Die neue Teufel Cinebar One gibt es in zwei Versionen, die normale Version für rund 250€ und die „+“ Version für 350€.
Der Unterschied? Die Cinebar One+ besitzt einen Subwoofer mit im Lieferumfang und bietet daher natürlich gerade in größeren Räumen einen volleren und satteren Klang. Soweit zumindest die Theorie.
Aber wie sieht es in der Praxis aus? Lohnen sich die 100€ Aufpreis für die Cinebar One+, oder reicht das normale Modell?
Vorweg, ich werde diesen Bericht recht kurz halten und mich primär auf das Zusammenspiel aus Subwoofer und Cinebar One konzentrieren. Einen ausführlichen Test zur Cinebar One findet ihr hier.
Dennoch beginnen wir mit einer kurzen Übersicht. Die Cinebar One selbst ist eine „mini“ Soundbar welche gerade einmal 35cm lang, 6,8cm hoch und 11,3cm tief ist.
Dennoch hat Teufel in dieser kleinen Soundbar gleich vier Treiber- Einheiten verbaut. Zwei dieser sind auf der Front angebracht und jeweils links und rechts seitlich ein weiterer Treiber. Hier durch soll der Lautsprecher breiter klingen als dieser eigentlich ist.
Beim Gehäuse setzt Teufel auf ein an sich recht einfachen Kunststoff, welcher aber etwas den Anschein von Schleiflack vermittelt, was sicherlich der Optik guttut. Bei der Farbe könnt Ihr Euch zwischen weiß und schwarz entscheiden, wobei die Farbwahl keinen Einfluss hat auf das recht große metallene Lautsprechergitter auf der Front. Dieses ist immer schwarz und nicht abnehmbar.
Die Anschlüsse der Cinebar One+ sind auf der Rückseite angebracht. Dort finden wir einem HDMI Eingang, einen optischen Eingang, einen USB Eingang und einen AUX Eingang. Zusätzlich besitzt die Cinebar One+ auch integriertes Bluetooth.
Damit ist die kleine Soundbar verdammt gut ausgestattet, was die Anschlüsse angeht.
Vielleicht ist euch aber etwas aufgefallen?! Es gibt gar keinen Anschluss für den Subwoofer der „+“ Version. Dieser ist auch nicht nötig! Der Subwoofer kommuniziert kabellos mit der Soundbar. Ihr könnt diesen also recht frei im Raum positionieren wo ihr gerade Platz habt. Lediglich benötigt der Subwoofer eine Stromverbindung.
Im Gegensatz zur Soundbar ist der Subwoofer nicht als „mini“ zu bezeichnen. Ganz im Gegenteil, der Subwoofer besitzt eine ordentliche Größe!
Dieser misst 40cm in der Höhe, 21cm in der Breite und 38cm in der Tiefe.
Teufel nutzt hier im Übrigen den gleichen Subwoofer Typen wie bei der Cinebar 11, was ein gutes Zeichen ist, denn dort lieferte der Subwoofer eine hervorragende Performance.
Der Subwoofer der Cinebar One + nutzt ein Downfire Prinzip. Das bedeutet der Treiber befindet sich auf der Unterseite des Subwoofers.
Dies hat gegenüber einem Frontfire Subwoofer, welcher seinen Treiber auf der Front hat, den Vorteil, dass sich der Klang in der Wohnung gleichmäßiger verteilt.
Nach außen hin ist der Subwoofer komplett glatt. Abseits von einem kleinen Teufel Logo auf der Front gibt es nichts was Blicke auf den Lautsprecher lenkt, was sicherlich in den meisten Fällen bevorzugt ist.
Klang
Kommen wir zum eigentlich wichtigem Punkt, dem Klang. Die Teufel Cinebar One + klingt, wenig überraschend, wie die normale Cinebar One nur mit Subwoofer Support.
Wobei „nur“ sehr relativ ist. Der Subwoofer macht doch einen verdammt großen Unterschied. Beginnen wir aber am Anfang.
Die Cinebar selbst besitzt vier 50mm Treiber, von welchen zwei auf der Front und zwei seitlich angebracht sind. Alle vier Treiber können die viele Frequenzbandbreite darstellen und mach dies grundsätzlich auch.
Hinzu kommt natürlich der 90W Subwoofer, welcher von Teufel mit einer unteren Gangfrequenz von 33Hz beworben wird.
Die Kombination Cinebar One und Subwoofer resultiert in einem hervorragenden Klang!
Die Höhen werden gut von der Cinebar One darstellt, mit einer hohen Brillanz und Luftigkeit. Hier hilft der Subwoofer selbstverständlich nicht aus.
Auch bei den Mitten ist die Cinebar One mehr oder weniger auf sich alleine gestellt. Der Subwoofer setzt erst relativ spät ein. Die Qualität der Mitten hängt sehr vom Modus ab.
Im „Voice“ Modus sind natürlich die Mitten etwas angehoben, im Musik Modus etwas abgesenkt.
Grundsätzlich sind die mitten als okay zu bezeichnen. Stimmen und Gesang besitzen eine gute Verständlichkeit, aber ich würde die Mitten auch nicht als überragend bezeichnen.
Anders sieht dies beim Bass aus. Schon die CInebar One im Alleingang hatte einen sehr vernünftigen Bass für ihre Größe, aber nun mit Subwoofer wird der Bass und der Tiefgang nochmals auf ein völlig neues Level gehoben.
Wie auch schon bei der Cinebar 11 macht auch hier der Subwoofer einen vortrefflichen Job! Der Bass ist kräftig, knackig und tief! Dabei dröhnt der Subwoofer erfreulicherweise auch nicht.
Qualitativ ist hier absolut nichts zu bemängeln.
Das Zusammenspiel Cinebar One und Subwoofer ermöglicht auch die Beschallung von größeren Räumen. Das Cinebar One + System ist ganz klar auch für mittelgroße Wohnzimmer geeignet.
Dank der seitlichen Lautsprecher -Treiber klingt der Lautsprecher zudem ein gutes Stück breiter als man dies bei den 35cm Breite erwarten könnte.
Gerade im „Movie“ Modus ist dies auffällig, wo die Cinebar One+ mehr Leistung auf die seitlichen Treiber legt.
Natürlich bekommt Ihr keinen 100% Raumklang und Sound aus allen Richtungen, dies schafft keine Soundbar, aber dennoch erzeugt die Cinebar One+ einen sehr schönen raumfüllenden Klang.
Die maximale Lautstärke ist ordentlich und durchaus auch für Partys tauglich.
Fazit
Wie auch schon beim Cinebar One System fällt auch bei der Plus Version das Fazit sehr positiv aus! Genau genommen sogar noch etwas positiver.
Anschluss Auswahl, Optik, Steuerung und Klang sind nur als sehr gut zu bezeichnen. Hierbei bietet die Cinebar One+ dank des hervorragenden Subwoofers einen unheimlich guten und raumfüllenden Bass. Es kann durchaus Kino Feeling aufkommen!
Selbst in einem mittelgroßen Wohnzimmer mit 30m²+ macht die Cinebar One+ eine gute Figur. Aus meiner Sicht ist daher der Aufpreis von rund 100€ für die Plus Version absolut gerechtfertigt und auch in 90% der Fällen zu empfehlen. Die Cinebar One selbst bietet für ihre Größe einen klasse Klang und der Subwoofer ist erfreulich hochwertig und liefert einen klasse Bass, was eine super Kombination ist.
Eine viel bessere Soundbar ist für rund 350€ aktuell nur schwer zu bekommen.
MP3 Player sind eine Geräte Kategorie welche gefühlt durch Smartphones völlig verdrängt wurden. MP3 Player sind lediglich in diversen Nischenbereichen noch vertreten.
Gerade für Nutzer die Wert auf eine besonders hohe Klangqualität legen, gibt es einige Modelle. Solch ein Modell ist auch der dodocool DA106. Für rund 50-60€ erhaltet Ihr hier einen Hi-Res zertifizierten MP3 Player, welcher dementsprechend auch primär durch seinen guten Klang punkten soll.
Aber lohnt es sich wirklich noch im Jahr 2018 einen MP3 Player zu kaufen und wie sieht der Klang verglichen mit modernen Smartphones aus?
Der dodocool DA106 ist ein MP3 Player in der typischen iPod Größe, wobei dieser genau genommen etwas kleiner ist als ein iPod Klassik.
Beim Gehäuse setzt dodocool auf ein sehr schickes und hochwertiges Aluminium. Hierdurch fühlt sich der MP3 Player sehr massiv und wertig an. Auch die Verarbeitung ist tadellos.
Auf der Front finden wie unter anderem ein 2 Zoll 320×240 Pixel Display. Das 320×240 keine sonderlich hohe Auflösung ist, sollte klar sein.
Praktisch geht das Display in Ordnung. Sagen wir es so es erfüllt seinen Job, nicht mehr und nicht weniger.
Unterhalb des Displays sind die primären Tasten zur Navigation angebracht. Interessanterweise besitzt der DA106 eine Art Drehrad, ähnlich dem iPod, welches für das Scrollen durch die Menüs benutzt wird.
Allerdings lässt sich das Drehrad nicht drücken, daher gibt es gesonderte Vor/Zurücktasten.
Ähnlich wie bei Smartphones besitzt auch der DA106 eine Lautstärkewippe am rechten Rand und einen Einschalter auf der Oberseite.
Auf der Oberseite befindet sich auch der Kopfhörerausgang und ein Line Out. Letzter ist beispielsweise für Autoradios oder Verstärker gedacht.
Auf der Unterseite ist ein microSD Karten Steckplatz, welcher zur Erweiterung der integrierten 8GB Speicher dient, wie auch der microUSB Ladeport.
Der integrierte Akku soll rund 30 Stunden halten. Ein Wert welcher von seiner Größenordnung hinkommt.
Software und Navigation
dodocool setzt beim DA106 auf eine komplett eigene Benutzeroberfläche. Die Navigation erfolgt primär über das Drehrad auf der Front des MP3 Players. Dementsprechend ist das Hauptmenü auch „rund“ aufgebaut, bei dem man durch die diversen Optionen wie Einstellungen, Playlisten, Musik, Dateiexplorer usw. durchscrollen kann
Die Untermenüs sind hingegen klassisch in der Listenansicht angelegt. Visuell ist das ganze soweit okay. Wahnsinnig hübsch ist das Benutzerinterface nicht, aber die Funktion ist gegeben.
Teilweise ist aber die Navigation aufgrund des Drehrads ein wenig unpräzise. Dies gilt besonders für das Hauptmenü. Das Benutzerinterface lässt sich auch von Englisch auf Deutsch stellen. Die Übersetzung ist allerdings eher mäßig.
Neben der einfachen Musikwiedergabe besitzt der DA106 auch die Möglichkeit Sprachaufnahmen zu machen und FM Radio wiederzugeben.
„Normale“ Musik wird entweder nach Ordnern, Interpret, Album usw. aufgeschlüsselt und kann von Euch so durchsucht werden. Daraus könnt ihr auch entnehmen, dass es beim dodocool DA106 nicht nötig ist irgendeine Desktop Software zu installieren.
Kopiert einfach Eure Musik Dateien auf den MP3 Player. Ihr habt hierbei die Wahl, kopiert die Musik entweder auf den internen Speicher oder auf eine Speicherkarte.
In meinem Test funktionierte eine 128GB microSD Speicherkarte problemlos. Die Speicherkarte muss allerdings Fat32 formatiert werden.
Was die unterstützten Dateiformate angeht, zeigte sich der dodocool DA106 recht unproblematisch. Die beiden wichtigsten Formate sind natürlich MP3 und FLAC, es wird aber auch AAC, ALAC, WAV, OGG oder DSD unterstützt. In meinem Test wurden auch 192kHz/24bit Flac Dateien mit Größen von 150-200MB problemlos wiedergegeben.
Klang
Der Grund warum man diesen MP3 Player kauft, ist sicherlich der potenziell höhere Klang, verglichen mit Smartphones.
Aber ist der Klang wirklich so viel besser? In der Theorie ist der Klang sehr gut, mit einem 96kHz / 24-Bit DAC und einem besonders hochwertigen Verstärker.
Um das praktisch zu testen, habe ich mir die besten Kopfhörer geschnappt, die ich besitze und einige Flac Dateien.
Bei den Kopfhörern handelt es sich um die Beyerdynamic T90, welche mit 250 Ohm auch nicht ganz leicht zu betreiben sind.
Wie schlägt sich hier der dodocool DA106 MP3 Player? Erfreulich gut! Alleine wie der MP3 Player mit den höher ohmigen Kopfhörern umgeht, unterscheidet sich schon etwas von Smartphones.
Die Beyerdynamic T90 klingen an normalen Smartphones immer sehr matt und schwach, am DA106 hingegen passt der Klang! Sowohl Lautstärke, aber auch Dynamik und Detailwiedergabe sind sehr gut.
Teilweise war mir der MP3 Player aber fast etwas zu neutral. Die T90 sind von Natur aus schon keine „Bass Bomber“ und der DA106 besitzt eine sehr flache Klangsignatur, vielleicht sogar mit leicht angehobenen Höhen. Etwas was ich bei vielen „Hi-Res“ zertifizierten Produkten sehe.
Persönlich würde ich vermutlich einen EQ anwerfen um den Bass etwas pushen. Der dodocool DA106 besitzt neben diversen Presets auch einen frei einstellbaren 5 Band EQ.
Grundsätzlich zeichnet sich der Klang des DA106 durch ein sehr gutes Detaillevel aus. Gerade wenn ihr über hochwertige Audio Daten, also Lossless CD Kopien und Ähnlichem, verfügt, ist durchaus ein Unterschied verglichen mit einem guten Smartphone wie dem Google Pixel 2 zu hören.
Hier muss man aber auch sagen, dass der Unterschied nicht gravierend ist. Ich würde jetzt einmal sagen mit dem dodocool DA106 gelingt es noch einmal so 10% mehr Klang aus Eurer Musik und Kopfhörer zu kitzeln.
Aber solch ein MP3 Play lohnt sich auch erst, wenn Ihr bereits sehr gute Kopfhörer oder Ohrhörer habt! Falls das nicht der Fall ist, investiert dort zuerst.
Beispielsweise die Kombination dodocool DA106 + Beyerdynamic T90 klingt ein gutes Stück besser als meinem Google Pixel 2. Zwar merkt man auch, dass der MP3 Player mit den 250 Ohm ein Stück weit zu kämpfen hat, Kopfhörer mit 300 Ohm + würde ich nicht am DA106 nutzen, aber dieser handhabt diese deutlich besser als normale Smartphones.
Beispielsweise in einem 192KHz Vinyl Rip von Link Parks Hybrid Theory hört man sehr gut, dass der dodocool DA106 sehr gut die Feinheiten und auch die leichten Fehler in der Vinyl Kopie darstellt.
Hier geht der DA106 fast schon etwas zu sehr ins Analytische. Aber gerade bei komplexeren Aufnahmen oder guten live Aufnahmen wie z.B. Within Temptation – Ice Queen fühlt sich der MP3 sichtlich wohl.
Fazit
Wenn wir ehrlich sind, ist für 98% aller Nutzer ein vernünftiges Smartphone als MP3 Player mehr als ausreichend. So etwas wie der dodocool DA106 ist im Jahr 2018 schon etwas Besonderes.
Aber etwas Besonderes sind muss ja auch nichts Schlechtes sein. Gerade qualitativ hat solch ein MP3 Player durchaus seine Vorzüge. Die Wiedergabequalität des dodocool DA106 ist unheimlich klar und detailliert. Auch schafft es der MP3 Player mit hoch ohmigen Kopfhörern besser umzugehen als normale Smartphones.
Ist der Unterschied wie Tag und Nacht? Nein! Verglichen mit High End Smartphones ist es wirklich ein sehr feiner Unterschied, zugunsten des DA106.
Für die meisten Nutzer wird ein paar besser Kopfhörer oder Ohrhörer + Smartphone aus qualitativer Sicht sicherlich mehr Sinn machen als solch ein Hi-Res MP3 Player.
Entscheidet Ihr Euch allerdings für den dodocool DA106 erhaltet Ihr einen sehr schicken und qualitativ hochwertigen MP3 Player, auch was die Haptik und Optik angeht.
Mit dem tizi Turbolader 2x ULTRA hat equinux vor Kurzem sein neustes und auch leistungsstärkstes Autoladegerät auf den Markt gebracht. Dieses besitzt satte 42W Leistung!
Der tizi Turbolader 2x ULTRA ist hierbei gar nicht mal zwingend für Smartphones gedacht, welche sich natürlich auch problemlos laden lassen, sondern eher für leistungshungrigere Geräte, wie Notebooks und Tablets.
Dabei denkt equinux natürlich speziell an die Apple MacBooks und MacBook Pros, welche sich via USB C laden lassen.
Hier liegt auch das Geheimnis des tizi Turbolader 2x ULTRA. Dieses Autoladegerät unterstützt den neuen USB Power Delivery Standard, welcher nicht nur in diversen Smartphones wie dem neuen iPhone X und 8 zum Einsatz kommt, sondern auch in diversen Notebooks wie dem Apple MacBook Pro, dem Dell XPS usw.
Freundlicherweise hat mir equinux den tizi Turbolader 2x ULTRA für einen Test zur Verfügung gestellt. Wollen wir uns daher einmal ansehen wie dieses sich so in der Praxis schlägt!
Bereits auf den ersten Blick schafft es der tizi Turbolader 2x ULTRA durchaus etwas Eindruck zu schinden. Sowohl optisch wie auch Qualitativ ist das Ladegerät hervorragend!
Das Gehäuse des Ladegeräts ist in zwei Bereiche unterteilt. Der untere Teil des Gehäuses besteht aus einem schwarzen Hochglanz Kunststoff, welches zwar sehr empfindlich gegenüber Fingerabdrücken ist, aber qualitativ 1A.
Der obere Teil hingegen ist aus einem soliden Aluminium Block gefräst. Dieser Block Aluminium ist zudem in einem „Monza Rot“ gefärbt, welches wirklich schick aussieht.
Ohne Frage dies ist das haptisch hochwertigste KFZ Ladegerät, das mir bisher begegnet ist.
Erstaunlicherweise ist der tizi Turbolader 2x ULTRA allerdings relativ kompakt, für seine hohe Leistung von 42W.
Der Kopf besitzt lediglich eine Länge von rund 33mm, eine Breite von 24mm und eine Höhe von 15mm (gesamt ca.60mm länge/höhe). Damit sollte das Ladegerät auch in engere Zigaretten Anzünder passen.
Wie steht es um die Anschlüsse? Das Ladegerät selbst wird natürlich via 12V Zigarettenanzünder mit Energie versorgt. Solltet Ihr einen Truck oder Ähnliches haben was mit 24V Boardspannung arbeitet, wird dieses Ladegerät vermutlich nicht funktionieren.
Auf Seite der Ausgänge finden wir einen normalen 5V USB Port, welcher mit 2,4A maximaler Leistung allerdings schon recht flott ist.
Der Star ist aber der USB C Port. Dieser USB C Port unterstützt den USB Power Delivery Standard und kann über diesen bis zu 30W Leistung bieten. Leider gibt equinux nicht genau an wie viel Leistung, bei welcher Spannung zur Verfügung steht, dies schauen wir uns aber gleich im Praxisteil genauer an.
Ähnlich wie bei Quick Charge können Ladegeräte welche USB Power Delivery unterstützen teilweise bis zu 20V über den USB Port liefern.
Dies geschieht natürlich nur in Rücksprache mit dem angeschlossenen Gerät. Allerdings erlaubt diese höhere Spannung Geräte zum einen schneller zu laden und zum anderen auch größere Geräte zu laden.
USB Power Delivery
Ich glaube es ist sinnvoll einmal kurz zu erklären was überhaupt USB Power Delivery ist. Quick Charge, Super Charge usw. wird sicherlich den Meisten etwas sagen.
Es handelt sich hierbei um Schnellladetechnologien für Smartphones und Tablets, welche bereits vor einigen Jahren auf den Markt gekommen sind. Ebenfalls haben alle gemeinsam, dass es sich hier um proprietäre Technologien handelt.
Das heißt, jedes Schnellladeverfahren ist entweder mit Lizenzgebühren oder einen Hersteller verknüpft. Quick Charge gehört Qualcomm, Super Charge Huawei usw.
USB Power Delivery hingegen ist ein freier Standard. Jeder Hersteller kann diese Technik nutzen, wenn er dies möchte.
Hierdurch hat USB Power Delivery auch in der letzten Zeit deutlich an Verbreitung zugelegt. Gerade Apple verbaut USB Power Delivery aktuell in allen seinen Geräten.
Hier eine kleine nicht vollständige Liste mit mir bekannten Geräten welche USB Power Delivery zum Laden/Schnellladen unterstützen:
Google Pixel
Google Pixel XL
Google Pixel C
Google Pixel 2 (XL)
LG G6 (9V)
Samsung Galaxy S8 (5V 3A oder 9V)
Samsung Galaxy S8 Plus (5V 3A oder 9V)
Dell XPS 13 (20V)
Dell XPS 15 (20V)
Apple MacBook
Apple MacBook Pro (14,5V oder 20V)
Apple iPad Pro 10.5
Apple iPad Pro 12.2
Apple iPhone 8 (Plus)
Apple iPhone X
LG Gram 2017
Razer blade Stealth
Nintendo Switch (14,5V)
Huawei Mate 9 (9V)
Huawei P10 (9V)
Huawei P10 Plus (9V)
Huawei Mate 10 Pro
Wie man sieht, gibt es mittlerweile doch schon eine recht große Verbreitung dieses Standards.
Wie funktioniert USB Power Delivery? Der normale USB Port arbeitet mit einer festen Spannung von 5V und aktuell mit einem maximalem Strom von 2,4A.
Um nun höhere Ladegeschwindigkeiten zu erreichen, wird bei USB Power Delivery die Spannung von 5V auf 9V, 12V, 15V oder 20V angehoben. Dies geschieht nur in Rücksprache mit dem angeschlossenen Gerät!
Schließt ihr ein nicht USB Power Delivery fähiges Smartphone an einen USB Power Delivery Ladegerät an, wird dieses Gerät ganz klassisch mit 5V versorgt. Daher könnt ihr auch am USB C Port des equinux tizi Turbolader jedes Gerät mit USB C laden.
Erst nach einer Absprache zwischen Ladegerät und Smartphone/Tablet/Notebook wird die Spannung hochgeschaltet. Es ist leichter, eine hohe Spannung zu übertragen, als einen hohen Strom.
Allerdings gibt es einige Notebooks, die eine Mindestleistung voraussetzen. Man kann also nicht jedes USB Power Delivery fähige Notebook an jedem USB Power Delivery Ladegerät laden.
Beispielsweise das Dell XPS 13/15 benötigt mindestens 45W. Hat das Ladegerät diese nicht, wird das Laden in der Regel verweigert.
Messwerte
Kommen wir zum eigentlichen Test.
Folgende Geräte habe ich am equinux tizi Turbolader 2x ULTRA getestet:
Dell XPS 13
Apple MacBook Pro 13“
Apple iPad Pro 10.5
Apple iPhone X
Huawei Mate 10 Pro
Google Pixel 2 XL
Samsung Galaxy S8+
Beginnen wir mit dem, was mich am meisten überrascht hat und das wären die beiden Notebooks. In der Regel verweigert das Dell XPS 13 das Laden an Ladegeräten welche weniger als 45W liefern. Allerdings funktionierte das Laden am Turbolader, mit 20,6V und 1,49A, was rund 30,7W entspricht. Es gab zwar beim XPS eine Warnung, dass das Laden langsamer ist, aber es lädt, Daumen hoch dafür!
Auch das Apple MacBook Pro 13 (Late 2016) lädt natürlich problemlos am tizi Turbolader 2x ULTRA. Hier konnte ich eine Geschwindigkeit von 20,5V 1,37A messen, was 28W entspricht.
28W ist ein vernünftiges Ladetempo. Solltet ihr allerdings während des Ladens Videoschnitt oder andere intensive Anwendungen betreiben, kann es sein, dass sich das Notebook noch entlädt. Dies gilt gerade für das Größe 15 Zoll MacBook Pro.
Wenn man im Internet surft oder Videos schaut hingegen reichen 28W aus, um den Akku langsam zu laden. Ausgeschaltet wird ein 13“ MacBook Pro an diesem Ladegerät in rund 2 Stunden voll sein.
Wie steht es um das Apple iPhone X und iPad Pro 10.5? Diese könnt ihr natürlich entweder am normalen 2,4A USB Port laden oder mithilfe des Apple Lightning zu USB C Kabel auch am USB C.
Am USB C Port können die neuen iPhones (X und 8) wie auch die neueren iPads schnellladen! Das iPhone X erreichte am normalen USB Port 5V 1,38A (6,9W) und am USB C Port satte 9,39V 1,86A (17,46W).
Zum Vergleich am beiliegenden Ladegerät erreicht das iPhone X gerade mal 5W, der USB C Port des Turbolader ist als gut 3x so schnell.
Ähnliches gilt auch für das iPad Pro 10.5. Am normalen USB Port werden 5V 2,12A erreicht (10,6W), am USB C Port 15,5V 1,45A (22,48W).
Aber nicht nur Apple Produkte lassen sich am equinux tizi Turbolader 2x ULTRA 42W schnellladen.
Auch das Google Pixel (2) und Huawei Mate 10 Pro können Schnellladegeschwindigkeiten erreichen. Im Falle des Google Pixel 2 XL 9,36V 2,2A, also 20,6W und das Huawei Mate 10 Pro 9,36V 1,86A, also 17,4W.
Das Huawei Mate 10 Pro lädt damit zwar etwas langsamer als am originalen Super Charge Ladegerät, aber deutlich schneller als an einem normalen USB Port.
Wie steht es um das Samsung Galaxy S8? Das S8 hat einen merkwürdigen USB Power Delivery Support. An dem normalen 5V USB Port mit 2,4A erreicht das S8+ 5V 1,76A, was 8,8W entspricht. Am USB Power Delivery Port erreicht dieses 5V 2,68A, was 13,4W entspricht.
Das S8 schaltet zwar die Spannung nicht hoch, wie es die anderen Smartphones machen, erhöht aber beim Erkennen eines USB Power Delivery Ports den Ladestrom deutlich. So deutlich, dass dieser ungefähr auf dem Level liegt wie an einem Originalen Quick Charge Ladegerät, welches ja eigentlich der Standard für das S8 ist.
Zum Abschluss, wie steht es um den Leerlaufstromverbrauch? Dieser liegt laut meinen Messungen bei 0,396W, was okay ist.
Fazit
Daumen hoch für den tizi Turbolader 2x ULTRA! Dieser bietet an USB C und Apple Geräten eine tadellose Performance!
Der USB C Port kann dank der Unterstützung von USB Power Delivery nicht nur die neueren iPhones und iPads schnellladen, sondern auch diverse Notebooks. Dabei spreche ich nicht nur von den Apple MacBooks und MacBook Pros, sondern auch von diversen Windows Geräten. Selbst mein etwas zickigeres Dell XPS 13 ließ sich am Turbolader aufladen, was mich selbst etwas überrascht hat.
Aber auch viele Android Smartphones wie das Google Pixel, Huawei Mate 10/P10, Samsung Galaxy S8 erreichen am USB C Port eine sehr hohe Ladegeschwindigkeit! Größtenteils auf Schnellladetempo Level.
Hinzu kommt die wirklich tolle Haptik und Optik, wie auch der zusätzliche normale USB Port und eine vollherzige Empfehlung für den equinux tizi Turbolader 2x ULTRA 42W fällt nicht schwer!
Zwar ist der Preis mit rund 50€ für den tizi Turbolader 2x ULTRA 42W schon gehoben, aber die Leistung passt und equinux ist ein deutsches Unternehmen, was sicherlich auch ein kleiner Pluspunkt ist.
Wenn man sich einen Bluetooth Lautsprecher vorstellt, hat man vermutlich einen kleinen Plastik- Lautsprecher vor Augen, welcher meist mehr schlecht als recht klingt.
Allerdings zieht Bluetooth auch immer mehr in größeren Lautsprechern ein. Bestes Beispiel ist der Teufel Rockster Air.
Der Rockster Air ist ein etwas größeres Kaliber an „portablen“ Lautsprecher. Dieser ist eher ein kleines mobiles Beschallungssystem, als ein Bluetooth Lautsprecher.
Dementsprechend sieht Teufel auch den Haupteinsatz-Ort auf Partys und Feiern. Dafür bringt der Teufel Rockster Air auch eine satte Leistung mit, welche für eine maximale Lautstärke von unheimlichen 112dB reichen soll.
Aber kann der Teufel Rockster Air auch abseits seiner imposanten Lautstärke überzeugen? Dies gibt es im Test herauszufinden! An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das Ausleihen des Rockster Air!
Mit einer Höhe von rund 46cm einer Breite von 38cm und einer Tiefe von rund 29cm bringt der Rockster Air schon ein ordentliches Klangvolumen mit. Auch das Gewicht ist mit rund 15KG recht ordentlich.
Anhand dieser Daten sollte schon alleine klar sein, dass der Rockster Air kein gewöhnlicher Bluetooth Lautsprecher ist. Der Teufel Rockster Air hat eher etwas von einem kleinen PA System, als von einem gewöhnlichen Bluetooth Lautsprecher. Hierzu passt auch die recht massive und etwas gröbere Optik des Rockster Air.
Nein optisch ist dies kein Lautsprecher für das „feine Wohnzimmer“, eher für den Party Keller.
Teufel setzt beim Rockster Air auf die typische schwarz/rote Farbkombination. Die Front des Lautsprechers ist hierbei vollständig von einem groben und sehr massivem Lautsprechergitter bedeckt. Die Seiten hingegen sind aus einem massiven Holz gefertigt und besitzen Anker für eine Trageschlaufe.
Ja der Lautsprecher ist recht groß, aber mithilfe der Trageschlaufen bietet dieser dennoch eine ganz gute Portabilität, sofern ihr nicht plant wandern zu gehen.
Wie bereits erwähnt, strahlt der Rockster Air eine unheimliche Massivität aus. Dies ist kein filigraner Bluetooth Lautsprecher, sondern wirklich ein Gerät, das auch mal ein Umkippen oder einen kleineren „Unfall“ überstehen kann.
Die Tasten und Drehknöpfe des Rockster Air sind auf dessen Oberseite angebracht, unter einer kleinen Plexiglas Platte. Zum einen sieht diese Abdeckung ganz schick aus, zum anderen erfüllt diese auch praktische Zwecke.
Zum einen blockiert sie etwas das „Herumspielen“ von neugierigen Gästen, zum anderen schützt diese den Lautsprecher auch etwas vor Wasser. Der Rockster Air besitzt zwar kein Wasserschutz Rating, aber sollte mal ein Bier über dem Lautsprecher ausgekippt werden, wird die Klappe die Tasten effektiv schützen.
Über was für Tasten verfügt der Rockster Air? Genau genommen über gar keine Tasten, sondern über sieben Drehknöpfe. Einer für die Lautstärke, einer für Höhen, einer für Bässe und insgesamt vier Knöpfe für die Eingänge des Lautsprechers.
Ja, Ihr könnt die Tonsignale der Eingänge des Rockster Air mischen und über Eingänge verfügt der Rockster Air einige.
Neben Bluetooth besitzt der Lautsprecher auf seiner Rückseite einen 3,5mm AUX Eingang, einen 6,3mm Eingang für Instrumente und einen XLR Eingang für Mikrofone.
Das Tonsignal aller dieser Quellen kann gleichzeitig wiedergegeben werden, bzw. Ihr könnt dies über die Drehknöpfe auf der Oberseite abmischen.
Es ist im Übrigen auch möglich, zwei Rockster Air miteinander zu verbinden, für einen noch „größeren“ Klang.
Wie steht es um die Stromversorgung? Der Teufel Rockster Air kann natürlich via Netzteil betrieben werden, aber auch via Akku.
Teufel gibt die Akkulaufzeit mit bis zu 30 Stunden an, was extrem viel ist! Sind 30 Stunden realistisch? Nicht wenn Ihr eine Party beschallt, aber bei einer Zimmerlautstärke sind durchaus Laufzeiten in diesem Größenbereich machbar.
Klang des Teufel Rockster Air
Wie klingt denn nun der Teufel Rockster Air?
Das Erste was ohne Frage auffällt, ist die maximale Lautstärke. Um mein 15m² Büro in Zimmerlautstärke zu beschallen, reicht es den Rockster Air ca. 10-20% aufzudrehen. Ab 40% wird es brüllend laut, darüber hinaus im Raum nicht aushaltbar.
Es währe ohne Probleme möglich den Lautsprecher bei einer Garten Party weit genug aufzudrehen damit sich Nachbarn wegen Lärmbelästigung beschweren. Das laute Beschallen eines 100m² Raums oder sogar noch größer ist mit dem Teufel Rockster Air ohne Probleme möglich.
112dB ist sehr ordentlich! Zum Vergleich ein normaler Feuermelder hat 85dB. Dabei hält der Rockster Air seine Klangqualität wirklich sehr lange. Erst kurz vorm Limit merkt man, wie der Bass etwas reduziert wird, um ein Übersteuern zu verhindern.
Wie ist aber nun der Klang?
Auf normalen, Hausparty tauglichen Lautstärken ist ganz klar der Bass das primäre taktgebende Element. Keine Überraschung, denn im Rockster Air ist ein 25cm Tieftöner verbaut, welcher ohne Frage die Hauptlast trägt.
Der Bass lässt sich hierbei mithilfe eines Drehreglers auf die eigenen Wünsche anpassen. Bei niedrigen Lautstärken habe ich beispielsweise den Bass mehr aufgedreht, als bei höheren Lautstärken.
Der Teufel Rockster Air schafft es durchaus Wände zum Wackeln zu bekommen, am Bass gibt es nichts auszusetzen! Dieser ist tief, kräftig und qualitativ hochwertig. Wer es richtig krachen lassen möchte, wird viel Freude am Rockster Air haben.
Allerdings ist der Teufel Rockster Air kein klassicher „Hifi“ Lautsprecher, was man in den Höhen und Mitten etwas merkt.
Die Mitten sind tendenziell eher schwach, genau wie die unteren Höhen. Eventuell liegt dies am verbauten Hochtonhorn, welches für die Pegelfestigkeit benötigt wird, aber nicht ganz mit klassischen Hifi Hochtönern mithalten kann.
In der Standard Position des Höhenregelers ist mir der Rockster Air beispielsweise etwas matt, dreht man die Höhen hoch, bekommen diese ein gutes Stück mehr Glanz und Brillanz.
Aufgrund der extrem guten und tiefen Bässe, wie auch den guten oberen Höhen bietet der Rockster Air eine subjektiv sehr hohe Dynamik und Lebendigkeit. Wenn man so will, der Teufel Rockster Air macht Spaß und das richtig viel!
Gerade in Titeln mit mächtigeren Bässen fühlt sich der Lautsprecher richtig wohl und bekommt auch die Luft regelrecht zum Beben.
Ja selbst im Akkubetrieb ist der Rockster Air voll Party tauglich oder generell für Nutzer, welche es gerne ordentlich krachen lassen.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings. Im Leerlauf besitzt der Teufel Rockster Air leichte Störgeräusche, welche ich auf Bluetooth Störungen schiebe. Dieses „geknisterte“ wird allerdings nicht mitverstärkt und ist somit nur zu hören, wenn man sich ca. einen Meter vor dem Lautsprecher befindet und gerade keine Musik läuft.
Von daher ist dieser Kritikpunkt nicht tragisch. Zumal abseits davon die Bluetooth Verbindung sehr gut war. Man kann sich problemlos mit seinem Smartphone im Raum bewegen, Teufel gibt einen maximalen Abstand von 10m an, welcher auch richtig ist.
Qualitativ ist die Bluetooth ebenfalls tadellos, sofern man ein Android Smartphone mit APTX nutzt. Ohne APTX hört man einen leichten qualitativen Unterschied, welcher aber immer noch sehr gering ist.
Fazit
Ihr veranstaltet regelmäßig Partys, ob nun Outdoor oder im eigenen Partykeller und sucht dafür einen Semi-Portablen/Professionellen aktiven Lautsprecher mit Bluetooth? Dann ist der Teufel Rockster Air das richtige Kaliber!
Dieser ist laut, bassstark und generell einfach nur mächtig! Mit maximal 112dB schafft der Rockstar problemlos Lautstärken, welche in kleineren Räumen einfach nur unangenehm sind, was in diesem Fall aber positiv gemeint ist.
Dabei ist der Bass mächtig genug durchaus Wände zum Wackeln zu bekommen. Erst auf extremen Pegeln merkt man, dass der Tiefbass Bass etwas reduziert wird. Bis dahin habt Ihr aber viel Luft auch große Räume ordentlich zu beschallen.
Das Erstaunlichste ist allerdings, dass der Teufel Rockster Air dies auch im Akkubetrieb schafft! Zumal der Akku auch wirklich recht lange halten kann. Leise sind laut Teufel bis zu 30 Stunden möglich, in Party tauglichen Lautstärken weiterhin zweistellige Werte.
Hinzu kommt eine große Anschlussvielfalt, welche unter anderem das Verbinden und Abmischen von Instrumenten, Mikrofonen und sonstigen Geräten welche 3,5mm nutzen ermöglicht. Hinzu kommt natürlich Bluetooth.
Allerdings muss man natürlich dazu sagen, dass der Teufel Rockster Air mit rund 600€ natürlich nichts für jeden ist. Zwar klingt der Lautsprecher gut, gerade was den Bass angeht, dieser ist aber kein „HiFi“ Lautsprecher.
Der Teufel Rockster Air fühlt sich erst richtig wohl, wenn man diesen über Zimmerlautstärke betreibt. Seid Ihr der richtige Nutzer für den Teufel Rockster Air, dann gibt es nichts was gegen den Kauf spricht! Der Rockster Air macht Spaß!
Vielleicht seid ihr ja schon einmal über diese diversen Mini Verstärker gestolpert die man bei Amazon, Ebay und Co findet und habt Euch gefragt ob diese denn etwas taugen.
So viel greife ich schon einmal vorweg, die meisten sind selbst an großen Lautsprechern deutlich besser als man denkt.
Ich nutze schon seit längerem einen „mini“ Verstärker an meinem Schreibtisch in Kombination mit zwei großen Regallautsprechern.
Allerdings habe ich mich nun für ein kleines Upgrade entschieden. Hierbei fiel meine Wahl auf den Sabaj Audio A2 Digital Verstärker.
Warum? Dieser bietet mit 2x 55W vergleichsweise viel Leistung für solch einen „mini“ Verstärker, besitzt einen optischen Eingang und Bluetooth.
Preislich liegt das gute Stück bei knapp unter 70€, was sehr fair klingt. Aber wie gut ist solch ein China mini Verstärker? In diesem Fall speziell der Sabaj Audio A2 Digital Verstärker?
Das Erste was beim Sabaj A2 ins Auge springt, ist sicherlich die Größe des Verstärkers. Dieser ist gerade einmal so groß wie eine Handfläche, mit rund 10,5 x 10,5 x 3cm.
Das Zweite was ins Auge springt ist die Verarbeitungsqualität und Materialwahl. Der Sabaj Audio A2 besitzt ein komplettes Aluminium Gehäuse. Der größte Teil ist hierbei aus einem soliden Block gefräst, was natürlich dem Verstärker eine unheimliche Massivität verleiht. Dies in Kombination mit der schwarzen Lackierung sorgt auch für eine recht edle Optik.
Ich bin zwar zugegeben kein großer Fan von dem Sabaj Branding auf der Front, welches mir etwas zu verspielt ist, abseits davon kann ich mich haptisch und optisch nicht beschweren.
Gehen wir einmal um den Verstärker herum. Auf der Front finden wir einen großen Drehregler. Dieser lässt sich nicht nur drehen, sondern auch drücken! Haltet ihr diesen für ca. 3 Sekunden gedrückt, wird der Verstärker eingeschaltet. Drückt ihr den Regler im Betrieb, wird zwischen den Eingängen des Verstärkers umgeschaltet. Praktisch funktioniert diese Art der Steuerung erfreulich gut.
Ebenfalls auf der Front befindet sich ein kleines Display, welches ich zugegeben etwas unnötig finde. Im normalen Betrieb wird auf dem Display nur die Lautstärkenstufe angezeigt, zudem wird beim Drücken des Drehrads angezeigt welcher der drei Eingänge genutzt wird.
Um ehrlich zu sein dies wäre aus meiner Sicht nicht nötig bei nur drei Eingängen. Man muss eh durch die Eingänge durchschalten um diese zu wechseln.
Kommen wir zu den Eingängen. Diese finden wir auf der Rückseite, neben dem Anschluss für das Netzteil und der Lautsprecher.
Der Sabaj Audio A2 verfügt über einen AUX Eingang, einen optischen Eingang und Bluetooth! Für das verbaute Bluetooth Modul besitzt der Verstärker eine kleine Antenne, welche aber optional ist. Solltet ihr kein Bluetooth nutzen, könntet ihr die Antenne auch weglassen.
Die Lautsprecher werden über vier Schraubklemmen angeschlossen, welche qualitativ okay sind, aber vielleicht etwas klein. Kabel über einem Querschnitt von 1,5mm² wird problematisch.
Wobei hier vermutlich eh keine größeren Querschnitte nötig sind.
Zusätzlich mit im Lieferumfang befindet sich eine kleine Fernbedienung. Ich musste um ehrlich zu sein etwas lachen als ich diese sah. Auf der einen Seite haben wir einen massiven Aluminiumverstärker in einer edlen Optik, auf der anderen Seite haben wir die billigste Plastikfernbedienung die ich jemals gesehen habe!
Immerhin eine Fernbedienung ist besser als keine Fernbedienung, zumal diese optional ist. Alle Einstellungsmöglichkeiten (außer Mute, hierfür kann man aber einfach die Lautstärke herunter drehen) lassen sich auch direkt am Verstärker einstellen.
Klang
Der Klang des Sabaj Audio A2 hängt natürlich zu 95% von den verwendeten Lautsprechern ab. Schließt ihr schlechte Lautsprecher an, bekommt Ihr einen schlechten Klang.
Was aber wenn man gute Lautsprecher an den Sabaj Audio A2 Verstärker hängt? Ich verwende für meinen Test und auch später „Privat“ zwei Nubert nuBox 313 Lautsprecher.
Die Nubert nuBox 313 sind absolut hervorragende Regallautsprecher mit einem Kaufpreis von rund 160€ pro Stück. Diese sind für Regallautsprecher auch schon ein etwas größeres Kaliber mit 110/140W maximaler Leistung.
Hier wirkt natürlich der Sabaj Audio A2 Digital Verstärker mit zwei mal 55W vielleicht sogar etwas „unterpowert“. Aber wie sieht es in der Praxis aus?
Sehr gut! Der Sabaj Audio A2 kann ohne Probleme die Nubert nuBoxen auf Party taugliche Lautstärken bringen. Hierbei wirkt es auch nicht so als würde der Verstärker übermäßig hart dafür arbeiten müssen.
Was meine ich damit? Um mein Büro (ca. 30m²) brüllend laut zu beschallen, muss ich den Verstärker rund 80% aufdrehen.
Bei diesen 80% klingt der Verstärker immer noch absolut sauber. Selbst die Bässe sind noch wunderbar rund und voll. Es setzt hier kein merkbares Powerlimit ein.
Aber auch abseits vom Bass ist der Sabaj Audio A2 Verstärker makellos! Höhen sind klar und brillant, Mitten sauber abgebildet und Bässe wie bereits angesprochen rund und schön voll.
Die Klangwiedergabe ist im normalen Modus sehr angenehm neutral. Allerdings gibt es einen EQ Modus in welchem etwas die Höhen und Tiefen angehoben werden.
Kurzum klanglich steht der Sabaj Audio A2 großen Vollverstärkern nicht viel nach. Dies ist auch keine große Überraschung. Einen guten Verstärker zu bauen ist nicht so schwer, wie man gerne denkt. Auch gute Komponenten sind nicht mehr so teuer, wie diese einmal waren.
Erst wenn man die letzten 2-5% Klang herausholen will, muss man deutlich tiefer in die Tasche greifen.
An den Nubert nuLine 334, funktioniert, man hört aber Klangeinbußen
Bei einer Kleinigkeit habe ich allerdings etwas Kritik. Der Sabaj Audio A2 hat leider ein leichtes Grundrauschen. Bei der Musikwiedergabe nicht störend, aber im Leerlauf etwas.
Schade, denn abseits davon ist der Sabaj Audio A2 ziemlich perfekt!
Gibt es qualitative Unterschiede zwischen den diversen Anschlüssen des Verstärkers? Zwischen dem optischen und AUX Eingang keine großen, sofern der DAC in eurem PC gut ist.
Bluetooth hingegen reduziert die Qualität ein Stück. Bässe sind etwas flacher, aber grundsätzlich ist der Klang via Bluetooth weiterhin voll zu gebrauchen!
Hier kommt es auch etwas darauf an was für ein Smartphone ihr nutzt. Ein iPhone beispielsweise klingt via Bluetooth etwas schlechter als ein Smartphone welches APTX unterstützt.
Kleine Anmerkung, ich habe den Verstärker mal geöffnet und der innere Aufbau sieht verdammt gut aus!
Der Verstärker ist sauber aufgebaut und die Komponenten wirken ausreichend hochwertig, auch wenn der Aufbau nicht unbedingt von einer großen Komplexität geprägt ist, was aber auch nicht schlimm ist.
Wenn Ihr den Sabaj Audio A2 mit zwei guten Lautsprechern paart, könnt Ihr einen wirklich vortrefflichen Klang erhalten. Lasst Euch hier nicht zu sehr von dieser 55W Angabe irritieren. Der Verstärker schafft es selbst ein paar sehr gute 140W Regallautsprecher (Nubert nuBox 313) auf partytaugliche Lautstärken zu befördern, ohne dabei an Qualität einzubüßen.
Die Kombination Nubert nuBox 313 und Sabaj Audio A2 Digital Verstärker schlägt dabei selbst sehr gute fertig PC Lautsprecher Sets! Selbst billigere Subwoofer werden klanglich problemlos geschlagen.
Abseits des Grundrauschens im Leerlauf ist der Sabaj Audio A2 klanglich 1A! Dabei bieten die Anschlüsse eine große Vielfalt inklusive Bluetooth!
Dieses ist zwar der kabelgebunden Nutzung etwas unterlegen, aber was den Komfort angeht natürlich top!
Auch top ist die Optik und Verarbeitung. Der Sabaj Audio A2 Digital Verstärker hat ein hochwertiges Aluminiumgehäuse, welches teuer und edel aussieht. Nur die Fernbedienung ist billigster Schrott (ja sie funktioniert, aber haptisch die schlechteste Fernbedienung, die ich jemals gesehen habe).
Kurzum ihr habt ein paar vernünftige Lautsprecher herumstehen, welchen ihr neues Leben einhauchen wollt, oder ihr wollt sogar ein neues Stereo Soundsystem aufbauen, dann ist der Sabaj Audio A2 Digital Verstärker für rund 70€ eine top Basis dafür!
Mit dem Mi A1 hat Xiaomi sein erstes Smartphone vorgestellt welches wirklich für den europäischen bzw. westlichen Markt bestimmt ist.
Natürlich konnte man auch bisher schon Xiaomi Smartphones hier in Deutschland einsetzen. Diese waren allerdings gerade softwareseitig primär auf den chinesischen Markt zugeschnitten. Auch die Hardware war aufgrund von fehlenden LTE Bändern oftmals nicht ganz optimal für den Einsatz in Deutschland. Es gab zwar auch einige Smartphones, die eine globale Version besaßen, aber diese waren auch eher so halbherzig angepasste Geräte.
Das neue Xiaomi Mi A1 basiert hingegen auf dem reinen Android, ohne chinesische Software Anpassungen. Zudem ist auch die Hardware dank diverser LTE Frequenzen besser für den europäischen und deutschen Markt geeignet.
Zwar wird das Xiaomi Mi A1 aktuell noch primär aus Asien versendet, aber im Grunde ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Xiaomi seine ersten Smartphones auch regulär im deutschen Handel anbietet.
Bis dahin ist natürlich auch ein Import kein Problem. Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob das erste Xiaomi Smartphone für den westlichen Markt überzeugen kann!
Das Xiaomi Mi A1 ist aktuell für rund 200€ zu bekommen und für diese Preisklasse sieht das Smartphone klasse aus!
Das Mi A1 wird in drei Farben Angeboten, schwarz, golden und rose gold. Ich habe mich für die klassische Schwarze Version entschieden.
Xiaomi setzt beim Mi A1 auf ein Aluminiumgehäuse, welches durchaus mit einer hohen Qualität punkten kann. Das Aluminium fühlt sich relativ glatt und geschmeidig an, zudem sind die Kanten recht stark abgerundet. Zwar nicht optimal für den Gripp, aber dafür ist das Mi A1 ein echter Handschmeichler.
Es erinnert mich vom Handgefühl etwas an das Huawei P10/P10 Plus, was tendenziell ja nichts Schlechtes ist.
Interessant sind die Antennenstreifen gelöst. Diese verlaufen nicht wie bei den meisten günstigen Smartphones quer über das Gerät, sondern sind wie beispielsweise auch bei den neueren iPhones am Rand entlang gelegt. Hierdurch wirkt die Rückseite sehr sauber und elegant.
Gehen wir einmal um das Xiaomi Mi A1 herum. Auf der Front finden wir das 5,5 Zoll Display, wie auch eine 5MP Front Kamera und drei beleuchtete kapazitive Tasten unterhalb des Displays. Daumen hoch für die Beleuchtung der Tasten! In dieser Preisklasse ist das recht selten.
Auf der Unterseite finden wir sämtliche Anschlüsse, USB C zum Laden, ein 3,5mm Kopfhöreranschluss und den Lautsprecher. Die drei üblichen physischen Smartphone Tasten sind am rechten Rand des Gerätes angebracht und besitzen einen guten Druckpunkt.
Auf der Rückseite finden wir die 12 Megapixel Dual Kameras, welche leicht hervorstehen, wie auch den LED Blitz und den Fingerabdruckscanner.
Intern gibt es einen Dual SIM Karten Slot oder alternativ Single SIM + microSD Speicher Erweiterung.
Software
Xiaomi setzt beim Mi A1 nicht auf seine übliche MIUI Benutzeroberfläche, sondern auf Standard Android. Genau genommen ist das Mi A1 Teil des Android One Projekts.
Android One versucht von Google Software Updates zu zentralisieren. Das bedeutet ein Android One Smartphone muss von Google abgesegnete Hardware besitzen und bekommt dafür Updates auch direkt von Google.
Dies ist beim Mi A1 wohl etwas anders gelöst. Die Updates laufen wohl noch über Xiaomi, diese versprechen aber die Updates von Google sofort durchzureichen.
Bisher klappt dies anscheinend auch. Nach dem Einschalten war direkt ein 1GB großes September Sicherheitsupdate verfügbar. „Leider“ läuft das Mi A1 allerdings noch mit Android 7.1.2. Ein Update auf Android 8.0 soll aber bald folgen.
Zum Betriebssystem selbst gibt es an sich nicht viel zu sagen. Ihr bekommt beim Mi A1 reines Android, so wie Google es sich vorstellt. Ihr habt also bereits den Google Pixel (1) Launcher inklusive Google Assistent und der Google „Now“ Seite auf dem ganz linken Homescreen.
Auch 3. Anbieter Apps sucht Ihr vergebens. Es ist lediglich eine Xiaomi Kamera App vorinstalliert (ich nehme an die Android Eigene besitzt keinen Dual Kamera Support), eine Feedback App und eine App für den IR Sender, sodass Ihr das Mi A1 als Fernbedienung nutzen könnt.
Bei meiner 64GB Version beläuft sich der freie Speicher bei rund 50GB (49,9GB), was ausreichend viel ist. Wobei natürlich 14GB belegter Speicher bei solch einem an sich schlanken OS auch nicht wenig ist (ja ich weiß etwas fällt auch aufgrund der Formatierung weg).
Display
Das Xiaomi Mi A1 verfügt über ein 5,5 Zoll Full HD LTPS Display. Wie ich schon lange sage, wirklich schlechte Full HD Panels für Smartphones scheint es nicht mehr zu geben.
Daher ist es auch keine Überraschung, dass das Display des Mi A1 gut bis sehr gut für seine Preisklasse ist. Das Bild ist scharf, Kontraste gut und Farben ausreichend leuchtend.
Wobei das Mi A1 auch nicht über das farbenfrohste Bild verfügt. Ich würde dieses gerade verglichen mit Samsung Smartphones als tendenziell eher natürlich einstufen.
An sich bevorzuge ich etwas farbenfrohere Displays, aber das Display des Mi A1 ist definitiv kein Schwachpunkt.
Lautsprecher
Der Lautsprecher des Xiaomi Mi A1 befindet sich auf der rechten Unterseite des Smartphones. Dieser klingt okay. Er ist ausreichend laut und ausreichend klar.
Allerdings habe ich auch schon klarere und brillantere Smartphone Lautsprecher gehört. Dafür besitzt das Mi A1 allerdings etwas Tiefgang, sofern man bei einem Smartphone davon sprechen kann.
Kurzum für mal ein Video oder Webradio reicht der Lautsprecher.
Auch der Kopfhöreranschluss ist absolut okay. Dieser bietet eine solide bis vielleicht leicht überdurchschnittliche Qualität.
Die Ohrmuschel und damit die Telefonqualität ist unauffällig.
Kamera
Das Xiaomi Mi A1 setzt auf ein Dual Kamera Setup, wie es momentan so beliebt ist. Hierbei nutzt Xiaomi allerdings zwei 13 Megapixel Sensoren, der Hauptsensor verfügt über eine Blende von F2.2 und der sekundäre Sensor über eine Blende von f2.6. Der Hauptsensor stammt von Omnivision und hört auf den Namen OV12A10.
Dies hat mich um ehrlich zu sein etwas besorgt. Kamera Sensoren stammen in der Regel alle von Sony. Kein großer Anbieter (abseits von Samsung) setzt hier auf irgendwas anderes und bei den Smartphones wo ich Sensoren von anderen Herstellern gesehen habe, spiegelte sich dies auch in der Qualität wieder. Hinzu kommt die mäßig gute Blende.
Ehe wir zur Bildqualität kommen sprechen wir einmal über die Dual Kamera. Es gibt hier grob zusammengefasst drei Herangehensweisen.
Eine Hauptkamera + eine niedriger auflösende sekundäre Hauptkamera. Dies ermöglicht es dem Smartphone Tiefeninformationen zu sammeln, um damit einen Hintergrundunschärfe Effekt zu erzeugen. Dies soll die Bilder einer Spiegelreflex-Kamera simulieren, welche sich optisch gerade aufgrund der Hintergrundunschärfe und damit dem Freistellen des fokussierten Objekts unterscheiden.
Zwei Hauptkameras mit unterschiedlichen Blickwinkeln/Brennweiten. LG nutzt beispielsweise eine normale Hauptkamera und eine Weitwinkel-Sekundäre-Kamera, Apple oder auch neuerdings Samsung nutzen eine normale Kamera + eine Zoom Kamera.
Zwei gleichwertige Sensoren, deren Bilder für eine bessere Qualität zusammengerechnet werden. Dies macht beispielsweise Huawei bei seinen Smartphones. Hierdurch soll es mehr Details in den Aufnahmen geben, wie auch eine bessere Dynamik.
Xiaomi nutzt beim Mi A1 die zweite Version. Beide Kameras verfügen über unterschiedliche Blickwinkel. Die Hauptkamera hat einen normalen Blickwinkel, während die sekundäre Kamera einen 2x Zoom besitzt.
Zwar nutzte ich dieses Zoom Feature selbst recht selten und es hat mir auch bei Smartphones die es nicht haben bisher nie gefehlt, aber dennoch ist dies grundsätzlich ein sinnvolles Dual Kamera Feature.
Kommen wir aber langsam zur Bildqualität.
Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.
(rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit allen Bildern)
Puh bei der Bildqualität des Mi A1 sehe ich Licht und Schatten. Ist genug Licht vorhanden, werden Bilder der Hauptkamera gut. Diese sind scharf und bieten klare Farben inklusive stimmigen Weißabgleich.
Auch der zweite Kamera Sensor liefert akzeptable Aufnahmen. Hier muss aber gleich gesagt werden, dass die Bilder des zweiten Sensors ganz klar schlechter sind als die des Hauptsensors! Aufnahmen sind merklich weicher und weniger scharf.
Dies macht leider die Zoom Kamera etwas „überflüssig“. Zwar ist das Nutzen der Zoom Kamera bei gutem Licht besser als digital Zoom, aber das Wissen, dass die Bilder schlechter werden als mit der Hauptkamera, sorgt dafür, dass man die Hauptkamera auch zu 99% im Alltag nutzt.
Zumal bei ungünstigen Lichtverhältnissen das Bild völlig kippt. Sobald nicht mehr Sonnenschein herrscht, bricht der zweite Kamerasensor Qualitativ völlig weg. An sich keine Überraschung. Der zweite Sensor ist kleiner als der Hauptsensor und besitzt nur eine f2.6 Blende.
Aufnahmen werden verrauscht, die Schärfe sinkt stark und auch Farben bekommen einen Gelb/Braun stich.
Bei Dunkelheit oder Bewölkung zeigt aber auch die Hauptkamera schwächen. Bilder werden etwas matschig und verlieren ihren „Glanz“. Zudem sinkt die Schärfe ein gutes Stück und die Bilder neigen zum Verwackeln. Habt Ihr genug Zeit und Bewegen sich die Objekte nicht, geht es. Hier macht der „Low Light Modus“ einen guten Job. Bewegen sich die Objekte allerdings bekommt das Mi A1 Probleme.
Die Leistung der Kamera im Dunkeln ist nicht schlecht, aber auch nicht überragend.
Das Xiaomi Mi A1 ist damit eher ein schön Wetter Smartphone. Der Kamerasensor ist wie befürchtet nicht das Highlight dieses Smartphones. Dies sieht man auch an der recht schwachen Dynamik.
Wobei ich die Kamera jetzt auch nicht künstlich schlechtreden will. Es sind mit dem Xiaomi Mi A1 gute Bilder zu machen und in der 200€ Preisklasse wird es nicht leicht sein ein Smartphone zu bekommen mit besser Kamera zu finden. Ja diese gibt es, aber dafür besitzen diese entweder schwächere andere Hardware oder sind einen ticken teurer.
Die Kamera App macht im Übrigen einen guten Eindruck. Auch das Verarbeitungstempo der Bilder ist ausreichend hoch, lediglich HDR Aufnahmen dauern ein paar Sekunden.
Videoseitig kann das Mi A1 mit 4K Aufnahmen überzeugen. Diese bieten wenn das Licht stimmt eine gute Qualität, auch wenn der Autofokus vielleicht ein wenig Träge ist. Auch die Videostabilisierung ist suboptimal.
Dennoch für die 200€ Preisklasse ist das top!
Benchmarks und Leistung
Xiaomi setzt beim Mi A1 auf den Snapdragon 625 von Qualcomm. Der Snapdragon 625 ist ein recht beliebter Octa-Core in Smartphones der 200-300€ Preisklasse.
Der Snapdragon 625 ist hierbei die niedriger getaktete und somit etwas langsamere Version des Snapdragon 626, welcher beispielsweise im Bq Aquaris X, Lenovo Motorola Moto Z2 Play oder auch im Wiko Wim zum Einsatz kommt.
Der Qualcomm Snapdragon 625 ist eine vernünftige Wahl Xiaomis, aber auch kein absolutes Highlight. Wobei die 4GB RAM und die 64GB Speicher schon ganz nett in dieser Preisklasse sind.
Um die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Mi A1 besser einschätzen zu können, schauen wir und doch einmal ein paar Benchmarks an.
Wie zu erwarten war, liefert das Mi A1 eine gute Mittelklasse Leistung. Diese liegt knapp über dem Huawei P10 Lite mit seinem HiSilicon Kirin 658 und ein gutes Stück über beispielsweise dem Mediatek Helio P10, welcher in vielen 180-220€ Smartphones zum Einsatz kommt.
Allerdings muss sich das Mi A1 beispielsweise dem BQ Aquaris X knapp geschlagen geben. Hier kann auch das reine Android den Unterschied zwischen Snapdragon 625 und Snapdragon 626 nicht ausgleichen.
Ebenfalls wird das Mi A1 von Smartphones mit Snapdragon 652 oder 810 geschlagen, welche aber durchaus in Schlagdistanz sind.
Unterm Strich ist die reine Leistungsfähigkeit des Xiaomi Mi A1 als stark zu bezeichnen, wenn man bedenkt, dass dieses gerade mal 200€ kostet.
Leistung im Alltag
Reines Android + gute Mittelklasse Hardware = starke Alltagsleistung, so könnte man es zusammenfassen.
Mittlerweile sind Smartphone Prozessoren so leistungsfähig geworden, dass die normalen Alltagsanwendungen oder auch Spiele diesen in der Regel keine Probleme mehr bereiten.
Natürlich sieht dies bei Einsteiger Smartphones noch anders aus, aber der hier verwendete Snapdragon 625 ist schon in einer Leistungsklasse welche keine Probleme mit Facebook, WhatsApp, Twitter usw. hat. Selbst wenn viele Bilder schnell geladen werden müssen, zeigt sich das Xiaomi Mi A1 souverän.
Ruckeln oder stottern kann auftreten, ist aber extrem selten und meist nicht zu reproduzieren. Auch die Startzeit von Apps ist gering. Dank der 4GB RAM kommt es auch seltener zum erneuten Laden von Apps, wobei die 4GB RAM hier auch keine Wunder bewirken.
Startet Ihr ein größeres Spiel, werden Anwendungen im Hintergrund meist größtenteils geschlossen. Wo wir bei Spielen sind, wie laufen diese auf dem Xiaomi Mi A1?
In der Regel gut ist hier die Antwort. Bei sehr aufwendigen 3D Spielen aller Marvel Future Fight oder Star Wars Galaxy of Heroes kann es hier und da zu kleineren Rucklern kommen, wenn besonders viele Effekte auftreten. In der Regel sind allerdings alle Spiele auf einer mittleren bis hohen Qualität gut spielbar.
Wie sieht es abseits der reinen Leistungsfähigkeit aus? Das Xiaomi Mi A1 unterstützt 2,4Ghz wie aber auch 5Ghz WLAN mit einem Tempo von bis zu 433Mbit, der AC Standard ist also mit an Bord.
Dies in Kombination mit einer guten Signalstärke sorgt für schnelle App Downloads und schnelle Uploads von Medien wie Fotos und Videos.
Auch am LTE und dessen Empfangsstärke kann ich nichts bemängeln. Das Xiaomi Mi A1 unterstützt auf dem Papier LTE Cat 7 mit bis zu 300 Mbit. Ob dies auch praktisch erreichbar ist, kann ich dank Dorf LTE leider nicht testen, allerdings Band 20 ist an vorhanden und funktioniert auch! Die Signalstärke ist sogar leicht überdurchschnittlich.
Viel mehr gibt es nicht zum Xiaomi Mi A1 zu sagen. Der Rest ist wie man ihn bei einem Android Smartphone mit „Standard Android“ erwarten würde. Probleme mit Abstützen des Betriebssystems oder Apps hatte ich keine.
Zusammengefasst läuft das Xiaomi Mi A1 während meines Tests „unauffällig gut“.
Akkulaufzeit
Im Mi A1 ist ein 3080mAh Akku verbaut. 3080mAh ist nicht gigantisch groß, sondern eine Standard Kapazität. Für asiatische Smartphones sogar vielleicht etwas unterdurchschnittlich.
Dies bedeutet aber natürlich nicht zwingend, dass die Akkulaufzeit auch unterdurchschnittlich ist. Zu einer guten Akkulaufzeit gehört mehr als einfach nur ein großer Akku.
In meinem Standard Test, Webbrowsen, Social Media, leichtes Gaming erreichte ich bei einer mittleren Displayhelligkeit rund 5,5 Stunden aktive Nutzungszeit.
Dies ist ein mittelmäßiger Wert, welcher auch gut zur mittelmäßigen Akkukapazität passt. Unter Volllast und einer hohen Displayhelligkeit werdet Ihr das Mi A1 vermutlich in 2,5-3 Stunden leer gesaugt bekommen.
Intensiv Nutzer werden mit dem Mi A1 also nur knapp durch den Tag kommen. Positiv die Standby Akkulaufzeit ist top!
Fazit
Das Xiaomi Mi A1 ist ein klasse Smartphone! Gerade die Haptik und Optik ist grandios für ein 200€ Gerät. Wenn man das Mi A1 einem normalen Nutzer in die Hand gibt, bin ich mir sicher, dass dieser das Smartphone doppelt bis dreifach so teuer einstufen würde.
Aber auch abseits von der Optik und Haptik kann das Mi A1 überzeugen. Xiaomi setzt hier auf reines Android, mit Update- Versprechen, welches dank fähiger Hardware im Alltag absolut tadellos läuft.
Dies ist zwar immer eine schwierige Aussage aber mehr Smartphone braucht keiner, zumindest die meisten nicht. Ob nun Facebook, Webbrowsen, Twitter oder hier und da mal ein Spiel, all dies bereitet dem Mi A1 keine Probleme.
Der Snapdragon 625 in Kombination mit 4GB RAM ist schon eine ordentliche Kombination.
Bei den Kameras bin ich etwas hin und her gerissen. Die Hauptkamera ist okay, sofern das Licht stimmt. Im Low Light bricht das Mi A1 schnell weg. Auch die Dynamik und der Autofokus ist höchstens mittelmäßig. Dennoch sind gute Bilder mit dem Mi A1 problemlos machbar. Allerdings ein TP-Link Neffos X1 Max oder BQ Aquaris X können in der 200-250€ mit besseren Kameras überzeugen.
Von der Zweitkamera war ich weniger angetan. Diese ist einfach qualitativ nicht auf der Höhe der Hauptkamera. Unterm Strich sind die Kameras des Smartphones nicht schlecht, aber auch nicht das High Light des Mi A1.
Hier konnte mich Software, Empfangsqualität, Verarbeitung, Performance und nicht zuletzt das gute Display mehr überzeugen.
Unterm Strich ist das Xiaomi Mi A1 ein Hammer Smartphone für 200€! Ich würde sogar fast sagen, es ist der aktuell beste Allrounder in dieser Preisklasse.
Wenn Ihr also bereit seid auch mal ein Smartphone abseits der „bekannten“ Hersteller auszuprobieren, bekommt Ihr mit dem Mi A1 ein absolute Preis/Leistungsbombe!
Allerdings muss man bei allem Lob auch ehrlich sein. Das Xiaomi Mi A1 ist nicht alternativlos! Das Bq Aquaris X bietet beispielsweise leicht bessere Hardware (Snapdragon 626 und eine deutlich bessere Kamera) für rund 250€. Hier habt Ihr zudem eine reguläre Garantie und könnt von einem normalen Händler bestellen.
Dennoch bleibt das Xiaomi Mi A1 ein sehr attraktives Smartphone für alle die eine grundsolide Hardware zu einem sehr guten Preis suchen!
Ein Test zu einer Speicherkarte? Langweilig! Falls Ihr dies denkt habt Ihr schon etwas Recht. Allerdings teste ich alles was mir in die Finger kommt und für Speicherkarten -Verhältnisse ist die SanDisk Extreme PRO mit 256GB Kapazität natürlich schon ein interessanteres Modell.
256GB Speicherkarten sind noch etwas recht Neues und gerade dann, wenn Ihr ein höheres Tempo sucht auch noch recht teuer.
Die Extreme PRO ist hierbei Sandisks aktuelle High End Serie, welche durch eine hohe Zuverlässigkeit und ein hohes Tempo punkten soll.
Für die 256GB Version werden hier satte 140€ fällig. Wollen wir doch mal schauen was die SanDisk Extreme PRO 256 GB SDXC dafür bietet!
Die SanDisk Extreme PRO 256 GB SDXC Speicherkarte im Test
Ihr werdet sicherlich schon einmal eine SD Speicherkarte gesehen haben, falls ja ist die SanDisk Extreme PRO nichts Neues.
Die Extreme PRO setzt auf ein schwarzes Plastikgehäuse welches mit einem schwarz/roten Label versehen ist. Qualitativ macht das Gehäuse der Speicherkarte einen „normalen“ Eindruck.
Wer also glaubt ein besonders hochwertiges Gehäuse zu bekommen wird enttäuscht. Hier unterscheidet sich die SanDisk nicht von normalen Speicherkarten.
Die Speicherkarte verfügt wie üblich auch über einen Schreibschutzschalter. Auch liegt die bei SanDisk obligatorische RescuePRO Deluxe Software mit im Lieferumfang.
Die Extreme PRO soll zudem stoßsicher, temperatursicher, wasserfest und röntgensicher sein, Daumen hoch dafür, auch wenn SanDisk keine genauen Daten angibt welche Temperaturen die Speicherkarte zum Beispiel aushält.
Leistung
Kommen wir zum eigentlich interessantem Punkt, der Leistung. Die 256GB Version der SanDisk Extreme PRO ist eine UHS-I SD Karte mit der „V30“ Klasse.
SanDisk bewirbt diese mit einem Tempo von 95MB/s lesend und 90MB/s schreibend. Dies sind sehr hohe Werte! 95MB/s ist das absolute Maximum was überhaupt über den normalen SD Karten Slot übertragen werden. Erst mit UHS-II haben Speicherkarten zusätzliche Kontakte erhalten wodurch noch mehr Tempo möglich ist.
Werden diese 95/90MB/s in der Praxis erreicht? Als Test Speicherkartenleser nutze ich den Kingston FCR-HS4, ein recht gutes Modell.
Wie man sieht erreicht die Speicherkarte nicht ganz die beworbenen Werte. Praktisch konnte ich rund 91MB/s lesend und 83MB/s schreibend erreichen. Diese Werte werden sowohl von CrystalDiskMark und AS SSD bestätigt.
H2testw erreichte zwar leicht niedrigere Werte mit 87,1MB/s lesend und 78,8MB/s schreibend. Es ist aber normal, dass H2testw leicht niedrigere Werte erreicht, Hauptsache die SD Karte besteht den Test.
Fazit
Ihr sucht eine große und schnell Speicherkarte und seid dafür auch bereit etwas tiefer in die Tasche zu greifen?
Dann ist die SanDisk Extreme PRO 256 GB SDXC Speicherkarte eine gute Wahl! Praktisch erreichte diese 91MB/s lesend und 83MB/s schreibend, viel besser kann eine UHS-I Speicherkarte nicht abschneiden!
Natürlich wirkt der Preis mit 140€ recht hoch, dafür bekommt man aber auch satte 256GB. Kurzum ich kann die SanDisk Extreme PRO empfehlen, ich habe diese seit nun ein paar Wochen im Einsatz und bisher keine Probleme.
Auch allgemein gehört SanDisk zu den besseren Speicherkartenherstellern, vor allem was die Zuverlässigkeit angeht.
Equinux hat mit seiner neuen tizi Tankstation eins der interessantesten Ladegeräte in der letzten Zeit auf den Markt gebracht.
Warum? Dieses verfügt neben drei normalen USB Ports auch über einen USB C Port mit „Power Delivery“.
Smartphones welche via USB Laden ist nichts ungewöhnliches, allerdings Notebooks, welche man via USB aufladen kann ist durchaus etwas neues.
Ermöglicht wird dies durch den USB Power Delivery Standard, welcher gerade in Apple Produkten eine sehr hohe Verbreitung findet. Nicht nur Apples neuere Notebooks können via USB Power Delivery geladen werden, sondern auch die Apple iPad Pros und die neueren iPhones.
Schließt Ihr Letztere an ein USB Power Delivery Ladegerät an, werden diese nicht nur geladen, sondern schnellgeladen!
Aber auch beispielsweise Dell Notebooks der XPS Reihe lassen sich via USB C Power Delivery laden, genau wie die Nintendo Switch und die ASUS Zenbooks.
Erstaunlicherweise gibt es aber noch gar nicht so viele Ladegeräte, welche den USB Power Delivery Standard unterstützen. Es gibt das Anker PowerPort+ 5 Premium, das ist das einzige große Multiport Ladegerät mit USB Power Delivery bis zu diesem Zeitpunkt, wie auch einige kleinere und teilweise wenig vertrauenserweckende Modelle auf Amazon.
Equinux ist hingegen eine große und vertrauenswürdige Marke, mit dem Sitz in Deutschland! Von daher wollen wir uns doch einmal die neue equinux tizi Tankstation USB-C + 3 USB-A (75W) im Test ansehen!
Die neue equinux tizi Tankstation USB-C + 3 USB-A (75W) im Test
Die equinux tizi Tankstation ist ein Multiport USB Ladegerät und nutzt dafür auch den üblichen Formfaktor.
Das Gehäuse ist also relativ flach, dafür aber recht breit und lang. Zudem wird das Ladegerät nicht direkt mit dem Strom verbunden, dieses ist kein Steckdosenadapter, sondern kann auf dem Schreibtisch liegen, was ich praktischer finde.
Beim Gehäuse setzt equinux auf ein einfaches mattes Plastik, welches ausreichend robust ist. Zwar ist zugegeben das Ladegerät weniger schick designt als ein originales Apple Macbook Ladegerät, aber dafür ist dieses funktional besser.
Auf der Front finden wir vier Ports. Drei dieser Ports sind normale USB Anschlüsse mit jeweils 5V 2,4A. Diese können allerdings gemeinsam „nur“ mit bis zu 15W bzw. 3A belastet werden.
Das reicht um zwei Mittelklasse/Oberklasse Smartphones zu laden, aber beispielsweise ein iPad + ein iPhone ist zu viel.
Diese USB Ports sind aber eher als „Bonus“ gedacht. Der wahre Star ist ohne Frage der USB C Port. Dieser besitzt auch reichlich Leistung.
Diese wird von equinux mit satten 60W angegeben! Genau genommen 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A und 20V/3A.
Das ist ehe sehr hohe Leistung! Damit kann die tizi Tankstation ein Apple MacBook Pro Ladegerät in der Theorie vollständig ersetzen!
Dies Gesamtleistung des Ladegeräts liegt bei 75W, also 60W via USB C und 15W via „normal“ USB. Über eine LED oder Ähnliches verfügt das Ladegerät nicht.
USB Power Delivery
Ich glaube es ist sinnvoll einmal kurz zu erklären was überhaupt USB Power Delivery ist. Quick Charge, Super Charge usw. wird sicherlich den meisten etwas sagen.
Es handelt sich hierbei um Schnellladetechnologien für Smartphones und Tablets, welche bereits vor einigen Jahren auf den Markt gekommen sind. Ebenfalls habe alle gemeinsam, dass es sich hier um proprietäre Technologien handelt.
Das heißt, jedes Schnellladeverfahren ist entweder mit Lizenzgebühren oder einen Hersteller verknüpft. Quick Charge gehört Qualcomm, Super Charge Huawei usw.
USB Power Delivery hingegen ist ein freier Standard. Jeder Hersteller kann diese Technik nutzen, wenn er dies möchte.
Hierdurch hat USB Power Delivery auch in der letzten Zeit deutlich an Verbreitung zugelegt. Gerade Apple ist USB Power Delivery aktuell in allen seinen Geräten am Verbauen.
Hier eine kleine nicht vollständige Liste mit mir bekannten Geräten welche USB Power Delivery zum Laden/Schnellladen unterstützen:
Google Pixel
Google Pixel XL
Google Pixel C
Google Pixel 2 (XL)
LG G6 (9V)
Samsung Galaxy S8 (5V 3A oder 9V)
Samsung Galaxy S8 Plus (5V 3A oder 9V)
Dell XPS 13 (20V)
Dell XPS 15 (20V)
Apple MacBook
Apple MacBook Pro (14,5V oder 20V)
Apple iPad Pro 10.5
Apple iPad Pro 12.2
Apple iPhone 8 (Plus)
Apple iPhone X
LG Gram 2017
Razer blade Stealth
Nintendo Switch (14,5V)
Huawei Mate 9 (9V)
Huawei P10 (9V)
Huawei P10 Plus (9V)
Huawei Mate 10 Pro
Wie man sieht, gibt es mittlerweile doch schon eine recht große Verbreitung dieses Standards.
Wie funktioniert USB Power Delivery? Der normale USB Port arbeitet mit einer festen Spannung von 5V und aktuell mit einem maximalem Strom von 2,4A.
Um nun höhere Ladegeschwindigkeiten zu erreichen, wird bei USB Power Delivery die Spannung von 5V auf 9V, 12V, 15V oder 20V angehoben. Dies geschieht nur in Rücksprache mit dem angeschlossenen Gerät!
Schließt Ihr ein nicht USB Power Delivery fähiges Smartphone an einen USB Power Delivery Ladegerät an, wird dieses Gerät ganz klassisch mit 5V versorgt. Daher könnt Ihr auch am USB C Port der equinux tizi Tankstation jedes Gerät mit USB C laden.
Erst nach einer Absprache zwischen Ladegerät und Smartphone/Tablet/Notebook wird die Spannung hochgeschaltet. Es ist leichter, eine hohe Spannung zu übertragen, als einen hohen Strom.
Allerdings gibt es einige Notebooks welche eine Mindestleistung voraussetzen. Man kann also nicht jedes USB Power Delivery fähige Notebook an jedem USB Power Delivery Ladegerät laden.
Beispielsweise das Dell XPS 13/15 benötigt mindestens 45W. Hat das Ladegerät diese nicht, wird das Laden verweigert.
Dies ist aber bei der equinux tizi Tankstation erst einmal kein Problem. Mit 60W auf dem USB C Port bietet diese für alle mir bekannten Notebooks genug Leistung.
Messwerte
Beginnen wir bei den drei normalen USB Ports. Equinux gibt die Leistung für diese USB Ports mit 3A an. Dies ist recht wenig auf drei Ports verteilt, praktisch reicht diese Leistung um zwei Smartphones gleichzeitig bei vollem Tempo zu laden. Aber beispielsweise ein iPad + ein Smartphone wäre zu viel. Wobei „zu viel“ sehr relativ ist.
Praktisch ist es möglich ca. 3,6A über diese drei Ports zu saugen, ehe die Spannung auf den Ports zusammenbricht (auf ca. 3,2V).
Würdet Ihr also ein Tablet und ein Smartphone gleichzeitig anschließen wird die Ladegeschwindigkeit für beide Geräte einfach nur gedrosselt. Der Ladevorgang wird nicht komplett unterbrochen.
Wie steht es aber um die Ladegeschwindigkeit? Diese ist ordentlich, für Ports, welche kein Schnellladeverfahren nutzen. Hierbei sind die USB Anschlüsse sowohl für Apple wie auch Android Smartphones optimiert.
Das iPhone X erreicht 1,47A, das iPad Pro 2,21A, das Samsung Galaxy S8+ 1,76A, das Google Pixel 2 XL 1,42A und das Huawei Mate 10 Pro 1,86A.
Durch die Bank weg vernünftige Ladegeschwindigkeiten! Probleme mit einem speziellen Smartphone Hersteller scheint es nicht zu geben, die Smart Elektronik macht also einen guten Job.
Das ist interessante ist aber natürlich der USB C Port mit Power Delivery. Folgende Geräte habe ich an diesem getestet:
Apple iPhone X
Apple iPad Pro
Samsung Galaxy S8+
Google Pixel 2 XL
Huawei Mate 10 Pro
Dell XPS 13
Apple MacBook Pro 13 (Late 2016)
Beginnen wir bei den Smartphones. Das iPhone X erreichte 8,8V und 1,82A (16,01W), was rund 3x so schnell ist wie mit dem beiliegenden Ladegerät und doppelt so schnell wie mit einem normalen 5V USB Ladegerät, das Google Pixel erreichte 8,8V 2,15A (18,92W) und das Huawei Mate 10 Pro 9V 1,91A (17,19W).
Das Samsung Galaxy S8 ist immer so eine Sache an USB Power Delivery Ladegeräten. Dieses scheint nur einen sehr halbherzigen Support für diesen Standard mitzubringen. An der Tizi Tankstation erreichte dieses 5V 2,18A, was 10,9W entspricht. Dies ist schneller als an einem normalen 2,4A USB Port, wo dieses maximal 8,85W erreicht, aber auch langsamer als via Quick Charge, wo dieses rund 12,8W aufnimmt.
Aber wie man sieht, sind die Unterschiede sehr gering.
Wie steht es um das iPad Pro? Die neueren iPad Pros nutzen auch USB Power Delivery und können daher an der Tankstation schnellladen. Ich konnte 14,8V und 1,7A messen, was rund 25W Ladestrom entspricht. Verglichen mit den rund 12W des Original Ladegerätes ist das doch ein guter Sprung.
Vielleicht fragt ihr euch nun „wie lädst du denn die Apple Geräte an einem USB C Port?!“, wie für alles gibt es auch hier einen Adapter bzw. ein Adapterkabel. Dieses stammt direkt von Apple und ist ein USB C auf Lightning Kabel. Wichtig nur das Original Apple USB C auf Lightning Kabel unterstützt das Schnellladen! Sämtliche 3. Anbieter Kabel die ich bisher getestet habe, funktionieren nicht.
Kommen wir zu den Notebooks. Das Dell XPS 13 ist etwas wählerischer beim Laden via USB C. Dieses benötigt mindestens 45W Leistung auf dem USB C Port, das heißt, die ganzen 29/30W USB C Ladegeräte funktionieren nicht mit dem Dell.
Das equinux tizi Tankstation funktionierte mit 60W allerdings problemlos! Ich konnte hier einen Ladestrom von 44,2W messen (19,8 und 2,24A). Dies entspricht der Leistung des Original Ladegerätes!
Apple MacBooks und MacBook Pros sind hingegen deutlich unproblematischer. Diese können genau genommen an so ziemlich allen USB Ladegeräten laden, nur dann halt gegebenenfalls sehr langsam.
An der equinux tizi Tankstation lädt allerdings mein MacBook Pro 13 Late 2016 alles andere als langsam. Auch dieses wählte die 20V Spannungsstufe, bei 2,36-2,96A Ladestrom, also rund 46-58W.
Kurzum das MacBook Pro 13 Zoll wird mit vollem Tempo geladen!
Kommen wir zum Abschluss noch zu ein paar grundsätzlichen Dingen. Leider verfügt meine Tankstation über ein leichtes Spulenpfeifen, wenn die drei USB Ports belastet werden. Die Lautstärke des Spulenpfeifens ist noch in einem sehr erträglichen Rahmen und für mich kein NoGo, auch wenn ich die Tankstation nicht auf meinem Nachttisch einsetzen würde.
Spulenfiepen ist aber nicht zwingen immer bei allen Modellen vertreten, es ist also möglich, dass euer Ladegerät dies nicht hat.
Der Stromverbrauch im Leerlauf liegt bei 0,3W und die Effizienz der normalen USB Ports bei 83% und die Effizienz des USB C Ports bei 91% (jeweils bei einer mittleren Last). Gerade der Wert für den USB C Port ist gut!
Fazit
Ihr besitzt ein Apple MacBook Pro, Dell XPS, iPad Pro oder ein anderes Notebook welches via USB C Laden kann und sucht ein gutes und schnelles Ersatz Ladegerät? Dann ist die equinux tizi Tankstation aktuell eure erste Wahl!
Dies liegt natürlich primär an der hohen Leistung, welche auf dem USB C Port liegt. 60W Leistung via USB C ist schon ordentlich und reicht auch praktisch so gut wie alle Geräte auf dem Markt welche USB Power Delivery unterstützen mit vollem Tempo zu laden.
Also ja die equinux tizi Tankstation kann beispielsweise das originale Apple MacBook Pro Ladegerät voll ersetzen. Zusätzlich kann die Tankstation auch viele Smartphones schnellladen, unter anderem das neue iPhone X, iPhone 8, Huawei Mate 10/9, P10, Google Pixel 1 und 2 usw.
Hinzu kommen noch die drei normalen USB Ports, welche optimal sind zusätzlich ein Smartphone, Powerbank, Bluetooth Lautsprecher usw. aufzuladen. Hier habe ich allerdings einen Kritikpunkt. Die Leistung auf diesen USB Ports ist mit insgesamt 3A relativ gering. Die 3A reichen, um zwei Smartphones gleichzeitig flott zu laden, bei mehr wird aber die Leistung gedrosselt.
Dennoch fällt das Fazit zur equinux tizi Tankstation sehr positiv aus! Ein super Schreibtisch und Reise Ladegerät! Kompakt, schnell und funktionaler als die meisten Originalladegeräte, dank der drei zusätzlichen USB Ports.
Als das Google Pixel 2 XL vorgestellt wurde, muss ich zugeben mich etwas verliebt zu haben. Irgendwie gefiel mir das etwas ungewöhnlichere Design des Pixel 2 XL.
Allerdings wie heißt es so schön, man kann ja nicht alles haben und da der Test zum Pixel 1 XL eher mäßig gut lief, habe ich schweren Herzens auf den Kauf des Pixel 2 XL verzichtet.
Allerdings nun vor Weihnachten wurde die Verlockung doch zu groß aufgrund der 150€ Rabatt die man auf die Pixel Geräte bekam.
Zwar bin ich jetzt etwas spät mit meinem Test an der Reihe, aber vielleicht ist dieser dennoch für euch interessant.
Lohnt es sich noch ein Google Pixel 2 XL zu kaufen? Finden wir dies im Test heraus!
Google versucht mit dem Pixel 2 und dem Pixel 2 XL optisch sich etwas von der Masse an Smartphones auf dem Markt abzuheben.
Dafür setzt man hier auch auf das vom Pixel 1 bekannte Glas „Fenster“ auf der Rückseite, welches den Bereich um die Kamera bedeckt.
Abseits davon gibt es aber nur sehr wenige Ähnlichkeiten zum Google Pixel 1. Auf der Front dominiert nun das 6 Zoll P-OLED Display, welches zwar nicht rahmenlos ist, aber dennoch mit Recht kleinen Displayrahmen punkten kann.
Ich habe hier einige Kommentare von anderen Testern gelesen nach dem Motto: Nutzer „die Rahmen auch beim Pixel 2 XL sind noch zu groß“. Ja die Rahmen sind größer als beim iPhone X oder Samsung Galaxy S8, aber ich finde das Handgefühl wirklich top! Es gibt hier beispielsweise deutlich weniger unbeabsichtigte Berührungen als bei den beiden zuvor genannten Modellen.
Auch optisch finde ich die Front schick. Es ist etwas anderes als beim iPhone X, Huawei Mate 10 Pro, Samsung Galaxy S8 usw.
Zudem wird der Platz beim Pixel 2 XL auch sinnvoll genutzt. Das Smartphone besitzt zwei Lautsprecher auf seiner Front. Einer über dem Display und einer unter dem Display. Rein von ihrer Form und Anmutung erinnern diese etwas an das Google Nexus 6 oder diverse Motorola Smartphones, dabei wird das Pixel 2 XL von LG gefertigt!
Das Google Pixel 2 XL ist in zwei Farbvarianten verfügbar, schwarz und schwarz/weiß, auch Panda genannt. Schon als das Pixel 2 XL vorgestellt wurde, hatte ich mich etwas in die Panda Version etwas verliebt, dementsprechend habe ich mich für diese auch entschieden.
Eine gute Wahl? Ja! Ich finde diesen Farbmix sehr gelungen, gerade da dieser sich von den schwarzen Glas- Smartphones, welche dieses Jahr etwas dominieren, absetzt. Womit ich etwas weniger glücklich bin, ist der farbige Einschalter. Google hat den Einschalter des Pixel 2 XL immer in einer anderen Farbe gefärbt, vermutlich als Akzent gedacht.
Beim „Panda“ ist der Einschalter orange. Auf Bildern wirkte dies auch sehr cool, in der Praxis ist das Orange etwas heller als es auf Googles Bildern den Anschein macht. Hierdurch geht die Farbe eher in Richtung Warnwesten Farbe. Ein dunkles Rot hätte ich ganz klar bevorzugt.
Dennoch gefällt mir das Pixel 2 XL optisch richtig gut! Wie steht es um die Haptik?
Ich bin bei der Haptik hin und her gerissen. Erinnert Ihr Euch noch an das LG G5? Dieses wurde von der Presse sehr dafür angegriffen das LG hier auf ein Aluminiumgehäuse setzte, welches aber mit einer dicken Schicht Farbe überzogen wurde und sich daher nicht nach Aluminium anfühlte.
Ähnliches ist auch beim Google Pixel 2 XL der Fall. Die Rückseite bestehet mit Ausnahme des „Fensters“ aus Aluminium, welches aber auch hier mit einer recht dicken Farbe überzogen zu sein scheint.
Hierdurch fühlt sich das Smartphone natürlich noch robust und hochwertig an, aber ist anders als ein iPhone 7 oder Huawei Mate 9. Es wirkt doch etwas „plastikhafter“. Wobei dies auch nicht ganz richtig ist, es fühlt sich wärmer an als ein echtes Aluminium Smartphone.
Schlimm? Nein! Natürlich wenn ihr ein Smartphone sucht, welches sich so edel wie möglich anfühlt, kauft ein S8, Mate 10 Pro oder iPhone X. Reicht Euch aber ein Smartphone, welches sich gut anfühlt dann ist das Pixel 2 XL perfekt!
Gehen wir einmal um das Pixel 2 XL herum. Auf der Front finden wir das 6 Zoll P-OLED Display, die beiden Front Lautsprecher und eine 8 Megapixel Frontkamera.
Auf der Unterseite des Pixel ist der USB C Ladeport und auf der linken Seite die üblichen Hardware Tasten jedes Smartphones. Hierbei scheint der Einschalter komplett aus Plastik gefertigt zu sein, währen die Lautstärkewippe aus Aluminium ist.
Software
Das Google Pixel 2 XL setzt natürlich auf Android in der jeweils aktuellen Version. Mein Pixel 2 wurde noch mit 8.0 ausgeliefert, bekam aber direkt das Update auf 8.1.
Sucht Ihr das Android Smartphones mit den meisten und schnellsten Updates, seid Ihr natürlich beim Pixel richtig. Google verspricht 3 Jahre Sicherheitsupdates und Softwareupdates.
Für ein Android Smartphone ist dies natürlich top! Gerade da das Pixel 2 vor allem die Updates schnell bekommen wird.
Zwar besitzt das Google Pixel 2 XL an sich „reines“ Android, aber genau genommen hat hier Google doch ein paar Modifikationen am reinen Android vorgenommen.
Sowohl der Einrichtungsprozess wie auch der Launcher ist modifiziert. Ich nehme an Google will den Pixel Käufern doch etwas das Gefühl geben etwas „Besonderes“ zu haben und hat daher ein paar spezielle visuelle Elemente eingebaut.
Ich kann diese Entscheidung nur begrüßen! Aufgrund des etwas optisch aufgebohrten Pixel Launchers und beispielsweise des sehr coolen bewegten Wallpaper wirkt das ansonsten Stock Android etwas „interessanter“.
3. Anbieter Software ist selbstverständlich keine zu finden! Ihr bekommt lediglich das volle Paket Google. Hierzu gehört die Google Now Seite, welche wie üblich ganz links zu finden ist, der Google Assistent, Google Foto usw.
In Google Foto bekommt ihr auch zwei Jahre lang unbegrenzten Speicher gratis. Eine nette Beigabe, welche aber auch nicht sooo besonders ist. Jedes Smartphone kann unbegrenzten Google Foto Speicher haben, mit „reduzierter“ Qualität. Google reduziert allerdings die Qualität so minimal das dies nicht auffällt.
Lediglich das gratis Speichern von 4K Videos und großen Panoramas ist letztendlich wirklich „besonders“.
Macht Ihr also viele Videos, welche auch viel Speicherplatz fressen, ist der gratis Google Foto Speicherplatz Gold Wert.
Vor allem da das Pixel 2 XL keinen erweiterbaren Speicher besitzt. Ihr müsst Euch bei der Bestellung zwischen 64GB und 128GB entscheiden. Grundsätzlich würde ich mehr Speicher empfehlen, aber auch ich habe nur die 64GB Version genommen, mit welcher ich unter anderem dank gratis Google Fotos Speicherplatz ganz gut klar komme.
Von den 64GB Speicher sind von Haus noch rund 54GB frei.
Display
Das Display des Google Pixel 2 XL ist ohne Frage ein sehr kontroverser Punkt. Dabei sieht dieses auf dem Papier erst einmal sehr gut aus! Es handelt sich bei diesem um ein 6 Zoll P-OLED Display mit einer 2880×1440 Pixel Auflösung.
Wie nun das Display aussieht, häng etwas von Eurer Software Version aus. Der erste große Kritikpunkt den viele Tester des Pixel 2 XL hatten, waren die Farben. Ja dies kann ich nachvollziehen! Out of the Box waren die Farben des P-OLED Display wirklich etwas „matt“, wobei man doch ansonsten OLED Displays als sehr bunt kennt.
Ob dies nun an der P-OLED Technologie liegt oder nur an der Software ist schwer zu sagen. P-OLED steht für „Plastik“ OLED. Hier sind die einzelnen Pixel in einem Plastik eingefasst, bei normalen OLED Panels hingegen in Glas.
Wie auch immer, Google hat das negative Feeback gehört und drei Display Modis via Software eingebaut, natürlich, verstärkt und gesättigt.
Natürlich ist es wirklich recht matt und flach was die Farben angeht, verstärkt ist ein wenig leuchtender aber immer noch recht matt verglichen mit einem Samsung S8 oder iPhone X.
Gesättigt hingen dreht die Farben wirklich ein gutes Stück auf! Hier geht das Pixel 2 XL wirklich etwas in Richtung des Samsung Galaxy S8. Persönlich finde ich diesen Modus am ansprechendsten.
Die weitere Kritik bezog sich auf die Blickwinkel. Hier konnte Google natürlich via Software Update nachhelfen.
Wenn Ihr das Display des Smartphones schräg betrachtet, bekommen weiße Flächen einen Blaustich. Ich finde zwar hier die Kritik die das Pixel 2 XL einstecken musste etwas überzogen, aber ja solch ein Verhalten“ des Displays ist wirklich bei High End Smartphones etwas Ungewöhnliches.
Fällt das Ganze im Alltag auf? Wenig bis gar nicht. Lasst Euch hiervon nicht abschrecken! Nein das Display ist sicherlich nicht das allerbeste in einem aktuellen Smartphone, aber schlecht ist dieses auch auf keinen Fall!
Auch die maximale Helligkeit ist durchaus ordentlich. Ein Outdoor Einsatz mit dem Pixel 2 XL ist also kein Problem.
Sound
Die Minuspunkte die das Pixel 2 XL beim Display kassiert hat, werden allerdings von den wirklich, hervorragenden Lautsprechern ausgeglichen.
Wenn euch die Lautsprecher bei einem Smartphone wichtig sind, dann ist das Google Pixel 2 XL von den aktuellen High End Smartphones ganz klar eure erste Wahl!
Zum einen sind die Lautsprecher auf der Front, was die optimale Position ist, zum anderen besitzen diese eine sehr gute Klangfülle und Volumen (für ein Smartphone). Auch die maximale Lautstärke ist gut!
Kurzum eine wirklich tadellose Vorstellung!
Der Kopfhöreranschluss ist allerdings wieder eine andere Sache, denn das Pixel 2 XL hat keinen. Ich finde es sehr amüsant, letztes Jahr hat sich Google noch darüber lustig gemacht, dass der Kopfhöreranschluss beim iPhone 7 fehlte. Dieses Jahr lassen sie ihn selbst weg.
Der Adapter der in der Box beiliegt ist qualitativ okay, aber ich würde Euch mittelfristig empfehlen auf Bluetooth Kopfhörer und Ohrhörer umzusteigen. Google liefert hier wirklich Standard Qualität und nichts Besonderes.
Kamera
Die Kamera ist ein Punkt, welcher von Google sehr stark hervorgehoben wird. Unter anderem wirbt man mit dem höchsten DxO Mark Score aller Zeiten usw.
Bei der Kamera Hardware sehen wir allerdings erst einmal wenige Besonderheiten. 12 Megapixel und eine F1.8 Blende, keine Dual Kamera. Der Sensor ist allerdings mit 1/2.6″ vergleichsweise groß. Zum Vergleich das iPhone X hat einen 1/2.9″ Sensor.
Dennoch ist beispielsweise ein Samsung Galaxy S8 oder auch Huawei Mate 10 Pro auf dem Papier dem Pixel 2 was die Kamera Hardware angeht überlegen.
Die Stärke von Googles Kamera kommt durch die Software. Das Pixel 2 XL nutzt auch wieder HDR+, das bedeutet alle Aufnahmen des Pixel bestehen in Wirklichkeit aus drei zusammengerechneten Bildern.
Google nutzt hier wie auch schon beim Pixel 1 einen sehr guten Algorithmus und ein ebenfalls sehr gutes Post Processing.
Was ist nun besser sehr gute Hardware + gute Software oder gute Hardware + sehr gute Software?
Schauen wir uns ein paar Testbilder an.
Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.
Wie zu erwarten sind die Aufnahmen des Google Pixel 2 XL fantastisch! Bei Tageslicht sind die Bilder scharf und detailliert mit einer Dynamik welche ganz klar die beste ist, welche ich jemals bei einem Smartphone gesehen habe.
Auch die Textur der Aufnahmen und die Klarheit in der 100% Ansicht ist unheimlich gut!
Stilistisch geht Google allerdings eher einen recht konservativen Weg. Was meine ich damit? Farben der Fotos sind recht neutral und auch die Beleuchtung ist exakt. Klingt erst einmal gut, aber viele Smartphones neigen zu etwas leuchtenderen Farben und einer etwas helleren Belichtung, damit die Fotos etwas ansprechender aussehen.
Das Google Pixel 2 XL hingen produziert hingegen sehr gute und korrekte Bilder. Im Gegenzug hat dafür das Pixel 2 XL keine Probleme mit überbelichten oder unterbelichteten Stellen.
Rein neutral gesehen, würde ich soweit sagen, dass die Fotos des Pixel 2 XL bei normalen Tageslicht/Bewölkung wirklich die so ziemlich besten sind die man von einem Smartphone bekommen kann.
Wie sieht es aber bei schlechterem Licht aus? Im Low Light liefert das Pixel immer noch eine absolute Spitzenperformance! Aufnahmen sind weiterhin was die Dynamik angeht absolute Weltklasse!
Fotografiert Ihr beispielsweise Kerzen die in einem gedimmt beleuchteten Raum auf einem Tisch stehen, schafft es das Google Pixel 2 XL wie kein anderes Smartphone mit den unterschiedlichen Lichtquellen klar zu kommen.
Andere Smartphones hätten nun ein Problem. Entweder das Bild etwas dunkler machen damit die die Belichtung für die helleren Kerzen passt oder die Belichtung etwas höher drehen damit der Raum heller ist, dann überstrahlen aber die Kerzen etwas.
Google Pixel 2 XL, man beachte wie gleichmäßig das Bild/der Baum ausgeleuchtet istApple iPhone XHuawei Mate 10 ProSamsung Galaxy S8+
Ein iPhone X beispielsweise würde in dieser Situation die Kerzen etwas überbelichten, um den Raum besser auszuleuchten. Ähnliches gilt auch für das Samsung Galaxy S8.
Das Huawei Mate 10 Pro hingegen würde vermutlich eher den Raum etwas abdunkeln zugunsten der Kerzen.
Das Google Pixel 2 XL hingegen würde es schaffen beides hinzubekommen! Korrekt beleuchtete Kerzen und ein gut ausgeleuchteten Raum. Dies liegt natürlich an der HDR+ Technologie.
Dies hat allerdings auch oftmals den Nachteil, dass Bilder etwas zu „perfekt“ aussehen. Wollt Ihr beispielsweise stimmungsvoll eine Kerze in einem dunklen Raum fotografieren, neigt das Pixel 2 dazu den Hintergrund mit auszuleuchten und so die Stimmung etwas zu „ruinieren“.
Allerdings zeigt das Pixel im Dunkeln auch ein paar Schwächen. Von den top Kamera Smartphones (Apple iPhone X, Samsung Galaxy S8, Huawei Mate 10 Pro, Google Pixel 2 XL), erzeugt das Pixel 2 XL gemeinsam mit dem iPhone X das stärkste Bildrauschen! Auch die Schärfe ist nicht ganz die beste. Hier liegt man +- mit dem iPhone X auf einer Stufe.
Ein Huawei Mate 10 Pro hingegen produziert im Dunkeln weniger rauschende und schärfere Aufnahmen.
Das passt auch ganz gut zu meinem Foto Fazit. Das Google Pixel 2 XL gehört ohne Frage zu den Top 4 der Kamera Smartphones auf dem Markt. Aber ob ich diesem Platz 1 geben würde, ist nicht ganz eindeutig. Gerade im Dunklen ist das Mate 10 Pro vielleicht noch einen Ticken besser.
Aber das sind Fotos, wie steht es um Videos?
Hier kann das Pixel 2 XL zuerst aufgrund seiner hervorragenden Video Stabilisierung punkten. Die Kombination aus Software und Hardware Stabilisierung ist Google einfach gut gelungen. Videos sind unheimlich weich und flüssig.
Die Bildqualität liegt auf dem Level der anderen High End Smartphones. Vielleicht hat das iPhone X aufgrund seiner 4K 60FPS einen kleinen Vorteil bei besonders schnellen Bewegungen, aber abseits davon sind Videos des Pixel 2 XL unheimlich scharf und detailliert. Kurzum der Videomodus ist ebenfalls absolute Spitzenklasse.
Zum Abschluss wie steht es um den Porträt Modus? Dieser ist auch an Board, wird aber vom Pixel 2 XL von nur einer Kamera erzeugt. Google spricht hier davon, dass dank Dual Pixeln keine zwei Kameras nötig sind usw.
Der Porträt Modus ist okay, aber wie ich finde unzuverlässiger als der des iPhone X und des Huawei Mate 10 Pro.
Teilweise erzeugt das Pixel 2 XL wirklich hervorragende Porträts, teilweise haben diese aber auch grobe Fehler, was die Hintergrundunschärfe angeht.
Hier schwankt das Google Pixel teilweise sehr extrem zwischen positiv und negativ.
Leistung und Benchmarks
Im Google Pixel 2 XL arbeitet die übliche Kombination aus Qualcomm Snapdragon 835 und 4GB RAM. Diese Kombination wird von den meisten High End Smartphones 2017 genutzt.
Hier hat Google also keine „spezielle“ Hardware verbaut, was aber auch nicht schlimm ist. Der Snapdragon 835 ist immer noch der so ziemlich fähigste Chip auf dem Markt, in der Theorie, wie sieht es in der Praxis aus?
Schauen wir uns dafür zunächst ein paar Benchmarks an.
Das Google Pixel 2 XL in der Praxis
Aber natürlich sind Benchmarks nur das eine, wie steht es um die Leistung in der Praxis? Hier habe ich beim Pixel 2 XL etwas das iPhone Problem. Es gibt nicht viel zu berichten. Beim Google Pixel 2 XL trifft fähige Hardware auf hervorragend optimierte Software, eine gute Kombination!
Das Pixel 2 XL ist ohne Frage das am besten laufende Android Smartphone, dass ich dieses Jahr in der Hand hatte. Dies gilt sowohl für die Basis Apps, wie aber auch für die Benutzeroberfläche und Spiele.
Zwar hatte ich bei Spielen teilweise das Gefühl, dass diese noch einen Tick besser auf dem Huawei Mate 10 Pro laufen, aber dennoch eine tadelloses Ergebnis des Google Pixel 2 XL!
Besser geht es aktuell nicht!
Ebenfalls positiv ist mir der Fingerabdruckscanner aufgefallen, welcher sehr schnell und akkurat arbeitet. Zwar etwas schade ist, dass Google noch keine Möglichkeit zur Geschichtserkennung eingebaut hat, aber auch kein Weltuntergang.
Etwas auf das ich sonst eher selten eingehe, ist der Vibrationsmotor. Aber nach dem sehr schlechten Vibrationsmotor des Huawei Mate 10 Pro, kann ich den des Google Pixel 2 XL noch etwas mehr wertschätzen.
Zwar ist der Vibrationsmotor nicht übermäßig stark, aber dieser erzeugt ein sehr angenehmen „Tap“.
Das Google Pixel 2 XL verfügt nun auch über ein Always on Display, welches ganz ordentlich ist. Dieses zeigt Euch neben Datum und Uhrzeit auch Benachrichtigen usw. an. Sehr praktisch das Ganze!
Akku
Das Google Pixel 2 XL verfügt über einen 3520mAh großen Akku. Groß ist hier durchaus eine berechtigte Aussage! Zwar bietet beispielsweise ein Huawei Mate 10 Pro 4000mAh, aber 3520mAh ist schon sehr ordentlich!
Aber die Frage ist natürlich was macht das Pixel 2 XL aus dieser Akkukapazität. Meist spielt es viel weniger eine Rolle ob das Smartphone nun 3500mAh oder 3000mAh Akku Kapazität hat, sondern wie gut die Software und die einzelnen Komponenten abgestimmt sind.
Wie schlägt sich hier das Google Pixel 2 XL? In meinem üblichen Standard Test, eine bunte Mischung aus Webbrowsen, Social Media, leichtem Gaming usw. erreichte das Pixel 2 XL rund 8-9 Stunden aktive Nutzungszeit. Ein sehr guter Wert!
Ebenfalls sehr gut ist die Standby Zeit. Nutzt Ihr das Pixel 2 XL nicht, braucht dieses auch so gut wie keine Energie. Selbst wenn Ihr das Always on Display an habt, braucht das Pixel über Nacht nur wenige % Punkte.
Fazit zum Google Pixel 2 XL
Das Google Pixel 2 XL ist eine Hassliebe. Einerseits finde ich das Design, die Haptik usw. toll, auf der anderen Seite weiß ich aber das Smartphones wie das Samsung Galaxy S8 an sich mehr für weniger Geld bieten.
Beginnen wir am Anfang. Das Gehäuse des Google Pixel 2 XL besteht aus Aluminium, welches allerdings mit einer dicken Schicht Farbe überzogen wurde und daher sich eher wie Kunststoff anfühlt.
Ich mag die Haptik und das etwas weichere/wärmere Handgefühl verglichen mit Glas/Aluminium Smartphones sehr gerne. Aber natürlich gibt es Smartphones, welche ein größeres „Premium“ Feeling ausstrahlen.
Die Optik ist Geschmackssache. Erneut ich mag die Optik, aber ich kann verstehen wenn jemand sagt, dass das ein Samsung Galaxy S8 oder Huawei Mate 10 Pro futuristischer und edler aussieht. Dennoch gefällt es mir das sich das Pixel 2 XL optisch von den Glas Smartphones 2017 etwas abhebt.
Das Display ist mit den aktuellen Updates okay. Dieses ist auch nicht das beste Display, das Ihr aktuell in einem High End Smartphone finden könnt, aber sofern Euch die mäßig gute Blickwinkel Stabilität nicht stört, gibt es eigentlich keinen Grund sich zu beklagen.
Ebenfalls keinen Grund für Klagen bieten die wirklich hervorragenden Lautsprecher im Pixel! Neben den Lautsprechern ist auch die Kamera ein großes Highlight, wenn nicht sogar das größte Highlight des Smartphones.
Ist es wirklich die beste Kamera in einem Smartphone? Aus meiner Sicht nein, ein Huawei Mate 10 Pro ist aus Sicht der reinen Hardware sicherlich noch einen Tick stärker! Das Pixel 2 XL besitzt aber die beste Software bzw. das beste Post Processing.
Hierdurch kann das Pixel 2 XL oftmals am Huawei Mate 10 Pro oder iPhone X vorbeiziehen, was die Bildqualität angeht. Teilweise, gerade im super Low Light, konnte ich aber mit dem Mate 10 Pro bessere Resultate erziehen.
Was Qualität und Zuverlässigkeit der Kamera angeht, ist das Google Pixel 2 XL sicherlich Weltklasse!
Die Software und auch die Performance des Google Pixel 2 XL ist wie zu erwarten top! Ein flüssiger und schneller laufendes Android Smartphone werdet Ihr nur schwer finden, egal ob es nun um die üblichen Alltagsanwendungen oder auch Spiele geht. Hierbei erhaltet Ihr das „reine“ Android+. Man wird als Pixel Nutzer aber auch etwas von Google bevorzugt behandelt. Dazu gehört der gratis Google Foto Speicher aber auch Software Feature welche zuerst auf Google Smartphones aufschlagen.
Kommen wir zum Schluss, würde ich das Google Pixel 2 XL empfehlen? Ja und nein! Rein subjektiv ist dies mein Lieblings Android Smartphone des Jahres. Kamera passt, Display passt, Software passt usw.
Aber es gibt ähnlich gute wenn nicht sogar neutral bessere Android Smartphones! Ich spreche hier vom Samsung Galaxy S8, Huawei Mate 10 Pro und LG V30. Alle drei sind günstiger als das Pixel 2 XL und können Feature technisch mithalten und größtenteils das Pixel 2 XL überbieten.
Daher wenn ihr das Maximum an Leistung für Euer Geld wollt, nehmt eins dieser Smartphones. Falls Ihr das Pixel 2 XL sympathisch findet, ist dies eine aber ebenfalls hervorragende Wahl! Ich habe den Kauf das Pixel 2 XL nicht bereut und ziehe dieses subjektiv auch dem S8 und Co. vor!
Schnellladestandards für Smartphones sind eine komplizierte Sache. Viele Hersteller wie Huawei, OnePlus usw. kochen hier ein wenig Ihr eigenes Süppchen mit eigenen Schnellladestandards. Andere Hersteller setzen hingegen auf Quick Charge, welches auch bei Zubehör recht weit verbreitet ist.
Neu ist nun der USB Power Delivery Standard, der rasant an Verbreitung findet. Der größte Unterstützter für USB Power Delivery ist ohne Frage Apple. Sowohl Apple Notebooks wie aber auch die neueren Smartphones und Tablets nutzen USB Power Delivery zum Schnellladen.
Aber auch Google, Nintendo, Huawei usw. sind Unterstützer von USB Power Delivery.
Aufgrund dieser Vielzahl an Unterstützern beginnt auch die Zubehörindustrie immer mehr kompatibele Ladegeräte und Powerbanks zu entwickeln. Wenn es um Powerbanks geht, ist natürlich Anker der Vorzeigehersteller, welcher auch bereits eine Powerbank mit USB Power Delivery Support im Sortiment hat, den PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery.
Der PowerCore+ ist auch eine gute Powerbank, allerdings recht groß und schwer. Bisher war es auch anscheinend nicht möglich die USB Power Delivery Technologie in kleinere Powerbanks zu integrieren, bis jetzt!
Anker hat nun den PowerCore Speed 20100mAh mit Power Delivery auf den Markt gebracht!
Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen wie die aktuell kleinste USB Power Delivery Powerbank so abschneidet, neugierig?
Der Anker PowerCore Speed 20100mAh mit Power Delivery
Erst einmal muss ich mich beeindruckt zeigen, dass Anker es geschafft hat so viel Leistung in solch eine kompakte Powerbank zu verbauen.
Der Anker PowerCore Speed 20100mAh mit Power Delivery nutzt das das gleiche Gehäuse wie auch der PowerCore 20100 und der normale PowerCore Speed.
Dies ist in diesem Fall etwas sehr Gutes! Denn das hier verwendete Gehäuse ist für eine Kapazität von 20100mAh als sehr kompakt zu bezeichnen. Klar dies ist keine Hosentaschenpowerbank, aber das Verhältnis Kapazität zu Größe passt absolut.
Interessant wird die Hitzeentwicklung der Powerbank. Anker hat sogar ein kleines Hinweisschild beigelegt, dass es normal ist, wenn sich die Powerbank bei zu hohen Temperaturen abschaltet.
Beim Material der Powerbank setzt Anker ganz klassisch auf einen matten Kunststoff. Dieser sieht zwar nicht so hochwertig aus wie die diversen Aluminium Powerbanks, ist aber im Alltag deutlich pflegeleichter. Ihr müsst Euch beispielsweise keine Sorgen machen, dass die Powerbank euer Smartphone zerkratzt, wenn Ihr beides in die gleiche Tasche steckt, da Kunststoff weicher ist als Aluminium und Glas.
Auch ist das Gewicht so ein Stück niedriger und die Powerbank zeigt weniger stark Fingerabdrücke. Die Verarbeitungsqualität und auch die Haptik ist soweit solide. Kurzum qualitativ gibt es keinen Grund für Beschwerden!
Wie steht es um die Ausstattung? Auf den ersten Blick sieht diese recht simpel aus. Ihr habt zwei Anschlüsse, einen USB C Port und einen normalen USB A Port.
Der USB A Port unterstützt nur die normalen 5V 2A und ist vermutlich eher als „Backup“ Port gedacht, für Smartphones und andere Geräte welche noch kein USB C besitzen.
Der USB C Port ist aber natürlich der Star beim Anker PowerCore Speed 20100mAh. Dieser dient sowohl als Eingang wie aber auch als Ausgang.
Als Ausgang kann der Port laut Aufdruck 5V/3A, 9V/2,6A oder 15V/1,6A liefern, also maximal 24W.
Als Eingang kann die Powerbank 5V/3A, 9V/3A 15V/2A oder 20V/1,5A aufnehmen. Sehr interessant, daher ist der USB C Port als Eingang leistungsfähiger, als wenn Ihr diesen als Ausgang nutzt. So etwas habe ich auch noch nie bei einer Powerbank gesehen. Sollte sich diese Angabe in der Praxis bestätigen, könnte ich mir vorstellen, dass es hier eine Software Limitierung gibt, möglicherweise um ein Überhitzen zu verhindern?
Abgesehen von diesen beiden Ports besitzt die Powerbank noch wie üblich vier Status LEDs und einen Einschalter.
USB Power Delivery
Ich weiß für viele Normalnutzer ist der ganze Schnellladestandard Kram zu unnötig kompliziert. Daher versuche ich das Ganze einmal zu erklären.
Das Aufladen über einen normalen USB Port unterstützen alle Smartphones. Leider hat dieses normale Aufladen via USB einen Nachteil. USB war ursprünglich nicht für das Aufladen von Geräten konzipiert, sondern lediglich für eine Stromversorgung von Mäusen, Tastaturen usw.
Daher sieht der eigentliche USB Standard nur eine Leistung von 0,5A bzw. 0,9A pro Port vor. Alles darüber hinaus ist entweder eine Erweiterung des eigentlichen Standards und eher aus der Not entstanden.
Bei 2,4A bei 5V war aber dann letztendlich Schluss. Der Hersteller Qualcomm hat als erster eine Lösung für dieses Problem gefunden und Quick Charge entwickelt. Quick Charge 2.0 und 3.0 heben die Spannung von den typischen 5V auf bis zu 12(20)V an um so mehr Energie in kürzer Zeit übertragen zu können.
Allerdings ist Quick Charge eine Technologie von Qualcomm, welche nur genutzt werden darf, wenn Lizenzgebühren bezahlt werden bzw. wenn im Smartphone ein Prozessor von Qualcomm steckt. Dies schreckte einige Hersteller wie beispielsweise Huawei ab, welche daraufhin eigene Schnellladestandards entwickelten.
Allerdings haben die Köpfe hinter dem USB Standard nicht tatenlos zugesehen und ebenfalls einen eigenen, offenen Schnellladestandard entwickelt. Hierbei handelt es sich um USB Power Delivery. Im Gegensatz zu Quick Charge steht USB Power Delivery allen Herstellern offen!
Was nun so langsam zu einer größeren Verbreitung führt. Von folgenden Geräten weiß ich, dass diese USB Power Delivery als Schnellladestandard unterstützen:
Google Pixel
Google Pixel XL
Google Pixel C
Google Pixel 2 (XL)
LG G6 (9V)
Samsung Galaxy S8 (5V 3A oder 9V)
Samsung Galaxy S8 Plus (5V 3A oder 9V)
Dell XPS 13 (20V)
Dell XPS 15 (20V)
Apple MacBook
Apple MacBook Pro (14,5V oder 20V)
Apple iPad Pro 10.5
Apple iPad Pro 12.2
Apple iPhone 8 (Plus)
Apple iPhone X
LG Gram 2017
Razer blade Stealth
Nintendo Switch (14,5V)
Huawei Mate 9 (9V)
Huawei P10 (9V)
Huawei P10 Plus (9V)
Huawei Mate 10 Pro
Wie man sieht, ist das schon eine recht lange Liste. Wichtig! Nicht alle dieser Geräte können auch von allen Ladegeräten geladen werden! Bei den Smartphones müsst Ihr Euch hier keine großen Gedanken machen. Aber beispielsweise das Dell XPS 13/15 benötigt eine USB Power Delivery Powerbank mit mindestens 45W, dieses würde also nicht an der Anker Powerbank laden. Dazu aber später mehr.
Wie teste ich?
Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.
So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.
Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.
Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel (micoUSB, USB C) und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.,
Messwerte des Anker PowerCore Speed 20000 PD
Beginnen wir wie üblich bei der Kapazität der Powerbank. Anker gibt diese mit 20000mAh an, messen konnte ich 16073mAh bzw. 59,472Wh was genau 80% der Herstellerangabe entspricht.
80% der Herstellerangabe ist Okay, aber auch nicht überragend gut. Es gilt hier zu bedenken das die Herstellerangabe sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen bezieht und nicht auf die letztendlich nutzbare Kapazität.
Die nutzbare Kapazität weicht allerdings aufgrund von internen Umwandlungsprozessen ein Stück weit von der eigentlichen Kapazität ab.
Dies ist im Übrigen nicht nur bei Anker so, sondern alle Hersteller geben so die Kapazität bei ihren Powerbanks an.
Bedenkt auch bitte, dass ich die Kapazität am normalen USB Port bei 5V gemessen habe! Nutzt Ihr USB Power Delivery bei 15V Spannung ist davon auszugehen, dass die Effizienz einen Tick schlechter ausfällt.
Kommen wir zum eigentlich interessanten Teil, den Ladetests. Folgende Geräte habe ich am Anker PowerCore Speed 20000 PD getestet:
Google Pixel 2 XL
Huawei Mate 10 Pro
Apple IPad Pro 10.5
Apple iPhone X
Apple MacBook Pro 13 (late 2016)
Nintendo Switch
Beginne wir beim negativen Teil, Windows Notebooks werdet Ihr mit dieser Powerbank vermutlich nicht laden können! Die meisten Windows Notebooks, die das Aufladen via USB C Power Delivery unterstützen, setzen die 20V Spannungsstufe voraus!
So lässt sich beispielsweise das Dell XPS 13 nicht laden! Auch beispielsweise ein ASUS Zenbook 3 würde vermutlich nicht an dieser Powerbank laden. Hierfür benötigt Ihr eine Powerbank wie die Xlayer Powerbank Plus MacBook mit 45W Leistung.
Bei MacBooks sieht die Welt anders aus. Diese lassen sich problemlos mit der Powerbank laden. Beispielsweise mein MacBook Pro 13 erreicht 14,7V und 1,52A, also 22,3W.
Dies ist schneller als mit einer normalen Powerbank (welche 10-15W erreichen), aber natürlich langsamer als mit dem original Ladegerät. Das Laden dauert also etwas länger bzw. betreibt Ihr aufwendigere Tätigkeiten wie Videoschnitt kann es passieren das der Akku sich sogar noch langsam entlädt da die Powerbank nicht schnell genug gegenladen kann.
Im normalen Office Betrieb könnt Ihr allerdings die Akkulaufzeit Eures MacBook Pros gut verdoppeln durch den Anker PowerCore Speed 20100mAh.
Auch für die Nintendo Switch ist der PowerCore ideal! Hiermit lässt sich diese so schnell laden wie mit dem Original Ladegerät. Messen konnte ich 14,7V und je nach Last 1-1,2A.
Wie steht es um das iPad Pro und das iPhone X? Beide Geräte besitzen natürlich keinen USB C Port. Ihr benötigt also das Apple Lightning auf USB C Kabel. Ja dieses ist teuer, aber mir sind noch keine 3. Anbieter Kabel begegnet welche das Schnellladen unterstützen.
Mit dem originalen Adapterkabel funktioniert das Schnellladen problemlos! Das iPhone X erreicht 8,9V und 1,6A, was 14,24W Ladeleistung entspricht. Zum Vergleich, am beiliegenden Ladegerät erreicht das iPhone X gerade einmal 5W Ladeleistung und an einer „normalen“ Powerbank um die 9W. Das Apple iPhone X lädt also am PowerCore Speed 20000 PD ein gutes Stück schneller!
Ähnliches gilt auch fürs iPad Pro. Dieses nutzt die 15V Spannungsstufe, genau genommen 14,7V bei einem Strom von rund 1,38A in der Spitze. Dies ergibt 20,28W! Ein gutes Stück schneller als beiliegenden 12W Ladegerät.
Allerdings ist hier noch ein kleines Stück Luft nach oben. Beispielsweise am großen Anker PowerCore+ 26800mAh mit Power Delivery erreicht das iPad Pro rund 26W. Trotzdem ein sehr gutes Ergebnis, welches deutlich über normalen Powerbanks liegt.
Wie sieht es auf der Android Seite aus? Hier ist es oftmals „geheim“ welche Smartphones USB Power Delivery unterstützen und welche nicht. Abseits des Google Pixels (1 und 2) werdet Ihr kein Android Smartphone finden welches „Offiziell“ USB Power Delivery zum Schnellladen unterstützt. Allerdings hatte Google vor einer Zeit einmal angedroht proprietäre Schnellladesysteme wie Quick Charge, Super Charge, Dash Charge usw. zugunsten von USB Power Delivery zu verbieten.
Diese Androhung hat anscheinend Wirkung gezeigt, denn sehr viele High End Smartphones unterstützen neben Quick Charge auch USB Power Delivery. Hierzu gehört beispielsweise das LG G6, Samsung Galaxy S8 oder auch das Huawei Mate 10 Pro und P10.
Beginnen wir aber beim Google Pixel 2 XL. Dieses unterstützt ganz offiziell USB Power Delivery und lädt am PowerCore mit 8,8V 2,12A, also gut 18W. Gut das doppelte Ladetempo wie an einer normalen Powerbank.
Das Huawei Mate 10 Pro erreicht 8,9V und 1,9A, also rund 17W. Dies ist etwas langsamer, als wenn Ihr das Smartphone über Huaweis „Super Charge“ ladet. Via Huawei Super Charge sind beispielsweise rund 21W Ladestrom möglich. Dennoch ist USB Power Delivery immer noch schneller als das normale Laden. An einem 5V 2,4A Port würde das Huawei Mate 10 Pro rund 10W erreichen.
Neben dem USB C Port verfügt der PowerCore Speed auch über einen normalen USB Port, wie schlägt sich dieser? Der Ausdruck „Normal“ passt ganz gut. Der Port verfügt über 2A Leistung und bietet eine Standard Performance. Ein iPad Pro lädt hier mit 1,8A(9W), das iPhone X mit 1,46A (7,3W), ein Samsung Galaxy S8 mit 1,7A usw.
Das heißt, Ihr erhaltet auch an diesem Port ein ordentliches Ladetempo, welcher aber auch nicht überragend ist. Dieser USB Port ist wirklich primär als Backup gedacht für ältere Apple Smartphones, welche noch nicht den USB C Adapter unterstützen (iPhone 7 und älter), wie auch für Samsung Galaxy S7 und älter usw.
Wie steht es um das Wiederaufladen der Powerbank selbst? Hier gibt es Licht und Schatten. Beginnen wir beim Schatten, also dem Wiederaufladen der Powerbank über ein normales Ladegerät.
Nutzt Ihr zum Aufladen des Anker PowerCore Speed 20000 PD ein USB A auf USB C Kabel an einem normalen Ladegerät, dann lädt die Powerbank mit 5V 0,44A. Das sind 2,2W! Anker selbst schreibt „mit nicht Power Delivery Ladegeräten dauert der Ladevorgang etwa 20 Stunden“, das ist nicht richtig! Es dauert eher 45 Stunden!
Anders sieht es beim Verwenden eines USB Power Delivery Ladegerätes aus. An solch einem nimmt der PowerCore 20V bei 1,46A auf, also 29W. Der Ladevorgang ist also nach knapp 4 Stunden beendet, was sehr flott ist.
Fazit
Der Anker PowerCore Speed 20000 PD ist ohne Frage die kompakteste und alltags freundlichste Powerbank auf dem Markt, welche den USB Power Delivery Standard unterstützt.
Hierbei richtet sich diese natürlich primär an Nutzer im Apple Ökosystem. Es ist mit der Powerbank problemlos möglich ein Apple MacBook Pro, iPad Pro und iPhone X (8) schnell zu laden.
Aber auch für beispielsweise eine Nintendo Switch, Google Pixel oder sogar diverse Huawei Smartphones bietet sich eine Powerbank mit USB Power Delivery wie diese natürlich sehr an.
Der Anker PowerCore Speed 20000 PD ist allerdings auch nicht die leistungsstärkste Powerbank mit USB Power Delivery. Für Smartphones und Tablets ist dies egal, da diese Geräte eh nicht so viel Leistung benötigen. Aber wer beispielsweise sein Windows Notebook plant via USB C mit dieser Powerbank zu laden, wird vermutlich keinen Erfolg haben. MacBooks und MacBook Pros sind hier eine kleine Ausnahme, da diese sehr unproblematisch beim Laden via USB C sind und keine Mindestleistung voraussetzen.
Ebenfalls etwas problematisch kann das Aufladen der Powerbank selbst sein. Habt Ihr kein USB Power Delivery Ladegerät zur Hand, dauert dies sehr sehr lange! Habt Ihr hingegen ein USB Power Delivery Ladegerät, wie das von einem MacBook Pro, dann geht das Aufladen hingegen sehr schnell mit gerade einmal 4 Stunden.
Dennoch unterm Strich ein sehr Positives Fazit! Es gibt noch nicht viele Powerbanks mit USB Power Delivery Support und die die es gibt sind unheimlich groß und schwer.
Der Anker PowerCore Speed 20000 PD hingegen ist für seine große Kapazität beispielsweise sehr kompakt. Es gibt also keinen Größenzuwachs aufgrund des USB PD Ladestandards, was bisher einmalig ist!
Damit ist der Anker PowerCore Speed 20000 PD primär für Smartphones und Tablet von Apple, Nintendo oder auch Google/Huawei absolut empfehlenswert!