Die Xtorm XW300 Wireless Powerbank 8000 WAVE im Test, Kabellos + USB C + 2x USB A

Der niederländische Hersteller Xtorm hat auf der IFA dieses Jahr seine neuste „Design“ Serie vorgestellt. Diese soll dabei nicht nur mit einem tollen Design, sondern auch mit neuster Technik punkten.

Eins der neu vorgestellten Produkte ist die Xtorm XW300 2 in 1 Powerbank. Hierbei handelt es sich um eine Powerbank mit integriertem QI Ladepad auf der Oberseite.

Auf dem Papier sieht die XW300 sehr interessant aus, allerdings will Xtorm für diese auch gute 70€ haben. Wollen wir uns doch einmal im Test die neue Xtorm XW300 ansehen. Kann diese 2 in 1 Powerbank überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Xtorm für das Zurverfügungstellen der XW 300 für diesen Test.

 

Die Xtorm XW300 Wireless Powerbank 8000 WAVE im Test

Xtorm hat sich bei der XW300 sichtlich Mühe gegeben eine der hochwertigsten und edelsten Powerbanks aller Zeiten zu produzieren.

Dies ist auch voll gelungen! Was Haptik und Verarbeitung angeht, gibt es kaum bis keine Luft mehr nach oben! Die XW300 ist aufgrund ihres doppelnutzen als Powerbank und als QI Ladepad eine recht flache aber breite und lange Powerbank.

Diese ist zwar für die Kapazität von 8000mAh  nicht übermäßig kompakt, aber auch nicht all zu groß. Diese ist immer noch eine gut portable Powerbank.

Der äußere Rahmen der Xtorm XW300 ist aus einem silbernen Aluminium gefertigt, welches an den Kanten sauber abgeflacht wurde, wodurch die Powerbank im Licht ein gewisses Schimmern erhält. Auch verleiht der Aluminiumrahmen, welcher aus einem Guss gefertigt ist, der Powerbank eine gewisse Massivität und Stabilität.

Allerdings bin ich in der Regel gar kein Fan von Aluminium Powerbanks. Sie können, wenn in der gleichen Tasche wie Euer Smartphone, dieses zerkratzen oder eventuell beschädigen. Dies ist allerdings bei der XW300 kein Problem!

Die Unterseite der Xtorm XW300 ist aus einem Gummi gefertigt, die Oberseite hingegen ist mit einem Stoff bespannt. Beide Materialien sind so weich, dass diese Euer Smartphone nicht zerkratzen oder Beschädigen können, sollten sie aneinander reiben.

Gerade den Stoff auf der Oberseite schätze ich sehr! Es handelt sich hierbei um einen etwas gröberen Stoff welcher ein wenig in Richtung von Leinen geht. Hierdurch fühlt sich die Powerbank nicht nur gut an, sondern ist auch perfekt gegen Kratzer und Fingerabdrücke geschützt.

Auf dem Stoff der Oberseite ist zusätzlich ein kleines Gummi Plus angebracht. Dieses markiert das QI Ladepad und sorgt zusätzlich für einen etwas besseren Halt Eures Smartphone auf der Oberseite.

Bei dem verwendeten QI Pad handelt es sich im Übrigen um ein 10W Ladepad! Viel schneller geht’s also kaum.

Aber natürlich kann die Xtorm XW300 nicht nur Eure Smartphones kabellos aufladen. Auf der Front der Powerbank sind gleich drei alternative Anschlüsse angebracht. Hier finden sich zwei normale USB Ports wie auch ein USB C Port.

Alle drei Anschlüsse sollen laut Xtorm 2A bei 5V liefern können. Für den USB C Port ist dies ungewohnt wenig. In der Regel verfügen diese über 3A, allerdings nutzen die wenigsten Smartphones dies praktisch überhaupt aus.

Der USB C Port kann dabei nicht nur als Ausgang genutzt werden, sondern auch als Eingang. Ihr könnt über diesen auch die Powerbank wiederaufladen. Alternativ ist auch noch ein microUSB Port an der Seite vorhanden. Ihr habt also die Wahl welcher Anschluss Euch besser passt.

Was das Tempo angeht sollen beide Ports jeweils bis zu 2A aufnehmen können.

Wie jede Powerbank besitzt auch die Xtorm XW300 über einen Einschalter und vier kleine Status LEDs. Diese informieren Euch über die verbliebende Restladung. Passend zum Design der Powerbank handelt es sich auch um weiße LEDs.

 

Wie testet techtest.org?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbanks bis sie sich von alleine abschalteten oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt. Daraufhin wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen. So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

Das gemessene Ergebnis in Wh rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V (teilweise auch 3,6V) bezieht. Es wäre zwar genauer mit der Wh Angabe zu rechnen, aber für eine bessere Vergleichbarkeit bleibe ich beim mAh.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Zum Messen der Ladegeschwindigkeit nutze ich diverse Messgeräte. Achtung! Einige der günstigeren USB Multimeter können die Ladegeschwindigkeit verfälschen.

Für die Ladetests verwende ich zudem „standardisierte“ Ladekabel. Das verwendete Ladekabel hat durchaus einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit von Smartphones! Mehr zu dem Thema hier.

Für microUSB nutze ich ein Anker Powerline+ Kabel, für Apple Lightning das originale Apple Kabel und für USB C das Kabel von AUKEY. Dies sind nicht zwingend die „besten“ Kabel für die maximale Ladegeschwindigkeit, gerade das Apple Lightning Kabel ist eher mittelmäßig, aber so haben alle Powerbanks gleiche Bedingungen. Hier meine Tipps für die aktuell besten Ladekabel: Die besten Smartphone Ladekabel, welche sind empfehlenswert?

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Messwerte

Starten wir wie üblich mit der Kapazität der Powerbank. Laut Hersteller liegt diese bei 8000mAh, messen konnte ich 6208mAh bzw. 22,973Wh.

Dies entspricht 78% der Herstellerangabe, ein etwas niedriger Wert. Es ist durchaus normal, dass eine Powerbank nicht ganz die Herstellerangabe erreicht. Die Herstellerangabe bezieht sich in der Regel auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen und nicht auf die letztendlich nutzbare Kapazität. Beim Entladen gibt es allerdings immer einen gewissen Verlust, weshalb nicht 100% der Kapazität nutzbar ist.

78% ist hier aber etwas wenig, 90-80% sind normal. Ich habe auch den Test mehrfach wiederholt und kam jedes Mal auf ein ähnliches Ergebnis. Wie kommts? Ich nehme mal nicht an, dass Xtorm bei der Kapazität der XW300 geflunkert hat, anscheinend ist allerdings wenn ein Verbraucher an die USB Ports angeschlossen ist das QI Ladepad aktiv.

Qi Ladepads benötigen auch im Standby etwas Energie, was hier unterm Strich möglicherweise die fehlenden 2-8% ausmacht.

Wie steht es um das Ladetempo? Hier wird es nun etwas komplizierter, denn Xtorms Angaben bezüglich der Leistung der USB Ports ist nicht ganz richtig.

Xtorm gibt an, dass alle Ports 2A schaffen, inklusive des USB C Ports. Das ist aber nicht richtig. Die normalen USB Ports schaffen jeweils problemlos 3A. Problemlos muss man hier sogar deutlich unterstreichen, denn die XW300 liefert die mit stabilste Spannung die ich jemals bei einer Powerbank gesehen habe.

Bei 0A Last liegen 5,1405V an und bei 3A 5,1215V, dies ist ziemlich perfekt!

Auch, dass die Spannung leicht über 5V liegt, ist ideal für ein schnelles Aufladen! Dies zeigt sich auch in den Ladetests. Das Samsung Galaxy S9+ erreicht 1,767A, das iPhone X 1,6A und das BQ Aquairs X2 Pro 1,46A.

Alle drei Werte sind herausragend! Eine leicht höhere Spannung kompensiert beispielsweise den Spannungsabfall durch das verwendete Ladekabel (gerade wenn dies eher mäßig gut ist) und signalisiert dem angeschlossenen Smartphone, dass hier ein starkes Ladegerät vorhanden ist, dessen Spannung nicht wegbricht.

Wie steht es um den USB C Port? Dieser ist interessant, denn 2A ist erst einmal gar nicht so recht mit dem USB C Standard verträglich. Ich dachte zunächst es handelt sich hier einfach um einen normalen USB Port der einfach intern mit einem USB C Adapter „umgewandelt“ wurde. Dies haben die ersten auf dem Markt erhältlichen und günstigen Powerbanks gemacht.

Allerdings ist dies nicht der Fall! Man scheint hier schon einen „echten“ USB C Port zu nutzen. Zum einen ist dieser „kalt“ = es wird keine Spannung ausgegeben wenn kein Verbraucher angeschlossen ist, zum anderen lädt beispielsweise ein Apple MacBook Pro sogar mit 3A an diesem Port.

Es ist mir hier unbegreiflich, dass Xtorm beide Ports mit 2A labelt, 2,4A für die normalen USB Ports und 3A für den USB C Port wären korrekt.

Kleine Info am Rande, der linke USB Port ist nicht Apple optimiert (Apple Geräte laden an diesem Port nur mit 1A), der rechte hingegen liefert das volle Ladetempo.

Wie steht es um das kabellose Laden? Hier unterstützt die Xtorm XW300 Wireless Powerbank 8000 WAVE 5W, 7,5W und 10W Leistung, ist also ein kabelloses Schnellladegerät.

Wobei dies natürlich immer etwas relativ ist. Kabelloses Laden ist nicht schnell! Beispielsweise das Samsung Galaxy S9+ erreichte in einer halben Stunde rund 12% mehr Akku, klingt nicht viel ist aber ein gutes Ergebnis!

Das kabellose Laden funktionierte im Übrigen auch in Kombination mit dem Apple iPhone X problemlos.

Ist die Powerbank nun leer, wie geht das Aufladen und wie lange dauert dieses? Zum Aufladen habt Ihr den microUSB und USB C Port zur Verfügung.

Beim microUSB Port konnte ich 2,04A maximalen Ladestrom messen und beim USB C Port 2,17A. Dieser ist also minimal schneller, was aber in der Praxis keine Rolle spielen wird. Die Powerbank benötigt beim Laden über beide Ports rund 4-4,5 Stunden.

Aber kann man die Powerbank denn nicht über beide Ports gleichzeitig laden, für ein höheres Ladetempo? Es gibt ja schließlich einige Modelle auf dem Markt die dies können?

Die Antwort ist jein, ich konnte zwar tatsächlich eine leicht höhere Ladegeschwindigkeit von 2,77A beim Anschließen beider Ports messen (2,067A + 0,71A), allerdings scheint die XW300 nicht darauf ausgelegt zu sein.

Teils funktionierte das Laden über beide Ports gar nicht, teils gab es andere Merkwürdigkeiten (auf dem microUSB Port wurde plötzlich Spannung ausgegeben) usw.

Nutzt also lieber nur einen Port.

Wenn Ihr ein etwas höheres Ladetempo wollt, könnt Ihr ein USB Power Delivery Ladegerät mit 5V/3A nutzen. An solch einem erreicht die Powerbank bis zu 2,48A via USB C.

 

Fazit

Das Fazit zur Xtorm XW300 Wireless Powerbank 8000 WAVE* fällt etwas anders aus als ich dies zunächst dachte.

Im Gegensatz zu meinem ersten Eindruck kann die XW300 nicht nur durch die schicke Aluminium/Leinen Optik punkten.

Zwar ist diese sicherlich ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, aber auch die technische Seite hat mich sehr positiv überrascht!

Die XW300 hat die leistungsstärksten und am besten geregelten normalen USB Ports die ich bisher bei einer Powerbank gesehen habe! Schneller kann man Smartphones nicht ohne ein Nutzen von Quick Charge und Co. laden. Auch der USB C Port liefert eine sehr ordentliche Geschwindigkeit und kann entgegen der Herstellerangabe bis zu 3A liefern, Xtorm selbst wirbt mit nur 2A.

Ebenfalls sehr positiv zu bewerten ist das kabellose Ladepad auf der Oberseite. Dieses liefert auch ein gutes Tempo und kann stationär genutzt werden. Zu Hause könnt Ihr einfach die Powerbank dauerhaft an einem Ladegerät belassen und als QI Ladepad nutzen.

Um ehrlich zu sein ist dies auch die einzige Nutzung die wirklich Sinn macht. Unterwegs ist vom QI Ladeplatz eher abzuraten, das normale Aufladen ist deutlich schneller und effizienter.

Schnell ist auch das Wiederaufladen der Powerbank. An einem guten Ladegerät erreicht diese bis zu 2,48A, was ein Wiederaufladen in rund 4 Stunden ermöglicht.

Kurzum gefällt Euch das Design der Xtorm XW300 Wireless Powerbank 8000*? Falls ja könnt Ihr absolut sorgenlos zugreifen, denn nicht nur das Design stimmt, auch die technische Seite wurde von Xtorm hervorragend gelöst!

Positiv

  • Herausragendes Design
  • Tolle Haptik
  • Sehr hohe Ladegeschwindigkeit (für eine Powerbank ohne QC)
  • Gutes kabelloses Ladepad
  • Hohe Wiederaufladegeschwindigkeit
  • Gute Anschlussvielfalt

 

Negativ

  • Recht groß für eine 8000mAh Powerbank
  • „Nur“ 6208mAh echte Kapazität
Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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