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Der Optoma HL10 „mini Beamer“ im Test

Portable Beamer und Projektoren sind nichts mehr Neues. Von diesen gibt es einige auf dem Markt. Leider haben diese allerdings meist eine eher schwache Bildqualität.

Kein Wunder, eine leistungsstarke Lampe in einem kleinen Gehäuse und im schlimmsten Fall auch noch bei Akku-Betrieb unterzubekommen ist nicht leicht.



Optoma verspricht aber genau dies! Der HL10 soll der optimale portable Beamer für live Veranstaltungen, Präsentationen oder sogar das Heim Kino sein, trotz eines optionalen Akku- Betriebes.

Stimmt dies? Ist der Optoma HL10 wirklich ein solch guter und kompakter Beamer? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen dank an Optoma für das Ausleihen des HL10 für diesen Test.

 

Der Optoma HL10 im Test

Der Optoma HL10 ist ein portabler „mini“ Beamer. Mit 278 x 191 x 54mm ist dieser als wirklich sehr schön handlich zu bezeichnen, allerdings ist dieser auch nicht winzig.

Die Größe wirkt blöd gesagt vernünftig auf mich. Nicht zu klein, dass die Bildqualität zu sehr negativ beeinflusst sein sollte, aber auch nicht zu groß, dass die Portabilität zu sehr leidet.

Beim Gehäuse setzt Optoma auf einen soliden matten Kunststoff. Der HL10 ist dabei ein gutes Stück moderner und gradliniger gestaltet als die meisten klassischen Beamer. Mit „clean“ lässt sich das Design gut zusammenfassen. Dafür verzichtet Optoma auf große Lüftungsschlitze oder eine extra große Linse auf der Front.

Letztere ist im ausgeschalteten Zustand hinter einer kleinen Klappe versteckt, welche auch als Einschalter dient. Clever! Zum einen ist dies sehr komfortabel und zum anderen ist so die Linse während des Transports geschützt.

Alles in allem macht der Optoma HL10 einen wirklich hochwertigen Eindruck.

Wie steht es aber um die Steuerung und die Anschlüsse? Die Abdeckung der Linse wird beim HL10 als Ein/Ausschalter genutzt. Weitere Einstellungen lassen sich über die Tasten auf der Oberseite des Gerätes abrufen. Optoma legt aber auch eine kleine Fernbedienung bei, welche qualitativ aber eher als „funktional“ zu bezeichnen ist.

Während der Beamer soweit zu seinem 1000€ Preispunkt passt, wirkt die Fernbedienung eher einem 300€ Gerät zugehörig.

Allerdings verrichtet diese problemlos ihren Job, von daher will ich nicht zu laut klagen.

Worüber man auch nicht klagen kann, ist die Port Ausstattung des Optoma HL10. Dieser verfügt über zwei HDMI Ports, einen Audio Ausgang (3,5mm) und zwei USB Ports.

Einer dieser USB Ports kann für „Wi-Fi-Display“ genutzt werden. Hierfür benötigt Ihr einen zusätzlichen kleinen USB Adapter. Dieser erlaubt es dann das Bild kabellos von einem Notebook oder Smartphone an den Optoma HL10 zu übertragen.

Hier finde ich es etwas schade, dass dies nicht fest integriert ist, aber der Adapter ist mit 40€ auch nicht übermäßig teuer.

Der Optoma HL10 verfügt aber über integriertes Bluetooth. Dies ist allerdings nicht um Euer Smartphone mit diesem zu verbinden, hierfür besitzt Bluetooth nicht genug Bandbreite, sondern für Bluetooth Lautsprecher.

Ihr könnt einen Bluetooth Lautsprecher mit dem Optoma HL10 verbinden für einen besseren Klang bei Videos. Bedenkt allerdings das manche Bluetooth Lautsprecher eine leider recht hohe Verzögerung haben, was bei Filmen natürlich suboptimal ist.

Die Stromversorgung des Optoma HL10 verläuft über ein kleines beiliegendes Netzteil, oder den integrierten Akku! Letzterer kann den Beamer bis zu 2,5 Stunden unabhängig vom Netz betreiben.

 

Bildqualität des Optoma HL10 

Ich war ganz klar gesagt doch sehr beeindruckt als ich den Beamer das Erste mal eingeschaltet hatte. Im Normalfall nutze ich einen großen ViewSonic PX747-4K, welcher mit 3500 ANSI Lumen wirbt. Hier wirken doch die 1500 ANSI Lumen des HL10 auf dem Papier ein gutes Stück schwächer.

Praktisch kann ich dies allerdings so nicht bestätigen! Der Optoma HL10 wirkt unheimlich hell, unabhängig von der Größe. In einem abgedunkeltem Raum bietet dieser auf rund 75 Zoll ein wirklich helles Bild und sehr gut erkennbares Bild!

Hier hilft natürlich auch die menschliche Wahrnehmung, welche bei der Helligkeit nicht linear ist. Ab einer gewissen Helligkeit muss ein Beamer mehr als das doppelte an Leistung bieten um subjektiv ein doppelt so helles Bild zu produzieren. So ist der ViewSonic PX747-4K natürlich heller als der kleine Optoma HL10, dies fällt aber subjektiv kaum auf.

Ein wenig anders sieht dies im Akku-Betrieb aus. Hier drosselt der Beamer seine Helligkeit um ca. 56%. Dies fällt auch in der Praxis auf! Ich will jetzt nicht sagen das der Helligkeitsverlust auch wirklich nach über 50% aussieht, aber auf 75 Zoll wäre mir im Akku Betrieb das Bild vielleicht etwas zu dunkel für ein richtiges Kino Feeling.

Hier sollte man entweder auf das Netzteil umsteigen, oder den Abstand zur Leinwand etwas verkleinern. Bei +-50-55 Zoll wirkt das Bild was die Helligkeit angeht wieder deutlich passender im Akku-Betrieb.

Optoma HL10 gibt die maximale Bilddiagonale mit 111 Zoll an, was natürlich machbar ist. Allerdings verteilt sich auf solch einem großen Bild die Helligkeit ein gutes Stück mehr, wodurch dieses Dimmer aussieht, selbst im Netzbetrieb.

Ich denke bis 70-80 Zoll werdet Ihr mit dem Optoma HL10 in einem Abgedunkeltem die optimale Bildqualität erreichen, danach gibt man etwas Bildqualität zugunsten der Größe auf.

Dennoch ist dies eine wirklich beeindruckende Leistung für solch einen kleinen und kompakten Beamer! Dieser ist völlig fürs Heimkino geeignet.

Aber nicht nur die Helligkeit hat mich sehr positiv überrascht, auch die Bildschärfe war herausragend. Ich würde sogar sagen, dass diese über dem ViewSonic PX747-4K oder BenQ W1300 liegt, sofern man diese auch nur mit einem Full HD Signal ansteuert.

Gerade Texte und Schrift lässt sich wunderbar ablesen, womit sich der HL10 auch sehr gut für Präsentationen eignet.

Die Farben des Optoma HL10 wirkten im ersten Moment vielleicht etwas matt. Allerdings lag dies beim genauen Betrachten am sRGB Modus welcher aktiv war.

In diesem versucht der HL10 besonders akkurate Farben zu liefern, was auch gelingt! Sowohl die Farbtreue wie auch die Farbraumabdeckung ist sehr gut!

Der Optoma HL10 liefert laut meinem Messgerät eine 92%ige Abdeckung des sRGB Farbraums und 70% des AdobeRGB Farbraums.

Für einen Beamer sind dies sehr gute Werte! Allerdings im Normalfall würde ich diesen allerdings im „Kino“ Modus betreiben. In diesem sind die Farben ein gutes Stück satter, was aber beim Beamern besser aussieht, finde zu mindestens ich.

Im Kino Modus sehen Filme, Serien und auch Spiele sehr schön satt und kräftig aus. So macht das Heimkino spaß!

Wo wir bei Spielen sind, kann man auf dem HL10 wirklich gut spielen? Beamer haben traditionell einen sehr hohen Input-Lag bzw. schlechte Reaktionszeiten. Hier sind Werte im Bereich 80ms oder mehr gängig.

Mit 44,2ms ist der Optoma HL10 hier durchaus noch als sehr passabel einzustufen. Ihr wollt auf diesem nicht in einem CS Go Turnier antreten, aber mal ne runde FIFA oder beispielsweise die Nintendo Games mit einem Kumpel nebenan sind kein Problem!

Der Input-Lag wirkt nicht störend hoch, auch wenn dieser höher ist als bei normalen LCD Geräten.

Zu guter Letzt wie steht es um den Kontrast? Gut, sofern Euer Raum dunkel ist. Ein Beamer kann kein schwärzeres Schwarz produzieren als welches die Leinwand unbeleuchtet besitzt.

Ist Euer Raum ausreichend dunkel sind die Kontraste des HL10 absolut sauber! Ein weiterer Punkt bei welchem man dem Beamer nicht anmerkt das es sich hier um ein kompaktes/Portables Gerät handelt.

 

Einschaltzeit

Nach betätigen des Einschalters benötigt der Optoma HL10 ca. 22 Sekunden bis dieser im Hauptmenü angelangt ist. Ist eine Quelle verbunden braucht dieser weitere 9 Sekunden um das Bild von dieser anzuzeigen.

Daraus ergibt sich eine Start Zeit von 31 Sekunden, was ein sehr guter Wert ist!

Auch das Abschalten des Beamers geschieht in wenigen Sekunden (ca. 5 Sekunden). Dies ist ebenfalls ausgesprochen flott.

 

Lautstärke

Wo man beim Optoma HL10 etwas Kompromisse eingehen muss, ist bei der Kühlung. Optoma hat sich hier offensichtlich Mühe gegeben und arbeitet mit Kupfer Kühlkörpern im inneren und anscheinend einem wertigen Lüfter.

Dennoch ist der HL10 im Normalbetrieb natürlich ein Stück weit lauter als normale große Projektoren. Lauter ja, aber nicht störend laut! Man hört in einem leisen Raum den Beamer auf +-3-4 Metern leise surren, darüber hinaus verschwindet dieses langsam.

Schaut man einen Kinofilm oder spielt Spiele auf dem Beamer, dann wird dieser bereits bei unter 2 Metern so gut wie gar nicht mehr auffallen.

Gerade von billigen Beamern habe ich hier schon viel schlimmeres gehört! Für seine Abmessungen und Helligkeit würde ich den HL10 sogar als recht leise einstufen.

 

Fazit

Der Optoma HL10 ist mit rund 1000€ natürlich ein recht teurer Beamer. Allerdings hat Optoma hier einen wirklich tadellosen Job gemacht! Bei super kompakten und portablen Beamern gibt es immer gewisse Einschränkungen, ob nun bei der Bildqualität, der Helligkeit oder der Lautstärke.

Allerdings hat es Optoma geschafft diese Einschränkungen beim HL10 auf einem Minimum zu halten bzw. sogar komplett zu beseitigen.

So bietet der Optoma HL10 eine herausragende Bildqualität! Gerade die Schärfe und auch die Helligkeit ist beeindruckend! Letztere ist natürlich nicht ganz so hoch wie bei einem „großen“ Gerät, aber mehr als ausreichend für ein 70-80 Zoll Heimkino.

Selbst die Abdeckung des sRGB Farbraums ist für einen Beamer stark, genau wie die Reaktionszeit. Somit ist der Optoma HL10 auch voll für einen stationären Einsatz geeignet! Ich würde sagen Ihr geht bei der Bildqualität 0 Kompromisse ein!

Wo man die sehr kompakten Abmessungen vielleicht etwas merkt ist bei der Lautstärke. Der Optoma HL10 ist nicht laut! Aber lauter als gänige stationäre Modelle einer vergleichbaren Klasse, das muss man so zugegeben.

Dafür kann der HL10 mit einer sehr flotten Start und Stop Zeit punkten! Auf die guten 31s die der Optoma HL10 bis zum Anzeigen des Bildes benötigt werden einige große Modelle schon eifersüchtig.

Kurzum, Ihr sucht einen Beamer für eine portable und stationäre Nutzung, wo Ihr einen besonders hohen Wert auf eine kompromisslose Bildqualität legt und auch bereit seid 1000€ in die Hand zu nehmen? Dann kann ich den Optoma HL10 voll empfehlen!

Die Master & Dynamic MW07 im Test, 299€ true wireless Ohrhörer!

Der Hersteller Master & Dynamic gehört hierzulande ganz klar zu den so ziemlich exotischsten Herstellern was High End Audio Produkte angeht.

Master & Dynamic hat nun vor kurzem allerdings ein ausgesprochen interessantes Produkt auf den Markt gebracht, die MW07.

Bei den MW07 handelt es sich um komplett kabellose Ohrhörer der Premium Klasse. Dies ist sehr spannend da die Auswahl in der gehobenen Preisklasse tatsächlich noch recht klein ist, was „TWS“ Ohrhörer angeht.


Aber wie steht es um die Praxis? Werden die Master & Dynamic MW07 ihren Preispunkt von rund 300€ gerecht? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen dank an Master & Dynamic für das Ausleihen der MW07 für diesen Test!

 

Die Master & Dynamic MW07 im Test

Master & Dynamic ist ganz klar ein Hersteller welcher für Premium Produkte steht. Dies sieht man den MW07 auch sofort an.

Ihr Design kann man mit gutem Gewissen als außergewöhnlich bezeichnen. Dies startet bereits bei der Transportbox der Ohrhörer. Sie ist aus Metall gefertigt und aufwendig verchromt. Hierdurch ist die Transportbox zwar ein gigantischer Fingerabdruck-Magnet, aber die Wertigkeit steht außer Frage.

Dies gilt natürlich nicht nur für die Box, auch die Ohrhörer selbst sind sehr interessant designt. Diese besitzen eine Rückenplatte aus Acetate. Acetate? Ja auch mir ist Acetate das erste Mal als Material untergekommen, hierbei handelt es sich optisch um eine Mischung aus Marmor und Bernstein, mit dem Gewicht von Kunststoff.

Also ein glattes Material welches je nach Farbwahl mit einer Musterung durchzogen ist. Ja das Ganze sieht ausgesprochen interessant aus!

Allerdings besteht nur die Rückseite der Ohrhörer aus diesem Material. Die eigentlichen Ohrhörer, wie auch die Teile die mit Euren Ohren in Kontakt geraten, sind aus Kunststoff bzw. Gummi gefertigt.

Im Allgemeinen machen die Ohrhörer einen angenehm wertigen Eindruck.

Was die Steuerung betrifft, verfügen beide Ohrhörer jeweils über Tasten auf der Oberseite. Der linke Ohrhörer besitzt eine kleine Lautstärkewippe und der rechte Ohrhörer lediglich eine Multifunktionstaste.

Das Ein/Ausschalten wird wie bei komplett kabellosen Ohrhörern automatisch geregelt wenn Ihr die Ohrhörer in die Transportbox legt bzw. herausnehmt. Dies hatte während meines Test-Zeitraums auch gut geklappt! Zudem verfügen die Ohrhörer über einen Sensor, der erkennt wenn Ihr sie aus den Ohren nehmt und dann automatisch die Musik pausiert.

Das Aufladen regelt wie üblich die Transportbox. Die Ohrhörer besitzen zwei kleine Kontaktpads über die automatisch beim Einlegen eine Verbindung hergestellt wird. Die Ohrhörer halten laut Hersteller rund 3,5 Stunden (praktisch eher 2-3 Stunden) und lassen sich von der Transportbox rund 3 mal vollständig aufladen, ehe auch die Transportbox ans Netz muss.

Diese wird über eine USB C Verbindung auf der Rückseite geladen und besitzt auf der Front drei LEDs, die Euch über den Ladestand informieren.

 

Tragekomfort

Die Master & Dynamic MW07 sind sehr große Ohrhörer! Dies macht sich auch beim Tragekomfort bemerkbar.

Hierbei hat sich Master & Dynamic aber etwas Interessantes ausgedacht. Die Ohrhörer besitzen eine Art Gummi-Rippen, welche seitlich etwas hervorstehen. Diese sollen sich in Eurem Ohr verkeilen und für einen besseren Halt sorgen. Dies funktioniert auch gut! Die MW07 sitzen wirklich ausgesprochen fest.

Hierdurch eigenen sie sich durchaus auch für den Sport, zumindest leichten Sport.

Aber sind die MW07 auch bequem? Ich könnt mir vorstellen, dass die MW07 in kleineren Ohren vielleicht etwas drücken. In meinen größeren Ohren würde ich den Tragekomfort als solide bis gut einstufen.

Die Ohrhörer taten nicht weh oder waren unangenehm, sitzen aber recht straff in den Ohren. Ich würden den Tragekomfort mit einer 2- bewerten.

 

Klang

Das Wichtigste ist wie immer aber natürlich der Klang der Ohrhörer. Wie schlagen sich hier die Master & Dynamic MW07? Die MW07 Klingen anders als ich dies zugegeben erwartet hätte, dies meine ich aber nicht mal negativ.

Ich hatte erwartet, dass die Ohrhörer klanglich ähnlich zu den Sennheiser Momentum True Wireless sind. Beide spielen in der gleichen Preisklasse und beide stammen von Herstellern mit etwas höheren Ansprüchen. Was aber die Klang-Charakteristik angeht, sind diese völlig unterschiedlich.

Starten wir bei den Höhen der Master & Dynamic MW07. Diese sind angenehm klar und sehr schön sauber. Die MW07 sind nicht übermäßig scharf, aber haben durchaus eine gewisse Brillanz „Funkeln“ im Klang. Rein Objektiv gefallen mir die Höhen gut!

Bei den Mitten wird es interessant, denn diese würde ich als recht unspektakulär einstufen, was ich so nicht erwartet hätte. Stimmen klingen ausreichend voll und satt, aber gerade bei Titeln mit einem stärkeren Beat geraten diese doch auch schnell in den Hintergrund.

Hieraus lässt sich natürlich auch schon eine Information über den Bass ablesen. Der Bass der Master & Dynamic MW07 ist sehr kräftig und satt! Gerade in elektronischen Titeln und Pop Musik schaffen es die Ohrhörer einen sehr guten Druck aufzubauen. Ich würde sogar sagen der Bass ist hier klar DAS Argument für die MW07.

Der Bass ist dabei nicht nur kräftig, sondern auch qualitativ sehr wertig mit einem sehr guten Tiefgang.

Aus diesem guten hoch/tief Kontrast resultiert natürlich eine starke Spielfreude und Dynamik, die die Master & Dynamic MW07 ausstrahlen. Dies sind Ohrhörer die Spaß machen!

Hier kommt es aber letztendlich etwas auf Euren Geschmack an. Die Sennheiser Momentum True Wireless sind was die Detail Darstellung angeht etwas besser als die MW07. Die MW07 hingegen haben aufgrund des sehr guten Basses etwas mehr Feuer!

Bonus Punkte gibt es für die gute Signalstabilität! Probleme mit der Verbindung der Ohrhörer untereinander oder mit dem Smartphone hatte ich bei der normalen Nutzung keine. Viel besser geht es aktuell technisch nicht.

 

Fazit zu den Master & Dynamic MW07

Die Master & Dynamic MW07* sind herausragende Bluetooth Ohrhörer und dies meine ich wörtlich! Die MW07 stechen einfach aus der Masse hervor.

Dies natürlich zunächst aufgrund des interessanten und außergewöhnlichen Designs. Über Geschmäcker kann man sicherlich streiten, aber man kann nicht leugnen, dass die MW07 ein einzigartiges Design haben, was schon einmal viel wert ist!

Auch die Transportbox macht einen guten Eindruck und bekommt für den USB C Port einen Bonus Punkt.

Das Wichtigste ist aber natürlich der Klang.

Die Master & Dynamic MW07 können primär aufgrund eines sehr lebendigen und kräftigen Klangs punkten. Sucht Ihr die komplett kabellosen Ohrhörer mit dem besten Bass, dann seid Ihr hier fündig geworden! Die MW07 machen einfach Spaß! Und ja der Klang ist qualitativ etwas besser als beispielsweise bei den Jabra 65T oder Xiaomi Mi AirDots.

Kann ich aber nun die Master & Dynamic MW07 empfehlen? Das ist nicht ganz leicht aufgrund des Preises von 299€ (zum Zeitpunkt des Tests). Wenn Ihr allerdings lebendig klingende Ohrhörer sucht, die aus der Masse hervorstechen und etwas „Besonderes“ sind, dann werdet Ihr aktuell kaum etwas Besseres finden als die Master & Dynamic MW07*.

Master & Dynamic MW07MB True Wireless Kopfhörer (3,5h Akkulaufzeit...
  • Premium-Look: Strapazierbare und doch leichte Ohrhörer...
  • Ausnahme-Akustik: Leistungsstarke 10-mm-Beryllium-Treiber bieten...
  • Natürliche Passform: Fünf Satz Ohrstücke für die individuelle...
  • Überragende Verbindungsfähigkeit: Fortgeschrittene...
  • Elegant Und Praktisch: Die Ohrhörer lassen sich in einem...

Der Anker 7-in-1 USB C Hub mit 100W Power Delivery Unterstützung im Test

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Die meisten modernen Notebooks setzten auf USB C. Mal etwas mehr, wie bei den Apple MacBooks und mal etwas weniger.

USB C ist zwar ein sehr universeller und praktischer Standard, kann aber im Alltag auch etwas behindern, vor allem wenn man nur USB C am Notebook hat.

Hier kommen USB C Hubs ins Spiel. Diese schlüsseln den USB C Port, wenn man so will, in diverse andere Anschlüsse auf.

Eins der neusten Modelle stammt hier vom bekannten Zubehör Hersteller Anker. Der Anker 7-in-1 USB C Hub soll dabei primär mit der Unterstützung von bis zu 100W Ladestrom punkten. Gerade für Besitzer von größeren Notebooks ist dies natürlich sehr spannend.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist der Anker 7-in-1 USB C Hub mit 100W Power Delivery der beste Hub aktuell auf dem Markt? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Anker für das zur Verfügung stellen des Hubs.

 

Der Anker 7-in-1 USB C Hub mit 100W Power Delivery Unterstützung im Test

Anker setzt auch bei seinem neusten USB Hub auf das typische portable Design, welches man meist bei solchen Hubs sieht. Ihr erhaltet also eine kleine flache Box, mit einem integrierten USB C Kabel.

Diese „Box“ hat Anker allerdings sehr schick gestaltet! Zum einen gefällt mir die „Space Grau“ Farbe ausgesprochen gut, zum anderen wirken die abgerundeten Kanten sehr wertig. Anker verzichtet auch auf eine Kunststoffzwischenebene. Das komplette Äußere des Hubs ist Aluminium!

Das Gehäuse des Anker 7-in-1 USB C Hubs misst dabei 117 x 53 x 15mm, was als vollkommen portabel zu bezeichnen ist. Allerdings ist der Hub mit 99g leicht überdurchschnittlich schwer.

Dies liegt sicherlich am erstaunlich massiven Gehäuse. Anker setzt hier auf ein sehr schön hochwertiges Aluminium, mit einer ungewöhnlichen Textur. Diese ist leicht matt, aber feiner als das meist gängige Aluminium. Das Ganze erinnert etwas an die Apple MacBooks, Anker setzt hier also auf ein etwas teureres Material.

Das höhere Gewicht und das massivere Gehäuse werden auch sicherlich etwas mit der Kühlung zu tun haben. Der Anker 7-in-1 USB C Hub unterstützt bis zu 100W Power Delivery. USB C Hubs werden allerdings sehr heiß wenn man durch diese hindurch lädt, ein paar USB Geräte angeschlossen hat usw.. Dies ist völlig normal und bei allen Modellen so!

Viele kleinere Hubs haben dabei durchaus das Problem des „durchbrennen“ und das bereits bei den meist maximal unterstützen 60W. Nutzt Ihr wirklich ein 100W Netzteil in Kombination mit dem 7-in-1 Hub wird einiges an Abwärme anfallen, für welche Anker aber anscheinend vorgesorgt hat.

Man merkt das im Inneren, dass der Hub nicht völlig hohl ist, was der schlechteste Fall für die Kühlung der Chips ist.

Ich denke also durchaus sagen zu können, dass der Anker 7-in-1 USB C Hub mit 100W Power Delivery bisher der hochwertigste USB C Hub ist, den ich in den Fingern hatte.

 

Anschlüsse und Ausstattung

Wie der Name schon vermuten lässt verfügt der Anker 7-in-1 USB C Hub über insgesamt 7 Ausgänge. Dabei handelt es sich um:

  • 2x USB A 3.0
  • 1x USB C 3.0 bzw. 3.1 Gen 1
  • 1x USB C Power Delivery Eingang
  • 1x HDMI
  • 1X SD Karte
  • 1x microSD Karte

Der Hub verfügt über zwei USB C Ports. Einer davon ist als regulärer USB C Ausgang gedacht, der andere als Anschluss für das Netzteil.

Der Beiname des Anker 7-in-1 USB C Hub „mit 100W Power Delivery“ ist hier etwas trickreich, denn der Hub verfügt an sich nicht über Power Delivery. Dieser unterstützt lediglich das Durchlassen der Leistung, so dass Ihr für den Hub + Laden lediglich einen Port an Eurem Notebook belegt.

„Wo ist hier aber die Besonderheit? Viele Hubs können ein Netzteil durchschleifen?“

Jein, in der Tat können dies viele Hubs. Allerdings unterstützen die meisten lediglich bis zu 3A. 3A bei 20V entspricht 60W.

Für die meisten Notebooks, gerade 13 Zoll Modelle, ist dies mehr als genug. Allerdings größere Modelle wie das 15 Zoll Apple MacBook Pro oder das XPS 15 haben leistungsstärkere Netzteile.

Hier kann der Anker 7-in-1 USB C Hub im Gegensatz zu den meisten anderen Modellen bis zu 100W hindurchlassen. 100W entsprechen 5A bei 20V.

3A schaffen die meisten Hubs da es hier keine großen Anforderungen gibt. Für über 3A sind allerdings spezielle Kabel und Chips nötig, die den Hub teurer und größer machen. 5A lassen sich nunmal nicht durch jedes Kabel oder Leiterbahn durchjagen.

An Euer Notebook wird der Hub über das integrierte USB C Kabel angeschlossen. Dieses ist ca. XX Lang und erstaunlich flexibel, dafür, dass dieses bis zu 100W schafft.

 

Die Praxis

Wie gut funktioniert aber nun der Hub in der Praxis? Dies habe ich an zwei Notebooks getestet, dem Dell XPS 13 9370 und dem Apple MacBook Pro 13 Late 2016.

Starten wir mit einer Anomalie. Das Ladegerät des Dell XPS scheint den Anker Hub nicht zu mögen, oder andersherum. Versuche ich das XPS mit dem originalen Ladegerät durch den Hub zu laden erscheint nur eine Fehlermeldung und das war es.

Nutze ich ein alternatives USB PD Ladegerät lässt sich das Dell XPS 13 hingegen problemlos durch den Hub laden. Es scheint hier also eine gewisse Inkompatibilität zwischen Hub und Dell Ladegerät zu bestehen?!

Auf der Apple Seite gibt es erfreulicherweise keine Probleme mit dem Aufladen, weder mit dem originalen Ladegerät noch mit 3. Anbieter Modellen.

Wie steht es um die Anschlüsse? Sämtliche Ports und Anschlüsse des Anker 7-in-1 USB C Hub haben sowohl unter Windows wie auch Mac OSX ohne weiteres Zutun funktioniert.

Gehen wir aber einmal die Ports im Detail durch. Starten wir mit dem Speicherkartenleser. Hier gibt es viel Positives zu vermelden, zum einen sind beide Ports unabhängig voneinander. Ihr könnt also gleichzeitig eine SD und microSD Karte nutzen. Zum anderen sind beide Ports mit USB 3.0 angebunden und erreichten in meinem Test bis zu 90MB/s.Die USB 3.0 Ports des Hubs schaffen ca. 350MB/s, was auch sehr gut ist!

Der HDMI Ausgang unterstützt grundsätzlich die 4K Auflösung, aber nur mit 30Hz. Bewegungen wirken also recht rau und nicht übermäßig flüssig. Full HD wird natürlich mit 60Hz unterstützt.

Das 4K nur mit 30Hz über den HDMI Port möglich ist, ist eine Limitierung von USB C. Wollt Ihr 4K und 60Hz, müsst ihr auf einen teureren Thunderbolt 3 Hub setzen.

 

Fazit

USB C Hubs gibt es viele auf dem Markt. Davon sind auch viele Modelle sehr gut und vor allem sind sich viele Modelle auch sehr ähnlich.

Auch der Anker 7-in-1 USB C Hub* hebt sich nur mit kleineren Details aus der Masse hervor. Dies wäre beispielsweise das sehr wertige und gute Gehäuse, die sinnvolle Portausstattung und nicht zuletzt die Unterstützung von bis zu 100W Leistung.

Das Entscheidende ist aber der Preis. Mit 50€ ist der Anker 7-in-1 USB C Hub preislich auf dem Level der Konkurrenz, bietet aber im Detail durchaus einige Vorzüge.

Von daher, sucht Ihr einen zuverlässigen USB Hub von einer guten Marke, mit Kartenleser, USB C und Power Delivery support? Dann warum nicht den Anker 7-in-1 USB C Hub nehmen!

Die besten „true Wireless“ bzw. echt kabellosen Bluetooth Ohrhörer, Vergleich, Übersicht und Bestenliste von techtest.org

Waren sie vor ein paar Jahren noch absolute Exoten, sind 2019 „true Wireless“ Bluetooth Ohrhörer schon fast als gängig zu bezeichnen.

Es gibt duzende Modelle auf dem Markt und das auch teils sehr günstig! Aber natürlich gibt es auch sehr viele, nennen wir sie mal mäßige, teure Wireless Bluetooth Ohrhörer.



Welche Modelle sind empfehlenswert und welche nur Schrott? Techtest.org hat hier einige bereits im Test gehabt. Wollen wir uns in diesem kleinen Artikel einen kleinen Überblick über die wirklich empfehlenswerten komplett kabellosen Bluetooth Ohrhörer auf dem Markt verschaffen!

 

Die besten „True Wireless“ TWS Ohrhörer (laut techtest.org)

Welcher sind die besten komplett kabellosen Ohrhörer 2019? Schauen wir uns dafür eine kleine Tabelle an.

Modell Preis Klang Transportbox Bass Signalqualität Wertung
Sennheiser Momentum True Wireless 300 € 95% 88% + ++ 94%
Xiaomi Mi AirDots 70 € 90% 85% ++ ++ 90%
Jabra Elite 65t 130 € 89% 75% + + 90%
Anker Soundcore Liberty Air 100 € 86% 90% ++ + 90%
Zolo Liberty+ 130 € 85% 90% 0 + 90%
HAVIT TWS Bluetooth Kopfhörer V5.0 50 € 85% 85% + + 86%
TaoTronics TT-BH052 50 € 81% 95% + + 85%
Optoma NuForce BE Free8 110 € 82% 85% 0 0 84%
AUKEY EP-T1 50 € 82% 85% + + 84%
QCY T1 Pro 30 € 78% 80% 0 0 78%
Syllable D900 MINI 40 € 74% 80% 75%
QCY Q29 45 € 70% 80% 0 72%
HolyHigh TWS-x9 50 € 70% 85% 0 72%
 Syllable D900S 70 € 65% 80% 68%

Wichtig! Gerade bei Musik und Klang gehen die Geschmäcker teils sehr auseinander. Manche Nutzer mögen etwas mehr Bass, andere lieber neutralere Ohrhörer usw. Daher betrachtet diese Bestenliste eher als grobe Tendenz, wie ich die true Wireless Ohrhörer einordnen würde und in welcher Reihenfolge Ihr Euch diese ansehen solltet.

Selbiges gilt natürlich auch für die Bass Angabe. Mehr Bass bedeutet nicht automatisch besser! Dies soll Euch nur eine grobe Tendenz aufzeigen welche Klangsignatur ihr von den Ohrhörern erwarten könnt.

 

Die besten komplett kabellosen Ohrhörer sind die Sennheiser Momentum True Wireless!

Mit den Momentum True Wireless hat Sennheiser die aus meiner Sicht beste komplett kabellosen Ohrhörer im Sortiment! Dies sollte allerdings um ehrlich zu sein nur bedingt überraschen, denn mit 300€ sind die Momentum True Wireless auch die mit Abstand teuersten Ohrhörer.

Für dieses Geld hat Sennheiser aber auch einen guten Job gemacht! Die Momentum True Wireless klingen unheimlich hochwertig und detailliert. Man merkt hier keinerlei Einschränkungen durch das TWS Design verglichen zu normalen Bluetooth Ohrhörer.

Seid Ihr also auf der Suche nach klanglich wirklich herausragenden und wertigen Ohrhörern seid Ihr hier richtig!

Auch der Tragekomfort und die Signalqualität ist absolut top! Gerade letztere repräsentiert aktuell den „State of the Art“, besser geht es aktuell nicht!

Hinzu kommt eine sehr verzögerungsfreie Bluetooth Verbindung und auch eine App Anbindung, welche es Euch erlaubt den Klang noch etwas an Eure Wünsche anzupassen.

Kurzum Sennheiser hat hier einen ziemlich perfekten Job gemacht! Wofür diese sich allerdings auch sehr gut bezahlen lassen!

Der Preis/Leistungskracher! Die Xiaomi Mi AirDots

Xiaomi ist vielleicht dem ein oder anderem ein Begriff. Bei Xiaomi handelt es sich um einen asiatischen (Chinesischen) Hersteller diverser Elektronik, primär Smartphones. Xiaomi hat sich einen Ruf gemacht sehr wertige und gute Produkte mit brutal niedrigen Gewinnmargen zu verkaufen.

So auch die Xiaomi Mi AirDots, welche für +- 70€ erhältlich sind und für dieses Geld einfach nur unfassbar gut klingen!

Die Xiaomi Mi AirDots sind vergleichsweise kleine ture Wireless Ohrhörer, welche dafür aber erstaunlich groß klingen! Die Mi AirDots bieten sich primär für Bass Fans an, aber sollten auch für alle Nutzer taugen die gerne etwas mehr Kraft im Klang mögen.

Dabei sind die Xiaomi Mi AirDots aber keine hohlen Bass Bomber! Diese liefern einen sehr wertigen Klang, nur mit viel Bass.

Auch die Akkulaufzeit und der Tragekomfort können voll überzeugen! Gerade letzterer ist sehr gut aufgrund der sehr kompakten Abmessungen.

Es gibt lediglich einen Nachteil, die Xiaomi Mi AirDots sind lediglich für den chinesischen Markt gedacht. Ihr müsst diese also bei einem chinesischen Händler bestellen, was weniger kompliziert ist als es klingt, aber auch weniger komfortabler ist als bei Amazon.

Für rund 70€ erhaltet Ihr hier aber wirklich fantastische Ohrhörer!

Die Alternative, Anker Soundcore Liberty Air

Die Anker Soundcore Liberty Air sind die besten komplett kabellosen Bluetooth Ohrhörer unter 100€, sofern wir mal die Xiaomi außen vor lassen. Die Anker Soundcore Liberty Air besitzen einen sehr lebendigen und dynamischen Klang, welcher voll überzeugen kann.

Der Tragekomfort ist aufgrund des Apple Earpod Designs etwas ungewohnt, aber nicht schlecht. Auch nicht schlecht ist die Akkulaufzeit und die Signalqualität!

Für unter 100€ sind die Anker Soundcore Liberty Air voll empfehlenswert!

Die Anpassungsfähigen, die Jabra Elite 65t

Die Jabra Elite 65t sind für 100-130€ erhältlich und gelten als eine Art Standard Wahl in der gehobenen Preisklasse.

Dies auch zu Recht! Die Jabra Elite 65t klingen sehr gut und sind vor allem über die App gut an Eure Wünsche anpassbar. Mehr Bass? Weniger Bass? Ein neutraler Klang? Alles kein Problem für die Jabra Elite 65t!

Lediglich die Transportbox die Jabra bei den Elite 65t ist grässlich, was mich auch etwas abschreckt diese privat mehr zu nutzen. Auch merkt man verglichen mit den Xiaomi und Sennheiser Modellen das hier ein etwas älterer Bluetooth Chip zum Einsatz kommt. Dieser bietet eine gute Signalqualität, aber nicht auf dem Level der beiden anderen.

Dennoch würde ich die Jabra Elite 65t als gute, wenn nicht sogar sehr gute Wahl einstufen für knapp über 100€.

  • Link zum Hersteller /// [amazon_link asins=’B078GMZ9PQ‘ template=’AmazonPreisLinkStandard‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’a6c232dc-2dea-4123-9173-374a171dfbac‘] /// bei Geizhals 

Die Günstigen?

Ihr wollt nicht mehr als 50€ ausgeben? Hier gibt es genug Auswahl auf Amazon und eBay, teils sogar sehr guter Modelle! Allerdings gibt es auch viele mäßige Ohrhörer.

Aktuell würde ich mich in der 50€ Preisklasse zwischen diesen drei entscheiden:

Welches dieser drei Modelle nun am besten ist, ist nicht ganz einfach zu sagen. Ich würde vermutlich die HAVIT kaufen. Diese bieten den besten Klang der drei und auch die beste Signalqualität.

Die TaoTronics haben mit Abstand die beste Akkulaufzeit und können sogar als mini Powerbank genutzt werden, sind aber klanglich die schlechtesten der drei.

Info, die Optoma NuForce BE Free8 und die Zolo Liberty+ wurden leicht abgewertet. Ihr Test liegt einige Zeit zurück und „True Wireless“ sind in der Zwischenzeit deutlich besser geworden, sowohl was die Signalqualität angeht, aber auch den Klang! Die Zolo Liberty+ sind weiterhin sehr gut, aber eine 94% wäre im Jahr 2019 nicht mehr gerechtfertigt.

 

Kauft Bluetooth 5 Ohrhörer!

Solltet Ihr über komplett kabellose Ohrhörer mit Bluetooth 4.2 oder älter stolpern, dann würde ich Euch pauschal Finger weg raten.

Warum? Bluetooth 5 bringt eigentlich nicht so viel für Bluetooth Ohrhörer, Bluetooth 4.2 hat an sich genug Bandbreite und auch Reichweite.

Allerdings kann ich nur aus Erfahrung sagen, dass Ture Wireless Ohrhörer mit Bluetooth 5 eine signifikant bessere Verbindungsqualität haben als 4.2 Modelle!

Beispielsweise die Xiaomi Mi AirDots kommen auf über 16 Meter Reichweite!

Ob dies jedoch direkt an Bluetooth 5 liegt oder einfach daran das diese Ohrhörer neuere und besser optimierte Chips nutzen, kann ich Euch nicht sagen.

 

Bluetooth 5 und Bluetooth 4.2 Smartphones

In der Regel ist es kein Problem Bluetooth 5 Ohrhörer mit einem Smartphone zu nutzen welches lediglich 4.2 unterstützt. Es gibt keinen signifikanten Reichweiten- und Qualitätsunterschied.

Es gibt sicherlich Ausnahmen, aber diese eher die Ausnahme als die Regel.

Die Jabra Elite 65t Bluetooth Ohrhörer im Test

Komplett kabellose Ohrhörer haben den Markt im Sturm erobert. Sucht man hier nach einem Modell der gehoben Qualitätsstufe wird man früher oder später auf die Jabra Elite 65t stoßen.

Diese haben bereits in vielen Tests sehr viel Lob abgestaubt. Da ich gerade selbst auf der Suche nach ein paar neuen „High End“ kabellosen Ohrhörern war, wurde mein Interesse geweckt.

Wie gut sind die Jabra Elite 65t wirklich? Finden wir dies im Test bei Techtest.org heraus!

Die Jabra Elite 65t im Test

Bereits an der Optik der Ohrhörer sieht man, dass Jabra bei den Elite 65t auf eine etwas höhere Preisklasse zielt.

Es gibt die Elite 65t aktuell in sechs Farben, titan/schwarz, schwarz, gold/beige, kupfer/schwarz, kupfer/blau und kupfer/rot. Wie man daran erkennt, setzt Jabra auf ein zweigeteiltes Design. Die Rückseite beider Ohrstöpsel besitzt bei allen Farben, außer schwarz, eine andere Farbe als die Basis.

Dabei setzt Jabra auf einen leicht glänzenden Lack, welcher gerade bei der titan/schwarz Version den Anschein erweckt es würde sich um Aluminium handeln.

Dies ist allerdings nicht der Fall! Die Ohrhörer bestehen komplett aus einem normalen glatten Kunststoff. Dieser zeigt sich erfreulicherweise auch halbwegs resistent gegenüber Fingerabdrücken und Schmutz.

Was das Design angeht, gefallen mir die Jabra Elite 65t ausgesprochen gut. Diese sind nicht zu auffällig, heben sich aber von den 0815 Modellen ein Stück weit ab.

Auch die Haptik und Verarbeitungsqualität passt! Die Ohrstöpsel wirken zwar nicht mega massiv, aber sofern Ihr nicht auf diese tretet, sollte es im Alltag keine Probleme geben.

Auf der Rückseite beider Ohrstöpsel gibt es eine bzw. zwei Tasten. Auf der linken Seite ist dies eine Art Wippe zum Verstellen der Lautstärke und auf der rechten Seite ein Universaltaste.

Diese Universaltaste dient dem Ein/Ausschalten, Pausieren/Fortsetzen der Musik und dem Aufrufen eines Sprachassistenten.

Ich bin von diesen Tasten etwas hin und her gerissen. Im Normalfall bevorzuge ich jederzeit physische Tasten über kapazitive Touch Tasten, aber bei solchen TWS Ohrhörer kann es etwas unangenehm sein auf die Taste zu drücken, wenn die Ohrhörer in den Ohren stecken.

Jabra gibt die Akkulaufzeit der Elite 65t mit satten fünf Stunden an. Fünf Stunden sind nach meiner Erfahrung etwas mutig. Die Jabra Elite 65t haben für echte kabellose Ohrhörer eine super Laufzeit, aber ich würde eher +-4 Stunden unterschreiben.

Geladen werden die Ohrhörer wie üblich über eine beiliegende Lade/Transportbox.

Hier wird es nun kritisch. Ganz unter uns, dies ist die minderwertigste Transportbox die ich seit langem erlebt habe! Leider ist die Lade/Transportbox bei TWS Ohrhörern etwas sehr Wichtiges.

Warum ist die Ladebox aber so „schlecht“? In der Regel werden die Ohrhörer per Magneten in die Ladeschale gezogen, so dass diese automatisch gut sitzen und auch nicht beim Öffnen herausfallen können.

Auf solche Magnete hat Jabra völlig verzichtet. Öffnet Ihr die Box schräg, können die Ohrhörer einfach herausfallen

Die Box selbst schließt auch nicht magnetisch, sondern über eine sehr straffe Lasche, welche teils wirklich blöd zu öffnen ist.

Zu guter Letzt scheint in der Ladebox auch nicht viel Akkupower zu stecken. Ihr könnt die Ohrhörer unterwegs lediglich bis zu 3x wiederaufladen, dann muss die Box selbst via microUSB geladen werden.

Dies ist okay, auch würde ich die Transportbox nicht als Dealbreaker bezeichnen, aber während ich mit der Haptik der Ohrhörer sehr zufrieden war ist bei der Box noch massiv Luft nach oben!

 

Tragekomfort

Die Jabra Elite 65t sind vergleichsweise breite Ohrhörer, selbst für komplett kabellose Modelle.

Seid Ihr ein Nutzer mit sehr schmalen Ohren könnten daher die Ohrhörer etwas drücken. Für mich waren die Ohrhörer soweit okay. Ich würde diese aber aufgrund der Breite auch nicht als die komfortabelsten Modelle bezeichnen, aber auch nach unten hingibt es noch viel Luft.

Positiv die Jabra Elite 65t sitzen wirklich angenehm fest in meinen Ohren. Ein Herausfallen ist fast unmöglich.

Auch im normalen Alltag, Bus, Bahn oder zu Fuß gehen, taugen die Ohrhörer völlig.

Von daher ein mittlerer Tragekomfort.

 

Klang der Jabra Elite 65t

Der Klang ist natürlich der wichtigste Punkt an alle Bluetooth Ohrhörern. Hier können die Jabra Elite 65t erfreulicherweise voll überzeugen!

Mithilfe der Jabra App könnt Ihr den Klang der Ohrhörer ein gutes Stück an Eure Wünsche anpassen! Der Bass lässt sich beispielsweise ein gutes Stück anheben oder absenken und selbiges gilt auch für die anderen Frequenzbereiche.

Im Folgendem beziehe ich mich allerdings auf die Standard Einstellung.

Starten wir hier mit den Höhen. Die Jabra Elite 65t verfügen über recht helle und klare Höhen, welche eine gute Brillanz und Auflösung bieten.

Je nach Song würde ich diese als Perfekt bis vielleicht etwas scharf einstufen. In der Standard Einstellung runden die Ohrhörer scharfe S Laute nur wenig ab.

Die Mitten der Jabra Elite 65t sind neutral bis vielleicht etwas reduziert. Stimmen klingen ausreichend kräftig und generell sind die Ohrhörer ausreichend voll. Hört Ihr allerdings viel Rock Musik würde ich vielleicht per App die Mitten einen Hauch hochdrehen, damit die Instrumente noch etwas lebendiger rüber kommen. Das ist das schöne bei der App Unterstützung

An den Bässen gibt es auch auf der Standard Einstellung kaum etwas zu bemängeln. Diese sind leicht angehoben, mit einem guten Punch und Druck. Das Volumen im Bass könnte vielleicht etwas größer sein, dies kann man aber in einem gewissen Grad per App kompensieren.

Über die App könnt Ihr den Bass auch wirklich auf ein fast schon extremes Level bringen. Seid Ihr also Bass Fans werdet Ihr Freude an den Jabra Elite 65t haben.

Generell bietet die Elite 65t einen sehr dynamischen und lebendigen Klang. Auch die Detaildarstellung ist soweit auf einem guten Level genau wie die Räumlichkeit.

Kurzum für rund 150€ kann ich wirklich nichts beim Klang bemängeln. Sicherlich geht noch etwas mehr, aber alleine die Anpassbarkeit durch die App ist ein riesen Pluspunkt.

Bonuspunkte gibt es abschließen für die gute maximale Lautstärke!

 

Signalqualität und Stabilität

Die Signalstabilität ist bei vielen komplett kabellosen Ohrhörer oftmals ein Problem. Dies haben die Hersteller zwar mittlerweile deutlich besser in den Griff bekommen als vor noch 1-2 Jahren, aber dennoch kann es zu kleineren Störungen kommen.

Dies gilt auch für die Jabra Elite 65t! Ich würde die Signalstabilität mit einer „2-„ bewerten.

Es kann Passieren wenn Ihr Eure Hände unglücklich vor die Ohrhörer haltet und Euer Smartphone ein Stück weit entfernt ist, dass das Signal kurz unterbricht.

Dies ist aber kein Weltuntergang! Das Signal wird meist in weniger als einer Sekunde ohne Euer zutun vollständig wiederhergestellt.

Allerdings gibt es Ohrhörer die dies noch besser hinbekommen als die Jabra Elite 65t. Dennoch würde ich diese als voll alltagstauglich einstufen.

 

Fazit

Sind die Jabra Elite 65t* die besten komplett kabellosen Bluetooth Ohrhörer auf dem Markt? Klanglich sind diese ganz klar weit vorne mit dabei.

Ich habe mittlerweile einige Modelle gehört und die Jabra Elite 65t sind hier einfach die Besten! Diese bietet einen sehr dynamischen und kräftigen Klang mit klaren Höhen und einem tiefen und druckvollen Bass.

Ist Euch der Bass noch nicht druckvoll genug oder die Höhen zu hell, könnt Ihr diese über die Jabra App auch noch ein gutes Stück an Eure Wünsche anpassen. Hierdurch können die Jabra Elite 65t von neutral bis wild und alles dazwischen sein was Euch gefällt!

Auch der Tragekomfort ist ordentlich. Die Elite 65t* sind recht groß, aber soweit ausreichend ergonomisch geformt.

Leider sind aber die Ohrhörer auch nicht perfekt. Die Transportbox die beiliegt, fällt in die Kategorie traurig. Ich habe 30€ Ohrhörer gesehen mit weniger klapprigen Transportbogen und stärkeren Magneten, dass die Ohrhörer auch vernünftig in dieser liegen.

Auch die Signalstabilität zwischen den Ohrhörer und dem Smartphone ist okay, aber mittlerweile geht hier auch schon noch etwas mehr.

Dennoch kann ich unterm Strich trotz dieser beiden Punkte nur eine Empfehlung aussprechen, vor allem dann wenn es Euch um den Klang geht!

Alternativ

Die beste preislich vergleichbare Alternative zu den Jabra Elite 65t sind sicherlich die Xiaomi Mi AirDots oder die ZOLO Liberty+. Die Xiaomi klingen ebenfalls sehr gut, sind noch etwas bequemer und haben vor allem eine deutlich bessere Transportbox, was im Alltag durchaus ein plus ist.

Jabra Elite 65t – True Wireless In-Ear Kopfhörer mit Passive Noise...

  • Hervorragender Klang
  • Klang via App gut anpassbar
  • Schicke Optik
  • Gute Qualität
  • Gute Akkulaufzeit
  • Ohrhörer recht groß
  • Schlechte Transport/Ladebox

 

Der Alfawise V8S im Test, der beste günstige Staubsaugroboter (140€)

Staubsaugroboter sind die beste Erfindung seit geschnitten Brot!! Im Alltag können diese kleinen Helfer wirklich viel Zeit und Arbeit sparen.

Allerdings sind gute Staubsaugroboter sehr teuer! Unter 300€ ist es fast unmöglich ein wirklich gutes Modell zu finden.

Aber stimmt dies wirklich? Alfawise sagt nein!

Der V8S soll mit einer besonders hohen Saugleistung und einem besonderen Dual SLAM Navigationssystem punkten, welches effizienter arbeiten soll als bei konkurrierenden Modellen.

Dabei kostet der Alfawise V8S aber nur um die 140€, was ein sehr günstiger Preis für einen Staubsaugroboter ist.

Von daher, kann der Alfawise V8S im Test überzeugen?

 

Der Alfawise V8S im Test

Alfawise setzt beim V8S auf ein recht klassisches Design. Ihr erhaltet einen typischen runden Staubsaugroboter. Mit 32cm im Durchmesser und 8,5cm in der Höhe ist dieser auch ein durchschnittlich großes Modell.

Und so geht es beim Alfawise V8S im Grunde weiter.

Rein äußerlich hebt dieser sich nicht von der Masse ab. Dies muss aber auch nichts Schlimmes sein, gerade wenn man den extrem günstigen Preis bedenkt.

Der Alfawise V8S verfügt auf seiner Front über eine eindrückbare Stoßstange aus Kunststoff, welche zum einen Eure Möbel schützen soll und zum anderen bei der Navigation hilft. Der komplette Roboter ist natürlich aus Kunststoff gearbeitet, welcher erfreulicherweise einen soliden Eindruck macht.

Auch beim Gewicht und der Masse merkt man nicht, dass Alfawise gespart hat. Auf der Oberseite verfügt dieser sogar über eine „gebürstete Aluminium“ Optik. Dort findet sich ebenfalls der Ein/Ausschalter.

Spannender wird es auf der Unterseite. Der V8S verfügt über zwei „Fühler“ wie ich sie gerne nenne. Hierbei handelt es sich um zwei kleine Bürsten welche Schmutz und Staub aus Ecken kehren sollen, was auch in der Praxis meist recht gut funktioniert.

Dieser Schmutz wird in die Mitte vor den Staubsaugroboter gekehrt, wo dieser dann aufgesaugt wird. Hierbei verlässt sich der Alfawise V8S nicht nur auf seinen Saugmotor, welcher laut Hersteller mit 1300Pa sogar recht stark ist. Auch vorhanden ist eine motorbetriebene Bürste, welche gerade auf Teppichen essenziell ist. Die motorbetriebene Bürste macht erfahrungsgemäß bei Staubsaugrobotern 90% der Arbeit.

Der aufgesaugte Schmutz landet in einer Auffangbox am Ende des Roboters. Diese ist für meinen Geschmack vielleicht etwas klein, aber was die Filterung angeht sieht die Box ganz gut aus.

Sämtliche Luft welche den Alfawise V8S durchläuft muss durch drei Filter. Zunächst gibt es einen groben Filter, welcher Flusen und anderen groben Schmutz von den weiteren Filtern abhält. Darunter liegt ein klassischer schwarzer Filter, welchen man meist vor dem Motor in Staubsaugern findet.

Zu guter Letzt ist noch ein Feinstaubfilter vorhanden, welcher auch den letzten Schmutz aus der Luft ziehen sollte.

Gesteuert wird der Alfawise V8S entweder über die Taste auf der Oberseite, welche den Reinigungsvorgang startet oder pausiert, oder über die beiliegende Fernbedienung. Diese erlaubt das Nutzen unterschiedlicher Reinigungsprogramme oder sogar das manuelle Steuern des Roboters.

Wie die meisten Staubsaugroboter verfügt auch der V8S über eine Dockingstation, auf welche dieser automatisch zum Laden zurückfährt. Ihr müsst Euch also lediglich um das Leeren des Staubauffangbehälters kümmern.

 

Fahrverhalten und Intelligenz

In der Regel kann man zwischen zwei Typen Staubsaugroboter unterscheiden.

  1. Den intelligenten Modellen welche eine Karte der Umgebung mithilfe von Laser-Sensoren oder Kameras anfertigen.
  2. Die dummen Modelle welche nach dem Zufallsprinzip agieren.

Erstere Staubsaugroboter sind meist die teureren Modelle, welche über einen rotierenden Laser-Sensor oder je nach Hersteller auch über Kameras verfügen. Hierdurch wissen diese Roboter wo sie sich im Raum befinden, wo sie schon waren, wo sie noch hinmüssen usw.

Diese Art der Staubsaugroboter ist signifikant besser als die „dummen“ Modelle!

Letztere wissen im Grunde nichts von ihrer Umgebung, sondern fahren los bis diese irgendein Hindernis berühren, drehen in eine zufällige Richtung ab, bis diese erneut ein Hindernis berühren, drehen in eine zufällige Richtung ab usw.

Fast alle Staubsaugroboter unter 300€ und auch teils noch teurere Modelle habe diese Art der Navigation. Zwar gibt es hier auch verfeinerte Versionen, aber im Großen und Ganzen funktioniert dies immer ähnlich.

Diese Zufallsnavigation funktioniert durchaus! Irgendwann werden alle Stellen im Raum theoretisch einmal überfahren, aber das Ganze ist natürlich deutlich ineffizienter und funktioniert auch praktisch immer schlechter umso mehr Räume und umso komplexer Eure Räume sind.

Der Alfawise V8S verfügt nun über keine Kameras oder Laser-Sensoren, allerdings wirbt der Hersteller mit einem alternativen Navigationssystem, welches ein Gyroscope wie auch einen PSD Sensor nutzt.

Ich muss gestehen dies anfangs für reines Marketing gehalten zu haben, allerdings funktioniert dieses System durchaus!

Der Alfawise V8S bewegt sich kontrolliert durch die Wohnung und nutzt ein gradliniges Fahren. Dieser fährt also in leicht versetzen Bahnen hin und her.

Dabei scheint der V8S tatsächlich über eine grobe Vorstellung zu verfügen wo er schon war und wo er noch hin muss bzw. wo es noch weiter geht.

Man merkt zwar, dass die Navigation nicht ganz so fein ist wie bei den „großen“ Modellen, aber das Ergebnis ist durchaus als überzeugend einzustufen, gerade wenn man den Preis bedenkt.

Allerdings in sehr großen und komplexen Räumen kann der V8S doch auch etwas durcheinander kommen und die Navigation wird etwas ungeordneter.

Dennoch verhält sich der Alfawise V8S für einen Roboter für unter 150€ unheimlich souverän! Deutlich souveräner als fast alle Modelle mit Zufallsnavigation.

Wie steht es aber um Hindernisse? Der Alfawise V8S kann größere Hindernisse wie Schränke oder Wände vor sich erkennen und stoppt vor diesen ab!

Kleinere Hindernisse wie Stuhlbeine werden meist berührt und dann umfahren. Kommt es zu einer Ansammlung von Stuhlbeinen kann es passieren, dass der Roboter sich etwas „festfährt“. Hier habe ich schon souveränere Modelle gesehen. Meist kann sich der Alfawise V8S aber nach einer Zeit aus solchen engeren Stellen befreien.

Bei Kabel müsst Ihr vorsichtig sein, vor allem wenn die Enden auf dem Boden liegen. Diese wird der Alfawise V8S aufsaugen!

Höhere Teppichkanten bereiten dem Alfawise V8S nur bedingt Probleme. Teilweise werden diese als Hindernis erkannt und der Roboter fährt dann seitlich auf den Teppich, aber er kommt zuverlässig auf diesen.

Ebenfalls zuverlässig werden Treppen und Abgründe erkannt.

 

Saug und Reinigungsleistung

Kommen wir damit zur Reinigungsleistung des Alfawise V8S. Grundsätzlich macht dieser einen sehr guten Job!

Gerade auf glatten Böden reicht die Saugleistung in Kombination mit der rotierenden Bürste umso ziemlich jegliche Form von Staub aufzunehmen. Pulver wie Mehl oder Sand werden beim einfachen Überfahren zu ca. 70-80% entfernt. Hier muss der Roboter dann noch ein zweites/drittes Mal über die Stelle fahren bis alles entfernt ist.

Auch auf Teppichen macht der Alfawise V8S eine gute Figur. Grober und sichtbarer Schmutz wird fast zu 100% entfernt. Dies gilt selbst für Tierhaare!

Tief sitzender Schmutz gerade in etwas höheren Teppichen wird natürlich nicht so zuverlässig entfernt wie bei richtigen Staubsaugern, dies überrascht aber auch nicht. Hier haben Staubsaugroboter immer etwas Probleme.

Auch etwas Probleme hat der Alfawise V8S an Teppichkanten und Wänden! Der V8S fährt teils weniger dicht an Objekte heran als er für eine 100%ige Reinigung müsste. Hierdurch bleibt oftmals etwas Staub und Schmutz liegen. Es gibt ein spezielles Reinigungsprogramm für die Wände, in welchem der V8S diese gezielt abfährt, dieses muss aber manuell gestartet werden und ist auch nicht perfekt.

Dennoch fällt das Fazit zur Reinigungsleistung sehr positiv aus. Staubsaugroboter müssen nicht zu 100% perfekt saugen! Ihr könnt diese dafür aber einfach täglich losschicken, was dazu führt, dass sich in Eurer Wohnung einfach weniger Staub sammelt.

Gerade aufgrund der guten Navigation des Alfawise V8S sinkt das generelle Staublevel in der Wohnung deutlich, dieser muss als nicht übermäßig kräftig saugen können, da sich weniger Schmutz sammelt.

Was die Lautstärke angeht ist der V8S als durchschnittlich einzustufen. Dieser ist nicht störend laut, sollte aber auch nicht neben einem schlafenden Baby fahren oder wenn man gerade entspannt ein gutes Buch ließt.

Dabei spielt es im Übrigen auch keine große Rolle ob Ihr den Roboter im normalen Modus oder im Turbo Modus nutzt. Letzterer ist minimal lauter, allerdings der größte Teil des „Lärms“ kommt nicht vom Saugmotor sondern von der rotierenden Bürste, welche in beiden Modi gleich schnell arbeitet.

 

Fazit

Der Alfawise V8S ist deutlich besser als erwartet! Dieser kann natürlich nicht mit den Xiaomi Staubsaugern mithalten, aber das braucht dieser auch nicht. Für rund 140€ ist der V8S ja auch nur halb so teuer.

In seiner Preisklasse kann der Alfawise V8S voll überzeugen. Dies liegt vor allem an der recht guten Navigation und Logik des Roboters, welche allen mir bekannten Modellen in der 200€ Preisklasse überlegen ist! Der Roboter arbeitet recht effizient und „logisch“. Die meisten anderen günstigeren Roboter hingegen setzen auf das praktisch meist recht unzuverlässige Zufallsprinzip.

Ja auch der Alfawise V8S bevorzugt große und offene Räume, wo dieser besser klar kommt, aber er kommt auch mit komplexeren Wohnungen, Räumen ausreichend gut klar!

Hinzu kommt eine solide Saugleistung und Ihr erhaltet einen wirklich brauchbaren Staubsaugroboter!

Wollt Ihr also nicht 300€+ für solch einen ausgegeben ist der Alfawise V8S mit +-140€ die beste mir bekannte Option aktuell auf dem Markt!

Alternativ, wollt Ihr etwas mehr Geld in die Hand nehmen für ein wirkliches Top Modell, schaut Euch den Xiaomi Roborock S50 “2. Generation” an. Für 300€ ist dies ein absolutes top Gerät!

Der AVM FRITZ!DECT 301 intelligente Heizkörperregler im Test

Smarte Heizkörperthermostate gehören zu den beliebtesten Smart Home Produkten. Kein Wunder! Diese bringen einen großen Komfort und erlauben sogar gewisse Sparmöglichkeiten.

Dementsprechend gibt es duzende verschiedene Modelle auf dem Markt. Meist besteht ein System aus mehreren Thermostaten und einer Bridge.



Aber was wäre, wenn man sich die Bridge sparen könnte? Dies geht mit den AVM FRITZ!DECT 301 intelligenten Heizkörperreglern, zumindest dann wenn Ihr eine AVM Fritzbox habt! Wie der Name schon vermuten lässt, nutzt AVM hier den DECT Standard für die Kommunikation, der in den meisten Fritzboxen bereits verbaut ist, wodurch diese als Bridge nutzbar sind.

Klingt doch interessant oder? Wollen wir uns hier doch einmal im Test ansehen ob AVMs Lösung auch in der Praxis überzeugen kann. Neugierig?

 

Der AVM FRITZ!DECT 301 intelligente Heizkörperregler im Test

Das AVM FRITZ!DECT 301 Heizkörperthermostat besitzt auf den ersten Blick den typischen Aufbau eines smarten Heizkörperthermostates.

Es handelt sich um ein recht kleines und überdurchschnittlich kompaktes Modul welches einfach anstelle des klassischen Thermostats auf die Heizung geschraubt wird. Dieses Modul ist dabei in einem sauberen Weiß gehalten, das eigentlich in jede Wohnung passen sollte.

Das Design des FRITZ!DECT 301 ist recht unspektakulär und eher praktisch veranlagt. Wollt Ihr besonders stylische Heizkörperthermostate, gibt es bessere Modelle, wie die von Tado. Allerdings als hässlich würde ich das FRITZ!DECT 301 Thermostat auch nicht bezeichnen.

Das Interessante ist aber natürlich die Funktionalität. Das erste was hier auffällt ist das Display. AVM setzt hier auf ein e-Paper Display, welches für ein smartes Heizkörperthermostat unheimlich scharf und detailliert ist!

Selbst Texte sind sehr gut ablesbar. Zudem bietet das Display viel Platz für diverse Informationen. Verglichen mit allen andern mir bekannten Modellen ist dies ein riesen Upgrade! Meist verfügen solche Thermostate wenn überhaupt über ein kleines LC Display für die Basis Informationen.

Zusätzlich zum Display finden sich noch fünf weitere Tasten am FRITZ!DECT 301. Neben ein paar Steuerungstasten findet sich auch eine Plus Minus Wippe zum Verstellen der Temperatur direkt am Thermostat.

Die Energieversorgung wird über zwei AA Batterien geregelt, die einfach auf der Unterseite eingesetzt werden.

 

DECT?!

Wie üblich verfügt das Thermostat über keine direkte Netzwerkverbindung. Ein WLAN Modul in einem smarten Heizkörperthermostat zu verbauen würde auch wenig Sinn machen. Zum einen würde dies den Preis deutlich anheben, zum anderen würde dies verdammt viel Energie fressen.

WLAN ist zwar in den letzten Jahren deutlich sparsamer geworden, aber wenn man bedenkt, dass eine AA Batterie gerade einmal um die 2-4Wh Leistung hat, ist WLAN doch suboptimal.

Daher setzten die meisten Hersteller auf eine „Bridge“. In den einzelnen Heizkörperthermostaten ist nur ein sehr einfaches Funkmodul verbau, welches günstig ist und wenig Energie verbraucht.

In der Bridge ist ebenfalls ein passendes Funkmodul, wie aber auch ein WLAN Modul verbaut. Letzteres ist hier kein Problem da die Bridge am Netz hängt und nicht auf Batterien angewiesen ist.

AVM hat sich allerdings gegen solch einen einfachen Funkstandard entschieden und nutzt DECT. DECT ist sicherlich den meisten von klassischen kabellosen Telefonen bekannt, was auch der Haupteinsatzort ist. Allerdings kann DECT auch für Datenübertragungen und somit auch Smart Home Geräte genutzt werden.

Das sich AVM für DECT entschieden hat, wird vermutlich zwei Gründe habe. Zum einen hat AVM das nötige Fachwissen um diesen Standard und zum anderen sind in fast allen FritzBoxen bereits passende DECT Module verbaut.

Wichtig! Ihr benötigt also für das Heizkörperthermostat zwingend eine FritzBox mit DECT Modul! Andere Router mit DECT funktionieren nicht.

 

Montage und Installation

Schritt Nummer 1 beim FRITZ!DECT 301 Thermostat ist das Einbinden in der Fritzbox. Dies geht recht einfach. Legt die Batterien in das Heizkörperthermostat ein und haltet die DECT Taste an der FritzBox einige Sekunden gedrückt.

Das Heizkörperthermostat sollte sich nun automatisch mit der FritzBox verbinden. Weitere Informationen werden Euch hier auf dem recht hochauflösenden Display angezeigt.

Steht die Verbindung, könnt Ihr das Thermostat am Heizkörper anbringen. Keine Sorge, das Schwierigste hier ist vermutlich das Entfernen der alten Thermostate, welche gerade bei älteren Heizkörpern gerne etwas fester sitzen. Ihr müsst dafür nicht die Heizung abschalten oder Wasser ablassen, einfach das alte Thermostat abschrauben und das neue anschrauben.

Nun auf dem neuen Thermostat einmal okay drücken und fertig!

 

Software und Feature

Natürlich seid Ihr nach der ersten Montage noch nicht ganz fertig. Ihr solltet via Software noch einige Einstellungen vornehmen.

Dies geschieht vorrangig über die Benutzeroberfläche der FritzBox. Hier findet sich unter Heimnetzwerk der Punkt Smart Home, wo das bzw. die Heizkörperthermostate aufgelistet sind. In der Übersicht könnt Ihr auf die Schnelle die jeweilige Raumtemperatur und die eingestellte Temperatur sehen.

In den Einstellungen lassen sich dann noch detailliertere Anpassungen vornehmen. Das Wichtigste wäre hier der Zeitplan.

Ihr könnt zwei Temperaturen festlegen, eine Komfort-Temperatur und eine Spar-Temperatur. Die Spar-Temperatur ist die minimal Temperatur, welche immer gehalten werden soll.

Die Komfort-Temperatur ist hingegen etwas höher anzusetzen und als Temperatur zu betrachten die Ihr haben wollt, wenn Ihr einen Raum aktiv nutzt.

Ihr könnt nun einem Zeitplan auf 15 Minuten genau für jeden Tag festlegen, wann Spar- oder Komforttemperatur erreicht werden soll. Beispielsweise Ihr nutzt morgens das Bad um ca. 8 Uhr, dann stellt das Thermostat von 7:45 bis 8:15 auf Komforttemperatur von beispielsweise 22 Grad. Nach 8:15 darf die Temperatur auf 18 Grad abfallen, ehe sie abends um beispielsweise 8 bis 9 Uhr wieder auf 22 Grad ansteigen soll.

So könnt Ihr die Temperatur für jeden Raum bzw. jeden Tag durchplanen. Das FRITZ!DECT 301 heizt auch immer nur so lange bis die eingestellte Temperatur erreicht wird!

Ist bei Euch die Heizung am Ende eines Raums angebracht könnt Ihr auch eine Abweichung festlegen, falls beispielsweise die Raum Mitte immer 1 Grad kühler ist.

Sehr interessant ist die Erkennung von offenen Fenstern. Öffnet Ihr ein Fenster und die Raumtemperatur fällt plötzlich stark ab könnt Ihr einstellen, dass das smarte Thermostat die Heizung abschaltet. Praktisch um etwas Energie zu sparen!

Auch könnt Ihr Urlaub planen in welchem der Zeitplan temporär außer Kraft gesetzt wird.

Neben der Steuerung via WebUI könnt Ihr das FRITZ!DECT 301 Thermostat auch direkt an der Einheit bedienen. Hierbei wird der Zeitplan bis zur nächsten geplanten Änderung der Temperatur überschrieben.

Hier hätte ich mir eine Option gewünscht, dass die eingestellte Temperatur vielleicht nur 30 Minuten ihre Gültigkeit hält und nicht bis zur nächsten planmäßigen Änderung. In der Regel will man ja einen Raum wenn nur kurz manuell etwas aufwärmen.

Eine Steuerung via App ist grundsätzlich auch möglich. Allerdings ist die MyFritz App für IOS nicht gut! Für Android hingegen geht diese voll in Ordnung.

Seid ihr also ein Apple Nutzer und wollt Eure Thermostate von unterwegs steuern ist das Fritz System aktuell nicht das beste, möglich ist es aber natürlich.

 

Fazit

AVM hat mit dem FRITZ!DECT 301 ein sehr interessantes Smart Home Thermostat in seinen Reihen. Ich denke das wichtigste Merkmal ist hier der Preis. Das FRITZ!DECT 301 ist teils für unter 40€ erhältlich, was für ein smart Home Thermostat günstig ist.

Gerade da das FRITZ!DECT 301 qualitativ top ist! Damit meine ich auch nicht nur die Hardware, welche dank kompakter Abmessungen und e-paper Display auch überzeugen kann.

Auch Software seitig gibt es keine Beschwerden. Es gibt zwar keine „Premium“ Feature wie eine Temperatursteuerung basierend auf einer Ortsbestimmung wie beispielsweise bei Tado, aber alle Basisfunktionen wie ein Zeitplan oder eine offene Fenstererkennung sind vorhanden.

Hinzu kommt, dass Ihr keine Basisstation benötigt, welche Strom verbraucht und extra kostet! Habt Ihr also eine AVM FritzBox und wollt eine smarte Heizungssteuerung, dann ist das FRITZ!DECT 301 Thermostat eine sehr sinnvolle und günstige Investition!

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Die KZ AS06 im Test, Ohrhörer-Perle aus Asien!

Der Audio Hersteller KZ gehört zu den absoluten Geheim-Tipps wenn es Euch um einen herausragenden Klang zu einem günstigen Preis geht. Dies hat KZ bereits in vielen Tests bewiesen.

Allerdings ruht sich KZ nicht auf seinen Lorbeeren aus sondern bringt regelmäßig neue Modelle auf den Markt, anscheinend mit dem Ziel sich jedes Mal selbst zu übertreffen.

Dabei setzt KZ gerne auf Ohrhörer mit mehreren Treibereinheiten. Dies wird nun von den neuen AS06 auf die Spitze getrieben.

Die AS06 setzten auf insgesamt 6 Armature Treiber, drei Pro Seite. Damit verzichtet hier KZ erstmals auf einen Hybrid Aufbau, was die AS06 natürlich sehr spannend macht.

Reine Armature Treiber Ohrhörer sind sehr selten und in der Regel auch sehr teuer.

War es also von KZ eine gute Entscheidung solch eine Technologie bei den AS06 einzusetzen? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die KZ AS06 im Test

Man kann sagen was man will aber KZ hat das Design seiner Ohrhörer wirklich gut im Griff! Die KZ AS06 sehen bereits auf den ersten Blick wie richtige High End Ohrhörer aus!

Hierfür setzt KZ auf eine durchsichtige Kunststoff-Rückseite, unter ihr ist eine polierte Metallplatte zu finden, in welcher das Logo der AS06 eingearbeitet ist.

Die untere Hälfte der Ohrhörer ist hingegen aus einem „normalen“ schwarzen Hochglanz-Kunststoff gearbeitet. Diese Kombination aus schwarzem Hochglanz-Kunststoff, halb durchsichtiger Rückseite und Metall Platte sieht wie ich finde klasse aus!

Auch die generelle Form der AS06 erinnert mehr an die diversen professionellen In-Ear Monitor Ohrhörer als an normale Consumer Modelle.

Zu diesem generell professionellen Eindruck trägt auch sicherlich das austauschbare Kabel bei. Dieses könnt Ihr bei den AS06 ganz problemlos tauschen und auch für wenige € nachkaufen. KZ bietet sogar ein optionales „Silber Kabel“ für einen noch besseren Klang an, wie auch ein Bluetooth Modul!

Ja Ihr könnt die KZ AS06 auch als Bluetooth Ohrhörer nutzen. Hierfür müsst Ihr nur das Bluetooth Modul für rund 7€ (bei Gearbest) kaufen und die AS06 lassen sich kabellos nutzen.

Aber auch bereits das beigelegte Kabel macht einen guten Eindruck. KZ setzt hier auf sein übliches durchsichtiges Kabel, mit Kupferkern.

 

Der Aufbau

Die KZ AS06 sind vergleichsweise große Ohrhörer, dies liegt aber auch sicherlich ein gutes Stück am Inneren. KZ setzt hier auf drei so genannter Armature Treiber pro Seite.

Normale Ohrhörer, Kopfhörer und Lautsprecher setzten auf sogenannte dynamische Treiber. Dynamische Treiber sind vergleichsweise einfach zu bauen, im Gegensatz dazu erfordern Armature Treiber eine deutlich höhere Präzision bei der Fertigung und sind signifikant komplexer und somit auch teurer.

Ein Bild des inneren Aufbaus eines Armature Treiber findet Ihr hier https://de.wikipedia.org/wiki/Kopfh%C3%B6rer#/media/File:Kopfhoerer_antrieb_balanced_armature.png

Armature Treiber sind von Natur aus ein Stück weit präzisier und sauber klingender als dynamische Treiber. Daher kommen bzw. kamen diese primär in Ohrhörern der 300€+ Preisklasse zum Einsatz.

Allerdings hat jede Technologie ihre Stärken und Schwächen. Zwar sind Armature Treiber im Allgemeinen ein Stück weit präziser, haben es aber schwerer einen gewissen Druck aufzubauen, welcher beim Bass natürlich notwendig ist.

Daher setzten viele Hersteller auf einen Hybrid-Aufbau. Armature Treiber für die Höhen und ein normaler dynamischer Treiber für Mitten und Tiefen. So hat man die Stärken und Schwächen beider Technologien optimal genutzt.

Dies macht KZ aber bei den AS06 nicht! KZ nutzt bei den AS06 drei balanced Armature Treiber! Einer für die Höhen, einer für die Mitten und einen für den Bass.

Dabei ist der Treiber für den Bass „extra“ groß. Interessanterweise gibt KZ auch den genauen Typ dieses Treibers an. Es handelt sich um den „Knowles CI-22955-000“ welchen Ihr auch einzeln kaufen könnt für 14-25€ das Stück! https://www.mouser.de/ProductDetail/Knowles/CI-22955-000?qs=3unH%2FDqlvl8EWdn2%252bxaxZg%3D%3D

 

Tragekomfort

Die KZ AS06 sind zwar recht große Ohrhörer, aber was die Passform angeht sind diese wie für meine Ohren gemacht.

Ihr setzt die Ohrhörer mit einer leichten Drehbewegung in Eure Ohren ein. Hierbei setzten die KZ AS06 auf ein Kabel das gebogen hinter dem Ohr verläuft. Dies sorgt für eine Zugentlastung und gleichzeitig einen noch festeren Halt.

Hinzu kommt die gut gelungene Passform und wir haben ein paar wirklich bequeme und gut sitzende Ohrhörer. Lediglich für sehr kleine Ohren könnten diese suboptimal sein.

 

Klang

Genug geredet, kommen wir zum Klang der KZ AS06.

Starten wir hier wie üblich bei den Höhen. Wie bei Ohrhörern mit Armature Treibern üblich, verfügen auch die KZ AS06 über sehr klare und brillante Höhen. Diese sind sehr gut aufgelöst und spielen unheimlich präzise.

Allerdings neigen die AS06 ab einer gewissen Lautstärke zur einer leichten Schärfe in den Höhen. Dies ist je nach Song natürlich etwas unterschiedlich stark ausgeprägt, aber im Generellen nicht kritisch.

Die Mitten der AS06 sind als neutral zu bezeichnen. Diese stechen weder besonders hervor, noch klingen die Ohrhörer „leer“. Die KZ AS06 sind hier sehr schön ausbalanciert.

Stimmen werden wunderbar sauber und natürlich wiedergeben. Dies gilt besonders in Songs mit starken Stimmen wie von Adele oder Queen um nur zwei Beispiele zu nennen.

Kommen wir damit zum Bass. Die AS06 werden als „extra Bass“ Ohrhörer beworben, stimmt dies?

Größtenteils ja! Die KZ AS06 haben einen tollen Bass! Dieser spielt extrem präzise, hat einen tollen Punch und Tiefgang. Aber dennoch würde ich die AS06 nicht als „BassEarbuds“ bezeichnen. Der Bass ist stark, aber überschattet auch nicht den kompletten Klang. Die Ohrhörer schaffen es hier durchaus eine gewisse Balance zu halten.

Der Bass gibt den Takt an, aber Stimmen und andere Klang Elemente schaffen es sich ebenso im Klangbild zu behaupten.

Mögt Ihr viel Bass werdet Ihr ohne Frage viel Freude an den KZ AS06 haben! Diese sind, was die Dynamik und Spielfreude angeht, wirklich herausragend!

Auch die Detaildarstellung und Präzision im Klang ist stark, gerade im Bass!

 

Fazit

Ein paar weiterer absolut empfehlenswerter KZ Ohrhörer! KZ hat hier alles richtig gemacht!

Beginnen wir bei der Optik, welche eine gewisse Professionalität und Wertigkeit ausstrahlt. Ich kann mir zwar vorstellen, dass diese etwas Geschmacksache ist, ich mag den High End Look der AS06.

Auch der Tragekomfort ist stark! Die KZ AS06 sind zwar vermutlich weniger etwas für sehr kleine Ohren, aber im Normalfall sitzen diese sehr feste und gut in den Ohren! Dabei haben sie bei mir auch nicht gedrückt oder sonst wie gestört. Ich könnte die AS06 problemlos über Stunden tragen, die Passform ist für meine Ohren einfach gelungen.

Das Wichtigste ist aber natürlich der Klang. KZ setzt bei den AS06 auf drei Armature Treiber pro Seite für die Klangerzeugung. Dieses Konzept geht auch voll auf!

Die KZ AS06 klingen sehr lebendig und dynamisch, mit einem satten Bass! Dabei bleibt aber der Klang sehr präzise und detailgetreu. Mir ist hier abseits der KZ AS06 in einer Preisklasse unter 50€ nichts Vergleichbares bekannt!

Von daher eine volle Empfehlung meinerseits für die AS06 von KZ! Mehr Ohrhörer für 36€ zu bekommen ist aktuell fast unmöglich. Gerade wenn Ihr etwas außergewöhnliches Audio Equipment mögt, wie ich.

Vergesst auch nicht die Option die KZ AS06 auf Bluetooth umzurüsten, was sicherlich auch sehr attraktiv ist.

Das Blue Yeti Nano Mikrofon im Test

Jeder der sich schon einmal auf die Suche nach einem großen Mikrofon für seinen PC begeben hat, wird früher oder später über den Hersteller Blue mit seinen Yeti Mikrofonen gestolpert sein.

Das originale Blue Yeti kann man fast schon als legendäres Mikrofon einstufen! Das neue Blue Yeti Nano ist nun eine neuere, etwas kleinere und günstigere Version dieses sehr beliebten Modelles.

Aber wie gut ist das Yeti Nano? Ist dies das perfekte Mikrofon für Podcasts und Streamer? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Blue für das Zurverfügungstellen des Mikrofons für diesen Test!

 

Das Blue Yeti Nano Mikrofon im Test

Das Blue Yeti Nano ist als „schnelles und einfaches“ Mikrofon gedacht. Daher ist dieses out of the Box bereits „ready to go“.

Das Blue Yeti Nano verfügt bereits über einen vor montierten Standfuß, welcher eine einfache Positionierung auf dem Schreibtisch erlaubt. Sollte Euch dort das Mikrofon stören, kein Problem! Der Standfuß lässt sich abnehmen und das Yeti Nano verfügt auf der Unterseite über ein normales Schraubgewinde für einen Mikrofon Arm.

Mit 632 Gramm ist das Yeti Nano nicht übermäßig schwer, aber auch kein absolutes Leichtgewicht. Man merkt diesem an, dass es über ein Aluminiumgehäuse verfügt. Dieses sorgt auch für eine gewisse Massivität und Robustheit.

Man hat schon das Gefühl etwas Gutes vor sich zu haben.

Sehr Ähnliches gilt auch für den Standfuß, welcher sogar aus massivem Eisen(?!) gefertigt ist und somit auch ein gewisses Gewicht auf die Waage bringt. Dies sollte auch die Gefahr eines Umkippens mindern und Vibrationen verringern.

Was mich beim Blue Yeti Nano etwas wundert, ist der Name. Nano impliziert besonders kompakte Abmessungen. Ja das Blue Yeti Nano ist ein kompakteres Mikrofon, aber mit einer Höhe von 138mm (ohne Standfuß) und einem Durchmesser von ca. 60mm ist dies schon ein mehr oder weniger ausgewachsenes Mikrofon!

Was den grundsätzlichen Aufbau angeht ist das Yeti Nano recht klassisch. Auf der Front finden wir das „Blue“ Logo und ein Drehrad für die Lautstärke.

Das obere 1/3 des Mikrofons wird von der Mikrofonkapsel belegt, welche unter einem recht massiven Gitter versteckt ist. Genau genommen verfügt das Yeti Nano über zwei Kondensator Mikrofonkapsel.

Ihr könnt dabei auf der Rückseite über einen Schalter auswählen welches Muster das Mikrofon gerade nutzen soll. Ihr habt die Wahl zwischen einem etwas direktionaleren Muster, bei welchem nur Geräusche vor dem Mikrofon aufgenommen werden (Cardioid), und einem Omnidirectional Muster. Bei Letzterem werden Geräusche aus allen Richtungen aufgenommen, ideal falls Ihr ein Interview führt.

Welches Muster gerade aktiv ist wird Euch mithilfe einer kleinen Status LED angezeigt.

Auf der Unterseite des Mikrofons finden sich zwei Anschlüsse. Einmal einen 3,5mm Kopfhöreranschluss, welchen Ihr auch für einen Kopfhörer nutzen könnt. Dieser Anschluss erlaubt es Euch direkt mit einer besonders niedrigen Verzögerung zu hören was das Mikrofon aufnimmt.

Bei dem zweiten Port handelt es sich um einen microUSB Anschluss. Dieser wird für die Stromversorgung und Daten genutzt.

 

Die Technik

Das Blue Yeti Nano nutzt seinen microUSB Port für die Verbindung zu Eurem PC/Mac, wo dieses auch ohne zusätzliche Treiber gleich soweit problemlos funktioniert. Lediglich das Auswählen des aktuellen Aufnahmemusters war teils etwas zickig, ohne die Blue Sherpa Anwendung.

Das Kondensator Mikrofon kann laut Hersteller einen Frequenzbereich 20Hz – 20kHz abdecken und besitzt eine Sample Rate von 48kHz und Bit Rate von 24Bit. Letztere beiden Werte sind nicht spektakulär, aber mehr als ausreichend.

Das Mikrofon wird aber von Eurem PC nicht nur als Mikrofon erkannt, sondern auch als Audio Ausgang. Musik usw. kann also auch über den 3,5mm Ausgang auf der Unterseite wiedergegeben werden.

Die Qualität dieses Ausgangs ist als solide einzustufen!

 

Wie klingt das Blue Yeti Nano?

An dieser Stelle möchte Ich Euch einfach mal raten Euch diese kleine „Test“ Audio Datei anzuhören.

Ich kann hier viel schreiben, aber ein kurzer Audio Clip wird vermutlich deutlich mehr Aussagekraft haben.

Klanglich gefällt mir das Blue Yeti Nano sehr gut. Dieses nimmt meine Stimme sehr natürlich und detailliert auf. Dabei färbt dieses allerdings nichts. Heißt meine Stimme wirkt weder dunkler noch heller, was natürlich das Optimum ist.

Hintergrundgeräusche werden zwar selbst im Cardioid Aufnahme Modus stark aufgezeichnet, habt Ihr eine mechanische Tastatur ist ein Mikrofon-Arm Pflicht, allerdings verfügt das Yeti Nano über kein Hintergrundrauschen! Dieses wird wirklich sehr gut herausgefiltert ohne, dass der Klang dadurch komprimiert klingt.

Verglichen mit klassischen Gaming Headsets, selbst sehr teuren Modellen wie dem Beyerdynamic MX300 oder Audio-Technica ATH-PDG1, klingt das Blue Yeti Nano signifikant voller und größer.

 

Fazit

Ihr sucht ein gutes und einfaches Mikrofon für Youtube Videos, Podcasts oder Gaming live Streams? Dann seid Ihr beim Blue Yeti Nano richtig!

Blue konzentriert sich beim Yeti Nano auf das Essenzielle, nämlich den Klang. Im Gegensatz zu vielen Gaming Herstellern wie Razer und Co. Verzichtet Blue auf RGB LEDs oder große Softwarespielereien.

Dies resultiert in einem technisch guten Mikrofon, welches mit 120€ preislich fair eingestuft ist.

Ich würde das Blue Yeti Nano primär Youtubern und für generelle Audio Aufzeichnungen empfehlen. Qualitativ ist dieses natürlich auch für Gamer/Streamer interessant, in diesem Fall solltet Ihr aber auch noch einen Mikrofonarm einplanen um ihn etwas von der Tastatur zu entfernen.

Der neue Ubiquiti UniFi Cloud Key Gen2 Plus im Test und was ist Ubiquitis UniFi?

UniFi Netzwerkequipment ist bei IT-Administratoren und Hobby IT-Administratoren gleichermaßen sehr beliebt. Einen wichtigen Anteil dazu hat die UniFi Controller-Software, welche allerdings auf einem separaten Server laufen muss.

Ubiquiti selbst bietet dafür den so genannten Cloud Key an. Vor kurzem hat nun Ubiquiti die zweite Generation dieses Cloud Keys vorgestellt, gemeinsam mit einer Plus Version.

Kurzum ich habe mir den neuen UniFi Cloud Key Gen2 Plus bestellt. Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen was dieser kann und wie viel besser dieser ist als die erste Generation!

Was ist Ubiquitis UniFi?

Starten wir mit der Frage was Ubiquiti UniFi überhaupt ist. Ubiquiti ist ein kleiner bis mittelgroßer amerikanischer Hersteller von professionellem Netzwerkequipment, welcher sich etwas in den letzten Jahren zum Liebling der IT-Administratoren entwickelt hat.

Die Gründe sind hierfür vielfältig. Zum einen stimmt das Design der UniFi Produkte und auch der Software. Dieses ist sowohl schick, wie aber auch funktional! Auch die Leistung und die Zuverlässigkeit ist auf dem Level von professionellem Equipment!

Der wichtigste Punkt ist aber klar die Preis-Politik. Im professionellen Bereich, also WLAN AccessPoints für Hotels, Unternehmen usw., sind teils astronomische Preise gang und gäbe. Für einen Cisco Meraki AccessPoint der 1300Mbit auf dem 5Ghz Band schafft sind Preise von +-800€ nichts Ungewöhnliches.

Auch andere Profi Hersteller wie Ruckus verlangen für ihre Modelle gerne mal 1000€.

Ein Ubiquiti UniFi AP AC Pro hingegen liegt bei +- 130€. Sicherlich bieten die Modelle von Ruckus und Cisco noch das ein oder andere Feature was Ubiquiti nicht hat, aber 99% der Funktionen sind für 10-20% des Preises gegeben.

Die UniFi Geräte sind technisch State of the Art, mit schnellem WLAN AC und einer großen Kapazität was die Nutzer angeht. Ein UniFi AP AC HD kann beispielsweise bis zu 500 Nutzer gleichzeitig handhaben, was kein normaler Endkunden WLAN Router im Ansatz schaffen würde.

Das wichtigste Feature neben einer zuverlässigen Hardware ist aber der Controller. Professionelle WLAN/Netzwerksysteme werden in der Regel über eine Controller Software gesteuert.

Hierbei handelt es sich um eine Software die auf einem separaten Server läuft und die Netzwerkgeräte steuert, Protokolle aufzeichnet und noch diverse andere Funktionen mitbringt. Dies ist bei großen WLAN Installationen essenziell.

Kein Administrator hat die Zeit per Hand von Benutzeroberfläche zu Benutzeroberfläche durchzuschalten um zu überprüfen ob noch alles läuft. So wird einfach die UniFi Controller Software eingerichtet, dort werden alle WLAN Daten hinterlegt und die einzelnen WLAN AccessPoints werden mit einem Klick in die Software übernommen.

Diese wiederum übernehmen dann alle Einstellungen des Controllers. So lassen sich auch Installationen mit hunderten AccessPoints schnell steuern. Ebenso kann man in einer Benutzeroberfläche beobachten in welchem AccessPoint wie viele Nutzer sind, wie viel Trafik über welchen Switch geht, wie die Internetauslastung ist usw.

Für Privat-Nutzer, die nur ein oder zwei WLAN AccessPoints haben, ist das natürlich schon ein gewisser Overkill, zumal die Controller Software 24/7 laufen muss.

Hier kommt aber ein weiter Vorteil von Ubiquiti ins Spiel. Bei Herstellern wie Cisco oder Ruckus muss man für diese Controller Software zahlen! Bei Cisco Meraki müssten dies rund 100€ pro AccessPoint pro Jahr sein!

UniFi hingegen ist komplett kostenlos! Habt Ihr einen Home-Server, Synology NAS oder einen Raspberry Pi? Dann könnt Ihr darauf einfach die Software installieren und fertig!

Allerdings bietet auch Ubiquiti kleine „mini Server“ an welche speziell für die UniFi Software optimiert sind. Dies ist der bzw. mittlerweile die CloudKeys!

Diese sind also einfach ein Steuerungsserver auf dem die UniFi Benutzeroberfläche läuft.

 

Normal vs. Plus

Den Ubiquiti UniFi Cloud Key Gen2 gibt es in zwei Versionen, den normalen Gen2 (UCK-G2) und den Gen2 Plus (UCK-G2-PLUS).

Der Unterschied ist schnell erklärt. Grundsätzlich besitzen beide Modelle die gleiche Hardware, jedoch hat der Gen2 Plus eine HDD mit eingebaut und ist daher etwas größer.

Diese HDD wird dabei nicht für den UniFi Controller genutzt, sondern für UniFi Protect welches auf dem Cloud Key Gen2 Plus ebenfalls läuft. Bei UniFi Protect handelt es sich um eine Art Recording und Steuerungs-Software für Ubiquitis Überwachungskameras.

Zusammengefasst:

  • Ubiquiti UniFi Cloud Key Gen2 -> für Router, Switche und Accesspoints
  • Ubiquiti UniFi Cloud Key Gen2 Plus -> für Router, Switche, Accesspoints und Überwachungskameras

Habt Ihr keine UniFi Überwachungskameras ist dies letztendlich nicht schlimm, dann bleibt dieses Feature einfach ungenutzt.

Ich habe mich für die Plus Version entschieden, obwohl ich aktuell noch keine UniFi Kameras habe. So müsste ich mir für den Fall, dass ich mir mal welche zulege nicht noch einen gesonderten Rekorder kaufen.

Zudem kostet der normale Ubiquiti UniFi Cloud Key Gen2 aktuell (19.02.19) bei Geizhals rund 220€, die Plus Version 235€.  Die normale Version wird zwar sicher mittelfristig stärker im Preis fallen, aber aktuell waren mir die Bonus Feature + die 1TB HDD die 15€ mehr wert.

 

Der Ubiquiti UniFi Cloud Key Gen2 Plus im Test

War der alte Cloud Key noch aus einem einfachen Kunststoff gefertigt, spiegelt sich beim neuen der etwas höhere Preis auch beim Gehäuse wieder.

Der Cloud Key Gen2 besitzt ein hochwertiges und recht massives Aluminium Gehäuse, mit stark abgerundeten Kanten. Der normale Cloud Key Gen2 ist dabei relativ schmal und lang gehalten, die Plus Version, welche ich mir gekauft habe, hingegen ist ein gutes Stück breiter.

Dies liegt natürlich an der zusätzlich verbauten 1TB HDD. Diese versteckt sich in einem Plastikschlitten, welcher sich über die Front entnehmen lässt. Front und Rückseite besteht bei beiden Cloud Keys größtenteils aus einem schwarzen Hochglanz Kunststoff.

Bei der verbauten HDD handelt es sich um ein 1TB Modell aus dem Hause Toshiba (2,5 Zoll). Dieses lässt sich auf Wunsch auch problemlos gegen eine andere 2,5 Zoll HDD tauschen. Ubiquiti spricht aktuell von einer Unterstützung von bis zu 5TB.

Ebenfalls auf der Front befindet sich ein kleines Display! Dieses ist natürlich ein Gimmick, aber ein nettes Gimmick! Auf dem Display wird Euch beispielsweise die IP Adresse des Controllers angezeigt, aber auch die Anzahl der verbundenen Geräte, wie viele Clients im Netzwerk unterwegs sind usw.

Leider lässt sich aktuell noch nicht im Detail konfigurieren was auf dem Display angezeigt wird, aber ich traue Ubiquiti durchaus zu, dass dies noch mit einem Update nachgeschoben wird.

Auf der Rückseite des Cloud Keys finden wir zwei USB C Ports und einen LAN Port. Einer der USB C Ports wird für die Spannungsversorgung genutzt, der andere ist noch für zusätzliche Feature reserviert.

Leider legt Ubiquiti KEIN Netzteil bei! Ihr könnt den Cloud Key Gen2 Plus entweder über ein Quick Charge 2.0/3.0 Netzteil (kein USB Power Delivery) oder PoE mit Strom versorgen.

Ich finde es etwas schade das Ubiquiti kein Netzteil beilegt, aber dies ist sicherlich auch kein Weltuntergang. Ein passendes Netzteil + Kabel wird Euch vielleicht 15€ kosten, sofern Ihr natürlich nicht bereits einen PoE Switch habt.

 

Feature

Im Großen und Ganzen läuft auf dem UniFi Cloud Key Gen2 Plus die normale UnIFi SDN Controller Software und das normale UniFi Protect.

Ruft Ihr die IP Adresse des Cloud Keys in Eurem Webbrowser auf, landet Ihr auf einer Übersicht mit drei Punkten.

  1. UniFi SDN
  2. UniFi Protect
  3. Your Cloud Key G2+ Settings

Klickt Ihr Punkt 1 an, landet Ihr in der Controller Software für Eure Netzwerkausrüstung. Klickt Ihr Punkt 2 an, landet Ihr in der Übersicht für Eure Überwachungskameras und Punkt 3 dreht sich um die generelle Hardware des Controllers.

So könnt Ihr in den Einstellungen die aktuelle Auslastung des Cloud Keys sehen, ob alle Komponenten laufen, FW Updates durchführen usw. Ebenso könnt Ihr hier die IP Adresse des Cloud Keys ändern.

Die komplette Benutzeroberfläche ist von vorne bis hinten sauber durchgestylt. Ja Ihr solltet schon ein erweiterter Nutzer sein um mit dem UniFi Equipment zu arbeiten, aber im Allgemeinen macht es Euch Ubiquiti sehr einfach.

Dies gilt auch für das UniFi SDN (die eigentliche Benutzeroberfläche). Gehen wir diese einmal für die Neulinge im UniFi System im Schnelldurchgang durch.

Auf der Startseite findet Ihr zunächst eine anpassbare Übersicht.

In dieser seht Ihr wie viele Geräte verbunden sind, ob alle AccessPoints, Switche usw. Online sind usw. Ebenso könntet Ihr einen Graph für die Internet-Nutzung einblenden, welchen ich sehr praktisch finde.

Unter Statistiken könnt Ihr die Auslastung/Trafik der verbunden AccessPoints sehen, sehen wohin Trafik geht „Deep packet Inspection“ (UniFi Router vorausgesetzt) oder Euch die Auslastung der LAN Ports von Switches ansehen.

Der nächste Punkt ist die Karte. Hier könnt Ihr eine Karte Eures Haus, Wohnung, Unternehmen usw. hinterlegen um dort die AccessPoints visualisiert zu platzieren.

Ihr könnt sogar die verwendeten Wandstärken und Materialien festlegen, woraus dann UniFi die Signalstärke errechnet.

Punkt vier sind die Geräte. Hier werden einfach alle verbundenen UniFi Geräte in einer Übersicht aufgelistet, von wo aus Ihr diese konfigurieren, updaten usw. könnt.

Der wichtigste Punkt sind aber sicherlich die Clients. Hier werden wie der Name schon sagt alle verbundenen Clients aufgelistet, mit der Signalstärke, der Verbindungsgeschwindigkeit, dem verursachtem Trafik usw. Ihr könnt hier Geräte auch gleich blocken, falls dies nötig ist.

 

UniFi kann noch viel mehr als das. Neu wäre beispielsweise eine erweitertes Intrusion Prevention System usw. Alle Feature im Detail aufzulisten würde sicherlich den Rahmen etwas sprengen.

Die genauen Funktionen hängen allerdings natürlich stark von den Komponenten die Ihr nutzt ab. Habt Ihr keinen UniFi Router könnt Ihr beispielsweise nicht die Internetauslastung sehen.

 

Leistung

Der neue UniFi Cloud Key Gen2 soll laut Ubiquiti bis zu 4x schneller sein als der alte Cloud Key. Interessanterweise scheint Ubiquiti hier auf einen modifizierten Qualcomm Snapdragon 625 mit 2GB bzw. 3GB RAM zu setzen.

Unterstützt werden bis zu 50 UniFi Geräte bzw. 50 UniFi Geräte + 15 Kameras.

Was die Leistung des Cloud Key Gen 2 angeht kann ich mich nicht beklagen! Ja die Benutzeroberfläche lädt ein gutes Stück flotter und fühlt sich etwas zügiger an. Ist der Unterschied wie Tag und Nacht? Eher nicht.

Der alte Cloud Key hat zumindest bei meiner kleinen Installation keine großen Leistungsprobleme gemacht. Dies mag natürlich anders aussehen falls Ihr wirklich 50 AccessPoints habt.

Aber ja der neue Cloud Key ist spürbar flotter!

 

Leistungsaufnahme und Verhalten

Der Ubiquiti UniFi Cloud Key Gen2 Plus wird wie bereits erwähnt entweder via PoE oder Quick Charge mit Strom versorgt. Im normalen Leerlauf benötigt dieser rund 6W Leistung, etwas mehr, wenn Ihr UniFi Protect nutzt und somit die HDD arbeiten muss.

Interessanterweise verfügt der Ubiquiti UniFi Cloud Key Gen2 Plus über einen kleinen integrierten Akku. Trennt Ihr den Cloud Key vom Strom fährt dieser sich automatisch herunter.

Der Akku dient also weniger dazu einen Stromausfall zu überbrücken, sondern nur ein sauberes Herunterfahren zu gewährleisten.

Ihr könnt im Übrigen auch USB C und PoE gleichzeitig nutzen. Fällt eine Stromquelle aus, wird die zweite weiter genutzt. Dies halte ich in der Praxis aber für recht unnötig, da bei einem Ausfall von PoE vermutlich eh das gesamte Netzwerk down ist.

PS. Tauscht Ihr die HDD gegen eine SSD aus sinkt der Stromverbrauch um ca. 1W.

 

Bugs und Probleme

Während meiner Installation des UniFi Cloud Key Gen2 Plus sind mir zwei Bugs begegnet. Meine Software Version ist die v0.8.10 für den Cloud Key und 5.9.29-11384-1 für UniFi.

Ich habe zunächst versucht ein Backup meines alten Cloud Keys einzuspielen, was auch soweit problemlos geklappt hat. Jedoch nach dem Einspielen des Backups konnte ich nicht mehr auf die „Your Cloud Key G2+ Settings“ zugreifen.

Dort hieß es „internal error occurred Try again later“. Der UniFi Controller selbst lief problemlos, nur ich kam nicht mehr in die Einstellungen des Cloud Keys selbst.

Hier beschreibt ein Nutzer ein ähnliches Problem https://community.ubnt.com/t5/UniFi-Routing-Switching/UniFi-Cloud-Key-G2-manage-quot-Internal-error-quot/td-p/2610614

Ich konnte dieses Problem lösen, auch wenn ich mir nicht ganz sicher war wie genau dies der Fall war. Vielleicht hilft Euch dennoch meine Lösung, falls Ihr ein ähnliches Problem habt.

  1. Resettet den Cloud Key Gen 2
  2. Geht in die Einstellungen und übernehmt die IP Adresse des alten Cloud Keys
  3. Richtet UniFi SDN schnell neu ein (natürlich ohne Geräte zu adoptieren usw.)
  4. Ist UniFi eingerichtet geht dort in die Einstellungen und spielt von dort aus das Backup ein.
  5. Fertig

Ich hatte hier dann zwar auch eine andere Fehlermeldung beim Versuch in die Einstellungen zu kommen, dies lag aber am Safari Browser. Vielleicht hilft Euch dies ja auch etwas weiter.

 

Fazit

Der neue UniFi Cloud Key Gen2 Plus* hinterlässt einen sehr positiven Eindruck!

Die Hardware ist Ubiquiti typisch klasse designt und macht einfach Spaß in der Nutzung, wozu auch Spielereien wie das Display beitragen. Sehr Ähnliches gilt auch für die Software, welche sich sowohl an erweiterte Privatnutzer wie auch IT-Administratoren gleichermaßen erfolgreich richtet.

Ich denke die meisten von Euch die sich für den Cloud Key interessieren, werden schon ihre Erfahrungen mit UniFi gemacht haben, daher brauche ich hierzu auch nicht mehr viel sagen.

Der neue UniFi Cloud Key Gen2 macht genau das was er soll. Er dient als schneller Server für den UniFi Controller. Ubiquiti wirbt mit einem 4x höherem Tempo, was ich subjektiv bedingt bestätigen kann. Ja der Cloud Key Gen2 ist ein Stück flotter und reaktionsfreudiger als die erste Generation, aber ob ich von effektiv von einem 4x höherem Tempo sprechen würde, lasse ich mal dahingestellt.

Die Hardware ist allerdings über jeden Zweifel erhaben! Das neue Aluminiumgehäuse ist schick und hochwertig und allgemein die technische Ausstattung stark.

Allerdings habe ich auch Kritikpunkte. Dies wäre klar der Preis! Der normale UniFi Cloud Key Gen2 kostet aktuell rund 200€, was ich etwas happig finde! Klar die Hardware ist diesem Preis durchaus angemessen, gerade wenn man das Display oder die Backup Batterie bedenkt, aber dennoch. 200€ für einen „mini Webserver“ ist alles andere als günstig. Daher bleibt für viele einfachere Nutzer der Cloud Key Gen1 vermutlich die bessere Wahl, zumindest aus Sicht der Preis/Leistung.

Beim UniFi Cloud Key Gen2 Plus fällt mein Fazit bezüglich des Preises deutlich positiver aus. Hier finde ich aufgrund der verbauten HDD und des Überwachungskamera-Recorders den Preis von rund 240€ völlig in Ordnung!

Interessiert Ihr Euch also auch für die UniFi Überwachungskameras ist der UniFi Cloud Key Gen2 Plus ein guter Deal!