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Wie lädt das Samsung Galaxy S9 und S9+ und welche Ladestandards werden genutzt? Eine kleine Analyse und Kaufberatung

Das neue Samsung Galaxy S9/S9+ ist da! Wie üblich bei einem neuen Smartphone stellt sich die Frage des Zubehörs. „Was für eine Powerbank oder Ladegerät ist optimal für mein S9?“.

Leider hält sich Samsung recht bedeckt, welche Ladestandards das Galaxy S9 und S9+ so unterstützen. Das S8 hatte ja lediglich Support für Quick Charge 2.0 und war auch vom Ladetempo kein „Monster“. Genau genommen konnte fast jedes andere High End Smartphone schneller geladen werden.

Wie sieht es beim Samsung Galaxy S9 aus? Unterstützt dies auch nur Quick Charge 2.0? Oder vielleicht doch Quick Charge 3.0/4.0 oder sogar USB Power Delivery?

Dies versuchen wir doch einmal in diesem kleinen Bericht herauszufinden!

 

Welche Ladestandards unterstützt das Samsung Galaxy S9 und S9+? Die Habensituation.

Samsung bewirbt das S9 und S9+ nirgends mit einem besonders schnellem Aufladen, was nicht dafür spricht, dass die Ladegeschwindigkeit besonders hoch ist. Kein Wunder, nach dem Debakel mit dem Note 7 scheint Samsung kein Interesse daran zu haben den Akku im S9 besonders hart zu puschen.

Dafür spricht auch das beiliegende Ladegerät, welches 5V 2A oder 9V 1,67A schafft. Dies ist das gleiche Ladegerät wie auch beim S8 und S8+.

Auch ist das Ladegerät mit „Samsung Adaptive fast Charge“ beschriftet. Samsung Adaptive fast Charge ist mehr oder weniger 1 zu 1 Quick Charge 2.0.

Ich nehme an Samsung darf dies nicht so nennen, da unsere europäischen S9/S9+ ja nicht mit Qualcomm SoC ausgestattet sind, sondern mit Samsung eigenen Chips.

Quick Charge gehört aber Qualcomm und darf eigentlich nur in Smartphones genutzt werden die auch einen Qualcomm SoC verbaut haben.

Welche Ladestandards unterstützt aber nun das Samsung Galaxy S9 und S9+?

Normales Laden ist natürlich mit an Bord, wie auch Quick Charge 2.0. Quick Charge 3.0 wird NICHT unterstützt.

Wobei dies natürlich relativ ist, das S9 lädt natürlich an Quick Charge 3.0 Ladegeräten, aber nur nach dem 2.0 Standard.

Ebenfalls mit an Bord ist wieder eine sehr halbherzige Unterstützung für den USB Power Delivery Standard. Was ich mir sehr halbherzig meine, erläutere ich später.

Ist es nun schlimm, dass das Samsung Galaxy S9 und S9+ nur Quick Charge 2.0 unterstützt? Nicht wirklich!

Rein theoretisch ist es, möglich das gleiche Ladetempo über Quick Charge 2.0 zu erreichen, wie auch über 3.0, 4.0 oder USB Power Delivery.

Es wird letztendlich nur Energie übertragen, hier gibt es keine Unterschiede bei der Effizienz. Letztendlich kommt es nur auf die Effizienz der Spannungswandler im Smartphone an. Hier wirbt Qualcomm, dass diese natürlich beim Quick Charge 3.0 und 4.0 besonders effizient sind.

Praktisch konnte ich bisher nie Unterschiede feststellen.

 

Das Tempo und das Schnellladen

Schnellladen ist natürlich ein sehr dehnbarer Begriff. Ab wann ist ein Ladevorgang schnell und ab wenn langsam?

Ein normaler USB Port besitzt eine Spannung von 5V und einen Strom von bis zu 0,5A. Ja die USB Spezifikation sieht eigentlich einen maximalen Ladestrom für USB 2.0 von 0,5A und bei USB 3.0 von 0,7A vor.

Allerdings haben die Hersteller den Strom auf bis zu 2,4A bei Ladegeräten erhöht. Daher kann man sagen 5V 2,4A ist das Maximum, was man via USB regulär übertragen kann.

Beim Quick Charge Verfahren wurde nun nicht der Strom (also die 2,4A) weiter erhöht, sondern die Spannung wurde von 5V auf 12V bzw. 20V angehoben.

Es ist einfach leichter über dünne Kabel 20V zu übertragen als beispielsweise 5A. Letztendlich macht dies aber keinen Unterschied, was man erhöht, Spannung * Strom = Leistung.

Normales Laden

5V und 4A ist die gleiche Leistung wie 20V und 1A. Gerade der microUSB Port kam nicht mit mehr als 2,4A sicher klar.

Schließt Ihr nun das Samsung Galaxy S9+ an ein normales USB Ladegerät (mit maximal 2,4A) an, wird dieses mit maximal rund 1,6-1,7A laden.

Verbindet Ihr dieses mit einem Quick Charge 2.0, 3.0 oder 4.0 Ladegerät erhöht dies die Spannung auf 9V und 1,3A.

Quick Charge 2.0

Beim normalen Laden werden also 8,5W übertragen, beim Nutzen eines Quick Charge/ Adaptive fast Charge Ladegeräts steigt die Leistung auf rund 12W an.

Wenn Ihr nun das Samsung Galaxy S9+ mit einem USB Power Delivery Ladegerät verbindet, nimmt dies 5V 2,5A auf. 5V * 2,5A = 12,5W

USB Power Delivery

Daher ja das Samsung Galaxy S9 und S9+ unterstützt Quick Charge und USB Power Delivery, letzteres aber nur so halb. Wie man sieht, erhöht das Ladegerät nicht die Spannung, sondern nur den Strom. Effektiv reicht dies aber für ein höheres Ladetempo.

Damit ist das Samsung Galaxy S9/S9+ mehr oder weniger identisch was das Aufladen angeht verglichen mit dem S8/S8+. Mich würde es nicht wundern, wenn hier sogar 1 zu 1 die gleiche Elektronik verbaut ist.

 

Ladecharakteristik

Auch wenn das S9+ nicht das höchste Spitzenladetempo erreicht, lädt dieses dennoch recht flott. Wie kommts?

Ein Ladetempo von 12-20W, welches High End Smartphones durchaus erreichen können, kann nicht dauerhaft gehalten werden. Ein leerer Akku kann schneller laden als ein fast voller Akku.

Beispielsweise das iPhone X erreicht in der Spitze über 16W Ladestrom, dieser fällt aber bereits bei einem Akkustand von rund 40% langsam ab.

Dies ist auch der Grund warum viele Hersteller immer nur angeben „in 10 Minuten Laden erreichen Sie X Stunden Nutzungszeit“. Ein komplettes Laden von 0-100% kann bei diesen Geräten trotz Quick Charge usw. oftmals sehr langsam gehen. Gerade die letzten paar % können sich ziehen.

Wie sieht es beim Samsung Galaxy S9+ aus?

Interessanterweise erreicht das S9+ seinen höchsten Ladestrom bei rund 68%, wobei die ersten 0-68% ähnlich schnell verlaufen. Ab 69% Akku beginnt die Ladegeschwindigkeit deutlich einzubrechen.

Die ersten 0-70% benötigen rund 60 Minuten, die letzten 30% weitere 60 Minuten. Das Samsung Galaxy S9+ benötigt also ziemlich genau 2 Stunden für eine vollständige Ladung über Quick Charge 2.0.

 

USB Power Delivery, warum so gut?

Was ist USB Power Delivery eigentlich? Quick Charge ist ein Standard des Herstellers Qualcomm. Wer also Quick Charge in seinen Geräten nutzen möchte, muss Qualcomm bezahlen oder anderweitig die Füße küssen.

Daher ist mit USB Power Delivery ein „Konkurrenz“ Standard zu Quick Charge entstanden. USB Power Delivery kann in der Theorie noch viel mehr Energie übertragen als Quick Charge, was allerdings für Smartphones weniger interessant ist. Mithilfe von USB Power Delivery können sogar Notebooks geladen werden.

Das Wichtige ist aber USB Power Delivery ist ein offener Standard! Jeder kann diesen nutzen.

Dies macht auch beispielsweise Apple, dessen iPhone 8, iPhone X, iPad Pros und auch MacBook (Pros), USB Power Delivery zum Schnellladen nutzen.

Aber auch Nintendo (Switch) und viele Google Produkte (Pixel) nutzen USB Power Delivery.

Es ist also theoretisch möglich mit einem Apple Ladegerät sein MacBook Pro, die Nintendo Switch und auch das S9 schnellzuladen.

Google versucht nun hinter den Kulissen die Hersteller wie Samsung, LG, Huawei usw. dazu zu drängen Quick Charge aufzugeben und alle gemeinsam USB Power Delivery zu nutzen. Daher haben wir aktuell diese Situation, dass das S9 und S9+ beide Standards unterstützt.

USB Power Delivery scheint allerdings eher so ein bissschien halbherzig integriert worden zu sein, vermutlich auf Googles Drängen.

 

Welche ist die optimale Powerbank für das Samsung Galaxy S9 und S9+?

Das Samsung Galaxy S9 und S9+ sind recht unproblematisch was das Laden an Powerbanks angeht.

Welche Powerbank für Euch optimal ist hängt von drei Fragen ab:

  1. Wollt Ihr Quick Charge? (Ca. 70% schnelleres Laden)
  2. Habt Ihr andere Geräte, welche über die Powerbank geladen werden sollen?
  3. Wie groß soll die Powerbank sein?

Braucht Ihr kein Quick Charge und Euch reicht das normale Ladetempo aus könnt Ihr jede Powerbank wählen welche mindestens einen USB Ausgang und 2A/2,4A Leistung besitzt.

Die Auswahl ist groß! Hier ein paar Modelle welche ich empfehlen würde:

Wollt Ihr nun Quick Charge müsst Ihr eine Powerbank mit Quick Charge 2.0 oder 3.0 wählen. Es spielt keine Rolle ob 3.0 oder 2.0, das Ladetempo ist an beiden Standards identisch. Hier ein paar Modelle, die ich empfehlen würde:

Wollt Ihr nun auf den USB Power Delivery Standard setzen wird es etwas teurer. Solch eine Powerbank lohnt nur wenn Ihr auch eine Nintendo Switch, Apple MacBook Pro, iPad Pro, Dell XPS usw. im Haus habt!

Lest Euch zu diesen Powerbanks bitte jeweils auch den Einzel-Test durch!

 

Fazit

Das Samsung Galaxy S9 und S9+ setzt mehr oder weniger auf die identische Ladeelektronik wie auch das S8/S8+. Zu mindestens verhalten sich beide Geräte ziemlich ähnlich.

Es wird Quick Charge 2.0 unterstützt und der USB Power Delivery Standard, letzterer aber nur so halb.

Das maximale Ladetempo an einem normalen Ladegerät liebt bei rund 8,5W (5V,1,7A), an einem Quick Charge 2.0 oder 3.0 Ladegerät bei rund 14,5W (9V 1,6A) und an einem USB Power Delivery Ladegerät bei rund 12,5W (5V 2,5A).

Sonstige Auffälligkeiten oder Ähnliches in Kombination mit 3. Anbieter Ladegeräten oder Powerbanks konnte ich nicht feststellen. Hier zeigt sich das S9/S9+ wie auch seine Vorgänger recht unproblematisch.

Sucht Ihr eine Powerbank für Euer Samsung Galaxy S9 bzw. S9+ würde ich folgende Modelle empfehlen:

Sofern Ihr auf Quick Charge und USB Power Delivery verzichten könnt, taugt allerdings jede Powerbank oder Ladegerät mit mindestens 5V/2A. Mehr ist immer gut, bringt aber keine zusätzliche Ladegeschwindigkeit.

8x Displayschutzfolien und Displayschutzgläser für das Samsung Galaxy S9+ im Vergleich

Wenn man sich ein neues und vor allem so teures Smartphone wie das Samsung Galaxy S9 oder S9+ gekauft hat, will man dies auch in der Regel schützen.

Ein Displayschutz ist hier eine sehr sinnvolle Investition. Allerdings ist dies bei aktuellen Samsung Galaxy S Smartphones nicht so einfach, aufgrund des gebogenen Displays. Bereits beim Samsung Galaxy S7 und S8 waren Displayschützer sehr problematisch. Gerade dann, wenn man einen Echtglas Displayschutz sucht.

Wie steht es um das neue Samsung Galaxy S9 und S9+, haben hier die Hersteller für Displayschutz-Folien und Gläser etwas hinzugelernt? Welcher ist der beste Displayschutz für das Galaxy S9 und S9+? Dies gilt es in einem Vergleich herauszufinden?

 

Displayschutzfolien und Displayschutzgläser für das Samsung Galaxy S9+ im Vergleich

Ich habe für diesen Vergleich 8 Displayschützer für das Samsung Galaxy S9+ bei Amazon gekauft. Für alle Modelle gibt es jeweils auch eine Version für das „normale“ Galaxy S9, für welche ich natürlich nicht meine Hand ins Feuer legen kann. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass die Versionen für das S9 und S9+ qualitativ ähnlich ausfallen.

Einige Displayschützer sind auf Folien- Basis und einige auf Glas- Basis. Grundsätzlich sind Glas Displayschützer zu bevorzugen. Allerdings ist dies aufgrund des gebogenen Displays des Samsung Galaxy S9+ etwas kritisch.

Hier erfordert es viel Präzision bei der Herstellung. Displayschutzfolien hingegen sind deutlich einfacher zu fertigen und kommen auch mit den Rundungen des S9/S9+ deutlich besser klar. Allerdings ist das Auftragen hier etwas komplizierter.

 

Hersteller

Vielleicht ist Euch aufgefallen, dass viele Displayschützer für das Samsung Galaxy S9 und S9+ sehr ähnlich sind.

Wie kommt das? Die Displayschützer werden nur von einer Handvoll Unternehmen gefertigt. Diese beliefern die „Unter-Hersteller“, welche dann die Modelle auf Amazon, eBay usw. verkaufen.

Es ist also gut möglich, dass Ihr von zwei anscheinend unterschiedlichen „Herstellern“ das gleiche Produkt bekommt.

 

Braucht man überhaupt einen Displayschutz?

Das Samsung Galaxy S9 verwendet Gorilla Glas 5, das so ziemlich beste Displayglas auf dem Markt. Ist hier überhaupt ein zusätzlicher Displayschutz nötig oder ist dies nur noch ein Relikt aus der Vergangenheit?

Nein, eine Displayschutzfolie oder Displayschutzglas ist immer sinnvoll! Auch wenn Gorilla Glas 5 sicherlich sehr widerstandsfähig ist, es ist weiterhin nur Glas.

Wegen Plastik, Holz oder auch Metallen müsst Ihr Euch keine Sorgen machen! Beispielsweise ein Messer oder Schlüssel kann das Display des Samsung Galaxy S9 nicht zerkratzen. Metall ist weniger hart als Glas.

Warum dann ein zusätzlicher Displayschutz, wenn Metall dem Display nichts anhaben kann? Sand und Stein ist die wahre Gefahr. Stein und generell Quarze können das Display jeden aktuellen Smartphones problemlos zerkratzen.

Aufgrund von Straßen, wo feiner Sand von Autos aufgewirbelt wird und sich mit der Luft vermischt, befinden sich feine Sand/Steinpartikel auch gerne mal in Hausstaub. Legt Ihr Euer Smartphone mit dem Display nach unten auf einen Tisch, kann es durchaus sein, dass Kratzer entstehen.

Auch können sich solche Staub/Sand Partikel in Euer Hosentasche sammeln und gegebenenfalls für Schaden sorgen.

Hier ist es doch besser, dass dieser Schaden nicht am Display Eures Smartphones entsteht, sondern am Displayschutz.

 

Der Test

Beginnen wir beim Test mit den Totalausfällen. Hier könnte man durchaus sagen alle Echtglas Displayschützer sind Schrott für das Samsung Galaxy S9 und S9+!

Es gibt zurzeit zwei Typen Echtglas Displayschützer für das S9/S9+, die mit einem gebogenen Glas und die ohne gebogenem Glas.

Zu Letzterem gehört die MoKo Galaxy S9 Plus 2018 Schutzfolie und iPretty EU Samsung Galaxy S9 Plus / S9+ Panzerglas. Hier ist man hingegangen und hat einfach die Kanten des Smartphones freigelassen und nur den mittleren geraden Teil bedeckt.

Dass dies suboptimal ist, muss ich natürlich nicht groß erwähnen. Es sieht deutlich ausgedrückt scheiße aus und fühlt sich auch nicht gut an, da es zu den Rändern des Displays eine harte Kante gibt. Die Schutzwirkung ist natürlich da, wenn man das Galaxy S9 umgedreht auf den Tisch legt berührt nur das Schutzglas den Tisch, aber in der Praxis ist das Ganze absoluter Murks. Zumal sich die MoKo und iPretty Schutzfolie nicht mal ganz bis zum Rand festgesaugt hatte.


Deutlich öfters findet man die Echtglas Displayschützer für das S9/S9+ mit einem gebogenen Glas. Diese Displayschützer sehen deutlich besser aus und fühlen sich auch deutlich besser an.

Zu dieser Kategorie gehören folgende Modelle:

Leider haben diese Displayschützer aber auch einen Nachteil. Das Glas klebt nicht am Display. Es ist lediglich am Rand ein Stück doppelseitiges Klebeband aufgetragen, welches die Displayschützer von kalibri, ESR und Beyeah am S9/S9+ festhält.

Da der Displayschutz nicht am Display haftet gibt es eine Lücke. Optisch ist dies kein Weltuntergang, aber der Touchscreen wird beeinträchtigt!

Ein einfaches Antippen des Displays reicht nun nicht mehr aus um eine Aktion auszulösen, sondern man muss wirklich etwas mit dem Finger drücken (hierdurch wird der Displayschutz an das Smartphone Glas gedrückt).

Je nach Nutzer muss dies auch kein Weltuntergang sein, aber es kann doch nerven, wenn Wisch- Gesten oder kleineres Antippen nicht mehr registriert wird.


Die Displayschutzgläser waren also eher mäßig, wie steht es um die Folien?

Die Displayschutzfolien kommen deutlich besser mit den Rundungen des S9/S9+ klar! Sofern ihr es schafft die Folien blasenfrei aufzutragen, dann sitzen diese auch ziemlich perfekt!

Hier gibt es zwei Methoden, die LK Samsung Galaxy S9+ Schutzfolie ist eine ganz klassische Schutzfolie. Diese ist leider etwas schmäler geschnitten „Case freundlich“, sitzt aber ansonsten ganz gut, sofern man diese blasenfrei bekommt.

Die DIEFOLIE Displayschutz für Samsung Galaxy S9 Plus Folien nutzen ein anderes System. Im Set befindet sich eine kleine Sprühflasche mit Wasser, womit Ihr das Display und Eure Hände besprühen müsst. Anschließend könnt ihr die Folie abziehen und aufsetzen.

Da sich noch Wasser zwischen Folie und Display befindet könnt Ihr die Folie verschieben, bis diese zu 100% sitzt. Anschließend müsst Ihr mit einem kleinen Spatel das Wasser unter der Folie hervor drücken.

Klingt einfacher als es ist! Selbst wenn man das komplette Wasser entfernt hat, dauert es einige Stunden oder sogar Tage, bis das Display komplett „klar“ ist (das Restwasser muss verdunsten). Ist dies passiert, sitzt die Folie wirklich ziemlich perfekt.

Ich könnte mir lediglich vorstellen, dass es mittelfristig Probleme mit der Haftung der Folie geben könnte.

 

Schutzwirkung

Wie hoch ist die Schutzwirkung? Lasst Euch hier nicht zu sehr vom Marketing der Hersteller einspannen. Bei fast jeder Displayschutzfolie ist etwas zu lesen wie „widersteht Kratzern bis zu 9H Stufe“ oder „Ultra HD 9H Hartglas Glas Display Schutzglas“.

Ich weiß bis heute nicht so recht, welche Skala die Hersteller für diese 9H Angabe verwenden. Härte wird in der Regel auf Mohs Härteskala gemessen, 9 wäre hier die zweit höchste Stufe, nur Diamant wäre härter.

Glas ist allerdings hier nur eine Stufe 7! http://www.realgems.org/mohs_de.html

Machen wir es auch hier kurz, die Displayschützer sind ähnlich hart wie das ursprüngliche Displayglas des S9/S9+. Ein Messer oder ein Schlüssel kann keinen der echt Glas Displayschützer beschädigen.

Ein Stein hingegen konnte ALLE echt Glas Displayschützer problemlos völlig zerkratzen. Egal ob nun von Beyeah, kalibri, ESR usw.

Stein ist einfach härter als Glas. Man müsste schon auf Saphirglas setzen, um gegen Stein geschützt zu sein.

Die Displayschützer von LK und DIEFOLIE lassen sich sowohl mit einem Messer wie auch Stein zerkratzen. Kein Wunder, Kunststoff ist recht weich.

Gerade die Folie von DIEFOLIE ist fast eher ein durchsichtiger Latex und nicht groß gehärtet. Schlimm ist dies aber nicht!

Es geht bei einem Displayschutz darum, dass das Display geschützt ist und dies ist bei allen Modellen der Fall. Befinden sich Kratzer auf dem Display, einfach Folie/Panzerglas abziehen und fertig.

Einen Schutz bei Stürzen bieten alle getesteten Modelle nicht groß! 1. Displays gehen meist kaputt, weil das Smartphone mit der Kante zuerst auftrifft, hier hilft eine Hülle aber kein Displayglas. 2. Ein Displayglas kann helfen da es einen Puffer zwischen Display und Untergrund erschafft. Hier werden aber nur die Modelle von Beyeah, kalibri und ESR irgendetwas bringen.

 

Flüssiger Displayschutz

Es gibt flüssige Displayschützer, wären die nicht was für das Samsung Galaxy S9/S9+?

In der Kurzform, nein. In der lagen Form nein, flüssiger Displayschutz taugt nichts, siehe das Debakel um ProtectPax und hier.

 

Fazit, welcher ist der beste Displayschutz für das Samsung Galaxy S9/S9+

Aktuelle Displayschützer für das Galaxy S9 und S9+ sind alle sehr mäßig und ich habe wenig Hoffnung, dass diese in Zukunft besser werden.

Das gebogene Display ist einfach ein Problem, gerade für echt Glas Displayschützer. Hier gibt es zwei Typen, die einen, welche nur den geraden Teil des Displays bedecken, was furchtbar aussieht und sich auch nicht gut anfühlt, und die die das ganze Display bedecken.

Letztere setzten aber lediglich auf einen Klebestreifen am äußeren Rand des Panzerglases. Hierdurch besitzt das Glas in der Mitte keinen direkten Kontakt mit dem Display, was den Touchscreen negativ beeinflusst. Leichte Berührungen werden nicht mehr wahrgenommen.

Könnt Ihr damit leben, ist vermutlich die Kalibri Samsung Galaxy S9 Plus Panzerglas Schutzfolie die beste Wahl, wenn auch weit entfernt von optimal.

Besser sieht es bei den Displayschutzfolien aus. Hier braucht es etwas Fingerspitzengefühl beim Auftragen.

Am meisten konnte mich das System von „DIEFOLIE“ überzeugen. Bei diesem wird Wasser auf das Smartphone gesprüht und dann die Folie aufgelegt und das Wasser herausgedrückt. Dies erfordert auch etwas Geduld und Fingerspitzengefühl, aber das Ergebnis war das beste im Test.

DIEFOLIE „Voll Cover“, passt auch mit den meisten Hüllen

Kurzum die Displayschützer für das Samsung Galaxy S9 und S9+ sind alle eher mäßig. Am ehesten würde ich Euch das Modell von Crocfol DIEFOLIE empfehlen. Es benötigt auch hier etwas Geduld, aber das Ergebnis ist mehr als brauchbar! Gerade die Voll Cover Folie sitzt mit etwas mühe sehr gut. 

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Die Corsair Force Series MP500 NVME SSD im Test

Eine schnelle SSD kann etwas Wunderbares sein. Anwendungen, die in Bruchteilen von Sekunden aufpoppen, Spiele die schneller laden, usw.

Wollt Ihr die schnellst mögliche SSD, müsst Ihr auf eine m.2 NVME SSD setzen. Hiervon gibt es allerdings einige auf dem Markt.

Eine der schnellsten, zu mindestens auf dem Papier, ist die Corsair Force Series MP500. Diese soll laut Hersteller satte 3000MB/s lesend und 2400MB/s schreibend schaffen. Beeindruckend! Viel besser geht es aktuell für eine SSD nicht.

Aber das ist natürlich nur die Theorie. Wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Corsair MP500 auch überzeugen?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen der SSD für diesen Test.

 

Die Corsair Force Series MP500 im Test

Der erste Eindruck der Corsair MP500 ist erfreulich positiv. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern setzt Corsair bei seiner m.2 SSD auf ein schwarzes PCB. In einem Notebook ist dies natürlich egal, aber verbaut Ihr die SSD offen in einem Gaming PC kann dies doch ein Stück schicker aussehen als eine mit blauem Board.

Auch der Corsair Aufkleber wirkt sehr schick und hochwertig. Die SSD wirkt also nicht wie ein 08/15 OME Modell.

Sehr interessant, der Aufkleber erfüllt nicht nur einen optischen Aspekt, in diesem ist auch eine dünne Kupferschicht, welche bei der Wärmeverteilung helfen soll. Oftmals ist die Hitzeentwicklung ein großes Problem bei High End NVME SSDs, von daher ist dieser Ansatz sehr clever, auch wenn sich die Effektivität noch zeigen muss.

Corsair setzt bei der MP500 auf einen Phison PS5007-E7 Controller, welcher auch beispielsweise in der Patriot Hellfire oder Kingston KC1000 zum Einsatz kommt.

Beim Speicher setzt Corsair auf MLC NAND und nicht auf den neueren TLC NAND. Letzterer ist zwar günstiger in der Herstellung, aber von der Haltbarkeit schlechter und etwas langsamer.

Der hier verwendete NAND stammt aus dem Hause Toshiba und hört auf den Namen „TA8AG5NAUR“.

Ungewöhnlich, Corsair setzt auf eine doppelseitige Bestückung mit Speicherchips, selbst bei der 480GB Version.

Ebenfalls ungewöhnlich ist die TBW Angabe. Die TBW Angabe sagt Euch wie viel Daten Ihr auf die SSD schreiben könnt ehe diese das Zeitliche segnet. Im Falle der 480GB Corsair MP500 sollen dies satte 698TB sein.

Dies ist verdammt viel! Zum Vergleich, eine Toshiba OCZ RD400 soll gerade mal 296TB schaffen, eine Samsung SSD 960 EVO 200TB oder eine Western Digital WD Black PCIe SSD 160TB.

Natürlich ist die TBW Angabe nicht in Stein gemeißelt. Eure SSD kann vorher ausfallen, wird aber in der Regel diese Angabe sogar noch übertreffen. In diversen Tests, nicht von mir, sondern von HWLuxx oder Heise, zeigten SSDs das diese ihre TBW Angabe um einiges überschreiten können eh es wirklich zu einem Ausfall kommt. Dennoch zeigt dies, dass Corsair recht optimistisch ist was die Haltbarkeit angeht.

Am wichtigsten ist die TBW Angabe aber für die Garantie. Diese ist bei der MP500 3 Jahre bzw. bis zum Erreichen der TBW Angabe.

Wie viel Ihr schon auf die SSD geschrieben habt, könnt Ihr im Übrigen mit Tools wie CrystalDiskInfo auslesen.

 

Benchmarks

Beginnen wir mit ein paar theoretischen Tests. Den Anfang macht CrystalDiskMark, der Klassiker unter den Benchmarks.

Im ersten Durchlauf von CrystalDiskMark werden fast die Werte von Corsair bestätigt. Mit 2870MB/s lesend und 2313MB/s schreibend ist die MP500 allerdings extrem dicht an den versprochenen 3000MB/s bzw. 2400MB/s dran.

Allerdings trickst hier Corsair etwas. Denn diese Werte kommen nur bei komprimierbaren Daten zustande!

Der Controller versucht also Daten welche auf den Speicher geschrieben werden zuvor zu verkleinern. So müssen weniger Daten geschrieben und Ihr erhaltet effektiv bessere Schreibwerte.

Das Problem ist leider, das in der Praxis die meisten Daten nicht weiter komprimierbar sind. Videos, Fotos usw. sind ja meist bereits in einem komprimierten Format.

Es gibt zwar durchaus Programmdaten, welche sich noch komprimieren lassen, aber diese machen in der Praxis nur einen sehr kleinen Teil aus.

Wie sieht aber das Tempo aus wenn wir Daten haben die sich nicht Komprimieren lassen? Auch hier kann CrystalDiskMark uns helfen.

Bei den Lesewerten gibt es keinen signifikanten Unterschied, was sehr gut ist. Schreibend sinkt allerdings die Datenrate von 2313MB/s auf 1458Mb/s.

Man kann also durchaus sagen, dass die Corsair MP500 in „Wirklichkeit“ eine 3000MB/s bzw. 1500MB/s SSD ist.

Beides immer noch sehr gute Werte!

Im Atto Diskbenchmark kann die MP500 sogar noch bessere Werte als bei CrystalDiskMark erreichen.

Hier erreicht die Corsair Force Series MP500 die vollen 3000MB/s lesend und 2400MB/s schreibend.

Corsair selbst schreibt auch auf seiner Webseite das die Herstellerangaben „Sequential speeds (ATTO) Are measured with ATTO v2.47“ mit Atto ermittelt wurden.

 

Praxis

Benchmarks sind aber natürlich nur das eine, die Praxis das andere. Schauen wir uns daher ein paar etwas realistischere Tests an.

Damit die Werte Euch hier etwas mehr sagen, habe ich alle Tests auch mit einer Toshiba OCZ RD400 512GB, Intel SSD 600p 512GB, Samsung PM961 256GB und Samsung 850 EVO durchgeführt.

Letztere SSD ist eine SATA basierte M.2 SSD, bedenkt dies.

Beginnen wir mit einem Kopier-Test. Alle SSDs müssen intern einen 54,2GB großen Ordner mit insgesamt 20500 Dateien Kopieren.

Die Daten sind dabei ein Mix aus Kleinstdateien, bis hin zu mehreren GB großen einzelnen Dateien.

Aufgrund der diversen kleinen Dateien und der Tatsache das die SSDs lesen und gleichzeitig schreiben müssen, kann keine der Testkandidaten ihr theoretisches Potenzial entfalten.

Am besten schneidet die Toshiba OCZ RD400 ab, knapp vor der Corsair MP500. Dahinter lange erst einmal nichts, bis dann die Samsung PM961 und Samsung 850 EVO am Horizont auftauchen.

Den letzten Platz belegt die Intel SSD 600p, welche mit einem Schreibcache arbeitet und daher bei langen konstanten Schreibvorgängen Probleme hat.

Hier sieht man durchaus einen Vorteil für die High End NVME SSDs, auch bzw. gerade verglichen mit der SATA Samsung 850 EVO.

Im zweiten Praxis Test wird ein ZIP Archiv entpackt. Ebenfalls 54GB groß, mit einem bunten Dateimix.

Wie zu erwarten war ein ähnliches Ergebnis wie schon beim ersten Benchmark. Die Toshiba und Corsair NVME SSDs liefern sich ein Kopf an Kopf Rennen, diesmal kann allerdings die Corsair MP500 einen knappen Sieg ausmachen.

Der Abstand zwischen den High End NVME SSDs ist zwar verglichen mit dem reinen Kopiertest etwas kleiner geworden, ist aber dennoch immer noch beachtlich.

Die Corsair MP500 erreichte hier knappe 48% bessere Werte als die Samsung 850 EVO, welche die vermutlich mit beste SATA M.2 SSD ist.

 

Wie sieht es in Tests aus, in welchen es primär auf eine hohe Lesegeschwindigkeit ankommt?

Beginnen wir mit einem Virenscanner Test. Insgesamt 41000 Dateien mit einer gesamt Größe von rund 100GB wurden von Malwarebytes Virenscanner überprüft.

Lesend rücken die SSDs alle sehr stark zusammen. Die Corsair MP500 bleibt weiterhin hauchdünn vor der Toshiba RD400. Auch die Intel SSD 600p kann hier zeigen, was sie kann und rückt auf Platz 3 vor.

Etwas abgeschlagen ist lediglich die die Samsung 850 EVO, welche von der SATA Schnittstelle doch ein Stück ausgebremst wird.

 

Kommen wir zu den letzten beiden Praxis Tests, dem Starten bzw. laden eines Witcher 3 Spielstandes. Hier gebe ich den Mittelwert aus jeweils 3 Durchläufen an (mit einem Neustart zwischen jedem Durchlauf).

Diesmal ist das Testfeld noch dichter beieinander. Moderne SSDs, egal ob NVME oder SATA, besitzen solch gute Daten/Reaktionszeiten das die Ladezeiten in Spielen oder auch Programmen fast identisch sind.

Zwischen der langsamsten SSD, der Samsung 850 EVO und der schnellsten SSD, der Toshiba OCZ RD400 liegen gerade mal eine Sekunde.

Auch der Unterschied zwischen der Toshiba OCZ RD400 und der Corsair MP500 ist verschwindend gering mit 0,04 Sekunden.

Ähnliches gilt auch für das Starten von Windows 10.

Die meiste Zeit beim Starten von Windows 10 geht nicht auf die Kappe der SSDs, sondern auf die des BIOS/UIFI.

Alle SSDs schneiden beim Windows 10 Startvorgang ähnlich ab. Die Unterschiede zwischen der schnellsten und langsamsten SSD belaufen sich auf rund 2 Sekunden, was in der Praxis kaum relevant ist.

Die MP500 ist die schnellste SSD im Testfeld, allerdings auch in drei Durchläufen im Schnitt nur 0,1 Sekunden schneller als die Toshiba.

Vermutlich sind wir hier einfach am Limit angekommen in wie weit eine SSD den Startvorgang beschleunigen kann.

 

Temperatur

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Temperatur der Corsair MP500 zu sprechen. NVME SSDs werden heiß, dies gilt auch für die Corsair MP500 bzw. gerade für die Corsair MP500.

Man kann grob sagen umso mehr Leistung umso wärmer. Starten wir aber am Anfang, also bei den Leerlauftemperaturen.

Ohne direkten Luftstrom pendelt sich die MP500 bei 53 Grad ein. Klingt viel, aber auch die ähnlich leistungsstarke Toshiba OCZ RD400 erreicht 54 Grad.

Wie sieht es unter last aus? Hier müssen wir unterscheiden zwischen theoretischer und praktischer Last.

Unter absoluter Volllast erreicht die SSD rund 84 Grad. Dabei setzt auch leichtes Thermal Throttling beim Schreiben ein. Es waren allerdings gut 150GB bei vollen 1500MB/s Schreibrate von Nöten, damit die Corsair MP500 diese 84 Grad erreichte.

In der Praxis ist dies daher kein Problem. In meinem Kopier-Test erreichte die MP500 unproblematische 77 Grad. Ihr werdet also nur sehr selten solch hohe Temperaturen sehen, auch wenn sicherlich etwas direkter Luftstrom nicht das Schlechteste ist.

 

Fazit

Die Corsair Force MP500 konnte im Test überzeugen! Viel schneller und besser geht es für eine aktuelle NVME SSD kaum. Gerade lesend konnte die MP500 einen sehr guten Eindruck hinterlassen.

Wenn es um Programm Starts, dem Laden von Spielen oder auch dem Hochfahren von Windows geht, werdet Ihr aktuell kaum eine SSD finden, welche die MP500 merkbar überbieten kann.

Auch schreibend machte die MP500 einen guten Eindruck, auch wenn diese in der Realität etwas langsamer ist als von Corsair beworben. Dies liegt daran das bei der MP500 zwischen komprimierbaren und nicht komprimierbaren Dateien unterschieden wird.

In der Praxis hat man es allerdings meist mit nicht komprimierbaren Dateien zu tun, wo die Schreibgeschwindigkeit bei immer noch sehr ordentlichen 1500MB/s liegt.

Wenn ich etwas kritisieren muss, dann vermutlich das die MP500 recht warmläuft. Im Alltag ist dies vermutlich selbst in Notebooks kein größeres Problem, dennoch etwas mehr „Luft“ ehe Thermal Throttling einsetzt, wäre nicht schlecht gewesen.

Bonus Punkte gibt es für das sehr hohe Workload Rating, welches fast alle High End NVME SSDs übertriff.

Kommen wir noch auf den Preis zu sprechen. High End NVME SSDs sind nicht günstig! Auch die MP500 ist sicherlich kein Schnäppchen, ist aber preislich sehr konkurrenzfähig positioniert. Die Corsair MP500 ist vergleichbar mit einer Toshiba RD400 oder auch Samsung 960 EVO. Bei den meisten Kapazitäten ist die MP500 ein Stück günstiger als diese beiden Modelle.

Abschließend kann ich die Corsair MP500 nur empfehlen!

Die HiKam S6 im Test

Vermutlich werden die meisten Menschen schon einmal mit dem Gedanken gespielt haben sich eine Überwachungskamera zuzulegen. Aber was für ein Modell?

Aufgrund der Beliebtheit von Überwachungskameras ist der Markt regelrecht explodiert. Es gibt hunderte Modelle von diversen Anbietern.

Einer der kleineren, aber durchaus interessanteren Anbieter, ist HiKam. HiKam wirbt bei seinen Kameras unter anderem mit einem erhöhten Datenschutz, Nutzerdaten sollen nicht die EU verlassen, wie aber auch mit Updates und smarten Featuren wie eine Personen Erkennung. Dabei sind die Kameras von HiKam preislich durchaus fair.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Um dies herauszufinden hat mir HiKam freundlicherweise seine S6 ausgeliehen.

Wollen wir doch einmal schauen, ob die HiKam S6 im Test überzeugen kann!

 

Die HiKam S6 im Test

Die HiKam S6 ist eine reine indoor Überwachungskamera. Dementsprechend ist diese auch optisch gestaltet.

HiKam setzt hier auf ein sehr kompaktes und schmales Gehäuse. Die Kamera ist in einer Art umgekehrten Tropfenform gehalten, welche auf einem Standfuß endet.  Dieser integrierte Standfuß erlaubt zum einen eine Wandmontage, zum anderen könnt Ihr die Kamera auf diesem recht frei im Winkel verstellen und optimal ausrichten.

Das Gehäuse besteht natürlich aus einem Weißen/Schwarzen Kunststoff. Qualitativ würde ich, um ehrlich zu sein, nicht sagen, dass die S6 besonders hochwertig wirkt. Ihr bekommt mit der S6 eine solide Standard Qualität, was die Haptik und Optik angeht.

Aufgrund der kleinen Abmessungen sollte es aber kein großes Problem sein die Kamera irgendwo etwas versteckt anzubringen.

Neben der Kameralinse und diversen IR LEDs findet sich ein microUSB Port wie auch ein microSD Kartenleser an der Überwachungskamera.

Ja die HiKam S6 wird über ein USB Ladegerät mit Energie versorgt, was ich sehr praktisch finde! Solltet Ihr beispielsweise ein längeres Kabel benötigen, würde sich dieses problemlos austauschen lassen.

HiKam legt leider keine Speicherkarte mit in den Lieferumfang, allerdings sind Speicherkarten nicht mehr allzu teuer, von daher kein Weltuntergang.

Die S6 kann laut Hersteller bis zu 64GB Speicherkarten akzeptieren.

 

Einrichtung und Installation

Leider muss ich sagen, dass die Einrichtung der S6 bei mir alles andere als flüssig und problemlos verlief.

Beginnen wir aber am Anfang. Ihr müsst Euch die HiKam App herunterladen und Euch dort ein Konto anlegen, was soweit problemlos war.

In der App müsst Ihr nun die Kamera hinzufügen. Hierfür gibt es diverse Optionen, empfohlen wird „AirLink“. Verbindet dafür die Kamera mit dem Strom, worauf diese anfängt leise zu piepen. Legt das Smartphone daneben und die Kamera soll mit Eurem Netzwerk verbunden werden.

So die Theorie, die Praxis sah allerdings etwas anders aus. Auch nach X Versuchen mit einem iPhone X und Google Pixel 2 hatte ich keinen Erfolg.

Gut mit dem iPhone X eine alternative Einrichtungsmethode ausprobiert. Bei dieser wird ein QR Code generiert, den man vor die Kamera halten muss. In diesem QR Code stehen die WLAN Daten, welche die Kamera einlesen sollte.

Aber auch dies hat nicht funktioniert, egal aus welcher Distanz….

Versuch Nr. 3, der AP Modus. Wenn Ihr die Reset Taste der Kamera ca. 10 Sekunden gedrückt haltet, geht diese in den AP Modus. In diesem strahlt die Kamera ein eigenes WLAN Netz aus, mit dem Ihr Euch für das Übertragen der Konfiguration anmelden könnt.

Aber auch hier hatte ich zunächst Probleme. Obwohl mein Smartphone korrekt mit dem WLAN verbunden war „No Device found“.

Nach etwas herumprobieren konnte ich allerdings das Problem ausmachen. Ich musste das mobile Internet abschalten, darauf wurde die Kamera sofort erkannt und ab hier verlief die Einrichtung problemlos weiter.

 

Die App

Die HiKam App ist um ehrlich zu sein, keine Schönheit. Allerdings funktional, kann man nichts Negatives sagen.

Die App ist klar und verständlich aufgebaut. Selbst technisch weniger erfahrende Nutzer sollten mit der HiKam App gut klarkommen.

Auf der Startseite erwartet uns eine Übersicht mit allen verbundenen Überwachungskameras. Diese sind hier mit einer kleinen Vorschau, wie auch Schnellzugriffsmöglichkeiten für die Alarmhistorie, dem Alarm und den Einstellungen aufgelistet.

Gerade die Möglichkeit den Alarm von der Übersicht aus schnell ein- und auszuschalten gefällt mir sehr gut! Bei vielen anderen Herstellern muss man sich dafür erst durch X Untermenüs quälen.

Verlasst Ihr also das Haus könntet Ihr schnell den Alarm einschalten.

In den Einstellungen könnt Ihr WLAN Daten, Passwörter, Aufnahmeeinstellungen usw. verändern.

Tipp Ihr auf das Vorschaubild der Kamera landet Ihr in der Live Ansicht. Diese ist selbst über das Internet recht schnell geladen, je nach Verbindung reden wir hier über wenige Sekunden ehe Ihr ein flüssiges Livebild erhaltet, welches auch keine allzu große Verzögerung besitzt.

Dies passt auch ganz gut zur Angabe von HiKam, dass die verwendeten Server in Deutschland bzw. Irland stehen. Hierauf legt HiKam auch nach eigenen Angaben sehr viel Wert. Eure Daten verlassen Europa nie! Es werden keine asiatischen oder amerikanische Server genutzt.

Aufnahmen verlassen die Kamera generell nicht, sondern laden immer auf der microSD Speicherkarte.

Über die Liveansicht könnt Ihr auch die zwei Wege Kommunikation nutzen. Dies funktioniert durchaus, aber der Lautsprecher in der HiKam S6 ist eher traurig. Nichts Ungewöhnliches für kompakte Überwachungskameras.

 

Alarm!

Natürlich will man bei einer Überwachungskamera nicht nur den ganzen Tag sich die live Ansicht ansehen. Wie steht es um Alarme und das Aufzeichnen von Videos?

Grundsätzlich könnt Ihr Videos konstant bzw. nach einem Zeitplan oder bei einem Alarm aufzeichnen lassen.

Ein Alarm kann durch eine Bewegung ausgelöst werden. Hier habt Ihr diverse Einstellungsmöglichkeiten. Zum einen könnt Ihr festlegen, wie stark eine Bewegung sein muss, damit diese den Alarm auslöst, zum anderen könnt Ihr aber auch eine Personenerkennung einschalten.

Ist diese aktiv löst die Kamera nur aus, wenn diese einen Menschen erkennt. Springt also Eure Katze vor die Kamera passiert nichts, soweit die Theorie.

Wie gut funktioniert diese Personenerkennung? Generell gut, aber diese hängt etwas von der Positionierung der Kamera ab. Die Kamera scheint hier auf die klassische Silhouette eines Menschen, mit zwei Beinen und zwei Armen, zu achten.

Dies funktioniert natürlich am zuverlässigsten, wenn die Überwachungskamera auf Brust bzw. Kopfhöhe positioniert ist und in den Raum blickt.

Bei einer zu schrägen Positionierung funktionierte die Erkennung etwas schlechter. Hier müsst Ihr einfach etwas herumprobieren, was bei Euch besser funktioniert, bzw. wenn Ihr keine Haustiere habt, kann man auch die normale Bewegungserkennung nutzen.

Wird nun ein Alarm ausgelöst kann ein Video aufgezeichnet werden, Ihr könnt eine push Benachrichtigung auf Eurem Smartphone erhalten, Ihr könnt eine eMail gesendet bekommen und/oder es kann ein akustischer Alarm ausgelöst werden.

Letzter ist allerdings nicht übermäßig laut, hierauf würde ich also verzichten. Ein Einbrecher bekommt hierdurch mit, dass er aufgezeichnet wurde. Er könnte also die Kamera samt microSD Speicherkarte zerstören.

Aufnahmen werden nur auf der Speicherkarte gespeichert! Es gibt keine Cloud Aufzeichnung! Super aus Datenschutzsicht, aber wird natürlich die Speicherkarte zerstört hat man Pech gehabt.

Alles hat immer seine Vor- und Nachteile.

 

Bildqualität

Die HiKam S6 verfügt über einen 1,3 Megapixel Kamerasensor, welcher Videos in 720P aufzeichnen kann.

Die Bildqualität der Kamera würde ich als adäquat bezeichnen. Videos sind nicht übermäßig scharf und detailliert, aber für eine normale indoor Überwachungskamera reicht die Bildqualität völlig.

Auf die übliche Distanz von 6-8 Metern sind Menschen und auch Gesichter gut zu erkennen.

Auch die IR LEDs sind kräftig genug einen normalen Raum gut auszuleuchten. Wollt Ihr natürlich eine Lagerhalle überwachen, wird es eng, aber dafür ist die HiKam S6 auch nicht gedacht.

Für den klassischen Heimeinsatz ist die gebotene Bildqualität absolut in Ordnung!

 

Synology Surveillance Station

Wenn Ihr ein Synology NAS besitzt, kennt Ihr vielleicht die Surveillance Station. Hierbei handelt es sich um eine „Professionelle“ Überwachungssoftware mit duzenden Featuren und Funktionen.

Angefangen bei einer erweiterten Bewegungserkennung über eine fehlende Objekt Erkennung bis hin zu einem Automatischen Ein/Ausschalten der Kameras per Geofencing, ist hier fast alles technisch Machbare möglich.

Mehr Infos dazu hier https://www.synology.com/de-de/surveillance/feature/recording_playback

Es ist möglich, die HiKam S6 mit der Synology Surveillance Station zu verbinden! Ihr nutzt also die Hardware der Kamera und die Software von Synology.

Folgende Einstellungen haben bei mir funktioniert:

Solltet Ihr bereits ein Synology NAS haben oder Ihr wollt ein semi-professionelles Überwachungssystem mit duzenden Kameras aufbauen ist dies durchaus eine sehr interessante Option.

 

Fazit

Abseits der kleineren Probleme, die ich bei der Einrichtung hatte ist die HiKam S6 eine solide Heim Überwachungskamera.

Dies gilt sowohl für die Hardware wie auch für die Software.

Die Überwachungskamera ist angenehm klein und kompakt, sodass diese auch in einem Wohnzimmer nicht deplatziert wirkt. Die HiKam App ist zwar nicht die visuell hübscheste, ist aber funktional tadellos und gut bedienbar, selbst für Nutzer die sich nicht so sehr mit solchen Dingen auskennen.

Ebenfalls Punkten kann die S6 was den Datenschutz angeht. Die HiKam Server stehen in Europa und Aufnahmen werden ausschließlich lokal gespeichert.

Dies ist auch ein Vorteil gegenüber vielen „aufwendigeren“ Überwachungskameras, welche nur Aufnahmen in die Cloud senden können und dafür dann auch noch Geld von Euch verlangen.

Abseits der Kosten für eine Speicherkarte und Strom gibt es bei der HiKam S6 keine Folgekosten.

Kurzum, wer eine solide Standard Heim Überwachungskamera sucht, kann bei der HiKam S6 unbesorgt zuschlagen.

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Der Ultimate Ears Megablast im Test, Bluetooth Lautsprecher mit ALEXA

Mit der Blast Lautsprecher Serie bietet Ultimate Ears bzw. Logitech einen Hybrid aus Bluetooth Lautsprecher und Smart Home Lautsprecher an.

Der Blast und Megablast besitzen den Formfaktor eines Bluetooth Lautsprechers, besitzen aber zudem eine Amazon Alexa Integration. Den „kleinen“ Ultimate Ears Blast Lautsprecher habe ich bereits vor einer Weile getestet.

Nun hat mir freundlicherweise Logitech auch den großen Ultimate Ears Megablast für einen Test zur Verfügung gestellt. Der Megablast ist mehr oder weniger identisch zum normalen Ultimate Ears Blast, nur das dieser größer ist und damit besser klingen soll.

Ist größer = besser? Der Ultimate Ears Megablast im Test!

 

Der Ultimate Ears Megablast im Test

Der Ultimate Ears Megablast trägt seinen Namen definitiv zurecht! Anhand von Bildern ist es gar nicht so leicht einzuschätzen wie groß der Lautsprecher wirklich ist, aber lasst Euch gesagt sein der Megablast ist ein Koloss, für einen Bluetooth Lautsprecher.

Ultimate Ears setzt bei diesem auch auf die typische runde Form, welche die meisten Ultimate Ears Bluetooth Lautsprecher nutzen.

Mit einer Höhe von rund 24cm ist der Megablast gut 1/3 höher als der neue Amazon Echo Lautsprecher. Der Durchmesser ist mit rund 9,5cm vergleichbar. Damit ist der Megablast mehr als nur ein einfacher Bluetooth Lautsprecher, sondern konkurriert wirklich mit vollwertigen Smart Home Lautsprechern.

Das bedeutet natürlich nicht, dass der Megablast nicht portabel ist. Zwar ist dieser kein Lautsprecher für die Hosentasche, aber ein Mitnehmen zu einer Grill-Party oder Ähnlichem sollte kein Problem sein.

Logitech bzw. Ultimate Ears bietet den Megablast aktuell in sechs verschiedenen Farben an, schwarz, blau, gelb, grün, rot oder weiß.

Hierbei ist der Lautsprecher äußerlich primär aus zwei Materialien gefertigt. Die Ober/Unterseite wie auch ein Streifen des Korpus sind aus einem gummierten Kunststoff gefertigt, der restliche Lautsprecher ist hingegen mit einem Art Leinenstoff umspannt.

Dieser fühlt sich wie ich finde sehr gut an und sieht auch klasse aus!

Der Ultimate Ears Megablast verfügt über vier Tasten, davon sind allerdings zwei etwas versteckt. Sowohl der Einschalter, wie auch eine „Bluetooth“ Taste sind etwas versteckt unter der Gummierung auf der Oberseite versteckt.

Die Lauter/Leiser bzw. Vor/Zurücktasten sind hier etwas deutlicher auf dem Lautsprecher gekennzeichnet. Ebenfalls etwas versteckt ist der microUSB Ladeport. Dieser befindet sich auf der Unterseite und wird von einer verschraubten Gummi-Platte geschützt. Diese lässt sich selbstverständlich problemlos per Hand lösen.

Allerdings sorgt diese etwas aufwendigere Konstruktion für den sehr guten Wasserschutz des Megablast. Im Gegensatz zu vielen anderen Bluetooth Lautsprechern , welche man vielleicht mit unter die Dusche nehmen darf, ist der Megablast wasserdicht!

Der Hersteller verspricht:  „Der Lautsprecher ist IP67-zertifiziert und bis zu einer Tiefe von 1 m für 30 Minuten wasserdicht“ , beeindruckend!

Bei der Akkulaufzeit spricht Logitech von 16 Stunden. Diese sind bei der Nutzung von Bluetooth durchaus erreichbar.

 

App und Funktionen

Um den Ultimate Ears Megablast einzurichten benötigt Ihr die Ultimate Ears App. Der Einrichtungsvorgang selbst dauert etwas länger als man dies von anderen Bluetooth Lautsprechern kennt.

Dies liegt natürlich an den zusätzlichen Funktionen des Ultimate Ears Megablast. Neben Bluetooth muss der Lautsprecher auch mit dem WLAN verbunden werden.

Zudem gibt es im Inneren etwas mehr Logik, es werden also auch während der Einrichtung Updates eingespielt. Zwar dauert die Einrichtung etwas länger, aber diese verlief bei mir problemlos.

Nach der Einrichtung laden wir in der Ultimate Ears App. hier kann man um ehrlich zu sein nicht viel machen.

Die App bietet eine Status Übersicht, ob die WLAN Verbindung funktioniert, Bluetooth verbunden ist, wie es um den Akku steht usw.

Allerdings wirklich viele Details einstellen kann man nicht. Auch sind die Informationen wie Akkustand eher grob gehalten. Ein EQ oder Ähnliches ist ebenfalls nicht vorhanden.

Aber das wichtigste Feature ist natürlich Amazons ALEXA.

 

Alexa hörst du mich?

Im Ultimate Ears Megablast ist Amazons Sprachassistentin Alexa verbaut. Diese besitzt hier den gleichen Funktionsumfang wie bei den regulären Amazon Echo Lautsprechern. Ihr könnt Alexa nach einfachen Dingen fragen, wie dem Wetter usw., Musik via Amazon Music abspielen, Webradio nutzen oder auch Smart Home Geräte steuern.

Hier sind mir keinerlei Einschränkungen verglichen mit einem Amazon Echo aufgefallen.

Wo es allerdings Unterschiede gibt ist beim Mikrofon bzw. den Mikrofonen. Hier muss man ganz klar sagen, dass diese beim Ultimate Ears Megablast schlechter sind als in den Amazon eigenen Lautsprechern!

Schlimm? Für mich um ehrlich zu sein weniger. Alexa versteht einen an sich gut bis sehr gut, allerdings scheinen die Mikrofone etwas weniger sensibler zu sein. Es ist also nicht bzw. weniger gut möglich aus dem Raum nebenan Befehle herüberzurufen.

In einem normalen Umkreis von ca. 5 Metern hatte ich keinerlei Verständigungsprobleme. Von daher kann ich mich nicht negativ über die Alexa Integration äußern.

WICHTIG! Um das noch einmal klar zu stellen, für die Amazon Alexa Nutzung ist kein Smartphone nötig. Der Lautsprecher verbindet sich direkt mit den Amazon Servern.

 

Klang

Das Wichtigste ist aber trotz aller schönen Funktionen der Klang. Wie steht es um diesen?

Das kommt etwas darauf an aus welcher Perspektive man den Ultimate Ears Megablast betrachtet. Ich will nicht anzweifeln, dass es möglich wäre einen Lautsprecher für 300€ zu bekommen welcher besser klingt als der Megablast, allerdings für die Größenklasse in welcher dieser spielt habe ich keine Beschwerden!

Beginnen wir bei den Höhen. Der Megablast klingt sehr klar und sauber. Die Höhen schaffen es sehr gut sich von den Bässen zu lösen und bieten eine gewisse Leichtigkeit.

In Kombination mit den durchaus kräftigen Bässen, verleiht dies dem Megablast eine recht hohe Dynamik und Lebendigkeit. Der Lautsprecher strahlt eine gewisse Spielfreude aus.

Aber wie steht es generell um den Bass? Der Bass des Megablast befindet sich auf einem gehobenen Level. Die Masse ist soweit gut und der Tiefgang in Ordnung. Gerade wenn man sich ca. 1-3 Meter um den Lautsprecher befindet, schafft dieser es sogar einen fühlbaren Bass zu produzieren.

Bei der Größe des Lautsprechers gibt es hier nichts zu beklagen!

Sehr beeindruckend ist auch die Offenheit und Räumlichkeit des Klangs. Der Megablast besitzt wie die meisten Logitech/Ultimate Ears Bluetooth Lautsprecher einen 360 Grad Klang. Egal in welcher Richtung Ihr Euch zu diesem befindet, es kommt immer ein gleich guter Klang bei Euch an.

Hierdurch schafft es der Lautsprecher allerdings auch größere Räume durchaus beeindruckend gut zu beschallen. Der Sound verteilt sich gerade in etwas größeren Räumen sehr gut. Ja der Ultimate Ears Megablast ist für eine Party tauglich!

Dies liegt auch an der hohen maximalen Lautstärke! Der maximale Pegel des Megablast ist als sehr hoch zu bezeichnen, brüllend laut trifft es ganz gut. Allerdings wird der Bass auf den extrem hohen Pegeln etwas reduziert.

 

Ultimate Ears Megablast vs. Amazon Echo

Zwar kann man beide Lautsprecher nur bedingt miteinander vergleichen, der Ultimate Ears ist portabel, dafür aber teurer, aber dennoch wie sieht es klanglich im Vergleich aus?

Ich würde sagen, dass im direkten Vergleich der Ultimate Ears Megablast etwas besser klingt als der 2. Generation Amazon Echo. Der Megablast hat ganz eindeutig die besseren Höhen, er ist wesentlich klarer und sauberer.

Beim Bass tun sich der Megablast und Echo nicht viel. Der Echo scheint etwas mehr Wucht im Tiefbass zu haben, der Megablast klingt dafür etwas lebendiger und strahlt auch mehr Spielfreude aus.

Verglichen mit dem Amazon Echo Plus bzw. Echo der 1. Gen ist das Bild etwas anders. Die Höhen sind hier vergleichbar gut, aber der Bass des Megablast wirkt hier fast etwas wuchtiger und voller.

Unterm Strich würde ich allerdings den Klang des Megablast und Amazon Echo Plus als ähnlich gut einstufen. Der Megablast besitzt allerdings eine etwas höhere maximale Lautstärke.

 

Fazit

Daumen hoch für den Ultimate Ears Megablast! Unterm Strich gibt es an diesem nicht viel zu bemängeln.

Die Amazon Alexa Integration ist gelungen, auch wenn die Mikrofone vielleicht nicht ganz so sensibel sind wie beim Amazon Echo, ist dennoch eine gute Kommunikation möglich.

Der Klang ist für die Größe sehr gut und die Haptik/Optik tadellos.

Ja, für 299€ ist es möglich einen Bluetooth Lautsprecher mit einem besseren Klang zu bekommen, siehe Teufel Boomster, welcher allerdings auch gut 6 mal größer ist.

Verglichen mit Lautsprechern einer ähnlichen Größe, wie den Amazon Echos, kann der Ultimate Ears Megablast voll überzeugen!

Die Höhen sind klar und sauber, die Bässe kräftig und dynamisch und die maximale Lautstärke partytauglich.

Gerade wenn Ihr den Ultimate Ears Megablast für knapp unter 200€ bekommen könnt, kann ich eine volle Kaufempfehlung aussprechen!

Wenn Ihr einen etwas größeren, aber immer noch sehr portablen Bluetooth Lautsprecher sucht und etwas mit der Alexa Integration anfangen könnt, ist mir spontan nichts Besseres bekannt.

Der Corsair Commander PRO im Test

Mit dem Commander PRO bietet Corsair ein optimales/alternatives „Herzstück“ für sein Link Beleuchtungs- und Steuerungssystem an.

Der Commander PRO vereint hierbei die Lüftersteuerung mit der Steuerung von Corsairs LED Produkten und ist damit eine Feature reichere Alternative zum Lighting Node Pro Controller.

Für diese etwas feature reichere Alternative will Corsair allerdings auch rund 65€. Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen, was der Corsair Commander PRO kann und ob dieser auch sein Geld wert ist.

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Ausleihen des Corsair Commander PRO für diesen Test.

 

Der Corsair Commander PRO im Test

Der Commander PRO ist ein ca. Handflächen großes und recht flaches Modul. Corsair setzt bei diesem auf ein recht einfaches Kunststoffgehäuse, welches allerdings seinen Job erfüllt.

Die optimale Position für den Corsair Commander PRO wird vermutlich hinter dem Mainboardschlitten sein, wo Ihr den Commander PRO mit etwas doppelseitigem Klebeband befestigen könnt.

Aufgrund der recht geringen Dicke sollte dort der Controller nicht mit der Rückwand Eures Gehäuses im Konflikt stehen.

Am Corsair Commander PRO befinden sich sechs 4 Pin Lüfteranschlüsse, vier Anschlüsse für Temperaturfühler, zwei USB 2.0 Header und zwei Anschlüsse für kompatibel Corsair Link LED Streifen/Corsair Lüfter mit RGB LEDs. Die passenden Temperaturfühler für den Commander PRO liegen natürlich mit im Lieferumfang.

Der Commander PRO selbst wird über einen USB 2.0 Header mit Euerem PC verbunden und über einen SATA Stromstecker mit Energie versorgt.

Die beiden zusätzlichen USB 2.0 Header an der Steuereinheit ist eine sehr begrüßenswerte Entscheidung seitens Corsair. Im Commander PRO ist also ein USB 2.0 Hub verbaut. Habt Ihr nur einen USB 2.0 Header auf Eurem Mainboard könnt Ihr also dennoch den Commander PRO, eine AIO Wasserkühlung und Eure Front USB Ports anschließen, gut mitgedacht Corsair!

 

Was kann der Corsair Commander PRO?

Wofür benötigt man nun den Corsair Commander PRO? Der Commander PRO besitzt drei „Haupt“ Feature, für welche man diesen kauft.

Diese würde ich in Beleuchtung, Steuerung und Kontrolle unterteilen.

Beginnen wir mit Kontrolle. Im Lieferumfang des Corsair Commander PRO liegen vier Temperaturfühler, welche Ihr an beliebigen Orten Eures Computers anbringen könnt. Beispielsweise im Innenraum, an einem Arbeitsspeicher Modul, am Kühler Eures Mainboards, an einer LAN/Raid Karte usw.

Also an Dingen, welche keine integrierten Temperaturfühler haben, wo aber die Temperatur gut zu wissen wäre. In der Corsair Link Software könnt Ihr die einzelnen Sensoren benennen und überwachen. Die Software liefert Euch hier auch kleine Graphen usw. welche Euch bei der Überwachung über einen gewissen Zeitraum hinweghelfen.

Der zweite wichtige Punkt ist die Lüftersteuerung. Zwar wird die Lüftersteuerung in aktuellen Mainboards immer besser, dennoch gibt es auch viele Boards mit zu wenigen Lüfteranschlüssen oder einer mangelhaften Steuerung.

Hier kann Euch der Corsair Commander PRO helfen. Ihr könnt bis zu 6 Lüfter mit diesem verbinden und via Software steuern.

Steuern bedeutet Ihr könnt mehrere Presets anlegen, zwischen welchen Ihr mit einem Klick hin und her springen könnt. In jedem Preset lässt sich für jeden Lüfter eine einfache Lüfterkurve festlegen.

Investiert man hier etwas Zeit für die Optimierung kann man mithilfe des Corsair Commander PRO seine Lüfter wirklich sehr gut und genau steuern. Die Standard Presets (Leise, ausgeglichen und Performance) sind allerdings auch schon sehr brauchbar.

Der letzte Punkt des Corsair Commander PRO ist die Beleuchtung. Dieser Punkt ist etwas komplizierter.  Der Commander PRO bringt zwei Lichtkanäle mit, an welche sich allerdings jeweils mehrere Lüfter/LED Streifen anschließen lassen. Hier funktionieren natürlich nur die Corsair eigenen LED Streifen und Lüfter.

Aufseiten der LED Streifen wird das“ Corsair RGB LED Lighting Pro Expansion Kit“ unterstützt. Ja das Expansion Kit, das teure Pro Set ist nicht nötig, da der Corsair Commander PRO die Funktion des Controllers bereits übernimmt.

Bei den Lüftern sieht dies anders aus. Grundsätzlich werden beispielsweise die Corsair LL Series Lüfter unterstützt. Allerdings benötigt Ihr zusätzlich Corsair RGB Fan LED Hub!

Also Lüfter + Commander Pro + RGB Fan LED Hub. Der Hub ist entweder einzeln erhältlich (ein Hub reicht für 6 Lüfter) oder im „Starter-Set“ der Corsair LL Series Lüfter.

Mithilfe des Corsair Commander PRO und Corsair Link lassen sich dann diverse Lichtmodi nutzen.

 

Fazit

Der Corsair Commander PRO ist natürlich keine essenzielle Komponente, wenn man sich einen PC baut, bietet aber dennoch interessante Kontroll- und Steuerungsfeature.

Gerade für High End PCs ist damit der Corsair Commander PRO sehr interessant und bietet gerade in Kombination mit den Corsair LL Series Lüftern und den Corsair LED Streifen durchaus einen Mehrwert.

Gerade wenn Ihr zu den Nutzern gehört, welche gerne Statistiken und Informationen zu Komponenten und deren Temperaturen seht, macht der Commander PRO aufgrund seiner Temperatursensoren, welche auch das Überwachen von Komponenten erlauben, die sonst keine Sensoren haben, möglich.

Plant Ihr zudem das Beleuchtungssystem Corsair Link zu nutzen ist der Commander PRO von Corsair ein logisches und interessantes Upgrade.

Die Zolo Liberty+ Bluetooth Ohrhörer im Test, gut, besser, Liberty+ ?

Die Zolo Liberty+ sind vollständig kabellose Bluetooth Ohrhörer, welche aus einer sehr erfolgreichen Kickstarter Kampagne entstanden sind.

Die Kampagne wurde nicht nur erfolgreich finanziert, sondern die Ohrhörer sind mittlerweile auch auf dem freien Markt angekommen.

Wie so oft bei Kickstarter Kampagnen sehen auch die Zolo Liberty+ auf den ersten Blick ausgesprochen interessant aus. Die kabellosen Bluetooth Ohrhörer sollen nicht nur durch eine schicke Optik punkten, sondern auch aufgrund von smarten Featuren und vor allem aufgrund eines tollen Klangs.

Wollen wir im Test doch mal schauen, ob die Zolo Liberty+ wirklich überzeugen können!

 

Die Zolo Liberty+ Bluetooth Ohrhörer im Test

Die Liberty+ sind vollständig kabellose Bluetooth Ohrhörer. Das bedeutet die Ohrstöpsel werden nicht wie bei den meisten anderen Bluetooth Ohrhörern mit einem Kabel verbunden, sondern sind komplett separat.

Hierdurch muss natürlich in jeden Ohrstöpsel etwas mehr Elektronik verbaut werden, was die Ohrstöpsel auch etwas größer macht. Allerdings sind die Liberty+ für komplett kabellose Ohrhörer immer noch vergleichsweise kompakt.

Optisch setzt Anker auf ein einfaches mattes Kunststoffgehäuse mit einer hochglänzenden Rückseite.

Unter dieser Hochglanzrückseite befindet sich eine Taste, welche sich allerdings etwas schwer drücken lässt, wenn man die Ohrhörer in den Ohren hat. Je nachdem wie oft ihr diese Taste drückt, werden unterschiedliche Funktionen ausgelöst, angefangen bei Play/Pause bis hin zu diversen Sprachassistenten ist alles möglich.

Haptisch und auch Qualitativ wirken die Zolo Liberty+ ausgesprochen hochwertig und gut gemacht. Hier habe ich keinerlei Bedenken, dass die Ohrhörer auch mal ein Herunterfallen überleben können.

Wie bei den meisten kabellosen Ohrhörern haben auch die Zolo Liberty+ eine kleine Transportbox mit im Lieferumfang, welche gleichzeitig zum Laden der Ohrhörer dient.

Die Transportbox ist komplett aus Aluminium gefertigt und wirkt unheimlich robust und massiv, allerdings auch vergleichsweise schwer.

In der Transportbox ist wie üblich auch ein Akku verbaut. Legt Ihr die Ohrhörer in die Transportbox, werden diese geladen. Anker spricht von einer Akkulaufzeit von 3,5 Stunden für die Ohrhörer. Zusätzlich kann die Box die Ohrhörer rund 12x laden, was für eine effektive Nutzungsdauer von 48 Stunden sorgt.

Praktisch halten die Ohrhörer rund 3-3,5 Stunden, der Wert von Anker kommt also gut hin.

Bonuspunkte gibt es für die sehr gute Verbindungsqualität der Ohrstöpsel. Dies ist bei komplett kabellosen Ohrhörern oftmals recht problematisch, gerade die Verbindung zwischen Ohrstöpsel A und B.

Allerdings scheint das Signal bei den Zolo Liberty+ recht gut zu sein. Beim normalen Nutzen gab es keinerlei Verbindungsunterbrechungen, erst wenn man sich mit den Händen beide Ohren zuhält fangen die Ohrstöpsel etwas an zu stottern.

 

Tragekomfort

Die Zolo Liberty+ sitzen, wenn man diese korrekt einsetzt, extrem fest in den Ohren! Ein Herausfallen ist fast unmöglich, auch wenn man intensiver Sport betreibt.

Hierbei sind mir diese fast schon etwas zu fest. Ich glaube dies sind die ersten Ohrhörer, welche ich mir absichtlich etwas lockerer eingesetzt habe.

Nein die Liberty+ tun nicht weh oder drücken zu sehr, aber man spürt gerade wenn man ruhig sitzt doch schon, dass man etwas in den Ohren hat. Auch konnte ich eine leichte Erwärmung meiner Ohren spüren, welche ich sonst bei in-Ears nicht habe.

Dennoch unterm Strich gibt es gerade für den guten Halt ein positives Fazit, was den Tragekomfort angeht.

Auch wenn es zum Relaxen sicherlich bessere Ohrhörer gibt.

Klang der Anker Zolo Liberty+

Der Klang bei komplett kabellosen Ohrhörer ist immer so eine Sache. Wie steht es hier um die Anker Zolo Liberty+?

Die bisher am besten klingendsten komplett kabellosen Ohrhörer, die ich in der Hand hatte, waren die Optoma NuForce BE Free8. Aber auch diese hatten ihre Schwächen. Ich nehme an da die Hersteller so viel Elektronik, Akkus usw. in die Ohrstöpsel packen müssen, bleibt vergleichsweise wenig Resonanzkörper für die eigentlichen Treiber.

Anker hat nun die Liberty+ besonders kompakt gestaltet, wirkt sich dies negativ aus?

Beginnen wir beim Anfang, also den Höhen. Diese sind absolut sauber und klar, ohne dabei zu spitz oder zu anstrengend zu sein. Ich würde sagen hier hat Anker fast den perfekten Mittelweg aus Klarheit und Weichheit getroffen. Auch die Detaildarstellung ist gut bis sehr gut.

Die Mitten sind ein wenig abgesenkt, vermutlich um etwas mehr Fokus auf die Bässe zu legen. Die Abbildung von Stimmen ist aber weiterhin ausreichend gut. Allerdings verleihen diese leicht abgesenkten Mitten den Liberty+ einen etwas dünneren Klang.

Wie steht es um die Bässe?  Ähnlich die wie die Optoma kämpfen die Zolo Liberty+ etwas mit einem kleineren Klang Volumen. Allerdings ist der Bass dennoch der beste, den ich bisher bei komplett kabellosen Ohrhörern gehört habe.

Dieser ist zwar nicht super voluminös, gleicht dies aber mit einer unheimlich hohen Aggressivität und Dynamik mehr als aus. Gerade schnellere und tiefere Bässe liegen den Zolo Liberty+, wie beispielsweise in My Way von Calvin Harris, Something Just like This von The Chainsmokers oder Walk on Water von Thirty Seconds to Mars.

Gerade Walk on Water von Thirty Seconds to Mars ist ein Song, welcher perfekt zur Klangsignatur der Anker Zolo Liberty+ passt, ähnlich wie Whats Wrong von Pvris, um zwei Beispiele zu nennen.

Schwierigkeiten haben die Liberty+ am ehesten mit Titeln, welche eine warme Klangsignatur besitzen. Von Natur aus sind die Ohrhörer eher etwas kühler, mit einer starken Dynamik.

Die Auflösung und auch die Bühne sind gut für Bluetooth Ohrhörer. Letztere ist zwar nicht riesig, aber es ist dennoch gut möglich einzelne Instrumente im gesamten Klang auszumachen und geistig zu separieren.

 

Die Zolo Life App

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Zolo Life App zu sprechen. Diese besitzt einige interessante Funktionen.

Unter anderem könnt ihr in der Life App einen EQ für die Ohrhörer festlegen und somit den Klang an die persönlichen Vorlieben anpassen. Allerdings müsst Ihr hier aus einem von fünf Presets wählen.

Fast noch interessanter ist der Transparency Modus. Die Anker Zolo Liberty+ besitzen eine sehr starke Abschirmung gegenüber außen Geräuschen.

Mit sehr stark meine ich auch wirklich sehr stark! Die Abschirmung ist sogar stärker als bei den ein oder anderen Kopfhörer mit aktiven Noise Cancelling. Dies kann sehr angenehm sein, wenn keine Außengeräusche hören möchte, aber auf dem Weg zur Arbeit, Uni, Schule kann dies auch problematisch oder gefährlich sein.

Dafür gibt es den Transparency Modus. Bei diesem werden die Mikrofone in den Ohrhörern aktiv geschaltet, so dass Außengeräusche weiterhin durch die Ohrhörer hindurch kommen.

Dies fühlt sich natürlich nicht 100%ig echt an, aber es gibt keine merkbare Verzögerung und gerade solche Dinge wie durchsagen in öffentlichen Verkehrsmitteln usw. sind deutlich besser wahrnehmbar. Auch wenn man angesprochen wird, bekommt man dies selbst bei lauter Musik noch mit.

Kurzum ich halte den Transparency Modus für sinnvoll, wenn man sich in der Öffentlichkeit bewegt.

 

Fazit

Die Anker Zolo Liberty+ legen die Messlatte für vollständig kabellose Bluetooth Ohrhörer noch mal ein gutes Stück höher. Dies gilt sowohl für den Klang, wie aber auch für die restlichen Ohrhörer. Beginnen wir aber am Anfang.

Die Liberty+ sind tadellos verarbeitet und wirken qualitativ hochwertig. Ähnliches gilt auch für das beiliegende Ladegehäuse, welches sogar aus Aluminium gefertigt ist und mit Magneten arbeitet um die Ohrhörer aufzunehmen.

Die Akkulaufzeit der Ohrhörer liegt bei guten 3-3,5 Stunden, welche aber durch das Ladegehäuse nochmals auf bis 48 Stunden erweitert werden kann, wenn Ihr zwischendurch

ladet. Beides vernünftige, alltagstaugliche Werte.

Kommen wir zum Klang. Bisher galt es immer, dass man Einschnitte, aufgrund des komplett kabellosen Designs hinnehmen muss. Dies ist auch hier ein wenig der Fall, aber grundsätzlich klingen die Zolo Liberty+ allerdings wirklich hervorragend.

Es gibt kleinere Schwächen beim Klang Volumen, aber die Dynamik, Detaildarstellung und auch die generelle, sehr lebendige Klangsignatur weiß zu überzeugen und muss sich nicht hinter anderen Bluetooth Ohrhörern verstecken. Hinzu kommt die hervorragende Signalstärke und Qualität.

Kurzum Ihr sucht die aktuell empfehlenswertesten vollständig kabellosen Bluetooth Ohrhörer, denn habt Ihr diese mit dem Anker Zolo Liberty+ gefunden. Auch der Preis von rund 150€ ist absolut gerechtfertigt.

Positiv

  • Hervoragende Haptik des Ladegehäuses
  • Sehr gute Haptik der Ohrhörer
  • Sehr fester Halt ……
  • Guter bis sehr guter Klang, mit klaren Höhen und einem sehr schönen satten Bass
  • Funkverbindung problemlos

 

Negativ

  • ….. fast etwas zu fest

Das Xiaomi Mi Notebook Pro im Test, 15,6 Zoll Display, 8.Gen Intel CPUs und GeForce MX150 für unter 1000€

Xiaomi Notebooks sind etwas Besonderes. Warum? Diese bietet eine unglaublich gute Preis/Leistung. Wo sonst bekommt man ein Ultrabook mit top moderner Hardware und hervorragender Verarbeitung/Ausstattung für gut unter 1000€?

Das neueste und theoretisch beste Notebook in Xiaomis Lineup ist das Mi Notebook Pro mit 15,6 Zoll.

Dieses ist aktuell in drei Versionen zu bekommen, mit dem neuen Intel Core i5- 8250U und 8GB RAM wie auch mit dem i7-8550U und 8GB oder 16GB RAM.

Hinzu kommt bei allen Versionen eine 256GB SSD und eine NVIDIA GeForce MX150 GPU. Gerade letztere ist sehr beeindruckend!

Noch beeindruckender ist aber der Preis. Die i5 Version ist bereits für um die 800€ zu bekommen, die i7 Version für um die 1000€.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob das Xiaomi Mi Notebook Pro wirklich so gut ist, wie es auf dem Papier aussieht!

 

Das Xiaomi Mi Notebook Pro im Test

Mit 15,6 Zoll ist das Xiaomi Mi Notebook Pro kein Ultra kompaktes Notebook, aber durchaus noch als recht portabel einzustufen.

Dies liegt vor allem an der recht geringen Dicke mit rund 1,5cm. Auch die Displayrahmen sind nicht übermäßig groß, weshalb das Mi Notebook Pro durchaus zu den kompakteren 15 Zöllern gezählt werden darf.

Auch das Gewicht ist mit 1,9 KG Okay, gerade wenn man bedenkt das es sich um ein voll Aluminium Notebook handelt!

Xiaomi setzt beim Mi Notebook Pro Unibody-Design. Das bedeutet der komplette untere Teil des Gehäuses besteht aus einem soliden Block Aluminium.

Dies verleiht dem Notebook eine unheimliche Stabilität und Massivität, welche auf bzw. sogar über dem Level eines Apple MacBook Pros liegt. Abseits des Unibody-Designs setzt Xiaomi auf Schlichtheit.

Die Rückseite des Display-Deckels ist beispielsweise komplett clean. Lediglich im Inneren, unter dem Display, ist ein Xiaomi Mi Logo angebracht.

Man könnte durchaus sagen, dass sich Xiaomi etwas an Apple orientiert hat, womit man vermutlich nicht falsch läge. Das Mi Notebook Pro könnte ein Apple MacBook Pro sein! Die Verarbeitung und auch die Haptik sind auf einem vergleichbaren Level, genauso wie die Design Sprache.

Dies ist aber natürlich etwas, was für das Xiaomi Mi Notebook Pro spricht. Ich finde dies einfach schick!

Das einzige was ich etwas zu bemängeln hätte, wäre die recht scharfe untere Kante des Notebooks, was aber ein generelles Problem bei den meisten Aluminium Modellen ist.

Wo sich das Mi Notebook Pro etwas von den Apple MacBook Pros abhebt ist die Port Ausstattung.

Auf der linken Seite ist ein HDMI Port (volle Größe!), zwei USB 3.0 Ports und ein Kopfhöreranschluss zu finden. Auf der rechten Seite sind zwei weitere USB C Ports und ein SD Kartenleser zu finden.

Über den oberen USB C Port wird das Notebook auch geladen. Leider sind die USB C Ports normale USB C Ports, kein Thunderbolt 3.

 

Software

Das Xiaomi Mi Notebook Pro wird mit einem chinesischen Windows 10 ausgeliefert! Diese lässt sich weder auf Deutsch noch auf Englisch umstellen!

Es ist also eine Windows 10 neu Installation nötig. Diese ist an sich kein Problem.

Hier findet Ihr ein passendes Tool von Microsoft, welches Euch Windows 10 auf einen USB Stick installiert.

Verbindet den USB Stick mit dem Mi Notebook und hämmert beim Hochfahren F12 und F8 und wählt dann den USB Stick aus.

Folgt der Anleitung von Windows und nach ca. 10-20 Minuten habt Ihr eine Deutsche Windows 10 Installation.

Wie steht es um die Lizenz? Hier kann ich leider keine verbindliche Aussage machen. Bei mir wurde Windows 10 mit einer Lizenz aktiviert, ich bin mir aber nicht sicher woher die Lizenz kommt. MS sagt es handelt sich um eine digitale Lizenz, welche mit meinem Konto verknüpft war (ich habe aber auf diesem Konto keine freie Windows 10 Home Lizenz?!).

Im schlimmsten Fall müsst Ihr eine Windows 10 Lizenz kaufen! Allerdings könnt Ihr dies auch erst im Nachhinein machen. Man hat nach der Installation 30 Tage Zeit eine gültige Lizenz zu besorgen.

Treiber sind von haus aus bereits alle vorinstalliert, selbst für den Fingerabdruckscanner.

 

Display

Das Xiaomi Mi Notebook Pro verfügt über ein 15,6 Zoll Full HD Display. Das Display ist oft der größte Unterscheidungspunkt, zwischen High End Notebooks und Semi-High End Geräten. Von daher, wie gut ist das Display des Mi Notebook Pro?

Der erste subjektive Eindruck ist gut! Die Schärfe passt, Farben sind klar und kräftig und auch der Kontrast wirkt gut.

Kein Wunder, denn Xiaomi setzt auf ein IPS Panel. Der erste Eindruck ist also gut bis sehr gut.

Dies wird auch von den Messwerten bestätigt. Diese fallen generell sehr gut aus! Eine 93% Abdeckung des sRGB Farbraums und 72% Abdeckung des AdobeRGB Farbraums ist sehr ordentlich!

Auch der Kontrast von 1:840 und die maximale Helligkeit von 297cd/m² ist gut. Allerdings sehe ich gerade bei der Helligkeit noch etwas Luft nach oben, gerade da das Display des Mi Notebook Pros spiegelnd ist.

Für eine Outdoor-Nutzung ist das Notebook daher nur bedingt geeignet. Für die Indoor-Nutzung hingegen ist das Display und auch die Helligkeit mehr als ausreichend.

Abseits davon gibt es qualitativ keine Klagen, selbst für eine professionelle Foto und Videobearbeitung ist das Mi Notebook Pro geeignet.

 

Lautsprecher

Xiaomi wirbt beim Mi Notebook Pro mit „Harman Infinity“ Lautsprechern, welche zudem Dolby Atmos unterstützen.

Es ist aber nichts Neues, dass Notebook Hersteller mit großen Namen werben, dann aber nicht liefern. Ist dies auch beim Mi Notebook Pro der Fall?

Die beiden Lautsprecher des Notebooks sind, auf dessen Unterseite angebracht und sollen den Schall vom Tisch zu Euch reflektieren.

Dies funktioniert auch gut! Die Lautsprecher des Xiaomi Mi Notebook Pro sind top! Anders kann man dies nicht sagen.

Die Lautsprecher besitzen ein großes Klangvolumen und fast so etwas wie Bass. Auch die Klarheit ist gut bis sehr gut. Kurzum dies sind mit die besten Lautsprecher, die ich in einem Notebook dieser Klasse bisher gehört habe.

Mit einer Ausnahme! Betreibt Ihr das Notebook nicht auf einem flachen Untergrund, sinkt die Qualität der Lautsprecher extrem. Die Lautsprecher leben von der Schallreflexion, ist diese nicht vorhanden, da das Notebook auf einem Bett, Euren Beinen usw. steht, werden die Lautsprecher sehr dumpf.

Damit ist das Mi Notebook Pro fürs abendliche im Bett Netflix schauen nur bedingt geeignet, außer Ihr legt Euch ein Buch darunter.

 

Eingabegeräte

WICHTIG! Das Xiaomi Mi Notebook Pro ist nur mit englischem Tastatur Layout verfügbar!

Was bedeutet dies in der Praxis? Grundsätzlich könnt Ihr das Layout auf Deutsch stellen, aber das ändert nicht die Beschriftung.

Beispielsweise bei der englischen Tastatur ist das Z und Y vertauscht. Wenn Ihr nun das deutsche Layout aktiv habt und Ihr drückt das Y erscheint das Z, wie es bei einer deutschen Tastatur der Fall wäre. Die ÜÖÄ Tasten sind gar nicht vorhanden, erscheinen aber wenn Ihr die Taste drückt welche an dieser stelle, ist.

Ihr müsst Euch also einprägen, wo ÜÖÄYZ und diverse Sonderzeichen sind.  Alternativ könnt Ihr auch mit Tastatur Aufklebern arbeiten.

Das Ganze erfordert natürlich etwas Gewöhnung. Hat man sich aber einmal daran gewöhnt kommt man gut mit dem Layout klar.

Zumal die Tastatur des Xiaomi Mi Notebook Pro sehr gut ist! Xiaomi setzt hier auf die üblichen Insel Tasten im MacBook Style, nutzt aber nicht die Butterfly witche, wie es Apple macht.

Dies sehe ich aber als großen Vorteil an! Die Tasten besitzen einen schönen Druckpunkt und auch eine angenehme Drucktiefe. Zwar sind die Tasten nicht übermäßig knackig, wirken aber dennoch recht präzise.

Die Tastatur erinnert mich vom Druckgefühl sehr stark an das Dell XPS 13/15, wodurch ich mich gleich Zuhause gefühlt habe. Selbstverständlich gibt es auch ein weißes LED Backlight.

Kurzum die Tastatur ist top! Diese gefällt mir deutlich besser als das was Apple bei seinen neueren Notebooks macht.

Wie steht es um das Trackpad? Von seiner Beschaffenheit ähnelt auch dieses dem der Apple MacBooks. Xiaomi setzt auf ein großes Glas Trackpad, welches sich auch sehr angenehm anfühlt.

Auch die Nutzung war erfreulich positiv! Ich würde fast sagen, dass dies das beste Trackpad ist das ich bisher bei einem Windows Notebook nutzen durfte.

Es ist präzise, es gibt kein Springen des Mauszeigers oder ähnliches Verhalten und vor allem die Gleiteigenschaften sind Top. Zwar sind Gesten nicht so gut wie bei einem Mac, aber abseits davon keine Klagen.

 

Leistung

Ich habe das Mi Notebook Pro mit Intel Core i7-8550U, 16GB RAM und 256GB SSD gekauft. Dies ist die größte Version für rund 1100€.

Rein aus Preis-Leistung ist allerdings die i5-8250U Version vermutlich fast die interessanteste. Bedenkt aber, dass sich der Arbeitsspeicher des Notebooks nicht upgraden lässt! Die 8GB der kleineren Versionen reicht in der Regel aus, aber kann doch bei starkem Multitasking doch etwas knapp werden. 16GB bietet hier ein etwas größeres Polster.

Die 8. Gen Intel U CPUs bieten generell eine sehr hohe Leistung! Gerade verglichen mit CPUs der 7. Generation, bietet die 8. Generation Intel U CPUs eine deutliche Leistungssteigerung.

Sowohl beim i5 wie auch beim i7 handelt es sich um einen Quad Core, der i7 besitzt aber einen etwas höheren Boost Takt und 8 Threads.

Eine Besonderheit des Xiaomi Mi Notebook Pro ist die NVIDIA GeForce MX150 Grafikkarte. Wer allerdings jetzt eine High End Gaming Leistung erwartet, wird sicherlich enttäuscht. Die MX150 basiert auf der GeForce GT 1030 und ist somit eher als kleines Upgrade zur integrierten GPU zu betrachten.

Beginnen wir mit ein paar Benchmarks.

Grundsätzlich sehen die Benchmarks für ein Notebook, welches auf eine hohe Portabilität ausgelegt ist, sehr gut aus! Sowohl die CPU Leistung wie auch die GPU Leistung macht einen vernünftigen Eindruck.

Allerdings ist der Intel Core i7 8550U im Mi Notebook Pro ein gutes Stück langsamer als beispielsweise im Dell XPS 13 9370. Wie kommt´s?

Der i7 8550U, genauso wie der i5 8250U, besitzt einen dynamischen Takt. Dieser kann zwischen 1,8GHz und 4GHz liegen. Wo der Takt nun genau liegt, hängt von mehreren Faktoren ab, der wichtigste ist die Temperatur. Wird hier ein Limit erreicht, wird der Takt gesenkt.

Der zweite wichtige Faktor ist das Power Limit. Der Hersteller des Notebooks kann beim Prozessor einstellen, wie viel Energie dieser maximal aufnehmen soll. Wird dieses Limit erreicht, reduziert der Prozessor den Takt und Energie zu sparen.

Dieses Power Limit ist beim Xiaomi Mi Notebook Pro recht aggressiv. Beim Dell XPS 13 9370 darf die CPU (Intel Core i7-8550U) maximal 25W bzw. temporär 52W aufnehmen, beim Mi Notebook Pro 15W bzw. 44W.

Dies sorgt dafür, dass sich der Takt bei ca. 2,1GHz bis 2,4GHz einpendelt. Zum Vergleich das Dell XPS 13 9370 erreicht mit gleicher CPU 2,8-3,1GHz, bei konstanter Last.

Dennoch ist der i7-8550U auf keinen Fall als „langsam“ zu bezeichnen, ganz im Gegenteil!

Video und Fotobearbeitung geht absolut problemlos auf dem Mi Notebook Pro. Auch fühlt sich das Notebook im normalen Alltag extrem flüssig und reaktionsfreudig an.

Viel besser geht es für ein Notebook kaum. Dies liegt natürlich auch am Boost Takt. Temporär, beispielsweise beim Starten eines Programms kann das Xiaomi Mi Notebook Pro nochmals deutlich mehr Leistung abrufen (bis zu 3,8Ghz in meinem Test).

Wie steht es um Spiele?

Erfreulicherweise ist die NVIDIA GeForce MX150 durchaus recht fähig. Spiele wie Overwatch, CS GO oder auch ältere AAA Titel wie Skyrim laufen tadellos.

Overwatch läuft auf einer hohen Detailstufe und Full HD Auflösung mit über 60FPS! Selbst auf der höchsten Detailstufe sind immer noch 36FPS möglich. CS GO erreicht auf den höchsten Einstellungen 76FPS im Schnitt, Skyrim auf sehr hoch 51FPS.

Mal eine Runde spielen ist also mit dem Mi Notebook Pro absolut möglich, natürlich nicht immer auf den höchsten Einstellungen, aber die meisten Spiele lassen sich flüssig zum Laufen bekommen.

Wie steht es um die verbaute SSD?

Überraschenderweise nutzt Xiaomi eine NVME SSD im Mi Notebook Pro und nicht mal eine Schlechte. Es ist eine Samsung PM961 verbaut, welche lesend satte 3383MB/s und schreibend 1279MB/s schaffte.

Die SSD im Mi Notebook Pro lässt sich im Übrigen problemlos upgraden, Ihr könnt sogar noch eine zweite M.2 SSD verbauen!

 

Temperatur und Lüfter

Kommen wir zu einem Punkt, welcher mich etwas verwundert hat, die Temperatur des Xiaomi Mi Notebook Pro. In meinem Test erreichte dieses unter 100% Volllast (bei einem Stress-Test) Temperaturen zwischen 46-52 Grad auf der CPU!

Dies ist extrem wenig! Ein Dell XPS 9370 erreicht zwischen 85 und 99 Grad. Der Grund dafür ist recht einfach, das Power Limit von „nur“ 15W. Dies ist für das Kühlsystem einfach absolut problemlos zu bewältigen.

Das Merkwürdige, ich habe auch Berichte gelesen, welche von sehr hohen Temperaturen sprachen, welche ich in keiner Weise nachvollziehen kann.

Es scheint hier ein BIOS Update gegeben zu haben, welches das Power Limit reduziert hat, um die Temperaturen zu senken?!

Diese niedrigen Temperaturen bedeuten natürlich auch das die Lüfter im Notebook selbst unter Volllast fast nicht zu hören sind.

Im Leerlauf ist das Xioami Mi Notebook Pro allgemein komplett leise.

 

Akkulaufzeit

Wie steht es um die Akkulaufzeit des Mi Notebook Pros? Das Notebook verfügt über einen 60Wh Akku, was eine solide Kapazität ist. Xiaomi verspricht eine Laufzeit von 7-8 Stunden.

Wie sieht es in der Praxis aus? Sehr gut! In einem normalen Nutzungsszenario, also beim Webbrowsen/ einer Office Nutzung usw. erreichte ich im Test ca. 8 Stunden Laufzeit.

Selbst bei einer Multitasking Nutzung, Webbrowsen + Office + Musik + diverse Hintergrundanwendungen sollten locker 6-7 Stunden möglich sein. Ein klasse Wert!

Unter Volllast ist natürlich die Laufzeit signifikant niedriger, liegt aber immer noch bei rund zwei Stunden, was kein schlechter Wert ist.

Geladen wird das Notebook über seinen USB C Port. Allerdings könnt Ihr dieses nicht einfach mir jeder Powerbank laden. Die Powerbank/das Ladegerät muss den USB Power Delivery Standard unterstützten, wie auch mindestens 20V 2A liefern können. Die kleineren Powerbanks mit USB Power Delivery, welche nur 30/29W liefern, funktionieren nicht.

 

Fazit

Das Xiaomi Mi Notebook Pro ist ein 1300-1600€ Notebook welches für 800-1000€ verkauft wird, so könnte man dies zusammenfassen.

Der größte minus Punkt ist vermutlich die Tastatur, welche das englische Layout besitzt. Stellt man diese softwareseitig auf Deutsch, sind alle Buchstaben wie gewohnt vorhanden, nur nicht richtig beschriftet. Es erfordert etwas Gewöhnung sich zu merken wo üöä usw. ist oder Tastaturaufkleber.

Ist man aber bereits diesen „Nachteil“ einzugehen, wird man mit einem hervorragenden Notebook belohnt, welches im Test voll überzeugen konnte.

Rein von der Optik und Verarbeitung ist das Mi Notebook Pro auf dem Level eines Apple MacBook Pros, hier gibt es keine Frage. Zwar ist das Notebook mit 15,6 Zoll und einem Gewicht von knapp 2KG nicht ultra kompakt oder leicht, dennoch ist dieses aufgrund der geringen Dicke und kleinen Display Rändern ausreichend portabel, gerade dann, wenn man auf der Suche nach einer mobilen Workstation ist.

Und ja das Mi Notebook Pro kann durchaus im professionellen Umfeld überzeugen. Zum einen besitzt dieses eine reichhaltige Menge an Anschlüssen (2x USB 3.0, HDMI, 2x USB C 1x SD Kartenleser) zum anderen ist auch das Display gut bis sehr gut!

So gut das sogar Foto/Videobearbeitung auf dem Notebook problemlos möglich ist. Man ist hier zwar noch nicht ganz auf dem Level eines Apple MacBooks, liegt aber so auf dem Level eines Dell XPS 13/15 (vielleicht knapp drunter).

Auch die Leistung ist dank 8.Gen Intel CPUs top, keine Klagen hier. Zumal sogar eine MX150 Grafikkarte verbaut ist. Diese ist zwar kein Performance Wunder, reicht aber für mal ne Runde Overwatch oder CS GO, wo die Standard Intel GPU schon am Limit wäre. Lüfter und die generelle Lautstärke ist tadellos. Laut sind wiederum die sehr guten Lautsprecher. Viel mehr Klang kann man nicht in solch ein kompaktes Notebook quetschen, wie es Xiaomi hier gemacht hat.

Kurzum, wenn Ihr ein günstiges High End Notebook sucht und bereit seid etwas von den üblichen Herstellern abzuweichen, dann ist das Xiaomi Mi Notebook Pro eine hervorragende Wahl!

Habt auch nicht zu sehr Angst vor der Bestellung aus Asien. Gearbest (nein ich habe das Mi Notebook Pro selbst gekauft), bietet den Germany Express an. Zoll und Ähnliches wird hier für Euch abgewickelt, es dauert lediglich ein paar Wochen und Hermes bringt Euch das Notebook. Sollte etwas am Notebook sein, bietet Gearbest auch eine Garantieabwicklung an, welche aber natürlich etwas umständlicher ist als bei einem ASUS, Dell usw.

Eure Entscheidung. Mich konnte das Xiaomi Mi Notebook Pro 15,6 im Test und auch im Alltag voll überzeugen!

Positiv

  • Hervorragende Haptik und Optik
  • Sehr gutes Display…..
  • Hervorragende Lautsprecher!
  • Gute Tastatur…..
  • Starkes Trackpad
  • Gute Akkulaufzeit

Negativ

  • ….. könnte für den outdoor Einsatz etwas heller sein
  • …… mit englischem Layout
  • Chinesisches Windows 10 (Windows 10 muss neu installiert werden)

Der Tile Mate Bluetooth Tracker im Test, der beste Bluetooth Schlüsselfinder!

Wer kennt nicht das Problem, man will schnell aus dem Haus aber der verdammte Haustürschlüssel ist mal wieder irgendwo verschollen.

Ich kenne dieses Problem sehr gut! Wäre es da nicht schön, wenn man hier einfach seinen Smart Home Assistenten fragen könnte wo denn der Schlüssel ist. Ganz so weit sind wir technisch noch nicht, allerdings gibt es durchaus Hilfsmittel welche versprechen bei der Suche nach Schlüsseln, Gelbörsen, Taschen und vielen anderen Dingen zu helfen.

Hierbei handelt es sich um Bluetooth Tracker. Diese sind kleine Module, welche man an allen möglichen Dingen befestigen und mit dem Smartphone koppeln kann.

Ein sehr interessantes Modell stammt vom Start Up Hersteller Tile. Der Mate ist mit rund 20€ auf den ersten Blick ein recht attraktives Modell, welches mit einer sehr guten Qualität wie auch App überzeugen soll.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob der Tile Mate Bluetooth Tracker überzeugen kann! An dieser Stelle viele Dank an Tile welche mir den Tracker für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der Tile Mate Bluetooth Tracker im Test

Der Tile Mate selbst ist eine kleine „Plastikkarte“, welche sich beispielsweise an einem Schlüsselbund oder Ähnlichem befestigen lässt.

Diese ist mit 3,4cm x 3,4cm x 0,4cm gerade mal ein kleines Stück größer als eine 2€ Münze, aber mit 6,1g sogar ein Stück leichter.

Das Modul besitzt für eine einfachere Befestigung ein kleines Loch, durch das sich ein Schlüsselring oder eine Schnur anbringen lässt.

Tile wirbt zudem damit, dass der Mate IP57 wassergeschützt ist. IP57 bedeutet das der Tracker temporär sogar in Wasser eintauchen darf.

Rein optisch ist der Tile Mate sehr schlicht gehalten. Die Oberseite ist aus weißem Kunststoff und besitzt mittig nur ein silbernes Tile Logo, unter welchem sich allerdings sogar eine Taste verbirgt.

Erfreulicherweise ist diese Taste relativ schwergängig, sodass ein Drücken aus Versehen erschwert wird.

Die Rückseite des Tile Mate ist aus grauem Kunststoff und besitzt lediglich eine kleine Öffnung für den integrierten Lautsprecher, welcher laut Hersteller 88db schaffen soll.

Rein haptisch macht der Bluetooth Tracker einen vernünftigen Eindruck. Ich würde zwar nicht sagen, dass dieser übermäßig massiv gebaut ist, aber er wird seinen Job machen.

 

Die Tile App und Funktionen

Die Tile App ist für Android und IOS verfügbar und wirkt qualitativ gut gemacht. Nach dem ersten Start der App müsst Ihr Euch beim Hersteller registrieren. Dies geht schnell und problemlos, wahlweise via Facebook oder eMail. Ist die Registrierung geschafft gilt es den Tile Mate zu koppeln.

Auch dies ist sehr schön einfach gemacht. Den Mate neben das Smartphone legen und die Taste auf der Oberseite drücken, fertig.

Ihr könnt dem Tile Mate nun noch ein Objekt zuweisen, Schlüsselbund, Spielzeug usw., und Ihr seid komplett fertig.

Für den Einrichtungsprozess würde ich die volle Punktzahl geben. Auch die App macht generell einen hochwertigen und funktionalen Eindruck.

Neben dem Suchen Eures Tile Mates könnt Ihr auch Euer Smartphone suchen lassen. Es ist hierfür möglich, die App auch auf einem zweiten Gerät zu installieren, welches ersteres lokalisieren/klingeln lassen kann.

 

Suchen und Finden

Der normale Tile Mate besitzt eine Reichweite, laut Hersteller, von 30 Metern. Dies ist natürlich ein theoretischer Wert, welcher auch von Eurem Smartphone und der Umgebung abhängt.

30 Meter kommen in Kombination mit meinem Google Pixel 2 durchaus auf freier Fläche hin.

In einem Haus/einer Wohnung ist es selbstverständlich weniger. Hier würde ich auf 15-20 Meter tippen.

Sucht Ihr nun Euren Tile Mate müsst Ihr in die App gehen. Befindet Ihr Euch innerhalb dieser 15-30 Meter könnt Ihr die Suche regulär beginnen. Auf dem Smartphone wird euch ein Signalstärke in „Balken“ angezeigt, anhand dessen Ihr grob die Richtung einschätzen könnt, zum anderen beginnt der Tile Mate ausreichend laut zu piepen.

Habt Ihr den Mate in der Wohnung verloren ist dieser so schnell wiedergefunden. Das Ganze funktioniert auch andersherum. Drückt Ihr auf dem Tile Mate zweimal schnell auf die Taste beginnt Euer Smartphone zu piepen.

Habt Ihr also Euren Schlüssel, aber das Smartphone ist weg, kann der Tile Mate auch helfen.

Was wenn der Tile Mate außer Reichweite ist? Für diesen Fall wird auf dem Smartphone der letzte bekannte Standort angezeigt.

Dieser muss nicht zwingend dem Ort entsprechen wo Ihr Euren Tile Mate verloren habt, der letzte Standort wird anscheinend nur Intervall artig protokoliert, kann aber ein Hinweis sein. Nähert Ihr Euch Eurem verlorenen Tile Mate könnt Ihr diesen wie gehabt suchen.

Was wenn Ihr Euren Tile Mate immer noch nicht aufspüren könnt?

Es gibt noch eine letzte Möglichkeit, die Community Suche. Ihr könnt Euren Tile zur Suche freigeben, nähert sich nun ein anderer Nutzer mit der installierten Tile App Eurem verlorenen Schlüssel, Geldbörse usw. verbindet sich Euer Tile Mate mit diesem Smartphone und sendet EUCH eine Nachricht mit dem Standort wo das fremde Smartphone Euren Tile gesehen hat.

Dies ist eine klasse Idee! Welche aber natürlich letztendlich von der Verbreitung der Tile Bluetooth Tracker abhängt.

Mich würde es nicht wundern, wenn ich in Eitorf (dem Ort wo ich wohne) der einzige Nutzer mit einem Tile Produkt bin. Vielleicht gibt es auch noch ein paar andere, aber in Großstädten sind sicherlich die Chancen besser.

 

Haltbarkeit und reTile

Sagen wir es ganz klar, nach 12 Monaten müsst Ihr leider Euren Tile Mate wegwerfen. Ja kling hart, ist aber leider so.

Die Batterie des Tile Mate ist nicht vom Nutzer austauschbar, ist diese also leer war es das. Leider gibt allerdings Tile dem Mate ein festes Ablaufdatum, genau nach 12 Monaten nach erster Inbetriebnahme wird der Tracker seinen Dienst verweigern und Ihr müsst einen neuen kaufen.

Aber keine Sorge der Hersteller bietet Euch das reTile Programm an. Ihr schickt Euren alten Tile Mate ein und erhaltet einen neuen mit 40% Rabat. Ich weiß, dass dies für viele meiner Leser ein no Go ist, was ich auch verstehen kann.

Wenn man ein Produkt kauft, ist es ein unschönes Gefühl, dass dieses ein festes Ablaufdatum besitzt. Wobei mich das weniger stört. Es hat durchaus praktische Vorteile, dass die Batterie im Tile Mate nicht vom Nutzer austauschbar ist.

Der Bluetooth Tracker lässt sich so kompakter gestalten und das Erzielen der Wasserdichtigkeit ist einfacher. Was mich stört, ist dieses feste Ablaufdatum. Es kann durchaus sein das die Batterie sich nach 12 Monaten dem Ende zuneigt, aber dies wird nie im Leben genau 12 Monate sein.

 

 

Fazit

Der Tile Mate ist grundsätzlich eine volle Empfehlung wert! Viel besser kann man einen Bluetooth „Schlüsselfinder“ bzw. Bluetooth Tracker nicht umsetzen.

Das meine ich sowohl in Bezug auf die Hardware wie auch auf die Software. Der Tile Mate ist kompakt genug, dass dieser an einem Schlüsselbund nicht stört, ist aber auch ausreichend robust und sogar wasserdicht.

Funktional kann ich mich auch nicht beklagen. Ihr könnt Euren Tile Mate auf eine Distanz von 30 Metern (ca. 15-20 Meter innen), suchen und auch zum Klingeln bringen.

Darüber hinaus gibt Euch die App einen Suchradius an, in welchem diese das letzte Mal mit dem Tile Mate verbunden war, sodass Ihr dorthin zurückkehren könnt. Könnt Ihr Euren Schlüssel dennoch nicht finden könnt Ihr die Community Suche starten.

Nähert sich per Zufall ein anderer Tile Nutzer mit der App installiert Eurem Tile Mate, erhaltet Ihr eine Benachrichtigung wo dies der Fall war. So könnt Ihr dort Euer Glück versuchen.

Eine klasse Idee!

Leider hat der Tile Mate allerdings auch eine Schwäche, die Batterie bzw. die Lebensdauer. Ein Tile Mate funktioniert nur 1 Jahr lang. Danach verweigert dieser den Dienst und Ihr müsst einen neuen kaufen bzw. den alten zum Hersteller zurücksenden (dann gibt es 40% Rabatt).

Dies ist ohne Frage ein etwas fader Beigeschmack.

Dennoch, abseits dieser Schwäche ist der Tile Mate ein nahezu perfektes Produkt! Ich wüsste aus dem Bauch heraus nicht, wie man einen Bluetooth Tracker funktional besser machen könnte.

Von daher Daumen hoch für den Tile Mate! Eine perfekte Umsetzung eines Bluetooth Trackers.

Das Corsair HS50 Headset im Test, einfach, schlicht, günstig und gut!

Corsairs Gaming Produkte zeichnen sich in der Regel vor allem durch eine sehr auffällige Optik mit vielen LEDs und Bonus Featuren aus.

Hier war es für mich fast etwas überraschend als ich das neue HS50 Headset gesehen habe. Das Corsair HS50 tanzt hier ganz klar etwas aus der Reihe, denn anstelle viele Bonus Funktionen zu bieten und bunte LEDs, besinnt sich Corsair auf die Basics.

Das HS50 ist auf den ersten Blick ein sehr einfaches Gaming Headset, ohne unnötigen Schnickschnack oder einer zu auffälligen Optik, dafür aber mit einem sehr angenehmen Preis von rund 60€.

Hat hier Corsair das ideale Headset auf den Markt gebracht, für den Nutzer der einen guten Stereo Klang sucht und auf RGB LEDs, virtuellen Raumklang usw. verzichten kann?

Finden wir dies im Test des Corsair HS50 heraus! Kann dieses überzeugen?

 

Das Corsair HS50 Headset im Test

Das Corsair HS50 ist auf den ersten Blick ein sehr schlichtes Headset. Wie schlicht hängt letztendlich etwas von Eurer Farbwahl ab. Das HS50 ist in drei Farben verfügbar, wobei Ihr hier nur die Akzentfarbe wählen könnt. Die Grundfarbe ist immer schwarz, hinzu kommt ein blauer, grüner oder schwarzer Ring um die Ohrmuscheln.

Entscheidet Ihr Euch für Schwarz auf Schwarz, dann ist das HS50 auch wirklich zu 100% in Schwarz gehalten. Hierdurch bekommt das Headset eine sehr professionelle, erwachsene Optik.

Im Gegenzug könnte man aber auch behaupten, dass das HS50 so etwas langweilig aussieht. Letztendlich hängt diese Entscheidung von Eurem Geschmack ab.

Wie auch die Farbwahl ist auch die Form und Haptik „klassisch“. Das HS50 besitzt recht große Ohrmuscheln, welche primär aus Kunststoff bestehen.

Die Aufhängung, wie auch die Abdeckung auf der Rückseite der Ohrmuscheln besteht allerdings aus Aluminium.

Aufgrund dieser Gitternetzabdeckung auf der Rückseite der Ohrmuscheln, erinnert das HS50 etwas an die Kopfhörer von Sennheiser.

Allerdings ist diese Gitternetzabdeckung hier komplett ein optisches Element, denn die HS50 sind geschlossene Kopfhörer, welche auch eine recht starke Schallisolierung bieten.

Vielleicht ist Euch etwas aufgefallen, wo ist das Mikrofon?

Das Mikrofon der HS50 ist abnehmbar! Nutzt Ihr dieses nicht oder wollt Ihr die Kopfhörer in der Öffentlichkeit einsetzen, könnt Ihr dieses weglassen. Sehr praktisch wie ich finde.

Das Kabel ist allerdings fest mit den Kopfhörern verbunden. Wichtig, das Kabel des HS50 ist lediglich 1,8 Meter lang, für die Nutzung an einer Spielekonsole ideal, genau wie für ein Notebook, allerdings an einem Desktop PC könnte dies ohne Verlängerung etwas eng werden.

Auch endet das Kabel lediglich auf einem kombinierten Stecker für Kopfhörer und Mikrofon. Hier legt Corsair allerdings einen Adapter auf getrennte Stecker bei.

Der Lautstärkeregler ist gemeinsam mit der Mikrofon Mute Taste nicht am Kabel angebracht, sondern auf der Rückseite der linken Ohrmuschel.

Sowohl das Drehrad für die Lautstärke, wie auch die Taste für das Mikrofon machen qualitativ ähnlich wie das gesamte Headset einen starken Eindruck.

Generell würde ich mir beim HS50 keine Sorgen machen das dieses schnell kaputt geht. Das Headset wirkt sehr massiv und wertig gemacht. Hier liegt man ganz klar eine Stufe über den üblichen Gaming Headsets.

 

Tragekomfort

Das Corsair HS50 besitzt recht dicke und großzügig gepolsterte Ohrmuscheln, welche zudem auch recht groß ausfallen.

Daher müsste doch der Tragekomfort Top sein? Jein, zwar sind die Ohrmuscheln dick gepolstert, allerdings ist die Polsterung relativ hart und der Anpressdruck recht hoch.

Eine etwas weichere und anschmiegsame Polsterung hätte ich begrüßt. Der Tragekomfort ist nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Hier landet das Corsair HS50 irgendwo im Mittelfeld.

 

Klang

Die spannendste Frage beim Corsair HS50 ist ganz klar wie dieses klingt. Kann hier das Headset überzeugen?

Ja! Das Headset liefert sehr einen guten Stereo Klang.

Beginnen wir bei den Höhen. Diese sind klar und angenehm sauber. Dabei werden diese allerdings nicht unangenehm spitz oder zu anstrengend. Corsair hat hier wirklich einen guten Mittelweg aus angenehm abrundend und schrill gefunden.

Die Mitten beim HS50 sind wie bei vielen Gaming Headsets leicht betont. Dies wird gemacht um Schritte und ähnliche Geräusche in Spielen etwas mehr hervorzuheben. Leider hat dies aber auch den Nachteil das beispielsweise Musik hierdurch etwas „dumpf“/bauchig klingen kann.

Dies auch etwas beim Corsair HS50 der Fall. Allerdings ist dieser Effekt hier deutlich schwächer ausgeprägt als bei sehr vielen anderen Gaming Headsets. Hierdurch klingen sowohl Spiele, wie aber auch Musik sehr ordentlich.

Wie steht es um den Bass? Die Corsair HS50 haben einen recht kräftigen Kickbass/oberen Bass Bereich. Hierdurch hat das Headset gerade bei höheren Pegeln einen durchaus sehr ordentlichen Punch inne. Allerdings wird der Bass nicht künstlich aufgedickt. Hierdurch wirkt der Bass, sowohl in Spielen aber auch gerade bei Musik, spaßig aber auch nicht unnatürlich.

Ich finde die Masse des Basses ziemlich Ideal gewählt. Die HS50 machen spaß! Auf hohen Pegeln kann das Headset auch anfangen zu Vibrieren. Wobei dies nur teilweise an der Masse des Bass liegt, sondern auch am unheimlichen Pegel welches das Headset schafft.

Ich glaube zurecht behaupten zu können, dass dies die lautesten Kopfhörer/Headset sind, welche ich jemals aufhatte. Selbst an einem Smartphone wird das Corsair HS50 problemlos extrem Laut, ohne dabei zu verzerren. Ich höre sehr gerne laut Musik, von daher heißt dies schon etwas, wenn ich so was sage.

Ist das Corsair HS50 nur für Gaming geeignet? Nein! Das Corsair HS50 ist ein starkes allround Headset. Ich kann dieses für Spiele, Musik und Filme gleichermaßen empfehlen.

Bleibt noch eine Frage, wie ist die Ortung in Spielen? Grundsätzlich bietet das HS50 eine gute bis sehr gute räumliche Auflösung. Der Klang wird gut in die Breite und auch Tiefe gezogen. Dies ist nicht nur in Spielen, sondern auch in Musik der Fall.

Dies hilft ganz klar bei der Ortung von Schritten und ähnlichen Geräuschen, welche mir beim HS50 leichter viel als bei einigen „7.1 virtueller Surround Sound“ Headsets. Über diese gute natürliche Räumlichkeit hinaus, hängt es von Eurer Soundkarte ab welche Raumklang-Modi diese unterstützt.

 

Fazit 

Ihr sucht ein einfaches und gutes Headset, welches nicht versucht es mit bunten LEDs, 7.1 virtuellem Raumklang usw. von möglichen akustischen Schwächen abzulenken?

Dann seid Ihr beim Corsair HS50 an der richtigen Adresse!

Das Headset bietet einen starken Klang, mit einem guten Schuss Bass, sauberen Höhen und deutlichen Mitten, welcher sich sowohl für Spiele, wie aber auch für Musik gut eignet. Das HS50 ist ein Allrounder wie er im Bilderbuch steht.

Nein das HS50 besitzt keinen virtuellen Raumklang oder Ähnliches was Eure Gaming Leistung 10000% besser macht. Dafür besitzt allerdings das HS50 eine von Natur aus gute räumliche Auflösung, welche in Spielen besser helfen kann als ein schlechter virtueller Raumklang.

Hinzu kommt die sehr robuste und gute Verarbeitung des Headsets. Das HS50 ist kein billiger Plastikbomber!

Wenn ich etwas bemängeln müsste, wäre es vermutlich die etwas harten Ohrpolster, welche dafür aber ausreichend dick und groß sind.

Kurzum das Corsair HS50 ist ein sehr starkes Headset für alle Puristen welche ein vernünftiges Headset ohne viel Schnickschnack zu einem fairen Preis suchen!

Positiv

  • Guter Klang
  • Sehr gute Verarbeitung und Haptik
  • Fairer Preis
  • Schlichte, aber schicke Optik
  • Dicke Polsterung….

 

Negativ

  • …. Welche allerdings etwas fest ist