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LinkOn 130W USB-C Autoladegerät mit 100W und 30W PPS Anschlüsse

KFZ-Ladegeräte mit leistungsstarken USB C Ports sind erstaunlicherweise recht selten. Gerade Modelle mit 100W Ports sind kaum im Handel zu finden.

Unser heutiger Testkandidat ist eins der wenigen Modelle das diese 100W schafft! So verfügt das LinkOn 130W USB-C Autoladegerät nicht nur über einen 100W USB C Port, sondern auch über einen zusätzlichen 30W Port.

In der Theorie kannst du somit ein MacBook Pro 16 wie auch ein iPad Pro mit dem vollen Tempo laden. Beeindruckend!

linkon 130w usb c autoladegerät test 8

Aber wie gut funktioniert dies in der Praxis und können wir überhaupt so viel Leistung über den 12V Board-Stecker ziehen? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an LinkOn welche mir das Ladegerät für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Das LinkOn 130W USB-C Autoladegerät im Test

Aufgrund der sehr hohen maximalen Leistung ist das LinkOn 130W USB-C Autoladegerät etwas größer als ein klassisches KFZ-Ladegerät.

linkon 130w usb c autoladegerät test 2

So überragt der Kopf des Ladegerätes den Port ein gutes Stück. Allerdings würde ich das Ladegerät auch nicht als riesig einstufen.

Dabei wirkt das Ladegerät qualitativ sehr gut! Wir haben ein komplett schwarzes Design mit einer Carbonoptik.

 

Die Anschlüsse

Auf der Oberseite des LinkOn 130W USB-C Autoladegerät finden wir zwei USB C Ports.

  • 1x USB C – 100W Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/5A
  • 1x USB C – 30W Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A oder 12V/2,5A

linkon 130w usb c autoladegerät test 1

Der 100W USB C Port ist natürlich absolut außergewöhnlich an einem KFZ-Ladegerät! Hinzu kommt der praktische sekundäre USB C Port, welcher dir das gleichzeitige Aufladen eines zweiten Gerätes erlaubt.

 

Volle Leistung bei 12V!

Das LinkOn 130W USB-C Autoladegerät mit 100W kann seine volle Leistung auch bei 12V Bordspannung liefern, also in einem normalen PKW.

Klingt wie etwas das selbstverständlich ist, ist es aber nicht. Viele High Power KFZ-Ladegeräte können ihre volle Leistung nur in 24V Fahrzeugen liefern.

Warum? Um aus einer höheren Spannung wie 12V 5V oder 9V zu machen ist eine so genannte Step-Down Schaltung erforderlich. Um aus einer niedrigen Spannung wie 12V 15V oder 20V zu machen ist eine Boost Schaltung erforderlich.

In einem 12V PKW brauchst du für alle Spannungsstufen sowohl eine Step-Down wie auch eine Boost Schaltung. Dies sparen sich viele günstigere Modelle, siehe in meinem Vergleich von KFZ Ladegeräten.

 

Spannungsstufen und PPS

Schauen wir uns zunächst die Spannungsstufen an.

100W Port:

  • 5V/2,4A
  • 9V/3A
  • 12V/3A
  • 15V/3A
  • 20V/5A

30W Port:

  • 5V/3A
  • 9V/3A
  • 12V/2,5A

Interessant! So wie es aussieht hat LinkOn bei dem kleinen 30W Port auf die Boost Schaltung verzichtet, daher ist dieser auf 12V maximal limitiert.

Beim 100W Port ist nur die Leistung bei 5V interessant. Hier haben wir nicht die vollen 3A, sondern “nur” 2,4A. Ich kann dir leider nicht genau erklären warum dies einige Hersteller, wie auch Anker, so machen. Ich glaube dies ist, um einige älteren Samsung Smartphones auf die effizientere und schnellere 9V Stufe zu zwingen, dies ist aber nur eine Vermutung.

Beide USB C Ports unterstützten PPS!

100W Port:

  • 3,3-11V/4A
  • 3,3-21V/3A

30W Port:

  • 3,3-11V/3A

Interessant! Die PPS Range beider Ports ist gut, aber es überrascht mich das der 100W Port zwei Stufen besitzt, von welcher keine bis 5A geht. 4A sind aber aktuell ausreichend.

linkon 130w usb c autoladegerät test 7

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/SS Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des SS2 Ultra. Ein S21 Ultra kann an einem normalen USB-PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 25W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB-PD Ladegerät.

 

Am Limit!

An dieser Stelle eine kleine Empfehlung von mir. Es ist zwar theoretisch möglich beide Ports des Ladegerätes gleichzeitig zu nutzen, ich kann das aber nur bedingt empfehlen!

Nicht wegen des Ladegeräts, sondern wegen des KFZ-Ports. Dieser ist in der Regel nur für 8A oder 10A ausgelegt. Bei einer Boardspannung von 12,8V wären 10A also 128W.

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Reizt du das LinkOn 130W USB-C Autoladegerät also voll aus, dann bist du hart am Limit des KFZ-Ports (welcher dann auch recht warm werden kann).

Ich würde also in der Praxis maximal 100W empfehlen.

 

Keine Effizienzwerte über 60W

An dieser Stelle eine kleine Erklärung, warum ich die Effizienz des LinkOn 130W USB-C Autoladegerät nicht bei über 60W messen kann.

Die Messung der Effizienz ist an sich recht einfach. Ich messe wie viel Leistung in das Ladegerät geht und wie viel ich entnehme. Umso genauer die Messung umso besser.

Bei KFZ-Ladegeräten nutze ich hierfür ein Labornetzteil für die 12V Spannung. Mein Labor Netzteil kann allerdings maximal 6A ausgeben. 6*12V = 72W. Entsprechend kann ich hier keine höheren Leistungswerte gut messen.

Für die weiteren Tests habe ich das Ladegerät einfach an einen LiFePO4 Akku gehängt, welcher mehr als genug Leistung bietet.

 

Die Effizienz

Schauen wir uns nun auch die Effizienz an. Diese liegt sehr hoch, da wir hier eine DC zu DC Wandlung haben.

effizienz

 

Fazit

Ganz klar gesagt, das LinkOn 130W USB-C Autoladegerät ist das beste KFZ-Ladegerät, das ich bisher im Test hatte!

Dieses bietet die beworbene Leistung, einen 100W USB C Port, PPS und eine gute Effizienz! Dieses pusht zwar den KFZ Port absolut ans Limit, aber sucht du die 100W Leistung auch in einem Auto, dann ist dies klar deine beste Option!

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Zumal dieses auch wirklich die volle Leistung bei 12V Spannung liefern kann. Auffälligkeiten oder Probleme konnte ich nicht beobachten.

Auch der Preis von 53€ zum Zeitpunkt des Tests ist fair!

LinkOn 130W USB C Autoladegerät mit 100W PD3.0- und 30W...

  • 100W + 30W USB C Ausgänge
  • PPS Support auf beiden Ports
  • Effizienz zwischen 90% und 97%
  • Gute Haptik und Verarbeitung
  • Volle Leistung auch bei 12V Bordspannung

Herausragende Druckqualität! Der ELEGOO MARS 2 PRO im Test

Klassische 3D Drucker sind mittlerweile kein ganz exotischer Anblick mehr. Diese sind alle vom Aufbau weitestgehend identisch. Es gibt einen beweglichen Kopf, der ein Filament schmilzt und damit Schichten aufträgt.

Allerdings gibt es einen zweiten Typen 3D Drucker “Resin” 3D Drucker. Resin 3D Drucker setzten auf eine Flüssigkeit, die bei UV-Strahlung aushärtet. Dies nutzen die 3D Drucker um damit die Schichten anzuhäufen. Augenscheinlich wird dein Objekt wie durch Magie aus einem Tank mit Flüssigkeit gezogen.

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Diese 3D Drucker haben vor allem einen Vorteil, sie arbeiten deutlich feiner! Gerade wenn du irgendwelche Figuren erstellen möchtest, empfehlen sich Resin 3D Drucker.

Eins der populärsten, gut bezahlbaren Modelle, ist der ELEGOO MARS 2 PRO. Dieser ist bereits für +- 200€ erhältlich! Klingt doch fantastisch, aber funktioniert dieser für so wenig Geld wirklich so gut wie vom Hersteller versprochen?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Warum ein Resin 3D Drucker?

Beginnen wir einmal mit einer kleinen Übersicht, warum du einen Resin 3D Drucker kaufen solltest und warum nicht.

Resin 3D Drucker bieten vor allem eine deutlich bessere Darstellung von feinen Details! So kannst du damit rechnen, dass Figuren oder sehr feine Elemente “wie aus der Fabrik” aussehen. Auch einmal eingestellt kannst du mit einem Resin 3D Drucker solche Figuren in gleichbleibender Qualität “in Serie” produzieren, ohne neue Kalibrierung usw.

Allerdings haben Resin 3D Drucker auch diverse Nachteile! Vor allem ist die Arbeitsfläche sehr klein! Große Elemente, Töpfe usw. kannst du hiermit nicht produzieren.

Auch kann der Reinigungsaufwand sehr groß sein! An sich ist der Drucker selbst sehr wartungsarm und hat wenige potenzielle Fehlerquellen. Allerdings musst du dich mit dem flüssigen Harz herumschlagen, den Tank reinigen usw.

Resin 3D Drucker sind also primär für “Miniaturen” und ähnliches gemacht und geeignet! Für große DIY-Projekte würde ich einen klassischen 3D Drucker empfehlen.

 

Der ELEGOO MARS 2 PRO im Test

Der ELEGOO MARS 2 PRO setzt auf ein recht typisches Design für einen Resin 3D Drucker. So haben wir eine Basis mit integriertem Touch Display für die Steuerung und dem Display für die Belichtung auf der Oberseite.

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Ebenfalls auf der Oberseite findet sich ein Aufbau mit dem einzigen Motor am Drucker. Dieser bewegt die Druckplattform auf und ab.

Die Druckplatform lässt sich mit einer großen Schraube einfach abnehmen, um die gedruckten Objekte zu entfernen.

elegoo mars 2 pro im test 2

Der flüssige Harz wird in eine beiliegende Schale geschüttet. Diese besitzt eine so genannte FEP-Folie auf der Unterseite, welche neben dem Harz das einzige “Bauteil” ist, das gelegentlich getauscht werden sollte.

Im Betrieb wird der 3D Drucker zudem mit einer Art Haube abgedeckt. Diese minimiert zum einen die Geruchsbelastung (das flüssig Harz stinkt etwas) und verhindert eine UV Einstrahlung durch Fenster usw. diese könnte ansonsten das Harz direkt aushärten lassen.

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Über Strom wird der MARS 2 PRO über ein externes 12V Netzteil versorgt. Die Druckprojekte spielst du über einen USB-Port auf der Front ein. Ein USB-Stick mit der passenden Software liegt bei.

 

Leise aber stinkend!

Der MARS 2 PRO ist ein sehr leiser 3D Drucker! Dieser ist um Welten leiser als ein klassisches Modell. Ich hätte keine Probleme diesen einfach auf meinem Schreibtisch stehen zu haben.

Allerdings riecht das flüssige Harz etwas. Daher wird auch empfohlen den Drucker in gut belüfteten Räumen zu nutzen.

 

Folgekosten

3D Drucker mit Resin sind im Unterhalt etwas teurer als normale 3D Drucker. Du zahlst für 1KG Resin ca. 30-40€.

ELEGOO Wasser Waschbares 3D Drucker Resin, Upgraded Water Washable UV...
  • 【Leicht zu Reinigen, Einfach zu Verwenden】 Im Vergleich zu...
  • 【Geringe Schrumpfung und Hohe Präzision】 ELEGOO resin wasser...
  • 【Schnelle Aushärtung und Große Stabilität】 ELEGOO 405nm...
  • 【Geruchsarm, Nicht Zeizend】 Die wasserauswaschbare...
  • 【Breite Anwendungen】Angesichts der herausragenden Leistungen...

Hinzu kommt ein gelegentlicher Austausch der FEP-Folie. Diese Folie ist erstaunlich teuer, aber je nachdem wie vorsichtig du bist, musst du diese nicht zu oft tauschen.

ELEGOO 5er-Set FEP-Folie, 3D-Drucker-Zubehör, FEP Release Film,...
  • Kompatibel mit ELEGOO Mars und Mars Pro LCD-3D-Drucker; Maße der...
  • Hervorragende Antihaftbeschichtung und geringe...
  • 95 % Lichtdurchlässigkeit gewährleisten eine optimale...
  • Hitzebeständige und langlebige Qualität für eine dauerhafte...
  • Enthält eine verständliche Anleitung auf der Verpackung, die...

Beide “Teile” sind sowohl von ELEGOO verfügbar wie aber auch von diversen anderen Herstellern.

 

Software und Nutzung

Der Mars 2 Pro nutzt CHITUBOX als Software um Projekte zu “slicen”.  An sich wirkt CHITUBOX ganz gut gemacht, auch wenn ich das Programm für etwas unübersichtlich halte.

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Es reicht aber völlig um Projekte passen zu slicen. Passende Projekte für den Mars 2 Pro kannst du entweder selber erstellen oder bei z.B. https://www.thingiverse.com/ finden und herunterladen.

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Projekte müssen zum Drucken über CHITUBOX auf einem USB-Stick gespeichert werden. Diesen steckst du in den Drucker und kannst das Projekt einfach über den Touchscreen inklusive Vorschau auswählen.

 

Einmal kalibrieren und dann läuft es!

Der Mars 2 Pro muss nach dem Auspacken einmal kalibriert werden. Es geht hierbei um das optimale Einstellen der Distanz zwischen Teller und Arbeitsoberfläche. Wie genau das Kalibrieren geht, erklärt dir die Anleitung ganz gut.

Ist dieses erstmalige Kalibrieren gemacht, kannst du ohne weiteren Aufwand durchdrucken. Ein erneutes Kalibrieren war bei mir auch nach X Drucken nicht nötig.

Ich musste lediglich gelegentlich das Resin auffrischen.

 

Herausragende Druckqualität!

Die Druckqualität ist sicherlich der größte Pluspunkt des Mars 2 Pro. Ich denke Bilder sprechen hier eine deutlichere Sprache als Worte.

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Resin 3D Drucker haben von Natur aus ein etwas gleichmäßigeres und saubereres Druckbild. Dies gilt auch für den Mars 2 Pro, welcher dank seiner 2K Auflösung hier nochmals eins draufsetzt.

Feinere Details werden wunderbar herausgebildet und erfordern kein Nacharbeiten oder Ähnliches.

Nach dem Drucken solltest du deine Objekte lediglich noch etwas in die Sonne stellen und eventuell reinigen. Dies ist empfehlenswert da es äußerlich gerne noch einen leichten nicht ausgehärteten Resin Film gibt.

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Die Druckqualität des Mars 2 Pro ist aber über jeden Zweifel erhaben und das beste was ich bisher bei einem 3D Drucker gesehen habe!

 

Du brauchst Geduld!

3D Drucken ist ein recht langsamer Prozess. Dies gilt auch für Resin 3D Drucker.

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Ein Mittelgroßes Projekt dauert mit dem Mars 2 Pro zwischen 2 und 4 Stunden, etwas abhängig von der Höhe und deiner eingestellten Belichtungszeit. Größere Projekte können aber auch mal 8 Stunden dauern.

 

Fazit

Der Mars 2 Pro ist günstig und bietet eine überragende Druckqualität! Dies zwar zwei Punkte welche sich normalerweise etwas ausschließen, aber nicht so hier.

Unter anderem dank des Resin Verfahrens liefert der Mars 2 Pro eine beeindruckende Druckqualität! Feine Details werden hervorragend dargestellt und du hast nicht diese 3D Drucker typischen Linien, welche sich zwischen den Ebenen bilden.

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Damit ist der Mars 2 Pro gerade für Miniaturen und andere kleine Objekte, wo eine möglichst hohe Detail-Darstellung wichtig ist, ideal!

Dabei ist der Mars 2 Pro mit +- 200€ unheimlich günstig für das gebotene! Auch die Steuerung ist dank Touch Screen sehr gelungen und die generelle Verarbeitungsqualität ist mehr als angemessen.

Allerdings gibt es auch ein paar Kritikpunkte, welche allerdings primär an der Resin Technologie liegen.

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Resin 3D Drucker stinken, die Arbeitsfläche ist recht klein und der Umgang mit dem Resin ist nicht ganz einfach. Nach dem Drucken musst du das flüssige Harz wieder in die Flasche füllen, eventuell gebildete “Flocken” filtern usw. Dies ist schon ein etwas aufwendigerer und “klebrigerer” Prozess.

Hierfür kann allerdings der Mars 2 Pro nichts!

Der Mars 2 Pro selbst ist ein absolut empfehlenswerter 3D Drucker, wenn du dich für ein Modell mit der Resin Technologie entscheidest.

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ELEGOO MARS 2 PRO
POSITIV
Sehr fairer Preis
Hervorragende Druckqualität, gerade feine Details
Bedienung dank Touchscreen sehr einfach
Guter Lieferumfang
Einfache Nutzung
Sehr leiser Betrieb
NEGATIV
Umgang mit flüssig Resin/Harz nicht ganz einfach
Resin kann stinken
Druckfläche eher auf der kleineren Seite
90

Das ASUS Zenbook Pro Duo 15 OLED (UX582LR-H2002T) im Test

Mit der Zenbook Pro Duo Serie hat ASUS sicherlich einige der außergewöhnlichsten Notebooks im Sortiment.

So nutzt die Zenbook Pro Duo Serie zwei Displays! Dabei ist das zweite Display im Tastatur-Deck integriert und klappt hoch, wenn du den Deckel öffnest. Damit dies passt musste ASUS sich allerdings vom klassischen Tastatur/Trackpad Layout verabschieden.

asus zenbook pro duo 15 oled (ux582lr h2002t) im test 14

Ich war hier schon länger sehr neugierig, wie es ist dieses Notebook zu nutzen, welches fast eher wie irgendein cooles Konzept für eine Messe aussieht. Freundlicherweise hat mir ASUS das Zenbook Pro Duo 15 OLED (UX582LR-H2002T) für einen Test zur Verfügung gestellt!

Dieses hat zwar noch eine 10. Gen Intel CPU, ist aber ansonsten weitestgehend baugleich mit dem aktuellen Modell.

Kann das Zenbook Pro Duo 15 OLED (UX582LR-H2002T) im Test vor allem in der Praxis überzeugen?

 

Das ASUS Zenbook Pro Duo 15 OLED (UX582LR-H2002T) im Test

Das Zenbook Pro Duo 15 OLED ist ein sehr außergewöhnliches Notebook. Auf den ersten Blick wirkt dieses recht “klassisch”.

asus zenbook pro duo 15 oled (ux582lr h2002t) im test 1

Wir haben ein 21,5mm dickes 15 Zoll Notebook vor uns. Mit 21,5 mm und einem Gewicht von 2,34 Kg ist das Zenbook Pro Duo 15 nicht übermäßig kompakt. Dies ist aber auch nicht überraschend, wenn wir das gute Stück aufklappen.

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Das Zenbook Pro Duo 15 OLED verfügt über zwei Displays! Wir haben ein klassisches 15,6 Zoll primäres Display, wie auch ein kleines Display oberhalb der Tastatur. Die Tastatur ist dafür nach unten gerückt und das Trackpad ist an der Stelle, wo normalerweise das Nummernpad ist.

Dies ist höchst außergewöhnlich! Spannenderweise klappt das zweite Display automatisch ein Stück nach oben, so dass du dieses besser ablesen kannst. Zum Zusatzdisplay und der Tastatur später mehr.

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Die Verarbeitungsqualität ist dabei erstaunlich gut! Dies gilt sowohl für das Notebook selbst, welches schön massiv ist, wie auch für das Klapp-Display. Der Mechanismus wirkt erstaunlich stabil und robust. Leider kannst du den Winkel nicht frei einstellen, dieser ist vorgegeben.

Wie steht es um die Anschlüsse?

  • 1x DC Eingang
  • 1x HDMI 2.1
  • 1x USB A 3.1
  • 2x Thunderbolt 3
  • 1x 3,5mm Headset Anschluss

Die Portausstattung ist “überschaubar”. Ein SD-Kartenleser wäre sicherlich noch nett gewesen. Auch ein zweiter USB A Port wäre sicherlich praktisch gewesen. Dafür haben wir aber immerhin zwei Thunderbolt 3 Ports.

 

Display

Das Display ist sicherlich der Star des Zenbook Pro Duo 15 OLED. Wie der Name schon sagt, verfügt das Notebook über ein OLED Panel!

  • 15,6 Zoll
  • 3840×2160
  • 60Hz
  • Multi-Touch
  • OLED
  • 100% DCI-P3
  • Pantone validiert (Delta-E <2)

Wir haben zwar leider nur 60Hz, allerdings abseits davon liest sich das Panel fantastisch! OLED Panels in Notebooks und allgemein bei PCs waren oft so eine Sache. Gerade die ersten Generationen waren eher problematisch.

Allerdings sieht das Display des Zenbook Pro Duo 15 OLED super aus! Farben sind spitze, die Helligkeit ist super und natürlich die Kontraste sind herausragend! OLEDs sehen einfach toll aus bei allen Medien die starke Kontraste besitzen.

Allerdings ist dieses OLED Panel hier etwas schlechter als im ASUS ProArt Studiobook 16. Das OLED Panel hat eine kleine Schwäche, so sehen weiße Flächen nicht ganz “glatt” aus. Wenn du ganz nah ans Display gehst, kannst du sehen, dass wir eine Art Textur über dem Panel haben. Ich vermute dies ist der Touch Screen Layer, der leicht sichtbar ist.

Ruiniert dies das Display? Nein! Auf einer normalen Distanz ist dies kaum bis gar nicht zu erkennen und das Ganze ist nur bei weißen Hintergründen zu sehen. Bearbeitest du Fotos, dann merkst du davon nichts.

Das ASUS ProArt Studiobook 16 hatte dies allerdings nicht. Dieses hatte allerdings auch keinen Touchscreen.

Wie steht es aber um die Messwerte?

farbraum

100% sRGB, 97% AdobeRGB und 100% Color-P3 sind absolut fantastisch! Anders können wir es nicht sagen. Dies übertrifft sogar die aktuellen MacBook Pros.

farbtreue

Auch die Kalibrierung ist wie versprochen gut. Wir haben ein durchschnittliches Delta E von 1,22. Alles unter 2 gilt hier als sehr gut!

Mit 374 cd/m² ist das Display angenehm und ausreichend hell, für eine normale Indoor-Nutzung. Hier liegt das Notebook aber deutlich hinter z.B. den Apple MacBooks oder absoluten High End IPS Panels.

Der Kontrast wurde von meinem Messgerät mit 26200:1  gemessen, was natürlich am OLED Panel liegt.

 

Lautsprecher

Von den Lautsprechern im Zenbook Pro Duo 15 OLED bin ich etwas hin und her gerissen. So sind Systemsounds teils etwas kratzig, fast so als wären die Lautsprecher defekt.

Musik und normale Medien-Wiedergabe klingt hingegen passabel! Klar, wir sind hier nicht ansatzweise auf MacBook Pro Level, aber die Lautsprecher klingen schön klar und haben ein brauchbares Klangvolumen.

Daher ist etwas merkwürdig, dass Systemsounds so kratzig klingen.

 

Die Tastatur und das Trackpad

Die Tastatur ist sicherlich der schwierigste Punkt am ASUS Zenbook Pro Duo 15 OLED, gemeinsam mit dem Trackpad.

Die Tastatur selbst ist völlig okay! Die Tasten haben einen guten Druckpunkt und das Tastatur-Deck fühlt sich wertig an. Dies ist auch nicht das Problem oder die Frage.

asus zenbook pro duo 15 oled (ux582lr h2002t) im test 13

Allerdings sitzt die Tastatur sehr dicht an der vorderen Kante des Notebooks. Dies ist aus Sicht des Komforts auch völlig Okay, solange du dein Notebook auf dem Tisch etwas von dir wegschieben kannst.

Benutzt das das Notebook auf deinem Schoß, ist diese Art der Tastatur sehr unkomfortable! Ähnliches gilt auch für die Nutzung im Zug, Flugzeug usw.

Das Trackpad, welches dort sitzt wo du normalerweise das Nummernpad findest, hat mich überraschend wenig gestört. Das Trackpad ist zwar klein, aber qualitativ in Ordnung. An einem Schreibtisch willst du eine Maus nutzen, im Notfall ist das Trackpad aber okay.

Okay trifft dabei die Eingabegeräte im Allgemeinen! Sicherlich sind diese nicht optimal, aber bei einer Schreibtischnutzung passt das.

 

Wie praktisch ist das zweite Display?

Wie praktisch ist nun das zweite Display? Von Haus aus wird dieses von Windows einfach als zweiter Monitor erkannt, der unter dem primären Monitor angeordnet ist.

Du kannst also einfach Fenster nach unten ziehen und auf dem Monitor anzeigen.

Klar, das Displayformt ist sehr schmal und dünn, aber oft reicht dies schon! Es kommt bei mir sehr oft vor, dass ich irgendwelche Datentabellen habe, die ich in ein Dokument “abschreiben” muss. Ohne einen zweiten Monitor muss ich hier viel hin und her springen.

asus zenbook pro duo 15 oled (ux582lr h2002t) im test 17

Beim ASUS Zenbook Pro Duo 15 OLED kann ich mir einfach eine Tabelle auf den zweiten Monitor legen und auf dem primären Monitor arbeiten.

In Spielen kann ich z.B. Discord auf dem zweiten Display legen und mein Spiel auf dem primären Monitor haben usw.

ASUS bietet noch einige nette Softwarespielereien und eine nützliche Taste, um die Inhalte der beiden Displays auf die schnelle zu tauschen.

Unterm Strich halte ich das zweite Display für mehr als nur eine Spielerei! Dieses kann wirklich Vorteile bei der Produktivität bieten und ist natürlich ein absoluter Hingucker.

 

Wie hoch ist die Bildqualität?

Das zweite Display setzt auf ein “normales” IPS Panel, welches zudem mit einer sehr matten Beschichtung ausgestattet ist. Hierdurch sind Reflektionen kein Problem!

Allerdings wirkt das Display subjektiv etwas “matt” und weniger farbenfroh. Dies ist aber ein falscher Eindruck, was uns die Messwerte bestätigen.

farbraum 2. display

Wir haben eine 99% sRGB, 76% AdobeRGB und 77% P3 Farbraum Abdeckung.

Die maximale Helligkeit liegt bei 375 cd/m² und der Kontrast bei 1:950.

Damit ist das sekundäre Display natürlich um einiges schlechter als das große OLED Panel. Dennoch ist das sekundäre Display qualitativ okay.

 

Performance

ASUS hat mir eine etwas “ältere” Version des ASUS Zenbook Pro Duo 15 OLED gesendet. Dieses verfügt über folgende Hardware:

  • Intel Core i7-10870H
  • NVIDIA GeForce RTX 3070
  • 32GB RAM
  • 1TB SSD

Mittlerweile gibt es das Zenbook Pro Duo 15 OLED auch mit Intel CPUs der 11. Und 12. Generation. Gerade die Intel CPUs der 12. Generation sind ein großer Sprung!

Dennoch ist natürlich auch diese Version hier bereits sehr fähig! Vor allem dank der RTX 3070.

time spy vergleich cb 20

Dennoch solltest du dringend zur neueren Version greifen. Daher gibt es hier auch nur eine Kurzform des üblichen Performance Tests.

 

Fazit

ASUS hat mit dem Zenbook Pro Duo 15 OLED ohne Frage das so ziemlich außergewöhnlichste Notebook aktuell auf dem Markt

Das Konzept mit den zwei Displays ist dabei aber mehr als ein Gimmick! Der zweite Monitor ist in der Praxis erfreulich nützlich. Hast du irgendwelche Tabellen oder arbeitest an einem Dokument und musst parallel irgendwelche Datenblätter betrachten oder Webseiten aufrufen, dann ist das “Duo” Design ein klares Plus für die Produktivität.

asus zenbook pro duo 15 oled (ux582lr h2002t) im test 9

Selbiges gilt auch fürs Gaming! Oben das Spiel und unten Discord ist etwas sehr Praktisches. Das Zenbook Pro Duo 15 OLED ist zwar nicht zwingend das ultimative Gaming Notebook, aber dank RTX 3070 hält sich dieses in Spielen sehr wacker!

Im Allgemeinen ist das Zenbook Pro Duo 15 OLED aber eher ein Produktivität/Foto/Video-Bearbeitung Notebook. Dies liegt vor allem am Display. OLED Panels in Notebooks sind noch sehr selten und auf dem Papier liest sich das Display des Zenbooks auch fantastisch.

  • 15,6 Zoll
  • 3840×2160
  • 100% sRGB, 97% AdobeRGB und 100% Color-P3
  • Delta E von 1,22
  • 374 cd/m²
  • Kontrast 26200:1

Dies sind spitzen Werte! Lediglich das der Touchschreen Layer auf weißem Untergrund leicht sichtbar ist, ist ein kleiner Schönheitsfehler. Abseits davon ist das OLED Panel aber gerade für Professionelle Arbeiten spitze!

Die Leistung des Notebooks ist etwas schwer zu beurteilen, da ich nur die Version mit 10 Gen Intel CPU hatte, welche natürlich von den neueren Versionen deutlich übertroffen wird.

Grundsätzlich ist die Kombination aus Intel Core i7/i9 und Nvidia RTX 3060/3070 sehr fähig, auch wenn ASUS hier keine extremen Powerlimits nutzt.

asus zenbook pro duo 15 oled (ux582lr h2002t) im test 8

Ich denke aber am Ende ist Tastatur und Trackpad das, womit das Notebook steht und fällt.

Tastatur und Trackpad sind gut, aber die Position ist gewöhnungsbedürftig. Gerade auf sehr kleinen Tischen, wo du das Notebook dicht vor dir hast, ist das Tippen schon etwas unangenehmer. Kannst du das Notebook weiter Wegschieben, dann geht’s.

Ein weiterer Punkt ist auch der Preis. Um die 3000€ ist extrem saftig! Du musst dir also sehr sicher sein, dass du das zweite Display auch wirklich gebrauchen kannst und dies im besten Fall auch produktiv. Dafür hast du dann aber auch ein absolut einmaliges Notebook!

Link zum Hersteller

Test: Reolink Trackmix PoE, Dual-Sensor Überwachungskamera

Reolink hat bereits mit seiner Duo zwei Kamera-Linsen in einer Überwachungskamera integriert. Dieses Konzept setzen diese nun mit der Trackmix fort.

Im Gegensatz zur Duo werden hier aber die beiden Kamera-Linsen nicht für ein breiteres Bild genutzt, sondern für unterschiedliche Zoom Stufen. So verfügt die Reolink Trackmix PoE über eine Weitwinkel Linse und eine “gezoomte” Linse.

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Beide nehmen parallel auf, so dass du nie etwas verpasst. Liest sich ja erst mal gut, aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier die Reolink Trackmix PoE gut umgesetzt?

Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Reolink für das Zurverfügungstellen der Trackmix PoE für diesen Test.

 

Die Reolink Trackmix PoE im Test

Bei der Reolink Trackmix PoE handelt es sich um eine große “Dome” Überwachungskamera, mit Pan and Tilt funktion. Was bedeutet dies?

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Die Trackmix wird “kopfüber” an einer Wand aufgehängt und besitzt auf der Unterseite ein dreh- und schwenkbares Kamera-Modul. Dieses wird oft bei Modellen mit einer Glaskugel geschützt, daher gerne der Name “Dome” Kamera. Dies ist hier allerdings nicht der Fall.

Die Kameramodule sind offen zu sehen. Am “Kopf” der Kamera haben wir zwei Linsen, zwei IR LEDs und zwei normale LEDs. Letztere können für eine farbige Nachtsicht genutzt werden.

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Ebenfalls am Kamerakopf findet sich ein verschraubtes Fach für die microSD Speicherkarte.

Die Montage der Reolink Trackmix PoE ist recht einfach. Diese wird einfach mithilfe von zwei Schrauben an einer Wand befestigt.

Wichtig, du musst die Kamera recht hoch anhängen! Du kannst zwar den Kopf drehen und schwenken, aber der Blickwinkel nach oben ist doch ein gutes Stück eingeschränkt.

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Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei der Trackmix PoE um eine PoE Überwachungskamera. Das heißt diese wird via LAN mit Strom und Daten versorgt. Hierfür benötigst du aber selbstverständlich einen PoE fähigen Switch. Allerdings bereits ein super günstiges Modell wie der TP-Link TL-SF1005P (Amazon/Affilliate Link) reichen hier schon.

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Neben dem LAN/PoE Anschluss verfügt die Kamera auch über einen regulären Netzteil Anschluss. Ein passendes Netzteil liegt aber NICHT bei! Reolink erwartet, dass du PoE nutzt, was auch klar sinnvoll ist.

 

Einrichtung und Reolink App

Die Einrichtung der Trackmix PoE ist sehr einfach! Verbinde die Kamera einfach mit deinem PoE Switch und diese wird automatisch von der Smartphone App erkannt und du kannst die erstmalige Einrichtung vornehmen, welche unter anderem mit der Vergabe eines Passwortes beginnt.

Ist die Einrichtung erledigt hast du die bekannte Reolink App vor dir. Auf der Startseite findest du alle verbundenen Reolink Kameras mit einer Vorschau. Diese Vorschau ist leider nicht Live oder dynamisch, sondern von deinem letzten Aufrufen der Kamera.

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Tippst du die Vorschau an, dann landest du in der Live-Ansicht. Hier findest du gleich zwei Live Streams. Zum einen den Stream der Weitwinkel Linse und den Stream der Zoom Linse. Du kannst aber auch beide Streams einzeln in groß betrachten.

Über die “PTZ” Schaltfläche kommst du zur Steuerung der Motoren. Hierüber kannst du die Kamera drehen und schwenken. In den Einstellungen kannst du auch aktivieren, dass die Kamera Bewegungen automatisch folgen soll.

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Dies funktioniert auch generell recht gut, sofern die Bewegung auf einer mittleren Distanz stattfindet.

Natürlich kannst du über die App auch eine 2 Wege Kommunikation einleiten, manuell Bilder und Videos machen und auch Aufnahmen betrachten. Die Kamera filmt immer mit beiden Linsen. Wann und wie die Kamera filmt, kannst du in den Einstellungen anpassen, dazu aber später mehr.

Grundsätzlich funktioniert die Reolink App ordentlich. Allerdings hier und da wirkt diese schon etwas “altmodischer” und langsamer. So bekomme ich beispielsweise das 4K Streaming nicht auf meinem Smartphone hin. Schalte ich auf die volle Qualität um lädt sich der Stream zu Tode.

Immerhin verzichtet Reolink aber weiterhin auf einen Account oder Cloud zwang!

 

Zugriff via PC

Du kannst nicht nur über die Smartphone App auf die Trackmix PoE kommen zugreifen. Die Trackmix PoE verfügt auch über eine WebUI und Reolink bietet auch eine Windows Anwendung an.

Diese beiden, vor allem die WebUI, wirkt zwar auf das Dual Kamera Prinzip nicht gut optimiert, ist aber nutzbar falls du von deinem PC aus auf die Kamera schauen möchtest.

 

Wofür zwei Linsen?

Die Trackmix PoE verfügt über zwei Kameralinsen. Die primäre Linse besitzt eine 4K Auflösung und einen recht breiten Blickwinkel von 104°. Du hast mit dieser im Grunde alles im Bild was vor der Kamera ist.

Zusätzlich haben wir eine Linse mit 6x Zoom bzw. 38° Grad Blickwinkel. Diese bietet allerdings anscheinend nur Full HD-Auflösung, was aber nicht stört.

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Warum aber zwei Linsen in dieser Konfiguration?

Im besten Fall möchtest du die Kamera so ausrichten, dass die “Zoom” Linse auf einen Durchgang oder eine Tür schaut, so dass beispielsweise Gesichter in groß aufgezeichnet werden. Die Weitwinkel Linse filmt alles drum herum.

Dies kann Sinn machen, denn selbst bei 4K Auflösung sind Gesichter bei Weitwinkel-Kameras nicht immer perfekt zu erkennen, wenn die Personen zu weit entfernt sind. Das Dual-System der Trackmix PoE erlaubt dir also immer Details und das gesamte Bild aufzuzeichnen.

Je nach Situation kann dies durchaus einen großen Mehrwert darstellen.

 

Bewegungserkennung

Wie mittlerweile bei Reolink Standard verfügt auch die Trackmix PoE über eine Personen- und Fahrzeugerkennung.

Die Kamera kann natürlich generell beim Erkennen einer Bewegung aufzeichnen, aber du kannst Aufnahmen und auch Benachrichtigungen filtern.

Du willst nur benachrichtigt werden, wenn die Kamera eine Person erkannt hat? Kein Problem!

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Generell funktioniert die Personenerkennung auch gut. Wir sind hier nicht ganz auf dem Level beispielsweise der UniFi Protect Kameras, aber für eine “nicht Cloud unterstützte” Erkennung funktioniert diese zuverlässig.

Sie reduziert vor allem die Anzahl an Benachrichtigungen, die du erhältst, drastisch!

Mittlerweile bietet Reolink auch eine Haustiererkennung an. Dabei kann die Kamera ähnlich wie bei Menschen Aufnahmen nach Tieren filtern. Dies funktioniert aber wenig überraschend etwas schlechter als bei Menschen. Bei größeren Hunden scheint es brauchbar zu klappen, Katzen sind aber ein wenig ein Glücksspiel, ob diese erkannt, werden oder nicht.

Die Bewegungserkennung funktioniert auch auf Distanz gut und zuverlässig, selbst bei schwierigem Licht. Hier habe ich nichts zu bemängeln.

 

Speicherung der Aufnahmen

Mittlerweile bietet Reolink zwar einen Cloud Speicher Dienst (kostenpflichtig) an, aber Aufnahmen werden von Haus aus weiterhin primär auf einer microSD Speicherkarte in der Kamera gespeichert.

Wichtig, es befindet sich keine mit im Lieferumfang, aber die Kamera akzeptiert hier alle handelsüblichen Speicherkarten.

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Reicht dir eine lokale Aufzeichnung, dann gibt es keine Folgekosten. Zusätzlich können Aufnahmen auch auf einen FTP Server gesendet werden.

Die Reolink Trackmix PoE kann konstant oder nur beim Erkennen einer Bewegung aufzeichnen, je nach Wahl.

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Dabei werden Aufnahmen in einer Art Timeline angezeigt und (bei der bewegungsbasierten Aufnahme) auch entsprechend nach Art der Erkennung (Mensch, Fahrzeug, Tier) markiert.

 

Bildqualität

Die Bildqualität der Reolink Trackmix PoE ist einfach als tadellos zu bezeichnen! Bei Tag haben wir ein sehr klares 4K Bild und abseits von extrem teuren Profimodellen habe ich hier noch kein besseres Bild gesehen.

Das “Zoom” Bild ist natürlich etwas gröber und kann auch etwas mehr rauschen, ist aber natürlich einem rein digitalen Zoom klar überlegen.

Die Nachtsicht ist ordentlich, auch wenn du die Reichweite nicht überschätzen darfst. In der Praxis kann die Trackmix PoE noch auf +- 10 Meter das Bild gut ausleuchten.

Wo wir beim Ausleuchten sind, in der Kamera sind auch zwei normale LED-Scheinwerfer integriert. Diese kannst du nutzen, musst es aber nicht, für den Fall, dass du nicht zu viele Blicke auf die Kamera lenken möchtest.

Die normalen LED-Scheinwerfer haben zwar weniger Reichweite, sorgen aber für eine farbige Nachtsicht und können auch als eine Art Wegbeleuchtung genutzt werden.

 

Fazit

Die Reolink Trackmix PoE ist gleichzeitig eine außergewöhnliche und bekannte Überwachungskamera. So haben wir hier die üblichen Stärken und Schwächen von Reolink kombiniert mit dem fast schon einzigartigen Dual Linsen System, mit unterschiedlichen Zoom- Stufen.

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Starten wir aber mit den Basics. Die Reolink Trackmix PoE ist eine große Überwachungskamera mit einem außergewöhnlichen Design. Ich vermute nur die wenigsten Privatpersonen werden sich solch eine Kamera an die Haustür hängen wollen. Falls du dies willst, erhältst du eine recht imposante Optik.

Dabei wird die Reolink Trackmix PoE wie der Name schon sagt via PoE mit Strom und Daten versorgt.

Die Steuerung der Trackmix PoE kann über die die Smartphone App, den Webbrowser (WebUI) oder die Reolink Windows Anwendung erfolgen. Zwar handelt es sich hier um eine “Profi” Kamera, dennoch scheint diese für die Nutzung über die Smartphone App optimiert zu sein. So habe ich in der WebUI keine Möglichkeit entdeckt zwischen den Linsen umzuschalten usw.

Die Smartphone App ist so weit okay, kann aber auch mal etwas zickig sein, gerade wenn es um das 4K Streaming geht.

Die Bewegungserkennung der Trackmix PoE fällt smart aus. Wir haben eine Unterscheidung zwischen generellen Bewegungen, Personen, Fahrzeugen oder sogar Tieren. Grundsätzlich funktioniert die Bewegungserkennung gut, aber kann auch nicht ganz mit den “Königen” dieser Klasse mithalten. Gerade die Cloud basierten Modelle sind hier oftmals etwas besser.

Dennoch hilft die Smart Bewegungserkennung überflüssige Benachrichtigungen zu reduzieren. Hier ist auch nochmals eine deutliche Steigerung verglichen mit alten Reolink Modellen zu beobachten.

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Kommen wir aber zu dem dicken Feature. Wir haben zwei Kameralinsen mit unterschiedlichen Brennweiten “Zoom-Stufen”. Wir haben eine sehr weitwinklige Linse und eine Zoom-Linse. Beide filmen parallel. Du kannst also sowohl an einen Durchgang heranzoomen wie aber auch das ganze Bild im Blick halten. Dies kann in gewissen Situationen wirklich sehr praktisch sein!

Hättest du hier genauso einen Einsatzzweck, dann ist die Reolink Trackmix PoE eine super Überwachungskamera im semi-professionellen Bereich.

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Reolink Trackmix PoE
POSITIV
Zwei Linsen und Video Streams mit unterschiedlichen Zoom-Stufen
Hohe Bildqualität
Gute smarte Bewegungserkennung mit Unterscheidung zwischen Personen, Fahrzeugen und Tieren
Flexible Speichermöglichkeiten (SD-Karte, Cloud, FTP usw.)
Abseits vom Strom keine Folgekosten
Fairer Preis
NEGATIV
Reolink App etwas “altmodisch” und gelegentlich zickig
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Test: EPOS H6PRO Open, das beste offene Gaming Headset!

EPOS, früher Sennheiser, hat mit den H6PRO ein super interessantes Headset auf den Markt gebracht, gerade für mich persönlich. Ich liebe Headsets und Kopfhörer mit “offenem” Design. Ich finde diese Modelle einfach angenehmer zu tragen und es ist auch angenehmer sich mit anderen zu unterhalten, wenn man sich selbst hören kann.

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So bietet die H6PRO in zwei Versionen an, darunter eine “offene” Open Version. Mit 180€ sind wir bei den H6PRO Open schon in der Premium Klasse angekommen. Wollen wir doch einmal schauen, ob das Headset hier überzeugen kann!

An dieser Stelle vielen Dank an EPOS für das zur Verfügung stellen des H6Pro für diesen Test.

 

Test: EPOS H6PRO Open

EPOS ist der Nachfolge Hersteller von Sennheiser im Bereich der Gaming Headsets. Entsprechend trägt das EPOS H6PRO Open viel Sennheiser DNA in sich.

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So ähnelt das EPOS H6PRO Open dem Sennheiser GSP 670 sehr stark. In der Praxis gibt es allerdings einige Unterschiede und Verbesserungen.

Grundsätzlich ist das EPOS H6PRO Open ein sehr großes und massives Headset. Dieses bringt ohne Kabel 297g auf die Waage. Dabei ist das Headset aber auch gut gebaut! Die Aufhängung der Ohrmuscheln ist doppelt “gelagert” und besteht aus Metall. Auch das Kopfband ist mit Metall verstärkt, was wir beim Mechanismus zum Verstellen der Höhe sehen können.

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Angeschlossen wird das EPOS H6PRO Open über ein einseitig abnehmbares Kabel. Dieses verfügt über keine Kabelverbindung oder Ähnliches.

Die Steuerung für die Lautstärke und das Mikrofon sind im Headset integriert. Klappst du das Mikrofon nach unten wird dieses eingeschaltet. Klappst du es nach oben, dann geht es aus.

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Zur Steuerung der Lautstärke findest du an der rechten Ohrmuschel eine große “Drehscheibe”, welche sehr gelungen ist.

 

Mikrofon abnehmbar!

Das EPOS H6PRO verfügt über ein abnehmbares Mikrofon. Dieses wird einfach über sehr starke Magnete gehalten.

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Wenn du willst, kannst du es abnehmen und eine Abdeckung aufsetzen und das Headset in reine Kopfhörer umwandeln.

 

Tragekomfort

Das EPOS H6PRO Open ist ein sehr großes und auch recht schweres Headset! Hast du einen kleinen Kopf oder magst keine massiven Kopfhörer, dann ist dieses Headset nichts für dich! Ebenso ist der Anpressdruck des Headsets recht hoch.

Allerdings abseits davon hat EPOS alles richtig gemacht! Die Polsterung des Headsets ist sehr dick und die Ohrmuscheln sind sehr tief. Meine Ohren berühren nicht das Innere der Ohrmuscheln. Zudem ist das Headset auch so groß, dass dieses meine kompletten Ohren umschließt. Hinzu kommt noch das offene Design, welches die Ohrmuscheln etwas “luftiger” macht und wir haben an sich einen sehr guten Tragekomfort.

Ich hätte mir vielleicht etwas weniger Anpressdruck gewünscht, aber dieses wird sich mit der Zeit vielleicht auch etwas geben.

 

Klang

Der Klang des EPOS H6PRO Open hat mich sehr positiv überrascht! Das Headset klingt groß, offen und gewaltig!

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Beginnen wir aber am Anfang, bei den Höhen. Die Höhen des H6PRO sind gut! Diese sind sauber und klar, aber auch nicht zu schrill oder klirrend. Dies ist sehr erfreulich, denn viele offene Headsets neigen zu übermäßig brillante Höhen. Diese sind bei den H6PRO Open aber recht gut ausbalanciert. Die Höhen sind nicht schrill, aber auch nicht matt. Hier hat EPOS einen sehr guten Job gemacht.

Die Mitten des Headsets sind unauffällig. Wir haben weder einen Mitten-Fokus noch sind die Mitten zu stark abgesenkt. Hierdurch klingt das Headset nicht blechern, aber auch nicht dünn oder leer.

Die größte Überraschung waren die Bässe. Offene Kopfhörer/Headsets sind normalerweise kein Garant für besonders gute Bässe. Allerdings der Bass der EPOS H6PRO Open ist wunderbar dynamisch, aggressiv und rund! Zudem hat dieser eine gute Masse. Der Bass ist also leicht bis mittelstark angehoben und bietet einen schönen “Wums”, ohne dabei zu übertreiben. Das Headset ist kein Bass-Bomber, wirkt aber subjektiv auch nicht langweilig.

Allgemein klingt das EPOS H6PRO Open erfreulich dynamisch und spaßig, ohne dabei in extreme zu verfallen. Hierdurch eignet sich das Headset nicht nur fürs Gaming, sondern auch bzw. vor allem für Musik. Gerade bei Musik und ähnlichen Media-Anwendungen gefiel mir das H6PRO Open sehr gut! Der etwas lebendigere Klang, ohne den bei Gaming Headsets oft zu hörenden Mitten-Fokus, lässt das EPOS hier glänzen.

In Spielen kann dieses primär aufgrund der guten Klangbasis und hohen Auflösung punkten. Erwartest du hier nun aber einen besonders breiten Klang “Raumklang”, dann muss ich dich aber enttäuschen. Wie es sich für ein offenes Headset gehört, hat dieses eine gute Tiefe, aber diese ist auch nicht außergewöhnlich.

Suchst du einen Raumklang, dann muss du diesen über die Software deiner Soundkarte realisieren. Die H6PRO Open liefern einen guten Allroundklang und versuchen nicht einen Raumklang zu erzwingen.

Dies ist für mich aber völlig okay! Ich bevorzuge einen guten Klang mit hoher Auflösung jederzeit über einen forcierten Raumklang, welcher aber Musik extrem verfälscht.

 

Hervorragendes Mikrofon!

Eine große Stärke des EPOS H6PRO Open ist das Mikrofon. Dieses ist super klar verständlich und hat eine gute Klangfülle.

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Ich habe schon externe Mikrofone gehört die schlechter klingen als vom EPOS H6PRO Open!

Lediglich hat dieses keine (oder keine gute) Hintergrundgeräusch Unterdrückung. Es wird alles glasklar aufgenommen. Willst du Hintergrundgeräusche reduzieren musst du dich hier auf die Software deiner Soundkarte verlassen.

Dennoch hat das Headset ein super Mikrofon! Dank des offenen Designs kannst du auch sehr gut deine eigene Stimme hören, was ich beim Sprechen angenehm finde.

 

Fazit

Das EPOS H6PRO Open ist was das Mikrofon und den Klang angeht das beste Gaming Headset, das ich bisher in den Fingern hatte!

Das H6PRO Open bietet einen tollen dynamischen und lebendigen Klang, welcher in keine Extreme verfällt. Dabei klingt das Headset aber sehr wertig mit sauberen Höhen und einem leicht angehobenen und knackigen Bass.

Hierdurch ist das Headset nicht nur fürs Gaming geeignet, sondern auch für Musik. An sich würde ich das EPOS H6PRO fast eher als “Kopfhörer mit Mikrofon” bezeichnen, als ein Headset das primär fürs Gaming gemacht. Dies ist aus meiner Sicht aber etwas Gutes!

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Gut ist auch das Mikrofon! Dieses gehört eindeutig zu den besten Mikrofonen, die ich bisher bei einem Headset gehört habe. Das Mikrofon ist klar, sehr schön sauber und bietet eine ordentliche Klangfülle. Super!

Das Einzige was etwas gegen das EPOS H6PRO sprechen könnte ist der Tragekomfort. An sich hat das Headset sehr große Ohrmuscheln, die auch toll gepolstert sind, allerdings ist das Headset recht groß und hat einen hohen Anpressdruck.

Kannst du damit leben, dann ist das EPOS H6PRO Open ein spitzen Headset mit offenem Design!

H6Pro Open Schwarz

  • Mikrofon und Lautstärkensteuerung gelungen
  • Sehr gute Polsterung und große Ohrmuscheln
  • Hervorragendes Mikrofon
  • Mikrofon Optional abnehmbar
  • Sehr guter und detaillierter Klang
  • Guter Bass
  • Recht großes und schweres Headset
  • Hoher Anpressruck

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EPOS H6PRO Open
POSITIV
Mikrofon und Lautstärkensteuerung gelungen
Sehr gute Polsterung und große Ohrmuscheln
Hervorragendes Mikrofon
Mikrofon Optional abnehmbar
Sehr guter und detaillierter Klang
Guter Bass
NEGATIV
Recht großes und schweres Headset
Hoher Anpressruck
90

Geheimtipp, das Austrian Audio PG16 Gaming Headset

Austrian Audio ist Sicherlich nicht jedem ein bekannter Name. Auch mir war Austrian Audio bis vor kurzem nicht bekannt. Allerdings bietet Austrian Audio einige sehr spannende Kopfhörer und Mikrofone im professionellem “Studio” Bereich an.

Diese haben nun mit dem PG16 ihr erstes Gaming Headset auf den Markt gebracht. Auf den ersten Blick sieht dieses sehr spannend aus, vor allem da es sich deutlich von vielen anderen Modellen unterscheidet.

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Wir haben hier also nicht einfach nur “ein weiteres” Gaming Headset das von irgendeinem chinesischen Zulieferer stammt.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier das Austrian Audio PG16 überzeugen? Ist der Klang gut und wie steht es um das Mikrofon?

Genau diese Frage wollen wir doch einmal im Test klären!

An dieser Stelle vielen Dank an Austrian Audio für das Zurverfügungstellen des PG16 für diesen Test.

 

Test: Austrian Audio PG16

Dass Austrian Audio im Kern ein professioneller Audio-Hersteller ist, sehen wir beim PG16 recht deutlich. Zwar ist dies ein Gaming-Headset, sein Design ist aber in keiner Weise übertrieben, sondern durchgehend geschmackvoll.

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Grundsätzlich besteht das Headset weitestgehend aus einem schwarzen Hochglanz-Kunststoff. Es gibt lediglich einige dunkelrote Akzente. Dies wäre primär die Aufhängung der Ohrmuscheln.

Diese ist auch aus Metall gefertigt. Unterm Strich macht das Austrian Audio PG16 einen guten aber auch nicht extrem robusten Eindruck. Das Headset ist gut gebaut, aber gerade das Kopfband ist eher auf der etwas schmäleren Seite. Dies ist kein Headset zum in die Ecke werfen.

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Das Design würde ich als hochwertig und geschmackvoll bezeichnen.

Auf Seiten der Anschlüsse und Ausstattung gibt es wenig Spannendes zu berichten. Wir haben hier ein klassisches Headset vor uns das via 3,5mm Anschluss an deinem PC/Konsole angeschlossen wird.

Ein etwas kurzes 3,5mm auf 3,5mm Kabel liegt bei, wie auch ein Splitter Kabel von 1x 3,5mm 4-Pin Anschluss auf zwei 3,5mm Anschlüsse (Kopfhörer und Mikrofon getrennt).

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Der sehr flexible Mikrofon-Arm hat eine eigebaute Mute-Funktion. Klappst du diesen hoch dann wird das Mikrofon automatisch stumm geschaltet.

 

Tragekomfort

Der Tragekomfort ist ein absolutes Highlight an den Austrian Audio PG16! Die Ohrmuscheln des Headsets sind sehr schön groß, die Polsterung angenehm und weich und auch der Anpressdruck ist ideal.

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Dies ist eins der bequemsten Headsets, die ich bisher auf dem Kopf hatte!

 

Klang

Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang des Austrian Audio PG16. Dieses klingt für ein Gaming-Headset ungewöhnlich.

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Dies liegt primär an den Höhen. Das Austrian Audio PG16 hat tolle Höhen! Diese sind super klar und präzise, vermeiden aber das Überschärfen oder Lispeln bei sehr hohen Tönen. Hierdurch ist das Headset trotz der sehr guten Höhen nicht anstrengend oder stechend.

Die Mitten des Headsets sind so weit neutral. Stimmen werden gut dargestellt und Musik klingt ausreichend voll.

Beim Bass bin ich etwas hin und her gerissen. Der Bass des PG16 ist recht neutral. Dieser ist grundsätzlich gut, aber nicht übermäßig stark. Erwartest du donnernde Bässe, dann bist du hier falsch. Die Bass-Qualität ist stark, aber hier und da hätte ich mir etwas “umpf” im Tiefgang gewünscht.

Allgemein klingen die PG16 relativ kühl, mit einem starken natürlichem “Raumklang”. Wobei Raumklang die falsche Bezeichnung ist. Die Austrian Audio PG16 haben von Haus aus eine sehr gute Tiefe und Breite im Klang. Dies in Kombination mit der hohen Auflösung sorgen für ein sehr präzises und großes Klangbild.

Dies ist gerade für Spiele ideal, wo du deinen Gegner orten musst, was mit den Austrian Audio PG16 wunderbar funktioniert. Grundsätzlich halte ich das PG16 für ein Allround Headset, ich würde dieses aber primär fürs Gaming, Sprache und vielleicht Musik empfehlen. Für Filme gibt es Headsets, die einen größeren “WOW” Effekt besitzen.

 

Das Mikrofon

Die professionelle DNA von Austrian Audio kommt auch beim Mikrofon zum Tragen. So klingt das Mikrofon des Austrian Audio PG16 hervorragend! Es ist klar, ausreichend laut und super verständlich.

Dabei klingt deine Stimme sehr schön natürlich.

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Lediglich mangelt es an einer Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen. Diese werden komplett offen und klar mit aufgenommen. Eventuell kannst du diese aber über die Software deiner Soundkarte ausblenden.

 

Fazit

Das Austrian Audio PG16 ist ein außergewöhnliches Gaming Headset! Ich würde dieses als recht erwachsen bezeichnen, sowohl was den Klang wie aber auch was die Ausstattung betrifft.

Das Design des PG16 ist geschmackvoll und weitestgehend praktisch orientiert. Das Headset ist nicht unnötig groß oder schwer und besitzt auch keine RGB LEDs oder Ähnliches. Vom schwarzen Hochglanz-Kunststoff bin ich zwar kein Fan, aber abseits davon passt alles.

Der Tragekomfort des PG16 ist dabei fantastisch! Die Ohrmuscheln sind wunderbar groß, die Polsterung dick und weich und zu guter Letzt ist der Anpressdruck perfekt. Ganz klar, der Tragekomfort ist das Highlight am Austrian Audio PG16.

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Der Klang des Headsets ist sehr hoch aufgelöst, detailliert und recht neutral. Entsprechend klingt das Headset sehr wertig, allerdings suchst du ein Headset das richtig “knallt” dann bist du hier falsch. Der Bass des Austrian Audio PG16 ist gut, aber von der Masse recht konservativ.

Im Gegenzug klingt das Headset aber sehr schön tief und breit, ideal fürs Gaming.

Zu guter Letzt gibt es noch Pluspunkte für das sehr gute Mikrofon!

Kurzum, suchst du ein “erwachsenes” Gaming Headset, mit top Tragekomfort, sehr gutem Mikrofon und neutralem Klang, dann bist du beim Austrian Audio PG16 an der richtigen Adresse.

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Austrian Audio PG16
POSITIV
Hervorragender Tragekomfort
Neutraler Klang
Sehr gutes Mikrofon
Mikrofon Mute Funktion
Schickes und schlichtes Design
NEGATIV
Neutraler Klang muss nicht jedem gefallen
Beiliegendes Kabel etwas kurz
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Fast 1kW Solarleistung! Die Explorer 2000 Pro Powerstation von Jackery im Test

Jackery gehört zu den Top Herstellern im Bereich der Powerstations. Mit dem Solargenerator 2000 Pro hat Jackery nun ein neues Flaggschiff auf den Markt gebracht.

Wie der Name schon vermuten lässt, ist diese Powerstation für den Einsatz als mobiler “Solarpuffer-Akku” optimiert. Passend zum Solargenerator 2000 Pro bietet Jackery auch seine SolarSaga 200W Solarpanels an. Mit einem Set aus Explorer 2000 Pro + SolarSaga 200W solltest du für alle off-Grid Abenteuer gerüstet sein, so zumindest Jackery.

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Allerdings kostet dich dieser Spaß zwischen 3200€ und 6200€, je nach Anzahl der Solarpanels. Puh! Das muss man erst einmal sacken lassen.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Können solche saftigen Preise gerechtfertigt sein? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Jackery für das Zurverfügungstellen dieses Sets für diesen Test.

 

Explorer 2000 Pro + SolarSaga 200W, das Set

Du kannst den Jackery Solargenerator 2000 Pro (auch einzeln Explorer 2000 Pro genannt) wahlweise einzeln kaufen oder im Set mit diversen Solarpanels.

Bei diesen Solarpanels handelt es sich um Jackerys eigene SolarSaga 200W. Bis zu 6x dieser 200W Panels lassen sich an der Powerstation anschließen.

Der Preis des Jackery Solargenerator 2000 Pro schwankt stark je nachdem wie viele Panels du willst/brauchst.

  • Powerstation + 2x 200W = 3599€
  • Powerstation + 4x 200W = 4999€
  • Powerstation + 6x 200W = 6199€

Neben den Solarpanels liegen auch entsprechende Kabel und Adapter mit im Lieferumfang, dazu später mehr.

 

Die Explorer 2000 Pro Powerstation von Jackery im Test

Der Solargenerator 2000 Pro beschreibt im Grunde das Set aus Powerstation und Solarpanels. Die Powerstation selbst hört auf den Namen Explorer 2000 Pro.

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Damit hält sich dieser weitestgehend an das Namensschema der anderen Jackery Modelle.

Mit 2160Wh besitzt die Powerstation eine sehr ordentliche Kapazität! Allerdings mit einer ordentlichen Kapazität gehen wie meist üblich auch etwas größere Abmessungen einher. So misst diese 38,4 x 26,9 x 30,75 cm und bringt satte 19,5 KG auf die Waage.

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Damit ist die Explorer 2000 Pro sogar noch relativ kompakt für die Kapazität! Für einen besseren Transport findet sich auf der Oberseite ein ausklappbarer Tragegriff.

Die Powerstaion ist aus einem matten grau/schwarzen Kunststoff gefertigt, welcher mit orangenen Akzenten verstehen ist. Die orangenen Akzente sind Jackerys Firmenfarben und kommen auch bei den beiliegenden zum Einsatz.

Unterm Strich wirkt die Powerstation erfreulich wertig und gut gemacht!

 

Display mit Leistungswerten

Auf der Front der Powerstation findet sich ein Display. Hier siehst du folgende Werte/Informationen:

  • Akkustand in %
  • Eingangsleistung in Watt
  • Dauer bis vollgeladen
  • Ausgangsleistung in Watt
  • Dauer bis entladen
  • Welche Anschlüsse aktiv sind

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Das Display ist an sich relativ einfach gemacht. Allerdings liefert diese alle Basis-Informationen, die in der Praxis relevant sind. Dennoch hätte ich erweiterte Informationen, gerne auch über eine App wie bei EcoFlow, gut gefunden.

 

Ordentliche Anschlussausstattung

Folgende Ausgänge besitzt der Solargenerator 2000 Pro / Explorer 2000 Pro:

  • 2x 230V Steckdose mit 2200W und 4400W Spitzenleistung
  • 2x USB A 18W Quick Charge
  • 2x USB C 100W Power Delivery
  • 1x KFZ-Ausgang 12V/10A

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Damit ist die Jackery Powerstation sicherlich nicht der König der Anschlüsse, allerdings die Anschlüsse, die wir haben sind sinnvoll und praktisch! Mit 2200W sind die Steckdosen sehr schön kräftig und könnten sogar Dinge wie Mikrowellen oder einen Heißluftgrill befeuern.

Ebenfalls sehr praktisch sind die beiden 100W USB C Ausgänge. Du hast ein MacBook Pro oder ein anderes Notebook, das via USB C laden kann? Dann kannst du das originale Netzteil sparen.

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Ansonsten haben wir noch zwei normale USB A Ports mit Quick Charge und einen KFZ-Anschluss, für beispielsweise eine Kühlbox.

 

Lithium Zellen

Der Solargenerator 2000 Pro setzt natürlich auf Lithium Zellen, genau genommen Li-ion NMC Zellen. Etwas schade, denn normalerweise bevorzuge ich in Powerstations so genannte Lithium Eisenphosphat Akkus.

Immerhin wirbt Jackery mit einer Lebenserwartung von über 1000 Zyklen bei 80% Restkapazität. In der Praxis wird aber die Lebenserwartung stark schwanken, je nach Nutzung.

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Entlädst du die Powerstation mit dem vollen Tempo, von 100% auf 0% in praller Sonne, um diese dann wieder mit dem vollen Tempo in der Sonne zu laden, dann würde es mich nicht wundern, wenn diese keine 1000 Zyklen hält.

Umgekehrt entlädst du die Powerstation in einem “normalen” Tempo, lässt diese nicht zu warm werden und bleibst vielleicht im Bereich 80% bis 20%, dann ist es gut möglich das diese 1500+ oder 2000+ Zyklen hält. Dies ist nun mal die Natur von Lithium Ionen Zellen.

 

Die Kapazität in der Praxis

Jackery wirbt beim Solargenerator 2000 Pro bzw. Explorer 2000 Pro mit einer Kapazität von 2160Wh. Wie wir aber alle wissen bezieht sich diese Angabe auf die im inneren verbauten Akku-Zellen.

Beim Entladen haben wir allerdings durch die Interne Wandlung und diverse Elektronik aber keine perfekte Effizienz. Wie hoch ist denn die in der Praxis wirklich nutzbare Kapazität?

Wh % der HA
USB C 100W 1912 89%
AC 230V 700W 1877 87%
12V/2A 24W 1906 88%
12V/5A 60W 1926 89%

 

Im besten Fall konnte ich eine Kapazität von 1926Wh messen und im schlechtesten Fall 1877Wh.

Hier sei allerdings direkt dazu gesagt, dass der “schlechteste Fall” noch deutlich unter diesen 1877Wh liegen. Wenn du die Steckdose beispielsweise nur mit 10W belastest, dann wird die Effizienz noch ein Stück niedriger sein. Dies gilt für alle Powerstations, umso langsamer du diese via 230V Steckdose entlädst umso ineffizienter ist diese.

Im allgemeinem sieht die Kapazität der Explorer 2000 Pro aber sehr gut aus! Im Schnitt kommen wir auf 87-89% der Herstellerangabe was völlig Okay ist.

powerstation kapazitäts vergleich

Damit ist der Solargenerator 2000 Pro die größte Powerstation, die ich bisher im Test hatte.

 

KFZ-Ausgang mit stabiler Leistung

Erfreulicherweise ist der 12V10A KFZ-Ausgang des Solargenerator 2000 Pro stabilisiert. Das bedeutet die Spannung dieses Ports schwankt nicht je nach Ladestand.

Die Spannung schwankt lediglich etwas je nach Last zwischen 13V und 12V.

spannung 12v ausgang

Hier sehen wir einen recht deutlichen Spannungsabfall, welcher allerdings weitestgehend durch meinen “KFZ-Adapter” zu erklären ist.

 

Die Steckdosen mit bis zu 4400W

Die Powerstation verfügt über zwei Steckdosen, welche “bis zu” 4400W liefern können. Dies ist aber nur die Peak-Leistung. Konstant können die Steckdosen lediglich die Hälfte, also 2200W bereitstellen.

In meinem Test konnten wirklich bis zu 2100W (mehr habe ich nicht getestet) konstant geliefert werden, in Kombination mit einem Heizlüfter.

Schaltnetzteile sind dank reiner Sinuswelle ebenfalls kein Problem.

 

Wie viel Solarleistung?

Alles gut und schön, aber wie viel Solarenergie kann der Jackery Solargenerator 2000 Pro wirklich praktisch bei uns in Deutschland erreichen?

Dies hängt natürlich von der Anzahl an Solarpanels ab, dem Wetter, der Jahreszeit und der Ausrichtung der Panels.

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Folgender Testaufbau:

Alle Solarpanels wurden auf einer Wiese aufgebaut. Das Wetter war am 02.06 ziemlich perfekt, keine Wolken, blauer Himmel. Anfang Juni steht die Sonne auch sehr hoch, optimal. Ich habe die Panels grob Richtung Süden ausgerichtet.

Wichtig, hierbei handelt es sich natürlich um die Spitzenwerte, die ich beobachten konnte. Gegen Morgen und Abend kann und wird die Leistung abnehmen. Selbiges gilt bei Beschattung.

solarleistung

Im Maximum konnte ich bis zu 930W bei 6 Solarpanels erreichen. Bei einem Panel waren es 144W, bei zwei 285W usw.

Diese Werte “passen” für Solarpanels, die auf dem Papier 200W leisten sollen. Die 200W sind in der Regel nur bei perfektem Wetter, am Äquator usw. erreichbar. 144W pro Panel in Deutschland bei einer einfachen Ausrichtung ist absolut okay.

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Mit 6 Panels würdest du die Powerstation praktisch in ca. 3 Stunden von 0% auf 100% gebracht bekommen. Heißt selbst bei etwas schlechterem Wetter oder Frühling/Herbst bekommst du die Powerstation an einem Tag recht zuverlässig mindestens einmal voll.

Selbst 4 Panels bekommen diese in ca. 4,5 Stunden voll. Ich denke selbst bei halbwegs schönem Wetter im Frühling und Herbst ist eine Ladung pro Tag recht sicher.

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Bei 2 Panels könnte dies etwas enger sein. 285W ist zwar auch nicht wenig, aber Tage, an denen wir 10 oder mehr Sonnenstunden haben sind abseits vom Hochsommer eher selten.

Willst du dich also darauf verlassen können deine Powerstation pro Tag (sofern das Wetter halbwegs okay ist) einmal von 0% auf 100% zu bekommen, dann solltest du besser 4 oder 6 Panels wählen.

 

Laden der Explorer 2000 Pro Powerstation

Ist nun deine Powerstation leer, wie schnell geht das Laden?

Solar 930W
AC 230V 1490W
12V KFZ Stecker 83W

 

Hier müssen wir zwischen dem Laden via Sonne, KFZ-Stecker und Steckdose unterscheiden. Via Solar haben wir ja bereits festgestellt liegt das Maximum bei ca. 930W mit 6x dem SolarSaga 200 Solarpanel.

Nutzt du den KFZ-Stecker ist das Ladetempo auf ca. 83W limitiert.

Spannend ist das Laden über das integrierte 230V Netzteil. Dieses kann bis zu 1490W aufnehmen! Dies ist ein beeindruckendes Tempo für ein in der Powerstation integriertes Netzteil.

Wie lange dauert aber das Laden mit diesem?

leistungsaufnahme

Eine 0% bis 100% Ladung dauert ca. 1:50h. Wow! In unter 2 Stunden bekommst du die 2KWh Powerstation gefüllt. Beeindruckend.

 

Auch als USV nutzbar?

Grundsätzlich sehe ich nichts was gegen die Nutzung des Jackery Solargenerator 2000 Pro als USV spricht. Diese Möglichkeit wird zwar von Jackery nicht gezielt beworben, allerdings ist ein gleichzeitiges Laden/Entladen problemlos möglich.

Auch gibt es keine Aussetzer, wenn der “Eingang” getrennt wird.

Wie die langfristige Haltbarkeit der Powerstation in diesem Einsatz aussieht, kann ich aber nicht sagen.

 

Fazit

Der Jackery Solargenerator 2000 Pro ist ein teurer Spaß, so ehrlich müssen wir sein! Es hängt hier etwas von deiner Situation ab, ob sich solch ein System lohnt.

Prinzipiell ist dieses zunächst technisch sehr gut umgesetzt! So ist der Explorer 2000 Pro eine hervorragende Powerstation, vermutlich eine der besten die ich jemals im Test hatte.

Die Portausstattung ist unter anderem mit 2x 2200W Steckdosen und 2x 100W USB C Ports klasse, die Kapazität mit praktischen +- 1900Wh groß und das Laden sowohl via Solar oder auch Steckdose geht sehr flott!

An einer normalen Steckdose bekommst du die Powerstation in unter 2 Stunden von 0% auf 100% gefüllt. Mit 6 Solarpanels (und ausreichend Sonne) ist diese in 3 Stunden voll.

jackery solargenerator 2000 pro test review 19

Die Steckdosen und generell alle Anschlüsse an der Powerstation wirken sehr wertig umgesetzt. Selbst der verbaute Lüfter ist vergleichsweise dezent, wenn er denn mal anspringt.

Klar, praktische +- 1900Wh sind nicht genug ein großes Haus länger zu versorgen. Allerdings macht das Jackery Solargenerator 2000 Pro Set allgemein primär Sinn, wenn du etwas Portables suchst. Beispielsweise du hast ein Wohnmobil, vielleicht ein Tiny House oder eine Gartenlaube.

Hier sind 1900Wh in der Regel ausreichend einen Kühlschrank, Notebook usw. problemlos zu betreiben. Gerade in Kombination mit den Solarpanels! Hast du die vollen 6 Solarpanels, dann brauchst du dir im Sommer keine großen Gedanken, um Energie zu machen. Im Sommer, an einem schönen Tag werden 6x SolarSaga 200 Solarpanels problemlos in der Lage sein 6-8 kWh Werte pro Tag zu generieren.

Selbst mit nur 2 oder 4 Panels wirst du die Powerstation an schönen Tagen mehrfach geladen bekommen.

jackery solargenerator 2000 pro test review 31

Hier kommt allerdings auch mein erster und einziger Kritikpunkt neben dem gehobenen Preis. So ist die Explorer 2000 Pro Powerstation auf die Nutzung mit Jackerys eigenen Solarpanels komplett ausgelegt. Diese sind auch gut und portable, aber natürlich nicht für eine feste Installation ausgelegt. Diese können zwar laut Hersteller Regen aushalten, im Optimalfall packst du die Panels aber jeden Abend ein und am Morgen wieder aus. Dies ist recht viel Arbeit!

Stört dich dies und der gehobene Preis aber nicht, dann ist das Jackery Solargenerator 2000 Pro Set absolut in der Lage dich über Frühling, Sommer und Winter in einem kleinen Rahmen unabhängig mit Strom zu versorgen!

Keine Produkte gefunden.

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Jackery Explorer 2000 Pro
POSITIV
Gute Kapazität mit 1877Wh bis 1926Wh
Sehr große Anschlussvielfallt!
2x 100W USB C Ports
Sehr schnelles Laden via Steckdose (0% auf 100% in 1:50h)
Sehr schnelles Laden via Solar (mit 6 Panels in unter 3h voll)
Praktisches Display
Relativ portable (für die große Kapazität)
Hochwertige Solarpanels
230V Netzteil integriert
Leise Lüfter
NEGATIV
Gehobener Preis
Funktioniert nur mit den Jackery Solarpanels
Keine App Unterstützung
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Die Eufy Video Doorbell Dual im Test, die beste smarte Türklingel!

Ich bin ein sehr großer Fan der Eufy Überwachungskameras. Eufy Überwachungskameras bieten moderne Technik, eine super App und haben vor allem keine Abo kosten, welche mittlerweile bei den meisten Überwachungskameras gang und gäbe sind.

Eufy bietet neben Überwachungskameras auch diverse “Smarte” Türklingeln an. Das aktuelle Flaggschiff hier ist die Video Doorbell Dual.

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Diese bietet unter anderem zwei Kameralinsen. Eine normale Kamera und eine “Boden-Kamera”. Diese filmt den Bereich vor deiner Tür und kann somit dort abgelegte Pakete sehen und erkennen. Ja auch erkennen, denn wir haben hier eine Smarte Paket-Erkennung wie auch Personenerkennung.

Und dies alles mit einer lokalen Speicherung und ohne Abo! Klingt doch super, aber wie gut funktioniert das Ganze in der Praxis?

Finden wir es im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an Eufy für das Zurverfügungstellen der Video Doorbell Dual für diesen Test.

 

Die Eufy Video Doorbell Dual im Test

Eufy setzt bei der Video Doorbell Dual auf ein sehr modernes und schickes Design. Die Türklingel sieht mit ihrem schwarzen Hochglanz sehr edel und wertig aus.

Wir können zwar sicherlich etwas über die große Kamera, welche durch einen Kupfer Ring noch etwas hervorgehoben wird, streiten. Allerdings gibt dies der Türklingel schonen gewissen technischen Look. Jedem Besucher sollte zudem klar sein, dass er oder sie gerade gefilmt werden.

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Unterhalb der Linse ist die Klingel-Taste. Diese ist zwar an sich gut sichtbar, könnte aber noch etwas mehr hervorgehoben werden. Ich hatte es nicht selten das Besucher sich zunächst nicht ganz sicher waren, wo sie drücken sollen, vor allem ältere Besucher.

Auf der Rückseite der Kamera finden wir sowohl die Ladekontakte wie auch einen USB-Port unter einer Abdeckung.

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Mit im Lieferumfang der Kamera ist eine Halterung, um die Kamera an deiner Tür zu montieren und auch “schnell” entfernen zu können, um diese zu laden. Zudem findet sich hier ein Winkel, welcher erlaubt die Kamera etwas auszurichten.

 

Kein Abo, dafür die HomeBase

Die Eufy Video Doorbell Dual erfordert kein Abo oder Ähnliches. Du musst dir lediglich ein Konto beim Hersteller anlegen.

Was du allerdings brauchst ist die HomeBase 2. Hierbei handelt es sich um eine Basis-Station. Deine Kameras kommunizieren nicht direkt mit dem Internet, sondern über die HomeBase. Entsprechend haben die meisten Eufy Kameras auch kein WLAN.

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In der HomeBase ist ein proprietäres Funkmodul verbaut über welches die Kameras mit dieser “reden”. Dies spart ein gutes Stück Strom und hilft die Akkulaufzeit zu verlängern.

Zudem finden sich in der Homebase 16GB Speicher, welchen sich aber alle verbundenen Kameras teilen.

Die HomeBase 2 selbst wird via LAN oder WLAN mit dem Netzwerk verbunden. Ich selbst habe die Video Doorbell Dual mit meiner bestehenden HomeBase verbunden, es liegt aber auch eine bei sollte dies deine erste Eufy Kamera sein.

 

Die App

Die Eufy Video Doorbell Dual nutzt die gleiche App wie alle anderen Eufy Überwachungskameras und Sicherheitslösungen.

Die Eufy Security App ist als absolut gelungen zu bezeichnen. Nach der Anmeldung findest du auf der Startseite eine Übersicht über alle verbundenen Kameras, sofern du bereits welche von Eufy besitzt. Dort wird auch jeweils ein Vorschaubild angezeigt, welches ein Screenshot der letzten Aufnahme ist.

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Entsprechend hast du hier bereits einen guten Überblick über aktuelle Geschehnisse.

Tippst du die Vorschau an wird das Live-Bild geladen oder die Livebilder. Da du bei der Eufy Video Doorbell Dual zwei Kameras hast werden auch zwei Streams geladen und angezeigt.

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In der Liveansicht kannst du auch manuell Fotos und Videos aufnehmen, wie auch mit Besuchern reden. Das Laden der Liveansicht dauert bei mir ca. 8 Sekunden, was relativ langsam ist! Ich vermute dies liegt an den zwei Streams die geladen werden müssen.

In den Einstellungen hast du einige Optionen, die wir uns separat ansehen wollen.

 

Bewegungserkennung “Duale Erkennung”

Die Video Doorbell Dual nimmt wie üblich nur auf, wenn diese eine Bewegung erkennt. Die Bewegungserkennung kannst du aber recht detailliert einstellen. Du kannst die Stärke festlegen, den zu erkennenden Bereich und auch ob nur Personen erkannt werden sollen oder alle Bewegungen.

Ja die Video Doorbell Dual verfügt über eine Personenerkennung, welche auch gut funktioniert und Fehlalarme auf +- 0 reduziert.

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Spannend ist die Erkennung von “Verdächtigem Verhalten”. Du kannst hier einen Bereich und eine Zeit hinterlegen. Hält sich eine Person über Zeitraum X in diesem Bereich auf, dann erhältst du eine Benachrichtigung.

 

Vertraute Gesichter

Die Video Doorbell Dual bringt eine Art Gesichtserkennung mit. Du kannst hier bis zu 10 Gesichter bzw. Personen hinterlegen, die die Kamera versucht zu erkennen und dich entsprechend benachrichtigt.

Eufy selbst kennzeichnet dieses Feature als “Beta”.

Dies auch zurecht! Grundsätzlich funktioniert es, aber eine Person muss mehr oder weniger direkt auf gleicher Höhe in die Kamera schauen, dass diese die Person erkennt. Dies passiert in der Praxis meist recht selten.

Von daher würde ich vertraute Gesichter als “nice to have” bezeichnen, aber zum Zeitpunkt des Tests ist dieses Feature noch nicht verlässig.

 

Lieferüberwachung, die Klingel passt auf deine Pakte auf!

Die Eufy Video Doorbell Dual kann Pakete erkennen! Legt ein Paketbote ein Paket vor deiner Tür ab, dann erhältst du eine Nachricht. Aber nicht nur dass!

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Paketschutz

Wenn sich jemand dem Paket nähert, kann die Türklingel automatisch eine von dir angelegte Aufnahme abspielen, nach dem Motto “Finger weg von dem Paket”.

Warnung: nicht abgeholtes Paket

Hier kannst du eine Uhrzeit hinterlegen. Zu dieser Zeit überprüft die Kamera, ob ein Paket vor deiner Tür liegt und informiert dich.

Live-Überprüfung

In der Liveansicht kann dir die Kamera ein “Overlay” geben mit Informationen, wann das Paket abgelegt wurde usw.

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Die ganzen Paketbenachrichtigungen funktionieren erstaunlich gut! Die Türklingel-Kamera erkennt Pakete sehr zuverlässig. Hier war ich sehr überrascht! Laut Eufy funktioniert dieses Feature aber schlechter, wenn das Paket nicht eckig ist. Vermutlich sucht die KI nach “Kanten” für die Paketerkennung, daher macht diese Aussage Sinn.

 

Automatische Klingel-Reaktion

Die Video Doorbell Dual erlaubt es dir “Automatische Klingel-Reaktionen“ zu hinterlegen. Klingelt jemand, dann wird eine von dir Hinterlegte Sprachnachricht abgespielt.

So könntest du beispielsweise sagen “Ich bin auf der Arbeit, bitte legen sie das Paket vor die Tür”. Du kannst hier einen Zeit hinterlegen, wann diese “Sprachnachricht” abgespielt wird.

So könntest du einstellen das diese Automatische Reaktion nur von 9 bis 16 Uhr wiedergegeben wird.

 

Funkreichweite mittelmäßig

Leider muss ich etwas über die Funkreichweite zur HomeBase 2 meckern. Die maximale Distanz zwischen der HomeBase 2 und der Video Doorbell Dual ist deutlich kürzer als zwischen meiner alten Eufy Türklingel.

Die HomeBase sollte sicherlich nicht mehr als +- 2 Räume oder vielleicht 10 Meter von der Türklingel entfernt sein, damit alles Zuverlässig läuft.

 

Die HomeBase 2 ist die Klingel

Du kannst zwar einen klassischen Türgong mit der Video Doorbell Dual nutzen, aber die HomeBase 2 kann auch als Gong genutzt werden. Klingel jemand, dann erhältst du nicht nur eine Benachrichtigung auf dem Smartphone, sondern auch die HomeBase 2 klingelt.

Zusätzlich kannst du auch Smart Home Lautsprecher wie die Amazon Echo Modelle “klingeln” lassen. Hier kann es aber zu einer kurzen Verzögerung kommen. In der Regel sprechen wir hier von 3-10 Sekunden.

 

Bildqualität

Die Hauptkamera der Video Doorbell Dual verfügt über eine 2K Auflösung. Wobei dies der Kamera nicht ganz gerecht wird, denn wir haben eine Auflösung von 2560 × 1920 Pixeln. Das ist zwar “2K”, aber durch den 4:3 Bildausschnitt sehen wir deutlich mehr und haben auch mehr Pixel als bei einer normalen 2K Kamera. Zudem ist die Linse mit 160 Grad sehr weitwinklig.

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Die Bildqualität der Kamera ist top, anders können wir es nicht sagen. Sowohl bei Tag wie auch bei Nacht ist das Bild super klar und sauber. Zudem ist die Dynamik gut.

Dank der Weitwinkligen Linse muss jemand auch nicht direkt vor der Kamera stehen, um aufgenommen zu werden.

Die Paketkamera setzt auf eine Full HD-Auflösung. Diese ist zwar qualitativ etwas “Praktischer”, aber reicht völlig aus!

 

Akku und Energie

In der Video Doorbell Dual steckt ein Akku, welcher ca. 3-6 Monate laut Eufy halten soll. Allerdings kannst du die Video Doorbell Dual auch kabelgebunden betreiben!

Hast du noch eine alte Türklingel mit passendem Trafo kannst du die Video Doorbell Dual einfach daran anschließen und brauchst dir um den Akku keine Sorgen machen. So akzeptiert die Klingel eine recht breite Spannung von 8-24V.

Wenn du ein Multimeter hast, überprüfe hier einfach mal, ob dies bei dir passt.

 

Fazit

Die Video Doorbell Dual ist ohne Frage eine der besten “Smarten” Türklingeln aktuell auf dem Markt. Es gibt hier sehr viel zu mögen, aber auch etwas Kritik.

Wollen wir mit der Kritik starten.

  • Die Funkreichweite zur HomeBase 2 ist geringer als bei anderen Eufy Modellen
  • Ladezeiten sind etwas höher
  • Die “Gesichtserkennung” erfordert noch etwas Optimierung

Mein aktuell größter Kritikpunkt ist sicherlich die Reaktionszeit der Kamera. Bei gleicher Distanz zur HomeBase 2 wie bei meiner alten 2K Eufy Türklingel bekommt, die Video Doorbell Dual kein Signal rein. Selbst mit der HomeBase 2 ein gutes Stück näher gerückt, sind die Ladezeiten alles andere als perfekt.

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Überraschend? Nein, es werden hier in der App zwei Video-Streams geladen aufgrund der beiden Linsen. Klingeln usw. wird aber schnell “durchgestellt.

Die Gesichtserkennung ist wie von Eufy auch beworben noch in einer offenen Beta Phase. Und ja das ist auch richtig. Die Gesichtserkennung funktioniert, in meinem Test musste dafür jemand aber sehr deutlich in die Kamera schauen das dies klappt, was in der Praxis meist nicht der Fall ist.

Auch war die Bewegungserkennung an den Rändern des Bilds nicht ganz perfekt, aber in der Praxis war dies bei mir kein Problem.

Kommen wir zu den positiven Punkten.

  • Die zwei Kamera-Linsen machen Sinn und sind gut umgesetzt
  • Die Paketerkennung funktioniert erstaunlich gut
  • Hohe Bildqualität
  • Sehr gute Eufy App
  • Kein Abo oder Folgekosten
  • Flexible Nutzung im Akku Betrieb oder Netzbetrieb

Das dicke Ding der Video Doorbell Dual sind natürlich die beiden Kameras. Diese sind in der Praxis auch deutlich praktischer als erwartet! Beide Kameras haben zunächst eine gute Bildqualität. Zudem funktioniert die Paketerkennung erstaunlich gut!

Legt jemand ein Paket vor deiner Tür ab, dann erhältst du eine Nachricht und kannst dir auch Infos anzeigen lassen wie wann wurde das Paket abgelegt usw. Zwar ist dieses System auch nicht perfekt, aber wir sind erfreulich dicht an einer 100% Zuverlässigkeit.

Hinzu kommt natürlich die generell gute Eufy App und das top Eufy Ökosystem. Hast du die HomeBase 2 kannst du diverse Überwachungskameras einfach hinzukaufen und nutzen.

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Aufnahmen werden kostenfrei lokal gespeichert. Und dies ist ein dickes Ding! Die meisten Smarten Türklingeln, die wirklich gut sind, wie von Ring, Nest oder Alro, erfordern ein Abo, also monatlich Geld. Dies sparst du dir hier komplett, ohne das Dinge wie Smart Feature fehlen. Damit ist diese bzw. die Eufy Modelle allgemein fast einzigartig.

Von daher, ja hier und da könnten noch ein paar der Feature kleinere Software-Verbesserungen gebrauchen. Aber das Konzept und auch die Umsetzung der Video Doorbell Dual ist bereits so weit top!

 

eufy Security Video Doorbell S330, Türklingel mit Kamera & Homebase,...

  • Die zwei Kamera-Linsen machen Sinn und sind gut umgesetzt
  • Die Paketerkennung funktioniert erstaunlich gut
  • Hohe Bildqualität
  • Sehr gute Eufy App
  • Kein Abo oder Folgekosten
  • Flexible Nutzung im Akkubetrieb oder Netzbetrieb
  • Die Funkreichweite zur HomeBase 2 ist geringer als bei anderen Eufy Modellen
  • Ladezeiten sind etwas höher
  • Die “Gesichtserkennung” erfordert noch etwas Optimierung

 

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Eufy Video Doorbell Dual
POSITIV
Die zwei Kamera-Linsen machen Sinn und sind gut umgesetzt
Die Paketerkennung funktioniert erstaunlich gut
Hohe Bildqualität
Sehr gute Eufy App
Kein Abo oder Folgekosten
Flexible Nutzung im Akkubetrieb oder Netzbetrieb
NEGATIV
Die Funkreichweite zur HomeBase 2 ist geringer als bei anderen Eufy Modellen
Ladezeiten sind etwas höher
Die “Gesichtserkennung” erfordert noch etwas Optimierung
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Test: TINECO PURE ONE S15, der beste Akkusauger bisher im Test!

Die Waschsauger von Tineco sind aus meinem Haushalt nicht mehr weg zu denken. Allerdings neben den Waschsaugern bietet Tineco auch normale Akkustaubsauger an, sogar recht gute!

Mit dem neuen PURE ONE S15 wollen sie die Messlatte aber nochmal etwas höher legen! So bringt der S15 eine verbesserte Bodenbürste mit, eine höhere Saugleistung und einen neuen berührungslosen Schmutzbehälter. Gerade letzteres ist ein sehr nettes Feature!

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Aber wie sieht es in der Praxis aus? Spielt TIENCO mit dem PURE ONE S15 wirklich in der Köningsklasse der Akkusauger? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an TINECO für das Zurverfügungstellen des PURE ONE S15 für diesen Test.

 

Der TINECO PURE ONE S15 im Test

TINECO setzt beim PURE ONE S15 zunächst auf das klassische Akku-Handstaubsauger Design/Aufbau. So ist der ONE S15 natürlich modular aufgebaut.

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Zunächst haben wir die Handeinheit mit Motor, Schmutzauffangbehältern, Filtern usw. An diese Einheit wird der Akku angesteckt. Also ja der Akku ist austauschbar! Leider nutzt allerdings TINECO keine Standardakkus. Daher ist es nur schwer zu sagen, wie gut diese in X Jahren noch erhältlich sind. Dennoch ist ein einfach austauschbarer Akku tendenziell was Gutes.

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Je nachdem wofür du den PURE ONE S15 nutzen möchtest, gibt es Aufsätze. Wir haben mit im Lieferumfang diverse Fugenbürsten, eine elektrische Polsterbürste und natürlich eine elektrische Bodenbürste.

Letztere lässt sich mithilfe des Stiels so verlängern das du den PURE ONE S15 als regulären Staubsauger nutzen kannst. Dies ist natürlich auch der primäre Einsatzzweck, der PURE ONE S15 möchte deinen klassischen Staubsauger ersetzen.

Der TINECO PURE ONE S15 macht dabei einen sehr wertigen Eindruck! So ist zwar der Aufbau klassisch, aber der Sauger wirkt nicht nach einem 0815 Modell. Alle Teile sind wertig gearbeitet und die Verbindungen zwischen den diversen Aufsätzen machen einen guten Eindruck.

test tineco pure one s15 test review 3

Eine Besonderheit des TINECO PURE ONE S15 ist klar das große Display. Auf der Oberseite des Saugers findet sich ein großes rundes LCD-Display, das die Informationen zur Saugleistung, Akkustand usw. anzeigt.

Ebenfalls auf der Oberseite sind zwei Touch Tasten zur Steuerung, von welchen ich allerdings nicht der größte Fan bin.

test tineco pure one s15 test review 6

Geladen wird der PURE ONE S15 wahlweise über das Netzteil direkt am Gerät oder über die Ladestation, in welche der Sauger gestellt werden kann.

 

Filter und Entleeren

Der S15 setzt auf “Tineco PureCyclone Technologie für anhaltende Saugkraft” und “Fünfstufige Filterung für sauberere Luft”.

Auf gut Deutsch gesagt wir haben einen Aufwendigeres Zyklonen System, ähnlich wie bei Dyson, und mehrere Filter. Das Zyklonen System filtert bereits den meisten gröberen und auch viel feinen Schmutz heraus.

Im Inneren des Zyklonen Systems findet sich ein erster Feinstaubfilter. Dieser wird von einem Netzfilter und dem Zyklon vor dem gröbsten Staub geschützt. Entsprechend wird dieser Filter nicht übermäßig schmutzig, muss aber dennoch regelmäßig ausgeklopft und gereinigt werden. Alle X Monate solltest du auch einen Austausch einplanen, denn der Zustand dieses Filters beeinflusst massiv die Saugleistung.

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Hinter diesem Filter, im Handgriff findet sich ein HEPA Filter. Dieser ist als permanent Filter gedacht und kann ausgewaschen werden. Während meines Tests gab es in diesem Filter keine nennenswerte Ansammlung von Schmutz. Dies ist auch nicht überraschend bei den diversen Vor-Filter-Systemen.

Eine große Neuerung (verglichen mit dem Vorgänger) ist das Entleeren des Saugers. So kannst du auch hier weiterhin einfach den Boden aufklappen, um Schmutz über einer Mülltonne zu entleeren.

Soweit nichts Besonderes, aber es gibt eine zusätzliche Entleerungshilfe für Schmutz, der sich zwischen Zyklon und Seitenwand verklemmt hat. Diesen musstest du beim Vorgänger noch mit den Fingern herauspulen.

 

Guter aber recht aggressiver Auto-Modus

Moderne Akku-Sauger setzen in der Regel auf einen Automatik Modus für die Saugkraft. Dies primär zum Energie sparen. Auf voller Leistung kann solch ein Akkusauger locker 500W verschlingen, was einen Akku in wenigen Minuten leert.

Daher versuchen viele Akku-Sauger zu erkennen auf was für einem Untergrund diese sich befinden, wie viel Schmutz/Staub gesaugt wird usw., um entsprechend die Saugleistung zu regulieren.

Der TINECO PURE ONE S15 macht dies auch, und zwar sehr gut dank des iLoop Smart Staubsensor! Der Akkusauger erkennt sehr fein und genau wie viel Schmutz gerade gesaugt wird und passt entsprechend die Saugleistung an.

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Dies funktioniert beim PURE ONE S15 auch deutlich besser und schneller als bei älteren TINECO Modellen oder 99% der Konkurrenz. Gerade bei hartnäckigem Schmutz oder Teppichen arbeitet die automatische Erkennung um einiges besser.

Allerdings regelt der PURE ONE S15 teils etwas sehr nervös die Leistung rauf und runter. Wird für eine halbe Sekunde kein Schmutz mehr erkannt, wird sofort die Leistung runtergefahren. Fährst du weiter und es wird Schmutz gefunden, dann wird sofort wieder hochgedreht. So kann der Sauger in wenigen Sekunden X mal die Leistungsstufe ändern.

Was die Saugleistung angeht ist dies kein Problem! Der PURE ONE S15 saugt super, nur die Geräuschkulisse kann etwas anstrengend sein. Diese oft hin und her wechseln zwischen laut und leise finde ich glatt anstrengender als konstant laut. Daher habe ich oft den Automodus “überschrieben” nur um eine konstante Geräuschkulisse zu haben.

An sich funktioniert der Automatik Modus sehr gut und schnell, nur für meinen Geschmack fast schon etwas zu schnell.

 

Sprachansagen etwas aufdringlich

Der TINECO PURE ONE S15 verfügt über sehr viele Systemtöne und auch Sprachansagen. So macht dieser beim Einschalten jedes Mal ein sehr lautes Pip-Geräusch, welches ich leider als störend empfand (und auch deutlich lauter ist als der Sauger selbst).

Diese Systemtöne lassen sich aber Gott sei Dank über die App abschalten!

 

Saugleistung überragend!

Das Wichtigste an einem Staubsauger ist natürlich die Saugleistung. Und hier kann ich dem PURE ONE S15 ein überragendes Zeugnis ausstellen!

Ich hatte bisher noch keinen Akkusauger mit einer besseren Saugleistung als den PURE ONE S15 in den Fingern! Gerade auf Teppichen arbeitet dieser extrem gut.

Sowohl Tierhaare wie auch genereller Hausstaub oder Mehl sind kein Problem. Selbst im Auto-Modus, der die Saugleistung nur selten auf das absolute Maximum dreht, bietet der PURE ONE S15 eine Leistung, welche meinen alten Dyson V11 deutlich übertrifft.

Ich habe zwar einen Teppich in meinem Haus, auf welchem die Haare von meinen Hunden extrem kleben, wo auch der PURE ONE S15 etwas mehr Mühe hat, aber auch dort arbeitet dieser besser als der V11.

Neben der recht hohen Saugleistung ist vor allem die Bodenbürste gut! Diese saugt sich gut an Teppiche an, aber auch nicht zu sehr das es mühsam wäre zu saugen. Zudem läuft die Bürste sehr schön stabil und präzise.

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Der PURE ONE S15 verfügt interessanterweise über keinen Softroller. Hierbei handelt es sich um eine weiche flauschige Bürste, welche speziell für glatte Böden optimiert ist.

Dennoch ist die Saugleistung auch auf glatten Böden tadellos. Ich würde hier von einer 100% Schmutzaufnahme sprechen. Lediglich extrem großer Schmutz, wie Kassenzetteln, Blätter usw. Können Probleme bereiten.

Generell neigt der PURE ONE S15 aber nicht übermäßig zum Verstopfen, eher im Gegenteil. Für einen Akkusauger ist dieser hier recht resistent.

 

Leiser Motor, laute Bürste

Der reine PURE ONE S15 ist an sich ein recht leiser Akku-Sauger! Gerade auf den unteren Stufen ist dieser sehr angenehm und selbst auf voller Leistung ist dieser gut erträglich (wenn auch natürlich deutlich hörbar).

Etwas überrascht hat mich lediglich die Bodenbürste, welche auf glatten Böden relativ laut läuft. Hier wäre vielleicht doch ein Soft-Roller schön gewesen.

 

Beleuchtete Bürste ist praktisch!

Der PURE ONE S15 verfügt an seiner Bodenbürste über LEDs. Dies klingt im ersten Moment wie eine Spielerei, ist es aber nicht!

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Dies ist praktischer als man so denken würde, gerade beim Saugen unter Möbeln.

 

Fazit

Der TINECO PURE ONE S15 ist ohne jede Frage einer der besten, wenn nicht sogar der beste Akku-Sauger derzeit auf dem Markt.

Vor allem die Mischung aus hervorragender Haptik und Weltklasse Saugleistung konnte im Test überzeugen. So kann der PURE ONE S15 problemlos den Dyson V11 bei der Saugleistung hinter sich lassen. Besonders auf Teppichen kann dieser eine spitzen Leistung liefern. Auch in Kombination mit Haaren (Tier und Mensch) zeigt sich dieser souverän.

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Wirkliche Schwächen konnte ich im Test nicht beobachten. Selbst die elektrische Bodenbürste ist 1a. Dies ist ein Punkt in dem Traditionell vor allem Dyson sehr stark ist. Allerdings TINECO muss sich hier beim PURE ONE S15 absolut nicht verstecken. Die Bodenbürste wirkt sehr stabil, präzise zu navigieren und bietet eine praktische LED-Beleuchtung.

Das 5-stufige Filter System macht dabei einen starken Job, auch größeren Schmutz aus den Feinstaubfiltern zu halten.

Die Lautstärke passt so weit, auch wenn die Bodenbürste auf glatten Böden etwas lauter ist als sie vermutlich sein müsste. Die Steuerung klappt 1a und der Automatik Modus ist der beste, den ich bisher bei einem Sauger beobachtet habe.

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Dies sollte auch besser so sein, denn der PURE ONE S15 ist mit 599€ alles andere als günstig! Ist dieser Preis angemessen? Aus Sicht der Preis/Leistung gibt es sicherlich bessere Sauger. Willst du aber ein Modell der absoluten Spitzenklasse, dann ist der TINECO PURE ONE S15 klar eine Empfehlung wert! Einen besseren Akku-Sauger wirst du derzeit nicht bekommen!

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TINECO PURE ONE S15
POSITIV
Hervorragende Saugleistung auf Teppichen
Sehr gute Saugleistung auf Teppichen
Liegt gut in der Hand
Einfach zu reinigen
Sehr gutes Filtersystem
Sehr guter Automatikmodus
Akku austauschbar
NEGATIV
…. Automatik Modus teils etwas “nervös”
Sprachansagen und Systemtöne nervig
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Der Roborock Q7 Max+ im Test, mehr Saugroboter braucht man nicht

Moderne Saugroboter sind etwas Praktisches, was ich in meinem Haushalt nicht mehr missen möchte. Allerdings gerade High End Modelle können schnell ein kleines Vermögen kosten, siehe Roborock S7 MaxV oder die ECOVACS X1 Serie.

Aber was, wenn du nicht 1000€ oder mehr ausgeben möchtest, aber dennoch ein modernes Marken Modell willst? Hier bietet Roborock den Q7 Max bzw. Den Q7 Max+. Bei diesem handelt es sich um einen aktuellen Saugrobotern mit allen wichtigen Funktionen, von einem der besten Hersteller in diesem Bereich zu einem fairen Preis!

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So bekommst du den Roborock Q7 Max zum Zeitpunkt des Tests für unter 400€ und die “+” Version mit Absaugstation für knapp unter 500€.

Klingt doch gut! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier der Roborock Q7 Max+ überzeugen und wie schlägt dieser sich im Vergleich zum Roborock S7? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Roborock für das Zurverfügungstellen des Q7 Max+ für diesen Test.

 

Der Roborock Q7 Max+ im Test

Auf den ersten Blick ist der Roborock Q7 Max+ ein recht klassischer Saugroboter. Dieser setzt auf das typische runde Design mit dem kleinen “Buckel” auf der Oberseite.

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Dabei nutzt Roborock einen weißen Kunststoff für das Gehäuse, was ich bevorzuge. Es ist sehr oft bei mir der Fall, dass der Saugroboter selbst glatt das schmutzigste in der Wohnung ist und gerade bei schwarzen Modellen sieht man Staub und Schmutz sehr schnell!

Wie bei Roborock üblich verfügt der Q7 Max+ über lediglich eine kleine Bürste auf der Front, welche Schmutz aus Ecken in die Fahrbahn kehren soll.

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Was beim Q7 Max+ viel mehr ins Auge springt als der eigentliche Sugroboter ist die Ladestation. So ist der Roborock Q7 Max+ der günstigsten Marken-Saugroboter mit Absaugstation! Wobei “günstig” bei über 500€ natürlich immer relativ ist.

Die Absaugstation ist erfreulich kompakt und unaufdringlich gehalten.

 

Die Absaugstation, leider mit Beutel

Die Absaugstation des Roborock Q7 Max+ funktioniert erfreulicherweise sehr gut! Viele Absaugstationen haben große Probleme, wenn die Saugroboter komplett gefüllt sind und saugen hier nicht sauber ab.

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Erstaunlicherweise arbeitet hier der Roborock Q7 Max+ sogar ein gutes Stück zuverlässiger als der Roborock S7 MaxV Ultra.

Allerdings setzt auch der Q7 Max+ auf Staubsaugerbeutel! Diese sind nicht gerade günstig, mit +- 22€ für 6 Stück. Ein Beutel wird je nach Menge an Haustieren in deiner Wohnung ca. ½ Monat bis 1,5 Monate reichen.

 

Die App

Der Roborock Q7 Max+ nutzt natürlich die Roborock Smartphone App, welche allerdings optional ist. Die Roborock App erlaubt es dir den Saugroboter Live in deiner Wohnung zu verfolgen. Der Q7 Max+ erstellt eine Karte deiner Wohnung, wo eingezeichnet wird wo er ist und wo er war.

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Abseits dieser Basis-Funktionen bietet die Q7 Max+ und die Roborock App folgende Funktionen:

  • Unterteilung deiner Wohnung in einzelne Räume
  • Raumreinigung
  • Zonenreinigung
  • Automatische Anhebung der Saugleistung auf Teppichen
  • Erstellen von Sperrzonen und No Go Bereichen
  • Mehrere Etagen/Karten werden unterstützt

 

Die Arten der Navigation

Wir können moderne Saugroboter in vier „Gruppen“ unterteilen, wenn es um die Navigation geht.

  1. Die Dummen. Dumme Saugroboter nutzen eine Zufallsnavigation. Diese fahren los, bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab, fahren erneut, bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab usw. Hierdurch sind diese Modelle aber sehr ineffizient, langsam und haben gerade mit komplexen Wohnungen mit vielen Räumen große Probleme. Solche Saugroboter sind sehr günstig und einfach zu bauen. Daher sind sie vor allem in der untersten Preisklasse zu finden. Ich würde solche dummen Saugroboter vermeiden!
  2. Blinde Saugroboter. „Blinde“ Saugroboter nutzen ein Gyroskop zur Navigation. Der Roboter kann seine Umgebung zwar nicht sehen, merkt sich aber in welche Richtung er fährt, in welche Richtung er abdreht und wo er Hindernisse ertastet. Hierdurch kann er eine Art Karte mitzeichnen und arbeitet daher etwas effizienter und zuverlässiger. Solche Saugroboter sind mittlerweile oft in der 200-300€ Preisklasse anzutreffen und sind generell durchaus brauchbar, in kleinen bis mittelgroßen Wohnungen.
  3. Kamera Saugroboter. Einige Saugroboter setzen zusätzlich zu anderen Sensoren (oftmals einem Gyroskop) auf eine Kamera, auf der Oberseite. Diese Kamera zeichnet markante Merkmale in Eurer Wohnung auf und ordnet diese den Positionen zu. Hierdurch kann der Saugroboter nicht nur eine Karte erstellen, sondern auch eine Position auf der Karte erkennen. Solche Saugroboter gehören meist schon in die „Königsklasse“ und eignen sich nach meiner Erfahrung für mittelkomplexe und große Wohnungen. Beispielsweise iRobot ist der bekannteste Nutzer dieser Technologie.
  4. Laser Saugroboter. Laser Saugroboter erkennt Ihr sofort an dem markanten Hubbel auf der Oberseite. In diesem Steckt ein Laser-Abstandsmesser, der sich permanent dreht. Hierdurch kann der Saugroboter eine extrem präzise Karte der Umgebung erstellen und auch seine Position in dieser Karte jederzeit wiederfinden. Diese Saugroboter eigenen sich grundsätzlich für jede Art der Wohnung.

Natürlich gibt es innerhalb jeder Kategorie bessere und schlechtere Modelle. Der Roborock Q7 Max+ setzt auf die klassische Laser-Navigation, ohne AI oder ähnliche Hilfsmittel.

 

Die Navigation

Der Q7 Max+ setzt auf das klassische Navigation-Prinzip das Roborock auch perfektioniert hat.

Nach dem Start fährt der Roboter von seiner Station in eine zufällige Richtung, bis dieser eine Wand oder ein Hindernis trifft. Der Roboter folgt diesem Hindernis linksherum ein Stück weit, dreht dann nach links ab, fährt wieder ein paar Meter usw.

roborock q7 max+ test review 6

Irgendwann kommt dieser wieder an seiner Ausgangsposition an. Dieser nun äußerlich abgesteckte Bereich wird in möglichst geraden und effizienten Bahnen abgefahren und somit gereinigt.

Auf diese Art unterteilt der Roborock deine Wohnung in kleine Stücke, die nacheinander gereinigt werden.

Mithilfe des Lasers kann der Roborock Q7 Max+ eine Karte seiner Umgebung erstellen. Der Roboter kennt immer seine Position auf dieser Karte und kann bereits gereinigte Orte “wegstreichen”. Hierdurch arbeitet dieser deine Wohnung sauber ab, ohne Stellen mehrfach zu überfahren, wie es billige Modelle oft machen.

roborock q7 max+ app (7) roborock q7 max+ app (6)

Ebenfalls weiß der Roboter immer wo er schon war und wo er noch hin muss! Selbst wenn deine Wohnung etwas komplexer aufgebaut ist, mit mehreren Räumen usw. der Q7 Max+ hat hier keine Probleme!

Die Navigation ist klar ein Highlight des Q7 Max+!

 

Fahrverhalten

Der Q7 Max+ besitzt keine AI, KI oder Kamera auf der Front, wie es mittlerweile viele High End Modelle haben. Entsprechend verlässt sich der Roboter komplett auf seinen Laser-Sensor für die Kartenerstellung und die Stoßstange für die Feinnavigation. Es gibt natürlich noch zusätzliche Sensoren, aber die Hauptarbeit machen diese beiden.

Grundsätzlich ist das Fahrverhalten des Q7 Max+ mehr als solide! Der Roboter hatte in meinem Test 0 Probleme mit der Navigation durch meine Wohnung und konnte sich auch aus allen Ecken und unter allen Möbeln selbstständig befreien/herausfahren.

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Dieser hat es geschafft zweimal eine Socke zu fressen, dies machen aber die meisten Saugroboter, wenn du so etwas herumliegen lässt.

Übermäßig anfällig für das Ansaugen von Kabeln ist dieser nicht, du solltest diese aber auch nicht zu sehr herumliegen lassen.

Im Gegensatz zu vielen Modellen von Ecovacs oder vor allem Dreame fährt der Roborock Q7 Max+ etwas “offensiver”. Dieser fährt bis an Möbel heran und berührt diese auch kurz. Bei meinen Ikea Möbel ist dies kein Problem und ich konnte hier nie Kratzer oder ähnliches feststellen, suchst du aber einen Saugroboter der möglichst vorsichtig fährt und den Kontakt zu Möbeln/Objekten vermeidet, dann ist der Q7 Max+ nicht das richtige Modell für dich.

Im Gegenzug reinigt der Q7 Max+ etwas besser an Kanten als z.B. Dreame Bot Z10 Pro, welcher zu Kanten und Möbel immer einen leichten Puffer hat.

 

Sehr gute Saugleistung

Die Saugleistung des Q7 Max+ hat mich sehr überrascht, denn diese übertriff glatt die des Roborock S7!

Auf glatten Böden erreichen fast alle aktuellen Saugroboter eine nahezu perfekte Saugleistung, gerade bei Haaren und normalem Hausstaub. Dies gilt entsprechend hier auch für den Roborock Q7 Max+, welcher auch eine gute Kantenreinigung aufweist.

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Das spannende sind aber die Teppiche, gerade in Kombination mit Tierhaaren. Hier liefert der Roborock Q7 Max+ eine wirklich beeindruckende Vorstellung ab!

Der Sauger schaft es sehr gut die Haare meiner Hunde zu entfernen. Dies sogar besser als der große S7 MaxV!

Was die Saugleistung angeht ist der Roborock Q7 Max+ ein absolutes High End Modell, viel besser geht es hier nicht mehr.

 

Putzfunktion überschaubar

Grundsätzlich bringt der Roborock Q7 Max+ auch eine Putzfunktion mit. Wir haben eine Putzplatte, die du aufsetzen kannst, welche mit Wasser befüllt wird.

Allerdings in der Praxis ist die Putzfunktion des Q7 Max+ eher schwach. Dies ist vermutlich auch so gewollt, denn ich behaupte einfach mal das ist der Unterschied zwischen dem S7 von Roborock und dem Q7. Der S7 bringt die bessere Putzfunktion mit.

Wenn du viel Wert auf die Putzfunktion legst, lass die Finger vom Q7 Max+ und greife zum größeren S7.

 

Lautstärke

Die Lautstärke des Roborock Q7 Max+ hängt natürlich massiv von der eingestellten Leistungsstufe ab.

In der Regel wirst du diesen in der Standardstufe betreiben, eventuell mit Teppich-Boost.

Ich würde den Q7 Max+ nicht als laut bezeichnen, dieser ist aber auch nicht der leiseste Saugroboter der mir bisher untergekommen ist. Auf allen Stufen ist dieser hörbar, auch wenn ich diesen nicht als störend einstufen würde.

Auf der Standardstufe erzeugt er ein leichtes Brummen und Surren, vergleichbar mit einem leisen Akku-Handstaubsauger auf seiner niedrigsten Stufe.

Stellst du die Stufe allerdings hoch, dann kann der Q7 Max+ doch deutlich hörbar werden und eventuell sogar etwas stören, wenn du gerade Fernsehen schaust.

Unterm Strich ist der Q7 Max+ nicht der aller leiseste Saugroboter, aber auch bei weitem nicht der lauteste.

 

Fazit

Du suchst einen sehr guten Saugroboter, brauchst aber diesen ganzen KI Kram nicht und auch die Putzfunktion ist dir nicht wichtig? Dann ist der Roborock Q7 Max+ der Saugroboter für dich!

Der Roborock Q7 Max+ ist im Kern ein End End Saugroboter mit herausragender Saugleistung und starker Navigation. Roborock hat hier aber alle “unnötigen” Bonusfunktionen und alles was über die Kernaufgabe eines Saugroboters hinausgeht weggestrichen, um den Preis etwas erträglicher zu halten.

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So bekommst du den Roborock Q7 Max für unter 400€ und die “+” Version mit Absaugstation für um die 550€. Klar dies ist nicht wenig Geld, aber vollkommen angemessen.

So halte ich die Saugleistung des Roborock Q7 Max+ sogar glatt für besser als vom “großen” S7, zu mindestens in meiner Wohnung mit Tierharen usw. Die Navigation ist dabei Roborock typisch extrem gut und auch die Steuerung via App geht leicht von der Hand.

Verglichen mit anderen Saugrobotern vor allem von Ecovacs und Dreame fährt der Q7 Max+ etwas offensiver und geht dichter an Möbel und Hindernisse heran. So berührt dieser Saugroboter Möbel und kann auch Dinge wie Hundenäpfe durch die Gegend schieben. Kein großes Problem für mich, hast du aber sehr empfindliche Möbel, Vasen usw. Dann würde ich eher ein anderes Modell wählen.

Im Gegenzug ist aber die Kanten und Eckenreinigung des Q7 Max+ merklich besser als z.B. beim Dreame Bot Z10 Pro der vorsichtiger fährt und mehr Abstand hält.

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Dennoch halte ich den Roborock Q7 Max+ auch für sehr komplexe Wohnungen mit vielen Räumen usw. voll geeignet!

Kurzum dir ist die Putzfunktion nicht so wichtig und du brauchst auch keine KI oder besondere Hindernisvermeidung? Dann ist der Roborock Q7 Max+ der beste Saugroboter in seiner Klasse, was Saugleistung und Navigation angeht.

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Roborock Q7 Max+
POSITIV
Hervorragende Saugleistung (auf glatten Böden und Teppichen)
Sehr gute Navigation
Sehr gute App
Sehr gute Absaugstation
Einfache Nutzung
Zubehör gut erhältlich
Ausreichend großer Schmutzauffangbehhälter
NEGATIV
Putzfunktion überschaubar
Absaugstation nur mit Beutel
90