Test: eufyCam 3, Akku Überwachungskamera mit KI und Gesichtserkennung (welche auch gut funktioniert!)

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Mit der eufyCam 3 hat eufy seine neueste kabellose Überwachungskamera auf den Markt gebracht und diese ist schon ein kleiner Hammer!

Ich halte die alte eufyCam 2 bereits für die so ziemlich beste kabellose Überwachungskamera auf dem Markt. Diese bietet eine spitze Akkulaufzeit und ist in der Praxis zuverlässig.

Allerdings was der eufyCam 2 fehlte war eine richtige “Smart” AI Erkennung. Diese legt Eufy nun mit der Version 3 nach. Dank BionicMind sollen die Überwachungskameras nicht nur Personen von anderen Bewegungen unterscheiden, sondern auch bekannte und unbekannte Personen erkennen und unterscheiden.

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So sollst du nur benachrichtigt werden, wenn auch wirklich eine unbekannte Person erkannt wird.

Hinzu kommt ein Solarpanel in jeder Kamera, welche ein manuelles Aufladen unnötig macht oder zumindest reduziert. In der Basisstation lassen sich nun auch SSDs verbauen und wir haben eine 4K Auflösung. Beeindruckend!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist dies genug, um den Preis von 500€+ zu rechtfertigen? Finden wir es im Test heraus!

 

Die eufyCam 3 im Test, die S380 HomeBase

Eufy setzt bei der eufyCam 3 auf das vertraute System. So verbindest du auch hier deine Kameras nicht direkt mit dem WLAN. Anstelle dessen benötigst du die neue Basis-Station von Eufy, welche mit im Basis-Set liegt.

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Diese Basis-Station wird von dir mit deinem LAN verbunden. Die Kameras wiederum verbinden sich mit der Basis-Station. Dabei ist allerdings die Basisstation mehr als nur eine WLAN Brücke.

So ist der Speicher in der Basisstation integriert und diese übernimmt auch AI Berechnungen und Ähnliches. Dies nimmt Last von den Kameras, welche nur “stumpf” das Videosignal liefern und eine einfache Bewegungserkennung ausführen. Dies spart Energie auf der Seite der Kamera, was wiederum die Akkulaufzeit verlängert.

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Die S380 HomeBase ist dabei zwar nicht größer als von den früheren Modellen, aber ein gutes Stück schwerer! So sind Teile der Basis aus Metall gefertigt! Möglicherweise um den Prozessor besser zu kühlen, welcher hier deutlich stärker ist als bei den alten Eufy Modellen.

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir einen LAN Port, 1x USB 2.0, 1x USB 3.0 und einen DC Eingang. Der obere USB Port bietet zudem eine höhere Ladeleistung von bis zu 2,4A. Du kannst die Eufy Kameras hier also direkt an diesem Port laden.

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Eine weitere Neuerung versteckt sich unter dem Deckel. Hier besitzt die Basisstation einen 2,5 Zoll Slot für HDDs und SSDs!  In der Basisstation sind 16GB Speicher integriert. Du kannst aber SSDs/HDDs mit bis zu 16TB einsetzen! Eufy wirbt hier mit genug Speicher für Jahre und das würde ich glatt so unterschreiben. Die Eufy Kameras nehmen nur auf wenn eine Bewegung erkannt wird. Entsprechend fallen hier gar nicht so große Datenmengen an.

Ich würde dir vermutlich eine Samsung 870 EVO, Crucial MX500, Seagate IronWolf 125 NAS SSD oder Western Digital WD Red SA500 empfehlen. Bei mir ist eine MX500 in der Basis gelandet.

 

Die eufyCam 3 im Test, die Kameras

Mit im Starter-Set liegen zwei der eigentlichen eufyCam 3. Diese haben sich verglichen mit dem alten Modell doch ein gutes Stück gewandelt.

So setzt Eufy auch hier auf ein sehr langes Design. So hat jede Kamera eine Länge von ca. 13,3 mm. Diese werden nicht mehr magnetisch befestigt, sondern über ein Schraubgewinde auf der Rückseite. Dies macht auch Sinn, denn die Kamera ist mit 420g recht schwer.

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Sicherlich die größte Neuerung bei der eufyCam 3 ist das Solarpanel auf der Oberseite. Hier findet sich ein kleines Solarpanel, welches die Kamera konstant lädt. Eufy wirbt mit 2 Stunden Sonne reicht für einen Tag zusätzlicher Laufzeit.

Hierfür muss die Kamera aber in der Sonne hängen, im Schatten bringt ein Solarpanel nichts! Allerdings hat der recht große 13000mAh Akku auch unabhängig vom Solarpanel eine lange Laufzeit.

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Sollte die Kamera doch mal manuell geladen werden müssen, dann findet sich ein USB-C Port auf der Rückseite.

Auf der Front finden wir neben der Kameralinse auch einen kleinen LED-Scheinwerfer.

 

Die App und Einrichtung

Eufy nutzt auch bei der eufyCam 3 die bekannte Eufy Security App. Du bindest in dieser App zunächst deine Basisstation ein. Gerade wenn du LAN für die Netzwerkverbindung nutzt, ist dies extrem einfach. Anschließend kannst du die Kameras usw. mit der Basisstation und dem Account verbinden. Auch das klappte bei mir problemlos und wird in klarem Deutsch in der App erklärt.

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Auf der Startseite findest du zunächst eine Übersicht über alle verbundenen Geräte, gegebenenfalls mit Vorschau. Die Vorschau ist nicht Live, stammt aber aus der letzten bekannten Aktivität.

Tippst du die Vorschau an, dann wird die Live Ansicht geladen. Je nach Netzwerkverbindung und Nähe zur Basis kann dies unterschiedlich lange dauern. In der Regel kannst du aber mit +- 2 Sekunden ausgehen. Die Verzögerung liegt bei 2-5 Sekunden.

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Grundsätzlich ist die Eufy App sehr gut! Sie hat bei mir schon bei den alten Kameras immer sehr gut funktioniert, ist modern und klar aufgebaut und auch weitestgehend in klarem deutsch gehalten.

In der Übersicht auf der Startseite findest du im Übrigen alle verbundenen Kameras, auch beispielsweise die Solo Modelle oder falls du noch ne alte Homebase hast, dann auch diese.

Selbiges gilt auch für die Aufnahmen, die unter Ereignisse über alle Kameras hinweg angezeigt werden. Hast du also dutzende Eufy Kameras, selbst wenn diese nicht alle an der gleichen Homebase hast, kannst du die Aufnahmen mühelos durchsehen.

 

Bewegungserkennung, Gesichtserkennung und andere AI Feature

Sicherlich das Kernthema bei der eufyCam 3 ist die AI/KI. In der HomeBase S380 ist ein spezieller KI Rechenchip verbaut, welcher diverse Zusatzfunktionen in Bezug auf die Bewegungserkennung erlaubt. So bietet die eufyCam 3 grundsätzlich folgende Erkennungsmodi:

  • Personenerkennung (Gesichtserkennung)
  • Personenerkennung
  • Fahrzeugerkennung
  • Haustiererkennung

Zunächst unterscheidet die Kamera zwischen “normalen” Bewegungen und Personen. Die Kamera nimmt von Haus aus nur auf, wenn diese eine Person erkennt. Entsprechend bekommst du auch nur dann Benachrichtigungen. Du kannst auch generell sagen, nimm immer auf wenn eine Bewegung erkannt wird, aber entsprechend gibt es Fehlaufzeichnungen.

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Die Menschenerkennung hingegen funktioniert sehr gut! Hier reden wird von einer Trefferquote von 99%+.

Ähnliches gilt für die Gesichtserkennung! Diese funktioniert erstaunlich gut und auch besser als bei den Nest Kameras. Die Kamera braucht einen halbwegs direkten Blick auf das Gesicht der Person, du solltest diese entsprechend auch nicht höher als ca. 3 Meter hängen, ansonsten ist der Blickwinkel zu steil.

Die Personenerkennung (also ohne Gesichtserkennung) funktioniert aber auch aus steileren Winkeln noch.

Die Tiererkennung funktioniert bei Hunden anscheinend gut. Bei Katzen hängt es etwas vom Abstand ab.

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Abstand ist allerdings allgemein ein guter Punkt! Denn leider ist dies weiterhin eine Schwäche der komplett kabellosen Überwachungskameras. Auch die eufyCam 3 erkennt Bewegungen lediglich auf einer Distanz von +- 8-10 Metern zuverlässig.

Auf dieser Distanz funktioniert die Bewegungserkennung sehr gut und die KI Feature auch wie beworben. Gerade die Gesichtserkennung ist durchaus beeindruckend.

WICHTIG! Von Haus aus ist nur die Personenerkennung ohne Gesichtserkennung aktiv! Willst du auch die anderen Features, musst du diese manuell einschalten.

 

Scheinwerfer, auch als Wegbeleuchtung

In der eufyCam 3 ist ein kleiner LED Scheinwerfer integriert. Dieser erlaubt zum einen eine farbige Nachtsicht, zum anderen beleuchtet dieser auch ein wenig den Weg.

Die Helligkeit des Scheinwerfers ist sicherlich nicht gigantisch, aber ausreichend, um bei kompletter Dunkelheit für etwas Licht zu sorgen. Um ehrlich zu sein, bin ich kein Fan von farbiger Nachtsicht, aber ich mag den Scheinwerfer als eine zusätzliche Beleuchtung am Haus.

 

Speicherung der Aufnahmen und Datenschutz

Aufnahmen beim eufyCam 3 werden immer in der S380 HomeBase 3 gespeichert. Diese verfügt hier über 16GB Speicher, welche schon ausreichen. Allerdings kannst du den Speicher auf bis zu 16000GB erweitern, mit einer passenden SSD (welche unfassbar teuer wären).

Eine 500GB oder 1TB SSD ist aber schon sehr günstig zu bekommen und wird für Monate, wenn nicht sogar Jahre der Speicherung sorgen.

Eufy wirbt auf Seiten des Datenschutzes mit Verschlüsselung, lokalen Speichern der Aufnahmen usw. Sicherlich ist dies auch richtig und ich halte den Datenschutz für gut, aber nicht für perfekt!

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Es spielt keine große Rolle, ob deine Aufnahmen nun auf deiner Homebase liegen oder in der Cloud, denn jeder, der Zugriff auf deinen Account hat, kann die Aufnahmen von überall aus abrufen. AI, Personenerkennung usw. wird zwar lokal verarbeitet, dennoch sollte dein Account gehackt werden oder intern bei Eufy etwas schief laufen, dann können deine Aufnahmen dennoch so leaken.

Allerdings ist das Risiko hierfür tendenziell schon niedriger als bei einer reinen Cloud Aufzeichnung und Verarbeitung deiner Aufnahmen.

 

UPDATE!

Update: Mittlerweile gibt es einige Zweifel am Datenschutz des Eufy Ökosystems: https://www.youtube.com/watch?v=2ssMQtKAMyA 

Zusammengefasst, die Eufy Kameras senden wohl Unverschlüsselt Vorschaubilder ungewollt in die Cloud! Diese werden dort auch wohl einige Zeit (oder dauerhaft) gespeichert. Warum? Vermutlich handelt es sich hierbei um die Vorschaubilder die du bei Benachrichtigungen in der App sehen kannst. Diese werden vermutlich zunächst an die Eufy Server gesendet, dann an dein Smartphone. Die Eufy Server scheinen diese aber zu speichern und sogar mit Tags zu versehen. 

Sehr unschön! Ist dies ein NoGo? Vielleicht, im Innen Bereich für mich absolut, draußen zu mindestens ein Grund für Bauchschmerzen.

 

Auswertung der Aufnahmen

Du kannst die Aufnahmen aller mit deinem Account verbundenen Kameras unter „Ereignisse“ ansehen.

Dort werden diese mit Vorschaubild und einem “Highlight” gelistet. Das Highlight ist dabei immer eine Art Ausschnitt des primär erkannten Objekts/Person. So kannst du auf die Schnelle erkennen, was die Aufnahme ausgelöst hat.

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Aufnahmen lassen sich betrachten und natürlich auch aufs Smartphone herunterladen.

Erkannte Personen/Gesichter werden natürlich auch bei den Aufnahmen angezeigt. Dann steht dort beispielsweise “Michael” erkannt oder Tier erkannt usw.

 

Funkreichweite überschaubar

Leider ein großer Nachteil des eufyCam 3 Systems ist die Reichweite. Die Reichweite der Basisstation zu den Kameras ist gering!

Vielleicht eine Wand + 10-15 Meter und es wird knapp. Klar, hier spielen viele Faktoren rein, Dicke der Wände, Höhenunterschiede usw. Aber hast du ein mittelgroßes oder großes Haus wirst du vermutlich nicht eine Kamera an der Vordertür und Hintertür betreiben können. Eventuell mit ganz vorsichtiger Positionierung der HomeBase, aber die Reichweite dieser ist ein stark limitierender Faktor!

Dies ist aber auch nicht überraschend, denn wir haben hier eine 4K Auflösung, welche natürlich mehr Bandbreite braucht.

 

Bildqualität

Die eufyCam 3 besitzt einen 4K Sensor und eine sehr weitwinklige Linse. Der 4K Sensor erlaubt dir ein recht starkes Zoomen in den Aufnahmen.

Und ja, ich würde die Bildqualität als hervorragend einzustufen! Die eufyCam 3 bietet ein sehr ansehnliches Bild mit hervorragender Schärfe und guter Detailwiedergabe. Auch die Dynamik in den Aufnahmen ist sehr gut.

Wir sind hier zwar nicht ganz auf dem Niveau einer kabelgebundenen Kamera mit 2K oder 4K Sensor, aber dies ist die beste Bildqualität, die ich bisher bei einer Akku-Kamera gesehen habe. Akku-Modelle nutzen meist eine etwas aggressive Bildkomprimierung, daher ist hier die Bildqualität verglichen mit den kabelgebundenen Modellen meist etwas schlechter.

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Die eufyCam 3 stellt hier aber schon das technisch Beste dar was aktuell machbar ist, auch bei Nacht oder Gegenlicht!

 

Solar und Akku

Solarenergie ist etwas tolles und der Gedanke, seine Kamera niemals laden zu müssen ist klasse! Eufy hat hier auch schon Erfahrungen gesammelt. Ich habe die Eufy SoloCam S40 seit einem Jahr in Betrieb und musste die Kamera kein einziges Mal aufladen! Sogar im letzten Winter war es nicht mal knapp. Allerdings hat die S40 auch ein größeres Solarpanel und diese hängt bei mir an einer perfekten sonnigen Position.

Das Solarpanel der eufyCam 3 funktioniert ebenfalls und produziert an einem guten Herbsttag Energie für 2-4 Tage. Sofern diese direktes Sonnenlicht abbekommt! Hängst du diese hinterm Haus in eine dunkle Ecke, dann wird das Panel nichts bringen.

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Es muss (an einem guten Tag) schon die Sonne zu mindestens 1-3 Stunden auf dem Panel der Kamera stehen. Je nach Nutzung ist es dann absolut möglich, dass du die eufyCam 3 NIEMALS laden musst!

Der im Inneren verbaute 13000mAh Akku hält ganz unabhängig von der Sonne zwischen 260 und 130 Tage. Dies kann aber sehr schwanken, je nach Menge der Aufnahmen, je nachdem wie oft der LED Scheinwerfer angeht usw.

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Dennoch ist die Akkulaufzeit absolut ein Highlight der eufyCam 3!

 

Stromverbrauch der Basisstation

Die einzigen Folgekosten, welche das eufyCam 3 System verursachen, sind die Stromkosten für die Basisstation. Hier hatte ich böse Befürchtungen aufgrund des schweren Metall-Designs. Was sehr warm wird, braucht auch meistens viel Strom. Allerdings war diese Befürchtung etwas unbegründet. Im normalen Betrieb benötigt die Basisstation ca. 3,6-4,1W.

3,6-3,9W im Leerlauf und ca. 4,1W bei Aufnahme.

Rechnen wir einfach mal mit 4W, 4 * 24 *365 = 35040Wh pro Jahr bei 0,50€ pro kWh sind dies 17,52€ Stromkosten pro Jahr. Das ist erträglich.

Wichtig diese Werte sind natürlich ohne HDD oder SSD. Ich würde auch nicht empfehlen eine HDD zu verbauen! Eine SSD wird sich aufgrund des langfristigen Stromverbrauchs vermutlich eher rechnen, vor allem wenn du nicht extrem viel Speicher brauchst.

 

Fazit

Die eufyCam 3 ist die beste Akku kabellose Überwachungskamera derzeit auf dem Markt. Hiervon bin ich zu 100% überzeugt, denn Eufy macht hier extrem viel richtig!

  • Sehr lange Akkulaufzeit (über ein halbes Jahr)
  • Solarpanel kann für eine unbegrenzte Akkulaufzeit sorgen
  • Sehr hohe Bildqualität
  • Sehr gute Bewegungserkennung
  • KI Feature wie Gesichtserkennung, die auch funktionieren!

Ein Highlight des Eufy Systems ist natürlich die Akkulaufzeit. Diese Fällt bei der eufyCam 3 nicht so hoch aus wie bei der eufyCam 2, aber nach meiner bisherigen Schätzung sind ein halbes Jahr problemlos möglich. Hinzu kommt das Solarpanel!

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Das Solarpanel bringt natürlich nur etwas wenn die Kamera direkte Sonne abbekommt, aber hier kann diese potenziell “unbegrenzt” lange laufen. Und ja das Solarpanel funktioniert.

Ebenfalls sehr gut funktioniert die Bewegungserkennung und Personen/Gesichts-Erkennung. Du kannst bei der eufyCam 3 Gesichter hinterlegen, welche dann wiedererkannt werden. Dies reduziert die Menge an Benachrichtigungen und erleichtert das Auswerten der Aufnahmen. Sicherlich funktioniert dies nicht so gut bei professionellen Überwachungssystemen diverser Staaten, aber dies ist klar die beste Gesichtserkennung die ich in einem Akku-Kamera-System bisher gesehen habe.

Dabei findet die Verarbeitung der Aufnahmen lokal statt. Selbiges gilt für die Speicherung. Hier stehen in der Basis-Station 16GB bereit, welche du aber mit einer SSD (Standard 2,5 Zoll) erweitern kannst.

Die Bildqualität ist dabei für eine Akku-Kamera überragend und der kleine LED Scheinwerfer praktisch.

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Aber was spricht gegen die eufyCam 3, neben dem hohen Preis?

  • Reichweite zur Basis-Station überschaubar
  • Reichweite der Bewegungserkennung +- 8-10 Meter

Die eufyCam 3 hat etwas Reichweiten Probleme. So ist die Reichweite zur Basis-Station überschaubar. Diese ist nicht furchtbar, aber planst du Kameras in den gegenüberliegenden Ecken deines Grundstücks zu installieren oder hast mehr als 1-2 Wände + X Meter zwischen Kamera und Basis, dann wird es schwierig.

eufy security S330 eufyCam 3, überwachungskamera aussen , 4K...

  • Sehr gute Akkulaufzeit
  • Hervorragende Bildqualität
  • Gut funktionierende Gesichtserkennung
  • Personen, Fahrzeug und Tiererkennung (gut funktionierend)
  • Speicherung der Aufnahmen lokal und ohne Folgekosten
  • Speicher mit 2,5 Zoll SSD/HDD erweiterbar
  • Stromverbrauch der Basis-Station akzeptabel (unter 4W)
  • Sehr gute Eufy App
  • Einfache Auswertung der Aufnahmen, dank Personen-Erkennung
  • Reichweite zwischen Basis und Kameras nicht gigantisch
  • Bewegungserkennung bei mehr als 10 Metern Distanz unzuverlässig
  • Sehr hoher Preis
  • Datenschutzbedenken

Auch ist die Reichweite der ansonsten sehr guten Bewegungserkennung mit +- 8-10 Metern nicht gigantisch. Dies ist ein generelles Problem so gut wie aller Akku-Kameras. Diese sind im Normalfall im Standby und lediglich ein einfacherer Bewegungs-Sensor weckt diese auf, ab wann dann die “echte” Bewegungserkennung läuft. Kabelgebundene Kameras, die entsprechend nicht so sehr auf den Stromverbrauch achten müssen, erreichen hier deutlich höhere Reichweiten.

Dennoch unterm Strich ist die eufyCam 3 mit der HomeBase die beste komplett kabellose Überwachungskamera auf dem Markt. Spielt Geld für dich mehr oder weniger keine Rolle, dann schlag zu, ohne Kabel wirst du nichts besseres bekommen!

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eufyCam 3
POSITIV
Sehr gute Akkulaufzeit
Via Solar ladbar
Hervorragende Bildqualität
Gut funktionierende Gesichtserkennung
Personen, Fahrzeug und Tiererkennung (gut funktionierend)
Speicherung der Aufnahmen lokal und ohne Folgekosten
Speicher mit 2,5 Zoll SSD/HDD erweiterbar
Stromverbrauch der Basis-Station akzeptabel (unter 4W)
Sehr gute Eufy App
Einfache Auswertung der Aufnahmen, dank Personen-Erkennung
NEGATIV
Reichweite zwischen Basis und Kameras nicht gigantisch
Bewegungserkennung bei mehr als 10 Metern Distanz unzuverlässig
Sehr hoher Preis
Datenschutzbedenken (siehe Update)
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Michael Barton
Michael Barton
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6 Kommentare

  1. Die Homebase 3 ist ja abwärtskompatibel und funktioniert auch mit den „alten“ 2K-Kameras.
    Ist mit dieser Kombination auch die komplette KI/Personen-/Tiererkennung möglich oder funktioniert das nur mit den neuen 4K-Kameras?

  2. Danke für den ausführlichen Artikel!

    Ich habe (seit gestern) die Kameras und bin recht begeistert. Ein paar Fragen bleiben aber offen:

    • Ich habe „Beleuchtung“ auf maximal gestellt, es leuchten aber nur drei rote Infrarot-LEDs, die Aufzeichnung ist schwarz-weiß. Wie schaltet man die im Artikel erwähnte LED-Beleuchtung ein, die farbige Aufnahmen ermöglicht?

    • Können auch bekannte Haustiere erkannt werden (damit unser Hund weniger Benachrichtigungen auslöst)?

    • Soll man möglichst viele Gesichter speichern, also auch seltene Besucher, oder wird dadurch der Speicher schnell voll oder die Erkennung erschwert (weil mit mehr Bildern verglichen werden muss)?

  3. Danke für das Update in Sachen Datenschutz. Finde ich – insbesondere, da dieses Thema hier ja sonst i.d.R. eher als nebensächlich abgetan wird – sehr löblich, das nachzureichen!

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