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Das Lyra Mini System im Test, Dualband WLAN Mesh von ASUS

WLAN Mesh Systeme liegen voll im Trend, zu Recht! Gerade wenn man über eine größere Wohnung oder Haus verfügt, reicht ein WLAN Router in der Regel nicht aus. Hier muss man mehre Access Points oder Repeater einsetzen.

Mehrere kabelgebundene Access Points sind natürlich die optimale Lösung, aber oftmals aufgrund von mangelnder Kabel nicht oder nur beding möglich.

Repeater hingegen sind eine einfache und simple Lösung, welche aber, was die Stabilität und Performance angeht, eher mittelmäßig sind.

Hier versprechen Mesh Systeme eine Lösung! Allerdings sind Mesh Systeme auch alles andere als günstig. Für solch ein System kann man problemlos 300-400€ ausgeben, mehr als die meisten Nutzer bereit sind zu zahlen.

ASUS bietet mit „Lyra“ ebenfalls ein Mesh System an, das ebenfalls bei rund 400€ liegt. Allerdings gibt es auch ein „Lyra Lite“ System, welches auf den Namen Lyra Mini hört. Das Lyra Mini nutzt ein Dual Band System, während das große Lyra ein Tri Band System verwendet.

Hierdurch gibt es natürlich eine gewisse Kostenersparnis, von rund 100€. Aber lohnt sich das ASUS Lyra Mini System? Oder ist die Lite Version nur ein teurer Router, welcher mit zwei Repeatern gebündelt ist?

Dies gilt es im Test herauszufinden!

 

Das ASUS Lyra Mini System

Wie der Name schon sagt, handelt es sich beim Lyra Mini um einen sehr kompakten WLAn Router bzw. kompakte WLAN Router, denn in einem Paket sind drei Stationen.

Alle drei Stationen sind optisch auf den ersten Blick identisch. Es handelt es sich um Router so groß wie eine Untertasse, welche auch genauso komplett rund gehalten sind.

Optisch sind die Router recht dezent, was bei einem Mesh System auch sinnvoll ist. Warum? Die Router sollen im Haus verteilt werden, um so für eine bessere WLAN Abdeckung zu sorgen.

Hier ist es natürlich von Vorteil, wenn die Router nicht all zu auffällig sind. ASUS hat beispielsweise auf externe Antennen und blinkende LEDs komplett verzichtet.

Zwar besitzen die Lyra Minis eine größere Status LED auf der Oberseite, aber diese ist recht gut im Design integriert.

Mit besonders vielen Anschlüssen ist das Lyra Mini System leider nicht gesegnet. Jede Station verfügt über zwei Gbit LAN Ports und einen Stromanschluss. USB Ports oder Ähnliches gibt es nicht.

Ich hätte es bevorzugt wenn ASUS der primären Lyra Mini Station vielleicht ein paar mehr LAN Ports verpasst hätte. Zwei LAN Ports, wovon einer für die Internet „Zuleitung“ belegt ist, ist doch etwas wenig.

In der Praxis wird man vermutlich einen zusätzlichen Switch nutzen müssen. Die LAN Ports der anderen Stationen lassen sich später im Übrigen auch nutzen. Stellt Ihr beispielsweise eine Station neben Euren Fernseher, könnt Ihr diesen via LAN mit der Station verbinden. Die Lyra Mini Station agiert dann als Bridge, welche das eingehende WLAN Signal auf den LAN Port überträgt.

Jede Station verfügt zusätzlich über zwei Tasten, eine Pairing Taste an der Seite und eine Reset Taste auf der Unterseite.

 

Einrichtung und Installation

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten das ASUS Lyra Mini System einzurichten, über euren Webbrowser oder über die ASUS Lyra Smartphone App.

Ich bevorzuge immer den Weg über den Webbrowser, auch wenn ASUS sicherlich die App Einrichtung bevorzugt.

Verbindet die Basis Station mit dem Strom und Eurem Netzwerk/Modem. Verbindet euch dann via LAN oder WLAN mit der Lyra Mini Basis und ruft das Webinterface auf.

Ihr werdet von einem recht freundlich designten Interface begrüßt, in welchem ihr ein Passwort für das Lyra System und das WLAN festlegen müsst. Auch könnt Ihr hier natürlich den Namen für das WLAN Netz einstellen.

Fast sämtlichen anderen Einstellungen übernimmt das System für euch! Ihr müsst lediglich noch die anderen Lyra Mini Stationen mit der Basis koppeln, was aber auch recht schnell erledigt ist.

Im Optimalfall sollte nun Internet und WLAN funktionieren. Falls es noch Probleme gibt, müsst Ihr eventuell in der Benutzeroberfläche/App noch mal manuell Hand anlegen.

 

Benutzeroberfläche und Funktionen

Ich muss gestehen von der Benutzeroberfläche des Lyra Mini Systems etwas hin und her gerissen zu sein. Während die Einrichtung und auch die App sehr leicht und modern designt war, ist die klassische WebUI die typische, etwas schwerere, ASUS WLAN Router Benutzeroberfläche.

Zwar habe ich grundsätzlich nichts gegen diese klassische ASUS Benutzeroberfläche, aber ich habe etwas das Gefühl ein Zwei- Klassen- System zu haben.

ASUS hat ganz klar mehr Arbeit in die Smartphone App gesteckt, während die WebUI eher als Fallback gedacht ist.

Dies sieht man auch daran, dass es in der WebUI nicht möglich ist WLAN Einstellungen zu ändern. Für den ein oder anderen meiner „High End“ Leser klingt dies sicherlich etwas abschreckend, seinen WLAN Router primär via Smartphone App bedienen zu müssen, aber Mobile First ist nun mal der Trend.

Linksys hat bei seinem Velop System komplett auf eine WebUI verzichtet, genau wie Google bei seinem WI-FI.

Ich will damit nicht sagen, dass die Benutzeroberfläche nicht gut ist, aber es wirkt als wäre die Benutzeroberfläche noch nicht geupdatet worden. ASUS setzt hier auf seine normale WLAN Router Benutzeroberfläche, welche vielleicht teilweise etwas überladen und schwer wirkt.

Ob dies schlimm ist, hängt etwas davon ab wie erfahren Ihr im Umgang mit Netzwerk Hardware seid. Seid ihr ein völliger Anfänger, wäre vermutlich die Smartphone App zu bevorzugen.

Solltet ihr allerdings grob wissen, was ihr tut, sind natürlich die zusätzlichen Optionen die ASUS verglichen mit beispielsweise Netgear Orbi, Linksys Velop oder Google Wi-Fi bietet willkommen.

Ich als Statistik Fan begrüße beispielsweise die schönen Graphen die mir zeigen wie sehr das WLAN, Internet und LAN ausgelastet ist. Auch lässt sich die aktuelle Netzwerknutzung auf die einzelnen verbundenen Geräte aufschlüsseln. Dies ist wichtig für die Quality of Service Feature, die das Lyra System mitbringt.

Natürlich sind auch die klassischen Standardfunktionen vorhanden wie Gastnetzwerke, ein AccessPoint Modus, ein einfacher VPN Server (PPTP und OpenVPN), eine Firewall, ein URL Filter usw.

Interessant ist noch AiProtection.

AiProtection ist eine Art Antivirus in eurem Router, welcher automatisch schädliche Webseiten blockiert, erkennen soll, wenn eins eurer Geräte zu einem Bot wurde und auch erkennen soll, wenn einer euerer PCs mit einem Virus infiziert wurde.

Hinter AiProtection steht TrendMicro und vermutlich eine Art Filterliste mit bösen IP Adressen. Nimmt beispielsweise ein Smart Home Gerät in eurem Netzwerk eine Verbindung zu so einer IP Adresse auf, welche als Bot Netzwerk gekennzeichnet wurde, werdet ihr gewarnt.

Ein durchaus interessantes Feature! Welches sofern dies wirklich funktioniert, ich habe in meinem Netzwerk Gott sei Dank kein befallenes Gerät um dies zu testen und es wirklich einen Mehrwert darstellt.

Wollt Ihr die WLAN Einstellungen bearbeiten, müsst Ihr auf die Lyra Smartphone App zurückgreifen. Ich nehme an die Web Benutzeroberfläche ist als eine Art „Fallback“ gedacht für Desktop PC Nutzer und ASUS hat hier einfach die Benutzeroberfläche ohne größere Anpassung von anderen ASUS Routern übernommen. Dies funktionierte aufgrund des Mesh Systems bei den WLAN Einstellungen nicht, daher wurden diese weggelassen, dies ist zumindest meine Vermutung.

 

Leistung

Auf dem Papier ist das ASUS Lyra Mini System wenig imposant. ASUS gibt die Leistung auf dem 2,4GHz Band mit 400Mbit/s an und auf dem 5GHz Band mit 867Mbit/s. Man nutzt also ein 2×2 Design.

Aber in Zeiten wo normale High End Router 1733MBIt/s und mehr schaffen, sind da 867Mbit/s überhaupt noch angemessen? Die Antwort ist ja und nein zugleich.

Die wenigsten, genau genommen fast keine Clients, können mehr als diese 867MBIt/s überhaupt nutzen. Findet mal ein Notebook, Tablet oder Smartphone mit einer 1300Mbit/s WLAN Karte, diese werdet ihr nicht finden.

Es gibt lediglich einige Desktop WLAN Karten, welche solche Geschwindigkeiten unterstützen, die man aber problemlos als exotisch bezeichnen kann.

Erst wenn viele Clients gleichzeitig mit dem Lyra Mini verbunden sind und auch wirklich gleichzeitig große Datenmengen übertragen werden, könnte man einen Geschwindigkeitseinbruch erleben.

Schauen wir uns zuerst einmal meine Standard Benchmarks an. Diese kann ich allerdings leider nur für das 5GHz Band anbieten.

Das ASUS Lyra Mini System nutzt gleiche SSIDs sowohl für das 5GHz wie auch für das 2,4GHz Band. Auf kurze und mittlere Distanz werden eure Clients, sofern unterstützt, immer auf das 5GHz Band geschoben. Was für eine optimale Leistung natürlich sinnvoll ist. Auf höhere Distanzen hingegen wird in der Regel auf das 2,4GHz Band verbunden.

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für das Lyra Mini System den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Dies sollte uns einen guten Eindruck vermitteln, was der ASUS Lyra Mini in der Praxis maximal zu leisten vermag.

Natürlich ist der Lyra Mini kein absoluter high Performance Router, aber dennoch liefert dieser eine sehr ordentliche Geschwindigkeit. Ich konnte sehr gute 61MB/s im Maximum erreichen. 61MB/s ist mehr als genug für fast alle Nutzer.

Gerade wenn man bedenkt das 4K Video Streaming gerade mal um die 5-8MB/s benötigt. Das heißt, selbst auf eine mittlere Distanz sollte Video Streaming keinerlei Problem sein.

Natürlich wenn Ihr regelmäßig große Dateien via WLAN auf einen lokalen Server oder NAS übertragt, gibt es bessere WLAN Router für euch.

Geht es euch aber primär um die klassischen Webanwendungen, Video/Audio Streaming, Surfen, schnelle App Downloads usw. dann gibt es hier nichts zu beklagen.

 

Reichweite

Bei der Reichweite müssen wir etwas unterschieden zwischen der Reichweite einer Lyra Mini Station und des kompletten Sets.

Leider macht es mir das Lyra Mini System es etwas schwer meine Tests zu machen. Beginnen wir beim Test mit nur einer Station!

Hierfür messe ich die Geschwindigkeit ähnlich wie beim ersten Test, nur auf eine Distanz von 5-6 Metern und durch zwei Wände hindurch. Zudem verwendet ich für diese Tests etwas gängigere Clients (ein Apple MacBook Pro und ein Samsung Galaxy S8).

Das Problem, aufgrund der höheren Distanz verbinden sich meine Geräte immer nur mit dem 2,4GHz Band. Ein Verbinden mit dem 5GHz Band ist nicht möglich. Dies ist ein normales Verhalten, 2,4GHz bietet eine höhere Signalstärke als 5GHz, allerdings ist 5GHz schneller.

Diese höhere Geschwindigkeit fällt aber ab einem gewissen Punkt weg, da hier einfach nicht mehr das Signal stark genug ist. Ab dann ist 2,4GHz die bessere Wahl.

Ein Client verbindet sich in der Regel immer mit dem stärkeren Signal, egal ob dieses in Wirklichkeit langsamer ist. Um diesem Verhalten entgegenzuwirken gibt es das sogenannte Band Steering.

Erkennt der Router das sich beispielsweise Euer Smartphone auf dem 2,4GHz Band oder 5GHz Band einloggen will, antwortet dieser auf die 2,4GHz Anfrage absichtlich etwas langsamer als auf die 5GHz Anfrage, was dem Smartphone sagt „Hey das 5GHz Band ist signalstärker, damit verbinde ich mich“.

Band Steering ist dynamisch und wird nicht mehr eingesetzt, wenn der Router erkennt das euer Smartphone zu weit weg ist. Ab welchem Punkt Band Steering nicht mehr genutzt wird, hängt von der Einstellung der Hersteller ab.

Anscheinend ist dieses beim Lyra Mini System allerdings nicht sehr aggressiv. Daher kann ich Euch nur 2,4GHz Vergleichswerte bieten.

Auf dem 2,4GHz Band liefert das Lyra Mini System eine erstaunlich gute Performance, welche sogar einige größere Router aus dem eigenen Haus abhängen kann.

Daumen hoch dafür!

Wie steht es aber um das Lyra Mini System, wenn man mehrere Knotenpunkte nutzt? Hier wird es nun interessant, denn hier zeigen sich die ersten Schwächen des Lyra Mini Systems.

Anscheinend ist das 5GHz Band im Verhältnis schwächer als das 2,4GHz Band. Die einzelnen Lyra Mini Stationen kommunizieren über das 5GHz Band, was hier ein Problem sein kann.

Die einzelnen Lyra Mini Stationen sollten nicht mehr als eine bis höchsten zwei Wände von einander getrennt werden.

Habt Ihr ein wirklich großes Haus mit 150m² und dicken massiven Wänden ist das Lyra Mini System nichts für euch!

Dieses System ist wirklich eher für 80-120m² Wohnungen, vielleicht mit zwei Etagen gedacht, wo ein normaler WLAN Router knapp nicht ausreicht die äußeren Bereiche gut abzudecken.

Beispielsweise in meinem vorangegangenen Test bringt die Nutzung einer zweiten Lyra Mini Station in der Mitte einen guten Boost an Geschwindigkeit.

 

 

Dual-Band vs. Tri-Band vs. Repeater

Das ASUS Lyra Mini System ist ein Dual-Band System, während viele große Mesh Systeme ein Tri-Band Netz nutzen. Wo liegt der Unterschied?

Ein Dual-Band System besitzt zwei Funknetze, in der Regel ein 2,4GHz und 5GHz Band. Tri-Band Systeme besitzen in der Regel hingegen ein 2,4GHz Band und zwei 5GHz Bänder.

Im Falle von Mesh Systemen wird dieses zweite 5GHz Band für die interne Kommunikation genutzt.

Stellt euch folgenden Aufbau vor: Router —– > Mesh Knotenpunkt ——> Smartphone.

Euer Smartphone ist über einen Mesh Knotenpunkt oder einen normalen Repeater mit dem Internet verbunden.

Das bedeutet der Knotenpunkt/Repeater muss alle Daten an die Basis weiterleiten. Weiterleiten bedeutet aber die Daten zu empfangen, zwischenzuspeichern und wieder zu senden. Da das gleiche Modul fürs Senden und Empfangen genutzt wird, halbiert dies mindestens die effektive Leistung.

Wenn ihr etwas mit 5MB/s herunterladet, sind effektiv 10MB/s „Stress“ auf dem Knotenpunkt.

Bei Tri-Band Systemen sieht dies anders aus, da hier zwei unterschiedliche Funkmodule zum Einsatz kommen. Die Daten, die von eurem Smartphone kommen, werden über Modul a Empfangen und via Modul B gesendet. Daher ist bei Tri-Band Mesh Systemen die Performance generell besser als bei Dual-Band Mesh Systemen oder Repeatern.

Nun ist aber das Lyra Mini System ein Dual-Band Mesh System, was macht dieses dann besser als ein normaler Repeater?

Aus Performance Sicht nicht viel, im Grunde könnte man das Lyra Mini System auch als WLAN Router + zwei Repeater betrachten.

Allerdings gibt es durchaus Vorzüge gegenüber einem normalen WLAN Router + Repeater. Dies liegt vor allem an der Kommunikation zwischen den einzelnen Stationen. ASUS nutzt bei seinem Lyra Mini System die Qualcomm Wi-Fi SON Technologie.

SON steht für Self-Organizing Network. Normale Repeater arbeiten relativ stumpf, euere Daten werden von a nach b weitergeleitet. Lauft Ihr durchs Haus kann es zu kurzen Verbindungsabbrüchen kommen usw.

Das ASUS Lyra Mini System hingegen unterstützt Seamless Roaming, Ihr werdet also flüssig zwischen den einzelnen Stationen hin und her geschoben wenn Ihr euch durch eure Wohnung/Haus bewegt.

Auch sucht das Mesh System immer die optimale Route. Sollte es für das Netzwerk besser sein, könnte auch ein Knotenpunkt über einen anderen Knotenpunkt ins Internet gehen, anstelle direkt eine Verbindung zur Basis aufzubauen.

Dies geschieht alles automatisch im Hintergrund.

Ich will aber auch ehrlich sein, habt Ihr einen großen Haushalt oder einfach viele Geräte (sagen wir mal 12+), würde ich ein Tri-Band WLAN System bevorzugen! Für kleinere Haushalte reicht allerdings auch ein Dual-Band WLAN System in der Regel.

 

Stromverbrauch

Bei den aktuellen Strompreisen ist ein geringer Energieverbrauch bei allen Geräten wünschenswert, gerade wenn diese 24/7 laufen.

Wie steht es um den Energieverbrauch des Lyra Mini Systems? Eine Lyra Mini Station benötigt rund 4,9W im Normalbetrieb.

Dies ist für einen Router angenehm wenig. Gut man muss hier natürlich bedenken, dass ihr drei Stationen habt, aber dennoch ist der Stromverbrauch als gut zu bezeichnen.

 

Fazit

Das Lyra Mini ist ein grundsolides WLAN System für Nutzer, denen eine hohe Einfachheit und recht gleichmäßige WLAN Abdeckung durch die ganze Wohnung wichtig ist.

Das System bietet eine gute Performance für Musik/Video Streaming und die üblichen Alltagsanwendungen. Auch die Reichweite des gesamten Systems ist sehr ordentlich und bei einer guten Positionierung der einzelnen Stationen jedem normalen WLAN Router überlegen.

Allerdings nutzt das Lyra Mini System nur ein Dualband System, daher ist dieses im Gegensatz zu anderen Mesh Systemen, wie dem großen Lyra System, vom Tempo etwas schwächer, gerade wenn viele Clients im Netzwerk hängen. Für normal Nutzer ist dies aber kein Problem! Intensivnutzern würde ich hingegen eher zum großen Lyra System raten.

Dennoch fällt das Fazit positiv aus! Ich würde mir vielleicht wünschen, dass es möglich ist unterschiedliche SSIDs für 2,4GHz und 5GHz anzulegen, aber abseits davon habe ich keine größere Kritik! Das System funktioniert zuverlässig und „unsichtbar“. Ihr müsst euch hier um nichts kümmern, einmal eingerichtet arbeitet dieses brav vor sich hin.

Damit ist das Lyra Mini System ist für mittelgroße Wohnungen und „Normalnutzer“ ideal!

Positiv

  • Gute Leistung
  • Kompaktes Design
  • Einfache Einrichtung
  • Gute Reichweite auf dem 2,4GHz und 5GHz Band…..               

Negativ

  • …. Allerdings nichts für Nutzer mit dicken Stahlbetonwänden.
  • Keine gesonderten SSIDs für 2,4GHz und 5GHz möglich

Der neue Teufel Boomster im Test

Der neue Teufel Boomster ist einer der coolsten Bluetooth Lautsprecher aktuell auf dem Markt! Wobei der Ausdruck Bluetooth Lautsprecher, dem Boomster nur sehr bedingt gerecht wird.

Unter einem Bluetooth Lautsprecher stellt man sich in der Regel eher einen kleinen Lautsprecher vor, meist mit einer mittelmäßigen Klangqualität.

Der Boomster ist hier schon eine Nummer größer und hat eher etwas von einer kleinen Stereoanlage. Dazu passt auch gut das eingebaute Digitalradio. Auch lässt sich der Boomster sowohl kabelgebunden wie auch kabellos betreiben.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob der neue Teufel Boomster überzeugen kann und ob dieser auch seine gut 300€ Kaufpreis wert ist!

 

Der neue Teufel Boomster im Test

Mit einer Breite von 37cm, einer Höhe von 18cm und einer Tiefe 14,5cm ist der Boomster ohne Frage schon ein größerer Bluetooth Lautsprecher.

Ich denke, es wird hier zwei potenzielle Nutzergruppen geben, die einen, welche den Boomster ausschließlich stationär einsetzen werden, als Stereo Anlagenersatz, und die anderen, welche den Boomster als „Party Maschine“ nutzen.

Beides sind legitime Einsatzmöglichkeiten für den Boomster, der sich entweder kabelgebunden über das mitgelieferte Netzteil betreiben lässt oder über den verbauten Akku.

Optisch gefällt mir der Boomster sehr gut! Teufel setzt auf eine komplett schwarze Optik, wodurch der Boomster ein gewisses High End Feeling ausstrahlt. Der Lautsprecher besteht hierbei aus einer Mischung aus Kunststoff und Metall.

Das Lautsprechergitter auf der Front, wie auch der Handgriff auf der Oberseite sind aus Metall gefertigt. Das restliche Gehäuse ist hingegen aus einem matten Kunststoff, welcher sich allerdings recht wertig anfühlt.

Allgemein gesprochen wirkt der Boomster hochwertig! Lediglich das Gewicht hat mich beim ersten Anheben etwas überrascht. Mit knapp über 3KG ist der Boomster leichter, als man denken könnte.

Der Transport des Teufel Boomsters ist dank des Tragegriffs auf der Oberseite sehr problemlos. Dieser Tragegriff ist eine „Platte“ aus gebürstetem Aluminium, in welchem seitlich die Tasten zur Steuerung des Boomsters eingelassen sind.

Es handelt sich hierbei um satte 14 Touch- Tasten. Neben den üblichen Taste wie ein/aus, lauter, leiser usw. besitzt der Boomster auch Tasten zur Steuerung des Basses und des integrierten Radio Moduls.

Ja neben Bluetooth verfügt der Boomster auch über ein analog und digital (DAB+) Radio! Hierfür ist auf der Front auch ein kleines LED Display versteckt und auf der Rückseite eine ausziehbare Antenne.

Das Display zeigt euch bei der Nutzung des Radios die eingestellte Frequenz ein, so dass Ihr euren Lieblingssender schnell finden könnt.

Neben der Antenne finden sich auf der Rückseite des Boomster auch die Anschlüsse. Hierbei handelt es sich um den Anschluss für das Netzteil, einen AUX Eingang und einen USB Ausgang!

Mithilfe des USB Ausgangs könnt Ihr beispielsweise Euer Smartphone unterwegs laden. So kann man nicht mit Bluetooth Lautsprecher aber leerem Smartphone dastehen. Allerdings ist der USB Port mit 0,5A relativ schwach, dieser ist wirklich nur als Notfalllösung gedacht.

Wobei die Kapazität des verbauten Akkus mit 13200mAh @3,7V (48,84Wh) durchaus ausreicht ein Smartphone 2-4 mal vollständig zu laden.

Der Lautsprecher selbst hält laut Teufel 10 Stunden mit einer Ladung. Praktisch hängt dieser Wert aber sehr stark von der Lautstärke ab.

Sehr interessant, Ihr könnt den Teufel Boomster auch mit Batterien betreiben. Ja unter der Klappe auf der Rückseite lassen sich normale AA Batterien einsetzen! Davon acht Stück sollen für weitere 6 Stunden reichen.

Hier muss ich aber gestehen keine Ahnung zu haben wie Teufel auf diesen Wert kommt?! Mit normalen AA Batterien sind vielleicht 3 Stunden bei normaler Lautstärke möglich, eher etwas weniger. Vielleicht wären 6 Stunden mit den sehr teuren Lithium AA Batterien möglich, aber diese sind ja nicht „Standard“.

Damit will ich dieses Feature nicht kleinreden, es ist klasse im Zweifel einfach ein paar AA Batterien von der Tankstelle hohlen zu können und weiter geht’s.

Wie steht es um das Radio? Das DAB+ Radio besitzt eine gute Empfangsleistung und lässt sich dank des kleinen Displays auf der Front gut steuern.

Allerdings in empfangsschwachen Gebieten sollte man doch lieber zum klassischen analogen Radio greifen. Ich bekomme via DAB+ beispielsweise nur Empfang am Fenster, was aber bei mir normal ist.

 

Klang

Etwas sehr Wichtiges bei jedem Bluetooth Lautsprecher ist natürlich der Klang. Bei diesem kann der Teufel Boomster voll überzeugen!

Ich habe schon viele Bluetooth Lautsprecher gehört und viele machen den „Fehler“ zu versuchen zu viel Klang in einem zu kleinen Gehäuse unterzubringen. Selbst die teureren  Modelle von Herstellern wie Bang and Olufsen, JBL usw. machen oft diesen Fehler.

Der Teufel Boomster ist etwas größer geraten, aber diese Größe nutzt Teufel!

Auf der Front hat der Boomster zwei Hochtöner (20mm) und zwei größere Mitteltöner (65mm). Zusätzlich befindet sich aber auf der Unterseite ein aktiver Subwoofer (90mm)!

Ja der Boomster ist ein 3 Wege Lautsprecher! Die Leistung wird gesamt von Teufel mit 38W angegeben, was auf dem Papier weniger beeindruckend klingt als in der Praxis.

Der Boomster 2017 ist ein Monster! Mir ist kein vergleichbarer Bluetooth Lautsprecher mit einem derart guten Klang bekannt. Gerade der Bass sticht hier deutlich hervor.

Der Bass besitzt einen hervorragenden Tiefgang und ein hörbar großes Volumen. Der Boomster klingt hierdurch einfach sehr voll und voluminös, was bei Bluetooth Lautsprechern sehr selten ist.

Aber auch die Mitten und Höhen sind sehr gelungen! Die Mitten werden erfreulich klar und detailliert wiedergegeben, auch wenn der Bass etwas dazu neigt sich in den Mittelpunkt zu drängen. An der Wiedergabequalität von Stimmen und Gesang verschlechtert dies allerdings nichts.

Die Höhen können aufgrund ihrer hohen Klarheit ganz gut gegen den Bass ankommen. Der Boomster klingt klar und sauber. Das ist aber auch keine große Überraschung, denn wir haben separate Hoch-, Mittel- und Tieftöner.

Dieser recht starke hoch/tief Kontrast, welcher sich in einer klasse Dynamik widerspiegelt, führt dazu, dass der Lautsprecher eine hohe Spielfreude ausstrahlt.

Ganz klar gesagt, die Bezeichnung „Bluetooth Lautsprecher“ tut dem Teufel Boomster unrecht. Dieser kann ohne Probleme eine kleine Stereo Anlage ersetzen und damit meine ich nicht diese 99€ Dinger aus dem Discounter. Selbst bei gehobenen Ansprüchen kann der Boomster überzeugen.

Die maximale Lautstärke ist sehr ordentlich, aber auch nicht absolut überragend. Dafür hält der Boomster allerdings auch sehr gut seinen hervorragenden Klang.

Bonus Punkte gibt es für die recht gute Stereo Abbildung. Dadurch, dass wie zwei bzw. vier Paar Lautsprecher auf der Front haben, klingt der Boomster recht breit und kann auch ein leichtes Stereo Feeling ausstrahlen.

 

Fazit zum Teufel Boomster

Der Teufel Boomster macht fast alles richtig! Der Lautsprecher sieht schick aus, ist gut verarbeitet, bietet mit Bluetooth, FM Radio, digital Radio und AUX eine gute Anschluss Vielfalt und besitzt nicht zu letzt einen hervorragenden Klang.

Gerade der Klang ist das Hauptargument für den Boomster. Dieser macht sowohl bei einem Einsatz auf einer Party eine klasse Figur, wie aber auch bei einem stationären Einsatz.

Der Boomster besitzt dank „Subwoofer“ einen hervorragenden kräftigen und voluminösen Bass, welcher durchaus gut einheizen kann. Aber auch Mitten und Höhen sind exzellent! Dies ist aber auch keine Überraschung, der Boomster besitzt ein ordentliches Volumen und gleich fünf Treiber Einheiten.

Aufgrund des klasse Klangs kann der Boomster ohne Probleme eine kleine bis mittlere Stereo Anlage ersetzen!

Daher halte ich auch den Preis von knapp über 300€ für absolut gerechtfertigt. Dies wirkt zwar sicherlich für einen Bluetooth Lautsprecher recht teuer, aber für den Klang und die Leistung ist das absolut angemessen!

Positiv

  • Hervorragender Klang
  • Starker und voluminöser Bass
  • Schicke Optik
  • Bluetooth + AUX
  • DAB+ Radio integriert
  • Weiterhin recht portabel…..

 

Neutral

  • …… aber auch nicht übermäßig kompakt

Der ZOLO Halo Z6000 Smart Speaker im Test. Günstig, guter Klang und Alexa im Gepäck?!

Wenn man an Amazons Alexa Sprachassistentin denkt, denkt man auch ganz klar an Amazons Echo Lautsprecher. Allerdings steht es auch 3. Anbietern frei Alexa in ihre Systeme zu integrieren. Logitech hat beispielsweise in seinem BLAST Lautsprecher davon bereits Gebrauch gemacht.

Bisher handelte es sich bei 3. Anbieter Lautsprechern mit Alexa immer um hochpreisiger Modelle. Bisher, denn nun ist der ZOLO Halo Smart Speaker auch auf dem deutschen Markt verfügbar.

ZOLO, falls ihr diese nicht kennt, ist ein Tochterunternehmen des bekannten Zubehörherstellers Anker.

Der ZOLO Halo Smart Speaker kostet aktuell rund 60€ und setzt sich damit preislich zwischen den Amazon Echo Dot und den normalen Amazon Echo.

Aber wie steht es um Klang und Funktion? Lohnt es sich solch ein 3. Anbieter Gerät zu wählen, oder sollte man doch lieber zu den Amazon eigenen Lautsprechern greifen? Versuchen wir dies im Test herauszufinden!

 

Der ZOLO Halo Z6000 Smart Speaker im Test

Auf den ersten Blick wirkt der ZOLO Halo Smart Speaker eher wie ein kleiner Bluetooth Lautsprecher, als wie ein „Smart Speaker“.

Optisch bin ich zugegeben etwas hin und her gerissen. An sich ist das Design okay, aber der Lautsprecher wirkt auch nicht übermäßig modern oder futuristisch.

Dies wird auch von dem recht einfachen Plastik unterstützt, welches Anker/ZOLO für das Gehäuse nutzt.

Von seiner Größe ist der Halo Smart Speaker dem Amazon Echo Dot näher als dem großen Amazon Echo. Der ZOLO Halo ist zwar rund doppelt so hoch wie der Echo Dot, dafür aber von seinem Durchmesser etwas kompakter.

Der ZOLO besitzt auf seiner unteren Hälfte ein Lautsprechergitter, unter welchem sich auch der 5W Treiber verbirgt. Der obere Teil des ZOLO ist hingegen massiv aus Kunststoff, mit Ausnahme des Deckels, welcher gummierte Tasten besitzt.

Hier findet sich eine Multifunktionstaste, lauter, leiser, Bluetooth und eine Play/Pause Taste. Auf der Front ist zudem eine gesonderte Taste zum Muten des Mikrofons vorhanden.

Auf der unteren Rückseite sind die Anschlüsse. Hier ist der Stromanschluss angebracht, genau wie ein Audio Ausgang. Ihr könnt den ZOLO Halo auch an eine Stereo Anlage oder Ähnliches anschließen, sollte Euch der Klang des integrierten Lautsprechers nicht ausreichen.

 

Einrichtung und Installation

Ich muss gestehen bei der Einrichtung des ZOLO Halo Smart zuerst ein paar Probleme gehabt zu haben.

An sich ist diese recht einfach. Ihr ladet die ZOLO Play App auf euer Smartphone (für IOS und Android erhältlich), startet die App und verbindet den Lautsprecher mit dem Strom.

Der Lautsprecher startet dann das Aussenden eines eigenen WLAN Netz. In dieses WLAN Netz müsst Ihr euch dann mit dem Smartphone einklinken um die Konfiguration zu starten.

Obwohl dies soweit alles funktioniert hat und sogar der Lautsprecher mir mitteilte, dass ich verbunden wäre, sah die ZOLO App den Lautsprecher nicht. Ich habe sogar das Smartphone getauscht (Google Pixel 2 und iPhone X), aber auch unter IOS das gleiche Problem.

Wie konnte ich das Problem lösen? Ich habe keine Ahnung, nach x Versuchen hat die App letztendlich den Lautsprecher erkannt und konnte die Einrichtung abschließen.

Einrichtung abschließen bedeutet, den Lautsprecher in euer WLAN Netz einzuklinken und diesen mit eurem Amazon Account zu verbinden.

 

Feature und Funktionen

Im ersten Moment dachte ich, es handelt sich beim ZOLO Halo wirklich nur um eine Amazon Echo Dot Alternative. Allerdings kann der ZOLO Halo mehr als „nur“ Alexa.

Wenn Ihr wolltet, könntet Ihr den Lautsprecher auch komplett ohne eine Verknüpfung mit Amazon nutzen. Über die ZOLO Play App stehen diverse Möglichkeiten zur Verfügung Musik auf dem Lautsprecher wiederzugeben.

Ihr könnt Euch via Bluetooth mit dem Lautsprecher verbinden, Webradio hören, Spotify nutzen usw. Der ZOLO Halo ist ein vollwertiger kleiner smarter Lautsprecher.

Das dicke Feature ist aber natürlich Alexa. Habt Ihr Amazons Sprachassistentin einmal eingerichtet, könntet Ihr auch die ZOLO App wieder löschen.

Via Alexa lässt sich ebenfalls Webradio hören, Musik via Amazon Music wiedergeben und vieles mehr. Es gibt hier im Grunde, was die Funktionen angeht, keine Unterschiede zu einem Amazon Echo Lautsprecher.

Es stehen alle „Skills“ und Sprachbefehle zur Verfügung, die Alexa zu bieten hat. Auch die Steuerung von Smart Home Produkten ist möglich.

Wie steht es denn um die Mikrofone? Viele der 3. Anbieter Lautsprecher mit Alexa haben ein paar Verständigungsprobleme, siehe Sonos One.

Hier muss man auch sagen, dass der ZOLO Halo einen schlechter versteht als ein Amazon Echo Dot. Wobei dies nicht immer der Fall ist.

Im gleichen Raum hatte ich keine Verständigungsprobleme mit dem ZOLO! Meine Befehle wurden schnell und zuverlässig umgesetzt. Selbst wenn laut Musik läuft, hört der ZOLO Halo weiterhin gut auf das Alexa Codewort.

Allerdings wenn man beispielsweise einen Raum weiter ist und laut seine Befehle brüllt, kann es passieren, dass der Lautsprecher nicht reagiert, wo ein Echo noch reagiert hätte. Schlimm? Eher nicht! Ich denke ZOLO bzw. Anker haben hier einen sehr guten Job gemacht!

Auch Probleme mit der Zuverlässigkeit hatte ich bisher keine. Selbst Webradio läuft über xx Stunden hinweg ohne Aussetzer, zugegeben der ZOLO Halo Smart steht bei mir im gleichen Raum wie der WLAN Router.

 

Klang

Kommen wir zu einem sehr wichtigen Punkt, dem Klang. Wie schlägt sich hier der ZOLO?

Man darf natürlich keine Wunder erwarten. Es handelt sich hier um einen sehr kompakten Lautsprecher welcher klanglich an sich eher in die Kategorie 30-40€ Bluetooth Lautsprecher passt.

Beginnen wir aber am Anfang. Die Höhen des ZOLO Halo Smart sind erfreulich gut! Diese sind glasklar und absolut sauber, hier gibt es keinen Grund für Beschwerden.

Die Mitten des ZOLO sind etwas reduziert, vermutlich um den Bass hervorzuheben. Der Bass des Lautsprechers ist natürlich nicht übermäßig mächtig, aber besser als bei beispielsweise dem Echo Dot.

Der Bass besitzt einen netten Punch und ist gerade im oberen Bereich sehr gut. Anscheinend rollt der ZOLO Halo die Mitten etwas tiefer ab um einen höheren Hoch/Tief Kontrast zu erzeugen und somit eine bessere Dynamik zu vermitteln. Allerdings fehlt es natürlich aufgrund der Größe etwas an „Wucht“.

Die maximale Lautstärke ist hoch genug um einen ca. 30m² großen Raum laut zu beschallen. Dabei verzerrt der Lautsprecher selbst bis an die maximale Lautstärke nicht.

Wie bereits erwähnt liegt der ZOLO Halo Z6000 ein gutes Stück über dem Amazon Echo Dot und ein Stück unter dem großen Amazon Echo, was den Klang angeht.

 

Fazit

Grundsätzlich fällt das Fazit zum ZOLO Halo Smart Speaker sehr positiv aus! Der Klang ist ein wenig besser als bei einem Amazon Echo Dot, der Lautsprecher ist angenehm kompakt, die Verständigung mit Alexa problemlos und auch die Bonus Funktionen wie Bluetooth usw. ein Mehrwert.

Nein der ZOLO Halo Smart Speaker ist kein Hifi Lautsprecher fürs Wohnzimmer! Dieser ist eher für auf den Nachttisch, die Küche usw. Orte wo man ansonsten ein kleines Radio oder einen Bluetooth Lautsprecher genutzt hätte.

Hier macht der ZOLO Halo Smart einen super Job! Auch die Integration von Alexa ist vollwertig.

Letztendlich wird die Kaufentscheidung etwas vom Preis abhängen. Der ZOLO Halo Smart kostet knapp über 60€, ein fairer Preis wenn man davon ausgeht, dass ein Echo Dot 50€ kostet und ein großer Echo 100€.

Von daher, sucht Ihr einen kleinen zweit Amazon Alexa Lautsprecher für kleinere Räume, dann ist der ZOLO Halo Smart eine gute Wahl!

Das Bosch Twinguard System im Test, die besten smarten Feuermelder!

Vernetzte Feuermelder sind eine sehr interessante Sache, welche wirklich ein großes Sicherheitsplus mitbringen können.

Recht neu auf dem Markt sind hier die Bosch Twinguard Rauchmelder. Die Twinguards werden in euer Netzwerk integriert und warnen euch via Smartphone, auch dann, wenn ihr nicht zu Hause seid. So das Ihr auch von unterwegs noch Gegenmaßnahmen einleiten könnt.

Im Gegensatz zu den smarten Rauchmeldern von Nest, bieten die Bosch Twinguards allerdings noch eine zweite Funktion. Diese können Euch auch um das Raum/Luftklima informieren.

Hierzu gehört die Temperatur im Raum, Luftfeuchtigkeit, Luftreinheit usw. Sicherlich eine nette Bonus Funktion zusätzlich zur Raucherkennung, welche beispielsweise von den ähnlich teuren Nest Protect Rauchmeldern nicht geboten wird.

Aber hier stellt sich natürlich die Frage wie gut die Umsetzung ist. Um dies herauszufinden, habe ich das Bosch Twinguard System in den Test geschickt! Können die vernetzten Rauchmelder überzeugen? An dieser Stelle vielen Dank an Bosch für das Ausleihen der Twinguard!

 

Das Bosch Twinguard System im Test

Ähnlich wie die meisten Smart Home Systeme besteht auch das Bosch Twinguard System aus zwei Teilen, einer „Bridge“ und natürlich dem „Feuermelder“.

Die Aufgabe der Bridge ist, wie es der Name schon sagt, die Kommunikation zwischen Feuermelder und dem Internet herzustellen. Eine direkte WLAN Verbindung in die Feuermelder zu integrieren wäre zwar eleganter, wäre aber aufgrund des erhöhten Stromverbrauchs auch wieder unpraktisch.

Ja Nest macht dies bei seinen Protect Rauchmeldern, aber diese sind nicht konstant mit dem WLAN Verbunden, sondern verbinden sich nur bei Alarm mit dem WLAN. Dies wäre aber bei dem Twinguard System nicht möglich, da Ihr jederzeit die aktuelle Temperatur und Raumdaten abfragen könnt.

Die Bridge ist eine kleine Plastikbox welche via LAN mit dem Netzwerk verbunden wird und via microUSB mit Strom. Ein passendes Netzteil liegt natürlich im Starterset mit bei. Eine Bridge kann mit bis zu 24 Feuermelder gekoppelt werden.

Der eigentliche Star ist aber natürlich nicht die Bridge, sondern der Twinguard Feuermelder bzw. die Feuermelder.

Im Gegensatz zu normalen Feuermeldern ist der Twinguard ein Stück größer und auch nicht rund, sondern viereckig. Schlimm? Ich finde nicht! Der Twinguard sind sehr hochwertig und modern aus, kein Vergleich zu den meist etwas „billiger“ anmutenden 0815 Feuermeldern.

Beim Material setzt Bosch auf eine Mischung aus weißem Hochglanz Kunststoff und Aluminiumgitter, unter welchen die Sensoren Stecken. Ich diese Kombination optisch sehr gelungen!

An der Decke wird der Twinguard mithilfe einer beiliegenden Montageplatte befestigt. Diese wiederum wird mit Schrauben an der Decke befestigt.

Im Twinguard stecken sechs AA Batterien, welche von Euch einfach wechselbar sind. Laut Bosch sollen die Batterien 2 Jahre halten, was ich aus logischen gründen allerdings nicht nachprüfen kann.

Jeder Twinguard besitzt zudem eine zunächst unsichtbare LED, welche aber im Betrieb recht hell und auffällig ist. Diese LED leuchtet aber natürlich nicht immer, sondern nur, wenn irgendetwas nicht stimmt, also beispielsweise die Batterien schwach sind.

 

Einrichtung und Installation

Um das Bosch Twinguard System einzurichten, benötigt Ihr die Twinguard App. Diese ist für Android und ISO verfügbar.

Hierbei macht die App einen wirklich sehr guten Eindruck! Nach meinen eher mittelmäßigen Erfahrungen mit dem Bosch Smart Home System war ich hier wirklich sehr erstaunt.

Beginnen wir aber am Anfang, also bei der Einrichtung. Diese dauert zwar ein wenig, ist aber ansonsten bei mir sehr problemlos verlaufen.

Zuerst müsst Ihr Euch bei Bosch Anmelden inklusive Handy Nummer. Im Falle eines Brands werdet Ihr unter anderen über diese Nummer benachrichtigt (ansonsten soll diese laut Bosch nicht genutzt werden).

Ist dies geschafft, gilt es zuerst die Bridge ins Netzwerk einzubinden. Dafür verbindet diese mit Strom und LAN. In der App müsst Ihr nun den QR Code auf der Rückseite der Bridge scannen, welche dann mit eurem Account verknüpft wird.

Dieser Prozess funktionierte bei mir absolut problemlos und schnell. Ähnlich problemlos funktionierte das Koppeln des Twinguard. Einfach den roten Stift aus dem Feuermelder ziehen, wenn euch dies die App sagt und ebenfalls den QR Code auf der Rückseite scannen. Weißt dem Twinguard noch einen Raum zu und Ihr seid fertig.

Solltet Ihr mehrere Twinguards haben muss dieser Vorgang natürlich für alle wiederholt werden.

 

Die App und Funktionen

Die Bosch Twinguard ist wie auch die anderen Bosch Apps in einem blau/weiß/schwarz gehalten. Hierdurch wirkt diese optisch vielleicht etwas schwerer als man dies von Google/Apple Apps gewöhnt ist.

Allerdings sowohl was den Aufbau angeht, wie aber auch die Funktionen gibt es nichts zu bemängeln!

Beginnen wir bei der Feuermelder Funktion. Warum sollte man überhaupt einen smarten Feuermelder haben wollen?

Ein normaler Feuermelder reicht doch? Ja dieser reicht, wenn Ihr zuhause seid! Aber was wenn ihr unterwegs seid und ein Feuer ausbricht? Dann müsst Ihr euch darauf verlassen, dass die Nachbarn euren Feuermelder hören und die Feuerwehr alarmieren.

Was wenn die Nachbarn den Feuermelder nun nicht hören? Dann sieht es schlecht um die Wohnung bzw. das Haus aus.

Hier kommt nun ein vernetzter Feuermelder wie der Twinguard ins Spiel. Neben dem üblichen akustischen Signal erhaltet Ihr einen Anruf/Nachricht aufs Smartphone, welche euch über das Erkennen von Rauch hinweist. Ihr könnt nun vielleicht noch rechtzeitig Schritte unternehmen euren Besitz zu retten.

Sollte es sich um einen Fehlalarm handeln, lässt sich der Alarm auch per App abschalten. Alternativ könnt Ihr auch die Taste auf der Oberseite des Feuermelders drücken.

Neben der Feuermelder Funktion besitzt der Bosch Twinguard auch noch eine weitere interessante Funktion.

Dieser kann Euer Raumklima überwachen. Das Raumklima wird in drei Bereiche unterteilt, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität.

Alle drei Informationen könnt ihr in der Bosch Twinguard App für jeden Raum einsehen. Zudem könnt ihr euch hier auch einen Graphen anzeigen lassen, wie sich diese drei Werte im Laufe der Zeit verändert haben oder Grenzwerte eintragen.

Wird ein Grenzwert überschritten erhaltet Ihr dann eine Benachrichtigung. Dieses Raumklima Feature wirkt erfreulich gut umgesetzt! Ich hatte anfangs etwas Angst, dass es sich hier nur um ein Gimmick handelt, das ist aber nicht der Fall!

Visuell sind alle Informationen eindeutig und schnell ersichtlich. Lediglich die genaue Information zur Luftqualität ist etwas versteckt.

Die App zeigt Euch hier erst einmal nur 1-3 „Blätter“ als Repräsentation wie viele Schmutzpartikel in der Luft gemessen wurden. umso mehr Schmutzpartikel in der Luft sind, umso schlechter ist die Luftqualität.

Dies ist zwar keine lebensnotwenige Information, aber dennoch interessant wie sauber die Luft in der eigenen Wohnung so ist.

Über die App könnt Ihr auch den Batteriestatus sehen und einen Selbsttest starten. Dieser Selbsttest wird auch automatisch einmal pro Monat durchgeführt.

 

Fazit

Ich bin beeindruckt Bosch! Ich hatte vor einer Weile die Nest Protect Rauchmelder im Test und ich hatte hier große Zweifel, dass die Bosch Twinguards mit diesen mithalten könnten. Schließlich ist Nest ein Google Tochterunternehmen und die Nest Protect Rauchmelder das Vorzeigeprodukt.

Allerdings kann das Bosch Twinguard System nicht nur mithalten, sondern die Nest Protect Rauchmelder sogar leicht schlagen.

Zugegeben die Basis Funktion wird auch von den Nest Rauchmeldern sehr gut gemacht (dank Sprachansagen fast noch etwas besser), allerdings bietet das Twinguard System einige wirklich interessanter Bonusfunktionen, welche das Nest System nicht beherrscht.

Beginnen wir aber am Anfang. Dass ich vernetzte Rauchmelder für sehr nützlich halte, ist denke ich im Test schon durchgeklungen. Es ist einfach ein großes Plus an Sicherheit, wenn die Rauchmelder nicht nur piepen, sondern wie das Twinguard System euch eine Nachricht aufs Smartphone schickt.

So könnt ihr auch von unterwegs im Fall der Fälle Gegenmaßnahmen einleiten, auch wenn diese nur dadurch bestehen die Nachbarn zu alarmieren. Gerade wenn man Haustiere hat, kann dies Leben retten!

Hinzu kommen aber auch ein paar sehr nützliche Smart Home Feature. In jedem Twinguard ist auch ein Temperatursensor, ein Feuchtigkeitssensor und ein Sensor für die Luftqualität verbaut. Wenn man so will, steckt in jedem Rauchmelder auch eine Netatmo Wetterstation, was ein großes Plus ist!

Ebenfalls erfreulich ist die gute Bosch Twinguard App, welche einfach und gut gemacht ist. Ihr könnt selbst Diagramme zur Temperaturentwicklung in euerer Wohnung sehen, was für Statistikfans wie mich, sehr cool ist. Tipp an Bosch schickt die Leute, die für das Twinguard System verantwortlich waren mal zum Smart Home Team.

Kommen wir zum Abschluss. Ja das Twinguard System ist teuer mit 200€ für das Basis Set und 130€ pro zusätzlichem Rauchmelder. Allerdings ist der Preis auch mit Blick auf die Konkurrenz nicht überzogen! Ganz im Gegenteil das Bosch Twinguard System konnte im Test voll überzeugen!

Viel besser kann man vernetzte Rauchmelder nicht bauen!

Die ASUS PCE-AC88 im Test, die schnellste WLAN ac Karte auf dem Markt! (2167Mbit)

WLAN Router, die wahnsinnige 2000+Mbit schaffen, gibt es immer mehr auf dem Markt. Aber oftmals ist solch eine Leistung etwas verschenkt, da die meisten Nutzer eh nur ein einfaches Notebook oder Smartphone verwenden.

Das Problem solche Geräte verfügen in der Regel über maximal 867Mbit. Daher ist es nicht möglich die beispielsweise maximalen 2167Mbit des ASUS ROG Rapture GT-AC5300 oder anderen vergleichbaren Geräte auszunutzen.

Aber warum verbauen die Hersteller nur solch „langsame“ WLAN Karten? In Smartphones und Tablets ist die Antwort sehr einfach, es liegt am Platz und am Bedarf. In der Regel sind 867Mbit mehr als ausreichend in solch einem Gerät.

Aber wie sieht es in Notebooks aus? Hier könnte in high Workstation Geräten durchaus Bedarf für sehr schnelles WLAN bestehen?! Ja das könnte man denken, aber es gibt aktuell einfach keine m.2 Empfänger welche mehr als die üblichen 867Mbit schaffen, warum auch immer.

Erst in klassischen Desktop PCs hat man mehr Auswahl, wenn es um ein hohes Tempo geht. WLAN Empfänger mit 1300Mbit sind hier problemlos zu bekommen. Aber über 1300Mbit sinkt die Auswahl doch wieder ein gutes Stück.

Wer das absolute Maximum an WLAN Leistung möchte, muss aktuell zur ASUS PCE-AC88 PCIe WLAN Karte greifen.

Dieses Monster an WLAN Empfänger kann auf dem 5GHz Band bis zu 2167Mbit erreichen und selbst auf dem 2,4GHz Band 1000Mbit, beeindruckend, zu mindestens in der Theorie.

Aber wie schaut es in der Praxis aus? Sind solch hohen Werte via WLAN wirklich zu erreichen? Falls nein, was ist das Maximum, was man aktuell via WLAN erreichen kann?

Diese Fragen versuchen wir doch einmal im Test der ASUS PCE-AC88 PCIe WLAN Karte zu klären! An dieser Stelle auch vielen Dank an ASUS, welche mir die Karte für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Die ASUS PCE-AC88 PCIe WLAN Karte im Test

Bei der ASUS PCE-AC88 handelt es sich um eine interne WLAN Karte. Um diese in eurem PC zu installieren benötigt ihr einen freien PCIe x1 Slot.

Die WLAN Karte selbst hat den üblichen PCIe Erweiterungskarten Formfaktor und kann auch in Geräten mit halber Höhe Installiert werden, eine passende Abdeckung liegt bei.

Was auffällt, ist der vergleichsweise große Kühlkörper, welcher die komplette Karte bedeckt. Selbst die Rückseite verfügt über eine „Backplate“.

Die WLAN Karte scheint also recht warm im Betrieb zu werden. Etwas enttäuscht bin ich von ASUS Farbwahl. Ich weiß das spielt nicht für jeden eine Rolle, aber so eine WLAN Karte wie die PCE-AC88 richtet sich ohne Frage auch an Gamer und andere High End Nutzer und da ist die auffällige rote Färbung des Kühlkörpers vielleicht etwas unschön.

Sollte es einmal eine „V2“ geben wäre eine komplett schwarze Färbung klasse!

Neben der WLAN Karte liegt auch eine sehr interessante Antenne mit im Lieferumfang. Ihr könnt Euch hier entscheiden, wollt Ihr direkt die vier kleinen Antennen an die Karte schrauben, oder nutzt ihr die „Verlängerung“.

Hierbei handelt es sich eine größere Antennen Konstruktion, welche sich auf dem PC Gehäuse für einen besseren Empfang Platzieren lässt.

 

Leistung

Ehe wir zu den Messwerten kommen, sprechen wir doch einmal darüber wie überhaupt solche Übertragungsraten wie 2167Mbit zustande kommen.

Wenn man so will, liegt das eigentliche Maximum auf dem 5GHz Band und mit dem WLAN ac Standard bei 433Mbit. Für alles darüber hinaus werden mehrere parallele Datenströme genutzt. Euer WLAN Router hat zwei Antennen? Dann könnt Ihr davon ausgehen das dieser zwei parallele Datenströme beherrscht und somit 866 bzw. 867Mbit (2x 433). Hat Euer WLAN Router drei Antennen sind in der Regel 1300Mbit (3x 433) Möglich, hat dieser vier Antennen sind oftmals 1733Mbit (4x 433) möglich.

Damit Euer Client nun auch von dieser Bandbreite Nutzen machen kann benötigt dieser ebenfalls die passende Antennen Anzahl, was vermutlich auch der Grund ist warum man in Smartphones und Tablet nie mehr 867Mbit findet.

Wie kommen nun aber einige Geräte auf 2167Mbit oder mehr? Werden Fünf Antennen genutzt? In der Regel nicht. Es gibt neben der Möglichkeit mehr parallele Datenströme zu nutzen auch die Möglichkeit „breitere“ Datenströme zu verwenden. Es wird auf dem 5GHz Band die Kanalbreite von 80Mhz auf 160Mhz erhöht, wodurch sich die maximale Bandbreite nochmals verdoppelt.

So wäre es möglich 867Mbit auch mit nur einer Antenne zu erreichen. Das Nutzen von 160Mhz breiten WLAN Kanälen,  wird aber eher selten genutzt. Hierdurch steigt unter anderem die Störempfindlichkeit usw.

Kommen wir nun zur ASUS PCE-AC88 WLAN Karte, wie erreicht diese 2167Mbit? Das ist eine gute Frage! Die Karte setzt auf ein 4×4 Design und sollte somit zu maximal 1733Mbit in der Lage sein. Ich war nun davon ausgegangen, dass ASUS hier die zuvor angesprochenen breiteren WLAN Kanäle (160Mhz) nutzt um die Leistung noch weiter zu steigern. Dies ist aber interessanterweise nicht der Fall!

Wie kommt ASUS dennoch zu so einer hohen Leistung? Man nutzt hier das „1024QAM“ Verfahren. QAM steht für Quadraturamplitudenmodulation und ja das Ganze ist recht kompliziert. Es wird hierbei die Modulationsdichte im Raum erhöht, was in der Theorie die WLAN Leistung nochmals steigert.

Hierbei handelt es sich allerdings um eine proprietäre Technologie, welche so wie ich das sehe nur von einigen ASUS Routern unterstützt wird. Nutzt Ihr keinen ASUS Router wird das maximale Tempo bei 1733Mbit liegen.

Kommen wir aber zum eigentlichen Test. Zusätzlich zur PCE-AC88 werde ich alle Tests auch mit einer TP-Link T9E und einer Intel ac 7260 WLAN Karte durchführen, als Vergleichsobjekte. Die TP-Link WLAN Karte schafft 1300Mbit/s und die Intel WLAN Karte 867Bit/s (auf dem 5GHz Band). Wir haben hier also eine sehr schöne Abstufung 4×4, 3×3 und 2×2 Design.

Beginnen wir mit Durchlauf a, in Kombination mit dem ASUS ROG Rapture GT-AC5300 auf kurze Distanz (ca. 3 Meter). Ich übertrage bei diesem Test eine Datei auf/von einem lokalen NAS.

Hier hatte ich auf dem 5GHz Band natürlich ein paar Probleme. Tatsächlich hat man hier das Luxusproblem, dass die Gbit LAN Ports des Routers das WLAN Tempo imitieren.

Erst bei zwei parallelen Verbindungen zum NAS und somit 2Gbit/s maximaler Bandbreite war es wieder die WLAN Verbindung, die der Flaschenhals ist. Wichtig diese Werte sind nicht ganz so genau wie meine sonstigen Messwerte!

Ich konnte rund 162MB/s via WLAN übertragen! Eine sehr beeindruckende Leistung! Mindestens genau so beeindruckend wie eine 2,1Gbit/s Verbindung von Windows angezeigt zu bekommen.

Allerdings werdet Ihr diese 2,1Gbit vermutlich nur sehr selten sehen. Sobald irgendetwas zwischen Router und WLAN Karte ist, fällt die Geschwindigkeit auf 1,3-1,7Gbit. Immer noch ein top Wert! Allerdings nehme ich an, dass dieser extrem schnelle Einbruch von 2,1Gbit auf 1,7Gbit vermutlich an dem speziellen 1024QAM Verfahren liegt, welches ASUS für diese zusätzlichen 0,4Mbit nutzt.

Verglichen mit der Intel und TP-Link WLAN Karte erhalten wir die zu erwartende Staffelung.

Auf dem 2,4GHz Band sinken die Unterschiede zwischen den einzelnen WLAN Karten etwas, dies ist aber auch keine Überraschung mehr.

2,4GHz ist anscheinend so langsam am Limit, was über den WLAN AC Standard möglich ist.

Was aber wenn man nicht so Monster an WLAN Router hat? Lohnt sich dann immer noch eine High End WLAN Karte wie die ASUS PCE-AC88?

Für Testdurchlauf B und C habe ich mir einen Ubiquiti AmpliFi HD und einen ASUS Lyra Mini geschnappt. Der Ubiquiti AmpliFi HD ist ein WLAN Router welcher maximal 1300Mbit/s auf dem 5GHz Band schafft und das Lyra Mini System sollte maximal 867Mbit/s schaffen.

Rein theoretisch sollten spätestens beim Lyra Mini System alle drei WLAN Karten gleichauf sein.

Beginnen wir beim Ubiquiti AmpliFi HD.

Wie wir sehen, ist natürlich der Unterschied zwischen den drei WLAN Karten zusammengeschrumpft. Allerdings bleibt die Anordnung bestehen. Die ASUS PCE-AC88 ist weiterhin rund 10MB/s schneller als die TP-Link T9E, welche wiederum 12MB/s schneller ist als die Intel ac 7260 WLAN Karte.

Wie sieht es in Kombination mit dem ASUS Lyra Mini System aus?

Erst einmal sieht man sehr schön, dass technische Daten auf dem Papier nicht immer alles sind. Obwohl das Ubiquiti AmpliFi HD System 1300Mbit/s schaffen soll, ist das Lyra Mini System mit seinen 867MB/s fast gleich auf, egal mit welcher WLAN Karte (das Ubiquiti AmpliFi HD System ist dennoch klasse).

Erneut ist die ASUS PCE- schneller als die TP-Link T9E, wenn auch der Abstand mittlerweile auf rund 8MB/s geschrumpft ist. Auch der Abstand zwischen TP-Link T9E und Intel ac 7260 ist auf 9MB/s gesunken.

Also ja eine „größere“ WLAN Karte kann auch bei kleineren WLAN Routern Vorteile bringen. Allerdings sinkt der Leistungszugewinn umso „langsamer“ der WLAN Router ist.

 

Sonstiges

Wie steht es um die Reichweite? Sehr gut! Gerade wenn Ihr die Antennen Verlängerung nutzt (was ich bei den Performance Tests nicht gemacht habe) ist die Signalstärke der ASUS PCE-AC88 deutlich über denen der anderen WLAN Karten, welche Ihre Antennen hinten am PC haben.

Auch was die Treiber bzw. die Stabilität angeht, kann ich mich nicht beklagen. Abbrüche oder Abstützte der WLAN Karte konnte ich selbst unter konstanter Volllast nicht beobachten.

 

Fazit

Ich denke es steht außer Frage, dass die ASUS PCE-AC88 die aktuell schnellste und beste WLAN Karte ist, welche ihr auf dem Markt bekommen könnt.

In Kombination mit dem passenden Router sind auf kurzen Distanzen problemlos Geschwindigkeiten möglich, die oberhalb derer von Gbit LAN liegen. Ich konnte über 160Mb/s via WLAN übertragen, was schon sehr beeindruckend ist.

Aber auch bei kleineren WLAN Routern zeigte die ASUS PCE-AC88 WLAN Karte konstant eine sehr hohe Geschwindigkeit und Signalstabilität.

Von daher wenn ihr das absolute Maximum aus Eurem WLAN herausholen wollt, dann sollte die ASUS PCE-AC88 WLAN Karte Eure erste Wahl sein! Der Preis von rund 90€ ist sicherlich recht saftig, aber angemessen, wenn man bedenkt, dass es keine alternativen Modelle in dieser Leistungsklasse gibt.

Das ASUS ROG Strix GL503VD im Test, kompakt, portable und gut!

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ASUS ist ohne Frage einer der Vorzeigehersteller, wenn es um Gaming Notebooks geht. Hier ist gerade die ROG Strix GL503VD Serie ausgesprochen interessant und beliebt. Die Gründe dafür sind offensichtlich. Die Notebooks sind für um die 1000€ mit unterschiedlicher, aber immer Gaming tauglichen Ausstattung zu bekommen.

Damit bieten die Notebooks der GL503VD Serie eine hohe Preis/Leistung. Aber wie sieht es abseits der reinen technischen Daten aus? Stimmt die Verarbeitung, das Display, die Kühlung usw.

Dies wollen wir uns doch einmal im Test des ASUS ROG Strix GL503VD-FY126T ansehen! Kann dieses überzeugen? An dieser Stelle vielen Dank an ASUS, welche mir das GL503VD für diesen Test ausgeliehen haben!

 

Das ASUS ROG Strix GL503VD im Test

Beim Auspacken des GL503VD war ich zugegeben etwas überrascht. Das Notebook ist ein gutes Stück dünner und kompakter, als ich dieses eigentlich erwartet habe.

Nein dieses ist nicht so dünn wie ein Razer Blade, aber das ASUS ROG Strix GL503VD fühlt sich auch nicht klobig oder dick an. Hierzu passt auch gut das mittelgroße 15,6 Zoll Full HD Display.

ASUS hat hier einen sehr schönen Mittelweg gefunden, zwischen super kompakten Abmessungen und einer dennoch guten Ausstattung.

Ähnliches gilt auch für die Optik. Man sieht dem ROG Strix GL503VD zwar durchaus an, dass dies ein Gaming Notebook ist, aber es ist optisch auch nicht „Over the Top“. Der Deckel des Notebooks ist mit einem gebürsteten Aluminium bedeckt und besitzt ein rot beleuchtetes ROG Logo, welches aber auch nicht übermäßig auffällig ist.

Abseits des Deckels ist das restliche Gerät aus Kunststoff gefertigt. Die Haptik würde ich als okay einstufen. Das ROG Strix GL503VD fühlt sich nicht wie ein premium Notebook an, ist aber auch weit von einer billigen Haptik entfernt.

Die Handballenauflagen sind von ASUS mit einer Art glatten Lack überzogen. Dies ist eine sehr alltagsfreundliche Entscheidung, da so Schweiß und Fingerabdrücke kaum sichtbar bzw. gut zu entfernen sind.

Auch ist natürlich die Wärmeübertragung schlechter als bei Aluminium, was in diesem Fall positiv ist! Die Handballenauflage heizt sich so weniger schnell beim Spielen auf, verglichen mit Aluminium Notebooks.

Wie sieht es auf Seiten der Anschlüsse aus? Auf der linken Seite finden wir den Netzteilanschluss, einen LAN Port, mini DisplayPort 1.2, HDMI 1.4, zwei mal USB 3.0 und einen Kopfhörer/Headset Anschluss.

Auf der rechten Seite sind zwei weitere USB 3.0 Ports, ein USB C Port und ein Speicherkartenleser. Damit ist die Anschlussausstattung gut und schlecht zugleich. Warum? Einerseits haben wir eine sehr schöne große Portausstattung, welche absolut alltagstauglich ist.

Leider fehlt mit aber etwas Thunderbolt 3, welches allerdings in dieser Preisklasse auch noch keine Pflicht ist und HDMI 2.0 oder Display Port 1.4. Es ist nicht möglich einen externen 4K Monitor vernünftig am ASUS ROG Strix GL503VD zu betreiben. Natürlich wäre Gaming in 4K mit einer Nvidia GTX 1050 eh nur sehr eingeschränkt möglich.

Im Inneren des Notebooks finden wir die übliche Tastatur/Trackpad Anordnung. ASUS hat das ROG Strix GL503VD lediglich mit ein paar zusätzlichen Tasten ausgestattet zur Steuerung von Lautstärke usw.

Wie es sich für ein Strix Produkt gehört ist natürlich die Tastatur mit einer RGB Beleuchtung ausgestattet. Allerdings sind nicht alle Tasten individuell beleuchtet, sondern es gibt „nur“ fünf Zonen für welche die Farben gesondert eingestellt werden können. Schlimm? Nein ich würde vermutlich eh das komplette Tastenfeld in einer gemeinsamen Farbe erstrahlen lassen.

Die Kühlung wird von zwei Lüftern geregelt welche links und recht die Luft von unten einsaugen und nach hinten ausstoßen. Die Kühllösung wirkt auf den ersten Blick durchaus fähig.

Bonuspunkte gibt es für die kleine Wartungsklappe des GL503VD. So ist es schnell und problemlos möglich die 2,5 Zoll HDD, die m.2 SSD und den Arbeitsspeicher auszutauschen, ohne das Notebook komplett zu zerlegen.

 

Software

ASUS setzt beim Strix GL503VD ganz klassisch auf Windows 10 Home, natürlich in der 64 Bit Version.

Hierbei hält sich ASUS bei der vorinstallierten Software sehr zurück. Abseits der üblichen Windows 10 Programme ist lediglich McAfee und das ASUS eigene Tool zur Steuerung des Notebooks vorinstalliert.

Das ROG Kontrollzentrum lässt sich über die eigens dafür integrierte Taste auf der Tastatur aufrufen. Im Kontrollzentrum könnt Ihr den Takt und die Temperatur von CPU und GPU sehen. Ebenfalls lässt sich das Notebook hier ein Stück weit übertakten und die Lüfter in den Performance Modus versetzen.

Optisch ist das Tool zwar etwas sehr „G4m3r“ like, aber funktional ist dieses top.

 

Display

Das ASUS ROG Strix GL503VD verfügt über ein 15,6 Zoll Display mit einer Full HD Auflösung. ASUS setzt hier auf ein IPS Panel mit 60Hz, also kein G-Sync oder Ähnliches.

Dafür ist das Display allerdings recht ansehnlich! Blickwinkel sind gut, Farben kräftig und Kontraste stark! Der sRGB Farbraum wird mit guten 91% abgedeckt und der AdobeRGB Farbraum mit ebenfalls ordentlichen 70%.

Zwar ist die Farbtreue „out of the Box“ nicht ganz perfekt, die Farben sind etwas kräftiger eingestellt. Aber nach einer Hardware Kalibrierung wäre das ASUS ROG Strix GL503VD durchaus auf für mobile Video und Foto Bearbeitung zu gebrauchen.

Die maximale Helligkeit fällt mit 282cd/m² ausreichend hoch für den Indoor Einsatz aus. In der prallen Sonne wollt ihr das GL503VD allerdings nicht nutzen.

Die Schärfe des Full HD Panels ist okay. Teilweise hatte ich allerdings fast eher den Eindruck, dass das Display etwas zu scharf ist. Mich würde es nicht wundern, wenn ASUS hier per Software etwas nachschärft.

Dennoch unterm Strich ein sehr ordentliches Display welches da im ASUS ROG Strix GL503VD steckt.

 

Tastatur und Trackpad

Das ROG Strix GL503VD verfügt über eine normale deutsche Tastatur mit einem normalen deutschen Layout. Hierbei besitzt die Tastatur sogar ein NummernPad, welches zwar etwas gequetscht wirkt, aber dennoch Daumen hoch dafür!

Die Tasten besitzen einen guten Druckpunkt, welcher weder zu feste noch zu locker ist. Auch der Anschlag ist angenehm fest und satt. Hierdurch macht sowohl das Schreiben auf dem Notebook spaß, wie auch das Spielen.

Ich hätte absolut kein Problem damit das ASUS ROG Strix GL503VD für das Schreiben meiner Tests zu verwenden.

Ebenfalls positiv ist die Beleuchtung. Die Tastatur ist in fünf Beleuchtungszonen unterteilt, für die sich jeweils frei eine Farbe einstellen lässt.

Alternativ könnt Ihr natürlich auch die gesamte Tastatur in einer Farbe erstrahlen lassen bzw. einen Farbwechsel einstellen.

Das Trackpad des ROG Strix GL503VD befindet sich wie üblichen zentriert unterhalb der Tastatur und besitzt eine normale Große. Die Oberfläche ist relativ glatt gehalten, wodurch die Nutzung recht weich und flüssig ist. Allerdings sieht man dafür im Gegenzug auch Fingerabdrücke recht stark.

Qualitativ kann ich mich nicht über das Trackpad beschweren. Das Tracking ist vernünftig und recht präzise. Es ist nicht das aller beste Trackpad, das ich in einem Windows Notebook gesehen habe, aber es ist mehr als gut nutzbar!

Auch die beiden Maustasten, die jeweils in den unteren Ecken der Tastatur integriert sind, besitzen einen sehr schönen und satten Klick.

 

Sound

Im GL503VD sind zwei Lautsprecher verbaut, jeweils einer an der linken und einer an der rechten Seite.

Wie klingen diese?

Ganz ordentlich! Die Lautsprecher sind absolut klar und sauber. Dabei vermeiden diese aber das übersteuern oder „kratzig“ werden auf hohen Lautstärken.

Allerdings sind die Lautsprecher auch nicht, die aller bassstärksten die ich in einem Notebook dieser Klasse gehört habe. Beispielsweise ein Alienware 13 oder Apple MacBook pro schafft nochmal ein gutes Stück mehr Tiefgang.

Dennoch sind die Lautsprecher absolut passabel! Ich habe hier schon deutlich schlechteres von Gaming Notebooks gehört (ich schaue dich an MSI).

Bonuspunkte gibt es für den sehr ordentlichen Kopfhörerausgang und die gute Steuerungssoftware! Ich glaube noch nie ein Notebook gesehen zu haben, das derart viele Sound Optionen bietet.

Habt Ihr schon einmal eine Soundkarte gesehen bei der es möglich ist seine Stimme mit einem EQ zu versehen? Ja man kann einen gesonderten EQ für das Mikrofon und auch den Kopfhörerausgang anwenden!

Sehr cool! So ist es in einem gewissen Rahmen möglich qualitativ schlechte Mikrofone etwas auszugleichen.

 

Leistung und Performance

Die Leistung des ASUS ROG Strix GL503VD hängt natürlich etwas davon ab welche Version Ihr gekauft habt.

Die Grafikkarte ist bei allen die GTX 1050 von Nvidia, aber Arbeitsspeicher, CPU und Festplatte/SSD unterscheiden sich teilweise recht deutlich.

Wie üblich bei solchen Tests hat mir ASUS natürlich das große Modell geschickt, welches mit dem Intel Core i7-7700HQ, 8GB RAM, der GTX1050 (4GB), 256GB SSD und 1TB HDD ausgestattet ist.

Beginnen wir hier einmal mit dem Speicher. Bei der SSD handelt es sich um eine Samsung NVME OEM SSD, welche lesend satte 2896MB/s schaffte und schreibend 1194MB/s.

Es kann passieren, dass wenn ihr das GL503VD kauft, darin eine andere SSD verbaut habt! Oftmals werden selbst in einer Modellserie unterschiedliche SSD Typen verbaut. Allerdings könnt Ihr davon ausgehen, dass immer eine gute NVME SSD in Eurem Notebook steckt, was in dieser Preisklasse schon sehr gut ist!

Die HDD stammt in meinem GL503VD von HGST (Hitachi bzw. Western digital) und erreicht die üblichen 130MB/s lesen/schreiben.  Kurzum eine gute Standard HDD.

Beim Prozessor setzt ASUS auf den altbekannten Intel Core i7-7700HQ. Hierbei handelt es sich weiterhin um den so ziemlich schnellsten Prozessor, welchen man in einem Notebook Ende 2017/ Anfang 2018 finden kann. Dies wird auch noch eine Weile so bleiben, da sich der Intel Core i7-8700HQ anscheinend noch etwas verzögert.

Schauen wir uns zuerst ein paar Benchmarks an:

Das ASUS ROG Strix GL503VD liefert genau die Leistung welche man 7700HQ erwarten kann. Wie bereits gesagt viel schneller geht es aktuell nicht!

Aber wie steht es um die Grafikkarte? Die Nvidia GTX 1050 ist durchaus als interessant zu bezeichnen.

Die 1050 ist Nvidias aktuelle mittlere Mittelklasse GPU. Ich hätte mir hier vielleicht eher eine 1050TI gewünscht. Aber wer mehr Grafikpower wünscht muss zum ROG Strix GL502VS greifen.

Aber wie performt die 1050 in der Praxis?

Die GTX 1050 ist eine absolut solide Grafikkarte, welche in allen aktuellen Spielen eine sehr ordentliche Leistung liefert. Full HD Auflösung auf hohen Details ist in so ziemlich allen Titel mit konstant 30FPS+ problemlos möglich. In Battlefield One (Kampagne) konnte ich bei der Ultra Detail Einstellung gute 47 FPS im Schnitt erreichen. Bei Mass Effekt Andromeda erreichte das Notebook bei Ultra Grafikqualität 28 FPS im Schnitt und bei The Witcher 3 27 FPS. Bei letzteren beiden Spielen müsste man die Grafik vermutlich von Ultra auf hoch reduzieren um die Spiele wirklich flüssig genießen zu können.

Beispielsweise in The Witcher 3 stieg die Bildrate von 27 FPS (Ultra) auf rund 37 FPS (Hoch) an.

In den meisten E-Sport Titeln sind hingegen 60FPS+ bei maximaler Grafikpracht möglich.

Wer allerdings in allen Spielen wirklich konstant die maximale Grafikpracht bei 60FPS+ wünscht, solltet sich eher auf ein Notebook mit GTX 1060 konzentrieren.

Dennoch ist das ASUS ROG Strix GL503VD für um die 1000€ als absolut Gaming tauglich einzustufen!

 

Temperatur und Lüfter

Aber wie sieht es bei den Temperaturen aus? Gut! Man merkt dem ASUS ROG Strix GL503VD an, dass das Gehäuse und auch die Kühllösung durchaus noch für größere GPUs Luft bietet.

Unter „Gaming Last“ erreicht die GTX 1050 gerade einmal 63-65 Grad und die CPU 60-70 Grad. Selbst in Benchmarks pendelt sich der I7-7700HQ bei 70-80 Grad ein, natürlich ohne zu throttlen.

Daumen hoch dafür! Bei der Lautstärke des Notebooks bin ich etwas hin und her gerissen. Wirklich leise ist das GL503VD nicht, aber auch nicht übermäßig laut. Es gibt definitiv ein gut hörbares Surren, welches unter 100% Auslastung auch zu einem deutlichen Lüftergeräusch anwachsen kann.

Ich habe hier das Gefühl ASUS wäre es möglich gewesen die Lüfter bei solch zahmen Temperaturen auch noch etwas mehr zu drosseln oder zu mindestens via Software ein Silent Profil anzubieten.

Von daher eine sehr gute Leistung was Temperaturen angeht und eine mittelmäßige was die Lautstärke betrifft.

 

Akkulaufzeit

Wie steht es um die Akkulaufzeit? Das ASUS ROG Strix GL503VD verfügt über einen 64Wh starken Akku, das ist eine vernünftige Kapazität.

Zudem nutzt das Notebook auch die Nvidia Optimus Technologie. Das bedeutet im Normalbetrieb ist die Nvidia GTX 1050 abgeschaltet und die Intel GPU wird genutzt. Dies hilft dem GL503VD eine vergleichsweise gute Akkulaufzeit im Normalbetrieb zu erreichen. In meinem Test hielt das Notebook im Office Betrieb knappe 6 Stunden durch, ein top Wert!

Bei einer reinen Videowiedergabe sind sogar knappe 8 Stunden möglich.

Plant ihr allerdings unterwegs eine Runde zu spielen, dann fällt die Akkulaufzeit ein gutes Stück geringer aus. Genau genommen war das Notebook in rund einer Stunde komplett leer gesaugt.

Dennoch ist die Akkulaufzeit des ASUS ROG Strix GL503VD als sehr gut für ein Gaming Notebook zu bezeichnen.

 

Sonstiges

Kommen wir noch zu ein paar „sonstigen“ Punkten. ASUS setzt beim GL503VD auf die Intel AC 8265 WLAN Karte. Es handelt sich hierbei um eine 2×2 WLAN AC Karte, welche bis zu 867Mbit unterstützt.

Es handelt sich um eine gute WLAN Karte, die in meinem Test zuverlässig und schnell funktionierte.

Ebenfalls schnell ist der Speicherkartenleser, welcher in meinem Test lesend rund 80MB/s und schreibend 75MB/s schaffte.

 

Fazit

Das ASUS ROG Strix GL503VD ist ein super „Semi-kompaktes“ Gaming Notebook. Ihr sucht ein Mittelding aus viel Leistung, kompakten Abmessungen und einem fairen Preis? Dann seid ihr hier an der richtigen Adresse!

Das ASUS ROG Strix GL503VD ist zwar verglichen mit einem Dell XPS 15 oder Razer Blade etwas größer, ist dafür aber auch ein Stück günstiger und bietet eine bessere Kühlleistung.

Optisch geht das Notebook zwar schon etwas mehr in die Gaming Richtung, allerdings finde ich das ASUS hier dennoch eine geschmackvolle Optik hinbekommen hat, welche nicht over the top ist.

Die Gaming Performance ist dank des I7-7700HQ und der Nvidia GTX 1050 nur als gut zu bezeichnen. Ihr werdet auf dem GL503VD so ziemlich alle aktuellen Spiele auf einer hohen Einstellungen mit 30 FPS+ spielen können. Wollt ihr allerdings „mehr“ als nur hohe Einstellungen und 30FPS müsst ihr zu einem Notebook mit GTX 1060 oder größer greifen.Trotzdem für um die 1000€ ist die GTX 1050 eine gute Wahl in einem Full HD Notebook!

Auch Display, Tastatur und Trackpad können überzeugen. Kurzum Daumen hoch für das ASUS ROG Strix GL503VD! Ein klasse Notebook für Schüler und Studenten, welche ein halbwegs portables Gerät suchten, ohne dabei völlig auf Gaming Power verzichten zu wollen.

Positiv

  • Gute Haptik und Optik
  • Angenehme Tastatur mit guter Beleuchtung
  • Gute Lautsprecher/Headset Ausgang mit vielen Software Optionen
  • Gute Kühlung
  • Sehr gute Akkulaufzeit
  • Hohe Leistung
  • NVME SSD

 

Neutral

  • Kein Thunderbolt 3

 

Negativ

Der QacQoc GN30H USB C HUB im Test

Moderne UltraBook Notebooks sind ein Fluch und ein Segen zugleich. Einerseits sind die Notebooks hübsch, dünn und portabel, andererseits werden die Anschlüsse immer weiter abgespeckt.

In diesem Zusammenhang wird natürlich immer zuerst auf Apple gezeigt, aber auch HP, ASUS und bald auch Dell mit Ihrem neuen XPS, specken Ihre Notebooks anschlusstechnisch immer weiter ab.

Wenn man Glück hat, findet man noch einen oder zwei USB C Ports. Ich denke zwar, dass die Zeiten vorbei sind, in denen man diverse Drucker, Mäuse, externe Laufwerke usw. an seinem Notebook hängen musste, aber ab und zu wäre doch mal ein normaler USB Anschluss, ein Kartenleser oder einfach ein HDMI Port sicherlich praktisch.

Hier verweisen uns die Hersteller meist auf irgendwelche teuren Adapter. Es gibt mehr oder weniger für alles einen passenden Adapter. Aber diese einzelnen Adapter sind meist recht unpraktisch, ein Adapter für alles hingegen ist im Alltag meist deutlich praktischer.

Auf der Amazon und Ebay Plattform gibt es auch einige USB C Hubs, die neben normalen USB Ports auch Speicherkartenleser usw. bieten.

Solch ein allround Modell hat auch QacQoc im Angebot. Der USB C HUB von QacQoc bietet so ziemlich alles an Anschlüssen, die Ihr Euch wünschen könnt, angefangen bei USB 3.0 über HDMI bis hin zu einem SD Karten Leser ist alles vertreten.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen wir gut dieser USB C HUB funktioniert! An dieser Stelle auch vielen Dank an QacQoc welche den HUB für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der QacQoc GN30H USB C HUB im Test

Das sich der QacQoc USB C HUB primär an Apple Nutzer richtet, dürfte nicht überraschen, schließlich sind die neuen MacBooks und MacBook Pros sicherlich die populärsten Notebooks mit USB C.

Dementsprechend ist auch die Optik des HUBs gehalten. QacQoc setzt auf ein Aluminium Gehäuse, in dessen Mitte sich allerdings ein Plastikkern befindet, in welchem die Ports eingelassen sind.

Was die Verarbeitung angeht, fallen auf den ersten Blick keine Fehler auf, auch die Haptik wirkt vernünftig.  Allerdings ist der QacQoc USB C HUB auch nicht der aller Massivste. Man merkt, dass dieser im Inneren vermutlich primär hohl ist. Schlimm? Nein! Zudem ist so der HUB recht leicht und portabel.

Angeschlossen wird der USB C Hub, wer kann es erraten, richtig über ein fest integriertes ca. 15cm langes USB C Kabel. Dies wirkt qualitativ angenehm hochwertig, auch wenn es etwas steif ist.

Wie steht es um die Anschlüsse? Davon besitzt der QacQoc USB C HUB einige! Auf der Front befindet sich ein SD und microSD Kartenleser, auf der linken Seite ein USB C Eingang und ein LAN Port.

Auf der Rückseite sind drei USB 3.0 Ports wie auch ein HDMI Ausgang. Zusätzlich besitzt der HUB eine kleine blaue Status LED.

Zusammengefasst folgende Anschlüsse besitzt der HUB:

  • 3x USB 3.0
  • 1x USB C 2.0
  • 1x SD Kartenleser
  • 2x microSD Kartenleser
  • 1x HDMI 2.0
  • 1x Gbit LAN

 

Funktion und Feature

Beginnen wir mit den Basisinformationen. Der LAN Port nutzt einen Realtek Chipsatz, welcher intern via USB 3.0 angebunden ist. Daher sind über den LAN Port praktisch rund 114MB/s übertragbar.

Ähnliches gilt auch für den Speicherkartenleser, welcher ebenfalls via USB 3.0 angebunden ist und in meinem Test rund 90MB/s schafft.

Wie sieht es aber mit der Kompatibilität aus? Ich habe den QacQoc an einem Apple MacBook Pro, Dell XPS 13 und einem Samsung Galaxy S8 getestet.

Hiermit habe ich einen Mac, einen Windows und einen Android „Computer“ abgedeckt. Wichtig natürlich sind meine Erkenntnisse nicht für alle Geräte verbindlich. Nur weil beispielsweise eine Funktion beim Samsung Galaxy S8 funktioniert, bedeutet dies noch lange nicht, dass dies für alle Android Smartphones gilt.

USB 3.0 LAN Speicherkarten HDMI Laden
Dell XPS 13 Ja Ja Ja Ja Nein
Apple MacBook Pro Ja Ja Ja Ja Ja
Samsung Galaxy S8+ Ja Nein Ja Ja Ja

Wenn ich mir die Kompatibilität so ansehe, würde ich diese spontan als gut einstufen. Wenig überraschend funktionieren alle Komponenten unter Mac OSX problemlos.

Auch an meinem Dell XPS 13 funktionierte alles soweit problemlos, mit Ausnahme des Ladens über den HUB. Ich kann hier natürlich nicht sagen, ob alle Windows Notebooks mit dem Laden durch den HUB Probleme haben, aber im Falle des XPS 13 ist dies kein Weltuntergang da das Notebook eh noch einen zusätzlichen Ladeport hat.

Das Laden des Apple MacBook Pros geht im Übrigen mit normalem Tempo durch den HUB hinweg.

Etwas überrascht hat mich das Samsung Galaxy S8! Hier haben alle Komponenten mit Ausnahme des LAN Ports funktioniert. Gerade das Funktionieren des HDMI Ports hat mich überrascht. Hierbei wird allerdings nur das Bild auf den TV gespiegelt.

Auch das Laden des S8 geht über den Hub, lediglich Quick Charge geht nicht! Ein Schnellladen über den USB Power Delivery Standard hingegen schon.

Kleine Anmerkung, ich fand es zunächst etwas merkwürdig, dass sich der USB HUB unter Windows auch als Tastatur meldet. Jedoch konnte ich ansonsten keine Anzeichen für BadUSB oder Ähnliches finden.

Es ist im Übrigen völlig normal, dass der HUB recht warm wird, wenn Ihr Euer Notebook durch diesen hinweg ladet!

 

Fazit

Der QacQoc GN30H USB C HUB macht an MacBooks genau das, was vom Hersteller beworben wird. Positiv ist hier ganz klar anzumerken das sowohl der Gbit LAN Port wie auch der SD Kartenleser intern via USB 3.0 angebunden sind und daher ein top Tempo liefern.

Auch was Windows Notebooks angeht, ist die Kompatibilität gut. Lediglich das Laden durch den USB c HUB konnte ich mit meinem Dell XPS 13 nicht zum Funktionieren bringen.

Erstaunlicherweise funktionierte der HUB sogar an meinem Samsung Galaxy S8, abseits des LAN Ports, vollständig.

Von daher Daumen hoch für den QacQoc GN30H USB C HUB!

  • Link zum Hersteller /// [amazon_link asins=’B01MRY5CDO‘ template=’AmazonPreisLinkStandard‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’43324d85-f6d0-11e7-be98-3daed61206df‘]

Das MSI GE73VR 7RF-039 Raider im Test

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Das GE73VR 7RF-039 Raider ist aktuell eins der Leistungsstärksten und damit hoffentlich besten Gaming Notebooks die MSI im Sortiment hat.

Auf dem Papier ist das GE73VR 7RF-039 Raider auch ohne Frage sehr attraktiv, Intel i7-7700HQ, Nvidia GTX1070, 120Hz Display, RGB Beleuchtung usw.

Für dieses Paket will MSI allerdings auch rund 1900€, was gar nicht mal zu viel ist, sofern das Notebook auch in der Praxis mit seiner Leistung überzeugen kann.

Genau dies wollen wir in diesem Test herausfinden! Kann das MSI GE73VR 7RF-039 Raider für rund 1900€ überzeugen? An dieser Stelle vielen Dank an MSI, welche mir das GE73VR 7RF-039 Raider für einen Test ausgeliehen haben.

 

Das MSI GE73VR 7RF-039 Raider im Test

Die Zeit in der High End Gaming Notebooks zwingend dicke Plastikklötze waren, ist so langsam vorbei. Zwar ist das GE73VR natürlich weiterhin ein gutes Stück dicker als ein MacBook oder auch ein Razer Blade, aber die Dicke wirkt mit rund 29mm vernünftig.

Zwar ist ein 17,3 Zoll Notebook nicht unbedingt die erste Wahl für einen wirklich portablen Einsatz, aber sollte es mal hart auf hart kommen, ist es kein Problem das GE73VR auch mal mitzunehmen. Zumal auch das Gewicht mit 2,8KG im Rahmen ist.

Optisch gefällt mir das MSI ganz gut, gerade da dies kein all zu dicker Koloss ist. Allerdings geht MSI beim Design den üblichen Weg. Ihr bekommt ein Notebook, welches größtenteils aus Kunststoff gefertigt ist. Lediglich die Oberseite des Deckels und die Innenseite ist mit einem gebürsteten Aluminium bedeckt.

Farblich gibt es ebenfalls keine Überraschungen, das übliche Gamer Schwarz/Rot ist hier vertreten.

Zwar sieht man dem GE73VR auf den ersten Blick an, dass es sich hier um ein Gaming Notebook handelt, aber dieses ist auch „Over the Top“ was das Design angeht.

Haptisch ist das MSI GE73VR in Ordnung. Dieses besitzt zwar nicht unbedingt eine Premium Gefühl, aber hier muss man realistisch sein, wollt Ihr dieses müsst Ihr entweder Abstriche bei der Gaming Performance machen oder deutlich mehr Geld auf den Tisch legen! Die Haptik und auch Verarbeitung des GE73VR ist auf dem Level vergleichbarer Gaming Notebooks von ASUS oder Acer. Hier gibt es keinen Grund zu klagen.

Gehen wir einmal um das Notebook herum.

Auf der linken Seite finden wir einen Gbit LAN Port, einen HDMI Ausgang, einen mini Display Port Ausgang, einmal USB 3.0, einmal USB C (3.1 Gen2) und einen Kopfhörer/Mikrofon Anschluss.

Auf der Front und Rückseite gibt es keine Anschlüsse. Die Rückseite beheimatet lediglich die Lüftungsauslässe.

Weitere Anschlüsse finden wir wieder auf der rechten Seite. Hier befindet sich der Anschluss für das Netzteil, zwei USB 3.0 Ports und ein SD Kartenleser.

Zusammengefasst:

  • 3x USB 3.0
  • 1x USB C 3.1 Gen 2
  • 1x HDMI
  • 1x mini Displayport mit 4K 60Hz Unterstützung
  • 1x Gbit LAN
  • 1x Kopfhörer und Mikrofon Anschluss
  • 1x SD Kartenleser

Die Portausstattung ist recht vollständig. Lediglich Thunderbolt 3 wäre noch wünschenswert gewesen, abseits davon ist alles vorhanden was man im Alltag benötigt.

 

Software

Bei der Software setzt MSI ganz klassisch auf Windows 10 in der Home Version. Hier gibt es nicht viel Außergewöhnliches zu berichten.

MSI hat einige Tool vorinstalliert und den Bildschirm zu konfigurieren, die Lautsprecher usw.

Positiv muss man aber ganz klar das „Dragon Center“ erwähnen! Dieses bietet einige echt nützliche Features. Neben einer Systemübersicht, Auslastungsanzeige und Temperaturanzeige bietet das Dragon Center auch die Möglichkeit das Notebook zu „übertakten“ (es gibt hier einige Presets) und eine recht erweiterte Lüftersteuerung.

Im Gegensatz zu vielen anderen Gaming Notebooks gibt es hier nicht nur zwei Modi „Silent“ und „Performance“ sondern auch einen benutzerdefinierten Modus, welcher es Euch erlaubt eine recht einfache Lüfterkurve anzulegen nach dem Motto „Wenn XY Grad dann Lüfter XY Prozent Leistung“.

 

Display

Das GE73VR setzt auf ein 17,3 Zoll Full HD Display mit 120Hz. Leider konnte ich keine Informationen zum Panel Typ finden. Ich würde aber aufgrund der guten Blickwinkel und Farbdarstellung auf ein IPS Panel tippen.

Für ein Gaming Notebook sieht das Display sehr gut aus! Sowohl subjektiv als auch objektiv. Ich konnte einen sehr guten Kontrast von 960:1 messen. Auch die SRGB Farbraum Abdeckung und AdobeRGB Farbraumabdeckung ist mit 100% bzw. 87% beachtlich!

Selbst die Farbtreue ist mit einem Delta E von ≤ 2 hervorragend. Damit ist das Notebook nicht nur für Gamer geeignet, sondern auch für eine leichte Foto/Video Bearbeitung!

Dies ist eins der qualitativ besten Full HD Panels, die ich in einem Gaming Notebook bisher gesehen habe. Lediglich die maximale Helligkeit ist mit 275cd/m² eher mittelmäßig, aber für eine indoor Nutzung mehr als ausreichend, zumal das Display matt ist.

Kurzum das Display ist großer Pluspunkt des MSI GE73VR!

 

Tastatur und Trackpad

Die Tastatur ist bei MSI Notebooks leider immer so eine Sache. Qualitativ ist diese vollkommen in Ordnung. Der Druckpunkt der Tasten ist angenehm knackig und die Tasten fühlen sich generell hochwertig an.

Das Tippen und auch Gaming macht auf dem GE73VR grundsätzlich viel Freude. Allerdings war MSI etwas faul, was das Layout angeht.

MSI nutzt für die deutsche Tastatur das englische Layout. Zwar finden sich natürlich alle Buchstaben auf der Tastatur (inklusive üäöß), allerdings ist die Anordnung bzw. Form der Tasten ungewohnt.

Das GE73VR besitzt eine kurze Enter Taste und eine lange Shift Taste, um nur zwei Unterschiede aufzuzeigen. Für einen Gamer ist dies sicherlich kein Problem, allerdings für jemanden der viel auf seinem Notebook schreibt und oft zwischen Computern hin und her springt, kann dieses leicht andere Layout etwas stören. Gewöhnung ist hier vermutlich das Motto.

MSI setzt bei der Tastatur wieder auf eine Zusammenarbeit mit Steelseries, letztere haben hierbei anscheinend primär auf der Software Seite mitgeholfen.

Neu beim GE73VR ist die vollständige RGB Beleuchtung. Im Gegensatz zu vielen anderen MSI Gaming Notebooks ist beim GE73VR jede Taste einzelnen von einer RGB LED beleuchtet.

Ihr könnt in der Software die Beleuchtung mehr oder weniger frei konfigurieren. Ob Ihr nun Farbwellen, Blinken oder eine einfache einfarbige Beleuchtung wollt, ist euch überlassen.

Rein vom Licht macht die Beleuchtung einen guten Eindruck. Die Tasten sind relativ hell beleuchtet, gerade wenn man diese mit einem Razer Blade vergleicht, aber vielleicht einen Tick dunkler als bei Notebooks, die auf ein Zonen- System setzen, wie das MSI GE72 7RE-046 Apache Pro.

Wie steht es um das Trackpad? MSI nutzt beim GE73VR ein recht gutes Standard Trackpad, mit gesonderten Maustasten, die einen schönen Druckpunkt besitzen. Sowohl was das Nutzungsgefühl angeht, wie aber auch das Tracking habe ich hier keinen Grund mich zu beschweren.

Das Trackpad des GE73VR ist gut nutzbar, auch wenn man natürlich für Gaming auf eine Maus setzen sollte.

 

Lautsprecher und Sound

Ein großes Notebook wie das GE73VR müsste doch genug Platz für gute Lautsprecher haben, oder? Erfahrungsgemäß sagt die Größe nichts über den Klang der verbauten Lautsprecher aus, siehe Dell XPS oder Apple MacBook Pros, welche vielen großen Gaming Notebooks klanglich überlegen sind.

Aber wie steht es um das GE73VR? MSI hat hier einen guten Job gemacht. Zwar verfügt das Notebook nur über zwei Lautsprecher auf der vorderen unteren Seite, diese sind aber klar und erstaunlich laut.

Zudem ist die Klangabstrahlung auf einem flachen Untergrund recht gleichmäßig. Man hört nicht direkt woher der Klang eigentlich kommt, dabei wirkt dieser aber recht direktional.

Kurzum ich bin sehr zufrieden mit den Lautsprechern. Allerdings wer nun einen großen und tollen Bass, welcher mit gesonderten Lautsprechern konkurieren kann, erwartet aufgrund des 17″ Gehäuses, könnte etwas enttäuscht werden.

Dicke Bonuspunkte gibt es aber für den Kopfhörerausgang und die Software.

Der hier verwendete Nahimic 2+ Audio Driver bietet eine hervorragende Kontrolle über den Klang. Angefangen bei den typischen Einstellungsmöglichkeiten wie mehr oder weniger Bass, bis hin zu diversen Surround Sound Featuren ist so ziemlich alles an Software Funktionen vertreten, welche man sich wünschen kann.

Der Kopfhörerausgang ist qualitativ gut. Zwar scheint MSI hier nicht auf einen besonderen Verstärker zu setzen, hochohmige Kopfhörer laufen eher mittelmäßig am MSI GE73VR 7RF-039 Raider, aber normale Gaming Headsets, selbst die höherer Qualität klingen gut!

 

Leistung und Benchmarks

In meinem MSI GE73VR 7RF-039 Raider ist ein Intel Core i7-7700HQ, eine Nvidia GTX1070, 16GB RAM und eine 256GB SSD + eine 1TB HDD verbaut.

Auf dem Papier sind dies richtig gute technische Daten! Die GTX1070 ist die zweit größte GPU welche aktuell für Notebooks verfügbar ist und der 7700HQ aktuell die so ziemlich schnellste Notebook CPU.

Von daher sollte doch die Performance des GE73VR 7RF-039 Raider sehr gut sein? Schauen wir uns zunächst ein paar Benchmarks an:

Allerdings sind Benchmarks natürlich nur das eine, die Praxis das andere. Hier ist beim GE73VR 7RF-039 Raider natürlich gerade die Gaming Performance wichtig.

Wie schlägt sich das Notebook in den üblichen Spielen?

Wie man sieht, hat die GTX 1070 von Nvidia mit aktuellen Spielen in Full HD Auflösung keine großen Probleme. 60FPS oder mehr sind in so gut wie allen Spielen bei maximaler Qualität mit dem MSI GE73VR problemlos zu erreichen.

In Battlefield 1 auf Ultra Qualität (im Sigleplayer) erreicht das GE73VR im Schnitt satte 104 FPS. In Mass Effekt Andromeda, ebenfalls maximale Qualität, sind im Schnitt 75FPS möglich, in The Witcher 3 87FPS und Overwatch 79 FPS (in einem Multiplaymatch).

Kurzum die Gaming Performance ist erstklassig!

Wie steht es um den Speicher? Hier gibt es leider eine kleine Enttäuschung. MSI nutzt beim GE73VR eine m.2 SATA SSD. Diese erreicht zwar für eine SATA SSD die nahezu perfekten 550MB/s lesend wie auch schreibend, aber natürlich wäre eine NVME SSD beeindruckender.

Praktisch ist allerdings der Unterschied zwischen einer SATA und NVME SSD meist sehr gering bis nicht spürbar. Von daher ist dies kein NoGo, nur bei einem Preis von 1900€ etwa schade. Wenn Ihr wollt wäre aber natürlich ein nachrüsten einer NVME SSD natürlich kein Problem.

Die 1TB HDD ist ein Standard Modell und stammt von HGST. Diese schafft rund 130MB/s und reicht daher für single Player Spiele und Media Daten mehr als aus. Ich würde vermutlich mittelfristig die HDD allerdings gegen eine günstige SATA SSD tauschen.

 

 

Temperatur und Lüfter

Bei der Kühllösung des MSI GE73VR 7RF-039 Raider bin ich etwas hin und her gerissen. Beginnen wir beim Positiven, der Lautstärke.

Die Lüfter sind im Standard Modus sehr angenehm geregelt. Das GE73VR verfügt über eine sehr weiche Lüftersteuerung. Tritt also plötzlich und temporär eine hohe Last auf, springen die Lüfter nicht von einer auf die andere Sekunde voll hoch um dann wieder abzusacken.

Hierdurch bleibt das Notebook gerade im normalen Desktopbetrieb sehr angenehm. Im Normalfall sind hier die Lüfter nicht zu hören, selbst wenn es kurz eine höhere Last gibt, bleiben die Lüfter ruhig.

Wie sieht es unter Last aus? Gibt es eine konstante 100%iege Last auf CPU und/oder GPU, wird auch das MSI GE73VR 7RF-039 Raider recht laut.

Wobei verglichen mit einigen Ultra Kompakten Notebooks, Razer Blade und Co., der Lüfter immer noch recht erträglich ist. Es ist ein relativ angenehmes, nicht all zu Hochfrequentes, surren.

Von daher Daumen hoch für die Lautstärke und die Lüftersteuerung des MSI GE73VR!

Allerdings die Temperaturen sind etwas weniger angenehm. Das GE73VR läuft sehr am Limit! Gerade die CPU neigt unter Volllast etwas zum Throtteln, also dem Reduzieren der Leistung zum Schutz vorm Überhitzen.

Dies ist auch nötig, denn die CPU kann Temperaturen jenseits von 95 Grad erreichen. Hier kommt etwas die von mir eigentlich gelobte Lüftersteuerung zum Tragen. Dennoch nach diesem Anfänglichen Hochschnellen der Temperatur beginnen die Lüfter langsam der Hitzeentwicklung entgegenzuwirken.

In der Regel pendelt sich der I7-7700HQ bei 88-91 Grad ein. Tipp legt etwas hinten unter das Notebook. Die Lüfter saugen Luft sowohl von der Seite wie aber auch von unten ein. Hier hilft es etwas, wenn man der unteren Öffnung etwas mehr Spiel gibt.

Die Grafikkarte hingegen schwankt in Spielen zwischen 72 und 80 Grad, was okay ist.

Wichtig! Volllast bedeutet nicht das Ihr diese Temperaturen im normalen Alltag oft erreichen werdet. Selbst anspruchsvolle Spiele lasten einen Computer nie zu 100% voll aus. Erst mit anspruchsvollen 3D Rendering oder Videoschnitt Programmen kann dies passieren.

 

Akkulaufzeit

Im MSI GE73VR 7RF-039 Raider steckt ein 51Wh starker Akku. Dies ist nicht überragend viel, was aber auch keine Überraschung ist.

Man wird das GE73VR vermutlich nicht aufgrund seiner hohen Portabilität kaufen. Aber was wenn man doch mal was im Bett oder Garten im Internet Surfen möchte?

In meinem Standardtest erreichte das Notebook rund 3,5 Stunden beim normalen Websurfen auf einer mittleren Displayhelligkeit.

Ein brauchbarer Wert, welcher sichtlich auch der automatischen Grafikumschaltung geschuldet ist. Im normalen Windows Betrieb ist nur die integrierte Intel Grafikkarte aktiv, erst wenn Ihr eine 3D Anwendung startet, wird auch die GTX1070 gestartet.

Auf einer sehr niedrige Displayhelligkeit und wenn Ihr die Tastaturbeleuchtung usw. abschaltet sind sicherlich auch knapp über 4 Stunden erreichbar.

Spielen wollt Ihr allerdings im Akkubetrieb nicht! Zum einen drosselt das Notebook seine Leistung teils signifikant, zum anderen ist so der Akku und gut einer halben Stunde leer.

 

Fazit

Das MSI GE73VR Raider ist ein Vollblut Gaming Notebook! Dies liegt natürlich primär an der hervorragenden Leistung. Ein Intel Core i7-7700HQ gepaart mit einer Nvidia GTX 1070 ist schon eine sehr starke Kombination, welche bei einer Full HD Auflösung selbst in modernen AAA Titeln problemlos die 60FPS Marke knackt.

In ESport Titeln aller Overwatch oder CS GO sind sogar dreistellige FPS Raten möglich, ohne Einschnitte bei der Bildqualität. Diese hohen Bildraten lohnen sich allerdings auch beim GE73VR, aufgrund des sehr guten 120Hz Displays.

Die hohe Wiederholungsrate des Displays, wie auch die hohe Leistung der Grafikkarte sorgt gerade in Multiplayer Spielen für einen klasse Spielfluss.

Auch allgemein ist das Display von tadelloser Qualität. Ob nun Blickwinkel, Farbraum oder subjektiver Bildeindruck.

Wo liegen aber die Kritikpunkte, oder gibt es etwa keine? Ich hätte zwei kleinere Kritikpunkte. Das eine wäre das etwas ungewohnte Tastatur Layout, das andere die verbaute SSD. Diese ist zwar schnell, aber halt nur eine SATA SSD. In dieser Preisklasse wäre sicherlich auch eine NVME SSD möglich, auch wenn diese praktisch zugegeben nicht den großen Unterschied macht.

Der Akku des MSI GE73VR 7RF-039 Raider bekleckert sich mit rund 3-4 Stunden Laufzeit zwar auch nicht mit Ruhm, aber das GE73VR ist mit 17,3 Zoll von Natur aus nicht unbedingt das probabelste Notebook. Von daher würde ich 3-4 Stunden für ausreichend halten um mal im Bett oder auf der Couch was im Internet zu surfen.

Bonuspunkte gibt es abschließend für die gute und schön beleuchtete Tastatur, die guten Lautsprecher und die gute Software.

Kurzum Daumen hoch für das GE73VR von MSI! Ist eine hohe Gaming Performance für Euch von hoher Priorität ist dies definitiv ein sehr interessantes Notebook!

Positiv

  • Hervoragende Gaming Performance
  • Sehr gutes Display
  • Gute Tastatur….
  • Gute Lautsprecher und Kopfhörerausgang
  • Angenehme Lüftersteuerung
  • Vernünftige Verarbeitung und Optik
  • Gute Anschlussauswahl

 

Neutral

  • Leichtes CPU Throttling

 

Negativ

  • …..mit einem mäßigen Layout
  • „nur“ eine SATA SSD

Die besten Apple Lightning Ladekabel 2018 im Test, 15x Ladekabel im Vergleich für das iPad und iPhone

Ein gutes Ladekabel kann einen sehr großen Einfluss zum einen auf die Ladedauer haben und zum anderen auch auf den Alltag.

Es gibt aus meiner Sicht nicht viel schlimmeres als ein halb kaputtes Ladekabel zu verwenden. Welcher Hersteller ist berühmt und berüchtigt für qualitativ mäßig gute Ladekabel? Leider fällt diese Ehre aus meiner Sicht Apple zu. Früher oder später wird die Isolierung des Apple Lightning Kabels kaputt gehen.

Dann muss Ersatz her, aber wieder ein teures original Apple Kabel? Gibt es nicht vielleicht bessere Alternativen? Ja die gibt es! Bereits im Jahr 2016 habe ich einen kleinen Vergleich diverser Apple Lighning Kabel angefertigt, welcher deutlich zeigte, dass schlechteste Kabel stammt von Apple selbst.

Diesen Vergleich möchte ich nun in einer 2018er Version wiederbeleben. Welches ist das beste Apple Lightning Ladekabel? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Testkandidaten

Sämtliche Testkandidaten sind von mir im Handel (primär Amazon) gekauft worden. Eine Ausnahme stellt lediglich das originale Apple Lightning Kabel dar. Hier verwende ich das welches im Lieferumfang meines iPhone X lag.

Länge Preis
Anker PowerLine II Lightning Kabel 0,9m 10 €
Anker PowerLine II Lightning Kabel 1,8m 13 €
Anker PowerLine+ II Lightning Kabel 0,9m 14 €
Anker PowerLine+ II Lightning Kabel 1,8m 16 €
Apple Lightning Kabel 0,9m
AUKEY Lightning Kabel 2m 2m 10 €
Belkin Duratek Premium Lightning-/USB-Sync-/Ladekabel 1,2m 28 €
BlitzWolf Lightning Kabel mit Magic Tape Strap 1m 11 €
Rampow iPhone Ladekabel 2m 8.50 €
RAVPower Apple Lightning Kabel 0,9m 14 €
RAVPower Apple Lightning Kabel 1,8m 14 €
StilGut Premium Lightning Kabel 2m 17 €
Syncwire 2M iPhone Ladekabel 2m 9 €

Preislich sind in dieser kleinen Auswahl von günstig bis teuer alle Kabel vertreten. Hierbei habe ich meine Auswahl allerdings auf Lightning Kabel mit MFI Zertifizierung beschränkt und auf Modelle mit 0,9m(1m) bzw. 1,8m(2m) Länge.

 

Was ist MFI?

Einige Kabel werben mit einer Apple MFI Zertifizierung, was ist das?

Grob zusammengefasst, Apple will Lizenzgebühren von Herstellern die Zubehör mit Lightning Anschluss herstellen, so auch für Ladekabel.

Um nun unterscheiden zu können was ein zertifiziertes bzw. nicht zertifiziertes Kabel ist, ist in jedem Kabel ein Chip integriert, der beim Anschluss dem iPhone eine ID usw. mitteilt, welche dieses gegenprüft. Steht die ID auf der „Okay“ Liste wird das Smartphone geladen, falls nicht erhaltet ihr eine „nicht unterstütztes Zubehör“ Meldung.

Diese Zertifizierung kostet aber Geld und nicht gerade wenig. Daher gibt es auch einige Hersteller, die diese sich sparen und günstige nicht zertifizierte Kabel auf den Markt bringen. Diese Kabel funktionieren in der Regel, aber es kann passieren, dass Apple diese mit einem Software Update blockiert.

Daher empfiehlt es sich MFI zertifizierte Kabel zu kaufen, wenn man langfristig etwas von ihnen haben will.

 

Die besten Lightning Kabel 2018

Alle Kabel in diesem Vergleich lassen sich erst einmal in grob zwei Kategorien unterteilen, die mit Gummi/Kunststoff ummantelten und die mit Stoff/Textil ummantelten.

Zur erster Gruppe gehören folgende Kabel:

  • Amazon Basics Lightning Kabel 0,9m
  • Amazon Basics Lightning Kabel 1,8m
  • Anker PowerLine II Lightning Kabel 0,9m
  • Anker PowerLine II Lightning Kabel 1,8m
  • Apple Lightning Kabel
  • Rampow iPhone Ladekabel 2m
  • RAVPower Apple Lightning Kabel 0,9m
  • RAVPower Apple Lightning Kabel 1,8m
  • Syncwire 2M iPhone Ladekabel

Zur zweiten Gruppe (Textil ummantelt) gehören folgende Kabel:

  • Anker PowerLine+ II Lightning Kabel 0,9m
  • Anker PowerLine+ II Lightning Kabel 1,8m
  • AUKEY Lightning Kabel 2m
  • Belkin Duratek premium Lightning-/USB-Sync-/Ladekabel 1,2m
  • BlitzWolf Lightning Kabel mit Magic Tape Strap 1m
  • StilGut premium Lightning Kabel 2m

 

Beides hat seine Vor- und Nachteile. Die textilummantelten Kabel fühlen sich deutlich angenehmer an und wirken generell hochwertiger. Die gummiummantelten Kabel hingegen sind in der Regel etwas günstiger und auch oftmals etwas flexibler, da es eine Schicht um das Kabel weniger gibt.

Gehen wir einmal die Kabel durch und betrachten Haptik, Optik und Flexibilität.

 

Amazon Basics Lightning Kabel

0,9m und 1,8m / [amazon_link asins=’B017YEAR0C‘ template=’AmazonPreisLinkStandardNichtDick‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’a38c0e71-f211-11e7-9f06-eb84335bd074′]

  • Haptik –
  • Optik 0
  • Flexibilität 0

Der Name ist Programm, die Amazon Basics Lightning Kabel sind wirklich sehr „Basic“. Ihr bekommt ein einfaches weißes oder schwarzes Ladekabel ohne irgendwelchen Schnickschnack.

Das Kabel fühlt sich relativ dünn und um ehrlich zu sein eher minderwertig an. Dafür, dass das Kabel recht dünn ist, fühlt dieses sich aber recht drahtig an. Dies kann natürlich auf recht viel Kupfer in den Adern hindeuten, ist aber haptisch suboptimal.

 

Anker PowerLine II Lightning Kabel

0,9m und 1,8m / [amazon_link asins=’B06XFK2H8Z‘ template=’AmazonPreisLinkStandardNichtDick‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’93983167-f211-11e7-a6cf-418444e76a84′]

  • Haptik +
  • Optik +
  • Flexibilität + bzw. 0

Die PowerLine II Kabel sind Ankers „Standard“ Ladekabel. Standard ist aber in diesem Fall nichts Schlechtes.

Die Kabel sind zwar nicht textilummantelt, aber die gummiummantelung wirkt ausreichend dick und wertig. Auch die Stecker sind sehr gut am Kabel angebracht. Im Gegensatz zu vielen anderen Kabeln wirken die Stecker hier mehr wie aus einem Guss.

Bei der Dicke und Flexibilität gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen dem 0,9m und 1,8m Kabel. Das 0,9 Meter Kabel ist deutlich dünner und daher auf flexibler, während das 1,8 Meter Kabel ein gutes Stück dicker ist. Ich würde sogar fast sagen dies ist eines der dicksten Kabel im Vergleich ist.

Aber selbst beim 1,8 Meter PowerLine II Kabel ist die Flexibilität immer noch ausreichend gut.

Anker wirbt im Übrigen damit das jedes Kabel 12000 Biegungen und bis zu 80KG aushält. Damit ist dies eins der robustesten Kabel auf dem Markt!

 

Anker PowerLine+ II Lightning Kabel

0,9m und 1,8m / [amazon_link asins=’B071JR45HW‘ template=’AmazonPreisLinkStandardNichtDick‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’84e5ae3d-f211-11e7-9ad5-ade54e437141′]

  • Haptik ++
  • Optik ++
  • Flexibilität +

Die Anker PowerLine+ II Lightning Kabel  geben sich sehr hochwertig. Damit meine ich nicht mal nur das Kabel. Anker legt sogar eine kleine „Transportbox“ mit in den Lieferumfang. Ein nettes Gimmick, aber ich werde meine Kabel nicht in einer Transportbox aufbewahren. Diese haben normalen Alltagseinsatz zu bestehen und hieran habe ich keine Zweifel!

Die Anker PowerLine+ II Lightning Kabel wirken unheimlich hochwertig und gut gearbeitet. Anker setzt hier auf eine Textilummantelung, welche hochwertig und gut gemacht wirkt, wie auch auf Aluminiumgehäuse um die Stecker.

Hierdurch sind die PowerLine+ II Kabel ohne Frage die so ziemlich hochwertigsten Kabel in diesem Vergleich. Auch die Flexibilität ist soweit in Ordnung. Zwar sind die Kabel recht dick, aber diese sind nicht „störrisch“.

Lediglich die Stecker sind für meinen Geschmack etwas groß ausgefallen.

 

AUKEY Lightning Kabel

2m / [amazon_link asins=’B01JA4GF5A‘ template=’AmazonPreisLinkStandardNichtDick‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’746b8abd-f211-11e7-8d4d-f92338f82170′]

  • Haptik +
  • Optik +
  • Flexibilität +

Auch das AUKEY Lightning Kabel ist textilummantelt und mit Aluminiumsteckern ausgestattet. Hierdurch hinterlässt auch dieses Kabel einen sehr guten ersten Eindruck!

Auch auf den zweiten Blick wirkt das AUKEY mehr als vernünftig. Zwar wirkt dieses auf mich etwas dünn, aber abseits davon habe ich keine Beschwerden. Auch die Flexibilität ist absolut okay.

 

Belkin Duratek premium Lightning-/USB-Sync-/Ladekabel 1,2m

1,2m / [amazon_link asins=’B01M3N0YDM‘ template=’AmazonPreisLinkStandardNichtDick‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’6537efe1-f211-11e7-b9cc-4bfa9a11afb5′]

  • Haptik ++
  • Optik ++
  • Flexibilität + +

Das Belkin Duratek Kabel ist das mit Abstand teuerste Kabel im Vergleich. Dies sieht man diesem aber auch an!

Auf den ersten Blick ähnelt das Duratek sehr stark den Anker PowerLine+ II Kabeln. Auch das Belkin Duratek ist textilummantelt mit einem Aluminiumgehäuse um die Stecker. Auch die Art in welcher die Stecker gearbeitet sind, ist sehr ähnlich zu den Anker Kabeln.

Wo es einen Unterschied gibt, ist bei der dicke des Kabels und der Flexibilität. Das Kabel ist beim Belkin Duratek etwas dünner und nochmals ein Stück flexibler.

Rein haptisch und optisch ist das Belkin Duratek das beste Kabel im Vergleich!

 

BlitzWolf Lightning Kabel mit Magic Tape Strap 1m

1m / [amazon_link asins=’B06XTDJVR8′ template=’AmazonPreisLinkStandardNichtDick‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’47acc40a-f211-11e7-84fe-b9f93d719a2b‘]

  • Haptik +
  • Optik +
  • Flexibilität 0

Rein optisch und haptisch wirft das BlizWolf Ladekabel sehr große Ähnlichkeiten zum Ladekabel von AUKEY auf. Beide besitzen fast die gleiche Haptik und Optik. Beide setzten auf eine einfache Textilummantelung und recht kleine Aluminium Gehäuse um die Stecker.

Das BlitzWolf Kabel ist allerdings ein Stück dicker. Daher aber auch nicht ganz so flexibel wie das AUKEY Kabel.

 

Rampow iPhone Ladekabel

2m / [amazon_link asins=’B014H2N7DI‘ template=’AmazonPreisLinkStandardNichtDick‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’2e4f3c63-f211-11e7-bc55-97add1993699′]

  • Haptik 0
  • Optik –
  • Flexibilität 0

Das Rampow iPhone Ladekabel fällt wieder unter die Kategorie „gewöhnlich“. Dieses besitzt keine Auffälligkeiten oder Besonderheiten. Es ist ein einfaches weißes Gummikabel mit Plastikgehäusen um die Stecker.

Das Kabel fühlt sich allerdings recht stark gummiert an, ob dies nun positiv oder negativ ist, überlasse ich euch. Die Dicke des Kabels ist augenscheinlich okay, keine Klagen hier.

Klagen gibt es lediglich aufgrund des recht dicken Lightning Steckers. Habt ihr eine Hülle um euer iPhone mit einem recht kleinen Ausschnitt für den Ladeport könnte es zu Problemen kommen.

 

RAVPower Apple Lightning Kabel

0,9m und 1,8m / [amazon_link asins=’B01G3LYZL4′ template=’AmazonPreisLinkStandardNichtDick‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’166baad4-f211-11e7-b080-670319006ed8′]

  • Haptik +
  • Optik 0
  • Flexibilität 0

RAVPower bietet zum Zeitpunkt dieses Tests seine Lightning Kabel nur um Doppelpack an. Was aber nicht schlimm ist denn der Preis für zwei Kabel ist mit rund 14€ immer noch sehr fair.

In meinen späteren Messungen werde ich die Kabel aber getrennt behandeln, da es sich um zwei unterschiedliche Längen handelt.

Die RAVPower Apple Lightning Kabel sind auf den ersten Blick recht unspektakulär. Es handelt sich um einfache schwarze Ladekabel ohne irgendwelche Ummantelungen oder Ähnliches.

Das Kabel ist bei beiden Ladekabeln ausreichend dick und recht stark gummiert. Die Stecker sind sauber mit dem restlichen Kabel verbunden. Die Flexibilität würde ich als okay einstufen. An sich lässt sich das Kabel gut biegen, aber vermutlich aufgrund des recht dicken Gummis schwingt dieses aber auch immer wieder etwas in seine Ursprungsposition.

 

StilGut premium Lightning Kabel

2m / [amazon_link asins=’B01E7BU5F2′ template=’AmazonPreisLinkStandardNichtDick‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’0a9df7c1-f211-11e7-8ce3-cf4c57effd3c‘]

  • Haptik ++
  • Optik +
  • Flexibilität –

Das StilGut premium Lightning Kabel versucht, wie der Name schon vermuten lässt, durch eine premium Haptik und Optik zu überzeugen. Dies gelingt auch auf dem ersten Blick. Das Kabel besitzt eine Textilummantelung und Steckergehäuse aus Aluminium.

Auch die Dicke des Kabels passt augenscheinlich. Allerdings hat das StilGut premium Lightning Kabel auch eine Schwäche, das Kabel ist sehr steif! Es ist mit Abstand das wenigst flexible Kabel im Vergleich.

 

Syncwire 2M iPhone Ladekabel

2m / [amazon_link asins=’B00U10GB20′ template=’AmazonPreisLinkStandardNichtDick‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’f46556de-f210-11e7-ace9-23ef7c774592′]

  • Haptik 0
  • Optik 0
  • Flexibilität 0

Das Syncwire iPhone Ladekabel fällt wieder in die Kategorie unauffällig. Es handelt es sich um ein einfaches iPhone Ladekabel in dem üblichen Weiß/Grau.

Eine aufwendige Ummantelung oder Ähnliches gibt es nicht. Die Dicke des Kabels würde ich als okay einstufen, genau wie die Flexibilität.

 

Übersicht

Hier eine kleine Übersicht meiner Einschätzungen bezüglich Haptik, Optik und Flexibilität:

Haptik Optik Flexibilität
Amazon Basics Lightning Kabel 0,9m 0 0
Amazon Basics Lightning Kabel 1,8m 0 0
Anker PowerLine II Lightning Kabel 0,9m + + +
Anker PowerLine II Lightning Kabel 1,8m + + 0
Anker PowerLine+ II Lightning Kabel 0,9m ++ ++ +
Anker PowerLine+ II Lightning Kabel 1,8m ++ ++ +
AUKEY Lightning Kabel 2m + + +
Belkin Duratek Premium Lightning-/USB-Sync-/Ladekabel 1,2m ++ ++ ++
BlitzWolf Lightning Kabel mit Magic Tape Strap 1m + + 0
Rampow iPhone Ladekabel 2m 0 0
RAVPower Apple Lightning Kabel 0,9m + 0 0
RAVPower Apple Lightning Kabel 1,8m + 0 0
StilGut Premium Lightning Kabel 2m ++ +
Syncwire 2M iPhone Ladekabel 0 0 0

 

 

Theoretische Test

Beginnen wir die Tests mit einem ersten theoretischen Aufbau. In diesem wird an jedes Kabel ein Widerstand angeschlossen, so dass 1A, 2A oder 3A übertragen werden. Dabei beträgt die Eingangsspannung immer 5V. Über das Kabel hinweg fällt diese Spannung etwas ab, umso besser das Kabel ist, umso geringer ist der Spannungsabfall. Bei einem dünnen oder schlechten Kabel hingegen wäre der Spannungsabfall größer.

[table id=384 /]

(höher = besser, Angabe in Volt)

Wie wir sehen, schlagen sich hier die meisten Kabel recht gut. Es gibt allerdings zwei offensichtliche Ausreißer, das StilGut premium Lightning Kabel 2m und das AUKEY Lightning Kabel 2m.

Beide liefern signifikant schlechtere Werte als die restlichen Lightning Kabel. Es ist bei diesen beiden definitiv anzunehmen, dass die Leiter im Inneren recht dünn sind, oder irgendwo kein guter Kontakt hergestellt wird. Auch das Rampow iPhone Ladekabel 2m bekleckert sich nicht mit Ruhm was den Spannungsabfall über den Leiter angeht.

Den besten Wert liefert etwas überraschend das RAVPower Apple Lightning Kabel 0,9m, gefolgt vom BlitzWolf Lightning Kabel und dem RAVPower Apple Lightning Kabel 1,8m.

Beeindruckend RAVPower! Ich bin hier über das sehr gute Abschneiden sehr überrascht. Die Kabel sind zwar nicht dünn, wirken aber auch nicht außergewöhnlich dick.

Fast etwas enttäuscht bin ich vom Abschneiden der Anker Kabel. Diese schneiden zwar auch nicht schlecht ab, ganz im Gegenteil, allerdings hätte ich die PowerLine+ Kabel auf den ersten Plätzen erwartet.

Aber das ist natürlich erst einmal nur die Theorie, die Praxis kann völlig anders aussehen!

 

Der Praxis Test

Kommen wir damit auch zum Praxistest. In diesem messe ich die Ladegeschwindigkeit eines Apple iPad Pros und eines Apple iPhone X in Kombination mit sämtlichen Kabeln.

Als Ladegerät kommt ein RAVPower RP-PC029 zum Einsatz, welches über normale 5V 2,4A USB Ports verfügt.

Wie man sieht kann man die Ergebnisse aus dem theoretischen Teil sehr gut in den praktischen Teil übernehmen.

Wie auch schon zuvor ist das StilGut premium Lightning Kabel 2m und das AUKEY Lightning Kabel 2m die beiden mit Abstand schlechtesten Kabel!

Gerade beim iPad Pro sinkt die Ladegeschwindigkeit beim Verwenden eins dieser Kabel signifikant! Ansonsten ist das iPad Pro aber wenig wählerisch. Bei fast allen anderen Kabeln erreicht das iPad Pro 2,32A Ladegeschwindigkeit, was das Maximum ist was dieses an einem 2,4A USB Port erreichen kann.

Das iPhone X hingegen besitzt mehr Abstufungen. Erneut sind die Kabel von StilGut und AUKEY deutlich schlechter als der Rest des Feldes. Auch das Rampow Lightningkabel erreicht eher mäßig gute Werte, sowohl mit iPhone X wie auch mit dem iPad Pro.

Das Kabel mit der unterm Strich besten Ladegeschwindigkeit ist das RAVPower Apple Lightning Kabel 0,9m, gefolgt vom Anker PowerLine+ II Lightning Kabel 0,9m und dem BlitzWolf Lightning Kabel mit Magic Tape Strap 1m.

Interessant, dass 1,8 Meter Anker PowerLine II Kabel erreicht leicht bessere Werte als die 0,9m Version.

Unterm Strich muss man aber ganz klar sagen, dass die Unterschiede, was die Ladegeschwindigkeit angeht, im einstelligen % Bereich liegen, abgesehen vom AUKEY und StilGut Kabel, welche signifikant langsamer laden.

 

Warum gibt es Unterschiede bei der Ladegeschwindigkeit?

Warum gibt es eigentlich Unterschiede bei der Ladegeschwindigkeit? Das hat zwei Gründe. Beides hängt mit dem Spannungsabfall zusammen, welchen wir im theoretischen Teil gemessen haben.

In Smartphones und Tablets sind Lithium Ionen Akkus verbaut. Diese besitzen in der Regel eine „Norm-Spannung“ von 3,7V pro Zelle. Wenn diese aber voll sind, kann diese Spannung auf bis 4,2V ansteigen.

Damit nun das Smartphone/Tablet seinen Akku voll laden kann, braucht dieses eine Spannung von über 4,2V! (Lithium Ionen Akkus werden im Grunde einfach dadurch geladen, dass eine konstante Spannung von 4,2V auf den Akku gelegt wird, dieser „saugt“ sich dann so lange voll bis dieser ebenfalls 4,2V hat).

Sinkt nun die Spannung unter diese Marke von 4,2-4,4V, kann das Smartphone/Tablet gar nicht mehr laden. Da aber die Ladeelektronik clever ist, senkt diese dann den Ladestrom, in der Hoffnung, dass die Spannung dann wieder ansteigt.

Nehmen wir das StilGut premium Lightning Kabel 2m als Beispiel. Bei meinem Test sank die 5V Eingangsspannung bereits auf 4,2V ab, wenn eine Last von 2A auf dem Kabel lag. Bei 1A wurden noch 4,61V erreicht.

Das iPad Pro erreichte mit diesem Kabel 1,72A (maximal möglich wären 2,31A). Das bedeutet das iPad hat bei ca. 4,3-4,4V die Reißleine gezogen und die Ladegeschwindigkeit gedrosselt.

Ähnliches gilt auch für das AUKEY Ladekabel. Dieses erreichte bei 2A last noch 4,31V, das iPad Pro lud mit 1,93A. Das bedeutet dieses hat auch hier ca. 4,3-4,4V als unterste Spannung gewählt, ehe der Strom gedrosselt wird.

Ich hoffe diese Erklärung ist einigermaßen klar.

Der zweite Punkt ist Sicherheit. Oftmals wird ein plötzliches und starkes Absinken der Spannung von der Smartphone Ladeelektronik als „Problem“ erkannt. Wenn Ihr ein Ladegerät zu hoch belastet ist das plötzliche Absinken der Spannung ein Anzeichen dafür das Ihr dieses überbelastet habt.

Teilweise reagiert auch die Ladeelektronik einiger Smartphones auf solche Anzeichen und versucht das potenzielle Überbelasten des Ladegeräts durch absenken des Ladestroms zu verhindern, obwohl hier das Problem nicht das Ladegerät sondern das Ladekabel war.

 

Fazit

Welches ist nun das beste Lightning Ladekabel Anfang 2018? Das hängt ein wenig von Euren Prioritäten ab.

Wenn es Euch um die best mögliche Ladegeschwindigkeit geht, wäre dies die Top 3:

  1. RAVPower Apple Lightning Kabel 0,9m
  2. Anker PowerLine+ II Lightning Kabel 0,9m
  3. BlitzWolf Lightning Kabel mit Magic Tape Strap 1m

Alle drei Kabel stellen eine gute zuverlässige Wahl dar! Aus Preis/Leistungssicht ist natürlich das RAVPower Kabel hier die beste Wahl, welches dafür aber haptisch recht „gewöhnlich“ ist.

Hier ist das BlitzWolf und ganz besonders das Anker PowerLine+ II Lightning Kabel deutlich besser.

Unterm Strich würde ich folgende Kabel empfehlen, wenn man Ladegeschwindigkeit und Haptik/Wertigkeit zusammenrechnet:

  1. Anker PowerLine+ II Lightning Kabel 0,9m bzw. 1,8m <- Top Ladegeschwindigkeit, Top Haptik, etwas teurer
  2. RAVPower Apple Lightning Kabel 0,9m bzw. 1,8m <- Top Ladegeschwindigkeit, sehr gute Preis/Leistung, Haptik und Optik etwas gewöhnlich
  3. BlitzWolf Lightning Kabel mit Magic Tape Strap 1m <- sehr gute Ladegeschwindigkeit, gute Haptik und Optik
  4. Anker PowerLine II iPhone Kabel 0,9m bzw. 1,8m <- Gutes allrounder Kabel, langlebig, sehr guter Preis!

Das Anker PowerLine+ II ist unterm Strich das vermutlich beste Lightning Kabel Anfang 2018! Dieses bietet eine top Ladegeschwindigkeit und eine hervorragende Haptik. Ähnliches gilt auch für das BlitzWolf Lightning Kabel, welches ebenfalls eine Top Ladegeschwindigkeit und sehr gute Haptik bietet. Die Haptik ist allerdings eine Stufe unter der des PowerLine+ II.

Braucht oder wollt Ihr keine Textilummantelung wäre meine Empfehlung das RAVPower Apple Lightning Kabel mit 0,9m bzw. 1,8m länge. Dieses ist optisch und Haptik recht unauffällig, aber was die Ladegeschwindigkeit angeht, sehr gut! Leider sind diese Kabel nur in einem Zweier Paket erhältlich für 14€, was an sich ein guter Preis ist!

Wollt Ihr nur ein günstiges und gutes Ladekabel sind die normalen Anker PowerLine II Kabel eine gute Wahl! Diese sind in vielen Längen und Farben erhältlich und sind vergleichsweise günstig. Zwar ist die Ladegeschwindigkeit etwas niedriger in meinem Test als bei den anderen Kabeln, aber in der Praxis wird das nicht auffallen.

Der BenQ SW271 im Test, der beste bisher getestete Monitor!

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Der SW271 von BenQ ist mit einem Preis von rund 1200€ ein absoluter High End Monitor, welcher sich primär an professionelle Nutzer richtet.

Für diese hat der SW271 auf dem Papier auch einiges zu bietet! Neben einer 4K Auflösung soll gerade die 99%ige AdobeRGB Farbraum Abdeckung, gemeinsam mit einer hohen Farbgenauigkeit die Profis glücklich machen.

Ich weiß zwar nicht ob ich mich selbst als „Profi“ bezeichnen würde, aber für Techtest.org mache ich schon einiges an Fotos, wie ich denke auch größtenteils recht gute.

Daher hat natürlich der SW271 auch mein Interesse geweckt. Bisher hatte ich immer nur das Vergnügen mit guten Mittelklasse Monitoren zu arbeiten, von daher ist der SW271 mein erster Schritt in die Profi Klasse. Vielen Dank an dieser Stelle an BenQ, welche mir dem SW271 zur Verfügung gestellt haben!

Aber ist der SW271 wirklich ein richtiger Profi Monitor, der auch in der Praxis mit einer hervorragenden Bildqualität punkten kann, oder sehen nur die technischen Daten gut aus?

Wollen wir uns doch einmal den SW271 im Test ansehen! Kann dieser für einen Preis von 1200€ wirklich überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Der BenQ SW271 im Test

Der BenQ SW271 ist, wie ich finde für einen professionellen Monitor durchaus recht schick designt. Natürlich Schlichtheit ist hier absolut das Motto, aber im Gegensatz zu anderen professionellen Geräten besitzt beispielsweise der SW271 sehr kleine Displayrahmen und ist auch generell nicht übermäßig dick oder klobig.

Die Displayrahmen sehen im ausgeschalteten Zustand aufgrund es unsichtbaren Rahmens besonders schlank aus, aber selbst eingeschaltet sind die Rahmen nur wenige Millimeter dick, weshalb diese bei einem Multi Monitor Set-up auch kaum bis gar nicht stören.

Wie es sich für einen guten Monitor auch gehört, besitzt auch der BenQ SW271 einen hervorragenden Standfuß, der auch nicht aufgrund des besonders schlanken Designs funktional abgespeckt wurde. Dieser ist komplett aus Aluminium gefertigt und deshalb sehr massiv und robust. Zudem besitzt der Standfuß einen Tragegriff, welcher sich während des Fotografierens und Tragens des Monitors als erstaunlich nützlich erwiesen hat.  Solltet Ihr Euren Monitor zu Shootings mitnehmen ist das mit dem SW271 absolut problemlos machbar!

Neben dem Griff besitzt der Monitor die üblichen Ergonomie Optionen, wie eine Höhenverstellung, die Möglichkeit den Monitor zu neigen, vertikal zu stellen oder zu drehen. Dabei macht der Standfuß bzw. die verwendete Mechanik ebenfalls einen sehr guten und hochwertigen Eindruck.

Mit im Lieferumfang des BenQ SW271 befindet sich auch ein optionaler Blick -bzw. Störlichtschutz. Hier ein kleiner Kritikpunkt, ein Seitenteil hatte eine leicht verbogene Kante, die man allerdings problemlos wieder geradebiegen konnte.

Dicke Pluspunkte gibt es wieder für Tasten und Anschlüsse. Zum BenQ SW271 gibt es einen „Puck“, hierbei handelt es sich um eine kleine Kabelfernbedienung, welche eine komfortablere Steuerung des On-Screen Menüs ermöglicht.

Jeder Monitor sollte so einen Puck haben! Gerade beim SW271 macht dieser viel Sinn, da es so möglich ist schnell zwischen sRGB, AdobeRGB usw. Profilen hin und her zu springen.

Der Puck lässt sich im Standfuß ablegen bzw. sogar ganz abnehmen. BenQ hätte vielleicht hier eine etwas elegantere Kabelführung schaffen können, aber abseits davon ist diese Kabelfernbedienung eine klasse Sache!

Zumal der SW271 auch über Tasten direkt am Display verfügt. Ihr habt also die Wahl, wie Ihr den Monitor bedienen wollt. Sofern Ihr keine Wandhalterung nutzt, ja der Monitor hat einen VESA Mount, sehe ich aber keinen Grund nicht den Puck zu nutzen.

Wie sieht es bei den Anschlüssen aus? Sehr gut! Der BenQ SW271 besitzt zwei HDMI 2.0 Eingänge, einen Display Port Eingang und einen USB C Eingang!

Über Letzteren könnt Ihr beispielsweise ein Apple MacBook Pro direkt mit dem Monitor verbinden, ohne einen Dongle nutzen zu müssen. Allerdings überstützt der USB C Port keine Stromversorgung! Diese muss gesondert geregelt werden.

Zusätzlich verfügt der SW271 auch noch über zwei USB 3.0 Ports und einen SD Kartenleser. Diese Ports können entweder über den USB C Anschluss gespeist werden oder über einen normales USB 3.0 Kabel.

Nutzt Ihr allerdings USB C sowohl für die Bildübertragung wie auch für die Datenübertragung, müsst ihr Euch zwischen 4K 60Hz + USB 2.0 und 4K 30Hz + USB 3.0 entscheiden.

Zwar finde ich es grundsätzlich sehr gut, dass BenQ einen USB Hub und Speicherkartenleser verbaut hat, aber die Positionierung finde ich etwas suboptimal. Die USB Ports und auch der Speicherkartenleser sind an der linken Rückseite angebracht. Steht der Monitor frei auf einem kleinem Tisch in einem Foto Studio ist das Okay, aber auf einem Schreibtisch der gegen eine Wand steht, ist die Positionierung nicht gut.

Ich hätte die Ports vielleicht auf die Unterseite des Monitors verlegt, so dass diese auch von der Front gut erreichbar sind.

Dennoch Daumen hoch für die Anschlussvielfalt!

Bonuspunkte bekommt BenQ für das Beilegen sämtlicher Kabel, die man benötigt. Damit meine ich das Stromkabel, USB 3.0 Kabel aber auch DisplayPort Kabel und HDMI Kabel zum Verbinden des Monitors.

BenQ legt ebenfalls eine Blendschutzhaube bei. Diese „Flügel“ verhindern, wie der Name schon vermuten lässt, dass schräg einfallendes Licht zu Reflexionen auf dem Monitor führt. Für jemanden der direkt im Studio oder sogar im Freien mit dem Monitor arbeitet sicherlich eine sehr Praktische Sache!

Die Blendschutzhaube befindet sich in einer separaten Box, in welcher diese sich bei nicht Nutzung auch gut aufbewahren lässt. Diese muss allerdings bei Nutzung selbst vom Nutzer zusammengesteckt werden, was aber kein großes Problem ist.

 

Die Bildqualität

Der wichtigste Punkt ist natürlich die Bildqualität. BenQ setzt beim SW271 ganz klassisch auf ein IPS Panel, welches mit einer 10Bit Farbtiefe ausgestattet ist.

Die Auflösung liegt bei 3840×2160 Pixeln, also 4K in einem 16:9 Bildformat. Die Bildwiederholfrequenz liegt bei normalen 60Hz, sofern Ihr den Monitor via USB C, HDMI 2.0 oder DisplayPort 1.4 ansteuert!

Wichtig! Habt Ihr noch ein älteres Laptop, das nicht über DisplayPort oder HDMI 2.0 verfügt, kann es sein, dass Ihr nur 4K 30Hz erreicht, was nicht schön ist. Habt Ihr also ein älteres Laptop oder PC, schaut besser einmal nach, was Ihr genau für Anschlüsse habt.

Die Reaktionszeit wird von BenQ mit 5ms angegeben, was okay ist. Der SW271 ist natürlich kein Gaming Monitor aber eine Reaktionszeit von 5ms ist selbst für die meisten Gamer mehr als ausreichend.

Soweit erst einmal die Basis technischen Daten, kommen wir zum eigentlichen Test. Beginnen wir hier mit Messwerten, welche vom Datacolor Spyder 5 ELITE stammen.

 

Farbraum

BenQ spricht beim SW271 von einer 100%igen Abdeckung des sRGB Farbraum und einer 99%igen Abdeckung des AdobeRGB Farbraums.

100% sRGB ist mittlerweile nicht mehr so eindrucksvoll wie dies noch vor ein paar Jahren war, aber 99% AdobeRGB Abdeckung hingegen ist auch 2018 noch etwas sehr Besonderes!

Mit seinen rund 1200€ ist der SW271 der zweit günstigste 4K Monitor aktuell auf dem Markt welcher laut seines Herstellers 99%+ schafft.

Aber schafft der SW271 wirklich diese vom Hersteller versprochenen Werte? Messen wir einmal nach bzw. wir müssen zweimal messen. Einmal im SRGB Modus in einmal im AdobeRGB Modus.

Adobe RGB Modus
sRGB Modus

Im sRGB Modus schafft der SW271 98% des sRGB Farbraums und 76% des AdobeRGB Farbraums. Dies ist nur bedingt beeindruckend, die wirklich beeindruckenden Werte sehen wir erst im AdobeRGB Modus.

Hier schafft der SW271 99% des sRGB Farbraums und 95% des AdobeRGB Farbraums. Dies sind zwar etwas schlechtere Werte als von BenQ angegeben, aber ganz ehrlich ich würde bei solch kleinen Unterschieden eher auf eine Messungenauigkeit meines Messgerätes tippen.

Von daher halte ich die 100% und 99% welche von BenQ angegeben wurden für gegeben! Was natürlich beides klasse Werte sind! Auch die 93% Abdeckung des DCI-P3 Farbraums sind super! Viel besser geht es hier aktuell kaum für einen Monitor.

Der SW271 ist also aus Sicht der Farbdarstellung/Farbraumabdeckung ohne Probleme für professionelle Content Creator zu empfehlen.

 

Farbtreue

Bei professionellen Geräten ist neben einer hohen Farbraumabdeckung und damit einer guten Farbdarstellung auch eine hohe Farbgenauigkeit sehr wichtig.

Man will ja das seine Aufnahmen auch das Wiederspiegeln was man bei einem professionellen Druck oder Publikation erhalten würde.

Wie steht es hier um den SW271?

„Out of the Box“
Nachkalibriert

(Kleinerer Wert = kleinere Abweichung)

Out of the Box bereits sehr gut! Der BenQ SW271 besitzt von Haus aus einen Delta E von ≦ 1 im Schnitt.  Wobei es hier etwas auf die jeweilige Farbe ankommt. Interessanterweise ist Türkis ein kleiner Ausreißer mit einem Delta E von 4. Alle anderen Farben liegen bei 0 oder 1.

Nach einer kurzen Kalibrierung mit einem Spyder 5, erreicht der SW271 fast perfekte Werte! Die meisten Farben lassen sich auf den Punkt kalibrieren und selbst Türkis lässt sich auf einen Delta E von 2 drücken.

Damit eignet sich der BenQ SW271 auch problemlos für Nutzer, welche viele Drucke anfertigen! Es ist im Übrigen auch möglich den SW271 „Hardware“ zu kalibrieren. Dabei wird das Kalibrierungsprofil direkt im Monitor gespeichert.

 

Helligkeit und Kontrast

Zwar ist eine super hohe Helligkeit bei einem Monitor der in einem Studio verwendet wird sicherlich nicht ganz so essenziell, aber dennoch gibt BenQ die maximale Helligkeit mit guten 350cd/​m² an.

Werden diese erreicht?

Auf 100% erreicht der SW271 331cd/m² Helligkeit. Knapp unter der Herstellerangabe, aber dennoch ein guter Wert.

331cd/m² ist auch hell genug, selbst wenn Ihr eine Lichtquelle im Rücken habt. Hier hilft natürlich auch die matte Displaybeschichtung, welche kaum Reflexionen verursacht.

Im normalen Alltag wird man den Monitor vermutlich auf 50-80% seiner maximalen Helligkeit nutzen, man hat also noch einen kleinen Puffer falls man doch einmal eine Lichtquelle im Nacken hat.

Wie steht es um den Kontrast? Hier gibt BenQ die üblichen 1:1000 an, was so der Standard Wert für IPS Panels zu sein scheint.

Hier muss ich gestehen anfangs etwas Probleme gehabt zu haben. Mein Messgerät spuckte viel zu niedrige Werte aus, von 1:180 usw. Da davon auszugehen war das diese Werte falsch sind habe ich etwas herum probiert und wirklich die Lösung für das Problem gefunden, der HDMI Port.

Erst nachdem ich anstelle von HDMI 2.0 DisplayPort 1.4 nutzte, erreichte ich plausible Werte, was den Kontrast angeht. Via DisplayPort angeschlossen erreichte ich einen Wert von 1:900, was ein realistischer und brauchbarer Wert ist für einen Monitor dieser Klasse.

Woran das Problem nun genau lag, kann ich Euch um ehrlich zu sein nicht sagen. Es wurden ansonsten keine Einstellungen verändert und beide Messungen waren im sRGB Modus. Ob es nun der Port, das Kabel oder mein PC Schuld ist, kann ich nicht genau definieren.

Solltet Ihr mit dem SW271 Probleme mit einem zu schlechten Kontrast haben, versucht einmal einen anderen Anschluss!

Im schwarz/weiß Modus des Monitors ist der Kontrast mit 1:940 in der Spitze noch mal einen Hauch besser als im sRGB oder AdobeRGB Modus.

Ein Kontrast von 1:900 ist im Übrigen für ein IPS Panel ein sehr guter Wert. Mehr wird in der Regel nur VA oder OLED Panels erreicht.

 

Ausleuchtung und Bild Homogenität

Kommen wir zum einzigen wirklichen Schwachpunkt des BenQ SW271, die Ausleuchtung. Hiermit haben viele Monitore Probleme, aber diese sind beim SW271 vergleichsweise stark ausgeprägt.

Als erstes mal ein paar Messwerte:

Wie man sieht, spricht das Messgerät von bis zu 16% Helligkeitsunterschiede in einzelnen Segmenten des Monitors. 16% ist nicht katastrophal schlecht, aber auch beim besten Willen kein Top Wert. Dies schaffen durchaus einige günstigere Monitore besser.

Aber wie sieht es subjektiv aus?

Beim normalen Betrachten von Bildern ist die mäßig gute Ausleuchtung eigentlich nicht direkt präsent. Erst wenn mithilfe von Testbildern bzw. einem schwarzen Bild die Ausleuchtung kontrolliert, wird man schwächen erkennen.

Am ehesten fallen die Schwächen im unteren linken Bereich auf, ganz am Rand, wo es bei meinem SW271 einen Lightspot gibt.

Sicherlich nicht optimal, aber etwas womit ich leben kann. Es macht im Übrigen keinen großen Unterschied, ob Ihr den Monitor bei 100% Helligkeit oder 50% Helligkeit nutzt, die suboptimale Ausleuchtung bleibt bestehen.

 

Schärfe und Blickwinkel

Eine 4K Auflösung auf 27 Zoll ist natürlich ein Garant für ein scharfes Bild. Dieses wird auch vom BenQ SW271 geboten! Dies fällt primär bei Texten und Buchstaben auf, wo das Bild des SW271 verglichen mit einem normalen Full HD Monitor ein gutes Stück schärfer und glatter ist.

Gerade Buchstaben und Zeichen mit Rundungen werden vom SW271 deutlich besser dargestellt.

Bei Fotos und Videos finde ich den Unterschied zwischen einem 4K und Full HD Monitor um ehrlich zu sein weniger groß. Natürlich ist ein Unterschied vorhanden, welcher primär an der Darstellung von feinen Details liegt, aber das wird sicherlich nicht jedem sofort auffallen. Hier sind die Unterschiede bei Text doch ein Stück offensichtlicher.

Oftmals sehen Fotos sogar erfahrungsgemäß auf einem 4K Monitor schlechter aus, als auf einem Full HD Monitor. Gerade bei Smartphone Testbildern fällt mir dies oft auf. Ohne hinein zu zoomen sieht man auf einem 4K Monitor Unperfektheiten was Schärfe und Detail Darstellung angeht viel schneller und deutlicher als auf einem normalen Full HD Monitor.

Aber bei einem Monitor wie dem SW271 geht es ja an sich genau um solche Dinge, schnell gute Aufnahmen erkennen zu können, um diese dann weiter zu verarbeiten. Hier liegt auch die große Stärke der 4K Auflösung für Profis.

Die Blickwinkel des IPS Panels sind unauffällig gut. Man muss sich schon in einem sehr spitzen Winkel zum SW271 befinden damit das Bild kippt und selbst dann reduziert sich nur die Helligkeit und der Kontrast.

Es gibt also keine Farbverschiebung oder Ähnliches.

 

Subjektiver Eindruck

Genug der Messwerte, wie sieht das Bild subjektiv aus? Wenig überraschend sehr gut! Ich war bisher primär Monitore der guten Mittelklasse gewohnt und hier ist der SW271 durchaus ein gutes Stück besser.

Gerade Farben wirken sehr kräftig und tief, obwohl der Monitor natürlich kein übersättigtes Bild liefert. Hier muss man allerdings etwas aufpassen, in welchem Modus man sich befindet. Ist man auf dem normalen Windows Desktop und ist der Adobe RGB Modus aktiv, wirken alle Farben übersättigt, als hätte man gerade ein Foto mit einem Samsung Smartphone gemacht.

Das kann natürlich bei einer Multimedia Anwendung, wie dem Schauen eines Films, durchaus ganz nett sein, aber in der Regel solltet Ihr doch den korrekten sRGB Modus aktiv haben. Außer natürlich Ihr bearbeitet gerade ein Bild mit AdobeRGB Farbraum.

Dank des Pucks ist das Wechseln zwischen sRGB und AdobeRGB ein Tastendruck. Ihr müsst Euch also nicht durch unzählige Menüs quälen, um den Farbraum zu ändern.

Verglichen mit meinem alten ASUS Monitor, welcher an sich auch ein ganz gutes Bild liefert, sieht man doch gerade beim Betrachten von Aufnahmen im Adobe RGB Farbraum einen teils deutlichen Unterschied.

Gerade wenn bei Fotos der Himmel zu sehen ist, fällt der Unterschied deutlich auf. Hier sind beim SW271 feinere Nuancen was die Abstufung angeht zu erkennen.

Auch ist es in Anwendungen, wie Lightroom, weniger oft nötig in Bilder hineinzuzoomen, um die Qualität korrekt zu beurteilen.  Dies ist natürlich ein Vorteil der hohen 4K Auflösung. Bei Full HD Monitoren war immer mein erster Schritt einmal in die 1zu1 Ansicht zu gehen, um zu schauen, ob das Bild wirklich scharf ist.

Beim BenQ SW271 kann man hingegen auch bei einer vollen Ansicht schon sehr gut die Detailschärfe erahnen. Dies hat meinen Workflow ein gutes Stück beschleunigt.

Auch wenn der SW271 natürlich ein Profi Gerät ist, zeigt dieser sich auch in den klassischen Multimedia Anwendungen recht sicher. Natürlich ist auch in Filmen oder sogar Spielen die Farbwiedergabe absolut hervorragend!

Auch einen wirklich signifikanten Imputlag oder Ähnliches konnte ich nicht bemerken. Ja es gibt für reine Gamer doch bessere Monitore, aber für mal ne Runde Overwatch oder Ähnliches zwischendurch ist der BenQ SW271 vollkommen geeignet!

Dieser unterstütz im Übrigen auch HDR! Sicherlich interessant für Video Produzenten, aber auch für Multimedia Fans. Da der HDR10 Standard verwendet wird, kann beispielsweise die Playstation 4 Pro auch 4K HDR Inhalt auf dem SW271 wiedergeben.

 

Fazit

Der BenQ SW271 ist ein hervorragender Monitor für semi Professionelle, wie auch professionelle Fotografen und Video Produzenten.

Das größte Highlight des SW271 ist hierbei natürlich die nahezu perfekte Abdeckung des sRGB und auch des AdobeRGB Farbraums. Dies ist selbst bei Monitoren der 1000€+ Preisklasse nicht selbstverständlich!

Auch Kontrast, Helligkeit und Schärfe können voll überzeugen, sowohl was die Messwerte angeht, wie aber auch beim subjektiven Eindruck. Der SW271 ist Bildqualitativ der beste Monitor, den ich bisher nutzen durfte.

Selbst verglichen mit meinem „alten“ 4K Asus Monitor, welcher gutes Mittelklasse Modell ist, gibt es gerade bei der Farbdarstellung noch große Unterschiede zugunsten des SW271.

Der BenQ SW271 bietet unheimlich gute Farben, die eine gewisse Tiefe ausstrahlen, welche ich zuvor selten bei einem Monitor gesehen habe. Bilder, gerade wenn diese im AdobeRGB Farbraum aufgenommen sind, bietet eine tolle Detaildarstellung und wunderbar nuancierte Farben.

Auch abseits der Bildqualität ist der SW271 top! Das Gehäuse, der Standfuß und gerade der „Puck“(Kabelfernbedienung) machen einen qualitativ hochwertigen und professionellen Eindruck.

Selbst die Anschluss Ausstattung ist mit zwei HDMI 2.0 Ports, einem DisplayPort 1.4, einem USB C Eingang(für Daten und Bild), zwei USB 3.0 Ausgängen und einem Speicherkartenleser vortrefflich.

Die Unterstützung für HDR rundet den sehr guten Eindruck letztendlich ab!

Okay ich glaube ich haben den SW271 genug über den Klee gelobt. Ist der Monitor also wirklich perfekt?! Nein, BenQ hat sich beim SW271 eine Schwäche erlaubt, die Ausleuchtung. Diese ist wirklich eher mittelmäßig. Hier habe ich schon deutlich günstigere Monitore gesehen, welche gleichmäßiger ausgeleuchtet waren.

Hier kommt es etwas darauf an, wie kritisch Ihr seid. Im normalen Alltag, auch wenn es um die Fotobearbeitung ging, ist mir die Ausleuchtung an sich nicht negativ aufgefallen. Es gab also keine Momente wo mich diese wirklich gestört hat. Erst wenn man wirklich ein Bild hat, das zum größten Teil schwarz ist, kann dies etwas auffallen.

Abseits davon gibt es aber am SW271 nicht viel zu bemängeln! Von daher würde ich sagen, dass die positiven Punkte ganz klar überwiegen.

Unterm Strich ist der SW271 von BenQ ein absoluter Spitzenmonitor, welcher auch professionellen Ansprüchen genügen wird!

Dabei ist der SW271 durchaus auch noch für den semi-professionellen Nutzer in einem erschwinglichen Bereich. Wollt Ihr Euch einen richtig guten Monitor für die nächsten X Jahre, welcher sowohl bei Foto/Video Bearbeitung glänzt, wie auch in Multimedia Anwendungen? Dann seid Ihr beim SW271 ebenfalls an der richtigen Adresse!

  • Link zum Hersteller /// [amazon_link asins=’B075JJ6TCL‘ template=’AmazonPreisLinkStandard‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’461056a3-f20a-11e7-89f4-eb5f7d799335′] /// bei Geizhals

Positiv

  • Hochwertiges und robustes Gehäuse/Standfuß
  • Hohe Farbraumabdeckung (100% sRGB und 99% AdobeRGB)
  • Gute Farbtreue
  • Guter Kontrast und maximale Helligkeit
  • Subjektiv hervorragendes Bild!
  • Gute Anschluss Auswahl
  • Hervorragende Schärfe (4K)

 

Negativ

  • Ausleuchtung mittelmäßig