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Jackery Powerstation Explorer 240 im Test, gute Leistung zum fairen Preis

Auch beim Camping oder im Wohnmobil sind mittlerweile diverse technische Geräte nicht mehr weg zu denken. Die Energie-Versorgung dieser ist allerdings oftmals eine Herausforderung.

Eine der besten Lösungen für dieses Problem kann eine so genannte „Powerstation“ darstellen, was im Grunde nur ein schicker Name für eine besonders große Powerbank ist. Solch eine Powerstation kann aber sehr schnell sehr teuer werden, gerade bei größerer Kapazität.

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Ein halbwegs bezahlbares und interessantes Modell ist die Jackery Powerstation Explorer 240. Diese bietet für 299€ einen 240Wh Akku, eine Steckdose mit reiner Sinuswelle und die Möglichkeit zum Laden via Solar.

Wollen wir uns einmal die Jackery Powerstation Explorer 240 im Test ansehen.

An dieser Stelle vielen Dank an Jackery für das zur Verfügung stellen der Powerstation Explorer 240.

 

Die Jackery Powerstation Explorer 240 im Test

Mit rund 23 x 14 x 20 cm und einem Gewicht von 3 KG ist die Jackery Powerstation Explorer 240 sicherlich kein kleines Modell. Dieses ist klar gedacht in einem Auto/Wohnwagen zum Zielort transportiert zu werden. Dafür habt Ihr aber auch eine Kapazität von 240Wh bzw. 64864mAh, was mehr als das doppelt ist was Ihr bei einer normalen Powerbank finden könnt.

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Für einen einfacheren Transport verfügt die Powerstation über einen Tragegrifft auf der Oberseite. Dabei ist das Gehäuse komplett aus Kunststoff gefertigt, welche Schwarz/Orange gefärbt ist. Leider sind die Ecken der Powerstation nicht gummiert! Stürze auf festen Boden würden also recht viel Schaden anrichten.

Grundsätzlich bin ich aber mit der Verarbeitung und Haptik zufrieden.

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Die Anschlüsse der Powerstation finden sich auf der Front. Hier haben wir zwei USB A Ports, einen AC Ausgang, einen DC Ausgang und einen Eingang.

Bei den USB A Ports handelt es sich um 5V/2,4A Ports. Quick Charge oder USB Power Delivery hat die Powerstation leider nicht.

Bei dem DC Ausgang handelt es sich um einen KFZ „Zigarettenanzünder“ mit 12V und maximal 10A, also 120W.

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Der AC Ausgang ist eine normale deutsche Schuko-Steckdose. Diese verfügt über 230V und maximal 200W. Dabei handelt es sich um eine „reine Sinus-Well“, Ihr könnt also unbesorgt alle Geräte an dieser Steckdose betreiben.

Geladen wird die Powerstation über einen DC Eingang. Dort akzeptiert die Powerstation 12-30V und maximal 3,42A. Ihr könnt diese also via dem beiliegenden 60W Netzteil, an einem 12V KFZ Anschluss oder an einem Solarpanel laden.

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Jackery bietet auch diverse passende Solarpanels an, leider liegt aber kein Adapter für ein Universelles Solarpanel bei.

 

Kapazität

Das wichtigste bei einer Powerstation ist die Kapazität. Diese wird von Jackery mit 240Wh spezifiziert. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh % der Ha
5V/2A 238.67 64505 99%
12V/1A 259.48 70130 108%
12V/4A 254.9 68892 106%
12V/10A 239.75 64797 100%
230V/10W 142 38378 59%
230V/50W 218 58919 91%
230V/100W 232 62703 97%

 

Ich muss gestehen etwas beeindruckt zu sein! Ganz offensichtlich liegt die „echte“ Kapazität der Jackery Powerstation Explorer 240 über 240Wh! Anders sind vor allem die extrem guten Werte am 12V Ausgang nicht zu erklären, wo die Powerstation über 100% Kapazität bietet.

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Dies ist absolut ungewöhnlich! Normalerweise bezieht sich die Kapazitätsangabe bei Powerbanks immer auf die Größe der Akkuzellen im Inneren. Bei ihrer Entladung und gegebenenfalls notwendigen Spannungsumwandlungen geht immer etwas Energie verloren. So haben die meisten Powerbanks rund 80-90% „echte“ Kapazität.

Die Sache mit der Effizienz sehen wir sehr gut bei der 230V Steckdose. Bei sehr niedriger Last arbeitet diese sehr ineffizient. Ladet also Euer Smartphone wenn möglich über die integrierten USB Ports auf. Allerdings bereits ab 50W Last steigt die Effizienz der Steckdose auf ein gutes Level.

Die 12V „Steckdose“ bietet selbst bei niedriger Last eine gute Effizienz.

 

Laden und Sonstiges

Die Jackery Powerstation Explorer 240 verfügt über eine Steckdose mit reiner Sinuswelle! Das heißt Ihr könnt alle Arten von Geräten anschließen, wie Notebook-Netzteile, Kühlboxen usw. Das Ganze natürlich bis zur maximalen Last von rund 200W.

Im Test habe ich diverse Netzteile und generell technische Geräte ausprobiert und diese haben alle problemlos funktioniert. Es gab auch keine Auffälligkeiten wie unerwartetes Spulenfiepen oder Ähnliches.

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Allerdings findet sich in der Powerstation ein Lüfter, welcher Temperatur geregelt ist! Dieser springt also nur an, wenn sich die Powerstation auf ein gewisses Level erwärmt. In meinem Büro bei + 20 Grad war dies ab einer konstanten Last von ca. 60-80W (bei 50W springt dieser gelegentlich mal an), auf der 230V Steckdose.

Auch beim Nutzen der 12V KFZ-Steckdose kann der Lüfter anspringen, dies aber etwas später (ab ca. 100W konstanter Last).

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Interessanterweise ist die KFZ Steckdose spannungsgeregelt. Bei vielen Powerstation wird die 12V Steckdose einfach direkt auf die Akkus verbunden, wodurch die Spannung passend zur Spannung der Akkus schwankt, teils zwischen 13V und 8V.

Bei der Jackery Powerstation Explorer 240 ist die Spannung weitestgehend Fix bei 13,4-12,2V, je nach Last. Dies erlaubt auch das Betreiben von Geräten die sich ansonsten bei niedriger Spannung abschalten würden, um die Autobatterie zu schonen.

 

Wiederaufladen

Ihr könnt die Jackery Explorer 240 an folgenden Quellen laden:

  • Über eine 230V Steckdose mit dem beiliegenden 60W Ladegerät
  • An einem KFZ Stecker
  • Via Solar (MPPT)

Die Powerstation kann auch ziemlich genau 60W maximal aufnehmen, sowohl über das beiliegende Netzteil wie auch über das Solarpanel. Für die Nutzung eines Solarpanels ist im Inneren ein MPPT Laderegler installiert, welcher gut darin ist die maximale Leistung aus einem Solarpanel nutzbar zu machen.

 

Fazit 

Die Jackery Explorer 240 ist eine herausragende Powerstation! Ich vermisse zwar etwas einen USB Power Delivery Port, aber ansonsten ist alles vorhanden was Ihr Euch wünschen könnt.

  • Eine 230V Steckdose mit reiner Sinuswelle
  • Eine 12V KFZ Steckdose mit stabilisierter Spannung
  • Zwei USB A Ports
  • Ladbar via Netzteil oder Solar (MPPT)
  • Ein LCD Display

Hierdurch könnt Ihr so ziemlich alle Geräte betreiben, sofern diese nicht mehr als 200W benötigen. Dabei macht die Powerstation auch technisch einen tadellosen Eindruck!

Nicht zuletzt da die beworbene Kapazität von 240Wh sogar teils zu über 100% eingehalten wird, was eine absolute Seltenheit ist!

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Bei allem Lob muss ich aber auch etwas zu bedenken geben das 240Wh zwar keine kleine Kapazität ist, aber auch nicht gewaltig. Ihr könnt ein Notebook 2-3x an der Powerstation aufladen, ein Smartphone 16-24x oder eine einfache Kühlbox 5-10 Stunden betreiben (bei 24-48W Verbrauch). Dabei könnt Ihr mit einem Solarpanel auch die Powerstation „gegenladen“.

Reicht Euch die Kapazität von 240Wh und Ihr sucht eine Powerstation mit reiner Sinuswelle und stabilisierten 12V Ausgang, dann kann ich die Jackery Powerstation Explorer 240 mit sehr gutem Gewissen empfehlen! Der Preis von 299€ (UVP) ist etwas gehoben, geht aber in Ordnung.

Jackery Explorer 240, 3.6V/67200mAh/240Wh Tragbare Powerstation...

  • Maximale Kapazität von 259.48Wh
  • Via Solar aufladbar MPPT Ladecontroller
  • Steckdose mit reiner Sinuswelle
  • LCD Display mit Anzeige der Leistungswerte
  • KEIN USB C Ausgang!

Die Omnicharge Omni Mobile 25600 Pro im Test, eine der besten Powerbanks aktuell! (Update)

Omnicharge gehört ganz klar zu den speziellsten Powerbank Herstellern den Ihr aktuell auf dem Markt finden könnt. Omnicharge bietet ausschließlich absolute High End Powerbanks an, meist mit Special Featuren wie eine Steckdose, DC Ausgang, USB C usw.

Das aus meiner Sicht spannendste Modell in Omnicharges aktuellem Lineup ist die Omni Mobile 25600 Pro. Diese Powerbank vereint eine hohe Kapazität mit einem leistungsstarkem 60W USB C Port, einem DC Port und noch diversen anderen interessanten Spielereien.

Omnicharge Omni Mobile 25600 Pro Test Review 12

Dabei ist die Omni Mobile 25600 Pro mit rund 120€ preislich als „Fair“ zu bezeichnen.

Wollen wir uns da doch einmal im Test ansehen ob die 120€ denn auch wirklich für die Omnicharge Omni Mobile 25600 Pro gerechtfertigt sind.

 

Die Omnicharge Omni Mobile 25600 Pro im Test

Bei der Omni Mobile 25600 Pro handelt es sich um eine sehr leistungsstarke Powerbank mit vielen Featuren. Daher überrascht es auch nicht, dass diese etwas größer ausfällt.

Omnicharge Omni Mobile 25600 Pro Test Review 6

Die Betonung liegt aber auf etwas! Powerbanks mit einer Kapazität von 25600mAh sind von Natur aus nicht winzig und mit 156 x 112 x 26 mm ist die Omni Mobile 25600 Pro sicherlich auch nicht als handlich einzustufen. Dennoch ist diese im Anbetracht der Leistung auch nicht zu groß, auch verglichen mit der Konkurrenz.

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Was mich aber etwas enttäuscht hat, ist die Verarbeitungsqualität. Die Omni Mobile 25600 Pro ist weitestgehend aus einem einfachen matten Kunststoff gefertigt. Grundsätzlich nichts Besonderes, aber auch nicht schlecht.

Allerdings wirkte der Kunststoff meiner Omni Mobile 25600 Pro von Haus aus etwas „beschmiert“ was sich auch nicht entfernen ließ. Bei einem Preis von 100€+ darf man hier eigentlich mehr erwarten.

 

Die Technik

Das spannende an der Omnicharge Omni Mobile 25600 Pro sind aber natürlich die Anschlüsse und Feature. Auf der Front der Powerbank finden wir einen DC Port, einen USB C Port und zwei USB A Ports.

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Über den DC Port kann die Powerbank Notebooks und andere Geräte mit dem typischen Rundstecker mit Energie versorgen. Hierbei kann die Powerbank wahlweise 12V, 16V, 19V oder 24V ausgeben. Welche Spannung Ihr gerade ausgewählt habt wird mithilfe vier LEDs auf der Front angezeigt. Diese vier LEDs dienen auch als Status LEDs, für den Ladestand der Powerbank. Über den DC Port kann die Powerbank bis zu 72W ausgeben.

Bei den USB A Ports handelt es sich um zwei Quick Charge 3.0 Ports, mit jeweils bis zu 18W. Ideal für Samsung, LG, Xiaomi oder andere Smartphones mit Qualcomm Chipsatz. Natürlich lassen sich hier generell alle Smartphones laden, nur dann gegeben falls nicht schnell.

Das für mich spannendste ist der USB C Port. Dieser unterstützt den USB Power Delivery Standard, ist also mit Notebooks wie den Apple MacBooks, Dells XPS Serie usw. kompatibel. Über den USB C Port können 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/3A ausgegeben werden, also maximal 60W.

Omnicharge Omni Mobile 25600 Pro Test Review 4

Im Gegensatz zum DC Port wird die Spannung via USB C automatisch ausgehandelt! Ihr müsst Euch hier keinen Kopf machen, einfach Kabel anschließen und losgeht’s.

Etwas versteckt ist die Möglichkeit Smartphones auch kabellos zu laden! Auf der Oberseite der Powerbank ist ein QI Ladepad mit 10W integriert. Zusammengefasst:

  • 1x DC Ausgang mit bis zu 72W
  • 1x USB C Ausgang mit bis zu 60W
  • 2x USB A Quick Charge 3.0 Ausgänge mit bis zu 18W
  • 1x kabelloses Laden mit bis zu 10W

Geladen wird die Omnicharge Omni Mobile 25600 Pro wahlweise via USB C oder über den DC Port. Via USB C akzeptiert die Powerbank alle Netzteile mit bis zu 60W Leistung. Über den DC Port könnt Ihr Netzteile mit 5-30V verbinden, hier kann die Powerbank aber mit maximal 2A bzw. 45W laden.

 

Die Kapazität

Omnicharge gibt die Kapazität der Omni Mobile 25600 Pro mit 25600mAh an. Hierbei handelt es sich um die maximale Kapazität, die Ihr problemlos mit in ein Flugzeug nehmen dürft.

Beim Testen dieser Kapazität weiche ich ausnahmsweise etwas von meinem üblichen Testprotokoll ab. Normalerweise teste ich die Kapazität am USB A Port bei 1A/5V. Powerbanks die aber auf eine besonders hohe Leistung optimiert sind liefern hier in der Regel nicht die beste Effizienz.

Daher teste ich die Kapazität bei 5V/1A (USB A und USB V), 9V/1A, 15V/1A , 20V/1A und 20V/3A.

Kapazität

In der Tat ist die nutzbare Kapazität der Omni Mobile 25600 Pro bei höherer Last etwas besser. Allerdings sind die praktischen Unterschiede eher gering. Im schlimmsten Fall (5V/1A via USB C) erreichte ich 72,916Wh und im besten Fall (15V/1A) 78,543Wh.

78,543Wh entsprechen 21227mAh @ 3,7V. Dies entspricht wiederum soliden 83% der Hersteller Angabe. Kein absoluter Top Wert, aber im Rahmen des Normalen.

Die Herstellerangabe bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Das Entladen dieser ist nicht zu 100% effektiv. Etwas Energie geht immer in Form von Wärme oder anderen internen Prozessen „verloren“.

Beispielsweise bei der Omni Mobile 25600 Pro ist während der Nutzung das kabellose Ladepad auf der Oberseite permanent aktiv, welches im Standby auch etwas Energie benötigt.

Während einer 60W Last erwärmt sich die Powerbank im Übrigen an der heißesten Stelle auf rund 49 Grad, was völlig im Rahmen des normalen ist.

Temperatur

Ihr könnt im Übrigen problemlos ein 60W Notebook, ein Smartphone via Kabel und ein Smartphone kabellos mit vollem Tempo gleichzeitig laden.

 

 Ladetempo

Ehe wir zum Ladetempo kommen eine kleine Anmerkung. Die meisten modernen Powerbanks schalten sich automatisch ein, wenn Ihr ein Ladekabel/Gerät mit diesen verbindet. Dies gilt aber nicht für die Omnicharge Omni Mobile 25600 Pro! Hier müsst Ihr jedes Mal den Einschalter für ein paar Sekunden gedrückt halten, ehe die Powerbank angeht. Dafür ist allerdings die Selbstentladung auch recht gering.

Kommen wir zum Test, folgende Geräte habe ich an der Omni Mobile 25600 Pro getestet:

  • Apple iPad Pro 11
  • Apple iPhone 11 Pro Max
  • Apple MacBook Pro 13 Late 2016
  • Dell XPS 13 9380
  • Dell XPS 15 7590
  • Huawei Mate 20 Pro
  • Motorola Moto G8 Plus

Starten wir mit den Notebooks, welche der primäre Grund ist diese Powerbank zu kaufen. Alle drei von mir getesteten Notebooks ließen sich problemlos an der Omni Mobile 25600 Pro laden!

Die beiden 13 Zöller (Dell XPS 13 und das MacBook Pro 13) dabei mit dem vollen Tempo. Generell gesprochen ersetzt eine 60W Powerbank bei 13 Zoll Notebooks voll das originale Netzteil, was das Ladetempo betrifft.

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Bei 15 Zöllern kann dies etwas anders aussehen. Diese werden mehrheitlich an der Powerbank laden (ein USB C Ladeport vorausgesetzt), aber hier reichen 60W meist nicht um den Energiebedarf des Notebooks unter Volllast zu decken. Exportiert Ihr beispielsweise ein Video am Dell XPS 15 wird der Akku sicht trotz angeschlossener Powerbank entladen. Beim normalen Websurfen ist dies aber kein Problem.

Im Allgemeinen würde ich die Omni Mobile 25600 Pro als ideal für 13 Zöller und als gut für 15 Zöller einstufen.

Die Powerbank kann dabei aber nicht nur Notebooks schnell aufladen, sondern auch Smartphones und Tablets. Die Apple iPhones ab dem iPhone 8 und die iPads ab dem Pro können beispielsweise über den USB C Port Schnellladen. Dies gilt auch für das Google Pixel, viele Huawei Smartphones, die Nintendo Switch usw.

60W sind hier mehr als genug für solche Geräte. Aber auch die normalen USB Ports bieten ein gutes Ladetempo. Quick Charge funktionierte mit kompatiblen Geräten tadellos und auch eigentlich nicht Quick Charge fähige Smartphones (wie das iPhone 11 Pro) erreichten ein hohes normales Ladetempo. Klasse!

Zusammengefasst:

  • Apple iPhones ab dem 8 lassen sich schnellladen (Modelle davor laden mit einem regulären Ladetempo)
  • Apple iPads ab dem Pro lassen sich schnellladen(Modelle davor laden mit einem regulären Ladetempo)
  • Samsung, HTC, LG, Xiaomi und Sony Smartphones lassen sich in der Regel schnellladen
  • 13 Zoll Notebooks laden in der Regel mit dem vollen Tempo
  • 15 Zoll Notebooks laden an der Powerbank
  • Huawei Smartphones ab dem P10 laden schneller (aber nicht so schnell wie am original Ladegerät)

 

Aufladen der Powerbank selbst

Um die Omni Mobile 25600 Pro aufzuladen, solltet Ihr im Optimalfall ein USB Power Delivery Ladegerät mit 45W oder mehr besitzen.

LadetempoMit solch einem Ladegerät könnt Ihr rund 40W in die Powerbank Pumpen, wodurch diese nach ca. 2 Stunden voll ist. Mit einem USB A auf USB C Kabel dauert der Ladevorgang hingegen rund 8 Stunden.

 

Update 23.04.2021

Leider hat die Omnicharge Omni Mobile 25600 Pro nach rund einem Jahr bei mir den Geist aufgegeben.

Die Powerbank lässt sich weiterhin laden und zeigt auch an sie würde geladen, aber es ist nicht mehr möglich diese zu entladen. Das betätigen des Einschalters lässt nicht mal mehr die Akkustandsanzeige aufleuchten.

Sehr schade! 1 Jahr lebensdauer ist für solch eine an sich gute und teure Powerbank kein gutes Ergebnis.

 

Fazit

Die Omnicharge Omni Mobile 25600 Pro ist eine klasse Powerbank zu einem durchaus fairen Preis. Ja mit rund 120€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist diese nicht günstig, betrachten wir aber den Funktionsumfang und die Kapazität passt der Preis.

Powerbanks mit 60W USB C Ausgang sind von Natur aus nicht günstig, hinzu kommt bei der Omni Mobile 25600 Pro der DC Ausgang, zwei Quick Charge Ports und die Möglichkeit Smartphones kabellos zu laden.

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Der 60W USB C Port erlaubt das Laden auch von größeren Notebooks wie dem Dell XPS 15, XPS 13, Apple MacBook Pro usw., was auch in meinem Test problemlos klappte. Parallel könnt Ihr ein Smartphone mit vollem Tempo laden wie auch noch ein weiteres Smartphone kabellos. Damit hat die Omnicharge auch oberhalb von 60W noch Leistungsreserven.

Kompatibilitätsprobleme konnte ich weder zu Apple noch Android Geräten feststellen. Super!

Punktabzug gibt es für das etwas unsauber gearbeitete Gehäuse wie auch dem Fehlen einer Einschaltautomatik. Abseits davon ist die Omnicharge Omni Mobile 25600 Pro eine der besten Notebook Powerbanks die Ihr aktuell bekommen könnt, sofern Euch die Kapazität von praktisch rund 78Wh reicht.

Test: Mountain Makalu 67, super leichte Maus mit sehr gutem Sensor!

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Neben den großen Herstellern gibt es gerade in den letzten Jahren auch immer mehr kleine Hersteller, die versuchen im Gaming-Equipment Markt Fuß zu fassen. Gerade der Trend zu immer leichteren und „minimalistischeren“ Mäusen hat diesen kleineren Herstellern wie Glorious PC Gaming Race oder Xtrfy sehr geholfen.

Mit Mountain tritt nun ein weiterer kleinerer, aber sehr viel versprechender Hersteller in den Ring. Mountain bietet mit seiner Makalu 67 eine sehr leichte und „luftige“ Gaming Maus im offenen Design an. Neben dem auffälligen Design soll die Maus durch einen sehr hochwertigen Sensor und Taster überzeugen.

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Dabei ist der Preis mit rund 60€ weiterhin gut erträglich. Wollen wir uns daher die Mountain Makalu 67 näher im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Mountain für das zur Verfügung stellen der Makalu 67 für diesen Test.

 

Die Mountain Makalu 67 im Test

Das auffälligste an der Mountain Makalu 67 ist ohne Frage das offene „Rippen“-Design. Dabei ist das Gehäuse der Maus von diversen Aussparungen durchzogen und Ihr könnt in das Innere der Maus blicken.

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Hierdurch soll die Maus leichter und luftiger sein als viele der Konkurrenten. Dies ist auch durchaus richtig! Im Sommer ist solch eine offene Maus um einiges weniger „Schwitzig“, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann.

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Das offenere Design gibt allerdings Schmutz und Ablagerungen etwas mehr Spielraum. Nach meinen Erfahrungen mit der Model D von Glorious PC Gaming Race (welche ich an meinem Gaming-PC nutze), kann ich allerdings diese Gefahr etwas entkräften. Dort hat das offene Design deutlich besser Stand gehalten als ich es erwartet hätte.

Optisch würde ich die Maus abseits des auffälligen offenen Designs als recht unspektakulär einstufen. Diese verfügt über eine recht klassische und „runde“ Form.

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Auf Seiten des Gewichts bringt die Makalu 67 66,6g auf die Waage, was angenehm leicht ist.

 

Mountain Makalu 67 67g
Glorious PC Gaming Race Model D Gaming-Maus 68g
Xtrfy M4 RGB 69g
Endgame Gear XM1 70g
CORSAIR SABRE (RGB) PRO 73g
Corsair KATAR PRO XT 75g
SteelSeries Sensei Ten 92g
CORSAIR KATAR PRO WIRELESS 97g
XPG PRIMER 102g
Alienware AW610M 117g
Corsair NIGHTSWORD RGB 119g
Alienware AW558 120g

 

Mit gerundet 67g ist die Makalu 67 die bisher leichteste Maus die ich im Test hatte. Erfreulicherweise setzt Mountain auf ein sehr flexibles Kabel, wodurch das niedrige Gewicht der Maus besonders zur Geltung kommt!

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Die Mountain Makalu 67 fühlt sich glatt wie eine kabellose Maus an. Hier helfen auch die extrem gleitfähigen Füße. Mountain legt sogar erfreulicherweise ein zusätzliches Set an Gleitfüßen bei.

 

Tasten und Mausrad

Die Makalu 67 verfügt über die üblichen 6 Maustasten.

  • Primäre Maustaste
  • Sekundäre Maustaste
  • Drückbares Mausrad
  • DPI Wahltaste, hinter dem Mausrad
  • Zwei Daumentasten

Bei den Tasten setzt Mountain auf die Omron 50M Taster. Die 50M Taster sind die höchste Güte die Omron aktuell anbietet. Was die Haltbarkeit usw. angeht werdet Ihr aktuell in keiner Maus etwas besseres finden. Leider konnte ich keine Informationen dazu finden ob alle Tasten an der Maus die Omron nutzen.

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Prinzipiell fühlen sich aber alle Tasten an der Maus wertig an, weshalb ich dies aber glatt vermute.

Die Maustasten besitzen einen sehr schönen und satten klick. Dabei wirken die Tasten recht knackig und straff, was ich bevorzuge. Allerdings ist die Makalu 67 auch etwas überdurchschnittlich laut.

Die Daumentasten sind ziemlich ideal und fühlen sich grundsätzlich sehr ähnlich zu den primären Maustasten an. Auch diese sind angenehm straff und verfügen über einen schönen klick.

Und es geht weiter mit dem Lob! Denn auch das Mausrad fühlt sich sehr gut an. Dieses besitzt sehr gut spürbare Abstufungen, ohne dabei zu straff zu sein.

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Auch die Oberfläche ist angenehm am Finger und besitzt einen guten Gripp. Ich würde dem Mausrad eine „2“ geben, fürs Gaming vielleicht sogar eine „1“.

 

Sensor

Mountain setzt bei der Makalu 67 auf den PixArt PAW3370 Sensor.

PixArt PAW3370 Logitech Hero 16K PixArt PMW 3399
Auflösung 100-19000 dpi 100-16000 dpi 100-18000 dpi
Tracking Geschwindigkeit 10,16 m/s 10,16 m/s 10,2 m/s
Beschleunigung 50 g 40 g 50 g

 

Der PixArt PAW3370 ist ein ziemlicher High End Maus-Sensor! Mit 19000 DPI und einer maximalen Beschleunigung von 50G gehört die Makalu 67 auf dem Papier ganz klar zu den besten Mäusen die Ihr aktuell bekommen könnt.

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Lediglich auf Seiten der Polling Rate geht mittlerweile noch mehr als die hier gebotenen 1000Hz. Eine 1000Hz Polling Rate ist aber bereits völlig ausreichend!

 

In der Praxis

Optisch finde ich zwar die Makalu 67 nicht ganz so schick, verglichen mit einigen anderen Mäusen im „offenen“ Design, aber was die Passform und die Haptik angeht ist die Maus spitze!

Vom Handgefühl und der „Griffigkeit“ ist die Makalu 67 eine der besten Mäuse die ich bisher hatte!

Diese liegt sehr gut in der Hand! Die Seiten sind ergonomisch und griffig geformt. Es gibt zwar keine direkte Ablage für den kleinen Finger, aber dies hat mich bei der Makalu 67 nicht gestört, da die Maus hier über eine kleine Einbuchtung verfügt.

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Die Maus besitzt eine angenehme Höhe und die Maustasten lassen sich gut erreichen! Selbst wenn Ihr die Maustasten weiter am hinteren Ende betätigt (wie beim Claw Gripp üblich), bieten diese keinen erhöhten Widerstand.

Hierdurch eignet sich die Maus sowohl für die Claw Gripp wie auch für den Palm Grip. Grundsätzlich funktioniert auch der Fingertipp Gripp bei der Maus. Diese eignet sich also für alle Griffarten.

Was den Sensor und das Tracking angeht kann ich nicht klagen!

 

Fazit

Ich war schon ein großer Fan der Glorious PC Gaming Race Model D und bin auch ein großer Fan der Mountain Makalu 67, welche in vielen Belangen genau so gut oder besser ist!

So gefällt mir dieses „Offene“ Rippen-Design der Maus extrem gut! Als ich dies das erste Mal gesehen habe war ich zugegeben etwas skeptisch, aber ich nutze jetzt solch eine offene Maus seid mehreren Monaten und bin völlig überzeugt.

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So ist auch die Makalu 67 deutlich weniger schwitzig und klebrig als eine klassische Maus. Auch das niedrige Gewicht hilft Euch bessere Reaktionszeiten zu erreichen und das super flexible Kabel gibt der Maus fast schon ein kabelloses Feeling.

Die Form der Maus ist recht klassisch, aber im Detail sehr gut umgesetzt und „bequem“.

Hinzu kommt natürlich der absolute spitzen Sensor und die wertigen Omron Taster. Kurzum, wenn Ihr eine leichte und „luftige“ Maus mit sehr guten Gleiteigenschaften und einer modernen technischen Basis sucht, dann werdet Ihr mit der Mountain Makalu 67 absolut zufrieden sein!

2K, Smart Detection, farbige Nachtsicht und Zoom für 150€? Die ReoLink RLC-511WA im Test

Mit der RLC-511WA bietet ReoLink auf den ersten Blick eine sehr spannende Überwachungskamera an. Diese verfügt über eine 2K Auflösung, eine intelligente Personen- und Fahrzeugerkennung, farbige Nachtsicht und nicht zu letzt einen 5x optischen Zoom.

Dabei kostet die RLC-511WA aber „lediglich“ 150€, was in Anbetracht dieser technischen Daten nicht zu viel ist.

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Aber wie sieht es in der Praxis aus. Kann hier die RLC-511WA von ReoLink überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ReoLink für das Zurverfügungstellen der RLC-511WA für diesen Test.

 

Die ReoLink RLC-511WA im Test

ReoLink setzt bei der RLC-511WA auf ein recht klassisches Design für eine Außen-Überwachungskamera.

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Diese verfügt über ein 72 x 76 x 138 mm großes Gehäuse, welches auf einem flexiblen Standfuß montiert ist. Letzterer erlaubt eine problemlose Wandmontage und Ausrichtung der Kamera.

Dabei ist sowohl das Gehäuse der Kamera, wie auch der Standfuß aus Metall gefertigt. Hierdurch wirkt die ReoLink RLC-511WA außerordentlich massiv und stabil.

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Das Gehäuse ist weiß lackiert und sticht damit an Hauswänden nicht ganz so stark hervor, auch wenn die Abdeckung der Linse wie üblich schwarz gehalten ist.

Die RLC-511WA kann wahlweise via WLAN oder LAN ins Netzwerk eingebunden werden. Fürs WLAN sind zwei Antennen an der Kamera angebracht. Der LAN Port ist wiederum an einem Kabelstrang an der Kamera.

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Dieser Kabelstrang ist allerdings einer meiner großen Kritikpunkte. Aus der Kamera ragt ein ca. 30 cm langer Kabelstrang, an welchem der Anschluss für das Netzteil, der LAN Port und eine Reset-Taste angebracht ist. Hierdurch könnt Ihr die Kamera nicht einfach auf ein Loch in der Wand setzen. Auch müsst Ihr aufpassen, dass der Kabelstrang wettergeschützt ist. Für die Kamera selbst ist Regen kein Problem.

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Bei dem beiliegenden Netzteil handelt es sich um ein 12V 1A Modell.

Wichtig, bei der Kamera liegt keine Speicherkarte bei! Diese muss aber für Aufnahmen auf der Rückseite eingesetzt werden.

 

Einrichtung und App

Für die Einrichtung würde ich Euch empfehlen die Kamera zunächst via LAN mit Eurem Netzwerk zu verbinden, egal ob Ihr später WLAN wollt oder nicht.

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Verbindet Ihr die RLC-511WA zunächst via LAN müsst Ihr in der ReoLink App nur den QR Code auf der Unterseite scannen, ein Passwort für die Kamera festlegen und diese über die Eingabe Eures WLAN Passworts kabellos verbinden (falls gewünscht). Fertig!

ReoLink erfordert als einer der wenigen Hersteller keinen Account beim Hersteller. Wollt Ihr die Kamera auf mehreren Smartphones einrichten, dann müsst Ihr einfach den QR Code mit diesen scannen (Tipp, fotografiert diesen einmal ab) und das Passwort aus der Erstinstallation eingeben.

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Die ReoLink App ist recht einfach gestaltet. Auf der Startseite findet Ihr eine Übersicht über alle verbundenen Kameras. Tippt Ihr diese an lädt die Live-Ansicht. Dort könnt Ihr manuell Fotos und Videos machen.

Ebenso könnt Ihr bei der ReoLink RLC-511WA dort den Zoom steuern.

Neben der App steht Euch auch eine sehr rudimentäre WebUI zur Verfügung.

 

Bewegungserkennung und Aufnahme

Die RLC-511WA verfügt über eine smarte Bewegungserkennung. Diese kann also aktiv Menschen und Fahrzeuge von anderen Bewegungen unterscheiden und somit Fehlalarme massiv reduzieren.

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Um aber auf „Nummer-Sicher“ zu gehen ist auch eine klassische Bewegungserkennung mit an Board. Ihr könnt allerdings beispielsweise bei Benachrichtigungen filtern, wollt Ihr bei allen Bewegungen Benachrichtigungen erhalten oder nur wenn eine Person/Fahrzeug erkannt wurde?

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Die Personen-Erkennung ist grundsätzlich als gut zu bezeichnen! Wie gut hängt aber auch etwas von der Positionierung der Kamera ab. Umso seitlicher eine Person gefilmt wird, umso genauer und schneller wird diese auch als Person erkannt.

In meinem Test lag die Kamera aber zu 90%+ richtig, was ich als starkes Ergebnis bezeichnen würde.

Aufnahmen werden bei der RLC-511WA zunächst ausschließlich auf der eingesetzten microSD Karte gesichert. Hierdurch fallen keine Folgekosten an und Ihr könnt Wochen an Aufnahmen komfortable und Datenschutzsicher (keine Cloud) speichern.

Da die Speicherkarte hinter zwei Schrauben sitzt müsst Ihr Euch auch keine übermäßigen Sorgen machen, dass ein Dieb einfach die Speicherkarte mitnimmt. Zusätzlich können Aufnahmen auf einen lokalen FTP gesichert werden.

 

Datenschutz

Grundsätzlich macht ReoLink viel richtig was den Datenschutz angeht.

  • Aufnahmen werden nur lokal gespeichert
  • Ihr müsst keinen Account beim Hersteller anlegen
  • Die Internetverfügbarkeit der Kameras ist „optional“

Ja wenn Ihr auf die Kamera aus dem Internet zugreifen wollt, dann werden die Daten durch die ReoLink-Server geleitet, dies ist aber nicht unnormal.

Soweit hätte ich ReoLink ganz klar als einen der Datenschutz „besten Hersteller“ eingestuft. Allerdings laut securityboulevard übertragen die ReoLink Kameras ihr Passwort an ReoLink, ohne, dass dies eigentlich not tut. Zudem ist die Übertragungsverschlüsselung „mäßig gut“.

In der Praxis würde ich die RLC-511WA weiterhin als okay einstufen, hier gibt es Cloud-Kameras die deutlich unsicherer sind, aber gerade bei der Nutzung des p2p Web-Zugriffs gibt es auch noch Luft nach oben.

Schaltet Ihr aber den Webzugriff ab, weil Ihr z.B. einen lokalen NVR nutzt wie ein Synology NAS, dann ist die RLC-511WA stark was den Datenschutz angeht.

 

Bildqualität

Der 2K Sensor der RLC-511WA löst mit 2560 x 1920 Pixeln auf. Damit bietet dieser über das doppelte an Auflösung eines klassischen Full HD Sensors!

reolink app (4)

Dies macht die Aufnahmen der RLC-511WA unheimlich scharf und detailliert. Dies gilt sowohl für den Tag, wie auch für die Nacht! Die IR LEDs sind erfreulich stark und bieten selbst auf großer Distanz eine gute Ausleuchtung.

Dies ist auch nicht ganz unwichtig, denn wir haben einen 5x optischen Zoom! Die Bildqualität des Zooms ist dabei auch als hervorragend zu bezeichnen.

 

LED Scheinwerfer

In der RLC-511WA steckt auch ein LED Scheinwerfer, welcher einerseits als eine Art Außenlampe nutzbar ist und andererseits für eine Farbige Nachtsicht sorgen kann.

Der LED Scheinwerfer ist allerdings weniger stark als die IR LEDs.

 

Stromverbrauch

Die ReoLink RLC-511WA benötigt im Normalbetrieb rund 3,5W Strom. Bei Nacht steigt der Verbrauch auf 7,5W an bzw. 8,8W wenn die LED Scheinwerfer aktiv sind. Dies ist ein leicht überdurchschnittlicher Stromverbrauch, gerade bei Nacht.

Die 3,5W bei Tag sind recht normal, wir scheinen aber überdurchschnittlich starke IR Scheinwerfer zu haben.

 

Fazit

Für rund 150€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist die ReoLink RLC-511WA eine herausragende Überwachungskamera. Dies liegt vor allem am 5 Megapixel Sensor, dem 5x optischen Zoom und der smarten Bewegungserkennung.

Letztere sorgt dafür, dass Ihr auf Eurem Smartphone nicht mit Fehlalarmen überschüttet werdet, wie dies bei vielen Überwachungskameras gängig ist. Und ja die RLC-511WA ist gut darin Personen von sonstigen Bewegungen zu unterscheiden.

reolink rlc 511wa im test 11

Die ReoLink App ist zudem ordentlich. Hier gibt es sicherlich noch Luft nach oben, aber die App funktioniert soweit tadellos und bietet alle gängigen benötigten Feature. Beim Streaming über das Internet gibt es zwar noch etwas nachbesserungsbedarf was die Übertragungsverschlüsselung angeht, dafür verzichtet aber ReoLink auf einen Account und Cloud Speicher zwang.

Aufnahmen der Kamera werden ausschließlich auf der Kamera oder einem lokalen FTP Server gesichert.

Kurzum ja ich kann die ReoLink RLC-511WA mit gutem Gewissen für den normalen Haus- und Hofgebrauch empfehlen!

 

Bildqualität
90
Bewegungserkennung
88
App
75
Sonstige Feature
95
Hervoragende Bildqualität bei Tag und Nacht
Sehr starke IR LEDs
5x optischer Zoom
LED Scheinwerfer
Kein Cloud-Zwang, Kamera kann komplett „offline“ betrieben werden
Smarte Bewegungserkennung
Kabelstrang macht die Montage aufwendig und etwas komplizierter
App Visuell verbesserungswürdig
89

Die PNY XLR8 im Test, gute SSD mit hohem TBW Rating!

Mit der XLR8 bietet PNY eine günstige, aber besonders haltbare NVME SSD an. Ideal für Fotografen und Content Creator!

In diesen Bereichen ist eine hohe „TBW“ Leistung besonders wichtig. TBW Leistung? TBW steht für Terra Byte Written. Umso höher dieser Wert, umso öfter könnt Ihr eine SSD beschreiben.

pny xlr8 test 5

In normalen Office Systemen ist dies nicht so wichtig, aber gerade beim Fotografieren und Filmen können sehr schnell sehr viele Daten zusammen kommen. Hier macht die PNY XLR8 auf dem Papier eine deutlich bessere Figur als die meisten Modelle von Samsung und Co.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die PNY XLR8 auch überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die PNY XLR8 im Test

Die XLR8 ist auf den ersten Blick eine recht klassische NVME SSD. PNY setzt bei dieser auf ein dunkel blaues PCB und einen einfachen schwarzen Aufkleber.

pny xlr8 test 1

Ich finde das Design nicht schlecht, aber diese ist optisch auch nicht die schickste SSD.

Auf einen Kühlkörper hat PNY dementsprechend (leider) verzichtet. Ob dieser nötig wäre schauen wir später.

pny xlr8 test 2

Auf Seiten des Controllers setzt PNY auf den Phison E12. Der Phison E12 ist ein absolut solider PCIe 3.0 Controller, welcher aber auch nicht mehr als „Flaggschiff“ Controller gilt. Bei den Speichermodulen handelt es sich um Toshiba/​WD BiCS3 TLC NAND. Erstaunlicherweise verfügt die 1TB Version bereits über eine beidseitige Bestückung mit Speicher Chips.

Kapazität Lesend Schreibend Preis
250GB 3500 MB/s 1050 MB/s 40 €
500GB 3500 MB/s 2000 MB/s 65 €
1TB 3500 MB/s 3000 MB/s 115 €
2TB 3500 MB/s 3000 MB/s 275 €

 

PNY bietet die XLR8 mit 250GB bis 2TB an. Preislich ist dabei wie üblich die 1TB Version die attraktivste. Lesend sollen alle Versionen 3500MB/s erreichen, was am PCIe 3.0 Limit hängt. Schreibend schwankt die Leistung zwischen 1050MB/s und 3000MB/s. Die 1TB und 2TB Versionen sind hier signifikant schneller als die kleineren Versionen.

Das sicherlich spannendste an der XLR8 ist die TBW Angabe.

twb

Die PNY XLR8 besitzt die 2. höchste TBW Angabe, die ich bisher bei einer SSD gesehen habe. Natürlich ist die TBW Angabe immer mit etwas Vorsicht zu betrachten. Gerade die großen Hersteller sind hier meist etwas „pessimistischer“. Die kleineren Hersteller neigen da eher dazu die TBW Angabe auszureizen.

pny xlr8 test 3

Dennoch ist davon auszugehen, dass die XLR8 eine etwas haltbarere SSD ist.

 

Das Testsystem

Folgendes Testsystem kommt für den SSD Test zum Einsatz:

  • AMD Ryzen 5 3600X
  • ASUS Prime X570-P
  • 16GB RAM
  • Corsair HX Series HX850 Netzteil
  • Windows 10

Wichtig, bei Windows 10 handelt es sich um einen etwas älteren Update-Stand der über alle SSD-Tests konstant gehalten wird, um vergleichbare Werte zu erhalten.

Ich teste hier die 1TB Version der PNY XLR8!

 

Theoretische Tests

Starten wir in den Test mit einem absoluten Klassiker, CrystalDiskMark, hier zunächst noch in Version 6, da ich in dieser Version viele Vergleichswerte habe.

crystaldiskmark lesen crystaldiskmark schreiben

Lesend erreicht die XLR8 laut CrystalDiskMark rund 3127MB/s. Ein solider „mittlerer“ Wert für eine aktuelle PCIe 3.0 SSD.

Schreibend kommen wir hingegen auf 2878MB/s, was im Verhältnis sogar glatt noch ein etwas besseres Ergebnis ist. Beides liegt allerdings noch ein gutes Stück unter der Herstellerangabe von 3500/3000MB/s, was aber auch nur bedingt überrascht.

Die Performance wird etwas je nach CPU, Mainboard und Betriebssystem Version schwanken und die Hersteller testen hier in der Regel bei absolut optimalen Bedingungen.

zugriffszeiten

Was die Zugriffszeit betrifft hängt die XLR8 im Mittelfeld. Tendenziell ist dabei die Zugriffszeit beim Schreiben besser als beim Lesen.

as ssd kopier

Etwas schlechter sieht es beim AS SSD Kopier-Benchmark aus. Hier landet die SSD im unteren Teil des Felds.

as ssd score

Doppelt erstaunlich, denn beim regulären AS SSD Benchmark erreicht die XLR8 einen sehr guten Score.

 

Praktische Tests

Genug der theoretischen Benchmarks, schauen wir uns die Leistung in der Praxis an. Starten wir hier mit der Installation von Windows 10 von einem USB Stick aus. Es wird die Zeit vom letzten „weiter“ Klicken des Installations-Programms bis zur ersten Nutzerinteraktion gemessen.

windows installation

Hier erreicht die XLR8 ein gutes Ergebnis in der oberen Hälfte des Testfelds. Die SSD kann sich zwar nicht ganz an die Spitze setzen, platziert sich aber zwischen der WD Blue SN550 und der Crucial P5, was kein schlechtes Ergebnis ist.

In Windows angekommen entpacken wir zwei Dateipakete mit WinRAR. Test-Datei Paket Nr. 1 besteht aus 47.000 teils sehr kleinen Dateien und bringt 41GB auf die Waage. Test-Datei Paket Nr. 2 ist 25GB groß und besteht aus rund 2000 Dateien. Paket Nr. 2 ist die Installation von Bioshock Infinite.

entpacken

Erneut ein ähnliches Bild. Die XLR8 kann sich ziemlich genau in die Mitte des Testfelds setzen.

Kopieren wir nun die entpackten Daten von Ort a nach Ort b, innerhalb der SSD.

daten intern kopieren

Wer hätte es gedacht, die PNY XLR8 setzt sich erneut in die Mitte des Testfelds.

 

Temperatur

NVME SSDs laufen sehr gerne sehr heiß. Es ist hier nicht ungewöhnlich, dass eine NVME SSD die heißeste Komponente in einem System ist. Wie steht es hier um die PNY XLR8?

temperatur

Die PNY XLR8 übermittelte via Software bei konstanter Volllast eine maximale Temperatur von 72 Grad, was recht kühl wäre.

Allerdings weiß ich nicht wo diese Temperatur bei der SSD gemessen wird, denn wir haben ein Thermal Throttling. Schauen wir uns ein Wärmebild der SSD an wird auch schnell klar warum.

wärmebild

Der Controller der SSD wird genau 100 Grad heiß! Die 72 Grad scheinen in den Speicher Chips gemessen zu werden.

Ein SSD Kühler ist bei der XLR8 ratsam!

 

Leistungsaufnahme

Leider ist das Messen des Stromverbrauchs bei M.2 SSDs etwas nicht ganz Triviales. Ich muss mich hier eines Tricks bedienen. Ich verbaue die SSDs in ein externes NVME fähiges USB C 3.1 Gehäuse (Jmicron JMS582) und messe hier den Stromverbrauch dieses Gehäuses inklusive SSD. Ich kann hier das leere Gehäuse in einem gewissen Rahmen herausrechnen, aber die so erhaltenen Werte werden nicht 100%ig genau sein! Allerdings, eine SSD die tendenziell mehr Strom benötigt, wird auch dies in der Tabelle zeigen. Achtet also weniger auf die absoluten Werte und mehr auf den Vergleich zu den anderen Modellen um einzuschätzen ob nun eine SSD eher mehr oder weniger Energie benötigt.

Für die Nutzung in einem Desktop spielt dieser Test fast keine Rolle, hier wirkt sich +- 1W so gut wie 0 auf die Stromrechnung aus. Allerdings in einem Ultrabook kann +- 1W schon fast ne Stunde Laufzeit ausmachen.

leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme der PNY XLR8 im Leerlauf und Standby ist gering, wenn nicht sogar sehr gering! Die Leistungsaufnahme unter Last allerdings ist recht hoch.

In der Praxis ist eine SSD meist aber primär im Leerlauf, von daher ist dies nicht ganz so schlimm. Ich sehe lieber einen niedrigen Leerlauf-Verbrauch, als Last-Verbrauch.

 

Fazit

Lasst uns ganz ehrlich sein, 95% aller aktuellen NVME SSDs sind empfehlenswert! Wir sind hier bei einem Punkt angekommen wo SSDs gut genug sind, dass die Unterschiede in der Praxis kaum noch eine Rolle spielen.

Es gibt lediglich spezielle Anwendungen, wo sich eine SSD mehr empfiehlt als eine andere.

pny xlr8 test 4

Die PNY XLR8 ist eine gute Allround SSD, mit einer mehr als soliden Performance in allen Bereichen. Allerdings hat diese ein besonders interessantes Merkmal, die hohe TBW!

Aufgrund der hohen TBW bietet sich die XLR8 besonders für Schreibintensive Anwendungen, wie im Bereich der Foto und Video-Bearbeitung an.

Daher würde ich die PNY XLR8 ganz klar an „Content Creators“ empfehlen, welche nun mal oft größere Datenmengen hin und her kopieren.

Punktabzug gibt es für die recht hohe Hitzeentwicklung, ich würde Euch bei der XLR8 ganz klar zu einem Kühlkörper raten!

Super kompakt, super leistungsstark! Das ASUS ROG Zephyrus G15 im Test (Ryzen 7 und RTX 3080)

Mit dem Zephyrus G15 bietet ASUS eins der spannendsten Gaming Notebooks des Jahres 2021 an! Dies liegt zunächst an der Kombination aus starker AMD Ryzen 5000 CPU und GPU der Nvidia RTX 30X0 Serie. Dabei ist das Zephyrus G15 aber vergleichsweise schlank und kompakt! Selbst die Akkulaufzeit soll dank 90Wh Akku ordentlich sein.

Dies macht das Zephyrus G15 in der Theorie zum Traum jeden Gamers der einen gewissen Wert auf Portabilität legt, zumal das Notebook nicht einmal zu teuer ist.

asus rog zephyrus g15 im test 7

Klar knapp über 2000€ ist nicht günstig, aber im meinem Fall 2200€ für eine Version mit 8-Kern AMD Ryzen 7 5800HS und Nvidia RTX 3080 ist auch nicht zu teuer.

Stellt sich nur die Frage welche Kompromisse musste ASUS für das schlanke Design eingehen? Gibt es Probleme oder ist das Zephyrus G15 wirklich das Weltklasse Notebook was es sein möchte? Finden wir dies im Test heraus!

 

Das ASUS ROG Zephyrus G15 im Test

Das ASUS ROG Zephyrus G15 ist ein erfreulich kleines und „kompaktes“ Notebook, im Anbetracht der Leistung.

asus rog zephyrus g15 im test 2

Dieses ist gerade einmal 19,9mm dick und bringt 1,9KG auf die Waage! Damit ist das Zephyrus G15 kleiner als ein Razer Blade 15. Beeindruckend!

Erfreulicherweise ist dabei die Verarbeitung des Notebooks gut! Nein wir sind hier noch nicht auf dem Level eines Alienware Notebooks, welche nochmals deutlich massiver wirkt, aber das G15 ist auch kein billiger Plastikbomber. Ganz im Gegenteil! Die Basis des Notebooks besteht aus Aluminium, welche dem Notebook eine gewisse Stabilität und Wertigkeit verleiht.

asus rog zephyrus g15 im test 3

Auf Seiten des Designs ist das G15 relativ schlicht. Lediglich der Deckel des Notebooks hat eine interessante Lochstruktur, welche Licht in Regenbogenfarben reflektiert.

asus rog zephyrus g15 im test 6

Dies klingt erst einmal „interessant“, sieht in der Praxis aber schick aus.

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir:

  • 2x USB A 3.1
  • 2x USB C 3.1
  • 1x HDMI 2.0
  • 1x Gbit LAN
  • 1x 3,5mm Headset-Stecker
  • 1x microSD Kartenleser

Die Portausstattung des Zephyrus G15 sieht doch ganz ordentlich aus. Leider haben wir kein Thunderbolt (bei einem AMD Rechner auch nicht zu erwarten) und keinen großen Kartenleser. Abseits davon habe ich nichts zu beklagen.

asus rog zephyrus g15 im test 5

Wobei das stimmt nicht ganz, denn die Ports sind beim G15 sehr weit vorne am Notebook, damit die Luftauslässe weiter hinten sein können. Dies stört mich etwas, da so Kabel etwas in die Quere der Maus kommen können.

 

Display

In meinem Zephyrus G15 steckt ein 15,6 Zoll Display mit einer 2K Auflösung! Dies ist schon eine Besonderheit, aber das 2K Display hat zudem noch 165Hz!

Damit schlägt das G15 einen gelungen Spagat zwischen einem schnellen, aber weniger scharfen Full HD Panel und einem scharfen, aber leistungshungrigen 4K Panel.

Selbst wenn es 4K Panels in Notebooks mit mehr als 60Hz gäbe, dann wäre selbst eine RTX 3080 kaum in der Lage mehr als 60 FPS in modernen Spielen bereitzustellen. Von daher ist das 165Hz 2K Display in der Theorie eine tolle Wahl!

farben

Auch in der Praxis kann das Display mit einer tollen Schärfe punkten. Die Farben wirken subjektiv nicht ganz so satt wie beispielsweise bei meinem Dell XPS 17, aber dies liegt auch zu großen Teilen an der matten Beschichtung.

Was die Messwerte angeht ist das Display top!

Helligkeit Kontrast sRGB AdobeRGB
ASUS ROG Zephyrus G15 325 cd/m² 1110:1 100% 88%
Dell XPS 13 2-in-1 9310 (4K) 507 cd/m² 1590:1 100% 82%
Dell XPS 17 9700 454 cd/m² 1510:1 100% 99%
Apple MacBook Pro 13 M1 424 cd/m² 1710:1 100% 87%
HP Spectre x360 13-aw0031ng 382 cd/m² 38262:1 (OLED) 100% 96%
Dell XPS 15 9500 356 cd/m² 1220:1 100% 100%
Alienware m17 R2 343 cd/m² 680:1 98% 72%
Alienware M15 R3 (300Hz) 335 cd/m² 1540:1 99% 75%
Dell XPS 13 9300 297 cd/m² 1160:1 92% 71%
XMG FUSION 15 283 cd/m² 770:1 98% 73%
LG Gram 14 14Z90N 261 cd/m² 650:1 99% 75%
ASUS ROG Zephyrus G14 250 cd/m² 1130:1 100% 75%

 

Nein das Zephyrus G15 hat sicherlich nicht das beste Display aller Zeiten, aber von den High Refresh Rate Panels die ich bisher gesehen habe, ist dies klar eins der besten.

 

Lautsprecher

Lautsprecher sind nach meiner Erfahrung nur bedingt die Stärke von ASUS. Die Lautsprecher im Zephyrus G15 sind die besten die ich bisher in einem ASUS Notebook gehört habe!

Diese sind erfreulich voll und wertig. Die maximale Lautstärke ist zwar nicht gigantisch, aber Okay. Allerdings sind wir hier noch nicht auf dem Level der Dell XPS oder Apple MacBook Pros! Dafür fehlt es etwas an Klarheit und Brillanz.

Kurzum gute Lautsprecher, aber auch nicht die „allerbesten“.

 

Tastatur und Trackpad

Die Tastatur im G15 ist soweit in Ordnung. Beim Tastenmechanismus ist ASUS keine Experimente eingegangen, was ich begrüße! Wir haben eine ganz klassische „chiclet“ Tastatur vor uns. Diese ist auch so weit gut umgesetzt. So fühlen sich die Tasten stabil und wertig an. Auch gibt das Tastatur-Deck nicht beim Tippen nach.

asus rog zephyrus g15 im test 10

Wenn ich etwas zu bemängeln hätte, dann das Layout und die Tastengröße. Diese sind einen Hauch schmäler als bei meinem Dell XPS, was etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Auch das Layout ist nicht ganz perfekt. So ist die Enter-Taste nur halb hoch und die F Tasten etwas verschoben, was etwas Gewöhnung erfordert.

Das Trackpad ist gut, viel mehr gibt es da nicht zu sagen. Dieses entspricht den Erwartungen die ich im Jahr 2021 an ein Notebook habe.

 

TDP ist der Flaschenhals

Die TDP ist das Problem des Zephyrus G15! TDP steht für Thermal Design Power, also blöd übersetzt für die Menge an Energie die Eure CPU/GPU aufnehmen darf.

Mehr Leistungsaufnahme = mehr Takt = mehr Leistung = mehr Belastung für die Spannungswandler und die Kühlkonstruktion

ASUS hat beim Zephyrus G15 die TDP sowohl für die CPU wie auch für die GPU reduziert und somit effektiv die verbauten Komponenten gedrosselt!

  • CPU – AMD Ryzen 7 5800HS (auch beim Ryzen 9) TDP = 35W, normal wären 45W
  • GPU – Nvidia RTX 3080 (auch bei den kleineren Versionen) TDP = 80W

Ihr könnt die RTX 3080 mit einem TDP Bereich von 80W bis 150W bekommen. Dabei wird die RTX 3080 mit 150W gute 50% Mehrleistung haben, verglichen mit der 80W Version. Genau kann ich Euch dies aktuell mangels Notebook mit der „vollen“ RTX 3080 nicht sagen.

Eine RTX 3080 kann also je nach Notebook massive Performance Unterschiede aufweisen! Im Zephyrus G15 ist die kleinste Version der RTX 3080 verbaut.

 

Leistung und Benchmarks

Folgende Konfiguration des Zephyrus G15 habe ich im Test:

  • Zephyrus G15 GA503QS-HQ020T
  • 2560×1440 165Hz Display
  • AMD Ryzen 7 5800HS, 8C/16T, 2.80-4.80GHz
  • NVIDIA GeForce RTX 3080 – 8GB GDDR6
  • 16GB DDR4-3200
  • 1TB M.2

Das Herz des Zephyrus G15 stellt ein AMD Prozessor der 5000er Generation. Ich würde Euch hier zum Ryzen 7 raten, der Ryzen 9 wird in der Regel nicht den Aufpreis wert sein (600€ mehr für 0,2GHz Basis-Takt).

Sowohl der Ryzen 7 wie auch der Ryzen 9 haben 8 Kerne bzw. 16 Threads. Auf Seite der GPU gibt es das G16 mit RTX 3060, 3070 und 3080.

Schauen wir uns ein paar Benchmarks an.

3d mark fire strike ultra 3d mark fire strike 3d mark time spy cb 15 cb 20 35w

Die Benchmarks sprechen für sich! Der AMD Ryzen ist ein Monster was die CPU Leistung betrifft, was sich gerade in CineBench zeigt. Hier können nur andere Notebooks mit AMD Ryzen CPU aktuell mithalten.

Allerdings gab es eine Auffälligkeit und zwar der Handbrake Video-Encoding-Test.

handbrake

Hier platziert sich das Zephyrus G15 hinter dem XMG CORE 15 mit Ryzen 7 4800. Dies ist vermutlich etwas auf die TDP zurückzuführen (35W zu 45W).

Wie sieht es aber in Spielen aus? Schauen wir uns hier ein paar Beispiele an. Diese habe ich einmal bei Full HD und einmal bei 2K Auflösung durchgeführt. Es wurde jeweils die maximale Detailstufe (Sehr hoch, Extrem oder Ultra, je nach Spiel) getestet.

fps 2k fps full hd

Bei Full HD Auflösung (abseits Cyberpunk mit Raytracing) kann das Zephyrus G15 in jedem getesteten Spiel die 60 FPS Grenze überschreiten. Dies gilt sogar für sehr leistungshungrige Titel wie Assassins Creed Valhalla oder Cyberpunk 2077.

Bei 2K Auflösung erreichen wir problemlos 40 FPS+ und in den meisten Titeln weiterhin 60+. ESport Titel wie Overwatch oder CS GO habe ich nicht getestet, aber hier sind klar 100+ FPS zu erwarten.

Damit ist die Gaming Leistung des G15 natürlich als sehr gut einzustufen, erwartet Ihr aber einen gewaltigen Sprung von der RTX 20X0 Generation, dann könntet Ihr etwas enttäuscht sein. Die Bildraten sind gut, aber auch nicht absolut überragend, auch verglichen mit der Desktop RTX 3080.

Auf Seiten der SSD hat ASUS eine SK Hynix BC711 „HFM001TD3JX013N“ verbaut. Dies ist eine aktuelle PCIe SSD, welche interessanterweise nur aus einem Speicherchip mit integriertem Controller besteht.

ssd

Mit rund 3600 MB/s lesend und 3000 MB/s schreibend ist die SSD aber angenehm flott!

winrar

Ebenfalls extrem exotisch ist die WLAN Karte. Im ASUS ROG Zephyrus G15 ist die MediaTek MT7921 WLAN Karte verbaut. Ich habe vor diesem Test noch nie etwas von der Existenz der MediaTek MT7921 gehört, da 99,9% aller aktuellen Notebooks auf die Intel AX200 (201) setzen.

Bei der MediaTek MT7921 handelt es sich auch um eine WLAN 6 Karte ,mit einem 2×2 Design und anscheinend bis zu 1204 Mbit. Die 160Hz Kanalbreite wird anscheinend nicht unterstützt, oder sie funktionierte in Kombination mit meinem WLAN 6 Router nicht.

Damit ist die MediaTek MT7921 in der Theorie langsamer als die Intel AX200. In der Praxis funktionierte die Karte unter Windows aber gut. Es gab keine Aussetzer oder ähnliche Probleme.

 

Aufrüsten

Das ASUS ROG Zephyrus G15 ist in einem gewissen Rahmen gut aufrüstbar! Die Unterseite des Notebooks lässt sich leicht öffnen.

Im Inneren habt Ihr Zugriff auf einen RAM Slot, zwei NVME Slots und einen Slot für die WLAN Karte.

asus rog zephyrus g15 im test 16

Das G15 hat immer 8GB RAM verbaut! Ihr könnt lediglich ein zusätzliches RAM Modul „dazu stecken“. Nicht ideal, aber besser als gar keine Möglichkeit den RAM aufzurüsten.

Einer der M.2 Slots ist von Haus aus belegt. Den zweiten Slot könnt Ihr völlig frei nutzen.

 

Temperatur und Lautstärke

Schauen wir uns zunächst die Temperatur des Zephyrus G15 bei einer Gaming Last an.

temperaturen

In Cyberpunk 2077 erreichte die CPU eine maximale Temperatur von knapp über 80 Grad. Die GPU pendelte sich bei rund 76 Grad ein.

Dies sind sicherlich keine niedrigen Temperaturen, aber das Ganze geht in Anbetracht der Abmessungen noch gut in Ordnung.

Interessanterweise steigen die CPU Temperaturen auch bei konstanter 100% CPU Last nicht viel weiter über 84-85 Grad hinaus!

Die Lüfter im Zephyrus G15 sind grundsätzlich gut geregelt und drehen in einigen leichteren Spielen nicht mal voll hoch. Auch im Leerlauf ist das Notebook an der Grenze zum Unhörbar sein.

lautstärke

Habt Ihr aber ein intensiveres Spiel, dann werden die Lüfter im G15 durchaus recht laut! Diese sind nicht ganz so aufdringlich schrill wie bei den älteren Razer Blades, aber leise ist das G15 unter längerer Volllast nicht.

 

Akkulaufzeit

Im Zephyrus G15 steckt ein 90Wh Akku, was an sich schön groß ist. Allerdings wie gut die Laufzeit ist hängt mehr von der Hardware-Optimierung ab. Hier waren die ersten AMD Ryzen Notebooks weniger gut, dies hat sich aber anscheinend geändert!

Die Akkulaufzeit des Zephyrus G15 ist stark! Beim normalen Websurfen konnte ich eine Laufzeit von 6,5-8 Stunden erreichen! Beim Schauen von Videos kratzen wir an der 10 Stundengrenze.

Natürlich setzt Ihr das Notebook unter Last, dann schmilzt der Akku regelrecht. Hier reden wir von Laufzeiten im Bereich 1-1,5 Stunden.

Interessanterweise kann das Zephyrus G15 via USB C geladen werden. Ihr könnt dieses also unterwegs auch an einer geeigneten Powerbank mit bis zu 100W Laden. Beim Gaming müsst Ihr aber das originale Ladegerät nutzen, das mit 200W etwas kräftiger ist.

 

Fazit

Das ASUS ROG Zephyrus G15 ist ein Weltklasse Notebook! Wir müssen hier aber ein ganz klein wenig differenzieren.

Sucht Ihr nach der maximal möglichen Gaming-Power, dann gibt es bessere Notebooks für Euch! So haben wir hier zwar eine „dicke“ AMD Ryzen CPU und mit der RTX 3080 die beste Notebook Grafikkarte, aber aufgrund des super schlanken Designs musste ASUS die TDP deutlich limitieren.

asus rog zephyrus g15 im test 13

Hierdurch ist das Zephyrus G15 einfach etwas langsamer als andere, meist dickere, Notebooks mit gleicher CPU und GPU. Daher sollten wir das G15 nicht als „Desktop-Ersatz“ betrachten.

Das Zephyrus G15 ist auf maximale Leistung bei möglichst hoher Portabilität ausgelegt.

Der Ryzen 7 5800HS in Kombination mit der RTX 3080 bietet selbst mit etwas reduzierter TDP eine hervorragende Gaming-Leistung! 45-60 FPS sind selbst bei der 2K Auflösung mit maximalen Details in so gut wie allen AAA Spielen problemlos möglich. In älteren oder „leichteren“ Titeln sind 100+ FPS gut möglich.

Dabei ist das Notebook mit 19,9mm und 1,9KG sehr schlank und kompakt. Die Akkulaufzeit ist zudem mit 7-8+ Stunden beachtlich. Das Display ist qualitativ 1a, selbst für Foto und Video-Bearbeitung und Tastatur und Trackpad können überzeugen.

Über das Fehlen einer Webcam können wir in den aktuellen Zeiten etwas diskutieren, dies macht das G15 als „Office/Gaming“ Notebook etwas weniger flexibel, aber eine externe Webcam ist natürlich immer möglich.

asus rog zephyrus g15 im test 9

Dies war auch schon mein größter Kritikpunkt am Notebook. Das Zephyrus G15 liefert ein hervorragendes „Allroundpaket“. Display, Tastatur, Trackpad, Lautsprecher, Akku und auch die Leistung passt. Die etwas limitierte TDP ist unschön, aber bei dem schicken und schlanken Gehäuse absolut verständlich!

Kurzum für 2200€ für die Version mit Ryzen 7 5800HS und RTX 3080 ist das ASUS ROG Zephyrus G15 ein hervorragendes Angebot!

 

Verarbeitung und Haptik
85
Display
92
Eingabegeräte
82
Lautsprecher
80
Leistung (Produktivität)
96
Leistung (Gaming)
94
Akku
88
Sonstiges
90
Gute Verarbeitung
Schickes Design
Ordentliche Lautsprecher
Hervoragende Akkulaufzeit
Via USB C an Powerbanks usw. aufladbar (bis zu 100W)
Sehr gutes Display (100% sRGB, 88%, AdobeRGB)
165Hz Bildwiederholungsrate und 2K Auflösung
Lüftersteuerung gut
Sehr gute Leistung (CPU und GPU)
Keine Webcam
Nur ein RAM Modul aufrüstbar
Lautstärke unter Volllast recht hoch
91

Tipp, DataColor SpyderX Elite

Wenn Ihr Fotos und Videos bearbeitet, egal ob hobbymäßig oder vielleicht auch professionell, ist ein guter Monitor essenziell. Richtig gute Monitore kosten aber auch sehr viel Geld, gerade wenn wir in den professionellen Bereich eintauchen.

Es ist aber auch mit einfachen Monitoren schon problemlos möglich Fotos und Videos gut und genau zu bearbeiten, sofern die Kalibrierung stimmt! Ist Euer Monitor aber zu kühl oder zu warm eingestellt, hat zu bunte Farben usw. ist es sehr schwer Bilder „on Point“ zu bearbeiten, so dass diese auch gedruckt oder auch auf anderen Monitoren richtig aussehen.

Für eine gute Monitor Kalibrierung ist ein Hardware Kalibrierungs-Tool, ein „Kolorimeter“, nötig. Es gibt zwar auch reine Software Lösungen, diese helfen aber nur bei ganz extremen Abweichungen oder wenn Ihr einen Referenzmonitor habt.

datacolor spyderx elite 3

Die beliebtesten Kolorimeter stammen von DataColor. So habe ich den DataColor Spyder 5 Elite fast seit bestehen dieser Webseite genutzt um meine Monitore zu kalibrieren und auch um Monitore zu testen!

Ja die Kolorimeter von DataColor können auch den Farbraum Eures Monitors, Kontrast usw. messen und nicht nur perfekt kalibrieren.

In diesem Artikel möchte ich Euch einmal kurz den SpyderX Elite vorstellen, den neusten und besten Kolorimeter von DataColor.

 

Das wichtige Basis-Feature, Monitor Kalibrierung

Das wichtigste Feature ist natürlich die Möglichkeit Euren Monitor zu kalibrieren. Dies geht mit dem DataColor SpyderX deutlich schneller als mit dem alten Spyder 5, allgemein arbeitet der SpyderX um einiges schneller.

2

Um Euren Monitor zu kalibrieren müsst Ihr zunächst die Software von DataColor installieren und starten. Dort könnt Ihr Euch auch als Leihe recht problemlos durchklicken. Die Software von DataColor ist vergleichsweise einfach gehalten und verfügt über viele Assistenten, die Euch Schritt für Schritt durch die Kalibrierung führen.

5

Wählt zunächst aus was Ihr kalibrieren wollt. Der SpyderX unterstützt normale Monitore, Notebooks und auch Beamer. Für einige Monitore und Notebooks sind auch Bereits Presets vorhanden, für die optimalen Test-Einstellungen. Das einzige was Ihr über Euren Monitor wissen müsst, ist was für ein Backlight vorhanden ist und hier hilft Euch gegebenenfalls eins der Presets.

Anschließend wählt den gewünschten Gamma Wert, Weißpunkt und Helligkeit aus.

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Die Kalibrierung dauert 1-2 Minuten und das erstellte Profil wird direkt angewendet. Ihr könnt aber auch noch einmal Umschalten um einen Vergleich zu haben.

Tendenziell sind die meisten Monitore etwas zu kühl eingestellt. Wundert Euch also nicht wenn die kalibrierte Version des Monitors etwas wärmer ist, dies ist richtig.

 

Mehrere Monitore aufeinander anpassen

Habt Ihr zwei unterschiedliche Monitore werdet Ihr immer mit dem Problem kämpfen, dass beide Monitore etwas unterschiedlich aussehen.

Ich arbeite beispielsweise an einem Dell XPS 17 und einem BenQ SW271. Selbst kalibriert ist der BenQ immer etwas kühler als der Dell. Für dieses Problem bietet der SpyderX auch eine Lösung. Diese Lösung nennt sich „StudioMatch“.

abstimmung

Studio Match erlaubt es zwei oder mehrere Monitore so gut wie möglich aufeinander abzustimmen. Dies funktioniert auch über mehrere Monitore hinweg, selbst wenn diese nicht am gleichen PC angeschlossen sind. Ideal falls Ihr mehrere Mitarbeiter habt oder einen Desktop und ein Notebook.

Dieses Feature ist aber nur bei der Elite Version vorhanden.

 

Testet Euren Monitor!

Der DataColor SpyderX besitzt ein sehr gutes Testprogramm für Monitore, welches einen detaillierten Bericht erstellt welchen Farbumfang Euer Monitor hat, wie gut Kontrast und Helligkeit sind usw.

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So nutze ich den DataColor SpyderX Elite für sämtliche Monitor Tests auf Techtest.org.

anzeige analyse 2

Achtet hier aber auf die Version! Die „Pro“ Version ist beim Monitor Test etwas eingeschränkter als die „Elite“ Version. Dennoch bieten beide Versionen spannende Informationen zu Eurem Monitor.

Hier eins dieser Testdokumente als Beispiel: Monitor Test

Verglichen mit früheren Spyder Modellen fällt bei der X Version eine deutlich bessere Kontrast-Messung und erhöhte Arbeitsgeschwindigkeit auf.

 

Fazit

Einem Profi muss ich sicherlich keinen Kolorimeter mehr anpreisen. Hier ist ein sauber kalibrierter Monitor etwas Essenzielles und sollte bei jedem Profifotografen vorhanden sein.

Allerdings kann die Anschaffung eines Kolorimeters auch bei Enthusiasten und Hobbyfotografen sicherlich Sinn machen. Gerade dann wenn Ihr Euch nicht sicher seid ob Euer Monitor gut von Haus aus kalibriert ist oder nicht.

datacolor spyderx elite 1

Eine gute Kalibrierung verbessert allerdings nicht direkt die Bildqualität, diese kann nur Farbstiche usw. etwas reduzieren bis entfernen. Dies ist besonders interessant wenn Ihr mehrere Monitore nutzt, die eventuell auch etwas unterschiedlich aussehen.

Hierfür bietet der SpyderX Elite auch gezielt das StudioMatch Feature, welches mehrere Monitore aufeinander abstimmen kann.

Grundsätzlich kann ich den DataColor SpyderX auch nur empfehlen! Gerade die sehr einfache Nutzung und gute Software heben diesen etwas von der Masse ab.

Test: Xtorm XB304, 100W USB C Powerbank mit 27200mAh Kapazität!

Xtorm gehört zu meinen Lieblings- Powerbank- Herstellern. Diese bieten mit der XB303 und der XB302 bereits zwei sehr gute und auch leistungsstarke Powerbanks an, welche abseits der Kompatibilitätsprobleme mit dem MacBook Pro 16 wirklich hervorragend sind.

test xtorm xb304, 100w usb c powerbank mit 27200mah kapazität! 10

Allerdings legt Xtorm mit der neuen XB304 nun nach! Bei der Xtorm XB304 handelt es sich um eine 100W USB C Powerbank mit 27200mAh Kapazität. Damit haben wir ein absolutes High End Modell vor uns, welches die maximale Kapazität bietet die Ihr mit an Board eines Flugzeugs nehmen dürft.

Wollen wir uns da doch einmal im Test anschauen wie gut, schnell und groß die Xtorm XB304 wirklich ist!

 

Die Xtorm 100W Powerbank im Test

Die Xtorm XB304 setzt auf das +- identische Design der kleineren XB303 und der XB302. Xtorm nutzt auf der Ober- und Unterseite einen grauen stark gummierten Kunststoff, welcher von einem weißen Hochglanz Kunststoff eingerahmt wird. Ja wir haben hier eine Premium Powerbank vor uns, welche schon etwas aufwendiger designt ist.

test xtorm xb304, 100w usb c powerbank mit 27200mah kapazität! 1

Dabei ist das Xtorm Design auch als „einmalig“ zu bezeichnen. Wir haben hier keine umgelabelte 08/15 Powerbank vor uns. Hierzu passt auch die sehr gute Haptik und generelle Verarbeitungsqualität.

Mit rund 178 x 92 x 23 mm und einem Gewicht von 573g ist die Xtorm XB304 keine kleine Powerbank, was wir allerdings bei einer Kapazität von 27200mAh und einer Leistung nicht erwarten dürfen. Für diese Leistungswerte ist die Powerbank auch nicht übermäßig groß.

test xtorm xb304, 100w usb c powerbank mit 27200mah kapazität! 3

Ungewöhnlich, Xtorm hat am Rand der Powerbank zwei kurze USB C auf USB C Ladekabel integriert.

Kommen wir aber zum wichtigsten Punkt, den Anschlüssen. Auf der Front finden wir zwei USB A und zwei USB C Ports.

Bei den USB A Ports handelt es sich um Quick Charge 3.0 Ports, mit bis zu 18W Leistung.

test xtorm xb304, 100w usb c powerbank mit 27200mah kapazität! 4

Bei den USB C Ports handelt es sich um USB Power Delivery Ports. Der obere USB C Port kann dabei bis zu 100W liefern bzw. 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/5A.

Der untere USB C Port bietet bis zu 60W Leistung, bzw. 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A oder 20V/3A.

Allerdings könnt Ihr nicht alle Ports gleichzeig voll nutzen. Im gesamten hat die Powerbank eine maximale Leistung von 130W.

Beide USB C Ports können bzw. müssen auch zum wiederaufladen der Powerbank genutzt werden. Hier akzeptiert diese auch bis zu 100W bzw. 60W.

 

Erster Test und Leistung

Wie von Xtorm versprochen kann die XB304 bis zu 100W liefern. Folgende Leistungswerte bietet der USB C Port:

  • 5V/3A
  • 9V/3A
  • 12V/3A
  • 15V/3A
  • 20V/5A
  • 3,3V-11V/5A

Ja die Xtorm XB304 unterstützt etwas überraschend den PPS Ladestandard! Das heißt die Powerbank kann auf Wunsch neben den fixen Spannungen von 5V/9V/12V usw. auch eine beliebige Spannung im Bereich 3,3V-11V ausgeben und dies bei bis zu 5A. Dies ist ideal für beispielsweise die Samsung Smartphones der S20 Serie, welche PPS benötigen um das volle Ladetempo zu erreichen.

 

Drosselung

Leider haben alle mir bekannten 100W USB C Powerbanks ein Problem, sie können die 100W nur temporär liefern. Dies gilt auch für die Xtorm XB304!

Einige Powerbanks drosseln je nach Kapazität, andere je nach Temperatur. Die Xtorm XB304 drosselt abhängig von der Temperatur von 100W auf 60W. Bei mir trat die Drosselung bei ca. 52% Entladetiefe das erste Mal auf. 

Gebt Ihr der Powerbank dann ein paar Minuten, dann steigt die Leistung wieder auf 100W an.

Hier einfach mal verglichen mit anderen 100W Powerbanks:

drosselung

Die Xtorm XB304 drosselt vergleichsweise spät, allerdings wird dies auch stark von der Umgebungstemperatur abhängen. Bei 40 Grad im Sommer werdet Ihr die Drosselung viel früher erleben.

 

Die Kapazität

Schauen wir uns die Kapazität der Xtorm XB304 an. Xtorm wirbt hier mit 27200mAh, aber in der Praxis liegt die Kapazität meist deutlich unter der Herstellerangabe. Folgende Kapazitätswerte konnte ich ermitteln:

Wh mAh (@3,7V)
5V/2A 77.65 20986.49
9V/1A 84.482 22832.97
20V/1A 85.674 23155.14
20V/3A 85.097 22999.19
20V/5A 78.82 21302.7

 

Im besten Fall erreicht die Xtorm XB304 85,674Wh bzw. 23155mAh. Dies ist ein sehr guter Wert, gerade für eine Hochleistungspowerbank.

Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist ihre Entladung nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw.  Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt, dass auch Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber etwas vom Model und der Art des Ladens ab.

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Hier einfach mal die Xtorm XB304 im Vergleich zu anderen 100W USB C Powerbanks bei 20V/3A, also 60W Last. Dies ist die typische „Notebook“ Last.

kapazität vergleich

Die Xtorm XB304 ist damit die bisher so ziemlich kapazitätsstärkste Powerbank mit 100W USB C Ausgang die mir bisher begegnet ist.

 

Das Ladetempo

Folgende Ladegeschwindigkeiten konnte ich an der Xtorm XB304 messen:

Ladestrom in Watt
Apple iPhone 12 Pro 17,8
Apple MacBook Pro 16 93,2
Apple MacBook Pro M1 55,2
Dell XPS 13 9380 44,1
Dell XPS 17 9700 62,2
Samsung Galaxy Note 20 Ultra 23,8
Xiaomi Mi 10 18,6

Starten mit dem größten Pluspunkt, im Gegensatz zu den kleineren Brüdern hat die neue Xtorm XB304 keine Probleme mit den aktuellen Apple MacBooks. Allgemein konnte ich keine Kompatibilitätsprobleme oder Ähnliches feststellen.

test xtorm xb304, 100w usb c powerbank mit 27200mah kapazität! 9

Die Powerbank verhielt sich genau wie zu erwarten war. Etwas überraschend war lediglich das vorhanden sein von PPS, welches bei einigen Smartphones zu einer höheren Ladegeschwindigkeit als normal führt (wie beim Samsung Galaxy Note 20 Ultra).

 

Wiederaufladen

Ist die Powerbank nun leer, wie lange Dauert das Wiederaufladen? Dies hängt von der Ladequelle ab.

wiederaufladetempo je nach quelle

An einem 100W USB C Ladegerät kann die Xtorm XB304 wie beworben auch mit 100W laden. An einem 60W USB C Ladegerät mit 60W usw.

Allerdings kann die Xtorm XB304 auch an einem Quick Charge Ladegerät mit den vollen 18W Laden! An einem normalen USB Ladegerät kommen rund 14W zu Stande, sofern das Ladegerät diese bereitstellen kann. Kurzum die Xtorm XB304 lädt an so ziemlich allen Quellen mit dem maximal möglichem Tempo, klasse!

Aber wie lange dauert das Laden an einem 100W Ladegerät?

wiederaufladetempo

Eine vollständige Ladung dauert ca. 1:37 Stunden. Dabei lädt die Powerbank zu weiten Teilen mit 100W, drosselt aber teils das Ladetempo etwas, vermutlich aufgrund eines Temperatur Limits.

 

Fazit

Die Xtorm XB304 ist ohne Frage eine der besten 100W Powerbanks aktuell auf dem Markt! Diese kann vor allem durch eine Mischung aus hoher Kapazität und Leistung auf dem USB C Port punkten.

Mit rund 85Wh hat die Xtorm XB304 eine sehr hohe Kapazität für eine High Power Powerbank, welche ansonsten meist immer eine etwas schlechtere Effizienz und somit auch echte Kapazität mitbringen.

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Auf Seiten der Anschlüsse haben wir 2x USB A Ports mit Quick Charge und 2x USB C Ports mit USB Power Delivery und PPS. Dabei kann der primäre USB C Port sogar bis zu 100W liefern. Dies allerdings nicht konstant! Basierend auf der Temperatur der Powerbank kann es passieren, dass der Port auf 60W gedrosselt wird, nicht ungewöhnlich für eine 100W Powerbank.

Auch das Laden der Powerbank geht an einem 100W Ladegerät mit ca. 1:37 Stunden sehr flott.

Hinzu kommt abschließend ein sehr schickes und wertiges Design und wir haben klar eine der besten Powerbanks aktuell auf dem Markt vor uns!

High End Gaming-Headset von JBL, das JBL Quantum 800 im Test

JBL ist im Bereich der Kopfhörer und Ohrhörer schon seit Ewigkeiten eine feste Größe. Seit neustem versucht JBL aber auch im Bereich der Gaming-Headsets Fuß zu fassen. Mittlerweile haben diese hier auch ein ganz beachtliches LineUp auf die Beine gestellt.

Das kabellose „Flaggschiff-Headset“ ist der JBL Quantum 800. Ein Imposanter Name für ein durchaus auffälliges Headset. Mit rund 180€ ist dieses durchaus in der gehoben Preisklasse angesiedelt, aber es ist auch nicht exorbitant teuer.

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Wollen wir uns doch einmal das Quantum 800 im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen an JBL die mir das Quantum 800 für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Die JBL Quantum 800 im Test

Bei den JBL Quantum 800 handelt es sich grundsätzlich um ein recht klassisches Over-Ear Gaming Headset. Dieses ist also recht groß gebaut und verfügt über den typischen Mikrofon-Arm, der sich herunter klappen lässt.

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Schauen wir uns die Quantum 800 etwas näher an, dann ist aber auch schnell ersichtlich, dass wir hier ein premium Modell vor uns haben. So setzt JBL zwar auf viel Kunststoff, aber beispielsweise um die Ohrmuscheln ist eine Art Chrome Ring angebracht.

Innerhalb dieses Chrome Rings sitzt ein RGB LED Ring, dessen Licht hierdurch etwas verstärkt wird.

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So schick das Ganze ist, so empfindlich ist dieses aber auch was Fingerabdrücke angeht. Die Aufhängung der Ohrmuscheln besteht aus einem ausreichend robusten Kunststoff. Für die recht großflächige Nutzung von Kunststoff wirkt das Quantum 800 aber erstaunlich schwer. Das Headset bringt 408g auf die Waage.

Gesteuert wird das Headset über insgesamt 6 Tasten bzw. Schalter die über beide Ohrmuscheln verteilt sind. Zudem besitzt das Headset sowohl einen AUX Eingang, wie auch einen USB C Ladeport.

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JBL spezifiziert die Akkulaufzeit mit 14 Stunden, was soweit Okay ist. Mit aktiver RGB LED Beleuchtung liegt diese aber bei +- 6-8 Stunden, was deutlich weniger ist. Überlegt Euch also ob die Beleuchtung zwingend nötig ist.

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Verbunden wird das Headset wahlweise einfach via Bluetooth, oder über den beiliegenden USB Adapter. Wenn Ihr an einem PC seid, dann ist letzter aus Sicht der Verbindungsstabilität und Qualität zu bevorzugen.

 

Tragekomfort

Die Quantum 800 sind ein recht großes und schweres Headset. Dabei ist allerdings die Polsterung der Ohrmuscheln sehr großzügig, was dies wieder etwas kompensiert. Auch sind die Ohrmuscheln allgemein recht groß und umfassen meine Ohren problemlos.

An das Gewicht des Headsets hatte ich mich recht schnell gewöhnt. Lediglich gab es einen leichten Wärmestau unter den recht dicken Kunstleder-Ohrpolstern.

Die Kühlung Eurer Ohren ist also eher so semi-gut, der generelle Tragekomfort ist aber ordentlich.

 

ANC

Direkt gesagt, schaltet das ANC nicht aus! Das ANC der Quantum 800 ist ganz blöd gesagt völlig Okay, aber auch nichts Besonderes.

Lüfter-Geräusche werden von den Kopfhörern gut ausgeblendet, was gerade beim „Notebook“ Gaming nicht das Schlechteste ist.

Das viel auffälligere ist allerdings ein massiver Einbruch der Klangqualität wenn Ihr ANC ausschaltet. Anscheinend hängt am ANC auch alle interne EQ Effekte usw. Daher kann ich nur dazu raten ANC eingeschaltet zu lassen!

 

Klang

Wie steht es um den Klang der JBL Quantum 800? Grundsätzlich haben die Quantum 800 einen sehr kräftigen und tendenziell etwas wärmeren Klang, mit einer sehr guten Auflösung und Räumlichkeit.

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Beginnen wir aber am Anfang, also bei den Höhen.

Die Höhen sind grundsätzlich ausreichend klar und angenehm sauber. Dabei sind die Höhen aber auch nicht übermäßig brillant oder hervorstechend. Die Quantum 800 legen den Fokus eher auf die Mitten und Tiefen. Die Kopfhörer vermeiden dabei aber zu warm zu klingen. Ich würde die Höhen also als gut und anstrengend bezeichnen. Solltet Ihr aber auf der Suche nach einem besonders leichten und luftigen Klang sein, dann gibt es bessere Kopfhörer/Headsets für Euch.

Die Mitten sind tendenziell recht neutral, bis vielleicht etwas angehoben im unteren Bereich. Hierdurch klingen Stimmen sehr natürlich und neutral. Auch die Detaildarstellung in den Mitten ist sehr gut, was optimal für das Heraushören von Schritten und ähnlichen Geräuschen in Spielen ist.

Kommen wir damit zum Bass. Der Bass hat einen schönen Punch und wirkt auch recht „aggressiv“. JBL hat zudem die Masse an Bass etwas angehoben, wodurch die Quantum 800 etwas lebendiger klingen. Der Bass hat ein schönes Volumen, ist aber beim Tiefgang eher im Mittelfeld angesiedelt.

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Letzteres schiebe ich etwas auf den Raumklang Fokus. Die Quantum 800 verfügen über einen sehr räumlichen Klang und das bereits in der Standard Einstellung. Dieser räumliche Effekt ist dabei sehr gelungen und wirkt erstaunlich natürlich. Das Orten von Geräuschen in Spielen funktioniert wirklich 1a, ohne, dass dabei der Klang zu verfälscht klingt. Allerdings führt solch ein Raumklang oftmals zu einem etwas flacheren Bass, so auch hier.

 

Mikrofon

Kommen wir zum Abschluss noch auf das Mikrofon zu sprechen.

Mikrofone bei kabellosen Gaming Headsets sind immer recht mäßig. Hier gibt es nur sehr wenige Ausnahmen. Auch das Mikrofon der JBL Quantum 800 ist nichts „Besonderes“, aber es liefert einen klaren und deutlichen Klang, ohne Rauschen.

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Auch die Lautstärke ist beachtlich hoch. Ihr werdet also in Spielen sehr gut verstanden, Youtube Videos würde ich mit dem Headset aber auch nicht aufnehmen wollen.

 

Fazit

Ich würde das JBL Quantum 800 als ein sehr gutes Gaming-Headset bezeichnen, sofern Ihr mit der Größe und dem Gewicht klarkommt.

Die größte Stärke des Quantum 800 ist klar der Klang. Das Headset hat einen kräftigen, aber detaillierten und sehr schön räumlichen Klang. Dabei macht das Headset sowohl in Musik wie auch in Spielen Spaß!

Tendenziell hat das Quantum 800 einen etwas wärmeren Klang, mit Fokus auf dem Bass und den Mitten. Dieses ist nicht dumpf oder matt, aber weniger etwas für Euch wenn Ihr einen besonders leichten und luftigen Klang bevorzugt.

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Das Mikrofon bietet eine solide Qualität, für ein kabelloses Headset. Dieses ist recht laut und klar, die Verständlichkeit ist also gut, aber es ist weniger für Aufzeichnungen geeignet.

Bonuspunkte gibt es für das gute ANC Feature, welches hilft Außengeräusche wie Lüfter zu unterdrücken.

Das Einzige was vielleicht etwas gegen das Quantum 800 von JBL spricht ist die Größe und das Gewicht. Ich würde dieses nicht als extrem groß und schwer bezeichnen, aber es ist klar zu merken, dass Ihr einen größeren Brocken auf dem Kopf habt. Auch die Belüftung der Ohren ist eher mittelmäßig. Hier gibt es Modelle die luftiger und leichter wirken, auch wenn das Quantum 800 dank der dicken Polsterung nicht unbequem ist.

Abseits davon ist das JBL Quantum 800 aber eins der besten kabellosen Headsets das mir bisher über den Weg gelaufen ist! Selbst der gehobene Preis von rund 180€ (zum Zeitpunkt des Tests) wirkt im Anbetracht des Klangs und des ANC angemessen.

CHAMPIONS SERIES mit 8000Hz, die Corsair K70 RGB TKL im Test

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Corsair hat mit seiner CHAMPIONS SERIES eine neue Serie an Gaming Zubehör vorgestellt, welches sich speziell an „E-Sport“ Profis und werdende Profis richtet.

Dabei sollen die Produkte der CHAMPIONS SERIES auf maximale Leistung und Performance getrimmt sein. Die beiden ersten Produkte der CHAMPIONS SERIES ist die Corsair SABRE (RGB) PRO und die K70 RGB TKL.

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In diesem Artikel soll es um die neue K70 RGB TKL gehen. Bei dieser handelt es um eine kompaktere und überarbeitete Version der regulären K70 RGB, welche unter anderem mit einer 8000Hz Pollingrate aufwarten soll.

Wollen wir uns die Corsair K70 RGB TKL einmal kurz im Test ansehen. An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das zur Verfügung stellen der K70 RGB TKL.

 

Die Corsair K70 RGB TKL im Test

Corsair hat bei der K70 RGB TKL nicht das Rad neu erfunden, so ehrlich müssen wir sein. Es handelt sich bei dieser um eine recht klassische Corsair mechanische Gaming-Tastatur, zumindest auf den ersten Blick.

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Wir haben die Corsair typische Metall-Rückenplatte auf welcher die einzelnen Tasten „schwebend“ angebracht sind. Durch diese Metall-Platte ist die K70 RGB TKL angenehm massiv und stabil. Die Verarbeitung ist Corsair typisch ebenfalls hervorragend.

Das Auffälligste was das Design angeht ist sicherlich das Fehlen des Nummernpads. Warum solltet Ihr auf ein Nummernpad verzichten? Dies erlaubt es Euch eine nähere Armstellung, welche entspannter und angenehmer über längeren Zeitraum ist. Daher sind diese „TKL“ Tastaturen gerade im eSport sehr beliebt.

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Angeschlossen wird die K70 RGB TKL über ein USB C Kabel, welches Ihr auch austauschen könnt. Das USB C Kabel muss allerdings über einen recht schlanken Stecker verfügen, ein passendes Kabel liegt natürlich bei.

Auf Seiten der Ergonomie verfügt die K70 über angenehm stabile Füße zum leichten Anwinkeln der Tastatur. Eine Handballenauflage oder Ähnliches gibt es nicht.

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Die kleine Taste auf der Rückseite der Tastatur ist im Übrigen für den Turniermodus, in welchem Makros usw. deaktiviert werden, um Cheaten zu verhindern.

 

Layout und Sondertasten

Corsair hat der K70 RGB TKL einige Zusatztasten verpasst, welche sich oberhalb des regulären Tastenfelds befinden.

Im oberen linken Bereich finden wir Media-Tasten, Play, Pause usw. Im rechten oberen Bereich finden wir ein schickes Drehrad, welches ein komfortables Verstellen der Lautstärke erlaubt. Des weiteren ist hier „Mute“ Taste angebracht.

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Ansonsten haben wir noch drei Tasten für Profile, den Gaming-Modus und die Steuerung der LEDs in der Tastatur.

Abseits davon verfügt die K70 RGB TKL über das klassische QWERTZ Layout. Corsair hat sich hier zu 100% an den gängigen Standard gehalten, mit langer Feststelltaste, hoher Enter Taste usw.

Auch gibt es keine exotischen doppelt Belegungen der F Tasten oder Ähnliches. Lediglich über die von Corsair verwendete Font können wir uns streiten. Diese ist schon recht „verspielt“ und „Gamer-Like“.

Corsair hat auf Seiten der Tasten lediglich auf das Nummern-Pad verzichtet. Die Pfeiltasten, Entfernen, Drucken usw. sind aber noch vorhanden.

 

Taster

Corsair ist in der K70 weiterhin Cherry und seinen MX Tastern treu. Ihr könnt die K70 RGB TKL mit CHERRY MX SPEED Silver, MX SILENT oder MX RED bekommen.

CHERRY MX SPEED Silver CHERRY MX RED
Auslösepunkt 1.2 mm 2.0 mm
Gesamtweg 3.4 mm 4.0 mm
Betätigungskraft 45 cN 45 cN
Charakteristik Linear Linear

 

Im normalen Umfeld würde ich Euch ganz klar zu den CHERRY MX SPEED Silver raten. Diese sind etwas „gekürzte“ MX RED, lösen also schneller aus und besitzen nicht ganz so viel Key-Travel.

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Dies verbessert einerseits Eure Reaktionszeit in Spielen, andererseits verhindert dies ein gewisses Ermüden beim Tippen, also eine Win Win Situation.

Lange oder große Tasten wie die Enter-Taste oder Leer-Taste sind sauber stabilisiert. Dies hat Corsair mittlerweile sehr gut drauf und diese Taste lassen sich selbst am äußersten Rand gut drücken.

 

8000Hz Polling Rate

Die Corsair K70 RGB TKL verfügt über eine 8000Hz Polling Rate. Die Polling Rate gibt an wie oft pro Sekunde Eure Tastatur oder Maus Eurem PC neue Daten übermittelt.

Normale Gaming Mäuse oder Tastaturen haben eine Polling Rate von 1000Hz, was das Limit von USB 2.0 war. Es wurde also jede Millisekunde überprüft ob Ihr eine Taste an Eurer Tastatur gedrückt habt.

Bei der K70 RGB TKL wurde diese Zeit von 1ms auf 0,125ms reduziert, dank der Nutzung von USB 3.0 und einem neuen Chip.

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Der Vorteil ist offensichtlich, Euer Tastendruck wird bei der Corsair K70 RGB TKL 0,875ms früher übermittelt als bei fast allen anderen Gaming Tastaturen.

Wird dieser Unterschied in der Praxis eine große Rolle spielen? Nein! 0,875ms „schneller“ mag zwar schön klingen aber wir reden hier von Reaktionszeiten von unter 1ms. Im großen und ganzen spielt dies kaum eine Rolle.

Allerdings wollt Ihr die Reaktionszeiten Eures Setups auf ein absolutes Minimum bringen, dann sind die 8000Hz Eurer Tastatur natürlich „nice to have“.

 

In der Praxis

Hattet Ihr schon einmal eine Mechanische Gaming Tastatur, vielleicht sogar von Corsair? Dann wird Euch die K70 RGB TKL sehr vertraut vorkommen.

Mechanische Gaming-Tastaturen haben sich in den letzten Jahren kaum bis gar nicht verändert, was das Grundprinzip angeht. Ja aufgrund der CHERRY MX SPEED Silver ist der Hub der Tasten etwas niedriger als bei der „ersten Generation“ Mechanischer Gaming Tastaturen, hierdurch wirkt die K70 RGB TKL aber subjektiv auch etwas flotter und ich bevorzuge den etwas niedrigeren Hub.

Von den 8000Hz habe ich in der Praxis um ehrlich zu sein nichts gemerkt. Vielleicht war mein Gameplay etwas besser und toller und ich habe es nur nicht gemerkt oder vielleicht bin ich auch nicht „Pro“ genug, dass dies bei mir einen Unterschied gemacht hätte. Ich bleibe aber vorerst dabei, 8000Hz sind sicherlich nett, spielen aber in der Praxis keine große Rolle. Bei einer Maus merkt Ihr diese tendenziell etwas mehr.

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Was Ihr deutlich mehr merkt ist die sehr gute und massive Verarbeitung der Tastatur, welche auch bei anstrengenderen Gefechten nicht nachgibt oder durchbiegt. Dabei hat auch der „TKL“ Style durchaus seinen Charm!

Die Armposition vor dem Monitor ist hierdurch etwas natürlicher, da Eure Arme ziemlich genau in der 90 Grad Position verweilen. Hierdurch kann die Schulter auch nach längeren Gaming-Sessions weniger steif sein.

An dieser Stelle möchte ich nochmals besonders das Drehrad für die Lautstärken-Verstellung loben, welches einfach „cool“ ist.

 

RGB Beleuchtung

Die Corsair K70 RGB TKL verfügt natürlich über eine RGB Beleuchtung. Jede Taste verfügt über eine RGB LED, welche sich auch jeweils einzeln ansteuern und programmieren lässt.

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In Corsairs iCUE finden sich dabei gefühlt hunderte verschiedene Möglichkeiten für Beleuchtungsmuster, Effekte usw. Es ist sogar möglich die Farbe passend zum Inhalt Eures Monitors zu steuern.

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Was die Farbqualität angeht ist die K70 stark, wie wir es von Corsair gewöhnt sind. Die Helligkeit ist gut, aber auch nicht absolut überragend.

 

Fazit

Die Corsair K70 RGB TKL ist eine spitzen Tastatur! Anders lässt sich dies nicht sagen. Allerdings ist dies auch keine Überraschung, denn Corsair hat mittlerweile das Tastatur-Bauen sehr gut drauf und setzt bei der K70 RGB TKL auf die bekannte Rezeptur.

Wir haben eine massive Aluminium-Basisplatte, ein robustes Gehäuse und wertige Taster aus dem Hause Cherry.

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Das einzige wirklich neue ist die verbesserte 8000Hz Polling Rate. Diese hilft bei der Minimierung von Reaktionszeiten, macht aber in der Praxis auch keinen Gigantischen unterschied. 8000Hz Polling Rate ist nice to have, aber auch kein Gamechanger.

Dennoch kann ich die Corsair K70 RGB TKL natürlich mit gutem Gewissen empfehlen! Dies ist eine spitzen Tastatur für alle die kein Nummernfeld brauchen.