Die Creative Sound Blaster GC7 im Test

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Mit der GC7 bietet Creative eine externe Soundkarte, welche sich sowohl an Gamer mit gehobenen Ansprüchen beim Sound wie auch Streamer richten soll.

So vereint die Sound Blaster GC7 einen 120db AKM4377 DAC mit dem Aufbau eines Stream Decks. Du bekommst also eine recht große externe Einheit mit diversen Tasten und Drehreglern für das schnelle Steuern deines Sounds und diversen frei programmierbaren Tasten.

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Klingt doch spannend, aber gelingt Creative der “Tanz auf zwei Hochzeiten”? Funktioniert die Mischung aus einer audiophilen Soundkarte und einem Werkzeug fürs Streaming?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank Creative für das Zurverfügungstellen der Sound Blaster GC7 für diesen Test.

 

Die Creative Sound Blaster GC7 im Test

Auf den ersten Blick erinnert die Sound Blaster GC7 eher an ein kleines Mischpult als an eine klassische externe Soundkarte.

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Auf der Oberseite der Soundkarte finden sich drei Drehknöpfe, zwei davon für die Lautstärke und einer für die Feineinstellung diverser Optionen. Denn in der Soundkarte ist auch ein kleines Display verbaut, welches dir helfen soll Einstellungen wie Bass, Höhen usw. direkt auf der Soundkarte zu verstellen, ohne die Software aufrufen zu müssen.

Des Weiteren sind hier satte 10 Tasten angebracht. 6 davon haben eine feste Funktion, 4 sind von dir frei belegbar.

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Auf Seiten der Anschlüsse haben wir zunächst auf der Front zwei 3,5mm Ports, für Kopfhörer und Mikrofon. Auf der Rückseite wird es etwas wilder. Grundsätzlich wird der Sound Blaster GC7 via USB C mit Strom und Daten versorgt.

Für Geräte, bei denen eine Datenversorgung via USB nicht möglich ist, haben wir hier einen optischen Eingang (und Ausgang) und einen 3,5mm AUX Eingang (und Ausgang). Die Ausgänge sind jeweils als Passthrough gedacht.

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Des Weiteren findest du hier Schalter womit du zwischen dem Endgerät, PC, Konsole oder Mobile, umschalten kannst. Je nachdem was du hier einstellst werden andere Anschluss-Paare genutzt.

 

Frei belegbare Tasten

Die Sound Blaster GC7 verfügt über vier frei belegbare Tasten. Wie kannst du diese belegen?

  • Sound-Modus wählen
  • Scout Modus aktivieren
  • Mikrofonüberwachung
  • Zwischen Ausgängen wechseln
  • Medien-Steuern (Play/Paus, vor, zurück)
  • Programme starten, Webseiten aufrufen usw.
  • Texteingabe
  • Tastenanschlag

Jeder Taste kannst du zudem eine LED-Farbe zuordnen, so dass du dich besser erinnern kannst, was was ist.

 

Software

Die Sound Blaster GC7 setzt auf die gleiche Software wie alle Creative Soundkarten der letzten Jahre.

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Die Creative App ist sehr Clean und aufgeräumt aufgebaut! Diese ist mir fast etwas zu clean und ordentlich. Auf der Startseite findest du zunächst eine Übersicht über alle Feature, welche als eine Art App Kacheln dargestellt werden.

  • SoundModus
  • Super X-Fi
  • Acoustic Engine
  • Equalizer
  • CrystalVoice
  • Scout Mode
  • Decoder
  • Mixer
  • “Benutzerdefinierte Tasten”

Klickst du eins dieser Icons an landest du in den erweiterten Einstellungen. Dies wäre im Falle des Equalizers beispielsweise ein vollständiger EQ, in der Acoustic Engine erweiterte Einstellungen für den Klang usw.

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Die Creative App bietet also tonnenweise Anpassungsmöglichkeiten für den Klang und auch für den Mikrofon-Eingang!

 

Wie gut ist der Klang?

Schauen wir uns zunächst einmal die technischen Daten an:

  • 120 dB SNR
  • 32 – 300 Ω Kopfhörer support
  • 24-bit / 192 kHz DAC

Dies liest sich im ersten Moment sehr gut! Damit verfügt die Sound Blaster GC7 auf dem Papier über eine sehr gute DAC/Verstärker Kombo. Diese ist allerdings weiterhin “schlechter” als die des Sound BlasterX G6 und +- gleichauf mit der Sound BlasterX G5.

Hier lasst uns aber ehrlich sein, in der Praxis wirst du da außer bei ganz exotischen Kopfhörern keinen Unterschied hören. Selbiges gilt auch im Vergleich zu hochwertigen On Board Soundkarten, welche mittlerweile auch richtig gut sein können, zumindest im Desktop-Bereich.

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So habe ich die Beyerdynamic T90 an der Sound Blaster GC7 genutzt und die Soundkarte hatte keine Probleme die Kopfhörer gut anzutreiben, was auch nicht überrascht.

Sofern dein PC schon von Haus aus eine ordentliche Soundkarte mitbringt, brauchst du so etwas wie die Sound Blaster GC7 nicht wegen der verbesserten Audio-Qualität, sondern wegen der Klanganpassung. Du kannst den Klang bei der GC7 deutlich mehr anpassen als es bei jeder mir bekannten On-Board Soundkarte der Fall wäre!

Hat dein Headset/Kopfhörer zu wenig Bass? Kein Problem, du hast in der Software der Sound Blaster GC7 X Möglichkeiten diesen zu verbessern, ob nun durch einen EQ oder die Acoustic Engine.

Du willst einen (guten) Virtuellen Raumklang? Auch kein Problem, der Virtuelle Raumklang der Sound Blaster GC7 gehört zu den besten den ich kenne.

Ganz anders sieht es natürlich an Konsolen oder Notebooks aus. Auch moderne Notebooks haben oftmals sehr bescheidene Soundkarten. Hier kann die GC7 einen deutlichen Sprung an Klangqualität mit großen Kopfhörern mitbringen.

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Die Beyerdynamic T90 haben beispielsweise an der Sound Blaster GC7 einen merklich dynamischeren und lebendigeren Klang als einem Dell XPS 13. Letzteres klingt selbst über die Kopfhörer deutlich kleiner und “verfälschter”. Letzteres liegt sicherlich auch etwas an Dells Audio-Software, welche den Klang wahlweise zu stark nachbearbeitet oder beim Ausschalten diesen komplett dumpf werden lässt.

 

Game / Voice

Sprechen wir kurz über den “Game / Voice” Regler der Sound Blaster GC7. Die Sound Blaster GC7 wird von deinem PC als zwei Soundkarten erkannt. Eine davon ist “Game” die andere “Voice”. Du musst nun in Discord, Skype usw. Einstellen, dass Sprache hier über die 2. Soundkarte wiedergegeben wird, während dein System die primäre Soundkarte nutzt.

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Über den Game/Voice Regler kannst du nun diese beiden Soundkarten “on the fly” abmischen. Dies kann sehr hilfreich und nützlich sein! Funktioniert allerdings nicht bei In Game Voice Chat.

 

Mikrofon Eingang

Die Sound Blaster GC7 verfügt natürlich über einen Mikrofon Eingang. Dieser besitzt einen 24 Bit 192 Khz ADC (Analog Digital Converter). Auf dem Papier ist der Mikrofon Eingang also durchaus hochwertig. Dies bestätigt sich auch in der Praxis!

Die Aufnahmequalität ist top und vor allem die Lautstärke! Hinzu kommen diverse EQ Anpassungen. Du kannst deine Stimme etwas voller machen oder die Klarheit hochschrauben usw.

Diese Effekte sind dabei durchaus geschmackvoll und können selbst bei Aufnahmen Sinn machen.

 

Fazit

Eine gute Soundkarte kann einen großen Unterschied machen. Ob sich aber eine Soundkarte wie die Sound Blaster GC7 sich für dich lohnt hängt etwas von deinem jeweiligen Setup ab.

Hast du einen guten und modernen PC, mit gutem Mainboard und ein normales Headset/Kopfhörer, dann erwarte trotz sehr guter Hardware in der GC7 keinen massiven Sprung in Tonqualität! Moderne Desktop Soundkarten sind einfach recht gut geworden! Bei Notebooks kann die Welt aber auch wieder völlig anders aussehen.

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Die große Stärke der Sound Blaster GC7 ist aber aus meiner Sicht die Anpassbarkeit des Klangs! Creative bietet dir in seiner Software sehr viele Möglichkeiten den Klang nach deinen Wünschen anzupassen oder zu optimieren. Diese Möglichkeiten gehen über einen einfachen EQ weit hinaus und übertreffen alles was ich bisher bei einer OnBoard Soundkarte gesehen habe. Dies gilt auch für den virtuellen Raumklang.

Hinzu kommen die Hardware-Steuerungseinheiten. Es ist einfach schön ein Drehrad für die Lautstärke zu haben und auch die feinere Steuerung zwischen Voice Chat und Game-Sound ist nett. Nett sind auch die anpassbaren Schnellauswahltasten und die Kompatibilität zu Spielekonsolen und Smartphones!

Suchst du also eine Soundkarte mit High End Klang, sehr guter und anpassbarer Software und einer interessanten Hardware mit vielen physischen Steuerungsmöglichkeiten, dann bist du bei der Creative Sound Blaster GC7 an der richtigen Adresse!

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Michael Barton
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