Anker PowerPort+ 5 Premium USB C Ladegerät mit Power Delivery im Test

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USB C ist ein sehr multifunktionaler Port und unterstützt als erster USB Anschluss das Laden von „High Power“ Geräten.

Hierbei spreche ich von Dingen wie Notebooks oder anderen energiehungrigeren Geräten welche ansonsten ein proprietäres Netzteil hätten.

Dafür gibt es eine Erweiterung des USB C Standards welcher auf den Namen „Power Delivery“ hört, der es ermöglicht bis zu 100W über den USB C Port zu übertragen.

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Natürlich stürzten sich die Zubehörhersteller auf solch einen Standard. Auch Anker, welche mittlerweile einen sehr guten Ruf genießen, hat mit dem PowerPort+ 5 Premium ein Multiport USB Ladegerät mit USB C Port im Sortiment welches eben jenen Power Delivery Standard unterstützt.

Kann das Ladegerät im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Das Anker PowerPort+ 5 Premium USB C Ladegerät mit Power Delivery

Vom Aufbau entspricht das Anker PowerPort+ 5 weitestgehend dem üblichen Standard für Multiport Ladegeräte.

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Heißt, das PowerPort+ ist ein recht flacher, länglicher Kasten welcher auf seiner Front insgesamt fünf Ports mitbringt.

Das Gehäuse besteht größtenteils aus einem normalen glatten Plastik, Gott sei dank hat Anker auf Hochglanz Kunststoff verzichtet.

Die Front ist allerdings aus Aluminium gefertigt welche dem Gerät einen „Premium Look“ verleiht. Aber die größte Besonderheit ist sicherlich der USB C Port, dieser besitzt eine blaue Umrandung und ist etwas von den vier anderen „normalen“ USB Ports getrennt.

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Die vier normalen USB Ports unterstützten jeweils eine maximale Geschwindigkeit von 2,4A, bei einer gleichzeitigen Nutzung liegt allerdings das Maximum bei 6A.

Diese Ports sind zusätzlich mit Ankers PowerIQ Technologie wie auch mit VoltageBoost ausgestattet. PowerIQ soll das angeschlossene Endgerät erkennen und dementsprechend die optimale Performance liefern und ja, Anker Ladegeräte sind bekannt für ihre sehr hohe Ladegeschwindigkeit mit diversen Geräten.

Fast genauso interessant ist VoltageBoost. VoltageBoost erkennt, so zu mindestens Anker, den Widerstand Eures verwendeten Ladekabels und passt dementsprechend die Spannung an um dies zu kompensieren und ja, dies funktioniert wirklich.

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Kommen wir aber zu USB C Port. Ähnlich wie bei Quick Charge 3.0 unterstützt dieser mehrere Ladespannungen. Das angeschlossene Endgerät kann eine Spannung zwischen 5V und 20V wählen.

Damit ist das PowerPort+ 5 Premium in der Lage auch Notebooks oder 2 in 1 Geräte mit Energie zu versorgen, sofern diese den Power Delivery Standard unterstützen! 

Die maximale Leistung über den USB C Port liegt bei 30W (5V/3A, 9V/3A, 15V/2A, 20V/1,5A).

Wichtig, Power Delivery, auch wenn es sich auf dem ersten Blick sehr ähnelt, ist nicht Quick Charge 3.0! Quick Charge 3.0 ist eine Technologie von Qualcomm, USB C + Power Delivery ist hingegen eine etwas universelle Technologie, welche leider aktuell noch nicht so oft verwendet wird.

Das PowerPort+ 5 Premium USB Ladegerät ist nicht mit Quick Charge 3.0 kompatibel!

 

Wie teste ich?

Grundsätzlich messe ich Spannung und Stromstärke mit einem „PortaPow Premium USB + DC Power Monitor Leistungsmesser / Leistungsmessgerät Digital Multimeter Amperemeter V2“.

Dieses liefert eine Messgenauigkeit auf bis zu 0.0001 A-0.0001 V.

Als konstante Last nutze ich USB Widerstände. Mit diesen werde ich das Netzteil ca. 4 Stunden mit 90+% Last „quälen“ wobei ich die Temperatur messe und schaue ob es Auffälligkeiten (oder sogar Ausfälle) gibt.

Zu guter Letzt checke ich ob es an verschiedenen Endgeräten „Probleme“ beim Laden gibt. Wichtig meine Ladegeschwindigkeits Tests führe ich mit einem Referenz-Kabel durch. Auf der microUSB Seite wäre dies das 1 Meter Kabel von Mr.Flux oder von Anker, beide Kabel liefern die bestmögliche Ladeleistung. Für Apple Geräte verwende ich das Original Apple Kabel, nicht weil es das beste ist sondern einfach weil es jeder hat.

Solltet Ihr andere Ladekabel verwenden kann dies eure Ladegeschwindigkeit Negativ beeinflussen, siehe ein Test dazu HIER.

Das Messen des Stromverbrauchs im Leerlauf geschieht mit einem Voltcraft Energy Logger 4000.

Wichtige Information zur Ladegeschwindigkeit. Nur weil ein USB Ausgang maximal 2,4A oder 2A liefern kann, bedeutet dies noch lange nicht, dass Smartphone, Tablet und Co. auch mit der maximalen Geschwindigkeit an diesem Port laden. Hier spielen noch andere Faktoren eine Rolle. Dementsprechend ist diese Aussage welche oftmals getroffen wird „Powerbank XYZ ist super schnell da sie einen 2,4A Ausgang besitzt“ nicht ganz richtig. In der Praxis gibt es teilweise massive Unterschiede zwischen einzelnen Modellen auch wenn die USB Ports angeblich die gleiche maximale Leistung liefern können.

 

Testergebnis zum Anker PowerPort+ 5 Premium 

Wie auch von einem Anker Ladegerät zu erwarten, hatte dieses kein Problem damit meinem Belastungstest standzuhalten. Dabei war die Hitzeentwicklung in einem normalen Rahmen.

Der Energieverbrauch im Leerlauf lag bei rund 0,3W, was für ein 5 Port Ladegerät ein guter Wert ist und die mittlere Effizienz lag laut meinen Messungen bei 84%.

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Wie sieht es mit der Ladegeschwindigkeit aus?

Es ist ein Anker USB Ladegerät also ist die Ladegeschwindigkeit natürlich gut, wenn nicht sogar sehr gut! Sowohl mit meinen Android Smartphones wie auch mit meinem iPhone 6+ konnte ich eine sehr gute Ladegeschwindigkeit am PowerPort+ 5 Premium erreichen.

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Allerdings ist auch noch etwas Luft nach oben, das PowerPort+ 6 erreichte nochmal mit einigen Smartphones eine etwas höhere Ladegeschwindigkeit (z.B. beim LG G5 1,4A vs 1,72A).

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Trotzdem konnte das PowerPort+ 5 Premium vollkommen überzeugen!

 

Fazit zum Anker PowerPort+ 5 Premium Ladegerät

Solltet Ihr schon zu den Nutzern gehören welche ein Notebook besitzen welches via USB C geladen werden kann und welches den  Power Delivery Standard unterstützt, dann kann ich das PowerPort+ 5 nur empfehlen!

Dies gilt natürlich auch für Nutzer des 12″ Apple MacBooks.

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Aber auch abgesehen von dem USB C Port kann das PowerPort+ 5 überzeugen. Die vier normalen USB Ports bieten eine hohe Ladegeschwindigkeit und allgemein betrachtet ist das Ladegerät technisch sehr solide.

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Von daher Daumen hoch für das PowerPort+ 5 Premium! Solltet Ihr allerdings nur ein Smartphone mit USB C besitzen, würde ich eher zum PowerPort+ 6 raten, das zwar keinen gesonderten USB C Port mit Power Delivery besitzt, dafür aber das, bei Smartphones sehr viel weiter verbreitete, Quick Charge.

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Michael Barton
Michael Barton
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