Suche

Das AUKEY PA-Y7 USB C Ladegerät mit USB C Power Delivery im Test

USB Power Delivery ist der Ladestandard der Zukunft. Auch wenn dieser nicht so groß beworben wird wie Quick Charge und ähnliche Schnellladestandards gibt es doch mehr Geräte, welche USB Power Delivery unterstützen als man so denkt. Hierzu gehören die Apple MacBooks und MacBooks Pro wie auch die Nintendo Switch und auch diverse neuere Smartphones wie das LG G6, Huawei P10 oder auch Samsung Galaxy S8.

Es loht sich also nach Zubehör mit USB Power Delivery Support umzusehen, jedoch von diesem gibt es nur sehr wenig, erstaunlicherweise.

Das AUKEY PA-Y7 USB C Ladegerät gehört zu einem der ersten Modelle auf dem Markt mit USB Power Delivery Support, womit dieses sich in der Theorie hervorragend für das Apple MacBook, Nintendo Switch und co. eignet.

Aber taugt das AUKEY PA-Y7 auch in der Praxis? Schauen wir uns dies im Test an!

 

Das AUKEY PA-Y7 USB C Ladegerät mit Power Delivery im Test

Auf den ersten Blick ist das AUKEY PA-Y7 ein normales, vielleicht etwas größeres, „Smartphone Ladegerät“.

AUKEY setzt bei diesem auf ein einfaches mattschwarzes Plastikgehäuse. Qualitativ ist dieses an sich in Ordnung, auch wenn AUKEY mal wieder etwas Probleme mit den Details hat. Je nach Blickwinkel sieht es so aus als hätte das Plastik Flecken. Dies ist leider bei vielen matt Schwarzen AUKEY Produkten und kommt aufgrund des Herstellungsprozess.

Erst auf dem zweiten Blick erkennt man die interessanten Features. Das erste was auffällt ist der Adapter. Auf dem Ladegerät ist ein Adapter aufgesetzt welcher den USB C Port in zwei normale USB Ports umwandelt.

An sich eine sehr nette Idee, aber natürlich erhält man durch diese Ports nicht das Schnellladen via USB power Delivery wofür man dieses Ladegerät gekauft hat.

Es handelt sich hierbei wirklich nur um einen Adapter um beispielsweise Bluetooth Lautsprecher zu laden, die noch auf microUSB setzen.

Wird dieser Adapter abgenommen findet sich der eigentliche Star, der USB C Port. Das AUKEY PA-Y7 kann über diesen bis zu 29W Strom übertragen.

Hierbei unterstützt dieses 5V 3A, 9V 3A und 14,5V 2A.

Ich spreche immer in höchsten Tönen von USB Power Delivery, aber was ist das Ganze überhaupt? Die normalen USB Ports wurden ursprünglich nicht zum Laden von Smartphones oder allgemein zum übertragen von höheren Energiemengen designt. Normale USB Ports sind auf eine maximale Leistung von 0,5A ausgelegt, alles darüber hinaus ist, wenn man so will, außerhalb der Spezifikationen, wurde aber halt aus der Not heraus gemacht um Smartphones vernünftig laden zu können.

Da Smartphones aber immer größere Akkus bekamen, mussten sich die Hersteller etwas ausdenken um noch mehr Energie über den USB Port übertragen zu können. Daher haben sich diverse Hersteller spezifische Schnellladestandards ausgedacht wie Quick Charge. Diese setzen zumeist auf eine höhere Kommunikation zwischen Ladegerät und Smartphone wie auch auf eine höhere Spannung als die USB typischen 5V.

Jedoch diese Hersteller spezifischen Ladestandards sind natürlich sSuboptimal“ da hier jeder sein eigenes Süppchen kocht. Mit dem neuen USB C Standard hatte sich aber die Möglichkeit geboten, einen gemeinsamen und „offiziellen“ Ladestandard einzuführen, welcher zwischen 15W und 100W durch den USB C Port jagen kann. Dieser offene Standard, den jeder Hersteller nutzen kann, heißt USB Power Delivery.

Hierbei kann, nach Absprache zwischen Ladegerät und Endgerät, die Spannung von 5V auf bis zu 20V angehoben werden, was auch das Laden von Notebooks ermöglicht.

Wichtig nicht jedes Ladegerät unterstützt alle Spannungsstufen! Beispielsweise das hier getestete AUKEY PA-Y7 unterstützt 5V, 9V und 14,5V aber nicht die 20V Spannungsstufe, die für viele Windows Notebooks nötig ist!

 

Wie teste ich?

Grundsätzlich messe ich Spannung und Stromstärke mit einem „PortaPow Premium USB + DC Power Monitor Leistungsmesser / Leistungsmessgerät Digital Multimeter Amperemeter V2“.

Dieses liefert eine Messgenauigkeit auf bis zu 0.0001 A-0.0001 V.

Als konstante Last nutze ich USB Widerstände. Mit diesen werde ich das Netzteil ca. 4 Stunden mit 90+% Last „quälen“ wobei ich die Temperatur messe und schaue ob es Auffälligkeiten (oder sogar Ausfälle) gibt.

testsetup-1

Zu guter Letzt checke ich ob es an verschiedenen Endgeräten „Probleme“ beim Laden gibt. Wichtig meine Ladegeschwindigkeits Tests führe ich mit einem Referenz-Kabel durch. Auf der microUSB Seite wäre dies das Powerline von Anker, beide Kabel liefern die bestmögliche Ladeleistung. Für Apple Geräte verwende ich das Original Apple Kabel, nicht weil es das beste ist sondern einfach weil es jeder hat.

Solltet Ihr andere Ladekabel verwenden kann dies eure Ladegeschwindigkeit Negativ beeinflussen, siehe ein Test dazu HIER.

Das Messen des Stromverbrauchs im Leerlauf geschieht mit einem Voltcraft Energy Logger 4000.

Wichtige Information zur Ladegeschwindigkeit. Nur weil ein USB Ausgang maximal 2,4A oder 2A liefern kann, bedeutet dies noch lange nicht, dass Smartphone, Tablet und Co. auch mit der maximalen Geschwindigkeit an diesem Port laden. Hier spielen noch andere Faktoren eine Rolle. Dementsprechend ist diese Aussage welche oftmals getroffen wird „Powerbank XYZ ist super schnell da sie einen 2,4A Ausgang besitzt“ nicht ganz richtig. In der Praxis gibt es teilweise massive Unterschiede zwischen einzelnen Modellen auch wenn die USB Ports angeblich die gleiche maximale Leistung liefern können.

 

Wie funktioniert das AUKEY PA-Y7 in der Praxis?

Folgende Geräte habe ich am AUKEY PA-Y7 USB C Ladegerät getestet:

  • Apple MacBook Pro 13“ 2016
  • Dell XPS 13
  • Apple iPad Pro 10.5
  • LG G6
  • Samsung Galaxy S8 +
  • Nintendo Switch

Beginnen wir mit dem sicherlich wichtigsten Gerät, wenn es um USB Power Delivery geht, dem Apple Macbook Pro.

Ja, dieses lädt am AUKEY PA-Y7 problemlos! Bedenkt aber die Leistung welche bei nur 29W liegt! Diese 29W landen auch im MacBook (14,2V 1,98A),  jedoch dauert das Laden rund doppelt so lang wie mit dem original Ladegerät bzw. wenn das MacBook Pro höher ausgelastet ist, kann es passieren das dieses gar nicht lädt!

Im normalen Officebetrieb mit 1-2 Webbrowser Tabs im Hintergrund wird der Akku langsam geladen. Beim 13 Zoll MacBook pro dauert eine vollständig Akkuladung so ca. 3-4 Stunden. Ähnliches gilt auch für andere leichte Aufgaben wie Videos schauen, im Web surfen usw. Wenn es aber um Foto und Videobearbeitung geht, wird sich das MacBook Pro während der Arbeit langsam weiter entladen!

Damit ist das AUKEY PA-Y7 weniger als Hauptladegerät geeignet, sondern eher als Zweitladegerät für die Uni, das Schlafzimmer oder unterwegs.

Das Aufladen ist im Übrigen rund 3 mal so schnell wie an einem 08/15 USB Ladegerät an welchem man ja auch das MacBook Pro laden kann.

Beim Dell XPS 13 hingegen sieht es schlecht aus. Dem AUKEY PA-Y7 fehlt die 20V Spannungsstufe und kann daher das XPS gar nicht laden! Auch viele andere Windows Notebooks werden nicht am AUKEY laden können.

Was das AUKEY PA-Y7 wiederum laden kann, ist die Nintendo Switch und das sogar schnell. In meinem Test erreichte ich eine Ladegeschwindigkeit von 14,5V und rund 1A (0,98A) was einer Ladeleistung von 14,5W entspricht. An einem normalen USB Ladegerät ohne USB Power Delivery erreicht die Switch nur 8-9W.

Auch das neue Apple iPad Pro 10.5 lässt sich mit dem passenden USB C zu Lightning Kabel schnellladen. Ich konnte hier erneut ziemlich genau die maximalen 14,5V 1,98A messen.

Mehr zum Thema iPad Pro schnellladen HIER.

Auch diverse neuere Smartphones lassen sich mit dem AUKEY PA-Y7 schnellladen. Hierzu gehört beispielsweise das LG G6 welches 9V 1,64A erreicht. Aber auch andere Modelle wie das Samsung Galaxy S8 oder Huawei P10 unterstützen USB Power Delivery zum schnellladen, auch wenn dies von den Herstellern meist nicht an die große Glocke gehangen wird.

Natürlich lassen sich auch generell alle anderen Smartphones mit USB C Port am AUKEY PA-Y7 problemlos laden. Ihr müsst Euch hier keine Sorgen machen bezüglich der höheren Spannung usw.

Wenn Euer Smartphone kein USB Power Delivery unterstützt, verhält sich das AUKEY PA-Y7 wie ein völlig normales 5V 3A USB Ladegerät.

Noch ein wenig Generelles. Im Leerlauf verbrauchte das Ladegerät rund 0,4W und die Effizienz unter Volllast lag bei 89%. Das ist ziemlich ordentlich!

Und ehe die Frage kommt, ja es ist normal, dass sich das Ladegerät recht stark erwärmt. Solche Geräte können in der Regel Temperaturen von 60Grad+ problemlos aushalten, kein Grund zur Sorge.

 

Fazit

Das AUKEY PA-Y7 ist ein ordentliches USB Ladegerät. Lasst Euch hier nicht von den mittelmäßigen Amazon Bewertungen allzu sehr abschrecken. Die Meisten beschweren sich darüber, dass das AUKEY PA-Y7 29W Ladegerät das Apple MacBook Pro langsamer lädt als das original 63W Ladegerät, Überraschung Überraschung.

Natürlich würde ich das AUKEY PA-Y7 nicht als Haupt-Ladegerät für das Apple MacBook Pro empfehlen. Hierfür fehlt diesem ganz klar etwas Leistung. Jedoch für ans Bett oder ins Wohnzimmer, also für Orte wo man meist eh keinen Video Schnitt betreibt und damit die hohe Leistung nicht braucht, taugt das AUKEY PA-Y7 vollkommen.

Für ein 2000€ Notebook würde ich doch eher zu einem größeren Ladegerät raten. Das AUKEY PA-Y7 ist für mich viel mehr für Smartphones oder beispielsweise die Nintendo Switch zu empfehlen. Hier macht die Preis- Leistung auch am meisten Sinn ein 23€ Ladegerät für eine 300€ Konsole, kann man machen.

Auch für die neueren Powerbanks welche USB Power Delivery zum Aufladen unterstützen, taugt das AUKEY PA-Y7 vollkommen.

AUKEY PA-Y7
Leistung29W
Preis  Derzeit nicht verfügbar bei Amazon
Ports1x USB C
Strom Aufnahme Leerlauf0,4W
Last Test bestanden?Ja
SpulenfiepenNein
Effizienz89%
LG G6++ (Schnellladen wird Unterstützt)
Samsung Galaxy S8+++ (Schnellladen wird Unterstützt)
Nintendo Switch++ (Schnellladen wird Unterstützt)
Apple MacBook Pro+ (29W)
Dell XPS 13
Apple iPad Pro 10.5++ (Schnellladen wird Unterstützt)
Testergebnis★★★★★ 82%
Tags:

1 Kommentar

  1. getchaos 24. Oktober 2017

    Lädt es auch die Switch im Docked Modus?`
    Suche eine von den Abmessungen kleinere Alternative zum Switch Netzteil. Habe einen HDMI Hub, der mit der Switch funktioniert, aber nur, wenn genug Strom geliefert wird.

    Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.