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Die Philips Hue LED Pendelleuchte Cher im Test

Dass ich ein großer Fan des Philips Hue Systems bin, ist für die Leser meines Blogs nichts mehr Neues. Bisher habe ich mich aber auf LED Streifen und Hue kompatible Glühbirnen beschränkt.

Nun musste aber mal eine neue Deckenlampe her.

Neben einer passenden Optik war die Helligkeit ein sehr wichtiger Punkt. Da es sich um einen größeren Raum handelt,  brauchte ich etwas mehr Leistung als man von einer E27 Glühbirne bekommen kann.

Da ich über eine sehr hohe Decke verfüge war natürlich die Pendelleuchte „Cher“ von Philips sehr interessant. Diese wird auch mit einer satten Leistung von 3000 Lumen beworben.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob sich die rund 200€ für die Pendelleuchte Cher von Philips lohnen.

 

Die Philips Hue LED Pendelleuchte Cher im Test

Das Erste was Ihr bei der Pendelleuchte Cher beachten müsst, ist die Größe der Lampe. Die Cher ist mit einem Durchmesser von 48cm durchaus ein etwas größeres Kaliber.

Philips setzt bei dieser auf ein sehr zeitloses Design, welches ich gerne als Ufo Design bezeichne. Die Leuchte ist sehr flach gehalten, die obere Hälfte besteht hierbei aus schwarzem Kunststoff, die untere Hälfte hingegen aus einem halb durchsichtigen weißen Kunststoff.

Aufgehängt wird die Leuchte über ein ca. 1,5 Meter langes Kabel, welches in einem Sockel endet der an der Decke montiert wird. Dieser Sockel besteht ebenfalls aus einem matten schwarzem Kunststoff.

Wer nun bei einem Preis von rund 200€ premium Materialien erwartet, wird aber vermutlich enttäuscht. Philips setzt bei der Cher auf teilweise fast schon etwas billig anfühlendes Plastik. Dieses ist recht dünn und aus meiner Sicht dem Preis von 200€ nicht gerecht.

Aber immerhin, optisch sieht die Cher schick aus. Mir gefällt das recht schlichte Design sehr gut und dafür kauft man letztendlich solch eine Leuchte auch.

Neben der Pendelleuchte liegt auch eine passende Philips Hue Dimmer-Fernbedienung mit im Lieferumfang, super!

 

Installation und Einrichtung

Da ich im Dachgeschoss wohne, habe ich relativ hohe Decken. Die Pendelleuchte Cher wurde von mir in einem Raum mit einer ca. 4,5-5 Meter hohen Deck installiert. Hier wäre es natürlich besonders wünschenswert gewesen wenn die Installation problemlos und schnell ging, dies war aber leider nicht der Fall, ganz im Gegenteil.

Ich hatte an der Decke bisher nur einen Hacken hängen, an welchem die alte Lampe befestigt war. Es ist leider aber nicht möglich die Philips Hue LED Pendelleuchte Cher an einem Hacken zu befestigen! Diese muss gesondert verschraubt werden (die Schrauben sind nicht mit im Lieferumfang, oder ich habe sie übersehen), zu mindestens dann, wenn man es ordentlich machen will. Letztendlich konnte ich mir mit zwei Kabelbindern behelfen und doch den Haken nutzen.

Nachdem die Lampe hängt, müssen die Kabel verbunden werden. Philips nutzt hierfür normale Schraubklemmen, welche zwar nicht unbedingt die leichteste Lösung sind aber funktionieren. Aber um diese Klemmen hat Philips eine Art Gehäuse gebaut. Durchaus eine gute Idee so die Klemmen zu schützen, aber diese Gehäuse sind so der billigste Murks den ich jemals gesehen habe!

Wenn man auf einer 3-4 Meter hohen wackligen Leiter steht können solche Dinge „ärgerlich“ sein.

Ebenfalls ärgerlich ist die Kabelaufhängung. Das Kabel der Pendelleuchte ist relativ lang, aber man kann dieses „einziehen“, leichter gesagt als getan. Das Kabel ist mit zwei Schrauben am Sockel befestigt, man kann aber nur eine Schraube lösen was das Einziehen des Kabels nicht leichter macht, gerade dann wenn man oben auf einer Leiter steht.

Ich will nicht sagen das die Montage extrem schwierig ist, aber ich habe hier auch schon Systeme gesehen, die es dem Nutzer einfacher machen.

Auch die letztendliche Verbindung zum Hub ist unnötig kompliziert. Der normale Prozess funktioniert hier nicht. Normalerweise geht man in die Philips Hue App und dort unter Lampen und lässt den Hub suchen.

Dieser wird aber die Pendelleuchte nicht finden. Ihr müsst zuerst die beigelegte Fernbedienung verbinden unter Zubehör und dann kann die Lampe gekoppelt werden. Leider konnte ich diese Information nicht in der Anleitung von Philips finden. Es ist nicht sonderlich intuitiv erst den Schalter verbinden zu müssen und dann die Lampe.

Wenn dies aufgrund von technischen Besonderheiten nötig ist würde ich mir einen dicken Hinweis wünschen. Ich habe auch in den Amazon Bewertungen viele Nutzer sich darüber ärgern sehen.

Wenn man für 200€ eine Lampe kauft darf man doch etwas mehr Luxus erwarten.

 

Funktionen und Feature

Was kann denn nun die Pendelleuchte Cher? Dies hängt etwas davon ab ob Ihr diese mit der Hue App, also mit der Bridge von Philips Hue, oder nur mit der beiliegenden Fernbedienung nutzt.

Nutzt Ihr die beiliegende Fernbedienung ist das ganze Recht überschaubar. Ihr könnt Licht ein/ausschalten, die Farbtemperatur in 4 Stufen regeln und das Licht dimmen.

Wollt Ihr von den Smarten Features Gebrauch machen, müsst Ihr die Pendelleuchte Cher mit der Hue Bridge koppeln. Ist dies geschafft, könnt Ihr die Cher nutzen wie alle anderen Hue Lampen.

Ihr könnt die Cher via App dimmen und komplett frei den Farbton des Lichts im Weißspektrum bestimmen. Zudem könnt Ihr die Pendelleuchte mit anderen Philips Hue Produkten in Gruppen bündeln und dann gemeinsam steuern.

Neben der App und der Fernbedienung kann die Steuerung auch über diverse Smart Home Assistenten wie Amazon Echo „Alexa“, Google Home oder Apples HomeKit erfolgen.

Natürlich können auch Timer angelegt werden und Ähnliches. Das Philips Hue System bietet hier sehr viele Möglichkeiten was die Steuerung angeht.

 

Das Licht

Philips gibt die Leistung der Cher mit 39W bzw. 3000 Lumen an. Dies ist gut drei bis vier mal so viel Leistung wie eine normale E27 LED Glühbirne bietet.

Ja die Pendelleuchte Cher ist hell, wenn nicht sogar sehr hell! Allerdings gefühlt nicht die drei bis vier mal heller als eine gewöhnliche LED Glühbirne. Ich würde schätzen, dass die Leuchte rund zwei bis drei mal so hell ist wie eine normale LED Glühbirne. Dies ist immer noch hell genug um ein normales Wohnzimmer gut zu erleuchten.

Die Helligkeit hängt allerdings auch sehr stark von der Lichtfarbe ab. Im Gegensatz zu vielen anderen Hue Produkten kann die Cher keine bunten Farben darstellen, sondern nur Weißtöne von 2200K bis 6500K.

mit abgenommener Abdeckung!

Dies ist ein Bereich von einem sehr kaltem „Blau“ Weiß bis zu einem sehr warmen Weiß.

Erfreulicherweise produziert die Pendelleuchte Cher ein sehr hochwertiges Licht. Das Weiß ist sehr klar und sauber. Zudem gibt es kein merkliches Flackern, selbst beim Betrachten mit einer Kamera.

Philips scheint hier auf eine gute Elektronik zu setzen. Diese kann man im Übrigen betrachten, wenn man die untere Abdeckung entfernt.

Philips setzt hier auf eine Art „LED Streifen“ welcher am inneren Rand der Lampe verläuft. Der LED Streifen besitzt mehrere LED Gruppen, welche aus einer blau/weißen, einer rein weißen und einer warm/weißen LED bestehen.

Dies erlaubt auch die hohe Lichtqualität. Die Pendelleuchte Cher mischt die einzelnen Weißtöne, um für eine bessere Lichtqualität zu sorgen. Dies unterschiedet auch eine Philips Hue von einer „gewöhnlichen“ LED Lampe.

Zwar gibt Philips keine Informationen zur Farbwiedergabe (CRI), allerdings rein subjektiv wirkten Farben unter der Lampe sehr gut!

 

Fazit

Wie Leser meines Blogs wissen, liebe ich Philips hue und bisher war ich mit allen Hue Produkten auch recht zufrieden. Man konnte zwar sagen, dass diese recht teuer sind, aber immerhin stimmte die Leistung.

Dies kann ich über die Philips Hue LED Pendelleuchte Cher nicht sagen! Beginnen wir mit dem Positiven, dem Licht und der App. Wer Philips Hue kennt, wird wissen, wie gut das Hue System an sich ist, gerade die Vernetzbarkeit und die gemeinsame Steuerung mehrerer Lampen und Leuchten ist super!

Auch das Licht was die Lampe produziert ist hell und Qualitativ 1a. Man merkt Philips setzt hier nicht auf die billigsten LEDs, sondern es sind Qualitäts-LEDs verbaut. Man darf dies nicht unterschätzen! Gerade billigere LED Lampen produzieren eine Art „Flackern“ was bewusst nicht sichtbar aber unterbewusst wahrgenommen wird und zu Müdigkeit, Kopfschmerzen usw. führen kann. Dies ist hier nicht der Fall.

Die Optik würde ich vielleicht auch noch als positiv einstufen, das war es dann aber. Angefangen bei der Installation wo Philips auf die billigsten Klemmen setzt, die ich jemals gesehen habe, über das Material der Lampe selbst, bis zur Einrichtung in der Hue App bin ich etwas enttäuscht.

Die Pendelleuchte Cher ist gefühlt aus dem billigsten Plastik gefertigt, was Philips finden konnte. Dies wäre nicht schlimm, zu mindestens bei mir nicht da die Lampe ca. 3 Meter hoch hängt, aber bei einem Preis von 200€ tut das schon weh!

Auch, dass in der Anleitung nicht erklärt wird, dass man zuerst den beigelegten Lichtschalter mit seiner Hue Bridge verbinden muss und dann die Lampe, ist auch schon sehr Anfänger unfreundlich.

Würde die Lampe 99€ kosten, würde ich unterm Strich sagen okay, aber bei 200€ müsste Philips schon mehr bieten als das. Hätte die Lampe wenigstens farbiges Licht, aber auch das ist nicht der Fall.

Wenn man in die Lampe schaut, ist dort letztendlich ein heller LED Streifen, welcher außen im kreisverlegt ist + ein Trafo, mehr ist die Pendelleuchte Cher nicht.

Die Philips Hue LED Pendelleuchte Cher ist okay wenn man bereits im Philips Hue Ökosystem ist und die Lampe optisch gut in die Wohnung passt. Gerade wenn man mehr Helligkeit als die 800-1000 Lumen einer normalen E27 Birne will, muss man in den sauren Apfel beiß. Aber wenn man ehrlich ist zahlt man hier locker 50% zu viel. Daher wenn Ihr noch nicht im Hue Ökosystem seid oder mit einer normalen E27 Hue Birne + Universal Lampe vorliebnehmen könnt, macht einen Bogen um Cher.

5x AA Batterien groß Packs im Vergleich (AmazonBasics, GP, Duracell, Varta, everActive)

Auf normale AA Batterien kann man in keinem Haushalt verzichten. Gerade zu Weihnachten ist der Bedarf an Batterien besonders hoch, ob nun für LED Lichter, künstliche Kerzen oder anderes elektronisches Spielzeug.

Aber gerade bei Batterien ist die Qualität oftmals sehr unterschiedlich, von „beim Kauf schon halbleer“ bis hin zu „hält ewig“ ist meist alles vertreten. Ebenso unterschiedlich sind die Preise. Man kann im 1€ Shop Batterien zu Spott -Preisen kaufen oder in der Drogerie ein halbes vermögen hinblättern.

Auch auf Amazon gibt es diverse Batterie Angebote, meist auf den ersten Blick recht günstig wirkend.

Leider steht die Kapazität der Batterien nicht auf der Verpackung und alle Hersteller bewerben ihre Batterien als „Premium Delux“ Produkt. Aber wie gut sind diese Großpacks Batterien wirklich? Um diese Frage zu klären, habe ich mir bei Amazon fünf groß Packs AA Batterien gekauft, von Amazon selbst, Duracell, Varta, GP und everActive.

Welche sind die besten AA Batterien die auf Amazon erhältlich sind? Und welche bieten die beste Preis/Leistung? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Testkandidaten

Folgende Pakete AA Batterien habe ich für diesen Vergleich bestellt:

Anzahl Preis (bei Bestellung) Preis pro Batterie
AmazonBasics Performance Batterien 48 12.49 € 0.26 €
GP Batterien Mignon AA LR6 Vorratspack Super Alkaline 40 10.99 € 0.27 €
Duracell Plus Power Typ AA Alkaline Batterien 12 8.78 € 0.73 €
Varta Batterien Mignon AA LR6 Made in Germany Vorratspack 40 9.31 € 0.23 €
everActive Mignon AA LR6 MN1500 MX1500 50 13.79 € 0.28 €

Wie man sieht sind die Batterien preislich recht dicht beieinander, lediglich die Duracell Batterien sind ein gutes Stück teurer. Wollen wir uns im Test doch einmal ansehen ob dafür die Duracell auch mehr Leistung haben!

 

Der Test

Kommen wir direkt zu dem Punkt an welchem Ihr vermutlich primär interessiert seid, der Kapazität.

Die effektiv nutzbare Kapazität einer Batterie oder eines Akkus hängt von einigen Faktoren ab. Zu diesen Faktoren gehört beispielsweise die Entlade -Geschwindigkeit. In der Regel gilt umso schneller Ihr eine Batterie entladet umso weniger Kapazität werdet Ihr effektiv erhalten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Entladeschluss. Eine AA Batterie besitzt 1,5V, allerdings sind diese 1,5V die „Standard Spannung“. Am Anfang des Entladezyklus besitzt die Batterie meist eine Spannung von rund 1,6V. Man könnte nun denken am Ende liegt diese bei 0V, aber dies ist nicht richtig. Umso weiter Ihr die Batterie entladet, umso niedriger sinkt die Spannung und ja, wenn Ihr 100% der verfügbaren Energie nutzen wollt, müsst Ihr diese wirklich auf 0V entladen.

Dies machen allerdings kaum Geräte, vermutlich sogar keine. Meist ist Schluss, wenn eine Spannung von 1V unterschritten wird. Allerdings hängt dies stark vom Gerät ab in welchem Ihr die Batterien nutzt. Beispielsweise nutzt Ihr die Batterien in einem ferngesteuertem Auto und Fahrt diese leer, kann man die Batterien meist noch in eine Fernbedienung oder Uhr legen und diese laufen noch eine Weile.

Dies liegt daran, dass „Hochleistungsgeräte“ meist nicht mehr funktionieren, wenn ein Spannungslevel von 1,2-1V unterschritten wird. Fernbedienungen oder Uhren laufen meist bis die Batterie 0,8-0,5V erreicht hat.

Für meine Tests habe ich mich für eine minimale Spannung von 1V entscheiden. Wenn diese Spannung von der Batterie unterschritten wird, endet der Entladevorgang und damit die Kapazitätsmessung.

Zudem gibt es drei Durchläufe mit unterschiedlichem Entladestrom. Einmal „langsam“ mit 0,1A, einmal mittel schnell mit 0,4A und einmal schnell mit 1A.

Starten wir mit der ersten Messung mit einem Entladestrom von 0,1A. 0,1A Entladestrom ist relativ langsam und entspricht einer LED Lampe oder Vergleichbarem.

Die einzelnen Batterien erreichen hier zwischen 2000mAh und rund 2400mAh. Am besten schneiden hier die everActive AA Batterien ab mit 2408mAh, gefolgt von den Duracell Plus Power mit 2373mAh und den Varta 2363mAh.

Die Batterien von AmazonBasics und GP schneiden ein Stück schlechter ab. Allerdings ist der Unterschied zwischen allen Modellen nicht gigantisch, wenn Ihr diese langsam entladet.

Wie sieht es aus wenn Ihr die Batterien etwas schneller entladet?

Hier wird es nun interessant. Entladen wir die Batterien etwas schneller sinkt die Kapazität teilweise extrem! Natürlich erholen sich die Batterien nach dem Entladevorgang wieder etwas, aber dennoch sieht man hier gerade bei den teureren Batterien eine signifikant höhere Leistung.

Am besten schnitt diesmal die Duracell Plus Power mit 1578mAh ab, gefolgt von der everActive mit 1541mAh und der Varta mit 1405mAh.

Erneut ist ein gewisser Abstand dieser drei zu den letzten zwei zu erkennen. Am schlechtesten schnitt erneut die AmazonBasics Batterie mit 895mAh ab. Den vorletzten Platz machte die GP Batterie mit immerhin 1291mAh.

Wie sieht es aus wenn wir den Entladestrom auf 1A erhöhen? Dies ist schon recht viel und entspräche beispielsweise einem batteriebetriebenen Rennauto oder Ähnlichem.

Erneut sinkt die Kapazität ein gutes Stück wenn wir den Entladestrom anheben. Wobei dies natürlich nur teils richtig ist. Nachdem die 1V Grenze unterschritten wurde und damit das Entladen abgebrochen wurde, haben sich alle Batterien wieder ein gutes Stück erholt.

Dennoch zeigt dies sehr gut, wie souverän eine Batterie eine hohe Last handhaben kann. Hier zeigt die Duracell Plus Power durchaus etwas warum diese so teuer ist und warum Duracell so einen guten Ruf hat.

Mit 836mAh ehe die 1V Grenze unterschritten wurde, schaffte die Duracell deutlich den ersten Platz, erneut gefolgt von der everActive. Auf Platz 3,4 und 5 gab es aber diesmal ein paar Verschiebungen. Die AmazonBasics Batterie konnte diesmal Platz 3 erobern, gefolgt von der GP und der Varta.  Erstaunlich das hier plötzlich die AmazonBasics besser abschneidet. Um sicher zu gehen, dass dieser Durchlauf korrekt war, habe ich ihn drei Mal wiederholt und ja, im Schnitt landete die AmazonBasics auf Platz drei.

 

Alle gleich voll?

Kommen wir zum Abschluss noch auf eine Frage zu sprechen, sind alle Batterien in einer Box gleich voll?

Die Theorie sagt ganz klar ja. Diese Batterien werden in Masse hergestellt und da wird eine nicht mehr gefüllt als die andere.

Allerdings kann es natürlich kleinere Unterschiede geben. Aber wie klein sind diese Unterscheide? Ich muss gestehen ich war faul und wollte nicht alle Batterien entladen um dies genau nachzuprüfen, allerdings habe ich bei einer Stichprobe jeweils 4 Batterien „durchgemessen“. Durchgemessen = die Start- Spannung nachgemessen.

Sollte es bei der Spannung deutliche Unterschiede bei den Batterien innerhalb der Packung geben, wäre es auch logisch, dass es Kapazitätsunterschiede gibt.

Im Optimalfall ist also bei allen Batterien einer Serie die Spannung gleich. Ist diese bei einer deutlich niedriger, ist es vermutlich so, dass diese eine niedrigere Kapazität hat.

Bei den Amazon, Varta, GP und EverActive Batterien gab es in meiner Stichprobe keine signifikanten Unterschiede.

Bei den Duracell Batterien gab es allerdings einen Ausreißer. Während alle anderen Batterien 1,632V besaßen, verfügte eine Batterie nur über 1,620V. Dies ist natürlich kein großer Unterschied, aber es ist davon auszugehen, dass diese Batterie vielleicht einen Tick weniger Kapazität besitzt.

Im gesamten 12 Pack konnte ich im Übrigen zwei Batterien finden, welche eine etwas niedrigere Spannung als ihre Brüder hatten. Merkwürdig, aber vermutlich kein Weltuntergang.

 

Fazit

Gute Batterien müssen nicht teuer sein, das zeigt dieser Test durchaus. Zwar sind die Duracell Plus Power AA Batterien unterm Strich die Testsieger, aber derartig knapp, dass der mehr als doppelt so hohe Preis nicht gerechtfertigt wird.

Wie müssen etwas unterscheiden, braucht Ihr eine Batterie für Fernbedienungen, Uhren, und andere „Niedrig- Verbrauchs- Geräte“.

Dann würde ich die Varta Batterien Mignon AA LR6 empfehlen. Günstiger Preis und gute Leistung im Langzeitbetrieb! Ebenfalls sehr gut die everActive Mignon AA LR6, welche eine etwas höhere Leistung bieten, dafür aber etwas teurer sind als die Varta.

  1. Varta Batterien Mignon AA LR6 Made in Germany Vorratspack
  2. everActive Mignon AA LR6 MN1500 MX1500

Sucht Ihr Batterien für Geräte mit einem hohen Energieverbrauch wie Taschenlampen, ferngesteuerte Autos usw. dann sieht die Welt etwas anders aus.

Hier würde ich zu den everActive Mignon AA LR6 raten. Die Varta liefern auch bei einem mittleren Entladungsstrom noch eine gute Leistung, diese bricht aber bei einer hohen Belastung stark ein.

Die everActive Mignon AA LR6 hingegen bieten bei allen Situationen eine konstant gute Leistung.

  1. everActive Mignon AA LR6 MN1500 MX1500
  2. Varta Batterien Mignon AA LR6 Made in Germany Vorratspack

Wenn wir allerdings den Preis komplett außen vor lassen, Ihr wollt also das Maximum an Leistung, dann greift zu den Duracell Plus Power. Diese lagen bei allen Tests mit ca. 10% Abstand zur Nr.2 vorne. Leider kosten diese aber drei Mal so viel wie alle anderen Batterien im Vergleich. Sollte dies Euch egal sein, greift zu den Duracell.

Wie klingt der neue Amazon Echo (2. Generation)?

Vor kurzem hat Amazon seinen Echo der 2. Generation auf den Markt gebracht. Der Amazon Echo wird der vermutlich weit verbreitetste Smart Home Assistent in Deutschland sein.

Ich nutzte meine mittlerweile mehreren Amazon Echo Lautsprecher primär für Musik und Web-Radio. Daher ist mir die Klangqualität recht wichtig. Zwar klang der Amazon Echo der 1. Generation nicht schlecht, aber natürlich gibt es hier noch etwas Luft nach oben. Daher war ich auf den Echo der 2. Generation gespannt.

Ich ging ganz klar mit der Erwartung an den Lautsprecher, dass dieser besser klingt als der Echo der 1. Generation. Wurden meine Erwartungen erfüllt?

Der Amazon Echo der 2. Generation

Der Amazon Echo der 2. Generation ist vom Aufbau dem Echo der 1. Generation erst einmal sehr ähnlich. Wir haben erneut eine Runde „Säulen“ Form.

Neu ist nun aber ein Stoffbezug, welcher den kompletten Lautsprecher bekleidet. Hierdurch gibt es nun auch keine auffälligen Lautsprechergitter mehr. Der Echo der 2. Generation sieht wie ich finde weniger technisch aus und mehr wie ein Designers
tück, was an sich ja nichts Schlechtes ist.

Beim inneren Aufbau setzt Amazon auf zwei übereinander liegende Treibereinheiten. Hierbei handelt es sich um einen 63mm Tief/Mittel-Töner wie auch um einen 16mm Hochtöner.

Hierbei ist der Hochtöner nach oben gerichtet und der Tief/Mittel-Töner nach unten. Dieser erlaubt es das der Sound 360Grad aus dem Lautsprecher entweicht. Für einen rumfüllenden Klang sicherlich nicht das Dümmste, wobei natürlich eine direktionale Ausrichtung der Treiber qualitativ besser wäre.

 

Der Klang

Natürlich darf man den Klang des Amazon Echo 2. Gen nicht mit 100€ Lautsprechern vergleichen. Immerhin ist hier natürlich mehr als nur ein Lautsprecher verbaut, für Alexa muss auch ein kleiner Computer usw. mit an Board sein.

Der fairste Vergleich ist sicherlich mit dem Echo der ersten Generation und was soll ich sagen…. Der Amazon Echo 2. Gen ist dem älteren Echo klanglich in allen Belangen unterlegen.

Amazon wirbt mit „mit Dolby-Technologie für einen raumfüllenden klaren Klang und dynamischen Bass.“ Ich habe etwas Zweifel ob die Person die diesen Text geschrieben hat den Lautsprecher zuvor gehört hat.

Ich will natürlich den Echo 2. Gen nicht schlechter reden als dieser ist. Für auf den Nachttisch oder ähnliche Zwecke taugt dieser durchaus, aber wenn man mit dynamischen Bässen wirbt muss man doch etwas mehr liefern.

Wobei der Bass nicht das Problem des Echo 2. Gen ist. Das Problem sind hier etwas die Höhen und die generelle Klarheit.

Der Echo klingt recht dumpf und etwas blechern, was der Echo der ersten Generation nicht machte. Amazon hat hier zwar per Software Update etwas nachgeholfen, aber natürlich wenn die Hardware nicht stimmt kann man auch per Software nur bedingt nachhelfen.

Neben den Höhen sind auch die Mitten nicht unbedingt die Stärke des 2. Gen Echo. Stimmen werden zwar erstaunlicherweise ganz gut dargestellt, aber in Musik merkt man das etwas in der Mitte an Klangfülle fehlt.

Der Bass ist auf einer mittleren bis kurzen Distanz bzw. in kleineren Räumen ganz ordentlich, hier habe ich nichts zu beklagen.

 

Fazit

Leider ist der Amazon Echo 2. Generation eine kleine Enttäuschung, zu mindestens was den Klang angeht. Der 2. Gen Echo ist recht matt und dumpf und es fehlt etwas an Spielfreude.

Hier liegt der Lautsprecher eher auf dem Level eines 30-40€ Bluetooth Lautsprechers. Das Problem ist aber eher der Vergleich mit der 1. Generation. Klar der Lautsprecher ist günstiger geworden, dennoch erwartet man beim Sprung auf die 2. Generation natürlich einen gewissen Fortschritt, welcher aber hier fehlt.

Schade Amazon, denn abseits des Klangs gefällt mir der neue Echo sehr gut! Natürlich für einfachere Anwendungen wie im Schlafzimmer usw., also dort wo kein „HiFi“ Sound nötig ist, taugt der neue Echo. Sollte der Klang Euch allerdings besonders wichtig sein greift lieber zum Echo der 1. Generation oder nutzt externe Lautsprecher.

Muss es immer original Zubehör sein? Apple iPhone X Silikon Case vs. Artwizz TPU und Silikon Case

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Apple bietet für seine iPhones neben Ladekabeln und Ladegeräten auch original Apple Hüllen an. Wie bei Apple aber üblich sind auch die Hüllen auf den ersten Blick kein Schnäppchen. Das iPhone X Silikon Case liegt bei 45€, ja 45€ für eine Silikon Hülle!

Aber wie gut ist die Hülle bei solch einem stolzen Preis? Hat hier Apple etwas „Magie“ eingebaut was diesen Preis rechtfertigt oder kann man auch zu premium 3. Anbieter Zubehör greifen wie von Artwizz?

Versuchen wir doch diese Frage einmal zu klären in einem kleinen Vergleich, 45€ iPhone X Silikon Case vs. 15€ Artwizz TPU Case und Artwizz Silikon Case, wer kann am meisten überzeugen?

 

Apple vs. Artwizz

Im Gegensatz zu vielen der auf Amazon verfügbaren Hüllen, welche meist von kleinen chinesischen Herstellern stammen, ist Artwizz ein Berliner Hersteller, welcher sich auf Smartphone Zubehör spezialisiert hat.

Artwizz bietet in der Regel etwas hochwertigere Produkte zu meist auch etwas höheren Preisen an, als die rein chinesische Konkurrenz.

Damit sind die Artwizz Hüllen eine ideale Konkurrenz für das Original Apple Zubehör!

 

 

Das Apple iPhone X Silikon Case

Beginnen wir mit dem Original Zubehör. Für 45€ bekommt Ihr bei Apple eine Silikon Hülle, wobei dies zugegeben keine einfache Silikon Hülle ist.
Das Silikon Case ist aktuell in neun Farben erhältlich: kobaltblau, rosenrot, ultraviolett, dunkeloliv, weiß, sandrosa, mitternachtsblau, schwarz und rot. Ich habe mich für das leuchtende Rot entschieden.

Anders als man dies erwarten könnte, ist das Apple iPhone X Silikon Case keine reine Silikon Hülle. Die Innenseite der Silikon Hülle ist mit Stoff ausgekleidet, zudem vermute ich, dass es im Inneren einen Plastikkern gibt, welcher der Hülle eine erhöhte Stabilität verleiht.

Lediglich die Außenhaut ist aus Silikon gefertigt. Hierbei ist die Apple Hülle aber eher mittelmäßig rutschfest. Zwar fühlt sich das Silikon sehr gut und auch hortwertig an, aber dieses ist ein wenig weniger „klebrig“ als ich es von anderen Hüllen kenne. Ob dies positiv oder negativ ist, hängt von Euerer Einschätzung ab.

Die Passform ist wie zu erwarten nahezu perfekt. Die Hülle sitzt straff auf dem Smartphone, aber auch nicht zu straff. Das An- und Ablegen der Hülle ist jederzeit gut zu machen.

Apple hat sich beim iPhone X Silikon Case allerdings dazu entschieden die komplette Unterseite des Smartphones frei zu lassen. Lediglich die Kanten werden noch ein Stück weit bedeckt.

Ich denke allerdings nicht, dass dies ein großer Nachteil was die Schutzwirkung angeht.

Kurzum zwar besitzt das Apple iPhone X Silikon Case keine besonderen Features, ist aber an sich sehr gut gemacht und fühlt sich definitiv recht hochwertig an.

 

Artwizz TPU Case

Kommen wir zur Konkurrenz und beginnen wir hier mit dem Artwizz TPU Case. Das Artwizz TPU Case ist für gerade mal 15€ zu bekommen, was ein sehr fairer Preis ist. Leider stehen Euch hier keine großen Farboptionen zur Auswahl, es gibt diese Hülle lediglich in Schwarz.

TUP ist eine Art Kunststoff, welcher relativ flexibel ist, aber etwas glatter als Silikon. Dies beschreibt auch das Artwizz TPU Case sehr gut! Die Hülle ist relativ schlank, sogar noch schlanker als Apples Hülle, bietet hierbei aber einen Rundumschutz gegenüber Kratzer und leichten Stürzen.

Die Oberfläche der TPU Hülle fühlt sich an, wie man dies von mattem Kunststoff erwarten kann. Dabei wirkt die Hülle und somit auch das Smartphone nicht billig. Ich mag diese matt, raue Textur sehr gerne!

Bonuspunkte gibt es für den glänzenden Rand! Während die Hülle an sich matt ist, hat Artwizz dieser allerdings einen Hochglanz Rand verpasst. Hierdurch passt sich die Hülle auf der Front optisch besser an das schwarze Displayglas des iPhone X an. Zudem wirken Wischgesten über den Rand etwas weicher.

Die grundsätzliche Passform ist sehr gut von Artwizz gewählt. Die Hülle sitzt straff, ist aber auch leicht zu entfernen. Hier steht diese nichts der original Apple Hülle nach!

Eine interessante Entscheidung hat Artwizz allerdings bei den Tasten gemacht. Während die Lautstärketasten eine „Abdeckung“ besitzen, bleibt der Ein/Ausschalter unbedeckt.

Hier bin ich etwas hin und her gerissen, einerseits hat man durch diese Aussparung sogar etwas mehr Halt, andererseits ist die seitliche Taste etwas schwerer zu drücken. Aufgrund der schmalen Form der Hülle ist dies aber kein großes Problem. Die anderen Anschlüsse, Lautsprecher Ports usw. sind sauber ausgeschnitten.

 

Artwizz Silikon Case

Das Artwizz Silikon Case ist eine klassische Silikon Hülle für das iPhone X. Auch diese ist seitens Artwizz leider nur in Schwarz verfügbar. Der Preis fällt aber erneut mit 15€ sehr fair aus!

Im Gegensatz zur Apple Hülle ist das Artwizz Silikon Case allerdings etwas einfacher gearbeitet. Dieses besteht vollständig aus einem durchaus recht hochwertigen Silikon. Die Hülle besitzt einen Tick mehr Gripp als die original Apple Hülle, der Unterschied hier ist aber nicht signifikant.

Im Gegensatz zur TPU Hülle ist aber das Silikon Case von Artwizz etwas größer. Dies ist immer noch eine recht schlanke Hülle, aber etwas weniger schlank als die beiden anderen Modelle.

Dies mag auch etwas an der recht lockeren Passform liegen. Die Hülle lässt sich sehr einfach entfernen wie auch anlegen, man muss allerdings auch keine Angst haben, dass die Hülle abfällt. Gerade jemand der seine Hülle oft an/ablegt wird das Artwizz Silikon Case sehr mögen.

Ähnlich wie auch schon beim TPU Case ist der Ein/Ausschalter nicht mit einer Taste versehen, sondern besitzt lediglich eine Aussparung. Beim Silikon Case bin ich allerdings kein Fan davon. Dadurch, dass das Gehäuse etwas dicker ist, ist das Drücken der seitliche Taste etwas schwierig. Hier hätte ich mir gewünscht, dass Artwizz ganz klassisch eine Abdeckung über diese Taste gemacht hätte.

Abseits davon sind aber die Lautstärken Tasten, der Lautsprecher, der Ladeport usw. erneut perfekt ausgeschnitten bzw. erreichbar.

Die Passform auf welcher die Artwizz Hüllen basieren, scheint sehr gut zu sein.

 

Fazit, Apple vs. Artwizz welche Hülle lohnt sich mehr?

Lohnt es sich nun eine Original Apple Hülle für das iPhone X zu kaufen? Jein gerade das Artwizz TPU Case ist eine hervorragende Hülle, welche mit 15€ gerademal 1/3 der Original Hülle von Apple kostet.

Wenn es Euch um eine gute Preis/Leistung geht, dann würde ich ganz klar zur Artwizz TPU Hülle greifen. Diese steht weder was Passform noch Verarbeitung angeht der original Apple Hülle nach. Auch optisch finde ich das Artwizz TPU Case mehr als gelungen! Gerade der Hochglanzrand sorgt für einen besonders flüssigen Übergang zwischen iPhone und Hülle.

Aber natürlich Ehre wem Ehre gebührt, die Apple Hülle ist qualitativ schon Spitzenklassen, aber der Preis mit 45€ auch schon sehr saftig. Dafür bekommt Ihr durchaus mehr als nur eine einfache Silikon Hülle geboten.

Hätte ich allerdings die Apple Hülle nicht für diesen Vergleich gekauft, wäre diese mir das Geld vermutlich nicht Wert. Ich würde mich für das Artwizz TPU Case entscheiden. Für 15€ bietet dieses eine wirklich klasse Qualität und Optik!

Der neue Anker PowerCore II 20000mAh im Test, die beste Powerbank 2017

Der PowerCore II 20000mAh ist Ankers neuste Vorzeige- Powerbank. Diese tritt in die Fußstapfen des sehr beliebten und bis heute sehr guten PowerCore 20100.

Die neue PowerCore II Serie wurde von Anker auf der IFA 2017 präsentiert, was schon Einiges über Anker aussagt, dass man zu so einer Messe angereist ist.

So überraschend ist dies aber an sich auch nicht, Anker ist schließlich einer der besten Powerbank und Ladegeräte Hersteller der Welt. Hierbei setzt Anker auf viele eigenentwickelte Technologien und nicht wie viele andere Powerbank Hersteller auf fertige Designs großer Fertiger.

Von daher, wie gut ist der neue Anker PowerCore II 20000mAh? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Anker PowerCore II 20000mAh

Anker setzt beim PowerCore II 20000mAh auf ein sehr kompaktes und handliches Gehäuse. Natürlich ist die Powerbank aufgrund ihrer großen Kapazität nicht winzig, aber für eine 20000mAh Powerbank ist diese durchaus als sehr kompakt zu bezeichnen.

Auch das Gehäuse gefällt mir ausgesprochen gut. Anker setzt hier ein auf ein stark texturierten Kunststoff. Dies klingt natürlich im ersten Moment nicht besonders, Kunststoff, aber im Alltag ist dies das beste Material für etwas wie eine Powerbank.

Es ist leicht, ausreichend robust und kann einfach in die Tasche geworfen werden ohne dass man Angst haben muss, dass dieses irgendwas beschädigt oder zerkratzt. Natürlich solltet Ihr die hochwertigste Haptik haben wollen, ist der PowerCore II nicht zwingend die beste Wahl.

Auch wenn man das Gehäuse im Detail betrachtet sieht man ein paar Unsauberkeiten, von der Produktion. Diese stören oder fallen aber im Alltag nicht auf.

Grundsätzlich bin ich mit den Abmessungen und dem Gehäuse des PowerCore II sehr zufrieden!

Wie steht es um die technische Ausstattung? Auf seiner Front besitzt der PowerCore II 20000mAh zwei USB Ports. Einer dieser Ports ist ein normaler 5V 2,4A USB Port, welcher aber mit Ankers PowerIQ 2.0 und Voltage Boost Technologie verfeinert wurde.

Der zweite USB Port unterstützt hingegen Quick Charge 3.0 und ist ebenfalls mit PowerIQ 2.0 verfeinert. Dieser Quick Charge 2.0/3.0 Port liefert die üblichen 18W Leistung.

Beide USB Ports des Anker PowerCore II 20000mAh können gleichzeitig voll belastet werden!

Zum Wiederaufladen besitzt der PowerCore II einen klassischen microUSB Port. Dieser soll auch das schnelle Wiederaufladen über Quick Charge unterstützten. Ein passendes Ladegerät liegt, wie meist üblich, leider nicht bei.

Verwendet hier einfach das Ladegerät von Eurem Smartphone, sofern dies mindestens 1A besitzt. Schneller geht’s allerdings mit einem Quick Charge Ladegerät.

Ein Feature, welches früher den PowerCore+ Powerbanks vorbehalten war, sind die Status LEDs. Diese sind im Einschalter eingelassen und gleich zehn Stück davon.

Habt Ihr also noch 100% leuchten alle zehn, 60% dann sechs usw. Der Einschalter ist im Übrigen „Bonus“, in der Regel schaltet sich die Powerbank von alleine ein und aus, wenn Ihr ein Smartphone mit dieser verbindet. Nur bei Geräten wie USB LEDs, USB Lüftern usw. funktioniert dieses automatische Einschalten meist nicht.

Das Abschalten geht aber immer automatisch wenn keine Last, also ein Smartphone usw., verbunden ist.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel (micoUSB, USB C) und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.,

 

Messwerte

Starten wir die Messwerte wie üblich mit der Kapazität. Anker gibt die Kapazität des PowerCore II mit 20000mAh an, messen konnte ich 62,402Wh bzw. 16865mAh.

Dies entspricht 84% der Herstellerangabe, ein guter Wert. Warum sind 84% gut? Die Herstellerangabe bezieht sich nicht auf die nutzbare Kapazität, sondern auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Im Falle des PowerCore II werden vermutlich sechs 18650 Akkuzellen mit jeweils 3350mAh verbaut sein.

Die beworbenen 20000mAh sind also vorhanden, jedoch beim Entladen der Powerbank geht etwas Energie durch interne Umwandlungsprozesse verloren.

Daher steht nicht 100% der Leistung auch wirklich zur Verfügung. In der Regel kann man sagen, dass 80-90% „echte“ Kapazität ein guter Wert sind. Über 90% ist sehr selten.

Bedenkt aber bitte, dass auch Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat Euer Smartphone einen 3000mAh Akku braucht Ihr ca. 3600mAh um dieses einmal auf 100% zu laden (immer ca. 20% mehr).

Wie steht es um die Ladegeschwindigkeit?

Diese hängt natürlich vom Smartphone ab und davon welchen Port Ihr nutzt. Folgende Smartphones habe ich am Anker PowerCore II 20000mAh getestet:

  • Apple iPhone X
  • Apple iPad Pro
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Samsung Galaxy S8+
  • Google Pixel 1 XL

Beginnen wir der Einfachheit beim Samsung Galaxy S8+. Das S8+ unterstützt Quick Charge 2.0/3.0, daher erreicht dieses am Quick Charge Port des PowerCore II auch seine maximale Ladegeschwindigkeit von 9V 1,61A.

Es gibt im Übrigen bei Quick Charge keine Abstufungen! Ihr habt ein Quick Charge 2.0 oder 3.0 fähiges Smartphone? Falls ja wird dieses mit maximalem Tempo am PowerCore II laden. Dies gilt für LG G6, HTC U11, Galaxy S7 usw.

Erst wenn es um nicht Quick Charge fähige Smartphones geht, wird es interessant. Hier kann es zwischen einzelnen Powerbanks und Ladegeräten durchaus große Unterschiede geben.

Beginnen wir hier mit Apple und dem iPhone X. Dieses erreicht am Quick Charge Port ein Tempo von 1,25A, was mäßig gut ist. Aber es gibt neben dem Quick Charge Port auch den normalen PowerIQ 2.0 Port. Hier werden deutlich bessere 1,61A erreicht!

Ähnliches gilt auch fürs iPad Pro, welches am Quick Charge Port mäßig gute 1,43A erreicht, aber am PowerIQ (12W) Port gute 2,12A.

Dieser Trend zieht sich auch etwas fort. Nicht Qualcomm Quick Charge kompatible Smartphones laden am PowerIQ Port mit 12W schneller! So auch das Google Pixel und das Mate 10 Pro.

Gerade das Huawei Mate 10 Pro ist hier sehr „zickig“. Am Quick Charge Port erreicht dieses nur 0,49A, am PowerIQ Port (12W) hingegen signifikant bessere 1,67A. Auch andere Huawei Smartphones laden im Übrigen deutlich langsamer am Quick Charge Port verglichen mit dem normalen PowerIQ Port.

Unterm Strich ist die Ladegeschwindigkeit, welche mit dem PowerCore II 20000mAh zu erreichen ist als sehr gut einzustufen.

Wenn nun die Powerbank leer ist, wie stehts ums Wiederaufladen?

Ihr habt hier im Großen und Ganzen zwei Möglichkeiten. Ihr könnt den PowerCore II 20000mAh an einem normalen Ladegerät aufladen, falls Ihr dies macht erreicht die Powerbank 5V 1,89A. Eine solide Ladegeschwindigkeit, schneller geht’s allerdings mit einem Quick Charge Ladegerät.

Hier erreicht die Powerbank knapp die beworbenen 9V 2A (1,9xA). In ca. 4,5 Stunden ist die Powerbank von 0% auf 100%.

 

Fazit, die beste Powerbank von Anker?

Der Anker PowerCore II 20000mAh ist eine klasse Powerbank und auch sicherlich Ankers beste aktuell!

Diese bietet sich zwar sicherlich primär für Nutzer an, welche über ein Quick Charge fähiges Smartphone verfügen, aber im Gegensatz zum kleinen PowerCore II 10000mAh besitzt der große PowerCore II auch hervorragende allround Fähigkeiten.

Ihr werdet aktuell auf dem Markt kein Smartphone finden, welches nicht zu mindestens an einem der beiden Ports der Powerbank eine gute bis sehr gute Ladegeschwindigkeit erzielt! Quick Charge fähige Smartphones laden am 18W Port am schnellsten, andere Smartphones meist am 12W Port. Im Notfall, dass zwei Smartphones geladen werden müssen, kann man natürlich beide Ports nutzen.

Abgesehen von der sehr guten Ladegeschwindigkeit ist auch die Kapazität mit echten 16865mAh ordentlich, gerade wenn man die Abmessungen bedenkt!

Für eine Powerbank der 20000mAh Klasse ist der PowerCore II unheimlich kompakt und schlank. Auch das Gehäuse ist sehr alltagstauglich, wodurch der PowerCore II doch sehr zum Mitnehmen, auch auf längeren Ausflügen oder den Urlaub, einlädt.

Ist die Powerbank leer, geht auch das Wiederaufladen sehr flott, wenn Ihr ein Quick Charge Ladegerät verwendet. In knapp über vier Stunden ist der PowerCore II 20000mAh wieder voll, ein sehr guter Wert!

Kurzum für Besitzer mindestens eines Quick Charge fähigen Gerätes ist der Anker PowerCore II 20000mAh eine absolute Empfehlung! Auch der Preis von 40€ zum Zeitpunkt des Tests ist fair für die Leistung gewählt, der PowerCore II ist keine billig 08/15 Powerbank!

Anker PowerCore II 20000mAh Powerbank externer Akku mit PowerIQ 2.0...
  • DAS ANKER PLUS: Schließe dich den über 30 Millionen...
  • POWERIQ 2.0: Anker's brandneue exklusive Ladetechnologie erkennt...
  • DAS KRAFTPAKET: Bis zum Anschlag voll mit Energie, genug um dein...
  • BLITZSCHNELL AUFGELADEN: In nur fünf Stunden ist PowerCore II...
  • WAS DU BEKOMMST: Eine Anker PowerCore II 20000 Powerbank, ein...

Im Vergleich

Anker PowerCore II 20000mAh oder Anker PowerCore Speed 20000mAh

Beide Powerbanks tun sich nicht viel was Feature und Ausstattung angeht. Beide Powerbanks kann man mit ruhigem Gewissen kaufen. Da allerdings beide aktuell gleich teuer sind, sehe ich keinen Grund nicht den neueren PowerCore II zu kaufen.

Anker PowerCore II 20000mAh oder Anker PowerCore Elite

Besitzt Ihr kein Qualcomm Quick Charge fähiges Smartphone und Euch ist ein dritter USB Ausgang wichtig? Falls ja wäre der Anker PowerCore Elite durchaus eine gute Alternative! Gerade für Nutzer mit nur Apple Geräten könnte der Elite sogar die bessere Wahl darstellen.

Habt Ihr ein Quick Charge fähiges Smartphone, dann würde ich den PowerCore II nehmen.

Anker PowerCore II 20000mAh oder Anker PowerCore 20100

Ähnlich wie beim PowerCore Elite, habt Ihr ein Quick Charge fähiges Smartphone? Falls ja, ist der PowerCore II die bessere Wahl.

Habt Ihr kein Quick Charge fähiges Smartphone oder ist es Euch egal ob die Powerbank nun super schnell lädt, dann ist der normale PowerCore 20100 immer noch eine gute Wahl.

 

Anker PowerCore II
Angegebene Kapazität 20000mAh
Preis  [amazon_link asins=’B01LQ81QR0′ template=’AmazonPreisLinkStandardNichtDick‘ store=’nebelwanderer-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’739fa0f8-cc5f-11e7-96a4-6f297cd9f015′]
Erreichte Kapazität 62,402Wh bzw. 16865mAh
Erreichte Kapazität in % 84%
LED Taschenlampe
Wiederaufladegeschwindigkeit 9V 1.8A
Geteste Geräte
Apple iPhone X +
Samsung Galaxy S8+ ++
Apple iPad Pro +
Google Pixel XL 0
Huawei Mate 10 Pro +
Kapazität 84%
Verarbeitung 85%
Ladegeschwindigkeit 95%
Anschlüsse und Sonstige Features 80%
Lieferumfang und Verpackung 85%
Preis / Leistung ★★★★★
Testergebnis ★★★★☆

Synology RAM Aufrüsten, was bringt es? (Synology DS1817+)

Mehr Arbeitsspeicher ist immer gut, allerdings ab einem gewissen Punkt bringt mehr Arbeitsspeicher meist nicht mehr viel mehr.

Bei NAS und Server Systemen sieht dies aber oftmals etwas anders aus. Hier wird freier Arbeitsspeicher meist als lese/schreib Cache genutzt.

So auch bei Synology NAS Systemen. Gerade sehr kleine Dateien/Zugriffe werden im Arbeitsspeicher gecached ehe der eigentliche Festplattenzugriff stattfindet. Dies kann man beispielsweise mit Tools wie CrystalDiskMark nachprüfen, in welchen die Werte für 4K Zugriffe meist besser sind als es die Festplatte eigentlich könnten.

Zusätzlich wird natürlich der Arbeitsspeicher auch für diverse interne Prozesse gebraucht, welche ebenfalls oft recht RAM intensiv sind.

Bei kleineren NAS Systemen von Synology bringt Euch dieses Wissen meist allerdings nicht viel. Hier ist der Arbeitsspeicher fest verbaut und Ihr müsst mit dem leben was Synology für ausreichend hält.

Bei den größeren NAS Systemen sieht die Welt allerdings oft anders aus. Beispielsweise beim Synology DS1817+ lässt sich der Arbeitsspeicher problemlos vom Nutzer aufrüsten.

Aber lohnt sich dies? Finden wir dies in diesem kleinen Test heraus!

 

Die Ausgangssituation

Für diesen Test verwende ich das Synology DS1817+, allerdings gibt es auch noch diverse andere NAS Systeme auf welche sich die Ergebnisse dieses Berichts in einem gewissen Rahmen übernehmen lassen.

Das Synology DS1817+ ist von Haus aus mit 2GB RAM ausgestattet. 2GB RAM ist jetzt sicherlich nicht übermäßig viel, aber an sich für eine einfache NAS Anwendung ohne virtuelle Maschinen oder Ähnliches eigentlich ausreichend.

Dies sieht das NAS auch so und gibt in meinem Fall eine RAM Auslastung von gerade mal 31% an.

Allerdings ist dies nur so halb wahr. Diese 31% RAM Auslastung bezieht sich nur auf den wirklich Aktiv vom Betriebssystem genutzten Arbeitsspeicher.

Schaut man in den Tastmanager sieht man, dass der Arbeitsspeicher in Wirklichkeit komplett voll ist. Der komplette Platz welcher vom Betriebssystem übriggelassen wurde, wird als Zwischenspeicher genutzt.

Aber bringt dann mehr Arbeitsspeicher etwas wenn doch nur 31% wirklich genutzt werden?

 

Arbeitsspeicher Upgrade beim Synology DS1817+

Um dies herauszufinden musste ich ein Arbeitsspeicher Upgrade durchführen, mehr kann ja eigentlich nicht schaden.

Das Synology DS1817+ nutzt SO-DIMM DDR3 RAM (Notebook Arbeitsspeicher). Bei dem verbauten Modul handelt es sich um ein 2GB 1600MHz DDR3L Modul, welches auch Synology gebrandet ist.

Theoretisch müsste jedes SO-DIMM DDR3 Modul vom NAS akzeptiert werden. Synology verkauft zwar spezielle RAM Module als „Upgrade Kit“, aber das NAS ist nicht künstlich auf diesen Arbeitsspeicher festgelegt.

Habt Ihr noch ein altes Notebook mit DDR3 RAM könntet Ihr theoretisch auch dieses schlachten.

Allerdings ist natürlich keine Kompatibilität zu allen RAM Modulen garantiert. Wenn Ihr garantiert funktionierenden Arbeitsspeicher für Euer Synology DS1817+ wollt, kauft das Synology Upgrade Kit.

Dieses war mir allerdings zu teuer. 2x 4GB RAM für 141€ ist schon ein stolzer Preis. Ich habe einfach billige DDR3L 4GB Module von Corsair gekauft, für je 30€ das Stück.

Und ja die Corsair CMSO4GX3M1C1600C11 Value Select 4GB (1x4GB) DDR3 1600Mhz CL11 funktionieren bei mir tadellos.

Das Upgrade selbst ist beim Synology DS1817+ extrem einfach. Dieses besitzt auf seiner Unterseite eine einfache Klappe unter welcher die beiden RAM Steckplätze zum Vorschein kommen.

Entnehmt den originalen RAM und baut den neuen ein, fertig!

 

Was bringt mehr RAM?

Sollte bei Eurem NAS aufgrund von zu vielen Apps der Arbeitsspeicher knapp geworden sein, ist natürlich offensichtlich, was ein Aufrüsten des Arbeitsspeichers bringt.

Hier soll es aber primär um die Frage gehen was und ob mehr Arbeitsspeicher etwas bringt, selbst wenn die Auslastung bei Eurem NAS nicht auf 100% ist.

Beginnen wir mit dem Interessantesten, einen Datei Übertragungstest. Ich nutze für diesen ein Synology DS1817+ welches mit einer 10Gbit Netzwerkkarte ausgestattet ist, wie auch mit 5x 8TB Seagate Iron Wolf HDDs im Raid 5.

Der PC mit welchem ich die Benchmarks durchführe ist selbstverständlich ebenfalls via 10Gbit im Netzwerk angebunden.

Der limitierende Faktor bei den Übertragungsraten sind entweder die Festplatten oder die Leistung des NAS. Als Benchmark Tool nutze ich Crystaldiskmark.

Bei diesem ist es möglich die Dateigröße für die Tests zu definieren. Für meinen Test nutze ich 1GB, 2GB und 4GB Testdateien.

Ebenfalls testet Crystaldiskmark neben der sequenziellen Performance auch die Leistung beim Umgang mit kleineren Dateien.

Sämtliche Tests wurden drei Mal durchgeführt. Einmal jeweils mit 2GB RAM, 4GB RAM und 8GB RAM.

Wie wir sehen gibt es einen signifikanten Unterscheid, gerade zwischen 2GB RAM und 4GB RAM.

Dies hier primär beim Lesen der Dateien und bei größeren Dateigrößen. Dies macht auch durchaus Sinn. Wenn das NAS nur über 2GB RAM verfügt und nur 1GB geschrieben und gelesen wird, stehen die Chancen gut, dass diese 1GB Daten noch im freien Speicher gecached wurden, daher ist hier die Leistung noch recht gut.

Erhöhen wir die Dateigröße auf 2GB wird es etwas eng bei nur 2GB RAM und die Leistung bricht ein. Bei 4GB RAM sieht die Welt schon etwas besser aus. Dies ist gerade bei 4K Q32T1, also sehr kleinen Dateien, recht offensichtlich.

Der Sprung von 4GB auf 8GB RAM brachte nochmals einen Schub, interessanterweise nicht groß beim Lesen, sondern beim Schreiben.

Dies kann ich mir nur bedingt erklären. Vielleicht hilft der viele Arbeitsspeicher bei internen Prozessen des von Synology verwendeten Software RAID 5?!

Allerdings halte ich diese Werte durchaus für realistisch, zumal diese auch indirekt von Synology bestätigt werden. https://www.synology.com/de-de/products/performance#5_10bay

Beim DS1817+ mit 8GB RAM gibt der Hersteller eine maximale Schreibgeschwindigkeit von 542.73MB/s an, mit 2GB RAM nur von 436.34MB/s.

Kurzum mehr RAM bietet bei den reinen Übertragungsraten durchaus einen signifikanten Vorteil!

Aber auch abseits von den reinen Übertragungsraten hat der RAM einen positiven Einfluss. Hier habe ich zu meiner Schande keine Benchmarks durchgeführt. Allerdings beispielsweise Synology Hyper Backup arbeitet merklich schneller, wenn das Synology DS1817+ über 4GB oder 8GB RAM verfügt.

Auch bei der Cloud Station konnte ich leichte Vorteile durch den größeren Arbeitsspeicher feststellen.

 

Fazit

Ihr habt ein Synology NAS bei welchem sich der Arbeitsspeicher aufrüsten lässt? Dann macht dies auch! Selbst wenn Ihr nicht über 10Gbit Netzwerk verfügt, sorgt der größere Arbeitsspeicher für eine merkbar höhere Performance bei Hyper Backup und dem Übertragen von kleinen Dateien.

Natürlich kann der Leistungszuwachs je nach genauem NAS System etwas schwanken, allerdings beim Synology DS1817+ war dies doch recht deutlich.

Zumal hier der wirklich „billige“ Corsair Arbeitsspeicher problemlos funktionierte. 4GB RAM kosten somit gerade mal 30€ in der Anschaffung, was nicht die riesige Investition ist.

Ich denke diese lassen sich vermutlich auch auf NAS Systeme von QNAP oder ASUSTOR übernehmen. Solltet Ihr also die Möglichkeit für ein RAM Upgrade haben, denkt drüber nach!

Die Urbo UR-P4X1BL 20800 mAh Powerbank im Test, USB C 3A und Quick Charge 3.0

Powerbanks und externe Akkus gibt es im Handel in Massen. Der Grund dafür ist sehr einfach, es gibt immer mehr Geräte die portabel via USB laden können.

Wenn man bei Amazon nach Powerbanks sucht, wird man in der Regel über Hersteller wie Anker, RAVPower, PowerAdd, AUKEY, EasyAcc und Co. stolpern.

Allerdings gibt es neben diesen größeren asiatischen Anbietern auch jede Menge kleine Anbieter von welchen man in der Regel nie etwas hört.

Solch ein kleiner Anbieter mit einem auf den ersten Blick interessanten Produkt ist Urbo mit seiner UR-P4X1BL 20800 mAh Powerbank.

Diese soll neben einer großen Kapazität auch mit Quick Charge 3.0 und USB C punkten können.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob die Powerbank zu einem Preis von rund 50€ überzeugen kann!

 

Die Urbo UR-P4X1BL 20800 mAh Powerbank im Test

Urbo setzt bei der UR-P4X1BL auf ein Aluminiumgehäuse mit seitlich abgerundeten Kanten. An sich sieht die Powerbank ordentlich aus und fühlt sich auch okay an. Allerdings ist die Urbo UR-P4X1BL vergleichsweise groß für eine 20800mAh Powerbank. Beispielsweise ein Anker PowerCore 20100mAh wäre deutlich kompakter.

Das Gewicht hingegen geht für eine Aluminium Powerbank mit rund 450 Gramm in Ordnung, ein Leichtgewicht ist die Urbo UR-P4X1BL allerdings auch nicht.

Rein optisch gibt es nicht viel zur Urbo zu sagen. Eine einfache schwarze Aluminium Powerbank mit Plastikendkappen in welchen die Anschlüsse eingelassen sind.

Die Anschlüsse sind hingegen wieder etwas interessanter! Die Powerbank verfügt erst einmal über drei Ports, zwei normale USB Ausgänge und einen USB C Port.

Der USB C Port besitzt wie üblich eine Leistung von 3A, klasse! Ebenfalls klasse sind die beiden normalen USB Ausgänge. Der linke USB Ausgang ist ein normaler 2,4A USB Port, welcher natürlich mit der Hersteller eigenen Smart Technologie „Hi-Smart“ ausgestattet ist.

Der zweite USB Ausgang ist hingegen ein Quick Charge 3.0 Port und kann dementsprechend eine Spannung zwischen 3,6V und 12V ausgeben. Natürlich lassen sich an diesem Port auch Smartphones und Geräte laden, die kein Quick Charge unterstützten.

Quick Charge Ports sind voll abwärts kompatibel. Ihr könnt auch Quick Charge 2.0 Smartphones mit vollem Tempo an einem 3.0 Port laden.

Vielleicht ist Euch etwas aufgefallen?!

Die Powerbank besitzt ja gar keinen Eingang. Das ist natürlich nur halb richtig. Der USB C Port kann in beide Richtungen genutzt werden, also als Eingang oder als Ausgang.

Als maximale Leistung welche die Powerbank über diesen USB C Port aufnehmen kann, gibt Urbo 2A an.  Eine recht normale Angabe. Mit einem guten 2A Ladegerät dürfte eine vollständige Ladung damit rund 10 Stunden dauern.

Natürlich verfügt die Urbo UR-P4X1BL 20800 mAh Powerbank auch über vier Status LEDs welche beim Betätigen des Einschalters aufleuchten und Euch über die verbliebende Restkapazität informieren.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

testsetup-1

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an einem iPhone das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.,

 

Messwerte der Urbo UR-P4X1BL 20800 mAh Powerbank

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Diese wird von Urbo mit 20800mAh angegeben, messen konnte ich 19537mAh bzw. 72,288Wh.

Dies entspricht sehr guten 94% der Herstellerangabe. Warum sind 94% gut? Die Herstellerangabe bezieht sich nicht auf die letztendlich nutzbare Kapazität sondern auf die Kapazität der im inneren verbauten Akku Zellen. Dies macht nicht nur Urbo so, sondern so ziemliche alle Powerbank Hersteller.

Da sich die Urbo UR-P4X1BL relativ leicht öffnen lässt, habe ich mal nachgesehen. Im Inneren befinden sich in der Tat acht 2600mAh Zellen, was den angegeben 20800mAh entspricht.

Es handelt sich sogar um gute Samsung Akku Zellen! Samsung gehört gemeinsam mit LG, Sony und Panasonic zu den besseren Akku Herstellern.

Das Entladen der Akku Zellen und das Umwandeln der Spannung von 3,7V auf 5V ist nicht 100% effizient. Daher sind 94% ein sehr guter Wert!

Wie steht es um die Ladegeschwindigkeit?

Die Urbo UR-P4X1BL besitzt drei Ports, welche alle drei auch sehr unterschiedlich sind, 1x USB C, 1x USB A „2,4A“, und 1x QC3.0.

Dementsprechend ist auch die Ladegeschwindigkeit je nach Port und je nach Smartphone sehr unterschiedlich.

Beginnen wir mit Apple Geräten. Das Apple iPad Pro erreicht am USB C Port (über das Apple USB C auf Lightning Kabel) gute 2,51A, am normalen USB Port 2,02A und am Quick Charge Port 0,98A.

Das iPhone 7 Plus kann nicht über das USB C Adapterkabel laden, erreicht dafür aber am normalen USB Port mit 1,51A eine gute Geschwindigkeit und am Quick Charge Port ebenfalls 0,98A.

Apple Geräte laden an Quick Charge Anschlüssen oftmals nur suboptimal. Es gibt hier zwar einige Hersteller, welchen es gelungen ist QC3.0 Ports für Apple Geräte zu optimieren, dies scheint aber hier nicht der Fall zu sein.

Im Notfall falls der normale 2,4A Port belegt ist, könnt Ihr natürlich Euer iPhone auch am Quick Charge Port laden, dauert nur länger.

Wie steht es um Android Smartphones?

Starten wir hier mit dem Samsung Galaxy S8 Plus. Dieses mochte leider weder den USB C Port, noch den normalen USB Port sonderlich gerne. An beiden Ports konnte ich nur eine Ladegeschwindigkeit von 0,48A erreichen. Am Quick Charge 3.0 Port erreichte das S8+ allerdings eine gute Ladegeschwindigkeit mit 1,45A und 9V.

Als zweites Android Smartphone habe ich das Google Pixel XL getestet. Dieses erreichte am USB C Port 2,22A, am normalen USB Port 0,98A und auch am Quick Charge Port 0,98A.

Was lernen wir aus diesen Werte? Es war möglich alle getesteten Geräte an der Urbo Powerbank mit einem sehr ordentlichem Tempo zu laden. Allerdings erfordert dies gegebenenfalls viel herumprobieren, an welchem Port welches Gerät am schnellsten lädt.

Wie steht es um das Wiederaufladen der Powerbank selbst? Hier konnte ich 1,8A erreichen, ein akzeptables Wiederaufladetempo, aber auch nicht überragend.

 

Fazit

Das Fazit zur Urbo UR-P4X1BL 20800 mAh Powerbank fällt nicht ganz leicht. Warum? An sich bietet diese vielfältige Anschlüsse, eine hohe Kapazität und gute Ladegeschwindigkeit, aber es gibt auch Schwächen.

Zum einen müsst Ihr recht viel herumprobieren an welchen der Ports Euer Smartphone am schnellsten lädt. Beispielsweise das iPhone lädt am normalen USB Port am schnellsten, das iPad am USB C Port, das Samsung Galaxy S8+ am QC 3.0 Port und das Google Pixel XL wiederum am USB C Port.

Das ist etwas unkomfortabel. Auch die Wiederaufladegeschwindigkeit ist mit 1,8A und rund 10 Stunden mäßig schnell. Hinzu kommen die großen Abmessungen und der mit 50€ recht hohe Preis.

Das klingt jetzt sehr negativ, so ist das aber nicht gemeint. Die Urbo UR-P4X1BL 20800 mAh Powerbank ist eine gute Powerbank! Allerdings würde ich eher die RAVPower PB-043 wählen. Warum? Die RAVPower PB-043 bietet alles was auch die Urbo bietet + eine schnellere Wiederaufladegeschwindigkeit und einem niedrigeren Preis.

Dennoch Daumen hoch für die Urbo UR-P4X1BL!

Urbo UR-P4X1BL
Angegebene Kapazität 20800mAh
Preis
Erreichte Kapazität 19537mAh bzw. 72,288Wh
Erreichte Kapazität in % 94%
LED Taschenlampe
Wiederaufladegeschwindigkeit 1.8A
Geteste Geräte
Apple iPhone 7+ +
Apple iPad Pro +
Samsung Galaxy S8+ ++
Google Pixel XL +
Nintendo Switch 0
Kapazität 94%
Verarbeitung 80%
Ladegeschwindigkeit 85%
Anschlüsse und Sonstige Features 85%
Lieferumfang und Verpackung 75%
Preis / Leistung ★★★★☆
Testergebnis ★★★★☆

Das Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set im Test

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Smart Home ist ein großes Thema der Zukunft und auch schon der Gegenwart. Dementsprechend versuchen aktuell immer mehr Hersteller in diesem Bereich einen Fuß in die Tür zu bekommen. Zu diesen Herstellern gehört auch Bosch.

Bosch bietet neben vernetzten Haushaltsgeräten auch ein „klassisches“ Smart Home System an. Wie üblich besteht dieses aus einem Controller und mehreren Modulen.

Je nach Set Zusammenstellung kann das System auf Sicherheit, Comfort, Heizen oder all dies fokussiert sein.

Da es auf die kalte Jahreszeit zugeht, wollte ich mir im Speziellen einmal das Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set ansehen, welches mir auf freundlicherweise von Bosch zur Verfügung gestellt wurde.

Wie schlägt sich das Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set im Test? Finden wir dies heraus!

 

Das Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set im Test

Das Bosch Smart Home System besteht wie üblich aus einem Controller und mehreren Modulen/Sensoren. Ein Controller kann mit beliebig vielen und unterschiedlichen Modulen gekoppelt werden.

Im Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set befindet sich neben dem Controller auch zwei Heizkörperthermostate und ein Fenster/Türkontakt.

Daher wird es in diesem Test auch nur um diesen Funktionsumfang gehen welchen Ihr mit diesen Komponenten erhaltet.

Beginnen wir beim Controller. Der Controller ist das Herzstück des Smart Home Systems. Es handelt sich hierbei um eine ca. 2x Handflächen große Kunststoff Box. Diese ist einem recht ansprechenden weiß/silber Design gehalten.

Auf der Oberseite findet sich neben diversen Status LEDs auch eine Taste, welche unter anderem zum Koppeln von Smartphones benötigt wird.

Auf der Rückseite finden wir einen USB Port, einen LAN Port und den Anschluss für das Netzteil. Der Bosch Smart Home Controller unterstützt kein WLAN! Dieser muss also in der Nähe eines Routers/Switch positioniert werden. Über die Reichweite der einzelnen Module macht Euch keine Sorgen. Bosch macht zwar keine Angaben über die maximale Distanz zwischen Controller und Module, aber man nutzt hier das 868 MHz Band. Eine 120m²+ Wohnung lässt sich problemlos abdecken.

Wo wir bei Modulen sind, der eigentlich wichtige Teil des Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set sind natürlich die Thermostate. Hiervon liegen gleich zwei im Lieferumfang.

Die Bosch Thermostate sind etwas größer als gewöhnliche Heizkörperthermostate, aber auch nicht störend groß. Diese werden wie üblich einfach auf den Heizkörper aufgeschraubt. Auf der Oberseite jedes Thermostat befindet sich ein kleines Display, das beim Betätigen einer der drei Tasten auch kurz aufleuchtet.

Das Display zeigt immer die aktuelle Ziel-Temperatur und den Systemstatus an. Ich hätte mir hier aber vielleicht etwas bessere Blickwinkel gewünscht. Schaut man seitlich zu schräg auf das Display ist dieses nur schwer abzulesen.

Auf der Front des Thermostat befinden sich drei Tasten, welche zur manuellen Steuerung der Temperatur dienen, falls Ihr mal nicht die App nutzen wollt.

Die Energieversorgung wird einfach über zwei AA Batterien geregelt.

 

Einrichtung und Installation

Bei der Einrichtung des Bosch Smart Home Controllers benötigt Ihr vor allem eins, Geduld. Hier muss ich ganz ehrlich sein, von einem Controller der 170€ kostet, würde ich schnelleres Arbeiten erwarten.

Beginnen wir am Anfang, um die Einrichtung zu Starten müsst Ihr Euch die Bosch Smart Home App auf Euer Android/IOS Smartphone herunterladen.

Ist dies geschafft, müsst Ihr den Controller mit dem Netzwerk und Strom verbinden, dann heißt es warten. Es ist ja normal, dass so ein Gerät eine Zeit zum Hochfahren benötigt aber solch eine lange Wartezeit habe ich bisher noch bei keinem Smart Home Controller gesehen.

Ist der Controller endlich hochgefahren könnt Ihr diesen in der App koppeln. Dafür muss der QR Code auf der Unterseite des Controllers eingelesen werden.

Hier bin ich dann auch auf einen ersten Bug gestoßen. Um den QR Code besser einzulesen schaltet die Bosch Smart Home App die Taschenlampe bei meinem iPhone X ein, okay. Leider hat man anscheinend vergessen auch einzuprogrammieren die Taschenlampe wieder abzuschalten.

Ah dann macht man schnell die Installation fertig und startet die App neu. Nicht ganz denn nach dem Einscannen des Codes müssen erst einmal Updates eingespielt werden.

„Das Update kann bis zu 30 Minuten dauern“

Das freut natürlich das iPhone 30 Minuten Taschenlampe aktiv, es wird aber noch besser. Entweder gab es für meinen Controller gleich fünf Updates oder dieses ist vier Mal fehlgeschlagen. Denn mir wurde dies  „Das Update kann bis zu 30 Minuten dauern“ gleich fünf Mal präsentiert. Nachdem es das erste Mal durch war, tauchte der Bildschirm wieder auf usw.

Natürlich LED Taschenlampe während dieser gesamten Zeit aktiv. Es wird einem ja auch nicht gesagt ob man die App beenden darf (falls Ihr die App komplett beendet geht es von neu los).

Nach rund zwei Stunden Updaten war es endlich geschafft.

Nun geht es an die Einrichtung der Thermostate. Wählt hierfür „Geräte hinzufügen“ und dort Thermostate. Nun müsst Ihr wie auch schon beim Controller den QR Code einscannen. Wichtig ehe Ihr die Batterien einlegt, montiert die Thermostate!

Dies sagt zwar einem die App nicht, aber ansonsten erhaltet Ihr später eine Fehlermeldung.

Die Montage ist wie üblich kinderleicht. Einfach das alte Thermostat abschrauben und das neue aufschrauben. Die Gewinde sind in Deutschland genormt, daher sollte alles problemlos passen.

Ich müsst Euch im Übrigen auch keine Sorgen wegen austretendem Wasser machen, dies kann nicht passieren.

Ist die Montage erledigt setzt zwei AA Batterien ein und weißt dem Thermostat einen Raum zu, fertigt!

Dies ging erfreulich flott und problemlos.

 

Funktionen und Möglichkeiten

Was für Funktionen Euch das Bosch Smart Home System bietet hängen stark von den Komponenten ab welche Ihr besitzt. Im Raumklima Starter-Set befinden sich zwei Thermostate und ein Fenster/Türkontakt.

Allerdings könnt Ihr das System auch mit anderen Sensoren, Bewegungsmeldern, Feuermeldern usw. noch erweitern.

Beginnen wir aber mit dem was wir haben. Wie man auch erwarten kann erlaubt Euch das  Raumklima Starter-Set das Steuern der Temperatur in allen Räumen in denen Ihr ein passendes Thermostat installiert habt.

In jedem der Bosch Thermostate ist ein Temperatur Sensor verbaut, mit dessen Hilfe versucht wird die gewählte Temperatur automatisch zu erreichen.

Das Wählen der Temperatur könnt Ihr direkt am Heizkörperthermostat vornehmen oder natürlich über die App. neben der manuellen Auswahl der Temperatur ist auch eine automatische Steuerung vorgesehen.

Ihr könnt in der App zwei Temperaturen pro Raum hinterlegen, eine Kalttemperatur und eine Warmtemperatur. Zusätzlich könnt Ihr einen Zeitplan erstellen in welchem Ihr Warm- und Kaltphasen eintragen könnt.

Beispielsweise morgens von 6 bis 9 Uhr soll das Bad „warm“ geheizt werden auf 21 Grad. Danach kann die Temperatur auf 18 Grad abfallen, bis wieder abends 20-22 Uhr die Temperatur angehoben wird.

Solch eine Steuerung könnt Ihr für jeden Wochentag und Raum gesondert durchführen. Die Einstellung in der App ist zwar etwas fummelig, aber funktional.

Dies trifft auch ganz gut auf die komplette Bosch Smart Home App zu. Diese ist zugegeben nicht die hübscheste App, erfüllt aber durchaus ihren Job. Vielleicht könnte Bosch hier mal ein Auge auf beispielsweise Tado oder Netatmo werfen.

Interessant sind die Szenarien und Automationen. Szenarien sind Aktionen die Ihr in der App ausführen könnt.

Beispielsweise gibt es einen Unterwegs-Modus, in dem dann Heizkörper in den Kalt-Modus geschaltet werden. Ihr könnt auch Philips HUE mit dem Bosch System koppeln, dann werden automatisch auch alle Lampen abgeschaltet, nett!

Leider muss man diesen Unterwegs-Modus manuell in der App starten. Ein Update welches dies automatisch via Geofenceing erlaubt, wäre toll!

Hier sind die Automationen teilweise noch etwas praktischer. Hierbei handelt es sich um klassische, wenn dies, dann das Aktionen. Beispielsweise mithilfe des beiliegenden Tür/Fenstersensors könnt Ihr einstellen, dass das Heiten in dem jeweiligen Raum automatisch gestoppt wird, wenn das Fenster geöffnet wird.

Umso mehr Sensoren und Module Ihr habt umso mehr solcher „Rezepte“ lassen sich nutzen. Weitere Möglichkeiten wären beispielsweise das automatische Licht einschalten, wenn die Heizung morgens startet. Hierfür ist dann aber ein Philips HUE System oder der Steckdosen Adapter von Bosch nötig.

Eine Sprachsteuerung via Amazon Echo/Alexa soll im übrigen Anfang 2018 per Software Update folgen.

 

Fazit

Bosch hat hier durchaus ein interessantes Smart Home System auf die Beine gestellt, welches gerade gegenüber anderen smarten Heizsystemen, durchaus den ein oder anderen Vorteil mitbringt.

Aber natürlich hat auch das Bosch Smart Home System seine Schwächen, beginnen wir aber am Anfang.

Die größte Stärke von Bosch ist sicherlich die Vielfalt. So etwas wie das Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set, um welches es in diesem Test ging, lohnt primär als Einstieg. Wenn es Euch nur um die Steuerung Euerer Heizkörper geht, gibt es auch einige andere gute, teilweise sogar bessere Systeme, wie von Tado oder Netatmo.

Diese Systeme sind allerdings auf Heizkörperthermostate beschränkt. Das Bosch Smart Home System bietet hier eine deutlich größere Auswahl, ob es nun um den Sicherheitsbereich geht, der Smart Home Steuerung über Steckdosen Adapter oder sogar vernetzte Haushaltsgeräte.

Diese unterschiedlichen Module lassen sich auch sehr gut nach dem „wenn dies dann das“ Prinzip vernetzen. Zwar ist der Controller wie ich finde etwas teuer geworden, dafür sind aber die einzelnen Module preislich recht fair. 50€ für ein Heizkörperthermostat ist absolut okay!

Allerdings gibt es hier und da ein paar raue Kanten. Gerade die Einrichtung hat aufgrund von extrem langwierigen Update Prozessen unheimlich viel Zeit und Nerven gefressen. Auch die App von Bosch ist zwar funktional in Ordnung, aber visuell ist hier sicherlich noch ein gutes Stück Luft nach oben.

Kurzum das Bosch Smart Home Raumklima Starter-Set ist wirklich als Starter-Set in das Bosch Smart Home Öko System zu betrachten. Geht es Euch nur um die Heizkörpersteuerung, gibt es günstigere bzw. bessere Systeme, erst wenn Ihr das System mit mehreren Sensoren, Feuermelder, Bewegungsmeldern usw. ausbaut, zeigt dieses wirklich seine Stärke.

Die Haustür per Smartphone öffnen, der eqiva smarte Bluetooth Türschlossantrieb im Test

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Der Gedanke seine Haustüre mit dem Smartphone öffnen zu können ist sicherlich für viele Menschen noch etwas sehr Unvorstellbares.

Allerdings gibt es bereits einige Systeme welche genau diese Funktion ermöglichen! Eins davon stammt von eqiva und hört auf den etwas unromantischen Namen „BLUETOOTH® Smart Türschlossantrieb“.

Solltet Ihr Euch nun fragen wer dieses eqiva ist und ob diese vertrauenswürdig sind, dann ist dies durchaus eine berechtigte Frage!

Allerdings keine Sorge, eqiva gehört zum deutschen Unternehmen eq-3, welche beispielsweise mit ihrem Homematic IP recht bekannt sind und gut etabliert sind.

Dies bedeutet aber natürlich nicht automatisch, dass auch das eqiva BLUETOOTH® Smart Türschlossantrieb gut ist.

Dies gilt es im Test herauszufinden. Kann der eqiva smarte Bluetooth Türschlossantrieb überzeugen?

 

Der eqiva smarte Bluetooth Türschlossantrieb im Test

Auf den ersten Blick muss man ganz ehrlich sagen wirkt der eqiva Smarte Türschlossantrieb recht „unspektakulär“. Beim Design hätte der Hersteller sich durchaus etwas ansprechenderes einfallen lassen können.

Der Bluetooth Türschlossantrieb ist sehr neutral in einem einfachen milchig weißen Plastik gehalten. Die Verarbeitung wirkt auf den ersten Blick okay.

Auf der Front finden wir ein Drehrad, mit welchem es möglich ist die Tür manuell zu öffnen, wie auch zwei Tasten zum Auf- und Abschließen der Tür per Motor Power. So müsst Ihr nicht immer Euer Smartphone ziehen, wenn Ihr abschließen wollt.

Auf der rechten Seite befindet sich eine Klappe unter welcher drei AA Batterien für die Energieversorgung eingesetzt werden müssen.

Im Großen und Ganzen war es das auch schon an Äußerlichkeiten.

 

Funktionsprinzip und Montage

Wie funktioniert das Ganze und wie kompliziert ist die Montage? Grundsätzlich ist das Funktionsprinzip des eqiva BLUETOOTH Smart Türschlossantrieb recht einfach.

Es wird lediglich ein Schlüssel, welcher von innen auf der Tür steckt, von einem Motor nach links oder rechts gedreht. Hierfür wird der Türschlossantrieb einfach auf den Schlüssel aufgesetzt, welcher dann von zwei Backen gehalten und gedreht wird.

Eure Tür bzw. Euer Schloss muss dafür nur eine Voraussetzung erfüllen. Es muss möglich sein das Schloss zu öffnen, wenn von innen ein Schlüssel quer steckt.

Ist diese Voraussetzung erfüllt, ist es grundsätzlich möglich den eqiva BLUETOOTH Smart Türschlossantrieb zu verwenden.

Sollte dies bei Euer Tür nicht möglich sein, müsste man ein neues Schloss einbauen. Was im Übrigen extrem einfach ist! Das Schloss wird nur von einer Schraube gehalten, welche seitlich auf der Höhe des Schlosses in der Tür steckt. Einfach herausdrehen und das Schloss lässt sich herausdrücken. Messt dieses ab und kauft beispielsweise bei Amazon ein neues Schloss in passender Länge, das Ganze ist genormt. Beispielsweise so ein Schloss würde passen (achtet auf die Längenangabe).

Ist Euer Schloss für den eqiva Türschlossantrieb geeignet muss eine Halterung, welche im Lieferumfang beiliegt, an Euer Tür auf Höhe des Schlosses angebracht werden. Steht das Schloss im Inneren etwas hervor ist die Montage besonders leicht. Hier müssen nur die Backen der Halterung festgezogen werden und diese hält.

Schließt das Schloss flach mit der Tür ab müsst Ihr den eqiva Türschlossantrieb in der Tür verschrauben. Dies ist natürlich eine sehr endgültige Lösung, ich würde es vorher erst einmal mit gutem doppelseitigem Klebeband versuchen.

Der Motor sollte einfach nur nicht abfallen können. Gerade wenn Euer Schloss innen etwas vorsteht wäre solch eine Montage problemlos möglich.

Ist dies geschafft, geht in die eqiva App welche für Android und IOS verfügbar ist. Dort startet eine automatische Installationsanleitung, in welcher Ihr unter anderem festlegt wie Euer Schlüssel gesteckt wird, wie viele Umdrehungen absolviert werden müssen, ob der Griff links oder rechts ist, usw.

Während der Installation muss zudem die „Keykarte“ welche sich im Lieferumfang befindet gescannt werden. Auf dieser Keykarte stehen für das Schloss nötige Zahlenkombinationen, welche auch einer unbefugten Person möglicherweise einen Zugriff erlauben würden. Zeigt also diese Karte besser niemanden und bewahrt sie gut auf.

Unterm Strich bin ich sehr zufrieden mit dem Einrichtungsprozess! Gerade die Anleitung in der App ist sehr einfach und gut gemacht.

 

Funktion und Feature

Was kann denn nun der eqiva smarte Bluetooth Türschlossantrieb? Im Gegensatz zu beispielsweise dem Nuki, welcher auch über 200€ kostet, ist der eqiva Türschlossantrieb etwas einfacher gehalten.

Ihr könnt via App die Tür aufschließen, zuschließen und öffnen. Dies funktioniert auch 1a, das Schloss reagiert schnell und zuverlässig auf die Befehle über die App.

Von innen kann das Schloss auch über die beiden Tasten, ohne Smartphone, auf- und zugeschlossen werden.

Es ist zudem möglich mehrere Benutzer anzulegen von welchen das Schloss auch die Aktivität protokoliert. Ihr könnt in der App sehen wann wer bzw. welches Smartphone die Tür geöffnet und geschlossen hat.

Auch ein Zeitplan für ein automatisches Abschließen der Tür kann hinterlegt werden. Beispielsweise Ihr wisst, dass Ihr von 00 Uhr bis 8 Uhr Euer Haus/Wohnung selten verlasst, dann könnt Ihr einstellen, dass in diesem Zeitraum automatisch ungeschlossen wird.

Solltet Ihr dennoch in dieser Zeit die Wohnung verlassen wollen, ist es natürlich weiterhin möglich das Schloss via App oder per Hand zu öffnen.

Leider unterstützt der eqiva Türschlossantrieb kein Geofencing, ein automatisches Öffnen der Tür wenn Ihr Euch dieser nähert ist also nicht möglich.

Wie nutzt man sowas wie den eqiva Türschlossantrieb in der Praxis? Solch ein smartes Türschloss ist ein Komfort Feature. Ganz klar gesagt, ich gehen davon aus, dass es meist schneller ist einen Schlüssel aus der Tasche zu holen und das Schloss per Hand aufzuschließen als über die App!

Natürlich könnt Ihr auch wenn der eqiva Türschlossantrieb montiert ist noch das Schloss von außen mit einem Schlüssel öffnen. Das Interessante ist an solch einem System, dass Ihr nicht zwingend einen Schlüssel mehr braucht, bzw. dass nicht alle Personen einen Schlüssel brauchen.

Gerade wenn man Kinder und Jugendliche im Haus hat, ist es wahrscheinlich, dass diese eher ihren Schlüssel vergessen als ihr Smartphone.

Auch wenn man Personen nur temporär zugriff auf die Tür geben will, kann man dies mit dem eqiva Türschlossantrieb machen. Es ist möglich Wochenprofile zu hinterlegen oder es ist für den Administrator (Smartphone NR. 1 das hinterlegt ist) Nutzern/Geräten wieder das Recht zu entziehen das Schloss zu öffnen.

Gerade wer mittelfristig/langfristig Gäste hat, für den kann dies praktisch sein.

Der Motor im eqiva arbeitet erfreulich schnell, aber auch nicht super leise. Ich würde sagen der Türschlossantrieb ist etwas leiser als ein „mini Hand-Akkuschrauber“.

Loben muss ich eqiva bzw. eq-3 für die sehr gute und klar aufgebaute App. in dieser kann man sich sehr schnell zurechtfinden, selbst Nutzer welche nicht ganz so Technik affin sind. Zudem konnte ich während meines Tests keine Fehler oder Ähnliches finden.

Das System funktioniert erfreulich zuverlässig, sowohl was App wie aber auch die Hardware angeht.

 

Fazit

Ihr wollt Eure Haustür mit Eurem Smartphone öffnen können? Falls ja ist der eqiva smarte Bluetooth Türschlossantrieb eine einfache Möglichkeit diesen Wunsch in die Tat umzusetzen.

Der eqiva Türschlossantrieb bietet die Möglichkeit über die Smartphone App die Tür zu öffnen und zu schließen. Hierbei können auch mehrere Benutzer angelegt werden, solltet Ihr eine große Familie sein oder eine WG, kein Problem! Auch eine Rechteverwaltung für diese Benutzer ist vorhanden.

Hinzu kommt die recht einfachere Installation und die gute App. auch der Preis von 70€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist sehr fair für das Gebotene! Kurzum Daumen hoch für den eqiva smarte Bluetooth Türschlossantrieb.

Positiv

  • Gute App und einfach zu bedienende App
  • Schnelle Reaktionszeit
  • Einfache Montage, sofern das Schloss etwas hervorsteht
  • Mehrere Benutzer möglich inklusive Rechteverwaltung

 

Negativ

  • Kein automatisches Öffnen der Tür 

Die Bosch Smart Home 360° Innenkamera im Test

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In Zeiten von hohen Wohnungseinbruchszahlen wünscht sich jeder etwas Sicherheit. Neben Alarmsystemen sind sicherlich Überwachungskameras ein sehr beliebtes Mittel um die Sicherheit in den eigenen vier Wänden etwas zu erhöhen.

Allerdings sind Überwachungskameras oftmals ein zweischneidiges Schwert, gerade wenn diese in der Wohnung angebracht sind. Zwar mag es eine erhöhte Sicherheit vor Einbrechern geben, im Gegenzug setzt man sich selbst allerdings einer ständigen Überwachung aus, gerade dann, wenn es sich um eine Cloud basierte Kamera handelt. Aber es gab auch schon genügend Fälle von Kameras die lokal Aufnahmen speicherten, aber aufgrund von Sicherheitslücken oder Fehlern in der Programmierung online frei für jeden einsehbar waren.

Zwar gibt es genug vernünftige Kameras und wenn man nicht „Admin/Admin“ als Passwort und Benutzernamen nutzt, ist man meist auf der sicheren Seite, dennoch eine suboptimale Situation.

Hier hat sich Bosch mit seiner Smart Home 360° Innenkamera etwas cleveres ausgedacht, was eine hohe Privatsphäre garantieren soll.

Die Linse der Kamera wird, wenn diese nicht aktiv ist, eingefahren. So könnt Ihr Euch immer sicher sein ob Ihr gerade beobachtet werdet oder nicht. Dies alleine ist wie ich finde ein sehr interessantes Feature!

Aber wie steht es abseits der Privatsphäre um die Bosch Smart Home 360° Innenkamera? Ist diese eine gute und zuverlässige Überwachungskamera, welche dem Namen Bosch gerecht wird? Dies wollen wir versuchen in einem Test herauszufinden!

Kann die Bosch Smart Home 360° Innenkamera im Test überzeugen? Finden wir dies heraus! An dieser Stelle auch vielen Dank an Bosch für das Ausleihen der Kamera für diesen Test.

 

Die Bosch Smart Home 360° Innenkamera im Test

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei der „Bosch Smart Home 360° Innenkamera“ um eine reine Innenkamera. Diese darf also nicht mit Wasser oder Feuchtigkeit in Kontakt kommen.

Dafür ist das Design natürlich etwas moderner und für das Wohnzimmer freundlicher gehalten. Dies ist Bosch wie ich finde auch durchaus gelungen. Viele, gerade günstigere, Überwachungskameras sind wirklich nicht gerade hübsch.

Die Smart Home 360° Innenkamera ist hingegen modern und chic gestaltet. Bosch setzt hier auf ein rundes, längliches Gehäuse, welches in weiß/silber gehalten ist.

Die Kamera selbst befindet sich auf der Oberseite und wird nur bei Benutzung ausgefahren. Zudem lässt sich die Kameralinse horizontal um 360 Grad drehen, daher auch das runde Gehäuse.

Am unteren Ende des Gehäuses befindet sich ein Art silberner „Lautsprechergrill“ unter welchem sich auch ein Lautsprecher für die zwei Wege Kommunikation befindet, wie auch ein Mikrofon.

Noch etwas weiter unterhalb ist ein kleiner durchsichtiger Plastikring. Dieser ist auf den Fotos nicht gut zu erkennen, aber dieser Plastikring kann im Betrieb leuchten und Euch über Status Probleme der Kamera informieren.

Die Anschlüsse der Bosch Smart Home 360° Innenkamera sind auf der Rückseite angebracht. Hier finden wir einen microUSB Port wie auch einen microSD Karten Steckplatz. Eine 8GB Speicherkarte befindet sich bereits im Lieferumfang.

Der microUSB Port wird für die Spannungsversorgung genutzt. Sehr interessant wie ich finde! Ein passendes 2A 5V Netzteil mit ca. 2 Meter Kabel liegt auch bereits mit im Lieferumfang.

Solltet Ihr mehr Kabel oder weniger Kabel benötigen, wäre es auch möglich ein „normales“ 2A USB Ladegerät zu verwenden mit einem passend langen microUSB Kabel. Praktisch!

Was leider etwas weniger praktisch ist, das sind die Positionierungsmöglichkeiten der Überwachungskamera. Die Bosch Smart Home 360° Innenkamera besitzt einen festen Standfuß! Es gibt keine Möglichkeit diese an einer Wand zu verschrauben oder zu kippen.

 

Einrichtung und Installation

Um die Bosch Smart Home 360° Innenkamera zu nutzen, benötigt Ihr die passende Smartphone App, welche kostenfrei für IOS und Android verfügbar ist.

Ladet Euch die Bosch Smart Camera App herunter und startet diese. Ihr werdet nach dem Start zuerst aufgefordert ein Benutzerkonto bei Bosch anzulegen. An die hier hinterlegte eMail Adresse werden im Übrigen Benachrichtigungen gesendet.

Ist dieses geschafft, geht es zu eigentlichen Einrichtung der Kamera. Hierfür müsst Ihr diese mit dem Strom verbinden und so lange warten bis die LED auf der Unterseite anfängt grün zu blinken.

Die Bosch Smart Camera App erstellt Euch dann aus Eurem WLAN Passwort einen QR Code. Diesen müsst Ihr vor die Kamera halten, welche den Code einscannt und sich mit dem WLAN verbindet.

Dieses Prinzip habe ich auch schon bei anderen Überwachungskameras gesehen, wo dies oftmals nur mäßig gut funktioniert hat.

Allerdings die Bosch Smart Home 360° Innenkamera hat den QR Code erfreulich schnell und problemlos erkannt.

Damit ist die Einrichtung auch so gut wie fertig. Die App überprüft nur noch ob die Firmware aktuell ist und dann könnt Ihr mit der Benutzung loslegen.

 

Die Bosch Smart Camera App und Funktionen

Die App der Bosch Smart Home Kamera ist recht einfach aufgebaut. Ihr habt auf der „Home“ Seite eine Übersicht über alle Kameras, die Ihr gekoppelt habt. Tippt Ihr eine Kamera an, landet Ihr bei einer Art Detail Ansicht.

Von hier aus könnt Ihr vergangene Ereignisse sehen, die live Ansicht starten, die Kamera abschalten usw.

Zudem sind auch in den Einstellungen Optionen für die Bewegungserkennung, WLAN Einstellungen, zurücksetzen der Kamera verfügbar.

Die live Ansicht startet erfreulich schnell und ist auch, sofern die Netzwerkverbindung Eures Smartphones es erlaubt, qualitativ sehr hochwertig.

Was mich vielleicht etwas stört, ist dass es in der Live Ansicht nicht möglich ist manuell Videos oder Fotos anzufertigen. Auch das Drehen der Kamera ist in der Live Ansicht nicht möglich!

Hierfür müsst Ihr auf die Übersichtsseite zurückkehren und könnt von dort aus die Kamera drehen.

Einfachheit war bei der Bosch App sicherlich das oberste Ziel. Grundsätzlich nicht schlecht, aber hier und da hätte ich mir durchaus erweiterte Funktionen gewünscht. Beispielsweise das große Privatsphäre Feature, das einziehen der Kamera.

Wenn Ihr diese in der App Abschalten wollt, werden Euch vier Optionen angeboten, 3 Stunden abschalten, bis heute Abend 20 Uhr, bis morgen früh 7 Uhr oder dauerhaft (bis Ihr diese wieder von Hand einschaltet).

An sich soweit okay, aber es gibt keine Option zu sagen „Schalte die Kamera jeden Tag von XX bis XX ab“. Ja es gibt die Möglichkeit die Aufnahmefunktion nach Zeitplan abzuschalten, aber dann fährt die Linse nicht ein.

Hier hat Bosch nicht genug Nutzen von diesem eigentlich klasse Privatsphäre Feature gemacht. Ich sehe auch keine Option zum Überprüfen, wie viel Speicher noch auf der Kamera frei ist.

Allerdings nicht falsch verstehen! Ich finde die Bosch Smart Camera App an sich gut, aber hier und da könnte man sicherlich solche Punkte noch nachrüsten.

 

Aufnahme und Bildqualität

Wie steht es aber um die Aufnahmen? Wie kann die Bosch Smart Home 360° Innenkamera überhaupt aufnehmen, wohin kann sie aufnehmen und wie werde ich benachrichtigt?

Beginnen wir mit Letzterem. Erkennt die Kamera eine Bewegung oder ein anderes Ereignis(Strom/Netzwerk Ausfall) erhaltet Ihr auf allen verbunden Smartphones eine Benachrichtigung. Bei einem Stromausfall werdet Ihr zudem per Mail benachrichtig.

Die Benachrichtigungen via Smartphone funktionieren gut und schnell, keine Klagen hier.

Die Bosch Smart Home 360° Innenkamera besitzt eine Bewegungserkennung, welche Ihr in zwei Stufen regeln könnt. Wird eine Bewegung erkannt, startet die Aufnahme und Ihr erhaltet die oben angesprochene Benachrichtigung(diese lassen sich auch abschalten).

Das Interessante die Smart Home 360° Innenkamera erkennt Bewegungen, wirklich 360 Grad! Findet eine Bewegung hinter der Kamera statt, wird die Linse automatisch in diese Richtung gedreht und verfolgt gegeben falls das Objekt.

Dies habe ich so bei einer steuerbaren Überwachungskamera noch nie gesehen. Ist die Bewegung vorbei ist die Kamera auch clever genug sich wieder auf die Ausgangsposition, welche Ihr festlegen könnt, zurückzudrehen.

Leider gibt es hier auch einen kleinen Nachteil. Der Motor der Kamera ist hörbar! Ich würde nicht sagen, dass dieser übermäßig laut ist aber dennoch in einem ruhigen Haus/Wohnung kann man diesen auf ein paar Meter wahrnehmen.

Die Aufnahmen der Kamera werden auf der eingesetzten microSD Speicherkarte wie auch anscheinend in einer von Bosch bereitgestellten Cloud gesichert. Hier hält sich Bosch mit genauen Informationen etwas zurück. Positiv der Cloud Speicher ist komplett gratis, es gibt nicht mal optionale Speicherpläne wie es bei Netgear beispielsweise der Fall ist. Anscheinend werden immer die letzten 200 „Ereignisse“ gespeichert.

Die microSD Karte dient hierbei eher als eine Art Zwischenspeicher. Videos landen zuerst auf der Speicherkarte und werden von dort aus in die Cloud geladen. Videos lassen sich im Übrigen nicht einfach von der Speicherkarte auslesen, wenn man diese in einen PC steckt, schade.

Dies hat einen Vor- und Nachteil. Natürlich ist es immer so eine Sache seine Videos in die Cloud zu laden, aber sollte einem Einbrecher die Kamera auffallen und dieser schlägt die Kamera kaputt, sind die Aufnahmen der Person bereits gesichert.

Sind sie das? Hier erkenne ich eine Schwäche. Das Hochladen in die Cloud scheint etwas zu dauern, selbst bei meiner DSL 100.000 Leitung. Entdeckt man die Kamera sofort, rennt oder geht hin und entnimmt die Speicherkarte bzw. trennt die Stromverbindung und entnimmt dann die Speicherkarte, sind die Aufnahmen weg.

Die Benachrichtigung auf dem Smartphone kommt zwar noch an, aber Bildmaterial ist verloren. Ist die Speicherkarte entnommen, können auch keine neuen Videos gemacht werden. Hier hätte ein Eindringling ein geschätztes Zeitfenster von vielleicht 30 Sekunden, ein wenig davon abhängig wie gut Euer Internet ist.

Zu offensichtlich sollte man die Bosch Smart Home 360° Innenkamera also auch nicht positionieren.

Eine optionale ausschließliche Speicherung auf der internen SD Karte wäre auch ein super Feature für Nutzer die nicht wollen, dass ihre Aufnahmen in der „Cloud“ landen, auch wenn diese im Falle von Bosch immerhin in Deutschland ist.

Die Bildqualität der Kamera ist top. Die Bosch Smart Home Kamera nimmt Videos in Full HD Qualität auf. Die Aufnahmen sind scharf und detailliert, Gesichter usw. lassen sich problemlos auch auf Distanz erkennen. Der Blickwinkel ist mit 120 Grad auch recht groß, dass ein Innenraum gut abedeckt wird. Hinzu kommt natürlich noch das Mitdrehen der Kamera.

Für Aufnahmen im dunkeln besitzt die Überwachungskamera zudem IR LEDs. Diese sind zwar nicht übermäßig stark, reichen aber aus ein Normal gutes Wohnzimmer gut auszuleuchten.

Kurzum an der Bildqualität kann ich nichts bemängeln!

 

Stromaufnahme

Die Bosch Smart Home 360° Innenkamera ist recht genügsam was die Leistungsaufnahme angeht. Im Normalbetrieb benötigt diese ca. 2,9W. Im Dunkeln steigt die Leistungsaufnahme aufgrund der IR LEDs etwas auf 3,9W, was aber immer noch recht wenig ist.

 

Fazit zur Bosch Smart Home 360° Innenkamera

Bosch bietet mit der Smart Home 360° Innenkamera ein sehr schönes rundes Produkt. Dies beginnt bereits bei  Eurem Wohnzimmer freundlichem Design und der unkomplizierten Einrichtung.

Auch die Bosch Smart Camera App macht einen guten Eindruck. Zwar gibt es hier ein paar Dinge, welche ich anders machen würde, ich würde mir einen ein/aus Timer wünschen oder sogar geofencing, so dass man nicht immer manuell die Kamera „einfahren“ muss, aber abseits davon kann ich nicht groß klagen.

Auch die Bildqualität welche von der Smart Home 360° Innenkamera geliefert wird, ist 1A, sowohl bei Tag wie aber auch bei Nacht.

Auch die Funktion des automatischen Drehens in die Richtung einer Bewegung ist sehr praktisch! So könnte die Kamera mittig in einem Flur stehen und Bewegungen aus allen Richtungen erkennen, auch wenn diese eigentlich außerhalb des Blickfelds sind.

Bonus Punkte muss man auch Bosch dafür anrechnen, dass man dem Nutzer nicht versucht irgendwelchen sündhaft teure „Cloud-Speicherpläne“ anzudrehen.  Die Kamera lädt ihre Aufnahmen in die Cloud hoch, ja, aber dies ist komplett kostenfrei. Dort werden bis zu 200 „Ereignisse“ gesichert, mehr als genug.

Der Preis der Bosch Smart Home 360° Innenkamera ist mit knapp über 200€ (zum Zeitpunkt des Tests) sicherlich nicht die unterste Preisklasse. Allerdings ist dies aus meiner Sicht ein angemessener Preis! Gerade da es keine Folgekosten gibt.

Von daher wenn Ihr eine gute und zuverlässige Überwachungskamera eines zuverlässigen Herstellers sucht, dann seid Ihr bei der Bosch Smart Home 360° Innenkamera an der richtigen Adresse.

PS. Ein Amazon Echo Support ist für die Kamera bereits angekündigt.

Positiv

  • Schickes Design
  • Hervorragende Bildqualität
  • Geringer Energieverbrauch
  • Gratis Cloud Speicherplan
  • Einfache Einrichtung und Nutzung
  • Privatsphäre-Modus…..

 

Negativ

  • ….. Welcher leider jedes Mal manuell aktiviert werden muss
  • Keine optionale lokale Speicherung der Aufnahmen