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Xiaomi Mi 10 Pro Ladetempo und Ladestandard, wirklich 65W?

Xiaomi setzt bei seinem neuen Mi 10 Pro auf ein Ladesystem das bis zu 65W leisten soll. Dies ist schon als ziemlich extrem zu bezeichnen, 65W in Smartphone zu pumpen, wo doch die meisten Konkurrenten bei 30-40W stoppen und selbst dies ist schon extrem schnell.

Aber wie macht Xiaomi dies? Welche Ladestandards werden von Xiaomi unterstützt und werden die 65W auch wirklich in der Praxis erreicht?

Finden wir dies in diesem Artikel heraus!

 

Welchen Ladestandard nutzt das Xiaomi Mi 10 Pro?

Auch bei der deutschen Version des Mi 10 Pro legt Xiaomi ein 65W Ladegerät bei. Dieses kann genau genommen 5V/3A, 9V/3A, 11V/6A oder 20V/3,25A liefern. Klingt im ersten Moment nach einer Abwandlung eines USB Power Delivery Ladegerätes.

Xiaomi Mi 10 Pro Ladetempo 1Allerdings nutzt Xiaomi kein USB Power Delivery, was Ihr auch bereits am USB A Port des Ladegerätes erkennen könnt. Ebenso wenig nutzt Xiaomi Quick Charge 4+. Es kommt anscheinend ein unbekannter proprietärer Ladestandard zum Einsatz, der aber eine Abwandlung von Quick Charge 3 ist.

Allerdings unterstützt das Mi 10 Pro auch Quick Charge und USB Power Delivery, dies aber mit einem deutlich niedrigerem Tempo. Dazu mehr im nächsten Abschnitt.

 

Wie schnell lädt das Xiaomi Mi 10 Pro

Schauen wir uns einmal das Spitzenladetempo des Xiaomi Mi 10 Pro an diversen Quellen an.

LadetempoStarten wir zunächst mit dem mitgelieferten Ladegerät. Xiaomi wirbt hier mit bis zu 65W. Messen konnte ich allerdings maximal 45W. Immer noch sehr beeindruckend, aber ein Stück niedriger als beworben. Kleine Anmerkung es ist nicht auszuschließen, dass mein zwischengeschaltetes Messgerät das Ladetempo etwas negativ beeinflusst haben könnte. Ich glaube dies nicht, aber es ist auch nicht ganz unmöglich.

Abseits des beiliegenden Ladegerätes wird es ein gutes Stück langsamer! An einem USB Power Delivery Ladegerät, mit einer Leistung von über 18W, werden maximal 14,xW erreicht. Dabei spielt es keine Rolle ob das Ladegerät 30W, 60W oder 100W hat, das Mi 10 Pro nimmt maximal 14,xW auf.

Ebenso wenig kümmert sich das Mi 10 Pro um den PPS Standard. Auch an USB Power Delivery PPS Ladegeräten werden maximal 14,xW erreicht.

 

Die Ladedauer

Schauen wir uns einmal die Ladedauer des Mi 10 Pro an.

Ladetempo Im Laufe Der ZeitMit dem 65W Ladegerät dauert eine 0% auf 100% Ladung gerade einmal 50 Minuten, ein absoluter Rekordwert! Dabei werden die maximalen 45W aber nur rund 8 Minuten lang gehalten, in welchen ein Ladestand von ca. 30% erreicht werden. Ein immer noch sehr beachtliches Ladetempo von 35-20W werden die nächsten 22 Minuten gehalten. So erreicht das Mi 10 Pro nach rund 30 Minuten bereits rund 85% Ladestand.

Für eine 100% Ladung sind rund 19,4Wh bzw. 5243mAh nötig. Dies ergibt eine Ladeeffizienz von 86%.

Aber auch via Quick Charge ist das Mi 10 Pro recht flott unterwegs. Zwar erreicht dieses hier „nur“ 14-15W, diese werden aber fast bis zu Abschluss des Ladevorgangs gehalten. Erst ab ca. 80% Ladestand drosselt das Smartphone deutlich herunter.

 

Fazit

Xiaomi trickst zwar etwas beim Mi 10 Pro indem sie ein 65W Netzteil beilegen obwohl das Smartphone maximal 45W aufnehmen kann, aber selbst das ist absolut beeindruckend! 45W ist ein extremes Tempo, das ich bisher noch bei keinem anderen Smartphone praktisch gesehen habe.

Diese 45W werden zwar nur bis ca. 30% Ladestand gehalten, aber selbst danach lädt das Mi 10 Pro sehr schnell! In 30 Minuten sind 80% möglich und 100% gibt es nach rund 50 Minuten. Ein absoluter Rekord!

Leider nutzt Xiaomi allerdings für dieses Ladetempo einen proprietären Standard (oder etwas mir völlig unbekanntes). Das Mi 10 Pro unterstützt zwar auch Quick Charge und USB Power Delivery, aber dies nur mit einem deutlich reduziertem Tempo von maximal 14-15W. Sehr schade!

Xiaomi Mi 10 Pro Ladetempo 2An dieser Stelle möchte ich aber zu etwas Vorsicht aufrufen. Das maximale Ladetempo von 45W wird zwar nur recht kurz gehalten, aber dennoch belastet dieses extrem schnelle Laden schon den Akku langfristig mehr. Klar habt Ihr es eilig dann ist solch ein schnelles Laden ein Segen, aber ich würde mein Mi 10 Pro beispielsweise über Nacht eher an einem regulären Ladegerät (oder Quick Charger) laden. Dieses ist eh am nächsten Morgen voll und der Akku wird etwas geschont.

Was für Ladegeräte und Powerbanks kann ich für das Xiaomi Mi 10 Pro empfehlen? Geht’s Euch um das maximale Tempo müsst Ihr zum original Ladegerät greifen. Reicht Euch ein „hohes“ Ladetempo dann sucht Euch ein beliebiges Quick Charge 3.0 oder USB PD Netzteil/Powerbank mit mindestens 18W. Mehr als 18W schadet nicht, bringt aber auch nicht mehr.

Folgende Ladegeräte würde ich alternativ empfehlen:

Und hier auch einmal ein paar Powerbanks. Bedenkt das ca. 6000mAh für eine 100% Ladung des Mi 10 Pro nötig sind.

Test: Elgato Wave:3 das beste Streaming Mikrofon? (vs. Blue Yeti)

Elgato wird den meisten von Euch primär aufgrund von Capture Cards und anderem Streaming Zubehör bekannt sein. Genau diese Richtung für Game Streaming und Youtuber-Equipment möchte Elgato mit dem Wave:1 und Wave:3 noch weiter ausbauen.

Das Wave:3 ist ein großes High-End-Kondensator-Mikrofon, welches speziell auf die Bedürfnisse von Streamern und Youtubern zugeschnitten ist. So ist dieses speziell auf Sprachverständlichkeit und eine einfache Nutzung optimiert. Natürlich benötigt Ihr kein Mischpult oder Ähnliches mehr, sondern könnt das Mikrofon einfach via USB mit Eurem PC verbinden.

Test Elgato Wave 3 Review 8Klingt doch gut! Allerdings mit rund 150€ ist das Elgato Wave:3 auch kein Schnäppchen und muss sich gegen einige Große in diesem Bereich behaupten. Schafft dies das Mikrofon?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair die mir das Elgato Wave:3 für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Das Elgato Wave:3 im Test

Das Elgato Wave:3 ist auf den ersten Blick ein recht klassisches Tischmikrofon. Elgato hat hier nicht versucht das Rad neu zu erfinden. Das Wave:3 besteht aus zweit Teilen. Einerseits dem Mikrofon + einer Halterung und dem Standfuß. Beides zusammen misst eine Höhe von XX cm.

Test Elgato Wave 3 Review 1Ihr müsst die Halterung dabei aber nicht zwingend nutzen. Am Mikrofon selbst findet sich zwar kein Gewinde, aber Ihr könnt den Standfuß abschrauben, anstelle diesem einen Mikrofonarm mit der Halterung verbinden.

Dabei soll laut Elgato kein Popschutz nötig sein, da dieser bereits in der Mikrofon-Kapsel intrigiert ist.Das Gitter, hinter welchem sich das eigentliche Mikrofon versteckt, nimmt auch durchaus einen großen Teil des Gehäuses ein. Das Gehäuse selbst ist allerdings aus Kunststoff gefertigt.

Test Elgato Wave 3 Review 4Auf der Front des Wave:3 finden wir abseits des eigentlichen Mikrofons einen Drehknopf, wie auch einige Status LEDs. Über diesen Drehknopf könnt Ihr die Lautstärke des Mikrofons und des Kopfhörerausgangs anpassen.

Auf der Rückseite des Mikrofons findet sich auch genau solch ein 3,5mm Kopfhörerausgang. Dieser kann zum einen als normaler Soundausgang für Euren PC genutzt werden und auch zum „Monitoring“. Des Weiteren findet sich auf der Rückseite ein USB C Port für die Verbindung zu Eurem PC. Daumen Hoch für den USB C Anschluss!

Test Elgato Wave 3 Review 3Eine weitere Taste versteckt sich auf der Oberseite. Hier findet sich eine Touch-Taste zum Muten des Mikrofons. Clever! Das Betätigen einer regulären Taste kann durch das Mikrofon hörbar sein, so könnt Ihr Euer Mikrofon unbemerkt muten.

 

Die Software

Natürlich gibt es auch für das Elgato Wave:3 eine Steuerungssoftware. Diese kann allerdings mit gutem Gewissen als sehr Basic beschrieben werden!

Es gibt abseits des Einstellens der Pegel keine weiteren Anpassungsoptionen oder EQ. Etwas schade, ich hoffe Elgato legt hier noch etwas nach.

 

Der Klang

Im Elgato Wave:3 findet sich ein 24-bit/96kHz Analog-to-Digital Wandler, was als überdurchschnittlich einzustufen ist. Diese Angabe gilt dabei sowohl für das Mikrofon, wie auch für die Audio-Ausgabe über den Kopfhöreranschluss.

Test Elgato Wave 3 Review 7Leider gibt uns Elgato keine weiteren Informationen zur Technik, abseits davon, dass es sich um ein Kondensator-Mikrofon handelt und dass dieses die Nierencharakteristik verwendet.

Nierencharakteristik = Das Mikrofon nimmt primär Geräusche nach Vorne und leicht schräg zu den Seiten auf.

Abseits davon gibt es noch ein wenig Marketing

  • Cardioid Condenser Capsule: capture speech with clarity and detail.
  • Proprietary Clip guard Technology: makes distortion virtually impossible.
  • Superior Circuitry: seamless sonic transmission throughout the entire signal chain.

Aber wie klingt es nun? Ich war vom Wave:3 etwas überrascht. Dieses klingt signifikant voller und satter als z.B. das Blue Yeti Nano (110€). Allgemein klingt das Mikrofon recht warm und groß, ohne dabei Defizite bei der Klarheit zu haben.

Test Elgato Wave 3 Review 6Meine Stimme wird gut isoliert und ist auch sehr gut verständlich! Etwas Rauschen ist dabei sicherlich vorhanden, aber dieses ist signifikant weniger als beim Blue Yeti Nano.

Allerdings färbt das Mikrofon die Stimme schon etwas. Dies betrachte ich bei Sprachaufnahmen allerdings in diesem Fall nicht als negativ! Ich finde, dass meine Stimme sehr schön voll und angenehm zum Zuhören ist bzw. angenehmer als bei anderen Mikrofonen.

Ob nun das Elgato Wave:3 für Gesang so perfekt geeignet ist, lasse ich mal dahingestellt. Hier ist eine Färbung vermutlich eher weniger erwünscht, allerdings bin ich zugegeben in diesem Bereich auch nicht der Experte.

Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann wäre es vielleicht der leicht bauchige Unterton im Klang des Mikrofons. Hier wäre ein Software Update nett welches es erlaubt den Klang noch etwas nach den eigenen Wünschen anzupassen.

Hier auch einmal ein kurzer Test-Clip, im Vergleich zum Blue Yeti Nano und Audio-Technica ATH-PG1.

Wie üblich ist es natürlich Geschmackssache welcher Klang Euch am besten gefällt. Was wir definitiv festhalten können ist, dass das Wave:3 signifikant voller und satter klingt als die beiden anderen Mikrofone. Das Audio-Technica klingt ein Stück dünner, ist aber vielleicht etwas besser was die reine Sprachverständlichkeit angeht. Auch das Blue Yeti Nano klingt dünner, rauscht stärker und wirkt etwas weniger voll, wirkt aber etwas neutraler.

Weitere Bonuspunkte gibt es für den guten Audio-Ausgang, welcher auch ein Monitoring des Mikrofons in Echtzeit erlaubt.

 

Fazit

Ich sehe zwar bei der Software noch etwas Luft nach oben, aber generell bin ich sehr zufrieden mit dem Elgato Wave:3!

Test Elgato Wave 3 Review 9Dieses ist wunderbar einfach und unkompliziert zu nutzen. Das Wichtigste ist aber natürlich der Klang. Ich rate Euch hier meine Test-Datei anzuhören, um Euch selbst einen Eindruck bezüglich des Klangs zu bilden. Generell gesprochen klingt das Elgato Wave:3 sehr voll und satt, mit durchaus einer gewissen Menge „Bass“ in der Stimme. Ja es findet hier eine gewisse Färbung statt, aber gerade bei Live-Streams oder Voice-Overs ist dies nicht unerwünscht. Hier will man gut verständlich und wertig klingen, beides bietet das Elgato Wave:3 und dies ohne große Einrichtung. Dabei fokussiert sich das Mikrofon auch gut auf Eure Stimme.

Kurzum, ja ich kann das Elgato Wave:3 mit gutem Gewissen empfehlen, wenn Ihr ein wertiges und unproblematisch zu nutzendes Mikrofon sucht!

Elgato Wave3

Das Huawei P40 Pro im Test, günstiger und besser als das Xiaomi Mi 10 Pro?

Huaweis Geschichte ist in der Technikwelt als einmalig zu bezeichnen. Von einem „billig“ Smartphone Hersteller, zu einem der Top 3 in diesem Geschäft, zum persönlichen Erzfeind von Donald Trump. Diese Wandelung hat bisher noch keiner geschafft!

Leider hatte aber Letzteres durchaus ernsthafte Folgen für Huawei. So zwang der Bann der USA Huawei zum Verzicht auf sämtliche Google Dienste, inklusive des Play Stores.

Huawei P40 Pro Test Review 11Dies wiederum stellt uns vor ein Problem. Gerade wenn Ihr ein Fan der Smartphone Fotografie seid, ist dies sehr schmerzhaft. Das Huawei P40 Pro ist eins, wenn nicht sogar das beste Kamera-Smartphone aktuell auf dem Markt, aber ohne die Google Play Dienste fällt die Kaufentscheidung nicht so einfach.

Für mich hat die Kamera auch die Nr. 1 Priorität beim Smartphone Kauf, aber kann man wirklich ohne die Google Play Dienste leben?

Finden wir dies im Test des Huawei P40 Pro heraus!

 

Das Huawei P40 Pro im Test

Was das Design angeht, gibt es beim P40 Pro von Huawei keine großen Überraschungen. Wie im Jahr 2020 üblich verfügt das P40 Pro über Glas auf der Front und Rückseite, wie auch über einen Metallrahmen der alles zusammenhält.

Huawei P40 Pro Test Review 1Die Verarbeitungsqualität ist hervorragend! Gerade der polierte Metallrahmen der fast fließend ins gebogene Glas der Front und Rückseite übergeht gefällt. Das P40 Pro ist zwar etwas rutschig, fühlt sich aber generell sehr gut an!

Ebenfalls sehr gut gefällt das Display, welches über absolut minimale Rahmen verfügt. Ich bin zwar nicht der aller größte Fan der gebogenen Ränder, diese sind aber nicht übermäßig extrem beim P40 Pro. Zudem funktioniert Huaweis Erkennung für unbeabsichtigte Berührungen gut.

Huawei P40 Pro Test Review 5Etwas ungewöhnlich ist die Frontkamera. Diese ist in einem Ausschnitt des Displays untergebracht. Dieser Ausschnitt fällt aber verglichen mit Samsung oder OnePlus etwas größer aus und erinnert eher an das ältere Samsung Galaxy S10.

Gehen wir um das P40 Pro herum. Auf der Front finden wir das fast vollflächige 6,58 Zoll Display, wie auch die Dual-Frontkamera. Leider verfügt diese nicht über zwei unterschiedliche Blickwinkel, sondern bei der 2. Kamera handelt es sich um ein Modul für die Tiefenunschärfe.

Huawei P40 Pro Test Review 6Über eine Ohrmuschel verfügt das P40 Pro im Übrigen nicht. Der Lautsprecher ist hier unter dem Display angebracht und schallt durch dieses hindurch.

Die physischen Tasten des Smartphones sind wie üblich auf der rechten Seite angebracht. Der Lautsprecher und der USB C Ladeport sind hingegen auf der Unterseite. Bonuspunkte gibt es für einen IR-Blaster auf der Oberseite.

Huawei P40 Pro Test Review 3Das Spannendste findet sich auf der Rückseite. Hier ist das Kameramodul angebracht, welches von seiner Form etwas an das S20 Ultra erinnert. Dieses ist also ebenfalls recht groß und rechteckig. Zudem beinhaltet dieses gleich vier Kamera-Module!

Einen gesonderten Fingerabdruckscanner besitzt das Huawei P40 Pro nicht. Dieser ist hier unter dem Display angebracht.

 

Das Fehlen vom Google Play Store und Huaweis Alternativen

Mittlerweile sollte es bekannt sein, dass Huawei aktuell keinen Zugriff auf die Dienste amerikanischer Hersteller hat. Huawei darf zwar Android als Basis für seine Smartphones nutzen (da dieses freie Software ist), aber Google Dienste dürfen nicht mehr auf neuen Huawei Smartphone installiert sein. Ob dieses Verbot seitens der US Regierung gerechtfertigt ist oder ob nach der Amtszeit von Donald Trump diese Verbote wieder aufgehoben werden, lassen wir hier mal dahingestellt.

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Es ist zwar über x Umwege möglich Google Dienste auf dem P40 Pro zu installieren (siehe hier), dies ist aber zum einen recht kompliziert und zum anderen auch nicht zwingend 100% stabil.

Natürlich hat aber Huawei Alternativen zu Google Diensten im Petto. So setzt Huawei beispielsweise bei der Navigation auf die HERE WeGo App, der ehemaligen Nokia Tochterfirma. Neue Apps können aus der Huawei AppGallery bezogen werden.

Leider fehlen hier die Apps der großen amerikanischen Anbieter. Wobei dies nicht ganz richtig ist, sucht Ihr beispielsweise nach WhatsApp, dann schickt die AppGallery Euch auf die WhatsApp Webseite, wo Ihr WhatsApp herunterladen könnt. Ähnliches gilt auch für Facebook.

App Verfügbar?
Amazon Shopping Ja
Deezer Ja
eBay WebApp
eBay Kleinanzeigen WebApp
Facebook Jein
FOCUS Online Ja
Idealo Ja
Instagram Nein
Microsoft Teams Nein
Netflix Nein
Outbank Nein
PayPal Nein
Radio.de Ja
Snapchat Ja
Spotify Nein
Tagesschau Ja
Telegram Ja
TikTok Ja
WhatsApp Jein
WordPress Nein
ZOOM Cloud Meetings Ja
Payback Jein

Jein = Euch wird in der AppGallery ein Link zum direkten Download angeboten.

Erstaunlicherweise sind recht viele deutsche Apps verfügbar, siehe Tagesschau, FOCUS Online, Radio.de, GMX, WEB.de, Blitzer.de, Deezer, Payback usw.

Wo es düster aussieht wäre beispielsweise beim Online Banking. Es gibt hier zwar ein paar Webapps, aber keine einzige TAN App. ebenfalls schwach ist der Smart Home Bereich. Erstaunlicherweise fehlen hier auch die Apps der chinesischen Anbieter?!

Smart Home Verfügbar?
Eufy Nein
Homematic IP Noch nicht
Netatmo Nein
Philips Hue Nein
Reolink Noch nicht
Ring Noch nicht
Smart Life Nein
TP-Link Kasa Nein
Withings Health Mate Ja
Xiaomi Mi Home Nein

Viele dieser fehlenden Apps lassen sich natürlich über 3. Anbieter Seiten alla https://www.apkmirror.com/ oder https://apkpure.com/de/ herunterladen. Dies ist aber natürlich nicht optimal.

Was Android Updates angeht, müsst Ihr Euch im Übrigen wenige Sorgen machen. Android ist eine freie Software und darf von jedem genutzt werden. Dementsprechend kann Huawei auch wie gehabt weiter Updates anbieten.

 

Display

Das Huawei P40 Pro verfügt über ein 6,58 Zoll AMOLED Display mit einer Auflösung von 2640 x 1200 Pixeln und einer Bildwiederholungsrate von 90Hz.

Ließt sich doch ganz gut! Hier überrascht es auch nicht, dass das Display sehr gut aussieht. Nein das Display ist nicht ganz auf dem Level der Samsung S20 Reihe, aber kann mit den anderen Flaggschiffen problemlos mithalten.

Das Bild ist wunderbar scharf, klar und mit guten Farben. Letztere sind nicht ganz so extrem leuchtend wie bei Samsung, dies liegt aber weniger am Panel und mehr an der etwas neutraleren Kalibrierung seitens Huawei.

 

Lautsprecher

Wir sind von modernen High End Smartphones gewohnt, dass diese zwei Lautsprecher mitbringen bzw. ihre Ohrmuschel als zusätzlichen Lautsprecher nutzen. Da allerdings das P40 Pro keine klassische Ohrmuschel besitzt, ist dies hier nicht möglich.

Das P40 Pro hat also nur einen Lautsprecher auf der Unterseite. Dieser ist ausreichend laut und klingt auch prinzipiell nicht schlecht. Allerdings was die Soundkulisse angeht kann das P40 Pro nicht mit einem iPhone 11 Pro oder einem Samsung Galaxy S20 Ultra mithalten.

Ähnliches gilt auch für die Telefonqualität. Das P40 Pro ist hier nicht schlecht, aber schlechter als das aktuelle iPhone und Samsung Galaxy.

 

Kamera

Kaum ein anderer Hersteller hat die Smartphone Fotografie so sehr gepuscht wie Huawei. Hier sind die unterschiedlichen Herangehensweisen aber immer spannend zu beobachten. So setzten einige Hersteller wie Google und Apple eher auf Software und Post Processing bei ihren Kameras. Andere Hersteller puschen eher die Hardware ans Limit. Zu letzteren gehört Huawei!

Huawei P40 Pro Test Review 16Im P40 Pro sind vier Kamera Module verbaut:

  1. Hauptkamera 52 Megapixel, f/1.9, Sony IMX700
  2. Weitwinkelkamera 40 Megapixel, f/1.8, Sony IMX650 Exmor RS
  3. Zoomkamera 12 Megapixel, f/3.4
  4. ToF Sensor

Bei der Hauptkamera handelt es sich um ein 52 (50) Megapixel Modul aus dem Hause Sony. Dabei verrechnet das P40 Pro allerdings werden hier vier Pixel zu einem zusammengerechnet. Ihr erhaltet also 12,5 Megapixel Aufnahmen.

Das Besondere an diesem Sensor ist aber die Größe! Der Sony IMX700 ist mit 1/1.28 Zoll als geradezu riesig zu bezeichnen. Damit ist dieser nochmals deutlich größer als der 108 Megapixel Sensor im S20 Ultra.

SensorgrößeZwar hilft ein größerer Sensor prinzipiell bei der Bildqualität, allerdings kann man natürlich nicht einfach sagen doppelt so großer Sensor = doppelte Bildqualität. Diese hängt auch stark von der Software ab!

Hier habe ich aber am P40 Pro direkt einen kleinen Kritikpunkt, die live Ansicht im „Sucher“ ist recht unscharf. Nach dem Auslösen erhalten wir natürlich ein knacke scharfes Bild, aber hierdurch macht das Fotografieren etwas weniger Spaß. Auch die Zoomstufen Einstellung ist nicht ganz optimal.

Schauen wir uns nun aber ein paar Bilder des P40 Pros an.

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Kümmern wir uns um diese Bilder gar nicht zu lange und schauen uns direkt den Vergleich zu anderen Smartphones an.

3 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
3 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
3 P40
Huawei P40 Pro
3 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra
29 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
29 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
29 P40
Huawei P40 Pro
29 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra

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6 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
6 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
6 P40
Huawei P40 Pro
6 Ultra
Samsung S20 Ultra
24 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
24 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
24 P40
Huawei P40 Pro
24 Ultra
Samsung S20 Ultra
27 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
27 P40
Huawei P40 Pro
27 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra
2 1+
OnePlus 8 Pro
2 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
2 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
2 P40
Huawei P40 Pro
2 Ultra
Samsung S20 Ultra
5 1+
OnePlus 8 Pro
5 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
5 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
5 P40
Huawei P40 Pro
5 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra
6 1+
OnePlus 8 Pro
6 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
6 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
6 P40
Huawei P40 Pro
6 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra

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Das Auffälligste sind die Farben und der Weißabgleich. Tendenziell produziert das:

  • Apple iPhone 11 Pro sehr gleichmäßig ausgeleuchtete Bilder mit neutralen Farben
  • Samsung Galaxy S20 Ultra recht kontraststarke und bunte Bilder
  • Xiaomi Mi 10 Pro gleichmäßig ausgeleuchtete Bilder mit recht warmen Farben
  • Und das Huawei P40 Pro ebenfalls recht gleichmäßig ausgeleuchtete Bilder, mit sehr konservativen Farben!

Die Farbdarstellung des P40 Pro ist als neutral bis konservativ zu bezeichnen. Beispielsweise hier

14 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
14 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
14 P40
Huawei P40 Pro
14 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra

Beim S20 Ultra ist das Gras tendenziell noch recht grün. Auch das iPhone zeigt das Gras etwas grüner. Das Xiaomi Mi 10 Pro neigt wieder zu seinem bräunlichen Unterton, wodurch das Gras schon sehr vertrocknet aussieht. Auch das P40 Pro neigt zu einem etwas bräunlicheren Ton beim Gras, allerdings zeigt dieses in der Mitte der Grasflächen auch grünere Bereiche, wo das Bild beim MI 10 Pro recht konstant braun ist.

Tendenziell hat das P40 Pro hier das Gras am besten getroffen. Der Himmel allerdings wirkt teils etwas bleich.

Ähnliches auch hier:

13 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
13 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
13 P40
Huawei P40 Pro
13 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra

Ob Euch die Farben des P40 Pro gefallen oder nicht ist Geschmackssache. Huawei hat aber wie üblich einen ganz eigenen Bildstyle, welcher anscheinend etwas vom Partner Leica vorgegeben wird.

Technisch sind die Bilder Top. Die schärfte ist auf dem Level der Konkurrenz, wenn nicht sogar oftmals über dem iPhone oder Google Pixel und die Dynamik der Aufnahmen schwankt zwischen gut und sehr gut.

Gerade bei Makro-Aufnahmen kann das Huawei P40 Pro auch mit einer sehr schönen Hintergrundunschärfe punkten, welche sogar noch etwas wertiger als beim S20 Ultra anmutet.

Wie steht es aber um die anderen Kameramodule?

33 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
33 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
33 P40
Huawei P40 Pro
33 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra
36 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
36 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
36 P40
Huawei P40 Pro
36 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra

Die Weitwinkel Kamera ist top! Diese ist schärfer als bei Samsung und Apple und liefert zudem farblich einwandfreie Bilder.

Bei der Zoom-Kamera bin ich etwas hin und her gerissen.

8 Ultra

8 P40
Huawei P40 Pro
8 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
8 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
22 Iphone
Apple iPhone 11 Pro Max
22 Mi
Xiaomi Mi 10 Pro
22 P40
Huawei P40 Pro
22 Ultra
Samsung S20 Ultra

Die Zoom-Kamera ist schon sehr scharf! Bei 5x-10x Zoom spielt dieses 3 Klassen über z.B. dem iPhone und auch teils knapp über dem S20 Ultra.

Allerdings hatten die Farben der Zoom Kamera bei mir einen leichten Grünstich. Ich kann Euch hier leider nicht sagen ob ich ein Montagsmodell erwischt habe oder ob dies normal ist.

 

Benchmarks

Im P40 Pro steckt der HiSilicon Kirin 990 5G SoC. HiSilicon ist bekanntlich eine Tochterfirma von Huawei, welche Ihre Chips bei TSMC fertigen lässt.

So ist der HiSilicon Kirin 990 ein 7nm Chip mit 8 Kernen. Dieser Chip vereint 2x 2,86GHz Cortex-A76 + 2x 2,36GHz Cortex-A76 + 4x 1,95GHz Cortex-A55 Kerne, welche je nach Eurer Nutzung aktiviert werden. Gepaart wird der Kirin 990 mit 8GB RAM und 256GB Speicher.

Schauen wir uns diese Kombination einmal in ein paar Benchmarks an.

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In der Praxis

Huaweis Benutzeroberfläche ist zwar optisch durchaus Geschmackssache, aber was die Performance angeht gibt es überhaupt nichts zu beklagen! Der P40 Pro läuft absolut perfekt! Auch dank des 90Hz Displays wirken Animationen butterweich! Apps starten zudem in Rekordzeit und laufen auch generell hervorragend! Dies gilt selbst für Spiele.

Huawei P40 Pro Test Review 15Auch die WLAN Verbindung ist 1A, was sich positiv auf die Downloadzeiten von Apps usw. auswirkt. Ebenfalls positiv überrascht bin ich vom Fingerabdruckscanner unter dem Display. Dieser ist signifikant schneller als z.B. beim S20 Ultra.

 

Der Akku

Das P40 Pro verfügt über einen 4200mAh Akku. Dies ist nicht klein, aber auch nicht absolut riesig für ein Flaggschiff Smartphone im Jahr 2020. Allerdings fast noch wichtiger als die reine Kapazität des Akkus ist die Energieeffizienz des Smartphones und die diversen Software Optimierungen.

Die Software beim P40 Pro ist auch sehr gut und aggressiv optimiert. Daher ist die Standby-Zeit sehr hoch! Allerdings werden Apps die im Hintergrund laufen oftmals etwas eingeschränkt.

Wie sieht es aber bei einer aktiven Nutzung aus?

In der Praxis könnt Ihr bei einer gemischten Nutzung aus Webbrowsen, Social Media und Video schauen mit einer Laufzeit von +-7-8 Stunden rechnen. Kein schlechter Wert! Allerdings auch keine absolute spitzen Leistung.

Ich würde sagen in der Praxis ist die Akkulaufzeit des P40 Pro leicht überdurchschnittlich für ein Flaggschiff Smartphone.

 

Fazit

Das Huawei P40 Pro ist ein Problem-Smartphone. Wäre die ganze Google, Trump, USA Geschichte nicht, wäre das P40 Pro ein absoluter Kracher. Aktuell ist das P40 Pro für rund 800€ zu bekommen, was weniger ist als ein OnePlus 8 Pro oder das leicht schlechtere Xiaomi Mi 10 Pro.

Huawei P40 Pro Test Review 7So kann das Huawei fast auf ganzer Fläche überzeugen! Die Haptik und Optik ist 1A und steht Samsung und Apple nichts nach. Auch das Display ist schön und ausreichend hell für eine gute Ablesbarkeit im Freien. Der Akku ist zwar nicht gigantisch, hält aber aufgrund der guten Optimierung mehr als ausreichend lange.

Das Wichtigste ist aber die Kamera. Zwar ist der von Huawei gewählte Bildstyle nicht immer mein absoluter Favorit, aber gerade die Hauptkamera ist technisch ein absoluter Kracher! Dies kann diese vor allem im Low Light auch zeigen. Das P40 Pro kann hier glatt auf einen „Nachtmodus“ verzichten, da die Kamera so viel Licht von Natur aus einfängt. Auch die Weitwinkel-Kamera ist absolute Weltklasse. Prinzipiell gilt dies auch für die Zoom Kamera, welche bei der Schärfe sogar noch knapp über dem S20 Ultra liegt, bei mir aber mit einem Farbstich zu kämpfen hatte.

Huawei P40 Pro Test Review 8Auch was die Performance angeht, gibt es nichts zu beklagen. Gerade der Fingerabdruckscanner arbeitet schön flott! Hier könnte sich das S20 Ultra ein Vorbild nehmen.

Also ja für 750€ wäre das P40 Pro unter normalen Umständen ein absoluter Kracher! Die fehlenden Google Apps sind aber natürlich für viele ein NoGo. Idealo hat hier eine schöne Grafik mit der Nachfrage nach 2 Monaten.

Huawei P40 Preisverfall IdealoHuawei P40 Nachfrage Vergleich Idealo

Dies bestätigt leider meinen Eindruck etwas. Für den „Normalo“ ist das P40 Pro leider nur schwer zu empfehlen. Ja der Huawei eigene App Store ist nicht schlecht, aber es fehlt schon noch einiges. Es ist auch selbstverständlich möglich Google Apps per Hand nachzuinstallieren, dies ist aber nur etwas für Profis.

Seid Ihr genau so ein Profi und habt keine Probleme mit dem fehlenden Google Play Store bzw. mit dem Nachinstallieren von diesem, dann ist das Huawei P40 Pro vielleicht ein kleiner „Geheimtipp“. Wann hat mal ein Huawei Flaggschiff (das auch noch gut ist) weniger gekostet als ein Xiaomi oder OnePlus Smartphone?

Test: Dell XPS 13 9300, schicker, kleiner und besser?

Ich bin seit vielen Jahren ein großer Fan der Dell XPS Serie. Dell hat es hier geschafft ein modernes Design, mit hoher Leistung und einer gewissen Alltagstauglichkeit zu vereinen.

Daher war ich natürlich sehr gespannt als Dell das XPS 13 9300 angekündigt hatte. Dieses stellt ein größeres Refresh des bekannten XPS Designs dar. So ist das meine XPS 13 nochmals kleiner, dünner und hat sogar ein größeres Display als zuvor.

Dell Xps 13 9300 Test 14Klingt doch gut! Aber ist das XPS 13 9300 wirklich so gut und wo hat Dell Abstriche gemacht? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Dell welche mir das XPS 13 für diesen Test ausgeliehen haben.

 

Das Dell XPS 13 9300 im Test

Auf den ersten Blick ist sich Dell beim XPS 13 treu geblieben, was das Design betrifft. Doch auf dem zweiten Blick ist klar ersichtlich dass das Upgrade beim XPS 13 9300 größer ist als ursprünglich erwartet.

Dell Xps 13 9300 Test 1Zwar war die XPS 13 Serie immer extrem kompakt, aber mit 296 x 199 x 14,8 mm ist das neue XPS 13 nochmals ein gutes Stück kleiner! So sind alle Displayrahmen nochmals etwas geschrumpft und wir können von einem noch vollflächigeren Display sprechen als jemals zuvor. Das Gewicht bleibt mit 1,2KG angenehm niedrig.

Dell Xps 13 9300 Test 7Bei der Verarbeitung hat sich etwas verändert. Dell setzt nach wie vor auf einen Aluminium Deckel + Unterseite aber Carbonfaser im inneren. Beim XPS 13 9300 zieht sich aber die Aluminium Unterseite über die Ränder. Geschlossen sieht das XPS 13 9300 fast wie ein 100% Aluminium Notebook aus.

Im inneren ist aber weiterhin die deutlich angenehmere Handballenauflage aus Carbonfaser. Ja bei der Nutzung ist diese wirklich angenehmer als ein reines Aluminium Notebook. Ebenso sind die Kanten etwas weicher und drücken nicht so auf den Unterarm.

Dell Xps 13 9300 Test 9Allerdings ist die Portausstattung des XPS 13 9300 noch etwas minimalistischer als sie früher schon war. Auf der linken Seite des Notebooks findet sich ein Thunderbolt 3 USB C Port und der microSD Kartenleser. Auf der rechten Seite ist ein weiterer Thunderbolt 3 USB C Port und der 3,5mm Kopfhörer Anschluss, das wars. Selbst die Lautsprecher sind von den Seiten auf die Unterseite des Notebooks gewandert.

Dell Xps 13 9300 Test 3Geladen wird das XPS weiterhin via USB C mit einem schön kompakten 45W Netzteil.

Im Inneren wurde ich vom Scharnier etwas überrascht. Dieses fühlt sich sehr weich an und lässt sich einhändig öffnen, klasse! Des Weiteren wurde die Tastatur und das Trackpad vergrößert.

 

Die Tastatur und Trackpad

Ich nutze seit einigen Jahren Dell XPS Notebooks, auch weil ich die Tastatur sehr schätze! Daher war ich fast schon etwas überrascht und besorgt, dass Dell die Tastatur des XPS 13 9300 deutlich überarbeitet hat.

Zunächst ist die Tastatur größer geworden und reicht bis an die Ränder des Notebooks. Dafür wurden alle Tasten etwas verbreitert. So misst eine normale Taste beim XPS 13 9300 16,4 mm und 15,5 mm beim alten XPS 13.

Dell Xps 13 9300 Test 16Des Weiteren wurde der Hub der Tasten reduziert, vermutlich für die flachere Bauform. Die Tastatur fühlt sich nun fast eher wie ein Type Cover eines Tablets an. Ja wir haben immer noch mehr Hub als bei den Apple MacBooks mit der furchtbaren Butterfly Tastatur, aber das Tippen fühlt sich deutlich flacher an als bei 95% aller Notebooks.

Die Tasten haben weiterhin einen sehr schönen und knackigen Druckpunkt, aber der Anschlag gefällt mir nicht so gut. Schlecht ist aber die Tastatur des XPS 13 9300 auch bei Weitem nicht!

Sehr gut ist sogar das Trackpad! Diese ist wie auch die Tastatur deutlich vergrößert und zählt zu den besten Trackpads die Ihr im Windows Universum finden könnt.

 

Lautsprecher

Die Lautsprecher des XPS 13 9300 haben mich positiv überrascht! Das Notebook klingt für einen 13 Zöller erfreulich groß und lebendig. Nein wirklich viel Bass kommt aus dem XPS 13 9300 nicht, aber Musik und Filmen klingen völlig akzeptabel. Zudem sind die Lautsprecher sehr laut! Auf voller Power beginnt das XPS 13 sogar leicht zu vibrieren.

Zwar sind die Lautsprecher auf der seitlichen Unterseite angebracht, aber selbst auf dem Schoß klingen die Lautsprecher immer noch gut. Dies liegt vermutlich an den vergleichsweise großen Ausschnitten für die Lautsprecher, welche sich nicht so leicht ausversehen verdecken kann.

Nein das neue XPS 13 ist nicht auf dem Level der Apple MacBook Pros was die Lautsprecher angeht, schlägt aber das alte XPS 13 und auch das XPS 15 deutlich.

 

Das Display

Das Dell XPS 13 9300 hat ein 16:10 Display mit 13,4 Zoll. Ein ungewöhnlicher Formfaktor, welcher aber bei der Produktivität durchaus Vorzüge hat. So setzt beispielsweise Apple schon immer auf 16:10 anstelle auf 16:9.

Wie bei Dell üblich gibt es das XPS 13 9300 mit zwei unterschiedlichen Display-Optionen, 1920 x 1.200 ohne Touch oder 3840 x 2400 mit Touch. Prinzipiell gibt es hier keine schlechte Wahl! Beide Displayoptionen sind sehr gut und besitzen laut Dell mit 500 cd/m² eine sehr hohe Helligkeit.

Das Full HD Panel wird Euch erfahrungsgemäß eine bessere Akkulaufzeit bieten, das 4K Panel sieht besser aus. Nutzt Ihr das Notebook primär portabel und könnt auf Touch verzichten, dann würde ich zum Full HD Panel greifen. Macht Ihr viel Foto/Videobearbeitung, dann ist das 4K Panel zu bevorzugen.

Privat würde ich vermutlich die Version mit Full HD nehmen, allerdings hat Dell mir für diesen Test das große XPS 13 9300 zukommen lassen, mit 4K. Und ja das 4K Panel sieht gut aus! Dieses ist subjektiv unheimlich klar und brillant, mit guten Farben und generell einem harmonischen Bild.

Grundsätzlich wird dieser positive Eindruck auch von den Messwerten bestätigt. So erreicht das Display 92% SRGB und 71% AdobeRGB Abdeckung. Der Kontrast liegt bei starken 1:1160.

FarbraumLediglich die 500cd/m² kann ich nicht bestätigen! Ich konnte hier lediglich 297cd/m² messen!

 

Die Leistung

Dell bietet das XPS 13 9300 aktuell wahlweise mit dem i5-1035G1 oder i7-1065G7 von Intel an. Bei beiden Chips handelt es sich um vier-Kerner die im 10nm Format gefertigt sind.

Dell Xps 13 9300 Test 18Der i5-1035G1 ist allerdings mit 1GHz bzw. bis zu 3,6GHz ein Stück niedriger getaktet als der i7-1065G7 mit seinen 1,3GHz bzw. 3,9GHz. Des Weiteren verfügt der i5 nur über die ältere Intel UHD Grafikeinheit, der i7 über die neuere Intel Iris Plus. Letztere ist sicherlich auch nicht rasant aber gute 30-40% schneller.

Sprechen wir an dieser Stelle über den CPU Takt. Hier gibt es drei wichtige Werte. Zunächst haben beide verfügbaren CPUs einen Basis-Takt der vergleichsweise niedrig ist, mit 1GHz bzw. 1,3GHz.

Allerdings können die Chips bis zu 3,6GHz bzw. 3,9GHz erreichen. Wie hoch der Takt in der Praxis liegt hängt von zwei Faktoren ab, Temperatur und Leistungsaufnahme. Erreicht die CPU 100 Grad drosselt diese sich herunter. Selbiges tut diese beim Erreichen der festgelegten maximalen Leistungsaufnahme. Die maximale Leistungsaufnahme kann bei 15W oder 25W liegen.

Es gibt also Notebooks mit i7-1065G7 die schneller sind als andere Notebooks mit der gleichen CPU, je nachdem welche maximale Leistungsaufnahme der Hersteller eingestellt hat.

Dell hat früher bei den XPS Modellen immer die höhere TDP gewählt. Das XPS 13 9300 setzt allerdings auf die niedrigere TDP von 15W!

Schauen wir uns zunächst einmal ein paar Benchmarks an.

Cinebench R15 Xps 13 9300Dell Xps 13 9300 3dmarkPc Mark Dell Xps 13 9300Cinebench 20 Xps 13 9300Die Benchmarks des XPS 13 9300 sehen auf dem ersten Blick sehr gut aus! Dieses kann das HP Spectre x360 13 mit der gleichen CPU konstant schlagen, genau wie auch ältere XPS 13 Modelle. Allerdings in einem kleinen Praxis-Test bei welchem ich ein 4K Video in ein anderes Format umwandle sehen wir doch ein paar Schwächen.

Xps 13 HandbreakeSo brauchte hier das XPS 13 9300 hier 51,2 Minuten, das HP Spectre x360 13 ebenfalls mit i7-1065G7 55 Minuten aber das ältere XPS 13 9380 mit i7-8565U nur 45,2 Minuten. Ganz blöd gesagt ist also der i7-8565U mit 25W einen Hauch schneller als der i7-1065G7 mit 15W.

Schade, dass Dell hier etwas Performance zugunsten des schlankeren Designs geopfert hat. Mit 25W TDP wäre das XPS 13 9300 ein absolutes Leistungsmonster!  Allerdings auch so ist das Notebook wirklich nicht als langsam zu bezeichnen.

Auf Seiten der SSD habt Ihr die Wahl zwischen 512GB und 1024GB. Erstaunlicherweise bietet Dell keine 2TB SSD an. Da Dell aber auf ein normales M.2 Modul setzt könntet Ihr eine größere SSD nachrüsten, wenn Ihr wolltet.

In meinem XPS 13 9300 war eine 1024GB Western Digital PC SN730 NVMe SSD verbaut.

Dell Xps 13 SsdMit rund 3376MB/s lesend und 3081MB/s schreibend erreicht diese knapp das maximale Tempo einer PCIe 3.0 SSD. Rein aus sicht der Performance macht ein Upgrade auf ein anderes Modell also keinen Sinn. Dell hat hier schon das Bestmögliche gewählt.

 

Takt, Temperatur und Lautstärke

Schauen wir uns einmal den Takt des Dell XPS 13 9300 unter 100% Volllast an. Diese Werte wurden während des Umwandelns eines 4K Videos mitgeschrieben.

Cpu Takt VolllastZunächst steigt der CPU Takt auf rund 2700-2800mHz an ehe dieser nach einer Weile auf rund 2GHz absackt und dort auch verweilt. Dies liegt am CPU PowerLimit.

Cpu Takt Volllast TemperaturDieses sehen wir auch bei den Temperaturen. Diese steigen während des anfänglichen Boosts auf rund 95-100 Grad an und sinken dann auf absolut unproblematische 70-74 ab.

Dabei bleibt das XPS 13 weitestgehend komplett leise! Im Leerlauf ist dieses nicht zu hören. Erst unter Volllast drehen die Lüfter hörbar hoch, aber selbst dann ist das Notebook nicht übermäßig laut.

 

Der Akku

Im XPS 13 9300 steckt wie schon im Vorgänger ein 52Wh Akku. Dies ist für ein Notebook dieser Klasse keine schlechte Kapazität, aber auch nicht übermäßig großzügig.

Die praktische Laufzeit hängt ein gutes Stück von Eurer Nutzung und dem gewählten Display ab! So könnt Ihr beim Model mit Full HD Panel mit einer bis zu 30-40% höheren Laufzeit im Office/Video-Betrieb rechnen.

Ich konnte bei einer Video Wiedergabe bei meine 4K Modell ca. 7,5 Stunden erreichen. Bei einer reinen Office Nutzung waren ca. 8,5 Stunden möglich. Dies mit WLAN und 50% Displayhelligkeit.

Ihr könnt im Energiesparmodus und minimaler Helligkeit auch sicherlich die 10 Stunden Marke knacken, aber in der Praxis rechnet mit 7-8 Stunden.

 

Fazit

Das Dell XPS 13 9300 ist ein absolut vorbildliches Windows Notebook, welches es mit allen UltraBooks der 13 Zoll Klasse aufnehmen kann, auch dem MacBook Pro 13.

Das Wichtigste ist hier zunächst das Äußere. Für einen 13 Zöller ist das XPS 13 sehr schön kompakt und handlich. Ja es gibt hier und da noch leichtere 13 Zöller, dafür wirkt aber das XPS schön robust und massiv gebaut. Dabei ist das XPS aber kein „Show-Notebook“ welches nur schick ist, sondern wir haben hier durchaus ein kleines Arbeitstier vor uns.

Dell Xps 13 9300 Test 12So ist die Handballen-Auflage deutlich angenehmer als bei den MacBooks und das Display dank des 16:10 Formats größer als bei den meisten anderen 13 Zöllnern. Zwar hat Dell den Hub der Tastatur etwas reduziert, diese gehört aber immer noch zu den besseren die Ihr in einem Notebook finden könnt. Selbiges gilt auch für das Trackpad und die sehr guten Lautsprecher.

Grundsätzlich gefällt mir auch das 4K Display des XPS sehr gut! Es ist scharf, klar und kontrastreich. Allerdings konnte dieses im Test nicht die von Dell beworbenen 500cd/m² erreichen! Ich würde Euch für eine gute Outdoor-Nutzung und bessere Akkulaufzeit eher zum Full HD Panel raten. Klasse sieht das 4K Display aber ohne Frage aus!

Wo wir aber leichte Kompromisse sehen ist bei der Leistung. So ist der i7-1065G7 ohne Frage flott unterwegs, aber Dell setzt nur auf eine TDP von 15W. Ältere XPS Maschinen nutzten eine TDP von 25W, so ist ein altes XPS 13 mit i7-8565U genauso schnell bzw. sogar bei konstanter Last minimal schneller! Immerhin knackt das Notebook dafür die 8 Stunden Marke was die Akkulaufzeit betrifft.

Kurzum ja ich kann das XPS 13 9300 voll empfehlen wenn Ihr ein schickes, kompaktes Arbeitstier sucht. Die reduzierte TDP ist zwar etwas schade, aber das Notebook ist weiterhin selbst für leichte Video-Bearbeitung voll zu gebrauchen. Zumal das Display, die Akkulaufzeit, die Eingabegeräte und die Lautsprecher absolut top sind.

Dell Xps 13 9300

Die CHERRY DW 9000 SLIM im Test, eine Design starke Office Tastatur

Wenn wir uns Tastaturen auf Techtest.org ansehen sind dies meist große und teure mechanische Tastaturen. Schön und gut, aber nicht jeder möchte solch eine große Tastatur auf dem Schreibtisch oder Arbeitsplatz. Zudem ist natürlich auch das Tippen auf einer mechanischen Tastatur Geschmackssache. Mittlerweile habe ich mich auch eher an etwas flachere Notebook Tastaturen gewöhnt, welche zudem auch noch leiser sind.

Cherry Dw 9000 Slim Im Test 11Hier bietet CHERRY mit dem DW 9000 SLIM auf den ersten Blick ein sehr spannendes Set an, gerade für den Arbeitsplatz! Die CHERRY DW 9000 SLIM ist ein 2 in 1 Tastatur und Maus-Set das einen hohen Wert auf Design und Schreibkomfort legt.

Zudem können wir bei CHERRY natürlich auch einen gewissen Qualitätsanspruch hegen. Nicht zuletzt da dieses Set mit 80€ auch nicht zu den günstigsten gehört.

Von daher schauen wir uns das CHERRY DW 9000 SLIM Set doch einmal im Test an!

An dieser Stelle vielen Dank an CHERRY für das Zurverfügungstellen des DW 9000 SLIM Sets.

 

Die CHERRY DW 9000 SLIM im Test

CHERRY hat bei der DW 9000 SLIM besonderen Wert auf das Design und die Kompaktheit gelegt. So ist die Tastatur mit 44 x 13 cm kaum größer als das eigentliche Tastenfeld. Auch die Dicke fällt mit 1,13 cm sehr gering aus.

Cherry Dw 9000 Slim Im Test 1Dies sagt aber natürlich auch etwas über die Tastatur aus. So haben wir hier keine reguläre Tastatur geschweige denn ein mechanisches Modell. Ich würde die DW 9000 SLIM als „Notebook-Tastatur“ bezeichnen. Diese setzt also auf recht flache aber breite Tasten im Chiclet Style. Wie üblich ist dies etwas Geschmackssache, mir gefällt es aber!

Farblich habt Ihr die Wahl zwischen weiß/silber und schwarz/bronze. Beide Farbkombinationen haben etwas. Dabei ist weiß/schwarz die jeweilige Primärfarbe und silber/bronze sind kleinere Akzente um die Taste und die Rückseite des Tastaturdecks.

Cherry Dw 9000 Slim Im Test 6Leider ist das komplette Tastaturdeck aus Kunststoff gefertigt. Allerdings wirkt der verwendete Kunststoff ausreichend wertig. Zwar lässt sich die Tastatur etwas verwinden, aber die DW 9000 SLIM wirkt auch nicht billig. Laut CHERRY befindet sich im Inneren auch eine Metallplatte, welche für die gute Grundstabilität sorgt.

Was ich etwas vermisse sind Füße zum Hochklappen der Tastatur. Schade das auf solch eine Ergonomie Option verzichtet wurde.

Cherry Dw 9000 Slim Im Test 10Ihr könnt die DW 9000 SLIM wahlweise über den beiliegenden Funkempfänger (mit AES-128 Verschlüsselung) mit Eurem PC verbinden oder über Bluetooth. Hierfür findet sich ein kleiner Schalter auf der Rückseite. Dort findet sich auch der microUSB Ladeport für den integrierten Akku.

Wie lange der Akku hält kann ich Euch leider noch nicht sagen. „Lange“ ist aber wohl die richtige Antwort, wie sprechen hier von einigen Wochen wenn nicht sogar Monaten.

Cherry Dw 9000 Slim Im Test 8Neben der Tastatur findet sich auch eine Maus im Set der CHERRY DW 9000 SLIM. Die Maus nutzt den gleichen Funkempfänger wie auch die Tastatur und kann auf Wunsch auch via Bluetooth angebunden werden.

Cherry Dw 9000 Slim Im Test 2Ähnlich wie auch die Tastatur ist die Maus sehr edel und kompakt gestaltet. Für meine etwas größeren Hände ist die Maus allerdings vielleicht etwas klein. Diese misst in der Länge 9,84 cm, ist also keine mini Maus, aber auch kein voll ausgewachsener Nager.

Auch die Maus verfügt über einen integrierten Akku der via microUSB geladen wird.

 

Layout und Tastenanschlag

Wie von CHERRY zu erwarten ist halten diese sich bei der DW 9000 SLIM ziemlich genau an das übliche QWERTZ Layout.

Ihr habt also eine kurze Shift Taste, eine lange Feststelltaste, große Enter-Taste usw. Ich konnte lediglich eine Abweichung von Standard erkennen. So findet sich eine zweite Zurück-Taste oberhalb des „-„ beim Nummernblock.

Cherry Dw 9000 Slim Im Test 14Dies wären auch die einzigen Kuriositäten die mir aufgefallen sind. Vielleicht sind die Tasten etwas dichter beieinander, dies würde ich aber nicht als Nachteil einstufen. Ich war recht schnell sehr sicher was das Tippen angeht.

Müsste ich noch etwas verbessern, dann wären es die F Tasten. Gerade die beiden Funktionstasten (Webbrowser öffnen und Computer sperren) sind ohne Unterbrechung an die F Tasten angereiht. Keine große Sache, aber eine leichte Abgrenzung hätte ich hier nicht schlecht gefunden.

Was die Taster angeht, spricht CHERRY von „hochwertiger Scherenmechanik mit geringem Tastenhub“. Ja ich denke dies fasst es ganz gut zusammen!  Sofern ich mich nicht vermessen habe liegt der Hub bei rund 1,7mm, was angenehm ist. Dies entspricht bzw. ist minimal größer als bei den meisten modernen Notebooks.

Cherry Dw 9000 Slim Im Test 15Der Druckpunkt der Tasten ist recht straff und der Anschlag fest. Der doch sehr straffe Druckpunkt hat bei mir zunächst etwas Gewöhnung erfordert. War dann aber nicht unangenehm!

Generell würde ich also das Tippgefühl als gut einstufen! Die Tastatur wirkt wertig und auch das Layout ist nicht störend.

Probleme mit der Funkverbindung oder einem Verschlucken von Tasteneingaben hatte ich keine.

 

Die Maus

Auf den ersten Blick hatte ich die Maus der CHERRY DW 9000 SLIM als recht klein empfunden. Aber nach einer Weile der Nutzung bin ich aber sehr zufrieden mit der Form der Maus! Nein dies ist keine Logitech MX Master, aber für eine normale Nutzung passt die Form und auch die Größe.

Cherry Dw 9000 Slim Im Test 18Auf Seiten des Sensors gibt es einen recht generischen 1600 DPI optischen Sensor. Die DPI Stufe, also effektiv wie schnell sich die Maus bewegt, lässt sich über eine Taste hinter dem Mausrad einstellen. Das Tracking der Maus würde ich als Okay einstufen. Für Office Anwendungen ist das völlig ausreichend, aber beispielsweise zum Gaming taugt diese nicht. Teurere Mäuse tracken aber schon noch merklich schneller und auch etwas präziser, aber für ein 80€ Set geht das völlig in Ordnung.

Sehr angenehm fand ich die Maustasten. Diese besitzen einen sehr schönen aber auch nicht übermäßig lauten Klick.

Was mir aber an der CHERRY Maus nicht gefiel war das Mausrad! Dieses war etwas quietschig und schwergängig. Nein das Mausrad ist kein Totalausfall, aber für sehr lange Excel Tabellen gibt es angenehmere Mäuse.

Verbindungsprobleme oder Ähnliches hatte ich keine.

 

Software und Bonusfeature

Neben den üblichen Tasten besitzt die CHERRY DW 9000 SLIM auch einige Zusatztasten. Hierzu zählt eine Taste um auf die Schnelle den Webbrowser oder den Taschenrechner aufzurufen, wie auch Tasten für die Lautstärkensteuerung usw.

Cherry Keys 2Cherry KeysDiese Tasten könnt Ihr über die CHERRY „KEYS“ Anwendung auch noch auf die persönlichen Bedürfnisse anpassen. So könnt Ihr alle Bonus-Tasten wie auch die F Tasten mit dem Ausführen von Programmen, Makros, Multimedia Funktionen oder sogar dem Ausgeben von Textbausteinen belegen.

 

Fazit

Wenn Ihr nach einer einfachen, kompakten aber guten Tastatur + Maus sucht, dann ist das CHERRY DW 9000 SLIM Set durchaus als sehr attraktiv zu bezeichnen! Gerade dann wenn Ihr das Set im beruflichen Umfeld nutzen wollt, wo auch Dinge wie eine Verschlüsselung der Funkverbindung wichtig sind.

Gerade die Tastatur kann mit einem guten Layout und einem wertigen Druckgefühl punkten. Selbstverständlich ist das Tippgefühl auf flachen Chiclet Style Tastaturen immer etwas Geschmackssache, aber ich bevorzuge dieses mittlerweile zum Arbeiten sogar.

Cherry Dw 9000 Slim Im Test 19Ein großer Pluspunkt ist sicherlich auch das Design. Dieses ist schick aber sehr minimalistisch. So nimmt die CHERRY DW 9000 SLIM Set angenehm wenig Platz auf dem Schreibtisch ein. Auch die beiliegende Maus ist nicht schlecht! Sicherlich ist das Tracking nicht auf dem Level einer High End Gaming Maus, aber im Office Bereich wird dies nicht stören.

Wenn ich einen Kritikpunkt am CHERRY DW 9000 SLIM Set hätte, dann wäre es das Mausrad. Dieses ist wirklich nicht das beste. Arbeitet Ihr mit sehr vielen und langen Tabellen, dann würde ich mir eventuell sogar eine andere Maus suchen. Vielleicht bin ich hier aber auch nur etwas verwöhnt.

80€ für das Set klingen im ersten Moment sicherlich nicht wie ein Schnäppchen, allerdings geht der Preis völlig in Ordnung! Ihr bekommt schließlich eine Funk-Tastatur und Maus, für welche man alleine auch problemlos 80€ auf den Tisch legen kann.

Die Blink Mini im Test, günstig aber auch gut?

Blink gehört zu den absoluten Geheimtipps wenn es um kabellose Überwachungskameras geht. Die Blink XT2 bietet eine tolle Akkulaufzeit, gute Bewegungserkennung und ein kostenfreies Cloud Abo zu einem fairen einmaligen Preis. Allerdings abseits der XT2 hatte Blink keine weiteren Modelle im Sortiment.

Blink Mini Im Test 6Dies hat sich nun mit der Blink Mini geändert! War die XT2 kabellos und für den Außenbereich gedacht ist die neue Blink Mini eine kabelgebundene Indoor Überwachungskamera.

Das Erste was für die Blink Mini dabei spricht ist aber der Preis. 39,99€ ist wirklich ein faires Angebot auf den ersten Blick. Aber kann die Blink Mini wirklich halten was sie verspricht? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Blink Mini im Test

Der „Mini“ Zusatz im Namen der Überwachungskamera kommt nicht von ungefähr! So ist die Blink Mini ohne Standfuß gerade einmal 48,8 x 48,8 x 34,4mm groß.

Blink Mini Im Test 1Ideal für eine Innen-Überwachungskamera, von der man in der Regel nicht will, dass diese übermäßig auffällig ist. Dabei besteht das Gehäuse der Kamera aus einem weißen Hochglanz Kunststoff. Lediglich die Front mit der Linse und der IR-LEDs ist aus schwarzem Kunststoff.

Blink Mini Im Test 2Über Tasten oder Ähnliches verfügt die Blink Mini nicht! Neben der Linse findet sich lediglich eine Lautsprecheröffnung auf der Oberseite.

Auf der Unterseite ist ein Steckplatz für ein kleines Kugelkopf „Stativ“ das auch mit im Lieferumfang liegt. Dieses erlaubt eine sehr flexible Positionierung und Ausrichtung der Überwachungskamera. Ihr könnt diese auch an einer Wand verschrauben, wenn Ihr wollt.

Blink Mini Im Test 3Die Energieversorgung geschieht über ein einfaches USB Netzteil.

 

Einrichtung und App

Die Einrichtung der Blink Mini funktioniert ausgesprochen Einfach. Ladet Euch zunächst die Blink App herunter. In dieser müsst Ihr Euch registrieren. Hier sind die üblichen Daten (eMail-Adresse, Passwort) nötig.

Screenshot 20200513 164345 BlinkScreenshot 20200513 164311 Blink

Wählt anschließend das kleine Plus in der Ecke und scannt den QR Code auf der Kamera ein. Den Rest macht die App unter Android von alleine! Bennent die Kamera anschließend und Ihr seid Fertig eingerichtet.

Die Blink App ist sehr einfach aufgebaut! Auf der Startseite findet Ihr eine große Übersicht über alle verbundenen Kameras inklusive einer Vorschau. Tippt Ihr auf das Kamera-Icon in der Ecke landet Ihr im Live-Bild. Hier könnt Ihr eine manuelle Aufzeichnung starten und/oder die 2-Wege Kommunikation einleiten.

Screenshot 20200514 120206 BlinkScreenshot 20200514 120215 Blink

Je nach Internetverbindung, Signalstärke usw. dauert das Laden des Live-Bilds ca. 3-4 Stunden, was okay ist.

Wahnsinnig viele Einstellungsmöglichkeiten bietet Euch die App nicht. Ob dies nun positiv oder negativ ist, ist Geschmackssache. Ihr könnt die Intensivität der Bewegungserkennung verändern, Bereiche aus der Bewegungserkennung ausklammern usw.

Generell funktioniert die Bewegungserkennung gut bis sehr gut, aber es gibt keine großen Smart-Feature, wie Gesichtserkennung usw.

 

Cloud Abo?!

Blink Überwachungskameras bieten ausschließlich eine Speicherung von Aufnahmen in der Cloud. Dies ist durchaus ein Punkt über den man streiten kann, allerdings war diese Speicherung immer kostenfrei und unproblematisch. Daher habe ich hier ein Auge zugedrückt.

Mit der Blink Mini ändert sich dies? Aktuell gibt es aber wohl KEIN Abo. Amazon selbst sagt „Die Blink Mini umfasst einen kostenlosen Gratiszeitraum für Blink-Abonnements bis zum 31. März 2021.“Screenshot 20200513 164620 Blink

Ich konnte in der App nicht mal die Option für ein kostenpflichtiges Abo finden. Dieses ist also anscheinend noch nicht mal integriert, soll aber noch kommen. In der zwischen Zeit gibt es halt ein Gratis-Jahr.

Spannenderweise habe ich als „Bestandskunde“ ein Popup bekommen das mir mitteilte mein Abo sei dauerhaft kostenfrei! Habt Ihr also eine Blink XT / XT2 müsst Ihr Euch um das Abo keine Sorgen machen, die Blink Mini läuft im kostenfreien Speicher der anderen Kameras mit.

Hier dazu ein Zitat von Blink „Bestandskunden, die eine Blink XT2 Kamera schon vor Ankündigung der Blink Mini mit ihrem Konto verknüpft hatten, können ihre Blink Mini Kamera ihrem bestehenden Konto hinzufügen und den kostenfreien Cloud-Speicher nutzen. Hat ein Kunde eine Blink XT2 nach der Ankündigung der Blink Mini erworben, ist der Cloud-Speicher nur für die Blink XT2 kostenfrei, nicht für die Blink Mini.“

Habt Ihr noch keine „alte“ Blink Kamera und der kostenfreie Testzeitraum ist vorbei, dann kostet Euch die Blink mini 3€ im Monat oder 30€ im Jahr. Ohne dieses Abo könnt Ihr natürlich weiterhin die Live-Ansicht betrachten, aber keine Videos aufzeichnen.

Damit folgt Blink in den Fußstapfen von Nest und Ring, welche auch nur kostenpflichtige Abos anbieten.

 

Aufzeichnung und Bildqualität

Die Blink Mini zeichnet nur Videos auf wenn eine Bewegung erkannt wurde. Im kostenpflichtigen/kostenfreiem Abo könnt Ihr bis zu 7200 Sekunden Video in der Cloud Speichern, danach werden die ältesten Aufnahmen gelöscht. Dies klingt im ersten Moment wenig imposant, reicht aber in der Praxis durchaus aus.

Aktuell kann die Blink Mini ausschließlich in der Cloud Speichern! Es soll aber „Bald“ ein zusätzliches Modul erscheinen welches eine lokale Speicherung von Videos erlaubt.

Screenshot 20200514 120220 BlinkAufseiten der Kamera-Qualität bietet die Blink Mini die übliche Full HD Auflösung. Mehr Infos gibt uns Blink leider nicht. Der Blickwinkel scheint durchschnittlich weitwinklig, ich würde auf 90-100 Grad tippen.

Leider ist die Bildqualität eher als unterdurchschnittlich zu bezeichnen. Ja diese ist ausreichend, aber schön ist auch etwas anderes. Es ist eindeutig ersichtlich das wir hier in einer günstigeren Preisklasse unterwegs sind.

 

Fazit

Das Fazit zur Blink Mini fällt mir etwas schwer. Wäre die ganze Cloud Abo Geschichte nicht würde ich die Blink Mini mit gutem Gewissen empfehlen.

Nein diese besitzt nicht die meisten Features oder die beste Bildqualität, aber sie funktioniert zuverlässig und einfach. Zudem ist die Kamera mit 39€ wirklich nicht zu teuer. Ganz im Gegenteil, für 39€ ist die Kamera top!

Blink Mini Im Test 7Allerdings 30€ im Jahr an zusätzlichen Gebühren ist dann wieder so eine Sache. Effektiv kostet so die Kamera im ersten Jahr 69€ bzw. ab dem 2. Jahr 99€. Dies ist dann wiederum nicht mehr günstig. Hier gibt es bessere Optionen.

Habt Ihr allerdings eine Blink XT/XT2 und könnt somit die Blink Mini dauerhaft kostenfrei nutzen, sieht die Welt wieder völlig anders aus! Hier ist diese ein absoluter Top-Deal. Selbiges gilt wenn das neue Sync2 Modul mit lokaler Aufzeichnung auf den Markt kommt. Dieses kostet zwar auch 39€, kann sich aber auszahlen spätestens wenn Ihr mehrere Blink Minis habt.

Die Arbily G9 im Test, das Maximum an Bass ohne Rücksicht auf Verluste!

Mit aktuell rund 26€ gehören die Arbily G9 zu den günstigsten true Wireless Ohrhörern die Ihr auf Amazon finden könnt.

Arbily G9 Im Test 6Dabei sollen die Arbily G9 dennoch mit einer „Luxuriösen Lederbox“ und einem „HIFI-Stereoklang“ punkten. Gerade letzteres ist natürlich primär Marketing, oder etwa nicht? Finden wir dies im Test der Arbily G9 heraus!

 

Die Arbily G9 im Test

Das erste was bei den Arbily G9 auffällt, ist sicherlich die etwas ungewöhnliche Ladebox. Arbily setzt hier äußerlich auf Leder! Die Ladebox hat also eher die Optik eines kleinen Leder-Etuis.

Arbily G9 Im Test 1Leder ist dabei allerdings lediglich das äußere Material. Der Kern der Ladebox besteht aus einem einfachen Kunststoff. Qualitativ würde ich deshalb die Box als Okay, aber auch nicht überragend einstufen. Dabei ist die Optik und die Leder-Komponente klar als „Geschmackssache“ einzustufen.

Um die Ohrhörer zu erreichen müsst Ihr einfach nur den oberen Deckel aufklappen, welcher über Magnete gehalten wird.

Arbily G9 Im Test 3Im Inneren sind die Ohrhörer selbst. Diese setzen auf das „Steg-Design“, wie dieses durch die Apple AirPods populär gemacht wurde. Im Gegensatz zu den Apple AirPods besitzen die Arbily G9 aber Silikon-Ohraufsätze.

Gefertigt sind die Ohrhörer weitestgehend aus eine matten Kunststoff, welcher soweit ausreichend wertig anmutet. Lediglich eine kleine Fläche auf der Rückseite ist aus Hochglanz Kunststoff, unter welcher sich die Touch Tasten verbürgen.

Arbily G9 Im Test 5Ein/ausgeschaltet werden die Ohrhörer wie üblich durch das Einlegen oder Herausnehmen aus der Ladebox. Musik Pausieren, Fortsetzen usw. geschieht über ein Antippen der Rückseite.

Die Akkulaufzeit der Arbily G9 liegt bei 3-4 Stunden und die Ohrhörer können unterwegs bis zu 4x durch die Ladebox geladen werden. Dies sind „gängige“ Werte.

 

Tragekomfort

Die Arbily G9 sind zwar durchaus etwas größer, aber generell würde ich die Form der Ohrhörer als klassisch einstufen. So sind diese weder besonders dick noch besonders lang. Zudem ist der Ohrkanal leicht schräg gewinkelt, was für den Tragekomfort ideal ist.

Arbily G9 Im Test 7Daher überrascht es auch nicht, dass die G9 durchaus bequem sind! Der halt ist nicht super fest, aber ausreichend für leichteren Sport oder Bewegung.

 

Klang der Arbily G9

In der letzten Zeit hatte ich einige „Bass-Bomber“ Bluetooth Ohrhörer im Test, die Arbily G9 übertreffen diese aber alle!

Der Bass bei den Arbily G9 ist bis ans absolute Maximum angehoben! Hierbei machen die Ohrhörer auch keine Gefangene, der Bass überschattet so ziemlich alles. Dabei ist gerade der Tiefgang der Ohrhörer nicht schlecht, aber auch nicht absolut überragend. Hier sind die Arbily G9 dem Preis von unter 30€ mehr als angemessen.

Prinzipiell könnte der Bass einen Hauch knackiger sein. Ihr könnt schon merken, dass Arbily bei den G9 diesen etwas künstlich boostet und dies vielleicht ein wenig zu viel. Hier und da neigen die Ohrhörer zum Dröhnen. Ich will dies aber auch nicht überdramatisieren. Wollt Ihr einen extremen Bass in dieser Preisklasse ist dies vermutlich der Preis den Ihr zahlen müsst. Generell ist der Bass qualitativ völlig in Ordnung! Abseits, dass dieser was die Masse angeht bis ins bescheuerte angehoben ist.

Arbily G9 Im Test 11Die Mitten sind zunächst weitestgehend Okay. Gerade die unteren Mitten werden sehr gut dargestellt. Setzt allerdings der Beat ein gibt es kein Halten mehr und die Mitten und auch Höhen werden gnadenlos überschattet.

Die Höhen sind dabei nicht perfekt, aber ausreichend klar und sauber. Diese sind nicht matt oder dumpf. Hierdurch wirken die Arbily G9 auch nicht blechern! Die Höhen kommen nur einfach nicht gegen den Bass an.

Dies fällt zum Beispiel in „In You Eyes“ von Robin Schulz auf. Der recht ruhige Beginn des Songs klingt weitestgehend normal. Die Stimme der Sängerin wird vernünftig abgebildet. Setzt dann bei 1:20 der Beat ein, reißt der Bass aber den Song an sich. Der Beat ist absolut dominant und lässt viele Teile des Songs „untergehen“.

Auch bei „Reasons I Drink“ von Alanis Morissette sollte die Stimme der Sängerin im Vordergrund stehen, allerdings ist dies bei den Arbily G9 nicht der Fall. Hier ist das Schlagzeug klar im Vordergrund.

Allerdings gibt es auch Titel wo dies nicht stört z.B. „Witchcraft“ von Pendulum. Hier ist die Stimme eh im Hintergrund und der Beat im Vordergrund, was den Ohrhörern doch sehr liegt.

Hier noch abschließend die Frequenzkurve der Arbily G9:

Arbily G9 VergleichArbily G9Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert schon neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Die Arbily G9 sind sehr spezielle Ohrhörer die nicht jedem zu empfehlen sind! Dabei ist das äußere und auch die technische Seite tadellos. Klar die Ladebox mit Leder-Deckel ist etwas Geschmackssache, aber generell gut umgesetzt!

Arbily G9 Im Test 12Das Kontroverse ist die Klangsignatur. Die Arbily G9 sind Bass-Monster! Der Bass ist bis ans Limit und teils darüber hinaus hochgedreht. Dabei sind die Mitten und Höhen nicht generell schlecht, werden aber vollständig überschattet sobald der Beat losgeht. Selbst wenn Ihr etwas mehr Bass mögt sind die G9 schon hart am Limit.

Damit ich Euch die Arbily G9 empfehlen kann müsst Ihr wirklich das absolute Maximum an Bass suchen! Hier sind die G9 wirklich Eure beste Option in der +- 30€ Preisklasse.

Erfahrungsbericht Grover, Technik einfach mieten statt kaufen?

Grover wird dem ein oder anderen sicherlich schon einmal in Form von Werbung über den Weg gelaufen sein. Bei Grover handelt es sich um einen Verleihdienst für Technik.

Ihr könnt Euch also bei Grover neuste Smartphones, Audio-Produkte, Notebooks usw. ausleihen, für einen mehr oder weniger beliebigen Zeitraum. Klingt doch sehr interessant, gerade für Technik- Enthusiasten. Warum andauernd ein neues Smartphone kaufen, wenn dieses doch eh nach 6 Monaten schon wieder zum alten Eisen gehört? Einfach für 6 Monate das Smartphone mieten und danach gegen ein neues Modell tauschen.

Grover (1)Dies ist auch für mich ein spannender Service. Warum ein Smartphone nur für einen Test kaufen und dann mit großem Verlust verkaufen?

Kurzum ich habe Grover einmal ausprobiert, meine Erfahrungen lest Ihr in folgendem Bericht!

 

Infos und Transparenz

Wie Ihr vielleicht gesehen habt, hat mir Grover das Samsung Galaxy S20 für einen Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Im Zuge dieser Kommunikation hat Grover den Wunsch nach einem gesonderten Artikel geäußert. Grundsätzlich gerne, aber wenn wollte ich die volle „Grover Erfahrung“ und hierzu passt kein gesponsertes Testgerät. Ihr könnt Euch ja vorstellen, dass hier die Abwicklung besonders problemlos ist.

Kurzum für diesen Artikel habe ich mir zwei Geräte bei Grover über einen privaten Account ausgeliehen. Ich habe hierfür kein Geld bekommen, sondern gezahlt (welches ich auch nicht zurückgefordert habe!). Ebenso wenig habe ich Grover mitgeteilt wie der Account von mir heißt und was ich mir wann ausgeliehen habe. Eine Sonderbehandlung ist damit ausgeschlossen.

Auch werde ich versuchen diesen Artikel so neutral wie möglich zu halten.

 

Die Bestellung und Lieferung

Ich habe bei Grover ein Samsung Galaxy A51 128GB und die Jabra Elite 85h ausgeliehen. Beide Geräte wurden mit „Lieferung 3–7 Werktage“ beworben.

Beim Leihen der Geräte müsst Ihr die gleichen Daten angeben wie bei jedem Online Shop. Name, Mailadresse, Adresse usw. Allerdings müsst Ihr auch eine Handy-Nummer angeben, die über einen zugesandten Code verifiziert wird!

Grover (11)Als Zahlungsmöglichkeiten bietet Grover lediglich Paypal und Kreditkarte an. Schade, dass es keinen Bankeinzug optional gibt. Ich habe für meine Bestellung Paypal gewählt und lasst uns ehrlich sein 95% aller potenziellen Kunden werden auch Paypal nutzen .

Nach dem Aufgeben der Bestellung gehen die Geräte nicht direkt in den Versand! Eure Bestellung durchläuft zunächst einer Prüfung, vermutlich ob Ihr nicht auf irgendwelchen Black-Listen steht. Auf Nachfrage wurde mir von Grover mitgeteilt, dass es eine einfache Bonitätsprüfung gibt, welche aber weniger intensiv ist als bei einer regulären Kreditprüfung. Dazu wird eine interne Betrugsprüfung durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Miete nicht mit gestohlenen Daten durchgeführt wird.

Grover (16)Die JABRA Elite 85h habe ich am 10.03 bestellt, am 11.03 nach erfolgreicher Überprüfung meiner Bestellung wurde das Geld via PayPal eingezogen und die Kopfhörer versendet.

Grover (20)Grover (22)

Diese sind am 12.03 via DHL bei mir eingetroffen. Also lediglich zwei Tage Lieferzeit! Klasse!

Etwas anders sieht es bei dem Samsung Galaxy A51 128GB aus. Dieses habe ich am 02.03 bestellt und am gleichen Tag wurde die Bestellung bestätigt und das Geld eingezogen.

Am 09.03 erhielt ich eine Mail „viele fleißige Grover-Hände setzen gerade alle Hebel in Bewegung, damit deine Bestellung schnellstmöglich bei dir ist. Doch aufgrund des erhöhten Bestellaufkommens verzögert sich der Versand leider noch etwas.“.

Grover (23)Tja etwas war sicherlich etwas untertrieben. Erst am 07.04 wurde dann das Smartphone versendet, welches am 09.04 bei mir eintraf. Lieferzeit über ein Monat! Es ist hier leider recht offensichtlich, dass das Smartphone doch nicht in 3-7 Tagen lieferbar war, dann Corona zugeschlagen hat und vermutlich Lieferketten lahmgelegt hat.

Kurzum, ist ein Artikel wirklich lieferbar geht es bei Grover recht flott. Rechnet hier mit +- 3-4 Tagen. Allerdings ist die Anzeige bezüglich der Lieferdauer wohl nicht ganz so genau wie diese sein sollte, zumindest bei ganz neuen Artikeln.

Wichtig Bei der Lieferung müsst Ihr dem Postboten Eueren Personalausweis vorzeigen! Geliefert werden die Grover Produkte in einer „einzigartigen“ Verpackung, welche auch für den

Rückversand vorbereitet ist. Bewahrt diesen Karton also am besten während der Leihdauer auf.

 

Der Zustand

Ich habe es Grover recht leicht gemacht. Das Samsung Galaxy A51 ist nagelneu und war zuvor offensichtlich bei noch keinem Nutzer. Kein Wunder dieses ist nicht mal einen Monat auf dem Markt. Dementsprechend war hier der Zustand perfekt.

Die Jabra Elite 85h waren hingegen schon mal bei einem anderen Nutzer. Dies erkenne ich primär an der bereits geöffneten Verpackung. Die Kopfhörer selbst waren in einem tadellosen Zustand. Hier kann ich wirklich nicht klagen.

 

Die Rücksendung              

Wollt Ihr nun ein Produkt zurücksenden und damit Eure Miete beenden, geht einfach auf der Grover Webseite in Euer Kundenkonto und wählt Rücksendung.Dort erklärt Grover Euch zunächst was Ihr vor der Rücksendung machen müsst, wie den PIN von Geräten entfernen usw.

Grover (29)Habt Ihr dies gemacht erhaltet Ihr einen Rücksendeschein von DHL. Verpackt Euer Gerät, Klebt den Rücksendeschein drauf und geht zu einer DHL Annahmestelle, fertig.

Grover (31)Als Rücksendedatum wird das Einlieferungsdatum gewertet. Es ist also Egal sollte das Paket 10 Tage brauchen um bei Grover anzukommen. Die Rücksendung müsst Ihr natürlich nicht gesondert bezahlen!Hier gibt es keine versteckten Gebühren.

 

Abnutzung und Schäden                                    

Grover erwartet, dass Ihr Eure Produkte nutzt als wären es Eure. Einfache Abnutzungen, kleinere Kratzer usw. werden bei einer Rücksendung, laut Angaben von Grover, nicht bemängelt. Und auch bei meinen Testbestellungen gab es keine Klagen oder Probleme. Hier ein Beispiel was Grover als normale Nutzungsspuren bezeichnet: https://www.grover.com/de-de/g-about/asset-condition

Was aber wenn mein geliehenes Smartphone zu Boden geht und eine Beschädigung aufweist?

In diesem Fall zeigt sich Grover sehr großzügig, denn es werden Euch nur 10% der Reparaturkosten in Rechnung gestellt. Oder in anderen Worten, Grover übernimmt 90% der Reparaturkosten. Im Worst Case müsstet Ihr also 10% der UVP bezahlen. Z.B. Ihr zerlegt ein neues iPhone 11, dann kostet Euch dies maximal 100€ (bei einem Preis von 1000€ des Gerätes).

Dies ist ein klasse Service und ein dicker Pluspunkt. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, dies wären z.B. Drohnen. Ich vermute diese gehen sehr oft kaputt, daher übernimmt Grover hier nur 50% der Reparaturkosten.

Ebenfalls gilt dies nicht bei Diebstahl! Hier müsst Ihr das Gerät voll ersetzen. Die Gründe sind hier aber auch offensichtlich. Es würde Leute geben die sich teure Technik mieten, behaupten diese wäre geklaut worden und Grover bleibt auf den Kosten sitzen. Lasst Euch Eure Leihgeräte also nicht klauen. Habt ihr aber Haftpflichtversicherung, greift diese in diesen Fällen, da es sich bei Mietgeräten um Fremdes Eigentum handelt.

Ebenfalls eine Ausnahme stellen reguläre Ausfälle dar die normalerweise unter die Garantie fallen würden. Hier entstehen Euch keine Kosten.

 

Die Preise            

Kommen wir zu einem nicht ganz unwichtigen Punkt, den Preisen. Diese sind gestaffelt je nachdem wie lange Ihr ein Produkt mindestens mieten wollt. In der Regel habt Ihr hier die Wahl zwischen 1 Monat, 3 Monaten, 6 Monaten oder 12 Monaten. Ihr könnt jedes Produkt beliebig lang mieten, Ihr zahlt nach diesem Zeitraum Monatlich die Summe weiter, bis Ihr das Gerät zurücksendet.

Grover (3)Nehmen für dieses Beispiel das Apple iPhone 11 Pro (64 GB)

  • 1 Monat – 129,90€
  • 3 Monate – 79,90€
  • 6 Monate – 69,90€
  • 12 Monate – 59,90€

Eine ähnliche Staffelung findet Ihr bei den meisten Produkten, diese nur einen Monat mieten ist sehr teuer, 3 Monate oder länger wird signifikant günstiger.

Wollt Ihr das iPhone 11 Pro (64 GB) für 12 Monate kostet dieses Euch 718,80€. Ein guter Deal? Schwer zu sagen. Das iPhone 11 Pro kostet 1149€ bei Apple, dafür gehört dieses aber Euch und könnt es nach Zeitraum X gut weiterverkaufen. Auch könntet Ihr das iPhone 11 Pro einfach über Apple in Raten zahlen.

Ein sehr langes Ausleihen bei Grover rechnet sich also in der Regel eher weniger. Grover ist primär interessant wenn Ihr ein Gerät nur 1-6 Monate benötigt. Hier rechnet sich ein Kauf in der Regel nicht. Kauft Ihr ein iPhone 11 Pro, packt es aus und nutzt es einen Monat, wird dieses im Weiterverkauf vermutlich mehr als 129€ an Wert verlieren.

 

Kaufen statt mieten (Geräte „übernehmen“)

Etwas anders kann es aussehen falls Ihr plant ein Gerät zu „übernehmen“. Grover bietet Euch die Möglichkeit jedes Gerät nach X Monaten für einen symbolischen € zu übernehmen. Wie lang der Zeitraum ist, schwankt je nach Gerät und Tarif. Dies könnt Ihr im Warenkorb aber vor der Bestellung sehen.

Nehmt Ihr z.B. das iPhone 11 Pro für 12 Monate könnt Ihr dieses nach 23 Monaten behalten. 23 x 59,90€ = 1377,7€, Neupreis bei Apple 1149€.

Ihr Zahlt also klar einen Aufpreis, aber dieser ist gerade bei längeren Mietdauern weniger groß als man denken könnte. Zumal Ihr Euch gegebenenfalls es Euch noch anders überlegen könntet und während der Mietdauer Grover Care genießt. Kauft Ihr ein Apple iPhone 11 Pro + Apple Care ist dies nicht viel günstiger als das iPhone 24 Monate bei Grover zu mieten und dann für einen € zu übernehmen. Und ja Grover Care ist mit Apple Care zu vergleichen, auch bei Letzterem müsst Ihr pro Schaden eine Selbstbeteiligung zahlen.

Es gibt aber auch Produkte, wo dies sich nicht lohnt. Z.B. bei den SONY WF-1000XM3. Übernahme nach 21 Mietzahlungen bei 12 Monaten Mindestdauer = 14,90 * 21 = 312,90€, aktueller Neupreis +- 190€. 122,90€ ist schon ein saftiger Aufpreis, welcher im Gegensatz zum iPhone nicht durch Grover Care zu rechtfertigen ist.

Durchrechnen ist also angesagt!

 

Fazit

Mein Fazit zu Grover fällt positiver aus, als ich es erwartet hätte. Starten wir beim wichtigsten Thema, den kosten. Grover lohnt sich primär bei kurzen bis mittleren Mietdauern. Wollt Ihr ein technisches Gerät einfach mal für einen Monat ausprobieren, oder braucht beispielsweise einen Mac temporär für irgendein Projekt, dann ist Grover klasse! Anstelle das Gerät zu kaufen und gegebenenfalls mit großem bzw. größerem Verlust weiterzuverkaufen, leiht Euch dieses für Zeitraum x aus. Wollt Ihr Geräte für längere Zeit nutzen und Euch nicht Vertraglich auf 6 oder 12 Monate festlegen, dann kann es schnell aber teurer werden. Hier loht sich oft eine reguläre Ratenzahlung mehr.

Allerdings hat Grover hier ein Ass im Ärmel, dieses wäre die Geräte Übernahme und Grover Care. Mietet Ihr etwas für einen längeren Zeitraum könnt Ihr das Gerät anschließend für 1€ übernehmen. Beispielsweise beim iPhone 11 Pro (64 GB) wäre dies nach 24 Monaten (bei 12 Monate Mindestmietdauer). Hier zahlt Ihr bei Grover „nur“ 218,70€ drauf, verglichen mit dem Direktkauf. Dafür erhaltet Ihr aber auch Grover Care, welches im Falle eines Schadens 90% der Reparaturkosten übernimmt. Gar nicht mal so ein schlechter Deal.

Hier lautet das Motto durchrechnen! Gerade bei längeren Mietdauern müsst Ihr schauen, ob sich dies für Euch lohnt, rechnet aber die Geräte Übernahme gegebenenfalls mit ein! Ebenfalls bedenkt den Mehrwert von Grover Care .

Erfahrungsbericht Grover 3Das Einzige was ich etwas kritisieren muss ist die Lieferzeit bzw. deren Angabe im Shop. Ja Corona hat alles etwas durcheinandergewirbelt, aber wenn aus 3-7 Tagen ein Monat wird, ist dies schon ärgerlich. Hier war offensichtlich ein Produkt nicht auf Lager, da im gleichen Zeitraum ein anderes Produkt bereits nach 3 Tagen da war. Es kann also auch sehr schnell bei Grover gehen.

Roborock S6 MaxV im Test, der beste Staubsaugroboter 2020 mit KI!

Der S6 MaxV ist der Flaggschiff Staubsaugroboter aus dem Hause Roborock und eins der vermutlich besten Modelle im Jahr 2020. Roborock wird Euch vielleicht etwas aufgrund der Zusammenarbeit mit Xiaomi und den aktuellen Modellen in Form des S6 und S5 sagen.

Roborock hat immer eine sehr starke Kombination aus hoher Saugleistung, intelligenter Navigation und einem fairen Preis geboten. So war Roborock einer der ersten Hersteller die einen Laser-Sensor für die Navigation nutzten und dies in der unter 500€ Preisklasse, als die Konkurrenten noch alle dumm durch die Gegend fuhren.

Roborock S6 Maxv Test Review 16Mit dem S6 MaxV puscht Roborock den Markt nun wieder in eine neue Richtung. So verfügt der Staubsaugroboter über eine KI die Hindernisse mithilfe einer Kamera erkennt und identifiziert, der Saugmotor ist zudem nochmals stärker geworden und die Putzfunktionen wurden weiter ausgebaut.

Klingt doch toll, allerdings hat dies auch zu einer Preissteigerung geführt. Aktuell müsst Ihr für den Roborock S6 MaxV rund 649€ auf den Tisch legen. Sicherlich nicht extrem viel, günstig ist der S6 MaxV damit aber auch nicht.

Stellt sich die Frage, lohnt es sich so viel Geld in die Hand zu nehmen? Finden wir dies im Test heraus!

 

Roborock S6 MaxV im Test

Das Erste was am Roborock S6 MaxV verglichen mit seinen Vorgängern auffällt ist die Farbe. Waren andere Roborock immer weiß so setzt der Hersteller hier auf einen schwarzen Hochglanz-Lack.

Roborock S6 Maxv Test Review 3Dies sieht auf den ersten Blick sicherlich cool aus, in der Praxis ist allerdings der weiße Lack aber etwas alltagstauglicher. Ihr werdet den S6 MaxV des Öfteren selbst reinigen müssen damit dieser nicht schmutzig aussieht.

Der Aufbau ist allerdings klar als „Klassisch“ zu bezeichnen. Roborock setzt auf die typische runde Form. In der Mitte des Staubsaugroboters ist zudem der Laser-Abstandssensor zu finden. Die Höhe des S6 MaxV beträgt rund 9,5 cm. Damit ist dieser weder extrem hoch noch besonders flach.

Roborock S6 Maxv Test Review 2Auf der Front des Staubsaugroboters ist der übliche Stoßsensor angebracht. Hier gibt es aber eine Besonderheit, denn zentral ist ein kleines Fenster eingelassen. Hinter diesem sind zwei Kameras für das KI-Feature angebracht. Solch ein Kamera-System ist das nächste „dicke“ Ding bei Staubsaugroboter und der S6 MaxV ist einer der erste der dies bietet.

Nicht ganz unwichtig sind aber auch die mit der Reinigung verknüpften Feature. Auf der Unterseite finden wir zwei Bürsten. Zunächst gibt es hier eine kleine Bürste am Rand des Roboters, welche als eine Art Besen dient. Dieses „Kehrt“ Schmutz von Rändern in die Mitte, so dass dieser besser von der primären rotierenden Bürste aufgenommen werden kann.

Roborock S6 Maxv Test Review 10Die rotierende Bürste trägt einen großen Teil zur Reinigungsleistung des S6 MaxV bei! Diese Bürste besitzt grundsätzlich den bekannten Formfaktor aus dem S5 und dem Xiaomi Roborock, Sie ist allerdings etwas weicher als bei diesen Modellen.

Kommen wir an dieser Stelle leider zu meinem größten Kritikpunkt am S6 MaxV, der Schmutzauffangbehälter. Dieser befindet sich unter einer Klappe auf der Oberseite. Soweit Okay, aber dieser ist recht klein! Bereits der Schmutzauffangbehälter des S6 und S5 waren mit 480ml Volumen recht kompakt. Beim S6 MaxV ist der Schmutzauffangbehälter deutlich schmäler, aber etwas breiter geworden. Auf dem Papier ist das Volumen nur auf 460ml geschrumpft. In der Praxis wirkt der Behälter aber noch etwas kleiner.

Roborock S6 Maxv Test Review 6Vielleicht ist meine Wohnung auch nur super schmutzig, aber ich bekomme den Behälter täglich voll. Gut ich habe einen haarenden Schweizer Sennenhund, also schon etwas Größeres, aber etwas mehr Volumen wäre schon nett gewesen. Neato macht dies bei seinen großen Modellen mit 700ml etwas besser.

Neben der Steuerung via App könnt Ihr den S6 MaxV auch über drei Tasten auf der Oberseite steuern. Dies ist oftmals etwas komfortabler als jedes Mal das Smartphone zum Starten zu holen. Allerdings können über diese Tasten viele der erweiterten Features nicht aufgerufen werden.

Roborock S6 Maxv Test Review 7Neben dem Saugen kann der Roborock S6 MaxV auch feucht wischen. Hierfür verfügt der Saugroboter auf der Rückseite über einen Wassertank, wie auch einen Aufsatz für ein Putztuch.

Roborock S6 Maxv Test Review 1Hier ist der Lieferumfang leider etwas „sparsam“. So ist nur ein (waschbares) Putztuch in diesem enthalten. Ebenso gibt es auch keine Ersatzfilter oder Ähnliches.

 

App und Feature

Um alle Feature des Roborock S6 MaxV nutzen zu können müsst Ihr diesen mit Eurem WLAN-Verbinden und in der Roborock App einbinden.

Roborock App (3)Roborock App (1)

Die Roborock App ist generell sehr einfach und übersichtlich aufgebaut. Erfreulicherweise ist diese auch komplett in einem klaren Deutsch. Sogar der S6 MaxV beherrscht eine deutsche Sprachausgabe.

Über die App könnt Ihr mehrere Roborock Produkte steuern. Wählt Ihr hier den S6 MaxV aus seht Ihr zunächst die aktuelle Karte Eures Staubsaugroboters. Diese wird während der ersten Fahrt erstellt und danach konstant geupdatet, sollte sich was in Eurer Wohnung verändern.

Roborock App (14)Roborock App (15)

Diese Karte könnt Ihr in einzelne Räume unterteilen, beispielsweise Küche, Wohnzimmer, Arbeitszimmer usw. Anschließend könnt Ihr den Roboter gezielt in gewisse Räume schicken. Ebenso könnt Ihr Zeitpläne für einzelne Räume anlegen. Beispielsweise jeden Montag die Küche saugen oder jeden Dienstag das Wohnzimmer.

Im Gegenzug könnt Ihr aber auch „NoGo“ Bereiche in der App festlegen. Diese Bereiche werden dann vom Roborock S6 MaxV ausgelassen. Früher musstet Ihr für so etwas Magnetbänder oder Ähnliches verlegen, heutzutage geht sowas via App.

Roborock App (25)Roborock App (29)

Über die App könnt Ihr auch genau sehen wo der Roboter gesaugt hat und wo nicht. Ebenso seht Ihr hier von der KI erkannte Objekte. Dazu aber später mehr.

 

Logik und Fahrverhalten

Grundsätzlich nutzt der Roborock S6 MaxV seinen LDS-Sensor für die Navigation. Bei dem LDS-Sensor handelt es sich um einen rotierenden Laser der konstant den Abstand in alle Richtungen misst. Aus diesen Informationen kann der Roboter eine Karte von Eurer Wohnung erstellen und deutlich effizienter navigieren.

So weiß der Roborock S6 MaxV immer wo er ist! Ihr könnt diesen irgendwo in Eurer Wohnung absetzen und er wird zielsicher zu seinem Zielort finden. Dieser gleicht konstant die Messwerte mit zuvor erstellten Karten ab, um zu erkennen in welchem Raum er sich gerade befindet bzw. bei seiner ersten Fahrt erstellt er natürlich erst einmal eine Karte.

Dabei hat sich allerdings die grundsätzliche Logik verglichen mit den älteren Roborock Modellen nicht groß geändert. Startet Ihr den Staubsaugroboter unterteilt dieser Eure Wohnung zunächst in kleinere Bereiche. Diese werden direkt an der Wand umfahren, bis der Bereich äußerlich einmal umsteckt ist. Daraufhin wird der innere Teil in geraden Bahnen vom S6 MaxV gereinigt.

Roborock S6 Maxv Test Review 12Der S6 MaxV ist dabei auf eine gewisse Effizienz getrimmt. Es ist klar ersichtlich das dieser immer versucht die Effizienteste Router beim Reinigen zu wählen. Damit ist der S6 MaxV älteren und günstigeren Modellen mit Zufallsnavigation deutlich überlegen.

Da der Roboter immer weiß wo er gerade ist, wird auch kein Raum ausgelassen! Dieser merkt sich Bereiche wo es noch weiter geht. Selbst wenn diese im ersten Moment ausgelassen werden, kehrt der Roboter später dorthin zurück und ja dies funktioniert extrem gut! Teils ist es fast schon etwas beängstigend wenn der Staubsaugroboter zielsicher durch die Wohnung fährt weil er an stelle XYZ noch etwas ausgelassen hat.

Diesen ganzen Prozess könnt Ihr in der App auch verfolgen. Hier wird genau eingezeichnet wo er schon war und wo er noch hinmuss.

Weitere Pluspunkte gibt es für die Fluchtlogik. Der S6 MaxV bekommt sich aus so ziemlich allen Situationen befreit in die er auch hinein gekommen ist. Lediglich ein Hocker mit schräg verlaufenden Beinen, an welchen der Roboter versucht hochzufahren, kann diesen bei mir regelmäßig stoppen. Allerdings könnt Ihr über die App Zonen bzw. Bereiche festlegen in welche der Roboter nicht fährt, dazu aber später mehr.

Es gibt lediglich ein Objekt in meinem Test das den Roboter sichtlich überfordert, ein pech schwarzer kurzhaariger Teppich. Ich vermute dieser löst die Fallsensoren teilweise aus, was dann den Roboter verwirrt usw. Teils fährt dieser auf den Teppich, wirkt dann aber völlig überfordert mit der Situation das die Sensoren ihm sagen er wäre auf einem Abgrund. Er ist so verwirrt das dann die Orientierung völlig aussetzt, die aktuelle Karte verworfen wird und ich den S6 MaxV manuell retten muss.

Normale etwas längere schwarze Teppiche sind kein Problem, aber diesen einen mögen alle Roborock Staubsaugroboter irgendwie nicht.

 

Räume und Zonen

Über die Roborock App könnt Ihr Räume und Zonen anlegen. In diese Räume und Zonen kann der S6 MaxV gezielt geschickt werden. Wollt Ihr also nur die Küche gesaugt haben, dann könnt Ihr dies dem Roboter sagen.

Ebenso könnt Ihr Zeitpläne anlegen, frei nach dem Moto saug jeden Montag die Küche, jeden Dienstag das Wohnzimmer usw. Ihr könnt sogar die Saugkraft basierend auf dem Raum in welchem sich der S6 MaxV befindet steuern.

Roborock App (23)Roborock App (24)

Habt Ihr mehrere Etagen kann der Roborock S6 MaxV auch zwischen diesen unterscheiden. Allerdings müsst Ihr diesen natürlich manuell von Etage zu Etage tragen, Treppen fahren kann auch der S6 MaxV nicht.

Neben der gezielten Reinigung könnt Ihr aber auch NoGo Zonen festlegen. Diese werden dann immer vom Sauger ausgelassen. Ja das funktioniert sehr gut und genau! So spart Ihr Euch die Begrenzungsbänder die es früher gab.

 

Die KI

Eins der wichtigsten Feature des Roborock S6 MaxV ist natürlich die KI. Hierfür besitzt der Roboter zwei Kameras auf der Front welche Objekte erkennen und einordnen sollen.

Liegt beispielsweise ein Pantoffel im Weg, soll der Staubsaugroboter nicht einfach auf diesen fahren und sich gegebenenfalls verheddern .Anstelle dessen soll dieser von der KI erkannt und umfahren werden.

Roborock App (21)Roborock App (22)

Objekte wie Pantoffeln, Socken usw. werden vom Laser-Sensor natürlich normalerweise nicht erkannt. Ebenso sind diese zu leicht für den Stoßsensor. Daher kann die Front-Kamera + KI hier durchaus Sinn machen.

Ganz klar gesagt, die KI funktioniert gut aber auch nicht zu 100%. Viele Objekte werden erkannt, aber auch nicht alle. So wird beispielsweise der Hunde-Wassernapf einfach nur als Hindernis erkannt und einige kleinere Objekte oder Hundespielzeug noch gar nicht. Hingegen einige Kabelnester an der Seite von Schränken usw. werden korrekt als Kabel erkannt und auch ausgelassen. Selbiges gilt für herumliegende Kabel, sofern diese etwas ineinander verwickelt sind.

Roborock App (27)Roborock App (11)

Der Roborock S6 MaxV soll sogar Hunde Hinterlassenschaften erkennen können. So blöd es klingt, aber wenn man einen Welpen hat ist dies ein Feature das Gold wert ist.

Also die KI ist nicht nur Marketing, aber braucht eventuell noch etwas „Erfahrung“ gerade exotischere Objekte zu erkennen. Via Updates soll die KI in Zukunft auch noch verbessert werden.

 

Datenschutz bei der Kamera?

Gerade aufgrund der Kamera ist der Datenschutz beim Roborock S6 MaxV nicht ganz unwichtig. Daten wie beispielsweise der Grundriss Eurer Wohnung werden in die Cloud geladen, damit Ihr diese auch über die App sehen könnt.

Bilder, Videos usw. der Kamera hingegen werden ausschließlich lokal auf dem Staubsauger verarbeitet. Diese Aufnahmen sollen dabei auch nicht gesichert oder in die Cloud hochgeladen werden. Roborock betont dies sehr oft und enthusiastisch.

Ob dies so stimmt kann ich nicht zu 100% bestätigen, allerdings war der Datenverkehr des S6 MaxV nicht auffällig. So wurden in 24 Stunden ca. 4-5MB an Daten hochgeladen und auch heruntergeladen. Dies ist zum einen für Fotos und Videos zu wenig, zum anderen ist dies nicht mehr als beim regulären S6 ohne Kamera. Daher glaube ich Roborock!

Als Server wird http://api-eu.roborock.com/ und http://awsde0.fds.api.xiaomi.com/ angefunkt. Beide Server sind in Deutschland stationiert. Der Datenschutz sieht also soweit okay aus.

Lässt sich der Roborock S6 MaxV auch ohne WLAN-Verbindung nutzen? Grundsätzlich müsste dies funktionieren. Ihr verliert natürlich alle App Feature usw. könnt den Roboter aber direkt am Gerät noch Steuern. Zumindest kurzfristig konnte ich die WLAN-Verbindung kappen ohne das der Roboter die Arbeit verweigerte.

 

Die Saugleistung

Laut Roborock liegt die Saugleistung des S6 MaxV bei 2500Pa. Der S6 und S5 schafften jeweils „nur“ 2000Pa, der S6 MaxV hat also auf dem Papier eine 20% höhere Saugleistung. Für einen Staubsaugroboter sind 2500Pa absolute Oberklasse!

Diese Saugleistung wird in der Regel aber nicht konstant genutzt. Ihr könnt den Roboter in fünf Stufen steuern. In der Regel wollt Ihr den S6 MaxV im „Balancierten“ Modus nutzen. Wie der Name schon sagt ist hier Akkulaufzeit, Lautstärke und Saugleistung „Balanciert“. Dabei ist der S6 MaxV auch ausreichend leise, dass dieser nicht groß stört.

Roborock App (18)Roborock App (13)

In den Einstellungen könnt Ihr zudem die Teppicherkennung einschalten. Hier dreht der Sauger automatisch den Motor hoch, wenn dieser erkennt auf einem Teppich zu sein. Dies ist aus meiner Sicht absolut sinnvoll!

Im balancierten Modus bekommt dieser von glatten Böden bereits fast 100% des Schmutzes entfernt. Dies liegt dabei aber nicht nur an der Saugleistung, vor allem die rotierende Bürste trägt hier einen großen Teil bei. Diese Bürste ist verglichen mit älteren Modellen etwas weicher. Ideal für glatten Boden!

Hier müsste man aber meinen die Saugleistung ist auf Teppichen dafür schwächer. Dies ist aber nicht der Fall! Der S6 MaxV scheint eine bessere Versiegelung der „Saugkammer“ zu haben. Es wird also weniger Luft seitlich eingezogen und die gesamte Saugleistung wird nach unten konzentriert. Dies in Kombination mit der höheren Saugleistung sorgt doch für ein besseres Ergebnis als noch beim S5 und S6.

Roborock S6 Maxv Test Review 9Ja die Haare von meinem Hund sind weiterhin eine extreme Herausforderung und wird auch nicht auf allen Teppichen zu 100% perfekt gelöst. Selbst auf voller Leistungen können hier und da mal ein paar besonders klebende Haare hängen bleiben. Erstaunlicherweise sind Katzenhaare kein Problem.

Dennoch würde ich die Saugleistung auch auf Teppichen als sehr gut einstufen. Ich habe bisher noch keinen besseren Staubsaugroboter erlebt was die Tierhaarentfernung angeht. Ja dieser ist hier auch merklich besser als der S6! Ist der Unterschied wie Tag und Nacht? Das nicht, aber Haare werden doch ein gutes Stück besser entfernt.

 

Er kann auch Putzen!

Der Roborock S6 MaxV kann nicht nur staubsaugen, sondern auch putzen! Ja dies konnten auch schon einige frühere Modelle, allerdings ist die Wischfunktion beim S6 MaxV deutlich ausgebaut.

Zum einen funktioniert das Putzen deutlich gründlicher, zum anderen könnt Ihr beispielsweise auch Wassermengen anpassen.

Hartnäckige Flecken bekommt der S6 MaxV nicht entfernt, aber leichterer Schmutz wird schon zuverlässig bereinigt.

 

Fazit

Ja der Roborock S6 MaxV ist eindeutig der beste Staubsaugroboter den ich bisher in den Händen hatte! Dieser stellt eine konsequente Weiterentwicklung des S5 und S6 dar.

So bietet der S6 MaxV eine nochmals merkbar gesteigerte Saugleistung. Auf glatten Böden kann dieser fast 100% sämtlichen Schmutzes aufnehmen. Hier sind selbst große Staubsauger nicht gründlicher. Zumal auch die Logik mithalten kann.

Der Roboter navigiert absolut zuverlässig und das fast schon mit einer beängstigenden Präzision. Der S6 MaxV weiß konstant wo er ist, wo er schon war und wo er noch hin muss. Dies ist nicht mit Staubsaugrobotern vergleichbar die eine Zufallsnavigation nutzen! So kommt der Roborock auch mit komplexesten Wohnungen klar.

Allerdings waren auch die beiden Vorgänger des S6 MaxV hierin sehr gut! Der S6 MaxV wirkt allerdings nochmals etwas effizienter bei seiner Routenplanung und der Ausführung. Dies auch dank der integrierten KI. Diese ist nicht nur Marketing! Dank der beiden Kameras auf der Front kann der Roboter Objekte erkennen und noch besser umfahren. Dies gilt beispielsweise für Socken oder Kabel, die von älteren Modellen gerne eingesaugt wurden. Nein die KI ist nicht zu 100% perfekt, wird aber via Updates noch verbessert!

Roborock S6 Maxv Test Review 17Auch die Saugleistung abseits von glattem Boden ist 1A. Nein die Kombination Tierhaare + Teppich ist weiterhin ein Härtefall, aber der Roborock S6 MaxV macht hier einen sehr brauchbaren Job! Der Roborock S6 MaxV entfernt 98% aller Tierhaare. Ich sauge meine Teppiche höchstens 1x die Woche noch mal manuell ab (ich besitze einen größeren Hund) und alles ist gut.

Glaubt mir, hattet Ihr noch keinen Staubsaugroboter Ihr wollt einen haben! Gerade wenn Ihr Tiere habt reduzieren diese deutlich das Schmutzaufkommen.

Leider gibt es hier aber auch einen Kritikpunkt. Der Schmutzauffangbehälter ist etwas klein. Dieser muss nach jedem Saugen bei mir zwingend entleert werden. Ein zweites Saugen ist ohne eine Leerung auf keinen Fall möglich. Dies reduziert natürlich etwas den Automatismus. Ihr müsst doch nach jedem Saugen etwas manuell machen.

Dennoch fällt mein Fazit zum Roborock S6 MaxV sehr positiv aus! Ich kann den Roborock S6 MaxV nur empfehlen. Wir haben hier den besten Staubsauger-Roboter im Jahr 2020 vor uns, anders kann ich dies nicht sagen. Vielleicht saugt der Dyson Heurist noch etwas besser, aber verliert bei der Logik und Navigation (welche sehr wichtig ist!) und ist auch fast doppelt so teuer wie der S6 MaxV.

649€ für den S6 MaxV ist ein angemessener Preis im Anbetracht der Leistung. Allerdings bietet der Roborock S5 nochmals eine etwas bessere Preis/Leistung, sollte Euch der S6 MaxV zu teuer sein.

Roborock S6 Maxv

12x AA Akkus von Eneloop, Ikea, Amazon, ANSMANN,…. im Vergleich, welcher ist der beste AA Akku? UPDATE2!

Immer mehr Geräte nutzen Lithium Akkus. Dennoch bleiben aber die klassischen AA und AAA Batterien im Haushalt fast schon essenziell. Egal ob es nun um Beleuchtung im Winter geht, Wetterstationen, Schnurlostelefone usw.

Hier macht es aber oftmals Sinn nicht auf Batterien zu setzen, sondern auf Akkus. Diese sind auf Dauer günstiger und auch Umweltschonender!


Aber welche Akkus kaufen? Es gibt duzende Akkus in diversen Preisklassen. So werden oftmals die Akkus von Eneloop empfohlen, welche aber auch leider die so ziemlich teuersten sind.

Daher habe ich mich entschlossen doch einmal 12 Akkus von diversen Herstellern wie Eneloop, Varta, hybridX, Ikea usw. zu bestellen und in einem kleinen Vergleich gegeneinander antreten zu lassen.

Welche sind die besten AA Akkus im Jahr 2019?

 

Die Testkandidaten

Für diesen Akku-Test habe ich mir insgesamt 12 verschiedene Akku Modelle gekauft. Hierunter die üblichen verdächtigen von Eneloop, Varta, ANSMANN usw. aber auch ein paar kleinere Modelle wie von BONAI oder hybridX. Auch Ikea ist mit seinen Ladda Akkus dieses Jahr vertreten.

Anzahl Preis (Stand 07.06.2020) Kapazität Zyklen
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AA-Akkus 4           8,99 € 2500 500
ANSMANN Akku AA Mignon 4           9,93 € 2500
BONAI AA Wiederaufladbare Akku 8         14,99 € 2300 1200
BONAI Wiederaufladbare Batterien AA 4           9,99 € 2800 2800
Duracell Recharge Ultra AA 4           9,28 € 2400
Eneloop AA 8         24,40 € 2000 2100
eneloop pro AA 4         14,26 € 2500 500
hybriX pro 8         15,74 € 2100
hybriX pro Black AA 4           9,90 € 2600
Ikea Ladda 4           6,49 € 2450 500
Panasonic High Capacity, Akku Ni-MH 4         11,35 € 2700
Varta Rechargeable Accu Ready2Use 4           6,59 € 2100

Preislich haben wir hier durchaus eine etwas größere Spanne. Die Preise variieren natürlich nach Tagespreis und gekaufter Menge. Ich habe entweder vierer oder achter Pakete gekauft, je nachdem was besser verfügbar war.

Hier die Übersicht „Preis pro Akku“:

Mit über 3€ pro Akku sind die Eneloop Akkus klar die teuersten! Ebenfalls recht teuer sind die Akkus von Panasonic mit 2,84€.

Die meisten anderen Akkus pendeln sich bei 1,8-2,6€ pro Stück ein. Spannend sind hier die Ikea Ladda. Mit 1,62€ pro Akku sind diese die günstigsten im Vergleich, aber auch zeitgleich mit 2450mAh durchaus größere Akkus. Hier könnte sich ein Preis/Leistungssieger verstecken.

 

Erster Eindruck und Abmessungen

Schauen wir uns die Akkus zunächst einmal an. Starten wir hier mit der Herkunft. Die Akkus von Eneloop, Ikea, Panasonic und Amazon werden als Made in Japan beworben.

Dies bedeutet natürlich nicht zwingend etwas. Es wird auch in China sehr gute Akku Produzenten geben, aber es lässt die Frage zu, wie viele Akku Fabriken gibt es noch in Japan?

Dass die Eneloop und Panasonic Akkus aus einer Fabrik kommen liegt nahe. Ist es aber auch möglich, dass Amazon und Ikea Akkus aus den gleichen Fabriken kommen? Diese Frage kann ich Euch nicht beantworten, möglich ist es aber.

Interessant ist, dass Made in China anscheinend kein Qualitäts-Prädikat zu sein scheint, denn kein anderer Hersteller außer hybriX bzw. Kraftmax schreiben Made in China auf ihre Akkus.

Bei den anderen konnte ich diesen Vermerk höchstens klein auf der Verpackung bemerken.

Was die Haptik angeht, bin ich an sich mit allen Akkus zufrieden. Die BONAI wirken allerdings was die Ummantelung angeht etwas billiger, genau wie die hybriX Black. Diese ähneln von der Aufmachung, der Textur der Ummantelung usw. sehr den großen BONAI 2800mAh Akkus. Hier will ich nicht ausschließen, dass beide Akkus vom selben Produzenten kommen (was nicht bedeutet die gleiche Qualität zu haben!).

Die normalen hybriX und die kleinen BONAI Akkus hingegen unterscheiden sich beim „fit and finish“ etwas.

Schauen wir uns das Gewicht der Akkus einmal an. An sich ist zwar ein kleineres Gewicht schöner, aber ein kleineres Gewicht ist bei Akkus auch immer ein bedenkliches Zeichen. Schwerere Akkus haben oftmals die höhere Kapazität.

Und ja auch in der Praxis sind die Akkus mit dem höheren Kapazitätsrating tendenziell etwas schwerer. Der schwerste Akku ist der Eneloop Pro mit 30,27g gefolgt vom Ikea Ladda mit 30,22g und dem Panansonic Akku mit 30,08g.

Auf der anderen Seite ist der normale Eneloop Akku der mit Abstand leichteste mit 26,24g, gefolgt vom normalen BONAI Akku mit 27,1g.

Etwas auffällig ist der große BONAI Akku mit angeblich 2800mAh. Dieser kommt gerade einmal auf 27,3g, der hybridX Pro Black hingegen kommt auf 29,2g. Baugleich sind beide Akkus also nicht, wie zunächst vermutet.

Die Größe von AA Akkus und Batterien sollte genormt sein, aber sind daher auch alle Akkus in der Praxis gleich groß?

Wichtig hier habe ich zwei Längen gemessen. Einmal Ende bis Oberkannte Gehäuse und einmal Ende bis Pol.

Durchmesser Länge Länge Pol
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AA-Akkus 14,09 mm 48,81 mm 50,2 mm
ANSMANN Akku AA Mignon 14,29 mm 49,05 mm 50,29 mm
BONAI AA Wiederaufladbare Akku 2300 14,11 mm 48,93 mm 50,15 mm
BONAI Wiederaufladbare Batterien AA 2800 13,98 mm 49,12 mm 50,29 mm
Duracell Recharge Ultra AA 14,31 mm 48,12 mm 50,12 mm
Eneloop AA 13,97 mm 48,44 mm 50,14 mm
eneloop pro AA 13,99 mm 48,86 mm 50,18 mm
hybriX pro 14,32 mm 48,98 mm 50,26 mm
hybriX pro Black AA 14,26 mm 48,96 mm 50,17 mm
Ikea Ladda 14,18 mm 48,92 mm 50,16 mm
Panasonic High Capacity, Akku Ni-MH 14,21 mm 48,96 mm 50,19 mm
Varta Rechargeable Accu Ready2Use 14,2 mm 48,81 mm 50,17 mm

Ja es gibt auch bei den Abmessungen Unterschiede. Hier stechen drei Akkus etwas aus der Masse hervor. Dies wäre zunächst der ANSMANN Akku, welcher klar der größte und längste Akku ist. Gefolgt wird dieser vom normalen hybrix Pro, welcher größer ist als die Black Version, welche eigentlich mehr Kapazität besitzen soll.

Der kleinste Akku ist der Eneloop, wie es auch schon beim Gewicht der Fall war.

Probleme mit einer zu großen Größe hatte ich bei meinen Geräten keine! Allerdings merkte man das gerade der ANSMANN Akku etwas straffer in einigen Geräten sitzt.

 

Haltbarkeit

Die meisten Hersteller geben für ihre Akkus eine Haltbarkeit in Zyklen bzw. Jahren an.

Zyklen
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AA-Akkus 500
ANSMANN Akku AA Mignon
BONAI AA Wiederaufladbare Akku 1200
BONAI Wiederaufladbare Batterien AA 2800
Duracell Recharge Ultra AA
Eneloop AA 2100
eneloop pro AA 500
hybriX pro
hybriX pro Black AA
Ikea Ladda 500
Panasonic High Capacity, Akku Ni-MH
Varta Rechargeable Accu Ready2Use

Diese Angabe kann man durchaus als Tendenz ansehen. Ein Hersteller wie Eneloop der über 2100 Zyklen angibt wird vermutlich eine bessere Haltbarkeit bieten wie ein Hersteller der nur von 300 Zyklen spricht.

Auch wenn ein Hersteller keine Angabe zu den Zyklen machen wird dies sicherlich ein Hinweis auf einen unspektakulären Wert sein, von 500 oder weniger.

Allerdings muss man diese Angaben auch mit einer gewissen Vorsicht betrachten. Was bedeutet bis zu XXXX Zyklen? Geht dann der Akku kaputt, fällt dann die Kapazität auf null oder wird noch eine Kapazität von mindestens XX % erreicht?

Gerade bei den kleineren Hersteller, aber auch den großen findet sich hierzu keine Antwort.

Zudem habe ich klar die Erfahrung gemacht, dass viele Akkus einfach schon vorher den Geist aufgeben. Bereits vor einigen Jahren habe ich einen Vergleichbaren Test angefertigt. Die Akkus aus diesem Test habe ich natürlich weiter genutzt.

Leider kann ich nicht sagen nach wie vielen Zyklen welcher Akku genau gestorben ist bzw. nach wie vielen Zyklen die Akkus noch leben. Leider wäre auch ein richtiger “ein Zyklen Test“ sehr schwer und aufwendig durchzuführen. Daher hier nur meine Beobachtungen. Keiner der Akkus wird im Übrigen mehr als 100 Zyklen erlitten haben! Vermutlich deutlich weniger. Alle Ausfälle sind also auf einen Fehler zurückzuführen und nicht auf Verschleiß.

Starten wir mit den positiven Ergebnissen. Ich habe mittlerweile gut 20-30 Eneloop Akkus, ob normal oder pro. Von diesen ist mir noch kein einziger gestorben, oder hat massiv an Kapazität eingebüßt. Damit bestätigt sich für mich der gute Ruf von Eneloops Zuverlässigkeit.

Auch von den HybridX Akkus habe ich mir für meine Weihnachts-Deko einige zugelegt, auch hier erstaunlicherweise 0 Ausfälle (15+ Akkus). Selbiges gilt für Varta Akkus (8 Akkus) und Panasonic (4 Akkus).

Mit ANSMANN hatte ich leider nicht so viel Glück! Von 8 Akkus, 4x die 2850 und 4x die 2500, sind mir drei gestorben! Auch von den AmazonBasics gab es durchaus 3-4 Ausfälle (von ca. 16 Akkus).

Zu guter Letzt hatte ich einen toten Mumbi Akku(von 4 Stück) und vier tote HEITECH Akkus (von 8 Stück).

Dies hängt natürlich alles etwas vom Glück ab und meine Beobachtungen waren natürlich alles andere als repräsentativ. Dennoch vielleicht eine Beobachtung die Euch bei Eurer Kaufentscheidung hilft!

PS. Von den neuen Akkus ist keiner während meines Tests gestorben!

 

Der Test

Kommen wir zum eigentlichen Test der Akkus.

Die Akkus wurden alle mit einem Kraftmax BC-4000 bei 500mAh Ladestrom aufgeladen, ehe diese mit einem Skyrc MC3000 entladen wurden. Dabei gab es drei Durchläufe, einmal mit 0,2A, 0,5A und 1A.

Das Entladen wurde beendet wenn die Akkus eine Spannung von unter 1V erreicht haben. Teilweise geben einige Hersteller ihre volle Kapazität bei einer minimalen Spannung von 0,95V an, aber die wenigsten Geräte können Batterien bzw. Akkus bei solch niedrigen Spannungen noch nutzen.

[spoiler title=’Werte in Zahlenform‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

0,2A 0,5A 1A
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AA-Akkus 2342 2230 2293
ANSMANN Akku AA Mignon 2535 2463 2374
BONAI AA Wiederaufladbare Akku 2058 1955 1982
BONAI Wiederaufladbare Batterien AA 2077 2025 1923
Duracell Recharge Ultra AA 2402 2372 2383
Eneloop AA 1940 1862 1879
eneloop pro AA 2457 2376 2380
hybriX pro 2135 1961 2023
hybriX pro Black AA 2270 2237 2217
Ikea Ladda 2491 2352 2324
Panasonic High Capacity, Akku Ni-MH 2446 2411 2388
Varta Rechargeable Accu Ready2Use 2055 2077 2073

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Um es einfach zu machen starten wir mit dem klaren Verlierer. Dies wäre der BONAI 2800mAh Akku. Dieser bietet zwar nicht die schlechteste Kapazität im Testfeld, ist allerdings meilenweit von den 2800mAh entfernt. Im besten Fall konnte ich gerade mal 2077mAh messen

Damit hat dieser im Schnitt gerade einmal 0,05% mehr Kapazität als der günstigere BONAI Akku mit 2300mAh. Und nein ich gehe nicht davon aus, dass dies ein Fehler ist, denn auch das Gewicht passt zu dieser Kapazitätsmessung.

Gehen wir allerdings nach der reinen Kapazität, dann hat der klassische Eneloop Akku den Test „verloren“. Dieser unterschritt bei 0,2A entlade Strom als einziger Akku die magische 2000mAh grenze mit 1940mAh. Die zweit schlechteste Kapazität bot der Varta Akku mit 2055mAh (2100mAh angegeben) und auf Platz 3 landete der kleine BONAI Akku mit 2058mAh (2300mAh angegeben).

Auf dem ersten Platz liegt, wenn es nach der reinen Kapazität geht, liegt der 2500mAh Akku von ANSMANN mit 2535mAh!

Platz 2 belegt der Ikea Ladda mit 2491mAh und Platz 3 geht an den Enelopp Pro Akku mit 2457mAh.

Dies gilt allerdings nur für den niedrigen Entladestrom! Bei höheren Entladeströmen verschiebt sich das Bild etwas. Spannenderweise kommt der Akku von Duracell am stabilsten mit den unterschiedlichen Strömen klar (2402/2372/2383). Dieser landet beim 1A Entladestrom auch auf Platz 2.

Platz 1 geht hier an den Panasonic Akku, welcher auch spezifisch für „Hochstromanwendungen“ beworben wird.  Platz 2 geht an Duracell und Platz 3 an den Eneloop Pro.

Neben der unterschiedlichen Kapazität bei verschiedenen Strömen gibt es aber noch einen weiteren Unterschied zwischen den Akkus. Dies wäre die Spannung.

Diese ist vielleicht auch ein Grund für die Beleibtheit von Eneloop Akkus. Es ist hier beim Entladen doch auffällig das die Eneloop Akkus, gerade der normale, länger eine höhere Spannung hält als alle anderen Akkus im Testfeld.

Beispielsweise nach rund 1000mAh kommt der Eneloop Akku noch auf rund 1,27V, der HybriX Akku auf 1,241V, der Amazon Akku auf 1,26V und der kleine BONAI Akku auf 1,248.

Dieser Unterschied ist nicht gigantisch, aber kann bei Geräten die nicht auf Akkus optimiert sind durchaus etwas ausmachen. Normale Batterien bieten eine normal Spannung von 1,5V, Akkus von 1,2V. Viele Geräte kommen also etwas besser damit klar wenn die Akkus eine höhere Spannung haben.

Hier fällt gerade auf, dass die meisten großen Akkus bei 50% der Kapazität eine vergleichsweise geringe Spannung haben, mit Ausnahmen. So haben beide Eneloop Akkus ein recht hohes Spannungslevel, genau wie der Akku von Panasonic und Ikea.

Der ANSMANN Akku hingegen hat eine eher geringe Spannung, hält diese aber nach hinten raus am besten, woher die hohe Kapazität kommt.

 

Eneloop = Panasonic = Ikea = Amazon?

Ist es möglich, dass die Akkus von Eneloop, Panasonic, Ikea und Amazon aus der gleichen Fabrik und vom gleichen Fertigem kommen?

Bei den Eneloop und auch Panasonic Akkus kann man fest davon ausgehen, denn Eneloop gehört Panasonic.

Aber wie steht es um Amazon und Ikea? Die Amazon und Ikea Akkus aus diesem Test sind Made in Japan. Ohne genau die Akkuproduktionen in Japan zu kennen, würde es mich nicht wundern wenn die meisten Fabriken nach China abgewandert wären.

Die Vermutung wäre also nahe das es sich hier um Eneloop Akkus unter falscher Flagge handelt.

Hierzu passt auch die Charakteristik der Akkus. Gerade der Ikea Ladda Akku weißt große Ähnlichkeiten zum Eneloop Pro auf. Sowohl was die Kapazität und Spannung betrifft, aber auch die Haptik und Größe beider Akkus sind ähnlich.

Nein der Eneloop Pro und der Ikea Ladda sind nicht 1 zu 1 das gleiche Produkt, aber ich würde darauf tippen, dass hier die gleiche Technik, Rezeptur usw. zum Einsatz kommt, nur ist der Ikea Ladda minimal kleiner designet worden, um für einen Unterschied zu sorgen.

Beim Akku von Amazon ist es etwas schwerer. Auch hier gibt es Parallelen, aber der Akku passt aufgrund der Kapazität nicht so recht zum Eneloop Pro oder dem normalen Eneloop. Gut möglich, dass hier auch die gleiche Rezeptur zum Einsatz kam, aber sicher bin ich mir hier nicht.

 

UPDATE nach einem Jahr! Geringe Selbstentladung?

Eine geringe Selbstentladung war vor einigen Jahren noch etwas Besonderes. Mittlerweile scheint dies allerdings ein gängiges Feature zu sein.

Abseits von Ikea und Panasonic werben ALLE Hersteller mit einer geringen Selbstentladung. Wobei hier Zweifel angebracht sind ab dies denn so bei allen Herstellern so stimmt.

Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen einen Langzeit Test zu starten! Hierfür habe ich drei Akkus jeden Herstellers vollgeladen und in einer Schublade verstaut. Nach 6 Monaten wurde der erste entnommen und die Kapazität gemessen. Nach 12 Monaten dann der zweite. Der dritte Akku diente als eine Art Backup, sollte einer kaputt gehen oder etwas bei der Messung schiefgehen.

Dieser Test begann April 2019 und ist nun im April 2020 geendet. Welcher Akku hat die geringste Selbstentladung?

Kapazität Nach 12 Monaten

Kapazität frisch nach 6 Monaten Nach 12 Monaten
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AA-Akkus 2342 1980 1928
ANSMANN Akku AA 2500mAh 2535 2129 927
BONAI AA Wiederaufladbare Akku 2058 1695 1608
BONAI Wiederaufladbare Batterien AA 2077 1760 1664
Duracell Recharge Ultra AA 2402 2035 2099
Eneloop AA 1940 1694 1685
eneloop pro AA 2457 2138 2067
hybriX pro 2135 1750 1590
hybriX pro Black AA 2270 1836 1722
Ikea Ladda 2491 2096 2064
Panasonic High Capacity, Akku Ni-MH 2446 2080 2019
Varta Rechargeable Accu Ready2Use 2055 1772 1701
nach 6 Monaten Nach 12 Monaten
Duracell Recharge Ultra AA 85% 87%
Eneloop AA 87% 87%
eneloop pro AA 87% 84%
Ikea Ladda 84% 83%
Varta Rechargeable Accu Ready2Use 86% 83%
Panasonic High Capacity, Akku Ni-MH 85% 83%
AmazonBasics Vorgeladene Ni-MH AA-Akkus 85% 82%
BONAI Wiederaufladbare Batterien AA 85% 80%
BONAI AA Wiederaufladbare Akku 82% 78%
hybriX pro Black AA 81% 76%
hybriX pro 82% 74%
ANSMANN Akku AA 2500mAh 84% 37%

Beginnen wir mit den Auffälligkeiten. Der Duracell Akku hatte nach 6 Monaten noch 84,7% der „neu“ Kapazität und nach 12 Monaten 87,4. Wie kann das sein? Da es sich hier um drei unterschiedliche Akkus handelt kann dies eine Schwankung sein. So ist es möglich das der Akku B eine von Natur aus niedrigere Kapazität hatte als Akku C. Solche Schwankungen sind leider nicht ganz zu vermeiden.

Die nächste Auffälligkeit ist der ANSMANN Akku. Dieser hatte nach 12 Monaten nur noch eine Kapazität von 927mAh. Ganz blöd gesagt hier ist irgendwas im Akku schief gegangen, Produkts Fehler oder Ähnliches. Solch ein massiver Kapazitätsverlust ist nicht normal. Leider decken sich solche Probleme aber mit meinen Erfahrungen mit ANSMANN Akkus.

Kommen wir zur eigentlichen Auswertung. Abseits der etwas merkwürdigen Werte des Duracell Akkus bietet wenig überraschend der normale Eneploop Akku die niedrigste Selbstentladung. Nach einem Jahr kam dieser noch auf 86,9% der „neu“ Kapazität. Auch nach 6 Monaten lag dieser bereits vorne.

Erstaunlich gut mit dabei war auch der Eneloop Pro mit 84,1% und die Eneloop Akkus unter „falscher Flagge“. Ikea Ladda erreichte 82,9%, Panasonic 82,5% und AmazonBasics 82,3%. Ebenfalls sehr stark war der Varta Akku mit 82,8%.

Negativ fallen die BONAI Akkus wie auch die hybriX Pro Akkus auf. Die beiden hybriX Pro Akkus erreichten gerade einmal 75,9% bzw. 74,5%.

Zusammenfasst, ja die Eneloop Akkus sind die Könige wenn es um geringe Selbstentladung geht! Sowohl die normalen Eneloop Akkus wie auch die Eneloop Pros schlugen sich extrem gut. Allerdings sind die „guten“ Konkurrenten von beispielsweise Varta, Duracell und die ganzen Enelopp Akkus unter falscher Flagge (Ikea usw.) auch nur knapp dahinter.

 

[spoiler title=’Selbstentladung-Langzeit-Test (6 Monate)‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Wie im ursprünglichem Test angekündigt lagen nun jeweils drei der 12x Akkus vollgeladen in meiner Schublade. Warum drei? Einer soll nach 6 Monaten geprüft werden, einer nach 12 Monaten und einer dient als Reserve.

Die Schubladen in welcher die Akkus gelagert wurden, hatte normale Raumtemperaturen. In den „kalten“ Monaten zwischen 20 und 22 Grad und im Sommer zwischen 22 und 26 Grad.

Sicherlich nicht die perfekten Temperaturen, um Akkus zu lagern, aber alltägliche Temperaturen mit denen jeder Akku klar kommen muss.

 

Die Spannung

Checken wir zunächst die Spannung aller drei Akkus. Dies muss kein Indikator für die Kapazität sein, sagt uns aber wie gleichmäßig die drei Akkus gealtert sind und ob es vielleicht auch schon einen toten Akku gibt.

Langzeit Test 6 Monate

Starten wir mit dem Positiven. Alle Akkus haben das Herumliegen anscheinend überlebt und weisen eine nennenswerte Spannung auf. Dabei gibt es durchaus gewisse Unterschiede untereinander. So tanzte ein hybriX Pro Black Akku und ein ANSMANN Akku besonders stark aus der Reihe.Diese werde ich beiseitelegen.

Positiv hervorstechen konnten die Akkus von Eneloop, Varta, die weißen von BONAI, die Amazon Basics, die Panasonic und die Ikea Akkus, was die Spannungsstabilität angeht. Hier waren alle drei Akkus +- gleich auf.

Die niedrigste durchschnittliche Spannung wiesen eindeutig die Zellen von ANSMANN und hybrix auf, mit 1,2630 bis 1,2852V.

Die höchste durchschnittliche Spannung ist bei den Eneloop und Ikea Akkus zu finden! Diese erreichten 1,3225 bis 1,3185V.

 

Die Kapazität

Um die Kapazität zu messen, habe ich das gleiche Messgerät und die gleichen Einstellungen wie vor 6 Monaten genutzt. Die Akkus wurden mit 0,2A entladen bis diese 1V Spannung unterschritten.

Langzeit Test 6 Monate Kapazität Vergleich

Ich muss gestehen überrascht zu sein! Die Unterschiede zwischen den Akkuzellen sind weniger groß als ich dies erwartet hätte.

Langzeit Test 6 Monate Kapazität

Der beste Akku ist der Eneloop, was vermutlich keine Überraschung ist. Dieser erreichte nach 6 Monaten noch 87% seiner Kapazität. Etwas überraschend ist, dass der Eneloop Pro ebenfalls auf 87% Kapazität kam.

Ebenfalls sehr stark ist der Akku von Varta (86%), Panasonic (85%), BONAI (85%), Duracell (85%) und Amazon (85%).

Akku Langezeit Test 1

Ein wenig enttäuscht hat mich der Ikea Ladda, welcher „nur“ 84% schaffte. Wie Ihr seht unterscheiden sich die Akkus nur minimal.

Eine eindeutige Tendenz sehen wir aber bei den HybriX Akkus, welche das Ende des Felds mit 81% und 82% belegen.

Dennoch nach 6 Monaten sehen wir zwar gewisse Tendenzen, aber die Unterschiede sind noch recht minimal.

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Fazit

Mal wieder ein paar interessante Ergebnisse im Akku-Test. Leider auch wieder das Fazit, es gibt nicht den Akku für alles.

Was die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit angeht, würde ich klar den klassischen Eneloop Akku empfehlen! Dieser macht signifikant mehr Zyklen mit und wird das beste verhalten bei der Selbstentladung zeigen. Allerdings ist der normale Eneloop Akku von der Kapazität recht klein und auch sehr teuer.

Wollt Ihr das Maximum an Kapazität greift zu dem Eneloop Pro, Panasonic 2700mAh Akku oder zum Modell von ANSMANN. Letzteres ist allerdings bei Hochstrom Anwendungen etwas schwächer, dafür bei leichterer bis mittlerer Belastung besser.

Unterm Strich würde ich aber den Eneloop Pro zum Testsieger erklären, wenn es um die Leistung geht. Der Akku bietet unter allen Lastsituationen eine hervorragende Leistung und besitzt zudem ein hohes Spannungslevel.Allerdings ist der Eneloop Pro auch der teuerste Akku im Vergleich.

Kommen wir damit zu meiner wahren Empfehlung und das wäre der Ikea Ladda. Der Ikea Ladda scheint ein leicht schwächeres Schwestermodell zum Eneloop Pro zu sein. Dieser bietet rund 1% weniger Kapazität, kostet aber rund die hälfte!

Allgemein ist der Ikea Ladda der mit Abstand günstigste Akku, wenn man die Kapazität zum Preis ins Verhältnis setzt.

Wenn Ihr also das nächste Mal zu Ikea unterwegs seid (der Akku ist auch online bestellbar!) Packt Euch ein paar Ladda ein! Dieser ist in allen Situationen eine hervorragende Wahl, egal ob bei kleinen oder besonders leistungshungrigen Geräten. Lediglich wenn Ihr wirklich mehr als 500 Zyklen in einer überschaubaren Zeit braucht, ist vielleicht der normale Eneloop die bessere Wahl.

Am Ende möchte ich aber auch die anderen Akkus im Test loben. Egal ob Amazon, Duracell, hybriX, Panasonic oder Varta, wirklich schlecht war hier kein Akku! Außer vielleicht die Modelle von BONAI welche mit einer viel zu hohen Kapazität beworben werden. (Kauft keine No Name Akkus bei Amazon oder eBay).

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