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Die EarFun Air Pro 3 im Test, viel Bass, neuer LC3 Codec und über App anpassbar!?

Mit den Air Pro 3 hat EarFun neue true Wireless Ohrhörer auf den Markt gebracht, welche ein gewisses Hit Potenzial haben. So ist EarFun mittlerweile schon ausreichend bekannt für seine wirklich guten und nicht zu teuren True Wireless Ohrhörer.

Die Air Pro 3 lesen sich extrem interessant. So setzen diese auf den hochwertigen Qualcomm QCC3071 SoC für die Bluetooth Kommunikation, welcher neben aptX auch den neuen LE Audio Standard und den LC3-Codec unterstützt.

Zudem soll ein neues Noise Cancelling, verbessertes 6-Mikrofon-Array und noch bessere 11mm Treiber genutzt werden.

Liest sich doch toll, aber klingen die EarFun Air Pro 3 auch so toll? Finden wir genau dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an EarFun für das Zurverfügungstellen der Air Pro 3 für diesen Test.

 

Die EarFun Air Pro 3 im Test

Was den Aufbau und das generelle Design betrifft, sind die EarFun Air Pro 3 recht klassische true Wireless Ohrhörer. So setzen diese wie üblich auf eine kleine Ladebox, in welcher diese geliefert und geladen werden.

Die Ladebox ist mit 60 x 50 x 30,5 mm und einem Gewicht von 52,7g inklusive Ohrhörern (41,8g ohne Ohrhörer) angenehm kompakt.

Diese besteht äußerlich aus einem sehr einfachen Kunststoff, welcher sich aber auch nicht schlecht anfühlt. In der Ladebox steckt ein 520 mAh großer Akku, der die Ohrhörer 4,x mal laden kann.

Ist der Akku in der Ladebox leer, dann lässt dieser sich via USB C oder auch kabellos auf einem entsprechenden Ladepad laden. Letzteres ist in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit.

Die Ohrhörer selbst setzen auf ein in-Ear Design mit Silikon Ohr-Aufsätzen. Die Rückseite der Ohrhörer ist dabei mit einer Art metallischem Kunststoff verkleidet, was durchaus schick aussieht!

EarFun verzichtet dabei auf Tasten. Anstelle dessen setzen die Ohrhörer auf eine Touch Steuerung.

 

Tragekomfort

Die EarFun Air Pro 3 sind recht normale True Wireless Ohrhörer was Form und Tragekomfort angeht.

Vielleicht hat der Ohrkanal einen etwas höheren Durchmesser, aber im Kern bin ich mit dem Tragekomfort zufrieden. Ich würde diesen mit einer “2” bewerten. Vielleicht, wenn du super schmale Ohren hast, dann sind diese weniger etwas für dich. Aber ansonsten passt alles.

 

Der neue LC3 Codec

Die EarFun Air Pro 3 unterstützen den neuen Bluetooth LC3 Codec. Was bedeutet das?

Normalerweise kommunizieren Bluetooth Geräte mithilfe des so genannten SBC Audio Codec. Dieser wird von allen Bluetooth Geräten unterstützt und liefert an sich eine recht gute Audioqualität (besser als ihm oft nachgesagt wird).

Es gibt auch den alternativen aptX Codec, dieser ist allerdings „proprietär“ und wird nicht von allen Smartphones unterstützt und ist in der Regel an den Hersteller Qualcomm gekoppelt.

LC3 ist nun der neue offizielle Audio-Codec von Bluetooth, welcher noch von wenigen Geräten unterstützt wird, aber in Zukunft langsam zum Standard werden sollte.

Was für Vorteile hat LC3? LC3 kommt mit weniger Bandbreite aus (192 kbit zu 345 kbit) und liefert dabei eine bessere Audioqualität. Theoretisch ist also der Klang besser und dank der niedrigeren Bandbreite die Reichweite höher, die Verbindung stabiler und nicht zu letzt auch der Energie bedarf niedriger.

Hier findest du ein kleines Video der Bluetooth-Macher, die das einmal erklären: https://www.bluetooth.com/de/bluetooth-resources/the-lc3-difference/

Die Air Pro 3 unterstützen natürlich auch ältere Geräte mit dem SBC Codec bzw. aptX.

 

ANC und Ambient Sound

Das ANC der Air Pro 3 ist ordentlich, aber auch nicht absolut überragend. Ich denke, es ist auf einem durchschnittlichen Level für Ohrhörer dieser Klasse.

Dunkle Geräusche, Brummen und Surren werden sehr gut reduziert oder sogar meistens entfernt. Hellere und komplexere Geräusche, Stimmen, Klickern usw. wird aber nur leicht gedämpft. Im Gegenzug gibt es aber auch kein weißes Rauschen oder Ähnliches.

Ganz gut gefällt mir der “Ambient Sound “ Modus, bei welchem Hintergrundgeräusche verstärkt werden, sodass du beispielsweise Durchsagen noch hören kannst.

Die Air Pro 3 verstärken dabei nicht extrem stark, aber haben eine extrem geringe Verzögerung.

 

Klang, mit der App anpassbar

EarFun bietet für die Air Pro 3 bzw. allgemein für ihre neueren Ohrhörer eine App an. In dieser App kannst du nicht nur zwischen ANC Modi hin und her schalten oder den “Gaming”-Modus einschalten.

Du kannst auch den Klang mithilfe eines einfachen 6-Band EQ noch nach deinen Wünschen anpassen. Sollten die Ohrhörer also von Haus aus nicht ganz deinen Geschmack treffen, dann ist dies kein Weltuntergang.

 

Klang, Bassbomber wie aus dem Bilderbuch

Bei der Klangbeschreibung beziehe ich mich auf den “Standard” Klang ohne EQ Einstellungen über die App.

Direkt gesagt, die EarFun Air Pro 3 sind Bassbomber. Diese haben einen recht warmen und tiefenfokussierten Klang. Nicht ganz verwunderlich, denn wir haben mit “11-mm-Wool-Verbundtreibern” recht große Treiber, welche oft zu einem etwas wärmeren Klang neigen.

Gehen wir aber geordnet vor und starten bei den Höhen. Ich habe an den Höhen wenig auszusetzen. Diese sind trotz des Bass-Fokus recht klar und sauber spielend. Wir haben zwar eine gewisse Grundwärme in den Höhen, aber das geht in Ordnung bei den Air Pro 3. Allerdings sind dies auch nicht die brillantesten Ohrhörer. Gerade die oberen Höhen sind recht stark abgerundet. Magst du super brillante oder scharfe Höhen, dann musst du über den EQ etwas nachhelfen oder andere Ohrhörer wählen. Allerdings sind die Höhen auch alles andere als schlecht.

Mit den Mitten wiederum bin ich nicht ganz so zufrieden. Diese wurden doch zugunsten der Tiefen ein gutes Stück abgesenkt. So etwas wird gerne gemacht, um mehr “Fokus” auf die Tiefen zu legen. Bei den Air Pro 3 hat EarFun diese aber für meinen Geschmack etwas stark abgesenkt. Gewisse Stimmen können etwas dünner klingen. Ein Mitten-Boost über den EQ im 500 Hz Bereich tut den Ohrhörern gut und lässt sie um einiges voller klingen.

Kommen wir zum spannenden Punkt, dem Bass. Die Air Pro 3 haben einen sehr warmen Grundton und einen doch stark angehobenen Bass. Dieser hat einen guten Tiefgang und ist natürlich schon recht gewaltig. Allerdings ist der Bass auch nicht super aggressiv. Die Tiefen der Ohrhörer scheinen recht konstant angehoben zu sein, was diesen einen “gleichmäßig” kräftigen Bass verleiht.

Klang gewaltig ist ein Ausdruck, der gut zu den EarFun Air Pro 3 passt! Suchst du Ohrhörer, die ausbalanciert sind, dann sind diese nicht das richtige für dich. Die Air Pro 3 machen Spaß!

 

Fazit

Du magst einen kräftigen und bassstarken Klang? Dabei willst du technisch moderne Ohrhörer mit der neuesten Bluetooth Technologie, kabellosen Laden und App Support? Du möchtest unter 100€ ausgeben?

Dann willkommen bei den EarFun Air Pro 3!

Sicherlich das Wichtigste an diesen ist der etwas Wärme und bassstarke Klang. Die Air Pro 3 haben einen sehr beachtlichen Tiefgang und ordentlich Wums. Es gibt hier zwar noch extremere und aggressive Modelle, aber die gehören klar zu den bassstärksten Modellen, die ich seit langem im Test hatte.

Sollte dir dies zu viel Bass sein oder du willst sogar noch mehr? Kein Problem! Die Air Pro 3 bieten eine gute App Unterstützung, welche ein freies Anpassen des Klangs erlaubt. Dies ist extrem wertvoll. Klang ist etwas sehr Individuelles und die Möglichkeit, den Klang individuell abzustimmen, ein großer Mehrwert.

Ebenfalls kannst du über die App den genauen Akkustand sehen und auch den ANC und Ambient Sound umstellen.

Das ANC der Air Pro 3 ist genau wie der Ambient Sound Modus soweit okay. Vielleicht hätte ich hier etwas mehr erwartet, aufgrund des Marketings, aber diese liefern hier eine solide Vorstellung für die 70-100€ Preisklasse.

Unterm Strich kommt es also auf deinen Geschmack an. Magst du viel Bass und technisch moderne Ohrhörer? Dann sind die EarFun Air Pro 3 vielleicht das richtige für dich!

EarFun Air Pro 3
POSITIV
Mit App Support
Kräftiger und bassstarker Klang
Klang über App anpassbar
Guter Tragekomfort
Neueste Bluetooth Feature (welche in der Praxis nicht extrem viel bringen, aber nice to have sind)
Solides ANC und Transparenz-Modus
Kabelloses Laden der Ladebox
Kompakte Ladebox
NEGATIV
Nichts für Puristen oder Fans von besonders brillantem Sound (ohne das Nutzen des EQ)
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Was macht Mini-PCs so spannend und was ist beim Kauf zu beachten?

Mini-PCs liegen derzeit absolut im Trend. So werden diese zunehmend Leistungsstärker, es gibt mehr Auswahl und auch die Preise sind oft mehr als bezahlbar.

Allerdings gibt es beim Kauf von Mini-PCs durchaus einige Punkte zu beachten. Zudem musst du dir natürlich die Frage stellen, ist ein Mini-PC das Richtige für mich? Warum sollte ich überhaupt einen Mini-PC kaufen?

Versuchen wir diese Fragen in diesem Test zu klären!

 

Warum einen Mini-PC kaufen?

Warum solltest du dich für einen Mini-PC interessieren? Mini-PCs haben unter anderem dank der Intel NUC Modelle einiges an Popularität gewonnen. Aber was macht diese interessant?

  1. Super kompakte Abmessungen
  2. Extrem niedriger Stromverbrauch
  3. Hohe Bandbreite an Leistung
  4. Niedriger Anschaffungspreis

Mini-PCs sind im Kern Notebooks ohne Display und Akku, welche in ein kleines Gehäuse komprimiert wurden. Diese setzen also auf Notebook CPUs und Grafikkarten.

Dies erlaubt es, solchen PCs extrem klein und kompakt zu sein. Ebenfalls sorgt dies für einen sehr niedrigen Stromverbrauch. Mini-PCs benötigen in der Regel unter 10 W im Leerlauf. Vergleichen wir dies mit einem regulären Desktop-PC, welcher gerne mal 50-150W im Leerlauf fressen kann, ist dies doch eine deutliche Ersparnis.

Unter Last können auch mini-PCs durchaus 50+ W fressen, aber in der Regel sind diese sehr effizient.

Notebook Hardware ist dabei in den letzten Jahren um einiges besser geworden. Es gibt zwar viele günstige Mini-PCs welche leistungstechnisch eher an der Grenze des Brauchbaren sind, gerade die Modelle in der 200-300€ Preisklasse. Allerdings haben viele Mini-PCs in der 400-600€ Preisklasse schon ordentlich Power. Meist setzen diese auch auf eine sehr hohe TDP (die maximale Leistungsaufnahme des Prozessors unter Last wird hochgesetzt), was diesen verglichen mit Notebooks einen kleinen Vorteil verleiht.

Du bekommst einige mini-PCs schon für um die 200€. Diese Modelle sind natürlich meist eher eingeschränkt brauchbar, aber gehts dir rein um Office Anwendungen, dann können diese Modelle schon ausreichen.

Allerdings würde ich empfehlen für einen Mini-PC zwischen 400 und 600€ einzuplanen, dann bekommst du auch was Ordentliches. In der Regel ist ein Mini-PC mit vergleichbarer Hardware ca. 100-300€ günstiger als ein entsprechendes Notebook. Dieser Unterschied kann auch größer ausfallen.

 

Leistungsaufnahme, das große Plus

Die niedrige Leistungsaufnahme ist der größte Vorteil an Mini-PCs, gerade in Zeiten wo Stromsparen aus vielen Gründen Sinn macht. Diese benötigen im Leerlauf nach meiner Erfahrung meist unter 10W. Bei normaler Nutzung pendeln diese sich bei 15-25W ein und selbst unter Volllast kommen wir meist nur auf +- 50W.

Die genauen Leistungswerte schwanken natürlich etwas je nach Modell, aber hier eine kleine Übersicht über die von mir getesteten Modelle:

Wie du siehst, benötigen alle Mini-PCs, die ich bisher getestet habe, angenehm wenig Energie.

Im Minimum konnte ich hier 7,xW beobachten. Tendenziell scheinen die AMD Modelle im Leerlauf etwas sparsamer zu sein, aber die Unterschiede liegen im Bereich +- 1-2W, sind also selbst bei den aktuellen Strompreisen unrelevant.

Kann man einen aktuellen Desktop PC bauen, der ähnlich wenig Strom benötigt? Schwer bis unmöglich. Ja es ist möglich einen Desktop-PC zu bauen der unter 10W frisst, aber dies ist nur mit extrem exotischer Hardware möglich. Hier spreche ich von absoluten minimalistischen ITX oder microATX Mainboards, PICO Netzteilen, passiver Kühlung usw. Alleine 2 Lüfter in einem normalen PC benötigen oft mehr als 10W.

Ein normaler Desktop PC benötigt im Leerlauf meist um die 50W, Gaming PCs auch gerne um die 100W.

Von daher hat der Stromverbrauch hohe Priorität, dann sind Mini-PCs oder Notebooks klar das Objekt der Wahl. Meist wird dein Monitor mehr Energie benötigen als dein Mini-PC.

 

Wie viel Leistung sollte mein Mini-PC haben?

Mini-PCs gibt es in vielen Preis- und Leistungsklassen. Gehen wir diese einmal etwas durch und wofür diese zu gebrauchen sind.

 

Low Power, Vorsicht bei Intel Celeron und Intel Pentium CPUs

  • Intel Atom (alle Modelle)
  • Intel Celeron (alle Modelle)
  • Intel Pentium (alle Modelle)
  • AMD Ryzen 3 (1000, 2000 und 3000er Generation)

Viele sehr günstige Mini-PCs setzen auf Intel Celeron oder Intel Pentium CPUs. Vor allem der Intel Celeron N5105 ist hier sehr beliebt.

Aber hier musst du wirklich etwas vorsichtig sein. Diese CPUs sind langsam, selbst für Office Anwendungen. Diese sind nutzbar, aber alles andere als “flüssig” oder „gut“. Gerade wenn du mehrere Anwendungen offen hast, kann es zu merkbaren Rucklern kommen.

Du kannst damit klar kommen, vor allem wenn du nicht ganz so anspruchsvoll bist, aber ich würde solche Mini-PCs meiden, wenn möglich. Auch Modelle, die z.B. den Ryzen 3200U nutzen oder generell die meisten Dual Core Modelle, fallen für mich in diese Kategorie.

Eventuell als 2. PC, Media-PC oder als “mini-Home-Server” könnten diese Sinn machen.

Modelle die in diese Kategorie “mit Vorsicht genießen” fallen wären z.B.:

 

Alte CPUs und Refurbished

Einige günstige Mini-PCs nutzen einfach alte CPUs oder sind “Refurbished”, also alte Office-PCs.

  • Intel Core i3 (1-8 Generation)
  • Intel Core i5 (1-8 Generation)
  • Intel Core i7 (1-8 Generation)
  • AMD Ryzen 5 (1000 und 2000er Generation)
  • AMD Ryzen 7 (1000 und 2000er Generation)

Solche CPUs sind kein NoGo und oft schneller als ein neuer Intel Celeron, dennoch gilt hier etwas Vorsicht, je nach Alter der CPU.

Ein Intel i5-8259U z.B. ist noch gut brauchbar, auch im Jahr 2023. Hier gilt es aber auch auf die Generation zu achten. Diese wird bei Intel und AMD durch die erste Zahl hinter der Modell-Serie gekennzeichnet.

Ein “i5-8259U” ist ein Chip der 8. Generation. Ein “i5-4590T“ ist ein Chip der 4. Generation usw.

Windows 11 wird beispielsweise bei Intel erst ab der 7. Generation und bei AMD ab der 2. Generation Ryzen CPUs unterstützt. Bei älteren CPUs wäre ich vorsichtig.

Z.B. der bei Amazon populäre Fujitsu Esprimo Q920 ist ein alter Office-Mini-PC mit i5-4590T. Dies ist ein PC mit Intel I CPU der 4. Generation, wir sind mittlerweile in der 13. Generation angekommen. Dieser mag durchaus noch nutzbar sein, aber ich wäre hier als “Arbeits-PC” schon wieder vorsichtig.

Modelle mit älteren CPUs bei denen z.B. ich vorsichtig wäre:

  • Fujitsu Esprimo Q920
  • HP ProDesk 800g18cm
  • Dell Optiplex 7040 Micro

Modelle mit älteren CPUs, die aus meiner Sicht noch okay wären z.B.:

 

Aktuelle Mittelklasse bis gehobene Mittelklasse

Kommen wir so langsam in die Klasse an Mini-PCs die ich als gut verwendbar, auch für Anwendungen wie leichte Foto und Video-Bearbeitung (Adobe Lightroom, Luminar Ai usw.) sehe.

  • Intel Core i3 (10+ Generation)
  • Intel Core i5 (10+ Generation)
  • AMD Ryzen 3 (4000er oder 5000er Generation)
  • AMD Ryzen 5 (4000er Generation)

Ein Mini-PC mit z.B. i5-1145G7 hat durchaus ordentlich Power!

Diese PCs laufen in der Praxis in der Regel absolut sauber und flüssig. Auch Foto und Videobearbeitung ist auf diesen in der Regel sehr gut möglich.

PCs dieser Klasse würde ich so langsam “uneingeschränkt” empfehlen (außer fürs Gaming, dazu später mehr).

Mini-PCs die ich hier empfehlen kann, wären z.B.:

 

Oberklasse mit richtig Leistung für fast alles

Kommen wir zu den Spitzenmodellen.

  • Intel Core i3 (12+ Generation)
  • Intel Core i5 (12+ Generation)
  • Intel Core i7 (11+ Generation)
  • AMD Ryzen 5 (5000er oder neuer)
  • AMD Ryzen 7 (5000er oder neuer)

Hast du einen Mini-PC mit i7-1195G7 oder z.B. Ryzen 5560U, dann kannst du auf diesem praktisch alles recht flüssig machen.

Fotobearbeitung, Videobearbeitung usw. ist für diese Modelle in der Regel kein Problem. Klar 8K Video oder x unkomprimierte 4K Videos können diese auch an Ihr Limit bringen, aber da kommen wir so langsam an die Grenzen die Notebook Hardware allgemein mit sich bringt.

Adobe Lightroom, Photoshop, Luminar AI usw. werden hier aber gut laufen, in einem normalen Umfang.

PCs dieser Klasse bieten selbst für mich in 98% der Fälle mehr als genug Leistung.

Folgende Modelle könnte ich in dieser Klasse empfehlen:

 

Grafikleistung oft schwächer

99% aller Mini-PCs nutzen die Grafikkarte, die in der CPU mit integriert ist. Bei neueren Modellen ist diese in der Regel nicht schlecht.

4K Videos, Videobearbeitung und auch „Grafikkartenbeschleunigung“ bei Foto/Video-Bearbeitungsprogrammen geht hiermit meist in Ordnung. Du musst also nicht Angst haben, dass Videos ruckeln (außer bei den ganz Low Power Modellen) oder die Fotobearbeitung mit Lightroom unerträglich langsam ist.

Letzteres sollte zumindest bei Modellen, die ich als “Aktuelle Mittelklasse” oder besser eingestuft habe, gut gehen.

Allerdings ist Gaming eine problematische Kategorie für alle Mini-PCs. Tendenziell sind hier die AMD Systeme etwas besser, aber auch diese glänzen nicht übermäßig. Siehe dazu auch meine beiden Artikel:

Zusammengefasst, Mini-PCs mit Ryzen 5000er oder 6000er CPUs schaffen eSport Titel wie Overwatch oder DOTA 2 gut und flüssig bei Full HD und mittleren Details.

Allerdings AMD Ryzen 5000er Mini-PCs schwächeln bei neueren Titeln, hier wirst du meist die Auflösung auf 720p und Mittel reduzieren müssen.

AMD Ryzen 6000er PCs wie der Beelink SER6 schaffen 1080p niedrig in fast allen Spielen flüssig.

Wirkliche Gaming Maschinen sind Mini-PCs, aber in der Regel nicht, abseits von leichten eSport Titeln.

 

SSD ist Pflicht

Eine SSD ist in jedem aktuellen PC Pflicht. 99% aller Mini-PCs haben eine SSD, solltest du über ein Modell ohne SSD stolpern, dann Finger weg oder SSD nachrüsten.

 

8GB RAM oder mehr

4GB RAM ist im Jahr 2023 zu wenig. 8GB halte ich hier für das Minimum, wenn du den PC regulär nutzen möchtest. 16GB sind hier “optimal”.

 

Ein Notebook oft, aber nicht immer die bessere Wahl

Für einen ordentlichen Mini-PC zahlst du in der Regel um die 500-600€. Fürs gleiche Geld bekommst du auch ein Notebook mit an sich vergleichbarer Hardware, wie das Lenovo IdeaPad 5.

Ich denke, es ist oft die bessere Wahl ein einfaches Notebook als einen Mini-PC zu kaufen. Oft, aber nicht immer!

So mögen die technischen Daten oft ähnlich sein, aber die Mini-PCs haben meist eine höhere TDP (also der Prozessor darf etwas mehr Energie aufnehmen und entsprechend schneller laufen). Zudem sind Notebooks in der +- 500€ Preisklasse oft so eine Sache. Du bekommst hier in der Regel kein gutes Display, eine einfache Verarbeitung usw.

Willst du einfach nur ein Gerät das “funktioniert”, dann kauf lieber ein 400-600€ Notebook als einen Mini-PC.

Willst du aber eh nur am Desktop arbeiten und willst einen möglichst niedrigen Stromverbrauch, aber dennoch das Maximum an Leistung, dann machen die “größeren” Mini-PCs durchaus Sinn.

Mini-PCs setzen zwar auch auf Notebook CPUs, quetschen in der Regel aber das Maximum an Leistung aus diesen heraus.

 

Windows eventuell neu installieren

Viele Mini-PCs stammen von asiatischen Anbietern. Ich misstraue diesen zwar nicht generell, aber oft nutzen diese modifizierte Windows Versionen. Beispielsweise wird hier bei Windows 11 oft der Account-Zwang usw. entfernt. Grundsätzlich nicht schlimm oder schlecht, aber ich bevorzuge eine frische Installation.

Den Windows 11 Installer kannst du dir aber einfach bei Microsoft herunterladen https://www.microsoft.com/de-de/software-download/windows11

Die Windows 11 Lizenz ist an das Mainboard des PCs gekoppelt, diese verlierst du also nicht, wenn du Windows neu installierst.

 

Welche Mini-PCs kann ich empfehlen?

Die meisten Mini-PCs haben durchaus ihren Einsatzzweck. Aber es gibt natürlich Modelle die ich etwas mehr mag und entsprechend auch vollherziger empfehlen kann. Dies wären derzeit folgende Modelle:

Der Beelink SER6 und der Geekom Mini IT11 sind die beiden besten Mini-PCs die ich bisher hatte.

Der Beelink SER6 hat viel MultiCore Leistung (gut für Foto und Video-Bearbeitung) und USB 4.0 (Thunderbolt 3). Dieser ist dank der AMD Ryzen 6000 Basis ein sehr moderner und fähiger Mini-PC.

Der Geekom Mini IT11 setzt nicht auf AMD, sondern auf Intel. Der i7-1195G7 hat etwas weniger Multi-Core Leistung, dafür mehr Single Core Leistung. Blöd gesagt wir haben weniger Kerne, dafür ist jeder Kern hier sehr schnell. Gerade beim Webbrowsen und normalen Alltagsanwendungen kann dies ein kleiner Vorteil sein.

Der Beelink SER6 und der Geekom Mini IT11 sind aber beides spitzen PCs, je nachdem ob du Team AMD oder Intel bist.

Der Beelink SER5 ist der Vorgänger vom SER6 und bietet ebenfalls eine sehr gute Leistung und ist weiterhin voll empfehlenswert. Zum Zeitpunkt des Tests kostet aber der SER 6 lediglich 90€ mehr als der SER5 und da würde ich eher den SER6 nehmen.

Der ACEMAGICIAN AMR5 ist etwas der Exot unter den Mini-PCs. Dieser ist etwas flotter als der SER5 und hat ein absolut einzigartiges Design. Wenn du diesen cool findest, kann er durchaus eine gelungene Alternative sein, zumal er etwas günstiger ist als der Beelink.

Die Intel NUCs sind natürlich auch zu empfehlen

 

Mini-PCs im Techtest-Büro

Ich nutze im Techtest-Büro auch zwei Mini-PCs auf täglicher Basis. Warum? Strom und Platz ist das Stichwort.

So nutze ich den Beelink SER5 als PC für die Aufzeichnung von Diagrammen und Messwerten. Beispielsweise beim Testen von Powerbanks muss ich Teils einen PC haben der die Messwerte mitschreibt, was einige Stunden dauern kann.

An sich kein besonders anspruchsvoller Job, aber ein Mini-PC ist hier ideal. Dieser nimmt nicht viel Platz ein, braucht vor allem nicht viel Strom und ist wunderbar leise.

Derzeit nutze ich den Geekom Mini IT11 als Office PC. So schreibe ich diesen Artikel gerade am IT11. Warum? Stromverbrauch! Ich habe einen dicken AMD Ryzen 7950X Desktop mit 64GB RAM usw. Dieser benötigt aber im Leerlauf über 100W. Der IT11 um die 10W. Strom ist teuer, auch im Techtest-Büro.

Warum dann nicht einen Mini-PC nutzen? Für Video und Bildbearbeitung starte ich zwar meinen großen PC, vor allem weil ich Linux auf dem Mini-PC habe, aber 90% der Zeit nutze ich den IT11.

 

Fazit

Ich hoffe, dieser kleine Artikel konnte dir bei Mini-PCs etwas weiterhelfen. Mini-PCs sind etwas Feines, vor allem wenn du kein Notebook möchtest und auf ihre stromsparende Natur  Wert legst.

Hier gilt aber auch etwas Augen auf! Nicht jeder Mini-PC ist gut und vor allem für jede Aufgabe geeignet. Generell würde ich folgendes Empfehlen:

  • Mindestens 4 Kerne
  • Intel Celeron und Pentium CPUs vermeiden
  • 8GB RAM oder mehr
  • SSD ist Pflicht

Beachtest du diese Punkte, dann kannst du dir recht sicher sein, keinen absoluten Schrott zu bekommen.

Modelle die ich empfehlen kann und auch schon in den Fingern hatte wären:

Zwei davon nutze ich selbst auf täglicher Basis um in meinem Büro etwas Strom zu sparen, was natürlich die größte Stärke der Mini-PCs ist.

Test: Bosch Smart Home Eyes Innenkamera II, guter Datenschutz und Cloud Speicherung richtig gemacht?

Überwachungskameras sind etwas Praktisches, auch im Innenraum. Allerdings ist hier ein Modell mit zufriedenstellendem Datenschutz und Funktionsumfang zu finden ist gar nicht leicht.

So setzte die Bosch Smart Home Eyes Innenkamera auf ein sehr interessantes Konzept. So war bei dieser Kamera das eigentliche Kamera-Modul einfahrbar. Warst du zuhause, dann konntest du zu 100% sicher sein, dass du nicht beobachtet wirst. Zudem ist Bosch natürlich ein sehr vertrauenswürdiger Hersteller.

Nun hat Bosch eine neue Version seiner Eyes Innenkamera auf den Markt gebracht, die Eyes Innenkamera II. So bietet Version 2 im Kern die gleiche Funktionalität wie die alte Version, soll aber in vielen kleinen Punkten verbessert worden sein.

Wollen wir uns da doch einmal die neue Bosch Smart Home Eyes Innenkamera II im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Bosch für das Ausleihen der Eyes Innenkamera II für diesen Test.

 

Die Bosch Smart Home Eyes Innenkamera II im Test

Bei der Bosch Smart Home Eyes Innenkamera II handelt es sich, wie der Name schon sagt, um eine reine Innen-Überwachungskamera. Diese ist eine “ovale” Röhre, welche auf einem silbernen Sockel angebracht ist.

Was hier nicht sichtbar ist, ist die eigentliche Kamera. Diese steckt in einem motorisierten Kopf, der auf Wunsch ausfährt. Dies ist natürlich aus Sicht des Datenschutzes ideal. Ist die Kamera eingefahren, dann kannst du dir auch zu 100% sicher sein, dass du gerade nicht beobachtet wirst.

Dieses Ein/Ausfahren kann wahlweise über die Bosch App oder über eine Touch-Taste auf der Oberseite gesteuert werden.

Abseits davon finden wir an der Kamera lediglich ein silbernes Gitter, unter welchem sich ein Lautsprecher/Sirene befindet.

Mit Strom wird die Kamera via microUSB versorgt. Hier sollte sich aber Bosch im Jahr 2023 etwas schämen. Es ist zwar nicht “schlimm”, dass hier microUSB verbaut wurde, aber auch nicht optimal.

Ein entsprechendes USB Netzteil mit 5V/2A liegt bei.

 

Die App und Funktionen

Die Eyes Innenkamera II nutzt die Bosch Smart Camera App zur Steuerung. Die Bosch Smart Camera App ist recht einfach aufgebaut.

Auf der Startseite findest du eine Übersicht über alle verbundenen Kameras. Tippst du diese an, landest du in der Live Ansicht. In dieser kannst du die 2 Wege Kommunikation einleiten, die Sirene aktivieren, manuell Fotos machen und natürlich auch die Ereignisse sehen.

Erkennt die Kamera eine Bewegung, erhältst du eine Benachrichtigung und es wird ein 15 sekündiger Clip angefertigt. Sofern eingestellt kann auch automatisch die Sirene ertönen. Dies ist aber ein zweischneidiges Schwert, denn es lenkt die Aufmerksamkeit auf die Kamera.

Generell ist die Bosch App erfreulich einfach aufgebaut und an sich recht klar verständlich.

 

Bewegungserkennung

Die Eyes Innenkamera II besitzt drei Modi für die Bewegungserkennung.

  • Alle Bewegungen
  • Nur Personen
  • Bewegungen in einem gewissen Bereich

Von Haus aus reagiert die Kamera auf alle Bewegungen im Sichtbereich der Kamera. Du kannst aber auch einstellen, dass die Kamera nur auf Personen reagieren soll. Dies funktioniert gut, ist aber anscheinend eher eine einfache Personenerkennung.

Sofern du keine Haustiere hast (bzw. nicht willst, dass diese einen Alarm auslösen), dann solltest du auf die Personenerkennung umschalten. Große Hunde können diese zwar auch eventuell auslösen, aber es reduziert die Fehlalarme deutlich.

Zudem lässt sich die Empfindlichkeit der Kamera in 9 Stufen steuern.

 

Kostenfreie Cloud Speicherung

In der Eyes Innenkamera II ist keine Speicherkarte oder Speicher verbaut. Die Kamera sendet all ihre Aufnahmen in die Cloud zu Bosch.

Dies kann bei einer Kamera wie dieser auch Sinn machen. So werden die Aufnahmen “in Sicherheit“ gebracht und können nicht einfach durch das Entfernen einer Speicherkarte verschwinden. Eine offline Speicherung, z.B. in der Kombination mit der Bosch Smart Home Zentrale wäre allerdings nett gewesen.

Immerhin ist die Speicherung der Aufnahmen kostenfrei, in einem gewissen Rahmen. So lassen sich 100x 15 Sekunden Clips für bis zu 7 Tage speichern, danach werden die ältesten Aufnahmen überschrieben.

Klingt nicht viel, reicht aber in der Praxis durchaus aus, um zu wissen, was vor sich geht!

Ich finde es hier sehr gut, dass Bosch kostenfreien Cloud Speicher anbietet! Keine laufenden Kosten sind ein großer Pluspunkt. Allerdings sei auch dazu gesagt, dass die Kamera entsprechend auch nur so lange funktioniert, wie Bosch diese am Leben erhält.

Neben dem kostenfreien Abo gibt es auch ein “Cloud+” Abo. Cloud+ kostet 29,99€ im Jahr und bietet die Speicherung von bis zu 400x 60 Sekunden Clips 30 Tage lang.

29,99€ ist ein sehr faires Angebot für eine Cloud-Speicherung.

Hier hat Bosch viel richtig gemacht! Wir haben ein faires kostenfreies Basis-Abo und ein fair bepreistes “+” Abo.

 

Die Bildqualität

Bei der Bildqualität gibt es erst einmal nichts Spannendes zu berichten. So setzt die Bosch Smart Home Eyes Innenkamera II auf einen ganz klassischen Full HD Sensor.

Dieser bietet aber eine gute Bildqualität und auch einen sehr weiten Blickwinkel. So setzt diese auf eine 145 Grad Linse, was extrem weit ist und filmt recht zuverlässig den gesamten Raum.

An der Bildqualität gibt es nichts auszusetzen. Sicherlich ist diese nicht die beste, die ich jemals gesehen habe, aber auch weit von der schlechtesten entfernt.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch, gerade bei solchen “Kleinverbrauchern”, wird immer wichtiger. Bei der Bosch Überwachungskamera müssen wir hier zwischen drei Situationen unterscheiden.

  • Eingefahrene Kamera – 2,1W
  • Bei Tag – 2,5W
  • Mit Nachtsicht – 3,5W

Dies ist nicht nichts, aber auch kein übermäßig hoher Verbrauch. Vielleicht hätte ich mir gewünscht, dass dieser im Standby (mit eingefahrener Kamera) noch etwas niedriger liegt.

Aber an 2,5W bei Tag und 3,5W bei Nacht ist nichts auszusetzen. Dies ist tendenziell sogar recht wenig.

 

Fazit

Die Bosch Smart Home Eyes Innenkamera II ist eine der teuersten Innen-Überwachungskameras auf dem Markt. Zum Zeitpunkt des Tests kostet diese rund 250€, was ohne Frage ein stolzer Preis ist.

Grundsätzlich ist die Kamera auch mehr als solide. Wir haben eine gute Bildqualität, ein sehr weitwinkliges Bild, eine einfache und gute App wie auch das für den Datenschutz spannende Einfahren der Kamera.

Letzteres konnte noch etwas aufgebaut werden, über z.B. Geofencing oder einen Zeitplan. Aber auch so ist dies schon aus Sicht des Datenschutzes und vor allem des “Bauchgefühls” nicht immer beobachtet zu werden, ein super Feature.

Der hohe Preis der Kamera wird aber eher durch Dinge gerechtfertigt, die du nicht auf den ersten Blick siehst.

Dies wäre vor allem die kostenfreie Cloud-Aufzeichnung. Es gibt zwar ein + Abo, aber bereits die kostenfreie Version ist okay. Zudem ist Bosch weder ein “großes amerikanisches Big Tech” Unternehmen, noch irgendein asiatisches Unternehmen. Ob die Aufnahmen bei Bosch besser oder schlechter geschützt werden, also bei Ring (Amazon), Nest (Google), Eufy usw. kann ich leider nicht beurteilen. Aber Tendenziell würde ich davon ausgehen, dass Bosch hier etwas konservativer mit den Daten umgeht und diese nicht für das Anlernen irgendeiner KI oder ähnliches nutzt.

Ob dir dies am Ende den Aufpreis zu einer 08/15 Überwachungskamera wert ist, hängt von dir und deinen Datenschutz-Sorgen ab.

Die Bosch Smart Home Eyes Innenkamera II ist aber grundsätzlich voll empfehlenswert und vor allem nicht einfach ein Rebranding irgendeines chinesischen Modells.

Bosch Smart Home Eyes Innenkamera II
POSITIV
Gute Bildqualität
Sehr großer Blickwinkel
Kostenfreie Cloud Aufzeichnung
Optionales + Abo mit sehr fairem Preis (29,99€ im Jahr)
Einfahren der Kamera-Linse für besseren Datenschutz
Gute Bosch App mit einfacher Bedienung
NEGATIV
Reine Cloud Aufzeichnung
Geofencing oder ein verbessertes Zeitplan Feature wären nett
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Erfahrungsbericht, 1 Jahr OLED Display im Notebook, ASUS ProArt StudioBook 16 OLED

Vor rund einem Jahr habe ich mir das ASUS ProArt StudioBook 16 OLED gekauft. Die größte Besonderheit dieses Notebooks steht dabei schon im Titel, OLED. So verfügt das Notebook über ein großes OLED Display mit 4K Auflösung. Dieses sieht im Neuzustand absolut fantastisch aus!

Allerdings wirst du vielleicht wissen, dass OLED Displays Probleme mit dem Einbrennen haben, gerade wenn es viele statische Elemente auf dem Display gibt. Daher sind OLED Panels bei PCs und Notebooks eher selten.

Mittlerweile hat ASUS aber schon ein großes LineUp an Notebooks mit OLED Panels. Hier hat sich für mich natürlich die Frage gestellt, wie gut ist dieses auf Dauer?

Habe ich nach wenigen Monaten ein eingebranntes Bild und damit ein ruiniertes Notebook?

Vielleicht ist dies auch ein Thema das dich interessiert, daher hier mein Erfahrungsbericht, 1 Jahr mit dem ASUS ProArt StudioBook 16 OLED.

 

Wie gut hat das ASUS OLED Display gehalten?

Kommen wir direkt zu der spannenden Frage, wie gut hat das OLED Display im ASUS Notebook gehalten?

Die Antwort ist überraschend und vielleicht auch etwas langweilig, aber es hat fantastisch gehalten! Mein ASUS ProArt StudioBook 16 OLED zeigt nach genau einem Jahr kein Einbrennen oder eine andere Form von Abnutzung!

Dabei hat das Notebook (auf dem Counter der verbauten SSD) 930 Stunden Betriebszeit. Rechnerisch habe ich das Notebook also in diesem Jahr rund 39 Tage am Stück genutzt.

Dass das OLED Display so gut gehalten hat, war fast eine kleine Überraschung, wenn man sich anhört, wie furchtbar normale OLED Fernseher als Computer-Monitor sind. Selbst gute OLED Fernseher zeigen bei täglicher Nutzung oft nach wenigen Monaten schon ein Einbrennen bei statischen Elementen.

Dabei habe ich auf das Display meines ASUS ProArt StudioBook 16 OLED auch nicht besonders aufgepasst.

So habe ich nicht mal das empfohlene Ausblenden der Windows Taskleiste eingeschaltet und dieses in der Regel mit einer recht hohen Helligkeit betrieben. Ich habe Windows lediglich in den “Dark” Modus versetzt.

Aber das sehe ich als super positives Zeichen, wenn das Display unter diesen Umständen so gut gehalten hat. Und es sieht auch weiterhin perfekt aus! OLED ist schon etwas Schönes.

Umso erfreulicher, dass ich anscheinend OLED Panels in Notebooks auch fast uneingeschränkt empfehlen kann.

 

Wie gut hat das ASUS ProArt StudioBook 16 OLED allgemein gehalten?

Sprechen wir auch einmal allgemein über das ASUS ProArt StudioBook 16 OLED. Wie gut hat dieses gehalten? Gab es Probleme, falls ja welche?

Zur Auffrischung der Erinnerung, das ASUS ProArt StudioBook 16 OLED ist ein absolutes High End Notebook von ASUS, welches sich aber nicht an Gamer richtet, sondern an Content Creator.

  • ASUS ProArt StudioBook 16 OLED
  • Intel Core i7-11800H (35-45W)
  • NVIDIA GeForce RTX 3060 (90W bis zu 105W)
  • 32GB RAM
  • 1TB SSD

 

Zufrieden mit der Performance? (Ja)

Das Herzstück im ASUS ProArt StudioBook 16 OLED ist der Intel Core i7-11800H. An sich etwas schade, denn die Intel CPUs der 12. Generation haben einen großen Leistungssprung gemacht, verglichen mit der 11. Gen.

Allerdings kann ich mich nicht über die Leistung des Notebooks beschweren! Ich nutze dieses primär für Arbeiten an/für Techtest außerhalb meines Büros, speziell Foto-Bearbeitung.

Hier hat der Intel Core i7-11800H gut gehalten! Ich habe in der Praxis bisher noch nie Leistung in diesem Bereich vermisst. So läuft Lightroom und Photoshop sehr schön flott. Selbst DxO Pure RAW 2 läuft halbwegs schnell durch, ich würde sogar fast sagen, ähnlich schnell wie bei meinem Desktop mit AMD Ryzen 7950X.

So bescheuert es aber klingt, eventuell werde ich ein RAM-Upgrade durchführen. 32GB ist ordentlich, aber Photoshop, Lightroom, DxO Pure RAW 2 und ein paar Webbrowser Tabs usw. bringen den RAM schon an 90%+ Auslastung.

Umso besser, dass sich der RAM auch beim ASUS ProArt StudioBook 16 OLED aufrüsten lässt! Danke ASUS! Eine zweite 2 TB NVME SSD für mehr Speicher habe ich bereits verbaut.

Ab und zu habe ich auch mal etwas auf dem Notebook gespielt, aber die RTX 3060 ist sicherlich kein Gaming-Monster, zumindest nicht bei 4K Auflösung. Hier musste ich die Auflösung auf Full HD herunterschrauben, was aber immer noch sehr gut aussieht. Das 4K Panel hat hier sehr sauber skaliert.

Ansonsten hat die Leistung des Notebooks gut gehalten und ich bin im Kern sehr zufrieden.

Die verbaute SSD hat 930 Betriebsstunden, hat rund 11TB geschrieben und es sind noch 99% Lebensdauer verblieben.

 

Nicht lauter geworden

Ebenfalls recht gut gehalten hat die Kühlung. Ich hatte schon des Öfteren Notebooks welche bereits nach einem Jahr merkbar lauter wurden. Dies konnte ich beim ASUS ProArt StudioBook 16 OLED nicht beobachten.

Das Notebook ist in 99% der Zeit (selbst unter hoher Last) komplett unhörbar. Selbst beim Gaming bleiben die Lüfter sehr dezent. Hier hat ASUS einen top Job gemacht.

 

Stabilität und andere Software Probleme

Grundsätzlich lief das Notebook sehr unproblematisch. Ich hatte während des ganzen Jahres genau zwei Abstürze, was für mich eine sehr gute Quote ist! Ich habe Windows auch in diesem Jahr nicht neu installiert, was bei mir auch eher ungewöhnlich ist.

Entsprechend kann ich über die Stabilität des Notebooks wirklich nicht meckern.

Windows Standby war wie üblich so eine Sache. Es konnte hier durchaus passieren, dass der Akku bereits nach einem Tag leer gesaugt war. Tendenziell schien der Standby hier schlechter zu funktionieren als beim ASUS ROG Zephyrus G15, aber viel besser als beim Dell XPS 15 oder Dell XPS 17.

 

SD Express Kartenleser geht von Anfang an nicht

Leider hat der SD Express Kartenleser bei meinem Notebook von Anfang an nicht funktioniert.

 

Mit der Tastatur tue ich mich etwas schwerer

Grundsätzlich kann ich über die Tastatur des ProArt StudioBook 16 OLED nicht zu laut klagen. Diese funktioniert und ASUS hat sich hier keine „Fehler“ erlaubt.

Allerdings bin ich mittlerweile kein Fan mehr vom Nummernpad bei einem 15/16 Zoll Notebook. Hierdurch ist die Tastatur etwas dezentriert, was mich in der Praxis gestört hatte. Dies ist kein massives Problem, aber für mich als Viel-Tipper auch nicht ganz optimal.

So würde ich die Tastatur der Dell XPS Serie doch noch vorziehen. Ich meckere viel über die Dell XPS Modelle, aber ihre Tastatur ist unübertroffen.

 

Akkulaufzeit okay

In meinem Test hatte ich dem Notebook eine Akkulaufzeit von 5-8 Stunden bescheinigt. Der Akku ist in diesem Jahr nicht nennenswert gealtert.

Allerdings in der Praxis komme ich leider eher auf 4-5 Stunden. Dies liegt sicherlich auch an der mittlerweile etwas zugemüllten Windows Installation und den X Hintergrundanwendungen.

Auch frisst das OLED-Display gefühlt sehr viel Energie, gerade auf höheren Helligkeiten.

Immerhin verschlechtert sich aber nicht die Displayqualität im Akku-Modus und das Notebook bleibt auch recht performant.

“Schlechtere Display Qualität im Akku-Modus?” Ja das gibt es, beispielsweise beim Dell XPS 17 oder dem ASUS ROG Zephyrus G15.

 

Wie steht es um das Gehäuse?

Das Gehäuse des ASUS ProArt StudioBook 16 OLED hat “okay” gehalten. Es gibt keine massiven Nutzungsspuren, wie Risse oder Brüche. Kratzer sind wenn meine Schuld, aber hier zeigte sich das Notebook nicht übermäßig anfällig.

Wo wir aber eine Abnutzung sehen, ist bei der Handballenauflage. Diese ist doch deutlich “abgenutzt”. Auch am unteren Rand des Notebooks, wo der Displaydeckel auf die Handballenauflage trifft, gibt es sehr deutliche Abnutzungsspuren.

Hier hat ASUS kein gutes Material genutzt!

Die “Basis-Konstruktion” hat aber gut gehalten, abseits von diesen Abnutzungen.

 

Fazit

Ähnlich wie schon beim ASUS ROG Zephyrus G15 bin ich auch beim ASUS ProArt StudioBook 16 OLED sehr zufrieden, wie es gealtert ist.

Ich mag zwar auch meine Dell XPS Notebooks, aber offen gesagt waren diese in der Praxis doch um einiges zickiger als meine beiden ASUS Modelle.

Jedes Notebook hat seine Probleme, aber beim ProArt StudioBook 16 OLED hielten diese sich doch sehr in Grenzen. Fassen wir einmal zusammen:

  • Das OLED Display ist auch nach einem Jahr noch perfekt. Es ist nichts eingebrannt oder ähnliches.
  • System-Performance unverändert gut
  • Kühlung weiterhin gut und sehr leise
  • Generell mit dem Notebook sehr zufrieden
  • Gehäuse Grundkonstruktion hat gut gehalten
  • Akkulaufzeit weiterhin Okay, wenn auch nicht überragend
  • Handballenauflage hat sich deutlich abgenutzt

Starten wir mit dem Wichtigsten, das OLED Display. Hier war ich mir beim Kauf des Notebooks echt nicht sicher wie gut dieses halten würde, aber meine Sorgen waren unbegründet. Bisher ist das OLED Display in einem Top Zustand und das nach rund 930 Stunden Nutzungszeit.

Auch die System-Performance ist weiterhin stark und die Kühlung super leise. Hier gab es zum Test keine Verschlechterung.

Ebenfalls positiv: die generelle Konstruktion des Notebooks scheint sauber zu sein. Hier sind mir keine Mängel aufgefallen.

Das einzige wirklich negative ist die doch starke Abnutzung der Handballenauflage. Dies ist der einzige Punkt bei welchem das ASUS ProArt StudioBook 16 OLED leider nicht sonderlich robust zu sein scheint.

Schade! Aber dennoch ist dies ein super positives Fazit. Ich bin sehr zufrieden mit dem Kauf des ASUS ProArt StudioBook 16 OLED.

Was kannst du aus diesem Erfahrungsbericht lernen? Vielleicht das aktuelle ASUS Notebooks in der Praxis bei mir recht gut gehalten haben, siehe auch das ASUS ROG Zephyrus G15. Du kannst da natürlich andere Erfahrungen haben, aber aktuell bin ich von ASUS Notebooks nach meiner Hassliebe mit den Dell XPS Modellen etwas positiv überrascht.

Zudem scheinen die aktuellen Notebook OLED Panels recht unproblematisch zu sein, was die Haltbarkeit betrifft.

Test: Alienware M17 R5 AMD, hervorragende Leistung auch mit AMD CPU

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Alienware setzt bei seinen Notebooks normalerweise primär auf Intel CPUs. Allerdings bietet Alienware das M17 R5 auch in einer AMD Version mit Ryzen 7 6800H bzw. Ryzen 9 6900HX an.

Hinzu kommt eine Nvidia Grafikkarte (bis zu RTX 3080 Ti) und wir haben ein extrem fähiges Gaming Notebook, zumindest in der Theorie.

Allerdings kommt mit der hohen Leistung auch ein hoher Preis. Kann das Alienware M17 R5 AMD hier überzeugen? Taugt das Display, ist die Tastatur gut, was ist mit den Lautsprechern? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Dell welche mir das Notebook für einen Test ausgeliehen haben.

 

Test: Alienware M17 R5 AMD

Das Alienware Design ist natürlich immer Geschmackssache, aber ich mag das Alienware Design total! Es ist außergewöhnlich, hebt sich von der Masse und ist dennoch geschmackvoll. Ein Alienware Notebook ist einfach immer etwas Besonderes, ob dies nun für dich positiv oder negativ belegt ist, lasse ich mal dahingestellt.

Keine Zweifel gibt es aber an der Verarbeitungsqualität. Wir haben hier zwar “nur” ein Kunststoff Notebook vor uns, aber viel massiver und stabiler kannst du kein Kunststoff Notebook bauen. Das M17 R5 AMD wirkt einfach unheimlich “dicht”. Hier lässt sich nichts eindrücken oder verwinden.

Es wirkt fast so als hätten wir ein Metallgehäuse das mit Kunststoff verkleidet wurde.

Allerdings wirkt sich dies auch auf das Gewicht aus. So bringt das Notebook satte 3,3 kg auf die Waage! Auch die Dicke ist mit maximal 26,7 mm alles andere als niedrig. Durch die leichte Keil-Form wirkt das Notebook zwar nicht klobig, aber wahnsinnig portabel ist es auch nicht.

Letzteres auch aufgrund des 17 Zoll Displays und dem “Auspuff”. Wie viele Alienware Notebooks steht dieses etwas hinter dem Display Scharnier hervor. Dies gibt dem Notebook intern etwas Raum für die Kühllösung.

Aufgrund des größeren Gehäuses haben wir auch eine ganz beachtliche Port-Ausstattung:

  • 3x USB A 3.2 Gen 1 (5Gbit)
  • 1x USB C 3.2 Gen 2 (10Gbit) mit DisplayPort
  • 1x HDMI 2.1
  • 1x 2,5 Gbit LAN
  • 1x 3,5mm Headset Anschluss
  • 1x Netzteil Eingang

Ich denke für ein Gaming Notebook geht dies völlig in Ordnung! Thunderbolt oder USB 4 wäre sicherlich noch nett gewesen, aber wir haben hier ein AMD Notebook, da ist dies eher ungewöhnlich.

Das beiliegende, recht große, Netzteil verfügt über 240W.

 

Display

Das Alienware M17 R5 AMD gibt es derzeit mit vier Display Optionen.

  • 17 Zoll 1920 x 1080 Pixel, 165 Hz
  • 17 Zoll 2560 x 1440 Pixel, 165 Hz
  • 17 Zoll 1920 x 1080 Pixel, 480 Hz
  • 17 Zoll 3840 x 2160 Pixel, 120 Hz

Alle vier Optionen sind durchaus spannend! Aus dem Bauch heraus würde ich das 2K Display mit 165 Hz wählen. Dieses bietet aus meiner Sicht die beste Mischung aus Auflösung und der benötigten Leistung.

Dell hat mir allerdings die Version mit dem 4K 120Hz Display zukommen lassen. Diese Display Option sieht natürlich fantastisch aus, aber benötigt auch extrem viel GPU Leistung.

Die Bildqualität ist subjektiv sehr gut. Braucht es 4K auf 17 Zoll? Nicht zwingend, aber im direkten Vergleich ist 4K bei 17 Zoll auch schon einen Hauch knackiger als 2K. Farben, Kontraste usw. sind alle auf einem sehr guten Level und subjektiv ist das Display tadellos.

Besser würde es nur mit einem OLED oder Hochglanz Display gehen.

Auch die Messwerte bestätigen den guten Eindruck. 100% sRGB und 89% AdobeRGB ist schon beeindruckend! Hinzu kommt eine sehr hohe Farbtreue mit einem Delta E von 0,59 im Schnitt.

Dies sind Werte die viele Notebooks zur professionellen Foto und Video-Bearbeitung nicht erreichen.

Dabei ist die maximale Helligkeit mit 477 cd/m² und der Kontrast mit 1:1080 top!

Rein qualitativ ist dies eins der besten Displays das ich bisher in einem Notebook gesehen habe und das sogar mit 120 Hz.

 

Lautsprecher

Das Alienware M17 R5 AMD ist ein großes Notebook. Entsprechend wird dieses doch auch große und gute Lautsprecher haben? Wie es sich für ein Gaming-Notebook gehört ist dies aber leider nicht der Fall. Wie so oft bei großen Gaming-Notebooks sind auch hier die Lautsprecher eher durchschnittlich.

Diese sind nicht die schlechtesten die ich jemals gehört habe, aber auch bei weitem nicht die besten. So fehlt dem Notebook doch etwas der Bass und Tiefgang. Die Höhen sind okay und auch die maximale Lautstärke geht in Ordnung.

Hier ist aber dennoch viel Luft nach oben!

 

Tastatur und Trackpad

Dell/Alienware kann gute Tastaturen bauen und das zeigen sie auch beim M17 R5! Das Notebook setzt auf eine recht klassische Tastatur im “Chiclet” Style. Sie erinnert mich sehr an die Tastaturen der Dell XPS Serie, nur mit RGB Beleuchtung.

Dies ist aber nichts Schlechtes, denn es tippt sich sehr gut auf der Tastatur. Die Tasten haben einen knackigen Druckpunkt und einen sehr schön festen und satten Anschlag. Dabei ist das Layout auch weitestgehend normal.

Wir haben lediglich am rechten Rand ein paar gesonderte Media-Tasten, welche ich aber begrüße.

Kurzum, dies ist eine der besten Tastaturen die du in einem Notebook finden kannst, auch fürs Tippen.

Auch das Trackpad ist gelungen, wenn auch nicht ganz Spitzenklasse. Das Tracking ist an sich ganz ordentlich, ich mag aber das Klick-Gefühl weniger. Das ist meckern auf einem sehr hohen Level, aber wir haben hier auch ein sehr teures Notebook vor uns.

 

Leistung

Es gibt das Alienware M17 R5 AMD in vielen verschiedenen Ausstattungen.

  • AMD Ryzen 7 6800H 8 Kerne bis zu 4,7 GHz
  • AMD Ryzen 9 6900HX 8 Kerne bis zu 4,9 GHz

Auf Seiten der CPU haben wir zunächst die Wahl aus dem Ryzen 7 6800H und dem Ryzen 9 6900HX. Bei letzterem handelt es sich um eine höher getaktete Version des Ryzen 7. Dieser ist natürlich etwas flotter, aber aus Sicht der Preis/Leistung ist der Ryzen 7 die beste Wahl.

Etwas spannender wird es bei der Grafikkarte.

  • AMD RX 6850M XT
  • NVIDIA RTX 3070 Ti
  • NVIDIA RTX 3080
  • NVIDIA RTX 3080 Ti

Alle drei Grafikkarten Optionen sind als fähig zu bezeichnen. Hier gibt es keine langsame oder schlechte Wahl. Lediglich wenn du das 4K Display wählen solltest, würde ich zur RTX 3080 Ti tendieren.

Allerdings ist gerade der Aufpreis von 3080 zu 3080 Ti sehr human (200€).

Die Version mit AMD RX 6850M XT ist leider bei Alienware aktuell nicht verfügbar, aber genau die Version die mir Dell hat zukommen lassen. Ich bin ein AMD Fan, allerdings würde ich in der Regel eher zu den Nvidia Grafikkarten tendieren.

Bei RAM und SSD hast du eine große Auswahl. Sowohl RAM, wie auch SSD lassen sich im Nachhinein auch noch aufrüsten.

Schauen wir uns einmal die Performance in Benchmarks an.

Die Benchmarks sehen erfreulich gut aus! Vor allem die CPU Leistung ist um einiges besser als ich es erwartet hätte. Der Ryzen 9 6900HX kann sich hier +- zwischen den Intel i7-12700H und den i9-12900H setzen. Nein, der i9 kann nicht geschlagen werden, aber die Leistungsunterschiede gehen in der Praxis gegen 0.

Dies sehen wir auch im Handbrake Test, bei welchem ich ein 4K Video mithilfe der CPU in ein anderes Format umwandle.

Wie sieht es aber in Spielen aus? Hier habe ich ein auch ein paar Benchmarks durchlaufen, in 4K und dem jeweiligen größten in-Game Preset und einmal in Full HD, ebenfalls in der höchsten Detailstufe.

Full HD AVG MIN
Assassins Creed Odyssey 83 52
Cyberpunk 2077 (Quick Preset Ultra, FidelityFX Quality) 100 30
Cyberpunk 2077 (RT Low, FidelityFX Auto) 84 30
Cyberpunk 2077 (RT Ultra, FidelityFX Auto) 43 28
Far Cry New Dawn 84 60
Hitman 3 98 16
Shadow of the Tomb Raider  133 109
Tiny Tinas Wonderlands 112
Total War Warhammer 3 90 68

 

 

4K AVG MIN
Assassins Creed Odyssey 50 28
Cyberpunk 2077 (Quick Preset Ultra, FidelityFX Quality) 47 27
Cyberpunk 2077 (RT Low, FidelityFX Auto) 42 33
Cyberpunk 2077 (RT Ultra, FidelityFX Auto) 22 15
Far Cry New Dawn 68 57
Hitman 3 70 38
Shadow of the Tomb Raider  55 46
Tiny Tinas Wonderlands 44
Total War Warhammer 3 29 22

 

Erneut bin ich beeindruckt! Die 6850M XT ist um einiges besser als ich es erwartet hätte! Diese schafft sogar in aktuellen AA Spielen die 4K Auflösung gut zu befeuern. In der Regel kommen wir hier mit “Ultra” Details zwar eher in den Bereich 40-60 FPS, aber dies in Spielen wie Cyberpunk 2077 oder TIny Tina’s Wonderland ist alles andere als selbstverständlich.

In eSport Titeln wie Overwatch 2 oder DOTA 2 wirst du absolut problemlos 120FPS+ bei 4K erreichen können.

Bei Full HD Auflösung sind 120 FPS sogar in “High End” Spielen nicht ausgeschlossen.

Die 6850M XT übertrifft dabei sogar in vielen Spielen und Tests wie 3D Mark Time Spy sogar die RTX 3080!

 

SSD

In meinem Alienware M17 R5 AMD steckt eine “SSSTC CA6-8D1024” 1TB NVME SSD. Dell setzt also auf eine etwas exotischere LITE-ON SSD.

Bei dieser handelt es sich aber um eine PCIe 4.0 SSD, die auch der Preisklasse des Notebooks würdig ist.

Mit 6934 MB/s lesend und 4955 MB/s schreibend ist die SSD schön flott.

 

Lautstärke

Das Alienware M17 R5 AMD ist generell recht leise, für ein Gaming Notebook! Im Leerlauf und bei leichten bis mittel intensiven Tätigkeiten springen die Lüfter nicht merklich an.

Selbst in leichteren Spielen drehen die Lüfter oft kaum hoch. Erst unter konstanter hoher Last werden die Lüfter hörbar. Allerdings selbst dann wird das Notebook nicht extrem laut.

 

Akkulaufzeit

Im Alienware M17 R5 AMD steckt ein 64Wh Akku. Ein 64Wh Akku in einem 17 Zoll Notebook mit dicker CPU und GPU sagt schon etwas aus. Dies ist ein vergleichsweise kleiner Akku und es ist deutlich, dass Dell hier nicht großen Wert auf die Laufzeit legt.

Dies bestätigt sich auch in der Praxis. Hier pendelt sich die Laufzeit beim leichten Webbrowsen und Video-Schauen bei ca. 3,5-4 Stunden ein.

Auffällig ist allerdings, dass das Notebook im Akkubetrieb doch um einiges langsamer wird. Ich rede hier nicht nur von Spielen, welche extrem viel langsamer laufen, sondern auch normale Alltagsanwendungen laufen auch etwas träger.

Unter Last ist das Notebook in 0 Komma nix leer.

 

Fazit

Alienware Notebooks sind immer etwas Besonderes. Diese heben  sich gerade beim Design einfach von der Masse ab. So mag ich zwar sehr die Gaming Notebooks von ASUS oder XMG, aber ein Alienware hat schon ein anderes Feeling und spielt gerade was die Haptik betrifft auf einem anderen Level.

Das Alienware M17 R5 AMD ist allerdings schon ein ziemlicher Brocken! 17 Zoll und 3,3 Kg ergeben kein besonders portables Notebook. Ich würde das M17 R5 nicht als “klobig” bezeichnen, aber suchst du ein Notebook für den täglichen Transport, dann bist du hier nicht richtig. Hierzu passt auch die Akkulaufzeit von +- 3,5 Stunden. Spielen brauchst du im Akku-Betrieb aber eigentlich gar nicht erst versuchen.

Dies ist ein “Desktop-Replacement” das du auch mal mit auf die Couch nehmen kannst.

Hierzu wiederum passt auch die Leistung! Zwar ist das Notebook aktuell nicht mehr mit der beeindruckend starken AMD RX 6850M XT verfügbar, aber mit bis zu einer RTX 3080 Ti ist dieses potenziell ein Gaming Monster.

Auch der Ryzen 9 6900HX kann hier absolut mithalten. Dieser ist auf Augenhöhe mit dem i7 und i9 von Intel der 12. Generation. Dabei ist das Notebook unter Last zwar nicht “leise” aber auch nicht brüllend laut.

Tastatur und Trackpad sind auf einem guten bis sehr gutem Level. Das 4K Display sieht sogar Weltklasse aus. Dies ist genau genommen sogar das beste Display das ich bisher in einem Gaming Notebook gesehen habe. Allerdings würde ich eher das 2K Display wählen, welches deutlich leichter zu betreiben ist und auch eine gute Qualität liefert.

Letztendlich etwas enttäuscht haben mich nur die Lautsprecher. Warum hat ein großes Gaming Notebook wie das M17 R5 AMD schlechtere Lautsprecher als ein Dell XPS 17?! Aber das scheint ja Industrie-Standard zu sein das Gaming Notebooks furchtbare Lautsprecher haben dürfen.

Etwas müssen wir natürlich auch über den Preis diskutieren. Für eine gute Konfiguration des Alienware M17 R5 AMD legst du aktuell rund 3500€ auf den Tisch. Eine stolze Summe und du bekommst ohne Frage bei XMG und Co. eine vergleichbare Leistung für weniger Geld.

Ich mag Alienware Notebooks und ich finde es auch okay etwas mehr Geld für etwas auszugeben das “außergewöhnlich” ist. Allerdings aus Sicht der Preis/Leistung ist dies nicht das optimale Notebook. Du bekommst hier ein Gaming Monster, aber zahlst einen gewissen Aufpreis für das einzigartige Alienware Design und die spitzen Haptik.

Alienware M17 R5 AMD
POSITIV
Herausragende Gaming Leistung
Sehr hohe CPU Leistung
Fantastisches 4K 120Hz Panel, selbst für Foto und Video-Bearbeitung
Sehr gute Tastatur
Außergewöhnliches Design
Gute Portausstattung
Hervorragende Haptik und Verarbeitung
Viele Konfigurationsmöglichkeiten
NEGATIV
Lautsprecher mäßig
Akkulaufzeit nicht überragend
90

Die imuto SCP-100 Container-X Laptop Power Bank im Test, 100W, Display und große Kapazität zum fairen Preis?

Ein langjähriger Besucher und Unterstützer von Techtest hat mich auf eine sehr interessante Powerbank hingewiesen, die imuto Container-X Laptop Power Bank.

Bei dieser handelt es sich um eine High End 26800mAh Powerbank mit 100W USB C Ausgang und einem Display!

Richtige Displays, welche dir Informationen wie Leistung pro Port usw. anzeigen, finden sich mittlerweile bei immer mehr High End Powerbanks.

Mit rund 120€ ist die imuto SCP-100 Container-X Laptop Power Bank für ihre Leistungswerte sehr fair eingepreist! Wollen wir doch einmal schauen, ob die Powerbank im Test überzeugen kann!

 

Die imuto SCP-100 Container-X Laptop Power Bank im Test

Das Design der imuto SCP-100 ist, nennen wir es mal “Geschmackssache”. Diese setzt auf eine braune Farbe und eine grob gerippte Oberfläche. Das Design ist sicherlich an Schiffscontainer angelehnt, worauf auch der Name “Container” hindeutet, aber warum dies ein erstrebenswertes oder schönes Design ist, lasse ich mal offen.

Farblich gehen wir eher in ein Militärdesign, kann man mögen, muss aber nicht.

Mit 548g ist die Powerbank nicht außergewöhnlich schwer für ein Modell dieser Klasse. Auch die generellen Abmessungen mit 78 x 46 x 127 mm sind passend. Dies ist keine Zwerg-Powerbank, aber auch kein großes Monster.

Haptisch bin ich eher so mittel begeistert. Der Kunststoff fühlt sich sehr einfach und günstig an. Er lässt sich nicht eindrücken oder verwinden, aber ist auch weit weg von Premium Qualität.

 

Anschlüsse

Die imuto SCP-100 Container-X verfügt über 2x USB A und 2x USB C.

  • USB A – Quick Charge 3.0 – 5V/3A, 9V/2A. 12V/1,5A 18W
  • USB C – USB PD 100W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A

Wir haben hier die klassische Kombination aus Quick Charge 3.0 und USB Power Delivery.

Wir haben zwei USB A Ports mit bis zu 18W und zwei USB C Ports mit bis zu 100W. Damit ist diese Powerbank für so ziemlich alle Geräte geeignet, inklusive Notebooks.

Allerdings ist 100W auch die maximale Leistung der Powerbank über alle Ports verteilt. Nutzt du mehrere Ports gleichzeitig, dann werden diese entsprechend gedrosselt.

 

Das Display

Sicherlich eins der herausstechendsten Feature der imuto SCP-100 Container-X ist das große LCD Display oberhalb der Ports.

Dieses zeigt dir folgende Informationen an:

  • Ladestand in %
  • Aktuelle Leistung pro Port in Watt
  • Gesamtleistung Eingang in Watt
  • Gesamtleistung Ausgang in Watt

Diese Informationen sind Gold wert! Gerade wenn du versuchst, Probleme oder ein “schlechtes” Ladetempo zu diagnostizieren.

 

Wie testet Techtest Powerbanks?

Ich habe für Techtest mittlerweile weit über 100 Powerbanks getestet. Dabei ist der Testablauf weitestgehend identisch. Nach einem ersten optischen Eindruck, wiegen und abmessen der Powerbank startet in der Regel die Messung der Kapazität.

Hierfür lade ich die Powerbank auf und entlade diese mit einer so genannten elektronischen Last. Diese kann ich auf ein gewisses Entlade-Tempo programmieren, wie beispielsweise 5V/1A, 20V/3A usw. je nachdem was die Powerbank leisten kann. Diesen Vorgang wiederhole ich für mehrere Leistungsstufen. Dabei messe ich die Kapazität in Wh und rechne den Wh Wert bei 3,7V in mAh um.

Zwischen dem Entladen der Powerbank für die Kapazitätsmessung lade ich diese an verschiedenen Quellen auf und logge den Ladevorgang mit. Daraus kann ich später die Ladedauer entnehmen und auch die Ladeeffizienz berechnen.

Mithilfe von USB Power Delivery Triggern kann ich nicht nur die Herstellerangabe zur Leistung überprüfen, sondern auch überprüfen, welche anderen Ladestandards unterstützt werden.

Diese Information hilft mir einzuschätzen, wie sich die Powerbank in Kombination mit diversen Endgeräten verhält und welches Ladetempo zu erwarten ist. Hier habe ich Erfahrungswerte aus meinen Ladeanalysen zu populären Endgeräten.

Natürlich teste ich Powerbanks in Kombination mit diversen Endgeräten, aber aus offensichtlichen Gründen kann ich hier nicht alle Smartphones, Tablets und Notebooks testen.

 

PPS

Die imuto SCP-100 Container-X verfügt über PPS.

Die PPS Range ist mit 5-11V bei 5A ausreichend groß.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/SS Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des SS2 Ultra. Ein S21 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 25W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Die Kapazität

Laut iMuto soll die SCP-100 Container-X eine Kapazität von 26800 mAh bzw. 97,92 Wh bieten. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh
5V/1A 63,553 17176 64%
9V/1A 69,902 18892 70%
9V/3A 72,812 19679 73%
20V71A 68,699 18567 69%
20V/3A 68,691 18565 69%
20V/5A 69,716 18842 70%

 

Oh! Im besten Fall konnte ich eine Kapazität von 19679 mAh bzw. 72,812 Wh messen. Dies entspricht 73% der Herstellerangabe. Im schlimmsten Fall konnte ich lediglich 17176 mAh bzw. 63,553 Wh messen.

Okay, dies sind keine normalen Zahlen! Es ist normal, das Powerbanks nicht 100% der Kapazität erreichen, aber für eine Powerbank dieser Klasse wären 75-85% der beworbenen Kapazität normal.

Hier gibt es nun drei Optionen.

  1. Eine sehr schlechte Effizienz
  2. Der Hersteller lügt über die Kapazität
  3. Meine Powerbank hat einen Defekt

Hier können wir mutmaßen. Ich tippe auf Option 2 oder 3. Warum? Ich kann messen, wie viel Energie die Powerbank beim Laden aufnimmt. Nimmt diese weniger als 99Wh auf, dann läuft hier was falsch und es kann nicht an der Effizienz liegen.

  • Beim Laden via 100W USB PD benötigt die Powerbank 89,04Wh Energie, um vollständig geladen zu werden.
  • Beim Laden via 5V/2,4A benötigt die Powerbank 92,6Wh Energie, um vollständig geladen zu werden.

Ich muss anhand dieser Messwerte leider davon ausgehen, dass der Hersteller bei der Kapazität etwas optimistisch gerundet hat.

 

Das Ladetempo

Kommen wir zu einer Einschätzung, wie sich die Powerbank an diversen Endgeräten verhält.

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++

 

Dank der 100W USB C Ports und des PPS Supports ist die imuto SCP-100 Container-X für sehr viele Geräte gut geeignet.

Hast du ein Notebook das via USB C laden kann? Dann stehen die Karten gut, dass dies auch gut und dem vollen Tempo an der imuto funktioniert.

Ähnliches gilt auch für Smartphones. Apple iPhones und auch die iPads laden mit dem vollen Tempo an der Powerbank. Dank PPS gilt selbiges auch für Smartphones wie das S22 Ultra von Samsung oder die Google Pixel Modelle.

 

Ladedauer

Du kannst die imuto SCP-100 Container-X mit bis zu 100W an einem entsprechenden Power Delivery Ladegerät laden.

Hier dauert eine vollständige Ladung ca. 1:20h, was angenehm flott ist!

Du kannst die Powerbank auch an einem klassischen 5V Ladegerät laden. Hier kann die Powerbank aber nur mit maximal 7,X W laden.

Hier dauert eine vollständige Ladung rund 13 Stunden.

 

Ladeeffizienz

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Ladeeffizienz.

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
100W PD 82% 71%
12W PD 79% 69%

Die Ladeeffizienz der imuto SCP-100 Container-X ist erfreulicherweise recht gut! Im besten Fall konnte ich 82% Ladeeffizienz messen, was sogar recht gut ist.

 

Fazit

An sich wäre die imuto SCP-100 Container-X eine gute Powerbank. Diese lädt sehr flott, in beide Richtungen.

Du kannst die Powerbank mit bis zu 96W innerhalb von ca. 1:20h Stunden von 0% auf 100% laden. Dank des 100W USB C Ports und der Unterstützung des PPS Standards, ist die Powerbank praktisch für alle Geräte gut geeignet, egal ob iPhone, MacBook Pro, Dell XPS, Samsung S22 Ultra usw.

Hinzu kommt das praktische Display, welches dich über wichtige Leistungsdaten informiert.

Warum gibt es dann keine uneingeschränkte Empfehlung? Die Kapazität! Im Test konnte ich eine maximale Kapazität von 19679 mAh bzw. 72,812 Wh ermitteln.

Dies ist für eine 26800 mAh Powerbank eigentlich zu wenig. Ich vermute das iMuto hier sehr großzügig rundet um auf die 26800 mAh zu kommen.

Ist dir dies egal und dir reicht eine “20000mAh” Powerbank, dann ist die imuto SCP-100 Container-X keine schlechte Powerbank!

Keine Produkte gefunden.

Ein schneller, sparsamer und günstiger 10Gbit/2,5Gbit Switch? Qnap QSW-2104-2T Test

Die Verbreitung von Netzwerkports, die mehr als 1Gbit erreichen können, nimmt langsam deutlich zu. So wirst du kaum ein modernes AM5 Mainboard ohne 2,5Gbit LAN finden und auch NAS Systeme setzen zunehmend mehr auf 2,5Gbit oder 10Gbit LAN.

Was aber immer noch ein problematischer Punkt ist, sind die passenden Netzwerk-Switche. Aber auch diese werden zunehmend günstiger.

So fand sich bisher in meinem Büro ein QNAP QSW-M2108-2C Desktop 2.5G Smart Switch. Ein super Switch, mit nur einem Nachteil, dem Stromverbrauch.

Alle Switche, die ich bisher in den Fingern hatte, die über 1Gbit LAN schafften, waren extreme Stromschlucker. Bisher!

Dies soll der Qnap QSW-2104-2T besser machen. So verfügt der Switch über 4x 2,5GBit LAN und 2x 10Gbit LAN. 6 LAN Ports sind nicht die Welt, aber für meine “schnellen” Netzwerk Geräte ausreichend.

Diesen Switch bekommst du für knapp über 100€ und er kommt ohne Lüfter oder Ähnliches aus.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie sparsam ist der Qnap QSW-2104-2T? Finden wir es im Test heraus!

 

Der Qnap QSW-2104-2T 2 im Test

Der Qnap QSW-2104-2T ist ein “Desktop” Switch. Dieser ist also in einem Formfaktor gehalten der auf einem Schreibtisch Platz finden könnte.

Allerdings ist dieser optisch eher funktional gehalten. Wir haben ein massives aber weniger elegantes Metallgehäuse. Dies ist ein “professioneller” Switch und nichts was optisch in ein Wohnzimmer gehört.

Die 6x RJ45 LAN Ports sind dabei alle auf der Front angebracht und in zwei Gruppen unterteilt. Die beiden 10 Gbit Ports links und die 4x 2,5Gbit LAN Ports rechts.

Jeder Port ist mit zwei recht hellen LEDs ausgestattet.

Ebenfalls auf der Front ist der DC Eingang für das beiliegende Netzteil. Hier bin ich mir nicht ganz sicher, was ich von dieser Positionierung halten soll.

Abseits davon gibt es aber nichts Außergewöhnliches. So verfügt der Switch auch nicht über einen Lüfter oder Ähnliches. Im Inneren findet sich nur ein großer schwarzer Kühlkörper.

 

Ein dummer Switch

Der Qnap QSW-2104-2T ist ein sogenannter “Unmanaged” Switch. Dieser besitzt also keine Benutzeroberfläche oder eine andere Form der Steuerung. Du verbindest einfach die LAN Kabel und los gehts.

 

In der Praxis

Hier können wir es an sich kurz machen, denn der Switch arbeitet in der Praxis genauso wie wir uns das wünschen können.

Du verbindest deine Geräte und sie werden an das Netzwerk angebunden. Ich konnte hier keine Kompatibilitätsprobleme oder Ähnliches beobachten.

So wurden meine 10Gbit Geräte, Synology NAS mit Intel 10Gbit LAN Karte und Desktop-PC mit ASUS ProArt X670E-Creator Mainboard (AQtion 10GBit NIC) problemlos erkannt und liefen auch mit dem vollen Tempo.

Auch mit Abstürzen oder dem Hängenbleiben des Switches hatte ich keine Probleme.

 

Stromverbrauch des Qnap QSW-2104-2T

Vergleichen wir einmal den Stromverbrauch des Qnap QSW-2104-2T und des QNAP QSW-M2108-2C.

  1. Im Leerlauf (keine Geräte angeschlossen)
  2. Im Betrieb (2x 10Gbit RJ45 + 3x Gbit LAN)
Leerlauf Betrieb
QNAP QSW-M2108-2C 13,8 W 22,8 W
Qnap QSW-2104-2T 4,45 W 7,45 W

 

Ich glaube dazu muss ich nicht viel sagen! Im Betrieb benötigt der Qnap QSW-2104-2T einfach mal 15W weniger als der alte QNAP Switch.

Bei einem Strompreis von 0,40€ pro KWh spart dir der Qnap QSW-2104-2T ca. 50€ pro Jahr. Also in 2,x Jahren hat er sich bezahlt gemacht.

Auch verglichen mit dem ASUS XG-U2008 oder dem Netgear GS800 ist der Qnap QSW-2104-2T ein gutes Stück sparsamer.

Das beiliegende Netzteil des Qnap QSW-2104-2T hat im Übrigen auch “nur” 12V/1A, dieser kann also theoretisch auch nicht mehr als 12W benötigen.

 

Fazit

Ich bin überzeugt, dass der Qnap QSW-2104-2T für mich ein guter Kauf war. Ich hätte mir vielleicht noch ein paar mehr Ports gewünscht, selbst ein paar zusätzliche Gbit LAN Ports wären nett gewesen. Allerdings, abseits davon bin ich vollkommen zufrieden!

Der Switch macht was er soll, mit dem vollen Tempo und er arbeitet bisher absolut stabil und war auch nicht zickig.

Das fast wichtigste für mich ist aber der Stromverbrauch. Unter Last rund 7,5W zu 22,8W bei meinem alten 10Gbit Switch ist schon ein dickes Ding! Für mich rechnet sich also dieser Switch in 2,x Jahren alleine aufgrund des Stromverbrauchs.

Auch falls du bisher noch nicht 10 Gbit oder 2,5Gbit hattest, ist ein Stromverbrauch von 7,5W ist absolut vertretbar bei einem Switch. Ich halte den Qnap QSW-2104-2T für den so ziemlich sparsamsten 10Gbit LAN Switch.

Die JBL Quantum 910 Wireless im Test, Gaming Headset mit herausragendem Klang!

Mit den Quantum 910 Wireless bietet JBL ein highend kabelloses Gaming Headset an. Das spannendste an diesem wird sicherlich der Klang sein. JBL ist schließlich im Gegensatz zu den meisten Gaming Zubehör Hersteller primär ein „Audio-Spezialist“.

Allerdings versucht sich das Quantum 910 Wireless nicht nur auf mögliche Vorteile beim Klang zu verlassen. So bringt dieses unter anderem Aktives Noise Cancelling, eine besonders geringe Verzögerung, RGB Beleuchtung und auch diverse Audio-Feature alla Raumklang, DTS HEADPHONE X usw. mit.

Allerdings werden für diesen Spaß auch gut über 200€ fällig. Ein Preis der gerechtfertigt ist? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an JBL für das Zurverfügungstellen der Quantum 910 Wireless für diesen Test.

 

Die JBL Quantum 910 Wireless im Test

Die Quantum 910 Wireless sind recht reinrassige Gaming-Kopfhörer/Headset. So setzt JBL bei diesen auf ein recht auffälliges Design und damit meine ich nicht nur die Beleuchtung auf der Rückseite der Ohrmuscheln.

Die ganzen Ohrmuscheln sind mit einem spiegelnden “Chrom” Kunststoff ausgestattet. Zudem haben wir ein riesiges JBL Logo.

Das Design hat was, aber suchst Du ein dezentes Headset, dann bist du hier falsch. Die Quantum 910 Wireless wollen auffällig sein und dies gelingt ihnen auch.

Dabei ist aber die Verarbeitungsqualität 1A. Wir haben zwar eine reine Kunststoff-Konstruktion, aber diese wirkt wunderbar massiv und stabil. Hier ist das Headset auf den ersten Blick seinem hohen Preis durchaus gerecht.

Das Quantum 910 Wireless ist wenig überraschend ein “kabelloses” Headset. Dieses kannst du wahlweise via Bluetooth mit deinem PC, Smartphone, Konsole usw. verbinden, oder über einen beiliegenden Funkempfänger.

Am PC solltest du für die beste Qualität genau diesen Funkempfänger auch nutzen. Alternativ kann das Headset auch kabelgebunden genutzt werden.

Der verbaute Akku soll laut Hersteller 39 Stunden halten, was eine Größenordnung ist, die ich bestätigen kann. Allerdings ist dies ohne RGB LEDs!

Geladen wird das Headset via USB C, wie es sich im Jahr 2023 auch gehört.

 

Tragekomfort, ein großes Headset!

An sich hat JBL bei den Quantum 910 Wireless sehr viel richtig gemacht, was den Tragekomfort betrifft.

So sind die Ohrmuscheln ausreichend groß, angenehm tief und die Polsterung schön dick. Allgemein wirken die (Kunst-?) Leder Ohrpolster sehr wertig und gut.

Allerdings sind die Quantum 910 Wireless recht schwer und besitzen einen großen Anpressdruck. Hast du einen kleinen Kopf, dann könnte dieses Headset für dich suboptimal sein. Du musst schon mit schwereren Kopfhörern klarkommen, um die Quantum 910 Wireless zu mögen.

 

ANC

Die Quantum 910 Wireless verfügen über ANC, Aktives Noise Cancelling. Diese können also auf Wunsch aktiv Umgebungsgeräusche ausblenden.

Das ANC bei diesem Headset funktioniert auch soweit gut, ist aber auch nicht als “absolut überragend” einzustufen. Dieses ist auf dem Level von +- 100€ Bluetooth Kopfhörern.

 

Klang, das beste kabellose Headset

Wichtig, der Test fand am PC statt! Ergebnisse an Konsolen können abweichen.

Ich halte das JBL Quantum 910 Wireless für das klanglich beste kabellose Gaming Headset das ich bisher im Test hatte! Das Quantum 910 Wireless wird hier seinem Preis und auch dem großen Namen JBL durchaus gerecht.

Starten wir aber am Anfang, bei den Höhen. Die Höhen des Quantum 910 Wireless sind gut. Diese sind ausreichend klar, aber auch nicht übermäßig schrill oder spitz. Wir haben eine leichte Spitze im Bereich der oberen Höhen, aber generell würde ich die Höhen als recht ausgeglichen und nicht übermäßig anstrengend bezeichnen. Hier hat JBL einen sauberen Job gemacht.

Die Mitten sind unauffällig. Diese wurden von JBL nicht groß abgesenkt, aber auch nicht angehoben oder anderweitig fokussiert. Die Quantum 910 Wireless gehen ganz leicht in die Badewannen Klangsignatur, aber unterm Strich kann ich über die Mitten nicht groß meckern. Diese sind Okay.

Sicherlich das spannendste bei jedem Gaming Headset ist der Bass. Von sehr wenig bis extrem viel Bass kann hier alles dabei sein. Die Quantum 910 Wireless haben für mich einen ziemlich perfekten Bass. Dieser ist leicht angehoben, wunderbar tief, aber verfällt in keine Extreme.

Musik und auch Filme klingen mit dem Quantum 910 Wireless wunderbar lebendig und satt, aber auch nicht übertrieben. Tendenziell hat das Headset einen etwas wärmeren und schwereren Klang. Für meinen persönlichen Geschmack könnte das Headset einen Hauch luftiger sein, aber dies lässt sich über die App auch noch anpassen. Sicherlich das Highlight bleibt aber der wunderbar wuchtige Bass, welcher über einen tollen Tiefgang verfügt. Gerade “donnernde” Bässe werden vom Quantum 910 Wireless wunderbar abgebildet.

Das Quantum 910 Wireless klingt allerdings weniger nach einem Gaming-Headset, sondern mehr nach guten Allround „Bluetooth Kopfhörern”. Ich würde dies als etwas Positives einstufen.

 

Das Mikrofon

Kommen wir zum Abschluss noch auf das Mikrofon der JBL Quantum 910 Wireless zu sprechen.

Leider gibt es hier wenig Positives zu vermelden. Wie bei den meisten kabellosen gaming Headsets ist auch hier das Mikrofon eher mäßig. Dieses ist dem Preis des Headsets nicht würdig.

Allerdings gibt es nur eine ganz kleine Handvoll Headsets die kabellos sind und ein besseres Mikrofon haben. Dennoch erwartest du bei 200€+ ein besonders gutes Mikrofon, dann wirst du sicherlich etwas enttäuscht.

 

Fazit

Klanglich ist das JBL Quantum 910 Wireless für mich über jeden Zweifel erhaben. Magst du einen etwas wärmeren und kräftigen Klang, mit einem tollen und tiefen Bass? Dann wirst du das Headset lieben.

JBL wird hier seinem guten Ruf durchaus gerecht und das Headset lässt die Modelle der typischen Gaming Hersteller klar hinter sich. Auch die Verarbeitungsqualität, die Feature (sowohl Software wie auch Hardware) und das ANC können überzeugen.

Das Mikrofon wiederum ist höchstens durchwachsen. Aber dies ist leider eine gängige Schwäche bei kabellosen Gaming Headsets. Mit sehr wenigen Ausnahmen (Corsair HS80) klingen diese alle nicht wahnsinnig gut. Für Discord reicht es aber.

Der einzige Punkt der beim JBL Quantum 910 Wireless etwas schwierig ist, wäre der Tragekomfort. An sich ist das Headset sehr komfortabel. Die Polsterung ist sehr gut und ausreichend dick. Auch die Größe der Ohrmuscheln passt. Allerdings ist das Headset schon recht schwer.

Kommst du damit klar und bist bereit über 200€ für ein Headset auszugeben, dann ist das JBL Quantum 910 Wireless eine klasse Wahl mit top Klang!

JBL Quantum 910 Wireless
POSITIV
Sehr guter Klang
Hervorragender Bass
Gute Polsterung
Hoher Funktionsumfang
Mit Bluetooth und USB Empfänger
Gute Akkulaufzeit
Solides ANC
NEGATIV
Recht schwer
Mikrofonqualität durchwachsen
90

Test: OBLITZON RH-PD70W 70W USB C Ladegerät, wirklich 70W?

Ein 70W USB C Ladegerät? Dies ist eine recht ungewöhnliche Leistungsabgabe. Normalerweise bieten USB C Ladegeräte selten über 60/65W, da dies die 3A Grenze sprengt, oder wenn gehen diese meist auf 90W+ hoch.

Diese Leistungsabgabe hat entsprechend schon mein Interesse am OBLITZON 70W USB C Ladegerät geweckt. Dieses wirbt dabei nicht nur mit 70W USB C Power, sondern auch mit der Nutzung von GaN und ist zu einem sehr fairen Preis verfügbar.

Aber kann dieses Ladegerät wirklich etwas taugen? Liefert es wirklich 70W? Finden wir dies im Test heraus!

 

Test: OBLITZON RH-PD70W 70W USB C Ladegerät

Auf den ersten Blick ist das OBLITZON 70W USB C Ladegerät nichts Besonderes. Bei diesem handelt es sich um ein einfaches Steckernetzteil aus schwarzem Hochglanz-Kunststoff.

Das besondere hier ist die beworbene Leistung von 70W. Denn für 70W ist das Ladegerät recht kompakt. Dieses misst 28 x 53 x 53 mm und bringt gerade einmal 98g auf die Waage.

Dies verursacht bei mir etwas Bauchschmerzen, denn zu leichte Ladegeräte sind immer so eine Sache. Auch wirkt es so als wäre im Gehäuse etwas Luft.

Wir haben hier allerdings auch ein GaN Ladegerät, zumindest laut Hersteller.

GaN steht für Gallium Nitride, welches ein Halbleiter ist, der so langsam seinen Weg in den Massenmarkt findet. Gallium Nitride hat gegenüber Silizium einige Vorteile im Bereich der Effizienz, bei Schaltnetzteilen. Dies erlaubt es kleinere Bauteile mit Gallium Nitride bei gleicher Leistung zu bauen als mit regulärem Silizium. Je nach Quelle sind GaN Bauteile ca. 32% kleiner bei gleicher Leistung und zudem noch effizienter.

GaN ist kein Wundermittel, ist aber schon oft ein Garant für eine brauchbare Qualität.

Allerdings bin ich rein vom ersten Eindruck eher weniger von dem OBLITZON 70W USB C Ladegerät überzeugt, so ehrlich muss ich sein.

 

Anschlüsse

Das OBLITZON 70W USB C Ladegerät verfügt über einen USB A und einen USB C Port.

  • USB C – USB Power Delivery – 65W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB A – Quick Charge – 18W – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

So viel zu 70W, zumindest laut dem Aufdruck handelt es sich bei diesem Ladegerät um ein 65W Ladegerät.

Auch wenn du beide Ports gleichzeitig verwendest, wird der USB C Port auf 45W gedrosselt (45 + 18W = 63W).

 

Warum 70W?

Das OBLITZON  Ladegerät wirbt sehr groß mit seiner Leistung von 70W. Dies steht nicht nur auf der Produktseite, sondern auch an den USB C Port gedruckt.

Wo kommen diese 70W her? Gute Frage! Ich kann diese nicht beantworten. Laut meinen Tools bietet das Ladegerät:

  • 5V/3A
  • 9V/3A
  • 12V/3A
  • 15V/3A
  • 20V/3,25A

20V*3,25A = 65W. Dies macht auch Sinn, denn dies ist eine gängige USB PD Stufe, 70W wiederum nicht. 3,25A ist das Maximum was du über ein normales USB C Kabel jagen kannst. Darüber hinaus brauchst du einen e-Marker Chip und auch ein System zu überprüfen ob dieser vorhanden ist usw. Dies ist zusätzlicher Aufwand.

“Vielleicht hast du aber nur was Falsches ausgelesen”

Möglich, aber selbst auf der Unterseite des Ladegerätes steht maximal “20V/3,25A”, was meine Werte bestätigt.

“Vielleicht sind 70W via PPS möglich?”

Ja das Ladegerät hat PPS, aber mit 5-11V bei 3A = 33W maximal.

Vielleicht übersehe ich etwas und ja vielleicht ist es möglich 70W aus dem USB C Port zu ziehen, ehe der Überstrom-Schutz anspringt, aber damit ist das Ladegerät außerhalb der Spezifikationen und kein USB PD Gerät würde dies machen.

 

Mit PPS

Erfreulicherweise verfügt das OBLITZON RH-PD70W über PPS.

5-11V bei 3A

Dies ist keine übermäßig große PPS Range, aber soweit okay.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/SS Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des SS2 Ultra. Ein S21 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 25W. Unterstützt dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Spannungsstabilität

Werfen wir einen Blick auf die Spannungsstabilität des OBLITZON RH-PD70W.

Die 9V Stufe steigt etwas stärker an als ich es gerne hätte. Allerdings bleiben alle Spannungen innerhalb der Grenzwerte und sehen auch nicht verdächtig schlecht aus.

 

Effizienz

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Effizienz des OBLITZON RH-PD70W.

Laut Hersteller haben wir hier ein GaN Netzteil vor uns. Anhand der Effizienz halte ich dies sogar für plausibel. Die Effizienz des Ladegerätes schwankt zwischen 83,9% und 91,3%. Dies sind gute bis sehr gute Werte! Gerade die 91,3% Spitzen-Effizienz sind klasse.

 

Fazit

An sich ist das OBLITZON RH-PD70W 70W USB C Ladegerät absolut brauchbar. Es Gehäuse wirkt auf mich etwas einfach und das Ladegerät ist schon relativ leicht, aber es konnte im Test konstant 65W liefern, hatte eine sehr gute Effizienz und auch die Spannungsstabilität wirkte sauber.

Es wäre für mich persönlich nicht meine erste Wahl, bei Ladegeräten bevorzuge ich Markenhersteller einfach für das gute Bauchgefühl, aber rein von den Messwerten spricht nichts gegen das OBLITZON RH-PD70W.

Leider wird dieses mittelmäßige Bauchgefühl aber durch die ganze 70W Geschichte verstärkt. Ich weiß leider nicht woher diese Angabe kommt, das Ladegerät ist ein 65W USB C Ladegerät, was sogar von den genauen technischen Daten, die auf das Ladegerät gedruckt sind, bestätigt wird.

Sowas ist immer grenzwertig, auch wenn das Ladegerät ansonsten Okay ist.

Der HyperJuice 245W GaN Charger im Test, richtig viel USB C Power!

Passend zu seinem 245W Battery Pack bietet HyperJuice auch einen 245W GaN Charger. Ja ein 245W USB C Ladegerät!

Dies ist nach meinem Wissen derzeit absoluter Rekord, was die Leistungsfähigkeit angeht. So könntest du theoretisch 4x MacBook Pro 13 M1 gleichzeitig laden! Beeindruckend!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Auch das Chargeasap Omega 200W hat extrem viel Leistung versprochen, hatte mit dieser aber extrem zu kämpfen, Stichwort Hitze!

Wie steht es hier um den HyperJuice 245W GaN Charger? Kann dieses wirklich 245W liefern, ohne dabei zu schmelzen?

Finden wir es im Test heraus!

 

Der HyperJuice 245W GaN Charger im Test

Passend zur satten Leistung von 245W ist der HyperJuice 245W GaN Charger ein ziemlicher Brocken! Das Ladegerät misst 108 x 102 x 32 mm und ist damit eins der größten USB-Ladegeräte das ich jemals in den Fingern hatte.

Auch das Gewicht ist mit 534 g sehr hoch!

Grundsätzlich finde ich dies aber nicht schlimm, ganz im Gegenteil! Bei so viel Leistung ist es nicht gut, wenn der Hersteller versucht diese in einem zu kleinen Gehäuse unterzubringen. Siehe das Chargeasap Omega 200W, welches bei konstanter Volllast am Hitzetod kratzt.

Dabei ist das Gehäuse augenscheinlich von einem gewellten Aluminium umzogen, ähnlich wie die Powerbank. Dies ist aber nicht der Fall! Leider besteht das komplette Gehäuse aus Kunststoff.

Die generelle Haptik und Verarbeitungsqualität würde ich als gut einstufen.

 

Die Anschlüsse, nur USB C, dafür viel davon!

Auf Seiten der Anschlüsse setzt HyperJuice zu 100% auf USB C. Eine Entscheidung die ich nicht gut finde. Mittlerweile sind wir zwar an dem Punkt angekommen das wir primär USB C Geräte in unserem Alltag haben. Aber zumindest mir läuft hin und wieder mal ein microUSB Gerät über den Weg.

Hier wäre zumindest ein USB A Port am Ladegerät praktisch gewesen.

  • USB C 1 / 2 / 3 / 4 – 100W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A

Dafür haben es die USB C Ports aber in sich! Jeder USB C Port kann bis zu 100W liefern! Es ist also egal welchen Port du nutzt, alle sind gleichwertig.

Allerdings nutzt du mehr als zwei Ports gleichzeitig, dann kommt es zu einer Drosslung der Ports. Es spielt dabei auch keine Rolle wie viel Leistung du an den Ports nutzt, die Drosselung wird nur anhand der Anzahl an belegten Ports geregelt.

 

Mit PPS!

Der HyperJuice 245W GaN Charger unterstützt auf all seinen USB Ports den noch recht neuen PPS-Ladestandard, zusätzlich zu USB Power Delivery.

Diese bieten die volle PPS Range von 3,3-21V bei bis zu 5A.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/SS Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des SS2 Ultra. Ein S21 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 25W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Belastungstest

Hier wird es nun spannend. Beim Belastungstest ist mir damals das Chargeasap Omega 200W abgeraucht. Dieses konnte 200W Leistung nicht konstant aushalten.

Hier allerdings direkt eine wichtige Info, aus praktischen Gründen kann ich den HyperJuice 245W GaN Charger auch nur mit 2x 100W belasten!

Wenn das Ladegerät bereits 200W konstant aushalten kann, dann wäre dies schon eine Leistung.

Und die Antwort ist ja! In meinem Test konnte dieses 6 Stunden 200W (2x 100W) aushalten!

Allerdings sehen wir auch welche Temperaturen dabei erreicht wurden. Die USB Ports haben sich bis auf 90 Grad erwärmt und das gesamte Ladegerät wurde +- 70-80 Grad heiß!

Dies ist prinzipiell für ein Netzteil aushaltbar, aber ich denke schon das HyperJuice bis ans absolute Thermale Limit mit 245W treibt.

Wie oft du das Ladegerät aber in der Praxis mit 200W+ über 6 Stunden belastest steht natürlich auf einem anderen Blatt.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität ist bei USB C Ladegeräten in der Regel nicht ganz so extrem wichtig. Dennoch ist natürlich ein Bleiben innerhalb der Grenzwerte sehr wichtig und eine stabile Spannung ist Indiz für eine gute Elektronik.

Hier gibt es aber nichts zu beklagen! Bei 5V und 9V ist die Spannungsstabilität sehr gut und auch bei 20V gibt es lediglich einen minimalen Knick in der Linie.

Unterm Strich ist der HyperJuice 245W GaN Charger also sehr gut geregelt.

 

Das Ladetempo

Welches Ladetempo kannst du im Zusammenspiel mit diversen Endgeräten erwarten?

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++

Dank der 100W USB C Ports eignet sich der HyperJuice 245W GaN Charger für eine Vielzahl an Geräten.

Angefangen bei den diversen Smartphones, wie die Apple iPhones. Hier musst du dir bezüglich eines “Überladens” auch keine Sorgen machen. Das iPhone wird nur so schnell geladen wie für dafür optimal ist, auch wenn du es an einen 100W Port hängst. Selbiges gilt fürs iPad und andere Tablets

Aufgrund der 100W Leistung eignet sich der HyperJuice 245W GaN Charger auch für fast alle via USB C ladbaren Notebooks! Ob nun MacBook Pro, Dell XPS, ASUS Zenbook, wenn es sich via USB C laden lässt, stehen die Karten gut, dass dies auch mit vollem Tempo passiert.

Dank PPS besteht auch eine super Eignung für die Samsung Galaxy S20/S21/S22 Serie.

 

Die Effizienz

Kommen wir zum Abschluss auf die Effizienz zu sprechen. Diese ist gerade bei solch einem Ladegerät spannend.

Die Effizienz des HyperJuice 245W GaN Charger schwankt zwischen 75,3% bei sehr niedriger Last und 92,6% bei hoher Last (200W).

Dies sind sehr gute Werte! Zwar sind die 75,3% bei niedriger Last nicht absolute Spitzenklasse, allerdings High End Ladegeräte mit besonders viel Leistung schwächeln hier gerne deutlich mehr.

Dies können wir auch im Vergleich mit anderen Ladegeräten sehen. Lediglich das Razer USB-C 130W GaN Charger bietet bei niedriger Last noch etwas bessere Werte.

Ansonsten können wir aber deutlich sehen, dass für ein Ladegerät der 100W+ Klasse der HyperJuice 245W GaN Charger angenehm effizient ist.

 

Fazit

Der HyperJuice 245W GaN Charger ist ein absolut einmaliges und auch kompromissloses Produkt.

4x USB C mit jeweils 100W und PPS (3,3-21V/5) bei einer Maximalleistung von 245W, hier ist mir einfach nichts Vergleichbares bekannt!

Entsprechend ist auch die Leistung des HyperJuice 245W GaN Charger tadellos. Dieses ist nicht nur für fast alle Smartphones von Apple, Samsung, Google usw. hervorragend geeignet, sondern auch bzw. vor allem für Notebooks.

So könntest du an diesem ohne Probleme 4x MacBook Pro 13 M1 mit dem vollen Tempo gleichzeitig laden oder zwei größere Notebooks + Smartphone.

Dabei scheint das Ladegerät technisch tadellos zu sein. Die Spannungsstabilität ist top und auch die Effizienz ist mit bis zu 92,6% hervorragend!

Ich vermisse lediglich ein oder zwei USB A Ports. USB C ist gut und schön, aber zumindest ich habe auch einige USB A/microUSB Geräte die gelegentlich mit Strom versorgt werden wollen.

Zudem würde ich dir nicht empfehlen das Ladegerät dauerhaft (3+ Stunden) wirklich mit 200W+ zu belasten. Dieses hält das zwar aus, aber die Hitzeentwicklung ist schon “hart”.

Hast du aber vielleicht ein großes MacBook, iPad, iPhone usw. die du Zeitgleich mit vollem Tempo laden willst, dann ist dies vielleicht das richtige Ladegerät für dich!

Update 17.01.23: Mittlerweile ist das Ladegerät auch im regulären Handel verfügbar. Siehe Idealo Preisvergleich

HyperJuice 245W GaN Charger
POSITIV
Extrem hohe Leistung mit bis zu 245W
4x USB C 100W Ports
PPS Support mit 3,3-21V/5A
Schickes und wertiges Design
Gute Effizienz mit 75,3% bis 92,6%
Gute Spannungsstabilität
NEGATIV
Hitzeentwicklung unter Volllast erträglich, aber nicht schön
Nur USB C Ports
90