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Die AUKEY PB-Y7 USB C Powerbank 26500mAh im Test (USB Power Delivery und Quick Charge 3.0!)

Mit der PB-Y7 hat AUKEY eine der interessantesten allround Powerbanks aktuell auf dem Markt im Sortiment. Warum?

Zum einen besitzt die PB-Y7 satte 26500mAh Kapazität, zum anderen unterstützt die Powerbank sowohl Quick Charge 3.0 wie aber auch den USB Power Delivery.

Damit ist die Powerbank in der Theorie in der Lage fast jedes High End Smartphone, aktuell auf dem Markt, schnell aufzuladen. Viel mehr noch kann die PB-Y7 von AUKEY sogar Notebooks oder beispielsweise die Nintendo Switch aufladen bzw. schnellladen.

Hinzu kommt der recht faire Preis von 55€. Aber ist die AUKEY PB-Y7 USB C Powerbank wirklich so gut wie diese auf dem Papier aussieht? Finden wir dies in einem Test heraus!

 

Die AUKEY PB-Y7 USB C Powerbank 26500mAh im Test

So viel kann ich schon einmal sagen, die Stärke der AUKEY PB-Y7 USB C Powerbank liegt ganz klar bei den inneren Werten.

Das Gehäuse und auch die Optik der Powerbank würde ich eher als zweckmäßig einstufen. AUKEY setzt bei der PB-Y7 auf ein recht großes und einfaches schwarzes Kunststoffgehäuse.

Dieses ist weder besonders schick, noch übermäßig gut verarbeitet. Die Übergänge zwischen den einzelnen Kunststoffteilen sind beispielsweise recht deutlich erfüllbar.

Auch muss Euch klar sein, dass wenn Ihr eine 26500mAh Powerbank kauft kein übermäßig handliches Gerät bekommt. Die AUKEY PB-Y7 ist mit rund 550g recht schwer und auch recht groß. Dies ist nichts Ungewöhnliches, auch Powerbanks der Konkurrenz sind bei einer ähnlichen Kapazität nicht kompakter.

Deutlich positiver wird es, wenn wir uns die Ports ansehen. Auf der Front besitzt die Powerbank vier Anschlüsse. Davon sind zwei normale USB Ausgang, einer ein microUSB Eingang und einer ein USB C Port.

Der ganz linke USB Ausgang (grün) ist ein „normaler“ 5V 2,4A USB Ausgang, der USB Ausgang neben diesem (orange) hingegen unterstützt Quick Charge 3.0. Der USB Port kann also in Kombination mit unterstützen Geräten seine Spannung von 5V(3A) auf bis zu 12V(1,5A) anheben.

Neben dem Quick Charge 3.0 Port befindet sich ein microUSB Eingang. Dieser kann laut Hersteller bis zu 2A bei 5V aufnehmen, hier werden keine speziellen Ladeprotokolle unterstützt.

Schneller geht das Aufladen über den USB C Port. Dieser ist im Falle der PB-Y7 sowohl ein Eingang, wie aber auch ein Ausgang.

Der USB C Port unterstützt den noch recht neuen USB Power Delivery Standard, welcher beispielsweise von Apple beim iPhone X, iPad Pro, MacBook Pro usw. genutzt wird.

Via USB C kann die PB-Y7 5V/3A, 9V/2A, 12V/2A, 14,5V/2A oder 20V/1,5Aausgeben, oder auch Aufnehmen, wenn Ihr diese an ein USB Power Delivery fähiges Ladegerät anschließt.

Ebenfalls auf der Front befinden sich vier Status LEDs, welche beim Betätigen des Einschalters je nach verbliebender Restkapazität aufleuchten.

 

USB Power Delivery

Ich weiß für viele Normalnutzer ist der ganze Schnellladestandardkram zu unnötig kompliziert. Daher versuche ich das Ganze einmal zu erklären.

Das Aufladen über einen normalen USB Port unterstützen alle Smartphones. Leider hat dieses normale Aufladen via USB einen Nachteil. USB war ursprünglich nicht für das Aufladen von Geräten konzipiert, sondern lediglich für eine Stromversorgung von Mäusen, Tastaturen usw.

Daher sieht der eigentliche USB Standard nur eine Leistung von 0,5A bzw. 0,9A pro Port vor. Alles darüber hinaus ist entweder eine Erweiterung des eigentlichen Standards und eher aus der Not entstanden.

Bei 2,4A bei 5V war aber dann letztendlich Schluss. Der Hersteller Qualcomm hat als erster eine Lösung für dieses Problem gefunden und Quick Charge entwickelt. Quick Charge 2.0 und 3.0 heben die Spannung von den typischen 5V auf bis zu 12(20)V an umso mehr Energie in kürzer Zeit übertragen zu können.

Allerdings ist Quick Charge eine Technologie von Qualcomm, welche nur genutzt werden darf, wenn Lizenzgebühren bezahlt werden bzw. wenn im Smartphone ein Prozessor von Qualcomm steckt. Dies schreckte einige Hersteller wie beispielsweise Huawei ab, welche daraufhin eigene Schnellladestandards entwickelten.

Allerdings haben die Köpfe hinter dem USB Standard nicht tatenlos zugesehen und ebenfalls einen eigenen, offenen Schnellladestandard entwickelt.  Hierbei handelt es sich um USB Power Delivery. Im Gegensatz zu Quick Charge steht USB Power Delivery allen Herstellern offen!

Was nun so langsam zu einer größeren Verbreitung führt. Von folgenden Geräten weiß ich, dass diese USB Power Delivery als Schnellladestandard unterstützen:

  • Google Pixel
  • Google Pixel XL
  • Google Pixel C
  • Google Pixel 2 (XL)
  • LG G6 (9V)
  • Samsung Galaxy S8 (5V 3A oder 9V)
  • Samsung Galaxy S8 Plus (5V 3A oder 9V)
  • Dell XPS 13 (20V)
  • Dell XPS 15 (20V)
  • Apple MacBook
  • Apple MacBook Pro (14,5V oder 20V)
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple iPad Pro 12.2
  • Apple iPhone 8 (Plus)
  • Apple iPhone X
  • LG Gram 2017
  • Razer blade Stealth
  • Nintendo Switch (14,5V)
  • Huawei Mate 9 (9V)
  • Huawei P10 (9V)
  • Huawei P10 Plus (9V)
  • Huawei Mate 10 Pro

 

Wie man sieht, ist das schon eine recht lange Liste.

Wichtig! Nicht alle dieser Geräte können auch von allen Ladegeräten geladen werden! Bei den Smartphones müsst Ihr Euch hier keine großen Gedanken machen. Aber beispielsweise das Dell XPS 13/15 benötigt eine USB Power Delivery Powerbank mit mindestens 45W bzw. der 20V Spannungsstufe.

Die AUKEY PB-Y7 kann allerdings maximal 30W und 15V ausgeben. Das Aufladen vieler Windows Notebooks wird also nicht möglich sein. Leider ist es nicht leicht, genau genommen fast unmöglich, im Vorhinein herauszufinden welche Spannungsstufen benötigt bzw. unterstütz werden.

Zumal auch einige Geräte mehrere Spannungsstufen unterstützten. Ein absolutes positiv Beispiel ist das Apple MacBook Pro. Dieses kann mit der 5V, 15V und 20V Spannungsstufe umgehen und nutzt jeweils das höchste was verfügbar ist. Dies erfordert allerdings zusätzliche Elektronik, welche abseits von Apple kaum ein anderer Hersteller in seine Notebooks verbaut.

Smartphones und Tablets hingegen benötigen nicht so viel Leistung, das heißt, das Aufladen dieser Geräte sollte kein Problem sein.

 

Messwerte der AUKEY USB C Powerbank 26500mAh

Beginnen wir wie üblich mit der Kapazität. Diese wird von AUKEY bei der PB-Y7 mit 26500mAh angegeben, was etwas ungewöhnlich ist. In der Regel ist die größte Größe bei Powerbanks immer 26800mAh.

In der Praxis spielt dieser 300mAh Unterschied keine Rolle, aber dieser zeigt einen anderen Unterschied, denn AUKEY setzt bei seiner Powerbank auf Lithium Polymer Zellen, die meisten Konkurrenten hingen auf Lithium Ionen Zellen.

Was ist besser Lithium Polymer oder Ionen? Lithium Ionen Zellen kommen immer in runden Formfaktoren, siehe 18650 Zellen, welche in fast allen Powerbanks verbaut werden.

Lithium Polymer Zellen hingegen können „beliebige“ Formfaktoren besitzen und werden daher in Notebooks und Smartphones eingesetzt. Funktional gibt es kaum Unterschiede.

Wie steht es aber nun um die Kapazität? AUKEY verspricht 26500mAh, messen konnte ich 24007mAh bzw. 88,826Wh.

Dies entspricht 90,5% der Herstellerangabe, ein sehr guter Wert! Warum sind 90,5% ein guter Wert? AUKEY hat uns doch um 9,5% betrogen!!!!

Jein, die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich nicht auf die nutzbare Kapazität, sondern auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akku Zellen. Diese werden hier auch die beworbenen 26500mAh Kapazität besitzen.

Allerdings funktioniert das Entladen aufgrund einer internen Spannungsumwandlung nicht 100% effizient. Beispielsweise wenn Ihr die Powerbank schneller entladet, sinkt die nutzbare Kapazität noch ein Stück mehr, entladet Ihr diese steigt die Effizienz eventuell noch etwas.

90,5% nutzbare Kapazität bei einem 1A Entladestrom ist ein sehr guter Wert, welcher über dem Durchschnitt liegt.

Von über 80 getesteten Powerbanks erreichten gerade mal 3 Modelle 100% der Herstellerangabe. Im Schnitt erreichen Powerbanks ca. 85%.

Wie steht es um das Aufladen von Smartphone und Co.?

Beginnen wir beim Quick Charge Port. Dieser funktioniert wie beworben, schließt Ihr ein Quick Charge fähiges Smartphone an wird dieses schnellgeladen.

Es gibt bei Quick Charge 2.0/3.0 Ports keine Unterschiede vom Ladetempo! Hat also eine Powerbank einen Quick Charge Ausgang und dieser funktioniert auch erreicht Euer Smartphone IMMER das volle Tempo.

In meiner Stichprobe funktionierte Quick Charge mit dem Samsung Galaxy S8+ und S7 Edge problemlos. Der normale USB Port bietet natürlich ein langsameres Ladetempo als der Quick Charge Port, meist.

Das iPhone X erreichte hier 1,47A, das Samsung Galaxy S8+ 1,56A und das Huawei Mate 10 Pro 1,33A.

Diese Werte sind okay, aber auch zugegeben nicht überragend. Es gibt durchaus Powerbanks mit besseren „normalen“ USB Ports.

Wie steht es um den USB C Ausgang?

An diesem habe ich folgende Geräte getestet:

  • Apple iPhone X
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple MacBook Pro 13“
  • Dell XPS
  • Samsung Galaxy S8+
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Nintendo Switch

Beginnen wir bei den Apple Produkten. Das iPhone X konnte am USB C Ausgang der AUKEY PB-Y7 mithilfe des Apple Lightning auf USB C Kabels schnellladen! Messen konnte ich 9V und 1,61A, also rund 14,5W. Zum Vergleich, das originale beiliegende Ladegerät schafft gerade mal 5W und an einem normalen 2,4A USB Port sind rund 7-8W zu erreichen.

Ähnliches gilt auch für das iPad Pro 10.5, welches an einem USB Power Delivery Port deutlich schneller lädt. In diesem Fall mit 14,6V und 1,62A, was 23,6W entspricht.

Wie steht es um das MacBook Pro?

Auch das MacBook Pro 13“ late 2016 oder neuer lädt „schnell“ am USB C Ausgang, mit 14,6V und 1,98A, was rund 30W entspricht.

Dies ist zwar rund 3x so schnell wie an einem normalen USB Port, allerdings weiterhin langsamer als am originalen Ladegerät!

Nutzt Ihr das MacBook Pro während des Ladevorgangs nicht, oder nur mit einer geringen Last (Webbrowsen, Office usw.) dann ist das kein Problem. Belastet Ihr allerdings das Notebook höher, beispielsweise mit Videoschnitt kann es passieren, dass das Notebook nicht mehr lädt (es wird keine Ladung hinzugewonnen) oder sogar Ladung verliert, da die Powerbank nicht schnell genug dagegen laden kann.

Bedenkt dies beim Kauf!

Bei Windows Notebooks sieht die Welt allerdings nochmals deutlich anders aus. Das Dell XPS 13 und auch vermutlich die meisten Windows Notebooks laden nicht an der AUKEY PB-Y7. Dieser fehlt hier einfach die Leistung. 20V 1,5A ist für viele Windows Notebooks einfach zu wenig.

Für andere Geräte wie die Nintendo Switch oder auch Smartphones wie das Huawei Mate 10 Pro ist dies allerdings kein Problem.

Beide lassen sich an der AUKEY Powerbank schnellladen (Switch = 14,6V/0,8-1,1A, Mate 10 Pro 8,7V/1,82A).

Ist nun die Powerbank leer, wie lange dauert das Wiederaufladen?

Dies kommt darauf an, woran Ihr die Powerbank ladet. An einem normalen USB Ladegerät über den microUSB Port konnte ich 2,1A maximalen Ladestrom messen. Über ein USB A auf USB C Kabel maximal 2,71A und am schnellsten geht es an einem USB Power Delivery Ladegerät mit 15V 2,19A.

Nutzt Ihr also beispielsweise das Ladegerät eines Apple MacBook Pros, ist die AUKEY PB-Y7 in ca. 3,5 Stunden voll.

 

Fazit

Die AUKEY USB C Powerbank 26500mAh ist ein klasse Allrounder! Gerade dann, wenn Ihr ein Apple iPhone X, iPad Pro 10.5, Google Pixel, Huawei Mate 10 Pro oder auch Samsung Galaxy S8 habt.

Die vielen Anschlüsse und das Unterstützten von Quick Charge wie auch USB Power Delivery, erlauben es sehr viele verschiedene Geräte schnell aufzuladen.

Ob nun die Nintendo Switch, das Apple iPhone X oder auch ein Samsung Galaxy S8.

Hinzu kommt das schnelle Wiederaufladen der Powerbank selbst, wie auch die sehr hohe Kapazität mit 26500(24007)mAh.

Allerdings ist die AUKEY USB C Powerbank auch nicht perfekt. Das Gehäuse ist qualitativ eher mittelmäßig und das Aufladen von Notebooks geht auch nur mittelmäßig schnell oder im Falle der meisten Windows Notebooks nur bedingt/gar nicht. Sucht Ihr eine Powerbank für Notebooks gibt es bessere Modelle.

Für kleinere Geräte wie Tablets, Smartphones, Usw. kann ich allerdings eine Empfehlung für die AUKEY PB-Y7 USB C Powerbank 26500mAh aussprechen, gerade beim fairen Preis von 55€. Die Preis/Leistung stimmt hier ganz klar!

AUKEY PB-Y7
Angegebene Kapazität 26500mAh
Preis
Erreichte Kapazität 24007mAh bzw. 88,826Wh
Erreichte Kapazität in % 90.5%
LED Taschenlampe
Wiederaufladegeschwindigkeit 10.5W bzw. 33W
Geteste Geräte
Apple iPhone X ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Samsung Galaxy S8+ ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Apple iPad Pro ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Google Pixel 2 XL ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Huawei Mate 10 Pro ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Apple MacBook Pro 13″ + (30W)
Dell XPS 13 9370
Kapazität 91%
Verarbeitung 70%
Ladegeschwindigkeit 94%
Anschlüsse und Sonstige Features 95%
Lieferumfang und Verpackung 90%
Preis / Leistung ★★★★★
Testergebnis ★★★★☆

Das neue Dell XPS 13 9370 via Powerbank aufladen. Welche Powerbanks werden unterstützt?

Das neue Dell XPS 13 9370 nutzt zum Aufladen seine USB C Ports. Daher ist es auch möglich das XPS 13 9370 via Powerbanks/externen Akkus unterwegs zu laden bzw. die Akkulaufzeit zu verlängern.

Allerdings funktioniert natürlich nicht jede Powerbank in Kombination mit dem XPS 13 9370. In diesem Artikel möchte ich klären, welche Powerbanks mit dem XPS funktionieren und auf was Ihr beim Kauf achten müsst.

 

Wie lädt das Dell XPS 13 9370?

Beginnen wir mit den Basics, wie wird das Dell XPS 13 9370 eigentlich geladen? Via USB C, das ist soweit klar, aber im Hintergrund nutzt Dell den USB Power Delivery Standard für die Energie Übertragung.

USB Power Delivery ist mit beispielsweise Quick Charge vergleichbar. USB Power Delivery erlaubt es höhere Spannungen als die eigentlich USB typischen 5V über den USB C Port zu übertragen.

Dabei kann die Spannung bei 5V, 9V, 12V, 15V oder sogar 20V liegen. USB Power Delivery Ladegeräte und Powerbanks müssen also mehrere oder sogar alle diese Spannungen unterstützen. Welche dieser Spannungen nun genutzt wird, handelt das Ladegerät und in diesem Falle das Notebook untereinander aus.

Ihr müsst hier also gar nichts machen! Einfach USB Power Delivery Ladegerät anschließen und alles ist gut.

Der USB Power Delivery Standard wird im Übrigen auch von Apples MacBooks und MacBook Pros, wie auch dem iPhone X, iPhone 8, Nintendo Switch, Google Pixel usw. verwendet. All diese Geräte könnten sich also mit dem gleichen Ladegerät schnellladen lassen. Soweit die Theorie, die Praxis sieht oftmals anders aus.

Einige Geräte besitzen Mindestanforderungen an das Ladegerät. Werden diese nicht eingehalten, wird das Laden verweigert. Keine Sorge schließt Ihr an das Dell XPS 13 9370 ein nicht passendes USB Ladegerät an, passiert nichts Schlimmes, es kommt lediglich eine Fehlermeldung.

Das alte Dell XPS 13 beispielsweise brauchte ein Ladegerät welches 20V und 1,5A ausgeben kann. Bei allem darunter wurde das Laden verweigert.

Wie steht es um das neue XPS 13 9370?

Im Grunde sehr ähnlich, das Notebook nutzt ebenfalls exklusiv die 20V Spannungsstufe. Mit dem originalen Netzteil nimmt das XPS 13 19,6V und 2-2,25A auf, also 40-45W.

Ähnliche Ansprüche stellt das XPS 13 9370 auch an Powerbanks und 3. Anbieter Ladegeräte. Schließt Ihr ein nicht kompatibles Ladegerät an erhaltet Ihr ein Popup welches Euch mitteilt, dass Ihr ein Ladegerät mit mindestens 27W verwenden sollt.

Diese Mitteilung halte ich für etwas „merkwürdig“. Denn diverse von mit getestete Powerbanks mit 30/29W konnten das XPS 13 9370 nicht laden.

Anscheinend werden 20V und ca. 1,5-1,6A als Minderleistung benötigt. Schade! Beispielsweise Apple nutzt in seinen MacBook Pros eine Elektronik welche es diesen erlaubt an ALLEN Powerbanks zu laden, halt dann mit niedrigerem Tempo. Dell hat auf solch eine etwas aufwendigere Elektronik verzichtet.

 

Welche Powerbanks funktionieren nun mit dem XPS 13 9370?

Aber welche Powerbanks/externe Akkus können das Dell XPS 13 9370 nun laden?

Beginnen wir mit den Offensichtlichsten, Dells eigene Powerbanks. Dell bietet unter dem Namen „Power Companion“ diverse Powerbanks an. Hier geht es zum Test des Dell Power Companion 12000mAh (PW7015MC).Die Dell Powerbanks sind auch sehr ordentlich, es spricht also nichts gegen einen Kauf.

Allerdings haben die Dell eigenen Powerbanks einen kleinen Nachteil. Diese sind schweineteuer! Wir sprechen hier von Preisen zwischen 130€ und 180€ für Powerbanks mit 12000mAh/18000mAh.

Eine ebenfalls etwas teurere Lösung wäre die Powerbank von Razer. Diese ist mit 170€ für 12800mAh auch recht teuer, aber qualitativ top und mit 45W sehr leistungsstark.

Kommen wir nun aber zu den günstigeren Powerbanks. Hier gibt es allerdings nur eine mir bekannte, die Xlayer Powerbank Plus MacBook, welche mit dem XPS 13 9370 funktioniert.

Die Xlayer Powerbank Plus MacBook bietet 20100mAh Kapazität, 45W Leistung via USB C zu einem Preis von 90€.

Damit wäre aus Preis/Leistungssicht diese Powerbank meine Empfehlung. Alternativ müsste die imuto Powerbank 20100mAh 45W Powerbank funktionieren, diese hatte ich allerdings noch nicht in den Händen, kann dies also nicht garantieren.

 

Folgende Powerbanks funktionieren mit dem Dell XPS 13 9370:

Folgende Powerbanks funktionieren vermutlich (nicht getestet) mit dem Dell XPS 13 9370:

Folgende Powerbanks funktionieren NICHT mit dem Dell XPS 13 9370:

  • Anker PowerCore Speed 20100mAh Powerbank mit Power Delivery
  • RAVPower RP-PB058 26800mAh Powerbank Type-C
  • Anker PowerCore+ 26800mAh Powerbank mit Power Delivery

Wie man sieht, ist die Auswahl an Powerbanks noch recht klein, welche mit dem XPS 13 9370 funktioniert.

Ich würde aktuell die Xlayer Powerbank Plus MacBook empfehlen, einfach aufgrund der hohen Leistung (das XPS lädt an dieser wie am originalen Ladegerät) und des fairen Preises.

 

Alternative Ladegeräte für das Dell XPS 13 9370

Während es bei Powerbanks noch recht dünn aussieht, ist die Auswahl bei stationären Ladegeräten deutlich größer.

Neben den Dell eigenen Ladegeräten könntet Ihr sogar die originalen Apple MacBook Pro USB C Ladegeräte für das XPS nutzen. Ja das ist der Vorteil von USB C, man kann ein Dell Notebook mit einem Apple MacBook Ladegerät laden.

Allerdings sind die Apple MacBook Pro Ladegeräte natürlich sehr teuer und lohnen daher nicht.

Mehr lohnen kann sich hier z.B. die equinux tizi Tankstation USB-C + 3 USB-A (75W). Diese ist zwar mit 70€ auch nicht gerade günstig, bietet aber neben dem USB Port auch drei weitere High Power USB Ports, für Smartphones, Tablets usw.

Es handelt sich hierbei um ein Desktop Ladegerät, welches gerade für den Schreibtisch ein sehr guter Formfaktor ist. Ebenfalls funktioniert die tizi Tankstelle USB-C (60W), welche ein etwas klassischerer Formfaktor für ein Notebook Ladegerät ist.

Ein absolut empfehlenswerter „Klassiker“ wäre auch das Anker PowerPort+ 5 Premium. Dieses verwende ich auch privat und hat sich bisher sehr zuverlässig gezeigt! Allerdings besitzt das Ladegerät nur 30W und kann somit das XPS 13 nicht mit vollem Tempo laden.

Im normalen Office/Web Betrieb ist dies kein Problem. Unter 100% Volllast würde allerdings Euer Notebook nicht geladen, sondern der Ladestand wird nur gehalten.

 

Folgende Ladegeräte funktionieren mit dem Dell XPS 13 9370:

 

Fazit

Leider ist auch das neue Dell XPS 13 9370 etwas wählerischer als beispielsweise das Apple MacBook Pro, welches sich an jeder Powerbank laden lässt.

Dementsprechend sind gerade die Powerbanks, die das neue XPS 13 laden können, recht rar gesät und vor allem teuer. Grundsätzlich gilt aber, jede Powerbank, welche den Power Delivery Standard unterstützt und mindestens 45W liefern kann, funktioniert mit dem Dell XPS 13 9370.

Es funktionieren auch einige Ladegeräte mit 35W, aber hier scheint es etwas Glück zu sein, ob diese Geräte das XPS laden können.

Folgende Powerbanks kann ich als sicher funktionierend bestätigen:

Hiervon ist die Xlayer Powerbank Plus MacBook ohne Frage die interessanteste Powerbank. Mit 45W Leistung hat diese genug Power das XPS 13 mit vollem Tempo zu laden, zudem ist der Preis deutlich niedriger als bei der Razer Powerbank oder den Dell eigenen Modellen, die aber auch ansonsten empfehlenswert sind.

Bei den 3. Anbieter Ladegeräten ist die Auswahl etwas größer.

Hier gibt es abseits des originalen Ladegerätes jede Menge interessanter Alternativen.

Ich hoffe dieser kleine Bericht konnte Euch weiterhelfen!

ViewSonic XG2702 – reinrassiger Gaming Monitor!

Erst vor kurzem hat der Monitorspezialist ViewSonic seine Competitive Gaming Reihe mit dem XG2702 um ein weiteres Modell erweitert und spricht damit explizit wettbewerbsorientierte Spieler und Enthusiasten mit hohen Ansprüchen an. Ob der Monitor jenen gerecht wird, klärt der Test!

ViewSonic XG2702 im Detail:

Ausgestattet ist der 27 Zoll große ViewSonic XG2702 mit einem 1920×1080 Pixeln auflösenden TN Panel, das mit einer maximalen Bildwiederholungsrate von 144 Hertz angesteuert werden kann. Der Hersteller gibt eine Reaktionsgeschwindigkeit von nur 1ms gtg an. Wie bei vielen Neuerscheinungen ist der Standard AMD FreeSync mit einem weiten Bereich von 48 Hz bis 144 Hz inklusive LFC Unterstützung implementiert worden. Zwei Mal HDMI sowie ein Mal Displayport 1.2 sorgen für den Transport der Bildinformationen. Zur weiteren Ausstattung gehört ein vierfach USB Hub, interne Stereolautsprecher sowie umfassende Ergonomieoptionen des Standfußes. Das Netzteil wurde intern verbaut.

ViewSonic gewährt dem Käufer einen Garantiezeitraum von 2 Jahren (Pickup&Return). Nach Angaben des Preisvergleichsportals www.geizhals.de wird der ViewSonic XG2702 aktuell für 325€ gehandelt.

Lieferumfang:

Im Lieferumfang befindet sich das eigentliche Gerät, ein Kaltgerätekabel, ein DisplayPort Kabel, ein USB Typ B Kabel, ein Kabelführungsklipp sowie die Bedienungsanleitung. Für die Inbetriebnahme muss noch die Standfußbasis verschraubt werden.

Design und Verarbeitung:

Designtechnisch bleibt sich ViewSonic XG2702 der Competitive Gaming Reihe treu. Der hauptsächlich schwarz-graue Kunststoff wird mit roten Akzenten wie dem Herstellerschriftzug auf der Rückseite und mehreren Elementen am Standfuß aufgelockert. Zusätzlich befindet sich das offizielle ViewSonic Emblem mit den drei Finken auf der Gehäusevorderseite. Die Standfußbasis weist eine gebürstete Aluminiumoptik sowie das „XG“ Logo an der unteren rechten Ecke auf. Die verhältnismäßig breiten Rahmen von ca. 2,1cm an den Seiten eigenen sich nur bedingt für ein Multimonitor Setup. Jedoch ist das Gehäuse dadurch deutlich robuster und stoßfester aufgebaut, sollte man den ViewSonic XG2702 für eine Lan Party mitnehmen wollen. Für einen besseren Grip beim Transport sorgen zudem die auf der Rückseite in den Kunststoff eingelassen Mulden.

Der Standfuß spielt, wie man es von dem Hersteller gewohnt ist, in den höchsten Ligen mit. Eine gute Standfestigkeit ist mit der flächenmäßig großen Basis von 30,5cm x 14cm garantiert. Zusätzlich ist es möglich, den Monitor in beiden Richtungen um 45 Grad zu schwenken (Swivel), um -5 bis 15 Grad zu neigen (Tilt), einseitig in die Pivot Stellung von 90° zu drehen und die Höhe um bis zu 120mm zu verstellen. Die Mechanik lässt sich gleichmäßig und ohne jedwedes Spiel betätigen. Darüber hinaus lässt sich ein Kunststoffring, der als Führung für Kabel dient, an dem Monitorarm anbringen sowie ein kleiner Haken als Kopfhörerablage ausfahren. Wer einen anderen Standfuß verwenden möchte, kann dank der Vesa 100 Bohrung auf ein weites Arsenal an Drittanbieter Halterungen zurückgreifen.

Die Unterseite beherbergt nahezu alle Aus- sowie Eingänge. Namentlich genannt wären dies der AC-Stromeingang, jeweils ein HDMI Eingang nach den Standards HDMI 1.4 respektive HDMI 2.0, DisplayPort 1.2, 3.5mm Audio-Out Klinke, USB 3.0 Typ B (Upstreamport) sowie zwei USB 3.0 Type A Anschlüsse. Zudem wurden zwei weitere USB 3.0 Type A Buchsen an der linken Gehäuseseite angebracht. Alle Videoeingänge sind in der Lage, das Gerät mit der nativen Auflösung von 1920×1080 mit der maximalen Bildwiederholungsrate von 144 Hz anzusteuern. Ein netter Bonus sind die integrierten Sterolautsprecher, die überraschenderweise verhältnismäßig gut klingen.

Bedienung, OSD & weitere Features:

Die Steuerung des OSD erfolgt über fünf Tasten unterhalb des Displayrahmens. Das OSD sowie die Beschriftung am Monitor zeigen einem auf Höhe der einzelnen Knöpfe die genaue Funktion an, sodass man recht schnell die Bedienung intus hat.

Abgesehen von der äußeren linken Taste, die das Quickmenü für die „Game Modi“ öffnet, wird bei Betätigung stets das reguläre, multilinguale OSD geöffnet. Das erste Fenster begrüßt einen mit den drei Custom Profilen, die man in den weiteren Submenüs nach Herzenswunsch anpassen kann. Dazu zählen u.a. Kontrast, Helligkeit, Farbtemperatur, Farbbereich oder Gamma. Zusätzlich lassen sich die Videoquellen einstellen, Lautstärke regulieren oder gar ganz muten, einen Sleeptimer definieren oder den Blaufilter dazuschalten. Für ein dezenteres Arbeiten lassen sich die Power LED sowie der Bootscreen mit dem ViewSonic XG Logo deaktivieren.

Der ViewSonic XG2702 stellt für jeden erdenklichen Fall passende, optionale Bildmodi bereit. Sei es nun eines mit reduziertem Blau-Anteil für angenehmeres Lesen längerer Texte, ein Gaming Profil für Konsolen oder sogar einen dedizierten Schwarz-Weiß Modus.

Spielerelevante OSD Einstellungen:

Wie es sich für einen Gaming Monitor gehört, hat ViewSonic dem Gerät weitere Einstellungen für das geliebte Hobby spendiert. Einen Punkt habe ich bereits vorweggenommen: die Reduzierung der Bildwiederholungsrate. So lässt sie sich beispielsweise von 144 Hertz auf wahlweise 120 Hz, 100 Hz oder 60 Hz verringern.

Darüber hinaus ist das von dem ViewSonic XG3202-C bereits vorgestellte Advanced Dynamic Contrast Ratio (Advanced DCR), das je nach Bildinhalt den Kontrast sowie Helligkeit regelt, sowie die von mir sehr geschätzte „Black Stabilization“ mit an Board. Mit insgesamt 22 Stufen lässt sich die Grad wie stark dunkle Partien aufgehellt werden deutlich feiner einstellen. So kann man einen guten Kompromiss aus spielerischen Vorteil, ohne die Ästhetik des Bildes komplett zu zerstören, wählen.

Zusätzlich lässt sich einstellen, ob und wie der Monitor mit Auflösungen unterhalb von Full HD umgehen soll. Entweder wird der Inhalt auf Vollbild gestreckt, hochskaliert, aber Seitenkorrekt dargestellt oder pixelgenau 1:1 wiedergegeben. Des Weiteren beherrscht der ViewSonic XG2702 die Emulation von kleineren Bildschirmen. So wird das Bild beispielsweise wie auf einem 19“ Gerät im 4:3 Format maßstabsgetreu wiedergegeben.

Helligkeit:

Der ViewSonic XG2702 deckt einen breiten Helligkeitsbereich von 92 cd/m2 bis 434 cd/m2 ab und übertrifft damit sogar die Helligkeitsangabe um knapp 10%. Egal ob man die Sonne im Rücken hat oder in einem schlecht beleuchteten Raum die Nacht zum Tag macht, wird die richtige Helligkeit nie zu einem Problem. Der Hersteller verzichtet bei der Ansteuerung des Backlights auf ein PWM-Signal, sodass empfindliche Nutzer bedenkenlos zu diesem Modell greifen können.

Kontrastverhältnis:

TN Panels müssen mit vielen Vorurteilen kämpfen. Darunter fällt auch der Vorbehalt, dass das Kontrastverhältnis gegenüber anderen Techniken deutlich schlechter ausfällt. Der ViewSonic XG2702 beweist genau das Gegenteil. Mit einem maximalen Kontrastverhältnis von 1136:1 schlägt das Gerät viele der getesteten IPS Modelle. Beachtenswert ist zudem die Tatsache, wie konstant der Wert gehalten wird. Über dem gesamten Helligkeitsverlauf beläuft sich die Abweichung auf lediglich 0,35 (!) Prozent.

Farbraumabdeckung, Weißpunkt, Gamma:

Im nachfolgenden Abschnitt stelle ich die Messwerte über Farbraumabdeckung, Weißpunkt und Gamma vor. Ich habe dafür den Monitor auf alltagstaugliche 120 cd/m² gedimmt und den Gammawert auf 2,2 definiert. Eine Einstellmöglichkeit über den Weißpunkt in Kelvin gibt es nicht, sondern nur vordefinierte Profile wie „nativ“, „warm“ oder „bläulich“. Für die Messungen habe ich das Standardprofil „nativ“ genommen. Alle Bildverbesserungseinstellungen wurden deaktiviert.

Die Farbraumabdeckung des ViewSonic XG2702 beläuft sich auf 97,1% sRGB und 70,8% Adobe RGB, was damit einem durchschnittlichen Ergebnis entspricht. Der Weißpunkt verfehlt mit etwas zu kalten 6739 Kelvin und dem Gamma von 2,41 die sRGB Norm von 6500 K respektive Gamma  ~2,2. Bei unserem Testsample konnte durch Einstellung auf Gamma 2,0 im OSD der Wert auf 2,19 berichtigt werden.

Stromverbrauch:

Es wurde über den gesamten Helligkeitsbereich in 10% Abschnitten der Stromverbrauch auf dem Desktop gemessen. Hierbei war der Monitor per DisplayPort angeschlossen und die Bildwiederholungsfrequenz auf 144Hz eingestellt.

Selbst bei voller Helligkeit beträgt die maximale Leistungsaufnahme des ViewSonic XG2702 29,1 Watt. Unter Verwendung eines alltagstauglichen Werts pendelt sich Verbrauch zwischen 15 und 20 Watt ein. Der Standby Verbrauch beläuft sich auf 0,1 Watt. Unter dem Strich eine ordentliche Energiebilanz!

Bildwinkelstabilität:

Während der gemessene Kontrast des TN Panels sich als konkurrenzfähig gegenüber anderen Paneltypen erweist, schwächelt es bei der Bildwinkelstabilität. Je nach Winkel und Position bemerkt man ein sichtbares Abfallen von Helligkeit und Kontrast sowie eine gewisse Farbverfälschung.

Wie stark macht sich das Ganze der Praxis bemerkbar? Als Alleinnutzer lautet die Antwort kaum bis gar nicht. Man sitzt in der Regel direkt davor. Selbst wenn man den Kopf wie eine Eule vor dem Monitor kreisen lässt, stellt man nur eine leichte Verfälschung fest. Auch bei einem Multimonitoring Betrieb sind die Geräte stets auf den Nutzer gerichtet. Problematischer wird es erst, wenn man ein Live Publikum um sich hat und diese in einem deutlich spitzeren Winkel auf das Panel blicken.

Ausleuchtung & Luminanzverteilung:

Um herauszufinden, wie gut die Helligkeitsverteilung des Monitors ist, wurde in einem 5X5 Raster an 25 verschiedenen Stellen die Helligkeit gemessen. Ausgangswert stellt hierbei die Mitte mit 120 cd/m² dar.

Es konnte im Durchschnitt eine Abweichung von lediglich 5,7% ermittelt werden und selbst der größte Ausreißer mit 13,6% Differenz zur Mitte kann noch als gut klassifiziert werden. Die Aufnahmen bei schwarzem Inhalt zeigen die kleineren Ausleuchtungsschwächen des XG2702 auf. Insbesondere am unteren, zentralen Rand lässt sich Backlightbleeding ausmachen. Im Alltagsbetrieb ist dies jedoch kaum auffallend, sofern man kein Filmejunkie ist. Wie immer gilt, die Ausleuchtung und Luminanzverteilung sind in der Regel am stärksten von der Serienstreuung betroffen.

Schärfeeindruck & Interpolation:

Die 1080p Auflösung auf 27“ ist für alle Aufgabenbereiche mehr als ausreichend scharf. Selbst mehrstündige Textbearbeitung breiteten mir keinerlei Schwierigkeiten. Reduziert man die Auflösung auf 720p, wird das Bild sichtbar weicher, zeigt aber glücklicherweise keine störenden Artefakte.

Reaktionsverhalten:

Um das Reaktionsverhalten dokumentieren zu können, greifen wir auf das altbekannten Programm Pixperan zurück. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzmodellen spendiert ViewSonic dem XG2702 gleich fünf Overdrive Optionen.

Beim Reaktionsverhalten lässt der ViewSonic XG2702 seine Muskeln spielen. Bereits ab der ersten Overdrive Stufe „Fast“ zeigen sich keine Doppelbildbildung mehr. Dieses positive Resultat zieht sich durch bis zur vorletzten Option „Ultra Fast“, die im Testaufbau die konstanteste Leistung lieferte und somit das Mittel der Wahl darstellt. Die schnellste Option „Fastest“ zeigt einen deutlichen Korona-Effekt, weswegen davon Abstand gehalten werden sollte.

144 Hertz Bildwiederholungsrate, AMD FreeSync, subjektive Spielfähigkeit:

Der ViewSonic XG2702 bestätigt wie so oft, dass für einen ambitionierten Spieler eine hohe Bildwiederholungsrate von mindestens 120 Hertz sowie ein flottes TN Panel Pflicht ist. Dabei müssen beide Aspekte stimmen. Weder bringt einem eine hohe Hertzzahl viel, wenn das Panel zu langsam ist noch ein schnelles Panel, wenn das Bild nur 16,7ms anstelle wie im Falle des hier getesteten Modells alle 6,9ms aktualisiert wird. Ersteres resultiert bei Bewegungen in einen unscharfen Bildermatsch, Letzteres in einer indirekte Ruckelorgie. Das mag sich jetzt auf den ersten Blick sehr überspitzt anhören, im Vergleich zu anderen Modellen ist selbst für das ungeübte Auge der Unterschied direkt ersichtlich.

Der ViewSonic XG2702 erfüllt eben jene kritischen Anforderungen eines Gaming Monitors. Das sehr gute Ergebnis des Pixperan Tests spiegelt sich in schnellen Shootern wie Overwatch, Counter Strike oder Battlefield wider. Jede Eingabe wird flüssig umgesetzt, während das Bild selbst bei schnellsten Bewegungen stets scharf wiedergegeben wird. Trotz des TN Panels werden die Farben recht lebhaft und kräftig dargestellt, sofern man die Black Stabilization deaktiviert oder zumindest stark runterregelt. Das farbenfrohe Toussaint aus Witcher 3 versetzt einen nach wie vor ins Staunen, auch wenn der Monitor nicht an die Schwarzwerte eines Gerätes mit VA Panel heranreicht.

Unterstützend kommt noch AMDs FreeSync Technologie hinzu, die die Bildausgabe zwischen GPU und Monitor im Einklang hält, sofern eine stabile Framerate von 144 fps nicht gehalten werden kann. Der FreeSync Range beläuft sich zwischen 48 Hz bis 144 Hz, die dank der „Low Framerate Compensation“ (LFC) Unterstützung bis weit unterhalb der 30 Hz für ein synchrones Bilderlebnis sorgt. FreeSync ist sowohl über HDMI als auch Displayport möglich und setzt eine aktuelle AMD Grafikkarte voraus.

Fazit:

Der ViewSonic XG2702 ist ein reinrassiger Gaming Monitor wie er im Buche steht. Ein blitzschnelles Full HD TN Panel sorgt mit einer hohen Bildwiederholungsfrequenz von 144 Hertz sowie AMD FreeSync Technologie für ein direktes, flüssiges und spaßiges Spielerlebnis. Die unzähligen Gaming Modi, die überarbeitete Black Stabilization sowie die umfassenden Viewscale Optionen untermauern die sehr gute Hardwarebasis. Gleichzeitig hält sich das, wenn auch etwas bullige Design, für einen Gaming Monitor dezent zurück.

Auch bei der weiteren Geräteausstattung gibt es nichts zu tadeln. So sind moderne Videoeingänge, ein vierfach USB Hub, Stereolautsprecher, eine Kopfhörer Halterung und sogar ein Kensington Lock mit von der Partie. Der Standfuß mit überragender Mechanik bietet zudem alle erdenklichen Ergonomieoptionen an. Darüber hinaus erweist sich das Display als äußerst hell und kontrastreich.

Leider zeigt der ViewSonic XG2702 die typischen Schwächen eines TNlers. Sowohl die Farbraumabdeckung als auch die Blickwinkelstabilität hinken Monitoren mit IPS oder VA Panel hinterher. Für ernsthafte Bildbearbeitung gibt es bessere Alternativen, die aber nicht an die Reaktionsgeschwindigkeit herankommen.

Unter dem Strich ist der ViewSonic XG2702 ein rundum gelungener Gaming Monitor. Mit knapp 325€ ist er für die gebotene Ausstattung preislich sehr attraktiv. Für ein Modell mit einer höheren Auflösung müsste man deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Das Acer Swift 3 SF314 im Test, die günstige alternative zum Dell XPS 13, Razer Blade Stealth, ASUS Zenbook

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Ein gutes Ultrabook ist in der Regel nicht günstig, siehe Dell XPS 13, Apple MacBook Pro, Razer Blade Stealth usw.

Ein besonders kompaktes Notebook bauen ist nun mal nicht ganz einfach bzw. ganz günstig. Hier ist das Acer Swift 3 SF314 ein etwas „Besonderes“. Das Acer Swift 3 SF314 ist bereits ab 520€ erhältlich, was für ein kompaktes Aluminium Notebook mit ordentlicher Leistung und FullHD Display nicht zu viel ist.

Dies gilt natürlich nur für den Fall, dass das Acer Swift 3 SF314 auch ein gutes Notebook ist. Dies kann man nicht immer nur an den technischen Daten erkennen.

Von daher, kann das Acer Swift 3 SF314 im Test überzeugen? Finden wir dies heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Acer für das Zurverfügungstellen des Notebooks.

 

Versionen

Wie bei Notebooks üblich, gibt es auch das Acer Swift 3 SF314 in diversen Versionen.

Die kleinste aktuelle Version ist mit einem Intel Core i3-7100U, 4GB RAM und 128GB SSD ausgestattet.

Die Größe aktuelle Version ist Intel Core i7-8550U, 8GB RAM, 512GB SSD und Nvidia MX150 ausgestattet.

Zudem gibt es jede Menge Versionen dazwischen. Ich würde Euch an dieser Stelle zu einer Version mit Intel Core i7-8550U oder i5-8250U raten. Der Sprung von den I CPUs der 7 Generation auf die 8 Generation ist recht groß und kann sich durchaus lohnen.

Für diesen Test habe ein mittleres Acer Swift 3 SF314 von Acer bekommen, welches mit Intel Core i5-7200U, 8GB RAM und 256GB SSD ausgestattet ist.

 

Das Acer Swift 3 SF314 im Test

Das Swift 3 hat mich gleich beim Auspacken positiv überrascht. Warum? Das Notebook besitzt ein vollständiges Aluminium Gehäuse, was bei einem Gerät das bereits ab einem Preis von 520€ losgeht nicht selbstverständlich ist.

Vollständig bedeutet in diesem Fall auch wirklich vollständig, sowohl der Deckel, wie auch die Unterseite und Handballenauflage sind aus silbernen Aluminium gefertigt.

Auf ein „Unibody“ Design muss allerdings in dieser Preisklasse verzichtet werden. Dennoch fühlt sich das Acer Swift 3 SF314 erfreulich hochwertig und stabil an. Dies gilt sowohl für den untere Teil des Gehäuses, wie aber auch das Display, welches fast völlig verwindungssteif ist.

Lediglich die etwas harte Kante, am oberen Rand des Innenraums, ist ein kleiner Kritikpunkt. Hier hätte man den Übergang zwischen unterer und oberer Aluminiumschale etwas filigraner arbeiten können. Auch ist der Displaydeckel mit der Unterseite nicht ganz bündig, aber ich vermute dies ist absichtlich gemacht, da hier die Spaltmaße sehr gleichmäßig sind.

Grundsätzlich macht das Swift 3 SF314 allerdings einen hervorragenden Eindruck, gerade wenn man die Preisklasse bedenkt.

Auch die Abmessungen des Notebooks würde ich als sehr portabel einstufen. Ja dieses ist noch etwas größer und schwerer als ein Apple MacBook, Dell XPS 13 oder ASUS Zenbook 3, aber diese Geräte kosten fast das doppelte des Swift 3.

Mit rund 18mm Dicke und einem Gewicht von 1,6KG ist dieses problemlos für das tägliche Mitnehmen zur Schule, Uni oder Arbeit geeignet.

Gehen wir einmal um das Notebook herum. Die meisten Anschlüsse des Notebooks befinden sich am linken Rand. Hier finden wir den winzigen Ladeport, einen HDMI Ausgang, einen USB C 3.0 Anschluss, zwei normale USB 3.0 Ports und einen Kopfhörerausgang.

Die Front und Rückseite besitzen keine Anschlüsse oder Status LEDs. Die beiden Status LEDs, für Power und Strom, sind an der rechten Seite des Acer Swift 3 SF314 angebracht. Dort finden wir auch einen weiteren USB Anschluss, diesmal aber USB 2.0, und einen SD Kartenleser.

Damit ist die Portausstattung ziemlich vollständig und sogar größer als bei den meisten High End Ultrabooks heutzutage.

 

Software 

Acer setzt beim Swift 3 SF314 natürlich auf Windows 10 Home in der 64Bit Version.

Leider installiert allerdings Acer einiges an „Bonus“ Software vor. Neben einer Testversion von Norton Antivirus, welche recht aufdringlich ist, findet sich auch Netflix, Booking.com, Dashlane, eBay usw. auf dem Notebook.

Nicht schlimm, aber der Mehrwert hält sich doch sehr in Grenzen.

Von einer 256GB SSD bleibt nach Abzug von Windows, Programmen, Recovery usw. noch rund 208GB zur freien Verfügung.

 

Display

Das Acer Swift 3 SF14 verfügt, wie der Name es vielleicht schon vermuten lässt, über ein 14 Zoll Display. Beim meinem Swift 3 handelt es sich hier um ein Full HD IPS Panel, welches subjektiv ordentlich aussieht.

Blickwinkel passen, genau wie die Schärfe. Lediglich das Scaling war „out of the Box“ etwas hoch eingestellt, aber das ist mit einem Klick erledigt.

Leider war ich allerdings von den Werten die mein Messgerät zum Display des Swift 3 ausspuckte weniger begeistert.

 

Dass der Kontrast und die maximale Helligkeit eher mittelmäßig ist, war nicht die große Überraschung. Der Kontrast wird von meinem Messgerät mit 640:1 betitelt, was okay ist, aber auch nicht überragend.

Ähnliches gilt für die Helligkeit welche bei maximal 226 cd/m² liegt. Damit ist das Acer Swift 3 für einen außen Einsatz eher mäßig gut geeignet. Dies liegt nicht nur an der Helligkeit, sondern auch am spiegelnden Hochglanz Panel.

Immerhin setzt Acer hier auf Gorilla Glas, was gut für die Bruchsicherheit ist.

Etwas enttäuscht hat mich die Farbraumabdeckung. Diese liegt bei 66% sRGB und 49% AdobeRGB.

Auch die Farbtreue/Kalibrierung ist eher mittelmäßig. Kurzum für Nutzer welche professionelle Bildbearbeitung betreiben ist das Swift 3 nichts.

Im normalen Einsatz geht das Display aber vollkommen in Ordnung.

 

Tastatur und Trackpad

Für jemanden der sehr viel auf seinem Notebook schreibt, ist die Tastatur mir immer sehr wichtig. Oftmals ist allerdings die Tastatur, gerade bei günstigeren kompakten Geräten, eher mäßig. Daher war ich hier beim Swift 3 SF314 positiv angetan.

Acer setzt beim Swift 3 auf ein recht klassisches qwertz Layout. Lediglich die Enter Taste und „#“ Taste wie auch Shift und „<“ sind etwas näher zusammengerückt. Abseits davon sind mir keine Auffälligkeiten aufgefallen.

Wie ist das Druckgefühl? Die Tasten des Swift 3 sind recht knackig mit einer guten Drucktiefe. Das Tippen auf dem Swift 3 fiel mir sehr leicht ohne große Eingewöhnungszeit. Grundsätzlich handelt es sich hier um eine durchschnittliche bis leicht überdurchschnittlich Tastatur.

Lediglich der Anschlag könnte etwas präziser sein. Erstaunlicherweise gibt die Tastatur ein wenig nach, wenn man viel Druck auf diese ausübt. Erstaunlich, da das Gehäuse ansonsten extrem robust wirkt.

Bonus Punkte gibt es für die weiße Tastatur Hintergrundbeleuchtung, welche gerade im Dunkeln einen großen Mehrwert darstellt.

Aber wie steht es um das Trackpad? Erfreulich gut, wenn nicht sogar für diese Preisklasse hervorragend.

Das Trackung ist ausgezeichnet und sehr präzise. Auch das Gefühl am Finger ist nur als positiv zu bezeichnen. Kurzum keine Klagen hier und generell bei den Eingabegeräten.

 

Lautsprecher

Das Acer Swift 3 SF314 verfügt über zwei Lautsprecher, welcher auf der unteren Front angebracht sind.

Steht das Notebook auf einem Tisch wird der Schall vom Tisch zu Euch reflektiert. Dies funktioniert auch ganz gut.

Es ist schwer mit geschlossenen Augen zu erkennen wo genau der Ton aus dem Notebook kommt. Blind würde ich eher auf irgendwo aus der Tastatur tippen, als von der Unterseite.

Hinzu kommt das die Lautsprecher recht gut klingen. Das Swift 3 besitzt relativ viel Klangvolumen. Von Bass bei einem kompakten Notebook zu sprechen ist natürlich immer etwas mutig, aber das SF314 produziert durchaus etwas Tiefgang und Klangvolumen.

Mehr sogar als beispielsweise ein Dell XPS 13. Auch die Höhen sind soweit klar und ordentlich. Etwas schwächelt das Acer höchstens bei der Präzision und Sauberkeit des Klangs.

Allerdings habe ich hier schon von Gaming Notebooks schlechteres gehört! Von daher ist das Swift 3 SF314 für mal nen Video schauen oder etwas Musik neben dem Arbeiten hören voll geeignet.

Lediglich wenn Ihr das Notebook auf einer Decke stehen habt kann der Klang etwas gedämpft werden. Aber auch einem abendlichen Film schauen im Bett steht an sich nichts im Wege.

Zum Kopfhörerausgang kann ich nichts groß sagen, weder positiv noch negativ. Hier bietet das Swift 3 vernünftige Standard Qualität.

 

Leistung und Performance

Die Leistung des Swift 3 SF314 hängt signifikant von der von Euch gewählten Version ab und hiervon gibt es viele.

Es gibt das Swift 3 SF314 aktuell mit folgenden CPUs:

  • Intel Core i3-7100U
  • Intel Core i5-7200U
  • Intel Core i7-7500U
  • Intel Core i5-8250U
  • Intel Core i7-8550U

Ich habe diese mal aufsteigend nach ungefährer Leistung sortiert. Wenn Ihr die finanzielle Möglichkeit habt würde ich ganz klar zum i5-8250U oder i7-8550U raten.

Die 8. Generation der Intel I CPUs hat einen guten Sprung verglichen mit der 7. Generation gemacht.

Wählt auch den RAM weise! Dieser lässt sich nicht aufrüsten, im Gegensatz zur SSD.

Für diesen Test hat mir allerdings Acer ein Swift 3 SF314 mit i5-7200U geschickt, wie auch 8GB RAM und 256GB SSD.

Beginnen wir mit ein paar einfachen Benchmarks.

Benchmarks sind aber oftmals nur die halbe Wahrheit. Wie schlägt sich das Swift 3 mit i5-7200U im Alltag?

Dies kommt etwas darauf an was Ihr macht, aber grundsätzlich ist die Antwort, es schlägt sich gut!

Der i5-7200U hat problemlos genug Leistung für Webbrowsen, Video schauen, Office und auch leichte Foto Bearbeitung. Für Video Bearbeitung solltet Ihr eine Version mit i5-8250U oder i7-8550U, da es sich hier um Quad Cores handelt.

Der i5-7200U kommt auch problemlos mit Multitasking klar. X Webbrowser Tabs offen + Microsoft Word + Spotify + Skype + Excel ist beispielsweise kein Problem für den i5.

Lediglich wenn Ihr nur 4GB RAM habt könnte dies etwas das Multitasking Einschränken. 8GB RAM reichen aber in der Regel gut aus.

Auch Photoshop, sofern man nicht gerade 40 Megapixel Bilder mit x Ebenen bearbeitet, läuft soweit flüssig und ausreichend schnell.

Lediglich Gaming könnt Ihr völlig vergessen. Die Intel HD Graphics 620 in Kombination mit dem i5 ist kein Garant für gute 3D Leistung. Ältere Spiele oder auch weniger anfordernde Spiele, wie League of Legends oder auch Overwatch können durchaus laufen. Allerdings im Falle von Overwatch nur auf 720P und niedrigen Details.

Allerdings gibt es das Swift 3 SF314 auch mit der NVIDIA GeForce MX150. Die MX150 ist zwar auch kein Gaming Monster, ist aber durchaus in der Lage die meisten aktuellen Spiele flüssig bei niedrigen bis mittleren Details wiederzugeben.

Solltet Ihr Euch als für Gaming interessieren achtet auf die NVIDIA GeForce MX150. Falls nicht reicht auch die Intel Grafikkarte aus.

Überrascht hat mich die verbaute SSD im Swift 3 SF314. In diesem war bei mir sogar eine NVME SSD von Intel! Hierbei handelt es sich zwar nur um die „kleine“ Intel SSD 600p, aber auch diese schafft gut 1566MB/s lesend und 593MB/s schreibend.

In einem unter 1000€ Notebook ist eine NVME SSD nicht selbstverständlich! Daumen hoch dafür Acer.

 

Lüfter und Temperatur

Erneut gilt, ich kann was die Lautstärke des Swift 3 angeht nur für die Version mit i5-7200U sprechen. Größere Versionen könnten hier schlechter abschneiden!

Mit dem i5-7200U bietet das Acer Swift 3 SF314 eine fast Perfekte Leistung, was die Lüfter und auch die Temperaturen angeht.

Im normalen Alltag ist das Notebook komplett leise. Der Lüfter dreht entweder gar nicht oder nur so leise das er nicht hörbar ist.

Selbst unter konstanter 100% Volllast bleibt das Swift 3 SF314 leise! Der Lüfter dreht ganz sanft hoch, aber nur so wenig, dass man fast den Kopf auf die Tastatur legen muss um diesen überhaupt zu hören.

Das Acer Swift 3 SF314 ist das leiseste Notebook das ich bisher in den Händen hatte!

Umso erfreulicher das der i5-7200U auch ausreichend gekühlt wird. Unter 100% Last pendelt sich dieser bei 66-68 Grad ein, was absolut im Rahmen ist (die CPU kann rund 100 Grad aushalten).

Ich denke auch das die größeren Versionen hier ähnlich gut abschneiden werden. Der i5 wird einfach so gut vom Notebook gehandhabt.

 

Akkulaufzeit

Acer bewirbt das Swift 3 SF314 mit einer Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden. Ist dies eine realistische Angabe?

Die Antwort darauf ist ja! In meinem Test konnte ich knapp 9-10 Stunden Akkulaufzeit, bei einer niedrigen Displayhelligkeit und dem Surfen im Internet via WLAN erreichen. Bei einer Video Wiedergabe sind sogar knapp über 10 Stunden möglich.

Von daher kann das Swift 3 durchaus mit seinem Akku überzeugen!

Kleine Anmerkung, ein Aufladen via USB C wird vom Swift 3 Sf314 nicht unterstütz!

 

Fazit

Abschließend kann man durchaus sagen, dass mich das Acer Swift 3 SF314 etwas beeindruckt hat. Für einen sehr fairen Preis von 520-1000€, je nach Ausstattung, bietet dieses eine Leistung welche in sehr vielen Punkt mit deutlich teureren Ultrabooks mithalten kann.

Das Gehäuse ist robust und gut gemacht, abseits der etwas harten Kante auf der Front, die Größe und Gewicht des Swift ist angenehm portabel und auch die Eingabegeräte sind top.

Die Leistung variiert stark nach der gewählten Option. Hier hat Acer für jeden Geldbeutel etwas, angefangen beim kleine Core i3, 4GB RAM und 128GB SSD bis hin zum Top modernen i7-8550U, 8GB RAM, 512GB SSD und GeForce MX150, ist praktisch alles dabei.

Sehr positiv aufgefallen ist mir auch die Kühlkonstruktion, welche in Kombination mit dem i5-7200U in allen Situationen komplett leise blieb.

Wenn ich etwas bemängeln müsste, wäre dies am ehesten das Display. Acer setzt hier zwar auf ein Full HD IPS Panel, aber dieses ist höchstens von mittlerer Qualität. Dies ist aber auch schon der fast einzige Punkt welchen teurere Untrabooks, wie das Dell XPS 13 deutlich besser hinbekommen.

Abseits davon ist das halb so teure Acer Swift 3 SF314 fast immer in absoluter Schlagdistanz.

Von daher, wenn Ihr ein günstiges, gutes und portables Notebook sucht, kann ich das Acer Swift 3 SF314 voll empfehlen!

Positiv

  • Hochwertiges und robustes Aluminium Gehäuse
  • Hervoragende Kühlkonstruktion
  • Gute Leistung
  • NVME SSD
  • Gute Tastatur und Trackpad
  • Sehr gute Akkulaufzeit

 

Neutral

  • Mittelmäßiges Display
  • Etwas harte Aluminiumkante auf der Front

 

Negativ

  • Recht viele vorinstallierte Programme

Die Libratone Q Adapt On-Ear im Test

Libratone ist primär für seine sehr guten Bluetooth Lautsprecher bekannt, produziert allerdings auch Kopfhörer und Ohrhörer.

Die Kopf/Ohrhörer Serie von Libratone hört auf den Namen Q Adapt. In diesem Test soll es erst einmal nur um die Q Adapt On-Ear Kopfhörer gehen, welche aus meiner Sicht noch etwas interessanter sind als die Ohrhörer.

Die Libratone Q Adapt sind kompakte „Unterwegs“ Bluetooth Kopfhörer, welcher unter anderem mit aktivem Noise Cancelling aufwarten können.

Die Erwartungshaltung an die Q Adapt darf durchaus gehoben sein, denn Libratone verlangt für seine Kopfhörer satte 250€, womit diese ganz klar in die gehobene Preisklasse fallen.

 

Die Libratone Q Adapt im Test

Wie alle Libratone Produkte, sind auch die Q Adapt sehr schick und gut durchdesignte Kopfhörer. Diese bieten dabei ein skandinavisch angehauchtes Design (Libratone kommt aus Dänemark).

Die Kopfhörer sind also recht schlicht und einfach gestaltet, wirken aber dennoch sehr hochwertig und edel. Ihr habt bei den Q Adapt On-Ear Kopfhörer drei Farben zur Auswahl, Stormy Black (eine Art grau/schwarz), Elegant Nude (Hautfarbe) oder Cloudy White (ein helles Grau).

Mir gefällt das Stormy Black am meisten, welches gemeinsam mit Cloudy White sicherlich die neutralsten Farben sind.

Die Q Adapt sind so genannte On-Ear Kopfhörer. Das bedeutet diese Besitzen kein großes Ohrpolster, sondern sind für Kopfhörer vergleichsweise kompakt. Hierdurch sind die Q Adapt On-Ear Kopfhörer ideal für eine Nutzung in der Öffentlichkeit bzw. Bus und Bahn, wo riesige Kopfhörer etwas dämlich aussehen können.

Hierfür ist das Design auch gut angepasst. Auf der Rückseite der rechten Ohrmuscheln befindet sich lediglich ein sehr dezenter Libratone Schriftzug und auf der linken Ohrmuschel das Libratone Logo.

Die Kopfhörer sind zum größten Teil natürlich aus Kunststoff gefertigt. Die Aufhängung der Ohrmuscheln sind allerdings aus Aluminium gearbeitet, was sicherlich die Wertigkeit der Q Adapt etwas unterstützt.

Zwar lassen sich die Ohrmuscheln drehen, aber nicht einklappen, was den Transport bzw. das Verstauen der Kopfhörer etwas einfacher gestaltet hätte.

Wie steht es um Tasten und Anschlüsse? Auf der linken Seite ist lediglich ein kleiner Einschalter zu finden, auf der rechten Seite wird es hingegen spannender. Hier befindet sich zum einen der microUSB Ladeport, ein AUX Eingang für die kabelgebundene Nutzung und auf der Rückseite ein großes Touchpad!

Dieses Touchpad erlaubt es beispielsweise die Lautstärke zu regeln, was auch in der Praxis erfreulich gut funktioniert.

Der Akku der Kopfhörer soll laut Hersteller 20 Stunden halten, was ich auch so bestätigen kann. In der Libratone App könnt Ihr im Übrigen den Akkustand auch Prozent genau einsehen.

 

Tragekomfort

Die Libratone Q Adapt sind On-Ear Kopfhörer. Diese liegen also wie der Name schon sagt auf Euren Ohren auf.

Hier muss ich ehrlich gestehen nicht der größte Fan von On-Ear Kopfhörern zu sein. Ich finde diese immer recht unbequem, gerade nach einer längeren Zeit.

So auch leider die Libratone Q Adapt. Die Q Adapt beginnen nach ca. 10-20 Minuten auf meinen Ohren etwas zu drücken.

Allerdings habe ich auch einen recht breiten Kopf, Menschen mit schaleren Köpfen werden hier weniger Probleme haben, da der Anpressdruck geringer ausfällt.

Die Polsterung der Q Adapt macht an sich aber einen guten Eindruck, könnte aber auch etwas dicker sein.

 

Noise Cancelling

Die Libratone Q Adapt verfügen über aktives Noise Cancelling. Beim Noise Cancelling werden Mikrofone im Kopfhörer genutzt um Umgebungsgeräusche aufzuzeichnen und auszugleichen.

Es ist hier also relativ viel Logik in den Kopfhörern nötig, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Damit haben kleinere Hersteller oftmals etwas Probleme. Noise Cancelling ist nicht gleich Noise Cancelling, es gibt hier gigantische Unterschiede was die Qualität angeht.

Wie steht es um das Noise Cancelling in den Q Adapt? Erstaunlich gut! Die Q Adapt schaffen es sehr viele Umgebungsgeräusche, gerade Motoren, Lüfter, Brummen, Werkzeuge usw. gut auszublenden. Hier ist man ganz klar eher am oberen Ende des Qualitätsspektrums. Ja die Q Adapt erzeugen etwas weißes Rauschen, aber dieses hat mich gerade dann, wenn etwas Musik läuft, nicht gestört.

Sehr gut gefällt mir in diesem Zusammenhang auch das CityMix Feature. CityMix erlaubt es das Noise Cancelling in seiner Stärke zu verstellen, über die Libratone App oder über direkt an den Kopfhörern.

Sitzt Ihr in der Straßenbahn könnt Ihr das Noise Cancelling höher drehen, als wenn Ihr zu Fuß unterwegs seid. Alternativ könnt Ihr sogar Außengeräusche verstärken, sodass Ihr beim Musik hören in der Bahn beispielsweise noch etwas mitbekommt. Praktisch!

 

Klang der Libratone Q Adapt

Kommen wir zum alles entscheidenden Punkt, dem Klang. Wie schlagen sich die Libratone Q Adapt hier?

Bei einem Kaufpreis von über 200€ dürfen die Ansprüche natürlich etwas gehoben sein. Aber die Q Adapt können für On-Ear Kopfhörer durchaus überzeugen!

Wichtig! On-Ear Kopfhörer produzieren einen anderen Klang als Over-Ear Kopfhörer oder in-Ear Ohrhörer. Daher sind diese verschiedenen Kategorien nur schwer miteinander zu vergleichen. Ganz klar gesagt, es gibt für 200-300€ bessere Kopfhörer als die Q Adapt, wenn Ihr Over-Ear Kopfhörer wählt!

On-Ear Kopfhörer besitzen meist kleinere Treiber und können Eure Ohren nicht so gut versiegeln, wie es in-Ears oder Over-Ears schaffen. Hierdurch hat diese Kopfhörerklasse meist etwas Probleme einen „Druck“ aufzubauen, welcher für die Basswiedergabe wichtig ist.

Aber genug des Generellen, wie klingen die Q Adapt?

Beginnen wir bei den Höhen. Diese sind sehr schön klar und sauber. Dabei strahlen diese durchaus eine schöne Leichtigkeit aus, welche ich beispielsweise sehr schätze. Zischlaute werden allerdings ordentlich abgerundet, wodurch die Libratone Q Adapt nicht zu anstrengend klingen.

Die Basswiedergabe ist gut! Gerade für den on-Ear Formfaktor. Bässe sind qualitativ sehr sauber und auch schön tief. Die Masse des Basses ist angenehm. Der Kickbass ist allerdings etwas angehoben, abseits davon sind die Libratone Q Adapt recht neutral.

Der Bass ist also nicht alles überschattend oder „extrem“. Dennoch wirkt Musik schön lebendig und kräftig. Ich bin also mit dem Bass sehr zufrieden.

Wie steht es um die Mitten? Die Mitten der Libratone Q Adapt sind ordentlich. Musik und auch Stimmen klingen angenehm voll. Dennoch stimmt auch die Dynamik, welche für die Lebendigkeit sehr wichtig ist.

Bonuspunkte gibt es für die gute Klangauflösung und Detaildarstellung. Gerade an letzterer hört man doch den etwas höheren Preis der Kopfhörer.

Die dargestellte Bühne, also Breite und Tiefe des Klangs, ist allerdings nur durchschnittlich. Nicht überraschend, bei On-Ear Kopfhörern.

Die maximale Lautstärke würde ich als ausreichend betiteln. Hier ist man auf dem üblichen Leveln von Bluetooth Kopfhörern.

Probleme mit der Bluetooth-Verbindung, in Kombination mit einem Google Pixel 2 XL, hatte ich keine. Es gab weder Klangartefakte, welche bei einer zu hohen Kompression auftreten können, noch Signal Abbrüche, bei einer normalen Distanz.

 

Fazit

Ob die Libratone Q Adapt etwas für Euch hängt primär von drei Fragen ab. 1. Seid Ihr bereit für ein paar gute Kopfhörer 200€+ auf den Tisch zu legen? 2. Bevorzugt Ihr die etwas kleineren/kompakteren On-Ear Kopfhörer? 3. Gefällt Euch das Design?

Falls die Antwort auf alle Fragen Ja war, kann ich Euch die Q Adapt problemlos empfehlen. Im Test machten die Kopfhörer einen guten bis sehr guten Eindruck.

Gerade das Noise Cancelling, das Design und auch der Klang konnten überzeugen. Gerade das CityMix Feature hat mir sehr gut gefallen. CityMix erlaubt es das Noise Cancelling in seiner Stärke anzupassen, oder sogar auf Wunsch außen Geräusche zu verstärken. Ideal wenn man in der Öffentlichkeit unterwegs ist und vielleicht doch etwas von seiner Umwelt mitbekommen möchte.

Auch der Klang der Q Adapt ist sehr schön dynamisch und spaßig, mit einem guten Schuss Bass. Allerdings sind die Q Adapt auch keine absoluten Bassbomber, was natürlich etwas am On-Ear Formfaktor liegt.

Dieser ist auch die größte Stärke und Schwäche der Libratone Q Adapt zugleich. On-Ear Kopfhörer sind unbequemer als Over-Ear Kopfhörer. Dies gilt auch für die Q Adapt, welche auch etwas drücken können. Wie sehr hängt etwas von Eurer Kopfform ab, habt Ihr einen schmalen Kopf ist dies weniger problematisch als bei einem breiten Kopf.

Im Gegenzug sind die Q Adapt natürlich angenehm kompakt und auch unauffälliger als die meist riesigen Over-Ear Modelle. Gerade in der Öffentlichkeit kann dies natürlich ein Vorteil sein.

Kurzum, die Libratone Q Adapt können einen guten Eindruck im Test hinterlassen, gerade dann, wenn Ihr die Kopfhörer primär in der Öffentlichkeit tragt.

Positiv

  • Schicke und schlichte Optik
  • Sehr kompakt
  • Gutes Noise Cancelling
  • Guter Klang

 

Negativ

  • On-Ear Design kann etwas drücken

Die Legato Arc R72E Nackenbügel Bluetooth Kopfhörer im Test

Die Marke Spigen wird sicherlich dem ein oder anderem Nutzer etwas sagen. Spigen ist ein experte,Experte was Hüllen und Smartphone Zubehör angeht.

Nun versucht Spigen in ein unbekanntes Gebiet vorzustoßen, Bluetooth Ohrhörer. Hierfür hat man die Untermarke Legato gegründet.

Legato hat nun mit den Arc R72E sein erstes Produkt vorgestellt. Die Arc R72E sind Bluetooth Nackenbügel Ohrhörer, der 50€ Preisklasse.

Wollen wir uns doch einmal in einem Test ansehen, ob das Erstlingswerk von Legato überzeugen kann!

Die Legato Arc R72E Nackenbügel Bluetooth Kopfhörer im Test

Die Arc R72E sind Nackenbügel Bluetooth Kopfhörer/Ohrhörer. Das bedeutet die Ohrhörer Besitzen Kranz, welchen Ihr Euch um den Nacken legt. Am Ende dieses Kranzes sind die eigentlichen Ohrhörer.

Diese lassen sich im Falle der Legato Arc R72E auszeihen und Nutzen. Dieses System hat dem Vorteil, dass das zusätzliche Gewicht der für die Bluetooth Verbindung nötigen Elektronik auf Euren Schultern lastet und nicht an Euren Ohren.

Wobei das Gewicht der Arc R72E mit 38g extrem gering ausfällt.

Das Nackenband besteht teils aus Kunststoff und teils aus Gummi. Letzteres gibt dem Nackenband eine gewisse Flexibilität, sodass dieses sich an den Träger anpassen kann.

Qualitativ machen die Legato Arc R72E einen guten Eindruck. Lediglich das Kabel der Ohrhörer wirkt recht dünn, was aber weniger schlimm ist. Selbst wenn dieses nicht so stark wäre, gibt es hier deutlich weniger stress für das Kabel als bei normalen Ohrhörern, welche einfach in die Hosentasche gesteckt werden.

Was es allerdings gibt, ist ein Aufzugsmechanismus. Nutzt Ihr die Ohrhörer nicht lässt sich das Kabel einziehen, sodass die Ohrhörer nicht einfach in der Gegend herumbaumeln.

Praktisch und funktioniert in der Praxis auch sehr gut!

Wie steht es um Tasten und Anschlüsse? Diese sind an der linken Seite des Nackenbands angebracht. Hier befindet sich eine Universaltaste, zum ein/Ausschalten wie auch Pausieren/Fortsetzen der Musik, dem Aufrufen eines Sprachassistenten und dem Durchschalten der EQ Einstellungen.

Neben dieser Taste befindet sich ein Schieber, welcher Euch das Regeln der Lautstärke, wie auch das vor/Zurückspulen erlaubt.

Im inneren des Nackenbügels ist unter einer kleinen Gummiklappe ein microUSB Port, welcher das Aufladen der Ohrhörer erlaubt.

Legato gibt zwar kein IP Rating für seine Ohrhörer an, aber diese sind natürlich schweißgeschützt. Einem Einsatz beim Sport steht also nichts im Wege.

Die Akkulaufzeit der Arc R72E liegt bei soliden 10 Stunden.

 

Tragekomfort

Das Tragen der Legato Arc R72E ist anfangs sicherlich etwas ungewohnt, aufgrund des Nackenbügels. Hat man sich allerdings erst einmal an diesem Bügel gewöhnt ist das Tragen sehr angenehm.

Die Ohrhörer selbst sind relativ klein und sitzen recht tief in den Ohren. Hierdurch besitzen diese einen sehr guten Halt und komfortablen Sitz.

Aufgrund des Nackenbügels gibt es zudem keinen Zug am Kabel! Dies ist ein großer Vorteil gegenüber normalen Bluetooth Ohrhörer oder sogar normalen kabelgebundenen Ohrhörern.

Es besteht fast kein Risiko, das die Ohrstöpsel herausrutschen.

Auch sitzen die Ohrhörer generell sehr entspannt! Einzig wenn Ihr einen sehr dünnen Hals habt, könnte ich mir vorstellen, dass der Nackenbügel vielleicht beim Joggen etwas hin und her rutscht, was stören könnte.

Abseits davon volle Punktzahl für den Tragekomfort.

 

Klang der Legato Arc R72E

Kommen wir zum wichtigsten Punkt bei den Legato Arc R72E, dem Klang. Können hier die Ohrhörer überzeugen?

Die Legato Arc R72E besitzen einen integrieren EQ. Je nachdem wie dieser eingestellt ist, besitzen die Ohrhörer mehr/weniger Höhen, Mitten oder Bässe. Dies ist ein sehr wichtiger Punkt.

Folgende EQ Einstellungen gibt es:

  • Podcast / Radio = recht neutraler Klang
  • Hip-hop / EDM = Bass und Mitten
  • Jazz / Klassische Musik = Mitten und Höhen

So gibt dies zu mindestens Legato an, praktisch ist dies nur teils richtig.

„Out of the Box“ war ich zunächst etwas enttäuscht, aufgrund der matten und schwachen Höhen. Dies lag allerdings zu großen Teilen am EQ, welcher von Haus aus eingestellt war.

Von Natur aus scheinen die Arc R72E primär auf den Bass und den unteren Mitten Bereich getrimmt zu sein, mit eher warmen, etwas matten Höhen.

Daher gefällt mir das Hip-hop / EDM Preset überhaupt nicht. In dieser EQ Einstellung wird der sowie so schon recht starke Bass noch mal etwas gepuscht und die etwas schwächeren Höhen nochmals etwas reduziert. Dies sorgt für einen etwas matten und lustlosen Klang. Zumal der Bass nur an Masse etwas zunimmt, aber nicht an tiefe.

Das Jazz / Klassische Profil gefällt mir hingegen mit Abstand am besten. Warum? Die Ohrhörer haben in allen Einstellungen einen guten Bass, im 3. Preset werden allerdings die Höhen etwas angehoben.

Dies ist etwas was den Legato Arc R72E sehr guttut! Hierdurch besitzen die Ohrhörer weiterhin einen knackigen und kräftigen Bass, allerdings die etwas schwächeren Höhen werden kompensiert durch die EQ Einstellung.

Zwar sind auch weiterhin die Höhen nicht überragend, aber diese sind ausreichend klar und sauber. Dies in Kombination mit dem kräftigen Bass, ergibt einen recht dynamischen und spaßigen Klang. Erfreulicherweise werden die Mitten weiterhin gut dargestellt. Stimmen klingen kräftig und klar.

Lasst Euch hier nicht zu sehr von den Profilnamen ablenken. Im Jazz / Klassische Profil klingt jegliche Musik am besten, zu mindestens meiner Meinung nach.

Probleme mit der Bluetooth Verbindung hatte ich keine. Auch konnte ich keine Kompressionsartefakte oder Ähnliches deutlich heraushören.

Die maximale Lautstärke würde ich als Okay einstufen. Bluetooth Ohrhörer sind nie super laut und dies gilt auch für die Legato Arc R72E. Aber die maximale Lautstärke ist mehr als ausreichend für den normalen Alltag.

 

Fazit

Ob die Legato Arc R72E etwas für Euch sind hängt von zwei Faktoren ab. 1. Kommt Ihr mit dem Nackenbügel Design klar? 2. Mögt Ihr einen etwas wärmeren Klang mit einem guten Schuss Bass?

Falls Eure Antwort auf beide Fragen Ja war, kann ich die Legato Arc R72E für rund 50€ durchaus empfehlen.

Das Nackenbügel Design mag auf dem ersten Blick etwas ungewohnt sein, allerdings in der Praxis ist dies eigentlich recht angenehm. Ihr habt kaum bis keinen Zug an den Ohrstöpseln, was gerade beim Sport sehr willkommen ist.

Die Legato Arc R72E besitzen einen recht Bass starken und eher warmen Klang. Die Höhen sind soweit okay, aber auch nicht überragend. Die Arc R72E kauft man eher für einen guten Bass und spaßigen Klang. Gerade im „Jazz / Klassische Musik“ Preset gefielen mit die Ohrhörer ziemlich gut. Ich würde sagen der Klang ist dem Preis angemessen.

Ähnliches gilt auf für die gute Verarbeitung und Haptik. Ja das Kabel der Ohrhörer ist recht dünn, aber dieses besitzen auch keinen großen Stress oder Zug. Der Einzugsmechanismus funktionierte bei mir erfreulich gut und auch die Akkulaufzeit ist mit 10 Stunden solide.

Kurzum Daumen hoch für die Legato Arc R72E!

Die Bluedio T4S Bluetooth Kopfhörer im Test

Wenn man sich auf Amazon oder auch asiatischen Plattformen nach günstigen Bluetooth Kopfhörern umsieht, wird man früher oder später über Bluedio stolpern.

Diese bieten diverse auf den ersten Blick sehr interessante Bluetooth Kopfhörer an, zu augenscheinlich sehr fairen Preisen. Hier sind mir die Bluedio T4S besonders aufgefallen. Die T4S sollen durch einen besonders guten Bass, einer hervorragenden Haptik und aktivem Noise Cancelling punkten.

Das Wichtigste ist aber natürlich der Preis, welcher bei rund 45€ liegt! Wollen wir uns doch einmal anschauen bzw. anhören ob das Angebot wirklich so gut ist, wie es aussieht.

Können die Bluedio T4S im Test überzeugen?

 

Die Bluedio T4S im Test

Die Bluedio T4S stechen optisch und auch haptisch ganz klar aus der Masse an Bluetooth Kopfhörern etwas hervor. Warum? Bluedio setzt bei den Bügeln und auch der Aufhängung der Ohrmuscheln auf ein sehr massives und dickes Metall.

Ich bin mir hier nicht ganz sicher, was Bluedio für ein Metall nutzt, für Aluminium fühlt es sich aber zu schwer an. Dies ist natürlich auch ein Nachteil der T4S, die Kopfhörer sind zwar unheimlich massiv und robust, aber auch ziemlich schwer für Kopfhörer.

Die Ohrmuscheln bestehen wiederum aus Kunststoff, welcher allerdings auf seiner Rückseite mit einer Scheibe in gebürsteter Aluminium Optik versehen ist. Dies verleiht den Kopfhörern eine etwas außergewöhnlichere Optik.

Als dezent würde ich die T4S nicht einstufen, gerade wenn Ihr Euch für die rote Version entscheiden solltet.

Wie üblich setzt auch Bluedio bei den T4S auf Kunstleder Ohrpolster und Kopfband. Beides ist ausreichend aber auch nicht übermäßig dick.

Wie steht es um Anschlüsse und Tasten? Der Bluedio T4S Bluetooth Kopfhörer besitzt auf der Rückseite der rechten Ohrmuschel einen Schieber für das aktive Nosie Cancelling wie auch eine Lautstärkenwippe, eine Play/Pause Taste und den Einschalter.

Ganz interessant, geladen wird der T4S über einen USB C Port! Was dafür fehlt ist die Möglichkeit den Kopfhörer kabelgebunden zu nutzen. Wie bei modernen Smartphones, USB C kommt, der Kopfhöreranschluss geht.

Die Akkulaufzeit der T4S liegt laut Hersteller bei guten 18 Stunden, ich kam in meinem Test auf rund 12-14 Stunden, was ein guter Wert ist.

 

Tragekomfort

Bisher war der Tragekomfort bei allen Bluedio Kopfhörern die ich getestet habe eher mittelmäßig bis schlecht. Wie steht es hier um die T4S?

Perfekt ist auch hier der Tragekomfort nicht. Die recht massive Metallhalterung der Kopfhörer ist sicherlich schick, wirkt aber etwas steif und schwer. Gerade da die Ohrmuscheln nach vorne null Spiel haben, nach hinten lassen sich diese ein Stück weit drehen.

Auch die Ohrpolsterung ist mäßig. Das Material gefällt mir grundsätzlich sehr gut, es könnte aber etwas dicker sein, zumal die Ohrmuscheln nicht übermäßig groß sind.

Kurzum der Tragekomfort ist okay, aber hier ist noch Luft nach oben.

 

Aktives Noise Cancelling

Ja die Bluedio T4S verfügen über ANC, also aktives Noise Cancelling. Das bedeutet die Kopfhörer zeichnen Hintergrundgeräusche mithilfe von Mikrofonen auf und versuchen diese aktiv auszugleichen.

Dies ist gerade für Nutzer, die regelmäßig Bus, Bahn oder Flugzeug nutzen wirklich ein Segen sein, sofern denn auch die Umsetzung gut ist.

Ist die Umsetzung bei den Bluedio T4S gut? Sie ist okay, aber auch nicht mehr. Für Kopfhörer mit einem wirklich gutem ANC müsst Ihr auch weiterhin mindestens 100-200€ auf den Tisch legen.

Die Bluedio T4S schaffen es dumpfe brummende Geräusche etwas auszuklammern. Allerdings sonstige Geräusche, also auch ein helleres Surren wie von Lüftern usw. wird nicht geblockt.

Im Leerlauf erzeugt das ANC zudem selbst ein leichtes Rauschen. Kurzum, kauft die Kopfhörer nicht für dieses Feature! Es kann in einigen Situationen durchaus etwas helfen, aber der Effekt ist auch nicht überragend.

 

Klang

Kommen wir zum Klang der Bluedio T4S, kann dieser überzeugen? Ja! Die Kopfhörer klingen sehr gut für rund 40€.

Beginnen wir am Anfang, also bei den Höhen. Diese sind ausreichend klar und angenehm sauber, aber gehen tendenziell in die etwas weichere Richtung.

Spitze Zisch- Laute werden also recht stark abgerundet. Allerdings vermeiden es die Bluedio T4S auch zu weich/warm in den Höhen zu sein. An sich finde ich die Höhen gut gelungen. Allerdings sucht Ihr ein paar Kopfhörer mit besonders brillanten Höhen und einem luftigen Klang, dann seid Ihr hier nicht richtig.

Was die Bluedio T4S ganz klar können, ist einen sehr guten Bass liefern. Dieser ist sehr kräftig mit einem guten Punch und einem klasse Volumen. Auch der Tiefgang ist für Kopfhörer dieser Preisklasse gut bis sehr gut!

Die Masse würde ich als hoch einstufen, aber nicht alles überschattend. Ja der Bass ist beim T4S ganz klar das klanggebende Element, aber die Kopfhörer produzieren auch kein dumpfes Brummen oder Wummern.

Der Bass wirkt recht präzise und sauber. Auch auf höheren Lautstärken übersteuert dieser nicht, was sicherlich an den großen 57mm Treibern liegt.

Die Auflösung der T4S ist vernünftig, allerdings durch die etwas wärmeren Höhen auch nicht überragend. Kopfhörer mit klaren und besonders brillanten Höhen wirken gerne etwas detaillierter als wärmere Kopfhörer. Die räumliche Darstellung ist durchschnittlich. Überdurchschnittlich ist die maximale Lautstärke und die Pegelfestigkeit.

Damit eigenen sich die Bluedio T4S besonders für aktuelle Pop Musik, elektronische Klänge, House Musik usw.

 

Fazit

Ja die Bluedio T4S sind gute Bluetooth Kopfhörer! Gerade dann, wenn Ihr einen etwas kräftigeren Klang mit satten Bässen mögt.

Falls ja werdet Ihr unter 50€ es sehr schwer haben etwas Besseres zu finden. Zwar sind die T4S auch nicht perfekt, das Noise Cancelling und der Tragekomfort sind verbesserungswürdig.

Aber unterm Strich kann ich aufgrund des Preises und des kräftigen Klangs dennoch eine Empfehlung aussprechen.

Positiv

  • Guter Klang
  • Kräftiger und qualitativ guter Bass
  • Hochwertige Haptik
  • Gute Akkulaufzeit
  • Noise Cancelling….
  • USB C

 

Neutral

  • Generelle Klangausrichtung ist recht warm

 

Negativ

  • …. Welches aber eher schwach ist
  • Die Kopfhörer sind recht schwer

Der Anker PowerPort Wireless 5 Stand im Test, QI Ladegerät für iPhone X, Samsung Galaxy S8 usw.

Mit Samsung und nun auch Apple hat das kabellose Laden von Smartphones einen großen Schub bekommen.

Dies hat unter anderem Anker dazu verleitet ein paar neue kabellose Ladegeräte auf den Markt zu bringen. Hierzu zählt auch der PowerPort Wireless 5 Stand.

Dieser soll unter anderem mit einer höheren Ladegeschwindigkeit punkten können. Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen, ob das Ladegerät für das iPhone X und S8 überzeugen kann!

 

Der PowerPort Wireless 5 Stand im Test

Bei kabellosen Ladegeräten gibt es zwei verbreitete Designs. Einmal die kabellosen Ladepads, also flachen Scheiben auf welche das Smartphone zum Laden gelegt wird, und die „Stands“.

Bei Letzteren handelt es sich um Ständer, die das Aufstellen des Smartphones in einem ca. 60 Grad Winkel erlauben. Hierdurch ist es möglich weiterhin das Display des Smartphones zu sehen, was gerade beim iPhone X mit FaceID oder auch beim S8 mit seinem Always on Display durchaus Sinn macht.

Stands sind in der Regel etwas teurer, da aufwendiger in der Produktion. Hier müssen in der Regel mehrere Ladespulen verbaut werden, damit unterschiedlich große Smartphones gleich gut laden.

Kommen wir damit auch zum Anker PowerPort Wireless 5 Stand.

Wie der Name schon vermuten lässt, nutzt Anker hier das Stand Design. Das Ladegerät besitzt also eine leicht abgeschrägte Ladeplatte. Diese ist wie üblich aus Kunststoff gefertigt, wie das gesamte Ladegerät.

Anker nutzt hier einen recht schlichten schwarzen matten Kunstsoff. Hierdurch ist das Ladegerät optisch eher dezent gehalten. Es gibt zwar ein Anker Logo auf der Ladeplatte, abseits davon ist das Ladegerät sehr neutral.

Damit ist dieses ideal für beispielsweise den Schreibtisch oder gegebenenfalls auch den Nachttisch.

Unterhalb der Ladeplatte ist allerdings eine kleine Status LED angebracht, welche im Betrieb blau leuchtet. Diese ist aber erfreulicherweise sehr stark gedämpft und würde mich beispielsweise beim Schlafen nicht stören.

Damit das Ladegerät nicht verrutscht ist die Unterseite mit einem großen Gummipad versehen. Die Ladefläche selbst ist allerdings glatt. Probleme mit dem Abrutschen des Smartphones hatte ich dennoch keine, aufgrund der recht ausgeprägten unteren Kante.

Die Energie bekommt der Anker PowerPort Wireless 5 Stand via microUSB. Ihr benötigt hier ein 2A 5V USB Ladegerät! Dieses liegt wie üblich nicht mit im Lieferumfang.

 

Messwerte

Kommen wir zum eigentlichen Test. Anker wirbt hier mit „Mit Ankers Ladegeräten laden Sie 10 % schneller als mit anderen 5 W Ladegeräten“, ist da etwas daran?

Beginnen wir hierfür mit Grundsätzlichem. Es gibt beim kabellosen Laden mehrere Geschwindigkeitsstufen. Die meisten QI Ladepads schaffen 1A/5V was das Standard Tempo ist, es gibt allerdings auch kabellose Schnellladegeräte.

Für Smartphones wie das Samsung Galaxy S8 sind diese recht gut, und auch preislich fair zu bekommen. Für das iPhone X und 8 sind kabellose Schnellladegeräte noch recht exotisch und sehr teuer.

Der Anker PowerPort Wireless 5 Stand ist ein Standard Ladegerät. Im Standard Modus können Smartphones wie das Samsung Galaxy S8 oder iPhone X 5W aufnehmen. Viele günstige Ladegeräte haben daher einen 1A Eingang (5V * 1A = 5W).

Da aber kabelloses Laden eine Effizienz von 60-80% hat, reicht ein 1A Eingang nicht aus um die vollen 5W zu liefern, im Smartphone kommen 20% weniger an.

Anker hat dem PowerPort Wireless 5 Stand nun einen 2A Eingang verpasst, was sicherstellen soll, dass immer auch die vollen 5W ausgegebenen werden.

Wie sieht es praktisch aus?

Beginnen wir mit dem Samsung Galaxy S8+. Ich kann leider nicht genau die Energie messen, welche das Smartphone wirklich aufnimmt, sondern nur die Energie, die das Ladepad aufnimmt. Diese liegt beim S8 bei 1,224A.

Wenn wir nun von einer Effizienz von rund 80% ausgehen, landen die beworbenen 1A/5W im Smartphone.

Ähnliches gilt auch für das iPhone X, welches 1,11A aus der Steckdose zieht. Hier gehe ich allerdings davon aus, dass rund 0,9 – 0,8A im iPhone landen werden.

Eine Hülle ist hier im Übrigen kein Problem! Beispielsweise beim iPhone mit einer recht dicken Silikon Hülle steigt die Leistungsaufnahme des Ladepads auf 1,22A an. Es wird vom iPhone die gleiche Energie aufgenommen, nur die Effizienz sinkt. Hier kann der PowerPort Wireless 5 Stand allerdings gegenwirken.

Liegt kein Smartphone auf dem Ladepad nimmt dieses 0,046-0,029A auf, was angenehm wenig ist.

 

Fazit

Das Fazit zum Anker PowerPort Wireless 5 Stand fällt vielleicht zugegeben etwas unromantisch aus. Gefällt Euch das Ladegerät von seiner Optik und Form? Dann kauft es, falls nicht kauft ein anderes Ladegerät.

Kabellose Ladegeräte tun sich von der Leistung kaum etwas, gerade beim iPhone X wo kabellose Schnellladegeräte noch sehr selten sind. Ja Anker wirbt damit, dass dieses Ladegerät 10% schneller lädt, was auch durchaus stimmt, aber spielen in der Praxis 10% wirklich eine Rolle? Nein! Ob Euer iPhone X nun 3,5h oder 3,9h lädt, macht den Braten auch nicht Fett.

Das Entscheidende bei kabellosen Ladegeräten ist eher die Form und Optik. Ich bevorzuge ganz klar die von Anker hier gewählte Ständerform über die üblichen runden Ladepads.

Gerade in Kombination mit dem iPhone X und FaceID macht diese Form besonders viel Sinn. Der Anker PowerPort Wireless 5 Stand ist ein sehr gut umgesetztes und gut gemachtes kabelloses Ladegerät.

Die Nubert nuBox 313 im Test, meine PC Lautsprecher

Ein paar guter Lautsprecher kann einen sehr großen Unterschied ausmachen wie man Medien an seinem Computer oder auch Fernseher konsumiert.

Dementsprechend gibt es auch bergeweise Soundsysteme, Lautsprecher usw.. Einige Soundsysteme habe ich auch bereits auf Techtest getestet.

Aber um ehrlich zu sein nutze ich privat an meinem PC keins dieser 2.0 oder 2.1 Soundsysteme. Ich nutze zwei Nubert nuBoxen 313 mit einem Mini- Verstärker.

Die Nubert nuBox 313 ist eigentlich ein „Regallautsprecher“, welcher aber schon ein durchaus etwas größeres Kaliber ist und daher auch sehr gut klingt, selbst dann wenn dieser nicht mit anderen Lautsprechern gepaart werden.

Aber lohnt es sich wirklich über 300€ für zwei Nubert nuBox 313 auszugeben um diese als 2.0 System zu betreiben?

 

Die Nubert nuBox 313 im Test

Nuberts Wahlspruch ist „Ehrliche Lautsprecher“ und dies passt auch ganz gut zu den nuBox 313. Die Lautsprecher sind recht geradlinig und auf den ersten Blick „einfach“ aufgebaut.

Ihr bekommt eine 28x17x25cm große viereckige Vollholz Box, mit zwei Treibern auf der Front. Die Verarbeitung der nuBox 313 ist, wie man dies von Nubert kennt tadellos, wenn auch en wenig weniger aufwendig als bei den höherpreisigen Modellen.

Ihr könnt die nuBox 313 in drei Farben bekommen, schwarz, weiß und in „Holz“. Hierbei ist der Korpus immer mit einer Dekorfolie bezogen, welche eine etwas gröbere Textur besitzt. Die Front hingegen ist etwas feiner lackiert.

Das Ganze wirkt handwerklich sehr gut gemacht, aber auch nicht übermäßig filigran oder aufwendig. Optisch gefällt mir die nuBox 313 allerdings sehr gut! Ich mag dieses etwas einfachere und schlichtere Design.

Durch diese Schlichtheit wirkt die nuBox 313 aber wieder recht modern. Man sieht, dass dies kein alter Lautsprecher ist.

Hierzu passen auch sehr gut die beiden zentrierten Treiber auf der Front. Der obere Treiber ist wie üblich ein Hochtöner „Seidengewebekalotte“, mit 25mm Durchmesser, der untere Treiber ein Tief/Mitteltöner.

Letzter besitzt einen Durchmesser von 150mm, was durchaus schon ordentlich ist. Was mir gut gefällt ist die glatte Optik des Tieftöners, welcher nicht über diesen „Hubbel“ in der Mitte verfügt, sondern völlig glatt ist. Alleine dieses kleine Detail lässt die nuBox 313, wie ich finde, deutlich hochwertiger erscheinen.

Solltet Ihr den Anblick der „nackten Treiber“ nicht mögen, liefert Nubert auch zwei farblich passende Frontabdeckungen aus Stoff mit.

Auf der Rückseite finden wir neben einem Bassreflexrohr auch das Anschlusspanel. Dieses verfügt über zwei sehr hochwertige Drehklemmen, welche sogar vergoldet sind.

Ebenfalls dort ist ein Umschalter für die interne Frequenzweiche. Ihr könnt hier zwischen brillanten und etwas weicheren Höhen entscheiden.

Ja die Einstellung hier macht wirklich einen hörbaren Unterschied!

 

Klang

Bei Lautsprechern ist natürlich der Klang das Wichtigste. Wie schlagen sich hier die Nubert nuBoxen 313?  Ich sage die Nubert nuBoxen 313, da ich logischerweise ein 2.0 Setup Teste.

Das erste was sicherlich auffällt, sind die Höhen der 313, welche glasklar sind! Die Lautsprecher besitzen eine unheimlich gute Brillanz und Detailwiedergabe.

Vielleicht besitzen die Höhen für den ein oder anderen Nutzer sogar etwas zu viel „Funkeln“ im Klang. Für diese gibt es den Schalter auf der Rückseite, mit welchem man die Höhen etwas neutraler stellen kann.

Ich mag dieses etwas Leichtere im Klang sehr gerne, daher nutze ich die nuBoxen im „brillanten“ Modus.

Wie steht es um die Mitten und Tiefen? Die nuBox besitzt ein zwei Wege System, das bedeutet ein Treiber muss sich um Mitten und Tiefen kümmern.

Dies macht der 15cm Treiber auch sehr gut! Nubert gibt die untere Gangfrequenz mit 60Hz an, was schon sehr ordentlich ist! Lasst Euch hier nicht zu sehr von günstigen Lautsprechern blenden, die „20-20000hz“ angeben. Diese Werte werden in der Praxis nicht erreicht.

Grundsätzlich zeichnen sich die 313 eher durch einen etwas leichteren Klang aus. Der Bass und auch die Mitten sind gut, aber gerade die Bässe sind nicht das primäre klanggebende Element.

Das bedeutet natürlich nicht, dass der Bass nicht gut ist. Wenn man aber den Klang eines 08/15 2.1 Systems erwartet, welches dank großem Subwoofer loshämmert, könnte es eine kleine Enttäuschung geben.

Die Nubert nuBox 313 spielt, was den Bass angeht, sehr kontrolliert und präzise, kann aber durchaus gut Stimmung liefern, wenn es der gespielte Song verlangt.

Beispielsweise bei Walk on Water von Thirty Seconds To Mars wird der Bass unheimlich detailliert und kräftig wiedergegeben. Dieser Titel klingt unheimlich gut über die nuBoxen 313.

Allerdings färbt der Lautsprecher den Klang nicht. In diesem Sinne arbeiten die Lautsprecher sehr neutral. Klasse geht hier über Maße.

„Zwingt“ Ihr aber die nuBoxen ein wenig per EQ zu etwas mehr Bass, blühen die Lautsprecher regelrecht auf! Man kann diese durchaus zu einem Bass auf Subwoofer Qualität zwingen, wenn man dies möchte.

Gerade wenn man die Lautsprecher am Schreibtisch nutzt, kann man diesen ordentlich zum Wackeln bringen, wenn man per EQ nachhilft! Die Tieftöner haben also keinerlei Probleme mit etwas mehr Bass, von Natur aus sind die Lautsprecher nur neutral abgestimmt.

Damit eigenen sich die Nubert nuBox 313 auch als „Nahfeld“ Monitor für einen semi-professionellen Einsatz.

Die Klangabbildung auch bei kleineren Sitzabständen ist dafür absolut passend. Allerdings haben die nuBoxen 313 auch kein Problem damit größere Räume zu schallen. Pegelfest sind diese definitiv!

 

Verstärker

Solltet Ihr Euch nach diesem Bericht denken „Ja zwei Nubert nuBox 313 als 2.0 System ist super, aber was für einen Verstärker soll ich nehmen?!“, dann will ich Euch kurz helfen.

Auf Amazon und eBay gibt es diverse „Mini Verstärker“. Ohne jetzt pauschal alle Modelle empfehlen zu wollen, aber gerade viele in der +-50€ Preisklasse sind diese Mini Verstärker meiner Erfahrung nach meist sehr gut!

Ich nutze zur Zeit einen Sabaj Audio A2 digital Verstärker an meinen Nubert Lautsprechern, welcher diese auch auf wirklich hohe Lautstärken treiben kann. Was die Qualität des Klangs angeht, kann man sich echt nicht beschweren. Leider rauscht der Verstärker etwas im Leerlauf, ansonsten ist dieser aber absolut zu empfehlen!

Damit will ich primär sagen, dass Ihr Euch zu solchen Lautsprechern keinen großen Verstärker anschaffen müsst. So etwas Kleines reicht vollkommen aus, selbst für partytaugliche Lautstärken.

 

Fazit

Die nuBox 313 ist ein hervorragender Regallautsprecher, welcher auch in einem kleinen 2.0 System, beispielsweise auf dem Schreibtisch, eine hervorragende Figur macht.

Damit meine ich nicht nur die schlichte und schicke Optik, sondern natürlich primär den Klang. Von Natur aus besitzt die Nubert nuBox 313 einen sehr klaren und neutralen Klang, mit einer herausragenden Detailwiedergabe.

Wollt ihr etwas mehr Action ist dies allerdings auch kein Problem! Einfach per EQ (Software oder am Verstärker) den Bass etwas mehr aufdrehen. Dank des guten 15cm Tieftöners kann der Lautsprecher auch durchaus Party tauglich sein. Zumal auch die Pegelfestigkeit stimmt!

Natürlich ist die Nubert nuBox 313 mit rund 160€ pro Stück für die meisten Nutzer kein Schnäppchen, aber für die gebotene Qualität von einem deutschen Hersteller ist dies ein Preis den ich wieder bereit wäre zu zahlen!

Natürlich gibt es auch sehr viele sehr gute günstigere aktive 2.0 Lautsprecher Systeme, aber im Vergleich zu vielen von ihnen klingen die Nubert nuBoxen 313 etwas erwachsener und wertiger. Dies sind Lautsprecher, welche man in 20 oder 30 Jahren vermutlich noch problemlos nutzen kann. Ist es dies was Ihr sucht, kann ich Euch die Nubert nuBox 313 voll ans Herz legen!

Corsair Link, das beste Beleuchtungssystem für Euren Computer! Was kann es und was gibt es zu beachten?

RGB Beleuchtung in PCs ist ohne Frage der Trend 2017 gewesen und wird auch 2018 ein wichtiger Faktor bleiben.

Daher versuchen sich natürlich alle Hersteller gegenseitig mit ihren Beleuchtungssystemen zu überbieten, um die Kunden zu überzeugen.

Klar, eine aufwendige RGB Beleuchtung welche über mehrere Geräte hinweg abgestimmt ist, kann ein großer Pluspunkt und auch ein Kaufargument sein. Hat man sich einmal auf ein System festgelegt, macht es auch Sinn andere Komponenten, die hierzu passen, zu wählen.

Die interessantesten RGB Beleuchtungssysteme stammen aktuell vermutlich von NZXT, Razer, ASUS und natürlich auch Corsair.

Corsair hat recht früh diesen Trend erkannt und ist daher auch gefühlt der Markführer was RGB Beleuchtung angeht.

Aber ist das Corsair Link System wirklich so gut wie es auf den ersten Blick aussieht? Und wie schlägt sich dieses gegen Razers Chroma und NZXTs HUE System? Um diese Frage zu klären, hat mir Corsair freundlicherweise ein paar Link Komponenten für diesen Test/Vergleich zukommen lassen.

Wollen wir uns daher doch einmal im Test ansehen, wie sich das Corsair Link System so schlägt!

 

Die Komponenten

Für das Corsair Link System gibt es die üblichen Komponenten. Es sind also diverse RGB LED Lüfter in verschiedenen Größen wie auch LED Streifen verfügbar.

Neu hinzugekommen ist auch eine AIO Wasserkühlung mit RGB LEDs im CPU Block und Arbeitsspeicher mit RGB Beleuchtung. Alles natürlich über die Corsair Link Software steuerbar.  Zusammengefasst folgende Komponenten Typen sind für das Link System verfügbar:

  • Lüfter
  • LED Streifen
  • Arbeitsspeichermodule
  • AIO Wasserkühlung
  • Netzteile

Leider sind aktuell Corsairs Eingabegeräte, wie Mäuse Tastaturen, Mauspads, Headsets usw. NICHT mit dem Corsair Link System kompatibel.

Dies finde ich zugegeben etwas merkwürdig, dass Corsair das Link und CUE System separat unterhält. Ich würde mir hier zukünftig ein Zusammenlegen dieser beiden Systeme wünschen.

 

Der Zusammenbau und worauf gilt es zu achten? 

Wenn Ihr plant Euch ein Corsair Link System mit Lüftern, LED Streifen usw. aufzubauen gibt es durchaus einiges zu beachten.

Bei Lüftern und LED Streifen ist das Ganze natürlich etwas komplizierter. Hier gilt gerade vor dem Kauf Augen auf!

Ein Lüfter oder ein LED Streifen kann nicht direkt mit dem PC Verbunden werden, es benötigt einen „Controller“.

Für Lüfter benötigt Ihr den Lighting Node und Hub! Es handelt sich hierbei um zwei unterschiedliche Komponenten, welche allerdings im Starter Set der „Corsair LL Series“ Lüfter enthalten sind.

An den Hub lassen sich bis zu 6 Lüfter bzw. deren LEDs anschließen, der Hub wiederum wird mit dem Lighting Node verbunden, welcher 2 „Kanäle“ unterstützt, der dann letztendlich mit dem PC verbunden wird.

Habt Ihr ein Starterset gekauft, lässt sich dieses natürlich mit einzelnen Lüftern erweitern.

An einen Lighting Node lassen sich 12 Lüfter (über den beiliegenden Hub), oder 2×4 LED Streifen oder 6 Lüfter und 1×4 LED Streifen steuern.

Der Lighting Node kann allerdings nur die Beleuchtung steuern! Die Lüfter selbst werden wie üblich ans Mainboard angeschlossen. Hierfür besitzen alle Lüfter zwei Stecker, einen für die LEDs und einen für den Lüfter selbst.

Wollt Ihr auch die Lüfter steuern, benötigt es den CORSAIR Commander PRO. Dieser ersetzt den Lighting Node, aber nicht den Hub! Ihr müsst Euch also dennoch das Lüfter Starterset kaufen.

Der CORSAIR Commander PRO ermöglicht es sowohl die Beleuchtung, wie aber auch die Lüfter selbst zu steuern. Zusätzlich ist im CORSAIR Commander PRO ein USB 2.0 Hub für interne Komponenten integriert, falls Euch die USB 2.0 Header auf dem Mainboard ausgehen und vier Temperaturfühler.

Wie auch schon beim Lighting Node gibt es zwei Kanäle für die Beleuchtung, es lassen sich pro Kanal 6 Lüfter oder 4 LED Streifen anschließen.

 

Zusammengefasst:

Ihr wollt RGB LED Lüfter mit Corsair Link Support? Dann benötigt Ihr das Corsair LL120 RGB bzw. Corsair LL140 RGB Set inklusive Lighting Node und Hub. Dieses Set lässt sich auf bis zu 6 Lüfter erweitern. Nach dem Starterset könnt Ihr die günstigeren Einzel -Lüfter kaufen.

Ihr wollt RGB LED Lüfter und einen LED Streifen? Dann benötigt Ihr das Corsair LL120 RGB bzw. Corsair LL140 RGB Set inklusive Lighting Node und Hub und Corsair RGB LED Lighting Pro Expansion Kit. Dieses Set lässt sich auf bis zu 6 Lüfter erweitern. Nach dem Starterset könnt Ihr die günstigeren Einzel- Lüfter kaufen.

Ihr wollt einen bzw. vier Corsair Link LED Streifen? Dann benötigt Ihr das Corsair Lighting Node Pro Set. Wollt Ihr allerdings dieses Set später einmal mit Lüftern ergänzen, müsst Ihr dennoch das etwas teurere Starterset kaufen, da in diesem Paket kein Lüfter Hub beiliegt (der LED Streifen benötigt diesen nicht).

Ihr wollt RGB LED Lüfter mit Corsair Link Support und Lüftersteuerung über Corsair Link? Dann benötigt Ihr das Corsair LL120 RGB bzw. Corsair LL140 RGB Set inklusive Lighting Node und Hub und den Corsair Commander PRO. Dieses Set lässt sich auf bis zu 6 (+ ein LED Streifen) bzw. 12 Lüfter erweitern. Nach dem Starterset könnt Ihr die günstigeren Einzel- Lüfter kaufen.

 

Wie steht es um die Montage?

Habt Ihr die richtigen Komponenten gewählt, ist der Zusammenbau bzw. das Zusammenstecken kein großes Problem. Ihr solltet mindestens einen freien USB 2.0 Header auf dem Mainboard haben und je nach Komponenten mehrere freie SATA Stromstecker.

Sowohl der HUB wie auch der Lighting Node/ CORSAIR Commander PRO benötigen jeweils eine SATA Stromverbindung. Habt Ihr eine H150i PRO oder H115i PRO AIO Wasserkühlung gekauft ist natürlich ein weiterer Stromstecker und USB 2.0 Header von Nöten.

Die schwierigste Aufgabe beim Verbauen der internen Corsair Link Komponenten ist ohne Frage das Kabelmanagement. Jeder Lüfter hat zwei Kabel, einen 4Pin Lüfter Stecker und einen Stecker für die Beleuchtung. Hinzu kommen die Kabel für den Lighting Node und den HUB.

Habt Ihr Euch neben Lüfter auch für einen LED Streifen entschieden, muss dieser ebenfalls verkabelt werden.

Der „Corsair RGB LED Lighting Pro Expansion Kit“ LED Streifen besteht aus vier Segmenten mit jeweils 10 LEDs. Diese Segmente lassen sich einfach zusammenstecken, bzw. wenn Ihr diese im Gehäuse verteilen wollt, gibt es Verlängerungen, welche beiliegen.

Die LED Streifen halten entweder magnetisch, oder über ein 3m Klebestreifen auf der Rückseite.

 

Software

Ein großer und wichtiger Teil ist natürlich ganz klar die Software, welche passenderweise auf den Namen Corsair Link hört.

Der Corsair Link Software ist recht einfach aufgebaut und entspricht dem zu erwartenden Funktionsumfang.

Dieser hängt etwas von den angeschlossenen Komponenten ab. Das Wichtigste ist natürlich die Steuerung der LEDs. Link bietet Euch hier diverse Beleuchtungsmodi an, von blinkend über Farbwechsel, Regenbogen, Mosaik bis hin zu einer statischen Farbe ist alles möglich.

Jeder Lüfter und jedes Segment des LED Streifens lässt sich hierbei separat steuern! Auch wenn diese beispielsweise im Falle des LED Streifens hintereinander angeschlossen sind.

Natürlich lassen sich auch die einzelnen LEDs synchronisieren, allerdings nur auf einer Kanal Basis. Es ist leider nicht möglich mit einem Klick beispielsweise den Lüftern und LED Streifen das gleiche Lichtmuster zuzuordnen. Was natürlich möglich ist, ist es beiden Kanälen per Hand die gleiche Einstellung zu geben.

Bei einem Farbwechsel wird dann auch die aktuelle Farbe für beide Kanäle übernommen. Hier ist es allerdings auch schon einmal vorgekommen, dass die Beleuchtung out of Sync gekommen ist, warum auch immer.

Neben der Beleuchtung habt Ihr auch jede Menge weitere Steuerungs- und Überwachungsfunktionen. Habt Ihr eine Corsair Wasserkühlung mit Link Support könnt Ihr sowohl die Geschwindigkeit der Pumpe, wie auch die der Lüfter einstellen. Es ist hier möglich mehrere Profile anzulegen, zwischen welchen es sich schnell wechseln lässt, und für jedes Profil lässt sich auch eine Lüfterkurve festlegen.

Auch Lüfter welche am Corsair Commander PRO hängen, sofern Ihr einen habt, lassen sich natürlich über diese Art steuern.

Zusätzlich könnt Ihr diverse Temperatur Sensoren überwachen. Corsair Link zeigt Euch hier sowohl die „Standard“ Sensoren in Euer CPU, GPU usw. an, wie aber auch optionale Sensoren, beispielsweise in Eurem Netzteil, Corsair Wasserkühlung oder auch die kleinen Temperaturfühler welche sich an den Corsair Commander PRO anschließen lassen. Für diese Sensoren lassen sich auch Graphen über den Temperaturverlauf anzeigen.

Damit kann zwar Corsair Link nicht ganz mit NZXTs CAM Software mithalten, was den Funktionsumfang angeht, dafür zeigte sich Corsair Link in meinem Test deutlich unproblematischer. Das Programm lief absturzfrei und unaufdringlich, was man nicht immer von NZXT CAM sagen kann.

Wie aber anfangs erwähnt würde ich mir dennoch eine Zusammenlegung von Corsair Link und Corsair CUE wünschen, wie auch eine bessere Synchronisierung der Beleuchtung über diverse Kanäle hinweg.

 

Licht

Beginnen wir erst einmal mit etwas Grundsätzlichem. Auf viele Bildern von „RGB Beleuchtungsprodukten“, wie auch auf Corsairs Pressebildern, sind immer irgendwelche kunterbunten Lüfter und LED Streifen zu sehen.

Ja ein Lüfter aus der LL Serie von Corsair besitzt 16 LEDs, welche auch alle unterschiedlich gefärbt leuchten können. Aber das bedeutet natürlich nicht, dass Ihr zwingend Euer System auch komplett bunt Färben müsst.

Ihr könnt eine einfache Leuchtfarbe einstellen, nach Euerer Wahl! Dies ist das, was ich an RGB LEDs so mag, man hat die Wahl, heute habe ich Lust auf Rot, morgen auf Grün und übermorgen auf einen langsamen Farbwechsel.

Das Corsair Link System unterstützt folgende Beleuchtungsmodi:

  • Rainbow Wave
  • Rainbow
  • Colo Shift
  • Colo Pulse
  • Color Wave
  • Static
  • Temperatur
  • Visor
  • Marquee
  • Blink
  • Sequentail
  • Arc
  • Heartbeat

Jeder dieser Modi lässt sich natürlich noch an die eigenen Wünsche anpassen. Ihr könnt also beispielsweise das Tempo und die spezifischen Farben wählen, zwischen welchen das System wechselt (falls Ihr einen Farbwechsel einstellt).

Aber wie steht es um das Licht und dessen Qualität? Sehr gut! Dies ist ohne Frage das High Light des Corsair Link Systems. Sämtliche LEDs, sowohl in den Lüftern, wie auch in den LED Streifen und der H115i PRO Wasserkühlung sind hell und die Farben sind sehr kräftig.

Auch im direkten Vergleich zwischen dem NZXT Aer RGB und Corsair LL120 Lüftern bestätigt sich dieser Eindruck. Zum einen ist bei den Corsair LL120 Lüftern nicht nur der äußere Rahmen beleuchtet, wie bei den NZXT Lüftern, sondern auch der „Motorblock“ im Inneren.

Hierdurch wirken die Lüfter von Corsair ein gutes Stück heller als die NZXT Konkurrenzmodelle. Auch sind die LEDs durchaus ein Stück heller und satter beim LL120 als beim NZXT Aer RGB.

Die NZXT Aer RGB sind allerdings auch nicht schlecht, die Corsair LL120/LL140 sind nur noch ein Tick besser.

Was die Qualität der Lüfter angeht, tun sich im Übrigen der NZXT Aer RGB und der Corsair LL120/LL140 nicht viel.

Die Corsair Lüfter sind einen Ticken leiser und weicher laufend, die NZXT scheinen dafür einen etwas höheren Luftstrom bei vergleichbarer Drehzahl zu haben.

Auch der Corsair RGB LED Lighting PRO LED Streifen machte im Test einen sehr guten Eindruck! Zum einen sind die Magneten ausreichend stark, dass der Streifen auch ohne Kleber hält, zum anderen sind die LEDs ebenfalls überdurchschnittlich hell und schön kräftig.

Sämtliche Farben, auch die etwas problematischeren Grün- und Türkistöne, lassen sich sehr gut darstellen!

 

Fazit

Ihr wollt Euren PC aufpeppen oder plant von Anfang an mit einer etwas aufwendigeren RGB LED Beleuchtung? Dann ist das Corsair Link System Eure erste Anlaufstelle!

Das Corsair Link System ist zwar auch nicht perfekt, aber gerade die Hardware ist erste Klasse! Damit meine ich nicht nur die bekanntlich hervorragenden Netzteile und Wasserkühlungen, welche ebenfalls mit Link Support erhältlich sind, sondern auch die sehr guten Corsair LL Series Lüfter und den Corsair RGB LED Lighting Pro LED Streifen. Beide Komponenten sind qualitativ erste Klasse!

Die LEDs sind hell und kräftig leuchtend! Viel besser geht es aktuell kaum! Hier können selbst die NZXT Aer Lüfter bzw. das NZXT CAM System nicht mithalten.

Wo wir allerdings bei NZXT sind, kommen wir doch auch einmal auf die Schwächen des Corsair Link Systems zu sprechen. NZXT hat mit seiner CAM Software, was Optik und Funktionsvielfalt der Software angeht, die Nase vorne. Die Corsair Link Software ist zwar deutlich besser als beispielsweise die ASUS Aura Software oder Gigabytes RGB Fusion, kann hier aber nicht ganz mit NZXT mithalten.

Dafür ist allerdings das Corsair Link System weniger zickig und stabiler als NZXTs CAM. Dennoch ein kleines Facelift mit verbesserter Synchronisation zwischen einzelnen Komponenten (und deren LEDs) wie auch eine Synchronisation mit Corsairs Peripherie Geräten wäre klasse.

Dennoch wenn Ihr Wert auf qualitativ hochwertige Komponenten und sehr gute LEDs legt, ist Corsairs Link System die Nummer 1.

Besser als Corsairs Lüfter und LED Streifen geht es aktuell kaum!