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Wie viel ineffizienter ist kabelloses Laden in der Praxis?

Ich glaube man kann durchaus sagen, es ist allgemein bekannt, dass kabelloses Laden weniger effizient ist als kabelgebundenes Laden.

Aber wirkliche Tests zu dem Thema habe ich bisher nirgends gesehen, vor allem nicht mit „echten“ Smartphones.

Wollen wir dies doch einmal ändern! Wie viel ineffizienter ist kabelloses Laden wirklich? Finden wir es in einem Test heraus!

Warum ist kabelloses Laden ineffizienter?

Wie funktioniert überhaupt kabelloses Aufladen? In Eurem Smartphone und dem Ladegerät befindet sich eine Spule, welche ein Magnetfeld erzeugt.

Dieses Magnetfeld wird einfach dadurch erzeugt, dass Strom durch ein gewickeltes Kupferkabel gejagt wird. Vielleicht kennt Ihr das übliche „Kinder Experiment“ in welchem ein Kupferkabel um einen Nagel gewickelt und dann mit Strom versorgt wird und daraufhin magnetisch wird?

Genauso funktioniert kabelloses Laden! Dieses Magnetfeld wird nur im Kilohertz Bereich ein/ausgeschaltet. Im Smartphone befindet sich ebenfalls eine Spule welche aufgrund dieses pulsierenden Magnetfelds eine Spannung entwickelt, welche dann passend zum Laden des Smartphones umgewandelt wird.

Dass dieser Prozess natürlich nicht 100% effizient ist Energie von Punkt a zu b zu übertragen, ist eigentlich klar.

Man bemerkt dies auch aufgrund der recht hohen Hitzeentwicklung beim kabellosen Laden. Die Wärme ist alles Energie die „verschwendet“ wurde.

 

Der Versuch

Für den Versuch habe ich mir ein Samsung Galaxy Note 9 wie auch das Xtorm XW204 QI Ladepad geschnappt.

Das Xtorm XW204 QI Ladepad kann Smartphones mit bis zu 10W mit Energie versorgen. Dafür muss das Ladepad an einem QC 3.0 Ladegerät angeschlossen werden, wo dieses eine 9V Spannung anfordert und nutzt.

Das eigentliche Ladegerät lassen wir einmal komplett aus dieser Rechnung heraus, es geht ja nur ums kabellose Laden.

Dafür messe ich wie viel Energie das Ladepad aufnimmt ehe das Note 9 vollständig geladen ist und vergleiche dies mit der Menge Energie, die das Smartphone beim normalen Laden für eine vollständige Ladung aufnimmt. Mehr zum Thema Smartphone Ladeeffizienz findet Ihr hier.

Kabelloses Schnellladen ist beim Samsung Galaxy Note 9 gute 38% weniger effizient als normales Laden! Dies ist auf den ersten Blick nicht übermäßig viel, aber natürlich auch nicht wenig.

Beim normalen Laden benötigt das Note 9 rund 4607mAh (@3,7V) bzw. 17.0465Wh für eine vollständige Ladung. Dies sind absolut plausible Werte für ein Smartphone mit 4000mAh Akku.

Beim kabellosen Laden steigt dieser Energiebedarf auf 7455mAh (@3,7V) bzw. 27.587Wh.

 

Es gibt hier aber noch eine interessante Frage. Senkt eine Hülle beim kabellosen Laden die Effizienz nochmals?

Selber Testaufbau nur diesmal befindet sich zwischen Smartphone und Ladepad rund 1,3mm Kunststoff, verringert dieser Abstand die Effizienz?

Laut meinem Test sinkt die Effizienz etwas. Es benötigt mit Hülle 7828mAh um das Note 9 einmal vollständig zu laden. Keine massive Steigerung welche einen dazu zwingen sollte die Hülle vor dem Laden abzunehmen.

Lediglich wenn Ihr eine super dicke Hülle nutzt, dann wäre dies auch aufgrund der Ladedauer natürlich einer Überlegung wert.

 

Standby Verbraucher QI Ladepad

Etwas was mich an kabellosen Ladepads sehr stört, ist die schlechte Standby Energieeffizienz. An sich brauchen die meisten QI Ladepads im Leerlauf gerade einmal 0,2-0,5W, was nicht übermäßig viel ist.

Allerdings die USB Ladegerät an welchen die QI Ladepads angeschlossen werden sind bei solch niedrigen Strömen extrem ineffizient!

Beispielsweise das RAVPower RP-PC069 HyperAir benötigt im Leerlauf ca. 0,5W, allerdings das Ladegerät zieht 1,4W aus der Steckdose!

„Was ein scheiss Ladegerät!“ Eigentlich ist das beiliegende USB Ladegerät sogar sehr gut und effizient! Aber es ist normal, dass die Effizienz bei einer Auslastung von gerade einmal 3% sehr schlecht ist. Die optimale Effizienz erreichen Ladegeräte zwischen 40% und 80%.

Selbst bei der 5V Spannungsstufe liegt die Effizienz bei einer Auslastung von 3% (0,1A) bei gerade einmal 56%. Bei 0,9A ist diese schon bei 90% angekommen.

Besonders schlimm sind hier meist kabellose Schnellladegeräte. Diese fordern im Leerlauf meist ebenso eine höhere Spannungsstufe von 9V oder 12V an, was noch ineffizienter ist als nur eine 5V Spannung.

1,4W Standby Strom würde im Jahr bei 0,25€ pro KWh rund 3€ Stromkosten ergeben, also auch nicht die Welt, dennoch „unschön“.

 

Fazit

Ja kabelloses Laden ist ein gutes Stück ineffizienter als normales kabelgebundenes Laden. In meinem Test lag der Unterschied bei rund 40%.

Ist dies ein Grund auf kabelloses Laden zu verzichten? Machen wir eine grobe Rechnung auf, Ihr habt ein Note 9 von Samsung, welches einmal pro Tag geladen wird und Ihr zahlt 0,25€ pro KWh dann würde Euch das normale Laden ca. 1,55€ pro Jahr kosten, das kabellose Laden 2,51€.

Selbst wenn man sehr ökologisch veranlagt ist, ist dies kein relevanter Unterschied. Dieser fällt bei Smartphones mit kleineren Akkus, bzw. wenn Ihr Euer Smartphone nicht täglich ladet, noch kleiner aus.

Relevant ist das Ganze nur unterwegs. Habt Ihr beispielsweise eine QI Powerbank oder plant Euer Smartphone sonst wie unterwegs kabellos zu laden, dann bedenkt, dass dies mindestens 40% mehr Leistung frisst als kabelgebunden!

Der neue Teufel Rockster Go im Test, der beste seiner Klasse!

Der Rockster Go ist der neuste Bluetooth Lautsprecher aus dem Hause Teufel. Dieser soll mit einem besonders kraftvollen Klang, dank zweier Vollbereichs-Treiber und Dynamore-Technologie punkten, wie auch mit besonders kompakten Abmessungen.

Aber dies ist natürlich ein Versprechen, welches jeder Hersteller macht. Wie sieht es in der Praxis aus? Wird der Rockster Go dem guten Hersteller Teufel und seinem Kaufpreis von 160€ gerecht?

Finden wir dies im Test des neuen Rockster Go von Teufel heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das Zurverfügungstellen des Rockster Go für diesen Bericht.

 

Der Teufel Rockster Go im Test

Mit einer Breite von 21cm einer Höhe von 11cm und einer Tiefe von gerade mal 6cm ist der Teufel Rockster Go ein recht kompakter Bluetooth Lautsprecher. Dieser ist allerdings mit über 700g vergleichsweise schwer, was aber bei Lautsprecher meist ein gutes Zeichen ist.

Volumen und Masse helfen bei einem guten Klang immer etwas.

Beim Design bleibt sich Teufel treu. Der Rockster Go ist wie die meisten Teufel Produkte primär schwarz gefärbt, besitzt aber ein paar rote Akzente.

Dies in Kombination mit der etwas härteren Linienführung, verleiht dem Lautsprecher eine recht jugendliche und aggressive Optik. Diese ist natürlich etwas Geschmackssache, aber der Teufel Rockster Go ist ganz klar einzigartig.

Es handelt sich hier nicht um einen 0815 China Bluetooth Lautsprecher.

Dies merkt man auch bei der Haptik. Teufel setzt beim Rockster Go primär auf ein Gehäuse aus Hartgummi, welches in Kombination mit dem höheren Gewicht für gewisse Massivität und Robustheit sorgt.

Ich würde den Rockster Go jetzt nicht durch die Gegend werfen, aber bei einer Outdoor Nutzung muss man sich aber auch keine Gedanken wegen Kratzern oder sonstigen Beschädigungen machen.

Der Rockster Go ist sogar nach IPx7 Wasser geschützt. Dieser kann rein theoretisch sogar kurzzeitig untertauchen ohne Schaden zu nehmen, was ich aber nicht empfehlen würde.

Das was beim Teufel Rockster Go sicherlich als erstes ins Auge springt, ist die 25mm große Membrane in der Mitte des Lautsprechers. Bei dieser handelt es sich aber nur um eine Passivmembran!

Diese wird also von den beiden eigentlichen Treibern, welche links und rechts unter dem Lautsprechergitter aus Leinen versteckt sind, angetrieben.

Allerdings ist dies nicht nur Show. Eine Passivmembran kann wirklich den Klang ein gutes Stück verbessern, gerade im Bassbereich.

Die Tasten des Lautsprechers sind primär auf der Oberseite zu finden. Hier gibt es eine Play/Pause Taste, eine Mikrofon Taste (für Sprachassistenten) und lauter/leiser welche mit vor und zurück doppelt belegt sind.

Der Einschalter und eine gesonderte Taste um den Lautsprecher via Bluetooth zu koppeln, sind auf der Rückseite angebracht, wo sich auch die Status LEDs befinden.

Wie es sich für einen wassergeschützten Lautsprecher auch gehört, sind seine Anschlüsse unter einer dicken Gummiklappe auf der rechten Seite angebracht. Hier findet sich ein microUSB Port zum Aufladen des Lautsprechers und ein 3,5mm AUX Eingang.

Der microUSB Port hat allerdings noch ein Ass im Ärmel. Verbindet Ihr Euren PC über diesen Port, wird der Lautsprecher als USB Soundkarte erkannt. Dieses Feature funktioniert an sich auch ganz gut, allerdings könnte es bei älteren PCs ein paar Probleme geben, da der Lautsprecher recht viel Energie über die USB Ports zieht.

Wo wir bei Energie sind. Teufel gibt die Akkulaufzeit des Rockster Go mit 12 Stunden an, was ich auch bestätigen kann. 12 Stunden lassen sich gut erreichen.

 

Klang des Teufel Rockster Go

Das Wichtigste bei jedem Bluetooth Lautsprecher ist natürlich der Klang. Kann dieser nicht überzeugen, hilft auch nicht die beste Verarbeitung oder die schickste Optik.

Wie steht es hier um den Teufel Rockster Go? Erfreulicherweise sehr gut! Für seine doch sehr kompakten Abmessungen bringt dieser einen ordentlichen Klang auf die Reihe.

Starten wir am Anfang. Die Höhen des Lautsprechers sind grundsätzlich angenehm klar mit einer guten Brillanz. Allerdings sind die Höhen nicht übermäßig dominant.

Diese werden teils etwas vom wirklich starken Bass und den soliden Mitten überschattet. Hier kommt es etwas auf Eure Position an. Die Höhen sind recht direktional. Seid Ihr mittig vor dem Lautsprecher sind die Höhen angenehm, seitlich hingegen wird der Lautsprecher etwas „warm“.

Der Bass ist ganz klar das Highlight des Teufel Rockster Go! Für seine kompakten Abmessungen ist dieser aktuell der „Bass-König“. Mehr Druck und Tiefgang bekommt kein anderer Lautsprecher mit einer vergleichbaren Größe aufgebaut, zumindest keinen den ich kenne.

Einen großen Teil scheint hier die Passivmembran zu leisten. Diese bringt eine vergleichbar große Schwungmasse mit, welche zum einen den Lautsprecher teils wirklich extrem vibrieren lässt und zum anderen fast schon für einen fühlbaren Bass sorgt.

Die Bass Qualität würde ich grundsätzlich als gut einstufen, aber auch nicht überragend. Ich glaube Teufel hat hier zugunsten des fühlbaren Basses etwas Präzision aufgegeben.

Ich denke dies wird aber 90% aller Nutzer nicht stören. Der Rockster Go klingt für seine Abmessungen einfach nur unheimlich voll und satt. Dies liegt dabei nicht nur am Bass, sondern auch an den guten Mitten!

Stimmen und Gesang, gerade in den unteren Mitten, werden hervorragend und klar wiedergegeben.

An dieser Stelle muss man auch die gute Klangbreite und Stereo -Abbildung des Teufel Rockster Go loben! Zwar ist dieser recht direktional was den Klang angeht, sitzt Ihr aber gerade vor diesem, hat der Lautsprecher einen herausragenden Klang!

 

Fazit

Wenn Ihr einen satten und kräftigen Klang mögt, dann werdet Ihr den Rockster Go* lieben! Dieser ist aus meiner Sicht der beste Bluetooth Lautsprecher seiner Klasse!

Er kann mit einem unheimlich druckvollen Bass, wie auch einer hervorragenden Klangbreite und Dynamik punkten. Der Rockster Go klingt einfach sehr groß für seine doch sehr kompakten Abmessungen. Dieser kann in diesem Punkt sogar den Anker SoundCore Pro von seinem Trohn stoßen, welcher bisher meine Empfehlung in dieser Klasse wäre.

Lediglich wenn Ihr einen besonders neutralen oder ausbalancierten HiFi Klang sucht, dann gibt es bessere Modelle für Euch.

Was die Haptik und Optik angeht, ist der Rockster Go* absolut herausragend! Das Teufel Design ist natürlich etwas Geschmackssache, aber dieses hebt sich deutlich von der Masse ab, was nicht jedem Lautsprecher gelingt.

Kurzum, sucht Ihr einen kräftig klingenden aber kompakten Lautsprecher in der +-150€ Preisklasse? Dann ist der Teufel Rockster Go die aktuell best mögliche Wahl!

Positiv

  • Herausragender Klang mit sehr druckvollem Bass
  • Gute Akkulaufzeit
  • Schickes und auffälliges Design
  • USB Soundkarte
  • Hochwertige und Massive Verarbeitung

Neutral

  • Klang recht direktional

Der Tile Pro im Test, der beste Schlüsselfinder!

Den neuen Tile Mate haben wir uns ja bereits vor einigen Tagen im Test angesehen. Tile hat allerdings nicht nur den Mate neuaufgelegt, sondern auch den großen Tile Pro „geupdatet“.

Ähnlich wie der neue Tile Mate soll der Tile Pro nun mit einer Austauschbaren Batterie punkten können, wie auch mit einem lauteren Lautsprecher und einer noch höheren Reichweite.

Dafür kostet der Tile Pro aber auch 35€, was sicherlich ein stolzer Preis für einen Schlüsselfinder ist.

Ist dieser Preis aber gerechtfertigt? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Tile Pro im Test

Tile setzt bei seinem „Pro“ auf ein etwas massiveres und hochwertigeres Gehäuse als beim Tile Mate. Das Gehäuse des Tile Pro besteht wenn man so will aus zwei Komponenten, einem Aluminiummittelteil und zwei Kunststoffhälften, welche von beiden Seiten aufgesetzt wurden.

Das Aluminiummittelteil gibt dabei dem Pro seine höhere Stabilität. Dieser wirkt ganz klar ein gutes Stück robuster als der Mate, obwohl der verwendete Kunststoff abseits der etwas anderen Textur anscheinend identisch ist.

Mit 41,5 x 41,5 x 6,5mm ist der Tile Pro weiterhin ein sehr kompakter Schlüsselfinder. Auch das Gewicht von 13,2g ist angenehm niedrig, niedrig genug um problemlos an einem Schlüsselbund befestigt zu werden ohne zu stören.

Für diese Befestigung besitzt der Tile Pro auch ein Loch, durch welches Ihr einen Schlüsselring oder kleines Band führen könnt.

Optisch ist der Pro sehr schick, aber schlicht gestaltet. Im Gegensatz zu anderen Modellen auf dem Markt merkt man aber, dass es sich hier nicht um ein 0815 Produkt handelt, sondern, dass Tile wirklich einen Designer besitzt.

Die Front wird von einem schwarz/grauen Kunststoff mit einer Art Diamanten Struktur bedeckt. In der Mitte befindet sich das große Tile Logo, welches nicht nur der Optik dient, sondern auch eine versteckte Taste ist.

Auf der Rückseite finden wir einen kleinen Lautsprecher, welcher aber 3x lauter sein soll als der des alten Tile Pros, wie auch ein Batteriefach!

Beim alten Tile Pro hielt die Batterie, welche fest verbaut war, 1 Jahr ehe Ihr den gesamten Schlüsselfinder austauschen musstet. Nun könnt Ihr einfach eine neue CR2032 Knopfzelle einlegen und habt ein weiteres Jahr Laufzeit!

So könnt Ihr den Tile Pro theoretisch ein Leben lang nutzen. Zwar wirbt Tile nicht mit einem Wasserschutz, aber beispielsweise die Klappe auf der Rückseite weißt durchaus ein wasserabweisendes Dichtungsmaterial auf.

Regen oder Ähnliches sollte dem Tile Pro also nichts ausmachen.

 

Die Tile App

Ein großer und wichtiger Teil an den Schlüsselfindern von Tile ist die App, welche Ihr im Google Play Store und Apple App Store findet.

Nach dem ersten Start müsst Ihr Euch einmal beim Hersteller mit Eurer Mail Adresse registrieren. Diese Registrierung wird für die Community Suche benötigt, über welche wir später sprechen.

Habt Ihr Euch registriert, geht es daran den Tile Pro mit Eurem Smartphone zu verbinden. Wählt hierfür einfach das Plus in der App aus und drückt die Taste auf dem Tile Pro.

Die App sucht den Schlüsselfinder nun automatisch und verbindet sich mit diesem. Anschließend müsst Ihr dem Tile Pro noch einen Namen und Icon zuweisen, was für die spätere Erkennung wichtig ist.

Über die Tile App lassen sich natürlich mehrere Schlüsselfinder verbinden und verwalten. Diese werden alle auf der Startseite mit ihrem Icon und Namen aufgelistet.

Dort könnt Ihr auf einem Blick auch bereits sehen ob sich diese innerhalb der Reichweite befinden und eine Suche starten.

Das Einzige was mir in der Tile App fehlt, wäre eine Batterie-Statusanzeige. Es wird Euch dort lediglich das Datum der Inbetriebnahme angezeigt, woran man natürlich grob ableiten kann wann die 1 Jahres Batterie leer sein wird.

 

Die Suche

Das wichtigste bei einem Schlüsselfinder ist natürlich die Suche. Hier können zwei Situationen auftreten, erstens der Tile Pro befindet sich innerhalb der Reichweite, zweitens der Tile Pro befindet sich außerhalb der Reichweite.

Befindet sich der Tile Pro innerhalb der Bluetooth Reichweite wird Euch zum einen ein Indikator für die Signalstärke angezeigt, woran Ihr die Position ableiten könnt wenn Ihr Euch bewegt, zum anderen könnt Ihr einen Signalton wiedergeben.

Tile wirbt damit, dass dieser 3x lauter ist als der originale Tile. Dem kann ich weitestgehend zustimmen. Der Tile Pro ist durchaus ausreichend laut, dass man diesen auch unter Jacken, Kissen usw. gut finden kann. Ob er nun wirklich 3x lauter ist kann ich allerdings nicht sagen.

Innerhalb Eurer Wohnung lässt sich der Tile Pro so sehr gut und zuverlässig aufspüren, zumal die Bluetooth Reichweite mit bis zu 90 Metern sehr hoch ist. Diese 90 Meter kann ich sogar bestätigen, allerdings nur auf freiem Feld. In der Wohnung sind es je nach Anzahl der Mauern und ihrer Dicke natürlich etwas weniger.

Aber das Bluetooth Signal geht dennoch durch mehrere Wände, was beeindruckend ist!

Was aber wenn Ihr den Tile Pro draußen verloren habt und die 90 Meter nicht genug Reichweite sind? In der App könnt Ihr den letzten bekannten Standort aufrufen um dort Eure Suche durchzuführen.

Hilft auch dies nicht könnt Ihr als letzte Möglichkeit die Community Suche einleiten. Hierbei wird Eurer Tile Pro für andere Nutzer „freigegeben“.

Nähert sich ein anderer Nutzer per Zufall Eurem Tile Pro erhaltet Ihr eine Nachricht auf Euer Smartphone mit dem Standort wo dies der Fall war.

Dies passiert natürlich im Hintergrund, der andere Nutzer hat also keine Ahnung, dass dieser gerade Euch aushilft. Ich finde diesen Ansatz brillant! Leider hängt die Effektivität stark von der Nutzerbasis ab, mehr Tile Nutzer in Eurer Umgebung = größere Chance, dass die Community Suche funktioniert.

Wenn Ihr Euch also einen Tile Mate kauft, helft Ihr also auch passiv dabei die Community Suche zu verbessern!

Was aber wenn Ihr Euer Smartphone verlegt habt? Dann könnt Ihr einfach die Taste zweimal auf der Oberseite Eures Tile Pros drücken und Euer Smartphone klingelt, sofern es sich innerhalb der Reichweite befindet. Super!

Das einzige was mir vielleicht etwas fehlt wäre ein optionaler Alarm wenn die Verbindung von Smartphone zu Schlüsselfinder verloren wird, vielleicht kommt das aber noch mal mit einem Update.

 

Fazit

Der Tile Pro ist ein hervorragender Schlüsselfinder. Abseits vielleicht einer 100%igen Wasserdichtigkeit wüsste ich nicht was ich am Tile Pro verbessern oder verändern würde!

Dieser ist sehr nah der Perfektion, besser kann ein Schlüsselfinder einfach nicht mehr werden.

Der Pro ist qualitativ gut gebaut, besitzt eine sehr hohe Reichweite und sieht auch noch schick aus. Die Tile App ist weiterhin der Goldstandard, wenn es um Schlüsselfinder geht, gerade aufgrund der Community Suche.

Auch die normale Suche funktioniert dank sehr hoher Bluetooth Reichweite und lautem Lautsprecher schnell, zügig und problemlos.

Dank der austauschbaren Batterie ist der Tile Pro zudem eine langfristige und wie ich finde sinnvolle Investition, wenn auch mit rund 35€ nicht ganz billig.

Der LG WK7 ThinQ Speaker im Test

Smart Home Lautsprecher mit Amazon Alexa oder dem Google Home Assistent erfreuen sich großer Beliebtheit.

Was leider viele Nutzer oft vergessen ist, dass es auch abseits von Amazon oder Google eigenen Produkten sehr gute Lautsprecher mit den beliebten Sprachassistenten gibt.

Vor einiger Zeit haben wir uns hier schon den Onkyo G3 angesehen. In diesem Test muss sich hingegen der LG WK7 ThinQ Speaker beweisen.

LG bewirbt diesen als besonders klangstark, was unter anderem an der Zusammenarbeit mit MERIDIAN liegen soll.

Aber stimmt dies? Kann der LG WK7 ThinQ Speaker mit dem Google Assistent im Test überzeugen? Finden wir dies heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an LG für das Zurverfügungstellen des Lautsprechers!

 

Der LG WK7 ThinQ Speaker im Test

Das erste was mich beim LG WK7 ThinQ Speaker sehr überrascht hat, ist die Größe. Mit einer Höhe von rund 21,4mm und einem Durchmesser von rund 13,5mm ist der LG WK7 schon ein größerer Brocken.

Dieser ist ein gutes Stück größer als ein Amazon Echo oder Google Home! Selbst der Onkyo G3 wirkt im direkten Vergleich ein gutes Stück kleiner.

Bei Lautsprecher ist aber Größe im Allgemeinen etwas Gutes, wenn es um den potenziellen Klang geht. Ein großer Lautsprecher hat es immer leichter gut zu klingen als ein kompakter.

Beim Design geht LG einen recht klassischen Weg. Beim WK7 ThinQ Speaker handelt es sich um einen runden Lautsprecher, welcher komplett in Schwarz gehalten ist.

Dabei bestehen die Seitenwände komplett aus einem metallenen Lautsprechergitter. Lediglich die Ober- und Unterseite sind aus Kunststoff gefertigt.

Dies verleiht dem WK7 ThinQ Speaker das aktuell so moderne 360 Grad Design. Zudem ist der Lautsprecher auch angenehm wohnlich. Dieser wird in einem halbwegs modern eingerichteten Wohnzimmer kaum unangenehm hervorstechen.

Allerdings ist dieses 360 Grad Design ein wenig „Fake“, denn der Lautsprecher verfügt nur auf der Front über zwei Lautsprecher Treiber. Steht Ihr also hinter dem WK7 wird der Klang schlechter sein als direkt davor. In der Regel wird dies aber nicht stören.

Die Tasten zur Steuerung, falls Ihr nicht Spracheingaben nutzen wollt, befinden sich mittig auf der Oberseite. Hier finden sich fünf Touch Tasten, dabei handelt es sich um Lauter, Leiser, Play/Pause, und eine Taste zum manuellen Starten des Google Assistenten.

Auf der Oberseite befinden sich zudem noch zwei Öffnungen für Mikrofone.

Natürlich verfügt der WK7 ThinQ Speaker auch über eine Taste zum Abschalten der Mikrofone. Diese ist auf der oberen Rückseite angebracht und an sich gut erreichbar.

Die Anschlüsse des Lautsprechers sind wie üblich auf der Unterseite zu finden. Viel Spannendes gibt es hier aber nicht zu sehen. Es gibt den Anschluss für das Netzteil und das war es. Über einen AUX Ausgang verfügt der LG WK7 ThinQ Speaker nicht.

Der Stromverbrauch des WK7 liegt bei einer einfachen Musikwiedergabe auf Zimmerlautstärke bei 4,1-4,6W und steigt bei voller Lautstärke auf rund 9-10W.

Erstaunlicherweise liegt der Stromverbrauch im Leerlauf auch bei rund 3,9W, was relativ viel ist!

 

Der Google Assistent

Der LG WK7 ThinQ Speaker setzt auf Googles Sprachassistenten, welcher permanent auf dem Lautsprecher läuft und auf das „Okay Google“ HotWord wartet.

Zunächst müsst Ihr aber den Lautsprecher einrichten. Dies geschieht wie bei allen Google Home Geräten über die Google Home App. Unter Android macht diese die komplette Arbeit für Euch.

Die App verbindet sich also automatisch mit dem Lautsprecher, lädt Updates herunter, bindet diesen in Euer WLAN ein usw.

Ist dies geschafft, könnt Ihr die üblichen „Okay Google“ Befehle nutzen. Es ist möglich beispielsweise nach dem Wetter zu fragen, Smart Home Geräte zu steuern, Musik wiederzugeben usw.

Wenn es um Musik geht, hat der LG WK7 bereits Webradio eingebaut. Ihr könnt also sagen „Okay Google spiele Radio XYZ“ und der Lautsprecher wird so ziemlich jeden Radio Sender wiedergeben.

Ich selbst nutze meine Smart Home Lautsprecher meist als moderne Radios. Alternativ könnt Ihr auch Musik von Google Musik, Spotify und Co. abrufen.

Sollte ein Dienst nicht unterstützt werden, wie Amazon Music, könnt Ihr Smartphones auch via Bluetooth mit dem Lautsprecher koppeln und somit alle Medien wiedergeben.

 

Klang und Mikrofone

Der Klang ist sicherlich der spannendste Punkt am WK7. Erfreulicherweise hat LG hier einen herausragenden Job gemacht! Dafür, dass der Lautsprecher für unter 150€ zu bekommen ist, klingt dieser wirklich stark.

LG wirbt mit einem HiFi Klang, was ich auch so unterschreiben würde. Im Gegensatz zu anderen smarten Lautsprechern klingt der WK7 ThinQ Speaker relativ ausbalanciert.

Starten wir aber am Anfang. Die Höhen des WK7 sind sehr angenehm klar und sauber. Auch die Brillanz passt völlig. Dabei vermeidet der LG aber einen übermäßig schrillen oder anstrengenden Klang. Ich bin mit den Höhen sehr zufrieden!

Ähnliches gilt auch für die Mitten. Die Mitten sind hier relativ neutral. Stimmen klingen schön natürlich und auch generell fühlt sich der Lautsprecher recht „voll“ an.

Damit ist der WK7 ThinQ Speaker beispielsweise den neueren Amazon Echos einiges voraus.

Wie steht es aber um den Bass? Auch sehr gut! Der WK7 klingt wirklich angenehm voll und satt. Der Bass ist zwar nicht dröhnend stark, klingt aber unheimlich rund.

Allgemein passt dies sehr gut zum gesamten LG WK7 ThinQ Speaker! Der Lautsprecher klingt sehr hochwertig, satt und einfach rund, ohne dabei in Extreme zu verfallen.

Ich kann mir den LG WK7 ThinQ Speaker sowohl im Wohnzimmer wie auch in der Küche oder Schlafzimmer sehr gut vorstellen! Der Lautsprecher kommt auch mit größeren Räumen gut klar.

Lediglich die maximale Lautstärke ist mittelmäßig. Der WK7 wird mehr als ausreichend laut, aber auch nicht brüllend laut. Dafür ist der Lautsprecher aber selbst auf der maximalen Stufe noch 100% sauber. Man merkt, dass die Treiber hier noch etwas mehr schaffen könnten.

Kommen wir zu den Mikrofonen. Es ist ja auch nicht ganz unwichtig wie gut einen der WK7 ThinQ Speaker versteht. Die Antwort ist hier sehr gut! Selbst auf voller Lautstärke und einer Distanz von 5 Metern reicht ein normales „Okay Google“ und der Lautsprecher verstehet einen. Klasse!

 

Fazit

Ich kann den LG WK7 ThinQ Speaker* nur loben! LG hat hier alles richtig gemacht. Starten wir beim wichtigsten Punkt, was sicherlich der Klang ist.

Der WK7 kann mit einem unheimlich runden und wertigen Klang punkten. Dabei driftet der Lautsprecher nicht in Extreme ab, das komplette Klangspektrum wird sauber dargestellt. Keine Sorge der Bass hat dennoch ordentlich Power und das ohne die Mitten komplett zu vernachlässigen.

Selbst im Wohnzimmer kann ich mir den LG WK7 ThinQ Speaker* als kleine „HiFi“ Anlage sehr gut vorstellen.

Ein verbreitetes Problem bei 3. Anbieter „Smart“ Lautsprecher sind oft die Mikrofone. Aber auch diese sind hier top. Selbst bei voller Lautstärke versteht Euch der Google Assistent auf x Meter ohne, dass Ihr brüllen müsst.

Hinzu kommt zu guter Letzt noch das hochwertige und schicke Design. Der LG WK7 wird sich sicherlich gut in den meisten Wohnzimmern einfügen.

Wenn ich vielleicht etwas bemängeln müsste dann der vergleichsweise hohe Standby Stromverbrauch (ca. 8-9€ Stromkosten pro Jahr).

Abseits davon kann ich den LG WK7 ThinQ Speaker gerade zum Preis von rund 150€ nur empfehlen (zum Zeitpunkt des Tests).

Die Teufel Real Blue NC im Test, Teufels beste Kopfhörer!

Mit der Real Blue Serie hat Teufel bereits vor einiger Zeit seine neuste Flaggschiff Kopfhörerserie auf den Markt gebracht. Den „normalen“ Real Blue hatten wir uns bei Techtest.org bereits angesehen, als dieser auf den Markt kam.

Allerdings verfügt der Real Blue auch über einen größeren Bruder, den Real Blue NC. Wie der Name schon vermuten lässt, verfügt der Real Blue NC über das aktuell so beliebte Noise Cancelling.

Der Kopfhörer kann also auf Wunsch versuchen Hintergrundgeräusche auszublenden. Klingt doch gut, aber funktioniert dies auch wirklich gut? Und wie steht es um den Klang der Real Blue NC, können die Kopfhörer hier mit Bose und Co. mithalten?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das Zurverfügungstellen der Kopfhörer für diesen Test!

Die Teufel Real Blue NC im Test

Teufel macht, was den Lieferumfang und die Verpackung angeht, bei seinen Produkten immer einen sehr guten Job. Dies gilt auch für die Real Blue NC! Diese werden in einer sehr schönen und wertigen Box geliefert, welche gleich ein gutes Gefühl ausstrahlt. Im Lieferumfang liegt neben dem üblichen Ladekabel und AUX Kabel auch eine kleine Hartschalen -Transportbox. Diese ist als qualitativ überdurchschnittlich zu bezeichnen, wenn auch relativ groß.

Das Spannende sind aber natürlich primär die Kopfhörer selbst. Die Real Blue NC sind auf den ersten Blick sehr schlichte und schicke Kopfhörer. Lediglich das recht auffällige Teufel Logo auf der Rückseite der Ohrmuscheln lässt die Kopfhörer etwas aus der Masse hervorstechen.

Abseits dieses Logos, welches aus einem reflektierenden Aluminium gefertigt ist, sind die Real Blue NC komplett grau/schwarz gehalten, mit der Ausnahme der Innenseite der Ohrmuscheln. Diese besteht aus einem roten Stoff.

Was die Verarbeitungsqualität angeht, kann man nicht klagen, genauso wenig wie bei der Haptik. Zwar sehen die Real Blue NC so aus als wären diese aus Aluminium gefertigt, dies ist aber nicht der Fall!

Die Kopfhörer bestehen vollständig aus einem matten und recht resistenten Kunststoff. Das Kopfband ist aber immerhin im Inneren mit Aluminium verstärkt. Allgemein machen die Kopfhörer für eine komplette Kunststoffkonstruktion einen sehr schönen wertigen Eindruck!

Auch die Massivität stimmt. Ihr müsst Euch keine Sorgen machen, dass diese einmal runterfallen und zerbrechen.

Mit 260g sind die Teufel Real Blue NC auch durchaus etwas „kräftigere“ Kopfhörer. Diese würde ich nicht als schwer bezeichnen, aber auch nicht als Leichtgewicht.

Da es sich hier um Bluetooth Kopfhörer handelt, müssen diese natürlich über diverse Tasten zu Steuerung verfügen. Teufel setzt hier auf eine Mischung aus einer Touch Steuerung und klassischen Tasten.

Der Einschalter ist natürlich eine physische Taste, genau wie die Taste zum anfänglichen Herstellen einer Bluetooth Verbindung. Zusätzlich verfügen die Kopfhörer auch über einen Schalter zum Ein/Ausschalten von Noise Cancelling.

Dinge wie die Lautstärke, das vor- und zurück Spulen, wie auch Play/Pause werden hingegen über ein großes Touchpad auf der Rückseite der rechten Ohrmuschel geregelt.

Ich bevorzuge zwar reguläre Tasten, aber das Touchpad der Real Blue NC funktioniert gut!

Die Anschlüsse der Kopfhörer sind interessanterweise unter einer kleinen Gummiabdeckung versteckt. Hier finden wir wie üblich einen 3,5mm AUX Eingang für eine kabelgebundene Nutzung, wie auch einen microUSB Anschluss, um die Kopfhörer aufzuladen.

Wie üblich legt Teufel dafür kein separates Ladegerät bei. Ihr müsst Euren PC oder das Ladegerät Eures Smartphones nutzen.

Wobei sonderlich oft müsst Ihr die Kopfhörer nicht aufladen. Diese hielten in meinem Test über 20 Stunden mit Bluetooth und Noise Cancelling. Beeindruckend!

 

Tragekomfort

Teufel hat beim Tragekomfort der Real Blue NC sehr viel richtig gemacht! Bei den Real Blue NC handelt es sich um angenehm große Over-Ear Kopfhörer.

Die Ohrmuscheln umschließen also Eure Ohren, zumindest weitestgehend. Teufel hat natürlich die Real Blue NC für einen portablen Einsatz ausgelegt, wo riesige Ohrmuscheln stören.

Diese umschließen knapp meine Ohren, mit Ausnahme der Ohrläppchen.

Die Polsterung ist vergleichsweise dick und auch ausreichend weich, aber nicht so weich bzw. „anschmiegsam“ wie bei den Bose QC35 II zum Beispiel.

Hierdurch bieten die Real Blue NC einen guten Tragekomfort, welcher aber auch nicht ganz Spitzenklasse ist. Ich würde hier eine 2- vergeben, wenn wir in Schulnoten sprechen wollen.

 

Noise Cancelling

Eins der wichtigsten Feature an den Teufel Real Blue NC ist das Noise Cancelling. Hierbei handelt es sich um aktives Noise Cancelling!

Das bedeutet in den Kopfhörern sind Mikrofone verbaut, welche die Umgebungsgeräusche aufzeichnen und versuchen aktiv auszugleichen. Wie funktioniert dies?

Ihr könnt Euch Schallwellen wie Wellen auf dem Wasser vorstellen. Es gibt also eine Spitze der Welle und den Basis- Wasserstand. Wir Menschen hören nicht die Welle, sondern nur den Unterschied von Welle zum Basis-Wasserstand.

Das Noise Cancelling „blockt“ also keine Geräusche sondern produziert mehr Geräusche und zwar so viele, dass die Lücken zwischen den „Wellen“ ausgefüllt werden, so dass es zu einer glatten Oberfläche kommt.

Dies ist ein vergleichsweise komplexer Vorgang, welcher viel Logik braucht um gut ausgeführt zu werden. Daher ist das Noise Cancelling bei günstigen Bluetooth Ohrhörer auch „problematisch“.

Bei den Real Blue NC würde ich das Noise Cancelling als mittelmäßig bezeichnen, was auch zum mittleren Preis der Kopfhörer passt.

Das NC ist hier nicht ganz so stark ausgeprägt wie bei den Top Bose oder Sony Kopfhörern, macht aber auch schon einen positiven Effekt.

Geräusche, gerade von Motoren oder Lüftern werden gut ausgeblendet! Hierdurch eignen sich die Real Blue NC auch wunderbar für Bus, Bahn oder Flugzeug.

Stimmen und andere ähnlichen Geräusche werden etwas gedämpft, aber nicht völlig ausgeblendet.

Die Real Blue NC produzieren ein leichtes weißes Rauschen, welches aber nicht stärker oder störender ist als bei den großen Konkurrenten.

Kurzum ein sehr ordentlicher Noise Cancelling!

 

Klang

Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang.

Hier machen die Teufel Real Blue NC einen ziemlich perfekten Job! Zumindest wenn Ihr einen sehr dynamischen und lebendigen Klang mögt.

Starten wird aber am Anfang, also den Höhen. Diese sind bei den Real Blue NC angenehm klar und bieten auch eine gute Brillanz. Allerdings sind die Höhen erfreulicherweise auch nicht zu scharf oder in irgendeiner Form anstrengend.

Die Mitten der Real Blue NC sind sehr solide. Stimmen werden gut wiedergegeben und die Fülle passt. Allerdings neigen die Mitten zu einer leichten wärme, was aber nicht schlimm ist (außer man sucht besonders „luftige“ Kopfhörer).

Allerdings werden die Mitten etwas vom Bass überschattet. Beim Bass müssen wir etwas differenzieren, denn dieser klingt mit Noise Cancelling und ohne, leicht unterschiedlich.

Grundsätzlich ist der Bass bei beiden Stufen ein Stück angehoben. Mit Noise Cancelling aber ein Stück mehr, gerade am unteren Ende. Hierdurch klingen die Real Blue NC unheimlich kraftvoll und druckvoll.

Dies gilt zwar auch für die Nutzung ohne NC, aber mit NC ist der untere Bassbereich noch mal so einen Tick kräftiger.

Grundsätzlich gefällt mir dies sehr gut! Denn der Bass wird nicht einfach nur mehr, sondern wird noch etwas tiefer, was den Klang der Real Blue NC glatt noch etwas wertiger erscheinen lässt.

Habt Ihr also Freude an einem tiefen und runden Bass, dann werden die Real Blue NC Euch sehr viel Spaß machen! Hier schlagen die Real Blue NC die Bose QC 35 II oder Sony WH-1000XM2 doch um ein gutes Stück. Selbiges gilt auch für die Dynamik.

Ich will zwar nicht sagen, dass die Real Blue NC die feinst spielenden Bluetooth Kopfhörer sind die ich kenne, auch könnte der Klang noch mehr in die Breite gezogen werden, aber Spaß machen sie! Zumal selbst die Pegelfestigkeit sehr gut ist.

Kleine Anmerkung, habt Ihr ein Google Pixel 3 XL kauft die Real Blue NC NICHT! Das Google Pixel 3 XL hatte massive Verbindungsprobleme zu den Kopfhörern (alle 10 Sekunden Lags in der Musik usw.). Das iPhone Xs und auch Samsung Galaxy Note 9 funktionierte hingegen problemlos.

 

Fazit

Teufel hat bei den Real Blue NC einen sehr guten Job gemacht. Das größte Highlight an diesen ist ohne Frage der klasse Klang. In dieser Preisklasse gibt es wenige Modelle welche eine ähnliche Spielfreude liefern können wie die Real Blue NC.

Gerade der starke und hochwertige Bass macht einfach Spaß! Es mag zwar noch etwas filigran spielendere Bluetooth Kopfhörer geben, aber in der 200€ Preisklasse ist der Klang einfach nur als sehr gut zu bezeichnen.

Aber auch abseits davon können die Kopfhörer mit einer guten Akkulaufzeit, einem guten Tragekomfort und nicht zuletzt mit einer soliden Verarbeitung punkten.

Auch das Noise Cancelling macht einen guten Job! Hier gibt es zwar zu den „großen“ 300-400€ Modellen noch etwas Luft, aber in der 200€ Preisklasse kann es niemand deutlich besser.

Kurzum Ihr mögt einen kräftigen, dynamischen und bassstarken Klang? Dann sind die Teufel Real Blue NC vielleicht die perfekten Kopfhörer für Euch!

Positiv

  • Sehr guter Klang
  • Starker Bass
  • Gutes Noise Cancelling
  • Hoher Tragekomfort
  • Solide Verarbeitung
  • Gute Akkulaufzeit

Neutral

  • Bluetooth Reichweite mittelmäßig

Negativ

Die neuen Soundcore Liberty Air Bluetooth Ohrhörer von Anker im Test

Mit den Soundcore Liberty Air hat Anker Ende 2018 seine neusten komplett kabellosen Bluetooth Ohrhörer auf den Markt gebracht.

Mit 99€ sind diese durchaus in der mittleren Preisklasse angesiedelt und stehen in direkter Konkurrenz zu Ankers eigenen Liberty+ Ohrhörern.

Anker Produkte gelten im Allgemeinen als sehr gut. Gilt dies auch für die neuen Soundcore Liberty Air?

Finden wir dies im Test der Liberty Air heraus!

Die Soundcore Liberty Air im Test

Anker setzt bei den Soundcore Liberty Air auf eine etwas ungewöhnlichere Form, welche sicherlich etwas von den Apple AirPods inspiriert ist.

Die Ohrhörer besitzen also eine Art Stiel, welcher ein Stück weit aus Eurem Ohr heraushängt, bis auf die Höhe des Ohrläppchens.

Dies ist anfangs sicherlich etwas ungewohnt und auch auffälliger, aber was den Tragekomfort angeht gar nicht mal schlecht. Dazu aber später mehr.

Im Gegensatz zu den Apple AirPods setzt Anker aber auf einen normalen In-Ear Style bei den Aufsätzen.

Was das Design angeht, setzt Anker auf eine sehr schlichte Optik. Die Ohrhörer sind in weiß oder schwarz verfügbar. Beide Farben setzten auf einen Hochglanz Lack.

Gerade die schwarzen Ohrhörer sind hierdurch schnell sichtbar „schmutzig“. Ich würde also eher die weiße Version empfehlen. Rein qualitativ sind die Soundcore Liberty Air auf den ersten Blick nichts „Besonderes“, aber auch nicht schlecht.

Diese verfügen halt über ein einfaches aber solides Kunststoffgehäuse.

Ähnliches gilt auch für die Transport/Ladebox. Diese ist aus einem stark gummierten Kunststoff gefertigt, ist also auch recht empfindlich was Fingerabdrücke angeht.

Die Haptik der Transportbox ist nichts Besonderes, aber auch nicht schlecht. Diese verfügt auf der Front über drei Ladestands LEDs und auf der Unterseite einen microUSB Ladeport.

Die Ohrhörer selbst werden beim Einsetzen über zwei Kontaktpads von der Box unterwegs bis zu 4x geladen. Mit einer Akkuladung halten diese laut Anker satte 5 Stunden, was vielleicht etwas hoch gegriffen ist. Ich würde eher auf +-4 Stunden setzen, aber dies hängt auch stark von Lautstärke und Art der Musik ab.

Ob nun 4 oder 5 Stunden, dies ist für komplett kabellose Ohrhörer ein beachtlicher Wert!

Die Ohrhörer werden im Übrigen beim Einsetzen in die Transportbox automatisch abgeschaltet und beim Herausnehmen eingeschaltet. Weitere Steuerungsmöglichkeiten für die Wiedergabe usw. gibt es über ein Touchpad auf der Rückseite der Ohrstöpsel.

Der sichere Halt in der Transportbox wird mit starken Magneten hergestellt.

 

Wie bequem sind die Liberty Air?

Der Tragekomfort der Liberty Air hat mich sehr überrascht. Die Ohrhörer sind zwar etwas exotischer geformt, aber unheimlich bequem!

Aufgrund dieses längeren Designs sind die Ohrhörer selbst ein Stück schmaler als viele normale TWS Ohrhörer.

Hierdurch sitzen die Liberty Air relativ tief in den Ohren, wodurch diese selbst bei Sport nicht so schnell herausfallen oder drücken!

Auch scheinen die Liberty Air gut ausbalanciert zu sein, was das Gewicht betrifft. Kurzum Tragekomfort sehr gut!

 

Wie klingen die Soundcore Liberty Air?

Was ist das Wichtigste bei allen Ohrhörern? Richtig der Klang! Wie schlagen sich hier die Soundcore Liberty Air?

Starten wir hier wie üblich bei den Höhen. Hier hat Anker bzw. SoundCore einen guten Job gemacht. Die Höhen sind sehr schön sauber und besitzen eine angenehme Klarheit ohne ins Scharfe abzudriften.

Zwar könnten die Höhen vielleicht noch einen Hauch luftiger sein, aber das ist schon Kritik auf einem sehr hohen Level.

Für 99€ habe ich an den Höhen nichts auszusetzen.

Bei den Mitten ist es vielleicht etwas anders. Die Mitten der Soundcore Liberty Air sind nicht schlecht, aber auch nicht übermäßig gut.

Anker folgt hier etwas dem allgemeinen Trend und senkt die Mitten etwas ab. Hierdurch wirkt der Hoch/Tief Kontrast etwas stärker, aber die Ohrhörer wirken halt in der Mitte etwas dünner.

Dies ist bei den Liberty Air nicht übermäßig schlimm. Die Ohrhörer klingen weiterhin ausreichend voll und Stimmen kräftig genug. Legt Ihr allerdings einen besonders hohen Wert auf die Mitten gibt es bessere Ohrhörer.

Sicherlich aber das was mich am meisten überrascht hat, ist der Bass. Die Soundcore Liberty Air besitzen von der Masse einen leicht angehobenen Bass, welcher aber einen herausragenden Tiefgang und Druck besitzt.

In sämtlichen Musikbereichen, egal ob nun elektronische Musik oder Rock, klingen die Liberty Air im „Abgang“ unheimlich rund und kräftig. Dies aber ohne, dass der Bass dabei alles überschattet. Die Ohrhörer klingen an sich ausreichend gut ausbalanciert.

Auch was die Detail-Wiedergabe zeigt sich ein gutes Bild. Die Soundcore Liberty Air machen hier einen überdurchschnittlichen Job, welcher auch von der guten räumlichen Darstellung unterstützt wird.

Titel wie „I Want To Break Free“ von Queen oder auch neuere Songs wie „Start Again“ von OneReplublic werden schön in die Breite gezogen.

Eine Musikrichtung welche den Soundcore Liberty Air so gar nicht liegt, konnte ich grundsätzlich nicht finden. Die Ohrhörer zeigen eine große Spielfreude in sämtlicher Musik, die Ihr diesen vorsetzt.

Tendenziell mögen die Ohrhörer aber Titel mit einem tieferen Bass Beat mehr als „flachere“ Songs.

Was die maximale Lautstärke angeht, würde ich die Soundcore Liberty Air als leicht überdurchschnittlich für TWS Ohrhörer einstufen.

 

Soundcore Liberty Air vs. Anker Zolo Liberty+

Die Zolo Liberty+ sind eigentlich Ankers Flaggschiff Bluetooth Ohrhörer, welche ich auch seit meinem damaligen Test auch gerne verwende!

Wie schlagen sich die neuen Liberty Air gegen die Liberty+ (zum Test)?

Klanglich sind die Liberty Air etwas „aufgeweckter“ als die Anker Zolo Liberty+. Das bedeutet die Liberty Air haben ein Stück mehr Bass (dieser ist auch tiefer) und auch etwas klarere Höhen. Die Liberty+ sind hingegen in den Mitten etwas voller und wirken grundsätzlich noch etwas ausgeglichener.

Wer hier eindeutig besser ist, ist schwer zu sagen! Mögt Ihr viel Bass und wollt, dass Eure Musik so spaßig wie möglich klingt, dann werden die Liberty Air Euch besser gefallen. Wollt Ihr etwas neutralere und vielleicht auch „erwachsenere“ Ohrhörer nehmt die Liberty+.

Bonuspunkte gibt es allerdings für die Liberty Air, welche eine bessere Bluetooth Verbindung und Einschaltautomatik haben.

 

Fazit

Die SoundCore Liberty Air von Anker sind voll empfehlenswert! Vor allem dann, wenn Ihr einen etwas kräftigeren Klang mögt und auf einen guten Tragekomfort Wert legt.

Zwar sind die Liberty Air etwas exotischer geformt, aber was den Tragekomfort angeht, ist diese Form den meisten mir bekannten vollständig kabellosen Ohrhörern überlegen.

Auch der Klang der Liberty Air kann überzeugen. Die Liberty Air bieten einen sehr dynamischen und lebendigen Klang mit einer hohen Spielfreude. Besonders positiv hat mich der kräftige und tiefe Bass überrascht.

Allerdings versuchen die Liberty Air auch nicht mit einem übertriebenen Bass über sonstige klangliche Schwächen hinwegzutäuschen. Auch Höhen und Mitten sind ordentlich! Letztere sind allerdings auch nicht überragend.

Ebenfalls Positiv im Test viel die gute Bluetooth Verbindung und Ein/Ausschalt- Automatik auf. Kurzum die Anker SoundCore Liberty Air sind hervorragende vollständig kabellose Ohrhörer in der 99€ Preisklasse (zum Zeitpunkt des Tests).

Soundcore Liberty Air Bluetooth Kopfhörer True Wireless in Ear...

  • Guter und Bass starker Klang
  • Solide Transportbox
  • Gute Akkulaufzeit
  • Sehr guter Tragekomfort
  • Sehr gute Bluetooth Verbindung
  • Hochglanzlack sehr empfindlich

 

Die Xtorm Solar Charger Impulse 5000 AM122 im Test

Der Gedanke an unbegrenzte „freie“ Energie ist sicherlich faszinierend. Das was am nächsten diesen Gedanken kommt, ist ohne Frage Solarenergie.

Allerdings gibt es hier einige Limitierungen. Um viel Solarenergie aufnehmen zu können, benötigt es viel Fläche und natürlich auch viel Sonne.

Für Letzteres können die Hersteller von Solarladegeräten und Powerbanks natürlich nicht sorgen, bleibt nur die Fläche.

Dies ist ein problematischer Punkt bei Solarpowerbanks im Speziellen. Solarpowerbanks die man auf dem Markt findet, sind alle recht ähnlich designt. Diese besitzen einfach ein kleines Solarpanel im Deckel und fertig. Durch die kleine Größe ist auch die gewonnene Energie meist recht gering.

Der einzige Hersteller der hier aus meiner Sicht einen guten Job gemacht hat, ist Xtorm bei seiner AM121 und AM120. Beide Solarpowerbanks setzen auf ein ausklappbares Design. Hierdurch kann bei einer kleinen Grundfläche dennoch ein großes Solarpanel untergebracht werden, was ein sehr gutes Design ist.

Sehr überrascht war ich daher bei der AM122, wo Xtorm auf das klassische Design zurückfällt mit einem einfachen Solarpanel im Deckel.

Wollen wir uns einmal im Test anschauen ob es Xtorm vielleicht doch geschafft hat eine gute Solarpowerbank mit einem einfachen Solarpanel im Deckel zu bauen, oder ob das Ganze wie so oft nur ein Gimmick ist. Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an Xtorm für das Zurverfügungstellen der AM122 Solarpowerbank für diesen Test.

 

Die Xtorm Solar Charger Impulse 5000 AM122 im Test

Xtorm setzt bei der Solar Charger Impulse 5000 AM122 auf ein recht einfaches Hartplastikgehäuse. Um ehrlich zu sein fühlt sich dieses eher mäßig wertig an. Im Gegenzug ist die Powerbank allerdings immerhin recht leicht.

Rein vom Design geht Xtorm auch ganz klar in die Outdoor „Rugged“ Richtung mit der Powerbank, was auch optisch ohne Frage gelingt.

Um für eine gewisse Resistenz zu sorgen, setzt Xtorm auf kleine Gummipads, welche an den Kanten der Powerbank angebracht sind. Im Falle eines Aufpralls sollten diese Pads den Aufschlag etwas abfedern.

Ich habe hier auch keine Zweifel, dass die Powerbank Stürze aus normaler Höhe problemlos überstehen sollte. Am oberen Ende der Powerbank ist zudem ein Plastikbügel angebracht an welchem Ihr eine Schlaufe anbringen könntet.

Die Oberseite der Powerbank wird natürlich größtenteils vom monokristallinen Solarpanel aus dem Hause SunPower bedeckt. Dieses Panel ist 114mm x 54mm groß. Leider konnte ich keine Angabe zur maximalen Leistung des Panels finden.

Erfreulicherweise soll die Powerbank sogar einen leichten Wasserschutz nach IPx4 besitzen. Das bedeutet ein paar Tropfen oder sogar leichter Regen sollten kein Problem für die AM122 sein.

Beim Wasserschutz hilft natürlich auch die Gummiklappe oberhalb der Anschlüsse der Powerbank. Unter der Klappe findet sich ein USB Ausgang und ein microUSB Eingang. Der USB Ausgang soll 5V/2,1A leisten können, was ein ordentliches Tempo für eine 5000mAh Powerbank ist.

Der USB Eingang hingegen soll bis zu 2A aufnehmen können, was ebenfalls recht flott wäre.

Seitlich ist an der Powerbank zudem ein Einschalter wie auch vier Status LEDs, welche Euch über den Ladestand informieren, angebracht.

Als kleinen „Bonus“ bietet die Impulse 5000 AM122 zudem auf der Rückseite gleich vier „Taschenlampen“ LEDs, welche gerade beim Camping usw. sehr praktisch sein können.

 

Wie testet techtest.org?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbanks bis sie sich von alleine abschalteten oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt. Daraufhin wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen. So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

Das gemessene Ergebnis in Wh rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V (teilweise auch 3,6V) bezieht. Es wäre zwar genauer mit der Wh Angabe zu rechnen, aber für eine bessere Vergleichbarkeit bleibe ich beim mAh.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Zum Messen der Ladegeschwindigkeit nutze ich diverse Messgeräte. Achtung! Einige der günstigeren USB Multimeter können die Ladegeschwindigkeit verfälschen.

Für die Ladetests verwende ich zudem „standardisierte“ Ladekabel. Das verwendete Ladekabel hat durchaus einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit von Smartphones! Mehr zu dem Thema hier.

Für microUSB nutze ich ein Anker Powerline+ Kabel, für Apple Lightning das originale Apple Kabel und für USB C das Kabel von AUKEY. Dies sind nicht zwingend die „besten“ Kabel für die maximale Ladegeschwindigkeit, gerade das Apple Lightning Kabel ist eher mittelmäßig, aber so haben alle Powerbanks gleiche Bedingungen. Hier meine Tipps für die aktuell besten Ladekabel: Die besten Smartphone Ladekabel, welche sind empfehlenswert?

Weitere interessante Artikel:

Messwerte

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Diese wird von Xtorm mit 5000mAh angegeben, messen konnte ich 4465mAh bzw. 16,521Wh.

Dies entspricht guten 89% der Herstellerangabe. 89% sind gut, da sich die Herstellerangabe auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen bezieht und nicht auf die letztendlich nutzbare Kapazität.

Diese weicht aber von der theoretischen Kapazität aufgrund von Verlusten bei der Umwandlung von 3,7V auf 5V ab. 89% ist hier ein sehr solider Wert!

Die Kapazität ist im Übrigen gut ausreichend für eine bis anderthalb Smartphone Ladungen, je nachdem wie viel Kapazität Euer Smartphone hat.

Kommen wir zum wichtigsten Punkt, dem Solar Panel. Für meinen Test habe ich die Powerbank vollständig entladen und dann 8 Stunden in die pralle Sonne gelegt. Dies habe ich an zwei perfekten Sommertagen wiederholt.

An Tag 1 erreichte ich 0,209Wh pro Stunde, an Tag 2 0,236Wh pro Stunde. Umgerechnet in mAh ergibt dies im Schnitt 60mAh pro Stunde, an einem Sommer Tag. Bei Bewölkung, oder Schattenwurf wird dies deutlich weniger sein!

Sagen wir mal Ihr habt ein Smartphone mit einem 3000mAh Akku, dann würde das Laden über reine Sonnenenergie rund 50 Stunden dauern. Bei 8 Sonnenstunden pro Tag würde dies knapp eine Woche Ladedauer ergeben!

Ja Ihr seht warum ich dieses Design von Solar Powerbanks nicht mag. Sicherlich wenn ich auf einer einsamen Insel gestrandet wäre, wäre ich froh über diese Powerbank, aber in Deutschland oder auch beim Wandern macht dieses Solar Panel keinen Sinn.

Glücklicherweise kann man die Impulse 5000 AM122 auch regulär laden. Hier erreicht die Powerbank einen Ladestrom von ca. 1,4-1,6A, was für eine 5000mAh Powerbank völlig okay ist.

 

Fazit

Leider kann ich den Xtorm Solar Charger Impulse 5000 AM122* nicht bzw. nur bedingt empfehlen. Warum?

Erst einmal ja, die AM122 ist eine solide Powerbank und erreicht ein vernünftiges Ladetempo usw. Aber das was diese Powerbank ausmacht, ist ganz klar das Solarpanel.

Dieses ist aber zu klein, um eine große Menge Energie zu generieren. In meinem Test konnte ich gerade einmal 60mAh pro Stunde an einem perfekten Tag erreichen.

Solltet Ihr eine Solar-Powerbank suchen, greift lieber zur Xtorm AM121 Evoke oder Xtorm AM120. Diese generieren um einiges mehr Energie!

Beim Xtorm Solar Charger Impulse 5000 AM122* ist das Solar-Panel leider nur ein Gimmick.

Die GGMM D6 Lautsprecher & Ladestation für den Amazon Dot im Test

Ich bin jemand der sehr viel Musik hört, egal wo ich mich gerade in der Wohnung oder im Garten befinde. Zudem habe ich eine Vorliebe für smarte Assistenten, vorzugsweise Alexa.

Nun gibt es zwar einige Akku betreibende Radios/Lautsprecher mit Amazon Alexa, aber hier ist mir etwas sehr Interessantes begegnet. Es gibt auch diverse „Dockingstationen“ für den Amazon Echo Dot.

Diese Dockingstationen bringen einen größeren Lautsprecher und einen Akku mit. Die Logik wird hingegen von einem eingesetzten Amazon Echo übernommen.

Ein sehr interessantes Konzept wie ich finde! Gerade da die Mikrofone in den Amazon eigenen Lautsprechern meist denen von 3. Anbieter Modellen überlegen sind.

Kurzum, ich habe mir solch eine „Dockingstation“ für den Amazon Echo Dot bestellt und zwar die GGMM D6. Warum genau diese? Zum einen Aufgrund der positiven Amazon Bewertungen zum anderen weil ich bereits gute Erfahrungen mit dem GGMM E5 gemacht habe.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen was die GGMM D6 Dockingstation für den Amazon Echo Dot so taugt!

 

Die GGMM D6 Lautsprecher & Ladestation für den Amazon Dot im Test

Der Aufbau des GGMM D6 ist in einer gewissen Weise sicherlich etwas vom großen Amazon Echo der 2. Generation inspiriert.

Wie die Amazon Echos setzt auch der GGMM D6 auf einen runden Aufbau, was natürlich auch Sinn macht wenn man bedenkt wie der Echo Dot eingesetzt wird.

Auf der Oberseite befindet sich eine Aussparung für den Echo Dot 2. Gen. Um aber den Echo Dot einsetzen zu können, muss eine kleine Blende abgeschraubt werden.

Unter dieser Blende befindet sich ein Stecker mit einem microUSB und 3,5mm Anschluss. Dieser Stecker wird einfach in den Echo Dot gesteckt und anschließend wird die Blende wieder aufgesetzt.

Diese Blende verhindert zum einen das Herausfallen des Echo Dots, selbst wenn Ihr den Lautsprecher umdreht, zum anderen versteckt diese das Kabel.

Optisch ist das Ganze absolut hervorragend gemacht! Wenn man einem unwissenden Nutzer den GGMM D6 zeigen würde, würde dieser sicherlich nicht erkennen, dass auf der Oberseite einfach nur ein Echo Dot eingesetzt wurde.

Der gesamte Lautsprecher sieht wie aus einem Guss aus! Daumen hoch dafür.

Auch abseits der sehr guten Einpassung des Echo Dots sieht der GGMM D6 schick aus! Der Lautsprecher besitzt oben und unten eine kleine Kunststoffabdeckung, der Rest ist mit Stoff umspannt, ähnlich wie beim Amazon Echo der 2. Gen.

Auf der unteren Front befindet sich lediglich ein Ein/Ausschalter und eine Status LED, ansonsten wird die komplette Steuerung über den Echo Dot auf der Oberseite vorgenommen.

Dieser ist so integriert, dass alle Steuereinheiten und auch die Mikrofone unverdeckt sind!

Die Energieversorgung findet entweder über den microUSB Port auf der Unterseite statt, oder über den Verbauten 5200mAh Akku. Letzterer war für mich auch der kaufentscheidende Faktor.

Im Betrieb hält der Akku ca. 6-8 Stunden, je nach Lautstärke. Wer nun glaubt im Leerlauf hält der Lautsprecher ewig, den muss ich enttäuschen. Wir reden hier über eine Standby- Zeit von rund 11 Stunden.

Ein gleichzeitiges Laden und Nutzen ist möglich! Zudem befindet sich auf der Unterseite auch ein 3,5mm Pass through, über welchen Ihr nochmals andere Lautsprecher anschließen könntet.

 

Klang

Kommen wir zum Wichtigsten, dem Klang!

Beim Klang der GGMM D6 „Dockingstation“ bin ich etwas hin und her gerissen. Starten wir mit dem Wichtigsten, ja der Klang ist ein signifikantes Upgrade gegenüber dem Echo Dot der 2. Gen.

Dies ist aber auch nicht schwer denn der Echo Dot 2. Gen klingt wirklich nicht gut. Auf der anderen Seite klingt der GGMM D6 aber schlechter als ein großer Amazon Echo der 1. oder 2. Generation!

Starten wir aber am Anfang, die Höhen sind angenehm klar und sauber. Selbiges gilt auch für die Mitten.

Hierdurch werden Stimmen und auch Sprache sehr klar und gut verständlich wiedergegeben. Alexa ist hervorragend verständlich, genau wie Sprecher im Radio oder Podcasts. Musik hat eine gute Brillanz und klingt hochwertig.

Es ist keine Spur von dem etwas blechernen Klang des Echo Dots zu hören.

Wo der GGMM D6 etwas schwächelt ist beim Bass. Der Bass hat mich wirklich etwas enttäuscht. Dieser ist nicht schlecht, aber liegt so auf dem Level eines 20-30€ Bluetooth Lautsprechers.

Aufgrund des höheren Volumens und mit 45€ durchaus etwas gehobenen Preises habe ich ganz klar mit einem etwas satteren Bass gerechnet.

Bei aller Kritik, der D6 klingt auch nicht dünn, oder irgendwie schlecht. Der Klang ist sehr annehmbar, für Bad, Küche oder Schlafzimmer. Fürs Wohnzimmer oder eine Party fehlt mir aber etwas der Druck.

Von daher ist der Bass nicht schlecht, nur etwas zurückhaltend.

Was absolut wie beworben ist, ist der 360 Grad Klang. Es spielt keine Rolle wo Ihr Euch vom Lautsprecher befindet, der Klang ist immer gleich gut. Die maximale Lautstärke ist im Übrigen solide, aber der GGMM D6 ist jetzt auch kein Partylautsprecher.

Bonuspunkte gibt es für die gute Rauschunterdrückung. Ist der Echo Dot im Leerlauf, ist auch der Lautsprecher komplett leise.

 

Fazit

Grundsätzlich fällt das Fazit zur GGMM D6 Lautsprecher/Ladestation für den Amazon Echo Dot* positiv aus, dennoch würde ich diese nur bedingt empfehlen.

Starten wir aber beim Positiven, dies wäre zunächst das Design und die Integration des Echo Dots, welche wirklich hervorragend gelungen ist!

Bei der Akkulaufzeit gibt es zwar noch etwas Luft nach oben, aber 6-8 Stunden aktive Nutzung sind okay.

Das Problem ist ein wenig der Klang. Ja die GGMM D6 Dockingstation* klingt signifikant besser als der Echo Dot Solo, klingt aber auch ein gutes Stück schlechter als ein normaler Echo.

Die Höhen und Mitten sind soweit top. Der Lautsprecher klingt nicht blechern oder billig. Allerdings ist der Bass eher auf der schwachen Seite. Für Küche oder Bad ist das Ganze okay, aber wirklich Druck kann der GGMM D6 nicht aufbauen. Klanglich ist der GGMM D6 also in Ordnung, aber auch nicht überragend.

Dies führt uns aber zum Preis. Ein Echo Dot 2. Gen kostet ca. 40€ + 40€ für den GGMM D6, das ist der Klang nicht wert! Sucht Ihr einen portablen Lautsprecher mit Netzwerk Anbindung und ALEXA wäre der GGMM E5 für einen ähnlichen Preis deutlich besser.

Wo der GGMM D6 interessant wird, ist wenn Ihr einen Echo Dot bereits herumfliegen habt, welcher keinen anderen Nutzen hat oder Ihr ihn einfach klanglich „upgraden“ wollt. Hier wiederum machen die 40€ des GGMM D6 Sinn!

Das Hekatron Genius Rauchmelder System im Test

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Smarte Rauchmelder gehören aus meiner Sicht zu den sinnvollsten Smart Home Geräten die man kaufen kann.

Gerade dann wenn man vielleicht über ein alleinstehendes Haus oder Büro verfügt, wo ein Feueralarm nicht sofort jemandem auffallen würde. Aufgrund dieser doch hohen Nützlichkeit gibt es auch einige smarte Rauchmelder Systeme, unter anderem von Nest, Bosch, iHaus, Netatmo usw.

Allerdings sind dies auch keine Hersteller welche eine lange Historie im Bereich des Brandschutzes haben oder überhaupt sich mit den deutschen Richtlinien auskennen (mit Ausnahme von Bosch).

Daher wollen wir uns in diesem Test einmal das Genius Plus X Rauchmelder System von Hekatron ansehen.

Hekatron ist ein deutscher Hersteller von unter anderem professionellen Brandschutzsystemen, der seid über 50 Jahren am Markt ist. Man kann hier also von einem Experten Reden wenn es um Rauchmelder geht.

Aber wie steht es um die Smart Funktionalität? Kann der Genius Plus X Rauchmelder und der Genius Port im Test überzeugen?

 

Das Hekatron Genius Rauchmelder System

Das Genius Rauchmelder System von Hekatron ist recht modular aufgebaut. Ihr könnt einzelne Rauchmelder kaufen und alleine nutzen, alternativ könnt Ihr diese auch mit einem zusätzlichen Modul untereinander vernetzen oder sogar „smart“ machen.

Letzteres ist hier für uns natürlich das Interessante. Um allerdings die Genius Plus X smart zu machen, ist nicht nur das Funkmodul nötig, sondern auch der Genius Port.

Bei dem Genius Port handelt es sich um eine Bridge, also ein Modul welches die Funksignale der Rauchmelder bei Aktivierung empfängt und dann via Internet an Euer Smartphone weiterleitet.

Beginnen wir aber mit den Rauchmeldern.

Hekatron setzt bei den Genius Plus X Rauchmeldern auf ein schickes aber klassisches Design. Die Rauchmelder sind aus einem matten weißen Kunststoff gefertigt.

Dieser ist schön „glatt“ und elegant gehalten. Man sieht den Genius Plus X Rauchmeldern an, dass diese nicht die unterste Klasse sind, ganz im Gegenteil!

Von Anfang an strahlen die Genius Plus X eine gewisse Professionalität und Zuverlässigkeit aus, welche man auch bei einem Rauchmelder erwarten darf. Hierzu trägt natürlich der Made in Germany Schriftzug auf der Verpackung auch einen gewissen Teil bei.

Mit einem Durchmesser von rund 100mm und einer Höhe von 46mm ist der Genius Plus X für einen smarten Rauchmelder erfreulich kompakt!

Montiert wird dieser wie üblich über eine abdrehbare Rückenplatte, welche an der Decke verschraubt wird. Alternativ bietet Hekatron auch VDS geprüfte Klebepads an.

Die Genius Plus X Rauchmelder verfügen über eine fest integrierte Batterie. Diese hält „10“ Jahre, wonach der Rauchmelder ausgetauscht werden muss. Mein Genius Plus X soll laut Aufdruck allerdings sogar bis zum März 2030 halten, also sogar etwas über 10 Jahre.

Für den Test des Rauchmelders ist wie üblich eine Taste integriert, welche schön groß und gut zu erreichen ist. In dieser Taste ist auch eine kleine LED verbaut, welche Euch über den aktuellen Status informiert.

Um die Rauchmelder mit Eurem Smartphone zu vernetzen benötigt Ihr den Genius Port. Der Genius Port ist eine ebenfalls recht schicke, aber erstaunlich große Einheit.

Diese hat fast die Abmessungen eines kleinen WLAN Routers. In der Box ist auch passenderweise ein WLAN Modul verbaut, wie aber auch ein LAN Port.

Ihr könnt also wählen wie Ihr den Genius Port nutzen wollt. Der Genius Port benötigt im Betrieb rund 1,4W Strom, was völlig in Ordnung ist.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung des Genius Systems ist nicht ganz einfach und auch nur bedingt intuitiv! Im Grunde lassen sich die Genius Plus X Rauchmelder in drei Modi nutzen.

  1. Alleine
  2. Vernetzt
  3. Smart

Kauft Ihr einen normalen Genius Plus X Rauchmelder für rund 29€ erhaltet Ihr einen guten normalen Rauchmelder. Um diesen zu vernetzen muss er mit einem zusätzlichen Funkmodul „aufgerüstet“ werden.

Hier gibt es zwei Funkmodule Basis X und Pro X. Das Basis X Modul erlaubt es mehrere Feuermelder untereinander zu vernetzen, sodass alle gemeinsam auf Rauch reagieren.

Das Pro X Modul erlaubt zusätzlich noch eine Verbindung mit dem Genius Port.

Diese Module müsst Ihr per Hand in die Feuermelder einsetzen! Was allerdings nicht sonderlich schwierig ist.

Um die komplette Einrichtung erfolgreich zu absolvieren schaut bitte ins Handbuch! Hier aber eine Kurzform:

  1. Steckt die Funkmodule in die Rauchmelder
  2. Montiert alle Rauchmelder, außer einen
  3. Haltet die Taste auf der Rückseite bei diesem so lange gedrückt bis die LED des Funkmoduls kurz dauerhaft leuchtet
  4. Die anderen Rauchmelder sollten nun mit einem Ton bestätigen, dass eine Verbindung besteht
  5. Drückt bei allen Rauchmeldern einmal die Test Taste zur Bestätigung
  6. Montiert den letzten Rauchmelder
  7. Verbindet den Genius Port mit dem Strom und Netzwerk
  8. Ladet die Genius Control App auf Euer Smartphone
  9. Startet die App und lasst diese nach einem neuen Genius Port suchen
  10. Sofern nicht alle drei LEDs am Port blinken, betätigt die Taste an der Seite des Ports
  11. Euer Smartphone verbindet sich via Bluetooth mit dem Port und Ihr könnt eine Einrichtung via LAN oder WLAN durchführen
  12. Ist der Port eingerichtet, geht zu jedem bereits untereinander vernetzten Feuermelder und haltet die Test Taste so lange gedrückt bis diese ein „surren“ von sich geben.
  13. Dieses „Surren“ ist ein Audio Code welcher von der App aufgegriffen wird um den Rauchmelder ins System einzubinden
  14. Weist dem Feuermelder einen Ort zu und wiederholt dies bei allen Rauchmelder

Gerade das zunächst eine Vernetzung der Rauchmelder untereinander nötig ist, hatte mich etwas überrascht.

Auch werden viele Feature und Funktionen nicht über die Software gesteuert, sondern über kleine Schalter auf dem Funkmodul. Wollt Ihr beispielsweise mehrere Gruppen anlegen, obere Etage, untere Etage usw. welche dann gemeinsam reagieren, dann müsst Ihr hier einen Schalter manuell von A auf B für die zweite Gruppe schalten.

Auch wenn Ihr eine Alarmunterdrückung bei einzelnen Feuermeldern aktivieren wollt usw. könnt Ihr dies nur über DIP Schalter auf der Rückseite machen.

 

Feature und App

Das wichtigste Feature bei einem Rauchmelder ist, dass dieser auch zuverlässig Rauch erkennt. Dies ist leider etwas, was für mich ohne Test Labor unmöglich ist genau zu überprüfen. Einen Test Alarm welchen ich mit brennenden Streichhölzern ausgelöst habe wurde erkannt, aber dies heißt erst einmal nicht viel.

Verlasst Euch hier nicht auf mich, sondern auf den VdS, welche den Rauchmeldern das „Q Label“ verabreicht haben. Bei dem Q Label handelt es sich um ein Qualitäts-Zertifikat, das nicht jeder Rauchmelder bekommt!

Ebenso halten sich die Genius Plus X auch an die DIN EN 14604 und dürfen nach DIN 14676 auch eingesetzt werden um der mittlerweile verpflichtenden Versorgung nachzukommen.

Zu guter Letzt haben die Genius Plus X auch bei Stiftung Warentest den Testsieg geholt.

Ich denke man kann also davon ausgehen, dass die Kernfunktion eines Rauchmelders von den Genius Plus X erfüllt wird. Hier muss ich auch etwas die Ausstrahlung des Genius Plus X loben.

Alleine das Made in Germany, die diversen Prüflogos usw. auf der Verpackung vermitteln direkt  gefühlt etwas Wertiges und Sicheres gekauft zu haben. Auch die Anleitung, welche sehr professionell geschrieben ist, unterstreicht dies.

Etwas was ich sehr an den Rauchmeldern schätze, ist die Status LED. Diese besitzt drei Farben, grün, gelb und rot.

  • Grün = alles in Ordnung
  • Gelb = Batterie fast leer
  • Rot = Defekt/Batterie zu schwach

Viele billige Rauchmelder besitzen nur eine LED, welche im Betrieb ab und zu mal rot blinkt, wo niemand so recht weiß was dies eigentlich bedeutet.

Beim Genius Plus X blinkt die LED ca. einmal pro Minute im Optimalfall grün, was ein sehr eindeutiges Zeichen ist.

Wie steht es aber um die Smart Funktionalität? Diese ist genau wie die Genius Port App recht einfach gemacht. Ihr könnt in der App mehrere Genius Port Systeme überwachen.

Seid Ihr beispielsweise ein Installateur oder habt einfach mehrere Geschäftsräume lassen sich all diese in einer App verwalten.

Die App informiert Euch über den aktuellen System- Status. Damit ist aber leider nur der Genius Port gemeint! Wollt Ihr die Rauchmelder überprüfen, dann müsst Ihr dies per Hand machen.

Das wichtige Feature ist aber natürlich die Mitteilung bei einem Alarm. Dies hatte auch in meinem Test sehr gut funktioniert!

Löst ein Rauchmelder aus erhaltet Ihr auf allen hinterlegten Smartphones (dies können mehrere sein) eine Nachricht mit der Information welches System und welcher Rauchmelder Alarm geschlagen hat. Dies erlaubt es Euch gegebenenfalls noch rechtzeitig einzugreifen oder Hilfe zu rufen.

Gerade wenn Ihr in einem etwas dünner besiedeltem Gebiet wohnt, wo niemand einen Brand in Eurem Haus bemerken würde oder einen normalen Rauchmelder hören würde, ist die Smartphone Benachrichtigung Gold wert!

Selbiges gilt auch für Besitzer von Haustieren, welche gegebenenfalls alleine Zuhause sind. Hier würde ein normaler Feuermelder nichts bringen, das smarte System hingegen schon!

Was ich mir bei der App noch wünschen würde, wäre eine Möglichkeit die Rauchmelder automatisch aus der Ferne zu überprüfen und vielleicht den Batterie-Status zu sehen.

Hekatron hat sich hier ganz klar auf die Basis Funktion konzentriert. Ebenso scheint es nicht möglich zu sein einen Feueralarm aus der Ferne zu unterdrücken, was aber sofern ich korrekt informiert bin gegen irgendwelche Richtlinien verstößt.

 

Fazit

Mit dem Genius Port und den Genius Plus X Rauchmeldern hat Hekatron eins der sichersten smarten Rauchmelder Systeme im Sortiment, das ich bisher gesehen habe!

Wobei auch dieses Schwächen besitzt, mit welchen wir ausnahmsweise auch starten. Die Einrichtung des Systems ist verglichen mit smarten Rauchmeldern von Bosch oder Nest doch ein gutes Stück komplizierter und ohne Anleitung kaum zu machen. Hier sollte Hekatron etwas noch nachbessern.

Auch gibt es wenige Bonus Funktionen, wie ein verstellbares Rauchlevel ab welchem Alarm gegeben wird, Sprachansagen, zusätzliche Temperatur Sensoren usw.

Ein Rauchmelder von Nest oder Bosch wirkt hier im direkten Vergleich, was die Software angeht, doch noch etwas mehr nach High Tech.

Allerdings wenn es um die Kernfunktionalität eines Rauchmelders geht, ist Hekatron voll auf dem Stand der Technik! Die Feuermelder selbst sind angenehm kompakt und die mehrfarbige LED Statusanzeige ist doch ein großes Plus verglichen mit den 0815 Feuermeldern, welche meist nur eine mysteriös blinkende rote LED besitzen.

Dank der 10 Jahres Batterie müsst Ihr Euch auch eine lange Zeit keine Sorgen um Euren Brandschutz machen! Dieser Brandschutz wurde auch von diversen Organisationen getestet, wie Stiftung Warentest welche die Genius Plus X Rauchmelder als gut einstufen, zudem sind die Rauchmelder auch nach DIN EN 14604 und VdS geprüft und anerkannt.

Hinzu kommt natürlich die aus meiner Sicht sehr wichtige smart Funktionalität des Genius Port. Meldet ein Rauchmelder einen Brand, werdet Ihr über den Genius Port auch unterwegs informiert.

Gerade wenn niemand Zuhause ist kann dies gegebenenfalls Haustieren das Leben retten oder einen größeren Schaden verhindern. Dieses System funktionierte in meinem Test auch tadellos!

Für wen würde ich nun das Genius System empfehlen? Grundsätzlich würde ich jedem smarte Rauchmelder empfehlen, diese sind ein großes Plus an Sicherheit!

Allerdings gibt es einige solcher Systeme. Das Genius System würde ich primär Nutzern empfehlen, die ein besonders hohes Sicherheitsbedürfnis haben, wie auch Unternehmen und Geschäften. Hekatron bewirbt sein System ja auch für Kindertagesstätten, Kindergärten, Beherbergungsbetriebe, kleinere Hotels usw., wo ich mir dieses System auch sehr gut vorstellen kann!

Als deutscher Hersteller, der seid über 50 Jahren im Geschäft ist, ist Hekatron ein absoluter Experte was den Brandschutz und Feuermelder angeht. Auch kennt sich Hekatron mit den deutschen Regularien sicherlich besser aus als die diversen asiatischen und amerikanischen Herstellern.

Sicherlich ist ein Nest Feuermelder etwas mehr „gestreamlined“ was die Einrichtung und Komfort Feature angeht, aber das Hekatron Genius System strahlt eine gewisse Professionalität aus, welche ich bei vielen der smarten Feuermelder die ich bisher in den Fingern hatte noch nicht gesehen habe!

Auch der Preis mit rund 70€ für einen Feuermelder ist fair! Lediglich der Genius Port ist mit über 200€ für meinen Geschmack etwas teuer. Jedoch gerade bei größeren Installationen werden die günstigeren Feuermelder das Genius System günstiger machen als Nest oder Bosch.

Sucht Ihr also das Maximum an Sicherheit greift zum Hekatron Genius System. Ist Euch aber eine besonders einfache Einrichtung oder viele Funktionen besonders wichtig, gibt es vielleicht auch ein besseres System für Euch.

Der Tile „All New Mate“ im Test

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Der Tile Mate war ein herausragender Schlüsselfinder, mit einer Schwäche, der Batterie. Der alte Tile Mate hatte eine fest integrierte Batterie, welche nach rund einem Jahr sich ihrem Ende zuneigte und einen Austausch des kompletten Schlüsselfinders nach sich zog. Blöd, aus Sicht der Kosten und auch der Umwelt.

Tile hat dies anscheinend erkannt und mit dem neuen „All New Mate“ behoben. Dieser bietet eine austauschbare Batterie und somit eine theoretisch unbegrenzte Lebensdauer. Zudem soll es Verbesserungen bei der Bluetooth Reichweite und der Lautstärke des Lautsprechers gegeben haben.

Ist der neue Tile „All New Mate“ mit diesen Verbesserungen nun der perfekte Schlüsselfinder? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Tile „All New Mate“ im Test

Bei dem neuen Tile Mate handelt es sich wie auch schon beim Vorgänger um ein ca. 35 x 35 x 6,5mm großes Modul.

Dies ist komplett aus einem weiß/grauen Kunststoff gefertigt, welcher auf den ersten Blick einen zugegeben eher mittelmäßig robusten Eindruck macht. Das Gehäuse des Tile Mate ist recht „plastikhaft“.

Allerdings hat der Verzicht auf premium Materialien auch einen praktischen Vorteil. Mit gerade einmal 7,44g ist der Tile Mate unheimlich leicht! Ideal für den Schlüsselbund, an welchem man meist eh viel zu viele Schlüssel hängen hat.

Für die Befestigung an einem Schlüsselbund besitzt der Mate auch ein kleines Loch doch welches Ihr den Schlüsselring oder eine Schnur führen könnt.

Der „All New Mate“ verfügt auf seiner Oberseite lediglich das Tile Logo. Dieses ist allerdings eine versteckte Taste, die zum Koppeln und anderen Funktionen dient.

Auf der Rückseite finden wir die große Neuerung des Tile Mates, eine austauschbare Batterie! Während Ihr den alten Tile Mate nach rund einem Jahr wegschmeißen musstet, könnt Ihr beim neuen Tile Mate einfach die verbaute CR1632 Knopfzelle austauschen. Klasse!

Allerdings hat dies auch einen kleinen Nachteil, der neue Tile Mate ist nicht mehr wasserdicht. Zu mindestens wirbt Tile nicht mehr damit.

Öffnen wir allerdings die Batterieklappe sehen wir durchaus eine schützende Abdichtung. Etwas Regen oder Nässe wird dem Mate also vermutlich nichts ausmachen.

Ebenfalls auf der Rückseite ist der Lautsprecher, welcher bei der neuen Version des Mates 50% lauter sein soll.

 

Die Tile App

Ein großer und wichtiger Teil am Tile Mate und auch den anderen Tile Produkten ist die sehr gute App!

Diese findet Ihr natürlich im Google Play Store oder Apple App Store. Nach dem Download müsst Ihr Euch in der App registrieren. Nein dies ist kein unnötiges Datensammeln, sondern die Registrierung macht Sinn! Dazu aber später mehr.

Habt Ihr Euch registriert, müsst Ihr den Tile Mate mit Eurem Smartphone verbinden. Dieser Verbindungsprozess ist kinderleicht, einfach auf die Taste auf dem Mate drücken und warten.

Die App sucht den Schlüsselfinder automatisch und verbindet sich mit diesem. Anschließend müsst Ihr diesem noch ein Objekt oder Namen zuweisen, damit Ihr diesen besser erkennen könnt.

Auf der Startseite der App werden Euch nämlich alle verbundenen Schlüsselfinder aufgelistet, mit dem Icon und Namen, dem Ihr diesen zugewiesen habt.

Es ist also kein Problem mehrere Tile Mates mit einer App zu nutzen, wenn Ihr dies möchtet. Auf der Startseite seht Ihr auch gleich den Verbindungsstatus und könnt eine Suche einleiten.

 

Die Suche

Die Suche Eures Tile Mates variiert etwas je nachdem wie weit Ihr von diesem entfernt seid. Der Mate hat eine theoretische Reichweite von 45 Metern, welche allerdings nur auf freiem Feld erreicht wird. In einer Wohnung schätze ich die Reichweite aber auch auf gute 20+ Meter.

Befindet Ihr Euch innerhalb der Reichweite und startet die Suche, gibt Euch die App eine grobe Einschätzung wie weit Ihr Euch vom Mate entfernt befindet. Zudem kann eine Melodie wiedergegeben werden.

Hierdurch ist es in der Regel sehr problemlos möglich den Mate schnell aufzufinden!  Der verbaute Lautsprecher ist auch laut genug, dass man diesen noch hört selbst wenn ein Kissen oder eine Decke auf dem Schlüsselfinder liegt.

Innerhalb meiner Wohnung war es wirklich zu keinem Zeitpunkt ein Problem den Tile Mate zu finden.

Was aber wenn Ihr Euch außerhalb der Reichweite befindet? In diesem Fall merkt sich die App in gewissen Intervallen wo Ihr zuletzt mit dem Mate verbunden wart und markiert die letzte bekannte Position auf einer Karte.

Hier könnt Ihr dann mit der Suche starten. Mit ein wenig Glück befindet Ihr Euch an der letzten bekannten Position auch wieder innerhalb der Reichweite.

Falls nicht hat Tile noch ein Ass im Ärmel, die Community Suche. Falls Ihr Euren Tile Mate einfach nicht finden könnt, könnt Ihr diesen für andere Nutzer freigeben. In diesem Fall sucht die App auch von anderen Nutzern nach Eurem Mate.

Dies geschieht im Hintergrund, die anderen Nutzer helfen also nur passiv. Stößt nun ein anderer Nutzer bzw. die Tile App auf Euren Mate erhaltet Ihr eine Nachricht mit dem Standort wo dies der Fall war.

Ich finde diesen Ansatz brillant! Leider hängt die Effektivität stark von der Nutzerbasis ab, mehr Tile Nutzer in Eurer Umgebung = größere Chance, dass die Community Suche funktioniert.

Wenn Ihr Euch also einen Tile Mate kauft, helft Ihr also auch passiv dabei die Community Suche zu verbessern!

Umgekehrt könnt Ihr den Tile Mate auch nutzen um Euer Smartphone zu suchen! Einfach die Taste auf der Oberseite zweimal drücken und Euer Smartphone klingelt, sofern es sich innerhalb der Reichweite befindet. Praktisch!

 

Fazit

Der neue Tile Mate* ist der perfekte Schlüsselfinder! Dank der nun austauschbaren Batterie ist mein einziger Kritikpunkt am Vorgänger behoben worden.

Geblieben sind aber alle positiven Punkte, wie die sehr gute App, das sehr leichte und kompakte Design oder auch die wirklich brillante Community Suche.

Dank der hohen Bluetooth Reichweite ist es innerhalb der Wohnung keinerlei Problem den Tile Mate aufzuspüren. Die App zeigt Euch zum einen an wie stark das Signal zum Schlüsselfinder ist, zum anderen könnt Ihr auch einen Signalton wiedergeben.

Außerhalb der Wohnung merkt sich die App die letzte bekannte Position des Schlüsselfinders, wodurch Ihr selbst beim überschreiten der Reichweite einen Ansatzpunkt habt. Hilft das auch nicht könnt Ihr die Community Suche nutzen!

Der Schlüsselfinder selbst ist qualitativ ausreichend gut und angenehm kompakt und leicht.

Auch der Preis ist mit 25€ (zum Zeitpunkt des Tests) vollkommen in Ordnung für das Gebotene! Dafür bekommt Ihr einen, wenn nicht sogar den besten Schlüsselfinder auf dem Markt!