ so ziemlich besten, die man in Gaming Tastaturen finden kann. Dies, gepaart mit der starken Verarbeitungsqualität und der Basisplatte aus Aluminium, sorgt für ein hochwertiges Tippgefühl, welches sich natürlich auch auf Spiele positiv ausübt.

Hinzu kommt natürlich die hervorragende und leuchtstarke RGB Beleuchtung und kleinere Bonusfunktionen wie die Multimedia- Tasten und es ist schwer in der premium Preisklasse etwas anderes zu empfehlen als die Corsair K70 MK.2.

Ganz klar gesagt Corsair hat hier alles richtig gemacht! Seid Ihr also bereit 160€+ für eine absolute High End Tastatur auszugeben, ist die K70 MK.2 neben der Corsair K95 die beste Wahl!

Der Dell S2719DM Monitor im Test

Neben seinen Computern und Servern ist Dell auch für seine sehr guten Monitore bekannt. Eins der neusten Modelle in Dells Sortiment ist der S2719DM.

Dieser Monitor soll neben einer natürlich sehr guten Bildqualität auch mit einer starken HDR Unterstützung wie auch einem extrem schicken und minimalistischen Design punkten.

Dafür will Dell aber auch knappe 500€ haben. Ein stolzer Preis für einen Monitor welcher keine 4K Auflösung bietet. Aber kann der Dell S2719DM dennoch punkten? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser stelle vielen Dank an Dell, welche mir diesen Monitor für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der Dell S2719DM im Test

Das Design des S2719DM ist ein sehr wichtiger Punkt bei diesem Monitor. Dell richtet sich hier ganz klar etwas an die Minimalisten und ich würde fast sagen Apple Nutzer, zumindest, was das Design angeht.

Die Front des Monitors besteht mehr oder weniger ausschließlich aus dem Display Panel. Der Rahmen des Monitors ist fast nicht existent. Gerade im ausgeschalteten Zustand sind die Ränder kaum zu erkennen.

Lediglich am unteren Rand ist ein etwas breiterer Rahmen mit Dell Logo. Breit ist hier aber sehr relativ.

Der Dell S2719DM wirkt schön schlank und schlicht. Dieser Eindruck bleibt auch bei einer seitlichen Betrachtung bestehen. Der S2719DM ist sehr dünn mit einer silbernen Aluminiumrückseite, welche an den Seiten spitz zusammenläuft, wodurch der Monitor nochmals dünner wirkt.

Zentral auf der Rückseite sind die Anschlüsse, wie auch ein großes Dell Logo angebracht. Die Anschlüsse bieten aus meiner Sicht aber etwas Raum für Verbesserungen. Wir finden hier zwei HDMI Ports, einen Kopfhörerausgang und den Anschluss für ein Netzteil.

Ein zusätzlicher USB C Port wäre hier sicherlich klasse gewesen um ein MacBook oder auch Dell XPS direkt mit dem Monitor verbinden zu können. Aber zwei HDMI Ports sind grundsätzlich auch okay.

Wie bei schlanken Monitoren üblich besitzt auch der Dell S2719DM ein externes Netzteil, welches aber qualitativ ansprechend hochwertig wirkt.

Leider ist Dell aber beim Standfuß ein paar Kompromisse eingegangen, vermutlich aus Gründen des Designs. Der Standfuß an sich ist sehr schön stabil und wirkt auch gut gemacht. Aber es fehlt eine Höhenverstellung und die Möglichkeit den Monitor zu drehen. Ebenso ist es nicht möglich einen VESA Mount zu installieren.

Ihr seid also auf den Standfuß angewiesen. Immerhin den Winkel des Monitors könnt Ihr verändern.

Die Tasten zur Steuerung und Anschlussauswahl sind sehr gut erreichbar am unteren Rand des Displays angebracht. Dabei lassen sich die Tasten auch gut drücken. Lob muss man Dell für das OSD aussprechen. Dieses ist zwar weniger komplex als bei einigen anderen Monitoren, aber gut zu navigieren! Die wichtigen Einstellungen sind selbstverständlich dennoch vorhanden.

 

Auflösung und Panel

Dell setzt beim S2719DM auf ein 27 Zoll IPS Panel mit einer Auflösung von 2560×1440 Pixeln. Damit bietet der S2719DM ein merkbar schärferes Bild als ein normaler Full HD Monitor, ist aber weniger schwer zu betreiben als eine 4K Auflösung, was die Gamer freuen wird.

2560×1440 Pixel auf 27 Zoll ist eine sehr angenehme Auflösung für alle Anwendungen. Es gibt wenig Gründe aus einer neutralen Perspektive auf eine höhere Auflösung zu setzen.

Was die Bildwiederholungsrate angeht, bietet der S2719DM die üblichen 60Hz. Es wird auch AMD FreeSync unterstützt, welches aber in diesem Fall eher ein Gimmick ist. Interessanter ist die Unterstützung diverser HDR Standards. Mit an Bord ist neben dem sehr wichtigen HDR10 auch der etwas neuere DisplayHDR 400 Standard. HDR10 wird beispielsweise von der Playstation 4 unterstützt. Dazu aber später mehr.

Die Oberfläche des Monitors ist von Dell matt gewählt. Spiegelungen sind kein großes Problem.

 

Helligkeit und Kontrast

Dell wirbt beim S2719DM recht aggressiv mit seiner Helligkeit von 600 cd/m² „Ein beispielloser Anblick: Die maximale Helligkeit von 600 cd/m² ermöglicht brillante Bilder auf den aktuell hellsten ultraflachen Monitoren.“

Allerdings wenn man etwas herunter scrollt, sieht man das der S2719DM die 600 cd/m² nur temporär „Peak“ erreichen kann und dass die reguläre Helligkeit lediglich bei 400 cd/m² liegt. Lediglich ist hier natürlich auch etwas untertrieben.

400 cd/m² ist schon sehr hell für einen 27 Zoll Monitor, würde dieser Wert erreicht, gäbe es keinen Grund zu klagen.

Die beworbenen 400 cd/m² werden sogar leicht übertroffen mit 435 cd/m² im Maximum. Damit ist der Dell S2719DM der hellste Monitor, den ich bisher testen durfte.

Aber wie kommt Dell auf 600 cd/m²? Diese 600 cd/m² können nur im HDR Modus abgerufen werden um Gegenlicht oder Ähnliches zu simulieren. Würden konstant 600 cd/m² erreicht, könnte dies eventuell zu einem vorzeitigen Altern der LEDs oder einer zu hohen Hitzeentwicklung führen.

Vermutlich hat daher Dell die Helligkeit im Normalbetrieb auf 400 cd/m² beschränkt, was aber immer noch sehr gut ist.

Wie steht es um den Kontrast? Dieser wird von Dell mit den IPS typischen 1000:1 angegeben.

Mit 790:1 ist der Kontrast etwas niedriger beim S2719DM als angegeben. 790:1 ist nicht überragend, aber für einen IPS Panel Monitor ein solider Wert.

Kommen wir abschließend noch zur Ausleuchtung. Eine perfekte Ausleuchtung ist selbst bei Monitoren der 1000€+ Preisklasse nicht selbstverständlich, wie steht es dann um den S2719DM? Dell wirbt damit das man im Inneren eine Lichtleiterplatte aus Corning Iris Glas nutzt.

Das Licht der LEDs, welche hinter dem Panel verbaut sind und für das Leuchten des Monitors sorgen, muss verteilt werden. Hierfür setzten Monitore in der Regel auf mehrere Plexiglas Platten, halbdurchsichtige Folien usw.

Corning bietet aber mit dem Iris Glas eine dünne all in one Lösung an, welche das Licht bestmöglich verteilen soll und dabei eine extra dünne Bauform ermöglicht. Funktioniert dies?

Die Ausleuchtung des Dell S2719DM ist „okay“ mit einer maximalen Abweichung von 17% in der linken oberen Ecke. Ansonsten ist die Ausleuchtung aber ausreichend gleichmäßig. Ebenso gibt es keine Lichthöfe oder Ähnliches die stören.

Kurzum es ist hier noch etwas Luft nach oben, aber ich habe schon Schlimmeres gesehen.

 

Farbspektrum/Farbraum

Der S2719DM wird von Dell zwar nicht als professioneller Monitor positioniert, aber man versucht mit diesem durchaus Hobbyfotografen oder Grafiker anzusprechen. So wirbt Dell mit „Ein beeindruckendes Farbspektrum von mehr als 85 % DCI-P3, mehr als 99 % sRGB-Abdeckung und QHD-Auflösung sorgen für umwerfend realistische Bilder.“

Schauen wir uns das Ganze einmal in der Praxis an. Werden diese 99% wirklich erreicht?

Mit 100% sRGB Farbraum Abdeckung und 76% AdobeRGB Abdeckung bietet der S2719DM von Dell hier durchaus eine solide Leistung, welche dem hohen Preis auch gerecht wird.

Damit eignet sich der Monitor grundsätzlich auch wirklich für semi-professionelle bis professionelle Arbeiten, zumindest, was den Farbraum angeht.

Wie steht es um die Kalibrierung? Ist diese von Haus aus bereits gut genug oder wird ein Kalibrierungstool benötigt?

Jupp diese ist bereits vom Werk aus ziemlich genau. Es gibt den üblichen Ausreißer im türkisen Farbspektrum, welcher vermutlich aber am Datacolor Spyder 5 ELITE Messgerät liegt.

Ansonsten finden wir einen Delta E Werte von 1 oder kleiner, was hervorragend ist!

 

Subjektiver Bildeindruck und HDR

Der erste Bildeindruck ist sehr gut. Der Dell S2719DM wirkt scharf, mit kräftigen und guten Farben wie auch einer starken Helligkeit.

Allerdings lässt der Schwarzpunkt etwas zu wünschen übrig. Gerade bei der Windows Taskleiste fällt auf das der S2719DM nicht das tiefste Schwarz produziert. Dies liegt allerdings zumindest etwas an der hohen Helligkeit, welche von Werk aus eingestellt ist. Hinzu kommt der eher mittelmäßige Kontrast.

Reduzieren wir die Helligkeit auf die 200-250 cd/m², dann fällt dies allerdings weniger auf. Natürlich ist der Kontrast und der Schwarzpunkt nicht schlecht, aber wenn ich auf einen Punkt zeigen müsste der der schlechteste am S2719DM ist, dann wäre es dieser.

Abseits davon produziert der S2719DM ein hervorragendes Bild, welches sich selbst hinter professionellen Monitoren wie dem BenQ SW271 nicht verstecken muss. Foto und Video Bearbeitung ist problemlos gut und genau auf dem Monitor zu machen, unter anderem aufgrund der hohen Farbgenauigkeit.

Aber auch für Multimedia eignet sich der Dell sehr gut! Gerade wenn Ihr Interesse an HDR Inhalten habt, ist der S2719DM sehr interessant. In Kombination mit der PS4 und Spielen wie Horizon Zero Dawn erhaltet Ihr einen sehr schönen und ausgeprägten HDR Effekt. Allerdings erwartet hier auch keine Wunder.

HDR ist eher eine leichte, aber merkbare Kontrastverbesserung. Gerade Dinge wie Wolken und natürlich generell die Beleuchtung wirkt plastischer. HDR, auch wenn wie beim S2719DM ein sehr gutes HDR, fällt dennoch eher in die Kategorie „Nice to have“.

Zwar ist der S2719DM kein „Gaming“ Monitor, aber dieser eignet sich natürlich auch für das übliche Casual Gaming. Ein besonders hoher Imputlag oder Ähnliches ist mir nicht aufgefallen.

Auch wenn es immer blöd klingt, aber es fühlt sich immer anders an einen Monitor zu nutzen ohne dicken Rahmen. Natürlich verändert dies die Bildqualität an sich nicht, aber die Wahrnehmung des Bilds verändert sich doch. Unterbewusst vermittelt dies einem das Gefühl ein moderneres Gerät vor sich stehen zu haben. So auch beim S2719DM.

 

Stromverbrauch

Dell gibt die Leistungsaufnahme des S2719DM mit erstaunlich genauen 20,74W auf seiner Webseite an. Sollte dieser Wert stimmen ist dies recht energiesparsam für einen 27 Zöller mit 2K Auflösung.

Die 20,x W seitens Dell sind etwas optimistisch, aber erreichbar. Auf 100% Helligkeit benötigt der Monitor 29,7W, auf 50% 21,4W.

Dells Angabe bezieht sich also auf eine Helligkeit von 40-45%. Bei einem normalen Monitor wäre dies etwas wenig, aber aufgrund der hohen Helligkeit des S2719DM entsprechen 45% immer noch ca. 220 cd/m². Dies ist ein ziemlich optimaler Wert für normale Office- Arbeiten.

Von daher ja der Dell S2719DM ist ein sehr sparsamer Monitor.

 

Fazit

Der Dell S2719DM versucht sich natürlich primär über sein Design zu verkaufen. Wäre Euch das Design völlig egal, gäbe es durchaus die Möglichkeit einen vergleichbaren Monitor für ein paar Euro weniger zu bekommen. Dann halt mit dickerem Gehäuse und Rahmen.

Allerdings lebt der S2719DM nicht nur von seinem Design. Auch die Bildqualität ist stark! Dabei sticht besonders die hohe Helligkeit hervor, wie auch das gute Farbspektrum.

Letzteres in Kombination mit der guten Kalibrierung, welche von Haus aus vorliegt, erlaubt es den Dell S2719DM auch für Foto- und Videobearbeitung zu nutzen.

Hier hilft ebenso die etwas höhere Auflösung von 2560×1440 Pixeln. Ein weiterer großer Pluspunkt ist die gute HDR Unterstützung, welche dank der hohen maximalen Helligkeit zu den besseren gehört, die ich bisher gesehen habe.

Dies gemeinsam mit der guten Bildqualität macht den S2719DM auch zu einem super Multimedia Monitor. Auch Gaming, gerade in Kombination mit der PS4, macht viel Spaß auf dem S2719DM, auch wenn dieser natürlich kein „Gaming“ Monitor im engeren Sinne ist.

Soweit so gut aber was spricht gegen den Dell S2719DM? Zum einen das Fehlen einer Höhenverstellung und zum anderen der etwas mittelmäßige Kontrast.

Das war es dann aber auch schon. Sucht Ihr also einen designstarken und schlanken Monitor, welcher sich sowohl bei der Office wie auch Multimedia Nutzung gut schlägt, dann seid Ihr beim S2719DM von Dell an der richtigen Adresse.

Positiv

  • Hohe Bildqualität
  • 100% sRGB Abdeckung
  • Gute Kalibrierung von Haus
  • Sehr hohe Helligkeit
  • HDR
  • Sehr schlankes und schickes Design

Neutral

  • Ausleuchtung mittelmäßig

Negativ

  • Keine Höhenverstellung

Die XFree Tune von Tribit im Test, herausragende Bluetooth Kopfhörer für 50€!

Ein Paar gute Bluetooth Kopfhörer ist heut zu tage wichtiger denn je, wo immer mehr Geräte auf den 3,5mm Kopfhöreranschluss verzichten. Vor noch gar nicht allzu langer Zeit musste man für ein Paar guter Bluetooth Kopfhörer schon ordentlich Geld auf den Tisch legen.

Allerdings dank der diversen asiatischen Anbieter hat sich dies deutlich gewandelt. Für rund 50€ sind durchaus schon gute Bluetooth Kopfhörer zu bekommen.

Ein sehr vielversprechender Kandidat sind hier auch die XFree Tune von Tribit. Tribit hatte mich zuletzt mit dem XSound Go Bluetooth Lautsprecher sehr positiv überrascht.

Wollen wir daher doch im Test einmal schauen ob dies auch die XFree Tune schaffen! Neugierig?

 

Die XFree Tune vom Tribit im Test

Die XFree Tune von Tribit besitzen ein recht normales Design und Form für Bluetooth Kopfhörer. Man setzt hier auf ein Over-Ear Design, welches allerdings etwas für die Nutzung in der Öffentlichkeit geschrumpft wurde.

Die Ohrmuscheln sind also nicht winzig, aber auch nicht riesig. Man geht hier einen guten Mittelweg aus Portabilität und Komfort.

Beim Gehäuse nutzt Tribit ein Softtouch Kunststoff, welcher sich sicherlich gut anfühlt aber leider auch recht anfällig gegenüber Schmutz und Fingerabdrücken ist. Immerhin der Mechanismus um die Kopfhörer in der Höhe zu verstellen und um diese einzuklappen ist aus Aluminium gefertigt.

Dies in Kombination mit der durchaus „kräftigen“ Verarbeitung verleiht den XFree Tune eine gewisse Massivität. Die Kopfhörer klappern nicht und fühlen sich generell wertig an.

Die Tribit XFree Tune sind keine billigen Plastikbomber! Damit ist man bereits vielen Kopfhörern in dieser Preisklasse ein gutes Stück voraus.

Optisch sind die XFree Tune relativ neutral. Auf der Rückseite der Ohrmuscheln gibt es lediglich ein angedeutetes Metallgitter und Tribit Logo. Ansonsten sind die Kopfhörer schon neutral schwarz.

Dies sind also keine Kopfhörer die in der Öffentlichkeit schreien „Schaut mich an“.

Was die Tasten und Anschlüsse angeht, finden wir das Übliche. Also eine Multifunktionstaste zum ein/ausschalten der Kopfhörer wie auch eine Lautstärkewippe. Letztere ist auch mit vor und zurück doppelt belegt. Zum Aufladen des Akkus ist der typische microUSB Port vorhanden und für die kabelgebundene Nutzung ein 3,5mm Port.

Sonderlich oft müsst Ihr den Akku der XFree Tune nicht laden. Der Hersteller gibt die Laufzeit mit 24 Stunden an. Etwas optimistisch wie ich finde, aber 16+ Stunden sind gut möglich.

 

Tragekomfort

Tribit setzt bei den XFree Tune auf eine Art „Semi-Over Ear“ Design. Die Ohrmuscheln sind zwar deutlich größer und ausgeprägter als bei On-Ear Kopfhörern, aber nicht groß genug, dass diese Eure Ohren voll umschließen.

Die Ohrpolster liegen also teils auf Euren Ohren auf. Dies ist allerdings nicht schlimm. Die Polsterung der XFree Tune ist zwar nicht übermäßig dick, aber recht angenehm. Das gewählte Kunstleder fühlt sich gut an den Ohren an und drückt selbst nach längerem Tragen nicht.

Auch der Anpressdruck ist gut gewählt. Dieser ist nicht zu hoch, dass die Kopfhörer zu sehr drücken, aber auch nicht zu niedrig, dass diese abfallen könnten.

Kurzum ich würde den Tragekomfort mit einer 2- bewerten.

 

Klang

Das Wichtigste bei Kopfhörern ist selbstverständlich der Klang. Wie schlagen sich hier die Tribit XFree Tune?

Gut wenn nicht sogar sehr gut ist hier ganz klar die Antwort!

Starten wir aber am Anfang, also bei den Höhen. Die Höhen der Tribit XFree Tune sind angenehm klar und auch sehr schön sauber. Allerdings auch nicht übermäßig scharf oder super brillant.

Man hält hier eine recht gute Balance. Für meinen Geschmack könnten die Höhen zwar durchaus noch etwas schärfer sein, aber das ist Geschmackssache. Die XFree Tune sind so wie sie sind sehr angenehm und auch nicht übermäßig anstrengend.

Gerade wenn Ihr viel und lange auf maximaler Lautstärke hört, habt Ihr im Anschluss nicht dieses „Pfeifen“ in den Ohren, wie bei sehr scharfen Kopfhörern.

Auch haben die XFree Tune hierdurch einen etwas entspannteren Grundton. Die Kopfhörer klingen tendenziell eher etwas wärmer und weicher, aber auch nicht dumpf oder matt.

Die Mitten sind recht neutral bis vielleicht etwas angehoben. Hierdurch sind Stimmen überdurchschnittlich gut verständlich.

Allerdings haben die Tribit XFree Tune hierdurch aus etwas leicht bauchiges. Gerade da auch die oberen Bässe etwas stärker betont werden.

Kommen wir damit auch zu den Bässen. Diese sind bei den Tribit XFree Tune sehr ordentlich! Die Kopfhörer klingen voll und satt. Der Tiefgang könnte zwar etwas besser sein, ist aber auch nicht schlecht.

Die grundsätzliche Bassmenge ist relativ neutral bis vielleicht leicht angehoben. Hierdurch klingen die Kopfhörer zwar durchaus spaßig, aber der Beat drängt sich auch nicht zu sehr in den Vordergrund.

Ich denke die absolute Mehrheit aller Menschen wird hier vollkommen zufrieden sein, was den Bass angeht.

Die Tribit XFree Tune klingen nicht „billig“ oder versuchen auch nicht durch einen bescheuert starken Bass von anderen akustischen Schwächen abzulenken. Die generelle Detailwiedergabe und auch das subjektive Klang empfinden ist sehr gut.

Gerade bei Rock und Pop Musik fühlen sich die Tribit sehr wohl. Beispielsweise „Alone in A Room“ von Asking Alexandria oder „The Broken“ von 3 Doors Down sind Titel welche den Kopfhörern extrem gut liegen, aufgrund des etwas wärmeren Grundtons.

Auch wenn die Tribit XFree Tune auf den ersten Blick vielleicht wie offene Kopfhörer aussehen, scheint dieser offene Aufbau nur „Deko“ zu sein. Die XFree Tune scheinen normale geschlossene Kopfhörer zu sein, mit allen Vor- und Nachteilen, die dies bringt.

 

Fazit

Günstige Bluetooth Kopfhörer haben sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Gab es vor 2-3 Jahren noch kaum etwas Vernünftiges in der 50€ Preisklasse ist es aktuell problemlos möglich wirklich gute Kopfhörer für dieses Geld zu erhalten.

Dies beweisen auch die Tribit XFree Tune! Für 50€ erhaltet Ihr hier wirklich ein paar sehr guter Kopfhörer, welche in allen Belangen überzeugen können.

Das Wichtigste ist hier natürlich der angenehme Tragekomfort und der sehr gute Klang. Die XFree Tune klingen angenehm hochwertig mit einer hohen Spielfreude.

Dabei schaffen es die Kopfhörer eine gute Balance zwischen einem lebendigen und natürlichen Klang zu halten. Musik macht Spaß mit den XFree Tune zu hören! Die Tribit zwar keine absoluten Bass Monster, aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Der Bass ist weiterhin als sehr gut zu bezeichnen und auch die Masse passt absolut für eine allround Nutzung.

Die Akkulaufzeit liegt laut Hersteller bei sehr guten 24 Stunden. Praktisch sind es allerdings eher 16+ Stunden, was aber immer noch stark ist!

Kurzum ich kann eine volle Empfehlung für die XFree Tune aussprechen! Viel mehr kann man für 50€ nicht erwarten. Die Tribit XFree Tune sind verdammt dicht dran an vielen 100€+ Kopfhörer der großen Herstellern.

Tribit scheint sich nach seinem sehr guten Bluetooth Lautsprecher und nun diesen Kopfhörern zu einer Art kleinem Geheimtipp für Audioprodukte zu entwickeln.

Positiv

  • Sehr guter und angenehmer Klang
  • Lange Akkulaufzeit
  • Guter Tragekomfort
  • Sehr gute Preis/Leistung

 

Negativ

  • Etwas empfindliches Softtouch Gehäuse

Die Egardia Alarmanlage mit Philips Hue im Test, das neue Smartes Sicherheits-Set!

Vor ein paar Jahren war ein Alarm-System in Wohnungen und Häusern noch etwas sehr exotisches und auch teures. Man brauchte hier Spezialfirmen welche diese Systeme installierten.

Dies hat sich natürlich in den letzten Jahren etwas gewandelt, unter anderem dank smarter Alarmanlagen.

Eins der besten und auch sichersten Systeme die mir hier die letzten Jahre begegnet ist, stammte dabei von Egardia.

Egardia hat nun mit Philips einen neuen Partner gewonnen. Es ist nun möglich Philips Hue Leuchtmittel mit der Alarmanlage von Egardia zu verknüpfen.

Hierzu hat Egardia ein neues Set auf den Markt gebracht, welches sowohl die Egardia Alarmanlage umfasst, wie auch ein Philips Hue Starterset.

Wollen wir uns das Ganze doch einmal im Test ansehen. Wie gut ist die Egardia Alarmanlage im smarten Sicherheits-Set?

An dieser Stelle vielen Dank an Egardia für das Zurverfügungstellen dieses Sets!

 

Die Egardia Alarmanlage mit Philips Hue im Test

Wie genau der Lieferumfang Eurer Egardia Alarmanlage aussieht hängt davon ab welches Set Ihr gekauft habt. Wir konzentrieren uns in diesem Test auf das „Smarte Sicherheits-Set“ Aktionspaket bestehend aus Egardia Alarmanlage und Philips Hue Starter Set.

Öffnet Ihr den Karton findet Ihr im Inneren zwei Sets. Einmal ein Karton mit dem Philips Hue Equipment und ein Karton mit der Egardia Alarmanlage.

Starten wie bei der Egardia Alarmanlage. Folgende Teile liegen hier mit im Lieferumfang:

  • 1x Alarmzentrale GATE-03
  • 2x Bewegungsmelder
  • 1x Öffnungsmelder
  • 1x Fernbedienung mit Paniktaste
  • 1x Pincode-Bedienteil mit Paniktaste

Und diverses Montage Zubehör

Starten wir bei der Alarmzentrale. Diese ist das Herz des Systems und kümmert sich um die Kommunikation bzw. Vernetzung der einzelnen Module. Ohne die Alarmzentrale geht gar nichts.

Diese ist ein kleiner weißer Kunststoff Kasten mit einem Lautsprecher auf der Oberseite und zwei LEDs auf der Front.

Dieser „Lautsprecher“ dient als Sirene für die Alarmanlage und kann bis zu 104db erreichen. Dies ist bereits ordentlich laut. Wollt Ihr mehr gäbe es auch eine optimale Zusatzsirene welche man außen am Haus anbringen kann. Diese ist aber nicht im Basis Set enthalten.

Die Alarmzentrale muss an einem wenn möglich Zentralen Ort mit dem Strom und Netzwerk (via LAN) verbunden werden. Zusätzlich bietet die Alarmzentrale etwas was man nur sehr selten bei normalen smarten Sicherheitssystemen sieht, nämlich einen integrierten Akku.

Im Falle eines Stromausfalls kann die Alarmanlage zu mindestens teilweise noch 8 Stunden weiterarbeiten. Teilweise bedeutet natürlich das Funktionen die eine Netzwerkverbindung benötigen nicht funktionieren (sofern auch Router usw. ausgefallen sind). Allerdings die Sirene arbeitet weiter.

Mit der Alarmzentrale können bis zu 160 Sensoren und Module verbunden werden. Fünf solcher liegen bereits mit im Lieferumfang.

Leider liegt nur ein Tür/Fenstersensor mit im Lieferumfang. Hierbei handelt es sich um ein einfaches magnetisches System. Das Hauptmodul muss am Rahmen angebracht werden und der Magnet jeweils am Fenster/Tür. Öffnet sich nun diese wird der Magnet vom Sensor getrennt und dieser übermittelt dies an die Basis, welche dann Alarm schlagen kann.

Gleich zwei Bewegungsmelder liegen im Basis Set. Diese funktionieren genauso wie man dies erwarten kann. Ihr bringt diese im Flur an und beim Erkennen einer Bewegung lösen diese Alarm aus. Egardia betont hier, dass es sich um haustierfreundliche Bewegungsmelder handelt.

Dies kann ich in einem gewissen Rahmen bestätigen, bei einer Katze lösen diese nicht aus, zu mindestens nicht wenn die Katze einfach durchs Bild läuft.

Habt Ihr allerdings einen Bernhardiner oder Ähnliches würde ich nicht meine Hand dafür ins Feuer legen das dieser nicht möglicherweise den Sensor auslöst.

Zwar ist natürlich eine Steuerung via App möglich, aber im Alltag ist dies oftmals gar nicht so praktisch. Viel praktischer ist hier die beiliegende Fernbedienung. Diese lässt sich einfach am Schlüsselbund befestigen und schaltet die Alarmanlage mit einem Knopfdruck ein bzw.

Erfreulicherweise ist diese Fernbedienung auch angenehm kompakt, im Gegensatz zu den Modellen einiger Konkurrenten.

Alternativ könnt Ihr aber auch das Keypad nutzen. Dieses könnt Ihr innen bzw. außen neben der Haustür anbringen. Über dieses Bedienteil könnt Ihr mithilfe eines Pins die Alarmanlage ein bzw. ausschalten.

Habt Ihr eine größere Familie oder ein Büro muss so nicht jede Person über eine Fernbedienung oder die App verfügen, praktisch!

Natürlich gibt es neben diesen Teilen auch jede Menge zusätzliche Module. Ich würde Euch generell mehr Öffnungsmelder empfehlen. Warum mehr dazu später.

Neben der Egardia Alarmanlage ist auch das Philips Hue Set ein wichtiger Bestandteil dieses Sets.

Zu Philips Hue muss ich glaube ich nicht mehr viel sagen. Hue ist ohne Frage das beste smarte Beleuchtungssystem auf dem Markt, was sich aber auch normalerweise auf dem Preis wiederschlägt.

Im Egardia smarte Sicherheits-Set liegt die Hue Bridge, also die Basis-Station, wie auch zwei E27 RGB Glühbirnen bei. Dieses Set hat einen Wert von ca. 150€.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung verläuft soweit problemlos und lässt sich wie beworben auch ohne große Vorkenntnisse durchführen.

Im Gegensatz zu vielen anderen „smarten“ Alarmanlagen muss die Ersteinrichtung hier nicht am Smartphone durchgeführt werden, sondern am PC/Mac.

Verbindet zuerst Eure Anlage mit dem Strom und Netzwerk. Geht dann an einen PC und ruft http://egardia.com/registrieren auf.

Hier müsst Ihr nun einen Code eingeben, welcher auf der Rückseite der Basis Station zu finden ist. Daraufhin werden einige Daten von Euch aufgenommen wie Name, Adresse, Telefonnummer für Benachrichtigungen und natürlich auch Passwort und Benutzernamen.

Zu guter Letzt wird auch Eure IBAN Nummer, für die 9€ monatlich, verlangt.

Seid Ihr mit der Einrichtung durch, könnt Ihr Euch entweder in der Web UI oder in der App einloggen. Die bereits mitgelieferten Sensoren sind im Übrigen bereits in der Anlage einprogrammiert.

 

Der Sicherheitsdienst

Ein wichtiger Punkt bei der Egardia Alarmanlage sind sicherlich die Folgekosten. Der sogenannte „Sicherheitsdienst“ kostet 9€ im Monat. Was erhaltet Ihr dafür? Primär SMS bzw. Telefon Benachrichtigungen im Alarmfall.

Diese verursachen Egardia durchaus Kosten, weshalb mir beispielsweise auch keine smarte Alarmanlage bekannt ist, welche kein Folgekosten hat und eine SMS bzw. Telefon Benachrichtigung mitbringt.

Auch gibt es 2 Jahre längere Garantie wie auch Telefon Support, einen Ereignisspeicher usw.

Wollt Ihr dies nicht, habt Ihr die Möglichkeit auch in das Basispaket downzugraden, welches keine Folgekosten hat. Hierfür muss man den Support kontaktieren. Man merkt also Egardia möchte, dass Ihr die 8,95€ im Monat zahlt.

Im Basis Paket erhaltet Ihr den üblichen Funktionsumfang. Also App Steuerung, Push Benachrichtigungen usw. Es fehlen aber halt SMS oder Telefon-Benachrichtigungen.

Auch funktioniert das Ganze nur bei einem Nutzer. Für private Nutzer könnte das Basis Paket also schon ausreichen, jedoch ist der Sicherheitsdienst an sich ein wichtiger Punkt, welcher auch die Egardia Alarmanlage etwas von vielen Konkurrenzprodukten abhebt. Gerade für Unternehmen oder Büros ist der Sicherheitsdienst sehr interessant! Hier sind SMS Benachrichtigungen an Vertrauenswürde Mitarbeiter sicherlich angenehmer als jedem eine App zu Installieren und Vollzugriff zu geben.

Entscheidet hier am besten selbst was Ihr braucht und was nicht. https://www.egardia.com/de/kosten

 

Benutzeroberfläche und Steuerung

Auch wenn es eine Smartphone App von Egardia gibt, wird die meiste Steuerung und Einrichtung der Alarmanlage über den Webbrowser gemacht. Die App ist wenn man so will eher ein Bonus.

Die Webbenutzeroberfläche hält hierbei sehr gut die Waage aus Übersichtlichkeit und Funktionalität. Ihr könnt hier neue Sensoren anlernen, bestehende Sensoren gruppieren und einzelnen Modi zuweisen wie auch die Kontaktpersonen verwalten.

Im System lassen sich bis zu fünf Personen festlegen, welche bei einem Alarm nacheinander kontaktiert werden. Dies kann via E-Mail, SMS oder Telefonanruf passieren.

Die Smartphone App hingegen ist nochmals eine deutlich vereinfachte Version der Webbenutzeroberfläche. Dies meine ich nicht mal negativ, die wichtigen Funktionen wie Push Benachrichtigungen bei Alarm und ein/ausschalten der Alarmanlage ist vorhanden.

Hierbei ist die App optisch und auch was die Benutzerfreundlichkeit angeht tadellos aufgebaut, genau wie die Web UI!

 

Im Alltag

Die Egardia Alarmanlage besitzt drei Modi, was sehr wichtig ist. Modus 1 = Aus, Modus 2 = An und Modus 3 = „zu Hause“, Letzteren nenne ich so zumindest ganz gerne.

Modus 1 und 2 sind klar, die Alarmanlage ist an bzw. aus. Ist die Alarmanlage an und ein Bewegungsmelder oder Öffnungsmelder meldet eine Aktion, wird ein Alarm ausgelöst.

Im Zuhause Modus hingegen sind nicht alle Sensoren aktiv, sondern nur die Öffnungsmelder. Schlaft Ihr nachts und ein Einbrecher versucht sich Zugriff zu verschaffen und öffnet ein Fenster oder eine Tür mit Sensor, wird ein Alarm ausgelöst.

Allerdings die Bewegungsmelder im Haus sind nicht aktiv. So könnt Ihr Euch abends dennoch frei durchs Haus bewegen ohne, dass ein Alarm ausgelöst wird.

Für eine Privatperson sieht die Tagesroutine also ungefähr wie folgt aus. Ihr verlasst morgens das Haus, sofern niemand mehr Zuhause ist, schaltet Ihr die Alarmanlage via Fernbedienung oder Keypad ein. Dies geht wie ich finde schneller und komfortabler als über die Smartphone App.

Kommt jemand oder Ihr nach Hause wird der Alarm via Keypad, App oder Fernbedienung wieder abgeschaltet.

Gegen Abend, kurz bevor Ihr ins Bett geht und sicher seid, dass niemand mehr eine Tür öffnet, schaltet Ihr die Alarmanlage via Fernbedienung oder Smartphone in den Zuhause Modus, damit Ihr auch über Nacht geschützt seid.

Morgens steht Ihr auf, drückt eine Taste auf der Fernbedienung um die Alarmanlage komplett abzuschalten, bis Ihr wieder das Haus verlasst.

So in der Art könnt Ihr Euch das Zusammenleben mit der Egardia Alarmanlage vorstellen. Hierbei ist erfahrungsgemäß die Fernbedienung Euer bester Freund.

Zwar ist die App Steuerung gut und schön, aber es ist doch schneller eine Taste zu drücken anstelle das Smartphone herauszukramen.  Ich beispielsweise habe immer eine Fernbedienung auf dem Nachttisch liegen um mich daran zu erinnern die Alarmanlage einzuschalten.

Ähnliches gilt für die Fernbedienung am Schlüsselbund oder das Keypad an der Haustür. Beides ist wie ich finde schneller als die App und beides dient auch als Erinnerungshilfe „ah Alarmanlage einschalten nicht vergessen“.

Wird nun ein Alarm ausgelöst, was passiert?

Dies hängt natürlich davon ab was für Einstellungen Ihr getätigt habt und ob Ihr den Sicherheitsdienst gebucht habt.

Grundsätzlich wird erst einmal die Sirene eingeschaltet. Ihr könnt in der Benutzeroberfläche die Sirene auch abschalten, dass es nur einen „stummen“ Alarm gibt, aber das ist sicherlich eher die Ausnahme.

Die Sirene kann dabei direkt losgehen oder mit einer kleinen eingestellten Verzögerung, sodass Ihr bei einem Fehlalarm etwas Zeit habt noch die Alarmanlage zu stoppen.

Zusätzlich gibt es eine pusch Benachrichtigung aufs Smartphone wo Ihr die Egardia App installiert habt.  Das war es erst einmal, sofern Ihr nicht den Sicherheitsdienst gebucht habt.

Falls Ihr dies habt, wird eine SMS bzw. ein automatischer Anruf an bis zu fünf Rufnummern gestartet. Auch könnt Ihr Euch eine eMail senden lassen. Dies ist aber im Fall der Fälle oftmals etwas träge und dient eher als nachträgliche Benachrichtigung.

Was die Zuverlässigkeit der Alarmanlage angeht wird Egardia durchaus dem eigenen professionellen Anspruch gerecht. Sämtliche Sensoren reagieren ziemlich sofort und auch die Benachrichtigungen trudeln angenehm schnell ein.

Dabei schafft es das System eine gewisse Robustheit auszustrahlen. Viele Lifestyle smarte Alarmsysteme wirken oftmals etwas empfindlich. So sehr ich beispielsweise Homematic IP mag, aber hier kommt es des Öfteren vor, dass sich die Basisstation mal aufhängt oder die Verbindung zu Server verliert oder mal wieder Wartungsarbeiten sind.

Solche Probleme hatte ich mit dem Egardia System nicht!

Aber was kann diese Philips Hue Unterstützung? Habt Ihr die Egardia Alarmanlage mit der Philips Hue Bridge gekoppelt und es wird ein Alarm ausgelöst, dann werden alle Lampen auf Rot geschaltet und beginnen zusätzlich zur Sirene zu blinken.

Dies ist natürlich für einen Einbrecher eine etwas ungünstige Situation, wo vermutlich selbst der kühlste Kopf etwas Panik bekommt und zur Flucht ansetzt.

Ein weiteres interessantes Feature ist der   Anwesenheitssimulator. Hierbei werden die Philips Hue Lampen automatisch zufällig an und ausgeschaltet.

So das es aussieht als wäre jemand daheim.  Dies kann sicherlich auch ein effektiver Schutz sein!  Wer bricht schon in ein Haus ein wo das Licht angeht?

 

Fazit

Die smarte Alarmanlage von Egardia ist ohne Frage eins der besten Modelle auf dem Markt. Ob die Egardia Alarmanlage das richtige Modell für Euch ist, hängt allerdings von ein paar Faktoren ab.

Es gibt ganz klar günstigere Modelle, welche ebenso gut funktionieren. Die Egardia Alarmanlage solltet Ihr wählen, wenn Ihr auf eine besonders hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit Wert legt.

Ich würde die Egardia Alarmanlage als Professionelles System einstufen. Daher ist dieses auch etwas teurer, dafür aber robuster und zuverlässiger. Beispielsweise verfügt die Basis über einen eingebauten Akku, wodurch die Alarmanlage selbst bei Stromausfall weiterarbeitet.

Auch Dinge wie das Keypad können extrem praktisch sein. Hier denke ich gerade an Unternehmen und Büros. Einfach den Mitarbeitern den Code geben und diese können selbstständige die Alarmanlage ein/ausschalten. Dabei könnt Ihr sogar nachverfolgen wer die Alarmanlage ein/ausgeschaltet hat.

Seid Ihr bereit für 9€ im Monat den Sicherheitsdienst zu buchen, erhaltet Ihr auch nicht nur Benachrichtigungen per Smartphone App, sondern auch via Telefon oder SMS. Dies ist beispielsweise etwas was man bei normalen Consumer Geräten nicht findet, aber durchaus praktisch sein kann!

Ähnliches gilt auch für eine recht ausgeprägte Benutzerverwaltung.

Sollte Euch das Ganze interessieren, schaut Euch das aktuell erhältliche smarte Sicherheits-Set an. Die beiliegende Philips Hue Bridge und E27 RGB Birnen sind ein gewaltiger Mehrwert! Dies meine ich zum einen weil Philips Hue ganz klar das beste smarte Beleuchtungssystem ist, zum anderen aufgrund des Preises.

Das smarte Sicherheits-Set kostet 299€, wenn man bedenkt, dass alleine das Philips Hue Starterset bei Amazon ca. 150€ kostet ist dies ein hervorragendes Angebot für eine sehr gute Alarmanlage!

Welcher ist der beste ASUS WLAN Router? RT-AC88U, RT-AC86U, GT-AC5300 und Blue Cave im Vergleich

Wenn Ihr einen High End WLAN Router sucht, werdet Ihr nicht an ASUS vorbeikommen! ASUS hat ein riesiges Lineup und gerade im High End Bereich einige spannende Modelle.

Hier fällt allerdings die Entscheidung oftmals gar nicht so leicht. Beispielsweise der ASUS RT-AC88U kostet 290€, der RT-AC86U 230€ und der ASUS Blue Cave 220€. Auf dem Papier sind alle drei Modelle allerdings recht ähnlich?!

Hinzu kommt noch der 380€ GT-AC5300, welcher die Entscheidung nicht leichter macht. In diesem Test wollen wir uns doch einmal diese viel WLAN Router im direkten Vergleich ansehen.

Welcher ist der beste aktuelle High End ASUS WLAN Router?

 

Die vier

Für diesen Vergleich hat mir ASUS freundlicherweise seine aktuellen vier Topmodelle ausgeliehen, dies wären folgende:

Optisch tanzt zwar der Blue Cave etwas aus der Reihe, aber rein von der Hardware und den technischen Details sind alle vier Modelle ähnlich.

ASUS GT-AC5300 ASUS RT-AC88U ASUS RT-AC86U ASUS Blue Cave
2,4GHz 1000 Mbit/s 1000 Mbit/s 750 MBit/s 800 Mbit/s
5GHz 2167 Mbit/s 2167 Mbit/s 2167 Mbit/s 1733 Mbit/s
LAN 8x Gbit 8x Gbit 4x Gbit 4x Gbit
USB 2x USB 3.0 1x USB 2.0 1x 3.0 1x USB 2.0 1x 3.0 1x USB 3.0

Gerade der GT-AC5300, RT-AC88U und RT-AC86U sind sich auf dem Papier sehr ähnlich. Der Blue Cave ist hingegen etwas schwächer. Wobei schwächer und 1733 Mbit/s auf dem 5GHz Band nicht gut zusammenpassen.

Alle vier Modelle sind wahre High End Geräte!

Auf die Optik der WLAN Router möchte ich in diesem Test nicht all zu intensiv eingehen. Schaut dafür am besten in meine Einzeltests.

ASUS setzt beim GT-AC5300, RT-AC88U und RT-AC86U auf sein recht aggressives rot/schwarz Design. Hierbei ist natürlich gerade der GT-AC5300 ein Monster mit seinen acht Antennen. Wer den GT-AC5300 als übertrieben bezeichnet, hat absolut recht!

ASUS hat in diesen WLAN Router einfach alles gepackt was möglich war und dementsprechend die Optik angepasst.

Der RT-AC88U und RT-AC86U sind hier etwas dezenter. Der RT-AC88U setzt dabei auf den klassischen WLAN Router Aufbau, also ein flaches längliches Gehäuse mit vier externen Antennen. Dabei strahlt natürlich auch der RT-AC88U den „High End/Gamer“ Flair aus.

Der RT-AC86U ist etwas kompakter gehalten. Zum einen ist das Gehäuse etwas kleiner, zum anderen steht der Router hochkant, wodurch der Platzbedarf deutlich geringer ist als bei den beiden zuvor genannten Modellen.

Auch wenn es vielleicht so aussieht als hätte der RT-AC86U „nur“ drei Antennen, trübt dieser Eindruck, denn intern verfügt der RT-AC86U über eine weitere Antenne. Es handelt sich hier auch um ein 4×4 Design.

Ohne Frage tanzt der ASUS Blue Cave von allen Modellen am meisten aus der Reihe, da dieser optisch völlig anders gestaltet ist. ASUS verzichtet hier komplett auf auffällige externe Antennen und nutzt ein recht stark durchgestyltes Gehäuse, welches den Blue Cave recht wohnzimmerfreundlich macht.

 

Software

Die Software ist bei allen High End ASUS WLAN Routern weitestgehend gleich. Dies ist allerdings kein Nachteil, ganz im Gegenteil!

Zwar bin ich von der Optik von ASUS Benutzeroberfläche etwas hin und her gerissen, diese wirkt auf mich etwas schwer, aber der Funktionsumfang ist monströs.

Neben den Basis Einstellungsmöglichkeiten bezüglich der WLAN Settings, IP Adressen usw. bieten ASUS WLAN Router auch diverse Analyse und Kontrollmöglichkeiten. Zum einen könnt Ihr beispielsweise die CPU und RAM Auslastung des Routers sehen, was sicherlich ein nettes Feature ist.

Viel wichtiger ist aber natürlich die Netzwerkkontrolle. Auf Wunsch könnt Ihr beispielsweise jede Webseite mitloggen die ein Nutzer aufgerufen hat. Auch ist ein generelles Trafik mitloggen möglich.

Dabei wird zum einen der produzierte Trafik mitgeschrieben, zum anderen könnt Ihr live sehen welches Gerät gerade wie viele Daten überträgt.

Zusätzlich zur WebUI bietet ASUS auch eine sehr schöne und gute App zu Steuerung und Überwachung an.

Ebenfalls sehr interessant ist ASUS AiProtection. AIProtection ist eine Art zusätzlicher Virenschutz für Euer Netzwerk. Ihr kennt ja sicherlich die Meldungen, dass mal wieder ein Bot-Netzwerke irgendwelcher Smart Home Geräte entdeckt wurde, die nicht geupdatet wurden.

Das Problem oftmals gibt es für solche Smart Home Geräte keine Updates und man bekommt gar nicht mit, dass diese gehackt wurden, hier soll AIProtection helfen.

AIProtection scannt unter anderem Euren Netzwerk Traffic und gleicht diesen mit einer Datenbank ab in welcher bekannte Botnetzwerke gelistet sind. Wird nun erkannt, dass eins Eurer Geräte Verbindung zu einem Botnetzwerk aufnimmt, erhaltet Ihr eine Benachrichtigung.

Zusätzlich kann AIProtection auch bekannte virenverseuchte Webseiten sperren und Sicherheitslücken in Anwendungen blocken.

Hinter AIProtection steht im Übrigen nicht direkt ASUS, sondern die Daten kommen von Trend Micro, einem bekannten Virenschutzhersteller.

Und ja AiProtection funktioniert! Mehr dazu hier.

Ein großes Lob muss man ASUS auch dafür aussprechen, dass es möglich ist die Router nicht nur als Router zu nutzen, sondern auch als Repeater oder AccessPoint. Zwar gehen in diesen Modi ein paar Feature verloren, aber dennoch kann das Ganze in speziellen Situationen praktisch sein.

Neu ist in diesem Zusammenhang auch ASUS AiMesh. Solltet Ihr Euch entscheiden mehrere ASUS WLAN Router zu kaufen, könnt Ihr diese in einem Mesh Netzwerk zusammenschalten und so ein sehr mächtiges Mesh Netzwerk aufbauen.

Kleine Anmerkung, dieses Feature fehlt noch beim Blue Cave. AiMesh soll aber noch per Softwareupdate nachgeliefert werden.

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit die Router via Amazon Alexa oder IFFFT zu steuern. Ihr könnt also per Sprachassistent beispielsweise ein Gast WLAN Netz erstellen oder abschalten.

Dies sind nur ein paar Feature die ASUS WLAN Router mitbringen. Natürlich gibt es auch eine sehr stark ausgebaute QoS Funktion, damit beim Gaming Euer Trafik priorisiert wird, integriertes VPN usw.

ASUS hat bei seinen WLAN Router eine etwas andere Herangehensweise als viele andere Hersteller. ASUS WLAN Router richten sich nicht an Neulinge bzw. Technik unterfahre Menschen. Zwar ist die Bedienung nicht schwerer als bei Linksys oder Netgear Geräten, aber man kann von den vielen Einstellungsmöglichkeiten doch etwas erschlagen werden.

Aber dies macht den Charme aus. ASUS versteckt keine Einstellungsmöglichkeiten, wie es andere Hersteller meist machen, sondern gibt Euch die volle Packung an Optionen und Features.

 

Welcher ASUS WLAN Router ist der schnellste?

Kommen wir zur Performance, was sicherlich der interessanteste Teil ist. Betrachten wir hier zunächst die technischen Daten.

ASUS GT-AC5300 ASUS RT-AC88U ASUS RT-AC86U ASUS Blue Cave
2,4GHz 1000 Mbit/s 1000 Mbit/s 750 MBit/s 800 Mbit/s
5GHz 2167 Mbit/s 2167 Mbit/s 2167 Mbit/s 1733 Mbit/s
CPU Broadcom BCM4908 Broadcom BCM4709 Broadcom BCM4906 Intel AnyWAN GRX350
RAM 1024MB 512MB 512MB 512MB
2,4 GHz Broadcom BCM4366E Broadcom BCM4366 Broadcom BCM4365 Intel WAV 514
5 GHz Broadcom BCM4366E Broadcom BCM4366 Broadcom BCM4366 Intel WAV 524

Das Erste was auffällt ist mal wieder der ASUS Blue Cave. Alle andere WLAN Router setzen auf Broadcom Chipsätze für CPU und Funkmodule, der Blue Cave hingegen nutzt Intel Module.

Intel mag zwar für die meisten Nutzer DER Chip Hersteller sein, aber Intel WLAN Chips, gerade in Routern, sind sehr exotisch. Ich schätze mal 90% aller WLAN Router nutzen hier Hardware von Broadcom.

Intel hat allerdings seine Anstrengungen in diesem Bericht gefühlt in den letzten Jahren/Monaten etwas hochgefahren und der Blue Cave ist hiervon ein Resultat. Es wird interessant sein zu sehen wie dieser im Vergleich abschneidet.

Der ASUS GT-AC5300 ist ohne Frage der „extremste“ WLAN Router in diesem Vergleich. ASUS setz hier auf ein Tri-Band Design mit zwei 5GHz Bänder. Was bringen diese? Ihr könntet beispielsweise Streaming Boxen, Smartphones, Tablets usw. auf ein 5GHz Band verweisen und das zweite 5GHz Band für Euer Gaming Notebook nutzen, so dass hier die volle Bandbreite zur Verfügung steht.

Kommen wir zum Testaufbau. Ich versuche diesen Test sehr praxisnah zu halten. Dementsprechend setze ich nicht auf meine exotischen High End WLAN Karten wie bei meinem Standard Test sondern auf drei Notebooks. Nr. 1 ein Alienware 15 R4 mit Killer 1550 WLAN Karte, ein Dell XPS mit Killer 1435 WLAN Karte und ein weiteres Dell XPS mit Killer 1535.

  • Alienware 15 R4 (Killer 1550)
  • Dell XPS 13 9350 (Killer 1535)
  • Dell XPS 13 9370 (Killer 1435)

Auch wenn die diverse „Killer“ WLAN Karten recht eintönig klingen, aber in sehr vielen wenn nicht sogar den meisten Notebooks der 1000€+ Preisklasse kommen diese Module zum Einsatz.

Zudem kauft „Killer Networks“ die verwendeten Chips auch nur zu. Im Falle der 1535 und 1435 kommen Qualcomm Chips zum Einsatz, bei der neuen Killer 1550 hingegen handelt es sich im Kern um ein Intel Modul, welches von „Killer“ verfeinert wurde.

Bei allen drei WLAN Modulen handelt es sich um 2×2 Design, diese unterstützen also „nur“ 867Mbit/s in der Spitze. Die Killer 1550 schafft zwar theoretisch mehr, benötigt dafür aber eine Kanalbreite von 160Mhz, welche keiner der Router unterstützt.

Neben den drei Notebooks teste ich auf drei Distanzen.

  • Auf dem gleichen Schreibtisch
  • Durch eine Wand im Raum nebenan (ca. 6 Meter)
  • Durch drei Wände im Garten (ca. 15 Meter)

Mit jedem der Notebooks wurde auf jede Distanz die Übertragungsrate auf und von einem lokalen Server getestet.

Das ganze jeweils für das 5GHz und das 2,4Ghz Band. Insgesamt gab es also satte 144 Messwerte.

Für diese Messwerte waren alle Router gleich eingestellt, 5GHz 80MHz Kanalbreite und Kanal 100, 2,4GHz 40MHz Kanalbreite und Kanal 10. Mehr als 80MHz Kanalbreite unterstützt im Übrigen keiner der Router.

Starten wir mit den Basiswerten, mit den WLAN Routern auf dem gleichen Tisch wie die Test Notebooks.

Vorweg einmal, nein ich habe die Werte der Killer 1435 und 1535 nicht vertauscht. Ich weiß nicht warum die 1435 konstant bessere Werte liefert als die 1535, dies spielt für diesen Vergleich aber auch keine Rolle.

Ähnlich wie es auch zu erwarten war, sind alle WLAN Router sehr dicht beieinander. Auf dem 5GHz Band erreichte der RT-AC86U erstaunlicherweise mit 61,1MB/s im Schnitt die beste Leistung, auf Platz 2 GT-AC5300 mit 59,9MB/s, auf Platz 3 der RT-AC88U mit 58,5MB/s und den letzten Platz macht der Blue Cave mit 58,3MB/s.

Ganz blöd gesagt alle vier Router performen auf dem 5GHz Band identisch in der Praxis. Die +-3MB/s können problemlos Messungenauigkeit sein.

Auch auf dem 2,4GHz Band sieht es nicht viel anders aus. Hier ist aber der Blue Cave erstaunlicherweise der stärkste Router mit 25,7MB/s gefolgt vom RT-AC88U, GT-AC5300 und RT-AC86U.

Letztendlich ist auch hier die Leistung als „identisch“ zu bezeichnen.

Aber wie verändert sich das Bild wenn wir auf etwas Distanz gehen? Starten wir mit einem Raum weiter, also eine Innenwand + ca. 6-8 Meter.

Anstelle der absoluten Werte gebe ich Euch diesmal die Veränderung der Leistung gegenüber der ersten Messung.

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[/spoiler]

Puh, auch diese Werte sind nicht viel hilfreicher, denn weiterhin liefern alle WLAN Router mehr oder weniger die gleiche Leistung.

Auf dem 5GHz Band verliert der RT-AC86U mit 17% die meiste Leistung. Am besten schneidet der RT-AC88U, welcher noch 88% der ursprünglichen Leistung bietet, also nur 12% Verlust hat.

Auf dem 2,4GHz das umgedrehte Bild, hier verliert der RT-AC86U nur 11% und ist somit der „beste“ und der RT-AC88U ist mit 17% Verlust der schwächste Router.

Aber bei diesen Abständen kann man nicht vom besten und vom schlechtesten reden. Alle Router sind mehr oder weniger gleichauf.

Also müssen wir wohl die Distanz nochmals etwas erhöhen. Diesmal geht’s nach draußen, durch zwei Innenwände und eine Außenwand über eine Distanz von rund 15 Metern.

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[/spoiler]

Ich bin geneigt zu sagen „endlich“, endlich sehen wir ein paar Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen.

Der Blue Cave bietet ohne Frage die schwächste Leistung auf sehr hohen Distanzen und vielen Hindernissen. Auf dem 2,4GHz Band büßt der Blue Cave satte 87% der ursprünglichen Leistung ein. Dies ist effektiv so wenig das Windows Probleme hatte überhaupt auf eine SMB Freigabe zuzugreifen.

Auf dem 5GHz Band sieht es etwas besser für den Blue Cave aus. Hier werden noch brauchbare Geschwindigkeiten erreicht. Allerdings können alle anderen Router sowohl beim 2,4GHz Band wie auch beim 5GHz Band vorbeiziehen.

Die zweit schwächste Performance lieferte erstaunlicherweise der GT-AC5300, welcher auf beiden Bändern konstant rund 63% Leistung einbüßte.

Ein gutes Stück stärker waren hier der RT-AC86U und RT-AC88U. Beide scheinen sich extrem ähnlich zu sein was die Reichweite/Performance angeht. Der RT-AC86U ist auf dem 2,4GHz Band ein Stück stärker, der RT-AC88U auf dem 5GHz Band.

Unterm Strich müsste man den ASUS RT-AC86U zum Performance König krönen, vor dem RT-AC88U, vor dem GT-AC5300 und dem Blue Cave.

Bei kurzen und mittleren Distanzen gab es kaum bis keine Unterschiede, und wenn zugunsten des AC86U und AC88U. Bei höheren Distanzen können sich diese beiden aber etwas vom restlichen Testfeld lösen.

 

NAS

Die WLAN Router in diesem Vergleich verfügen alle über mindestens einen USB Port.

An diesen könnt Ihr beispielsweise eine USB Festplatte hängen und im Netzwerk freigeben. Die ASUS Router bringen sogar die Möglichkeit mit auf die Festplatte übers Internet zuzugreifen! Natürlich ist auch ein Media Server, FTP Server usw. mit an Bord.

Auch bieten ASUS Router eine der solideren Rechtsverwaltungen, die man in einem WLAN Router aktuell finden kann. Ihr könnt mehrere Benutzer anlegen und für jeden einzeln Zugriffsrechte auf bestimmte Ordner bestimmen.

Grundsätzlich bieten ASUS Router die so ziemlich beste NAS Funktionalität von allen „großen“ Router Herstellern.

Damit bietet sich natürlich alle vier Modelle als kleines NAS an, sofern natürlich auch das Tempo stimmt.

Grundsätzlich sind alle Router von ihrem Tempo gesehen gut brauchbar! Allerdings ist der Blue Cave mit 40/30MB/s der schwächste der vier.

Die anderen drei bietet eine deutlich höhere Übertragungsrate. Hier ist gerade der ASUS RT-AC88U und RT-AC86U zu loben, welche lesend wie auch schreibend um die 100MB/s schaffen, was ein sehr ordentliches Tempo ist!

 

Stromverbrauch

Strom ist teuer, da wäre natürlich ein niedriger Energieverbrauch sehr wünschenswert. Wie schlagen sich hier die ASUS WLAN Router, welcher benötigt an wenigsten Energie?

Wahnsinnig sparsam sind die WLAN Router von ASUS nicht. Keine Überraschung, high end WLAN Router brauchen alle recht viel Energie.

Am sparsamsten ist der ASUS RT-AC86U mit rund 8,9W im Normalbetrieb. Auf Platz 2 folgt der Blue Cave mit 12,6W, was schon ein großer Sprung ist.

Den größten Energiehunger hat der GT-AC5300 mit 17W. Keine Überraschung aufgrund des Tri-Band Aufbaus, welcher bei allen Herstellern deutlich mehr Energie verschlingt.

 

Fazit

Welcher ist der beste aktuelle ASUS WLAN Router? Diese Frage ist selbst nach diesem sehr ausführlichen Test mit über 144 Messungen nur schwer zu beantworten. Alle Testkandidaten, RT-AC88U, RT-AC86U, Blue Cave und GT-AC5300, sind voll zu empfehlen!

In der 200€+ Preisklasse sind WLAN Router derartig hochgezüchtet, dass es im Alltag kaum Unterschiede gibt und das gilt nicht nur für ASUS Modelle.

Dies bestätigt auch dieser Test! Auf eine kurze Distanz liegt der praktische Leistungsunterschied bei rund 5% zwischen den Testkandidaten. Selbst auf mittlere Distanzen bleiben alle vier Testgeräte fast genau gleichauf.

Erst wenn wir auf eine sehr hohe Distanz gehen, tauchen merkbare Unterschiede auf. Hier hat sich der Blue Cave beispielsweise am schlechtesten geschlagen.

Der RT-AC88U und RT-AC86U hingegen konnten auch auf hohe Distanz überzeugen und boten auch hier eine hervorragende Leistung!

Softwareseitig gibt es bei allen Modellen keine nennenswerten Unterschiede, was die Entscheidung auch nicht leichter machen.

Genug geschrieben, kommen wir zum Schluss. Letztendlich würde ich den meisten Nutzern zum RT-AC86U raten. Dieser bietet eine hervorragende Leistung auf allen Distanzen, ist Software seitig top ausgestattet, besitzt ein schönes kompaktes Design, einen niedrigeren Stromverbrauch und ist preislich fair.

Unterm Strich ist damit der RT-AC86U die sinnvollste Wahl für 90% aller Nutzer. Solltet Ihr allerdings Wert auf mehr LAN Ports legen  und wollt das Maximum an Leistung um jeden Preis, dann ist der RT-AC88U eine gute Alternative!

Der Blue Cave und auch der GT-AC5300 sind natürlich auch Top -Geräte, aber diese sind spezieller. Gefällt Euch das Design des Blue Cave gut und Ihr benötigt keine super hohe Reichweite spricht nichts gegen diesen Router. Wollt Ihr hingegen zwei 5GHz Bänder, spricht ebenfalls nichts gegen den GT-AC5300.

Aber dennoch denke ich, dass in der Regel der ASUS RT-AC86U und RT-AC88U die sinnvollste Wahl sind, wenn es um einen aktuellen High End WLAN Router geht!