Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 im Test, das Monster unter den WLAN Routern!

Wer das erste Mal den ASUS ROG Rapture GT-AC5300 sieht, wird vermutlich genau wie ich reagieren „Was ein Monster“!

Und ja ASUS hat mit dem ROG Rapture GT-AC5300 einen der übertriebensten WLAN Router aller Zeiten gebaut! Das meine ich nicht negativ, als Technikfan bin ich natürlich begeistert, wenn ein Hersteller ein Produkt baut in welchem alles an Funktionen und Features, die nur denkbar sind, untergebracht wurde.

Auf dem Papier ist dies auch beim ASUS ROG Rapture GT-AC5300 ganz klar der Fall, acht Gbit LAN Ports, acht Antennen, Quad Core CPU, 1GB RAM, bis zu 5300Mbit/s via WLAN usw.

Dafür will aber natürlich ASUS mit rund 400€ auch einen saftigen Preis. Stellt sich die Frage ob der GT-AC5300 auch in der Praxis etwas taugt.

Dies wollen wir doch einmal im Test versuchen herauszufinden! Neugierig?

 

Was für ein WLAN Gerät wird benötigt?

Oftmals ist es gar nicht so einfach herauszufinden was für ein WLAN Gerät man benötigt, daher hier eine kleine Übersicht.

  1. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLan Router und wollt nur die Reichweite vergrößern, in diesem Fall wird vermutlich ein Repeater das Richtige für Euch sein.
  2. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLan Router und wollt einen weiteren WLAN „Sender“ per Kabel anschließen (dies kann auch in einem anderen Raum sein) oder die schlechte W-Lan Funktion in Eurem Router ersetzen (ohne den Router komplett auszutauschen), dann benötigt Ihr einen Access Point.
  3. Ihr habt von Eurem Internet Anbieter nur ein Modem und wollt dieses mit WLAN „ausstatten“ dann benötigt Ihr einen Router.
  4. Ihr wollt Eure alte Fritzbox, Speedport oder anderes Modem welches Ihr von Eurem Internet Anbieter bekommen habt komplett gegen etwas Besseres ersetzten, dann benötigt Ihr im Normalfall einenRouter mit Modem, achtet gegebenenfalls auch auf die Unterstützung von VoIP!
  5. Und zu guter Letzt Ihr habt einen Smart TV, Spielekonsole oder etwas Derartiges was kein eingebautes WLAN Modul besitzt, sondern lediglich einen LAN Port und wollt diese mit Eurem bereits bestehendem WLAN Netzwerk verbinden. In diesem Fall benötigt Ihr eine WLAN Bridge.

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 kann als Router, Access Point und als WLAN Bridge eingesetzt werden.

 

Technische Daten

An dieser Stelle vielen Dank an Asus für das zur Verfügungstellen des GT-AC5300! Ohne dies wäre dieser Test nicht möglich gewesen.

 

 

ASUS RT-AC5300 und ASUS ROG Rapture GT-AC5300

Eine wichtige Info vorweg, es gibt den AC5300 von ASUS in zwei Versionen.

Einmal als ASUS RT-AC5300 und einmal als ASUS ROG Rapture GT-AC5300. Rein von der Hardware scheinen beide Geräte baugleich zu sein, jedoch die Software beim GT-AC5300 ist „ROG“ gebrandet.

Neben der ROG Optik besitzt dieser Router auch einige „Gaming“ Features, wie eine angepasstes QoS und Game VPN Features.

Sind dies massive Unterschiede? Vermutlich eher nicht, ich hatte den normalen GT-AC5300 bisher noch nicht in den Fingern aber das Ganze wirkt eher wie eine Detail Verbesserung bzw. Modifizierung.

Im Gegenzug sehe ich allerdings auch keinen Grund warum man nicht den ROG Rapture GT-AC5300 dem ASUS RT-AC5300 vorziehen sollte, sofern beide in einer ähnlichen Preislage sind.

 

Der ASUS GT-AC5300 im Test

Ich glaube man kann dem ASUS GT-AC5300 sicherlich schon den Titel für den auffälligsten WLAN Router aller Zeiten verleihen.

Ich habe zwar auch schon den Netgear X8 und Linksys EA9500 im Test gehabt, welche ebenfalls ziemliche Brocken sind, aber der ASUS schießt schon den Vogel ab.

WOW was ein Monster an WLAN Router, wer hier ein dezentes oder kompaktes Gerät sucht, ist völlig an der falschen Adresse. ASUS hat sich alle Mühe gegeben die innere Power die dieser WLAN Router mitbringt auch nach außen zu präsentieren.

Das Erste was Ihr nach Erhalt machen werdet, ist Antennen schrauben. Der GT-AC5300 besitzt davon nämlich satte acht Stück! Diese Antennen sind auch ziemlich groß und breit geraten, passend zum restlichen Gerät. Ich denke zwar, dass dies niemand machen wird ,aber theoretisch wäre es möglich die Antennen gegen andere auszutauschen, ASUS setzt hier auf den Standard Anschluss.

Der komplette Router nutzt ein Schwarz/Rot Design, welches natürlich in die „ASUS Repbulic of Gamers“ Richtung geht. Bonus Punkte gibt es für ASUS für den Verzicht auf Hochglanzplastik.

Der komplette Router ist in einem vergleichsweise „dezenten“, sofern man dieses Wort hier nutzen darf, matt- schwarz gehalten.

Etwas merkwürdig ist die Orientierung des Routers, es ist auf den ersten Blick nicht ganz klar zu erkennen wo nun vorne ist. Die Status LEDs, welche auf der Front sind, sind vergleichsweise klein und unauffällig.

Zudem gibt es auf der linken Seite eine Taste zum Abschalten der LEDs. Hier ist auch eine WPS Taste und eine Taste zum schnellen Ein/Ausschalten des WLANs.

Über die Rückseite des Routers habe ich mich etwas gefreut. Der ASUS GT-AC5300 verfügt neben einem WAN Port über acht Gbit LAN Ports! Sehr gute Entscheidung seitens ASUS! Viel mehr Router sollten aus meiner Sicht über acht LAN Ports verfügen. Selbst in mittelmäßig vernetzten Haushalten sind die üblichen vier LAN Ports sehr schnell belegt.

Die LAN Ports des GT-AC5300 unterstützen auch Link-Aggregation. Link-Aggregation erlaubt das Zusammenschalten zweier LAN Ports für die theoretische doppelte Bandbreite. In der Praxis ist das Ganze aber weniger nützlich, Link-Aggregation verdoppelt nur die Bandbreite bei zwei oder mehr gleichzeitigen Zugriffen. Bei nur einem Datentransfer ist auch weiterhin die Geschwindigkeit auf 120MB/s limitiert.

Was natürlich auch nicht fehlen darf sind USB Ports für Speichermedien. Der GT-AC5300 verfügt hier über zwei USB 3.0 Ports, welche hoffentlich eine gute „NAS“ Performance liefern.

 

Einrichtung und Software

Die Einrichtung des ASUS ROG Rapture GT-AC5300 ist recht problemlos. Verbindet den Router mit dem Netzwerk und dem Strom, verbindet Euch anschließend via WLAN oder LAN mit dem Router.

Solltet Ihr einen Mac Nutzen ploppt von alleine ein Fenster mit der Basis Einrichtung auf. Unter Windows müsst Ihr gegebenenfalls die IP Adresse des Routers (192.168.1.1) in Eurem Webbrowser eingeben.

Die Basis Einrichtung des GT-AC5300 ist wirklich sehr Simpel aufgebaut. Ihr vergebet einen Benutzernamen/Passwort und einen bzw. mehrere Namen für Eure WLAN Netze wie auch dafür ein Passwort. Dies war auch schon die Basis Einrichtung, der Router startet einmal neu und sollte ab dann funktionieren.

Aber natürlich gibt es in der Benutzeroberfläche noch viele Features zu erkunden. Erneut erreicht Ihr die Benutzeroberfläche durch die Eingabe der IP Adresse 192.168.1.1 im Webbrowser.

Solltet Ihr bereits über einen Router mit eingebautem Modem, wie eine FritzBox oder einen Speedport verfügen, könnte es sinnvoll sein den GT-AC5300 in den Access Point Modus zu versetzen. Dies könnt Ihr mit einem Klick in den Einstellungen machen, leider fallen aber im Access Point Modus ein paar interessante Features weg.

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 verfügt zwar über eine recht vollgestopfte und etwas verschachtelte Benutzeroberfläche, aber diese besitzt unheimlich viele Features und Funktionen!

Dies beginnt bei schönen Diagrammen welche einen über den aktuellen Netzwerktraffik, Ping usw. Informiert, geht weiter über detaillierte Informationen welches Gerät gerade wie viel Trafik verursacht, wie hoch Euer Ping zu diversen Game Servern in diversen Regionen ist, VPN Server und Client, diversen Netzwerk Speicher Features, einem erweiterten Quality of Service, welches für Gaming optimiert ist, bis hin zu Basic Funktionen wie WLAN, LAN oder generellen Einstellungen.

Ähnlich überwältigend wie diese Auflistung wirkt, ist auch die Benutzeroberfläche des GT-AC5300.

ASUS hat hier wirklich alles an Features verbaut, welche man sich nur vorstellen kann. Darunter sind auch viele erweiterte Einstellungen. Der GT-AC5300 wirkt was die Einstellungen angeht nicht künstlich vereinfacht. Wenn Ihr ein absoluter Einsteiger seid und dies Euer erster richtiger WLAN Router sein soll, lasst die Finger vom GT-AC5300. Dies ist ein Gerät, das für Nutzer gedacht ist, welche gerne mit Einstellungen herumspielen und sich gerne Diagramme über den aktuellen Netzwerk Trafik usw. ansehen.

Natürlich einige Einstellungen und Features sind weniger nützlich und eher als Spielerei gedacht. Ihr könnt beispielsweise den Ping zu diversen Game Servern diverser Regionen ansehen.

Hier erhaltet Ihr eine Liste beispielsweise mit dem Ping zu den League of Legends Gameserver in der USA ist 107ms, zu EU1 21ms, zu EU2 21ms und zu AU 332Ms. Auch andere Spiele wie WOW, Starcraft 2, WOT usw. sind vertreten.

So könnet Ihr besser entscheiden, auf welchen Server welcher Region Ihr spielen solltet bzw. könntet.

Auch besitzt der GT-AC5300 eine feste Integration von WTFast, ein durchaus interessanter Service. Mehr Infos zu WTFast findet Ihr HIER.

Kurz zusammengefasst WTFast ist ein VPN Anbieter für Gamer, der für bessere Ping Zeiten sorgen soll. Dies funktioniert auch durchaus gerade, wenn ein Internet Anbieter Probleme mit einem Spiel hat. Zum Guild Wars 2 Launch kann ich mich z.B. an solche Probleme erinnern. Telekom Kunden hatten hier die ersten Wochen fast keine Chance abends das Spiel zu spielen aufgrund von Routing Problemen.

Solltet Ihr ähnliche Probleme haben, dass ein Spiel bei Eurem Internet Anbieter laggt, kann WTFast helfen.

Natürlich sind solche Features nichts für jeden Nutzer, aber dennoch ist es nett, dass ASUS so etwas integriert hat.

 

Performance

Beginnen wir erst einmal mit der Theorie. Der GT-AC5300 ist, wie der Name vermuten lässt ein „AC5300“ Router, das heißt, dieser ist bis zu 5300Mbit/s in der Lage.

Zum einen ist dieser Wert natürlich höhst theoretisch zum anderen ist dieser nur halbe Wahrheit. Die 5300Mbit/s teilen sich auf drei WLAN Netze auf, ja der GT-AC5300 ist ein Tri Band Router.

Auf dem 2,4GHz Band kann er bis zu 1000Mbit/s liefern. Auf den 5GHz Bändern jeweils bis zu 2167Mbit/s. Die meisten TriBand WLAN Router verfügen über zwei 5Ghz Bänder, Ihr habt also zwei völlig unabhängige 5GHz WLAN Netze mit gegebenenfalls unterschiedlichen SSIDs zusätzlich zum 2,4GHz Band.

Warum? Das Ganze ist natürlich Luxus, kann aber sinnvoll sein! Es geht hier um die Aufteilung, alte Geräte sind auf dem 2,4Ghz Band, Streaming Boxen, Smartphones, Tablets usw. auf dem ersten 5Ghz Band und beispielsweise Euer Gaming Notebook auf dem zweiten 5GHz Band.

Ihr müsst hier selbst entscheiden, ob Ihr diese Aufteilung von Hand machen wollt oder dem Router überlasst. Aber so könnt Ihr verhindern, dass andere WLAN Geräte Euch die Bandbreite klauen. Zwar unterstütz der ASUS RT-AC5300 auch die MU-MIMO Technologie, welche die Leistung mit mehreren WLAN Clients gleichzeitig massiv verbessert, aber dennoch können andere WLAN Clients die Leistung beeinflussen, gerade beim online Gaming.

Das Ganze macht aber nur Sinn, wenn Ihr auch mehrere Nutzer bzw. Geräte habt, die gleichzeitig Daten durchs WLAN jagen.

Was mich sehr überrascht hat zu lesen ist, dass der ASUS GT-AC5300 auch Airtime Fairness unterstützt. Ich glaube damit ist dieser Router das Erste „Consumer Gerät“, das ich gesehen habe, welches dieses Feature unterstützt. Airtime Fairness ist ein Feature, welches ansonsten nur bei Business Class WLAN AccessPoints zu finden ist. Wenn Ihr wissen wollt was Airtime Fairness macht, schaut Euch am besten dieses Youtube Video an.

Das Ganze klingt ja soweit erst einmal klasse aber nun muss man auch in der Realität bleiben.  WLAN Geräte, welche die vollen 2167Mbit/s des ASUS ausreizen können, sind sehr rar gesät. Genau genommen hat lediglich ASUS selbst eine PCIe WLAN Karte im Sortiment, welche dieses Tempo unterstützt.

Die aller meisten WLAN Karten selbst in High End Gaming Notebooks haben maximal ein 2×2 Design mit 866Mbit/s. Smartphones und Tablets unterstützen meist maximal 433Mbit/s. Damit will ich nicht sagen, dass sich ein High End WLAN Router wie der ASUS GT-AC5300 nicht lohnt, wie Ihr bei den Werten gleich sehen werdet, zahlt sich die zusätzliche Leistung schon etwas aus, selbst bei langsameren WLAN Clients.

Jedoch ist für die allermeisten Clients der Zugewinn zwischen einem Router welcher 2167Mbt/s und 1300Mbit/s unterstützt meist recht gering. Das ganze kann natürlich noch ganz anders aussehen, wenn X WLAN Clients gleichzeitig versorgt werden müssen. Hier sind High End Geräte wie der ASUS RT-AC5300 doch im Vorteil und das nicht nur wegen der Sendeleistung, sondern auch aufgrund des Prozessors und der generellen Rechenleistung. ASUS setzt hier beispielsweise auf einen Quad-Core Chip und 1GB RAM!

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für den GT-AC5300 den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Das sind doch Werte, welche man gerne sieht. Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 liefert genau die Leistung, welche man von einem High End WLAN Router dieser Preisklasse erwartet. In Kombination mit dem TP-Link T9E kratzt der ASUS sogar am Gbit LAN Limit mit knapp unter 100MB/s Übertragungsrate. Aber auch auf dem 2,4GHz Band wird gut über 22MB/s  bzw. 27MB/s eine hervorragende Leistung geliefert.

Damit liegt der Rapture GT-AC5300 mit seinen direkten Konkurrenten, dem Netgear X8 und Linksys EA9500, weitestgehend gleichauf.

Das sollte aber keine Überraschung sein, es ist davon auszugehen das diese drei Router über den gleichen Chipsatz verfügen und dementsprechend eine sehr ähnliche Leistung liefern.

Zwar scheint der Rapture GT-AC5300 eine leicht bessere Leistung auf dem 2,4GHz Band zu liefern, dies kann aber auch an einer neueren und besser optimierten Software, besseren Antennen oder einfach einer besseren Tagesleistung liegen.

Unterm Strich kann man aber sagen das Ihr mit keinem aktuellen WLAN Router praktisch eine signifikant größere Leistung erreichen werdet als mit dem ASUS ROG Rapture GT-AC5300! Schneller geht es nicht! (Abgesehen vom unnötigen WLAN AD Standard welcher allerdings 0 Reichweite hat)

Aber der ASUS verfügt über zwei 5GHz Bänder, sind diese gleich schnell? Grundsätzlich ja, praktisch meist nein. Warum? Die beiden 5GHz Bänder können nicht, die gleichen Kanäle nutzen, was auch durchaus Sinn macht.

Das erste 5GHz Band kann Kanal 36-64 nutzen, das zweite 5GHz Band Kanal 100-140. Ich habe nun die Erfahrung gemacht das gerade etwas ältere WLAN AC Clients mit den höheren Kanälen etwas Probleme haben bzw. auf diesen langsamer sind. Dies hat sich auch hier bestätigt.

Es kann also durchaus sein, dass in der praktischen Nutzung auf dem ersten 5GHz Band mehr Leistung zustande kommt als auf dem zweiten 5GHz Band.

 

Reichweite

Oftmals ist die Reichweite eines Routers noch viel wichtiger als die reine Leistung. Wie schlägt sich hier der ASUS ROG Rapture GT-AC5300?

Beginnen wir einmal mit einem neuen Test, welchen ich nun bei WLAN Router Tests einführe, den Distanz Test.

Hier messe ich die Leistung eines WLAN Routers auf ca. 8 Meter Distanz und zwei Wänden im Weg. Eine höhere Leistung hier muss zwar nicht zwingend in einer höheren absoluten Reichweite resultieren, kann aber durchaus ein Anhaltspunkt sein.

Als Clients kommen bei diesem Test ein Apple MacBook Pro 13“ wie auch ein Samsung Galaxy S8 Plus zum Einsatz.

Wie man sieht, schlägt sich der GT-AC5300 auf dem 5GHz Band selbst verglichen mit High End AccessPoints wie dem Ubiquiti UniFi AP AC HD sehr gut! Lediglich auf dem 2,4GHz Band muss sich der ASUS geschlagen geben.

Diese Werte spiegeln sich auch im Praxiseinsatz wieder!

Der GT-AC5300 ist ein seltener Fall in dem das 5GHz WLAN Reichweiten stärker ist als das 2,4GHZ WLAN. Am absoluten Reichweitenlimit (beim mir im Garten) war es weiterhin möglich sich mit dem 5GHZ Band des ASUS zu verbinden, das 2,4GHz Band wurde hingegen nicht mal mehr von meinem Notebook gefunden.

Verglichen mit anderen Routern würde ich sagen, dass die Reichweite auf dem 2,4GHz Band durchschnittlich ist, auf dem 5GHz Band hingen weit überdurchschnittlich.

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 besitzt das signalstärkste 5GHz WLAN, das ich bisher gesehen habe!

 

Netzwerkfreigaben

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 unterstützt natürlich auch die Freigabe von Dateien im lokalen Netzwerk. Hierfür besitzt der Router zwei USB 3.0 Ports.

Neben der üblichen Möglichkeit von Windows aus auf die Dateien zuzugreifen, könnt Ihr auch die ASUS AICloud App verwenden.

Auf dem Smartphone erlaubt die App einen weltweiten Zugriff auf die Dateien. Zudem unterstützt der GT-AC5300 eine Synchronisation mit dem ASUS eigenen Cloud Dienst und Dropbox, nett!

Natürlich ist auch ein UPnP-Medienserver, iTunes Server, Time Machine Backups und ein Download Client mit an Board.

Wie sieht es denn mit der Performance aus? Zuerst war ich hier sehr enttäuscht, bei meinen ersten Tests erreichte ich gerade mal 40MB/s lesend wie auch schreibend.

Jedoch unter den erweiterten WLAN Einstellungen (ist dort etwas gemein versteckt) befindet sich eine Option welche die Performance der USB Ports auf USB 2.0 limitiert, diese Option ist von Haus aus aktiv!

Abgeschaltet erreichte ich 80MB/s lesend und 120MB/s schreibend. Dies sind top Werte für einen WLAN Router, welche sogar gut genug sind um ein einfaches NAS überflüssig zu machen.

Erfreulicherweise hat ASUS hierfür auch eine einfache aber ausreichende Benutzersteuerung usw. im GT-AC5300 integriert.

 

Stromverbrauch

Tri-Band High End WLAN Router sind nicht dafür bekannt besonders stromsparend zu sein. Die direkten Konkurrenten von Netgear und Linksys führen auch meine „Besten Liste“ der größten Stromschlucker unter den WLAN Routern an, mit über 20W.

Daher muss ich gestehen etwas erstaunt gewesen zu sein als ich sah, dass der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 im Normalbetrieb gerade mal 14W Strom frisst und selbst unter Volllast gerade mal an der 20W Marke kratzt.

Das ist natürlich kein kleiner Stromverbrauch, aber verglichen mit anderen Routern dieser Klasse ist das Ganze fast schon sparsam!

 

Fazit

Der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 ist ein Wahrer High End WLAN Router und die neue NR.1 in der Techtest Bestenliste! Bei der Nutzung des WLAN AC Standards ist aktuell kein anderer WLAN Router schneller als der GT-AC5300!

Zwar sind die High End Modelle der großen Konkurrenten, der Netgear Nighthawk R8500 X8 oder Linksys EA9500, praktisch ähnlich leistungsstark, ich vermute diese verwenden den gleichen Chipsatz, aber der ASUS GT-AC5300 hat noch das ein oder andere Ass im Ärmel, was diesen vor die genannten Konkurrenten setzt.

Damit beziehe ich mich vor allem auf die Software! ASUS hat alles an Feature im GT-AC5300 integriert, die Ihr Euch nur vorstellen könnt. Zwar sind sicherlich einige Feature wie das Game Radar oder die WTFast Integration recht speziell aber der GT-AC5300 wirkt nicht künstlich vereinfacht oder eingeschränkt was Einstellungen und Funktionen angeht.

Hierzu gehören auch schöne Diagramme über die Netzwerk Nutzung oder die diversen Betriebsmodi wie AccessPoint oder Media Bridge.

Im Gegenzug muss man aber auch sagen, dass der GT-AC5300 nicht meine erste Wahl wäre für totale Anfänger oder Nutzer ist die mit Einstellungen so wenig wie möglich zu tun haben wollen. Hier wäre sicherlich ein Linksys EA9500 oder Nighthawk X8 besser geeignet.

Bonus Punkte bekommt der GT-AC5300 auch wieder für die „NAS“ Funktionen und die Performance der Netzwerkfreigaben.

Ansonsten passt auch die Reichweite, gerade auf dem 5GHz Band ist diese hervorragend, und die Stabilität des Routers war in meinem Test tadellos!

Kurzum unterm Strich ist der ASUS ROG Rapture GT-AC5300 der beste WLAN Router für Enthusiasten und generell für Nutzer, welche das absolute Maximum wollen! Hierbei kann dieser sogar eine einfache Netzwerkfestplatte ersetzen, was gegeben falls über den stolzen Preis etwas hinwegtrösten kann.

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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1 Comment
Oliver2

Ausstattung und Leistung hin oder her – das Ding ist dermaßen hässlich, dass es maximal im Zimmer eines pubertierenden Teenagers aufstellbar ist.

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