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Die Samsung 970 EVO im Test, die beste Allround SSD

Ihr sucht eine gute SSD? Dann macht Ihr mit einem Modell von Samsung nichts falsch, so das generelle Motto. Samsungs neue allround High End SSD hört, wie zu erwarten war, auf den Namen 970 EVO, welche in die Fußstapfen der beliebten 960 EVO tritt.

Die 970 EVO soll dabei mit einem nochmals gesteigerten Tempo und Haltbarkeit punkten. Aber stimmt dies auch? Und wie schlägt sich die 970 EVO verglichen mit der Konkurrenz?

Dies wollen wir doch einmal versuchen im Test herauszufinden! Wie gut die ist die neue Samsung 970 EVO?

Die Samsung 970 EVO im Test

Es sollte natürlich selbstverständlich sein, dass die 970 EVO eine m.2 PCIe SSD ist, welche auf die NVME Schnittstelle setzt.

Optisch nutzt Samsung bei der 970 EVO sein typisches High End SSD Design, welches wir bereits von den letzten beiden Generationen kennen. Die m.2 SSD verfügt also über ein 80mm langes schwarzes PCB, mit einem durchdesignten Samsung Aufkleber.

Genau wie die Verpackung strahlt auch die SSD einen hochwertigen Flair aus. Man merkt, dass dies keine OEM oder billig SSD ist.

Der Aufkleber erfüllt neben der Typenkennzeichnung auch noch einen anderen Zweck. Der Aufkleber ist mit Kupfer verstärkt und hilft somit bei der Wärmeabfuhr. Dies ist natürlich nicht mit einem richtigen Heatspreader zu vergleichen, kann aber besser als nichts angesehen werden.

Gerade in engen Notebooks kann die Hitzeentwicklung ein großes Problem sein, wo dieser Kupferaufkleber vielleicht etwas hilft.

Die Samsung 970 EVO ist aktuell in vier Größen verfügbar, 250GB, 500GB, 1TB und 2TB. Natürlich kommen bei allen SSDs die gleichen Chips und Hardware zum Einsatz, aber dennoch sind, wie bei SSDs typisch, die größeren Modelle schneller als die kleineren.

Ich habe mir für diesen Test die 500GB Version der 970 EVO zugelegt. Diese verfügt über zwei TLC Speicherchips, welche selbstverständlich aus dem Hause Samsung stammen. Hierbei handelt es sich um 3D V-NAND der 4. Generation mit 64 Layern.

Der SSD Controller stammt ebenfalls aus dem Hause Samsung und hört auf den imposanten Namen „Phoenix“ (S4LR020). Hierbei handelt es sich im Übrigen um den gleichen 5 Kern 8 Kanal Controller wie in der großen 970 PRO.

Samsung gibt die Geschwindigkeit der 970 EVO lesend mit 3400MB/s bzw. 3500MB/s an. Schreibend schwankt diese massiv je nach Kapazität. Die kleinste 970 EVO soll 1500MB/s erreichen, während die 2TB Version 1000MB/s mehr schaffen soll, also 2500MB/s.

Samsung 970 EVO Samsung 970 EVO Samsung 970 EVO Samsung 970 EVO
Größe 250GB 500GB 1000GB 2000GB
Lesen 3400MB/s 3400MB/s 3400MB/s 3500MB/s
Schreiben 1500MB/s 2300MB/s 2500MB/s 2500MB/s
IOPS Lesen 200K 370K 500K 500K
IOPS Schreiben 350K 450K 450K 480K
TBW 150TB 300TB 600TB 1200TB

Neben den reinen Datenraten gibt es natürlich auch Unterschiede bei den IOPS und der TBW. Die Lebensdauer der 970 EVO gibt Samsung recht konservativ an.

Die 500GB Version soll 300TB aushalten. Zum Vergleich der Vorgänger, die 960 EVO, sollte nur 200TB schaffen.

Samsung 970 PRO 600
Samsung 960 PRO 400
Samsung 970 EVO 300
Samsung 960 EVO 200
Toshiba OCZ RD400 296
Western Digital WD Black 300
Corsair Force Series MP500 640
ADATA XPG Gammix S10 320
Kingston KC1000 550
Intel SSD 760p 288

Allerdings muss man diesen Wert natürlich mit Vorsicht betrachten. Es handelt sich hier eher um ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Samsung verspricht das die 970 EVO mit 500GB 300TB schreiben kann. Praktisch wird dieser Wert ziemlich sicher deutlich höher ausfallen.

Wie üblich gewährt Samsung auch eine starke 5 Jahres Garantie bzw. bis der TBW Wert erreicht wird. Vielleicht fragt Ihr Euch nun „sind 300 TBW denn ausreichend?“, ich schaffe an meinem Desktop pro Jahr ca. 10-15TB Schreibleistung, von daher sind 300 TB schon ordentlich.

 

Benchmarks

Starten wir wie üblich mit den klassischen Benchmarks. Für sämtliche Tests wurde folgendes Test-System verwendet:

  • Intel Core i7-5820K
  • Asrock X99 EXTREME6/3.1 Mainboard
  • 16GB RAM 3200mHz
  • Nvidia GT1030
  • Windows 10

Der aktuell mit Abstand wichtigste und beste Benchmark für SSDs ist ohne Frage CrystalDiskMark. Starten wir hier mit den lesend Werten:

Wie auch die große 970 PRO kann die 970 EVO lesend mit beeindruckenden Werten punkten. Gerade was die sequenzielle Performance angeht. Bei den kleineren 4KiB Q8T8 Werten muss sich allerdings die 500GB 970 EVO der 1TB 960 EVO geschlagen geben.

Dies spricht dafür, dass es lesend vermutlich keinen all zu großen Sprung von der 960 auf die 970 gab. Sowohl die 960 EVO wie auch die 970 EVO werden vermutlich mit den Limitierungen des PCIe x4 Interfaces kämpfen, wenn es um die lesende Leistung geht.

Die 960 EVO kann hier vermutlich bei kleineren Dateigrößen aufgrund der höheren Kapazität den Sieg erringen.

Aber wie sieht es schreibend aus?

Auf den ersten Blick sehr gut! Samsung verspricht 2300MB/s und liefert 2455MB/s, was aktuell Bestleistung ist!

Damit kann die 970 EVO sogar die 970 PRO schlagen, wie kann das sein? Ähnlich wie die Plextor M9Pe(G) trickst die 970 EVO etwas, denn diese verfügt über einen SLC Cache.

Das bedeutet ein Bereich der SSD ist signifikant schneller als die restliche SSD. Dieser Bereich wird immer zuerst beschrieben und dann im Hintergrund wieder freigeräumt.

Nur dieser bei der 500GB Version ca. 24GB große Bereich schafft die 2455MB/s. Danach sinkt die Schreibrate auf rund 600MB/s.

Bei den größeren Versionen verdoppelt sich jeweils die Kapazität dieses SLC Caches. In wie weit ist dies in der Praxis eine Einschränkung?

Sagen wir es so, kopiert Ihr oft 20GB+ große Dateien mit über 600MB/s auf Eure SSD? Falls ja könnte der Cache auffallen, falls nein dann nicht.

Mir fällt der SLC Cache, gerade wenn dieser wie hier ausreichend groß und auch nach dem Cache die Leistung immer noch sehr hoch ist, nicht auf.

 

Praxis Tests

Wie sieht es außerhalb der Benchmarks aus? Wie schlägt sich die 970 EVO in der Praxis?

Starten wir hier mit einem WinRAR Test. Für diesen Test wurde auf die 970 EVO ein .rar Archiv kopiert, mit einmal 56GB und 47.000 Dateien und einmal mit 25GB und 2.000 Dateien. Bei Archiv NR.1 handelt es sich um meine gepackte Lightroom Bibliothek, bei Archiv NR.2 um Bioshock Infinite.

Die Lightroom Bibliothek besteht aus ein paar großen, aber primär sehr vielen sehr kleinen Dateien. Bioshock Infinite hingegen ist wie die meisten Programme ein bunter Mix primär mittelgroßer Dateien.

Es wurde die Zeit gestoppt, bis der Entpackvorgang komplett abgeschlossen war.

Obwohl die 970 EVO in den Benchmarks noch etwas schneller war als die 970 PRO, was das Schreiben anging, zeigt doch die Praxis ein etwas anderes Bild. Hier kann die 970 PRO die EVO doch recht entspannt schlagen.

Allerdings soll dies nicht die hervorragende Leistung verglichen mit anderen SSDs schmälern. Die 970 EVO ist die zweit schnellste jemals getestete SSD in diesem Test, mehr oder weniger gleichauf mit seinem Vorgänger der 960 EVO und gute 20 Sekunden schneller als die Toshiba RD400, welche Platz vier belegt.

Beim Entpacken der Test-Dateien 2 ist hingegen der Unterschied zwischen der 970 PRO und EVO mit 63 zu 65 Sekunden deutlich geringer. Dies liegt vermutlich daran, dass das zweite Test Archiv kleiner ist und somit im SLC Cache der 970 EVO bleiben kann.

Das Entpacken eines Archivs ist ein recht schreibintensiver Vorgang, wie sieht es aber bei einem lese-intensiven Einsatz aus? Beispielsweise bei einem AV-Scanner? Für diesen Test habe ich mithilfe des Windows Defenders den zuvor entpackten Lightroom Ordner gescannt und die Zeit gestoppt.

Wie wir sehen gibt es bei diesem Test keine großen Unterschiede. Zwischen der besten SSD, der 970 PRO, und der schlechtesten liegen gerade einmal rund 6%.

Lesend gibt es zwischen guten aktuellen NVME SSDs kaum Unterschiede. Dies wird sich auch noch bei späteren Tests zeigen.

Dennoch interessant das die 970 EVO hier nur im Mittelfeld landet. Auch der Vorgänger die 960 EVO kann sich beim Virenscanner Test nicht mit Ruhm bekleckern.

Windows 10 neuinstallieren ist Gott sei Dank keine alltägliche Aufgabe. Aber dennoch ist dies ein interessanter Test, bei welchem es sowohl um das Lesen wie aber primär auch schreiben von Dateien geht.

Wie schlägt sich hier die 970 EVO?

Windows 10 ist grundsätzlich kein übermäßig großes Programm/System und kann somit komplett im Cache der 970 EVO landen. Dies in Kombination mit der hervorragenden Lesegeschwindigkeit sorgt dafür, dass die 970 EVO auf Platz 1 in diesem Test landet, noch vor der teureren PRO!

Ähnliches würde vermutlich auch bei anderen Programminstallationen zutreffen, sofern diese nicht über den Cache hinauswachsen und selbst dann sollte die Performance noch sehr gut bleiben.

Der klassische Windows 10 Boot-Test darf natürlich in keinem SSD Test fehlen. Hierfür habe ich die Zeit gestoppt vom Betätigen des Einschalters, bis zum Öffnen eines Editor Fensters, welches im Autostart lag. Um genauere Werte zu erhalten, wurde dies fünf mal wiederholt.

Wahnsinnig aussagekräftig ist ein Windows Boot Test nicht. Die überwältigende Mehrheit der hier benötigten 31,69 Sekunden liegen am BIOS und nicht an der SSD, welche zu lange zum Laden der Daten benötigt.

Daher fallen hier die Unterschiede zwischen den High End NVME SSDs auch extrem gering aus. Allerdings kann die 970 EVO sich an die Spitze setzen, knapp vor der 970 PRO und Corsair MP500.

Wird der Unterschied vielleicht größer, wenn wir kein „sauberes“ Windows verwenden, sondern ein paar Programme in den Autostart legen?

Für diesen Test habe ich zusätzlich Libre Office, den VLC Player, FireFox, iTunes und Avira installiert und in den Autostart gelegt. Es wurde die Zeit vom Betätigen des Einschalters bis zum vollständigen Start aller Programme gestoppt. Erneut gab es fünf Durchläufe.

Durch das Starten der Programme nach Windows verlängert sich die Testzeit natürlich etwas. Aber wirklich einen großen Unterschied macht dies letztendlich nicht. Alle High End SSDs sind sehr dicht beieinander und lediglich die 970 PRO kann sich an der EVO vorbeischieben.

Kommen wir zu den letzten beiden Tests. Bei diesen geht es um das Laden von CS Go und Civilisation 6. Im Falle von CS GO wird eine Partie mit Bots auf der „Nuke“ Map geladen, im Falle von Civilisation ein einfaches Match gegen die KI.

Diesmal gibt es drei Durchläufe, zwischen welchen ein Neustart lag.

Ähnliches Spiel wie bei dem Start von Windows. Alle SSDs sind dank ihrer guten Leseleistung sehr dicht beieinander, einen wirklichen Unterschied gibt es nicht.

Allerdings landet die 970 EVO bei CS GO auf Platz 2 was die Ladezeiten angeht und bei CIV6 auf Platz 1.

Tendenziell ist also die 970 EVO eine sehr starke SSD wenn es um Ladezeiten geht, auch wenn der Unterschied nicht weltbewegend ist.

 

Temperaturen

Bei aktuellen High End SSDs ist die Temperatur dieser ein großes Problem! Gerade wenn die SSDs in Notebooks verbaut werden, kann es schnell zu einem Überhitzen und thermal throttling kommen.

Dies ist auch der Grund warum Samsung bei der 970 PRO und EVO unter anderem auf einen Kupfer Aufkleber setzt. Dies soll helfen die Wärme etwas abzuführen bzw. auf größerer Fläche zu verteilen.

Aber funktioniert dies auch? Ich habe die Temperaturen zum einen via Software ausgelesen, zum anderen über einen Temperaturfühler, welcher oberhalb des Controllers angebracht wurde.

Starten wir mit den etwas weniger spannenden Leerlauf-Temperaturen.

Interessant ist hier zunächst, dass die Temperatur welche sich via Software auslesen lässt, etwas niedriger ist als die Temperatur die ich auf dem Controller gemessen habe.

Es ist hier natürlich möglich, dass der Temperaturfühler der SSD an einem anderen Ort ist als im Controller.

Aber dies zeigt, dass das Abführen der Wärme durchaus funktioniert!

Grundsätzlich ist die Leerlauftemperatur von 37 Grad ohne direkten Luftstrom vollkommen in Ordnung.

Interessant wird es aber erst unter Last.

Hier wurde die 970 EVO mit maximal 76 Grad durchaus recht warm. Hierbei handelt es sich aber um ein Szenario bei welchem die SSD keinen aktiven Luftstrom bekommt. Ist ein Lüfter oder eine andere Kühllösung vorhanden, wird die Temperatur deutlich niedriger ausfallen.

Ist im Gegenzug die SSD stark verbaut wie in einem Notebook, könnte es eng werden. Die 970 EVO beginnt ab ca. 84 Grad damit ihre Leistung zu reduzieren.

Damit ist die 970 EVO eine der wärmeren SSDs, aber auch nicht die aller Heißeste. Dieser Titel geht immer noch an die Corsair MP500.

 

Fazit

Samsung macht es seinen Konkurrenten sehr schwer. Es gibt wenige Gründe nicht zur 970 EVO zu greifen wenn man eine aktuelle NVME SSD sucht. Die Leistung ist absolut herausragend, die Zuverlässigkeit von Samsung SSDs legendär und auch der Preis fair.

Anstelle uns also auf die Gründe zu konzentrieren warum man die 970 EVO kaufen sollte, gehen wir lieber die Gründe durch warum nicht, bzw. den Grund, denn mehr als einer fällt mir nicht ein.

Wenn Ihr regelmäßig extrem große Dateien (40GB+) mit über 600MB/s auf die SSD schreibt, dann gibt es bessere SSDs. Die 970 EVO setzt auf einen SLC Cache. Schreibt Ihr am Stück mehr als 24GB (bei der 500GB Version) sinkt die Schreibrate auf immer noch sehr brauchbare 600MB/s.

Aber sofern Ihr in Eurem PC nicht X NVME SSDs habt zwischen welchen Ihr große Video Dateien hin und her schiebt, wird dies in der Praxis fast nie vorkommen.

In allen anderen Situationen ist die Samsung 970 EVO einfach eine gute Wahl!

Apple iPhone Xs und Xs Max, meine Meinung

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Ein etwas ungewöhnlicher Artikel für Techtest, aber hier muss ich mir einfach mal meine Meinung von der Seele schreiben.

Wenn Ihr in der Technik-Welt unterwegs seid, habt Ihr vermutlich die Vorstellung des neuen iPhone Xs und Xs Max mitbekommen. Falls nein, grob zusammengefasst, die neuen iPhones können genau das was man erwartet hat, alles ein wenig besser aber keine innovativen oder neuen Features, verglichen mit dem normalen iPhone X.

Bild Apple.com

Was neu ist, ist der Preis……. Das neue iPhone Xs kostet ab 1149€ und das iPhone Xs Max ab 1249€.

 

Was ist neu?

Starten wir bei einer etwas ausführlichen Analysierung was denn das neue iPhone Xs und Xs Max besser kann als sein Vorgänger das iPhone X.

  1. Das Display beider Größen soll nochmals besser und toller sein. Apple setzt natürlich weiterhin auf OLED, vermutlich aus dem Hause Samsung. Ähnlich wie beim S8 auf das S9 wird es hier sicher eine Steigerung geben. Einen Unterschied welchen man praktisch merkt? Vermutlich nicht! Das Display des iPhone X ist gut wenn nicht sogar sehr gut, ähnlich wie bei den Samsung Geräten ist hier eine Steigerung einfach kaum noch möglich. Lediglich eine höhere maximale Helligkeit könnte im Alltag noch etwas auffallen.
  2. Mehr Leistung! Es ist natürlich extrem schwer Android und IOS Smartphones zu vergleichen, aber das iPhone X war bereits ein wahnsinnig schnelles Smartphone, welches zum Start die Android Seite regelrecht deklassiert hat. Dies gilt selbst ein Jahr später! Wenn man Benchmarks glauben schenken darf ist das iPhone X weiterhin das leistungsstärkste Smartphone auf dem Markt. Dies kann ich subjektiv bestätigen, selbst nach einem Jahr durchgehender Nutzung läuft das iPhone X wirklich sehr gut. Selbst verglichen mit einem Google Pixel 2 XL, welches teils gefühlt etwas Leistung eingebüßt hat. Nun behauptet Apple dass das Xs nochmals 50% mehr Leistung hat. Sicherlich toll und beeindruckend, aber wofür? Nicht falsch verstehen, ich bin für eine technische Entwicklung aber im Alltag bringt die Mehrleistung nix. Selbst Apple muss sich Anwendungen wie AR (nutzt dies wirklich jemand im Alltag?) aus den Fingern saugen um die Mehrleistung zu rechtfertigen.
  3. Die Kamera ist für mich der wichtigste Punkt bei einem Smartphone. Hier gab es nur sehr wenig Neues! Zwar spricht Apple von einem „neuen“ Sensor, aber Sensor Größe, Blende usw. sind unverändert. Auch scheint es sich bei der 2x Zoom Kamera um 1 zu 1 die gleiche Kamera wie beim alten iPhone x zu handeln?! Sämtliche Änderungen beziehen sich ausschließlich auf die Software und ja die Software und das Post Processing ist bei Smartphones extrem wichtig. Das ASUS Zenfone 5z verfügt über das gleiche Kamera Modul wie das iPhone X, macht aber teils deutlich schlechtere Bilder aufgrund eines schlechteren Post Processing. Das Google Pixel 2 hat sehr mittelmäßige Kamera Hardware macht aber Top Bilder, aufgrund des besten Post Processing auf dem Markt. China Smartphones kämpfen trotz aktueller Sensoren und Linse traditionell mit der Bildqualität, aufgrund schlechterer Software und Bildverarbeitung. Software ist also wichtig, dennoch wird dies auch beim iPhone Xs vermutlich eher ein mini Upgrade sein und reine Software Upgrades wirken immer billiger als neues Feature. Lediglich der Porträt Modus des iPhone Xs wird Welten besser sein als bei der Android Konkurrenz, sofern Ihr darauf Wert legt.
  4. Die Lautsprecher sollen noch besser sein. Super! Sämtliche Apple Produkte haben schon extrem gute Lautsprecher und ein noch besserer Klang ist natürlich immer zu begrüßen.
  5. 30 Minuten mehr Akkulaufzeit für das iPhone Xs und 90 Minuten mehr für das Xs Max. Apple hat nicht genau angegeben unter welchen Umständen dies erreicht wird, aber ich nehme mal an aktive Nutzungszeit?! Dies klingt für mich ganz blöd gesagt nach einem Wert welcher sogar alleinig durch Software Optimierungen zu erreichen wäre.

 

Das wars auch schon….

Auch nicht Apple kann jedes Jahr innovativ sein und ist es auch nicht. Das iPhone X war ein großer Sprung für Apple und das iPhone Xs ist eine mini Verbesserung.

Dafür könnte man Apple nun kritisieren aber leider hat es Samsung beim Sprung vom S8 auf das S9 genauso gemacht! Auch der Sprung vom Note 8 auf das Note 9 war ähnlich klein. Selbiges gilt auch für Hersteller wie HTC oder LG.

Lediglich die Asiaten wie Huawei haben wirklich „neues“ geliefert. Aber auch bei diesen gibt es viel Marketing Bla Bla wie Huawei mit seinem AI Kram, welcher in der Praxis nix tut und auch vermutlich nicht mehr ist als diverse IF abfragen.

Es fällt mir also schwer Apple hier zu kritisieren das man beim neuen iPhone Xs und Xs Max nichts bahnbrechendes Neues gemacht hat. Es sind einfach nicht jedes Jahr bahnbrechende Sprünge in der Smartphone Technologie möglich. Zudem hat Apple halt wirklich auf Nummer sicher gespielt.

 

Kein anderer Hersteller melkt seine Kunden so sehr!

Das Apple teuer ist, ist bekannt und auch nichts Besonderes. Ja es gibt sicherlich Android Smartphones die 90% von dem Können was das iPhone X kann für 350€, wie das Xiaomi Pocophone F1, aber ich würde auch niemanden verurteilen der sich ein Auto für über 30.000€ kauft obwohl doch ein Dacia genauso fährt und weniger kostet.

Was mich stört ist Apples Philosophie so viel Geld aus jedem Kunden zu pressen wie möglich. Ich habe bei keinem anderen unternehmen derart das Gefühl, dass man nur ein laufender Geldsack für dieses ist wie bei Apple.

Dies beginnt bei Kleinigkeiten wie iCloud. Im gratis Abo bietet einem Apple satte 5GB Speicher! In einer Welt wo Apple iPhones mit 512GB Speicher anbietet ist dies einfach nur jenseits von traurig. Ihr könnt natürlich mehr Speicher haben, dann müsst Ihr dafür bezahlen, was auch okay ist. Allerdings 5GB sind halt so wenig gewählt, dass diese selbst für Normalnutzer nicht ausreichen. Apple zwingt einen hier wie kein anderer Hersteller in die kostenpflichtigen Abos.

Apple hat groß mit der Haltbarkeit von seinen Smartphones geworben. Der Hersteller der jedes Jahr eine Rückrufaktion hat wie aktuell beim iPhone 8. Der Hersteller bei welchem eine gebrochene Rückseite 591€ im Austausch kostet. Der Hersteller welcher gezielt Smartphones aufgrund „alter“ Akkus gedrosselt hat ohne dies den Nutzern zu sagen. Ja es gibt solche Dinge auch sicherlich bei Android Herstellern, wo es einfach unter den Tisch fällt oder einfach keine Rückrufaktion gibt. Dennoch das Apple sich hier als der Super zuverlässige Hersteller aufspielt ist doch hart.

Allgemein schaut Euch die Reparatur Preise bei Apple an.

https://support.apple.com/de-de/iphone/repair/service/pricing

311€ für ein kaputtes Display ist traurigerweise nicht mal zu teuer, verglichen mit Samsung Smartphones, aber alle anderen Schäden egal ob Lautsprecher, Kamera oder auch nur ein wackliger Ladeport pauschal 591€. Hier holt man das Maximum aus dem Kunden heraus! Keine Überraschung wenn man sich Apples Quartalszahlen ansieht wo Service ein immer größerer Posten ist.

Auch beim 1250€ iPhone Xs Max scheint mal wieder nur das 5V 1A USB Ladegerät beizuliegen! Zwar ist ein langsames Laden effizienter als ein schnelles Laden, aber bei einem 1250€ Smartphone ist dies einfach nur unverschämt.

Wenigstens das 2,4A Ladegerät des iPads hätte es schon sein dürfen. Aber keine Sorge Ihr könnt ein passendes Schnelladegerät bei Apple kaufen. Ihr braucht nur das USB‑C auf Lightning Kabel (1 m) und den 30W USB‑C Power Adapter (Netzteil). Das Kabel schlägt mit 25€ zu buche und das Ladegerät mit 59€. Es kostet Euch also 84€ Euer iPhone schnellzuladen. Natürlich über 3. Anbieter Modelle geht’s billiger, aber dennoch.

Der Punkt welcher mich nun getrieben hat diesen Text zu schreiben ist aber der Kopfhöreranschluss. Ihr erinnert Euch Apple hat diesen weggelassen? Dafür hat man ja einen Lightning auf 3,5mm Adapter beigelegt, eine für mich akzeptable Lösung.

Nun musste ich aber lesen, dass Apple diesen bei den neuen iPhones weglässt! https://www.computerbase.de/2018-09/apple-akkutausch-kopfhoerer-adapter/ Was zum Teufel Apple?! War dieser Adapter wirklich so teuer, dass man ihn weglassen musste? Ich nehme mal nicht an, dass dies gemacht wurde um 10€ an diesem Adapter zu verdienen, mit 10€ ist dieser auch wirklich billig (hier muss man ehrlich sein). Ich nehme an dies ist Taktik um die Nutzer mehr auf Lightning Kopfhörer/Ohrhörer zu puschen, an welchen Apple mehr verdient.

Ähnliches gilt auch für den Speicher. 64GB, also die Basis Speicherausstattung, wird für viele Nutzer schon knapp sein. 128GB, was für die meisten ausreichen wird, gibt’s nicht. Ihr müsst gleich 200€ drauf legen um die 128GB Stufe zu überspringen und auf 256GB zu kommen. Ich nehme mal an das dies kein Zufall ist.

Hier gibt es ein tolles Interview von Steve Jobs aus den 80igern oder 90igern! In welchem Steve Jobs erklärt was passiert wenn eine Firma zu erfolgreich wird und die „Verkäufer“ mehr Mitsprecherecht bekommen als die Produktentwickler, was vermutlich sehr gut auf Apples aktuelle Situation passt.

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Mehr Informationen

 

Ist der Preis zu hoch?

Sind Preise ab 1150€ für das kleine Xs und 1250€ für das Xs Max zu viel? Ja und nein. Es kommt drauf an wie man zu seinem Smartphone steht.

Es gibt viele Nutzer die alles am Smartphone machen, für welche dieses einfach der zentrale Punkt im Alltag, der Kommunikation usw. ist. Kommt hier eine Nutzungszeit von 2-3 Jahren hinzu, ist sicherlich eine einmalige Ausgabe von 1150€ in einem gewissen Rahmen zu rechtfertigen.

Ähnlich wie bei einem Auto, es gibt Leute die gerne viel für einen dicken Mercedes, BMW usw. ausgeben weil es ihnen Spaß macht und es gibt Leute die ein billiges Auto kaufen das einfach einen nur von A nach B transportiert, weil dafür ist doch ein Auto da.

Was mich Stört ist hier eher der Einfluss auf die gesamte Smartphone Welt. Es ist schon durchgesickert dass das S10 von Samsung so teuer sein wird wie noch nie ein Smartphone zuvor. Klar wenn Apple 1250€ für sein großes Smartphone verlangt können wir doch 1200€ für unseres Verlagen, so werden sich dies sicherlich viele Android Hersteller denken.

Teurer als Apple will hier niemand sein, was aber auch kein Problem ist da Apple von Jahr zu Jahr die Preise anhebt.

Allerdings kann ich auch jeder verstehen der sagt das er nicht einen großen Teil seines Monatsgehaltes für sein Smartphone ausgeben will. Irgendwie auch traurig das mittlerweile Smartphones teurer sind als Premium Notebooks……  Gute und günstige alternativen gibt es einige, welche zumeist zu 80-95% das können was das iPhone X auch kann.

 

Testurteil sehr gut!

Ich war ein Apple Fan, aber so langsam wird es mir zu viel, gerade was Preise und die Philosophie angeht so viel Geld aus dem Kunden zu pressen wie möglich. An liebsten würde ich jedem davon abraten das neue iPhone zu kaufen, damit Apple vielleicht auf den „richtigen“ Weg zurückkehrt.

Da gibt es nur ein Problem, das iPhone Xs und Xs Max wird sehr gut sein! Bei aller Kritik kann ich ohne das Smartphone in der Hand gehalten zu haben schon erahnen, dass dies eins wenn nicht sogar das beste Smartphone des Jahres sein wird.

Meine Einschätzung:

  • Display „Platz 2 oder 1“, nur die neuen Samsung Geräte werden hier eventuell besser sein, Huawei und Co. wird mit Sicherheit geschlagen (dies macht schon das iPhone X)
  • Haptik und Verarbeitung „Platz 1“, Apple typisch vermutlich ziemlich perfekt.
  • Leistung „Platz 1“ Der Apple A12 wird schneller sein als der Snapdragon 845, der A11 ist dies in einigen Benchmarks schon.
  • Lautsprecher „Top Smartphone“, das iPhone X hatte schon extrem gute Lautsprecher für ein Smartphone (besser als das Galaxy S9), sollten diese weiter verbessert sein wie behauptet, kann das nur eine Top Leistung sein.
  • Akkulaufzeit, Standby Laufzeit wie bei Apple üblich überragend, aktive Nutzungszeit voraussichtlich gut bis eventuell sehr gut beim Xs Max?!
  • Kamera „Top 5“, die Kamera ist ein schwieriger Punkt. Diese war beim iPhone X gut, aber nicht absolut überragend. Je nach Situation könnte ein Huawei P20 Pro, Google Pixel 3 oder vielleicht auch ein Note 9 besser sein. Hier ist es schwer einzuschätzen wie groß die Verbesserungen sind, Potenzial für eine Top Kamera ist da. Apple nutzt einen sehr großen und neuen Sensor mit einer soliden Blende und gutem Post Processing. Der Portrait-Modus wird allerdings überragend sein! Dies bekommt schon jetzt niemand besser hin.

Kurzum, egal wie sehr ich Apples Entscheidungen kritisiere die iPhone Xs und Xs Max werden hervorragende Smartphones sein, welche auf oder über dem Stand aktueller Konkurrenten sein werden. Ja die Preise sind jenseits von Gut und Böse und dies wird die Vorlage für viele Android Hersteller wie Samsung sein, nächstes Jahr die Preise anzuziehen, aber was soll man machen.

Das iPhone Xs und Xs Max werden gut sein, das muss man Apple eingestehen.

Der VAVA VOOM 24 VA-SK005 Bluetooth Lautsprecher im Test

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Der VAVA VOOM 24 VA-SK005 ist ein durchaus interessanter Bluetooth Lautsprecher. Dies liegt natürlich auf den ersten Blick primär an der doch sehr schicken und etwas ungewöhnlicheren Optik.

Der VAVA Bluetooth Lautsprecher wirkt recht hochwertig gemacht, obwohl der Preis mit gerade einmal 36€ sehr fair ist.

Ist der Preis aber wirklich fair? Oder blendet der VAVA VOOM 24 VA-SK005 Bluetooth Lautsprecher nur mit seiner Optik und klingt furchtbar?

Dies gilt es im Test herauszufinden!

 

Der VAVA VOOM 24 VA-SK005 Bluetooth Lautsprecher im Test

Die Optik ist ganz klar einer der großen Pluspunkte des VAVA VOOM 24 VA-SK005. VAVA setzt hier auf eine dreieckige „Toblerone“ Form, allerdings mit leicht abgerundeten Kanten.

Aufgrund der leicht länglichen Form nutzt VAVA hier einen Stereo Aufbau. Das bedeutet im Inneren des Lautsprechers befinden sich zwei Treibereinheiten, eine links und eine rechts.

VAVA gibt die Leistung des Lautsprechers mit 10W bzw. 2x 5W an. Zusätzlich zu den beiden aktiven Treibern besitzt der Lautsprecher auch zwei passive Treibereinheiten an seinen Seiten.

Diese „offenen“ passiven Treiber, sie sind nicht von einem Gitter bedeckt, erfüllen neben dem akustischen auch einen optischen Zweck. Zudem laden diese Treiber auch etwas zum Herumspielen ein, was man eigentlich nicht machen sollte. Passive Treiber sind eine Art Alternative zu Bassreflexrohren und sogar für einen internen Druckausgleich und eine bessere Bassleistung.

Außenrum ist der Lautsprecher allerdings komplett mit einem metallenen Lautsprechergitter bedeckt, mit Ausnahme der Tasten auf der Oberseite und den Anschlüssen auf der Rückseite.

Auf der Oberseite finden wir fünf Tasten und ein Mikrofon. Für den Wasserschutz, immerhin IPX5, sind die Tasten unter einer Gummischicht angebracht, lassen sich allerdings weiterhin gut drücken.

IPx5 ist ein recht hoher Wasserschutz für einen Bluetooth Lautsprecher. Dieser könnte sogar theoretisch unter der Dusche verwendet werden, IPX5 = Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel.

Auch die Anschlüsse auf der Rückseite sind dementsprechend unter einer dicken Gummiklappe angebracht. Hier finden wir den üblichen microUSB Anschluss wie auch einen AUX Eingang, für Geräte, welche kein Bluetooth besitzen.

Allerdings werdet Ihr diese Klappe nicht all zu oft öffnen müssen, denn die Akkulaufzeit des VAVA VOOM 24 VA-SK005 Bluetooth Lautsprecher ist hervorragend!

Der Hersteller gibt 24 Stunden an, was vielleicht etwas hochgegriffen ist, aber 16-22 Stunden sind bei einer normalen Lautstärke durchaus realistisch!

 

Klang

Der wichtigste Punkt bei einem Bluetooth Lautsprecher ist natürlich letztendlich der Klang. Wie schlägt sich hier der VAVA VOOM 24?

Ganz gut würde ich sagen.

Die Höhen sind sauber und ausreichend klar. Auch die Brillanz passt, hier kann ich mich nicht beklagen.

Wie steht es um den Bass? Hier wird es etwas schwieriger. Der Bass ist okay. Viel mehr kann man zu diesem leider nicht sagen. Für die Größe produziert der VOOM 24 einen angemessenen Bass, nicht mehr und nicht weniger.

Ich habe allerdings teilweise das Gefühl, dass es fast möglich wäre noch etwas mehr Bass aus dem Lautsprecher zu kitzeln. Qualitativ ist der Bass des VOOM 24 tadellos. Sogar der Tiefgang ist gut. Die Masse ist allerdings eher etwas geringer. Unterm Strich mittelt sich dies auf soliden aber auch nicht überragenden Bass.

Leider wirken allerdings die Mitten etwas dünn. Stimmen, gerade höhere Frauenstimmen, klingen gut über den VAVA VOOM 24, allerdings fehlt es etwas an Klangdicke. Gerade in Songs mit vielen Instrumenten und etwas tieferen Männerstimmen.

Die Bluetooth Übertragungsqualität hingegen ist wieder tadellos. Kompressionsartefakte oder Ähnliches konnte ich nicht feststellen.

Die maximale Lautstärke ist ausreichend hoch, aber zum Beschallen eines Wohnzimmers ist der VAVA VOOM 24 eher weniger geeignet. Dies ist allerdings auch normal für einen Bluetooth Lautsprecher dieser Größe. Auch wenn auf 100% Lautstärke der Lautsprecher weiterhin klar und sauber spielt.

 

Fazit

Der VAVA VOOM 24 VA-SK005 ist ein ordentlicher Bluetooth Lautsprecher, welcher allerdings primär aufgrund seiner Optik und hervorragenden Akkulaufzeit punkten kann.

Der Klang des Lautsprechers ist in Anbetracht des Preises und der Größe okay, aber auch zugegeben nicht überragend oder außergewöhnlich.

Der VOOM 24 spielt sauber mit guten Höhen und einem qualitativ guten Bass, welcher allerdings von seiner Masse eher gering ist. Die maximale Lautstärke fällt gewöhnlich hoch aus.

Letztendlich spricht aus meiner Sicht wenig gegen den Kauf des VOOM 24, welcher allerdings auch keine Bombe in der 30-40€ Preisklasse ist. Alternative Empfehlungen für Bluetooth Lautsprecher findet Ihr hier.

Die Shunpad BS-28 mini Soundbar im Test

Soundbars für Fernseher oder Monitore sind beliebter denn je. Aber leider sind gute Soundbars auch sehr teuer.

Was wenn man eine günstige Soundbar sucht? Richtig man schaut bei den diversen Asia Versendern. Dort findet sich beispielsweise die Shunpad BS-28 mini Soundbar für knapp unter 40€.

Aber kann eine Soundbar für unter 40€ wirklich gut sein? Es gibt ja durchaus gerade im Audio Bereich einige Perlen aus Asien, vielleicht gehört hier ja die BS-28 dazu?

Versuchen wir doch dies einmal im diesem kleinen Test herauszufinden! Kann die Shunpad BS-28 mini Soundbar überzeugen?

 

Die Shunpad BS-28 mini Soundbar im Test

Die Shunpad BS-28 setzt auf das übliche Soundbar Design. Ihr erhaltet also einen recht langen, aber schmalen Lautsprecher, welchen Ihr vor Euren Fernseher legen könnt.

Mit 55cm ist die BS-28 nicht super groß, aber für einen 27-40 Zoll Fernseher durchaus passend.

Das Gehäuse besteht bei dieser Soundbar selbstverständlich aus Kunststoff, aber dies sollte keine große Überraschung sein, wenn man die Preisklasse bedenkt. Leider ist das Gehäuse auch nicht übermäßig hochwertig. Dabei setzt der Hersteller leider zudem auf einen extrem glänzenden und empfindlichen Hochglanz-Lack, welcher bereits vom Ansehen schmutzig wird.

Immerhin das Lautsprechergitter welches die Front bedeckt ist aus Aluminium gefertigt.

Unter dem Lautsprechergitter befinden sich insgesamt vier Lautsprechertreiber, jeweils zwei zu beiden Seiten. Shunpad gibt die Leistung dieser mit jeweils 5W an, was im Betracht der Größe vielleicht etwas optimistisch ist.

Ebenfalls auf der Front ist eine kleine farbige LED angebracht, welche je nach Betriebsmodi unterschiedlich leuchtet. Über Betriebsmodi verfügt die mini Soundbar einige.

Neben Bluetooth könnt Ihr auch USB Sticks und microSD Speicherkarten mit der Soundbar nutzen. Auch ist natürlich ein AUX Eingang vorhanden.

Gesteuert wird das Ganze über sechs Tasten auf der Oberseite. Eine Fernbedienung oder Ähnliches gibt es leider nicht.

Im Gegensatz zu den meisten normalen Soundbars verfügt die Shunpad BS-28 über einen integrierten Akku. Dieser hält zwar nicht super lange (ca. 6 Stunden), aber taugt falls Ihr mal die Soundbar als normalen Bluetooth Lautsprecher nutzen wollt.

 

Klang

Kommen wir zum wichtigsten und das ist der Klang. Was kann man hier von einer mini Soundbar für unter 40€ erwarten? Leider nicht sonderlich viel….

Starten wir am Anfang, also bei den Höhen. Diese sind ohne Frage die größte Stärke der Soundbar. Die Höhen sind angenehm klar und sauber. Auch die Auflösung passt, keine Klagen hier.

Die Mitten sind okay. Stimmen sind ausreichend gut verständlich, aber auch nicht übermäßig voll.

Dies ist aber leider das Problem der Soundbar. Der Klang ist unheimlich dünn und es fehlt einfach Volumen. Dies spiegelt sich im Bass natürlich ganz besonders wieder.

Bass ist leider bei der Shunpad BS-28 Soundbar das Problem. Es ist einfach nicht viel vorhanden. Aufgrund der vier Treiber besitzt die Soundbar zwar einen recht breiten Klang, aber die Treiber sind recht klein, wodurch wenig Bass zustande kommt.

Die Shunpad BS-28 ist hier eher auf dem Level eines guten Notebooks, als bei einer richtigen Soundbar was die Tiefen angeht. Hier hilft auch nicht die hohe Klangbreite und die klaren Höhen.

Die Shunpad BS-28 klingt einfach zu dünn um als richtige Soundbar genutzt zu werden. Hinzu kommt als „Krönung“ die nervigste Sprachansage, die ich jemals von einem Bluetooth Lautsprecher gehört habe!

Bei jedem Einschalten werdet Ihr von einer asiatischen Dame informiert das Euer Bluetooth Device is connected successfully……

 

Fazit

Leider kann ich die Shunpad BS-28 mini Soundbar nicht empfehlen. Es gibt zwar durchaus positive Punkte, wie die Klangbreite und die recht klaren Höhen, aber die Alltagstauglichkeit ist wirklich nur stark eingeschränkt vorhanden.

Der Soundbar fehlt es einfach an Bass und Klangvolumen. Die Shunpad BS-28 ist kaum besser als die eingebauten Lautsprecher in den meisten Computer-Monitoren und erst recht nicht besser als die Lautsprecher eines Fernsehers.

Selbst ein Apple MacBook Pro hat mehr Bass im Klang als die Shunpad BS-28, hier hilft dann auch nicht die große Klangbreite.

Hinzu kommt die furchtbare Sprachansage, welche zwar auf einer Party für viel Erheiterung und Schmunzeln sorgen kann, aber im Alltag einfach nur nervig ist.

Als Bluetooth Lautsprecher in der unter 40€ Preisklasse mag der Klang Okay sein, aber auch hier gibt es bessere Modelle aller TaoTronics TT-SK10 Pulse X, Anker SoundCore 2, EasyAcc BT28S usw.

 

Das CHOETECH PD72 USB C Ladegerät 72W im Test, Certified USB Charger!

Der USB Power Delivery Ladestandard gewinnt immer mehr an Verbreitung, auch außerhalb von Smartphones und Tablets.

Immer mehr Notebooks setzen ebenfalls auf diesen Standard. Hier ist natürlich ein gutes und zuverlässiges Ladegerät noch essenzieller als bei Smartphones. Schließlich braucht auch ein Notebook deutlich mehr Power.

CHOETECH verspricht mit seinem PD72 USB C Ladegerät 72W genau dies. Das PD72 USB C Ladegerät kann insgesamt satte 72W Leistung bieten und besitzt als eins der ersten Ladegeräte überhaupt die USB IF Zertifizierung. Diese Zertifizierung soll ein Einhalten des USB Power Delivery Standards garantieren.

Erfreulicherweise ist das PD72 von CHOETECH mit unter 40€ dennoch recht erschwinglich. Ist das PD72 damit das ideale Reiseladegerät oder allgemein sekundäres Ladegerät für alle Apple MacBook oder Ultrabook Nutzer? Finden wir dies im Test heraus!

Das CHOETECH PD72 USB C Ladegerät 72W im Test

CHOETECH setzt bei seinem neusten USB C Power Delivery Ladegerät auf das klassische Mulitport Design. Das bedeutet Ihr erhaltet eine Kunststoffbox so groß wie eine Zigarettenschachtel, welche auf der Front Ihre Anschlüsse besitzt und auf der Rückseite den Anschluss für das Netzkabel.

Was die Verarbeitung und Haptik angeht, ist das CHOETECH PD72 blöd gesagt erst einmal nichts Besonderes. Man nutzt hier einen einfachen Kunststoff und eine unspektakuläre Verarbeitung. Dies meine ich weniger negativ als es vielleicht klingt, das Gehäuse wird seinen Zweck erfüllen.

Zumal das CHOETECH PD72 erfreulich massiv und schwer ist. Dies ist immer ein positives Zeichen für eine solide Elektronik, gerade bei einem Ladegerät welches mit 72W Leistung beworben wird.

Kommen wir damit auch zu den Anschlüssen. Auf der Front finden sich drei normale USB Ports und ein USB C Port.

Bei den drei USB Ports handelt es sich auch wirklich um „normale“ Anschlüsse, welche allerdings jeweils bis zu 2,4A bei 5V liefern können. Allerdings gibt es hier eine kleine Einschränkung, die maximale Leistung über alle drei Ports hinweg ist ebenfalls 2,4A.

Ihr könnt also einen Port mit 2,4A belasten, zwei mit 1,2A usw. Später mehr zu dem Thema.

Der wahre Star des CHOETECH PD72 ist natürlich der USB C Port. Dieser verfügt über satte 60W Leistung. Diese ist auf 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A und 20V/3A aufgeteilt.

Hierdurch ist das CHOETECH PD72 in der Theorie nicht nur in der Lage diverse Smartphones zu laden, sondern auch große Notebooks.

Eine große Besonderheit des CHOETECH PD72 ist die USB IF Zertifizierung. Diese Zertifizierung stammt von den Machern des USB Standards und soll sicherstellen, dass sich das Ladegerät genau an den USB C und Power Delivery Standard hält.

Dies ist das erste Ladegerät das mir bisher über den Weg gelaufen ist, das über diese Zertifizierung verfügt! Gerade in der unter 40€ Preisklasse ist dies durchaus etwas besonderes, denn eine USB IF Zertifizierung ist auch nicht ganz günstig.

Die 60W die der USB C Port maximal abgeben kann, kann gleichzeitig zu den 12W der normalen USB Ports abgerufen werden, womit wir auf die beworbenen 72W kommen.

Mit dem Strom verbunden wird das CHOETECH PD72 wie üblich mit dem klassischen Kleingeräte Stecker. Ein passendes, erfreulich langes, Kabel liegt natürlich mit im Lieferumfang.

 

Messwerte

Starten wir bei den Basics. Das CHOETECH PD72 hat problemlos meinen Belastungstest überstanden. Dabei wurde dieses zwar gut warm, aber dies ist normal und erst einmal nichts Besorgniserregendes.

Die internen Komponenten solcher Ladegeräte halten problemlos Temperaturen von 100+ Grad aus. Selbstverständlich kann ich keine Aussage bezüglich der Langzeit Zuverlässigkeit tätigen, aber über meine Tests hinweg gab es keinen Grund an der Elektronik des CHOETECH zu zweifeln.

Die Angabe, dass das Ladegerät 3A bei 5V/9V/15V und 20V liefern kann, kann ich bestätigen. Wenig überraschend bei der USB IF Zertifizierung funktionierte auch der USB Power Delivery Handshake tadellos.

Kommen wir damit auch zu den Ladetests. Folgende Geräte habe ich am Ladegerät getestet:

  • Apple iPhone X
  • Apple iPad Pro
  • Apple MacBook Pro 13“ (Late 2016)
  • Dell XPS 13 9370
  • Samsung Galaxy S9+
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Nintendo Switch

Starten wir mit den Notebooks. Für 13 Zoll Notebooks hat das CHOETECH PD72 aufgrund seiner bis zu 60W Leistung mehr als genug Leistung. Dies bestätigte sich auch in meinem Test. Das Dell XPS 13 wurde mit 20V und 2,22A (44,4W) geladen und das Apple MacBook Pro 13 mit 20V 2,28A (45,6W).

Ein wenig schwanken diese Werte je nach Auslastung natürlich, aber man kann durchaus sagen, dass dieses Ladegerät beide Notebooks mit vollem Tempo laden kann.

Dabei ist natürlich das XPS und MacBook symbolisch zu betrachten. Ähnliches wird auch für andere Ultrabooks gelten. Für alle Modelle bis 14 Zoll wird das CHOETECH PD72 voll das original Ladegerät ersetzen können.

Bei größeren Notebook kann dies allerdings etwas anders aussehen. Sofern diese auch via USB C ladbar sind, ist zwar davon auszugehen, dass diese auch am CHOETECH laden, aber möglicherweise nicht mit vollem Tempo.

Auch das Apple iPad Pro und iPhone X können am CHOETECH PD72 schnellladen! Verwendet hierfür das originale Apple Lightning auf USB C Kabel und das iPad Pro erreicht 15V und 1,77A und das iPhone X 9V 1,57A.

Dies ist bei beiden Geräten 2x bzw. 3x schneller als mit dem originalen Ladegerät!

Neben den Apple Geräten lassen sich auch Huawei Smartphones am CHOETECH schnellladen, wenn auch nicht ganz so schnell wie am originalen „Super Charge“ Ladegerät. Das Mate 10 Pro erreicht beispielsweise 9V 1,8A, was auch sehr flott ist.

Auch andere Android Smartphones lassen sich am CHOETECH PD72 schnellladen. Beispielsweise alle Smartphones mit Quick Charge 4.0, wie das BQ Aquaris X2 oder ASUS Zenfone 5z.

Grundsätzlich kann auch das Samsung Galaxy S9 an USB Power Delivery Ladegeräten schnellgeladen werden. Allerdings ist bei diesem der USB PD etwas zickig, was sich auch hier zeigte. Das Samsung Galaxy S9+ erreichte 1,86A bei 5V. Dies ist zwar etwas schneller als normales Laden, aber ich würde 9,3W auch nicht als Schnellladen bezeichnen. Erstaunlich denn das S9+ erkennt das CHOETECH PD72 sogar als Schnellladegerät.

Kommen wir noch zur Nintendo Switch. Diese lässt sich selbstverständlich auch schnellladen mit 15V 0,74A. Damit ist gleichzeitiges Spielen und Laden wie am originalen Ladegerät möglich.

Wie steht es aber um die drei normalen USB Ports? Diese bieten ein gutes Ladetempo, wenn nicht sogar ein sehr gutes für „normale USB Ports“.

Allerdings kann man ganz klar sagen, dass jedes USB C Gerät am USB C Port auch etwas schneller lädt.

Was leider etwas stört ist die maximale Leistung von 2,4A über alle drei Ports. Praktisch wird man also nie alle drei Anschlüsse gleichzeitig nutzen können. Etwas mehr Leistung auf den normalen USB Ports wäre also schön gewesen.

Zu guter Letzt wie steht es um die Effizienz?

Die Effizienz schwankt recht stark je nach genutztem Port und Last. Die Effizienz der normalen USB Ports liegt bei ziemlich genau 80%, was eher mittelmäßig ist.

Die Effizienz des USB C Ports bei 5V liegt bei 77%, bei 9V bei 84,7% bei 15V bei 86,7% und bei 20V bei 86,3%.

Die Effizienz beim Laden von Notebooks und größeren Geräten ist mit 86%+ also als sehr ordentlich zu bezeichnen.

 

Fazit

Das Fazit zum CHOETECH PD72 kann man sehr kurz machen. Ihr wollt keine 50€ oder sogar 60€+ ausgeben und sucht dennoch ein gutes und kräftiges USB C Ladegerät? Dann ist das CHOETECH PD72 aktuell Eure beste Option!

Dieses bietet technisch eine tadellose Leistung, welche sich so auch in meinen Praxis Tests bestätigte. Ihr könnt mit dem PD72 sogar das originale Ladegerät von vielen Ultrabooks voll ersetzen, beispielsweise beim Apple MacBook Pro 13 oder XPS 13.

Trotz des günstigen Preises scheint CHOETECH an keinen wichtigen Punkten gespart zu haben. Lediglich die maximale Leistung der drei normalen USB Ports könnte vielleicht etwas besser sein (12W für 3 Ports ist recht knapp bemessen).

Dennoch für knapp über 30€ ist mir bisher noch kein besseres USB Power Delivery Ladegerät untergekommen! Hier ist auch die USB IF Zertifizierung nochmals ein dicker Pluspunkt, welcher auch die Qualität des Ladegerätes etwas unterstreicht. Kurzum Daumen hoch für das CHOETECH PD72!

Das RAVPower RP-PC069 HyperAir im Test, das beste kabellose Ladegerät!

Dank iPhone X und Galaxy S9+ hat das kabellose Laden von Smartphones einen großen Sprung nach vorne gemacht, zu mindestens was die Verbreitung angeht.

Natürlich gibt es auch nun diverse kabellose Ladegeräte auf dem Markt. Gerade viele der asiatischen Anbieter fluten Amazon regelrecht mit X Modellen.

Aber welches ist hier das Beste? RAVPower glaubt, dass dies das neue RP-PC069 HyperAir ist.

Das RP-PC069 HyperAir ist ein 10W kabelloses Ladegerät im Stand Design, welches mithilfe einer proprietären Technologie „HyperAir“ für einen besonders schnellen und kühlen Ladevorgang sorgen soll.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob dieses Versprechen stimmt und wie sich das RP-PC069 in Kombination mit dem iPhone X und Samsung Galaxy S9+ schlägt. Neugierig?

 

Das RAVPower RP-PC069 HyperAir im Test

RAVPower setzt beim RP-PC069 auf meinen Lieblings Formfaktor was kabellose Ladegeräte betrifft. Das RP-PC069 setzt auf ein „Stand“ Design.

Es ist also möglich sein Smartphone auf dem Ladegerät aufzustellen. Hierdurch könnt Ihr beim Laden weiterhin komfortabel Eure Benachrichtigungen usw. sehen.

Gerade am Schreibtisch ist dies wie ich finde extrem praktisch!

Was die Optik angeht nutzt RAVPower ein recht modernes, aber wenig aufdringliches Design. Das Ladegerät ist komplett in einem schwarzen Kunststoff gehalten. Zwar heißt das Ladegerät „HyperAir“ aber RAVPower hat dennoch auf Spielereien wie Lüfter usw. verzichtet, welche man durchaus bei einigen kabellosen Ladegeräten mittlerweile findet.

Die Oberfläche des recht großen Ovalen Ladepads besteht aus einem sehr leicht gummierten Kunststoff. Dieser sieht sehr gut aus und soll auch beim Wärmetransfer helfen.

Die Temperaturentwicklung ist bei kabellosen Ladegeräten durchaus ein Problem und kann das Ladetempo deutlich reduzieren, sollte es zu einer Überhitzung kommen. Um für einen kühleren Ladevorgang zu sorgen setzt RAVPower bei seinen HyperAir Ladegeräten im Inneren auf einen Kupferkern, wie auch auf diverse Öffnungen, die für einen leichten passiven Luftstrom sorgen.

Auch soll im Inneren ein spezieller Chip für ein optimiertes Temperaturmanagement sorgen. Dies halte ich jedoch für ein wenig Marketing Gerede.

Es wird sicherlich einen Temperatursensor geben, aber ich nehme an, dass dieser lediglich in Extremsituationen einschreitet.

Was in diesem Zusammenhang etwas interessanter ist, ist die Erkennung von Apple und Samsung Geräten. Erkennt das HyperAir Ladegerät ein Apple Smartphone wird die Ladefrequenz optimiert und angepasst.

Dicke Bonuspunkte gibt es für den Lieferumfang des RAVPower RP-PC069 HyperAir! RAVPower legt gleich ein passendes Schnellladegerät mit in den Lieferumfang wie auch ein sehr schönes und hochwertiges Ladekabel.

Theoretisch ist es zwar möglich das RAVPower RP-PC069 an allen Quick Charge 3.0 Ladegeräten zu verwenden, aber es ist gerade für Apple Nutzer sehr praktisch das bereits das passende Ladegerät mit im Lieferumfang liegt.

Dies ist nicht bei allen Modellen selbstverständlich! Bei dem Ladegerät handelt es sich um ein normales USB Ladegerät, welches allerdings Quick Charge 3.0 unterstützt.

Habt Ihr ein Samsung Smartphone könntet Ihr dieses auch direkt an dem Ladegerät schnellladen.

 

Messwerte

Die Messwerte bei einem QI Ladegerät sind immer so eine Sache. Ich kann leider nicht direkt messen wie viel Energie effektiv im Smartphone landet, sondern nur wie viel das Ladegerät aufnimmt.

Rein theoretisch kann das RAVPower RP-PC069 HyperAir bis zu 10W liefern bzw. 7,5W. 10W ist das aktuell so ziemliche Maximum was das kabellose Laden von Smartphone und Co. angeht.

Etwas erstaunlich sind die Werte die ich allerdings praktisch messen konnte. Beim Laden des iPhone X nahm das RAVPower RP-PC069 10,5W und beim Laden des Samsung Galaxy S9+ 8,44W.

Dies ist genau umgedreht wie es eigentlich sein sollte. Das iPhone X kann nur 7,5W aufnehmen, das bedeutet die überflüssigen 3W an Energie gehen in Wärme verloren.

Wie schaut es aber in der Praxis aus? Hierfür habe ich das Samsung Galaxy S9+ wie auch das iPhone X auf rund 5% entladen und jeweils eine halbe Stunde auf das RAVPower HyperAir gelegt.

In einer halben Stunde konnte das Samsung Galaxy S9+ rund 14% Akku Laden und das iPhone X satte 20%.

Gerade der Wert des iPhones sieht sehr gut aus! 40% in einer Stunde sind für das kabellose Laden sehr ordentlich.

Die 14% bzw. 28% für das Samsung Galaxy S9+ sind hingegen eher als solide einzustufen. Hier ist noch etwas Luft nach oben.

Ein kleiner Kritikpunkt am RAVPower RP-PC069 HyperAir ist leider die Energieaufnahme im Leerlauf. Diese liegt bei effektiv 1,4W, was recht hoch ist. Von diesen 1,4W werden aber nur 0,56W vom eigentlichen Ladegerät verursacht.

Wie kann das sein? Das RP-PC069 verlangt konstant vom Ladegerät die 12V Spannungsstufe und einen extrem geringen Strom. Hierdurch kann das Ladegerät nicht in den Energiesparmodus gehen und benötigt selbst sehr viel Energie bzw. besitzt eine schlechte Effizienz.

Egal welches Ladegerät Ihr betrachtet, in der Regel erreichen diese die beste Effizienz bei einer Auslastung von 40-80%. Im Leerlauf liegt hier aber eine Auslastung von unter 4% vor. Dies ist so wenig, dass die Effizienz ins Bodenlose sinkt.

Dies ist wenn man so will kein Verschulden des Ladegerätes, hier hätten auch andere Modelle ähnliche Probleme.

PS. Das RAVPower RP-PC069 HyperAir funktioniert nur an Quick Charge 3.0 Ladegeräten. Verbindet Ihr dieses mit einem normalen 5V USB Ladegerät verweigert dies die Arbeit.

 

Fazit

Gerade für Apple Nutzer kann ich das RAVPower RP-PC069 HyperAir voll empfehlen! Im Zusammenspiel mit dem iPhone X erreichte dieses eine sehr gute Ladegeschwindigkeit, welche ich bei noch keinem anderen Modell gesehen habe.

Natürlich ist kabelloses Laden immer noch deutlich langsamer als normales Aufladen, aber aufgrund des Stand Designs ist das RAVPower RP-PC069 HyperAir dennoch im Alltag sehr praktisch.

Gerade im Büro bzw. am Schreibtisch, könnt Ihr so Euer iPhone X praktisch positionieren, sodass Ihr auf einen Blick alle eingehenden Benachrichtigungen sehen könnt und das Smartphone noch geladen wird. Ähnliches gilt selbstverständlich auch für Android Gerät.

Dabei ist neben der hohen Ladegeschwindigkeit auch die Haptik und der Lieferumfang des RAVPower RP-PC069 HyperAir sehr stark. Bonuspunkte gibt es für das sehr gute beiliegende Kabel und Ladegerät!

Kurzum gerade für Apple Nutzer ist das RAVPower RP-PC069 HyperAir für rund 30€ eine absolute Kaufempfehlung!

Was ist Effizienter? Normales Laden, Quick Charge oder USB Power Delivery?

Vielleicht habt Ihr Euch auch schon einmal gefragt was die effizienteste Möglichkeit ist Euer Smartphone zu laden, Quick Charge oder ein normales Aufladen?

Mit effizient meine ich in diesem Fall nicht die benötigte Zeit für eine vollständiges Laden, sondern die benötigte Energie.

Ist ein langsameres Laden effizienter als das Nutzen von Schnelllade Technologien? Hier gibt es einige Punkte zu ergründen! Ich hoffe Ihr habt etwas Zeit mitgebracht.

Die Basis

Wenn es um die Frage des effizienten Laden eines Smartphones geht, gibt es zwei wichtige Komponenten. Zum einen natürlich das Smartphone und zum anderen das Ladegerät. Wandelt eine von beiden Komponenten zu viel Energie in Wärme um, kostet dies Effizienz und somit Euch Geld und Zeit.

Beginnen wir aber mit der Basis wie das Aufladen eines Smartphones funktioniert.

Das Steckernetzteil Eueres Smartphones muss zunächst die 230V AC gleichrichten und in eine niedrigere Spannung umwandeln. Diese niedrigere Spannung liegt beim normalen Laden bei 5V und kann beim Schnellladen auf bis zu 20V hochgehen.

In Eurem Smartphone muss nun die Spannung von 5-20V auf 4,2V reduziert werden. 4,2V ist die reguläre Ladespannung von Lithium Polymer Akkus, welche mit einer konstanten Spannung geladen werden.

Zwar kann Quick Charge 3.0/4.0 bis zu 12V liefern und der USB Power Delivery Standard bis zu 20V, aber Smartphones laden in der Regel entweder mit 5V oder 9V. Höhere Spannungen sind selten.

Warum werden aber überhaupt höhere Spannungen als 5V verwendet?

Es gibt hier zwei Komponenten die man beachten muss, Spannung(Volt) und Strom(Ampere). Kann Euer Smartphone mit 15W laden könnte dies entweder 5V und 3A oder 9V und 1,66A nutzen, beides kommt letztendlich aufs Gleiche hinaus.

Höhere Spannungen haben verglichen mit höheren Strömen den Vorteil das die Übertragung und Verarbeitung leichter ist. Daher gibt es auch in der Regel Hochspannungsleitungen und keine Hochstromleitungen (Letztere gibt es auch, aber nicht für das Übertragen von Energie über hohe Distanzen).

Quick Charge 3.0 und 4.0 haben noch ein Ass im Ärmel. Beide Technologien können während des Ladens die Spannung und den Strom konstant anpassen. Es kann also sein, dass das Smartphone während des Ladens mal mit 6V, mal mit 7V oder auch mal mit 9,2V lädt.

Es gibt hier einen Chip der versucht konstant den Ladevorgang zu optimieren, welcher laut Hersteller bis zu 30% mehr Effizienz bieten soll.

 

Welche Ladegeräte sind effizienter?

Starten wir bei den Ladegeräten. Hier kann ich natürlich nicht alle Modelle auf dem Markt testen, aber das müssen wir vielleicht auch gar nicht.

Für diesen Test habe ich durchaus eine große Masse an Ladegeräten zusammengetragen und die Effizienz der einzelnen Ports getestet, sofern diese mehrere haben.

Dies sollte erlauben eine gewisse Tendenz zu erkennen welche Ladetechnologie, wenn wie effizient ist. Hierbei beschränkte ich mich auf die drei großen Ladetechnologien, das normale Laden, Quick Charge 2.0/3.0 und USB Power Delivery.

Da natürlich Quick Charge und USB Power Delivery verschiedene Spannungen bieten, aber das normale Laden nur 5V, müssen wir die ganzen Werte etwas aufschlüsseln.

Starten wir nur mit der 5V Spannungsstufe. Alle Ladegeräte wurden hier mit 5V 2-2,4A belastet, also durchaus eine gehobene Auslastung.

[spoiler title=’Ausführliche Tabelle‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Anker PowerPort Speed 5 Normal 87%
EasyAcc 11TR2U48A Normal 85%
Spigen QC Ladegerät QC 3.0 85%
RAVPower RP-PC007 QC 3.0 85%
Anker PP Speed Normal 85%
RAVPower RP-PC059 Normal 85%
Anker PP 5+ Normal 85%
Anker 60W 6-Port Ladegerät Normal 85%
AUKEY PA-Y12 Normal 85%
Samsung EP-TA20EWE QC 2.0 85%
EasyAcc 11TR2U48A1Q Normal 84%
RAVPower RP-PC002 Normal 84%
AUKEY PA-Y12 PD 84%
Anker PP+ 6 QC 3.0 84%
iClever 6 Port Normal 84%
Inateck UCC1003 PD 83%
AUKEY PA-T15 Normal 83%
AUKEY PA-T15 Normal 83%
Anker PP+ 6 Normal 83%
iClever BoostCube Normal 82%
Alcatel ICS01 QC 2.0 82%
Anker PP II PD 82%
Tizi Tankstelle 29W PD 82%
PowerAdd K-MU19QC Normal 82%
Anker PowerPort Speed 5 QC 3.0 81%
Choetetech Q3-4U2Q Normal 81%
Tizi Tankstelle 75W Normal 81%
Anker PP 5+ PD 81%
Anker PP Speed PD 81%
Belkin FBJ040vf Normal 80%
Choetech PD72-1C3U Normal 80%
AUKEY PA-T15 QC 3.0 79%
Choetech Q3001 QC 3.0 79%
Apple 60W PD 79%
RAVPower RP-PC059 PD 79%
Lumsing TEAU40W Normal 79%
Moto TURBO Power Supply QC 2.0 79%
iClever BoostCube QC 3.0 78%
PowerAdd K-MU19QC QC 3.0 78%
Choetech PD72-1C3U PD 77%
Tizi Tankstelle 75W PD 77%
Anker PP II QC 3.0 77%
RAVPower RP-PC002 QC 3.0 77%
EasyAcc 11TR2U48A1Q QC 2.0 76%
Tizi Tankstelle 60W PD 74%
Choetetech Q3-4U2Q QC 3.0 74%
AUKEY PA-T15 QC 2.0 73%

[/spoiler]

Ich denke man kann durchaus sagen, dass wir ein paar interessante Tendenzen sehen. Wenn es nur um das Erzeugen einer 5V Spannung geht sind die USB Power Delivery Ports und auch Quick Charge Ports im Schnitt ein Stück ineffizienter als „normale“ USB Ports.

Die „normalen“ USB Ports (von immerhin 20 getesteten Ladegeräten) erreichen eine durchschnittliche Effizienz von 83%, das schlechteste Ladegerät (Lumsing TEAU40W) erreicht 79% und das beste Ladegerät (Anker PowerPort Speed 5) 87%.

Bei den Quick Charge Ladegeräten haben wir eine durchschnittliche Effizienz von 80%, das schlechteste Ladegerät (AUKEY PA-T15) schafft hier 73%, das beste Ladegerät (RAVPower RP-PC007) 85%.

Bei den USB Power Delivery Ladegeräten kommen wir auf eine durchschnittliche Effizienz von ebenfalls 80%, das schlechteste Ladegerät (Tizi Tankstelle 60W) schafft hier 74% und das beste Ladegerät (AUKEY PA-Y12) 84%.

Bei Mulitport Ladegeräten die einen normalen USB Port und einen Schnellladeport haben ist immer der normale USB Port effizienter, zumindest bei allen Modellen die ich bisher in der Hand hatte.

Überraschend? Nein! Für Quick Charge und USB Power Delivery ist zusätzliche Elektronik, Controller usw. nötig, welche man bei normalen USB Ladegeräten nicht benötigt. Sämtliche zusätzliche Elektronik kostet Effizienz.

Aber was wenn wir die Spannung hochdrehen? Dies geht natürlich nicht bei den normalen USB Ports, aber sowohl bei den Quick Charge und USB Power Delivery. Diesmal habe ich eine Leistung von 12-16W wie auch 9V angepeilt für alle Ladegeräte.

[spoiler title=’Ausführliche Tabelle‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Spigen QC Ladegerät QC 3.0 88%
AUKEY PA-Y12 PD 88%
Inateck UCC1003 PD 87%
Anker PP+ 6 QC 3.0 87%
RAVPower RP-PC007 QC 3.0 87%
Anker PP Speed PD 87%
Anker PP II PD 86%
Tizi Tankstelle 29W PD 86%
Samsung EP-TA20EWE QC 2.0 86%
Anker PowerPort Speed 5 QC 3.0 86%
Alcatel ICS01 QC 2.0 86%
Anker PP 5+ PD 85%
Choetech PD72-1C3U PD 85%
RAVPower RP-PC059 PD 85%
Apple 60W PD 84%
Tizi Tankstelle 75W PD 84%
AUKEY PA-T15 QC 3.0 83%
Choetech Q3001 QC 3.0 83%
Moto TURBO Power Supply QC 2.0 83%
Tizi Tankstelle 60W PD 82%
RAVPower RP-PC002 QC 3.0 82%
iClever BoostCube QC 3.0 82%
EasyAcc 11TR2U48A1Q QC 2.0 81%
Choetetech Q3-4U2Q QC 3.0 80%
AUKEY PA-T15 QC 2.0 79%
Anker PP II QC 3.0 78%
PowerAdd K-MU19QC QC 2.0 66%

[/spoiler]

Jetzt wird es spannend! Denn die Effizienz von Quick Charge und Power Delivery steigt stark! Bei Quick Charge steigt die Effizienz von 80% im Schnitt auf 82,2%.

Bei USB Power Delivery ist dies sogar noch deutlicher, hier steigt die Effizienz auf satte 85,3%!

Aufgrund der höheren Spannung, welche Effizienter für die Übertragung ist, werden die Nachteile durch die zusätzliche Komplexität voll wieder reingeholt.

Was wenn wir die Spannung aber noch etwas weiter anheben, zumindest bei USB Power Delivery?

[spoiler title=’Ausführliche Tabelle‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

15V 20V
Apple 60W 88%
Inateck UCC1003 88% 88%
Anker PP Speed 84% 87%
AUKEY PA-Y12 88% 86%
Choetech PD72-1C3U 87% 86%
Tizi Tankstelle 75W 87% 86%
Anker PP II 87% 86%
Tizi Tankstelle 60W 85% 85%
Anker PP 5+ 85% 84%
RAVPower RP-PC059 85% 84%

[/spoiler]

Dies sorgt nochmals für eine gesteigerte Effizienz. Diese geht bei 15V auf 86,1% hoch und bei 20V auf 85,9% hoch.

Zusammengefasst bei einer normalen bis hohen Last sind normale USB Ladegeräte im Schnitt effizienter als Quick Charge oder USB Power Delivery Ladegeräte, gerade bei 5V! Habt Ihr also einen Raspberry PI oder so was betreibt diesen nicht an einem Quick Charge Ladegerät, sofern Ihr die optimale Effizienz wollt.

Erst bei höheren Spannungen 9V+ können die Schnellladegeräte Ihre Effizienz soweit steigern, dass diese mit dem durchschnittlichen normalen Ladegerät gleichaufziehen.

[spoiler title=’Gesamt Tabelle‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Port Spannung Effizienz
Spigen QC Ladegerät QC 3.0 9V 88%
AUKEY PA-Y12 PD 15V 88%
Inateck UCC1003 PD 15V 88%
AUKEY PA-Y12 PD 9V 88%
Apple 60W PD 20V 88%
Inateck UCC1003 PD 20V 88%
Inateck UCC1003 PD 9V 87%
Anker PP II PD 15V 87%
Anker PP+ 6 QC 3.0 9V 87%
RAVPower RP-PC007 QC 3.0 9V 87%
Choetech PD72-1C3U PD 15V 87%
Anker PowerPort Speed 5 Normal 5V 87%
Tizi Tankstelle 75W PD 15V 87%
Anker PP Speed PD 20V 87%
Anker PP Speed PD 9V 87%
AUKEY PA-Y12 PD 20V 86%
Anker PP II PD 9V 86%
Choetech PD72-1C3U PD 20V 86%
Tizi Tankstelle 75W PD 20V 86%
Tizi Tankstelle 29W PD 9V 86%
Samsung EP-TA20EWE QC 2.0 9V 86%
Anker PP II PD 20V 86%
Anker PowerPort Speed 5 QC 3.0 9V 86%
Alcatel ICS01 QC 2.0 9V 86%
EasyAcc 11TR2U48A Normal 5V 85%
Anker PP 5+ PD 15V 85%
Spigen QC Ladegerät QC 3.0 5V 85%
RAVPower RP-PC007 QC 3.0 5V 85%
Anker PP Speed Normal 5V 85%
RAVPower RP-PC059 PD 15V 85%
Anker PP 5+ PD 9V 85%
RAVPower RP-PC059 Normal 5V 85%
Tizi Tankstelle 29W PD 15V 85%
Tizi Tankstelle 60W PD 15V 85%
Anker PP 5+ Normal 5V 85%
Choetech PD72-1C3U PD 9V 85%
Tizi Tankstelle 60W PD 20V 85%
Anker 60W 6-Port Ladegerät Normal 5V 85%
AUKEY PA-Y12 Normal 5V 85%
RAVPower RP-PC059 PD 9V 85%
Samsung EP-TA20EWE QC 2.0 5V 85%
Anker PP Speed PD 15V 84%
EasyAcc 11TR2U48A1Q Normal 5V 84%
Anker PP 5+ PD 20V 84%
RAVPower RP-PC002 Normal 5V 84%
Apple 60W PD 9V 84%
AUKEY PA-Y12 PD 5V 84%
RAVPower RP-PC059 PD 20V 84%
Tizi Tankstelle 75W PD 9V 84%
Anker PP+ 6 QC 3.0 5V 84%
iClever 6 Port Normal 5V 84%
AUKEY PA-T15 QC 3.0 9V 83%
Choetech Q3001 QC 3.0 9V 83%
Moto TURBO Power Supply QC 2.0 9V 83%
Inateck UCC1003 PD 5V 83%
AUKEY PA-T15 Normal 5V 83%
AUKEY PA-T15 Normal 5V 83%
Anker PP+ 6 Normal 5V 83%
iClever BoostCube Normal 5V 82%
Tizi Tankstelle 60W PD 9V 82%
Alcatel ICS01 QC 2.0 5V 82%
Anker PP II PD 5V 82%
RAVPower RP-PC002 QC 3.0 9V 82%
Tizi Tankstelle 29W PD 5V 82%
PowerAdd K-MU19QC Normal 5V 82%
iClever BoostCube QC 3.0 9V 82%
Anker PowerPort Speed 5 QC 3.0 5V 81%
Choetetech Q3-4U2Q Normal 5V 81%
Tizi Tankstelle 75W Normal 5V 81%
Anker PP 5+ PD 5V 81%
Anker PP Speed PD 5V 81%
EasyAcc 11TR2U48A1Q QC 2.0 9V 81%
Choetetech Q3-4U2Q QC 3.0 9V 80%
Belkin FBJ040vf Normal 5V 80%
Choetech PD72-1C3U Normal 5V 80%
AUKEY PA-T15 QC 3.0 5V 79%
Choetech Q3001 QC 3.0 5V 79%
Apple 60W PD 5V 79%
RAVPower RP-PC059 PD 5V 79%
AUKEY PA-T15 QC 2.0 9V 79%
Lumsing TEAU40W Normal 5V 79%
Moto TURBO Power Supply QC 2.0 5V 79%
Anker PP II QC 3.0 9V 78%
iClever BoostCube QC 3.0 5V 78%
PowerAdd K-MU19QC QC 3.0 5V 78%
Choetech PD72-1C3U PD 5V 77%
Tizi Tankstelle 75W PD 5V 77%
Anker PP II QC 3.0 5V 77%
RAVPower RP-PC002 QC 3.0 5V 77%
EasyAcc 11TR2U48A1Q QC 2.0 5V 76%
Tizi Tankstelle 60W PD 5V 74%
Choetetech Q3-4U2Q QC 3.0 5V 74%
AUKEY PA-T15 QC 2.0 5V 73%
PowerAdd K-MU19QC QC 3.0 9V 66%

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Gerade USB Power Delivery Ladegeräte können bei höheren Spannungen ihre Effizienz signifikant steigern und auch Quick Charge hinter sich lassen. Dies muss natürlich nicht für alle Ladegeräte gelten, aber dies sind die Werte die ich im Schnitt erhielt.

 

Die andere Seite, wie effizient laden Smartphones?

Aber letztendlich kommt es nicht nur auf das Ladegerät an, sondern auch auf das Gerät das geladen wird.

Hier kann man sich die gleiche Frage stellen, was ist effizienter? Quick Charge, normales laden, extra langsames Laden oder USB Power Delivery?

Auch hier gilt natürlich es kommt aufs Smartphone an. Aber ich habe einmal fünf Smartphones getestet, vielleicht zeichnet sich ja ein Muster ab.

Bei den Testkandidaten handelt es sich um das ASUS Zenfone 5z, BQ Aquaris X2 Pro, Xiaomi MI A2, Google Pixel 2 XL und Samsung Galaxy S9+.

Der Testaufbau war bei allen Geräten identisch. Ich habe diese entladen bis es eine vollständige Abschaltung gab, dann wurden diese jeweils an einem Ladegerät geladen bis der Ladestrom auf unter 0,4W fiel.

Dabei blieben die Smartphones abgeschaltet um einen Hintergrund Energieverbrauch auszuschließen. Der Ladestrom und wie viel Energie in die Smartphones gepumpt wurde, wurde mit einem Marke Eigenbau Messgerät welches auf einem Arduino basiert mitgeloggt für eine spätere Auswertung.

Im Detail gibt es zwar ein paar Unterschiede je nach Gerät, aber es lässt sich eine klare Tendenz ablesen.

Umso schneller der Ladevorgang umso ineffizienter. Bei allen Smartphones war das langsame Laden an einem 1A Ladegerät teils Signifikat effizienter.

Beim BQ Aquaris X2 Pro war das langsame Laden gute 12% effizienter.

Eine kleine Ausnahme gab es beim Samsung Galaxy S9+, wo ich mir zugegeben im Nachhinein nicht ganz sicher war ob es sich um einen Messfehler handeln könnte.

Hier war das normale Laden mit 1,67A effizienter als das extrem langsame Laden. Dennoch gab es kein Smartphone welches mit Quick Charge oder USB Power Delivery effizienter lud als an einem normalen 5V Netzteil.

An normalen 5V Ladegeräten erreichten die Smartphones eine durchschnittliche Ladeeffizienz von 86,8%.

Via Quick Charge/Power Delivery kommen wir auf 81,7%.

 

Fazit

Auch wenn mein kleiner Test sicherlich nur eine Stichprobe ist, kann man diesen dennoch einige interessante Erkenntnisse entnehmen.

Die Wichtigste ist, dass das Laden an einem normalen 5V Port/Ladegerät in der Regel das effizienteste Laden ist, zumindest was die Energie Nutzung angeht.

Habt Ihr ein Multiport USB Ladegerät mit mehreren Anschlusstypen ist beispielsweise der normale USB Port in der Regel einige Prozent effizienter.

Auch Smartphones gehen mit der normalen 5V Spannung effizienter um. Ich konnte hier teils eine bis zu 12% höhere Effizienz feststellen können, als beim laden via Quick Charge oder USB Power Delivery.

Lasst Euch von dieser Erkenntnis im Alltag nur bedingt beeinflussen. Smartphones benötigen so wenig Energie, dass es hier finanziell keine große Rolle spielt ob Ihr nun einen Schnellladestandard nutzt oder das Smartphone langsam ladet.

Beispielsweise beim Samsung Galaxy S9+ würde Euch ein vollständiges Laden via Quick Charge rund 0,0042€ kosten und beim normalen Laden 0,0036€ (bei 0,25€ pro KWh). Selbst aufs Jahr hochgerechnet, wenn Ihr täglich ladet, würde Euch das Schnellladen nur 0,193€ mehr kosten.

Interessant und relevant ist diese Information nur wenn es begrenzte Energie gibt, wie bei einer Powerbank.

Hier würde ich ganz klar vom Nutzen von Schnellladestandards abraten, sofern die Kapazität knapp wird.

Ebenso würde ich davon abraten Kleingeräte wie einen Raspberry Pi an einem Quick Charge Port/Ladegerät zu nutzen, da diese in der Regel bei so etwas deutlich ineffizienter sind.

Die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer im Test

Xiaomi hat endlich seine ersten Bluetooth Kopfhörer auf den Markt gebracht! Xiaomis Produkte sind natürlich legendär für ihre hohe Qualität, dies gilt auch bzw. besonders für Xiaomis Audio Produkte.

Daher war ich sehr gespannt auf das Xiaomi Mi Bluetooth Headset, als dieses in Asien vorgestellt wurde. Gefühlt eine Ewigkeit später ist dies endlich bei mir zum Test eingetroffen.

Wollen wir uns doch einmal ansehen ob Xiaomis erste Bluetooth Kopfhörer/Headset im Test auch wirklich überzeugen können!

Die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer im Test

Xiaomi setzt bei seinem MI Bluetooth Headset/Kopfhörer auf ein sehr schlichtes und elegantes Design.

Die Kopfhörer sind komplett aus einem schwarzen Kunststoff gefestigt und komplett ohne Branding oder Markenaufdruck. Sofern man also kein „Insider“ ist, wird man auf Distanz nicht erkennen können wer die Kopfhörer hergestellt hat.

Die Verarbeitungsqualität ist dabei sehr solide. Der größte Teil des Xiaomi Mi Bluetooth Headsets ist aus einem matten Kunststoff gefertigt, lediglich die mittlere Rückseite der Ohrmuscheln ist aus einem glatten Kunststoff mit Punkte Look gefertigt.

Trotz des fairen Preises hat Xiaomi erfreulicherweise das Kopfband mit einem Aluminiumbügel verstärkt, welcher den Kopfhörern eine zusätzliche Stabilität verleiht.

Wofür ich aber Xiaomi kritisieren muss, ist der Aufkleber auf der linken Ohrmuschel, welcher leider bei mir unschöne Flecken hinterlassen hat…. Sowas bitte beim nächsten Mal weglassen.

Zur Steuerung besitzen das Xiaomi Mi Bluetooth Headset drei Tasten. Eine davon ist unter der Abdeckung der linken Ohrmuschel versteckt, die beiden anderen auf der Unterseite der Ohrmuschel.

Bei der Taste auf der Rückseite der Ohrmuschel handelt es sich um Play/Pause wie auch Ein/Aus. Die beiden Tasten auf der Unterscheite hingegen dienen der Regelung der Lautstärke wie auch dem vor/zurückspulen.

Geladen werden die Kopfhörer wie üblich über einen microUSB Port. Dies ist aber auch der einzige Anschluss der Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer! Auf einen 3,5mm Eingang hat Xiaomi verzichtet.

 

Tragekomfort

Die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer sind mittelgroße Over-Ear Kopfhörer. Diese sind schon für eine portable Nutzung optimiert, aber die Ohrmuscheln sind auch nicht winzig wie es oftmals bei anderen Bluetooth Kopfhörern der Fall ist.

Die Ohrmuscheln schaffen es gut meine Ohren zu umschließen, mit Ausnahme des Ohrläppchens. Auch die Polsterung ist vergleichsweise dick und sehr angenehm.

Soweit volle Punktzahl. Lediglich der Anpressdruck ist zumindest im Neuzustand relativ hoch.

Dennoch würde ich den Tragekomfort mit einer 2 „gut“ bewerten. Die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer sind sehr angenehme Kopfhörer!

 

Klang

Kommen wir zum wichtigsten Punkt dem Klang. Xiaomi wirbt bei seinen Mi Bluetooth Kopfhörern/Headset mit einem besonders neuen und guten Bluetooth Chip. Dies hört man auch den Kopfhörern an!

Die Höhen des Mi Bluetooth Headsets sind absolut klar und sauber, ohne dabei übermäßig scharf zu sein. Für Kopfhörer der 50-100€ Preisklasse sind die Höhen hier ziemlich optimal.

Die Mitten würde ich hingegen als unauffällig gut bezeichnen. Stimmen und Gesang werden gut wiedergegeben, sind aber auch nicht übermäßig stark betont. Sagen wir es so die Mitten passen.

Bei den Bässen bin ich leider etwas hin und her gerissen. Rein qualitativ sind diese absolut hervorragend! Der Tiefgang stimmt und auch die Details im Bass sind top.

Allerdings was die Masse angeht, sind die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer etwas zurückhaltend. Im direkten Vergleich zu beispielsweise den XFree Tune von Tribit merkt man deutlich, dass die Xiaomi Kopfhörer die Bässe ganz gut auflösen, aber auch etwas Volumen und Kraft fehlt.

Wer Kopfhörer sucht die es schaffen Druck aufzubauen und kraftvoll klingen, ist hier leider falsch. Nicht falsch verstehen, die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer klingen nicht flach oder dünn, aber es gibt in dieser Preisklasse Besseres, wie auch natürlich viel Schlechteres.

Wo es kaum etwas Besseres gibt, ist bei der Auflösung und Detailwiedergabe. Gerade die räumliche Auflösung ist für diese Preisklasse hervorragend. Viele Titel gehen sehr gut in die Breite und auch Tiefe.

Hier habe ich bisher bei Kopfhörern im zweistelligen Preisbereich noch nichts Besseres gehört. Auch feine Details werden super von den Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer wiedergegeben.

Die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer sind also eher die etwas filigraneren Kopfhörer, als die hau drauf Modelle.

 

Fazit

Die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer/Headset konnten grundsätzlich einen guten Eindruck hinterlassen, aber dennoch muss ich mich leider mit einer Empfehlung etwas zurückhalten.

Starten wir aber am Anfang. Die Haptik und Optik der Kopfhörer ist top. Für einen Preis von um 50-60€ kann man hier echt nicht klagen.

Ähnliches gilt auch für den Tragekomfort, welcher für diese Preisklasse deutlich als überdurchschnittlich einzustufen ist.

Bleibt der Klang, hier scheiden sich die Geister. Mögt Ihr viel Bass, seid Ihr bei den Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer falsch! Dies ist auch der einzige Grund warum ich mich mit einer generellen Empfehlung zurückhalte.

Die Kopfhörer klingen gerade was die Detaildarstellung angeht sehr gut! Auch die räumliche Auflösung und die Bass Qualität ist top. Hier merkt man deutlich das Xiaomi einen recht modernen Bluetooth Chipsatz nutzt, der eine hohe Qualität liefert.

Teils würde ich sagen, dass die räumliche Auflösung sogar überragend ist. Aber es fehlt mir und sicherlich auch einigen anderen Nutzer so ein wenig der Wums im Tiefgang.

Die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer neigen zu einem etwas zurückhaltenden und etwas dünneren Klang, gerade in Titeln mit eigentlich viel Bass. Der vorhandene Bass ist qualitativ sehr stark und tief, lediglich die Masse ist sehr neutral.

Seid Ihr ein Nutzer der mit einem „neutralen“ bis leicht niedrigeren Bass Level leben kann oder per EQ manuell bereit ist nachzuhelfen, dann kann ich Euch die Xiaomi Mi Bluetooth Kopfhörer problemlos empfehlen! Diese haben genug positive Punkte um diese Schwäche mehr als auszugleichen.

Seid Ihr aber ein Nutzer der einen etwas lebendigeren und kräftigeren Klang sucht, dann gibt es bessere Kopfhörer. Schaut Euch mal die XFree Tune von Tribit, die Anker SoundCore Vortex oder auch die TaoTronics TT-BH22 als Alternativen an.

Das OnePlus 6 im Test

OnePlus galt lange Zeit als der Geheimtipp unter den Smartphoneherstellern. Mittlerweile sind wir aber bereits in der sechsten Generation der OnePlus Smartphones angekommen.

Daher kann man mittlerweile durchaus sagen, dass sich OnePlus auf dem Markt etabliert hat, was man auch an der sehr großen Medien Aufmerksamkeit um den Launch des OnePlus 6 erkennen kann.

Es gab einen regelrechten Hype um das OnePlus 6. Zu Recht? Dies gilt es in einem kleinen Test herauszufinden! Interessiert?

An dieser Stelle vielen Dank an OnePlus für das Ausleihen des Smartphones für diesen Test!

 

Das OnePlus 6 im Test

OnePlus setzt was die Materialauswahl bei seinem Smartphone angeht auf den 2018er Trend, also Glas und Aluminium.

Dabei hat OnePlus aber etwas geschafft was nicht alle Hersteller schaffen, das OnePlus 6 fühlt sich „einzigartig“ an, zumindest die Midnight Black Version. Bei der Midnight Black Version ist das Glas auf der Rückseite leicht matt texturiert, was mir sehr gut gefällt!

Diese Textur ist nicht übermäßig stark, gibt dem Smartphone aber durchaus etwas mehr Gripp und lässt es robuster erscheinen. Daher würde ich Euch ganz klar zu Midnight Black raten was die Farbwahl angeht!

Auch die Verarbeitungsqualität ist tadellos! Die Rückseite ist angenehm gebogen und liegt gut in der Hand, auch wenn der Übergang zwischen Glas und Aluminium Rahmen nicht ganz so glatt ist wie bei einigen absoluten High End Geräten.

Dies kann aber auch einfach eine Design Entscheidung von OnePlus gewesen sein. Der Rahmen fühlt sich hierdurch etwas ausgeprägter und massiver an. Allgemein ist die Haptik angenehm wertig.

Man merkt dem OnePlus 6 seinen günstigeren Preis nicht an! Auch sieht man diesen nicht!

OnePlus nutzt ein etwas dezenteres und unauffälligeres Design, aber dies muss ja kein Nachteil sein. Das OnePlus 6 ist ein sehr schickes und edles Smartphone ohne auffälligem Branding oder ungewöhnlichen Designentscheidungen.

Wobei es vielleicht doch eine gibt. Natürlich verfügt das OnePlus 6 auch über ein vollflächiges Display mit kleinen Rahmen. Um den Rahmen am oberen Rand noch etwas kleiner zu halten setzt OnePlus auf eine Notch.

Es gibt also einen kleinen Ausschnitt am oberen Displayrand in welchem Ohrmuschel und Kamera verstaut sind, welche ansonsten keinen Platz finden würden.

Ob jetzt eine Notch unschön ist, darüber kann man streiten. Sie stört aber im Alltag nicht! Spätestens nach ein paar Tagen habt Ihr vergessen, dass sie da ist.

Mit einem 6,28 Zoll Display klingt das OnePlus 6 recht groß, aber aufgrund der kleinen Rahmen würde ich das Smartphone eher noch als „kompakt“ einstufen, zu mindestens für 2018er Verhältnisse. Dieses hat aus meiner Sicht eine schöne und gut handbare Größe.

Auch die Dicke ist mit 7,75mm angenehm. Es gibt dünnere Smartphones, aber das OnePlus wirkt dafür deutlich weniger zerbrechlich und verfügt auch über einen Kopfhöreranschluss.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das angesprochene 6,28 Zoll Display, wie auch eine 16 Megapixel Kamera und die Ohrmuschel.

Die Anschlüsse sind auf der Unterseite angebracht, dabei handelt es sich um den USB C Ladeport und den Kopfhöreranschluss! Auch der Lautsprecher ist auf der Unterseite.

Ähnlich wie Samsung teilt OnePlus die Tasten beim OnePlus 6 auf. Auf der rechten Seite ist der Ein/Ausschalter, die Lautstärke Wippe und ein programmierbarer Schieber mit drei Stufen ist auf der linken Seite.

Alle Tasten haben einen guten Druckpunkt und fühlen sich wertig an!

Auf der Rückseite finden wir zu guter letzt die 20 Megapixel Dual Hauptkamera, einen Dual LED Blitz und den Fingerabdruckscanner.

 

Software

OnePlus setzt beim OnePlus 6 wie üblich auf sein OxygenOS. OxygenOS basiert natürlich auf Android und im Gegensatz zu vielen anderen Hersteller Versionen sieht man dies auch sehr deutlich.

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass OnePlus 6 würde „Stock Android“ nutzen. Die Benutzeroberfläche, Menüs usw. sind wie beim reinen Android aufgebaut und gestaltet.

Lediglich in den Details finden sich Unterschiede. Mit Details meine ich vor allem die Anpassbarkeit. Ihr könnt unheimlich viele Einstellungen tätigen, wie beispielsweise ob die Notch ausgeblendet werden soll, welche Farbe die Benachrichtigungs-LED nutzen soll usw.

Ich würde sagen das OxygenOS besser ist als Standard Android! OnePlus schaffte es hier wirklich sehr gut die Balance zu halten zwischen einer schlanken und flotten Benutzeroberfläche und einem höheren Funktionsumfang.

Natürlich bringt das OnePlus 6 nicht so viele Funktionen mit wie die diversen Samsung Smartphones, fühlt sich aber auch nicht so überladen an.

Aktuell läuft das OnePlus 6 mit Android 8.1, ein Update auf 9.x wurde aber bereits angekündigt.

Bei meinem 128GB OnePlus 6 waren „out of the Box“ noch rund 114GB frei.

 

Display

Etwas überraschend nutzt das OnePlus 6 trotz seines günstigen Preises ein AMOLED Display. Dieses 6,28 Zoll große Display löst dabei mit Full HD bzw. 2280×1080 Pixeln auf.

Natürlich handelt es sich hier wieder „längeres“ 18:9 Format, daher die etwas ungewohnte Auflösung.

Qualitativ gibt es hier nichts zu bemängeln. Das Display sieht gut, wenn nicht sogar sehr gut aus! Dieses spielt zwar eineinhalb Klassen unter dem Note 9 und eine Klasse unter dem iPhone X, aber dennoch ist das Display ganz klar kein Nachteil des OnePlus 6.

Kontraste sind AMOLED typisch perfekt, Farben klar und kräftig, wenn auch nicht so gesättigt wie bei Samsung Modellen, und auch die maximale Helligkeit ist gut.

Selbst im Freien ist die Ablesbarkeit sehr ordentlich!

 

 

Lautsprecher

Beim Lautsprecher gibt es etwas Nachholbedarf beim OnePlus 6. Dieses verfügt nur über einen Lautsprecher auf der Unterseite. Die Ohrmuschel wird nicht zusätzlich als sekundärer Lautsprecher genutzt!

Der vorhandene Lautsprecher ist okay, aber tendenziell eher einer der schlechteren in aktuellen High End Smartphones.

Er ist teils etwas matschig, wird zwar ausreichend laut, aber auf 100% Lautstärke recht kratzig. Hier bietet das OnePlus 6 so die Standard Qualität die man vor 3 Jahren bei Flaggschiff Smartphones erhielt.

Ein iPhone X, Samsung Galaxy S9, ASUS Zenfone 5z sind in diesem Belang deutlich besser!

Immerhin hat dafür das OnePlus 6 noch einen Kopfhörerausgang, welcher eine gute Standard Qualität bietet.

 

Kamera

Die Kamera ist für mich beim Smartphonekauf der mit wichtigste Punkt. Leider ist dies aber auch der Punkt wo die kleinen Hersteller meist etwas schwächeln.

Hier geht es meist weniger um die Hardware, sondern viel mehr um die Software. Die Hardware kaufen alle Hersteller nur zu, meist bei Sony. Die letztendlichen Software Algorithmen werden aber meist in Haus entwickelt, zumindest bei den großen.

Daher ist ein Google Pixel 2 auch so Kamera stark, trotz Standard Kamera Hardware. Die von Google entwickelte Software reißt es raus.

OnePlus nutzt auch Sony Sensoren, genau genommen den Sony IMX 519. Hierbei handelt es sich um einen 16 Megapixel 1/2.6“ Sensor, welcher 1.22 μm Pixel bietet.

Der sekundäre Sensor wird nur für die Berechnung der Tiefenunschärfe genutzt, ist also verschenktes Potenzial. Ich habe hier Informationen gehört das der zweite Sensor auch bei Low Light Aufnahmen zum Einsatz kommt, was ich aber nicht bestätigen kann. Ein Abkleben des zweiten Sensors machte keinen Unterschied.

Kommen wir auch ohne große weitere Umschweife zu den Testbildern. Diese sind wie üblich nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen. Beim Anklicken der Aufnahmen wird die volle Qualität geladen! Mobile Nutzer aufgepasst!


Die Kamera des OnePlus 6 hat mich definitiv positiv überrascht! Fotos besitzen eine sehr gute Schärfe, hohe Detaildarstellung und sind generell sehr ansehnlich.

Dies liegt primär an gut getroffenen Farben und einer starken Dynamik. Die Bilder „passen“ einfach, was nicht jedes Smartphone so gut hinbekommt.

Aufgrund der leicht höheren Auflösung von 16 Megapixel kann man beim OnePlus 6 auch etwas weiter hinein zoomen ohne dass die Qualität zu sehr leidet. Damit meine ich vor allem das Zoomen im Nachhinein.

Erstaunlicherweise gibt es in der OnePlus Kamera App einen „2x“ Button, welcher ansonsten nur bei Smartphones mit einer sekundären Zoom Kamera zu finden ist. Lasst Euch allerdings nicht zu sehr dazu verleiten diese Schaltfläche zu nutzen, denn es handelt sich beim OnePlus 6 nur um einen digitalen Zoom.

Ein 2x digitaler Zoom reduziert die Bildqualität doch ein gutes Stück.

[spoiler title=’Vergleichsbilder OnePlus 6, Pocophone, Note 9 usw.‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

OnePlus 6
Pocophone F1
OnePlus 6
Pocophone F1
OnePlus 6
Pocophone F1
OnePlus 6
Pocophone F1
OnePlus 6
Pocophone F1
OnePlus 6
Pocophone F1
Note 9
OnePlus 6
Pocophone F1
Note 9
OnePlus 6
Pixel 2 XL
iPhone X
Note 9
OnePlus 6
Pixel 2 XL
iPhone X
Note 9
OnePlus 6
Pixel 2 XL
iPhone X

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Loben muss ich das OnePlus 6 wiederum für die starke Konstanz und Zuverlässigkeit der Kamera. Ich hatte nur extrem wenig Ausschuss an Aufnahmen.  Der Autofokus hat fast 100%ig gearbeitet und auch der Weißabgleich und Belichtung saß ziemlich perfekt, selbst in schwierigeren Lichtbedingungen.

Zwar hat das OnePlus 6 nicht den größten Kamerasensor bzw. die größten Pixel, aber auch die Low Light Performance war gut.

Ich würde sogar glatt sagen besser als die des Google Pixel 2 XL, zumindest in Extremsituationen. Bei Kerzenlicht bricht zwar auch die Schärfe des OnePlus 6 stark ein, aber das Rauschen ist „angenehm“.

Videos kann das OnePlus 6 in bis zu 4K Auflösung und 60FPS aufnehmen. Die Videos sind wie zu erwarten sehr scharf und gut detailliert, selbst bei Dunkelheit. Auch die Stabilisierung ist ordentlich!

Das OnePlus 6 verfügt sowohl über eine Optische wie auch digitale Videostabilisierung, was hier doch ein gutes Stück hilft.

Der Porträt Modus hingegen ist unspektakulär. Es sind akzeptable Porträts hinzubekommen, aber wie bei den meisten Android Smartphones ist dieser Modus mehr Spielerei.

 

Performance und Benchmarks

OnePlus setzt beim OnePlus 6 ganz „klassisch“ auf den Snapdragon 845, wie sich dies auch für ein High End Smartphone gehört.

Der Snapdragon 845 ist im Jahr 2018 der so ziemlich schnellste verfügbare Smartphone SoC und kommt daher auch in den meisten Flaggschiff Smartphones zum Einsatz.

Im OnePlus 6 ist dieser mit 6GB bzw. 8GB RAM und 64/128/256GB UFS 2.1 Speicher kombiniert.

Schauen wir uns doch mal ein paar Benchmarks an um besser einschätzen zu können wie viel Power diese Kombination hat.

Mögt Ihr große Zahlen in Benchmarks? Dann werdet Ihr das OnePlus 6 lieben!

Ich weiß nicht welche Magie OnePlus hier nutzt aber das OnePlus 6 ist ein Leistungsmonster! Dieses kann das LG G7 im Antutu Benchmark um satte 21% schlagen und das obwohl beide Smartphones den an sich gleichen Prozessor nutzen.

Die aktuellen Samsung Smartphones (S9+ und Note 9) werden sogar um 24% geschlagen. Dies bestätigt im Übrigen nicht nur Antutu sondern auch Geekbench, wo allerdings der Unterschied etwas geringer ausfällt.

 

In der Praxis

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Spiegeln sich hier die überragenden Benchmark Ergebnisse wieder?

Ja!

Das OnePlus 6 ist das wirklich schnellste Smartphone welches ich bisher nutzen durfte. Dieses fühlt sich einfach extrem reaktionsfreudig an, selbst verglichen mit Modellen wie dem Samsung Galaxy Note 9 oder Google Pixel 2 XL.

Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher ob OnePlus nicht vielleicht etwas trickst. Ich habe das Gefühl das viele Animationen auf dem OnePlus 6 etwas schneller wiedergegeben werden als auf anderen Smartphones.

Ich könnte mir vorstellen das OnePlus 6 das Animationstempo bei Übergängen usw. auf 120% gestellt hat. Aber letztendlich spielt das wie genau OnePlus das hohe Tempo erreicht hat auch keine große Rolle.

Das OnePlus 6 arbeitet einfach unheimlich zügig. Dies gilt dabei nicht nur für das Betriebssystem und die Benutzeroberfläche.

Auch 3. Anbieter Apps laufen perfekt! Dies gilt auch für Spiele. Selbst absolut High End -Spiele habe ich auf noch keinem Smartphone besser laufen sehen als auf dem OnePlus 6.

 

Akku

Das OnePlus 6 verfügt über einen 3300mAh großen Akku. Eine solide Standard Kapazität, die Frage ist, was macht das OnePlus 6 daraus?

In meinem Standard Test bei einer gemischten Nutzung aus Webbrowsen, leichtem Gaming, Social Media usw. erreichte dieses solide 7 Stunden.

Intensiv Nutzer sollten mit dem onePlus 6 gut durch den Tag kommen. Ein zweiter Tag wird aber nur für normal bis leichtere Nutzer möglich sein.

 

Fazit

OnePlus hat es geschafft! Das OnePlus 6 ist kein Nischen Smartphone mehr, welches sich nur über einen günstigen Preis definieren kann. Das OnePlus 6 ist ein wahres Flaggschiff Smartphone zu einem weiterhin sehr fairen Preis!

Ihr müsst hier erstaunlich wenig Kompromisse eingehen solltet Ihr Euch für dieses entscheiden. Dies beginnt bei der guten und hochwertigen Verarbeitung, geht über das AMOLED Display bis hin zur Kamera.

Die Kamera ist vermutlich der Punkt der mich am positivsten überrascht hat. Die Bild und Videoqualität des OnePlus 6 ist hervorragend! Hier liegt dieses in den meisten Situationen mit einem Galaxy S9 oder Google Pixel 2 auf einem Level. Zwar würde ich sagen, dass diese Smartphones tendenziell noch eine etwas bessere Kamera haben, aber der Unterschied zeigt sich selten und wenn auch nur gering. Selbst im Low Light kann es überzeugen.

Worin das OnePlus 6 alle Android Smartphones schlagen kann ist beim Arbeitstempo. Ich weiß nicht wie OnePlus dies angestellt hat, aber das OnePlus 6 kann sämtliche Android Smartphones mit dem Snapdragon 845 teils deutlich schlagen.

Auch praktisch ist mir kein anderes Smartphone bekannt welches derartig flott und reaktionsfreudig ist.

Bonus Punkte gibt es für das Vorhanden sein eines Kopfhöreranschlusses und die sehr gute Software! Bei letzterer hat OnePlus eine klasse Mischung an Stock Android und Nutzeranpassbarkeit gefunden.

Das einzige wo mir wirklich ein Unterschied zu den gängigen Flaggschiff Smartphones aufgefallen ist, ist beim Lautsprecher, welcher eher mäßig ist.

Aber dies ist doch ein Punkt welcher bei solch einer hervorragenden Preis/Leistung leicht zu verzeihen ist.

Kurzum für unter 600€ fällt es mir nicht schwer eine absolute Kaufempfehlung für eigentlich jede Nutzergruppe auszusprechen! Das OnePlus 6 liefert ein deutlich besseres Gesamtpaket als ich erwartet hätte!

Der Noblechairs HERO im Test, der beste Gaming Chair für große Nutzer!?

Mit dem HERO hat Noblechairs vor kurzem seinen dritten Gaming Schreibtischstuhl vorgestellt. HERO folgt auf ICON und EPIC.

Der HERO soll sich dabei besonders an große Gamer richten und soll wie bei Noblechairs üblich mit einer tollen Qualität, herausragendem Design und natürlich einem bequemen Sitz punkten.

Aber natürlich sind dies Punkte die alle Hersteller von Gaming Chairs versprechen. Noblechairs kann allerdings bereits auf zwei sehr erfolgreiche und gute Produkte zurückblicken.

Von daher wollen wir uns im Test doch einmal ansehen wie sich der neue Noblechairs HERO so schlängt! Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an Noblechairs für das Zurverfügungstellen des HERO!

Der Noblechairs HERO im Test

Noblechairs hat ein Talent dafür eine gute Mischung aus einem „Gamer“ Look und einem edlen Style, wie man diesen in dem Büro eines hochbezahlten Managers oder einem Luxus Auto finden würde, zu verbinden.

Dies zeigt Noblechairs auch beim neuen HERO. Der HERO setzt zwar einerseits auf den üblichen „Racing Chair“ Style mit den aggressiven seitlichen Flügeln und verspielteren Elementen, schafft es aber auch etwas Luxus – Sessel mit unterzumischen.

Diese Kombination sorgt dafür, dass der HERO weder an einem High End Gaming Setup noch im Büro eines Start-Up Unternehmens oder sogar eines Managers deplatziert wirken würde. Allgemein muss man Noblechairs zu seiner Markenpräsenz loben. Alleine mit dem Namen und dem etwas edleren Logo impliziert man eine gewisse Wertigkeit. Welche auch vom Auftreten der Webseite und des Unternehmens unterstützt wird. Gerade verglichen mit dem Auftreten des Haupt-Konkurrenten Maxnomic bzw. Need for Seat oder auch DXRacer ist das schon ein starker Kontrast.

Noblechairs wirkt wie die erwachsenere und professionellere Marke, was auch der HERO schafft widerzuspiegeln.

Der HERO versucht durch eine recht schlichte Eleganz zu punkten, was auch gelingt. Noblechairs greift auch beim HERO auf das beliebte Racing Design zurück.

Das bedeutet die Rückenlehne und auch das Sitzpolster besitzen seitliche Flügel, welche Euch eine gewisse Stabilität geben sollen, was auch gelingt. Man sitzt etwas gerader auf dem HERO und fällt auch beim längeren Sitzen nicht zusammen, dazu aber später mehr.

Allerdings verzichtet Noblechairs bei der Färbung und Form auf den oftmals gesehen „G4m3r“ Look. Der HERO ist aktuell nur in schwarzer Basisfarbe erhältlich. Es gibt allerdings Modelle mit geschmackvollen blauen, roten, goldenen und weißen Akzenten.

Diese Akzente peppen den HERO zwar noch etwas auf, sind aber wirklich recht dezent. Die Farbe entscheidet lediglich über die Farbe der Nähte.

Was das Material des HERO angeht habt Ihr die Wahl zwischen klassischem Kunstleder oder echtem Leder. Letzteres ist allerdings mit einem gewissen Aufpreis versehen.

Das verwendete Kunstleder macht allerdings bereits einen sehr guten Eindruck! Es gibt hier drei verschiedene „Texturen“, die Sitzfläche und der größte Teil der Rückenfläche bestehen aus einem perforiertem Kunstleder.

Der Bereich um die Schultern und auch die Rückseite sind aus normalem Kunstleder und die Seiten sind aus einem angerauten Stoff gefertigt.

Bei den Ergonomie Optionen bietet der HERO alles was man von einem premium Gaming Chair erwarten darf.

Das Wichtigste ist natürlich die Höhenverstellung. Die Sitzfläche lässt sich frei zwischen 48cm und 56cm verstellen, womit die gängigen Höhen abgedeckt sind.

Die Rückenlehne lässt sich über einen Hebel an der linken Seite zwischen 90 und 135 Grad verstellen. Dies ist etwas weniger als bei anderen Gaming Chairs. Hier lässt sich die Rückenlehne oftmals komplett flach stellen, was beim HERO nicht möglich ist. Allerdings 135 Grad ist schon eine liegende Position, welche man so im Alltag niemals nutzen wird.

Bonuspunkte gibt es für den recht sanften Mechanismus. Beim ziehen des Hebels knallt einem die Rückenlehen nicht direkt in den Rücken, sondern wirkt leicht gedämpft. Allgemein macht dieser Mechanismus einen hochwertigen und gut geölten Eindruck.

Die Armlehnen lassen sich sogar gleich in vier Richtungen an die eigenen Wünsche anpassen. Diese lassen sich in der Höhe verstellen, drehen, links und rechts wie auch nach vorne und hinten schieben.

Solltet Ihr kein Fan von Armlehnen sein könnte man diese auch komplett abschrauben.

 

Zusammenbau

Habt Ihr schon einmal einen Gaming Chair zusammengebaut wird Euch die Prozedur beim Noblechairs HERO sehr bekannt vorkommen. Was den Zusammenbau angeht sind fast alle Gaming Chairs identisch, lediglich bei den Details gibt es kleinere Unterschiede.

Bei diesen Details kann Noblechairs allerdings auch punkten. Beispielsweise das komplette benötigte Werkzeug liegt bei, wie auch zwei extra Schrauben, sollte mal eine verloren gehen.

Den Zusammenbau wollt Ihr wenn möglich mit zwei Personen machen, aber im Notfall ist es auch alleine gut machbar.

Das Ganze läuft wie folgend ab:

  1. Die zweite Armlehne montieren (eine ist bereits vorinstalliert)
  2. Die Halterung für die Gasdruckfeder montieren
  3. Rollen in das Fußkreuz stecken
  4. Gasdruckfeder in Fußkreuz stecken und Sitz aufsetzen
  5. Rückenlehne an Sitz anbringen
  6. Abdeckungen anbringen
  7. Fertig

Ja es ist wirklich recht einfach den HERO zusammenzubauen. Es gibt nur zwei typen Schrauben, welche man nicht miteinander vermischen kann. Die meisten Schrauben sind dabei sogar in den Löschern vorinstalliert wo diese auch später hingehören.

Probleme mit nicht passenden Löchern oder unsauberen Ausschnitten usw. hatte ich keine. Kurzum viel besser und problemloser kann man den Aufbau solch eines Stuhls nicht machen!

 

Massivität und Verarbeitungsqualität

Die grundsätzliche Konstruktion des Noblechairs HERO ist weitestgehend identisch zu den älteren Noblechairs Modellen.

Allerdings scheint man hier die Fertigung noch etwas optimiert zu haben. Die Schweißstellen wirken doch ein Stück sauberer als bei den Vorgängern und auch die Lackierung der eigentlich nicht sichtbaren Stahlkonstruktion im Inneren ist ebenfalls sauberer.

Leider gab es bei mir eine kleine Beschädigung des Kunstleder Bezugs (ein kleiner Riss), allerdings dies unsichtbar auf der Unterseite. Ansonsten war die Verarbeitung perfekt.

Mit einer maximalen Belastbarkeit von 150KG muss der HERO etwas massiver gearbeitet sein und dies ist auch der Fall. Die Grundkonstruktion des HERO besteht aus einem recht dicken und auch massiv anmutenden Stahl. Die Armlehnen, die Rückenlehne usw. werden über ebenfalls recht kräftige Schrauben zusammengehalten. Hier sehe ich keine Möglichkeit das etwas abbrechen kann.

Die Konstruktion scheint durchdacht und offenbart keine offensichtliche Schwachstelle. Auch die Gasdruckfeder ist ein Klasse 4 Modell. Klasse 4 ist so ziemlich das höchste was man in einem Schreibtischstuhl finden kann. Günstigere Gaming Charis (unter 300€) setzen allerdings oftmals noch Klasse 3 Gasdruckfedern.

Der HERO ist auch nach unten mit einer Stahlplatte geschützt, solltet Ihr der Gasdruckfeder dennoch etwas misstrauen. Das Fußkreuz ist natürlich wie auch die Grundkonstruktion aus Stahl gefertigt und im Inneren mit einer kleinen Wabenstruktur ausgestattet, welche die Stabilität erhöht.

Wenn ich möglicherweise zu kritisieren hätte, dann die Verbindung der Armlehnen an den Stuhl. Bei beispielsweise Maxnomic oder auch Corsair sind die Armlehnen an einem Stahlträger der einmal quer durch den Stuhl verläuft verschraubt.

Noblechairs hingegen verschraubt die Armlehnen an einer gesonderten kleinen Stahlplatte, welche seitlich an den Stahlträger geschweißt ist.

Das Ganze hält natürlich! Ich kann mich mit meinem vollen Gewicht auf die Armlehnen Stützen ohne, dass diese nachgeben, aber dennoch finde ich den Ansatz von Maxnomic und Corsair noch etwas massiver in diesem Belang.

Im Neuzustand produziert der HERO erfreulicherweise kein Knacken oder quetschen, egal wie man sich auf dem Stuhl dreht und wendet. Auch das Verstellen der Rückenlehne und die Wipp-Funktion laufen butterweich.

Kurzum Verarbeitung und vor allem die Massivität passt vollkommen für einen premium Gaming Chair!

 

Wie sitzt es sich?

Kommen wir zum wichtigsten Punkt, wie fühlt es sich an auf dem Hero zu sitzen? Der Hero ist ein recht breiter Stuhl. Ich würde diesen beispielsweise nicht oder nur bedingt empfehlen falls Ihr nur 50KG wiegt und 1,6m groß seid.

Die Sitzfläche ist im Gegensatz zum Noblechairs EPIC oder auch ICON beispielsweise nicht nur recht breit, sondern auch sehr flach. Es gibt zwar auch hier die seitlichen „Flügel“ welche für einen gewissen Halt sorgen sollen, aber diese sind vergleichsweise flach und wenig aggressiv geformt.

Dies resultiert beim HERO in einer wirklich sehr großen nutzbaren Sitzfläche (bis zu 50cm in der Breite).

Ähnliches gilt auch für die Rückenfläche. Hier bietet der HERO mittig 32cm Raum + die Flügel. Die Flügel sollen eine gewisse Stabilität und halt bieten. Bei einigen Gaming Chairs sind diese Flügel aggressiver geformt als bei anderen. Beispielsweise beim EPIC oder Corsair T1 sind diese recht steil, bieten also viel Halt, können aber auch etwas einengend wirken. Beim HERO hingegen sind die Flügel deutlich entspannter. Gerade auf Schulterhöhe habt Ihr viel Raum!

Ich mit meinen 1,84m und um die 100KG habe zwei bis drei Hände breit Luft zu den Seiten. Noblechairs gibt ja auch die maximale Belastung mit 150KG an und ja 150KG schwere Menschen werden auf dem Stuhl noch Platz haben.

Im Gegenzug könnte ich mir allerdings auch vorstellen, dass etwas kleinere Damen sich vielleicht etwas verloren auf solch einem breiten Stuhl vorkommen könnten. Für solch kleinere Personen bietet der HERO auch seitlich wenig Halt.

Der zweite sehr auffällige Punkt ist ohne Frage die Polsterung. Der Noblechairs EPIC war sehr hart gepolstert, der Noblechairs ICON weich und der Noblechairs HERO ist wieder eher auf der härteren Seite.

Sucht Ihr einen Stuhl auf dem man wie in einem Sessel sitzt ist der HERO nicht das Richtige. Man nimmt auf diesem dafür gleich eine recht konzentrierte und wache Position ein. Auch das längere Sitzen ist hier angenehmer als beispielsweise auf einem AKRacing Onyx (sehr weich).

Mit länger meine ich durchaus 5-6 Stunden oder mehr! Eine lange Gaming Session ist kein Problem!

Besonders loben muss ich Noblechairs wieder einmal für das verwendete Material. Das hier genutzte Kunstleder ist hervorragend! Nicht einmal zwingend weil dieses hochwertiger wäre als bei der Konkurrenz oder Ähnliches, sondern Noblechairs setzt auf eine Perforierung.

Die Sitzfläche und auch der größte Teil der Rückenfläche besitzt kleine Löcher im Material. Dies bietet zwei Vorteile, zum einem schwitzt man hier deutlich weniger bzw. dies fällt nicht so sehr auf, zum anderen bleibt nackte Haut auf dem Kunstleder nicht kleben.

Im Sommer ist das hier verwendete Material deutlich angenehmer als normales glattes Kunstleder.

Neu beim HERO ist die einstellbare Lendenwirbelstütze. Ihr habt an der Lehne ein Drehrad welches das Verstellen des unteren Rückenwiederstands erlaubt. Genau dieser Bereich ist bei Gaming Chairs immer etwas problematischer, da der untere Rücken meist eher schwach unterstützt wird.

Die Lendenwirbelstütze erlaubt es hier etwas gegenzulenken. Erwartet aber keinen gigantischen Effekt! Das Ganze ist wirklich eine Detailanpassung, über deren praktischen Nutzen man vielleicht etwas streiten kann. Die bequemste Position/Einstellung wird nämlich aus sicht der Ergonomie die schlechteste Position sein, die am wenigsten bequeme Position/Einstellung hingen bietet die beste Unterstützung.

Hierfür kann der HERO nichts, wie so oft ist ergonomisch korrektes Arbeiten nicht immer das bequemste Arbeiten. Ihr könnt das Ganze aber stufenlos an Eure Vorlieben anpassen, besser ein Feature mehr als eins weniger.

Etwas was ich sehr am Noblechairs HERO schätze und ohne dem ich nie wieder einen Gaming Char kaufen würde, ist die „Kippel Funktion“ auch Wippmechanismus genannt.

Es ist aufgrund eines Gelenks an der Unterseite des Sitzpolsters möglich den HERO durch das Verlagern des Gewichts in eine 11 Grad schräge zu versetzen. Man kann auf dem Stuhl etwas „kippeln“ ohne dabei die Gefahr zu haben umzukippen.

Es ist irgendwie entspannend und angenehm auf dem Stuhl ab und zu etwas hin und her zu wackeln und allgemein die schräge Position zu nutzen. Allein das Gefühl nicht auf so einem statischen Objekt zu sitzen ist ein riesen Komfort.

Gerade wenn man mit einem Controller spielt ist es auch deutlich angenehmer nicht nur die Rückenlehne etwas schräger stellen zu können, sondern auch das Sitzpolster.

Solch einen Wippmechanismus haben die meisten Gaming Charis, allerdings müsst Ihr hier etwas aufpassen, denn es gibt zwei gängige Umsetzungen dieses Mechanismus.

Die meisten Gaming Chairs, gerade die günstigeren, haben den „T“ Mechanismus, welcher aufgrund eines anderen Schwerpunktes deutlich unangenehmer ist. Hier muss man sich konstant abstoßen um in der Schräge zu verweilen. Höherwertige Gaming Chairs wie auch der HERO haben den „Z“ Mechanismus.

Hier ein Vergleichsbild zur Verdeutlichung des Unterschieds.

Der vom HERO genutzte Mechanismus ist in allen Belangen deutlich angenehmer! Wollt Ihr dieses Kippeln nicht, könnt Ihr den Stuhl natürlich auch feststellen. Ebenso ist es möglich das Sitzkissen konstant in der 11 Grad Schrägen festzustellen.

Bonus Punkte für Noblechairs gibt es für die extrem weichen Kissen für den Kopf und Rücken die beiliegen. Ich finde zwar das Kissen für die Rückenunterstützung etwas dick, aber das für den Kopf ist perfekt!

 

Fazit und Kaufberatung

Noblechairs ist ohne Frage einer der besten, wenn nicht sogar der beste Gaming Chair Hersteller auf dem Markt! Dies zeigen diese auch mit dem neuen HERO.

Allerdings ist eine pauschale Empfehlung für etwas wie einen Stuhl nicht ganz leicht. Dieser muss schließlich auch zu Euch und Eurem Körper passen.

Der Noblechairs HERO richtet sich ganz klar an die etwas größeren und breiteren Gamer. Kleineren Nutzern würde ich im direkten Vergleich eher zum EPIC raten, außer Ihr mögt es viel Platz auf Eurem Stuhl zu haben, denn davon bietet dieser viel.

Auch ist der HERO ein mittel bis härter gepolsterter Gaming Stuhl. Ideal für ein konzentriertes und längeres Sitzen. Die Noblechairs Marketingabteilung würde nun vermutlich sagen „ideal für high Performance eSport Gaming“. Dem würde ich durchaus in einem gewissen Rahmen zustimmen. Es sitzt sich super auch über längere und stressige Gaming Runden auf dem HERO. Gerade was die Belüftung und Kühlung angeht, ist der HERO sehr stark. Dies ist kein Stuhl an dem man nach x Stunden vor lauter Schweiß klebt, dank der leicht perforierten Oberfläche.

Wollt Ihr allerdings lieber etwas entspannter und weicher Sitzen ist der ICON von Noblechairs oder der AKRacing Onyx vermutlich die bessere Wahl.

Was Verarbeitung und Massivität angeht, kann ich mich beim Noblechairs HERO nicht beklagen. Dieser ist solide gebaut und wirkt dem Preis von 399€ mehr als angemessen.

Auch dem Preis angemessen ist das Design. Der HERO sieht einfach nur geil aus! Der Stuhl hat schon einen leichten „Gamer Style“, wirkt aber dennoch ausreichend dezent. So dezent, dass der HERO auch in einem normalen Büro platzfinden könnte, aber dennoch nicht langweilig aussieht.

Was die Präsentation auch der Marke Noblechairs generell angeht, hat man alles richtig gemacht!

Kurzum der Noblechairs HERO ist ein herausragender Gaming Chair, welchen ich allen etwas größeren Nutzer voll empfehlen kann, auch zum Preis von 399€!