Was ist Effizienter? Normales Laden, Quick Charge oder USB Power Delivery?

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Vielleicht habt Ihr Euch auch schon einmal gefragt was die effizienteste Möglichkeit ist Euer Smartphone zu laden, Quick Charge oder ein normales Aufladen?

Mit effizient meine ich in diesem Fall nicht die benötigte Zeit für eine vollständiges Laden, sondern die benötigte Energie.

Ist ein langsameres Laden effizienter als das Nutzen von Schnelllade Technologien? Hier gibt es einige Punkte zu ergründen! Ich hoffe Ihr habt etwas Zeit mitgebracht.

Die Basis

Wenn es um die Frage des effizienten Laden eines Smartphones geht, gibt es zwei wichtige Komponenten. Zum einen natürlich das Smartphone und zum anderen das Ladegerät. Wandelt eine von beiden Komponenten zu viel Energie in Wärme um, kostet dies Effizienz und somit Euch Geld und Zeit.

Beginnen wir aber mit der Basis wie das Aufladen eines Smartphones funktioniert.

Das Steckernetzteil Eueres Smartphones muss zunächst die 230V AC gleichrichten und in eine niedrigere Spannung umwandeln. Diese niedrigere Spannung liegt beim normalen Laden bei 5V und kann beim Schnellladen auf bis zu 20V hochgehen.

In Eurem Smartphone muss nun die Spannung von 5-20V auf 4,2V reduziert werden. 4,2V ist die reguläre Ladespannung von Lithium Polymer Akkus, welche mit einer konstanten Spannung geladen werden.

Zwar kann Quick Charge 3.0/4.0 bis zu 12V liefern und der USB Power Delivery Standard bis zu 20V, aber Smartphones laden in der Regel entweder mit 5V oder 9V. Höhere Spannungen sind selten.

Warum werden aber überhaupt höhere Spannungen als 5V verwendet?

Es gibt hier zwei Komponenten die man beachten muss, Spannung(Volt) und Strom(Ampere). Kann Euer Smartphone mit 15W laden könnte dies entweder 5V und 3A oder 9V und 1,66A nutzen, beides kommt letztendlich aufs Gleiche hinaus.

Höhere Spannungen haben verglichen mit höheren Strömen den Vorteil das die Übertragung und Verarbeitung leichter ist. Daher gibt es auch in der Regel Hochspannungsleitungen und keine Hochstromleitungen (Letztere gibt es auch, aber nicht für das Übertragen von Energie über hohe Distanzen).

Quick Charge 3.0 und 4.0 haben noch ein Ass im Ärmel. Beide Technologien können während des Ladens die Spannung und den Strom konstant anpassen. Es kann also sein, dass das Smartphone während des Ladens mal mit 6V, mal mit 7V oder auch mal mit 9,2V lädt.

Es gibt hier einen Chip der versucht konstant den Ladevorgang zu optimieren, welcher laut Hersteller bis zu 30% mehr Effizienz bieten soll.

 

Welche Ladegeräte sind effizienter?

Starten wir bei den Ladegeräten. Hier kann ich natürlich nicht alle Modelle auf dem Markt testen, aber das müssen wir vielleicht auch gar nicht.

Für diesen Test habe ich durchaus eine große Masse an Ladegeräten zusammengetragen und die Effizienz der einzelnen Ports getestet, sofern diese mehrere haben.

Dies sollte erlauben eine gewisse Tendenz zu erkennen welche Ladetechnologie, wenn wie effizient ist. Hierbei beschränkte ich mich auf die drei großen Ladetechnologien, das normale Laden, Quick Charge 2.0/3.0 und USB Power Delivery.

Da natürlich Quick Charge und USB Power Delivery verschiedene Spannungen bieten, aber das normale Laden nur 5V, müssen wir die ganzen Werte etwas aufschlüsseln.

Starten wir nur mit der 5V Spannungsstufe. Alle Ladegeräte wurden hier mit 5V 2-2,4A belastet, also durchaus eine gehobene Auslastung.

[spoiler title=’Ausführliche Tabelle‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Anker PowerPort Speed 5 Normal 87%
EasyAcc 11TR2U48A Normal 85%
Spigen QC Ladegerät QC 3.0 85%
RAVPower RP-PC007 QC 3.0 85%
Anker PP Speed Normal 85%
RAVPower RP-PC059 Normal 85%
Anker PP 5+ Normal 85%
Anker 60W 6-Port Ladegerät Normal 85%
AUKEY PA-Y12 Normal 85%
Samsung EP-TA20EWE QC 2.0 85%
EasyAcc 11TR2U48A1Q Normal 84%
RAVPower RP-PC002 Normal 84%
AUKEY PA-Y12 PD 84%
Anker PP+ 6 QC 3.0 84%
iClever 6 Port Normal 84%
Inateck UCC1003 PD 83%
AUKEY PA-T15 Normal 83%
AUKEY PA-T15 Normal 83%
Anker PP+ 6 Normal 83%
iClever BoostCube Normal 82%
Alcatel ICS01 QC 2.0 82%
Anker PP II PD 82%
Tizi Tankstelle 29W PD 82%
PowerAdd K-MU19QC Normal 82%
Anker PowerPort Speed 5 QC 3.0 81%
Choetetech Q3-4U2Q Normal 81%
Tizi Tankstelle 75W Normal 81%
Anker PP 5+ PD 81%
Anker PP Speed PD 81%
Belkin FBJ040vf Normal 80%
Choetech PD72-1C3U Normal 80%
AUKEY PA-T15 QC 3.0 79%
Choetech Q3001 QC 3.0 79%
Apple 60W PD 79%
RAVPower RP-PC059 PD 79%
Lumsing TEAU40W Normal 79%
Moto TURBO Power Supply QC 2.0 79%
iClever BoostCube QC 3.0 78%
PowerAdd K-MU19QC QC 3.0 78%
Choetech PD72-1C3U PD 77%
Tizi Tankstelle 75W PD 77%
Anker PP II QC 3.0 77%
RAVPower RP-PC002 QC 3.0 77%
EasyAcc 11TR2U48A1Q QC 2.0 76%
Tizi Tankstelle 60W PD 74%
Choetetech Q3-4U2Q QC 3.0 74%
AUKEY PA-T15 QC 2.0 73%

[/spoiler]

Ich denke man kann durchaus sagen, dass wir ein paar interessante Tendenzen sehen. Wenn es nur um das Erzeugen einer 5V Spannung geht sind die USB Power Delivery Ports und auch Quick Charge Ports im Schnitt ein Stück ineffizienter als „normale“ USB Ports.

Die „normalen“ USB Ports (von immerhin 20 getesteten Ladegeräten) erreichen eine durchschnittliche Effizienz von 83%, das schlechteste Ladegerät (Lumsing TEAU40W) erreicht 79% und das beste Ladegerät (Anker PowerPort Speed 5) 87%.

Bei den Quick Charge Ladegeräten haben wir eine durchschnittliche Effizienz von 80%, das schlechteste Ladegerät (AUKEY PA-T15) schafft hier 73%, das beste Ladegerät (RAVPower RP-PC007) 85%.

Bei den USB Power Delivery Ladegeräten kommen wir auf eine durchschnittliche Effizienz von ebenfalls 80%, das schlechteste Ladegerät (Tizi Tankstelle 60W) schafft hier 74% und das beste Ladegerät (AUKEY PA-Y12) 84%.

Bei Mulitport Ladegeräten die einen normalen USB Port und einen Schnellladeport haben ist immer der normale USB Port effizienter, zumindest bei allen Modellen die ich bisher in der Hand hatte.

Überraschend? Nein! Für Quick Charge und USB Power Delivery ist zusätzliche Elektronik, Controller usw. nötig, welche man bei normalen USB Ladegeräten nicht benötigt. Sämtliche zusätzliche Elektronik kostet Effizienz.

Aber was wenn wir die Spannung hochdrehen? Dies geht natürlich nicht bei den normalen USB Ports, aber sowohl bei den Quick Charge und USB Power Delivery. Diesmal habe ich eine Leistung von 12-16W wie auch 9V angepeilt für alle Ladegeräte.

[spoiler title=’Ausführliche Tabelle‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Spigen QC Ladegerät QC 3.0 88%
AUKEY PA-Y12 PD 88%
Inateck UCC1003 PD 87%
Anker PP+ 6 QC 3.0 87%
RAVPower RP-PC007 QC 3.0 87%
Anker PP Speed PD 87%
Anker PP II PD 86%
Tizi Tankstelle 29W PD 86%
Samsung EP-TA20EWE QC 2.0 86%
Anker PowerPort Speed 5 QC 3.0 86%
Alcatel ICS01 QC 2.0 86%
Anker PP 5+ PD 85%
Choetech PD72-1C3U PD 85%
RAVPower RP-PC059 PD 85%
Apple 60W PD 84%
Tizi Tankstelle 75W PD 84%
AUKEY PA-T15 QC 3.0 83%
Choetech Q3001 QC 3.0 83%
Moto TURBO Power Supply QC 2.0 83%
Tizi Tankstelle 60W PD 82%
RAVPower RP-PC002 QC 3.0 82%
iClever BoostCube QC 3.0 82%
EasyAcc 11TR2U48A1Q QC 2.0 81%
Choetetech Q3-4U2Q QC 3.0 80%
AUKEY PA-T15 QC 2.0 79%
Anker PP II QC 3.0 78%
PowerAdd K-MU19QC QC 2.0 66%

[/spoiler]

Jetzt wird es spannend! Denn die Effizienz von Quick Charge und Power Delivery steigt stark! Bei Quick Charge steigt die Effizienz von 80% im Schnitt auf 82,2%.

Bei USB Power Delivery ist dies sogar noch deutlicher, hier steigt die Effizienz auf satte 85,3%!

Aufgrund der höheren Spannung, welche Effizienter für die Übertragung ist, werden die Nachteile durch die zusätzliche Komplexität voll wieder reingeholt.

Was wenn wir die Spannung aber noch etwas weiter anheben, zumindest bei USB Power Delivery?

[spoiler title=’Ausführliche Tabelle‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

15V 20V
Apple 60W 88%
Inateck UCC1003 88% 88%
Anker PP Speed 84% 87%
AUKEY PA-Y12 88% 86%
Choetech PD72-1C3U 87% 86%
Tizi Tankstelle 75W 87% 86%
Anker PP II 87% 86%
Tizi Tankstelle 60W 85% 85%
Anker PP 5+ 85% 84%
RAVPower RP-PC059 85% 84%

[/spoiler]

Dies sorgt nochmals für eine gesteigerte Effizienz. Diese geht bei 15V auf 86,1% hoch und bei 20V auf 85,9% hoch.

Zusammengefasst bei einer normalen bis hohen Last sind normale USB Ladegeräte im Schnitt effizienter als Quick Charge oder USB Power Delivery Ladegeräte, gerade bei 5V! Habt Ihr also einen Raspberry PI oder so was betreibt diesen nicht an einem Quick Charge Ladegerät, sofern Ihr die optimale Effizienz wollt.

Erst bei höheren Spannungen 9V+ können die Schnellladegeräte Ihre Effizienz soweit steigern, dass diese mit dem durchschnittlichen normalen Ladegerät gleichaufziehen.

[spoiler title=’Gesamt Tabelle‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Port Spannung Effizienz
Spigen QC Ladegerät QC 3.0 9V 88%
AUKEY PA-Y12 PD 15V 88%
Inateck UCC1003 PD 15V 88%
AUKEY PA-Y12 PD 9V 88%
Apple 60W PD 20V 88%
Inateck UCC1003 PD 20V 88%
Inateck UCC1003 PD 9V 87%
Anker PP II PD 15V 87%
Anker PP+ 6 QC 3.0 9V 87%
RAVPower RP-PC007 QC 3.0 9V 87%
Choetech PD72-1C3U PD 15V 87%
Anker PowerPort Speed 5 Normal 5V 87%
Tizi Tankstelle 75W PD 15V 87%
Anker PP Speed PD 20V 87%
Anker PP Speed PD 9V 87%
AUKEY PA-Y12 PD 20V 86%
Anker PP II PD 9V 86%
Choetech PD72-1C3U PD 20V 86%
Tizi Tankstelle 75W PD 20V 86%
Tizi Tankstelle 29W PD 9V 86%
Samsung EP-TA20EWE QC 2.0 9V 86%
Anker PP II PD 20V 86%
Anker PowerPort Speed 5 QC 3.0 9V 86%
Alcatel ICS01 QC 2.0 9V 86%
EasyAcc 11TR2U48A Normal 5V 85%
Anker PP 5+ PD 15V 85%
Spigen QC Ladegerät QC 3.0 5V 85%
RAVPower RP-PC007 QC 3.0 5V 85%
Anker PP Speed Normal 5V 85%
RAVPower RP-PC059 PD 15V 85%
Anker PP 5+ PD 9V 85%
RAVPower RP-PC059 Normal 5V 85%
Tizi Tankstelle 29W PD 15V 85%
Tizi Tankstelle 60W PD 15V 85%
Anker PP 5+ Normal 5V 85%
Choetech PD72-1C3U PD 9V 85%
Tizi Tankstelle 60W PD 20V 85%
Anker 60W 6-Port Ladegerät Normal 5V 85%
AUKEY PA-Y12 Normal 5V 85%
RAVPower RP-PC059 PD 9V 85%
Samsung EP-TA20EWE QC 2.0 5V 85%
Anker PP Speed PD 15V 84%
EasyAcc 11TR2U48A1Q Normal 5V 84%
Anker PP 5+ PD 20V 84%
RAVPower RP-PC002 Normal 5V 84%
Apple 60W PD 9V 84%
AUKEY PA-Y12 PD 5V 84%
RAVPower RP-PC059 PD 20V 84%
Tizi Tankstelle 75W PD 9V 84%
Anker PP+ 6 QC 3.0 5V 84%
iClever 6 Port Normal 5V 84%
AUKEY PA-T15 QC 3.0 9V 83%
Choetech Q3001 QC 3.0 9V 83%
Moto TURBO Power Supply QC 2.0 9V 83%
Inateck UCC1003 PD 5V 83%
AUKEY PA-T15 Normal 5V 83%
AUKEY PA-T15 Normal 5V 83%
Anker PP+ 6 Normal 5V 83%
iClever BoostCube Normal 5V 82%
Tizi Tankstelle 60W PD 9V 82%
Alcatel ICS01 QC 2.0 5V 82%
Anker PP II PD 5V 82%
RAVPower RP-PC002 QC 3.0 9V 82%
Tizi Tankstelle 29W PD 5V 82%
PowerAdd K-MU19QC Normal 5V 82%
iClever BoostCube QC 3.0 9V 82%
Anker PowerPort Speed 5 QC 3.0 5V 81%
Choetetech Q3-4U2Q Normal 5V 81%
Tizi Tankstelle 75W Normal 5V 81%
Anker PP 5+ PD 5V 81%
Anker PP Speed PD 5V 81%
EasyAcc 11TR2U48A1Q QC 2.0 9V 81%
Choetetech Q3-4U2Q QC 3.0 9V 80%
Belkin FBJ040vf Normal 5V 80%
Choetech PD72-1C3U Normal 5V 80%
AUKEY PA-T15 QC 3.0 5V 79%
Choetech Q3001 QC 3.0 5V 79%
Apple 60W PD 5V 79%
RAVPower RP-PC059 PD 5V 79%
AUKEY PA-T15 QC 2.0 9V 79%
Lumsing TEAU40W Normal 5V 79%
Moto TURBO Power Supply QC 2.0 5V 79%
Anker PP II QC 3.0 9V 78%
iClever BoostCube QC 3.0 5V 78%
PowerAdd K-MU19QC QC 3.0 5V 78%
Choetech PD72-1C3U PD 5V 77%
Tizi Tankstelle 75W PD 5V 77%
Anker PP II QC 3.0 5V 77%
RAVPower RP-PC002 QC 3.0 5V 77%
EasyAcc 11TR2U48A1Q QC 2.0 5V 76%
Tizi Tankstelle 60W PD 5V 74%
Choetetech Q3-4U2Q QC 3.0 5V 74%
AUKEY PA-T15 QC 2.0 5V 73%
PowerAdd K-MU19QC QC 3.0 9V 66%

[/spoiler]

Gerade USB Power Delivery Ladegeräte können bei höheren Spannungen ihre Effizienz signifikant steigern und auch Quick Charge hinter sich lassen. Dies muss natürlich nicht für alle Ladegeräte gelten, aber dies sind die Werte die ich im Schnitt erhielt.

 

Die andere Seite, wie effizient laden Smartphones?

Aber letztendlich kommt es nicht nur auf das Ladegerät an, sondern auch auf das Gerät das geladen wird.

Hier kann man sich die gleiche Frage stellen, was ist effizienter? Quick Charge, normales laden, extra langsames Laden oder USB Power Delivery?

Auch hier gilt natürlich es kommt aufs Smartphone an. Aber ich habe einmal fünf Smartphones getestet, vielleicht zeichnet sich ja ein Muster ab.

Bei den Testkandidaten handelt es sich um das ASUS Zenfone 5z, BQ Aquaris X2 Pro, Xiaomi MI A2, Google Pixel 2 XL und Samsung Galaxy S9+.

Der Testaufbau war bei allen Geräten identisch. Ich habe diese entladen bis es eine vollständige Abschaltung gab, dann wurden diese jeweils an einem Ladegerät geladen bis der Ladestrom auf unter 0,4W fiel.

Dabei blieben die Smartphones abgeschaltet um einen Hintergrund Energieverbrauch auszuschließen. Der Ladestrom und wie viel Energie in die Smartphones gepumpt wurde, wurde mit einem Marke Eigenbau Messgerät welches auf einem Arduino basiert mitgeloggt für eine spätere Auswertung.

Im Detail gibt es zwar ein paar Unterschiede je nach Gerät, aber es lässt sich eine klare Tendenz ablesen.

Umso schneller der Ladevorgang umso ineffizienter. Bei allen Smartphones war das langsame Laden an einem 1A Ladegerät teils Signifikat effizienter.

Beim BQ Aquaris X2 Pro war das langsame Laden gute 12% effizienter.

Eine kleine Ausnahme gab es beim Samsung Galaxy S9+, wo ich mir zugegeben im Nachhinein nicht ganz sicher war ob es sich um einen Messfehler handeln könnte.

Hier war das normale Laden mit 1,67A effizienter als das extrem langsame Laden. Dennoch gab es kein Smartphone welches mit Quick Charge oder USB Power Delivery effizienter lud als an einem normalen 5V Netzteil.

An normalen 5V Ladegeräten erreichten die Smartphones eine durchschnittliche Ladeeffizienz von 86,8%.

Via Quick Charge/Power Delivery kommen wir auf 81,7%.

 

Fazit

Auch wenn mein kleiner Test sicherlich nur eine Stichprobe ist, kann man diesen dennoch einige interessante Erkenntnisse entnehmen.

Die Wichtigste ist, dass das Laden an einem normalen 5V Port/Ladegerät in der Regel das effizienteste Laden ist, zumindest was die Energie Nutzung angeht.

Habt Ihr ein Multiport USB Ladegerät mit mehreren Anschlusstypen ist beispielsweise der normale USB Port in der Regel einige Prozent effizienter.

Auch Smartphones gehen mit der normalen 5V Spannung effizienter um. Ich konnte hier teils eine bis zu 12% höhere Effizienz feststellen können, als beim laden via Quick Charge oder USB Power Delivery.

Lasst Euch von dieser Erkenntnis im Alltag nur bedingt beeinflussen. Smartphones benötigen so wenig Energie, dass es hier finanziell keine große Rolle spielt ob Ihr nun einen Schnellladestandard nutzt oder das Smartphone langsam ladet.

Beispielsweise beim Samsung Galaxy S9+ würde Euch ein vollständiges Laden via Quick Charge rund 0,0042€ kosten und beim normalen Laden 0,0036€ (bei 0,25€ pro KWh). Selbst aufs Jahr hochgerechnet, wenn Ihr täglich ladet, würde Euch das Schnellladen nur 0,193€ mehr kosten.

Interessant und relevant ist diese Information nur wenn es begrenzte Energie gibt, wie bei einer Powerbank.

Hier würde ich ganz klar vom Nutzen von Schnellladestandards abraten, sofern die Kapazität knapp wird.

Ebenso würde ich davon abraten Kleingeräte wie einen Raspberry Pi an einem Quick Charge Port/Ladegerät zu nutzen, da diese in der Regel bei so etwas deutlich ineffizienter sind.

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Michael Barton
Michael Barton
Hi, hier schreibt der Gründer und einzige Redakteur von Techtest.org. Vielen Dank für das Lesen des Beitrags, ich hoffe dieser konnte dir weiterhelfen. Mehr Informationen über den Autor

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8 Kommentare

    • Das ist schwer zu sagen!

      Die Hersteller sagen natürlich nein, aber dies heiß nicht viel. Ich nehme an das Schnellladen nicht gut für die Akkus ist, aber ich vermute das wir hier über vielleicht 10% in 2 Jahren reden, die der Akku mehr altert.

      Leider sehe ich aktuell keine möglichkeit dies effektiv zu Testen.

      • Schnellladen ist nicht problematisch, solange die Geräte rechtzeitig den Ladestrom reduzieren. Und da dies normalerweise ab 80% geschieht, wird der Akku vor zu starker Aufwärmung geschützt. Denn nur die Hitze ist ein Problem.
        Desweiteren fällt die Effizienz.
        Ich denke auch, dass das Beenden des Tests bei 0,4 W nur ein Kompromiss ist, der aber auch wieder genug Ungenauigkeiten verursacht. Ich denke, dass Du aus Zeitgründen jede Kombination nur 1x getestet hast.

        Wie hast Du die Effizienz der Ladegeräte ermittelt? Wenn ich teste, dann erhalte ich zwischen 85 und 90% (2A/9V).

  1. Die Aussagen im ersten Teil gelten natürlich nur für Ladeadapter. Bei einer Powerbank sieht es wieder anders aus. Außerdem ist die Leistung des Adapters noch relevant – ob 20W oder 45W Adapter, das macht bei 10W Last schon einen Unterschied.
    Der Artikel & die getesteten Smartphones sind ja schon ziemlich alt. Interessant wäre es, den zweiten Teil noch einmal mit einem aktuellen Smartphone zu verifizieren oder zu widerlegen. Ich würde mich nicht wundern, wenn dort andere Werte herauskommen.
    Zusätzlich könnten die Werte bei dem Smartphone auch noch von der Größe des Akkus abhängen.

    Trotzdem eine sehr interessante Untersuchung.

  2. Interessant wäre dazu noch die Tatsache gewesen, dass die besten Ladegeräte heutzutage (zB Anker 5xx/7xx oder RAV) beim Schnellladen 87-89% Effizienz erreichen, beim 1A-Laden jedoch nur auf bis zu 84%. Die gesamt Ladeeffizienz ist ein Produkt (Multiplikation) beide Faktoren. Beispielsweise beim 1A-ladegerät die Mindesteffizienz nach Klasse VI 0,71 * 0,86 Ladeeffizienz des Netzteils ergibt schon „nuroch“ 61,06% Effizienz. Wenn man den Umweg über Powerbank geht wird nochmal fürdie Ladeelektronik und Komponentenerwärmung DOPPELT soviel Energie verschwendet. sprich wenn man mit einem 1A Ladegerät seine Powerbank läd und mit der dann das Smartphone sinkt die Gesamteffizienz unter 50%. Bei 81% Ladeeffizienz und 89% Netzteileffizienz beträgt die faktorisierte Gesamteffizienz immernoch nur enorme dürre 72,09%. Das ist mies. Es könnte viel viel effizienter geladen werden mit einem expliziten 3,8V-Controller statt 5V-Usb… Das ist der Schlucker, die unnötige Spannungsteilung… Warumwird das verschwendet? Wegen der PC- Compatibilität, denn USB stammt vom PC… so ein Dreck. Überleg Mal… 5 Milliarden Smartphones verschwenden ein ViertelEnergie um aufgeladen zu werden nur um mit 5V- Standard kompatibel zu sein… Es gibt KEINEN Grund dafür… Warum nicht 3,8V-Busstandard??? WARUM NICHT… PS außerdem kann man sowieso nichts sein hochmodernes Smartphone, Tablet oder Netzteil oder gar die Powerbank auf 1A begrenzen…auch den „Chargie“ nicht. Wenn man 1A laden will dann muss man sich ein 1A-Ladegerät kaufen und obwohl die EU da Effizienzklassen vorgeschrieben hat (derzeit VI bzw >71%) und schlechter Netzteile garnicht mehr Verkauf werden “ dürften“ findet sich überall Rotz und es gibt keine Tests mehr, keine Angaben… Interessiert ja keinen. Auch die dieser Blog testet keine 1A Netzteile. Also ganz ehrlich… FU a little bit

  3. Interessant. Ich habe den Artikel gerade nur überflogen aber schaue ihn mir nochmal genauer an. Ich hatte mir jüngst nämlich auch die Frage gestellt welche Geräte ich am schnellsten mit was Laden kann. Netzteile sollen ja Endgeräte und Powerbanks (möglichst schnell) laden und Powerbanks selbst dann Endgeräte. Jetzt habe ich hier eine 10 Jahre alte Powerbank von EasyAcc die 2A Input verträgt. Und bin/war sehr verwundert, das Ladegeräte die irgendein Schnelladeprotokoll sprechen (Quick Charge, Power Delivery, …) tatsählich die PB langsamer laden als ein „normales“ 5V 2A/3A Netzteil.

    Kann es sein, das Ladegeräte mit QC/PD am besten für Endgeräte mit QC/PD sind und das alles an Endgeräte (hier Powerbanken ohne USB-C) die kein Protokoll sprechen am besten/schnellsten eben mit einem Ladegeräten die ebenfalls kein Protokoll sprechen am besten/schnellsten funktionieren?

    Hier war es wie gesagt eie EasyAcc Powerbank die nur mit 1A geladen hat wenn ich ein QC/PD Ladegerät benutzt habe. Aber 2A hinbekommt, wenn ich eben ein normales Steckernetzteil benutze.

    Heute würde ich mir natürlich eine PB besorgen die QX/PD kann und USB-C als Inout nutzen kann. Aber mich würde echt interessieren ob meine Theorie stimmen könnte. Ich teste gerade selber noch was mit was am besten/schnellsten funktioniert. Und ich dachte eben QC/PD Netzteile hauen auf jeden Fall 2 oder 3 A raus.
    Offenbar nicht 🙂 Also zumindest dann nicht, wenn es das Endgerät (Powerbank. Handy, …) nicht kann. Kann das sein?

    • „Ebenso würde ich davon abraten Kleingeräte wie einen Raspberry Pi an einem Quick Charge Port/Ladegerät zu nutzen, da diese in der Regel bei so etwas deutlich ineffizienter sind.“
      Und alte Powerbanks wohl auch.

      Hintergrund: Ich habe ein XTar VC8 Akku-Ladegerät und das lud meine EasyAcc Powerbank mit 2A. (oder halt etwa 1,6A). Da wird ein QC3 NEtzteil mitgeliefert. ALso ein QC3 Ladegeröt gekauft uuuuund: Na toll – lädt die EasyAcc nur mit 1A. WHY???
      Dann von einem Raspi das 5V73A Netzteil genommen und siehen da: Powerbank lädt mit (fast) 2A. Und ich hatte Fragen 🙂

      Ich versuch mir nämlich für den Rucksack ein „Ladeset“ zusammenzustellen. Sprich Powerbank, Micro-USB Kabel, USB-C Kabel und ein Steckernetzteil für Endgerät wie Handy *und* die Powerbank selbst. Das wäre jetzt natürlich blöd wenn ich für QC Endgeräte und Powerbank unterschiedliche Steckernetzteile bräuchte. Einmal mit Schnelladeprotokollen (Handy, Tablet) und einmal ohne (Powerbank)

      Jetzt mal von USB-C und PD und Co abgesehen. Ich rede von alten Powerbanks.

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