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Die neue equinux tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) im Test, optimal fürs iPhone und iPad?

Mit der neuen tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) hat equinux auf dem Papier das perfekte Zubehör für das neue iPhone Xs und Xs Max im Sortiment.

Leider liegt selbst bei den neuen iPhones nur ein Standard 5V 1A Ladegerät mit im Lieferumfang, welches die absolut minimale Ladegeschwindigkeit bietet. Daher muss man auf 3. Anbieter Zubehör setzen oder das arg teure originale Apple Schnellladegerät kaufen, wenn man eine höhere Ladegeschwindigkeit wünscht.

Zwar ist original Zubehör immer gut, aber Modelle von 3. Anbietern haben auch Ihre Vorteile und damit meine ich nicht nur den Preis.

Beispielsweise bietet die equinux tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) gleich zwei Ladeports, was extrem praktisch ist falls man mal iPhone und iPad gleichzeitig laden möchte.

Aber ist die equinux tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) auch wirklich gut? Gerade wenn man sein 1000€+ Smartphone daran anschließt muss man auf Nummer sicher gehen, dass das Ladegerät auch etwas taugt.

Genau dies wollen wir doch einmal im Test herausfinden! Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an Tizi für das zur Verfügung stellen dieses Ladegeräts.

Die neue equinux tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) im Test

Starten wir beim Gehäuse, für welches ich equinux gleichzeitig liebe, aber auch hasse…. Equinux setzt bei der tizi Tankstelle auf ein schwarzes Hochglanz Gehäuse.

Dieses sieht ohne Frage super schick und edel aus, zumindest die ersten 5 Minuten nachdem Ihr es aus der Verpackung nehmt. Danach ist das Gehäuse super schnell mit Fingerabdrücken und Kratzern übersäht!

Ich glaube dies ist das empfindlichste Ladegerät aller Zeiten. Gewöhnt Euch also nicht an die schicke Optik, die bleibt nicht.

Abseits davon gefällt mir das Steckernetzteil Design ausgesprochen gut! Auch die Abmessungen sind für ein Dual-Port Ladegerät dieser Klasse mit 74 x 52 x 27mm angenehm kompakt. Die tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) empfiehlt sich hierdurch auch als Reiseladegerät. Zudem ist das Gehäuse auch gut und hochwertig gemacht.

Das Interessante sind aber natürlich die Anschlüsse. Hiervon hat die Tankstelle zwei. Einen „klassischen“ USB A Anschluss und einen moderneren USB C Anschluss.

Starten wir beim USB C Port. Der USB C Port unterstützt den Power Delivery Standard. USB Power Delivery ist ein Schnellladestandard welcher unter anderem von Apple genutzt und unterstützt wird, wie aber auch von Herstellern wie Google, Nintendo usw.

Auch viele Android Flaggschiff Smartphones unterstützen USB Power Delivery, wie das Samsung Galaxy S9, LG G7, Huawei P20 usw. Dennoch richtet sich die tizi Tankstelle primär an Apple Nutzer.

Theoretisch lassen sich sogar Notebooks über USB Power Delivery laden! Hierfür muss der USB C Port aber einiges an Leistung bieten, nicht alle Power Delivery Ports sind gleich.

Der USB C Port der tizi Tankstelle bietet 27W bzw. 5V/2,4A, 9V/2,4A oder 12V/2,3A. Dies sind zugegeben etwas ungewöhnliche Leistungsdaten. Die Tankstelle eignet sich damit weniger für Notebooks, aber theoretisch voll für Smartphones und Tablets, welche nicht ganz so viel Leistung benötigen.

Der normale USB Port hingegen wird mit 5V 2,4A beworben. Hier wird es nun aber skurril! Denn diese Angabe ist absichtlich falsch! Beim zweiten USB Port handelt es sich um einen Quick Charge 3.0 Port mit bis zu 9V/2A, also 18W.

Auf Nachfrage hat mir Tizi diese Beobachtung bestätigt. Es handelt sich wirklich um einen Quick Charge Port, welchen man aber um die Nutzer nicht zu verwirren nicht so bewirbt.

An dieser Stelle eine kleine Aufklärung. Quick Charge und USB Power Delivery sind nicht das gleiche! Quick Charge ist eine proprietäre Technologie welche dem Hersteller Qualcomm gehört und nur von Smartphones genutzt werden darf die a. einen Prozessor von Qualcomm nutzen oder b. Qualcomm Geld zahlen.

Apple beispielsweise nutzt weder Qualcomm Prozessoren noch möchte Qualcomm Geld geben, daher nutzen iPhones nicht Quick Charge sondern USB Power Delivery.

USB Power Delivery ist in der aktuellen Form ein etwas neuerer Standard, welcher von den Machern des USB Ports stammt. Jeder Hersteller kann und darf USB Power Delivery frei ohne Gebühren nutzen. Zudem kann USB Power Delivery eine höhere Leistung bieten, was gerade bei Notebooks sehr wichtig ist.

Apple hat sich hier als einer der ersten Hersteller zu USB PD bekannt, gefolgt sind Google, welche auch andere Android Smartphone Hersteller puschen USB PD zu nutzen, Nintendo und diverse Notebook Hersteller wie Dell.

Es gibt nun einige Smartphones welche beide Standards nutzen, beispielsweise das Samsung Galaxy S9, Note 9, das BQ Aquaris X2, das LG G7 usw. Diese Smartphones könnt Ihr also an beiden Ports der tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) schnellladen.

Andere Smartphones wie das iPhone Xs oder Google Pixel 2/3 lassen sich hingegen nur am USB C Port schnellladen.

Wichtig wir reden hier nur über das Schnellladen! Ihr könnt auch am Quick Charge Port Euer iPhone/iPad aufladen, nur dann halt in einem Standard Tempo.

Um zu signalisieren ob ein Port zum Schnellladen genutzt wird, hat Tizi über jedem eine LED angebracht. Diese leuchtet im Betrieb rot für normales Laden und blau fürs Schnellladen.

 

Messwerte, die maximale Leistung?

Die equinux tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) konnte meinen Volllast Test problemlos überstehen und dies sogar mit einer sehr akzeptablen Hitzeentwicklung.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die maximale Leistung des Ladegerätes.  Diese wird von equinux mit 30W angegeben, allerdings kann der USB C Port 27W liefern und der USB A Port 12W bzw. 18W.

Bei der maximalen Leistung die das Ladegerät liefern kann, habe ich zwei Werte. Einmal rund 36W und einmal genau 30W. Warum zwei Werte? Bei meinem ersten Test konnte ich dem USB C Port rund 26W entnehmen und dem normalen USB Port ziemlich genau 10W, ehe letzterer abgeschaltet wurde. Bei Durchlauf Nummer zwei schaffte dann der USB A Port nur noch 3,xW ehe es zu einer Abschaltung kam.

Warum mal 30W und mal 36W geliefert werden können, kann ich Euch auch nicht beantworten. Wichtig ist aber erst einmal, dass die beworbenen 30W auf jeden Fall erreicht werden und das bei einer Überlastsituation der USB C Port bevorzugt wird.

30W sind im Übrigen genug um zwei Smartphones gleichzeitig mit vollem Tempo zu laden. Ein iPad am USB C Port und ein iPhone am USB A Port hingegen wird knapp, hier kommt es zu einer Drosslung bzw. Abschaltung. Anders herum, also iPhone am USB C Port und iPad am USB A Port funktioniert im Übrigen problemlos.

 

Messwerte, wie schnell lädt die equinux tizi Tankstelle USB-C + USB-A?

Kommen wir damit auch zur Ladeleistung. Folgende Geräte habe ich an der tizi Tankstelle getestet:

  • Apple iPhone Xs Max
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Samsung Galaxy Note 9
  • BQ Aquaris X2 Pro
  • Nintendo Switch
  • Apple MacBook Pro 13 Zoll late 2016
  • Dell XPS 13 9370
  • Google Pixel 2 XL

Starten wir mit den Apple Geräten. Um das iPad und iPhone an einem USB C Port zu laden, benötigt Ihr aktuell noch das Originale Apple Lightning auf USB C Kabel!

Mit diesem Kabel könnt Ihr alle Apple Geräte ab dem iPhone 8 bzw. dem iPad Pro am USB C Port der Tankstelle schnellladen.

Allerdings gibt es hier eine kleine „Einschränkung“. Die Tizi Tankstelle beherrscht nur die 5V, 9V und 12V Spannungsstufe. 15V und 20V fehlen!

Für das iPhone oder auch generell Smartphones ist dies egal. Smartphones nutzen eh nur 5V oder 9V. Das Apple iPad genau wie beispielsweise die Nintendo Switch können aber 5V, 9V, 12V oder 15V nutzen. Für das maximale Ladetempo wäre hier die 15V Spannungsstufe notwendig. Kostet dies viel Ladetempo? Nein! Sowohl die Nintendo Switch wie auch das iPad Pro laden ein vielfaches schneller an der Tizi Tankstelle als an einem normalen Ladegerät.

Das Samsung Galaxy Note 9 erreichte am USB C Port 8,6V 1,57A, das Google Pixel 2 XL 8,55V 2,09A und das BQ Aquaris X2 Pro 8,63V und 1,35A.

Damit ist die equinux tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) nicht nur für Apple Geräte völlig geeignet! Auch viele Android Smartphones können hier am USB C Port schnellladen!

Wie steht es aber um den normalen USB Port? Dieser wird von equinux mit 5V 2,4A beworben, das Note 9 erreicht an diesem Port aber 9V 1,565A und das BQ Aquaris X2 Pro 5,7V und 1,99A.

An dieser Stelle meines Tests war ich etwas verwundert, denn dies sind Anzeichen dafür, dass es sich hier nicht um einen 5V/2,4A Port handelt, sondern um einen Quick Charge 3.0 Port, welcher zwischen 5V und 12V liefern kann.

Bei equinux nachgefragt, ja der 5V 2,4A Port ist in Wirklichkeit ein Quick Charge 3.0 Port, welcher aber nicht so beworben wird. Merkwürdig, aber Okay, besser mehr bekommen als weniger.

Am Quick Charge Port könnt Ihr natürlich auch Apple Geräte aufladen, dann aber nur mit Standard Tempo.

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Notebooks zu sprechen, denn hier gab es für mich noch eine zweite Überraschung. Ja Ihr könnt ein Apple MacBook Pro an der Tizi Tankstelle laden, dies ist aber auch nicht wirklich überraschend. Die Apple MacBooks sind extrem unproblematisch was das Laden an diversen Quellen angeht.

Das MacBook Pro 13 Zoll genehmigte sich rund 24W Leistung. Wichtig! Dies ist ausreichend das MacBook Pro bei einer gleichzeitigen Office Nutzung zu laden, aber wenn Ihr dieses unter höhere Last setzt, wird es sich trotz angeschlossenem Netzteil langsam entladen.

Jetzt zur Überraschung, auch das Dell XPS 13 9370 ließ sich mit 12V 2,23A an der Tizi Tankstelle laden! Ich war um ehrlich zu sein davon ausgegangen, dass das XPS nur an Ladegeräten mit 20V Spannungsstufe lädt. Windows Notebooks sind was das Laden an USB C angeht aber deutlich komplizierter, also nur weil das Dell XPS 13 an der Tankstelle lädt, bedeutet es nicht, dass dies alle Windows Notebooks machen.

Allgemein gibt es für Notebooks bessere USB C Ladegeräte.

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Effizienz des Ladegerätes zu sprechen. Diese schwankt wie üblich stark je nach Port und Auslastung des Ports. Hier kann man grob sagen geringere Auslastung = geringere Effizienz.

Gerade wenn Ihr einen Port nur mit 0,xxA belastet, fällt die Effizienz extrem! Dies gilt aber für alle USB Ladegeräte und ist in der Praxis meist nicht so relevant.

Die Effizienz der tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) schwankt zwischen 78% und 86%. Bei Smartphone typischen Lasten werden konstant 80%+ erreicht, beim Schnellladen sogar 83-86%.

Dies ist ein gutes wenn nicht sogar sehr gutes Ergebnis! Leider sind bei USB Ladegeräten oftmals noch Effizienzen unter 80% absolut gängig. Daher stufe ich alles über 80% als okay und alles über 84% als gut ein. Equinux scheint hier also auf solide bis gute Elektronik zu setzen.

 

Fazit

Ihr sucht ein gutes und hochwertiges USB C Ladegerät für Euer iPhone X/Xs, welches dieses auch schnellladen kann? Dann ist die tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) eine klasse Wahl! Ein iPhone Xs Max wird von der Tankstelle in ca. 2 Stunden von 0 auf 100% gebracht, ein top Tempo!

Dies gilt nicht nur für die iPhones! Auch viele andere Smartphones lassen sich an der Tankstelle schellladen, wie das Samsung Galaxy S9/Note 9, Google Pixel, LG G7 usw.

Ein großer Vorteil ist hier das Unterstützen von gleich zwei unterschiedlichen Schnelllade Standards, auch wenn nur einer offen beworben wird, USB Power Delivery auf dem USB C Port und Quick Charge auf dem normalen USB Port.

Auch abseits des reinen Tempos kann die Tizi Tankstelle überzeugen! Die Elektronik ist solide und bietet eine gute Effizienz. Auch das Gehäuse sieht schick aus, ist ausreichen kompakt und wirkt gut gearbeitet. Lediglich vom Hochglanzlack bin ich kein Fan! Das Ladegerät wird schnell sehr schmutzig aussehen und zerkratzen!

Abseits davon ist allerdings die tizi Tankstelle USB-C + USB-A (30W) das perfekte Schnellladegerät für fast sämtliche Smartphones auf dem Markt! Eine volle Empfehlung meinerseits.

Die YOOLOX 10k Powerbank im Test, USB Power Delivery + Quick Charge + QI Laden!

Die YOOLOX 10k ist auf dem Papier eine der flexibelsten Powerbanks aller Zeiten. Warum? Neben einem USB C Port mit Power Delivery bietet diese auch einen Quick Charge 3.0 Port und ein kabelloses Ladepad.

Ihr könnt Euer Smartphone also in so ziemlich jeder beliebigen Art aufladen. Diese Flexibilität kommt aber auch zu einem Preis, im wahrsten Sinne, denn mit rund 60€ ist die YOOLOX 10k nicht gerade günstig.

Wollen wir uns aber mal im Test ansehen, ob die Powerbank ihrem Preis gerecht wird!

An dieser Stelle vielen dank an Yoolox für das zur Verfügung stellen dieser Powerbank.

 

Die YOOLOX 10k Powerbank im Test

Mit 150 x 75 x 17,6mm ist die YOOLOX 10k Powerbank recht groß für Ihre Kapazität von 10000mAh. Dies überrascht aber auch nicht.

Sämtliche Powerbanks mit einem eigebauten QI Ladpad sind immer etwas größer als vergleichbare normale Powerbanks. Es wird hier einfach zusätzliche Elektronik gebraucht, welche etwas Platz frisst.

Mit 10000mAh Kapazität, laut Hersteller, bietet die YOOLOX 10k Powerbank aber auch eine solide Kapazität. Die meisten modernen Smartphones werden sich an dieser ca. 3x aufladen lassen, was selbst für kleinere Ausflüge mehr als ausreichend ist.

Lob muss ich YOOLOX für das Gehäuse der Powerbank entgegenbringen. Zwar bin ich kein großer Fan von dem Softtouch Kunststoff, welcher schnell Fingerabdrücke und Schmutz zeigt, aber was die Massivität und Stabilität angeht, ist die YOOLOX 10k Powerbank geradezu herausragend!

Die Powerbank knartzt selbst unter Druck nicht, genau so wenig lassen sich die Seiten eindrücken, klasse!

Wie steht es aber um die Anschlüsse?

Starten wir hier beim Feature, welches der YOOLOX 10k ihre Daseinsberechtigung gibt, das kabellose Ladepad.

Dieses ist auf der Oberseite integriert und besitzt die Standard Leistung von 5V 1A, also 5W. Warum nur 5W, wenn es doch auch 7,5W und 10W kabellose Ladepads gibt? Hier gibt es mehrere potenzielle Gründe. Der offensichtlichste wäre ganz klar die Wärmeentwicklung. Ein 10W Ladepad produziert die doppelte Wärme wie ein 5W Ladepad und wenn Akkuzellen etwas nicht mögen dann Wärme.

Ich nehme an es hat aber auch etwas mit der internen Elektronik zu tun. Die meisten QI Ladepads mit 10W nutzen einen 9V/2A Eingang. Es müsste also in die Powerbank noch zusätzliche Spannungswandler integriert werden, welche Platz und Effizienz rauben. Ein 5W Qi Ladepad hingegen lässt sich einfach über einen normalen „internen“ USB Port versorgen. Aber wie gesagt dies ist nur meine Vermutung.

Etwas Einmaliges sind die kleinen Saugnäpfe oberhalb des Qi Ladepads. Das Abrutschen von Smartphones vom Ladepad ist immer ein Problem, nicht so hier. Denn wenn alle kabellos ladbaren Smartphones eins gemeinsam haben, dann die Glasrückseite.

Die Powerbank „klebt“ sich hier regelrecht an Euer Smartphone, ein abrutschen ist unmöglich. Die meisten Smartphones werden sogar so gut gehalten, dass sie kopfüber an der Powerbank hängen bleiben.

Sollte Ihr Euer Smartphone nicht kabellos laden wollen, stehen Euch zwei weitere Ports zur Verfügung. Hierbei handelt es sich zunächst um einen USB Ausgang, welcher Quick Charge 3.0 unterstützt!

Der USB Port kann also 5V/3A, 9V/2A oder 12V/1,5A ausgeben, um Euer Smartphone schnell zu laden.

Der zweite Ausgang ist ein USB C Port. Dieser ist mit 5V/2,4A bzw. 12V/1,5A beschriftet. Der Hersteller gibt an das es sich hier um Power Delivery 3.0 handelt, allerdings kann ich schon einmal so viel sagen der USB C Port ist etwas mysteriös. Dazu aber dann später mehr.

Der USB C Port kann wie so oft üblich auch als Eingang verwendet werden. Hier kann dieser laut Hersteller 5V/2A oder 9V/1,8A aufnehmen. Neben dem USB C Port ist auch ein microUSB Port vorhanden.

Ihr habt also die Wahl, was Euch besser passt. Der microUSB Eingang unterstützt im übrigen Quick Charge 3.0!

Neben den ganzen Anschlüssen verfügt die Powerbank auch über gleich sechs Status LEDs. Vier für die verbliebene Restladung, zwei für den Status des kabellosen Ladens.

 

Wie testet techtest.org?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbanks bis sie sich von alleine abschalteten oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt. Daraufhin wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen. So erreiche ich gut reproduzierbare Ergebnisse.

Das gemessene Ergebnis in Wh rechne ich in mAh @3,7V um, da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V (teilweise auch 3,6V) bezieht. Es wäre zwar genauer mit der Wh Angabe zu rechnen, aber für eine bessere Vergleichbarkeit bleibe ich beim mAh.

Zudem teste ich die Powerbanks an diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Zum Messen der Ladegeschwindigkeit nutze ich diverse Messgeräte. Achtung! Einige der günstigeren USB Multimeter können die Ladegeschwindigkeit verfälschen.

Für die Ladetests verwende ich zudem „standardisierte“ Ladekabel. Das verwendete Ladekabel hat durchaus einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit von Smartphones! Mehr zu dem Thema hier.

Für microUSB nutze ich ein Anker Powerline+ Kabel, für Apple Lightning das originale Apple Kabel und für USB C das Kabel von AUKEY. Dies sind nicht zwingend die „besten“ Kabel für die maximale Ladegeschwindigkeit, gerade das Apple Lightning Kabel ist eher mittelmäßig, aber so haben alle Powerbanks gleiche Bedingungen. Hier meine Tipps für die aktuell besten Ladekabel: Die besten Smartphone Ladekabel, welche sind empfehlenswert?

Weitere interessante Artikel:

 

Messwerte, Kapazität 

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. YOOLOX verspricht hier 10000mAh, messen konnte ich 9574mAh @3,7V bzw. 35,427Wh.

Dies entspricht satten 96% der Herstellerangabe, ein absolut beeindruckender Wert! Die Herstellerangabe bezieht sich nicht auf die nutzbare Kapazität, sondern auf die Kapazität der im inneren verbauten Lithium Zellen, welche von Herstellern wie Sony, Samsung, LG, Panasonic usw. stammen.

Diese Zellen haben allerdings eine Nominalspannung von 3,7V. Diese 3,7V müssen auf 5V oder sogar 9V/12V angehoben werden, was Effizienz raubt.

Gute normale Powerbanks erreichen hier in der Regel 80-90% echte Kapazität. 90%+ ist eher selten. Die hier erreichten 96% deuten glatt eher darauf hin, dass YOOLOX im Inneren größere Akkuzellen verbaut als angibt. Daumen hoch dafür!

 

Messwerte, Ladetempo der YOOLOX Powerbank

Kommen wir zu den Anschlüssen. Hier hatte mich der USB C Port zunächst ein gutes Stück verwirrt. Der USB C Port kann laut Hersteller 5V/2,4A und 12V/1,5A liefern und das mithilfe des USB Power Delivery Standards.

Dies ist allerdings eine sehr ungewöhnliche Angabe. Ich nehme an es war auf der Powerbank nicht genug Platz für mehr Text. Nach meinen Tests gehe ich davon aus, dass der USB C Port 5V/3A, 9V/2A oder 12V/1,5A liefert.

Hier gibt es allerdings eine Besonderheit. Mein USB Power Delivery Sniffer konnte bei der YOOLOX 10k Powerbank kein Power Delivery Signal feststellen?! Damit USB Power Delivery funktioniert, muss es eine gewisse Kommunikation zwischen der Powerbank und dem angeschlossenen Gerät geben. Ein Power Delivery Sniffer kann diese Kommunikation ausführen um „künstlich“ eine höhere Spannung anzufragen oder Informationen auszulesen.

Also hat die YOOLOX 10k gar kein Power Delivery?! Doch! Allerdings scheint der Hersteller ein paar Modifikationen vorgenommen zu haben, womit mein Sniffer anscheinend nicht klarkommt.

Was für Modifikationen? Die Powerbank kann nur die höhere Leistung via USB C ausgeben, wenn das kabellose Ladepad auf der Oberseite abgeschaltet ist!

Ist das QI Ladepad aktiv wird der USB C Port auf ca. 5V/2A gedrosselt. Da das QI Pad nach dem Einschalten ca. 10 Sekunden automatisch aktiv ist, dauert es auch eine Weile bis angeschlossene Geräte „hochschalten“, was mich auch anfangs etwas verwirrt hat.

Für Euch als Nutzer ist dies erst einmal nicht wichtig, wichtig ist nur zu wissen, dass USB Power Delivery abgeschaltet ist, wenn das QI Ladepad genutzt wird. Selbiges gilt auch für Quick Charge 3.0! Auch dieser Port ist bei gleichzeitiger Nutzung des QI Pads auf 5V/2A gedrosselt.

Wichtig! Nutzt Ihr das QI Pad oder aktiviert dieses von Hand, kann es passieren, dass einzelne Geräte nicht hochschalten wenn dieses wieder ausgeht! Dies ist mir beim Quick Charge 3.0 Port in Kombination mit dem BQ Aquaris X2 Pro aufgefallen. Schleißt Ihr dieses an, während das QI Ladepad aktiv oder im Standby ist, lädt das Smartphone mit 5V 2,xxA. Erst bei einer Neuverbindung wird Quick Charge aktiv.

Kommen wir damit auch zu meinen Testgeräten. Folgende Geräte habe ich an der YOOLOX 10k Powerbank getestet:

  • Apple iPhone Xs Max
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple MacBook Pro 13 Late 2016
  • Samsung Galaxy Note 9
  • Google Pixel 2 XL
  • Nintendo Switch
  • BQ Aquaris X2 Pro

Ganz blöd gesagt alle getesteten Geräte funktionierten problemlos an der YOOLOX 10k Powerbank! Dabei war es auch möglich alle Geräte mit der Powerbank schnell zu laden!

Das Google Pixel 2 XL erreichte am USB C Port 9V 1,81A, das Samsung Galaxy Note 9 erreichte am USB C Port 5V 2,89A, das Apple iPad Pro erreichte am USB C Port 12V 1,45A usw.

Aufgrund des Note 9 welches am USB C Port 5V 2,89A erreichte war auch die 5V/2,4A vom Hersteller als falsch bestätigt. Wie meist schafft der USB C Port 5V/3A, keine Ahnung warum der Hersteller mit weniger wirbt.

Am Quick Charge 3.0 Port konnte erst einmal nur das Note 9 mit 9V 1,56A und das BQ Aquaris X2 Pro mit 5.4V 2,154A schnellladen. Google Pixel und Co. erreichten am Quick Charge Port nur ein normales Ladetempo, was auch nicht überrascht da diese Geräte auch kein Quick Charge unterstützen.

Der Quick Charge Port ist im übrigen Apple optimiert! Also iPad und iPhone laden an diesem Port auch flott, aber natürlich nicht so flott wie am USB C Power Delivery Port (mit dem passenden USB C auf Lightning Kabel).

Ihr könnt sogar ein Apple MacBook Pro an der Powerbank laden, aber nur mit rund 16-18W, was reicht um bei einer Office Nutzung gegenzuladen, aber für das MacBook gibt es bessere Powerbanks. Dennoch klasse, dass es überhaupt geht.

Wie steht es um das QI LadePad? Dieses bietet mit 5V/1A ein Standard Ladetempo. Ganz klar gesagt, ich würde Euch keine portable Nutzung des QI Ladepads empfehlen!

Zum einen ist dieses deutlich langsamer als die kabelgebundenen Verbindungen, zum anderen ist es ineffizienter! Ihr verliert ca. 15-25% mehr Leistung durch das Aufladen, als würdet Ihr ein Kabel nutzen.

Unterwegs wo es nur eine beschränkte Menge Energie gibt, ist dies unschön.

Warum dann überhaupt das Qi-Ladepad nutzen? @Home ist das Zauberwort! Das QI Ladepad funktioniert auch dann, wenn Ihr die Powerbank am Strom hängen habt.

Ihr könnt die Powerbank zu Hause also einfach als QI Ladepad nutzen. Sollte mal Euer Smartphone nicht voll sein und Ihr braucht unterwegs Leistung, dann nehmt das „Ladepad“ einfach mit.

So habt Ihr zu Hause ein kabelloses Ladepad und eine immer volle Powerbank.

 

Wie lange dauert das Aufladen der YOOLOX 10k Powerbank?

Ist nun die Powerbank leer, habt Ihr vier Möglichkeiten diese wiederaufzuladen, an einem USB PD Ladegerät, an einem Quick Charge Ladegerät, normal via USB C oder microUSB.

Das Aufladen der YOOLOX 10k geht recht flott, gerade via USB Power Delivery (ca. 4h) oder Quick(ca. 4h)  Charge, über welche rund 13-16W Leistungsaufnahme erreicht werden.

Habt Ihr kein solches Ladegerät ist es ziemlich egal welchen Port Ihr nutzt, grundsätzlich ist der USB C Eingang und microUSB Eingang gleich schnell (ca.6,5h) .

 

Fazit

Die Einstiegsfrage war ob die YOOLOX 10k* ihren durchaus gehoben Preis gerecht wird. Diese Frage kann ich nach dem Test mit einem ja beantworten!

Die Kombination aus USB Power Delivery + Quick Charge 3.0 + kabelloses Laden ist in solch einer Powerbank einfach beeindruckend!

So ziemlich jedes Smartphone auf dem Markt lässt sich von der YOOLOX 10k schnellladen, egal ob Apple, Samsung, LG usw.

Auch was die Eingänge betrifft, bietet Euch die YOOLOX 10k mit microUSB und USB C eine hohe Flexibilität. Beide Eingänge unterstützen das Schnellladen und Ihr könnt einfach den Port wählen welcher für Euch komfortabler ist.

Wovon ich zugegeben nicht der aller größte Fan bin ist von dem kabellosen Aufladen on the Go, gerade was die Effizienz angeht. Damit steht die YOOLOX 10k allerdings nicht alleine da.

Immerhin aufgrund der Saugnäpfe ist die YOOLOX 10k deutlich besser gerüstet für das mobile kabellose Laden als viele andere Powerbanks. Zudem könnt Ihr die YOOLOX 10k zu Hause einfach als Qi Ladepad nutzen.

Kurzum, die YOOLOX 10k ist eine der multifunktionalsten Powerbanks die mir seit langem begegnet ist! Daher ist auch der Preis von rund 60€ für den sehr hohen Funktionsumfang voll gerechtfertigt!

YOOLOX 10k
Angegebene Kapazität 10000mAh
Preis
Erreichte Kapazität 9574mAh @3,7V bzw. 35,427Wh
Erreichte Kapazität in % 96%
LED Taschenlampe
Wiederaufladegeschwindigkeit 14W via USB PD
Geteste Geräte
Apple iPhone Xs ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Samsung Galaxy Note 9 ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Apple iPad Pro ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Google Pixel 2 XL ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Huawei Mate 10 Pro ++ (Schnellladen wird unterstützt)
Nintendo Switch ++
Apple MacBook Pro late 2016 +
Kapazität 96%
Verarbeitung 90%
Ladegeschwindigkeit 98%
Anschlüsse und Sonstige Features 95%
Lieferumfang und Verpackung 90%
Preis / Leistung ★★★★
Testergebnis ★★★★★

Das Huawei Mate 20 Pro im Test, DAS Smartphone 2018

Das Huawei Mate 20 Pro ist das meist gehypte Smartphone im Herbst/Winter 2018. Dabei bekommt dieses massenhaft Lob, es wäre das Innovativste und tollste Smartphone aller Zeiten.

Und ja auf dem Papier stimmt dies absolut! Hier kann das Mate 20 Pro die komplette Android Konkurrenz teils deutlich abhängen.

Aber die Praxis ist oftmals etwas völlig anderes! Alle positiven Reviews stammen von Huawei Partnern die das Smartphone vor dem offiziellen Verkaufsstart erhalten haben oder sogar auf Huaweis kosten zum Launch Event nach London geladen waren.

Hat sich hier Huawei die Gunst der Presse erkauft? Vielleicht, vielleicht ist aber das Huawei Mate 20 Pro auch einfach nur ein absolutes Top Smartphone!

Da ich nun endlich mein Mate 20 Pro zum offiziellen Marktstart erhalten habe (selbst gekauft), wollen wir dies doch einmal im Test herausfinden!

Wie gut ist das Huawei Mate 20 Pro wirklich?

 

Technische Daten

  • Huawei Mate 20 Pro
  • 6.39 Zoll AMOLED Display mit 3120×1440 Pixel
  • 40 Megapixel F1.8 Hauptkamera
  • 20 Megapixel F2.2 Weitwinkel Kamera
  • 8 Megapixel F2.4 Zoom Kamera
  • 24 Megapixel Front Kamera
  • HiSilicon Kirin 980
  • 6GB RAM
  • 128GB Speicher
  • 4200mh Akku

Das Huawei Mate 20 Pro im Test

Das Mate 20 Pro ist ein 2018er Flaggschiff Smartphone, also setzt Huawei natürlich auf viel Glas beim Äußeren, wie es aktuell alle Hersteller machen.

Allerdings hebt sich das Mate 20 Pro trotz seiner Glasrückseite und Metallrahmen ein gutes Stück von der Masse und auch früheren Huawei Smartphones ab. Hier gibt es drei wichtige Punkte.

Zum einen nutzt Huawei gebogenes Glas auf der Front und Rückseite. Mit gebogen meine ich nicht nur leicht abgerundet, wie es viele Hersteller machen, sondern wirklich um die Ecken gebogen.

Dies sieht natürlich extrem schick und auch edel aus, hat aber auch den Nachteil, dass es keine guten Displayschützer für das Mate 20 Pro gibt und das dieses recht empfindlich anmutet. Ein iPhone Xs Max oder auch ein Samsung Galaxy Note 9 machen doch noch einen etwas robusteren Eindruck als das Mate 20 Pro.

Zudem ist das Mate 20 Pro je nach Farbe recht rutschig. „Je nach Farbe?“ Das Mate 20 Pro ist in drei Farben verfügbar Schwarz, Blau und Twilight.

Twilight ist ein extrem cooler und auffälliger metallicblau zu schwarz Farbverlauf. Im Gegensatz zu Twilight setzten die beiden anderen Farben allerdings auf eine etwas mattere Glas Textur, welche den Gripp verbessert und Fingerabdrücke verbirgt.

Twilight hingegen ist ein Fingerabdruck- Magnet!

Ein weiteres wichtiges Designmerkmal des Mate 20 Pro ist das Kameramodul. Dieses viereckige Modul ist mittig auf der Rückseite angebracht und besteht aus vier Elementen. Drei Kameras und einem LED Blitz.

Daumen hoch dafür, dass Huawei hier etwas eigenes gemacht hat!

Was die Verarbeitung und Haptik angeht ist das Mate 20 Pro ganz klar auf einem spitzen Level! Hier steht Huawei mittlerweile Samsung oder Apple nichts nach. Das Mate 20 Pro sieht aus wie ein premium Smartphone und fühlt sich auch so an.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das große 6,39 Zoll Display, eine Kamera und eine Ohrmuschel. Das Display verfügt wie aktuell üblich über eine Notch, welche mich allerdings im Alltag 0 gestört hat.

Der Einschalter ist gemeinsam mit der Lautstärkewippe auf der üblichen rechten Position angebracht. Einen Kopfhöreranschluss sucht Ihr leider am Mate 20 Pro vergebens, genau wie einen Haupt-Lautsprecher. Letzterer ist allerdings nur versteckt und nutzt den USB C Port auf der Unterseite als Auslass.

Auf der Rückseite findet sich nur das große Kameramodul mit seinen drei Sensoren und LED Blitz. Der Fingerabdruckscanner ist beim Mate 20 Pro unter dem Display versteckt!

Damit ist das Mate das erste „große“ Smartphone welches diese Technologie nutzt.

 

Display

Huawei setzt beim Mate 20 Pro auf ein 6,39 Zoll AMOLED Panel mit 3120×1440 Pixeln Auflösung. Dies ließt sich auf dem Papier schon sehr gut!

Praktisch sieht das Display des Mate 20 Pro auch sehr gut aus! Farben sind klar und angenehm satt, aber auch nicht übersättigt. Huawei verfolgt hier einen eher natürlichen Ansatz. Der Kontrast ist natürlich, wie bei einem AMOLED Panel üblich, perfekt und die maximale Helligkeit sehr ordentlich.

Kurzum ein sehr gutes Display! Besser als das vom Note 9 oder iPhone Xs Max? Nein, aber sehr dicht dran!

 

Lautsprecher

Das Huawei Mate 20 Pro verfügt über einen Stereo- Lautsprecheraufbau. Dieses nutzt sowohl die Ohrmuschel wie auch einen Lautsprecher auf der Unterseite für die Wiedergabe von Medien.

Der Lautsprecher auf der Unterseite ist dabei interessant im USB C Port versteckt, wobei dies nicht ganz richtig ist. Der USB C Port wird einfach nur als Auslass für den Ton genutzt.

Die generelle Lautsprecherqualität des Mate 20 Pros würde ich als okay bis gut bewerten. Vor 1 ½ Jahren hätte ich die Lautsprecher des Mate noch als top eingestuft, aber alle Hersteller, ob nun Google, Apple, Samsung usw., haben dieses Jahr mächtig bei den Lautsprechern nachgebessert.

Das Mate 20 Pro klingt also vernünftig, aber deutlich schlechter als ein iPhone Xs Max und auch etwas schlechter als ein Note 9.

Die Lautsprecher sind sehr klar, aber es fehlt etwas Volumen und Tiefgang, selbst für ein Smartphone. Ich meine man hört hier, dass die Lautsprecher relativ klein sein werden. Auch die maximale Lautstärke ist eher mäßig.

Dennoch für mal einen Film abends im Bett oder Ähnliches reichen die Lautsprecher völlig aus! Aber als Webradio würde ich das Mate 20 Pro nicht nutzen wollen.

Auch sinkt die Soundqualität ein gutes Stück wenn Ihr den USB Port belegt. Kurzum an den Lautsprecher gibt es noch gut Luft nach oben.

 

Kamera

Die Kameras sind sicherlich das absolute Highlight am Mate 20 Pro! Von diesen Kameras besitzt dieses auch gleich drei Stück auf der Rückseite.

Im Gegensatz zu bisherigen Huawei Modellen handelt es sich hier auch wirklich um drei nutzbare Kameras. Weg ist die schwarz/weiß Kamera, welche für die Hintergrundunschärfe und Optimierung der Aufnahmen zuständig war.

Dafür gibt es:

  • Eine 40 Megapixel F1.8 Hauptkamera
  • Eine 20 Megapixel F2.2 Weitwinkel-Kamera
  • Eine 8 Megapixel F2.4 Zoom-Kamera

Gerade für die Weitwinkel-Kamera möchte ich Huawei küssen! Von meiner Zeit mit dem LG G5 und LG G6 habe ich diese extrem zu schätzen gelernt und habe sehr gehofft, dass Huawei mit einer guten Umsetzung punkten kann.

Sprechen wir aber erst einmal über ein paar technische Details. Die 40 Megapixel ist sicherlich die größte Besonderheit am Mate 20 Pro. Der vermutlich identische Kamerasensor kam auch bereits beim P20 Pro zum Einsatz und war dort schon etwas rätselhaft.

Alle großen Smartphones setzen auf Kamera-Sensoren von Sony. Sony bietet allerdings keinen passenden 40 Megapixel Sensor an. Es handelt sich hier also entweder um ein exklusives Modell oder Huawei hat einen anderen Zulieferer.

Der Sensor soll allerdings mit einer Größe von 1/1.7″ Punkten. Für ein Smartphone ist dies riesig!

Hier durch kann sehr viel Licht eingefangen werden. Zudem werden die 40 Megapixel in der Standard Einstellung zu 10 Megapixel heruntergerechnet, was rauschfreiere und hellere Aufnahmen erzeugen soll.

Starten wir auch mit der 10 vs. 40 Frage. Ihr könnt beim Mate 20 Pro zwischen 10 Megapixeln Bildern und 40 Megapixel Aufnahmen entscheiden.

Hier klingt die Entscheidung im ersten Moment, wenn man nur die Bildqualität betrachtet, natürlich sehr einfach, praktisch ist das aber nicht der Fall. Die 10 Megapixel Bilder sind nicht einfach nur eine herunterskalierte Version der 40 Megapixel Aufnahmen, sondern werden speziell nachbearbeitet.

Die 10 Megapixel Bilder wirken sehr oft schärfer und konturreicher als die 40 Megapixel Bilder. Zoomt man allerdings in die Aufnahmen hinein (nachträglich) sind die 40 Megapixel Bilder doch ein Stück schärfer.

Die 10 Megapixel Aufnahmen werden also via Software stark nachgeschärft, die 40 Megapixel Bilder nicht!

Dennoch ist der Unterschied nicht ansatzweise so groß wie man dies bei 40 gegen 10 Megapixeln denken könnte.

Was Farben, Belichtung usw. angeht konnte ich keine nennenswerten Unterschiede ausmachen. Im Low Light wirken die 10 Megapixel Bilder tendenziell etwas rauschärmer und schärfer, aber dies auch nicht signifikant.

Im extrem Low Light sind die 10 Megapixel Bilder etwas heller, allerdings die 40 Megapixel Bilder fast etwas atmosphärischer.

Huawei empfiehlt die 10 Megapixel Bilder, dieser Empfehlung würde ich auch im Normalfall nachkommen. Plant Ihr allerdings ein Bild groß auszudrucken oder Ähnliches schaltet auf 40 Megapixel um.

Ich würde sogar dauerhaft in 40 Megapixel fotografieren, gäbe es hier nicht Software- Einschränkungen. Es ist im 40 Megapixel Modus nicht möglich zu zoomen. Ebenso ist es nicht möglich zwischen den unterschiedlichen Kameramodulen umzuschalten, was ein No Go ist.

Ich hoffe dies ändert Huawei noch via Update.

Kommen wir damit auch zu den Testbildern der Hauptkamera. Ich habe mich entschiede diese ausschließlich im 10 Megapixel Modus zu machen und hochzuladen.

Bei genug Licht produzieren alle High End Smartphones gute und scharfe Bilder. Meist gibt es nur Unterschiede was den Bildstyle angeht.

Einige Smartphones produzieren sehr gleichmäßig ausgeleuchtete und helle Bilder (iPhone Xs) andere recht helle und bunte Bilder (Note 9) und einige eher natürliche und kontrastreichere Aufnahmen (Pixel).

[spoiler title=’Vergleichsbilder Huawei Mate 20 Pro, Google Pixel 3 XL, Google Pixel 2 XL, Samsung Galaxy Note 9, iPhone Xs Max‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Mate 20 Pro
Note 9
Pixel 3 XL
iPhone Xs
Maste 20 Pro
Note 9
Pixel 3 XL
iPhone Xs
Mate 20 Pro
Note 9
Pixel 2 XL
iPhone Xs
Mate 20 Pro
Note 9
Pixel 2 XL
iPhone Xs
Mate 20 Pro
Note 9
Pixel 2 XL
iPhone Xs
Mate 20 Pro
Note 9
iPhone Xs
Pixel 2 XL
Mate 20 Pro
Note 9
Pixel 3 XL
iPhone Xs

[/spoiler]

Das Huawei Mate 20 Pro geht vom Bildstyle meist in die Richtung Google Pixel. Es produziert also sehr natürliche und vor allem sehr kontraststarke Aufnahmen.

Dabei scheint das Mate 20 Pro erst einmal sehr wenig „HDR“ Post Processing vorzunehmen, was Bilder deutlich natürlicher und „echter“ erscheinen lässt als beispielsweise beim iPhone Xs. Auch was die Farben angeht, ist das Mate 20 Pro von allen High End Smartphones das konservativste.

Die Dynamik in den Aufnahmen ist gut, aber erneut verglichen mit Pixel und iPhone auch nicht spektakulär.

Bilder des Mate 20 Pros sind als unauffällig gut bei Tag zu bezeichnen, zumindest meist. Dies kann sich aber massiv ändern wenn die KI ins Spiel kommt. Diese soll bis zu 1.500 Szenarien erkennen.

Die Erkennung ist Semi-Zuverlässig. Oftmals wird nichts erkannt und dann ganz plötzlich werden Kleinigkeiten korrekt erkannt, wie fallendes Laub usw. Auch Essen wird unheimlich zuverlässig erkannt.

Je nachdem was erkannt wird verändert das Smartphone seine Einstellungen. Oftmals zum Positiven, aber nicht immer. Teilweise wirken Fotos die durch die KI erkannt werden sehr gut, teils aber auch extrem künstlich.

Leider fehlt mir hier ein wenig die „Zuverlässigkeit“. Man weiß beim Mate 20 Pro nie was man nun genau bekommt, ein buntes Bild, ein mattes Bild, stark nachbearbeitet, schwach nachbearbeitet usw.

Das Google Pixel arbeitet auch mit KI, aber hier sind die Resultate deutlich konstanter. Beim Mate 20 Pro könnte man beim späteren Betrachten denken man hat fünf verschiedene Smartphones genutzt.

Wie steht es aber ums Low Light?

Im Low Light blüht das Mate 20 Pro regelrecht auf! Dieses macht qualitativ sehr gute Aufnahmen. Diese sind zwar etwas sehr nachgeschärft, aber das Rauschverhalten ist hervorragend und die Detailwiedergabe sehr gut.

Was den Bildstyle angeht, gibt es aber Auffälligkeiten. Das Mate 20 Pro versucht immer sehr helle Aufnahmen zu erreichen. Teils hatte ich Aufnahmen im „Zwielicht“ die wie beim Tag gemacht aussahen.

Zum Vergleich Bilder bei Dunkelheit mit dem Google Pixel 2 sind auch Bilder bei Dunkelheit. Hier kommt es etwas darauf an was Ihr lieber wollt, hellere Aufnahmen mit vielen Details, oder eine echte Repräsentation der Wirklichkeit. Ersteres bekommt Ihr beim Mate 20 Pro. Teils gefielen mir aber die Bilder des Pixel 2, trotz objektiv schlechterer Qualität, besser da hier die Stimmung besser eingefangen wurde.

Dennoch ist die neutral betrachtet das Mate 20 Pro eins, wenn nicht sogar das stärkste Low Light Smartphone aktuell!

Etwas nervig ist nur die andauernde Einblendung „Smartphone bitte ruhig halten“. Diese kommt oft nicht nur bei Nacht, sondern auch bei Sonnenlicht usw.

Kommen wir zu der Weitwinkelkamera. Weitwinkel Kameras bei Smartphones sind eine tolle Sache! Allerdings diese gut hinzubekommen ist anscheinend sehr problematisch. LG hat mehrere Generationen gebraucht um die Qualität auf ein solides Level zu bekommen, Hersteller wie ASUS oder Gigaset haben dies hingegen gar nicht geschafft.

Aber wirklich Bilder auf dem Level einer Hauptkamera schafft keiner mit Weitwinkel Kamera, bisher!

Huawei hat mich hier sehr positiv überrascht! Die Weitwinkelkamera liefert selbst bei suboptimalen Lichtbedingungen noch gute Bilder. Wobei gut nicht richtig ist, ich würde sogar sagen sehr gute Bilder!

Schärfe, Farben und auch die Dynamik passt! Huawei ist einer der wenigen Hersteller, der verstanden hat, dass eine Weitwinkelkamera mehr Auflösung braucht um bei einem weiteren Bild noch feinere Details zeichnen zu können. Die 20 Megapixel tun der Weitwinkel Kamera sehr gut.

Zwar fällt die Bildschärfe am Rand etwas ab, aber generell ist diese auf einem hohen Level. Auch Farben und Kontraste sind nicht schlechter als bei einer normalen Smartphone Kamera.

Die Weitwinkel Kamera des Mate 20 Pro ist absolut stimmig! Bei anderen Herstellern war die Weitwinkel Kamera zwar immer nett, aber man sah doch, dass das Bild Qualität 1-2 Stufen schlechter war als sie eigentlich sein sollte.

Man musste sich also zwischen hoher Qualität und tollem Blickwinkel entscheiden, dies muss man beim Mate 20 Pro nicht! Erst im Super Low Light bricht die Weitwinkel Kamera etwas weg, aber das ist absolut zu verzeihen.

Den einzige Kritikpunkt den ich habe, ist die Belichtung. Die Weitwinkelkamera produziert oft deutlich sichtbar hellere Aufnahmen als die Hauptkamera. Dies stört mich nicht, ich mag etwas hellere Bilder, wirkt aber komisch wenn man umschaltet und plötzlich die Bilder alle heller sind.

Dies kann Huawei aber sicher per Updates noch etwas optimieren.

Huawei wirbt beim Mate 20 Pro mit einem super Makro Modus, welcher allerdings etwas getrickst ist. Geht Ihr extrem nah an ein Objekt heran taucht die Meldung Super Makro auf und das Smartphone schaltet heimlich auf eine leicht gezoomte Version der Weitwinkelkamera um.

An sich nichts Schlimmes, bedenkt dies aber im Low Light.

Die 8 Megapixel Zoom Kamera mit f2.4 Blende wirkt auf dem Papier sicherlich wie das schwächste Glied in der Kette. Allerdings macht die Kamera einen erstaunlich guten Job! Die etwas geringere Auflösung fällt in der Praxis kaum bis gar nicht auf.

Natürlich ist die Qualität der Zoom Kamera etwas niedriger als die der Hauptkamera, aber weiterhin ausreichend gut. Wenn nicht sogar besser als bei den meisten Dual Kamera Smartphones. Gerade die Bildstabilisierung hat mich extrem positiv überrascht!

Hierdurch sind selbst Aufnahmen bei suboptimalen Lichtbedingungen recht sauber.

Kurzum das Huawei Mate 20 Pro bietet eine herausragende Flexibilität was seine Kameramodule angeht. Die Weitwinkelkamera und die Zoomkamera machen unheimlich viel Spaß zu nutzen und bieten zudem eine sehr gute Qualität! Gerade die Weitwinkelkamera ist mehr als nur ein Gimmick! Selbst bei suboptimalen Lichtbedingungen sind die Fotos mehr als nur brauchbar!

Die Hauptkamera hingegen kann ganz oben mitspielen was die Bildqualität angeht. Ich will zwar nicht sagen, dass diese besser ist als die Kamera eines Google Pixel 2, iPhone Xs, aber sie liegt unterm Strich gleich auf.

Gerade im Low Light kann diese sogar ein Google Pixel überbieten. Wo ich noch etwas Potenzial sehe, ist bei der Stabilität der Bildqualität. Oft liefert das Mate 20 Pro herausragende Bilder, manchmal aber sind die Bilder aber auch einfach nur schlechter als die der Konkurrenz. Ein Google Pixel 2 XL oder iPhone Xs Max liefert hier eine zuverlässigere gleichbleibendere Performance.

Dennoch unterm Strich die Kombination aus top Hauptkamera + top Weitwinkel + top Zoomkamera kann kein anderes Modell aktuell schlagen.

 

Benchmarks und Leistung

Im Huawei Mate 20 Pro arbeitet Huaweis eigener HiSilicon Kirin 980 SoC. Hierbei handelt es sich um einen 8 Kern Chip, welcher wie üblich auf einem 4+4 Design basiert. Dieser besitzt also vier Cortex-A76 Kerne welche mit 2,6GHz Takten und vier kleinere Cortex-A55 Kerne, welche bis zu 1,8Ghz erreichen.

Huawei ist hier zurecht sehr stolz der erste Android Hersteller zu sein, welcher auf einen 7nm SoC setzt. Eine kleinere Strukturbreite bedeutet in der Regel eine bessere Energieeffizienz und bessere Temperaturen.

Hierdurch ist es im Gegenzug möglich die Leistung weiter nach oben zu schrauben.

Um die Leistung des Huawei Mate 20 Pro besser einschätzen zu können, schauen wir uns doch einmal ein paar Benchmarks an.

Ja der HiSilicon Kirin 980 im Mate 20 Pro ist der aktuell schnellste SoC, auf der Android Seite. Im Antutu Benchmark kann das Mate 20 Pro sogar das OnePlus 6 knapp schlagen und andere Snapdragon 845 Smartphones teils deutlich.

Vom iPhone Xs Max wird das Mate 20 Pro allerdings in allen Benchmarks teils noch deutlich abgehängt. Gerade in grafikintensiven Benchmarks wird der HiSilicon Kirin 980 vom Apple A12 teils regelrecht deklassiert. Wobei der Vergleich IOS vs. Android immer schwierig ist.

Allerdings fällt schon auf, dass der Kirin 980 auf der CPU Seite stärker ist als auf der Grafikseite. Bei Grafik intensiven Tests muss der Kirin 980 sich dem aktuellen Snapdragon 845 knapp geschlagen geben. Bei CPU intensiven Tests ist der Kirin 980 hingegen ein gutes Stück flotter als der Snapdragon 845.

Unterm Strich kann man jedoch durchaus sagen, dass der Kirin der aktuell schnellste Smartphone SoC ist, abseits Apples Chip.

 

Im Alltag

Bei der Hardware Power sollte es nicht überraschen, dass das Mate 20 Pro im Alltag sehr gut läuft. Sowohl die Benutzeroberfläche wie auch Apps laufen absolut flüssig und schnell.

Selbst bei intensiveren 3D Spielen konnte ich beim Mate 20 Pro kein Ruckeln oder Stottern wahrnehmen. Auch das Laden von großen Apps geht sehr flott.

Kurzum was die Performance angeht, ist das Mate 20 pro auch in der Praxis das so ziemlich schnellste Android Smartphone auf dem Markt.

Ist hier ein großer Unterscheid zu den Snapdragon 845 Modellen zu merken? Nein. Beispielsweise ein OnePlus 6 fühlt sich teils noch etwas flotter an, aufgrund einer anscheinend höheren Geschwindigkeit mit der Animationen wiedergegeben werden. Aber praktisch tun sich die 600€+ Smartphones alle nicht viel was die Alltagsperformance angeht.

Lob muss ich aber für das sehr gute verbaute WLAN und LTE Modul aussprechen! Beides ist, was das Tempo angeht, in der absoluten Oberklasse und auch die Reichweite gehört zu den besten die ich bisher gesehen habe.

Gerade verglichen mit dem iPhone Xs ist das Mate 20 Pro doch ein gutes Stück signalstärker.

Huawei hat beim Mate 20 Pro auf einen gesonderten Fingerabdruckscanner verzichtet und diesen stattdessen unter dem Display integriert.

Fordert eine App oder generell das Smartphone Euren Fingerabdruck taucht ein Overlay auf, welches Euch die genaue Position des Scanners zeigt. Auf diese Markierung müsst Ihr Euren Finger mit einem gewissen Druck auflegen.

Gerade Letzteres war etwas ungewohnt. Was die Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit angeht, ist das Bild durchwachsen. Ich will nicht sagen, dass der Fingerabdruckscanner schlecht ist, das ist nicht der Fall, aber er ist ganz klar 1-2 Generationen hinter den normalen Fingerabdruckscannern die Huawei sonst nutze.

Das Smartphone benötigt schon eine kurze Bedenkzeit nach dem Auflegen. Die Erkennungsrate beim ersten Versuch würde ich bei guten 90% ansetzen.

In der Praxis müsst Ihr Euch allerdings nicht nur auf den Fingerabdruckscanner verlassen. Das Mate 20 Pro bringt auch eine sehr gute und recht genaue Gesichtserkennung mit.

Diese hat bei mir ausgesprochen zuverlässig funktioniert. So zuverlässig und schnell, dass ich das Smartphone fast nie mit meinem Finger entsperren musste.

Zum Abschluss aber noch ein Kritikpunkt. In der Twilight Version ist das Mate 20 Pro unheimlich rutschig! Deutlich rutschiger als ein Note 9 oder iPhone Xs! Dies in Kombination mit den sehr schmalen Rahmen macht das Tippen auf dem Smartphone etwas unangenehm.

Bei der Tastatur liegen viele Tasten sehr weit außen, wodurch ich meine Finger beim Tippen etwas verrenken muss. Wenn man dann keinen guten halt hat weil das Smartphone in der Hand rutscht, ist dies doch etwas unglücklich. Ich sehe hier viele potenzielle Unfälle.

Ich für meinen Teil werde eine Hülle um das Mate 20 Pro machen, für einen besseren Gripp und etwas mehr Abstand zu den Rändern.

Auch bin ich nicht der größte Fan vom EMUI. EMUI ist unheimlich aggressiv was das Beenden von Hintergrund Apps angeht. Habt Ihr also irgendwas was im Hintergrund Eure Fotos hochlädt, Geo Locating usw. ist dies oftmals etwas problematisch!

Man muss hier in den Einstellungen die Apps manuell „freigeben“ und selbst dann ist der Energiesparmodus sehr aggressiv verglichen mit Samsung Google und Co.

 

Künstliche Intelligenz und ähnliches Gedöns

Gefühlt jeder zweite Satz bei Huaweis Smartphones hat irgendwas mit einer tollen KI und Machine Learning zu tun.

Ob nun „KI-Kameraassistent für automatische Szenen- und Objekterkennung“ oder „Der weltweit erste 7-nm-Mobile-KI-Chipsatz“, „Einer der DUAL-NPU bietet umfangreiche KI-Datenverarbeitung“ „Eine größere Batterie mit 4.200 mAh4 und intelligentem KI-Energiemanagement versorgt Ihre täglichen Arbeits- und Unterhaltungsbedürfnisse“, „Die verbesserte KI-Fotografie kann nun verschiedene Objekte und Szenen eines Fotos in 1.500 Szenarien und 25 Kategorien segmentieren.“, „Die KI-Porträtfarbe erkennt Menschen und graut den Hintergrund aus“, „In Filmsituationen mit vielen Menschen kann der KI-Video-Editor Gesichter identifizieren“, „KI Kinomodus“, „Ein einfaches Foto oder ein Tanz auf dem Schreibtisch: Scanne ein Spielzeug mit der 3-D-Depth-Sensing-Kamera, um ein KI-Livemodell zu erstellen.“.

Das ist nur das was ich alleine auf der Mate 20 Produktseite gefunden habe.

KI ist das neue „Schlagwort“ das anscheinend 2018 jeder Hersteller verwenden muss um innovativ und modern zu wirken. So wie es vor 2 Jahren VR und danach AR war.

Im Gegensatz zu VR und AR ist allerdings die KI etwas was im Hintergrund arbeitet und niemand so genau weiß was diese tut.

Gab es früher einen Energiesparmodus der nicht genutzte Apps nach 30 Minuten aus dem Speicher schob, ist es nun eine KI die „intelligent“ erkennt, wenn Ihr eine App länger nicht mehr genutzt habt. Im Hintergrund wird vermutlich bei beidem genau das Gleiche ablaufen.

Das meiste was hier als eine künstliche Intelligenz bezeichnet wird, ist in der Praxis vermutlich nur eine einfache Kette von IF Abfragen.

Damit will ich nicht sagen, dass dies alles „Lug und Trug“ ist. Aber es werden mittlerweile einfach viele Dinge als KI bezeichnet, die im engeren Sinne nichts mit einer künstlichen Intelligenz zu tun haben.

Lasst Euch also nicht zu sehr von diesem Schlagwort ködern! Dies gilt fürs Mate 20 Pro, wo ich abseits der kleinen Kamera Icons die mir sagen sollen was ich fotografiere, nie etwas von einer magischen KI mitbekommen haben, wie auch für andere Modelle.

Die gute Akku-Laufzeit des Mate 20 Pro schiebe ich beispielsweise nicht auf eine tolle KI, sondern auf die Kombination aus riesigem Akku und gut optimierter Software. Selbiges gilt für die hohe Leistung, welche vermutlich weniger an einer KI die im Hintergrund arbeitet liegt, sondern viel mehr an der hohen Rohleistung des Mate 20 Pro.

 

Akkulaufzeit

Das Huawei Mate 20 Pro verfügt über einen vergleichsweise riesigen 4200mAh starken Akku. Von allen Flaggschiff Smartphones ist dies aktuell die größte Akku-Kapazität.

Aber natürlich ist nicht nur die reine Kapazität des Akkus ausschlaggebend, sondern auch die sonstigen Komponenten und deren Energieverbrauch. Oftmals ist dies sogar noch wichtiger als die reine Kapazität.

Das Mate 20 Pro ist allerdings ein wirkliches Akku-Monster! In meinem Standard Test erreichte dieses bei einer gemischten Nutzung aus Webbrowsen, Social Media usw. satte 10 Stunden aktive Nutzungszeit! Bei einer reinen Video Wiedergabe sind sogar 11+ Stunden möglich.

Damit bietet das Mate 20 Pro eine noch höhere Akkulaufzeit als das Note 9 von Samsung oder das iPhone Xs Max.

Bei der Standby-Zeit wird das Note 9 vom Mate 20 Pro deutlich geschlagen.

Von den großen Flaggschiffen ist das Huawei Mate 20 Pro aktuell ganz klar der Akku-König, gemeinsam mit dem iPhone Xs Max (das Note 9 hat bei mir leider in der Praxis eine eher schwache Laufzeit).

Auch was das Aufladen angeht ist das Mate 20 Pro extrem Flott! Dieses braucht für den Sprung von 0 auf 70% gerade mal 30 Minuten und von 0 auf 100% eine Stunde und 30 Minuten.

Mehr Infos zum Aufladen des Mate 20 Pros hier.

 

Sonstiges

  • Speicher per proprietärer Speicherkarte erweiterbar (128GB für 69€)
  • Vibrationsmotor qualitativ „Standard“, aber von der schwächeren Sorte
  • Umgekehrtes kabelloses aufladen von anderen Geräten

 

Fazit

Das Huawei Mate 20 Pro* ist ohne Frage das spannendste und interessanteste Smartphone dieses Jahres.

Im Gegensatz zu Samsung und Apple, welche mit Ihren diesjährigen Flaggschiffen nur ein „refresh“ des letzjahres Modell auf den Markt brachten, fühlt sich das Mate 20 Pro wirklich wie eine Weiterentwicklung an.

Dies beginnt beim Design, geht über den SoC bis zur Kamera. Starten wir aber am Anfang. Zwar ist das Mate 20 Pro etwas glitschig aufgrund des abgerundeten Glases, aber es fühlt sich wie ein wahres High End Smartphone an!

So sieht dieses auch aus und das obwohl Huawei auf ein komplett einzigartiges Design setzt. Ob dieses nun positiv oder negativ überlasse ich jedem selbst. Mir gefällt das Mate 20 Pro aber sehr gut!

Ein Highlight ist auch der HiSilicon Kirin 980, welcher aktuell als der schnellste SoC in einem Android Smartphone zu bezeichnen ist. Dies spiegelt sich auch in der Praxis wieder. Das Mate 20 Pro läuft absolut tadellos, egal ob nun bei den Standard Apps oder bei High End Spielen.

Sicherlich das Merkmal des Huawei Mate 20 Pro ist aber die Kamera bzw. die Kameras. Ich will das Mate 20 Pro zwar nicht zum Kamera-König machen, aber die Bildqualität der Hauptkamera muss sich nicht hinter dem Pixel 2, iPhone Xs oder Note 9 verstecken. Die High End Modelle unterscheiden sich primär beim Bildstyle, welcher beim Mate 20 Pro eher in Richtung des Google Pixels geht (recht natürlich und kontrastreich). Im Low Light kann sich das Mate 20 Pro sogar oft an die Spitze setzen.

Mir gefallen die Aufnahmen des Mate 20 Pro im schnitt besser als die des iPhone Xs oder Note 9!

Hinzu kommt noch die sehr gute Zoom Kamera und vor allem die Weitwinkel-Kamera, welche hier qualitativ tadellos umgesetzt wurde. Gerade die Weitwinkel-Kamera ist ein großer Mehrwert und macht viel Spaß zu nutzen!

Der letzte dicke Pluspunkt das Mate 20 Pro ist die Akkulaufzeit, welche die so ziemlich beste ist in einem Android Flaggschiff Smartphone aktuell.

Auch das AMOLED Display ist sehr ordentlich, aber schlechter als beim Note 9 oder iPhone Xs Max.

Mein größter Kritikpunkt am Mate 20 Pro sind die Lautsprecher, welche nicht ansatzweise mit denen eines iPhone Xs Max oder Google Pixel 2 mithalten können. Auch, dass die Soundqualität beim Einstecken eines USB C Kabels nochmals sinkt ist etwas unglücklich.

Ich bin zwar nicht der größte Fan von Huaweis Software, aber ich würde nicht soweit gehen und diese als Negativpunkt aufführen.

Unterm Strich ist das Mate 20 Pro* also ein wirklich überzeugendes Smartphone, welches sich von der Masse sehr gut abheben kann. Man merkt hier regelrecht, dass sich Huawei deutlich mehr Mühe gegeben hat als Samsung oder Apple bei ihren Flaggschiffen. Letztere sind auf Nummer sicher gegangen, während Huawei beim Mate 20 Pro etwas riskiert hat. Dieses Risiko hat sich ganz klar ausgezahlt! Sucht Ihr das beste Android Smartphone 2018 habt Ihr dieses mit dem Mate 20 Pro gefunden, auch zu einem recht saftigen Preis von 999€.

EasyAcc Akkuhülle für das iPhone X/Xs

Dinge die man in einem Smartphone nie genug haben kann, Speicher und Akku. Was die Speicherausstattung angeht, habt Ihr bei Apple aktuell einige Optionen, sofern Ihr auch bereit seid dafür zu bezahlen.

Was denn Akku angeht gibt es weniger Auswahl Möglichkeiten. Zwar hat weder das iPhone X noch das Xs einen schlechten Akku, aber gerade bei der aktiven Nutzung verbraucht dieser sich doch recht flott.

Hier aushelfen soll eine so genannte Akkuhülle. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um eine Hülle, in der ein zusätzlicher Akku integriert ist.

Genau solch eine Hülle bietet EasyAcc für das iPhone X und Xs an. Wollen wir uns in einem Test doch einmal ansehen ob das Ganze auch etwas taugt, neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an EasyAcc für das Zurverfügungstellen der Akkuhülle!

 

Die EasyAcc Akkuhülle für das iPhone X/Xs im Test, clever und gut gemacht?

Wie bei allen Akkuhüllen trägt auch die Hülle von EasyAcc ein gutes Stück auf! Legt Ihr die Hülle Eurem iPhone X/Xs an verdoppelt sich dessen Dicke ungefähr.

Das iPhone wird also zu einem ziemlichen Brocken. Was allerdings die Breite und Höhe angeht, trägt die Akkuhülle kaum mehr auf als eine normale Hülle. Hierdurch bleibt das iPhone noch sehr gut zu bedienen und zu nutzen.

Auch ist die Hülle von vorne gesehen fast komplett unsichtbar. Allerdings nur von der Front. Dreht Ihr das iPhone ist die Hülle sofort deutlich erkennbar. Es tut zwar einerseits weh das wunderschöne iPhone in solch einen Brocken an Hülle zu packen, auf der anderen Seite bietet die Hülle einen 5000mAh Akku, welcher laut EasyAcc die Laufzeit mehr als verdoppeln soll. Praktisch wenn man mal was länger unterwegs ist.

Auch bietet die Akkuhülle von EasyAcc ein deutliches Plus an Schutz. Ein Sturz auf die Rückseite sollte selbst bei höheren Höhen kaum noch problematisch sein. Zudem wird natürlich auch der Rahmen ein Stück weit geschützt.

Für die Front legt EasyAcc erfreulicherweise einen Displayschützer bei, welcher vor allem einen Schutz vor Kratzern bietet.

Ich nehme auch an, dass das Display durch die Verlagerung des Gewichts ein Stück weit passiv geschützt wird. Mit der Hülle wird das iPhone X tendenziell eher auf die Rückseite fallen, als auf die Front.

Beim Material setz EasyAcc auf eine Mischung aus weichem TPU für den Hüllenteil und Hartplastik für die Rückseite.

Die Passform ist beim iPhone X ziemlich perfekt! Die Hülle sitzt wie angegossen. Leider ist diese hierdurch auch recht schwer wieder zu entfernen! Dies ist keine Hülle für jemanden der plant diese regelmäßig/täglich wieder zu entfernen.

Die Hülle ist ganz klar gemacht über einen längeren Zeitraum, wenn nicht sogar permanent auf dem iPhone zu bleiben.

Geladen wird die Hülle entweder kabellos, oder über den USB C Port auf der Oberseite. Letzterer kann auch als Ausgang genutzt werden. Wollt Ihr beispielsweise das Smartphone von einem Freund/Freundin mitversorgen ist dies mit einem passenden USB C Kabel kein Problem.

Das iPhone X hingegen wird kabellos über die Hülle geladen.

Auf der Rückseite befindet sich für das Einschalten der Hülle eine kleine Taste, inklusive farbiger Status LED.

 

Die Technik

EasyAcc setzt bei seiner Akkuhülle für das iPhone X auf ein anderes Prinzip als es früher Akkuhüllen gemacht haben.

Anstelle, dass die Hülle via Lightning mit dem Smartphone verbunden wird, nutzt die Akkuhülle von EasyAcc das kabellose Laden. In der Hülle befindet sich also eine Ladespule welche mit dem iPhone ausgerichtet wird.

Der Vorteil liegt auf der Hand, der Lightning Port des iPhones bleibt frei, um beispielsweise den 3,5mm Kopfhöreradapter weiterhin nutzen zu können. Auch könnt Ihr so weiterhin das iPhone normal laden

So clever wie dieser Ansatz auch ist, er hat auch Nachteile. Das kabellose Laden ist ein gutes Stück ineffizienter als das normale Aufladen.

Daher kann der 5000mAh starke Akku in der Hülle das iPhone X/Xs auch nur ca. 1,2-1,5 mal laden. Die gemessen Kapazität liegt bei 17,343Wh bzw. 4687mAh (via USB C). Auch ist das Ladetempo nicht sonderlich hoch, was aber nicht stört, da die Hülle ja eh mit dem iPhone verbunden bleibt.

Alternativ könnt Ihr auch den USB C Port auf der Oberseite nutzen. Dieser kann bis zu 2A Leistung liefern, in beide Richtungen!

Ist die Hülle und Euer Smartphone leer, könnt Ihr beides über den USB C Port laden. Alternativ kann auch die Hülle selbst kabellos geladen werden.

In der EasyAcc Akkuhülle sind also zwei Ladespulen verbaut. Allerdings dauert das kabellose Laden der Hülle und iPhone ziemlich lange! Wir reden hier über 6+ Stunden. Via USB C ist das Ganze in ca. 3,5 Stunden erledigt (1,8xA Ladestrom).

 

Fazit

Eine Akkuhülle ist immer etwas sehr Spezielles und hier ist das Modell von EasyAcc für das iPhone X/Xs keine Ausnahme. Ganz im Gegenteil!

Damit ich Euch diese Akkuhülle empfehlen kann, muss Euch die Akkulaufzeit extrem wichtig sein. So wichtig das Ihr bereit seid die Dicke Eures iPhones mehr als zu verdoppeln.

Ich denke hier an Wanderer, Camper oder vielleicht auch Bauarbeiter, die mal mehrere Tage unterwegs sind und sich nicht über irgendwelche Powerbanks, Ladekabel und den Akkustand sorgen wollen.

Was die Umsetzung solch einer Akkuhülle angeht, hat EasyAcc hier einen ziemlich perfekten Job gemacht. Dass Euer iPhone kabellos von der Hülle geladen wird ist extrem praktisch und funktioniert auch erfreulich gut. Auch dass es weiterhin möglich ist, die Hülle selbst kabellos zu laden ist ebenso klasse!

Wobei ich beim Aufladen der Hülle eher zum USB C Port raten würde, welcher auch als zweiter Ausgang genutzt werden kann, falls Ihr mal einem Kumpel mit ein wenig Ladung aushelfen wollt.

Der einzige Kritikpunkt ist der etwas straffe Sitz der Hülle und somit schwer zu entfernen. Dies ist keine Hülle, die man täglich wieder ablegen möchte.Dennoch, sucht Ihr eine Akkuhülle für Euer iPhone X/Xs, dann hat EasyAcc hier ein überzeugendes Produkt!

Das Blink XT System im Test, einfaches, günstiges und gutes kabelloses Überwachungssystem! (Gratis Cloud Speicher, Server Standort Deutschland)

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Kabellose Überwachungskameras liegen voll im Trend! Jeder Hersteller hat mittlerweile eine im Sortiment. Wenn Ihr aber des Öfteren durch Amazon blättert, werden Euch sicherlich die Modelle von Blink über den Weg gelaufen sein.

Es gibt hier zwei Modelle, die normale Blink Kamera und die Blink XT. Letztere ist auch für den Außeneinsatz geeignet.

Um das Blink XT System soll es auch in diesem Test gehen. Die Blink XT soll neben einem niedrigen Anschaffungspreis auch mit einem kostenlosen Cloud Speicher, einer langen Laufzeit und einer einfachen Bedienung punkten.

Aber gelingt dies auch? Wie steht es um den Vergleich mit anderen kabellosen Überwachungskameras? Finden wir dies im Test des Blink XT Systems heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Blink für das Zurverfügungstellen des Blink XT Systems!

 

Das Blink XT System im Test

Das Blink XT System besteht aus zwei Komponenten, der Kamera und der Bridge. Die Bridge ist hier nur eine kleine Kunststoffbox, welche via microUSB mit Strom versorgt wird.

Diese Box, wie der Name schon vermuten lässt, brückt das Signal der Kamera auf Euer WLAN. Die Kommunikation zwischen Kamera und Bridge wird hingegen über ein etwas einfacheres Protokoll verlaufen, was verglichen mit einer direkten WLAN Anbindung etwas Energie spart.

Die Bridge verfügt neben dem microUSB Eingang auch noch über einen USB Ausgang (für Wartungszwecke) und zwei Status LEDs. Ein LAN Port ist nicht vorhanden! Ein bestehendes WLAN Netz ist also Pflicht.

Eine Bridge kann im Übrigen bis zu 10 Kameras versorgen!

Der wahre Star des Blink XT System ist aber natürlich die Kamera. Hierbei handelt es sich um eine 71 x 71 x 34mm große Einheit, welche komplett in Schwarz gehalten ist. Das Design ist ohne Frage etwas ungewöhnlich, aber schick wie ich finde, zumal die Größe auch sehr angenehm ist!

Auf der Front der Kamera findet sich neben der Linse auch ein Bewegungsmelder und IR LEDs für die Nachtsicht. Auf der Rückseite befindet sich ein kleiner Schieber. Drückt Ihr diesen nach unten öffnet sich der Deckel und Ihr könnt die Batterien einlegen.

Hierbei handelt es sich um augenscheinlich normale AA Batterien! Der Hersteller empfiehlt allerdings das Verwenden von Lithium AA Batterien, welche zwar etwas teurer sind aber signifikant mehr Leistung bieten als normale AA Batterien.

Dennoch Daumen hoch dafür! Die Lithium AA Batterien sind deutlich besser zu bekommen als die etwas exotischeren RCR123A Zellen, welche Netgear und Argus verwendet.

Hinzu kommt, dass die Batterien erfreulicherweise mit bis zu 2 Jahren sehr lange halten! Genau genommen wird allerdings eine Laufzeit von 1-5 Jahre angegeben, je nachdem wie oft die Kamera auslösen muss.

Praktisch halte ich aber eher 0,75 bist 1,5 Jahre für realistisch.

Mit im Lieferumfang befindet sich auch eine einfache kleine Wandhalterung, welche ihren Job gut macht!

Wie bereits im Intro erwähnt, ist die Blink XT im Gegensatz zur normalen Blink Wasser und Wetter geschützt. Blink spricht hier von einem IP65 Schutz, die Kamera darf also nicht untertauchen, kann aber Regen abbekommen. Ich würde aber immer das Anbringen unter einem Vordach empfehlen, sicher ist sicher.

Auch der Temperatur-Bereich ist mit -20 Grad bis +45Grad ausreichend groß für unsere Gefilde.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung des Blink Systems ist extrem einfach und problemlos. Ladet Euch die Blink App aus dem Google Play Store oder Apple AppStore herunter und startet diese.

In der App habt Ihr zunächst ein Konto beim Hersteller anzulegen, wofür wie üblich nur Mail Adresse und ein Passwort nötig ist.

Ist dies erledigt müsst Ihr zunächst die Basisstation „Bridge“ in Euer bestehendes WLAN Netzwerk einbinden. Verbindet die Bridge mit dem Strom und wartet einige Sekunden, dann muss der QR Code auf der Rückseite gescannt werden und fertig!

Nach einigen Sekunden sollte die Bridge erfolgreich eingebunden sein.

Der nächste Schritt ist das Einbinden der Kamera, was glatt noch einfacher ist. Einfach Batterien einlegen und den QR Code auf der Rückseite scannen, fertig!

Nun sollte das Blink XT System laufen.

 

Die App und Funktionen

Die Blink App ist sehr einfach und schnörkellos aufgebaut. Auf der Startseite habt Ihr eine Übersicht über alle verbundenen Kameras mit einem Vorschaubild. Dieses Vorschaubild wird allerdings leider nicht Live geupdatet! Ihr könnt allerdings an manuelles Update anfordern.

Tippt Ihr dieses Vorschaubild an ladet Ihr in der Live Ansicht, wo Ihr nicht viel machen könnt, außer die Kamera Live zu beobachten. Im lokalen WLAN liegt hier die Verzögerung bei sehr guten -+3 Sekunden.

In den Einstellungen der jeweiligen Kamera, Ihr könnt auch mehrere Kameras verbinden, könnt Ihr den Batteriestatus sehen, den Bewegungsmelder konfigurieren, die Video Qualität einstellen und den IR Strahler ein/ausschalten.

Auch könnt Ihr hier die Temperatur sehen! Interessanterweise verfügt die Blink XT über einen Temperatur-Sensor.

Ihr könnt hier entweder die Temperatur manuell in den Einstellungen auslesen oder Temperaturwarnungen einrichten. Beispielsweise könntet Ihr benachrichtigt werden, wenn es draußen Frost gibt, so dass Ihr morgens beim ersten Blick aufs Smartphone bereits gewarnt seid.

Die angezeigte Temperatur scheint im Übrigen akkurat zu sein.

Kommen wir zur Basisfunktion der Kamera zurück. Neben dem Beobachten der Live Ansicht könnt Ihr natürlich auch eine automatische Aufnahme und Benachrichtigung einrichten.

Diese funktioniert über den verbauten Bewegungsmelder. Wird eine Bewegung erkannt, erhaltet Ihr auf Wunsch eine Benachrichtigung auf dem Smartphone und es wird ein Clip mit einer Länge zwischen 5 und 60 Sekunden aufgezeichnet.

Bei Letzterem könnt Ihr die Länge der Aufnahme selbst zuvor festlegen. Eine längere Aufnahme bedeutet aber einen höheren Energieverbrauch.

Sollte dies bei Euch nicht funktionieren, achtet darauf ob auf der Startseite der „Schalter“ unten links auf Ein steht, ansonsten sind die Kameras deaktiviert. Die Bewegungserkennung funktioniert gut, ist aber wie bei den meisten kabellosen Überwachungskameras teils etwas träger, aber in diesem Fall nicht problematisch träge. Sollte jemand aber in vollem Tempo an der Kamera vorbeilaufen ist es möglich das man auf den Aufnahmen nur den Rücken sieht, abhäng von der Distanz.

Gespeichert werden die Aufnahmen alle in der Cloud. Im Gegensatz zu anderen kabellosen Überwachungskameras, wie beispielsweise von Ring oder Nest, ist der Cloud Speicher hier aber gratis!

Der Speicher ist natürlich nicht unbegrenzt, Ihr habt 7200 Sekunden Speicher, danach werden die ältesten Aufnahmen gelöscht. Dies ist in der Praxis mehr als ausreichend, da ja nur 5-60 sekündliche Clips pro Ereignis gemacht werden. Server Standort ist im übrigen Deutschland!

Aufnahmen lassen sich in der App betrachten oder herunterladen. Hierbei werden diese mit einem einfachen Vorschaubild Chronologisch in der App aufgelistet.

 

Bildqualität

Kommen wir zum Abschluss auf die Bildqualität. Blink wirbt bei seinem XT System mit einem 720p Sensor.

Dies bedeutet allerdings nicht viel! Sagen wir es so die Bildqualität ist bei Tag ausreichend gut und bei nacht zufriedenstellend.

Das Blink XT System bietet NICHT die beste Bildqualität aller kabellosen Kameras, die ich bisher getestet habe. Gerade die IR LEDs scheinen nicht übermäßig kräftig. Man ist hier auf dem Level der Arlo 1 bzw. der Ring.

Wollt Ihr bei Nacht einen großen Garten „beleuchten“ wird es kritisch. Die IR Scheinwerfer haben einen Radius von ca. 5 Metern, in welchen Objekte gut ausgeleuchtet werden. Darüber hinaus verschwinden Dinge in der Dunkelheit.

Viel besser machen es im Übrigen auch die meisten Konkurrenzmodelle nicht. Die Blink XT System ist gemacht um eine Haustür, Terassentür, Garage usw. zu überwachen, aber nicht einen riesigen Garten.

Der Blickwinkel liegt im Übrigen bei 110 Grad, was angenehm weit ist.

 

Fazit

Das Blink System ist das so ziemlich schnörkelloseste kabellose Überwachungssystem, das ich bisher erlebt habe! Dies meine ich allerdings primär positiv.

Die Hardware ist soweit solide und macht einen guten Job. Probleme mit Verbindungsabbrüchen hatte ich keine. Die Kamera wirkt durchdacht und hochwertig, genau wie die kleine beiliegende Halterung.

Dicke Pluspunkte gibt es für das Verwenden von AA Batterien, welche wie beworben ca. 0,75-1,25 Jahre halten, was sehr lang ist! Zwar handelt es sich hier um Lithium AA Batterien, welche etwas teurer sind als normale AA Batterien, aber diese sind deutlich problemloser zu bekommen als die exotischen Spezial Batterien welche z.B. in Arlo Kameras verwendet werden.

Auch die App ist extrem simpel gestaltet! Ihr habt eine Übersicht mit all Euren Kameras, welche Ihr für eine live Ansicht antippen könnt. Aufnahmen werden beim Erkennen einer Bewegung automatisch in der Cloud gesichert.

Kostenpflichtiger Cloud Speicher? Nein Dank! Das Speichern der Aufnahmen ist beim Blink XT System komplett gratis! Ich habe nicht mal die Option für irgendwelche aufpreispflichtigen Abos gefunden. Im Paket ist ausreichend viel Speicherplatz für mehrere Wochen enthalten, danach werden die ältesten Aufnahmen gelöscht.

Damit gibt es hier keine Folgekosten!

Kurzum das Blink XT System macht genau das, was es soll, ohne teure Abos, Zubehör oder über komplizierten Apps! Auch der Preis ist 190€ für das Starter Set fair!

Positiv

  • Sehr einfache und übersichtliche App
  • Lange Batterielaufzeit
  • Keine Spezialbatterien
  • Gratis Cloud Speicherung
  • Temperatur Messung und Alarme
  • Hohe Reaktionsgeschwindigkeit
  • Server Standort Deutschland

Neutral

  • Benötigt eine Bridge
  • Nachtsicht durchschnittlich für eine kabellose Kamera

Negativ

  • App teils etwas sehr simpel

Das Arlo Smart Home Security Light im Test, teuer aber auch gut?

Es geht mit großen Schritten auf den Winter zu. Was ist oftmals im Winter das kostbarste Gut neben Wärme? Richtig Licht!

Jeder Hausbesitzer wird das Problem mit dunklen Ecken im Garten kennen. Zum einen sind diese natürlich nicht schön, wer läuft schon gerne durch einen dunklen Garten, aber zum anderen sind solche dunklen Ecken auch ein gewisses Sicherheitsrisiko.

Was machen?

Eine Lampe vom Elektriker anbringen lassen? Teils nicht möglich oder teuer.

Solarlampen montieren? Im Winter aufgrund der schwachen Sonne problematisch.

Hier versucht Netgear Arlo mit dem Smart Home Security Light eine Lösung zu bieten. Beim Smart Home Security Light handelt es sich um einen LED Strahler auf Akku-Basis, welcher in das Netgear Arlo System integriert ist.

So erhaltet Ihr beispielsweise beim Erkennen einer Bewegung eine Meldung auf Euer Smartphone. Ideal in Kombination mit den kabellosen Überwachungsakmeras von Arlo.

Allerdings möchte Netgear/Arlo für das Smart Home Security Light satte 150€. Ist es das ein Sicherheitslicht wert?

Finden wir dies gemeinsam im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Netgear für das Zurverfügungstellen des Smart Home Security Light.

 

Das Arlo Smart Home Security Light im Test

Das Arlo Sicherheitslicht ist eine rund 101 x 73 x 61mm große Einheit, welche im typischen Netgear Arlo Style gehalten ist.

Das bedeutet das Sicherheitslicht ist größtenteils aus einem weißen Hochglanz Kunststoff gefertigt. Lediglich die Front besitzt eine schwarze Abdeckung für ein etwas unauffälligeres Design.

Auf der Front findet sich neben dem Bewegungsmelder auch ein Lichtsensor und natürlich die LEDs. Hier handelt es sich um acht normale warm/weiße LEDs und um vier RGB LEDs.

Die Energieversorgung wird über den bekannten Netgear Arlo Pro Akku geregelt. Falls Ihr also eine Arlo Pro oder Arlo Pro 2 Kamera habt, könnt Ihr den Akku dieser auch in dem Smart Home Security Light nutzen.

Ein passender Akku liegt aber natürlich bei. Bei diesem Akku handelt es sich um ein 7,2V 2440mAh Modell mit 17,57Wh. Die Akkulaufzeit liegt bei rund 6-7 Stunden auf voller Helligkeit und rund 12 Stunden bei 50%. Bei 5 Minuten pro Aktivierung sind dies rund 70-80 Einschaltungen. Bei einer reduzierten Helligkeit sind es deutlich mehr.

Geladen wird der Akku über einen microUSB Port auf der Unterseite und einem beiliegendem Ladegerät. Netgear nutzt hier Quick Charge als lade Standard, Ihr könnt also auch ein eigenes Quick Charge Ladegerät verwenden, solltet Ihr mal das originale Ladegerät verlegt haben.

Alternativ bietet Netgear auch eine externe Ladestation an.

Bei der Befestigung setzt Netgear leider nicht auf sein Arlo typisches Magnet System. Stattdessen liefert Netgear einfach eine normale Schraubhalterung mit. Diese lässt sich einfach an einer Wand montieren.

Dass das Smart Home Security Light natürlich wassergeschützt ist und somit auch außen betrieben werden kann, brauche ich vermutlich nicht groß zu erwähnen.

Das einzelne Arlo Smart Home Security Light bringt Euch allerdings gar nichts! Zwar ist dieses mit dem Alro System kompatibel, benötigt aber eine eigene Bridge! Diese liegt im Basis Set bei und ist einfach eine kleine Kunststoff Box welche mit dem Strom verbunden wird und sich danach in Euer WLAN einbindet.

 

App und Funktionen

Das Arlo Smart Home Security Light nutzt die normale Netgear Alro App, welche Ihr vielleicht auch von Euren Kameras bereits kennt.

Hier wird das Sicherheitslicht auch einfach eingebunden und gemeinsam mit den Kameras gesteuert.

Auf der Startseite, wo normalerweise die Vorschau der Kameras zu sehen ist, ist bei dem Sicherheitslicht nur ein kleiner „Balken“.

Über diesen Balken könnt Ihr auf die Schnelle das Licht manuell ein/ausschalten, wie auch weitere Konfigurationen vornehmen. Hierzu gehört vor allem die Lichtfarbe und der Bewegungsmelder.

Starten wir aber beim Licht. Das Smart Home Security Light verfügt sowohl über weiße LEDs, wie aber auch über RGB LEDs.

Ihr könnt in der App nun festlegen, was Ihr gerne hättet, weißes Licht oder buntes Licht. Es ist sogar möglich, einen Farbwechsel einzustellen.

Beim bunten Licht stehen Euch alle erdenklichen Farben zur Auswahl. Bedenkt allerdings, dass das weiße Licht heller ist!

Neben der Lichtfarbe könnt Ihr natürlich die Helligkeit regeln, wie auch die Leuchtdauer. Diese liegt minimal bei 5 Minuten und kann bis zu einer Stunde hochgehen. Ich hätte mir hier fast aber eine noch etwas niedrigere Leuchtdauer gewünscht, falls man das Sicherheitslicht nur an einem Durchgang anbringt.

Solltet Ihr die Leuchtdauer deutlich anheben, bedenkt, dass dies mehr auf den Akku geht!

Der nächste wichtige Punkt ist der Bewegungsmelder. Diesen könnt Ihr in der Stärke frei anpassen. Wird eine Bewegung erkannt, schaltet sich bei Nacht das Licht des Sicherheitslicht ein und Ihr erhaltet eine Benachrichtigung auf Eurem Smartphone.

Wollt Ihr nicht permanent Benachrichtigungen erhalten, könnt Ihr diese natürlich auch abschalten. Alternativ könnt Ihr einen Zeitplan anlegen, dass Ihr beispielsweise nur nachts Benachrichtigungen erhaltet.

Wie steht es um die Helligkeit? Netgear gibt diese mit 400 Lumen an, also knapp der Hälfte einer klassischen 60W Glühbirne, was auch praktisch hinkommt.

Das Licht des Arlo Smart Home Security Light ist natürlich etwas fokussierter, wirkt daher heller. Dieses ist natürlich nicht hell genug eine Terrasse zu beleuchten, aber ausreichend hell, dass beispielsweise Hindernisse auf dem Boden zu erkennen sind.

Zumindest wenn Ihr das weiße „Flutlicht“ eingeschaltet habt. Das bunte Licht, gerade das rote, ist eher als Abschreckung für potenzielle Einbrecher gedacht oder als Party Gag. Dieses ist ein gutes Stück dunkler als das Flutlicht und schafft es wirklich nur 2-3 Meter gut auszuleuchten.

Zwar ist das Licht des Smart Home Security Light etwas fokussiert, dennoch ist der Schein recht breit. Montiert Ihr das Flutlicht in der Ecke würde sogar eine größere Terrasse vollständig ausgeleuchtet.

Kurzum, ja das Arlo Smart Home Security Light erfüllt seinen Job!

 

Fazit

Das Fazit zum Arlo Smart Home Security Light fällt etwas zwiegespalten aus. Starten wir aber mit den positiven Punkten.

Ganz blöd gesagt erfüllt das Smart Home Security light alle Versprechen die Arlo macht. Die Integration in der Arlo App ist gut gelungen und die Steuerung inklusive Zeitplan usw. kann auf Wunsch sehr detailliert ausfallen.

Die Hardware macht zudem einen positiven Eindruck. Gerade wenn Ihr bereits im Arlo Pro Öko System unterwegs seid, werdet Ihr die Akkus beispielsweise bereits kennen. Die Akkulaufzeit ist zwar nicht absolut überragend, bei dauerhaftem Leuchten auf 100% ca. 7 Stunden, aber ausreichend gut, gerade wenn das Sicherheitslicht an einer etwas abgelegeneren Stelle angebracht wird.

Was die Helligkeit angeht, kann ich nicht klangen. Die 400 Lumen im Flutlicht Modus sind mehr als Ausreichend für ein Sicherheitslicht. Die bunte Beleuchtung ist zwar ein Stück dunkler, kann aber durchaus eine abschreckende Wirkung entfalten, wenn man plötzlich Rot angestrahlt wird. Ich würde das Arlo Smart Home Security Light aber im normalen Flutlicht Modus nutzen.

Klingt doch soweit absolut klasse! Ist es auch, wäre da nur nicht der Preis. 150€ für das Basis Set und 120€ für ein Security Light finde ich zugeben etwas happig, gerade wenn man bedenkt, dass eine normale Arlo HD Kamera rund 90€ kostet.

Kurzum, habt Ihr eine „dunkle Ecke“ an Eurem Haus, wo Ihr vielleicht auch etwas Angst habt, dass dies ein Angriffspunkt für Einbrecher ist, dann kann die Arlo Smart Home Security Light zuverlässig Abhilfe schaffen! Zum einen sind die LEDs ausreichend hell um eine Abschreckung für Einbrecher zu sein, zum anderen erhaltet Ihr auch Benachrichtigungen auf Eurem Smartphone. Damit ist das Arlo Smart Home Security Light eine ideale Ergänzung für die kabellosen Arlo Kameras, welche deren Nachtsicht doch ein gutes Stück verbessert.

Auch darf man natürlich nicht den Komfort Vorteil außer Acht lassen, falls man mal selbst abends raus muss. Das Ganze kommt allerdings zu einem durchaus gehobenen Preis! 120€ pro Licht sind doch saftig, selbst für ein gutes Produkt.

Die Anker Soundcore Infini Soundbar im Test, die Soundbar für den Preis/Leistungs orientierten Kunden?

Was Powerbanks und auch Bluetooth Lautsprecher angeht, gehört Anker ganz klar zu den Top Herstellern. Nun versucht Anker aber auch in anderen Bereichen Fuß zu fassen, wie beispielsweise bei Soundbars.

Die Anker Soundcore Infini Soundbar stellt aktuell das Top-Modell dar, mit einem Preis von rund 120€. 120€ sind zwar für eine Soundbar nicht übermäßig viel, aber dennoch darf man hier schon etwas mehr erwarten als nur einen langen Bluetooth Lautsprecher, der als Soundbar beworben wird.

Auf den ersten Blick sieht die Infini Soundbar auch durchaus vielversprechend aus! Die Größe ist groß genug, dass hier ein vernünftiger Klang produziert werden kann und das generelle Design wirkt wertig.

Schauen wir uns daher einmal die Anker Soundcore Infini Soundbar im Test an!

 

Die Anker Soundcore Infini Soundbar im Test

Mit einer Länge von 88cm, einer Höhe von 9cm und einer Tiefe von 5,6cm besitzt die Infini Soundbar durchaus eine solide Größe für eine Soundbar, welche es problemlos möglich machen sollte einen guten Klang zu liefern.

Als ein positives Zeichen dafür werte ich auch das vergleichsweise hohe Gewicht der Soundbar. Es handelt es sich also nicht um eine halb leere Kunststoffbox. Aufgrund des hohen Gewichts wirkt die Infini Soundbar ziemlich wertig, was auch die gute Verarbeitung widerspiegelt.

Front und Unterseite der Anker Soundcore Infini Soundbar sind komplett mit einem Aluminium Lautsprecher-Gitter bedeckt. Rückseite und Oberseite sind hingegen aus einem recht dicken matten Kunststoff gefertigt. Die Enden der Soundbar besitzen jeweils ein Bass-Reflexrohr.

Was das Design angeht, ist die Soundbar recht klassisch gehalten. Abseits von des SoundCore Logos auf der Front, wie auch den zwei Tasten ist die Soundbar komplett „Clean“. Diese wird sich also problemlos in so ziemlich jedem Raum gut einfügen.

Farbliche Akzente oder Ähnliches gibt es keine!

Vielleicht ist Euch aufgefallen ich schrieb, dass die Unterseite der Soundbar über ein Lautsprecher-Gitter verfügt, was ungewöhnlich ist.

Dies liegt daran, dass auch die Positionierung der Soundbar ungewöhnlich ist. Ihr habt hier zwei Optionen, Ihr könnt diese an die Wand hängen, oder unter Eurem Fernseher aufstellen.

Wobei aufstellen nicht richtig ist. Ihr müsst die Soundbar flach unter Euren Fernseher legen, sodass das SoundCore Logo nach oben zeigt. Lediglich bei einer Wandmontage ist das SoundCore Logo auf der Front.

Warum? Anker schreibt, dass es sich um eine 2.1 Soundbar handelt, was natürlich nur semi-richtig ist, da es keinen separaten Subwoofer gibt. In der Soundbar sind allerdings vier Treiber integriert.

Dabei handelt es sich um zwei Tief/Mitteltöner, welche neben dem SoundCore logo angebracht sind, wie auch um zwei Hochtöner. Die Hochtöner sind schräg an der unteren Kante verbaut.

Würdet Ihr die Soundbar einfach auf einen Tisch stellen würden diese Hochtöner teilweise blockiert. Legt Ihr die Soundbar hin oder hängt diese frei auf, sind die Hochtöner hingegen korrekt positioniert.

 

Passendes Montagematerial für das Anbringen an eine Wand liegt im Übrigen bei.

Die Anschlüsse sind auf der Rückseite eingelassen. Neben einem normalen Stromstecker (das Netzteil ist intern), finden wir hier einen 3,5mm AUX Eingang, einen digitalen Coaxial Eingang und einen optischen Toslink Eingang.

Damit lässt sich die Soundbar mit so ziemlich jedem Gerät verbinden. Integriert ist natürlich auch ein Bluetooth Modul.

Gesteuert wird das Ganze entweder über die zwei Tasten direkt am Gerät, oder besser über die gute beiliegende Fernbedienung.

 

Klang

Kommen wir zu dem wichtigsten Punkt, dem Klang! Die Anker Soundcore Infini Soundbar verfügt über drei Sound Modi, Sprache, Musik und Movie, welche sich über die Fernbedienung anwählen lassen.

Sofern ich nichts anderes schreibe, beziehe ich mich mit meinen Aussagen auf den „Musik“ Modus, da dieser eigentlich in allen Bereichen am besten klingt.

Die Infini Soundbar macht klanglich schon viel richtig! Die Höhen sind sehr schön klar und sauber. Auch Brillanz in den Höhen passt absolut. Mehr kann man für 120€ hier nicht erwarten.

Die Mitten sind angenehm voll, wodurch Stimmen und auch Gesang gut verständlich sind. Auf Wunsch könnt Ihr hier auch den „Sprache“ EQ einschalten, welcher Stimmen noch etwas mehr hervorhebt, was dann aber die Höhen und Tiefen reduziert.

Die Einstellung Sprache macht nur Sinn wenn man im Fernsehen eine Talk Show oder Ähnliches schaut. Ansonsten klingt das Musik Preset immer besser.

Dass die Höhen und Mitten gut sind überrascht um ehrlich zu sein nicht. Viel interessanter sind die Bässe. Wie schlägt sich hier die Infini Soundbar?

Gut, aber auch nicht überragend!

Grundsätzlich klingt die Soundbar sehr schön satt und voll. Bässe in Filmen und auch Musik klingen lebendig und gut. Gerade in kleineren bis mittleren Räumen reicht der Bass der Infini Soundbar völlig. Verglichen mit einem durchschnittlichen Fernseher hört man eine deutliche Steigerung an Klangfülle.

Allerdings sind die Bässe auch nicht ganz perfekt. Anker setzt bei der Infini Soundbar auf zwei mittel große Treibereinheiten, welche zwar mit einem recht hohen Klangvolumen kombiniert sind, aber dennoch vergleichsweise klein sind.

Zumindest wenn wir die Anker Soundcore Infini Soundbar mit einem System mit Subwoofer vergleichen. Der Bass der Soundbar ist satt und klingt auch voluminös, aber der Tiefgang ist nicht überragend, sondern eher als okay einzustufen. Gerade auf höheren Lautstärken fällt dies mehr auf.

Allerdings muss man auch ganz klar sagen, dass mir keine Soundbar ohne separaten Subwoofer bekannt ist die in dieser Preisklasse mehr Bass liefert. Selbst einige Teufel Soundbars würden ohne Subwoofer Support schlechter klingen!

Die maximale Lautstärke der Infini Soundbar ist ordentlich, aber am besten klingt diese auf „etwas über normaler Zimmerlautstärke“. Hier erreicht der Bass das Maximum an Klagfülle und Tiefgang.

Ich würde damit die Soundbar primär für kleine bis mittelgroße Räume empfehlen. In 45m²+ Wohnzimmern klingt die Soundbar zwar immer noch besser also selbst gute TV Lautsprecher, aber hier würde ich für ein echtes Kino Feeling eher ein größeres Modell empfehlen.

In kleineren Wohnzimmern hingegen macht die Infini Soundbar einen sehr guten Job!

Wo wir bei Kino Feeling sind, die Soundbar besitzt einen „Movie“ Modus. Was kann dieser? Im Movie Modus versucht die Infini Soundbar einen Raumklang zu produzieren, was, wie ich finde, nur bedingt gut funktioniert.

Ja der Klang wird etwas breiter, büßt aber Qualität ein. Mir gefiel auch in Filmen der Musik Modus am besten. Dieser klingt einfach am saubersten, zumal die Klangbreite auch von Natur aus bereits recht hoch ist.

Einen wirklichen Raumklang kann man aber von keiner Soundbar erwarten. Selbst teurere Modelle bekommen dies kaum hin.

 

Fazit

Die Anker Soundcore Infini ist eine klasse Soundbar für alle Schüler, Studenten und Nutzer die ein einfaches aber gutes Upgrade für Ihre TV Lautsprecher suchen.

Hier kann die Infini Soundbar durch einen sehr lebendigen, satten aber klaren Klang punkten! Selbst der Bass ist für eine so kompakte Soundbar sehr ordentlich. Mit ist hier kein Modell bekannt, welches in einer ähnlichen Preisklasse einen besseren Bass bieten, vor allem ohne Subwoofer Support.

Erwartet aber auch keine Wunder! 120€ ist zwar nicht wenig Geld, aber gute Soundbars kosten in der Regel deutlich mehr! So hat auch die Anker Soundbar gegen größere Modelle wie die Teufel Cinebar 11 (300€) keine Chance.

Verglichen mit Modellen in dem 100€ Preisbereich schlägt sich die Infini Soundbar allerdings sehr gut!

Kurzum, wollt Ihr keine 300€+ ausgeben für eine Soundbar und sucht dennoch ein vernünftiges Upgrade verglichen mit Euren TV Lautsprechern? Dann ist die Anker Soundcore Infini Soundbar eine sehr gute Wahl! Gerade in kleineren bis mittelgroßen Räumen macht die Soundbar einiges her!

Positiv

  • Guter und sauberer Klang
  • Guter Bass für die kompakten Abmessungen…..
  • Hohe Anschlussvielfalt
  • Bluetooth
  • Schickes und schlichtes Design
  • Gute Fernbedienung
  • Fairer Preis

Neutral

  • ….. Tiefgang kann aber nicht mit guten Subwoofern mithalten.
  • Kein HDMI

Negativ 

Der Amazon Echo Dot 3. Generation im Test

In Deutschland ist Amazon mit seinen Echo Geräten ganz klar der Marktführer was smarte Sprachassistenten angeht.

Daher ist natürlich die Vorstellung von neuen Geräten ein wichtiges Ereignis! Eine der Neuheiten ist der Echo Dot der 3. Generation.

Dieser soll mit einem neuen Design und verbesserten Klang punkten. Dafür ist aber auch der Preis 10€ hochgegangen.

Lohnt sich hier der Echo Dot der 3. Generation noch? Wie viel besser ist der Klang? Wie schlägt er sich verglichen mit den anderen Echo Geräten? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Amazon Echo Dot 3. Generation im Test

Mit der 3. Generation hat Amazon das Design des Echo Dots doch ein gutes Stück verändert. Vorbei sind die Zeiten von einfachem Kunststoff. Der neue Echo Dot setzt auf das mittlerweile von vielen Herstellern favorisierte Textil Design. Das heißt der Lautsprecher ist außen herum von einer Art Leinen Stoff bedeckt, welcher gleichzeitig auch die Rolle des Lautsprecher-Gitters übernimmt.

Sowohl vom Design wie auch von der Haptik wirkt der neue Echo Dot doch ein gutes Stück Hochwertiger als sein Vorgänger!

Die grundsätzliche Puck Form, also flach und rund, ist allerdings beim Echo Dot geblieben. Mit einer Höhe von 42,5mm und einem Durchmesser von rund 99mm ist der Dot der 3. Generation allerdings ein Stück größer als der „alte“ Echo Dot (32mm hoch und 83mm Durchmesser).

Wie auch der alte Echo Dot verfügt das neue Modell über vier Tasten auf der Oberseite, wie auch vier Mikrofone und einen LED Ring.

Bei den vier Tasten handelt es sich um“ Lauter, Leiser, Mikrofon aus und Play/Pause/Bestätigen“.

Eine Neuerung, die ich beim Echo Dot nicht so gerne sehe, sind die Anschlüsse. Geblieben ist der wichtige 3,5mm Ausgang, welcher sicherlich das wichtigste Feature des Echo Dots war, weg ist der microUSB Netzteilanschluss.

Der Echo Dot der 3. Generation verfügt über einen runden Netzteilanschluss, welcher auf eine gesteigerte Leistung hindeutet. So hat das neue Netzteil auch satte 15W Leistung (12V 1,25A).

Allerdings kostet dies dem Echo Dot leider auch etwas Flexibilität.

Der Stromverbrauch im Leerlauf liegt im Übrigen bei 1,3W und bei 50% Lautstärke bei 2,1-2,5W.

 

Klang

Lasst uns ehrlich sein, der alte Amazon Echo Dot hatte keinen guten Klang. Von allen Smart Home Lautsprechern klang dieser mit Abstand am blechernsten und „billigsten“.

Daher wurde auch der alte Echo Dot meist in Kombination mit separaten Lautsprechern genutzt.

Aber ist dies noch zwingend nötig? Nein! Der neue Echo Dot klingt sehr vernünftig! Die Höhen klingen klar und sauber.

Die Mitten sind sehr vernünftig, wodurch Gesang und auch ALEX gut verständlich ist.

Beim Bass gibt es natürlich Einschränkungen. Der Echo Dot verfügt über einen 41mm Treiber welcher mittig im Gerät eingelassen ist.

41mm ist natürlich alles andere als groß, dies kombiniert mit dem recht kleinen Volumen macht es überhaupt verwunderlich, dass der Dot einen brauchbaren Bass liefert. Aber dies macht er!

Der Lautsprecher klingt ausreichend voll und nicht „billig“. Allerdings ist der Bass auch nicht als besonders kräftig oder tief zu bezeichnen.

Unterm Strich liefert der neue Echo Dot einen klaren und hochwertigen Klang, welcher allerdings keine  Party Stimmung verbreitet.

Verglichen mit dem alten Echo Dot ist eine deutlich Steigerung zu hören. Auch der Echo Spot wird leicht überboten. Der Google Home Mini ist auf einem ähnlichen Level, allerdings würde ich klanglich den Echo Dot 3. Gen doch bevorzugen.

Die größeren Echos schlagen den Echo Dot natürlich deutlich, gerade was den Bass angeht.

Was die verbauten Mikrofone angeht, konnte ich keine nennenswerte Verbesserung oder Verschlechterung feststellen. Dies ist aber auch nicht schlimm, denn bereits die Mikrofone des alten Echo Dots waren sehr ordentlich.

 

Fazit

Der neue Echo Dot ist ein klasse Lautsprecher, aber dennoch in einer schwierigen Position. Einerseits ist er zu gut, andererseits zu schlecht. Wie meine ich dies?

Der Echo Dot der 3. Generation stellt klanglich einen großen Sprung verglichen mit der 2. Generation dar. Dieser ist problemlos auch ohne separate Lautsprecher zu nutzen, zum Beispiel in der Küche oder im Schlafzimmer.

Auch das Design ist deutlich wertiger und schicker geworden! Die Mikrofone sind hingegen auf dem gleichen guten Level wie bisher. Soweit alles Klasse!

Das Problem ist aktuell allerdings etwas der Preis. 59€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist für den Echo Dot nicht zwingend zu teuer, aber man bekommt für 79€ den großen Echo, welcher klanglich die 20€ mehr problemlos wert ist.

Für Nutzer die eh separate Lautsprecher via Bluetooth oder 3,5mm Anschluss nutzen, würde ich glatt zum alten Echo Dot raten. Dieser macht hier keinen schlechteren Job als das neue Modell und man kann 10€+ sparen.

Der Echo Dot der 3. Generation findet sich also in einer Art Mittelposition. Solltet Ihr allerdings das neue Design schicker finden oder einfach keinen Platz für den großen Echo haben bzw. in dem Raum gar keinen „High End“ Klang benötigen, dann ist der neue Euch Dot eine klasse Wahl! Amazon hat hier viel richtig gemacht.

Echo Dot (3. Gen.) Intelligenter Lautsprecher mit Alexa, Anthrazit...
  • Unser beliebtester smarter Lautsprecher – Jetzt mit neuem...
  • Steuern Sie die Musikwiedergabe per Sprachbefehl – Streamen Sie...
  • Vollerer, besserer Klang – Verbinden Sie das Gerät mit einem...
  • Stets bereit – Alexa kann Musik abspielen, Fragen beantworten...
  • Bleiben Sie in Verbindung – Sie können Personen, die ein...

Das neue Apple iPad Pro 11 Zoll Ladeverhalten und Schnellladen in der Analyse!

Apple hat es endlich getan! Das neue Apple iPad Pro mit 11 und 12,9 Zoll nutzt USB C als Ladeport und hat sogar ein Schnellladegerät mit im Lieferumfang.

Wobei letzteres natürlich etwas relativ ist, denn das neue Apple USB C Ladegerät, welches beim iPad Pro beiliegt, unterstützt auch nur 18W Leistung. Würde es sich hier lohnen hier ein größeres USB C Ladegerät zu nutzen oder kann das neue iPad nicht schneller als 18W?


Allgemein welche Ladestandards nutzt das neue iPad und wie schnell lädt dieses? Finden wir das in einem Test heraus!

 

Welchen Schnellladestandard nutzt das neue iPad Pro 2018?

Beginnen wir mit der Frage welchen Schnellladestandard das Apple iPad Pro 11 Zoll eigentlich nutzt. Dies ist sehr einfach, denn Apple macht hier einen sehr guten Job.

Anstelle auf einen proprietären Ladestandard zu setzten, nutzt Apple USB Power Delivery. Im Gegensatz zu Quick Charge, Huawei Super Charge, OnePlus Dash Charge usw. ist USB Power Delivery ein offener Standard, welcher von jedem Hersteller frei genutzt werden kann.

Wichtig Quick Charge ist nicht das gleiche wie USB Power Delivery! Quick Charge gehört dem Hersteller Qualcomm und darf daher auch nur von Qualcomm Partnern genutzt werden.

USB Power Delivery wird hingegen von einer großen Bandbreite an Herstellern genutzt, wie Google, Dell, Nintendo, Samsung, LG usw.

Daher ist es grundsätzlich möglich, dass Ihr das neue Apple iPad Pro am gleichen Ladegerät schnellladen könnt wie Eure Nintendo Switch oder das Dell XPS 13.

Hier gibt es allerdings auch noch mal Unterscheide.

Das beiliegende Ladegerät

Ein normaler USB Port nutzt eine fixe Spannung von 5V und bis zu 2,4A. USB Power Delivery hingegen bietet eine variable Spannung von 5V, 9V, 12V, 15V oder 20V und bis zu 3A (5A) an.

Dabei muss ein USB Power Delivery Ladegerät nicht alle diese Spannungsstufen unterstützen, selbiges gilt auch für das Endgerät.

Beispielsweise um ein iPhone Xs schnell zuladen werden 9V 2A benötigt, um die Nintendo Switch schnell zuladen 15V 1A und für das Dell XPS 13 20V 2A.

Achtet also auch auf die Spannungen welche Euere USB Power Delivery Geräte unterstützen.

 

Das Ladetempo des neuen Apple iPad Pros 11 Zoll

Kommen wir zum spannenden Punkt, dem Ladetempo. Hier wird das iPad Pro 11 Zoll und das 12,9 Zoll Modell sich vermutlich sehr ähnlich verhalten. Es ist möglich, dass die Werte nicht 1 zu 1 übereinstimmen, aber sie werden Tendenziell ähnlich sein. Da ich nur das 11 Zoll iPad Pro besitzt beziehen sich die Werte auf dieses.

Starten wir hier wie üblich mit der langsamsten Art Euer iPad Pro 11 Zoll aufzuladen. Dies wäre an einem normalen PC. Über einen PC oder ein Notebook mit USB A Port (dem normalen USB Port) ist das Ladetempo auf 0,48A limitiert (2,4W).

Scheller geht es wenn Euer PC einen echten USB C Port hat. Über diesen schaltet das iPad Pro auf 1,408A (7W) hoch. Noch schneller geht’s an einem Thunderbolt 3 Port, welchem das iPad Pro satte 2,86A(14,3W) schafft.

Am Thunderbolt 3 Port des Dell XPS 13

Beim Thunderbolt 3 Port spielt es auch keine Rolle ob es sich um einen PC oder Mac handelt, an beiden lädt das iPad Pro gleich schnell.

Etwas enttäuscht hat mich das Standard Ladetempo. Nutzt Ihr ein USB A auf USB C Adapter Kabel um das iPad Pro 11 Zoll an einem normalen USB Ladegerät oder Powerbank zu laden, ist das Limit 1,408A(7W).

An einem Anker PowerCore Elite

Hier spielt es auch keine Rolle wie gut Eure Powerbank oder Ladegerät ist. Bei der Nutzung von USB A auf USB C Kabel ist dies das feste Maximum.

Quick Charge wird vom iPad nicht unterstützt. An einem Quick Charge Port sind maximal 0,98A Ladetempo möglich, außer dieser Port ist zusätzlich für IOS optimiert, in diesem Fall steigt das Ladetempo auf 1,408A.

Ein gutes Stück schneller geht das Aufladen wenn Ihr eine Powerbank mit 3A USB C Port habt. Über diesen kann das iPad Pro wie bei Thunderbolt 2,86A(14,3W) erreichen. Dies ist das doppelte Ladetempo wie über einen normalen USB A Port.

An der RAVPower RP-PB078 USB C Powerbank

Wollt Ihr das iPad Pro aber wirklich schnell laden müsst Ihr zu einem Ladegerät oder Powerbank mit USB Power Delivery greifen. Auf dem iPad ist interessanterweise bereits eine Leistungsangabe aufgedruckt „5V/3A 9V/2A“. Diese stimmt allerdings nur halb.

Mit dem originalen Apple 18W USB C Ladegerät werden 9V 1,774A erreicht. Das Ladetempo kann allerdings auch kurz auf 9V 2A ansteigen, pendelt sich aber bei 1,774A ein. Damit lädt das iPad Pro am originalen Ladegerät mit guten 16W.

Geht aber noch mehr? Ja! Wenn Ihr ein größeres USB C Power Delivery Ladegerät nutzt, kann das Ladetempo auf bis zu 15V 1,84A ansteigen, also 27,6W! Alternativ unterstützt das iPad auch die 12V Spannungsstufe mit bis zu 2,2A.

Ihr könnt also mit einem 30W USB Power Delivery Ladegerät das Ladetempo nochmals knapp verdoppeln, verglichen mit dem beiliegenden Ladegerät, welches aber auch schon ein gutes Ladetempo bietet.

 

Wie lange dauert das Aufladen?

Schauen wir uns zum Abschluss noch an wie lange das Aufladen des iPad Pro 11 Zoll dauert. Für diesen Test habe ich ein 30W USB PD Ladegerät verwendet, welches die maximale Aufladegeschwindigkeit für das iPad Pro liefert.

Interessant! Also das iPad Pro erreichte ein Ladetempo von rund 28W, zumindest die ersten 46 Minuten des Ladevorgangs. Nach diesen 46 Minuten war ein Akkustand von rund 53% erreicht.

Ab 53% sank die Ladegeschwindigkeit recht konstant ab. Nach rund 1:13 Stunden (ca. 77% Akku) sinkt die Ladegeschwindigkeit nochmals etwas stärker ab, bis diese nach 2:36 bei 0W liegt und das iPad voll ist.

Negativ überrascht hat mich hier allerdings die Ladeeffizienz. Apple wirbt mit einem 29,37Wh starken Akku, es benötigtet aber rund 40,3Wh um das iPad komplett zu füllen.

40,3Wh = 10810mAh @3,7V, eine Powerbank die das iPad einmal vollständig laden kann müsste also rund 12000mAh haben.

Kleine Anmerkung, das iPad schaltet sich beim Aufladen automatisch ein! Dieses hat während des Aufladens im Hintergrund etwas Energie verbraucht. Jedoch sollten dies höchsten +-2Wh sein.

 

Welches Ladekabel?

Im Gegensatz zu Lightning müsst Ihr bei USB C nicht auf ein spezielles Apple zertifiziertes Ladekabel achten.

Grundsätzlich funktioniert JEDES USB C oder USB C auf USB A Kabel mit dem iPad Pro!

Natürlich würde ich aber zu einem guten Ladekabel raten. Hier mein Artikel zu dem Thema „Die besten Smartphone Ladekabel, welche sind empfehlenswert?“

Falls Ihr zu faul seid Euch da durchzulesen, grob gesagt meine Empfehlung ist ein Anker Ladekabel, mit dem Ihr nichts falsch macht!

Alternativ

 

Umgekehrtes Laden

Apple hat bei der Präsentation seines Neuen iPad Pros gezeigt, dass dieses sogar in der Lage ist Euer iPhone zu laden, wenn Ihr dies wünscht.

Wie funktioniert dies?

Ihr benötigt ein Adapterkabel, genau genommen das originale Apple Lightning auf USB C Kabel. Verbindet mit diesem einfach Euer iPhone 7/8/X/Xs mit dem iPad Pro 11 Zoll und das iPhone wird aufgeladen.

Dies passiert mit einem Tempo von maximal 1,5A! In meinem Test genau genommen 1,42A, aber dies schwankt etwas.

Was passiert aber wenn man beispielsweise ein Samsung Galaxy Note 9 oder Huawei Mate 20 Pro versucht am iPad zu laden? Nichts! Anscheinend kann das iPad Pro 11 Zoll nur das iPhone über seinen USB C Port laden, aber keine Android Geräte.

Bei einer direkten USB C Verbindung kein Laden von Android Geräten möglich
Erst über Adapter geht es langsam

Außer Ihr benutzt einen USB C auf USB A Adapter, dann kann das iPad Pro auch Android Geräte aufladen, jedoch nur mit maximal 0,5A.

 

Die beste Powerbank für das neue Apple iPad Pro 11 Zoll

Kommen wir noch zu der üblichen Kaufberatung. Bei einer Powerbank für das iPad Pro 11 Zoll solltet Ihr wenn möglich auf einen 3A USB C Port oder noch besser einen USB Power Delivery Port achten.

Über den 3A USB C Port könnt Ihr das iPad Pro mit bis zu 14W laden, über den USB Power Delivery Port mit bis zu 28W.

Dafür muss der USB C Power Delivery Port aber natürlich auch über 30W Leistung verfügen. Mehr als 30W Leistung auf dem USB C Port bringen nichts mehr dazu, tun aber auch nicht weh. Gerade wenn Ihr ein MacBook mit USB C habt ist extra Leistung immer wünschenswert.

Bedenkt auch die Kapazität. Das iPad Pro 11 Zoll hat einen 7937mAh (@3,7V) starken Akku. Praktisch wird also eine 12000mAh Powerbank das iPad einmal vollständig laden können. Beim großen 12,9 Zoll iPad Pro sind es sogar 9921mAh.

Hier meine Powerbank Empfehlungen für das neue Apple iPad Pro mit USB C

 

Ein schnelleres Ladegerät für das iPad Pro?

Apple liefert beim iPad Pro 2018 ein durchaus vernünftiges Ladegerät mit, welches immerhin 18W schafft.

Allerdings gibt es hier durchaus noch Luft nach oben! Mit einem USB Power Delivery Ladegerät, welches 30W+ erreicht könnt Ihr das Ladetempo noch mal verdoppeln. Ähnlich wie bei den Powerbanks bringt mehr als 30W nichts für das iPad Pro, schadet aber auch nicht.

Beim Testen der Ladegeräte ist mir allerdings aufgefallen, dass das iPad Pro ein einigen Modellen das Aufladen verweigerte, warum auch immer. Hier ist also etwas Vorsicht geboten.

Folgende Ladegeräte würde ich empfehlen:

 

Fazit

Apple ist mit dem neuen iPad Pro voll in das USB C Ökosystem eingetaucht! Mit allen Vor- und Nachteilen, die dieses bringt.

Starten wir ausnahmsweise mit den Nachteilen. Das neue iPad Pro lädt an normalen USB A Ports (mit einem USB auf USB C Kabel) mit maximal 7W vergleichsweise langsam. Das alte iPad Pro mit Lightning schaffte hier noch 12W.

Um das neue iPad Pro 11 Zoll oder 12,9 Zoll effektiv zu laden, müsst Ihr ein Ladegerät mit einem 3A USB C Port oder noch besser USB Power Delivery Port haben. Immerhin das beigelegte Ladegerät ist sehr vernünftig mit 18W Leistung.

Nach oben ist allerdings noch Luft. Das iPad Pro kann bis zu 30W an einem passenden Ladegerät oder Powerbank aufnehmen. Damit geht das Aufladen des iPads auch angenehm flott.

Was Ladekabel usw. angeht, gibt es keine großen Überraschungen. Hier könnt Ihr nun die Kabel verwenden, die Ihr wollt und müsst nicht auf eine Apple Zertifizierung achten.

Die TaoTronics TT-BH047 ANC Bluetooth Kopfhörer im Test, gut und günstig!

Günstige Bluetooth Kopfhörer gibt es mittlerweile einige auf dem Markt. Günstige und gute Bluetooth Kopfhörer mit aktivem Noise Cancelling hingegen sind ein gutes Stück seltener!

Aber genau dies wollen die TaoTronics TT-BH047 ANC Bluetooth Kopfhörer sein! Für rund 60€ bekommt Ihr hier auf den ersten Blick sehr vielversprechende Kopfhörer, welche neben den üblichen Checkboxen auch einige eher seltene Bonus Funktionen wie ANC oder eine 24 stündige Akkulaufzeit bieten.

Aber kann dies für 60€ wirklich so gut sein wie vom Hersteller versprochen? Finden wir dies im Test heraus! Können die TaoTronics TT-BH047 überzeugen?

 

Die TaoTronics TT-BH047 ANC Bluetooth Kopfhörer im Test

Die TaoTronics TT-BH047 sind mittelgroße Over Ear Bluetooth Kopfhörer. Es gibt hier durchaus kleinere und etwas unauffälligere Modelle, aber grundsätzlich gefallen mir die hier von TaoTronics gewählten Abmessungen sehr gut!

Was das Design angeht sind die Kopfhörer recht unauffällig. Diese sind aus einem normalen glatten schwarzen Kunststoff gefertigt und abseits des TT Logos auf der Rückseite sehr clean.

Was die Verarbeitung angeht kann ich mich nicht groß beschweren. Die Gelenke klackern etwas, aber dies auch nur wenn man die Kopfhörer schüttelt.

Die TT-BH047 sind jetzt nicht die aller hochwertigsten Kopfhörer die mir in dieser Preisklasse beengt sind, aber sie machen ihren Job.

Die Anschlüsse und Tasten sind auf der rechten Ohrmuschel angebracht. Hier findet sich Lauter/Leiser, Ein/Aus/Play/Pause und ein Schieber für das Noise Cancelling.

Auf der Unterseite ist der übliche AUX Eingang, für eine kabelgebundene Nutzung, wie auch der microUSB Ladeport zu finden.

Der Akku der TaoTronics TT-BH047 soll laut Hersteller 24 Stunden halten, was passt. Rechnet praktisch mit aktivem ANC allerdings eher mit +-18 Stunden, was aber immer noch top ist.

 

Tragekomfort

Die TT-BH047 besitzen vergleichsweise große und vor allem dicke Ohrpolster. Daher ist es nicht überraschend, dass diese auch recht bequem sind!

Selbst beim längeren Tragen verspürte ich kaum unangenehmen Druck auf den Ohren. Zwar erwärmen sich die Ohren unter den dicken Polstern etwas, aber selbst dies nicht unangenehm stark.

Lediglich wenn Ihr eine Brille tragt, merkt man das es recht viel Druck auf die Bügel gibt. Auch knistern die Orhpolster etwas nach dem Aufsetzen, was aber nicht tragisch ist.

Unterm Strich würde ich den Tragekomfort mit einer 2 bewerten.

 

ANC

TaoTronics wirbt bei den TT-BH047 mit aktivem Noise Cancelling, kurz ANC. Bei ANC werden Umgebungsgeräusche aktiv ausgeglichen, hierfür benötigen die Kopfhörer diverse Mikrofone und eine erweiterte Logik.

Daher ist ANC, geschweige denn gutes ANC, eigentlich primär teuren Kopfhörer vorbehalten. Allerdings ist das ANC in den TT-BH047 ordentlich!

Die typischen tieferen Geräusche wie von Motoren oder Lüftern werden gut ausgeblendet. Bei sehr belebten Straßen kann man zwar merken, dass die TaoTronics TT-BH047 etwas an ihr Limit kommen, aber besser habe ich dies bisher von „günstigen“ Kopfhörern nicht gehört.

Zudem gibt es auch kein aggressives weißes Rauschen. Kurzum, die TaoTronics TT-BH047 können zwar nicht mit 300€ Bose QC35 mithalten, aber in der unter 100€ Preisklasse ist das ANC top!

Erwartet aber bitte keine völlige Stille! Dies bekommen selbst sehr teure ANC Kopfhörer nicht hin.

 

Klang

Kommen wir zum Wichtigsten und sicherlich auch interessantesten Punkt, dem Klang. Starten wir wie üblich bei den Höhen.

Diese sind angenehm klar und sauber. Auch die Brillanz passt, ohne dass dabei die TaoTronics TT-BH047 übermäßig scharf klingen. Die Höhen werden sauber abgerundet und sind nicht anstrengend.

Für diese Preisklasse gibt es hier nichts zu bemängeln.

Bei den Mitten sieht dies etwas anders aus. Gerade die oberen Mitten scheinen zugunsten des Bass etwas abgesenkt worden zu sein. Sofern Ihr neutrale Kopfhörer sucht, sind die TT-BH047 nicht das Richtige für Euch.

Allerdings werden Stimmen weiterhin ausreichend gut wiedergegeben und aufgrund der guten unteren Mitte passt auch die Klangfülle.

Wo die TaoTronics TT-BH047 ganz klar punkten können ist beim Bass! Die Kopfhörer bauen einen beeindruckenden Druck auf! Gerade der Kickbass Bereich ist stark ausgeprägt. Der Tiefbass ist zwar nicht übermäßig stark, was aber kaum aufgrund des generell hohen Bass-Levels auffällt.

Ich nehme an hier hilft die dicke Polsterung auch sehr den Kopfhörern dabei den Bass komplett auf die Ohren zu bringen. Die Detail- Darstellung und Auflösung im Bass ist solide für diese Preisklasse. Höherpreisige Kopfhörer haben zwar oft eine nochmals bessere Auflösung und Detaildarstellung, aber für 60€ kann man eigentlich nicht meckern.

Auch sehr positiv ist die Klangsignatur. Dies sind ohne Frage Kopfhörer für Nutzer die gerne viel Bass und Kraft spüren wollen, aber dennoch überdeckt der Bass die Höhen nicht!

Die TaoTronics TT-BH047 ANC Bluetooth Kopfhörer produzieren mehr als nur einen dumpfen Brei. Selbst die räumliche Auflösung passt.

Die maximale Lautstärke ist ausreichend hoch (normal hoch für Bluetooth Kopfhörer) und die Signal Stabilität stimmte in meinem Test.

Kleiner Tipp probiert die Kopfhörer auch mal mit ANC Ein/Aus aus. Mit ANC Ein Klingen diese gerade um die Mitten etwas hohler, mit ANC hingegen einen Ticken voller. Der Unterschied ist nicht signifikant, aber zuhause würde ich ANC auslassen für den optimalen Klang.

 

Fazit

Die TaoTronics TT-BH047 sind top Bluetooth Kopfhörer mit aktivem Noise Cancelling! Zumindest dann wenn Ihr etwas mehr Bass mögt.

Starten wir aber am Anfang. Das Gehäuse der Kopfhörer ist solide. Ich will nicht sagen, dass dieses für die 60€ Preisklasse überragend ist, dafür wirkt es etwas „plastikhaft“, aber es macht seinen Job!

Die Polsterung ist angenehm dick und weich. Nach einer kurzen Eintragezeit sind die Kopfhörer sehr bequem, wenn auch etwas warm, was aber normal ist.

Das ANC hat mich positiv überrascht. Dieses ist wie zu erwarten zwar nicht überragend, aber bei einem Kopfhörer unter 100€ fällt es mir gerade schwer einen Kopfhörer mit einem besseren aktivem Noise Cancelling zu benennen. Dieses ist gut nutzbar und kann gerade in Bus und Bahn doch für ein gutes Stück mehr Ruhe sorgen.

Das Wichtigste ist aber der Klang. Hier kann der TT-BH047 mit einem sehr lebendigen und Bass starken Klang punkten! Man geht hier so ein wenig in die „Badewannen“ Richtung, also viele Höhen und viel Bass. Dies ist eine sehr gefällige und spaßige Klangsignatur.

Ist es das was Ihr sucht und legt wert auf das Noise Cancelling, fallen mir keine besseren preislich vergleichbaren Kopfhörer ein als die TT-BH047 von TaoTronics!