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8x Displayschützer für das Samsung Galaxy Note 9 im Vergleich, welcher ist der beste?

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Nach dem Kauf eines Smartphones macht man sich in der Regel Gedanken wie man dieses richtig schützt. Dies sollte man gerade bei einem 1000€ Smartphone wie dem Note 9 von Samsung machen!

Neben einer Hülle ist ganz klar ein Displayschutz der wichtigste Schutz.

In der Regel gibt es daher gerade für die etwas populäreren Modelle dutzende Displayschützer auf dem Markt. Allerdings ist hier die Auswahl gerade bei Samsung Modellen nicht einfach.

Aufgrund der Edge ist das Finden eines guten Displayschutz auch beim Note 9 ein Problem. Daher habe ich mir einfach mal 8 unterschiedliche Panzergläser, Folien usw. bei Amazon bestellt.

Wollen wir uns doch einmal in diesem Test ansehen welcher der beste Displayschutz für das Samsung Galaxy Note 9 ist! Interessiert?

 

Die Testkandidaten

Folgende Displayschützer habe ich für das Samsung Galaxy Note 9 bestellt:

Hierbei handelt es sich um eine bunte Mischung aus echt Glas Displayschützern „Panzergläser“ und Folien.

Ihr werdet im Test sehen, dass einige Displayschützer eine gewisse Ähnlichkeit an den Tag legen. Dies ist kein Zufall, denn es gibt nur eine Handvoll Fertiger für Panzergläser usw. Diese Zulieferer versorgen dann die ganzen kleinen Marken welche dann meist ihre Produkte auf Amazon verkaufen. Daher unterscheiden sich einige Modelle nur bei der Verpackung.

Leider ist dies nicht von außen erkennbar welche Modelle identisch sind.

Das Problem der Glas Displayschützer beim Note 9

Das Note 9 hat das gleiche Problem wie das S7 Edge, S8 und S9 was Displayschützer angeht. Das Problem nennt sich „Edge“.

In der Regel nutzt man bei seinem Smartphone einen Glas Displayschützer. Diese sind den Displayschutz-Folien aus Kunststoff in allen Belangen überlegen, ab nun bei der Haptik, der Widerstandsfähigkeit, beim Auftragen usw.

Allerdings scheint es hier große Probleme bei den Zulieferern zu geben das Glas genauso zu biegen wie das Glas beim Note 9.

Daher haben sich die Hersteller von Glas Displayschützern für Samsung Smartphones etwas Cleveres ausgedacht. Es wird nicht der gesamte Displayschützer mit Kleber bedeckt sondern nur die Ränder.

Selbst wenn das Displayglas nicht 100% perfekt aufliegt können sich so keine Ungleichmäßigkeiten oder Blasen bilden.

Hieraus entsteht aber wieder ein großes Problem bzw. sogar mehrere. Zum einen gibt es zwischen dem Displayglas und dem Glas des Displayschutzes Luft. Dies verschlechtert die Reaktionsfreudigkeit des Touchscreens, verschlechtert die Bildqualität und sorgt für stärkere Reflektionen bei Sonneneinstrahlung.

Zum anderen neigen diese Displayschützer sich dazu in der Tasche zu lösen bzw. es schiebt sich Schmutz zwischen Displayschutz und Displayglas.

Daher konnte ich weder beim Samsung Galaxy S8 noch beim Galaxy S9 einen Displayschützer aus Glas empfehlen. Aber vielleicht haben sich die Hersteller beim Note 9 etwas neues ausgedacht?

Spoiler, nein haben sie nicht……..

 

Panzergläser für das Samsung Galaxy Note 9 im Vergleich

Starten wir doch einfach mit den echt Glas Displayschützern für das Note 9. Bei diesen handelt es sich um:

Beginnen wir hier mit den Modellen von Beyeah, LK und Basstop, denn alle drei sind komplett identisch!

Es gibt Unterschiede beim Lieferumfang, aber der eigentliche „Panzerglas“ Displayschutz für das Note 9 ist 100% gleich. Leider haben wir hier das angesprochene Problem, alle drei Displayschützer liegen nicht zu 100% auf dem Display auf.

Es ist jeweils nur Kleber an den ganz äußeren Rändern angebracht. Hierdurch gibt es Luft zwischen dem Displayglas und dem Displayschutz. Man macht es hier schon besser als beim S8/S9, denn der Abstand scheint sehr gering zu sein. Optisch konnte ich keine große Beeinträchtigung feststellen.

Man sieht den Displayschutz nur ganz leicht. Wo es eine Beeinträchtigung gibt ist beim Touchscreen. Die Hersteller empfehlen es die Sensitivität für diesen anzuheben, was bei Samsung möglich ist. Normale Berührungen werden problemlos erkannt, lediglich ganz leichtes Antippen wird teils nicht oder nicht gut registriert.

Hier gibt es also leichte bis minimale Nachteile im Alltag. Positiv die Passform ist gut. Die Ecken werden zwar nicht 100% abgedeckt, aber das Display ist komplett bedeckt, die Ausschnitte für Kamera und Co. passen und auch das Wischen vom Rand wird nicht beeinträchtigt.

Optisch fallen diese Displayschützer wenig auf und das auch nicht groß negativ. Die Ränder sind schwarz lackiert, wodurch der Übergang zwischen Displayschutz und Smartphone etwas verschwindet.

Etwas sorgen mache ich mir allerdings um die Haltbarkeit. Der Klebestreifen ist sehr dünn, es könnte sein, dass sich der Displayschutz von Beyeah, LK und Basstop in der Tasche irgendwann löst oder Schmutz unter diesen gerät.

Positiv

  • Optik passt
  • Passform ist gut
  • Auftragen kinderleicht

Negativ

  • Liegt nicht zu 100% auf
  • Touchscreen leicht negativ beeinflusst
  • Könnte sich lösen

Kurzum die Modelle von Beyeah, LK und Basstop sind Okay und nutzbar, aber es gibt ganz klar noch Luft nach oben!

Wie steht es um das Modell von Best-Film?

Das Modell von Best-Film hat genau die gleichen Probleme und Vorteile wie die Modelle von Beyeah, LK und Basstop.

Es wird hier also auch nur Kleber an den Rändern genutzt, wodurch es Luft zwischen Glas und Displayschutzfolie gibt.

Zwar wirkt der Kleber etwas stärker bei dem Best-Film Displayglas, aber auch dieses hält nicht übermäßig feste.

Optisch allerdings sieht das Best-Film Galaxy Note 9 Panzerglas nicht gut aus! Man sieht dieses sehr deutlich auf dem Note 9 Display. Dies wird auch dadurch verstärkt, dass man aufgrund des komplett durchsichtigen Designs auch den Kleberand gut erkennen kann.

Positiv

  • Passform ist gut
  • Auftragen kinderleicht

Negativ

  • Liegt nicht zu 100% auf
  • Touchscreen leicht negativ beeinflusst
  • Sieht nicht gut aus
  • Könnte sich leicht lösen

Fehlt zu guter Letzt noch das Panzerglas von AVIDET.

Das AVIDET Panzerglas ähnelt den Modellen von Beyeah, LK und Basstop, hat allerdings etwas andere Cutouts. Auch hier haben wir das typische Panzerglas Note 9 Problem, es gibt nur Kleber am Rand des Glases.

Auch hier gibt es eine leichte Beeinflussung des Touchscreens, an welche man sich aber problemlos gewöhnen kann.

Im Gegensatz zu den anderen Modellen besitzt das AVIDET Panzerglas einen großen Cutout für Kamera, Lautsprecher usw. am oberen Rand.

Der Obere und Untere Rand sind auch schwarz lackiert, aber nicht die Seiten. Das AVIDET Panzerglas sieht vernünftig aus, aber mit gefällt das andere Design noch etwas besser.

Positiv

  • Optik ist okay
  • Passform ist gut
  • Auftragen kinderleicht

Negativ

  • Liegt nicht zu 100% auf
  • Touchscreen leicht negativ beeinflusst
  • Könnte sich lösen

 

Displayschutz Folien für das Samsung Galaxy Note 9

Kommen wir zu den drei Displayschutzfolien:

Wer nun denkt das Displayschutzfolien für das Samsung Galaxy Note 9 und auch die anderen Edge Geräte von Samsung unproblematischer sind, irrt sich.

Man müsste zwar meinen das eine flexible Folien besser mit der Edge zurechtkommen, aber das ist leider auch nicht der Fall. Das blasenfreie Auftragen ist hier fast unmöglich!

Allerdings haben sich die Hersteller hier etwas ausgedacht, was auch funktioniert. Das Ganze wird meist als Wasserinstallation bezeichnet.

Alle Folien (Crocfol, Spigen und TAURI) nutzen dieses Prinzip. Hierbei wird das Display des Note 9 zunächst gereinigt, dann mit einer Art Seifen Wasser eingesprüht, so das dieses gut nass ist und dann wird die Folie aufgesetzt.

Das Wasser erlaubt es der Folie sich wirklich mit dem Display zu „verbinden“ und verdrängt die Luft. Anschließend wird das überschüssige Wasser herausgedrückt bzw. dieses trocknet weg und man hat einen perfekt sitzenden Displayschutz.

Na ja das ist die Theorie.

In der Praxis sind alle frei Folien recht ähnlich, ähnlich genug, dass diese eventuell vom gleichen Produzenten stammen könnten. Allerdings ist die Passform der Folie bei allen drei Modellen völlig unterschiedlich!

Starten wir beim Auftragen, denn dieses ist erst einmal bei allen dreien gleich „einfach“. Einfach ist für diesen Prozess sicherlich nicht der ganz richtige Ausdruck.

Wie erwähnt besprüht Ihr das Display mit einer beiliegenden Flüssigkeit, dann zieht Ihr die Folie von der Trägerschicht und setzt sie auf.

Da die Folie auf einem Wasserfilm liegt könnt Ihr diese noch etwas ausrichten. Dann kommt der schwierige Teil, Ihr müsst das und mögliche Luftblasen unter der Folie wegbekommen.

Dafür könnt Ihr Tücher, den beiliegenden Spachtel usw. nutzen. Schafft Ihr es wirklich das Wasser und die kleinen Luftblasen komplett zu entfernen ist der Sitz aller drei Folien am Ende PERFEKT!

Allerdings ist dies nicht leicht! Man muss wirklich etwas Zeit und Geduld investieren. Dies ist nicht wie bei den klassischen Displayschutzfolien, wo einmal ein Fehler die Folie versaut, aber es ist schon eine Sisyphus Aufgabe.

Wundert Euch auch nicht wenn die Folie nach dem Auftragen nicht ganz klar wirkt. Es vergehen einige Stunden ehe der letzte kleine Rest Wasser trocknet und die Folien klar werden.

Wo liegen die Unterschiede bei den Folien?

Crocfol Displayschutz für Samsung Galaxy Note 9

  • Sehr großer Lieferumfang
  • Beste Verpackung
  • Folie recht breit geschnitten
  • Recht teuer

Spigen, 2Pack, Samsung Galaxy Note 9 Schutzfolie, NeoFlex

  • Guter Lieferumfang
  • Folie mittelbreit geschnitten

TAURI [3 Stücke] Samsung Galaxy Note 9 Schutzfolie Flüssigkeit Haut

  • Guter Lieferumfang
  • Folie recht schmal geschnitten

Rein optisch gefällt mir die Crocfol ganz klar am besten, gefolgt von der Spigen. Die TAURI ist zwar auch gut, aber bedeckt die Edge nur sehr knapp. Dies hat den Vorteil das es so eine etwas breitere Hüllenkompatibilität geben soll.

Klarheit der Crocfol nach ca. 3 Stunden
Klarheit der Crocfol nach ca. 24 Stunden

Die meisten Hüllen sollten aber auch mit der Crocfol oder Spigen gut passen.

Was das Material angeht sind die Folien im Übrigen eher aus einer Art Silikon/Gummi gefertigt als aus Kunststoff. Ich finde die Textur eigentlich sehr interessant, aber sie ist weniger glatt als Kunststoff oder Glas.

Mit dem Stift gleitet man etwas schlechter, aber dies finde ich fast noch etwas angenehmer, über normales Papier gleitet man auch nicht wie über Glas.

 

Braucht das Note 9 überhaupt einen Displayschutz?

Das Note 9 verfügt über Gorilla Glas 5, ist da überhaupt ein Displayschutz nötig? Nötig nein, aber sinnvoll ja. Glas, gerade Gorilla Glas, ist recht resistent beispielsweise gegenüber Schlüsseln oder Münzen.

Mit einem normalen Küchenmesser könntet Ihr das Display beispielsweise nicht Zerkratzen, da Eisen, Aluminium oder sogar Stahl weicher ist als Glas.

Allerdings Quarze, Sand bzw. Steine können problemlos ein Smartphone Display wie das des Note 9 beschädigen. Im normalen Hausstaub können hier feine Partikel enthalten sein, welche sich auf dem Display absetzen und wenn dieses an etwas anderem reibt, zerkratzt.

Ein Displayschutz, auch wenn die Hersteller hier mit „9H“ werben, würde genauso zerkratzt, aber es gilt halt das Motto besser der Displayschutz als das Display.

 

Wie wäre es mit einem flüssigen Displayschutz?

Nein, taugt aus meiner Sicht nichts!

 

Fazit

Einen passenden Displayschutz für das Note 9 zu finden ist nicht leicht. Ihr habt hier aktuell zwei Optionen. Ihr könnt einen Glas- Displayschutz wählen oder eine Folie.

In der Regel würde ich immer zum Glas raten, allerdings ist dies aufgrund der Biegung des Displays des Note 9 etwas problematisch. Glas Displayschützer und zwar alle die ich bisher gesehen habe, kleben nicht ganzflächig am Display, sondern haben nur einen dünnen Kleberand.

Hierdurch gibt es Luft zwischen Display und Displayschützer, welche die Optik verschlechtert, den Touchscreen negativ beeinflusst und sich auch weniger gut anfühlt, da sich das Glas leicht eindrücken lässt.

Auch ist die langfristige Haltbarkeit aufgrund des nur dünnen Klebebands fragwürdig.

Die alternative sind hier Folien, welche aktuell meist eine „Wasserauftragung“ nutzen. Hierbei wird das Display mit Wasser eingesprüht um eine Blasenbildung zu verhindern (die Blasen lassen sich recht einfach entfernen, da diese im Wasser schwimmen).

Diese Folien sehen wenn gut aufgetragen perfekt aus, aber das Auftragen ist etwas aufwendiger. Auch ist das Gefühl der Folie an den Fingern „anders“.

Ihr habt also die Wahl:

Glas Displayschutz

Positiv

  • Sehr einfach aufzutragen
  • Haptik ist besser
  • Schutz etwas höher

Negativ

  • Touchscreen wird leicht negativ beeinflusst, aufgrund des Luftpolsters
  • Mehr Reflektionen aufgrund zwei separater Glasschichten
  • Können sich leichter lösen

Folie (mit Wasserauftragung)

Positiv

  • Liegt perfekt auf
  • Perfekte Passform möglich
  • Gute Haltbarkeit
  • Keine Beeinflussung des Touchscreens oder der Bildqualität

Negativ

  • Haptik „anders“
  • Komplizierter aufzutragen

Solange es keine Glas- Displayschützer für das Note 9 gibt die komplett auf dem Display aufliegen und kleben, würde ich zu den Folien raten!

Solltet Ihr dennoch einen Glas -Displayschützer testen wollen, würde ich zum Basstop Galaxy Note 9 Panzerglas oder alternativ Beyeah Samsung Galaxy Note 9 Panzerglas raten, beide sind identisch.

Mein Gewinner und auch meine Empfehlung für einen Displayschutz des Note 9 ist aber der Crocfol Displayschutz.

Habt Ihr diesen einmal gut aufgetragen, was durchaus mit etwas Geduld gut machbar ist, ist dieser optisch perfekt. Ich selbst nutze diesen auf meinem Note 9 und kann mich nicht beklagen.

Mit Crocfol Displayschutz

Lediglich der Preis ist mit 20€ für meinen Geschmack etwas hoch. Alternativ greift zur Spigen NeoFlex Displayschutzfolie.

Diese ist auch etwas hüllenfreundlicher, aber etwas schmäler geschnitten als die Crocfol. Große Probleme mit Hüllen und der Crocfol sollte es im Übrigen auch nicht geben.

  1. Crocfol Displayschutz für Samsung Galaxy Note 9
  2. Basstop Galaxy Note 9 Panzerglas <- Falls Ihr ein Panzerglas wollt
  3. TAURI [3 Stücke] Samsung Galaxy Note 9 Schutzfolie Flüssigkeit Haut
  4. Spigen, 2Pack, Samsung Galaxy Note 9 Schutzfolie, NeoFlex

Samsung Galaxy Note 9 Ladeverhalten und das optimale Ladegerät/Powerbank

Das Samsung Galaxy Note 9 ist da und mit einem der größten Akkus ausgestattet die Samsung jemals in einem Smartphone verbaut hat.

Hierdurch stellt sich natürlich die Frage, hat Samsung etwas an der Ladeelektronik verglichen mit dem S9/S9+ verändert? Nutzt dieses andere, moderne Ladestandards und lädt es schneller?

Wie schnell lädt das Note 9 überhaupt?

Dies sind ein paar Fragen die wir doch einmal in einem kleinen Test klären wollen, neugierig?

 

Welche Ladestandards werden vom Samsung Galaxy Note 9 unterstützt?

Starten wir mit der wichtigsten Frage, welche Ladestandards werden überhaupt vom Note 9 unterstützt?

Neben dem normalen Aufladen an einem normalen USB Ladegerät unterstützt das Note 9 offiziell nur noch Samsungs Adaptive Fast Charging. Das mitgelieferte Ladegerät unterstützt natürlich diesen Standard.

Adaptive Fast Charging ist im Grunde genommen Quick Charge 2.0, nur unter einem anderen Namen. So kann das Samsung Galaxy Note 9 an jedem Quick Charge 2.0 Ladegerät schnellladen.

Quick Charge 3.0 oder 4.0 wird NICHT vom Note 9 unterstützt. Was zu mindestens aus Sicht der Kompatibilität kein Weltuntergang ist, denn Quick Charge 3.0 Ladegeräte sind abwärts kompatibel zu QC 2.0.

Ihr könnt das Note 9 also an jedem Quick Charge Ladegerät mit vollem Tempo laden.

Wie steht es aber um den zweiten großen und wichtigen Standard, USB Power Delivery? Wie auch schon das Samsung Galaxy S8/S8+ und S9/S9+ verfügt das Note 9 über einen USB Power Delivery Support!

Dieser ist aber sehr „zickig“ und wirkt nur sehr halbherzig umgesetzt, dazu später mehr.

 

Wie hoch ist das Ladetempo des Samsung Galaxy Note 9?

Alle Hersteller werben mit irgendeiner Form von Schnellladen. Allerdings ist schnellladen ein sehr dehnbarer Begriff. Ab wann ist ein Ladevorgang schnell und ab wann langsam?

Ein normaler USB Port besitzt eine Spannung von 5V und einen Strom von bis zu 0,5A. Ja die USB Spezifikation sieht eigentlich einen maximalen Ladestrom für USB 2.0 von 0,5A und bei USB 3.0 von 0,7A vor.

Allerdings haben die Hersteller den Strom auf bis zu 2,4A bei Ladegeräten erhöht. Daher kann man sagen 5V 2,4A ist das Maximum, was man via USB regulär übertragen kann.

Beim Quick Charge Verfahren wurde nun nicht der Strom (also die 2,4A) weiter erhöht, sondern die Spannung wurde von 5V auf 9V angehoben (je nach Standard auch auf 12/15 oder 20V).

Es ist einfach leichter über dünne Kabel 20V zu übertragen als beispielsweise 5A. Letztendlich macht dies aber keinen Unterschied, was man erhöht, Spannung * Strom = Leistung.

5V und 4A = 20W und 20V und 1A ergeben ebenfalls 20W.

Beginnen wie von klein an. Wollt Ihr Euer Note 9 an einem normalen USB Port eines normalen PCs laden, dann lädt dieses mit 2,247W (5V 0,45A).

Etwas schneller geht es an einem guten USB Ladegerät. Im Maximum kann das Note 9 an einem normalen Ladegerät 9,26W aufnehmen bzw. 5V 1,85A.

Dabei scheint das Note 9 Ladegeräte mit einem etwas höherem Spannungslevel zu bevorzugen. Im Optimalfall sollte das Ladegerät 5,1V ausgeben, dann wird das maximale Ladetempo erreicht. Ladegeräte mit 4,8-4,9V schaffen in der Regel nur 5V und 1,3xA.

Kommen wir damit zu den Schnellladegeräten. Das originale adaptive Fast Charge Ladegerät schafft maximal 9V 1,67A, was das Note auch fast ausreizt. Ich konnte 1,47A bei 9V also 13,28W messen.

Selbiges wird auch an einem Quick Charge 3.0 Ladegerät erreicht!

Wie steht es aber um den USB Power Delivery Standard? An einem normalen USB Power Delivery Ladegerät erreicht das Note 9 5V 2,67A. Es wird also nicht die Spannung angehoben, sondern der Ladestrom. 5V 2,67A ergibt aber ebenso 13,35W! Damit ist USB Power Delivery genauso schnell wie das Nutzen von Quick Charge oder Adaptive Fast Charge.

Allerdings funktioniert USB Power Delivery nicht an allen Ladegeräten. Auch verhält sich das Note 9 an einigen Power Delivery Ladegeräten anders.

Beispielsweise am Apple MacBook Pro 61W Ladegerät lädt das Note 9 mit 9V 1,46A, was aber ebenfalls auf 13,xW hinausläuft. Das MacBook Pro Ladegerät kann bei 5V nur 2,4A liefern, vermutlich schaltet das Note daher bei diesem Ladegerät auf 9V hoch.

Hat das Smartphone aber die Wahl bevorzugt es die 5V Spannungsstufe und einen hohen Strom. Wichtig verwendet ein gutes USB C auf USB C Kabel! An schlechteren und längeren Kabeln lädt das Smartphone deutlich langsamer, gerade an einem USB Power Delivery Ladegerät.

Quick Charge ist was das verwendete Ladekabel angeht deutlich weniger anspruchsvoll.

Hier eine kleine Zusammenfassung:

Mit rund 13,xW in der Spitze ist das Samsung Galaxy Note 9 wie auch schon das S9/S9+ ein recht langsam ladendes High End Smartphone! Genau genommen laden ALLE mir bekannten High End Smartphones schneller. Die Huawei Modelle schaffen locker 22W+, das iPhone X 16W+ und das Google Pixel 2 XL 18W+.

 

Das Ladetempo

Aber natürlich sind dies Spitzenwerte, die ich gemessen habe. Während des Ladevorgangs sinkt der Ladestrom gerade gegen Ende deutlich.

Daher geben die meisten Hersteller die mit einem hohen Ladetempo prahlen wollen auch immer nur „XY % in 30Minuten“ an und nicht die Dauer des gesamten Ladevorgangs.

Wie lange dauert aber das komplette Laden des Note 9 wirklich? Hierfür habe ich dieses an einen kleinen selbst gebauten Power Logger angeschlossen. Dieser schreibt die Ladegeschwindigkeit auf eine microSD Speicherkarte mit und erlaubt somit eine nachträgliche Auswertung.

Beim Nutzen von Quick Charge bzw. den originalen Ladegerät benötigt das Note 9 rund 133 Minuten um von 0% auf 100% Ladung zu kommen. Dies ist relativ flott! Die Ladegeschwindigkeit bleibt dabei recht lange konstant bzw. steigt sogar leicht an. Ab einem Ladestand von 72%, welcher bereits nach weniger als 60 Minuten erreicht wird, beginnt dann die Ladegeschwindigkeit konstant abzubauen, bis diese 0 erreicht.

Beim Nutzen eines normalen USB Ladegerätes dauert der Ladevorgang rund 184 Minuten. Hier beginnt die Ladegeschwindigkeit ab rund 83% langsam einzubrechen. Das Note 9 hält also recht lange sein Ladetempo.

 

Das ideale Ladegerät für das Samsung Galaxy Note 9

Zwar kann das Note 9 auch an USB Power Delivery Ladegeräten sein Schnellladetempo erreichen, allerdings wirkt hier doch der Quick Charge Support robuster. Auch spielt das Ladekabel bei Quick Charge nicht so eine große Rolle, aufgrund der höheren Spannung.

Daher würde ich beim Samsung Galaxy Note 9 eher zu einem Quick Charge Ladegerät raten, als zu einem Modell mit USB Power Delivery. Ob nun Quick Charge 2.0 oder 3.0 ist an sich egal, aber wählt besser ein Quick Charge 3.0 Modell. Diese sind einfach moderner und neuer.

Das Galaxy Note 9 erreicht bereits an seinem originalen Ladegerät sein maximales Ladetempo. Ein Upgrade gegenüber dem originalen Ladegerät lohnt also nur wenn Ihr zusätzliche Feature sucht! Beispielsweise wollt Ihr mehrere USB Ausgänge, um noch andere Geräte zu laden.

Folgende Ladegeräte würde ich aktuell alternativ für das Samsung Galaxy Note 9 empfehlen:

  • Anker PowerPort+1 <- 1 Port Ladegerät, Quick Charge, gute und kompakte Alternative zum Samsung Ladegerät
  • Anker PowerPort II PD <- 2 Port Ladegerät, Quick Charge und USB PD Support, besten allround Ladegerät
  • Anker PowerPort Speed 5 <- 5 Port Ladegerät, zwei Quick Charge Anschlüsse, sehr hohe Qualität
  • RAVPower RP-PC029 <- 6 Port Ladegerät, Quick Charge, gute Qualität, sehr gute Preis/Leistung
  • RAVPower RP-PC006 <- 2 Port Ladegerät, Quick Charge, gute Qualität, kompakt für die hohe Leistung

Natürlich könnt Ihr auch jedes gute andere Quick Charge Ladegerät oder wenn Ihr kein Schnellladen benötigt auch jedes andere normale Ladegerät verwenden. Dies wären nur die Modelle, die ich aktuell mit gutem Gewissen empfehlen kann.

 

Empfehlenswerte Powerbanks für das Samsung Galaxy Note 9

Bei der Nutzung von Quick Charge benötigt das Note 9 rund 17,4Wh Energie, um von 0% auf 100% zu kommen. 17,4Wh entsprechen 4700mAh bei 3,7V.

Sofern also eine Powerbank zu 100% effizient arbeitet und ihre Kapazitätsangabe voll erfüllt, müsste diese 4700mAh mitbringen um das Note 9 einmal vollständig laden zu können. Allerdings tun dies Powerbanks nie. Meiner Erfahrung nach wird es eine ca. 5800mAh Powerbank benötigen das Note 9 einmal komplett zu füllen!

Dies ist also Faktor Nummer 1 bei der Wahl einer Powerbank.

  • 1x Note 9 Laden = 5800mAh
  • 2x Note 9 Laden = 11600mAh
  • 3x Note 9 Laden = 17400mAh
  • 4x Note 9 Laden = 23200mAh

Dies ist natürlich eine sehr grobe Überschlagsrechnung. Viele Powerbanks haben eine bessere Effizienz als die 80% die ich für diese Rechnung genutzt habe, aber mit dieser Angabe solltet Ihr auf der sicheren Seite sein. Besser etwas Kapazität übrig als mit zu wenig dastehen.

Auch ist das normale „langsame“ Laden etwas effizienter als das Nutzen von Quick Charge. Dennoch würde ich einfach aufgrund des Komfort der höheren Ladegeschwindigkeit primär Quick Charge Powerbanks empfehlen.

Folgende Modelle wären meine „Standard“ Empfehlungen für das Note 9:

Es gibt natürlich auch noch einige andere gute Powerbanks, aber mit diesen Modellen macht Ihr nichts falsch!

 

Fazit

Samsung spielt beim Note 9 wiederhin auch Nummer sicher, was Ladetempo und Ladestandards angeht.

Mit maximal 13,xW Ladetempo ist das Galaxy Note 9 eins der langsamst ladenden High End Smartphones, zumindest was das Spitzenladetempo angeht.

Dafür hält dieses eine hohe Ladegeschwindigkeit recht lange. Das Laden von 10% auf 50% beispielsweise dauert beim Note 9 sehr lange verglichen mit anderen Modellen.

Das Laden von 0% auf 100% geht mit rund 145 Minuten zwar auch nicht super schnell, aber hier kann man sich im Anbetracht des großen Akkus nicht zu sehr beschweren.

Was Ladestandards angeht unterstützt das Note 9 weiterhin Quick Charge 2.0, von Samsung als Adaptive Fast Charging bezeichnet, wie auch USB Power Delivery.

Letzteres ist aber eher ein etwas wackligerer Support. Es lädt zwar an einem USB Power Delivery Ladegerät genauso schnell wie an einem Quick Charge Ladegerät, ich würde aber fürs Note 9 eher ein Quick Charge Ladegerät empfehlen.

Ich hoffe dieser kleine Artikel konnte Euch weiterhelfen!

Das Samsung Galaxy Note 9 im Test, das Beste und Teuerste, was Samsung 2018 zu bieten hat

Es ist da! Das neue Samsung Galaxy Note 9 ist endlich auf dem Markt und löst wie üblich einen riesen Hype aus. Zu Recht? Hieran zweifele ich um ehrlich zu sein etwas.

Dass das Note 9 ein herausragendes Smartphone ist, sollte nicht überraschen. Allerdings spielt Samsung mal wieder auf Nummer sicher. Viele Komponenten wurden einfach aus dem Galaxy S9+ übernommen, wie Kamera und Prozessor. Wirklich neue oder einzigartige Funktionen gibt es augenscheinlich keine. Das Note 9 wirkt eher wie ein Galaxy S9 Plus Plus, als wie ein neues Flaggschiff.

Aber natürlich kann man ein Smartphone nicht nur nach seinen technischen Daten beurteilen. Oftmals ist das Gefühl ein Smartphone im Alltag zu nutzen ein völlig anderes.

Von daher, wie schlägt sich das Galaxy Note 9 in meinem Test? Ein lohnendes Smartphone oder sollte man doch lieber zum S9+ greifen?

 

Technische Daten und Preis

  • Samsung Galaxy Note 9
  • 6,4 Zoll Display mit 2960×1440 Pixeln Auflösung
  • Samsung Exynos 9 9810 Octa Core
  • 6GB oder 8GB RAM
  • 128GB oder 512GB Speicher (erweiterbar)
  • 12MP Hauptkamera, f/​1.5-f/​2.4
  • 12MP sekundäre Kamera, f/​2.4
  • 8MP Frontkamera, f/​1.7
  • 4000mAh Akku
  • Link zum Hersteller

Mit einem Preis ab 999€ ist das Samsung Galaxy Note 9 eins der teuersten massentauglichen Smartphones aller Zeiten. Die größere Version mit 512GB Speicher und 8GB RAM schlägt sogar mit 1249€ zu buche.

Ein sehr stolzer Preis für ein Smartphone!

Mein Tipp kauft das Note 9 mit Vertrag, die Provider scheinen von Samsung große Rabatte zu bekommen. Bei 1und1 ist das Note 9 aktuell im Sommerspecial ab 50€ im Monat zu bekommen. Rechnerisch sind dies 1349€ über die komplette Laufzeit für das Note 9 und 6GB Internet Volumen, Teflon Flat usw.

Aus meiner Sicht ist dies ein attraktiveres Angebot als direkt 999€ für das Smartphone zu Zahlen. Natürlich gibt es im Zusammenhang mit dem Note 9 auch noch sehr gute Angebote anderer Anbieter, wie dies so oft beim Launch eines neuen Smartphones von Samsung der Fall ist.

 

Das Samsung Galaxy Note 9 im Test

Samsung setzt beim Note 9 auf das 2018 typische Glas- Aluminium Design, welches natürlich stark am Samsung Galaxy S9+ angelehnt ist, nur beim Note 9 etwas kantiger wirkt.

Front und Rückseite sind mit einem an den Kanten gebogenen Glas bedeckt und werden von einem Aluminiumrahmen eingefasst. Dieser Aluminiumrahmen steht leicht hervor, wodurch sich das Note 9 nicht ganz so geschmeidig anfühlt, aber zum einen robuster ist und zum anderen auch mehr Gripp besitzt.

Was die Verarbeitung angeht, gibt es nichts zu beklagen. Das Note 9 ist ein 1000€ Smartphone und ist dementsprechend perfekt verarbeitet! Auch die Haptik ist edel und hochwertig geworden.

Ein ohne Frage sehr wichtiges Element am Note 9 ist das Display. Samsung verzichtet auf eine Notch, daher ist der Rahmen oben und unten minimal größer als bei einem iPhone X oder Google Pixel 3 XL.

Allerdings besitzt das Note 9 dennoch einen der kleinsten Displayrahmen die man bei einem aktuellen Smartphone finden kann, gerade an den Seiten. Hier ist das Display leicht gebogen, Samsung nennt dies „Edge“. Dieses gebogene erweckt den Anschein als wäre das Display an den Seiten wirklich randlos.

Eine ebenfalls sehr wichtiges Element am Note 9 ist der Stylus. Dieser lässt sich glücklicherweise im Smartphone verstauen, wo er auch nicht so leicht herausfallen kann. Es gibt hier einen Druck Mechanismus. Drückt Ihr von unten auf den Stylus kommt dieser aus dem Smartphone geploppt.

Der Stylus erlaubt wie üblich die Bedienung des Touchscreens, beinhaltet dieses mal aber auch eine Bluetooth Verbindung. Der Stylus kann somit als Fernbedienung für beispielsweise Fotos genutzt werden, praktisch!

Bei den Farben steht Euch ein „Ozean Blau“ oder ein einfaches dunkles Schwarz zur Auswahl. Wählt Ihr das Ozean Blau ist der Stylus in einem Gelb gehalten, ein interessanter Farbakzent! Bei der schwarzen Version ist der Stylus hingegen ebenfalls in Schwarz.

Gehen wir einmal um das Samsung Galaxy Note 9 herum.

Auf der Front finden wir das 6,4 Zoll große Display, eine 8 Megapixel Frontkamera, Iris Scanner und die Ohrmuschel.

Sämtliche Anschlüsse sind auf der Unterseite angebracht. Hier finden wir neben dem Platz für den Stylus den USB C Port, einen 3,5mm Kopfhöreranschluss und den Lautsprecher.

Die Tasten hat Samsung beim Note 9 mal wieder aufgeteilt. Der Einschalter ist auf der rechten Seite angebracht, die Tasten für die Lautstärke sind hingegen links gemeinsam mit der Bixby Taste.

Auf der Rückseite sind die Dual Kamera und ein Fingerabdruckscanner zu finden. Der Fingerabdruckscanner ist leider beim Note 9 recht klein geraten und etwas schwer zu erfühlen.

 

Software

Samsung hat die Letzen Jahre seine Software etwas verschlankt. Dennoch bleibt Samsungs Android Version sehr aufdringlich und teils überladen.

Schon die Einrichtung dauert vergleichsweise lang mit vielen Punkten. Aber auch später in der Benutzeroberfläche habt Ihr die erste Zeit mit andauernden Popups zu kämpfen die Euch irgendwelche Funktionen anbieten wollen.

Neu beim Note 9 ist beispielsweise der Versuch Euch einen VPN Service anzudrehen. Auch werdet Ihr regelmäßig dazu aufgefordert doch einen Samsung Account anzulegen, ganz zu schweigen von Bixby und dem Samsung eigenen App Store.

Allerdings ist natürlich nicht alles schlecht. Vom Funktionsumfang gibt es kaum ein Smartphone welches out of the Box mehr mitbringt als das Note 9.

Gerade was Notizen mit dem Stylus angeht, hat das Note 9 sehr gute Tools mit an Bord. Sehr gefällt mir auch weiterhin das „always on“ Display, welches sehr gut umgesetzt ist und auch viele nützliche Infos anzeigt.

Leider läuft das Note 9 noch mit Android 8.1. Android 9 wird natürlich kommen, nur wann ist bei Samsung die Frage. Schnelle Updates wird es beim Note 9 nicht gegeben aufgrund der aufwendigen Anpassungen die Samsung vorgenommen hat.

Der freie Speicher bei meinem 128GB Note 9 viel mit 108,8GB ausreichend groß aus, zumal dieser sich noch erweitern lässt.

 

Display

Samsung ist ohne Frage der beste Hersteller wenn es um Smartphone Displays geht. Es hat schon einen Grund das selbst Apple bei Samsung seine Displays kauft.

Dieser Grund zeigt sich auch beim Note 9! Samsungs AMOLED Displays sind einfach fantastisch!

Farben sind klar und kräftig, ohne dabei zu sehr übersättigt zu wirken. Kontraste sind aufgrund der AMOLED Technologie perfekt und im Gegenzug ist auch die maximale Helligkeit beeindruckend!

Wie auch schon das S9+ hat das Note 9 eins der hellsten und am besten ablesbaren Displays im Außeneinsatz. Auch die Schärfe ist dank 2960×1440 Pixeln Auflösung sehr gut.

Ja ich würde unterschreiben, dass das Samsung Galaxy Note 9 das beste Smartphone Display aktuell hat. Ist es deutlich besser als das Display des S9+, iPhone X oder S8? Es ist sicherlich etwas besser als das Display des iPhone X oder S8, aber der Unterschied ist auch nicht gigantisch.

Verglichen mit einem Google Pixel 2 XL oder OnePlus 6 ist allerdings schon ein guter Unterschied zugunsten des Note 9 zu erkennen.

Kleine Info, man kann beim Note 9 nicht die automatische Display-Helligkeit abschalten! Selbst wenn Ihr dies in den Einstellungen macht habt Ihr keine 100%ige freie Kontrolle über die Helligkeit.

 

Sound

Samsung setzt erfreulicherweise beim Note 9 wie auch beim S9 auf Dual Lautsprecher. Wobei dies nur halb richtig ist. Das Note 9 verfügt über einen Lautsprecher auf der Unterseite, der aber bei der Wiedergabe von Medien Unterstützung von der Ohrmuschel erhält.

Hierdurch produziert das Note 9 durchaus einen Stereo-Klang. Allerdings ist die Ohrmuschel merklich etwas schwächer als der Hauptlautsprecher.

Das Note 9 ist dennoch ausreichend laut und klar klingend. Auch die Klangfülle passt für ein Smartphone, ist aber nicht ganz Spitzenklasse. Es gibt durchaus Smartphone mit noch beeindruckenderen Lautsprechern.

Im Gegensatz zum iPhone X, welches sehr starke Lautsprecher hat, hat das Note 9 aber zusätzlich auch noch einen Kopfhöreranschluss.

Dieser produziert selbst mit etwas größeren/hochwertigeren Kopf/Ohrhörern einen guten wenn nicht sogar sehr guten Klang! Man ist hier zwar nicht ganz auf dem Level der diversen LG Smartphones mit gesondertem DAC, aber kann ein iPhone X, Google Pixel 2 XL und so ziemlich alle Smartphones mit einem USB C Adapter problemlos überbieten.

 

Kamera

Das Note 9 kopiert bei den Kameras das Samsung Galaxy S9+. Wir haben also wieder Samsungs 12 Megapixel Hauptkamera mit variabler Blende von f1.5 bzw. f2.4 und die sekundäre 2x „Zoom“ Linse ebenfalls mit 12 Megapixeln und F2.4.

Beim Sensor der Hauptkamera setzt Samsung anscheinend auf den eigenen S5K2L3 (SAK2L3) Sensor. Warum anscheinend? Beim S9+ ist Samsung zweigleisig gefahren, die europäischen Modelle hatten den S5K2L3, die US Modelle den Sony IMX345. Ob es auch beim Note 9 unterschiedliche Sensoren gibt kann ich nicht sagen.

Es ist aber vermutlich, dass wir den S5K2L3 Sensor haben. Hierbei handelt es sich um einen 1/2.6 Zoll Sensor mit 1,4 μm Pixeln. Dies in Kombination mit der maximalen Blende von f1.5 sollte für eine hervorragende Low Light Performance sorgen.

Kommen wir auch ohne große weitere Umschweife zu den Testbildern. Diese sind wie üblich nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen. Beim Anklicken der Aufnahmen wird die volle Qualität geladen! Mobile Nutzer aufgepasst!

Beginnen wir mit der wichtigsten Frage, haben wie hier 1 zu 1 die gleichen Aufnahmen wie beim S9+? Nicht ganz, Samsung hat an der Software ein paar Optimierungen bzw. Veränderungen vorgenommen.

Fotos des S9+ und Note 9 haben einen ähnlichen Style. Die Aufnahmen des Note 9 sind aber teils etwas kontrastreicher, was ich positiv bewerte!

Generell können die Fotos des Samsung Galaxy Note 9 mit einer hervorragenden Schärfe und Detaildarstellung punkten. Hier besitzt das Note 9 die aktuell stärkste Smartphone Kamera!

[spoiler title=’Vergleichsbilder, Note 9, iPhone X, Pixel 2, S9+, OnePlus 6′ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Note 9
Pixel 2 XL
Galaxy S9+
iPhone X
Note 9
Pixel 2 XL
Galaxy S9+
iPhone X
Note 9
Pixel 2 XL
Galaxy S9+
iPhone X
Note 9
OnePlus 6
Pixel 2 XL
Galaxy S9+
iPhone X
Note 9 (Zoom Kamera)
OnePlus 6 (Zoom Kamera)
Galaxy S9+ (Zoom Kamera)
iPhone x (Zoom Kamera)
Note 9
OnePlus 6
Pixel 2 XL
Galaxy S9+
iPhone X
Note 9
OnePlus 6
Pixel 2 XL
iPhone X

 

Note 9
OnePlus 6
Pixel 2 XL
iphone X
Note 9
OnePlus 6
Pixel 2 XL
iPhone X

[/spoiler]

Auch Farben sind sauber und meist recht kräftig. Hier schwankt das Note 9 allerdings teils etwas. Manche Fotos sind sehr kräftig und kontrastreich, andere etwas matter. Das Verhalten war mir schon beim S9+ aufgefallen.

Beispielsweise ein Samsung Galaxy S8 produziert nochmals deutlich kontrastreichere und sattere Aufnahmen. Samsung scheint bei der 9er Serie etwas mehr Wert auf Natürlichkeit zu legen.

Was Dynamik und Auto HDR angeht kann nur Google Pixel 2 mit dem Note 9 mithalten und selbst das nicht immer. Kaum ein anderes Smartphone kann mit unterschiedlichen Lichtbedingungen und Schatten in einem Bild so gut umgehen wie das Note 9.

Eine weitere große Stärke ist ohne Frage das Low Light. f1.5 Blende + großer Sensor = gute Leistung im Dunklen.

Dies bestätigt sich auch in der Praxis. Das Note 9 kann hier problemlos das Google Pixel 2 XL, iPhone X, OnePlus 6 usw. bestehen.

Fotos sogar bei extrem wenig Licht sind weiterhin sehr scharf und detailliert. Auch ist das Rauschen erfreulich dezent und unauffällig. Probleme mit dem Verwackeln von Aufnahmen hatte ich zudem sehr wenig.

Das einzige was beim Note 9 wirklich eher mäßig ist, ist der Porträt Modus. Legt Ihr auf diesen besonders viel Wert greift lieber zum iPhone X!

 

Leistung und Benchmarks

Das Note 9 setzt wie auch das S9/S9+ bei uns auf den Samsung Exynos 9 9810 Octa Core SoC. Wie meist üblich handelt es sich hier um einen 4+4 Chip. Es gibt also vier schnelle Kerne welche mit 2,8GHz getaktet sind und vier langsamere, Energie effizientere Cortex-A55 Kerne mit 1,7GHz.

Der Exynos ist dabei im Energie effizienten 10nm Prozess gefertigt und feierte seine Primäre dieses Jahr im Samsung Galaxy S9/S9+.

Gepaart ist der Exynos 9 9810 Octa Core mit 6GB bzw. 8GB RAM und 128GB bzw. 512GB Speicher. Letzterer ist natürlich nach dem UFS 2.1 Standard angebunden, was in Smartphones aktuell das Bestmögliche ist.

Wollen wir uns für eine bessere Beurteilung der Leistung doch einmal ein paar Benchmarks ansehen.

Das Note 9 schneidet in den meisten Benchmarks wie erwartet ab. Einen wirklichen Vorteil gegenüber dem S9+ durch eine verbesserte Kühlung konnte ich hier unterm Strich nicht bemerken.

Der Exynos 9 9810 im Note 9 kann sich durchaus gegen den aktuellen Snapdragon 845 behaupten, gerade was die Leistungsfähigkeit der CPU angeht. Hier ist der Exynos 9 9810 sogar dem Snapdragon 845 überlegen.

Bei der GPU ist allerdings der Snpdragon 845 wieder stärker. Im Antutu benchmark, welcher alle Komponenten des Smartphones mit in den Test einbezieht, kann sich das Note 9 vor beispielsweise das LG G7 setzen, bleibt aber hinter dem Sony Xperia XZ2 oder ASUS Zenfone 5z zurück.

 

Im Alltag

Benchmarks können zwar eine gewisse Auskunft über die Leistung eines Smartphones geben, aber spiegeln nicht zwingend die Leistung im Alltag wieder.

Von daher wie fühlt sich die Nutzung des Note 9 im Alltag an? Samsungs Software ist zwar immer noch etwas schwerer als von vielen anderen Herstellern, aber ob nun durch reine Hardware Power oder Optimierungen das Note 9 läuft wie man dies bei einem Preis von 1000€ erwarten darf.

Die Benutzeroberfläche läuft flüssig, Apps starten in Rekordzeit und auch in den Apps gibt es keine merkbaren Verlangsamungen. Selbst wenn es zum Nachladen von Daten/Medien kommt.

Sehr Ähnliches gilt auch für Spiele, selbst wenn diese etwas fordernder sind. Viel besser können Apps nicht laufen als dies auf dem Note 9 der Fall ist.

Einen wirklich großen Unterschied zu Smartphones mit dem Snapdragon 845 konnte ich nicht bemerken.

Lediglich Bixby kann Ruckler auslösen! Wo wir gerade bei Bixby sind, dies ist vermutlich das mit abstand nervigste am Note 9. Zum einen kommt man andauern auf diese Gott verdammte Bixby Taste am linken Rand des Smartphones (welche sich gefühlt sogar extra leicht drücken lässt), zum anderen kann Bixby nicht viel.

Gerade in Deutschland scheinen viele Funktionen einfach zu fehlen und das was da ist, ist schlicht und ergreifend schlechter umgesetzt als beim Google Assistent oder Amazon ALEXA. Ich sehe hier keinen Mehrwert.

Auch etwas nervig bzw. unglücklich ist der Fingerabdruckscanner. Dieser ist relativ klein und schwer zu erfühlen. Was die Genauigkeit und das Tempo angeht ist dieser nicht ganz Spitzenklasse, aber gut nutzbar.

Ähnliches gilt auch für die Gesichtserkennung bzw. den Iris Scanner. Es gibt hier schnellere Smartphones, aber ich habe das Gefühl als würde das Note 9 etwas genauer arbeiten. Generell ist aber die Kombination aus Gesichtserkennung, Fingerabdruckscanner und Iris Scanner sehr praktikabel.

 

Akku

Beim Akku setzt Samsung Gott seid Dank auf ein etwas größeres 4000mAh Modell. 4000mAh sind zwar durchaus eine ordentliche Kapazität, aber auch nicht absolut überragend.

Mittlerweile ist diese Kapazität bei den „großen“ Smartphones wie den Huawei Mates und Co. nicht mehr so exotisch wie es noch vor ein paar Jahren der Fall gewesen wäre. Gerade, wenn man an das große 6,4 Zoll Display bedenkt, ist die Akku Kapazität auch dringend nötig.

Von daher wie schlägt sich das Note 9 in meinem üblichen Akku Test?

Ich konnte hier eine aktive Nutzungszeit von rund 8 Stunden erreichen. Dies bei einer gemixten Last aus Webbrowsen, Social Media, Youtube usw.

Ein gutes Ergebnis! Unter Voll-Last und hoher Displayhelligkeit werdet Ihr das Note 9 in gut 4-5 Stunden leer bekommen, aber dies ist ja nicht die Regel.

Die meisten Normalnutzer sollten mit dem Smartphone ca. 2-3 Tage durchhalten. Intensivnutzer werden sicherlich 1,5-2 Tage schaffen ohne ans Netz zu müssen.

 

Fazit

Das Samsung Galaxy Note 9 ist ein extrem gutes Smartphone, welches an sich jedem Nutzer zu empfehlen wäre der ein großes High End Smartphone sucht.

Mehr Leistung ist aktuell bei keinem Konkurrenten zu finden! Damit beziehe ich mich nicht nur auf die Leistung des Samsung Exynos 9 9810 Octa Core SoC, sondern auch auf die Kamera und das Display.

Displays kann Samsung bauen, dies sieht man auch beim Note 9. Dieses besitzt ohne Frage das beste Smartphone Display aktuell am Markt! Dieses ist nochmals ein kleines Stück besser als beispielsweise das Display des iPhone X, welches ebenfalls herausragend ist.

Die Dual Kamera macht ebenso einen tadellosen Job. Was Detaildarstellung und Zuverlässigkeit angeht gibt es kaum einen Konkurrenten, der mithalten kann. Zwar gibt es durchaus Situationen, in denen ein Huawei P20 Pro oder Google Pixel 2 XL bessere Aufnahmen machen kann, aber man kann hier nicht pauschal sagen wer denn nun die beste Kamera hat.

Samsung spielt hier ganz klar oben mit!

Auch Akkulaufzeit, Lautsprecher, Alltagsnutzung usw. sind als deutlich überdurchschnittlich einzustufen. Selbst der Stylus ist oftmals sehr nützlich.

Kurzum das Note 9 ist das perfekte Smartphone?!

Das Einzige was man dem Note 9 ankreiden kann ist, dass Samsung bei diesem absolut auf Nummer sicher gespielt hat. Zwar fühlt sich die Nutzung des Note 9 im Alltag doch ein gutes Stück anders an als die des S9+, aber letztendlich sind beide Smartphones extrem ähnlich.  Nur, dass das Samsung Galaxy S9+ 680€ kostet und das Note 9 999€.

Aus Preis/Leistungssicht ist also ganz klar zum S9+ zu raten, ähnlich gutes Display, gleicher SoC und Kamera. Das Note 9 ist also gut, aber langweilig, zu mindestens aus der Sicht eines technik enthusiasten!

Spielt das Geld allerdings keine Rolle oder Ihr findet ein gutes Angebot mit Vertrag oder bei Vertragsverlängerung, dann kann man das Samsung Galaxy Note 9 natürlich voll empfehlen. Das Note 9 ist das beste Samsung Smartphone aller Zeiten!

Positiv

  • Sehr gute Kamera
  • Hohe Leistung
  • Herausragendes Display
  • Gute Lautsprecher
  • Hochwertige Haptik
  • Wassergeschützt nach IP68
  • Kabelloses Laden
  • Gute Akkulaufzeit

 

Negativ

  • Software recht überladen
  • Sehr hoher Preis!
  • Bixby nert

Das Ikea STORHÖGEN Batterieladegerät im Test

Ikea ist natürlich primär für seine Möbel bekannt, produziert aber auch diverse andere interessante Geräte.

Damit meine ich beispielsweise das TRÅDFRI Beleuchtungssystem oder Ikeas Werkzeuge. Ikea bietet aber auch schon seit längerem STORHÖGEN an.

Bei STORHÖGEN handelt es sich um ein Batterie-Ladegerät. Klingt ja erst einmal weniger spannend, ist es aber!

Denn STORHÖGEN kann gleich 12 Batterien, AA oder AAA, gleichzeitig laden, was mehr oder weniger einmalig ist. Hinzu kommt ein sehr interessanter Formfaktor und eine hoffentlich starke Elektronik.

Natürlich ist auch der Ikea Preis von 30€ sehr fair, sofern denn das Ladegerät auch wirklich gut ist. Dies wollen wir in einem kleinen Test herausfinden!

Kann das Ikea STORHÖGEN Ladegerät im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Ikea STORHÖGEN im Test

Ikea setzt beim STORHÖGEN Ladegerät auf ein sehr interessantes Design. Dieses ist wie ein Buch geformt und könnte auch in einem Bücherregal verstaut werden.

Hieraus kann man natürlich auch entnehmen, dass es sich beim STORHÖGEN nicht um ein besonders kompaktes Ladegerät handelt. Dies liegt natürlich größtenteils an den satten 12 Schächten für Batterien und dem großen LCD Display.

Aber bleiben wir erst einmal beim Äußeren. Das Gehäuse des STORHÖGEN Ladegerätes ist größtenteils aus einem weißen Kunststoff gefertigt, wurde aber auch mit einigen grauen Gummielementen versehen.

Letztere verhindern das Verrutschen des Ladegerätes auf einem Tisch. Interessanterweise ist es auch möglich das STORHÖGEN an eine Wand zu montieren.

Die meisten Nutzer werden das Ladegerät allerdings vermutlich normal auf einem Tisch nutzen. Um hier die Batterien bzw. das Ladegerät zu schützen, verfügt dieses über eine Klappe auf der Oberseite, wie auch eine integrierte Kabel-Führung.

Benötigt Ihr das Ladegerät nicht, lässt sich dieses einfach im Schrank verstauen. Ikea verzichtet sogar auf ein klobiges externes Netzteil und das vorhandene Netzkabel lässt sich einfach auf die Kabelführung aufrollen.

Ikea hat dem STORHÖGEN 12 Schächte für NiMH Akkus verpasst, welche jeweils eine AA oder AAA Batterie aufnehmen können. Die Schächte sind hierbei sehr passgenau gefertigt. Akkus lassen sich gut einsetzen, wie auch entnehmen.

Bei einigen NiMH Ladegeräten muss man sich mit irgendwelchen Feder-Konstruktionen usw. herumschlagen. Dies ist hier nicht der Fall.

Die 12 Schächte sind physisch in zwei Gruppen unterteilt, zu dessen Mitte sich ein Display befindet. Klappt Ihr das Ladegerät auf, wird dieses Display beleuchtet und zeigt den aktuellen Ladestand an.

Der Ladestand kann in vier Stufen angezeigt werden, für jeden der Akkus.

 

Das Aufladen

Beginnen wir mit der Basis. Bei vielen günstigeren Ladegeräten sind zwei Schächte immer zusammengeschaltet, Ihr könnt also Akkus nur paarweise laden.

Dies ist hier nicht der Fall. Ihr könnt im Ikea STORHÖGEN Ladegerät wirklich völlig frei 1-12 Akkus laden.

Wie bereits erwähnt wird Euch der aktuelle Akkustand auf dem Display angezeigt. Das Display geht allerdings nach einigen Minuten in den Standby und lässt sich nur durch das erneute Öffnen der Klappe wieder reaktivieren.

Dies hat aber auch einen Vorteil. Der Stromverbrauch des Ladegerätes ist extrem gering! Liegen keine Akkus im Ladegerät und ist das Display aktiv, benötigt dieses gerade einmal 0,2W. Ist das Display aus, sinkt der Stromverbrauch auf ein solch niedriges Level, dass dies nichtmehr von meinem Messgerät angezeigt werden kann.

Auch wenn alle Akkus voll sind, sinkt der Energieverbrauch mehr oder weniger auf 0W. Das Ikea STORHÖGEN Ladegerät stoppt also, sobald es erkennt, dass die Akkus voll sind und lädt diese nicht weiter, wie es viele der sehr günstigen Ladegeräte machen.

Und nein NiMH kann man in diesem Sinne nicht überladen. Sind NiMH voll, wird einfach zusätzliche Energie in Wärme umgewandelt, weshalb diese günstigen Ladegeräte auch meist nur sehr langsam laden.

Wo wir beim Ladetempo sind, wie steht es hier um das Ikea STORHÖGEN? Mäßig würde ich sagen.

STORHÖGEN ist kein Schnellladegerät! AA Akkus werden lediglich mit 0,2A bzw. 200mAh geladen und AAA Akkus mit 0,1A bzw. 100mAh.

Eine Akkuladung kann also gerne 10 Stunden oder mehr dauern. Dies versucht das Ladegerät aber durch die Anzahl der Schächte zu kompensieren, wie auch dadurch, dass Ihr die Akkus permanent im Ladegerät lassen könnt.

Intern basiert dieses im Übrigen auf einem 5V System. Die Ladeelektronik scheint auch recht robust zu sein. Es ist beispielsweise ein Schutz gegen ein Verpolen und Kurzschlüsse vorhanden. Die Ladeentspannung liegt bei rund 1,49V und es spielt bei der Ladegeschwindigkeit keine Rolle wie viele Akkus Ihr eingesetzt habt, diese ist immer gleich.

 

Fazit

Ikea zeigt auch immer wieder, dass man neben guten und günstigen Möbeln auch praktische und gute elektronische Helfer konstruieren kann.

Gerade wenn Ihr einen hohen Batterieverbrauch habt, ist das Ikea STORHÖGEN Ladegerät dank seiner 12 Schächte und gutem Ladesystem, welches erlaubt die Akkus permanent eingelegt zu lassen, natürlich ideal.

Zwar ist der Ladevorgang recht langsam, ein AA Akku kann gut 10 Stunden+ benötigen, aber dies wird einfach durch Masse kompensiert.

Hinzu kommt der praktische Formfaktor und der sehr faire Preis und einer Empfehlung steht nichts im Wege!

Lediglich wenn Ihr einen geringen Batterieverbrauch habt, würde ich vermutlich eher zu einem 4 Bay Schnellladegerät raten, als zum Ikea STORHÖGEN.

STORHÖGEN ist gedacht für einen konstanten Batterievorrat zu sorgen und dies macht das Ladegerät auch hervorragend!

Die Lenovo Bizer 10000mAh Ultra Slim Power Bank im Test

Ähnlich wie es Apple Fans gibt, gibt es auch jede Menge Fans von IBM/Lenovo Thinkpads. Für diese Fans hat Lenovo eine optisch passende kleine Powerbank auf den Markt gebracht, die Bizer 10000mAh Ultra slim Power Bank.

Durchaus interessant! Eine Powerbank von einem großen Notebook Hersteller ist etwas was man eher seltener sieht.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob es sich hier nur im einen besseren Lenovo Merchandise Artikel handelt oder auch um eine wirklich gute und empfehlenswerte Powerbank!

 

Die Lenovo Bizer 10000mAh Ultra Slim Power Bank im Test

Lenovo hat bei der Bizer Powerbank besonders viel Wert auf eine stimmige Optik gelegt. Stimmig bedeutet die Powerbank soll möglichst gut zu den Lenovo Thinkpad Notebooks passen. Ist dies gelungen?

Das Urteil darüber überlasse ich Euch! Die Powerbank selbst ist komplett aus Kunststoff gefertigt, besitzt aber auf ihrer Oberseite eine Linien Textur, welche eine robustere Haptik und Optik vermitteln soll. Zusätzlich ist auch ein rotes Lenovo Logo und ein roter Einschalter angebracht.

Die Unterseite ist hingegen aus normalem matten Kunststoff gefertigt. Lenovo setzt bei der Bizer Powerbank auf einen Lithium Polymer Akku, dies erlaubt es das Gehäuse der Powerbank etwas flacher zu halten. Allerdings würde ich die Bizer Powerbank auch nicht als extrem kompakt für die 10000mAh Kapazität einstufen. Es gibt durchaus Powerbanks welche diese Kapazität in ein noch kleineres Gehäuse quetschen. Zu groß ist die Lenovo Bizer allerdings auch nicht.

Wie steht es um die Anschlüsse? Die Bizer besitzt zwei USB Ausgänge welche zu jeweils 2,4A in der Lage sind, gemeinsam aber nur zu 3A.

Damit ist es, problemlos möglich zwei Smartphones gleichzeitig zu laden, oder ein großes Tablet (iPad). Um das einmal noch deutlich zu sagen, man kann mit der Lenovo Bizer Powerbank KEINE Lenovo Notebooks laden!

Zum Aufladen der Powerbank selbst besitzt diese einen microUSB Eingang. Dieser soll laut Hersteller bis zu 2A aufnehmen können. Verwendet zum Aufladen der Powerbank ein vernünftiges USB Ladegerät! Das Aufladen an einem PC oder Notebook kann ich nicht empfehlen, hier würde das Aufladen rund 20 Stunden dauern.

Um den Ladestand zu überprüfen, besitzt die Powerbank die üblichen vier Status LEDs, welche je nach verbliebender Kapazität aufleuchten.

 

Messwerte

Beginnen wir wie üblich mit der Kapazität. Lenovo gibt 10000mAh an, messen konnte ich 8428mAh bzw. 35,187Wh.

Dies entspricht 84% der Herstellerangabe, was ein guter Wert ist. Warum sind 84% ein guter Wert?

Die Herstellerangabe bezieht sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akku Zellen. Diese werden hier auch 10000mAh Kapazität haben, jedoch beim entladen der Akku Zellen geht immer etwas Energie verloren.

In der Regel kann man sagen, dass zwischen 10% und 20% der Energie beim Entladen in Wärme verpufft. Es ist im Übrigen auch bei anderen Herstellern normal, dass die Kapazitätsangabe sich nicht auf die nutzbare Kapazität bezieht. 84% „echter“ Kapazität sind also okay.

Wie steht es um das Ladetempo? Folgende Smartphones habe ich an der Lenovo Bizer getestet:

  • Samsung Galaxy S8+ 1,47A
  • Google Pixel 2 XL 1,42A
  • Huawei Mate 10 Pro 1,8A
  • Apple iPhone X 1,42A
  • Apple iPad Pro 10.5 2,24A

Beginnen wir bei den Apple Geräten. Das iPhone X erreichte an der Powerbank 1,42A bzw. 1,38A. Das iPad Pro erreicht 2,24A bzw. 2,18A. Der innere Port scheint immer ein Tick langsamer zu sein bzw. dieser besitzt eine niedrigere Basis Spannung.

Bei den meisten Android Smartphones machte dies allerdings keinen Unterschied. Das Samsung Galaxy S8+ erreichte gute 1,47A, das Google Pixel 2 XL 1,42A und das Huawei Mate 10 Pro 1,62A.

Dies sind grundsolide Werte! Allzu viel besser geht es für eine Powerbank nicht, sofern diese nicht Quick Charge/USB Power Delivery nutzt.

Wenn nun die Lenovo Powerbank leer ist, wie lange dauert das Wiederaufladen? Ich konnte einen Ladestrom in der Spitze von 1,89A bei 5V messen.

Eine vollständige Ladung dauert also rund 6 Stunden. Nicht übermäßig schnell, aber auch nicht zu langsam.

 

Fazit

Die Lenovo Bizer 10000mAh ist eine gute Standard Powerbank. Der primäre Kaufgrund für diese Powerbank ist natürlich das Design. Seid Ihr ein Lenovo Fan oder wollt Ihr diese an einen Lenovo Fan verschenken? Dann spricht nichts dagegen die Powerbank zu kaufen.

In meinem Test bot diese eine gute Allroundleistung, ob nun in Kombination mit Apple Smartphones/Tablets oder den gängigen Android Smartphones spielte keine Rolle.

Die Kapazitätsangabe wird zudem größtenteils eingehalten und auch die Größe der Powerbank ist okay. Ebenfalls okay ist auch der Preis. 22€ ist für das hier Gebotene als fair anzusehen.

Ja es gibt noch günstigere, ähnlich gute Powerbanks, wie z.B. die EasyAcc PB10000CF oder die RAVPower RP-PB005, aber wenn Euch hier das Design besonders gut gefällt, und/oder der Marke Lenovo mehr vertraut, will ich Euch nicht vom Kauf abhalten.

Der Netgear Nighthawk Pro Gaming XR500 im Test, ein Gaming Router wie er sein soll! (mit 160mhz Kanalbreite)

Zuverlässiges und gutes WLAN ist gerade beim Gaming extrem wichtig. Dies haben auch die Hersteller von Netzwerk Geräten erkannt. Ganz besonders ASUS wie auch Netgear haben eigene WLAN Router Serien für Gamer auf den Markt gebracht.

Diese sollen durch eine besonders hohe Leistung wie auch Stabilität punkten. Das neuste Modell von Netgear ist hier der Nighthawk Pro Gaming XR500.

Dieser soll neben einer starken Hardware auch mit diversen Software Featuren punkten. Aber klappt dies? Schauen wir uns im Test an was der XR500 von Netgear kann und vor allem wie gut!

Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an Netgear für das Zurverfügungstellen des Nighthawk Pro Gaming XR500 für diesen Test!

 

Der Netgear Nighthawk Pro Gaming XR500 im Test

Netgear setzt beim Nighthawk Pro Gaming XR500 auf ein sehr aggressives und offensives Design, mit vielen Kanten und Lufteinlässen.

Die Front des Routers hat dabei weniger etwas von einem WLAN Router und erinnert viel mehr an einen Luxus Sportwagen/ Konzept Car. Dieses Design hat natürlich weniger einen funktionalen Grund, selbst ein High End WLAN Router braucht nicht so viele Lufteinlässe, sondern ist einfach der Gaming Ausrichtung geschuldet.

Man kann durchaus über dieses Design streiten, aber im Großen und Ganzen denke ich, dass Netgear hier eigentlich einen ganz guten Job gemacht hat. Sicherlich in einem professionellen Büro würde der XR500 etwas deplatzierter wirken als auf einem Gaming Schreibtisch, aber das liegt in der Natur eines Gaming WLAN Routers.

Bei Gehäuse setzt Netgear ganz klassisch auf Kunststoff. Dieser ist größtenteils matt, teils aber auch mit Hochglanz Akzenten versehen.

Rein qualitativ ist der Nighthawk Pro Gaming XR500 sehr vernünftig, aber auch nicht überragend massiv. Allerdings spielt dies bei WLAN Routern eh keine große Rolle.

Der Aufbau des XR500 ist wie bei den meisten WLAN Routern üblich. Auf der Front finden wird einige Status LEDs, für Systemstatus, Internet, die diversen LAN Ports usw.

Die Anschlüsse des Routers sind hingegen fast vollständig auf der Rückseite angebracht. Hier finden wir zunächst einen WAN Port und vier LAN Ports. Alle fünf Anschlüsse bieten natürlich die übliche Gigabit Geschwindigkeit.

Ebenfalls auf der Rückseite ist ein Ein/Ausschalter, ein LED Ein/Ausschalter und der Anschluss für das Netzteil.

Der Nighthawk Pro Gaming XR500 verfügt auch über zwei USB 3.0 Anschlüsse, diese sind allerdings seitlich angebracht.

Bonuspunkte gibt es für eine gut erreichbare WPS und WLAN Ein/Austaste auf der Oberseite des Routers.

 

Software

Ein großer und wichtiger Teil des Nighthawk Pro Gaming XR500 ist ohne Frage die Software. Netgear setzt hier auf das sogenannte „DumaOS“. Hierbei handelt es sich um ein Betriebssystem speziell für WLAN Router, welches eine besonders tiefe und gute Kontrolle über das Netzwerk, wie auch ein besonders hohes Tempo erlauben soll.

DumaOS ist in einem gewissen Rahmen mit DD-WRT vergleichbar, nur in einem Kommerziellen Sinne. Grundsätzlich könnten auch andere Router Hersteller das DumaOS einsetzen, Netgear ist hier nur der Erste.

Ist aber dieses DumaOS wirklich so gut? Ja!

DumaOS ist ganz klar an „Gamer“ und High End Nutzer gerichtet. Dabei bietet die Benutzeroberfläche recht viele Möglichkeiten und Optionen, ist aber gerade visuell sehr gut und übersichtlich gestaltet.

Das Ganze hat mich etwas an die Benutzeroberfläche von High End ASUS WLAN Routern erinnert. Zwar bietet DumaOS etwas weniger Einstellungsmöglichkeiten als die ASUS Gaming Benutzeroberfläche, ist dafür aber ein gutes Stück übersichtlicher.

Starten wir aber am Anfang, also bei der Einrichtung. Diese ist sehr simpel gemacht. Verbindet Euch mit dem Router via LAN oder WLAN und ruft eine beliebige Webseite auf.

Ihr solltet direkt auf die Router Benutzeroberfläche weitergeleitet werden. Hier reicht im Grunde genommen einfaches Weiterklicken aus um den Router komplett einzurichten.

Nach der Einrichtung könnt Ihr die Benutzeroberfläche durch das Aufrufen von routerlogin.net erreichen.

Hier erwartet Euch ein sehr schickes und modern gestaltetes Dashboard mit einer ersten Übersicht über alle Funktionen. Da es sich um ein „Gamer“ Produkt handelt, ist die Benutzeroberfläche natürlich in Schwarz/Rot gestaltet.

Allerdings gefällt mir das Design gut!

Sehr gut gefallen mir auch die Kontrollfeatures. Der Router kann Euch eine Live Übersicht präsentieren welches Gerät im Netzwerk gerade wie viel Trafik produziert und wie sehr im Gesamten das Netzwerk ausgelastet wird.

Basierend auf diesen Informationen könnt Ihr dann auch ein „QoS“ Feature aktivieren. QoS steht für Quality of Service. QoS kann Euer Internet nicht schneller machen oder magisch alle LAGs in Spielen verschwinden lassen.

QoS kann allerdings bei parallelen Zugriffen von mehreren Computern/Geräten dafür sorgen, dass einzelne Geräte bevorzugt behandelt werden.

Spiele benötigen in der Regel nur sehr wenig Bandbreite, allerdings macht jemand bei Euch im Netzwerk gerade einen großen Download wird bei einem normalen Router der gesamte Trafik gleich behandelt und die Pakete nacheinander abgearbeitet. Das bedeutet auch wenn Euer Spiel nur wenig Bandbreite frisst werden die Pakete unter Umständen zurückgestellt mach dem Motto, ein Paket Download, ein Paket Spiele, ein Paket Download, ein Paket Spiele usw. Für den Download ist es kein Problem wenn mal ein Datenpaket zurückgestellt wird, für das Spiel schon.

QoS geht nun hin leitet Spiele Datenpakete an anderen Anfragen vorbei. Dies reduziert die Downloadgeschwindigkeit für andere Teilnehmer kaum bis gar nicht, sorgt aber für deutlich niedrigere und konstantere Ping Zeiten.

Gibt es aber natürlich niemand anderen der gerade einen großen Download ausführt, kann QoS auch nichts bringen.

Auch könnt Ihr mit dem XR500 die Download/Upload Geschwindigkeit für einzelne Teilnehmer komplett limitieren.

Eine weitere Besonderheit welche aktuell exklusiv für den Netgear Nighthawk Pro Gaming XR500 ist, ist die Geo Filterung.

Diese blockiert die Verbindung zu weit entfernten Server, natürlich nur in Spielen. Wenn Ihr beispielsweise Call of Duty an einer Konsole spielt habt Ihr keinen Einfluss darauf wo der Server steht mit dem Ihr Euch verbindet.

Theoretisch sollte das Spiel versuchen Spieler mit ähnlicher Region miteinander zu verbinden, dies klappt allerdings nicht immer wie jeder weiß. Der Geo Filter soll hier helfen.

Funktionierts? Ja durchaus, aber nur in unterstützten Spielen! Die wichtigsten wären hier Call of Duty und PUBG.

Neben diesen „Gaming“ Feature bietet der XR500 Euch auch eine gute Übersicht über alle im Netzwerk vorhandenen Geräte. Hier könnt Ihr gelegentlich mal ein Auge drauf werfen ob alle vorhandenen Geräte auch wirklich im Netzwerk sein dürfen.

Die generellen Einstellungen beim XR500 sind etwas versteckt, aber durchaus sehr vielfältig. Ihr habt über alle gängigen Optionen, WLAN Name, Passwort, Bandstering, das genutzte WLAN Band/Frequenz usw. die Kontrolle.

Hier wurden keine Optionen unter dem Vorwand der Einfachheit entfernt.

Unterm Strich ist die Benutzeroberfläche des Netgear Nighthawk Pro Gaming XR500 mit die beste die ich seit langem gesehen habe! Hier hat Netgear bzw. DumaOS einen wirklich guten Job gemacht eine gute Mischung aus Nutzbarkeit, Design und Funktion zu liefern.

 

Performance

Der XR500 ist ein absoluter High End Gaming WLAN Router und dies spiegelt sich auch in den technischen Daten wieder. Auf dem 2,4Ghz Band soll der Nighthawk Pro Gaming XR500 satte 800Mbit/s schaffen und auf dem 5Ghz Band satte 1733Mbit/s.

Damit setzt der XR500 auf ein 4×4 Design (vier parallele Datenströme über vier Antennen). Selbstverständlich ist der aktuelle WLAN AC Standard wie auch die älteren b/g/n/a Standards mit an Bord.

Etwas extrem Interessantes am XR500 ist die Unterstützung von einer 160Mhz Kanalbreite auf dem 5Ghz Band. Im Normalfall können über einen Datenstrom (welcher eine Antenne braucht) auf dem 5Ghz Band bis zu 433Mbit/s übertragen werden.

Hat also ein Endgerät zwei Antennen werden 2x433Mbit/s also 866Mbit/s erreicht. In Notebooks und Tablets findet sich allerdings in der Regel kein Platz für drei oder vier Antennen. Daher haben ALLE mir bekannten Notebooks auch eine maximale Datenrate von 866 bzw. 867Mbit/s. Auch die meisten High End Tablets und Smartphones erreichen maximal diese Geschwindigkeit.

Höhere Geschwindigkeiten sind Desktop PCIe Karten vorbehalten, welche mehr Platz für größere Antennen und mehr Elektronik bieten.

Intel hat mit der AC9560 (auch unter dem Rebranding Killer 1550 bekannt) eine Notebook WLAN Karte auf den Markt gebracht welche bis zu 1733Mbit/s schafft. Diese Karte ist auch schon in diversen Dell Notebooks und auch Modellen von ASUS und Co. zu finden.

Allerdings gibt es hier einen Hacken, diese 1733Mbit/s werden nur bei einer Kanalbreite von 160Mhz erreicht. Der Netgear Nighthawk Pro Gaming XR500 ist nun der erste mir bekannte WLAN Router der genau diese Kanalbreite von 160Mhz auch schafft.

Die AC9560 bzw. Killer 1550 schaffen also in Kombination mit dem XR500 1733Mbit/s in der Spitze, trotz nur zweier Antennen. Mit allen anderen aktuell auf dem Markt erhältlichen Routern wären aufgrund der 80Mhz Kanalbreite nur 867Mbit/s möglich.

Dies kann ein dicker Pluspunkt für den XR500 sein!

Neben der höheren Kanalbreite unterstützt der XR500 auch MU-MIMO, was bei steigender Zahl von WLAN Geräten im Netzwerk wichtiger denn je ist.

Genug der Theorie, schauen wir uns einmal die Praxis an. Ich verwende für den Nighthawk Pro Gaming XR500 den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server. Als Client kommt der TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger und die Intel ac 7260 WLAN Karte zum Einsatz. Dies zeigt uns die maximale Leistungsfähigkeit der Basis Station.

Starten wir mit dem Positiven, dies wäre die Performance auf dem 5Ghz Band. Hier kann der XR500 von Netgear voll überzeugen! In Kombination mit der TP-Link PCIe WLAN Karten kamen Geschwindigkeiten von 100Mb/s+ zustande, welche sehr stark sind!

Damit ist der Nighthawk Pro Gaming XR500 aktuell in den Top 3! Auch in Kombination mit der Intel AC7260 erreichte der XR500 sehr respektable 65MB/s.

Damit ist der XR500 einer der stärksten WLAN Router auf dem 5GHz Band! Allerdings auf dem 2,4GHz Band konnte ich nur recht mittelmäßige Ergebnisse erzielen.

20MB/s bzw. 14,5MB/s sind hier zwar völlig Okay aber auch nicht überragend.

Wobei das 2,4GHz Band mittlerweile natürlich deutlich an Wichtigkeit verloren hat. Via 2,4GHz sind vermutlich in den meisten modernen Haushalten eh nur noch Smart Home Geräte verbunden, welche keine übermäßig hohe Leistung benötigen.

Auf dem wichtigen 5Ghz Band kann der Nighthawk Pro Gaming XR500 hingegen glänzen.

Wie steht es um die Reichweite? Hier müsst Ihr Euch auf ein wenig subjektivere Aussagen von mir verlassen.

Grundsätzlich ist die Reichweite des XR500 gut, wenn nicht sogar sehr gut! Diese liegt ein Stück weit oberhalb der AVM FRITZ!Box 7590 und etwas unter dem ASUS RT-AC88U.

Damit bietet der XR500 mit die beste Reichweite die man von einem WLAN Router bekommen kann. Eine normale 100-150m² Wohnung sollte problemlos vom Netgear abgedeckt werden.

 

NAS

Der Nighthawk Pro Gaming XR500 verfügt über zwei USB 3.0 Ports, welche Ihr für externe Laufwerke nutzen könnt, welche dann im Netzwerk verfügbar sind.

Hierbei unterstützt der XR500 neben der Netgear eigenen Readyshare App (für einen Zugriff aus dem Internet) auch http, FTP und SMB.

Leider ist allerdings das Account System des XR500 nur mäßig gut. Entweder sind die Netzwerkfreigaben frei zugreifbar oder mit einem Passwort geschützt. Ihr könnt keine unter Benutzer oder Ähnlichem anlegen.

Aber ein Benutzer wird sicherlich in vielen Haushalten schon ausreichen. Wie stehts um das Tempo?

Sehr gut! Via LAN könnt Ihr angeschlossene Speichermedien mit Gbit Geschwindigkeit (118MB/s) ansprechen. Ein Gesondertes NAS wäre hier nicht schneller. Besser geht’s kaum!

 

Stromverbrauch

Bei immer weiter steigenden Stromkosten wäre natürlich ein niedriger Energiehunger des Routers wünschenswert.

Und ja für einen High End Router ist der Energiehunger des Nighthawk Pro Gaming XR500 mit 8,5W im normalen Leerlauf und 9,5W unter Volllast sehr erträglich.

Sicherlich gibt es Router die weniger Energie benötigen, aber für diese Leistungsklasse kann man sich nicht beklagen.

 

Fazit

Der Netgear Nighthawk Pro Gaming XR500 ist ohne Frage einer der besten High End WLAN Router aktuell auf dem Markt. Sofern ihr sogar ein Notebook mit Killer 1550 oder Intel AC9560 WLAN Karte habt, ist dieser mit Abstand der beste WLAN Router.

Starten wir aber am Anfang. Über das sehr aggressive und offensive Design des XR500 kann man sicherlich streiten, aber funktional gibt es wenig Grund zu klagen. Alle Anschlüsse, Tasten usw. sind gut positioniert.

Ebenfalls keinen Grund zu klagen bietet die Software. Das hier verwendete DumaOS bietet eine herausragende Mischung aus Design, Übersichtlichkeit und Funktionen. Euch werden jede Menge Informationen und Statistiken geliefert über das was in Eurem Netzwerk geschieht. Hinzu kommen jede Menge auch erweiterte Einstellungsmöglichkeiten und das beste QoS das ich bisher in einem Router gesehen habe.

Gerade wenn Ihr einige Nutzer in Eurem Netzwerk habt, kann der XR500 wie beworben in Spielen für deutlich weniger Lags und einen niedrigeren/konstanteren Ping sorgen.

Hier hilft natürlich gegebenenfalls auch das extrem schnelle WLAN! Der XR500 ist auf dem 5Ghz Band einer der schnellsten WLAN Router den ich jemals getestet habe.

Zudem unterstützt der XR500 auch MU-MIMO und eine 160Mhz Kanalbreite! Letztere ist aktuell noch sehr selten und erlaubt bei WLAN Karten wie der Killer 1550 oder Intel AC9560 deutlich höhere Geschwindigkeiten als mit einem normalen Router.

Zu guter Letzt haben wir noch eine sehr schnelle NAS Funktionalität und einen Fairen stromverbraucht.

Kurzum der Netgear Nighthawk Pro Gaming XR500 ist ein herausragender und absolut empfehlenswerter High End WLAN Router, nicht nur für Gamer!

Die Cellularline FREEPOWER SLIM 10000 im Test, kompakt und gut

Powerbanks sind kaum noch aus einer Welt wegzudenken wo immer mehr elektronische Geräte auf den USB Anschluss setzen und portabel eingesetzt werden.

Allerdings verlieren viele Modelle hier leider oftmals etwas die Basis aus den Augen, Portabilität. Powerbanks die genug Leistung haben ein Smartphone 20x aufzuladen sind zwar schön und gut, aber oftmals nicht sonderlich alltagstauglich.

Dies will die Cellularline FREEPOWER SLIM 10000 anders machen. Hierbei handelt es sich um eine besonders kompakte Powerbank, welche für den täglichen Einsatz gedacht ist. Diese besitzt keine großen Gimmicks, sondern ist eine Basic Powerbank, für den normal Nutzer der nur sein Smartphone aufladen möchte.

Wollen wir uns in einem kleinen Test doch mal ansehen ob die Cellularline FREEPOWER überzeugen kann. Neugierig?

 

Die Cellularline FREEPOWER SLIM 10000 im Test

Das wichtigste Feature an der Cellularline FREEPOWER SLIM 10000 sind natürlich die Abmessungen. Mit 110×42×20 mm und einem Gewicht von gerade einmal 173g ist die Powerbank erfreulich kompakt für ihre doch recht ordentliche Kapazität von 10000mAh.

10000mAh sind genug um die meisten aktuellen Smartphones 2-3 mal vollständig zu laden. Damit ist die Cellularline Powerbank ideal für das Tägliche mit zur Schule oder Arbeit nehmen.

Hierzu passt auch die Haptik und Verarbeitung. Cellularline setzt auf ein einfaches aber gutes Kunststoff-Gehäuse, welches sich auch recht resistent gegenüber Fingerabdrücken und schmutz zeigt.

Die Cellularline FREEPOWER SLIM 10000 ist zudem in vier Farben verfügbar. Neben dem klassischen Weiß und Grau ist auch ein Blau und ein sehr frisches Neon Grün erhältlich.

Im Gegensatz zu Aluminium Powerbanks müsst Ihr Euch auch keine Sorgen machen das die Powerbank Euer Smartphone zerkratzt wenn Ihr beides in eine Tasche schmeißt.

Wie steht es aber um die inneren Werte? Die Cellularline setzt auf zwei 5000mAh Lithium Polymer Zellen im inneren.

Bei den Anschlüssen ist die Powerbank recht Basic ausgestattet. Wir haben einen Normalen 2,1A USB Ausgang, welcher aber Smartphone und Co. ausreichend schnell aufladen sollte.

Zudem besitzt die Powerbank natürlich auch einen microUSB Eingang, welcher bis zu 2A aufnehmen soll. Eine gute Geschwindigkeit für eine Powerbank dieser klasse.

Über einen Einschalter verfügt die Powerbank im Übrigen nicht. Schließt Ihr ein Smartphone an diese an wird die Powerbank automatisch eingeschaltet.

Ähnliches gilt für die Status LEDs. Auf Ihrer Front hat die Cellularline FREEPOWER drei Status LEDs welche Euch über die verbliebene Restladung informieren und aufleuchten wenn Ihr ein Smartphone anschließt.

 

Messwerte

Starten wir wie üblich bei der Kapazität, welche von Cellularline mit 10000mAh angegeben wird. Messen konnte ich hier 33,963Wh bzw. 9179mAh (@3,7V).

Dies entspricht sehr guten 92% der Herstellerangabe! Warum sind 92% gut wenn doch 8% fehlen?

Die Angabe zur Kapazität bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Im Falle der Cellularline FREEPOWER SLIM 10000 werden dies genau 10000mAh sein, allerdings beim Entladen der Powerbank geht etwas Energie beispielsweise in Form von Wärme verloren.

Daher liegt die letztendlich nutzbare Kapazität ein Stück unter der Herstellerangabe. Dies ist im Übrigen bei allen Powerbanks so! 92% ist hier schon ein sehr guter Wert.

Wie steht es aber um das Aufladetempo von Smartphones und Co.? Hier könnte man nun erwarten das die Cellularline FREEPOWER SLIM 10000 ein ähnliches Tempo liefert wie die kleine FREEPOWER SLIM 5000, aber nein!

Die FREEPOWER SLIM 10000 bietet ein etwas höheres Spannungslevel, wodurch Smartphones auch etwas schneller laden.

Das Samsung Galaxy S9+ erreicht beispielsweise gute 1,58A, das BQ Aquaris X2 Pro 1,45A und das Huawei Mate 10 Pro 1,61A.

Dies ist zwar etwas weniger als die beworbenen 2,1A, aber dennoch ein sehr ordentliches Tempo! Die 2,1A sind das Maximum was die Powerbank ausgeben kann, wie viel nun letztendlich das Smartphone aufnehmen kann ist noch mal was anderes.

Die meisten Android Smartphones werden in ca. 2-3 Stunden an der Powerbank voll sein. Warum spreche ich hier im speziellen von Android Smartphones? Leider besitzt die Cellularline FREEPOWER SLIM 10000 keine Apple Optimierung!

Hierdurch ist das Ladetempo in Kombination mit dem iPhone oder iPad auf 1A limitiert. 1A ist für ein iPhone ausreichend schnell, aber ein Ladevorgang kann hier durchaus 3+ Stunden dauern.

Ist nun die Powerbank leer, wie lange dauert das Wiederaufladen dieser?

Die Powerbank kann an einem ausreichend schnellem Ladegerät mit rund 1,65A laden. Eine vollständige Ladung würde also rund 6 Stunden dauern, was okay ist.

 

Fazit

Die Cellularline FREEPOWER SLIM 10000 ist eine grundsolide „Basic“ Powerbank. Diese würde ich natürlich primär Nutzern empfehlen die eine einfache, schicke und vor allem portable Powerbank suchen.

Die kompakten Abmessungen und die durchaus ordentliche Kapazität ist ohne Frage das stärkste Asset der FREEPOWER SLIM 10000. Aber auch das Ladetempo in Kombination mit Android Smartphones ist ordentlich.

Kurzum eine solide Powerbank zu einem fairen Preis wenn Ihr einen hohen Wert auf Portabilität legt.

Die 1MORE H1707 Triple Driver Over-Ear Kopfhörer im Test

Kopfhörer gibt es viele im Handel. Hier ist es nicht ganz einfach aus der Masse herauszustechen, gerade für ein kleines Unternehmen.

1MORE hat aber genau dies mit den H1707 geschafft. Neben einem sehr interessanten und hochwertigen Design setzt 1MORE auf mehrere Treiber pro Ohrmuschel!

Das ist bei Kopfhörern etwas sehr Ungewöhnliches! Ungewöhnlich aber gut?

Genau dies gilt es im Test der 1MORE H1707 Triple Driver Over-Ear Kopfhörer herauszufinden! Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an 1MORE für das Zurverfügungstellen der Kopfhörer.

 

Die 1MORE H1707 Triple Driver Over-Ear Kopfhörer im Test

Was die Optik und Haptik angeht hat sich 1MORE sichtlich bei den H1707 Mühe gegeben. Die Kopfhörer strahlen durchaus ein gewisses Premium Feeling aus.

Dies wird zum einen natürlich durch das interessante Design ausgelöst und zum anderen auch durch die Materialwahl.

Die Ohrmuscheln sind auf einem recht massivem Metall gefertigt, welches zum größten Teil über eine „gefräste“ Textur verfügt. Auch die Aufhängung und das Kopfband (unterhalb des Kunstleders) sind aus Aluminium gefertigt.

Hierdurch wirken die Kopfhörer angenehm massiv und wertig. Man merkt, dass es sich nicht um 08/15 China Kopfhörer handelt. Die 1MORE gehören haptisch ganz klar in die Premium Klasse!

Das herausstechende Design Merkmal beim 1MORE H1707 Triple Driver Over-Ear Kopfhörer ist allerdings ohne Frage das Fenster auf der Rückseite. Die Rückseite der Ohrmuscheln verfügt über ein Plexiglas Fenster unter welchem der erfreulich schick designte Treiber sichtbar ist.

Dies ist das erste Mal, dass ich solch ein Design bei einem Kopfhörer sehe. Diese „durchsichtige“ Optik unterstreicht ebenfalls etwas das Premium/High End Feeling der Kopfhörer.

Die 1MORE H1707 sind kabelgebundene Kopfhörer, allerdings setzt 1MORE auf abnehmbare Kabel und Standard 2,5mm Anschlüsse an den Ohrmuscheln.

Das beiliegende Kabel besitzt für eine normale/portable Nutzung eine vernünftige Länge und wirkt auch qualitativ gut gemacht. Was mich vielleicht etwas stört ist, dass das Kabel zweiseitig verläuft.

Auch besitzt das Kabel keine Kabelfernbedienung oder Ähnliches.

Immerhin liegt dafür eine kleine Transportbox mit im Lieferumfang. 1MORE H1707 lassen sich zusammenklappen und platzsparend in dieser Box unterbringen.

 

Tragekomfort

Die 1MORE H1707 werden zwar als Over-Ear Kopfhörer beworben, sind aber praktisch eher ein Mittelding aus Over-Ear und On-Ear.

Die Kopfhörer sind zwar gebaut Eure Ohren zu umschließen, haben aber vergleichsweise kleine Ohrmuscheln, was sicherlich der Portabilität geschuldet ist.

Auch ist die Polsterung der Ohrmuscheln nicht übermäßig dick, dafür aber angenehm weich.

Unterm Strich resultiert dies in einem mittleren Tragekomfort. Für kurze Zeiten sind die 1MORE H1707 sehr angenehm, aber beim längen Tragen können diese etwas anfangen zu drücken. Hier reicht allerdings meist bereits ein kurzes Ablegen und neu Aufsetzen.

 

Drei Treiber?!

Wie Ihr vielleicht am Namen der „1MORE H1707 Triple Driver Kopfhörer“ erkannt habt, haben diese was den akustischen Aufbau angeht eine kleine Besonderheit.

1MORE setzt bei diesen auf mehr als einen Treiber pro Seite. Pro Ohrmuschel sind satte drei Treibereinheiten verbaut. Im Gegensatz zu einigen Gaming Headsets von früher sind die Treiber allerdings nicht nebeneinander angeordnet, sondern hintereinander. Dies erlaubt es weiterhin große Treiber zu nutzen.

Wobei 1MORE hier anscheinend etwas trickst. Die H1707 verfügen anscheinend „nur“ über zwei aktive Treiber pro Seite und eine passive Bassmembrane, wobei ich nicht ausschließen möchte, dass ich den genauen Aufbau missverstehe.

Anscheinend besitzt jede Seite einen kleinen Keramik Hochtöner, wie auch einen großen Tief/Mitteltöner dahinter. Hinter dem Tief/Mitteltöner sitzt dann nochmals die anscheinend passive Bassmembrane.

Dies ist das erste Mal, dass ich eine passive Membrane bei einem Kopfhörer sehe. Im Lautsprecherbau ist dies allerdings sehr populär.

Der Höchtöner ist erfreulicherweise sogar dezentral angebracht, so dass dieser genau über Eurem Gehörgang sitzt.

Aber warum drei Treiber, wenn doch alle großen Hersteller selbst bei deutlich teuren Kopfhörern immer nur einen nutzen? Ist dies vielleicht nur Marketing und bringt gar nichts für den Klang?

Sicherlich ist dies auch etwas Marketing. 1MORE nutzt auch bei seinen Ohrhörern gerne mehre Treiber und nutzt dies als Alleinstellungsmerkmal. Allerdings ist das Nutzen von mehreren Treibern bei Ohrhörern und natürlich Lautsprechern sehr verbreitet, aber nicht bei Kopfhörern.

Ich nehme einfach mal stark an, dass dies eine Kosten/Nutzen Rechnung ist. Mehrere Treiber machen Kopfhörer deutlich teurer und komplexer. Zudem wird das übereinanderschichten von Treibern auch akustische Nachteile haben, weniger Volumen pro Treiber und Interferenzen zwischen den Treibern. Im Gegenzug könnten mehrere Treiber den Klang merkbar besser auflösen.

Vermutlich hält sich das Ganze unterm Strich doch sehr die Waage.

 

Klang

Kommen wir damit auch zum Klang der 1MORE H1707, klappt das Triple Driver System? Ja durchaus!

Die 1MORE H1707 klingen sehr interessant, gerade was Auflösung und räumliche Abbildung angeht. Aber starten wird am Anfang, also bei den Höhen.

Die Höhen der 1MORE H1707 sind sehr schön klar und direkt mit einer tollen Plastizität. Auch die Brillanz passt völlig ohne, dass die Kopfhörer zu sehr ins Schrille abdriften. Spitze „S“ laute neigen allerdings etwas zum Zischen.

Die Mitten der H1707 sind erfreulich solide. Stimmen werden gut bis sehr gut dargestellt. Auch wirken diese schön lebendig und natürlich. Hierdurch klingen die Kopfhörer auch angenehm voll.

Sicherlich hilft der gute Bass hier auch etwas. Das Bass der 1MORE H1707 ist leicht angehoben, also durchaus recht kräftig, mit einem sehr ordentlich Punch und starker Qualität.

Das Volumen des Basses würde ich allerdings als durchschnittlich bezeichnen. Dies wird aber problemlos durch eine gewisse Aggressivität kompensiert. Der Bass ist also kräftig und kompakt.

So weit so gut, allerdings in wie fern hört man die drei Treiber pro Ohrmuschel? Die Auflösung bzw. die Separierung im Klang der 1MORE H1707 ist „anders“. Es ist schwer zu beschreiben ohne es gehört zu haben, es ist merkbar das einzelne Frequenzen und somit Elemente des Klangs aus anderen Teilen der Kopfhörer kommen.

Dieser Effekt ist nicht überpräsent, dann würde er vermutlich auch stören, schwingt aber so etwas im Klang mit.

Hierdurch ist die Auflösung der 1MORE H1707 Triple Driver Kopfhörer überdurchschnittlich stark. Sehr Ähnliches gilt auch für die Detaildarstellung, welche gerade in den Höhen besonders stark erscheint.

Es sollte an diesem Punkt auch nicht überraschen das die räumliche Darstellung ebenfalls ganz gut bei den 1MORE H1707 ist. Dies gilt besonders für die Tiefe, die Klang Breite ist eher durchschnittlich für Kopfhörer dieser Klasse.

 

Fazit

Die 1MORE H1707 Triple Driver Over-Ear Kopfhörer sind klasse! Sowohl was den Klang betrifft, aber auch bei Optik und Haptik können diese überzeugen.

Allerdings ist das Fazit dennoch nicht ganz so einfach. Mit knapp unter 200€ spielen die 1MORE H1707 schon in einer gehobenen Preisklasse, wo es von Sennheiser, Sony oder auch Beyerdynamic viele sehr gute Alternativen gibt. Teils je nach dem was Ihr sucht auch bessere Alternativen.

Die 1MORE H1707 würde ich primär Nutzern empfehlen denen eine portable Nutzung wichtig ist, wo es ungünstig ist auf riesige Over-Ear Kopfhörer zurückzugreifen. Die 1MORE H1707 sind von den Abmessungen eher ein Mittelding aus Over-Ear und On-Ear Kopfhörern.

In dieser Klasse können die H1707 auch durch einen sehr dynamischen und stark aufgelösten Klang punkten. Wobei der Klang eine durchaus etwas speziellere Note hat aufgrund der drei Treiber. Dies meine ich durchaus positiv! Die Detailwiedergabe und Auflösung ist hervorragend, man hat in Songs das Gefühl, dass sich einige Teile regelrecht lösen vom restlichen Klang. Auch generell gesprochen sind die Höhen und Bässe wirklich stark.

Kurzum die 1MORE H1707 sind Kopfhörer für Nutzer die etwas außergewöhnlicheres suchen, sowohl was Klang wie auch Optik angeht. Hier ist auch der Preis von aktuell knapp unter 200€ durchaus gerechtfertigt!

Die Beyerdynamic Amiron Wireless im Test, lohnen sich Bluetooth Kopfhörer für 700€?!

Kaum ein anderer Kopfhörerhersteller wie Beyerdynamic steht so für Qualität und Professionalität. Es hat schon einen Grund das gefühlt in 50% aller Tonstudios der Welt Beyerdynamic Kopfhörer zum Einsatz kommen.

Allerdings auf dem privaten Kundenmarkt war Beyerdynamic immer eher der Geheimtipp. Im Gegensatz zu Sennheiser, Beats oder Bose welche hier durchaus hohe Marktanteile aufweisen können.

Mit den Amiron Wireless wagt sich nun Beyerdynamic etwas in neue Gefilde vor, nämlich in denen von Bluetooth Kopfhörern. Dementsprechend sind die Amiron Wireless natürlich eher an die Heimnutzer gerichtet.

Wobei dies auch nicht ganz richtig ist, denn mit einem Preis von rund 700€ richten sich die Amiron Wireless an einen etwas exklusiveren Kundenkreis, welcher für High End Audio und auch Exklusivität (Made in Germany) bereit sind ein gutes Stück Geld in die Hand zu nehmen.

Hier stellt sich natürlich die Frage, wie gut sind Bluetooth Kopfhörer für 700€? Wollen wir versuchen dies einmal in einem kleinen Test herauszufinden! Können die Beyerdynamic Amiron Wireless überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Beyerdynamic für das Ausleihen der Kopfhörer für diesen Test!

 

Die Beyerdynamic Amiron Wireless im Test

Die Amiron Wireless sind vergleichsweise große und mächtige Kopfhörer. Man merkt, dass Beyerdynamic diese nicht unbedingt für den Outdoor Einsatz konzipiert hat.

Vom Design sind die Amiron Wireless ganz klar typische Beyerdynamic Kopfhörer. Das bedeutet diese Besitzen große komplett runde Ohrmuscheln und die typische Aluminium Aufhängung, welche so seit Jahrzehnten von Beyerdynamic genutzt wird.

Das Gehäuse der Kopfhörer besteht allerdings aus einem guten matten Kunststoff, welcher ebenfalls einen hochwertigen Eindruck macht. Die Rückseite der Ohrmuscheln ist mit einem einfachen Beyerdynamic Branding versehen und ansonsten recht „Clean“. Dies sind also keine Kopfhörer die laut schreien „schau mich an“, abseits von ihrem sehr professionellen Look und der schieren Größe der Ohrmuscheln.

Wie auch fast alle großen Kopfhörer von Beyerdynamic strahlten die Amiron Wireless eine gewisse Massivität und Robustheit aus.

Hier muss man keine Angst haben, dass die Aufhängung bricht oder sonst irgendwie die Kopfhörer im normalen Einsatz kaputt gehen. Die Amiron Wireless wirken nicht wie ein Spielzeug, sondern wie ein professionelles Produkt!

So behandelt Beyerdynamic diese auch. Die Amiron Wireless sind noch zu neu um auf der Ersatzteil Seite gelistet zu werden, aber beispielsweise für die kabelgebundenen Amiron sind alle Teile die kaputt gehen können günstig im Nachkauf zu erhalten.

Dies gilt auch für die Ohrpolster, Aufhängungen, Buchsen usw. Zwar ist der Akku „fest verbaut“ aber dieser lässt sich mit etwas handwerklichem Geschick auch austauschen. Mir hat Beyerdynamic auch bestätigt das dies auch vom Hersteller gemacht werden kann, solltet Ihr dies nicht selbst machen wollen.

Im Gegensatz zu den üblichen Bluetooth Kopfhörern sind die Beyerdynamic Amiron Wireless nicht bis zum geht nicht mehr verklebt. Die Amiron Wireless werden in Deutschland per Hand gefertigt.

Ja dies sind vermutlich die einzigen Bluetooth Kopfhörer Made in Germany, daher ist auch die Ersatzteillage so problemlos.

Die Tasten zur Steuerung der Kopfhörer wurden von Beyerdynamic etwas versteckt. Es gibt an der rechten Ohrmuschel einen Ein/Ausschalter. Ansonsten werden die Kopfhörer über ein integriertes Touchpad auf der Rückseite der rechten Ohrmuschel gesteuert.

Nach Oben Wischen = Lauter, nach Unten = Leiser usw. Grundsätzlich bevorzuge ich richtige Tasten, aber die Touchpad Steuerung ist immerhin gut umgesetzt.

Auch die Anschlüsse sind an der rechten Ohrmuschel untergebracht. Hier finden wir einen 3,5mm Eingang für eine kabelgebundene Nutzung, wie auch einen USB C Ladeport!

Dies ist etwas sehr ungewöhnliches, aber innovatives. Auch der Haltbarkeit sollte der USB C Port zuträglich sein. In der Theorie hält ein USB C Port mehr Steckzyklen aus als ein normaler microUSB Port.

Bonuspunkte gibt es für die lange Akkulaufzeit von rund 30 Stunden, welche ich bei einer leisen bis mittel lauten Musikwiedergabe auch bestätigen kann.

 

Tragekomfort

Beyerdynamic setzt bei den Amiron Wireless auf seine klassische Kopfhörerform und auch den typischen Beyerdynamic Tragekomfort.

Das bedeutet die Amiron Wireless verfügen über sehr große runde Ohrmuscheln. Die Polsterung ist zudem kein Kunstleder, wie bei den meisten High End Kopfhörern, sondern ein sehr weicher Stoff.

Dieser ist natürlich aus Sicht der passiven Geräuschunterdrückung eher mäßig gut, aber generell extrem komfortabel. Zudem ist der Stoff recht atmungsaktiv, die Kopfhörer erwärmen sich also kaum.

Auch der Anpressdruck ist perfekt! Kurzum der Tragekomfort der Beyerdynamic Amiron Wireless ist nahezu perfekt!

Lediglich das etwas höhere Gewicht ist etwas negativ zu beurteilen, aber dieses wird gut von den großen Ohrmuscheln abgefangen.

Bonus Punkte gibt es für die gute Brillenverträglichkeit.

 

Klang

Ich denke man darf bei einem Preis von rund 700€ durchaus eine höhere Erwartungshaltung gegenüber den Beyerdynamic Amiron Wireless haben.

Und Beyerdynamic macht wirklich einen hervorragenden Job einen guten ersten Eindruck abzuliefern.

Auch wenn dies erst einmal nichts direkt mit dem Klang zu tun hat, aber Beyerdynamic nutzt bei den Amiron Wireless die hochwertigste Sprachansage beim Einschalten welche ich jemals gehört habe!

Es kommt viel zu oft vor das hier ein extrem hoch Komprimiertes, schlecht aufgenommenes Sprachsample läuft, selbst bei guten Kopfhörern. Nicht so bei den Amiron Wireless! Die Dame beim Einschalten ist sehr klar und sauber aufgenommen und liegt auch in einer sehr hohen Qualität in den Kopfhörern vor.

Dies sorgt direkt beim Einschalten für einen guten ersten Eindruck. Eine weitere Kleinigkeit ist die Ansage welcher Klang Codec gerade genutzt wird. Neben dem Standard Bluetooth Codec, welcher qualitativ schon recht gut ist, bieten die Amiron Wireless aptX HD und AAC Plus.

Alleine diese hochwertige Ansage welcher Codec genutzt wird hat eine sehr positive „High End“ Ausstrahlung.

Dies hilft aber letztendlich nichts wenn die Kopfhörer nicht auch gut klingen. Beyerdynamic hat hier einen herausragenden Job gemacht, also ja die Kopfhörer klingen fantastisch!

Starten wir wie üblich bei den Höhen. Diese sind perfekt!

Die Höhen der Amiron Wireless sind absolut klar und sauber mit einer tollen Brillanz und Leichtigkeit im Klang. Dabei vermeiden es aber die Kopfhörer allerdings zu schrill oder anstrengend zu werden.

Auch die Auflösung in den Höhen ist einfach hervorragend. Selbst kleine Feinheiten und Nuancen werden gut dargestellt. Hier habe ich noch keine besseren Bluetooth Kopfhörer gehört.

Sehr Ähnliches gilt auch für die Mitten. Gerade die Darstellung von Stimmen und Gesang ist herausragend! Stimmen werden lebendig und vor allem natürlich abgebildet. Auch hier bieten die Amiron Wireless eine sehr starke Darstellung im Detail.

Allerdings sind die Mitten auch nicht angehoben. Die Beyerdynamic vermeiden es hierdurch blechern und flach zu klingen. Ähnlich wie bei den Höhen hat man eine sehr gute Balance getroffen.

Bleiben noch die Tiefen bzw. Bässe. Hier wird es nun etwas schwieriger. Grundsätzlich bieten die Amiron Wireless sehr schöne und qualitativ starke Bässe.

Allerdings verfolgt Beyerdynamic auch hier einen sehr natürlichen und neutralen Ansatz. Ich glaube noch keine Bluetooth Kopfhörer gehört zu haben wo Musik derartig natürlich und hochwertig klingt. Dafür sind allerdings die Bässe nicht übermäßig kräftig oder tief.

Wobei dies nur halb richtig ist. Die meisten Bluetooth Kopfhörer boosten den Bass recht stark um eine „jugendlichere“ Klangsignatur zu erreichen, welche etwas lebendiger klingt.

Dies machen die Beyerdynamic Amiron Wireless nicht! Hat ein Song einen tiefen Bass wird dieser auch tief dargestellt. Allerdings verstärken die Amiron Wireless den Bass nicht. Es gibt also keine Effekthascherei, wie es oft bei Bluetooth Kopfhörern Gang und Gäbe ist.

Fordert ein Song die Amiron Wireless in den Tiefen heraus, können die Kopfhörer aber problemlos mitspielen. Beyerdynamic gibt den Tiefgang der Kopfhörer nicht ohne Grund mit 5Hz an. Man spürt, dass diese ein großes Volumen und auch Kraft besitzen. Allerdings hängt dies doch stark vom Titel ab den Ihr hört. Hat dieser nur einen flacheren Bass, wird der Bass auch nur flach wiedergegeben, hat dieser einen tiefen Bass wird dieser tief wiedergegeben.

Eventuell hätte ich mir hier einen optionalen EQ integriert in den Kopfhörern gewünscht, für Nutzer die einen generellen Bass Boost wünschen, aber auch so bieten die Amiron Wireless tolle Tiefen, welche allerdings mehr auf Klasse als auf Masse gehen.

Eine weitere große Stärke der Beyerdynamic Amiron Wireless ist die räumliche Auflösung. Die Kopfhörer ziehen den Klang wunderbar in die Breite und Tiefe. Dies in Kombination mit der überragenden Auflösung verleiht dem Klang eine herausragende Plastizität.

Man hat regelrecht das Gefühl der Interpret stände vor einem, gerade bei Titeln mit kräftigeren Stimmen ist dies besonders der Fall.

Aber auch bei etwas feiner aufgelösten Titeln mit vielen Instrumenten, Nothing Else Matters von Metallica, I Don´t Care von Apocalyptica oder Angels von Within Temptation wären hier gute Beispiele, klingen die Kopfhörer toll.

Pop Titel wie Rich Love von OneRepublic, Flames von David Guetta oder auch Something Just Like This von The Chainsmokers wären ebenfalls gute Beispiele für Songs die den Kopfhörer gut liegen.

Grundsätzlich würde ich die Beyerdynamic Amiron Wireless für alle Genres außer vielleicht Drum and Bass oder Elektro voll empfehlen. Auch viele elektronische Titel werden von den Amiron Wireless wunderbar wiedergegeben, aber ich glaube die meisten Höherer dieser Genre werden Kopfhörer mit einem stärker angehobenen Bass bevorzugen.

Seid Ihr natürlich allround Nutzer werdet Ihr die Amiron Wireless lieben! Aufgrund der guten Detaildarstellung und der recht natürlichen Ausrichtung gibt es an sich keine Bereiche wo die Kopfhörer versagen.

Beyerdynamic wirbt zudem mit einer „Klanganpassung“ über die Beyerdynamic App. Hier war ich gleichzeitig beeindruck wie aber auch enttäuscht. Über die App könnt Ihr Euer Hörvermögen messen. Die Kopfhörer spielen dabei ähnlich wie bei einem hörtest Töne in diversen Frequenzen ab und Ihr müsst antippen wenn Ihr die Töne nicht mehr hört.

Am Ende passen sich mit diesen Informationen die Kopfhörer ein Stück weit an Eure Ohren an. Allerdings ist dieser Effekt bei meinen 27 Jahr alten Ohren noch sehr gering bis kaum merkbar. Solltet Ihr allerdings größere Hörprobleme haben, könnt das Ganze sicherlich mehr Effekt haben.

Was leider nicht über die App möglich ist, ist das Setzen eines EQ oder ähnlichem.

 

Fazit

Das letztendliche Beurteilen von absoluten High End Audio Produkten wie den Beyerdynamic Amiron Wireless ist nicht leicht! Es ist bei einem Preis von rund 700€ keine Überraschung, dass die Amiron Wireless hervorragend klingen.

Allerdings muss man auch sagen, dass die Kopfhörer nicht „doppelt so gut klingen“ wie Kopfhörer der 350€ Preisklasse. Umso teurer Audioprodukte werden umso geringer wird irgendwann die subjektive Zunahme an Qualität.

Dennoch was Auflösung, Räumlichkeit und auch die generelle Detaildarstellung angeht, sind die Beyerdynamic Amiron Wireless absolut überragend. Hier gibt es kaum noch Luft nach oben, viel natürlicher und plastischer kann Musik nicht klingen. Grob ausgedrückt, in diesen Belangen stampfen die Beyerdynamic Kopfhörer, wie die Bose QC35 II, regelrecht in den Boden.

Allerdings versucht auch Beyerdynamic mit den Amiron Wireless eine völlig andere Zielgruppe zu bedienen als Bose, Sony und Co.

Die Amiron Wireless sind nicht auf eine Portabilität ausgelegt. Daher fehlt diesen beispielsweise das gängige Noise Cancelling, im Gegenzug sind dies die bequemsten Bluetooth Kopfhörer die ich jemals auf hatte, aufgrund der großen Ohrmuscheln.

Auch ist der Klang der Amiron Wireless mehr auf Natürlichkeit und Wertigkeit getrimmt als auf dem WOW Faktor, welchen normale Bluetooth Kopfhörer meist eher versuchen zu erreichen.

Dies sind die Bluetooth Kopfhörer für den Musikgenießer, der primär Zuhause im Sessel oder auf der Couch wirklich Musik mit all ihren Feinheiten genießen will.  Hier sind die Beyerdynamic Amiron Wireless auch wirklich signifikant besser als alle Bluetooth Kopfhörer die ich bisher nutzen durfte.

Sucht Ihr aber Bluetooth Kopfhörer die aus jedem Song das Maximum an Bass herausholen, gibt es ganz klar bessere Modelle.

Die Amiron Wireless sind ganz klar an audiophile Nutzer gerichtet!

Hierzu passt auch die generelle sehr hohe und robuste Verarbeitungsqualität der Kopfhörer. Die Haltbarkeit von Beyerdynamic Kopfhörer ist zurecht legendär! Aufgrund der Fertigung Made in Germany sind auch alle Ersatzteile problemlos auch noch nach x Jahren zu bekommen.

Solltet Ihr Euch also für die Beyerdynamic Amiron Wireless entscheiden, erhaltet Ihr klanglich die vermutlich feinsten und hoch auflösenden Bluetooth Kopfhörer die man aktuell für Geld bekommt, welche zudem auch mit einem herausragenden Tragekomfort und einer grandiosen Verarbeitung punkten können.

Der Preis von 700€ ist sicherlich stolz, aber wenn man die hohe Haltbarkeit der Beyerdynamic Amiron Wireless bedenkt, ist dies ein Investment für viele Jahre, was den Preis doch ein gutes Stück leichter verdaulich macht.

Eine Soundbar von Xiaomi?! Die Xiaomi Soundbar im Test

Xiaomis Produkte sind legendär für ihre tolle Preis/Leistung. Daher war ich natürlich auch sehr an der noch recht neuen Xiaomi Soundbar interessiert.

Viele günstige asiatische Soundbars mit denen ich bisher zu tun hatte waren leider recht mittelmäßig bis schlecht. Hier strahlt natürlich das Xiaomi Branding etwas mehr Optimismus aus. Wirklich schlechte Xiaomi Produkte sind nun mal sehr selten.

Wollen wir uns daher mal im Test ansehen ob die Xiaomi Soundbar überzeugen kann und noch viel mehr ob es sich wirklich lohnt diese aus Asien zu bestellen. Neugierig?

 

Die Xiaomi Soundbar im Test

Mit einer Länge von rund 84cm ist die Xiaomi Soundbar schon ein ordentlich großes Modell. Es handelt sich bei dieser also nicht um eine „mini“ Soundbar, welche einfach nur ein großer Bluetooth Lautsprecher ist.

Dabei ist allerdings die Höhe und Tiefe mit 8,2cm bzw. 7,3cm angenehm kompakt. Sofern Euer Fernseher einen etwas höheren Standfuß besitzt könnt Ihr die Soundbar einfach vor diesen legen. Alternativ könnt Ihr die Soundbar auch an die Wand hängen.

Xiaomi legt passendes Montagematerial inklusive einem kleinen Schraubendreher Kit mit in den Lieferumfang, vorbildlich!

Beim Gehäuse setzt Xiaomi bei seiner Soundbar auf ein angenehm massiven Kunststoff. Aktuell ist die Soundbar nur in einem recht freundlichen Weiß verfügbar. Zwar sind die Spaltmaße an der Seite nicht ganz perfekt, aber generell ist der qualitative Eindruck gut.

Hier hilft auch sicherlich die komplett mit Stoff bespannte Front, unter welcher sich die einzelnen Treiber befinden, wie auch das vergleichsweise hohe Gewicht.

Unter dem Stoff befinden sich laut Xiaomi acht Treibereinheiten, dies ist aber nur halb richtig. Links und Rechts am Rand sind zwei Hochtöner, neben diesen Hochtönern ist jeweils ein Tieftöner.

Mittig hingegen sind vier passive Treibereinheiten. Diese besitzen keine Elektronik, sondern werden als eine Art Druckausgleich von den aktiven Treibern mitbewegt.

Dies kann durchaus die Bass Performance ein Stück verbessern, ist aber natürlich kein „echter“ Lautsprechertreiber. Diese passive Treibereinheiten sind aktuell in Mode und ersetzen Bass Reflexrohre, aufgrund besserer klanglicher Eigenschaften.

Die Tasten zur Steuerung der Soundbar befinden sich auf der Oberseite. Hier befinden sich zwei Tasten für die Lautstärke, wie auch für jeden Eingang eine Schnellwahltaste.

Die Eingänge sind natürlich auf der Rückseite angebracht. Hier findet sich durchaus eine ordentliche Auswahl. Die Xiaomi Soundbar besitzt einen 3,5mm Eingang, einen Chinch Eingang, einen optischen digitalen Eingang und einen SPDIF Eingang. Natürlich ist auch Bluetooth mit an Bord, wie es bei keinem modernen Produkt fehlen darf.

Auch auf der Rückseite ist der Anschluss für das Netzteil, wie auch ein physischer Schalter.

Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann wäre es natürlich das Fehlen einer Fernbedienung. Zwar lässt sich die Lautstärke der Soundbar über die Lautstärke Eures Fernsehers bzw. Smartphones mitsteuern, aber eine gesonderte Fernbedienung wäre natürlich eleganter.

 

Klang

Xiaomi hat es ohne Frage drauf günstige und gute Produkte zu produzieren. Dies wird auch von der Soundbar bestätigt!

Diese klingt verdammt gut für ihre Größe und Preis!

Starten wir wie üblich bei den Höhen. Diese sind bei der Xiaomi Soundbar absolut klar und brillant. Auch die Detailwiedergabe ist top!

Aufgrund der äußeren Positionierung der Hochtöner wird zudem der Klang sehr gut in die Breite gezogen.

Aber auch die Mitten und Bässe sind erfreulich stark. Die Mitten der Soundbar sind zwar nicht absolut überragend, aber solide. Stimmen und auch Gesang wird gut wiedergegeben.

Die Sprachverständlichkeit ist weitestgehend hervorragend über die Soundbar.

Weitestgehend? Man merkt hier doch etwas, dass viele, gerade dunklere Stimmen aus den gleichen Treibern kommen wie der Bass. Gibt es also sehr viel Bass, kann dies die Mitten etwas negativ beeinflussen. Das ist aber schon Kritik auf hohem Level!

Das überraschendste bei der Xiaomi Soundbar ist allerdings wirklich der Bass. Natürlich kann die Xiaomi Soundbar nicht mit Systemen mit einem halbwegs guten Subwoofer mithalten. Allerdings habe ich mit einem recht blechernen Bass gerechnet.

Selbst viele High End Soundbars klingen ohne Subwoofer Support doch sehr mäßig. Allerdings was aus der Xiaomi Soundbar kommt, ist doch überraschend voll und satt.

Der Bass ist auf einem sehr vernünftigen Level! Der Punch und auch die Kraft und Dynamik die die Soundbar rüber bringt, ist erstaunlich hoch.

Selbst der Tiefgang ist ordentlich. Nein die Soundbar kommt nicht auf 20Hz runter, aber für das Volumen über welches diese verfügt kann man beim Bass wirklich nicht klagen.

Musik und auch Filme klingen sehr lebendig. Dabei schafft es die Soundbar auch eine starke Spielfreude zu vermitteln, egal was Ihr über diese wiedergebt.

Bei allem Lob, welches völlig angebracht ist, muss man natürlich auch über die Schwächen der Soundbar reden. Die größte Schwäche wäre vermutlich die Raumgröße.

In einem großen Wohnzimmer klingt die Xiaomi Soundbar natürlich deutlich schlechter als in einem kleineren Kinder/Jugend Zimmer. Zwar macht die Soundbar in einem größeren Wohnzimmer immer noch einen soliden Job, aber gerade der Bass verpufft etwas.

Von daher würde ich die Xiaomi Soundbar eher für das Schlafzimmer, das Arbeitszimmer oder Jugendzimmer empfehlen.

Auch woran es der Xiaomi Soundbar etwas fehlt wären Raumklang Modi. Aufgrund der hohen Breite klingt zwar die Soundbar auch recht breit, aber man hat auch keinen Raumklang im engeren Sinne.

 

Fazit

Die Xiaomi Soundbar konnte im Test überraschend überzeugen! Im Gegensatz zu vielen günstigen asiatischen Soundbars verdient das Modell von Xiaomi wirklich diesen Titel.

Es handelt sich nicht einfach nur um einen größeren Bluetooth Lautsprecher der Soundbar gelabelt wurde, sondern die Xiaomi ist wirklich für den Einsatz also Soundbar gemacht und gedacht.

Hierzu passt auch der sehr klare und dynamische Klang. Zwar verfügt die Xiaomi Soundbar über keinen Subwoofer Support, aber dennoch ist der Bass mehr als solide. Klanglich wird die Soundbar 95% aller Fernseher problemlos schlagen, was bei einem Preis von rund 70€ schon eine gute Leistung ist!

Ebenfalls sehr gut ist die Anschlussvielfalt! Neben Bluetooth finden sich zwei digitale Eingänge und zwei weitere analoge Eingänge, wodurch sich eine gewisse Flexibilität bietet.

Natürlich aufgrund der Größe würde ich die Soundbar primär für kleinere Wohnzimmer oder Räume empfehlen, aber ich glaube, dies versteht sich in dieser Preisklasse von selbst.

Der einzige Kritikpunkt, den ich am Ende hätte, wäre das Fehlen einer Fernbedienung. Abseits davon hat hier Xiaomi eine absolut vorbildliche Soundbar produziert, welche ich problemlos empfehlen kann, gerade aufgrund des sehr guten Klangs!