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Was ist ASUS AiProtection und was kann es?

Viele ASUS WLAN Router bringen das sogenannte AiProtection Feature mit, welches ich ausgesprochen interessant finde!

Ist dieses aktiv, blockiert Euer Router gezielt schädliche Webseiten, Bot Netzwerke, Verschlüsselungstrojaner usw.

Dies verspricht zumindest ASUS. Wie viel ist davon in der Praxis wahr? Ist AiProtection wirklich ein Kaufargument für einen ASUS Router?

Versuchen wir dies doch einmal herauszufinden!

 

Was ist AiProtection?

Beginnen wir mit dem, was AiProtection nicht sein soll und das ist ein Virenscanner! AiProtection soll Euch zwar schützen, scannt aber nicht jede heruntergeladene Datei. Es gibt Router welche dies machen von Norton oder F-Secure, aber diese Geräte sind vorsichtig gesagt sehr speziell.

Was soll ASUS AiProtection machen? AiProtection lässt sich in drei Bereiche unterteilen, blockieren schädlicher Webseiten, Two-Way IPS und erkennen und blockieren infizierter Geräte.

 

ASUS AiProtection arbeitet im Hintergrund anscheinend mit Filterlisten. Auf diesen Listen stehen diverse als schädlich eingestufte Webseiten. Ruft Ihr eine URL auf, wird diese mit der Liste abgeglichen, falls die URL auf der Liste steht, wird diese geblockt.

Simpel, kann aber durchaus effektiv sein. Aber wie will ASUS damit Verschlüsselungstrojaner und Bot Netzwerke aufhalten?

In der Theorie funktioniert dies durchaus. Beispielsweise die meisten Verschlüsselungstrojaner arbeiten in zwei Stufen. Im ersten Moment wird nur eine Art Downloader heruntergeladen, also ein Programm, welches an sich harmlos ist, aber dann den echten Trojaner „Payload“ nachlädt.

Dies macht Verschlüsselungstrojaner so tückisch für Anti-Virus Programme, diese erste Datei macht nichts Böses, erst die zweite Datei verursacht das Übel.

Die erste Datei muss nun aber im Hintergrund eine Webseite aufrufen, wo der echte Trojaner zu finden ist. Wird diese Webseite blockiert, durch Euren Router, kann kein Schaden entstehen.

Ähnliches gilt auch für Bot-Netzwerke. Bot-Netzwerke müssen sich mit einem Control-Server verbinden, um Informationen zu erhalten. Diese Control-Server könnten ebenfalls über Sperrlisten geblockt werden.

Dies macht auch das „Erkennen und Blockieren infizierter Geräte“. Das entscheidende dabei ist das AiProtection für Euer gesamtes Netzwerk arbeitet.

Es gibt immer öfter den Fall, dass Smart Home Geräte, gerade von kleineren Anbietern, übernommen werden und zu einem Bot werden. Wie soll man dies erkennen?

In der Praxis gar nicht! Dies ist für mich fast der interessanteste Punkt, AiProtection soll erkennen, wenn eins Euer Smart Home Geräte zu einem Bot wurde und kann Euch darüber Informieren. Das System ist erneut recht einfach, alle bekannten IP Adressen von Bot Netzwerken landen auf einer Liste. Versucht sich eins Euer Geräte mit einer dieser IP Adressen zu verbinden, ist davon auszugehen, dass dieses Gerät infiziert ist. In diesem Fall könnt Ihr per eMail oder App benachrichtigt werden.

Ein weiterer potenzieller Punkt wären Smartphones. Wer kennt nicht WhatsApp Kettenbriefe, welche Euch auf irgendwelche Webseite locken sollen wo dann Viren warten. Auch so etwas kann AiProtection blocken. Genau wie bösartige Apps, die Eure Daten sonst wohin senden.

Soweit zumindest die Theorie.

 

Funktioniert das Ganze wirklich?

Ob das Ganze funktioniert, hängt von einem Faktor ab, den Sperrlisten. Sind diese veraltet oder unvollständig funktioniert AiProtection nicht.

Sind die Sperrlisten für URLs und IP Adressen gut, kann AiProtection Gold wert sein! ASUS arbeitet hier mit Trend Micro zusammen, welche die Listen updaten und pflegen.

Trend Micro ist ein durchaus größerer japanischer Antivirus Anbieter, welcher als gut und seriös gilt.

Wie kann man dies nun testen? Leider ist das der schwere Punkt. Ich kann nur ein paar Stichproben machen, ich bin kein Anti-Virus Labor.

Wichtig für diese Tests nutze ich einen ASUS ROG Rapture GT-AC5300, welcher nicht direkt AiProtection besitzt, sondern Game IPS. Game IPS ist aber AiProtection nur unter anderem Namen und Optik!

Beginnen wir mit einem etwas einfacheren Test.Für diesen habe ich mich in die untiefen des Internets und der unseriösen Werbung gestürzt. Hier wurde durchaus etwas Popup Werbung geblockt!

Kenn Ihr diese Popups die Euch sagen „Ihr Computer ist infiziert, rufen Sie bei Tech Support an!“ Wo Ihr dann in Indien bei irgendwelchen unseriösen Call Centern landet? Diese Werbung scheint AiProtection nicht zu mögen. Es taucht lediglich ein Fenster auf „diese Webseite wurde blockiert“.

Allerdings wurden auch nicht alle unseriösen Webseiten geblockt. In meinem Test gingen beispielsweise ein paar „Ihr Adobe Flash Player ist veraltet, jetzt neu laden“ Anzeigen durch. Fehlalarme konnte ich keine bemerken.

Wie steht es um Viren oder Trojaner? Hierfür habe ich mich noch tiefer ins Internet gewagt (nein so tief war es auch nicht, aber ich übertreibe gerne), wo ich eine Liste mit verseuchten Webseiten/URLs gefunden habe.

Diese URLs habe ich aufgerufen. Beginnen wir mit 6 Tage alten Links, ich unterteile in geblockt für Links, welche vom Router gestoppt wurden, durch für Links die durchgegangen sind und down für, Links, die bereits nicht mehr aktiv waren.

Von 23 Links die zu einem Virus führten, sind lediglich zwei Links durchgegangen! Ich war hier etwas überrascht, dass der Schutz doch wirklich so gut funktionierte.

Aber dies waren natürlich schon alten Viren/Links. Wie steht es um Vieren/Links die erst am Tag des Tests eingereicht wurden?

Von 19 Links sind lediglich vier durchgegangen! Ebenfalls eine sehr beachtliche Quote.

Natürlich garantiert dies keine Sicherheit. Da die Links schon auf dieser Webseite gelistet wurden bedeutet dies, dass die Links irgendwem bekannt sind. Solltet Ihr zu den ersten gehören, die auf solch einen Virus/Trojaner stoßen, hilft auch AiProtection nicht.

Trotzdem das zeigt doch sehr schön das die Filterliste grundsätzlich funktioniert und auch aktuell ist.

Dementsprechend halte ich die Chancen auch für sehr gut, dass wirklich Bot Netzwerke und Ähnliches geblockt werden und nicht Wochen oder sogar Monate lange von Euren Computer oder Smart Home Geräten DDOS Angriffe ausführen.

Abschließend habe ich den Test PC auch mit zwei Botnetzwerk Viren infiziert, welche ebenfalls von AiProtection erkannt wurden!

Zwar kann AiProtection diese nicht entfernen, aber Ihr wisst, dass etwas nicht stimmt und die Viren wurden blockiert, da diese keinen Kontakt zum Control-Server aufnehmen konnten um die Payload bzw. die Informationen zu laden.

Wie steht es um die Performance? Hat hier der Virusscann einen Einfluss? Ich nutze einen ASUS ROG Rapture GT-AC5300 für diesen Test, den leistungsstärksten Router den ASUS aktuell im Sortiment hat. Von daher kann ich nicht garantieren, dass meine Ergebnisse mit Euren übereinstimmen.

Rein theoretisch hat natürlich dies einen negativen Effekt. Alle Adressen müssen mit einer internen Liste abgeglichen werden, was für eine zusätzliche Prozessor Last sorgt. Praktisch scheint dies aber keine nennenswerten Auswirkung auf die Leistung zu haben.

Weder der Ping ist hochgegangen, noch hat sich etwas an meinen Download Raten verändert.

 

Fazit

Ja ASUS AiProtection stellt definitiv einen großen Mehrwert da! Das System dahinter ist zwar sehr einfach, mit sich selbst aktualisierenden Filterlisten, aber es funktioniert.

In meinem kleinen Stichprobentest blockte AiProtection einen großen Teil (rund 80%) der Links, welche zu Viren/Trojanern führten.

Dies ist nicht nur für einen Desktop PC interessant, sondern auch für Smartphones und Smart Geräte, welche man in der Regel nicht so einfach überprüfen kann. So wird das Risiko minimiert, dass Ihr in Eurem Haus unbemerkt einen Bot habt, welcher unbemerkt Angriffe über Eure Internetleitung ausführt.

Natürlich ist der Schutz nicht perfekt, aber er stellt eine weitere Sicherheitsebene dar, gerade für Geräte die man nicht mit einem anti Virus Schutz, schützen kann, oder durch die Hersteller einfach keine Updates bekommen.

Von daher ja,  AiProtection ist ein sehr sinnvolles Bonus Feature! Glückwunsch ASUS!

5x Smart Home Steckdosen im Test, von TP-Link, Homecube, Broadlink, MEAMOR und BRESUVE

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Smart Home ist mittlerweile in sehr vielen Haushalten angekommen. Eins der beliebtesten Themen, gerade mit der Nutzung von Smart Home Assistenten wie Alexa, ist sicherlich das einfach Ein/Ausschalten von Lampen, Fernsehern usw.

Um dies zu bewerkstelligen, benötigt man eine smarte Steckdose bzw. einen smarten Steckdosenadapter. Mein bisheriger Favorit ist zugegeben die TP-Link HS110, welche mit 35€ sogar eins der teuren Modelle auf dem Markt ist.

Smarte Steckdosen sind erstaunlicherweise gar nicht mal so teuer. Einfachere Modelle bekommt man schon für unter 20€.

Aber taugen diese einfacheren Modelle überhaupt? Um diese Frage habe ich mir 5x verschiedene smarte Steckdosen bestellt, die man alle direkt ins WLAN einbinden kann und auch eine Steuerung via Alexa zulassen (mit Ausnahme einer).

Wollen wir uns doch einmal im Vergleich ansehen, welche Smart Home Steckdose am meisten überzeugen kann.

 

5x Smart Home Steckdosen im Test, die Testkandidaten

Folgende smarte Steckdosen habe ich für diesen Vergleich gekauft:

Preislich liegen die Modelle zwischen 17€ und 35€. Die günstigste ist die Broadlink SP3S und die teuerste die TP-Link HS110.

Rechtfertigt sich der knapp doppelte Preis der TP-Link?

 

Die Kandidaten in der Einzelvorstellung und etwas Generelles

Beginnen wir einer Einzelvorstellung der jeweiligen Modelle. Hier werde ich nicht nur auf die Hardware eingehen, sondern auch auf die Software „App“.

Hier ein paar generelle Punkte vorweg, welche für alle Modelle gelten:

  • Ich habe jeweils immer die Android App getestet, es ist aber eine IOS App verfügbar
  • Es ist eine Registrierung beim Hersteller mit einer eMail Adresse bei allen Modellen nötigt
  • Alle Steckdosen besitzen einen Schalter am Gerät um diese ohne App ein/ausschalten zu können
  • Es wird ein 2,4GHz WLAN Netz benötigt
  • Eine Timer Funktion ist bei allen Modellen vorhanden

 

Die BRESUVE intelligente WLAN Steckdose im Test

Beginnen wir bei der BRESUVE intelligenten WLAN Steckdose. Diese ist eins der größeren Modelle im Test, mit Größe meine ich in diesem Fall die Abmessungen.

Was auf den ersten Blick auffällt, ist der Hersteller, bzw. das Fehlen eines Herstellers. Weder auf dem eigentlichen Produkt noch auf der Verpackung wird der Hersteller „BRESUVE“ auch nur einmal genannt.

Dies ist aber weniger überraschend. BRESUVE wird diesen Steckdosenadapter einfach bei einem chinesischen Hersteller zukaufen und auf dem deutschen Markt vertreiben.

Dabei wird BRESUVE vermutlich nicht solche Massen abnehmen, dass sich hier eine spezielle Verpackung oder ein eigenes Design lohnt. Auf der Rückseite ist einfach nur eine Beschriftung mit dem Namen „Smart Wi-Fi Socket, Model: SWA1“ zu finden.

Das Design dieser WLAN Steckdose ist zugegeben sehr „Basic“. Auch das Plastik wirkt eher von billigerer Natur. Ein wirkliches premium Produkt ist die BRESUVE intelligente WLAN Steckdose nicht, aber es geht uns ja primär um die Funktion.

Um die BRESUVE intelligente WLAN Steckdose zum Funktionieren zu bekommen, benötigt Ihr die eFamilycloud App.

Diese ist ebenfalls auf den ersten Blick sehr generisch, aber funktional in Ordnung. Nach einer Registrierung beim Hersteller müsst Ihr Euer WLAN Passwort eingeben und die BRESUVE mit dem Strom verbinden.

Die Anleitung auf dem Bildschirm ist hier etwas undeutlich. Anscheinend deckt die App gleich xyz verschiedene Modelle ab. Haltet die Taste an der smarten Steckdose, solange gedrückt bis die LED blinkt.

Klickt nun in der App auf weiter und die Steckdose sollte nun automatisch gefunden und mit Eurem Netzwerk verbunden werden.

Auf dem Home Bildschirm der App findet Ihr nun Eure Steckdose bzw. Steckdosen, solltet Ihr mehrere haben. Positiv, vom Home Bildschirm aus lassen sich die Steckdosen direkt ein/ausschalten!

Es muss kein Untermenü oder Ähnliches zuvor besucht werden. Dieses ist nur nötig, wenn Ihr einen Timer oder einen Countdown stellen wollt.

Timer lassen sich nach Wochentagen wiederholen und basieren auf dem „um XX Uhr an Tagen XY schalte Steckdose ein/aus“ Prinzip. Es lassen sich mehrere solcher Anweisungen hinterlegen.

 

Broadlink SP3S intelligente WLAN Steckdose

Die Broadlink SP3S WLAN Steckdose wirkt etwas weniger generisch als das Modell von BRESUVE. Designtechnisch ist die Broadlink SP3S zwar auch keine Schönheit, aber haptisch ist diese in Ordnung.

Ihr bekommt einen einfachen Steckdosenadapter in Hochglanz-Weiß, welcher auf seiner Front einen physischen Ein/Ausschalter besitzt, in welchem auch eine LED verbaut ist.

Interessant, Broadlink gibt die maximale Leistung der smarten Steckdose mit 16A, also rund 3600W, an, was gemeinsam mit dem Modell von TP-Link die höchste maximale Leistung im Testfeld ist.

Um die Steckdose zu nutzen, benötigt Ihr die e-Control App, der auch direkt von Broadlink stammt.

Allerdings gefällt mir die App eher mittelmäßig gut. Die e-Control App scheint für diverse Smart Home Geräte vorgesehen zu sein, was auch ein paar Machteile mitbringt.

Beispielsweise ist es nicht möglich die Steckdose direkt vom Home Bildschirm der App ein/aus zu schalten. Wenn man nur eine Steckdose hat, ist das Okay, will man aber mehrere hintereinander ein/ausschalten dauert dies doch um einiges länger.

Auch ist das Design der App „rudimentär“. Die Funktion ist gegeben, aber wahnsinnig modern ist die Darstellung nicht.

Funktional finden wir neben dem Timer auch die Möglichkeit den aktuellen und vergangenen Stromverbrauch einzusehen. Hier bietet die Broadlink SP3S intelligente WLAN Steckdose einen sehr hilfreichen Graphen über den Verlauf bis zu einem Jahr.

 

Homecube intelligente WLAN Steckdose

Ein Lob an Homecube! Neben dem Modell von TP-Link macht die Homecube intelligente WLAN Steckdose den optisch und auch haptisch besten Eindruck!

Das Modell wirkt qualitativ hochwertig gemacht. Auch gibt es diverse Aufdrucke des Herstellers, wodurch die Homecube Steckdose weniger generisch aussieht.

Von der Form unterscheidet sich dieses Modell doch ein Stück weit von den beiden vorangegangenen. Während diese auf ein schmales aber längliches Design setzten, ist die Homecube WLAN Steckdose etwas viereckiger.

Dies ist schicker, könnte aber noch eher benachbarte Steckdosen blockieren. Wie üblich besitzt auch die Homecube Steckdose eine Taste auf der Oberseite zum manuellen Ein/Ausschalten, falls Ihr die App nicht nutzen wollt.

Kommen wir auf die App zu sprechen. Diese hört auf den Namen Smart Life und ist für IOS und Android verfügbar.

„Hey warte mal, zeigst du uns da nicht die gleiche App wie bei der BRESUVE Steckdose?!“, irgendwie ja, aber auch nein.

Die Smart Life App ist mehr oder weniger die gleiche App wie die eFamilycloud App, die Akzentfarbe ist lediglich blau statt rot.

Es handelt sich anscheinend um eine recht generische App, welche vermutlich vom Fertiger der smarten Steckdose an all seine Kunden verteilt/zur Verfügung gestellt wird.

Immerhin funktional kann ich mich nicht beschweren. Timer, Countdown und auch eine Verbrauchsmessung ist vorhanden. Auch die Steuerung ist schnell und unkompliziert. Zwar ist sicherlich optisch etwas Luft nach oben, aber ich kann mit der Smart Life App absolut leben.

 

MEAMOR intelligente WLAN Steckdose

Die MEAMOR intelligente WLAN Steckdose setzt auf eine ähnliche Form wie auch das Modell von Homecube. Die Steckdose ist also recht gleichmäßig rund geformt.

Im Gegensatz zur Homecube ist allerdings die Verarbeitung und Haptik der Steckdose gut eine Stufe schlechter. Das Gehäuse ist aus einem etwas billiger anmutendem Plastik gearbeitet und generell wirkt die MEAMOR intelligente WLAN Steckdose „hohler“.

Interessanterweise besitzt die MEAMOR allerdings ein Feature, welches die anderen nicht haben. Auf der Oberseite der Steckdose ist wie üblich der „manuelle“ Ein/Ausschalter, auf der Unterseite ist allerdings zudem ein USB Port!

Dieser kann 1A 5V liefern, reicht also aus um ein Smartphone langsam zu laden.

Zur Einrichtung und Nutzung benötigen wir auch bei der MEAMOR WLAN Steckdose eine App, welche für IOS und Android verfügbar ist.

„Hey warte mal, zeigst du uns da schon wieder die gleiche App?!“ Ja! Die MEAMOR WLAN Steckdose nutzt 1 zu 1 die gleiche App wie die Homecube WLAN Steckdose, welche eine modifizierte Version der eFamilycloud App ist (bzw. andersherum), welche von der BRESUVE intelligente WLAN Steckdose genutzt wird.

Hier gilt also das Gleiche wie bei der Homecube Steckdose. Optisch ist die App verbesserungswürdig, aber funktional habe ich keine Klagen!

Leider ist allerdings die App fast das Beste an der MEAMOR intelligenten WLAN Steckdose. An dieser Stelle muss ich leider zwei No Go´s erwähnen.

Die MEAMOR intelligente WLAN Steckdose besitzt kein CE Zeichen am Gerät! Ja es ist eins auf die Verpackung gedruckt, aber ich bin mir nicht sicher ob dies gültig ist!

Wikipedia sagt Folgendes dazu „Die CE-Kennzeichnung muss vom Hersteller bzw. seinem in der Gemeinschaft ansässigen Bevollmächtigten gut sichtbar, leserlich, unverwechselbar und dauerhaft auf dem Produkt oder am daran befestigten Schild angebracht werden.“

Das ist hier nicht der Fall, was erstaunlich ist denn MEAMOR wirbt bei Amazon mit folgendem „Der Smart Plug FCC und CE zugelassen für Sicherheit und Qualitätssicherung, sicher in der Anwendung

Das muss nicht bedeuten, dass die Steckdose schlecht ist. Aber ganz genau genommen darf diese in Europa nicht genutzt werden. Mit dem CE Zeichen verpflichtet sich der Hersteller sich an die europäischen Normalen zu halten, was niemand überprüft, weshalb eigentlich alle asiatischen Hersteller einfach das CE Zeichen auf ihre Produkte kleben. Aber wenn die Steckdose einen defekt hat, und anfängt zu brennen und die Versicherung mitbekommt, dass das Ding kein CE Zeichen hatte, dann kann diese den Versicherungsschutz verweigern.

Hinzu kommt, dass die Steckdose im Betrieb laut surrt/brummt. Nimmt man diese in der Hand hört man auch im Inneren eine Feder wackeln, was nicht unbedingt mein Vertrauen in dieses Modell stärkt.

Von daher kann ich die MEAMOR intelligente WLAN Steckdose leider nicht empfehlen!

 

TP-Link HS110

Den hochwertigsten Eindruck macht ohne Frage der TP-Link HS110 Steckdosenadapter. Zum einen wirkt das verwendete Plastik am massivsten und wertigsten, zum anderen wirkt es so als hätte sich hier jemand auch Gedanken um ein etwas schickeres Design gemacht.

Auf der Front der Steckdose finden wir einen Ein/Ausschalter wie auch zwei LEDs. Eine für den Stand der Steckdose und eine für den WLAN Verbindungsstatus.

Es gibt eine zusätzliche Taste auf der Oberseite, welche aber nur dem Resetten der Steckdose und ähnlichen Systemfunktionen dient.

Aber nicht nur die smarte Steckdose selbst wirkt hochwertig, auch die TP-Link Kasa App macht ohne Frage den hochwertigsten Eindruck.

TP-Link ist sein Smart Home System am Ausbauen, daher finden sich in der App auch diverse andere steuerbare Geräte. Allerdings beeinträchtigt dies nicht die Nutzung des TP-Link HS110.

Nach einer sehr einfachen und gut dokumentierten Einrichtung laden wir auf dem Home Bildschirm der App. von dort aus lassen sich alle verbundenen Steckdosen schnell ein/ausschalten.

Um einen Timer oder Countdown zu stellen muss man allerdings in ein gut designtes Untermenü gehen. Hier könnt Ihr Euch auch den aktuellen Stromverbrauch, den Stromverbrauch der letzten 24h und den Stromverbrauch der letzen 30 Tage ansehen.

Visuell ist alles sauber aufbereitet!

 

Smart Home

Vier der fünf Testkandidaten lassen sich auch mit Sprachassistenten wie Amazons Alexa und Google Home steuern.

  • BRESUVE intelligente WLAN Steckdose
  • Broadlink SP3S intelligente WLAN Steckdose
  • Homecube intelligente WLAN Steckdose
  • MEAMOR intelligente WLAN Steckdose
  • TP-Link HS110

Lediglich das Modell von Broadlink erlaubt keine Steuerung durch Alexa und Co.  Aber wie gut funktioniert die Steuerung bei den anderen Modellen?

Für die BRESUVE, Homecube und MEAMOR gilt hier das Gleiche, denn diese drei nutzen den gleichen Skill. Man kann beim Einloggen hier auswählen, welche App man nutzt, die eFamilycloud App oder die Smart Life App.

Nach dem Einloggen einmal einen Scan mit Alexa machen und fertig! In der Theorie. Ich hatte hier zunächst das Problem, dass meine Befehle nicht erkannt wurden bzw. umgesetzt wurden, da angeblich das Gerät nicht vorhanden ist, obwohl dieses in der Alexa App korrekt angezeigt wurde. Hier half es aber einfach das Gerät einmal umzubenennen.

Die Steuerung über den Kasa Skill war von Anfang an problemlos.

Der Funktionsumfang ist bei allen vier Modellen fast identisch „Alexa schalte XYZ Ein“, „Alexa schalte XYZ aus“. Probleme mit der Zuverlässigkeit dieser Befehle hatte ich kaum. Die TP-Link HS110 nutze ich nun schon seit über einem Jahr, daher kann ich her mehr zur Zuverlässigkeit sagen. Es kann vorkommen, dass nichts passiert, wenn man seinen Befehl gibt. Aber dies passiert vielleicht bei 5% aller Versuche.

Ähnliches galt in meinem Test auch für die drei anderen Modelle. Wenn Ihr einen eindeutigen Namen gewählt habt, scheint das System sehr zuverlässig bei allen smarten Steckdosen zu funktionieren.

Solltet Ihr hier mehr als in 5% aller Versuche Probleme haben, schaut mal ob die WLAN Verbindung passt, vielleicht ist dass das Problem.

Bonuspunkte für alle Steckdosen, das Reaktionstempo sowohl über die App wie auch über Alexa war sehr hoch. Über die App lag dies bei 1-2 Sekunden, über Alexa zwischen 1 und 5 Sekunden.

 

Messfunktion

Drei der getesteten smarten Steckdosen besitzen ein sehr interessantes Feature. Diese können Euch den aktuellen Stromverbrauch bzw. den Stromverbrauch über die letzten Tage anzeigen. Aber wie verlässlich sind diese Angaben?

Hierfür habe ich die Messwerte der Broadlink, Homecube und TP-Link mit denen meines normalen Strommessgerätes verglichen. Es gab zwei Messungen, einmal mit 8,9W konstanter Last und einmal mit 77,5W konstanter Last.

Wie wir sehen sind die Werte, welche von der TP-Link und der Broadlink Steckdose geliefert werden, sehr nah an den Messwerten meines Messgeräts. Die TP-Link Steckdose misst etwas mehr als mein Messgerät und die Broadlink etwas weniger. Aber die Unterschiede sind niedrig, also sind die Werte von beiden smarten Steckdosen vollkommen nutzbar.

Bei der Homecube Steckdose sieht dies etwas anders aus. Anstelle von 8,9W wurden 7,1W gemessen und anstelle von 77,5W wurden 61,9W gemessen. Die Homecube smarte Steckdose gibt zudem auch aufgeschlüsselte Werte aus, als Spannung und Strom (Ampere).

Diese Werte sind aber noch merkwürdiger. Angeblich liegt die Spannung meiner Steckdose bei 181V, was nicht richtig ist.

Möglicherweise habe ich hier ein Montagsmodell erwischt. Warum? Wenn Ihr auf alle Werte 25% drauf rechnet passen diese. Auch wenn man die gemessene Spannung von 180V * 1,25 rechnet, kommen wir auf die richtigen 225V. Ich nehme also an, dass hier ein Fehler beim Modul vorliegt, welches die Spannung misst, der sich dann auf die gesamte Rechnung auswirkt.

 

Stromverbrauch

Alle smarten Steckdosen müssen konstant mit dem WLAN Verbunden sein. Dies benötigt natürlich Energie, die konstant aufgenommen wird. Hier wäre es natürlich schön, wenn der Stromverbrauch so niedrig wie möglich wäre.

Hierfür zwei Messungen, eine mit der jeweiligen Steckdose an und eine mit der Steckdose aus. Damit meine ich natürlich die Steckdose auf der Oberseite der Adapter, interessanterweise scheint das Einschalten der Steckdose Energie zu benötigen.

Ich nehme an im Inneren sind Relais verbaut, welche zum Schließen des Stromkreises unter Strom gesetzt werden müssen, was wiederum etwas Strom frisst.

Etwas überraschend ist der TP-Link HS110 smarte Steckdosenadapter der größte Stromschlucker mit 1,8W bzw. 1,2W.

Damit würde dieser Adapter ca. 4€ Stromkosten im Jahr verursachen (24/7 ausgeschaltet bei 0,25€ die KWh). Am stromsparendsten ist die Homecube intelligente WLAN Steckdose mit 0,9W bzw. 0,7W. Das ergibt Stromkosten im schlimmsten Fall von 1,9€, was erträglich ist.

Dennoch lohnen damit diese Steckdosenadapter weniger dafür Standby-Verbraucher abzuschalten. Außer Ihr habt natürlich einen ganzen TV Schrank mit diversen Geräten, die gleichzeitig an der Steckdose hängen.

 

Fazit

Welche smarte WLAN Steckdose hat den Test gewonnen und ist am meisten zu empfehlen? Es gibt hier zwei Modelle, welche etwas aus dem Testfeld hervorstechen.

Beginnen wir mit dem Sieger, welcher aus meiner Sicht der TP-Link HS110 smarte Steckdosenadapter ist.

Der TP-Link HS110 wirkt einfach am hochwertigsten gemacht. Dies gilt sowohl für den Adapter selbst, wie aber auch für die Kasa App.

Diese ist in einem klaren Deutsch, mit einem guten Bedienkomfort und dem größten Funktionsumfang. Auch die Steuerung via Alexa funktioniert tadellos und die Strommessfunktion ist ziemlich genau.

Von daher, ja der recht hohe Anschaffungspreis spiegelt sich in der Qualität des HS110 wieder! Lediglich der Stromverbrauch des Adapters ist mit ca. 4€ Stromkosten pro Jahr etwas hoch.

Als Alternative würde ich den Homecube empfehlen. Zwar ist die Strommessfunktion etwas ungenau (genau 25% zu niedrig) und die App nicht ganz so hübsch wie die der TP-Link Steckdose, aber sowohl was die Bedienung angeht, wie aber auch den Funktionsumfang gibt es hier nichts zu klagen.

Auch die generelle Verarbeitung und Qualität wirkt gut, im Gegensatz zu den anderen Testkandidaten, welche oftmals etwas sehr generisch anmuten. Hinzu kommt der sehr günstige Preis mit 22€ und der sehr faire Stromverbrauch!

Auch die Broadlink SP3S intelligente WLAN Steckdose und die BRESUVE intelligente WLAN Steckdose machten im Test einen vernünftigen Eindruck, welcher aber schlechter war als bei den beiden Testsiegern. Lediglich sollte Euch eine hohe Strommessgenauigkeit wichtiger sein als ein Alexa Support und eine etwas bessere App, könnte man die Broadlink WLAN Steckdose dem Homecube vorziehen. Lediglich von der MEAMOR intelligente WLAN Steckdose würde ich komplett abraten.

Von daher meine abschließende Rangliste:

  1. TP-Link HS110
  2. Homecube intelligente WLAN Steckdose
  3. Broadlink SP3S intelligente WLAN Steckdose
  4. BRESUVE intelligente WLAN Steckdose
  5. MEAMOR intelligente WLAN Steckdose

Das Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät im Test, günstiges Multiport Schnellladegerät fürs iPhone X

Ein gutes USB Ladegerät kann im Alltag ein Segen sein, gerade dann wenn dieses mehrere USB Ports besitzt. Dementsprechend gibt es auch auf dem Markt zahlreiche Multi Port USB Ladegeräte.

Anker gilt hier als einer der besten Hersteller, was 3. Anbieter USB Ladegeräte angeht. Dies auch durchaus zurecht. Nun hat Anker mit dem „PowerPort 5-Port USB C Ladegerät 60W“ ein neues, sehr interessantes USB Ladegerät auf den Markt gebracht.

Dieses unterstützt den noch recht neuen USB Power Delivery Standard. USB Power Delivery ist ein Schnelladestandard, welcher beispielsweise von Apple beim iPhone 8 und X genutzt wird, aber auch bei diversen Notebooks und Android Smartphones zum Einsatz kommt.

Wollen wir doch einmal im Test schauen ob das neue Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät mit 60W überzeugen kann!

 

Das Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät im Test

Anker setzt bei seinem neuen PowerPort 5 USB C Ladegerät auf das recht klassische Multiport Ladegerät Design.

Das bedeutet dieses ist ein rechteckiger und flacher Plastikblock etwa so groß wie eine Handfläche, welcher auf seiner Front diverse USB Ports besitzt.

Beim Gehäuse nutzt Anker ein recht robust anmutenden matten Kunststoff, welcher für den Alltagseinsatz absolut geeignet ist. Das Gehäuse fühlt sich überdurchschnittlich hochwertig und massiv an.

Man hat also nicht das Gefühl ein billiges China Ladegerät in der Hand zu halten.

Auf der Front des PowerPort 5-Port USB C Ladegeräts finden wir die Anschlüsse. Hierbei handelt es sich um vier normale USB Ports und einen USB C Port.

Die normalen USB Ports können jeweils 2,4A ausgeben und sind mit Ankers PowerIQ Technologie ausgestattet, die das angeschlossene Smartphone erkennen soll und dementsprechend den Ladevorgang optimiert.

Allerdings könnt ihr die USB Ports gemeinsam nur mit bis zu 6A belasten. Ist dies in der Praxis ein Problem? Eher nicht. Smartphones nutzen eh nicht diese 2,4A bis zum Limit. Beispielsweise ein Samsung Galaxy S7 kann maximal 1,77A aufnahmen. Ihr könntet also beispielsweise drei Samsung Galaxy S7 gleichzeitig laden und hättet noch Platz für ein Einsteiger Smartphone, welche meist mit maximal 1A laden.

Der USB C Port ist natürlich von dem 6A Limit ausgenommen und nutzt im Inneren eine gesonderte Anbindung.

Der USB C Port kann bis zu 30W liefern! Eine ausreichende Leistung selbst kleinere Notebooks aufzuladen. Hierbei ist das Ladegerät zu 5V/3A, 9V/3A, 15V/2A oder 20V/1,5A in der Lage.

Oberhalb der USB Ports ist zusätzlich eine kleine blaue Status LED integriert. Was macht sie? Richtig, blau leuchten, wenn das Ladegerät mit dem Strom verbunden ist. Allerdings ist die LED recht gut gedämpft, sollte also selbst auf einem Nachttisch nicht zu sehr stören.

Die Stromversorgung des Ladegerätes wird über ein normales Kleingerätekabel gelöst. Ein 1 Meter langes liegt bereits im Lieferumfang, wenn Ihr mehr Länge braucht ist dies aber auch kein Problem. Solche Kabel sind recht billig zu bekommen.

 

USB Power Delivery

Ich glaube es ist sinnvoll einmal kurz zu erklären was überhaupt USB Power Delivery ist. Quick Charge, Super Charge usw. wird sicherlich den meisten etwas sagen.

Es handelt sich hierbei um Schnellladetechnologien für Smartphones und Tablets, welche bereits vor einigen Jahren auf den Markt gekommen sind. Ebenfalls habe alle gemeinsam, dass es sich hier um proprietäre Technologien handelt.

Das heißt, jedes Schnellladeverfahren ist entweder mit Lizenzgebühren oder einen Hersteller verknüpft. Quick Charge gehört Qualcomm, Super Charge Huawei usw.

USB Power Delivery hingegen ist ein freier Standard. Jeder Hersteller kann diese Technik nutzen, wenn er dies möchte.

Hierdurch hat USB Power Delivery auch in der letzten Zeit deutlich an Verbreitung zugelegt. Gerade Apple ist USB Power Delivery aktuell in allen seinen Geräten am Verbauen.

Hier eine kleine nicht vollständige Liste mit mir bekannten Geräten welche USB Power Delivery zum Laden/Schnellladen unterstützen:

  • Google Pixel
  • Google Pixel XL
  • Google Pixel C
  • Google Pixel 2 (XL)
  • LG G6 (9V)
  • Samsung Galaxy S8 (5V 3A oder 9V)
  • Samsung Galaxy S8 Plus (5V 3A oder 9V)
  • Dell XPS 13 (20V)
  • Dell XPS 15 (20V)
  • Apple MacBook
  • Apple MacBook Pro (14,5V oder 20V)
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple iPad Pro 12.2
  • Apple iPhone 8 (Plus)
  • Apple iPhone X
  • LG Gram 2017
  • Razer blade Stealth
  • Nintendo Switch (14,5V)
  • Huawei Mate 9 (9V)
  • Huawei P10 (9V)
  • Huawei P10 Plus (9V)
  • Huawei Mate 10 Pro

Wie man sieht, gibt es mittlerweile doch schon eine recht große Verbreitung dieses Standards.

Wie funktioniert USB Power Delivery? Der normale USB Port arbeitet mit einer festen Spannung von 5V und aktuell mit einem maximalem Strom von 2,4A (ursprünglich ist USB nur mit einer Leistung von 0,5A geplant).

Um nun höhere Ladegeschwindigkeiten zu erreichen, wird bei USB Power Delivery die Spannung von 5V auf 9V, 12V, 15V oder 20V angehoben. Dies geschieht nur in Rücksprache mit dem angeschlossenen Gerät! Ihr müsst also nichts auswählen oder sorgen haben, dass etwas kaputt geht.

Schließt Ihr ein nicht USB Power Delivery fähiges Smartphone an einen USB Power Delivery Ladegerät an, wird dieses Gerät ganz klassisch mit 5V versorgt. Daher könnt ihr auch am USB C Port des Anker Ladegerätes jedes Gerät mit USB C laden.

Erst nach einer Absprache zwischen Ladegerät und Smartphone/Tablet/Notebook wird die Spannung hochgeschaltet. Warum wird die Spannung erhöht und nicht einfach der Strom? Es ist leichter, eine hohe Spannung zu übertragen, als einen hohen Strom. Daher gibt es auch Hochspannungsleitungen und keine Hochstromleitungen. Ein hoher Strom von 3A+ würde deutlich dickere Kabel und nicht zuletzt Ports voraussetzen.

Leider ist aber USB Power Delivery nicht ganz so einfach. Es gibt beispielsweise einige Notebooks, welche eine Mindestleistung voraussetzen. Man kann also nicht jedes USB Power Delivery fähige Notebook an jedem USB Power Delivery Ladegerät laden.

Beispielsweise das Dell XPS 13/15 benötigt in der Regel mindestens 45W. Hat das Ladegerät diese nicht, wird das Laden verweigert.

Smartphones und Tablets sind hier etwas weniger problematisch. Aber dennoch wird es interessant sein zu sehen wie das Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät mit beispielsweise Notebooks umgeht.

 

Messwerte des Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät

Kommen wir zum eigentlichen Test des Anker PowerPort 5 USB C Ladegerätes.

Folgende Smartphones/Notebooks/Tablets habe ich am Ladegerät getestet:

  • Apple iPhone X
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple MacBook Pro late 2016
  • Samsung Galaxy S8+
  • Google Pixel 2 XL
  • Huawei Mate 10 Pro

Beginnen wir mit dem Smartphones. Das Schnellladen über den USB C Port hat beim Apple iPhone X (über das Apple Lightning auf USB C Kabel), beim Google Pixel 2 XL und Huawei Mate 10 Pro problemlos funktioniert.

Das iPhone X erreichte am USB C Port 8,78V/1,73A also 15,19W Ladestrom. Am normalen USB Port hingegen „nur“ 7,85W (1,57A). Dies ist auch schon ein sehr gutes Ergebnis!

Gerade wenn man bedenkt, dass das originale Apple Ladegerät, welches beim iPhone X beiliegt, nur 5W schafft.

EDIT vom 01.06.18: Einige Nutzer haben sich beschwert dass das Schnellladen von Apple Geräten nicht am Ladegerät funktionieren würde. Dies kann ich nicht bestätigen! Hier nochmals zwei „Beweisbilder“ das bei mit das ganze problemlos funktioniert. Ich kann mir dieses Phänomen nicht so recht erklären.

Das Google Pixel 2 XL erreichte am USB C Port ebenfalls seine gänige Schnellladegeschwindigkeit mit 8,44V/1,71A also 14,4W. An den normalen USB Ports werden ebenfalls gute 1,42A (7,1W) erreicht.

Das mag jetzt nicht so imposant klingen, aber mehr ist über einen normalen USB Port ohne USB Power Delivery für das Pixel 2 XL und auch das iPhone X nicht möglich. Besser bekommen das also auch andere Ladegeräte nicht hin.

Wie steht es um das Huawei Mate 10 Pro und das Samsung Galaxy S8+?

Sowohl das Huawei wie auch das Samsung nutzen eigentlich einen anderen Schnellladestandard (Fast Charge bzw. Quick Charge 2.0). Allerdings besitzen beide auch eine Unterstützung für den USB Power Delivery Standard (Google ist die Hersteller dazu am „Überreden“).

Gerade das Huawei Mate 10 Pro und auch das P10/P10 Plus machen dies vorbildlich. Das Mate 10 Pro erreicht 8,51V/1,84A also satte 15,7W Ladestrom. Ja dies ist etwas weniger als mit dem original Ladegerät, aber dennoch deutlich schneller als an einem normalen USB Port.

An einem der normalen USB Ports erreicht das Mate 10 Pro 1,82A bei 5V, also 9,1W.

Wie steht es um das Samsung Galaxy S8+ ? Das S8/S8+ besitzt einen etwas wankelmütigen Support für USB Power Delivery. An manchen Ladegeräten funktioniert das Laden schneller, an manchen langsamer.

Leider ist beim Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät eher Letzteres der Fall. Das S8+ erreichte am USB C Port 4,71V 2,01A.

Ja es hat die Spannung nicht hochgeschaltet, aber dennoch ist die Ladegeschwindigkeit etwas höher als an einem normalen USB Port. An diesem erreicht das S8+ 1,76A.

Eigentlich sind allerdings via USB C Power Delivery beim Samsung Galaxy S8+ bis zu 3A @5V möglich. Warum lädt es dann am Anker Ladegerät nur mit 2A?

Der USB C Port des Anker PowerPort 5 besitzt ein recht niedriges Spannungslevel. Beispielsweise beim S8+ gibt der Port 4,71V anstelle von 5V aus, beim Google Pixel 8,44V anstelle von 9V usw.

Das ist nur bei der 5V Spannungsstufe schlimm, da man hier unter die Mindestspannung rutschen kann. 4,4V ist die Mindestspannung, wenn nun das Spannungslevel recht niedrig ist und beispielsweise der Wiederstand des Kabels hinzukommt, kann es problematisch werden und Smartphones davon abhalten höhere Ladegeschwindigkeiten zu erreichen. Bei den höheren Spannungsstufen, wie 9V/15V usw. ist das im großen und ganzen kein Problem, allerdings scheint die Spannungsregelung bei diesem Ladegerät ein wenig „schlechter“ zu funktionieren als dies sollte.

Alles ist aber noch im grünen Bereich!

Noch etwas abschließend zu den vier normalen USB Ports. Ja moderne Smartphones mit USB C Ports laden am USB Power Delivery Port schneller als an diesen normalen Ports. Aber die vier normalen USB Ports machen dennoch einen sehr guten Job! Im Gegensatz zum USB C Port sind diese hervorragend geregelt und liefern die absolut maximal mögliche Ladegeschwindigkeit, welche man über einen normalen USB Port erreichen kann, zu mindestens in Kombination mit meinen Testgeräten.

Kommen wir zu den Notebooks. Hier gab es eine Überraschung in Kombination mit meinem Dell XPS 13. Das XPS 13 benötigt mindestens 20V/1,6A oder mehr Leistung auf dem USB C Port, daher war ich eigentlich fest davon ausgegangen, dass dieses nicht am Anker PowerPort 5 lädt.

Auch an diversen Anker Powerbanks verweigert das XPS 13 das aufladen. Allerding ist das Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät durchaus in der Lage das XPS 13 zu laden, und zwar mit 19,4V/1,78A, also 34,5W.

Fällt Euch etwas auf? Ja das sind rund 5W mehr als das Ladegerät eigentlich liefern sollte. Ein Problem? Anscheinend nicht. Ich habe das XPS 13 einige Stunden geladen und es gab keine Probleme. Auch wirkte die Hitzeentwicklung nicht übermäßig hoch. Es ist an sich nie gut, wenn etwas über die Hersteller -Spezifikationen läuft, allerdings in diesem Fall ist der Unterschied nur sehr gering, aber groß genug, dass auch das Dell XPS 13 geladen wird.

Beim Apple MacBook Pro 13“ passt wieder alles. Hier konnte ich 19,6V/1,52A messen, was ziemlich genau den beworbenen 30W entspricht.

30W reichen um das MacBook Pro mit einem vernünftigen Tempo zu laden, selbst bei einer gleichzeitigen Nutzung. Allerdings wenn Ihr gleichzeitig Videos schneidet, oder exportiert und das Notebook zu 100% ausgelastet ist, kann es passieren, dass sich das MacBook trotzdem langsam entlädt. Ein Office/Web Betrieb gleichzeitig ist aber kein Problem.

Kommen wir zu ein paar abschließenden Daten. Das Netzteil verbraucht im Leerlauf 0,2W Strom, was angenehm wenig ist. Die Effizienz der normalen USB Ports bei 86% und die des USB C Ports (beim Laden eines Notebooks) bei 90,5%. Beides gute wenn nicht sogar sehr gute Werte!

 

Fazit

Ist das Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät zu empfehlen? Das kommt ein wenig darauf an wo Eure Prioritäten liegen.

Wenn es Euch primär um das Laden von Notebooks/MacBooks geht, dann gibt es bessere Ladegeräte. Beispielsweise die equinux tizi Tankstation.

Im Notfall oder als zweit Ladegerät für ein MacBook Pro oder vergleichbares Windows Ultrabook taugt natürlich auch dieses Ladegerät.

Allerdings würde ich das Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät eher für kleinere Geräte empfehlen. Ihr sucht ein gutes Multi Port USB Ladegerät, welches Euer Apple iPhone X oder iPad Pro Schnellladen kann? Dann ist das PowerPort 5-Port USB C Ladegerät voll zu empfehlen!

Ähnliches gilt auch für Besitzer aktueller Huawei oder Google Flaggschiff Smartphones. Hier macht das Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät für unter 40€ eine gute Figur, zumal auch die normalen USB Ports des Ladegeräts erste Klasse sind!

Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät
Leistung 60W
Preis bei Amazon
Ports 5
Strom Aufnahme Leerlauf 0,2W
Last Test bestanden? Ja
Spulenfiepen Nein
Effizienz (USB C) 86% (90,5%)
Apple iPhone X ++
Apple iPad Pro 10.5 ++
Apple MacBook Pro late 2016 +
Samsung Galaxy S8+ +
Google Pixel 2 XL ++
Huawei Mate 10 Pro ++
Dell XPS 13 +
Testergebnis ★★★★★ 90%

Wie werden die Fotos auf Techtest.org gemacht?

Ich denke, die Produktfotos auf Techtest sind eins der größten Alleinstellungsmerkmale gegenüber anderen Medien, welche oft nur die Produktfotos der Hersteller verwenden.

Allerdings ist es oftmals leichter gesagt als getan selbst Fotos zu machen. Gerade bei größeren Objekten ist das Fotografieren nicht immer ganz leicht.

Mittlerweile hat sich mein „Fotoaufbau“ doch ein gutes Stück verändert, im Vergleich zu den Anfangszeiten.

Ich dachte mir hier, dass es vielleicht für den ein oder anderen ganz interessant wäre wie genau denn die Fotos entstehen, welche Beleuchtung, welche Kameras usw. zum Einsatz kommt.

Daher hier eine kleine Übersicht:

 

Kameras

Beginnen wir bei den Kameras. Ich habe den Luxus zwei Kameras für meine Fotos nutzen zu können. Eine Kamera für die Innen-Aufnahmen und eine Kamera für die Außen-Aufnahmen.

Für die Innen Aufnahmen nutze ich die Nikon D5500 in Kombination mit der Nikon AF-S Micro 60mm 2.8G ED Makro Linse.

  • Nikon D5500
  • 24MP
  • 3.93µm Pixelgröße
  • APS-C
  • 3,2 Zoll Touchscreen
  • Nikon AF-S Micro 60mm 2.8G ED

Hier mal ein Lob für die Nikon D5500! Für rund 700€ eine klasse Kamera! Gerade der Touch Autofokus ist ein tolles Feature, welches ich sehr schätze und nicht so recht verstehe warum nicht alle aktuellen Kameras dies haben.

Die Low Light Leistung der Kamera ist okay, aber sicherlich auch nicht „perfekt“. Die D5500 wird bei mir allerdings mehr oder weniger ausschließlich auf einem Stativ genutzt, von daher ist mir die Low Light Leistung nicht so wichtig.

Die Bildqualität in normalen ISO Bereichen ist in Kombination mit der Nikon AF-S Micro 60mm 2.8G ED Linse absolut erstklassisch!

Für meine Outdoor Fotos verwende ich hingegen eine Sony A7RII, eine 42 Megapixel Vollformat Kamera. Eine viel bessere Bildqualität als von dieser kann man aktuell nur kaum bekommen, zumal ich die A7RII mit der Sony FE 90mm 2.8 G OSS Makro Linse koppele, welche ebenfalls hervorragend ist.

  • Sony A7RII
  • 42MP
  • 4.51µm Pixelgröße
  • Vollformat
  • Sony FE 90mm 2.8 G OSS Makro

Die A7RII bietet eine hervorragende Dynamik und für die vergleichsweise höhe Auflösung eine gute bis sehr gute Low Light Leistung. Ein Nachteil sind natürlich die recht hohen Datenmengen, welche die A7RII produziert, zumal die hohe Auflösung an sich nicht benötigt wird.

 

Beleuchtung/Studio

Ich bevorzuge meine Fotos draußen zu machen, da ich den Kontrast Natur und Technik sehr interessant finde und mittlerweile auch zu einem Erkennungszeichen von Techtest wurde. Anfangs war dies zugegeben etwas aus einem Platzmangel entstanden.

Allerdings ist es nicht immer möglich Fotos draußen zu machen, gerade im Winter. Daher setzte ich für Innenaufnahmen auf zwei Sets, ein Set mit weißem Hintergrund und ein Schreibtisch Set-up.

Für das Set mit weißem Hintergrund nutze ich ein Fotostudio von HAVOX. Seit Anfang des Jahres nun das HAVOX – Fotostudio HPB-80XD.

HAVOX – Fotostudio HPB-80XD

  • 80x80x80cm
  • 5500k
  • 26000 Lumen (in meiner Version mit zusätzlichen LEDs)
  • CRI 93

Das „Fotostudio“ ist ein Würfel, welcher im Inneren bereits mit LEDs ausgestattet ist. Das Fotostudio ist mit 80x80x80cm ausreichend groß für die meisten meiner Testprodukten und die Helligkeit ist mit satten 26000 Lumen gigantisch. Zum Vergleich eine normale Glühbirne liefert 800 Lumen.

Das Fotostudio bietet eine hervorragend gleichmäßige Ausleuchtung und dank hochwertiger LEDs, mit einem CRI Wert von 93, eine tolle Lichtqualität.

Ganz ehrlich das HAVOX Fotostudio war eine der besten Anschaffungen, die ich jemals für Techtest gemacht habe! Nicht mit Lampen herumexperimentieren, kein Verrücken oder Verstellen nötig usw.

 

Einfach das Fotostudio einschalten und alles ist richtig eingestellt.

 

Wie steht es um mein zweites Set? Dieses habe ich Anfang des Jahres umgebaut um besser größere Produkte fotografieren zu können.

Vermutlich hier ist die Beleuchtung das Interessanteste. Da mir Dinge wie Softboxen einfach zu groß und zu sperrig sind, arbeite ich mit LED Streifen, welche oberhalb des Schreibtischs angebracht sind.

Ich verwende hier allerdings keine 08/15 LED Streifen, sondern einen „Spezial“ LED Streifen von Mextronic. Normale LED Streifen, gerade die 08/15 China RGB LED Streifen, bieten oftmals ein eher suboptimales Licht. Zumindest wenn man dieses aus Sicht der Farbdarstellung betrachtet.

Vielleicht ist Euch schon einmal die CRI Angabe bei LEDs aufgefallen. Der CRI Wert gibt die Farbabbildung (Farbwiedergabeindex) an. Wird beispielsweise eine rote Tomate von LEDs mit einem CRI Wert von 60 angestrahlt, wird diese weniger kräftig Rot aussehen, also bei einer LED mit einem CRI Wert von 90.

Ein CRI Wert von 100 würde dem Sonnenlicht entsprechen, allerdings ist mir aktuell keine LED bekannt, welche einen perfekten 100er Wert erreicht. Normale LED Glühbirnen haben einen Farbwiedergabeindex von 60-80. Der Mextronic LED Streifen erreicht gute 92, ist super hell und allgemein qualitativ top. Dafür aber auch vergleichsweise teuer.

Solltet Ihr ähnliche Projekte wie ich betreiben oder in der Gastronomie tätig sein, achtet auf LEDs mit einem guten Farbwiedergabeindex.

 

Computer

Natürlich sind gute Aufnahmen etwas Feines, aber die Nachbearbeitung ist dennoch extrem wichtig. Softwareseitig setzte ich hier primär auf Adobe Lightroom.

Adobe Lightroom ist zwar eine Hass-liebe, aber bisher das beste Tool für die Fotoverwaltung und leichte Bearbeitung, das ich kenne. Zudem habe ich alle meine bearbeiteten Aufnahmen in meiner Lightroom Bibliothek, daher würde der Umstieg eh schwer fallen.

Zusätzlich bearbeite ich Fotos, sollte es mal mit Lightroom nicht ausreichen, mit Adobe Photoshop oder Affinity Photo. Beide Fotobearbeitungsprogramme sind ähnlich gut, von daher verwende ich mal das eine und mal das andere.

Generell versuche ich aber den Bearbeitungsaufwand der Fotos recht gering zu halten. Meistens werden diese nur in Helligkeit, Kontrast usw. angepasst. Filter oder Ähnliches verwende ich nicht.

Exportiert werden die Aufnahmen letztendlich in Full HD Auflösung und der 60er Qualitätsstufe in Lightroom. Ich würde Euch gerne mehr Auflösung und Qualität bieten, allerdings nehmen dann auch die Datenmengen zu. Was schlecht für die Webseiten Performance ist und auch für Nutzer im Mobilfunknetz.

Abseits der Software ist natürlich auch der Computer selbst nicht ganz unwichtig. Hier ist der Monitor besonders hervorzuheben.

Seit einer Weile nutze ich nun den BenQ SW271. Einen absoluten Top Monitor, welcher sich auch an professionelle Nutzer richtet.

Zwar ist ein 1200€ Monitor für einen Blogger kein Must Have, aber dennoch hat der BenQ meine Arbeit positiv beeinflusst. Es ist deutlich einfacher Fehler in Schattierungen und Beleuchtung zu erkennen, als bei meinem alten „normalen“ Monitor.

Auch die 100% sRGB und 99% AdobeRGB Farbraum Abdeckung haben, in einem gewissen Rahmen, meine Aufnahmen verbessert, bzw. ich kann beim Bearbeiten akkurater die Farben einschätzen.

Es muss zwar nicht zwingend ein 1200€ Monitor sein, aber ein guter Monitor ist Gold wert! Ich kann den BenQ SW271 nur empfehlen!

Mein PC ist Marke Eigenbau, also nichts „besonderes“.

  • AMD Ryzen 7 1800x
  • 32GB DDR4 RAM
  • Nvidia GTX980
  • NZXT Source S340 Elite

Wobei ich meinen PC mit der NZXT HUE+ Beleuchtung recht schick finde. Allerdings für meinen „Job“ ist der PC eigentlich nicht die beste Wahl. Adobe Lightroom ist nur mäßig gut, darin viele Kerne auszulasten, daher sind hier eigentlich Prozessoren im Vorteil, welche über eine hohe Einzelkern- Leistung verfügen.

Gespeichert werden meine Fotos nicht auf diesem PC, sondern auf einem bzw. zwei NAS Systemen. Mein primäres NAS ist das Synology DS1817+, welches mit 49TB Speicher ausgestattet ist.

Als sekundäres Back-up NAS (alle Daten werden immer in zwei Orten aufbewahrt), ist ein ASUSTOR AS6404T mit 32TB Speicher.

Falls ihr euch nun denkt „wozu brauchst du so viel Speicher“ dann ist dies eine berechtigte Frage. Allerdings habe ich aktuell rund 25TB Fotos! Fast alle für Techtest.org.

Hinzukommen die üblichen Media Dateien, ein paar Videos, Testfotos usw. Da ich alle Daten doppelt aufbewahre (aus Sicherheitsgründen), werden selbst die 49TB/32TB langsam eng.

 

Fazit

Ich hoffe dieser kleine Artikel war vielleicht ganz interessant, welches Equipment ich für meine Fotos verwende. Falls nein, findet ihr ab morgen hier wieder ein paar Tests und Berichte.

Das Elephone S8 im Test, günstiges China Smartphone mit 2K Display, 10 Kern CPU, 21MP Kamera und 4GB RAM

China Smartphones strahlen immer eine gewisse Faszination aus. Herstellern wie UMI, Ulefone oder auch Elephone, welche auf dem deutschen Markt kaum präsent sind, schaffen es Jahr für Jahr wieder schneller auf Trends zu reagieren als die üblichen großen Hersteller.

Ich nehme an das hier die Umsetzung von Idee zum fertigen Produkt deutlich schneller geht als bei den Großen.

Der größte Trend des vergangen Jahres ist ohne Frage Smartphones mit „randlosem Displays“. UMI, Ulefone, Elephone, Xiaomi usw. haben sehr schnell auf diesen Trend reagiert.

Mittlerweile beginnen die Hersteller randlose Displays in fast allen Preisklassen einzusetzen, was bei den großen Herstellern nur den Top-Modellen vorbehalten ist.

Das Elephone S8 beispielsweise ist aus Asien für unter 200€ zu bekommen und bietet ein 2K randloses Display, eine 10 Kern CPU, eine 21 Megapixel Kamera und 4GB RAM.

Klingt doch gut? Aber wie so oft liegt der Teufel im Detail. Gerade wenn das Smartphone auf dem Papier so unheimlich gut aussieht wie das Elephone S8.

Von daher wollen wir uns doch einmal im Test ansehen, ob das Elephone S8 überzeugen kann, oder ob dies nur ein Blender ist.

 

Das Elephone S8 im Test

Das Elephone S8 könnte dem einen oder anderen Nutzer auf den ersten Blick vielleicht bekannt vorkommen.

Was das Design angeht, war Elephone weniger creative und hat mehr oder weniger 1 zu 1 das Xiaomi MI Mix kopiert. Was aber natürlich nicht zwingend etwas Schlechtes ist! Das MI MIX ist ein absolut herausragendes Smartphone, so auch das Elephone S8.

Das Auffälligste ist ohne Frage das große und weitestgehend randlose Display des Smartphones. Nach oben und zu den Seiten besitzt das Elephone S8 fast keinerlei Rahmen. Lediglich der untere Displayrand ist vergleichsweise groß. In diesem ist aber auch ein Fingerabdruckscanner und die Frontkamera eingelassen.

Für die Frontkamera wäre beispielsweise am oberen Displayrand kein Platz gewesen.

Der Rahmen des S8 ist aus Aluminium gefertigt und die Rückseite aus Glas. Hierdurch ist die Haptik natürlich vernünftig, allerdings ist der Aluminiumrahmen vielleicht etwas hart, verglichen mit richtigen High End Smartphones.

Dennoch will ich mich nicht über die Haptik oder die Verarbeitung beschweren, für ein unter 200€ Smartphone ist beides tadellos!

Gehen wir einmal um das Elephone S8 herum. Auf der Front finden wir das große 6 Zoll 2K Display, die Ohrmuschel, einen Fingerabdruckscanner/Home Taste und die 8 Megapixel Frontkamera.

Die Seiten des Elephones sind recht langweilig. Wir finden auf der rechten Seite die drei üblichen physischen Smartphone Tasten, welche über einen guten Druckpunkt verfügen und auch aus Aluminium gefertigt sind.

Der USB C Ladeport ist gemeinsam mit dem Lautsprecher auf der Unterseite. Leider verzichtet auch Elephone auf einen Kopfhörerausgang. Etwas unverständlich, zum einen ist das Smartphone dafür dick genug, zum anderen gibt es keinen Wasserschutz.

Vermutlich wurde der Kopfhöreranschluss nur zum Kostensparen weggelassen.

Auf der Rückseite finden wir die 21 Megapixel Hauptkamera, mit Dual LED Blitz, das war es auch schon.

 

Software

Elephone nutzt beim S8 ein recht Klassisches Android 7.1.1. Leider ist noch kein Update auf 8.0 verfügbar, dieses ist aber angekündigt.

Grundsätzlich ist das verwendete Android recht nah am Standard Android. Lediglich der Einrichtungsprozess ist etwas modifiziert und beinhaltet nicht die Einrichtung eines Google Kontos.

Dies liegt natürlich etwas an der asiatischen Ausrichtung des S8. In China sind Google Dienste verboten, diese werden allerdings für die ins Ausland verkauften Modelle wieder eingebunden.

Das heißt, nach der Einrichtung findet Ihr wie üblich den Google Play Store usw. Allerdings setzt das S8 von Haus aus nur auf eine recht minimale Ausstattung an Google Apps.

Abseits der Basis Google Apps und Basis Android Apps sind keine weiteren 3. Anbieter Anwendungen vorinstalliert.

Das Smartphone ist also Software seitig sehr sauber. Lediglich in den Einstellungen gibt es einige interessante „Smart“ Feature, wie drei Finger Screenshots, zwei mal schnell den Einschalter drücken um die Kamera zu starten usw.

Erfreulicherweise fällt der freie Speicherplatz sehr groß aus! Bei meinem 64GB S8 sind noch rund 58,1GB Speicher frei.

 

Display

Das Elephone S8 verfügt über ein 6 Zoll Display mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln. Für ein 200€ Smartphone ist dies schon ein verdammt gutes Display, zumindest auf dem Papier.

Wie sieht es in der Praxis aus?

Auch in der Praxis ist das Display ohne Frage ein Highlight des Elephone S8. Das Display sieht in allen Belangen gut aus.

Farben sind klar, Kontraste gut und selbst die Helligkeit ist ordentlich. Ja es geht sicherlich noch etwas heller, aber die Ablesbarkeit im Freien ist gut, sofern keine pralle Sonne auf dem Display liegt.

Auch Blickwinkel und Schwarzlevel sind für ein Smartphone dieser Preisklasse hervorragend.

 

Lautsprecher

Die Lautsprecher scheinen bei China Smartphones immer der Punkt zu sein, woran die Hersteller sparen. Dies gilt auch für das Elephone S8.

Der Lautsprecher befindet sich hier auf der rechten Unterseite. Klanglich ist dieser leicht unterdurchschnittlich für die 200€ Preisklasse. Ich habe hier schon Schlimmeres, aber auch schon Besseres gehört.

Der Lautsprecher ist ausrechend laut, neigt aber selbst bei mittleren Lautstärken etwas zum Kratzen. Es reicht für die üblichen System Sounds und vielleicht mal nen Youtube Video, aber lange Webradio oder Ähnliches würde ich nicht mit dem S8 hören wollen.

Die Ohrmuschel/Telefonqualität ist ebenfalls ausreichend, aber auch nicht überragend.

 

Kamera

Elephone setzt beim S8 auf eine 21 Megapixel Hauptkamera, welche von Sony stammt. Es wird zwar nicht genau angegeben um welchen Sensor es sich handelt, aber es ist davon auszugehen, dass es der IMX230 ist, welcher hier mit einer f2.0 Blende kombiniert ist.

Grundsätzlich sind alle 21 Megapixel Sensoren, die von Sony stammen nach meiner Erfahrung recht gut, zumindest bei Tageslicht.

Aber neben dem Sensor kommt es natürlich auch auf die Linse und die Software an. Wie gut ist also die Kamera des Elephone S8?

Schauen wir uns die Testbilder an.

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

Bei den Fotos des S8 sehen wir Licht und Schatten, im wahrsten Sinne des Wortes.

Beginnen wir mit dem Positiven. Generell sehen die Fotos ansehnlich aus, wenn nicht sogar sehr gut für ein Smartphone, welches nicht einmal 200€ kostet.

Die Schärfe bei Tageslicht und auch Bewölkung ist gut und auch die Detail Darstellung ist sehr vernünftig, was aber bei einem 21 Megapixel Sensor nicht überraschend ist.

Die Dynamik der Aufnahmen ist akzeptabel genau wie die Farbdarstellung. Man merkt, dass der Kamerasensor durchaus fähig ist.

Allerdings lässt, wie ich vermute, das Elephone S8 beim Post Processing einiges liegen. Fotos wirken und sind auch oftmals etwas dunkel, gerade wenn viel Himmel im Bild ist, Farben könnten durchaus etwas mehr knallen und auch die Dynamik könnte noch ein gutes Stück besser sein.

Hier einmal ein etwas unfairer Vergleich, Elephone S8 vs. Google Pixel 2 XL. Ja wir vergleichen ein 1000€ Smartphone mit einem 200€ Smartphone, aber anhand diesem Beispiel kann man gut erkennen was ich meine.

Elephone S8
Google Pixel 2 XL

Grundsätzlich liegt das Elephone S8 was Schärfe und Details angeht gar nicht so viel hinter dem Google Pixel, aber dennoch wirkt das Bild um einiges Ansprechender. Dies liegt an Googles Post Processing, welches das Bild deutlich gleichmäßiger und ansprechender ausleuchtet.

Ja man kann auch beim Elephone S8 HDR einschalten, aber das Verarbeiten der HDR Aufnahmen ist recht langsam und auch die Ergebnisse schwanken von akzeptabel bis hin zu völlig künstlich wirkend.

Damit will ich nicht sagen, dass die Fotos schlecht sind! Für ein Smartphone der unter 200€ Preisklasse ist dies eine hervorragende Bildqualität!

An dieser Stelle möchte ich einmal erwähnen wie furchtbar ich die Standard Kamera App des Elephone S8 finde. Man nutzt hier die „Mediatek“ Kamera App, welche wirklich nicht schön oder zeitgemäß ist. Kurze Erklärung, in Smartphone Prozessoren steckt auch der Prozessor, welcher sich um die Verarbeitung der Kamera Bilder kümmert. Wenn also ein Mediatek Prozessor verbaut ist, wie es hier der Fall ist, dann werden auch die Aufnahmen der Kamera von einem Mediatek Chip verarbeitet. Mediatek bietet allen Partnern eine Basis Kamera App an, welche diese verwenden dürfen. Alternativ können natürlich die Partner auch eine eigene App erstellen, aber gerade kleinere Hersteller wie Elephone, Ulefone oder auch Gigaset verzichten darauf und nutzen die Basis App.

Wie sieht es im Low Light aus?

Das Elephone S8 hält sich recht tapfer. Ist nicht zu viel Bewegung im Bild lassen sich auch im Low Light noch brauchbare Fotos machen, wobei das S8 auf eine für diese Preisklasse durchschnittliche Performance zurückfällt.

Wie steht es um Videos?

Alleine dadurch, dass das Elephone S8 4K Videos aufzeichnen kann, ist die Qualität vielen Konkurrenten schon deutlich überlegen. Ich will nicht sagen, dass dies das beste 4K Material ist, aber Videos sind ausreichend scharf und klar.

Natürlich lässt die Bildstabilisierung etwas zu wünschen übrig, aber dennoch sind Videos brauchbar.

 

Leistung und Benchmarks

Wie bei den meisten asiatischen Smartphones üblich, setzt auch das Elephone S8 auf einen Mediatek SoC.

Genau genommen auf den X25, einen „Deca Core“ Prozessor, mit 2,5GHz Takt. Ein Deca Core ist ein Zehn Kern Chip, welche im Falle des X25 auf ein Triple-Cluster setzt. Das bedeutet es gibt drei Prozessorgruppen, zwei Gruppen mit jeweils vier Kernen und eine Gruppe mit zwei Kernen, welche in einem Chip verbunden sind.

Dem Mediatek Helio X25 stehen im S8 4GB RAM zur Seite. Wie steht es aber um die Leistung? Schauen wir uns hierfür ein paar Benchmarks an:

Für ein 200€ Smartphone sehen die Benchmarks des Elephone S8 fantastisch aus! Über 80.000 Punkte im Antutu Benchmark und 4400 Punkte im Geekbench Benchmark sind nicht übel!

Damit liegt die Leistung des Elephones S8 bzw. des Helio X25 knapp unterhalb des HiSilicon Kirin 955 (Huawei P9 Plus) und oberhalb des Qualcomm Snapdragon 810 (Sony Xperia Z5).

Ein sehr gutes Ergebnis für diese Preisklasse, wobei auch nicht überraschend. Durch die vielen Kerne „erschummelt“ sich der Helio X25 die sehr guten Ergebnisse etwas. Benchmark Tools nutzen in der Regel alle Kerne vollständig aus, während „normale“ Anwendungen oftmals nicht alle Kerne nutzen.

Daher haben die High End Chips, welche in den Flaggschiff Smartphones verbaut sind, auch weniger Kerne, welche dafür aber eine höhere Einzelkern- Leistung bieten.

 

Das Elephone S8 in der Praxis

Aber wie schaut es in der Praxis aus? Liefert hier das S8 auch eine gute Leistung, oder ist dies nur ein Blender?

Erfreulicherweise liefert das Elephone S8 auch in der Praxis eine sehr gute Leistung. Die Benutzeroberfläche und auch die Basis Apps, wie der Webbrowser, FaceBook usw. laufen absolut tadellos.

Ruckler oder Ähnliches gibt es im normalen Alltag keine. Ja man kann mit vielen parallel Laufenden Apps, zwischen denen man schnell hin und her springt, das S8 durchaus etwas zum Stottern bringen, aber das ist in dieser Preisklasse nichts Ungewöhnliches.

Multitasking wird vom Elephone S8 definitiv überdurchschnittlich gut gehandhabt.

Wie steht es um aufwendigere Apps oder sogar Spiele? Grundsätzlich bietet auch hier das S8 eine gute Leistung. Die Gaming Performance ist überdurchschnittlich für ein 200€ Gerät, aber nicht absolut überragend.

Es scheint, als wäre die Leistung der CPU im Verhältnis besser als die Leistung der GPU. Dennoch laufen alle populären Spiele sehr gut auf dem S8 und auch die aufwendigeren 3D Spiele laufen in der Regel recht gut. Eventuell muss die Grafikqualität eine Stufe gesenkt werden, aber erneut ist dies für ein Smartphone dieser Preisklasse eine gute Leistung.

Wie steht es um WLAN, Funk und GPS?

Beginnen wir beim WLAN. Das Elephone S8 unterstützt 2,4GHz und 5GHz WLAN. Auch der WLAN ac Standard ist mit an Bord, vorbildlich!

Dementsprechend ist die Übertragungsleistung sehr gut! Apps und Medien werden schnell heruntergeladen, bzw. hochgeladen.

Natürlich unterstützt das S8 auch LTE inklusive Band 20. Die Empfangsqualität ist etwas schlechter als bei meinem Google Pixel 2 XL, aber auch nicht signifikant schlechter.

Ähnliches gilt auch fürs GPS. Dieses bietet eine gute Performance, welche durchaus über dem Schnitt für diese Preisklasse liegt.

Etwas ungewohnt ist die Home Taste. Diese ist wie üblich keine echte Taste, sondern nur ein Kapazitives Touchpad. Tippt ihr dieses einmal an, springt das Smartphone einen Schritt zurück, doppelt antippen um auf den Home Bildschirm zu kommen und gedrückt halten für die Multitasking Ansicht.

Ist euch das zu nervig lassen sich auch On-Screen Tasten einblenden.

 

Akkulaufzeit

Das Elephone S8 verfügt über einen 4000mAh Akku. Dies ist eine sehr hohe Kapazität, selbst für ein 6 Zoll Smartphone.

Aber natürlich kommt es oftmals weniger auf die Kapazität an und viel mehr auf die Optimierung der Software und der restlichen Hardware.

Von daher wie steht es in der Praxis um das Elephone S8? In meinem üblichen Test, eine bunte Mischung aus Webbrowsen, Social Media, leichtes Gaming usw. erreichte das S8 rund 5,5 Stunden.

Ein mittelmäßiger Wert, wenn nicht sogar leicht unterdurchschnittlich. Dies wird vermutlich am 2K Display und dem Helio X25 liegen, welcher nicht sonderlich energiesparsam ist.

Die meisten Nutzer werden dennoch mit dem S8 gut durch den Tag kommen. Zwei Tage oder mehr werden kaum möglich sein. Zumal auch die Standby-Zeit des Elephones alles andere als überragend ist.

Kurzum trotz großem Akku eher ein durchwachsenes Ergebnis.

 

Fazit

Gefällt euch das Elephone S8 optisch? Dann spricht nichts gegen den Kauf!

Für um die 200€ stimmt die hier gebotene Leistung absolut. Beginnen wir beim schönen und großen 2K randlosem Display, welches nicht nur auf dem Papier gut aussieht, sondern auch in der Praxis. Die Helligkeit könnte einen Ticken höher sein, aber in der Regel ist diese ausreichend.

Die Performance des Elephone S8 ist dank Helio X25 sehr ordentlich. Dieser ist ein durchaus fähiger Prozessor, welcher in dieser Preisklasse eine wirklich gute Figur macht. High End Games können ihn zwar durchaus ans Limit treiben, aber dennoch, welches 200€ Smartphone hat einen Prozessor für welchen dies nicht gilt.

Bonus Punkte gibt es für das gute und schnelle WLAN und GPS welches verbaut ist.

Kritisch bei China Smartphones ist immer die Kamera. Das Elephone versucht hier primär mit Auflösung zu punkten. 21 Megapixel ist sehr beachtlich! Beachtlich ist aber auch die letztendliche Qualität der Kamera. Bei Tageslicht sind die Aufnahmen scharf und klar, lediglich die Belichtung ist teilweise etwas dunkel gewählt und die Dynamik ist mittelmäßig. Aber erneut für ein 200€ Smartphone ist dies immer noch eine sehr gute Leistung.

Unterm Strich sind Fotos, auch bei schlechteren Lichtverhältnissen, als gut einzustufen. Erst für 250-300€ könnte ich jetzt spontan Smartphones benennen welche hier eine deutlich bessere Leistung bieten.

Verarbeitung und Haptik ist soweit tadellos, genau wie die Software.

Kurzum für 200€ ist das Elephone S8 als gutes Angebot zu bezeichnen! Mir ist kein Smartphone  bekannt, das hier eine signifikant bessere Leistung für einen ähnlichen Preis bietet. Daumen hoch für das Elephone S8!

Positiv

  • Gute Performance
  • Hochwertige Materialwahl
  • Brauchbare Kamera
  • Viel Speicher
  • Schlanke Software

 

Neutral

  • Update auf Android 8.0 angekündigt
  • Lautsprecher mittelmäßig

 

Negativ

  • Akkulaufzeit unterdurchschnittlich

Der Linksys WRT32X im Test, Linksys neuster und bester!

„Killer“ Wireless wird vielleicht dem ein oder anderen Gamer von Euch ein Begriff sein. Killer(Rivet Networks) ist ein Hersteller von „Gaming“ Netzwerkkarten dessen Produkte eine recht hohe Verbreitung in High End Gaming Notebooks und Computern gefunden haben.

Aber die beste WLAN Karte hilft nichts, wenn der WLAN Router nicht mithalten kann. Daher ist der WRT32X von Linksys in Zusammenarbeit mit „Killer Networks“ entstanden.

Der WRT32X ist ein WLAN Router, welcher laut Linksys speziell für Gamer entwickelt wurde und dank „Killer Prioritization Engine“ den „höchsten Ping um bis zu 77 %“ reduzieren soll.

Natürlich ist der Linksys WRT32X nicht der erste WLAN Router, welcher sich speziell an Gamer richtet. Aber Linksys hat hier ohne Frage ein sehr interessantes Produkt an der Hand, welches ich mir unbedingt einmal ansehen musste. Freundlicherweise hat mir Linksys den WRT32X für diesen Test ausgeliehen.

Wollen wir uns doch einmal ansehen wie gut der Linksys WRT32X ist und vor allem ob dieser sein 300€ Preisschild auch mit Taten untermauern kann.

 

Der Linksys WRT32X im Test

Der WRT32X basiert optisch ganz klar auf dem WRT3200ACM bzw. dem WRT1900AC. Linksys hat für den WRT32X das Gehäuse nur schwarz/grau gefärbt, was mir allerdings recht gut gefällt.

Der Router wirkt professionell und hochwertig. Dies gilt sowohl für die Optik, wie aber auch für die Haptik.  Was Ihr aber nicht unterschätzen dürft, ist die Größe des WRT32X. Der WRT32X ist ein Koloss an WLAN Router!

Hier ist man ganz klar in der High End Klasse, wo die Router immer etwas größer sind. Achtet im Betrieb darauf, dass die Lüftungsschlitze auf der Oberseite frei bleiben! Solltet Ihr diese verdecken, könnte der Router überhitzen.

Der WRT32X verfügt über vier Antennen, welche abnehmbar sind und über den normalen Antennen Stecker verfügen. Ihr könntet also auch größere Antennen Installieren, solltet Ihr dies wollen. In der Praxis bringt dies aber meist recht wenig, zumal die beiliegenden Antenne einen guten Eindruck machen.

Auf der Front des WRT32X sind wie es sich für einen High End WLAN Router gehört jede Menge Status LEDs angebracht. Jede Menge bedeutet in diesem Fall satte 12 Stück, Power, Internet, 2,4GHz, 5GHz, LAN 1 usw.

Sollten Euch die LEDs stören, könnt Ihr diese in der Benutzeroberfläche deaktivieren.

Die Anschlüsse des Linksys WRT32X sind wie üblich komplett auf der Rückseite angebracht. Hier finden wir vier Gbit LAN Ports, einen Gbit WAN Port, einen USB 3.0 Port und einen USB/eSATA Combo Port, welcher ausgesprochen ungewöhnlich ist.

Ebenfalls auf der Rückseite ist ein Ein/Ausschalter und die WPS Taste. Letztere hätte man vielleicht etwas offensichtlicher auf der Front anbringen können, für einen leichteren Zugriff.

Die Stromversorgung des Linksys WRT32X geschieht über ein externes 12V Netzteil.

 

Software und Einrichtung

Bei der Software gibt es eine kleine positive Überraschung. Linksys hat seine Standard Benutzeroberfläche für den WRT32X etwas angepasst.

Man setzt auf ein schwarz/türkis Farbschema, welches mit sehr gut gefällt, und ein generell sehr modernes und „leichtes“ Design.

Die Einrichtung ist absolut problemlos. Verbindet den Router mit dem Strom und über den WAN Port mit dem Internet.

Verbindet Euch anschließend mit dem Router via LAN oder WLAN und ruft die Benutzeroberfläche auf, welche bei mir merkwürdigerweise die IP Adresse 10.32.208.1 hatte. Eventuell ist diese bei Euch anders.

Nach dem Aufrufen der Benutzeroberfläche erwartet Euch ein sehr einfach gehaltener Assistent, welcher Euch durch die Einrichtung führt. Im Grunde besteht die Einrichtung aus weiter klicken und warten, da der WRT32X automatisch Updates einspielt.

Wählt noch einen Namen und Passwort fürs WLAN und die Einrichtung sollte abgeschlossen sein.

Weitere Einstellungen lassen nach der Einrichtung in der Benutzeroberfläche festlegen. Linksys hat die Benutzeroberfläche durchaus etwas für Gamer angepasst.

Beispielsweise gibt es einen integrierten Speedtest, eine live Ansicht zur Internet Aktivität usw.

Das Ganze ist visuell sehr schön aufbereitet, besser als beispielsweise bei ASUS seinen Gaming WLAN Routern. Allerdings ist die Benutzeroberfläche auch nicht ganz so Feature reich wie beispielsweise bei ASUS seinen Gaming WLAN Routern.

Es fehlen mir beispielsweise ein paar erweiterte WLAN Einstellungen. Ihr könnt lediglich ein Gast WLAN Netz erstellen und entscheiden, ob Ihr eine SSID für 2,4Ghz und 5GHz wollt, oder ob die SSIDs getrennt sein sollen.

Angeblich kann man „weitere Einstellungen“ tätigen, aber ich weiß nicht wie. Es ist kein Button dafür vorhanden?!

Abseits davon aber keine größeren Klagen.

Man merkt allerdings die Zusammenarbeit mit Rivet/Killer Networks. Es wird in der UI beispielsweise zwischen Geräten mit Killer WLAN Karte und normalen Geräten unterschieden. Auch werden Notebooks mit Killer WLAN Karte automatisch vom QoS Feature bevorzugt eingestuft.

 

Leistung des Linksys WRT32X

Der Linksys WRT32X ist ein „AC3200“ WLAN Router. Die Leistung teilt sich hierbei auf 600Mbit auf dem 2,4Ghz Band und 2600Mbit auf dem 5GHz Band auf.

Wie kann der WRT32X 2600Mbit auf dem 5GHz Band erreichen, ohne ein Triband System zu nutzen, wie z.B. der ASUS GT-AC5300?

Linksys setzt beim WRT32X auf eine 160Mhz Kanalbreite. Das bedeutet der WRT32X erzeugt drei parallele Streams mit jeweils 867Mbit, welche sich zu den beworbenen 2600Mbit bündeln. Soweit die schöne Theorie, die Praxis ist aber leider eine etwas andere Welt.

Das Problem ist sehr einfach, es gibt kaum Clients, welche diese 2600Mbit nutzen können. Der Linksys WRT32X ist beispielsweise für Killer Netzwerkkarten optimiert. Die beiden gängigen WLAN Karten von Killer, die Killer™ Wireless-AC 1535 und 1435, unterstützen beispielsweise maximal „nur“ 867Mbit. Erst die neue Killer™ Wireless-AC 1550 schafft 1700Mbit, welche aber in freier Wildbahn aktuell noch nicht zu finden ist.

Das bedeutet natürlich nicht, dass die 2600Mbit maximale Leistung des Linksys WRT32X unnötig sind. Greift Ihr mit mehreren Geräten gleichzeitig auf das WLAN zu, hat der WRT32X noch Reserven. Allerdings werdet Ihr in der Praxis selten oder nie Geschwindigkeiten von über 867Mbit in Kombination mit einem Client sehen.

Wie es sich für solch einen teuren Router gehört, unterstützt der WRT32X auch MU-MIMO. Was ist MU-MIMO? Auch wenn es sicherlich unglaublich klingt, ein normaler WLAN Router kann sich immer nur mit einem Gerät gleichzeitig verbinden! Der Router springt hier im ms Takt zwischen den verbunden Geräten hin und her und nimmt Daten in Empfang, um den Eindruck zu vermitteln das alle Geräte gleichzeitig verbunden sind.

Dies ist aber bei großen WLAN Netzwerken mit duzenden Geräten sehr problematisch, da irgendwann die Liste an Geräten zu groß wird und der Router diese nichtmehr schnell genug abarbeiten kann. Dann sinkt die Geschwindigkeit recht deutlich.

MU-MIMO erlaubt es dem WRT32X mit bis zu drei Geräten wirklich gleichzeitig verbunden zu sein, was gerade bei Haushalten mit vielen WLAN Geräten ein Segen sein kann.

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für den Linksys WRT32X den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Wenig überraschend kann der Linksys WRT32X in meinem „Benchmark“ recht gut abschneiden. Auf kurze Distanz sind mit einem 1300Mbit/ Client durchaus Gigabit Geschwindigkeiten möglich!

So auch mit dem TP-Link T9E, welcher satte 97,4MB/s auf dem 5GHz Band erreichte. Die Intel ac 7260 erreichte zwar etwas niedrigere Geschwindigkeiten, mit 63,2MB/s auf dem 5GHz Band, aber für die Intel WLAN Karte ist dies ein sehr gutes Tempo.

Auch auf dem 2,4GHz Band erreichte die Intel ac 7260 hervorragende 21,65MB/s. Erstaunlicherweise ist dies sogar etwas mehr als mit der TP-Link T9E. Anscheinend liegt der Chipsatz der TP-Link Karte dem Linksys WRT32X auf dem 2,4GHz Band nicht so sehr, oder die Intel Karte liegt dem Linksys WRT32X besonders gut.

Wie auch immer, die Ergebnisse repräsentieren sehr gut die gehobene Preisklasse des Routers!

Bonuspunkte gab es für den sehr problemlosen Test-Verlauf. Oftmals muss ich sehr lange herumprobieren, Testläufe wiederholen, Kanäle Wechseln usw., ehe die Werte passen. Der WRT32X hat von alleine Kanal, Kanalbreite usw. gut gewählt! „Out of the Box“ war das volle Tempo da!

Wie steht es um diese „Killer Engine“ welche den Ping um bis zu 77% in der Kombination mit Killer WLAN Karten reduzieren soll?

Hier muss ich gestehen, dass ich leichte Probleme hatte dies nachzuprüfen. Ich hatte zwar diverse Testgeräte mit Killer WLAN Karte und ohne, aber es ist hier schwer zu überprüfen ob die Unterschiede von der „Killer Engine“ oder der WLAN Karte selbst kommen.

Letztendlich scheint es sich hier etwas um „Marketing“ zu handeln. Die Killer Priorization Engine ist vermutlich ein reines Software Feature, welches eine Art QoS ist, das automatisch auf Killer WLAN Karten angewendet wird.

Erwartet Ihr nun „einen 77% besseren Ping“ nur weil Ihr den Linksys WRT32X nutzt, werdet Ihr enttäuscht sein! Der größte Teil des Pings den Ihr in Spielen seht, kommt nicht durch die WLAN Verbindung, sondern durch Eure Internet Leitung. Hieran kann der Linksys WRT32X nichts groß ändern.

WLAN selbst ist für Spiele an sich kein Problem, eine gute WLAN Verbindung, selbst einen oder zwei Räume weiter, verschlechtert Euren Ping um gerade mal 2-4ms beim Linksys WRT32X, egal ob mit Killer oder ohne Killer WLAN Karte.

Das Problem ist bei WLAN eher die Störanfälligkeit bzw. die Überlastung, wenn andere Nutzer im Haus dieses nutzen um Videos zu streamen usw.

Hier kann der Ping kurzzeitig sprunghaft ansteigen, wodurch es im Spiel zu Lags kommt, welche dann aber auch meist schnell wieder verschwinden.

Hier hilft die Killer Priorization Engine durchaus! Ich konnte zwar keine 77% Verbesserung messen, aber der Ping in Kombination mit der Killer 1435 WLAN Karte war konstanter als mit einer Intel Wireless-AC 7265 WLAN Karte.

Wenn im Netzwerk zwei Twitch live Streams liefen und ein Youtube Video konnte ich in der Spitze eine Ping Reduzierung von rund 34% messen (ich habe hier die Ausschläge im Ping miteinander vergleichen).

Dies ist aber natürlich Quality of Service feature. Der Trafik der Killer 1435 WLAN Karte wurde einfach bevorzugt behandelt, wodurch das Tempo in einer Lastsituation höher ist.

Wenn Ihr der einzige aktive Nutzer des WLANs seid, konnte ich hingegen keine nennenswerte Unterschiede messen. Im Schnitt war der Ping mit Killer Priorization Engine 1-2ms besser, aber das kann auch Zufall sein.

 

Reichweite

Neben dem Tempo auf kurzen Distanzen ist auch die Leistung über mittlere/hohe Distanzen sehr wichtig.

Hierfür messe ich die Geschwindigkeit ähnlich wie beim ersten Test, nur auf eine Distanz von 5-6 Metern und durch zwei Wände hindurch. Zudem verwendet ich für diese Tests etwas gängigere Clients (ein Apple MacBook Pro und ein Samsung Galaxy S8).

Das heißt, dies sind Werte, welche man im Alltag eher sehen wird, als die Werte aus dem vorangegangenen Test.

Wie wir sehen schlägt sich der Linksys WRT32X sowohl auf dem 2,4GHz wie auch auf dem 5GHz Band gut bis sehr gut!

Dies bestätigt auch meinen subjektiv sehr guter Eindruck, was die Reichweite angeht. Natürlich ab einem gewissen Punkt bricht die Geschwindigkeit völlig zusammen, aber dies ist bei WLAN normal.

In Deutschland ist die WLAN Sendeleistung recht stark limitiert, daher sind gerade High End WLAN Router auch recht, ähnlich was die Reichweite angeht.

 

NAS

Der Linksys WRT32X bringt auch eine sehr einfache NAS Funktionalität mit. Diese ist allerdings nicht ganz so ausgeprägt wie ich dies schon bei anderen Routern gesehen habe.

Ihr könnt eine einfache Freigabe erstellen und diese auf Wunsch auch mit Passwort schützen. Neben dem üblichen SMB Protokoll wird auch FTP unterstützt.

Wie steht es aber um das Tempo? Hier hatte ich zuerst große Probleme! Der Linksys WRT32X zeigte sich sehr zickig was die angeschlossenen Laufwerke anging. Bei zwei externen SSDs und einem externen USB Stick wurde einfach nur angezeigt „can´t open Device“.

Nein ich habe versucht alle drei Laufwerke mit NTFS, exFAT und sogar EXT4 zu formatieren, auch ein Neustart brachte keine Besserungen. Andere USB Sticks und externe Festplatten wurden NTFS formatiert auf Anhieb erkannt. Möglicherweise ein Bug?!

Mit einer externen HDD (2,5 Zoll) konnte ich schreibend via LAN gute 73,8MB/s erreichen und lesend hervorragende 102,2MB/s!

Damit ist die NAS Funktionalität durchaus brauchbar, zumindest von ihrem Tempo.

 

Stromverbrauch

Im normalen Einsatz benötigt der Linksys WRT32X rund 10W an Strom. Unter Last steigt der Stromverbrauch selbst verständlicherweise ein gutes Stück an, je nachdem was Ihr gerade mit dem Router macht.

Lastet Ihr das WLAN voll aus steigt der Stromverbrauch auf ca. 14W an.

10W im normalen Einsatz ist okay. High End WLAN Router brauchen nun mal etwas mehr Energie, aber er ist auch nicht übermäßig hoch, von daher passt der Stromverbrauch des Linksys WRT32X.

 

Fazit

Der Linksys WRT32X ist subjektiv und auch objektiv einer der besten WLAN Router der mir seit langem begegnet ist.

Der WRT32X konnte durch eine unheimlich hohe Konstante sowohl was die Übertragungsraten, aber auch Ping Zeiten angeht, überzeugen. So etwas ist schwer in Zahlen zu fassen, aber fällt doch während des Tests auf. Der WRT32X was sehr unproblematisch und gut laufend, mit Ausnahme der etwas zickigen USB Laufwerke Kompatibilität.

Aber auch abseits dieses sehr positiven subjektiven Eindrucks konnte der Router auch in objektiven Tests überzeugen. Mit einer passenden 1300Mbit/s WLAN Karte (oder stärkeren) sind auf kurze/mittlere Distanzen Übertragungsraten in der Gbit Größe durchaus möglich.

Auch was die Reichweite, die USB Übertragungsleistung (73/103MB/s) und die Software angeht, konnte sich der WRT32X stark verkaufen.

Lasst Euch allerdings nicht zu sehr von der „Killer Prioritization Engine“ ködern. Es handelt sich hier um ein stark zugeschnittenes QoS Feature, welches in einem gewissen Rahmen durchaus funktioniert, aber auch keine Wunder bewirkt.

Dennoch ist der WRT32X hervorragend für Gaming und ähnliche Anwendungen hervorragend geeignet, aber nicht aufgrund der „Killer Prioritization Engine“, sonder aufgrund der hohen Stabilität und Beständigkeit des Signals. Welche selbst für einen Router dieser Preisklasse überdurchschnittlich ist.

Kommen wir auf den Preis zu sprechen. Rund 300€ ist schon ein sehr stolzer Preis, welcher nur schwer zu rechtfertigen ist. Das gilt aber für alle High End WLAN Router. Wollt Ihr das Beste der Besten? Dann muss man nun mal etwas mehr Geld auf den Tisch legen. Reichen Euch 80-90% der Leistung? Dann schaut Euch so was wie den Linksys EA7500, Linksys WRT1900ACS oder ganz besonders den sehr ähnlichen WRT3200ACM an.

Sollte das Geld keine Rolle spielen kann ich allerdings den Linksys WRT32X voll empfehlen!

20x microUSB Ladekabel im Vergleich, welches ist das beste Ladekabel 2018?

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Zwar nimmt die Zahl an Smartphones langsam ab welche noch auf den microUSB Standard setzen, allerdings gibt es noch jede Menge guter alter Smartphones, Modelle aus der Mittel/Einsteiger Klasse und Zubehör Produkte, welche microUSB nutzen.

Hier kann ein gutes microUSB Ladekabel große Unterschiede machen, sowohl was die Ladezeit angeht wie aber auch, was die Lebensqualität angeht. Es gibt nichts Schlimmeres als ein altes halb kaputtes Ladekabel nutzen zu müssen.

Ich habe bereits in der Vergangenheit mehrere Vergleiche und Tests diverser Ladekabel gemacht. Teilweise gab es zwischen einzelnen Kabeln gravierende Unterschiede, was Ladegeschwindigkeit und Qualität angeht.

Ich musste nun geschockt feststellen, dass mein letzter Vergleich von microUSB Ladekabeln aus dem Jahr 2016 stammt, etwas was man dringend ändern muss.

Kurzum ich habe knappe 150€ für insgesamt 20 microUSB Ladekabel auf den Tisch gelegt. Wollen wir doch einmal schauen, welches das beste microUSB Ladekabel auf dem Markt ist!

 

Die microUSB Ladekabel im Vergleich

Für diesen Vergleich habe ich insgesamt 14 Sets microUSB Kabel bei Amazon bestellt, welche in 20 unterschiedlichen Längen resultieren. Hierbei habe ich einfach die nächstbesten Kabel genommen, die halbwegs vernünftig oder interessant aussahen.

Dabei konzentriere ich mich primär auf die längen 1-2 Meter, welche wie ich denke, am gängigsten sind. Folgende microUSB Kabel befinden sich im Test:

AmazonBasics Verbindungskabel, USB 2.0, USB-A-Stecker auf Micro-USB-B-Stecker, 0,9 m
AmazonBasics Verbindungskabel, USB 2.0, USB-A-Stecker auf Micro-USB-B-Stecker, 1,8 m
Anker [6-Pack] PowerLine Micro USB Kabel
Anker 0.9m mit Nylon umflochtenes verwicklungssicheres Micro USB Kabel
Anker Powerline + Micro USB Kabel
Anker Powerline + Micro USB Kabel 0.9m
Belkin DuraTek Micro-USB/USB Kabel
CSL – 1m micro USB Kabel | 2,4A Schnellladekabel
CSL – 2m micro USB Kabel | 2,4A Schnellladekabel
Gritin 3 Pack [1m,1.5m,2m] Nylon USB cable Ladekabel
Rampow® 2,4 A [ USB Schnellladekabel ] geflochtenes Samsung USB Ladekabel
RAVPower Micro USB Kabel 3-Pack Set
Syncwire 2.4A USB Ladekabel – Schnellladekabel
Volutz Micro USB Kabel, 5er Pack
Wentronic USB-Verbindungskabel 

Wie Ihr sicherlich schon gesehen habt, sind einige dieser Kabel keine einzelnen Modelle, sondern Kabel-Sets.

Für die späteren Messungen werde ich diese Sets aufsplitten, in die jeweiligen unterschiedlichen Längen. Hier müsst ihr gegebenenfalls schauen, was Euch besser passt, ein einzelnes Kabel oder ein Set.

Die Sets bieten natürlich immer eine etwas bessere Preis/Leistung, zu mindestens augenscheinlich.

 

Die Kabel in der Einzelvorstellung

Starten wir wie üblich mit einer kurzen Einzelvorstellung der Kabel. Diese kann man erst einmal ganz grob in zwei Gruppen unterteilen, die „einfacheren“ Kabel mit Gummiummantelung, hierzu gehören folgende Modelle:

  • AmazonBasics Verbindungskabel, USB 2.0, USB-A-Stecker auf Micro-USB-B-Stecker
  • Anker [6-Pack] PowerLine Micro USB Kabel
  • RAVPower Micro USB Kabel 3-Pack Set
  • Wentronic USB-Verbindungskabel

Die meisten Kabel in diesem Vergleich setzten allerdings auf eine Nylon/Textil Ummantelung, welche diese etwas hochwertiger und teurer erscheinen lässt.

Folgende Kabel nutzen eine Textil Ummantelung:

  • Anker 0.9m mit Nylon umflochtenes verwicklungssicheres Micro USB Kabel
  • Anker Powerline + Micro USB Kabel
  • Anker Powerline + Micro USB Kabel 0.9m
  • Belkin DuraTek Micro-USB/USB Kabel
  • CSL – 1m micro USB Kabel | 2,4A Schnellladekabel
  • CSL – 1m micro USB Kabel | 2,4A Schnellladekabel
  • Gritin 3 Pack [1m,1.5m,2m] Nylon USB cable Ladekabel
  • Rampow® 2,4 A [ USB Schnellladekabel ] geflochtenes Samsung USB Ladekabel
  • Syncwire 2.4A USB Ladekabel – Schnellladekabel
  • Volutz Micro USB Kabel, 5er Pack

 

AmazonBasics Verbindungskabel, USB 2.0, USB-A-Stecker auf Micro-USB-B-Stecker

  • Haptik +
  • Optik 0
  • Flexibilität ++

Unser erstes Kabel im Vergleich hört auf den klangvollen Namen „AmazonBasics Verbindungskabel“. Dieses wird in einer Art großem Briefumschlag geliefert und entspricht optisch auf den ersten Blick dem guten Standard Kabel.

Die Stecker sind sauber mit Gummi umspritzt und machen einen vernünftigen Eindruck. Allerdings ist die 0,9m Version des AmazonBasics Verbindungskabel unheimlich dünn! Dies ist ohne Frage das dünnste Kabel im Vergleich.

Das 1,8m Kabel ist ein Stück dicker, aber immer noch vergleichsweise dünn. Im Gegenzug sind aber beide Kabel auch angenehm flexibel.

 

Anker 0.9m mit Nylon umflochtenes verwicklungssicheres Micro USB Kabel

  • Haptik ++
  • Optik +
  • Flexibilität +

Das „normale“ Anker Nylon umflochtene verwicklungssicheres Micro USB Kabel ist schon recht lange auf dem Markt und stammt noch aus der Zeit, bevor Anker seine Kabel in der PowerLine Serie sortiert hat.

Das muss aber nichts Schlechtes sein, denn qualitativ ist das Anker Kabel sehr gut! Das Kabel ist Nylon ummantelt und auch die Steckergehäuse sind aus Aluminium. Die Stecker selbst sind sogar vergoldet. Auch wirkt die Dicke des Kabels gut, ohne das dieses dabei zu steif ist.

 

Anker [6-Pack] PowerLine Micro USB Kabel

  • Haptik +
  • Optik 0
  • Flexibilität + (0 beim 1,8m Kabel)

In diesem Set an Anker Powerline Kabeln sind insgesamt sechs Kabel in drei unterschiedlichen Längen, 2×0.3m + 3×0.9m + 1×1.8m.

Optisch sind dies ganz normale schwarze Gummi Ladekabel, welche allerdings sauber und recht hochwertig gearbeitet sind.

Beispielsweise die Stecker sind sauber und hochwertig ummantelt. Anker spricht davon das ein Stecker über 10.000 Biegungen aushalten soll, was ich zwar nicht nachprüfen kann, aber mal für möglich halte.

Alle Kabel sind vergleichsweise dick, was hoffentlich für eine hohe Ladegeschwindigkeit spricht. Gerade das 1,8m Kabel ist ziemlich dick und auch ein wenig steif.

 

Anker Powerline + Micro USB Kabel

  • Haptik ++
  • Optik ++
  • Flexibilität +

Die Kabel aus der PowerLine+ Serie sind Ankers „Premium“ USB Kabel. Dies spiegelt sich auch bereits bei der Verpackung wieder.

Bei jedem Kabel liegt ein kleines Kunstleder Etui bei! Cool aber um ehrlich zu sein, etwas unnötig.

Qualitativ sind auch die PowerLine+ Kabel selbst tadellos. Man nutzt hier eine sehr schöne Textilummantelung, welche qualitativ außergewöhnlich hochwertig anmutet.

Die Stecker besitzen zwar „nur“ Kunststoffgehäuse, aber diese sind qualitativ so hochwertig gemacht wie man Kunststoffstecker machen kann.

Die Flexibilität des 0,9m Kabels ist gut! Das 1,8m Kabel ist ein Stück weit dicker und daher etwas steifer. Allerdings scheint das verwendete Material recht „weich“ zu sein. Die Powerline + Kabel wirken eher wie ein dickes Seil, als wie ein stück Draht das sich immer wieder in seine Ausgangsform biegt.

 

Belkin DuraTek Micro-USB/USB Kabel

  • Haptik ++
  • Optik ++
  • Flexibilität ++

Das Belkin DuraTek Micro-USB/USB Kabel ist mit rund 20€ das teuerste Kabel im Vergleich. Dafür will man aber natürlich auch etwas geboten bekommen. Zwar kann und will ich den hohen Preis nicht schönreden, aber immerhin ist die Haptik erste Klasse.

Das Belkin DuraTek Kabel ist angenehm ummantelt und die Stecker sind mit Aluminium Gehäusen versehen.

Das Kabel wirkt zudem ausreichend dick und ist angenehm flexibel. Kurzum was die Haptik angeht volle Punktzahl für das Belkin Kabel.

 

CSL – 1m micro USB Kabel | 2,4A Schnellladekabel

  • Haptik +
  • Optik +
  • Flexibilität ++

Das CSL Schnellladekabel macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck! Das Kabel ist textilummantelt (von mittlerer Qualität) und die Stecker sind aus Aluminium gefertigt.

Hierdurch besitzt das Kabel durchaus ein gewisses Premium Feeling. Auch die Flexibilität ist erfreulich gut, wenn auch das Kabel recht dünn zu sein scheint.

 

Gritin 3 Pack [1m,1.5m,2m] Nylon USB cable Ladekabel

  • Haptik 0
  • Optik +
  • Flexibilität –

Ein weiteres Kabelset, diesmal von „Gritin“. In diesem Set sind drei Kabel, eins mit 1m eins mit 1,5m und eins mit 2m.

Der Hersteller versucht mit den Kabeln ohne Frage eine gewisse Premium Haptik und Optik auszustrahlen, was auch in einem gewissen Maße gelingt.

Die Kabel sind Textil ummantelt, wenn auch eher von einer mittelmäßigen Qualität, und die Stecker besitzen ein Aluminiumgehäuse.

Allerdings wirken alle drei Kabel etwas steif und starr. Immerhin die Dicke scheint zu passen.

 

Rampow® 2,4 A [ USB Schnellladekabel ] geflochtenes Samsung USB Ladekabel

  • Haptik ++
  • Optik +
  • Flexibilität +

Haptisch ist das Kabel von Rampow, welches in einem 2er Set kommt, wieder recht interessant. Auch hier setzt der Hersteller auf eine Stoffummantelung, welche aber sehr weich gehalten ist.

Das Kabel hat eher etwas von einem dicken Stoff-Seil. Ich bin mir zwar nicht ganz sicher wie gut diese Stoffummantelung die Zeit überdauern wird (ich fürchte hier ein aufrauen), aber Rampow gibt eine lebenslange Garantie und verspricht, dass das Kabel über 7000 Biegungen standhält.

Bonuspunkte gibt es für die guten Steckgehäuse aus Aluminium und die recht gute Flexibilität, trotz der vernünftigen Dicke.

 

Syncwire 2.4A USB Ladekabel – Schnellladekabel

  • Haptik +
  • Optik +
  • Flexibilität +

Das Ladekabel von Syncwire hebt sich haptisch ein gutes Stück von den anderen Ladekabeln in diesem Test ab. Syncwire nutzt eine sehr interessante Ummantelung für sein Kabel. Im Gegensatz zu den anderen Kabeln ist diese nicht „weich“ sondern eine Art harter Kunststoff, welcher sich etwas rau anfühlt.

Das ganze hat ein wenig was von einem Drahtseil. Allerdings finde ich die Haptik durchaus gelungen! Es ist mal etwas anderes, interessantes.

Hinzu kommen die Aluminium ummantelten Stecker und die hohe Flexibilität des Kabel. Kurzum das Syncwire Ladekabel ist haptisch etwas ungewöhnlich, aber gut!

 

RAVPower Micro USB Kabel 3-Pack Set

  • Haptik 0
  • Optik 0
  • Flexibilität 0

RAVPower bietet ein 3er Set microUSB Kabel an. In diesem 3er Set sind zwei unterschiedliche Längen an Kabeln, 0,9m und 1,8m.

Beide Kabel sind qualitativ „Standard“ Ladekabel mit einer normalen Gummiummantelung, welche hier aber sich wirklich etwas gummiartiger anfühlt. Bei vielen anderen Kabeln ist diese eher glatt.

Die Stecker machen einen vernünftigen Eindruck, aber wirken auch nicht übermäßig hochwertig.

Ähnliches gilt auch für die eher mittelmäßige Flexibilität der Kabel.

 

Volutz Micro USB Kabel, 5er Pack

  • Haptik +
  • Optik 0
  • Flexibilität 0 (bzw. – beim 3m Kabel)

Volutz schnürt für seine Ladekabel ein 5er Set mit drei unterschiedlichen Längen, 3m, 2m und 3x 1m. Alle Kabel wirken sehr gut gemacht! Gerade die Textil Ummantelung wirkt hier sehr hochwertig. Auch die Dicke der Kabel ist recht hoch. Das 3 Meter Kabel ist ohne Frage das dickste Kabel im Vergleich.

Zwar ist die Flexibilität nicht überragend, aber auch nicht zu schlecht, gerade bei den 1 Meter Kabeln.

Die Steckergehäuse, welche aus Gummi bestehen, sind jeweils farblich markiert, was interessant aussieht. Leider ist dies aber auch ein Kritikpunkt. Die Steckergehäuse bei den Volutz Kabeln sind recht lang, was mich etwas stört.

 

Wentronic USB-Verbindungskabel

  • Haptik –
  • Optik —
  • Flexibilität +

Zum Wentronic USB-Verbindungskabel gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Dies ist ein 0815 USB Kabel, welches so auch bei irgendeinem USB Hub, externer HDD usw. beiliegen könnte.

Die Stecker wirken, verglichen mit den anderen Kabeln in diesem Test, etwas billig. Auch wirkt es bei meinem Kabel so als wäre der USB Anschluss leicht schräg eingelassen.

Aber vielleicht sehen wir ja eine Überraschung beim ladetest, haptisch und optisch kann das Wentronic USB-Verbindungskabel allerdings nicht überzeugen.

 

 

Theoretischer Test

Beginnen wir mit einem theoretischen Test. Bei diesem werde ich durch alle Kabel eine 5V Spannung und 1A, 2A und 3A Strom jagen.

Am Ende des Kabels wird dann gemessen wie viel der 5V noch ankommen. Um so dicker bzw. besser die Leitfähigkeit ist, umso näher ist die Spannung an 5V. Schlechte Kabel hingegen werden einen deutlichen Spannungsabfall verursachen.

Ja die Tabelle ist sehr unübersichtlich
So ist es übersichtlicher

Beginnen wir erst einmal mit den drei schlechtesten Kabeln, da diese recht einfach zu bestimmen sind.

  1. Wentronic USB-Verbindungskabel
  2. Gritin 3 Pack [1m,1.5m,2m] Nylon USB cable Ladekabel
  3. AmazonBasics Verbindungskabel 1,8m

Ganz eindeutig das schlechteste Ladekabel ist wenig überraschend das von Wentronic. Dieses liefert katastrophale schlechte Werte. Es ist also davon auszugehen, dass die Adern im Inneren entweder sehr dünn sind, oder aus Aluminium.

Etwas überraschend sind alle drei Kabel von Gritin ebenfalls nicht gut, vorsichtig ausgedrückt. Erstaunlicherweise lieferte das 1,5 Meter Kabel die schlechtesten Werte der drei Längen. Schade, denn haptisch waren die Kabel in Ordnung.

Platz zwei der Verlierer dieses Testdurchlaufs geht an das AmazonBasics Verbindungskabel in der 1,8 Meter Länge. Allerdings bekleckert sich auch das 0,9 Meter Kabel von AmazonBasics nicht mit Ruhm, was die Ladegeschwindigkeit angeht. Das 0,9 Meter Amazon Basics Kabel ist minimal besser als das 3 Meter Kabel von Volutz, was eher für Letzteres spricht. Ein 3 Meter Kabel zu bauen welches nicht übermäßig dick ist, aber dennoch nicht einen zu hohen Widerstand hat, ist nicht ganz leicht. Anhand der Werte des theoretischen Test würde ich das 3 Meter Kabel von Volutz allerdings als brauchbar einstufen.

Welche sind die drei besten Kabel?

  1. Anker [6-Pack] PowerLine Micro USB Kabel
  2. Anker 0.9m mit Nylon umflochtenes verwicklungssicheres Micro USB Kabel
  3. RAVPower Micro USB Kabel 3-Pack Set

Die besten Werte liefert das 0,3 Meter Anker PowerLine Kabel, gefolgt vom 0,9 Meter PowerLine Kabel und dem Anker Nylon 0,9 Meter microUSB Kabel.

Da es aber natürlich das 0,3 Meter Kabel recht einfach hat gute Werte zu erreichen, lassen wir dieses mal aus der Top 3 heraus. Auf den 3. Platz rutsch das 0,9 Meter RAVPower Micro USB Kabel nach.

Interessant, die einfachen Anker PowerLine Kabel und auch das „normale“ Nylon umflochtene Kabel von Anker konnten sich, was den Widerstand angeht, gegen die teureren Powerline+ Kabel durchsetzen.

Zumindest in der 0,9/1 Meter Länge. Das beste 1,8 Meter Kabel ist das Anker PowerLine+, welches auf dem 7. Platz liegt.

 

Die Praxis

Natürlich ist die Theorie das eine, die Praxis das andere. Für die Praxis habe ich mir drei Smartphones geschnappt, ein Samsung Galaxy S7 Edge, ein Alcatel Idol 4S und das Google Nexus 6.

Alle drei Smartphones sind noch als recht aktuell zu bezeichnen und besitzen noch microUSB. Die Smartphones wurden jeweils auf 15% entladen und dann mithilfe der Kabel geladen.

Google Nexus 6 Samsung Galaxy S7 Edge Alcatel Idol 4s
AmazonBasics Verbindungskabel, USB 2.0, USB-A-Stecker auf Micro-USB-B-Stecker, 0,9 m 0.9m 1,39 1,77 1,78
AmazonBasics Verbindungskabel, USB 2.0, USB-A-Stecker auf Micro-USB-B-Stecker, 1,8 m 1.8m 1,39 1,58 1,61
Anker [6-Pack] PowerLine Micro USB Kabel 0.3m 1,4 1,77 1,99
Anker [6-Pack] PowerLine Micro USB Kabel 0.9m 1,4 1,77 1,99
Anker [6-Pack] PowerLine Micro USB Kabel 1.8m 1,4 1,77 1,99
Anker 0.9m mit Nylon umflochtenes verwicklungssicheres Micro USB Kabel 0.9m 1,4 1,77 1,99
Anker Powerline + Micro USB Kabel 0.9m 1,4 1,77 1,98
Anker Powerline + Micro USB Kabel 1.8m 1,4 1,77 1,98
Belkin DuraTek Micro-USB/USB Kabel 1m 1,4 1,77 1,98
CSL – 1m micro USB Kabel | 2,4A Schnellladekabel 1m 1,37 1,58 1
Gritin 3 Pack [1m,1.5m,2m] Nylon USB cable Ladekabel 1m 1,4 1,48 1,37
Gritin 3 Pack [1m,1.5m,2m] Nylon USB cable Ladekabel 1.5m 1,38 1,38 1,37
Gritin 3 Pack [1m,1.5m,2m] Nylon USB cable Ladekabel 2m 1,39 1,38 1,37
Rampow® 2,4 A [ USB Schnellladekabel ] geflochtenes Samsung USB Ladekabel 1m 1,4 1,77 1,99
RAVPower Micro USB Kabel 3-Pack Set 0.9m 1,4 1,77 1,99
RAVPower Micro USB Kabel 3-Pack Set 1.8m 1,41 1,77 1,89
Syncwire 2.4A USB Ladekabel – Schnellladekabel 1m 1,4 1,67 1,69
Volutz Micro USB Kabel, 5er Pack 1m 1,4 1,67 1,79
Volutz Micro USB Kabel, 5er Pack 2m 1,41 1,67 1,89
Volutz Micro USB Kabel, 5er Pack 3m 1,4 1,67 1,62
Wentronic USB-Verbindungskabel 1m 1,12 0,98 1,01

Die erste Feststellung betrifft das Google Nexus 6 und wie dieses mit fast jedem der Kabel problemlos klar kommt und seine maximale Ladegeschwindigkeit erreicht. Lediglich das Wentronic USB-Verbindungskabel konnte das Nexus 6 nicht mit vollem Tempo laden.

Die beiden anderen Smartphones waren hier etwas wählerischer.

Unterm Strich schafften neun der getesteten Kabel mit allen drei Smartphones die volle Ladegeschwindigkeit:

  • Anker [6-Pack] PowerLine Micro USB Kabel 0,3m
  • Anker [6-Pack] PowerLine Micro USB Kabel 0,9m
  • Anker [6-Pack] PowerLine Micro USB Kabel 1,8m
  • Anker 0.9m mit Nylon umflochtenes verwicklungssicheres Micro USB Kabel
  • Anker Powerline + Micro USB Kabel 0,9m
  • Anker Powerline + Micro USB Kabel 1,8m
  • Belkin DuraTek Micro-USB/USB Kabel 1m
  • Rampow® 2,4 A [ USB Schnellladekabel ] geflochtenes Samsung USB Ladekabel
  • RAVPower Micro USB Kabel 3-Pack Set 0,9m

Neben sämtlichen Anker Kabeln erreichte auch das Belkin DuraTek Kabel, das Rampow Kabel und das 0,9 Meter RAVPower Ladekabel perfekte Werte. Dies spiegelt die theoretischen Werte durchaus recht gut wieder.

Auf den letzten Plätzen laden die Kabel von Wentronic, CSL, Gritin und AmazonBasics, von welchen Ihr Abstand nehmen solltet, wenn es Euch um eine hohe Ladegeschwindigkeit geht.

 

Woher kommen die Unterschiede bei der Ladegeschwindigkeit und wie sieht es mit Quick Charge aus?

Woher die Unterschiede bei der Ladegeschwindigkeit der microUSB Kabel kommen, hat verschiedene Gründe.

Der wichtigste Grund ist ohne Frage Spannung und Widerstand. Aus einem USB Port kommen ca. 5V +- 0,2V. Euer Smartphone benötigt nun eine Mindestspannung, da ansonsten der Ladevorgang nicht funktioniert. Diese Mindestspannung liegt meist bei 4,2-4,4V, aber das hängt auch etwas vom jeweiligen Smartphone ab.

Der Akku in Eurem Smartphone besitzt, wenn er voll ist, eine Spannung von 4,2V, was auch die Ladespannung eines Lithium Ionen Akkus ist. Die Ladelektronik nimmt also ganz grob gesagt die 5V welche über den USB Port kommen sollen und senkt diese Spannung auf 4,2V ab.

Die Ladeelektronik kann die Spannung absenken, aber nicht anheben! Das bedeutet wenn weniger als diese 4,2V bei der Ladeelektronik ankommen, kann diese damit nicht mehr den Akku laden. Oftmals benötigen stepdown Module damit diese richtig funktionieren auch noch ein wenig Puffer, das bedeutet es muss mindestens 4,4V ankommen, was meiner Erfahrung nach so das unterste Limit ist.

Heißt wenn diese 4,4V unterschritten werden, kann es sein das Euer Smartphone nicht mehr laden kann.

Besitzt nun das Ladekabel einen hohen Widerstand, kann es passieren, dass bei hohen Ladeströmen diese „Mindestspannung“ unterschritten wird. Da die Ladeelektronik Eures Smartphones clever ist, geht diese hin und reduziert die Ladegeschwindigkeit.

Hierdurch sinkt der „Stress“ für das Ladekabel und auch das Ladegerät und die Spannung steigt wieder an.

Natürlich mit dem Nachteil einer niedrigeren Ladegeschwindigkeit.

Es gibt noch weitere Faktoren, ich glaube einige Smartphones nutzen dies auch um zu erkennen ob es sich um Original Zubehör handelt, frei nach dem Motto „oh die Spannung ist so stark gesunken, das kann kein Original Zubehör sein, lieber die Ladegeschwindigkeit drosseln“.

Im Falle von Quick Charge sieht die Welt nun etwas anders aus. Es gibt keinen Ladegeschwindigkeitsunterschied bei der Nutzung von Quick Charge!

Warum? Quick Charge nutzt eine höhere Spannung, bei 9V ist +- 0,5V beispielsweise weniger tragisch als bei 5V. Daher wird hier immer mit dem vollen Tempo geladen. Wichtig Quick Charge braucht Kabel welche auch zur Datenübertragung geeignet sind!

 

Welches ist das beste microUSB Kabel für Datenübertragungen?

Machen wir es kurz, Datenübertragungen über microUSB Kabel sind digital. Das bedeutet es geht ein Signal durchs Kabel, falls ja auch mit vollem USB 2.0 Tempo, oder es geht kein Signal durchs Kabel.

Von daher wenn es um die Übertragung von Daten geht, gibt es keine Unterschiede bei den hier getestet Kabeln.

 

Fazit, welches ist das beste microUSB Ladekabel 2018?

Welche Ladekabel konnten nun im Test am meisten überzeugen? Es kommt hier natürlich etwas darauf an was genau Ihr sucht.

Geht es Euch um ein Set einfacher und guter Ladekabel dann würde ich mich zwischen folgenden Sets entscheiden:

Beide Sets sind mit 13€ für 6 Kabel bzw. 7€ für 3 Kabel preislich ausgesprochen attraktiv und gerade das Set von Anker konnte auch im Ladetest durchgehend überzeugen. Ähnliches gilt auch für das Set von RAVPower, bei welchem allerdings das 1,8m Kabel etwas schlechter abschneidet.

Wollt Ihr kein Set oder sucht ein haptisch besonders hochwertiges Kabel würde ich folgende Modelle empfehlen:

Die Anker Powerline + Kabel bieten die beste Haptik und eine Top Ladegeschwindigkeit. Selbst die 1,8 Meter Version ist hier voll zu empfehlen und liefert auch die maximale Ladegeschwindigkeit.

Allerdings sind die PowerLine+ Kabel mit 7,50€/8,50€ (zum Zeitpunkt des Tests!) das Stück natürlich etwas teurer. Hier sind die Kabel von Rampow und Syncwire als gute und etwas günstigere Alternative anzusehen. Beide Kabel kosten rund die Hälfte der PowerLine + Kabel, sind aber auch ein wenig schlechter.

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Die tizi Tankstelle USB C mit 60W Leistung im Test

Notebooks welche via USB C geladen werden gibt es mittlerweile immer häufiger auf dem Markt. Diesen Trend hat ohne Frage Apple mit seinen MacBooks angestoßen. Mittlerweile gibt es allerdings auch immer mehr Windows Notebooks, welche USB C als Ladeport nutzen.

Dementsprechend hat natürlich auch die Zubehörindustrie reagiert. Allerdings so viele wirklich hochwertige USB C Ladegeräte an welche man auch ein 2000€ Notebook hängen will, gibt es aktuell kaum.

Daher ist das neue Ladegerät von equinux, die tizi Tankstelle USB C 60W, natürlich besonders interessant. Equinux/Tizi ist ein deutscher Hersteller (welcher natürlich auch in Asien fertigt), welcher allerdings nach eigenen Angaben auf eine besonders hohe Qualität Wert legt.

Tizi Produkte sind dafür natürlich auch eine Preisklasse über den üblichen 0815 China Ladegeräten angesetzt. Aber wenn man ein Ladegerät für ein sehr teures Notebook sucht, sollte man auch vielleicht nicht am falschen Ende sparen.

Das gilt natürlich nur für den Fall, dass die tizi Tankstelle USB C 60W auch wirklich gut ist. Dies wollen wir in diesem Test herausfinden!

 

Die tizi Tankstelle USB C 60W im Test

Auf dem ersten Blick ist die tizi Tankstelle USB C 60W ein wirklich sehr schickes Ladegerät. Gewöhnt Euch allerdings nicht zu sehr an diesen Anblick. Equinux nutzt für das gesamte Ladegerät einen schwarzen Hochglanzlack, welcher extrem schnell verkratzt, Fingerabdrücke zeigt und Staub anzieht wie nix Gutes.

Allerdings muss man equinux/tizi auch eins lassen, neu sieht das Ladegerät wirklich sehr hochwertig aus. Hier steht man einem originalen Apple Ladegerät nicht viel nach.

Auch haptisch macht die tizi Tankstelle einen sehr guten Eindruck. Das Ladegerät wirkt ausreichend schwer und massiv.

Gewicht und Größe sind bei einem Ladegerät natürlich immer so eine Sache. Ist ein leistungsstarkes Ladegerät zu klein oder zu leicht, ist dies kein gutes Zeichen was die elektrische Qualität angeht.

Ich denke hier hat allerdings equinux einen guten Mittelweg gefunden. Das Ladegerät wirkt für ein 60W Modell ausreichend groß, ist aber dennoch etwas kleiner als beispielsweise ein originales Apple USB C Ladegerät.

Equinux setzt bei der tizi Tankstelle auf ein klassisches Steckernetzteil Design. Das bedeutet das Ladegerät wird direkt in die Steckdose gesteckt. Erfreulicherweise werden allerdings durch das recht schmale Design auch keine benachbarten Steckdosen blockiert.

Hier hat man sich was die Form angeht sicherlich etwas am Apple USB C Ladegerät orientiert.

Selbiges gilt auch für die Anschlüsse. Die tizi Tankstelle besitzt genau einen USB C Port. Vielleicht wäre ein zusätzlicher normaler USB Port noch schön gewesen, dies hätte das Ladegerät aber vermutlich deutlich vergrößert.

Aber immerhin der USB C Port hat es in sich! Dieser unterstützt den USB Power Delivery Standard und kann über diesen bis zu 60W Leistung liefern! Im Detail kann die neue tizi Tankstelle 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/3A leisten.

In der Theorie genug um ein Apple MacBook Pro mit vollem Tempo zu laden.

 

USB Power Delivery

Ich glaube es ist sinnvoll einmal kurz zu erklären was überhaupt USB Power Delivery ist. Quick Charge, Super Charge usw. wird sicherlich den meisten etwas sagen.

Es handelt sich hierbei um Schnellladetechnologien für Smartphones und Tablets, welche bereits vor einigen Jahren auf den Markt gekommen sind. Ebenfalls habe alle gemeinsam, dass es sich hier um proprietäre Technologien handelt.

Das heißt, jedes Schnellladeverfahren ist entweder mit Lizenzgebühren oder einen Hersteller verknüpft. Quick Charge gehört Qualcomm, Super Charge Huawei usw.

USB Power Delivery hingegen ist ein freier Standard. Jeder Hersteller kann diese Technik nutzen, wenn er dies möchte.

Hierdurch hat USB Power Delivery auch in der letzten Zeit deutlich an Verbreitung zugelegt. Gerade Apple ist USB Power Delivery aktuell in allen seinen Geräten am Verbauen.

Hier eine kleine nicht vollständige Liste mit mir bekannten Geräten welche USB Power Delivery zum Laden/Schnellladen unterstützen:

  • Google Pixel
  • Google Pixel XL
  • Google Pixel C
  • Google Pixel 2 (XL)
  • LG G6 (9V)
  • Samsung Galaxy S8 (5V 3A oder 9V)
  • Samsung Galaxy S8 Plus (5V 3A oder 9V)
  • Dell XPS 13 (20V)
  • Dell XPS 15 (20V)
  • Apple MacBook
  • Apple MacBook Pro (14,5V oder 20V)
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple iPad Pro 12.2
  • Apple iPhone 8 (Plus)
  • Apple iPhone X
  • LG Gram 2017
  • Razer blade Stealth
  • Nintendo Switch (14,5V)
  • Huawei Mate 9 (9V)
  • Huawei P10 (9V)
  • Huawei P10 Plus (9V)
  • Huawei Mate 10 Pro

Wie man sieht, gibt es mittlerweile doch schon eine recht große Verbreitung dieses Standards.

Wie funktioniert USB Power Delivery? Der normale USB Port arbeitet mit einer festen Spannung von 5V und aktuell mit einem maximalem Strom von 2,4A (ursprünglich ist USB nur mit einer Leistung von 0,5A geplant).

Um nun höhere Ladegeschwindigkeiten zu erreichen, wird bei USB Power Delivery die Spannung von 5V auf 9V, 12V, 15V oder 20V angehoben. Dies geschieht nur in Rücksprache mit dem angeschlossenen Gerät! Ihr müsst also nichts auswählen oder Sorgen haben, dass etwas kaputt geht.

Schließt Ihr ein nicht USB Power Delivery fähiges Smartphone an einen USB Power Delivery Ladegerät an, wird dieses Gerät ganz klassisch mit 5V versorgt. Daher könnt Ihr auch am USB C Port des Anker Ladegerätes jedes Gerät mit USB C laden.

Erst nach einer Absprache zwischen Ladegerät und Smartphone/Tablet/Notebook wird die Spannung hochgeschaltet. Warum wird die Spannung erhöht und nicht einfach der Strom? Es ist leichter, eine hohe Spannung zu übertragen, als einen hohen Strom. Daher gibt es auch Hochspannungsleitungen und keine Hochstromleitungen. Ein hoher Strom von 3A+ würde deutlich dickere Kabel und nicht zuletzt Ports voraussetzen.

Leider ist aber USB Power Delivery nicht ganz so einfach. Es gibt beispielsweise einige Notebooks, welche eine Mindestleistung voraussetzen. Man kann also nicht jedes USB Power Delivery fähige Notebook an jedem USB Power Delivery Ladegerät laden.

Beispielsweise das Dell XPS 13/15 benötigt in der Regel mindestens 45W. Hat das Ladegerät diese nicht, wird das Laden verweigert.

Dies sollte aber kein großes Problem bei der tizi Tankstelle sein, welche mit 60W mehr als genug Leistung hat.

 

Messwerte

Beginnen wir mit dem eigentlichen Test der tizi Tankstelle USB C. Für diesen habe ich folgende Smartphones und Notebooks am Ladegerät getestet:

  • Apple iPhone X
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple MacBook Pro 13“ late 2016
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Google Pixel 2 XL
  • Samsung Galaxy S8+

Starten wir mit den Notebooks, für diese ist die tizi Tankstelle ja primär gedacht. Erfreulicherweise gab es hier weder in Kombination mit dem Dell XPS, noch mit dem Apple MacBook Pro irgendwelche Probleme.

Das Dell XPS 13 erreichte 2,41A bei 19,9V, was rund 48W entspricht. Damit lädt das XPS 13 genau so schnell an der tizi Tankstelle, wie an seinem originalen Ladegerät.

Das 13 Zoll Apple MacBook Pro erreichte 2,40A bei 19,9V, was 47,7W entspricht. Ebenfalls das gleiche Tempo wie am originalen Ladegerät.

Ihr müsst Euch also bei den MacBook Pros und auch den meisten Windows Notebooks keine Sorgen machen, dass sich diese trotz angeschlossenem Ladegerät noch entladen, wie es bei 30W USB C Ladegeräten beispielsweise passieren kann.

Zwar habe ich hier natürlich nur zwei Notebooks an der tizi Tankstelle testen können und gerade bei Windows Notebooks ist das Laden via USB C oftmals so eine Sache. Aber sollte Euer Windows Notebook via USB C laden können und sollte sich der Hersteller an den USB Power Delivery Standard halten, stehen die Chancen sehr gut, dass sich das Notebook mit diesem Ladegerät laden lassen.

Ebenfalls sehr gut funktioniert die tizi Tankstelle auch mit Tablets wie dem Apple iPad Pro 10.5, welches auf seine normale Schnellladegeschwindigkeit hochschaltet (15V 1,8A) oder sogar der Nintendo Switch.

Zwar ist das Aufladen von Smartphones nicht unbedingt die Hauptaufgabe der tizi Tankstelle (ein 60W Ladegerät ist hierfür etwas übertrieben), aber natürlich ist es auch möglich Smartphones mit USB C an diesem Ladegerät zu laden.

Beginnen wir mit dem iPhone X. Wenn Ihr das originale Apple Lightning auf USB C Kabel verwendet ist es möglich dieses mit satten 9,16V/1,72A an der Tizi Tankstelle zu laden. Falls euch das jetzt nichts sagt, 9,16V/1,72A entspricht 15,76W, das beiliegende Apple Ladegerät schafft nur 5W. Der Aufladevorgang ist an der tizi Tankstelle also rund 3x so schnell wie am originalen Ladegerät!

Kleine Anmerkung, das gilt für das Ladetempo 0-60%, danach kann der kleine Akku des iPhones nicht mehr so schnell Energie aufnehmen und der Ladevorgang wird auch an der tizi Tankstelle langsamer.

Aber natürlich lassen sich auch einige Android Smartphones an der Tankstelle schnellladen. Beispielsweise das Google Pixel 2 XL, welches 9V 1,85A erreichte, oder auch das Huawei Mate 10 Pro welches 9V 1,82A erreichte.

Auch das Samsung Galaxy S8+ erreichte eine hohe Ladegeschwindigkeit an der Tankstelle. Allerdings hat das S8+ nur eine sehr halbherzige Unterstützung für USB Power Delivery, daher nutzt dieses weiterhin eine 5V Spannung, aber geht mit dem Strom auf satte 2,48A hoch.

Nutzt Ihr ein USB A auf USB C Kabel kann das Samsung Galaxy S8+ nur maximal 1,77A aufnehmen. Verglichen mit einem normalen USB Port ist also das Aufladen an der tizi Tankstation ein gutes Stück schneller.

Natürlich lassen sich auch alle anderen USB C Smartphones an der Tankstelle aufladen! Im schlimmsten Fall geht der Ladevorgang nur mit einem normalen Tempo, falls das Smartphone kein Power Delivery unterstützt.

Kommen wir noch zu ein paar grundsätzlichen Infos und Daten. Ja das Netzteil wird unter Volllast gut warm, das ist normal. Netzteile können Temperaturen im Inneren von 90 Grad+ aushalten (nein das Ladegerät wird nicht 90 Grad heiß).

Im Leerlauf frisst das Ladegerät 0,2W, was angenehm wenig ist. Die Effizienz beim Laden eines Notebooks liegt bei soliden 88,6%.

 

Fazit

Die tizi Tankstelle USB C mit 60W ist eine gute Alternative zum originalen Apple MacBook Pro Ladegerät oder dem originalen Ladegerät beispielsweise des Dell XPS 13.

Wie beworben besitzt die Tankstelle mit 60W genug Leistung ein 13“ Notebook mit vollem Tempo zu laden, selbst dann, wenn dieses geleichzeitig genutzt wird.

Auch das Schnellladen diverser Smartphones und Tablets, wie dem iPhone X, Google Pixel (2), Huawei Mate 10 Pro, P10 usw. funktioniert tadellos.

Lediglich das etwas sehr empfindliche Gehäuse, was Kratzer und Schmutz angeht, störte mich. Ansonsten gibt es keinen Grund zu klagen!

Kurzum für 50€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist die tizi Tankstelle USB C 60W ein sehr gutes Angebot! Das vergleichbare Ladegerät von Apple, welches qualitativ nicht besser ist, kostet gute 30€ mehr, von daher Daumen hoch!

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Das Tenda Nova MW6 WLAN Mesh System im Test

Mesh Systeme sind aktuell ein großer Trend und jeder Hersteller hat mindestens ein System im Angebot. So auch Tenda, welche auf dem deutschen Markt noch nicht ganz so bekannt sind.

Das Mesh WLAN System von Tenda hört auf den Namen Nova MW6 und bietet die üblichen Features, die man sich von einem Mesh System wüscht.

Für rund 280€ erhaltet Ihr insgesamt drei WLAN Mesh Stationen, die nach dem Dual-Band System funktionieren.

Wollen wir uns einmal im Test ansehen in wie Weit das Tenda Nova MW6 Mesh System überzeugen kann! Neugierig? An dieser Stelle vielen Dank an Tenda,,welche das Nova System für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Das Tenda Nova MW6 WLAN Mesh System im Test

Das Nova MW6 System besteht aus drei WLAN Mesh Knotenpunkten, den ihr später im Haus/der Wohnung verteilen müsst.

Diese drei Knotenpunkte sind optisch, wie auch was die verbaute Hardware angeht, absolut identisch. Ihr wählt bei der Einrichtung einfach eine der Stationen aus welche die Basis sein soll.

Optisch geht Tenda mit seinem Nova MW6 System eine etwas dezentere Richtung. Die WLAN Knotenpunkte sind Handflächen große weiße Kunststoff Würfel, welche optisch noch mal in vier kleinere Würfel unterteilt sind.

Hierdurch sollen die WLAN Knotenpunkte eine etwas wohnzimmerfreundlichere Optik besitzen und soweit will ich Tenda Recht geben, das Nova MW6 System sieht nicht aus wie ein klassischer WLAN Router, sondern eher wie irgendein Smart Home Gerät.

Auf auffällige externe Antennen hat dementsprechend Tenda bei diesem System verzichtet. Allerdings sind die „Würfel“ vergleichsweise groß, gerade wenn man sich so etwas wie das ASUS Lyra mini System ansieht. Hierdurch sollte doch ausreichend Platz für gute Antennen zur Verfügung stehen.

Jeder WLAN Knotenpunkt besitzt äußerlich lediglich eine LED auf der Oberseite, die Euch über den Systemstatus informiert. Diese LED ist allerdings ausreichend dezent.

Abgesehen von dieser LED und dem Logo des Herstellers sind äußerlich keine weiteren Tasten oder Anschlüsse zu erkennen. Die Anschlüsse der Knotenpunkte sind auf der Unterseite versteckt.

Hier befinden sich zwei Gbit LAN Ports und der Anschluss für das Netzteil. Ja zwei Gbit LAN Ports sind etwas wenig, gerade bei der Basis Station. Die meisten Nutzer mit ein wenig mehr Technik werden vermutlich zusätzlich einen Switch nutzen müssen.

Aber die LAN Ports an den kabellosen Knotenpunkten lassen sich als Bridge nutzen. Stellt Ihr also einen Knotenpunkt neben euren Fernseher könnt Ihr diesen oder auch eine Spielekonsole via LAN verbinden.

 

Was ist ein WLAN Mesh System und was sind die Vorteile gegenüber einem Repeater?

Was kann ein Dualband WLAN Mesh System wie das Tenda Nova MW6 besser als ein klassischer Repeater? Ein Repeater ist an sich ein sehr einfaches Gerät, dieses empfängt das vorhandene WLAN Signal und sendet dieses erneut aus.

Es gibt wenn man so will keine erweiterte Kommunikation zwischen Repeater und Router.

Dies hat diverse Nachteile, beginnend bei der Einrichtung aber auch im normalen Alltag gibt es Schwächen. Beispielsweise getrennte SSIDs für Repeater und Router, die ein manuelles Umbuchen erfordern. Aber auch selbst wenn Repeater und Router die gleiche SSID haben, kann das Wechseln zwischen beiden Geräten, wenn Ihr euch im Haus bewegt, recht träge verlaufen.

Manchmal wird man gar nicht umgebucht und man hängt im eigentlich signalschwächeren Netz oder das Umbuchen verläuft nicht ganz flüssig.

Dies ist beim Tenda Nova MW6 anders! Zum einen unterstützt das Nova MW6 nahtloses Roaming, es gibt keine merkbaren Übergänge wenn ihr zwischen den einzelnen Knotenpunkten hin und her wechselt, zum anderen funktioniert das Wechseln in den jeweils signalstärkeren Knotenpunkt deutlich flüssiger und schneller.

Auch sehr interessant ist die „Automatische Netzwerk Optimierung“. Verliert einer der Knotenpunkte die Verbindung zur Basis oder ist die Verbindung einfach sehr schlecht, kann dieser Knotenpunkt versuchen eine temporäre Verbindung über einen anderen Knotenpunkt aufzunehmen. So sorgt das Mesh System für die immer maximal mögliche Geschwindigkeit.

Natürlich sind kabelgebundene Access Points immer noch die bessere Lösung, aber sollten diese nicht möglich sein, ist das Tendo Nova MW6 ganz klar die elegantere Lösung als ein oder zwei Repeater. Repeater funktionieren beispielsweise in meinem Haushalt gar nicht gut, ein Mesh System hingegen läuft da deutlich besser. Es gibt weniger Lücken im Netzwerk und auch weniger „graue“ Stellen, wo das Signal so halb da ist, aber merkbar langsamer.

Kurzum ja, Mesh Systeme machen verglichen mit Repeatern durchaus Sinn! Lediglich folgende Werbung von Tenda finde ich etwas unseriös : „Nova kann gleichzeitig mehrere Verbindungen von unterschiedlichen Geräten verarbeiten und lässt sich außerdem mit Alexa verbinden, mit der Sie all Ihre kompatiblen Geräte steuern können“

Man versucht hier etwas Kapital am Amazon Alexa Trend zu schlagen. Man kann Alexa mit jedem WLAN Router verbinden!? Das ist nichts besonderes liebes Tenda.

 

Software

Tenda hat bei seinem Nova MW6 komplett auf eine klassische Benutzeroberfläche verzichtet. Die Einrichtung und Steuerung geschieht ausschließlich über die Tenda Smartphone App, welche für IOS und Android verfügbar ist.

Ich bevorzuge zwar eine normale Web UI, allerdings ist der Verzicht auf diese auch nichts Ungewöhnliches. Linksys und Google setzen bei ihren Mesh Systemen auch exklusiv auf eine App Steuerung.

Ist denn die Tenda App gut? Diese ist recht einfach, aber unproblematisch gehalten. Zur Einrichtung müsst Ihr zunächst eine der Stationen mit dem Strom und Eurem Router/Modem verbinden.

Diese Station beginnt dann mit dem Aussenden eines WLAN Netztes, mit welchem Ihr Euer Smartphone verbinden müsst. Startet dann die Tenda App, welche Euch durch die Einrichtung leitet.

Leider ist die App komplett auf Englisch, was aber natürlich für die meisten Nutzer kein Problem sein sollte.

Während der Einrichtung wird Eure aktuelle Internetverbindung erkannt (Automatisch) und Ihr müsst ein WLAN Passwort und Namen vergeben.

Ist dies geschafft könnt Ihr die restlichen WLAN Station im Haus verteilen und einschalten. Diese verbinden sich automatisch mit der Basis. Sehr schön, die LEDs auf der Oberseite der Stationen zeigen Euch in mehreren Stufen die Signalqualität zur Basis, was bei der Positionierung hilft.

In der Tenda App könnt Ihr nach der Einrichtung den aktuellen Status sehen (ob alle Stationen usw. verbunden sind), wie viele Clients im Netzwerk sind und noch ein paar Einstellungen ändern.

Die Betonung liegt auf ein paar Einstellungen, denn wirklich viele Einstellungsfreiheiten habt Ihr nicht. Beispielsweise könnt Ihr lediglich den WLAN Namen und das Passwort verstellen. Separate SSIDs für 5GHz und 2,4GHz sind nicht möglich, auch könnt ihr nicht manuell den gewählten Kanal verstellen.

Es gibt allerdings noch die Möglichkeit nahtloses Roaming ein bzw. auszuschalten und ein Gast WLAN Netz zu erstellen.

 

Performance

Auf dem Papier ist die Performance des Tenda Nova MW6 Mesh Systems eher mittelmäßig.

Tenda gibt die Leistung des Nova MW6 Systems mit 300Mbit auf dem 2,4GHz Band und mit 867Mbit/s auf dem 5GHz an.

Allerdings verglichen mit ASUS Lyra, Netgear Orbi usw. passen die Daten. Sämtliche aktuell auf dem Markt erhältliche Mesh Systeme bieten hier eine recht ähnliche Leistung.

Viel mehr ist auch in der Praxis nur schwer zu nutzen. Sämtliche aktuell erhältliche WLAN Karten für Notebooks oder auch Smartphones/Tablets unterstützen im Maximum diese 867Mbit. Mit diesen Geräten werdet Ihr also die so ziemlich maximal mögliche Leistung erreichen.

Lediglich bei mehreren parallelen Zugriffen hätte das Nova MW6 gegebenenfalls Nachteile verglichen mit einem Router, welcher mehr Leistung bietet. Allerdings ist hier das Internet in der Regel meist viel eher der Flaschenhals als die 867Mbit.

Bonus Punkte gibt es für die Unterstützung von MU-MIMO. Normale WLAN Router können immer nur mit einem Client gleichzeitig kommunizieren. Um die Verbindung mit mehreren Geräten aufrecht zu erhalten wird zwischen den verbundenen Clients sehr schnell hin und her gewechselt.

Aber gerade bei größeren Netzwerken mit vielen Nutzern kann dies ein Problem sein, da die Kette an Geräten zwischen denen der Router hin und her springen muss immer länger wird.

MU-MIMO, eine noch recht neue Technologie, erlaubt es nun einem WLAN Router mit mehreren Geräten gleichzeitig eine Verbindung aufrecht zu erhalten, was das Tempo signifikant erhöhen kann!

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für das Nova MW6 System den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Dies sollte uns einen guten Eindruck vermitteln, was das Nova MW6 in der Praxis maximal zu leisten vermag.

Leider gibt es hier zwei kleine Probleme. 1. Das 5GHz Band und 2,4GHz Band des Nova MW6 besitzen immer die gleiche SSID, daher kann ich nicht auswählen auf welches Band sich die Clients verbinden. Daher kann ich nur das 5GHz Band Testen.

Hier gab es allerdings eine Überraschung, während die Intel WLAN Karte und diverse Smartphones sich auf kurze Distanz korrekt mit dem 5GHz Band verbunden haben, konnte ich den TP-Link T9E WLAN Empfänger nicht dazu überreden das 5GHz Band zu nutzen. Warum auch immer hat sich dieser nur mit 2,4Ghz Band verbunden.

Eigentlich sollte das Band Steering im Tenda Nova MW6 so etwas verhindern, was aber leider nicht geklappt hat.

Bei den Benchmark Werten gibt es wenige Überraschungen. Der Tenda Nova MW6 bietet die übertragungsraten,Übertragungsraten welche man von einem Router mit 867Mbit/s erwarten kann.

Diese liegen ungefähr mit ASUS seinem Lyra Mini WLAN Mesh System gleichauf, erneut wenig überraschend, denn ich vermute beide Systeme werden den gleichen Chipsatz nutzen.

Praktisch werdet ihr mit einem Notebook im selben Raum zur Basis Station um die 50MB/s mit dem Nova MW6 System erreichen können.

Für die meisten Nutzer ist dies mehr als genug, gerade wenn man bedenkt das eine DSL 100.000 Leitung „gerade“ einmal 12,5MB/s in der Spitze hergibt.

Lediglich wenn Ihr regelmäßig hohe Datenmengen via WLAN auf einen lokalen Server oder NAS System übertragt kann sich ein größerer WLAN Router lohnen.

 

Reichweite

Aber wie sieht es mit der Leistung aus wenn Router und Client etwas weiter auseinander sind? Bei einem WLAN Mesh System muss man hier zwischen der Leistung eines einzelnen Knotenpunkts unterscheiden und der Leistung des ganzen Systems.

Wenn Ihr eine Station des Nova MW6 Systems gegen einen High End WLAN Router vergleicht, wird die Nova Station mit Sicherheit den kürzeren ziehen.

Vergleichen wir allerdings das gesamte Mesh System mit mehren Knotenpunkte wird es interessanter.

Wichtig bei einem Mesh WLAN System hängt die Reichweite EXTREM von der richtigen Positionierung der Mesh Knotenpunkte ab! Viele Nutzer tendieren dazu diese zu weit auseinander zu stellen, ein Fehler!

Tenda empfiehlt die einzelnen Knotenpunkte ca. 10 Meter von einander entfernt zu positionieren.

Positioniert ihr diese zu nah beieinander, kann dies aber ebenfalls die Leistung beeinflussen. Beispielsweise die Basisstation mit der Kabelanbindung steht in Raum A und Ihr stellt nebenan in Raum B einen Knotenpunkt auf, dann wird eure Übertragungsgeschwindigkeit in Raum B schlechter sein, als wenn ihr den Knotenpunkt in Raum C aufgestellt hättet.

Es geht jedes Mal etwas Tempo verloren, wenn ihr euch durch einen Knotenpunkt verbindet. Es handelt sich hier ja um ein Dualband System. Nutzt Ihr allerdings euer WLAN eh nur mit Smartphone und Co. Zum Video Streamen oder Internet Surfen dann wird Euch das vermutlich kaum auffallen.

Interessanterweise zeigte allerdings das Tenda Nova MW6 System im Test eine leicht Überdurchschnittliche, auch im Solo Betrieb, verglichen mit anderen WLAN Mesh Systemen.

Bei einer guten Positionierung wird man mit dem Tenda Nova MW6 System vermutlich ein 120-180m² Haus/Wohnung gut abdecken können. (Wichtig! Mesh Systeme spielen ihre Stärke bei noch größeren Reichweiten stärker aus)

 

Stromverbrauch

Bei immer höher steigenden Strompreisen wäre natürlich ein niedriger Energieverbrauch bei einem Gerät welches 24/7 läuft natürlich sehr zu wünschen.

Wie steht es hier um das Tenda Nova MW6? Eine Station des Systems benötigt 4,4W, was angenehm wenig ist.

Allerdings muss man natürlich bedenken, dass ein System aus drei Stationen besteht, also 3×4,4W = 13,2W, was ungefähr auf dem Level eines High End Routers ist.

 

Fazit

WLAN Mesh Systeme liegen im Trend und machen auch für einen Nutzer Sinn, welcher die optimale WLAN Abdeckung in einem großen Haus/Wohnung sucht, ohne Kabel verlegen zu müssen.

Mit dem Nova MW6 werdet ihr ohne größere Probleme ein 180m² Haus gut abgedeckt bekommen. Zwar gibt es durchaus WLAN Router mit einer höheren Übertragungsleistung, dies spielt in der Praxis allerdings meist eh keine große Rolle, da hier die Internet Verbindung meist der limitierende Faktor ist.

Ein Mesh WLAN System, egal ob nun von Tenda, ASUS, Linksys usw., ist eher auf Reichweite und ein möglichst konstantes Signal getrimmt, als auf das absolute Maximum an Performance. Auf eine kurze Distanz schafft das Tenda Nova MW6 allerdings auch gut über 50MB/s an Übertragungsrate.

Aber gerade was die Reichweite anging, machte das Tenda Nova MW6 System einen sehr guten Eindruck, auch verglichen mit den direkten Konkurrenten wie dem ASUS Lyra Mini System.

Praktisch muss man allerdings auch sagen, dass sich die meisten Dual Band WLAN Mesh Systeme nicht viel tun, was die Leistung und Funktionalität angeht.

Auch das Nova MW6 ist gerade was die Einstellungsmöglichkeiten angeht eher auf eine Einfachheit getrimmt. Das System funktioniert unkompliziert, ihr müsst nichts groß einstellen, könnt aber auch nichts groß einstellen, abseits von den absoluten Basis Einstellungen.

Kurzum ja ich kann das Tenda Nova MW6 problemlos empfehlen, wenn Ihr ein einfach gut funktionierendes WLAN System für eine größere Wohnung oder Haus sucht, dort das WLAN primär mit Smartphones, Tablets oder Smart Home Produkten nutzt.

Die besten Powerbanks/Ladegeräte für die Nintendo Switch 2018, was gibt es beim Kauf zu beachten?

Die Nintendo Switch erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit, gerade aufgrund der portablen Nutzung. Zwar ist der Akku der Nintendo Switch okay, aber dennoch kann einem unterwegs schnell der Saft ausgehen. Hier kann eine Powerbank helfen!

Allerdings ist die Nintendo Switch etwas wählerisch was die optimale Powerbank oder auch alternatives Ladegerät angeht.

Die meisten auf dem Markt erhältlichen Powerbanks können zwar die Nintendo Switch laden, aber oftmals recht langsam.

Bereits kurz nach dem Start der Switch habe ich in folgenden Artikeln einige Empfehlungen ausgesprochen:

Allerdings hat sich der Markt natürlich in rund einem Jahr etwas gewandelt. Daher hier ein aktualisierter Artikel.

Welche sind die besten Powerbanks / Ladegeräte für die Nintendo Switch im Jahr 2018?

 

Wie lädt die Nintendo Switch?

Beginnen wir mit der Basis, wie lädt überhaupt die Nintendo Switch? Via USB C das ist klar, aber dahinter stehen diverse Ladeprotokolle, welche auf den ersten Blick nicht sichtbar sind.

Ähnlich wie viele Smartphones kann man die Nintendo Switch „normal“ und schnellladen! Benutzt ihr eine normale Powerbank mit 2,4A USB A Ausgang und ein USB A auf USB C Kabel wird die Nintendo Switch nur mit einem normalen / langsamen Tempo geladen.

Wir sprechen hier von 1,43A bei 5V, also 7,15W.

Das ist zu Wenig die Nintendo Switch beim gleichzeitigen Spielen zu laden! Es kann hier passieren, dass die Switch sich noch entlädt!

Wie kann man nun die Nintendo Switch schnellladen?

Ähnlich wie bei vielen Smartphones benötigt es hier Spezial-Ladegeräte. Allerdings nutzt die Nintendo Switch nicht Quick Charge, sondern den USB Power Delivery Standard!  USB Power Delivery ist noch ein recht frischer Standard, welcher aber auch vom neuen iPhone X, iPhone 8, Google Pixel oder den Apple MacBooks genutzt wird.

Ja Ihr könnt eine Nintendo Switch am gleichen Ladegerät wie das Apple iPhone X Schnellladen und umgekehrt.

Bei der Nutzung von USB Power Delivery schaltet die Nintendo Switch auf 15V und 0,87A (beim ausgeschaltetem Display) hoch.

Das entspricht 13,05W, also fast das doppelte Ladetempo wie an einer normalen Powerbank.

 

Welche Powerbanks empfehlen sich für die Nintendo Switch?

Welche Powerbank ist denn nun optimal für die Switch? Das kommt darauf an, wollt Ihr diese einfach nur langsam laden oder wollt Ihr diese schnellladen?

Wenn Euch das langsame Laden reicht, könnt Ihr im Grunde jede Powerbank nehmen welche einen 2A oder 2,4A USB Ausgang hat. Hier kann es allerdings passieren, dass sich der Akku beim gleichzeitigen Spielen und Laden noch langsam entlädt.

Wenn Ihr die Nintendo Switch schnellladen wollt, benötigt Ihr eine Powerbank mit dem USB Power Delivery Standard! Wichtig nicht jede Powerbank mit USB C Ausgang unterstützt diesen Standard!

Die zweite wichtige Frage ist, wie oft Ihr die Nintendo Switch mit der Powerbank aufladen wollt. Der Akku der Switch fasst 4310mAh, wenn man nun die Ladeeffizienz mit einplant, werdet Ihr ca. 5000mAh Kapazität für eine Ladung benötigen.

Hier ein paar Powerbanks welche die Nintendo Switch schnellladen können, welche ich empfehlen würde:

Anker PowerCore Speed 20000 PD

Ca. 60€

  • Hohe Kapazität (kann die Switch ca. 4 mal Laden)
  • Sehr kompakt für die hohe Kapazität
  • Gute Verarbeitung und alltagstaugliches Gehäuse
  • Sehr gut auch für Smartphones geeignet

 

RAVPower RP-PB058 26800mAh Powerbank

Ca. 60€

  • Hohe Kapazität (kann die Switch ca. 5 mal laden)
  • Kompakt für die hohe Kapazität
  • Alltagstaugliches Gehäuse
  • Recht groß

 

Anker PowerCore+ 26800mAh Powerbank mit Power Delivery

Ca. 75€

  • Sehr hohe Kapazität (kann die Switch ca. 5 mal laden)
  • Hochwertiges Aluminium Gehäuse
  • Sehr gut auch für Smartphones geeignet
  • Recht groß und schwer

 

Xlayer Powerbank Plus MacBook

Ca. 90€

  • Hohe Kapazität (kann die Switch ca. 4 mal laden)
  • Hochwertiges Aluminium Gehäuse
  • Sehr hohe Leistung (kann sogar Notebooks sehr schnell laden)
  • Recht groß und schwer
  • Recht teuer

 

Ich denke beim Blick auf die Preise wird schnell klar was der Nachteil beim USB Power Delivery Standard ist. Ihr müsst aktuell leider mindestens 50€ auf den Tisch legen, wenn Ihr eine Powerbank wollt welche Eure Nintendo Switch Schnellladen kann.

Wenn ich eine Powerbank für die Nintendo Switch und vielleicht ein Smartphone wählen müsste, wäre das vermutlich der Anker PowerCore Speed 20000 PD. Warum? Preislich ist die Powerbank recht „fair“, die Leistung ist für die Nintendo Switch mehr als ausreichend und vor allem die Powerbank ist sehr kompakt für ihre Kapazität.

Allerdings bei diesen Preisen kann ich auch Verstehen, wenn Ihr lieber eine normale Powerbank nehmt. Hier würde ich folgende Modelle empfehlen (in Klammern wie oft die Powerbank ungefähr die Switch laden kann):

Natürlich gibt es auch diverse andere Powerbanks welche sich anbieten. Von diesem würde ich vermutlich die RAVPower RP-PB043 20100mAh Powerbank am meisten empfehlen, aufgrund des direkten USB C Ausgangs.

Aber wie gesagt das Laden ist mit diesen Powerbanks ein Stück langsamer, dafür sind die Powerbanks aber auch erheblich günstiger.

 

Alternative Ladegeräte

Kommen wir von den Powerbanks zu den Ladegeräten. Welche alternativen Ladegeräte bieten sich für die Nintendo Switch an? Ähnlich wie bei den Pwoerbanks sind die Ladegeräte im Vorteil, welche den USB Power Delivery Standard unterstützen.

Hier gibt es mittlerweile einige Ladegeräte, welche auch preislich sehr Fair sind. Hier meine Empfehlungen.

WICHTIG! Wenn Ihr mit dem Ladegerät nur die Nintendo Switch Laden wollt, kauft das originale Ladegerät. Dieses ist für unter 30€ erhältlich und ist damit die so ziemlich sicherste und beste Wahl. Ein 3. Anbieter Ladegerät macht nur Sinn wenn Ihr beispielsweise auch Euer Smartphone, Tablet oder sogar Notebook an diesem Laden wollt. Die meisten Ladegeräte mit USB Power Delivery sind auch primär für Notebooks wie die Apple MacBooks oder die Dell XPS reihe gedacht. Daher haben die Ladegeräte ein Vielfaches der eigentlich zum Lladen der Switch benötigten Leistung, was nicht schlimm ist, diese aber teurer macht.

AUKEY USB C Ladegerät mit 46W Power Delivery

  • 2x Anschlüsse (1x normal USB, 1x USB C)
  • Recht kompakt
  • Hohe Leistung
  • Recht hoher Preis

 

Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät

  • 5x Anschlüsse (4x normal USB, 1x USB C)
  • Ausreichend Leistung für die Nintendo Switch + diverse Smartphones gleichzeitig
  • Sehr gute Haptik und Qualität

 

Anker PowerPort+ 5 Premium

  • 5x Anschlüsse (4x normal USB, 1x USB C)
  • Sehr gute Qualität
  • Viel Leistung, kann sogar Notebooks via USB C laden

 

Inateck 45W tragbares USB-C Charger Ladegerät

  • Fairer Preis
  • Viel Leistung
  • Kompakte Abmessungen
  • Nur ein USB C Port

 

equinux tizi Tankstation USB-C + 3 USB-A

  • 4x Anschlüsse (3x normal USB, 1x USB C)
  • Sehr Viel Leistung, kann sogar Notebooks via USB C laden
  • Hohe Qualität

 

tizi Tankstelle 60W (USB-C)

  • Viel Leistung
  • Sehr hohe Qualität
  • Nur ein USB C Port
  • Rechtteuer nur um die Switch zu laden

Ich selbst nutze ein Anker PowerPort+ 5 Premium zum Aufladen meiner Nintendo Switch, wenn diese nicht im Dock steht.

 

Netzteil für das Dock?!

Die meisten Powerbanks, die ich hier vorschlage, können die Nintendo Switch nicht im Dock befeuern, sondern funktionieren nur im handgehaltenen Modus.

Ich bin mit nicht ganz sicher was die Switch im Dock für besondere Anforderungen stellt, dass hier nur spezielle Ladgeräte funktionieren, aber es scheint etwas mit der Leistung zu tun zu haben.

Lediglich die equinux tizi Tankstation USB-C + 3 USB-A und tizi Tankstelle 60W (USB-C) funktionierten auch gedockt.

 

Die passenden Kabel

Natürlich benötigt ihr auch passende Kabel um die Switch mit den Powerbanks/Ladegeräten zu verbinden. Diese Kabel liegen in der Regel nicht mit im Lieferumfang!

Für die Schnellladegeräte benötigt Ihr ein USB C auf USB C Kabel. Ich würde hier die Kabel von Anker empfehlen. Diese sind nicht übermäßig teuer und qualitativ vernünftig bis sehr gut. Alternativ ist auch das neue equinux tizi Flip Kabel sehr gut!

Aber es gibt natürlich auch im Handel diverse andere gute Kabel. Kauft hier bitte aber nicht das billigste Kabel, das Ihr finden könnt.

Was wenn Ihr ein USB A auf USB C Kabel benötigt? Erneut wäre meine NR. 1 Empfehlung von Anker:

 

Fazit

Fassen wir das Thema einmal kurz zusammen. Die Nintendo Switch lässt sich grundsätzlich an jeder Powerbank mit einem 2/2,4A USB Ausgang laden. Allerdings ist das Ladetempo an solchen Powerbanks niedrig (ca. 7W). Wenn Ihr gleichzeitig spielt, wird sich der Akku langsam weiter entladen.

Es gibt allerdings Powerbanks und Ladegeräte, welche die Nintendo Switch Schnellladen können (mit ca. 13W). Hierbei handelt es sich um Modelle, die den USB Power Delivery Standard unterstützen.

Dieser Standard wird auch genutzt um das Apple iPhone X, Google Pixel oder Dell XPS zu laden, nur so am Rande.

Da dieser Standard immer noch recht neu ist, sind die verfügbaren Powerbanks recht teuer. Wenn Ihr Eure Nintendo Switch schnellladen wollt, müsst Ihr mindestens 50€ in die Hand nehmen.

Ich würde hier folgende beide Powerbanks primär empfehlen:

Beide Powerbanks sind natürlich auch für Smartphones und Tablets hervorragend geeignet und bieten eine sehr große Kapazität.

Sollte Euch aufgrund des hohen Preises doch das normale Ladetempo reichen (ca. die halbe Ladegeschwindigkeit), dann würde ich einfach mal folgende Modelle in den Raum werfen:

Aber grundsätzlich könnt Ihr hier jede Powerbank mit 2A Leistung oder mehr wählen.

Bei den Ladegeräten würde ich Euch zum originalen Nintendo Ladegerät raten. 3. Anbieter Modelle sind in der Regel deutlich teurer und lohnen auch nur wenn Ihr auch ein gutes Ladegerät für Euer Smartphone, Tablet, Powerbank usw. sucht.

Dann würde ich zu folgenden Modellen raten:

Ich hoffe dieser Artikel konnte euch ein wenig weiterhelfen. Falls Ihr noch Fragen habt, schreibt diese in die Kommentare!