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Test: Reolink Trackmix mit Akku, zwei Linsen + 2K Auflösung und mit Akku!

Die originale Trackmix Überwachungskamera von Reolink haben wir uns bereits vor einiger Zeit bei Techtest angesehen. Mittlerweile bietet ReoLink diese aber auch in einer Akku-Version an, welche ich besonders spannend finde!

Aber was ist die Trackmix für eine Überwachungskamera? Die Trackmix bietet folgende Besonderheiten:

  • Motorisierter Schwenk und Drehmechanismus
  • 2K Auflösung
  • Zwei Kameralinsen mit unterschiedlichem Blickfeld
  • Automatisiertes Folgen von Bewegungen

Akkubetriebene Überwachungskameras mit Motor sind schon sehr selten, aber Modelle mit zwei Kameralinsen sind extrem exotisch. So nutzt Reolink zwei Linsen mit unterschiedlichem Blickfeld, ein sehr weitwinkliges und ein etwas gezoomtes. So entgehen Dir in der Theorie keine Details.

Spannend! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert dies wirklich so gut? Wie steht es um die Akkulaufzeit? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Reolink für das Zurverfügungstellen der Trackmix (Akku) für diesen Test.

 

Die Reolink Trackmix mit Akku im Test

Die Trackmix ist eine recht ungewöhnliche Akku-Überwachungskamera. Normalerweise sind Akku-Überwachungskameras immer recht kompakt gebaut. Dies ist bei der Trackmix absolut nicht der Fall. Dies ist ein dicker Brocken!

Sicherlich trägt der motorisierte Aufbau hierzu einen großen Teil bei. So haben wir am unteren Ende der Kamera eine Art Kuppel, in welcher die beiden Kameralinsen untergebracht sind. Diese Kuppel kann gedreht und nach unten geschwenkt werden.

Neben den Kameralinsen findet sich in der Kuppel auch ein LED Scheinwerfer, als Beleuchtung/für die farbige Nachtsicht.

Die Tasten und auch der microSD Kartenslot der Trackmix sind unter verschraubten Abdeckungen versteckt. So lässt sich die Speicherkarte nicht einfach entnehmen.

Geladen wird die Kamera spannenderweise via USB C. An der Kamera findet sich ein kurzes Kabel mit USB C Port. Du kannst die Kamera einfach an einem Netzteil laden, aber Reolink bietet auch ein passendes Solarpanel an, welches empfohlen wird.

 

Kein Account Zwang!

Reolink ist einer der letzten Hersteller, der dich nicht zu einem Account beim Hersteller zwingt, was ich für ein großes Plus aus Sicht des Datenschutzes halte.

Du kannst Kameras einfach über einen QR-Code und ein Kamera-Passwort hinzufügen.

 

Die Reolink App

Ich finde es klasse, dass Reolink dich nicht zu einem Account zwingt und generell gibt es viel in der Reolink App zu mögen.

So ist die Reolink App grundsätzlich einfach und gut aufgebaut. Auf der Startseite findest Du zunächst eine Übersicht über alle verbundenen Kameras. Reolink verzichtet allerdings weitestgehend auf eine großartige Cloudanbindung! Jede Kamera wird hier einzeln verwaltet, was auch für die Aufnahmen gilt.

Es gibt keine große Aufnahmen-Übersicht, für alle Kameras. Jede Kamera ist in der App für sich alleine. So gibt es auch in der Übersicht beispielsweise kein Vorschaubild der letzten Aktivitäten, wie es bei Eufy der Fall ist. Dieses Vorschaubild wird allerdings aus technischen Gründen in der Cloud auf den Hersteller Servern gespeichert, worauf Reolink verzichtet.

Entsprechend ist das Vorschaubild, das Du hier erhältst aus der letzten manuell gestarteten Live-Ansicht. Tippst du das Vorschaubild an, landest du auch in der Live-Ansicht.

Die Live-Ansicht ist bei der Trackmix in zwei Bereiche unterteilt. Oben hast du das Livebild der Weitwinkel-Kamera und unten das Bilder der “Zoom” Kamera. Du hast entsprechend zwei Live-Streams.

Darunter finden sich die Steuereinheiten für die 2- Wege Kommunikation, das Steuern des Motors und die Aufnahmen. Aufnahmen werden einfach chronologisch in einer Art Liste angezeigt, nichts Besonderes.

 

Verbindung/App teils etwas unzuverlässig

Leider muss ich an dieser Stelle ein wenig Kritik an der App bzw. deren Zuverlässigkeit äußern! Aufnahmen usw. laufen absolut zuverlässig, da brauchst Du dir keine Sorgen machen.

Es gibt nur Situationen in welchen sich die App verweigert, eine Verbindung zur Kamera aufzubauen. Bei 2. Versuch klappt es so gut wie immer. Selbiges gilt beim Laden der Aufnahmen oder noch schlimmer dem Herunterladen der Aufnahmen. Gerade bei letzterem ist die Kamera super zickig! Es ist mir teils einfach nicht gelungen, Aufnahmen herunterzuladen, welche sich aber über die App problemlos ansehen lassen.

Ebenso endet das Laden des Live-Streams in voller Qualität bei mir in einer Dauerschleife und dem Aufhängen der Reolink App.

Und nein dies liegt nicht an der WLAN Verbindung.

 

Bewegungserkennung und KI

Die Bewegungserkennung bei komplett kabellosen Überwachungskameras ist oftmals so eine Sache, gerade was die Reichweite der Bewegungserkennung angeht.

Allerdings bei der Reolink Trackmix ist die Bewegungserkennung auch auf höheren Distanzen zuverlässig, vermutlich aufgrund der zusätzlichen Zoom Kamera.

Dabei kann die Reolink Trackmix Akku zwischen folgenden Bewegungen unterscheiden:

  • Personen
  • Fahrzeugen
  • Haustieren
  • “Anderes”

Grundsätzlich funktioniert die Personenerkennung gut! Die Kamera kann Personen von anderen Bewegungen zuverlässig unterscheiden. Grundsätzlich nimmt diese bei allen Arten von Bewegung auf, aber Du kannst die “KI” nutzen, um Beispielsweise Benachrichtigungen anzupassen.

Du willst nur benachrichtigt werden, wenn eine Person erkannt wurde? Dann kannst du das einstellen, sogar sehr genau auf Basis eines Zeitplans.

Ebenfalls werden Aufnahmen entsprechend gekennzeichnet, je nachdem was erkannt wurde.

Die Kamera kann auch Automatisiert Personen im Bild verfolgen.

 

Keine Folgekosten!

Die Reolink Trackmix Akku hat effektiv keine Folgekosten. So nimmt die Kamera von Haus aus auf einer microSD Speicherkarte auf, welche Du einmalig kaufen musst. Danach gibt es aber kein Zwangsabo oder Ähnliches.

Auch die Stromkosten liegen bei 0. Selbst wenn Du auf das Solarpanel verzichtest, haben wir hier durch das Laden vermutlich keine 0,50€ Stromkosten pro Jahr.  Ja Akku-betriebene Überwachungskameras sind sehr sparsam, siehe Stromsparen bei Überwachungskameras.

 

Bildqualität

Die Trackmix Akku verfügt über zwei 2560 x 1440 Pixel Sensoren. Die Weitwinkel Kamera hat ein Blickfeld von 96 Grad und die Zoom Kamera hat einen 38 Grad Blickfeld, ist also ein gutes Stück gezoomt.

An der Bildqualität der Kamera ist nichts auszusetzen! Das Bild beider Kameramodule ist absolut klar und scharf.

Dies sowohl am Tag wie auch in der Nacht. Viel besser geht es bei komplett kabellosen Modellen nicht!

 

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit in komplett kabellosen Kameras kann sehr stark schwanken, je nach Nutzung. Hast du die Kamera an einem sehr belebten Ort, kann diese in einem Bruchteil leer sein, verglichen mit einem ruhigen Ort.

Grundsätzlich ist die Reolink Trackmix kein “Akkulaufzeitwunder”. Nicht überraschend bei den zwei Kameralinsen.

In meinem Test erreichte ich an einem “mittel belebten” Ort ca. 41 Tage Laufzeit. Dies ist fast etwas mehr als ich erwartet hätte.

Reolink bietet aber für die Trackmix ein Solarpanel an, welches sich nur empfehlen kann! Im Frühling, Sommer und Herbst brauchst du dir dank des Solarpanels 0 Sorgen um den Akku machen, sofern dieses halbwegs gut ausgerichtet ist.

 

Fazit

Die Reolink Trackmix Akku ist eine herausragende Akku-Überwachungskamera! Und das “herausragend” meine ich hier absolut wörtlich, denn mir ist von keinem anderen Anbieter etwas Vergleichbares bekannt.

Die Trackmix Akku setzt auf zwei 2K Linsen mit unterschiedlichen Brennweiten, was in der Praxis durchaus Sinn macht! Du hast einmal “das ganze Bild im Blick”, kannst aber auch die Kamera beispielsweise etwas auf einen Durchgang fokussieren.

Die Umsetzung der zwei Linsen ist auch absolut tadellos! Selbiges gilt für Bildqualität und auch die Bewegungserkennung.

Letztere funktioniert überdurchschnittlich gut und selbst die KI Erkennung von Mensch und Tier (letztere nur bei Hunden) hat bei mir zuverlässig funktioniert und reduziert Fehlalarme massiv! Ebenso wirst du nicht mit falschen Benachrichtigungen zugeschüttet.

Die Akkulaufzeit der Reolink Trackmix Akku ist sicherlich nicht überragend, aber im Test erreichte ich 41 Tage und mit Solarpanel sollte die Kamera sicht auch über Winter selbst versorgen können.

Das einzige, was ich etwas kritisieren muss, ist die Reolink App. Diese war bei mir ab und an etwas zickig, was den Verbindungsaufbau anging, gerade beim Herunterladen von Clips usw. Hier muss Reolink etwas nacharbeiten.

Abseits davon ist die Reolink Trackmix Akku-Überwachungskamera absolut empfehlenswert!

Der JONR XQ02E Nass- und Trocken-Bodenwischer im Test, die günstige Alternative zu Tineco

Ein Nass “Waschsauger” ist im Haushalt eine absolute Revolution. Dies werde ich nicht müde zu sagen und jeder in meinem Bekanntenkreis bestätigte mir dies nach dem Kauf auch. Sicherlich die besten Waschsauger stammen von Dreame oder Tineco. Allerdings sind gerade die größere Tineco Modelle schon recht teuer.

Der Preis mag sicherlich zu Teilen gerechtfertigt sein, aber mal eben 500€ oder 600€ auf den Tisch legen ist nicht für jeden möglich. Hier kommt der JONR XQ02E Nass- und Trocken-Bodenwischer ins Spiel!

Bei diesem handelt es sich um einen Waschsauger, wie von Tineco und Co, welcher aber auf eine möglichst gute Preis/Leistung optimiert ist. So bekommst Du den JONR für unter 300€ und auf den ersten Blick kann dieser alles was Du dir wünschen kannst.

  • 12000 pa Saugleistung
  • Feuchtwisch-Funktion mit zwei Wassertanks
  • Smarte Saugkrafterkennung
  • Spezielle für Ecken optimierte Bürste

Klingt doch gut! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier der JONR so gut wie es der Hersteller verspricht? Finden wir es im Test heraus!

An dieser stellen vielen Dank an JONR für das Zurverfügungstellen des Waschsaugers für diesen Test.

 

Der JONR XQ02E Nass- und Trocken-Bodenwischer im Test

Auf den ersten Blick ist der JONR ein sehr klassischer Waschsauger. So setzt auch dieser auf ein All in One Design. So ist die Bodenbürste fest mit dem Stiel verbunden, in welchem die Elektronik und die Tanks untergebracht sind.

Der JONR XQ02E verfügt über zwei Tanks, einen Schmutzwassertank, in welchem auch Staub usw. landet, auf der Front und einen Frischwassertank auf der Rückseite.

Wo wir etwas den niedrigeren Preis des JONR sehen, ist beispielsweise bei der Erkennung, wann der Schmutzwassertank voll ist. Teurere Modelle machen dies “Elektrisch” mithilfe von Kontakten und Sensoren. JONR nutzt einfach einen mechanischen Schwimmer, welcher blockiert wenn der Tank voll ist.

Sicherlich eine günstigere Lösung, welche aber in der Praxis mindestens genauso gut funktioniert.

Gesteuert wird der Sauger über zwei Tasten am Handgriff. Dabei verfügt der JONR auch über einen Automatik-Modus, bei welchem der Sauger die Leistung dynamisch je nach Schmutzmenge anpasst.

Geladen wird der Sauger über eine Ladestation, welche auch eine Selbstreinigung unterstützt. Die Taste hierfür ist am Fuß des Saugers angebracht.

Wie funktioniert ein Waschsauger?

Wie funktioniert ein Waschsauger wie der JONR XQ02E? Waschsauger besitzen in der Regel eine runde “flauschige” rotierende Bürste.

Diese wird von oben mit frischem Wasser besprüht. Überschüssiges Wasser wird dann durch die Rotation und den Saugmotor in den Schmutzwassertank abtransportiert.

Dies funktioniert auch in der Praxis beeindruckend gut.

 

Sehr gute Putzleistung

Kommen wir zum wichtigsten Punkt, der Putz/Saugleistung. Hier hat der JONR XQ02E meine Erwartungen erfüllt. Ich hatte schon einige Waschsauger und ich möchte diese nicht mehr in meinem Leben missen.

Gerade wenn die Hunde mal wieder mit Schlamm-Füßen durch die Bude sind oder mal was ausgelaufen ist, ist dies mit einem Waschsauger kein Drama. Du nimmst ihn von der Station, fährst 1-2 mal drüber und fertig!

Dies funktioniert auch mit dem JONR XQ02E gut! Ausgelaufene Flüssigkeiten, Schlammabdrücke, Spritzer usw. sind kein großes Problem. Verglichen mit den Tineco Modellen habe ich das Gefühl, dass der JONR etwas schwächer ist bzw. öfter 2x über eine Stelle fahren musste, allerdings kann dies auch an der etwas niedrigeren maximalen Saugleistung liegen.

Regel ich die Saugleistung manuell hoch, dann saugt/putzt der JONR XQ02E hervorragend!

Ich denke, dieses Video sagt mehr als 1000 Worte.

  • Fußabdrücke
  • Ausgelaufene Flüssigkeiten
  • Staub
  • Haare (in kleinen Mengen)
  • Dickflüssigere Materialien (Marmelade)
  • Zuckerhaltige Flüssigkeiten
  • Kleine Blätter
  • Soßenspritzer

Dies sind alles Dinge die Du mit dem JONR XQ02E problemlos reinigen kannst.

Ersetzt der JONR einen normalen Staubsauger? Jein. Ich würde einen normalen Staubsauger immer noch im Haus halten. Gerade bei sehr großen Mengen Haaren würde ich eher zu solch einem greifen. Der JONR kommt auch mit Haaren klar, aber diese können sich Aufgrund des Wassers etwas im Inneren verkleben.

Das gleiche Problem haben Tineco und Co. Es geht, aber wenn Du super viele Haare saugst, musst du gelegentlich das Innere (den Bereich hinter der Walze) per Hand reinigen. Die Saugleistung ist hier also nicht das Problem.

Hausstaub, Pollen und Ähnliches sind weitestgehend problemlos. Gerade Pollen werden durch das Wasser natürlich besonders gut gebunden und abtransportiert.

Ich bin zwar kein Pollenallergiker, aber ich könnte mir vorstellen, dass hier ein Waschsauger vielleicht noch besser ist als ein regulärer Sauger, aufgrund dieses im Wasser binden.

Ebenso kann ich Waschsauger nur empfehlen, wenn du junge Tiere im Haus hast. Der Waschsauger war ein Segen, als ich meinen Welpen im Haus hatte….

Dabei ist es wirklich beeindruckend, wie schnell gerade Flüssigkeiten verschwinden. Du könntest denken “ja der verteilt Flüssigkeiten ja nur”, aber nein, Flüssigkeiten werden beim erstmaligen Überfahren meist schon perfekt gereinigt, es ist beeindruckend, wie gut dies funktioniert!

Aber gibt es, abseits von großen Mengen Haaren, Dinge die der JONR XQ02E nicht saugen kann?

Du solltest diesen und allgemein alle Waschsauger nicht für große Mengen Fett nutzen! Dieses verklebt die Walze und das ist ganz furchtbar zu reinigen! Auch besonders große Mengen Haare können den Sauger verkleben.

Abseits davon geht eigentlich so ziemlich alles.

 

Mit Selbstreinigung

Der JONR XQ02E Nass- und Trocken-Bodenwischer besitzt eine Selbstreinigungsfunktion. Stellst Du den Waschsauger auf seine Ladestation und betätigst die rote Taste am Fuß, dann spült dieser seine Bürste usw. automatisch bei hoher Saugkraft mit frischem Wasser durch.

Dies ersetzt keine gelegentliche manuelle Reinigung, erhöht aber das Intervall dieser massiv! So werden gerade einfachere Verschmutzungen durch die Selbstreinigungsfunktion wunderbar entfernt.

 

Auch für Teppiche?

Prinzipiell kannst du den JONR auch nutzen Teppiche aufzufrischen! Ich sage auffrischen und nicht reinigen.

Oberflächliche Verschmutzungen und “Flüssigkeiten” können abgerieben werden, aber eine wirkliche Teppichreinigung ist dies nicht. Es ist so als würdest du mit einem Tuch den Teppich abreiben.

 

Fazit

Waschsauger sind wirklich etwas Tolles! Gerade dann, wenn Du Kinder und/oder Haustiere hast.

Der JONR XQ02E Nass- und Trocken-Bodenwischer ist hier ein erfreulich günstiger Einstieg. Nein, dieser ist nicht ganz auf dem Level eines Tineco S5, aber gerade was die Reinigungsleistung betrifft, auch nicht viel schlechter!

So kann auch der JONR XQ02E problemlos Fußabdrücke, ausgelaufene Flüssigkeiten, Staub, Haare usw. aufnehmen. Dabei ist es faszinierend zu sehen, wie Flüssigkeiten meist beim ersten Mal überfahren, einfach im Sauger verschwinden.

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Wir haben zwar auch eine Automatik-Modus, aber bei intensiven Verschmutzungen musste ich gelegentlich in den Turbo-Modus wechseln. Etwas öfter als bei Tineco, aber im Turbomodus war die Reinigungsleistung mehr als zufriedenstellend!

Willst Du also nicht mehr als 300€ für einen Waschsauger ausgeben, dann ist der JONR XQ02E Nass- und Trocken-Bodenwischer eine vernünftige Wahl! Du gibst hier wirklich kaum bis keine Leistung auf!

Erfahrungsbericht Skins von alphagvrd

dBrand wird vielleicht dem ein oder anderen von Euch schon etwas sagen. dBrand bietet für Smartphones, Notebooks und Spielekonsolen „Design Folien“ Skins an.

Allerdings gibt es keine dBrand Skins für Kameras. Hier kommt nun alphagvrd ins Spiel. alphagvrd hat sich auf Skins/Designfolien für Kameras und Linsen spezialisiert. Und zumindest auf den Bildern sieht dies fantastisch aus!

Kurzum ich habe mir einen Skin bei alphagvrd bestellt. Schauen wir doch mal in diesem Artikel, wie gut die Bestellung gelaufen ist, wie lange die Lieferzeit war und wie gut der Skin ist.

 

Lieferzeit und Zoll bei Bestellung bei alphagvrd

Grundsätzlich lief die Bestellung absolut problemlos. alphagvrd hat mir für den Versand allerdings 15,95€ in Rechnung gestellt.

Meine Bestellung lief wie folgt ab:

  • 02.2023 – Bestellung getätigt und via PayPal bezahlt
  • 02.2023 – Bestellung via USPS Versendet
  • 03.2023 – Bestellung in Deutschland angekommen
  • 03.2023 – Bestellung via DHL Zugestellt

Die Lieferung meiner Bestellung hat knapp über 3 Wochen gebraucht, was durchschnittlich lang für eine Bestellung aus der USA/Kanada ist.

Bei Lieferung fielen allerdings noch Zoll/Einfuhrgebühren an. Diese Gebühren wurden von DHL direkt einkassiert. Im “Worst Case” 19% des Wertes + 6€ für die Abwicklung durch DHL.

Allerdings musst du dafür auch nicht zum Zoll fahren.

 

Lieferumfang

Der Skin wurde in einer einfachen Pappe “Tasche” geliefert. Neben dem Skin lag erst einmal nichts bei! Kein Mikrofasertuch, nichts.

Allerdings habe ich 2,95€ Aufpreis für ein Set aus Pinzette und Spachtel bezahlt. Dies kann ich auch nur empfehlen, die Pinzette hat mir echt geholfen!

Als Anleitung liegt nur ein generelles Merkblatt bei, auf welchem du einen QR Code zur “echten” Anleitung findest.

 

Der Skin

Der Skin bestand bei mir aus drei Blättern, dem primären Skin, dem Skin für die gummierten Elemente und Skins für Tasten und Drehräder.

Der Skin ist auf 3M Papier gedruckt und eine ordentliche Qualität. Ich meine mir einzubilden, dass die dBrand Skins eine minimal höhere Druckqualität haben, aber dennoch kann ich nichts an der Qualität bemängeln.

Ähnlich wie bei dBrand sind die Skins nicht nur eine glatte Folie, sondern besitzen eine Textur, entsprechend dem gewählten Skin. In meinem Fall hatten wir eine leicht matte Textur, die mir gut gefällt.

 

Das Auftragen

Die Anleitung von alphagvrd wirkte im ersten Moment auf mich etwas abenteuerlich und unübersichtlich.

https://www.lifeguard-design.com/pages/onlinemanual-sonya1-0913

So findest Du auf der verlinkten Webseite im Kern nur zwei Bilder. Jeder Teil des Skins ist mit einer Nummer versehen, welche du auf der Webseite sehen kannst. Zudem findet sich hier eine Abbildung, welche Dir zeigt, wohin jeder Aufkleber kommt.

Wie genau dieser angebracht wird oder ob es etwas Besonderes zu beachten gibt, wird nicht gezeigt.

Allerdings nachdem ich durch die Abbildungen durchgestiegen war, klappte das Auftragen des Skins erfreulich gut. Es gibt tonnenweise feine und kleine Elemente und ohne Fingerspitzengefühl (und der Pinzette) wird es zwar schwer, aber ich habe es ohne größere Fehler geschafft.

Das Auftragen des Skins hat ca. 58 Minuten bei mir gedauert.

 

Das Ergebnis, wie gut sieht der Skin von alphagvrd aus?

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass es kaum möglich ist, den Skin viel besser zu machen als es von alphagvrd gemacht wurde.

Eine Kamera hat nun mal tonnenweise kleine Ecken, Rundungen usw. da ist es super schwer einen Skin zu erstellen, der nicht irgendwo eine sichtbare Kante oder Übergang hat.

Dies ist auch hier nicht der Fall. Ja wenn Du die Kamera in der Hand hast und hinschaust, wirst du kleinere Ecken sehen, wo ein Übergang zwischen den einzelnen Elementen zu sehen ist. Selbst wenn du den Skin perfekt aufgetragen hast, wird es solche Ecken geben.

Allerdings ist im Großen und Ganzen der Skin super gemacht und die Übergänge sind schon sehr gut!

Das Element unter dem Sucher finde ich weniger gelungen und die Aussparung beim ISO Schriftzug ist nicht schön, aber abseits davon zeige ich mich sehr zufrieden.

 

Skins auf den Gummi-Elementen

alphagvrd sieht auch Skins auf den Gummi-Elementen am Handgriff vor. An sich halten diese auch recht gut hier und die Texturen sind okay. Entsprechend passt auch das Gefühl in der Hand, gerade wenn du die Kanten mit einem Fön etwas nacharbeitest.

Allerdings verzichte ich auf diese Elemente. Warum?

  1. Ich denke, diese sind etwas unnötig. Rein optisch sieht auch der normale Handgriff gut aus. Zudem hatte ich nie Probleme mit der Abnutzung der Gummi-Elemente.
  2. Ich bin mir nicht sicher, wie es mit Rückständen aussieht.

Grundsätzlich hatte ich nie Probleme bei dBrand mit Rückständen beim Entfernen der Skins. Daher gehe ich bei den Kunststoffflächen der Kamera auch davon aus, dass es hier keine Rückstände geben wird.

Allerdings bei dem Gummi-Material bin ich mir nicht zu 100% sicher. Ich denke alphagvrd ist hier zu vertrauen, aber mir ist meine Kamera zu teuer und da diese Elemente nicht zwingend nötig sind lasse ich Sie weg.

 

Fazit

Ich finde die Skins von alphagvrd cool! Anders kann ich es nicht sagen. Diese sind sicherlich nicht perfekt. Selbst mit perfekter Auftragung wirst du noch leichte Ritzen und kleinere Lücken sehen. Dies ist leider die Natur der Sache bei solch komplexen Formen, wie sie eine Kamera hat.

Aber der Skin ist wirklich gut gemacht und ich glaube, besser kannst du solch einen Skin auch nicht machen.

Auch das Auftragen klappte an sich recht gut. Die Anleitung ist verbesserungswürdig, aber einmal durchgestiegen geht der Prozess halbwegs flott. Ich brauchte ca. eine Stunde für meine Kamera. Und das Endergebnis lässt sich durchaus sehen!

Die Lieferung dauerte ca. 3-4 Wochen. Zudem musste ich Zoll an meinen Postboten verrichten, bedenke dies bei der Bestellung.

Die Samyang AF 14mm 2.8 FE ASP ED UMC im (kurz-) Test

14mm ist eine recht ungewöhnliche Brennweite. Diese macht primär in der Astro-Fotografie Sinn, kann aber auch in der Landschafts- und Streetfotografie interessant sein.

Dennoch wird solch ein Ultra-Weitwinkel für die wenigsten von uns die “primäre” Kamera-Linse sein.

Entsprechend ist es hier so eine Sache X Tausende Euro beispielsweise für eine Sony FE 14mm 1.8 GM (1400€) auf den Tisch zu legen. Es gibt auch günstigere Ultra-Weitwinkel-Linsen, diese sind aber meist ohne Autofokus und somit oft nervig.

Aber es gibt auch etwas in der Mitte! Das SAMYANG AF 14mm F2.8 FE ist mit 499€ gut bezahlbar, Vollformat fähig und besitzt einen Autofokus!

Wir haben zwar verglichen mit der Sony nur eine Blende von F2.8, dafür kostet die SAMYANG aber auch nur 1/3 des Preises.

Dies macht das SAMYANG AF 14mm F2.8 FE für viele Hobby Fotografen sehr spannend!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Bietet die Linse auch eine gute Qualität? Ist der Autofokus brauchbar? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Samyang AF 14mm 2.8 FE ASP ED UMC im Test

Die Haptik und Verarbeitungsqualität der SAMYANG AF 14mm F2.8 FE hat mich mehr als positiv überrascht. So ist das Design der Linse sehr schön schlicht, aber durchaus wertig!

So besteht ihr Gehäuse aus Aluminium und der orange/rote Ring an der Front erinnert natürlich etwas an gewisse Canon Linsen.

Auch das Bajonett ist komplett aus Metall und wirkt gut gefertigt. Es gibt allerdings keine Wetter-Versiegelung.

Eine Besonderheit der SAMYANG AF 14mm F2.8 FE ist die fest integrierte Gegenlichtblende. Diese ist sehr kompakt und lässt sich nicht entfernen. Passend dazu legt SAMYANG eine entsprechende Abdeckung bei, welche das Frontelement und die Blende bedeckt.

Schalter oder Tasten besitzt die Linse nicht. Wir haben lediglich das übliche Fokus-Drehrad in ordentlicher Qualität.

 

Testkamera

Alle Testbilder sind an der Sony Alpha 1 entstanden. Dies ist natürlich eine recht dankbare Kamera, gerade was den Autofokus angeht.

 

Gute Bildschärfe

Die Bildschärfe der SAMYANG AF 14mm F2,8 FE hat mich durchaus positiv überrascht! Nein dies wird höchst wahrscheinlich nicht die schärfste Linse in deinem Kamera-Fuhrpark sein und ist es bei mir auch auf keinen Fall! Wir haben hier eine “extreme” Brennweite und eine hohe Preis/Leistung, entsprechend habe ich auch nicht mit der Schärfe einer Sony 135mm F1.8 GM gerechnet. Dies bekommen wir auch nicht.

Dennoch würde ich die Schärfe als brauchbar einstufen! Bei Offenblende liegen kann über dem Level einer KIT Linse. Dabei ist die Schärfe sogar an den Rändern ordentlich, was bei 14mm nicht selbstverständlich ist. Allerdings gerade in den Ecken fällt doch die Schärfe ein gutes Stück ab.

Bei F4 bis F5.6 gewinnt die SAMYANG AF 14mm F2,8 FE ein gutes Stück an Bildschärfe, was erwartungsgemäß ist.

Wir haben zwar unterm Strich nicht die schärfste Linse, aber diese ist auf einem mehr als brauchbaren Level.

 

Vignetting

Die SAMYANG AF 14mm F2,8 FE verfügt bei Offenblende über ein mittelstarkes Vignetting. Dies ist bei einer 14mm Linse auch keine Überraschung! Das Vignetting ist zwar weniger stark als ich es erwartet hätte, aber dafür etwas mehr in den Bildecken konzentriert.

Bei normalen Tageslichtaufnahmen hat mich dieses nicht gestört oder ist mir überhaupt großartig negativ aufgefallen.

Erst bei Astro/Sternen Fotografie wird das Vignetting etwas störender und auch schwerer zu kompensieren. Zumal einfach Abblenden hier auch keine gute Option ist.

Dennoch machten die SAMYANG AF 14mm F2.8 FE einen soliden Job beim Vignetting, gerade wenn wir den Preis und vor allem die Brennweite betrachten.

 

Chromatische Aberration, Lens Flare und andere Fehler

Erfreulicherweise produziert die Samyang AF 14mm 2.8 FE ASP ED UMC sehr saubere Bilder. Selbst beim Fotografieren in Gegenlicht konnte ich keine oder kaum Chromatische Aberrationen wahrnehmen und auch Lens Flare ist sehr verhalten bzw. nicht vorhanden.

 

Autofokus, schnell aber dennoch nicht ganz einfach

Grundsätzlich ist der Autofokus der SAMYANG 14mm F2,8 FE gar nicht übel! Ganz im Gegenteil der Autofokus ist sehr gut! Dieser war in meinem Test bei Landschaftsaufnahmen und auch “Mitteldistanz” Aufnahmen sehr treffsicher! Selbst im Video-Modus zeigt sich der Autofokus erfreulich souverän!

Ich vermute dies liegt auch einfach an der Brennweite von 14mm, welche das Fokussieren allgemein recht einfach macht.

Lediglich Dinge wie der Augen Autofokus sind problematisch! Meine Sony Alpha 1 hatte Probleme Augen zu finden und zu treffen, wie ich dies bisher bei noch keiner Linse gesehen habe.

Der Augenfokus funktioniert, aber normalerweise greift dieser einfach besser und bleibt auch besser “kleben”.

Ich vermute dies ist aber erneut ein Problem der 14mm Brennweite, welche einfach etwas verzerrt, was vermutlich den Fokus hier behindert.

Allerdings ist dies eh keine Porträt-Linse und bei Landschaften hatte ich 0 Probleme mit dem Fokus! Selbiges gilt für Videos, der Fokusmotor ist sogar recht leise.

 

Fazit

14mm sind für mich eine “Sonder-Brennweite”, welche ich im Alltag eher selten nutze. Vermutlich wird es hier den meisten von Euch ähnlich gehen. Da ist die SAMYANG AF 14mm F2,8 FE mit 499€ schon recht attraktiv.

Und nach meinem Test kann ich dies auch so unterschreiben! Die SAMYANG AF 14mm F2,8 FE ist nicht die schärfste, schnellste oder tollste Linse, die ich besitze, aber auf einem guten Level! Bilder die ich mit der SAMYANG AF 14mm F2,8 FE gemacht habe waren durchgehen gut genug, dass ich mit diesen Zufrieden war und mir selbst Drucke vorstellen könnte.

Die Bildschärfe der SAMYANG ist bei Offenblende durchaus brauchbar und auf, wenn nicht sogar leicht über dem Level von modernen Kit-Linsen. Spätestens wenn du etwas abblendest, erhöht sich die Schärfe deutlich und auch das Vignetting geht deutlich zurück.

Letzteres ist gerade in den Bildecken durchaus sichtbar, aber auch nicht extrem. Vor allem bei Landschaftsaufnahmen geht dieses völlig in Ordnung. Bei Astro-Fotografie hat mit das Vignetting etwas mehr gestört, allerdings war dieses auch hier im Rahmen.

Andere Bildfehler, chromatische Aberration usw. sind mir nicht groß negativ aufgefallen. Auch die Verzerrung des Bildes ist Okay für eine Linse mit 14mm Brennweite.

Das Bokeh ist an sich schön und gleichmäßig weich, aber in der Praxis bei 14mm nur sehr schwer zu erzeugen.

Überrascht hat mich der Autofokus! Dieser ist sehr schnell, leise und präzise. Mit der Augenerkennung und ähnlichen Spielen tun sich zwar meine Sony Kameras etwas schwer, aber ich vermute dies liegt mehr am Ultra-Weitwinkel und nicht am Autofokus-System.

Ich würde sogar fast sagen die SAMYANG AF 14mm F2,8 FE hat eine hervorragende Trefferquote. Was allerdings auch daran liegt, dass ich mit dieser primär Landschaftsbilder mache, was aber vermutlich auch für dich gelten wird. Der Autofokus hat erstaunlicherweise sogar bei der Astro-Fotografie gut gegriffen!

Unterm Strich kann ich die SAMYANG AF 14mm F2,8 FE also wirklich mit gutem Gewissen empfehlen! Klar wenn du Astro-Fotografie richtig ernst meinst und das Geld hast gibt es bessere Linsen. Aber ist 14mm für dich keine Brot und Butter Brennweite und du suchst eine gute Linse mit ordentlicher Qualität zum günstigen Preis, dann spricht nichts gegen das SAMYANG AF 14mm F2,8 FE. Dieses bietet eine durchweg ordentliche bis gute Leistung!

Samyang AF 14mm 2.8 FE ASP ED UMC
POSITIV
AF erfreulich brauchbar
Generell gute Bildqualität
Vignetting nicht übermäßig stark
Fairer Preis
Bildschärfe solide.......
NEGATIV
.....aber bei Offenblende auch nicht überragend
80

Echte Kapazität zum fairen Preis? Power Queen 12,8V 100Ah LiFePO4-Akku Test

Wenn Du nach einem günstigen und großen LiFePO4 Akku suchst, wirst Du mit Sicherheit über den Hersteller Power Queen stolpern.

Diese bieten eine große Anzahl an günstigen, aber auf den ersten Blick ordentlich aussehende LiFePO4-Akkus an. So verfügen diese nicht nur über alle gängigen Kapazitäten, sondern auch Sondermodelle mit Bluetooth oder integrierter Heizung.

Aber wie steht es um den Vergleich mit anderen “günstigen” Herstellern wie Redodo oder Li Time? Können die Power Queen Akkus wirklich die beworbene Kapazität einhalten? Wie hoch ist die echte Kapazität?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Power Queen 12,8V 100Ah LiFePO4-Akku im Test

Der Power Queen Akku setzt auf das recht typische “Autobatterie” Design. So misst der Akku 329 x 172 x 214 mm und bringt ein Gewicht von 10,7 KG auf die Waage. Dies ist etwas mehr als bei vielen 100Ah Modellen, was aber an der “selbstheizenden” Funktion liegen kann.

Dabei setzt Power Queen auf ein interessantes khaki + dunkel graues Farbschema, welches diesen Akku etwas von der Masse abhebt.

Für einen leichteren Transport haben wir einen Stoff-Handgriff auf der Oberseite, welcher sich recht gut in der Hand anfühlt.

Angeschlossen wird der Akku über zwei M8 Schrauben. Nichts Außergewöhnliches, aber funktional. Vier passende M8 Schrauben liegen mit Schutzkappen bei.

 

Mit oder Ohne Heizung

Ein Nachteil von LiFePO4 Akkus ist, dass sie nicht unter 0 Grad ladbar sind. Versuchst Du sie unter 0 Grad zu laden, dann würde der Akku beschädigt.

Was aber, wenn Du einen Akku brauchst, der auch bei niedrigen Temperaturen ladbar ist?

Es gibt LiFePO4 Akkus mit integrierter Heizung. Versuchst Du den Akku bei unter 0 Grad zu laden, wird zunächst die Heizung mit Energie versorgt und nicht der Akku geladen. Die Heizung versucht diesen auf eine Temperatur über 0 Grad zu bringen, ab welchem Punkt dann umgesprungen wird und die eigentliche Ladung des Akkus beginnt.

Der Power Queen Akku hier im Test ist genau solch ein selbstheizendes Modell. Abseits dieser Funktion ist der Akku aber zur normalen Version identisch.

Nutzt Du den Akku nur in Innenräumen, dann brauchst Du das Selbstheizende nicht. In einem Boot, Wohnmobil usw. kann dies eher Sinn machen. Allerdings muss (laut Hersteller) der Ladestrom bei 10A+ liegen, damit die Heizfunktion auch bei bis zu -20 Grad noch voll funktioniert!

Via Solar im Winter noch 10A+ hinzubekommen, erfordert schon ein größeres Setup.

 

Technische Daten

  • Power Queen
  • LiFePO4 Prismatische Batterie
  • Nennspannung 12,8V
  • Nutzbare Kapazität 100Ah
  • Energie 1280Wh
  • Ladespannung 14,4V +- 0,2V
  • Empfohlener Ladestrom 20A
  • Maximale Dauerleistung 100A
  • Maximaler Entladestrom (5s) 280A
  • Temperaturbereich -20 bis 50 Grad

Der Power Queen Akku ist an sich recht klassisch. Wir haben 100 Ah Akku, welcher eine maximale Leistung von 100 A besitzt. Spannend ist nur der Ladestrom, welcher hier mit 20A angegeben ist.

Teilweise finden wir aber auch die Angabe 50A. 50A ist sozusagen das absolute Maximum, 20A ist empfohlen für die bestmögliche Lebensdauer.

Ansonsten spannend, wir haben hier prismatische Akkuzellen. Viele sehr günstige LiFePO4 Akkus setzen auf Taschenzellen, welche etwas weniger wertig sind.

 

Was macht LiFePO4 Akkuzellen so spannend?

In den Power Queen Akkus stecken sogenannte LiFePO4 Akkuzellen.

LiFePO4 = Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator

LiFePO4 ist eine alternative, aktuelle Akkutechnologie zu Lithium-Ionen Akkus. LiFePO4 hat verglichen mit Lithium-Ionen einige Vorteile und natürlich auch Nachteile.

Beginnen wir mit den Nachteilen. LiFePO4 Akkus sind bei gleicher Kapazität größer und schwerer als Lithium-Ionen Akkus. Daher findest Du diese Art Akkus auch nie in Smartphones oder Notebooks.

Auch darfst Du diese Akkus nicht bei unter 0 Grad laden, daher das Heizungs-Feature bei dem Power Queen Akku.

Aber was sind die Vorteile von LiFePO4 Akkus?

  1. Höhere Haltbarkeit/Zyklenzahl
  2. Sicherer Betrieb
  3. Weniger wählerisch beim Ladegerät/Ladespannung

LiFePO4 Akkus haben eine niedrigere Energiedichte als Lithium-Ionen Akkus. Entsprechend stehen die Zellen nicht ganz so sehr unter “Druck”, was sich in einer deutlich höheren Zyklenfestigkeit auswirkt.

So halten LiFePO4 Akkus 2000+ tiefe Zyklen aus! Power Queen wirbt sogar mit 4000~15000 Zyklen. 15000 Zyklen, ist das wirklich möglich? Wenn Du den Akku immer nur 20% entlädst, ja.

Hast Du eine höhere Entladetiefe 80-100% bist Du eher im Bereich 3000-4000 Zyklen.

Zum Vergleich: Lithium -Ionen Akkus schaffen meist 500-1000 Zyklen, LiFePO4 Akkus sind also um den Faktor 3x bis 8x haltbarer. Verglichen mit Blei Gel oder anderen alten Technologien ist es um einiges extremer!

Blei Gel Akkus halten nach meiner Erfahrung kaum 100 Tiefe Zyklen durch, selbst wenn diese als “Solar-Akku” beworben werden.

Zudem können sich LiFePO4 Akkus nicht so leicht selbst entzünden. Ich empfehle hier einfach mal dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=Qzt9RZ0FQyM

Ja, LiFePO4 Akkus können, wenn das BMS völlig versagt auch dampfen und brennen, dies aber deutlich weniger extrem als bei Lithium-Ionen Akkus.

Auf Seiten des Ladens sind diese auch etwas unkritischer. 0,2V bei Lithium-Ionen Akkus zu viel kann schon fatal sein, LiFePO4 Akkus haben hier etwas mehr “Luft”.

Unterm Strich bevorzuge ich LiFePO4 Akkus bei Powerstations und gerade als Solar-Pufferakku ganz klar. Bei DIY Solarsystemen ist die Nutzung von günstigen Blei Gel Akkus immer sehr verlockend, dort bekommst du 100Ah Akkus sehr günstig. Aber lass dir aus Erfahrung gesagt sein, diese halten die 100Ah eine Handvoll Zyklen durch und dann war es das mit der Kapazität. Einen LiFePO4 Akku kaufst du einmal und hast 5-10 Jahre Ruhe!

 

Wie teste ich LiFePO4 Akkus?

Um LiFePO4 Akkus zu testen, nutze ich eine so genannte elektronische Last. Diese erlaubt mir das kontrollierte Entladen des Akkus.

Hier mache ich drei Durchläufe, mit 5A, 10A und 20A.

In der Regel gibt es hier bei den großen 100Ah LiFePO4 Akkus keine großen Unterschiede, da diese einfach für viel größere Lasten geeignet sind. Dennoch helfen uns die drei Zyklen alleine schon die einzelnen Werte zu “überprüfen”.

Bei der 10A Entladestufe schreibe ich zudem die Spannungswerte mit.

 

Die Kapazität des Power Queen 12,8V 100Ah

Kommen wir zur Kapazität des Power Queen 12,8V 100Ah Akkus, kann dieser die Herstellerangabe erreichen?

5A 10A 20A
Wh 1368 1351 1321
Ah 105,48 105,23 105,57

Der Power Queen Akku kann die Herstellerangabe von 100 Ah erreichen bzw. überschreitet diese mit 105,xx Ah.

Wir haben also ca. 5% mehr Kapazität als der Hersteller verspricht, super!

Vergleichen mit anderen Akkus setzt sich der Power Queen Akku vor den ECO-Worthy LiFePO4 12V 100Ah und den Creabest LiFePO4 Akku mit Bluetooth, aber hinter den Redodo 12 V 100 Ah LiFePO4 und Supervolt LiFePO4 100Ah.

Der Power Queen 12,8V 100Ah Akku ist +- auf dem gleichen Level wie der LiTime 12V 100Ah LiFePO4 Akku.

 

Die Spannung

Werfen wir einen Blick auf die Spannungsstabilität des Power Queen 12,8V 100Ah Akkus.

Wie bei den meisten LiFePO4 Akkus ist der Spannungsverlauf sehr flach. So spielt sich 90% der Kapazität des Akkus im Spannungsbereich 13,2V bis 12,4V ab.

Sobald die Spannung unter 12,4V fällt, sinkt diese rapide! Hier kannst Du den Akku praktisch als leer deklarieren.

 

In der Praxis

Ich habe den Akku nach meinen statischen Tests meiner DIY Solaranlage hinzugefügt. Dort habe ich diesen mit anderen 100Ah LiFePO4 Akkus parallel geschaltet.

Die Hersteller empfehlen nie das zu tun (immer nur mit den eigenen Akkus parallel schalten), aber in der Praxis hatte ich bisher damit keine Probleme. Allgemein zeigte sich das BMS unproblematisch an meinem Victron Energy Ladecontroller.

Ist das überraschend? Eher weniger, die aktuellen BMS Module arbeiten alle recht problemlos, zumindest ist dies meine Erfahrung.

 

Info aktuell keine MWST! 

Aktuell gibt es auf die Solarspeicher-Batterien von Power Queen ohne MWST!

Mehr Infos: https://www.ipowerqueen.de/pages/nullsteuersatz-von-photovoltaikanlagen-in-deutschland

 

Fazit

Du suchst nach einem günstigen LiFePO4-Akku? Dann kann ich zumindest die 100Ah Modelle von Power Queen mit gutem Gewissen empfehlen!

Das Wichtigste ist hier natürlich die Kapazität. Hier kann der Akku die Herstellerangabe erfreulicherweise einhalten bzw. sogar um rund 5% übertreffen.

Der Akku erreichte im Test 105,xx Ah und 1346Wh (im Schnitt). Tadellose Werte für einen Preis/Leistungs orientierten Akku.

Meine Version verfügt sogar über die Batterieheizung. Diese ist natürlich völlig optimal und macht bei einer Outdoor Nutzung (Wohnmodul, Boot usw.) unter Umständen Sinn. So erlaubt die Batterieheizung eventuell ein Laden auch bei unter 0 Grad, sofern dein Ladegerät/Ladecontroller auch genug Leistung erzeugen kann (unter Umständen 10A+).

Allerdings halte ich gerade die Version ohne Batterieheizung für spannend. Hier bekommst Du den Akku für um die 400€, was für ein 100 Ah Modell ein sehr guter Preis ist!

Dabei macht der Power Queen Akku einen sehr hochwertigen Eindruck. So haben wir Prisma Akkuzellen, einige günstige Modelle setzen auf günstigere Taschen-Zellen, wie auch eine hervorragende Dokumentation und Anleitung. Letztere ist natürlich nicht essenziell, aber eine sehr gute deutsche Anleitung zeigt eine gewisse Liebe zum Detail.

Die Edifier Studio R1700BT im Test, super Klang zum fairen Preis!

Guter Klang am Schreibtisch ist etwas sehr Wertvolles, egal ob fürs Gaming oder einfach für die Musik neben dem Arbeiten.

Ich bin hier ein großer Fan von klassischen “Regallautsprechern”. Gute (und auch größere) Regallautsprecher können in der Regel die meisten 2.1 Systeme in allen Belangen schlagen und klingen vor allem harmonischer.

Neben der Option einfach zwei normale Regallautsprecher von einem Hersteller wie Nubert + Verstärker zu nutzen, gibt es natürlich auch jede Menge “Studio-Monitor-Lautsprecher” mit entsprechend integriertem Verstärker, DAC usw.

Solche Lautsprecher können aber recht schnell recht teuer werden. Einer der spannendsten Hersteller ist hier Edifier. So bietet Edifier einige “Studio-Lautsprecher” zu sehr fairen Preisen an!

In diesem Test soll es um eins der größeren Modelle von Edifier gehen, den Studio R1700BT. Bei diesem handelt es sich um 2-Wege Regallautsprecher mit integriertem Verstärker, Bluetooth usw. Dabei kosten die Lautsprecher gerade einmal rund 170€.

Auf den ersten Blick ein sehr spannender Preis. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

An dieser Stelle vielen Dank an Edifier für das Zurverfügungstellen der R1700BT für diesen Test.

 

Die Edifier Studio R1700BT im Test

Wie die meisten Lautsprecher in Edifiers LinueUp setzen auch die R1700BT auf ein recht ungewöhnliches Design. Dies würde ich fast als Retro-Design bezeichnen. So ist die Standardfarbe der Lautsprecher “Holz-Braun”.

Diese Optik ist sicherlich Geschmackssache. Die schwarze Version ist sicherlich etwas massenkompatibler, aber auch schon etwas “exotischer”, da hier auch die Holzmaserung durchkommt.

Mit 154 x 254 x 214 mm sind die Lautsprecher etwas größer, aber auch nicht riesig. Ich denke, diese lassen sich gut auf den meisten Schreibtischen unterbringen. Etwas schade finde ich die schräge Oberseite, da du so nichts auf den Lautsprecher ablegen kannst (sollte man eh nicht, mache ich aber dennoch ab und an auf meinem Schreibtisch).

Grundsätzlich ist aber die Haptik und Verarbeitung gut! Die Lautsprecher wirken wertig und massiv.

 

Anschlüsse und Tasten

Edifier legt bei den Lautsprechern eine kleine und einfache Fernbedienung bei. Allerdings findet sich an dem primären Lautsprecher seitlich drei Drehknöpfe.

  • Ein/Aus/Lautstärke Multifunktionsknopf
  • Bass Regler
  • Höhen Regler

Die Anschlüsse auf der Rückseite sind etwas minimalistischer. Hier haben wir nur zwei paare Cinch Anschlüsse.

Zwar ist auch Bluetooth verbaut, aber ansonsten habe wir keine digitalen Eingänge. Dies finde ich etwas schade, ist aber an sich auch kein Weltuntergang bei Lautsprechern dieser Klasse.

 

Integrierte und proprietäre Kabel sind nervig

Was mich beim R1700BT etwas gestört hat war das fest integrierte Netzkabel. Dies finde ich immer etwas unpraktisch, gerade wenn du die Lautsprecher an einer etwas außergewöhnlichen Stelle (beispielsweise mithilfe einer Wandhalterung) nutzen möchtest.

Ebenso nutzt Edifier ein proprietäres “MAC6 Kabel” um die beiden Lautsprecher zu verbinden. Es gibt ein optionales 9 Meter Kabel, aber dennoch sind solche proprietären Kabel immer etwas nervig. (5 Meter liegen mit im Lieferumfang).

 

Wie klingen die R1700BT?

Kommen wir zum spannendsten Punkt dem Klang der Edifier Studio R1700BT. Grundsätzlich liefern die Lautsprecher einen etwas „harmonischeren“ Klang als die meisten 2.1 Sound Systeme die mir in dieser Preisklasse bekannt sind.

Wichtig, es gibt einen “Drehschalter” für die Höhen und Tiefen um diese noch etwas nach deinen Wünschen anzupassen.

Die größte Stärke des Edifier Studio R1700BT sind die Höhen. So haben die Lautsprecher fantastische Höhen! Diese sind bereits in der Standardeinstellung unheimlich klar und brillant. Diese Brillanz ist gerade in 2.1 Systemen, welche meist auf Lautsprecher mit Kunststoffgehäusen setzen, kaum zu finden. Ein Hochdrehen der Höhen macht aus meiner sicht keinen Sinn, da diese bereits in der Standardposition perfekt und super brillant sind.

Etwas überrascht haben mich die Mitten der Edifier R1700B. Dies leider nur bedingt positiv. So sind die Mitten der Lautsprecher etwas dünner als ich es erwartet hätte. Gerade wärmere Stimmen können etwas untergehen. Die Mitten sind nicht furchtbar und wir haben hier natürlich nur ein 2-Wege System vor uns, aber ich hätte mit etwas volleren Mitten gerechnet.

Beim Bass kommt es etwas auf deine Anforderungen an. Ein Soundsystem in der 100-200€ Preisklasse mit gesondertem Subwoofer hat natürlich mehr Bass als die R1700B! Nicht zwingend besseren Bass, aber meist mehr.

So bietet die R1700B Lautsprecher einen durchaus kräftigen Bass, gerade wenn du diesen etwas hochdreht, aber diese haben auch keinen gewaltigen “Wums”. Ebenso kann der Bass auf höheren Lautstärken übersteuern, wenn du diesen zu hoch drehst.

Hier “flattern” die Treiber so stark, dass der Bass unsauber wird. Dabei ist es faszinierend, wie viel Luft aus den Bassreflexrohren kommt.

Dies sind also eher Lautsprecher für ein mittleres Bass Level, bei welchem diese auch bei sehr hoher Lautstärke noch sauber spielen. Zudem ist die größte Stärke die Schärfe und Brillanz des Klangs, hier sind die R1700B den klassische Gaming Sets klar überlegen.

Zum Vergleich, die Creative Stage V2 ist ein super “Soundbar + Subwoofer” Set in der 100€ Preisklasse. Dieses klingt auch super, aber der Klang, gerade die Höhen und oberen Mitten, sind um einiges “Plastikhafter”. Du kannst einfach hören, wenn ein Lautsprecher in einem einfachen Kunststoffgehäuse steckt und nicht in massivem Holz. Schwere Holz-Lautsprecher klingen einfach präziser.

Der Subwoofer wiederum, welcher auch beim Creative Stage V2 Set in Holz steckt, muss sich nicht verstecken.

Die Edifier Studio R1700BT Lautsprecher liefern also einen etwas gleichmäßigen hochwertigen Klang.

 

Stromverbrauch

Sprechen wir zum Abschluss noch über den Stromverbrauch. Im Standby benötigen die Edifier Studio R1700BT ca. 6,xW, egal ob Bluetooth oder Cinch “Standby”.

Bei normaler Zimmerlautstärke haben wir einen Verbrauch im Bereich 7,xW.

 

Fazit

Die Edifier Studio R1700BT sind außergewöhnliche Lautsprecher! Sowohl in Punkto Optik wie auch Klang. Die Optik der R1700BT ist sicherlich Geschmackssache. Nicht jeder mag den Holzlook, aber auch nicht jeder mag den „Gamer“-Look vieler anderer Soundsysteme in dieser Preisklasse.

Geschmäcker sind verschieden und die R1700BT wirken generell recht hochwertig und fast schon edel. Die Verarbeitung ist dabei gut, aber zugegeben auch nicht ganz auf “Premium” Level.

Das wichtigste ist aber der Klang. Die R1700BT liefern einen sehr hochwertigen und generell harmonischen Klang. Du kannst hier regelrecht hören, dass wir ein massives Holzgehäuse haben. Dieses verleiht einfach eine andere Klangsignatur, als du sie bei Kunststoff-Lautsprechern/Soundbars hast.

Die größte Stärke der R1700BT sind die Höhen. Diese sind wunderbar brillant und klar. Auch der Bass ist ordentlich, aber es sind keine Bass-Bomber. Suchst du besonders viel Bass greif lieber zu einem System mit Subwoofer, solch eins hat in dieser Preisklasse zwar meist nicht so gute Höhen/Harmonie, aber hier wirst du vermutlich glücklicher.

Der Bass der R1700BT ist gut und auch in ausreichender Masse vorhanden, aber ein gesonderter Subwoofer schafft in der Regel mehr Bass als es die R1700BT mit ihren 10cm Treibern können. Mehr Bass ja, aber natürlich nicht zwingend besser Bass.

Unterm Strich gibt es aber am Klang nichts zu bemängeln.

Edifier R1700BT Bluetooth-Bücherregal-Lautsprecher, aktive...

  • Sehr Hochwertiger Klang
  • Höhen/Tiefen verstellbar
  • Bluetooth Integriert
  • Wertiges und massives Design aus Holz
  • Fairer Preis
  • Netzkabel fest integriert
  • Proprietäres Verbindungskabel

Etwas schade finde ich das die Lautsprecher abseits von Bluetooth keinen anderen digitalen Eingang haben, auch vom integrierten Netzkabel bin ich nicht der größte Fan.

Abseits davon sind die Edifier Studio R1700BT absolut empfehlenswert wenn du einen etwas hochwertigeren Klang suchst, ohne mehr als 200€ auszugeben.

Edifier Studio R1700BT
POSITIV
Sehr Hochwertiger Klang
Höhen/Tiefen verstellbar
Bluetooth Integriert
Wertiges und massives Design aus Holz
Fairer Preis
NEGATIV
Netzkabel fest integriert
Proprietäres Verbindungskabel
85

Test: 4smarts Lucid Ultra, 100W + 40000mAh Kapazität

Was gibt es spannenderes als eine “einzigartige” Powerbank mit 100W und einer extra großen Kapazität? Richtig für mich nichts!

Genau solch eine Powerbank haben wir hier mit der 4smarts Lucid Ultra vor uns. Was macht diese spannend?

  • 100W USB C Port
  • 40000 mAh
  • Ein halb durchsichtiges Gehäuse
  • Ein Display mit Leistungswerten

Powerbanks mit 100W USB C Port gibt es mittlerweile durchaus einige, aber Modelle die dies mit einer besonders hohen Kapazität und einem praktischen Display vereinen sind selten. Dabei scheint die 4smarts Lucid Ultra nicht einfach ein Rebranding eines bekannten Modells zu sein.

Wollen wir uns diese also einmal im Test ansehen! Kann die 4smarts Lucid Ultra hier überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an 4smarts für das zur Verfügung stellen der Lucid Ultra für diesen Test.

 

Die 4smarts Lucid Ultra im Test

Mit einer Kapazität von 40000mAh ist die 4smarts Lucid Ultra natürlich keine kleine Powerbank, ganz im Gegenteil.

Mit 127 x 72 x 63 mm ist die Lucid Ultra schon ein ziemlicher Brocken. Ähnliches gilt auch für das Gewicht von 806g.

Kapazität laut Hersteller Gewicht
Anker 347 PowerCore 40K  40000mAh 937g
4smarts Lucid Ultra 40000mAh 806g
Sandberg Powerbank USB-C PD 100W 38400mAh 767g
VEGER 30000mAh Powerbank 3000mAh 617g

 

806g ist nicht wenig, allerdings ist die Powerbank immer noch leichter als die Anker 347 PowerCore 40K, welche ebenfalls 40000mAh besitzt, aber nur 30W.

Interessanterweise hat 4smarts der Powerbank eine kleine Trageschlaufe verpasst, welche sich aber abnehmen lässt. Mithilfe dieser Trageschlaufe präsentiert sich die Powerbank so ein wenig auch als mini Powerstation.

Spannend, 4smarts setzt bei den Endstücken der Powerbank auf einen durchsichtigen Kunststoff. Dies sieht durchaus cool aus, denn du kannst unter dem Kunststoff die Komponenten der Powerbank sehen.

Auf der Rückseite der Powerbank ist zu guter Letzt noch eine kleine LED Taschenlampe eingelassen.

 

Die Anschlüsse der 4smarts Lucid Ultra

Die 4smarts Lucid Ultra besitzt auf der Front 2x USB C und 2x USB A.

  • USB C 1 – USB Power Delivery 100W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB C 2 – USB Power Delivery 30W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A, 15V/2A, 20V/1,5A
  • USB A 1 und 2 – Quick Charge 3.0 18W – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Der primäre USB C Port der Powerbank besitzt 100W Leistung. Damit ist die Powerbank ideal nicht nur für Smartphones, sondern auch für Notebooks.

Zudem haben wir einen sekundären USB C Port mit 30W, wie auch zwei USB A Ports mit Quick Charge.

Der primäre USB C Port wird auch als Eingang genutzt. So kann die Powerbank auch mit bis zu 100W laden.

 

Das Display

Auf der Front findet sich neben den Anschlüssen auch ein kleines LCD Display. Dieses zeigt dir folgende Informationen an:

  • Ladestand in %
  • Dauer bis Powerbank voll/leer
  • Leistung ein/ausgehend in Watt
  • Interne Spannung
  • Strom direkt von den Zellen in Ampere
  • Temperatur Controller
  • Temperatur Zellen

Ich finde Displays in Powerbanks toll und vor allem auch praktisch! Zum einen ist es natürlich immer interessant wie viel Leistung gerade in bzw. aus der Powerbank rausgeht. Zum anderen kann dies aber auch helfen, Probleme zu diagnostizieren.

Du weiß nicht ob ein angeschlossenes Gerät wirklich lädt? Das Display sagt es dir!

Ich finde es etwas schade, dass wir keine Unterteilung der Leistungswerte in die einzelnen Ports haben. Aber dennoch bin ich ein großer Fan des Displays!

 

Mit PPS, aber nur bis 3A

Die 4smarts Lucid Ultra besitzt auch eine Unterstützung für den PPS Standard.

  • USB C 1 – 3,3-21V bei bis zu 3A
  • USB C 2 – 3,3-11V bei bis zu 3A

An sich ist es schön, dass wir PPS haben, allerdings ist es etwas schade, dass die PPS Stufe nur bei “bis zu 3A” ist. So kann die Lucid Ultra beispielsweise das Samsung S23 Ultra “nur” mit bis zu ca. 28W laden und nicht mit den vollen 45W, hierfür wäre eine bis zu 5A PPS Stufe nötig.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Die Kapazität, wirklich 40000 mAh?

Sicherlich einer der spannendsten Punkte bei der 4smarts Lucid Ultra ist die gewaltige Kapazität von 40.000 mAh! Was konnte ich in der Praxis messen?

Wichtig, du darfst die Powerbank nicht mit an Board von Flugzeugen nehmen! Hier sind nur Kapazität von bis zu 100Wh bzw. 27.000 mAh ohne Sondergenehmigung erlaubt.

Wh mAh % der HA
5V/1A 127,55 34473 86%
9V/1A 132,46 35800 90%
20V/1A 137,84 37254 93%
20V/3A 135,68 36670 92%
20V/5A 123,08 33265 83%

Ja die 4smarts Lucid Ultra ist eine legitime 40.000 mAh Powerbank. Diese kommt zwar im Test nicht ganz auf diesen Wert, aber im besten Fall konnte ich 37254 mAh bzw. 137,84Wh messen, beeindruckend!

Damit ist dies eine der größten Powerbanks die ich für Techtest bisher in den Händen hielt.

Aber selbst im schlimmsten Fall, beim Entladen bei 5V/1A, kommen wir weiterhin auf satte 34473 mAh, was ein super Ergebnis ist!

Generell: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist ihr Entladen nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku, werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

Temperaturabschaltung

Leider kann die 4smarts Lucid Ultra in eine Temperaturabschaltung laufen, wenn du diese konstant mit 100W entlädst. Dies konnte ich bisher nur an einer elektronischen Last reproduzieren und nicht in der “Praxis”.

So erwärmt sich die Powerbank bei konstant 100W auf bis zu 84 Grad (Laut dem Display, Controller, Zellen bleiben unter 50 Grad), woraufhin sie sich abschaltet.

Es dauert aber sehr lange bis diese Temperatur erreicht wird! So waren zu diesem Zeitpunkt schon satte 92,474 Wh aus der Powerbank entladen und diese hatte noch 32% Restladung.

Wird dies ein Problem in der Praxis sein? Im Hochsommer vielleicht, ansonsten eher nicht. Selbst die meisten großen Notebooks laden nicht konstant mit 100W, sondern es gibt hier immer leichte Schwankungen je nach Auslastung des Notebooks. Dies gibt der Powerbank genug Spielraum, um nicht zu Überhitzen bzw. sich abzuschalten.

Aber positiv, die Temperaturabschaltung funktioniert eindeutig!

 

Einschätzung des Ladetempos

  Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Dank des 100W USB C Ausgangs und der hohen Kapazität ist die Powerbank natürlich ideal für Notebooks.

Ich habe sie am MacBook Pro 13 M1 und Dell XPS 13 ausprobiert, zugegeben beides keine 100W Notebooks, aber hier funktionierte die Powerbank tadellos!

Ähnliches gilt auch in Kombination mit dem iPad Pro M1 und dem iPhone 14 Pro, welche ebenso mit dem vollen Ladetempo geladen werden.

Dank PPS kann die Powerbank auch das Samsung Galaxy S20/S21/S22/S23, genau wie das Pixel 6/7 flott laden.

Allerdings da die PPS Stufe nur bis 3A geht, funktioniert das 45W Laden der Samsung Ultra Modelle hier nicht. Diese werden “nur” mit 25-28W geladen.

 

Ladedauer

Die 4smarts Lucid Ultra kann mit bis zu 100W laden! Aber wie lange dauert das Laden an einem 100W USB C Ladegerät?

Das Laden geht mit 3 Stunden relativ flott, aber auch nicht extrem schnell! So kannst Du sehen, dass die Powerbank nur kurze Zeit mit 100W lädt und dies auch weniger stabil. Die meiste Zeit lädt die Powerbank mit 60W.

Ich habe dies auch mehrfach überprüft und das Verhalten ist jedesmal +- ähnlich.

Aber du kannst die Powerbank natürlich auch an schwächeren Ladegeräten laden, was dann entsprechend länger dauert.

Beispielsweise an einem normalen 5V/2,4A Ladegerät würde das Laden satte 13 Stunden dauern. Nicht überraschend bei solch einer dicken Powerbank!

 

Ladeeffizienz der 4smarts Lucid Ultra

Werfen wir zum Abschluss einen Blick auf die Ladeeffizienz der 4smarts Lucid Ultra. Wir vergleichen hier also die Menge an Energie, die die Powerbank zum Laden benötigt, mit der Menge an Energie, die Du am Ende nutzen kannst.

Beim Laden an einem 100W Ladegerät benötigte die Powerbank 182,3753 Wh für eine vollständige Ladung. An einem 5V/2,4A Ladegerät benötigte die Powerbank 184,4455 Wh.

  Im besten Fall Im schlechtesten Fall
USB PD 100W 76 % 67 %
USB A 5V/2,4A 75 % 67 %

Daraus ergibt sich eine Ladeeffizienz von 76% im besten Fall und 67% im ungünstigsten Fall. Dies sind recht durchschnittliche Werte.

 

Fazit

Die 4smarts Lucid Ultra ist eine einmalige und extrem gute Powerbank! Diese hat aus meiner Sicht vor allem drei große Pluspunkte.

  • Extrem große Kapazität mit bis zu 37254 mAh
  • 100W USB C Port
  • Praktisches Display

Sicherlich das Außergewöhnlichste an der 4smarts Lucid Ultra neben dem Design ist die Kapazität. Powerbanks mit 40000mAh sind extrem selten! Auch in der Praxis kommen wir auf satte 37254 mAh, was ein top Wert ist!

Ja, aufgrund der hohen Kapazität ist die Powerbank etwas größer, aber gerade wenn du diese in Kombination mit Notebooks nutzen möchtest, ist dies kein Weltuntergang, ganz im Gegenteil, hier ist die zusätzliche Kapazität absolut begrüßenswert.

Zudem haben wir den 100W USB C Port, welcher auch ein flottes Laden/Entladen erlaubt. Ja die 4smarts Lucid Ultra kann “überhitzen” bzw. sich aufgrund zu hoher Temperatur abschalten, wenn du diese mit konstant 100W entlädst. Allerdings in der Praxis war dies kein großes Problem, denn hier hast du in der Regel keine “glatt” 100W, wie es bei meiner elektronischen Last der Fall ist. Zudem tritt dies erst sehr spät auf (nach ca. 70-80% entladener Kapazität). Nicht alle 100W Powerbanks haben ähnliche Probleme, aber viele Modelle! Aufgrund der hohen Kapazität, die 4smarts Lucid Ultra kann einfach länger 100W liefern als die meisten Modelle, fällt dies hier vielleicht auch etwas mehr auf.

Eine 0% auf 100% Ladung an einem 100W Ladegerät dauert ca. 3 Stunden, was ausreichend flott ist, aber auch nicht rekordverdächtig.

Super praktisch ist das kleine Display, welches dir Leistungswerte, den Akkustand, Temperatur usw. anzeigt. Dies ist in sehr vielen Situationen einfach hilfreich, gerade wenn du dir nicht sicher bist ob das aktuelle Ladetempo passt!

Etwas schade ist PPS. So unterstützt die 4smarts Lucid Ultra PPS, was super ist! Aber wir haben nur eine Range von 3,3-21V bei bis zu 3A, daher ist z.B. das S23 Ultra nicht mit dem vollen Tempo ladbar. Fürs normale S23, S22 usw. ist

Unterm Strich ist die 4smarts Lucid Ultra eine absolut einmalige Powerbank! Gerade wenn du die Kombination aus sehr großer Kapazität + 100W USB C Port und Display suchst gibt es wenige Alternativen. Der Preis von 180-200€ ist sicherlich nicht “billig”, aber geht in Ordnung im Anbetracht der Leistung und der außergewöhnlichen Natur der Powerbank.

4smarts Lucid Ultra
POSITIV
Extrem große Kapazität mit bis zu 37254 mAh
100W USB C Eingang/Ausgang
Flottes Laden, 0% auf 100% in ca. 3 Stunden
Sehr praktisches Display mit Leistungswerten
Zwar recht groß, aber weiterhin handlich
Mit PPS Support
2x USB C und 2x USB A
NEGATIV
PPS Rang bis 3A und nicht bis 5A
Kann aufgrund von Übertemperatur in einem theoretischen Szenario abschalten
90

Der DreameBot L10s Ultra im Test, eine vollständig automatische Reinigung!

Eine vollautomatische Reinigung ist das größte und wichtigste Thema bei aktuellen Saugrobotern. So bieten die aktuellen High End Modelle oft nicht nur eine Absaugstation, sondern eine automatische Waschstation.

Dies mag zwar wie ein Gimmick wirken, aber in der Praxis ist eine Absaug/Waschstation echt praktisch! Ich nutze schon länger so ein Modell und habe den Komfort sehr zu schätzen gelernt.

Daher war ich gespannt als Dreame seinen ersten Saugroboter mit Wasch/Absaugstation auf den Markt gebracht hatte. So ist der DreameBot L10s Ultra ein absolutes High End Modell, auch abseits seiner Station. Wir haben eine sehr hohe Saugkraft von 5300 Ps, eine Teppicherkennung und KI!

Allerdings kostet dich dieser Spaß auch satte 1200€ Uff! Wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob dieser Preis irgendwie gerechtfertigt werden kann.

An dieser Stelle vielen Dank an Dreame für das Ausleihen des DreameBot L10s Ultra für diesen Test.

 

Der DreameBot L10s Ultra im Test

Sprechen wir zunächst über den Elefanten im Raum, die Ladestation. Diese ist aufgrund der Zusatzfunktionen geradezu riesig!

So wird der DreameBot L10s Ultra nicht nur von der Ladestation geladen, sondern es wird auch Schmutz abgesaugt und die Putzpads gewaschen. Entsprechend findet sich im unteren Teil der Station ein Fach für den Staubsaugerbeutel und unter dem Deckel zwei Wassertanks.

Hier haben wir einen Wassertank für Schmutzwasser und einen Tank für Frischwasser, welche genutzt werden, um die Putzpads automatisch zu reinigen. Zudem findet sich in der Ladestation ein Heißluftgebläse, welches die Putzpads anschließend trocknet, um einem muffigen Geruch vorzubeugen. Dies alles macht die Ladestation natürlich recht gewaltig.

Der Saugroboter selbst ist eher auf der klassischen Seite. Wir haben einen typischen runden Saugroboter, welcher in einem Hochglanz-Weiß gehalten ist. Auf der Oberseite besitzt dieser den typischen “Laser-Buckel” und auf der Front ein Fenster für die Kamera. Die Kamera ist für die KI Hinderniserkennung, welche bei High End Modellen mittlerweile üblich ist.

Natürlich kannst du den Saugroboter auch manuell entleeren, hierfür findet sich eine Klappe auf der Oberseite unter welcher der Schmutzauffangbehälter ist.

 

Das Navigationsprinzip

Wir können moderne Saugroboter in vier Gruppen unterteilen, wenn es um die Navigation geht.

  1. Die Dummen. Dumme Saugroboter nutzen eine Zufallsnavigation. Diese Fahren los bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab, fahren erneut bis sie ein Hindernis treffen, drehen in eine zufällige Richtung ab usw. Hierdurch sind diese Modelle aber sehr ineffizient, langsam und haben gerade mit komplexen Wohnungen mit vielen Räumen große Probleme. Solche Saugroboter sind sehr günstig und einfach zu bauen. Daher sind sie vor allem in der untersten Preisklasse zu finden. Ich würde solche dummen Saugroboter vermeiden!
  2. Blinde Saugroboter. „Blinde“ Saugroboter nutzen ein Gyroskope zur Navigation. Der Roboter kann seine Umgebung zwar nicht sehen, merkt sich aber in welche Richtung er fährt, in welche Richtung er abdreht und wo er Hindernisse ertastet. Hierdurch kann er eine Art Karte mitzeichnen und arbeitet daher etwas effizienter und zuverlässiger. Solche Saugroboter sind mittlerweile oft in der 200-300€ Preisklasse anzutreffen und sind generell durchaus brauchbar, in kleinen bis mittelgroßen Wohnungen.
  3. Kamera Saugroboter. Einige Saugroboter setzen zusätzlich zu anderen Sensoren (oftmals einem Gyroskope) auf eine Kamera, auf der Oberseite. Diese Kamera zeichnet markante Merkmale in Eurer Wohnung auf und ordnet diese den Positionen zu. Hierdurch kann der Saugroboter nicht nur eine Karte erstellen, sondern auch eine Position auf der Karte erkennen. Solche Saugroboter gehören meist schon in die „Königsklasse“ und eignen sich nach meiner Erfahrung für mittelkomplexe und große Wohnungen. Beispielsweise iRobot ist der bekannteste Nutzer dieser Technologie.
  4. Laser Saugroboter. Laser Saugroboter erkennt Ihr sofort an dem markanten Hubbel auf der Oberseite. In diesem steckt ein Laser-Abstandsmesser der sich permanent dreht. Hierdurch kann der Saugroboter eine extrem präzise Karte der Umgebung erstellen und auch seine Position in dieser Karte jederzeit wiederfinden. Diese Saugroboter eigenen sich grundsätzlich für jede Art der Wohnung.

Natürlich gibt es innerhalb jeder Kategorie bessere und schlechtere Modelle.

Der DreameBot L10s Ultra setzt natürlich auf die Laser-Navigation, welcher aber nochmals durch den zusätzlichen Kamera-Sensor auf der Front verfeinert ist.

 

App und Steuerung

Der DreameBot L10s Ultra nutzt die Xiaomi Mi Home App für die Steuerung. Die Mi Home App ist eine universelle Smart Home App, welche diverse Geräte unter anderem von Xiaomi und Dreame unterstützt.

Die  Xiaomi Mi Home App ist dabei recht klassisch aufgebaut. So findest Du hier auf der Startseite des Saugroboters zunächst die Karte deiner Wohnung, welche auch “Live” aktualisiert wird, während der Sauger fährt. Der L10s Ultra unterstützt dabei folgende Funktionen:

  • Live Karte
  • Mehrstöckige Karten
  • NoGo Zonen
  • Unterteilung der Karte in Räume
  • Raum Reinigung
  • Zonen Reinigung
  • Fernsteuerung
  • Teppich Erkennung und Teppich Modus
  • Steuerung der Saug/Putzleistung auf pro Raum Basis
  • Individuelle Reihenfolge der Abarbeitung der Räume einstellbar

Die Mi Home App funktionierte im Test tadellos! Der Funktionsumfang ist dabei generell hoch. Der DreameBot L10s Ultra kann aber an sich alles was du dir wünschen kannst!

 

Zuverlässige Navigation

Sicherlich ein Highlight am L10s Ultra ist die Navigation! Hier ist Dreame gemeinsam mit Roborock einfach Marktführer.

Der L10s Ultra wirkte zu jedem Zeitpunkt absolut souverän, was die Navigation betrifft. Dank Laser-Sensor weiß der Roboter jederzeit wo er ist und wo er hin muss. Dies kannst Du in der App auch beobachten.

Der von Dreame genutzte Algorithmus ist aber absolut überdurchschnittlich, selbst verglichen mit anderen Saugrobotern mit Laser Navigation. Dieser navigiert unheimlich präzise und sicher, dass es faszinierend ist dem Roboter zuzusehen.

Selbst komplexere Wohnungen und Räume sind überhaupt kein Problem. Kein Problem hatte ich auch mit Hindernissen. Ob dies an der “KI” liegt oder einfach generell am Fahrverhalten kann ich nicht sagen, aber der L10s Ultra hatte sehr wenige Probleme mit dem Verheddern und Verfangen. Wobei sehr wenige Probleme fast etwas untertrieben ist, der L10s Ultra hatte bei mir keine Probleme damit und teils sind meine Räume recht eng und praktisch überall liegt Hundekram.

Die KI im L10s Ultra kann Objekte wie Kabel und ähnliche Hindernisse erkennen. Wobei KI ist hier sicherlich etwas übertrieben, es handelt sich um eine Objekterkennung, welche gerade Kabel schon recht zuverlässig erkennt und umfährt. Die “KI” kann in dem Sinne aber nicht dazulernen sondern erkennt einfach ein festes Set an Objekten, welche dann ohne Kontakt vermieden werden.

 

Saugleistung

Der L10s Ultra wirbt mit einer Saugleistung von “bis zu 5300 pa”. Dies ist eine recht hohe Angabe. Allerdings in der Praxis unterscheidet sich die Saugleistung des Roboters sich nicht groß von anderen Oberklasse-Modellen.

So nutzt der Roboter in der Praxis zunächst selten bis gar nicht die volle Saugkraft, um den Akku zu schonen. Wir haben allerdings einen Teppichmodus, wird ein Teppich erkannt, dann wird die Saugleistung hochgedreht, was Sinn macht.

Bereits im Standardmodus haben wir auf glatten Böden eine nahezu perfekte Saugleistung. Alle Orte die vom L10s Ultra erreicht werden, werden auch sauber gereinigt. Dank der guten Navigation erreicht der Roboter auch so gut wie alle Orte ohne Probleme.

Teppiche sind natürlich immer eine etwas größere Herausforderung, gerade in Kombination mit Tierhaaren. Aber auch diese wird gut bis sehr gut gemeistert!

Kurzum, an der Saug/Reinigungsleistung ist nichts auszusetzen! Der L10s Ultra ist hier auf dem Level der anderen High End Modelle.

 

Starke Putzfunktion

Sicherlich ein Highlight am DreameBot L10s Ultra ist die Putzfunktion. So besitzt der Saugroboter zwei rotierende “Möppe”. Diese werden beim Start von der Waschstation gereinigt und der Tank des Roboters mit Wasser gefüllt. Auch fährt der Roboter in gewissen Intervallen zu seiner Station, um die Pads aufzufrischen/zu reinigen.

Diese rotierende Möppe bietet selbstverständlich eine deutlich bessere Reinigungsleistung als einfach nur ein vibrierendes Putztuch, das andere Modelle besitzen. So kann der L10s Ultra durchaus auch etwas intensivere Flecke entfernen, kleinere Soßenspritzer, Fußabdrücke von Hund und Kind usw.

Zudem werden die Böden einfach etwas aufgefrischt, wenn diese einmal feucht abgewischt werden. Sie bekommen einfach mehr Glanz, als wenn sie nur gesaugt werden.

Allerdings darfst Du auch keine Wunder erwarten! Richtige Schlammabdrücke, ausgelaufene Flüssigkeiten oder eingetrocknetes sind zu viel! Hierfür benötigst Du einen Waschsauger.

Dennoch ist die Putzleistung des L10s Ultras die mit beste die ich bei einem Roboter bisher erlebt habe!

 

Kann Putzpads anheben! (für Teppiche)

Viele Saugroboter mit guter Putzfunktion beißen sich etwas mit Teppichen. Meist werden mit aktiver Putzfunktion Teppiche einfach komplett umfahren bzw. falls dies nicht möglich ist, werden alle Bereiche auf und hinter dem Teppich ausgelassen. Nicht gut!

Der Dreame DreameBot L10s Ultra kann seine Putzpads aber anheben! Erkennt dieser einen Teppich werden die Pads einfach ein Stück angehoben und der Teppich wird gereinigt, klasse!

 

Bisher eine sehr gute Absaugstation!

Die Absaug bzw. Waschstation des L10s Ultra macht bisher einen sehr guten Job. So funktioniert das Absaugen auch bei vollem Behälter (mit Tierharen) sehr zuverlässig und die Station ist nicht so extrem laut wie von iRobot.

Auch das Waschen der Pads und Absaugen des Wassers klappt gut und zuverlässig.

 

Fazit

Gut über 1000€ für einen Saugroboter ist sicherlich ein Preis, den man erst einmal verdauen muss. Du bekommst ohne Frage sehr gute Saugroboter für einen Bruchteil des Preises!

So zahlst Du den dicken Aufpreis beim L10s Ultra primär für die Putzfunktion und das automatische Waschen der Pads. Dies ist auch eine tolle und praktische Funktion!

Die Wohnung bekommt einfach einen anderen Glanz, wenn sie auch feucht gewischt wird. Dabei hat der L10s Ultra die so ziemlich beste feucht Putz-Funktion die ich bisher bei einem Roboter gesehen habe! Die Reinigungsleistung liegt klar über Modellen wie dem Roborock S7 MaxV und auf dem Level des Dreame W10 und des ECOVACS DEEBOT X1 OMNI.

Allerdings hat der L10s Ultra ein Feature, welches dem ECOVACS X1 OMNI leider fehlt, der L10s Ultra kann seine Putzpads anheben! Hierdurch ist der L10s Ultra auch für Wohnungen mit einer Mischung aus glatten Böden und Teppichen voll geeignet.

Hinzu kommt die herausragend gute und sichere Navigation, wie auch die starke Saugleistung.

Kurzum, besser geht es derzeit nicht! Mir sind am L10s Ultra keine Schwächen oder Probleme aufgefallen. Der Roboter ist aus meiner Sicht ziemlich perfekt und kommt mit allen Wohnungen und allen Bodenbelägen hervorragend klar. Egal ob Du nun eine super aufgeräumte Wohnung oder pures Chaos hast, der L10s Ultra navigiert unter anderem Dank KI sehr sicher.

Kurzum spielt Geld keine Rolle und du hast eine Wohnung mit Teppichen und glatten Böden, dann wirst du nichts besseres bekommen als den DreameBot L10s Ultra!

Kannst du auf die Putzfunktion, welche schon schön ist, verzichten dann gibt es natürlich einige günstigere Alternativen, wie den Dreame Z10 Pro für 450€.

Die VEGER V0556 / V0556P im Test, eine hervorragende Mini-Powerbank!

VEGER bietet mit der V0556 bzw. V0556P sehr spannende Powerbanks an! Wir schauen uns auf Techtest normalerweise primär große und “aufregende” Powerbanks an. Die VEGER V0556 ist hier fast schon so etwas wie das Gegenteil.

Dies ist eine 5000mAh Mini-Powerbank, welche du einfach an dein Smartphone anstecken kannst, um dieses schnell unterwegs zu laden.

Das Spannende dabei, diese Powerbank bringt sogar Unterstützung für 20W Schnellladen mit. Klingt doch eigentlich nach einer sehr interessanten Kombination, Mini-Powerbank mit 5000mAh, kompakter Formfaktor und 20W Schnellladen.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Geht hier das Konzept auf? Finden wir es heraus!

 

Ein etwas merkwürdiges Doppelpack

VEGER verkauft diese Powerbank derzeit in einem ca. 40€ “doppelpack”. Du bekommst hier aber nicht 2x die gleiche Powerbank, sondern 1x die USB C Version und 1x die Apple Lightning Version.

Dies finde ich etwas merkwürdig, denn warum solltest du als Normalnutzer dies brauchen? Hast du ein iPhone, dann brauchst du die USB C Version nicht (klar für ein iPad, aber hier wären 5000mAh ein Tropfen auf einen heißen Stein) und umgekehrt bei einem Android Smartphone brauchst du die Lightning Version nicht.

Dieses Doppelpack macht also nur Sinn, wenn sich in deinem Haushalt ein iPhone und ein Android Smartphone befinden, was doch die Zielgruppe etwas verkleinert.

Es gibt die Powerbanks aber auch einzeln.

 

Die VEGER V0556 / V0556P im Test

Die VEGER V0556 ist eine Mini-Powerbank, welche gerade einmal 77 x 35 x 24,5 mm misst und 93g auf die Waage bringt. Diese Powerbank wird einfach über den integrierten USB C bzw. Apple Lightning Stecker mit deinem Smartphone verbunden und lädt diese.

Das Gehäuse besteht aus einem einfachen, aber schön texturiertem Kunststoff.

An der Seite haben wir einen kleinen Einschalter und vier Status-LEDs, die dir den aktuellen Ladestand anzeigen.

 

Anschlüsse

Je nach Version besitzt die Powerbank einen USB C oder Lightning Ausgang. Beide Versionen sind abseits des Steckers bei der Leistung identisch!

Ausgang – 20W Power Delivery- 5V/3A, 9V/2,22A

So besitzt sowohl der Lightning wie auch USB C Port 20W nach dem Power Delivery.

Neben dem USB C / Lightning Ausgang haben wir auch einen reinen USB C Eingang, über welchen die Powerbank geladen wird. Auch die Lightning Version hat einen USB C Eingang. Dieser kann ebenfalls bis zu 20W aufnehmen (laut Hersteller).

 

Die Kapazität

VEGER wirbt bei der V0556 mit einer Kapazität von 5000mAh. Folgendes habe ich gemessen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 14,77 3991,892 80%
9V/1A 14,525 3925,676 79%
9V/2A 14,704 3974,054 79%

Ich muss gestehen hier positiv von der VEGER V0556 überrascht zu sein. Ich konnte zwar “nur” eine maximale Kapazität von 3991 mAh bzw. 14,77Wh messen, aber dies ist für solch eine Powerbank gar nicht übel! Zumal die Powerbank auch bei höherer Last (9V/2A) weiterhin fast die volle Kapazität liefert.

Zum Vergleich: der iWALK LinkPod mit 5000 mAh kam lediglich auf 2981 bis 3761 mAh.

 

Die Kapazität in der Praxis

Wie steht es aber um die Kapazität in der Praxis? Du wirst mit der VEGER V0556 keine Tablets oder Notebooks vollladen. Selbst größere Smartphones werden nicht zwingend zu 100% geladen.

  • Apple iPhone 14 Pro (3200mAh Akku) 0% auf 95%
  • Samsung Galaxy S23 Ultra (5000mAh Akku) 0% auf 62%

Ich denke gerade als Notfall-Powerbank geht dies völlig in Ordnung.

 

Ladedauer

Du kannst die VEGER V0556 an einem USB Power Delivery Ladegerät mit bis zu 18W laden.

An einem 18W (oder größer) USB Power Delivery Ladegerät dauert eine Ladung ca. 1:24h, was erfreulich schnell ist!

Auch an einem USB A Ladegerät (5V/2,4A) dauert eine Ladung nur 2:20h.

 

Effizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Ladeeffizienz zu sprechen. Hierbei vergleiche ich wie viel Leistung die Powerbank für eine 0% auf 100% Ladung benötigt, verglichen mit der Leistung die wir aus der Powerbank entnehmen können.

Via USB PD benötigte die Powerbank bei mir 19,2Wh und via USB A 18,6W für eine vollständige Ladung.

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
USB PD 77% 76%
USB A 79% 78%

Wir haben eine Ladeeffizienz im Bereich 76-79%, was ein recht typischer Wert für eine Powerbank ist.

 

Fazit

Ich mag die VEGER V0556 bzw. die VEGER V0556P! Diese ist nochmal ein gutes Stück besser als die iWALK LinkPod!

Gerade wenn du ein iPhone hast, welche nicht so riesige Akkus haben, ist solch eine mini-Powerbank extrem praktisch!

So bekommt die VEGER V0556P das iPhone 14 Pro fast komplett gefüllt. Bei größeren Smartphones wie dem S23 Ultra sieht es etwas dünner aus, hier kannst du mit 50-75% Ladung rechnen, was aber auch nicht schlecht ist!

Gerade wenn du es mal eilig hast, ist so eine Mini-Powerbank super! Dabei lädt die VEGER V0556 dein Smartphone angenehm schnell und kann auch selbst schnell geladen werden.

In knapp 1:24 kannst du die Powerbank von 0% auf 100% bringen, super!

Keine Produkte gefunden.

Unterm Strich finde ich die VEGER V0556 absolut empfehlenswert! Dies ist die beste Mini-Powerbank die ich bisher in den Fingern hatte.

Solarenergie im Winter, Erfahrungen eines Solaranlagen Besitzers!

Ich muss mich an dieser Stelle erst einmal für den Titel dieses Artikels entschuldigen, aber dies ist ein Thema, das mir schon etwas länger auf der Seele brennt.

Erneuerbare Energien sind ein großes und wichtiges Thema! Ich bin hier auch voll mit dabei. So findest du auf meinem Dach eine 10 KW Solaranlage mit passendem Batteriespeicher. Zudem habe ich 2x DIY Offgrid Solaranlagen, welche Teile meines Büros (für Powerbank Tests), wie auch Smart Home Boxen befeuern.

Daher behaupte ich von mir, ein wenig Erfahrung mit Solaranlagen zu haben. Daher weiß ich aber auch leider, wie wenig Energie Solaranlagen im Winter produzieren, zumindest in Deutschland.

Experten die medienwirksam mehr Solaranlagen auf Dächern fordern um im Winter Wärmepumpen zu betreiben überhöre ich mittlerweile (viel Spaß dabei eine Wärmepumpe im Winter nur mit einer Heimsolaranlage zu betreiben).

Allerdings ist mir etwas Youtube-Werbung entgegenschlagen die mich zu diesem Artikel verleitet hat. So wirbt hier ein großer Powerstation Hersteller (welchen ich sehr schätze) wie man sich im Winter warm halten kann.

Die Werbung findest du hier: https://www.youtube.com/watch?v=XxisKckz9IE

Nein, warme Kleidung ist nicht die Lösung, laut dieser Werbung, sondern eine Powerstation + Solar Panel. Natürlich möchte der Hersteller seine Produkte verkaufen, aber es könnte Leute geben die dies wirklich glauben, dass es möglich wäre, im Winter seine Wohnung mit einem kleinen Solarpanel zu beheizen.

Schauen wir uns in diesem Artikel einmal meine Erfahrung an wie viel Energie eine Solaranlage im Winter so produziert.

 

Wie viel Energie produziert eine 10 KW Dachanlage im Winter?

Beginnen wir mit dem “Benchmark”, eine 10 KW Dachanlage. Diese besteht genau genommen aus 9,875 kWp JaSolar Modulen, welche an zwei SolarEdge Wechselrichtern und einem 10 KW LG Batteriespeicher hängen.

Dies ist keine DIY Anlage, sondern etwas Professionelles mit hochwertigen Wechselrichtern vom Marktführer SolarEdge. Es mag bessere Wechselrichter usw. geben, aber viel Luft ist hier nicht mehr nach oben.

Die Anlage ist in NRW installiert, aber nicht ganz perfekt südlich ausgerichtet, aber grundsätzlich “gut” ausgerichtet.

Wie viel Energie produziert diese Anlage seit 2020?

Erst einmal klar gesagt, eine Solaranlage lohnt sich! Dies soll hier nicht zur Debatte stehen!

Das für uns hier interessante ist die Leistung im November, Dezember und Januar.

  • Dezember 2020 – 130 KW
  • Dezember 2021 – 142 KW
  • Dezember 2022 – 106 KW

Das ist nicht viel! Das reicht um ein e-Auto ca. 3x in diesem Monat zu laden. Du könntest einen 2KW Heizlüfter 63 Stunden betreiben bzw. 2,6 Tage lang. Dies wohlgemerkt an einer 10 KW Dachanlage!

Du kannst ja jetzt mal theoretisch runter rechnen, was eine 1KW Anlage produzieren würde, geschweige denn ein 200-300W Panel wie in dem Werbevideo.

 

Bei meinen DIY Anlagen?

Ok dies war aber auch eine große 10 KW Anlage. In dem Werbevideo war aber eine Powerstation + klappbares Solarpanel zu sehen, vielleicht arbeitet dies effizienter?

Nochmal das Werbevideo https://www.youtube.com/watch?v=XxisKckz9IE

Ich habe zwei DIY Off-Grid Solaranlagen.

Anlage 1:

Ca. 20-120Wh im Dezember, pro Tag

Anlage 2:

Ca. 20-110Wh im Dezember, pro Tag

Leider zeichnen die Victron Laderegler nur Daten der letzten 30 Tage auf und wir haben Ende Februar, entsprechend habe ich nur genaue Werte von “Ende Januar“.

Anlage 1 kann im Sommer durchaus 1500-3000 Wh pro Tag liefern. Anlage 2 kommt auf 600-1500 Wh.

An bedeckten Januar Tagen erreicht Anlage 1 mit 700W Solarpanels zwischen 20 Wh und 120Wh, bei einer maximalen Leistung von teils nur 10-20W.

Anlage 2 ist etwas besser ausgerichtet und kommt auf 20-110Wh an bedeckten Tagen, mit einer maximalen Leistung zwischen 17W und 42W.

Sicherlich sind an sonnigen Tagen auch mal mehr möglich, aber im Dezember/Januar haben wir nicht so viele sonnige Tage, vielleicht 3-7 Stück im ganzen Monat, wo mal 200-400Wh rein kommen.

 

Reicht Solarenergie, um im Winter zu heizen? (Meine Einschätzung)

Wenn du dich im Winter nur auf eine Solaranlage verlassen müsstest für die Wärme, dann viel Spaß! Selbst eine moderne Wärmepumpe benötigt viel Energie.

“Wer in einem 110 Quadratmeter großen Einfamilienhaus wohnt, hat laut Heizspiegel 2022 einen mittleren durchschnittlichen Stromverbrauch bei der Wärmepumpe in Höhe von 6.272 kWh.”

Quelle: https://www.t-online.de/heim-garten/energie/heizung/id_100053120/waermepumpe-welcher-verbrauch-ist-zu-hoch-das-ist-zu-beachten.html

6272 kWh im Jahr laut dieser Quelle im Schnitt. Davon sicherlich ein Großteil im Winter. Zum Vergleich meine 10 KW Anlage hat folgende Leistung im gesamten Jahr gebracht!

  • 2020 – 9359 kWh
  • 2021 – 8412 kWh
  • 2022 – 9570 kWh

Im Jahresschnitt wäre die Anlage also durchaus in der Lage den Verbrauch der Wärmepumpe zu decken. Aber die Solaranlage produziert den Großteil der Energie im Sommer, die Wärmepumpe benötigt diese im Winter.

Bei einer kleinen off Grid Anlage sieht es noch viel trauriger aus! Nach meiner Erfahrung wirst du mit einer 700W Off-Grid Anlage einen 1KWh Heizlüfter im ganzen Dezember vielleicht 2-6 Stunden betreiben können, je nach Wetterlage.

Fun Fakt, eine Powerstation benötigt in der Regel zwischen 4 und 8W im Standby, diese kann bzw. wird sich an schlechten und bedeckten Tagen also an einem kleinen Solarpanel mehr entladen als laden!

 

Fazit

Ich bin absolut pro Solar! Jeder sollte sich eine Solaranlage auf dem Dach installieren bzw. ein Balkonkraftwerk überdenken.

Allerdings falls du denkst, du wärst auch im Winter „unabhängig“ und könntest einfach mit deiner Solarenergie heizen, dann muss ich dich enttäuschen. In Deutschland halte ich dies für unmöglich bzw. wenn nur mit einer völlig übertriebenen Solaranlage (30 oder 40 KWh +  bei einem Einfamilienhaus).

Meine 10 kWp Dachsolaranlage bringt im Dezember im Schnitt 126 kWh, insgesamt und nicht pro Tag!

Damit könntest du ein e-Auto 2-3x laden oder einen Heizlüfter (mit 2KW) ca. 63 Stunden oder 2,6 Tage betreiben. Sicherlich nicht nichts, aber nicht ansatzweise ausreichend ein Haus zu beheizen! Eine Wärmepumpe wird ein vielfaches davon benötigen.

Kleinere Anlagen mit bis zu 700W produzieren im Winter vielleicht an einem Tag genug Energie, um ein Smartphone und ein Tablet zu laden, aber nicht ansatzweise genug, um einen Heizlüfter oder Ähnliches zu betreiben.

Ein 300W Panel bringt im Winter vielleicht 5 bis 40W an einem normalen trüben Tag und dies auch nur ein paar Stunden, denn dann ist das Licht schon komplett weg. Im besten Fall kommt hier genug Energie rum, um den Standby-Verbrauch einer Powerstation zu decken.

Daher hat mich die Werbung von EcoFlow so getriggert, dass ich diesen Artikel schreiben musste.

Im Sommer kannst du auch mit einer kleinen Solaranlage recht unabhängig vom Stromnetz sein. Das geht ohne Probleme, gerade in Kombination mit einer größeren Powerstation oder einem LiFePO4 Akku.

Aber im Winter bringen kleinere Solaranlagen praktisch nichts und selbst große Dachanlagen bringen eher Strom in überschaubaren Mengen. Hier mit dieser Energie effektiv zu heizen halte ich in Deutschland im Dezember/Januar für realistisch unmöglich!