Das Dell Alienware 13 mit OLED Display im Test

Mit dem Alienware 13 versucht Dell ein relatives kompaktes allround Gaming Notebook mit ordentlich Leistung und Features an den Kunden zu bringen. Dies passt auch zum Trend der immer kleineren Gaming Notebooks.

Alienware ist hier natürlich nicht alleine, auch andere Hersteller versuchen in diesem Segment auf Kundenfang zu gehen wie beispielsweise Razer, MSI, Asus usw.

Wie gut hat Dell mit dem Alienware 13 seine Hausaufgaben gemacht? Kann das neue Alienware 13 mit OLED Panel im Test überzeugen? Finden wir dies heraus!

 

Technische Daten und Versionen

Das Alienware 13 ist in sehr vielen unterschiedlichen Versionen erhältlich! Das kleinste Alienware 13 kommt mit Intel Core i5, Nvidia GTX1050 und 8GB RAM, das größte mit Intel Core i7, Nvidia GTX 1060 und 32GB RAM.

Der Speicher liegt bei jeder Version bei 256GB (NVME SSD) lässt sich aber in der Aufpreisliste auf bis zu 2TB erweitern.

Ein weiterer sehr signifikanter Unterschied ist das Display. Die kleinste Version kommt mit einem etwas traurig wirkenden 1.366 x 768 TN Panel (ich kann von dieser Version nur abraten), die mittleren Versionen mit einem Full HD IPS Panel und die größte Version mit einem 2.560 x 1.440 OLED Panel.

Gerade letzteres ist natürlich eine absolute Besonderheit, Notebooks mit OLED Panel sind sehr selten, dementsprechend zahlt man auch einen guten Aufpreis.

Grundsätzlich finde ich es sehr gut, dass es das Alienware 13 in vielen unterschiedlichen Versionen gibt, Auswahl ist immer gut! Jedoch die unterste Version mit 1.366 x 768 TN Panel für rund 1500€ hätte sich Dell vielleicht doch verkneifen können.

Dell hat mir freundlicherweise die größte Version des Alienware 13 für diesen Test zur Verfügung gestellt.

Meine Daten beziehen sich also auf folgende Version:

ALIENWARE 13
Intel Core i7-7700HQ
NVIDIA GeForce GTX 1060 mit 6GB GDDR5
13,3-Zoll-OLED-Display, QHD (2.560 x 1.440)
16 GB DDR4-Speicher, 2.400 MHz
256 GB PCIe SSD
Höhe: 22 mm (0,87 Zoll) mit Touchscreen, 24 mm (0,94 Zoll) ohne Touchscreen
Breite: 330 mm (13 Zoll)
Tiefe: 269 mm (10,6 Zoll)
Durchschnittliches Gewicht: 2,6 kg (5,8 lb)2

 

Das Dell Alienware 13 im Test

Wie alle Alienware Produkte ist auch das Alienware 13 optisch „Geschmacksache“. Klar, wer ein Business Notebook sucht, greift auch nicht zu Alienware.

Jedoch finde ich das Alienware 13 durchaus geschmackvoll. Die Oberseite des Notebooks besitzt zwar das etwas auffällige Alienware Logo, ist aber abseits davon ein schönes Aluminium Panel.

Selbst die Unterseite des Notebooks besteht aus Aluminium, der Rahmen ist hingegen weiterhin aus Plastik gefertigt.

Im Großen und Ganzen ist zwar das Notebook ganz klar an Gamer gerichtet, strahlt aber dennoch eine gewisse Wertigkeit aus. Das Alienware 13 ist kein billiger Plastikbomber!

Diese bestätigt sich auch beim Hochheben des Notebooks. Ich weiß nicht was Dell gemacht hat, aber anscheinend hat man den Innenraum mit Blei ausgefüllt.

Das Alienware 13 ist mit 2,6KG für ein 13 Zoll Notebook ziemlich schwer! Dell würde vermutlich sagen „massiv“, was auch stimmt, das 13 ist wirklich ein absolut massives Notebook, jedoch ich kann es nicht ganz verstehen.

Man schaue sich das Razer Blade mit der gleichen Hardware an und dieses wiegt 1,8KG, ähnliches gilt auch für das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro ebenfalls mit I7 und GTX 1060 und wiegt nur 1,6KG.

Zwar ist das Alienware 13 ein gutes Stück massiver als das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro aber dennoch ist nicht sofort ersichtlich warum es so schwer ist.

Anscheinend hat Dell im Alienware 13 auf eine ordentliche Kühlung gesetzt, zu mindestens steht die Kühlkonstruktion etwas über den Rücken des Notebooks hinaus.

Dies sieht auf Bildern schlechter aus als in der Praxis. Im ersten Moment dachte ich, das dies mich doch stören würde, das ist aber praktisch nicht der Fall.  Zumal das Display Scharnier hierdurch etwas kräftiger designt wurde.

Der Deckel des Alienware 13 wirkt wie das gesamte Notebook für die Ewigkeit gebaut.

Etwas Kritik gibt es für die Handballenauflagen. Hier setzt Dell auf Kunststoff, wogegen erst einmal nichts spricht. Jedoch finde ich diese etwas klebrig, wenn man schwitzige Hände hat.

Bei den Anschlüssen besitzt das Alienware 13 eine gesunde Auswahl. Auf der linken Seite finden wir einen Kopfhöreranschluss, einen Mikrofoneingang und einen USB 3.0 Port.

Auf der Rückseite sind neben den beiden Lüfterauslässen der Anschluss für das Netzteil, ein ThunderBolt 3 USB C Port, ein HDMI 2.0 Ausgang, ein Mini-Display Port 1.2-Ausgang und ein LAN Port.

Vielleicht ist Euch der recht breite Anschluss aufgefallen. Dieser dient für den Alienware Grafikverstärker, ein externes GPU Gehäuse. In dieses zusätzlich erhältliche Gehäuse lässt sich eine normale Desktop Grafikkarte einbauen und in Kombination mit dem Notebook nutzen.

Das Ganze ist natürlich nicht portabel, aber gedacht, dass Ihr zuhause einfach dieses Gehäuse anschließt und von einer höheren Grafikperfomance Profitieren könnt. Ich würde sagen das ist jetzt aktuell kaum nötig, aber kann sicherlich in 4-5 Jahren durchaus eine Möglichkeit sein weiterhin aktuelle Spiele vernünftig spielen zu können.

Im Gegensatz zu den ThunderBolt 3 GPU Gehäusen ist der Grafikverstärker von Alienware mit unter 200€ ziemlich erschwinglich.

Zurück zu den Anschlüssen, auf der rechten Seite findet sich ein weiterer USB C Port und auch ein weiter USB 3.0 Port.

Gesamt macht dies.

  • 2x USB 3.0
  • 1x USB C (3.0)
  • 1x USB C (ThunderBolt 3)
  • 1x HDMI 2.0
  • 1x mini Displayport 1.2
  • 1x Gbit LAN

Intern ist natürlich WLAN und Bluetooth an Board.

 

Software

Dell setzt, wie zu erwarten ist, auf Windows 10 Home beim Alienware 13. Leider hat es sich Dell nicht verkniffen einiges an „Extra“ Software vorzuinstallieren. Neben dem berühmt berüchtigten McAfee ist auch Steam und einige Dell/Alienware eigene Programme mit an Bord.

Hier gilt es nach Erhalt vielleicht einmal aufzuräumen.

Bonus Punkte gibt es aber für die Alienware Audio Anwendung, welche sehr gelungen ist, und für die Alienware FX Anwendung.

Letztere könnte zwar noch etwas mehr Funktionen bekommen, Lüftersteuerung usw., bietet aber gerade was die Beleuchtung des Notebooks angeht sehr viele Optionen!

Bei meiner 256GB SSD Version waren nach dem ersten Start im Übrigen noch 193GB frei.

 

Display

Wie bereits anfangs erwähnt, gibt es das Alienware 13 mit drei verschiedenen Displays. Einem 1.366 x 768 TN Panel, einem 1920×1080 IPS Panel und einem 2.560 x 1.440 OLED Panel.

Von der Version mit TN Panel kann ich nur abraten, eine Auflösung von 1.366 x 768 ist im Jahr 2017 einfach nur traurig.

Ich habe für diesen Test das Alienware 13 mit OLED Panel. OLED in einem Notebook ist schon etwas Besonderes, aber ist es auch gut genug 200€ Aufpreis zu zahlen?

Sagen wir es so es ist wirklich ein anderes Erlebnis ein OLED Panel vor sich zu haben. Dell hat viele Menü Elemente von Windows auf Schwarz umgestellt um natürlich das Panel besonders gut zu präsentieren. Dies gelingt auch!

Schwarz ist hier wirklich schwarz und Kontraste sind hierdurch unheimlich satt. Spiele und auch Filme bekommen hierdurch eine völlig andere Tiefe.

Das klingt etwas dick aufgetragen, ist aber wirklich der Fall. Gerade in Spielen wie The Witcher 3 oder Mass Effect Andromeda wirken Landschaften unheimlich lebendig.

Ebenfalls stark wenn es um Spiele geht, ist die Reaktionszeit. Das OLED Panel besitzt fast 0 Input lag, zwar besitzt das Display weiterhin „nur“ 60Hz aber dennoch eignet sich das Alienware 13 durchaus für kompetitiv Gaming.

Auch die maximale Helligkeit ist unheimlich hoch!

Jedoch besitzt das Panel auch Nachteile. Dell wirbt zwar mit „reflexionsarm“, aber das ist eine recht mutige Aussage. Das Display spiegelt schon ein gutes Stück, zwar kann hier die Helligkeit gegenhalten aber reflexionsarm ist etwas anderes.

Auch die Blickwinkel des Panels sind mäßig gut. Bei einem schrägen Blickwinkel bekommt das Alienware 13 schnell einen leichten Farbstich.

Ist das ein noGo? Nein! Solltet Ihr das Geld für den Aufpreis des Displays haben, würde ich Euch auch zum OLED Panel raten, es sieht wirklich fantastisch aus!

Das Alienware 13 besitzt integriertes Eyetracking, welches in einigen Spielen angewendet werden kann. Zudem erkennt das Eyetracking ob Ihr gerade vor dem Notebook sitzt und dimmt falls nicht das Panel. In der Praxis funktioniert das erstaunlich gut!

Leider blinkt oberhalb des Displays jedes Mal wenn Eure Augen erkannt werden eine LED, was gerade in der Anfangsphase recht nervig sein kann.

Lautsprecher

Das Alienware 13 setzt auf zwei seitliche Lautsprecher. Gaming Notebooks und Lautsprecher sind so eine Sache, aber wow das Alienware 13 hat mich regelrecht umgehauen!

MSI sollte mal bei Dell/Alienware um Hilfe Fragen wie man gute Notebook Lautsprecher baut. Die Lautsprecher des Alienware 13 sind laut, klar und vergleichsweise satt.

Das Beeindruckendste ist aber sicherlich der „Sourround Sound“. Zwar gehen die Lautsprecher seitlich aus dem Notebook aber irgendwie hat es Dell geschafft, dass es so klingt als käme der Sound von vorne! Um das Notebook wird regelrecht eine kleine Soundwolke aufgebaut.

Kurzum das Multimedia Erlebnis des Alienware 13 stimmt!

Auch der Kopfhörerausgang macht einen verdammt guten Job selbst größere Kopfhörer oder Headsets mit Klang zu versorgen. Zwar wird ein „Standard“ Realtek ALC298 Chipsatz verwendet, aber dieser wird auch höheren Ansprüchen gerecht. Hier hilft sicherlich auch die sehr gute Controll App, welche eine doch recht gute Anpassung erlaubt. Neben Einstellungen zum virtuellen Raumklang finden sich hier Möglichkeit Höhen und Bässe an den eigenen Geschmack anzupassen.

Neben dem Kopfhörerausgang ist auch der Mikrofon Eingang als überdurchschnittlich zu bezeichnen.

Eingabegeräte

Dell setzt beim Alienware 13 auf eine völlig normale Standard Tastatur, zu mindestens was das Layout angeht. Hier gibt es keinerlei Auffälligkeiten, was ich positiv meine. Es erfordert keinerlei Eingewöhnungszeit auf dem Alienware 13 zu tippen.

Auch die Tasten selbst sind sehr angenehm. Erstaunlicherweise nutzt das Alienware 13  keine Chiclet-Tastatur wie man diese mittlerweile meist findet und ich an sich auch bevorzuge. Jedoch besitzen die Tasten einen knackigen Druckpunkt und eine recht hohe „Travel- Distanz“. Das heißt, die Tasten lassen sich gefühlt recht weit eindrücken.

Die Tastatur selbst lässt sich allerdings nicht eindrücken. Wie bereits erwähnt ist das Alienware 13  absolut massiv gebaut, was auch für die Tastatur gilt. Lediglich scheinen die Tasten einen relativ hohen Druckwiderstand zu besitzen, gerade wenn ich diesen mit einem Razer Blade oder Dell XPS 13 vergleiche.

Allerdings gewöhnt man sich recht schnell daran, ich schreibe für diesen Blog recht viel und ich hätte kein Problem dafür ausschließlich das Alienware 13 zu nutzen!

Bereits nach wenigen Minuten habe ich mein reguläres Schreibtempo erreicht, dieser komplette Test wurde im Übrigen auf dem Alienware 13 geschrieben.

Das Trackpad war etwas ungewohnter. Dell setzt bei diesem auf zwei gesonderte Maustasten, das Trackpad selbst lässt sich also nicht eindrücken. Dafür ist das Trackpad aber auch unglaublich präzise, eins der besten Windows Trackpads, welches ich bisher genutzt habe. Sogar noch etwas besser als das des Dell XPS 13.

Wenn man über die Eingabegeräte redet, muss man natürlich auch etwas zur Beleuchtung sagen. Sowohl die Tastatur wie auch das Trackpad sind beleuchtet. Zudem ist auch die Power Taste, der Alienware Schriftzug unter dem Display und as Alienware Logo auf der Rückseite beleuchtet.

Ja, das Alienware 13 ist ein recht buntes Notebook, zumal es sich bei allen LEDs und RGB LEDs handelt. In der Alienware Control App habt Ihr die Möglichkeit die Farben aller LEDs individuell zu verstellen.

Die Tastatur ist allerdings nur in vier Zonen unterteilt und leider leuchtet das Trackpad nur ca. 5 Sekunden nach der letzten Berührung, weshalb diese beim Mausbetrieb kaum sichtbar ist.

Allerdings sieht das Alienware 13 generell klasse aus, wenn Ihr solche LED Beleuchtung mögt! Diese ist hell und die Farben sind satt.

 

Leistung und Benchmarks

In meinem Alienware 13 steckt ein Intel Core i7-7700HQ und eine Nvidia GeForce GTX1060. Dies ist die größte Konfiguration des Alienware 13.

Diese Combo ist für mich keine Unbekannte. Viele 13 Zoll Oberklasse Notebooks setzten auf den Intel Core i7-7700HQ und die Nvidia GeForce GTX1060. Dies ist das Maximum was man aktuell im Normalfall in ein 13 oder 14 Zoll Notebook verbauen kann.

Schauen wir uns zuerst ein paar Benchmarks an:

Dies sieht doch schon einmal ganz ordentlich aus. Die Leistung des Alienware 13 liegt ungefähr mit dem aktuellen Razer Blade und MSI GS43VR 7RE Phantom Pro gleich, welche ebenfalls auf einen I7 und die GTX 1060 setzten. Bei CPU/GPU lastigen Tests erreicht das Alienware 13 sogar leicht höhere Wertungen. Dies deutet möglicherweise auf ein besseres Temperatur -Management hin, als bei den doch recht warm laufenden Konkurrenten. Hierauf gehe ich später noch genauer ein, aber Spoiler ja das Alienware 13 schafft es ganz gut seine CPU und GPU zu kühlen.

Etwas negativ hat mich die verbaute SSD überrascht. Laut diversen Tools soll es sich bei dieser um die Toshiba XG3 256GB handeln. Jedoch zu dieser passen die Benchmark Ergebnisse nicht. Entweder läuft hier bei meinem Dell Alienware 13 etwas falsch oder die Tools liegen mit dem SSD Modell nicht richtig.

Ich konnte lesend brauchbare 1200MB/s erreichen aber schreibend etwas traurige 600MB/s. Das ist für eine NVME SSD ein recht schlechtes Ergebnis.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann das Alienware 13 in Spielen überzeugen?

Ja kann es! Die Nvidia GTX 1060 ist aktuell die ideale Grafikkarte für Full HD Gaming, mehr braucht man aktuell in der Regel nicht.

Zwar verfügt mein Alienware 13 über ein 2.560 x 1.440 Panel, aber auch bei dieser Auflösung macht die GTX 1060 eine gute Figur!

Battlefield 1 läuft auf maximaler Auflösung und Detailstufe (Ultra) mit rund 67FPS im Schnitt absolut flüssig, Mass Effekt Andromeda (ebenfalls Max Auflösung und Ultra Details) erreicht im Schnitt rund 33FPS, ist als ebenfalls flüssig spielbar. Etwas besser sieht es sogar noch bei The Witcher 3 aus. Hier erreicht das Alienware 13 rund 35FPS.

Damit kann man durchaus sagen, dass jedes aktuelle Spiel auf maximaler Grafikpracht mit dem Alienware 13 mit 30-60FPS flüssig spielbar ist. ESport Titel wie Overwatch erreichen sogar dreistellige Werte (CS GO sogar hohe dreistellige Werte).

Jedoch ist das Alienware 13 mit drei verschiedenen GPUs verfügbar, 1050, 1050Ti und 1060. Welche sollte man wählen? Hier würde ich raten für die Full HD Panel Versionen mindestens die 1050Ti zu wählen, wenn Ihr aktuelle Spiele auf maximaler Grafikpracht spielen wollt.

Bei der 1050 werdet Ihr beispielsweise in Mass Effekt Andromeda oder The Witcher 3 die Grafikdetails leicht reduzieren müssen um auf konstant 30FPS zu kommen. Grob überschlagen kann man sagen, dass jede Stufe rund 30-40% mehr Leistung bringt. Eine 1050Ti ist also rund 30% schneller als eine 1050 und eine 1060 ist ca. 40% schneller als eine 1050Ti.

 

Temperaturen und Lautstärke

Im Leerlauf ist das Dell Alienware 13 meist lautlos. Die Lüfter laufen also im normalen Desktop Betrieb fast nie. Erst bei einer mittleren Last springen diese an. Zwar können auch zu viele Webbrowser Tabs für ein Starten der Lüfter sorgen, aber im Großen und Ganzen verhält sich das Dell Alienware 13 ruhig.

Das Bild ändert sich unter Last etwas. Das Alienware 13 wird zwar nicht brüllend laut wie ein Razer Blade, bleibt aber auch nicht „silent“.

Leider sinkt nach einer hohen Last teilweise die Lüftergeschwindigkeit nicht so stark wieder ab, obwohl dies die Temperaturen erlauben würde.

Immerhin sehen die Temperaturen im Gegenzug sehr gut aus! Die CPU pendelt sich bei 78-85 Grad ein, ohne das es Throtteling gibt! Auch die GPU bewegt sich im 75-80 Grad Bereich, ist also auch unproblematisch.

Damit ist das Alienware 13 eins der Notebooks mit einem der besseren Kühlkonzepte, die ich bisher getestet habe.

 

Akku

Natürlich erwartet man von einem Gaming Notebook keine super Akkulaufzeit, aber gerade bei einem 13 Zoll Notebook bietet sich natürlich ein gewisser portabler Einsatz an.

Wie sieht es beim Alienware 13 aus? Wie viel Akkulaufzeit kann man von diesem Notebook erwarten?

Im normalen Office Betrieb mit Webbrowsen, Word, Spotify usw. erreichte ich eine Laufzeit von rund 6 Stunden. Dies würde ich als guten Wert für ein Gaming Notebook bezeichnen. Hierbei war die Displayhelligkeit auf einem mittleren Level.

Bei einer Gaming Last erreichte ich rund 1-1,5 Stunden Akku Laufzeit, was auch noch ein ordentlicher Wert ist.

 

Fazit

Das Alienware 13 hat mich sehr positiv überrascht! Dies gilt nicht nur für das tolle OLED Display oder die hohe Leistung des Intel Core i7-7700HQ und der Nvidia GeForce GTX1060, sondern generell für das gesamte Gerät.

Die Nvidia GeForce GTX1060 erlaubt es euch alle aktuellen Spiele auf maximaler Auflösung und Ultra Details mit 30-60FPS zu spielen. Hierbei schafft es auch die Kühlkonstruktion das Notebook effektiv vorm Überhitzen zu schützen. Das Alienware 13 besitzt eine der besten Kühllösungen, die ich bisher in einem 13-14 Zoll Gaming Notebook gesehen habe! Das gilt auch nicht nur für die Temperaturen, sondern auch für die Lautstärke. Nein das Alienware 13 ist unter Last nicht „silent“ aber deutlich leiser als viele Konkurrenten.

Auch das OLED Panel sieht dank der tollen Kontraste in Spielen einfach wundervoll aus! Eine schöne Kombination, ein tolles Display + die Leistung Spiele auf hohen Details erleben zu können. Solltet Ihr das Geld haben, würde ich ganz klar den Aufpreis für dieses Panel zahlen, auch wenn im generellen sicherlich das Full HD IPS Panel auch gut aussehen wird.

Besonders positiv hat mich das Gehäuse des Alienware 13 überrascht. Dieses sieht in der „Realtität“ doch sehr schick aus, sofern man kein Business Notebook sucht. Die Beleuchtung der Tastatur, des Tackpads und der Logos ist sicherlich Geschmacksache, aber mir gefällt es.

Auch die generelle Verarbeitung ist Top! Das Alienware 13 ist extrem massiv und robust. Hier liegt doch ein großer Unterschied zu beispielsweise einem MSI GS43VR 7RE Phantom Pro zugunsten des Alienware.

Jedoch ist das Gehäuse auch einer der größten Nachteile! Das Alienware 13 ist mit 2,6KG recht schwer und auch für ein 13 Zoll Gerät recht groß.

Zum Vergleich ein Razer Blade kommt auf 1,8KG und ein MSI GS43VR 7RE Phantom Pro auf 1,6KG, jeweils mit vergleichbarer Hardware.

Ich denke, das passt auch ganz gut ins Fazit. Wollt Ihr ein Gaming Notebook, welches Ihr täglich mit in die Schule oder UNI schleppt, würde ich eher zum MSI Phantom Pro oder Razer Blade greifen. Diese laufen zwar etwas heißer oder sind teuer bzw. schlechter verarbeitet, aber das niedrigere Gewicht und kompakteren Abmessungen spürt man schon. 

Such Ihr für das häusliche Umfeld und vielleicht zum gelegentlichen Mitnehmen ein hervorragendes Gaming/allround Notebook, mit einem tollen Display, hervorragenden Lautsprechern, welches aufrüstbar ist (sogar mit externem GPU Support) und ein gutes Kühlsystem besitzt? Dann würde ich das Alienware 13 den beiden zuvor genannten sogar vorziehen.

Positiv

  • Hohe Leistung
  • Gute Tastatur und Trackpad
  • Sehr gute Lautsprecher
  • Massive Verarbeitung und hochwertiges Gehäuse
  • Hervorragendes OLED Panel…..

 

Neutral

  • SSD Performance mittelmäßig
  • Eyetracking LED kann stören

 

Negativ

  • …… welches sehr stark spiegelt
  • Recht schwer
Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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1 Comment
EmP

Habe mir die größte Version gekauft, also mit OLED, i7, 32GB Ram, 512 GB SSD.

Ich kann dem Artikel nur zustimmen! Und ja das Display ist wirklich ein Kracher!

Allerdings habe ich letzte Woche auch jede Menge negative Erfahrungen sammeln müssen… Ich hatte in 5 Tagen 3 Techniker Einsätze von Dell.
Tag 1, kaputte Tastatur. Dazu musste das Alienware KOMPLETT auseinander gebaut werden, vollkommen bekloppt aber war. Wie es kommen musste, hat der Techniker dabei etwas abgebrochen.
Tag 2, neue Bodenklappe als Ersatz für die vom ersten Techniker kaputt gemachte.
Tag 3, die SSD hat sich verabschiedet. Habe mir dann eine Samsung 960 Evo gekauft, und von Dell eine Toshiba als Ersatz für die defekte erhalten. Habe jetzt also 2 500GB NVMe SSD drin.

Auch wenn die Techniker Einsätze sehr nervig waren muss ich sagen, dass sie perfekt geklappt haben. Vom Support per Mail/Call bis zum Einsatz des Techniker selber.

Abgesehen von den 3 verschwendeten Tagen bereue ich den Kauf bisher absolut nicht!

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