Mit zwei USB Power Delivery Ports zum Erfolg? Das Inateck CC01001 Ladegerät im Test

Der USB C Power Delivery Ladestandard hat schon längst den Durchbruch erlangt. Immer mehr Smartphones unterstützen diesen Ladestandard und selbst Notebooks lassen sich immer öfters via USB C laden.

Hier ist es doch schade, dass es kaum Ladegeräte gibt die gleich zwei USB C Ladeports besitzen, beispielsweise für ein Smartphone und Laptop gleichzeitig.

Ein solches Ladegerät welches über zwei USB C Ports verfügt, ist das Inateck CC01001. Dieses USB C Power Delivery Ladegerät besitzt satte 60W Leistung und zwei USB C Ports, beide mit Power Delivery.

Klingt doch interessant, wollen wir uns daher einmal im Test ansehen wie gut das Inateck CC01001 wirklich ist! Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an Inateck für das Zurverfügungstellen des CC01001 für diesen Test!

 

Das Inateck CC01001 Ladegerät im Test

Das CC01001 USB C Ladegerät setzt auf das bekannte Design von Inateck, welches so und in ähnlicher Form auch bei anderen Modellen des Herstellers zum Einsatz kommt.

Es handelt sich bei diesem also um ein recht kantiges Steckernetzteil. Im Gegensatz zu vielen anderen USB Ladegeräten gibt es also kein Kabel zwischen Ladegerät und Steckdose.

Dies macht das CC01001 ideal für Reisen oder allgemein eine portable Nutzung. Inateck liefert beim CC01001 auch gleich passende Steckeraufsätze für Europa, England und die USA mit.

Mit 77 x 29 x 72mm ist das Inateck CC01001 zwar nicht winzig, aber für die hohe Leistung auch nicht zu groß. Ähnliches gilt auch für das Gewicht von 207g.

Beim Gehäuse setzt Inateck leider auch wieder auf Hochglanz-Kunststoff. Ich würde Euch hier klar zur weißen Version raten, da weißer Hochglanz Kunststoff deutlich resistenter ist als die schwarze Version.

Was die Massivität und Verarbeitungsqualität angeht kann ich aber nichts bemängeln! Das Ladegerät wirkt schön massiv und robust gearbeitet.

 

Die Technik

Das Inateck CC01001 besitzt zwei USB C Ports, welche auch beide den wichtigen Power Delivery Standard nutzen!

USB Power Delivery ist ein Ladestandard welcher von einigen Notebooks genutzt wird (Dell XPS, Apple MacBook, LG Gram usw.), wie auch von vielen Smartphones und Tablets zum Schnellladen.

Besonders wichtig ist der Power Delivery Standard für Apple Nutzer, denn das iPhone und die iPads nutzen exklusiv diesen Standard. Viele Android Modelle wie das S10 nutzen USB Power Delivery zusätzlich zu Quick Charge.

Zwei USB C Ports wie hier beim Inateck CC01001 sind aktuell noch sehr selten! Die beiden USB C Ports unterscheiden sich aber ein Stück weit.

Port Nummer 1 (der obere) kann bis zu 15W bzw. 5V/3A oder 9V/1,66A liefern.

Port Nummer 2 (der untere) hingegen schafft bis zu 60W bzw. 5V,9V,12V,15V,20V bei 3A.

Nutzt Ihr beide Ports allerdings gleichzeitig, wird der untere Port auf 45W gedrosselt. Die maximale Gesamtleistung liegt also bei 60W.

Dies ist schon ordentlich Power! So kann das Inateck CC01001 ein Apple MacBook Pro und ein iPhone Xs gleichzeitig mit fast vollem Tempo versorgen.

 

Der Belastungstest

Starten wir wie üblich in den eigentlichen Test-Teil mit einem Belastungstest. Dabei belastete ich das Ladegerät zu 100% über einen längeren Zeitraum, um nach Auffälligkeiten zu suchen.

Erfreulicherweise gab es keine! Selbst bei einer durchaus nennenswerten Überbelastung zeigte sich das Ladegerät Souverän.  Auch die Hitzeentwicklung am Gehäuse war absolut unkritisch!

Hier hat Inateck einen hervorragenden Job gemacht.

Wie steht es aber um die Belastung beider Ports? Ihr könnt wie beworben Port Nummer 2 mit 60W (20V 3A) belasten. Schließt Ihr ein Gerät an Port 1 an, dann sinkt die Leistung auf 45W (5-15V/3A und 20V 2.25A).

Allerdings sinkt nicht die eigentliche Leistung, sondern das Ladegerät gibt sich einfach nur noch als 45W Ladegerät zu erkennen, was in der Praxis gut funktioniert.

Erneut keine Klagen bei der Port Drosslung!

Schauen wir uns noch die Spannungsstabilität an.

Diese Tabelle müsst Ihr mit etwas Vorsicht betrachten. Das Inateck CC01001 scheint seine Spannung recht dynamisch anzupassen. Erkennt das Ladegerät ein Absacken der Spannung sieht man sehr deutlich wie diese nach oben korrigiert wird. Auch ändert sich die Spannung teils von Last zu Last recht deutlich.

Dennoch scheint die Spannungsstabilität eher mäßig gut zu sein. Gerade auf der 5V Stufe sind 4.994V bis 5.347V schon eine recht große Bandbreite.

5.347V sind genau genommen auch schon oberhalb des USB Standards. Praktisch wird dies kein Problem sein, da es zu einem gewissen Spannungsabfall durch das verwendete Ladekabel und die Ports kommt, dennoch ist hier etwas Luft nach oben!

 

Ladetempo

Folgende Geräte habe ich am Inateck Ladegerät getestet:

  • Apple iPhone Xs Max
  • Apple iPad Pro 11
  • Apple MacBook Pro
  • Dell XPS 13 9380
  • Huawei Mate 20 Pro
  • Samsung Galaxy S10+
  • Xiaomi Mi9

Starten wir mit den beiden Notebooks. Die Apple MacBook Pros sind recht unproblematisch was das Ladegerät bzw. den Ladeport angeht. So kann mein Apple MacBook Pro Late 2016 an beiden Ports des Inateck CC01001 laden. An Port 1 werden 15W erreicht, an Port 2 satte 58W!

Damit kann das Inateck CC01001 das originale Ladegerät des MacBook Pro 13 voll ersetzen. Selbst wenn der zweite Port auf 45W gedrosselt wird ist dies für das 13 Zoll MacBook Pro immer noch mehr als genug selbst unter Volllast zu laden.

Windows Notebooks sind hier oftmals etwas zickiger. So kann das Dell XPS 13 und vermutlich auch die meisten anderen Windows Notebooks nicht an Port 1 Laden, dieser hat hierfür einfach zu wenig Leistung.

An Port 2 sieht die Welt allerdings anders aus. Aufgrund der hohen Leistung werden hier die meisten Windows Notebooks laden können, sofern diese sich auch via USB C laden lassen.

Klasse! 45W reicht hier in der Regel für ein 13 Zoll Notebook bereits völlig aus, 60W bietet hier selbst für größere Modelle noch etwas Puffer.

Wie steht es aber um die Smartphones?

Ebenfalls sehr gut! Alle getesteten Modelle konnten an BEIDEN Ports des Inateck CC01001 schnell laden. So erreichte das iPhone Xs Max an Port 1 15,3W und an Port 2 18,3W. Verglichen mit den 5W die das iPhone Xs Max an seinem original Ladegerät erreicht ist dies eine beachtliche Steigerung.

Das Samsung Galaxy S10+ erreicht hingegen an beiden Ports mit +- 13,xW das gleiche Ladetempo wie mit dem originalen Ladegerät.

Auch das Huawei Mate 20 Pro lädt mit 13,8W flott, allerdings wie alle Huawei Smartphones langsamer als an seinem original Ladegerät.

 

Effizienz

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Effizienz des Inateck CC01001 an.

Wie üblich schwankt die Effizienz etwas je nach Spannung und Belastung des Ports. Allerdings erreicht das Inateck CC01001 mit 82% bis 90% eine gute wenn nicht sogar sehr gute Effizienz für ein USB Ladegerät.

Im Inneren kommt also durchaus aktuelle Technik zum Einsatz, sonnst wären nicht bis zu 90% Effizienz möglich.

 

Fazit

Das Inateck CC01001 konnte im Test überzeugen! Die größte Stärke des Inateck CC01001 sind dabei klar die beiden USB C Ports, welche auch beide USB Power Delivery unterstützen.

So ist es problemlos möglich ein iPhone Xs und ein Apple MacBook Pro gleichzeitig schnell zu laden. Es gibt nicht viele andere Ladegeräte die selbiges erlauben!

Technisch ist das Ladegerät dabei solide gebaut, mit einer ordentlichen maximalen Leistung (60W). Die Hitzeentwicklung unter Voll-Last ist zufriedenstellend und die Effizienz stark.

Lediglich bei der Spannungsstabilität könnte Inateck noch nachbesser, aber diese wird in der Praxis keine Probleme machen.

Sucht Ihr also ein Ladegerät welches zwei USB C Geräte gleichzeitig schnellladen kann, dann ist das Inateck CC01001 eine gute Wahl, wenn auch mit 50€ nicht ganz günstig.

Michael Barton

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